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Wolfurt_Informa...Juni_ Wolfurt 16.06.2020 16.06.2020, 13:20 Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight INFO Netzwerk für die Bildung Was der Elternverein an Unterstützung leistet, erfahren Sie im Rahmen unseres diesjährigen Vereine-Fokus auf Seite 43. Informationszeitschrift der Marktgemeinde 45. Jahrgang | Juni 2020 2 2 2 3 4 4 5 6 7 8 9 12 14 16 17 18 Aus dem Rathaus Bürgermeister- und Wohnungssprechstunden Kostenlose Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren Kostenlose Beratung in Grundstücks- und Immobilienangelegenheiten Blick ins Gemeindegeschehen Geburtstagshock und Geburtstagsgeschenke einmal anders! Wolfurt hebt zämm! Start der Zentrumsentwicklung Wolfurt Begegnungszone Lerchenstraße Beachvolleyballplätze und Fahrradparkanlage an der Ach Aktuelles vom Gemeindevorstand Gemeindepanorama Fotowettbewerb 2020 Buch & Spiel Offene Jugendarbeit Wolfurt - Das WAWA während Corona News aus der Musikschule am Hofsteig Prima la Musica Landeswettbewerb 2020 Was tut die Gemeinde für dich? Kindercampus Bütze 30 32 33 34 34 34 34 35 35 36 38 39 40 41 41 42 43 44 46 48 48 49 49 49 49 Wolfurt von 18:00 - 19:30 Uhr statt. Sprechstunden von Bürgermeister Christian Natter Mittwoch, 17. Juni 2020 Mittwoch, 01. Juli 2020 Wohnungssprechstunden von Gemeinderat Michael Pompl Mittwoch, 24. Juni 2020 Mittwoch, 08. Juli 2020 Kostenlose Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren Soziales Die kostenlosen Beratungs-Sprechstunden von Rechtsanwälten Wolfurt lässt kein Kind zurück Bewegende Sozialdienste Radeln ohne Alter - endlich starten wir durch! Sprachencafé Wolfurt ab Juli wieder geöffnet! Frühstücksservice für pflegende Angehörige Nachbarschaft in Wolfurt und Notaren werden von der Wolfurter Bevölkerung gerne in Umwelt Mittwoch, 09. September 2020, Dr. Nikolaus Schertler Bregenzerachschlucht im Fokus Radius 2020 Mit Abstand sicher unterwegs Abfallsammlung Gelber Sack bzw. ortsfremde Abfallsäcke Mülltrennung am Friedhof Einwurfzeiten öffentliche Sammelstellen Empfohlene Rasenmäherzeiten Sommerzeit – Badezeit Investition in Abwasserentsorgung und Hochwasserschutz FAQ zur Abfalltrennung: Teil 1 Biobehälter „MB25“ für Stärkesack Wirtschaft App-Hofsteigkarte Erfolgsgeschichte eines „bunten Vogels“ Wolfurter Köpfe: Susanne Mathis Neueröffnung „NähFalke“ by Jennifer Gunz Vereine Die Feuerwehr Wolfurt ist immer bereit Gemeinsam zum Wohle unserer Kinder Gute Platzierung des „Fototeam Digital“ Wie aus einer Blockflöte ein Tenorhorn wurde Menschen im Mitelpunkt Jubelpaarabend 2020 Diamantene Hochzeit Jubilare Geburten Verstorbene Eheschließungen Soziale Dienste 50 Soziale Dienste 51 Ärzte-Nachtdienste und -Urlaube 51 Apotheken-Dienste 2 Die Sprechstunden finden mit Vorbehalt jeweils im Rathaus Bildung 22 Alles neu beim Kindergarten Bütze 20 23 26 26 27 28 Bürgermeister- und Wohnungssprechstunden Aus dem Rathaus Anspruch genommen; daher wird dieses Beratungsangebot fortgesetzt. Die Sprechstunden finden jeweils im Rathaus Wolfurt statt. Sprechstunden Rechtsanwälte 18:00 - 20:00 Uhr Sprechstunden Notar 18:00 - 19:00 Uhr Mittwoch, 16. September 2020, Mag. Christoph Winsauer Notariatsverteilung bei Todesfällen Zur Abwicklung der Verlassenschaften nach Todesfällen von Familienangehörigen wurden vom Bezirksgericht Bregenz die Notare für folgende Termine nominiert: Unter Vorbehalt der neuen Verteilungsordnung des Jahres 2020! Bregenz Dr. Gerhard Mayer Jänner/Juli Dr. Ivo Fussenegger Februar/August Mag. Valentin Huber-Sannwald März/September Dr. Michael Gächter April/Oktober Dr. Kurt Zimmermann Mai /November Mag. Christoph Winsauer Juni/Dezember Kostenlose Beratung in Grundstücks- und Immobilienangelegenheiten Richard Richter, der gerichtlich beeidete Ortssachverständige für Immobilien, wird sein Wissen und seine Berufserfahrung den Bürgern und Bürgerinnen kostenlos zu folgendem Beratungstermin zur Verfügung stellen: Rathaus Wolfurt, 18:00 - 20:00 Uhr, Mittwoch, 30. September Blick ins Gemeindegeschehen Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, der Sommer steht vor der Tür und ich darf Sie wieder über aktuelle Themen aus unsSyntax Warning: Invalid Font Weight erer Gemeinde informieren. Die Maßnahmen und Verordnungen zur Eindämmung des Corona-Virus hatten uns in den vergangenen Wochen und Monaten fest im Griff und unser gewohntes Leben auf den Kopf gestellt. Gehen wir gemeinsam Schritt für Schritt mit Zuversicht in Richtung Normalität. Stärken wir die heimische Wirtschaft, indem wir weiterhin bewusst regional einkaufen und mit unseren Familien und Freunden wieder den einen oder anderen Gasthausbesuch genießen. Nützen wir die warme Jahreszeit für Ausflüge oder einen schönen Urlaub im Ländle bzw. in Österreich. Natürlich alles im entsprechenden Rahmen und mit dem notwendigen Verantwortungsgefühl. Für uns politisch Verantwortliche wird es notwendig sein, über die Bücher zu und gehen, um trotzdem die wichtigen Projekte mit voller Kraft weiterzuführen und Freunde sehr vermisst. Eltern, Kinder, entsprechend umzusetzen. Die Weiterentwicklung des Ortsteils Rickenbach, die SchülerInnen und PädagogInnen waren ersten Weichenstellungen für die Umsetzung Gewerbegebiet Hohe Brücke, der in dieser Zeit sehr stark gefordert und Startschuss für die Zentrumsentwicklung und der Ausbau der Kinderbetreuung haben enorm viel geleistet. Eine Heraus- sind nur vier Beispiele dafür. Dabei gilt es die übergeordneten Ziele wie Klima- forderung der Pandemie ist mit Sicher- wandel und -anpassung bzw. Nachhaltigkeit nicht aus dem Auge zu verlieren. Wir haben unsere Verwandten heit, aus der Vielzahl von Informationen das Wesentliche, Wichtige und Richtige Viele von uns haben in den letzten drei Monaten bewusst wahrgenommen, dass herauszufiltern und Vertrauen in die wir in einem Land, mit noch vielen intakten Naturräumen, mit sozialer Sicherheit, Zukunft zu haben. Manches wird nach mit bester Gesundheitsbetreuung und funktionierenden Familien- und Nachbar- der Krise anders sein. Was wir mit- schaftsstrukturen wohnen. All dies hat uns wesentlich geholfen, die vergangenen nehmen können, ist ein Bewusstsein für Herausforderungen gut zu meistern. unsere Gesundheit und dazu braucht es sowohl ein starkes Immunsystem als Blicken wir daher mit Dankbarkeit zurück und mit Hoffnung und Freude in die Zu- auch Hygienemaßnahmen. Soweit haben kunft. Achten wir weiterhin auf uns selbst und unterstützen diejenigen, die unsere wir es bisher gut überstanden, auch weil Hilfe benötigen. wir zusammengehalten haben. An dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern und allen In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen alles Gute, Gesundheit Menschen, die in dieser besonderen Zeit und Glück und einen wunderschönen Sommer! mit auf dem Weg für ein gesundes Miteinander waren und sind! Neben körperlichem und seelischem Wohlbefinden geht es aber auch um so- Ihr Bürgermeister Christian Natter ziale und wirtschaftliche Gesundheit. Blick ins Gemeindegeschehen 3 Geburtstagshock und Geburtstagsgeschenke einmal anders! Als Bürgermeister ist es mir ein großes Anliegen, allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die ihren 80., 85., 90., 95. und 100. Geburtstag feiern, persönlich zu gratulieren und für alles zu danken, was sie für ihre Familien und unsere Gemeinschaft geleistet haben. Erfreulicherweise gibt es immer mehr Menschen, die meist bei guter Gesundheit ihren Auch wenn ich die Begegnungen und Ge- Ehrentag feiern dürfen. Früher wurde das noch in persönlichen Besuchen, das waren rund spräche mit Ihnen sehr vermissen werde, 120 Besuche pro Jahr, gemacht. Aufgrund der hohen Anzahl wurde es immer schwieriger, bitte ich um Ihr Verständnis, wenn ich als die Termine unterzubringen und der inzwischen traditionelle Geburtstagshock wurde ins Bürgermeister diese schöne Aufgabe nicht Leben gerufen. selbst und persönlich wahrnehmen kann Nun musste aufgrund der derzeitigen Situation der gemeinsame Hock für unsere Jubilare und Frau Manuela Bundschuh meine Glück- der Monate Jänner, Februar und März verschoben werden. wünsche überbringen wird. Auch wenn ab 01. Juni wieder Veranstaltungen in der Größenordnung erlaubt sind, wird In der Hoffnung, dass wir den Geburts- der Geburtstagshock für die Geburtstagskinder Jänner, Februar und März als auch der tagshock bald wieder durchführen können, Monate April, Mai und Juni nicht stattfinden. wünsche ich Ihnen nochmals Wir tragen damit Sorge und Verantwortung, dass unsere Jubilare keinem unnötigen diesem Wege alles Gute und vor allem Ge- Risiko ausgesetzt werden. Aus diesem Grund möchten wir die Geschenke persönlich, in sundheit. kleinstem Rahmen und natürlich nach Rücksprache als auch unter Einhaltung der be- PS. Wir haben uns neue Geburtstagsgeschen- sonderen Maßnahmen überbringen. ke ausgedacht und hoffen, dass sie in der auch auf neuen Wolfurt-Verpackung viel Freude und Gefallen finden! Es ist uns als Gemeinde ein sehr großes Anliegen, DANKE zu sagen! Wolfurt hebt zämm! hebt zemm! EINKAUFS– UND BRINGDIENSTE FÜR BESONDERS GEFÄHRDETE WOLFURTERINNEN UND WOLFURTER! Wir waren überwältigt von der großartigen Hilfsbereitschaft der Wolfurter Bevölkerung. hebt zemm! Danke für das Erledigen von Einkäufen, EINKAUFS– UND BRINGDIENSTE FÜR BESONDERS GEFÄHRDETE WOLFURTERINNEN UND WOLFURTER! TELEFONHOTLINE (AUCH PER SMS ODER WHATSAPP ERREICHBAR): 0699/16840 015 Danke für das Abholen von Medikamenten, Danke für das Gespräch am Zaun, Fenster oder Telefon, Danke fürs Rasenmähen, Danke fürs Dasein, Danke für alles! TELEFONHOTLINE (AUCH PER SMS ODER WHATSAPP ERREICHBAR): 0699/16840 Nach 015 diesen vielen Wochen hat sich einiges eingespielt und ist „alltäglich“ geworden. Sei es das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes oder das Abstand halten. Dadurch haben nun auch Personen mit Vorerkrankungen o. a. wieder die Möglichkeit, ihre Einkäufe und Besorgungen selbst zu erledigen. Die Maßnahmen der Corona-Krise werden uns vermutlich noch länger begleiten und wir alle hoffen, dass es zu keiner weiteren Welle kommt. 4 Blick ins Gemeindegeschehen Start der Zentrumsentwicklung Wolfurt Geschäftsführer DI Markus Schadenbauer Nachdem nun die Ortsteilentwicklung Rickenbach mitten in der Planungsphase steckt und noch dieses Jahr mit der Bauverhandlung zu rechnen ist, gilt es einen nächsten wichtigen Schritt in der Gemeindeentwicklung zu setzen: Der Ortsteil Kirchdorf soll sukzessiv zum Dorfzentrum entwickelt werden. Um eine professionelle und qualitätsvolle Entwicklung sicherzustellen, wurde dafür Ziel wird es sein, ein für Wolfurt passendes, das Büro Schadenbauer Projekt- und Quartierentwicklung beauftragt. Geschäftsführer mit hoher Aufenthaltsqualität und funktio- DI Markus Schadenbauer hat mit der anspruchsvollen Zentrumsentwicklung in Hohenems nierendem Handel und Dienstleistungsge- gezeigt, dass nicht nur eine durchdachte städtebauliche Planung, sondern auch eine werbe ausgestattetes Zentrum zu entwickeln. ausgewählte Ansiedlung von regionalen Handels- und Dienstleistungsbetrieben als In den kommenden Wochen werden wir mit Schlüssel für eine nachhaltige und erfolgreiche Zentrumsentwicklung unerlässlich ist. den betroffenen LiegenschaftsbesitzerInnen Das Büro begleitet auch die Firma Doppelmayr bei der Entwicklung und Vermarktung der Gespräche führen, um sie möglichst früh in von ihnen geplanten Bebauung in Rickenbach. Somit kann eine abgestimmte Entwicklung diesen spannenden Prozess miteinzubinden. in diesen beiden Ortsteilen gewährleistet werden. Über weitere Bürgerinformationen berichten Als erster Schritt in der Zentrumsentwicklung - nach einer Bestandsaufnahme - wird ein wir rechtzeitig in den kommenden Wolfurt sogenanntes kooperatives Verfahren vorbereitet, um einen städtebaulichen Entwurf für Informationen. das Dorfzentrum zu erhalten. In diesem Verfahren arbeiten drei ausgewählte Architekturbüros sowie ein Landschaftsplanungsbüro gemeinsam in Workshops am städtebaulichen Es freut mich ganz besonders, dass der von Entwurf. Das Ergebnis dieses Verfahrens soll in einen Bebauungsplan fließen, der ver- mir in der Februar-Ausgabe mitgeteilte bindliche Vorgaben für künftige Bebauungen im ZentrSyntax Warning: Invalid Font Weight umsbereich vorschreibt. Zeitlich Zeitplan eingehalten werden kann und wir soll bis Jahresende der Bebauungsplan erstellt sein, sodass dann im nächsten Jahr der bis Ende dieses Jahres das Ergebnis für un- Architekturwettbewerb für das neue Sozialzentrum sowie Handelsflächen am östlichen ser zukünftiges Zentrum vorstellen werden Ende der Kellhofstraße ausgeschrieben werden kann. können. Blick ins Gemeindegeschehen 5 Begegnungszone Lerchenstraße Wie schon im Bereich Rathaus und Vereinshaus entsteht nun in kleinerer Ausführung auch in der Lerchenstraße eine Begegnungszone zwischen den Wohnanlagen Lerchenstraße 17 und 33. Die Umsetzungsmaßnahmen sollen in diesem Wohnquartier deutlich zur Verkehrsberu- Während der Bauarbeiten hat sich heraus- higung und Aufenthaltsqualität beitragen. Zur bequemen Nutzung des öffentlichen Ver- gestellt, dass der weiche Untergrund (Lehm) kehrs werden auch zwei neue Bushaltestellen errichtet. Die ansprechende Platzgestaltung im Bereich der Begegnungszone nicht aus- wird über den Straßenbereich bis zu den Häusern reichen. reichend tragfähig ist. Der notwendige Bodenaustausch hat leider 6 Diese Begegnungszone soll der Straße in diesem Teilbereich eine neue Aufenthalts- die geplante Bauzeit um ein paar Wochen qualität bringen. Mit der Begegnungszone soll für Verkehrsberuhigung gesorgt wer- verlängert. Ich bedanke mich bei den Nach- den und damit wird allen umliegenden Bewohnern zusätzliche Lebensqualität geboten. barInnen für ihre Geduld und Verständnis Die Begegnungszone soll insgesamt die Aufenthaltsqualität verbessern und die Zone soll während der Bauarbeiten. helfen, dem Sicherheitsaspekt vermehrt Rechnung zu tragen. Bis Mitte Juli soll ein Austausch der beschä- Die Gemeinde investiert in die Errichtung der Begegnungszone € 300.000,00. Bei diesem digten Randsteine, der Schachtdeckel als Bauvorhaben erfolgte die Neuverlegung einer Stromleitung, der Austausch der alten auch die Wiederherstellung des Asphaltes Guss-Wasserleitung und der Anschluss der Hausanschlüsse, der Einbau von vier Baum- inklusive Gehsteig erfolgen und die neue scheiben, die Verlegung von Infrastrukturleitungen wie Strom, Gas, Telekom- und Straßenbeleuchtung eingebaut sein. Die Magentaleitungen sowie Straßenbeleuchtung und die Errichtung einer Retentions- Pflasterarbeiten, die zwei neuen Buswarte- Sickeranlage für die Ableitung der Niederschlagswässer aus dem Bereich der Begeg- bereiche sowie die Baumpflanzung werden nungszone. bis dahin ebenfalls fertig gestellt sein. Blick ins Gemeindegeschehen Beachvolleyballplätze und Fahrradparkanlage an der Ach In den letzten Wochen hat die Gemeinde die Zeit gut genutzt, um die Spielplätze und vor allem die Sportanlagen an der Ach auf Vordermann zu bringen. Die Gemeindeverantwortlichen entschieden am Standort an der Ach Investitionen von rund € 115.000,00 bereits im Budget 2020 zu berücksichtigen. Dabei sollen nicht nur die bestehenden Beachvolleyballplätze saniert und ein weiterer Platz errichtet werden, sondern auch eine Fahrradparkanlage gegenüber des Niedrigseilgartens „TraumBaumRaum“ entstehen. Die Fahrradparkanlage soll die sanfte Mobilität ins Naturerholungsgebiet zusätzlich fördern. Dabei handelt es sich um Baumaßnahmen, die nicht dazu dienen, um etwaige Veranstaltungen auszuweiten, sondern um allen aktiven Bürgern eine bestmögliche Infrastruktur für ihre Freizeitaktivitäten zu bieten. Die Fahrradanlage wurde mit 22 Fahrradbügeln und einer Fahrradservicestation großzügig ausgestattet und befindet sich gegenüber des Niedrigseilgartens „TraumBaumRaum“. Beachvolleyball erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit und Wolfurt spielt mit seiner Beacharena und der jährlich stattfindenden und international besetzten Wolfurt-Trophy ganz vorne mit. Nicht nur der mittlerweile über 200 Mitglieder zählende Volleyballclub, sondern auch immer mehr Hobbysportler nutzen die wunderschön gelegene Sportanlage an der Ach. Inzwischen sind die Bauarbeiten soweit abgeschlossen, dass ein Training in Kleingruppen bereits gestartet werden konnte. Die beiden Volleyballplätze, die in dieser Form bereits seit 2003 bestanden, wurden einer Generalsanierung unterzogen. Bereits bei der Planung wurde festgestellt, dass der seinerzeitige Unterbau nicht ausreichend versickerungsfähig ausgeführt wurde. Um diese Situation zu verbessern, musste im Zuge der Sanierung auch der komplette Unterbau erneuert werden, was bis auf die bestehenden Tribünen, einem Neubau gleichkommt. Das zusätzliche Spielfeld wurde parallel zum unteren Platz errichtet. Alle drei Volleyballplätze wurden mit einer speziell dafür entwickelten dämpfenden Randeinfassung eingegrenzt. Der bereits in den Spielfeldern befindliche Sand wurde mittels einer Sandfilteranlage von Unreinheiten befreit und zusätzlich wurden rund 15 Sattelzüge mit insgesamt ca. 385 Tonnen neuem, für Beachvolleyball zertifiziertem Quarzsand verbaut. Somit ist auch für die vom 07. bis 09. August geplante 31. Wolfurt-Trophy alles bestens vorbereitet. Ob diese stattfinden kann, steht noch in den Sternen. Blick ins Gemeindegeschehen 7 Aktuelles vom Gemeindevorstand Ein kurzer Überblick der Gemeinderäte über aktuelle Geschehnisse, neue Projekte, Änderungen, o.Ä. Gemeinderätin Gemeinderätin für Bildung für Soziales und Kultur Miteinander Angelika Moosbrugger Yvonne Böhler > Unterstützung Sozialer Organisationen in Corona-Zeiten Für Kindergärten, Kinderbetreuungseinrichtungen, Musik-, Mittel- und Volksschulen und Schülerbetreuung waren die CoronaWochen eine ganz besondere Herausfor- für Jugend, Sport, derung. Begleitet wurden sie von unserer Eigenverantwortung Koordinatorin und der Immobilienabteilung unserer Gemeinde. Vieles wurde blitzschnell auf die Beine gestellt und einiges zum ersten Mal versucht: Es wurde auf unterschiedliche Weise Kontakt zu den Familien gehalten, auf besonders Hilfebedürftige eingegangen, Schutzmaßnahmen in den Gebäuden und außerhalb vorbereitet, Informationen verlässlich an die Familien weitergegeben und Anmeldezahlen in kurzen Abständen eingeholt und Betreuung organisiert. Alles war neu und manches ist vielleicht nicht ganz „rund“ gelaufen. Auf jeden Fall haben wir viel - auch für die Zukunft - gelernt, waren spontan und haben es gemeinsam geschafft. Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden und ich danke allen Betei- > Organisation Familiengutscheine und Geburtengeschenke NEU Christine Stark > Hallenbelegung der Vereine nach Corona > Unterstützung der Vereine und reger Kontakt mit den Vereinen während der Corona-Krise > Wir bitten um Einhaltung der Schutzmaßnahmen für das Outdoor-Training auf den Sportplätzen! Wir bedanken uns bei allen Vereinen für ihr entgegengebrachtes Verständnis während der aktuellen Situation! Selbstverständlich halten wir alle Vereine auf dem Laufenden, damit sobald wie möglich der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Gemeinderat für Infrastruktur Paul Stampfl > Austausch der Löschwasserpumpe im Hochbehälter Rutzenberg > Kanalbefahrungen im Bereich Strohdorf in Richtung Rickenbach durch die Firma DAWI Kanalservice > Wasserzählerwechsel > Kanal- und Wasserleitungserrichtung und Sanierung im Zuge der Radweg- und ligten für den riesigen gemeinsamen Einsatz. Straßenbaumaßnahmen in der Glocken- Für die „neue Normalität“ wünsche ich uns, gasse, Feldeggstraße, Lerchenstraße / dass sie sich gut entwickelt! Montfortstraße sowie in der Rittergasse Wenn Sie Rückmeldungen zu den vergange- 8 Gemeinderätin > Gemeinsame Wildbachbegehung mit nen Wochen oder Anregungen für uns haben, Vertretern der Wildbach- und Lawinen- freuen wir uns über Ihre Mail an: verbauung, Wasserwirtschaft und Forst- magdalena.feistenauer@wolfurt.at. wirtschaft Aus dem Rathaus Gemeinderat 1 für Mobilität, Umwelt, e5 Robert Hasler > Die Fahrradputzaktion am Markt hat wieder gestartet. Infos dazu im Veranstaltungskalender der Gemeinde auf www.wolfurt.at. > Begegnungszone Lerchenstraße Mehr Infos dazu im Blick ins Gemeindegeschehen auf S. 6. > > Sanierung der Glockengasse 2 (06. Juli – 09. August) Fotowettbewerb 2020 Radweg Schule Bütze bis Lerchenstraße Dieses Jahr stehen unsere Gemeinde-Medien Baubeginn (03. August – 23. August) unter dem Motto „Wolfurt im Fokus“. Sei es ein Selfie in Wolfurt, ein Foto von einer vergangenen Gemeinderat Veranstaltung oder unserer Landschaft – durchstöbern Sie Ihr für Wohnen, Ob Schnappschuss oder perfekt ausgeleuchtetes Foto – senden Zusammenleben Michael Pompl > Vergabe von Miet- und Mietkaufwohnungen der neuen Anlage in der Fotoarchiv oder schießen Sie beim Spaziergang ein neues Foto. Sie uns einfach Ihr Lieblingsfoto von Wolfurt im .jpg-Format an tina.huetterer@wolfurt.at und machen Sie mit bei unserem Wolfurt-Gewinnspiel! Die Fotos können Sie bis zum 15. Juli einsenden, damit sie in der August-Ausgabe erscheinen. Lerchenstraße > Vorbereitung „Fest der Begegnung“ Ein großes Dankeschön für die zahlreichen Fotos auf dieser und den nächsten beiden Folgeseiten! für 2021. Gerne laden wir alle Vereine, Organisationen sowie Private ein, sich Eine fachkundige Jury bewertet die eingesendeten Fotos am am Fest zu beteiligen. Jahresende. Die Gewinner/innen werden in der Februar-Ausgabe Interessierte können sich gerne unter 2021 bekanntgegeben. susanne.mohr@chello.at oder Die ersten 6 Plätze gewinnen eine exklusive Schlossführung mit michael.pompl@wolfurt.at melden. Begleitung durch Bürgermeister Christian Natter und einem anschließenden Umtrunk im Innenhof. > Vermittlung von privaten Wohnungen/ Mit der Einsendung eines Fotos wird der Veröffentlichung des Häusern an Einzelpersonen bis Groß- Namens und des Fotos in den Gemeinde-Medien (Wolfurt Infor- familien. Wer Wohnraum zu vermieten mation, Facebook, Homepage) zugestimmt. hat, den bitte ich Kontakt mit mir auf- Wir wünschen allen Teilnehmer/innen viel Erfolg und freuen uns zunehmen (michael.pompl@wolfurt.at). auf viele Wolfurt-Fotos! >> Aus dem Rathaus/Gemeindepanorama 9 08 03 06 09 07 04 05 10 Gemeindepanorama 01 Wolfgang Aichholzer 02 Sabine Meier 03 - 06 Josef Thaler 07 - 09 Ernst Passler 10 Stefanie Theurer 11 Lukas Obkircher 12 - 13 Philipp Klimmer 14 - 16 Johann Peer 17 Gerhard Purin 18 - 19 Celine Gliebe 20 - 22 Joke Hendrikse 23 Maria Juen 10 11 01 12 16 13 17 21 14 18 22 19 23 20 15 Gemeindepanorama 11 Buch & Spiel Urlaub gestrichen oder nur anders als gedacht?! zählen gesetzlich zum öffentlichen Raum. Deshalb durften wir nicht gleichzeitig mit den Zusatzinformationen zu SARS-CoV-2 Handelsgeschäften wieder öffnen. Die hauptsächliche Übertragung von SARS- Glücklicherweise gab es in Wolfurt nur wenige nachgewiesene Corona-Fälle. Büchereien CoV-2 erfolgt über Tröpfchen, die beim Wir überlegten uns, wie wir zumindest einen Minimalservice anbieten können, und Husten und Niesen entstehen. Eine Über- öffneten unter Sicherheitsvorkehrungen unser Foyer ab 21. April für die Abholung tragung durch kontaminierte Oberflächen reservierter Medien und schufen die Möglichkeit, Medien zurückzugeben. Das Angebot ist nicht auszuschließen, vor allem in der wurde von unseren Mitbürger/innen gerne angenommen. Umgebung von Infizierten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung Die Sicherheit unserer Nutzer und Nutzerinnen ist uns wichtig! geht aber davon aus, dass die Übertragung Wir wollen sicher sein, dass unsere Medien bedenkenlos ausgeliehen werden können. über Gegenstände nicht sehr wahrschein- Wurden alle retournierten Medien zu Beginn noch 4 Tage unbearbeitet gelagert und erst lich, aber theoretisch möglich ist. danach gereinigt, können wir inzwischen davon ausgehen, dass eine Desinfektion der Bisher gibt es keinen bekannten Fall einer Oberflächen und ein Tag Wartezeit ausreichend sind. Infektion über kontaminierte Gegenstände. Deshalb werden aktuell alle Medien desinfiziert. CDs werden inklusive Hüllen desinfiziert. Laut Studien sind SARS-CoV-2-Viren auf Spiele: Schachtel und Inhalte werden desinfiziert. Bücherhüllen werden desinfiziert. ... Karton: 24 Stunden nachweisbar. Alle Medien werden 24 Stunden zurückgehalten, ehe sie ausgeliehen werden. Diese Vor- ... Edelstahl: bis zu 48 Stunden nachweisbar. gehensweise werden wir bis auf weiteres beibehalten. Wir folgen damit der Empfehlung ... Kunststoff: bis zu 72 Stunden nachweisbar. des Österreichischen Büchereiverbandes. Öffnungszeiten Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 14:00 – 18:00 Uhr 08:00 – 12:00 Uhr 14:00 – 18:00 Uhr 15:00 – 19:00 Uhr Alle Veranstaltungen sind vorerst abgesagt. Aktuelle Informationen findet ihr auf unserer Website. Buch & Spiel Sternenplatz 7 www.buechereiwolfurt.at info@buechereiwolfurt.at Ausleihe in Coronazeiten 12 Gemeindepanorama Setzen wir doch mal die Urlaubsbrille auf Fremde Länder – andere kulinarische Genüsse. …und betrachten Vorarlberg als Urlauber: „111 Orte, die man in- Mit der Küche holen wir uns dieses Feeling in den eigenen Vorarlberg gesehen haben sollte“, zeigt uns versteckte Dinge, an Garten oder auf den Balkon. Rezepte gibt es bei uns. Aber kennen denen wir sonst vielleicht schon oft vorbeigegangen sind. „Mit wir eigentlich alle unsere regional wachsenden Gemüse? Kindern unterwegs in Vorarlberg“ macht die Planung eines Ur- Gemüse aus der Heimat zeigt auf, welche Vielfalt es auch bei uns laubstages leichter. Was kann man mit Kindern unternehmen? Was gibt und was man daraus zubereiten kann. kann man alles im Wald tun? Auch dafür gibt es Literatur bei uns. Spannend sind auch die Bücher unserer Vorarlberger Autoren. „Das Leben besteht zu 10 % daraus, was dir passiert und zu 90 % daraus, wie du darauf reagierst.“ Ein besonderer Reiz dabei ist die Örtlichkeit, spielt der Krimi doch direkt in unserer Umgebung. Man ahnt beim Lesen förmlich in welcher Straße man sich gerade befindet oder welcher beschriebene Charakterzug von welcher bekannten Person sein könnte. Machen wir also das Beste draus und entdecken die Abenteuer im eigenen Umfeld. Euer Buch & Spiel hilft euch dabei. Für das Team: Ursula Molitor Gemeindepanorama 13 Offene Jugendarbeit Wolfurt Das WAWA während Corona Als Mitte März Österreich in den Lockdown geleitet wurde, war das WAWA genauso perplex wie alle anderen auch. Wir waren gefordert, in kürzester Zeit unsere bisherige Arbeit auf die virtuelle Welt umzustellen, um so auch in dieser schwierigen Zeit für die Jugend von Wolfurt da sein zu können. Die soziale Medienpräsenz wurde über Nacht nicht nur für die Öffentlichkeitsarbeit oder Das Interesse an diesen unterschiedlichen als Informationsplattform genutzt, vielmehr war sie die einzige Möglichkeit den Kontakt Wettbewerben war und ist groß. Die Ju- zu den Jugendlichen aufrechtzuerhalten und ihnen vor allem beistehen zu können. gendlichen hatten und haben hier die Möglichkeit öffentlich zu zeigen, was in Gerade zu Beginn war es für die Jugendlichen nicht leicht, mit dieser Sondersituation um- ihnen steckt. Dabei überraschten sich die zugehen. Keine Schule, kein Sport, keine Vereinstätigkeit und vor allem keine sozialen Teilnehmenden nicht nur selbst, sondern und physischen Kontakte mehr. Die meisten unserer Lehrlinge und Arbeiter wurden wuchsen teilweise über sich hinaus. Sie nicht unter Quarantäne gestellt; allerdings gingen auch sie ihrer Arbeit mit gemischten fanden den Mut, sich in der Anonymität Gefühlen nach, da sich auch ihr Alltag und deren Regeln über Nacht völlig verändert hatte. inneren Konflikten zu stellen und diese All dies sowie zahlreiche Informationen aus verschiedensten Medien führten zu verschie- nach außen zu tragen und bedankten sich denen Ängsten, wie Zukunftsängsten. für die Möglichkeit, sich alles von der Seele schreiben zu können. In dieser schwierigen Zeit war es uns daher ein besonderes Anliegen, den Jugendlichen Die Teilnahme machte ihnen daher nicht eine Struktur zu schaffen und so eine gewisse Stabilität zu geben. Es wurden digitale Öff- nur Spaß, sondern ließ sie reflektieren und nungszeiten erstellt und im Wochentakt online Wettbewerbe angeboten, die die Jugend- stärkte durch verschiedene Aspekte vor lichen auf andere Gedanken bringen sollten. allem auch den Selbstwert der Teilnehmenden. Die Ergebnisse der unterschiedlichen Wir waren dabei stets bemüht, die unterschiedlichen Interessen und Begabungen zu be- Wettbewerbe können sich sehen lassen. rücksichtigen, um eine große Zielgruppe an Jugendliche erreichen und ihnen so ein vielfältiges Angebot anbieten zu können. Wir werden bis Ende Mai unsere digitale Arbeit fortführen und dabei zeitgleich an So entstand der erste Wettbewerb: ein Film-Wettbewerb, welcher einen kurzen Einblick in einem Konzept arbeiten, um die Bedürf- die Corona-Zeit von Wolfurt zeigen sollte. Der zweite Wettbewerb war ein Kreativ-Wett- nisse der Jugendlichen und die gesetzlichen bewerb, der dritte ein Lyrik-Wettbewerb, der vierte ein kulinarischer Wettbewerb, der Anforderungen der Corona-Maßnahmen fünfte ein Sport-Wettbewerb, der sechste Wettbewerb sollte sie dazu animieren, „Gutes bestmöglich in Einklang zu bringen. zu tun“ und innerhalb des siebten Wettbewerbs, dem „Inneren Selbstporträt“, sollten 14 sie sich mit sich selbst auseinandersetzen. Der aktuelle und somit achte Wettbewerb Unsere Hoffnung ist natürlich, baldigst das sollte die Jugendlichen motivieren, ihren eigenen alkoholfreien „Wolfurt-Sommer-Cock- WAWA in seinem alten Glanz wiedereröff- tail“ zu kreieren. nen zu können. Gemeindepanorama Judith Bildstein Die Ergebnisse der unterschiedlichen Wettbewerbe können sich sehen lassen. Gemeindepanorama 15 News aus der Musikschule am Hofsteig Aufgrund der aktuellen Situation mussten wir sämtliche Konzerte und Veranstaltungen bis zum Ende des laufenden Schuljahres absagen. Das betrifft leider auch unseren „Tag der offenen Tür“, der für Samstag, den 06.06.2020 geplant war. Um Ihnen trotzdem alle Informationen über unser Angebot zu ermöglichen, haben wir den „Tag der offenen Tür“ auf Samstag, den 12.09.2020, 10:00 – 13:00 Uhr in der Musikschule in Wolfurt verlegt. Dort können Sie sich über die verschiedenen Instrumente informieren, aber auch unsere Lehrerinnen und Lehrer kennenlernen. Nutzen Sie diese Gelegenheit und machen Sie sich ein Bild über unsere Institution. Der offizielle Anmeldetermin (15. Juni) für das Schuljahr 2020/21 wird außer Kraft gesetzt. So können Sie sich am 12.09. in aller Ruhe informieren und sich dann entscheiden. Wir freuen uns auf Sie! Ihr Musikschulteam 16 Gemeindepanorama Prima la Musica Landeswettbewerb 2020 in Feldkirch Auch in diesem Jahr war die Musikschule am Hofsteig, trotz der widrigen Umstände, sehr aktiv beim Landeswettbewerb „Prima la Musica“ vertreten. Wir sind sehr stolz auf die erbrachten Leistungen und möchten Ihnen einen Überblick über die erspielten Preise übermitteln. 1. Preis Weiterl. zum Bundeswettbewerb Valentin Yashin Joelin Buen (Klavier, A. Rausch), Chiara Polster (Klavier, A. Rausch) wurde in der Wertungsgruppe IVPlus mit dem Prädikat Gold ausgezeichnet (93,33 von 1. Preis mit Auszeichnung 100 Pkt.). Luisa Polster (Klavier, A. Rausch), Pia Jussel (Trompete, M. Nowotny) Irina Yashin 1. Preis wurde in der Wertungsgruppe IIIPlus mit Adrian Rummel (Gitarre, M. Vallazza), Gabriel Rummel (Gitarre, M. Vallazza), dem Prädikat Gold ausgezeichnet (92,66 Gabriel Jurisic (Gitarre, M. Vallazza), Dominik Jurisic (Gitarre, M. Vallazza), von 100 Pkt.). Gabriel Hagen (Klavier, A. Rausch), Madeleine Stenzel (Klavier, A. Rausch), Amaris K.S. Nedinger (Violine, M. Abbrederis), Chiara Lecher (Querflöte, G. Fanti), Beide haben sich mit dieser großartigen Laura Wismer (Querflöte, G. Fanti), Sabrina Brüstle (Querflöte, A. Nowotny-Baldauf), Leistung für den Bundeswettbewerb quali- Veronika Kaizler (Querflöte, A. Nowotny-Baldauf), Irenäus Schmolly (Akkordeon, W. Oss) fiziert. 2. Preis Zu diesem großen Erfolg möchte ich allen Emma Sinz (Klavier, A. Rausch), Sophie Tomberger (Gitarre, Ch. Bilgeri) Schülerinnen und Schülern, aber auch den verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrern, 3. Preis herzlich gratulieren, mit der Hoffnung, dass Marlene Steger (Gitarre, Ch. Surala), Hannah Moosmann (Klarinette, M. Schelling), diese Resultate eine Motivation für weitere Jana Pfattner (Klarinette, M. Schelling), Benjamin Schelling (Klarinette, M. Schelling) Glanzleistungen sein mögen. Dir. André Meusburger Gemeindepanorama 17 Aus der Serie: Was tut die Gemeinde für dich? Kinder Campus Bütze Wie viele gemeindeeigene Kinderbetreuungseinrichtungen gibt es in Wolfurt? Es gibt sechs Kindergärten der Gemeinde, zwei davon mit Kleinkindbetreuung. Wie erfolgt die Einteilung in den Kindergarten? Die Anmeldung erfolgt über die Gemeinde, grundsätzlich wird in Sprengel eingeteilt. Je nach freien Plätzen ist ein Wechsel in einen Kindergarten bei Wunsch möglich. In der KiVi und in der Bütze gibt es zusätzlich eine Ganztagesbetreuung für berufstätige Eltern. Die Einteilung der Gruppen erfolgt im Kindergarten. Was klärt man mit der Gemeinde und was mit der Kindergartenleitung? Anmeldungen und allgemeine Auskünfte zu Familienangeboten sowie Förderungen erfolgen über die Koordinatorin Magdalena Feistenauer im Rathaus. Kindergartenspezifische Themen wie pädagogische Fragen oder Moduländerungen erfolgen über die Kindergartenleitung. Wie viele Mitarbeiter/innen hat der Kindercampus Bütze? Im Bütze-Nest sind es 6 Mitarbeiter/innen und im Kindergarten 13. Die Leiterin ist Doris Meusburger. Wie viele Kinder sind insgesamt im Kindercampus? Im Bütze-Nest sind es 25 Kinder in 2 Gruppen, im Kindergarten 61 Kinder in 3 Gruppen. 18 Gemeindepanorama Was sind die Aufgaben in der Kinderbetreuungseinrichtung? Was gefällt den Kindern besonders? Wir sind eine Bildungseinrichtung, keine Betreuungseinrichtung. Uns ist es wichtig, die Da muss man am besten die Kinder fragen. Entwicklungsstände der Kinder zu kennen, zu dokumentieren und für sie die Umgebung Die Rückmeldung in den Corona-Zeiten und das Programm so abzustimmen, dass die Kinder die nächsten Entwicklungsschritte zeigt, dass die Kinder ihre Freunde und das machen. Spielangebot am meisten vermissen. Wie werden Eltern und Erziehungslien bereitstellen, die Inklusion von Kindern mit besonderen Bedürfnissen sicherstellen berechtigte in das Kindergartenund die Elternarbeit gehören auch dazu. geschehen eingebunden? Anregungsreiche Innen- und Außenräume gemeinsam gestalten, kindgerechte Materia- Sie werden unter anderem im Alltag eingeEs werden zusätzlich zahlreiche Planungen gemacht, Dokumentationen geschrieben, Be- bunden, wenn sie im Kindergarten bleiben, obachtungsbögen ausgefüllt und Elterninfos weitergegeben, Berichte für die Gemeinde im Elterncafé, bei Feiern und Festen, bei geschrieben und vieles mehr. Elternabenden und Elterngesprächen und beim gemeinsamen Werken und Basteln. Hat der Kindergarten einen speziellen Fokus? Alltag ihre Spielpartner/innen und ihr Spielmaterial selber (Freispiel). Nur in den geführ- Was ist das nächstjährige Jahresthema? ten Einheiten bestimmen wir die Zeit und das Angebot für die Kinder. Selbstentscheidung „Wir wohnen gesund und glücklich in und Selbstorganisation sind uns wichtig. Da wir ein Ganztageskinderhaus sind, ist uns Wolfurt“ im Kindergarten und im Bütze- auch das Alltagsleben sehr wichtig. Rituale und immer wiederkehrende Abläufe geben den Nest „Die Jahreszeiten“. Wir arbeiten in einem teil-offenen System, d.h. die Kinder wählen über weite Strecken im Kindern Halt und Sicherheit. Wie sieht der Alltag im Kindergarten aus? Was hat der Kindergarten in Corona-Zeiten für euch gemacht? Die Kinder kommen zwischen 07:00 und 09:00 Uhr in den Kindergarten. Wenn sie zu uns - Organisation des Notbetriebes in den Dorfplatz kommen hängen sie ihren Sonnenstrahl auf – alle wissen „Ich bin da“. - Wöchentliche Mails mit Arbeitsblättern Dann folgt die 1. Freispielphase. Sie haben die Möglichkeit sich in den Gruppenräumen, - Konzeption für das nächste Jahr adaptiert im Dorfplatz, im Turnsaal und auch im Garten zu besSyntax Warning: Invalid Font Weight chäftigen. Zwischen 08:30 und 10:00 - Bastelmaterial gerichtet und geliefert Uhr können die Kinder jausnen. Um 10:00 Uhr treffen sich die Kinder in altersgleichen - Geburtstagsgeschenke an die Geburts- Kleingruppen. tagskinder verteilt - Telefonate mit den Eltern Dort gibt es von den Pädagoginnen geplante Angebote, wie zum Beispiel Bilderbücher, - Schuleingangsgespräche geführt sprachliche Angebote oder Turnstunden. Danach geht es in die 2. Freispielphase. Ab 11:30 - Mit der Schule die Vorgehensweisen Uhr werden die ersten Kinder abgeholt, um ca. 12:00 Uhr essen die Kinder, die über Mittag abgestimmt da sind. Dann gibt es eine kurze Ruhezeit. Nach der Ruhephase geht es in den Nachmittag - Im Altersheim ausgeholfen mit viel Freispiel, Ausflügen und Garten. - Evaluierung der Kinderbetreuung 2019/20 Gemeindepanorama 19 rt wolftuke in läss rück Kind zu Wolfurt lässt kein Kind zurück Der Pikler®SpielRaum Nicht animieren, sondern Raum geben, Zeit Der Raum im alten Schwanen ist liebevoll vorbereitet für die Kleinen, die mit ihren Eltern lassen und spüren, wann und in welcher den Pikler®Spielraum in Wolfurt besuchen. Weise ein Kind Begleitung oder Unterstützung braucht, sind die Aufgaben von uns Kleine Schüsseln laden zum Füllen und Kochen ein. Mit Kännchen und Löffel kann ge- SpielRaum-Leiterinnen. schöpft und geschüttet werden. Autos warten darauf gezogen, geschoben oder mit Holz Die Eltern sind eingeladen, ihr Kind in sei- beladen zu werden und in Körben, Eimern und Taschen wird allerlei Spannendes durch nem Spiel zu beobachten. Sie können mit das Zimmer getragen. Freude und Gelassenheit am Forschen ihres Die vorbereitete Umgebung ist eine Einladung an die Kinder zum freien Spiel, das von uns Kindes teilhaben und so ihr Vertrauen in respektvoll begleitet wird. Die Initiative geht dabei immer vom Kind aus. Ohne angeleitet die Kompetenz, Entwicklungsfähigkeit und oder gedrängt zu werden, bekommt das Kind die Zeit, die es braucht, um sich mit den Selbständigkeit ihres Kindes stärken. Personen und der Umgebung vertraut zu machen. Das zurückhaltende Beobachten vom In Situationen, in denen das Kind Trost und sicheren Schoß der Mama aus hat hier genauso seinen Platz, wie das neugierige Erfor- Zuwendung benötigt, sind sie der sichere schen des angebotenen Spiel- und Bewegungsmaterials. Hafen, von wo aus sich das Kind dann ge- Auch in der Begleitung der ersten Bewegungserfahrungen auf dem Boden oder den ange- stärkt wieder aufmachen kann zu neuen botenen Bewegungsgeräten wie Rampe, Podest oder Dreieckständer gehört der Respekt Abenteuern. vor der freien Entwicklung des Kindes zur pädagogischen Haltung im SpielRaum. Das Miteinander vertraut werden ist für die Das freie Erforschen in Bewegung und Spiel ermöglicht es dem Kind, sich mit sich und Eltern ein wichtiger Prozess, bei dem wir seiner Umgebung intensiv auseinander zu setzen. Herausforderungen zu meistern, eigene sie gerne begleiten. Lösungen zu finden oder nach einem Scheitern etwas immer und immer wieder zu versu- In den Gesprächskreisen, die in Abständen chen, sind wesentliche Erfahrungen für die gesunde kindliche Entwicklung. angeboten werden, haben sie die Gelegenheit sich über Themen wie Spiel, Bewegung, beziehungsvolle Pflege und achtsame Kommunikation auszutauschen und Fragen aus dem Familienalltag zu besprechen. Die kontinuierliche Arbeit an der Haltung dem Kind gegenüber kann somit zu einem wertvollen Beitrag für ein zufriedenes Miteinander werden. Wir bieten in Wolfurt altershomogene Gruppen für Babys und Kleinkinder im Alter zwischen 5 und 27 Monaten an. Christine Nachbaur-Feuerstein (Ergotherapeutin und Pikler Pädagogin) Andrea Minikus-Klaus (Frühförderin und Pikler Pädagogin i.A.) Theresa Vogel (Ergotherapeutin und Pikler Pädagogin i.A.) 20 Soziales
  1. gemeindezeitung
  2. wolfurt
Wolfurt_Informa...pril_ Wolfurt 14.04.2020 14.04.2020, 08:55 Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight INFO Über die Freude am Werden und am Staunen... ...lesen Sie im Bericht des Kleintierzuchtvereins im Rahmen unseres diesjährigen Vereine-Fokus auf Seite 43 Informationszeitschrift der Marktgemeinde 45. Jahrgang | April 2020 2 2 3 4 5 5 6 6 7 7 7 7 7 8 9 10 12 14 15 16 18 20 20 21 21 22 22 23 23 24 26 27 27 28 28 29 30 31 31 32 34 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 47 48 48 48 48 48 49 49 49 50 51 51 2 Aus dem Rathaus Bürgermeister- und Wohnungssprechstunden Kostenlose Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren Blick ins Gemeindegeschehen Wolfurt hebt zämm! Informationen zur aktuellen Situation Ein großes Dankeschön Verabschiedung „Staffelübergabe“ Stefan Koch Informationen zum nächsten Geburtstagshock Kostenlose Beratung in Grundstücks- und Immobilienangelegenheiten Neue Mitarbeiterin im Gemeindeamt Kundmachung Vollversammlung der Genossenschaftsjagd Wolfurt Erfassen Sie Ihre Verlustmeldung einfach online Kalender Juli/August 2020 – Redaktionsschluss verschoben Aktuelles vom Gemeindevorstand „Wolfurt im Fokus“ Fotowettbewerb 2020 Gemeindepanorama Hinter den Kulissen des Campus Bütze Was tut die Gemeinde für Dich? Buch & Spiel Verleih Wolfurt Der Wolfurter Faschingsumzug 2020 Neues vom Cubus Umwelt Umweltwoche 2020 Wiesenbrüter brauchen Schutz und Hüter Radius 2020 verschoben Aktuelles vom ASZ-Hofsteig Wirtschaft Haberkorn ist ein ausgezeichneter Lehrbetrieb Meusburger ist „Ausgezeichneter Lehrbetrieb 2022“ Fidel Gmeiner, Papierhülsen: familienfreundlicher Betrieb Bei Böhler Fenster hat Handwerk goldenen Boden Eröffnung der Praxis Dr. Schallenberg Soziales Bürgermeister- und Wohnungssprechstunden Die Sprechstunden finden mit Vorbehalt jeweils im Rathaus Wolfurt von 18:00 - 19:30 Uhr statt. Sprechstunden von Bürgermeister Christian Natter Mittwoch, 22. April 2020 Mittwoch, 06. Mai 2020 Mittwoch, 20. Mai 2020 Mittwoch, 03. Juni 2020 Mittwoch, 17. Juni 2020 Wohnungssprechstunden von Gemeinderat Michael Pompl Mittwoch, 29. April 2020 Mittwoch, 13. Mai 2020 Mittwoch, 27. Mai 2020 Mittwoch, 10. Juni 2020 Pfarrkrankenpflege Wolfurt lässt kein Kind zurück Erfolgreicher Babysitter/innenkurs Tag der offenen Tür im Campus Bütze am Weltspieltag! Eröffnungsfeier Lerncafé Wolfurt Workshop im ÖBB Quartier Fest der Begegnung abgesagt Zusammen leben in Wolfurt Aktion Demenz - Projekte 2019 Radeln ohne Alter Neubürgerfeier im Februar Neues aus den Sozialdiensten Miteinander singen Wolfurter Köpfe - Werner Mohr Kostenlose Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren Bildung Mittwoch, 06. Mai 2020, Dr. Claus Brändle Bildungsstammtisch 2020 „Raus in die Natur“ - Bastelseite „Raus in die Natur“ - Naturerlebnisse im Kindergarten Fatt Mittelschule Wolfurt - Musik verbindet Vereine Neues von der Bürgermusik Wolfurt Feuerwehr Wolfurt Bienenzuchtverein Wolfurt-Kennelbach-Buch Die Seniorenbörse 1.000 Mitglieder stark Rassekleintierzuchtverein Wolfurt „Ure Ure Hafoloab“ - Das war die Fasnat 2020 Fototeam Digital Wolfurt feiert... SV Wolfurt - Rückblick RHC Wolfurt Wolfurt Walkers Menschen im Mittelpunkt Jubilare Geburten Verstorbene Eheschließungen Mag. Dr. phil. Richard Hinteregger verstorben Diamantene Hochzeiten Goldene Hochzeiten Liebe Hochzeitsjubelpaare! Soziale Dienste Soziale Dienste Ärzte-Nachtdienste und -Urlaube Apotheken-Dienste Aus dem Rathaus Die kostenlosen Beratungs-Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren werden von der Wolfurter Bevölkerung gerne in Anspruch genommen; daher wird dieses Beratungsangebot fortgesetzt. Sprechstunden Rechtsanwälte 18:00 - 20:00 Uhr Mittwoch, 03. Juni 2020, Dr. Nikolaus Schertler Sprechstunden Notar 18:00 - 19:00 Uhr Mittwoch, 20. Mai 2020, Dr. Kurt Zimmermann Die Sprechstunden finden jeweils im Rathaus Wolfurt statt. Notariatsverteilung bei Todesfällen Zur Abwicklung der Verlassenschaften nach Todesfällen von Familienangehörigen wurden vom Bezirksgericht Bregenz die Notare für folgende Termine nominiert: Unter Vorbehalt der neuen Verteilungsordnung Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight des Jahres 2020! Bregenz Dr. Gerhard Mayer Jänner/Juli Dr. Ivo Fussenegger Februar/August Mag. Valentin Huber-Sannwald März/September Dr. Michael Gächter April/Oktober Dr. Kurt Zimmermann Mai /November Mag. Christoph Winsauer Juni/Dezember Blick ins Gemeindegeschehen Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Virus Covid-19 hatte uns in den vergangenen Wochen fest im Griff. Wir alle befanden uns – und befinden uns wahrscheinlich heute noch – im Ausnahmezustand. Auch für die meisten unserer Firmen waren die vergangenen Wochen sehr fordernd. Für einige wird auch der Rest dieses Jahres durchwegs nicht einfach sein. Aber es hat sich eindeutig gezeigt, dass unsere Unternehmen auf guten Beinen stehen und bestens organisiert sind. Einige mussten auf Kurzarbeit umstellen, wenige mussten auch Mitarbeiter/innen entlassen, meistens mit einer Wiedereinstellungsgarantie. Alle bemühen sich, ihre Belegschaften zu halten und geben damit einerseits vielen Wohl jede und jeder von uns, ob im priva- Familien in dieser schwierigen Zeit ein Gefühl der Sicherheit, aber auch anderseits ten oder geschäftlichen Bereich, musste wollen sie gerüstet sein, um wieder voll durchstarten zu können. mit bis dato unbekannten Herausforderungen umgehen und Lösungen suchen. Diese „Corona-Zeit“ brachte uns aber auch etwas Erfreuliches. Sie hat uns gelehrt, wieder mehr aufeinander und auch auf unsere eigene Gesundheit zu achten, unsere Eine positive Erfahrung war trotz allen schöne Natur zu schätzen und bewusst auf die regionalen Angebote unserer vielen Belastungen zu sehen, wie schnell sich die lokalen Produzenten zu achten und entsprechend einzukaufen. Ich hoffe sehr, dass Menschen auf die neue Situation einge- diese wiederentdeckten Werte erhalten bleiben! stellt hatten und die Auflagen und Empfehlungen der Bundes- und Landesregie- Der Frühling hat uns in den letzten Wochen regelrecht überfallen und mit seiner rung ernst genommen und befolgt haben. ganzen Pracht erfreut. Wir alle sehnen uns danach, wieder unsere Verwandten und Freunde bei einem gemütlichen Grillfest treffen zu können, oder auf einen geselligen Nur durch diese gemeinsame Disziplin ist Besuch bei einem unserer Wolfurter Gasthäuser. Damit dies bald wieder möglich ist, es uns gelungen, etwas schneller wieder gilt es auch weiterhin, die Anordnung zu befolgen und achtsam zu bleiben. ins normale Leben zurückzukommen, als das in anderen Ländern der Fall zu sein scheint. Ich wünsche Ihnen allen alles Gute und bleiben Sie gesund! Blick ins Gemeindegeschehen 3 Wolfurt hebt zämm! Erfreulicherweise gibt es in unserer Gemeinde viele Menschen, die sich in der Nachbarschaft zusammenschließen, einander unterstützen und helfen! Seit Mitte März ist die Marktgemeinde Wolfurt aufgrund der Bereit- Es wurden Einkäufe erledigt, Gespräche über den Gartenzaun oder schaft vieler Helferinnen und Helfer in der Lage allen Personen, die am Fenster geführt und auch professionelle Hilfe wie Krankenpflege keine Möglichkeit für Unterstützung durch Nachbarn oder Familien- und Essen auf Rädern organisiert. In vielen Straßen und Wohnanlagen mitglieder haben, einen Dienst anzubieten, der die notwendigen findet auch direkte Nachbarschaftshilfe statt. Ich bin sehr stolz, dass Einkäufe bzw. Besorgungen erledigt. unsere Dorfgemeinschaft funktioniert! Nützen Sie diesen Service auch in Zukunft und melden Sie sich bei Mein Appell an alle Personen, die Vorerkrankungen oder ein ge- Manuela Bundschuh im Gemeindeamt unter der Tel. 05574 6840-15 schwächtes Immunsystem haben: Bleiben Sie weiterhin zu Hause, bzw. 0699 16840 015 oder per Mail manuela.bundschuh@wolfurt.at. nehmen Sie Hilfe für Versorgungsdienste in Anspruch oder melden Ganz nach unserem Motto: Wolfurt hebt zämm! Sie sich bei der Gemeinde. Die Hilfsbereitschaft unserer Wolfurterinnen und Wolfurter ist sehr Inzwischen haben sich über 60 Personen für die Nachbarschaftshilfe gemeldet. Auch die Pfadfinder und das Kindergartenpersonal stehen für Hilfseinsätze bereit. Euch allen ein groSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight ßes DANKE! groß. Gerne erledigen sie die Einkäufe, Apothekenbesuche, führen Gespräche mit Ihnen über Zaun, Fenster oder Telefon und gehen mit Ihrem Hund Gassi. hebt zemm! hebt zemm! EINKAUFS– UND BRINGDIENSTE FÜR BESONDERS GEFÄHRDETE WOLFURTERINNEN UND WOLFURTER! EINKAUFS– UND BRINGDIENSTE FÜR BESONDERS GEFÄHRDETE WOLFURTERINNEN UND WOLFURTER! Hilfe für Wolfurterinnen und Wolfurter, die aufgrund der aktuellen Situation Zuhause bleiben müssen TELEFONHOTLINE (AUCH PER SMS ODER WHATSAPP ERREICHBAR): 0699/16840 015 4 Blick ins Gemeindegeschehen TELEFONHOTLINE (AUCH PER SMS ODER WHATSAPP ERREICHBAR): 0699/16840 015 Ein großes Dankeschön Es wird uns allen viel abverlangt und ich möchte uns für die kommenden Tage und Wochen die nötige Gelassenheit, viel Gesundheit und Durchhaltevermögen wünschen! Informationen zur aktuellen Situation In Bezug auf die weitere Vorgangsweise hinsichtlich Vorschriften und Beschränkungen sind Informationen zu Öffnungszeiten der Gemeindeeinrichtungen wie Rathaus, Altstoffsammelzentrum Hofsteig, Grünschnittsammelplatz (Lauteracher Straße), öffentlichen Plätzen und Terminen bzw. Veranstaltungen stets aktualisiert unter www.wolfurt.at. Grundsätzlich gilt: Ich bedanke mich bei allen, die in Bezug auf Anweisungen und Maßnahmen verantwortungsbewusst Folge leisten! die in dieser herausfordernden Zeit freiwillig Hilfe und Unterstützung leisten! Ich bedanke mich bei allen, die in dieser angespannten Zeit Familie, Kinderbetreuung und Beruf unter einem Dach vereinbaren! die für alte und kranke Menschen gesundheitliche Pflege und medizinische Versorgung leisten! Sportanlagen, Vereinslokale, Spielplätze und öffentliche Plätze der Begegnung sind momentan noch geschlossen. Die in dieser Ausgabe der Wolfurt Information kommunizierten Veranstaltungen und andere Termine gelten unter Vorbehalt. Aktuelle und wichtige Informationen zum Corona-Virus, u.a. vom Land Vorarlberg, Sozialministerium und Pressemeldungen der Vorarlberger Landeskorrespondenz sind ebenfalls ersichtlich auf www.wolfurt.at. Ich bedanke mich bei allen, die tagtäglich unsere Grundversorgung sichern und die kritische Infrastruktur aufrechterhalten! die bewusst und heimisch konsumieren und so nachhaltig in unsere Wirtschaft investieren! Die Kinderbetreuungseinrichtungen Campus Bütze und Kindervilla bleiben für diejenigen geöffnet, denen es nicht möglich ist, die Kinder zu Hause zu betreuen. Um sich auch kreativ zu Hause beschäftigen zu können, wurde von den Wolfurter KindergartenTeams eine Vielzahl an Ideen in Form von Bastelanleitungen, Videos, Liedern und Spielmöglichkeiten entwickelt. Diese werden stets aktualisiert und sind auch auf unserer Homepage www.wolfurt.at zu finden. Danke an euch für euer Engagement und eure Kreativität! Geschäfte, die geöffnet sind, einen Lieferservice bzw. OnlineServices anbieten, sind auf www.wolfurt.at aufgelistet. Auch hier gilt unser Motto: „Wolfurt hebt zämm!“ Unterstützen auch Sie die lokalen Betriebe! Blick ins Gemeindegeschehen 5 Verabschiedung „Staffelübergabe“ Stefan Koch Informationen zum nächsten Geburtstagshock Der traditionelle Geburtstagshock für unsere Geburtstagskinder der Monate Jänner, Februar und März 2020, angekündigt auf Dienstag, den 21. April 2020, muss leider verschoben werden. Sobald es die aktuelle Situation erlaubt, wird selbstverständlich in geselliger Geburtstagsrunde nachgefeiert. Der Termin wird frühzeitig kommuniziert und eine schriftliche Einladung erfolgt zeitgerecht per Post. Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger bedankt sich im Namen der Marktgemeinde Wolfurt für die immer faire und tolle Zusammenarbeit mit Integra, im Speziellen mit Stefan Koch. Seit 1. November hat Hartwig Maier die Position des Geschäftsführers der Integra Vorarlberg gem. GmbH übernommen. Er war zuvor sieben Jahre betriebswirtschaftlicher Leiter und Prokurist bei der aks gesundheit GmbH. Ab Anfang Februar hat Amanda Ruf, ehemalige Geschäftsführerin des Vereins Amazone, die Prokura für Bildung, Beratung und BetreuunSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight g übernommen. Stefan Koch wünsche ich alles Gute in seinem neuen Aufgabenfeld. Sein Wunsch nach Veränderung möge ihm Freude, Glück und Erfolg bringen! 6 Blick ins Gemeindegeschehen Kostenlose Beratung in Grundstücksund Immobilienangelegenheiten Richard Richter, der gerichtlich beeidete Ortssachverständige für Immobilien, wird sein Wissen und seine Berufserfahrung den Bürgern und Bürgerinnen kostenlos zu folgenden Beratungs- Neue Mitarbeiterin im Gemeindeamt terminen zur Verfügung stellen: Rathaus Wolfurt, 18:00 - 20:00 Uhr, Mittwoch, 27. Mai Kundmachung Vollversammlung der Genossenschaftsjagd Wolfurt In der Faschingszeit verabschiedete sich Caroline Kauth, Bürgermeistersekretärin, in die Karenz. Nach einem sehr aufwändigen Auswahlverfahren fiel die Entscheidung der Nachbesetzung auf Heidi Graninger. Heidi ist Jahrgang 1972 und wohnhaft in Hittisau. Davor war sie u.a. über 10 Jahre lang an der FH Vorarlberg erst im Bereich Information Services, dann im Studiengang Inter Media und zuletzt im Fachbereich Technik als Assistentin im Marketing und Administratorin tätig. Heidi ist als neue Bürgermeistersekretärin verantwortlich für Aufgrund der aktuellen Situation bezüglich des Corona-Virus muss jegliche Terminplanung und Korrespondenzen des Bürgermeis- auch die Vollversammlung der Genossenschaftsjagd verschoben ters und unterstützt unter anderem bei der Erstellung der Wolfurt werden. Der neue Termin im Herbst wird selbstverständlich zeitge- Information. recht bekanntgegeben. Wir danken für das Verständnis! Bürgermeister Christian Natter www.fundamt.gv.at. Erfassen Sie Ihre Verlustmeldung einfach online Veranstaltungskalender für Juli/August 2020 – Redaktionsschluss verschoben Der Redaktionsschluss für den Juli/August-Kalender wird einmalig auf den 5. Juni vorverlegt. Generell ist der Redaktionsschluss der gedruckten Veranstaltungskalender „Demnächst“ in Wolfurt der 10. des Vormonats. Nur die Juli/August-Kalender erscheinen jedes Jahr zusammen als eine Ausgabe. Der Redaktionsschluss hierfür ist normalerweise der 10. Juni. Dieses Jahr muss der Redaktionsschluss für den Juli/AugustKalender wegen interner Terminkollisionen vorverlegt werden. Der Hier können Bürger/innen selbst orts- und zeitunabhängig nach neue Redaktionsschluss für den Juli/August-Kalender 2020 ist der verlorenen Gegenständen suchen bzw. Verlustmeldungen eingeben. 5. Juni. Ihr Vorteil Wir bitten alle Veranstalter darum, die geplanten Veranstal- Wenn Sie eine Verlustmeldung online speichern, können Sie sicher tungen in den beiden Sommermonaten rechtzeitig bis 5. Juni an sein, dass sich das Fundamt Wolfurt bei Ihnen telefonisch oder per tina.huetterer@wolfurt.at zu schicken bzw. über den Veran- Mail meldet, sobald ein auf Ihre Beschreibung passender Gegen- staltungskalender auf der Homepage www.wolfurt.at einzu- stand im Fundamt abgegeben wird. reichen, wenn die Termine im Kalender abgedruckt werden sollen. Weiterer Kontakt: dunja.preuss@wolfurt.at, Tel.: 05574 6840-26 Vielen Dank für die Mithilfe! Aus dem Rathaus 7 Aktuelles vom Gemeindevorstand Ein kurzer Überblick der Gemeinderäte über aktuelle Geschehnisse, neue Projekte, Änderungen, o.Ä. Gemeinderat für Infrastruktur Paul Stampfl > Vermessung und Implementierung des neuen Ortshöhennetzes Gemeinderätin für Bildung und > Projektausschreibungen im Bereich Tiefbau > Begehung der Gerinne und Gräben Kultur Angelika Moosbrugger Gemeinderätin für Soziales Miteinander sortverantwortliche für Bildung und Kultur: Yvonne Böhler Covid-19 reagiert haben und sich auf das „Wolfurt mit Kindern“ und „Generation plus“ große Abenteuer „Distance Learning“ mit > Organisation des Frühstückservice für pfle- großem Elan eingelassen haben. gende Angehörige > Danke! An unser Kindergarten- und Kin- > Koordination von Veranstaltungen „Aktion > Danke an unsere Wolfurter Vereine, dass derbetreuungspersonal, das Kinder und El- Demenz“ ihr so schnell reagiert habt und offen wart Aus gegebenem Anlass eiSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight nen Dank als Res- Gemeinderätin für Jugend, Sport, > Danke! An unsere Schulen, die kompetent und rasch auf die besondere Situation durch > Organisation Neuauflage der Broschüren Eigenverantwortung Christine Stark tern sicher durch die turbulente Zeit beglei- für die Einschränkungen, die auch euer Ver- teten und Ansprechpartner/innen blieben, einsleben betrifft; seien es die abgesagten die die Familien mit Tipps und Hilfen für zu- Veranstaltungen oder auch das Training. hause versorgen. Danke an euch, dass die Zusammenarbeit so > Danke! Allen im Rathaus, die zu jeder (Un-) gut funktioniert und für euer Verständnis! zeit den pädagogischen Einrichtungen mit Gemeinderat Rat und Tat zur Seite standen, zuverlässig für Mobilität, alle Informationen weitergaben und bei der Umwelt, e5 Umsetzung aktiv mithalfen. > Danke! Allen Kulturvereinen und -veran- Robert Hasler durchzuführen, reagierten - auch wenn es Coronavirus oft sehr wehtat und viele Vorbereitungsstun- Die Landschaftsreinigung sowie die Wolfur- den auf Eis gelegt werden mussten. ter Fahrradbörse werden voraussichtlich erst > Euer Dabeisein ermöglichte uns erst, unser 2021 wieder stattfinden. Auch der Start des > Derzeit findet keine Sprechstunde statt. großes laufendes System kräftig auf ein für Radius Fahrradwettbewerb wurde auf unbe- In dringenden Wohnungsangelegenheiten alle gesundes Maß „herunterzudrosseln“, stimmte Zeit verschoben, siehe S. 22. können Sie mich unter Tel. 0699 16840 907 damit wir später mit Schwung, neuen Ein- > Umweltwoche 2020 in Planung erreichen. sichten und gesund wieder einsteigen kön- Veranstaltungen im Rahmen der Umwelt- > Das Fest der Begegnung musste leider ab- nen. Wir können alle stolz auf uns sein! woche in Wolfurt finden Sie auf S. 18. gesagt werden. Mehr Infos auf S. 28. Gemeinderat für Wohnen, staltern, die umsichtig und unbürokratisch auf die Aufrufe, keine Großveranstaltungen > Abgesagte Veranstaltungen aufgrund des Zusammenleben 8 Aus dem Rathaus Michael Pompl Fotowettbewerb 2020 Dieses Jahr stehen unsere Gemeinde-Medien unter dem Motto „Wolfurt im Fokus“. Sei es ein Selfie in Wolfurt, ein Foto von einer vergangenen Veranstaltung oder unserer Landschaft – durchstöbern Sie Ihr Fotoarchiv oder schießen Sie beim Spaziergang ein neues Foto. Ob Schnappschuss oder perfekt ausgeleuchtetes Foto - Senden Sie uns einfach Ihr Lieblingsfoto von Wolfurt im .jpg-Format an tina. huetterer@wolfurt.at und machen Sie mit bei unserem Wolfurt-Gewinnspiel! Die Fotos können Sie bis zum 13. Mai einsenden, damit sie in der Juni-Ausgabe erscheinen. Ein großes Dankeschön für die ersten tollen Fotos! Eine fachkundige Jury bewertet die eingesendeten Fotos am Jahresende. Die Gewinner/ innen werden in der Februar-Ausgabe 2021 bekanntgegeben. Die ersten 6 Plätze gewinnen eine exklusive Schlossführung mit Begleitung durch Bürgermeister Christian Natter und einem anschließenden Umtrunk im Innenhof. Mit der Einsendung eines Fotos wird der Veröffentlichung des Namens und des Fotos in den Gemeinde-Medien (Wolfurt Information, Facebook, Homepage) zugestimmt. Die ersten Wir wünschen allen Teilnehmer/innen viel Fotos hat uns Erfolg und freuen uns auf viele Wolfurt- Josef Thaler Fotos! zugesandt. Aus dem Rathaus 9 Ein Interview Hinter den Kulissen des Campus Bütze Der Kindercampus Bütze wurde in diesem Schuljahr fertiggestellt und wird voraussichtlich im Juni 2020 offiziell eröffnet. Vizebgm.in Angelika Moosbrugger und Jutta Nenning, Umsetzungsverantwortliche von Seiten der Gemeinde, geben einen kleinen Überblick über das Projekt: Wann wurde erstmals darüber nachgedacht, den Campus Bütze umzusetzen? Die ersten Gespräche über eine Sanierung gab es bereits 2008. Im Jahr 2015 konnte dann das Wiener Architekturbüro Schenker Salvi Weber den EU-weiten Wettbewerb für sich entscheiden. Der Bau und die Sanierung fanden dann von April 2017 bis Herbst 2019 statt. Die Immobilienabteilung blickt auf eine bewegte 5-jährige Projekt- und Bauzeit für den Campus Bütze Syntax Warning: Invalid Font Weight zurück. Zahlreiche Besprechungen mit den Nutzern, Wettbewerbsvorbereitungen, Jury, Planungsbesprechungen, Umplanungen um Kosten einzusparen, Adaptierung der alten Feuerwehr als Ausweichschule, Baubeginn und Bau in zwei Bauabschnitten während der Schulbetrieb weiterlief, Bauabschluss und Einjustierung der Gebäudetechnik. Was ist die Besonderheit des neuen Kindercampus? Das Gebäude wurde für die Menschen gebaut und nicht für ein besonderes pädagogisches Konzept. Vieles soll jetzt und in Zukunft darin stattfinden können, Änderungen sollen möglich sein. Ein großer Vorteil ist, dass sich Kleinkindbetreuung, Kindergarten und Volksschule unter einem Dach befinden. Damit gestaltet sich der Übergang in die Schule fließender und Synergien, wie die gemeinsame Verwendung von Räumlichkeiten und Geräten, werden leicht möglich. Gab es Schwierigkeiten beim Bau und bei der Sanierung des Gebäudes? Während der Bauphase lief der Betrieb der Schule und Kindergärten normal weiter, was teilweise eine Herausforderung darstellte. Auf Architektenseite stellte insbesondere die Aufgabe, über die bestehende Turnhalle zu bauen, eine statische Herausforderung dar. Nach dem Vorentwurf musste aufgrund des Kostendrucks einiges „komprimiert“ werden. Auch die nachhaltige, langlebige und giftfreie Materialwahl und der konstruktive Aufbau mussten auf die energetischen Anforderungen abgestimmt werden. 10 Gemeindepanorama Worauf wurde beim Bau und der Sanierung des Campus besonders Wert gelegt? Das Gebäude sollte nicht nur ästhetisch ansprechend und praktisch sein, sondern auch das nachhaltige Bauen und Sanieren war ein großes Augenmerk. Der Campus sollte nach dem Kommunalen Gebäudeausweis (KGA) errichtet und saniert werden. Konnten der nachhaltige Neubau und die Sanierung umgesetzt werden? Ja! Der Campus Bütze wurde von der Initiative „klimaaktiv“ des Bundesministeriums für beide Bereiche, den Neubau und die Sanierung, mit Gold ausgezeichnet. Für den Neubau erreichten wir 917 von 1.000 Punkten und für die Sanierung sogar 952 Punkte. Mit dem klimaaktiv-Qualitätszeichen werden neben der Energieeffizienz, die Planungs- und Ausführungsqualität, die Qualität der Baustoffe und Konstruktion sowie zentrale Aspekte zu Komfort und Raumluftqualität eines Gebäudes beurteilt und bewertet. Beim Kommunalen Gebäudeausweis Vorarlberg (KGA) haben wir gesamt 970 von 1.000 Punkten erreicht. Für den KGA werden die Prozess- und Planungsqualitäten, Energie und Versorgung, Gesundheit und Komfort sowie Baustoffe und Konstruktion von Kommunalgebäuden bewertet. Über diese Auszeichnungen für unseren Campus freuen wir uns sehr! Wie würdet ihr nun den neuen Campus beschreiben? Das Ergebnis ist ein wundervoller Ort der Begegnung. Die Schulklassen und die offen gestalteten Lernzonen, die nun nach der Sanierung alle auf einem Stockwerk liegen und viel Raum für entspanntes Lernen bieten. Der offene Kindergarten mit der Kleinkindbetreuung, der Architektur: Schenker Salvi Weber, Wien über einen großzügigen, zentralen Treffpunkt „Dorfplatz“ verfügt und dennoch für ausreichend Rückzugsmöglichkeiten sorgt. Der gemeinsame Eingangsbereich für alle Kinder und Eltern, der mit einem Elterncafé ausgestattet wurde, um die Kontakte zwischen den Eltern zu fördern. Und nicht zuletzt der Vorplatz mit seiner schiefen Ebene mit der anschließenden Begegnungszone, der täglich zahlreichen Kindern eine Fläche bietet, auf der sie gefahrlos Scooter, Skateboard und Rad fahren können. Momentan, in einer Zeit in der wir gezwungen sind, uns in unsere Häuser und Wohnungen zurückzuziehen, wird uns verstärkt bewusst, wie wichtig großzügige Orte der Begegnung sind. Bauzeit: April 2017 – Herbst 2019 Bruttogeschossfläche: ca. 7200 m² Mit dem Campus Bütze ist es uns und den Architekten Schenker Salvi Weber gelungen, einen solchen Wohlfühlort für Drinnen und Draußen zu schaffen. Wir sagen auch auf diesem Weg ein großes Danke allen Beteiligten von der Planung über die fachliche Begleitung bis zur Umsetzung und freuen uns schon auf den Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Tag der offenen Tür! Kosten: rund 13 Millionen Euro netto Gemeindepanorama 11 Was tut die Gemeinde für Dich? Buch & Spiel Verleih Wolfurt Wie viele Mitarbeiter/innen hat die Bücherei? An zwei Vormittagen während der Sommer- Im Buch & Spiel arbeiten aktuell sieben Frauen, die für die unterschiedlichen Bereiche zu- ferien bieten wir ein Programm für die Feri- ständig sind: Bücher, Spiele, Zeitschriften und Hörbücher. Evi Winder ist inzwischen 23 Jahre enbetreuung an. Jeden ersten Freitag im dabei und Sybille Hopfner hat heuer ihr 20. Jahr in der Bücherei. Monat wird für die 3- bis 5-Jährigen vorgelesen. Unsere Spiele können jeden ersten Was sind die Hauptaufgaben im Buch & Spiel? Montag und jeden zweiten Mittwoch im Wir stellen ein breites Lese-, Spiel- und Hörangebot kostengünstig und niederschwellig für Monat ausprobiert werden. alle Altersgruppen zur Verfügung. Im Laufe jeden Jahres werden etwa 10 % des Bestandes neu Ganz nebenbei planen wir Veranstaltungen erworben. Für die Ausleihe werden die Neuzugänge katalogisiert und eingebunden. für die landesweite Umweltwoche. Spiele werden eigens aufbereitet, mit einer Inhaltsliste zur leichteren Kontrolle, und manche In diesem Jahr dürfen sich alle auf insgesamt Spieleteile werden verstärkt. zwei Veranstaltungen in Kooperation mit Zusätzlich zu den Neuerwerbungen (Neuankauf = 2000) werden wöchentlich Bücher und dem Obst- und Gartenbauverein Wolfurt und Filme von der Landesbüchereistelle ausgeliehen, die in unseren eigenen Bestand eingepflegt dem Biohof Kohler in Buch freuen. und natürlich auch nach einem halben Jahr Ausleihzeit wieder herausgesucht und retourniert Fast schon eine Tradition sind unsere be- werden müssen. Im Jahreslauf sind das etwa 1.700 Medien. Auf diese Weise ist ein wech- wirteten Nachmittage im Jahreslauf, bei selndes Angebot gewährleistet. Dazu kommen 53 Zeitungsabos, die das Angebot monatlich denen wir aus auch immer wieder etwas regelmäßig ergänzen. Neues ausdenken: Neben der Bestandpflege ist uns ein freundlicher Umgang mit unseren Besucher/innen und > Welttag des Buches > Weltspieltag > Österreich liest Woche > Sommerferienbeginn > Weihnachtseinstimmung gute Beratung wichtig. In den letzten Jahren wurde das Buch & Spiel auch zu einem Treffpunkt. Nicht bekannt, aber trotzdem so wichtig: Welche Arbeiten werden „nebenzu“ noch erledigt? 12 Dazwischen, dann wirklich schon ganz ne- Immer mal wieder passiert ein Missgeschick: ein Riss im Buch, ein Spieleteil reißt ein, etc. benbei, gibt es Architekturführungen, An- Spiele werden nach jeder Ausleihe kontrolliert und bei Bedarf repariert. Wir sind dankbar für fragen von weiteren Ortsgruppen (Senioren, einen Hinweis bei der Rückgabe, dass etwas zu tun ist. Ja – und natürlich wird der Bestand Lerncafé, Pfadis, …), ob wir etwas mit ihnen mindestens einmal im Jahr durchgeputzt. gemeinsam tun könnten. Jedes Jahr werden die Kindergärten und Volks- und Mittelschüler/innen zu einem neu aufbe- Alles das muss organisiert und natürlich reiteten Thema eingeladen. Das sind 25 Veranstaltungen mit rund 800 Kindern und Jugend- auch beworben werden. Langweilig wird es lichen, die uns außerhalb der Öffnungszeiten besuchen. uns bei dieser Vielfalt jedenfalls nicht. Gemeindepanorama Wie viele Bücher gibt es in der Bücherei? Wie läuft eine Mitgliedschaft im Buch & Spiel ab? Insgesamt haben wir 20.800 Medien, wobei der Hauptteil auf den Man füllt ein Anmeldeformular mit den Kontaktdaten aus, bestätigt Kinder- und Jugendbüchern liegt, gefolgt von Belletristik, Sach- mit der Unterschrift die wahrheitsgemäßen Angaben. Das Anmelde- büchern und Hörbüchern. Inzwischen haben wir etwa 300 fremd- formular beinhaltet auch die Nutzungsbedingungen und steht übrigens sprachige Bücher vorrätig. Und auch unsere Spieleauswahl mit auf unserer Website (www.buechereiwolfurt.at/benutzerinformationen) 1.200 Exemplaren kann sich sehen lassen. vorab zum Download zur Verfügung. Danach wird eine Leserkarte ausgestellt. Syntax Warning: Invalid Font Weight Mit dieser Karte kann man dann sofort ausleihen. Kann man auch E-Books über das Buch & Spiel ausleihen? Gibt es Möglichkeiten zur Recherche (PCs, etc.)? In unserem Online-Katalog sind neben unserem eigenen Bestand Wie schon erwähnt haben wir einen Onlinekatalog, der über unsere die E-Books der mediathek-vorarlberg.at gelistet. Mit unserem Website verlinkt ist. In diesem kann man von Zuhause aus unseren Leseausweis kann jede und jeder diese nutzen. Bestand durchforsten, selbständig Medien verlängern und auch Reservierungen vornehmen. Vor Ort haben wir einen eigenen Recher- Wie läuft das Ausleihen eines Buches ab (Kosten, Dauer, etc.)? che-Computer für unsere Nutzer/innen, den viele auch benutzen, um sich den Standort des Buches anzeigen zu lassen. In der Regel sind unsere Medien für drei Wochen ausleihbar. Bei fährt man mit der Jahreskarte, die für die gesamte Familie € 27,00, Kann man Buch- oder Medienwünsche für das Sortiment anbringen? Erwachsene € 18,00, Kinder und Jugendliche € 9,00 kostet. Gleich rechts neben dem Eingang auf dem Tresen liegt unser Darüber hinaus haben DVDs (Filme) eine Gebühr von € 2,50 und Wunschbuch. Und wer da reinschaut, sieht bei fast allen Einträgen den Großspiele kosten € 3,00 pro Woche. Vermerk „kommt“. Wir reagieren da sehr rasch und informieren einer Einzelausleihe verrechnen wir pro Medium € 1,00. Günstiger die Nutzer/in, sobald das gewünschte Medium zur Verfügung steht. Do | 23 | 04 Di | 26 | 05 Fr | 05 | 06 Di | 02 | 06 Welttag des Buches Weltspieltag Umweltwoche Umweltwoche Buchstabensuche und Flohmarkt Ratespiel Essbare Pflanzen mit dem Biohof Kohler aus Buch Pflanztöpfe selbst gemacht mit dem OGV Wolfurt Gemeindepanorama 13 Der Wolfurter Faschingsumzug 2020 Ein großes Dankeschön an die Läbbe und alle Helfer/innen für die tolle Organisation des diesjährigen Faschingsumzugs! Dieses Jahr waren zahlreiche, kreative Gruppen dabei und die Stimmung der Besucher/ innen war sehr ausgelassen. Ein weiteres Dankeschön auch an unsere Kindergruppen der Wolfurter Kindergärten und Schulen, die sich wieder spannende Themen ausgedacht und tolle Kostüme gebastelt haben! 14 Gemeindepanorama Neues vom Cubus Seit Herbst 2018 managt das Team von PEERfect events den Cubus, unterstützt die Veranstalter, koordiniert das gesamte Cubus-Team und all jene Partner, welche ihren Teil zu einer gelungenen Veranstaltung beitragen. Regionalität bei den Partnern und Künstlern steht bei der Organisation und Planung immer im Fokus. Nun stellt ihr euch sicher die Frage, welche Art von Veranstaltungen finden im Cubus statt? Neben den klassischen Events wie Bälle, Weihnachtsfeiern, Vorträge oder Messen plant und begleitet das Team von Karin Peer auch exklusive Veranstaltungen und bringt so bekannte Firmen nach Wolfurt. Anfang dieses Jahres stand sogar der neue E-Porsche auf der Cubus Bühne. Wie sie das geschafft haben? Karin und ihr Team beantworten euch diese Frage bestimmt gerne persönlich. Auch öffentliche Veranstaltungen finden immer mehr Anklang. Durch die Zusammenarbeit mit Showfactory stehen im Herbst 2020 der bekannte Kabarettist „Willy Astor“ - und im Dezember „The Original USA Gospel Singers & Band“ auf der Cubus Bühne. Tickets sind über oeticket.com erhältlich. Aktuell plant das Team von PEERfect events im Frühjahr 2020 eine atemberaubende Burlesque Show. Auch Pointen & Püree – das ist gutes Essen kombiniert mit guter Unterhaltung – steht für 2020 auf dem Programm. Details folgen. Management PEERfect events, Karin Peer & Stefanie Lässer Kulinarik Meyer‘s Genussfabrik, Roland Meyer Technik Bühne l Licht l Ton, Christian Hartmann M&M Veranstaltungstechnik, Martin Matt & Marco Feldmann Veranstaltungen 24.11.2020 Willy Astor 05.12.2020 The Original USA Gospel Singers & Band Tickets oeticket.com Für all diese Veranstaltungen braucht es auch ein starkes Team – dieses stellen wir euch gerne vor: Kulinarisch werden die Gäste von Meyer’s Genussfabrik verwöhnt. Roland Meyer und sein Team kreierenSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight kulinarische Köstlichkeiten für jeden Anlass. Abgerundet wird jedes Event mit der passenden Licht- und Tontechnik. In der Technik sind Christian Hartmann von Bühne l Licht l Ton, sowie Martin Matt und Marco Feldmann von M&M Veranstaltungstechnik die perfekten Partner. Die Fäden im Hintergrund zieht Karin Peer von PEERfect events. Gemeindepanorama 15 Umweltwoche 2020 Die Vorarlberger Umweltwoche 2020 findet dieses Jahr von Montag, den 1. Juni bis zum Donnerstag, den 11. Juni statt. Die Schwerpunkte der diesjährigen Umweltwoche sind: Klima, Tiere und bunte Vielfalt. Auch in Wolfurt finden im Rahmen der Umweltwoche einige Veranstaltungen statt. Sie betreiben eine Ölheizung und haben gehört, dass die Bundesregierung plant, den Austausch von alten Ölkesseln durch neue Ölkessel in wenigen Jahren zu verbieten? Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Anlass, darüber nachzudenken, welches alternative Heizsystem Sie in Zukunft einsetzen möchten. Wir unterstützen Sie gerne bei den Vorbereitungen dieser Entscheidung. Kommen Sie zum kostenlosen „Öl raus – was rein?!“ Infoabend am 02. Juni 2020 um 19:30 Uhr in der Mittelschule Wolfurt. Ein Energieprofi des Energieinstitut Vorarlberg informiert Sie über alle gängigen Heizungssysteme und bietet eine produktneutrale Entscheidungshilfe bei der Heizungswahl. Zudem erfahren Sie, welche aktuellen Förderungen auf Sie warten, wenn Sie von Öl auf ein alternatives Heizsystem wechseln. Ölheizung raus – was rein?! Wann: 02. Juni 2020, 19:30 Uhr Wo: Mittelschule Wolfurt, Schulstraße 2 Welche Heizung passt zu meinem Haus? Energieverbrauch, räumliche Gegebenheiten und technische Voraussetzungen begünstigen manche Heizsysteme und machen andere ineffizient und teuer. Wir zeigen, welche Heizung zu welchem Haus passt. Und welche Heizung passt zu mir? Investitions- und Brennstoffkosten, Förderungen, Bedienkomfort, Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit, Umweltauswirkungen? Wir zeigen Ihnen, welches Heizsystem Ihren persönlichen Ansprüchen gerecht wird. Über den Referenten Michael Braun, Leiter des Fachbereichs Erneuerbare Energie und Haustechnik am Energieinstitut Vorarlberg, gibt einen Überblick über die wesentlichen Eigenschaften der gängigen Heizsysteme und die wichtigsten technischen Grundlagen. Er informiert Sie über die aktuellen Förderungen und zeigt, wie Sie Ihre Heizungswahl verfeinern können. Das e5-Team Wolfurt in Kooperation mit den e5-Hofsteiggemeinden Hard, Kennelbach, Lauterach und Schwarzach, sowie dem Energieinstitut Vorarlberg laden alle Interessierten zu diesem informativen Abend herzlich ein. 16 Umwelt Wiesenvögel bebrüten ihre Gelege am Boden im Schutz der Vegetation in offenen, gehölzarmen Riedgebieten. Nur extensiv bewirtschaftete Flächen mit späten Mahdterminen im Herbst und einem reichhaltigen Nahrungsangebot bieten diesen Spezialisten geeignete Bedingungen. Durch den Landschaftswandel, insbesondere die Nut- Das Wolfurter Ried beliebter Erholungs- und wertvoller Naturraum Fahrradexkursion ins Wolfurter Ried zungsintensivierung, haben sie einen bedeutenden Teil ihrer Lebensräume bereits verloren, weshalb einige Arten schon verschwunden oder in ihrem Bestand bedroht sind. Insbesondere zur Brutzeit und während der Aufzucht ihrer Jungen reagieren Wiesenbrüter äußerst sensibel auf plötzliche Störungen. Erahnen Altvögel Gefahren durch Menschen oder freilaufende Hunde, fliegen sie auf und versuchen von ihrem Nest abzulenken oder es zu verteidigen. Das kostet die Eltern viel Energie und setzt die allein gelassenen Jungvögel allerlei Gefahren aus. Zum Schutz der stark gefährdeten Wiesenvögel werden fortlaufend Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung im Wolfurter Ried umgesetzt. Darüber hinaus ist jedoch ein respektvolles Verhalten Streuewiesen sind extensiv bewirtschaftete Feuchtwiesen, die nicht aller Gebietsbesuchenden unbedingt notwendig: Für störungs- gedüngt und nur einmal im Herbst gemäht werden. Das Mahdgut empfindliche Tierarten ist es besonders wichtig, dass das Wege- wird überwiegend als Einstreu in TieSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight rställen verwendet. gebot berücksichtig wird und lediglich ausgeschilderte Wege Das Wolfurter Ried ist Teil der großen Riedlandschaft des nördlichen benützt werden. Streuewiesen dürfen generell im Zeitraum vom Rheintals und gilt in unserem stetig wachsenden Siedlungsraum bis 15. März bis zur Mahd, allenfalls jedoch bis zum 1. September heute als wichtiges Naherholungsgebiet und als ökologisch wertvol- nicht betreten werden. Im Birken ist es zudem ganzjährig gemäß ler Lebensraum für eine Vielzahl bedrohter Pflanzen und Tiere. Verordnung über das Naturschutzgebiet untersagt, Hunde frei laufen zu lassen. Während der Brutzeit von Wiesenvögeln vom Streuewiesen zählen im Rheintal zu den besonders artenreichen 15. März bis 30. Juli sind außerdem kleine Stichwege sowie der Weg Lebensräumen, die es zu erhalten gilt! Auf Wolfurter Gemeinde- zum ehemaligen Modellflugplatz im Birken gesperrt. gebiet befinden sich noch 57 ha Streuewiesen, von denen 49 ha durch Durch die vielfältigen Nutzungseinflüsse in den sensiblen Natur- Schutzgebiete bzw. den „Streuewiesenbiotopverbund Rheintal – räumen vor unserer Haustüre ist ein naturverträgliches und re- Walgau“ langfristig geschützt sind. spektvolles Miteinander heutzutage besonders wichtig. Von den ausgeschilderten Wegen aus können Sie mit einem Fernglas schö- Das Wolfurter Ried ist eine alte Kulturlandschaft, die sich durch ne Naturbeobachtungen im Wolfurter Ried erleben, ohne die in den bäuerliche Nutzung aus der ursprünglichen Moor- und Auenland- Streuwiesen brütenden Vögel und andere gefährdete Tierarten dabei schaft des Rheintals entwickelte. Bis ins 18. Jahrhundert wurde das zu stören. Wolfurter Ried gemeinschaftlich als Allmende genutzt. Extensive Weidenutzung und Streuemahd waren lange die dominierenden Nutzungsformen. Viele Feuchtwiesen wurden über Jahrhunderte nicht gedüngt und nur einmal im Herbst gemäht. Langsam wachsende und an karge, nährstoffarme Verhältnisse angepasste Blumen und Gräser wurden durch diese Nutzung gefördert. Auf diese Weise entstanden Streuewiesen, die zu unverzichtbaren Rückzugsgebieten für viele seltene Pflanzen und Tiere wurden. Rund ein Fünftel aller Pflanzenarten in Vorarlberg finden sich in unseren Streuewiesen. Auch die Tierwelt ist durch einen hohen Anteil seltener und gefährdeter Arten gekennzeichnet. Die Vorkommen von wiesenbrütenden Vogelarten wie Großem Brachvogel, Bekassine, Kiebitz, Wachtelkönig und Braunkehlchen im nördlichen Rheintal zählen mit zu den Ankündigung Für die interessierte Wolfurter Bevölkerung gibt es in der Umweltwoche am Mittwoch, 10. Juni um 18:30 Uhr die Möglichkeit einer Exkursion mit unserem erfahrenen Gebietskenner und Vogelkundler Alwin Schönenberger über den Lebensraum Ried und seine Bedeutung für seltene Pflanzen und Tiere informiert zu werden. Treffpunkt Mittwoch den 10. Juni beim Rathaus in Wolfurt. Achtung: Nur mit dem Fahrrad möglich. wichtigsten Brutgebieten in Österreich! Umwelt 17 Wiesenbrüter brauchen Schutz und Hüter Wiesenbrüter wie Großer Brachvogel, Kiebitz und Braunkehlchen sind charakteristisch für das Vorarlberger Rheintal und seine Riedlandschaften. Ihr Bestand ist jedoch bedroht. Mit einem Maßnahmenpaket setzen sich das Land Vorarlberg, der Naturschutzbund Vorarlberg und ihre Partnerinnen und Partner verstärkt für den Erhalt dieser seltenen Vögel und deren Lebensräume ein. Oben: Durch gute Zusammenarbeit vom Wiesenbrüterteam und Landwirten werden Nester von der Bewirtschaftung ausgespart. Links: Der lange, gebogene Schnabel ist charakteristisch für den größten heimische Wiesenbrüter, den Großen Brachvogel. Rechts: Auch die Brachvogel-Küken sind Nestflüchter. Erst nach fünf bis sechs Wochen werden sie flügge – bis dahin sind sie allerlei Gefahren auf dem Boden ausgesetzt. 18 Umwelt Links: Der schwarz-weiß gefärbte Kiebitz sticht durch sein grünschimmerndes Federkleid und seine Federholle am Kopf hervor. Rechts: Bereits wenige Stunden nach dem Schlüpfen verlassen die KiebitzJungenSyntax Warning: Invalid Font Weight das Nest. Die Wiesenbrüter sind in Vorarlberg vom Aussterben bedroht. Die Riedgebiete im unteren Vorarlberger Rheintal gehören zu den wichtigsten Wiesenbrütergebieten Österreichs und sind das bedeutendste in der Bodenseeregion. Intensive Bemühungen im Rahmen des Wiesenbrüterschutzprojekts des Naturschutzbundes sowie die Ausarbeitung von Artenschutzkonzepten konnten den grundsätzlichen negativen Trend bisher verlangsamen, aber noch nicht aufhalten. Dabei gibt es – wie beim Insektensterben – viele Gründe, die alle zum Rückgang der Bestände beitragen. Wiesenbrüter sind auf Wiesen mit einem reichhaltigen Nahrungsangebot an Insekten, Schnecken, Würmern und anderen Wirbellosen angewiesen. Viele dieser Arten benötigen Flächen mit einem möglichst hohen Grundwasserspiegel, um mit ihrem Schnabel im feuchten Boden nach Nahrung stochern können. Der Landschaftswandel der letzten Jahrzehnte hat den Lebensraum von Kiebitz & Co auf kleine Inseln in unserer Kulturlandschaft zusammenschmelzen lassen. Während die Umgebung für die typischen Wiesenbrüter immer unwirtlicher wird, profitieren ihre Fressfeinde wie Fuchs, Marder, Dachs & Co davon. Steile Entwässerungsgräben sind für eine Wiesenbrüterfamilie unüberwindbare Barrieren oder können zu tödlichen Fallen werden. Aber auch die Freizeitnutzung führt zu Störungen und kann mit der Aufgabe der Nester enden. Freilaufende Hunde sind zwar prinzipiell keine Fressfeinde, führen aber zu Stress und einem verminderten Bruterfolg. Auch die Witterung im Frühjahr spielt eine große Rolle. So gab es immer schon Jahre mit schlechten Bruterfolgen Ein respektvolles Miteinander im Wolfurter Ried belohnt mit schönen Beobachtungen der Tierwelt und erhöht zudem den Naturgenuss! Und die Tiere erhalten dadurch die notwendige Ruhe, die sie während der Brut- und Aufzuchtzeit ihrer Jungen so dringend benötigen. Bitte beachten Sie, dass im Wolfurter Ried Hunde ganzjährig an der Leine zu führen sind. durch einen kalten und regenreichen Frühling. Grundsätzlich gilt: Gesunde, große Populationen könnten in den darauffolgenden Jahren Ausfälle wieder kompensieren. Bianca Burtscher, Geschäftsführerin des Naturschutzbunds, nennt die wichtigsten Maßnahmen für den Erhalt der Wiesenbrüter in Vorarlberg: „Neben dem Schutz der Feuchtwiesen und der Sicherung eines hohen Grundwasserspiegels sind eine sorgsame Grabenbewirtschaftung, die Anlage von Flachteichen und eine gute Besucherlenkung inkl. Leinenzwang für Hunde während der Brutzeit von Mitte März bis Mitte Juli von großer Wichtigkeit.“ Seit 2006 unterstützt das Land Vorarlberg den Naturschutzbund und seine Partnerinnen und Partner beim Wiesenbrüterschutz. Durch Lebensraumverbesserungen wie z. B. das Abflachen von Gräben oder Gehölzpflegemaßnahmen im Nahbereich der Brutflächen wird der Lebensraum aufgewertet. Engagierte Landwirtinnen und Landwirte bewirtschaften in den Kerngebieten „wiesenbrüterfreundlich“. Durch gute Zusammenarbeit der Ornithologen und Landwirte werden Schutzmaßnahmen wie das Einzäunen der Gelege oder das Markieren der Nester auf Ackerflächen, dass Neststandorte von der Bewirtschaftung vorübergehend ausgespart bleiben, ermöglicht. Mit diesen Maßnahmen konnten vor allem für den Kiebitz schon einige Erfolge erzielt werden. Für die störungsempfindlichen Wiesenbrüter und andere Tierarten unserer Riedgebiete ist es besonders wichtig, dass das Wegegebot berücksichtigt wird. Bitte achten Sie darauf, lediglich ausgeschilderte Wege zu betreten. Streuewiesen dürfen im Zeitraum vom 15.03. bis zum 01.09. bzw. bis zur Mahd nicht betreten werden. Umwelt 19 Radius 2020 verschoben Der Start der Aktion „vorarlberg radelt“ und der Gewinnspiele muss nun aufgrund der aktuellen Situation auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Bei den dringend notwendigen Wegen ist das Fahrrad bei Kurzstrecken immer noch die beste Wahl. Denn auf dem Rad ist es möglich, individuell mit dem empfohlenen Sicherheitsabstand zu anderen Menschen unterwegs zu sein, und dabei durch Bewegung das Immunsystem zu stärken. Wann der Radius 2020 losgeht, ist noch nicht absehbar. Sie werden natürlich informiert! Die Registrierung auf der Web-Plattform vorarlberg.radelt.at ist weiterhin uneingeschränkt möglich. Damit ist dann schon jetzt sichergestellt, dass auch neue Teilnehmer/innen vom Start von „Österreich radelt“ erfahren. Aktuelles vom ASZ-Hofsteig Sommeröffnungszeiten Grünschnittabgabe im ASZ-Hofsteig und den örtlichen Sammelstellen Bis zum 30.11.2020 gelten wieder die verlängerten Sommeröffnungszeiten im Der gesammelte Grünschnitt aus dem ASZ-Hofsteig wird von der Fa. Branner zu hochwerti- ASZ-Hofsteig. ger Komposterde verarbeitet. Montag: geschlossen Da kein Kunde in seinem Kompost Plastikteile und sonstigen Restmüll finden will, sollte Dienstag: 08:30 - 12:30, 14:30 - 18:30 dieser natürlich auch nicht bei der Grünschnittsammelstelle abgegeben werden. Das ASZ Mittwoch: 08:30 - 12:30, 14:30 - 18:30 bedankt sich bei den vielen Mitbürgern für die ordentliche Abgabe. Donnerstag: 08:30 - 12:30 Leider gibt es ein paar wenige schwarze Schafe, die beim Grünschnitt unachtsam auch Freitag: 08:30 - 12:30, 14:30 - 18:30 sonstige Abfälle hinterlassen. Samstag: 08:30 - 15:00 Die Öffnungszeiten werden aufgrund der Auf keinen Fall haben alle Arten von Kunststoffen, Dekowaren, Blumenvasen, behandeltes Holz und Bio-Abfälle etwas im Grünschnitt verloren. aktuellen Situation nur unter Vorbehalt veröffentlicht. Das ASZ-Hofsteig bietet für Haushalte die Grünschnittkarte zum Preis von 20 €/Jahr an. Dadurch ist der Grünschnitt aus dem eigenen Garten abgegolten. Wir freuen uns, dass auch dieses Angebot von den Hofsteig-Bürgern sehr gut angenommen wird. Leider gibt es auch hier ein paar schwarze Schafe, die maßlos agieren. Eine gewerbliche Abgabe ist beim Pauschalbetrag natürlich nicht möglich. Ebenfalls ist z.B. eine Grundstücksrodung keine haushaltsmäßige Grünschnittmenge. Größere private Anlieferungen sind im ASZ-Hofsteig gegen Aufzahlung von 10,50 €/m³ möglich. Diese Lieferungen sind im Info-Büro anzumelden. Die Abgabeplätze sind durch Kameras überwacht. 20 Umwelt
  1. gemeindezeitung
  2. wolfurt
Wolfurt Informa...ruar Wolfurt 18.02.2020 17.03.2020, 14:17 wolfurt IM FEBRUAR WAS DIE „LÄBBE“ WANN TREIBEN UND WARUM... ...lesen Sie auf Seite 42. traß ZUKUNFTSSICHERUNG GRÜNZONE RICKENBACH raß e Bah n hofs e s Ke se t ls >> Die Entwicklung des Ortsteils Rickenbach ist ein Zukunftsprojekt, das für die Gemeinde und alle Wolfurter/innen eine große Bedeutung hat. Seit über 125 Jahren ist die Firma Doppelmayr ein Teil von Rickenbach und deshalb auch aktiv in die Entwicklung des Areals miteingebunden worden. Um eine nachhaltige und lebenswerte Entwicklung von Rickenbach zu gewährleisten, spielen Frei- und Naturräume eine zentrale Rolle. Die Gemeinde Wolfurt und Doppelmayr haben genau zu diesem Zweck gemeinsam und zu gleichen Teilen die Liegenschaft Vallant im Schnepfenweg erworben, die inmitten des Grünkeils zwischen Rickenbach und Schwarzach liegt. Dieses Grundstück wird wieder als Freihaltefläche gewidmet werden und sich dadurch nahtlos in die Grünzone einfügen. Die Gemeinde Wolfurt und Doppelmayr lösen damit das Versprechen ein, den „Grünkeil“ zu erhalten und zu erweitern – so wie es das räumliche Entwicklungskonzept vorsieht. Datengrundlagen: © Vorarlberg Netz, © Land Vorarlber Nicht rechtsverbindlicher Ausdruck. Druck-, Satzfehler Blick ins Gemeindegeschehen Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass sich der Fokus unserer Bildmotive für 2020 beim Veranstaltungskalender und auch in den zukünftigen Ausgaben der Wolfurt Information speziell auf Wolfurt bezieht? Ihrem geschulten „WolfurterAuge“ ist es sicherlich nicht entgangen, dass sich beim Veranstaltungskalender im Monat Jänner die Bürgermusik Wolfurt und im Monat Februar die Läbbe versteckt haben… Uns ist es dieses Jahr ein besonderes Anliegen, unsere Gemeindemedien mit Titelbildern, die in unserer schönen Gemeinde aufgenommen wurden, auszustatten, getreu dem Motto „Wolfurt im Fokus“. In diesem Sinne dürfen wir uns auf eine schöne Auswahl an Bildmotiven aus unserer Wohlfühlgemeinde freuen. Die Titelbilder auf dem Veranstaltungskalender sowie der Wolfurt Information zeigen unsere Vereine bei ihren Aktivitäten. An dieser Stelle möchte ich mich vorab beim Fototeam Digital für die einzigartigen Titelbilder bedanken! Mehr Informationen zum Titelbild der Februarausgabe finden Sie auf Seite 42. Wenn auch Sie ein begnadeter Hobbyfotograf sind, dann nichts wie los und bei unserem Wolfurt-Gewinnspiel teilnehmen: > Senden Sie uns Ihr Lieblingsfoto von Wolfurt im .jpg-Format per Mail an tina.huetterer@wolfurt.at > Die eingesendeten Bilder werden in der nächsten Ausgabe der Wolfurt Information veröffentlicht. > Eine fachkundige Jury bewertet am Jahresende alle eingesendeten Fotos. Die ersten 6 Plätze dürfen mit Begleitung an einer exklusiven Schlossführung durch mich mit anschließendem Umtrunk teilnehmen. 2 BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN UNSER GEBURTSTAGSHOCK – BEREITS EINE RICHTIG FESTE TRADITION Am Dienstag, den 15. Jänner fand für unsere Geburtstagskinder der Monate Oktober, November und Dezember 2019 wieder unser traditioneller Geburtstagshock statt. Dieses Mal trafen sich insgesamt 16 Jubilare zu einer geselligen Geburtstagsrunde im Gasthaus Engel. Mich persönlich macht es immer wieder glücklich, den durchaus rüstigen Jubilaren die Glückwünsche zu ihrem besonderen Ehrentag persönlich zu überbringen. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Geburtstagshock der Jubilare der Monate Jänner, Februar und März am Dienstag, den 21. April 2020. Eine schriftliche Einladung erfolgt zeitgerecht per Post. Fotos: Kauf Haus Vallant_01: v. l. n. r. Prok. Dr. Martin Rusch, Dipl.-Ing. Markus Wilpernig, Bürgermeister Christian Natter und Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger. Kauf Haus Vallant_02 Bi ld ste in D or nb ir n er S tra ße ße ra St er Schnepfen w e g oben: Haus Vallant in der Grünzone Rickenbach, unten: Vertragsunterzeichnung v.l.n.r.: Dr. Martin Rusch, Dipl.-Ing. Markus Wilpernig (beide Fa. Doppelmayr), Bgm. Christian Natter und Vizebgm.in Angelika Moosbrugger Felle rg, © BEV MaßstSyntax Warning: Invalid Font Weight ab 1:2 000 0 20 40 80 u. Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr, für Aktualität wird keine Haftung übernommen. 120 160 03.02.2020 Bettina Hopfner 200 Meters Marktgemeinde Wolfurt O Gewerbegebiet Hohe Brücke UMLEGUNG GEWERBEGEBIET HOHE BRÜCKE Entwicklung Wolfurter Betriebe gesichert Es war für mich wohl einer der größten Freudentage in meiner Bürgermeisterkarriere, als uns Mitte Jänner die Nachricht vom Land Vorarlberg erreichte, dass die „Umlegung Hohe Brücke II“ rechtskräftig sei. Damit ist klar, dass niemand einen weiteren Instanzenweg angestrengt hat und die Zusammenlegung von 60 Grundstücken von 24 Eigentümern abgeschlossen ist. Nun kann mit vollem Schwung an die Errichtung der erforderlichen Infrastruktur für diesen Teil des Betriebsgebietes gegangen werden. Die Vorbereitungen zur mit Abstand größten Umlegung eines Betriebsgebietes in Vorarlberg, mit einer Fläche von 25,7 ha, haben bereits im März 2014 begonnen. Die Firma Renat (Heiner Schlegel) aus Liechtenstein wurde mit der Konzeption eines Räumlichen Entwicklungskonzeptes (REK) für das Betriebsgebiet betraut, welches im September 2015 von der Gemeindevertretung einstimmig verabschiedet werden konnte. Unmittelbar anschließend wurde das Vermessungsbüro Mattner aus Dornbirn mit der Durchführung der Umlegung des Gebietes beauftragt. Über beinahe vier Jahre wurden Planungen erstellt, Vermessungen durchgeführt, Berechnungen angestellt, Verhandlungen mit Behörden und Grundstückseigentümern geführt, bevor noch vor dem Sommer letzten Jahres die öffentliche Auflage erfolgen konnte. Im November wurde die Genehmigung der Umlegung durch das Land Vorarlberg mittels Bescheid erteilt. In den kommenden Monaten werden die neu geformten Grundstücke im Vermessungsamt und im Grundbuch angepasst. Parallel soll eine Umlegungsgemeinschaft gegründet werden. Noch 2020 erfolgen die Projektplanungen und Behördenverfahren für die Infrastruktur (Straßen, Kanal, Wasser etc.). Bereits 2021 wird der Umbau der Senderstraße inkl. neuem Kreisverkehr durchgeführt und der Verbandsammler, der bisher parallel zur Senderstraße verläuft, zum alten Holzriedgraben hin verlegt. Anschließend beginnt der Bau der diversen Straßen sowie Rad- und Fußwege. Gemeinsam mit dem Land Vorarlberg wurden verkehrsplanerische Ergänzungen wie der Ausbau des Kreisverkehrs Dornbirn Nord, die Errichtung eines Vollanschlusses an die Autobahn bei der Senderstraße sowie der seit Jahren geforderte Umbau der Bahnhaltestelle Wolfurt vorangetrieben. Das Betriebsgebiet wird für unsere heimischen Unternehmen als Entwicklungspotential zur Verfügung stehen. Aber natürlich werden an diesem attraktiven Standort auch neue Ansiedelungen erfolgen. Hierfür gilt es entspechende Rahmenbedingungen seitens der Gemeinde vorzubereiten und zu präzisieren. Bei den Planungen wurde darauf geachtet, gut bebaubare Flächen zu schaffen, hochwertige Durchwegungen und Aufenthaltsqualitäten zu sichern und die Infrastrukturen effizient sowie flächensparend zu organisieren. Neben ökonomischen konnten auch ökologische Anforderungen berücksichtigt werden. Ich möchte mich bei allen Grundstückseigentümern und Firmen, sowie bei den Behördenvertretern und Planungsbüros für die immer sachliche und ergebnisorientierten Gespräche recht herzlich bedanken. BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN 3 Sozialzentrum Verlangsamung Verk ehr Wohnen/ Dienstleistungen Gasthof Engel Raika Garten Einzelhandel Neu g öffen estaltun Schwane g nma tlich rkt er R aum Aufw ertu ng alte Schw r anen Verlan gsamu ng Ver kehr Aufwer tung DIE NÄCHSTEN SCHRITTE DER ZENTRUMSENTWICKLUNG In der Sommerausgabe letzten Jahres habe ich Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, versprochen Sie in Sachen „Zentrumsentwicklung“ auf dem Laufenden zu halten. Gerne berichte ich in dieser Ausgabe über den aktuellen Stand. Inzwischen sind die Grundgeschäfte (vis a vis der Raiffeisenbank) zwischen der Gemeinde Wolfurt und den eigenen Stiftungen abgeschlossen. Die Voraussetzungen für den eigentlichen ProjSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight ektstart sind damit gegeben. Lassen Sie mich nochmals die Zielsetzungen und Zukunftsbilder für unser Zentrum zusammenfassen: Mit dem Masterplan für das Strohdorf wurde festgeschrieben, dass das Zentrum Wolfurts in Zukunft im Kirchdorf sein wird und auch das Rathaus mittelfristig dorthin umsiedeln wird. Zentrales Element der Zentrumsentwicklung ist es, sowohl das historische Zentrum Wolfurts rund um den Marktplatz aufzuwerten und lebenIch gehe davon aus, dass im kommenden Jahr die Planungen und Behördenverfah- dig zu gestalten, als auch einen zweiten ren abgeschlossen werden können. 2022/23 wird gebaut und im 1. Halbjahr 2024 Schwerpunkt an der Landesstraße zu soll dann die Eröffnung stattfinden. Ein straffer Zeitplan, der aber auf Grund der be- schaffen. Dort soll ein Geschäftshaus (Lebensmittelgeschäft mit Vollsortiment reits geleisteten Vorarbeiten gut durchführbar sein sollte. Wir werden daher noch im 1. Quartal die Begleitung des städtebaulichen Planungsprozesses vergeben. Anfang 2021 erfolgt dann der Architektenwettbewerb für das neue Geschäftshaus und Sozialzentrum mit ca. 80 Betten. Parallel zur Entwicklung des stationären Pflegehauses wird sich der zuständige Ausschuss intensiv mit dem Thema „Betreutes und Betreubares Wohnen“ in seinen ganz unterschiedlichen Formen auseinandersetzen. Auch hier gilt es ein zukunftsfähiges Angebot zu schaffen. 4 BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN BÜRGERMEISTERUND GEMEINDEVERTRETUNGSWAHLEN AM 15. MÄRZ 2020 Auch wenn uns das Jahr 2019 einen vermehrten Gang zur Wahlurne abverlangt hat, fordere ich alle wahlberechtigten Wolfurterinnen und Wolfurter auf, bei den Gemeindewahlen am Sonntag, den 15.03.2020 von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. und weitere kleine Handelsflächen) entstehen und auch der Standort für das künftige Sozialzentrum Hofsteig sein. Damit besteht das künftige Zentrum aus zwei Polen, die nur dann funktionieren, wenn sie durch eine lebendige, qualitativ hochwertige Achse verbunden werden. So kommt der Gestaltung der Kellhofstraße als drittes Element eine große Bedeutung zu. Hier wird es darauf ankommen, eine gute Verkehrslösung zu finden. Am Ende der Kellhofstraße wird durch das neue Geschäftshaus und das geplante Sozialzentrum ein wichtiger Pol geschaffen. Hier wird das Zentrum mit einer Bebauung abgeschlossen. Eine großzügige Tiefgarage unter dem Geschäftshaus, Sozialzentrum und dem angedachten großzügigen Platz - vielleicht sogar unter der heutigen Landesstraße - wird den Parkplatzbedarf für Kellhofstraße und neuem Zentrum abdecken und auf beiden Seiten den Menschen Platz zum Verweilen, Bummeln und Einkaufen bieten. Das Queren der Landesstraße, die Verbindung mit den Geschäften im Unterlinden bzw. bis zur Apotheke und die Erschließung für Fußgänger und Radfahrer sind noch große Herausforderungen. Für die künftige Entwicklung ist es von besonderer Bedeutung, dass die neuen Gebäude an der Bützestraße nicht die Frequenz aus dem historischen Kirchdorf abziehen, sondern im Gegenteil dazu beitragen, dass mehr Menschen im gesamten Zentrum unterwegs sind. Die Kaufkraft soll nicht von Wolfurt abwandern, sondern im Gegenteil wieder zurückgeholt werden. Die Gemeinde Wolfurt wird eine aktive Rolle einnehmen, wenn es darum geht, passende Unternehmen anzusiedeln, bestehende Unternehmen zu beraten und gemeinsame Aktionen zu lancieren, die das Zentrum Schritt für Schritt beleben und für die gesamte Wolfurter Bevölkerung zu ihrer Mitte machen. In einer funktionierenden Demokratie zu leben bzw. wählen zu dürfen ist – zumindest für mich – keine Selbstverständlichkeit. Bei den letzten Gemeindewahlen vor fünf Jahren haben nur ca. 55% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Wir lagen damit zwar im Vorarlberg-Schnitt, aber besonders tröstlich erschien mir das damals nicht. Bedeutete dies doch, dass fast jede/r Zweite auf ihr/ sein Wahlrecht verzichtet hatte. Ich bitte Sie daher, auch im Namen aller wahlwerbenden Fraktionen, gehen Sie wählen, oder – falls Sie verhindert sind – beantragen Sie eine Wahlkarte. Zum erstSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight en Mal werden Ihnen zwei Stimmzettel zugesendet. Einer für die Wahl des Bürgermeisters bzw. der Bürgermeisterin und ein zweiter für die wahlwerbenden Gruppen (Parteien). Auf diesem können Sie bis zu fünf Vorzugsstimmen ankreuzen. Pro Person höchstens zwei. Achten Sie darauf, dass Sie nur jenen Personen Vorzugsstimmen geben, die unter der von Ihnen angekreuzten Partei aufgelistet sind. Füllen Sie Ihre zwei Stimmzettel in aller Ruhe bereits zu Hause aus und nehmen sie diese mit zu Ihrem Wahllokal. Ich hoffe auf eine rege Wahlbeteiligung und danke für Ihr Mitwirken. Alle Informationen rund um die Gemeindewahlen 2020 finden Sie auf Seite 13. BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN 5 Winterdienst Schneeräumung Unsere Mitarbeiter des Bauhofes sind bei winterlichem Wetter täglich unter großem Aufwand bemüht, unsere Gemeindestraßen von Schnee und Eis freizuhalten. Wir möchten darauf hinweisen und um Verständnis bitten, dass die Räumdienste vorgegebene Routen fahren, die sich nach Bedarf und Prioritäten orientieren. Wir ersuchen daher um Verständnis, dass nicht überall sofort geräumt werden kann. Gehsteige müssen vom Eigentümer des angrenzenden Grundstücks sicher und begehbar gemacht werden Die Eigentümer von Liegenschaften sind gesetzlich dazu verpflichtet, Gehsteige und Gehwege entlang ihrer gesamten Liegenschaft in der Zeit von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr von Schnee und Verunreinigungen zu räumen und bei Schnee und Glatteis zu bestreuen. Auch wenn von der Gemeinde freiwillig und für die Anrainer kostenlos Gehsteige geräumt werden, sind die Liegenschaftseigentümer nicht von ihrer Anrainerpflicht entlastet. Das Gesetz besagt auch, dass der von einer öffentlichen Straße geräumte Schnee auf angrenzenden Grundstücken gelagert werden darf. Kostenlose Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren Die kostenlosen Beratungs-Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren werden von der Wolfurter Bevölkerung gerne in Anspruch genommen, daher wird dieses Beratungsangebot wie folgt fortgesetzt: Sprechstunden Rechtsanwälte von 18:00 - 20:00 Uhr Dr. Claus Brändle, Mittwoch, 04. März 2020, Dr. Gabriele Meusburger-Hammerer 01. April 2020 Sprechstunden Notar von 18:00 - 19:00 Uhr Dr. Kurt Zimmermann, 18. März 2020 Appell an Anrainer: Schnee gehört nicht auf die Straße Immer häufiger ist leider festzustellen, dass fleißige Schneeräumer den Schnee von den Gehsteigen auf die Straße oder auf Nachbars Grundstück schaufeln. Dies ist nicht nur unzulässig, sondern äußerst verantwortungslos. Dieser Schnee bildet dann später auf den Straßen gefährliche Spurrinnen. Appell an Fahrzeuglenker: Fahrzeug von öffentlichen Straßen entfernen Fahrzeugbesitzer bzw. Fahrzeuglenker werden ersucht, mit Einsetzen von Schneefall ihre Fahrzeuge von den öffentlichen Straßen und Wegen zu entfernen, damit eine ordnungsgemäße Schneeräumung durchgeführt werden kann. Appell an alle Haushalte Wir bitten in den Wintermonaten die Müllsäcke erst am Vorabend der Müllabholung gut sichtbar und nicht auf dem Gehsteig zu lagern. Durch die schwere Sichtbarkeit der Säcke in den frühen Morgenstunden wird sonst mitunter der gesamte Inhalt der Müllsäcke auf den öffentlichen Straßen verteilt. Ansprechpartner der Gemeinde Thomas Plangger, Tel. 05574 6840-23 oder thomas.plangger@wolfurt.at Wir bitten Sie um Einhaltung dieser Vorschriften und somit um Unterstützung unserer Bauhof-Mitarbeiter. Vielen Dank! 6 AUS DEM RATHAUS Die Sprechstunden finden jeweils im Rathaus Wolfurt statt. Notariatsverteilung bei Todesfällen Zur Abwicklung der Verlassenschaften nach Todesfällen von Familienangehörigen wurden vom Bezirksgericht Bregenz die Notare für folgende Termine nominiert: Unter Vorbehalt der neuen Verteilungsordnung des Jahres 2020! Bregenz: Dr. Gerhard Mayer Jänner/Juli Dr. Ivo Fussenegger Februar/August Mag. Valentin Huber-Sannwald März/September Dr. Michael Gächter April/Oktober Dr. Kurt Zimmermann Mai /November Mag. Christoph Winsauer Juni/Dezember Jahresbericht 2019 Baupolizei Bürgermeisterund WohnungssprechstundeSyntax Warning: Invalid Font Weight n Sprechstunden von Bürgermeister Christian Natter 2018 2017 2016 2015 Neubauten: 15 11 10 6 8 4 8 7 2 6 2 4 3 2 3 Mittwoch, 26. Februar 2020 Mittwoch, 11. März 2020 Mittwoch, 22. April 2020 2019 Einfamilienhäuser Mehrfamilienhäuser Betriebsgebäude Zu- und Umbauten: 45 30 43 30 16 4 10 8 39 6 Wohnhauszu- und -umbauten Betriebsgebäudeum- und -zubauten Sonstige Bewilligungen: 11 13 15 8 14 Planabweichungen 15 15 50 77 75 Mängelbescheide (Benützungsbewilligungen) 96 117 106 64 83 Sonstige Bescheide 13 19 16 19 3 Einstellung von Baumaßnahmen 22 16 8 12 7 Bauanzeigen/Baufreigabebescheide 00 0 0 0 Heizungsbewilligungen 46 5 2 8 Abbruchbewilligungen bzw. Anzeigen 46 9 11 13 Werbe- und Hinweistafeln 0 0 0 0 12 Solaranlagen bzw. Fotovoltaikanlagen *) 28 58 64 93 62 Urgenzen von Bescheidauflagen 61 65 72 31 90 Urgenz von Fertigstellungsmeldungen Sonstige Bescheide: 9 15 17 15 16 21 0 17 15 20 15 28 40 0 12 10 15 11 17 8 0 30 17 28 17 34 15 0 24 21 19 21 21 19 0 Grundteilungen Kanalanschlussbescheide Kanalbeitragsbescheide Wasseranschluss - Mitteilungen Wasseranschlussbeitragsbescheide Althaussanierungsanträge Schallschutzfenster *) Solar- und Fotovoltaikanlagen werden inzwischen häufig zusammen mit der Neubaubewilligung und der Rest ebenfalls mittels Freigabebescheid erledigt Wohnungssprechstunden von Gemeinderat Michael Pompl Mittwoch, 19. Februar 2020 Mittwoch, 04. März 2020 Mittwoch, 15. April 2020 Die Sprechstunden finden jeweils im Rathaus Wolfurt von 18:00 - 19:30 Uhr statt. Kostenlose Beratung in Grundstücks- und Immobilienangelegenheiten Richard Richter, der gerichtlich beeidete Ortssachverständige für Immobilien, wird sein Wissen und seine Berufserfahrung den Bürgern und Bürgerinnen kostenlos zu folgenden Beratungsterminen zur Verfügung stellen: Rathaus Wolfurt, 18:00 - 20:00 Uhr, Mittwoch, 25. März So erfassen Sie Ihre Verlustmeldung einfach online www.fundamt.gv.at Hier können Bürger/innen selbst orts- und zeitunabhängig nach verlorenen Gegenständen suchen bzw. Verlustmeldungen eingeben. AUS DEM RATHAUS 7 v.l.n.r Bettina Hopfner, Michael Hechtl, Andrea Brandt und Bauamtsleiter Wolfgang Dittrich. Was tut die Gemeinde für dich? Das Bauamt Wie lang braucht ein Baubewilligungsbescheid durchschnittlich bis er freigegeben ist? Bei vollständig vorliegenden Plan- und Beschreibungsunterlagen dauert ein BeWie viele Mitarbeiter/innen hat das Bauamt? 4 Personen inkl. Sekretariat. Mit den Abteilungen Immobilienmanagement und Tief- willigungsverfahren ca. 6 Wochen. bau gesamt 9 Mitarbeiter/innen. Was sind die Hauptaufgaben im Bauamt? Baurechtsabteilung: Baubewilligungsverfahren, Bauanzeigeverfahren, Planabweichungsverfahren, etc. Örtliche Raumplanung: Gemeindeentwicklung, Umwidmungsverfahren, Grundteilungsverfahren Immobilienmanagement: Bau, Erhaltung und Verwaltung der gemeindeeigenen Immobilien Tiefbau: Bau und Erhaltung von gemeindeeigenen Straßen und Leitungen Nicht bekannt, aber trotzdem so wichtig: Welche Arbeiten werden „nebenzu“ noch erledigt: Immobilienmanagement, Facility Management, Schadensabwicklung, Energiemonitoring, Tiefbau, Schadensmeldungen, Schneeräumung, etc. Wer ist wofür zuständig? Wolfgang Dittrich: Abteilungsleitung Bauamt, Raumordnung, Entwicklungspläne, Gestaltung öffentlicher Raum, Baugrundlagen, Verkehrskonzepte, Gestaltungsbeirat, Grundteilungen, Bauberatung, Flächenwidmung, Ortsbild Michael Hechtl: Baupolizei, Kundmachungen, Erstellung Baubescheide, Fertigstellungsmeldungen, Bauabnahme, Mängelbescheide, Veranstaltungsbewilligungen, Werbeanlagen, Parteienverkehr Andrea Brandt: Vorprüfung der Einreichunterlagen und interne Abstimmung mit betroffenen Abteilungen, Kontakt mit Antragstellern, Sachverständigen und Planern, Vorbereitung der Verfahren und Verhandlungen, bautechnische Stellungnahmen, Verhandlungsleitung, Parteienverkehr. Bettina Hopfner: Sekretariat und Unterstützung aller Abteilungen des Bauamtes (Schreiben von Protokollen, Aktenvermerken, Rechnungsprüfung, usw.), TerminverSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight einbarungen, Telefonanlage, Feuerpolizeiakte führen, Ansprechpartner bei Feuerbrandbefall, Auskunft zu Leitungen und Bauakten, Aktivierung der Handysignatur, Wasser- und Kanalvorschreibungen, Ausführen der Bewilligungsverfahren für Gemeindestraßensperrungen (Grabarbeiten auf öffentlichen Verkehrsflächen, Straßennutzungen wie Baustelleneinrichtung und Lagerzwecke, usw.) 8 AUS DEM RATHAUS Was sind die Gründe für die Ablehnung eines Baubescheids? Das Grundstück eignet sich nicht für die beantragte Bebauung. Oder eine Beeinträchtigung der Öffentlichkeit ist gegeben. Oder das geplante Bauwerk passt nicht in das Ortsbild. Oder die notwendigen Abstände zu den Grundgrenzen werden nicht eingehalten. Das Baugesetz besagt, dass die Baubewilligung zu versagen ist, wenn das Bauvorhaben nach Art, Lage, Umfang, Form und Verwendung nicht den bau- und raumplanungsrechtlichen Vorschriften entspricht oder wenn öffentliche Interessen, besonders solche der Sicherheit, der Gesundheit, des Verkehrs, des Denkmalschutzes, der Energieeinsparung und des haushälterischen Umgangs mit Grund und Boden (§ 2 Abs. 3 lit. a Raumplanungsgesetz) dem Bauvorhaben entgegenstehen. Was ist ein Baupolizist? Die Baupolizei überwacht die bewilligungskonforme Ausführung von Bauvorhaben. Wie viele Neubauten (Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, etc.) wurden 2019 eingereicht bzw. gebaut? 137 Bewilligungen und 1 Abweisung/ Ablehnung. Aktuelles vom Gemeindevorstand Ein kurzer Überblick der Gemeinderäte über aktuelle Geschehnisse, neue Projekte, Änderungen, o.Ä. PAUL STAMPFL Gemeinderätin für Soziales Miteinander YVONNE BÖHLER Gemeinderätin für Bildung und Kultur ANGELIKA MOOSBRUGGER Gemeinderat für Infrastruktur > Anlage und Vereinheitlichung des Ortshöhennetzes > Sanierungsplanung für das Ortskanalnetz > Ausschreibung Kanalkataster Süd > Organisation der NeuzugezogenenFeier, des Babysitter-Kurses und des Frühstücksservice für pflegende Angehörige. Gemeinderätin Detaillierte Informationen zum Früh- für Jugend, Sport, stücksservice für pflegende Angehö- Eigenverantwortung rige finden Sie auf S. 37 > Die Zentrumsentwicklung und damit auch der neue Standort für die Sozial> Weitere Organisation der Sportlerdienste nehmen Fahrt auf. ehrungen im Frühjahr 2020 Mehr Informationen dazu im Blick ins > Planung Jugendkino 3.0 Gemeindegeschehen auf S.4 > Als Dankeschön werden alle Pädagoginnen auch heuer wieder zum traditionellen Bildungsstammtisch eingeladen, heuer verbunden mit einer Exklusivführung durch die neuen Räumlichkeiten im Campus Bütze. > Die Vorbereitungen zum offiziellen Tag der offenen Tür im Campus Bütze am 20. Juni laufen auf Hochtouren, ebenso die des Fests der Begegnung Gemeinderat am 7. Juni. für Mobilität, > Der Familientreffpunkt Strohdorf hat Umwelt, e5 erfolgreich gestartet: Mehr Infos auf S. 31 > Für das Programm „Wolfurt lässt kein Kind zurück“ finden momentan im > Die alljährliche Wolfurter FahrradbörAuftrag des Landes Dreharbeiten für se findet am 14. März statt. Mehr InErklärungs-Clips statt. Wir freuen uns formationen und die attraktiven Angeauf die Präsentation! bote erfahren Sie auf S.25 > Das Thema Ganztagsklasse in der VS > Im März gibt es wieder einen FahrBütze ab 2020/21 nimmt Fahrt auf. radkurs für Frauen, der dieses Mal in Hard stattfindet. Mehr Informationen dazu auf S. 36 > Am 28. März findet wieder unsere Landschaftsreinigung statt. Alle Informationen dazu auf S. 21. ROBERT HASLER CHRISTINE STARK Gemeinderat für Wohnen, Zusammenleben MICHAEL POMPL > Vergabe Mietwohnungen Brückenweg > Finale Diskussion des Wohnbaukonzeptes „Wolfurter Wohnsinn“ in den Gremien > Finalisierung und Bezug des „Haus für Großfamilien“ > Planung und Vorbereitung „Fest der Begegnung“ am 07.06.2020 Mehr zum Fest der Begegnung auf S. 37 > Vorbereitung Broschüre „Unterschiede in den Kulturen“ AUS DEM RATHAUS 9 Bgm. Christian Natter mit ...Isolde Gratt ...Doris Lang ...Monika Mörth Bgm. Christian Natter mit ... Jürgen Müller Dienstjubiläen und Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Pensionierungen in der Gemeinde Wie jedes Jahr üblich, werden im Rahmen der Weihnachtsfeier der Gemeindebediensteten langjährige Mitarbeiter/innen gewürdigt und altersbedingt Ausscheidende in den Ruhestand verabschiedet. Isolde Gratt Nach 27 Jahren im Dienste der Marktgemeinde Wolfurt trat Isolde Gratt in den wohlverdienten Ruhestand. Gestartet hat Isolde als Kindergartenassistentin im Kindergarten Bütze. Nicht zuletzt auch Dank ihrer Kreativität und Einsatzfreude wurde der Kindergarten Bütze bald zu einem Motor der Kindergartenlandschaft in Wolfurt. 2007 wurde dann das neue Projekt der „Aktiven Elternarbeit“ ins Leben gerufen. Ab Frühjahr 2016 wurde der „Familienservice“ als eigene Stelle ins Gemeindeamt transferiert, mit Isolde als Idealbesetzung. Auch landesweit wurde ihre Arbeit wertgeschätzt, weshalb sie das Pilotprojekt KEKIZ (Kein Kind zurücklassen) tatkräftigt mitgestaltet hat. Doris Lang Zum 25-jährigen Dienstjubiläum konnte Doris Lang gratuliert werden. Doris arbeitet als Kindergarten-Assistentin in der Kindervilla und hat bereits mehr als eine Generation Kinder auf ihrem Weg ins Leben begleitet. 10 GEMEINDEPANORAMA Wolfurter Köpfe Isolde Gratt Neupensionistin - also junge 60erin Was mache ich für die Gemeinde? Ich war in der Gemeinde für die Aktive Elternzusammenarbeit inkl. Modellvorhaben „Wolfurt lässt kein Kind zurück“ verantwortlich. In den letzten Jahren vor meiner Pensionierung habe ich auch den Bereich Integration und die Flüchtlingsarbeit koordiniert. ...Markus Vallazza ...Sabine Moosmann Monika Mörth Auf nunmehr 30 Dienstjahre kann Monika Mörth zurückblicken. Monika hat über viele Jahre in verschiedenen Kindergärten – und nunmehr seit vielen Jahren im Kindergarten Rickenbach – tolle Arbeit als Kindergarten-Pädagogin geleistet. Monika ist nunmehr in der Altersteilzeit, steht aber immer noch für „Noteinsätze“ gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Jürgen Müller Die Gratulationen zum 30-jährigen Dienstjubiläum konnte auch Jürgen Müller entgegennehmen. Jürgen ist Saxophon-Lehrer an der Musikschule am Hofsteig. Neben der ausgezeichneten Tätigkeit als Musik-Pädagoge schafft er es auch immer wieder tolle Saxophon-Ensembles auf die Beine zu stellen. Markus Vallazza Zum 30-jährigen Dienstjubiläum konnte ebenfalls Markus Vallazza gratuliert werden. Markus ist als Gitarrenlehrer an der Musikschule am Hofsteig tätig. Seine Fähigkeit Schüler für das Gitarrenspiel zu begeistern ist legendär. Sabine Moosmann Auf nunmehr 30 Dienstjahre kann auch Sabine Moosmann zurückblicken. Sabine leistet tolle Arbeit als stellvertretende Direktorin und Büroleitung in der Musikschule am Hofsteig. Als guter Geist der Musikschule zeichnet sie sich für den guten Zusammenhalt an der Musikschule mitverantwortlich. Auch dank ihrer Flexibilität und ihres Einsatzes konnten viele personell schwierige Situationen erfolgreich gemeistert werden. Meine Lieblingserinnerung an meine Arbeit im Wolfurter Rathaus ist? Die Kontakte mit den Wolfurter Familien und die Möglichkeit, wenn notwendig, sie unterstützen und begleiten zu dürfen und damit Kindern und ihren Familien Chancen auf ein selbstbestimmtes und gutes Leben zu bewahren. Mein absoluter Lieblingsplatz in oder um Wolfurt ist? Und warum? Der Rutzenberg! Ein Platz am Waldrand und ein bisschen über Wolfurt. Der Buchenwald lässt unseren Garten zu einem ganz besonderen Erholungsort werden. Ein Spielplatz für die Kinder und ein Ort der Entspannung für unsere ganze Familie. Was sollte man in und um Wolfurt unbedingt einmal besucht oder gemacht haben? Sich auf die tollen Wolfurter Vereine einlassen, egal ob Sport-, Kultur- oder Sozialverein; es gibt viele Möglichkeiten in Wolfurt Gemeinschaft zu erleben. Beschreibe Wolfurt mit einem Wort? Do bin i dahoam! GEMEINDEPANORAMA 11 Neues Abwasserpumpwerk des Wasserverbandes in Betrieb Anfang Dezember ist das neue Abwasserpumpwerk nahe der Rheinbrücke zwischen Hard und Fußach in den Echtbetrieb gegangen: Derzeit werden hier die Abwässer aus den Gemeinden GaissaSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight u und Höchst und aus Teilen von Fußach zur Kläranlage des Wasserverbandes Hofsteig nach Hard gepumpt. Die beiden Pumpwerke laufen jetzt einige Monate parallel, damit alle Abwasserleitungen fertiggestellt und auch die weiteren Gemeinden angeschlossen werden können. Stabiles Abwassernetz und Hochwasserschutz Die sieben Gemeinden im Wasserverband Hofsteig investieren derzeit - unterstützt von Land und Bund - intensiv in das Abwassernetz und in die zugehörige Infrastruktur. Ein Mitgrund ist die geplante Neuerrichtung der Rheinbrücke zwischen Hard und Fußach: Künftig fließen Abwasser, Trinkwasser und Erdgas nicht mehr über die Brücke, sondern in neu verlegten Leitungen bis zu 10 Meter unter der Flusssohle des Rheins. Gleichzeitig wird auch der Hochwasserschutz verbessert: Das Abwasserpumpwerk am Rheindamm kann bis zu 1.200 Liter Wasser pro Sekunde aus dem Kanalnetz Richtung ARA Hofsteig bzw. in das Rheinvorland befördern. „800-Jahre-Wolfurt“ Gewinnspiel Die Gewinnerin des 6. Gewinnspiels ist: Klaudia Vosicky Der gesuchte Ort war die Musikschule am Hofsteig. Zu finden ist sie hier: Sternenplatz 1. Genauer gesagt handelte es sich um einen Ausschnitt der Fenster Richtung Begegnungszone. Die Musikschule am Hofsteig wurde im Jahre 1965 unter dem Namen „Musikschule Wolfurt“ gegründet und ist als Bildungseinrichtung aus der Region nicht mehr wegzudenken. Im ersten Schuljahr wurden 167 Schülerinnen und Schüler von 7 Lehrpersonen unterrichtet. Mittlerweile hat sich unsere Musikschule in der Hofsteigregion etabliert und betreut neben den Gemeinden Wolfurt, Lauterach und Schwarzach, auch Schüler aus Kennelbach, Buch und Bildstein. Seit Februar 2011 gehört auch Tanz zu unserer Angebotspalette. 2017 wurde das Gebäude nach dem Umbau neu eröffnet. Gleich einem Setzkasten aus Messing zeigen die Unterrichtsräume Richtung Straße. Darunter wurde eine überdachte Bushaltestelle ins Gebäude integriert und im Erdgeschoss befindet sich die Bücherei und Spielothek „Buch & Spiel“. Wir danken den zahlreichen Teilnehmer/ innen an unserem Gewinnspiel und gratulieren allen Gewinner/innen noch einmal herzlich! 12 GEMEINDEPANORAMA Gemeindewahlen 2020 Am 15. März 2020 finden gemäß dem Gemeindewahlgesetz LGBL.Nr. 62/2019, die Wahlen in die Gemeindevertretung statt. Auch wird mittels direkter Wahl die/der Bürgermeister/in gewählt. Wer ist wahlberechtigt? Wahlberechtigt ist, wer am 30.12.2019 (Wahlstichtag) Landesbürger/in oder ausländische/r Unionsbürger/in ist, in der betreffenden Gemeinde ihren/seinen Hauptwohnsitz hat, vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen ist und spätestens am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet hat. Es besteht keine Wahlpflicht. Es wird jedoch gebeten, vom Recht der Wahl und somit der indirekten Mitsprache, möglichst Gebrauch zu machen. In die Gemeindevertretung ist jeder Wahlberechtigte wählbar, der spätestens am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hat. Amtliche Wahlinformation (Wahlausweis) Wo und auf welche Weise können Sie mit der Wahlkarte wählen? Die Wahlberechtigten haben ihr Wahlrecht in jenem Sprengel auszuüben, dem sie aufgrund der Eintragung in das Wählerverzeichnis angehören. Wahlberechtigte, die im Besitz einer Wahlkarte sind (Wahlkartenwähler), können ihr Wahlrecht ausüben durch > Stimmabgabe vor der Sprengelwahlbehörde in einem Wahlsprengel der Gemeinde > Stimmabgabe vor der Wahlkommission für Gehunfähige > Übermittlung der verschlossenen Wahlkarte an die zuständige Gemeindewahlbehörde mittels Briefwahl. Nicht zulässig ist die Stimmabgabe mittels Wahlkarte in einem Wahllokal einer anderen Gemeinde. Sie erhalten per Post rechtzeitig vor der Wahl (spätestens am vierten Tag vor dem Wahltag) die österreichweit einheitliche Amtliche Wahlinformation, aus der Sie Ihr zuständiges Wahllokal, die Wahlzeiten und eine detaillierte Beschreibung zur Vorge- Wahllokale - Wahlzeit hensweise entnehmen können. Bitte bringen Sie den Abschnitt „Amtliche Wahlinfor- Gewählt wird in der Marktgemeinde Wolmation“ und ein Ausweisdokument sowie den amtlichen Stimmzettel Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight für die Wahl in furt in 5 Wahlsprengeln in der Wahlzeit die Gemeindevertretung und für die Wahl des Bürgermeisters mit in Ihr Wahllokal. 07:00 - 13:00 Uhr. Persönliche Stimmabgabe Achtung: neue Wahlsprengel Die Stimmabgabe erfolgt persönlich am Wahlsonntag in Ihrem zuständigen Wahl- Sprengel 1: Kindergarten Rickenbach, lokal (Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises!). Bitte bringen Sie auch Ihre Amt- Wiesenweg 14 liche Wahlinformation (auch Wahlausweis oder Wählerverständigungskarte genannt) Sprengel 2: Musikschule - Buch & Spiel, mit ins Wahllokal. Sollten Sie nach dem Stichtag Ihren Hauptwohnsitz um- oder ab- Sternenplatz 7 melden, bleiben Sie trotzdem in dem zum Stichtag erstellten Wählerverzeichnis ein- Sprengel 3: Campus Bütze - Kindergetragen und sind auch diesem Wahllokal zugeteilt. garten, Montfortstraße 14 Sprengel 4: Campus Bütze - VolksStimmabgabe per Wahlkarte - Briefwahl schule Bütze, Montfortstraße 14 Sollten Sie am Wahlsonntag verhindert sein, haben Sie die Möglichkeit, eine Wahlkar- Sprengel 5: Pfarrheim, Kirchstraße 30 te zu beantragen. Die entsprechende Anforderungskarte erhalten Sie ebenfalls mit der Amtlichen Wahlinformation zugesendet. Bei dieser Wahl werden erstmals die Der Antrag kann auch online über www.wahlkartenantrag.at abgegeben werden. Gemeindevertretung und die Kandidie- WICHTIG: > Wahlkarten können nicht per Telefon beantragt werden. > Letztmöglicher Zeitpunkt für schriftliche und online Anträge: 11. März 2020, 24:00 Uhr > Letztmöglicher Zeitpunkt für persönlich bei der Gemeinde eingebrachte Anträge: 13. März 2020, 12:00 Uhr > Briefwahlkarten müssen bis zum 15. März 2020, 13:00 Uhr, bei der Marktgemeinde Wolfurt (Rathaus) einlangen. Es gibt keine Nachfrist! renden für das Bürgermeisteramt mittels zwei separaten Wahlvorgängen gewählt, deshalb erhalten Sie zwei Stimmzettel. Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeitenden der Gemeinde jederzeit gerne zur Verfügung. Wahlbüro Marktgemeinde Wolfurt, Tel. 05574 6840-17, buergerservice@wolfurt.at. GEMEINDEPANORAMA 13 Christbaumversteigerung und Weihnachtsfeier am Bauhof Auch 2019 fand wieder im Rahmen der Weihnachtsfeier des Bauhofs die alljährliche, freiwillige Christbaumversteigerung zugunsten sozialer Einrichtungen auf dem Bauhof Wolfurt statt. Jedes Jahr wird hier ein ganz besonderer, geschmückter Baum versteigert. Die einzelnen Zurufe wurden zusammengezählt und insgesamt konnten somit 1390,- € gesammelt werden. Heuer hat die Firma Oberhauser & Schedler Bau den Christbaum ersteigert. Die tatkräftigen Unterstützer und Besucher der Weihnachtsfeier waren unter anderem die Firma Bösch, die Firma Dawi, die Gemeinderäte Paul Stampfl und Robert Hasler, Bürgermeister Christian Natter, die Mitarbeiter des Bauhofs, die Firma Muxel, Albert Zwickle der Kehr-, Wasch- und Räumdienste, Bernd Bechter und Martin Gasser. Dieses Jahr wurde an das tolle Projekt „Gemeinsam statt Einsam – Keiner sollte Weihnachten alleine verbringen“, organisiert von der Familie Kepp gespendet. Die 6-köpfige Familie wollte auch anderen die Türen am Weihnachtsabend öffnen und veranstaltete 2019 erstmalig eine Weihnachtsfeier für alle, die diesen Abend nicht allein, sondern in Gesellschaft verbringen wollen. Die gesammelte Spende unseres Bauhofs wurde für das Projekt sowie die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe verwendet. 14 GEMEINDEPANORAMA Vorstellung Projekt „Brückenweg“ Am 18.11.2019 fand im Vereinshaus die Vorstellung zum Projekt im „Brückenweg“ statt. Gemeinsam mit der VOGEWOSI informierte die Gemeinde über die Anlage und die Anzahl der Miet- und Mietkaufwohnungen. Im Brückenweg/Bogenstraße wurden vier Gebäude in Zusammenarbeit zwischen VOGEWOSI, Klimmer Wohnbau und der Gemeinde Wolfurt errichtet. In den zwei über den Brückenweg zugänglichen Gebäuden wurden 38 gemeinnützige Wohnungen errichtet. Wir freuen uns sehr, dass im Haus 2 zwei Ärzte ihre Praxis eröffnen. Die gemeinnützigen Wohnungen sind im Mai 2020 bezugsfertig. Miet- sowie Mietkaufwohnungen wurden bereits an die WolfurtSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight er Wohnungswerbenden zugeteilt. Weitere Anlagen sind in der Fertigstellung und/oder in Planung. Bei Interesse an einer gemeinnützigen Miet-/Mietkaufwohnung können Sie sich gerne an mich wenden, oder besuchen Sie mich in meiner Sprechstunde im Rathaus (Termine im Veranstaltungskalender oder auf der Homepage www.wolfurt.at). KENNZAHLEN _____________________________________________________________________ > 4.333 m² Gesamtfläche _____________________________________________________________________ > 2 Mehrfamilienwohnhäuser _____________________________________________________________________ > Anzahl der Wohnungen gesamt: 38 und 2 Gewerbeeinheiten _____________________________________________________________________ > Haus 1: ges. 32 Wohnungen: 7x2 Zi.Wg., 9x2 Zi-Start-Wg., 9x3 Zi.Wg. und 7x4 Zi.Wg. _____________________________________________________________________ > Haus 2: ges. 6 Wohnungen: 2x2 Zi.Wg., 2x3 Zi.Wg., 2x4 Zi.Wg. und 2x Gewerbeeinheiten _____________________________________________________________________ > in Summe: 18x2 Zi.Wg., 11x3 Zi.Wg. und 9x4 Zi.Wg. _____________________________________________________________________ > Davon Mietkauf: 5x 4 Zi.Wg. sowie 8x 3 Zi.Wg. _____________________________________________________________________ > alle Wohnungen erhalten einen Balkon bzw. eine Terrasse _____________________________________________________________________ > alle Wohnungen sind barrierefrei (Personenaufzug) _____________________________________________________________________ > 43 PKW-EPL in der gemeinsamen Sammelgarage _____________________________________________________________________ > 14 PKW-APL Wohnungen, 2 PKW-APL Gewerbe _____________________________________________________________________ > Fahrradraum, Kellerabteile, Technik- und Trockenraum _____________________________________________________________________ > HWB 12,1 bzw. 19,3 kWh/m²a _____________________________________________________________________ > Gasheizung, PV-Anlage und kontrollierte Be- und Entlüftung _____________________________________________________________________ > Baubeginn: Mai 2018 _____________________________________________________________________ > Fertigstellung: Mitte April 2020 _____________________________________________________________________ > Michael Pompl, GR Wohnen & Zusammenleben, Tel. 0699 16840 907 oder michael.pompl@wolfurt.at GEMEINDEPANORAMA 15 Klimawandel-Anpassung: plan b-Gemeinden haben gemeinsames Arbeitsprogramm beschlossen Der Klimawandel ist auch in unserer Region spürbar: Hitzetage und Tropennächte nehmen zu, Trockenperioden werden nach vorliegenden Informationen mehr, neue Tier- und Pflanzenarten wandern ein. Die sechs plan b-Gemeinden haben jetzt ein gemeinsames Arbeitsprogramm beschlossen, um die negativen Auswirkungen möglichst zu reduzieren. Ziel ist es, ergänzend zu den Bestrebungen auf EU-, Bundes- und Landesebene funktionierende Lösungen für Region und Gemeinden umzusetzen. Klimawandel-Anpassungsmodellregion plan b Das KLAR!-Klimawandelanpassungs-Programm gliedert sich damit ideal in andere Bereiche ein, in denen die sechs plan b-Gemeinden und ihre Bürger/innen teils schon seit Jahrzehnten zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Nachhaltiges Bauen, ökologische Beschaffung, schonender Umgang mit Ressourcen und bewusste Mobilität sind in der Region schon lange selbstverständlich. Die kon1. 800 Bäume pflanzen in der Region/für die Region krete Umsetzung des KLAR!-Programms 2. Mehr Lebenszeit für Bäume/Pflanzen im öffentlichen Raum: Was muss in Pflege kann mit der Zustimmung des Klima- und und Betreuung berücksichtigt werden? Energiefonds starten. Diese ist für Früh3. Naturschutzgebiete im Klimawandel: Was kommt auf Landschaften wie z.B. das sommer 2020 angekündigt. Lauteracher Ried klimatisch zu und was ist zu tun? 4. Kleingewässer: Renaturierung und Retention 5. Trinkbrunnen-Netz (re-)aktivieren 6. Klimafittes Bauen im öffentlichen und privaten Bereich 7. Klimafitte Bushaltestellen: Auch bei Hitze soll Busfahren möglichst attraktiv sein. 8. Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Temperaturmessungen in den Gemeinden: Es soll unkompliziert z.B. im Internet abrufbar sein, wie heiß es an einzelnen Orten ist. 9. Katastrophenschutzpläne aktualisieren 10. Infotag Klimawandel/-anpassung/Katastrophenschutz: Klimaschutz und Klimawandelanpassung gehen uns alle an, jede und jeder kann hier Beiträge leisten. Neben dem Infotag sind im gemeinsamen Programm auch andere Bewusstseinsbildungsmaßnahmen vorgesehen. Unterstützt vom KLAR! (Klimawandel-Anpassungs-Region)-Förderprogramm des Österreichischen Klima- und Energiefonds haben die sechs plan b-Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt ein regionales Klimawandel-Anpassungskonzept entwickelt. Der Fokus der Region liegt auf pragmatischen, wirksamen Maßnahmen, die sich aus dem gegebenen Wissen und den Erfahrungen der Gemeinden ableiten lassen. Ergänzend zu anderen Aktivitäten auf internationaler, nationaler, Landes- und kommunaler Ebene liegt der Fokus in den kommenden zwei Jahren besonders auf folgenden Bereichen: 16 UMWELT Baumpflanzungen im Jahr 2019 Aus Sicherheitsgründen mussten in den letzten Jahren mehrere Fällungen von Bäumen im Gemeindegebiet Wolfurt vorgenommen werden. Dies wurde durch das Baumpflegeteam Gieselbrecht fachgerecht durchgeführt, das auch für die Gemeinde Wolfurt die Bäume im Baumkataster registriert hat und in regelmäßigen Abständen Sicherheit und Gesundheit der einzelnen Bäume prüft. Es sollte aber auch eine adäquate Nachbepflanzung gemacht werden und so wurde vom Baumpflegeteam gemeinsam mit der Gemeinde Wolfurt ein Bepflanzungskonzept ausgearbeitet. Zu berücksichtigen waren für die Auswahl der Bäume mehrere Kriterien, wie Standort, Klima und besondere Ansprüche der Gemeinde. Um das zukünftige Wachstum der Bäume zu sichern, war es wichtig den Standort richtig zu bewerten und bei der Auswahl der richtigen Bäume auch die Klimabedingungen über das ganze Jahr zu berücksichtigen. Um die Artenvielfalt zu fördern, wurde nicht nur eine Baumart ausgewählt, sondern unterschiedliche Baumarten angepflanzt. Unter anderem wurde zum Beispiel ein Speierling gepflanzt, dessen Bestand in Österreich auf nur 500 Bäume geschätzt wird. Die Pflanzung wurde nach Auswahl der Bäume durch das Baumpflegeteam fachgerecht umgesetzt. Wo notwendig, wurde der Boden mit Pflanzsubstrat ausgetauscht, um die Gesundheit und das Wachstum der neu gepflanzten Bäume zu sichern. Wo dieser Austausch des Bodens nicht notwendig war, wurde die Bodenqualität mit Beimengung von Substrat verbessert. Weitere präventive Maßnahmen wurden durchgeführt, um das unbeschadete Überleben und Wachstum der neu gepflanzten Bäume zu sichern. So wurden die Stämme mit Stammschutzfarbe gestrichen, um die Bäume gegen Frost und Sonne zu schützen. Ebenso wurden Stammschutzmanschetten angebracht, um eventuellen Mähschäden vorzubeugen. Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung des gesunden Wachstums war der zusätzliche Einbau von Mykorrhiza-Pilzen, die als sogenannte Synergisten mit dem Baum wirken und ihn stärken. Früchte des Speierlings Kastanienblüte Beim Kindergarten Rickenbach wurde ein natürliches Beschattungskonzept entwickelt. Kastanienbäume wurden gepflanzt, die aber nicht nur als natürlicher Schattenspender agieren, sondern auch mit ihren Kastanien Spielzeug aus der Natur für die Kinder bieten. Zudem wird zu den einzelnen neu gepflanzten Bäumen eine Tafel aufgestellt, die die wichtigsten Informationen über die Bäume beinhalten und so auch einen Lerneffekt bewirken sollen. UMWELT 17 Europaschutzgebiet Bregenzerachschlucht: Waldentwicklung im Fluss In der Bregenzerachschlucht sind gerade Waldlebensräume der wesentliche Faktor für die meisten Naturschutzaspekte im Europaschutzgebiet. Die Entwicklung einiger Wälder sieht aber einer ungewissen Zukunft entgegen. Im Europaschutzgebiet fließt die Bregenzerache zwischen Doren-Alberschwende bzw. Kennelbach-Wolfurt durch eine Waldschlucht. Ihre steilen Hänge sind nur schwer zugänglich. Die Wälder werden heute daher meist kleinflächig und schonend bewirtsSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight chaftet. Auf gut erreichbaren Terrassen stocken mancherorts noch Fichteninseln. Spirke, Föhre und Ahorn auf den trockeneren oder felsigen Partien wechseln sich mit Eibe und Edellaubhölzern in den Tobeleingängen ab. Buchen-Tannenwälder überwiegen an den Ober- und Mittelhängen und Eschen und Ulmen auf den tiefgründigeren Standorten gehen direkt in einen flussbegleitenden Auwaldgürtel mit Grauerle und Weide über. Die Bregenzerachschlucht zeigt spätestens im goldenen Herbst ihr vielfältiges Waldmosaik. Hauptbaumart Esche stirbt Als zweithäufigste Laubbaumart Österreichs ist die Esche (Fraxinus excelsior) für die Waldwirtschaft und den Naturschutz unwidersprochen eine der wichtigsten Arten. Von den vier geschützten Waldlebensräumen in der Bregenzerache ist die Esche in drei Waldlebensräumen die vorherrschende Baumart. Seit 2005 befällt aber eine höchst aggressive Pilzkrankheit die Eschen in ganz Mitteleuropa. Die Sporen des „Falschen Weissen Stengelbecherchens“ (Hymenoscyphus fraxineus) befallen die Eschenblätter. Der Pilz dringt in Triebe und Zweige ein und schädigt Rinde und Baumholz. Dieses sog. „Eschentriebssterben“ wird durch welke Blätter, Nekrosen, Blattverlust und Wassertriebe augenscheinlich. Der Pilz befällt alle Altersklassen der Esche und führt entweder direkt oder indirekt durch Sekundärbefall von anderen Krankheiten (Hallimasch, Käfer etc.) letztendlich zum Absterben der Bäume. Akuter Handlungsbedarf Neben den waldbaulichen und ökologischen Folgeproblemen bilden die kranken oder abgestorbenen Eschen mit den faulen Wurzelstöcken auch eine erhebliche Gefahr. Die Haftung für solche Gefahrenbäume an Wegrändern trägt der Waldeigentümer. Gerade die Abschnitte entlang der Forstwege in Kennelbach und Doren werden von hunderten solcher Gefahrenbäume gesäumt. Mit der entsprechenden Frequenz durch Besucher/innen im Schutzgebiet besteht hier akuter Handlungsbedarf. 18 UMWELT Mehr zum Eschentriebssterben unter: www.esche-in-not.at Mehr zum Europaschutzgebiet unter: www.naturvielfalt.at/bregenzerachschlucht Die Forst- und Naturschutzexperten der Schutzgebietsbetreuung haben sich diesem Gefahrenthema nun gemeinsam angenommen. Mit den Behörden, Gemeinden und Waldeigentümern werden Gespräche für die weitere Vorgehensweise aufgenommen. Zwar muss das Gefahrenpotential entlang von Wegen entschärft werden, gleichzeitig aber die naturschutzfachliche Qualität des Schutzgebietes gewahrt bleiben. Die große Zahl von Grundeigentümer/innen, die Zugänglichkeit des Gebiets, der niedrige Holzpreis und die Sensibilität der Wälder machen die Maßnahmenplanung nicht einfach. Eine voreilige und unausgewogene Umsetzung könnte aber weitere Folgeprobleme (z.B. Hangrutschungen im labilen Gebiet) mit sich bringen. Die weitere Umsetzung muss gut geplant und mit allen Beteiligten abgestimmt werden. UMWELT 19 Standorte Altkleidercontainer in Wolfurt Abfall-App & Co: Nie wieder die Abfallabfuhr verpassen! Vermeiden, wiederverwenden, richtig entsorgen - der Vorarlberger „Abfall-Weg“ wird jetzt mit neuen Informationsmöglichkeiten deutlich komfortabler: Eine kostenlose Abfall-App fürs Handy erinnert an die persönlichen Abfalltermine und enthält viele Informationen zum Thema, auf www.abfallv.at sind die Informationen auch im Internet zu finden. Wann wird diesen Monat der gelbe Sack abgeholt? Wohin mit dem kaputten Trinkglas? Solche Fragen tauchen wohl in allen Haushalten auf. Hier bieten die Vorarlberger Gemeinden mit dem Umweltverband jetzt praktische Hilfe: Die kostenlose Abfall-App erinnert rechtzeitig an Abfuhrtermine, enthält den Abfallkalender der Gemeinden und bietet ein Abfall-Trenn-ABC. Sie ersetzt den bestehenden SMS-Erinnerungsservice, dort registrierte Personen werden in das neue System automatisch übernommen. Die Apps sind kostenlos in den jeweiligen „Stores“ erhältlich. Wer die Informationen lieber im Internet findet, ist auf www.abfallv.at gut aufgehoben. Jedes Jahr werden in Vorarlberg mehr als 3.000 Tonnen Kleidung über die Altkleidercontainer der Caritas gesammelt. Die Wolfurter Bevölkerung zählt zu den fleißigen Spendern, weshalb es bei den bisher verfügbaren Altkleidersammelstellen immer wieder zu Überläufen kommt. Besonders die Sammelstelle beim Vereinshaus ist sehr begehrt. Die orangen Sammelsäcke sind gratis im Rathaus erhältlich. Bitte stellen Sie bei Überlauf Ihren Sammelsack NICHT neben den Container. Wird die Kleidung nass, muss Ihre Spende womöglich entsorgt werden, da sie unbrauchbar ist. Werfen Sie Ihre Kleiderspende in diesem Fall bitte in den nächstgelegenen Sammelcontainer. Altkleidercontainer bei öffentlichen Sammelstellen: Vermeiden, wiederverwenden, richtig entsorgen Am besten ist es, von vornherein möglichst wenig Abfall entstehen zu lassen – dann gibt es nicht viel rauszutragen und wenig zu entsorgen. Ganz lässt sich Abfall aber nicht vermeiden. Umso wichtiger ist es, ihn richtig zu entsorgen: So können aus dem, was wir wegwerfen, wertvolle Rohstoffe und Energie gewonnen werden. Die zuständigen MitarbeiterInnen der Gemeinde stehen Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung. 20 UMWELT 1. „Im Kessel“ (gegenüber HNr. 5) - 2 Container 2. „Vereinshaus“ (Wälderstraße/Unterlinden) - 2 Container 3 „Im Dorf“ (Kellhofstraße, zwischen Schwanenmarkt und Radcult) - 1 Container 4. „Lauteracher Straße“ (neben Institut Huemer) - 2 Container 5. „Lerchenstraße“ (Höhe HNr. 35) - 3 Container 6. „Martinsweg“ (gegnüber HNr. 15) - 1 Container 7. „Bucher Straße“ - 2 Container 8. „Dammstraße/Bauhof“- 2 Container
  1. wolfurt
