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20221201_MontafonerStandpunkt_048 StandMontafon 2023-01-04 Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Error: Invalid object stream Internal Error: xref num 2075 not found but needed, try to reconstruct<0a> Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Amtliche Mitteilung Jg. 16, Ausgabe 48, Winter 2022 Montafoner zugestellt durch Post.at Standpunkt Generationenwechsel beim Stand Montafon Forstfonds 2 / Montafoner Standpunkt Montafoner Standpunkt – Ausgabe 48, Winter 2022 Magazin des Standes Montafon mit Informationen aus erster Hand über die vielseitigen Aktivitäten im Tal. Natur & Umwelt Mobililtät & Verkehr Bildung & Soziales 04/05 Zukunft Forstfonds 08 Fahrplan Landbus 13 Kinderbeteiligung 21 Soziale Angebote im Gericht 06 Green Jobs beim Stand 19 Energieholz-Nutzung Kultur & Wissenschaft Raum & Region 11 Wissenschafts-Preisträger 11 Neue Standes-Website 23 Neuer Musikschul-Direktor 24 Buchtipp Bibliothek 24 Kinderschutzkonzept 10 Bilanz „septimo“ 26 Buchseite 14/15 Muntafunerisch 11 Neue Mitarbeiter:innen 16 Montafoner Geschichte 17 Montafoner Resonanzen 20 Medizingeschichte Wirtschaft & Tourismus 25 Zukunftslabor „PIZ“ Herausgeber & Medieninhaber: Stand Montafon, Montafonerstraße 21, 6780 Schruns, www.stand-montafon.at, Grafik: kaleido.cc Redaktion & Layout: Presse- und Medienbüro Meznar Media/www.meznar.media Texte: Valentina Bolter, Michael Kasper, Sylvia Ackerl, Elisabeth Meznar, Toni Meznar Fotos: Montafoner Museen, Stand Montafon Forstfonds/Sylvia Ackerl, Musikschule Montafon, PIZ Montafon, Toni Meznar, Meznar Media Druck: Druckerei Thurnher, Rankweil Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im Montafoner Standpunkt im Allgemeinen auf gender-gerechte Formulierungen verzichtet. Inhaltlich werden selbstverständlich ALLE Geschlechter angesprochen. vo stallehr bis partena 3 / Montafoner Standpunkt Vorwort Liebe Montafonerinnen und Montafoner, geschätzte Leser:innen! Schon wieder geht ein arbeitsintensives Jahr zu Ende. Gemeinsam haben wir in den vergangenen Monaten viele Herausforderungen gemeistert – auch wenn es nicht immer einfach war, allen Erwartungen und Ansprüchen gerecht zu werden. Dennoch ist es uns durch das Engagement von zahlreichen Montafoner:innen gelungen, unserem gemeinsamem Ziel – einer der nachhaltigsten Lebens- und Arbeitsräume in den Alpen zu werden – wieder einen Schritt näher zu kommen. Herzlichen Dank dafür und weiterhin viel Kraft und Ausdauer! Als größter Waldbesitzer in Vorarlberg sind wir uns im Stand Montafon Forstfonds unserer Verantwortung für unseren Wald und die Folgen des Klimawandels sehr bewusst. Der Wald ist ein Lebens- und Wirtschaftsraum und Schutzschild für unsere Täler. Der Stand Montafon Forstfonds leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Fast 40 Jahre lang hat sich unser Forstbetriebsleiter Hubert Malin unermüdlich für den Forstfonds im Tal eingesetzt. Dafür gebührt ihm Lob, Dank und Anerkennung. Mit Ende des Jahres geht die Ära Malin allerdings zu Ende, Hubert wechselt in die Altersteilzeit und übergibt das Kommando beim Forstfonds an seinen Nachfolger Andreas Drexel. Andreas ist im Zuge der lang geplanten Nachfolge bereits seit Monaten im Forstfonds aktiv und hat sich intensiv in sein neues Betätigungsfeld eingearbeitet. Ich möchte mich an dieser Stelle – auch im Namen meiner Bürgermeister-Kollegen – bei Hubert für seinen unermüdlichen Einsatz recht herzlich bedanken und wünsche gleichzeitig seinem Nachfolger Andreas das Allerbeste und eine glückliche Hand für die weiterhin erfolgreiche Entwicklung des Stand Montafon Forstfonds und damit des grünen Rückgrats unserer Talschaft. auseinandersetzen. Gleichzeitig wird die Forschungstätigkeit über die Region intensiviert und gefördert. Die heurigen Preisträger sind Teresa Galehr und Reinhard Gerstner – herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle! Bgm. Jürgen Kuster, Montafoner Standesrepräsentant In dieser Winter-Ausgabe des Montafoner Standpunkts haben wir wieder aktuelle Themen aufgearbeitet, über die wir Euch aus erster Hand informieren wollen: So entwickelt sich beispielsweise das „Alte Gericht“ immer mehr zur sozialen Drehscheibe im Tal. Das „Familienzentrum Montafon“ – ebenfalls im ehemaligen Bezirksgericht zu Hause – ist zudem die erste KleinkSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight inderBetreuungs-Einrichtung im Land, die in Zusammenarbeit mit dem Stand Montafon ein sogenanntes „Kinderschutzkonzept“ erarbeitet hat. Wieder übernimmt das Montafon somit eine Vorreiterrolle im Land. Denn die Erfahrungen aus unserer Talschaft sollen jetzt landesweit ausgerollt werden. Bis über die Talschafts- und Landesgrenzen hinaus bekannt ist mittlerweile auch der „Montafoner Wissenschaftspreis“, der alle zwei Jahre verliehen wird. Mit dieser Auszeichnung werden Nachwuchswissenschaftler:innen gewürdigt, die sich mit dem Montafon Abschließend darf ich Euch noch mit großer Freude etwas ganz Besonderes vorstellen. Nämlich unsere neue Mundart-Datenbank www.muntafunerisch.at, dass unser „Muntafunerisch“ ganz speziell ist, wissen wir alle. Unser Dialekt verbindet und stiftet Identität und ist sogar von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe gekennzeichnet. Im Zuge eines EU-LEADER geförderten Projekts wurde auf der Basis zahlreicher Mundart-Sammlungen im Montafon Archiv eine digitale Datenbank rund um den Montafoner Dialekt erstellt. Neben dem Mundart-Wörterbuch sind online auch Tonaufnahmen der einzelnen Worte sowie Gedichte und Sagen, aber auch wissenschaftliche Literatur zum Thema zu finden. Durch die fortlaufende Ergänzung durch Euch, liebe Montafonerinnen und Montafoner, soll sich die Datenbank immer weiter füllen und das Bewusstsein für die Montafoner Mundart gestärkt werden. In diesem Sinne wünsche ich Euch – auch im Namen meiner Bürgermeisterkollegen – gesegnete Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr sowie alles erdenklich Gute für 2023. Bleibt oder werdet gesund! Standesrepräsentant, Bgm. Jürgen Kuster 4 / Montafoner Standpunkt Generationenwechsel beim Forstfonds Forstbetriebsleiter Hubert Malin geht nach fast 40 Jahren an der Spitze des Stand Montafon Forstfonds in Altersteilzeit. Andreas Drexel übernimmt ab Anfang 2023. Der Stand Montafon Forstfonds ist das grüne Rückgrat der Region. Seit 1832 bewirtschaftet und pflegt der Stand Montafon Forstfonds fast 9000 Hektar Grund- und Waldflächen im Montafon und ist damit der größte Waldbesitzer des Landes. Nach fast 40 Jahren als Betriebsleiter verlässt Forstwirt Hubert Malin (63) die Standeswaldungen per Ende dieses Jahres in den wohlverdienten Vor-Ruhestand (Altersteilzeit) und übergibt an seinen Nachfolger Andreas Drexel. „Ohne einem sehr guten und motivierten Team im Forst-Betriebsdienst – das mir durch ihre Arbeit im Tagesgeschäft den Rücken freigehalten hat – wären in der forstbetrieblichen Tätigkeit viele (Groß-)Projekte nicht realisierbar gewesen. Eine großes Dankeschön Allen für ihren vorbildlichen Einsatz.“ Hubert Malin, scheidender Betriebsleiter Stand Montafon Forstfonds Der Stand Montafon Forstfonds ist ein Gemeindeverband von acht Montafoner Gemeinden: Bartholomäberg, Gaschurn, Silbertal, Schruns, St. Anton im Montafon, St. Gallenkirch, Tschagguns und Vandans. Die Flächen der Mitgliedsgemeinden werden als Forstbetrieb gemeinsam bewirtschaftet. Der Montafoner Standeswald ist ein multifunktionaler Lebensraum, der von vielen Einheimischen und Gästen zur Erholung genutzt wird. Dennoch ist die Schutzfunktion des Waldes an erster Stelle und für die Sicherung des Lebens- und Wirtschaftsraumes unverzichtbar. Eine Erfolgsgeschichte geht zu Ende In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Stand Montafon Forstfonds unter Betriebsleiter Hubert Malin zu einem bedeutenden Wirtschaftsunternehmen entwickelt. So wurden unter der Planung und Bauaufsicht von Malin über 130 Kilometer Forststraßen als Grunderschließung zur notwendigen Bewirtschaftung der Schutzwälder gebaut. Der Aufbau eines effizienten Forstbetriebsdienstes, die Errichtung von drei Betriebs- und Verwaltungsgebäuden mit Büroräumen und Werkstätten in Schruns, Silbertal und St. Gallenkirch sind unter der Betriebsleitung von Hubert Malin entstanden. Die Forcierung der erneuerbaren Energie mit dem Einsatz von Energieholz war Malin ein besonderes Anliegen. Damit konnte die schwierige SchutzwaldBewirtschaftung der steilen StandeswäldSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight er vorangetrieben werden. Dabei wurden auch Naturschutzanliegen, wie Natura 2000 Gebiete oder Naturwaldreservate, nie Nach fast 40 Jahren beim Stand Montafon Forstfonds übergibt Hubert Malin per 2023 an seinen Nachfolger Andreas Drexel 5 / Montafoner Standpunkt vo hossa bis dinna Der scheidende Forstfonds-Betriebsleiter Hubert Malin, Standesrepräsentant Bgm. Jürgen Kuster und der neue Betriebsleiter Andreas Drexel (v. l.) beim freundschaftlichen Bilanz-Gespräch im Montafoner Heimatmuseum in Schruns. aus den Augen verloren. Heute kann der Forstfonds auf ein gut funktionierendes Unternehmernetzwerk zurückgreifen. Auch die Ausbildung und Förderung von Nachwuchskräften war Malin stets ein großes Anliegen. So erhalten bis heute Forstfacharbeiter-Lehrlinge sowie Praktikanten von Forstschulen und Universitäten eine gediegene Ausbildung. Auch in der Öffentlichkeitsarbeit hat der scheidende Betriebsleiter Meilensteine gesetzt. So werden über die Waldschule und das Bergwaldprojekt Menschen mit und ohne forstfachlichem Hintergrund in die Geheimnisse des Schutzwaldes und der Waldarbeit eingeführt. Malin hat in den vergangenen Jahrzehnten zudem unzähligen Menschen aus aller Welt das Montafon und die Waldbewirtschaftung vorgestellt. „Ich darf heute mit Stolz einen gut etablierten Forstbetrieb in neue Hände legen“, meint Malin. „Ohne die großartige Unterstützung des früheren Standessekretärs Johann Vallaster in den Anfangsjahren und später der Verwaltung und dem gesamten, sehr guten und motivierten Forstteam im Betriebsdienst, die mir durch ihre Arbeit im Tagesgeschäft den Rücken freigehalten haben, wären viele Projekte nicht realisierbar gewesen“, so Malin weiter. Nachfolge ist gut vorbereitet Der zukünftige Forstbetriebsleiter Andreas Drexel (39) arbeitete nach dem Studium der Forstwirtschaft, Wildbach- und Lawinenverbauung an der Universität für Bodenkultur bei Gebietsbauleitungen in Tirol und Vorarlberg. Er ist seit Sommer 2022 Teil des Forstfonds-Teams und daher bereits gut eingearbeitet. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei Hubert Malin für seinen unermüdlichen Einsatz für das Wohl der Talschaft. Gleichzeitig wünschen wir seinem Nachfolger Andreas Drexel alles Gute für die Zukunft und eine glückliche Hand für die weitere Entwicklung unseres Forstbetriebs“, sagt Forstfonds-Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster im Namen der acht Forstfonds-Gemeinden. Die offizielle Verabschiedung von Hubert Malin findet dann zu einem späteren Zeitpunkt statt. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei Hubert Malin für seinen unermüdlichen Einsatz für das Wohl der Talschaft. Gleichzeitig wünschen wir seinem Nachfolger Andreas Drexel alles Gute für die Zukunft und eine glückliche Hand für die weitere Entwicklung unseres Forstbetriebs.“ Bgm. Jürgen Kuster, Standesrepräsentant N6 St. Anton i. M. Bartholomäberg St. Anton i. M. Vandans Oberjetzmunt Vandans Kaltenbrunnen Gantschier Kirche Daneu N6 Tschagguns Latschau Schruns Lochmühle Tschagguns Höllweg Silbertal Schruns Ziegerberg N6 Landbrücke Ganz einfach – go&ko Mauren N6 Montafoner Hüsle 1 – Ruf an und bestelle Dein Anrufsammeltaxi (AST). Buchungen sind auch über die App „ISTmobil“ möglich. (Buchungen min. 30 Minuten vor Abholzeitpunkt bzw. vor Betriebsschluss). Gargellental Suggadin St.Gallenkirch Sarottlaalpe Gargellen 2 – Nenne Deinen Namen, Anzahl der Fahrgäste, Abholzeit und von wo nach wo Ihr gebracht werden wollt. Klettergarten 3 – Den Fahrschein erhältst Du direkt im AST (Kassabon). Das go&ko verkehrt nur im Dauersiedlungsraum von St. Anton i. M. bis Gaschurn. Fahrten nach Lorüns, Stallehr und Bludenz sind mit dem go&ko nicht möglich. Der Fahrpreis pro befahrener Wabe beträgt 5€ pro Person. Ab 4 Personen mit dem glei - Grenzhaltestellen Wabengrenze Straße Loch N6 Partenen Bahnstrecke Bahnhof N6 Nachtexpress Fahrzeiten ganzjährig Di, Mi, Do, So: 19:30 – 02:30 Uhr Fr, Sa, Nächte vor Feiertagen 19:30 – 04:00 Uhr Mo: kein Betrieb der Gruppentarif (20€ pro beSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight fahrener Wabe für die ganze Gruppe, maximal 60€ pro Gruppe und Fahrt). Gaschurn Anruf-Sammeltaxi erreichbar ab 19:30 Uhr unter +43 5556 77500 stand-montafon.at/goko stand-montafon.at/goko 7 / Montafoner Standpunkt d l a w z t u h c s o v l a u h c s d l a w s i b Der Stand Montafon Forstfonds bildet seit vielen Jahren sehr erfolgreich Lehrlinge zu Forstfacharbeitern aus. Aktuell erhalten die Lehrlinge Kevin, Martin und Benedikt (v. l.) ihren beruflichen Feinschliff in den Standeswaldungen. Sie würden sich sehr über junge Kolleg:innen freuen. Green Jobs – der Stand Montafon Forstfonds bildet Jugendliche zu gefragten Forstfacharbeitenden aus MINT ist in aller Munde – bei der Lehre als Forstfacharbeiter beim Stand Montafon Forstfonds werden alle vier Teilbereiche, nämlich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik vereint. Oben drauf gibt es einen Arbeitsplatz in der Natur. Dort, wo andere ihre Freizeit verbringen. „Im Wald zu arbeiten ist wohl der schönste Arbeitsplatz, den man sich vorstellen kann“, schwärmt Benedikt Greber, Forstanschlusslehrling im dritten Lehrjahr beim Stand Montafon Forstfonds, wenn er nach seinem Beruf gefragt wird. Lange, kräfteraubende Anmarschwege mit Gepäck und Werkzeug stehen auch heute noch an der Tagesordnung und erfordern hohe körperliche Einsatzbereitschaft. „Deshalb sind in diesem Beruf Menschen gefragt, die gerne an ihre Grenzen gehen und körperliche Fitness gleich bei der Arbeit mittrainieren wollen“, so Lehrlingskoordinatorin Sylvia Ackerl. „Mir gefällt die Vielseitigkeit“, meint Martin Vallaster, Lehrling im dritten Lehrjahr. „Vom Pflanzen der jungen Bäume, über die Pflege bis zur Holzernte ist alles mit dabei. Ebenso werden wir für Arbeiten an Forststraßen, Maschinen und Gebäuden eingesetzt“, so Vallaster weiter. „Der Nervenkitzel, wenn ein Baum gefällt wird, ist schon etwas Besonderes, ebenso wie die großen Forstmaschinen“, merkt Kevin Torghele, ebenfalls Lehrling im dritten Lehrjahr, an und erhält breite Zustimmung seiner Kollegen. Die langjährigen Profi-Forstarbeiter des Forstfonds begleiten die Lehrlinge bei der täglichen Arbeit und versorgen sie mit dem nötigen praktischen Wissen. „Wir würden gerne Menschen mit dem gleichen Hang zur Natur, der Waldarbeit und dem nötigen Humor in unser Team aufnehmen“, rührt Greber gleich die Werbetrommel für die Forstlehre beim Stand Montafon. Zur Berufsschule werden die jungen Leute jährlich mehrere Wochen ins Tirol, nach Rotholz, einberufen. „Diese Zeit ist für mich besonders herausfordernd, da ich die Lehrlinge schulisch bestmöglich unterstütze“, so Lehrlingsausbildnerin Sylvia Ackerl vom Forstfonds. „Trotzdem genießen alle die Zeit, um auch neue Freundschaften mit Forstlehrlingen aus ganz Österreich zu schließen“, so Ackerl weiter. Lehre Forstfacharbeiter Dauer: 3 Jahre oder 1 Jahr (Anschlusslehre nach der landwirtschaftlichen Fachschule) Weitere Informationen und Anmeldung zu Schnuppertagen: Sylvia Ackerl, +43 664 811 17 13, sylvia.ackerl@stand-montafon.at Der Stand Montafon Forstfonds bildet Lehrlinge zu Forstfacharbeitenden aus. Bei Interesse bitte gerne melden! 8 / Montafoner Standpunkt Fahrplan-Änderungen beim Landbus Montafon Die Themen Nachhaltigkeit und Energiesparmaßnahmen sind mehr als aktuell und beschäftigen den Stand Montafon auch bei der Gestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Montafon. Beim Ortsbus Vandans gab es immer wieder Schwierigkeiten, den Zuganschluss am Bahnhof in Vandans zu erreichen. „Um die Zuganschlüsse künftig sicherer anbinden zu können, wurde daher die Streckenführung des Ortsbusses Vandans überarbeitet“, schildert Regionalplanerin Valentina Bolter vom Stand Montafon. „Damit alle Nachtschwärmer gut nach Hause oder zum nächsten Treffpunkt kommen, wurde auch der Fahrplan des Nachtexpresses besser mit dem Zugfahrplan abgestimmt“, so Bolter weiter. Die Landbus Montafon Linie 650 (früher „85“) verkehrt nun vom 24. Dezember 2022 bis 26. März 2023 im Viertelstundentakt. Mit der FahrSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight plan-Umstellung im Dezember wurden alle Liniennummern der Busse auf drei Stellen umgestellt. Wie im ganzen Land werden auch im Montafon die Liniennummern der Busse auf drei Stellen erweitert. Zukünftig werden alle Busse im Montafon die Nummer 6 vorangestellt haben. Mit Fahrplanwechsel ergeben sich auch einige kleinere Änderungen im Fahrplan, wie minutenweise Verschiebungen. „Einen Überblick über die aktuellen Betriebszeiten liefert die elektronische Fahrplanauskunft auf vmobil.at sowie die VVV-App cleVVVer mobil“, sagt auch Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster. „Zudem sind sie im Fahrplanheft des Landbusses Montafon übersichtlich dargestellt.“ Erhältlich ist das Fahrplanheft in allen Montafoner Gemeindeämtern. Der Stand Montafon Forstfonds freut sich ab Frühjahr 2023 auf eine:n neue:n Kolleg:in als Forst(fach)arbeiter:in (100 %) Ihre Aufgaben – Holzernte – Brennholzerzeugung – Schadholzaufarbeitung – Waldpflege – Aufforstung – Instandhaltung Forstraßen & Gebäude – Instandhaltung Maschinen & Werkzeuge Unsere Erwartungen – Abschluss einer einschlägigen Fachausbildung von Vorteil, kann auch angelernt oder nachgeholt werden – Sicheres Arbeiten im unwegsamen Gelände – Erfahrung in der Holzernte von Vorteil – Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein – Kommunikations- und Teamfähigkeit – Engagement und Flexibilität Wir bieten eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit im Team des Stand Montafon Forstfonds. Die Anstellung erfolgt auf Basis des Gemeindeangestelltengesetzes, die Entlohnung gemäß der Einstufung nach dem Gemeindeangestelltengesetz (GAG 2005). Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 31. Jänner 2023, per Mail an andreas.drexel@stand-montafon.at oder schriftlich an Stand Montafon Forstfonds, z. Hd. Andreas Drexel, Montafonerstraße 21, 6780 Schruns. Für Rückfragen steht Projektleiter Andreas Drexel (+43 55 56 7 21 32-0) gerne zur Verfügung. 9 / Montafoner Standpunkt vo fr ü a n r b is mara Teresa Galehr sowie Reinhard Gerstner wurden im Heimatmuseum in Schruns mit dem Montafoner Wissenschaftspreis 2022 ausgezeichnet. Wissenschaftspreis Der „Montafoner Wissenschaftspreis“ wurde am 8. November 2022 zum fünften Mal verliehen. „Mit dieser Auszeichnung werden Nachwuchswissenschafter:innen gewürdigt, die sich mit dem Montafon auseinandersetzen. Gleichzeitig wird die Forschungstätigkeit über die Region intensiviert und gefördert“, fasst Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster zusammen und gratuliert den beiden heurigen Preisträgern Teresa Galehr und Reinhard Gerstner. Der Montafoner Wissenschaftspreis wird alle zwei Jahre verliehen. Eingereicht werden können wissenschaftliche Beiträge, wie Diplomarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen, aber auch vorwissenschaftliche Arbeiten. Die eingereichten Arbeiten werden von einer unabhängigen Fachjury bewertet. Dieses Jahr bestand die Jury aus Theresia Anwander, Kuratorin des vorarlbergmuseums, Werner Matt, Leiter des Stadtarchivs in Dornbirn und Ruth Swoboda, Direktorin der inatura in Dornbirn. Der Wissenschaftspreis selbst besteht aus einer Urkunde des Standes Montafon, der umfassenden Buchreihe „Montafoner Geschichte“ und einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 3.000 Euro. Das Preisgeld wird gesponsert durch die Sparkasse Bludenz, den Stand Montafon und den Heimatschutzverein Montafon. „Das Preisgeld wurde in Form von Gutscheinen der Wirtschaft Montafon übergeben, um gleichzeitig die Montafoner Wirtschaft zu unterstützen“, so Regionalplanerin Valentina Bolter vom Stand Montafon bei ihrer Moderation. Die diesjährigen Träger des „Montafoner Wissenschaftspreises“ sind Teresa Galehr und Reinhard Gerstner. Teresa Galehr befasste sich in ihrer Diplomarbeit mit Johann Josef Batlogg im Wandel der Zeit. Sie bearbeitete die Lebens- und Rezeptionsgeschichte des einstigen Landammanns mit didaktischer Auseinandersetzung für den Geschichtsunterricht. Reinhard Gerstner schrieb in seiner Masterarbeit über die strukturgeSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight ologische Einordnung der Kristakopfscholle in Zusammenhang mit den Vortriebsarbeiten des neuen Kraftabstiegs des Rodundwerks I. Drei Anerkennungspreise Neben den beiden Preisträgern wurden auch Anerkennungspreise an Tatjana Dietrich für ihre Bachelorarbeit „Die Auswirkungen von Wildschäden auf die Funktion des Schutzwaldes“, an Claudia Wachter für ihre vorwissenschaftliche Arbeit „Die Welt im Umbruch – Kindheit und Jugend während der französischen Besatzungszeit in Vorarlberg“ und an Gregor Brodtrager für seine vorwissenschaftliche Arbeit „Von den Alpinpionieren zum Massenphänomen Bergsteigen am Beispiel des Piz Buin“ verliehen. Die Preise wurden von Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster, Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier und Vorstanddirektor Wolfgang Eichler von der Sparkasse Bludenz im Rahmen eines Festakts im Montafoner Heimatmuseum in Schruns übergeben. Montafoner Wissenschaftspreis Der nächste Wissenschaftspreis wird 2024 vergeben. Arbeiten können ab sofort eingereicht werden. www.stand-montafon.at/wissenschaftspreis Ansprechperson: Michael Kasper, Kirchplatz 15, 6780 Schruns, +43 55 56 / 7 47 23-0 m.kasper@montafoner-museen.at 10 / Montafoner Standpunkt v o s e p ti m o b is g ip fe lt r e ff a Einer der spannenden septimo-Höhepunkte war der heurige „Tag des Archivs“ anlässlich des Jubiläums „20 Jahre Montafoner Archiv“. Erfolgsbilanz septimo Beim achten kulturellen Montafoner Erntemonat septimo standen im September 2022 der Dialekt, die Sprachgeschichte und deren vielfältige Beziehungen zur Kulturlandschaft der Region am Programm. Vom 1. bis zum 30. September 2022 wurde im Rahmen des Kulturfestivals in bewährter Manier ein abwechslungsreiches Programm zur Vergangenheit und Gegenwart des Montafons geboten. Schruns war landesweiter Schwerpunkt beim „Tag des Denkmals“. Kulturfestival septimo 2022 www.septimo.at So wurden die Orts-, Berg- und Flurnamen aus vordeutscher Zeit, dass einst im Montafon gesprochene Rätoromanisch, MundART gereimt und gesungen, traditionelles Erzählgut wie die Sagen und viele weitere Anknüpfungspunkte beleuchtet, um das Muntafunerische aus unterschiedlichsten Blickwinkeln in den Fokus rücken. Die vielfältigen Angebote ermöglichten verschiedene Zugänge zur Mundart im Montafon, die mit den verschiedensten Eigenschaften assoziiert wird: So wird sie von den einen als echt, vertraut, alt und wertvoll empfunden, während andere befürchten, sie sei verfälscht. Wieder andere nehmen sie als unverständlich, direkt oder grob war. „Bestimmt ist sie darüber hinaus populär, manchmal nicht übersetzbar und gewiss hin und wieder amüsant. Ein faszinierendes Phänomen jedenfalls, dem nachgespürt wurde“, so ein sichtlich zufriedener Museumsleiter Michael Kasper. Einer der Höhepunkte war die Präsentation der Mundart-Datenbank „muntafunerisch“ Höhepunkte des kulturellen Erntemonats waren die Präsentation der Mundart-Datenbank www.muntafunerisch.at, der „Tag des Archivs“ anlässlich „20 Jahre Montafon Archiv“ oder der „Tag des Denkmals“ mit landesweitem Schruns-Schwerpunkt. Eine Fahrradexkursion sowie ein Erinnerungsspaziergang machten die NS-Zeit zum Thema und auf der Tübinger Hütte referierte Bernhard Tschofen zum Thema „Warum schmecken die Berge?“. Die Vielfalt der septimo-Angebote – Konzerte, Kinovorführungen, Handwerksseminare, Gesprächsabende oder Kulturlandschaftsexkursionen – korrespondierte mit der Verteilung der Veranstaltungsorte über fast alle Montafoner Gemeinden. Der Veranstaltungsreigen, der sich ausdrücklich an Heimische und Gäste richtet, wurde vom Heimatschutzverein Montafon und von Montafon Tourismus gemeinsam ausgerichtet und zeichnet sich durch zahlreiche Kooperationen mit anderen Partnereinrichtungen aus. 11 / Montafoner Standpunkt kurz & bündig Neue Website vom Stand Montafon zeigt die Vielfalt innerhalb der Talschaftsverbände Nach einem service-orientierten Prozess ging diesen Sommer die neue Website des Standes Montafon www.stand-montafon.at online. „Mit wenigenSyntax Warning: Invalid Font Weight Klicks bietet die Website Einblick in das umfangreiche Aufgabenfeld des Standes. Zudem werden die einzelnen Websites der Montafoner Gemeinden und des Standes miteinander vernetzt und ermöglichen damit einen noch intensiveren Informationsaustausch über die Gemeindegrenzen hinweg“, so Projekt-Koordinatorin Valentina Bolter vom Stand Montafon. „go&ko“JugendGutscheine Das Montafoner AnrufSammeltaxi „go&ko“ bietet eine sichere und zuverlässige Möglichkeit, um in den Nachtstunden nach Hause oder zum nächsten Treffpunkt zu gelangen. Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr können mit den „go&ko“-JugendGutscheinen um den halben Preis im Anruf-Sammeltaxi mitfahren. Die Gutscheine in Form von Münzen haben einen Wert von fünf Euro. Die Gutscheine können in den teilnehmenden Montafoner Gemeindeämtern um 2,50 Euro pro Gutschein erworben werden. Die restlichen 2,50 Euro übernimmt deine Gemeinde. Auch Erwachsene können die Gutscheine kaufen – als ideales Geschenk für junge Nachtschwärmer. Weitere Informationen unter www. stand-montafon.at/goko Vom Lehrling zum Forstfacharbeiter Der Stand Montafon freut sich, einen neuen Facharbeiter im Forstfonds-Team willkommen zu heißen. Dominik Wachter wurde drei Jahre als Forstlehrling beim Stand Montafon Forstfonds ausgebildet. Im September 2022 zeigte er in den Fächern Arbeitslehre und Sicherheitstechnik, Botanik und Waldbau, Waldpflege sowie Betriebswirtschaft sein Kön- nen und durfte sich kurze Zeit später über den Facharbeiterbrief freuen. „Herzliche Gratulation zu dieser tollen Leistung“, so Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster. Neue Mitarbeiterin bei der Bibliothek Montafon erste Hinweise auf dieses Brauchtum in der Region. In den vergangenen Jahrzehnten erlebte der Brauch einen erheblichen Aufschwung. So finden in den Montafoner Museen seit etwa 20 Jahren Krippenausstellungen statt und seit 2011 betreut und erweitert Marlies Kuster die eigene Krippensammlung der Museen. Aus diesem Fundus sowie aus privaten Leihgaben setzt sich die aktuelle Ausstellung zusammen, die noch bis Lichtmess (Donnerstag, 2. Februar 2023) in allen vier Montafoner Museen (Heimatmuseum Schruns, Alpin- & Tourismusmuseum Gaschurn, Bergbaumuseum Silbertal, Frühmesshaus Bartholomäberg) zu sehen ist. Leiterin Karin Valasek und ihr Team Ulrike, Elke und Deise freuen sich über eine neue Kollegin bei der Bibliothek Montafon – Sabrina Schönherr aus Gaschurn ist seit Oktober 2022 neu im Team. Das vielseitige Angebot der Bibliothek kann an folgenden Tagen genossen werden: Öffnungszeiten: Montag von 14 bis 19 Uhr, am Dienstag von 14 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 9.30 bis 11.30 und von 14 bis 19 Uhr sowie am Donnerstag & Freitag jeweils von 14 bis 18 Uhr. Andreas Salzgeber ist seit Weitere Infos unter www. Oktober 2022 als Maschibibliothek-montafon.at nen- und Kfz-Techniker beim Abwasserverband Montafon neu im Team. Am Standort der Abwasser-ReinigungsAnlage (ARA) Montafon in Vandans-Vens wird er sich künftig auch um den gemeinsamen Fuhrpark aller Montafoner Talschaftsverbände Die Montafoner Krippentradition ist vermutlich noch (Stand Montafon, Forstfonds nicht sehr alt, aber seit einem & Abwasserverband) kümmern. guten Jahrhundert gibt es Verstärkung bei der ARA Montafon Besondere Krippen in allen vier Museen bis Lichtmess # lehrebeiillw erkev kw g a t o f n I s g n i l r h e L .2023 2 0 . 0 1 , hr g U a t 9 1 – 5 F re i 1 ans | nd a V d n u z B re g e n Spürst du auch die Energie? Dann bewirb dich gleich online! lehre.illwerkevkw.at 13 / Montafoner Standpunkt Beteiligungsprojekte geben Kindern und Jugendlichen ein Mitspracherecht im Tal Die Jugendkoordination des Standes Montafon arbeitet intensiv an umfassenden Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekten in der Talschaft. Das Konzept von Jugendkoordinatorin Elke Martin umfasst verschiedene Bausteine, die aufeinander aufbauen, aber auch unabhängig funktionieren und sich am Alter der Kinder und Jugendlichen orientieren. Beteiligungsformate, die schon in der Volksschule beginnen, sind eine gute GSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight rundlage, damit sich schon sehr junge Menschen den oft langwierigen, demokratischen Abläufen bewusst werden. Im ablaufenden Jahr standen deshalb die ersten Kinderbeteiligungsseminare mit Kinderkonferenzen in Schruns und Vandans auf dem Programm. Nach der Durchführung von ersten Beteiligungsformaten wurden auch in den Mittelschulen in vier Klassen soziokratische Klassensprecher:innenwahlen durchgeführt. Soziokratisch bedeutet, dass die getroffenen Entscheidungen von allen Beteiligten mitgetragen werden. „Das ist ein zeitintensiver Prozess und lehrt die Schüler:innen sich zuzuhören, andere Perspektiven zu verstehen und die gemeinsam getroffenen Entscheidungen mitzutragen“, so Jugendkoordinatorin Elke Martin. Erst kürzlich fand aufbauend dazu das erste Montafoner Klassensprecher:innentreffen im Sitzungssaal des Standes statt. Wo normalerweise die Bürgermeister bei der Standessitzung tagen, haben sich die Klassensprecher:innen der 3. und 4. Klassen der Mittelschulen sowie die der Polytechnischen Schule zu einem Workshop getroffen und mit Themen wie Demokratie, Rechte, Pflichten und Herausforderungen rund um die Schule auseinandergesetzt. Neben dem Planspiel „World Peace Game“ konnten Montafoner Jugendliche im Jahr 2022 auch beim „Art Die Jugendkoordination des Standes ermöglicht eine vielseitige Beteiligung für Kinder- und Jugendliche. Im Bild das Klassensprecher:innentreffen im Standesgebäude. of hosting“-Training im Bildungshaus St. Arbogast lernen, wie die eigene Meinung konstruktiv und lösungsorientiert bei Gesprächen eingebracht werden kann. Beim sogenannten „jung & weise Dialog“ wurden Erwachsene aus unterschiedlichen Berufsgruppen eingeladen, um mit jungen Menschen über ihre Anliegen zu diskutieren. „Im Austausch auf Augenhöhe suchten die Teilnehmer:innen im Dialog nach guten Lösungen für alle“, so Martin. Auch das „Jugendforum Montafon“ ist seit Herbst 2022 wieder aktiv. So waren Jugendliche kürzlich bei einer KickOff Veranstaltung eingeladen, sich mit den Themen Jugendkino, Mobilität, Psychische Gesundheit, Schule und Plätze für Jugendliche zu beschäftigen. „Diese Themen werden uns auch im kommenden Jahr begleiten“, so Jugendkoordinatorin Elke Martin abschließend. Buchpräsentation „Das Montafon unterm Hakenkreuz“ Zum 85. Gedenken an den Anschluss im März 1938 erscheint eine von Michael Kasper verfasste, umfassende Dokumentation zum Nationalsozialismus im Montafon. In der bild- und quellenreichen Publikation wird der Geschichte des Montafons von den 1930erbis in die ausgehenden 1940er-Jahre nachgespürt. Am Donnerstag, 2. März 2023, wird das neue Buch „DasMontafon unterm Hakenkreuz“ von Michael Kasper präsentiert. Eingangs werden die frühe Zeit der NS-Bewegung und der „Anschluss“ analysiert. Im Hauptteil geht es um die großen Themenkreise Verfolgung und Widerstand, die politische und gesellschaftliche Entwicklung im Tal und die Wirtschaftsgeschichte der NS-Zeit 193845. Schließlich wird auch dem Kriegsende, der Befreiung und der Besatzungszeit ausreichend Platz gewidmet. Präsentiert wird „Das Montafon unterm Hakenkreuz“ am Donnerstag, 2. März 2023, um 19 Uhr, im Montafoner Heimatmuseum Schruns. Interessierte sind herzlich eingeladen. 14 / Montafoner Standpunkt Neue Mundart-Datenbank: www.muntafunerisch.at Der Montafoner Dialekt verbindet und stiftet Identität. Neues Online-Dialekt-Wörterbuch lädt auf www.muntafunerisch.at zum Mitmachen ein. Vo Stallehr bis Partena – der Montafoner Dialekt verbindet und stiftet Identität. Im Rahmen von septimo 2022 stellte der Stand Montafon das neue digitale Dialekt-Wörterbuch „www.muntafunerisch.at“ vor. Durch die fortlaufende Ergänzung durch Montafonerinnen und Montafoner soll sich die Datenbank immer weiter füllen und das Bewusstsein für die Montafoner Mundart gestärkt werden. „Neben dem Mundart-Wörterbuch sind auf muntafunerisch.at auch Tonaufnahmen einzelner Worte sowie Gedichte und Sagen und wissenschaftliche Literatur zum Thema zu finden.“ Michael Kasper, Stand Montafon Im ZuSyntax Warning: Invalid Font Weight ge eines EU-LEADER geförderten Projekts wurde auf der Basis zahlreicher Mundart-Sammlungen im Montafon Archiv eine digitale Datenbank rund um den Montafoner Dialekt erstellt. „Neben dem Mundart-Wörterbuch sind online auch Tonaufnahmen der einzelnen Worte sowie Gedichte und Sagen, aber auch wissenschaftliche Literatur zum Thema zu finden“, so der Kulturwissenschaftliche Bereichsleiter des Standes Montafon, Michael Kasper. Insbesondere finden sich auch Original-Tonaufnahmen mit Mundartsprechenden aus den 1950er- und 1960er-Jahren zum Anhören auf der Website. Dialekt-Beiträge erwünscht Die Datenbank wurde auf der Basis verschiedenster Wortsammlungen mit einem Grundstock an Dialektwörtern befüllt. Interessierte und Mundartkundige können jederzeit 15 / Montafoner Standpunkt weitere Wörter ergänzen. Mitunter wird ein Wort im inneren Montafon nicht so ausgesprochen wie in der Außerfratte. Alle Varianten sind erwünscht und werden in die Datenbank aufgenommen. „Das neue Dialekt-Wörterbuch soll die Vielfalt unserer Mundart widerspiegeln“, so Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster. Immaterielles Kulturerbe der UNESCO Der Montafoner Dialekt wurde 2017 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt. Er besteht aus besonders vielen Sprachschichten aus den unterschiedlichen Epochen der Montafoner Geschichte. Aus verschiedensten Spracheinflüssen sind Reliktwörter übriggeblieben wie beispielsweise Ganda (Keltisch), Stofel (Romanisch), Bliesa (Walserisch) oder Schesa (Französisch). Diese verdeutlichen den starken Wandel, den die Sprache im Montafon im Laufe der Zeit erlebt hat. Im Zuge des LEADER-Projekts wird überdies eine Publikation erstellt, die den Montafoner Dialekt wissenschaftlich beschreibt und analysiert. Begleitend dazu soll 2023 auch ein wissenschaftliches Symposium durchgeführt werden. Dialekt beleben – Veranstaltungen zum Schwerpunkt „Muntafunerisch“ Der Dialekt soll im Zuge des Projekts aber nicht nur wissenschaftlich erforscht, sondern auch belebt werden. Über vielseitige Veranstaltungsformate wird auf das Thema „Montafoner Mundart” aufmerksam gemacht: So stand im Herbst 2022 das Kulturfestival septimo ganz im Zeichen des Themas „Sprache“. Es gab Lesungen, Musikveranstaltungen und Sprach-Spaziergänge. Außerdem wurde der dritte Band der Montafoner Flurnamenbücher präsentiert und in Kooperation mit Montafon Tourismus die Initiative „Wortpatenschaft“ gestartet. Die zukünftigen Veranstaltungen zum Schwerpunkt „Muntafunerisch“ – beispielsweise ein angedachter Poetry Slam – werden laufend und aktuell auf der Website des Standes www.stand-montafon.at und auf der digitalen Mundart-Datenbank www.muntafunerisch.at angekündigt. Mit Unterstützung von Land, Bund und Europäischer Union Mundart-Datenbank www.muntafunerisch.at 16 / Montafoner Standpunkt e ri e S Pionierzeit des Wintersports im Montafon Das erste Paar Ski tauchte im Montafon im Jahr 1895 auf. Der aus Dornbirn stammende Viktor Sohm bestieg am 1. Jänner 1900 mit zwei Lindauern erstmals die Schesaplana mit Skiern. Im Jahr 1902 soll in Gaschurn der Bergführer Emmeran Rudigier erstmals Versuche auf Skiern durchgeführt haben. Ende Februar 1903 nahmen zwölf Bergführer in See im Paznaun an einem Kurs teil, „um sich unter Leitung des Herrn Sohm […] im Skifahren zu üben“. Die Montafoner Bergführer Aurel Steu und Michael Fleisch aus Schruns sowie Peter Salzgeber aus Tschagguns zählten zu den Kursteilnehmern. Sie können neben Max Borger zu den ersten Montafoner Skiläufern gezählt werden. Im Gästebuch des Rössle in Gaschurn findet sich im Jahr 1905 folgende Eintragung: „. . . mit Skiern zur Wiesbadener Hütte – Piz Buin – Jamtal mit Führer Johann Obermüller aus Bludenz“. Zwei Jahre später veranstaltete der Schrunser Aurel Steu die wohl ersten Skikurse im Montafon. 1906 wurde der Schrunser Wintersportclub gegründet Breitenwirkung entfaltete der Skisport durch seine vereinsmäßige Organisation. Am 15. Dezember 1906 wurde der Schrunser Wintersportclub gegründet, am 17. Februar 1907 der Wintersportverein Tschagguns. Der Schrunser Verein widmete sich anfangs zwar eher dem Rodeln, aber beide Vereine veranstalteten schon vor 1914 Skiwettfahrten und Skikurse. Die militärische Nutzung des Skilaufs während des Ersten Weltkriegs machte ihn erst richtig populär (Oberst Bilgeri) und nach dem Krieg setzte die Erschließung des Montafoner Hochgebirges für den Skisport in verstärktem Ausmaß ein. Ab 1922 hielten Walter Flaig und Viktor Sohm in Gargellen Skikurse ab. Oberst Bilgeri betrieb Mitte der 1920er Jahre dort eine Skischule. Das Montafon blickt auf eine lange Tradition im Wintersport zurück. Auf dem Foto ist Oskar Kessler aus Gaschurn zu sehen. Die Wintersportvereine bemühten sich um den Ausbau und die Präparierung der Abfahrten. Großveranstaltungen, wie die Vorarlberger Landesskimeisterschaft vom 6. bis 8. Jänner 1933 am Golm, machten die Kooperation mehrerer Wintersportvereine notwendig und bedeuteten auch Reklame für den Fremdenverkehr. Das Eröffnungsspringen der 1937 in Tschagguns errichteten Zelfenschanze am 9. Jänner 1938 lockte immerhin 6.000 Zuschauer an. Die Montafoner Geschichte ist in vier Bänden nachlesbar – Michael Kasper von den Montafoner Museen präsentiert im „Montafoner Standpunkt“ eine Serie mit Auszügen aus allen Talschaftsbüchern. Mehr über die Pionierzeit des Wintersports im Montafon ist im Band 4 nachzulesen. M Moonnta taffoonn 11, 2, 2, 3, 3, 4, 4 Robert Rollinger Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger Herausgegeben von Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger Schutzumschlag_RZ_V2.indd 1 MOntaFOn 4 Das lange 20. Jahrhundert Herausgegeben von Herausgegeben von Schutzumschlag_RZ_V2.indd 1 POLitiK – WirtschaFt – BevÖLKerunG Das lange 20. Jahrhundert MOntaFOn 3 GeseLLschaFt –ÖKOnOMie – MentaLität 16. bis 19. Jahrhundert MOntaFOn 4 POLitiK – WirtschaFt – BevÖLKerunG Das lange 20. Jahrhundert MOntaFOn 2 Herausgegeben von Robert Rollinger BesiedLunG – BerGBau – reLiKte Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters Herausgegeben von Robert Rollinger Mit dem zweiten Band der Reihe „Das Montafon in Geschichte und Gegenwart“ beginnt eine historische Gesamtschau des Tales und seiner näheren Umgebung, die von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters reicht. Vertreter der unterschiedlichsten Fachdisziplinen Mit stellen ihre dem zweiten Band aktuellen Forschungsresultate einer breiten in und Montafon Geschichte u interessierten Öffentlichkeit vor. Insgesamt sind Gesamtsc eine historische in dem Band 13 Beiträge versammelt, dienäheren entwed-Umgebun seiner er das historische Geschehen in chronologischer bis zum Ende des Mittela Mit dem zweiten Band der Reihe „Das Abfolge verfolgen oder thematischunterschiedlichsten angelegte Fachd Montafon in Geschichte und Gegenwart“ beginnt Einzelaspekte einer vertiefenden Betrachtung aktuellen Forschungsresu eine historische Gesamtschau des Tales und unterziehen. Allen Beiträgen gemeinsam ist interessierten Öffentlichk seiner näheren Umgebung, die von der Steinzeit das Bemühen, das Geschehen in in derdem heute als 13 Beiträge v Band bis zum Ende des Mittelalters reicht. Vertreter der Montafon bezeichneten Talschafter jeweils vor das historische Gesche unterschiedlichsten FachdisziplinenMit stellen demihre zweiten Band der Reihe „Das dem Hintergrund überregionaler Entwicklungen Abfolge verfolgen oder th aktuellen Forschungsresultate einer breiteninund Montafon Geschichte undAuf Gegenwart“ beginnt zu betrachten. diese Weise werden immer interessierten Öffentlichkeit vor.eine Insgesamt sind Gesamtschau des Tales und Einzelaspekte einer vertie historische wieder Blicke auch auf die Nachbarregionen unterziehen. Allen Beiträg in dem Band 13 Beiträge versammelt, entwedseinerdie näheren Umgebung, von der Steinzeit geworfen. Denndie nur durch den Vergleich kann das Bemühen, das Gesche er das historische Geschehen in chronologischer Mit dem zweiten Band der Reihe „Das bis zum Endedas desmögliche Mittelalters reicht. Vertreter Spezifikum einzelnerder Ereignisse Montafon bezeichneten T angelegte Montafon in Geschichte und Gegenwart“ beginnt Abfolge verfolgen oder thematisch unterschiedlichsten stellenEntwicklungslinien ihre erkanntFachdisziplinen und können größere dem Hintergrund überreg Einzelaspekte einer vertiefenden Betrachtung eine historische Gesamtschau des Tales und aktuellen Forschungsresultate einer breiten und herausgearbein ihren transregionalen Kontexten zu betrachten. Auf diese W seiner näheren Umgebung, die von der Steinzeit unterziehen. Allen Beiträgen gemeinsam ist interessiertenitet Öffentlichkeit vor. Insgesamt sind werden. wieder Blicke auch auf die bis zum Ende des Mittelalters reicht. Vertreter derdas Bemühen, das Geschehen in der heute als in dem Band Vier 13 Beiträge versammelt, die entwedBeiträge setzen sich mit den Verhältnissen in geworfen. Denn nur durc unterschiedlichsten Fachdisziplinen stellen ihre Montafon bezeichneten Talschaft jeweils vor er das historische Geschehenund in chronologischer Mit dem zweiten Band der Reihe „Das prähistorischer römischer Zeit auseinander. das mögliche Spezifikum aktuellen Forschungsresultate einer breiten und dem Hintergrund überregionaler Entwicklungen oderarchäologische thematisch angelegte Montafon in Geschichte und Gegenwart“ beginnt Abfolge verfolgen Neueste Forschungsergebnisse interessierten Öffentlichkeit vor. Insgesamt sind zu betrachten. Auf diese Weise werden immer erkannt und können größ Einzelaspektewerden einer vertiefenden Betrachtung eine historische Gesamtschau des Tales und in eine Gesamtschau eingebettet, die in in dem Band 13 Beiträge versammelt, die entwed- wieder Blicke auch auf die Nachbarregionen in ihren transregionalen K dieserBeiträgen Form bis gemeinsam vor wenigen ist Jahren noch kaum seiner näheren Umgebung, die von der Steinzeit unterziehen. Allen er das historische Geschehen in chronologischer geworfen. Denn nur durch den Vergleich kann itet werden. das Geschehen der Dabei heute wird als die ältere gewesen in wäre. bis zum Ende des Mittelalters reicht. Vertreter derdas Bemühen,denkbar Der erste Band der Reihe »Das Montafon in das mögliche Spezifikum einzelner Ereignisse Abfolge verfolgen oder thematisch angelegte Vier Beiträge setzen sich Siedlungsgeschichte des Tales Talschaft jeweils vorauf eine völlig neue unterschiedlichsten Fachdisziplinen stellen ihre Montafon bezeichneten Geschichte und Gegenwart« widmet sich wissenerkannt und können größere Entwicklungslinien Einzelaspekte einer vertiefenden Betrachtung prähistorischer und römis Grundlage gestellt. Drei Beiträge öffnen den Blick überregionaler Entwicklungen aktuellen Forschungsresultate einer breiten und dem Hintergrund schaftlich fundiert und doch gut verständlich den in ihren transregionalen Kontexten herausgearbeunterziehen. Allen Beiträgen gemeinsam ist Neueste archäologische F diediese nachfolgenden Epochen des Mittelalters Auf Weise werden immer interessierten Öffentlichkeit vor. Insgesamt sind zu betrachten.für lebensweltlichen Grundlagen im Montafon. das Bemühen, das Geschehen in der heute als itet werden. werden in eine Gesamtsch Neuzeit. Die Geschichte von wieder Blicke und auchder auffrühen die Nachbarregionen in dem Band 13 Beiträge versammelt, Heimische und internationale Experten unterVier Beiträge setzen die sichentwedmit den Verhältnissen in Montafon bezeichneten Talschaft jeweils vor dieser Form bis vor wenig Herrschaft und Politik wird ebenso geworfen. Denn nur durch den Vergleich kann behandelt, er das historische prähistorischer Geschehen in chronologischer suchen die Geologie, das Klima, die Tier- und und römischer Zeit auseinander. dem Hintergrund denkbar gewesen wäre. D Der Entwicklung erste Band der Montafon inüberregionaler Entwicklungen das Augenmerk aufEreignisse Siedlungsvorgänge, das mögliche wie Spezifikum einzelner verfolgen Neueste oder thematisch angelegte Pflanzenwelt sowie die sprachliche in Reihezu»Das archäologische Forschungsergebnisse betrachten. Auf diese Weise Abfolge werden immer des T Geschichte und Gegenwart« widmet sich wissenOrganisationsformen, Wirtschaft,Siedlungsgeschichte Kirche erkannt und können größere Entwicklungslinien Einzelaspekte einer vertiefenden Betrachtung eingebettet, der Talschaft und legen ihre Forschungsergebnisse werden in eine Gesamtschau die in wieder Blicke auch auf die Nachbarregionen Grundlage gestellt. Drei B fundiert und doch gut verständlich den und Geistlichkeit sowieherausgearbegeistesgeschichtliche in ihren transregionalen Kontexten unterziehen. Allen Beiträgen gemeinsam ist im Rahmen dieses Buches nun schaftlich erstmals der geworfen. Denn nur durch den Vergleich kann dieser Form bis vor wenigen Jahren noch kaum die nachfolgenden Ep im Montafon. Veränderungen und Innovationenfür gelenkt wird. itetdie werden. Öffentlichkeit vor. Dabei findenlebensweltlichen unter anderem Grundlagen das Bemühen, Geschehen in der heute als wird gewesen wäre. Dabei ältere das mögliche Spezifikum einzelner Ereignisse dasdenkbar der frühen Neuzeit. D Heimische und internationale Experten unterSchließlich mehrere Beiträgeund thematischVier Beiträge setzen sich sind mit den Verhältnissen in neueste Montafon bezeichneten Talschaft jeweils Siedlungsgeschichte desvor Tales auf eine völlig neue erkannt und können größere Entwicklungslinien Herrschaft und Politik wi die Geologie, die Tier- und enund Einzelthemen Gerichtsbarkeit, wissenschaftliche Methoden wiesuchen Pollenanalyse und dasinKlima, römischer gewidmet: Zeit auseinander. demherausgearbeHintergrundGrundlage überregionaler Entwicklungen gestellt. Drei Beiträgeprähistorischer öffnen den Blick ihren transregionalen Kontexten wie die das Augenmerk auf S Pflanzenwelt Entwicklung in Spuren mittelalterlicher Architektur, Dendro-chronologie Anwendung und bieten sowie die sprachliche Neueste archäologische Forschungsergebnisse zu betrachten. Auffür diese Weise werden immer die nachfolgenden Epochen des Mittelalters itet werden. Organisationsformen, Wi der Talschaft Forschungsergebnisse Burgenarchäologie des Tales (Diebschlössle Erkenntnisse, welche die Geschichte des Talesund in legen ihre werden in wieder Blicke auch aufder diefrühen Nachbarregionen Neuzeit. Die Geschichte voneine Gesamtschau eingebettet, die in Vier Beiträge setzen sich mit den Verhältnissen inund und Geistlichkeit sowie ge nun erstmals der undvor Valcastiel), eine „kleine“ mittelalterliche ein ganz neues Licht rücken. im Rahmen dieses Buches dieser Form bis wenigen Jahren noch kaum geworfen. Denn nur durch den kann Herrschaft undVergleich Politik wird ebenso