Wolfurt_Informa...mber_ Wolfurt 13.02.2020 13.02.2020, 09:48 Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight wolfurt IM DEZEMBER ES GRÜNT SO GRÜN Warum gerade jetzt ein Baum in die gute Stube soll. Seite 2 Blick ins Gemeindegeschehen Liebe Wolfurterinnen und Wolfurter, Weihnachten - ein Fest, das seit Jahrhunderten uns jedes Jahr wieder von Neuem in seinen Bann zieht. Unverkennbar, die Vorbereitungen auf das große Fest sind in vollem Gange. Angefangen von den festlich geschmückten Straßenzügen, Häusern und Geschäften. Oftmals fällt es uns genau in dieser Zeit schwer, dem Alltag zu „entfliehen“ – viele größere und kleinere Projekte, Planungen und Vorhaben stehen unmittelbar vor dem Abschluss und fordern somit unsere volle Energie. Umso mehr wünsche ich uns, dass es gelingt, besinnliche und erholsame Weihnachtsfeiertage im Kreise unserer Familie und Freunde zu erleben, und somit dem Sinn von Weihnachten noch mehr Raum zu geben. Denn Weihnachten ist dort, wo Zeit und Liebe verschenkt wird. In wenigen Tagen dürfen wir uns nicht nur frohe Weihnachten, sondern auch ein gutes neues Jahr wünschen! Zeit auch für uns als Gemeinde über das Jahr 2019 Resümee zu ziehen: Viele kleine und große Projekte, zahlreiche Veranstaltungen und Momente der Begegnung haben stattgefunden. Viele engagierte Menschen haben dazu beigetragen und somit unser Dorfleben bereichert. Es ist mir ein ganz besonderes Anliegen, mich bei all jenen zu bedanken, die zu einem guten Gelingen und harmonischen Miteinander beigetragen haben. Ein herzliches Dankeschön möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unseren öffentlichen Einrichtungen wie Rathaus, Bauhof, Bildungseinrichtungen und Sozialen Diensten aussprechen. Ein großer Dank gilt ebenso unseren Mandataren, Gemeinderäten und unserer Vizebürgermeisterin, sie alle haben durch ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft viel für unser lebenswertes Wolfurt beigetragen. In diesem Sinne wünsche ich uns allen schöne, erholsame und besinnliche Fest- und Feiertage und ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2020! Euer Bürgermeister Christian Natter 2 BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN Brauchtum „Weihnachtsbaum“ > Die Verwendung eines geschmückten Nadelbaumes hat keinen historisch nachweisbaren Anfang, sondern findet in Bräuchen verschiedener Kulturen ihren Ursprung. Immergrüne Pflanzen verkörpern Lebenskraft und Fruchtbarkeit, deshalb glaubten die Menschen früher, sich Gesundheit ins Haus zu holen, wenn sie ihr Zuhause mit grünen Pflanzen schmückten. > Die älteste schriftliche Erwähnung eines Weihnachtsbaumes wird in das Jahr 1527 zurückdatiert. Ein dekorierter Tannenbaum wurde erstmals in Bremen im Jahr 1597 erwähnt. > Anfangs konnten sich nur reichere Personen Tannenbäume leisten, da es in Mitteleuropa nur sehr wenige Tannenbäume gab. Erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren Tannen und Fichten auch für die anderen Schichten leistbar. > Der Weihnachtsbaum galt früher als ein bürgerliches Symbol und die katholische Kirche wehrte sich lange gegen diese Tradition. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Christbäume, wie sie nun häufig genannt werden, in katholischen Kirchen erlaubt. > Obwohl für die katholische Kirche die Weihnachtskrippe den größten symbolischen Wert hatte, nahm auch der Christbaum mit der Zeit einen großen Stellenwert ein. > Auch in Wolfurt war früher die Krippe ein wichtigeres Symbol. Erst ab ungefähr 1905 wurde der Christbaum hier bekannt. Die Weihnachtsgeschenke wurden ursprünglich in Wolfurt am Nikolaustag verteilt. > Das Christbaumloben ist in Vorarlberg, und auch in Wolfurt, eine bekannte und beliebte Tradition. Auch im letzten Quartal des Jahres 2019 gibt es wieder einiges zu berichten: angefangen von unserem traditionellen Geburtstagshock, unser neuer Wirt für unser Gasthaus Stern und das Weihnachtsmärktle am Schloss Wolfurt, um nur einige Höhepunkte hervorzuheben. Traditioneller Geburtstagshock in gemütlicher Runde Am Dienstag, den 15. Oktober war es wieder soweit: Gerne begrüßte ich die Geburtstagsjubilare der Monate Juli, August und September im Café Reichl zu einer geselligen Geburtstagsrunde! Als BürgermeSyntax Warning: Invalid Font Weight ister freue ich mich immer ganz besonders in einem würdigen Rahmen unseren Jubilaren die Glückwünsche persönlich überbringen zu dürfen. Bei einem Gläschen Sekt, Kaffee und Kuchen wurde wieder viel gelacht und das eine oder andere Gespräch über längst vergangene Zeiten geführt. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Geburtstagshock der Jubilare der Monate Oktober, November und Dezember am 14. Jänner 2020. Die schriftliche Einladung erfolgt zeitgerecht per Post. Eine neue Ära im Gasthaus Stern beginnt Im April dieses Jahres habe ich Sie informiert, dass Thomas Dellagiacoma und Sven Kaminski sich nach über 8 Jahren im Gasthaus Stern einer neuen beruflichen Herausforderung stellen. Umso mehr freut es mich, Sie nun darüber in Kenntnis setzen zu können, dass nach einer intensiven Ausschreibungszeit mit Jan-Steffen Braun ein neuer Wirt für unser Gasthaus im Herzen vom Strohdorf gefunden werden konnte. Jan-Steffen Braun ist gelernter Koch und hat in den letzten 13 Jahren in mehreren guten Häusern viel Erfahrung gesammelt. Seit Ende November hat unser Gasthaus Stern die Tore wieder geöffnet. Die ersten positiven Rückmeldungen zu unserem neuen Wirt machen bereits die Runde. Ich wünsche an dieser Stelle Jan-Steffen Braun und seinem Team einen guten Start und ein stets volles Haus! Mehr Informationen zum neuen Gastwirt finden Sie auf Seite 15. BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN 3 Das Schloss wird aus seinem „Dornröschenschlaf“ erweckt! In der Gemeindevertretungssitzung vom 29.05.2019 wurde das von der Schlossgruppe erarbeitete Nutzungskonzept vorgestellt – und einstimmig positiv beschlossen. Jetzt stecken wir in den Vorbereitungen. Ein kleiner Zwischenbericht. Wie bereits berichtet, war die Aufgabenstellung, aus den zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung und unterschiedlichen von Bürgern eingebrachten Nutzungsideen DIE passende für unser Wolfurter Schloss zu entwickeln. Die Gruppe lud mehrere Fachleute zum Gespräch, prüfte vorgelegte Konzepte und informierte sich bei mehreren Schlossbesichtigungen in Vorarlberg und den benachbarten Ländern. Die Rückmeldungen über die behutsame Vorgehensweise der Gemeinde Wolfurt und vor allem die über unser Schloss waren durchwegs sehr positiv. Es wurde festgestellt, dass es nicht unbedingt notwendig ist, sofort große Umbauten anzudenken, sondern den Nutzern die Möglichkeit zu geben, herauszufinden, was tatsächlich gebraucht wird. Die Räumlichkeiten können unter bestimmten Voraussetzungen so wie sie sind, vielfältig genutzt werden. Auch wurde festgehalten, dass das Schloss mit seiner außergewöhnlichen Lage von außen eine große Wirkung hat, die bei der Nutzung unbedingt mitberücksichtigt und verstärkt werden sollte. Themen wie die Zugänglichkeit, eventuelle neue (alte) Fußwege und Wandermöglichkeiten, attraktive Aufenthaltsbereiche, die für eine für alle zugängliche Gastronomie genutzt werden kann, wurden diskutiert und bewertet. Es wurde immer klarer, wie vielfältig unser Schloss mit dem Hang und der dazugehörigen Schmiede bespielt und vernetzt werden können. Und so ist ein grobes Nutzungskonzept entstanden unter dem Titel „Ein Schloss für die Wolfurter und Wolfurterinnen“. Die Eckpunkte: Das Schloss und seine Umgebung sollen öffentlich für jeden zugänglich sein, nicht nur exklusiv für eine besondere Gruppe oder Bevölkerungsschicht. Also kein Hotel, keine Wohnung, kein Gourmettempel. Es sollen öffentliche Veranstaltungen stattfinden, bei denen jeder kommen kann, z.B. Märktle, Konzerte, Ausstellungen, etc. Und es sollen auch geschlossene Veranstaltungen im und rund ums Schloss stattfinden können, wie kleinere Hochzeiten, Firmenveranstaltungen, Seminare, etc. Damit dies umgesetzt werden kann, muss einiges im Schloss angepasst werden. Was wurde bereits in Auftrag gegeben: Die Planung des Außenbereichs: - Prüfung, wie eine interessante Durchwegung des Hanges und die attraktive Verbindung in den Ippachwald aussehen kann - Definition von Aufenthaltsmöglichkeiten und Plätzen rings ums Schloss Wasser- und KanalanscSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight hluss: - Prüfung der Quellen, die momentan noch das Schloss mit Wasser versorgen, was jedoch für die heißen Sommermonate und eine öffentliche Nutzung zu wenig ist - Prüfung der Anschlussmöglichkeiten des Schlosses an die öffentliche Trink wasser- und Kanalversorgung - Löschwasserversorgung für den Brandfall Sanitär- und Stromanlagen im Gebäude: - Prüfung der Funktionsfähigkeit und Sicherheit der elektrischen Ausstattung - WC-Anlagen für größere Gruppen – innen und/oder außen Verkehrskonzept: - Es wird überprüft, wie die zukünftige Anfahrt zum Schloss organisiert werden kann: Kapazität der Straße, Parkplätze, Einrichtung eines Shuttledienstes etc. Die nächsten Schritte: > Entwicklung einer „Stellenbeschreibung“ bzw. Geschäftsmodells für einen geeigneten Betreiber > Ausschreibung > Umstrukturierung der bestehenden Küche in eine Cateringküche > Sicherheitsvorkehrungen rund ums Schloss: Absturzsicherungen, Begehbarkeit der Anlage Es gibt zwar noch einiges zu tun, aber wir sind zuversichtlich, dass im neuen Jahr in unserem Schloss die eine oder andere Veranstaltung stattfinden wird und dass es jetzt tatsächlich aus seinem jahrhundertelangen Dornröschenschlaf erwachen kann. Wir freuen uns und halten euch, liebe Wolfurterinn und Wolfurter, auf dem Laufenden. Vizebgm. Angelika Moosbrugger – für die Schlossgruppe 4 BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN Schloss Wolfurt erwacht für das 2. Weihnachtsmärktle aus seinem jahrhundertelangen Dornröschenschlaf - auch dieses Jahr lud die Marktgemeinde Wolfurt am zweiten Adventswochenende zum Schloss-Weihnachtsmärktle ein. Für mich war es heuer mein erster Weihnachtsmarkt auf Schloss Wolfurt, umso mehr erfüllte es mich mit großer Freude, zu sehen wie viele Besucher der Einladung gefolgt sind. Das Schloss-Weihnachtsmärktle bot auch dieses Jahr für die 10 Aussteller und die zahlreichen Besucher eine wunderbare Kulisse für einen Weihnachtsmarkt der ganz besonderen Art. Den Besuchern wurde mit Christbaumschmuck, Drechselarbeiten aus Holz, weihnachtlichen Blumenschmuck, Filzarbeiten, Gestricktes, Holz- und Metallarbeiten, Marmeladen, Kräutersalze und vieles mehr, ein kleiner aber feiner Markt geboten. Auch das leibliche Wohl kam bei Kaffee und Kuchen, weihnachtlichen Getränken, Raclettebrot, Hotdogs, der Maronilok und der klassischen Bratwurst nicht zu kurz. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Aussteller und vor allem meinem Rathaus-Team und den Mitarbeitern vom Bauhof für die liebevolle Gestaltung und Organisation – und nicht zuletzt an Sie, liebe Besucher, dass Sie so zahlreich der Einladung gefolgt sind und somit dem Markt ein ganz besonderes Flair verliehen haben. Bürgermeister Christian Natter BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN 5 So erfassen Sie Ihre Verlustmeldung einfach online www.fundamt.gv.at BürgerInnen können auf www.fundamt.gv.at selbst orts- und zeitunabhängig nach verlorenen Gegenständen suchen. Bei der Suche werden alle teilnehmenden Regionen und Unternehmen berücksichtigt (lediglich Kennelbach und Schwarzach arbeiten nicht mit dieser Homepage). Das erhöht die Trefferquote wesentlich, da man oft nicht weiß, wo man etwas verloren hat oder wo der Finder den Gegenstand abgegeben hat. Wird der Gegenstand nicht gefunden, kann sofort eine Verlustmeldung gespeichert werden, die bei der zukünftigen Erfassung von Fundgegenständen automatisch berücksichtigt wird und bei einem Treffer eine entsprechende Verständigung auslöst. Ihr Vorteil: Wenn Sie eine Verlustmeldung online speichern, können Sie sicher sein, dass sich das Fundamt Wolfurt bei Ihnen telefonisch oder per Mail meldet, sobald ein auf Ihre Beschreibung passender Gegenstand im Fundamt abgegeben wird. Anleitung zur Erstellung einer Verlustmeldung: Kostenlose Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren Die kostenlosen Beratungs-Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren werden von der Wolfurter Bevölkerung gerne in Anspruch genommen, daher wird dieses Beratungsangebot wie folgt fortgesetzt: Sprechstunden Rechtsanwälte von 18:00 - 20Syntax Warning: Invalid Font Weight :00 Uhr Mittwoch, 08. Jänner 2020, Dr. Claus Brändle Mittwoch, 05. Februar 2020, Dr. Gabriele Meusburger-Hammerer Sprechstunden Notar von 18:00 - 19:00 Uhr Mittwoch, 22. Jänner 2020, Dr. Kurt Zimmermann Die Sprechstunden finden jeweils im Rathaus Wolfurt statt. Notariatsverteilung bei Todesfällen Zur Abwicklung der Verlassenschaften nach Todesfällen von Familienangehörigen wurde vom Bezirksgericht Bregenz unter Vorbehalt im Jänner 2020 folgender Notar nominiert: 1. Öffnen Sie www.fundamt.gv.at 2. Wählen Sie den Button „Verloren“ und klicken Sie auf „zur online Suche“. 3. Füllen Sie das Formular aus (Kategorie, Verlustort, Umkreis, Datum „zuletzt gesehen am“ sowie ein Stichwort ist dabei zu befüllen). Wählen Sie ein sehr allgemein Bregenz: Dr. Gerhard Mayer gehaltenes Stichwort 4. Klicken Sie auf „Suchen“ 5. Prüfen Sie die Suchergebnisse (bei einer Übereinstimmung mit Ihrem Verlustgegenstand können Sie mit Klick auf „Infoblatt“ weitere Details überprüfen). Kostenlose Beratung in 6. Am Ende der Suchergebnisse finden Sie einen Link „Verlustmeldung erstellen“ 7. Befüllen Sie nun das Formular und geben Sie in jedem Fall Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse an (bitte prüfen Sie regelmäßig Ihren Spam-Ordner!). 8. Bitte geben Sie Ihr Einverständnis zur Datenübermittlung (Kontrollkästchen) 9. Klicken Sie auf „Absenden“ und die Verlustmeldung ist gespeichert. Richard Richter, der gerichtlich beeidete Ortssachverständige für Immobilien, wird Hinweis: sein Wissen und seine Berufserfahrung Sämtliche Verlustgegenstände werden 1 Jahr lang im Fundamt aufbewahrt. Nach den Bürgern und Bürgerinnen kostenlos Ablauf eines Jahres geht der Verlustgegenstand entweder an den Verlustträger zu folgenden Beratungsterminen zur Veroder wird vernichtet. fügung stellen: Grundstücks- und Immobilienangelegenheiten Rathaus Wolfurt, 18:00 - 20:00 Uhr Weiterer Kontakt: dunja.preuss@wolfurt.at, Tel.: 05574 6840-26 6 AUS DEM RATHAUS Mittwoch, 25. März Heizkostenzuschuss 2019/2020 Der Heizkostenzuschuss kann im Zeitraum vom Montag, den 21. Oktober 2019 bis Freitag, den 14. Februar 2020, Montag - Donnerstag von 08:00 - 12:00 Uhr und von 14:00 - 16:00 Uhr und Freitag von 07:30 - 13:00 Uhr beim Marktgemeindeamt Wolfurt im Bürgerservice beantragt werden. Jede Person mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde bzw. jeder Haushalt erhält auf Antrag, sofern nicht bereits eine Unterstützung aus Mitteln der Mindestsicherung oder Grundversorgung erfolgt und die jeweilige Einkommensgrenze nicht überschritten wird, für die Heizperiode einmalig 270 €. In diesen Beträgen ist eine allfällige Wohnbeihilfe bereits enthalten. In der nachstehenden Übersicht sind die voraussichtlich häufigsten Haushaltskonstellationen aufgelistet: Anzahl Erwachsene (alleinstehend, alleinerziehend, Ehepaar, Lebensgemeinschaft oder sonst max. 2 E) Anzahl Kinder bzw. weitere Erwachsene Personen im Haushalt Mtl. Netto-Einkommen bis höchstens Euro Mtl. Nettoeinkommen + 10 % in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen (Härtefall) 1 2 - 1.195,-- - 1.762,-- 1.315,-1.938,-- 1 1 1 1 1 1 1.465,-- 2 1.675,-- 3 1.885,-- 4 2.095,-- 5 2.305,-- 1.612,-1.843,2.074,-2.305,-2.536,-- 2 2 2 2 2 1 1.972,-- 2 2.182,-- 3 2.392,-- 4 2.602,-- 5 2.812,-- 2.169,-2.400,-2.631,-2.862,-3.093,-- Als Einkommen gelten alle Einkünfte aus selbständiger Arbeit, aus nicht selbständiger Arbeit, aus Gewerbebetrieb, aus Land- und Forstwirtschaft sowie aus Vermietung und Verpachtung. Zum Einkommen zählen somit insbesondere Löhne, Gehälter, Renten, Pensionen, Leistungen aus der Arbeitslosen- und der Krankenversicherung, weiters Wohnbeihilfen, Unterhaltszahlungen jeglicher Art, das Kinderbetreuungsgeld und Lehrlingsentschädigungen. Ebenso stellen Zivildienstentschädigungen und Grundwehrdienerentgelt Einkommen dar. Sämtliche Einkommen bzw. zu leistende Unterhaltszahlungen sind durch aktuelle Unterlagen (z.B. Pensionsbezugsabschnitt, Gehaltszettel, Kontoauszug, Wohnbeihilfebestätigung) nachzuweisen. PersSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight onen (Haushalte), die Unterstützung aus der offenen Mindestsicherung für den Lebensunterhalt oder Wohnbedarf erhalten oder einen solchen Anspruch während der Aktionsperiode erwerben, kann von der Bezirkshauptmannschaft auf Antrag einmalig ein Heizkostenzuschuss gewährt werden. Für weitere Fragen wenden Sie sich gerne an den Bürgerservice unter Tel. 05574 6840-0. Bürgermeisterund Wohnungssprechstunden Sprechstunden von Bürgermeister Christian Natter Mittwoch, 08. Jänner 2020 Mittwoch, 22. Jänner 2020 Mittwoch, 05. Februar 2020 Wohnungssprechstunden von Gemeinderat Michael Pompl Mittwoch, 18. Dezember 2019 Mittwoch, 15. Jänner 2020 Mittwoch, 29. Jänner 2020 Mittwoch, 19. Februar 2020 Die Sprechstunden finden jeweils im Rathaus Wolfurt von 18:00 - 19:30 Uhr statt. Neue Mitarbeiterin im Gemeindeamt Seit November 2019 unterstützt Isabella Lässer die Finanzabteilung im Rathaus. Isabella ist Jahrgang 1982, verheiratet und hat zwei Söhne. Sie war 13 Jahre lang bei der Gemeinde Buch als Gemeindesekretärin und Buchhalterin beschäftigt. Vorerst beginnt Isabella mit einer 30%-Beschäftigung. Sie wird die Finanzabteilung im Hinblick auf die Umstellungen zur VRV, Finanzverwaltung Hofsteig und zur Schaffung von Vertretungsmöglichkeiten verstärken. AUS DEM RATHAUS 7 „800-Jahre-Wolfurt“ Gewinnspiel Die Gewinnerin des 5. Gewinnspiels ist: Rosemarie Schwärzler. Der gesuchte Ort war das Schloss Wolfurt. Die Bewerbungsfrist läuft! Sportlerehrung 2020 Zu finden ist es am Hang des Steußberges. Genauer gesagt handelte es sich um einen Ausschnitt des Wehrganges. Der Turm wird in das 1. Viertel des 13. Jahrhunderts zurückdatiert. Durch die senkrecht stehenden Steine (genannt Orthostaten) des Bruchsteinmauerwerks im südwestlichen Teil des Bergfrieds konnte die Mauer auf diesen Zeitraum datiert werden. Das Schloss Wolfurt hat für unsere Gemeinde einen starken Wahrzeichencharakter. Es wurde erstmals 1353 urkundlich erwähnt mit einer Belehnung durch Kaiser Karl IV. an Hugo Konrad und Egli von Wolfurt. 1706 wurde der Palas durch einen Brand fast komplett zerstört und wieder neu aufgebaut. Danach gab es im Laufe der Zeit zahlreiche Zu- und Umbauten. 2017 wurde das Schloss durch die Gemeinde erworben. Die richtige Lösung bitte bis spätestens Freitag, 31. Jänner 2020 an die E-Mail tina.huetterer@wolfurt.at mit dem Betreff „Gewinnspiel“ einsenden. Gerne würden wir die verdienten Sportler/innen aus Wolfurter Vereinen Der Gewinner wird in der nächsten Wolfurt-Information sowie am 16.02.2020 auf und Wolfurter/innen, die in auswärti- Facebook und auf der Gemeinde-Webseite bekannt gegeben. gen Vereinen sportliche Erfolge in den Aus allen Zusendungen mit dem richtigen Lösungswort, wird nach Einsendeschluss Jahren 2018 und 2019 hatten, ehren! Die Voraussetzungen dafür sind: > Landesmeister/in im Einzelsport nur 1. Rang > ÖM bzw. Staatsmeister/in im Einzelsport 1. bis 3. Rang > ÖM im Mannschaftssport, wenn mindestens noch aus weiteren vier Bundesländern Starter/innen dabei waren nach BSO > Teilnehmer an der Olympiade, EYOF, WM oder EM > Besondere Leistungen Wir bitten um eine kurze Rückmeldung bis spätestens 15. Jänner 2020! Kontakt bei Interesse: Tina Hütterer, Tel. 05574 6840-30, tina.huetterer@wolfurt.at Bei Fragen können Sie sich gerne an GR Christine Stark, Tel. 05574 6840-903 wenden. 8 AUS DEM RATHAUS ein Gewinner gezogen und anschließend benachrichtigt! Der Gewinner erhält eine Hofsteigkarte im Wert von 100 €. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Verspätete Einsendungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel wird automatisch der Veröffentlichung des Namens in den Gemeindemedien (Webseite, Facebook und Wolfurt-Information) eingewilligt. 6. Frage: UM WELCHES GEBÄUDE HANDELT ES SICH? Aktuelles vom Gemeindevorstand Ein kurzer Überblick der Gemeinderäte über aktuelle Geschehnisse, neue Projekte, Änderungen, o.Ä. Gemeinderätin für Bildung und Kultur Gemeinderätin für Soziales Miteinander Gemeinderat für Mobilität, Umwelt, e5 ANGELIKA MOSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight OSBRUGGER YVONNE BÖHLER ROBERT HASLER > Organisation der Weihnachtspakete und Verteilung Am Jahresende wird das jeweilige Bud> Babysitter*innenkurs get für das kommende Jahr erstellt. Ein Mehr Infos dazu auf S. 41. kleiner Auszug aus den Plänen im Aus> Umstellung, Organisation und Verteischuss Bildung und Kultur: lung der Geburtenpakete > Adaptierung der Ausweichklassen (alte Musikschule) in ein Familienzentrum > Elternzufriedenheitsbefragung > weitere Förderung der Kulturschaffenden Vereine > großes Eröffnungsfest im Campus Bütze am 20. Juni 2020 > Straßenbeleuchtung mit Köpfchen Die sensorgesteuerte Beleuchtung ist zu Nachtzeiten in Energiesparmodus geschaltet und reagiert auf Bewegung. Da die einzelnen Sensoren untereinander kommunizieren, können die Straßenleuchten vorauseilend auf ein höheres Lichtniveau gebracht werden. Ca. 220 Lichtpunkte wurden in Wolfurt bereits umgestellt. Gemeinderat für Infrastruktur PAUL STAMPFL Gemeinderätin für Jugend, Sport, Eigenverantwortung CHRISTINE STARK > Sportlerehrungen im Frühjahr 2020 Mehr Informationen dazu auf S.8 > Kanalbefahrung der Haushaltsanschlüsse im Bereich Brühlstraße > Einarbeitung von Stammdaten zur Betriebsführung von Kanal und Wasserversorgung > GIS Schulungen und Integration verschiedener Kataster in eine zentrale Geodatenbank > Finalisierung der Umsetzungsprojekte und Budget für das Jahr 2020 Gemeinderat für Wohnen, Zusammenleben MICHAEL POMPL > Abschluss Wohnbaukonzept > Vorbereitung Fest der Begegnung > Definition Mietkaufwohnungen Brückenweg und Vergabe Mietwohnungen > Planung Ausschusstermine bis April 2020 AUS DEM RATHAUS 9 Was tut die Gemeinde für dich? Betreuung, Organisation und Gestaltung Wie alt ist der/die älteste von Konzerten, Arrangieren von Musik- Schüler/in und wie alt der/die jüngste? stücken, Ensembleproben, Werbe- 76 Jahre und 4 Jahre. aktionen, Konferenzen, Besprechungen, Fortbildungsveranstaltungen, allgemeine Welche Instrumente werden angeboten? Elementare Musikpädagogik 1+2, Piccolo, bürokratische Arbeiten, etc. Querflöte, Klarinette, Saxofon, Oboe, Horn, Fagott, Trompete, Flügelhorn, Posaune, Welche Bereiche werden noch von Tenorhorn, Bariton, Tuba, Klavier, E-Piano, Wie viele Mitarbeiter/innen der Musikschule betreut? hat die Musikschule? Unsere Musikschüler/innen, Tanzschüle- Akkordeon, Steirische Harmonika, KeyDie Musikschule hat 55 Mitarbeiter/innen. rinnen, diverse Ensembles, 3 Orchester board, Violine, Viola, Cello, Kontrabass, (klein, mittel groß), diverse Workshops, Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Ukulele, SchlagWelche Arbeitsbereiche gibt Theoriekursschüler, div. Vocalgruppen, zeug, Percussion, Gesang klassisch und modern, Ballett, Hip-Hop, Stepptanz, Moes in der Musikschule? Musikvereine. dern Jazz Dance, Kreativer Kindertanz. Zu den Arbeitsbereichen gehören: Lehrer/in, Direktion, Sekretariat, Hausmeister, Wie viele Schüler/innen sind Welches Instrument wird am häufigsReinigungskraft. in der Musikschule? Momentan sind bei uns 1670 Schüler/innen. ten als Einstiegsinstrument gewählt? Die Gitarre. Nicht bekannt, aber trotzdem so Musikschule am Hofsteig wichtig: Welche Arbeiten werden „nebenzu“ noch erledigt? Wie viele Schüler/innen betreut ein/e Lehrer/in im Durchschnitt? Wie viele Auftritte finden ungefähr in Unterrichtsvorbereitung und Nachbe- Ein/e Lehrer/in betreut durchschnittlich einem Jahr statt? In einem Jahr sind ca. 85 Veranstaltungen. reitung, Wettbewerbsvorbereitung und 33 Schüler/innen. 10 GEMEINDEPANORAMA Verschenken Sie ein wenig „Heimat“ Wolfurter Köpfe Siegfried Heim Wolfurter Wasserkaraffen Karaffe 1 Liter im edlen Design in Kristallglasausführung inkl. Gravur. Einen Wasserkrug erhalten Sie zum Preis von 15 €/Krug im Rathaus beim Bürgerservice. Wolfurter Bücher Wie hat Wolfurt früher ausgesehen? Wie hat sich unsere Gemeinde verändert? Wer war der Wolfurter Lorenz Böhler? Wie sieht die Geschichte der Pfarre aus? Diese und mehr interessante Fakten und schöne Fotos finden Sie in den Wolfurter Büchern! Die Bücher erhalten Sie im RaSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight thaus beim Bürgerservice. Weitere Informationen und Preise können gerne bei Selina Huter, Tel. 05574 6840-10 erfragt werden. Was mache ich für die Gemeinde? Ich war Hauptschuldirektor, Gemeinderat und GemeindeHistoriker. Beispielsweise war ich als Heimatforscher der Gründer und Herausgeber der Heimat-Hefte. 2001 wurde mir der Ehrenring verliehen. Meine Lieblingserinnerung an oder mit Wolfurt ist? Ich erinnere mich gerne an den Wald, das Ried und das Schloss. Mein absoluter Lieblingsplatz in oder um Wolfurt ist? Und warum? Meine Lieblingsplätze sind der Jochums Bühel und der Ippachwald. Die Natur rund um Wolfurt ist sehr schön. Was sollte man in und um Wolfurt unbedingt einmal besucht oder gemacht haben? Die Natur: die Bühel, das Ried und auch das Schloss. Beschreibe Wolfurt mit einem Wort? Heimat. „Wir möchten uns auch auf diesem Wege nochmals ganz herzlich bei Siegfried Heim bedanken, der uns seit Jahrzehnten sein Wissen zur Verfügung stellt. Die von ihm herausgegebenen Heimat-Hefte sind ein wichtiger Beitrag zur Dokumentation der Geschichte unserer Gemeinde. Siegfried war lange Zeit unser engagierter Gemeindearchivar, der unter anderem auch zahlreiche heimatkundliche Vorträge gehalten hat. Und auch dieses Jahr hat Siegfried uns mit Informationen zu den verschiedensten Brauchtümern in Wolfurt tatkräftig unterstützt.“ Bürgermeister Christian Natter und Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger GEMEINDEPANORAMA 11 Das war der Herbstmarkt 800-Jahre-Wolfurt Trotz des mäßigen Herbstwetters, war der Wolfurter Herbstmarkt außerordentlich gut besucht. 12 GEMEINDEPANORAMA Auch heuer wurde als Eröffnung des Herbstmarktes der bereits traditionelle Apfelstrudel von (v.l.n.r.) Michael Fitz (Schwanenbäckerei), Bgm. Christian Natter, Barbara Stanzel (Sparkasse), Michael Felder (Sparkasse), Pfarrer Marius Dumea und Walter Eberle (Obmann Wirtschaft Wolfurt) angeschnitten. Der Erlös des meterlangen, in der Schwanenbäckerei von Hand zubereiteten und von engagierten Pfadfinder/innen verkauften Strudels, kommt dem Kinderheim St. Josef in Rumänien zugute. Passend zum Jubiläumsjahr gab es auch einen Apfelstrudel in der Form der Zahl 800. Umrahmt wurde die Markteröffnung von der Bürgermusik Wolfurt, die mit einer Gruppe von Turmbläsern das Motto „800-Jahre-Wolfurt“ kreativ umsetzte. Die Bürgermusik lud zum Verweilen beim Frühschoppen ein und sorgte für gute Stimmung. Passend zum diesjährigen 800. Namenstag von Wolfurt wurde auch der Herbstmarkt unter das Motto 800-Jahre-Wolfurt gestellt. Es gab einen bunten Mix von Anbietern und ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt im Dorfzentrum. Die Kleinen hatten beim bunten Kinderprogramm mit dem Kinder-Armbruststand, dem OGV, dem Weltladen, dem WaWa, dem RHCW, beim Feuerwehrsteiger und vielem mehr viel Spaß. Das abwechslungsreiche 800-Jahre-Programm wurde durch einen mittelalterlichen Schmied, eine Glasbläserin, einem Photomat mit Kostümen aus dem Mittelalter (betreut durch das Fototeam Digital), Erinnerungsmünzen zum selber prägen und den Zauberer Albi vervollständigt. Wir möchten uns bei allen Vereinen, Ausstellern und Besuchern herzlich bedanken. Unser Herbstmarkt war wieder ein toller Treffpunkt und ein schönes Dorffest! GEMEINDEPANORAMA 13 Ich erweitere meine Praxiszeiten und freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme! Praxiseröffnung Monika Frick Shen Shiatsu ab Jänner 2020 in der Naturheilpraxis Doris Jäger in Wolfurt 6922 Wolfurt, Frickenescherweg 5 Was ist Shiatsu? Shiatsu ist eine Kombination aus traditioneller asiatischer Akupressur und moderner, westlicher Massage. Mit sanften Techniken können Verspannungen gelöst werden und die Beweglichkeit der Gelenke wird verbessert. Shiatsu fördert den Energiefluss und löst körperliche und seelische Blockaden. Ihre Selbstheilungskräfte werden aktiviert und Ihr Immunsystem wird gestärkt. Gerade bei Erkältungsneigung, Nervosität, Stress und als Burnout-Prophylaxe eine ideale Therapie. Shiatsu hat eine ausgleichende Wirkung auf die Herzfrequenz und die Atmung. Dies fördeSyntax Warning: Invalid Font Weight rt die Verdauung und einen gesunden Schlaf. Es kommt zu einem ganz neuen Körpergefühl und tiefe Entspannung und innere Ruhe stellen sich ein. Ich habe 2013 meine 3 ½ jährige Ausbildung in Graz erfolgreich abgeschlossen und bin seitdem als Diplom-Shiatsu-Praktikerin tätig. Mein Interesse gilt insbesondere den Menschen und ihrem körperlichen und seelischen Wohlbefinden, und so habe ich zusätzlich mit der 2-jährigen Ausbildung zur Yoga-Lehrerin von 2017 - 2019 eine Möglichkeit gefunden, dieses Wohlbefinden zu fördern und beide Ausbildungen miteinander zu kombinieren. Weiters biete ich an: Dorntherapie, Breuss-Massage, SchröpfMassage, Reiki, Smovey-Workouts. Mag. Peter David Reinelt, MSc Praxis für Psychologie und Psychotherapie T +43 650 3706411 • peterdavidreinelt@chello.at www.praxisgemeinschaft-wolfurt.at JETZT Hofsteigkarte schenken! Wenn ich Ihr Interesse geweckt habe, und Sie Ihrem Körper und Ihrer Seele etwas Gutes tun wollen, dann vereinbaren Sie doch gleich heute noch einen Termin bei mir. Ich freue mich sehr auf Sie! Tel. +43 676 9394387 oder senden Sie mir eine Nachricht unter: www.shiatsu-monika.at. Vorabinfo Shiatsu-Infoabend: Ende Jänner 2020 Yoga-Kurs: Frühjahr 2020 14 WIRTSCHAFT Erhältlich in den Raiffeisen-, Sparkassen- und Hypobanken der Region Hofsteig. Den OMV-Tankstellen in Wolfurt und Hard. Sowie im Hofsteigkarten-Büro Montfortplatz 6, 6923 Lauterach. www.hofsteigkarte.at Eröffnung Gasthaus Stern Ab Anfang Dezember führt Küchenchef Jan-Steffen Braun im Gasthaus Stern in Wolfurt Regie über Töpfe, Pfannen und Co. Seit 2008 verführt er seine Gäste mit ehrlichen und deliziösen Speisen und Gerichten in renommierten Hotels und Gastronomiegaststätten. Der 31-jährige gebürtige Deutsche machte auch in seinen Urlauben nicht Halt und absolvierte dort zwei Praktika. Bodenständige Gaumenfreuden, feine Gerichte mit regionalem Einfluss, zubereitet mit vorwiegend heimischen Produkten gepaart mit dem einladenden Gastgarten inkl. Blick auf das Schloss Wolfurt, bilden die idealen Zutaten für einen unvergesslichen Restaurantbesuch. Sein Credo - „Meine Gäste von Jung bis Alt sowie Familien bis Vereine, sollen sich bei uns wohl und persönlich betreut fühlen“ - wird von seinem Team mit großer Leidenschaft und höchster Kompetenz umgesetzt. Das Gasthaus Stern ist ein gutbürgerliches Lokal mit zeitgemäßem Ambiente und einem schönen Gastgarten, welches Ungezwungenheit und Lebensfreude ausstahlt; etwas Besonderes eben. Jan und sein eingespieltes Team freuen sich, Sie, Ihre Freunde und Familie begrüßen zu dürfen. Sie haben Ihre Weihnachtsfeier noch nicht geplant? Dann zögern Sie nicht - Reservierungen telefonisch unter: T 05574 71405, M +43 664 5103 735 Weltladen-Eröffnung Zahlreiche Wolfurterinnen und Wolfurter ließen sich die Eröffnung vom WELTLADEN am neuen Standort nicht entgehen. Der WELTLADEN Wolfurt ist mit der Neueröffnung mehr ins Zentrum gerückt. Und möchte damit noch präsenter, in unserer Marktgemeinde, aber auch für unsere Nachbargemeinden sein. Der Welt-Fair-Ein ergriff kurzerhand die Chance sich am neuen Standort zwischen Schwanenmarkt und Elektro Fink mit seinen fair gehandelten vielfältigen, hochwertigen Lebensmitteln und Geschenks-Artikeln aus aller Welt neu einzurichten. Nach den Umbauten konnte der Welt-Fair-Ein, an einem der letzten warmen Herbstsamstage am 12. Oktober, zur feierlichen Eröffnung in die Kellhofstraße 10 einladen. Umrahmt mit Live Musik von den „Bartlis“ sowie köstlichem fairtrade Curry und selbst gebackenen Kuchen wünschte Bürgermeister Christian Natter dem Vereinsobmann Bruno Bildstein, der neuen Geschäftsführerin Simone Ecker und dem Weltladen-Team einen guten Start und viel Erfolg. Auch Diakon Rikard Toplek segnete bei Kaiserwetter die neuen Verkaufsräume, die bei den zahlreichen Kundinnen und Kunden für viel Anklang sorgen. Mit einer Verköstigung der neuesten Schoko-Kreationen von Zotter ist den Besuchern der Tag versüßt worden, und mit dem Einkauf unserer Produkte ist ein wichtiger Beitrag zur UnterstüSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight tzung kleinbäuerlicher Strukturen in benachteiligten Regionen der Erde geleistet worden. Das bedeutet konkrete Hilfe in den Ländern des Südens und schafft Zukunftsperspektiven. Unsere Fair-Leih-Scheine sind übrigens noch im WELTLADEN erhältlich. WIRTSCHAFT 15 Das Kanalsystem in Wolfurt Unsere Kanalisation ist ein Netz aus unterirdisch verlaufenden Rohrleitungen, Schächten und diversen Sonderbauwerken. Das Gesamtsystem besteht aus der öffentlich betriebenen Ortskanalisation und den privaten Anschlusskanälen, die zur Ableitung der privaten Abwässer in die öffentliche Kanalisation dienen. Die Länge des öffentlichen Kanalnetzes der Gemeinde Wolfurt beträgt über 66 km. Die Länge der privaten Anschlusskanäle dürfte im Bereich des zwei- bis dreifachen liegen. Das Abwassersystem dient der flächendeckenden Erfassung und Ableitung unserer Abwässer in den Verbandssammler und die Abwasserreinigungsanlage (ARA-Hofsteig), die sich in der Gemeinde Hard befindet. Beides wird in Gemeindekooperation durch den Wasserverband Hofsteig betrieben. Im Rahmen der gesetzlichen und förderrechtlichen Vorgaben ist die Marktgemeinde Wolfurt verpflichtet die öffentliche Ortskanalisation zu errichten, regelmäßig auf Dichtheit zu überprüfen und im Schadensfall zu sanieren. Damit soll sichergestellt werden, dass Grundwasserverunreinigungen und -eintritte verhindert werden. Sorgfaltspflicht der Grundstücksbesitzer Die gleiche rechtlich bindende Sorgfaltspflicht gilt auch für die privaten Kanalanlagen. Der Grundstückseigentümer ist zuständig für den Bau, Erhalt und Betrieb des Anschlusskanals und verantwortlich für die Dichtheit bis zum Anschlusspunkt in die öffentliche Kanalisation. Dies ist im Regelfall der Übergabeschacht auf dem privaten Grundstück. Zu beachten ist, dass der private Anschlusskanal bis zum Anschlusspunkt in den öffentlichen Kanal auch über mehrere private Grundstücke verlaufen kann und somit nicht im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde liegt! Wird der Hausanschlusskanal nicht fachgerecht errichtet, können Undichtheiten entstehen. Verengungen und störende Bauteile können die Funktionstüchtigkeit ebenfalls beeinträchtigen und zu Verstopfungen führen. Ist die Dichtheit nicht mehr gegeben, besteht die Gefahr, dass durch austretendes Abwasser das Grundwasser verunreinigt wird. Tritt umgekehrt Regenwasser oder Grundwasser ein, können große Wassermengen in die Kanalisation gelangen und diese überlasten. Sollte durch austretendes Abwasser die öffentliche Wasserversorgung im Wasserschutzgebiet oder benachbarter Grundstücke verunreinigt werden, muss der Verantwortliche mit einem verwaltungsrechtlichen Verfahren nach dem Wasserrechts- 16 UMWELT gesetz und zivilrechtlichen Schadenersatzforderungen rechnen. Wurde keine Schutzvorrichtung gegen Rückstau aus dem öffentlichen Kanal eingebaut, können bei einem Starkregenereignis die privaten Kanalabschnitte eingestaut werden. Das aufgestaute Abwasser kann über die Hauskanalanlage bis in die Gebäude gelangen. Wird die Hauskanalanlage nicht regelmäßig kontrolliert und gewartet, können bereits aufgetretene Undichtheiten oder Gefahren für Verstopfungen (z. B. durch Fettablagerungen) nicht rechtzeitig erkannt werden. Kleine Schäden sind oft einfach und kostengünstig zu beheben, werden diese nicht frühzeitig erkannt kann dies zu größeren, kostenintensiven Schäden führen. Werden Stoffe über die Hauskanalanlage entsorgt, die nicht in den Kanal gehören, kann die Funktionsfähigkeit von Rohrleitungen, Schächten oder Pumpwerken in der öffentlichen Kanalisation beeinträchtigt oder verhindert werden. Das Entsorgen von Speisefetten führt zu Verstopfungen, Lebensmittelreste sind attraktive Nahrungsmittelangebote für Ratten. Der zunehmende Instandhaltungsaufwand bewirkt hohe Wartungs- oder Reparaturkosten, welche wiederum durch höhere Gebühren abgedeckt werden müssen. Verpflichtungen und Aufgaben der Grundstückseigentümer > Bekanntgabe der Errichtung einer Hauskanalanlage mittels Bauanzeige oder im Zuge eines BaubewilligungsantragSyntax Warning: Invalid Font Weight es > Kanalanlage mit Nachweis der Dichtheit des Kanals (Dichtheitsprüfung und Attest muss durch ein befugtes Unternehmen erfolgen) Befahrung und Erfassung privater Hausanschlüsse Um den Zustand und die Lage des gesamten Abwassersystems digital abbilden zu können, werden neben der Ortskanalisation auch erstmalig die privaten Hauskanäle mittels optischer Dichteprüfung, d. h. durch Befahrung mit einer Kanalkamera, geprüft und in einem digitalen Kanalkataster erfasst. Die Kosten für diese Ersterfassung werden von der Gemeinde Wolfurt getragen. Die ersten Abschnitte im nördlichen Ortsgebiet wurden bereits befahren. Nach Vorliegen der Ergebnisse werden betroffene Grundstücksbesitzer über Art, Lage und Umfang eventueller Schäden informiert. Allfällige Kosten für die Reinigung, Instandhaltung und Sanierung des Haushaltsanschlusses sind im Rahmen der Sorgfaltspflicht als Eigentümer selbst zu tragen. > Wartung und Instandhaltung durch regelmäßige Zustandsprüfung, Reinigung und Sanierung bei Undichtheit > Sicherung gegen Rückstau aus dem öffentlichen Kanalnetz Die Überprüfung der privaten Hauskanalanlage kann mittels Kamerabefahrung durchgeführt werden und gibt unverzüglich Aufschluss über Art und Umfang eventueller Schäden und deren Lage. Optional kann ein bestehender Kanal auch abgedichtet und mit Luft auf Dichtheit geprüft werden. Neu errichtete Kanäle sind jedenfalls verpflichtend einer Dichtheitsprüfung zu unterziehen. UMWELT 17 R Restabfall Jede gerade Woche am Dienstag ab 6:00 Uhr, Abholung am Straßenrand. Der Restabfallsack wird in folgenden Größen angeboten: 20 Liter: 1,45 € 40 Liter: 2,90 € NEU: Optional für Einfamilienhäuser Restabfalltonne (80 Liter), einmalig 30 Euro, jede Entleerung kostet 5 Euro. K Kunststoffe Jede ungerade Woche am Dienstag ab 6:00 Uhr, Abholung am Straßenrand. Der „Gelbe Sack“ wird in folgenden Größen angeboten: 60 Liter: kostenlos B Bioabfall Jede Woche am Dienstag ab 6:00 Uhr, Abholung am Straßenrand. Der Bioabfallsack wird in folgenden Größen angeboten: 8 Liter: 0,90 € 15 Liter: 1,50 € W Waschung Biotonnen Von März bis Oktober werden sämtliche Biotonnen im Ortsgebiet 1x wöchentlich gewaschen. Bitte stellen Sie sicher, dass die Biotonne zum richtigen Termin bereitgestellt wird, da eine Waschung nicht nachgeholt werden kann. Altpapier A1/A2 Zone 1 bzw. Zone 2 (= Altpapier Ein-/ Mehrfamilienhäuser; 1-6 Parteien), 4-wöchig) AW 1+2 Zone 1 bzw. Zone 2 (= Wohnanlagen; 7 und mehr Parteien, 2-wöchig) G Grünschnitt Dienstags zwischen 6:00 und 22:00 Uhr, Abholung am Straßenrand (Ein- und Mehrfamilienhäuser 4-wöchig, Wohnanlagen ab 7 Parteien 2-wöchig) Bei den Abholterminen unbedingt die Zoneneinteilung beachten! Grünschnittsammelstelle, Lauteracher Straße (1.3.-30.11.2020) Montag bis Freitag 14:00 - 19:00 Uhr, Samstag 09:00 - 17:00 Uhr Vom 1.12.2019 bis 28.2.2020 ist der Grünschnittplatz geschlossen. Altstoffsammelzentrum (ASZ) Hofsteig, Industriestraße 32, 6923 Lauterach: Dezember bis Februar: Di bis Sa 08:30 - 12:30 Uhr; Di, Mi und Fr 14:30 - 17:30 Uhr März bis November: Di bis Fr 08:30 - 12:30 Uhr; Di, Mi und Fr 14:30 - 18:30 Uhr; Sa 08:30 - 15:00 Uhr Wichtig: Die Kosten für die Grünmüllabgabe werden über die MEHRWERT-Karte eingehoben (Jahresgebühr 20 Euro). Erhältlich im ASZ oder im Rathaus Wolfurt. Bei Anfahrt mit dem Rad oder zu Fuß ist die Abgabe kostenlos. 18 Problem- und Wertstoffe sowie Sperrmüll Abgabemöglichkeit im Altstoffsammelzentrum (ASZ) Hofsteig WICHTIG: STELLEN SIE SÄMTLICHE ABFALLSÄCKE SOWIE DIE ALTPAPIERTONNE AM VORTAG (NICHT FRÜHER!) ZUR ABHOLUNG BEREIT. Sackausgabestellen UMWELT Industriestraße 32, 6923 Lauterach Weitere Informationen unter www.asz-hofsteig.at Kiosk Graf, Hofsteigstraße 58 Weltladen, Kellhofstraße 3 Kiosk Wörz, Achstraße 36 ASZ Hofsteig, Industriestraße 32, 6923 Lauterach Sie haben Fragen zum Abfall? Wenden Sie sich an die Gemeinde: Dunja Preuss, 05574/6840-26, dunja.preuss@wolfurt.at Ihr Altpapierbehälter wurde nicht entleeSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight rt? Melden Sie sich direkt bei der Firma Stark. Eine versäumte Altpapierentleerung wird so rasch wie möglich nachgeholt (05572/394211) UMWELT 19 4.1. So 5.1. R 9.2. KW 4 A2, AW1+2 K B A1 / A2 R Fr 31.1. Do 30.1. Mi 29.1. Di 28.1. B Sa 29.2. Fr 28.2. Do 27.2. B B B B Bioabfall K R K R FEBRUAR KW 9 A2, AW1+2 KW 8 KW 7 A1, AW1+2 KW 6 2.3. 9.3. 8.3. 7.3. 6.3. 5.3. 4.3. 3.3. 1.3. W Di 31.3. Mo 30.3. So 29.3. Sa 28.3. Fr 27.3. Do 26.3. Mi 25.3. Di 24.3. Mo 23.3. So 22.3. Sa 21.3. Fr 20.3. Do 19.3. Mi 18.3. Di 17.3. Mo 16.3. So 15.3. Sa 14.3. Fr 13.3. Do 12.3. Mi 11.3. Di 10.3. Mo So Sa Fr Do Mi Di Mo So R B B B B W W A1, AW1+2 KW 14 KW 13 KW 12 A2, AW1+2 KW 11 KW 10 A1, AW1+2 Waschung Biotonnen R K R K B G Eröffnung MÄRZ Altpapier Zone 1 bzw. Zone 2 (= Altpapier Ein-/Mehrfamilienhäuser; 1-6 Parteien), 4-wöchig Restabfall Mi 26.2. KW 5 Di 25.2. So 26.1. Mo 27.1. Sa 25.1. Mo 24.2. So 23.2. Sa 22.2. Fr 21.2. Do 20.2. Di 18.2. Fr 24.1. Do 23.1. Mi 22.1. Di 21.1. Mo 20.1. Sa 18.1. Mi 19.2. So 16.2. Sa 15.2. Fr 14.2. Do 13.2. Di 11.2. So 19.1. B B So 8.2. 7.2. Mo 17.2. R K Fr Sa Fr 17.1. Do 16.1. Mi 15.1. Di 14.1. Mo 13.1. Sa 11.1. KW 3 A1, AW1+2 6.2. 5.2. 4.2. Mi 12.2. B Do Mi Di 2.2. 3.2. 1.2. So 12.1. R KW 2 So Mo Sa Mo 10.2. 9.1. 8.1. 7.1. 6.1. Hl. Drei Könige KW 1 Fr 10.1. Do Mi Di Mo 3.1. Sa Fr 2.1. 1.1. Neujahr Do Mi JÄNNER 4.4. 3.4. 8.4. 7.4. K B K Do 30.4. Mi 29.4. Di 28.4. Mo 27.4. So 26.4. Sa 25.4. Fr 24.4. Do 23.4. Mi 22.4. Di 21.4. Mo 20.4. So 19.4. Sa 18.4. Fr 17.4. Do 16.4. Mi 15.4. Di 14.4. B B B Kunststoffe R K R Mo 13.4. Ostermontag So 12.4. Ostersonntag Sa 11.4. Fr 10.4. Do 9.4. Mi Di Mo 6.4. So 5.4. Sa Fr 1.4. Do 2.4. Mi APRIL W W W W A1, AW1+2 KW 18 KW 17 A2, AW1+2 KW 16 KW 15 Sa 2.5. 9.5. 8.5. 7.5. 6.5. 5.5. 4.5. 3.5. K R B B B W W W R B W A1, AW1+2 KW 22 KW 21 A2, AW1+2 KW 20 KW 19 Di 9.6. 8.6. 7.6. 6.6. 5.6. 4.6. 3.6. 2.6. JUNI B B Di 30.6. Mo 29.6. So 28.6. Sa 27.6. Fr 26.6. Do 25.6. Mi 24.6. Di 23.6. Mo 22.6. So 21.6. Sa 20.6. Fr 19.6. Do 18.6. Mi 17.6. Di 16.6. Mo 15.6. So 14.6. Sa 13.6. Fr 12.6. K R K B B B Do 11.6. Fronleichnam R K 1.6. Pfingstmontag Mi 10.6. Di Mo So Sa Fr Do Mi Mo ð Abholung Dienstag lt. Abfallterminkalender So 31.5. Sa 30.5. Fr 29.5. Do 28.5. Mi 27.5. Di 26.5. Mo 25.5. So 24.5. Sa 23.5. Fr 22.5. Do 21.5. Christi Himmelfahrt Mi 20.5. Di 19.5. Mo 18.5. So 17.5. Sa 16.5. Fr 15.5. Do 14.5. Mi 13.5. Di 12.5. Mo 11.5. K 1.5. Staatsfeiertag So 10.5. Sa Fr Do Mi Di Mo So Fr MAI Rest- und Bioabfall sowie Kunststoff und die Altpapiertonne sollen am2020 Montagabend bzw. am Vortag an den vorgesehenen Abholplätzen abgestellt werden. ABFALLTERMINKALENDER ÄNDERUNG des Abholrhythmus bei Rest- und Kunststoffsäcken!! Abholung Restabfall: GERADE Kalenderwoche, Abholung Kunststoff: UNGERADE Kalenderwoche Jänner bis Juni W W W W W KW 27 A1, AW1+2 KW 26 KW 25 A2, AW1+2 KW 24 KW 23 20 UMWELT 8.7. 9.7. 18.7. Fr 31.7. Do 30.7. Mi 29.7. Di 28.7. Mo 27.7. So 26.7. Sa 25.7. Fr 24.7. Do 23.7. Mi 22.7. Di 21.7. Mo 20.7. So 19.7. Sa Fr 17.7. Do 16.7. Mi 15.7. Di 14.7. Mo 13.7. So 12.7. Sa 11.7. Fr 10.7. Do 7.7. Mi Di 6.7. 5.7. Mo So 3.7. 4.7. Fr Sa 1.7. 2.7. Mi Do K R K R B B B B JULI W W W W KW 31 A1, AW1+2 KW 30 KW 29 A2, AW1+2 KW 28 9.8. 8.8. 7.8. 6.8. 5.8. 4.8. 3.8. 2.8. 1.8. K G R B B Mo 31.8. So 30.8. Sa 29.8. Fr 28.8. Do 27.8. Mi 26.8. Di 25.8. Mo 24.8. So 23.8. Sa 22.8. Fr 21.8. Do 20.8. Mi 19.8. Di 18.8. Mo 17.8. K R B B 15.8. Maria Himmelfahrt So 16.8. Sa Fr 14.8. Do 13.8. Mi 12.8. Di 11.8. Mo 10.8. So Sa Fr Do Mi Di Mo Sa So W W W W AUGUST KW 36 KW 35 A1, AW1+2 KW 34 KW 33 KW 32 A2, AW1+2 9.9. 8.9. 7.9. 6.9. 5.9. 4.9. 3.9. 2.9. 1.9. Mi 30.9. Di 29.9. Mo 28.9. So 27.9. Sa 26.9. Fr 25.9. Do 24.9. Mi 23.9. Di 22.9. Mo 21.9. So 20.9. Sa 19.9. Fr 18.9. Do 17.9. Mi 16.9. Di 15.9. Mo 14.9. So 13.9. Sa 12.9. Fr 11.9. Do 10.9. Mi Di Mo So Sa Fr Do Di Mi R K R K R B B B B B W W W W W SEPTEMBER A2, AW1+2 KW 40 KW 39 KW 38 A1, AW1+2 KW 37 A2, AW1+2 K R K B B B Sa 31.10. Fr 30.10. Do 29.10. Mi 28.10. Di 27.10. R B Mo 26.10. Nationalfeiertag So 25.10. Sa 24.10. Fr 23.10. Do 22.10. Mi 21.10. Di 20.10. Mo 19.10. So 18.10. Sa 17.10. Fr 16.10. Do 15.10. Mi 14.10. Di 13.10. Mo 12.10. So 11.10. Sa 10.10. Fr 9.10. Do 8.10. Mi 7.10. Di 6.10. Mo 5.10. So 4.10. Sa 3.10. Fr 2.10. Do 1.10. W W W W OKTOBER A2, AW1+2 KW 44 KW 43 KW 42 A1, AW1+2 KW 41 Mo 30.11. So 29.11. Sa 28.11. Fr 27.11. Do 26.11. Mi 25.11. Di 24.11. Mo 23.11. So 22.11. Sa 21.11. Fr 20.11. Do 19.11. Mi 18.11. Di 17.11. Mo 16.11. So 15.11. Sa 14.11. Fr 13.11. Do 12.11. Mi 11.11. Di 10.11. Mo 9.11. So 8.11. Sa 7.11. Fr 6.11. Do 5.11. Mi 4.11. Di 3.11. B B B B W G Schließung R K R K So 1.11. Allerheiligen Mo 2.11. NOVEMBER KW 49 KW 48 A2, AW1+2 KW 47 A1, AW1+2 KW 46 KW 45 R K B B DEZEMBER R K K Do 31.12. Silvester Mi 30.12. Di 29.12. Mo 28.12. So 27.12. Sa 26.12. Stefanitag Fr 25.12. Christtag Do 24.12. Mi 23.12. Di 22.12. Mo 21.12. So 20.12. Sa 19.12. Fr 18.12. Do 17.12. Mi 16.12. Di 15.12. Mo 14.12. So 13.12. Sa 12.12. Fr 11.12. Do 10.12. Mi 9.12. B B B Di 8.12. Maria Empfängnis Mo 7.12. So 6.12. Sa 5.12. Fr 4.12. Do 3.12. Di 1.12. Mi 2.12. Rest- und Bioabfall sowie Kunststoff und die Altpapiertonne sollen am2020 Montagabend bzw. am Vortag an den vorgesehenen Abholplätzen abgestellt werden. ABFALLTERMINKALENDER Abholung Restabfall: GERADE Kalenderwoche, Abholung Kunststoff: UNGERADE Kalenderwoche ÄNDERUNG des Abholrhythmus bei Rest- und Kunststoffsäcken!! Juli bis Dezember Abfallterminkalender 2020 - Marktgemeinde Wolfurt KW 53 KW 52 A2, AW1+2 KW 51 A1, AW1+2 KW 50
  1. gemeindezeitung
  2. wolfurt
Wolfurt-Informa...pril- Wolfurt 19.04.2019 19.04.2019, 10:27 Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight wolfurt IM APRIL LEBENDIGES BRAUCHTUM ZUR OSTERZEIT Mehr Informationen auf Seite 15 BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN „800 JAHRE WOLFURT“ 1219 - EIN MEILENSTEIN IN DER ORTSGESCHICHTE Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, drei Monate nach meiner Rückkehr freue ich mich sehr, dass ich Ihnen auf den nächsten Seiten einen Einblick in die Ereignisse und Entwicklungen in unserer Gemeinde geben darf. So stehen in den nächsten Monaten angefangen von einem ganz besonderen Jubiläum, dem Weltspieltag, der Neubürgerfeier, der Einführung des Caruso-Carsharings bis hin zur Europawahl wieder einige große Ereignisse an. Als Bürgermeister ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass alle wahlberechtigten Bürger von Ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Ich bedanke mich jetzt schon für Ihre Teilnahme an der für uns und für Europa so wichtigen Wahl. Alle Informationen rund um die Europa-Wahl am 26. Mai 2019 finden Sie auf Seite 12. Im Jahr 2019 feiert unser Gemeinwesen ein Jubiläum. Aber was ist eigentlich der Anlass des „runden Geburtstags“? Ist Wolfurt als Dorf wirklich erst 800 Jahre alt? Was ist 1219 vorgefallen, das für uns Anstoß zu einem Rückblick oder gar einer Feier sein könnte? Die Antwort auf diese Fragen ist einfach: Das Geschehen, das den Anlass für das 800-Jahr-Jubiläum bildet, fand weit entfernt von Wolfurt statt. Das Kloster Weißenau bei Ravensburg hatte in Rom um eine päpstliche Bestätigung des klösterlichen Liegenschaftsbesitzes gebeten. Diese Urkunde sollte dem Kloster - wie heute ein Grundbucheintrag - als Beweismittel dienen, und es so vor ungerechtfertigter Wegnahme seiner Güter durch weltliche Machthaber schützen. Am 31. März 1219 unterfertigte Papst Honorius III. das in Latein verfasste Dokument, das eine umfangreiche Auflistung von Gütern enthält. Unter diesen findet sich auch ein „predium in Wolfurt“ - ein Gut in Wolfurt, das dem Kloster in den Jahrzehnten zuvor von einem unbekannten Spender überlassen worden war. Das Original der päpstlichen Urkunde blieb nicht erhalten. Im 13. Jahrhundert hatten die Mönche jedoch alle für das Kloster wichtigen Urkunden „kopiert“ und zu einem Buch gebunden. Diese wertvolle mittelalterliche Handschrift, das so genannte Weißenauer Chartular, gelangte nach der Zwangsauflösung des Klosters im Jahr 1803 nach St. Gallen und befindet sich heute in der Vadianischen Sammlung der Kantonsbibliothek. Ihnen liebe Bürger/innen möchte ich auf diesem Wege ein frohes Osterfest und erholsame Feiertage im Kreise Ihrer Lieben wünschen. Möge die wärmere Jahreszeit unsere Sensibilität zu einem bewussteren Umgang mit unserer Umwelt und der eigenen Mobilität erhöhen. So kann vielleicht die eine oder andere Besorgung mit einem schönen Spaziergang an der frischen Luft verbunden werden? Auch die Marktgemeinde Wolfurt schafft ab sofort in Form neuer Caruso-Carsharing-Autos eine weitere Möglichkeit umweltbewusster mobil zu sein. 2 BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN MIT SCHWUNG IN DIE ZENTRUMSENTWICKLUNG Die 800 Jahre beziehen sich also auf die älteste erhaltene Nennung von Wolfurt als Ortsbezeichnung. Die dörflichen Auch aufgrund meiner Abwesenheit ist die Zentrumsentwicklung etwas ins Siedlungskerne von Wolfurt und Ricken- Stocken gekommen. Allerdings hat man in dieser Zeit komplexe Themenbereiche bach sind wesentlich älter. Hier befanden wie Verkehrssituation, rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen, zukünfsich schon vor dem Jahr 1000 zwei von tige Besitzverhältnisse etc. geprüft und mögliche Varianten untersucht. den Untertanen der Bregenzer Grafen bewirtschaftete Höfe, der Kellhof und der Nachdem ich mich wieder gut eingearbeitet habe, will ich mich nun mit viel Schwung Hof zur Steig. um die Zentrumsentwicklung kümmern. Es ist mein erklärtes Ziel, noch im Frühjahr die notwendigen Gespräche zu führen und mit den zuständigen Gremien eine entIch möchte an dieser Stelle einen großen sprechende Zeitschiene und konkrete Vorgehensweisen zu fixieren. Ich werde Sie in Dank an unseren Archivar Richard Eberle einer der nächsten zwei Ausgaben übeSyntax Warning: Invalid Font Weight r die weiteren Schritte informieren. Die Zenaussprechen, der keine Mühen gescheut trumsentwicklung ist für unseren Handel, unsere älteren Mitmenschen (Neubau Sehat, uns die entsprechenden Dokumente niorenheim) und für unser ganzes Dorf eine sehr große Chance. Ich freue mich auf zusammenzustellen. einen spannenden Prozess. Gerne lade ich Sie ein, über das gesamte Jahr hinweg unseren Namenstag zu feiern. Geplante Veranstaltungen unter dem Motto 800-Jahre-Wolfurt finden Sie rechtzeitig auf unserer Homepage und im Veranstaltungskalender. Haben auch Sie eine Idee oder interessante Informationen zum Jubiläum 800-Jahre-Wolfurt? Dann senden Sie uns Ihre Anregungen und Vorschläge an gemeindezeitung@wolfurt.at. << Die päpstliche Bestätigung des Klosterbesitzes im „Weißenauer Chartular“ Original: Kantonsbibliothek St. Gallen, VadSlg Ms 321, S. 5. IM GASTHAUS STERN BEGINNT EINE NEUE ÄRA Seit gut 8 Jahren haben uns Thomas Dellagiacoma und Sven Kaminski im Gasthaus Stern kulinarisch verwöhnt. Per Ende Oktober dieses Jahres werden sich Thomas und Sven beruflich einer neuen Herausforderung stellen. Damit das Gasthaus Stern nach wie vor ein Ort für Wolfurter/innen bleibt, an dem Feste gefeiert, die Mittagspause verbracht oder ein Kaffee in gemütlicher Runde getrunken werden kann, suchen wir ab November dieses Jahres einen neuen Pächter für unser Gasthaus. Interessierte Pächter wenden sich bitte an Johannes Helfer unter office@helfer.at. An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, mich bei Thomas Dellagiacoma und Sven Kaminski für ihren Einsatz und die angenehme Zusammenarbeit zu bedanken. Für ihre neue berufliche Herausforderung mit ihrem Speisewagen wünsche ich Thomas und Sven viel Erfolg und gute Geschäfte. BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN 3 GRILLPLATZ AN DER ACH MUSSTE LEIDER ABGEBROCHEN WERDEN Ein gerichtliches Verfahren gegen den Bestand des Niedrigseilgartens und des gemeindeseitig errichteten Grillplatzes wurde durch Anrainer angestrengt. Gründe für das Verfahren waren die Lärmbelästigung sowie entstandene Rauch- und Geruchseinwirkungen. Durch das erstinstanzliche Urteil des Bezirksgerichtes Bregenz musste die Grillstelle nun ersatzlos entfernt werden. Während vom lärmtechnischen Sachverständigen die Lärmentwicklungen beim Niedrigseilgarten als zumutbar eingestuft wurden, kam der lufthygienische Sachverständige beim Grillplatz zum Schluss, dass die Nutzung der Grillstelle nicht nur zu unzumutbaren Rauch- und Geruchsemissionen führe, sondern auch gesundheitsgefährdend für die Nutzer des Spiel- und Sportplatzes sei. Aufgrund des Urteiles musste damit auch die Ausnahmeregelungen für die Grillstelle gestrichen werden. Damit gilt nun in diesem Bereich ein generelles Grillverbot. Der Grillplatz war für viele Bürger/innen in den wärmeren Monaten ein wichtiger und beliebter Freizeit- und Erholungsort am Achufer. Umso schwerer fiel es den Gemeindeverantwortlichen, dieses Gerichtsurteil zu akzeptieren. In der Diskussion der Gemeindevertretung dazu wurde das Unverständnis über dieses Gutachten zum Ausdruck gebracht, wenngleich die Gemeinde verpflichtet war, dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit Folge zu leisten. stellen zu können. Was wäre unsere Gesellschaft ohne (spielende) Kinder?! Wohl eine sehr traurige Angelegenheit. Jedenfalls eine Gesellschaft in der ich nicht Bürgermeister sein wollte. Mir ist durchaus bewusst, dass derartige Einrichtungen auch einen gewissen Umtrieb für die Nachbarschaft mit sich bringen. Aber gerade an der Ach hat sich die Gemeinde bemüht mit diversen Maßnahmen - Errichtung einer Grillstelle und damit das Verhindern von wildem Grillen, beschränkte Benützungszeiten, dem Parkverbot im Wuhrweg und der Einführung des Parkraummanagements um den motorisierten Verkehr zu reduzieren, laufende Kontrolle durch Security - die Belastungen möglichst niedrig zu halten. Niedrigseilgarten bleibt bestehen Die Lärmbelästigung des Niedrigseilgartens wurde als zumutbar erklärt … ja Gott sei Dank. Somit bleibt unseren Kindern und Familien, der mit viel Einsatz und unterSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Mitwirkung von vielen Kindern, Jugendlichen und Eltern errichtete Spielplatz an der Ach erhalten. Mir persönlich, aber auch allen anderen Gemeindemandataren, ist es besonders wichtig, für unsere Jüngsten entsprechende Angebote zur Verfügung 4 BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN Leider waren die Bemühungen nur teilweise erfolgreich, die Grillstelle musste aufgelöst werden. Freuen wir uns daher umso mehr über den Erhalt den Niedrigseilgartens! Jetzt Testangebot nutzen: 6 Monate ohne Mitgliedsgebühr/Kaution AB APRIL: NEUER CARSHARING-STANDORT IN WOLFURT Ab April stehen auch in Wolfurt zwei umweltfreundliche Elektro-PKW zum Ausleihen zur Verfügung: Die Marktgemeinde Wolfurt hat gemeinsam mit plan b und Caruso einen Car-Sharing-Standplatz im 1. UG der Tiefgarage des Hotel Sternen eingerichtet. Zusätzlich kann am Abend und am Wochenende ein Elektro-Auto der Gemeinde über die Caruso-Plattform gebucht werden. Im Rahmen eines regionalen plan b-Projektes können Bürger/innen unserer Gemeinde jetzt Carsharing sechs Monate ohne Mitgliedsgebühr und Kaution testen. 23 Stunden steht ein Privat-PKW im Schnitt pro Tag ungenutzt, das ruft geradezu nach einer besseren Auslastung. Carsharing bietet daher die unkomplizierte Möglichkeit, ein Auto auszuleihen statt es selbst zu besitzen. In der plan b-Region stehen dafür aktuell an sieben zentralen Standorten in Bregenz, Hard und Lauterach zehn attraktive Elektroautos zur Verfügung. Jetzt kommen drei neue Standorte in Schwarzach und Wolfurt dazu: In den Tiefgaragen beim Gemeindeamt Schwarzach und beim Hotel Sternen in Wolfurt stehen jetzt zwei E-Fahrzeuge mit gut 250 Kilometer Reichweite 24 Stunden zum Ausleihen zur Verfügung. Zusätzlich kann an Abenden und am Wochenende über die Caruso-Plattform auch ein Elektroauto der Gemeinde Wolfurt (Standort hinter dem Gemeindeamt) gebucht werden. Die Buchung erfolgt einfach und schnell via Internet (Smartphone oder Computer) und Kundenkarte. Die Fahrzeuge können auch kurzfristig reserviert und flexibel genutzt werden. Jetzt Carsharing sechs Monate testen – nur tatsächliche Nutzung bezahlen Die sechs plan b-Gemeinden laden mit ihren Partnern jetzt ein, Carsharing unkompliziert zu testen und die Vorteile persönlich zu erfahren: Mit dem neuen plan b-Carsharing-Testangebot können Interessierte das Angebot von Caruso-Carsharing nutzen, ohne die Mitgliedsgebühr in Höhe von 10 Euro pro Monat bezahlen zu müssen. Auch auf eine Kaution wird während des Testzeitraums verzichtet. Die Nutzer/innen bezahlen also nur die reinen Nutzungskosten, das sind 2 Euro Mietgebühr pro Stunde plus 0,30 Euro pro Kilometer. Die Abrechnung erfolgt per Sammelbeleg am Monatsende, die Mobilitätskosten bleiben so stets im Blick. Dieser neue Schwerpunkt der plan b-Gemeinden wird vom österreichischen Klima- und Energiefonds finanziell unterstützt. Die Anmeldung zum neuen plan b-Carsharing-Testangebot ist direkt im Gemeindeamt bei Selina Huter, Tel. 05574 6840 10 oder Tina Hütterer, Tel. 05574 6840 30 möglich. Bitte Führerschein und Bankdaten mitbringen, danach kann es gleich losgehen. Eine Registrierung vorab über www.carusocarsharing.com vereinfacht und beschleunigt die Fertigstellung der Anmeldung. Carsharing wirkt: 35 % der Nutzer/innen haben ein privates Auto eingespart Carsharing ist umweltfreundlich und wirkt: Eine aktuelle plan b-Umfrage unter den derzeitigen Nutzer/innen bestätigt das eindrucksvoll. 35 % der Befragten haben dank Carsharing ein privates Auto abgeschafft. Hochgerechnet auf die knapp 300 Nutzer in den plan b-Gemeinden sind das bereits über 100 Autos weniger. Auch insgesamt gestalten die Carsharing-Nutzer ihre Mobilität sehr bewusst: Sie sind öfter per Rad (22 % der Haushalte), zu Fuß (18 %) oder mit Bus und Bahn (40 %) unterwegs als vor ihrem Beitritt zum Carsharing. plan b-Carsharing-Testaktion: Jetzt Carsharing sechs Monate unkompliziert und ohne Risiko testen! > keine Grundgebühr > keine Kaution > einfache Anmeldung im Bürgerservice des Gemeindeamts > attraktive Elektrofahrzeuge mit großer Reichweite: 10 in den plSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight an b-Gemeinden, 30 vorarlbergweit > Standorte in der plan b-Region: Bregenz: Rathausparkplatz, BH-Bregenz, Vorklostergasse, St. Gebhardstraße Hard: Tiefgarage Gemeindeamt und Spannrahmen Lauterach: Tiefgarage Gemeindeamt Wolfurt: Tiefgarage Hotel Sternen und hinter dem Gemeindeamt Schwarzach: Tiefgarage Gemeindeamt Kennelbach: Kinderhaus (ab September 2019) > attraktive Konditionen: 2 Euro pro Stunde plus 0,30 Euro pro km BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN 5 STATISTIK AUSTRIA KÜNDIGT SILC-ERHEBUNG AN Statistik Austria erstellt im öffentlichen Auftrag hochwertige Statistiken und Analysen, die ein umfassendes, objektives Bild der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft zeichnen. Die Ergebnisse von SILC liefern für Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit grundlegende Informationen zu den Lebensbedingungen und Einkommen von Haushalten in Österreich. Es ist dabei wichtig, dass verlässliche und aktuelle Informationen über die Lebensbedingungen der Menschen in Österreich zur Verfügung stehen. Die Erhebung SILC (Statistics on Income and Living Conditions/Statistiken über Einkommen und Lebensbedingungen) wird jährlich durchgeführt. Rechtsgrundlage der Erhebung ist die nationale Einkommens- und Lebensbedingungen-Statistik-Verordnung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (ELStV, BGBl. II Nr. 277/2010 zuletzt geändert in BGBl. 313/II/2018) sowie eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates (EG Nr. 1177/2003). Nach einem Zufallsprinzip werden aus dem Zentralen Melderegister jedes Jahr Haushalte in ganz Österreich für die Befragung ausgewählt. Die ausgewählten Haushalte werden durch einen Ankündigungsbrief informiert und eine von Statistik Austria beauftragte Erhebungsperson wird von Februar bis Juli 2019 mit den Haushalten Kontakt aufnehmen, um einen Termin für die Befragung zu vereinbaren. Diese Personen können sich entsprechend ausweisen. Jeder ausgewählte Haushalt wird in vier aufeinanderfolgenden Jahren befragt, um auch Veränderungen in den Lebensbedingungen zu erfassen. Haushalte, die schon einmal für SILC befragt wurden, können in den Folgejahren auch telefonisch Auskunft geben. KOSTENLOSE SPRECHSTUNDEN VON RECHTSANWÄLTEN UND NOTAREN Die kostenlosen Beratungs-Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren werden von der Wolfurter Bevölkerung gerne in Anspruch genommen, daher wird dieses Beratungsangebot wie folgt fortgesetzt: Sprechstunden Rechtsanwälte von 18:00 - 20:00 Uhr Mittwoch, 8. Mai 2019, Dr. Gabriele Meusburger-Hammerer Mittwoch, 5. Juni 2019, Dr. Claus Brändle Sprechstunden Notar von 18:00 - 19:00 Uhr Mittwoch, 15. Mai 2019, Dr. Michael Gächter Inhalte der Befragung sind u.a. die Wohnsituation, die Teilnahme am Erwerbsleben, Einkommen sowie Gesundheit und Zufriedenheit mit bestimmten Lebensbereichen. Die Sprechstunden finden jeweils im RatFür die Aussagekraft der mit großem Aufwand erhobenen Daten ist es von enormer haus Wolfurt statt. Bedeutung, dass sich alle Personen eines Haushalts ab 16 Jahren an der Erhebung beteiligen. Als Dankeschön erhalten die befragten Haushalte einen Einkaufsgut- Notariatsverteilung bei Todesfällen Zur Abwicklung der Verlassenschaften schein über 15 €. nach Todesfällen von FamilienangehöriDie Statistik, die aus den in der Befragung gewonnenen Daten erstellt wird, ist ein re- gen wurden vom Bezirksgericht Bregenz präsentatives Abbild der Bevölkerung. Eine befragte Person steht darin für tausend die Notare für folgende Termine nomiandere Personen in einer ähnlichen Lebenssituation. Die persönlichen Angaben un- niert: terliegen der absoluten statistischen Geheimhaltung und dem Datenschutz gemäß Unter Vorbehalt der neuen Verteilungsdem Bundesstatistikgesetz 2000 §§17-18. Statistik Austria garantiert, dass die erho- ordnung des Jahres 2019! benen Daten nur für statistische Zwecke verwendet und persönliche Daten an keine Bregenz Dr. Gerhard Mayer: Jänner/Juli andere Stelle weitergegeben werden. Dr. Ivo Fussenegger: Februar/August Mag. Valentin Huber-Sannwald: Im Voraus herSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight zlichen Dank für Ihre Mitarbeit! März/September Weitere Infos: Statistik Austria Dr. Michael Gächter: April/Oktober Tel.: 01/71128 8338 (werktags Mo-Fr 09:00-15:00 Uhr) Dr. Kurt Zimmermann: Mai /November erhebungsinfrastruktur@statistik.gv.at Mag. Christoph Winsauer: Juni/Dezember Internet: www.statistik.at/silcinfo 6 AUS DEM RATHAUS BÜRGERMEISTER- UND WOHNUNGSSPRECHSTUNDEN Sprechstunden von Bürgermeister Christian Natter Wohnungssprechstunden von Gemeinderat Michael Pompl Mittwoch, 08. Mai 2019 Mittwoch, 22. Mai 2019 Mittwoch, 05. Juni 2019 Mittwoch, 19. Juni 2019 Mittwoch, 24. April 2019 Mittwoch, 15. Mai 2019 Mittwoch, 29. Mai 2019 Mittwoch, 12. Juni 2019 Die Sprechstunden finden jeweils im Rathaus Wolfurt von 18:00 – 19:30 Uhr statt. KOSTENLOSE BERATUNG IN GRUNDSTÜCKSUND IMMOBILIENANGELEGENHEITEN ERFASSEN SIE IHRE VERLUSTMELDUNG EINFACH ONLINE AUF: www.fundamt.gv.at Richard Richter, der gerichtlich beeidete Ortssachverständige für Immobilien, wird sein Wissen und seine Berufserfahrung den Bürgern und Bürgerinnen kostenlos zu Hier können Bürger/innen selbst ortsund zeitunabhängig nach verlorenen Gefolgenden Beratungsterminen zur Verfügung stellen: genständen suchen bzw. VerlustmeldunMittwoch, 22. Mai 2019 , Rathaus Wolfurt, 18:00 - 20:00 Uhr gen eingeben. Kundmachung EINLADUNG ZUR 31. VOLLVERSAMMLUNG DER GENOSSENSCHAFTSJAGD WOLFURT Information: PROBLEMFÄLLE BEIM GRUNDSTEUERVOLLZUG Momentan treten österreichweit massive Probleme mit der Vorschreibung Die Vollversammlung 2019 der Genossenschaftsjagd Wolfurt wird gemäß § 4 der der Einheitswertbescheide auf. MehGenossenschaftssatzungen auf Dienstag, 28. Mai 2019, um 19:00 Uhr, im Gasthaus rere Gründe auf Seiten des Bundes„Roma“ (ehemals Gasthaus Dolce Vita/Adler) einberufen. ministeriums für Finanzen spielen hier zusammen. Tagesordnung: 1. Mitteilungen 2. Nachbesetzung Jagdausschuss 3. Vorlage der Jahresrechnung 2018/2019 und Verwendung des Jagdpachtertrages 4. Bestellung von Rechnungsprüfern 5. Genehmigung der Verhandlungsschrift der 30. Vollversammlung vom 29.05.2018 6. Allfälliges Die Gemeinden können deshalb derzeit keine aktuellen Grundsteuerbescheide erstellen. Dies führt unter anderem zu Ungleichbehandlungen der Abgabepflichtigen. Der Österreichische Gemeindebund und Hinweis: der Österreichische Städtebund sind Ist die Vollversammlung zum festgesetzten Zeitpunkt nicht beschlussfähig, so wird bereits mit dem Bundesministerium für sie nach Ablauf einer halben Stunde bei unveränderter Tagesordnung ohne Rück- Finanzen in Kontakt getreten, um über sicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder und der auf die Mitglieder entfallenden die Probleme mit den EinheitswertbeStimmen beschlussfähig. Bürgermeister Christian Natter scheiden zu sprechen. AUS DEM RATHAUS 7 Appell an alle Bürgerinnen und Bürger RICHTIGE FETTENTSORGUNG! Künftig Reinigung bei der Entleerung statt Kunststoff-Einstecksack BIOTONNEN BEI WOHNANLAGEN IN WOLFURT: Kunststoff und Mikropartikel von Plastik sind im Bioabfall Störstoffe, die dringend vermieden werden müssen. Daher wird künftig bei den Biotonnen von Wohnanlagen auf den Einstecksack verzichtet, der Bioabfall kann offen (ohne Kunststoffsack) eingeworfen werden. Vorarlbergweit kann diese Maßnahme zu einer spürbaren Reduktion des Kunststoffanteils im Bioabfall führen - ein erster Schritt zur Qualitätssteigerung beim Bioabfall. Um die Sauberkeit dieser Tonnen gewährleisten zu können, wird eine regelmäßige Reinigung der Biotonne durchgeführt (erfolgt automatisch). Auch in unserer Gemeinde werden ab April 2019 die Biotonnen beim Entleeren nicht mehr mit einem Kunststoff-Einstecksack versehen, sondern einmal monatlich gewaschen. Mittels Hochdruck und geschlossenem Wasserkreislauf können die speziell dafür ausgerüsteten Sammelfahrzeuge pro Fahrt bis zu 1.000 Biotonnen reinigen. Für die Bürger entstehen dadurch keine Mehrkosten. Die Bewohner von Wohnanlagen, welche die Biotonne als Aufbewahrungsbehältnis nutzen und den Bioabfall in den grünen Bioabfallsäcken sammeln, sollSyntax Warning: Invalid Font Weight ten ebenfalls darauf achten, dass in den grünen Bioabfallsäcken kein Plastik enthalten ist (Verzicht auf Vorsammlung in Kunststoffsäcken). Wir empfehlen einen entsprechenden Vorsammelbehälter (BioBoy) mit einem Fassungsvermögen von 8 Liter. Für diese Größe werden passende Einstecksäcke aus recyceltem Papier mit Beschichtung angeboten. Diese kleinen Einstecksäcke sind wasserdicht und können direkt in den Bioabfallsack entsorgt werden. Sie erhalten die Einstecksäcke (7 Liter) kostenlos bei der Gemeinde. Weitere Infos: Marktgemeinde Wolfurt, Dunja Preuss, Tel. 05574 6840-26, dunja.preuss@wolfurt.at 8 AUS DEM RATHAUS Altes Öl und Fette fallen in jedem Haushalt als Abfall an. All diese Flüssigkeiten haben eines gemeinsam: Sie gehören nicht in den Haus- oder Biomüll. Um Rohrverstopfungen und Beschädigungen der privaten Kanäle und des öffentlichen Kanalsystems zu vermeiden, möchten wir alle Bürger/innen darauf hinweisen, dass Altfette und altes Öl ordnungsgemäß entsorgt werden müssen. Im ASZ Hofsteig gibt es die Möglichkeit den gelben Mehrweg-Sammeleimer „Öli“ zu holen und die Fette und das Öl darin zu sammeln und wieder am ASZ Hofsteig kostenlos abzugeben. Appell an alle Hundebesitzer PFLICHTEN EINES HUNDEBESITZERS Richtige Entsorgung benutzter Hundekotsäcke Im gesamten Gemeindegebiet Wolfurts sind Hundestationen angebracht. So können die Hundebesitzer/innen unkompliziert auf dem Weg Hundekotsäcke entnehmen und die benutzten Säcke bei den Stationen wieder entsorgen. Dennoch wird die Gemeinde immer wieder von verstimmten Bürger/innen angesprochen, dass dies anscheinend für manche Hundebesitzer/innen ein unüberwindbares Hindernis zu sein scheint. Die benutzten Hundekotsäcke werden achtlos auf den Boden, in fremde Gärten oder andere Grünflächen geworfen, die auf dem Weg liegen. Bitte achten Sie darauf, wo Sie die benutzten Hundekotsäcke entsorgen. Die Marktgemeinde Wolfurt ist bemüht, Ihnen das Entsorgen durch ausreichend angebrachte Hundestationen so leicht wie möglich zu machen. Hunde auf öffentlichen Spielplätzen: Hunde sind von öffentlichen Kinderspielplätzen fernzuhalten, außer sie sind mit einem geeigneten Maulkorb versehen und werden an der Leine geführt. Wir bitten alle Hundebesitzer dies zu beachten, sodass ein gutes Miteinander möglich ist. Übrigens: Jeder Hund, gleich welcher Größe und Rasse, ist im Gemeindeamt anzumelden. Weitere Infos bei Selina Schmid, Tel.: 05574 68 40-25. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen viel Spaß mit Ihren Vierbeinern! WIEDERERÖFFNUNG DES GRÜNSCHNITTSAMMELPLATZES WOLFURT Die gut gelegene Wolfurter Grünmüllsammelstelle in der Lauteracher Straße Die Abgabe von Grünschnitt zu Fuß oder (Autobahnüberführung Richtung Lauterach) ist seit 1. März 2019 wieder in mit dem Rad erfolgt kostenlos. Der separate Zugang (schmale Schranke) für Betrieb. Radfahrer und Fußgänger ist zu den ÖffWolfurter Bürger/innen haben nun die Möglichkeit, ihren Grünschnitt sowohl in der nungszeiten automatisch geöffnet. Der Sammelstelle Wolfurt als auch im Altstoffsammelzentrum Hofsteig in Lauterach (In- Zutritt außerhalb der Öffnungszeiten ist dustriestraße 32) abzugeben. Somit vereinfacht die näher gelegene Sammelstelle ausdrücklich untersagt – wir bitten Sie daher die Öffnungszeiten einzuhalten. das Abgeben von Grünschnitt für die Bürger/innen erheblich. Das Zutrittssystem und die Jahresgebühren der Sammelstellen der Hofsteig-Ge- Zeitraum: 1. März - 30. November meinden wurden nun vereinheitlicht. Dadurch ist nicht nur eine Vereinfachung der Handhabung und der Abgabe, sondern auch eine Qualitätssteigerung sicherge- Öffnungszeiten: stellt. Dieses zeitgesteuerte Zutrittssystem mit Schranke macht eine Mehrwertkarte Mittwoch und Freitag 14:00 - 18:00 Uhr für Grünschnitt erforderlich. Die Mehrwertkarte kostet pro Kalenderjahr 20 € und ist sowie Samstag 10:00 - 18:00 Uhr sowohl im Rathaus als auch im ASZ Lauterach erhältlich. Wir freuen uns mit unserer Angelika auf ihren Nachwuchs. Um während ihrer KarenSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight zzeit das Aufgabenfeld zu betreuen, suchen wir zum ehestmöglichen Eintritt eine/einen SACHBEARBEITER/IN FÜR DAS GEMEINDEAMT Karenzvertretung, Vollzeitstelle Gesucht wird ein/eine Generalist/ Generalistin mit einem möglichst weit gefächerten Interessensgebiet, der/die bereit ist, die vielschichtigen Herausforderungen in einer Gemeinde (Bürgerservice) anzunehmen. Bewerber/Bewerberinnen mit Wohnort Wolfurt werden bevorzugt. Wir erwarten von Ihnen > abgeschlossene Handelsschule bzw. abgeschlossene Verwaltungslehre oder kfm. Lehre > freundliches und offensives Verhalten gegenüber Kunden und Mitarbeitern > Genauigkeit und Verlässlichkeit > Teamfähigkeit > gute EDV-Kenntnisse (Office-Programme) > ausgezeichnete Rechtschreibkenntnisse > Weiterbildungsbereitschaft Wir bieten Ihnen > angenehmes Arbeitsklima > Entfaltungs- und Gestaltungsmöglichkeiten > krisensicheren Arbeitsplatz > leistungsgerechte Entlohnung nach GAG Senden Sie bitte die üblichen Bewerbungsunterlagen, gerne auch per E-Mail, bis spätestens 30.4.2019 an GdeSekr. Dr. Schneider, p.A. Marktgemeindeamt, 6922 Wolfurt, Schulstr. 1, bzw. sylvester.schneider@wolfurt.at. AUS DEM RATHAUS 9 AKTUELLES VOM GEMEINDEVORSTAND In dieser neuen „Rubrik“ werden die Gemeinderäte über aktuelle Geschehnisse wie neue Projekte, Änderungen, o.Ä. in Stichpunkten berichten. Gemeinderätin für Bildung und Kultur ANGELIKA MOOSBRUGGER > Wolfurt lässt kein Kind zurück Die neue Mitarbeiterin Lena Feistenauer arbeitet sich mit Manuela Bundschuh in die Organisation des Programms ein. Es läuft eine Evaluierung des Landes über die letzten 3 Projektjahre in Wolfurt. > Schloss Wolfurt Im Juni wird das Ergebnis über das Nutzungskonzept Schloss in der Gemeindevertretungssitzung präsentiert. Führungen für Wolfurter Schüler/innen sind in Vorbereitung. > Zufriedenheitsbefragung 2019 steht die heuer digitale Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung bei den Kindergärten an, abwechselnd mit der Elternzufriedenheit. > Sekretariatsstunden Schulen Die Gemeinde erhöht das Stundenkontingent, damit auch die VS Mähdle die Möglichkeit einer Entlastung durch mehrere Sekretariatsstunden erfährt. Gemeinderätin für Soziales Miteinander Gemeinderat für Mobilität, Umwelt, e5 YVONNE BÖHLER ROBERT HASLER > Neuzugezogenenfeier in Planung Alle neuzugezogenen Personen und Familien erhalten eine Einladung zur Neubürgerfeier. Hier können sie erste Kontakte knüpfen und Informationen über Angebote in Wolfurt sammeln. > Organisation Babysitterkurs im Mai Im Mai wird wieder ein Babysitterkurs angeboten. Die Absolvent/innen werden dann auf www.wolfurt.at mit Kontaktdaten veröffentlicht. Mehr Infos auf S. 26. > Überarbeitung Familiengutscheine Momentan werden die Familiengutscheine überarbeitet, in Planung sind z. B. Kolibri Gutscheine, ev. Coupons zum Brief dazu. > RADIUS 2019 Der Fahrradwettbewerb hat am 21.3. wieder gestartet. Bis 30. September können wieder fleißig Kilometer gesammelt werden. Alle Infos auf vorarlberg.radelt.at! > Caruso Carsharing Das Caruso Carsharing startet ab April auch in Wolfurt. Mehr Infos auf S. 5 > Sanierung Funkenweg wird abgeschlossen > Sanierung Wiesenweg > Sanierung An der Fatt startet Gemeinderat für Wohnen, Zusammenleben MICHAEL POMPL Gemeinderat für Infrastruktur Gemeinderätin für Jugend, Sport, Eigenverantwortung CHRISTINE STARK > Sportler-Ehrung > Jugendkino Den Nachbericht zum ersten Jugendkino finden Sie auf Seite 16. Ein weiteres Jugendkino ist in Planung. > >>Bewegungstreff startet am 9. April. Vorarlberg bewegt startet wieder die >>Bewegungstreffs. Treffpunkt: Beachvolleyballplatz an der Ach. Bitte beachten Sie hier die Parkgebühren! 10 AUS DEM RATHAUS PAUL STAMPFL > Wiederinbetriebnahme des Wasserwerks Gänsbühl > Straßenprojekt Wiesenweg Neuerrichtung Wasserleitung, Kanal und Straßenentwässerung > Hydraulische Untersuchungen zur Trassenführung im Rahmen des Gerinneausbaus Ippachbach Unterlauf > Laufende Inspektion, Reinigung und Sanie- rung des öffentlichen Kanalnetzes > Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Befahrung (optische Dichtheitsprüfung) der privaten Haushaltskanäle im Bereich Bützestraße, Achstraße und Bregenzerstraße > Mietkaufwohnungen Die 6 Mietkaufwohnungen in der Lerchenstraße wurden vergeben. Es werden an der Ach und in Rickenbach weitere Mietkaufwohnungen entstehen. > Vermittlung privater Wohnungen Ich bin immer auf der Suche nach privaten Wohnflächen für Flüchtlinge und Groß familien. Sollten Sie Einheiten mit mehr als 90 m² zu vermieten haben, dann freue ich mich auf Ihre Kontaktaufnahme. > Fertigstellung Wohnbaukonzept Der Ausschuss Wohnen & Zusammenleben arbeitet an einem Konzept für den gemeinnützigen Wohnbau, worin beschrieben wird, wie sich der gemeinnützige Wohnbau in Wolfurt bis zum Jahr 2035 entwickelt. > Jetzt für den gemeinnützigen Wohnbau in Wolfurt bewerben Informationen erhalten Sie von Angelika Köb, Tel. 05574/6840-16 oder Gemeinderat Michael Pompl, Tel. 0699 16840907. „DEIN“ BÜRGERSERVICE Aus der Serie: Das tut deine Gemeinde für dich... Abteilungsleiter Burkhard Hinteregger Zur Gemeinde zählen viele unterschiedliche Bereiche. Doch nur wenige wissen, was wirklich alles zu den Aufgaben der einzelnen Abteilungen gehört. Deshalb wird in den nächsten Ausgaben der Wolfurt Information je ein Bereich genauer vorge- Wie viele Geburtengeschenke wurden stellt. In dieser Ausgabe dürfen wir Sie über den Bürgerservice informieren. durch die Gemeinde ausgegeben? Wie viele Mitarbeiter hat der Bürgerservice? 2018 wurden 91 Geburtengeschenke ausgegeben. Der Bürgerservice hat momentan 6 Mitarbeiter/innen. Eine Kollegin kommt zusätzlich bald aus der Karenz zurück und eine neue Kollegin wird das Team ab April verstärken. Wie viele Personen haben 2018 ihren Wohnsitz an- bzw. abgemeldet? Wie viele Heizkostenzuschüsse wurden im letzten Winter beantragt? Zuzüge gab es ca. 720 und abgemeldet haben sich ca. 760 Personen. Im letzten Winter wurden insgesamt 168 Heizkostenzuschüsse beantragt. Wie viele Pässe wurden 2018 beantragt? Es wurden 2018 ca. 700 Pässe und Personalausweise beantragt. Welche unbekannteren und dennoch sehr wichtigen Tätigkeiten werden zusätzlich noch erledigt? Unter anderem gehören Beratung und Auskunft zu den täglichen Aufgaben des Bürgerservice. Auch der Umweltbereich Insgesamt waren es 41 Eheschließungen im Jahr 2018. und das Standesamt gehören zum Bürgerservice. Darüber hinaus haben wir Wie viele Wertgegenstände wurden im Fundamt abgegeben? Seit der Einführung der Homepage www.fundamt.gv.at im Jahr 2014 wurden ca. eine Familienservicestelle mit vielen Angeboten. 