behandelt, prähistorischer und römischer Zeit auseinander. Veränderungen und Inno Öffentlichkeit vor. Dabei finden unter anderem Kunstgeschichte dieältere neuesten archäoloAber auch allgemeine Themen von besonderem denkbar gewesen wäre. Dabei sowie wird die das mögliche Spezifikum einzelner Ereignisse wie das Augenmerk auf Siedlungsvorgänge, Neueste archäologische Forschungsergebnisse Schließlich gischendes Untersuchungen Refektorium dessind mehrere neueste Interesse finden sich in dem Band. Dabei wird das Siedlungsgeschichte Tales auf eineim völlig neue erkannt und größere Entwicklungslinien Wirtschaft, Kirche werden in eine Gesamtschau eingebettet, diekönnen in Organisationsformen, en Einzelthemen gewidm wissenschaftliche wie Pollenanalyse und regional-spezifische kulturelle Inventar wie etwa Methoden Grundlage gestellt. Drei Beiträge öffnen den Blick in ihren Kontexten sowie herausgearbegeistesgeschichtliche dieser Form bis vor wenigen Jahren nochtransregionalen kaum und Geistlichkeit Spuren mittelalterlicher A Dendro-chronologie und bieten das Montafoner Braunvieh ebenso behandelt, wie Anwendung fürgelenkt die nachfolgenden Epochen des Mittelalters itet werden. Veränderungen und Innovationen wird. denkbar gewesen wäre. Dabei wird die ältere Burgenarchäologie des Ta welche die Geschichte des Tales in das Urbar und Jahrzeitbuch derErkenntnisse, Pfarre der frühen Neuzeit. Die Geschichte von Viereine Beiträge sich mit sind den Verhältnissen inund mehrere Beiträge thematischSiedlungsgeschichte des Tales auf völlig setzen neueSchließlich und Valcastiel), eine „klei ein ganz neues Licht rücken. Bartholomäberg, zwei herausragende historische Herrschaft und Politik wird ebenso behandelt, prähistorischer und Zeitgewidmet: auseinander. en römischer Einzelthemen Gerichtsbarkeit, Grundlage gestellt. Drei Beiträge öffnen den Blick Kunstgeschichte sowie die auch Themen von besonderem Dokumente von großer Bedeutung,Aber auf die dasallgemeinefür wie das archäologische SpurenForschungsergebnisse mittelalterlicher Architektur, die Augenmerk auf Siedlungsvorgänge, die nachfolgenden Epochen Neueste des Mittelalters gischen Untersuchungen Interesse finden sich in dem Band. DabeiNeuzeit. wird dasDie Geschichte Augenmerk gelenkt wird. Organisationsformen, Wirtschaft, Kirche werden invon eine Gesamtschau eingebettet, die in(Diebschlössle Burgenarchäologie des Tales und der frühen regional-spezifische Inventar etwawird ebenso Darüber hinaus beleuchtet der vorliegende Band die kulturelle und Geistlichkeit sowie geistesgeschichtliche und Valcastiel), eine „kleine“ dieser Form bis vor wenigen Jahren noch kaummittelalterliche Herrschaft undwie Politik behandelt, Montafoner behandelt,auf wieSiedlungsvorgänge, Umstände, unter denen sich diedas Region und ihreBraunvieh Veränderungen die neuesten archäolo- und Innovationen gelenkt wird. denkbar gewesen Kunstgeschichte wäre. Dabei wirdsowie die ältere wieebenso das Augenmerk Bewohner eigenständig entwickeln konnten und das Urbar und Jahrzeitbuch der Pfarre gischen Untersuchungen imneue Refektorium des Schließlich sind mehrere Beiträge thematischOrganisationsformen, Wirtschaft, Kirche Siedlungsgeschichte des Tales auf eine völlig bringt die Montafoner Identität Bartholomäberg, auf vielfältige Weise zwei herausragende historische und Geistlichkeit sowie geistesgeschichtliche Grundlage gestellt. Drei Beiträge öffnen den Blicken Einzelthemen gewidmet: Gerichtsbarkeit, näher, ohne auf die ebenso vielfältigen BezieDokumente von großer Bedeutung, auf die Veränderungen unddas Innovationen wird. für gelenkt die nachfolgenden Epochen des Mittelalters Spuren mittelalterlicher Architektur, die hungen nach außen zu vergessen. Augenmerk gelenkt wird. Schließlich sind mehrere Beiträge Burgenarchäologie des Tales (Diebschlössle undthematischder frühen Neuzeit. Die Geschichte von Wer im Montafon lebt, dort Darüber seine Wurzeln hinaushat beleuchtet vorliegendegewidmet: Band die Gerichtsbarkeit, en der Einzelthemen Herrschaft und Politik wird ebenso behandelt, und Valcastiel), eine „kleine“ mittelalterliche oder sich einfach für diese einzigartige Talschaft Umstände, unter denen Spuren sich die mittelalterlicher Region und ihreArchitektur, dieAugenmerk auf Siedlungsvorgänge, Kunstgeschichte sowie die neuesten archäolowie das interessiert, findet in dem BandBewohner »Montafoneigenständig 1: Die entwickeln konnten des undTales (Diebschlössle Burgenarchäologie gischen Untersuchungen im Refektorium des Organisationsformen, Wirtschaft, Kirche lebensweltlichen Grundlagen« ein faszinierendes bringt die Montafoner Identität auf vielfältige Weise mittelalterliche und Valcastiel), eine „kleine“ und Geistlichkeit sowie geistesgeschichtliche Nachschlagwerk, das viel Wissenswertes, Unternäher, ohne auf die ebenso vielfältigen BezieKunstgeschichte sowie die neuesten archäolo- und Innovationen gelenkt wird. Veränderungen haltsames und manchmal auch hungen Erstaunliches bietet. zu vergessen. nach außen gischen Untersuchungen im Refektorium Schließlichdes sind mehrere Beiträge thematischWer im Montafon lebt, dort seine Wurzeln hat en Einzelthemen gewidmet: Gerichtsbarkeit, oder sich einfach für diese einzigartige Talschaft Spuren mittelalterlicher Architektur, die interessiert, findet in dem Band »Montafon 1: Die Burgenarchäologie des Tales (Diebschlössle lebensweltlichen Grundlagen« ein faszinierendes und Valcastiel), eine „kleine“ mittelalterliche Nachschlagwerk, das viel Wissenswertes, UnterKunstgeschichte sowie die neuesten archäolohaltsames und manchmal auch Erstaunliches bietet. gischen Untersuchungen im Refektorium des BesiedLunG – BerGBau – reLiKte Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters 3 Herausgegeben von Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger MOntaFOn 2 MOnTaFOn 1 GeseLLschaFt – ÖKOnOMie – MentaLität Herausgegeben von Robert Rollinger 4 Herausgegeben von Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger GESCHICHTE – KulTur – naTurrauM Die lebensweltlichen Grundlagen Herausgegeben von Herausgegeben von Band Herausgegeben von Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger Robert Rollinger Robert Rollinger Herausgegeben von Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger MOntaFOn 4 3 POLitiK – WirtschaFt – BevÖLKerunG Das lange 20. Jahrhundert Band G E S C H I C H T E – K u l T u r – n a T u16. r rbisa19.uJahrhundert M Die lebensweltlichen Grundlagen 2 MOntaFOn 3 Herausgegeben von Robert Rollinger Band GeseLLschaFt – ÖKOnOMie – MentaLität 16. bis 19. Jahrhundert MOntaFOn 2 BesieLdunG – BerGBau – reLiKte Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters MOnTaFOn 1 Politik – Wirtschaft – Bevölkerung. Das lange 20. Jahrhundert (erscheint voraussichtlich 2007) GESCHICHTE – KulTur – naTurrauM Die lebensweltlichen Grundlagen Norbert Schnetzer und Wolfgang Weber (Hg.), Montafon 4: Politik – Wirtschaft – Bevölkerung. Das lange 20. Jahrhundert MOnTaFOn 1 1 Wer im Montafon lebt, dort seine Wer imhat Montafon dortfür seine Wurzeln oder sichlebt, einfach diese Wurzeln hat oder sich einfach für diese einzigartige Talschaft interessiert, findet interessiert, findet in einzigartige dieser Reihe Talschaft – dem neuen in dieser Reihe dem neuen Heimatbuch – ein–faszinierendes Heimatbuch – ein Nachschlagewerk, dasfaszinierendes viel Nachschlagewerk, das viel und Wissenswertes, Unterhaltsames Wissenswertes, Unterhaltsames manchmal auch Erstaunliches bietet.und manchmal auch Erstaunliches bietet. Norbert Schnetzer und Wolfgang Weber (Hg.), Manfred Tschaikner (Hg.), Montafon 4: Montafon 3: Politik – Wirtschaft – Bevölkerung. Gesellschaft – Ökonomie – Mentalitäten. Das lange 20. Jahrhundert 16. bis 19. Jahrhundert 2 MOntaFOn 2 Band 4 Herausgegeben von Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger BesieLdunG – BerGBau – reLiKte Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters Herausgegeben von Robert Rollinger 3 Band Band GESCHICHTE – KulTur – naTurrauM Die lebensweltlichen Grundlagen A K 4 Bänd alle 8,- 9 N TIO e € Robert Rollinger (Hg.), Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger (Hg.), Montafon 2: Montafon 1: Besiedlung – Bergbau – Relikte. Mensch – Geschichte – Naturraum. Von der Steinzeit bis zum Die Endelebensweltlichen des Mittelalters Grundlagen (erscheint voraussichtlich 2006) Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger (Hg.), Robert Rollinger (Hg.), Montafon 1: Manfred Tschaikner (Hg.),Montafon 2: Mensch – Geschichte – Naturraum. Montafon 3: Besiedlung – Bergbau – Relikte. Die lebensweltlichen Grundlagen Gesellschaft – Ökonomie –Von Mentalitäten. der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters 16. bis 19. Jahrhundert (erscheint voraussichtlich 2006) Robert Rollinger (Hg.), Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger (Hg.), (erscheint voraussichtlich 2008) Montafon 2: Montafon 1: Manfred Tschaikner (Hg.), Besiedlung – Bergbau – Relikte. Mensch – Geschichte –Norbert Naturraum. Schnetzer und Wolfgang Weber Montafon 3: (Hg.), Von der Steinzeit bis zumDie Ende des MittelaltersGrundlagen lebensweltlichen Montafon 4: Gesellschaft – Ökonomie – Mentalitäten. Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger (Hg.), (erscheint voraussichtlich 2006) Politik – Wirtschaft – Bevölkerung. 16. bis 19. Jahrhundert Montafon 1: Robert Rollinger (Hg.),Das lange 20. Jahrhundert (erscheint voraussichtlich 2008) Manfred Tschaikner (Hg.), Mensch – Geschichte – Naturraum. Montafon 2: (erscheint voraussichtlich 2007) Montafon 3: Die lebensweltlichen Grundlagen Besiedlung – Bergbau – Relikte. Norbert Schnetzer und WolSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight fgang Weber (Hg.), Gesellschaft – Ökonomie – Mentalitäten. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters 16. bis 19. Jahrhundert Montafon 4: Robert Rollinger (Hg.), Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger (Hg.), (erscheint voraussichtlich 2006) (erscheint voraussichtlich 2008) Politik – Wirtschaft – Bevölkerung. Montafon 2: Montafon 1: Besiedlung – Bergbau – Relikte. Das lange 20. Jahrhundert Manfred Tschaikner (Hg.), Mensch – Geschichte – Naturraum. Norbert Schnetzer und Wolfgang Weber (Hg.), Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters (erscheint voraussichtlich 2007) Montafon 3: Die lebensweltlichen Grundlagen Montafon 4: (erscheint voraussichtlich 2006) Gesellschaft – Ökonomie – Mentalitäten. Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger (Hg.), Politik – Wirtschaft – Bevölkerung. 16. bis 19. Jahrhundert Robert Rollinger (Hg.), Montafon 1: Das lange 20. Jahrhundert Manfred Tschaikner (Hg.), (erscheint voraussichtlich 2008) Montafon 2: Mensch – Geschichte – Naturraum. (erscheint voraussichtlich 2007) Montafon 3: Besiedlung – Bergbau – Relikte. Die lebensweltlichen Grundlagen Gesellschaft – Ökonomie – Mentalitäten. Norbert Schnetzer und Wolfgang Weber (Hg.), Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters 16. bis 19. Jahrhundert Montafon 4: (erscheint voraussichtlich 2006) Robert Rollinger (Hg.), (erscheint voraussichtlich 2008) Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger (Hg.), Politik – Wirtschaft – Bevölkerung. Montafon 2: Das lange 20. Jahrhundert Manfred Weber Tschaikner (Hg.), Besiedlung – Bergbau –Montafon Relikte. 1: Norbert Schnetzer und Wolfgang (Hg.), Mensch Geschichte – Naturraum. (erscheint voraussichtlich 2007) Montafon 3: Von der Steinzeit bis zum Ende –des Mittelalters Montafon 4: Die lebensweltlichen Grundlagen Gesellschaft – Ökonomie – Mentalitäten. Politik – Wirtschaft – Bevölkerung. Manfred Tschaikner (Hg.), 16. bis 19. Jahrhundert Das lange 20. Jahrhundert Robert Rollinger (Hg.), Montafon 3: (erscheint voraussichtlich(erscheint 2007) voraussichtlich 2008) Montafon 2: Gesellschaft – Ökonomie – Mentalitäten. 16. bis 19. Jahrhundert Besiedlung – Bergbau – Relikte. Norbert Schnetzer und Wolfgang Weber (Hg.), Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters Montafon 4: Herausgegeben von Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger MOntaFOn 3 GeseLLschaFt –ÖKOnOMie – MentaLität 16. bis 19. Jahrhundert MOntaFOn 4 POLitiK – WirtschaFt – BevÖLKerunG Band Band Judith Maria Rollinger und Robert Rollinger (Hg.), Montafon 1: Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen t an F O1n M O n TMaOFnO 4 4Bände, Bände,die dieininkeinem keinem Montafoner Haushalt Montafoner Haushalt fehlen 1 fehlensollten. sollten. 29.08.12 17:53 29.08.12 17:53 17 / Montafoner Standpunkt Erfolgs-Resonanzen Das Musikfestival „Montafoner Resonanzen“ sorgte auch heuer wieder für ein begeistertes Publikum. Die Konzertreihe war 2022 so gut besucht wie noch nie. Seit Jahren stehen die Montafoner Resonanzen für hochklassige Konzerte an ungewöhnlichen Veranstaltungsorten - auch in diesem Sommer präsentierte das Musikfestival wieder Künstler von Rang und Namen im ganzen Tal. Von 4. August bis 16. September 2022 brachten die Montafoner Resonanzen an sechs Wochenenden die Talschaft zum Klingen. Mit großartigem Erfolg. Die Montafoner Resonanzen haben sich zu einem musikalischen Kleinod entwickelt, das sowohl bei Gästen als auch bei Gastgebern großen Anklang findet. Der Fokus wird durch das Wort „Resonanzen“ auf die unterschiedlichen musikalischen Schwerpunkte der gesamten Konzertreihe gelegt. Verschiedenste musikalische Stilrichtungen finden Gehör: Von Bläser, Kammermusik und Jazz bis Volksmusik, Cross-Over und Orgel. Das ist das Besondere an der Konzertreihe: Alle Konzerte werden, den musikalischen Genres entsprechend, an authentischen Orten der eindrucksvollen Hochgebirgslandschaft aufgeführt. Wieder ein neuer Besucherrekord 2022 Dass die Montafoner Resonanzen längst in der Talschaft angekommen sindSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight und bis weit darüber hinaus strahlen, zeigen die jährlich steigenden Besucherzahlen. „2022 durften wir wieder Rekord-Besucherzahlen verzeichnen Obwohl einige Veranstaltungen wetterbedingt beeinträchtig waren“, zieht Festival-Kurator Markus Felbermayer eine Erfolgsbilanz. Bei der fulminanten Eröffnung der Resonanzen mit den Bläser-Ensembles Trio Gioachino, Quatuor Hermès und Trio Maravilla trat Raphaël Schenkel bei allen drei Konzerten auf, moderiert von Rudolf Guckelsberger, der aus SWR-Kultursendungen bekannte Moderator. Der Jazz-Schwerpunkt fand an zum Teil ganz neuen Veranstaltungsorten statt. Die klassische Gitarre hat das Kammermusik-Wochenende dominiert. Die Eröffnung des Volksmusik-Schwerpunkts ging auf der Sagenfestspiel-Bühne im Silbertal über die Bühne. Der beliebte Treffpunkt „Volksmusik am Berg“ war leider wetterbedingt stark eingeschränkt. So blieb es an den geplanten Spielorten stumm, dafür musizierten die Ensembles von „Windwerk“ rund um die Bergstation am Hochjoch. „Ein großartiger Erfolg – vielen Dank allen, die dazu beigetragen haben" Brilliert hat beim Orgel-Schwerpunkt auch heuer wieder die von Hanfried Lucke gespielte Bergönzle Orgel in Tschagguns. Cross-Over bot zum Abschluss der Montafoner Resonanzen gleich zwei Highlights: „Diatonische Expeditionen“ mit Theresa Lehner, Katharina Baschinger und Alexander Maurer, am immer wieder beeindruckenden Dachboden das Alten Gerichts ins Schruns. Das Abschlusskonzert im Kunstraum2032Silvretta auf der Bielerhöhe begeisterte das zahlreich erschiene Publikum, trotz der ausladenden Witterung. „Alles in allem wieder ein großartiger Erfolg. Vielen Dank allen Mitwirkenden, Besuchenden sowie dem Stand Montafon als Träger der Montafoner Resonanzen sowie Montafon Tourismus für die professionelle Abwicklung der einzelnen Veranstaltungen“, so Markus Felbermayer weiter. Nach den Resonanzen ist vor den Resonanzen – und deswegen haben die Vorarbeiten für das Musikfestival im Sommer 2023 bereits begonnen. „Die Montafoner Resonanzen haben sich zu einem musikalischen Kleinod entwickelt, das sowohl bei Gästen als auch bei Gastgebern großen Anklang findet. Der Fokus wird durch das Wort ,Resonanzen’ auf die unterschiedlichen musikalischen Schwerpunkte der gesamten Konzertreihe gelegt. Verschiedenste musikalische Stilrichtungen finden Gehör. “ Markus Felbermayer, Kurator Montafoner Resonanzen vo d o n ig a b is g ä sc h t www.montafonerbahn.at Sichere dir jetzt deinen Arbeitsplatz auf dem Weg in eine beständige Zukunft! 19 / Montafoner Standpunkt vo lädala bis buggla 350 Raummeter Brennholz werden jährlich vom Team des Stand Montafon Forstfonds abgelängt, gespalten,aufgeschichtet und zugestellt. Holz – die grüne Energie Jahrhundertelang war Holz die einzige Energiequelle für die Versorgung der heimischen Bevölkerung. Mit Brennholz wurde nicht nur geheizt, sondern auch gekocht und landwirtschaftliche Produkte veredelt. Servitutsrechte, die auf fast allen Waldgrundstücken des Forstfonds lasten, begründen sich damit, dass die heimische Bevölkerung auf den Bezug von Nutz- und Brennholz angewiesen war. Bis in die 1970er Jahre wurden von den servitutsberechtigten Montafoner:innen über 90 Prozent des jährlichen Holzeinschlags des Forstfonds zur Deckung des Servitutsholzbedarfs aufgewendet. Lange Zeit erfolgte die Ausgabe des Holzes „am Stock“, was so viel bedeutet wie Holz wird direkt im Wald zugeteilt und von den Servitutsberechtigten selbst geschlägert und aufgearbeitet. Alljährlich wurden damals auf diese Art über 10.000 Festmeter (fm) Brennholz im Jahr, das sind im Durchschnitt rund 700 Lkw-Fuhren, abgegeben. Später glaubten viele Menschen, regionale und nachhaltige Versorgung mit Holz sei nicht mehr zeitgemäß. Billig verfügbares Heizöl und Erdgas waren mit weniger Aufwand die bequemere Energie-Alternative. Der gravierende Wandel in der Landwirtschaft durch Betriebsauflassungen und Mechanisierung begünstigten den Rückgang des Holzbezugs zusätzlich. Erst seit dem Angriffskrieg von Russland Syntax Warning: Invalid Font Weight auf die Ukraine und der damit verbundenen Kostenexplosion fossiler Brennstoffe, ist vielen wieder bewusst geworden, wie wichtig und wertvoll eine regionale Versorgung mit Energieholz ist. Nebenbei ist die Verwertung von Brennholz, das als Koppelprodukt bei jeder Holznutzung anfällt, auch noch klimaschonender als jede andere Energiequelle. „Die Erzeugung von Brennholz, bis es im Ofen verwertet werden kann, ist jedoch arbeitsintensiv und erfordert eine gute Maschinenausstattung sowie Platz und Zeit“, schildert Forstfonds-Betriebsleiter Hubert Malin. „Nach der Aufarbeitung im Wald wird das lange Holz zu einem der Brennholzplätze des Forstfonds geliefert, auf Ein-Meter-Stücke zersägt, gespalten und zum Trocknen aufgeschichtet“, so Malin weiter. Dies erfordert viele Arbeitsgänge sowie Platz und Zeit für die Lufttrocknung. Servitutsberechtigte erhalten das Brennholz entweder mit einem Meter Länge oder gekürzt auf 33 bis 50 Zentimeter zum Vorzugspreis. Einzelne Bezugsberechtigte nehmen jedoch nach wie vor die Aufarbeitung ihres Brennholzloses selbst in die Hand und erhalten zugewiesene Bäume im Standeswald. Seit 1997 wird vom Forstfonds auch Hackgut erzeugt. In der eigenen Halle wird das gehackte Holz mit der Abwärme des Abwasserverbands Montafon (ARA) getrocknet und danach kleineren Abnehmern im Montafon zugestellt. Das Biomasseheizwerk (HKW) in Schruns bezieht jährlich etwa 3.500 Festmeter Energieholz in Form von Waldhackgut und Brennholz vom Stand Montafon Forstfonds. Energieholz Stand Montafon Forstfonds 1 Liter Heizöl entspricht 2,5 Kilo Brennholz 1 Festmeter (fm) = 1,3 Raummeter gespaltenes & aufgeschichtets Holz Ein Drittel der jährlich genutzten Holzmenge ist Brennholz 1.500 Festmeter Servitutsbrennholz werden jährlich vermarktet 3.500 Festmeter Energieholz werden für das Heizkraftwerk Schruns produziert 20 / Montafoner Standpunkt Das Veranstaltungsprogramm zur Sonderausstellung „krank – heil – gesund“ wird fortgesetzt – unter anderem mit einem Vortrag von Michael Kasper am 19. Jänner 2023 über die Pest im südlichen Vorarlberg. Vortragsreihe zur Montafoner Medizingeschichte 31. Sonderband zur Montafoner Schriftenreihe Die gleichnamige Publikation von Martina Hilber und Michael Kasper mit Beiträgen zahlreicher weiterer Autoren ist als Sonderband 31 zur Montafoner Schriftenreihe im Museumsshop sowie im Buchhandel erhältlich. ISBN 978–3–7030–6582–8 Zur Sonderausstellung „krank – heil – gesund. Montafoner Medizingeschichte(n)“ wird das Veranstaltungsprogramm auch im kommenden Jahr 2023 fortgesetzt: Am Donnerstag, 19. Jänner 2023, referiert Michael Kasper im Montafoner Heimatmuseum Schruns über die „Pest im südlichen Vorarlberg“ und spürt der letzten große Pestepidemie im Montafon vor rund 400 Jahren nach. Am Donnerstag, 16. Februar 2023, steht beim Vortrag „Oh du liaber Stee, in bin scho wedr net allee“ von Alfons Dür im Bergbaumuseum Silbertal das traditionelle Wissen der alten Montafoner Hebammen am Programm. Dür hatte in den 1980er-Jahren noch Interviews mit zahlreichen Hebammen, die auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken konnten, geführt. Schließlich referiert am Donnerstag, 16. März 2023, Lisa Marie Gabriel im Alpin- und Tourismusmuseum Gaschurn über das einzigartige Arzneibuch des dort wirkenden Wundarztes Johann Friedrich Vollmar aus den Jahren um 1770 und ermöglicht Einblicke in die Montafoner Heilkunde vor 250 Jahren. Kooperation von Raiba und Montafoner Museen verlängert Die kulturwissenschaftlichen Aktivitäten im Tal werden vom Stand Montafon in Kooperation mit dem Heimatschutzverein Montafon unter der Marke „Montafoner Museen“ koordiniert. Die Betreuung der vier Museen, des Montafon Archivs, der Sammlung und einer Fachbibliothek bilden die Basis der vielfältigen Aktivitäten, die durch die Herausgabe von zahlreichen Publikationen ergänzt und dokumentiert werden. Mit über 1000 Mitgliedern zählt der Heimatschutzverein Montafon zu einer der größten Kulturinstitutionen des Landes. „Der Heimatschutzverein ist ein wichtiger Gestalter der regionalen Kulturszene und leistet damit einen entscheidenden Beitrag für das Montafon und die Lebensqualität in der Talschaft“, so Raiba-Vorstandsdirektor Stefan Wachter bei der Verlängerung des Kooperations-Vertrages. „Kultur stiftet Identität, Verbundenheit und Vielfalt. Wissenschaft schafft dafür die notwendigen fundierten Grundlagen. Mit der Verlängerung dieser Kooperation wird unsere langjährige Partnerschaft in bewährter Form fortgesetzt“, freut sich auch Michael Kasper als Obmann des Heimatschutzvereins und Direktor der Montafoner Museen. „Nur dank solcher Unterstützer ist es uns möglich, das ganze Jahr hindurch so ein abwechslungsreiches Kulturprogramm anbieten zu können“, so Michael Kasper weiter. „Dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken.“ Museums-Direktor Michael Kasper (r.) sowie Vorstandsdirektor Stefan Wachter (Raiba BludenzMontafon) bei der Partnerschaftsverlängerung.
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20221110_GVE013 Sulz 2023-01-08 Datum: 10.11.2022 Aktenzahl: su004.1-14/2020 VERHANDLUNGSNIEDERSCHRIFT über die 13. Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, den 10.11.2022, um 19:00 Uhr im Bewegungsraum des Kubus, am Kindercampus Sulz unter dem Vorsitz von Bürgermeister Karl Wutschitz. Anwesende GemeindevertreterInnen BGM Karl Wutschitz, Michael Schnetzer, Norbert Schnetzer, Wolfgang Mittempergher, Yvonne Lehninger, Kurt Konzett, Nikolaus Kühne, Lothar Mathies, Dietmar Erath, Dolores Egger, Matthias Walser, Michael Kieber, Valentin Welte, Martin Dörler, Ulrich Ströhle Entschuldigte GemeindevertreterInnen Vize-BGMIN Gerda Schnetzer-Sutterlüty, Christoph Bawart, David Bischof, Florian Vinzenz, David Calzone, Karin Schießl, Martin Hron, Gabriele Schwärzler, Sebastian Osl Schriftführer Daniel Novak Tagesordnung 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Genehmigung der letzten Verhandlungsniederschrift Berichte Gebühren 2023 Biomasseheizwerk Mehrzweckgebäude Gebührenvorschreibung Wasser/Kanal (nachträglich) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung 1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende eröffnet um 19:00 Uhr die Sitzung der Gemeindevertretung. Er begrüßt die Anwesenden und stellt fest, dass die Ladung ordnungsgemäß erfolgt ist und auf Grund der Anwesenheit von 15 GemeindevertreterInnen Beschlussfähigkeit gegeben ist. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Tagesordnung mit der Ergänzung „Mehrzweckgebäude Gebührenvorschreibung Kanal/Wasser“ einstimmig zur Kenntnis genommen. 2. Genehmigung der letzten Verhandlungsniederschrift Der gemeinsam mit der Ladung übermittelte Entwurf der Verhandlungsniederschrift der 11. Sitzung der Gemeindevertretung sowie die separat übermittelte Verhandlungsniederschrift der 12. nicht öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung werden auf Antrag des Vorsitzenden ohne Ergänzungen einstimmig genehmigt. 6832 Sulz, Hummelbergstraße 9 • 05522/44309, Fax DW 4 • info@gemeinde-sulz.at 81 3. Berichte  Änderung Flächenwidmung GST-NRN 910, 914 (MMag. Clemens Ströhle): In der Stellungnahme des unabhängigen Sachverständigenrates (USR) wurde die baurechtliche Prüfung des Umfeldes der antragsgegenständlichen Liegenschaften angeregt. Eine Prüfung durch die Baurechtsverwaltung Region Vorderland ergab keine baurechtlichen Beanstandungen. Somit bleibt lediglich die Thematik der Widmungsänderung von Freifläche Landwirtschaft (FL) und Ausweisung als Freifläche-Sondergebietswidmung Folientunnel.  Betriebsbesichtigung Fa. Fries: Thomas Rhomberg lädt die Gemeindevertretung am 30.11.2022 um 18:30 Uhr zu einer Führung durch den Betrieb ein.  Regio Sitzung: vom aktuellen Stand des regionalen Bauamtes wird berichtet; mittlerweile sind 8 der 12 Gemeinden interessiert; eine Zusammenlegung mit der Baurechtsverwaltung ist angedacht; als Standorte sind Sulz und Rankweil im Gespräch;  Gemeinde Röthis: BGM Roman Kopf tritt mit 30.09.2023 zurück, designierter Nachfolger ist Thomas Bachmann.  Todesfall: Beerdigung Burkart Nesensohn am Dienstag, 15.11.2022 um 14:30.  Sulner Leaba: Ausgabe in Finalisierung; der Vorsitzende bedankt sich schon bei allen Mitwirkenden.  Schützenmusikverein Sulz: Herbstkonzert als Jubiläumskonzert (140 Jahr) am 12.11.2022 in der Volksschule; Darbietung der Auftragskomposition „Von Richtern, Schützen und Helden“ gesponsert von der Gemeinde Sulz  Regio Vorderland: eine regionale Betrachtung aller Freizeitanlagen (Spielplätze, Schwimmbad Frutzau, Schilifte Furx) ist angedacht  Lüftungsanlage Volksschule: Beantwortung der Fragen der letzten Sitzung von GV Martin Hron  Raumplanungsvertrag Welte: der in der letzten Sitzung beschlossene Termin im Infrastrukturausschuss wurde für den 23.11.2022 anberaumt. Der Vorsitzende berichtet in diesem Zusammenhang von den aktuellen Überlegungen. 4. Gebühren 2023 Der von der Gemeindeverwaltung erstellte und vom Gemeindevorstand sowie Finanzausschuss in der Sitzung vom 10.10.2022 freigegebene Entwurf für die Gemeindegebühren 2023 wird vorgelegt und besprochen. Dieser Vorschlag sieht eine generelle Indexierung von 10 % sowie Rundung auf gerade Cent-Beträge vor. Die einzelnen Gebühren ergeben sich wie folgt: Abfallgrundgebühren (inkl. 10% MwSt.) Einpersonenhaushalt Zweipersonenhaushalt Mehrpersonenhaushalt Zuschlag pro Haushaltsmitglied sonstige Abfallbesitzer 37,10 EUR 52,50 EUR 63,90 EUR 8,40 EUR 63,90 EUR Abfallentsorgungsgebühren (inkl. 10% MwSt.) 20 Liter-Abfallsack 40 Liter-Abfallsack 8 Liter-Bioabfallsack 15 Liter-Bioabfallsack 250 Liter-Kunststoffabfallsack 60 Liter-Restabfallbehälter 120 Liter-Restabfallbehälter 240 Liter-Restabfallbehälter andere Behälter je 100 Liter 60 Liter-Bioabfallbehälter VNS-GV vom 10.11.2022 1,95 EUR 3,90 EUR 0,95 EUR 1,55 EUR 0,60 EUR 5,70 EUR 11,40 EUR 22,80 EUR 9,50 EUR 6,60 EUR Zl. su004.1-14/2020 82 80 Liter-Bioabfallbehälter 120 Liter-Bioabfallbehälter 240 Liter-Bioabfallbehälter Bioabfallständer Bio-Abfallsack-Vorsammelbehälter 10 Liter Bio-Abfallsack-Vorsammelbehälter 25 Liter Sperrmüllmarke für 0,5 m³ oder 35 kg Grünmüll pro m³ (bei Abgabe Sammelstelle Gemeinde) 8,90 EUR 13,40 EUR 26,80 EUR 23,90 EUR 3,30 EUR 18,70 EUR 12,70 EUR 8,80 EUR Abfallentsorgungsgebühren ASZ (inkl. 10% MwSt.) Sperrmüll - pro 2 kg Altholz - pro 2 kg Grünmüll pro angefangenen 60 Liter Bauschutt gemischt - pro 2 kg Bauschutt gemischt - pro angefangene 10 Liter Bauschutt rein - pro 2 kg Bauschutt rein - pro angefangene 10 Liter Asbestzementabfälle - pro kg Asbestzementabfälle - pro angefangenen 10 Liter Reifen Fahrrad + PKW - mit und ohne Felgen Reifen LKW-mit und ohne Felgen Flachglasabfälle - pro angefangenen 10 Liter Mineralwolle - pro angefangene 60 Liter 0,55 EUR 0,35 EUR 1,10 EUR 0,30 EUR 0,70 EUR 0,20 EUR 1,50 EUR 0,35 EUR 1,30 EUR 4,00 EUR 32,00 EUR 0,50 EUR 4,00 EUR Wassergebühren (inkl. 10% MwSt.) Wasserbezugsgebühr je m³ Zählergebühr pro Monat Anschlussbeitragssatz 1,70 EUR 3,20 EUR 42,90 EUR Kanalgebühren (inkl. 10% MwSt.) Kanalbenützungsgebühr je m³ Anschlussbeitragssatz 3,50 EUR 49,50 EUR Friedhofsgebühren (Hoheitsverwaltung) Grabstättengebühren (ohne MwSt.) Sondergrab „Erdgrab“ (Laufzeit 15 Jahre) Sondergrab „Urnennische“ (Laufzeit 15 Jahre) Sondergrab „Urnengrab“ (Laufzeit 15 Jahre) jährliche Grabstättenerhaltungsgebühr je Sondergrab 402,00 EUR 704,00 EUR 1.083,50 EUR 22,00 EUR Bestattungsgebühren (ohne MwSt.) einer Urne in der Urnennische einer Urne in Erdgrab eines Sarges im Erdgrab 181,50 EUR 258,50 EUR 1.600,00 EUR Aufbahrungsgebühr (ohne MwSt.) einer Leiche je Kalendertag 49,50 EUR Hundesteuer (Steuersatz, keine MwSt.) pro Hund 110,00 EUR Gästetaxe (Steuersatz, keine MwSt.) pro Person und Nächtigung 1,00 EUR Der Antrag des Vorsitzenden, die Gemeindegebühren für das Jahr 2023 wie vorgenannt zu beschließen, wird einstimmig angenommen. VNS-GV vom 10.11.2022 Zl. su004.1-14/2020 83 5. Biomasseheizwerk Für den in der 12. nicht öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung beschlossenen Verkauf des Biomasseheizwerks liegt der Entwurf des Kauf- und Bestandsvertrages mit Datum 08.11.2022 vor. Die geforderten Punkt wurden seitens der illwerke vkw AG, Bregenz schriftlich zugestanden. Die Prüfung des Vertragsentwurfs durch die Welte Rechtsanwalt GmbH, Rankweil (GV Dr. Martin Dörler) ergab nur wenige Beanstandungen. Nach kurzer Erläuterung und Diskussion besteht einhellig die Auffassung, dass Einarbeitung und Adaptierungen des Vertrages sowie dessen finale Unterzeichnung gemäß § 50 Abs. 3 Gemeindegesetz, LGBl.Nr. 40/1985, i.d.g.F. an den Gemeindevorstand abgetreten werden soll. Die Beschlussfassung hierzu erfolgt einstimmig. 6. Mehrzweckgebäude Gebührenvorschreibung Wasser/Kanal Für das 2002 durch die Gemeinde Sulz errichtete Mehrzweckgebäude wurden durch die Baurechtsverwaltung Region Vorderland der Kanal- und Wasseranschluss nachgeholt. Mit Datum 17.08.2022 erfolgten die hieraus resultierenden Gebührenvorschreibungen für den Kanalanschluss in der Höhe von EUR 25.124,51 und den Wasseranschluss in der Höhe von EUR 16.761,22. Diese wurden der Sparkasse Feldkrich als Miteigentümerin am 03.10.2022 anteilig der Wohnungseigentumsanteile (630 von 2328) weiterverrechnet. Gegen die erfolgte Kostenvorschreibung in der Höhe von gesamt EUR 11.339,93 wurde seitens der Sparkasse Feldkirch Beschwerde erhoben. Als Begründung wird angeführt, dass die Vorschreibungen unzulässig sind, da diese bereits mit dem geleisteten Kaufpreis abgegolten wurden (Fixpreis). Darüber hinaus ist die Sparkasse Feldkirch nicht als Gebührenschuldnerin im Bescheid angeführt und wird die Vorschreibung als verjährt (> 5 Jahre) angesehen. Der Vorsitzende berichtet, dass nach Rücksprache mit zwei damals beteiligten Gemeindemandataren die Argumentation der Sparkasse Feldkirch nachvollziehbar ist. Dies wurde damals so besprochen und der Kaufpreis deshalb als Fixpreis tituliert. GV Dr. Martin Dörler schlägt vor, der Sparkasse Feldkirch – auch wenn dies aus dem vorliegenden Kaufvertrag nicht eindeutig hervorgeht – schriftlich mitzuteilen, dass die Rechnung storniert wird und die Sparkasse die Beschwerde zurückziehen soll. Der Antrag des Vorsitzenden, die Kostenvorschreibung gegenüber der Sparkasse Feldkirch aus vorgenannten Gründen zu stornieren, wird einstimmig angenommen. 7. Allfälliges  GV Matthias Walser teilt die nächsten Feuerwehrtermine mit: Feuerlöscher Prüfung: 10.12.2022; Blutspendeaktion 21.12.2022 – 17:00 bis 20:30; Friedenslicht: 24.12.2022; Jahreshauptversammlung: 04.03.2022  GR Michael Schnetzer berichtet von der Abschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Sulz – großes Lob an die Professionalität der Feuerwehr  BGM Karl Wutschitz hält fest, dass es in Naher Zukunft eine Ersatzbeschaffung beim Löschfahrzeug und Investitionen im Bereich Katastrophenschutz anstehen Der Vorsitzende schließt die Sitzung um 20:15 Uhr. Der Vorsitzende Karl Wutschitz Bürgermeister Der Schriftführer Daniel Novak Gemeindeamtsleiter Donnerstag, den 10.11.2022, um 19:00 Uhr im Bewegungsraum des Kubus, am Kindercampus Sulz VNS-GV vom 10.11.2022 Zl. su004.1-14/2020
  1. sulzvertretung
20221018_GVE012_nö Sulz 2023-01-08 Datum: 18.10.2022 Aktenzahl: su004.1-13/2020 VERHANDLUNGSNIEDERSCHRIFT über die 12. nicht öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am Dienstag, den 18.10.2022, um 19:00 Uhr im Bewegungsraum des Kubus, am Kindercampus Sulz unter dem Vorsitz von Bürgermeister Karl Wutschitz. Anwesende GemeindevertreterInnen BGM Karl Wutschitz, Vize-BGMIN Gerda Schnetzer-Sutterlüty, Michael Schnetzer, Norbert Schnetzer, Wolfgang Mittempergher, Florian Vinzenz, Nikolaus Kühne, Lothar Mathies, Dietmar Erath, David Calzone, Martin Hron, Gabriele Schwärzler, Sebastian Osl Entschuldigte GemeindevertreterInnen Christoph Bawart, David Bischof, Kurt Konzett, Dolores Egger, Matthias Walser, Michael Kieber, Karin Schießl, Valentin Welte, Martin Dörler, Adriane Windner, Ulrich Ströhle Schriftführer Daniel Novak Tagesordnung 1. 2. 3. 4. 5. 6. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Genehmigung der letzten Verhandlungsniederschriften Biomasseheizwerk Liegenschaftsangelegenheiten Raumplanungsvertrag Welte Allfälliges Erledigung der Tagesordnung 1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende eröffnet um 19:05 Uhr die nicht öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung. Er begrüßt die Anwesenden und stellt fest, dass die Ladung ordnungsgemäß erfolgt ist und auf Grund der Anwesenheit von 13 GemeindevertreterInnen Beschlussfähigkeit gegeben ist. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Tagesordnung mit der Ergänzung „Kassaführung und Bargeldannahme“ einstimmig zur Kenntnis genommen. 2. Genehmigung der letzten Verhandlungsniederschrift Der gemeinsam mit der Ladung übermittelten Entwürfe der Verhandlungsniederschriften der 7., 9. und 11. nicht öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung vom 16.12.2021, 28.04.2022 und 30.06.2022 werden auf Antrag des Vorsitzenden ohne Ergänzungen einstimmig genehmigt. 6832 Sulz, Hummelbergstraße 9 • 05522/44309, Fax DW 4 • info@gemeinde-sulz.at
  1. sulzvertretung
20221012_GVE023 Schruns 2023-01-07 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2 A-6780 Schruns www.schruns.at Auskunft: Mag. Christof Obwegeser 05556 72435-210 christof.obwegeser@schruns.at Zl. 004-2/2022 Verhandlungsschrift über die am Mittwoch, den 12. Oktober 2022, um 20.15 Uhr im Zeichensaal im 1. OG der Mittelschule Schruns-Dorf in Schruns stattgefundene 23. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung Schruns. An der Sitzung nehmen teil als: Vorsitzende(r): ☒ Bgm. DI (FH) Jürgen Kuster MBA Gemeindevertreter:innen: Ersatzleute: Parteifraktion: Bürgermeister Jürgen Kuster – Schrunser Volkspartei und Parteifreie ☒ GR Heike Ladurner-Strolz ☐ Dr. Monika Vonier ☒ Vbgm. Norbert Haumer ☐ Ing. Michael Kieber ☒ Bernhard Schrottenbaum ☐ Mag. phil. Birgit Spannring-Isele ☒ Tobias Kieber ☐ Mag. Christof van Dellen ☒ Raphael Mäser ☐ Martin Zugg ☒ DI (FH) Nina Fritz ☐ Bettina Schmid-Juen ☒ Peter Vergud ☐ Werner Ganahl ☒ Martin Jenny BSc ☐ Mag. jur. Jan Rudigier ☐ Theresa Scheibenstock BEd ☐ Claudia Oberer ☐ Martin Netzer ☐ Richard Durig ☒ DI (FH) Michael Gantner MSc. ☒ Bernd Steiner ☒ Martin Fussenegger ☐ Stephanie Kuster ☒ Birgit Spannring Parteifraktion: Team Günter Ratt – Metnand för Schru, Parteifreie Bürgerliste ☒ GR Mag. (FH) Günter Ratt MA ☐ Dominik Ganahl ☒ GR Jürgen Haller ☐ Christian Fiel ☒ Marcellin Tschugmell MBA ☐ Jodok Marent ☒ Birgit Goll ☐ Daniel Thöny ☒ Christian Engstler ☐ DI Karoline Bertle ☒ Mag. Daniel Witzani ☐ Markus Riedler ☐ Martin Fritz ☐ Franz Oliva ☒ Carmen Fitsch ☐ Rene Juen ☐ Alexander Nöckl ☐ Mag. Jürgen Jakober ☒ Tanja Könsgen ☐ Dominik Tschofen Parteifraktion SPÖ und Parteifreie ☒ MMag. Dr. Siegfried Marent ☐ Mag. Martin Borger Verhandlungsschrift zur 23. Gemeindevertretungssitzung Seite 1 von 6 Sachverständige(r)/Auskunftspersonen: ☒ DI Martin Sadjak, Bauamtsleiter, zu Top 1, 2 und 5. Schriftführer: ☒ AL Mag. Christof Obwegeser Entschuldigt abwesend: Martin Fritz, Alexander Nöckl Der Vorsitzende begrüßt die Mitglieder und Ersatzmitglieder der Gemeindevertretung sowie die Auskunftsperson und die Zuhörer und stellt fest, dass die Einladung zur Sitzung ordnungsgemäß erfolgt und die Beschlussfähigkeit gegeben ist. Vor Eingang in die Tagesordnung wird die Gemeindevertreterin Birgit Spannring gemäß § 37 Gemeindegesetz angelobt Der Vorsitzende verweist auf die in der Einladung enthaltene Tagesordnung 1. Antrag auf Bewilligung der Nutzung einer Wohnung als Ferienwohnung: Stefanie Sander, Fritzabühel 12, 6700 Bludenz, Antrag auf Ferienwohnungsbewilligung gem. § 16 Abs. 4 lit. d RPG betreffend Maisäß Lifinarweg 1, 6780 Schruns 2. Änderungen Flächenwidmungsplan: Reg.Nr. 031-2/03-2022; Umwidmung einer Teilfläche des GST-NR 1757 (Gerald Vonbank) von Baufläche Mischgebiet BM in Baufläche Mischgebiet mit einer Zone für Gebäude und Anlagen für landund forstwirtschaftliche Zwecke BM-L gemäß Plan-Zl. 031-2/03-2022/02 vom 23.06.2022 3. Beschluss über die Einrichtung eines Gemeindevermittlungsdienstes gem. § 80b Gemeindegesetz 4. Beschluss über die Änderung der internen Vereinbarung (Sideletter) der Montafon Tourismus GmbH 5. Projekt „Kindercampus“: a. Bericht zum aktuellen Stand des Architektenwettbewerbes „Volksschule Neu“ b. Beschlussfassung „autofreier Kindercampus“ c. Beschlussfassung des Kostenrahmens für die Durchführung des Architektenwettbewerbes 6. Genehmigung der Verhandlungsschrift über die 22. Sitzung der Gemeindevertretung vom 14.September 2022 7. Mitteilungen des Vorsitzenden 8. Allfälliges Verhandlungsschrift zur 23. Gemeindevertretungssitzung Seite 2 von 6 Zu 1. Antrag auf Bewilligung der Nutzung einer Wohnung als Ferienwohnung: Stefanie Sander, Fritzabühel 12, 6700 Bludenz, Antrag auf Ferienwohnungsbe¬willigung gem. § 16 Abs. 4 lit. d RPG betreffend Maisäß Lifinarweg 1, 6780 Schruns Der Bürgermeister fasst die Sach- und Rechtslage zum Thema Ferienwohnungsnutzungsbewilligung von Maisäßen gemäß § 16 Abs 4 lit d RPG zusammen. Der Antrag wird sodann einstimmig bewilligt. Zu 2. Änderungen Flächenwidmungsplan: Reg.Nr. 031-2/03-2022; Umwidmung einer Teilfläche des GST-NR 1757 (Gerald Vonbank) von Baufläche Mischgebiet BM in Baufläche Mischgebiet mit einer Zone für Gebäude und Anlagen für landund forstwirtschaftliche Zwecke BM-L gemäß Plan-Zl. 031-2/03-2022/02 vom 23.06.2022 In Baumischgebieten dürfen aufgrund der Rechtslage keine landwirtschaftlichen Tätigkeiten erfolgen. Der Antragswerber wolle jedoch eine Kleintierhaltung (Haltung von Ziegen) betreiben, weshalb die Umwidmung in vorliegender Form beantragt worden sei. Die Voraussetzungen für eine Umwidmung würden vorliegen. Der Antrag wird einstimmig bewilligt. Zu 3. Beschluss über die Einrichtung eines Gemeindevermittlungsdienstes gem. § 80b Gemeindegesetz Die Gemeindevertretung beschließt mehrheitlich (eine Gegenstimme) aufgrund des fehlendes Bedarfes nach Ablauf der Funktionsperiode kein Gemeindevermittlungsamt mehr gemäß § 80b Gemeindegesetz einzurichten. Zu 4. Beschluss über die Änderung der internen Vereinbarung (Sideletter) der Montafon Tourismus GmbH Aufgrund der Änderung der gesellschaftsinternen Vereinbarung über die Kostenteilung würde sich die Gemeinde jährlich € 4.000 ersparen. Der geänderten Vereinbarung wird einstimmig zugestimmt. Zu 5. Projekt „Kindercampus“ a. Bericht zum aktuellen Stand des Architektenwettbewerbes „Volksschule Neu“ Vizebürgermeister Norbert Haumer und DI Martin Sadjak berichten über den aktuellen Stand des Architekturwettbewerbes. Der Wettbewerb sei von Josef Fink vorbereitet worden. Es fehle krankheitsbedingt noch das Verkehrsgutachten von Besch und Partner. Dieses solle bis Ende dieser Woche noch folgen. Danach könne das gesamte Projektkonvolut an die Architekturkammer geschickt werden. Der Wettbewerb könne Februar abgeschlossen und die Jurierung im März erfolgen. In der Jury seien vier Architekten. Zwei würden von der Kammer, zwei von der Gemeinde nominiert (Dieter Jüngling, Rita Mettler). Die Sachpreisrichter seien Bürgermeister Jürgen Kuster, Nina Fritz, Günter Ratt, der Direktor der VS Schruns und zehn weitere Berater. Die Planungsphase sei 2023. Der Baubeginn sei für 2024 geplant. Die Fertigstellung soll mit dem Schuljahr 2025/2026 sein. Verhandlungsschrift zur 23. Gemeindevertretungssitzung Seite 3 von 6 b. Beschlussfassung „autofreier Kindercampus“ Nina Fritz (Obfrau des Ausschuss Kindercampus) berichtet zum Konzept „autofreier Kindercampus“: Aus dem allgemeinen Verkehrskonzept sei die Idee entsprungen, den Schulbereich autofrei zu halten. Dies sei ein zeitgemäßer Zugang bezüglich des Themas Mobilität und Schule. Öffentliche Parkplätze seien nicht mehr angedacht. Eltern sollen über eine sogenannte „Drop Off Zone“ die Kinder aus den Autos aussteigen lassen können. Die Kinder könnten dann über einen sicheren Weg zur Schule gelangen. Das dafür notwendige Fahrverbot im Bereich der neuen Volksschule solle jedoch keinesfalls die Anrainer/Besucher/Gäste des Ortsteiles Gamplaschg, Zubringer bzw. Lieferanten oder öffentliche Einsatzfahrzeuge erfassen. Zu diesem Vorschlag wird kritisch angemerkt, dass aus Sicht der Wirtschaft der Verlust sämtlicher öffentlicher Parkplätze im Ortszentrum nachteilig sei. Ein weiterführendes Parkplatzkonzept sei notwendig. Ein Alternativkonzept bzw. Ersatz für die fraglichen Stellplätze müsse parallel mitüberlegt werden und vorliegen, bevor mit den Bautätigkeiten begonnen würde. Die aktuell geplante „Drop Off Zone“ müsse neu überlegt und größer dimensioniert werden, um mehr Fahrzeuge aufnehmen zu können. Ansonsten müsste eine Staubildung auf der Silvrettastraße befürchtet werden. Empfohlen wird, dass mit der Silvretta Montafon GmbH Vereinbarungen über die Nutzung etwaiger noch entstehender Parkplätze abgeschlossen werden sollen. Alternativ solle über eine Ständerbauweise der Schule zum Erhalt der oberirdischen Parkplätze nachgedacht werden. Man habe bei bisherigen Projekten (Taube, Josefsheim) verabsäumt entsprechende Parkmöglichkeiten zu sichern. Schulbusse und Lehrer würden ebenso Parkplätze in Schulnähe benötigen. Abseits vom Thema „Schule“ bestehe eine Notwendigkeit für eine Parkmöglichkeit in der Nähe des Gemeindeamtes für Gehbehinderte. Auf die Einwände wird erwidert, dass der Verkehrsplaner im Rahmen der Verkehrsstudie die Bewegungsströme der Kinder ermittelt habe. Er habe sich aufgrund der Ergebnisse dediziert für eine Minimierung des Verkehrsaufkommens im Bereich der neuen Schule ausgesprochen. Zum Einwand der zwingenden Notwendigkeit der in Frage stehenden Parkplätze könne festgehalten werden, dass bisher beispielsweise die Tiefgarage beim Silvrettacenter im Schnitt nur zu 50% ausgelastet und öffentlichen Parkplätze in der Löwentiefgarage grundsätzlich nicht genutzt worden seien. Eine neue Tiefgarage als gleichwertigen Ersatz für die aktuell noch bestehenden Stellplätze auf dem Parkplatz „Sternen“ müsste zweigeschossig sein und würde raumfordernde Ein- und Ausfahrtsrampen verlangen. Entsprechende zusätzliche Kosten und Platzverlust seien daher die Folge. Generell könne man festhalten, dass das Konzept „autofreier Kindercampus“ unter sinnvoller Mitbeachtung einer angemessenen Stellplatzalternative verfolgt würde. Man sei daher mit der Silvretta Montafon GmbH über die Schaffung von 50 bis 70 Parkplätzen in Gesprächen. Die Silvretta Montafon GmbH habe dahingehend eine Absichtserklärung abgegeben. Man müsse ohnehin eine Parkplatzalternative finden, da man aufgrund einer vertraglichen Verpflichtung mit der Pfarre auch die zugesicherten Parkplätze beim Sternenparkplatz adäquat ersetzen müsse. Die Gemeindevertretung wird sodann dazu angehalten, zielführende Überlegungen über die Vereinbarkeit von sozialen Erwägungen bezüglich Autofreiheit und wirtschaftlichen Interessen anzustrengen. Man einigt sich darauf, dass der Kindercampus möglichst autofrei gehalten werden solle und für die entfallenden Parkplätze vor Baubeginn ein adäquater Ersatz gefunden werden müsse. Vorgeschlagen wird sodann, dass im Rahmen des Architekturwettbewerbes zwei Konzepte im Lichte der vorgenannten Erwägungen erarbeitet werden sollen. Verhandlungsschrift zur 23. Gemeindevertretungssitzung Seite 4 von 6 Die GV beschließt sodann, dass der Architekt Herr Josef Fink Konzepte für einen autofreien Kindercampus und zusätzlich eine Alternative mit Tiefgarage erstellen solle. Der Beschluss wird einstimmig gefasst. c. Beschlussfassung des Kostenrahmens für die Durchführung des Architektenwettbewerbes Die Kosten beliefen sich aktuell auf circa € 223.000,00. Für das Jahr 2022 seien € 120.000,00 budgetiert worden. Nicht sämtliche der bisher entstandenen Kosten würden dieses Jahr fällig werden. Der Kostenrahmen solle jedoch auf € 250.000 brutto angehoben werden. Der Beschluss wird einstimmig gefasst. Zu 6. Genehmigung der Verhandlungsschrift über die 22. Sitzung der Gemeindevertretung vom 14. September 2022 Gemäß § 47 Abs 5 Gemeindegesetz wird die Ergänzung des Protokolls um den Vorgang der ordnungsgemäßen Angelobung des Ersatzmitgliedes Roman Spannring beantragt. Die beantragte Ergänzung wird einstimmig beschlossen. Zusätzlich wird beantragt, bei den Beschlussfassungen zu den Tagesordnungspunkten 11. und 12. den irrtümlich angeführten Namen „Martin Netzer“ auf „Martin Borger“ zu ändern. Die beantragten Änderungen werden einstimmig beschlossen. Die abgeänderte Niederschrift zur 22. Gemeindevertretungssitzung wird sodann einstimmig genehmigt. Zu 7. Mitteilungen des Vorsitzenden Es wird über die anstehenden Termine zur Überarbeitung des REP berichtet. Die Gemeinde bilde seit 1. September 2022 einen neuen Lehrling aus. Der Wirtschaftsausschuss habe diesen Montag seine Tätigkeit aufgenommen. Der Prüfungsausschuss sei noch nicht vollständig besetzt. Um entsprechende Nominierungen wird gebeten. Man sei mit Herrn Furtner in Gesprächen über eine mögliche Übernahme der Tennishallen in Tschagguns. Zu 8. Allfälliges Dr. Siegfried Marent befragt den Vorsitzenden zu folgenden Themen: a. Wie der Stand bezüglich des öffentliche WC im Ortszentrum sei. b. Ob es Maßnahmen der Gemeinde bezüglich des Investorenmodelles gebe. c. Wie der Stand bezüglich des geplanten Skaterplatzes sei. d. Wie es sich mit dem Grundwasserstand im Schrunser Feld verhalte. Verhandlungsschrift zur 23. Gemeindevertretungssitzung Seite 5 von 6 Der Vorsitzende erwidert auf die vorgebrachten Punkte wie folgt: a. Ein WC sei ursprünglich im Gemeindeamt geplant gewesen. Diesen Plan greifen man erneut auf. Zusätzlich solle eine WC Anlage im Budget vorgesehen werden. b. Maßnahmen gegen Investorenmodelle gebe es. Aktuell sei ein Gesetzesentwurf beim Land Vorarlberg in Ausarbeitung, der die unterschiedlichen Interessen der Vorarlberger Gemeinden berücksichtigen solle. c. Der Skaterplatz sei ursprünglich für den Standort Bahnhaltestelle Tschagguns geplant gewesen. Aufgrund eines negativen Lärmgutachtens, von Anrainereinwänden und vorhandenen Mietern in einem für das Projekt abzureißenden Gebäudes könne die Umsetzung aktuell nicht erfolgen. d. Am 13. Oktober finde eine zweite Messung mit der Wasserwirtschaft bezüglich des Grundwasserstandes im Schrunser Feld statt. Die erste Messung habe zunächst einen steigenden und später einen sinkenden Pegel ergeben. Ende der Sitzung: 22:50 Uhr Der Vorsitzende Verhandlungsschrift zur 23. Gemeindevertretungssitzung Der Schriftführer Seite 6 von 6