500 Fundgegenstände erfasst. Wie viele Eheschließungen fanden 2018 in Wolfurt statt? v.l.n.r. Manuela Bundschuh, Isolde Gratt, Dunja Preuss, Selina Huter, Burkhard Hinteregger, Angelika Köb, Magdalena Feistenauer. AUS DEM RATHAUS 11 Am Sonntag, den 26. Mai 2019 finden die Europawahlen statt. WICHTIG: EUROPAWAHL 2019 > Wahlkarten können nicht per Telefon beantragt werden. > Letztmöglicher Zeitpunkt für schriftliche und online Anträge: 22. Mai 2019, 24:00 Uhr > Letztmöglicher Zeitpunkt für persönWer ist wahlberechtigt? Wahlberechtigt in Wolfurt sind österreichische Staatsbürlich bei der Gemeinde eingebrachte ger/innen, die ihren Hauptwohnsitz am Stichtag (12. März 2019) in Wolfurt aufrecht Anträge: gemeldet und spätestens am Wahltag (26. Mai 2019) das 16. Lebensjahr vollendet 24. Mai 2019, 12:00 Uhr haben. Ebenfalls wahlberechtigt sind Auslandsösterreicher/innen, die ihren Haupt- > Briefwahlkarten müssen bis zum 26. wohnsitz im Ausland haben sowie nicht-österreichische Unionsbürger/innen, die Mai 2019, 17:00 Uhr, bei der zustänihren Hauptwohnsitz in unserer Gemeinde haben und spätestens am Stichtag digen Bezirkswahlbehörde einlan(12. März 2019) über Antrag bei uns in der Europa-Wählerevidenz eingetragen waren. gen. Es gibt keine Nachfrist mehr! Gewählt wird in der Gemeinde Wolfurt in den bewährten 5 Wahlsprengeln in der Wahlzeit 07:00 - 13:00 Uhr. Jeder und jedem Wahlberechtigten wird bis spätestens Wo und aSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight uf welche Weise können Sie am 13. Tag vor dem Wahltag eine österreichweit einheitliche Amtliche Wahlinformati- mit der Wahlkarte wählen? on (Wahlausweis) zugestellt. Im Inland: Amtliche Wahlinformation (Wahlausweis) Wir möchten seitens der Gemeinde un- > in jedem Wahllokal sere Bürgerinnen und Bürger bei der bevorstehenden EU-Wahl optimal unterstützen. > am Wahltag vor einer besonderen Deshalb werden wir Ihnen Anfang Mai eine „Amtliche Wahlinformation – Europawahl („fliegende“) Wahlbehörde oder 2019“ zustellen. Achten Sie daher bei all der Papierflut, die anlässlich der Wahl bun- > sofort nach Erhalt der Wahlkarte im desweit (an einen Haushalt) verschickt wird, besonders auf unsere Mitteilung. Bitte Weg der Briefwahl (ohne Wahlbebringen Sie den personalisierten Abschnitt und einen amtlichen Lichtbildausweis mit hörde). in Ihr Wahllokal. Im Ausland: Persönliche Stimmabgabe Die Stimmabgabe erfolgt persönlich am Wahlsonntag in Im Ausland können Sie Ihre Stimme nur Ihrem zuständigen Wahllokal unter Vorlage eines amtlichen Lichtbildausweises und mittels Briefwahl abgeben. Ihrer Amtliche Wahlinformation. Stimmabgabe per Wahlkarte - Briefwahl Sollten Sie am Wahlsonntag verhindert Bei dieser Wahl besteht keine Wahlsein, haben Sie die Möglichkeit, eine Wahlkarte zu beantragen. Die entsprechende pflicht. Anforderungskarte erhalten Sie ebenfalls mit der zugesendeten Amtlichen Wahlinfor- Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitmation. Der Antrag kann auch online rund um die Uhr mit Ihrem personalisierten Code arbeiter in Ihrer Gemeinde jederzeit gerauf der Amtlichen Wahlinformation über www.wahlkartenantrag.at/?gkzCd=80240 ne zur Verfügung. abgegeben werden. Beachten Sie bitte, dass jeder Antrag auf Ausstellung einer Wahlbüro: Wahlkarte eine Begründung (z.B. wegen Ortsabwesenheit oder Aufenthalts im Aus- Marktgemeinde Wolfurt, +43 5574 land) enthalten muss. 6840 17, buergerservice@wolfurt.at VORINFORMATION ZU VERMESSUNGSARBEITEN Auch dieses Jahr werden in unserem Gemeindegebiet im Zuge der jährlichen GIS-Nachführung wieder div. Neubauten, Zubauten und Veränderungen bei Gebäuden vermessen. 12 AUS DEM RATHAUS Früher wurden diese Vermessungsarbeiten von der VKW durchgeführt. Auf Wunsch der Vorarlberger Landesregierung werden die Vermessungsarbeiten an Privatunternehmen mittels Ausschreibung vergeben. Voraussichtlich wird Ende Frühjahr 2019 mit den Arbeiten begonnen. Wir bitten die Bevölkerung um Unterstützung und Verständnis, da meistens auf Privatgrund Zutritt gewährt werden muss. Der genaue Zeitraum der Vermessungsarbeiten wird auf unserer Homepage noch bekannt gegeben. 800-Jahre-Wolfurt BIERDECKEL ZUR FEIER DES JAHRES Unser heimliches Wahrzeichen SCHLOSS WOLFURT Das Schloss Wolfurt wurde erstmals 1353 urkundlich mit einer Belehnung durch Kaiser Karl IV. an Hugo Konrad und Egli von Wolfurt erwähnt. Der Turm des Wolfurt Schlosses wird in das 1. Viertel des 13. Jahrhunderts zurückdatiert. Dies ist an den senkrecht stehenden Steinen, genannt Orthostaten, des Bruchsteinmauerwerks im südwestlichen Teil des Bergfrieds zu erkennen. 2017 wurde unser Wahrzeichen durch die Gemeinde erworben. Dieses Jahr feiert unsere Gemeinde ihren 800. Namenstag! Deshalb gibt es heuer 10 unterschiedliche Bierdeckel mit dem Motto „800-Jahre-Wolfurt“, die in den Wolfurter Gasthäusern und Cafés aufliegen. Es erwarten Sie interessante Bilder mit thematisch passenden, spannenden Fakten über Wolfurts Geschichte! In allen Gasthäusern und Cafés werden die Bierdeckel das ganze Jahr über zu finden sein. Auch bei Veranstaltungen, die unter dem Motto des Jubiläums laufen, werden die Bierdeckel ihre Verwendung finden. Wir wünschen viel Spaß beim Schmökern und Sammeln! Weitere Infos zur Geschichte des Schlosses finden Sie auf www.wolfurt.at Ritter Konrad DER „WOLF“ Das Schloss Wolfurt wurde im 13. Jahrhundert erstmals als Stammsitz des damals schon alten und mächtigen Rittergeschlechtes „von Wolfurt“ erwähnt. Das durch Gräueltaten bekannte Geschlecht tat sich auch durch geistliche MachSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight t hervor. Möglicherweise war es Ritter Konrad, der 1364 dem Kloster Pfäfers den berühmten Wolfurter Kelch mit der Gravur „Cunradus de Wolfurt miles“ stiftete - laut Überlieferungen, damit er sich von seinen Sünden loskaufen konnte. Vermutlich handelt es sich dabei um einen geraubten Kelch. Weitere Infos zu Ritter Konrad finden Sie auf www.wolfurt.at GEMEINDEPANORAMA 13 Marius-Claudiu Dumea (37 Jahre) : 2. Frage 800-Jahre-Wolfurt GEWINNSPIEL WO ET BEFIND ES IES SICH D T? E J OB K > Die Gewinnerin der 1. Frage ist: Frau Ursula Goldmann Das gesuchte Gebäude war das Rathaus Wolfurt, Schulstraße 1. Es handelt sich dabei um unsere Eingangstür. Hier ist das Wort „Willkommen“ seit Winter 2014 in verschiedenen Sprachen angebracht. Dieser Willkommensgruß ist an alle Besucher/innen und Bürger/innen der Gemeinde gerichtet, denn in Wolfurt leben Personen aus ungefähr 60 unterschiedlichen Nationen. Das Projekt „Netzwerk mehr Sprache“ beschäftigt sich mit der Sprachenvielfalt und Chancengleichheit für alle Bürger/innen in Wolfurt. Die Willkommensgrüße sind ein kleiner Schritt in diese Richtung. Momentan fehlt noch der Gruß in arabischer Sprache und der türkische Gruß soll berichtigt werden. Auf dem Platz, wo das Rathaus heute steht, war vor dem Bau des Gebäudes zum Teil bloß Wiese und ein altes Gebäude ungefähr auf dem Platz, wo heute das Buch&Spiel und die Musikschule sind. Seit den 1920er Jahren war im Erdgeschoss das Postamt von Wolfurt untergebracht. Die „alte Post“ wurde für den Neubau des Gemeindeamts und des Postamts Mitte der 1960er Jahre abgerissen. Ein Rathaus gab es bis in die zweite Hälfte der 1960er Jahre in diesem Sinne nicht. Der Bürgermeister hatte eine Amtsstube in einem Zimmer in der alten Volksschule, die sich direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite befand. Die Schule und damit der erste „dauerhafte Amtsraum“ der Gemeinde wurde dort 1872 gebaut und eingerichtet. Der Bürgermeister und sein Sekretär hatten ihren Amtsraum also ca. 95 Jahre lang in der Schule. Davor war jeweils das Wohnhaus des aktuellen Bürgermeisters das „politische Zentrum“ der Gemeinde. Aus der Reihe: „Wolfurter Köpfe“ PFARRER MARIUS DUMEA Was mache ich für die Gemeinde? Ich bin der Pfarrer der Marktgemeinde Wolfurt. Meine Lieblingserinnerung an oder mit Wolfurt ist? Die Pfarreinführung im September 2016: Das war für mich ein einmaliges Erlebnis, zu sehen, wie herzlich ich hier aufgenommen wurde. Mein absoluter Lieblingsplatz in oder um Wolfurt ist? Und warum? „Ich bin Weg“: Auf diesem Weg bekomme ich die nötige innere Kraft und Ruhe. > Die richtige Lösung zur zweiten Frage bitte bis spätestens Freitag, 31. Mai 2019 Was sollte man in und um Wolfurt an die E-Mail: tina.huetterer@wolfurt.at mit dem Betreff „Gewinnspiel“ einsenden. unbedingt einmal besucht oder gemacht haben? Aus allen Zusendungen mit dem richtigen Lösungswort, wird nach Einsendeschluss ein Gewinner gezogen und anschließend benachrichtigt! Der Gewinner erhält eine Hofsteigkarte im Wert von 100 €. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Verspätete Einsendungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Der Gewinner wird in der nächsten Wolfurt-Information sowie am 15.06.2019 auf Facebook und auf der Gemeinde-Webseite bekannt gegeben. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel wird automatisch der Veröffentlichung des Namens in den Gemeindemedien (Webseite, Facebook und Wolfurt-Information) eingewilligt. Wir wünschen viel Glück! 14 GEMEINDEPANORAMA Auf jeden Fall die Pfarrkirche „St. Nikolaus“ besuchen. Ich will keine Eigenwerbung machen, aber unsere Kirche und der dazugehörige Friedhof sind, meiner Meinung nach, der Mittelpunkt unserer Marktgemeinde. Beschreibe Wolfurt mit einem Wort! Hafoloab! Rätscher im Jahre 2012 Die Brauchtümer „RÄTSCHO“ UND PALMBUSCHEN BINDEN EIN ALTER BRAUCH „RÄTSCHO“ IN RICKENBACH PALMBUSCHEN BINDEN Von Gründonnerstag bis Karsamstag gedenken wir dem Leiden und Tod von Jesus Christus. Er starb am Kreuz und ist drei Tage später auferstanden. In Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight dieser Zeit werden als Gedenkzeichen keine Glocken geläutet. Es heißt, die Glocken seien nach Rom geflogen. Stattdessen gehen die „Rätscher“ durch Rickenbach und ersetzen das Läuten der Glocken. Der Palmsonntag leitet die Karwoche ein. An diesem Tag wird der Einzug von Jesus Christus in die Stadt Jerusalem gefeiert, wo seine Anhänger ihm damals zujubelten und ihre Kleider und Palmzweige vor ihm ausbreiteten. Es darf mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass dieser aus dem Mittelalter überlieferte Brauch zwischen 1500 und 1550 hier eingeführt wurde. Seit den 1930er Jahren ist das „Rätscho“ jedenfalls so organisiert, wie wir es in Rickenbach heute noch betreiben. Aus Erzählungen älterer Mitbürger hat unser Heimatforscher Richard Eberle erfahren, dass die Ministranten des Dorfs zu den festgelegten Stunden vor der Kirche „rätschten“, die Ministranten aus Hub und Strohdorf zogen gemeinsam durch ihre Parzellen und die Rickenbacher durch ihr „Dorf“. So treffen sich auch heuer wieder die „Rätscher-Moadla und Buabo“ mit ihrer eigenen, mitgebrachten „Rätscho“ bei der Kapelle Rickenbach am Gründonnerstag um 18:00 Uhr, um durchs Rickenbacher Dorf zu ziehen. Neue Gesichter sind gerne gesehen! Die „Rätscho“-Zeiten sind: Gründonnerstag: 18:00 Uhr Karfreitag: 11:00 und 18:00 Uhr Karsamstag: 11:00 Uhr Die „Rätscher-Moadla und Buabo“ ziehen zu diesen Zeiten jeweils für ca. 1 Stunde durch Rickenbach und verdienen sich so ihren „Rätscher“-Lohn. Alle Spenden und Süßigkeiten des gemeinsamen „Rätscher“-Lohnes werden anschließend unter den „Rätschern“ gerecht aufgeteilt. Peter Lingenhel Die Palmzweige sind ein wesentliches Symbol des Palmsonntags, wobei diese auf eine lange Tradition zurückgehen. Denn bereits in früheren Zeiten verehrte man Palmen als heilige Bäume. Heute symbolisieren geweihte Palmbuschen das Leben und bringen Segen für das Haus. Die Weihe der Palmbuschen findet in der Kirche am Palmsonntag statt. Dieser Brauch besteht ungefähr seit der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts. Aufgrund des Mangels an Palm- oder Ölzweigen in unserer Region werden zum Binden häufig grüne Zweige wie Haselnuss oder Erle ausgewählt. Ursprünglich bestand ein Palmbuschen aus sieben Naturmaterialien: Weidenkätzchen, Buchsbaum, Wacholder (Kranewitt), Stechpalme (Schredler), Eibe, Zeder und Sadebaum (Segenbaum oder Segenstrauch). Auch in Wolfurt gibt es das Brauchtum der Palmbuschen. Am Palmsonntag ziehen die Leute mit ihren Palmzweigen in die Kirche. Früher wurden die Palmbuschen stets selbst gebunden. Dabei wurden sie hauptsächlich aus Eiben- und Weidenzweigen - wenn vorhanden - gefertigt. Heutzutage werden die Gebinde häufig fertig gekauft. In Wolfurt wurden die Palmbuschen traditionellerweise nicht mit Blumen oder sonstigem Schmuck behängt, sondern nur das Holunderkreuz befestigt. GEMEINDEPANORAMA 15 JUGENDKINO IN WOLFURT Am Samstag, den 02. Februar fand das erste Jugendkino im Vereinshaus statt! Unserer Einladung sind ca. 30 Jugendliche gefolgt, was uns sehr gefreut hat! Die Jugendlichen konnten vor Ort aus vier Filmen auswählen: Baywatch, Türkisch für Anfänger, Wir sind die Millers und Die Tribute von Panem. Gewonnen hat dieses Mal Wir sind die Millers. Die Popcornmaschine war sicher ein richtiger Hingucker und hat im Vereinshaus eine gemütliche Kinoatmosphäre geschaffen. Dazu wurden Liegestühle als „Kinosessel“ aufgestellt, die uns Sabine und Günther Köb von der Firma Köb Schmierstoffe GmbH in Kennelbach netterweise ausgeliehen haben. Wegen der durchwegs positiven Rückmeldungen, planen wir eine weitere Veranstaltung im Frühjahr. Bedanken möchte ich mich vor allem bei Stephanie Schober, die uns die Kommunikation mit den Jugendlichen ermöglichte! Auch bei Barbara Geissler, Manuela Paulitsch und Othmar Gratt möchte ich mich bedanken, die diesen Abend mit Ideen tatkräftig unterstützten! GR Christine Stark AUF DER SUCHE NACH FERIALARBEITERN? LÄNDLEPRAKTIKUM.AT Die neue regionale Jugend-Berufsplattform „ländlepraktikum.at“ biSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight etet Jugendlichen die Möglichkeit, Ferialstellen in den unterschiedlichen Bereichen Vorarlberger Firmen zu finden. Durch die Kooperation mit der Landesschülervertretung und der Schülerunion stehen wir mit allen Schulen Vorarlbergs in Kontakt. Mit „ländlepraktikum.at“ haben Sie die Chance, effizient nach Ferialarbeiter/innen für Ihr Unternehmen zu suchen. Nach einer einfachen Registrierung auf der gleichnamigen Internetseite, können Sie dort seit Anfang Februar ein kostenloses Inserat für eine Ferialstelle 2019 schalten. Für weitere Informationen schauen Sie vorbei auf www.laendlepraktikum.at. 16 GEMEINDEPANORAMA FÖRDERUNG VON STRASSENFESTEN ES IST WIEDER... WELTSPIELTAG! In Wolfurt wurden in der Vergangenheit einige schöne und große Straßenfeste gefeiert. Gerne unterstützen wir als Gemeinde das Zusammenkommen und den Austausch in der Wohnanlage, Straße oder in einem ganzen Viertel. Diesmal laden wir herzlich am Samstag, 25. Mai 2019 von 11:00 bis 16:00 Uhr rund um die VS Mähdle Der Sinn eines Straßenfestes ist mehr als gemeinsam zu feiern. Nachbarn kommen abseits des stressigen Alltags zusammen, tauschen sich aus und lernen ihre nächste Umgebung kennen. Dadurch können Vertrauen, Freundschaft und Verständnis für seine Nachbarn und eine verbesserte Gesprächsbasis geschaffen werden. > Pro Fest und Jahr werden einmalig 100 € gefördert. > Zusätzlich werden pro anwesende Person 2 € gefördert. > Die Auszahlung erfolgt im Nachhinein. Michael Pompl GR für Wohnen und Zusammenleben Wir holen zahlreiche Vereine vor den Vorhang, damit jeder ihr Angebot für Jung und Alt kennenlernen kann. Vielleicht ist ein neues Hobby für dich dabei! Für ein spielerisches Programm und Verköstigung ist gesorgt, das genaue Programm wird zeitgerecht über die Medien, Schulen, Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen bekanntgegeben. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher! SAMSTAG, 25. MAI 2019 GEMEINDEPANORAMA 17 UMWELTWOCHE 2019 Die Vorarlberger Umweltwoche 2019 startet dieses Jahr am Welt-Umwelt-Tag, also am Mittwoch, den 5. Juni und dauert bis Sonntag, den 16. Juni. OPEN AIR KINO HOFSTEIGHALLE: „THIS CHANGES EVERYTHING“ 3. Juni 2019, ab 19:30 Uhr Ort: Innenhof zwischen Hofsteighalle und Geräteturnhallen, Sporthallenstraße 2 Eintritt frei! Achtung: Nächstgelegene Parkmöglichkeit befindet sich beim Cubus. Direkt beim Veranstaltungsort gibt es keine Parkplätze. Wir freuen uns über eine Anreise mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Kino an der frischen Luft Im Rahmen der Umweltwoche lädt der Weltladen Wolfurt, das e5-Team Wolfurt und das Dreierlei am 13. Juni 2019 ab 19:30 Uhr zum Kino an der frischen Luft. Gezeigt wird dort in Kooperation mit Hans Bach Lichtspiele der Dokumentarfilm „This changes everything“. Der Film (Englisch, mit deutschen Untertiteln) von Avi Lewis dokumentiert nicht nur die Folgen der globalen Erderwärmung, sondern stellt gleichzeitig die Frage, ob die drohende Klimakatastrophe nicht auch eine einmalige Chance ist, eine bessere Welt zu gestalten. Wie bereits letztes Jahr unterstützen uns der Weltladen, das Dreierlei und das e5Team Wolfurt bei der Veranstaltung, und versorgen uns mit Cocktails, Getränken und Speisen in bester Qualität! Kurzinhalt des Films Was, wenn eine Konfrontation mit der Klimakatastrophe unsere einzige Chance wäre, die Welt zum Besseren zu verändern? Gedreht an 211 Tagen in neuen Ländern auf fünf Kontinenten in vier Jahren ist „This Changes Everything“ ein Versuch, uns die gewaltige Herausforderung „Klimawandel“ neu vor Augen zu führen. Der Film porträtiert sieben Gemeinschaften, die an vorderster Front aktiv sind. Im Verlauf des Films kristallisiert sich Kleins kontroverseste und spannendste Idee klar heraus: Wir können diese existentielle Krise „Klimakatastrophe“ als Chance nutzen, um unser gescheitertes ökonomisches System grundlegend zu verändern. Mehr Info: https://thischangeseverything.org Rezension: „Bewusst beunruhigend… Letztendlich jedoch ermutigend.“ Variety Magazine In Kooperation Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight mit Hans Bach Lichtspiele Rahmenprogramm: - 19:30 Uhr Eintreffen, Apero mit Spezialitäten von Dreierlei und Weltladen - 20:45 Uhr Filmbeginn - Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung im Foyer der Hofsteighalle statt. FAHRRADPUTZAKTION AUF DEM MARKT Von April bis Ende Mai findet wieder jeden Freitag auf dem Wochenmarkt die Fahrradputzaktion statt. Für nur 7 € wird Ihr Fahrrad während des Marktbesuches auf Hochglanz poliert. Kommen Sie vorbei und nützen Sie dieses tolle Angebot! Start: 5. April von 14:00 - 17:00 Uhr, Marktplatz Ende: 31. Mai von 14:00 - 17:00 Uhr, Marktplatz Die Fahrradputzaktion findet nur bei guter Witterung statt. 18 UMWELT NATURVIELFALT VORARLBERG Exkursionsankündigungen Mittwoch, 12. Juni 2019, 18:30 Uhr FAHRRADEXKURSION ZU DEN STREUEWIESENBIOTOPEN N WOLFURT Waren Sie schon einmal auf einer Biotopexkursion? Wenn Sie die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt direkt vor Ihrer Haustüre kennenlernen wollen, dann begeben Sie sich doch auf die Exkursion in Ihrer Gemeinde. Die Biotopexkursionen werden im Rahmen des Landesprogramms „Naturvielfalt in der Gemeinde“ in Zusammenarbeit mit interessierten Vorarlberger Gemeinden angeboten. Unter der fachkundigen Leitung von Alwin Schönenberger haben Sie die Möglichkeit im Rahmen der Umweltwoche am Mittwoch, den 12. Juni 2019 um 18:30 Uhr dieses besondere Naturjuwel in der Gemeinde Wolfurt zu erkunden: Bei einer Radtour durch das Wolfurter Ried werden verschiedene Streuewiesen mit ihrer besonderen Riedvogelwelt vorgestellt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Die Exkursion findet bei jeder Witterung statt. Die Einladung richtet sich an alle Interessierten, die die Vielfalt der Natur in Vorarlberg und deren besondere Naturschätze näher kennenlernen möchten! Eckdaten zur Fahrradexkursion: Mittwoch, 12. Juni 2019, 18:30 Uhr Dauer: Ca. 2 Stunden Treffpunkt: Gemeindeamt Wolfurt mit dem Fahrrad Exkursionsleitung: Alwin Schönenberger, Ornithologe und Natura 2000-Gebietsbetreuer > Mitzubringen: Knöchelhohe Schuhe mit Profilsohle, Wetterschutz, Getränke nach eigenem Bedarf, Fernglas wird empfohlen > Veranstalter: Gemeinde Wolfurt und Abteilung Umwelt- und Klimaschutz im Amt der Vorarlberger Landesregierung > > > > Ostermontag, 22. April 2019 um 09:00 Uhr BRACHVOGEL, KIEBITZ UND CO. Für die interessierte Wolfurter Bevölkerung gibt es am Ostermontag, 22. April 2019 um 09:00 Uhr die Möglichkeit, Wissenswertes über den Lebensraum Ried und seine Bedeutung für seltene Pflanzen und Tiere zu erfahren. Die Exkursion wird von erfahrenen Gebietskennern und Vogelkundlern in mehreren Gruppen geleitet. Treffpunkt: Bei der Infostelle nach der Autobahn-Unterführung auf der Senderstraße L41 (Abzweigung zur Radroute Richtung Gutshof Martinsruh). Weitere Infos im Veranstaltungskalender auf www.wolfurt.at. UMWELT 19 DIE ZUKUNFT DER RIEDWIESENVÖGEL Immer weniger Menschen im Rheintal kennen Kiebitz, Bekassine, Großen Brachvogel, Wachtelkönig, Braunkehlchen und Uferschnepfe. All diese Vögel waren früher charakteristisch für die weite, offene Riedlandschaft im Rheintal. Allen gemein ist, dass sie Wiesenbrüter sind – und dass sie vor dem Aussterben stehen. Wiesenbrüter, wie der Name schon erahnen lässt, bauen ihre Nester auf dem Boden. Sie nisten in artenreichen, einmähdigen Wiesen, aber auch in noch nicht bestellten Äckern. Als Zugvögel kommen sie im Frühjahr im Rheintal an, balzen und bauen ihre Nester am Boden, ziehen ihre Küken im hohen Gras der extensiv genutzten Feuchtwiesen auf und verlassen im Herbst das Rheintal Richtung Süden. Das Gefieder der Bodenbrüter ist nicht bunt – dunkle, erdige Töne herrschen vor. Als Wiesenbrüter sind damit die ausgewachsenen Vögel, aber auch die Küken, gut vor Fressfeinden getarnt. Wiesenbrüter sind im Rheintal vom Aussterben bedroht. Uferschnepfen und Bekassinen brüten schon seit Jahren nicht mehr, und auch von den bis zu 40 Jahre alt werdenden Großen Brachvögeln brüten nur noch eine Handvoll. Und das mit wenig Erfolg. Dabei gibt es, wie beim Bienensterben, viele Gründe, die alle zusammen zu einem Rückgang der Bestände führen. Wiesenbrüter sind auf Wiesen mit einem reichhaltigen Nahrungsangebot angewiesen. Viele dieser Arten benötigen Flächen mit einem möglichst hohen Grundwasserspiegel, um mit ihrem Schnabel im feuchten Boden nach Nahrung stochern zu können. Der Landschaftswandel der letzten Jahrzehnte hat den Lebensraum von Kiebitz & Co auf kleine Inseln in der intensiv genutzten Kulturlandschaft zusammenschmelzen lassen. Während die Umgebung für die typischen Wiesenbrüter immer unwirtlicher wird, profitieren ihre Fressfeinde wie Fuchs, Marder, Dachs etc. davon. Steile Entwässerungsgräben sind für eine Wiesenbrüterfamilie unüberwindbare Barrieren und können zu tödlichen Fallen werden. Aber auch die Freizeitnutzung führt zu Störungen und kann mit der Aufgabe der Nester enden. Freilaufende Hunde sind zwar keine Fressfeinde, führen aber zu Stress und einem verminderten Bruterfolg. Auch die Witterung im Frühjahr spielt eine große Rolle. So gab es immer schon Jahre mit schlechten Bruterfolgen durch einen kalten und regenreichen Frühling. Grundsätzlich gilt: Gesunde, große Populationen könnten in den darauffolgenden Jahren Ausfälle kompensieren. Seit 2006 unterstützt das Land Vorarlberg den Naturschutzbund und seine Partnerinnen und Partner beim Wiesenbrüterschutz. Durch Lebensraumverbesserungen wie z. B. Abflachen von Gräben oder Rodung von Gehölzgürteln im Nahbereich der Brutflächen wird der Lebensraum aufgewertet. Schutzmaßnahmen wie das Einzäunen der Gelege oder Markieren der Nester im Acker ermöglichen den Landwirtinnen 20 UMWELT und Landwirten, die Brutflächen bei der Bewirtschaftung auszusparen. Mit diesen Maßnahmen konnten vor allem für den Kiebitz schon einige Erfolge erzielt werden. Darüber hinaus stellen einige Grundbesitzerinnen und Grundbesitzer u. a. Teilflächen für den Wiesenbrüterschutz zur Verfügung. Warum ist der Schutz der Bodenbrüter so wichtig? Wiesenbrüter sind sogenannte Indikatorarten. Sie zeigen den ökologischen Zustand der Natur an. Von den lebensraumverbessernden Maßnahmen für Bekassine, Kiebitz, Großen Brachvogel & Co profitieren nicht nur die Vögel, sondern das gesamte Ökosystem. Thomas Rainer, AVLR Abt. Umwelt- und Klimaschutz. Vogelwarte Sempach. ENTBUSCHEN FÜR SUMPFROHRSÄNGER & CO Bei strahlendem Sonnenschein wurde im Februar im Natura 2000- und Naturschutzgebiet Birken in Wolfurt ein Vielfalter-Tag in Kooperation mit dem Naturschutzbund durchgeführt. Neben den Gebietsbetreuern Alwin Schönenberger und Petra Häfele haben 12 Naturbegeisterte tatkräftig einen Nachmittag lang angepackt. Hintergrund für diese Pflegemaßnahme ist es, den Lebensraum für Vogelarten wie Sumpfrohrsänger, Rohrammer, Fitislaubsänger und Feldschwirl zu verbessern. Diese Vogelarten brüten gerne in Altschilf-
  1. wolfurt
Wolfurt-Informa...ruar- Wolfurt 19.02.2019 19.02.2019, 09:34 Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight wolfurt IM FEBRUAR Fasnatbrauch BRATEN ODER STEHLEN? Neugierig? Mehr Informationen zum Brauchtum auf S. 13 19 Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wie Sie wahrscheinlich wissen, musste ich seit Mitte September vergangenen Jahres aufgrund eines ärztlich diagnostizierten Erschöpfungszustandes bis Anfang Februar pausieren. Gerade die ersten Wochen meiner Auszeit waren rückblickend eine besondere Herausforderung, galt es doch sich einzugestehen, dass Körper und Geist nicht ständig am Limit beansprucht werden können und eigene Belastungsgrenzen anzuerkennen sind. Nun fühle ich mich wieder fit, meine Batterien sind aufgeladen und ich freue mich, meine Aufgaben wieder wahrnehmen zu können. Ich hoffe sehr, dass meine Kräfte mir wieder dauerhaft zur Verfügung stehen, um anstehende Projekte in Angriff zu nehmen, im Dienste unserer Gemeinde und ihrer Menschen. Nach so langer Abwesenheit ist es mir ein Anliegen, mich zu bedanken: > bei Frau Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger, die mehr oder weniger von einem auf den anderen Tag das Amt als Full-Time-Job übernommen hat und dieses mit viel Umsicht, Engagement und Knowhow ausgefüllt hat; > bei den Gemeinderäten aller Fraktionen für das entgegengebrachte Verständnis und die wohlwollende Unterstützung; > bei den Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindedienststellen, die sich auf die geänderten Verhältnisse rasch und bestens eingestellt haben; > bei meiner Familie und meinen Freunden, die mir Halt und Kraft auf meinem Weg gegeben haben und > für viele gute Gespräche und die Hilfestellung der Bevölkerung sowie die zahlreichen Briefe, Karten und E-Mails mit wohlgesinnten Genesungswünschen, die mich sehr gefreut haben. Nun liegt es an mir, nicht wieder mit „Vollgas in die gewohnte Tagesordnung zu rasen“, sondern das eine oder andere neu zu strukturieren. Das kann die Organisation der Amtsführung im Rathaus, die Zusammenarbeit mit den Mandataren aller Fraktionen, die Wahrnehmung von Terminen und manches andere betreffen. In jedem Fall gibt es Lösungen, die immer mit allen Beteiligten abgesprochen werden und zum Wohle aller sind. Ich bin guter Dinge und werde weiterhin mein Bestes geben. Bgm. Christian Natter 2 BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, In der Winterausgabe haben wir stolz angekündigt, dass unsere Wolfurt-Information ab 2019 sechs Mal im Jahr erscheinen wird. Jetzt ist es soweit: Ab sofort werden wir Sie mit einer Februar-, April-, Juni-, August-, Oktober- und Dezemberausgabe bestmöglich mit allen News rund um Wolfurt versorgen. Vielleicht sind Ihnen schon die neuen Bildmotive im Veranstaltungskalender und in der vorliegenden ersten Ausgabe der Gemeindezeitung ins Auge gestochen. Über das Jahr 2019 hinweg beschäftigen wir uns mit Traditionen in unserem Ort. In den Veranstaltungskalendern von Jänner und Februar ging es um die Brauchtümer „Sternsingen“ und „Brotoklau“. Alle Mitbürger/innen, die schon immer wissen wollten, woher der „Brotoklau“ eigentlich kommt, finden auf Seite 13 die genaue Erklärung. Der Grund, warum wir uns mit Wolfurts Vergangenheit beschäftigen, ist, dass im März 1219 das erste Mal „Wolfurt“ namentlich in einem Schriftstück erwähnt wurde. Das Thema wird uns das ganze Jahr über mit verschiedenen kleinen Aktionen begleiten. So laden wir Sie herzlich ein, bei unserem Gewinnspiel „800-Jahre-Wolfurt“ Ihre Ortskenntnis über unsere Gemeinde auf den Prüfstand zu stellen. Haben Sie eine Idee oder interessante Informationen zum Jubiläum 800-JahreWolfurt? Wenn ja, dann senden Sie uns gerne Ihre Anregungen und Vorschläge an gemeindezeitung@wolfurt.at. Auf den nächsten Seiten darf ich Ihnen wie gewohnt einen Einblick in unser Gemeindegeschehen geben. VizeBgm. Angelika Moosbrugger ERSTES WEIHNACHTSMÄRKTLE AUF „ÜSORM SCHLOSS“ Am zweiten Adventwochenende öffnete das Schloss Wolfurt seine Pforten für das erste Weihnachtsmärktle. Der Gedanke, einen Weihnachtsmarkt im romantischen Schlosshof abzuhalten, hat unser RathausteamSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight so beflügelt, dass diese Idee innerhalb kürzester Zeit umgesetzt wurde. Mit weihnachtlicher musikalischer Umrahmung der Musikschule am Hofsteig, einer Krippenausstellung der Mittelschule Wolfurt, kleinen Verkaufsständen mit handgefertigter Ware, einem Glühweinstand, Kaffee, Kuchen und Gerstensuppe wurden die zahlreichen Besucher willkommen geheißen. Ein zusätzliches Schmankerl wurde unseren Gästen aufgrund der Wetterkapriolen geboten: Die Verkaufsstände mit handgefertigter Ware mussten kurzerhand in das Schlossinnere verlegt werden, sodass die vielen Besucher nicht nur die handgefertigten Waren, sondern auch „ein bisschen Schloss“ von innen zu bestaunen hatten. Ein großes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle an alle Marktständler, an das Organisationsteam und natürlich an Sie, liebe Gäste, richten: Es war schön, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind und den Weihnachtsmarkt besucht haben! BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN 3 Zukünftiger Bauhofmitarbeiter gefunden? DAS WINTERWUNDERLAND UND DIE SCHNEERÄUMUNG Baufortschritt Bildungscampus Bütze BILDUNGSCAMPUS BÜTZE AUF DER ZIELGERADEN Das neue Jahr zeigte sich zu Jahresbeginn von seiner schönsten Winterseite. Ein frisch verschneites Dorf wirkt auf uns meistens gemütlich und schaut wunder- Das Großprojekt Sanierung und Erweiterung Volksschule und Kindergarten Bütschön aus - und ist für unsere Bauhofmitarbeiter harte Arbeit. ze schreitet mit Riesenschritten voran. An dieser Stelle gilt unser großes DANKE allen Bauhofmitarbeitern und Subunternehmen die jeden Tag von früh bis spät aufs Neue dafür sorgen, dass die Hauptstraßen, Schulwege, Brücken und öffentlichen Institutionen auch bei großen Neuschneemengen gefahrlos erreichbar sind. Auch wenn unser Bauhofteam alles daran setzt bis zum Frühverkehr möglichst alle wichtigen Straßen, Gehsteige und Plätze geräumt zu haben, gibt es einzelne Tage, an denen das ein bisschen länger dauert. Dafür bitten wir um Verständnis. UNSER GEBURTSTAGSHOCK KOMMT GUT AN! Bereits zum zweiten Mal durfte ich in Vertretung für unseren Bürgermeister die Jubilare - dieses Mal aus den Monaten Oktober, November und Dezember - zu einem gemütlichen Geburtstagshock im Gasthaus Engel begrüßen. Nachdem im Frühsommer 2018 die Aufstockung des 1990er-Jahre-Baues fertiggestellt und von der Schule bezogen wurde, konnte im Herbst 2018 der Rückund Umbau des ältesten Teiles der Volksschule Bütze aus den 60er-Jahren begonnen werden, der ausgebaut und auf den neuesten Stand der Technik gebracht wird. Auch in diesem Gebäudeteil werden nach Abschluss der Arbeiten natürliche Materialien, helle freundliche Räume und ein gesundes Raumklima vorherrschen. Ende Mai werden die Umbauarbeiten abgeschlossen und die Außenanlagen Am 22. Jänner gratulierte ich den Ju- samt Vorplatz fertig gestellt sein. bilaren zu ihrem 80., 85., 90. oder 95. Geburtstag herzlich und wir feierten bei Anschließend wird als letzte Bauphase Kaffee und Kuchen in gemütlicher Run- mit dem Straßenbereich begonnen - die de den besonderen Ehrentag. Es tut uns Begegnungszone Bütze, die mit einer allen gut, sich zu treffen, über die „alten farbigen Asphaltoberfläche und ohne NiZeiten“ und Erinnerungen zu erzählen veausprünge zu einer Gestaltungseinheit und von Neuigkeiten zu berichten. mit dem Schul- und Kindergartenvorplatz Wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Geburtstagshock der Jubilare der Monate Jänner, Februar und März am 11. April 2019! Ich hoffe, dass viele dabei sein können! Eine schriftliche Einladung erfolgt zeitgerecht per Post. 4 BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN verschmelzen soll. Wir danken den Anrainern, Kindern und pädagogischen Fachkräften, die täglich mit der Baustelle leben, für ihr Verständnis und ihr Mittun und bitten nochmals um Geduld für diese letzte Bauetappe. Modellfoto Bildungscampus Bütze v. l.n. r. Bgm. Harald Köhlmeier, Vizebgm. Sandra Schoch , Bgm. Markus Linhart, Bgm. Elmar Rhomberg, Bgm. Peter Halder, Vizebgm. Angelika Moosbrugger und Bgm. Manfred Flatz. PLAN B-GEMEINDEN: MOBILITÄT MITSyntax Warning: Invalid Font Weight EINANDER GESTALTEN Aktuelle Studien zeigen erste positive Tendenz und bestärken im Tun In Sachen Mobilität arbeiten wir mit den Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach seit Jahren intensiv zusammen: Planungen werden abgestimmt, Angebote gemeinsam umgesetzt und gezielt Impulse über Gemeindegrenzen hinweggesetzt. Die gemeinsame Arbeit zeigt jetzt erste positive Früchte: Laut der aktuellen KONTIV-Studie nimmt der Anteil der Wege der Menschen in der Region ohne Auto zu und liegt bei 55 Prozent – vorarlbergweit sind es 50,3 Prozent. Eine Motivation, das regionale Mobilitätsmanagement fortzusetzen. Das Land Vorarlberg lässt im Abstand von mehreren Jahren das Mobilitätsverhalten der Vorarlberger Bevölkerung über eine Haushaltsbefragung erheben. Zum dritten Mal nach 2008 und 2013 haben sich die plan b-Gemeinden auch 2017 dieser „Kontinuierlichen Verkehrsverhaltensbefragung (KONTIV)“ mit einem vertiefenden Auftrag angeschlossen. Erfasst wird dabei, welche Verkehrsmittel die Menschen in der Region an bestimmten Stichtagen im Oktober bzw. November 2017 hauptsächlich für ihre Wege nutzen. andere Impulse aus der regionalen Kooperation: Der grüne plan b-Trolley war rasch ausverkauft, der „schoolwalker“ ist inzwischen landesweit an Schulen präsent, das regionale Parkraummanagement wurde gemeinsam positive Realität. __________________________________________________________________________ > 22 Prozent zu Fuß (Vorarlberg: 18 Prozent) __________________________________________________________________________ > 21 Prozent per Fahrrad (Vorarlberg: 16 Prozent) __________________________________________________________________________ > 12 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Vorarlberg: 13,6 Prozent) __________________________________________________________________________ > 45 Prozent per PKW als Lenker oder Mitfahrer (Vorarlberg: 49,7 Prozent) ___________________________________________________________________________ Seit 2004 Impulsgeber in der Region Ergebnisse sind Ansporn für weiteres Engagement Für die Verantwortlichen in dieser erfolgreichen Gemeindekooperation sind diese positiven Ergebnisse ein klarer Auftrag: Die gemeinsame Arbeit ist fortzusetzen, Stillstand wäre Rückschritt. Verkehr und Mobilität bleiben zentrale Herausforderungen für die Lebensqualität in unseren KONTIV: Wege, Weglängen, Unterwegszeiten und Verkehrsmittel Die in den plan b-Gemeinden befragten Personen legen laut KONTIV-Studie an ei- Gemeinden, für die Qualität des Standnem Werktag 3,2 Wege zurück – jeder davon ist durchschnittlich 9,3 Kilometer lang orts und für die Umwelt. und dauert 21 Minuten. Pro Tag ergibt das 29,7 Kilometer bzw. 67,1 Minuten. Die plan b: hauptsächlich verwendeten Verkehrsmittel je Weg: Positive Tendenz: Anteil der Wege per PKW geht zurück Mit diesen Ergebnissen liegen die plan b-Gemeinden auch österreichweit im positiven Spitzenfeld, speziell der Anteil der Wege per Fahrrad ist rekordverdächtig. Die gemeinsamen Anstrengungen von Gemeinden, Land und Bund für eine attraktive Fahrradinfrastruktur in der Region – Leuchtturmprojekte in plan b waren und sind etwa die Radbrücke an der Autobahn über die L3 oder die Radbrücke Bregenz-Hard – und für ein sympathisches Radfahrklima tragen hier Früchte. Zudem ist Vorarlberg laut Erhebungen des Ministeriums neben Wien das einzige Bundesland, in dem der motorisierte Individualverkehr zumindest nicht zunimmt. Beispielgebend sind auch Im Jahr 2004 beschlossen die fünf Gemeinden Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Wolfurt mit tatkräftiger Unterstützung des Landes, sich verstärkt mit Mobilität auseinanderzusetzen, 2006 kam die Landeshauptstadt Bregenz dazu. Für ihre Mobilitätsarbeit wurden die plan b-Gemeinden und andere Institutionen der Region vielfach ausgezeichnet. Neben verschiedenen Mobilitäts- und Umweltpreisen zeugen auch Einladungen zu Vorträgen u.a. nach Wien, Italien oder Oslo von der Attraktivität der gemeinsamen Anstrengungen. BLICK INS GEMEINDEGESCHEHEN 5 SO ERFASSEN SIE IHRE VERLSyntax Warning: Invalid Font Weight USTMELDUNG EINFACH ONLINE www.fundamt.gv.at BürgerInnen können auf www.fundamt.gv.at selbst orts- und zeitunabhängig nach verlorenen Gegenständen suchen. Bei der Suche werden alle teilnehmenden Regionen und Unternehmen berücksichtigt (lediglich Kennelbach und Schwarzach arbeiten nicht mit dieser Homepage). Das erhöht die Trefferquote wesentlich, da man oft nicht weiß, wo man etwas verloren hat oder wo der Finder den Gegenstand abgegeben hat. Wird der Gegenstand nicht gefunden, kann sofort eine Verlustmeldung gespeichert werden, die bei der zukünftigen Erfassung von Fundgegenständen automatisch berücksichtigt wird und bei einem Treffer eine entsprechende Verständigung auslöst. KOSTENLOSE SPRECHSTUNDEN VON RECHTSANWÄLTEN UND NOTAREN Die kostenlosen Beratungs-Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren werden von der Wolfurter Bevölkerung gerne in Anspruch genommen, daher wird dieses Beratungsangebot wie folgt fortgesetzt: Sprechstunden Rechtsanwälte von 18:00 - 20:00 Uhr Mittwoch, 6. März 2019, Dr. Gabriele Meusburger-Hammerer Mittwoch, 3. April 2019, Dr. Wolfgang Hirsch Sprechstunden Notar Wenn Sie eine Verlustmeldung online speichern, können Sie sicher sein, dass sich von 18:00 - 19:00 Uhr Ihr Vorteil das Fundamt Wolfurt bei Ihnen telefonisch oder per Mail meldet, sobald ein auf Ihre Beschreibung passender Gegenstand im Fundamt abgegeben wird. Mittwoch, 20. März 2019, Dr. Michael Gächter Anleitung zur Erstellung einer Verlustmeldung: Die Sprechstunden finden jeweils im Rathaus Wolfurt statt. 1. Öffnen Sie www.fundamt.gv.at 2. Wählen Sie den Button „Verloren“ und klicken Sie auf „zur online Suche“. 3. Füllen Sie das Formular aus (Kategorie, Verlustort, Umkreis, Datum „zuletzt gesehen am“ sowie ein Stichwort ist dabei zu befüllen). Wählen Sie ein sehr allgemein gehaltenes Stichwort 4. Klicken Sie auf „Suchen“ 5. Prüfen Sie die Suchergebnisse (bei einer Übereinstimmung mit Ihrem Verlust gegenstand können Sie mit Klick auf „Infoblatt“ weitere Details überprüfen). 6. Am Ende der Suchergebnisse finden Sie einen Link „Verlustmeldung erstellen“ 7. Befüllen Sie nun das Formular und geben Sie in jedem Fall Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse an (bitte prüfen Sie regelmäßig Ihren Spam-Ordner!). 8. Bitte geben Sie Ihr Einverständnis zur Datenübermittlung (Kontrollkästchen) 9. Klicken Sie auf „Absenden“ und die Verlustmeldung ist gespeichert. Hinweis: Sämtliche Verlustgegenstände werden 1 Jahr lang im Fundamt aufbewahrt. Nach Ablauf eines Jahres geht der Verlustgegenstand entweder an den Verlustträger oder wird vernichtet. Weiterer Kontakt: dunja.preuss@wolfurt.at, Tel.: 05574/6840-26 6 AUS DEM RATHAUS Notariatsverteilung bei Todesfällen Zur Abwicklung der Verlassenschaften nach Todesfällen von Familienangehörigen wurden vom Bezirksgericht Bregenz die Notare für folgende Termine nominiert: Unter Vorbehalt der neuen Verteilungsordnung des Jahres 2019! Bregenz Dr. Gerhard Mayer: Jänner/Juli Dr. Ivo Fussenegger: Februar/August Mag. Valentin Huber-Sannwald: März/September Dr. Michael Gächter: April/Oktober Dr. Kurt Zimmermann: Mai /November Mag. Christoph Winsauer: Juni/Dezember BÜRGERMEISTER- UND WOHNUNGSSPRECHSTUNDEN NEUE MITARBEITERIN IM GEMEINDEAMT Sprechstunden von Bürgermeister Christian Natter Wohnungssprechstunden von Gemeinderat Michael Pompl Mittwoch, 27. Februar 2019 Mittwoch, 13. März 2019 Mittwoch, 27. März 2019 Mittwoch, 10. April 2019 Mittwoch, 20. Februar 2019 Mittwoch, 6. März 2019 Mittwoch, 20. März 2019 Mittwoch, 3. April 2019 Kurz nach Jahresbeginn verabschieden sich mit Nicole Rädler und Victoria Thompson die beiden Sachbearbeiterinnen für Öffentlichkeitsarbeit in die Karenz. BAUPOLIZEI JAHRESBERICHT 2018 2018 2017 2016 2015 2014 Neubauten: __________________________________________________________________________ 11 10 6 8 13 Einfamilienhäuser __________________________________________________________________________ 8 7 2 6 4 Mehrfamilienhäuser __________________________________________________________________________ 4 3 2 3 4 Betriebsgebäude __________________________________________________________________________ __________________________________________________________________________ Zu- und Umbauten: __________________________________________________________________________ 30 43 30 39 24 Wohnhauszu- und -umbauten __________________________________________________________________________ 4 10 8 6 7 Betriebsgebäudeum- und -zubauten __________________________________________________________________________ Sonstige Bewilligungen: __________________________________________________________________________ 13 15 8 14 12 Planabweichungen __________________________________________________________________________ 15 50 77 75 51 Mängelbescheide __________________________________________________________________________ (Benützungsbewilligungen) __________________________________________________________________________ 117 106 64 83 191 Sonstige Bescheide __________________________________________________________________________ 19 16 19 3 6 Einstellung von Baumaßnahmen __________________________________________________________________________ 16 8 12 7 12 Bauanzeigen/Baufreigabebescheide __________________________________________________________________________ 0 0 0 0 0 Heizungsbewilligungen __________________________________________________________________________ 6 5 2 8 4 Abbruchbewilligungen bzw. Anzeigen __________________________________________________________________________ 6 9 11 13 15 Werbe- und Hinweistafeln __________________________________________________________________________ 0 0 0 12 27 Solaranlagen bzw. Fotovoltaikanlagen *) __________________________________________________________________________ 58 64 93 62 34 Urgenzen von Bescheidauflagen __________________________________________________________________________ 65 72 31 90 58 Urgenz von Fertigstellungsmeldungen __________________________________________________________________________ Sonstige Bescheide: __________________________________________________________________________ 17 12 30 24 17 Grundteilungen __________________________________________________________________________ 15 10 17 21 11 Kanalanschlussbescheide __________________________________________________________________________ 20 15 28 19 19 Kanalbeitragsbescheide __________________________________________________________________________ 15 11 17 21 14 Wasseranschluss - Mitteilungen __________________________________________________________________________ 28 17 34 21 21 Wasseranschlussbeitragsbescheide __________________________________________________________________________ 40 8 15 19 25 Althaussanierungsanträge __________________________________________________________________________ 0 0 0 0 0 Schallschutzfenster __________________________________________________________________________ *) Solar- und Fotovoltaikanlagen werden inzwischen häufig zusammen mit der Neubaubewilligung und der Rest ebenfalls mittels Freigabebescheid erledigt. Nach einem aufgrund von Anzahl und Ausbildung der Kandidatinnen und Kandidaten sehr aufwändigen Auswahlverfahren fiel die Entscheidung auf Tina Hütterer. Tina hat die Bachelorstudien „Transkulturelle Kommunikation“ und „Vergleichende Literaturwissenschaft“ an der Universität Wien abgeschlossen. Sie hat u.a. ein Praktikum als Lektorin und Korrektorin bei einem Verlag absolviert und war Freelancer bei textbroker.de. Tina ist Ansprechpartnerin für den gesamten Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde und insbesondere für die Wolfurt-Info und den Veranstaltungskalender sowie den Bereich Mobilität. KOSTENLOSE BERATUNG IN GRUNDSTÜCKSUND IMMOBILIENANGELEGENHEITEN Richard Richter, der gerichtlich beeidete Ortssachverständige für Immobilien, wird sein Wissen und seine Berufserfahrung den BürgerSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight n und Bürgerinnen kostenlos zu folgenden Beratungsterminen zur Verfügung stellen: Rathaus Wolfurt, 18:00 - 20:00 Uhr Mittwoch, 27. März 2019 AUS DEM RATHAUS 7 DIENSTJUBILÄEN UND PENSIONIERUNGEN IN DER GEMEINDE Mila Meusburger mit Partner links: Birgit Grießer Wie jedes Jahr üblich, werden im Rahmen der Weihnachtsfeier der Gemeindebediensteten langjährige Mitarbeiter/innen gewürdigt und altersbedingt Ausscheidende in den Ruhestand verabschiedet. 8 Zum 25-jährigen Dienstjubiläum konn- Auf nunmehr 30 Dienstjahre kann te Mila Meusburger gratuliert werden. Birgit Grießer zurückblicken. Ebenfalls zum 30-jährigen Dienstjubiläum darf man Peter Gunz gratulieren. Sie hat 1990 die Reifeprüfung zur „Organisatorin der Musikbildungstätigkeiten“ geschafft. Danach arbeitete sie drei Jahre lang als Sängerin, Gitarristin und Schlagzeugerin im deutschsprachigen Raum. Ab September 1993 war sie Lehrerin für musikalische Früherziehung und Gitarre-Begleitung sowie später auch Gesang. In diesem Zeitraum hat sie hervorragende Arbeit als Musik-Pädagogin geleistet und viele Kinder auf ihrem musikalischen Weg begleitet. Ein besonderer Dank gilt ihr außerdem für ihr großes Engagement, denn so tragen alle organisierten Musicals der Musikschule auch ihre Handschrift. Zuerst war er beim Bundesheer, danach arbeitete er 15 Jahre lang bei der Post in Wolfurt. Nach einem Jahr bei der Gärtnerei Lerchner in Hard begann seine Zeit beim Bauhof. Seit April 1989 ist Peter ein Teil des Bauhofs Wolfurt. Durch sein Engagement ist er ein wertvoller und verlässlicher Mitarbeiter, der stets Unterstützung bietet, wenn tatkräftige Hilfe und körperlicher Einsatz gefragt sind. AUS DEM RATHAUS 1979 schloss sie die Textilschule mit gutem Erfolg ab und startete dann als Erziehungshelferin im Jupident. Danach arbeitete sie drei Jahre als Verkäuferin und Näherin bei Gardinen Böhler. Zwischen 1983 und 1992 war sie Kontrolleurin beim Postamt Wolfurt, was durch ihre Karenz zwischen 1988 bis 1991 unterbrochen wurde. Ab 1993 widmete sich Birgit der Kindererziehung. 1999 trat sie dann den Dienst im Kindergarten Dorf an und absolvierte auch die Helferinnenausbildung. Nicht nur hat sie mehr als eine Generation Kinder bis jetzt auf ihrem Weg ins Leben begleitet, sondern auch großartige Arbeit als Kindergarten-Assistentin geleistet. Leider war es ihm nicht möglich, persönlich an der Veranstaltung teilzunehmen. links: Margot Meusburger Margit Köb mit Ehemann Peter Wagner Margot Meusburger konnte nach mehr als 32 Dienstjahren bei der Marktgemeinde Wolfurt im Sommer 2018 ihren wohlverdienten Ruhestand antreten. Auch Margit Köb konnte im Sommer 2018 mit 21 Jahren im Dienste der Marktgemeinde Wolfurt den wohlverdienten Ruhestand antreten. Ebenfalls durfte Peter Wagner nach mehr als 37 Jahren Dienst als Schulwart an der Volksschule Mähdle mit Ende 2018 den wohlverdienten Ruhestand antreten. Noch vor dem mit Auszeichnung geschafften Abschluss ihrer Ausbildung an der damaligen „Bildungsanstalt für Kindergärtnerinnen“ am Institut St. Josef in Feldkirch im Juli 1977 wurde Margot die Anstellung als Kindergartenpädagogin mit Herbst desselben Jahres zugesichert. Ihre erste Stelle war im Kindergarten Strohdorf, wo sie auch schon bald zur Leiterin bestellt wurde. Nach einem Zwischenstopp im Kindergarten Mähdle kehrte Margot 1981 wieder als Leiterin zum Kindergarten Strohdorf zurück. Mit Februar 1991 erfolgte die Teilzeit-Neuanstellung als Krankheits- und Karenzvertretung am Kindergarten Bütze, danach der Wechsel in den Kindergarten Dorf, dem Margot bis zu ihrer Pensionierung treu geblieben bist. Von 1998 bis 2009 übte sie mit Bravour die Leiterinnenfunktion aus. 1976 schloss sie ihre Ausbildung an der damaligen „Bildungsanstalt für Kindergärtnerinnen“ am Institut St. Josef in Feldkirch ab. Nach fünf Jahren in Diensten der Stadt Dornbirn hat sich Margit mit Ende des Mutterschaftsurlaubes aus dem Kindergartenbereich zurückgezogen. Der Wiedereinstieg in der Begleitung unserer jüngsten Mitbürger führte 1990 über die Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Spielgruppe, die damals am Kindergarten Bütze beheimatet war. Nach einem Abstecher als Kindergärtnerin in die Gemeinde Schwarzach trat sie zum Beginn des Kindergartenjahres 1997/98 eine Teilzeit-Karenzstelle am Kindergarten Mähdle an. Im Jahr 2000 fand Margits Wechsel als Leiterin an den neu eröffneten Kindergarten Rickenbach statt, dem sie bis zu ihrer Pensionierung vorgestanden ist. Dank ihrem Einsatz konnte der Kindergarten Rickenbach als Bewegungskindergarten zertifiziert werden. Generationen von Schülern, aber auch von Lehrerinnen wurden von ihm während dieser Zeit begleitet. Stets bot er Hilfe und Unterstützung bei mannigfachen Problemen, vor allem für die Direktorinnen, an, sodass eine Volksschule Mähdle jahrzehntelang ohne Peter Wagner nicht vorstellbar war. Er war immer dazu bereit, neue Herausforderungen anzunehmen. Nach dem Umbau der Schule und der Einführung eines neuen Konzepts für die Betreuung der gemeindeeigenen Gebäude, hat er neben der Schule auch die Betreuung vom Feuerwehrhaus, dem Kindergarten Rickenbach und den Bewegungsstudios übernommen. AUS DEM RATHAUS 9 AKTUELLES VOM GEMEINDEVORSTAND In dieser neuen „Rubrik“ werden die Gemeinderäte über aktuelle Geschehnisse wie neue Projekte, Änderungen, o.Ä. in Stichpunkten berichten. Gemeinderätin für Soziales Miteinander Gemeinderätin für Jugend, Sport, Eigenverantwortung Gemeinderat für Wohnen, Zusammenleben YVONNE BÖHLER CHRISTINE STARK MICHAEL POMPL > Familieplus - Vereinsliste in Planung - Neu: Familiensprechstunde > Aktion Demenz - 10-jähriges Jubiläum des Tanzcafés im Seniorenheim > Wolfurt-gsund - Prävention - Inputs durch Vorträge - Vorankündigung: Babysitter-Kurs im Frühling > Hallenmasters 2019 Der FC Alberschwende holte sich zum ersten Mal den Mastertitel beim Wolfurter Hallenmasters. > Jugend Kino, 02.02.2019 4 Filme waren zur Auswahl - 3 wurden vor Ort gewählt, für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren. Mehr dazu in der April-Ausgabe der Wolfurt Information. > Neukonzeptionierung der > Lerchenstraße OST In der Lerchenstraße sind alle 11 Eigentumswohnungen an Wolfurter/innen verkauft worden. Im Frühling werden vom Ausschuss Wohnen & Zusammenleben die Mietkaufwohnungen vergeben. Die Mietwohnungen werden vor dem Sommer zugeteilt. Sportler-Ehrungen Gemeinderat für Mobilität, Umwelt, e5 ROBERT HASLER Gemeinderat für Infrastruktur PAUL STAMPFL > Restabfalltonne Die Erstausgabe der Tonnen ist gut gelaufen. Es wurden ca. 80 Tonnen ausge- > Fertigstellung Wasserwerk geben. Bürger/innen können die Tonnen Im Rahmen des Trinkwassernotverbunds. gerne weiterhin im Rathaus bestellen bei Geplant Fertigstellung bis Ende März. Dunja Preuss, Tel. 05574/6840-26. > Fertigstellung Funkenweg Die Restarbeiten, wie beispielsweise die Straßenbeleuchtung, Angleichungen, Randabschlüsse sowie das Setzen von Hecken und Böschungen, erfolgen im Frühling. 10 AUS DEM RATHAUS > Kanal, Wasser und Gerinne Abstimmung mit den anderen Abteilungen bzgl. Projektmanagement. Priorisierung der Baustellen für 2019. Erstellung der Ausschreibungen in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro. > Lerchenstraße WEST Im Frühling starten wir mit dem Bau der gemeinnützigen Anlage in der Lerchenstraße, wo in Zusammenarbeit mit der Wohnbauselbsthilfe/Atrium Mietkauf- und Mietwohnungen entstehen. > Brückenweg Im Brückenweg entstehen weitere Mietkauf- und Mietwohnungen. Diese sind Anfang 2020 bezugsfertig. > Jetzt für den gemeinnützigen Wohnbau in Wolfurt bewerben. Informationen erhalten Sie von Angelika Köb, Tel. 05574/6840-16 oder Gemeinderat Michael Pompl, Tel. 0699 16840907. > Wohnungswerberliste Die Wohnungswerber müssen Anfang 2019 ihren Wohnungswerberantrag aktualisieren. Kontakt: Angelika Köb, Tel. 05574/684016, angelika.koeb@wolfurt.at auf. Mitspielen und 100 Euro gewinnen! GEWINNSPIEL 800 JAHRE WOLFURT 1. Frage: AN WEL C GEBÄUD HEM E IS DIESER T SCHRIFT Z ZU FIND UG EN? Wie gut kennen Sie Ihre Gemeinde? Oder möchten Sie Wolfurt besser kennenlernen? Finden Sie es heraus und machen Sie mit bei unserem neuen GewinSyntax Warning: Invalid Font Weight nspiel im Rahmen des 800-Jahre-Jubiläums! In den nächsten 6 Ausgaben der Wolfurt-Information suchen wir einen bestimmten Ort, ein Gebäude oder einen Gegenstand in unserer Gemeinde. Ebenfalls kann auf der Gemeinde-Webseite und auf der Facebook-Seite der Gemeinde mitgemacht werden. Die richtige Lösung bitte bis spätestens Freitag, 29. März 2019 an die E-Mail: tina.huetterer@wolfurt.at mit dem Betreff „Gewinnspiel“ einsenden. Der Gewinner wird in der nächsten Wolfurt-Information sowie am 13.04.2019 auf Facebook und auf der Gemeinde-Webseite bekannt gegeben. Aus allen eingehenden Zusendungen mit der richtigen Lösung wird nach Einsendeschluss ein Gewinner gezogen und anschließend benachrichtigt. Der ausgeloste Gewinner erhält einen 100 € Gutschein der Hofsteigkarte. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Verspätet eingehende Einsendungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel wird automatisch der Veröffentlichung des Namens in den Gemeindemedien (Webseite, Facebook und Wolfurt-Information) eingewilligt. Wir wünschen viel Glück und Freude mit dem Gewinnspiel! GEMEINDEPANORAMA 11 Aus der Reihe: „Wolfurter Köpfe“ FRICKENESCHER MOADLA Funkenweg Feldeggstraße akt. Stand BERTELE FLATZ 79 Jahre BRUNHILDE BALDAUF 70 Jahre Lebendiges Brauchtum in Wolfurt STERNSINGEN 2019 65 Jugendliche im Alter von 7-14 Jahren machten sich am 4. und 5. Jänner 2019 bei Kälte, Schnee und Regen auf den Weg, um Gottes Segen für das neue Jahr, in die Wolfurter Haushalte zu bringen. Um eine so große Aktion zu organisieren, braucht es begeisterte Jugendliche, motivierte Helfer/innen, umsichtige Begleiter/innen und vorsichtige Fahrer. Dazu ganz viel Freude, Humor und Geduld, damit sich auch alle Beteiligten wohlfühlen können. Wolfurt wird dabei in 13 Gebiete aufgeteilt: Ach, Bütze, Dorf, Fatt, Flotzbach, Frickenesch, Kessel, Oberfeld, Rickenbach, Rutzenberg, Strohdorf, Unterfeld und Unterlinden. Das heißt, dass 13 Gruppen mit 4-6 Kindern für die Durchführung der Aktion gebraucht werden. Wolfurt ist meiner Meinung nach auch in dieser Hinsicht einzigartig. Ich bin dankbar, jedes Jahr genug Jugendliche für die Aktion begeistern zu können. Fünf Gesangsproben mit Stephanie Habicher, Einteilung der Gruppen mit 13 Müttern/Vätern, eine General- und Kleiderprobe mit Ursula Geiger und Arlette Raid sind nötig, um die Aktion durchzuführen. Meinen Appell „Öffnen wir Herz und Tür für unsere Sternsinger“ haben Sie, liebe Wolfurter/innen, mehr als großherzig erfüllt. Dafür möchte ich mich recht herzlich bei Ihnen bedanken. Nur so konnten wir ein so großartiges Ergebnis von 28 080,91 € erzielen. Mit der Gewissheit, dass die Spenden in Mindanao auf den Philippinen Gutes bewirken, können wir uns auf ein gesegnetes neues Jahr freuen. Sigrid Rohner Herzlicher Dank gebührt auch unseren Sponsoren: > Doppelmayr > Purtscher und Mangele > Firma Raid(er) Bannholzweg akt. Stand > Schwanenbäckerei Fitz > Kunst im Rohnerhaus 12 GEMEINDEPANORAMA ROSMARIE LANG 83 Jahre > Was machen wir für die Gemeinde? Wir sind Ur-Wolfurterinnen, kochen auf dem Markt, für die Läbbe den Hafoloab und haben früher auch für das Vereinshaus gekocht. Auch haben wir seinerzeit Altenpflege betrieben. Wir sind darüber hinaus ins Seniorenheim mit den Läbbe gegangen und haben dort Gedichte etc. vorgelesen. > Unsere Lieblingserinnerung an/mit Wolfurt ist? Der Vorarlberg-Ball in Wien, wo wir im Palais Ferstel in einer Großküche waren und den Hafoloab für den Ball zubereitet haben. Außerdem die Ehrung im Vereinshaus als „Längste Mitarbeiter“, wo wir jahrelang gekocht haben. > Unser absoluter Lieblingsplatz in/um Wolfurt ist? Warum? Da gibt es mehrere: Strohdorf, die Alte Schmiede und den Marktplatz zum Beispiel. Weil es immer ein gemütliches Beisammensein gibt und viele Bekanntschaften gemacht und getroffen werden. > Was sollte man in/um Wolfurt unbedingt einmal besucht oder gemacht haben? Auf jeden Fall den Doppelmayr Zoo besuchen. Für Rosmarie auch der Fußballplatz des Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight FC Wolfurt. Außerdem die Alte Schmiede, den Markt und verschiedenste Läbbe-Veranstaltungen besuchen, wie zum Beispiel den Gumpigo Dunnschtag am Brunnen, und die Theaterstücke im Vereinshaus ansehen. > Beschreibt Wolfurt mit einem Wort! Wunderschön. Gut versorgt. > Mit einem Satz: Man fühlt sich hier wohl. BRAUCHTUM „BROTOKLAU“ Die Braten wurden früher von den Frickenescher Moadla zubereitet, inzwischen kümmern sie sich aber „nur“ noch um den Hafoloab. - Heutzutage übernehmen die Gasthäuser aus Wolfurt die Zubereitung der Braten für den Gumpigo Dunnschtag. > Anlehnend an die alemannischen Fasnatbräuche ist ein besonderer Vorarlber- > In Wolfurt ist es jedoch seit ungefähr ger Faschingsbrauch das Bratenstehlen am sogenannten schmutzigen Donnerstag, 40 Jahren Tradition, dass die gestohledem letzten Donnerstag in der Faschingszeit. nen Braten samt Beilagen beim „Inschtrumentomachars Brunno“ (Fa. Hintereg> In Wolfurt ist dieser Tag als Gumpigo oder auch als Schmotzigo Dunnschtag ger, Hofsteigstraße) geteilt und verspeist bekannt. Der Name stammt von „gumpa“, was „auf- und abhüpfen“ bedeutet bzw. werden. Beilagen sind unter anderem Sauerkraut und Gerstensuppe. Außervon „Schmotz“, was auf alemannisch „Fett, Schmalz“ heißt. Der alemannische Brauch reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, wo es den Narren dem gibt es zusätzlich noch Kaffee und erlaubt wurde, vor Beginn der Fasnat den Braten aus der Klosterküche zu stehlen. Kuchen. Organisiert wird der Brotoklau Dies war nämlich die letzte Möglichkeit, um vor der Fastenzeit noch Fleisch zu essen. am Gumpigo Dunnschtag von den Wolfurter Läbbe mit tatkräftiger Unterstützung Danach wurden die geklauten Braten von der hungrigen Bevölkerung verzehrt. der Gasthäuser aus Wolfurt. Mittlerweile > Heutzutage wird der Braten von Angehörigen der Faschingszunft zubereitet und wurde diese Tradition schon zu einem von den Mitgliedern der Faschingszunft gestohlen. Früher kam es jedoch häufiger kleinen Volksfest. vor, dass Scherzbolde etwas in den Braten gemischt oder den Braten von unbescholtenen Personen gestohlen haben. So auch in Wolfurt, wo zum Beispiel einmal statt einem Braten panierte Putzlappen zubereitet wurden. Gumpigo Dunnschtag, 28.02.2019, ab 12:00 Uhr: > Ursprünglich war das Braten kochen gewissermaßen als Test gedacht, um he- Brotoklau in ganz Wolfurt. rauszufinden, ob die zukünftige Ehefrau gut kochen kann. Früher wurde in Wolfurt Gemeinsamer Verzehr beim Brunnen außerdem versucht, den Braten vom heißen Herd oder aus dem Backrohr der Nach- „Musik Hinteregger“, Hofsteigstraße 7. barn und Bekannten zu stehlen. Die Töpfe und Pfannen wurden dann abends - meist Veranstalter: Hafoloabar Läbbe mit einer Flasche Wein- an die Eigentümer zurückgegeben. Diese Tradition ging in den letzten Jahren jedoch etwas zurück. GEMEINDEPANORAMA 13 Aus der Serie: Das tut deine Gemeinde für dich... „DEIN“ BAUHOF Zur Gemeinde zählen viele unterschiedliche Bereiche. Doch nur wenige wissen, was wirklich alles zu den Aufgaben der einzelnen Abteilungen gehört. Deshalb wird in den nächsten Ausgaben der Wolfurt Information je ein Bereich genauer vorgestellt. In dieser Ausgabe dürfen wir Sie über den Bauhof und seine Mitarbeiter informieren.. Wie viele Mitarbeiter hat der Bauhof? Der Bauhof beschäftigt acht Stammmitarbeiter sowie einen arbeitslosen Jugendlichen und zwei Flüchtlinge. Wie groß ist der Fuhrpark des Bauhofs Wolfurt? Der Fuhrpark beinhaltet zehn Fahrzeuge, darunter unter anderem einen Caddy, einen Pritschenwagen, einen großen und drei kleine Traktoren, einen Bagger, etc. Welche Abteilung wird durch Bauhof mitbetreut? Auch das Wasserwerk gehört zum Bauhof. Bauhofleiter Thomas Plangger Wie viele Mülleimer müssen wöchentlich geleert werden? Adresse: Dammstraße 18, 6922 Wolfurt Zweimal wöchentlich werden in ganz Wolfurt ca. 100 Mülleimer geleert. Wie viel Streusalz wurde in der letzten Wintersaison benötigt? In der letzten Wintersaison haben wir ca. 32 Tonnen Streusalz gebraucht. ÖffnungszeiSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight ten: Mo - Do: Wie viel Stunden waren unsere Bauhofmitarbeiter im Winterdienst? 07:00 - 12:00 Uhr und 13:15 - 17:00 Uhr. Unsere Bauhofmitarbeiter waren insgesamt ca.1 542,75 Stunden im Winterdienst tätig. Fr 07:00 - 12:00 Uhr. Bauhofleiter: Thomas Plangger 14 GEMEINDEPANORAMA Wie viele Setzlinge werden in Wolfurt gepflanzt? Insgesamt wurden ca. 5.000 Stück Setzlinge inklusive Zwiebeln gepflanzt. Welche unbekannteren Arbeiten werden „nebenbei“ zusätzlich erledigt, die dennoch sehr wichtig sind? Zu den weiteren Aufgaben des Bauhofs gehören: > Schilder > Wanderwege > Straßenbeleuchtung > Transporte und Mithilfe bei Veranstaltungen > Leitungsrohrbrüche > Transport von Papiertonnen > Fundfahrräder > Zustellung der gelben Säcke an die Ausgabestellen > Weihnachtsbeleuchtung > Rasenmähen von öffentlichen Plätzen > tote Katzen beseitigen > Hecken und Bäume schneiden > Interessentengewässer ausräumen und/oder ausschneiden > Transporte für den Herbstmarkt inkl. Mülleinsammlung > Sperrmülltransport von Schulen, Kindergärten usw., > Sanierung von Kanaldeckeln > Montage bzw. Auswechseln von Wasserzählern der Haushalte > Wasserleitungsverlegungen Neubau und Sanierung > Flicken von Straßenschäden, Riedstraßensanierung > Markierungen des Waldes der Marktgemeinde Wolfurt > Spielplatzsanierungen inkl. Spielgeräte > Kontrolle der Straßenmarkierungen > Transport von Weihnachtsbäumen > Feuerbrand > und vieles mehr. AUFROLLUNG WASSERUND KANALGEBÜHREN 2016/17 Seit Jahrzehnten erfolgt die Ablesung der Wasserzähler jeweils im Oktober und bildet die Grundlage für die Vorschreibung der Wasser- und Kanalgebühren des kommenden Jahres. Für das Jahr 2017 musste zum 1.1. aufgrund förderungstechnischer Vorgaben eine Anpassung der Gebühren vorgenommen werden, die im Vergleich zu den üblichen Indexanpassungen eine doch merkliche Erhöhung von EUR 0,24/m³ bei den Wassergebühren und EUR 0,42/m³ bei der Kanalbenützungsgebühr, jeweils zuzüglich MWSt. bedeutete. aufmerksam gemacht, dass unberechtigterweise auch die zwischen der Ablesung und dem 31.12.2016 erfolgten Wasserverbräuche des Jahres 2016 mit dem erhöhten Gebührensatz berechnet wurden. Den Forderungen nach Korrektur wurde insofern nachgekommen, als in den letzten Wochen für sämtliche Anschlussnehmer eine Berechnung des Differenzbetrages vorgenommen wurde, die – sofern nicht bereits zurück bezahlt – bei der nächsten Abrechnung als Guthaben gegengerechnet wird. Für einen Durchschnittshaushalt ergibt sich bei einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von ca. 120 m³/Jahr eine Gutschrift von 19,80 € zuzüglich 10% MWSt. Sämtliche Einnahmen aus Wasser- und Kanalgebühren sind im Übrigen zweckgeVon mehreren Mitbürgerinnen und Mit- bunden und dürfen nicht zur Finanzierung sonstiger Gemeindevorhaben verwendet bürgern wurden wir in der Folge darauf werden. GEMEINDEPANORAMA 15 Samstag, 30. März 2019, Treffpunkt: 13:30 Uhr, Bauhof Wolfurt LANDSCHAFTSREINIGUNG Unsere Umwelt und auch das Ortsbild sollten uns allen am Herzen liegen. Besonders für Kinder und Jugendliche haben die Erwachsenen einen Bildungsauftrag: Abfall gehört in die Abfalleimer und nicht auf den Boden. Wir wollen daher die gesamte Bevölkerung durch die Landschaftsreinigung für einen verantwortungsvolleren Umgang mit ihren persönlichen Abfällen sensibilisieren. Deshalb würde es uns sehr freuen, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Kindern an der Aktion beteiligen. en ldung Anme : unter der -26 o 0 4 8 t 6 / 4 lfurt.a 0557 s@wo s u e r : .p hluss dunja ldesc e m n A g, Freita 19 rz 20 8. Mä Seit 2 Jahren ist das Gemeindegebiet neu eingeteilt – es gibt nun eine große Zahl an kleineren Gebieten, die nur darauf warten „aufgeräumt“ zu werden. Jedes Gebiet wird zudem durch einen eigenen Gebietsleiter betreut. Für alle Helfer gibt es als Dankeschön für die Mithilfe im Anschluss an die Landschaftsreinigung eine leckere Jause mit Getränken im Bauhof Wolfurt sowie ein kleines Überraschungsgeschenk. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass eiSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight n Mitfahren der Helfer auf den Sammelfahrzeugen aus Sicherheitsgründen verboten ist. Um die Helfer/innen zu den Startpunkten der jeweiligen Sammelroute zu bringen, werden deshalb separate Fahrzeuge organisiert. Gerne Um die Durchführung der Landschaftsreinigung und die Jause vorbereiten zu kön- können diese Wege aber auch mit dem nen, bitten wir um eine Anmeldung und Bekanntgabe der Teilnehmerzahl (am besten eigenen Fahrrad zurückgelegt werden. namentlich). Personen, die sich vorstellen können, bei der Landschaftsreinigung als Gebietsleiter Wir freuen uns auf eine zahlreiche Bemitzuhelfen, dürfen sich gerne ebenfalls melden. teiligung! RHEINDAMM: NEUES ABWASSERPUMPWERK ENTSTEHT Keine Winterruhe herrscht auf der Baustelle des Wasserverbandes Hofsteig an der Rheinbrücke: Die beauftragten Unternehmen schaffen trotz Schneefall, Regen und tiefer Temperaturen mit neuen Leitungen und Anlagen wesentliche Vorarbeiten für den Neubau der Straßenbrücke. In diesen Tagen wird der Spül- und Entlüftungsschacht auf der rechten Rheinseite eingebaut, Pumpen und Rechen im Pumpwerk folgen wenig später. Bereits erfolgreich abgeschlossen werden konnte in den vergangenen Monaten die Verlegung neuer Leitungen durch den Rhein. Künftig können Abwasser, Trinkwasser und Erdgas bis zu 10 Meter unter der Flusssohle hindurchfließen. Von zentraler Bedeutung ist dafür auch das neue Abwasser-Pumpwerk, das derzeit am Rheindamm errichtet wird und Ende des Jahres 2019 in Betrieb gehen soll. Die sieben Mitgliedsgemeinden Bildstein, Fußach, Hard, Höchst, Lauterach, Lustenau und Wolfurt im Wasserverband Hofsteig investieren in Summe 8,5 Mio. € in die Abwasserentsorgung. Land und Bund unterstützen sie dabei. 16 UMWELT Übergabe der Zusatzgeräte am Bauhof der Gemeinde Vandans Energieeffizienz am Bauhof der Gemeinde Gaschurn-Partenen ENERGIEEFFIZIENZ AM BAUHOF Das im Rahmen der Energiesparoffensive der Energieautonomie Vorarlberg entstandene und umgesetzte Projekt „Energieeffizienz am Bauhof“ findet regen Anklang - bei den Gemeinden, den Städten und den Bauhofmitarbeiterinnen und Bauhofmitarbeitern. Ohne ihre Arbeit würde es bei uns ganz anders aussehen: Ungeschnittene Bäume, Ein Projekt mit Wirkung ungepflegte Grünflächen, unpassierbare Wanderwege, laubüberfüllte und rutschige Inzwischen haben schon mehr als zehn Fußwege. Die Rede ist von den Bauhöfen der Vorarlberger Städte und Gemeinden. e5-Gemeinden im Rahmen dieses Projektes Erfahrungen gesammelt und die Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauhöfe erledigen ihre Arbeit unter anderem Warteliste weiterer interessierter Gemeinmit Laubbläsern, Motorsägen und auch Rasenmähern. Die Geräte, meist benzinbe- den wird immer länger. trieben, machen Lärm. Sie verursachen zudem Schadstoffemissionen wie Feinstaub, giftige Dämpfe und Abgase. Eine Verringerung dieser zwei großen Belastungen – Der Obst- und Gartenkulturverein VorLärm und Schadstoffe – wäre vor allem für die Bauhofangestellten, aber auch für das arlberg bietet, als Ergebnis der positiven Klima und die Umwelt mehr als wünschenswert. Erfahrungen von „Energieeffizienz am Bauhof“, ab dem Frühjahr 2019 die MögTestaktion für e5-Gemeinden lichkeit an, Elektro-Akku-Zusatzgeräte 14 Das Energieinstitut Vorarlberg setzt das Projekt „Energieeffizienz am Bauhof“ in Zu- Tage lang im jeweiligen Ortsverein zu sammenarbeit mit dem Umweltverband Vorarlberg um. Interessierte e5-Gemeinden testen. können vier Wochen lang umweltschonende und energieeffiziente Gerätealternati- „Mit diesem Angebot können unsere Mitven ausprobieren. In einem Workshop wird den Bauhofangestellten die Handhabung glieder die Elektro-Zusatzgeräte in ihre der Maschinen erklärt und sie testen dann die Elektro-Zusatzgeräte, wie Rasenmul- Arbeitsabläufe einbauen, praktisch tescher, Motorsäge, Heckenscheren oder Laubbläser, im Alltag. Diese Geräte sind ge- ten und die Vorteile erleben. Außerdem genüber Geräten mit Verbrennungsmotor emissionsfrei, meist viel leiser und deutlich kann der OGV so Vorbild für BürgerinnenSyntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight Syntax Warning: Invalid Font Weight leichter. und Bürger sein“, erläutert Alfred Stoppel Obmann vom Obst- und GartenbauverErfreuliche Erfahrungsberichte ein Lauterach. Der Bauhof der e5-Gemeinde Wolfurt war der erste Testkandidat in diesem Jahr. Das Ergebnis: Begeisterung. Bauhofleiter Thomas Plangger berichtet erfreut: Das Beratungspaket mit inkludierter Testaktion steht für alle e5-Gemeinden zur „Mit dem Elektro-Mäher können wir den Rasen vor der Schule auch während des Verfügung. Unterrichts mähen, ohne dass wir jemanden stören. Die Geräte sind zudem viel handlicher und abgasfrei.“ Kontakt und Information Einige Gemeinden haben sich nun bereits dazu entschieden die Elektro-Zusatzgeräte in der täglichen Praxis zu verwenden. So auch die Marktgemeinde Götzis. „Mit dem Einsatz solcher Maschinen können wir als e5-Gemeinde weitere Maßnahmen setzen und insbesondere auch der Lärmintensität entgegen wirken“, betont Bürgermeister Christian Loacker. „Energieeffizienz am Bauhof“ Energieinstitut Vorarlberg E-Mail: andreas.beier@energieinstitut.at Tel.: 05572/31202-78 UMWELT 17 RADIUS FAHRRADWETTBEWERB 2019 Vom bis 21. März er b m e 30. Sept jeder r e d zählt wie ter. m o Kil e Lust auf mehr Bewegung? Radle dich fit und bekomme einen Überblick über deine geradelten Kilometer. Lass dir die Chance auf Preise und Gewinnspiele nicht entgehen. Sei dabei, wenn ganz Vorarlberg radelt! Vom 21. März bis 30. September zählt wieder jeder Kilometer. Tolle Neuigkeiten: Melde dich ab dem 18. März auf www.fahrradwettbewerb.at an. Deine Kilometer Der Fahrradwettbewerb kannst du direkt im Internet, über die Radius App oder im Fahrtenbuch eintragen! erobert Österreich! Einfach anmelden, losradeln und Kilometer sammeln! Das kannst du täglich, monatlich oder am Ende des Wettbewerbs machen. Radle deinen guten Vorsätzen entgegen Radeln macht fit und glücklich. Wir wissen, aller Anfang ist schwer. Deshalb kannst du dir beim Radius persönliche Ziele setzen. Jeder Kilometer bringt dich deinem Ziel näher. Kleine Trophäen wie der silberne Lungenflügel, die kleine Eistüte oder der große Geldsack helfen dir dabei. Am Ende wirst du überrascht sein, wie viele Kilometer im Alltag zusammen kommen. Tipp: Mit der Radius App gehen keine geradelten Kilometer verloren. Radeln und gewinnen! Nachdem der Radius Fahrradwettbewerb bereits über 10 Jahre erfolgreich in Vorarlberg durchgeführt worden ist, wird es den Wettbewerb 2019 unter dem Namen „Österreich radelt“ in allen Bundesländern geben. Fünf gute Gründe, beim Radius mitzuradeln: ____________________________________ Bist du mehr als 100 Kilometer geradelt, hast du am Ende bei vielen Veranstaltern > Jeden Tag ein Erfolgserlebnis ____________________________________ die Chance auf tolle Preise. Als Motivationsschub gibt es auch während des Wettbewerbs immer wieder die Möglichkeit, bei Gewinnspielen mitzumachen. Versuch dein > Setz dir dein persönliches Ziel ____________________________________ Glück und radle mit! > Gewinnspiele und tolle Preise ____________________________________ Anmeldung und weitere Informationen unter www.fahrradwettbewerb.at oder bei dei> Ganz Vorarlberg radelt nem Veranstalter (Gemeinden, Betrieben, Vereinen und Bildungseinrichtungen). ____________________________________ 18 UMWELT WOLFURTER FAHRRADBÖRSE , Samstag z r ä 16. M hr 09:30 U is b r 12:00 Uh Am Samstag dem 16. März organisieren Pfadfinder, Umweltausschuss und e5-Energieteam am Marktplatz im Dorfzentrum von 09:30 bis 12:00 Uhr die traditionelle Wolfurter Fahrradbörse. Zum Start der Fahrradsaison bietet die Wolfurter Fahrradbörse wieder ein vielfältiges Angebot an Informationen und Test-Möglichkeiten. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Möglichkeit, ein nicht mehr benötigtes Fahrrad zu verkaufen bzw. ein gebrauchtes Fahrrad günstig zu erwerben. Zum Verkauf angebotene Fahrräder können zwischen 08:00 und 09:30 Uhr abgegeben werden. Angenommen werden alle funktionstüchtigen Fahrräder. Der Verkaufspreis wird vom Verkäufer festgelegt, 10% des Preises gehen als OrganisationSyntax Warning: Invalid Font Weight sbeitrag an die Wolfurter Pfadfinder. Die Abholung des Verkaufserlöses bzw. der nicht verkauften Fahrräder findet zwischen 12:00 und 12:30 Uhr statt. > Fahrradputzstation: Lassen Sie Ihr Fahrrad kostenlos auf Hochglanz polieren! > Lastenräder, Falträder & E-Bikes: Professionelle Beratung und Möglichkeit zum Probefahren > Anmeldung zum RADIUS-Fahrradwettbewerb inkl. kostenloser Tachomontage > Rad-Geschicklichkeitsparcours für Kinder > Caruso Carsharing: Informieren Sie sich über das neue Carsharing-Angebot in Wolfurt > Bewirtung mit Kuchen und Kaffee > Austellung von Liegefahrrädern Wichtig: Bei Schlechtwetter wird die Fahrradbörse auf Samstag, den 23. März 2019 verschoben. Aber auch für Personen, die nicht auf der Suche nach einem gebrauchten Fahrrad sind, bietet die Fahrradbörse zahlreiche attraktive Angebote: UMWELT 19 BREGENZERACHSCHLUCHT – NEUE REGELN UND MEHR SICHERHEIT IM EUROPASCHUTZGEBIET Die wildromantische Bregenzerachschlucht zwischen Kennelbach und Doren hat sich von der einstigen Wälderbahntrasse zu einem schönen Naherholungsgebiet entwickelt, das aber aufgrund seiner Ausweisung als Europaschutzgebiet – auch Natura 2000-Gebiet – Schutzansprüche erfordert. In den wertvollen Hangschluchtwäldern und am Fluss leben Amphibien, Reptilien, Vögel und sogar der Biber hinterlässt seine Spuren. ur Infos z hlucht Achsc f Sie au finden a lf lt.at aturvie www.n 20 UMWELT
  1. wolfurt
KlausGP14_20130619_GV24 Klaus 19.06.2013 08.03.2016, 11:03 24. öffentliche Gemeindevertretungssitzung - Protokoll vom 19.6.2013 im Sitzungszimmer der Gemeinde Klaus von 20.00 Uhr-21.25 Uhr Die 6 Gemeinderäte und 18 Gemeindevertreterlnnen wurden ordnungsgemäß geladen. Vorsitz: Bürgermeister Werner Müller Teilnehmer Gemeindevorstände: Bgm. Werner Müller, Eugen Broger, Mag&quot; Gerda Berchtel, Gert Wiesenegger, Martin Brugger Teilnehmer Gemeindevertreter: y^em^ Ebenhoch. Reinhard Längle, Sabine Längle, Edwin Lins, MMag. Josef Lercher (20.03 Uhr), Robert Fröschl, Renate Giesinger, Mag&quot; Eugenie Sözerie-Rohrer, Ing Heinz Österle, Carmen Kathan, Annires Mar- chetti, Maria Lercher, Christoph Wund Ersatz: Daniela Ritter, Kurt Sandholzer, Matthias Nachbaur, Marion Egger, Jürgen Bischoff Entschuldigt: Heinrich Soll, Markus Bitsche, Roswitha Fleisch, Dr. Peter Jugl, Rene Nachbaut, Dr. Heinz Vogel Zu Punkt 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende begrüßt die Anwesenden. Mit Beginn der Sitzung ist die Beschlussfahigkeit mit 22 Mandataren gegeben. Alle Mandatare sind bereits angelobt. Zu Punkt 2: Genehmigung der Tagesordnung Antrag Bgm. Werner Müller: D&#39;e_Textiel&#39;&quot;ng.cfes Ta9esordnungspunkt 8 soll lauten &quot;Änderungsvorschlag betreffend die GST-NRn.: 2009 + 2010 gem. §23a RPG&quot; anstatt &quot;Umwidmung&#39;derGP 2009 und 2010-Nachbaur&quot; Der Antrag wird einstimmig angenommen. Bgm. Werner Müller teilt mit, dass die Anfrage aus der 23. GV Sitzung betreffend Kinderbetreuung Interpark Focus aufgrund noch fehlender Unterlagen in der nächsten Sitzung beantwortet wird. Die Tagesordnung wird somit in nachstehender Form einstimmig genehmigt: Tagesordnung 1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfahigkeit 2. Genehmigung der Tagesordnung 3. Berichte 4. Wasserverband Gruppenwasserversorgung Vorderland - Rechnungsabschluss 2012 5. Abwasserverband Vorderiand - Rechnungsabschluss 2012 6. Vergabe- Liefern und Verlegen von Wasserleitungsrohren -Wasserversorgung Bauabschnitt 15, Baulos 1 (Unterer Sattelberg) 7. Finanzierungsvereinbarung mit den Gemeinden Weiler und Fraxern - &quot;Neubau Sporthalle samt Mehrzweckgebaude für die Mittelschule Klaus-Weiler-Fraxern&quot; 8. Anderungsvorschlag betreffend die GST-NRn.; 2009 + 2010 gem. § 23a RPG 9. Auflage des Teilbebauungsplanes &quot;Im Riesler/Lehmbühel&quot; 10. Neubesetzung im Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss 11. Antrag nach § 41 Abs. 2 - von GV Mag&quot; Eugenie Sözerie, GV Dr. Heinz Vogel und GR Martin Brug- ger; Öffentliches Wassergut (Gp 1792/1) östlich der Firma Wilhelm &amp; Mayer*/ Gestaltungsmöglichkeit durch die Gemeinde 12. Antrag nach § 41 Abs. 2 - von GV Mag&quot; Eugenie Sözerie, GV Dr. Heinz Vogel und GR Martin Brugger; Gemeindeeigene Grünanlagen / Maßnahmen gegen den Buchsbaumzünsler 13. Genehmigung des Protokolls der 23. Sitzung vom 03. April 2013 14. Allfälliges Zu Punkts: Berichte 03.04. 22. Sitzung der Gemeindevertretung mit den Tagesordnungspunkten: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit; Genehmigung der Tagesordnung; Berichte; Berieht des Obmannes des Prüfungsausschusses von der Prüfung am 06.03.2013; Voranschlagabweichungen des Jahres 2012 zum Rechnungsabschluss 2012; Rechnungsabschluss 2012 der Gemeinde Klaus; Neubau der Sporthalle samt Mehrzweck- gebaude für die MS Klaus-Weiler-Fraxern; 1. Nachtragsvoranschlag 2013 der Gemeinde Klaus; Vergabe der Baumeisterarbeiten für die Ortskanalisation BA 13 und Wasserversorgung BA 15 und begleitendem Straßenbau und Straßenbeleuchtung (Unterer Sattel-berg); Erweiterung der Ortskanalisation BA 13 (Unterer Sattelberg) Vergabe; Vorleistung der Baumeisterarbeiten im Rahmen des Vollanschlusses A 14 Klaus; Vergabe der Bauleitung für die Ortskanalisation BA 13 und Wasser-versorgung; BA 15 und begleitendem Straßenbau und Straßenbeleuchtung (Unterer Sattelberg); Anfragebeantwortungen aus der 22. Sitzung vom 20. Februar 2013; Genehmigung des Protokolls der 22. Sitzung vom 20. Februar 2013; Allfalliges 04.04. Eröffnung der Dornbirner Frühjahrsmesse; 04.04. Informationsabend und Vorstellung der neuen Sporthalle für die Lehrer und Lehrerinnen der Mittelschule Klaus-Weiler-Fraxern; 08.04. Lenkungsausschuss Psychiatriekonzept im Landhaus Bregenz, 10.04. Besprechung einer kurzfristigen Sperre der Fraxnerstraße (auf Grund von Asphaltierungsarbeiten) und der damit verbundenen Umleitung über Orsanka im Juli 2013 - im Vorfeld wird die Straße bis zum Waldrand des Bruderhofes saniert! 10.04. Arbeitsgruppe Energie Vorderland mit Besprechung regionaler Ideen und Projekte (ÖKO-Strombörse, regionales Wertstoffsammelzentrum und regionale Photovoltaikanläge; 11.04. Präsentation des VoGis im Landhaus in Bregenz; 12.04. Kuratorium des Sozialfonds im Landhaus in Bregenz, 15.04. Sitzung des Vorstandes der Agrargemeinschaft Klaus mit Vorlage des RechnungsabSchlusses 2012 und Voranschlag 2013; 16.04. Sitzung des Vereins &quot;Öffentliche Bücherei Klaus-Weiler&quot; mit Vorlage des Rechnungsabschlusses 2012 und Voranschlag 2013 sowie Berichten; 17.04. Generalversammlung des Umweltverbandes in Obersaxen; 18.04. Vorstandssitzung des Gemeindeverbandes im Gemeindehaus Dornbirn; 18.04. Besprechung der Finanzierungsvarianten für die Mittelschule Klaus-Weiler-Fraxem mit Vertretern der Gemeinden Weiler und Fraxern; 19.04, JHV des Pensionistenverbandes Ortsgruppe Klaus im GH Sternen; 19.04. Spatenstich für den Zubau (Investitionssumme 4,6 MIO uro) der Firma Werkzeugbau Lercher am Standort Klaus; 19.04. Präsentation des Albanien Filmes (Schulprojekt) bei der Fa. Omicron; 20.04. Besprechung der Finanzierungsvarianten für die Sporthalle der Mittelschule KlausWeiler-Fraxern mit Vertretern der Gemeinde Weiler: 23.04. Internationale Bodenseekonferenz (Gesundheitsprojekte) im Festspielhaus in Bregenz; 23.04. Sitzung der Generalversammlung des Sozialzentrums Vorderland mit Präsentation des Rechnungsabschlusses 2012; 23.04. Abschließende Besprechung der Finanzierungsvarianten mit Peter Jäger vom Vlbg. Gemeindeverband und Vertretern der Gemeinden Weiler und Fraxern; 24.04. Anrainerinformation zum Projekt Ortskanalisation OK BA 13 (Unterer Sattelberg) und Wasserversorgung WVA BA 15 (Unterer Sattelberg); 26.04. Jubiläumsfeier 30 Jahre ASO (Allgemeine Sonderschule) Rankweil; 26.04. &quot;BauKultut&quot; Exkursion einer internationalen Architektengruppe mit Besichtigung der Mittelschule Klaus-Weiler-Fraxern; 27.+28. 125 Jahre Bürgermusik Klaus und Fahnenweihe mit Jubilaumsfest im und vor dem 04 Winzersaal und Sternaufmarsch am Sonntag; 01 .-04. Studienreise der Bürgermeister und des Geschäftsführers der Regio Vorderiand nach 05 Berlin; 06.05. Ehrung der erfolgreichen Vorarlberger Sportler und Sportlerinnen durch die Vlbg. Landesregierung im Montfortsaal im Landhaus Bregenz; 07.05. Symposium mit Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Mazal im Rahmen der Aktion &quot;Kinder in die Mitte&quot; in Koblach; 08.05. Angelobung von Landesrat Mag. Harald Sonderegger im Landhaus in Bregenz; 13. 05. Besprechung des Vorarlberger Radwegekonzeptes und Vorstellung eines Beschilderungsvorschlags im Gemeindeamt Sulz; 14.05. BH Verhandlung d. Verlegung der Riedstraße auf Antrag der Fa. GIKO; 15.05. Symposium des Vereins Neustart zum Thema: &quot;Fußfessel - Vor-und Nachteile&quot;; 16.05. Strategieausschuss des Kuratoriums des Sozialfonds im Landhaus: 16.05. Sitzung des Verbandes der Allgemeinen Sonderschule und des Schulerhalterverbandes Poly Rankweil; 16.05. Sitzung des Vorstandes d. Regio Vorderland Feldkirch mit Besprechung aktueller Themen und Suche nach einem neuen Obmann; 16.05. 1. Lenkungsausschuss des Neubaus &quot;Sporthalle samt Mehrzweckgebaude für die MS Klaus-Weiler-Fraxern&quot;; 17.05. Sitzung des Aufsichtsrates der Vorarlberger Sportservice GmbH im Landessportzentrum Dornbirn, 21.05. Besprechung bezüglich Finanzierung und Belegung des Kinderpark Focus mit Vertre(ern der Gemeinde Röthis; 22.05. Besprechung der regionalen Kinderbetreuung in den Ferien 2013 im Gemeindeamt Sulz; 23.05. Sitzung des Raumplanungsbeirates der Vorarlberger Landesregierung im Landhaus in Bregenz; 25.05. Sitzung des Raumplanungs- und Gemeindeentwicklungsausschusses mit den Tagesordnungspunkten: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfahigkeit; Genehmigung der Tagesordnung; Berichte des Vorsitzenden; Kategorisierung des Umlegungsgebietes &quot;Im Riesler/Lehmbühel&quot; - Abgabe einer Empfehlung an die Gemeindevertretung; Festlegung der weiteren Vorgangsweise zur Stellungnahme des USR (Unabhängiger Sachverständigenrat) in der Sache Nachbaur Bruno - Abgabe einer Empfehlung an die Gemeindevertretung; Ansuchen um Grundteilung (Familien Frick - Erben nach Heinrich) gemäß Plan vom 14.05.2013 von Rapatz Vermessung ZT GmbH - Abgabe einer Empfehlung an die Grundbesitzer und an den Gemeindevorstand; Anliegen der Ausschussmitglieder; Genehmigung des Protokolls der 17. Sitzung vom 25, April 2013; Allfälliges 25.05. Eröffnung des Naturparks Egelsee in Feldkirch; 26.05. Konzert und Singnachmittag der High Life Family mit Überreichung des Ehrengeschenks an Herrn Erich Nachbaur für seine Verdienste; 27.05. Besprechung mit Vertretern des Vorstandes und der Geschäftsführung des Kinderparks Focus bezüglich Belegung (Vorrang für Eltern aus Klauser und Röthner Betrieben) und Finanzierung (Verursacherprinzip); 28.05. Veranstaltung zum Thema &quot;Vorsorgen Wasser&quot; mit Vortragen zum Thema Abwasser und Wasser von mehreren Experten und Expertinnen im Landhaus Bregenz; 29.09. Wahl der neuen Bürgermeisterin der Stadt Dornbirn im Kulturhaus; 31.05. - Fahrt mit den Jungburgerlnnen des Jahrganges 1995 und der Feuerwehr zur Jungbür02.06. gerinnenfeier nach Donnerskirchen. Insgesamt waren in diesem Jahr wieder 35 Klauserinnen und Klauser dabei und genossen die Gastfreundschaft der Partnergemeinde Donnerskirchen; 01.+02. 06 Zahlreiche Einsätze der Feuerwehr im Zusammenhang mit den starken Regenfallen im Gemeindegebiet von Klaus. Den Einsatzkräften gebührt ein großes Kompliment und ein herzliches Dankeschön; 04.06. 32. Sitzung des Gemeindevorstandes mit den Tagesordnungspunkten: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfahigkeit; Genehmigung der Tagesordnung; Berichte des Bürgermeisters; Grundtrennungsbewilligung - Gst.-Nr.: 284, 285 u. 1709 (Tiefentaler Lucas und Ludwig Elisabeth) - gemäß Plan des Büros Markowski vom 29.05.13 - GZ 18.820/13; Grundtrennungsbewilljgung - Gst.-Nr.: 552/2 u. 558/1 (Höfler Annelies) gemäß Plan des Büros Markowski vom 29.05.13 - GZ 18/830/13 Gmndtrennungsbewilligung - Gst.-Nr.: 999/2 (Erben nach Frick Heinrich) - gemäß Plan des Büros Rapatzvom 14.05.13-GZ 41478/13; Vergabe - Sanierung Eingangsstiege Kindergarten; Vergabe - Beweissicherung OK BA 13 (Unterer Sattelberg); VKW Aktien - Kapitalmaßnähme - Diskussion und Entscheidung; Personelles; Projekt Dr. Beer/Dr. Grotti für die Region Klaus/Weiler/Fraxern, Genehmigung des Protokolls der 31. Sitzung vom 02. April 2013; Allfalliges 06.06. Ausflug der Senioren und Seniorinnen (Plus 70) ab Jahrgang 1938, In diesem Jahr war eine Drei Länder Fahrt auf dem Bodensee angesagt. An diesem Ausflug mit Abendessen im Winzersaal nahmen 125 Senioren und Senioren der Gemeinde teil; 07.06. Besprechung mit Vertretern der Vorarlberger Landesregierung und des Landesstra- ßenbauamtes bezüglich diverser Verkehrsprobleme entlang der L 50 (Walgaustraße); 08.06. Feuerwehrabschlussübung des Kreises Vorderland mit Annahme einer Explosion und anschließendem Ausbruch eines Feuers in der Turnhalle und der Aula der Mittelschu- le. An der Übung nahmen rund 180 Feuerwehrfrauen und -männer sowie Einsatzkrafte des Roten Kreuzes teil. Die Übung wurde v. zahlreichen interessierten Zuschauerlnnen verfolgt; 10.06, Besprechung des Rohentwurfes des Vorarlberger Psychiatriekonzeptes mit Experten aus Deutschland und der Schweiz im Landhaus Bregenz; 10.06. 2. Lenkungsausschuss des Neubaus &quot;Sporthalle samt Mehrzweckgebaude für die MS Klaus-Weiler-Fraxern&quot;; 11.06. Sitzung des Staatsbürgerschafts- und des Standesamtsverbandes im Sunnahof Tufers; 11.06. Sitzung der Generalversammlung des Sozialzentrums Vorderland mit Besprechung der weiteren Vorgangsweise im MitDafinerhus 11.06. Sitzung des Vorstandes und der Mitgliederversammlung der Gruppenwasserversorgung Vorderland im Gemeindeamt Koblach; 12.06. Treffpunkt Landeshauptmann mit Vertretern der Unternehmerlnnen, der Vereinsobleute; Weitere Berichte: 15.05. Konzert des Kirchenchores Klaus in der Aula der MS Klaus-Weiler-Fraxern 17.06. Eröffnung Autobahnvollanschluss Klaus 18.06 Fachtagung Sozialraumorientierung in Schloss Höfen 18.06. Goldenen Hochzeit von Hildegard und Ernst Amann (Sattelberg) 18.06. 85-iger Geburtstag von Frau Hermine Hölzer (Gartenstraße) 19.06. Eingang von zwei Aufsichtsbeschwerden von Dr. Heinz Vogel Zu Punkt 4: Wasserverband Gruppenwasserversorgung Vorderland - Rechnungsabschluss 2012 Antrag Barn. Werner Müller: Der Rechnungsabschluss 2012 des Wasserverbandes Gruppenwasserversorgung Vorderland wird zur Kenntnis gebracht. Er schließt mit folgenden Zahlen ab: RA 2012: Ausgaben: VA 2012: 744.900 +138.638 +18,61% RA 2012: 744.900 +/- 883.538 Einnahmen: VA 2012: +/- 883.538 +/- % +/- % +138.638 +18.61% Der Rechnungsabschluss 2012 des Wasserverbandes Gruppenwassen/ersorgung Vorderland wird von der Gemeindevertretung Klaus in der vorliegenden Fassung beschlossen und somit bestätigt. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 5: Abwasserverband Vorderland - Rechnungsabschluss 2012 Antrag Bgm. Werner Müller: Der Rechnungsabschluss 2012 des Abwasserverbandes Vorderiand wird zur Kenntnis gebracht. Er schließt mit folgenden Zahlen ab: Einnahmen: VA 2012: RA 2012: 1.568.100 909,270 909.270 +/- % -658.830 -42,01% RA 2012: +/- Ausgaben: VA 2012: 1.568.100 +/- +/- % -658.830 -42,01% Der Rechnungsabschluss 2012 des Abwasserverbandes Vorderland wird von der Gemeindevertretung Klaus in der vorliegenden Fassung beschlossen und somit bestätigt. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 6: Vergabe - Liefern und Verlegen von Wasserleitungsrohren - Wasserversorgung Bauabschnitt 15, Baulos 1 (Unterer Sattelberg) Antrag Bam. Werner Müller: Wer auf Grund des im Prüfbericht des Ingenieurbüros Adler+Partner, Klaus, vom 04. April 2013 dargestellten Sachverhaltes und der Vergabeempfehlung für die angebotene Leistung &quot;Liefern und Verlegen von Wasserleitungsrohren&quot; an den Billigstbieter, die Firma Frick GmbH, Hummelbergstraße 14, 6832 Sulz, zum Preis von uro 333.802,65 exkl. Mwst. (Bedeckung erfolgt aus der Budgetposition 1/8500-05000) zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 7: Finanzierungsvereinbarung mit den Gemeinden Weiler und Fraxern - &quot;Neubau Sporthalle samt Mehrzweckgebäude für die Mittelschule Klaus-Weiler-Fraxern&quot; Antrag Barn. Werner Müller: Wer der von Peter Jäger (Vlbg. Gemeindeverband) ausgearbeiteten und mit dem Land akkordierten Verein- barung (diese liegt allen Anwesenden vor) zur Finanzierung des Neubaus der Sporthalle samt Mehrzweckgebaude für die Mittelschule Klaus-Weiler-Fraxern zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen Die Gemeinde Fraxern hat die Vereinbarung &quot;einstimmig&quot; und die Gemeinde Weiler &quot;mehrheitlich&quot; mit 13:1 beschlossen. Der Antrag wird einstimmig angenommen, Zu Punkt 8: Anderungsvorschlag betreffend die GST-NRn.: 2009 + 2010 gem. § 23a RPG Bgm. Werner Müller stellt nochmals fest, dass es sich hier um eine öffentliche Gemeindevertretungssitzung handelt. GV Maria Lercher erklärt sich für Befangen und enthält sich der Stimme. GV Josef Lercher erklärt sich für Befangen und enthält sich der Stimme. Antrag Bgm. Werner Müller: Herr Nachbaur Bruno brachte mit Schreiben vom 22.08.11 (eingegangen am23.08.11), durch Mandl Rechtsanwälte GmbH, einen Änderungsvorschlag gemäß § 23 a Abs. (1) Vbg. RPG hinsichtlich GST-Nrn 2009 und 2010 Je Grundbuch Klaus ein, indem vorgeschlagen wird die beiden Grundstücke von &quot;Freiflache Landwirtschaft&quot; in Freifläche Landwirtschaft - Sonderflache Agrarproduktehandel und landwirtschaftliches Lohnunternehmen umzuwidmen. In einem Planungsgesprach (gemäß § 23a Abs (2) RPG) am 18.11.11 wurde vom Bürgermeister begründet, weshalb dem Antrag aus Sicht der Gemeinde nicht zugestimmt werden kann bzw. wird. Der Antragsteller erwiderte die Begründungen und hielt am beantragten Änderungsvorschlag fest. Mit Schreiben der Mandl Rechtsanwalte GmbH vom24.11.11 (eingegangen am25.11.11) beantragte der Antragsteller infolge des negativen Verlaufs des Planungsgesprachs das Verfahren fortzusetzen. In der 14. Gemeindevertretungssitzung am 08.02.12 wurde dem Antrag nicht stattgegeben! In der Folge beantragte die Mandl Rechtsanwalte GmbH die neuerliche Befassung der Gemeindevertretung und die Einholung einer Äußerung des Unabhangigen Sachverständigen Rates (USR). Mit schriftlicher Äußerung vom 24. Oktober 2012 des USR empfiehlt dieser dem Änderungsvorschlag auf Widmung der Flache in Freiflache Landwirtschaft - Sonderfläche Agrarproduktehandel und landwirtschaftliches Lohnunternehmen Folge zu geben. Auf der Grundlage der rechtlichen Beurteilung der Sutterlüty Klagian Brändle Lercher RechtsanwaltePartnerschaft (diese wurde allen Mandatarlnnen zusammen mit dem Gutachten des USR vom 12.10.12 mit der Einladung zur Sitzung zugestellt!) liegt eine &quot;einstimmige&quot; Empfehlung des Raumplanungs- und Gemeindeentwicklungsausschusses vor, dem Änderungsvorschlag nicht stattzugeben. (Dieser hat sich in der 18. Sitzung am 25. Mai 2013 unter TOP 5 mit dieser Thematik befasst) &quot;Wer dem Antrag, dass die Voraussetzungen für eine entsprechende Änderung des Flachenwidmungsplans gemäß dem eingebrachten Änderungsvorschlags von Nachbaur Bruno vom 22.08.11 (Umwidmung der GSTNrn. 2009 und 2010 von Freiflache Landwirtschaft in Freiflache Landwirtschaft - Sonderfläche Agrarproduktehandel und landwirtschaftliches Lohnunternehmen) nicht vorliegen zustimmt, dies mit der Begründung laut Punkt 1. -9. des schriftlich dokumentierten Protokolls des Planungsgesprachs vom 18.11.11 &quot;und den-echtli- chen Beurteilung der Sutterlüty Klagian Brandle Lercher Rechtsanwälte-Partnerschaft und der &quot;einstimmigen Empfehlung des Raumplanungs- und Gemejndeentwjcklungsausschusses, den/die bitte ich um ein Handzeichen!&quot; Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 9: Auflage des Teilbebauungsplanes &quot;Im Riesler/Lehmbühel&quot; Bgm. Werner Müller erläutert den von DI Georg Rauch ausgearbeiteten Teilbebauungsplan für das Gebiet &quot;Im Riesler/Lehmbühel&quot; In dieser Sitzung werden nachstehende Korrekturen zum ausgearbeiteten Entwurf des Teilbebauungsplanes von DI Georg Rauch, angebracht. a) Gebietsbezeichnung &quot;Im Riesler/Lehmbühel&quot; b) 2.5. Letzter Absatz streichen und c) 2.6. Dachfläche größer gleich 140m2 statt 200m2 Antrag Barn. Werner Müller: Wer auf Basis der angebrachten Änderung der Auflage des von DI Georg Rauch ausgearbeiteten und allen vorliegenden Entwurfs des Teilbebauungsplanes des Gebietes &quot;Im Riesler/ Lehmbühel&quot; gem. Auflageentwurf vom 19.06.2013 und gem. §§ 28 + 29 Vlbg. RPG i.d.g.F. zustimmt die/den bitte ich um ein Zeichen mit der Hand! Der Antrag wird mit 22:1 mehrheitlich angenommen. Zu Punkt 10: Neubesetzung im Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss Antrag der Fraktion lebenswertes Klaus/Grüne: Wer der Nachbesetzung durch Mag. Manfred Sparr (lebenswertes klaus/GRONE) anstelle von Dr. Heinz Vogel zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Antrag der Fraktion Wir Klauser in der Volkspartei und Parteifreje_ Wer der Nachbesetzung durch Eugen Broger (Wir Klauser in der Volkspartei und Parteifreie) anstelle von Monika Grimm zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 11: Antrag nach § 41 Abs. 2 - von GV Mag&quot; Eugenie Sözerie, GV Dr. Heinz Vogel und GR Martin Brugger; Öffentliches Wassergut (Gp 1792/1) östlich der Firma Wilhelm &amp; Mayer / Gestaltungsmöglichkeit durch die Gemeinde GR Martin Brugger wünscht in diesem Zusammenhang die Behandlung betreffend Sicherung der Rechte des öffentlichen Wassergutes, Öffnung des Kanals und die Bepflanzung des angeführten Grundstücks. Antrag Bam. Werner Müller: Diese Thematik soll im Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss behandelt werden. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 12: Antrag nach § 41 Abs. 2 - von GV Mag&#39; Eugenie Sözerie, GV Dr. Heinz Vogel und GR Martin Brugger; Gemeindeeigene Grünanlagen / Maßnahmen gegen den Buchsbaumzünsler GR Martin Brugger informiert sich über die Situation betreffend den gemeindeeigenen Buchsbaumhecken. Bgm. Werner Müller erläutert, dass die Buchsbaume im letzten Jahr noch gespritzt wurden. Im heurigen Jahr wurden keine Spritzmittel mehr verwendet und es werden auch künftig die Buchsbaume nicht mehr gespritzt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist noch kein Befall zu erkennen. Sollte sich dies ändern werden die Buchsbaume entfernt. Zu Punkt 13: Genehmigung des Protokolls der 23. Sitzung vom 03. April 2013 Antrag Barn. Werner_Muller: Wer dem vorgelegten Protokoll der 23. Sitzung vom 03. April 2013 zustimmt, die/den bitte ich um ein Handzeichen! Das Protokoll wird einstimmig genehmigt. Zu Punkt14: Allfälliges Bgm. Werner Müller beantwortet Anfragen zum Thema Absperrung des Dammweges und Maßnahmen zum Kanal Fremder Wies/Sattelberg. P.S.: Die Beschlussfähigkeit war bei allen Beschlussfassungen gegeben. .&#39;&#39;^£.;7r~&gt;. ^tli^A (r&gt;CLuM J^M\K^/ Issa Zachäria Bgm. Werner Müller Schriftführter Vorsitzender
  1. wasserverband gruppenwasserversorfung vorderland - rechnungsabschluss 2012
  2. vergabe liefern und verlegen von wasserleitungsrohrern-wasserversorgung ba 15 baulos 1 (unterer sattelberg)
  3. finanzierungsvereinbarung mit den gemeinden weiler und fraxern "neubau sporthalle samt mehrzweckgebäude für die mittelschule klaus-weiler-fraxern
  4. Änderungsvorschlag betreffend die gst. 2009+2010 gem. § 23a rpg
  5. auflage des teilbebauungsplanes "im riesler/lehmbühel"
  6. neubesetzung im bau-straßen und verkehrsausschuss
  7. antrag gem. § 41-öffentliches wassergut gp 1792/1 östlich der firma wilhelm mayer /gestaltungsmöglichkeit durch die gemeinde
  8. antrag § 41-gemeindeeigene grünanlagen/maßnahmen gegen den buchsbaumzünsler
KlausGP14_20120829_GV18 Klaus 29.08.2012 16.06.2014, 13:26 18. öffentliche Gemeindevertretungssitzung - Ergebnisprotokoll vom 29.08.2012 im Sitzungszimmer der Gemeinde Klaus von 20.00 Uhr – 21.00 Uhr Die 6 Gemeinderäte und 17 GemeindevertreterInnen wurden ordnungsgemäß geladen. Vorsitz: Bürgermeister Werner Müller Teilnehmer Gemeindevorstände: Bgm. Werner Müller, GR Gert Wiesenegger, Eugen Broger, Magª Gerda Berchtel Teilnehmer Gemeindevertreter: Werner Ebenhoch, Carmen Kathan, Reinhard Längle, Sabine Längle, Edwin Lins, Ing. Heinz Österle, MMag. Josef Lercher, Dr. Jugl Peter, Christoph Wund, Annires Marchetti, Maria Lercher, Robert Fröschl, Renate Giesinger, Roswitha Fleisch Ersatz: Alexandra Müller, Mag. Reinhard Grass, DI Barbara Bechtold (ab 20.07 Uhr), Doris Rhomberg Entschuldigt: Martin Brugger, Heinrich Boll, Dr. Heinz Vogel, Magª Eugenie Sözerie-Rohrer, Markus Bitsche Zu Punkt 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende begrüßt die Anwesenden. Mit Beginn der Sitzung ist die Beschlussfähigkeit mit 21 Mandataren gegeben. Bgm. Müller führt die Angelobung gem. § 37 GG von Frau Doris Rhomberg durch. Es wird in einer Gedenkminute für die kürzlich verstorbenen ehemaligen Mitglieder der Gemeindevertretung Herrn Johann Summer sowie Herrn Johann Ludescher gedacht. Zu Punkt 2: Genehmigung der Tagesordnung Antrag Bgm. Müller Werner um Änderung/Ergänzung des Tagesordnungspunktes 8: Kategorisierung des Grundstückes Gst.Nr. 2275 – Kat. Gemeinde Klaus – Beschlussfassung der Planauflage Der Antrag wird einstimmig angenommen und die Tagesordnung wird in nachstehender Form einstimmig genehmigt: Tagesordnung 1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit 2. Genehmigung der Tagesordnung 3. Berichte 4. Vergabe der Baumeisterarbeiten für die WVA BA 14 und die Umlegung des Bestandes (Kanal) im Bereich der Fa. Omicron; OK BA 12/2 5. Vergabe der Lieferung und Verlegung von Wasserleitungsrohren WVA BA 14/2 im Bereich der Fa. Omicron 6. Vergabe „Leasing“ – EDV Anlage für die VMS Klaus-Weiler-Fraxern und die Öffentliche Bücherei Klaus-Weiler 7. Aufnahme eines „Darlehen“ für Kanal-, Wasser- und Straßenarbeiten 8. Kategorisierung des Grundstückes Gst.Nr. 2275 Kat. Gemeinde Klaus – Beschlussfassung der Planauflage 9. Gewährung einer Ausnahme gegenüber dem rechtsgültigen Bebauungsplan der Gemeinde Klaus gem. § 35 Abs. 3 RPG i.d.g.F. – Anzahl der Geschosse 10. Antrag nach § 41 Abs. 2 – von Dr. Vogel Heinz, GV Martin Brugger, GV Mag Eugenie Sözeri-Rohrer: „Volksabstimmung über Flächenwidmung im Bereich des Hinteren Tschütsch“ 11. Genehmigung des Protokolls der 17. Sitzung vom 11. Juli 2012 12. Allfälliges a Zu Punkt 3: Berichte 11.07. 12.07. 31.07. 17. Sitzung der Gemeindevertretung mit den Tagesordnungspunkten: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit, Genehmigung der Tagesordnung; Berichte; Erneuerung der Desktop und Server Infrastruktur in der Vorarlberger Mittelschule KlausWeiler-Fraxern und der Öffentl. Bücherei Klaus-Weiler; Grundsatzbeschluss zur „Planung“ der Sporthalle samt Mehrzweckgebäude der Vorarlberger Mittelschule KlausWeiler-Fraxern als Gebäude der GIG; Tauschvertrag zwischen der Gemeinde Klaus und der „omicron electronics GmbH“ und Auflassung des Gemeingebrauchs eines Teilstücks der Gemeindestraße „Oberes Ried“ (zwischen der Fa. Omicron u. der Fa HEAD); Verkauf von ca. 7,5m² Gemeindegrund (Teilstück der Gst.-Nr.: 2260); Umwidmung eines Teils der Gst.-Nrn.: 346, 347/1; 349 und 351 für den Bereich „Bruderhof“ von Freifläche Freihaltegebiet - FF – (Wald Ersichtlichmachung) in Baufläche Wohngebiet – BW; Ana trag nach § 41 Abs. 2 – von Dr. Heinz Vogel, GV Martin Brugger; GV Mag Eugenie Sözeri - Rohrer: „Volksabstimmung über Flächenwidmung im Bereich des Hinteren Tschütsch&quot;; Antrag nach § 41 Abs. 2 – von Dr. Heinz Vogel, GV Martin Brugger; GV a Mag Eugenie Sözeri - Rohrer: „Ausbringung von Herbiziden (Unkrautvernichtungsmittel) im Bereich des südlichen Klausbachuferbereiches westlich der Erlenbrücke&quot;; Anfragebeantwortung aus der 16. Sitzung vom 23. Mai 2012 – TOP 4; Genehmigung des Protokolls der 16. Sitzung vom 23. Mai 2012; Allfälliges; Sitzung des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses mit den Tagesordnungspunkten: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit; Genehmigung der Tagesordnung; Berichte des Vorsitzenden; BauKultur Gemeindepreis 2012 – Nominierung der Gemeinde Klaus – Bericht; Ansuchen um Grundteilung (Andrea Grasser u. Christian Kranz) Sägerstraße; Genehmigung von Ausnahmegenehmigungen für das Projekt „EFH Gert und Monika Wiesenegger, Anna Henslerstraße“; Anliegen der Ausschussmitglieder; Genehmigung des Protokolls der 5. Sitzung vom 08. November 2011; Allfälliges 23. Sitzung des Gemeindevorstandes mit den Tagesordnungspunkten: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit; Genehmigung der Tagesordnung; Berichte des Bürgermeisters; Gewährung von Ausnahmen gem. § 35 Abs.2 RPG vom rechtsgültigen Bebauungsplan der Gem. Klaus – EFH Gert und Monika Wiesenegger; Gewährung einer Ausnahme gem. § 35 Abs.2 RPG vom rechtsgültigen Bebauungsplan der Gem. Klaus – EFH Andrea Grasser und Christian Kranz; Genehmigung der Teilung (GZl. 18377/12 – Markowski vom 12.04.12) der Grundparzelle 1974 in die Gste 1974/1 u. 1974/2 (SFS und Omicron); Grundteilungsbewilligung (GZl. 18179/11 – Markowski v. 22.11.11) der Grundparzelle 1913/1; 1913/2 und 1933 (SFS u. Omicron) gemäß Tauschvertrag (Gemeindevertretung vom 11. Juli ´12 – TOP 6); Grundtrennungsbewilli- gung (GZl. 18.412/12 – Markowski vom 16.07.12) der Gst.-Nrn.: 1565/1, 1565/2 u. 1565/3. (Geschwister Welte, Sattelberg); Freigabe der Rechnung der Firma Decker vom 12.07.12 – Umbau der Lichttechnik im Winzersaal (Budgetposition 1/3800-61400); Sanierung der Heizungsregelung - Vergabe des Umbaus der Solar- und Heizungsregelung (Winzersaal, Vereinsgebäude, Volksschule) – (Budgetpositionen 1/0290-61400; 1/211061400 und 1/3800-61400); Sanierung der Heizungsregelung - Vergabe der Elektroarbeiten (Winzersaal (Vereinsgebäude, Volksschule) – (Budgetpositionen 1/0290-61400 und 1/2110-61400 und 1/3800-61400); Vogewosi – Vergabeempfehlung zur Vergabe einer freien Wohnung; Genehmigung des Protokolls der 22. Sitzung vom 02. Juli 2012; Grundteilungsbewilligung (GZ 18.471/12 – Markowski vom 28.06.2012) der Grundparzelle 2253, Kat. Gemeinde Klaus, in 2253/1 und 2253/2 (Andrea Grasser, Rankweil); Allfälliges; Zu Punkt 4: Vergabe der Baumeisterarbeiten für die WVA BA 14 und die Umlegung des Bestandes (Kanal) im Bereich der Firma Omicron (OK BA 12/2) Antrag Bgm. Werner Müller: Wer der Vergabe der Baumeisterarbeiten für die WVA BA 14 und die Umlegung des Bestandes (Kanal) im Bereich der Firma Omicron (OK BA 12/2) nach Prüfung und Empfehlung des Ingenieurbüros Adler+Partner, vom 18.07.2012 an die Firma Wilhelm+Mayer GmbH, Götzis zum Gesamtpreis von € 77.736,02 excl. MwSt. zustimmt, die/den bitte ich um ein Handzeichen. Die Finanzierung erfolgt aus den Budgetpositionen WVA 1/8500-05000 und OK 1/8510-05000. Der Antrag wir einstimmig angenommen. Zu Punkt 5: Vergabe der Lieferung und Verlegung von Wasserleitungsrohren WVA BA 14/2 im Bereich der Fa. Omicron Antrag Bgm. Werner Müller: Wer der Vergabe der Lieferung und Verlegung von Wasserleitungsrohren WVA BA 14/2; nach Prüfung und Empfehlung des Ingenieurbüros Adler + Partner, vom 18.07.2012 an die Fa. Ing. Roland Frick GmbH, Sulz zum Gesamtpreis von € 62.707,90 excl. MwSt. zustimmt, die/den bitte ich um ein Handzeichen. Die Finanzierung erfolgt aus den Budgetposition WVA 1/8500-05000. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 6: Vergabe „Leasing“ – EDV Anlage für die VMS Klaus-Weiler-Fraxern und die öffentliche Bücherei Klaus-Weiler Antrag Bgm. Werner Müller: Wer der Vergabe des Leasings für die Erneuerung der Desktop und Serverinfrastruktur der Vorarlberger Mittelschule Klaus-Weiler-Fraxern sowie der Öffentlichen Bücherei Klaus-Weiler an den Billigstbieter, die Sparkasse Klaus, zum Angebotspreis von € 50.793,24 excl. Ust (gemäß Aufstellung von GS Issa Zacharia vom 6. August 2012) zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Die Finanzierung erfolgt aus den Budgetpositionen 1/2120-70010 und 1/230-70010. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 7: Aufnahme eines „Darlehen“ für Kanal-, Wasser- und Straßenarbeiten Antrag Bgm. Werner Müller: Wer der Vergabe der Darlehen für Kanalarbeiten an den Best- und Billigstbieter, die Raiffeisenbank Vorderland, Sulz zu folgenden Konditionen und Bedingungen: Darlehen in Höhe von € 1.650.000,00; Fixzinssatz 3 % auf 10 Jahre anschließend variabler Zinssatz (bzw. Neuverhandlung) Laufzeit 25 Jahre; zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Antrag Bgm. Werner Müller: Wer der Vergabe der Darlehen für Wasserarbeiten an den Best- und Billigstbieter, die Raiffeisenbank Vorder- land, Sulz zu folgenden Konditionen und Bedingungen: Darlehen in Höhe von € 700.000,00; Bindung an den 6-monats-Euribor mit einem Aufschlag von 0,95%, Laufzeit 25 Jahre; zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Antrag Bgm. Werner Müller: Wer der Vergabe der Darlehen für Straßenarbeiten an den Best- und Billigstbieter, die Raiffeisenbank Vorderland, Sulz zu folgenden Konditionen und Bedingungen: Darlehen in Höhe von € 400.000,00; Bindung an den 6-monats-Euribor mit einem Aufschlag von 0,95 %, Laufzeit 15 Jahre; zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 8: Kategorisierung des Grundstückes Gst.Nr. 2275 – Kat. Gemeinde Klaus - Beschlussfassung der Planauflage Antrag Bgm. Werner Müller: Wer der Planauflage zur Änderung des Bebauungsplanes (Kategorisierung des Grundstücks Gst.Nr. 2275, Kat. Gemeinde Klaus) gemäß den umliegenden Grundstücken in Kategorie BW4 gemäß § 30 Vorarlberger Raumplanungsgesetz zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 9: Gewährung einer Ausnahme gegenüber dem rechtsgültigen Bebauungsplan der Gemeinde Klaus gem. § 35 Abs 3 RPG i.d.g.F. – Anzahl der Geschosse GR Gert Wiesenegger verlässt aufgrund Befangenheit den Raum. Bgm. Müller Werner erläutert die Sachlage sowie das Projekt und stellt folgenden Antrag: Wer auf Grund der vorliegenden Gutachten und Befürwortungen des Gestaltungsbeirates (Architektinnen Hämmerle und Salzmann), DI Rauch Georg (Raumplaner), DI Helmut Kuess (Architekt) und der einstimmigen Empfehlung des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses der Ausnahmegenehmigung von 2 auf 4,5 Geschosse ( die sich auf Grund der Topografie des Hanges ergeben – es sind nur 2,5 Geschosse sichtbar) für das Projekt EFH Gert und Monika Wiesenegger zustimmt die/den bitte ich um eine Handzeichen! Von den Nachbarn wurde ebenfalls kein Einwand erhoben! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Im Anschluss an die Abstimmung wird Gert Wiesenegger wieder in den Raum gerufen. a Zu Punkt 10: Antrag gem. § 41 Abs. 2 – von Dr. Heinz Vogel, GV Martin Brugger, GV Mag Eugenie Sözerie-Rohrer: „Volksabstimmung über Flächenwidmung im Bereich des Hinteren Tschütsch“ Antrag Bgm. Werner Müller: Die Gemeindevertretung von Klaus beschließt die Durchführung einer Volksabstimmung mit der Fragestellung: „Soll der derzeit geltende Flächenwidmungsplan der Gemeinde Klaus im Gebiet Hinterer Tschütsch entsprechend dem von der Gemeindevertretung der Gemeinde Klaus am 23. Mai 2012 beschlossenen Auflageentwurf geändert werden? Ja / Nein“ Als Termin für die Abstimmung wird Sonntag, der 18. November 2012 vorgeschlagen! Wer diesem Antrag zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 11: Genehmigung des Protokolls der 17. Sitzung vom 11. Juli 2012 Antrag Bgm. Werner Müller: Wer dem vorgelegten Protokoll der 17. Sitzung vom 11. Juli 2012 zustimmt, die/den bitte ich um ein Handzeichen! Das Protokoll wird einstimmig genehmigt. Zu Punkt 12: Allfälliges Bgm. Müller erklärt dass GV Monika Grimm ihr Mandat zurückgelegt hat und die Gemeindewahlbehörde noch keinen neuen GemeindevertreterIn bestellt hat und deshalb ein Mandatsstuhl leer geblieben ist. P.S.: Die Beschlussfähigkeit war bei allen Beschlussfassungen mit 22 Stimmen gegeben. Christine Schmid Bgm. Werner Müller Schriftführer Vorsitzender
  1. vergabe der baumeisterarbeiten für die wva ba 14 un die umlegung des bestandes (kanal) im bereich der fa. omicron
  2. vergabe de lieferung und verlegung von wasserleitungsrohren wva ba 12 im bereich der fa. omicron
  3. vergabe "leasing" edv anlage für vms klaus-weiler-fraxern und die öffentliche bücherei klaus-weiler
  4. aufnahme eines darlehen für kana-
  5. wasser-und straßenarbeiten
  6. kategorisierung des gst. 2275 - beschlussfassung der planauflage
  7. gewährung einer ausnahme gegenüber dem rechtsgültigen bebauungplan der gemeinde klaus gem. § 35 abs. 3 rpg
  8. -anzahl der geschosse
  9. antrag gem. § $1 - volksabstimmung über flächenwidmugn im bereich des hinteren tschütsch
KlausGP14_20121219_G... Klaus 19.12.2012 16.06.2014, 10:44 21. öffentliche Gemeindevertretungssitzung - Ergebnisprotokoll vom 19.12.2012 im Sitzungszimmer der Gemeinde Klaus von 19.30 Uhr – 21.30 Uhr Die 6 Gemeinderäte und 18 GemeindevertreterInnen wurden ordnungsgemäß geladen. Vorsitz: Bürgermeister Werner Müller Teilnehmer Gemeindevorstände: Bgm. Werner Müller, Eugen Broger, Magª Gerda Berchtel, Martin Brugger Teilnehmer Gemeindevertreter: Werner Ebenhoch, Carmen Kathan (19.34 Uhr), Reinhard Längle, Sabine Längle (19.34 Uhr), Edwin Lins (19.40 Uhr), MMag. Josef Lercher, Markus Bitsche, Annires Marchetti, Maria Lercher, Robert Fröschl, Renate Giesinger, Rene Nachbaur, Dr. Heinz Vogel, Magª Eugenie Sözerie-Rohrer, Christoph Wund, Ing Heinz Österle (19.45 Uhr); Ersatz: Kätzler Mario, Gassner Wolfgang, Daniela Ritter Entschuldigt: Heinrich Boll, Dr. Peter Jugl, Gert Wiesenegger, Roswitha Fleisch Zu Punkt 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende begrüßt die Anwesenden. Mit Beginn der Sitzung ist die Beschlussfähigkeit mit 19 Mandataren gegeben. Alle Mandatare sind bereits angelobt. Zu Punkt 2: Genehmigung der Tagesordnung Antrag GV Dr. Heinz Vogel auf Ergänzung der Tagesordnung wie folgt: Mangelnde Trinkwasserqualität (als Trinkwasser nicht geeignete Netzprobe vom Umweltamt/Nichtinformation der Bevölkerung) Der Antrag wird mit 3 Stimmen abgelehnt. Die Tagesordnung wird somit in nachstehender Form genehmigt: Tagesordnung 1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit 2. Genehmigung der Tagesordnung 3. Berichte 4. Gemeinde Klaus Immobilienverwaltungs- GesmbH &amp; Co KG – Voranschlag für das Jahr 2013 5. Gemeinde Klaus Immobilienverwaltungs- GesmbH – Voranschlag für das Jahr 2013 6. Wasserverband „Gruppenwasserversorgung Vorderland“ – Voranschlag für das Jahr 2013 7. Voranschlag 2013 der Gemeinde Klaus (Fassung 05.12.2012) 8. Festlegung der Finanzkraft der Gemeinde Klaus für das Jahr 2013 9. Anfragebeantwortung aus der 20. Sitzung vom 28. November 2012 10. Antrag nach § 41 Abs. 2 – von GV Dr. Heinz Vogel, GV Magª Eugenie Sözeri-Rohrer und GR Martin Brugger: „Vergleichsangebote der Rechtsanwälte Dr. Mandl u. Dr. Schelling (Schriftwechsel mit dem RA der Gemeinde Dr. Längle)“ 11. Umwidmung eines Teils des Gebietes „Hinterer Tschütsch“ von Freifläche Freihaltegebiet – FF – in Baufläche Wohngebiet – BW – und in Verkehrsfläche Straße (Bestand) sowie von Freifläche Freihaltegebiet – FF – mit Ersichtlichmachung Wald in Verkehrsfläche Straße (Bestand) gemäß Plan vom 23.05.2012 12. Antrag nach § 41 Abs. 2 – von GV Dr. Heinz Vogel, GV Magª Eugenie Sözeri-Rohrer und GR Martin Brugger: „Brief des Bürgermeisters (46 KW) an alle Wahlberechtigten im Vorfeld der Volksabstimmung betreffend Flächenwidmung Hinterer Tschütsch“ 13. Antrag nach § 41 Abs. 2 – von GV Dr. Heinz Vogel, GV Magª Eugenie Sözeri-Rohrer und GR Martin Brugger: „Rauchverbot in allen Gebäuden d. Gemeinde“ 14. Genehmigung des Protokolls der 20. Sitzung vom 28. November 2012 15. Allfälliges Zu Punkt 3: Berichte 11.12. Sitzung des Gemeindevorstandes mit den Tagesordnungspunkten: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit; Genehmigung der Tagesordnung; Berichte des Bürgermeisters; Voranschlag 2013 der Gemeinde Klaus – Diskussion u. Stellungnahme; Ansuchen um Grundteilung (Erben nach Längle Josef) gemäß Plan vom 07. Dezember 2012 von DI Georg Rauch; Ansuchen um Grundteilung (Dr. Grabher Walter – Bruderhof) gem. Plan vom 27.11.2012 GZl. 18.663/12/12 von Vermessungsbüro Markowski; Ausbuchung einer uneinbringlichen Forderung – Freigabe; Freigabe einer Schadenersatzzahlung; Festlegung des Stundensatzes für Regie, Bestuhlung und Feuerwehr im Rahmen von Veranstaltungen im Winzersaal; Subventionsansuchen des KSK-Klaus für das Jahr 2012; Genehmigung des Protokolls der 27. Sitzung vom 20. November 2012; Erfolgreicher Abschluss des Verwaltungsleitungslehr-ganges – Belohnung; Sperrstundenverlängerung; Allfälliges Zu Punkt 4: Gemeinde Klaus Immobilienverwaltungs-GesmbH &amp; Co KG – Voranschlag für 2013 Antrag Bgm. Werner Müller: Der Voranschlag der Gemeinde Klaus Immobilienverwaltungs- GesmbH &amp; Co KG weist Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils € 764.900,-- aus und ist somit ausgeglichen! Der Voranschlag ist hiermit zur Kenntnis gebracht! Wer den Voranschlag in der vorliegenden Form zur Kenntnis nimmt, den/die bitte ich um ein Handzeichen! Der Voranschlag wird einstimmig zur Kenntnis genommen. Zu Punkt 5: Gemeinde Klaus Immobilienverwaltungs-GesmbH – Voranschlag für das Jahr 2013 Antrag Bgm. Werner Müller: Der Voranschlag der Gemeinde Klaus Immobilienverwaltungs- GmbH weist Einnahmen in Höhe von € 2.700,-- und Ausgaben in Höhe von € 2.300,-- aus. Dies ergibt somit einen Gewinn von € 400,--. Der Voranschlag ist hiermit zur Kenntnis gebracht! Wer den Voranschlag in der vorliegenden Form zur Kenntnis nimmt, den/die bitte ich um ein Handzeichen! Der Voranschlag wird einstimmig zur Kenntnis genommen. Zu Punkt 6: Wasserverband „Gruppenwasserversorgung Vorderland“ – Voranschlag für 2013 Antrag Bgm. Werner Müller: Der Voranschlag des Wasserverbandes „Gruppenwasserversorgung Vorderland“ weist Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils € 494.500,-- aus und ist somit ausgeglichen! Der Voranschlag wurde in der Sitzung der MEV am 11.12.2012 „einstimmig“ beschlossen! Wer dem Voranschlag in der vorliegenden Form zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 7: Voranschlag 2013 der Gemeinde Klaus (Fassung 05.12.2012) Es wird einstimmig angenommen, dass Gemeindebuchhalter Wolfgang Längle als Auskunftsperson zum Voranschlag beigezogen wird. Die wesentlichen Positionen des Voranschlages 2013 werden von Wolfgang Längle erläutert. Antrag GV Dr. Heinz Vogel: Schaffung eines Ansatzes im Budget „Renaturierung Fließgewässer“ mit EUR 5.000,-- damit mit diesbezüglichen Planungen begonnen werden kann. Der Antrag wird mit 3:20 Stimmen abgelehnt. Anfrage gem. § 38 Abs. 4 von GV Dr. Heinz Vogel an Bgm. Werner Müller: Auf welche Projekte teilt sich die Summe Neubau- und Erweiterung Rohrnetz (Betriebe der WasserVersorgung) von EUR 580.000,00 auf? Anfragebeantwortung durch Bgm. Werner Müller bzw. Wolfgang Längle: Bgm. Werner Müller hält dezidiert fest, dass es sich bei den angegebenen Zahlen um eine Kostenschätzung handelt: EUR 90.000,00 Bauabschnitt 14 somit Restbetrag „Walgaustraße“ EUR 410.000,00 Bauabschnitt 15 somit „Unterer Sattelberg“ EUR 80.000,00 Bauabschnitt 15.1 somit „Im Riesler“ Anfrage gem. § 38 Abs. 4 von GV Dr. Heinz Vogel an Bgm. Werner Müller bzw. an den Obmann des Wasserausschusses: Auf welche Projekte teilt sich Neubau- und Erweiterung Rohrnetz (Betriebe der Abwasserbeseitigung) von EUR 1.860.000 auf? Anfragebeantwortung durch Bgm. Werner Müller bzw. Wolfgang Längle: Bgm. Werner Müller hält dezidiert fest, dass es sich bei den angegebenen Zahlen um eine Kostenschätzung handelt: EUR 360.000,-- Bauabschnitt 12 somit „Walgaustraße“ EUR 1.300.000,-- Bauabschnitt 13 somit „Unterer Sattelberg“ EUR 200.000,-- Bauabschnitt 13.1 somit „Im Riesler“ Antrag Bgm. Werner Müller: Antrag: „Der Voranschlagentwurf wurde in der 28. Sitzung des Gemeindevorstandes am Dienstag, den 11. Dezember 2012 gesichtet, diskutiert und folgende Stellungnahme abgegeben: Der Voranschlagentwurf der Gemeinde Klaus für das Jahr 2013 enthält die für eine ordentliche Führung und Weiterentwicklung einer Gemeinde notwendigen Budgetpositionen. Auf Grund der Finanzlage der Gemeinde und der Prognosen für die nähere Zukunft wurden die Wünsche und Anträge der Ausschussobfrauen und -männer besprochen und wiederum für beide Seiten tragbare Kompromisse gefunden. Förderungen für Vereine, externe Einrichtungen, Landwirtschaft usw. wurden auf dem Ni- veau des Jahres 2012 budgetiert! Die Anschaffung eines Kleinlöschfahrzeuges für die Feuerwehr in Höhe von EUR 150.000,00 musste vorerst verschoben werden. Ebenfalls wurde für die Sanierung der Kirche und den eventuellen Ankauf eines Grundstückes von der Pfarre vorerst nur ein Ansatz budgetiert. Die Anträge und Wünsche der von den in der Gemeinde Klaus stationierten Betreuungs- und Bildungseinrichtungen (Kinderbetreuung, Kindergarten, Volksschule, Vorarlberger Mitte-schule und Öffentliche Bücherei) wurden im Sinne einer positiven Entwicklung unserer Kinder fast zur Gänze in den Budgetentwurf 2013 aufgenommen. Der Voranschlagentwurf 2013 weist Einnahmen in Höhe von EUR 9.898.700,-- und Ausgaben in Höhe von EUR 9.898.700,-- aus und ist somit ausgeglichen! Bei der Erstellung des Voranschlags wurden auch in diesem Jahr die Konjunkturprognosen zum einen mit einer entsprechend vorsichtigen Planung bei den Einnahmen (Kommunalsteuer, Ertragsanteile,) und zum anderen mit einem gut kalkulierten Ansatz bei den Aufwendungen (Zinsen und Kursschwankungen) berücksichtigt. Aus dem vorgelegten Entwurf ist ersichtlich, dass die für die Baumaßnahmen für die Ortskanalisation Bauabschnitt 13, für die Wasserversorgung Bauabschnitt 15 und den damit verbundenen begleitenden Straßenbau notwendigen Budgetmittel für das Jahr 2013 vorgesehen sind. Für die geplanten Maßnahmen im Rahmen des Neubaus und der Instandhaltung der Ortskanalisation sowie des Wasserleitungsnetzes und der damit erforderlichen Straßenneubauten werden Investitionen in der Gesamthöhe von EUR 2.765.000,-- aufgewendet. Dies sind rund 27,9% des Gesamtbudgets des Jahres 2013. Zum Ausgleich des ordentlichen Budgets 2013 ist derzeit eine Entnahme aus der Haushaltsrücklage in Höhe von EUR 163.000,-- (EUR 820.600,-- im Jahre 2012) vorgesehen. Die Gebühren und Abgaben für das Jahr 2013 wurden in der 20. Sitzung der Gemeindevertretung am 28. November 2012 „mehrheitlich“ beschlossen. In derselben Sitzung wurde der Beschäftigungsrahmenplan für das Jahr 2013 „einstimmig“ beschlossen! Der Schuldenstand der Gemeinde beträgt per 31.12.2013 EUR 10.588.200,-- die Leasingverpflichtungen betragen zum selben Stichtag EUR 46.087,--! Der Voranschlagentwurf für das Jahr 2013 wurde in einer Arbeitssitzung am 10. Dezember 2012, zu der die Mitglieder des Gemeinderates, des Finanzausschusses, alle Obfrauen und Obmänner der diversen Ausschüsse sowie die Fraktionsführer der in der Gemeindevertretung vertretenen Fraktionen geladen waren, von Bürgermeister Werner Müller, von Gemeindesekretär Issa Zacharia und Buchhalter Wolfgang Längle erläutert. Die Anwesenden haben den Voranschlagentwurf 2013 (Fassung vom 05.12.2012) durchgearbeitet und „einstimmig“ zur Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung empfohlen! Vor der Erstellung des Budgets 2013 haben, (mit Ausnahme des Kulturausschusses), Sitzungen aller Ausschüsse stattgefunden. Die entsprechenden Vorschläge bzw. Wünsche wurden rechtzeitig eingebracht und konnte auch im Voranschlag 2013 berücksichtigt werden. Der Gemeindevorstand dankt allen Ausschussmitgliedern, den MitarbeiterInnen der Verwaltung für die gute und verantwortungsvolle Erstellung des Voranschlagentwurfs 2013. Der Gemeindevorstand der Gemeinde Klaus empfiehlt der Gemeindevertretung „einstimmig“ bei der 21. Sitzung am 19. Dezember 2012 den vorgelegten Voranschlagentwurf (Fassung 05.12.2012) für das Jahr 2013 zu beschließen“. Die Mitglieder des Gemeindevorstandes: Werner Müller, Wiesenegger Gert, Broger Eugen, Brugger Martin, Boll Heinrich Wer dem Voranschlagentwurf 2013, der allen rechtzeitig zugestellt wurde, in der vorliegenden und erläuterten Form zustimmt, den/die bitte ich um ein Handzeichen. Der Antrag wird mit 22:1 Stimmen angenommen. Zu Punkt 8: Festlegung der Finanzkraft der Gemeinde Klaus für das Jahr 2013 Antrag Bgm. Werner Müller: „Auf Grund des vorliegenden und unter TOP 7 beschlossenen Voranschlags 2013 beträgt die Finanzkraft der Gemeinde Klaus für das Jahr 2013 €uro 4.260.300,--. Wer dem Antrag auf Festlegung der Finanzkraft zustimmt den/die bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 9: Anfragebeantwortung aus der 20. Sitzung vom 28. November 2012 Anfrage gem. § 38 Abs. 4 von GV Dr. Heinz Vogel an Bgm. Werner Müller: In der Klauser Gemeindeinformation Jahrgang 7, Ausgabe 6 vom Juni 2012 schreibt der Bürgermeister: „Nun liegt der Plan (gemeint ist der Auflageplan) einen Monat (bis einschl. 25. Juni 12) im Gemeindeamt zur Stellungnahme auf! Ich würde mich freuen, wenn Sie zahlreich von dieser Möglichkeit Gebrauch machen würden und uns als Entscheidungsträger Ihre Meinung mitteilen würden“ Entscheidungsträger waren bei der Volksabstimmung die Wahlberechtigten. Weshalb wurden den Entscheidungsträgern (den Wahlberechtigten) diese Stellungnahmen vorenthalten? Anfragebeantwortung durch Bgm Werner Müller: Es handelte sich bei den eingegangenen Stellungnahmen weder um Stellungnahmen öffentlicher Stellen noch um Stellungnahmen von Grundbesitzern auf deren Grundstücke sich die teilweise Rückwidmung in Bauland (wie bereits von 1968 – 1999) bezog. Anfrage gem. § 38 Abs. 4 von GV Dr. Heinz Vogel an Bgm. Werner Müller: Welche Stellungnahmen/schriftliche Äußerungen sind eingelangt? Anfragebeantwortung durch Bgm Werner Müller: Es sind 5 Stellungnahmen die von 11 verschiedenen Personen unterschrieben wurden eingelangt! Weiters ist am 16. November ein Schreiben von RA Welte im Namen der Mandanten Rauch Jürgen und Bertold Veronika eingelangt! Anfrage gem. § 38 Abs. 4 von GV Dr. Heinz Vogel an Bgm. Werner Müller: Werden diese Stellungnahmen dem Amt der Vorarlberger Landesregierung zeitgerecht weitergeleitet? Anfragebeantwortung durch Bgm Werner Müller: Diese werden selbstverständlich mit allen anderen notwendigen Unterlagen an die Raumplanungsstelle weiter geleitet! Anfrage gem. § 38 Abs. 4 von GV Dr. Heinz Vogel an Bgm. Werner Müller: Welche öffentlichen Dienststellen wurden von der Gemeinde verständigt? Anfragebeantwortung durch Bgm Werner Müller: Bis dato noch keine! (Dies wurde am 03.12.12. nachgeholt!) Zu Punkt 10: Antrag nach § 41 Abs. 2 – von GV Dr. Heinz Vogel, GV Magª Eugenie Sözeri-Rohrer und GR Martin Brugger: „Vergleichsangebote der Rechtsanwälte Dr. Mandl u. Dr. Schelling (Schriftwechsel mit dem RA der Gemeinde Dr. Längle)“ Bürgermeister Werner Müller begrüßt Rechtsanwalt Dr. Philip Längle. Dr. Längle wird einstimmig als Auskunftsperson zugelassen. Anfrage gem. § 38 Abs. 4 von GV Dr. Heinz Vogel an Bgm. Werner Müller: In der Aussendung des Bürgermeisters (46. KW) heißt es auf Seite 2: Ihr Ja bedeutet insbesondere Beschlussfassung der Widmung im Bereich „Hinterer Tschütsch“ gemäß dem vereinbarten Kompromiss. Wie lautete diese eingegangene Vereinbarung? Anfragebeantwortung durch Bgm. Werner Müller: Es gibt keine eingegangene Vereinbarung. Anfrage gem. § 38 Abs. 4 von GV Dr. Heinz Vogel an Bgm. Werner Müller: Nach dem es keine Vereinbarung gibt, wie lautet der vereinbarte Kompromiss? Anfragebeantwortung durch Bgm. Werner Müller: Er wurde im Erläuterungsbericht bereits erwähnt. Anfrage gem. § 38 Abs. 4 von GV Dr. Heinz Vogel an Bgm. Werner Müller: Wer von der Gemeinde Klaus ist diesen vereinbarten Kompromiss eingegangen? Anfragebeantwortung durch Bgm. Werner Müller: Niemand. Antrag GV Dr. Heinz Vogel: RA Dr. Längle soll den gesamten Schriftverkehr in der Sache „Hinterer Tschütsch“ zwischen ihm und den gegnerischen Rechtsanwälten der Gemeinde in Kopie zukommen lassen. (inkl. Emailverkehr) Der Antrag wird mit 16:7 Stimmen angenommen. Zu Punkt 11: Umwidmung eines Teils des Gebietes „Hinterer Tschütsch“ von Freifläche Freihaltegebiet – FF – in Baufläche Wohngebiet – BW – und in Verkehrsfläche Straße (Bestand) sowie von Freifläche Freihaltegebiet – FF – mit Ersichtlichmachung Wald in Verkehrsfläche Straße (Bestand) gemäß Plan vom 23.05.2012 Antrag GV Dr. Heinz Vogel: Da bis heute kein Erschließungskonzept/Verkehrskonzept für das 15.000m² große Bebauungsgebiet vorliegt, im Detail: am 23.5.12, 16. Gemeindevertretungssitzung wurde unter TP 5 folgender Antrag (vor einer großflächigen Umwidmung in Bauland im Bereich des Hinteren Tschütsch soll ein Verkehrstechnisches Gutachten erstellt werden, da mit einem erheblichen zusätzlichen Verkehrsaufkommen auf der schmalen Tschütschstrasse gerechnet werden muss) abgelehnt. In der eingelangten Stellungnahme, die der Gemeindevertretung erst auf der heutigen Gemeindevertretungssitzung vollinhaltlich zur Kenntnis gebracht wurden, ist die mangelnde Verkehrsanbindung/fehlendes Erschließungskonzept ein zentraler Kritikpunkt. Siehe Schreiben des Herrn Walser Franz, eingelangt am 25.6.2012. (Absatz 2 und 3) Siehe Schreiben des Herrn Brugger Martin, eingelangt am 29.6.2012. Siehe Schreiben der Frau Veronika Berthold, des Herrn Georg Berthold, der Frau Isabell Rauch, des Herrn Jürgen Rauch, eingelangt am 25.6.2012. (fünfter Absatz Seite 1 unten/Seite 2 oben) Siehe Schreiben der Frau Acker Bettina, des Herrn Keckeis Gerhard, der Frau Heike Kranz, des Herrn Armin Kranz, eingelangt am 29.6.2012. (drittletzter Absatz auf Seite 2) Weiters wurde ein Schreiben des RA Dr. Welte auf der Sitzung vom 28.11.2012 mit dem Kritikpunkt der mangelnden Verkehrsanschließung der Gemeindevertretung vollinhaltlich zur Kenntnis gebracht. Bei der Gemeindevertretungssitzung vom 28.11.2012 antwortete der Bürgermeister unter TP 9 auf die Frage aus welchen Gründen der Bürgermeister die Erstellung eines Verkehrstechnischen Gutachtens für die Erschließung der 15.000m² Baufläche ablehne, lapidar: „weil es keine Grundlage für diese Widmungsentscheidung ist“. Da unzulässigerweise privatrechtliche Vereinbarungen mit hoheitsrechtlichen (raumplanerischen) Entscheidungen gekoppelt wurden, im Detail: bei der Gemeindevertretungssitzung am 23.05.12, TP 5 wurde ein sogenannter Kompromiss (Privatrechtliche Vereinbarung) mit einer raumplanerischen Entscheidung gekoppelt. (siehe Antragstext des Bürgermeisters) Im den im Rahmen des Auflageverfahrens eingelangten Stellungnahmen wird diese unzulässige Koppelung ebenfalls thematisiert. Siehe Schreiben des Dr. Heinz Vogel vom 25.06.12, (zweitletzter Absatz) sowie Schreiben der Familien Berthold und Rauch vom 25.06.12, Seite 2 Absatz 4, 5 und 6. Auf eine Anfrage in der Gemeindevertretung vom 28.11.2012, TP 9 meinte der Bürgermeister, seitens der Gemeinde sei nichts gekoppelt worden. Im Begleitbericht zur Volksabstimmung wird die obgenannte privatrechtliche Vereinbarung (Stellungnahme des Gemeindevorstandes) vom 27.10.12 breit und ausführlich dargelegt. Im Schreiben des Bürgermeisters (46. KW) im Vorfeld der Volksabstimmung ist diese Koppelung nochmals dezidiert dargelegt. Auf Seite 2 des Schreibens heißt es oben: Ihr JA bedeutet insbesondere: Beschlussfassung der Widmung im Bereich „Hinterer Tschütsch“ gemäß dem vereinbarten Kompromiss. Da im Vorfeld der Volksabstimmung auf die sich die Gemeindevertretungssitzung beruft, dem Entscheidungsträger (Wähler) der Inhalt der im Rahmen des Auflageverfahrens eingelangten Stellungnahmen vorenthalten wurde, im Detail: die Stellungnahmen (zu deren Abgabe der Bürgermeister in seinem Schreiben vom Juni 2012/Jahrgang 7, Ausgabe 6 aufgerufen hat: „Ich würde mich freuen, wenn sie zahlreich von dieser Möglichkeit Gebrauch machen würden und uns als Entscheidungsträger ihre Meinung mitteilen würden“) wurden bei der Gemeindevertretung vom 28.11.2012 der Gemeindevertretung nicht vollinhaltlich zur Kenntnis gebracht. Offensichtlich wird dies bei der heutigen Sitzung (Wiederholung des TP 9 der letzten Gemeindevertretungssitzung) nachgeholt. Der Inhalt dieser Stellungnahmen wurde der Bevölkerung im Vorfeld der Volksabstimmung vorenthalten, im Begleitbericht vor der Volksabstimmung ist lediglich die Rede von eingegangenen Stellungnahmen. (Mitte Seite 2 Stellungnahme des Gemeindevorstandes vom 27.10.12) Über den Inhalt der Stellungnahmen wird kein Wort verloren. Siehe auch Anfrage von Gemeindevertreter Dr. Heinz Vogel an Bürgermeister Werner Müller, weshalb den Entscheidungsträgern (Wahlberechtigten) bei der Volksabstimmung diese Stellungnahmen vorenthalten wurden. Da es von der Gemeinde (vom Bürgermeister) verabsäumt wurde, gemäß § 21 Raumplanungsgesetz, die entsprechenden öffentlichen Dienststellen von der Auflage des am 23.05.12 beschlossenen Planes zu informieren und die Äußerungen der im § 21/2 genannten Stellen erstmals heute der Gemeindevertretung zur Kenntnis gebracht wurden, im Detail: Die Stellungnahme der Agrarbezirksbehörde vom 18.12.2012 beurteilt die Widmung nicht positiv. Die BH Feldkirch Abteilung Naturschutz und Forstbehörde sieht im Schreiben vom 7.12.12 die Umwidmung ebenfalls kritisch. (Widmung in Waldrandnähe/Rodung/Magerwiesen) Die Forsttechnische Abteilung für Wildbach- und Lawinenbebauung beurteilt die Umwidmung in Bauland in Waldrandnähe ebenfalls sehr kritisch. (kein Geld aus dem Katastrophenfond bei Windwurfschäden) Die Bevölkerung wurde im Begleitbericht zur Volksabstimmung zu diesen kritischen Punkten naturgemäß nicht informiert (da diese nicht vorlagen) / mangelnde Entscheidungsgrundlage. soll der Tagesordnungspunkt vertragt werden. Der Antrag wird mit 3:20 Stimmen abgelehnt. Antrag Bgm. Werner Müller: In der 16. Sitzung am 23. Mai 2012 hat die Gemeindevertretung gem. §§ 21 und 23 RPG die Auflage zur Umwidmung des im Plan (Auflageentwurf) vom Mai 2012 von DI Georg Rauch (liegt allen vor) dargestellten Gebietes im Bereich „Hinterer Tschütsch“ beschlossen. Der Plan und der Erläuterungsbericht wurde gem. §§ 21 u. 23 RPG, LGBl. 38/1996, im Gemeindeamt vom 25. Mai 2012 bis 02. Juli 2012 aufgelegt. Dies wurde auch an der Amtstafel vom 25. Mai 2012 bis 02. Juli 2012 angeschlagen und im Gemeindeblatt veröffentlicht und somit kundgemacht! Innert dieser Frist sind 5 Stellungnahmen von insgesamt 11 Personen eingelangt! (Diese wurden allen GemeindevertreterInnen vor der Sitzung zugestellt und somit zur Kenntnis gebracht!) Auf Grund des Antrages der Fraktion lebenswertes klaus / GRÜNE wurde in der 18. Sitzung am 29. August 2012 einstimmig die Durchführung einer Volksabstimmung zu dieser Widmung beschlossen! Diese fand am 18. November 2012 statt. Die dort gestellte Frage: „Soll der derzeit geltende Flächenwidmungsplan der Gemeinde Klaus im Gebiet Hinterer Tschütsch entsprechend dem von der Gemeindevertretung der Gemeinde Klaus am 23. Mai 2012 beschlossenen Auflageentwurfes geändert werden? JA/NEIN“ beantworteten 68,5% der Klauserinnen und Klauser mit ja und sprachen sich somit mit deutlicher Mehrheit für die Änderung des Flächenwidmungsplanes aus. Am 03. Dezember 2012 wurden gemäß § 21 Abs 2 RPG alle dort angeführten Stellen von der Auflage und der beabsichtigten Beschlussfassung am 19. Dezember 2012 informiert! Auf Grund dieser Information sind Schreiben der Vorarlberger Landesregierung - Abt. Wasserwirtschaft; der BH Feldkirch als Naturschutz- und Forstbehörde; der Agrarbezirksbehörde, Wildbach und Lawinenverbauung – Sektion Bregenz und des Vorarlberger Militärkommandos eingegangen. (Diese liegen ebenfalls allen Mandataren vor!) Wer auf Grund des Ergebnisses des Volksentscheides vom 18.11.12, der eingelangten (vorliegenden und erläuterten) Stellungnahmen und der von Bgm. Werner Müller erläuterten und im vorliegenden Plan (Auflageentwurf vom 23. Mai 2012 von DI Georg Rauch) dargestellten Umwidmung zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird mit 20:3 Stimmen angenommen. Antrag Bgm. Werner Müller: Der in der 20. Sitzung der Gemeindevertretung am 28.11.2012 unter TOP 9 mit 21 zu 3 Stimmen gefasste Beschluss wird somit aufgehoben! Wer diesem Antrag zustimmt den bitte ich um ein Handzeichen. Der Antrag wird mit 20:3 Stimmen angenommen. Zu Punkt 12: Antrag nach § 41 Abs. 2 – von GV Dr. Heinz Vogel, GV Magª Eugenie Sözeri-Rohrer und GR Martin Brugger: „Brief des Bürgermeisters (46 KW) an alle Wahlberechtigten im Vorfeld der Volksabstimmung betreffend Flächenwidmung Hinterer Tschütsch“ Anfrage gem. § 38 Abs. 4 von GV Dr. Heinz Vogel an Bgm. Werner Müller: Wieviel kostete das Porto für diese Aussendung? Die Kuverts für diese Aussendung entsprechen exakt den Kuverts die für die Versendung des Begleitberichts verwendet wurden. Wieviel kosten diese Kuverts? Wer machte das Panoramafoto auf Seite 2 und Seite 3 der Aussendung? Wieviel kostete dies? Wer machte die beraterische Gestaltung dieser Aussendung und wieviel kostete dies? Welche Druckerei druckte diese Aussendung? Wieviel kostete der Druck dieser Aussendung? Anfragebeantwortung durch Bgm. Werner Müller: Es handelt sich um eine private Aussendung meinerseits und alles andere ist und bleibt Privatsache. Zu Punkt 13: Antrag nach § 41 Abs. 2 – von GV Dr. Heinz Vogel, GV Magª Eugenie Sözeri-Rohrer und GR Martin Brugger: „Rauchverbot in allen Gebäuden d. Gemeinde“ Antrag GV Dr. Heinz Vogel: Rauchen verursacht große Kosten für das Gesundheitswesen und individuelles Leid durch Raucherfolgekrankheiten wie Gefäßschäden, Lungen- und Kehlkopfkrebs usw. Das Rauchen soll in allen öffentlichen Gebäuden der Gemeinde Klaus inklusive der Gemeindeimmobiliengesellschaft (inkl. Bar im Winzersaal) verboten werden. Antrag Bgm. Werner Müller: Im Sinne der Vereine und der geringen Anzahl der Veranstaltungen soll das Rauchen im Kellergeschoss (in der in sich geschlossenen Bar) weiter erlaubt sein. Es muss niemand durch diese Zone gehen. Das betreten erfolgt freiwillig. Der Antrag wird mit 20:3 Stimmen angenommen. Zu Punkt 14: Genehmigung des Protokolls der 20. Sitzung vom 28. November 2012 Bgm. Werner Müller merkt an, dass er unter dem Punkt „Allfälliges“ angemerkt hat, dass er sich eine Klarstellung zu den vorgebrachten Vorwürfen vorbehalte. Diesbezüglich ist nicht das Protokoll, sondern das zu veröffentliche Ergebnisprotokoll gemeint. Antrag Bgm. Werner Müller: Wer dem vorgelegten Protokoll der 20. Sitzung vom 28. November 2012 zustimmt, die/den bitte ich um ein Handzeichen! Das Protokoll wird einstimmig genehmigt. Zu Punkt 15: Allfälliges Anfragen zur Trinkwasserqualität werden gestellt. Diese werden in der nächsten Sitzung beantwortet. Bgm. Werner Müller bedankt sich bei allen für die gute Zusammenarbeit im abgelaufene Jahr. P.S.: Die Beschlussfähigkeit war bei allen Beschlussfassungen gegeben. Issa Zacharia Bgm. Werner Müller Schriftführer Vorsitzender
  1. gig gesmbh & co kg voranschlag 2014
  2. gig gesmbh voranschlag 2014
  3. wasserverband gruppenwasserversorgung voranschlag 2014
  4. abwasserverband vorderland voranschlag 2014
  5. voranschlag 2014 der gemeinde klaus
  6. festlegung der finanzkraft für das jahr 2014
  7. antrag auf erhöhung der gesamtgeschosszahl von 2
  8. 5 auf 3 - diehlmann
  9. schulerhalterverband allg. sonderschule rankweil - Änderung der verbandsordnung
  10. antrag gem. § 41 - bestandsaufnahme der natursteinmauern in der gemeinde klaus
  11. antrag gem § 41 - maßnahmen zur erreichung des zieles-einstufung als e5 gemeinden
  12. antrag gem § 41 - rauchverbot in allen öffenltichten gebäuden der gemeinde klaus
  13. antrag gem. § 41 - bebauungsplan für das gebiet hinterer tschütsch
KlausGP14_20130220_G... Klaus 20.02.2013 16.06.2014, 10:39 22. öffentliche Gemeindevertretungssitzung - Ergebnisprotokoll vom 20.02.2013 im Sitzungszimmer der Gemeinde Klaus von 20.00 Uhr – 21.45 Uhr Die 6 Gemeinderäte und 18 GemeindevertreterInnen wurden ordnungsgemäß geladen. Vorsitz: Bürgermeister Werner Müller Teilnehmer Gemeindevorstände: Bgm. Werner Müller, Eugen Broger, Magª Gerda Berchtel, Martin Brugger, Gert Wiesenegger Teilnehmer Gemeindevertreter: Werner Ebenhoch, Reinhard Längle, Sabine Längle, Edwin Lins, MMag. Josef Lercher (20.07 Uhr), Robert Fröschl, Renate Giesinger, Rene Nachbaur, Dr. Heinz Vogel, Magª Eugenie Sözerie-Rohrer, Christoph Wund, Ing Heinz Österle, Dr. Peter Jugl; Ersatz: Kätzler Mario, Gassner Wolfgang, Daniela Ritter, Alexandra Müller Entschuldigt: Heinrich Boll, Carmen Kathan, Roswitha Fleisch, Annires Marchetti, Markus Bitsche, Maria Lercher Zu Punkt 1: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende begrüßt die Anwesenden. Mit Beginn der Sitzung ist die Beschlussfähigkeit mit 21 Mandataren gegeben. Alle Mandatare sind bereits angelobt. Zu Punkt 2: Genehmigung der Tagesordnung Antrag GR Martin Brugger: Aufnahme des Tagesordnungspunktes: „Wechsel in der Besetzung des Raumplanungs- und Gebäudeentwicklungsausschusses“ Der Antrag wird einstimmig angenommen. Die Tagesordnung wird somit in nachstehender Form einstimmig genehmigt: Tagesordnung 1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit 2. Genehmigung der Tagesordnung 3. Sporthalle und Mehrzweckgebäude der Mittelschule Klaus-Weiler-Fraxern 4. Berichte 5. Bericht des Obmannes des Prüfungsausschusses von der Prüfung am 30.01.13 6. Angebot von Frau Madlener Anni (eingebracht durch RA Dr. Karl Schelling) 7. Angebot der Familie Ludescher (eingebracht durch Rechtsanwälte Mandl GmbH) 8. Anfragebeantwortung aus der 21. Sitzung vom 19. Dezember 2012 9. Wechsel in der Besetzung des Raumplanungs- und Gebäudeentwicklungsausschusses 10. Genehmigung des Protokolls der 21. Sitzung vom 19. Dezember 2012 11. Allfälliges Zu Punkt 3: Sporthalle und Mehrzweckgebäude der Mittelschule Klaus-Weiler-Fraxern Werner Müller beantragt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Peter Nussbaumer vom Architekturbüro Dietrich Untertrifaller als Auskunftsperson zuzulassen. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Herr Peter Nussbaumer präsentiert den Gemeindevertretern detailliert, die aktuellen Entwürfe der Sporthalle samt Mehrzweckgebäude für die MS Klaus-Weiler-Fraxern und beantwortet die auftretenden Fragen. Antrag Bgm. Werner Müller: Wer der Umsetzung des vorgestellten Projektes „Sporthalle und Mehrzweckgebäude der Mittelschule KlausWeiler-Fraxern“ zu den geschätzten Kosten von ca. € 7,5 Mio (netto) abzüglich Landesförderung und Beiträge der Schulsprengelgemeinden der Gemeinden Weiler und Fraxern durch die Gemeinde Immobilien GmbH und CoKG Klaus zustimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird einstimmig angenommen. Zu Punkt 4: Berichte 31.01 29. Sitzung des Gemeindevorstandes mit Besprechung und Beschluss-fassung folgender Tagesordnungspunkte: Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit; Genehmigung der Tagesordnung; Berichte des Bürgermeisters; Ansuchen um Grundteilung (Ludescher Clemens) gemäß Plan vom 29. November 2012 von DI FH Ender Bernhard (GZ: 1296A-12); Rechnung Fa. Wilhelm+Mayer - Asphaltierung „Im Riesacker“ - Freigabe; Honorarnote GreCo International AG – Versicherungsmanagement; Fa. Gutschi Ergänzung Reinigung der Volksschule, Vergabe; Pachtvertrag für das „Fischereigemeinschaftsrevier 54“ - Klausbach; Anschaffung von 8 Stück GCM-Doppelkammerbehältern (Glascontainer); Anschaffung eines neuen Kopiergerätes für das Gemeindeamt; Ansuchen um Sportförderung für das Jahr 2013 – UTC Klaus; Genehmigung des Protokolls der 28. Sitzung vom 11. Dezember 2012; Allfälliges Zu Punkt 5: Bericht des Obmannes des Prüfungsausschusses von der Prüfung am 30.01.13 Obmann Reinhard Längle berichtet über die letzte Prüfung des Prüfungsausschusses vom 30.1.2013 im Gemeindeamt Klaus. Antrag Bgm. Werner Müller: Wer den vorliegenden und vom Obmann des Prüfungsausschusses GV Reinhard Längle erläuterten Prüfbericht der Sitzung vom 30. Jänner 2013 zur Kenntnis nimmt die/den bitte ich um ein Handzeichen! Der Prüfbericht wird einstimmig zur Kenntnis genommen. Zu Punkt 6: Angebot von Frau Madlener Anni (eingebracht durch RA Dr. Karl Schelling) Antrag Bgm. Werner Müller: „Das Angebot von Frau Marianne Madlener, vertreten durch RA Dr Karl Schelling, vom 27.11.2012 samt Verlängerung vom 17.01.2013 wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Bürgermeister der Gemeinde Klaus wird angewiesen, dieses Angebot durch Realannahme (Zahlung eines Betrages von € 40.000,-- und Unterfertigung eines grundbuchsfähigen Vertrages zur unentgeltlichen Übertragung eines Hälfteanteiles des oberhalb (nördlich) des bestehenden Weges (Gst. 1774/1 bzw. 1774/4) gelegenen Teiles des Gst. 1781 zu erfüllen. Wer diesem Antrag zustimmt den/die bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird mit 19:3 Stimmen angenommen. Zu Punkt 7: Angebot der Familie Ludescher (eingebracht durch Rechtsanwälte Mandl GmbH) GR Vize-Bgm. Gert Wiesenegger erklärt sich zu diesem Tagesordnungspunkt für befangen und verlässt den Raum. GV Sabine Längle erklärt sich zu diesem Tagesordnungspunkt für befangen und verlässt den Raum. Antrag Bgm. Werner Müller: „Das Angebot der Familie Ludescher, vertreten durch Rechtsanwälte Mandl GmbH, v 27.11.2012 samt Verlängerung vom 21.01.2013 wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Bürgermeister der Gemeinde Klaus wird angewiesen, dieses Angebot durch Realannahme (Zahlung eines Betrages von € 10.000,-- und Unterfertigung eines grundbuchsfähigen Vertrages zur unentgeltlichen Übertragung eines Hälfteanteiles des oberhalb (nördlich) des bestehenden Weges (Gst. 1774/1 bzw. 1774/4) gelegenen Teiles des Gst. 1781 zu erfüllen. Wer diesem Antrag zustimmt den/die bitte ich um ein Handzeichen! Der Antrag wird mit 17:3 Stimmen angenommen. Zu Punkt 9: Wechsel in der Besetzung des Raumplanungs- und Gebäudeentwicklungsausschusses Auf Antrag der Fraktion „lebenswertes Klaus – Die Grünen“ soll die Zusammensetzung des Raumplanungsund Gebäudeentwicklungsausschusses wie folgt geändert werden: neues Mitglied GV Dr. Heinz Vogel und neues Ersatzmitglied DI Barbara Bechtold. Der Antrag wird mit 14:8 Stimmen angenommen. Zu Punkt 10: Genehmigung des Protokolls der 21. Sitzung vom 19. Dezember 2012 Antrag Bgm. Werner Müller: Wer dem vorgelegten Protokoll der 21. Sitzung vom 19. Dezember 2012 zustimmt, die/den bitte ich um ein Handzeichen! Das Protokoll wird einstimmig genehmigt. P.S.: Die Beschlussfähigkeit war bei allen Beschlussfassungen gegeben. Issa Zacharia Bgm. Werner Müller Schriftführer Vorsitzender
  1. sporthalle und mehrzweckgebäude der ms klaus-weiler-fraxern
  2. bericht prüfungsausschuss
  3. angebot madlener anni
  4. angebot fam. ludescher
  5. anfragebeantwortung
  6. wechsel in der besetzung des raumplanungs- und gemeindeentwicklungsausschusses