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20221011_SV_006 StandMontafon 2023-01-04 Stand Montafon A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: SM004.2/2022/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 11. Oktober 2022 im Sitzungssaal des Standes Montafon anlässlich der 19. Sitzung der Standesvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 4. Oktober nehmen an der auf 13:30 Uhr einberufenen Standessitzung teil: Standesrepräsentant Jürgen Kuster, Schruns Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Matthias Luger, Stallehr Bgm Andreas Batlogg, Lorüns Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Florian Küng, Vandans Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn Entschuldigt: LAbg Monika Vonier LAbg Nadine Kasper PR-Beauftragter Toni Meznar Weitere Sitzungsteilnehmer: Valentina Bolter Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 13:39 Uhr die Standessitzung und begrüßt die Kollegen Bürgermeister und verliest die Entschuldigungen. Gemäß Standesstatut stellt er die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 19. Standessitzung: 11.10.2022 Seite 2 von 9 Tagesordnung 1.) Fahrplankonzept Landbus Montafon a. Vergabe der Zusatzofferte für Phase 1 b. Vergabe der Planungsleistung für Phase 2 2.) Vergabe der Projektbegleitung für das regionale räumliche Entwicklungskonzept Montafon (regREK Phase 2) 3.) Mittagessen-Kostenbeitrag für Mitarbeitende des Standes Montafon 4.) Absichtserklärung für den Miteinbezug der Gst. 178 und .9 (GB Schruns) in die Planung des Neubaus der Volksschule Schruns 5.) Aufnahme eines Kassenkredits gem. § 50 GG für den Stand Montafon 6.) Genehmigung der Niederschrift von der 18. Standessitzung am 05.07.2022 7.) Berichte 8.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Fahrplankonzept Landbus Montafon Auf Ersuchen des Standesrepräsentanten erläutert der Standessekretär die vorliegenden Angebote: Für die Erarbeitung des Fahrplankonzeptes für den Landbus im Montafon hat die Firma Metron AG bisher auf Basis der Offerte vom 5. März 2022 und des entsprechenden Auftrages Phase 1 abgeschlossen und für die Phase 2 ein neues Angebot unterbreitet. Aufgrund des bisherigen Planungsprozesses und in Abstimmung mit dem Auftraggeber hat sich ein Zusatzaufwand (Kurzinterviews und Besprechungen mit Bürgermeistern) ergeben. Dieser Zusatzaufwand für die Phase 1 wurde mit 3.500 Euro (netto) berechnet. Für die Erarbeitung des Detailkonzeptes für den Landbus Montafon (Phase 2) liegt ein Angebot von der Firma Metron AG in Höhe von 25.400 Euro (netto) vor. Dieses beinhaltet die Erarbeitung von Planungsgrundlagen (Netzgrafiken, Angebotsgrundsätze etc.) und Linienportraits sowie die laufende Begleitung des Planungsprozesses. Geplant ist, die Änderungen am Fahrplan auf Juni 2023 umzusetzen. Sollte der Zeitplan nicht eingehalten werden können, erfolgt die Umstellung auf Fahrplanwechsel im Dezember 2023. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Vergabe der Zusatzofferte für die Phase 1 sowie die Vergabe für die Planungsleistung für Phase 2 einstimmig angenommen. Bgm Matthias Luger und Bgm Andreas Batlogg nehmen weder an der Beratung noch an der Abstimmung teil, da die Gemeinden Lorüns und Stallehr keine Mitgliedsgemeinden im ÖPNV Landbus Montafon sind. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 19. Standessitzung: 11.10.2022 Seite 3 von 9 Pkt. 2.) Vergabe der Projektbegleitung für das regionale räumliche Entwicklungskonzept Montafon (regREK Phase 2) Der Vorsitzende hält eingangs fest, dass die Phase 1 des regREKs Montafon, in welcher die Analyse des Ist-Zustands durchgeführt und das Zielbild erarbeitet wurden, bereits Anfang März 2020 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Das Zielbild wurde durch den Stand Montafon beschlossen und von den Gemeindevertretungen so weit unterstützt, dass nun die zweite Phase begonnen werden kann. Im Herbst 2020 wurde in einer Übergangsphase eine Matrix zu den Strategien, Maßnahmen und Projekten aus dem Zielbild erarbeitet. Die Matrix diente dazu, die Relevanz, Wirkung und Zielerreichung der geplanten Maßnahmen und Projekte zu sichten, zu ordnen und zu priorisieren. Die Matrix ist eine wichtige Grundlage für die weitere Arbeit in der Phase 2 des regREK. In dieser Phase 2 sollen nun das Erreichen der Ziele für die zukünftige räumliche Entwicklung des Montafons durch konkrete Projekte und Maßnahmen privater und öffentlicher Akteure realisiert werden. Vom Vorsitzenden wird weiter ausgeführt, dass nun für die Begleitung dieses Prozesses ein Angebot von der Bietergemeinschaft Rosinak & Partner und StadtLand in Höhe von 65.088 Euro (brutto) vorliegt. Das Angebot beinhaltet die Aufarbeitung des Maßnahmenkatalogs, die Planung und Durchführung des „Planungsgesprächs“ zum regionalen Räumlichen Entwicklungskonzept (regREK) und den Räumlichen Entwicklungsplänen (REP) der einzelnen Gemeinden, die Überarbeitung und Priorisierung des Maßnahmenkatalogs mit wichtigen Stakeholdern bei fünf Veranstaltungen, die Initiierung und Umsetzung von Schlüsselprojekten sowie das Projektmanagement und die Ergebnissicherung. Die Kosten für die Begleitung des Prozesses wird über das Land Vorarlberg im Zuge des regionalen Räumlichen Entwicklungskonzeptes finanziell unterstützt. Auf Antrag des Vorsitzenden wird das Angebot der Bietergemeinschaft Rosinak & Partner und StadtLand einstimmig angenommen und die Vergabe der Dienstleistung in Höhe von 65.088 Euro (brutto) beschlossen. Pkt. 3.) Mittagessen-Kostenbeitrag für Mitarbeitende des Standes Montafon Der Vorsitzende informiert, dass die Marktgemeinde Schruns einen Kostenbeitrag für das Mittagessen der Mitarbeitenden gewährt und dieses Modell idealerweise auf die Talschaftsverbände übertragen werden soll. Diese Form der Unterstützung wird von den meisten Arbeitgebern in der einen oder anderen Form gewährt und erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber. Weiters stellt dieser Beitrag auch eine Förderung der regionalen Gastronomie-Betriebe im Tal dar. Es wird vorgeschlagen, den Mitarbeitenden des Standes Montafon und den Beschäftigten des Vereines für Kultur, Bildung und Heimatpflege im Montafon unter bestimmten Voraussetzungen und gegen jederzeitigen Widerruf einen Zuschuss zum Mittagessen zu gewähren. Der Zuschuss beträgt ab 1. November 2022 pro konsumiertem Essen und Tag 6,00 Euro. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 19. Standessitzung: 11.10.2022 Seite 4 von 9 Der Standessekretär verweist auf die Richtlinien zur Gewährung dieses Kostenbeitrages, welcher mit der Einladung zugestellt wurde. Demgemäß sind die Voraussetzungen für den Essenszuschuss, dass der Mitarbeitende an diesem Tag länger als sechs Stunden und über bzw. nach Mittag Dienst verrichtet und sein Mittagessen in einer der Vertragsgaststätten im Montafon einnimmt, sich zustellen lässt oder dort abholt, wobei es sich dabei um ein Menü oder sonst eine Vollmahlzeit handeln muss. Eine kleine Jause mit einem belegten Brot zählt nicht dazu. Ein Anspruch besteht nicht an Samstagen, Sonn- und Feiertagen, an Urlaubstagen, im Krankenstand und bei Anlässen, bei denen der Dienstgeber die Verpflegungskosten übernimmt (z.B. Ausbildungsveranstaltungen oder Dienstreisen). Ein Essenszuschuss kann nur gewährt werden, wenn der Mitarbeitende nach der Bezahlung des Mittagessens mit dem dafür vorgesehenen Handy-App (Digibon), die Rechnung bzw. den Beleg abfotografiert. Eine Konsumation ist nur an Arbeitstagen (Montag bis Freitag) zwischen 11.00 Uhr und 14.00 Uhr möglich. Bei einer ordnungsgemäßen Registrierung wird der Essenszuschuss monatlich im Nachhinein im Wege der Gehaltsabrechnung ausbezahlt. Bgm Josef Lechthaler empfiehlt, diesen Mittagessen-Kostenbeitrag auch den Gemeindemitarbeitenden der jeweiligen Montafoner Gemeinde umzusetzen. Bisher gibt es diese Regelung nur in Schruns. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Einführung eines Kostenbeitrages zum Mittagessen für Mitarbeitende des Standes Montafon und die dazu erlassenen Richtlinien in der Fassung vom 11.10.2022 einstimmig angenommen. Pkt. 4.) Absichtserklärung für den Miteinbezug der Gst. 178 und .9 (GB Schruns) in die Planung des Neubaus der Volksschule Schruns Der Vorsitzende erläutert eingangs die Absicht der Marktgemeinde Schruns, die in pädagogischer Hinsicht nicht mehr entsprechende Volksschule Schruns-Dorf künftig als Kindergarten zu adaptieren und die Volksschule in einem Neubau auf dem „Sternenplatz“ zu situieren. Dafür wird ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Für die Bebauung ist das Gst-Nr 155/1 im Eigentum der Marktgemeinde Schruns vorgesehen. Südlich an Gst-Nr 155/1 angrenzend sind die Liegenschaften Gst-Nr 178 und GP 3169 (Gerichtsweg), welche sich im Eigentum des Standes Montafon befinden. Die räumliche Situation wird anhand eines projizierten Planes erläutert. Um im Architekturwettbewerb ein breites Spektrum an Vorschlägen zu erhalten, ersucht die Marktgemeinde den Stand Montafon, die beiden oben erwähnten Grundstücke in die Planung mit einbeziehen zu dürfen. Der Vorsitzende ersucht seinen Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler um die Schilderung seiner Sicht. Bgm Josef Lechthaler informiert, dass es dazu Vorgespräche gegeben hat und diese in eine Absichtserklärung mündeten, welche den Anwesenden mit der Einladung auch zugestellt wurde. Gemäß dieser Absichtserklärung können sich die Vertreter des Standes Montafon die Einbeziehung der genannten Grundstücke in die Planung unter folgenden Voraussetzungen vorstellen: Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 19. Standessitzung: 11.10.2022 Seite 5 von 9 1. Das alte Gericht ist ein denkmalgeschütztes Gebäude mit historischer Bedeutung für die ganze Talschaft und soll auch künftig in einem attraktiven Umfeld mit entsprechendem Vorbereich zur Geltung kommen 2. Der Vorbereich des alten Gerichtes und der neuen Volksschule soll ein attraktiver öffentlicher sowie offener und niveaugleicher Raum ohne Barrieren und Abgrenzungen sein 3. Die Erschließungsfunktion des Gerichtsweges für unterschiedliche Nutzer (wie derzeit) ist beizubehalten 4. Die derzeit für den Stand Montafon vorhandenen 9 PKW Abstellplätze werden von der Marktgemeinde Schruns wieder im nahen Umfeld des alten Gerichtes zur Verfügung gestellt. Möglich sind sowohl oberirdische als auch unterirdische Abstell- oder Garagenplätze 5. Sollten die PKW Stellplätze in einer Tiefgarage auf dem Wettbewerbsgebiet situiert werden, ist eine möglichst direkte Verbindung zum alten Gericht erwünscht 6. Eine Bauabstandsnachsicht des neuen Schulgebäudes gegenüber GST-NR .9 (Altes Gericht) im Bereich der Nordostecke ist bis zur Verlängerung der Grundgrenze GST- NR 155/1 mit GST-NR 15 denkbar. 7. Ein Vertreter des Standes Montafon soll als beratendes Mitglied im Preisgericht des Architekturwettbewerbes vertreten sein. Bgm Herbert Bitschnau hat sich bereit erklärt, als Vertreter des Standes im Preisgericht mitzuwirken. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, wird auf Antrag des stellvertretenden Vorsitzenden die Miteinbeziehung der Standesgrundstücke in den Architekturwettbewerb der Marktgemeinde Schruns für den Neubau der Volksschule unter Voraussetzung der oben angeführten Punkte einstimmig angenommen. Weiters wird Bgm Herbert Bitschnau als Vertreter des Standes im Preisgericht bestellt. Bgm Jürgen Kuster nimmt nicht an der Abstimmung teil. Pkt. 5.) Aufnahme eines Kassenkredits gem. § 50 GG für den Stand Montafon Der Standessekretär informiert über das Erfordernis eines Kassenkredites für die Konten des Standes Montafon. Ein Kassenkredit im Sinne des GG ist ein Kredit mit einer Laufzeit von höchstens neun Monaten. Es handelt sich dabei um nicht haushaltswirksame und im Prinzip kurzfristige Liquiditätsaushilfen. Dadurch soll das zeitliche Auseinanderfallen von Einnahmen und Ausgaben überbrückt werden. Für die Aufnahme eines Kassenkredits wurden Angebote eingeholt, welche anhand eines Angebotsspiegels vorgestellt werden. Der Standessekretär präsentiert die einzelnen Angebote der verschiedenen Banken und deren Konditionen. Die Finanzverwaltung empfiehlt die Vergabe an den Bestbieter, die Sparkasse Bludenz-Montafon. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 19. Standessitzung: 11.10.2022 Seite 6 von 9 Gemäß § 50 GG Abs. 1 lit. b Z 3 iVm § 75 Abs. 1 GG wird einstimmig beschlossen, die Aufnahme von Kassenkrediten für das Jahr 2022/23 beim ÖPNV Konto (3746 8000 0043 2484) und dem Konto des Stand Montafon (3746 8000 0034 4499) mit max. 20% der Finanzkraft, das sind € 669.800,- festzulegen und an das bestbietende Kreditinstitut Sparkasse Bludenz-Montafon zu vergeben. Pkt. 6.) Genehmigung der Niederschrift von der 18. Standessitzung am 05.07.2022 Die Niederschrift der 18. Standessitzung am 05.07.2022 wurde allen Standesvertretern per EMail übermittelt. Die vorliegende Niederschrift wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 7.) Berichte Berichte des Vorsitzenden: a) Anruf-Sammeltaxi Neuausschreibung: Der aktuelle Vertrag mit dem Betreiber des Anruf-Sammeltaxis „go&ko“, Firma Happy Holidays aus Meiningen, läuft mit 20.12.2022 aus. Für den Betrieb des Anruf-Sammeltaxis in den folgenden Jahren wird aktuell in einem offenen Verfahren mit vorheriger europaweiter Bekanntmachung im Oberschwellenbereich gemäß § 31 Abs. 2 BVergG 2018 neu ausgeschrieben. Der Dienstleistungsauftrag beginnt mit 21.12.2022 und wird befristet auf vier Jahre abgeschlossen. Der Vertrag kann anschließend um je ein Jahr bis spätestens 10.12.2028 verlängert werden. Somit ist die Laufzeit des Vertrages auf den Vertrag des Landbusses Montafon abgestimmt und die anschließende Ausschreibung bei beiden Verkehrsleistungen kann gleichzeitig erfolgen. Bei der ausgeschriebenen Verkehrsleistung des Anruf-Sammeltaxis gibt es folgende Änderungen zum jetzigen Betrieb: Es besteht die Option auf einen Tagesbetrieb, die seitens des Standes gezogen werden kann. Ebenso besteht die Option, zwei der drei Fahrzeuge auf Elektroantrieb umzustellen, sodass die aktuellen Vorgaben des Straßenfahrzeug-Beschaffungsgesetzes erfüllt werden. Der Zuschlag erfolgt nach einer Bewertung des Preises (60 %) und qualitativen Faktoren (40 %). Die Vergabe des Dienstleistungsauftrags ist in der Novembersitzung des Standes Montafon geplant. b) Einführung vConnect Vom Vorarlberger Gemeindeverband und dem Land Vorarlberg wurde für Nutzung als als Zusammenarbeitsplattform und auch für als künftiges Intranet die Anwendung vConnect angeschafft. Die Nutzung dieser Plattform soll mit Herbst auf die Gemeinden ausgerollt werden. In einem ersten Schritt ist vorgesehen, alle Bürgermeister und Amtsleiter mit einem Zugang auszustatten. In Absprache mit dem Gemeindeverband möchten wir diese neue Plattform für die Sitzungen des Standesausschusses nutzen und darüber die Einladungen und Sitzungsunterlagen verteilen. Um die für die Ausrollung erforderlichen technischen Voraussetzungen kommt der Gemeindeverband auf die Gemeinden zu. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 19. Standessitzung: 11.10.2022 Seite 7 von 9 c) Schreiben der Tennis-Vereine im Montafon Die Obleute der Montafoner Tennis-Vereine haben sich mit einem Ersuchen an den Stand Montafon gewandt, zumindest eine Tennishalle im Montafon für das Training, den Nachwuchs und generell die Ausübung dieses Sports während der Wintermonate von Oktober bis April zur Verfügung zu haben. Nachdem nun der Abriss der Tennishalle Gaschurn fixiert ist, bleibt nur die Tennishalle in Tschagguns als möglich Spielstätte unter Dach. Diese ist im Wesentlichen funktionsfähig, allerdings für einen aktiven sportlichen Betrieb leicht sanierungsbedürftig. Die Obleute der Montafoner Tennisclubs regen an, diese Halle in das Eigentum der Gemeinden zu übernehmen, um weiterhin eine Halle für den Tennissport im Montafon zur Verfügung zu haben. d) Umlaufbeschluss des Standesausschusses im Umlaufweg gem. § 101 Abs. 3a Gemeindegesetz - 1. Umlaufbeschluss Im Zuge eines Umlaufbeschlusses wurde die Zustimmung zur Leistung eines Sponsoring-Beitrages für die Nordischen Bewerbe vom 2. bis 4. September 2022 (Sommer GP & FIS Youth Cup) in Höhe von 28.000,- Euro wie in der Finanzklausur befürwortet und im Voranschlag des Standes Montafon unter dem Ansatz „Sportförderung“ vorgesehen, einstimmig angenommen. Abgegebene Stimmen: 6 davon 6 JA. Einstimmige Annahme. Kurzberichte des Vorsitzenden: e) Bibliothek Montafon Mit erstem Oktober hat Sabrina Schönherr aus Gaschurn ihre Stelle in der Bibliothek Montafon angetreten. Für die Leitung der Bibliothek wurde eine Mitnutzung des Büros im Haus Montafon von der Familienzentrum Montafon gGmbH vereinbart (für zwei Vormittage). f) Gerichtsgebäude Die Elternberatung findet seit Herbst in den Räumlichkeiten des Lerncafés im Gerichtsgebäude statt – ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung zum Familienzentrum. g) Landbus Montafon Die Dreistelligen Linien-Nummern sind für das ganze Land und das Montafon nun fixiert – die Stelen in Schruns und Tschagguns sollen dazu noch neu beklebt werden. Der Fahrplan für 2023 wird freigegeben. Es gibt Änderungen beim Ortsbus Vandans, beim Nachtexpress und beim Viertelstundentakt in der Hauptsaisonszeit (24.12.2022 – 26.03.2023). Seitens des Landes und des VVV wird ein Prozess zur Neuorganisation der ÖV-Finanzen gestartet. Die Dauer des Prozesses ist bis Ende 2023 geplant. h) Jugendplatz Der Jugendplatz am Bahnhof Tschagguns wird in der geplanten Form nicht errichtet werden. Eine Alternative ist dazu bereits in Ausarbeitung. Weiter Informationen dazu folgen. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 19. Standessitzung: 11.10.2022 Seite 8 von 9 i) Partnerschaftsvereinbarung Die zuletzt noch offenen Fragen bezüglich Vertragsdauer auf Bestands- und Bewilligungsdauer sind geklärt. Nun werden die Vertragsentwürfe rasch fertiggestellt. Berichte des Vertreters im Vorstand des Gemeindeverbandes Bgm Josef Lechthaler: j) Kinderbetreuungsgesetz Vorarlberg Bgm Lechthaler informiert, dass am 14. September die Vorstandssitzung des Vorarlberger Gemeindeverbandes stattgefunden hat. Das Begutachtungsverfahren zum Kinderbetreuungsgesetz läuft derzeit. Am 21. Oktober findet eine Infoveranstaltung dazu statt. Speziell im Bereich Förderrichtlinien für neu zu bildende Gruppen gibt es einige interessante Details. Das neue Gesetz ist sehr umfangreich und es gibt noch viele offene Fragen dazu. k) Neuaufstellung der ÖV-Finanzierung Die Neuaufstellung der ÖV-Finanzierung – wie bereits angesprochen – ist auch Thema beim Gemeindeverband. Dazu laufen Gespräche mit dem Verkehrsverbund Vorarlberg. l) Kommunale Impfkampagne Für die kommunale Impfkampagne wurde seitens des Bundes ein Geldbetrag für die Gemeinden zur Verfügung gestellt. Einige Gemeinden haben dieses Geld für beispielsweise die Bewerbung von Impfstraßen verwendet. Andere Gemeinden haben das Geld noch nicht vollständig aufgebraucht. Wie die restlichen Mittel weiterverwendet werden müssen (z.B. für Energiesparmaßnahmen), wird seitens des Gemeindeverbandes geklärt. m) Sitzung der Familienzentrum Montafon gGmbH Vor der nächsten Standessitzung am 8. November wird die Sitzung der Familienzentrum Montafon gGmbH stattfinden. Themen sind die einheitliche Mietberechnung bei den Kleinkindbetreuungseinrichtungen. Vorgeschlagen werden 10 Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten. Die Mieteinnahmen würden bei der jeweiligen Standortgemeinde bleiben. Dieser Vorschlag wird am 8. November im Detail vorgestellt. Pkt. 8.) Allfälliges a) Schrankenanlage bei Almakreuzung Der Vorsitzende berichtet zum Thema Schrankenanlage bei der Almakreuzung, dass ein gemeinsamer Termin mit dem Landeshauptmann innerhalb des nächsten Monats geplant ist. Die Montafonerbahn AG hat informiert, dass die neue Schranke bereits im Jänner 2023 bestellt werden muss. Der Zeitdruck für eine alternative Straßenführung ist daher sehr groß. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 19. Standessitzung: 11.10.2022 Seite 9 von 9 b) Förderung Breitbandausbau Bgm Daniel Sandrell informiert über eine inoffizielle Liste zu den Förderungen im Bereich Breitbandausbau. Die illwerke vkw berichtet, dass voraussichtlich beide Montafoner Einreichungen nicht zur Förderung gelangen werden. Das Förderprogramm wurde offensichtlich stark überzeichnet, wodurch nur einzelne Gemeinden und keine ganzen Regionen gefördert werden. Seitens des Landes gibt es noch keine offizielle Stellungnahme dazu. Mit den anderen ländlichen Regionen wird ein gemeinsamer Besprechungstermin mit Landeshauptmann und Landesrat Marco Tittler koordiniert. Die Bürgermeister des Montafons sind ebenfalls dazu eingeladen. c) Neuer Kinderbetreuungs-Standort Aufgrund des neuen Kinderbetreuungsgesetzes wird ein zusätzlicher, regionaler Kinderbetreuungs-Standort erforderlich. Nahe der Polytechnischen Schule in Gantschier wäre Platz dafür vorhanden. Die Gemeinden sind dazu in Vorbereitung und Abstimmung. Ende der Sitzung, 15:15 Uhr Schruns, 11. Oktober 2022 Schriftführer: Standesrepräsentant: Standesausschuss: Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
20221011_FF_021 StandMontafon 2023-01-04 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.2/2022/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 11. Oktober 2022 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 21. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 4. Oktober 2022 nehmen an der im Anschluss an die Standessitzung einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Jürgen Kuster, Schruns Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Florian Küng, Vandans Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn Entschuldigt: LAbg Monika Vonier LAbg Nadine Kasper PR-Beauftragter Toni Meznar Weitere Sitzungsteilnehmer: Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Andreas Drexel Valentina Bolter Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 16:14 Uhr die Forstfondssitzung und begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 21. Forstfondssitzung: 11.10.2022 Seite 2 von 6 Tagesordnung 1.) Vereinbarung über die Quell- und Wassernutzung für den ehemaligen Zollwachthöhenstützpunkt Rellstal mit der Agrargemeinschaft Bürs (Grundbuch Vandans) 2.) Wegerechtsvereinbarungen für die Benützung der Weganlage über Gst.-Nr. 2720/1 (Grundbuch St. Gallenkirch) a) für Hutchison Drei Austria GmbH b) für Magenta Telekom Infra GmbH 3.) Mittagessen-Kostenbeitrag für Mitarbeitende des Forstfonds des Standes Montafon 4.) Aufnahme eines Kassenkredits gem. § 50 GG für den Forstfonds des Standes Montafon 5.) Genehmigung der Niederschrift der 20. Forstfondssitzung vom 13.09.2022 6.) Berichte 7.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Vereinbarung über die Quell- und Wassernutzung für den ehem. Zollwachthöhenstützpunkt Rellstal mit der Agrargemeinschaft Bürs (Grundbuch Vandans) Andreas Drexel informiert, dass der Forstfonds des Standes Montafon Eigentümer des Grundstücks 2173/1 in Vandans ist, auf welchem die Quelle „Zollwachtstützpunkt Rells“ entspringt. Das Forsthaus Rells, das von der Agrargemeinschaft Bürs genutzt wird, wird aus dieser Quelle mit Trinkwasser versorgt. Die Agrargemeinschaft Bürs beabsichtigt die Quelle zu sanieren sowie die Kapazität des Hochbehälters mittels weiterer Einbauten (zusätzlicher Sammelbehälter aus Kunststoff) zu verbessern. Der Forstfonds räumt der Agrargemeinschaft die Dienstbarkeit des Wasserbezugsrechts samt beabsichtigter Sanierungs- und Ergänzungsmaßnahmen auf besagtem Grundstück sowie den Betrieb, Erhaltung und Instandsetzung von unterirdischen Wasserversorgungsleitungen ein. Andreas Drexel berichtet, dass ein gemeinsamer Termin mit der Agrargemeinschaft Bürs stattgefunden hat. Mitglieder der Agrargemeinschaft Bürs können den Zollwachthöhenstützpunkt zu Arbeitszwecken nutzen. Bei diesem gemeinsamen Termin im Beisein von Bgm Martin Vallaster wurde vereinbart, dass die Agrargmeinschaft Bürs eine Einmalzahlung in Höhe von 1.500 Euro sowie einen laufenden wertgesicherten Pauschalbetrag in Höhe von 150 Euro pro Kalenderjahr an den Forstfonds entrichtet. Auf Antrag des Vorsitzenden wird dem Abschluss der vorliegenden Vereinbarung über die Quell- und Wassernutzung für den ehemaligen Zollwachthöhenstützpunkt Rellstal mit der Agragemeinschaft Bürs einstimmig zugestimmt. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 21. Forstfondssitzung: 11.10.2022 Seite 3 von 6 Pkt. 2.) Wegerechtsvereinbarungen für die Benützung der Weganlage über Gst.Nr. 2720/1 (Grundbuch St. Gallenkirch) Andreas Drexel informiert, dass die Hutchson Drei Austria GmbH sowie die Magenta Telekom Infra GmbH eine Zufahrt für die errichteten Sendemasten benötigen. Der Forstfonds des Standes Montafon als Eigentümer des Grundstücks 2720/1 in St. Gallenkirch räumt der Hutchison Drei Austria GmbH sowie der Magenta Telekom Infra GmbH das jederzeitige, unbeschränkte und ungehinderte Geh- und Fahrrecht ein. Für dieses Geh- und Fahrrecht wird beiden Firmen ein einmaliges Entgelt in Höhe von je 500 Euro verrechnet. Diese Vereinbarung wird jeweils auf 20 Jahre befristet. Auf Antrag des Vorsitzenden werden die zwei Wegerechtsvereinbarungen für die Benützung der Weganlage über Gst.-Nr. 2720/1 (Grundbuch St. Gallenkirch) für a) Hutchison Drei Austria GmbH und für b) Magenta Telekom Infra GmbH einstimmig angenommen. Pkt. 3.) Mittagessen-Kostenbeitrag für Mitarbeitende des Forstfonds des Standes Montafon Der Vorsitzende hält fest, dass seine Ausführungen aus der Standessitzung auch für den Forstfonds des Standes Montafon in dieser Sache zutreffen. Die Marktgemeinde Schruns gewährt einen Kostenbeitrag für das Mittagessen der Mitarbeitenden und dieses Modell soll idealerweise auf die Talschaftsverbände übertragen werden. Diese Form der Unterstützung wird von den meisten Arbeitgebern in der einen oder anderen Form gewährt und erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber. Weiters stellt dieser Beitrag auch eine Förderung der regionalen GastronomieBetriebe im Tal dar. Es wird vorgeschlagen, den Mitarbeitenden des Standes Montafon und den Beschäftigten des Vereines für Kultur, Bildung und Heimatpflege im Montafon unter bestimmten Voraussetzungen und gegen jederzeitigen Widerruf einen Zuschuss zum Mittagessen zu gewähren. Der Zuschuss beträgt ab 1. November 2022 pro konsumiertem Essen und Tag 6,00 Euro. Der Standessekretär verweist auf die Richtlinien zur Gewährung dieses Kostenbeitrages, welcher mit der Einladung zugestellt wurde. Demgemäß sind die Voraussetzungen für den Essenszuschuss, dass der Mitarbeitende an diesem Tag länger als sechs Stunden und über bzw. nach Mittag Dienst verrichtet und sein Mittagessen in einer der Vertragsgaststätten im Montafon einnimmt, sich zustellen lässt oder dort abholt, wobei es sich dabei um ein Menü oder sonst eine Vollmahlzeit handeln muss. Eine kleine Jause mit einem belegten Brot zählt nicht dazu. Ein Anspruch besteht nicht an Samstagen, Sonn- und Feiertagen, an Urlaubstagen, im Krankenstand und bei Anlässen, bei denen der Dienstgeber die Verpflegungskosten übernimmt (z.B. Ausbildungsveranstaltungen oder Dienstreisen). Ein Essenszuschuss kann nur gewährt werden, wenn der Mitarbeitende nach der Bezahlung des Mittagessens mit dem dafür vorgesehenen Handy-App (Digibon), die Rechnung bzw. den Beleg abfotografiert. Eine Konsumation ist nur an Arbeitstagen (Montag bis Freitag) zwischen 11.00 Uhr und 14.00 Uhr möglich. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 21. Forstfondssitzung: 11.10.2022 Seite 4 von 6 Bei einer ordnungsgemäßen Registrierung wird der Essenszuschuss monatlich im Nachhinein im Wege der Gehaltsabrechnung ausbezahlt. Da im Forstfonds bei Außendiensten für die Forstarbeiter und den Betriebsdienst bereits Zulagen bzw. Verpflegsgelder bezahlt werden, gebührt der Anspruch auf Essenszuschuss nur an jenen Tagen, an welchen die Mitarbeitenden nicht bereits Reisespesen gem. 6.2 der Arbeitszeitrichtlinien oder bereits ein Verpflegsgeld gem. 6.3 der Arbeitszeitrichtlinien erhalten. Bgm Josef Lechthaler empfiehlt, diesen Mittagessen-Kostenbeitrag auch den Gemeindemitarbeitenden der jeweiligen Montafoner Gemeinde umzusetzen. Bisher gibt es diese Regelung nur in Schruns. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Einführung eines Kostenbeitrages zum Mittagessen für Mitarbeitende des Forstfonds des Standes Montafon und die dazu erlassenen Richtlinien in der Fassung vom 11.10.2022 einstimmig angenommen. Pkt. 4.) Aufnahme eines Kassenkredits gem. § 50 GG für den Forstfonds des Standes Montafon Der Standessekretär hält fest, dass es sich um die gleichen Konditionen handelt, wie beim zuvor präsentierten Angebotsspiegel des Standes Montafon. Geändert ist lediglich das Volumen des Kassenkredits, welches sich auf € 269.400,- beläuft. Gemäß § 50 GG Abs. 1 lit. b Z 3 iVm § 75 Abs. 1 GG wird einstimmig beschlossen, die Aufnahme von Kassenkrediten für das Jahr 2022/23 beim Konto des Forstfonds des Standes Montafon (3746 8000 0030 1069) mit max. 20% der Finanzkraft, das sind € 269.400,- festzulegen und an das bestbietende Kreditinstitut Sparkasse Bludenz-Montafon zu vergeben. Pkt. 5.) Genehmigung der Niederschrift der 20. Forstfondssitzung vom 13.09.2022 Die Niederschriften (öffentlicher und nicht-öffentlicher Teil) der 20. Forstfondssitzung wurden allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt und werden über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 6.) Berichte Bericht des Forstbetriebsleiters DI Hubert Malin: a) Derzeit sind knapp 10.000 Festmeter an Holz-Lieferungen erfasst. Die Nachfrage an Holz ist sehr groß. b) Es finden diverse Holzarbeiten in Schruns statt. Dies ist im Bereich des Flowtrails am Hochjoch mit besonderem Mehraufwand und Gefahren verbunden. Wenn Holzarbeiten stattfinden, sollte der Flowtrail entweder ganz gesperrt werden oder eine Aufsichtsperson zur Verfügung gestellt werden, welche den Kontakt mit den Nutzenden des Flowtrails aufnimmt. Hier braucht es mehr Information und Kommunikation mit den Bergbahnen. Der Betriebsleiter hat bereits Gespräche dazu geführt. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 21. Forstfondssitzung: 11.10.2022 Seite 5 von 6 c) In Blasblei in St. Gallenkirch wird momentan eine Schutzwaldbewirtschaftung in Form von Verjüngungshieben mittels Seilkrananlage durchgeführt. d) Es finden verschiedene Arbeiten an Forstwegen im ganzen Tal statt, beispielsweise im Fornawald. e) Es ist wichtig, die Abschuss-Vorgaben an Rotwild einzuhalten. Am 4. Oktober hat eine Sitzung des Jagdausschusses in Vandans stattgefunden. Die Weißtanne wird ohne weitere Schutzmaßnahmen nicht aufkommen. Die Bemühungen der letzten Jahre zeigen allerdings Wirkung. f) Die Sanierungen der Forstwege in St. Gallenkirch sind abgeschlossen. Diese Forstwege wurden bei einem Starkregenereignis im Sommer 2022 stark beschädigt. g) Der Betriebsleiter bedankt sich bei den Bürgermeistern für die Zusage seiner Anfrage auf Altersteilzeit. Er versucht für wichtige Angelegenheiten zur Verfügung zu stehen und wird ansonsten seinen verbleibenden Urlaub in den nächsten Monaten aufbrauchen. Pkt. 7.) Allfälliges a) Bgm Martin Vallaster bittet darum, den Termin mit dem Jagdpächter Frey baldigst durchzuführen. Es geht um die Einhaltung der vorgeschriebenen Abschussvorgaben. Der Vorsitzende wird sich um die Organisation des Termins kümmern. Bgm Martin Vallaster bittet darum, auch den Bezirkshauptmann zu diesem Termin einzuladen. Martin Vallaster erklärt in seiner Wortmeldung, dass es ein Zeichen der Fairness ist, Jagdpächter Frey sofort darauf hinzuweisen, dass sich der Stand Montafon – Forstfonds als Verpächterin der EJ Hubertus von ihm als Jagdpächter erwarte, durch eine engagierte Bejagung zur Wildreduktion und Bekämpfung der TBC seinen Beitrag zu leisten. Er hält dabei fest, dass es seinerseits keine Zustimmung für eine neuerliche Verpachtung der EJ Hubertus an Jagdpächter Frey mehr gebe, wenn durch seine jagdlichen Aktivitäten die Forderungen der Grundbesitzer wie zum Beispiel des Standes Montafon – Forstfonds nicht ernst genommen werden. Er schätze es sehr, dass Jagdpächter Frey einen wunderbaren Hotelbetrieb in Schruns errichtet, nur wenn das Problem von ihm nicht ernst genommen wird, kann er eine jahrzehntelange Zusammenarbeit als Pächter mit dem Stand Montafon – Forstfonds nicht mehr weiter unterstützen. Der Vorsitzende betont, dass der Jagdpächter Frey ein wichtiger und langjähriger Partner des Forstfonds ist. Es braucht eine Strategie für das ganze Tal, um die Abschussvorgaben einhalten zu können. Das Problem von zu großen Wildbeständen gibt es nämlich an mehreren Orten im Montafon. Frühzeitige Gespräche mit dem Jagdpächter sind daher wichtig. Der Betriebsleiter stimmt der Wichtigkeit des Termins zu, da es um die Verringerung der Übertragung von TBC bei Wild und Weidevieh geht. b) Die Verhandlung zur Wiederverleihung der wasserrechtlichen Bewilligung für das Kleinkraftwerk des Forstfonds im Gaflunatal findet morgen, am 12. Oktober 2022, im Silbertaler Gemeindeamt statt. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 21. Forstfondssitzung: 11.10.2022 Seite 6 von 6 c) Bgm Florian Küng fragt an, ob es nicht eine einheitliche Regelung zur Vertretung des Forstfonds in Jagdausschüssen geben kann. Der Vorsitzende informiert, dass die derzeitige Handhabung so gewünscht war. Eine Überarbeitung ist allerdings möglich und kann besprochen werden. Ende der Sitzung: 16:46 Uhr Schruns, 11. Oktober 2022 Schriftführer: Standesrepräsentant: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at
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20220914_GVE022 Schruns 2023-01-07 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Dr. Oswald Huber Tel: +43 (0)5556/ 724 35-210 oswald.huber@schruns.at Schruns, 15.09.2022 Zl. 004-2/2022 Verhandlungsschrift über die am Mittwoch, den 14. September 2022, um 20.15 Uhr, im Zeichensaal im 1. OG der Mittelschule Schruns-Dorf in Schruns stattgefundene 22. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung Schruns. An der Sitzung nehmen teil als: Vorsitzende(r): ☒ Bgm. DI (FH) Jürgen Kuster MBA Gemeindevertreter:innen: Ersatzleute: Parteifraktion: Bürgermeister Jürgen Kuster – Schrunser Volkspartei und Parteifreie ☐ ☒ ☒ ☒ ☐ ☒ ☒ ☒ ☐ ☒ ☒ ☐ GR Heike Ladurner-Strolz Vbgm. Norbert Haumer Bernhard Schrottenbaum Tobias Kieber Raphael Mäser DI (FH) Nina Fritz Peter Vergud Martin Jenny BSc Theresa Scheibenstock BEd Martin Netzer DI (FH) Michael Gantner MSc. Martin Fussenegger ☒ ☐ ☐ ☒ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☒ Dr. Monika Vonier Ing. Michael Kieber Mag. phil. Birgit Spannring-Isele Mag. Christof van Dellen Martin Zugg Bettina Schmid-Juen Werner Ganahl Mag. jur. Jan Rudigier Claudia Oberer Richard Durig Bernd Steiner Stephanie Kuster Roman Spannring Parteifraktion: Team Günter Ratt – Metnand för Schru, Parteifreie Bürgerliste ☒ ☒ ☐ ☒ ☒ ☒ ☒ ☒ ☒ ☒ GR Mag. (FH) Günter Ratt MA GR Jürgen Haller Marcellin Tschugmell MBA Birgit Goll Christian Engstler Mag. Daniel Witzani Martin Fritz Carmen Fitsch Alexander Nöckl Tanja Könsgen ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ Dominik Ganahl Christian Fiel Jodok Marent Daniel Thöny DI Karoline Bertle Markus Riedler Franz Oliva Rene Juen Mag. Jürgen Jakober Dominik Tschofen Parteifraktion SPÖ und Parteifreie ☐ MMag. Dr. Siegfried Marent ☒ Mag. Martin Borger Sachverständige(r)/Auskunftspersonen: ☒ DI Martin Sadjak, Bauamtsleiter, zu Top 4. Seite 1 von 12 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Schriftführer: ☒ GdeSekr Dr. Oswald Huber Entschuldigt abwesend: Heike Ladurner-Strolz, Raphael Mäser, Theresa Scheibenstock, Martin Fussenegger, Marcellin Tschugmell und Siegfried Marent Seite 2 von 12 Der Vorsitzende begrüßt die Mitglieder und Ersatzmitglieder der Gemeindevertretung sowie die Auskunftsperson und den Zuhörer und stellt fest, dass die Einladung zur Sitzung ordnungsgemäß erfolgt und die Beschlussfähigkeit gegeben ist. Eingangs der Sitzung legt Roman Spannring gemäß § 37 Abs. 4 Gemeindegesetz das Gelöbnis vor Bgm. Jürgen Kuster ab. Weiters wird vor Eingang in die Tagesordnung über Antrag des Vorsitzenden gemäß § 41 Abs. 3 Gemeindegesetz beschlossen, zusätzlich nachstehende(n) Gegenstand(stände) auf die Tagesordnung aufzunehmen, der/die am Schluss der Sitzung vor „Allfälliges“ behandelt wird/werden:  Vereinbarung mit der Hotel Löwen Schruns GmbH, Schruns a) Grundtausch betr. die GST-NR 186, 190 und 191/1 sowie das GST-NR 185/6 b) Kanalverlegung im Bereich der Silvrettastraße (stimmenmehrheitlich: 1 Gegenstimme: Martin Borger)  Verordnung gem. § 20 StrG betr. die Erklärung der dem GST-NR 3175/1 (Silvrettastraße) zuzuschreibenden Teilflächen der GST-NR 186, 190 und 191/1 als Gemeindestraße bzw. Auflassung der von GST-NR 185/6 abzuschreibenden Teilfläche als Gemeindestraße (stimmenmehrheitlich: 1 Gegenstimme: Martin Borger)  Abschreibung einer Teilfläche des GST-NR 91 (König/Fausing) und Zuschreibung zu GST-NR 3180/2 (Otto Borger-Weg) (einstimmig) Der Vorsitzende verweist auf die in der Einladung enthaltene und heute abgeänderte Tagesordnung: 1. Bestellung eines Schriftführers gem. § 47 Abs. 2 GG 2. Bericht über die Auftragsvergabe betr. die Erneuerung der Beleuchtung 3. Zu- und Abschreibung von Teilflächen zu/von GST-NR 3180/2 (Otto BorgerWeg) 4. Wohnbauselbsthilfe Vorarlberger gem. reg. Gen.m.b.H., Bregenz, Ansuchen um Bewilligung einer Ausnahme vom Bebauungsplan gem. § 35 RPG betr. die Errichtung einer Wohnanlage mit insgesamt 41 Wohnungen und Tiefgarage auf GST-NR 534/3, GB 90104 Schruns, hinsichtlich der Überschreitung der maximalen Baunutzungszahl von 50+12 auf 65,5 sowie der Geschoßzahl von 3,5 auf 4,5 5. Ansuchen von Hermann Ammann, Hofrat Durig-Weg 12, Schruns, um Ankauf des GST-NR 1086/3 mit 17 m² (ehem. Franz Peter Tschofen) 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at 6. Auftragsvergaben: Neufassung Mähdlebachquelle BA 22, Baumeister- u. Installationsarbeiten 7. Bildung von Arbeitsgruppen im Hinblick auf die Überarbeitung des „Räumlichen Entwicklungsplanes“ (REP) der Marktgemeinde Schruns 8. Brigitte Remm, Wichnerstraße 38a, 6850 Dornbirn, Antrag auf Ferienwohnungsbewilligung gem. § 16 Abs. 4 lit. b RPG betr. die Wohnung Top 8 (EZ 109 GB 90104 Schruns) im Haus Gantschierstraße 101 9. Genehmigung der Verhandlungsschrift über die 21. Sitzung der Gemeindevertretung vom 29.06.2022 Seite 3 von 12 10. Mitteilungen des Vorsitzenden 11. Vereinbarung mit der Hotel Löwen Schruns GmbH, Schruns a) Grundtausch betr. die GST-NR 186, 190 und 191/1 sowie das GST-NR 185/6 b) Kanalverlegung im Bereich der Silvrettastraße 12. Verordnung gem. § 20 StrG betr. die Erklärung der dem GST-NR 3175/1 (Silvrettastraße) zuzuschreibenden Teilflächen der GST-NR 186, 190 und 191/1 als Gemeindestraße bzw. Auflassung der von GST-NR 185/6 abzuschreibenden Teilfläche als Gemeindestraße 13. Abschreibung einer Teilfläche des GST-NR 91 (König/Fausing) und Zuschreibung zu GST-NR 3180/2 (Otto Borger-Weg) 14. Allfälliges Zu 1. Bestellung eines Schriftführers gem. § 47 Abs. 2 GG Der Vorsitzende begrüßt Christof Obwegeser, der als Nachfolger des ausscheidenden Gemeindesekretärs Oswald Huber die Amtsleitung übernommen hat, und wünscht ihm viel Erfolg bei seiner neuen Tätigkeit. Christof Obwegeser wird einstimmig als Schriftführer für die Sitzungen der Gemeindevertretung beauftragt. Zu 2. Bericht über die Auftragsvergabe betr. die Erneuerung der Beleuchtung Der Bericht über die vom Gemeindevorstand in seiner Sitzung vom 13.07.2022 beschlossenen Auftragsvergaben betreffend die Umstellung der Beleuchtung auf LED und Zentrumsbeleuchtung wird zur Kenntnis genommen. 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Zu 3. Seite 4 von 12 Zu- und Abschreibung von Teilflächen zu/von GST-NR 3180/2 (Otto Borger-Weg) Der tatsächliche Verlauf des Otto Borger-Weges stimmt nicht mit den Katastergrenzen überein, was auch aus dem vorliegenden Orthofoto ersichtlich ist. Um die Grenzen richtigzustellen, wurde eine Vermessung in Auftrag gegeben. Die Teilflächen, die von der Wegparzelle GST-NR 3180/2 ab- bzw. zuzuschreiben sind, sind auf dem nunmehr vorliegenden Lageplan dargestellt. Die betroffenen Grundeigentümer haben diesen Zu- bzw. Abschreibungen bereits mündlich zugestimmt, die schriftlichen Zustimmungserklärungen sind noch einzuholen. Dem Erwerb der Trennstücke „2“ mit 7 m² von GST-NR 76/2 und „3“ mit 48 m² von GST-NR 78/1, je in EZ 754, (Honold Wolfgang) und deren Zuschreibung zu GSTNR 3180/2 in EZ 452 (Marktgemeinde Schruns) sowie der Abtretung des Trennstückes „4“ mit 89 m² von GST-NR 3180/2 in EZ 452 (Marktgemeinde Schruns) und dessen Zuschreibung zu GST-NR 89/2 in EZ 90 (Salzgeber Helene und Salzgeber Katharina), des Trennstücks „5“ mit 31 m² von GST-NR 3180/2 in EZ 452 (Marktgemeinde Schruns) und dessen Zuschreibung zu GST-NR 78/2 in EZ 681 (Witzani Daniel), des Trennstücks „6“ mit 24 m² des GST-NR 3180/2 in EZ 452 (Marktgemeinde Schruns) und dessen Zuschreibung zu GST-NR 78/3 in EZ 549 (Semmer Philipp und Semmer Melanie) gemäß Plan der Vermessung MARKOWSKI Vermessung ZT GmbH, Feldkirch, GZ: 22.403W/22, wird einstimmig zugestimmt. Zu 4. Wohnbauselbsthilfe Vorarlberger gem. reg. Gen.m.b.H., Bregenz, Ansuchen um Bewilligung einer Ausnahme vom Bebauungsplan gem. § 35 RPG betr. die Errichtung einer Wohnanlage mit insgesamt 41 Wohnungen und Tiefgarage auf GST-NR 534/3, GB 90104 Schruns, hinsichtlich der Überschreitung der maximalen Baunutzungszahl von 50+12 auf 65,5 sowie der Geschoßzahl von 3,5 auf 4,5 Der Vorsitzende erläutert kurz den bisherigen Verfahrensverlauf und informiert insbesondere über die Ergebnisse des durchgeführten Architektenwettbewerbs, der noch in der Vorperiode vom damaligen Raumordnungsausschuss begleitet und mit diesem abgestimmt wurde. Das Siegerprojekt sowie die anderen Projekte wurden dann auch den damaligen Gemeindevertretungen von Schruns und Bartholomäberg präsentiert. Ein Teil des Bestandes steht unter Ensembleschutz - dieser befindet sich jedoch auf Gemeindegebiet Bartholomäberg - nicht jedoch die Gebäude auf Schrunser Gemeindegebiet, sodass diese abgebrochen und neu errichtet oder umfassend saniert werden können. Weiters informiert er kurz über die Flächenaufteilung. Das gesamte Areal wurde in etwa gedrittelt, wobei die VIW AG auf einem Drittel Betriebswohnungen geplant hat, ein Drittel soll an die Vogewosi auf Baurechtsbasis vergeben werden, ein Drittel wurde bereits an die Wohnbauselbsthilfe verkauft. Letztere plant die Errichtung von drei Gebäuden, wovon sich zwei auf Schrunser Gemeindegebiet befinden. Schruns verfügt im Gegensatz zu Bartholomäberg über einen Bebauungsplan. Zum damaligen Zeitpunkt wurde bei einem „guten“ Projekt eine gewisse Erhöhung der 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Baunutzungszahl sowie der Geschossanzahl in Aussicht gestellt. Die Wohnbauselbsthilfe ist ein gemeinnütziger Wohnbauträger, und es liegt bei allen Wohnungen, die vermietet, in Mietkauf weitergegeben oder verkauft werden, das Vergaberecht bei der Gemeinde, und es werden diese zum Selbstkostenpreis weitergegeben. Beim vorliegenden Projekt werden die Wohnungen in drei Modelle unterteilt, ein Drittel wird vermietet, ein Drittel ist als Mietkauf (Kaufanwartschaft) vorgesehen, ein Drittel ist eine Art geförderter Wohnbaukauf. Martin Sadjak geht in seinen ergänzenden Ausführungen nochmals auf die vom Vorsitzenden bereits angesprochene Quartiersbetrachtung ein. Gegenstand ist das erste Baufeld an der L 188, wobei bereits anlässlich dieser Quartiersbetrachtung eine höhere Baunutzung und Geschosszahl unter den genannten Voraussetzungen für möglich erachtet wurde. Aus dem im Jahre 2018 stattgefundenen Architektenwettbewerb ging jenes der Arge Stemmer-Schmölz als Sieger hervor. Die Wohnbauselbsthilfe hat dann auch diese Architekten beigezogen und im Großen und Ganzen ein Projekt basierend auf diesem Siegerprojekt mit gewissen Abänderungen (Reduktion von zwei großen Baukörpern und einem kleinen Baukörper auf einen großen und zwei kleine Baukörper), die im Gestaltungsbeirat diskutiert und aufgrund der bestehenden Siedlungsstruktur vorteilhafter gesehen wurden, eingebracht. Auch die VIW ist nach wie vor an einer gesamthaften Quartiersbetrachtung interessiert. In weiterer Folge geht er kurz auf die Berechnung der Baunutzungszahl ein. Was die Geschosszahl anbetrifft, kommt man je nach Ausführung aufgrund der Vorgaben in der Baubemessungsverordnung rechnerisch auf unterschiedliche Ergebnisse, obwohl größenmäßig kein Unterschied besteht, was auch aus den Schnitten ersichtlich ist. Auf Anfrage informiert der Vorsitzende darüber, dass durch diese Bauvorhaben keine zusätzlichen Kindergartenplätze benötigt werden, zumal gegenüber früheren Projekten eine andere Bewohnerstruktur gegeben ist. Angedacht wäre erforderlichenfalls die Errichtung eines Kinderhauses im Bereich der Polytechnischen Schule. Seitens der Illwerke wurde zugesagt, dass bei Bedarf eines zusätzlichen Kindergartens zwar kein Betriebskindergarten eingerichtet, aber eine Form der Kooperation erfolgen soll. Michael Gantner regt an, dies Zusage nochmals schriftlich festzuhalten und der VIW in Erinnerung zu rufen. Der Vorsitzende merkt dazu an, dass die VIW dazu stehen werde, jedoch keine verbindliche Zusage abgegeben worden sei. Sie bei passender Gelegenheit nochmals schriftlich daran zu erinnern kann er sich jedoch gut vorstellen. Seite 5 von 12 Die von der Wohnbauselbsthilfe Vorarlberger gem. reg. Gen.m.b.H., Bregenz, beantragte Ausnahme vom Bebauungsplan gem. § 35 RPG im Hinblick auf die Errichtung einer Wohnanlage mit insgesamt 41 Wohnungen und Tiefgarage auf GST-NR 534/3, GB 90104 Schruns, bezüglich der Überschreitung der maximalen Baunutzungszahl von 50+12 auf 65,5 sowie der Geschoßzahl von 3,5 auf 4,5 wird einstimmig bewilligt. Zu 5. Ansuchen von Hermann Ammann, Hofrat Durig-Weg 12, Schruns, um Ankauf des GST-NR 1086/3 mit 17 m² (ehem. Franz Peter Tschofen) Der Vorsitzende erläutert kurz den Sachverhalt. Im Jahre 1986 hat die Gemeinde die Teilung des GST-NR 1086/3 genehmigt und die käufliche Überlassung an die jeweils 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at angrenzenden drei Grundeigentümer in der Dekan Walter-Straße beschlossen. Offensichtlich wurde es in einem Fall verabsäumt, diesen Kauf durchzuführen. Die verbliebene Teilfläche steht somit nach wie vor im Eigentum der Gemeinde, verfügt jedoch über keinen Zugang und wurde seither von den dortigen Grundeigentümern benützt. Seite 6 von 12 Die Rechtsnachfolger des damaligen Eigentümers des Nachbargrundstücks sind nunmehr bezüglich des Verkaufs dieses Grundstücks an sie vorstellig geworden. Dem von der Gemeindevertretung in ihrer Sitzung vom 06.06.1986 bereits einmal beschlossenen Verkauf des GST-NR 1086/3 an den nunmehrigen Eigentümer des angrenzenden Grundstücks zu den damaligen Konditionen mit der Maßgabe, dass der seinerzeit festgelegte Kaufpreis dem Verbraucherpreisindex angepasst wird, wird einstimmig zugestimmt. Zu 6. Auftragsvergaben: Neufassung Mähdlebachquelle BA 22, Baumeister- u. Installationsarbeiten Die Baumeister- und Installationsarbeiten im Rahmen der Erweiterung der Wasserversorgungsanlage BA 22, Neufassung Mähdlebachquelle, werden entsprechend den Ergebnissen der Ausschreibung einstimmig an die Fa. Nägele Hoch- und Tiefbau GmbH, 6832 Röthis, als Bestbieterin zum nachgebesserten Angebotspreis von € 126.622,23 netto vergeben. Zu 7. Bildung von Arbeitsgruppen im Hinblick auf die Überarbeitung des „Räumlichen Entwicklungsplanes“ (REP) der Marktgemeinde Schruns Wie Norbert Haumer informiert, wurde der Prozess zur Überarbeitung des REP mit einer Onlineumfrage gestartet. Am Dienstag, den 27.09.2022 findet in der Kulturbühne Schruns zwischen 16:00 und 20:00 Uhr eine Planungswerkstatt zum Räumlichen Entwicklungsplan statt. Eine Woche später, am Dienstag, den 04.10.2022 um 19:00 Uhr, wird ein Planungsworkshop zum Thema Straßen- und Wegekonzept / Mobilität ebenfalls in der Kulturbühne veranstaltet. Es gilt nunmehr, Arbeitsgruppen zu bilden, in denen die einzelnen Bereiche, und zwar die Entwicklung der Gemeinde insbesondere in wirtschaftlicher, sozialer und verkehrsmäßiger Hinsicht (Freiräume, Landwirtschaft, …) abgearbeitet werden. War ursprünglich vorgesehen, alle Arbeitsgruppen im Raumordnungsausschuss unter Hinzunahme von Personen aus anderen Ausschüssen zu bilden, ist man nunmehr zum Entschluss gekommen, die einzelnen Themenbereiche in den jeweils zuständigen Ausschüssen zu behandeln und die Ergebnisse in eine Kerngruppe zurückzuspielen. Die einzelnen „Arbeitsräume“/Themenbereiche sind: Siedlungsraum (ROA), Wirtschaftsraum/Tourismus (Wirtschafts-/Tourismusausschuss), Freiraum/Landwirtschaft (Landwirtschaftsausschuss), Sozialraum (Sozialausschuss) sowie Verkehrsraum inkl. Mobilität und Infrastruktur (ROA). Die je- 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at weiligen Obleute und Stellvertreter sollen in der Kerngruppe mitarbeiten. Nach Rücksprache mit DI Falch sollte die Anzahl der Personen in jeder Arbeitsgruppe 6 bis maximal 10 betragen. Seite 7 von 12 Die nachstehende von Norbert Haumer vorgeschlagene Aufstellung für die Besetzung der Arbeitsgruppen wird zur Kenntnis genommen. Änderungen bzw. Ergänzungen sollen ihm bzw. der Verwaltung in den nächsten 14 Tagen mitgeteilt werden, um im Anschluss daran die Einberufung vornehmen zu können. Arbeitsgruppen REP-Überarbeitung zuständiger Ausschuss Kerngruppe Siedlungsraum Wirtschaftsraum Übergeordnet Verkehrsraum Mobilität Jürgen H Bernhard S Tanja K Tobias K Günter R Norbert H Dominik G Heike L Jürgen H Bernhard L Martin Fr. Tobias K Tanja K Martin B Norbert H Dominik G Martin B Martin B Martin B Wirtschafts-/Tourismusausschuss Landwirtschaftsaussch. Landwirtschaft Sozialraum Dominik G Heike L Raumordnungsaussch. Tourismus Freiraum Norbert H Sozialausschuss Raumordnungsaussch. Infrastruktur Begleitet wird der Prozess einerseits durch DI Andreas Falch bzw. einen seiner Mitarbeiter, der die Vorgaben machen bzw. das Gerüst vorgeben wird, andererseits durch Bauamtsleiter Martin Sadjak. Zu erwarten sind drei bis vier Sitzungen pro Ausschuss plus Bevölkerungstage. Umweltbelange werden in den einzelnen Arbeitsgruppen mit behandelt, eine eigene Arbeitsgruppe hierfür ist im Moment nicht vorgesehen. Bei Interesse können auch gerne andere Mandatare teilnehmen bzw. eingebunden werden. 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Zu 8. Seite 8 von 12 Brigitte Remm, Wichnerstraße 38a, 6850 Dornbirn, Antrag auf Ferienwohnungsbewilligung gem. § 16 Abs. 4 lit. b RPG betr. die Wohnung Top 8 (EZ 109 GB 90104 Schruns) im Haus Gantschierstraße 101 Gemäß § 16 Abs. 4 lit. b RPG kann die Gemeindevertretung auf Antrag des Eigentümers der betreffenden Wohnung oder des betreffenden Wohnraums, wenn er zum Kreis der gesetzlichen Erben des vormaligen Eigentümers gehört und ihm aufgrund geänderter Lebensumstände, insbesondere aufgrund beruflicher oder familiärer Veränderungen, eine Verwendung zur Deckung eines ganzjährig gegebenen Wohnbedarfs nicht möglich oder zumutbar ist, die Wohnung oder der Wohnraum anderen Personen nicht der Deckung eines ganzjährig gegebenen Wohnbedarfs dient und der Antragsteller im Hinblick auf besondere persönliche, insbesondere familiäre Verhältnisse ein Interesse an der Nutzung der Wohnung oder des Wohnraums als Ferienwohnung hat, die Nutzung von Wohnungen oder Wohnräumen, die nach den raumplanungsrechtlichen Vorschriften für Wohnzwecke genutzt werden dürfen, als Ferienwohnung mit Bescheid bewilligen; eine solche Bewilligung berechtigt nur den Bewilligungsinhaber und seine nahen Angehörigen (Abs. 7), die betreffende Wohnung oder den betreffenden Wohnraum als Ferienwohnung zu nutzen; Brigitte Remm hat die gegenständliche Wohnung im Jahre 2014 von ihren Eltern, die die Wohnung im Jahre 1994 erworben haben, schenkungsweise erhalten. Wie sie ausführt, wurde die Wohnung bis Ende Juni 2022 vermietet, seit 01.07.2022 ist sie leerstehend. Sie und ihr Gatte wohnen in Dornbirn, wo sie eine Eigentumswohnung haben. Beide seien noch berufstätig und möchten die Wohnung zu Erholungszwecken nutzen. Zur Frage, aus welchen besonderen persönlichen, insbesondere familiären Verhältnissen sie ein Interesse an der Nutzung der Wohnung als Ferienwohnung hat, hat sie ausgeführt, dass ihre Mutter viele Jahre in Schruns gewohnt habe und sie ganz oft bei ihr zu Besuch gewesen seien. Aus diesem Grunde seien sie mit Schruns sehr verbunden. Festgestellt wird, dass die Eltern der Antragstellerin nicht mehr in Schruns wohnhaft sind und auch sonst keine Familienangehörigen hier leben. Mit Ausnahme der Absicht, die Wohnung zu Erholungszwecken, besonders Schifahren und Wandern, zu benützen, wurde auch kein sonstiges besonderes persönliches Interesse angeführt. Die von Brigitte Remm, Wichnerstraße 38a, 6850 Dornbirn, beantragte Ferienwohnungsbewilligung für die Wohnung Top 8 (EZ 109 GB 90104 Schruns) im Haus Gantschierstraße 101 gem. § 16 Abs. 4 lit. b RPG wird einstimmig versagt. Zu 9. Genehmigung der Verhandlungsschrift über die 21. Sitzung der Gemeindevertretung vom 01.06.2022 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Der Vorsitzende stellt fest, dass bis zur heutigen Sitzung und in der heutigen Sitzung kein(e) Gemeindevertreter:in wegen Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der Verhandlungsschrift über die 21. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung vom 01.06.2022 mündlich oder schriftlich Einwendungen erhoben hat und diese somit als genehmigt gilt. Seite 9 von 12 Zu 10. Mitteilungen des Vorsitzenden  Wie zuvor erwähnt, findet am 24.10.2022 zwischen 16:00 und 20:00 Uhr eine Planungswerkstatt zum REP statt.  Am 04.10.2022 um 19.00 Uhr gibt es einen Planungsworkshop zum Thema Straßen- und Wegekonzept / Mobilität, dies ebenfalls in der Kulturbühne.  Zum Thema Volksschule/Kindercampus ist zu informieren, dass sich der Ausschuss kommende Woche trifft. Neben dem Kernteam wird auch Heinz Fleisch mit dabei sein. Wer zusätzlich teilnehmen möchte, soll sich bei Nina Fritz melden. Wettbewerbsstart ist mit Ende Oktober geplant, die Jurierung wird im Februar stattfinden.  Die Mountainbikestrecke Schruns-Kropfen wird voraussichtlich heuer im Oktober fertiggestellt werden. Was die Abfahrt nach Schruns betrifft, finden noch Gespräche mit zwei Grundeigentümern statt. Die offizielle Eröffnung wird erst nächstes Jahr erfolgen. Über Anfrage bestätigt der Vorsitzende, dass bis dato noch kein Geld an Silvretta Montafon ausbezahlt worden ist. Günter Ratt erinnert daran, dass entsprechend dem gefassten Beschluss erst dann eine Zahlung erfolgen kann, wenn auch die Abfahrt nach Schruns gesichert ist, wobei akzeptiert werden würde, wenn das Rad eine gewisse Strecke geschoben werden müsste.  Der Prüfungsausschuss wird in den kommenden drei Wochen zu einer Sitzung einberufen werden, in der vor allem nochmals die Obmannwahl ansteht. Zu 11. Vereinbarung mit der Hotel Löwen Schruns GmbH, Schruns a) Grundtausch betr. die GST-NR 186, 190 und 191/1 sowie das GST-NR 185/6 Die Gemeinde ist im Begriff, die Silvrettastraße vom Kirchplatz bis Friedhof zu sanieren. Norbert Haumer erläutert den derzeitigen Verfahrensstand und verweist auf die mit der Einladung versendeten Pläne und Urkunden. Vom Kirchplatz aus gesehen linksseitig befindet sich bereits ein Gehsteig, auf der rechten Seite grenzt die Straße direkt an das Grundstück des Löwenhotels. Ein mehr oder weniger mit der Straße niveaugleicher Gehsteig auch auf dieser Seite wäre von Vorteil, der im Zuge der Neugestaltung der Straße errichtet werden könnte. Dazu wird allerdings Grund des Löwenhotels benötigt, der entweder in Form einer Dienstbarkeit zur Verfügung gestellt oder an die Gemeinde übertragen wird. In den mit dem Löwenhotel geführten Verhandlungen wurde vorausgesetzt, dass die Gemeinde bei Grundabtretungen für Gehsteige keine Ablösezahlungen leistet, was allerdings auf Unverständnis gestoßen ist, 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at da die Gemeinde bei Verkauf des Haus des Gastes auch für diese Fläche den vollen Kaufpreis verlangt hat. Es wurde daher seitens der Gemeinde ein Grundabtausch mit einem kleineren Grundstück im Bereich des SPAR angeboten. Weitere Punkte wären die Löschung der Dienstbarkeit des Durchfahrtsrechtes durch die Tiefgarage und die weiteren im vorliegenden Vertragsentwurf angeführten Zugeständnisse. Richtig ist, dass es sich zum Teil auch um eine Grenzbereinigung handelt, da die Grundstücke des Löwenhotels stellenweise in die Straße ragen. Günter Ratt erinnert an die früher zur Diskussion gestellte Einrichtung einer Begegnungszone unter Beteiligung der angrenzenden Hotels. Wie es scheint, hat das Löwenhotel kein Interesse mehr an einer Beteiligung. In diesem Zusammenhang verweist er auch auf die früher vor dem Haus des Gastes bestandenen Parkplätze, die beseitigt worden sind. Jetzt kauft die Gemeinde diesen Grund wieder zurück. Auf die Anfrage von Martin Borger, warum man davon abgegangen ist, dass der Gehsteiggrund kostenlos beigestellt wird, verweist der Vorsitzende auf die Situation bei den Grundablöseverhandlungen mit den Anrainern der L 96 (Montjolastraße), wo keine Bereitschaft der privaten Grundeigentümer, dem Land eine Teilfläche für die Errichtung eines Gehsteiges kostenlos abzutreten, bestanden hat. Daniel Witzani kann zwar der Aussage beipflichten, dass es von Vorteil ist, wenn der Gehsteiggrund der Gemeinde gehört, merkt jedoch an, dass auch das Löwenhotel davon profitieren würde, da die Gäste des Löwenhotels diesen Gehsteig mitnutzen. In weiteren Wortmeldungen wird nochmals der Vorteil für das Löwenhotel angesprochen, wenn die Gemeinde Straßenhalterin ist. Allerdings besteht eine einmalige Chance zur Straßenverbreiterung in diesem für Schruns wichtigen Bereich. Martin Borger bedauert, dass die ursprünglich ins Auge gefasste Außengastronomie nun doch nicht in der vorgestellten Form umgesetzt werden wird. Günter Ratt erinnert an die Verkaufsgespräche, bei denen seitens des Löwenhotels u.a. zugesagt wurde, dass der Gehsteig beibehalten werden wird. Leider seien nicht alle Zusagen eingehalten worden. In weiterer Wortmeldung wird nochmals vermerkt, dass es im Interesse des Löwenhotels selbst sein, müsste, dort in diesem abgegrenzten Raum für deren Gäste einen Gehsteig als Zugang zum Hotel zu schaffen. Die weitere Diskussion dreht sich um die Erhaltung des Kanals - diese liegt lt. Vereinbarungsentwurf beim Löwenhotel - sowie die Einbauten und die Straßensanierung. Nach Ansicht des Vorsitzenden ist es ratsam, die Flächen zu erwerben, da in diesem Straßenabschnitt einiges an Investitionen zu tätigen ist, und es natürlich von Vorteil ist, wenn man selbst Grundeigentümer ist und einen durchgängig gestalteten Straßenraum realisieren kann. Auf den Umstand, dass eine Teilfläche der abzutretenden Fläche bereits Straßenraum ist und durch die Belastung mit dem Gemeingebrauch wertmäßig anders zu beurteilen ist, wird hingewiesen. Nach einer kurzen Debatte um die möglichen Auswirkungen der vorgesehenen Maßnahmen, durch die eine Ausweitung des bereits sehr attraktiven „Josefsplatzes“ erfolgt, auf die Bedeutung des Kirchplatzes als Zentrum wird noch kurz die Durchgangsmöglichkeit in Richtung Post sowie die Schaffung eines Konferenzzentrums und öffentlicher Restaurants angesprochen. Dass der Gastgarten nach Süden verlegt wird, ist verständlich und beruht auf internen Überlegungen des Löwenhotels. Seite 10 von 12 Dem Erwerb von Teilflächen der GST-NR 186, 190 und 191/1 bzw. der Abtretung einer Teilfläche des GST-NR 185/6 gemäß Plan der M+G Ingenieure vom 06.07.2022, Plan Nr. 17080_930_Silvrettastraße, nach Maßgabe des vorliegenden 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Entwurfs des Tauschvertrags wird stimmenmehrheitlich (3 Gegenstimmen: Martin Borger, Günter Ratt und Daniel Witzani) zugestimmt. Seite 11 von 12 b) Kanalverlegung im Bereich der Silvrettastraße Dem Abschluss einer Vereinbarung mit der Hotel Löwen Schruns GmbH, Schruns, betreffend die Errichtung eines Anschlusskanales von der Anschlussstelle(n) der Hotel Löwen Schruns GmbH zum Sammelschacht Nr M0191 der Abwasserbeseitigungsanlage der Marktgemeinde Schruns gemäß Lageplan „Silvrettastraße“ M:125 / A3 vom 05.05.2022, nach Maßgabe des vorliegenden Vertragsentwurfs wird stimmenmehrheitlich (3 Gegenstimmen: Martin Borger, Günter Ratt und Daniel Witzani) zugestimmt. Zu 12. Verordnung gem. § 20 StrG betr. die Erklärung der dem GST-NR 3175/1 (Silvrettastraße) zuzuschreibenden Teilflächen der GST-NR 186, 190 und 191/1 als Gemeindestraße bzw. Auflassung der von GST-NR 185/6 abzuschreibenden Teilfläche als Gemeindestraße Die Erlassung einer Verordnung gem. § 20 StrG betr. die Erklärung der dem GST-NR 3175/1 (Silvrettastraße) zuzuschreibenden Teilflächen der GST-NR 186, 190 und 191/1 als Gemeindestraße bzw. Auflassung der von GST-NR 185/6 abzuschreibenden Teilfläche als Gemeindestraße gemäß Plan der M+G Ingenieure vom 06.07.2022, Plan Nr. 17080_930_Silvrettastraße wird stimmenmehrheitlich (3 Gegenstimmen: Martin Borger, Günter Ratt und Daniel Witzani) beschlossen. Zu 13. Abschreibung einer Teilfläche des GST-NR 91 (König/Fausing) und Zuschreibung zu GST-NR 3180/2 (Otto Borger-Weg) Dem Erwerb des Trennstücks 1 des GST-NR 91 in EZ 448 (König/Fausing) und Zuschreibung zu GST-NR 3180/2 in EZ 452 (Marktgemeinde Schruns) gemäß Plan der Vermessung MARKOWSKI Vermessung ZT GmbH, Feldkirch, GZ: 22.281W/21, wird einstimmig zugestimmt. Zu 14. Unter „Allfälliges“ erkundigt sich Martin Borger über den Stand des Verfahrens der Quartiersentwicklung im Bereich Jäger Areal. Dieses ist noch am Laufen, DI Falch führt die Gespräche mit den Grundeigentümern, in welcher Phase genau es sich befindet, ist jedoch nicht bekannt. Seine weitere Frage bezieht sich auf die Poller an der Straße im Bereich Litzkapelle – Krone. Die derzeit angebrachten Poller stellen ein 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Minimum dar, inwieweit solche auch im erwähnten Abschnitt gesetzt werden, ist abzuwarten. Martin Borger begrüßt die Geschwindigkeitsanzeige an der Silbertalerstraße. Ob diese auch an anderen Standorten aufgestellt werden kann, wird der Vorsitzende noch mit der Sicherheitswache abklären. Auf die Frage von Martin Borger bezüglich des Skaterplatzes und Jugendhauses informiert der Vorsitzende über die Ergebnisse des in Auftrag gegebenen Lärmgutachtens und die Gespräche mit den Anrainern, die der Einrichtung eines Skaterplatzes kritisch gegenüberstehen. Auch im Lärmgutachten wird dieser Standort als wenig geeignet bezeichnet. Derzeit wird ein Projekt bei der Talstation der Valisera-Bahn unter Einbindung der Jugendkoordinatorin geprüft. Was die Einrichtung eines WCs beim Kinderspielplatz anbetrifft, ist Gerald Vonbank derzeit mit der Erhebung der Kosten befasst, die im Voranschlag 2023 berücksichtig werden sollen. Seite 12 von 12 Abschließend bedanken sich der Bürgermeister und Günter Ratt bei Gemeindesekretär Oswald Huber, der demnächst in den Ruhestand übertritt und heute das letzte Mal als Schriftführer mit dabei war, überreichen ihm ein Präsent der Gemeindevertreter:innen und wünschen ihm alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt. Gleichzeitig heißen sie Christof Obwegeser, der die Nachfolge antritt, herzlich willkommen. Oswald Huber freut sich sehr über das Präsent und die Abschiedsworte und bedankt sich bei allen. Es war für ihn eine schöne Zeit in Schruns, insgesamt war er 36 Jahre hier tätig, und es funktionierte die Zusammenarbeit mit den Gemeindevertreter:innen und sonstigen Mandataren durchwegs sehr gut. Ende der Sitzung: 23.00 Uhr Der Schriftführer: Der Vorsitzende: 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 14.09.2022
  1. schrunsvertretung
20220913_FF_020 StandMontafon 2023-01-04 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.2/2022/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 13. September 2022 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 20. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 6. September 2022 nehmen an der auf 8:30 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Jürgen Kuster, Schruns Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Florian Küng, Vandans Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn (ab 9.30 Uhr) Entschuldigt: LAbg Monika Vonier LAbg Nadine Kasper Weitere Sitzungsteilnehmer: Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Andreas Drexel Valentina Bolter PR-Beauftragter Toni Meznar Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 08:36 Uhr die Forstfondssitzung, begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt die Beschlussfähigkeit fest. Der Vorsitzende informiert, dass der Pkt. 1 „Vereinbarung über die Quell- und Wassernutzung für den ehem. Zollwachthöhenstützpunkt Rellstal mit der Agrargemeinschaft Bürs (Grundbuch Vandans) und auch Pkt. 6 “Wegerechtsvereinbarung für die Benützung der Weganlage über Gst.-Nr. 2720/1 für Hutchison Drei Austria GmbH (Grundbuch St. Gallenkirch)“ auf die nächste Sitzung vertagt werden sollen. Gegen die geänderte Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 20. Forstfondssitzung: 13.09.2022 Seite 2 von 5 Tagesordnung 1.) Freilassungserklärung für Reallasten der Holzbringung und Erhaltung der Rellsstraße gem. Tauschvertrag vom 1963-05-15 für die EZ 394 (Grundbuch Vandans) 2.) Gebrauchserlaubnis für die Aufstellung von Stelen des Alpenmosaiks im Silbertal (Grundbuch Silbertal) 3.) Grundbenützung für die Aufstellung von Schutzgebietstafeln „Europaschutzgebiet Davenna“ (Grundbuch St. Anton i. M.) 4.) Liegenschafts-Tauschvertrag im Zuge der Grenzbegradigung zwischen Gst-Nr. 1904/1 und Privateigentümern (Grundbuch Gaschurn) 5.) Genehmigung der Niederschrift der 19. Forstfondssitzung vom 05.07.2022 6.) Berichte 7.) Personalangelegenheiten (in nicht-öffentlicher Beratung) 8.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Freilassungserklärung für Reallasten der Holzbringung und Erhaltung der Rellsstraße gem. Tauschvertrag vom 1963-05-15 für die EZ 394 (Grundbuch Vandans) Bgm Florian Küng berichtet, dass diese Reallast eine Altlast darstellt und formell aufgehoben werden soll. Auf dem Grundstück der Gemeinde Vandans ist im Lastenblatt zugunsten des Forstfonds des Standes Montafon eine Dienstbarkeit der Holzbringung gem. Tauschvertrag vom 15.05.1963 einverleibt. Bei dieser Liegenschaft handelt es sich um die Rellstalstraße vom Sägewerk Juen bis zur Lende. Von dieser Liegenschaft werden nun im Zuge der Straßenvermessung eine Teilfläche abgeschrieben, welche der Forstfonds lastenfrei stellen möge. Heute ist die Holzbringung über die Rellstalstraße als Gemeindestraße ohnehin gewährleistet und somit kann dieses Teilstück seitens des Forstfonds lastenfrei gestellt werden. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Freilassungserklärung einstimmig angenommen, Bgm Florian Küng nimmt nicht an der Abstimmung teil. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 20. Forstfondssitzung: 13.09.2022 Seite 3 von 5 Pkt. 2.) Gebrauchserlaubnis für die Aufstellung von Stelen des Alpenmosaiks im Silbertal (Grundbuch Silbertal) Bgm Thomas Zudrell berichtet über das Projekt Alpenmosaik, das montafonweit umgesetzt wird. Damit die vier Info-Stelen ordnungsgemäß aufgestellt werden können, braucht es die Zustimmung des Forstfonds als Grundeigentümer. Die Gemeinde Silbertal hat der Aufstellung bereits zugestimmt. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Gebrauchserlaubnis für die Aufstellung der Stelen des Alpenmosaiks einstimmig angenommen. Pkt. 3.) Grundbenützung für die Aufstellung von Schutzgebietstafeln „Europaschutzgebiet Davenna“ (Grundbuch St. Anton i. M.) Bgm Helmut Pechhacker berichtet, dass zwei Schutzgebietstafeln aufgestellt werden sollen. Diese Tafeln dienen als Information für Besucher:innen des Europaschutzgebiets Davenna. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Grundbenützung für die Aufstellung der Schutzgebietstafeln einstimmig angenommen. Pkt. 4.) Liegenschafts-Tauschvertrag im Zuge der Grenzbegradigung zwischen Gst-Nr. 1904/1 und Privateigentümern (Grundbuch Gaschurn) Der Betriebsleiter informiert, dass der Tauschvertrag aufgrund einer Erbschaftsangelegenheit seit 2020 in Arbeit ist. Aufgrund der Erbschaftsaufteilung soll eine Grenzbegradigung erfolgen. Diese Grenzbegradigung ist aus Sicht des Betriebsleiters in Ordnung. Im vorliegenden Tauschvertrag fehlt jedoch die Dienstbarkeit zum Zwecke der Befahrung des Grundstücks, sodass die Bewirtschaftung des Waldes durchgeführt werden kann. Er weist darauf hin, dass dieser Zusatz im Tauschvertrag aufgenommen werden soll. Bgm Daniel Sandrell hat bereits informiert, dass er dieser Änderung zustimmen würde. Auf Antrag des Vorsitzenden wird der Liegenschafts-Tauschvertrag unter der Maßgabe einstimmig angenommen, dass die oben beschriebene Dienstbarkeit für die Befahrung des Grundstückes zur Waldbewirtschaftung noch in den Vertrag aufgenommen wird. Pkt. 5.) Genehmigung der Niederschrift der 19. Forstfondssitzung vom 05.07.2022 Die Niederschriften der 19. Forstfondssitzung wurden allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt und werden über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 6.) Berichte Bericht des Forstbetriebsleiters DI Hubert Malin: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 20. Forstfondssitzung: 13.09.2022 Seite 4 von 5 a) Es ist zu erwarten, dass der geplante Holz-Einschlag dieses Jahr erfüllt wird. b) Der Holzpreis ist nachfragebedingt um zirka 15 Euro zurückgegangen. Die Entwicklung des Bausektors ist sehr unsicher. Zudem spielen die Sanktionen der EU eine große Rolle beim Holzpreis. c) Die Nachfrage nach Brennholz ist grundsätzlich stark gestiegen. Allerdings ist der Brennholz-Sektor aus finanzieller Sicht kein großer Gewinn für den Forstfonds. d) Es wird EU-weit überlegt, ob die Biomasse-Verbrennung nicht mehr als nachhaltig deklariert wird. Diese Entscheidung wäre für die Forstwirtschaft fatal. Der Betriebsleiter hofft, dass die Verwendung von Holz weiterhin als nachhaltig gesehen wird, insbesondere auch von der lokalen Politik. Der Vorsitzende schlägt vor, an den Vertreter der EU-Kommission in Österreich, Martin Selmayr, einen Brief zu schreiben. Andreas Drexel bereitet das Schreiben vor. e) In St. Gallenkirch wurde beim Forstweg Rüti eine Elementarschadensbehebung vorgenommen. Der Forstweg wurde nach einem Starkregenereignis beschädigt. In Gargellen Schmalzberg wurden in diesen Sommer zwei Tobel vermurt. Das Aushubmaterial vom Schmalzberg wurde zum Teil für die Wegsanierung bei der Rüti verwendet. f) Der Vorsitzende informiert sich über die Verbindungsstraße Manuaf Richtung Hora. Der Betriebsleiter berichtet, dass die Verbindungsstraße technisch gesehen errichtet werden könnte. Alle Interessen unter einen Hut zu bringen, ist allerdings schwierig. Bgm Herbert Bitschnau spricht ebenfalls die unterschiedlichen Interessen bei diesem Projekt an. Die Forststraße sollte ausschließlich für Jagd- und Forstzwecke genutzt werden. Der Betriebsleiter sieht diese Einschränkung der Nutzung allerdings kritisch. Sobald die Verbindungsstraße errichtet ist, wird es vermehrt zur Nutzung dieser Straße kommen – auch zu Freizeitzwecken. Bgm Florian Küng hinterfragt, wie viel Gebiete durch die Errichtung der Straße zum Zwecke der forstlichen Nutzung erschlossen werden könnten. Der Betriebsleiter hält fest, dass die Verbindungsstraße aus forstlicher Sicht vorteilhaft ist, da dadurch eine LKW-befahrbare Erschließung der Waldungen auf Hora möglich wird. Die Nachteile durch die erhöhte Beunruhigung des Gebietes sind mit den Vorteilen abzuwägen. Wenn die Güterweggenossenschaft Manuaf nicht zustimmt, ist die Errichtung der Verbindungsstraße ohnehin nicht möglich. Die Zustimmungen für die Güterweganlage Manuaf wurden unter der Vorgabe erteilt, dass es keine Verbindung auf die Hora geben wird. Pkt. 7.) Personalangelegenheiten (in nicht-öffentlicher Beratung) Pkt. 8.) Allfälliges a) keine Wortmeldungen Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 20. Forstfondssitzung: 13.09.2022 Seite 5 von 5 Ende der Sitzung: 10:26 Uhr Schruns, 13. September 2022 Schriftführer: Standesrepräsentant: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at
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20220705_SV_018 StandMontafon 2023-01-04 Stand Montafon A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: SM004.2/2022/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 5. Juli 2022 im Sitzungssaal des Standes Montafon anlässlich der 18. Sitzung der Standesvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 28. Juni nehmen an der auf 13.30 Uhr einberufenen Standessitzung teil: Standesrepräsentant Jürgen Kuster, Schruns Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Matthias Luger, Stallehr Bgm Andreas Batlogg, Lorüns Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Florian Küng, Vandans Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn Entschuldigt: LAbg Monika Vonier LAbg Nadine Kasper Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton Weitere Sitzungsteilnehmer: PR-Beauftragter Toni Meznar Valentina Bolter Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 13:34 Uhr die Standessitzung und begrüßt die Kollegen Bürgermeister und entschuldigt Bgm Helmut Pechhacker, LAbg Nadine Kasper und LAbg Monika Vonier. Gemäß Standesstatut stellt er die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 18. Standessitzung: 05.07.2022 Seite 2 von 5 Tagesordnung 1.) Unterstützungsansuchen der MAP Kellergalerie für die „Sommerbar 2022“ 2.) Projektantrag für ein „Montafoner Wildbachmuseum“ in Vandans 3.) Genehmigung der Niederschrift von der 17. Standessitzung am 14.06.2022 4.) Berichte 5.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Unterstützungsansuchen der MAP Kellergalerie für die „Sommerbar 22“ Die MAP Kellergalerie veranstaltet auch diesen Sommer wieder eine „Sommerbar 22“. Ab Frühsommer kann die Kulturbühne Montafon nach langem Stillstand wieder kulturelle Akzente setzen und sollte sich in Folge als dauerhafter Ort für Kunst und Kultur im Montafon etablieren. Die Sommerbar 22 ist dafür gewissermaßen der erste und besonders öffentlichkeitswirksame Akt für diese Neubelebung. Das Programm startet kommendes Wochenende. Die Sommerbar findet zwei Wochen lang statt. An diesem Ort mit kultureller Vergangenheit und Zukunft will die MAP Kellergalerie Menschen aus dem ganzen Montafon und darüber hinaus niederschwellige Zugänge zu Kunst, Kultur und zu sozialen Interaktionen ermöglichen. Hier werden sich im Rahmen der Sommerbar Menschen unterschiedlicher Alters- und Herkunftsgruppen aus dem ganzen Tal und darüber hinaus begegnen. Um das Projekt in der geplanten Form durchführen zu können, ist die MAP Kellergalerie trotz kostensparender Programmierung auf eine Basisfinanzierung angewiesen, ohne die das Vorhaben undurchführbar wäre. Der aktuelle Stand des Kostenrahmens beläuft sich auf 10.750 Euro. Bruno Winkler hat im Namen des Vereins „MAP Kellergalerie“ ein Förderansuchen gestellt. Der Vorsitzende weist darauf hin, dass der Verein das nächste Mal bereits im Herbst für eine Förderung ansuchen soll und dass das Logo des Standes Montafon auf den Folder gedruckt werden soll. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Förderung für die MAP Kellergalerie für die Sommerbar 2022 in Höhe von 2.500 Euro einstimmig beschlossen. Pkt. 2.) Projektantrag für ein „Montafoner Wildbachmuseum“ in Vandans In Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung soll ein Museum zu den Themen Naturgefahren, Klimawandel, Schutzwaldbewirtschaftung etc. realisiert werden. Der ehemalige Bauhof der Wildbach- und Lawinenverbauung in Vandans würde sich für diesen Zweck Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at 18. Standessitzung: 05.07.2022 Seite 3 von 5 eignen. Die Sanierung und Adaptierung des Gebäudes für die Ausstellung obliegt der Wildbach- und Lawinenverbauung. Diese kommt auch für den Betrieb und die weitere Instandhaltung des Gebäudes auf. Die Kosten für die Erstellung der Ausstellung liegen beim Stand Montafon. Auf Nachfrage von Bgm Lechthaler, hält Michael Kasper fest, dass das neue Museum mit Veranstaltungen und Führungen durch die Montafoner Museen bespielt bzw. miteingebunden wird. Der Vorsitzende betont, dass insbesondere die Naturgefahren im Kontext des Klimawandels mit seinen Herausforderungen für die Sicherung des Lebensraumes ein wichtiges Vermittlungsthema darstellen. Ziel ist es, für dieses Projekt einen LEADER Förderantrag einzureichen. Das Museumsprojekt wird von den Bürgermeistern sehr positiv gesehen. Zum einen handelt es sich um sehr aktuelle Themen, für deren Vermittlung das Montafon geradezu prädestiniert sei. Zum anderen stelle dieses Museum auch eine ideale Ergänzung zur bestehenden Museumslandschaft im Montafon dar. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen mehr erfolgen, wird auf Antrag des Vorsitzenden die Antragstellung und Umsetzung des vorgestellten Projektes „Montafoner Wildbachmuseum in Vandans“ mit der Aufbringung der erforderlichen Eigenmittel ohne Einrechnung von Personalkosten mit einem Maximalbetrag in Höhe von 60.000,- Euro einstimmig angenommen. Es wird festgehalten, dass sich der Stand Montafon und auch die Wildbach- und Lawinenverbauung gemeinsam um weitere Mitfinanzierungsbeiträge zur Abdeckung des Eigenmittelbedarfes bemühen. Die Die Beschlussfassung erfolgt vorbehaltlich der Gewährung einer EU-LEADERFörderung. Pkt. 3.) Genehmigung der Niederschrift von der 17. Standessitzung am 14.06.2022 Die Niederschrift der 17. Standessitzung am 14.06.2022 wurde allen Standesvertretern per EMail übermittelt. Die vorliegende Niederschrift wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 4.) Berichte Berichte des Vorsitzenden: a) Der Vorsitzende berichtet, dass am Samstag 25.06.2022 in der Aula der Mittelschule Schruns Dorf das Abschlusskonzert der Musikschule Montafon stattgefunden hat und bedankt sich bei seinem Kollegen Bgm Martin Vallaster, der ihn vertreten hat. Es war dies das letzte Konzert unter der Leitung des Musikschul-Direktors Dietmar Hartmann, der in diesem Jahr in den Ruhestand tritt. Sein Nachfolger wird Ralph Hollenstein aus Schruns. Bgm Martin Vallaster hat in seinen Abschlussworten die Leistungen von Dietmar Hartmann gewürdigt. b) Der Vorsitzende informiert, dass Mitte Juli die Webseite des Standes auf das System RIS-Shell der Gemeindeinformatik umgestellt wird. Mit diesem Schritt teilen wir nun dasselbe System in den anderen Gemeinden des Tales und können damit auch leichter Informationen austauschen bzw. die Websites gemeinsam bespielen. c) Der Vorsitzende informiert, dass mit Ende dieser Woche alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standes Montafon ein „IT Security Awareness Training“ absolviert haben. Cyber-Security hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at 18. Standessitzung: 05.07.2022 Seite 4 von 5 Einerseits sind Anforderungen an die IT Sicherheit durch fortschreitende Digitalisierung, mobiles Arbeiten und Home-Office stetig gestiegen und andererseits werden die Cyber-Angriffe immer professioneller und bedrohen sowohl unsere persönlichen Daten als auch die Systeme unserer Kommunen. d) Der Vorsitzende erinnert daran, dass gemeinsam mit der Firma Metron ein neues Fahrplan-Konzept für den Landbus Montafon ausgearbeitet wird. Nach der Präsentation in der Standesberatung vom 7. Juni ist seitens der Gemeinden Gaschurn, St. Gallenkirch und Tschagguns die Anregung eingelangt, den möglichen Schnellbus an den Bahnhof Tschagguns anzubinden. Diese Woche findet der zweite Stakeholder-Workshop mit Vertretern der Gemeinden, Bergbahnen und des Betreibers statt, in welchem dieses Ansinnen beraten werden wird. Berichte des Vertreters im Vorstand des Gemeindeverbandes Bgm Josef Lechthaler: e) Bgm Lechthaler informiert, dass am 23. Juni eine Vorstandssitzung des Vorarlberger Gemeindeverbandes stattgefunden hat. f) Christof Obwegeser hat beim Vorarlberger Gemeindeverband gekündigt und wird neu bei der Gemeinde Schruns die Stelle des Amtsleiters übernehmen. g) Die „Schulische Assistenz und Freizeitbetreuung GmbH Vorarlberg“ kurz SAF GmbH - des Landes soll aufgelöst werden. Die Mitarbeitenden wünschen sich allerdings keinen Wechsel des Arbeitgebers. Nun werden Alternativen gesucht. h) Das Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz wird gerade ausgearbeitet. Es sind zahlreiche Stellungnahmen eingegangen. Gemäß den Beratungen in der ersten Beiratssitzung der Familienzentrum Montafon gGmbH wurde festgelegt, dass im Herbst eine Bedarfserhebung für die Kinderbetreuungsplätze im Montafon durchgeführt wird. Auf Grund des Versorgungsauftrages der Gemeinde möchte man mögliche Engpässe in der Kinderbetreuung vermeiden. i) Die Zusammenführung der Rechtsträger Gemeindeinformatik, Umweltverband und Gemeindeverband gestaltet sich als sehr schwierig. Es soll eine Körperschaft öffentlichen Rechts werden. Der Gemeindeverband wird in dieser Thematik durch einen Anwalt unterstützt. j) Die Richtlinien des Landesförderfonds werden geändert. Zum Beispiel werden die Basisförderungen des Landesfeuerwehrfonds überarbeitet. k) Das Projekt Einheitsbewertung wird momentan mit dem Finanzamt erarbeitet. Es werden die Grundsteuer B Bescheide bearbeitet. Die Bearbeitung verzögert sich und das Projekt wird um drei weitere Jahre verlängert. l) Der Rechnungsabschluss des Gemeindeverbandes wurde einstimmig angenommen. m) Die erste Beiratssitzung des Familienzentrums Montafon hat stattgefunden. Dabei wurden unter anderem das Projekt „Kinderschutz“ sowie der „Kindercampus“ in Gantschier besprochen. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at 18. Standessitzung: 05.07.2022 Seite 5 von 5 Pkt. 5.) Allfälliges a) Bgm Florian Küng fragt an, ob bei der Überarbeitung des Landesförderfonds die Förderungen der Bergrettung oder Feuerwehr geändert werden. Er weist darauf hin, dass auf die einheitliche Förderung von Kooperationen geachtet werden soll. Der Vorsitzende informiert in diesem Zusammenhang, dass die Bergrettung in Schruns einen neuen Standort sucht. Aus diesem Vorhaben kommen beträchtliche Kosten auf die Gemeinde zu. b) Bgm Daniel Sandrell spricht das Thema Nahversorger an. Besonders coronabedingt war die Finanzierung der kleinen Dorfgeschäfte schwierig. Seitens des Landes gibt es für kleine Geschäfte eine Unterstützung, die aber zu gering ist. Die Kosten bleiben oftmals bei den Gemeinden und Nahversorgern selbst hängen. Er bittet die Bürgermeister gemeinsam beim Land um Unterstützung der kleinen Dorfgeschäfte anzufragen. Ende der Sitzung, 14:15 Uhr Schruns, 5. Juli 2022 Schriftführer: Standesrepräsentant: Standesausschuss: Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at
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20220705_FF_019 StandMontafon 2023-01-04 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.2/2022/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 5. Juli 2022 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 19. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 28. Juni 2022 nehmen an der im Anschluss an die Standessitzung einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Jürgen Kuster, Schruns Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Florian Küng, Vandans Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn Entschuldigt: Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton LAbg Monika Vonier LAbg Nadine Kasper Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Weitere Sitzungsteilnehmer: Andreas Drexel Valentina Bolter Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 14:17 Uhr die Forstfondssitzung und begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt die Beschlussfähigkeit fest. Auf Antrag des Vorsitzenden wird um Aufnahme eines zusätzlichen Tagesordnungspunktes „Vereinbarung über die Zufahrt zu Maisäßgebäude auf Gst. Nr. 3132/3 über Gst. Nr. 3132/1 – GB Schruns“ angesucht. Gegen die geänderte Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 19. Forstfondssitzung: 05.07.2022 Seite 2 von 5 Tagesordnung 1.) Grundbenützung für die Wasserversorgung der Gemeinde Silbertal von Gst.-Nr. 723/7 (Grundbuch Silbertal) 2.) Beteiligung an der Bringungsgenossenschaft „Bergerweg“ und dem dazugehörigen Bauund Erhaltungskostenschlüssel (Gemeinde Gaschurn) 3.) Genehmigung der Niederschrift der 18. Forstfondssitzung vom 14.06.2022 4.) Berichte 5.) Vereinbarung über die Zufahrt zu Maisäßgebäude auf Gst. Nr. 3132/3 über Gst. Nr. 3132/1 – GB Schruns (Erweiterung der Tagesordnung) 6.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Grundbenützung für die Wasserversorgung der Gemeinde Silbertal von Gst.-Nr. 723/7 (Grundbuch Silbertal) Der Standessekretär informiert, dass es sich beim vorliegenden Ansuchen um Grundbenützung um ein Projekt zur Leitungsverlegung für die Wasserversorgung der Gemeinde Silbertal handelt. Der Leitungsverlauf folgt eigentlich der alten Wegparzelle auf der heutigen Straße zum Schmelzhof. Da diese aber nicht mehr dem Verlauf in der Natur entspricht, ist davon auszugehen, dass diese Leitung zumindest in Teilstücken auf Forstfonds-Grund zu liegen kommt. Der Grundbenützung wird stattgegeben. Sollte jedoch in der Zukunft eine Umlegung dieser Leitungen aus welchem Grund auch immer erforderlich sein, hat die Gemeinde Silbertal für die Kosten dieser Umlegungen aufzukommen. Mit dieser Festlegung sind alle Bürgermeister einverstanden. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Grundbenützung einstimmig angenommen. Bgm Thomas Zudrell nimmt an der Abstimmung nicht teil. Pkt. 2.) Beteiligung an der Bringungsgenossenschaft „Bergerweg“ und dem dazugehörigen Bau- und Erhaltungskostenschlüssel (Gemeinde Gaschurn) Andreas Drexel berichtet, dass die Agrargemeinschaft Versettla den „Bergerweg“ sanieren möchte. Die dafür veranschlagten Kosten belaufen sich auf zirka 35.200 Euro netto. Durch den Forstweg werden Wälder erschlossen, die bisher nur schwer zugänglich waren. In diesem Gelände befindet sich einiges an „Käferholz“, das aufgearbeitet werden sollte. Der Forstfonds wäre mit 18,32 % an den Errichtungs- und Erhaltungskosten beteiligt. Nach Abzug der Landesförderung liegt der Baukostenanteil des Forstfonds bei ca. 4.200 Euro. Es wird keine Bringungsgenossenschaft gegründet, folglich ist der Forstfonds auch nicht Teil einer Bringungsgenossenschaft. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 19. Forstfondssitzung: 05.07.2022 Seite 3 von 5 Bgm Daniel Sandrell informiert, dass die Errichtung bzw. Sanierung des Weges für die Gemeinde Gaschurn nicht zwingend erforderlich ist. Die Gemeinde wird dem Projekt aber zustimmen. Auf Antrag des Vorsitzenden wird der Übernahme der Bau- und Erhaltungskosten in Höhe von 18,32 % die einstimmige Zustimmung erteilt. Damit verbunden ist das uneingeschränkte Gehund Fahrrecht für den Forstfonds. Pkt. 3.) Genehmigung der Niederschrift der 18. Forstfondssitzung vom 14.06.2022 Die Niederschriften der 18. Forstfondssitzung wurden allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt. Bgm Martin Vallaster hat unter dem Punkt „Allfälliges“ noch eine Ergänzung eingefügt, die über den Beamer präsentiert wird. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die geänderte Niederschrift einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 4.) Berichte Bericht von Mitarbeiter Andreas Drexel: a) Der Borkenkäfer wird sehr aktiv, weshalb momentan viel „Käferholz“ aufgearbeitet werden muss. b) Von der Bezirkshauptmannschaft Bludenz wurde ein Gutachten über waldverwüstende Wildschäden im Jagdgebiet Hubertus zugestellt. Zudem wird voraussichtlich ein zusätzliches Gutachten über die Sonnseite im Rellstal verfasst. Aufgrund dieser Gutachten können Förderungen gestrichen werden. Bgm Florian Küng weist darauf hin, dass der Forstfonds als Eigentümer der Jagd auf einen guten Waldbestand achten muss. Auch finanziell bringt ein guter Zustand des Waldes mehr als die Einnahmen durch eine Jagd-Pacht. Andreas Drexel weist darauf hin, dass diese Wildschäden mitunter auch bei Einhaltung der Abschusszahlen entstehen können. Eine alternative Baumarten-Zusammensetzung ist nur bedingt empfehlenswert. Eine standortgerechte Zusammensetzung des Waldbestands in diesen Lagen umfasst Fichte, Tanne und Buche. Der Vorsitzende empfiehlt das Jagd-Konzept des Forstfonds zu überarbeiten. Ziel muss sein, einen intakten Waldbestand zu haben. Bgm Martin Vallaster regt an, mit den Jagd-Pächtern in engem Austausch zu sein und den Abschussplan strikt einzuhalten. Bgm Florian Küng schlägt vor, ein Schreiben an die Bezirkshauptmannschaft zu verfassen und um Erhöhung der Mindest-Abschusszahlen zu bitten. Der Standessekretär hält fest, dass die Stellungnahme der Bürgermeister einheitlich sein müsste. Andreas Drexel wird aufbereiten, was die Wildschäden aus finanzieller Sicht für den Forstfonds bedeuten. c) Bgm Martin Vallaster hat Andreas Drexel zum Jour Fixe mit den Jägern und Wegwarten am Bartholomäberg eingeladen. Er sieht den direkten Austausch mit den Beteiligten als sehr wichtig an. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 19. Forstfondssitzung: 05.07.2022 Seite 4 von 5 Pkt. 5.) Vereinbarung über die Zufahrt zu einem Ferienhaus (Erweiterung der Tagesordnung) Bgm Martin Vallaster informiert, dass für das Ferienhaus am Kapellerweg auf der Liegenschaft Gst-Nr 3132/3 in Schruns, welches sich im Eigentum von Karl-Ludwig Ortner befindet, eine Zufahrt auf Boden des Forstfonds errichtet werden soll. Weiters wird er die bestehende Zufahrt zum Maisäß-Objekt von Dr Rainer Welte mitbenutzen. In den Vorgesprächen und Verhandlung wurde vereinbart, dass der Eigentümer der Liegenschaft Gst-Nr 3132/3 denselben jährlichen Nutzungsbetrag für die Zufahrt zu entrichten hat, welcher auch vom Eigentümer der Liegenschaft Gst-Nr. 3132/7 bezahlt wird. Zusätzlich wird der Eigentümer der Liegenschaft Gst-Nr 3132/3 gemäß vorliegendem Vereinbarungs-Entwruf eine Einmalzahlung in Höhe von 2.500 Euro an den Forstfonds entrichten. Die Instandhaltung der Zufahrt den beiden Eigentümern der Maisäßgebäude. Der Forstfonds hat für diese Zufahrt das uneingeschränkte Geh- und Fahrrecht zur Erschließung der Grundflächen. Zudem zahlt der Grundeigentümer ein jährliches Entgelt für die Nutzung der Forstfonds-Flächen. Folgende Rechtseinräumung wird vorgeschlagen: Der Stand räumt für sich und seine Rechtsnachfolger im Eigentum der Liegenschaft Gst-Nr 3132/1 den jeweiligen Eigentümern der Liegenschaft Gst-Nr 3132/3 das uneingeschränkte und unwiderrufliche Dienstbarkeitsrecht des Geh- und Fahrweges in einer durchschnittlichen Fahrbahnbreite von 2,75 m über Gst-Nr 3132/1 ein, und zwar ausgehend vom Kapellerweg bis zum nördlichen Eckpunkt der Liegenschaft Gst-Nr 3132/3. Weiters räumt der Stand den jeweiligen Eigentümern der Liegenschaft Gst-Nr 3132/3das Recht ein, eine dauerhafte Zufahrt abzweigend vom gegenständlichen Weg zum Objekt auf Gst-Nr 3132/3 zu errichten. Auf Antrag des Vorsitzenden wird diese Rechtseinräumung und Vereinbarung über die Zufahrt für das Ferienhaus am Kapellerweg auf der Liegenschaft Gst-Nr 3132/3 in Schruns einstimmig angenommen. Da die Vereinbarung noch nicht vollends abgeschlossen ist, erhält Bgm Martin Vallaster das Pouvoir, die Vereinbarung sinngemäß abzuschließen. Pkt. 6.) Allfälliges a) keine Wortmeldungen Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 19. Forstfondssitzung: 05.07.2022 Seite 5 von 5 Ende der Sitzung: 15:02 Uhr Schruns, 5. Juli 2022 Schriftführer: Standesrepräsentant: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at