BgmBriefJuli_August12 Klaus 02.07.2012 16.04.2013, 13:34 Jahrgang 7, Ausgaben 7 Sehr geehrte Damen und Herren, werte Klauserinnen und Klauser! Zugestellt durch Post.at Klaus, im Juli/August 2012 Höhepunkte in einem Kindergartenjahr!! Waldtag: Das ganze Jahr über steht jeder Gruppe einmal in der Woche unser Waldplatz im Tschütschwald zur Verfügung. Der Platz wurde im Herbst 2009 mit vielen freiwilligen Helfern (Kinder und deren Eltern) gestaltet. Es wurde ein großes Waldsofa mit Dach, ein Wald-WC und eine Feuerstelle mit Grillrost gebaut. Über die Jahre sind noch andere, tolle Dinge dazugekommen. Annires Marchetti (Wiff-Zack - ein Freizeitangebot der Gemeinde) hat mit Kindern und Eltern ein Baumhaus, und wiederum Kinder mit ihren Eltern im Zuge der Kommunionsvorbereitung eine wunderschöne und sehr professionelle Brücke gebaut. Nach einem ca. halbstündigen Marsch durch den Wald, wo es viel zu entdecken gibt, kommendie Kinder oben an. Die Kinder können dort frei spielen, experimentieren, forschen entdecken und Spaß haben.Wer will, kann grillen oder einfach nur gemütlich am Lagerfeuer sitzen. Es ist erstaunlich, wie frei die Kinder im Wald spielen. Langeweile und Streit sind dort Fremdwörter. Natur- und Wassertage: Jedes Jahr im Sommer verbringt jede Gruppe drei Tage am Stück in der Natur. Meistens am Wasser (Frutz oder Ratz). Es wird gegrillt, gespielt, gebadet, entdeckt und geforscht. Für die Kinder sind das besonders wertvolle erlebnisreiche und spannende Tage. Gemeindeinformation Klaus Seite 1 Seit längerem ist das Thema Kinderbetreuung in den Medien immer wieder präsent und sorgt laufend für Diskussionen. Das möchte ich zum Anlass nehmen, die Kinderbetreuung (Spielgruppe und Kindergarten) und die hervorragende Arbeit unserer Kindergartenpädagoginnen und Helferinnen bei uns in Klaus einmal hervorzuheben. Wir haben in Klaus ein sehr gut funktionierendes Betreuungsangebot, beginnend mit der Kinderspielgruppe „Zappelwurm“, bei der Kinder im Alter von drei und vier Jahren schon vor dem Kindergarten-Antritt aufgenommen werden. Darauf folgt der Kindergarten für (drei bzw.) vier- bis sechsjährige Kinder, in dem zur Zeit 80 Mädchen und Buben betreut werden. Das Angebot und die Öffnungszeiten werden jährlich an den Bedarf der Eltern und Kinder angepaßt! Dies gilt im übrigen auch für die Zeit während der Ferien, die Nachmittage und die Mittagsbetreuung! Die Kinder bekommen in den Einrichtungen die Möglichkeit, sich sanft aus dem engsten Familienkreis zu lösen und lernen sich auch auf neue Bezugspersonen einzustellen. Sie können mit Gleichaltrigen spielen und so Gruppenzusammengehörigkeit erleben, erfahren Regeln und Grenzen in einem sozialen Rahmen. Im Kindergarten gibt es verschiedene Gruppen und Räume. Diese bieten den Kindern Platz und die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Begabungen zu testen. Im Bewegungsraum und auf dem großen Spielplatz können sie sich frei bewegen und haben diverse Spielmöglichkeiten. In Klaus, und darauf sind wir besonders stolz, bekommt jedes Kind im entsprechenden Alter einen Platz in der Spielgruppe bzw. im Kindergarten, was in anderen Gebieten in Österreich, speziell in Städten und Ballungszentren nicht immer der Fall ist. In diesem Sinne möchte ich auch die Gelegenheit nutzen, und unseren Kinderbetreuerinnen in der Spielgruppe Zappelwurm sowie unseren Kindergärtnerinnen einmal herzlich für ihre wichtige und wertvolle Arbeit zu danken. Sie sind es, die außerhalb des Elternhauses die wichtigen Stützen für unsere kleinen Klauserinnen u. Klauser sind! Ihr/euer Bürgermeister „Kleinfeld - Fußballturnier der Nationen und Kulturen“ Sonntag, 01. Juli 2012 - Sportplatz VMS-Klaus 11.00 Uhr - 23.00 Uhr Datum: Zeit: Ort: Veranstalter: Sonntag 01. Juli 2012 Turnierbeginn 11.00 Uhr Sportplatz d. Vlbg. Mittelschule Klaus-Weiler-Fraxern Haus der Kulturen mit Unterstützung des Kultur– und Integrationsausschusses der Gemeinde Klaus! „School is over Party“ der Turnerschaft Klaus Freitag, 06. Juli 2012 - Pavillon, E. Summer Park 15.00 Uhr - 22.30 Uhr Das Schulende naht - und somit wird’s wieder Zeit für die School is over Party! Programm: 15.00 - 17.00 Uhr 17.00 - 18:30 Uhr 18.30 Uhr 20.30 Uhr Spieleparcours für Kinder Talen tewettbewerb!! Film für Kinder „Konferenz der Tiere“ Film für Erwachsene „Nichts zu verzollen“ Ein Kleinfeldturnier der Nationen und Kulturen mit Menschen, aus den verschiedensten Teilen dieser Welt, die in Vorarlberg leben. Eine sportliche Kommunikation zum fairen und friedlichen Miteinander. Ein Projekt aus dem Haus der Kulturen, für Zusammenarbeit, Vernetzung und Entwicklung. Teilnehmende Mannschaften: Afrika, Afghanistan, Aleviten, Bahai, Brasilien, Frankreich, Lateinamerika, Nigeria, Österreich, Serbien, Somalia (Titelverteidiger), Türkei Gastronomie: Peru, Brasilien, Türkei, Italien, Serbien Turnierverlauf und Zeitplan: ab 10.30 Uhr 11.00 Uhr 16.00 Uhr 16.30 Uhr 19.99 Uhr 20.00 Uhr 20.30 Uhr Bewirtung Vorrundenspiele Vlbg. International : FC Klaus Finalspiele Konzert Grupo Caribe Preisverteilung EM Finale (public viewing) Dank unserer Freunde und Sponsoren gibt es viele schöne Gewinnchancen – allen Spendern einen herzlichen Dank! Details auf unseren Plakaten und auf den in den Schulen verteilten Info-Blättern. Anmeldungen (nur für Talentwettbewerb erforderlich!) Für gute Bewirtung ist ebenfalls wieder gesorgt. Wir freuen uns auf zahlreiche BesucherInnen – die Turnerschaft Klaus. „Kinder- u. Jugend - Talentewettbewerb“ der Turnerschaft Klaus Freitag, 06. Juli 2012 - Pavillon, E. Summer Park 17.00 Uhr - 18.30 Uhr Die Turnerschaft Klaus veranstaltet heuer zum zweiten Mal im Rahmen der school is over – Party den Kinder- und Jugendtalentewettbewerb: Datum: Zeit: Ort: Veranstalter; Freitag, 06. Juli.2012 17.00 - 18.30 Uhr Pavillon - Ernst Summer Park Turnerschaft Klaus Foto: „Aus dem Turnier 2010 Polen - Bahai“ Foto: „Kinder- u. Jugendtalentewettbewerb 2011“ Mitmachen können alle jungen Talente mit allen möglichen Begabungen. „Zeigt, was in euch steckt. Egal ob solo, zu zweit oder eine ganze Gruppe. Singen, musizieren, tanzen, Artistik, jonglieren usw.“ Es sind keine Grenzen gesetzt! Zu gewinnen gibt es natürlich auch einiges! Wenn du mitmachen möchtest, schick einfach eine Kurzbeschreibung „deiner Begabung“ bis 30.6.2012 per Mail an werner.rt@gmx.at, oder informiere dich unter der Telefonnummer 0680 / 21 545 21. Du hast freie Wahl dich zu präsentieren. Vergiss nicht deinen Namen und deine Anschrift anzugeben! Du erhältst dann eine Nachricht von uns. Turnerschaft Klaus Gemeindeinformation Klaus Seite 2 „kids IN motion„ Sport- und Erlebniswoche Montag, 07. Juli -Freitag, 13. Juli 2012 (nur noch Restplätze frei - rasch anmelden!!) Die großartige Spielewelt für 6 - 12 jährige Kids: Abenteuerturnen, Tanz, Rollerskating, Fußball, Piratenspiele, Indiaca, Völkerball, Bärenhöhle, Rätselspiele, Hockey, Kistenklettern, Grillen, Basketball, Merkball, Minitrampolin, Baseball, Staudamm bauen, Federball, Jonglieren, Staffelspiele, Akrobatik, Theater, Bodenturnen, Bodypainting, Activity, Ringe, Tischtennis, Volleyball, etc. Zum Preis von € 109,-- erhalten die Kinder: ☺ - 1 Woche Sport, Spiel, Spaß ☺ - Qualifizierte Betreuung ☺ - Programmauswahl durch die Kinder ☺ - Gesundes Mittagessen ☺ - 1 T-Shirt zum Selbstgestalten ☺ - Spiele zum Thema Ernährung Kinder die in Klaus wohnen erhalten gegen Vorlage der Teilnahmebestätigung € 50,-- Rabatt (pro Kind). Weitere Informationen und Anmeldung beim Bürgerservice der Gemeinde: 05523 / 6 25 36 10 Eine Initiative des Jugend- und Freizeitausschusses der Gemeinde! Wichtige Hinweise Bäume, Hecken und Sträucher bitte zurückschneiden! Bäume, Hecken u. Sträucher, die am Straßenrand zu stark wachsen, behindern die Sicht und stellen eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer dar. Im Interesse der Verkehrssicherheit ist das Zurückschneiden dieser Pflanzen entlang von öffentlichen Straßen und Wegen notwendig. Die Gemeinde bittet alle Grundbesitzer von Grundstücken mit Bäumen und Pflanzen entlang der öffentlichen Straßen und Wege, die teils unkontrolliert wuchern, diese so zu schneiden, dass die freie Sicht über den Straßenverlauf wieder gegeben ist. Herzlichen Dank! Mit dieser Maßnahme tragen Sie auch zur Verkehrssicherheit unserer SchülerInnen bei. Bitte denken Sie daran, dass Sie bei einem allfälligen Unfall eventuell die Verantwortung zu übernehmen haben. Elternberatung im Juli und August Die Elternberatung für Mütter und Väter mit Säuglingen und Kleinkindern (von 0 - 4 Jahren) findet am Montag den 09. und 23. Juli und am Montag den 13. und 27. August von 09.00 - 10.00 Uhr, im Gemeindeamt (1.OG) statt. Frau Auer Barbara (Diplomierte Kinderkrankenschwester) bzw. ihre Vertretung erwartet Sie gerne zu dieser kostenlosen Beratung! „Cross Culture Night“ Bregenzer Festspiele - Jugendprogramm Samstag, 14. Juli 2012 - Bregenz 14.00 Uhr - 24.00 Uhr Anlässlich der Bregenzer Festspiele wird auch dem jungen Publikum ein kulturell interessantes Programm geboten. Das ultimative Jugend-Event unter freiem Himmel für Schüler, Lehrlinge und Studenten von 14 bis 26 Jahren: Neben André Chénier auf der Seebühne bieten Workshops, Führungen, Sound- und Bühnenchecks und das musikalische Show-Programm am Vorplatz die Möglichkeit zum Verweilen im und um das Festspielhaus. Die Gemeinde Klaus unterstützt diese Aktion: Event inkl. Zugfahrt ab Klaus (und retour) inkl. kleinem Abendessen in Bregenz zum sensationellen Preis von € 10,-. Begleitet wird die Tour zu den Festspielen von Bgm. Werner Müller. Anmelden kannst Du Dich beim Gemeindeamt Klaus: gemeinde@klaus.cnv.at, Tel. 05523-62536. Leben und Wirken der Geschwister Maria, Anna und Hedwig Hensler (Aufruf des Heimatkundevereins!!) Die Schriftstellerin Anna Hensler ist den meisten Klausern ein Begriff, so wurde 1955 eine Straße nach ihr benannt. Ihre beiden Schwestern Maria und Hedwig kennen aber nur wenige. Auch sie waren künstlerisch tätig. Maria widmete sich der Malerei, Hedwig schrieb und malte. Der Heimatkundeverein Klaus bereitet derzeit eine Ausstellung über das Wirken der drei HenslerSchwestern vor, die am 20. und 21. Oktober 2012 im Winzersaal zu sehen sein wird. Dazu suchen wir noch leihweise Bilder, Schriftstücke und Fotos. Auch Geschichten über die drei Frauen interessieren uns. Wer hat sie persönlich gekannt und kann uns etwas erzählen? Helmut Postai, Tel: 0680/3339435 Gertrud Gut, Tel: 62426 Gemeindeinformation Klaus Seite 3 Veranstaltungskalender der Gemeinde Klaus für Juli / August 2012 Datum Veranstaltung Kleinfeld -Fußballturnier der Nationen und Kulturen und Public Viewing des EM-Finales Veranstalter Haus der Kulturen Vorarlberg und Gemeinde Klaus UBGSC Klaus Kneipp Aktiv Club Vorderland Turnerschaft Klaus (Dank der Freunde und Sponsoren der Turnerschaft gibt es noch viele Gewinnchancen!) Ort und Zeit Sportplatz der VMS Klaus 11.00 Uhr - 18.00 Uhr (siehe Zeitplan Seite 3) Bahnengolfanlage ganztags Kneippanlage an der Ratz ab 11.00 Uhr Pavillon-Ernst Summer Park 15.00 Uhr Spiele 19.00 Uhr Kino/Film Pfadiheim Neuburg Beginn 11.00 Uhr Röthis 13.00 Uhr - 19.00 Uhr Reitanlage des RC Wildfang Klaus (Die Veranstaltungen finden über den ganzen Tag statt!) Juli So. 01. So. 01. So. 01. Fr. 06. 31. Int. Montfortpokalturnier des Bahnengolfsportclubs Klaus Kneipp Aktiv - Wasserfest mit Frühschoppen School is over Party ab 15.00 Uhr - Spieleparcour für Kinder ab 17.00 Uhr - Talentewettbewerb KG/VS/VMS ab 18.30 Uhr - Open Air Kino für Kinder ab 20.15 Uhr - Film für Erwachsene Fr. 06. Sa. 07. Fr. - So. 27. - 29. Grillfest 2012 des Seniorenbundes Klaus Vollgas Bergab in der Seifenkiste Seniorenbund Ortsgruppe Klaus Offene Jugendarbeit (Infos bei der Gemeinde) Seifenkistenrennen der OJA - V´land Große Reitsportveranstaltung Freitag: RP/RN Training; Samstag: RP/RN/Lizenz Prüfung Sonntag: Cross Springen Reitclub Wildfang Klaus August Do. 02. Sa./So. 04./05. So. 19. So. Problemstoff- und Alteisensammlung Bauhoflagerplatz beim Bregenzerweg Gemeinde Klaus Reitclub Wildfang Klaus Bauhoflagerplatz 16.00 Uhr - 19.00 Uhr Große Reitsportveranstaltung SPRINGREITEN - CDNP-B Reitanlage des Reitclubs (Die Veranstaltungen finden (Bitte Parkverbot beachten) über den ganzen Tag statt!) Sozial- und Renaturierter Bereich Familienausschuss der des Klausbaches bei der Gemeinde Klaus Firma Omicron! - 14.00 Uhr „Wasserfest“ Ein Nachmittag mit viel Spiel und Spaß im und am Wasser! 26. Pfarrgemeinderat und Gottesdienst in der Kirche Pfarrkirchenrat der 10.00 Uhr in der Pfarrkirche Klaus (10.00 Uhr) Pfarre zur Hl. Agnes Frühschoppen beim Pavillon mit anschliessendem Frühschoppen mit Klaus und die Vereine im Ernst Summer Park der Bürgermusik Klaus u. der Bürgermusik 11.00 Uhr Fraxern beim Pavillon im E. Summer Park der Gemeinde Klaus Pfarrverabschiedung Mülltermine im Juli und August 2012 ► ► ► ► ► ► Do.: 05. Juli Fr.: 13. Juli Fr.: 20. Juli Fr.: 03. August Sa.: 18. August Fr.: 24. August Problemstoffe/Alteisen Bioabfall Restmüll/Bioabfall Restmüll/Bioabfall Restmüll/Bioabfall Kunststoff/Bioabfall ► ► ► ► ► ► Fr.: 06. Juli Do.: 19. Juli Fr.: 27. Juli Fr.: Do.: Fr.: 10. August 23. August 31. August Restmüll/Bioabfall Sperrmüll/Sperrgut Kunststoff/Bioabfall Bioabfall Sperrmüll/Sperrgut Restmüll/Bioabfall Seite 4 Gemeindeinformation Klaus
  1. bürgermeisterbrief
  2. waldkindergarten
Heimat_Wolfurt_...rzeic Wolfurt 01.01.1987 26.03.2013, 15:58 Zeitschrift des Heimatkundekreises Mit Unterstützung durch die Marktgemeinde Wolfurt seit 1988 herausgegeben von Siegfried Heim Inhaltsverzeichnis Heft 1 1. Zeittafel für Wolfurt u. Hofsteig 3 2. Bauern und Fabrikler 16 3. Franzosenkrieg 1800 (Chronik Schneider I.) 20 Heft 2 4. Sozialstrukturen (1) 5. Hofsteiger Bauern 6. Der Weg zum März 1938 Heft 3 7. Der Rickenbach 8. Wolfurter Geschlechter 9. Der letzte Krieg 1939-1945 Heft 4 10. Wolfurter Mundart 11. Kriegsende 12. Pfarrkirche St.Nikolaus Heft 5 13. Schlösser in Wolfurt 14. Pfarrer Barraga 15. Auswanderer (1) 16. Autos 17. Chronik Köb (1) Heft 7 24. Das Vereinshaus 25. Mit Napoleon in Rußland (Chronik Schneider IL) 26. Lehrer Köbs, Chron. Köb (2) 27. Streifzüge der Gedanken Heft 8 28. Volkszählungen Strohdorf, Hub und Flotzbach 29. 30. St.Martin vom Strohdorf 31. Schulschwestern 32. Sieben Söhne im Krieg 33. Das Gemeindeblatt Heft 9 34. Bildstein und Wolfurt 35. Mohr-Familien 36. Große Bäume 37. Grenzen im Ried 38. Auswanderer (2) 39. Michaelskapelle in Bregenz Heft 10 40. Unser tägliches Brot (1) 41. Kriegstagebuch Fischer Heft 12 49. 500 Jahre Seelsorge in Wolfurt 50. Nachbarn in der Bütze 51. Veres Stickerei 52. Die Kommunistin 53. Wendelin Rädler 54. Rogges Brot und kernes Brot 2 12 24 42 Heft 13 55. Ein Hofsteiger Siegel 56. Hofsteig 57. Ammänner 58. Der Gemeine Mann 59. Die Schneider 60. Mutter in Nöten, Auswand.(4) 61. Dorfschmiede 62. Stammvater Fischer 63. Fußball und Liebe 64. Kügolo Heft 14 65. Ein Hauch Barock 66. Die Ach und die Ächler 67. Ein Kuß; Kloster Hirschthal 68. Wolfurter Alpen 69. Fremdenverkehr 1903 70. Steuerverzeichnis 1873 Heft 15 71. Die Krankenschwestern 72. Hausnamen 73. Bier für St.Louis, Auswanderer (5) x. Kurt von Wolfurt 74. Vornamen 3 4 22 29 33 47 Heft 16 75. Schwerzler und Schwärzler 76. Heimkehrer 77. Einwanderer (1) Heft 17 78. Mutterpfarre Weißenau 79. Nachkriegsjahre 1945-1949 80. Einwanderer (2) 81. Das Erbe aus Indien 82. Kindstaufe in Bildstein x. Tanzen verboten Heft 18 83. Kriegsende 1945, Nachtrag 84. Aus der Kirchturmkugel 85. Ippachwald (1) 86. Einwanderer (3) 87. Soldatentod im Schnee 88. Ein Pergament x Gemeindediener x Inhaltsverzeichnis 3 26 42 3 23 38 3 29 32 2 6 21 24 27 30 3 6 14 28 35 40 46 50 52 54 4 9 37 54 57 59 3 7 16 30 45 49 52 1 52 54 3 12 19 23 35 38 3 9 45 48 52 54 1 11 25 30 34 4 16 3 22 36 43 44 Heft 6 18. Das Kirchdorf 2 19. Häuserverzeichnis 1926 10 20. Sozialstrukturen (2) 13 21. Wasser und Wald 39 22. Tagebuch (Chr. Schneider III.) 45 23. Spatzecklo 48 Heft 11 42. Inhaltsverzeichnis 1 43. Unser tägliches Brot (2) 5 44. Dr. Lorenz Böhler 15 45. Kalb&#39;s Creek, Auswanderer (3) 32 46. Der Schnitztrog 34 47. Altvorstehers Haus 37 48. Ein altes Dokument 41
  1. wolfurt
  2. imported
Montafoner_Muse...12_In MontafonerMuseen 02.01.2012 17.12.2012, 08:22 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freundinnen und Freunde der Montafoner Museen und des Heimatschutzvereins! Auch wenn die Montafoner Museen derzeit in erster Linie in Zusammenhang mit der bevorstehenden Volksabstimmung in Schruns medial präsent sind, versuchen wir Ihnen trotz der nicht gerade einfachen Rahmenbedingungen weiterhin ein interessantes und vielfältiges Programm anzubieten. So laden wir Sie herzlich ein, Ende November die Eröffnung der Ausstellung im Heimatmuseum in Schruns zum Thema „Winterbräuche im Montafon“, und im Tourismusmuseum Gaschurn die beträchtlich angewachsene Sammlung an Montafoner Krippen zu besuchen. Neben diesen beiden „Höhepunkten“ des Winters in den Montafoner Museen finden auch zahlreiche andere spannende Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Themen in allen vier Museen (und auch außerhalb derselben) statt. Höchst erfreulich ist der Rückblick auf den Museumsherbst mit der ereignisreichen Veranstaltungsreihe „septimo“ und der „Langen Nacht der Museen“. Vor allem das neue Format „septimo“ konnte überzeugen und bescherte uns tausende Besucherinnen und Besucher, die an den verschiedensten Veranstaltungen dieses Kulturmonats teilnahmen. Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs unter www.vmobil.at und außerdem bieten wir Ihnen gerne an, sollte nach der Veranstaltung eine Rückkehr für Sie an Ihren Wohnort nicht mehr möglich sein, dass wir Sie im Rahmen von Fahrgemeinschaften gerne mitnehmen (bitte vorher im Heimatmuseum anmelden!). 1 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information teil unserer Sammlung ist gegenwärtig auf Grund des akuten Platzmangels am Dachboden untergebracht, wo die Objekte extremen Temperaturschwankungen unterworfen und somit stark gefährdet sind. Die Lösung des DepotProblems hat daher höchste Priorität und es bleibt zu hoffen, dass entsprechend den Plänen zum Projekt „MuseumNeu“ nach dem 20. November die Perspektive auf ein Klima- und Schaudepot, das die Konservierung und Präsentation wichtiger Teile des Montafoner Kulturgutes ermöglicht, bestehen bleibt und diese Schätze nicht auf lange Zeit in externen Provisorien endgelagert und der Öffentlichkeit vorenthalten werden müssen. Michael Kasper Die „Lange Nacht der Museen“ bildete schließlich den krönenden Abschluss des vierzigtägigen Festivals. Den vielen Menschen, die in dieser intensiven Zeit mitarbeiteten und mithalfen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt – ohne sie wäre ein derartiger Erfolg in einer derartig schwierigen Phase nicht möglich. Zuletzt möchten wir noch einen Ausblick auf das Jahr 2012, das derzeit aufgrund der ungewissen Zukunft noch mit vielen Fragezeichen versehen ist, werfen: Einen Schwerpunkt des nächsten Jahres stellt definitiv der Schutz der vielen wertvollen Kulturgüter im Heimatmuseum Schruns dar, die derzeit noch unter ungünstigsten Bedingungen auf dem Dachboden zwischengelagert werden. Der Groß- 2 Grafik-Design - Druckmanagement Veranstaltungen Offenes Singen in den Montafoner Museen Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Mittwoch, 15. Februar, 19:30 Uhr Montag, 13. Februar, 19 Uhr Mittwoch, 18. Jänner, 19:30 Uhr Montag, 9. Jänner, 19 Uhr Mittwoch, 14. Dezember, 19:30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montag, 21. November, 14 Uhr Kräuter-Räucherkurs mit Karin Sander-Pichler Es naht wieder die Zeit in der an langen Winterabenden auch in unserer Gegend gerne mit besonderen Düften die Räume belebt und gereinigt werden. Erzählcafé in der Museumsstube Silbertal Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Dienstag, 7. Februar, 15 Uhr Dienstag, 10. Jänner, 15 Uhr Dieser Kurs bietet die Gelegenheit Weihrauch, Harze und Räucherspezialitäten aus aller Welt sowie heimische Rauchkräuter kennenzulernen, und mehr über deren Wirkungen zu erfahren. Der aromatische und heilsame Rauch von Weihrauch, Harzen aus aller Welt, heimischen 3 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Kräutern und fernöstlichen Gewürzen wirkt besonders in Grippezeiten. Die Kursteilnehmer lernen zudem den Umgang mit Räucherkohle, Rauchschalen und Duftlampen, Räuchersieben und naturreinen Räucherstäbchen aus Tibet und Indien kennen. Die Kursgebühr beträgt für Mitglieder 7 Euro und für Nichtmitglieder 10 Euro. Im Anschluss an den Kurs können Räucherwaren und dazugehörige Utensilien aus dem Weltladen Schruns gleich direkt vor Ort im Frühmesshaus erworben werden. Dienstag, 22. November, 19 Uhr Kulturbühne Schruns ORF Filmpremiere: Bevor der Film in der Sendereihe Erlebnis Österreich am Sonntag, 27. November um 16.35 Uhr ausgestrahlt wird, wird er erstmals im alten Kino in Schruns zu sehen sein. Sonntag, 27. November, 11-17 Uhr Maisäss-Geschichten – Vom Leben und Arbeiten in den Montafoner Bergen Eine filmische Liebeserklärung an die Maisäss-Kultur im Montafon, eine Reverenz an die Menschen, die heute noch Maisässe bewirtschaften, viel Müh und Plag auf sich nehmen, um eine jahrhundertealte Kultur am Leben zu erhalten. Aus Idealismus, zu verdienen gibt es bekanntlich nicht viel. ORF-Kulturchef Manfred Welte und Kameramann Nikolai Dörler haben zu allen Jahreszeiten auf den Maisässen am Bartholomäberg, Montiel, Tafamunt, Gweil und im Gauertal Aufnahmen gemacht. Ihr Film handelt vom Leben und Arbeiten heute auf dem Maisäss, ist voll von Erinnerungen an die „gute, alte Zeit“, erzählt von spannenden Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen – auch Urlaubern, wie einem deutschen Universitätsprofessor, der seit den 1960er Jahren regelmäßig ins Gauertal kommt. 4 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Tag der offenen Tür (Adventmarkt) Das jüngste Museum der Talschaft öffnet zum traditionellen Bartholomäberger Adventmarkt bei freiem Eintritt seine Türe und bietet neben Führungen durch das Museum auch Einblicke in die laufende Sonderausstellung „Die Welt des Luzius Hauser – Ein Blick in Seelsorge, Hexenverfolgung, Wunderheilungen und Gegenreformation im Montafon im 17. Jahrhundert“. Überdies werden Kaffee, Kuchen und freundliche Gastgeberinnen und Gäste für ein herzliches vorweihnachtliches Ambiente sorgen. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit im reichhaltigen Angebot an Büchern über das Montafon ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, immerhin sind heuer mit den Bänden „Urlaubsgrüße aus dem Veranstaltungen Montafon“, „Johann Bitschnau“ und „Netza, Monigg und Sasarscha“ wiederum drei Neuerscheinungen in den Buchreihen der Montafoner Museen zu verzeichnen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Neues hält Einzug. Deshalb finden neben den traditionellen Terminen des Kirchenjahres auch jüngere Phänomene Platz in der Ausstellung. Ein Fokus liegt auf regional typischen Bräuchen: Weitgehend Vergessenes wird ebenso beleuchtet wie scheinbar allseits Bekanntes. Aber auch rund um populäre Bräuche wie Funken, Nikolaus oder Weihnachten gibt es viel zu entdecken. Öffnungszeiten: Samstag, 3., 10., 17. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Sonntag, 4., 11., 18. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Ab 27. Dezember jeweils von Dienstag bis Freitag von 16.00 bis 18.00 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Dienstag, 29. November, 19 Uhr „Funka, Fasnacht und Schiebaschüßa“ – Winterbräuche im Montafon Ausstellungseröffnung Zwischen Erntezeit und Ostern prägen bis heute viele Bräuche unseren Alltag in der dunkleren Jahreszeit, auch wenn ihre ursprüngliche Bedeutung teilweise gar nicht mehr bekannt ist. Was genau steckt aber hinter diesen Bräuchen? Bräuche sind weit mehr als nur die mit ihnen verbundenen Feierlichkeiten. Sie stehen für gewachsene Tradition, oft auch für christliche Glaubensinhalte, spiegeln die Kultur des Landes und die gesellschaftlichen Normen, den Einfluss der Medien, aber auch politische und wirtschaftliche Interessen wider. Aber sie sind nicht statisch, sondern ständig im Wandel. Alte Formen werden zeitgemäß interpretiert, Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Mittwoch, 30. November, 19 Uhr Montafoner Krippen Ausstellungseröffnung Am 30. November wird die große Montafoner Krippenausstellung im Tourismusmuseum Gaschurn feierlich eröffnet. Eine Auswahl an schönen Krippen, die mit viel Liebe zum Detail in langen 5 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Einige der nunmehr ausgestellten Krippen konnten erfreulicherweise mit Unterstützung der Gemeinden Gaschurn, St. Gallenkirch, Schruns und Silbertal, der Frauenbewegung Gaschurn/Partenen sowie durch Spenden im Gaschurner Museum mit Figuren bestückt werden. Öffnungszeiten: Samstag, 3., 10., 17. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Sonntag, 4., 11., 18. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Ab 27. Dezember jeweils von Dienstag bis Freitag von 16.00 bis 18.00 Uhr Freitag, 2. Dezember, 19 Uhr Stunden gefertigt wurden, ist hier zu sehen. Auf Anregung von Andreas Rudigier erklärte sich der Krippenbauverein Innermontafon mit Obfrau Marlies Kuster dankenswerterweise dazu bereit den Montafoner Museen eine eigene Krippen-Sammlung auf Dauer zur Verfügung zu stellen. Im Zeitraum von Februar bis Mai 2011 entstanden daher sieben neue Krippen, die von den Krippenbauern Franz Dönz, Peter Krenn, Hans Kuster, Klaus Kuster, Marlies Kuster, Franz Raich und Wendl Tschugmell angefertigt wurden und in Zukunft die Sammlung der Montafoner Museen bereichern werden. Überdies werden Krippen, die Georg Breuß, Marlene Themel und Karl Netzer dem Museum überlassen haben im Gaschurner Museum ausgestellt. Bei letztgenannter handelt es sich um eine alte Wurzelkrippe, die von Agnes Lorenzin aus St. Gallenkirch für Luise ErnstNetzer, die nach Frankreich heiratete und die Montafoner Krippe für Jahrzehnte dorthin mitnahm, gebaut wurde. Nach der Rückkehr dieser historischen Krippe ins Montafon kann sie nunmehr in den Montafoner Museen besichtigt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die nunmehr höchst beeindruckende Krippen-Sammlung der Museen auch in Zukunft zahlreiche Erweiterungen erfahren wird. Kunstforum Montafon Ausstellungseröffnung widerstand ist zwecklos In den vergangenen Jahren wurden in den Winterausstellungen in der ehemaligen Lodenfabrik stets Gegenüberstellungen zweier relevanter, junger Positionen realisiert, wie z.B. 2010 die Ausstellung „TEXT without SUBTEXT“ von Luisa Kasalicky und Arnold Reinthaler. Heuer werden unter dem Titel „widerstand = zwecklos“ die Arbeiten von Judith Fegerl und Thomas Feuerstein aufeinander treffen und ein gewaltiges Spannungsfeld erzeugen. Beide beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Mensch und Maschine, wobei Flüssigkeiten eine wesentliche Rolle spielen. Und erstmals wird – so viel sei schon einmal verraten – die Litz direkt in die Ausstellung mit einbezogen! Öffnungszeiten (bis 14. Jänner): Dienstag – Samstag, von 16 bis 18 Uhr, Donnerstag von 16 bis 20 Uhr 6 Veranstaltungen Die Ausstellung ist am Silbriga Sonntig (11. Dezember) von 13 bis 17 Uhr geöffnet. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 sind mit den Bänden „Urlaubsgrüße aus dem Montafon“, „Johann Bitschnau – Lehrer aus dem Silbertal“ und „Netza, Monigg und Sasarscha“ wiederum höchst interessante Neuerscheinungen zu verzeichnen. Montafoner Heimatmuseum Schruns Courtesy Galerie Elisabeth &amp; Klaus Thoman, Innsbruck Sonntag, 11. Dezember, 10:30-17 Uhr Tag der offenen Tür (Silbriga Sonntig) Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Donnerstag, 8. Dezember, 14 Uhr Adventfeier mit kleiner Krippenausstellung Traditionell öffnet das Bergbaumuseum Silbertal zu Maria Empfängnis bei freiem Eintritt seine Türe und bietet neben Einblicken in das Museum gemütliches Beisammensein mit vorweihnachtlichen Liedern und Gedichten, mit Kaffee und Kuchen bei freundlichen Gastgeberinnen, die für ein besinnliches Ambiente sorgen. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit im vielfältigen Angebot an Büchern über das Montafon ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, denn heuer Tradition ist der Silbriga Sonntig in Schruns und sein Adventmarkt, Tradition ist auch, dass das Heimatmuseum an diesem Tag seine Pforten öffnet, Tradition ist, dass Sie hier einen Blick auf die neue Sonderausstellung „Funka, Fas7 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen nacht und Schiebaschüßa“ – Winterbräuche im Montafon“ werfen können, Tradition ist auch, dass Sie hier die besten Weihnachtsgeschenke finden (Tipp: Bücher zur Geschichte und Gegenwart des Montafons aus der Schriftenreihe der Museen), ebenso Tradition ist, dass aufgrund des enormen BesucherInnenAndrangs ausnahmsweise kein besinnlicher vorweihnachtlicher Rückzug möglich ist. Montag, 12. Dezember, 20 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Immaterielles Kulturerbe „Montafoner Erzähltradition“? Infoabend mit MMag.a Edith Hessenberger Im Montafon entwickelten sich im Rahmen täglicher Kommunikation sogenannte Erzähltraditionen, die bereits im 19. Jahrhundert als „Montafoner Sagen“ festgehalten wurden. Erzähltraditionen beschränken sich allerdings nicht nur auf Sagen, sie umfassen ebenso das Erzählen im Alltag oder das lebensgeschichtliche Erzählen. Im Rahmen des Projektes „Montafoner Geschichte“ wurden von 2003 bis 2011 insgesamt 240 lebensgeschichtliche oder themenspezifische Erzählungen von über 200 Personen mittels Tonbandaufnahmen dokumentiert. Sie verdeutlichen klar die Beständigkeit typischer Montafoner Sagen, zeigen aber auch die Erzähltraditionen in der Darstellung der Geschichte des Tales, beziehungsweise der eigenen Biographie auf. Die UNESCO-Nationalagentur für Immaterielles Kulturerbe dokumentiert besondere regionale Traditionen und bemüht sich, die Erhaltung des immateriellen 8 Kulturerbes zu unterstützten, sowie Respekt zu sichern und ein Bewusstsein für dieses Erbe zu schaffen. Nach der Anerkennung der „Dreistufenlandwirtschaft im Bregenzerwald“ oder der „Vorarlberger Flurnamen“ bemühen sich nun der Stand Montafon und die Montafoner Museen um die Aufnahme der „Montafoner Erzähltradition“ in das „Nationale Verzeichnis immateriellen Kulturerbes“. Damit könnte ein großer Schritt in Richtung (inter-) nationaler Anerkennung der im Montafon Archiv dokumentierten Erzählungen als Ausschnitt der Montafoner Erzähltradition gesetzt werden. Die Antragstellerin Edith Hessenberger (KulturwissenschaftlerIn, Uni Innsbruck) präsentiert im Rahmen eines Infoabends die Inhalte des Antrags sowie die Vorgehensweise bei der Antragstellung, und steht gerne für Fragen zur Verfügung. Donnerstag, 15. Dezember, 20 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns „Die Reise zum Horizont“ Lesung von Jürg Amann im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das FelderArchiv“ geht aufs Land (Einführung und Gespräch: Dr. Ulrike Längle) Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafoner Heimatmuseum Schruns Mittwoch, 25. Jänner , 20 Uhr „Pfennigzins, Vogelrecht, Ärch und Schesaplana ...“ – das Urbar der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg von 1620 Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner Eine der bedeutendsten Quellen zur Geschichte und Landeskunde des südlichen Vorarlberg bildet das Urbar von 1620. Der Vortrag geht der Entstehung dieses umfangreichen Dokuments nach, skizziert seinen Aufbau und stellt zahlreiche Details der regionalen Vergangenheit vor. Darunter befinden sich selbst für Fachleute manche überraschenden Erkenntnisse. Das Buch zum Thema: Das Urbar der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg von 1620. Kommentar und Edition. Bearb. von Katrin Rigort und Manfred Tschaikner (Quellen zur Geschichte Vorarlbergs 14). Regensburg: Roderer Verlag (erscheint 2012); ISBN 978-3-89783740-9. In seiner Novelle „Die Reise zum Horizont“ gestaltet der Schweizer Autor Jürg Amann vor dem realen Hintergrund eines Flugzeugabsturzen in den Anden in den 1970er Jahren eine Menschheitsparabel als Gleichnis von Leben und Tod jenseits von Moral und Tabu. Der Kampf der Überlebenden gegen Kälte, Hunger und Durst in der Gletscherwüste der Anden stößt an die Grenzen, wie weit ein Mensch gehen kann, ohne sein Menschsein zu verlieren. Jürg Amann, geboren 1947 in Winterthur, arbeitete nach einem Germanistik-studium zunächst als Literaturkritiker und Dramaturg. Seit 1976 ist er freier Schriftsteller (Prosa, Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik, Essays). Bücher u.a.: „Zwei oder drei Dinge. Novelle“ (1993), „Über die Jahre. Roman“ (1994), „Rondo. Erzählungen“ (1996), „Kafka. Ein Wort-BildEssay“ (2000), „Mutter töten“ (2003), „Die kalabrische Hochzeit“ (2009) Zahlreiche Preise, u. a. Ingeborg-Bachmann-Preis 1982, Conrad-FerdinandMeyer Preis 1983. 9 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Mit diesem Kulturimpuls wollten die Montafoner Museen ein innovatives Signal der Offenheit setzen. Was ihnen eindrucksvoll gelungen ist. septimo hat dazu eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der Museen, der Forschung sowie der Landschaft und der Architektur zu werfen. Obwohl es bereits jetzt an die Planung für 2012 geht, gilt es sich gleichzeitig beim gesamten Team der Montafoner Museen sowie bei allen Beteiligen des heurigen septimo herzlich für den vollen Einsatz zu bedanken. (tm, mk) septimo 2011 Rundherum zufriedene Gesichter. Die Premiere der neuen Montafoner Kulturveranstaltungsreihe „septimo“ ist sehr erfolgreich über die Bühne gegangen. 40 kulturelle Veranstaltungen an 40 Tagen. Die Erstausgabe des „September im Montafon“ war ein voller Erfolg. Und wie besonders diese neue Kulturoffensive ist, zeigt auch das große Publikumsinteresse. So wurden bei den diversen Kulturveranstaltungen gesamt knapp 5000 BesucherInnen gezählt, Einheimische wie auch Gäste. „Freidenker-Brevier“ von Johann Baptist Biedermann Neuzugang im Montafon Archiv Im Oktober 2011 konnte das Montafon Archiv einen für die Literatur- und Geistesgeschichte des Montafons äußerst wertvollen Neuzugang verzeichnen: Der Bregenzer Historiker Dr. Meinrad Pichler überließ dankenswerterweise dem im Heimatmuseum angesiedelten Archiv ein vom Montafoner Mundartdichter und Taubenwirt Johann Baptist Biedermann originalsigniertes Buch „Freidenker-Brevier“ aus der Zeit der Jahrhundertwende um 1900. Der Schrunser Wirt, Händler und „Bauernadvokat“ Dr. iur. Biedermann lebte 1844 bis 1923 und schenkte dieses Buch im Jahr 1910 seinem Neffen Johann Moosbrugger. Die Person Biedermanns verweist auf den Zusammenhang zwischen Heimatliteratur und Tourismus, denn parallel zur touristischen Erschließung des Montafons trat er als Wirt mit seiner Mundartdichtung in Erscheinung. Seine Gedichte und „Gsätzli“ aus der Gedichtsammlung „Nüt för Uguat“ sind dementsprechend Die 40 Tage waren bunt gemischt. Angefangen von Führungen über Themenwanderungen, Vorträgen, Tanz- und Musikvorführungen sowie Konzerten, Interviews, Gesprächen und einer schon jetzt legendären Whiskyverkostung reichte die kulturelle Palette. Erlebenswerte Höhepunkte waren die beiden Montagsgespräche mit Komponist Georg Friedrich Haas und Fotograf Marko Zink. Auch die beiden grenzüberschreitenden Abende der Engadiner und Prättigauer Begegnungen lockten zahlreiche BesucherInnen, genauso sämtliche archäologischen Themen. 10 Aktuelles auch eher als gesellige Stücke anzusehen, welche die kulturelle Identität des Montafons der Umwelt vermitteln sollten. Der Tourismus öffnete wiederum der lokalen Literatur die Welt und Biedermanns Gedichte wurden schließlich im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Der Literaturhistoriker Dirk Strohmann vermerkte diesbezüglich: „Persönlich wurde er freilich letztlich selbst ein Opfer des durch den Tourismus ausgeweiteten literarischen Interesses: Eine Gedenktafel an seinem eigenen Gasthaus, der ‚Taube‘, erinnert heute nicht an ihn, sondern an – Ernest Hemingway.“ montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 13. Interregionale Alpgespräche Nachdem im vergangenen Jahr Bartholomäberg Schauplatz der 12. Interregionalen Alpgespräche war (siehe die Veröffentlichung aller Vorträge im Jahresbericht der Montafoner Museen 2010), diente heuer die alte Walsersiedlung St. Martin im Calfeisental (Kanton St. Gallen) als Veranstaltungsort für die 13. Alpgespräche. Die Montafoner Museen traten als Ko-Organisatoren auf und der Verfasser führte als Moderator durch die Veranstaltung. Thema der Vortragsreihe war der Versuch der Beantwortung der Frage, inwieweit Kulturlandschaft, Kulturgeschichte und Tourismus eine beiderseitig gewinnbringende Kombination darstellen können. Die im September von den Montafoner Museen mit großer Unterstützung durch den Stand Montafon durchgeführten Veranstaltungsreihe „septimo“ soll ein solches Beispiel sein, das künftig Kulturlandschaft und Kulturgeschichte dem Gast näher bringen kann. Die Idee basiert auf einer Untersuchung, die 2010 im Auftrag des Instituts für Bündner Kulturforschung erfolgte, und die Museen, Ausstellungen, Festivals und Events sowie Kulturhotels auf ihr touristisches Potenzial untersuchte ... das Montafon wurde übrigens als einziges nicht Schweizer Beispiel geprüft. Das Ergebnis war verblüffend und einfach zugleich: Dort, wo Museen und Ausstellungen ihre Schwächen zeigen, besitzen Festivals und Events ihre Stärken und umgekehrt. Also sind Museen angehalten, auch in den Festivalbereich einzusteigen, um langfristig mehr Erfolg zeigen zu können. Hans-Jürg Gredig von der Fachstelle zur Untersuchung von Kulturlandschaften und Tourismus (und deren 11 Wie das später von den Nationalsozialisten verbotene Buch „Freidenker-Brevier“ verdeutlicht, war Biedermann in politischer Hinsicht dem liberalen Lager in Schruns zuzuordnen und so nahm er etwa auch 1876 mit vielen Gesinnungsgenossen am ersten Zivilbegräbnis Vorarlbergs in Schruns teil. Dazu passend thematisierte er in seinen Gedichten das „Hengara“ und schrieb häufig von der „Liabi“. (mk) 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles und für sieben Jahre auch in den Schlössern Ludwig II. arbeitete. Der bayrische König Ludwig II. (1845 – 1886) ist als leidenschaftlicher Schlossbauer bekannt und vor allem Schloss Neuschwanstein ist weit über die Grenzen Bayerns hinaus berühmt und trug wesentlich dazu bei, dass Ludwig im Volksmund auch als Märchenkönig bekannt ist. Es war jedoch nicht Schloss Neuschwanstein, in dem Ludwig die meiste Zeit seiner Regentschaft verbrachte, sondern das Schloss Linderhof im oberbayrischen Ettal. In eben jenem Schloss Linderhof wird heuer anlässlich des 125. Todestages Ludwig II. ein Ludwig-Jahr gefeiert. Nachhaltigkeit in gemeinsamer Betrachtung) hatte die Untersuchung im vergangenen Jahr begleitet und war einer der Referenten bei den Alpgesprächen. Rolf Wildhaber, Wildhüter, vermittelte ein anderes Bild und zeigte drastisch auf, welche tödlichen Konsequenzen der Mensch in der Natur verursacht, wenn er sich ihrer ungebremst annähert. Der Touristiker Björn Caviezel von der Heidiland AG wiederum machte deutlich, wie stark der Fremdenverkehr auf die Kulisse Landschaft setzt und dabei kulturgeschichtliche Aspekte gerne mitein“packt“. Die 14. Alpgespräche finden 2012 in Lech statt. (ar) Anton Neyer – ein Montafoner Stuckateur im Dienste von Märchenkönig Ludwig II. Anton Neyer wurde am 17. Jänner 1849 als zweites von 13 Kindern in eine Bauernfamilie in Bartholomäberg hineingeboren. Bereits im Alter von 16 Jahren ergriff er erstmals den Wanderstab, um in Frankreich im Baugewerbe zu arbeiten. Später war er für den in Wien ansässigen Stuckateur Detoma tätig, in dessen Auftrag er in Ungarn, Böhmen, Preußen 12 Aktuelles Dabei wird im Rahmen einer Ausstellung die Entwicklungsgeschichte des Schlosses dargestellt. Neben den Architekten und Bauherren wird auch ein einfacher Handwerker mittels Kurzbiografie und Portraitfoto vorgestellt – der Montafoner Anton Neyer. Die entsprechenden Unterlagen wurden den Ausstellungskuratoren vom Montafon Archiv zur Verfügung gestellt. Die Besichtigung der Ausstellung war lohnenswert und es war faszinierend, in die bizarre Welt des exzentrischen Herrschers einzutauschen. (ab) Neue Publikation: montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Netza, Monigg und Sasarscha Traditionelle Berglandwirtschaft in Gortipohl (Montafoner Schriftenreihe Band 23, Heimatschutzverein Montafon, Hg. Michael Kasper und Klaus Pfeifer, Schruns 2011) Die Maisäß- und Alpkultur prägte das Montafon über viele Jahrhunderte hinweg und veranschaulicht noch heute eindrucksvoll die hohe Entwicklungsstufe der ehemaligen bäuerlichen Lebensweise in dieser Region. Der vorliegende Band der Montafoner Schriftenreihe setzt sich integrativ und interdisziplinär aus unterschiedlichsten Perspektiven mit einem besonders interessanten Berglandwirtschaftsareal im inneren Montafon auseinander: Zehn Autorinnen und Autoren beleuchten das Gebiet von Netza, Monigg und Sasarscha im Norden Gortipohls aus geografischer, geologischer, archäologischer, historischer, sprachwissenschaftlicher, baugeschichtlicher, volkskundlicher sowie kulturlandschaftsgeschichtlicher Sicht und vermitteln damit einen umfassenden Eindruck der Wandlungsprozesse, die sich in diesem Grenzbereich am Rande des Siedlungsraumes bis in die Gegenwart vollzogen und noch heute vollziehen. Das Außergewöhnliche an diesem, zum Großteil im Natura-2000-Gebiet „Verwall“ gelegenen, traditionellen Nutzungsraum stellt einerseits die spezielle naturräumliche Ausstattung und andererseits die besondere kulturgeschichtliche Dimension dar, die sich gemeinsam in der einzigartigen und weitgehend intakten Kulturlandschaft widerspiegeln. Neben dem klassischen System der Dreistufenlandwirtschaft finden sich hier etwa Beispiele für ein vierstufiges Bewirtschaftungsmodell, das auf frühere Dauersiedlungen in den Höhenlagen verweist. Dazu kommt eine relativ scharfe Trennung zwischen Häufungen von deutschen und rätoromanischen 13 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles haben: Neben all den freundlichen Maisäßeigentümerinnen und -eigentümern, die Informationen und Bilder zur Verfügung gestellt haben sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Maisäßinventar-Teams möchte ich namentlich Friedrich Juen, Artur Mangard und Leo Walser für ihr Engagement und ihren Einsatz für das Zustandekommen dieser Publikation danken. Überdies ist zu betonen, dass ohne die finanzielle Unterstützung unserer Sponsoren (u.a. Amt der Vorarlberger Landesregierung, Stand Montafon, Gemeinde St. Gallenkirch, Sparkasse der Stadt Bludenz, Vorarlberger Illwerke AG) die Veröffentlichung dieses umfangreichen Bandes (384 Seiten) nicht möglich gewesen wäre. Diesen Förderern des Maisäßinventars Montafon sei daher an dieser Stelle größter Dank ausgesprochen. Das Buch kann von Mitgliedern in den Montafoner Museen um EUR 20,-- erworben werden. (mk) Flurnamen, die Rückschlüsse auf den Gang der Besiedlung zulassen. Außerdem spielte auch der in den höchsten Lagen betriebene Bergbau immer wieder eine bedeutende Rolle in der historischen Entwicklung der Region. Die mündlichen Überlieferungen zu früheren Lebens- und Arbeitsweisen, aber auch Sagen und Erzählungen zu außerordentlichen Begebenheiten runden das Bild, das uns die Kulturlandschaft mit ihren zu einem ungewöhnlich großen Teil aus dem frühen 16. Jahrhundert stammenden Gebäuden, den Lesesteinwällen, Bewässerungskanälen und Alpwegen veranschaulicht, durch die Perspektive der lokalen Bevölkerung sowie deren Erinnerungen ab. Es gilt daher insbesondere auch jenen zu danken, die durch ihren Erfahrungsschutz, ihre privaten Sammlungen oder durch vielfältige andere Bemühungen das Entstehen dieses Buches unterstützt 14 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Latschau, 6. September (septimo) Gaschurn, 7. September (septimo) Bartholomäberg, 8. September (septimo) Gargellen, 11. September (septimo) Kristberg, 13. September (septimo) Lindauer Hütte, 14. September (septimo) 15 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Rückblick Tschagguns, 16. September (septimo) Schruns, 20. September (septimo) Gaschurn, 23. September (septimo) St. Gallenkirch, 27. September (septimo) Vikari, 29. September (septimo) St. Gallenkirch, 30. September (septimo) 16 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Bartholomäberg, 1. Oktober (Lange Nacht) Silbertal, 1. Oktober (Lange Nacht) Tschagguns, 1. Oktober (Lange Nacht) Schruns, 11. Oktober Bartholomäberg, 13. Oktober Silbertal, 18. Oktober 17 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 23 Kasper/Pfeifer: Netza, Monigg und Sasarscha. 2011 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) Publikationen SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch &amp; Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (€ 18,90/16,90) SB 14 Strasser: Urlaubsgrüße aus dem Montafon. 2011 (€ 19,90/17,90) SB 15 Netzer, Jenny: Johann Bitschnau. 2011 (€ 13,-/10,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas &amp; Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Neu: DVD erhältlich (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 2010 (€ 10,-) 19 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E info@montafoner-museen.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten im Winter (27. Dezember 2011 bis 13. April 2012): Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag und Donnerstag, jeweils 16-18 Uhr Dienstag und Donnerstag, jeweils 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 20 Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr
  1. informationsschrift
  2. winterbräuche
Montafoner_Muse...10_In MontafonerMuseen 01.06.2010 17.12.2012, 08:07 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! In den kommenden Wochen beschäfti­ gen uns drei Schwerpunktthemen, die sich auch in einer hohen Anzahl von Veranstaltungen niederschlagen. Am 11. Mai eröffnet die Wanderausstellung „Mobilität im Montafon“. Der Inhalt betrifft uns alle, die Art und Weise der Vermittlung in einem beweglichen Con­ tainer, der sein Aussehen von Ort zu Ort ändern wird, stößt auf besonderes Inter­ esse der Museumsverantwortlichen. Die Diskussion um das MuseumNeu wird am 18. Mai mit einem Gespräch mit Jurymit­ gliedern beziehungsweise den Architek­ ten fortgesetzt. Ab 1. Juni werden dann auch die Entwürfe aller Architektenbüros in einer Ausstellung im Heimatmuseum zu sehen sein. Der 1. Juni ist auch das Stichwort für einen dritten wichtigen Themenbereich, der uns 2010 beschäf­ tigen wird: In Erinnerung an das verhee­ rende Hochwasser von 1910 werden vor allem in den drei Museen in Bartholo­ mäberg, Gaschurn und Silbertal Ausstel­ lungen zum Thema „Katastrophen“ zu sehen sein. Es handelt sich um Erzähl­ bilder, die auf verschiedene Facetten des Themas eingehen, neben Wasser und Schnee werden auch Kälte, Feuer und Seuchen als Urheber von katastrophalen Ereignissen angesprochen. An dieser Stelle sei auch noch etwas Erfreuliches erwähnt. Robert Rollinger, Herausgeber der ersten beiden Bände zur Montafoner Geschichte, hat dieser Tage den Würdigungspreis für Wissen­ schaft vom Land Vorarlberg erhalten. Damit sind in den vergangenen drei Jah­ ren fünf Personen mit Bezug auf die im Montafon laufenden Projekte vom Land ausgezeichnet worden. Die Bauforschung des Architekten Raimund Rhomberg gibt Auf­ schluss über das Alter jeden Details des bestehenden Heimat­ museums und des ehemaligen Konsum­ gebäudes. Andreas Rudigier (Obmann) 1 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information Montag, 31. Mai, 18 Uhr: MONT.AGsbau – Führung mit Archi­ tekt Hans Hohenfellner im Bahnhofsareal (Bahnhof Schruns) Dienstag, 1. Juni: Die Montafoner Museen haben wie­ der offen und zeigen Ausstellungen zu den Themen „Architekturentwürfe für ein neues Montafoner Heimatmuseum“ (Schruns) und zu „Jahre der Heimsuchung“ (Bartholomäberg, Gaschurn, Silbertal) Donnerstag, 3. Juni, später Vormittag: Frühschoppen und Bewirtung im Rahmen der Ausstellung „Mobilität im Montafon“ (Bartholomäberg) Donnerstag, 3. Juni, 10 – 18 Uhr: Tag der offenen Tür in allen Montafo­ ner Museen (Bartholomäberg, Gaschurn, Schruns, Silbertal) Samstag, 12. Juni, 8.15 – 17 Uhr: Exkursionen zu Bauten von und mit Marte. Marte (Vorarlberger Vorderland) Dienstag, 15. Juni, 19 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Mobilität im Montafon“ in Gaschurn Montag, 21. Juni, 18 Uhr: MONT.AGsbau – Führung mit Bauforscher Raimund Rhomberg durch das zur Diskus­ sion stehende Gebäude des ehemaligen SilvrettaCenters (Kirchplatz Schruns) Montag, 28. Juni, 10 Uhr: MONT.AGstreff – alles Wissenswerte rund um das MuseumNeu (Museum Schruns) Montag, 28. Juni, 18 Uhr: (Anmeldung notwendig!) MONT.AGstreff – alles Wissenswerte rund um das Muse­ umNeu (Museum Schruns) 2010 Veranstaltungen im Überblick Dienstag, 11. Mai, 18 Uhr: Mobilität im Montafon, Ausstellungseröff­ nung (Kulturbühne Schruns) Dienstag, 18. Mai, 19 Uhr: 13. Montafoner Trachtengespräche: Die Werktagstracht (Museum Gaschurn – Näheres siehe letzte Mitgliederinfo) Dienstag, 18. Mai, 19.30 Uhr: Positionen zum Planungsentwurf Museum­ Neu. Gespräch mit Juroren und Architek­ ten (Museum Schruns) Mittwoch, 19. Mai, 16 Uhr: Kinderworkshop zur Malerei von Hannes Bertle (MAP-Kellergalerie, Museum Schruns – Näheres siehe letzte Mitgliederinfo) Donnerstag, 20. Mai, 19.30 Uhr: Flurnamen in Bartholomäberg, Vortrag und Diskussion mit Guntram Plangg (Mehr­ zwecksaal Bartholomäberg) Donnerstag, 27. Mai, 19.30 Uhr: Die Gattenwahl vor der Einführung der kirchlichen Eheschließung, Vortrag von Manfred Tschaikner (Wintersportsamm­ lung Tschagguns) Freitag, 28. Mai, 20.30 Uhr: Musikalische und lyrische Meditationen mit Bruno Oberhammer und Augustin Jagg (Pfarrkirche Tschagguns) Samstag, 29. Mai, 12.30 Uhr: Stiftsarchiv St. Gallen, Führung mit Peter Erhart Montag, 31. Mai, 10 Uhr: MONT.AGstreff – alles Wissenswerte rund um das MuseumNeu (Museum Schruns) 2 Veranstaltungen Kulturbühne Schruns Dienstag, 11. Mai 2010, 18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Mobilität im Montafon (Ausstellungseröffnung mit Landesrat Karl-Heinz Rüdisser) Anfang 2009 startete der Prozess „Rau­ mentwicklung Montafon“. Die zehn Montafoner Gemeinden arbeiten seither intensiv gemeinsam mit dem Stand Mon­ tafon und dem Land Vorarlberg an regi­ onalen Entwicklungsthemen und lang­ fristig tragfähigen Perspektiven für die Region. Im Zuge dieses Prozesses wan­ dert vom 11. Mai bis zum 18. Juli 2010 eine Ausstellung zum Thema Mobili­ tät im Montafon durch alle Gemein­ den. Ganz im Sinne des Themas findet diese in einem Container statt, der sei­ nen Standort und sein Erscheinungsbild wöchentlich wechselt und so in allen zehn Montafoner Gemeinden ein spezi­ elles Besuchsziel wird. ten. Anmeldungen sind nicht notwen­ dig. Wünschen Sie für Ihren Verein, Ihre Schulklasse, Gruppe oder Nachbarschaft einen eigenen Termin für eine Führung oder Diskussion, melden Sie diese bitte mit Angabe einer Telefonnummer unter der Email-Adresse montafon@kairos. or.at bzw. telefonisch unter 0557454044. In jeder Gemeinde wird es gesonderte Veranstaltungen unter Einbindung von lokalen Vereinen oder Gruppen geben. Diese sind sowohl dem Programm unten (siehe S. 7-8), als auch den örtlichen Gemeindeblättern zu entnehmen. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz um 17.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 17.57 Uhr ... Rückreise ab Schruns stündlich ab 20.03 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Dienstag, 18. Mai 2010, 19.30 Uhr Positionen zum Planungsentwurf MuseumNeu (Gespräch mit Dr. Walter Angonese und den Architekten DI Bernhard Marte, DI Stefan Marte) Erstmals besteht die Möglichkeit, die Plan­ ntwürfe des Siegerprojekts für eine e Museumserweiterung mit maßgeblichen Experten zu diskutieren. Die Brüder Bern­ hard und Stefan Marte erläutern ihre Museumspläne, die vorgesehene Funk­ tionsweise, und nicht zuletzt ihre Archi­ tektursprache. Der zweite Fachmann des Abends ist Walter Angonese aus Kaltern. Er war beim Wettbewerb Fachjuror, und erläutert an diesem Abend seine Position zum Planentwurf als Preisrichter. Darüber 3 In der multimedialen Ausstellung stehen sich ein Rückblick zur Geschichte der Mobilität im Montafon und eine Vision für die Zukunft gegenüber. Der Ausstel­ lungsraum ist während der Ausstellungs­ tage ganztägig offen. Jeden Dienstag um 17 Uhr und jeden Donnerstag um 17 Uhr werden Führungen und Diskus­ sionen direkt in der Ausstellung angebo­ 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 hinaus informiert Walter Angonese über seine Erfahrungen in Südtirol mit Orts­ kernverbauung, mit der Kombination alt/neu, und über örtliche Bauentwick­ lungskonzepte. Im Anschluss an die Aus­ führungen der Gastreferenten ist eine offene Diskussion mit den Architekten und dem Fachjuror vorgesehen. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz um 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr ... Rückreise ab Schruns um 22.03 Uhr Bartholomäberg, Mehrzweckgebäude Donnerstag, 20. Mai 2010, 19.30 Uhr Alte Namen am Bartholomäberg (Vortrag mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg) Unter vielen deutschen Namen wie „Küahli Rast“ oder „Mäßboda“, die dem bäuerlichen Alltag gelten und für Heimi­ sche „sprechende Namen“ sein dürften, sind „Brosistall“ oder „Lippaloch“ schon schwieriger zu erklären, weil die Perso­ nennamen als romanische Kurzformen auftreten (Ambrós, Philípp). Jüngere Leute werden „Küubriascha“ nicht mehr verstehen – „briasch me net a“, sagte man, wenn jemand laut wurde. Rätoro­ manisch „bargir, bariéscha“ heißt „brül­ len“. Ganz romanisch wird dann „(G) lavadíel“ (kleiner Stall) oder „Liamat“ (Grenze) neben vielen anderen interes­ santen Benennungen, die wir bespre­ chen wollen, in „Red und Widerred“. Guntram Plangg ist emeritierter Profes­ sor und ehemals Institutsleiter an der Romanistik (Universität Innsbruck). Er arbeitet in Kooperation mit den Mon­ tafoner Museen derzeit an einer Veröf­ fentlichung zu Montafoner Flurnamen. 4 Zu diesem Anlass hält Professor Plangg in allen Gemeinden des Tales Vorträge, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und auch Fragen des interessier­ ten Publikums – wenn es möglich ist – zu beantworten. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.10 Uhr, Schruns an 18.30 Uhr, Bus ab Schruns 18.35, Bartholomäberg an 18.48 Uhr, Mitfahrgelegenheit möglich, bitte um Anmeldung im Museum Schruns, ab Bahnhof Schruns Rückreise um 22.03 Uhr Tschagguns, Wintersportsammlung (Altes Gemeindeamt) Donnerstag, 27. Mai 2010, 19.30 Uhr Die Gattenwahl vor der Einführung der kirchlichen Eheschließung (Vortrag mit Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner) Die Eheschließung von einer persönli­ chen Abmachung in eine obrigkeitlich normierte und kontrollierte Einrichtung umzuformen, bedurfte langer Zeit und großer Anstrengungen. Vordergründig ging es dabei auch darum, bigamistische Verhältnisse zu verhindern. Ein entspre­ chender Montafoner Gerichtsfall aus der Veranstaltungen Mitte des 16. Jahrhunderts ermöglicht tiefe Einblicke in die volkstümlichen Vor­ formen der kirchlichen Eheschließung. Manfred Tschaikner arbeitet am Vorarl­ berger Landesarchiv und lehrt Geschichte an der Universität in Wien. Überdies ist er derzeit mit der Verfassung des Tex­ tes für den dritten Band der Montafoner Geschichte (Frühe Neuzeit, 17./18. Jahr­ hundert) beauftragt. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 18.53 Uhr, Rückreise ab Tschagguns Richtung Bludenz um 22.05 Uhr. Tschagguns, Pfarrkirche Freitag, 28. Mai 2010, 20.30 Uhr Meditationes Viae Crucis. Musikalische und lyrische Meditationen zum Kreuzweg von Hannes Bertle (Konzert und Lesung mit Prof. Bruno Oberhammer und Augustin Jagg) Die Ausstellung zum Schaffen von Han­ nes Bertle (1910-1978) endet an diesem Abend mit einem besonderen Hörer­ lebnis. Professor Bruno Oberhammer ist ein Virtuose auf der Orgel und wird das bekannte, von Joseph Bergöntzle geschaffene Instrument mit Werken von Johann Sebastian Bach und eige­ nen Improvisationen zum Kreuzwegtext 5 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Zu beachten sind: Die Kosten für den Bus und den Eintritt (richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer/innen) – Anmel­ dung bis 26. Mai im Montafoner Hei­ matmuseum. Donnerstag, 3. Juni 2010, 10-18 Uhr 2010 „Hände am Holz“ des Dichters Josef Dirnbeck erklingen lassen. Der Theater­ macher und Fernsehsprecher Augustin Jagg wird dem Publikum als Rezitator die Texte Dirnbecks näher bringen. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 19.55 Uhr, Rückreise ab Tschagguns Richtung Bludenz um 22.05 Uhr St. Gallen, Stiftsarchiv Samstag, 29. Mai 2010, 12.30 Uhr (Treffpunkt: Bahnhof Schruns) Altes Frühmesshaus Bartholomäberg, Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn, Montafoner Bergbaumuseum Silbertal, Montafoner Heimatmuseum Schruns Das Stiftsarchiv St. Gallen (Exkursion mit Dr. Peter Erhart) Im Stiftsarchiv St. Gallen werden die ältesten schriftlichen Zeugnisse für den Walgau aus dem frühen Mittelalter auf­ bewahrt, darunter auch der erste Nach­ weis für Bludenz. Gemeinsam mit der Stiftsbibliothek, die neben der Kathed­ rale zu den wichtigsten Werken des Bre­ genzerwälder Baumeisters Peter Thumb gehören, erhalten Sie Gelegenheit, UNESCO-Weltkulturerbe und die Bezie­ hungen zwischen St. Gallen und dem Vorarlberger Oberland kennenzulernen. Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon (Tag der offenen Tür) Auch heuer steht der Montafoner Muse­ umssommer unter einem gemeinsamen thematischen Dach. War es im vergange­ nen Jahr die leidenschaftliche Beziehung zwischen Mensch und Berg, so sind es heuer Katastrophen, die aus unterschied­ lichen Blickwinkeln beleuchtet werden. In allen vier Museen erzählen Befunde, Fotografien und Zeitzeugen von kleine­ ren und größeren Katastrophen im Mon­ tafon. Sich diesem Phänomen in umfassen­ der Weise nähern zu wollen, wäre ein vermessenes Vorhaben. Einzelne kleine Geschichten von Not und Unheil im Montafon haben deshalb nur episodi­ schen Charakter. Allerdings, diese Redu­ ziertheit ist auch durch einen anderen Umstand bedingt: Der Heimatschutzver­ ein widmet sich im heurigen Jahr parallel zur Thematik Katastrophe auch anderen aktuellen Entwicklungen. Dazu gehören in erster Linie die Mon­ tafoner Architekturgespräche, in Anleh­ 6 Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Silbertal: „Alpiner Zengarten“ Mittwoch, 26. Mai bis Sonntag, 30. Mai: Ausstellung ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Donnerstag, 27. Mai, 17 Uhr Sonntag, 30. Mai, 10 Uhr: Im Zuge des „Tages der Blasmusik“ im Silbertal, ist für musikalische Unterhaltung und das leibli­ che Wohl aller Gäste gesorgt Bartholomäberg: „Aussichtsterrasse“ Dienstag, 1. Juni bis Sonntag, 6. Juni: Ausstellung ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 1. Juni, 17 Uhr Donnerstag, 3. Juni: bei guter Witterung gibt es einen Frühschoppen mit Bewir­ tung und Musik im Anschluss an die Fronleichnamsprozession. St. Gallenkirch: „Open Air Kino“ Dienstag, 8. Juni bis Sonntag, 13. Juni: Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 8. Juni und Donnerstag, 10. Juni, jeweils um 17 Uhr Freitag, 11. Juni, 16 Uhr: Public Scree­ ning zur Eröffnung der Fußballweltmeis­ terschaft. Für Speis und Trank ist gesorgt. Gaschurn: „Temporäres Wohnen im alpi­ nen Raum“ Dienstag, 15. Juni bis Sonntag, 20. Juni: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Dienstag 15. Juni, 19 Uhr: Eröffnung durch den Bürgermeister, Führungen durch die Ausstellung. Musikalische Unterhaltung durch die Bürgermusik Gaschurn/Partenen sowie den DJ Phil­ lip Dona. Für die Bewirtung sorgen das Vitalzentrum Felbermayer, die Lokale Galarie und Ausrutscher. Zusätzliche Führung und Diskussion: Donnerstag, 17. Juni, 17 Uhr Bei guter Witterung kann auf dem Con­ 7 nung an das Wettbewerbsergebnis zum Projekt MuseumNEU. Am Standort Schruns ist eine Ausstellung mit allen Pla­ nentwürfen vorgesehen. Weiters zeigt das Frühmesshaus Gaschurn archäologi­ sche Ergebnisse des internationalen For­ schungsprojekts „Rückwege“ aus dem Studienraum Silvrettagruppe. Das behut­ sam wachsende Frühmesshaus Bartholo­ mäberg widmet sich aktuellen Aspekten der Hausforschung und zeigt Neuzu­ gänge der wachsenden Sammlung. Aktuelles Wanderausstellung „Mobilität im Montafon“ – das Programm raumentwicklung montafon Schruns/Tschagguns: „Zentrum“ Mittwoch, 12. Mai bis Montag, 24. Mai: Ausstellung ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 18. Mai und Donnerstag, 20. Mai jeweils um 17 Uhr 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles stellungsbesucher durch die örtliche Feu­ erwehr. 2010 tainer mit Blick in die Sterne übernachtet werden. Anmeldungen im Gemeinde­ amt erbeten. St. Anton: „Vorsicht Fußgänger“ Dienstag, 22. Juni bis Sonntag, 27. Juni: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 22. Juni und Donnerstag, 24. Juni, 17 Uhr Dienstag, 22. Juni, 17 Uhr: Für das leib­ liche Wohl der Fußgänger wird gesorgt. Vandans: „Schöne Aussicht Erneuerbare Energie“ Dienstag, 29. Juni bis Sonntag, 4. Juli: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 29. Juni und Donnerstag, 1. Juli, 17 Uhr Stallehr: „Wo geht’s hier nach Monta­ fon?“ Dienstag, 6. Juli bis Sonntag, 11. Juli: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 6. Juli und Donnerstag, 8. Juli, 17 Uhr Freitag, 9. Juli, 20 Uhr: Platzkonzert bei der Ausstellung. Für das leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt. Lorüns: „Info Center Montafon Park“ Dienstag, 13. Juli bis Sonntag, 18. Juli: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 13. Juli und Donnerstag, 15. Juli, 17 Uhr Dienstag, 13. Juli: Verköstigung der Aus­ 8 Mit der Zeinisjochbahn durch das Montafon. Dokumente über ein nicht verwirklichtes Bahnprojekt im Österreichischen Staatsarchiv in Wien gefunden In Vorarlberg bestanden einige Eisen­ bahn- und Seilbahnprojekte, die niemals verwirklicht wurden (Verlängerung der Bregenzerwaldbahn nach Schoppernau, Straßenbahn ins Gütle bei Dornbirn, Ringstraßenbahn im unteren Rheintal, Geologische Skizze von Prof. Koch, 1872 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Seilbahn von Feldkirch aufs Älpele). Die Erbauer der Montafonerbahn träumten – bei der Eröff­ nung 1905 – von der Verlängerung der Bahn sogar bis Davos, auch von einer Zahnradbahn nach Gargellen und von einem Elektrobus (O-Bus) nach Gaschurn war vor rund 100 Jahren die Rede. Das Jahrhun­ Streckenverlauf derthochwasser 1910 und später der Erste Weltkrieg machten diese Pläne zunichte. Seit bei­ nahe 30 Jahren wird die Verlängerung der Montafonerbahn in die Innerfratte immer wie­ der erwogen. In der Eisenbahnlitera­ tur stößt man auf den Hinweis einer geplanten Bahn unter dem Zeinis­ joch als Alternativtrasse Längenprofilskizze (ÖStA Wien) zur Arlbergbahn. Im Zuge der Recherchen für die Wanderaus­ sofort aus, denn der Scheitelpunkt lag stellung „Mobilität im Montafon“ (siehe von allen Trassenvarianten am höchs­ den Hinweis in diesem Heft) konnten ten. Für die „Zeynesjochbahn“ wurden nun im Österreichischen Staatsarchiv in aber noch 1872 Trassen- und Tunnel­ Wien die Unterlagen zu diesem Projekt studien vorgenommen. Der Professor ausgehoben und Kopien für das Monta­ für Geologe und Mineralogie in Wien, fon Archiv angefertigt werden. Gustav Adolf Koch, erstellte ein geolo­ Bereits um 1869 (also noch vor der Eröff­ gisches Gutachten. Doch die Strecken­ nung der Bahn Lindau-Bludenz 1872) führung durch das Kloster- und Stanzer­ wurden in einem Bericht über die „Tirol- tal erwies sich als vorteilhafter: Die Bahn Vorarlbergische Verbindungsbahn“ drei durch das Montafon und Paznaun, für Trassenvarianten für die Streckenfüh­ die Stationen in Schruns, „Gurtepohl“ rung erörtert: die Linie durch das Klos­ und Gaschurn vorgesehen waren, ehe tertal und den Arlberg, die Überwindung sie das Zeinisjoch mittels eines Tunnels des Silbertaler Winterjöchl und auch bewältigen sollte, hätte im Vergleich mit die Untertunnelung des Zeinisjoches. der späteren Arlbergbahn eine größere Die Strecke durch das Silbertal schied Streckenlänge, einen längeren Tunnel 9 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles bung erläutern zu lassen und darüber zu diskutieren. Für den Beginn der Serie MONT.AG-Bau hatten wir bereits am 3. Mai den Schrunser Friedhof (Planungs­ büro Lang/Vonier) gewählt. MONT.AG. Bau II: Der zweite Ort für unseren „MONT.AG. Bau“ ist das Bahn­ hofsareal Schruns. Bei Klagen über den Verlust einer cha­ rakteristischen Architektur im Schrunser Zentrum wird immer wieder das Erschei­ nungsbild des Bahnhofsareals erwähnt. Grund genug, auch hier vor Ort über Expertisen und Emotionen zu diskutie­ ren. Der planende Architekt Hans Hohen­ fellner führt durch das Gelände und in das Objekt. Dabei erläutert er Funktio­ nalität, Erscheinungsbild, Materialwahl und die städtebauliche Einordnung sei­ ner Planung. Termin: Montag, 31. Mai (18 Uhr), Bahn­ hof Schruns mit Architekt Hans Hohen­ fellner MONT.AG. Bau III: Dritter Ort für unse­ ren „MONT.AG. Bau“ ist der einstmalige Konsum am Kirchplatz. Ein fachkundig begleiteter Lokalaugenschein mit Haus­ führung verspricht ein besonderes Erleb­ nis zu werden. Die Ergebnisse einer äußerst fundierten Bauforschung haben für dieses Objekt eine selten bewegte Aus-, Auf-, An- und Umbaugeschichte ausgewiesen. Zusätzli­ ches Gewicht erhält diese Hausführung durch den Umstand, dass die Oberge­ schosse des Hauses nach den Planungs­ entwürfen der Architekten Marte.Marte durch einen Neubau ersetzt werden sollen. Raimund Rhomberg, Autor der Bauforschungsstudie, wird die bauhis­ 2010 sowie eine längere Bauzeit mit weitaus höheren Baukosten erfordert. Gleichzei­ tig herrschten ungünstigere klimatische und geologische Verhältnisse bei einem zudem höheren Scheitelpunkt. Seit nunmehr 126 Jahren – 1884 – fah­ ren Züge durch das Klostertal zum Arl­ berg hinauf, das Montafon erhielt seine Bahn (nach jahrelangen Diskussionen) schließlich 1905. (Peter Strasser) Montafoner Architekturgespräche (MONT.AG): Eine Serie mit Angeboten zu Architektur, rund um das Projekt MuseumNEU (1) MONT.AG. Impulse: Jeden Montag verschicken wir per Mail anregende Impulse zu Architektur MONT.AG. Bild: Knapp kommentierte Beispiele aus nahe gelegenen Alpenregi­ onen. MONT.AG. Frage: Dafür braucht es kein Fachwissen, lediglich Interesse am Pro­ jekt MuseumNEU. MONT.AG. Treff: Einmal monatlich kann man sich im Heimatmuseum informieren und austauschen. Nächste Termine: 31. Mai (10 Uhr), 28. Juni (10 Uhr, bei Bedarf auch um 18 Uhr – für letztere Uhrzeit bitte anmelden) Wir nehmen interessierte Personen, die unsere „MONT.AG. Impulse“ erhalten möch­en, gern in unseren Mailverteiler auf. t (2) MONT.AG. Bau Fallweise bieten wir die Möglichkeit, sich von Expertinnen und Experten exemp­ larische Objekte in Schruns und Umge­ 10 Aktuelles torische Gesamtsituation erläutern, und durch das seit etlichen Jahren leer ste­ hende Haus führen. Dabei wird Raimund Rhomberg diverse Altersstrukturen, Bau­ etappen und Stilmerkmale auch für Laien lesbar machen. Termin: Montag, 21. Juni (18 Uhr), Treff­ punkt Heimatmuseum Foyer. Hausrund­ gang im ehemaligen Silvretta Center mit Bauforscher Raimund Rhomberg (3) Positionen zum Planungsentwurf Siehe Veranstaltung am 18. Mai (S. 3) (4) Ausstellung Planentwürfe für MuseumNeu Die Entwicklung des Projekts Museum­ NEU umfasste neben einer akribischen Bauforschung auch einen architekto­ nischen Wettbewerb, der acht renom­ mierte Architekturbüros aus Vorarlberg, der Schweiz und Italien bewogen hat, ihre Planungsideen einzureichen. Die im Charakter sehr unterschiedlichen Pla­ nungsentwürfe sollen nun öffentlich präsentiert und diskutiert werden. Zuvor war es dem Projektträger ein Anliegen, den Nachbarn, Geschäftsbetreibern, dem Museumsteam, dem Museumsaus­ schuss, den Mitgliedern des Heimat­ schutzvereins und den Auftraggebern auf politischer Ebene in vielen Gesprä­ chen den Rohentwurf des Siegerprojek­ tes persönlich vorzustellen. Diese Phase ist nun abgeschlossen, und ab Juni sind die Pläne der Wettbewerbsteilnehmer im Heimatmuseum ausgestellt. Montafoner Heimatmuseum: 1. Juni bis 31. Oktober, Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 (5) Exkursion zu und mit Marte.Marte Eine Architekturfahrt durch das Vorarl­ berger Vorderland führt zu mehreren Objekten, die von Marte.Marte Architek­ ten geplant worden sind. Geleitet wird die Exkursion von Stefan bzw. Bernhard Marte. Diese Architekturfahrt gewährt konkrete Einblicke in das breite Spektrum der Arbeit von Marte.Marte Architekten auf engstem Raum. Absicht der Objekt­ auswahl ist es, die Unterschiedlichkeit der Funktionsweisen (vom Wohnhaus über Feuerwehrhaus bis zum Friedhof) zu zeigen, die Architektur auch im Innern erfahrbar zu machen, und jene Architek­ ten persönlich kennen zu lernen, die für das Heimatmuseum einen überzeugen­ den Planungsentwurf vorgelegt haben. Erste Station der Exkursion ist das Atelier der Architekten, ein altes Rheintalhaus in Weiler. Termin: Samstag, 12. Juni, Abfahrt in Schruns am Bahnhof um 8.15 Uhr. Fahrt im gemeinsamen Bus, Rückkehr nach Schruns ca. 17 Uhr. Voranmeldung im Heimatmuseum Schruns. (6) MONT.AG. Treff. Spezial! Anlässlich des Architekturtreffs am letz­ ten Montag des Monats bieten wir für den Juni-Treff eine Besonderheit an: Eine Kurzführung durch die Ausstellung mit den Einreichplänen für das MuseumNEU. Im Zentrum der gesprächsorientierten Führung stehen verschiedene Vergleichs­ ebenen zwischen den Plänen, womit die subjektiven Einschätzungen mit objekti­ vierbaren Qualitätskriterien in Beziehung gesetzt werden können. Termin: Montag, 28. Juni (10 Uhr), Hei­ matmuseum. Bei Bedarf bieten wir die­ 11 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 sen Spezialtreff am selben Montag auch um 18 Uhr an. Für den Abendtermin ersuchen wir um Voranmeldung. Tipp: Am 28. und 29. Mai werden in Vorarlberg wie im übrigen Österreich so genannte „Architekturtage durchgeführt. Infos unter www.architekturtage.at Vom Abreißen und Neubauen – ein neues Museum für Schruns. Vor hundert Jahren stand bereits einmal der Neubau des Montafoner Heimatmuseums zur Diskussion Vor rund hundert Jahren stellte sich in Schruns die Frage nach einem Bau des Museumsgebäudes. Nach der Gründung einer „Freien Gesellschaft zur Schaf­ fung einer naturhistorischen Samm­ lung für das Tal Montafon“ 1906 wuchs der Sammlungsbestand so rasch an, dass die Vitrinen im Schrunser Schul­ haus bald nicht mehr ausreichten (denn inzwischen erweiterte man das Sam­ melspektrum auch auf kunstgeschicht­ liche Gegenstände). Der Ausschuss der „Freien Gesellschaft“ beschloss daher am 2. Dezember 1911 den Bau eines Museumsgebäudes. Um das große Pro­ jekt nachhaltiger vorantreiben zu kön­ nen, erfolgte 1912 die Umwandlung der 12 „Freien Gesellschaft“ zum „Verein für Heimatschutz im Tale Montafon“. Die Gemeinde Schruns und der Stand Montafon standen dem Projekt wohl­ wollend gegenüber (Die Einstellung der Bevölkerung geht aus den zahlreichen Akten im Museumsarchiv nicht hervor): Die Gemeinde sicherte den Bauplatz zu, der Stand hätte das Holz zur Verfügung gestellt – zum Bau kam es aber dennoch nicht. Was war geschehen? Aktuelles Die Planung wurde auf eine professi­ onelle Basis gestellt: Der Landesarchi­ var Viktor Kleiner beriet über die Vor­ gangsweise und stellte den Kontakt zu den Behörden in Bregenz, Innsbruck und Wien her. Baumeister Wolf aus Bludenz entwarf eine dreigeschossige Villa (Kel­ ler, EG, OG) mit Elementen des damals modischen „Heimatstils“. Der Entwurf wurde sowohl dem „k.k. Landeskonser­ vatorat für Denkmalpflege“ in Innsbruck als auch der „k.k. Zentralkommission für Denkmalpflege“ in Wien zur Begutach­ tung vorgelegt. Durch die Einbeziehung höchster Stellen des Denkmalschutzes in montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 der Monarchie wurde eine architekto­ nisch hochstehende Expertise erreicht, die damals (und wohl auch später) für das Montafon außergewöhnlich war. Die beiden damals führenden Exper­ ten für ländliche Architektur, der Archi­ tekt Georg Baumeister und der Landes­ konservator für Tirol-Vorarlberg, Johann Deininger, bescheinigten in ihren Gut­ achten, dass „das projektierte Gebäude hinsichtlich seiner Grundrissanlage und äußeren Erscheinung im allgemeinen der alten Montafoner Bauernhaustype [ent­ spricht].“ Deren Änderungsvorschläge (insbesonders im Bereich der Fassade, Jahre der Heimsuchung Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon Vor genau hundert Jahren wurde das Montafon von einer schrecklichen Naturkatastrophe heimgesucht. Rasche Schneeschmelze und Dauerregen verwandelten Rinnsale und Bäche zu reißenden Flüssen. Die verheerende Folge war ein Jahrhunderthochwasser mit extremen Vermurungen in mehren Orten des Tales. Das Katastrophenszenario ist uns nicht nur eindrücklich in Erinnerung wegen der massiven Reaktionen. Diese reichten bis zu Aussiedlungsplänen des am schlimmsten betroffenen Dorfes Vandans. Zudem kam bei dieser Katastrophe erstmals das Medium Fotografie sehr umfassend zum Einsatz. Somit konnte der Nachwelt das Bild der Verwüstungen deutlicher erhalten werden als jemals zuvor. Die Ausstellungen in allen vier Montafoner Museen spüren, in Erinnerung an dieses Hochwasser vor 100 Jahren, auch anderen Katastrophenereignissen im Montafon nach. Dies geschieht in den vier Montafoner Museen allerdings auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Themen. Der Bogen spannt sich von der Lawinenkatastrophe 1689 über das Hungerjahr 1817 bis zu jüngsten Brand- und Sturmschäden. Die 4 Ausstellungen dokumentieren die Katastrophen selbst, aber auch deren Folgen für Mensch und Natur. Nicht zuletzt gilt das Interesse den vielfältigen Versuchen, solche „Schicksalsschläge“ zu verhindern: Im religiösen Leben, im Aberglauben – und letztlich durch ein wachsendes Bemühen, sich real abzusichern. Ausstellungsdauer: 1. Juni – 31. Oktober 2010 Öffnungszeiten: Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, jeweils 10 bis 18 Uhr Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, jeweils 15 bis 18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Dienstag bis Samstag, jeweils 15 bis 18 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, jeweils 15 bis 18 Uhr Informationen: Montafoner Heimatmuseum, 6780 Schruns, T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at; I www.stand-montafon.at/kultur www.luger-grafik.com 13 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 der Fensterformen und Ornamente) wur­ den im Endentwurf berücksichtigt. Zeugte die architektonische Gestaltung und Vorgangsweise von hoher Professi­ onalität, so scheiterte das ambitionierte Projekt schließlich an der Mittelaufbrin­ gung: Die geplante Lotterie mit 30.000 Losen zu je 1 Krone führte mit dem k.k. Finanzministerium zu zähen, langwieri­ gen Verhandlungen. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Sommer 1914 ließ die Pläne in der „Schublade“ (sprich im Museumsarchiv) verschwinden. Da der Bau nicht ausgeführt wurde, konnte sich ein anderes Gebäude an einer Neunutzung und Gnadenfrist erfreuen: Das Museum hätte etwa im Bereich des heutigen „Haus des Gastes“ in der Silvrettastraße 6 errichtet wer­ den sollen. Das Frühmesshaus aus dem Jahre 1690 wäre damals dem Abriss sicher gewesen. Nun konnte aber das geschichtsträchtige Haus – auf Anre­ gung des damaligen Direktors des Vor­ arlberger Landesmuseums Ing. Lukesch – am 12. Juni 1921 als „Montafoner Heimatschutz-Museum“ eröffnet wer­ den. 1931 unter Denkmalschutz gestellt, musste das ungünstig situierte Gebäude – es bildete eine Engstelle – im Frühjahr 1972 zugunsten des Straßenverkehrs weichen. Das Museumsgut wurde zehn Jahre später im heutigen Haus am Kirch­ platz wieder der Bevölkerung zugänglich gemacht. (Peter Strasser) Internationaler Kulturwanderweg ViaValtellina im Abschnitt Montafon Schon seit 20 Jahren begleitet der frü­ here Geschäftsführer des Montafon-Tou­ rismus Karl Perathoner Wandergruppen 14 auf den Spuren des historischen Säu­ merweges zwischen Tirano im Wein­ baugebiet Veltlin und Schruns. In letz­ ter Zeit nutzen in zunehmendem Maß auch andere Wanderführer und Weit­ wanderer, die eigenständig unterwegs sind, diese attraktive Wanderroute durch vielfältige Kultur- und Berglandschaf­ ten in drei Staaten und Sprachregio­ nen. Seit Mai 2007 ist die ViaValtellina eine der interessantesten und am stärks­ ten frequentierten Routen im Tourismus­ programm „Kulturwege Schweiz“. Im Schweizer Förderverein ViaValtellina ist auch das Montafon durch den Obmann des Heimatschutzvereines vertreten. Der Stand Montafon und die Gemeinde St. Gallenkirch bemühen sich seit 2008 im Rahmen eines EU-geförderten Pro­ jektes (Leader13), die Trasse des Veltlin­ erweges auch zwischen Gargellen und Schruns/Tschagguns unter Einbeziehung der noch vorhandenen oder in der Natur erkennbaren Reste des bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts genutzten Saum­ weges durchgehend rechtlich und bau­ lich umzusetzen. Der Heimatschutz­ verein unterstützt die Projektträger im Rahmen einer Arbeitsgruppe bei der Trassenplanung, den Verhandlungen mit den Grundeigentümern und der bauli­ chen Umsetzung einschließlich Wegwei­ sung und Markierung. Aktuelles Zwischen Schruns/Tschagguns und St. Gallenkirch/Galgenuel und auch zwi­ schen dem Sarotlamaisäß und Gargel­ len ist der Wegverlauf bereits festgelegt und begehbar. Im Bereich ZuggawaldPlatinabach sind vor Anlegung der Via­ Valtellina noch bauliche Sicherungs- und Sanierungsarbeiten der Landesstraßen­ verwaltung (Steinschlagschutz Zugga­ wald, Rutschungssanierung Platinastutz) abzuwarten. Zu den restlichen Wegab­ schnitten im vorderen Gargellental sind in den letzten Monaten die Verhandlun­ gen mit den Grundeigentümern intensi­ viert worden. Dabei konnte weitestge­ hend Verständnis für dieses Wegprojekt als Bestandteil eines regionalen und internationalen Netzwerkes für nachhal­ tige Mobilität in Tourismus, Freizeit und Alltag festgestellt werden. (Leo Walser) St. Gallenkircher Beichtregister: 1610 und 1613 Zu den Vorbereitungen auf die Oster­ feier zählte die Verpflichtung, während der vorangehenden Buß- oder Fastenzeit die Beichte abzulegen. Um die vollstän­ dige Teilnahme der zum Kommunions­ empfang zugelassenen Ortsbevölkerung zu überprüfen, legten die Pfarrer Regis­ ter an, die heute wertvolle familien-, namen- und sozialgeschichtliche Quellen darstellen. Zu den ältesten erhaltenen Unterlagen dieser Art in Vorarlberg zählen die bei­ den St. Gallenkircher Beichtregister von 1610 und 1613, die von den Pfarrern Johannes Vonbank und Johann Reich angelegt wurden. Ein Vergleich der bei­ den Verzeichnisse veranschaulicht unter anderem, dass sich feststehende Perso­ nenbezeichnungen und Familiennamen um diese Zeit erst ausbildeten. Die ältere montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Liste enthält zahlreiche Namen wie das „gschwollen Madlini“, der „krumme Schneiderbub“, die „grüselich Meigga“, der „Schöblig“, das „Schmölleli“, das „Pfözi“, Jakle Netzer und „sein Gagi“ oder Hans Gafanesch und „sein Klo­ cker“ (Hoffentlich war damit nicht seine Frau gemeint). Das drei Jahre später angelegte Verzeichnis hingegen führt dieselben Personen großteils mit heute noch bekannten Familiennamen an, bei denen die Netzer, Sander und Viel vor­ herrschten. Die bei weitem beliebtesten weiblichen Vornamen bildeten Maria und Anna. Jede dritte Frau hieß so. Sehr häufig wurden Mädchen auch „Barbla“ (Barbara) und „Threina“ (Katharina) genannt. Bei den Männern trugen mehr als 40 Prozent entweder den Namen Christian oder Hans. Sehr viele hießen Jörg, Peter oder Jakob. Geht man davon aus, dass die Zahl der Kinder oder Nicht-Kommunikanten etwa ein Drittel ausmachte, ergibt sich aus den Beichtregistern für die Pfarre St. Gallen­ kirch zu Beginn des 17. Jahrhunderts die beträchtliche Zahl von ungefähr 1.200 Einwohnern. (Manfred Tschaikner) Tipp: Das Vorarlberger Landesarchiv prä­ sentiert monatlich auf seiner Internet­ seite eine „Archivalie des Monats“ – das 15 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles xität von Instandsetzungen minderge­ nutzter Bausubstanz zu beleuchten und die Herausforderungen an die einzel­ nen Akteure zu verstehen. Des Weiteren soll ein Diskurs über die verschiedenen Handlungsfelder und Lösungsszenarien aller Beteiligten und der öffentlichen Hand entstehen. Nach der Fachtagung haben Sie ein neues Verständnis im Umgang mit alter Bausubstanz, verste­ hen die Vielschichtigkeit des Themas und haben mögliche Lenkungsszenarien kennengelernt. Sie verstehen was nach­ haltiges Sanieren ausmacht und wel­ che Wirkung historische Bausubstanz auf Raum, Mensch und die Umwelt hat. Ein Blick über den Tälerrand zeigt, wie andere vergleichbare ländliche Regionen das Thema bearbeiten. Bei der angebo­ tenen Exkursion können Sie gelungene Beispiele aus den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten erleben (www. altebausubstanz.at). Fotodatenbank Montafon Die Montafoner Museen bedanken sich bei Horst Hefel, Tschagguns, für die Über­ lassung historischer Montafon-Ansichten für das Montafon Archiv. 2010 Beichtregister aus St. Gallenkirch ist eine davon (www.landesarchiv.at). Kulturlandschaft Montafon im Wandel Üblicherweise wird bei einem alten Paar­ hof zuerst einmal das Haus neu gebaut, ehe für den Stall keine Verwendung mehr gefunden wird und er zerfällt oder abge­ brochen wird. In Tschagguns-Mauren gin­ gen die Besitzer einen anderen Weg. Tipp: Am 17. und 18. Mai findet in Schwarzenberg eine erste Fachtagung zum Thema „Alte Bausubstanz. Neues Leben in alten Häusern. Aufgaben, Trends &amp; kommunale Strategien“ statt. Durch demografische und gesellschaft­ liche Veränderungen befindet sich auch die Bausubstanz vielerorts im Wandel – oder auch nicht? Zunehmender Leer­ stand und weiterer Widmungsdruck beschäftigen viele Kommunen nicht nur im Bregenzerwald. Warum Fachtagung? Ziel der Fachtagung ist es, die Komple­ 16 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Gaschurn, 31. März Schruns, 14. April Silbertal, 7. April Wolfegg, 24. April Innerberg, 10. April Bregenz, 26. April 17 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhe­ bung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Val­ kastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswel­ ten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standes­ wald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsproto­ koll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besied­ lung - Bergbau - Relikte. Von der Stein­ zeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bän­ den um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das roma­ nische Vortragekreuz von Bartholo­ mäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Mon­ tafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zwei­ ten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinen­ winter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitun­ gen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Monta­ fon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch &amp; Berg im Monta­ fon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommeraus­ stellung 2004 im Montafoner Heimat­ museum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Monta­ fon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäß­ siedlung im Gauertal. Videodokumen­ tation von info-film (Banas &amp; Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Mon­ tafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdoku­ mentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Monta­ fons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Fotonachweis montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Interaktive CD zur gleichnamigen Aus­ stellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Monta­ foner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) Horst Hefel, Friedrich Juen, Marte.Marte Architekten, Montafon Archiv, Raimund Rhomberg, Stiftsarchiv St. Gallen, Lukas Seilern, Superwien, Vorarlberger Landes­ archiv 19 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (alle ab 1. Juni 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 20