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20220701_9.Regionalbericht_Stand_Montafon_09_2021_RSM_ StandMontafon 2023-01-04 Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Error: Invalid object stream Internal Error: xref num 663 not found but needed, try to reconstruct<0a> Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Regionalbericht Stand Montafon Amtliche Mitteilung, zugestellt durch Post.at Ausgabe # 9, Juli 2022 02 / Regionalbericht Stand Montafon Vorwort v o m Mu n tafu bis zur EU Liebe Montafonerinnen & liebe Montafoner! Gerade die aktuellen Zeiten zeigen, wie wichtig widerstandsfähige Strukturen sind. Egal ob lokale Eigenversorgung, kleinstrukturierte Betriebe, regionale Unternehmen oder das Ehrenamt: All das zusammen bildet das Rückgrat, auch in unserer Talschaft. Um für künftige Herausforderungen in der globalen Welt gerüstet zu sein ist unser Montafon schon jetzt gut aufgestellt, doch das Tal muss noch immer robuster und agiler werden. In einem intensiven Findungsprozess haben wir die Leitplanken und Schwerpunkte für die Zukunft in einem vielseitigen Arbeitsprogramm 20-25 zusammengefasst und in der Standessitzung im September 2021 beschlossen. Denn das Montafon mit seinen zehn Gemeinden will einer der nachhaltigsten Lebens- und Arbeitsräume der Alpen werden. Eine große Herausforderung für alle Akteure in der Talschaft – egal ob aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Standesrepräsentant Bgm. Jürgen Kuster So rückt beispielsweise unter der Rubrik „Natur & Umwelt“ der Klimawandel und die Folgen für unseren Lebensraum in den Fokus. Das Montafon kann und will zukünftig bei den Themen „Klima- und Energie“ Modellregion oder sogar Vorreiter sein. Unter „Bildung & Soziales“ nimmt die Kinderbetreuung in der Talschaft einen großen Stellenwert ein. Mit dem historischen Notariatsakt zur Gründung der gemeinnützigen „Familienzentrum Montafon gGmbH“ als Zusammenschluss der beiden bisherigen Vereine „Eltern-Kind-Zentrum“ sowie „Kinderwerkstättli“ haben wir im Geschäftsjahr 2021 (1. Jänner bis 31. Dezember 2021) die Grundlage für ein modernes Dienstleistungszentrum geschaffen und können stolz sein auf diese Erfolgsgeschichte für eine ländliche Region. Vielen Dank allen Beteiligten für ihren großartigen Einsatz und den gemeinsamen Willen diesen Schritt zu gehen. Mit der Verleihung der Kennzeichnung „Montafoner Baukultur“ haben wir im Jahr 2021 wieder gemeinsam mit dem Heimatschutzverein Montafon sechs baukulturell wichtige Objekte in der Talschaft gekennzeichnet. Aber auch sonst wurde – coronabedingt natürlich mit viel Unsicherheit und Planungsschwierigkeiten – beim Stand Montafon im abgelaufenen Geschäftsjahr an unterschiedlichsten Projekten zum Wohle unserer Talschaft gearbeitet. Rückblickend auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 präsentieren wir in diesem Regionalbericht wieder einen Überblick über die vielseitigen Aufgaben, die täglich unter dem Dach des Standes Montafon erledigt werden. Unterlegt mit Zahlen, Daten, Fakten und umfassenden Rechnungsergebnissen. Bürgermeister Jürgen Kuster, Standesrepräsentant Montafon Herausgeber & Medieninhaber: Stand Montafon, Montafonerstraße 21, 6780 Schruns, www.stand-montafon.at | Titelgrafik: Valentina Bolter | Redaktion & Gesamtumsetzung: Presse- und Medienbüro Meznar Media | Texte: Bernhard Maier, Michael Kasper, Sylvia Ackerl, Hubert Malin, Karin Valasek, Valentina Bolter, Elke Martin, Julia Sonderegger, Elisabeth Meznar, Toni Meznar | Fotos: Meznar Media, Montafoner Museen, Waldschule Montafon, Musikschule Montafon | Druck: Druckerei Thurnher, Rankweil Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im „Regionalbericht“ des Standes Montafon im Allgemeinen auf gender-gerechte Formulierungen verzichetet. Inhaltlich werden selbstverständlich alle Geschlechter angesprochen. 03 / Regionalbericht Stand Montafon Herzlich willkommen beim Stand Montafon Der „Regionalbericht Montafon“ zeigt eindrucksvoll einen Überblick über die Vielfalt innerhalb des Standes Montafon im Geschäftsjahr 2021: Raum & Region Natur & Umwelt Mobilität & Verkehr 03 Inhaltsübersicht 09 Aufgabengebiet Forstfonds 17 Fahrkartenautomaten 04/05 Strategieprogramm 10 Jugend-Bergwaldprojekt 11 Bilanz Landbus Montafon 11 ARA Montafon Bilanz 12 Anruf-Sammeltaxi go&ko Bildung & Soziales 12 Jahresbilanz Musikschule 06 Coronajahr/VerSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight waltung 13 Neues Familienzentrum 07 „Social Media“-Auftritt Kultur & Wissenschaft 08 Montafoner Baukultur 20 Montafon Archiv 21 Bilanz Montafoner Museen 14 MINT-Region V-Süd 22 15 NS-Erinnerungsorte 15 Bilanz Bibliothek Montafon 23 5. Montafoner Gipfeltreffen 16 Jugendbeteiligungsprojekte 24 Bilanz Resonanzen v o a b w a ss er b is zi eh h a rm o n ik a 25 – 33 Rechnungsergebnisse 34 Gremien & Mitarbeiter 4 / Regionalbericht Stand Montafon Raum & Region Die zehn Bürgermeister des Montafons haben im Standes-Ausschuss eine Regionalstrategie als Leitlinie und Zukunfts-Ausblick auf dem Weg zu einer der attrakti Arbeitsprogramm – Zukunft braucht Herkunft „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass das Montafon mit seinen zehn Gemeinden einer der nachhaltigsten Lebensräume in den Alpen ist. Jeder der hier lebt, arbeitet oder Urlaub macht, ist Teil einer einzigartigen und besonderen Berg-, Natur- und Kulturlandschaft. Diese Merkmale gilt es nicht nur zu erhalten, sondern für die Entwicklung des Lebens- und Wirtschaftsraums Montafon weiter zu denken“, schildert Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster. Mit dem aktuellen Arbeitsprogramm für die Funktionsperiode bis 2025 wurde in einem intensiven Findungsprozess die Leitplanken und Schwerpunkte der Zukunft festgelegt. Der Stand Montafon ist als Regionalverband das Netzwerk der Montafoner Gemeinden. Beim Stand stehen Kooperationen im Sinne der Talschaft im Fokus, der Stand ist zudem ein starkes Sprachrohr zu Land und Bund. Ein Netzwerk mit langer Tradition. Das es gilt, erfolgreich in die Zukunft zu führen. Genau dafür haben die Bürgermeister der zehn Montafoner Gemeinden nach den Gemeindewahlen ein Strategisches Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre entwickelt. Mit vielen großen Zielen, unter anderem als Klima-Modellregion. In den vergangenen Jahren wurden im Montafon bereits diverse strategische Prozesse durchgeführt und liefern damit die Grundlage für das „Strategische Arbeitsprogramm 20-25“. Darüber hinaus wurden auch Konzepte des Landes berücksichtigt – wie die Initiative „Chancenreichster Lebensraum für Kinder“. Immer mit dem Ziel vor Augen, das Montafon als eine der attraktivsten Bergregionen der Alpen zu etablieren. Die strategischen Handlungsfelder wurden in die 5 / Regionalbericht Stand Montafon Raum & Region vsten Regionen in den Alpen beschlossen. Zahlreiche Themenbereiche wie die Kinderbetreuung, eine Klima-Modellregion und vieles mehr stehen im Fokus. Bereiche „Raum & Region“, „Bildung & Soziales“, „Natur & Umwelt“ sowie „Mobilität & Verkehr“, „Kultur & Wissenschaft“ und „Wirtschaft & Tourismus“ gegliedert. Passend dazu wurden im aktuellen Arbeitsprogramm die wichtigsten Projekte und Prozesse der einzelnen Handlungsfelder erarbeitet. So rückt unter „Natur & Umwelt“ der Klimawandel und die Folgen für unseren Lebensraum klar in den Fokus. „Das Montafon kann und will zukünftig bei den Themen Klima- und Energie Modellregion und Vorreiter sein. Als größter Waldbesitzer Vorarlbergs in einem alpinen Gebirgstal haben wir Verantwortung und Möglichkeiten“, betont Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster. Ein wichtiger Zukunfts-Aspekt ist laut Kuster im Bereich „Mobilität & Verkehr“ auch der Ausbau, die Infrastruktur-Verbesserung und das Neu-Denken des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie die Verkehrsentlastung entlang der L188 und die ortsnahe Umlegung dieser Landesstraße in Lorüns. Regionalstrategie des Standes dient als Leitlinie und Zukunfts-Ausblick Unter „Bildung & Soziales“ nimmt die Kinderbetreuung in der Talschaft einen großen Stellenwert ein. Neben der Prüfung und Umsetzung von neuen Standorten geht es in diesem Bereich vor allem um den bestmöglichen Ausbau des Betreuungsangebotes. Mit der Gründung der gemeinnützigen Gesellschaft „Familienzentrum Montafon“ als Zusammenschluss der beiden bisherigen Vereine „Eltern-Kind-Zentrum“ sowie „Kinderwerkstättli“ wurde im Jahr 2021 der Grundstein für ein moderndes DienstleistungSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight szentrum geschaffen. Das „Strategische Arbeitsprogramm 20-25“ wurde von den zehn Bürgermeistern der Talschaft erarbeitet und in der Standessitzung einstimmig beschlossen. „Als nachhaltige Regionalstrategie dient es dabei als Leitlinie und Zukunfts-Ausblick und unterstützt das Montafon auf dem Weg zu einer der attraktivsten Regionen in den Alpen“, sagt Kuster weiter. „Ambitionierte Ziele, die wir nicht alle sofort erreichen können. Das ist uns natürlich bewusst. Aber wir können jetzt an die Zukunft denken, vieles gleich umsetzen und die Weichen so stellen, dass der gemeinsame Weg in eine erfolgreiche Zukunft über 2025 hinaus hallen wird“, so Kuster abschließend. Arbeitsprogramm 20–25 Das „Strategische Arbeitsprogramm 20–25“ des Standes Montafon steht auf der Standes-Website unter www.stand-montafon.at zum Download bereit. „Das Strategische Arbeitsprogramm 20-25 dient als nachhaltige Regionalstrategie, als Leitlinie und ZukunftsAusblick und unterstützt das Montafon auf dem Weg zu einer der attraktivsten Regionen in den Alpen.“ Bgm. Jürgen Kuster, Standesrepräsentant 6 / Regionalbericht Stand Montafon Raum & Region Abseits von Corona wurden beim Stand Montafon 2021 strategisch wichtige Meilensteile erreicht Das Jahr 2021 war, wie in allen Bereichen von Gesellschaft und Wirtschaft, auch beim Stand Montafon sehr stark durch die Covid-19-Pandemie geprägt. Wenngleich auf Grund der Erfahrungen aus dem Vorjahr schon zielgerichteter und vorausschauender reagiert werden konnte, wirkte sich die Krise stark auf die Finanzen der verschiedenen Projekte und Bereiche aus. Abseits von Corona konnten aber sowohl im Bereich der Organisationsentwicklung als auch auf strategischer Ebene wichtige Meilensteine erreicht werden. Die stärksten finanziellen Einschnitte ergaben sich beim Landbus Montafon. Die Einnahmen aus Fahrscheinverkäufen konnten im Jahr 2021 zwar wieder leicht gesteigert werden, lagen aber immer noch um etwa 40 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Beim Forstfonds konnten die Erlöse aus Holzverkäufen gegenüber dem Vorjahr erfreulicherweise auf 1,45 Millionen Euro gesteigert und somit verdoppelt werden. Dies liegt aber nicht an Corona, sondern ist auf die positive Entwicklung der Holzpreise zurückzuführen. Aufgrund der geringeren Abwassermenge infolge von Corona reduzierten sich beim Abwasserverband die Ausgaben für Fäll- und Flockungsmittel, insgesamt blieb aber die Finanzgebarung für die Abwasserreinigung stabil. Innerhalb des Standes wurde 2021 intensiv an einem neuen Organisationshandbuch gearbeitet. „Neu hinzugekommene Aufgaben und Funktionen machen es nötig, auch die Organisationsstruktur des Standes nachzuführen und anzupassen“, schildert Standessekretär Bernhard Maier. „Ziel ist es, alle Aufgaben zu beschreiben und die Verteilung der Kompetenzen und Verantwortungen sowie Kommunikationsstrukturen an die Gegebenheiten anzupassen.“ In diesem Zuge wurden auch Synergie-Möglichkeiten ausgelotet und so soll es beispielsweise fortan ein gemeinsames Fuhrparkmanagement für alle Talschaftsverbände geben. Auf der strategischen Ebene konnte mit dem Arbeitsprogramm 2020-2025 nun erstmals ein eine Art Regierungsprogramm auf Talschaftsebene vorgelegt werden. „Allein mit der Tatsache, dass sich zehn Gemeinden einem gemeinsamen Programm für eine Funktionsperiode verschreiben, nimmt das Montafon im Vergleich zu anderen Regionen in Vorarlberg hiermit klar eine Vorreiter-Rolle ein“, so Maier weiter. Neben vielen Zielen und Projekten ist besonders die Initiative „Ofruaf“ hervorzuheben, welche den Montafoner:innen für innovative gemeinnützige Projektideen eine finanzielle und koordinative Unterstützung ermöglicht (www.stand-montafon.at/ofruaf). Das Arbeitsprogramm ist auf das große regionale Ziel- und Leitbild des regionalen Räumlichen Entwicklungskonzeptes (regREK Montafon) abgestimmt, welches in den kommenden Jahren konkretisiert werden wird. Kontakt: Verwaltung Stand Montafon Montafonerstraße 21, 6780 Schruns, Telefon: 0 55 56 / 7 21 32-0, Mail: info@stand-montSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight afon.at Web: www.stand-montafon.at Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8 bis 12 Uhr, Montag & Mittwoch: 13 bis 17 Uhr, Persönliche Termine gerne nach Absprache jederzeit möglich. „Abseits von Corona konnten im Geschäftsjahr 2021sowohl im Bereich der Organisationsentwicklung als auch auf strategischer Ebene wichtige Meilensteine erreicht werden.“ Bernhard Maier, Standessekretär vo st al le h r bi s p ar te n a 7 / Regionalbericht Stand Montafon Raum & Region Der Stand Montafon auf Social Media Das Leben findet längst nicht mehr nur real statt. Täglich nutzen hunderte Millionen Menschen Soziale Medien wie Facebook, Instagram, Twitter & Co. – um noch mehr Informationen aus erster Hand bieten zu können, ist der Stand Montafon seit Frühjahr 2021 auf Facebook und Instagram aktiv. Als Regionalmanagement des Tales übernimmt der Stand Montafon im Auftrag der zehn Montafoner Gemeinden vielfältige Aufgaben. Ob Informationen zu den Standeswaldungen, zum Prozess „Familienfreundliches Montafon“, zum Abwasserverband oder zum Landbus, dem Anruf-Sammeltaxi „go&ko“ oder zur Bibliothek Montafon, der Waldschule und vieles mehr – neben interessanten Neuigkeiten und Hintergrundinformationen präsentiert das Redaktions-Team des Standes rund um Valentina Bolter, Toni Meznar, Karin Valasek, Sylvia Ackerl sowie Elke Martin und Bettina Ganahl seit Frühjahr 2021 täglich auf Facebook (www.facebook.com/meinstandmontafon) sowie auf Instagram (www.instagram.com/standmontafon) all das, was unter dem Dach des Standes Montafon für die Menschen im Tal geleistet wird. „Unsere Social-Media-Auftritte werden sehr gut in Anspruch genommen“, freut sich der für die Standes-Öffentlichkeitsarbeit zuständige Medienexperte Toni Meznar. Hunderte Interessierte folgen dem Stand auf den Sozialen Medien und erleben dabei Informationen aus erster Hand. „Die tägliche Berichterstattung auf Facebook und Instagram ergänzt unsere mediale Präsenz perfekt“, so Meznar weiter. „Damit können wir – ergänzend zum Info-Magazin Montafoner Standpunkt und unserem Regionalbericht – noch mehr Informationen aus erster Hand über das vielseitige Aufgabengebiet des Standes bieten.“ Social Media Stand Montafon Facebook: @meinstandmontafon Instagram: @standmontafon Neue Website soll 2022 online gehen und bietet noch mehr Service und Informationen Parallel zu den Sozialen Netzwerken wurde beim Stand Montafon im Jahr 2021 mit dem Projekt „Neue Website“ begonnen. „Dabei steht der Service-Gedanke im Sinne der Digitalisierung ganz im Mittelpunkt“, so Projekt-Koordinatorin Valentina Bolter vom Stand Montafon. Mit wenigen Klicks wird die neue Website einen tiefen Einblick in das vielseitige Aufgabengebiet des Standes und in die einzelnen Themen-Bereiche „Bildung & Soziales“, „Kultur & Wissenschaft“ sowie „Mobilität & Verkehr“, „Natur & Umwelt“, „Raum & Region“ und „Wirtschaft & Tourismus“ bieten. Zudem werden die einzelnen Websites der Montafoner Gemeinden und des Standes miteinander vernetzt und ermöglichen damit einen noch intensiveren Informationsaustausch über die Gemeindegrenzen hinweg. Läuft alles nach Plan, wird die neue Website Mitte 2022 live geschaten. „gefällt mir“-Angaben Facebook 6 1 6 1 5 2 5 2 Männer Frauen 4 4 3 3 Frauen Männer 1 18 bis 24 Jahre 2,70 % 4,70 % 2 25 bis 34 Jahre 10,10 % 11,50 % 3 35 bis 44 Jahre 13,80 % 12,20 % 4 45 bis 54 Jahre 11,00 % 11,20 % 5 65 bis 64 Jahre 6,20 % 7,40 % 6 65+ 3,70 % 5,50 % 47,50 % 52,50 % Gesamt 8 / Regionalbericht Stand Montafon Raum & Region Der Stand Montafon und der Heimatschutzverein haben im Jahr 2021 sechs einzigartige Objekte für die talschafts-typische Baukultur gekennzeichnet Der Stand Montafon engagiert sich seit vielen Jahren, um die Bausubstanz und auch die Baukultur des Montafons dokumentieren und erforschen zu lassen. Daraus hat sich in einem intensiven Prozess unter anderem die Kennzeichnung „Montafoner Baukultur“ herauskristallisiert, welche im Jahr 2021 bereits zum vierten MalSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight vergeben wurde. Baukultur-Jury 2021 Barbara Keiler, Bundesdenkmalamt Clemens Quirin, Vorarlberger Architekturinstitut Thomas Mennel, Architekt Raimund Rhomberg, Bauforscher Ein wichtiger Aspekt der Montafoner Kulturlandschaft ist die Baukultur im Tal und der fachgerechte und beispielgebende Umgang mit Erhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen. Aus diesem Grund vergibt der Stand Montafon in Zusammenarbeit mit dem Heimatschutzverein seit 2015 im Zwei-Jahres-Rhythmus eine offizielle Anerkennung in Form einer Kennzeichnung als Montafoner Kulturgut. Bis dato sind in der Talschaft 24 solcher Baukulturgüter gekennzeichnet worden. 2021 hat die Jury wieder mehrere wertvolle Gebäude aus dem gesamten Spektrum der Baukultur bewertet und schließlich sechs Objekte für die Kennzeichnung mit dem Signet „Montafoner Baukultur“ ausgewählt. Im Rahmen eines Festaktes wurden die Kennzeichnungen im Kunstforum Montafon übergeben. 2021 dürfen sich Elisabeth Brändle für ihr Haus Benedikta in Vandans und Familie Fitsch für ihren Getreidespeicher in Schruns sowie Montafon und Gargellen Tourismus mit der Agrargemeinschaft Ausschlag Gargellen über das Projekt „Kalkofen“ im Rahmen des Gargellner Fensters freuen. Genauso wie die Maisäßgenossenschaft Ausschlag Netzen für den Maisäß Oberer Netza in Gortipohl und die Agrargemeinschaft Bella Maisäß für das Maisäß-Ensemble in Partenen. Ausgezeichnet wurden auch drei Brücken (Radbrücke Lorüns, Radbrücke Schruns-Tschagguns und die Holzbrücke in Galgenul) stellvertretend für alle gedeckten Brücken in der Talschaft. Diese sechs Objekte wurden 2021 mit der Kennzeichnung „Montafoner Baukultur“ versehen: Kennzeichnung Montafoner Baukultur: Gedeckte Brücken Elisabeth Brändle Familie Fitsch Lorüns, Schruns-Tschagguns, Galgenul Haus Benedikta, Vandans Getreidespeicher, Schruns Montafon & Gargellen Tourismus & Maisäßgenossenschaft Ausschlag Net- Agrargemeinschaft Bella Maisäß Agrargemeinschaft Ausschlag zen / Maisäß Oberer Netza, Gortipohl Bella Maisäß, Partenen Gargellen / Kalkofen, Gargellen Alle Details und Begründungen der Jury zu den mittlerweile 24 Bauobjekten, welche in den Jahren 2015, 2017, 2019 und 2021 mit der Kennzeichnung „Montafoner Baukultur“ versehen wurden, auf www.montafonerbaukultur.at 9 / Regionalbericht Stand Montafon Natur & Umwelt vo schindla g o r t a n n u r b bis Das Aufgabengebiet des Stand Montafon Forstfonds ist sehr vielseitig – deswegen gilt der Forstfonds auch als das grüne Rückgrat der Region. Forstfonds im Einsatz Klimawandel und daraus resultierende Wetterextreme mit Starkregen und Hagel verursachen immer höhere Aufwände für die Erhaltung von Güterwegen und Forststraßen. Im August 2021 wurde die Straßenverbindung ins Hintere Silbertal durch den Gieslabach gänzlich zerstört. Im Hinteren Silbertal werden über den Sommer sechs Alpen mit rund 600 Stück Vieh bewirtschaftet. Die Weganlage erschließt weiters etwa 800 Hektar Standeswaldflächen. Das Silbertal ist ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Gäste. Viele Wandernde und Mountainbikeende nützen die schöne Landschaft des Natura 2000 Gebiets und die gute Infrastruktur zur Erholung. „In einem normalen Jahr räumen wir mehrere Male im Sommer die Gieslafurt mit einem Bagger von Geröll und Geschiebe“, so Forstbetriebsleiter Hubert Malin. „Dass die ganze Furt zerstört wurde und das Hintere Silbertal mehrere Tage nicht mit Kraftfahrzeugen erreichbar war, gab es seit vielen Jahren nicht mehr“. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 6780 Schruns + 43 55 56 / 7 21 32 - 0 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at/forst Nach Errichtung einer Notumfahrung und Erhalt der behördlichen Bewilligungen wurde eine neue Furt durch den Gieslabach errichtet. Es wurde ein massiver Rechen mit Eisenbahnschienen eingebaut, damit kein Geschiebe die einbetonierten Metallrohre verlegen kann. 150 Kubikmeter Grobsteine wurden in Beton verlegt und eine neue Fahrbahnoberfläche auf zwölf Metern betoniert. Die Arbeiten für die WiedererrichtunSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight g der Furt dauerten zwei Wochen, wobei ein 28-Tonnen-Bagger eingesetzt wurde. 100 Kilometer Güterwege, 140 Kilometer Forstraßen & Co. werden betreut Die Mitarbeitenden des Forstfonds arbeiten auf rund 100 Kilometer Güterwegen und 140 Kilometer Forststraßen und Bringungsgenossenschaftswegen bei laufenden Wegerhaltungsarbeiten mit. Dafür werden rund 1.100 Arbeitsstunden pro Jahr aufgewendet. „Neben den großen Sanierungen sind vor und nach jedem Unwetter sämtliche Wasserspulen bzw. Entwässerungsgräben zu kontrollieren und auszuräumen. Dies macht einen beachtlichen Anteil der Arbeit des Forstfonds-Teams aus“, so Hubert Malin abschließend. „Neben den großen Sanierungen werden vor und nach jedem Unwetter sämtliche Wasserspulen bzw. Entwässerungsgräben kontrolliert und ausgeräumt.“ Hubert Malin, Forstfonds-Betriebleiter 10 / Regionalbericht Stand Montafon Natur & Umwelt Gemeinsam mit dem Schulzentrum Vandans organisierte die Waldschule Montafon im Jahr 2021 ein Jugend-Bergwaldprojekt im Montafon. Premiere für das Jugend-Bergwaldprojekt der Waldschule mit dem Schulzentrum Vandans im Jahr 2021 Eine Woche Waldarbeit statt Schulbank, Berufserfahrung sammeln und gleichzeitig den Berg- und Schutzwald fördern – das war 2021 der erste Versuch eines Jugendbergwaldprojekts der Waldschule Montafon mit dem Schulzentrum Vandans in Zusammenarbeit mit dem Bergwaldprojekt Schweiz. Seit fast 30 Jahren arbeitet das Bergwaldprojekt Schweiz mit Erwachsenen im August jährlich zwei Wochen im Silbertal. Aufgrund der guten Zusammenarbeit und Erfahrung entstand 2021 die Idee, gemeinsam ein Jugendbergwaldprojekt zu organisieren. „Mit dem Schulzentrum Vandans haben wir die perfekte Bildungseinrichtung gefunden“, schildert Leiterin Sylvia Ackerl von der Waldschule Montafon des Stand Montafon Forstfonds. „Die jungen Leute waren sehr motiviert bei der Arbeit und zeigten großes Interesse am Wald.“ „Mit dem Schulzentrum Vandans haben wir die perfekte Bildungseinrichtung für das Jugend-Bergwaldprojekt der Waldschule Montafon gefunden. Die jungen Leute waren sehr motiviert bei der Arbeit und zeigten großes Interesse am Wald.“ Sylvia Ackerl, Leiterin Waldschule Montafon Abwechslungsreiches Programm sorgte für Begeisterung bei Jung & Alt Die Woche wurde so geplant, dass ein möglichst abwechslungsreiches Arbeitsprogramm zustande kam. Von Aufforstung über Waldpflege bis zum Bau von Begehungssteigen war alles mit dabei. Nach Möglichkeit immer möglichst in der Nähe zur Schule oder mit Blick von oben auf die Schule. „So kann die Schutzfunktion des Waldes hautnah erlebbar gemacht werden“, so Ackerl weiter. Schüler:innen, Lehrerende sowie Arbeitende und Lehrlinge des Forstfonds arbeiten gemeinsam mit zwei Experten vom Bergwaldprojekt. Eine kleine Exkursion in der Wochenmitte lockert die Arbeit auf und vermittelt wichtige Waldinformationen. „Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit im Montafon jetzt auch um die Jugendebene ausgeweitet werden konnte“, zieht Martin Kreilinger, Geschäftsführer des Bergwaldprojekts Schweiz, eine erfreuliche Bilanz über die neue Kooperation mit dem Montafon. l a u h c s d l a w vo d l a w z t u h c s bis 11 / Regionalbericht Stand Montafon Natur & Umwelt Hier gibt`s was zu klären Seit 1985 werden die Kanal-Aufgaben des Montafons durch den Abwasserverband Montafon am Standort in Vandans/Vens gebündelt. Damit bei dieser Wasser-Aufbereitung alles glatt läuft, braucht es verschiedenste Faktoren, die wie ein Orchester im Gleichklang funktionieren müssen. Im Jahr 2021 wurde unter anderem gemeinsam mit der Universität Wien an der Optimierung des Klärprozesses gearbeitet. Preis-Entwicklung Klärschlamm Jahr: Gewicht: Kosten: 1 2016 1.492,51 Tonnen 136.415,41 € 2 2017 1.295,36 Tonnen 119.963,29 € 3 2018 1.264,62 Tonnen 120.088,32 € 4 2019 1.168,76 Tonnen 113.299,59 € 5 2020 1.301,50 Tonnen 145.637,85 € 6 2021 1.210,96 Tonnen 154.457,95 € Seit über 30 Jahren wird von der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Montafon in Vandans/Vens täglich das AbSyntax Warning: Invalid Font Weight wasser von rund 8.000 Haushalten und rund 750 Gewerbebetrieben gereinigt. An Spitzentagen in der Saison wird das Abwasser von bis zu 55.000 Menschen wiederaufbereitet. Pro Jahr werden so gesamt knapp 2,5 Millionen Kubikmeter Wasser durch die ARA geschleust. Wobei die saisonalen Schwankungen der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Montafon immer wieder zu schaffen machen. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Wien wird deshalb seit längerem an der Optimierung des Klärprozesses gearbeitet. Mit dem Ergebnis, dass mit einem neuen Belüftungssystem die Trübwasser-Behandlung verbessert und damit die gesamte Aufbereitung optimiert werden kann. „Noch 2021 wurde mit den Detailplanungen begonnen, Mitte 2022 sollen dann die notwendigen Arbeiten umgesetzt werden“, schildert ARA-Betriebsleiter Alexander Nöckl. Neue Photovoltaik-Anlage soll ab Mitte 2022 Öko-Strom liefern Läuft alles weiter nach Plan, soll ebenfalls Mitte 2022 der nächste Schritt bei der nachhaltigen Strom-Erzeugung der ARA erfolgen. Denn neben dem Betrieb von zwei Blockheizkraftwerken – welche Öko-Strom und Bio-Wärme erzeugen – sollen rund 800 Quadratmeter Dachflächen mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet werden. Damit können neben den rund 600.000 Kilowattstunden durch die Blockheizkraftwerke (BHKW) nochmals rund 130.000 Kilowattstunden pro Jahr sauberer Strom erzeugt werden. Die Abwärme wird übrigens an der angrenzenden ARA-Halle zum Trocknen der Hackschnitzel für den Stand Montafon Forstfonds verwendet. „Durch dieses ökologische Vorzeigeprojekt konnten bereits Millionen Liter Heizöl und tausende Tonnen CO2 eingespart werden“, freut sich ARA-Verbandsobmann Bürgermeister Thomas Zudrell. ARA-Verbandsobmann Bgm. Thomas Zudrell und ARA-Betriebsleiter Alexander Nöckl (r.) beim Begutachten des Klärschlamms. Immer teurer werdene Klärschlamm-Entsorgung soll neu geregelt werden Ein weiteres Thema, welches die ARA Montafon und auch alle anderen Abwasser-Reinigungs-Anlagen Vorarlbergs die kommenden Jahre beschäftigen wird, ist die Klärschlamm-Entsorgung. In Vorarlberg fallen jährlich über 30.000 Tonnen getrockneter Klärschlamm an. Rund 1.500 Tonnen davon stammen aus Montafon. Entsorgt wird der Klärschlamm landesweit gemeinsam zum größten Teil in einer Schweizer Müllverbrennungsanlage – verbunden mit jährlich steigenden Kosten. Auf Initiative der Gemeinden prüft der Vorarlberger Umweltverband jetzt Alternativen zur Entsorgung. Deswegen werden aktuell die Möglichkeiten einer sogenannten Mono-Verbrennungsanlage im Land geprüft. Durch eine thermische Verwertung mit Phosphor-Rückgewinnung könnte das eigentliche Abfallprodukt Klärschlamm dabei auch als Düngemittel für die Landwirtschaft nachhaltig wiederverwendet werden. 12 / Regionalbericht Stand Montafon Bildung & Soziales Bei der Musikschule Montafon herrschte trotz aller Einschränkungen 2021 kein Stillstand – kreative Ideen mit viel Einsatz und Leidenschaft waren gefragt Landeswettbewerb Prima La Musica 1. Preis: Annika Stocker, Klarinette Solo - Altersgruppe II, Annika Stocker, Klarinette Solo 1. Preis: Jakob Kurz, Posaune Solo - Altersgruppe B Seit über 50 Jahren sorgt die Musikschule Montafon für eine qualitativ hochwertige musikalische Ausbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Montafon. Über 720 Schüler:innen wurden beispielsweise im Jahr 2021 in den verschiedenen Instrumentalfächern und Kursen unterrichtet. Dort wo Corona eine Tür zu gemacht hat, wurden durch Kreativität, Einsatz und Spontanität Ideen des Musizierens verwirklicht. „2021 war das Jahr, unter dem alle kulturell Tätigen sehr gelitten haben. Rien ne va plus. Nichts geht mehr! – Und es geht doch noch was!“, zieht Direktor Dietmar Hartmann von der Musikschule Montafon allen Widrigkeiten zum Trotz eine zufriedene Bilanz für das Jahr 2021. „Da gab es Videokonzerte, Gottesdienstgestaltungen, Online-Unterricht, Ensembles und Orchester wurde in kleinen Häppchen geprobt, unter freiem Himmel wurde getanzt und musiziert. Es wurden Präventionskonzepte erstellt, HändeSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight gewaschen und desinfiziert, Abstand gehalten, gelüftet und wenn möglich ohne Maske musiziert.“ Besondere Leistungen von fünf Musikschüler:innen „Nie hatte man das Gefühl, da bewegt sich nichts mehr, da herrscht Stillstand, sondern ganz im Gegenteil. Die Musiklehrer:innen ließen sich nicht entmutigen und haben mit vielen kreativen Ideen, mit viel Einsatz und Leidenschaft manch scheinbar Unmögliches möglich gemacht“, freut sich Hartmann über so viel Engagement seiner Kolleg:innen. Besondere Leistungen wurden von drei erfahrenen Musikschülern bei den Stufenprüfungen (Leistungsabzeichen in Gold) und den zwei Teilnehmenden des Landeswettbewerbes Prima la musica erbracht. „Herzliche Gratulation allen.“ Stufenprüfung Leistungsabzeichen Gold: Jakob Kurz, Posaune Solo Peter Forstinger & Bertram Melmer – Posaune (sehr guter Erfolg) Thomas Rudigier – Tuba (sehr guter Erfolg) Musikschule Montafon, Batloggstraße 36, 6780 Schruns Telefon: 0 55 56 / 7 21 18 musikschule@montafon.at www.musikschule-montafon.at 13 / Regionalbericht Stand Montafon Bildung & Soziales vo ga gl a bi s al ta L ü t Am 28. September 2021 wurde bei einem Notariatsakt die neue gemeinnützige Gesellschaft „Familienzentrum Montafon gGmbH“ offiziell gegründet und Natalie Zuderell zur Geschäftsführerin bestellt. Neues Familienzentrum Das Kleinkinder-Betreuungsangebot im Montafon ist mittlerweile sehr vielseitig und wird ständig den aktuellen Bedürfnissen von jungen Familien bestmöglich angepasst und im Rahmen des Prozesses „Familienfreundliche Montafon“ stetig ausgebaut. Im Jahr 2021 wurde mit der Gründung der neuen „Familienzentrum Montafon gGmbH“ der nächste historische Schritt vollzogen. Die Kinderbetreuung im Montafon wurde bis dato von den beiden Vereinen „Eltern-KindZentrum Montafon“ (EKIZ) sowie dem „Kinderwerkstättli Montafon“ auf Vereinsbasis und sehr viel ehrenamtlichem Engagement organisiert. Immer mehr Aufgaben, gesetzliche Verpflichtungen sowie Haftungsfragen, etc. führten schließlich dazu, dass auf Wunsch der Vereinsverantwortlichen gemeinsam mit den Entscheidungsträgern des Standes Montafon eine neue Struktur in der Kinderbetreuung in Angriff genommen wurde. „Es folgten in den Jahren 2020 und 2021 mehrere Gesprächsrunden und Workshops mit Experten“, skizziert Koordinatorin Bettina Ganahl vom Prozess „Familienfreundliches Montafon“ den Ablauf. Dabei habe sich in einem beispiellosen gemeinsamen Miteinander herauskristallisiert, „dass die Zeit für eine gemeinsame Zukunft endgültig reif ist“, so Ganahl weiter. „Ein Mehrwert in jeder Hinsicht“, sind sich auch Natalie Zuderell und Angelika Vonbank vom EKIZ sowie Birgit Ogris und Ruth Vonbank vom Kinderwerkstättli einig. „Die Vielfalt unserer Angebote soll weiter ausgebaut werden“ Die Agenden der beiden Vereine wurden mit der Gründung der gemeinnützigen Gesellschaft (gGmbH) „Familienzentrum Montafon“ im Herbst 2021 gebündelt. Gegründet wurde die neue Gesellschaft Ende September im Rahmen eines Notariatsakts, die operative Arbeit wurde mit Jahresanfang 2022 aufgenommen. „Unser Ziel für die Zukunft ist klar“, sagt Geschäftsführerin Natalie Zuderell. „Die Vielfalt der bisherigen Angebote wie fixe- und stundenweise Betreuung, die Waldspielgruppe, das bunte Eltern-Kind-Angebot und vieles mehr sollen erhalten und ausgebaut werden.“ Die Kleinkindbetreuung wird weiterhin ganzjährig und durchgängig von Montag bis Freitag, 7 bis 18 Uhr, in der ganzen Talschaft angeboten. Familienzentrum Montafon gGmbH Gerichtsweg 3, 6780 Schruns +43 664 924 00 89 office@famon.at www.famon.at Geschäftsführerin Natalie Zuderell und ihr Team sind jeweils von Montag- bis Freitagvormittag sowie am Montag- und Mittwochnachmittag persönlich in den neuen Büroräumen im Alten Gericht erreichbar, abseits davon telefonisch. 14 / Regionalbericht Stand Montafon Bildung & Soziales Jugendkoordination des Standes hat ein umfassendes Beteiligungs-Konzept für Kinder und Jugendliche auf Schiene gebracht – erste Umsetzungen laufeSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight n Was motiviert junge Menschen, sich für die Gemeinde zu engagieren und einzubringen? Wie entwickelt sich eine starke Identifikation mit der Region? Was fördert das Demokratieverständnis und trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei? Das Gefühl, etwas für die Gemeinschaft beizutragen, kann beflügeln und stärkt das eigene Gefühl der Selbstwirksamkeit. Sein Umfeld zu gestalten, macht Mut, fördert die Identifikation mit der Heimat und gibt das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Konkrete erste Schritt können mit altersentsprechenden Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche gesetzt werden. Dabei sollen verstärkt junge Menschen in politische Prozesse eingebunden und ihre Ideen und Vorschläge gehört werden. Elke Martin, Jugendkoordinatorin des Standes Montafon, hat während der Pandemie ein umfassendes Beteiligungskonzept entwickelt, das nun Schritt für Schritt in die Umsetzung kommt. Das Konzept beinhaltet verschiedene Bausteine, die aufeinander aufbauen aber auch unabhängig funktionieren und sich am Alter der Kinder und Jugendlichen orientieren. Beteiligungsformate, die schon in der Volksschule beginnen, sind eine gute Grundlage, damit sich schon sehr junge Menschen den oft langwierigen, demokratischen Abläufen bewusstwerden. „Dialoge zu führen, andere Perspektiven einzunehmen, vorgegebene Rahmenbedingungen anzuerkennen sind Lernschritte, die im Dialog gelernt werden müssen“, schildert Elke Martin. Im Geschäftsjahr 2021 wurden deswegen erste Kinderbeteiligungsseminare in den Gemeinden Schruns und Vandans vorbereitet. Ziel war und ist es jeweils ein konkretes Projekt daraus entstehen zu lassen. Kontakt Direkter Draht zur Montafoner Jugendkoordinatorin Elke Martin: 0 55 56/7 21 32-18, elke.martin@stand-montafon.at facebook.com/ meinstandmontafon instagram.com/standmontafon Aufbauend auf den ersten Beteiligungsformaten wurden 2021 in den Mittelschulen in vier Klassen soziokratische Klassensprecher:innenwahlen durchgeführt. Soziokratisch bedeutet, dass die getroffenen Entscheidungen von allen Beteiligten mitgetragen werden. Ein:e Klassensprecher:in wird in einem demokratischen Verfahren nominiert und gewählt. Das World Peace Game, als ein weiterer zentraler Baustein der Kinder- und Jugendbeteiligung, wird in den dritten Klassen der Mittelschulen einmal jährlich durchgeführt. Das Planspiel wird jeweils mit einer Klasse gespielt und gibt den Schüler:innen einen Einblick über die globalen Problemstellungen. Um die gewonnen Erfahrungen ein- und umzusetzen, kann für die jungen Menschen ab 14 Jahren das Jugendforum Montafon als Plattform dienen. Das Jugendforum als vorläufiger Abschluss der Kinder- und Jugendbeteiligung hat sich in der Talschaft in den vergangenen Jahren als Sprachrohr der Jugend etabliert. Die Jugendlichen des Jugendforums führen ihre Geschäfte selbstorganisiert und werden dabei von der Jugendkoordination Montafon begleitet. „Die Jugendlichen im Montafon haben somit die Chance auf eine aktive Gestaltung ihrer Zukunft. Das haben sie bei der Demonstration für einen Jugendplatz eindrücklich gezeigt“, sagt auch Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster. Die jungen Menschen nehmen sich das demokratische Recht und machen sich für ihre Interessen stark. Die Jugendlichen, die sich für den Jugendplatz eingesetzt haben, werden kontinuierlich von politischen Vertreter:innen über den aktuellen Stand informiert und sind bei weiteren Entscheidungsschritten involviert. „Das Gefühl, etwas für die Gemeinschaft beizutragen, kann beflügeln und stärkt das eigene Gefühl der Selbstwirksamkeit. Sein Umfeld zu gestalten macht Mut, fördert die Identifikation mit der Heimat und gibt das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein. “ Elke Martin, Jugendkoordinatorin Montafon 15 / Regionalbericht Stand Montafon Bildung & Soziales Bibliothek Montafon Im Jahr 2021 stand der Verleihbetrieb in der Bibliothek Montafon trotz coronabedingter Schließung bis Mitte Februar wieder im Normalbetrieb. Dank dem großartigen Einsatz des Bibliotheken-Teams konnte für die BesSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight uchenden ein unkomplizierter Reservierungs- und Abholdienst eingerichtet werden, sodass alle Bibliothekskunden bestens mit Lesestoff versorgt waren. Seit Sommer 2018 präsentiert die Bibliothek Montafon Sachbücher zum Thema Natur, Umwelt und Klima. Im Frühjahr 2021 wurde das Schwerpunktthema erweitert und der Fokus lag auf Waldliteratur sowie Sachbücher über den Lebensraum Wald. In Zusammenarbeit mit Eva Maria Volgger (Kinderbuchhandlung Ananas, Dornbirn) wurden über 70 Neuerscheinungen im Bereich Kinder- und Jugendliteratur in den Bestand aufgenommen. In Kooperation mit der Waldschule Montafon wurde am Kristbergsattel vom 12. bis 15. Juli 2021 ein Vermittlungsangebot zum Waldregal angeboten. „Vom Kinderkräutertag über einen musikalischen Nachmittag bis hin zu einer Bilderbuchleseung und einem Walvermessungs-Workshop war vieles dabei“, freut sich Bibliotheks-Leiterin Karin Valasek. vo lesa bis spiela Die Bibliothek Montafon hat 2021 zudem einen weiteren Digitalisierung-Schritt in Angriff genommen. Seit Jänner 2021 ist die Bibliothek auf dem Portal „Bibliotheken Online“ mit dem Medienbestand einsehbar. Somit ist ein Online-Zugriff über das Internet (https://bibliotheken.at/region) auf die Kataloge öffentlicher Bibliotheken in Österreich und natürlich auch der Bibliothek Montafon möglich. Bibliothek Montafon Batloggstraße 36, 6780 Schruns, Telefon: +43 55 56 / 7 37 73 Öffnungszeiten: Montag von 14 bis 19 Uhr, am Dienstag von 14 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 9.30 bis 11.30 und von 14 bis 19 Uhr sowie am Donnerstag & Freitag jeweils von 14 bis 18 Uhr Karin Valasek (r.) von der Bibliothek Montafon und Sylvia Ackerl von der Waldschule Montafon haben 2021 mit der Waldbücherei ein neues Erfolgs-Format ins Leben gerufen. Übersicht Bestand & Entlehnungen Bibliothek Montafon 2021 Medienart 8 5 6 7 1 4 Entlehnungen 3 2 Medienbestand Entlehnungen 1 Kinder- und Jugend-Belletristik 5.486 27.993 2 Belletristik 5.453 15.893 3 Sachbuch 3.167 7.589 4 CD-Hörbuch, Tonies 1.802 10.472 5 DVD-Videos 1.453 1.283 6 Spiele 680 5.806 7 Zeitschriften 518 3.203 8 CD-Audio, Tonies 118 1.062 18.677 73.301 Summe 16 / Regionalbericht Stand Montafon Bildung & Soziales Die Themen „Mathematik“, „Informatik“, „Naturwissenschaft“ & „Technik“ – oder kurz: „MINT“ stehen im Fokus der Region Bludenz-Montafon-Brandnertal vo gagla bis alta lüt Das MINT-Projekt der Bildungsregion Bludenz-Montafon-Brandnertal startet im Frühling 2021 in das zweite Förderjahr. Was geschah bisher und welche Projektschritte stehen bevor? Ein Rückblick und Ausblick. Die Bildungsregionen Bludenz-Montafon-Brandnertal und WalgauGroßwalsertal-Klostertal-Arlberg haben zwei eng miteinander vernetzte Projekte beim Förderwettbewerb „MINT-Regionen“ des Landes Vorarlberg, der Wirtschaftskammer Vorarlberg und der Bildungsdirektion für Vorarlberg eingereicht. Im Frühjahr 2021 wurde das dreijährige Förderprojekt zugesagt. Im vergangenen Oktober fand der erste MINTImpulstag statt. Zahlreiche Unternehme:innen, Pädagog:innen und Jugendarbeiter:innen folgten der Einladung und nutzten die Chance, um bereits bestehende MINT-Angebote in der Region kennenzulernen, sich zu vernetzen und neue Ideen zu sammeln. Ziel des MINT-Projektes ist es, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für die Themen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – kurz „MINT“ – zu begeistern und die Motivation für eine Ausbildung in diesen Bereichen zu fördern. Nächste Projektschritte Die vielseitigen MINT-Angebote in der Bildungsregion Bludenz-Montafon-Brandnertal auf einen Blick sichtbar zu machen, soll nun mit einer MINT-Landkarte gelingen. Digital und in Papierform soll die Landkarte mit einem Jahresprogramm Familien und Bildungseinrichtungen über das bestehende Angebot informieren. Für die Erstellung der Landkarte ist eine überregionale Kooperation geplant. Mit dem MINT-Projekt sollen Jugendliche mit den Themen „Mathematik“, „Informatik“ sowie „Naturwissenschaft“ und „TechniSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight k“ begeistert werden. Die MINT-Werkboxen „Energie“ und „Chemie“ in Kooperation mit der illwerke vkw und der Getzner Textil AG wurden fertiggestellt und sind nun für den Einsatz bereit. Aktuell sind weitere MINT-Werkboxen in den Bereichen Konstruktion, Coding und Robotik in der Umsetzung – jeweils angepasst an die verschiedenen Altersstufen. Zum eigenständigen Experimentieren werden die Werkboxen Familien und Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt. MINT-Projektkoordination Montafon: Julia Sonderegger, Telefon +43 5556 21250 sowie per Mail julia.sonderegger@wirtschaft-montafon.at 17 / Regionalbericht Stand Montafon Mobilität & Verkehr Über 50 Personen haben sich bei den Schulungen des Standes Montafon und des Verkehrsverbundes über die Fahrschein-Automaten informiert. Bahnticket leicht erklärt Seit Herbst 2020 können Zug- und Verbund-Fahrscheine bei den neuen Ticketautomaten an allen Bahnhaltestellen im Montafon gelöst werden. Der Stand Montafon hat in Zusammenarbeit mit der Montafonerbahn und dem Verkehrsverbund Vorarlberg für alle Interessierten 2021 mehrere Einschulungen dieser Automaten angeboten. Zudem wurden weitere Fragen zu FAIRTIQ, Tarifsystem, Bus- und Zug-Fahrplan, Anruf-Sammeltaxi „go&ko“, etc. von Expert:innen des Standes Montafon sowie des Verkehrsverbundes beantwortet. Bei mehreren Terminen im Frühjahr und Sommer 2021 wurden über 50 Interessierte ausführlich informiert. Fragen wie „Wie löse ich ein Ticket“ oder „Wie löse ich ein Ticket für meinen Hund“ und viele mehr wurden dabei beantwortet. Auf der Website des Standes Montafon – www.stand-montafon.at/oepnv – steht zudem ein Erklärvideo sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bereit. Fahrschein-Automaten: Fragen und Antworten rund um die neuen Fahrschein-Automaten entlang der Montafonerbahn: Wie kann ich einen Fahrschein lösen? Fahrscheine können bei den Automaten an allen Bahnhaltestellen gelöst werden. Eine Anleitung für die FahrscheinAutomaten im Montafon steht unter www.stand-montafon.at/ oepnv zur Verfügung. Zudem kann mit der FAIRTIQ-App ganz unkompliziert und kontaktlos mit dem Handy ein Fahrschein gelöst werden. Alle Infos unter: www.vmobil.at/tickets/fairtiq Wo gibt es überall Fahrschein-Automaten? An allen Vorarlberger Bahnhaltestellen gibt es FahrscheinAutomaten. Seit Herbst 2020 gibt es auch Fahrschein-Automaten an allen Bahnhaltestellen der Montafonerbahn. Zudem befinden sich in vielen Bussen Fahrschein-Automaten. Falls in einem Bus kein Automat ist, können die Fahrscheine beim Busfahrer gelöst werden. Weitere Fragen und Antworten: Weitere Fragen rund um die Fahrschein-Automaten werden auf der Website des Standes bestmöglich beantwortet. Außerdem steht eine Kurzanleitung auf www.stand-montafon.at/oepnv unter „Einschulung für Fahrkarten-Automaten“ zur Verfügung 18 / Regionalbericht Stand Montafon Mobilität & Verkehr vo landbus bis go&ko Der Landbus Montafon war 2021 coronabedingt gefordert – es musste immer wieder flexibel auf die Rahmenbedingungen reagiert werden. Mit dem Landbus Montafon im ganzen Tal unterwegs – aktuell informiert durch Service-Angebote des Standes Der Landbus stellt gemeinsam mit der Montafonerbahn und dem Anruf-Sammeltaxi „go&ko“ das umfangreiche Angebot an Öffentlichen Verkehrsmitteln im Montafon dar. Auch 2021 wurde fleißig am Angebot gearbeitet und – coronabedingt – flexibel auf geänderte Rahmenbedingungen reagiert. Um alle Fahrgäste bestmöglich über die Änderungen zu informieren, wurden fortlaufend aktuelle Infos über mehrere Kanäle kommuniziert. Landbus Montafon www.stand-montafon.at/ oepnv Die aktuellen Infos zum Landbus Montafon, wie Fahrplanänderungen, Umleitungen, ErsatzHaltestellen etc., wurden neben den Fahrplanaushängen, den Info-Screens in den Bussen sowie den Standes- und Gemeindemedien auch über den E-Mail Newsletter „ÖPNV-Info“ regelmäßig kommuniziert. Anmeldungen für den E-Mail-Verteiler sind ganz unkompliziert auf der StandesWebsite unter www.stand-montafon.at/oepnv möglich. Trotz CoronSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight a zuverlässiges Nachhausekommen mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln Aufgrund der pandemiebedingten Ausgangsbeschränkungen wurde der Nachtexpress (N6) 2021 zeitweise eingestellt und durch das Angebot des Anruf-Sammeltaxis „go&ko“ ergänzt. So konnte trotz coronabedingter Einschränkungen ein sicheres und zuverlässiges Nachhausekommen mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln gewährleistet werden. Neu-Gestaltung der Haltestelle bei der Valiserabahn soll 2022 realisiert werden Die Haltestelle „Valiserabahn“ in St. Gallenkirch wurde aufgrund des Neubaus der Talstation verlegt. So können nun die Linien 85 (Schruns – Partenen) und 87 (Schruns – Gargellen) in einer eigenen Bucht direkt vor dem Eingang der Talstation halten. Für den Nachtexpress wurde eine eigene Haltestelle „Boden“ an der Galgenulerstraße errichtet. Die Gestaltung der Haltestelle bei der Valiserabahn wird voraussichtlich 2022 fertiggestellt. 19 / Regionalbericht Stand Montafon Mobilität & Verkehr Anruf-Sammeltaxi „go&ko“ flexibel im Pandemie-Einsatz Seit mittlerweile dreieinhalb Jahren verkehrt das Anruf-Sammeltaxi „go&ko“ im Montafon und bringt Nachtschwärmer sicher nach Hause oder zum nächsten Treffpunkt. Im Jahr 2021 wurde das Angebot des Anruf-Sammeltaxis „go&ko“ an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst und die Betriebszeiten ganzjährig erweitert. Wie auch 2020 wurde im Jahr 2021 der Nachtexpress aufgrund der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen zeitweise eingestellt. In diesem Zeitraum konnten alle ÖPNV-Fahrgäste jedoch mit dem Anruf-Sammeltaxi „go&ko“ kostenlos von und zu einer NachtexpressHaltestelle fahren. Anruf-Sammeltaxi für sicheres Heimkommen in der Nacht Aufgrund der Umstellung des Zug- und Nachtexpress-Fahrplans wurden im Dezember 2021 auch die Betriebszeiten des Anruf-Sammeltaxi angepasst. „Das Montafoner Anruf-Sammeltaxi ist nun ganzjährig im gleichen Umfang wie der Nachtexpress unterwegs und stellt somit insbesondere für die einheimischen Fahrgäste auch in den Nebensaisonen ein optimales Nachtangebot dar“, zieht Standesrepräsentant Bürgermeister Jürgen Kuster eine zufriedene Bilanz. Das „go&ko“ kann ganz einfach gebucht werden Fahrten mit dem „go&ko“ können ganz einfach über die App „ISTmobil“ gebucht werden. Fahrgäste können ihre Fahrwünsche in der App eingeben und so die Fahrt automatisch buchen. Bezahlt wird wie gewohnt im Fahrzeug mit Bargeld, WIMO-Gutscheinen oder „go&ko“Jugend-Gutscheinen. Das „go&ko“ ist auch weiterhin unter Telefon +43 5556 77500 erreichbar. Das Montafoner Anruf-Sammeltaxi „go&ko“ – FAQ`s unter www.stand-montafon.at/goko Aktuelle Betriebszeiten „go&ko“: • Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Sonntag: 19.30 bis 2.30 Uhr • Freitag | Samstag | Nächte vor Feiertagen: 19.30 bis 4.00 Uhr • Montag kein Betrieb • Buchung unter App „ISTmobil“ oder Telefon +43 5556 77500 20 / Regionalbericht Stand Montafon Kultur & Wissenschaft Gedächtnis der Talschaft Inventarisieren und Digitalisieren standen im Montafon Archiv der Montafoner Museen im Jahr 2021 im Mittelpunkt. Im Montafon Archiv konnten im Geschäftsjahr 2021 zahlreiche Archivarbeiten begonnen, fortgeführt beziehungsweise abgeschlossen werden. An erster Stelle ist hierbei das Firmenarchiv der Montafonerbahn zu nennen, dessen Archivierung 2021 abgeschlossen wurde. Auch die Inventarisierung des Nachlasses des Schrunser Arztes Dr. Hermann Sander konnte beendet werden. vo forscha bis archiviara Praktikantin Johanna Mangard und ZivildienderChristof Netzer beim Inventarisieren im Montafon Archiv. Montafon Archiv Leitung: Michael Kasper Archivar: Andreas Brugger + 435556 74723 / info@montafoner-museen.at www.stand-montafon.at/montafoner-museen/ montafon-archiv Fortgesetzt wurden die Inventarisierungs- und Archivierungsarbeiten im Gemeindearchiv Schruns. Immer wieder finden neue Bestände den Weg vom Gemeindeamt ins Montafon Archiv. Dazu gehörten 2021 zahlreiche Dokumente zur Zeit des Nationalsozialismus, darunter Entnazifizierungsakten, Mitgliedskarten der Österreichischen Widerstandbewegung sowie weitere interessante Schriftstücke aus den Jahren 1945 bis 1955. Neu aufgenommen wurde unter anderem das Archiv der Volksschule Schruns. Der Bestand umfasst 35 Archivkartons unterschiedlicher Größe. Interessant ist auch, dass es nach dem Zweiten Weltkrieg offensichtlich zu keiner „Säuberung“ des Bestandes gekommen ist und somit auch äußerst viel Schriftgut aus der Zeit des Nationalsozialismus erhalten geblieben ist. Ins Archiv kam zu dieser Thematik auch ein Album mit Fotos von der Errichtung des Höhenstützpunktes beim Schweizertor von 1939, das von Ing. Karl Pucher erstellt worden war und das dem Archiv von dessen Schwiegertochter übergeben wurde. Eine spannende Quelle für die Geschichte historischer Montafoner Gebäude konnte im Landesarchiv digitalisiert werden. Der 33 handschriftliche Bände umfassende bayerische Steuerkataster bietet Informationen über Besitzgeschichte und Gebäudenutzungen von 1810 bis etwa 1880. Außerdem konnten zahlreiche Fotobestände sowie die historischen Gästebücher von alten Montafoner Tourismusbetrieben (Madrisa Gargellen, Rössle Gaschurn, Taube Schruns) digitalisiert werden.
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20220630_GVE011 Sulz 2023-01-08 Datum: 30.06.2022 Aktenzahl: su004.1-12/2020 VERHANDLUNGSNIEDERSCHRIFT über die 11. Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, den 30.06.2022, um 19:00 Uhr im Bewegungsraum des Kubus, am Kindercampus Sulz unter dem Vorsitz von Bürgermeister Karl Wutschitz. Anwesende GemeindevertreterInnen BGM Karl Wutschitz, Vize-BGMIN Gerda Schnetzer-Sutterlüty, Michael Schnetzer, Christoph Bawart, David Bischof, Yvonne Lehninger, Florian Vinzenz, Kurt Konzett, Nikolaus Kühne, Lothar Mathies, Dietmar Erath, Dolores Egger, Matthias Walser, Michael Kieber, David Calzone, Karin Schießl, Martin Hron, Valentin Welte, Gabriele Schwärzler, Ulrich Ströhle, Markus Morscher Entschuldigte GemeindevertreterInnen Norbert Schnetzer, Wolfgang Mittempergher, Martin Dörler, Adriane Windner, Sebastian Osl, Günter Baldauf, Ines Greif-Marlin Schriftführer Daniel Novak Tagesordnung 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Genehmigung der letzten Verhandlungsniederschrift Berichte Bausperre „Stellplätze“ Änderungsvorschlag Flächenwidmungsplan, Gst-Nrn 910, 914 (MMag. Clemens Ströhle) Räumlicher Entwicklungsplan Entwurf Raumplanungsvertrag Welte – nicht öffentlich Grundsatzbeschluss Biomasseheizwerk – nicht öffentlich Allfälliges Erledigung der Tagesordnung 1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende eröffnet um 19:00 Uhr die Sitzung der Gemeindevertretung. Er begrüßt die Anwesenden und stellt fest, dass die Ladung ordnungsgemäß erfolgt ist und auf Grund der Anwesenheit von 21 GemeindevertreterInnen Beschlussfähigkeit gegeben ist. Auf Antrag des Vorsitzenden wird der Tagesordnungspunkt „Raumplanungsvertrag Welte“ einstimmig als nicht öffentlicher Tagesordnungspunkt behandelt. Weiters wird dem hierzu anwesenden Architekten, Michael Wehinger, zu Beginn der Sitzung das Wort zur Erläuterung des Projektes erteilt. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Tagesordnung mit der Ergänzung des ebenfalls nicht öffentlichen Tagesordnungspunktes „Grundsatzbeschluss Biomasseheizwerk“ einstimmig zur Kenntnis genommen. 6832 Sulz, Hummelbergstraße 9 • 05522/44309, Fax DW 4 • info@gemeinde-sulz.at 76 2. Genehmigung der letzten Verhandlungsniederschrift Der gemeinsam mit der Ladung übermittelte Entwurf der Verhandlungsniederschrift der 10. Sitzung der Gemeindevertretung wird auf Antrag des Vorsitzenden ohne Ergänzungen einstimmig genehmigt. 3. Berichte  Der Vorsitzende verweist auf den mit der Einladung übermittelten Bericht der Kassaprüfung der Bücherei Sulz – Röthis, welche somit vollinhaltlich zur Kenntnis gebracht wurde.  Er berichtet von der Umsetzung der Begegnungszonen beim Kindercampus und beim Schwimmbad, welche bis Ferienbeginn abgeschlossen sein sollten.  Mit der Marktgemeinde Rankweil ist ab Herbst 2022 eine Kooperation im Bereich der 3-jährigen Gruppe im Kindergarten geplant. Hierfür soll der derzeit noch leerstehende Kindergartengruppentraum im 3. OG des Kubus verwendet werden. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde vom Gemeindevorstand in der Sitzung vom 30.06.2022 beschlossen.  Am 20.06.2022 fand auf Grundlage der Empfehlungen des Landesrechnungshofes zum Prüfberichtet der Gemeinde Göfis eine Prüfung durch den Prüfungsausschuss statt. Der ebenfalls mit der Einladung übermittelt Bericht wird von Nikolaus Kühne kurz erläutert. Der Gemeindeverwaltung kann hier ein gutes Zeugnis ausgestellt werden.  Der Vorsitzende verweist auf die ebenfalls mit der Einladung übermittelte Stellungnahme der Gebarungskontrolle zum Rechnungsabschluss 2021, welche somit vollinhaltlich zur Kenntnis gebracht wurde.  Für die schon länger beschlossene Verordnung „Förderrichtlinien – Energie, Klima und Umwelt“ konnte die ausständige Vereinbarung mit Verkehrsverbund Vorarlberg getroffen werden. Er verweist auf die Kundmachung im Gemeindeblatt Nr. 25 vom 24.06.2022 und deren Gültigkeit.  Der Vorsitzende berichtet von den laufenden Bauvorhaben Sanierung Mittelschule, Wasserleitungssanierung Müsinenstraße und Austraße.  Er berichtet von der Anrainerversammlung der Fa. Baur vom für die geplante Erweiterung des Betriebsareals und von den gegebenen Voraussetzungen des Teilbebauungsplan 2018. 4. Bausperre „Stellplätze“ Wie in der letzten Sitzung vereinbart wurde die Verordnung der Bausperre „Stellplätze“ für das gesamte Gemeindegebiet auf Grundlage des in Ausarbeitung befindlichen Räumlichen Entwicklungsplanes (Seiten 7, 21, 26, 36 und 41) erarbeitet, mit der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch i.S.d. § 84 Gemeindegesetz abgestimmt und mit der Einladung zur heutigen Sitzung übermittelt. Ziel ist durch eine Änderung des Bebauungsplanes bei Bauvorhaben ab 9 (zusätzlichen) Stellplätzen gemäß Stellplatzverordnung zumindest 50 % dieser Stellplätze in Gebäuden mit zwei gleich großen Geschossen oder in unterirdischen Garagengeschossen unterzubringen. Nach ausführlicher Erläuterung durch Daniel Novak und umfassender Diskussion in der Gemeindevertretung wird einhellig eine eingeschränkte Bausperre einer Generellen bevorzugt. Diese trifft ausschließlich Bauvorhaben, welche die beabsichtigte Änderung des Bebauungsplanes nicht bereits berücksichtigen. Vom Vorsitzenden wird folgender Verordnungstext zur Abstimmung gebracht: Verordnung der Gemeindevertretung Sulz zur Sicherstellung einer geordneten Überarbeitung des Bebauungsplanes (Bausperre „Stellplätze“) Aufgrund des Beschlusses der Gemeindevertretung vom 30.06.2022 wird gemäß der § 37 Abs. 1 Raumplanungsgesetz, LGBl.Nr. 39/1996, i.d.g.F. verordnet: § 1 Bausperre und Geltungsbereich VNS-GV vom 30.06.2022 Zl. su004.1-12/2020 77 Zur Änderung des Bebauungsplanes gemäß § 30 Raumplanungsgesetz, LGBl.Nr. 39/1996, i.d.g.F. wird für das gesamte Gemeindegebiet gemäß § 37 Abs. 1 RPG eine Bausperre für Bauvorhaben bei welchen die Zahl der Stellplätze 8 überschreitet erlassen. § 2 Ziel und Zweck Die Bausperre dient zur Sicherung der Überarbeitung der bestehenden Teilbebauungs-pläne sowie des (Gesamt)Bebauungsplanes 2001 in den jeweils geltenden Fassungen. Zum Schutz des Landschafts- und Ortbildes, der Reduktion an versiegelten Flächen sowie als Reaktion auf die Klimaerwärmung soll das zulässige Ausmaß bzw. die zulässige Anzahl oberirdischer Stellplätze künftiger Bauvorhaben im gesamten Gemeindegebiet beschränkt werden. Zu diesem Zweck sind Neufestlegungen hinsichtlich der Mindest- und Höchstzahl von Ein-stell- und Abstellplätzen für Bauwerke (§ 34 RPG) insbesondere jedoch die Festlegung der Anteile jener Stellplätze, die in Gebäuden mit zwei gleich großen Geschossen oder in unterirdischen Garagengeschossen errichtet werden müssen angedacht. Beabsichtigt ist, dass bei Bauvorhaben, bei welchen die Anzahl der gesetzlich erforderlichen, neu zu errichtenden Stellplätze 8 überschreitet, zumindest die Hälfte dieser Plätze in Gebäuden mit zwei gleich großen Geschossen oder in unterirdischen Garagengeschossen errichtet werden sollen. Darüber hinaus sollen für die Gestaltung von Flächen für Gemeinschaftsanlagen (§ 28 Abs. 3 lit. o) sowie die Erhaltung von Grünflächen (§ 28 Abs. 3 lit. r) Vorgaben geschaffen werden. § 3 Schlussbestimmung Diese Verordnung tritt mit dem auf die Kundmachung folgenden Tag in Kraft und tritt, wenn sie nicht früher aufgehoben oder verlängert wird, zwei Jahre nach ihrer Erlassung außer Kraft. Der Antrag des Vorsitzenden, die Bausperre wie vorbeschrieben zu verordnen, wird mehrheitlich angenommen. Gegenstimme: Dietmar Erath 5. Änderungsvorschlag Flächenwidmungsplan, Gst-Nrn 910, 914 (MMag. Clemens Ströhle) MMag. Clemens Ströhle hat mit 17.05.2021 den nunmehr vierten, schriftlichen Änderungsvorschlag zum Flächenwidmungsplan gemäß § 23a Raumplanungsgesetz, LGBl.Nr. 39/1996, i.d.g.F. betreffend die Liegenschaften, Gst-Nrn 910, 914 (KG Sulz) von derzeit „Freifläche-Freihaltegebiet“ bzw. teilweise „Freifläche-Landwirtschaft“ in „Freifläche-Landwirtschaft“ eingebracht. Hierzu erfolgte am 12.08.2022 fristgerecht das Planungsgespräch i.S.d. § 23a Abs. 2 RPG, über welches Herrn Ströhle eine schriftliche Zusammenfassung übermittelt wurde. Mit Datum 10.11.2021 erfolgte ebenso fristgerecht die ausführlich begründete, schriftliche Mitteilung gemäß § 23a Abs. 3 lit. a) RPG, dass dem eingebrachten Änderungsvorschlag nicht stattgegeben wird. Mit Schreiben vom 18.11.2021, eingelangt am 19.11.2021, wurde von MMag Clemens Ströhle die Befassung der Gemeindevertretung sowie zuvor die Einholung einer fachlichen Äußerung des unabhängigen Sachverständigenrates (USR) beantragt. Dem wurde mit Datum 23.11.2021 entsprochen und dem USR die zur fachliche Äußerung erforderlichen Unterlagen übermittelt und am 09.12.2021 auf Ansuchen des USR vervollständigt. Die nunmehr vorliegende fachliche Äußerung vom 16.05.2022, Zl. USR21_53062-0000102021, wurde MMag. Clemens Ströhle am 17.05.2022 sowie allen GemeindevertreterInnen gemeinsam mit der Einladung zur heutigen Sitzung übermittelt. Die Zusammenfassung und Empfehlung des USR lauten: Seitens des USR kann eine antragsgemäße Widmung als Freifläche-Landwirtschaftsgebiet zur Errichtung eines Wohngebäudes in Verbindung mit verschiedenen baulichen Anlagen zur landwirtschaftlichen Produktion nicht empfohlen werden. Der diesbezügliche Flächenverbrauch steht in Widerspruch zur landwirtschaftlichen Bodenqualität und der erforderlichen landwirtschaftlichen Produktionsfläche, die langfristig erhalten bleiben soll. Auch wenn das landwirtschaftliche Konzept hinter dem Ansuchen grundsätzlich schlüssig ist und aus Sicht des USR begrüßt wird, kann aus raumplanungsfachlicher Sicht die Errichtung von Baulichkeiten im beantragten Ausmaß nicht empfohlen werden. VNS-GV vom 30.06.2022 Zl. su004.1-12/2020 78 Der Gemeinde Sulz wird empfohlen, die Ausweisung von „Freifläche-Sondergebietswidmungen“ konkret für die Errichtung von Folientunnel im erforderlichen Ausmaß zu prüfen. Darüber hinaus wird seitens des USR angeregt, den baurechtlichen Konsens der bestehenden baulichen Anlagen im gegenständlichen Bereich und dem näheren Umfeld zu prüfen. Der Antrag des Vorsitzenden, dem eingebrachten Änderungsvorschlag nicht stattzugeben sowie den baurechtlichen Konsens der bestehenden baulichen Anlagen im gegenständlichen Bereich und dem näheren Umfeld durch die Baurechtsverwaltung prüfen zu lassen, wird einstimmig angenommen. Die angeregte Prüfung einer Ausweisung von Freifläche-Sondergebietswidmungen für die Errichtung von Folientunnel im erforderlichen Ausmaß wird bis zur Beschlussfassung des REP vertagt. 6. Räumlicher Entwicklungsplan In der 10. GV Sitzung am 23.05.2022 wurde der Vorentwurf des Räumlichen Entwicklungsplanes, welcher auf Grundlage der vorhergegangenen Sitzungen des Infrastrukturausschusses und den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung „Räumlicher Entwicklungsplan Sulz – 1. Planungswerkstatt“ vom 08.11.2021 beruht, im Detail besprochen. Für die aufgeworfenen Thematiken Frödischuferweg, Betriebsgebiete, Einfriedungen, Stellplätze und Bahnhof werden folgende Festlegungen getroffen: Der Frödischuferweg ist im Zielplan des Vorentwurfs entsprechend dargestellt (Wegstrecke Austraße 58 bis Engelbrücke „In Planung“). Ebenso soll eine Verbindung zwischen den Spielplätzen „Pirateninsel“ und „Wasserspielplatz“ geprüft werden. Hinsichtlich der thematisierten Betriebsgebietserweiterungen wird festgehalten, dass die Liegenschaft bei der Fa. Fries (Gst-Nr 38/1) im REP bereits planerisch aufgenommen wurde. Die Änderung der Liegenschaften im Bereich der Fa. Nägele Hoch- und Tiefbau (Gst-Nrn 1141, 1142, 1152) soll verbal beschrieben als Prüfung und Abwägung aufgenommen werden. Durch die unter TOP 4 beschlossene Bausperre „Stellplätze“ besteht ausreichend Zeit für die Überarbeitung des Bebauungsplanes hinsichtlich der Festlegung der zukünftigen Bestimmungen. Ähnliches gilt für die Thematik der Einfriedungen, welche im Bebauungsplan neu definiert werden soll. Eine gesonderte Behandlung im REP wird jedoch nicht als notwendig erachtet. Beim Themenschwerpunkt Mobilität soll eine Ergänzung des Maßnahmenkatalogs mit „Tempo 40 km/h auf den Hauptverkehrsachsen“ erfolgen. Die vorliegende Fassung vom 10.05.2022 stellt mit vorgenannten Ergänzungen das vorläufiges Ergebnis des REP-Prozesses dar und legt den Rahmen des künftigen raumplanerischen Handelns der Gemeinde Sulz fest. Gemäß dem Leitfaden des Landes „Antrag auf aufsichtsbehördliche Genehmigung eines räumlichen Entwicklungsplanes (REP) nach dem Vorarlberger Raumplanungsgesetz“ ist der REP grundsätzlich vor Beschluss des Entwurfs durch die Gemeindevertretung einer Umwelterheblichkeitsprüfung (UEP) und/oder einer strategischen Umweltprüfung (SUP) zu unterziehen. Darüber hinaus sind Abstimmungen mit dem Amt der Landesregierung, Abteilung Raumplanung und Baurecht (VIIa) sowie der Sektion des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) erforderlich. Der Antrag des Vorsitzenden, den Vorentwurf des Räumlichen Entwicklungsplanes der Bürogemeinschaft stadtland und Rosinak und Partner in der vorliegenden Fassung (Stand 10.05.2022) sowie den beschriebenen Ergänzungen zur Kenntnis zu nehmen und die nächsten Schritte (Einholung Umwelterheblichkeitsprüfung (UEP) und/oder strategische Umweltprüfung (SUP), Abstimmung mit dem Amt der Landesregierung, Abteilung Raumplanung und Baurecht (VIIa), Abstimmung mit der Sektion des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV)) einzuleiten, wird mehrheitlich angenommen. Gegenstimme: Christoph Bawart VNS-GV vom 30.06.2022 Zl. su004.1-12/2020 79 7. Raumplanungsvertrag Welte – nicht öffentlich siehe Verhandlungsniederschrift der 11. nicht öffentlichen Sitzung 8. Grundsatzbeschluss Biomasseheizwerk – nicht öffentlich siehe Verhandlungsniederschrift der 11. nicht öffentlichen Sitzung 9. Allfälliges keine Wortmeldungen Der Vorsitzende schließt die Sitzung um 21:15 Uhr. Der Vorsitzende Karl Wutschitz Bürgermeister Der Schriftführer Daniel Novak Gemeindeamtsleiter Donnerstag, den 30.06.2022, um 19:00 Uhr im Bewegungsraum des Kubus, am Kindercampus Sulz Grundverkehrsgesetz, LGBl.Nr. 42/2004, i.d.g.F. VNS-GV vom 30.06.2022 Zl. su004.1-12/2020
  1. sulzvertretung
20220629_GVE021 Schruns 2023-01-07 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Dr. Oswald Huber Tel: +43 (0)5556/ 724 35-210 oswald.huber@schruns.at Schruns, 30.06.2022 Zl. 004-2/2022 Verhandlungsschrift über die am Mittwoch, den 29. Juni 2022, um 20.15 Uhr, im Sitzungssaal des Standes Montafon im „Standesgebäude“ in Schruns, Montafonerstraße 21, stattgefundene 21. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung Schruns. An der Sitzung nehmen teil als: Vorsitzende(r): ☒ Bgm. DI (FH) Jürgen Kuster MBA Gemeindevertreter:innen: Ersatzleute: Parteifraktion: Bürgermeister Jürgen Kuster – Schrunser Volkspartei und Parteifreie ☐ ☒ ☒ ☒ ☒ ☒ ☒ ☐ ☐ ☒ ☒ ☒ GR Heike Ladurner-Strolz Vbgm. Norbert Haumer Bernhard Schrottenbaum Tobias Kieber Raphael Mäser DI (FH) Nina Fritz Peter Vergud Martin Jenny BSc Theresa Scheibenstock BEd Martin Netzer DI (FH) Michael Gantner MSc. Martin Fussenegger ☒ ☐ ☐ ☐ ☐ ☒ ☐ ☒ ☐ ☐ ☐ ☐ Dr. Monika Vonier Ing. Michael Kieber Mag. phil. Birgit Spannring-Isele Mag. Christof van Dellen Martin Zugg Bettina Schmid-Juen Werner Ganahl Mag. jur. Jan Rudigier Claudia Oberer Richard Durig Bernd Steiner Stephanie Kuster Parteifraktion: Team Günter Ratt – Metnand för Schru, Parteifreie Bürgerliste ☒ ☒ ☒ ☒ ☒ ☒ ☐ ☐ ☒ ☐ GR Mag. (FH) Günter Ratt MA GR Jürgen Haller Marcellin Tschugmell MBA Birgit Goll Christian Engstler Mag. Daniel Witzani Martin Fritz Carmen Fitsch Alexander Nöckl Tanja Könsgen ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ Dominik Ganahl Christian Fiel Jodok Marent Daniel Thöny DI Karoline Bertle Markus Riedler Franz Oliva Rene Juen Mag. Jürgen Jakober Dominik Tschofen Parteifraktion SPÖ und Parteifreie ☒ MMag. Dr. Siegfried Marent Sachverständige(r)/Auskunftspersonen: ☐ … Schriftführer: ☒ GdeSekr Dr. Oswald Huber ☐ Mag. Martin Borger Seite 1 von 10 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Seite 2 von 10 Entschuldigt abwesend: Heike Ladurner-Strolz, Martin Jenny, Theresa Scheibenstock, Martin Fritz und Tanja Könsgen Der Vorsitzende begrüßt die Mitglieder und Ersatzmitglieder der Gemeindevertretung sowie die Auskunftspersonen und die Zuhörerinnen und Zuhörer und stellt fest, dass die Einladung zur Sitzung ordnungsgemäß erfolgt und die Beschlussfähigkeit gegeben ist. Vor Eingang in die Tagesordnung wird über Antrag des Vorsitzenden gemäß § 41 Abs. 3 Gemeindegesetz einstimmig beschlossen, zusätzlich nachstehende(n) Gegenstand(stände) auf die Tagesordnung aufzunehmen, der/die am Schluss der Sitzung vor „Allfälliges“ behandelt wird/werden:  Auftragsvergabe: Erneuerung der Beleuchtung Der Vorsitzende verweist auf die in der Einladung enthaltene Tagesordnung: 1. Marktgemeinde Schruns, Rechnungsabschluss 2021 2. Öffentliche Wasserversorgungsanlage, Versorgung Ortsgebiet Gamplaschg 3. Marktgemeinde Schruns Immobilienverwaltungs GmbH & Co KG (GIG) – Darlehensübernahme 4. Antrag auf Bewilligung der Nutzung einer Wohnung als Ferienwohnung: Wolfgang Kerschbaum, Silvrettastraße 153, 6780 Schruns, Antrag auf Ferienwohnungsbewilligung gem. § 16 Abs. 4 lit. b RPG betr. die Wohnung Top/Tür 29 im Haus Silvrettastraße 153 5. Änderung der Parkabgabeverordnung 6. Genehmigung der Verhandlungsschrift über die 20. Sitzung der Gemeindevertretung vom 01.06.2022 7. Mitteilungen des Vorsitzenden 8. Auftragsvergabe: Erneuerung der Beleuchtung 9. Allfälliges 21. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 29.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Zu 1. Seite 3 von 10 Marktgemeinde Schruns, Rechnungsabschluss 2021 Der Rechnungsabschluss 2021 der Marktgemeinde Schruns wurde den Mitgliedern der Gemeindevertretung zeitgerecht mit der Einladung zur Sitzung zugestellt. Gemeindekassier Helmut Netzer verteilt die von ihm zur besseren Übersicht erstellte Zusammenfassung des Rechnungsabschlusses 2021, die er im Detail erläutert. Im Ergebnishaushalt, der ein Nettoergebnis von rd. -€ 470.000,00 ausweist, sind die Wertzuwächse sowie Wertverluste der Gemeinde beinhaltet. Neben den laufenden Aufwendungen kommen im Ergebnishaushalt insbesondere Abschreibungen auf das Anlagevermögen sowie die Dotierung für Rückstellungen hinzu. Die eigenen Steuern sind etwas eingebrochen, hingegen haben sich die Ertragsanteile etwas besser entwickelt als erwartet. Bei den Kanal- und Wassergebühren ist aufgrund des geringeren Verbrauchs, der u.a. mit der Schließung von Hotels zusammenhängen dürfte, wie auch bei der Gästetaxe ein Rückgang festzustellen. Bei den restlichen Erträgen (inkl. Grundverkäufe) ist vor allem der Verkauf des Haus des Gastes zu erwähnen. Was Ausgaben anbetrifft, ist die Sanierung des Hofweges eine der größeren Positionen. Diese wie auch die anderen umfangreicheren Investitionen sind auf der letzten Seite der Zusammenfassung aufgelistet. Peter Vergud, Obmann des Ausschusses Finanzen und Infrastruktur, gibt seine Einschätzung zum Rechnungsabschluss 2021 ab. Obwohl dieser im Ergebnis nicht positiv ist, fällt er z.B. angesichts der Rücklagenzuführung sowie der getätigten Investitionen aus seiner Sicht so schlecht aus. Auch die Darlehensaufnahme von € 2 Mio. ist für ihn in Anbetracht der Höhe des Fixzinssatzes nicht dramatisch, zumal die Gemeinde hinkünftig aufgrund steigender Zinsen wohl kein günstigeres Geld mehr bekommen werden wird. Er kann dem Rechnungsabschluss zustimmen und dankt dem Gemeindekassier für seine Arbeit. Martin Fussenegger erkundigt sich nach der Höhe der Transferzahlungen von Bund und Land sowie der Zuschüsse im „Covid-Jahr“, was von Peter Vergud und Helmut Netzer beantwortet wird. Auf die Frage bezüglich eines Vergleichs mit dem Vorjahresrechnungsabschluss wird auf das Platzproblem angesichts des ohnedies schon umfangreichen Konvoluts verwiesen, in der Zusammenfassung ist ein solcher Vergleich jedoch beinhaltet. Auch Günter Ratt bedankt sich für die Zusammenfassung und weist darauf hin, dass es für die Mandatare mitunter nicht einfach ist, den gesamten Rechnungsabschluss durchzuschauen und alles nachzuvollziehen. Er würde es für zweckmäßig erachten, wenn sich der Finanzausschuss ein-, zweimal im Jahr mit der finanziellen Situation in komprimierter Form befasst. Da er die Zusammenfassung erst heute erhalten hat, ist es für ihn schwierig, abzuschätzen, wo die Entwicklung hingeht. In weiterer Diskussion wird auf die schwierige Zeit in den vergangenen zwei „Corona-Jahren“ eingegangen. Siegfried Marent geht ebenfalls auf das umfangreiche Zahlenwerk ein, dessen Studium einiges an Zeit erfordert, verweist auf die ehrenamtliche Tätigkeit der Mandatare und würde sich ebenfalls eine etwas frühere Übermittlung der Zusammenfassung wünschen. Rechnerisch möge der Rechnungsabschluss richtig sein, das Jahr 2021 sei jedoch atypisch, sich einen entsprechenden Überblick 21. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 29.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Seite 4 von 10 zu schaffen sei jedoch zeitlich kaum möglich. Anschließend geht er auf verschiedene Positionen wie beispielsweise den Verkauf des Haus des Gastes sowie auf Darlehen mit zum Teil variabler und zum Teil fixer Verzinsung näher ein. Die Mietkosten für die angemieteten Grundstücke bei der Sportanlage Wagenweg werden nach Auskunft des Gemeindekassiers 1:1 weiterverrechnet. Peter Vergud nimmt noch kurz auf die Wortmeldung von Günter Ratt bezüglich der Arbeit des Finanzausschusses Bezug und verweist auf die schwierige Situation in den letzten zwei Jahren, in denen es kaum möglich war, die zukünftige Entwicklung seriös einzuschätzen. Was die Ausgaben anbetrifft, verweist er auf die Investitionsliste. Abschließend wird dem Gemeindekassier und seinem Team nochmals von mehreren Seiten Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit ausgesprochen. Der Rechnungsabschluss 2021 der Marktgemeinde Schruns, welcher die nachfolgenden Summen aufweist, wird einstimmig beschlossen. Ergebnishaushalt Summe Erträge Summe Aufwendungen Nettoergebnis Summe Haushaltsrücklagen Nettoergebnis nach Haushaltsrücklagen € € € € € 16.390.536,52 16.860.639,63 - 470.103,11 - 743.384,38 - 1.213.487,49 Finanzierungshaushalt Summe Einzahlung operative Gebarung Summe Auszahlung operative Gebarung Geldfluss aus der operativen Gebarung € € € 14.985.053,53 15.031.145,93 - 46.092,40 Summe Einzahlung investive Gebarung Summe Auszahlung investive Gebarung Geldfluss aus der investiven Gebarung € € € 1.786.550,37 1.922.579,78 - 136.029,41 Nettofinanzierungssaldo € - 182.121,81 Summe Einzahlungen Finanzierungstätigkeit Summe Auszahlungen Finanzierungstätigkeit Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit € € € 2.000.000,00 803.786,56 1.196.213,44 Geldfluss aus der voranschlagwirksamen Gebarung € 1.014.091,63 Vermögenshaushalt (Endbestand zum 31.12.2020) Langfristiges Vermögen € Kurzfristiges Vermögen € 35.065.694,58 Nettovermögen 2.414.331,48 Sonderposten Investitionszuschüsse Fremdmittel Summe Aktiva € 37.480.026,06 Summe Passiva € 15.474.592,67 € 8.020.822,75 € 13.984.610,64 € 37.480.026,06 21. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 29.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Zu 2. Seite 5 von 10 Öffentliche Wasserversorgungsanlage, Versorgung Ortsgebiet Gamplaschg Der Vorsitzende zeigt nochmals den derzeitigen Verfahrensstand betreffend die Gamplaschgerquelle auf und verweist im Übrigen auf die mit der Einladung zur gegenständlichen Sitzung allen Mandataren zugegangene Mitteilung des Ingenieurbüros Adler+Partner vom 07.06.2022, in dem drei mögliche Varianten (Variante I Uranelimination, Variante II Pumplösung, Variante III Überleitung) angeführt sind. Heute gilt es, zu entscheiden, wie hier weiter vorgegangen werden soll, wobei die Einhaltung des Grenzwertes binnen zwei Jahren erreicht werden sollte. Festzuhalten ist, dass es bei jeder Variante gilt den Hochbehälter neu zu bauen. Die Variante III nimmt sich auf den ersten Blick, legt man die reinen Errichtungskosten zugrunde, als die teuerste Variante aus, rechnet man jedoch die Betriebskosten für einen längeren Zeitraum hinzu, sieht die Sache anders aus. Festzuhalten ist allerdings, dass entgegen der im Schreiben angeführten Landesförderung von 27 % diese auf 18 % zu korrigieren sein wird. Über Anfrage wird bestätigt, dass die Bargheraquelle über eine ausreichende Schüttung verfügt, um die erforderliche Verdünnung und damit Grenzwerteinhaltung zu erreichen. Die mit der gegenständlichen Ableitung einhergehende Verringerung der Wassermenge für das Trinkwasserkraftwerk ist vernachlässigbar. Über Anfrage wird bestätigt, dass es nach Auskunft von DDr. Heiner Bertle, der dies bereits geprüft hat, im näheren Umfeld keine ungenutzten Quellen gibt, auf die zusätzlich zugegriffen werden könnte. Vorgesehen wären auch Entnahmestellen für Löschwasser. Carmen Fitsch regt noch die Überprüfung des Urangehalts bei anderen Quellen (Wassergenossenschaft) an, was jedoch als Aufgabe der Genossenschaft selbst angesehen wird. Die Aufwände für die Wartung und Erhaltung einer neuen Leitung werden sich im Rahmen halten, da diese erfahrungsgemäß viele Jahrzehnte problemlos funktionieren. Wer möchte, kann auch gerne mit dem Wassermeister eine Besichtigung vor Ort vornehmen bzw. können der Wassermeister und DI Elmar Lang als Auskunftsperson zu einer Sitzung eingeladen werden, auf Wunsch kann auch gerne der Amtsarzt beigezogen werden, der gleichzeitig auch zum Problem „Radon“ Auskunft geben könnte. Festgehalten wird, dass Schruns die einzige Gemeinde im Land mit überhöhten Grenzwerten ist. Der Verhandlungsschrift soll noch eine Auflistung über die Anzahl der betroffenen Objekte beigelegt werden. Entsprechend den mit Schreiben vom 07.06.2022 bekannt gegebenen Ergebnissen der vom Büro Adler+Partner im Zusammenhang mit der Behebung der durch die Uranbelastung des Wassers aus der Gamplaschgerquelle hervorgerufenen Problematik vorgenommenen Untersuchung wird einstimmig beschlossen, die Variante III (Überleitung von Trinkwasser aus dem Quellgebiet „Lifinar“) weiter zu verfolgen, aber auch nochmals zu prüfen, ob möglicherweise doch im Umfeld der „Gamplaschgerquelle“ auf eine andere geeignete Quelle zurückgegriffen werden könnte. 21. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 29.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Zu 3. Seite 6 von 10 Marktgemeinde Schruns Immobilienverwaltungs GmbH & Co KG (GIG) – Darlehensübernahme Mit Auflösung der GIG, die seinerzeit aus steuerlichen Gründen anlässlich der Neuerrichtung der Leichenhalle gegründet worden ist, ist das bestehende Darlehen auf die Gemeinde zu übertragen. Es ändert sich hier lediglich der Darlehensnehmer, es ist die Darlehensübernahme mehr oder weniger ein Formalakt. Was die Marktgemeinde Schruns Immobilienverwaltungs GmbH anbetrifft, sind noch rd. € 150.000,00 offen, deren Tilgung im Budget berücksichtigt ist. Es wird einstimmig beschlossen, das Darlehen der GIG - unter Berücksichtigung der Tilgung zum 30.06.2022 - in Höhe von ca. € 375.100,00 von der Gemeinde zu übernehmen. Zu 4. Antrag auf Bewilligung der Nutzung einer Wohnung als Ferienwohnung: Wolfgang Kerschbaum, Belgien: Antrag auf Ferienwohnungsbewilligung gem. § 16 Abs. 4 lit. a RPG betr. die Wohnung Top/Tür 29 im Haus Silvrettastraße 153 Eingangs wird darauf verwiesen, dass es sich um einen Antrag gemäß § 16 Abs. 4 lit. a RPG und nicht, wie in der Einladung fälschlich angefügt, gemäß § 16 Abs. 4 lit. b RPG handelt. Wie der Gemeindesekretär informiert, kann gemäß § 16 Abs. 4 lit. a RPG die Gemeindevertretung auf Antrag des Eigentümers der betreffenden Wohnung oder des betreffenden Wohnraums, wenn er zum Kreis der gesetzlichen Erben des vormaligen, bereits verstorbenen Eigentümers gehört und die Wohnung oder der Wohnraum ihm oder anderen Personen nicht der Deckung eines ganzjährig gegebenen Wohnbedarfs dient, die Nutzung von Wohnungen oder Wohnräumen, die nach den raumplanungsrechtlichen Vorschriften für Wohnzwecke genutzt werden dürfen, als Ferienwohnung mit Bescheid bewilligen; eine solche Bewilligung berechtigt nur den Bewilligungsinhaber und seine nahen Angehörigen (Abs. 7), die betreffende Wohnung oder den betreffenden Wohnraum als Ferienwohnung zu nutzen. Wie der Antragsteller ausführt und aus den übermittelten Unterlagen ersichtlich ist, hat er die gegenständliche Wohnung aufgrund des Schenkungsvertrages auf den Todesfall von seinen Eltern Alois und Theresia Kerschbaum, die diese bereits im Jahre 1997 käuflich erworben haben, nach deren Ableben im Jahr 2005 erhalten. Er lebe derzeit in Belgien und möchte nach seiner Pensionierung wieder nach Schruns in die gegenständliche Wohnung ziehen. Bis dahin möchte er die Wohnung bei seinen Aufenthalten in Schruns bewohnen. Die Bewilligungsvoraussetzungen scheinen somit vorzuliegen. Dem wird entgegengehalten, dass es sich im gegenständlichen Fall um eine Wohnung in einer Wohnanlage, die von einer gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft mit entsprechenden Wohnbaufördermitteln errichtet und im Rahmen eines Mietkaufmodells übereignet wurde. Solche Wohnbauprojekte sind ausgelegt, um bedarfsorientierte und leistbare Wohnungen zu schaffen mit dem Ziel, Wohnungen zur Befriedigung eines 21. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 29.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Grundbedürfnisses bereitzustellen, nicht jedoch zu Ferienzwecken. Dementsprechend ist nach Ansicht der Gemeindevertretung der Passus „… und die Wohnung oder der Wohnraum ihm (dem Antragsteller) oder anderen Personen nicht der Deckung eines ganzjährig gegebenen Wohnbedarfs dient, …“, so zu verstehen, dass diese Ausnahmebewilligung, die als solche restriktiv auszulegen ist, nicht auf Wohnungen, die ausschließlich zu Hauptwohnsitzzwecken konzipiert und zu diesem Zwecke errichtet und mit entsprechenden öffentlichen Fördermitteln gestützt worden sind, anzuwenden ist. Wäre diese Bestimmung anders zu interpretieren, bestünde die berechtigte Befürchtung, dass vermehrt auch geförderte Sozialwohnungen zu Ferienwohnungen umfunktioniert werden. Abgesehen davon beabsichtigt der Antragsteller ohnedies nach seiner demnächst bevorstehenden Pensionierung nach Schruns in seine Wohnung zu übersiedeln. Seite 7 von 10 Die von Wolfgang Kerschbaum, Silvrettastraße 153, 6780 Schruns, beantragte Ferienwohnungsbewilligung für die Wohnung Top/Tür 29 im Haus Silvrettastraße 153 (EZ 1513, 168/3416 Anteile, B-LNR 31) in 6780 Schruns gemäß § 16 Abs. 4 lit. a RPG wird einstimmig versagt. Zu 5. Änderung der Parkabgabeverordnung Die Verordnung über die Abgabepflicht für das Abstellen von Kraftfahrzeugen auf öffentlichen Verkehrsflächen in der Marktgemeinde Schruns wird nach Maßgabe der bisher geltenden Verordnung einstimmig mit folgenden Änderungen neu erlassen: §1 Abs. 1 (Abgabepflicht) zweitletzter Satz wird ergänzt: „oder die Einhaltung der Kurzparkzeit mittels Handyparken dokumentiert wird.“ In § 5 (Höhe der Abgabe und Fälligkeit) wird dem Abs. 1 folgender Satz angefügt: „Wird die Abgabe durch Aktivierung eines elektronischen Parkscheines über Mobiltelefon (sog. „Handyparken“) entrichtet, ist die Entrichtung mit einem Pauschalbetrag weiters wie folgt möglich: 1 Woche 20,00 Euro, 2 Wochen 28,00 Euro.“ Zu 6. Genehmigung der Verhandlungsschrift über die 20. Sitzung der Gemeindevertretung vom 01.06.2022 Der Vorsitzende stellt fest, dass bis zur heutigen Sitzung und in der heutigen Sitzung kein(e) Gemeindevertreter:in wegen Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der Verhandlungsschrift über die 20. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung vom 01.06.2022 mündlich oder schriftlich Einwendungen erhoben hat und diese somit als genehmigt gilt. 21. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 29.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Zu 7. Seite 8 von 10 Mitteilungen des Vorsitzenden  Der Architektenwettbewerb für den Neubau der Volksschule wird nach Vorliegen des von der Gemeindevertretung geforderten Verkehrskonzeptes gestartet werden.  Am kommenden Montag findet eine Zusammenkunft mit den Haus- und Grundbesitzern und Anrainern des geplanten Skaterplatzes statt.  Aufgrund des ständig weiter sinkenden Grundwasserspiegels insbesondere im Schrunser Feld findet demnächst eine Besprechung mit dem Land über längerfristige Maßnahmen statt. Morgen findet eine mündliche Verhandlung zur von der illwerke vkw AG beantragten Wiederverleihung von Wasserrechten statt, wobei als Kompensationsmaßnahme eine Aufweitung des Bachbettes der Ill über eine Länge von rd. 800 m vorgesehen wäre. Diesbezüglich ist für die Gemeinde vor allem der Illwanderweg ein Knackpunkt. Was den Grundwasserspiegel anbetrifft, wird angeregt, das Gutachten, das für die Eisbereitung beim Aktivpark erstellt worden ist, auszuheben.  Die nächste Gemeindevertretungssitzung ist für September geplant. Zu 8. Auftragsvergabe: Erneuerung der Beleuchtung Im Rahmen der Erneuerung der Straßenbeleuchtung, die eine Energieoptimierung bringen und für die auch eine Förderung erwartet wird, sollen heuer alle verbliebenen alten Straßenlampen ausgetauscht werden. Norbert Haumer erläutert anhand eines Planes die genauen Standorte. Die gerade eingelangten Angebote müssen noch im Detail geprüft werden, wobei die Auftragsvergabe im Hinblick auf die Förderung rasch erfolgen sollte. Es wird daher vorgeschlagen, dem Gemeindevorstand ein bestimmtes Pouvoir zur Entscheidung einzuräumen und die Beschlussfassung an ihn zu übertragen. In der stattfindenden Debatte werden verschiedene Fragen wie das Vorliegen von Vergleichsangeboten, die budgetäre Bedeckung usw. aufgeworfen, und es wird überschlagsmäßig eine Berechnung angestellt, wie hoch die Stromkostenersparnis sein wird und wie es mit der Amortisation aussieht. Bezugnehmend auf den Vergabevorschlag vom 28.06.2022 wird einstimmig beschlossen, den Gemeindevorstand mit der Auftragsvergabe im Rahmen des Budgets bezüglich der Erneuerung der Beleuchtung im Hinblick auf eine Energieoptimierung zu betrauen, worüber in der nächsten Gemeindevertretungssitzung zu berichten ist. Zu 9. Unter „Allfälliges“ werden die im „Gehölzpflegeplan Ill“ vorgesehenen Rodungsarbeiten angesprochen. Der Vorsitzende geht davon aus, dass der Bereich einwärts der 21. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 29.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Schwimmbadbrücke ähnlich gestaltet werden wird wie jener talauswärts. In der folgenden Diskussion geht es um die Veränderungen des Grundwasserspiegels in den vergangenen Jahren, was vor allem bei Objekten, die mit Grundwasserwärmepumpen beheizt werden, Probleme bereitet. Monika Vonier informiert darüber, dass sich auch das Land bereits damit befasst und das Büro Bertle ein Konzept speziell für Schruns und das äußere Montafon ausgearbeitet hat und man mit vereinten Kräften bemüht ist, die Probleme zu beheben, wobei natürlich auch ökologische Aspekte und dgl. mit einzubeziehen sind. Seite 9 von 10 Beim Friedhofseingang von der Silvrettastraße sind des Öfteren größere Pfützen vorzufinden. Wie Norbert Haumer informiert, fehlt beim Gehsteig noch der Feinbelag. Nach dessen Anbringung kann das Wasser auf die Straße abrinnen. Zum bemängelten schlechten Zustand der Silvrettastraße aufgrund von neuerlichen Baumaßnahmen wird vermerkt, dass der Belag abgefräst und ein neuer Deckbelag aufgebracht werden wird. Das 9. mittelfristige Investitionsprogramm der MBS ist zwischenzeitlich von allen Gemeinden beschlossen worden, wobei hierzu noch eine Zusatzvereinbarung getroffen wurde. Der Vorsitzende bestätigt, dass demnächst der Prüfungsausschuss sowie der Wirtschaftsausschuss einberufen werden. Die letzte Prüfung der Gemeindefinanzen erfolgte für das Jahr 2018, der Bericht ist im Jänner 2020 vorgelegt worden. Die Kurzparkzone vor dem Friedhof gab schon des Öfteren Anlass zur Diskussion. Derzeit gilt die Kurzparkzonenregelung nur bis Samstagmittag, was jedoch geändert werden wird. Hinsichtlich des Zustandes und der Lebensdauer des Zeltdaches beim Aktivpark liegt ein Gutachten vor, das sich bei Angelika Vonbank, Aktivpark, befindet und dort eingesehen bzw. abgeholt werden kann. Seitens des Aktivparks wurde diesbezüglich bereits ein Beschluss gefasst, wonach erstens die Reparatur, zweitens die Prüfung der Standsicherheit des gesamten Zeltaufbaus und drittens die Ermittlung der Lebensdauer veranlasst werden soll. Auf Wunsch kann das Gutachten auch an alle übermittelt werden. Die Frage, ob bezüglich der Inanspruchnahme des Grundstreifens beim Sternenparkplatzes im Hinblick auf die Ausschreibung des Architektenwettbewerbs für den Volksschulneubau seitens des Standes bereits ein Beschluss gefasst worden ist, wird vom Vorsitzenden verneint. Da noch kein Projekt vorliegt, kann derzeit lediglich eine grundsätzliche Zustimmung abgegeben werden. Unser Raumplaner DI Falch wird die Raumplanungsziele zusammenfassen, um es dem Stand Montafon zur Genehmigung unter den genannten Voraussetzungen vorzulegen. 21. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 29.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Beim Bergknappenweg bestand früher ein Fahrradfahrverbot, das zwischenzeitlich aufgehoben worden ist. Da es hier des Öfteren zu gefährlichen Zwischenfällen gekommen ist, sollte dieses wieder verhängt werden, was mit der Sicherheitswache abgeklärt werden wird. Seite 10 von 10 Jan Rudigier verlässt Schruns. Es ist somit seine letzte Sitzung, an der er teilnimmt. Der Vorsitzende bedankt sich für seine wertvolle Mitarbeit und seine konstruktiven Beiträge und wünscht ihm alles Gute. Auch Jan Rudigier bedankt sich für die interessanten Diskussionen und Debatten in der Gemeindevertretung. Seine Sprechstelle im Haus Montafon in Schruns wird er auch weiterhin beibehalten. Ende der Sitzung: 23.00 Uhr Der Schriftführer: Der Vorsitzende: 21. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 29.06.2022
  1. schrunsvertretung
20220614_SV_017 StandMontafon 2023-01-04 Stand Montafon A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: SM004.2/2022/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 14. Juni 2022 im Sitzungssaal des Standes Montafon anlässlich der 17. Sitzung der Standesvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 7. Juni nehmen an der auf 12:00 Uhr einberufenen Standessitzung teil: Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Matthias Luger, Stallehr Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Florian Küng, Vandans Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn Entschuldigt: Standesrepräsentant Jürgen Kuster, Schruns LAbg Monika Vonier LAbg Nadine Kasper Bgm Andreas Batlogg, Lorüns Weitere Sitzungsteilnehmer: PR-Beauftragter Toni Meznar Valentina Bolter Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 12:07 Uhr die Standessitzung und begrüßt die Kollegen Bürgermeister und entschuldigt Standesrepräsentant Bgm Jürgen Kuster, Bgm Andreas Batlogg sowie LAbg Monika Vonier und LAbg Nadine Kasper. Gemäß Standesstatut stellt er die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 17. Standessitzung: 14.06.2022 Seite 2 von 5 Tagesordnung 1.) Abschluss einer Absichtserklärung mit der illwerke vkw AG zum Breitband Ausbau Montafon 2.) Vorschlag für die Entsendung der Vertreter für die Neuwahl des Aufsichtsrates der Montafonerbahn AG 3.) Bestellung eines bevollmächtigten Vertreters des Standes Montafon für die 107. Hauptversammlung der Montafonerbahn AG 4.) Genehmigung der Niederschrift von der 16. Standessitzung am 10.05.2022 5.) Berichte 6.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Abschluss einer Absichtserklärung mit der illwerke vkw AG zum Breitband Ausbau Montafon Die illwerke vkw AG und der Stand Montafon beabsichtigen, auf dem Gebiet des Infrastrukturausbaus zukünftig eng zu kooperieren und den Ausbau koordiniert und eng aufeinander abgestimmt voranzutreiben. Kernstück der gemeinsamen Kooperation soll das konzentrierte Förderansuchen um Bundes- (BBA2030) und Landesmittel (TopUp) durch illwerke vkw als Förderwerberin im Interesse und zum Wohle der gesamten Talschaft und der illwerke vkw sein. Das Ziel der Kooperationsvereinbarung ist der Breitbandausbau im Montafon auf der Basis eines „Open Access Netzwerkes“. Mit der Absichtserklärung werden die Rahmenbedingungen zum Förderansuchen definiert. Bgm Daniel Sandrell fragt an, ob andere Bürgermeister ebenfalls eine Terminanfrage vom Unternehmen ÖGIG erhalten haben. Bgm Josef Lechthaler bestätigt das. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Absichtserklärung zum Breitband Ausbau Montafon einstimmig angenommen und beschlossen. Pkt. 2.) Vorschlag für die Entsendung der Vertreter für die Neuwahl des Aufsichtsrates der Montafonerbahn AG Der Vorsitzende informiert, dass am 6. Juli 2022 die 107. Hauptversammlung der Montafonerbahn AG stattfindet, in welcher auch der Aufsichtsrat des Unternehmens neu gewählt wird. Als Mehrheitseigentümer hat der Stand Montafon das Vorschlagsrecht für die Entsendung der Vertreter für die die Neuwahl des Aufsichtsrates der Montafonerbahn AG. Auf Grundlage der bisherigen Beratungen und Vorgespräche werden folgende Personen für die Entsendung in den Aufsichtsrat der Montafonerbahn Aktiengesellschaft vorgeschlagen: Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 17. Standessitzung: 14.06.2022 Seite 3 von 5 Mag. Daniel Mangeng, Bregenz DDr. Heiner Bertle, Schruns Mag.a, Maria Stich Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Herbert Bitschnau informiert, dass zwischenzeitlich mit allen vorgeschlagenen Personen Gespräche geführt wurden und diese mit ihrer Nominierung einverstanden sind. Auf Antrag von Bgm Lechthaler wird dieser Vorschlag vom Standesausschuss einstimmig angenommen. Bgm Herbert Bitschnau und Bgm Daniel Sandrell nehmen an der Abstimmung nicht teil. Es wird festgehalten, dass Bgm Herbert Bitschnau und Bgm Daniel Sandrell für die Dauer ihrer Funktions-Ausübung als Bürgermeister in den Aufsichtsrat der Montafonerbahn AG entsandt werden. Pkt. 3.) Bestellung eines bevollmächtigten Vertreters des Standes Montafon für die 107. Hauptversammlung der Montafonerbahn AG Zur Ausübung des Stimmrechtes des Standes Montafon in der 107. Hauptversammlung der Montafonerbahn AG wird Standesrepräsentant Bgm Jürgen Kuster als bevollmächtigten Vertreter gem. § 50 GG vorschlagen. Dieser Vorschlag wird auf Antrag von Bgm Lechthaler einstimmig angenommen. Pkt. 4.) Genehmigung der Niederschrift von der 16. Standessitzung am 10.05.2022 Die Niederschrift der 16. Standessitzung am 10.05.2022 wurde allen Standesvertretern per EMail übermittelt. Die Niederschrift wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 5.) Berichte Berichte des Vorsitzenden: a) Der Vorsitzende berichtet, dass am 10. Mai die Eröffnung der Büro-Räumlichkeiten im Gerichtsgebäude in Schruns in einer kleinen Zusammenkunft mit den Mitarbeitenden der Familienzentrum Monafon gGmbH und den Bürgermeistern stattgefunden hat. Weiters wurden am 17. Mai die ehemaligen Leiterinnen und Vorstände des Kinderwerkstättli Ruth Vonbank und Birgit Ogris in einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedet und ihnen für das große Engagement und ihre wertvolle Aufbauarbeit gedankt. b) Am 31. Mai hat der zweite Workshop zum Zukunftsbild der Kinderbetreuung im Außermontafon in Bartholomäberg stattgefunden. Im Auftrag der Gemeinde Bartholomäberg wird unter Begleitung der Beraterfirma ICG zwischen den Gemeinden, dem GeStand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 17. Standessitzung: 14.06.2022 Seite 4 von 5 meindeverband und dem Stand gemeinsam ein Entwicklungskonzept für die Kinderbetreuung im Außermontafon erarbeitet. Es ist vorgesehen, dieses Konzept am 27. Juni im Kreise aller Bürgermeister vorzustellen. c) Der Vorsitzende berichtet, dass die Verhandlungen zur Partnerschaftsvereinbarung mit der illwerke vkw AG zwischenzeitlich auf Ebene der Juristen geführt werden und an den finalen Formulierungen der Vereinbarungstexte gearbeitet wird. Parallel dazu finden steuerrechtliche Abklärungen statt. d) Bgm. Lechthaler informiert, dass der Verkehrsdienstevertrag für das Anruf-Sammeltaxi „go&ko“ mit Ende des Jahres auslaufen und gegenwärtig am Entwurf der Ausschreibungsunterlagen gearbeitet wird. Vergaberechtlich werden wir dabei vom Vorarlberger Gemeindeverband unterstützt. e) Am 8. Juni hat in Gaschurn der erste jung & weise – Dialog im Montafon stattgefunden. Auf Einladung des Standes Montafon haben sich gut 50 Personen, je zur Hälfte Jugendliche und Erwachsene aus verschiedensten Berufsfeldern den großen Fragen gewidmet, wie sich junge Menschen ihr Leben im Tal vorstellen und welche konkrete Vorhaben und Umsetzungsschritte gestartet werden können. Die Teilnehmenden kamen über die Generationen hinweg ins Gespräch und öffneten sich für die Themen des jeweils anderen. f) Der Vorsitzende berichtet, dass unsere Bibliotheks-Leiterin Karin Valasek seitens des Bibliotheksverbandes Vorarlberg für den Vorstand des Bibliotheksverbandes Österreich nominiert wurde und nun in der BVÖ-Vorstandswahl am 31. Mai 2022 als Vertreterin Vorarlbergs in den Vorstand des BVÖ gewählt wurde. Der Vorsitzende gratuliert Karin Valasek zu dieser Wahl und freut sich, dass Vorarlberg durch eine Mitarbeitende des Standes auf Bundesebene vertreten wird. g) Der Verkehrsverbund Vorarlberg informiert, dass es für Kinder ein Ferien-Ticket für den Öffentlichen Verkehr in Vorarlberg um 15 Euro gibt. Das Ticket ist in den gesamten Sommerferien gültig. Berichte des Vertreters im Vorstand des Gemeindeverbandes Bgm Josef Lechthaler: h) Bgm Lechthaler informiert, dass das Thema „Jobrad“ in der Standesberatung präsentiert wurde. Einige Punkte bezüglich Steuerrecht müssen noch geklärt werden. Die nächste Vorstandssitzung findet erst am 23. Juni statt. Pkt. 6.) Allfälliges a) Bgm Helmut Pechhacker informiert sich zum Unternehmer:innen-Frühstück der Wirtschaft Montafon, das am 23. Juni stattfinden wird. b) Bgm Daniel Sandrell fragt an, wie der Zeitplan bei der Illwerke-Vereinbarung ist. Bgm Josef Lechthaler informiert, dass gerade die Steuerthematik besprochen wird. Die illwerke prüft parallel dazu die Vereinbarung mit ihren Anwälten. c) Bgm Mathias Luger fragt zum Schreiben des Landes bezüglich der Alma-Kreuzung an, ob Mittel aus dem 9. MIP in die Errichtung der Landesstraße in Lorüns fließen. Bgm Herbert Bitschnau berichtet, dass Ekkehard Nachbaur und Bgm Andreas Batlogg in Gesprächen mit dem Land sind. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 17. Standessitzung: 14.06.2022 Seite 5 von 5 d) Bgm Martin Vallaster fragt an, wie die betroffenen Bürgermeister mit der Widmung für die Tafeln des Leitsystems der Bergbahnen umgehen. Er bittet um eine abgestimmte Handhabung der Montafoner Bürgermeister und informiert sich diesbezüglich bei Andreas Pfeifer von der Bauverwaltung Montafon. e) Bgm Thomas Zudrell fragt, ob die anderen Bürgermeister ebenfalls eine Information zur EKZ-Widmung in Schruns bekommen haben. Ende der Sitzung, 12:34 Uhr Schruns, 14. Juni 2022 Schriftführer: Standesrepräsentant: Standesausschuss: Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