  1. informationsschrift
  2. wanderausstellung
  3. mobilität
Wolfurt 2011 03 Herbst Wolfurt 23.09.2011 03.12.2012, 16:18 wolfurt HERBST 2011 Blick ins Gemeindegeschehen Fest der Begegnung Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Die Urlaubs- und Ferienzeit ist vorbei und mit Beginn der Schulzeit tauchen auch die Letzten wieder in den Alltag ein. Ich hoffe, Sie haben sich über den Sommer gut erholt und sind wieder voller Energie für einen hoffentlich schönen Herbst. Auch im Sommer hat sich einiges in unserer Marktgemeinde getan. Hochwasser in Wolfurt Leider wurde Wolfurt auch heuer nicht von Hochwasser verschont. Auch wenn die Niederschlagsereignisse nicht so flächendeckend wie letztes Jahr waren, so hat es wiederum einige Häuser und Parzellen getroffen, die bisher schon nicht verschont blieben. An derartige Regengüsse, wie sie in der Nacht auf den 30. Juni auf Wolfurt niedergingen, können sich auch alteingesessene Wolfurter kaum erinnern. Glück im Unglück war, dass die Intensität des Regens nicht allzu lange anhielt. Besonders betroffen waren der Einzugsbereich des Eulentobelbaches und das Dorfzentrum. In beiden Bereichen mussten innerhalb eines Jahres nun schon zum zweiten Mal Keller ausgepumpt werden. Noch größere Schäden konnten teilweise durch das beherzte Eingreifen der Anrainer verhindert werden. Dafür mein Respekt und mein Dank. Zu einer zeitweisen Straßensperre kam es in den Morgenstunden auch auf der Bucher Straße. Unmittelbar vor dem Portal des Ippachtunnels verlegte eine Mure die Straße 30 Zentimeter hoch auf einer Breite von drei Metern. Ein großer Dank gilt unserer Feuerwehr, die wieder rasch und kompetent den Hochwasseropfern beistand. Auch dem Gemeindebauhof gebührt großer Dank. Dorfgemeinschaft und Ehrenamt - zwei tolle Beispiele &gt; Das Fest der Begegnung war eine beeindruckende Veranstaltung. Sie wurde nur möglich, weil sich viele Menschen im Vorfeld zusammengefunden haben, die sich bereit erklärten zu planen, zu organisieren und tatkräftig mitzuarbeiten. Die Gemeinde bedankt sich sehr herzlich beim Kulturkreis Wolfurt, vor allem bei Susanne Mohr und Ernst Stadelmann, die für die Organisation und die Finanzen die Hauptverantwortung übernahmen. Begleitet und unterstützt wurden sie von August Rohner, Jadranko Lesic und einer Gruppe von interessierten Vereinsleuten, Gruppierungen und Privatpersonen, die das Fest auf die Beine brachten. Es war ein wunderschönes Erlebnis und es wurde uns allen ein sehr bunter, lebendiger Tag beschert. Dafür ein herzliches Dankeschön! Die fotografische Dokumentation übernahm der noch junge Wolfurter Verein „Fototeam Digital“. Er stellt uns die Bilder unter folgendem Link zur Verfügung: www.ft-digital.at. &gt; Der Stundenlauf wurde im Juli zu Gunsten von Donald Peter ausgetragen, der durch einen tragischen Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Fast ein Jahr haben sich der Verein „Wolfurt für Wolfurt“ und viele andere Beteiligte, Freunde und Firmen bemüht, Hilfe zu organisieren. Viele haben von sich aus gefragt: was kann ich tun? Und haben beim Hausumbau selbst Hand angelegt. Firmen haben Mann und Material kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine unglaubliche Dynamik hat sich entwickelt, und wir konnten förmlich die positive Energie spüren, die unser Dorf vereinnahmt hatte. Ich darf mich ausdrücklich im Namen von Doris und Donald Peter und deren Kinder, aber auch im Namen der Marktgemeinde Wolfurt bei allen bedanken, die dies ermöglicht haben. Es ist schön zu wissen, dass wenn wirklich Hilfe benötigt wird, in unserer Dorfgemeinschaft Menschen aufstehen und sagen: „Mit mir kannst du rechnen!” 2 Aus dem Rathaus Carmen Zeilinger Elke Kruijen Dietmar Wüstner Nach den Hochwasserereignissen des vergangenen Jahres wurden sämtliche Schotterfänge geräumt und instandgesetzt, dadurch konnten weitere Schäden verhindert werden. Die Gemeindeverantwortlichen beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit der Hochwasserproblematik. Im Zuge eines generellen Projektes wurden Maßnahmen für alle unsere Bäche entwickelt. Die Umsetzungen werden uns sicher die nächsten 2 Jahrzehnte beschäftigen. Zur Zeit läuft die Einreichung des ersten großen Hochwasserabschnittes für den Ippach- und Himmelreichbach. Erste Teilbereiche wurden im Zuge des Sternenprojektes vorgezogen und umgesetzt. Die nächste Bauetappe soll noch in diesem Herbst/Winter starten. ist eine Aufstockung des Personalstandes an diesem Kindergarten erforderlich geworden. Elke Kruijen ist verheiratet und Mutter von 3 Söhnen. Sie hat im zweiten Bildungsweg eine Ausbildung zur Kindergartenassistentin absolviert. &gt; Bevorstehende Änderungen in der Gemeindeimmobiliengesellschaft und anstehende Hochbauprojekte haben eine organisatorische Umstellung und eine Aufstockung des Personalstandes im Bauamt erforderlich gemacht. Aus den eingegangenen hochkarätigen Bewerbungen konnte mit Dietmar Wüstner ein neuer, engagierter Mitarbeiter gewonnen werden. Dietmar Wüstner ist 37 Jahre alt, verheiratet und Vater von 2 Kindern. Er kommt ursprünglich aus dem Holz- und Fensterbau und war zuletzt viele Jahre beim Landesflussbauhof als stellvertretender Leiter tätig. Er bringt damit sowohl Kenntnisse aus dem Bauhandwerk, wie auch Verhandlungserfahrung mit. Ich bedanke mich bei Christian Hartmann für sein langjähriges Engagement und wünsche ihm und unseren neuen Mitarbeiter/innen einen guten Start und viel Erfolg. Bürgermeister Christian Natter Straßenprojekte &gt; Die Inselstraße wird zwischen der L3 und der Bregenzer Straße generalsaniert. In diesem Zuge werden sämtliche Leitungen geprüft und wenn nötig ersetzt. Eine neue Entwässerung und Beleuchtung wird installiert. Mit den Bauarbeiten soll noch Ende September gestartet werden. Voraussichtliche Bauzeit 2 - 3 Monate. &gt; Im Zuge der anstehenden Bautätigkeiten in der Nußgasse muss die Straße an die zukünftigen Anforderungen angepasst werden. Im Herbst werden die Unterbauarbeiten, Entwässerungen und Leitungsbauwerke umgesetzt. Der Teerbelag wird nach Fertigstellung der Objekte 2012 aufgetragen. Die Nußgasse wird auch in Zukunft nur für Fußgänger und Fahrradfahrer durchgängig bleiben. &gt; Für beide Straßenprojekte ist ein Gesamtbudget von ca. EUR 230.000,- budgetiert. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gemeindedienst &gt; Mit 31.7.2011 hat Christian Hartmann aus der Gemeindebuchhaltung zu den Bregenzer Festspielen gewechselt. Aus einer großen Anzahl an Bewerberinnen und Bewerbern für die Nachbesetzung der Stelle fiel die Wahl auf Carmen Zeilinger. Carmen ist 26 Jahre alt, in Wolfurt wohnhaft und war zuletzt in der Vermögensabteilung beim Amt der Vbg. Landesregierung beschäftigt. Sie tritt ihren Dienst am 1.9.2011 an. &gt; Ebenfalls per 1.9.2011 wird Elke Kruijen das Team des Kindergartens Bütze verstärken. Aufgrund der großen Kinderzahl und der Führung einer Integrationsgruppe Aus dem Rathaus 3 Kostenlose Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren Die kostenlosen Beratungs-Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren werden von der Wolfurter Bevölkerung gerne in Anspruch genommen, daher wird dieses Beratungsangebot wie folgt fortgesetzt: ___________________________________ Veränderungen im Gewerberegister Eintragungen in das Gewerberegister Pauger &amp; Stüble GmbH, Zeichenbüros und Baumeister für ausführende Tätigkeiten sowie Heizungstechnik, Bützestraße 39, Lubica Lukacikova, Personenbetreuung, Rutzenbergstraße 3/1, Gyöngyi Jakab, Personenbetreuung, Brunnengasse 2, D &amp; K Gastronomie OG, Gastgewerbe, Sternenplatz 2, Peter Jappel, Marktfahrer, St.-Antonius-Weg 19, SternenHotel Betriebs GmbH, Gastgewerbe Hotel, Sternenplatz 4, Dietmar Hohn, automatische Datenverarbeitung und Informationstechnik, Kirchstraße 9/1, Josef Eduard Muxel, Versicherungsvermittlung, Brühlstraße 34, Johann Willi, Handelsgewerbe und Angebot von Hausbetreuungstätigkeiten, Feldweg 13, Mürfet Yilmaz, Vermittlung von Kunden zu Buchmachern/Wettbüros, Achstraße 2, Tanja Maria Ganahl, Puppenerzeugerin und Reparateurin, Lauteracher Straße 7, Barbara Irmgard Bildstein, Friseurin, Brühlstraße 34, Marta Vidova, Personenbetreuung, Im Wida 6, Ländleumzug Aydin Yildiz e.U., Güterbeförderung bis 3.500 kg, Güterbeförderung mit vier Kraftfahrzeugen im grenzüberschreitenden Verkehr und Vermieten von Kraftfahrzeugen ohne Beistellung eines Lenkers, Holzriedstraße 33, Maria Tatranska, Personenbetreuung, Unterhub 9. Korrektur der Standortanschrift ÖBB-Shared Service Center Gesellschaft mbH, Gastgewerbe Betriebsart Selbstbedienungsküche, Senderstraße 8. Errichtung einer weiteren Betriebsstätte TRIAMI Consulting und IT Management GmbH &amp; Co KG, Datenverarbeitung und Informationstechnik, Auf dem Bühel 5. Sprechstunden Rechtsanwälte von 18:00 - 20:00 Uhr Mittwoch, 05. Oktober 2011, Dr. Wolfgang Hirsch Mittwoch, 02. November 2011, Dr. Claus Brändle Mittwoch, 30. November 2011, Dr. Nikolaus Schertler ___________________________________ Verlegung einer Betriebsstätte in einen anderen Standort: Silka Österreich GmbH, Erzeugung von Zementund Mörtelzusatz, von Wolfurt, Konrad-Doppelmayr-Straße 11 nach Wolfurt, Senderstraße 10, Maria Jevinova, Personenbertreuung, von Wolfurt, Felle 8 nach Feldkirch, Thomas Feuerbacher, Güterbeförderung bis 3.500 kg, von Lustenau nach Wolfurt, Bützestraße 24, Anna Hruscakova, Personenbetreuung, von Wolfurt, Bregenzer Straße 29h nach Lauterach, Janka Baricova, Personenbetreuung, von Seiersberg nach Wolfurt, Flotzbachstraße 13, digibon Datentechnik GmbH, automatische Datenverarbeitung und Informationstechnik, von Wolfurt, Schulstraße 9 nach Dornbirn, Innokentij Plantonow, Grafiker, von Wolfurt, Nelkenweg 10 nach Bregenz, Hans Peter Mathis, Handelsgewerbe mit Maschinen und Zuberhörteilen, von Schwarzach nach Wolfurt, Moosmahdgasse 19, Marcel Prasch, Versicherungsagent, von Hohenems nach Wolfurt, Konrad-DoppelmayrStraße 17, Monika Kubistova, Personenbetreuung, von Lochau nach Wolfurt, LorenzSchertler-Straße 18, IDEEFIX System- und Softwareentwicklung GmbH, Handelsgewerbe und Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung/Informationstechnik, von Wolfurt, Konrad-Doppelmayr-Straße 17, nach Dornbirn, Maria Sorocinova, Personenbetreuung, von Wolfurt, Fattstraße 25 nach Schwarzach, Eva Belopotoczka, Personenbetreuung, von Spital am Pyhrn nach Wolfurt, Brühlstraße 34/2, Viera Stefanerova, Personenbetreuung, von Bregenz nach Wolfurt, Unterlinden 3/2, Kristjani Balasko, Schreibbüros, von Wolfurt, Bregenzer Straße 9 nach Dornbirn. Sprechstunden Notar von 18:00 - 19:00 Uhr Mittwoch, 21. September 2011, Dr. Kurt Zimmermann Mittwoch, 16. November 2011, Dr. Kurt Zimmermann ___________________________________ Die Sprechstunden finden jeweils im Rathaus Wolfurt statt. ___________________________________ Notariatsverteilung bei Todesfällen Zur Abwicklung der Verlassenschaften nach Todesfällen von Familienangehörigen wurden vom Bezirksgericht Bregenz die Notare für folgende Termine nominiert: ___________________________________ Gewerbelöschungen Rita Bereuter, Handelsgewerbe und Handelsagenten, Moosmahdgasse 12c, Jeannette Mennel, Handelsgewerbe und Handelsagenten, Weberstraße 3a, Günter König, Tischler, Bützestraße 21, Peter Sebastian Kohler, Datenverarbeiter und Informationstechniker, Unterlinden 13, Restaurant „Speckstadel zur Eiche“, Gastgewerbe, Flotzbachstraße 28. Todesfälle jeweils Dr. Nikolaus Ender Jänner, Juni und 01.11. - 12.11. Dr. Ivo Fussenegger Februar, Juli und 13.11. - 26.11. Dr. Richard Huter März, August und 27.11. - 07.12. Dr. E. Michel April, September und 08.12. - 20.12. Dr. Kurt Zimmermann Mai, Oktober und 21.12. - 31.12. Bestellung eines gewerberechtlichen Geschäftsführers JCL Logistics Austria GmbH, grenzüberschreitender Güterverkehr, Geschäftsführer: Eugen Schädler, Senderstraße 28. 4 Aus dem Rathaus Betriebsausflug Wegen des Betriebsausfluges am Freitag, 09. September 2011, bleibt das Rathaus geschlossen! DANKE FÜR IHR VERSTÄNDNIS. Fundamt Fundgegenstände und Fahrräder, welche im 3. Quartal 2011 im Fundamt abgegeben wurden: __________________________________________________ Kostenlose Beratung in Grundstücks- und Immobilienangelegenheiten Richard Richter, der gerichtlich beeidete Ortssachverständige für Immobilien, wird sein Wissen und seine Berufserfahrung den Bürgern und Bürgerinnen kostenlos zu folgenden Beratungsterminen zur Verfügung stellen: diverse Schlüssel __________________________________________________ Ebenfalls wurden diverse Fahrräder abgegeben, die während der Amtsstunden beim Gemeindeamt Wolfurt, Fundamt (Tel.-Nr.: 05574/6840-10, Fax: 6840-810, E-Mail: angelika.koeb@wolfurt.at) besichtigt und an den rechtmäßigen Besitzer ausgefolgt werden können. Direkte Informationen finden Sie auch im Internet unter www.fundinfo.at Angelika Köb Rathaus Wolfurt 18:00 - 20:00 Uhr Mittwoch, 14. September 2011 Mittwoch, 19. Oktober 2011 ____________________________________________________ ____________________________________________________ ____________________________________________________ Abfallentsorgung an Gewässern und Gräben Bei sämtlichen wasserführenden Gewässern / Gräben, die durch Wolfurt fließend, muss immer wieder festgestellt werden, dass hier Material entsorgt wird, das dort nichts verloren hat (Rasenmähgut, Blätter, Bioabfälle, Äste, etc...). Da es aufgrund dessen bei Niederschlägen immer wieder zu Verklausungen im offenen Gerinne sowie in den Verrohrungen kommt, bitten wir die Bevölkerung darauf zu achten, dass die Gewässer und Gräben frei zu halten sind. Diese dürfen nicht als Müllentsorgung verwendet oder angesehen werden. Bauhof Wolfurt Aus dem Rathaus 5 Tag der offenen Türe: Sternen Hotel, Gasthaus Stern und Sparkasse Bregenz Es goss in Strömen. Die Leute kamen dennoch in Massen zur Eröffnung des Sternenplatzes und dem Tag der offenen Türe des Sternen Hotels, des Gasthauses Stern und der neuen Filiale der Sparkasse Bregenz. Am Samstag, den 18. Juni 2011, verlegten die Veranstalter aufgrund der starken Regenfälle die Eröffnungsfeier kurzerhand in die Tiefgarage. Die Bauernkapelle Wolfurt sorgte für die musikalische und erwärmende Unterhaltung und eröffnete den offiziellen Teil mit einer Triumphfanfare. Bürgermeister Christian Natter begrüßte um 10:00 Uhr die bereits zahlreich erschienenen Gäste und beantwortete die Fragen der Moderatorin Dorothea Schertler. Er war sichtlich stolz auf das neu geschaffene Zentrum im Strohdorf. Besonders die Verwirklichung des Sternenplatzes als Begegnungsplatz für alle, ohne Bevorzugung eines einzelnen Verkehrsteilnehmers, war ihm ein großes Anliegen. Bürgermeiser Natter betonte, dass der Bau des Sternen Hotels, des Gasthaus Stern und der Filiale der Sparkasse Bregenz zur weiteren Belebung unserer Gemeinde positiv beitragen wird. Abschließend bedankte er sich bei allen Beteiligten für die wirklich gelungene Umsetzung. Hotel Dir. Richard Zünd, der Geschäftsführer der GIG, Ferde Hammerer, und die Filialleiterin der Sparkasse Bregenz, Ingrid Bader, repräsentierten das neue Gebäude und erklärten die Zielsetzungen und Funktionen. Die Moderatorin stellte auch die beiden Pächter des Gasthaus Stern, Thomas Dellagiacoma und Sven Kaminski, vor. Pfarrer German Amann sprach den himmlischen Schutz für das neue Haus und die Betriebe aus und segnete die Räumlichkeiten. Im Anschluss wurde den Besuchern die Möglichkeit geboten, die drei neuen Betriebsstätten zu besichtigen. Im Sternen Hotel wurde der exquisite Eingangs- und Rezeptionsbereich bewundert. Bei einem Gang durch die Zimmer konnte man sich ein Bild über das sehr gute Ausstattungsniveau der Räumlichkeiten mit dem Sauna- und Wellnessbereich machen. Das Personal gab den Besuchern bereitwillig Auskunft über das neue Hotel. Im Gasthaus Stern standen die Gastronomen den Besuchern Rede und Antwort und zeigten voller Stolz die neuen Räume. Sie freuten sich, dass sie als junge Gastronomen hier die Chance erhalten haben, ein Gastlokal mit hohen Erwartungen und vielfältigen Möglichkeiten zu führen. Nach dem Containerleben der Filiale der Sparkasse Bregenz in den beiden vergangen Jahren sah man den Mitarbeitern die Erleichterung und die Freude an, nun in einem architektonisch sehr schönen Ambiente kundenorientiert arbeiten zu dürfen. Die Feuerwehr Wolfurt sorgte mit ihrer ganzen Mannschaft dafür, dass trotz des Ansturms der Besucher alle mit Speisen und Getränken bestens versorgt wurden. Die Sternen Errichtergemeinschaft überreichte am Wolfurter Stundenlauf dem Verein „Wolfurt für Wolfurt“ den Reinerlös vom Tag der offenen Tür in Höhe von EUR 1.700,-. 6 Gemeindepanorama Die Bauernkapelle verzichtete zugunsten einer Spende an den Verein „Wolfurt für Wolfurt“ auf ihre Gage. Inzwischen sind das Hotel, das Gasthaus und die Filiale der Sparkasse bereits gut zwei Monate in Betrieb. Nach einer sehr knappen Bauzeit litten die Anfangswochen noch unter den notwendigen Restarbeiten der Handwerksbetriebe, sodass es manchmal nicht einfach war, dies ohne dass es der Gast bemerkte, zu bewerkstelligen. Über die Anfangsauslastung des Sternen Hotel war der Betreiber selbst überrascht. Neben den Betrieben und privaten Buchungen ist insbesondere die Buchung über Internet hervorragend angelaufen. Auch die Rückmeldungen der Gäste wird von www.booking.com als „fabelhaft“ bezeichnet. Das Gasthaus Stern wird insbesondere wegen der hervorragenden Küche von den Gästen gelobt. Die jungen Gastronomen haben die Chance, sich im Gasthaus Stern einen Namen zu machen, verdient und sind sehr bemüht, die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Auch das bisherige Fehlen eines Veranstaltungsraumes dieser Größenordnung hat sich bestätigt. Das Gasthaus Stern hat die Feuertaufe mit zwei Hochzeiten und verschiedenen anderen Veranstaltungen bestanden. Wir haben in der letzten Zeit viele positive Rückmeldungen über die Investition am Sternenplatz von der Bevölkerung erhalten. Wir freuen uns darüber und möchten uns bei allen, die am Gelingen dieses wichtigen Projektes beteiligt waren, bedanken. Besonders bedanken wir uns bei den Investoren, bei Arch. Erwin Werle und den Fachplanern, beim Generalunternehmer Nägele, der es ermöglicht hat, dass wir über ein Drittel der Investitionen in Wolfurt oder in der Region halten konnten, und bei allen beteiligten Firmen für die geleistete Arbeit. Ferde Hammerer, Geschäftsführer GIG Gemeindepanorama 7 Gemeindearchiv - &quot;Gedächtnis der Gemeinde&quot; Nach § 27 Abs. 4 des Gemeindegesetzes ist jede Gemeinde zur Führung eines Archivs, in dem Akten, Urkunden und Verhandlungsschriften dauerhaft zu erhalten sind, verpflichtet. Neben dieser verwaltungsrechtlichen Aufgabe soll unser historisches Archiv auch als &quot;Gedächtnis von Wolfurt&quot; dienen, in dem alle Dokumente gesammelt werden, die für die Geschichte der Gemeinde und ihrer Bewohner von Bedeutung sind. unseres Dorfs, von Vereinen, von Wirtschafts- und Gewerbebetrieben beitragen. Wie verstehen es als unseren Auftrag, diese Unterlagen für die Nachwelt zu erhalten und zu erschließen. Die Übernahme solcher Dokumente (Briefe, Tagebücher, Chroniken, alte Fotos, Akten aus Firmenarchiven) kann auf mehrerlei Weise erfolgen. Sollte der Besitzer das Original behalten wollen, bieten wir an, eine Kopie bzw. einen Scan im Gemeindearchiv abzulegen. Wichtige Dokumente wie z. B. Vereinschroniken übernehmen wir gerne auch als Leihgabe. Das Gemeindearchiv ermöglicht eine gesicherte Erhaltung solcher Dokumente. Schäden durch unfachmännische Lagerung oder Handhabung können damit vermieden werden. In kritischen Fällen (z. B. Briefe aus Privatbestand) sind wir auch bereit, Einschränkungen bezüglich öffentlicher Einsichtnahme in die zur Verfügung gestellten Dokumente zu vereinbaren. Bevor Sie also alte Dokumente, Briefe, Postkarten oder Fotos aus &quot;Omas Zeiten&quot; wegwerfen, denken Sie bitte an die Möglichkeit, dass Teile davon vielleicht aus lokalhistorischer Sicht erhaltenswürdig sein könnten. Richard Eberle Sammlungstätigkeit - das Archiv als „Gedächtnis von Wolfurt“ sichert die Erhaltung eines breiten Spektrums von historischen Dokumenten Schon vor über 30 Jahren hat Siegfried Heim mit dieser Sammlungstätigkeit begonnen. Die dadurch erhaltenen Fotos und die alten Chroniken und Schriftstücke aus privaten Beständen ermöglichen tiefe Einblicke in die Lebensverhältnisse unserer Großelterngeneration und die Entwicklung des Gemeinschaftslebens im Dorf. Sie bilden somit eine optimale Ergänzung zu den gemeindeamtlichen Akten, die immer nur eine &quot;trockene, amtliche Sicht&quot; repräsentieren. Wie bereits berichtet ist das historische Gemeindearchiv seit einigen Monaten in die neuen Räumlichkeiten in der Volksschule Mähdle umgezogen. Eine kleine Gruppe ehrenamtlich tätiger Archivare betreut nun diese Einrichtung. Die Bestände des Gemeindearchivs sollen erschlossen und soweit es die datenschutzrechtlichen Bestimmungen und archivarische Gesichtspunkte (Erhaltungszustand historischer Dokumente) zulassen, interessierten Bürgern und historisch Forschenden zur Verfügung gestellt werden. Für Anfragen zu den Archivalien oder Terminvereinbarungen zur Einsichtnahme in Dokumente bitten wir, die angeführten Kontaktmöglichkeiten zu nutzen. Im Rahmen unserer - sicherlich eingeschränkten - Möglichkeiten unterstützen wir Sie gerne bei der Erforschung Ihrer Familiengeschichte oder der Geschichte Ihres Hauses. Das Gemeindearchiv wird auch die von Siegfried Heim begonnene Sammlungstätigkeit weiter führen. Wir sind interessiert an allen Dokumenten, die Einblicke in die Lebensverhältnisse in Wolfurt bieten oder die zur Dokumentation der Entwicklung Kontakt Gemeindearchiv Wolfurt: Adresse: Mähdlestraße 27a E-Mail: archiv@wolfurt.info Telefon: 0699 1 6840 450 Jeweils dienstags, 19:30 - 21:30 Uhr Für Besucher nur nach vorheriger Terminvereinbarung geöffnet. 8 Gemeindepanorama zeitraum - Wolfurter Geschichte erforschen Über zwei Jahrzehnte lang hat Siegfried Heim als Leiter des Heimatkundekreises Wolfurt neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Gemeindearchivar auch lokalhistorisch und heimatkundlich geforscht, Vorträge gehalten und in den &quot;Heimat Wolfurt&quot; Heften wertvolle Beiträge zur Siedlungs- und Ortsgeschichte und zu Familien- und Hausgeschichten veröffentlicht. Aus Altersgründen äußerte er schon länger den Wunsch, seine Tätigkeit in jüngere Hände übergeben zu können. Vor gut einem Jahr formierte sich nun eine Gruppe lokalhistorisch Interessierter, die diese von vielen Gemeindebürgern geschätzte Arbeit weiter führen wird. Diese Gruppe will eine offene Plattform sein, in der jede/r lokalhistorisch Interessierte im Rahmen ihrer/seiner Möglichkeiten mitarbeiten kann. Unter dem neuen Namen &quot;zeitraum - Wolfurter Geschichte erforschen&quot; sollen verschiedene Aktivitäten stattfinden. Der Rahmen spannt sich von der Archivierung alter Fotos und Identifikation von darauf abgebildeten Personen über familiengeschichtliche und lokalhistorische Forschung bis zur Dokumentation der Wirtschafts- und Gewerbegeschichte in Wolfurt. Als erste Veranstaltung des zeitraum fand im Juli 2011 ein Vortrag zum Thema „Das Gasthaus zum Stern – die wechselvolle Geschichte eines Dorfgasthauses“ statt. Dieser informative und spannende Vortrag von Richard Eberle und viele der anschließenden Wortmeldungen aus dem Publikum wurden gefilmt und als DVD aufbereitet. Die DVD kann zum Preis von EUR 15,- plus Versandkosten im Gemeindearchiv bestellt oder direkt beim Bürgerservice im Rathaus gekauft werden. Mit der Herausgabe weiterer &quot;Heimat Wolfurt&quot; Hefte soll auch das bewährte Publikationskonzept von Siegfried Heim weiter geführt werden. In der “Heimat Wolfurt” werden themenbezogene Aufsätze zur Wolfurter Geschichte und Heimatkunde veröffentlicht. In der nächsten Ausgabe, die voraussichtlich im Spätherbst/Winter 2011 erscheinen wird, werden Artikel über die Geschichte des Gasthauses Stern, die 50-jährige Geschichte der Hauptschule/Neuen Mittelschule Wolfurt und die 100-jährige Geschichte des Wasserverbandes Schwarzach-Rickenbach enthalten sein. Team Zeitraum Gemeindepanorama 9 Neues von den Sozialdiensten Innsbruck-Urlaub Bereits zum 7. Mal fand heuer im Juni ein Bewohneraustausch mit dem Seniorenheim St. Josef in Innsbruck statt. 6 Bewohner/innen aus Wolfurt und Kennelbach fuhren mit unserem Bus nach Innsbruck und verbrachten dort fünf wunderschöne Tage mit Ausflügen, Besichtigungen und Rundfahrten. So sind wir mit der Bahn auf das Hafelekar gefahren, waren in Meran zum Flanieren, einmal wurde ein Grillfest veranstaltet, und der Heimweg führte uns über Bayern zurück nach Vorarlberg. Wie jedes Jahr konnten wir im Gegenzug 6 Innsbrucker Bewohner/innen bei uns begrüßen, welche eine schöne Woche mit diversen Ausflügen etc. bei uns im Ländle verbrachten. Ein Dank an alle Organisatoren aus Innsbruck und Wolfurt, dass diese Woche wieder ein für alle unvergessliches Ereignis geworden ist. Grillfest mit den „Hofoloabar Läbbe“ Am 02. Juli fand das traditionelle Grillfest der „Läbbe“ im Seniorenheim statt. Nachdem auch das Wetter hervorragend war, schön, aber nicht zu heiß, entschieden wir uns, das Fest beim Nussbaum zu veranstalten. Neben unseren Bewohner/innen vom Seniorenheim Wolfurt und dem Seniorenwohnheim Kennelbach mit ihren Angehörigen konnten wir noch einige Gemeindemandatare/innen sowie Vertreter der Seniorenverbände willkommen heißen, welche mit uns den Nachmittag verbrachten. Nach der Begrüßung durch den Chef der „Läbbe“, Hanspeter Mathis, fing das Team der „Läbbe“ mit der Bewirtung an. Begonnen wurde mit Kaffee und Kuchen und anschließend gab es neben diversen köstlichen Getränken ausgezeichnete Grillwaren zu genießen, die in perfekter Weise zubereitet und serviert wurden. Auch Bürgermeister Christian Natter und Gemeinderätin Elisabeth Fischer beehrten uns mit ihrem Erscheinen. Wie immer kümmerten sich die „Läbbe“ in vorbildhafter Manier um die Bewirtung unserer Bewohner/innen sowie der Gäste (Nachbarn und Angehörige), und der „hafoloabareigene“ Musiker Oskar (er tritt inzwischen bei jedem Fest der „Läbbe“ im Seniorenheim auf) traf die passenden Töne und avancierte schnell zum Liebling unserer Senior/innen. Ein spezieller Höhepunkt dieses Festes war die Überreichung eines kleinen Dankeschöns an unsere „Donnerstag-Singers“: es handelt sich hier um 14 Frauen, die in wechselnder Besetzung seit 20 (!) Jahren jeden bzw. jeden zweiten Donnerstag zu uns ins Heim kommen, um mit den Bewohner/innen zu singen. Dafür auch an dieser Stelle herzlichen Dank! Es war wie immer ein schönes Fest, und wir bedanken uns bei den „Läbbe“, die unseren Bewohner/innen wieder einen schönen, unvergesslichen Nachmittag geboten haben. Geschäftsführer Mag. Erich Gruber 10 Gemeindepanorama Neue Radkarte für die plan-b Region Positives erleben, Geld sparen und gleichzeitig Umwelt und Klima schützen - das ist per Fahrrad durchaus einfach. Denn viele Wege in Alltag und Freizeit sind fürs Rad wie gemacht. Zur leichteren Orientierung bringen die plan-b Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Hard mit Unterstützung des Landes Vorarlberg eine regionale Radkarte heraus. Sie ist ab sofort in den Gemeindeämtern und Rathäusern der Region kostenlos erhältlich. Die sechs plan-b Gemeinden geben mit der neuen Radkarte erstmals einen gemeinsamen Überblick über die wichtigsten Radverbindungen in der Region. „Die Wege im eigenen nahen Umfeld sind in der Regel bekannt. Doch bei den attraktiven und sicheren Radrouten etwas weiter weg ist die neue plan-b Radkarte eine wichtige Orientierungshilfe“, sind sich die plan-b Verantwortlichen sicher. Die Karte im Maßstab 1:22.000 zeigt die wichtigen lokalen und regionalen Routen und informiert über verschiedene fahrrad-bezogene Möglichkeiten. Service der Gemeinde: Radkarte kostenlos in den Postkasten Als besonderer Service der Gemeinde liegt die neue Radkarte druckfrisch dieser Gemeindezeitung bei - auch als Einladung, das Fahrrad für noch mehr Wege zu nutzen. Unsere Region bietet sich fürs Radfahren in Alltag und Freizeit wirklich optimal an. Das toll ausgebaute Radwege-Netz, das Gelände und die Entfernungen sprechen auf vielen Strecken für das Rad - gutes Gefühl, Lebensqualität und kurze Wege inklusive. Die beste Alternative zum Auto. Robert Hasler, Gemeinderat für Umwelt und Mobilität Umwelt 11 e5 - Förderungen für Holzheizungen Aus aktuellem Anlass möchten wir auf die verschiedenen Förderungen aufmerksam machen, die derzeit beim Einbau einer Holzheizung in Anspruch genommen werden können: &gt; Der Klima- und Energiefonds der österreichischen Bundesregierung fördert den Einbau von Pellets- und Hackgutheizungen mit einem Pauschalbetrag von € 500,-. Die Anmeldung zu dieser Förderaktion ist mit 31. Oktober 2011 befristet! Alle Informationen dazu finden Sie unter www.umweltfoerderung.at/holzheizungen. &gt; Die Vorarlberger Landesregierung fördert im Jahr 2011 die Errichtung von Stückholz-, Hackschnitzel- und Pelletsheizungen sowie Kachel- und Kaminöfen mit bis zu € 2.400,-. Bei gleichzeitiger thermischer Sanierung kann die Förderung um 50% erhöht werden. &gt; Die Marktgemeinde Wolfurt gewährt für Kachelöfen, Stückholz-, Hackschnitzelund Pelletsheizungen sowie Biomasse-Mikronetzwerke einen Zuschuss in Höhe von bis zu € 1.100,-. Die genauen Förderrichtlinien können unter www.wolfurt.at/files/biomassefoerderung2010.pdf abgerufen werden. Detaillierte Informationen und individuelle Beratung zu diesen und anderen Energieförderungen erhalten Sie bei der Energieberatungsstelle Hofsteig, Kirchstraße 43, jeden Mittwoch von 18:00 bis 20:00 Uhr. Während dieser Zeit erreichen Sie die Energieberater auch unter Tel: 76580 oder energieberatung.hofsteig@aon.at. Johannes Köb, e5-Team-Leiter Vorarlberg MOBILWoche 16.-22.9.2011! Anders unterwegs, besser leben Die europaweite Mobilitätswoche mit dem traditionellen Autofreien Tag am 22. September macht Werbung für klimaschonende und zukunftsfähige Mobilität. Zu Fuß gehen, Rad fahren, Bus- und Bahn fahren stehen im Mittelpunkt zahlreicher Aktionen. Ganz Vorarlberg macht mit. Das 11,- Euro Ticket Der Verkehrsverbund Vorarlberg bietet in der Aktionswoche ein sensationell günstiges MOBILWochen-Umsteigerticket an: Um nur 11,- Euro können alle vom 16. 9. bis zum 23. 9. in ganz Vorarlberg Bus- und Bahnfahren. Das Ticket ist in allen Verkaufsstellen, an den Ticketautomaten und bei den Buschauffeuren erhältlich. Auch Jahreskartenbesitzer/innen profitieren: Ihre Jahreskarten (domino, regio, SL+) gelten im gleichen Zeitraum im gesamten Verbundraum. Verpackungskünstler/innen gewinnen Wer den eigenen Pkw am 22. September originell verpackt und auf Fahrrad, Bus oder Bahn umsteigt, hat die Chance, eine von drei Verkehrsverbund-MaximoJahreskarten zu gewinnen. Einfach ein Bild des verpackten Autos an iris.scheibler @energieinstitut.at mailen und an der Verlosung teilnehmen (Einsendeschluss 27.9.2011). Wann steigen Sie um? Zu Fuß gehen, Rad fahren, Bus- und Bahn fahren oder Car-Sharing sind attraktive Möglichkeiten von A nach B zu kommen. Das spart Kosten, reduziert Lärm und Umweltbelastung und nützt der Gesundheit. Starten Sie mit uns in die MOBILWoche. Gemeinsam fahren wir alle besser. Robert Hasler, Gemeinderat für Umwelt und Mobilität 12 Umwelt 6. Wolfurter Lehrlingstag Arbeitsplätze und eine gute Ausbildung sind wichtige Bestandteile für die Gesellschaft. Die Marktgemeinde Wolfurt unterstützt die Wolfurter Betriebe bei der Ausbildung von Lehrlingen und veranstaltete nun schon zum 6. Mal den Wolfurter Lehrlingstag. Als Anerkennung und Dankeschön für die geleistete Arbeit wurden Lehrlinge im 1. Lehrjahr und deren Ausbildner für einen Tag bei High 5 in Lingenau eingeladen. Am 30. Juni war es soweit. 43 Lehrlinge und 12 Ausbildner freuten sich auf das Programm bei High 5. Doch der starke Regen in der Nacht und damit das Hochwasser der Bregenzer Ach ließen leider kein Rafting zu. Die Sicherheitsbedingungen waren nicht gegeben. Flexibilität, Organisationstalent und Teamfähigkeit waren schon in den Morgenstunden von allen Teilnehmern gefordert. Das Team rund um Chris Alge organisierte zusammen mit dem Team der Wirtschaft Wolfurt in kurzer Zeit eine Alternative in der Kletterhalle in Dornbirn für den Vormittag. Neben Kraft war auch Vertrauen ein Thema beim Klettern. „Kann ich mich auf meine Kollegen verlassen?“, „erreiche ich sicher mein Ziel?“ wurden zum Thema. Pünktlich zum Mittagessen fuhren wir dann nach Lingenau, wo inzwischen der Regen aufgehört hatte. Aufgeteilt in drei Teams konnten wir doch noch einen Teil unseres Programmes durchführen: Bogenschießen - Konzentration! Klettern, abseilen an der Brücke - im Teamgedanken die Jakobsleiter klettern, wie helfen wir uns gegenseitig zum Ziel? Dies war ein wesentlicher Bestandteil dieser Aufgaben. Krönung des Tages war der Flying Fox über die Bregenzer Ach. Dieser abwechslungsreiche Tag wurde mit einem tollen Grillfest und Sonnenschein abgerundet. Die gute Gemeinschaft innerhalb der verschiedenen Betriebe war spürbar. Die Lehrlinge und Ausbildner konnten die Zeit zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken nützen. Facts 2010/2011 270 Lehrlinge in Wolfurter Betrieben 55 Lehrbetriebe 94 Lehrlinge absolvierten das 1. Lehrjahr in 40 Betrieben. Yvonne Böhler, Gemeinderätin für Wirtschaft und Nahversorgung Wirtschaft 13 18. Wolfurter Herbstmarkt Am Sonntag, den 25. September 2011, findet wieder der traditionelle Herbstmarkt unter dem Motto „Handwerk erleben“ statt. Pünktlich zum Herbstbeginn erwartet Sie erneut ein tolles Marktangebot und buntes Markttreiben. Die bunte Palette reicht von Waren wie Filz, Keramik, „Selbstgemachtes“, bis Gewürze, Edelsteine, Deko, Schmuck…., und natürlich präsentieren sich wieder viele Vereine und laden herzlich zum Verweilen ein. Programm: Ab 08:00 Uhr: Aufbau des Marktes Ab 11:00 Uhr: Eröffnung mit Bürgermeister Christian Natter und Kinderchor des Kindergartens Bütze sowie eine Show der VS-Bütze. Segnung des 40 m Apfelstrudels und Verkauf für einen guten Zweck. Sowie der Frühschoppen mit der Bauerkapelle Wolfurt Um 14:00 Uhr und 15:00 Uhr: Modeschau mit Fair Trade Produkten, Vorstellung Handwerker Schule, Kinderprogramm „Handwerk erleben“, Kinderschminken, Forme deine Hand in Wachs, Feuerwehr - Steigerfahrten,… Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Yvonne Böhler, Gemeinderätin für Wirtschaft und Nahversorgung Obstannahme und Obstigel-Verleih! Die Streuobstinitiative Hofsteig wurde 2001 als Verein mit Unterstützung der Gemeinden Wolfurt und Lauterach gegründet, um durch die stärkere Nutzung des Obstes unsere wertvollen Hochstammbäume zu erhalten. Ein Beitrag zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft. Um das Auflesen großer Obstmengen etwas zu erleichtern, haben wir zwei Auflesemaschinen angeschafft. Eine davon haben wir in der Flotzbachstraße stationiert. Wir bieten diesen praktischen, sogenannten Obstigel, zum Verleih an. Interessenten können sich dazu bei Sigrid Schertler, Tel. 71349-15 (Wolfurt-Flotzbachstraße) oder Familie Ölz, Tel.-Nr.: 71335 (Lauterach-Harderstraße) melden. Kosten pro Halbtag sind 5,- €. Wir übernehmen wieder Obst von Hochstämmen ab Samstag, 03. September, bis ca. Ende Oktober, jeweils Samstag von 15:00 - 17:00 Uhr auf dem Parkplatz der Fa. Schneider Transporte, Harderstraße (vis a vis Horner Holz) in Lauterach. 14 Wirtschaft Ein.kaufen - Rad.fahren Einkaufen mit Rad, Bus, Bahn und zu Fuß - Glückspunkte-Aktion in der plan-b Region erfolgreich abgeschlossen. Zwischen 30. Mai und 30. Juni haben 250 Geschäfte in den plan-b Gemeinden und in Bildstein eine spezielle Einladung an ihre Kunden ausgesprochen: In der Nähe einkaufen, umweltfreundlich unterwegs sein, Menschen treffen - dazu motivierte die gemeinsame Glückspunkte-Aktion. Das Ergebnis: tausende Sammelpässe wurden ausgegeben, zigtausende Glückspunkte gesammelt. Rund 2.500 volle Sammelpässe wurden wieder abgegeben, allein in den Gemeinden Wolfurt und Kennelbach waren es 660 Stück bei 33 Betrieben, die diese Aktion unterstützten. Am 08. Juli 2011 fand auf dem Wolfurter Wochenmarkt die Schlussveranstaltung statt. Zusammen mit unserem Bürgermeister Christian Natter und dem Bürgermeister von Kennelbach, Hans Bertsch, fand die Preisverlosung statt. Weitere Preise und Gutscheine im Wert von 30,- €: Monika Dür Daniela Gerner Irene Nußbaumer Helmut Bauer Hildegard Schüssling Gretl Böhler Karin Baldauf Irma Schwarz Gertrud Hochfellner Manfred Gunsch Erika Klimmer Ulrike Golderer Edith Klimmer Claudia Wille Silvia Makovec Dylan Gmeiner Waltraud Schaper Brunhilde Fickinger Bertram Thaler Sabrina Degasperi Vera Kalcher Gretl Bachler Maria Guldenschuh Anuschka Amhof Gabi Heim Mario Wild Margritha Juen Brunhilde Baldauf Gertrud Schuster Helmut Flatz Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Kennelbach Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Kennelbach Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Lauterach Kennelbach Wolfurt Wolfurt Wolfurt Bienenhaus Spielwaren Daniela Fetz, Schmuck David Vonier Optik OEG Fink Otto, Elektro Frisiersalon Gorbach Günter Eva Graf, Tabaktrafik Haar-Zone Edith Meusburger Hofsteig Apotheke Kolibri IceCream Mirjana Hair Design Musikhaus Hinteregger Pure Kosmetik, Pyrovolikos Fotini Raiffeisenbank am Hofsteig Schuh Schertler Schwanenmarkt Fitz Schwanenbäckerei Shanti, Café und Teestube Sparmarkt Markus Greber – Unterlinden Sparmarkt Sternenplatz Strezeck Blumenfloristik Tabak Trafik Wörz Teutsch Pointner OEG Weltladen Wolfurt Wirtschaft Wolfurt Einkaufsgutscheine Wirtschaft Wolfurt Einkaufsgutscheine Wirtschaft Wolfurt Einkaufsgutscheine Wirtschaft Wolfurt Einkaufsgutscheine Die Frisur Kennelbach Sparmarkt Kennelbach Tabak Trafik Berkmann, Kennelbach Wir gratulieren den Gewinnern herzlich und bedanken uns bei den Unternehmern für die Preise! Einkaufen in der Nähe und ohne Auto hat viele Vorteile Einkaufen im Umfeld ist jedenfalls ein Beitrag zu einer attraktiven Nahversorgung und damit zur persönlichen Lebensqualität. Die Vorteile sind bekannt, aber nicht immer bewusst. „Eine funktionierende Nahversorgung ermöglicht kurze Wege, Erreichbarkeit auch ohne Auto, kann zur persönlichen Fitness beitragen und hilft bei Kontakten – man trifft und kennt einander“. „Die Glückspunkte waren ein Impuls, sich mit dem Angebot in der Nähe bewusst auseinanderzusetzen.“ Gemeinderätin Yvonne Böhler, Gemeinderat Robert Hassler Folgende Gewinner konnten ihre Preise entgegen nehmen: 1. Preis: Gertrud Lauchart, Kennelbach 500,- € Reisebüro Sonne und Meer 2. Preis: Vera Kalcher, Kennelbach 250,- € Bike Puchmayr 3. Preis: Hans Wiedenbauer, Wolfurt 250,- € Radcult Schedler Wirtschaft 15 Abschlussbericht der Haupt- und Mittelschule Wolfurt Schuljahr 2010/11 Spektakulärer Galaabend im Cubus Selbstgemachtes am Tag der offenen Schule Hauptschule Wolfurt - 50 Jahre: Mit dem Ende dieses Schuljahres geht die Ära der Hauptschule in Wolfurt zu Ende. Vor 50 Jahren unter der Führung von Hans Vogl gegründet, bildete die Hauptschule Wolfurt einen Großteil der Wolfurter Kinder aus. Die meisten Betriebe in Wolfurt werden heute von ehemaligen Schüler/innen geführt, und sogar der Bürgermeister ist ein Ehemaliger. In dieser langen Zeit hat sich vieles verändert. Die Auflassung der Klassenzüge und die Einführung der Leistungsgruppen, bzw. die Einführung der Sportklasse waren wesentliche Veränderungen im System der Schule. 50-Jahr-Feier und Tag der offenen Schule Anlässlich 50 Jahre Hauptschule wurde das Publikum bei einem Galaabend auf eine Reise um die Welt begleitet. Verschiedene Häfen wurden angesteuert und Ausflüge in fremdsprachige Länder unternommen. Den Schüler/innen und Lehrer/innen gelang es, Schauspiel, Musik und sportliche Beiträge zu einer abwechslungsreichen Vorstellung auf höchstem Niveau zu verbinden. Mit der perfekt abgestimmten und professionell inszenierten Show begeisterte die Fahrt auf dem „Luxusliner“ das Publikum im restlos gefüllten Cubus. Am Ende gab es tosenden Applaus und Standing Ovations. Dass die Mittelschule eine der größten Schulen des Landes ist, präsentierte die Schule am nächsten Tag mit einem umfangreichen und abwechslungsreichen Programm am Tag der offenen Schule. Dort stellten sich auch die Juniorenergieberater zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Mittelschule Wolfurt Mit der Einführung der Mittelschule vor 3 Jahren ist ein wichtiger Schritt gelungen. Mittelschule heißt: 1. Stärkung der Stammklasse und dort eine intensivere Förderung in Deutsch, Mathe und Englisch, weil mehr Lehrer/innen-Stunden zur Verfügung stehen. 2. Zusätzliche Fremdsprache für begabte Schüler/innen. 3. Vermehrter Einsatz von modernen Lernformen. 4. Neue Formen der Evaluation. Mit der Neuen Vorarlberger Mittelschule ist es gelungen, frischen Schwung in die Schullandschaft zu bringen. 16 Bildung links: Böhlerpreise v.l.n.r.: Dir. Norbert Moosbrugger, Annalena Hinteregger, Theresa Toldo, Ines Beck, Tamara Feuerstein, Isabella Schneider, Fabian Lang Das „Handwerker-Organisatoren-Team“ v.l.n.r.: Walter Eberle, Dir. Norbert Moosbrugger, Werner Kessler Die stolzen Junghandwerker mit ihren „Meistern“ Aus der Statistik Im abgelaufenen Schuljahr haben 417 Schüler/innen die Hauptschule besucht, die von 52 Lehrer/innen in 19 Klassen unterrichtet wurden. 5 Klassen wurden als Integrationsklassen geführt, in denen 24 Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf integriert waren. Jeweils 1 Klasse pro Jahrgang wurde wieder als Sportklasse mit erhöhtem sportlichem Angebot geführt. Zusammenarbeit mit der Seniorenbörse Eine besondere Erfolgsgeschichte ist die Zusammenarbeit mit der Seniorenbörse in den Projekten Lesepaten, Computerkurs und Handwerkerschule. Besonders die Handwerkerschule wurde schnell über die Ortsgrenzen bekannt und stellt eine Bereicherung für das Schulleben dar! Abschlussfeier der vierten Klassen mit Böhler-Preis-Verleihung Zur Abschlussfeier mit der Böhlerpreis-Verleihung fanden sich neben den Gemeindeverantwortlichen von Buch, Kennelbach und Wolfurt die Schüler/innen der vierten Klassen mit ihren Eltern ein. „It´s Showtime“ war das Motto, das sich durch verschiedenste Beiträge zog, die in 3 verschiedenen Sprachen und teilweise unter Verwendung von aufwändiger Technik auf die Bühne gezaubert wurden. Mit Tamara Feuerstein aus Lauterach, sowie Ines Beck, Isabella Schneider, Theresa Toldo, Annalena Hinteregger und Fabian Lang aus Wolfurt gab es heuer sechs Preisträger des Dr.-Lorenz-Böhler-Preises. Beachtliches Leistungsniveau 124 von 417 SchülerInnen haben mit einem „ausgezeichnetem Erfolg“ abgeschlossen. Drei Schüler/innen treten im Herbst zu einer Wiederholungsprüfung an. Fünf Schüler müssen eine Schulstufe wiederholen. Mittagsbetreuung, Nachmittagsbetreuung und Ganztagsklasse Bereits im vierten Jahr wird an der Mittelschule Wolfurt eine Mittagsbetreuung mit warmem Mittagessen angeboten. Zwischen 36 und 12 schwankte die Zahl der teilnehmenden Schüler/innen. Die Gemeinde Wolfurt und das Land Vorarlberg bezahlten einen Großteil der Kosten, sodass der Elternbeitrag erträglich gehalten werden konnte. Die Nachmittagsbetreuung stieß bei den Schüler/innen bzw. den Eltern nur auf wenig Interesse, sodass nur eine kleine Gruppe zustande kam. Die Anmeldung für die zukünftigen ersten Klassen hat ergeben, dass es einen Bedarf für eine freiwillige Ganztagsklasse gibt. Sie startet im Herbst mit 21 Schüler/innen mit den Klassenvorständen Karin Oberhauser und Hubert Sinz. Eine Vielzahl von Projekten Elternabende und Informationsveranstaltungen zeigten erneut auf, dass an unserer Mittelschule weit über das geforderte Maß versucht wird, die vielseitigen Talente unserer Schüler anzusprechen und zu fördern. Die laufend aktualisierte Homepage www.vms.wolfurt.at gibt einen lebhaften Einblick in das Jahresgeschehen. Dir. Norbert Moosbrugger Bildung 17 Verkehrserziehung Kreativprojekt Spaß mit Sport und Spiel Volksschule Wolfurt Bütze Jahresbericht 2010/11 Das Schuljahr 10/11 war geprägt von eifriger Lernarbeit und tollen Aktionen. Wie immer ist das Jahr nur so verflogen! Die Viertklässler haben uns verlassen - viel Glück im neuen Lebensabschnitt! Neue Kinder kommen hinzu (3 erste Klassen) herzlich willkommen in der VS Bütze! Erziehungsarbeit Auch im Schuljahr 10/11 hat es wieder „gebrummt“ in der VS Bütze. Tolle Veranstaltungen, Projekte, Lehrausgänge, Vorführungen, Theater, Musik... Hier nur ein kleiner Ausschnitt aus dem bunten Bützeleben: &gt; &gt; &gt; &gt; &gt; &gt; &gt; &gt; Musikalische Mitgestaltung der Markteröffnung im Herbst 2010 Kostenloser Badminton-Kurs für Zweitklässler Teilnahme am Albanienhilfeabend im Cubus (Hansmann Ingrid ) Computerkurs für 3. und 4. Klässler Theateraufführungen an der Schule und außerhalb Teilnahme am Fest der Begegnungen im Cubus (Elisabeth Maier, Jeannine Schilcher) Elternsprechtag mit Bewirtung, Marktpräsentation des Elternvereins Bütze UGOTCHI - Sportfest zum Schulschluss + gesunde Jause Schule bietet viel Raum für Diskussionen und unterschiedliche Meinungen! Wo nicht miteinander gesprochen wird, entstehen Missverständnisse. Viele Stunden intensiver Gespräche mit Schülern, Eltern, LehrerInnen und externen Partnern (IFS, AKS, Schulpsychologie, …) konnten so manche schwierige Situation klären. Meine Tür steht für Fragen, Anregungen und Diskussionen immer offen! Lese- und Lernhilfeprojekt Neu ist das Lese- und Lernhilfeprojekt an unserer Schule - darüber wurde in der vorhergehenden Ausgabe ausführlich berichtet. Die Seniorenbörse als Initiator/ Organisator unterstützt uns dabei tatkräftig - vielen herzlichen Dank an Werner Kessler und sein Team! Lern- und Lebensraum Bütze &gt; In erster Linie ist es uns ein Anliegen, dass sich jedes Kind an unserer Schule wohl fühlen kann und aufgehoben ist. Wir versuchen, behutsam und mit pädagogischem Gespür die Lehrplaninhalte zu vermitteln. &gt; Erziehung zur Selbständigkeit, zur Eigenverantwortung und die Rücksicht auf Mitschüler sind uns ebenfalls ein großes Anliegen. In unserer Schulordnung, dem „Roten Bützefaden“, sind Höflichkeit, Freundlichkeit und Offenheit sowie gegenseitige Rücksichtnahme die Pfeiler des Zusammenlebens! &gt; Ein gesunder Leistungsanspruch ist ebenso nötig, um die Kinder behutsam auf die Anforderungen des Lebens bestmöglich vorzubereiten. Umweltbewusstsein Das Schoolwalkerprojekt, bei dem die Kinder angehalten werden, möglichst viele Wege zu Fuß zurückzulegen, war wieder Pädagogik an der VS Bütze ein großer Erfolg. 44 begeisterte Preis&gt; Die Fähigkeiten unserer Schüler fördern und fordern wir durch einen zeitgemä- träger erlebten auf ihrem Ausflug in die ßen, anregenden, abwechslungsreichen Unterricht, der auch Freiarbeitsaspekte Inatura einen tollen Abschluss der Akenthält und allen gesetzlich anerkannten Unterrichtsmethoden Raum bietet. tion. „Danke“ an die Gemeinde für ihre Lehrausgänge, Naturerlebnisse, kulturelle und sportliche Aktivitäten sind selbst- großzügige Unterstützung! verständlich integraler Teil des Unterrichts! &gt; Zur Unterrichtsmethode nur so viel: Es gibt nicht „die beste Methode“! Es geht Raiba Malwettbewerb immer darum, eine der Klasse bzw. dem jeweiligen Kind angemessene Methode Alle Kinder der VS Bütze nahmen am bzw. einen passenden Methodenmix zu finden. Raiba Malwettbewerb teil. Tolle Zeich&gt; Die Persönlichkeit und Motivation der Lehrperson ist mit ausschlaggebend für nungen, tolle Preise, lachende Kindergedie Qualität des Unterrichts - nie eine Methode an sich! sichter - was will man mehr? 18 Bildung Raiba Malwettbewerb Schoolwalkerpreisträger Sport Volleyball, Schwimmen, Eislaufen und neu: Spaß mit Sport und Spiel für unsere Kleinen! Es war für jeden etwas dabei. Viele Stunden Bewegung für gesunde Schüler! Allen Zweitklässlern wurde das Angebot gemacht, ein ganzes Jahr lang kostenlos 1x in der Woche in der Bützeturnhalle Badminton zu erlernen. Rene Nichterwitz bewies großes Geschick und Einfühlungsvermögen mit seiner bunten Truppe. Gerne führen wir das Angebot für die nächstjährigen Zweitklässler weiter und bedanken uns herzlich beim Vorarlberger Badminton Landesverband! Schulhomepage (http://www.vobs.at/vs-buetze/) Unsere Schulhomepage findet regen Zuspruch. Fortlaufend wird sie von Frau Maier gewartet (Fotos sichten und bearbeiten, texten etc.). Aus der Statistik &gt; &gt; &gt; &gt; 218 Schüler und 32 Lehrpersonen freuen sich auf die Ferien. 52 Viertklässler verlassen unsere Schule. Der Großteil wird unsere Hauptschule im Dorf besuchen. 14 Kinder werden ein Gymnasium besuchen. Generalsanierung VS Wolfurt Bütze In Absprache mit der Gemeinde findet im Sommer 2011 die Bausubstanzerhebung statt. Sie stellt die Basis für das weitere partnerschaftliche Vorgehen bei diesem Projekt dar. Als Direktor der VS Wolfurt Bütze möchte ich allen Partnern einen herzlichen Dank aussprechen! &gt; In erster Linie meinem Bützeteam! Für das Bemühen, das tolle Engagement, die Motivation und den Ideenreichtum sowie das pädagogische Einfühlungsvermögen! &gt; Unserem Hausteam Karl-Heinz Zuggal, Elfriede Vonach und Andreas. &gt; Vielen Eltern dafür, dass sie sich engagiert einbringen. &gt; Unserem Elternverein, der immer ein offenes Ohr für uns hat! &gt; Den Partnerschulen VS Mähdle und VMS Wolfurt für die angenehme, kollegiale Zusammenarbeit. &gt; Den Kindergärten für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit - sie legen engagiert und kompetent die Grundsteine im Bildungsbereich! &gt; Und - last but not least - der Gemeinde Wolfurt. Bürgermeister Christian Natter, Schulreferentin Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger und Alex Wohlmuth sind als unsere direkten Ansprechpartner immer da, wenn es um die Bildung der Wolfurter Kinder geht! Dir. Bernd Dragosits Wintersporttag Auch diesen Winter konnten unsere Schüler einen tollen Tag am Bödele erleben. Alle durften ihrem Lieblingswintersport nachgehen: Eis laufen, rodeln oder Schi fahren. Tatkräftige Unterstützung erhielt das Bützeteam von vielen Eltern. Religiöse Feiern Einen wichtigen Anker im religiösen Leben der VS Bütze stellen die gut besuchten Bützemessen für „Frühaufsteher“ dar. Sie wurden vom ReligionslehrerInnenteam, Frau Tomasini und Herrn Pfarrer German Amann, immer gut vorbereitet und kindgerecht begleitet. Bitt- und Dankgottesdienste, Beichten sowie die aufwändige Vorbereitung zur Erstkommunion ergänzen das Angebot. Romana Breier - heuer neu im Team - hat die Zweitklässler bestens auf die Erstkommunion vorbereitet. Markteröffnung Herbst 2010 Leseunterricht Wintersporttag Bildung 19 Schlussbericht der VS Mähdle Ein paar Zahlen Im vergangenen Schuljahr 2010/11 besuchten 158 Kinder in 8 Klassen die Volksschule Mähdle. 9 Kinder wurden als Vorschüler integrativ in den beiden ersten Klassen, und 15 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf wurden ebenfalls integrativ, verteilt auf 6 Klassen, unterrichtet. Von 40 Viertklässlern haben sich 25 Kinder für die VMS Wolfurt angemeldet, 1 Schüler wird die VMS Schwarzach besuchen und 1 Schülerin wird in die VMS Lochau wechseln. Der Anteil der Kinder, die ins Gymnasium wechseln beträgt ca. 25%. Ich wünsche allen unseren SchülerInnen einen guten Start in ihrer neuen Schule und viel Erfolg für die nächsten Schuljahre. Seit nunmehr 5 Jahren wird an unserer Schule Schülerbetreuung angeboten, welche im vergangenen Schuljahr von 35 Familien in Anspruch genommen wurde. Die Betreuung fand jeweils von Montag bis Freitag von 11:30 Uhr bis 16:30 Uhr statt. Erstmals machte auch der EURO-Bus an der VS Mähdle Station, bot den Kindern Einblick in die Welt unseres Geldes und brachte allerlei Interessantes rund ums Thema EURO mit. Großen Anklang fand auch heuer wieder das Waldprojekt mit Frau Gasser, welches sich wiederum über beide Semester erstreckte und an dem sich alle Klassen beteiligten. An unterschiedlichsten Tagen verbrachten die Kinder bei jedem Wetter den Vormittag im Wald und lernten dabei den Umgang mit der Natur und auch die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt des Wolfurter Waldes kennen. In der Gemeinde gab es Auftritte einzelner Klassen wie bei der Benefizveranstaltung der Albanienhilfe und beim Fest der Begegnung. Auch ein gemeinsamer Besuch des Tanz- und Klangtheaters „Die verlorenen Schritte“ in Bregenz stand auf dem Programm. Durch die Teilnahme an verschiedensten Aktionen konnten wir unter anderem tolle Preise gewinnen: &gt; Ugotchi - einen Bewegungstag mit der Sportunion Vorarlberg für die ganze Schule &gt; Selektissima - Gewinn eines Schulpreises, einer Autorenlesung für das kommende Schuljahr &gt; Leseinititative Vorarlberg - jede Klasse gewinnt einen Büchergutschein in Höhe von € 50,-. Zusatzangebote Mit großer Begeisterung nahmen die Kinder an den verschiedenen unverbindlichen Übungen teil. Neben Bewegung und Sport wurden mehrere Gruppen Englisch für Anfänger und Englisch für Fortgeschrittene angeboten. Erstmals konnten sich Kinder für „Gesunde Ernährung/Kochen“ anmelden. Sich mit Rezepten und der Zubereitung von Lebensmitteln zu beschäftigen, englische Lieder zu singen und Geschichten zu erzählen fand großen Anklang. Auch unsere Schulzeitung „Mä(h)dle- und Buaba Zitung“ wurde von den Klassen gestaltet und 2 x im Jahr herausgebracht. In Zusammenarbeit mit der SUPRO wurde in allen Klassen das Freifach „Eigenständig werden“ angeboten, welches das Ziel hat, Kinder stark zu machen. Mit vielen interessanten Übungen wurden die Kinder zu verstärkter Eigenständigkeit hingeführt. Projekte und gemeinsame Aktionen Eine Vielzahl an Aktivitäten setzte gezielte Impulse in den verschiedensten Bildungsund Erziehungsbereichen. Neben speziellen Elternabenden zu den Themen Schuleinschreibung, Schullaufbahnberatung und Einschulung waren die Eltern auch immer wieder in Klassenprojekte eingebunden. Durch zahlreiche Lehrausgänge und praktische Übungen in den unterschiedlichsten Fächern (Schülerwege abgehen, Verkehrserziehung an der Weberstraße, Besuch von Museen und Ausstellungen, Besuch des Rathauses und des Landhauses, ..) hat Lernen auch immer wieder außerhalb der Schule stattgefunden. 20 Bildung
  1. wolfurt
  2. imported