20220614_FF_018 StandMontafon 2023-01-04 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.2/2022/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 14. Juni 2022 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 18. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 7. Juni 2022 nehmen an der im Anschluss an die Standessitzung einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Florian Küng, Vandans Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn Entschuldigt: Standesrepräsentant Jürgen Kuster, Schruns Weitere Sitzungsteilnehmer: Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds (ab 12:57 Uhr) Andreas Drexel (ab 12:46 Uhr) PR-Beauftragter Toni Meznar Valentina Bolter Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 12:37 Uhr die Forstfondssitzung und begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt die Beschlussfähigkeit fest. Er entschuldigt Standesrepräsentant Bgm Jürgen Kuster. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 18. Forstfondssitzung: 14.06.2022 Seite 2 von 5 Tagesordnung 1.) Zukunftskonzept für den Forstfonds: Ziele, Maßnahmen und Vergabe der externen Projektbegleitung für die Phase 3 2.) Ansuchen um Grundbenützung für ein 20 kV Erdkabel auf Gst. Nr. 4495/2 und 4496/2 (Grundbuch St. Gallenkirch) 3.) Änderung des Bau- und Erhaltungskostenschlüssels für die Straßengenossenschaft Innerbofa (Gaschurn) 4.) Genehmigung der Niederschrift der 17. Forstfondssitzung vom 10.05.2022 5.) Berichte 6.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Zukunftskonzept für den Forstfonds: Ziele, Maßnahmen und Vergabe der externen Projektbegleitung für die Phase 3 Im 2. Halbjahr 2020 wurde im Auftrag der Forstfondsvertretung aufgrund der negativen wirtschaftlichen Entwicklung eine strategische, betriebswirtschaftliche und organisatorische Analyse durchgeführt. Dabei erfolgte eine nähere betriebswirtschaftliche Darstellung der Ergebnisentwicklung 2015 bis 2019 sowie die Erarbeitung von Maßnahmen zur Verbesserung der Ergebnissituation des Forstfonds (Phase 1). In weiterer Folge wurden in mehreren parallel tätigen Arbeitsgruppen diverse Reorganisationsvorhaben (insbesondere neue Gesamtorganisation für den Stand Montafon, Anpassung des Controllings und damit verbunden des Aufzeichnungssystems und des Rechnungswesens) sowie Initiativen für neue Geschäfte bzw. Ausbau bestehender Geschäfte im Forstfonds betrieben. Die diesbezüglichen Arbeiten wurden der Standesvertretung am 12. April 2022 zusammenfassend vorgestellt und zustimmend zur Kenntnis genommen (Phase 2). Teil des Reorganisationsprozesses ist auch der Übergang der Betriebsleitung des Forstfonds des Standes Montafon auf die Nachfolge. Darüber hinaus sind weiterführende Umsetzungsmaßnahmen zur Etablierung der neuen Organisation inkl. diverser Detailausgestaltungen vorzunehmen. Daher wurde seitens der Standesführung in Abstimmung mit der Standesvertretung beschlossen, die derzeitige Projektorganisation (mit diversen Anpassungen in inhaltlicher und personeller Hinsicht) bis auf weiteres weiterzuführen (Phase 3). ICG wurde eingeladen, diesen Prozess in der Phase 3 weiterführend zu begleiten. Das vorliegende Angebot beinhaltet die Projektkoordination und Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung für Kernteam-Treffen sowie die Unterstützung der Arbeitsgruppen. Der Standessekretär informiert, dass mit der Phase 3 der Reorganisationsprozess abgeschlossen ist. Die „neuen Geschäftsfelder“ des Forstfonds sind jedoch auch mit der Phase 3 nicht abgeschlossen, da die Koordination dieser Geschäftsfelder zum Teil nicht beim Forstfonds liegen (z.B. Waldfriedhof St. Anton). Die Koordination der Geschäftsfelder, die beim Forstfonds liegen, Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 18. Forstfondssitzung: 14.06.2022 Seite 3 von 5 soll zukünftig Mitarbeiter Andreas Drexel übernehmen. Der Fokus liegt momentan aber in der Organisation der Übergabe vom Betriebsleiter Hubert Malin an Andreas Drexel. Bgm Helmut Pechhacker sieht die hohen Kosten für die Begleitung durch die Firma ICG kritisch. Bgm Martin Vallaster weist darauf hin, dass die veranschlagte Zeit möglichst effektiv genutzt werden soll, insbesondere beim Thema Controlling. Bgm Florian Küng sieht das Einsparungspotenzial eher gering. Er würde befürworten, dass die Phase 3 mit Unterstützung der Firma ICG gut abgeschlossen wird. Bgm Florian Küng würde es befürworten, wenn Standesrepräsentant Bgm Jürgen Kuster in der Arbeitsgruppe zur Aufgaben-Übergabe präsent ist. Der Vorsitzende wird Bgm Jürgen Kuster dazu informieren. Auf Antrag des Vorsitzenden wird das vorliegende Angebot und das Umsetzungskonzept für die externe Projektbegleitung für die Phase 3 des Zukunftskonzepts des Forstfonds mehrheitlich angenommen (Gegenstimme: Bgm Helmut Pechhacker). Die angebotenen Beratungsleistungen sollen so effizient wie möglich eingesetzt werden, maximal jedoch 18 Beratertage. Pkt. 2.) Ansuchen um Grundbenützung für ein 20 kV Erdkabel auf Gst. Nr. 4495/2 und 4496/2 (Grundbuch St. Gallenkirch) Der Vorsitzende informiert zum Ansuchen Vorarlberg Netz GmbH um Grundbenützung für ein 20 kV Erdkabel auf Gst. Nr. 4495/2 und 4496/2 (Grundbuch St. Gallenkirch) und erläutert den Leitungsverlauf anhand eines Orthofoto-Planes. Es gibt eine einmalige Entschädigung für die Grundbenützung. Bgm Florian Küng fragt an, ob es Flurschäden geben wird. Der Betriebsleiter verneint dies. Bgm Florian Küng weist darauf hin, dass die Baustelle nach Beendigung der Grabungsarbeiten vom Forstfonds abgenommen werden soll. Auf Antrag des Vorsitzenden wird das Ansuchen um Grundbenützung einstimmig angenommen. Pkt. 3.) Änderung des Bau- und Erhaltungskostenschlüssels für die Straßengenossenschaft Innerbofa (Gaschurn) Der Vorsitzende hält fest, dass der Beitritt des Forstfonds zur Straßengenossenschaft Innerbofa in Gaschurn bereits in der Sitzung vom 23.01.2018 beschlossen wurde. Beim damaligen Beschluss wurde von Bau- und Sanierungskosten in Höhe von € 600.000,- und einem Anteil des Forstfonds von € 25.000,- ausgegangen. Der Bau- und Erhaltungskostenschlüssel hat in der ursprünglichen Form auch die Waldflächen des Harzawaldes eingeschlossen, welche aber mit Ausnahme des inneren Teiles bislang noch nicht erschlossen wurden. Aus diesem Grund wurden nun der Anteil des Forstfonds von ursprünglich 20,84 % auf 15 % reduziert, wobei sich der Forstfonds nach erfolgter Erschließung des Harzawaldes über die Straße Innerbofa bereit erklärt, sich für die Differenz von 5,84 % einzukaufen und ab diesem Zeitpunkt auch einen Erhaltungskostenanteil von 20,84 % übernimmt. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 18. Forstfondssitzung: 14.06.2022 Seite 4 von 5 Bis zu diesem Zeitpunkt übernehmen die Gemeinde Gaschurn und die illwerke vkw AG diesen Anteil je zur Hälfte. Gemäß aktueller Kostenschätzung belaufen sich die Bau- und Sanierungskosten auf € 1.000.000,- und liegt der Kosten-Anteil des Forstfonds nach Abzug der Förderungen voraussichtlich bei € 45.000,-. Bgm Daniel Sandrell informiert, dass es zwischen der Gemeinde Gaschurn und des Forstfonds keine weitere Vereinbarung braucht, wenn dies in diesem Beschluss bereits ausführlich beschrieben ist. Er ergänzt, dass die Kosten auf € 900.000,- geschätzt wurden. Aufgrund der unsicheren Preiskalkulation wird aber von der höheren Summe ausgegangen. Der Betriebsleiter ergänzt, dass der Ausschlag Bofa grundsätzlich informiert ist, es aber schwierige Gespräche gegeben hat. Er nimmt daher an, dass das Projekt Harzawald noch nicht gleich umgesetzt werden wird. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Änderung des Bau- und Erhaltungskostenschlüssels einstimmig angenommen. Pkt. 4.) Genehmigung der Niederschrift der 17. Forstfondssitzung vom 10.05.2022 Die Niederschrift der 17. Forstfondssitzung wurde allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt und wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 5.) Berichte Bericht des Forstbetriebsleiters DI Hubert Malin: a) Es finden Forstarbeiten im Silbertal statt. Der Holzabsatz gestaltet sich sehr zäh. Es hat beim Hagel- und Windereignis vergangene Woche Schadholz gegeben. Die Menge an Schadholz hält sich jedoch in Grenzen. b) Die Borkenkäfer-Situation ist aufgrund der aktuellen Witterung noch recht gemäßigt. c) Betriebsleiter Hubert Malin und Andreas Drexel haben vergangene Woche an der Forsttagung in Kärnten teilgenommen. Dort wurden aktuelle Klimamodelle präsentiert, die beträchtliche Temperaturerhöhungen und die Zunahme von Starkwetter-Ereignissen prognostizieren. Pkt. 6.) Allfälliges a) Der Betriebsleiter hat eine mehrstündige Waldbegehung mit Jagdpächter Lorenz Frey durchgeführt, um ihm die Sicht des Waldbesitzers näher zu bringen. Bezüglich der Abschusszahlen besteht nach wie vor Handlungsbedarf. Der Kontakt zwischen JagdPächter und Waldbesitzer ist sehr wichtig und es sollten mindestens jährliche Begehungen stattfinden. Bei der nächsten Begehung soll eine politische Vertretung des Forstfonds – Standesrepräsentant, -stellvertreter oder Standortbürgermeister – teilnehmen. b) Bgm Martin Vallaster fragt an, ob es seitens des Forstfonds eine Rückmeldung auf das Schreiben des Jagdpächters Frey gegeben hat. Er empfiehlt, den Jagdpächter darauf Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 18. Forstfondssitzung: 14.06.2022 Seite 5 von 5 hinzuweisen, dass der Pachtvertrag endet, wenn die Vorgaben zu den Abschusszahlen nicht eingehalten werden. Er sieht besonders die Fütterungsstelle in St. Anton auf 600 Höhenmeter sehr kritisch. Bürgermeister Vallaster erklärt, dass er trotz oftmaliger Anfrage noch von keinem zuständigen Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Bludenz und der Vorarlberger Landesregierung eine fachliche und sachliche Begründung erhalten habe, welche die Fütterung in dieser Form in St. Anton rechtfertige. Nur zu sagen, die Rotwildfütterung von St. Anton sei die älteste Fütterung in Vorarlberg und man könne sie daher nicht auflassen, sei ihm dabei einfach zu wenig, da sich die Rotwildfütterung auch auf dem Grundbesitz vom Stand Montafon Forstfonds befindet. Der Betriebsleiter betont, dass der Wildeinfluss an dieser Stelle vertretbar ist. Er hofft, dass die Abschusszahlen im Montafon eingehalten werden. Bgm Florian Küng regt an, generell die Fütterung von zu hohen Wildbeständen zu unterscheiden. Der Betriebsleiter ladet die Bürgermeister zu einer Besichtigung der Fütterungsstellen ein. c) Bgm Florian Küng fragt an, wie andere Gemeinden mit der Entsendung eines Forstfonds-Vertreters umgehen. Er schlägt vor, statt des Standesrepräsentanten das jeweilige Betriebsorgan des Forstfonds zu entsenden. Der Standessekretär informiert, dass die Handhabung bisher unterschiedlich gewünscht wurde. d) Bgm Martin Vallaster informiert zu den Abschusszahlen und TBC-Verdachtsfällen in Bartholomäberg. Ende der Sitzung: 13:30 Uhr Schruns, 14. Juni 2022 Schriftführer: Standesrepräsentant: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at
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  2. standmontafon
20220601_GVE020 Schruns 2023-01-07 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Dr. Oswald Huber Tel: +43 (0)5556/ 724 35-210 oswald.huber@schruns.at Schruns, 02.06.2022 Zl. 004-2/2022 Verhandlungsschrift über die am Mittwoch, den 1. Juni 2022, um 20.15 Uhr, im Sitzungssaal des Standes Montafon im „Standesgebäude“ in Schruns, Montafonerstraße 21, stattgefundene 20. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung Schruns. An der Sitzung nehmen teil als: Vorsitzende(r): ☒ Bgm. DI (FH) Jürgen Kuster MBA Gemeindevertreter*innen: Ersatzleute: Parteifraktion: Bürgermeister Jürgen Kuster – Schrunser Volkspartei und Parteifreie ☐ ☒ ☒ ☐ ☒ ☐ ☒ ☐ ☐ ☒ ☒ ☒ GR Heike Ladurner-Strolz Vbgm. Norbert Haumer Bernhard Schrottenbaum Tobias Kieber Raphael Mäser DI (FH) Nina Fritz Peter Vergud Martin Jenny BSc Theresa Scheibenstock BEd Martin Netzer DI (FH) Michael Gantner MSc. Martin Fussenegger ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☒ ☐ ☒ ☒ ☐ ☒ ☐ Dr. Monika Vonier Ing. Michael Kieber Mag. phil. Birgit Spannring-Isele Mag. Christof van Dellen Martin Zugg Bettina Schmid-Juen Werner Ganahl Mag. jur. Jan Rudigier Claudia Oberer Richard Durig Bernd Steiner Stephanie Kuster Parteifraktion: Team Günter Ratt – Metnand för Schru, Parteifreie Bürgerliste ☒ ☒ ☐ ☒ ☒ ☒ ☒ ☒ ☒ ☒ GR Mag. (FH) Günter Ratt MA GR Jürgen Haller Marcellin Tschugmell MBA Birgit Goll Christian Engstler Mag. Daniel Witzani Martin Fritz Carmen Fitsch Alexander Nöckl Tanja Könsgen ☐ ☒ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ Dominik Ganahl Christian Fiel Jodok Marent Daniel Thöny DI Karoline Bertle Markus Riedler Franz Oliva Rene Juen Mag. Jürgen Jakober Dominik Tschofen Parteifraktion SPÖ und Parteifreie ☒ MMag. Dr. Siegfried Marent Sachverständige(r)/Auskunftspersonen: ☒ Dipl.-Ing. Steffen Löhnitz zu Top 1 ☒ RA Dr. Edwin Gantner zu Top 1 ☐ Mag. Martin Borger ☐ Ing. Wernfried Geiger Seite 1 von 14 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Schriftführer: ☒ GdeSekr Dr. Oswald Huber Seite 2 von 14 Entschuldigt abwesend: Heike Ladurner-Strolz, Tobias Kieber, Nina Fritz, Martin Jenny, Theresa Scheibenstock und Marcellin Tschugmell Der Vorsitzende begrüßt die Mitglieder und Ersatzmitglieder der Gemeindevertretung sowie die Auskunftspersonen und die Zuhörerinnen und Zuhörer und stellt fest, dass die Einladung zur Sitzung ordnungsgemäß erfolgt und die Beschlussfähigkeit gegeben ist. Der Vorsitzende verweist auf die in der Einladung enthaltene Tagesordnung: 1. Dipl.-Ing. (FH) Steffen Löhnitz, Projektpräsentation 2. Änderung des Flächenwidmungsplanes Schruns: a) Reg.Nr. 031-2/01-2022; Umwidmung einer Teilfläche des GST-NR 1032/1 (Gunnar Senn) von Bauerwartungsfläche Wohngebiet (BW) in Freifläche Sondergebiet FS Parkplatz F-(BW) gemäß Plan-Zl. 031-2/01-2022/01 vom 12.04.2022 - Beschlussfassung nach Anhörung b) Reg.Nr. 031-2/04-2022; Umwidmung des GST-NR 331/2 (Petra und Martin Tschann) von Freifläche Landwirtschaftsgebiet FL in Baufläche Wohngebiet BW F-FL gemäß Plan-Zl. 031-2/04-2022/01 vom 12.04.2022 – Beschlussfassung nach Anhörung c) Reg.Nr. 031-2/13-2019; Umwidmung der GST-NRN .678, .679, 2527, 2528/1, 2530, 2531 und 2532/2 (Steffen Löhnitz) von Freifläche Landwirtschaftsgebiet FL in Freifläche Sondergebiet FS Seminarzentrum mit Betreiberwohnung gemäß Plan-Zl. 031-2/13-2019/04 vom 08.06.2021 – Beschlussfassung des Entwurfs d) Reg.Nr. 031-2/03-2022; Umwidmung des GST-NR 1757 (Gerald Vonbank) von Baufläche Mischgebiet BM in Baufläche Mischgebiet mit einer Zone für Gebäude und Anlagen für land- und forstwirtschaftliche Zwecke BM-L gemäß Plan-Zl. 031-2/03-2022/01 vom 12.04.2022 – Beschlussfassung des Entwurfs 3. Richard Kieber: Ab- und Zuschreibung von Teilflächen von der/zur Silvrettastraße - Verordnung 4. Auftragsvergabe: Marktgemeinde Schruns OK BA 15, BT 5 Silvrettastraße und Zabares - Baumeister und Installationsarbeiten 5. Sanatorium Dr. Schenk GmbH, Schruns, Ansuchen um Ausstellung einer Löschungsquittung betr. das Wiederkaufsrecht 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at 6. Antrag auf Bewilligung der Nutzung einer Wohnung als Ferienwohnung: Tanja Heller, USA, betr. die Wohnung Nr. 33 im Haus Veltlinerweg 16c 7. Genehmigung der Verhandlungsschrift über die 19. Sitzung der Gemeindevertretung vom 20.04.2022 8. Mitteilungen des Vorsitzenden 9. Allfälliges Seite 3 von 14 Zu 1. Dipl.-Ing. (FH) Steffen Löhnitz, Projektpräsentation Der Vorsitzende begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt als Auskunftsperson Dipl.Ing. (FH) Steffen Löhnitz, der zusammen mit seinem Rechtsvertreter RA Dr. Edwin Gantner zur heutigen Sitzung gekommen ist, und skizziert kurz den bisherigen Verfahrensverlauf. Wie er dabei ausführt, wurde die Idee des Projektes eines Seminarund Innovationszentrums dem Bau- und Raumordnungsausschuss, der einige Empfehlungen und Änderungsvorschläge unterbreitet hat, bereits in der Vorperiode präsentiert. Dies hat zu einigen Anpassungen geführt, und es wurde sowohl seitens der Gemeinde als auch der Raumplanungsstelle signalisiert, dass dieses Vorhaben unter gewissen Voraussetzungen für möglich erachtet werden könnte, wobei klargestellt wurde, dass die Entscheidung schlussendlich bei der Gemeindevertretung liegt. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass sich die Zusammensetzung des Ausschusses sowie der Gemeindevertretung seit der letzten Wahl verändert hat und die Haltung zu verschiedenen Fragen seither etwas anders ist. Sodann übergibt er das Wort an DI Steffen Löhnitz, der nach einer kurzen Vorstellung seiner Person und seines Tätigkeitsbereiches näher auf das Projekt eingeht. Zur Frage, warum gerade dieser Standort hierfür prädestiniert sein soll, verweist er darauf, dass bereits im Jahr 2017 seitens des damaligen Bau- und Raumordnungsausschusses, dem dieses Projekt präsentiert wurde, die Aussage getätigt worden sei, dass die Idee und das Vorhaben im Interesse der Gemeinde liege und auch die Raumplanungsstelle beim Amt der Vorarlberger Landesregierung Zustimmung signalisiert habe. In weiterer Etappe sei im Jahr 2020 bei Vorlage eines ansprechenden Architekturentwurfs eine Umwidmung wiederum für möglich erachtet worden. Am Anfang sei allerdings die Idee im Raum gestanden, am Hochjoch etwas in Richtung Höhentraining mit einem Seminarzentrum zu realisieren, dies unter möglicher Einbindung der Reha-Klinik, was sich dann jedoch aufgrund anderer Prioritäten von Silvretta Montafon zerschlagen habe. Als man zufällig auf das Immobilienangebot am Hofweg gestoßen sei, sei ursprünglich an „leistbares Wohnen für einheimische Familien“ gedacht worden, dann jedoch der Gedanke entstanden, ein Seminar- und Kreativzentrum zu realisieren. Im August 2017 sei dann auch das Grundverkehrs-Ansuchen eingebracht worden. Für die Tagung des Ausschusses im November 2017 habe 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at er die Projektidee in dieses Areal eingebaut (Wohnen, Parken, Funktionsbereiche). Mit Schreiben vom 06.03.2018 habe er dann von der Gemeinde die Bestätigung bekommen, dass das Projekt im Interesse der Gemeinde liege und dort realisiert werden könne, und es sei auch seitens der Raumplanungsstelle des Landes eine Umwidmung in Aussicht gestellt worden, damals noch in FS Innovationszentrum. Als dann Ende Jänner 2018 die Genehmigung der Grundverkehrs-Landeskommission gekommen sei, habe man mit der Planung losgelegt, um die Widmung des Areals in Angriff nehmen zu können. Im März 2018 habe er dann auch den Kaufvertrag unterschrieben und über verschiedene Gestaltungsvarianten das Projekt entwickelt, wobei die erste Variante als Raummodell recht komplex gewesen sei, weshalb man in der Folge eine Auflockerung vorgenommen habe. 2019 habe man mit der Umwelterheblichkeitsprüfung begonnen. Im April 2020 sei dann das Ergebnis vorgelegen mit der wesentlichen Aussage, dass voraussichtlich keine erheblichen Umwelteinwirkungen zu erwarten sind, wobei die Empfehlung abgegeben worden sei, dass man sich auf den Bereich unterhalb der Straße beschränken solle. Von Anfang an sei immer klargestellt worden, dass keine Zweitwohnsitze etabliert werden. Lorenz Schmid, mit dem man sich im Juli 2020 getroffen habe, habe die mögliche Zufahrtssituation beschrieben, und es sei nunmehr die Zeit gekommen, ein konkretes architektonisch ausgestaltetes Projekt zu entwickeln, um zu sehen, wie dieses in das Landschafts- und Ortsbild passt, wobei dieses auf eine Verbauung unterhalb der Straße zurückgenommen und eine Verbreiterung der Straße vorgesehen worden sei. Anhand der vorliegenden Visualisierung zeigt er die verschiedenen Funktionsbereiche auf. Dabei legte man Wert darauf, das Projekt unter Bedachtnahme auf die natürlichen Gegebenheiten in den Hang einzubinden. Nach Gesprächen mit dem Gestaltungsbeirat sei das Projekt aufgrund einer zu massiven Ausgestaltung reduziert worden. Er erläutert kurz die weitere Historie und kommt sodann auf das im Hinblick auf das auf den 29.06.2021 anberaumte Planungsgespräch deutlich verkleinerte Vorhaben zu sprechen. In der darauffolgenden Sitzung des Bauund Raumordnungsausschusses habe er das Projekt wiederum vorgestellt. In der Folge sei von der Gemeinde das Schreiben vom 08.07.2021 ergangen. In diesem sei gemäß § 23a RPG mitgeteilt worden, dass die Voraussetzungen für die beantragte Änderung des Flächenwidmungsplanes nicht vorliegen, was er darauf zurückführe, dass es noch einige Unklarheiten gegeben habe, insbesondere war unklar, warum dieses Projekt gerade an diesem Standort ausgeführt werden soll. Diese Frage sei für ihn jedoch aufgrund der Reduktion des Projektes, der positiven Stellungnahme aus der Umwelterheblichkeitsprüfung heraus, der Stellungnahme des Landes usw. bereits geklärt. Die zweite Frage, die in diesem Schreiben für ihn das erste Mal aufgekommen sei, sei der Hinweis gewesen, dass sich der Projektstandort laut Bebauungsplan im „übrigen Gemeindegebiet“ befinde, was bis dahin ihm gegenüber nie thematisiert worden sei. Damit verbunden sei eine maximale Baunutzungszahl von 40 und eine maximale Baugeschosszahl von 3 bis 3,5. Es galt daher zu prüfen, wie dieses Konzept, diese Idee, unter Einhaltung dieser Vorgaben umgesetzt werden kann, und er habe ein Vermessungsbüro sowie den Architekten, ein neues reduziertes Konzept mit dem Ziel der Einhaltung dieser Werte zu erarbeiten, beauftragt. Dies einerseits durch eine Auftrennung in zwei Baukörper, die in sich die Geschossigkeit erfüllen, und andererseits durch eine Anpassung der Funktionen, angefangen von den Parkflächen über Seminar- und Fitnessbereiche bis zu den Appartements, sodass die vorgegebenen Kennzahlen eingehalten werden und die Funktionalität trotzdem erfüllt wird. Damit sollte Seite 4 von 14 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at die Projektidee, angefangen von Kindergeburtstagen über Bastelnachmittage bis zu Firmenseminaren und dgl. umgesetzt werden können. Das Investitionsvolumen betrage an die € 5 – 6 Mio., was mit seiner Hausbank auch schon abgesprochen und von ihr der Wunsch nach einer Zusammenarbeit signalisiert worden sei. Wenn heute die Zustimmung zur Umwidmung erteilt werden würde, könnte die konkrete Umsetzung in Angriff genommen werden. Seite 5 von 14 Über Anfrage des Vorsitzenden bestätigt Steffen Löhnitz, dass die nunmehr aufgezeigte Projektstudie, es ist dies noch nicht das endgültige Projekt, gegenüber jenem im Gestaltungsbeirat in Hinblick auf die Einhaltung der Kennzahlen des Bebauungsplanes nochmals reduziert worden sei. In diesem Zusammenhang wird noch die Frage aufgeworfen, von welcher Fläche, die umgewidmet werden soll, auszugehen ist. Dass seitens der Raumplanungsstelle die Aussage getroffen worden sei, dass alle Flächen unterhalb der Straße mit Ausnahme des Waldes umwidmungsfähig sein sollen, kann in dieser Form nicht bestätigt werden. Seitens des Vorsitzenden wird lediglich vermerkt, dass davon gesprochen worden sei, dass die Widmungsfläche vom Projekt abhängig sein soll, wobei damals die Größe des Projektes noch nicht klar gewesen sei. Jedenfalls sei jetzt, so der nochmalige Hinweis von Steffen Löhnitz, das Projekt gegenüber dem ursprünglichen Entwurf deutlich reduziert worden, und es werde mit dem vorliegenden Gestaltungsentwurf dokumentiert, dass die Kenngrößen eingehalten werden können. Wie es dann im Detail aussehen wird, werde man dem Planungsentwurf entnehmen können. Eine Umwidmung von Waldgrundstücken sei nicht vorgesehen. Über Anfrage hält er nochmals fest, dass kein klassischer Hotel- oder Beherbergungsbetrieb geschaffen werde, sondern ein Seminar- und Innovationszentrum, wobei auch die Möglichkeit zur Übernachtung für 20 bis 24 Seminarteilnehmer gegeben wäre. In weiterer Debatte wird die beengte Zufahrtssituation im Bereich des Gemeindeamtes und der Volksschule angesprochen, die durch den Volksschulneubau beim Sternenparkplatz noch verschärft werde. Demnach sollte getrachtet werden, ein zusätzliches Verkehrsaufkommen zu vermeiden und am Gamplaschg größere Bautätigkeiten möglichst hintanzuhalten. Steffen Löhnitz begegnet diesen Bedenken mit dem Hinweis, dass bei seinem Modell auch insofern ein Unterschied zu einem „normalen“ Beherbergungsbetrieb bestehe, als die Seminarteilnehmer mehr oder weniger die ganze Aufenthaltsdauer dort bleiben. Weitere an Steffen Löhnitz gestellte Fragen beziehen sich darauf, wie der Erwerb der landwirtschaftlichen Grundstücke durch ihn als Nichtlandwirt überhaupt möglich gewesen sei, ob ein solches Seminar- und Innovationszentrum überhaupt wirtschaftlich geführt werden kann, ob der dargestellte Umwidmungsbereich auch Wald betrifft, inwieweit bereits eine Abstimmung mit dem Land erfolgt ist und dgl. Dabei nimmt auch die Debatte um die Zufahrtssituation insbesondere im Hinblick auf die Neuerrichtung der Volksschule am Sternenparkplatz breiten Raum ein. Weiters werden Referenzprojekte wie das Seminar-/Ferienhaus Fiebe in Laterns angesprochen. Steffen Löhnitz informiert nochmals über das ursprünglich geplante Trainings- und Seminarzentrum am Kapell und geht dann nochmals im Detail auf die angesprochenen Punkte ein, wobei er festhält, dass er und seine Familie dort auch den Hauptwohnsitz begründen und den Betrieb führen möchten. Günter Ratt erachtet das vorliegende Projekt gestalterisch nicht sehr ansprechend. Aus seiner Sicht muss dieses überarbeitet werden, und er könne daher heute einer Umwidmung nicht zustimmen. Für Steffen Löhnitz soll es heute nicht um die 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at architektonische Gestaltung gehen - es ist dies nur ein Entwurf, mit dem er aufzeigen möchte, dass eine Umsetzung unter Einhaltung der Kennzahlen möglich ist. Dann, wenn im Vorfeld alles abgeklärt ist, kann in die konkrete Planung eingestiegen werden. Er nimmt den Hinweis des Vorsitzenden, dass es für eine Umwidmung jedenfalls auch eines Raumplanungsvertrages bedarf, zur Kenntnis. Die Frage, was passiert, wenn das Konzept nicht funktioniert, wird von Steffen Löhnitz dahingehend beantwortet, dass dann möglicherweise auch eine Vermietung an ständig wechselnde Gäste in Betracht kommen könnte. Nach Beantwortung der Anfrage von Bernhard Schrottenbaum, wer die Seminare leiten wird und um welche Themenbereiche es gehen wird – Steffen Löhnitz ist im Bereich Energiekonzepte tätig –, gibt er nochmals einen kurzen Rückblick und verweist auf die negativen Stellungnahmen des Gestaltungsbeirates zu den früher vorgelegten Projekten, was allerdings heute nicht Gegenstand ist. Voraussetzung für eine Umwidmung ist auch eine Stellungnahme des Bau- und Raumordnungsausschusses. Heute sollte jedoch hinsichtlich des Projektes eines Seminarzentrums eine grundsätzliche Äußerung, eine „Wohlmeinung“, abgegeben werden, wobei zu bedenken ist, dass das bestehende alte Bauernhaus nicht sanierbar ist und einem Neubau weichen muss. Steffen Löhnitz erinnert daran, dass er bereits viel Geld in dieses Projekt investiert und den Grund gekauft habe. Die architektonische Gestaltung werde unter Einhaltung der Baukennzahlen erfolgen und nach erfolgter Umwidmung in Angriff genommen werden. In mehreren Wortmeldungen wird seitens der Gemeindevertretung angemerkt, dass das Projekt für sie neu ist und ohne Vorliegen einer Stellungnahme des Bau- und Raumordnungsausschusses keine Entscheidung getroffen werden könne, es könne lediglich eine Aussage darüber getätigt werden, ob die Richtung passt. Wie der Vorsitzende erwähnt, wird sich der Ausschuss mit Steffen Löhnitz zusammensetzen und die Eckpunkte festsetzen müssen, wobei allerdings heute die Aussage getroffen werden soll, ob man ein solches Projekt an diesem Standort generell ablehnt oder dies grundsätzlich vorstellbar wäre. Gegebenenfalls wären dann zusammen mit Steffen Löhnitz die Rahmenbedingungen abzustecken. Nach kurzer Diskussion über die Geeignetheit des Baugrundstücks für eine Bebauung kommt Bettina Juen-Schmid auf das zu sprechen, was sich in Schruns in den letzten 4 Jahren in Schruns alles getan hat. Es wurden bzw. werden weitere Betten geschaffen, auch in Richtung Seminarzentrum hat sich einiges ergeben, und es könnten die erwähnten Seminare für Kinder und dgl. auch in der neuen Schule abgehalten werden, weshalb für sie kein Bedarf erkennbar ist. Dem hält Steffen Löhnitz entgegen, dass es ein Gegenentwurf zu einem klassischen Beherbergungsbetrieb sein soll, man bewege sich hier in einer speziellen kleinen Nische. In weiteren Wortmeldungen werden nochmals die Notwendigkeit der Begutachtung durch den Gestaltungsbeirat, die Prüfung des Widmungsausmaßes, die Erhebung der Verkehrsfrequenzen und dgl. angesprochen. Insbesondere was die Verkehrssituation anbetrifft, dies insbesondere im Hinblick auf die neue Volksschule, wird man mit dem neuen Raumplaner DI Andreas Falch Rücksprache halten. Für Steffen Löhnitz ist dies nicht ganz nachvollziehbar, da die Angelegenheit schon seit 2017 vorliege. Das Konzept sei maßgeblich reduziert worden, und es könne nicht so sein, dass man praktisch wieder an den Anfang gestellt werde, wobei er auf die bisher gemachten Aussagen der Gemeinde verweist, und er ersucht, dass man zu den gemachten Zusagen steht. Diesbezüglich hält der Vorsitzende fest, dass die Umwidmung in den Zuständigkeitsbereich der Gemeindevertretung fällt und im Vorfeld lediglich die Meinung des damit Seite 6 von 14 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at befassten Gremiums eingeholt wurde. Bauamtsleiter Martin Sadjak, der sich unter den Zuhörern befindet, meldet sich als Auskunftsperson zu Wort und kommt auf die Berechnung der Baunutzungszahlen sowie auf den damit zusammenhängenden Umwidmungsbereich zu sprechen. Zusammengefasst wird festgehalten, dass bekannt sein muss, was seitens der Gemeinde zwingend als Voraussetzung gefordert wird und ein Gutachten von DI Andreas Falch vorliegen muss. Dafür bietet sich das im Juli stattfindende „Planergespräch“ an. Weiters wird ein Gutachten des Gestaltungsbeirates und eine Stellungnahme des Bau- und Raumordnungsausschusses benötigt, und es ist eine Abklärung mit der Raumplanungsstelle des Landes vorzunehmen. Steffen Löhnitz wird zur Vermeidung weiterer Kosten ersucht, bis dahin keine Umplanungen oder dgl. mehr zu veranlassen. Seite 7 von 14 Abschließend bedankt sich der Vorsitzende bei DI Steffen Löhnitz und Dr. Edwin Gantner für ihr Kommen und ihre Ausführungen. Zu 2. Änderung des Flächenwidmungsplanes Schruns a) Reg.Nr. 031-2/01-2022: Im Rahmen des Auflageverfahrens wurden Stellungnahmen seitens des Amtssachverständigen für Raumplanung, Landschaftsschutz und Baugestaltung sowie der illwerke vkw AG abgegeben, wobei die Widmungsänderungen zustimmend zur Kenntnis genommen bzw. keine Einwendungen dagegen erhoben worden sind, sofern den angeführten Vorgaben entsprochen wird. Nach Auflage des von der Gemeindevertretung in ihrer Sitzung vom 20.04.2022 beschlossenen Entwurfs wird die Umwidmung einer Teilfläche des GST-NR 1032/1 (Gunnar Senn) von Bauerwartungsfläche Wohngebiet (BW) in Freifläche Sondergebiet FS Parkplatz F-(BW) gemäß Plan-Zl. 031-2/01-2022/01 vom 12.04.2022 einstimmig beschlossen. b) Reg.Nr. 031-2/04-2022: Auch diese Umwidmung wurde in der letzten Sitzung präsentiert und nach Beschlussfassung des Entwurfs das Auflageverfahren durchgeführt. Siegfried Marent hat sich die Mühe gemacht, die Gemeindevertretungsprotokolle der letzten 20 Jahre in Bezug auf Umwidmungen anzuschauen und hat festgestellt, dass überwiegend eine Umwidmung von Freifläche in Baufläche erfolgte. Vor über 10 Jahren wurde diesbezüglich bereits die Anregung unterbreitet, dass, ähnlich in anderen Ländern wie beispielsweise in Graubünden, die Überlegung angestellt werden soll, welche Modelle zur Mehrwertschöpfung angewandt werden könnten wie zB, dass bei Umwidmungen ein Teil kostenlos an die Gemeinde abzutreten ist. Dies wurde jedoch offensichtlich nicht weiterverfolgt. Der Vorsitzende sagt zu, dass dies im ROA behandelt und mit DI Andreas Falch und der Raumplanungsstelle beim Land diskutiert werden wird. 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Seite 8 von 14 Nach Auflage des von der Gemeindevertretung in ihrer Sitzung vom 20.04.2022 beschlossenen Entwurfs wird die Umwidmung des GST-NR 331/2 (Petra und Martin Tschann) von Freifläche Landwirtschaftsgebiet FL in Baufläche Wohngebiet BW FFL gemäß Plan-Zl. 031-2/04-2022/01 vom 12.04.2022 einstimmig beschlossen. c) Reg.Nr. 031-2/13-2019: Grundlage für den gegenständlichen Umwidmungsantrag ist eine andere als die heute von Steffen Löhnitz präsentierte, weshalb nach Ansicht des Vorsitzenden eine Vertagung nicht möglich, sondern dieser Antrag abzulehnen ist. In diesem Zusammenhang möchte er festhalten, dass weder er, noch der ROA oder sonst jemand etwas versprochen habe, zumal die Entscheidung in die Kompetenz der Gemeindevertretung fällt. Zudem müsse festgehalten werden, dass beim Grundankauf nicht ein Seminarzentrum zur Diskussion gestanden, sondern von einem landwirtschaftlichen Anwesen ausgegangen worden sei. In diesem Zusammenhang wird kritisiert, dass die landwirtschaftlichen Flächen nicht immer zeitgerecht abgemäht worden sind. Die Angelegenheit ist lange diskutiert worden, und es ist an der Zeit, dass man zu einem Ergebnis kommt. Dies bedeutet, dass zu entscheiden ist, ob man den von Steffen Löhnitz aufgezeigten Weg gehen möchte oder nicht, und man muss gegebenenfalls so fair sein und ihm sagen, dass hier keine Zustimmung zu erwarten ist. In der stattfindenden Diskussion wird vermerkt, dass es dem Antragsteller aufgrund der grundlegenden Haltung des Gestaltungsbeirates schon früher bewusst sein musste, dass man dem Vorhaben kritisch gegenübersteht, was sich schon aus der Anzahl der Begutachtungen durch den Gestaltungsbeirat ersehen lässt. Wenn ein Projekt so oft behandelt werden muss, liegt der „Wurm“ schon in der grundsätzlichen Konzeption. In weiterer Diskussion wird immer wieder die Frage angesprochen, ob wir ein solches Projekt, sprich Seminarräumlichkeiten, überhaupt brauchen, insbesondere an diesem Standort. Zur Frage, ob die Entscheidung alleine schon auf dieser Grundlage getroffen werden kann, entsteht eine kontroverse Diskussion. Hier wird eingeworfen, dass man sich anfangs ja nicht ablehnend zu einem Seminarzentrum geäußert hat, sondern dies unter gewissen Voraussetzungen als vorstellbar angesehen wurde. Dem wird entgegengehalten, dass dies vier Jahre her ist und die Entscheidung auf Grundlage der heutigen Situation getroffen werden muss. Das heißt, dass jetzt der wichtige Grund vorliegen muss. Wenn dem nicht so ist, darf keine Zustimmung erteilt werden. Dies ist nach Ansicht des Vorsitzenden nochmals im zuständigen Gremium zu beraten, wobei auch, insbesondere angesichts der neu hinzugekommenen Projektausrichtung, die auch eine Kinderbetreuung mit beinhaltet, die verkehrsmäßige Situation im Hinblick auf den Volksschulneubau ein wesentlicher Punkt sein wird, wobei zu erwähnen ist, dass die grundsätzliche Verkehrsthematik schon von Anfang an mit ihm kommuniziert worden ist. Festgehalten wird weiters, dass ihm bereits schriftlich mitgeteilt worden ist, dass die Widmungsvoraussetzungen nicht vorliegen, wobei hier auch die REPÜberarbeitung mit angesprochen wurde. Nach Ansicht des Vorsitzenden wird es notwendig sein, dass unser Ortsplaner Andreas Falch nochmals eine Zusammenfassung erstellt, wobei allerdings heute darüber keine Diskussion geführt werden kann, sondern über den vorliegenden Antrag zu entscheiden ist. Klargestellt wird, dass der 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at heute gefasste Beschluss, und zwar auch für den Fall einer Ablehnung, dem Land zur Prüfung auf seine Rechtmäßigkeit vorzulegen ist. Seite 9 von 14 Über Antrag von Dipl.-Ing. (FH) Steffen Löhnitz vom 20.12.2021, dass sich die Gemeindevertretung mit dem von ihm eingebrachten Änderungsvorschlag zum Flächenwidmungsplan befasst, wird einstimmig beschlossen, dass die Voraussetzungen für die von ihm beantragte Umwidmung der GST-NRN .678, .679, 2527, 2528/1, 2530, 2531 und 2532/2 von Freifläche Landwirtschaftsgebiet FL in Freifläche Sondergebiet FS Seminarzentrum mit Betreiberwohnung gemäß Plan-Zl. 031-2/13-2019/04 vom 08.06.2021 nicht vorliegen. d) Reg.Nr. 031-2/03-2022: Der Vorsitzende verweist auf die Ergebnisse der Behandlung im Bau- und Raumordnungsausschuss und die mit der Einladung übermittelten Unterlagen. Der Sohn des Antragstellers, der derzeit die Landwirtschaftsschule in Hohenems besucht, möchte Gebäulichkeiten (Stall, Wirtschaftsgebäude) für eine Ziegenhaltung errichten, weshalb er um Umwidmung der als BM gewidmeten Flächen in BM-L angesucht hat. Im Vorfeld hat er bereits eine Abstimmung mit dem Landeswasserbauamt vorgenommen. Weiters wurde über Empfehlung des Landes ein Lärmschutzgutachten eingeholt. Im Ergebnis ist für die Nachbarn mit keiner zusätzlichen Lärmentwicklung zu rechnen. An der als FF gewidmeten Fläche würde sich im Moment nichts ändern. Der Entwurf der Änderung des Flächenwidmungsplanes, der die Umwidmung des GST-NR 1757 (Gerald Vonbank) von Baufläche Mischgebiet BM in Baufläche Mischgebiet mit einer Zone für Gebäude und Anlagen für land- und forstwirtschaftliche Zwecke BM-L gemäß Plan-Zl. 031-2/03-2022/01 vom 12.04.2022 vorsieht, wird einstimmig beschlossen. Zu 3. Richard Kieber: Ab- und Zuschreibung von Teilflächen von der/zur Silvrettastraße Verordnung Die von der Gemeindevertretung bereits beschlossene Verordnung wurde der Aufsichtsbehörde zur Prüfung übermittelt. Diese hat u.a. festgestellt, dass im Vermessungsplan der Eintrag der Straßenachse fehlt, diese ist jedoch nach den Bestimmungen des Straßengesetzes zwingend einzutragen. Nunmehr hat das Vermessungsbüro einen neuen Plan mit entsprechendem Eintrag übermittelt, der als Grundlage für die Verordnung bilden soll. Es soll also die alte Verordnung aufgehoben und durch eine neue ersetzt werden. Die Verordnung über die Erklärung von Teilflächen der GST-NR 1669/2 und 1669/1, als Gemeindestraße bzw. Auflassung einer Teilfläche des GST-NR 3175/1 als Gemeindestraße vom 05.04.2022 wird aufgehoben und beschlossen, die gemäß Plan der Bolter+Schösser ZT OG, GZ: 17115/2021/A, Plandatum 23.03.2022, dem GST-NR 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at 3175/1 zuzuschreibende Teilfläche 2 des GST-NR 1669/2 und Teilfläche 3 des GSTNR 1669/1 dem Gemeingebrauch zu widmen und mit Verordnung als Gemeindestraße zu erklären und die dem GST-NR 1682/1 zuzuschreibende Teilfläche 1 des GST-NR 3175/1 als Gemeindestraße aufzulassen. (einstimmige Beschlussfassung) Seite 10 von 14 Zu 4. Auftragsvergabe: Marktgemeinde Schruns OK BA 15, BT 5 Silvrettastraße und Zabares - Baumeister und Installationsarbeiten Grundlage für die heutige Beschlussfassung bildet der Prüfbericht und die Vergabeempfehlung der breuß mähr bauingenieure gmbh, Koblach, vom 10.05.2022. Gegenstand der Ausschreibung waren die im gegenständlichen Bauabschnitt 15 zu erbringenden Maßnahmen, die folgende Arbeiten beinhalten: Errichtung Schmutzwasserkanal „Zabares“, Errichtung Versicherungsanlage „Auweg“, Leitungsverlegungen und Straßenbau „Silvrettastraße Alpenrose“ und Leitungsverlegungen und Straßenbau „Silvrettastraße Dorf“. Dem von Gerald Vonbank erstellten Aktenvermerkt vom 01.06.2022, der ebenfalls mit der Einladung zur gegenständlichen Sitzung mit übermittelt worden ist, ist die Vergabesumme für 2022 zu entnehmen. Bis auf das Projekt „Zabares“ sind alle Vorhaben im heurigen Budget berücksichtigt, und es gilt die diesbezüglichen Auftragsvergaben zu beschließen. Auf Grundlage des Prüfberichtes und der Vergabeempfehlung der breuß mähr bauingenieure gmbH, 6842 Koblach, werden nach den Ergebnissen der Ausschreibung im Rahmen eines „Offenen Verfahrens“ im „Bestbieterprinzip“ bezüglich der im Zuge der Erweiterung der bestehenden Ortskanalisation im Bauabschnitt 15 zu erbringenden Leistungen einstimmig nachstehende Auftragsvergaben an die Fa. Swietelsky AG, Imst, um die Angebotssumme von insgesamt € 766.543,60 (ohne MwSt.) beschlossen wie folgt:  Ortskanal BA 15: Errichtung VersickerungsAnlage „Auweg“ und Überlaufleitung € 286.462,23  Wasserversorgung: Silvrettastraße Friedhof bis Taube € 68.959,90  Begleitender Straßenbau: Silvrettastraße Friedhof bis Taube € 411.121,47 € 766.543,60 Zu 5. Sanatorium Dr. Schenk GmbH, Schruns, Ansuchen um Ausstellung einer Löschungsquittung betr. das Wiederkaufsrecht Im Kaufvertrag und in der Dienstbarkeitsvereinbarung mit der Sanatorium Dr. Schenk GmbH wurde für den Fall, dass die vertragsgegenständliche Liegenschaft nicht innerhalb einer Frist von 20 Jahren, somit bis längstens 31.12.2028, bebaut wird, ein Wiederkaufsrecht zugunsten der Marktgemeinde Schruns vereinbart. Da auf dem GST-NR 3284 bereits vor Jahren ein Wohnhaus, das zur ganzjährigen Nutzung geeignet ist, errichtet wurde, ist dieses Wiederkaufsrecht hinfällig. 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Seite 11 von 14 Es wird einstimmig beschlossen, dass seitens der Marktgemeinde Schruns, zu deren Gunsten im Lastenblatt der Liegenschaft EZ 1941 unter C-LNR 2 ein Wiederkaufsrecht besteht, die ausdrückliche Einwilligung zur Einverleibung der Löschung dieses Wiederkaufsrechtes an der Liegenschaft EZ 1941, KG Schruns, erteilt wird. Zu 6. Antrag auf Bewilligung der Nutzung einer Wohnung als Ferienwohnung: Tanja Heller, USA, betr. die Wohnung Nr. 33 im Haus Veltlinerweg 16c Gemäß § 16 Abs. 4 lit. b RPG kann die Gemeindevertretung auf Antrag des Eigentümers der betreffenden Wohnung oder des betreffenden Wohnraums, wenn er zum Kreis der gesetzlichen Erben des vormaligen Eigentümers gehört und ihm aufgrund geänderter Lebensumstände, insbesondere aufgrund beruflicher oder familiärer Veränderungen, eine Verwendung zur Deckung eines ganzjährig gegebenen Wohnbedarfs nicht möglich oder zumutbar ist, die Wohnung oder der Wohnraum anderen Personen nicht der Deckung eines ganzjährig gegebenen Wohnbedarfs dient und der Antragsteller im Hinblick auf besondere persönliche, insbesondere familiäre Verhältnisse ein Interesse an der Nutzung der Wohnung oder des Wohnraums als Ferienwohnung hat, die Nutzung von Wohnungen oder Wohnräumen, die nach den raumplanungsrechtlichen Vorschriften für Wohnzwecke genutzt werden dürfen, als Ferienwohnung mit Bescheid bewilligen; eine solche Bewilligung berechtigt nur den Bewilligungsinhaber und seine nahen Angehörigen (Abs. 7), die betreffende Wohnung oder den betreffenden Wohnraum als Ferienwohnung zu nutzen; Tanja Heller, vertreten durch ihre Mutter Irene Heller, hat am 18.05.2022 einen diesbezüglichen Antrag betreffend ihre Wohnung in Schruns, Veltlinerweg 16 c, eingebracht. Wie sie ausführt und aus den übermittelten Unterlagen ersichtlich ist, hat sie die gegenständliche Wohnung im Jahr 2010 von ihrem Vater Herbert Heller im Wege der Schenkung erworben, der diese bereits im Jahre 2022 käuflich erworben hat. Sie habe die Wohnung mehrere Jahre für sich als Hauptwohnsitz genutzt, bis sie in die USA gezogen sei, wo sie ihren Beruf ausübe. Zur Frage, aus welchen besonderen persönlichen, insbesondere familiären Verhältnissen sie ein Interesse an der Nutzung der Wohnung als Ferienwohnung hat, hat sie ausgeführt, dass Schruns ihre Heimat sei, ihre Eltern und ihre Schwestern in Schruns leben, sie habe ihre Kindheit und Schulzeit hier verbracht und habe auch viele Freunde in Schruns, mit Schruns seien viele Erinnerungen verbunden. In der stattfindenden Diskussion wird kritisch angemerkt, dass wiederum eine Wohnung dem Wohnungsmarkt entzogen wird, weshalb auch für den Fall, dass die im Gesetz angeführten Voraussetzungen gegeben erscheinen, signalisiert wird, dass der eine oder andere keine Zustimmung erteilen wird. Dies soll auch Signal für den Gesetzgeber sein, diesen Bewilligungstatbestand zu hinterfragen. In diesem Zusammenhang wird vermerkt, dass man die Einhaltung des im Gesetz ansonsten normierten Verbotes einer Ferienwohnungsnutzung ohnedies nur schwer kontrollieren kann. 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Über Anfrage wird bestätigt, dass der Antrag nicht auf eine Vermietung an ständig wechselnde Gäste abzielt, sondern auf die Bewilligung der Nutzung als Ferienwohnung durch die Eigentümerin selbst. Was die Beispielsfolgen anbetrifft, wird nochmals festgehalten, dass es rein darum geht, dass jemand, der weggezogen ist, anlässlich seiner Besuche in Schruns in seiner bisherigen Wohnung, es kann dies beispielsweise auch das Elternhaus sein, wohnen möchte, wofür er eine solche Bewilligung benötigt. Seite 12 von 14 Über Antrag von Tanja Heller, USA, vertreten durch ihre Mutter Irene Heller, Schruns, wird gemäß § 16 Abs. 4 lit. b RPG die Nutzung der Wohnung W 33 (EZ 1662, 113/3241 Anteile, B-LNR 34) im Haus Veltlinerweg 16c 4 als Ferienwohnung stimmenmehrheitlich (3 Gegenstimmen: Günter Ratt, Birgit Goll und Daniel Witzani) bewilligt, wobei diese Bewilligung nur die Bewilligungsinhaberin und ihre nahen Angehörigen (§ 16 Abs. 7 RPG) diese Wohnung als Ferienwohnung zu nutzen berechtigt. Zu 7. Genehmigung der Verhandlungsschrift über die 19. Sitzung der Gemeindevertretung vom 20.04.2022 Der Vorsitzende stellt fest, dass bis zur heutigen Sitzung und in der heutigen Sitzung kein(e) Gemeindevertreter:in wegen Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der Verhandlungsschrift über die 19. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung vom 20.04.2022 mündlich oder schriftlich Einwendungen erhoben hat und diese somit als genehmigt gilt. Zu 8. Mitteilungen des Vorsitzenden  Aufgrund des bevorstehenden Übertritts des Gemeindesekretärs in den Ruhestand wurde die Stelle des Amtsleiters neu ausgeschrieben, und es hat sich der Gemeindevorstand für Mag. Christof Obwegeser entschieden, der am 01.08.2022 diese Funktion übernehmen wird.  Auch die Stelle des Musikschuldirektors wurde aufgrund des Übertritts von Dietmar Hartmann in die Altersteilzeit ausgeschrieben und wird mit Ralph Hollenstein nachbesetzt werden. Dem Auswahlkomitee gehörten neben einem weiteren Bürgermeister der musikschulbeschickenden Gemeinden auch der Geschäftsführer des Musikschulwerkes an. Der Frage, warum eine nicht unbedeutende Zahl an Musikschülern:innen die Musikschule Bludenz besuchen, wird noch nachgegangen werden. 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at  Das Verkehrskonzept für die neue Volksschule liegt vor, und es kann nunmehr der Wettbewerb ausgelobt werden. In diesem Zusammenhang wird darüber informiert, dass Dir. Kornelia Schlatter-Wittwer in Pension gehen wird. Als ihr Nachfolger wurde Emanuel Jenny bestellt. Weiters ist zu erwähnen, dass für die schuladministrativen Stunden, die früher von den Direktoren:innen und Pädagogen:innen geleistet wurden, von der Gemeinde Vandans zwei Halbtagskräfte angestellt wurden, die den Schulen des Äußeren Montafons zur Verfügung stehen. Seite 13 von 14  Bezüglich des Standortes für den Jugendplatz wurden die Nachbarn zu einer Veranstaltung eingeladen. Grundsätzlich wurde der vorgesehene Standort für gut befunden, im Rahmen der Evaluierung wird jedoch noch ein Lärmgutachten eingeholt werden.  Die nächste Gemeindevertretungssitzung findet am 29.06.2022 statt. Zu 9. Unter „Allfälliges“ informiert der Vorsitzende über Anfrage von Christian Fiel über den Stand der Baumaßnahmen beim Flow-Trail Kapell –Kropfen. Weiters informiert Christian Fiel über ein Gespräch mit dem Bezirkshauptmann betreffend die Montjolastraße, anlässlich dem auch die Beschilderung fürs Montafon mit angesprochen wurde. Angeblich warte hier die BH noch auf ein Konzept seitens der Talschaft. Nach Auskunft des Vorsitzenden wurde hierüber unter den Gemeinden noch kein Konsens erzielt, der von Montafon Tourismus unterbreitete Vorschlag wurde nicht von allen mitgetragen. Was die Gästestatistik sowie die Entwicklung der Betten anbetrifft, wird auf die Präsentation anlässlich des Tourismustages verwiesen. Siegfried Marent erkundigt sich über die Parkplätze vor dem Friedhof. Die früher dort angebrachte Tafel, wonach nur Friedhofsbesucher dort parken dürfen, sei weggekommen, und es werde dieser Parkplatz seither auch von anderen Personen benützt, dies zum Teil auf längere Zeit. Wie der Vorsitzende vermerkt, ist derzeit eine Kurzparkzone eingerichtet, die Problematik bestehe hauptsächlich an Wochenenden, an denen diese Einschränkung nicht gilt. Weiters ersucht Siegfried Marent den Vorsitzenden, den Prüfungsausschuss einzuberufen, was schon längst fällig gewesen wäre. Der Vorsitzende informiert, dass dieser Ausschuss bereits einmal einberufen worden sei, er jedoch nicht konstituiert werden konnte. In der letzten Sitzung wurde auch eine personelle Veränderung vorgenommen, und es wird in Bälde eine Einberufung erfolgen. Weiters spricht er das Projekt „Bahnverlängerung in die Innerfratte“ an. Es sei bereits einiges an Geld investiert worden, man höre jedoch nichts mehr davon, und er würde sich eine öffentliche Information über den derzeitigen Verfahrensstand wünschen. Nach Auskunft des Vorsitzenden ist diese Angelegenheit während der Corona-Zeit etwas liegen geblieben. Der Zugang der einzelnen Gemeinden zu diesem Thema sei sehr unterschiedlich, was die Sache nicht gerade beschleunige. Im Rahmen der Erstellung des regREKs, die in die Phase 2 geht, werde dies nochmals aufgegriffen werden. Über die abschließende 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Anfrage von Siegfried Marent informiert der Vorsitzende über die Zukunft der Remise in Schruns. Durch den Einsatz längerer Zugsgarnituren können die Wartungsarbeiten nicht mehr in Schruns vorgenommen werden, weshalb der eine Teil der Remise nicht mehr gebraucht wird. Der Zweite Teil der Remise dient derzeit noch als Werkstätte, es ist hier eine Art Mini-Schreinerei eingerichtet. Seite 14 von 14 Christian Engstler bedankt sich im Namen des Fußballclubs für den neuen Kunstrasenbelag, der morgen fertiggestellt werden wird. Es handelt sich um ein Schweizer Qualitätsprodukt, die Farbabstimmung ist wesentlich besser als beim alten Belag. Die Bauphase wurde dokumentiert, und er lädt gerne alle zu einer Besichtigung ein. Der Vorsitzende bedankt sich an dieser Stelle bei Christian Engstler und Rudi Summer sowie dem FC für ihren unermüdlichen Einsatz bei Umsetzung dieses Bauvorhabens. Ende der Sitzung: 23.10 Uhr Der Schriftführer: Der Vorsitzende: 20. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 01.06.2022
  1. schrunsvertretung
20220523_GVE010 Sulz 2023-01-08 Datum: 23.05.2022 Aktenzahl: su004.1-11/2020 VERHANDLUNGSNIEDERSCHRIFT über die 10. Sitzung der Gemeindevertretung am Montag, den 23.05.2022, um 20:00 Uhr im Bewegungsraum des Kubus, am Kindercampus Sulz unter dem Vorsitz von Bürgermeister Karl Wutschitz. Anwesende GemeindevertreterInnen BGM Karl Wutschitz, Vize-BGMIN Gerda Schnetzer-Sutterlüty, Michael Schnetzer, Christoph Bawart, Wolfgang Mittempergher, David Bischof, Yvonne Lehninger, Florian Vinzenz, Kurt Konzett, Lothar Mathies, Dietmar Erath, Dolores Egger, David Calzone, Karin Schießl, Martin Hron, Valentin Welte, Martin Dörler, Gabriele Schwärzler, Adriane Windner, Ulrich Ströhle, Julia Skala Anwesende GemeindevertreterInnen im Ersatz Günter Baldauf, Markus Morscher Entschuldigte GemeindevertreterInnen Norbert Schnetzer, Nikolaus Kühne, Matthias Walser, Sebastian Osl Schriftführer Daniel Novak Tagesordnung 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Genehmigung der letzten Verhandlungsniederschrift Berichte Rechnungsabschluss 2021 Räumlicher Entwicklungsplan (REP) – Vorentwurf Bausperre Allfälliges Erledigung der Tagesordnung 1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende eröffnet um 20:00 Uhr die Sitzung der Gemeindevertretung. Er begrüßt die Anwesenden und stellt fest, dass die Ladung ordnungsgemäß erfolgt ist und auf Grund der Anwesenheit von 21 GemeindevertreterInnen Beschlussfähigkeit gegeben ist. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Tagesordnung ohne Ergänzung einstimmig zur Kenntnis genommen. 2. Genehmigung der letzten Verhandlungsniederschrift Der gemeinsam mit der Ladung übermittelte Entwurf der Verhandlungsniederschrift der 9. Sitzung der Gemeindevertretung wird auf Antrag des Vorsitzenden ohne Ergänzungen einstimmig genehmigt. 6832 Sulz, Hummelbergstraße 9 • 05522/44309, Fax DW 4 • info@gemeinde-sulz.at 73 3. Berichte  Der Vorsitzende berichtet von der Nachvermietung im Mehrzweckgebäude an die Körperwerkstatt – leider nur mehr das TOP 6. Das nunmehr freistehende TOP 5 soll durch die CONNEXIA Elternberatung bis auf weiteres nachgenutzt werden.  Er berichtet vom heutigen Termin mit der Fam. Welte Christine und Franz sowie deren Architekt, Johannes Kaufmann und erläutert das geplante Projekt sowie die seitens der Fam. Welte vorstellbaren Reduktionen: kein 4. Geschoss, kein Gebäude auf der anderen Straßenseite, etwas weniger Wohnungen. Ein Verkauf der Liegenschaften wird ausgeschlossen, ein flächengleicher Tausch wäre jedoch denkbar.  Der Vorsitzende berichtet von der IFS Studienreise nach NRW mit dem Schwerpunkt Prävention und Kinderbetreuung und –bildung. Er stellt fest, dass die Gemeinde Sulz angesichts der immer umfangreicher werdenden Aufgaben und schwierigeren Themen personell zu schlank aufgestellt ist und eine Erweiterung für 2023 anzudenken ist.  Die heute schriftlich eingelangte fachliche Äußerung des Unabhängigen Sachverständigenrates (USR) zum Änderungsvorschlag von MMag. Clemens Ströhle wird kurz vorgestellt. Diese wird den GemeindevertreterInnen mit der Einladung zur nächsten Sitzung für die Beschlussfassung des noch offenen Ansuchens zugesandt. 4. Rechnungsabschluss 2021 Der Vorsitzende berichtet, dass der vorliegende am 10.05.2022 vom Prüfungsausschuss geprüfte und gemäß § 78 Abs. 1 Gemeindegesetz, LGBl.Nr. 40/1985, i.d.g.F., gemeinsam mit der Einladung rechtzeitig übermittelte Rechnungsabschluss 2021 wie folgt abschließt: Gesamthaushalt (inklusive interne Vergütungen) Ergebnishaushalt Erträge / Einzahlungen (Summe operative und investive Gebarung) Aufwendungen / Auszahlungen (Summe operative und investive Gebarung) (SA0) Nettoergebnis / (SA3) Nettofinanzierungssaldo Entnahme von Haushaltsrücklagen / Einzahlungen aus der Finanzierungstätigkeit Zuweisung von Haushaltsrücklagen / Auszahlungen aus der Finanzierungstätigkeit (SA00) Nettoergebnis nach Haushaltsrückl. / (SA5) Geldfluss aus der voranschlagswirks. Geb. Finanzierungshaushalt 8.001.020,06 7.820.887,28 7.966.905,77 7.373.246,62 180.132,78 593.659,15 0,00 0,00 0,00 506.068,55 180.132,78 87.590,60 (SA6) Geldfluss aus der nicht voranschlagswirksamen Gebarung (SA7) Veränderung an Liquiden Mitteln Vermögenshaushalt 348.017,47 435.608,07 Passiva Aktiva (A) Langfristiges Vermögen (B) Kurzfristiges Vermögen 22.579.435,75 (C) Nettovermögen 536.745,97 (D) Investitionszuschüsse (E + F) Fremdmittel Summe Aktiva 23.116.181,72 Summe Passiva 9.060.216,57 6.216.160,02 7.839.805,13 0,00 23.116.181,72 Er hält fest, dass entgegen dem im Voranschlag prognostizieren Abgang von EUR 818.900,- ein geringes Nettoergebnis in der Höhe von EUR 180.132,78 ausgewiesen werden konnte. Gründe hierfür sind verschobene oder nicht um gesetzte Projekte (z.B. Sanierung Volksschule und KiGa Bungalow, Umbau Gemeindeamt, Sportplatz, Heizwerk, etc.), zwei nicht geplante Grundverkäufe (Ritter, RAIBA) sowie Mehreinnahmen im Bereich der operativen Verwaltung (u.a. Gebühren) und Transferzahlungen (Ertragsanteile). Darüber hinaus konnte gemäß Gesamtübersicht Finanzen des Landes der Schuldenstand zum 31.12.2020 von EUR 8.035.498,37 auf EUR 7.078.619,49 per 31.12.2021 durch EUR 506.068,55 an Darlehnstilgung und fiktive Kursverluste um ca. 1 MIO gesenkt werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt per 31.12.2021 somit EUR 2.699,70. Vize-BGMIN Gerda Schnetzer-Sutterlüty, Vorsitzende des Finanzausschusses, bringt verschiedene Details und Kennzahlen des Rechnungsabschlusses zur Kenntnis. GV Florian Vinzenz, Mitglied des Prüfungsausschusses, berichtet über die am 10.05.2022 erfolgte Rechnungsprüfung. Er verweist auf den mit der Einladung übermittelten Prüfbericht und stellt fest, VNS-GV vom 23.05.2022 Zl. su004.1-11/2020 74 dass das Rechnungswesen der Gemeinde in einem sehr guten Zustand ist. Die Abweichungen gegenüber dem Voranschlag sind nachvollziehbar und gut begründet. Er stellt im Namen des Prüfungsausschusses den Antrag auf Genehmigung des Rechnungsabschlusses 2021 und Entlastung der Rechnungsleger. Der Antrag, den Rechnungsabschluss 2021 in der vorliegenden Fassung zu genehmigen und die Gemeindeverwaltung sowie die Finanzverwaltung zu entlasten, wird einstimmig angenommen. 5. Räumlicher Entwicklungsplan (REP) – Vorentwurf Der gemeinsam mit der Einladung übermittelte Vorentwurf des Räumlichen Entwicklungsplanes (REP) der Gemeinde Sulz wird präsentiert und besprochen. Nach Beantwortung einiger Fragen wird vereinbart, die Thematiken Frödischuferweg, Betriebsgebiete, Einfriedungen, Stellplätze und Bahnhof nochmals im kleinen Gremium zu besprechen und ggf. zu ergänzen bzw. adaptieren. In weiterer Folge soll die Abstimmung mit der Raumplanungsstelle des Landes erfolgen. Der daraus resultierende Entwurf des Räumlichen Entwicklungsplanes (REP) soll der Gemeindevertretung dann zur Beschlussfassung – voraussichtlich am 30.06.2022 – vorgelegt werden. 6. Bausperre In den letzten Sitzungen wurden die Bausperren „Sulnerberg“ und „Stellplätze“ thematisiert und teilweise beschlossenen. Das REP greift an mehreren Stellen (Seiten 7, 21, 26, 36 und 41) die Problematik der Stellplätze auf. Ziel ist bei Bauvorhaben im gesamten Gemeindegebiet ab dem Erfordernis von 8 Stellplätzen gemäß Stellplatzverordnung zumindest 50 % in Gebäuden oder in unterirdischen Garagengeschossen unterzubringen. Diese Möglichkeit wird der Gemeindevertretung im § 34 Abs. 1 Raumplanungsgesetz, LGBl.Nr. 39/1996, i.d.g.F. eingeräumt. Der Antrag des Vorsitzenden, eine entsprechende Verordnung in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch auszuarbeiten und der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung erneut vorzulegen, wird einstimmig angenommen. 7. Allfälliges keine Wortmeldungen Der Vorsitzende schließt die Sitzung um 22:10 Uhr. Der Vorsitzende Karl Wutschitz Bürgermeister Der Schriftführer Daniel Novak Gemeindeamtsleiter Montag, den 23.05.2022, um 20:00 Uhr im Bewegungsraum des Kubus, am Kindercampus Sulz Grundverkehrsgesetz, LGBl.Nr. 42/2004, i.d.g.F. VNS-GV vom 23.05.2022 Zl. su004.1-11/2020
  1. sulzvertretung
20220510_SV_016 StandMontafon 2023-01-04 Stand Montafon A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: SM004.2/2022/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 10. Mai 2022 im Sitzungssaal des Standes Montafon anlässlich der 16. Sitzung der Standesvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 3. Mai nehmen an der auf 13:30 Uhr einberufenen Standessitzung teil: Standesrepräsentant Jürgen Kuster, Schruns Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Matthias Luger, Stallehr (bis 15:10 Uhr) Bgm Andreas Batlogg, Lorüns (digital über Videokonferenz) Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Florian Küng, Vandans (ab 13:37 Uhr) Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn Entschuldigt: LAbg Monika Vonier LAbg Nadine Kasper Weitere Sitzungsteilnehmer: PR-Beauftragter Toni Meznar Valentina Bolter TOP 1&2 Christoph Vogt und Severin Berthold Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 13:34 Uhr die Standessitzung und begrüßt die Kollegen Bürgermeister und entschuldigt Monika Vonier und Nadine Kasper. Gemäß Standesstatut stellt er die Beschlussfähigkeit fest. Der Vorsitzende ersucht um Aufnahme des zusätzlichen Tagesordnungspunktes 6 „Zusatzvereinbarung zum 9. Mittelfristigen Investitionsprogramm der Montafonerbahn AG”. Gegen die geänderte Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 16. Standessitzung: 10.05.2022 Seite 2 von 9 Tagesordnung 1.) Rechnungsabschluss 2021 a. Vorlage des Rechnungsabschlusses 2021 b. Vorlage des Prüfberichtes c. Beschlussfassung zu a) und b) 2.) Gewährung eines Darlehens für den Forstfonds des Standes Montafon aus dem Montafoner Talschafts- und Ausgleichsfonds 3.) Verlängerung des Mietvertrages für die Expositur der Volksschule Schruns im Gerichtsgebäude 4.) Genehmigung der Niederschrift von der 15. Standessitzung am 12.04.2022 5.) Berichte 6.) Zusatzvereinbarung zum 9. Mittelfristigen Investitionsprogramm der Montafonerbahn AG (Erweiterung der Tagesordnung) 7.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Rechnungsabschluss 2021 Der Vorsitzende begrüßt die Mitarbeiter Severin Berthold und Christoph Vogt von der Finanzverwaltung Montafon, welche den Rechnungsabschluss vorbereitet haben. a) Vorlage des Rechnungsabschlusses 2021 Mitarbeiter Christoph Vogt und Severin Berthold erläutern die Begründungen zu den Abweichungen im Rechnungsabschluss, den Schuldennachweis und Haushaltsrücklagen. Abweichungen Einnahmen 2/031+8610000 Landesbeiträge Projekte Raumentwicklung Die Projekte regREK Phase II, regREK Zwischenphase, und Überarbeitung Handbuch Werkzeugkoffer Maisäßsanierung wurden im Jahr 2021 nicht umgesetzt deshalb kam auch keine Landesförderung. 2/259+861000 Landesbeiträge Jugendkoordination Aufgrund einer Prüfung von Seiten des Landes mussten in den Vorjahren zu viel ausbezahlte Fördermittel refundiert werden. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 16. Standessitzung: 10.05.2022 Seite 3 von 9 2/520+861400 Landesbeiträge Projekt Naturpark Rätikon 2/250+862600 Gemeindebeiträge Projekt Naturpark Rätikon 2/520+894000 Entnahme HH-Rücklagen Projekt Naturpark Rätikon Anrufsammeltaxi 2/649+860000 Beiträge des Bundes 2/649+862000 Beiträge der Gemeinden ÖPNV 2/6491+810200 Fahrkartenerlöse Das Projekt Naturpark Rätikon wurde nicht realisiert; im Jahr 2021 erfolgte die Endabrechnung mit den Gemeinden und Land Vorarlberg. 2/6491+829000 Sonstige Einnahmen 10% Da die Wintersaison 2020/21 nur eingeschränkt stattfinden konnte waren keine Verstärkerfahrten erforderlich, deshalb kam es zu keinen Einnahmen von Bergbahnen für die Verstärkerfahrten. Die Einnahmen für die Tarifbestellung waren aufgrund der Lockdowns (Covid-19) geringer wie angenommen. 2/6491+863100 Förderungen Tarifbestellung Der Beitrag der SCHIG fiel, aufgrund der geringeren Anzahl an beförderten Personen, geringer aus wie angenommen. Deshalb erhöhten sich die Beiträge der Gemeinden für das Anrufsammeltaxi „go&ko“. Die Fahrkartenerlöse waren aufgrund der Lockdowns (Covid-19) geringer wie angenommen. Abweichungen Ausgaben 1/031-728000 Projekte Raumentwicklung 1/369-757100 Förderungsbeiträge KLF 1/369-794000 Zuweisung an Rücklagen 1/520-729000 Projekt Machbarkeit Naturpark Rätikon 1/6491-620000 Personentransporte 1/846-614000 Instandhaltung von Gebäuden (Bezirksgericht) Die Projekte regREK Phase II, regREK Zwischenphase, und Überarbeitung Handbuch Werkzeugkoffer Maisäßsanierung wurden im Jahr 2021 nicht umgesetzt. Im Jahr 2021 wurden (mit Ausnahme einer Zusage aus Vorjahren) keine Auszahlungen aus dem KLF vorgenommen. Aufgrund dessen konnte für die Folgejahre eine Haushaltsrücklage gebildet werden. Das Projekt Naturpark Rätikon wurde nicht realisiert; im Jahr 2021 erfolgte die Endabrechnung des Projektes mit den Gemeinden und Land Vorarlberg. Aufgrund Covid-19 kam es zu Einschränkungen im Fahrplan und daher zu geringeren Kosten bei den Personentransporten. Da zusätzliche Räumlichkeiten für das Caritas Lerncafé adaptiert wurden kam es hier zu Mehrkosten. Haushaltsrücklagen Im Bereich ÖPNV konnte eine Rücklage in Höhe von € 219.436,07 gebildet werden, im Bereich des Kulturlandschaftsfonds wurden € 68.350,00 der Rücklage zugeführt. Die Rücklage für das Projekt „Naturpark Rätikon“ wurde zur Gänze aufgelöst. Schuldendienst (Seite 137) Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 16. Standessitzung: 10.05.2022 Seite 4 von 9 Anfangsstand Darlehensaufnahme Tilgungen Zinsen 903.676,41 0,00 87.656,41 9.411,13 Netto Schuldendienst Endstand 97.067,54 816.020,00 Der Schuldenstand reduzierte sich 2021 um die geleisteten Tilgungen in Höhe von € 87.656,41. Der Gesamtschuldendienst beträgt für 2021 € 97.067,54. Im Jahr 2021 wurde das Darlehen für den Anbau „Maisäß Valisera“ zur Gänze getilgt. Im Jahr 2023 läuft das Darlehen für die Talschaftsgeschichte Montafon Band 3+4 aus. Das Darlehen „Montafon Nordic Sportzentrum“ läuft noch bis 2033. b) Vorlage des Prüfberichts Nachdem auf Nachfrage des Vorsitzenden keine Fragen gestellt werden, ersucht er Bgm Florian Küng in seiner Funktion als Mitglied des Prüfungsausschusses den Bericht über die am 29. April 2022 in Anwendung der Bestimmungen des § 52 Gemeindegesetz 1985 vorgenommene Überprüfung des Rechnungsabschlusses vorzutragen. Bgm Küng bringt den Prüfbericht vollinhaltlich zur Kenntnis. Dieser wird zustimmend zur Kenntnis genommen. c) Beschlussfassung zu a) und b) Auf Antrag des Vorsitzenden wird der Rechnungsabschluss 2021 mit nachstehenden Gesamtsummen einstimmig genehmigt und dem vorgelegten Bericht des Prüfungsausschusses mit dem Antrag auf Entlastung der Standesverwaltung sowie der Organe des Standes Montafon einstimmig die Zustimmung erteilt: Erträge / Einzahlungen Aufwendungen / Auszahlungen Nettoergebnis / Nettofinanzierungssaldo Entnahme von Haushaltsrücklagen / Einzahlungen aus der Finanzierungstätigkeit Zuweisung von Haushaltsrücklagen / Auszahlungen aus der Finanzierungstätigkeit Nettoergebnis nach Haushaltsrücklagen / Geldfluss aus der Voranschlagswirksamen Gebarung Ergebnishaushalt 5.939.580,96 -5.681.029,91 258.551,05 93.556,47 Finanzierungshaushalt 6.106.452,16 -5.729.391,40 377.060,76 0,00 -287.786,07 -87.656,41 64.321,45 289.404,35 Abschließend spricht der Vorsitzende namens der Standesvertretung dem Verwaltungspersonal und dem Prüfungsausschuss einen Dank für die Arbeit im abgelaufenen Jahr und die fristgerechte Vorlage des Rechnungsabschlusses aus. Pkt. 2.) Gewährung eines Darlehens für den Forstfonds des Standes Montafon aus dem Montafoner Talschafts- und Ausgleichsfonds Der Standessekretär informiert, dass das Darlehen für die Finanzierung von Dienstfahrzeugen und des Traktors für den Forstfonds des Standes Montafon gedacht ist. Severin Berthold hat mehrere Angebote für Darlehen eingeholt. Die Bürgermeister haben sich dafür ausgesproStand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 16. Standessitzung: 10.05.2022 Seite 5 von 9 chen, dass die Finanzierung mit einer temporären Entnahme in Höhe von € 250.000 aus dem Talschaftsfonds erfolgen soll. Der Zinssatz berechnet sich aus dem Mittelwert des Einlagenzinssatzes und des Kreditzinssatzes wie er aus den Veröffentlichungen der ÖENB für nichtfinanzielle Unternehmen mit einer vereinbarten Laufzeit/Zinsbindung bis 1 Jahr für das Neugeschäft publiziert wird. Der Zinssatz wird jährlich neu festgelegt. Die Entnahme in Höhe von € 250.000 aus dem Talschaftsfonds und Rückzahlung innerhalb von zehn Jahren wird auf Antrag des Vorsitzenden vom Stand Montafon einstimmig gewährt. Pkt. 3.) Verlängerung des Mietvertrages für die Expositur der Volksschule Schruns im Gerichtsgebäude Der Vorsitzende informiert, dass die Volksschule Schruns einen Werkraum ins Gerichtsgebäude ausgelagert hat und dafür auch Miete beim Stand Montafon bezahlt. Das Bestandverhältnis beginnt am 01.08.2022 und wird auf die Dauer von 3 Jahren abgeschlossen. Es endet, ohne dass es einer gesonderten Aufkündigung bedarf, am 31.07.2025. Die Miete ist neu indexiert. Bgm Florian Küng betont, dass sich die Bürgermeister Gedanken über die weitere Nutzung des Gerichtsgebäudes machen müssen. Für die kommenden Jahre ist das Mietverhältnis aber zu befürworten. Bgm Josef Lechthaler weist darauf hin, dass ein anderer Bürgermeister als der Standesrepräsentant und Bürgermeister der Gemeinde Schruns den Mietvertrag für den Stand Montafon unterschreiben soll. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Verlängerung des Mietvertrages um weitere drei Jahre in der vorliegenden Fassung einstimmig angenommen. Pkt. 4.) Genehmigung der Niederschrift von der 15. Standessitzung am 12.04.2022 Die Niederschrift der 15. Standessitzung am 12.04.2022 wurde allen Standesvertretern per EMail übermittelt. Die vorliegende Niederschrift wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 5.) Berichte Berichte des Vorsitzenden: a) Der Vorsitzende berichtet, dass der Stand Montafon seitens des Landes informiert wurde, dass die ursprünglich geplante Ausrollung der „Sozialplanungsräume in Vorarlberg“ nicht wie angekündigt starten wird. Die Initiative „Vorarlberg lässt kein Kind zurück“ wird hingegen gestärkt und weitergeführt. Der Prozess zum Sozialplanungsraum Vorarlberg Süd soll dennoch weitergeführt werden, um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Talschaften des Vorarlberger Südens auszuloten. Dazu findet nun am 25. Mai ein Auftakt-Workshop mit den politischen Vertretungen und Verwaltungs-Mitarbeitenden der Täler statt. Als Vorbereitung ist eine Online-Befragung der Gemeinden vorgesehen. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 16. Standessitzung: 10.05.2022 Seite 6 von 9 b) Der Vorsitzende informiert, dass der erste Workshop zum Projekt „Neues Jugendhaus Montafon und Jugendplatz“ am 3. Mai um 17:30 Uhr im JAM stattfand. Die Teilnehmenden hatten vor der Veranstaltung die Gelegenheit zu einer Führung durchs Haus mit Jugendlichen. Die Leitfrage der Veranstaltung lautete: „Welche Entscheidungen müssen wir heute treffen, damit sich die jungen Menschen im Montafon daheim fühlen?“. Es waren 20 Vertretungen der Montafoner Gemeinden, davon sieben Bürgermeister, anwesend. Weiters arbeiteten drei Personen von der Offenen Jugendarbeit und fünf Jugendliche mit. Organisiert und begleitet wurde die Veranstaltung von Elke Martin und moderiert von Martina Eisendle. Inhaltlich ging es im ersten Schritt darum, alle Gemeindemandatare gut über das Projekt zu informieren und alle auf denselben Informationsstand zu bringen. In einem nächsten Schritt wurden verschiedenen Bedenken und Anliegen besprochen und diskutiert. Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, sich inhaltlich einzubringen. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv, die Anwesenden haben sich klar für einen Ort für die Jugendlichen ausgesprochen. Ebenso wurde der Standort als sehr geeignet für diesen Zweck bewertet. Der 2. Workshop findet am Montag, den 23. Mai, um 18 Uhr, statt. Der Architekt wird anwesend sein und seine Vorschläge präsentieren. Diese sollten als Diskussionsgrundlage für eine Konzepterstellung dienen. Ziel des Workshops ist es, für die Gemeindemandatare eine überzeugende Grundlage zu schaffen, damit sie das Projekt „Jugendplatz und JAM neu“ in den Gemeindestuben gut vertreten können. Zeitgleich wird für die Jugendlichen eine Online-Befragung durchgeführt. Diese wird aktuell vorbereitet. Die Bürgermeister sind angehalten, die Einladung für den 2. Workshop nochmals an die Gemeindevertretungen weiterzugeben. Anmeldungen sollen an Elke Martin weitergeleitet werden. c) Der Vorsitzende berichtet, dass die Einreichung für das Förderprojekt „Breitbandausbau Montafon“ in Zusammenarbeit mit der illwerke vkw vorbereitet wird. Die Zustimmungserklärungen wurden bereits von den Gemeinden unterfertigt. Gegenwärtig wird die Absichtserklärung ausgearbeitet, welche auch die Grundlage für die spätere Kooperationsvereinbarung darstellt. Dazu wird auch die Nutzung vorhandener Leitungs-Infrastrukturen bzw. Leerverrohrungen wie auch die Erarbeitung einer Mitverlegungs-Strategie geregelt. d) Letzten Freitag, 6. Mai 2022, hat der 5. Montafoner Familiengipfel in der Rätikonhalle in Vandans stattgefunden. Es war eine sehr erfolgreiche und gelungene Veranstaltung mit über 50 Teilnehmenden. Das Thema „Kinderschutz“ stand im Mittelpunkt der Veranstaltung und wurde im Rahmen von verschiedenen Impulsreferaten und Statements beleuchtet. e) Der Vorsitzende weist auf die heutige im Anschluss an die Standessitzung stattfindende Eröffnung der Büro-Räumlichkeiten der neu gegründeten Familienzentrum Montafon gGmbH im Gerichtsgebäude hin und spricht die nochmalige Einladung an alle Bürgermeister aus. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 16. Standessitzung: 10.05.2022 Seite 7 von 9 f) Diese Woche findet das 50 Jahre Jubiläum der Schihauptschule Montafon statt. Die Bürgermeister sind dazu herzlich eingeladen. g) Der Standessekretär informiert, dass aus der Arbeitsgruppe zum Naturpark Rätikon eine Idee entstanden ist, die Zusammenarbeit über ein talschafts- und grenzübergreifendes Projekt „GE_NOW“ zu stärken. Das Projekt soll junge Menschen aus den Rätikon-Gemeinden dies- und jenseits der Grenze und auch aus den Talschaften des südlichen Vorarlberg zusammenbringen. Die Regionalentwicklung Vorarlberg wird den Lead in einem Interreg Projekt dazu übernehmen. Es handelt sich um ein zweistufiges Antragsverfahren. Gegenwärtig wird eine Projektskizze eingereicht. Sollte diese positiv beurteilt werden, wird ein konkreter Projektantrag erstellt und dieser in der Standessitzung beraten. Berichte des Vertreters im Vorstand des Gemeindeverbandes Bgm Josef Lechthaler: h) Bgm Lechthaler informiert, dass am 21. April die Vorstandssitzung stattgefunden hat. Der Gemeindeverband hat – gleich wie der Stand Montafon – eine Stellungnahme zum Kinderbetreuungsgesetz ans Land geschickt. i) Thema Jobrad: Der Gemeindeverband prüft gemeinsam mit dem Bundesministerium, ob die Räder ohne Umsatzsteuer angeschafft werden können. Die Kosten für das Jobrad würden dann im Zuge der Lohnverrechnung des einzelnen Mitarbeiters in Abzug gebracht werden. Der Zuständige der Aktion Jobrad kommt in die Junisitzung des Standes Montafon und präsentiert dieses Angebot. Pkt. 6.) Zusatzvereinbarung zum 9. Mittelfristigen Investitionsprogramm der Montafonerbahn AG (Erweiterung der Tagesordnung) Die Zusatzvereinbarung zum 9. Mittelfristigen Investitionsprogramm (MIP) der Montafonerbahn AG wurde bereits in der Sitzung vom 12. April verabschiedet. Zwischenzeitlich haben sich aber nochmals Änderungen ergeben. Die überarbeitete Fassung wurde im Vorfeld zur Sitzung an alle Bürgermeister versendet. Die Änderungen werden über den Beamer kurz erläutert. Bgm Daniel Sandrell beschreibt die Vereinbarung sowie die Reihenfolge der einzelnen Punkte. Beispielsweise wird gefordert, dass ein politischer Vertreter der Gemeinde GaschurnPartenen oder St. Gallenkirch als Aufsichtsratsmitglied der Montafonerbahn entsandt wird. Die Reihung der einzelnen Umsetzungs-Maßnahmen im Rahmen des MIP soll von den drei Finanzierungspartnern (Bund, Land, Stand Montafon) vorgenommen werden. Die Reihung muss beim Stand Montafon einstimmig beschlossen und in Abstimmung mit der Montafonerbahn definiert werden. Die Gemeinden Gaschurn und St. Gallenkirch werden den Finanzierungsbeitrag zum 9. MIP voraussichtlich in der kommenden Woche beschließen. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 16. Standessitzung: 10.05.2022 Seite 8 von 9 Bgm Herbert Bitschnau bedankt sich bei Bgm Andreas Batlogg für sein Engagement und seine Bemühungen in dieser Sache. Bgm Andreas Batlogg betont, dass die Niveau-Freimachung der Alma-Kreuzung ein montafonweites Anliegen darstellt. Bgm Herbert Bitschnau betont ebenfalls, dass alle Montafoner Gemeinden hinter der gleichen Lösung stehen müssen. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die überarbeitete Zusatzvereinbarung zum 9. Mittelfristigen Investitionsprogramm der Montafonerbahn AG einstimmig beschlossen. Weiters wird dem Wunsch der innermontafoner Gemeinden nach der Entsendung eines politischen Vertreters aus St. Gallenkirch-Gortipohl oder Gaschurn-Partenen für die kommende Funktionsperiode in den Aufsichtsrat der Montafonerbahn AG zugestimmt und im Beschluss zum Entsendungsvorschlag des Standes Montafon in der nächsten Standessitzung am 14. Juni 2022 Rechnung getragen. Pkt. 7.) Allfälliges a) Bgm Helmut Pechhacker fragt an, ob die Bürgermeister zum Gemeindetag am 28.-30. Juni in Wels gehen. Bgm Thomas Zudrell und Bgm Daniel Sandrell werden voraussichtlich teilnehmen. b) Bgm Helmut Pechhacker informiert sich zum schweren Rüstfahrzeug für die Feuerwehr der Gemeinde Schruns. Der Vorsitzende berichtet, dass die Anschaffung auf 2024 geplant ist. Bgm Florian Küng bittet Bgm Josef Lechthaler sich beim Gemeindeverband zu informieren, wie mit Lieferschwierigkeiten im Fahrzeugbereich umzugehen sei. c) Der Vorsitzende berichtet über ein neu geplantes Bergrettungszentrum für Schruns, Tschagguns, Silbertal und Bartholomäberg. Es wird überlegt, den Standort zu verlegen, zu vergrößern und das Gesamtkonzept zu überarbeiten. Er weist darauf hin, dass allenfalls auch eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Vandans angedacht werden könnte. d) Bgm Daniel Sandrell fragt an, ob im Außermontafon auch ein Personalmangel im Bereich Lehrer:innen und Kindergartenpädagog:innen besteht. Der Vorsitzende bestätigt dies für den Bereich Kindergarten. e) Bgm Florian Küng setzt seine Kollegen über einen Termin zur Vorstellung der Schuladministration in Kenntnis, zu dem neben den Direktor:innen auch alle Bürgermeister eingeladen sind. Die neuen Schulsekretariatskräfte werden vorgestellt und ihre Aufgaben erläutert Der Vorsitzende berichtet, dass in Schruns die genauen Pläne für die Schuladministration der Mittelschulen erst entwickelt werden. f) Bgm Martin Vallaster fragt an, wie das Leitsystem für die Bergbahnen in anderen Gemeinden verfahrenstechnisch gelöst wird. Es sind mehrere Tafeln im Montafon geplant. Die Standorte müssen auch jeweils gewidmet werden. Er hinterfragt die Errichtung dieser Tafeln im Allgemeinen. Der Vorsitzende wird das Schreiben an die Bauverwaltung weitergeben und weist darauf hin, dass die Stellungnahmen abgestimmt werden sollten. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 16. Standessitzung: 10.05.2022 Seite 9 von 9 Ende der Sitzung, 15:13 Uhr Schruns, 10. Mai 2022 Schriftführer: Standesrepräsentant: Standesausschuss: Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
20220510_FF_017 StandMontafon 2023-01-04 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.2/2022/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 10. Mai 2022 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 17. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 3. Mai 2022 nehmen an der im Anschluss an die Standessitzung einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Jürgen Kuster, Schruns Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Florian Küng, Vandans Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn Entschuldigt: LAbg. Monika Vonier LAbg. Nadine Kasper Weitere Sitzungsteilnehmer: Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Valentina Bolter TOP 1&2 Christoph Vogt und Severin Berthold Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 15:14 Uhr die Forstfondssitzung und begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 17. Forstfondssitzung: 10.05.2022 Seite 2 von 7 Tagesordnung 1.) Rechnungsabschluss 2021 a) Vorlage des Rechnungsabschlusses 2021 b) Vorlage des Prüfberichts c) Beschlussfassung zu a) und b) 2.) Darlehensaufnahme für die Anschaffung von Dienstfahrzeugen 3.) Vergabe des Betriebes der Aushubmaterialablagerung im Bereich der Forstweganlage „Hädstewand“ auf Gst.-Nr. 1488/1 (GB Silbertal) 4.) Grundtausch der Gst.-Nr. 3224 und Gst.-Nr. 3236/8 (beide GB Gaschurn) zwischen Agrargemeinschaft Bella Maiensäß und Forstfonds des Standes Montafon 5.) Genehmigung der Niederschrift der 16. Forstfondssitzung vom 12.04.2022 6.) Berichte 7.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Rechnungsabschluss 2021 Der Vorsitzende begrüßt die Mitarbeiter Severin Berthold und Christoph Vogt von der Finanzverwaltung Montafon, welche den Rechnungsabschluss vorbereitet haben. a) Vorlage des Rechnungsabschlusses 2021 Mitarbeiter Severin Berthold erläutert den Rechnungsabschluss mit Darlehensaufnahmen, Schuldennachweis und die Begründungen zu den Abweichungen gegenüber dem Voranschlag. Das positive Ergebnis lässt sich unter anderem auf die gestiegenen Holzpreise beim Holzverkauf zurückführen. Zudem wurden zwei Saisonarbeiter weniger als geplant eingesetzt und für die Anschaffung des Traktors konnten Förderungen lukriert werden. Begründung Abweichungen Einnahmen 2/866+342000 Darlehensaufnahme 2/866+808010 Erlöse aus dem Verkauf von Hackschnitzel Da nicht alle Investitionen, für welche eine Darlehensaufnahme vorgesehen war, getätigt wurden, war die Darlehnsaufnahme geringer wie erwartet. In Summe wurden € 160.000,- (€ 130.000,- für den neuen Traktor und € 30.000,- für einen neuen Pick-Up) aufgenommen. Der Verbrauch und somit auch der Verkauf an Hackschnitzel war aufgrund einer kürzeren Wintersaison aufgrund von Covid-19 rückläufig. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 17. Forstfondssitzung: 10.05.2022 2/866+808020 Verkauf an Nutzholz aufgerüstet 2/866+808030 Erlöse aus der Materialverwertung 2/866+811100 Einräumung von Dienstbarkeiten/Anerkennungszins 2/866+861… Landesbeiträge 2/866+862600 Landesbeiträge für Natura 2000 Seite 3 von 7 Der Holzpreis hat sich 2021 erfreulicherweise positiv entwickelt was sich auch in den Einnahmen beim Nutzholzverkauf niederschlägt. Die Einnahmen bei der Deponie „Haslaboda“ waren aufgrund der besseren stofflichen Verwertung geringer; Anstatt wie geplant 25.000 m³ wurden nur 7.000 m³ an Material eingelagert. Bei den Dienstbarkeiten der Silvretta Montafon wurde nach Intervention der SiMo die Katastrophenklausel geltend gemacht. Deshalb wurden die Dienstbarkeitsentgelte um 84% reduziert was Mindereinnahmen von ~45.600,00 zur Folge hat. Hier laufen derzeit aber noch Verhandlungen mit der Silvretta Montafon. An Landesförderungen sind noch € 70.000,- bis € 80.000,- ausständig. Die Landesbeiträge für Natura 2000 werden alle 5 Jahre ausbezahlt. Die Auszahlung im Jahr 2021 betrifft den Zeitraum 2019-2023 und wurde entsprechend abgegrenzt. Begründung Abweichungen Ausgaben 1/866-010300 Maisäß Manuaf 1/866-520000 Geldbezüge der Forstarbeiter und Lehrlinge 1/866-611000 Instandhaltung Forstwege 1/866-728200 Unternehmereinsatz Holzernte 1/866-728300 Unternehmereinsatz Schlagräumung 1/866-728500 Kosten für die Hubschrauberbringung Die Sanierung des Maisäß „Manuaf“ wurde 2021 nicht realisiert. Es waren weniger Saisonarbeitskräfte angestellt. Für Sanierungen der Forststraßen Schattwald, Außerbacherwald und die Forststraße hinteres Silbertal waren die Kosten höher und es musste teilweise, aufgrund des niedrigen Personalstandes, auf Fremdpersonal zurückgegriffen werden. Der Hiebsatz wurde um 1.700 fm überschritten; deshalb kam es zu Mehrschlägerungen. Die Schlagräumungen wurden aufgrund des niedrigen Personalstandes vorwiegend von Fremdpersonal durchgeführt. Es war eine Hubschrauberbringung bei der Seilbahn „Tafamunt“ (708 fm) notwendig. Schuldendienst Anfangsstand 812.246,77 Darlehnsaufnahme 160.000,- Tilgungen Zinsen 106.188,77 8.408,38 Netto SchuldenEndstand dienst 114.597,15 866.058,- Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 17. Forstfondssitzung: 10.05.2022 Seite 4 von 7 Der Schuldenstand erhöhte sich 2021 um € 53.811,23. Der Gesamtschuldendienst beträgt für 2021 € 114.597,15. Im Jahr 2021 erfolgte eine Darlehensaufnahme für die Anschaffung eines Traktors sowie eines neuen PKWs in Höhe von € 160.000,-. b) Vorlage des Prüfberichts Nachdem auf Nachfrage des Vorsitzenden keine Fragen gestellt werden, ersucht er Bgm Florian Küng in seiner Funktion als Mitglied des Prüfungsausschusses den Bericht über die am 29. April 2022 in Anwendung der Bestimmungen des § 52 Gemeindegesetz 1985 vorgenommene Überprüfung des Rechnungsabschlusses vorzutragen. Bgm Florian Küng bringt den Prüfbericht vollinhaltlich zur Kenntnis. Dieser wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Bgm Florian Küng betont das sehr erfreuliche positive Ergebnis des Rechnungsabschlusses und bedankt sich im Namen der Forstfondsvertretung bei allen Mitarbeitenden des Forstfonds. c) Beschlussfassung zu a) und b) Auf Antrag des Vorsitzenden wird der Rechnungsabschluss 2021 mit nachstehenden Gesamtsummen einstimmig genehmigt und dem vorgelegten Bericht des Prüfungsausschusses mit dem Antrag auf Entlastung der Standesverwaltung sowie der Organe des Forstfonds des Standes Montafons einstimmig die Zustimmung erteilt: Erträge / Einzahlungen Aufwendungen / Auszahlungen Nettoergebnis / Nettofinanzierungssaldo Entnahme von Haushaltsrücklagen / Einzahlungen aus der Finanzierungstätigkeit Zuweisung von Haushaltsrücklagen / Auszahlungen aus der Finanzierungstätigkeit Nettoergebnis nach Haushaltsrücklagen / Geldfluss aus der Voranschlagswirksamen Gebarung Ergebnishaushalt 3.210.215,20 -3.174.577,57 35.637,63 0,00 Finanzierungshaushalt 3.206.643,33 -3.047.007,48 159.635,85 160.000,00 0,00 -106.188,77 35.637,63 213.447,08 Abschließend spricht der Vorsitzende namens der Forstfondsvertretung dem Verwaltungspersonal und dem Prüfungsausschuss einen Dank für die Arbeit im abgelaufenen Jahr und die fristgerechte Vorlage des Rechnungsabschlusses aus. Pkt. 2.) Darlehensaufnahme für die Anschaffung von Dienstfahrzeugen Der Vorsitzende hält fest, dass in der vorangegangenen Standessitzung die Gewährung des Darlehens in Höhe von € 250.000 aus dem Talschaftsfonds für den Forstfonds des Standes Montafon einstimmig stattgegeben wurde. Der Zinssatz berechnet sich aus dem Mittelwert des Einlagenzinssatzes und des Kreditzinssatzes wie er aus den Veröffentlichungen der ÖENB für nichtfinanzielle Unternehmen mit einer vereinbarten Laufzeit/Zinsbindung bis 1 Jahr für das Neugeschäft publiziert wird. Der Zinssatz wird jährlich neu festgelegt. Auf An- Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 17. Forstfondssitzung: 10.05.2022 Seite 5 von 7 trag des Vorsitzenden wird die Aufnahme des Darlehens mit einer Laufzeit von zehn Jahren aus dem Montafoner Talschafts- und Ausgleichsfonds einstimmig beschlossen. Pkt. 3.) Vergabe des Betriebes der Aushubmaterialablagerung im Bereich der Forstweganlage „Hädstewand“ auf Gst.-Nr 1488/1 (GB Silbertal) Der Betriebsleiter informiert über die Anpassung der Neigungsverhältnisse einer Forstweganlage auf der Schattseite gegenüber des Schmelzhofs im Silbertal. Das Gelände kann ausgeglichen werden, indem Aushubmaterial eingelagert wird. Die Einlagerung wird in zwei Etappen in Absprache mit der Gemeinde Silbertal erfolgen. Die Kosten für den Einbau des Materials sowie die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes betragen lose pro Kubikmeter sechs Euro (netto). Hierfür liegt ein Angebot der Fa. Mangeng vom 28. April 2022 vor. Der Angebotspreis setzt sich aufgrund der Einhaltung von behördlichen Auflagen bzw. nachstehender Mehraufwänden zusammen. • Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes einer ca. 250 m langen Forststraße (Schüttung). • Errichtung eines Steinschlagdammes. • Errichtung eines Abrollschutzes in Richtung Litzbach. • Hohe Aufwände beim Einbau des Bodenaushubmaterials. • Vermeidung längerer Sperren des Wanderweges während der Arbeiten. • Reinigung der Zufahrtsstraße bis zur Brücke • Staubminderungsmaßnahmen Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Annahme des Angebotes und die Vergabe für die Ablagerung an die Fa. Mangeng gem. Angebot vom 28.04.2022 einstimmig angenommen. Pkt. 4.) Grundtausch der Gst.-Nr. 3224 und Gst.-Nr. 3236/8 (beide GB Gaschurn) zwischen Agrargemeinschaft Bella Maiensäß und Forstfonds des Standes Montafon Die jeweiligen Grundstücke Gst.-Nr. 3224 und Gst.-Nr. 3236/8 (beide GB Gaschurn) sind als Enklaven in die Grundflächen der Agrargemeinschaft Bella Maiensäß und des Forstfonds des Standes Montafon eingebettet und sollen getauscht werden. Der vorliegende Tauschvertrag sieht eine mit Ausnahme der Ziegenweide-Dienstbarkeit lastenfreie Übergabe an den Forstfonds vor. Auf Antrag des Vorsitzenden wird der vorliegende Tauschvertrag über die Gst.-Nr. 3224 und Gst.-Nr. 3236/8 (beide GB Gaschurn) zwischen Agrargemeinschaft Bella Maiensäß und Forstfonds des Standes Montafon einstimmig angenommen. Pkt. 5.) Genehmigung der Niederschrift der 16. Forstfondssitzung vom 12.04.2022 Die Niederschriften der 16. Forstfondssitzung wurden allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt und werden über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 17. Forstfondssitzung: 10.05.2022 Seite 6 von 7 Pkt. 6.) Berichte Bericht des Forstbetriebsleiters DI Hubert Malin: a) Der Holzpreis ist gegenüber dem Vorjahr wesentlich gestiegen. b) Gegenwärtig werden zwei Holznutzungen in Vandans (Vens) fertiggestellt. Die nächsten Nutzungen finden im Bereich „Kaltenbunna“ in Bartholomäberg statt, wo u.a. auch Schuss-Schneisen zur besseren und einfacheren Bejagung hergestellt werden. c) Die Wegsanierung hinteres Silbertal wird diese Woche fertiggestellt. d) Der Vorsitzende bedankt sich beim Betriebsleiter für die Exkursion und Besichtigung einer Holzseilbahn im Standeswald. Der Betriebsleiter bietet diese Begehungen auch den anderen Bürgermeistern und Gemeindevertretungen an. Ein Termin für die Gemeindevertretungen wird noch vor dem Sommer geplant. e) Der Standessekretär informiert über die Katastrophenklausel, welche die Silvretta Montafon in Bezug auf die alten Dienstbarkeitsverträge geltend machen möchte. Corona-bedingt sind ihre Einnahmen stark eingebrochen. Aufgrund der staatlichen Coronahilfen tritt diese Katastrophenklausel aus Sicht des Standes Montafon allerdings nicht in Kraft. Zudem wurden die Flächen des Forstfonds auch während der Corona Pandemie genutzt. Diese Rückmeldung wurde an die Geschäftsleitung der Silvretta Montafon weitergetragen. f) Auf dem Hochjoch wird ein Flow-und Bike-Trail errichtet. Dieser Trail wird in Absprache mit dem Forstfonds, der Silvretta Montafon und der Gemeinde Schruns geplant. Der bereits abgeschlossene Vertrag hat sich nicht geändert, der Korridor für die Streckenführung wird allerdings kleinräumig verändert und in einem Aktenvermerk festgehalten. Pkt. 7.) Allfälliges a) Diesen Samstag wird eine Begehung mit dem Jagd-Pächter Lorenz Frey im hinteren Silbertal stattfinden. Besprochen werden dabei die Abschussvorgaben der Behörde. Der Betriebsleiter betont die Wichtigkeit der Einhaltung der Abschussvorgaben. Bgm Martin Vallaster schildert die derzeitige TBC-Situation am Bartholomäberg. b) Bgm Daniel Sandrell fragt an, ob in der Deponie in Tschagguns noch freie Kapazität vorhanden ist. Der Betriebsleiter bestätigt dies. Für die Befüllung der Deponie ist ein befugter Unternehmer einzusetzen und eine Reihe von Auflagen zu beachten. Auch in der Deponie Sand in Gaschurn wäre noch Platz. Bgm Thomas Zudrell betont, dass im Silbertal nur Aushubmaterial aus der nahen Umgebung eingebaut werden darf. c) Bgm Florian Küng spricht die Aktion des Forstfonds an, bei der bei der Umstellung auf Holzvergaser-Heizkessel zehn Schüttraummeter Hackschnitzel kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Er würde diese Aktion noch stärker bewerben. Der Betriebsleiter hinterfragt, ob diese Aktion noch zeitgemäß ist. Der Vorsitzende befürwortet die Bewerbung dieser Aktion. d) Der Betriebsleiter informiert, dass gemeinsam mit den Jagd-Pächtern in Vandans eine Wald-Besichtigung stattgefunden hat. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 17. Forstfondssitzung: 10.05.2022 Seite 7 von 7 Ende der Sitzung: 16:08 Uhr Schruns, 10. Mai 2022 Schriftführer: Standesrepräsentant: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at
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20220428_GVE009 Sulz 2023-01-08 Datum: 28.04.2022 Aktenzahl: su004.1-10/2020 VERHANDLUNGSNIEDERSCHRIFT über die 9. Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, den 28.04.2022, um 20:00 Uhr im Bewegungsraum des Kubus, am Kindercampus Sulz unter dem Vorsitz von Bürgermeister Karl Wutschitz. Anwesende GemeindevertreterInnen BGM Karl Wutschitz, Vize-BGMIN Gerda Schnetzer-Sutterlüty, Michael Schnetzer, Christoph Bawart, Wolfgang Mittempergher, Yvonne Lehninger, Kurt Konzett, Nikolaus Kühne, Lothar Mathies, Dietmar Erath, Dolores Egger, Matthias Walser, David Calzone, Martin Hron, Valentin Welte, Martin Dörler, Gabriele Schwärzler, Adriane Windner, Sebastian Osl, Julia Skala, Günter Baldauf Anwesende GemeindevertreterInnen im Ersatz Markus Morscher Entschuldigte GemeindevertreterInnen Norbert Schnetzer, David Bischof, Florian Vinzenz, Michael Kieber, Karin Schießl, Bernhard Nitz, Ines Greif-Marlin Schriftführer Daniel Novak Tagesordnung 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Genehmigung der letzten Verhandlungsniederschrift Berichte Bausperren Förderrichtlinie Energie, Klima und Umwelt Wasserversorgung Austraße und Müsinenstraße Raumplanungsvertrag Welte (nicht öffentlich) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung 1. Eröffnung, Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende eröffnet um 20:00 Uhr die Sitzung der Gemeindevertretung. Er begrüßt die Anwesenden und stellt fest, dass die Ladung ordnungsgemäß erfolgt ist und auf Grund der Anwesenheit von 21 GemeindevertreterInnen Beschlussfähigkeit gegeben ist. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Tagesordnung ohne Ergänzung einstimmig zur Kenntnis genommen. 6832 Sulz, Hummelbergstraße 9 • 05522/44309, Fax DW 4 • info@gemeinde-sulz.at 67 2. Genehmigung der letzten Verhandlungsniederschrift Der gemeinsam mit der Ladung übermittelte Entwurf der Verhandlungsniederschrift der 8. Sitzung der Gemeindevertretung wird auf Antrag des Vorsitzenden ohne Ergänzungen einstimmig genehmigt. 3. Berichte  Die Anhörung beim Unabhängigen Sachverständigenrat (USR) im Widmungsansuchen MMag. Clemens Ströhle ist erfolgt. Die schriftliche Stellungnahme ist noch ausständig und wird nach Einlange der Gemeindevertretung für die ausständige Beschlussfassung vorgelegt.  Der Vorsitzende berichtet von der Eröffnung des neuen Firmengebäudes Nägele Hoch- und Tiefbau GmbH (Fa. Porr) sowie vom Besuch diverser Jahreshauptversammlungen.  Er berichtet über die bevorstehende IFS Studienreise nach Deutschland zum Thema „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft – wie gestalten wir den chancenreichsten Lebensraum“ bzw. Kindgerechte Kommunen.  Die anhängige Widmungsanfrage im Industriegebiet wir nochmals thematisiert. Nach weiteren Verhandlung und Vorbesprechungen durch den Vorsitzenden soll eine Vorlage in der Gemeindevertretung erfolgen.  Der REP Entwurf wurde am 27.04.2022 im Infrastrukturausschuss mit der Bürogemeinschaft stadtland | Rosinak und Partner finalisiert. Die Einarbeitung der Ergänzungen/Änderungen erfolgt in den nächsten Wochen. Anschließend erfolgt die Vorlage an die Gemeindevertretung zur Beschlussfassung des Auflageentwurfs.  Der Vorsitzende berichtet vom neuen Buskonzept der Landbuslinien und der damit verbundenen Änderungen und Kosten.  Er bedank sich bei Klaus Kühne für den Baumschnitt der Obstbäume hinterm Gemeindeamt. 4. Bausperren Die in der letzten Sitzung beschlossene Bausperre für den Sulnerberg wurde der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch zur Prüfung i.S.d. § § 84 Gemeindegesetz übermittelt. Der korrigierte Verordnungstext lautet wie folgt: VERORDNUNG der Gemeindevertretung Sulz zur Sicherstellung einer geordneten Bebauungsentwicklung am Sulnerberg (Bausperre „Sulnerberg“) Aufgrund des Beschlusses der Gemeindevertretung vom xxx wird gemäß § 37 Abs. 1 Raumplanungsgesetz, LGBl.Nr. 39/1996, i.d.g.F. verordnet: § 1 Bausperre Zur Änderung des Bebauungsplanes gemäß § 30 Raumplanungsgesetz, LGBl.Nr. 39/1996, i.d.g.F. wird für die in § 2 genannten Teile des Gemeindegebietes gemäß § 37 Abs. 1 RPG eine Bausperre für Bauvorhaben erlassen, die dem Zweck gemäß § 3 dieser Verordnung widersprechen. § 2 Geltungsbereich Die Bausperre umfasst alle unbebauten Grundstücke, die im Bebauungsplan 2001, i.d.g.F., der Gemeinde Sulz als Bauwohngebiet 1 (BW1) ausgewiesen sind. § 3 Ziel und Zweck Die Bausperre dient zur Sicherung der Überarbeitung des Bebauungsplanes 2001 in der geltenden Fassung. Zum Schutz des landschafts- und ortsbildprägenden Sulnerberges soll das zulässige Ausmaß bzw. die zulässige Baukörperdimension künftiger Bauvorhaben im Bauwohngebiet um den Sulnerberg beschränkt werden. Zu diesem Zweck sind Neufestlegungen des Maßes der baulichen Nutzung (§ 31 RPG), der Arten der Bebauung (§ 32 RPG) und hinsichtlich der Baugrenzen (§ 2 lit. b Baugesetz) und Baulinien (§2 lit. VNS-GV vom 28.04.2022 Zl. su004.1-10/2020 68 d Baugesetz), der Höhe und allenfalls der Zahl der Geschosse angedacht. Insbesondere sollen für die äußere Gestaltung der Bauwerke neue Vorgaben geschaffen werden. § 4 Schlussbestimmung Diese Verordnung tritt mit dem auf die Kundmachung folgenden Tag in Kraft und tritt, wenn sie nicht früher aufgehoben oder verlängert wird, zwei Jahre nach ihrer Erlassung außer Kraft. Der Antrag des Vorsitzenden, die Bausperre für den Sulnerberg wie vorbeschreiben zu verordnen, wird einstimmig angenommen. Darüber hinaus soll in der nächsten Sitzung darüber beraten werden, in welchem Umfang die mit der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch vorabgestimmte Bausperre für das gesamte Gemeindegebiet bezüglich der Anzahl der Stellplätze in Gebäuden erlassen werden soll. 5. Förderrichtlinien Energie, Klima und Umwelt Die Förderbestimmungen der Gemeinde Sulz sind in die Jahre gekommen. Die mit dem e5 Team abgestimmte Überarbeitung sieht folgende Vorordnungstext vor: Förderrichtlinie Energie, Klima und Umwelt Die Gemeinde Sulz sieht die Problematik des Klimawandels und ist bestrebt mit dieser Förderrichtlinie gezielte Schritte für den Klimaschutz und die Klimawandelanpassung zu setzen. Mit der Förderrichtlinie soll die Zielsetzung einer erhöhten Nutzung erneuerbarer Energien und Steigerung der Energieeffizienz bei Heizanlagen verfolgt werden. Zur Schonung von Ressourcen und unserer Luft soll ein Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel gefördert werden. Aufgrund des Beschlusses der Gemeindevertretung vom xxx wird die Förderrichtlinie Energie, Klima und Umwelt wie folgt festgelegt: § 1 Ziele 1) Steigerung der Energieeffizienz 2) Nutzung erneuerbarer Energien 3) Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel 4) Klimaschutz und Klimawandelanpassung Die Gemeinde Sulz gewährt nach Maßgabe dieser Richtlinie einmalige Zuschüsse zu den angeführten Maßnahmen. § 2 Allgemeines 1) Förderungen sind schriftlich zu beantragen. Der vollständig ausgefüllte Förderantrag muss spätestens 12 Monate nach Fertigstellung, Inbetriebnahme oder Erwerb des förderwürdigen Vorhabens bei der Gemeinde Sulz eingereicht werden. 2) Förderwürdige Vorhaben i.S.d. § 3 Abs. 1 bis 3 müssen sich im Gemeindegebiet Sulz befinden. Bewegliche Gegenständen i.S.d. § 3 Abs. 4 und 5 müssen im Eigentum der Förderwerberin/des Förderwerbers mit Hauptwohnsitz in Sulz stehen. 3) Behördlich vorgeschriebene Maßnahmen werden nicht gefördert. 4) Die Auszahlung erfolgt nach Maßgabe der vorhandenen Mittel. 5) Auf die Gewährung einer Förderung nach dieser Richtlinie besteht kein Rechtsanspruch. § 3 Förderfähige Maßnahmen 1) Energiesprechstunde Die Kosten einer Energiesprechstunde werden pauschal mit EUR 97,50 (exkl. MwSt.) pro Beratung von der Gemeinde Sulz übernommen. Die Preise werden jährlich laut Verbraucherpreisindex (VPI) angepasst. Die Rechnungslegung erfolgt durch das Energieinstitut Vorarlberg direkt an die Gemeinde Sulz. VNS-GV vom 28.04.2022 Zl. su004.1-10/2020 69 2) Heizanlagen als Hauptheizsystem Der Ersatz von bestehenden, veralteten Heizanlagen in Wohngebäuden wird mit einem einmaligen Zuschuss von EUR 400,- je Anlage für nachstehende Heizsysteme gefördert: a) Stückholzheizungen (Vergaserkessel mit Gebläse-Unterstützung) mit Pufferspeicher als Zentralheizung für Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrwohnungsgebäude sowie Gemeinschaftsanlagen b) Automatische Hackgut-Heizanlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrwohnungsgebäude sowie Gemeinschaftsanlagen c) Automatische Pellets-Heizanlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrwohnungsgebäude sowie Gemeinschaftsanlagen (Heizungspuffer zu empfehlen) d) Kachelöfen und Kaminöfen als Zentralheizung und alleiniges Heizsystem e) Wärmepumpe für Ein- und Zweifamilienhäuser, Mehrwohnungsgebäude sowie Gemeinschaftsanlagen Der Anschluss von Wohngebäuden an Biomasse-Nahwärmenetze bzw. Biomasse-Mikronetze wird mit einem einmaligen Zuschuss von EUR 100,- je angeschlossene Wohneinheit, maximal jedoch EUR 1.000,- je Vorhaben gefördert. Förderbedingungen  Kopie des Auszahlungsbeleges der Landesförderung für Biomasseheizungen sowie Heizungswärmepumpen und  Kopie der Rechnung aus der das Datum des Einbaus sowie das Objekt hervorgeht 3) Thermische Solaranlagen und Photovoltaikanlagen Die Errichtung von thermischen Solaranlagen wird mit einem einmaligen Zuschuss in der Höhe von 20 % der Landesförderung, maximal jedoch EUR 400,- je Anlage im Fall einer reinen Warmwasserbereitung bzw. maximal EUR 800,- je Anlage im Fall einer zusätzlichen Heizungsunterstützung gefördert. Die Errichtung einer Photovoltaikanlage wird mit einem einmaligen Zuschuss von EUR 100,- je kWp installierter Leistung, maximal jedoch EUR 1.000,- (10 kWp) gefördert. Förderbedingungen  Kopie des Auszahlungsbeleges der Landes- oder Bundesförderung für thermische Solaranlagen und/oder Photovoltaikanlagen  Kopie der Rechnung, aus der das Datum des Einbaus sowie das Objekt hervorgeht 4) Fahrradanhänger und Lastenfahrräder/E-Lastenfahrräder Die Kosten für im Vorarlberger Fachhandel erworbene Fahrradanhänger und Lastenfahrräder/ELastenfahrräder werden wie nachstehend angeführt einmaligen gefördert: a) Fahrradanhänger: 50 % des Kaufpreises, maximal EUR 150,- b) Lastenfahrrad/E-Lastenfahrrad: EUR 200,- Förderbedingungen  FörderungswerberInnen müssen zum Zeitpunkt des Erwerbs und des Förderansuchens den Hauptwohnsitz in Sulz haben.  Der Kauf muss bei einem Vorarlberger Betrieb erfolgen, welcher auch einen Service anbietet.  Dem Förderantrag muss die Rechnung samt Zahlungsbestätigung beigelegt werden.  Gefördert werden ausschließlich Neuankäufe.  Pro Haushalt werden jeweils einmalig ein Kinderanhänger und ein sonstiger Fahrradanhänger (Lastenanhänger oder Trolley) sowie ein Lastenfahrrad/E-Lastenfahrrad gefördert. VNS-GV vom 28.04.2022 Zl. su004.1-10/2020 70  Die Fahrrad-Trolley-Modelle müssen über eine Belastbarkeit von 50 kg verfügen und technisch derart ausgestattet bzw. angeboten werden, dass sie für die Anbringung an einem Fahrrad geeignet sind.  Lastenfahrräder/E-Lastenfahrräder müssen mit einem Pedalantrieb sowie einer fixen Transportfläche (Mindestzuladung 80 kg) ausgestattet sein.  Alle geförderten Geräte müssen den geltenden Gesetzen und Verordnungen entsprechen. 5) Willkommensticket Neu zugezogene Personen erhalten auf Wunsch einmalig ein VVV Maximo-Ticket für eine Woche. Der VVV finanziert eine zweite Woche dazu. Maximal werden 2 Tickets pro Haushalt ausgestellt. Beim Willkommens-Ticket handelt es sich um ein sogenanntes „Multi-Ticket maximo“ Förderbedingungen  Hauptwohnsitz in Sulz  Beantragung spätestens drei Monate nach Anmeldung § 4 Antragsabwicklung Die Auszahlung der Förderung erfolgt nach schriftlicher Antragstellung und Vorlage der geforderten Unterlagen und Nachweise, nach Abschluss bzw. Fertigstellung der Maßnahmen sowie nach Maßgabe der vorhandenen Mittel. § 5 Überprüfungen Den Organen der Gemeinde ist für Überprüfungen des Förderungsvorhabens Einsicht in die betreffenden Unterlagen, Nachweise und Belege sowie Besichtigungen an Ort und Stelle zu gestatten. § 6 Rückerstattung von Förderungen Die erteilten Zuschüsse sind vom Förderungswerber zurückzuerstatten, wenn a) die Förderung aufgrund wesentlich unrichtiger oder unvollständiger Angaben des Förderungswerbers erlangt worden ist, b) die Förderung widmungswidrig verwendet wird, c) die Bedingungen und Auflagen dieser Richtlinien aus Verschulden des Förderungswerbers nicht erfüllt werden, d) den Organen der Behörde eine Überprüfung versagt oder teilweise versagt wird. § 7 Schlussbestimmung Diese Richtlinie tritt an dem auf die Kundmachung folgenden Tag in Kraft. Gleichzeitig verlieren die bisher geltenden Förderungen und Unterstützungsbeiträge ihre Wirksamkeit. Der Antrag des Vorsitzenden, die Förderrichtlinien wie vorgenannt zu beschließen, wird einstimmig angenommen. 6. Wasserversorgung Austraße und Müsinenstraße Im Budget 2022 sind für die Sanierung der Wasserversorgunganlage in der Austraße EUR 560.000,veranschlagt. Der im selben Projekt ausgeschriebene Abschnitt in der Müsinenstraße ist mit EUR 120.000,- erst für das Jahr 2023 budgetiert. Das Büro Wasserplan, Hohenems schlägt auf Grund der zu erwartenden Preissteigerungen vor, den Abschnitt in der Müsinenstraße ebenfalls 2022 durchzuführen. Die zusätzlich benötigten Mittel können durch die im Budget 2022 vorgesehenen, höchstwahrscheinlich jedoch nicht schlagend werdenden Positionen Planung Landesradroute (EUR 20.000,-) und Knotenpunkt L63 (EUR 100.000,-) kompensiert werden. Der Antrag des Vorsitzenden, die Ausführung gänzlich im Jahr 2022 umzusetzen, wird einstimmig angenommen. VNS-GV vom 28.04.2022 Zl. su004.1-10/2020 71 7. Raumplanungsvertrag Welte (nicht öffentlich) siehe Verhandlungsniederschrift der 9. nicht öffentlichen Sitzung 8. Allfälliges  Nikolaus Kühle möchte den Termin für die Prüfung des Rechnungsabschlusses 2021 fixieren.  Michael Schnetzer berichtet von der letzten e5 Sitzung und dem Projekt Grünflächen und bedankt sich bei den teilnehmenden Personen. Der Vorsitzende schließt die Sitzung um 22:30 Uhr. Der Vorsitzende Karl Wutschitz Bürgermeister Der Schriftführer Daniel Novak Gemeindeamtsleiter Donnerstag, den 28.04.2022, um 20:00 Uhr im Bewegungsraum des Kubus, am Kindercampus Sulz Grundverkehrsgesetz, LGBl.Nr. 42/2004, i.d.g.F. VNS-GV vom 28.04.2022 Zl. su004.1-10/2020
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