Heimat_Wolfurt_..._Nove Wolfurt 01.11.2001 19.11.2012, 18:34 Heft 25 2001 Zeitschrift des Heimatkundekreises November Bild 1: Markterhebung 1982. Bei einem großen Jubelfest zeigt Bürgermeister Waibel die ihm von Landeshauptmann Keßler überreichte Urkunde. Inhalt: 125. Vorsteher und Bürgermeister (4) 126. Gemeindewahlen 127. Die Roten 128. Mord und Totschlag 129. Blaues Buch 2000 Bildnachweis: Johann Greißing Bild 2 Siegfried Heim Bilder 21, 22, 29, 30 u. 31 Alle anderen sind der Sammlung Heim entnommen, die meisten sind Reproduktionen von Hubert Mohr oder Kopien aus dem Gemeindearchiv. Die Porträts der Bürgermeister und Ehrenbürger stammen von Graphiken und Ölbildern von Hubert Gasser im Kultursaal. Zuschriften und Ergänzungen In eigener Sache Nach mehr als einem Jahr - ich habe in dieser Zeit einen großen Teil der alten Akten in unserem Gemeinde-Archiv durchforscht und auch an anderen Projekten gearbeitet - kann ich heute das 25. Heft von Heimat Wolfurt vorlegen. Sein Hauptteil Vorsteher und Bürgermeister (4) soll ein Beitrag zur Dorfgeschichte des 20. Jahrhunderts sein. Als Ergänzung dazu steht der zweite Artikel Die Roten. Damit möchte ich die Rechte einer bei uns einst unterdrückten &quot;Minderheit&quot; wahren. Für beide gilt, daß sie nicht vollständig sein können, vor allem aber, daß das Zeitgeschehen verschiedenartige Wertungen zuläßt. Ich habe das Manuskript daher mit einigen Betroffenen und mit Zeitzeugen abgestimmt. Trotzdem wäre ich für jede Ergänzung und Korrektur sehr dankbar. Siegfried Heim Wolfurt und Wolford (Heft 24, S. 5) Dazu erreichte uns eine besonders interessante Zuschrift mit dem beigefügten Bild. Der Heimatkundler Dr. Johann Greißing in Hohenems, ein .besonderer Kenner von Hofrieden und Hofsteig, fand auf einem Schuldschein vom 17. Dezember 1819 den ältesten bekannten Abdruck eines Wolfurter Gemeindesiegels. Die Vorsteher hatten ihre Tätigkeit ja erst wenige Jahre zuvor im Jahre 1811 aufgenommen. Die Gemeinde führte also damals auf ihrem Siegel den k.k. Doppeladler der österreichischen Habsburger-Monarchie mit Reichsapfel und Schwert und dem rotweißroten Bindenschild. Die Adlerköpfe tragen aber nicht die Reichskrone, sondern den Herzogshut der Kronländer. Die Umschrift lautet &quot;SIGILL DER GEMEIND WOLFURT&quot;: Eine seltsame Zusammenstellung! Vielleicht findet sich ein Fachmann, der uns ihren Sinn erklärt? Auf alle Fälle handelt es sich aber um eine frühe Besiegelung der noch heute gültigen Schreibart Wolfurt. Bild 2: Ältestes Wolfurter Gemeindesiegel von 1819 Bitte! Diesem Heft 25 liegt wieder ein Erlagschein bei. Konto Heimatkundekreis 87 957 Raiba Wolfurt. Wir bitten Sie herzlich, mit Ihrem Beitrag die Herausgabe weiterer Hefte zu ermöglichen. Die Gebarung und die Belege des Heimatkundekreises wurden am 26. Jänner 2001 von Seiten der Gemeinde Wolfurt durch Gerald Klocker überprüft und in Ordnung befunden. Herausgeber: Heimatkundekreis Wolfurt Für den Inhalt verantwortlich: Siegfried Heim, Funkenweg 11, A-6922 Wolfurt Satz und Grafik: Erik Reinhard, A-6922 Wolfurt Fotosatz: Mayr Record Scan, A-6922 Wolfurt Druck: Lohs Ges.m.b.H, A-6922 Wolfurt 3 Die Haltmayer (Heft 24, S. 13) Zuerst eine Berichtigung zu S. 19: Der Gerbergeselle aus Hergensweiler hieß nicht Josef, sondern Johann Georg Heim. Josef war sein Sohn, der 1891 aus Hanso Hus im Kirchdorf in das Küfer-Haltmayer-Haus in der Bütze einheiratete. Seine Nachkommen haben sich im Frühling 2001 im Kultursaal getroffen und mit Hilfe von Lichtbildern und einem Stammbaum ihre Vorfahren studiert. Zu S. 19 unten: Gemeldet haben sich auch mehrere Nachkommen des 1890 erstochenen Engelwirts August Haltmayer: Ernst Haltmayer, der Gründer der Firma Aerosol in Lauterach, und sein Vetter Alfons Haltmeier, leitender Spezialist für Flug-Radar in Dübendorf in der Schweiz. Zu mehreren Treffen brachten sie Bilder und Unterlagen von ihren Familien und auch Zeitungsberichte vom Tod ihres Großvaters mit. Auszüge daraus finden Sie im Beitrag Mord und Totschlag in diesem Heft. Vorsteher und Bürgermeister (3), (Heft 24, S. 27) Zu S. 27, Vorsteher Joh. Martin Schertler (IL): Der Beitrag hat den Weg zu weiteren Verwandten geöffnet. Zweimal besuchte mich aus der Schweiz Siegfried Schertler jun., ein Enkel des 14. Vorstehers und ein Bruder unseres Roman Schertler von der Lorenz-Schertler-Straße. Siegfried Schertler, geboren 1926 in Hard, hat nach dem Besuch der HTL Bregenz in verschiedenen Betrieben technische Erfahrung gesammelt. Im Jahre 1964 begründete er ganz allein in einem Kellerraum in Flawil eine Firma, die sich auf die Erzeugung von Vakuum-Ventilen spezialisierte. Daraus baute er in wenigen Jahrzehnten die VAT in Haag im Schweizer Rheintal auf, das weltweit führende Unternehmen für Vakuum-Dicht-Technik. Mit rund 500 Mitarbeitern und mit Tochterfirmen in Deutschland, Frankreich, England, Japan und USA erreicht VAT heute einen Jahresumsatz von 200 Millionen Dollar und ist zum größten Steuerzahler des Kantons St. Gallen geworden. Die Firma leitet als geschäftsführender Präsident Dr. Richard Fischer aus Rankweil, ein Urenkel unseres 13. Vorstehers Joh. Georg Fischer und damit ein Vetter des Firmengründers Siegfried Schertler. Wolfurter Blut, das sich jenseits des Rheins bewährt! Ein weiterer Schertler-Nachkomme kam zu Pfingsten 2001 mit seiner Familie aus Amerika zu Besuch nach Wolfurt. Frank Schertler (der Dritte) ist ein Urenkel des 1923 nach den USA ausgewanderten Frank Schertler (des Ersten), der in Amerika die Wolfurterin Anna Heitz geheiratet hat. Ein Bild von dem Auswanderer findet sich in Wolfurt in alten Bildern auf Seite 148. Der Urgroßvater (Franz) Josef Schertler (18641898) war der älteste Sohn des 14. Vorstehers. Er war Gemeindeschreiber und zuletzt auch Konsumverwalter im neu gebauten Konsum Rickenbach. Mit der Gründung einer zweiten Blasmusik brachte er argen Streit in die Gemeinde (Heft 24, S. 31). Nun hat der Ururenkel wieder Kontakte zu vielen Verwandten geknüpft und auch Altvorstehers Haus an der Kirchstraße eingehend besichtigt. Zu S. 32, elektrisches Licht: Für einen Jubiläumsband &quot;700 Jahre VKW hat der Historiker Dr. Reinhard Mittersteiner auch in unserem Gemeindearchiv geforscht. In der Chronik &quot;Schneider 3 &quot; fand sich ein lange gesuchtes Datum: &quot;1886 im Septr. den 29. bekamen wir Elektrisches Licht in der Fabrik&quot;. Wir dürfen uns alle auf das noch heuer erscheinende Buch freuen, in dem auch die Wolfurter Gunz-Loacker-Geschichte ihren Platz findet. Zu S. 35 unten: Fehlerberichtigung! Der neue Schreiber hieß nicht Otto, sondern Josef Böhler, Jg. 1883. Ihm gehörte das alte Doktor-Rohner-Haus am Sternenplatz, das 1949 abgebrannt ist. Dort wohnte sein jüngerer Bruder Otto Böhler, Jg. 1885. Mehreren Lesern ist der Fehler aufgefallen, zuerst Anni Höfle-Germann in Lauterach, die in ihrer Kindheit auch dort gewohnt hat. Ahnenforschung Immer neue Briefe und Mails treffen aus Amerika ein, wo die ersten Forscher ihre Stammbäume den Computern übergeben und damit andere Nachkommen der Wolfurter Auswanderer neugierig gemacht haben. Neu schreibt Jill Bennet aus Rice Lake, WI. Ihr Ahn Johannes Schwerzler wanderte 1852 aus dem Eulentobel nach Cottonwood in Minnesota aus. Er war ein Enkel jener Elisabeth Fischer-Schwerzler (Lisol), die dem Haus im Eulentobel schon um 1770 den Hausnamen Lislos gegeben hat. Seine Verwandten waren also die Lisolar-Gmeiner und die Zimborar- und Naiolar-Schwerzler. (Heft 16) Aus Bergisch-Gladbach im Rheinland hat Frau Dr. Roswitha Flatz eine große Stammtafel ihrer Flatz-Familie geschickt. Es handelt sich um nahe Verwandte unseres berühmten Wolfurter Malers, die als Ärzte, Professoren, Künstler, Ingenieure und BankDirektoren den Namen Flatz aus Buch und Wolfurt nach Salzburg, Mondsee, Wien, Preßburg und schließlich ins Rheinland und nach Amerika getragen haben. Frau Roswitha bedankte sich für unsere Aufstellung (Heft 20, S. 46) und will weiter forschen. 4 5 Siegfried Heim Vorsteher und Bürgermeister von Wolfurt (4) In den Heften 20,22 und 24 habe ich in drei Kapiteln über jene Vorsteher erzählt, die vor hundert und mehr Jahren Verantwortung für die Menschen in unserer Gemeinde getragen haben, für deren Arbeit und für das Zusammenleben. Das vierte Kapitel greift nun in unsere Zeit herein. Da gilt es, von Bürgermeistern zu berichten, die wir persönlich gekannt haben. Einige leben noch unter uns. Die folgenden Berichte sind ein Versuch, das wichtigste aus ihrer Amtszeit zu beschreiben. Vieles davon könnten die Leser aber wohl aus eigener Erinnerung noch wesentlich ergänzen. 18/1 Ludwig Hinteregger 1924-1938 Geb. 5.10.1892, gest. 31.10.1973 Die Wolfurter Hinteregger stammen vom Pfänder. Gebhard Hinteregger, der 1844 nach Wolfurt kam, war 1811 als Sohn des Adlerwirts in Bildstein geboren worden. Zehn Jahre lang besaß er die alte Schmiede an der Berggasse, wo seine Kinder zur Welt kamen. Dann konnte er 1854 das große Haus auf dem Bühel (Oberfeldgasse 2) kaufen, das seither das Stammhaus der vielen Wolfurter Hinteregger-Familien geworden ist. Hier wurde Ludwig 1892 geboren. Von seinen Brüdern wurde Josef Arzt in Satteins, Gebhard Instrumentenmacher im Strohdorf und Friedrich Bauer in Schwarzach. Ludwig arbeitete in seiner Jugend als Sticker, übernahm aber dann mit seinen Schwestern Lena und Maria die elterliche Landwirtschaft im Oberfeld. Schon früh zog es ihn zu den Vereinen. Er war ein begeisterter Chor-Sänger, spielte bei der Bürgermusik das Flügelhorn und gehörte 1910 im Arbeiterverein zu den Mitbegründern des Turnerbundes. Im Jahre 1913 rückte er zu den Kaiserjägern nach Südtirol ein und machte Dienst bei der Militärmusik. Als 1914 der Erste Weltkrieg begann, gehörte seine Einheit zu den ersten Truppenverbänden, die den Einmarsch der russischen Armee in Galizien aufhalten sollten. 1915 wurde er in die mörderichen Abwehrkämpfe gegen die Italiener in den Dolomiten geschickt. Für seinen Einsatz wurde er mit der Kleinen Silbernen und dann dreimal (!) mit der Großen Silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet und zum Zugsführer befördert. Im Gebirgskrieg wurde er 1917 schwer verwundet. Den Zusammenbruch der Monarchie erlebte er im Lazarett. Nun holte man ihn 1919 in die Gemeindepolitik und wählte ihn unter Vorsteher Lorenz Schertler sofort zum Ersten Gemeinderat und damit zum Stellvertreter des Vorstehers. In den Jahren der Not sammelte er hier wertvolle Erfahrungen. 1924 wurde wieder gewählt. Aus dem Chaos bei den ersten &quot;demokratischen&quot; Wahlen von 1919 hatten die Wolfurter gelernt. Diesmal wurden rechtzeitig drei ParteiListen vorgelegt, die alle den Christlich-Sozialen nahe standen. Die Allgemeine Wähler- partei führte Gemeinderat Ludwig Hinteregger an, die Allgemeine Wählerschaft der ehemalige Vorsteher Ferdinand Köb und die Wirtschaftspartei der Schreinermeister Rudolf Fischer, Schnidarles. Eigentlich standen sich dabei nur die lokalen Interessen der Wolfurter und der Rickenbacher gegenüber. Die Sozial-Demokraten waren in Wolfurt noch gar nicht organisiert, während sie etwa in Hard, angeführt von ihrem Nationalrat Hermann Hermann, bereits zur mandatsstärksten Partei wurden. In Wolfurt gewann die Gruppe um Hinteregger 10 von den 18 Mandaten, die beiden anderen je 4. Sicher half Hinteregger dabei, daß er als Musikant, Sänger und Turner einen großen Rückhalt bei den Vereinen hatte. Die wirtschaftliche Lage war immer noch Bild 3: Ludwig Hinteregger als junger Kaiserjäger katastrophal und verschlechterte sich in den folgenden Jahren durch den Zusammenbruch wichtiger Banken noch mehr. Arbeitslosigkeit und Hunger führten zu einer Radikalisierung der politischen Parteien. Die Sozial-Demokraten stellten ihren bewaffneten Schutzbund auf, die Christlich-Sozialen ihre Heimatwehr. In Wien brannte 1927 der Justizpalast. Vorsteher Hinteregger sah seine Hauptaufgabe in der Schaffung von Arbeit. Zuerst wurde der Dorfbach aus seinem offenen Bett an der Kellhofstraße in eine Rohrleitung verlegt. Im Jahre 1929 wurde als ganz neue Straße die Verbindung von der Hub durch den Brühl nach Rickenbach gebaut. Die Gemeinde kaufte von der Familie Heim das uralte Hanso Hus am Dorfplatz zum Abbrach. Mit Wolfurter Arbeitslosen wurde an seiner Stelle 1930 das große Kriegerdenkmal erstellt. In einer von Schützenhauptmann Ludwig Köb gestifteten italienischen Blindgänger-Granate wurde die Urkunde hinterlegt. Ein Großprojekt sollte mehr Arbeit schaffen: Ausbau und Teerung der oberen Straße von der Ach bis Rickenbach. Dazu nahm die Gemeinde bei der Rheintalischen Kreditanstalt in der Schweiz einen Kredit von 100 000,- Schweizer Franken auf, damals eine unfaßbar große Summe! Im Sommer 1931 wurden damit die Straße ausgebaut, zwei Häuser abgebrochen, die Kurven gepflastert und etliche Gartenmauern erstellt. Kritisch wurde es, als die Schweizer Bank eine bessere Sicherstellung verlangte. Da halfen die Erben des 1930 plötzlich verstorbenen Gemeinderates Kreuzwirt Josef Haltmayer aus. Die Gemeindevertretung bedankte sich 1932 bei Vorsteher Hinteregger 7 6 Bild 4: Straßenbau 1931 an der Dorfkurve Bild 5: Teerung 1931 in Spetenlehen ausdrücklich für den großen Einsatz beim Bau &quot;seiner&quot; Straße. Es dürfte eine der allerersten asphaltierten Gemeindestraßen in ganz Vorarlberg gewesen sein! 1933 wurde dann auch noch die Rutzenbergstraße mit einer großen Schleife neu gebaut. Für eine neue Straße nach Buch hatte das Land 1930 eine Trasse an der Ach ausgearbeitet. Mit großem Nachdruck und einer Unterschriften-Sammlung verlangte die Gemeinde Wolfurt eine Variante über das Oberfeld zur Berg-Gasse und setzte sich mit Hilfe von einflußreichen Wolfurter Beamten durch. Ab 1932 begannen die Wolfurter zu bauen, die Bucher hatten schon ein Jahr früher am anderen Ende angefangen. Als die Bucherstraße mit ihren vier Tunnels 1935 eröffnet wurde, galt sie als Sehenswürdigkeit. Ab jetzt fanden 65 Maurer und Hilfsarbeiter Verdienst beim Ausmauern des Rickenbachs. Auch sonst hatte sich in der Gemeinde einiges verändert. Altvorsteher Köb war 1924 Sternenwirt geworden. Dort war seit 1871 die Post untergebracht gewesen. Jetzt verlegte die Gemeinde das Postamt ab 15. Jänner 1925 in das von ihr angekaufte SchertlerHaus bei der Schule, wo bald auch der Bauhof und eine große Brückenwaage Platz fanden. In den oberen Stock zogen 1928 zwei Haller &quot;Kreuzschwestern&quot; ein, die von hier aus ihre segensreiche Tätigkeit als Krankenschwestern aufnahmen. Gemeindearzt war seit 1924 Dr. Eugen Lecher. Dieser begründete noch im gleichen Jahr zusammen mit Wagnermeister Johann Heitz im Rahmen der Feuerwehr eine Rettungsabteilung des Roten Kreuzes. Der Autoverkehr nahm zu. Konrad Bohle eröffnete beim Mohren die erste BenzinZapfstelle, August Rädler eine zweite beim Wälderhof. Am 30. September 1925 wurde die erste &quot;Omnibus&quot;-Linie nach Bregenz in Betrieb genommen. Die Fahrzeug-Zählung von 1933 erbrachte für Wolfurt: 400 Fahrräder, 25 Motorräder, 10 &quot;Luxus&quot;Autos (PKW) und 10 LKW. Im Jahre 1929 setzten die 111 werke die riesigen Masten ihrer Überlandleitung auf die 8 Wolfurter Bühel. Im gleichen Jahr erhielt die Feuerwehr den hohen Schlauchturm beim Schulhaus. Der Vorsteher bekam in Adolf Fischer einen neuen Sekretär, der viele Jahre lang seine unentbehrliche Stütze wurde. 1931 wurde Karl Mohr neuer Schulleiter und 1933 Josef Kresser neuer Straßenmeister. Dieser arbeitete für einen Stundenlohn von 80 Groschen. (Ein Kilogramm Mehl kostete 45 Groschen!). Um dem parteipolitischen Streit auszuweichen, hatte Wolfurt im Jahre 1929 Mehrheitswahlen mit einer einzigen Liste durchgeführt. Ludwig Hinteregger erhielt 1044 von 1052 gültigen Stimmen, das sind sagenhafte 99,2 %. Am nächsten kam ihm noch der beliebte Konsumverwalter Johann Zwickle mit 954 Stimmen. Ein Kommentar in der Zeitung meinte: &quot;... sich nicht erinnern, daß je in einer Periode so friedliche und einmütige Arbeit geleistet wurde&quot;.1 Im Jahre 1932 wurde Hinteregger auch in den Landtag gewählt. Als Vertreter der Landwirtschaft verblieb er dort bis zur Auflösung 1938. Inzwischen hatten sich die politischen Parteien völlig zerstritten. Das wirkte mit dem Verbot der Nationalsozialisten 1933 und der Sozialdemokraten 1934 bis in die Dörfer und in alle Vereine hinein. Die neue Verfassung von 1934 sah einen Ständestaat mit einer Einparteienregierung der &quot;Vaterländischen Front&quot; vor. Die gewählte Gemeindevertretung wurde aufgelöst. An ihre Stelle trat ein &quot;Gemeindetag&quot;, dessen Mitglieder über Vorschlag der örtlichen VF vom Landeshauptmann ernannt wurden. Der Vorsteher führte erst jetzt die Amtsbezeichnung &quot;Bürgermeister&quot; ein, wie es schon im Gesetz von 1919 bestimmt worden war. Erstmals trat der Gemeindetag mit 3 Gemeinderäten und nur 10 Mitgliedern am 9. August 1934 zusammen. Für Andersdenkende gab es jetzt keine politische Vertretung mehr. Eine ganze Serie von Sprengstoff-Attentaten im Lande sorgte für Aufregung. Bewaffnete Heimwehr-Leute patrouillierten nachts durch die Gemeinde. Der Druck aus dem nationalsozialistischen Deutschland nahm zu. Jetzt ließen sich auch junge 9 Bild 6: Heimatwehr 1936 als Chor-Schützen 19. Theodor Rohner 1938-1945 Geb. 28.10.1894, gest. 1.12.1964 Schlagartig wurde die Lähmung der vergangenen Jahre durch vordergründigen Jubel überdeckt, getragen vor allem von der Hoffnung auf Arbeit. Schon 1932 war in Wolfurteine Ortsgruppe der NSDAP gegründet worden, 1933 auch eine Abteilung der SA. Nach dem Verbot der NSDAP waren 1933 acht Mitglieder des Kath. Arbeitervereins und 16 Turner aus ihren Vereinen ausgeschlossen worden. Von den jungen Leuten, die sich nach Deutschland zur Legion absetzten, nennt Bürgermeister Hinteregger in seinem vorsichtigen Bericht vom 31. Okt. 19452 nur den als Heimatforscher bekannten Gebhard Anwander aus Rickenbach und den ausgezeichneten Schifahrer Josef Bragger aus dem Strohdorf, der spä- Bild 7: Bürgermeister Theodor Rohner ter im Krieg gefallen ist. Die wirkliche Anzahl war aber viel größer. Sofort bemächtigten sich die Nationalsozialisten der ganzen Gemeinde. Schon am 15. März wurden das Kartell und die meisten Vereine aufgelöst und das Vereinshaus beschlagnahmt. Die Vereine mußten Inventar und Barvermögen abliefern, einige versteckten aber doch ihre alten Fahnen. Eine gewaltige Propaganda-Flut setzte ein. Am 18. März stellte die Firma Loacker am Kirchplatz und beim Mohren in Rickenbach je einen Lautsprecher auf, eigens zum Empfang der &quot;weltgeschichtlichen Rede des Führers&quot;. Zwar gab es seit 1934 einen Radiosender in Lauterach, aber nur ganz wenige Leute besaßen einen Empfänger. Jetzt kamen die billigen &quot;Volksempfänger&quot; auf den Markt, mit denen man nur den Reichssender Berlin empfangen konnte. Ausländische Sender abzuhören war ja bei schwersten Strafen verboten. Am 31. März wurde der alte Gemeindetag aufgelöst. Vorerst mußte Bürgermeister Hinteregger im Amt bleiben, doch stellte ihm der neue Bezirkshauptmann den NSOrtsgruppenleiter Theodor Rohner und die vier Beiräte Alfred Fischer, Anton Heim, Josef Rohner und Willi Köb zur Seite. Das Gemeindeamt wurde in allen politischpolizeilichen Angelegenheiten den Weisungen der in Bregenz amtierenden Gestapo unterstellt. Das Abstimmungsergebnis vom 10. April 1938 über den Anschluß lag in Wolfurt ähnlich wie bei den meisten Gemeinden im Land bei 98 Prozent und wurde mit einem 11 Wolfurter dort in die illegale &quot;Österreichische Legion&quot; einschreiben. Am 27. Mai 1936 wurde noch einmal ein neuer Gemeindetag installiert, diesmal bestehend aus dem Bürgermeister, einem Vertreter der Katholischen Kirche und 14 Gemeindevertretern. Aus nur 6 von der VF ausgesuchten Kandidaten hatte der Bauernstand 4 Vertreter &quot;gewählt&quot;, ähnlich die Gewerbetreibenden ihre 6 Leute. Wahlberechtigt waren aber nur eingeschriebene Mitglieder der &quot;Vaterländischen Front&quot;. Weil Industrie und Öffentlicher Dienst zu wenig &quot;verläßliche&quot; Kandidaten aufbieten konnten, verzichtete die VF hier auf Wahlen und legte selbst ihre 4 Männer fest. Von der Demokratie hatte man sich damit verabschiedet. Dafür rief der Gemeindetag im Dezember zur Spende von Geld, Lebensmitteln, Bekleidung und Heizmaterial für die &quot;Minderbemittelten&quot; auf. An die Ärmsten wurden Brot und im März auch einige Hundert Kilogramm &quot;Bundeswurst&quot; aus Inner-Österreich verteilt. Ihre Lage blieb aber trostlos. Seit 1931 lag die Jänner-Arbeitslosigkeit in der Gemeinde immer über 100, im Jahre 1936 sogar bei 140. Ungeheure Not bedrückte viele Familien. Das Gemeindeblatt war voll von Versteigerungs-Anzeigen. Angeboten wurden Häuser und Grundstücke, Nähmaschinen, Wolldecken und Fahrräder. Immer mehr Leute hörten auf die Versprechungen Adolf Hitlers, der seit 1933 in Deutschland regierte. Am 12. März 1938 rückten seine Truppen in Österreich ein. 10 riesigen Aufmarsch uniformierter Fackelträger gefeiert. Zu diesem Tag war erstmals &quot;Großbeflaggung&quot; angeordnet worden: Nur Hakenkreuzfahnen! Rot-weiß-rot &quot;ist zu vermeiden!&quot;3 Am 19. Mai ordnete der Landesschulrat an, daß alle Kinder ausnahmslos mit &quot;Heil Hitler!&quot; zu grüßen hätten, &quot;und zwar mit voll nach vorne in Augenhöhe ausgestreckter Rechten&quot;. Jetzt mußte auch Bürgermeister Hinteregger seine Briefe mit &quot;Heil Hitler!&quot; unterzeichnen. In Vorarlberg war ein gewaltiges Programm zur Staubfreimachung von 244 km Straßen in Angriff genommen worden. Dazu gehörte u. a. die Straße von Wolfurt über Schwarzach nach Dornbirn. Ganz neu begann man in Hard mit dem Bau einer Umfahrungsstraße (die spätere Betonstraße) mit als sensationell empfundenen 9 m Breite. Im März 1937 waren in ganz Vorarlberg 300 Arbeiter beim Straßenbau beschäftigt gewesen, im Mai 1938 waren es 1370.4 Von solchen Zahlen und noch mehr von der neu eingeführten Kinderbeihilfe war die Bevölkerung ungemein beeindruckt. Ab 1. Juli 1938 übernahm der bisherige Ortsgruppenleiter Theodor Rohner selbst das Amt des Bürgermeisters. Sein Nachfolger als Ortsgruppenleiter wurde Emil Beck. Nach dem &quot;Führerprinzip&quot; war der Bürgermeister allein für die Gemeinde verantwortlich. Zwar wurden einige Leute als Beiräte benannt, doch waren Abstimmungen untersagt. Schulleiter Mohr wurde als ehemaliger Leiter der VF in den Lehrerstand zurückversetzt. Die drei hochverdienten Schulschwestern Sr. Sebastina, Sr. Gisela und Sr. Regina mußten die Schule verlassen. An die Stelle der Vereine traten NS-Formationen. Schon die 10jährigen wurden im &quot;Jungvolk&quot; und bei den &quot;Jungmädels&quot; erfaßt, die 14jährigen zu HJ (&quot;Ha-Jott&quot;, Hitlerjugend) und BDM (Bund deutscher Mädel) überstellt. Die Erwachsenen wurden in vielerlei Gliederungen der &quot;Partei&quot; aufgenommen, in Wolfurt vor allem bei der SA (Sturmabteilung) und beim NSKK (Kraftfahrer-Korps), wo sich die Motorisierten trafen. Die Frauen der NSV (Volkswohlfahrt) richteten im Konsum eine Säuglings-Fürsorge und im Kleinen Saal des Vereinshauses den ersten Kindergarten ein. Regelmäßige Sammlungen für das WHW (Winterhilfswerk) mit teilweise sehr gefälligen Aufsteck-Abzeichen sollten die Not der Alten und Armen lindern. Alles, gar alles! in der Hand einer Partei. Dazu eine ganz neue Art von aggressiver Propaganda in den Partei-hörigen Zeitungen, im Rundfunk und vor allem in den Schulen. Dort war das Kreuz in den Klassen durch ein Hitlerbild und einen &quot;markanten&quot; Wochenspruch des Führers ersetzt worden. Die Bürgermusik blieb als &quot;Schützenmusik&quot; erhalten, weil man auf sie bei den vielen Aufmärschen nicht verzichten wollte. Sogar den Alt-Gemeinderat Franz Rohner, an dessen Haus die SA eine große Tafel &quot;Hier wohnt ein Feind des deutschen Volkes &quot; angebracht hatte, brauchte man als Kapellmeister. Und die beliebte Krankenschwester Sr. Epiphania erhielt vom Bürgermeister eine Anstellung als &quot;Frl. Härle&quot;, verbunden allerdings mit dem strikten Vebot geistlicher Betätigung. Natürlich fiel auf, daß die Kirche unter schwerem Druck stand. An Feiertagen mußte auch vom Kirchturm die Hakenkreuzfahne wehen. Prozessionen wurden &quot;aus Ver12 Bild 8: NS-KK. Die Wolfurter Kraftfahrer 1939 unter Alfred Fischer. kehrsgründen&quot; ins Oberfeld verwiesen. Auch das Läuten mußte eingeschränkt werden &quot;wegen Störung des Rundfunks&quot;. Ab 1. Jänner 1939 wurden die Standesämter eingeführt. Bürgermeister Rohner übernahm selbst dieses zusätzliche Amt. Standesamtliche Trauungen unter der Hakenkreuzfahne ohne nachfolgende kirchliche Hochzeit blieben aber die seltene Ausnahme, ebenso wie &quot;germanische Namensgebung&quot; für Neugeborene. Junge Ehepaare erhielten vom Bürgermeister Adolf Hitlers Buch &quot;Mein Kampf. Gelesen werden es wohl wenige haben! Eine ganze Anzahl von Wolfurtern trat aber aus der Kirche aus und nannte sich nun &quot;gottgläubig&quot;. Die Pfarrämter bekamen eine riesige Aufgabe mit der Erstellung von Ahnenpässen als Arier-Nachweis aufgebürdet. Alt-Pfarrer Leopold Berchtold schrieb deshalb in einem großen Buch alle Familien aus den alten Tauf- und Trauungsbüchern heraus. Es ist heute bei der Familienforschung eine wertvolle Hilfe. Am 1. September 1939 begann der Krieg. Über seinen Verlauf und sein schreckliches Ende haben wir in dieser Zeitschrift in zwei Artikeln umfangreich berichtet.5 Hier wiederhole ich daher nur jene fürchterliche Zahl: Am Kriegerdenkmal mußten die Namen von 99 jungen Männern aufgeschrieben werden, die nicht mehr heimkehrten. In einem langen schmerzhaften Prozeß war der Jubel von 1938 untergegangen, nicht in allen Familien zur gleichen Zeit. Für die meisten war ja die NS-Propaganda die einzige Informationsquelle. Lange, allzu lange schauten viele weg, hörten nichts, wollten nichts hören, von der Verfolgung von Juden und Zigeunern, vom Sterben der Behinderten, von der Mißhandlung von Kriegsgefangenen, von der Unterdrückung von Menschen in den besetzten Ländern. Auch nicht von den Niederlagen in Rußland und von der Zerstörung deutscher Städte im Bombenkrieg. Jede unbedachte Bemerkung konnte das Leben kosten. So wurde die 60jährige Hausfrau Ottilia Köb, Schmieds, 1941 wegen &quot;Beleidigung der Regierung&quot; von der Gestapo zwei Wochen lang eingesperrt.6 Ihre Entlassung verdankte sie wohl nur dem 13 Umstand, daß ihre beiden Söhne an der Front standen. Aus einem ganz ähnlichen Grund wurde zwei Jahre später in Bregenz Frau Karoline Redler zum Tode verurteilt. Unter allerschärfster Beobachtung standen jene Familien, die man für Kommunisten hielt. Aus nichtigen Gründen wurden 1941 und 1942 etliche Wolfurter Jugendliche verhaftet und von der Gestapo mißhandelt. August Wachter und Martin Österle waren bei ihrer Verhaftung erst 16 Jahre alt. Wachter wurde aus der Haft zu einer StrafKompagnie an die Front überstellt und ist dort gefallen. Auch sein Vater war verhaftet worden. Wegen &quot;Abhörens von Feindsendern&quot; mußte auch noch der Familienvater Karl Zanetti die letzten Kriegsmonate im Gefängnis absitzen.7 Bei Kriegsende zwang am Morgen des 2. Mai 1945 eine große Gruppe Wolfurter Zivilisten, in der Mehrzahl Frauen und Mädchen, den Bürgermeister zu dem Versuch, die deutschen Truppen an der Ach von der Fortsetzung des Verteidigungkampfes abzuhalten. Bei seinem Eintreffen waren diese aber bereits abgezogen, der Einmarsch der Franzosen hatte begonnen. Noch am gleichen Tag wurde Ortgruppenleiter Beck von einem französischen Kommando verhaftet und mit dem Erschießen bedroht, . schließlich aber in das Anhaltelager Brederis eingeliefert. Bürgermeister Rohner blieb noch zwei Tage im Amt. Am 4. Mai 1945 übergab er in einem offiziellen Akt das Amt an seinen Vorgänger Ludwig Hinteregger. Auch Rohner wurde dann einige Zeit inhaftiert. 1946 mußte er bei der Entnazifizierung der Wolfurter &quot;Partei&quot;-Mitglieder als Auskunftsperson helfen. Theodor Rohner war 1894 in Lauterach als Sohn des Wilhelm Rohner und der Anna Maria Schwerzler geboren worden.. Die Mutter stammte aus dem Tobel in Wolfurt. Als die Familie Rohner mit ihren acht Kindern nach Wolfurt in das Haus C 5 an der Ach (heute Zementerei Rohner, Bützestraße 39) übersiedelte, benannte man sie nach der Mutter mit dem Hausnamen &quot;Toblars&quot;. Früh verstarben beide Eltern. Die Waisenkinder mußten das Haus verkaufen. Außer Theodor, der als Sticker Arbeit suchte, blieb auch seine Schwester Klara, verehelichte Schwerzler, als Toblars Klara mit ihren Söhnen in Wolfurt. Theodor heiratete 1920 Rosina Böhler, eine Tochter des Holzer-Schmieds August Böhler. Mit ihren zwei Kindern Bertram und Theodora wohnten sie in Miete im Haus D 293 (Villa Köb, Hofsteigstraße 54) in Rickenbach. Schon 1937, mitten in der Not der Arbeitslosigkeit, starb die Mutter. 1940, jetzt schon als Bürgermeister, ging Rohner eine zweite Ehe mit Katharina Bohle ein, einer Tochter des Rickenbacher Kaufmanns Konrad Bohle. Der Sohn Bertram betrieb nach dem Krieg eine Handlung in Landeck. Die Tochter Dora, verehelichte Zangerl, lebte mit ihrer Familie in Pians. Zu ihnen übersiedelte der Alt-Bürgermeister für seine letzten Lebensjahre. In Pians ist er am 1. Dezember 1964 gestorben. An seinem Begräbnis nahm auch eine offizielle Abordnung der Gemeinde Wolfurt teil. Dafür bedankten sich die Kinder mit einer Spende für die Totenkapelle in Wolfurt. 18/2 Ludwig Hnteregger 1945-1950 Geb. 5.10.1892, gest. 31.10.1973 Seit 4. Mai 1945 waren also der 1938 abgesetzte Bürgermeister Hinteregger und als sein Sekretär Adolf Fischer wieder im Amt. Während der NS-Zeit hatte Hinteregger neben seiner Landwirtschaft eine Anstellung im Büro der Firma Baustoffe-Rädler übernommen. 1945 war er auch noch zum Dienst beim &quot;Volkssturm&quot; im Südtirol verpflichtet worden. Als Bürgermeister wollte er nun den 1938 aufgelösten VF-Gemeindetag wieder einsetzen. Das scheiterte aber am Einspruch der französischen Behörden. Diese verlangten eine paritätische Vertretung der Links-Parteien. So mußte ein auf fünf Personen reduzierter provisorischer Ausschuß nominiert werden, bestehend aus Bürgermeister Hinteregger, den Bild 9: Bürgermeister Ludwig Hinteregger ehemaligen Gemeinderäten Alfons Gunz, Franz Rohner (Kapeller), Martin Höfle und dem zusätzlich bestimmten Bauarbeiter Karl Geiger, der den Kommunisten nahe stand. Die erste Sorge des Bürgermeisters galt der Versorgung der notleidenden Bevölkerung mit Lebensmitteln, Heizmaterial und auch mit Wohnraum. Nur mit größtem Einsatz und gestützt auf seine Erfahrungen nach dem Ersten Weltkrieg konnte er die Ablieferung von Schlachtvieh, Milch, Mais und Brennholz erreichen, viel zu wenig für die Not der ausgebombten Flüchtlinge aus dem Ruhrgebiet und die heimatlosen Familien aus Ost-Europa. Vielen konnte er einen Acker an der Ach oder im Ried zuweisen. Sogar auf dem Schulplatz wurden Mais und Kartoffeln angebaut. Die Gärtner Stöckli, Hans Schwerzler und Gebhard Mohr mußten große Mengen von Setzlingen produzieren. Einen besonderen Beitrag leistete auch die Familie Erwin Karg mit dem Anbau von Gemüse auf den steinigen Insel-Gründen. Feldwachen mußten nachts die Äcker schützen. Im August wurden alle &quot;Reichsdeutschen&quot; ausgewiesen. Mit ganz wenig Handgepäck wurden sie auf Lastautos an die Grenze transportiert, auch Frauen mit kleinen Kindern. Sogar der Wirt August Keckeisen, der den Gasthof &quot;Sternen&quot; schon seit 1931 besessen hatte, mußte gehen. Seine Gastwirtschaft wurde als &quot;deutsches Eigentum&quot; beschlagnahmt und für einige Flüchtlingsfamilien als Notquartier bestimmt.8 Am 25. November 1945 fanden Wahlen zum Landtag und zum Nationalrat statt. Die 15 14 ehemaligen &quot;Partei&quot;-Mitglieder blieben ausgeschlossen und viele Männer waren noch in der Kriegsgefangenschaft. So waren von den Wahlberechtigten mehr als zwei Drittel Frauen. Zum weit überwiegenden Teil wählten sie die neu gegründete ÖVP. Auf Grund des für die Kommunisten negativen Ergebnisses legte Karl Geiger sein Mandat zurück. An seiner Stelle machte die SPÖ den ehemaligen Wehrmachts-Offizier Armin Schertler namhaft. Dieser übernahm auch die Verwaltung des Sternens. Das folgende Jahr stand ganz im Zeichen der &quot;Entnazifizierung&quot;. Nur schwer konnte die Wirtschaft angekurbelt werden. Politische Gutachten spielten bei Betriebsgenehmigungen und Wohnungsvergaben eine große Rolle. Ohne eigene Wahlen wurde 1947 per Gesetz bestimmt, daß die Landtagswahlergebnisse von 1945 jetzt auch für eine Gemeindevertretung Gültigkeit hätten. Das ergab in Wolfurt 10 Mandate für die ÖVP und 3 für die SPÖ. Einstimmig wählte diese &quot;Provisorische&quot; Gemeindevertretung am 16. April 1947 Ludwig Hinteregger zum Bürgermeister. Jetzt konnte dieser neue Aufgaben anpacken. Große Aufmerksamkeit widmete er den Vereinen, die bei der Umerziehung der im Nationalsozialismus aufgewachsenen Jugend mitwirken sollten. Die Gemeinde half bei der Renovierung des arg verwahrlosten Vereinshauses und unterstützte 1947 die Gründung des Fußballklubs. 1948 begannen die Vorarbeiten für ein Gemeinde-Wasserwerk. An der Ach wurde Grund für neue Siedlungen erschlossen und für 5 Schilling pro m2 verkauft. Eine Erweiterung des Schulhauses wurde geplant. Die Verhältnisse normalisierten sich. Geradezu symbolisch konnte im Jahre 1950 endlich der Maisacker auf dem Schulplatz wieder zu einem Sportplatz eingesät werden. Aus den bitteren Erfahrungen seiner ersten Amtszeit bemühte sich Ludwig Hinteregger sehr, den Frieden in der Gemeindestube zu sichern. In Land und Bund bekriegten sich die politischen Parteien schon wieder. Die Aufstellung einer Einheits-Liste für die Gemeinde-Wahlen 1950 gelang ihm aber nicht mehr. Er lehnte daher eine von vielen erhoffte Wiederwahl zum Bürgermeister ab, war aber bereit, noch einmal eine Periode lang als Gemeinderat zu dienen. Nach zwei Jahren mußte er sogar noch einmal das Amt des Ersten Gemeinderates und Vizebürgermeisters übernehmen und hatte als solcher entscheidenden Anteil bei der Lösung seiner letzten großen Aufgabe, des Wolfurter Wasserwerks. Erst dieses ermöglichte die Besiedlung der Bühel und der Felder. 1955 zog sich Hinteregger ganz aus der Gemeindevertretung zurück, der er 29 Jahre lang angehört hatte, davon 19 Jahre als Bürgermeister. Anläßlich seines 70. Geburtstages bedankte sich die Gemeinde für sein Wirken und überreichte ihm als Ehrengeschenk ein Bild vom Kriegerdenkmal. Bis ins hohe Alter arbeitete Hinteregger aber noch unermüdlich im Kirchenrat und im Krankenpflegeverein weiter mit und kümmerte sich um Kirchenfahnen und Schneeräumung und natürlich auch um seine Landwirtschaft. An seiner Seite stand, immer still und bescheiden im Hintergrund, seine Frau Rosa. Sie war eine Tochter des Lammwirts Gebhard Fischer und hatte ihrem Gatten sechs Kinder geschenkt. Eine besondere Freude war für beide, daß der Sohn August zum Priester geweiht und schließlich 16 Pfarrer in Bildstein wurde. Aber auch die zahlreichen Enkel scharten sie oft um sich. 1973 konnten sie ihre Goldene Hochzeit feiern. Bald danach ist Ludwig Hinteregger im Alter von fast 81 Jahren gestorben. Sein letzter Wunsch um eine schlichte Beerdigung ohne jede Grabrede wurde erfüllt. 20. Emil Geiger 1950-1952 Geb. 2.9.1923, lebt in Bregenz Die Gemeindewahlen von 1950 waren seit 1929 die ersten, die wieder nach demokratischen Grundsätzen durchgeführt werden konnten. Eine Reihe von älteren Gemeindemandataren war abgetreten, junge Kriegsheimkehrer nahmen ihre Plätze ein. Viele ehemalige Angehörige der NSDAP durften jetzt wieder wählen, die meisten sammelten sich im VDU Bild 10: Bürgermeister Emil Geiger (Verband der Unabhängigen). In der Gemeinde Wolfurt bildeten sie mit anderen oppositionellen Wählern die Liste Unabhängige Wählerschaft und erreichten auf Anhieb 6 der nunmehr 21 Mandate. Die traditionelle Allgemeine Wählerliste, die mit dem abtretenden Bürgermeister Hinteregger der ÖVP nahe stand, erhielt 13 Mandate. Der SPÖ verblieb ein einziges Mandat, das der aus Lauterach ins Wolfurter Wida zugezogene langjährige Landtagsabgeordnete Josef Greußing ausübte. In der Konstituierenden Sitzung vom 11. Mai 1950 erhielt Emil Geiger, der junge Kandidat der Allgemeinen Wählerpartei, nur 12 von den 21 Stimmen. Die Unabhängigen hatten geschlossen für Hinteregger gestimmt. Emil Geiger gehörte einer alten Wolfurter Sippe an. Ihr Stammvater Sebastian Geiger hatte schon 1666 aus Alberschwende nach Wolfurt geheiratet. Nun lebte die Familie Adolf Geiger im Röhle und betrieb dort eine kleine Landwirtschaft. Die Mutter Theresia war eine Tochter des Holzer-Schmieds August Böhler. Von den neun Kindern war Emil das älteste. Im Krieg war er 1943 in Tunesien in amerikanische Kriegsgefangenschaft geraten. Nach langen Arbeitseinsätzen in den USA wurde er erst 1946 in die Heimat entlassen. Hier hatte er dann eine Stelle als Angestellter im Landesdienst gefunden. Eine Flut von Arbeit wartete nun auf den jungen Bürgermeister. Das Wasserwerk nahm konkrete Formen an. Die Arbeiten für das Pumpwerk im Schulhof, die Rohrleitungen und den Hochbehälter auf dem Bühel über der alten Bucherstraße wurden 17 vergeben. Schon im Juli 1951 ging das erste Teilstück des Werkes in Betrieb und versorgte 130 Häuser. Nun schloß die Gemeinde auch das alte Rickenbacher Netz an. Eine rege Bautätigkeit hatte eingesetzt. Die Siedlungen weiteten sich in die Felder hinab und auf die Bühel hinauf aus. Der Bürgermeister ließ ein neues Häuserverzeichnis erstellen. Das letzte (D) aus dem Jahre 1900 hatte die damals 290 Häuser fein säuberlich von der Höll an der Ach bis in den Schlatt an der Schwarzacher Grenze aufgereiht. Dazu waren aber in den 50 Jahren bis 1950 in der ganzen Gemeinde verstreut weitere 130 Hausnummern vergeben worden. Für Orts-Unkundige und oft auch für Einheimische waren sie meist nur mehr mit Hilfe der Parzellennamen zu finden. In der Gemeindekanzlei häuften sich weitere Ansuchen um Baugenehmigungen, Grundtrennungen und Zufahrtswege. Auch die Schule mußte saniert werden. Das dunkle hölzerne Stiegenhaus und vor allem die stinkenden alten Abortanlagen erregten berechtigte Kritik. In die Neuplanung wurde eine Vergrößerung der Kanzlei mit einbezogen. Ganz überraschend legte da Bürgermeister Geiger Ende April 1952 nach nur zweijähriger Amtsführung ein Rücktritts-Schreiben vor. Hauptgrund war seine Absicht, sich in Bregenz zu verehelichen und dort wieder in den Landesdienst einzutreten. Er berücksichtigte aber wohl auch, daß sein Bruder August Geiger die ausgeschriebene Stelle als Gemeindesekretär im April 1952 angetreten hatte. So stellten sich keine Fragen der Befangenheit. Der junge Alt-Bürgermeister Emil Geiger hatte später mit seiner Frau Hedwig Schönherr in Bregenz sechs Kinder. Viele Jahre lang arbeitete er in leitender Stellung bei der Hypothekenbank. Mit Wolfurt blieb er immer eng verbunden. großes Stiegenhaus mit modernen WCAnlagen angebaut. Daneben konnten das Gemeindeamt erweitert und endlich ein schönes Sitzungszimmer für die Gemeindevertretung geschaffen werden. Einfache Dusch-Anlagen im Keller erlaubten den meisten Schülern einen ersten Kontakt mit neuzeitlicher Hygiene. Das übergroße Stiegenhaus sollte den Anbau neuer Klassen ermöglichen, denn obwohl die Schülerzahl noch bis zu einem Tiefststand von 269 im Jahre 1954 am Sinken war, erkannte der Bürgermeister aus den Geburtenzahlen, daß sich das bald ändern würde. Im Jahre 1954 erhielt die Schule in Josef Heinzle einen neuen Leiter. An den Gemeindegrenzen hatte Bürgermeister Gunz Tafeln aufstellen lassen, die die Einwohnerzahl von Wolfurt mit 2400 angaben. Offiziell waren es bei der VolksBild 11: Bürgermeister Alfons Gunz 21. Alfons Gunz 1952-1957 Geb. 14.7.1899, gest. 19.6.1969 Schon seit 1929 hatte der Rickenbacher Mühlenbesitzer der Gemeindevertretung angehört. 1931 war er als Nachfolger des plötzlich verstorbenen Kreuzwirts und als Vertreter für Rickenbach zum Gemeinderat gewählt worden. Seither hatte er diese Funktion mit Ausnahme der sieben Jahre Nationalsozialismus ununterbrochen ausgeübt. Vom Ersten Gemeinderat rückte er nun nach dem Rücktritt des Vorgängers zum Bürgermeister auf und wurde als solcher bei der Neuwahl im August 1952 einstimmig bestätigt. Die Familie Gunz stammt aus Bildstein-Staudach. Von dort war Josef Gunz 1853 nach Rickenbach gekommen und hatte im Tobel einen neuen Müllerbetrieb angefangen. Von seinen tüchtigen Söhnen hatte Plazidus Gunz eine große Mühlen-Filiale in Bludenz aufgebaut. Dessen Sohn Alfons war aus Bludenz nach Wolfurt zurückgekehrt und hatte hier die Leitung des Stamm-Werkes übernommen. Die Wolfurter GunzMühle ist später im Jahre 1978 abgebrannt. Mit seinem unternehmerischen Denken versuchte der neue Bürgermeister, in dem konservativen Wolfurt einiges zu verändern. Zuerst wurde an das alte Schulhaus ein zählung 1952 bereits 2455 gewesen. Der Ausbau des Wasserwerks wurde mit Nachdruck fortgesetzt. Am 12. Juli 1953 konnte es eingeweiht und mit einem großen Volksfest eröffnet werden. Die Gemeinde übernahm jetzt auch die beiden alten Brunnen im Dorf in ihre Obhut. Die beiden Brunnen in Strohdorf und Hub wurden weiter von den dortigen Brunnen-Genossenschaften betreut. Überall wuchsen neue Einfamilienhäuser aus dem Boden, oft von den zukünftigen Bewohnern in harter Arbeit am Feierabend und an Samstagen eigenhändig gebaut. 1952 vergab der Bürgermeister die letzte D-Hausnummer 446 ganz oben beim Hochbehälter. Die 32 Häuser des Jahres 1953 bekamen vorerst keine Nummern mehr. Zum 1. Jänner 1954 stellte die Gemeinde auf Straßenbezeichnungen um. Viele alte Flurnamen blieben darin erhalten, andere gerieten seither in Vergessenheit. Zu den ganz neuen Problemen zählten jetzt Kanalisierung und Müll-Abfuhr. 1956 wurde der erste große Kanal durch die Bützestraße und die Lauteracherstraße zu einem mit Lauterach geplanten Klärwerk im Ried gebaut. Anschließend wurden beide Straßen asphaltiert - als erste nach der &quot;oberen&quot; Straße von 1931! Gar nicht leicht waren die Wolfurter zur Einführung von Müllkübeln zu bewegen. Ab 1957 begann die Gemeinde aber doch, die großen Tümpel im Flotzbacher Lehmloch mit Haushaltsmüll aufzufüllen. Mit Dr. Lothar Schneider kam 1956 ein neuer Gemeindearzt nach Wolfurt. Vom großen bisherigen Sanitätssprengel Wolfurt waren Schwarzach und Bildstein abgetrennt 19 18 Bild 12: Erster Kanal 1955 in der Bütze tödlich. In der schwierigen Situation kam die Idee auf, den nicht der Gemeindevertretung angehörenden pensionierten Postmeister Julius Amann zum Bürgermeister zu wählen. Es bedurfte vieler Vorsprachen, bis das Land seine Genehmigung für dessen vorerst nur provisorische Amtsführung gab. Inzwischen leitete der zurückgetretene Bürgermeister Gunz noch die meisten Sitzungen, darunter auch die FestSitzung vom 18. Jänner 1957, in welcher Prof. Dr. Lorenz Böhler zum Ehrenbürger ernannt wurde. Am 1. März 1957 wurde dann Amann gewählt. Gunz verblieb als einfacher Gemeindevertreter bis 1960 und als Ersatzmann sogar noch bis 1965. Jetzt widmete er sich ganz seiner Familie und seiner Firma Mühle-Gunz. Von seinen drei Kindern arbeitete die Tochter Gertrud später ebenfalls viele Jahre in der Gemeindevertretung mit. 22. Julius Amann 1957-1960 Bild 13: Sanierte Schule und Spritzenturm 1958 Geb. 22.7.1888, gest. 9.5.1971 Auf ungewöhnliche Art hatte also der allseits sehr beliebte Postmeister Amann, der schon bisher Standesbeamter gewesen war, noch im Alter von 69 Jahren die Bürde des Bürgermeisteramtes auf sich genommen. Amann stammte aus Rankweil und war nach vielen Dienstjahren bei der Post in Hohenweiler 1925 nach Wolfurt gekommen, weil dem Postmeister hier in der &quot;Post&quot; eine Wohnung für seine große Familie zur Verfügung stand. Das Haus gehörte der Gemeinde. Amanns bewohnten den ersten Stock über dem ebenerdigen Postamt. Den zweiten Stock hatten die Krankenschwestern für sich. Zur Familie Amann zählten neben Vater Julius und Mutter Hedwig, geborene Feurle aus Krumbach, neun jetzt schon erwachsene Kinder, eine Tochter und acht Söhne. Von den Söhnen waren Karl und Erich im Krieg gefallen. Die meisten anderen hatten Wolfurt verlassen. Die Tochter Erna hatte mit dem Nachbarn Edelbert Köb eine Familie in Bludenz gegründet. Ihr Sohn Edelbert ist später Mitbegründer und erster Leiter des Kunsthauses Bregenz geworden. In seiner Freizeit war Amann Schütze und Jäger. Viele ehemalige Schüler erinnern sich noch an die großen Käfige hinter dem Bild 14: Bürgermeister Julius Amann 21 worden. In die Volksschule schulten über 50 Erstkläßler ein. Ab jetzt mußten Parallelklassen geführt werden. Bei den GV-Wahlen von 1955 hatte die ÖVP zum ersten Mal unter diesem Namen kandidiert und 15 von den jetzt 24 Mandaten erhalten. Die Unabhängigen bekamen 6, die SPÖ 3 Mandate. Eines dieser drei besetzte als erste Frau in der Wolfurter Gemeindestube Anna Fischer (Stöoglars). Innerhalb der ÖVP hatten die Wähler stark umgereiht Die &quot;alten&quot; waren zurückgefallen, junge &quot;Studierte&quot; machten ihnen die Plätze streitig. Trotzdem war Alfons Gunz noch einmal zum Bürgermeister gewählt worden. In der Folgezeit kam es aber zu vielen Reibereien innerhalb seiner Fraktion. Am 1. Oktober 1956 legte Gunz deshalb sein Amt nieder. Der junge Erste Gemeinderat Dr. Georg Herburger sollte sein Nachfolger werden. Am gleichen Tage verunglückte dieser aber auf der Heimfahrt aus Deutschland zur entscheidenden Sitzung 20 Rankweil. Nach dem Tod seiner Frau Hedwig betreute ihn Frau Paulina Gorbach aus Wolfurt noch viele Jahre lang. In seinem Geburtsort Rankweil ist Julius Amann 1971 gestorben und unter großer Anteilnahme der Wolfurter Bevölkerung begraben worden. 23. Hubert Waibel 1960-1985 Geb. 6.11.1922, wohnt in Wolfurt-Kella Die Vorbereitung der GV-Wahlen von 1960 führte zunächst zu Auseinandersetzungen innerhalb der Wolfurter ÖVP Man suchte einen jungen dynamischen Spitzenkandidaten und stieß dabei auf den 38jährigen Hubert Waibel. Dieser stellte sich der ÖVP als Quereinsteiger zur Verfügung und errang mit ihr auf Anhieb 16 der 24 GV-Mandate. Als Vizebürgermeister stand Hubert Mohr an seiner Seite. Die beiden ersten Ehrenbürger: Bild 15: Pfarrer Joh. Gg. Sieber 1901 Bild 17: Bürgermeister Hubert Waibel Bild 16: Prof. Dr. Lorenz Böhler 1957 Garten der Post, wo er gefangene Marder hielt. Nun tauschte er also das freie Jägerleben im Interesse der Dorfgemeinschaft gegen ein zermürbendes Kanzlei-Dasein ein. Am meisten beschäftigten ihn die vielen Bauverhandlungen für immer noch mehr Einfamilienhäuser. Um 35 Prozent stieg die Bevölkerung in diesem Jahrzehnt auf 3391 im Jahre 1961. Jetzt zwangen die vielen Schulkinder im Jahre 1958 die Gemeinde zum Anbau von vier Klassen an das neue Stiegenhaus. Am 3. Mai 1959 wurde die &quot;Heimkehrer-Siedlung&quot; im Neudorf eingeweiht. Im Juni 1957 hatte Bürgermeister Amann an Dr. Böhler die Ehrenbürger-Urkunde überreicht. Böhler war nach Pfarrer Sieber im Jahre 1901 erst der zweite Wolfurter Ehrenbürger. Der weltberühmte Unfall-Chirurg hat später für die Wolfurter Schüler den begehrten Böhler-Preis gestiftet. Im September 1957 kam Gebhard Willi, der bisherige Kaplan von Egg, vorerst als Pfarr-Provisor nach Wolfurt. Eineinhalb Jahre leitete Amann seine Gemeinde &quot;provisorisch&quot;. Ein eigens vom Landtag beschlossenens Gesetz ermöglichte am 21. September 1958 eine Volksabstimmung über ihn. Von 91 Prozent der Wähler erhielt er Zustimmung. Damit war er der erste und einzige Volkswahl-Bürgermeister in Vorarlberg geworden. Amann dürfte erleichtert gewesen sein, als er bei den Wahlen von 1960 sein Amt wieder zurücklegen konnte. Bald danach übersiedelte er in sein Elternhaus nach 22 Beide sahen in einer völligen Umstrukturierung der Gemeinde ihre wichtigste Aufgabe. Mit dem Niedergang der Landwirtschaft und der Erschließung der dadurch frei gewordenen Baugründe war Wolfurt eine finanzschwache Zuzugs- und Wohn-Gemeinde geworden. Schon konnte die Schule die Schulkinder nicht mehr fassen. Eine unglaubliche Geburtenrate von 31,6 auf Tausend (1960: 105 Geburten bei 3391 Einwohnern!) deutete auf eine kommende Bevölkerungs-Explosion hin.&#39;&#39; Daraus mußten gewaltige Ausgaben im Straßen-, Wasser-, Kanal-, Schul- und Siedlungsbau erwachsen. Das würde die Wolfurter Finanzen ganz sicher überfordern! Die jungen Arbeiter und Arbeiterinnen aus Wolfurt pendelten in die Nachbargemeinden aus. Große Busse voll wurden täglich in die Dornbirner Fabriken geholt. Nur wenig vom SteuerErtrag der andernorts wachsenden Industrie floß in die Gemeindekasse. Schon in seinem ersten Jahr als Bürgermeister gelang es Hubert Waibel. mit Pawag und Roylon zwei große Firmen auf den Achwuhr-Gründen anzusiedeln. Damit leitete er, unterstützt von der Expansion der Rickenbacher Firma Doppelmayr, für Wolfurt den Weg zur Industrie-Gemeinde ein. 25 Jahre lang hat er mit der Ansiedlung weiterer Betriebe konsequent diese Richtung beibehalten. Die steigenden Steuer-Einnahmen machten Wolfurt zu einer finanzstarken Gemeinde und erlaubten schließlich große Investitionen für Gemeinde, Schulen und Vereine. Als &quot;Architekt des modernen Wolfurt&quot; hat später sein Nachfolger den Bürgermeister Hubert Waibel bezeichnet. 23 Neben der Ansiedlung von Betrieben mußten ständig Schulen gebaut werden. Zwei Jahrzehnte lang wurde dafür jeweils ein Drittel des Gemeinde-Budgets bereit gestellt: 1962 Hauptschule mit Turnhalle 1967 Volksschule Bütze mit Kindergarten 1971 neue Hauptschule mit zweiter Turnhalle 1976 Volksschule Mähdle mit Kindergarten 1984 Hofsteig-Sporthalle zur Hauptschule. Gegen großen Widerstand der Behörden hatte Wolfurt 1961 die Errichtung einer Hauptschule durchgesetzt. Unter Direktor Hans Vogl wurden hier bald auch die Schüler aus Buch, Bildstein und Schwarzach unterrichtet. Bei der Hauptschule wurde ab 1964 ein Kindergarten geführt, erstmals wieder seit der NS-Zeit. Ab 1965 baute hier Direktor Aldo Kremmel sogar eine Musikschule auf, die allererste in einer Vorarlberger Landgemeinde. Eine besonders wichtige Entscheidung war der 1964 erfolgte Ausbau der &quot;unteren&quot; Straße zur Hauptdurchzugsstraße. Mit dem Aushub wurde das früher als Müll-Deponie verwendete Vorland der Ach so saniert, daß später dort ein großer Kinderspielplatz und der Bauhof Platz fanden. Die Wahlen von 1965 bestätigten den neuen Kurs eindrucksvoll mit 19(!) von 24 Mandaten für die ÖVP. Für die neuen Strukturen war der Bau eines eigenen Gemeindehauses notwendig geworden. 1967 konnten das Rathaus und das angebaute Postamt bezogen werden. Im gleichen Jahr wurde auch die Totenkapelle eingeweiht, ein sichtbares Zeichen für die vielen inneren Veränderungen im Leben der Gemeinde.10 1972 folgte der Neubau eines großen Feuerwehrhauses. Alle die vielen Wolfurter Vereine konnten jetzt großzügig gefördert werden. Die Schützen bezogen 1975 ihren schönen Schießstand an der Ach, der Alpenverein 1980 seine &quot;Alte Schmiede&quot; im Holz. Turner, Ringer und Fußballklub erhielten neue Trainingsstätten. Als kultureller Mittelpunkt der Gemeinde wurde das Vereinshaus mehrmals verbessert. An der Ach, an der Lerchenstraße, am Martinsweg, im Kessel, auf dem Rebberg und an der neuen Bildsteiner Straße entstanden große Siedlungen, zum Teil mit Wohnblocks und Hochhäusern. Die Gendarmerieposten von Kennelbach und Schwarzach wurden 1977 mit dem neu errichteten Posten Wolfurt vereinigt. 1979 konnte das Seniorenheim an der Lauteracher Straße eröffnet werden. Jahrhunderte lang hatte die Gemeinde mit wenigen Versorgungsplätzen im &quot;Leprosenhaus&quot; in Bregenz das Auslangen gefunden. Die Veränderung der Familienstruktur, die Abkehr von der bäuerlichen Großfamilie, machte die Betreuung der alten Menschen zu einer ständig wachsenden Aufgabe. Alle diese vielen Veränderungen wurden aber von zwei Jahrhundert-Problemen in den Schatten gestellt, von Güterbahnhof und Autobahn. Mehr als zehn Jahre lang beschäftigten sie den Bürgermeister und die Gemeindevertretung. Die unterschiedlichen Planungen rissen Klüfte vor allem gegenüber Bregenz 24 Bild 18: Der Güterbahnhof 1993. Gewaltige Gleisanlagen beanspruchen riesige Flächen und Hard auf, sie entzweiten aber auch die Gemeindebürger., Mit dem neuen Flächenwidmungsplan hätte eine &quot;Dörfer-Straße&quot; den Durchzugsverkehr von Schwarzach, Lauterach und Wolfurt aufnehmen sollen. Der lange Kampf gegen die Autobahn ging trotz Vorsprachen in Wien und Demonstrationen verloren. Jetzt mußte für ihr breites Band eine ganze Reihe von neuen Häusern abgebrochen werden. Immerhin hatte Wolfurt den Bau von Schutzdämmen und Verbindungsbrücken erreicht. Im Jahre 1980 wurde die Autobahn durch den Pfänder-Tunnel und durch Wolfurt in Betrieb genommen. Das Abgehen von einer Schweiz-nahen Trasse und der Verzicht auf die Dörferstraße hatten schwerwiegende Folgen. Bregenz und Hard und der internationale Verkehr rufen seither nach einer Transit-Autobahn in die Schweiz. Jn Wolfurt und in Lauterach sind viele Wohnungen an den Hauptstraßen verödet. Die Auslagerung des Bregenzer Güterbahnhofs brachte einen schmerzhaft großen Eingriff in das kostbare Wolfurter Ried mit sich. In zwölfjähriger Bauzeit wurde von 1970 bis 1982 mit ungeheurem Kostenaufwand der größte Güterbahnhof West-Österreichs errichtet. Die Eröffnung nahm 1982 Bundeskanzler Bruno Kreisky vor. Beim Güterbahnhof und seinen Container-Kranen siedelten sich u.a. das zentrale UmleitePostamt für Vorarlberg, ein Groß-Zollamt und zahlreiche Speditionen an. Das anschließende Gewerbegebiet stärkt mit zahlreichen Arbeitsplätzen die Wirtschaftskraft der Gemeinde. Die überregionale Bedeutung des Güterbahnhofs war ausschlaggebend dafür, daß Wolfurt über Antrag von Bürgermeister Waibel ab 1. Mai 1982 zur Marktgemeinde erklärt wurde. Bei den zahlreichen Festen und Ausstellungen zu diesem Anlaß gelang es dem Bürgermeister durch seinen persönlichen Einsatz, eine Kopie des von Legenden umwobenen &quot;Wolfurter Kelchs&quot; von 1365, der im Schweizer Staatsschatz 25 Bild 19: Markterhebung! Die Urkunde zum 1. Mai 1982 aufbewahrt wird, zu erwerben. Nachhaltig hat er damit das Geschichtsbewußtsein von Wolfurt beeinflußt. Auf kulturellem Gebiet dürfen der Neubau des Kultursaals und der Bücherei 1982 nicht vergessen werden. Auch der Bau des 1985 eröffneten Pfarrheimes war von der Gemeinde maßgeblich unterstützt worden. Unter Mitverantwortung von Gemeinderat Pompl wurde das Wasserwerk mit einem modernen Pumpwerk an der Wälderstraße und einem riesigen Hochbehälter im Frickenesch völlig erneuert und 1983 eingeweiht. Längst hatte die Kanalisierung zu einer gemeinsamen Groß-Abwasserreinigungsanlage mit Lauterach und Hard in Hard geführt, an welche sich später noch andere Gemeinden des unteren Rheintals anschlossen. Eine Krönung für des Bürgermeisters erfolgreiche Arbeit für die Sportvereine war die 1984 erfolgte Eröffnung der Hofsteig-Sporthalle, die seither bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettkämpfen unserer Gemeinde viel Anerkennung eingetragen hat. Daß Hubert Waibel auch Rückhalt bei anderen Vereinen hatte, zeigen seine Obmannschaft bei Gesangsverein und Kneippverein. Bei der Feuerwehr wurde er Ehrenmitglied und von den Schützen erhielt er die Goldene Ehrennadel. Aber natürlich hatte der Bürgermeister bei seinen vielen Aktivitäten auch Kritiker, vor allem solche in der eigenen Partei. Manchen aus den konservativen Reihen ging das Wachstum zu schnell. 26 Sehr häufig wechselten die Vizebürgermeister, einige davon wurden durch Krankheit oder plötzlichen Tod abberufen. Weil die insgesamt sieben Vizebürgermeister an seiner Seite auch einen großen Anteil an der Entwicklung der Gemeinde hatten, seien hier wenigstens ihre Namen festgehalten: Hubert Mohr ab 1960, Dr. Adolf Schwärzler ab 1962, Dr. Richard Hinteregger ab 1963, Otto Gratt ab 1970, Dr. Gerhard Hammer ab 1975, Heinrich Beuchert ab 1980 und Helmut Schertler 1983 bis 1990. Schon 1966 hatte die Gemeinde den neu geschaffenen Ehrenring an die beiden Krankenschwestern Sr. Epiphania (Härle) uns Sr. Theodora (König) verliehen. Beide hatten viele Jahre lang Kranke und Sterbende betreut. 1976 erhielt mit Hubert Mohr ein Gemeindemandatar mit vielerlei Verdiensten um die Dorfgemeinschaft den Ring. Schließlich wurde er 1983 auch an Pfarrer Gerbhard Willi für sein langjähriges Wirken in Wolfurt vergeben. Als Waibel 1985 seine fünfte Periode als Bürgermeister abschloß, hatte er dieses Amt 25 Jahre und damit weitaus am längsten innegehabt. Darüber hinaus hatte er von 1964 bis 1984 zwanzig Jahre lang erfolgreich im Landtag mitgewirkt, davon ab 1974 als Obmann des wichtigen Rechtsausschusses. Das Land zeichnete ihn mit dem Silbernen Ehrenzeichen aus. Ab 1970 war Waibel Vizepräsident und ab 1974 Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes. Der Verband erkannte seine Arbeit 1985 mit der Ernennung zum Ehrenpräsidenten an. Auch als Delegierter zum Österreichischen Gemeindebund in Wien hatte Waibel viele Jahre lang erfolgreich die Interessen der Gemeinden vertreten. Das würdigte der Gemeindebund 1986 mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. Kein Wolfurter hat je so hohe politische Funktionen ausgeübt, keiner mußte je solche Verantwortung in einer sprunghaft wachsenden Gemeinde tragen. Im Jahre 1960 hatte er ein Bauerndorf mit 3391 Einwohnern übernommen. In den zehn Jahren bis zur Volkszählung 1971 stieg die Zahl auf 5732. Das war mit unglaublichen 69(!) Prozent der allerhöchste Zuwachs in ganz Vorarlberg gewesen, der erst durch &quot;Pillenknick&quot; und &quot;Ölschock&quot; um 1970 deutlich abflachte. Im Jahre 1985 konnte der Bürgermeister an seinen Nachfolger eine blühende Marktgemeinde mit 6600 Einwohnern übergeben, dazu noch beachtliche finanzielle Rücklagen zur Lösung weiterer Aufgaben. Stets hatte der Sparmeister ja das Notwendige und das Nützliche im Auge gehabt, das &quot;Angenehme&quot; dagegen erst auf den dritten Platz gereiht. So waren zum Beispiel mustergültig mit modernsten Lehrmitteln ausgestattete Schulen entstanden, zum Eislaufen und ins Hallenbad führte man die Schüler dagegen in die benachbarten Städte. Für seine Verdienste ernannte die Gemeindevertretung Hubert Waibel zum Ehrenbürger der Marktgemeinde. Am 26. Oktober 1992 überreichte Bürgermeister Erwin Mohr dem &quot;Architekten des modernen Wolfurt&quot; die Urkunde. Zu hohen Ehren hatte es der Sohn aus einer einfachen Familie gebracht. Sein Vater Johann Waibel stammte aus Ebnit und war mit einigen Geschwistern nach dem Ersten Weltkrieg nach Wolfurt zugezogen. Hier hatte er Wilhelmine Müller, Seogars 27 aus Rickenbach, geheiratet. Sechs Kinder wurden ihnen geboren, von denen Hubert das älteste war. In der Not der Zwischenkriegszeit wuchsen sie in bescheidenen Verhältnissen in verschiedenen Mietwohnungen auf. Auf den Besuch der Handelsschule in Lustenau folgten für Hubert bald Kriegseinsatz und Gefangenschaft. Nach einer Anstellung im Büro der Stickereifirma Franz Mäser in Dornbirn übernahm er die Kaufmännische Leitung der Mohren-Brauerei. Von dort holte ihn die Gemeinde Wolfurt als Bürgermeister. Im Sommer 1954 hatte er Inge Jordan aus Dornbirn geheiratet und bald mit ihr sein Einfamilienhaus im Kella bezogen. Fünf Töchter sind dort aufgewachsen. Der rüstige Großvater lebt aber keineswegs im &quot;Ruhestand&quot;. Als Vorsitzender des Landes-Seniorenbeirats kümmert er sich um die Anliegen der alten Leute. Seine Fahrten nach Wien lassen sich jetzt aber auch manchmal mit Besuchen in Oper oder Theater verbinden. Dazwischen führt ihn sein lange Zeit unterdrücktes Fernweh auf KulturReisen in die weite Welt hinaus. 24. Erwin Mohr seit 1985 Geb. 25.6.1947 Die anhaltente Expansion der letzten Jahrzehnte hatte auch ihre Schattenseiten. Straßen- und Siedlungsbau hatten viel Boden gefordert, der Verkehr war zur Belastung geworden. Viele Bäche und Brunnen waren verschwunden. Waldsterben und Wasserverschmutzung schreckten die Menschen auf. An vielen Orten entstanden Bürgerbewegungen, die sich vor allem gegen neue Straßen und den Massenverkehr wehrten. Zur GV-Wahl von 1985 suchten die Verantwortlichen daher einen Kandidaten, der dieser Entwicklung Rechnung tragen sollte. Im 38jährigen Erwin Mohr fanden sie einen tatkräftigen Mann, dem sie das schwere Amt anvertrauen wollten. Wieder sollte ein Quereinsteiger die Gemeinde führen. Mit 19 von 27 Mandaten erhielt die stark verjüngte ÖVP in Wolfurt wieder ihre frühere Zweidrittel-Mehrheit. Die vom Gegenkandidaten Gemeinderat Pompl angeführte SPÖ errang mit 7 Sitzen ihr bisher bestes Ergebnis. Dagegen fiel die FPÖ auf ein einziges Mandat zurück. In den folgenden Jahren konnte Bürgermeister Mohr die Hoffnungen der Wolfurter Wähler so weit erfüllen, daß er mit seiner Partei 1990 sogar noch auf 20 Mandate zulegen konnte und auch später ähnlich hohe Ergebnisse erreichte. Erwin Mohr war als ältestes von sechs Kindern der Eheleute Siegfried Mohr und Elsa Klocker in Wolfurt-Hub aufgewachsen. Sowohl die Mohr als auch die Klocker sind alte Dornbirner Geschlechter, deren Nachkommen seit 1700 in Wolfurt seßhaft sind und sich hier in zahlreiche Linien aufgespaltet haben. Nach dem Besuch der Handelsschule in Bregenz trat der 16jährige Erwin in die &quot;Erste Allgemeine VersicherangsA.G.&quot; in Bregenz ein und arbeitete dort 21 Jahre lang im Innen- und im Außendienst. Daneben leitete er zusammen mit seiner Mutter Elsa zehn Jahre lang die Aral-Tankstelle in Wolfurt-Schlatt. 1979 heiratete er Albine De Gasperi aus Dornbirn und be28 zog mit ihr wenige Jahre später das neu erbaute Einfamilienhaus an der Unterhubstraße. Dort wachsen jetzt die drei Söhne heran. Im Jahre 1985 übernahm Erwin Mohr also von Hubert Waibel das Bürgermeisteramt. Im gleichen Jahr ergaben sich in Wolfurt noch andere wichtige Wechsel. In der Pfarrei folgte nach 28 Jahren auf Pfarrer Gebhard Willi der bisherige Kaplan German Amann. Nach 29 Jahren verdienstvollen Wirkens überließ der Gemeindearzt Dr. Lothar Schneider die Ordination seinem Sohn Dr. Gerold Schneider. Schließlich übergab auch noch Dir. Hans Vogl die Leitung der Hauptschule, die er 24 Jahre lang innegehabt hatte, an Siegfried Heim. Ein Jahr später übernahm 1986 Dr. Sylv Schneider von August Geiger das Amt des Gemeindesekretärs, das dieser seit 1952 ausgeübt hatte. Bild 20: Bürgermeister Erwin Mohr Schon das erste Konzept des neuen Bürgermeisters ließ aufhorchen. Es enthielt neben der Fortsetzung des erfolgreichen bisherigen Kurses neue zusätzliche Ziele: &quot;Grundreserven sparen&quot;, &quot;Ortskern-Gestaltung&quot;, &quot;Wander- und Radwege&quot;, &quot;FreizeitBewältigung&quot; und andere. Natürlich mußten weiterhin zahlreiche Häuser gebaut werden. Der neue Trend zur Klein- und Einpersonen-Familie erhöhte den Bedarf und ließ schließlich sogar weitere Groß-Siedlungen an der Unterlinden- und an der Fattstraße entstehen. Die Einwohnerzahl stieg aber nur mehr langsam auf 7326 im Jahre 1991 und auf 7864 im Jahre 2001 an. Jetzt war Wolfurt von der Nachbargemeinde Lauterach, die 1971 noch hinter Wolfurt gelegen war, um mehr als 800 Personen überholt worden. Auch der Zuzug von fremdsprachigen Gastarbeiter-Familien aus Jugoslawien und der Türkei hatte nachgelassen. Immerhin hatten sie eine Zeit lang mit fast 20 Prozent der Wohnbevölkerung den Schulen besondere Aufgaben gestellt. Zahlreiche neue Betriebe ließen sich nieder. Das Straßennetz wurde nur mehr behutsam erweitert, an manchen Stellen sogar zugunsten von Radfahrern und Fußgängern zurückgebaut. Mit hohem Einsatz bekämpfte Bürgermeister Mohr unermüdlich die drohende Auto-Transitstraße S 18 durch das Ried. Er diskutierte mit den GemeindeVerantwortlichen die Umwelt-Empfehlungen des &quot;Club of Rome&quot; und die Auswirkungen der Tschernobyl-Atomkatastrophe von 1986. 29 Bild21:Der Cubus. Der neue Festsaal von 1998 Bild 22: Der Dorfbrunnen von 1999 Im Informationsdienst der Gemeinde häuften sich jetzt Artikel über Einsparung von Rohstoffen und Energie, Müll-Trennung, Solar-Anlagen, Ozonloch, Waldwoche, Tag des Wassers und ähnliche Anliegen. Große Unterstützung fanden die Bemühungen der &quot;3. Welf&#39;-Gruppe. Sie führten sogar zu einer Partnerschaft mit dem Ort Yerya in Uganda und zu gegenseitigen Besuchen. Zur besseren medizinischen Versorgung ließen sich neben den drei praktischen Ärzten auch drei Fachärzte nieder. Drei neue Kindergärten und mehrere neue Spielplätze wurden gebaut. Weil immer mehr Mütter einem Beruf nachgehen, wurden jetzt auch Spielgruppen für Kleinkinder eingerichtet. Die Altersstruktur der Gemeindebürger veränderte sich nachhaltig. Immer mehr Leute erreichen ein immer höheres Alter. Für viele betagte Mitbürger ist seit 1996 der &quot;Rollende Essenstisch&quot; eine wichtige Erleichterung. Das Seniorenheim wurde durch einen Erweiterungsbau 1993 beträchtlich vergrößert und hat nun 52 Betten. Seit 1987 finden Behinderte in der &quot;Beschützenden Werkstätte&quot; im ehemaligen Textilhaus Rohner Unterkunft und Betreuung. 1989 wurde auf Bühel-Terrassen ein dritter Friedhof angelegt. Einen schwierigen Kampf hatte die Gemeinde gegen das Vordringen von Super-Märkten geführt, besonders gegen den Bau eines riesigen Einkaufsparks im Ried. Statt dessen wurden der einheimische Einzelhandel unterstützt und eine ganze Anzahl von Handelsgeschäften neu angesiedelt. Im Kirchdorf wurde auf dem Dach einer Tiefgarage der &quot;Rote Platz&quot; gestaltet, auf welchem seit 1997 wöchentlich ein Markttag abgehalten wird. Die mühsame Sanierung des alten vernachlässigten Dorfkerns am Fuß der Kirche kam Schritt für Schritt voran. 1994 wurde mit dem &quot;Alten Schwanen&quot; das älteste Gasthaus am Dorfplatz wieder belebt. Seit 1999 sprudelt sogar der aus dem Jahre 1517 stammende Dorfbrunnen wieder Wasser. Der große Ippach-Wald wurde durch den Einsatz von Alt-Vizebürgermeister Helmut Schertler mit neuen Waldstraßen erschlossen, die auch als Wanderwege geschätzt werden. 30 Mit dem &quot;Cubus&quot; eröffnete die Gemeinde 1998 einen großen Festsaal, der dem kulturellen Leben Auftrieb gibt und auch von auswärtigen Veranstaltern gerne genutzt wird. Zwanzig Jahre lang war um eine Saal-Lösung gerungen worden. Nun blieb das alte Vereinshaus erhalten, unmittelbar daneben fand der neue Saal Platz. Der zukünftigen Entwicklung des Gemeinde-Zentrums Strohdorf trägt auch der 1990 erfolgte Ankauf des Sternen-Areals Rechnung. Die Marktgemeinde Wolfurt erhielt überregionale Anerkennung mit dem Dorferneuerungspreis 1999 des Landes Vorarlberg und sogar mit dem internationalen Europa-Dorferneuerungspreis 2000. Aus der Fülle weiterer Anerkennungen seien nur genannt: 1991 &quot;Energie sparen&quot; 1994 &quot;Fahrradfreundliche Gemeinde&quot; 1995 und 1998 &quot;Für Schutz des globalen Klimas&quot; 1996 &quot;Menschengerechtes Bauen&quot; 1997 &quot;Familiengerechte Gemeinde&quot;. 1999 Sieger im Wettbewerb der Vlbg. Energiespargemeinden An der Seite des Bürgermeisters hatten bei dieser Entwicklung neben einer aufgeschlossenen Gemeindevertretung die Vizebürgermeister Helmut Schertler bis 1990, Xaveria Dür 1990 bis 1998 und Ferde Hammerer ab 1998 maßgeblich mitgewirkt. Xaveria Dür war in Wolfurt die erste Frau als Vizebürgermeisterin. Man darf es wohl als Zeichen des guten Einvernehmens werten, daß 1997 der Ehrenring an zwei ehemalige Vorsitzende der beiden kleinen Parteien verliehen wurde. Theo Pompl von der SPÖ hatte sich vor allem um das Wasserwerk Verdienste erworben. Ernst Kögl von der FPÖ hatte viele Jahre lang den Verkehrsverein geleitet und sich auf verschiedenen Gebieten für Rickenbach eingesetzt. Schon 1992 hatte die Gemeinde zwei geachtete Persönlichkeiten zu ihrem dritten 31 Drei ganz große Probleme sind in den kommenden Jahrzehnten zu bewältigen: die Stärkung der Familie die Fürsorge für die betagten Menschen und die Integration von fremden Zuwanderern. Mit dem Jahr 2000 schließe ich die Berichte über zwei Jahrhunderte Wolfurter Gemeinde-Geschehen ab. Unsere Marktgemeinde kann voll Optimismus in das dritte Jahrtausend gehen. Zwar trägt sie auch ihren Anteil an den Sorgen und Lasten unserer Zeit, aber für die meisten Mitbürger ist sie ein wunderschönes Stück Heimat geblieben oder geworden. Wir schätzen unsere Häuser, die Gärten, die Wiesen und den Wald. Wir sind dankbar, daß es bei uns Arbeit und Verdienst gibt, und freuen uns über den Zusammenhalt in den Familien, Vereinen und in der Gemeinde. 1 2 W., 7.2.1929 Weber, NS-Herrschaft am Land, 1999, S. 216 3 Diese und manche der folgenden Formulierungen stammen aus Akten im GA Wolfurt. 4 5 Dritter und vierter Wolfurter Ehrenbürger: Bild 23: Bürgermeister Hubert Waibel 1992 Bild 24: Senator Dr. Artur Doppelmayr 1992 und vierten Ehrenbürger ernannt: Hubert Waibel erhielt die höchste Gemeinde-Auszeichnung für seine außerordentlichen Verdienste als Langzeit-Bürgermeister. Artur Doppelmayr hatte seinen Schilift-Betrieb zu einer Weltfirma ausgeweitet und damit gute Arbeitsplätze für viele Wolfurter geschaffen. Das neue Gemeindegesetz von 1999 sah für das Jahr 2000 zum ersten Mal Bürgermeister-Direktwahlen vor. Von rund 7600 Gemeindebürgern waren am 2. April 5065 wahlberechtigt. Von 4026 gültigen Stimmen lauteten 3341 auf den nun schon 15 Jahre amtierenden Bürgermeister Erwin Mohr. Mit 83,0 % war das ein überzeugender Vertrauensbeweis. Für Artur Schwarzmann und Andreas Blum als Kandidaten der beiden kleinen Parteien verblieben nur je 8,5 Prozent. Bei den gleichzeitig angesetzten GV-Wahlen erhielt die ÖVP 70,5 Prozent der 3967 gültigen Stimmen und damit 20 von den 27 Mandaten. Die SPÖ bekam mit 15,9 Prozent 4 Mandate und einen Sitz im Gemeinde-Vorstand. Für die neu formierte FPÖ gab es 13,6 Prozent und 3 Mandate. Unter den gewählten Gemeindevertretern befinden sich insgesamt fünf Frauen. Alle diese Frauen und Männer haben also die Verantwortung für die Entwicklung von Wolfurt am Beginn des neuen Jahrhunderts übernommen, für die soziale und wirtschaftliche Sicherheit ebenso wie für unsere Landschaft und für die kulturellen Werte. 32 VV„ 13.6.1938 Heim in Heimat Wolfurt, Heft 3, 1989, S. 32, Der letzte Krieg, und Reis in Heimat Wolfurt, Heft 17, 1996, S. 9, Nachkriegsjahre. 6 Malin-Gesellschaft, Von Herren und Menschen, S. 312 7 Wie 6., S. 334, 364 und 371. 8 Mehr über diese Zeit in Heft 17: Nachkriegsjahre 9 Die Geburtenrate erreichte 1963 mit 33 auf Tausend ihre Rekordmarke: 123 Geburten bei 3904 Einwohnern! 10 Siehe dazu den Bildband von Hubert Mohr, 1994: Wolfurt; Ein Dorf verändert sich 33 Siegfried Heim Siegfried Heim Gemeindewahlen in Wolfurt 1950-2000 Die Roten in Wolfurt Am 1. Mai 1890 sammelten sich in vielen Industriestädten erstmals die Arbeiter mit roten Nelken um ihre roten Fahnen. In einem Festzug demonstrierten sie zu ihrem &quot;Tag der Arbeit&quot;. Von jeher war &quot;Rot&quot; als Farbe des Blutes auch die Farbe der Fahne des Sozialismus gewesen. Reich und arm, Prasser und Lazarus, Kapitalistische und Dritte Welt - schreckliche Gegensätze weltweit! Auch wenn wir sie im Wohlfahrtsstaat gemildert sehen. Auch wenn wir den Zusammenbruch des Sowjet-Sozialismus noch vor Augen haben! Seit dem Mittelalter gab es bei uns im Gericht Hofsteig eine vernünftige Frühform des Kommunismus, die sich jahrhundertelang bewährte. In den Dörfern gehörte allen alles gemeinsam. Die Arbeit und die gemeinsame Ernte wurden geteilt, auch Alte und Waisenkinder mitversorgt. Freilich gab es schon eine Oberschicht in den Schlössern und Klöstern, die ihren Anteil einforderte. Als diese Steuerlast in den Notzeiten um 1700 unerträglich groß wurde, wehrten sich die &quot;Gemeinen&quot; in einem Aufruhr dagegen.1 Die &quot;Gemeinen&quot; - wohl die ersten Sozialisten! Denn &quot;sozial&quot; heißt wörtlich &quot;gemeinschaftlich&quot; und &quot;kommunistisch&quot; bedeutet das gleiche. Bis in das 20. Jahrhundert unterschied man die beiden Begriffe nicht. Die Industrialisierung hatte im 19. Jahrhundert die Kluft zwischen Reich und Arm erschreckend weit geöffnet. Karl Marx rief jetzt mit seinem &quot;Kommunistischen Manifest&quot; zu Klassenkampf und Revolution auf. Bei uns im Land gehörten der Dichter Franz Michel Felder und sein Schwager Kaspar Moosbrugger zu den ersten, die sich 1867 mit der Gründung der &quot;Vorarlbergischen Partei der Gleichberechtigung&quot; für die kleinen Bauern und die Arbeiter einsetzten. Mit ihren &quot;Casinos&quot; traten ab 1868 auch die &quot;Schwarzen&quot; auf den Plan. Die Leute um Thurnher, Kohler und den Wolfurter Lehrer Wendelin Rädler2 stürzten in einer sanften Revolution 1870 die Vorherrschaft der kapitalistischen Liberalen im Land. Mit der Verwirklichung ihrer sozialen Ideen sorgten sie dafür, daß seither der Sozialismus in unserem Industrieland nur schwer Fuß fassen kann. In Wien hatte Viktor Adler 1889 die verschiedenen marxistischen Gruppen in der &quot;Sozialdemokratischen Arbeiter-Partei&quot; (SDAP) zusammengeschlossen. Auch in Vorarlberg gab es damals schon Sozialisten. Aber erst 1899 gelang ihnen die Organisation einer eigenständigen Partei. Diese wurde allerdings fast nur von &quot;Fremdhäßigen&quot; geleitet, von zugewanderten Arbeiterführern, die im konservativen Vorarlberg mit Mißtrauen beobachtet wurden. Nur Hard bildete die große Ausnahme. Schon 1894 waren dort zwei Sozialisten in die Gemeindevertretung gewählt worden, die allerersten in Vorarlberg. Von alteingesessenen Handwerkern und Stickern getragen gründete die SDAP Hard zahlreiche 35 Nach 1929 wurden im Jahre 1950 zum ersten Mal wieder demokratische Gemeindevertretungs-Wahlen durchgeführt, seither regelmäßig alle fünf Jahre. Von den kandidierenden Parteien erreichte die ÖVP, die sich bei der ersten Wahl 1950 noch Allgemeine Wählerschaft genannt hatte, jeweils die absolute Mehrheit an Stimmen und Mandaten. Sie stellte daher auch immer den Bürgermeister. In vergleichbaren Nachbargemeinden war das häufig ganz anders. Offensichtlich waren die Wolfurter Wähler mit der Personal- und Sach-Politik der führenden Partei weitgehend einverstanden! Zweitstärkste Partei war bis 1975 die Unabhängige Wählerschaft, die sich 1965 Bürgerliche Wählerschaft und ab 1970 FPÖ nannte. Dritte Partei war in den ersten Wahlgängen die SPÖ. Sie überholte 1975 die FPÖ und hielt seither den zweiten Platz. Die nur selten kandidierende KPÖ konnte nie ein Mandat erreichen. Beachten Sie bitte bei der folgenden Aufstellung, daß wegen der gestiegenen Einwohnerzahl die Anzahl der Mandate von anfangs 21 schon 1955 auf 24 und 1975 schließlich auf 27 erhöht wurde. Ab einer Einwohnerzahl von 8000 werden vielleicht auch in Wolfurt schon bald 30 Mandate vergeben werden. ÖVP FPÖ SPÖ Zus. 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 13 15 16 «19 16 &lt;19 18 &lt;19 «20 &lt; 19 «20 «7 6 5 3 5 3 3 &gt;I &gt;1 3 3 &gt;1 3 3 2 5 6 «7 6 5 4 21 24 24 24 27 27 27 27 27 27 3 24 34 Vereine. Unter Nationalrat Hermann Hermann wurde sie 1924 die mandatsstärkste Partei. Mit Adolf Kölbl stellte das &quot;rote&quot; Hard 1947 erstmals in Vorarlberg einen sozialistischen Bürgermeister. Ganz anders in Wolfurt! Hier konnte erst 1945 ein einzelner &quot;Roter&quot; in der Gemeindestube Platz nehmen, und auch das nur unter dem Druck der französischen Militärbehörde. Der erste Versuch für eine sozialistische Organisation war in Wolfurt schon 1903 unter den über 200 Italienisch-sprechenden Trentiner Fabriksarbeitern gestartet worden.3 Vergeblich! Pfarrer Nachbauer konnte die meisten, darunter auch viele Sozialdemokraten, in seiner schwarzen &quot;Societa Cattolica Operaia di Wolfurt e Kennelbach&quot; in ein anderes Lager führen. Als ab 1906 das allgemeine und gleiche Wahlrecht für alle Männer - nur für diese! eingeführt worden war, hätten die Roten unter den bisher rechtlosen Wolfurter Fabriksarbeitern sicher auch Chancen gehabt. Es gelang ihnen aber nicht einmal, ein Gastlokal für eine Partei-Versammlung aufzutreiben. Eine solche hätte am Ostermontag 1908 im Adler in Rickenbach stattfinden sollen. Der Adler gehörte damals der Familie Huber von der Mohren-Brauerei in Dornbirn, deren &quot;Mohren&quot; damals das wichtigste Versammlungslokal der Dornbirner Sozialdemokraten war. Zur Versammlung hatte der Landessekretär der SDAP Ertl aus Dornbirn eingeladen. Über Initiative von Pfarrer Nachbauer und des Wolfurter Schulleiters Matthias Wächter, der noch im gleichen Jahr Landessekretär der Christlichsozialen werden sollte, war der Adlersaal schon lange vor Beginn gestopft voll mit schwarzen Wolfurtern. Sie wählten ein Präsidium mit Wachter als Vorsitzendem. Dieser begrenzte durch &quot;einstimmigen&quot; Beschluß die Redezeit auf zwanzig Minuten. Zwar protestierte der rote Sekretär Ertl. Er mußte aber unter dem johlenden Beifall der Anwesenden den Saal verlassen.4 Natürlich berichtete auch die sozialistische &quot;Volkszeitung&quot; in großer Aufmachung über die gescheiterte Versammlung. Hier ein paar Zitate daraus: &quot;...sehr gut besucht, denn die Katholischen wurden vom Pfarrer in die Versammlung kommandiert.... zur Vorsicht haben sie Stecken mitgenommen .... Gelogen hat Herr Wachter, als er pathetisch in den Saal rief, daß auf dem Programm der Sozialdemokraten die freie Liebe stehe und die Männer die Weiber wechseln können, so oft es ihnen paßt ...&quot; 5 Verleumdung also und Wahl-Terror! Ein Jahr später trafen sich die Sozialdemokraten von Bregenz, Lustenau und Dornbirn dann aber doch am 1. Mai 1909 im Adler in Rickenbach. Die Feier wurde von den Arbeitersängern aus Dornbirn festlich umrahmt. In seiner Rede gab Sekretär Ertl seiner Genugtuung Ausdruck, &quot;daß es der Sozialdemokratie trotz des Terrorismus und dem Wirtschaftsboykott der Wolfurter Christlichsozialen gelungen sei, in dieser Gemeinde ein Lokal zu einer Versammlung zu bekommen.&quot; 6 Als der Lammwirt Gebhard Fischer 1910 den Adler gekauft hatte, schrieb das Volksblatt: &quot;Hoffentlich wird auf Jahre hinaus diesen Weltverbesserern kein Lokal in Wolfurt mehr offenstehen!&quot; 7 36 Dann aber kam der große Weltkrieg. Für einige Jahre schien der Parteienstreit unwichtig. Am 12. November 1918 wurde die Republik Deutsch-Österreich ausgerufen. Mit Karl Renner stellten die Sozialdemokraten den ersten Kanzler. In Vorarlberg lagen sie aber weiterhin deutlich hinter den Christlichsozialen. Bei den NR-Wahlen vom 16.2.1919 durften zum ersten Mal auch die Frauen wählen. In Wolfurt wurden bei 878 gültigen Stimmen nur 122 (13,9 %) für die SD abgegeben, noch weit weniger als im Vorarlberger Durchschnitt von 21,8%. Der Wahl-Terror hielt an. Zur Vorbereitung der Landtagswahlen vom 27.4.1919 war den Sozialisten wieder jeder Versammlungssaal in Wolfurt verwehrt worden. Da wollten die Genossen Weißmann und Spindler aus Bregenz eine Woche vor der Wahl am Nachmittag des Ostermontag eine Versammlung unter freiem Himmel auf dem Kirchplatz abhalten. Sie sahen sich aber einer von den Christlichsozialen aufgebotenen großen Gruppe von Schulkindern und Jugendlichen gegenüber, die &quot;mit Altarglocken, Kuhschellen, Trompeten, Karfreitagratschen und sonstigen Lärminstrumenten&quot; jede Ansprache unmöglich machten. Als die Redner den Platz verließen, kam von hinten &quot;ein Hagel von Steinen, Pferdemist und anderen Wurfgeschossen&quot;. Unter anstachelnden Zurufen der Erwachsenen &quot;Jagt sie nur fort die Sozi!&quot; wurden die Genossen bis zu St. Antone an die Lauteracher Grenze verfolgt. Als einen &quot;Tag der Schande&quot; für das Wolfurter Bürgertum bezeichnete die sozialistische Zeitung solche Vorkommnisse.8 Die GV-Wahlen wurden in Wolfurt vorerst immer mit Einheitslisten durchgeführt, auf denen Sozialisten gar keine Chance hatten. Einige Wolfurter Wahlergebnisse für Nationalrat und Landtag aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, wobei Sozialdemokraten und Kommunisten den übermächtigen Christlichsozialen gegenübergestellt werden. Die teilweise beachtlich großen Splittergruppen bleiben unberücksichtigt: Gültig NR 1919 NR 1920 NR 1923 878 (62,8%) CS SD 551122 (13,9%) KP 0 0 4 (0,4%) andere 205 94 186 830 915 (72,9%) 654 82 667 58 (6,3%) Also eine ständige Abnahme der SD-Stimmen! 37 CS LT 1928 NR 1930 714 702 SD 148 171 KP 0 1 andere .... (darunter NS 9) Nach dem Aufruhr und dem Brand des Justizpalastes 1927 in Wien hatten die SD starken Wählerzuwachs zu verzeichnen und erreichten ihr bisher bestes Ergebnis. CS LT 1932 693 SD 64 KP 40 (darunter NS 208!) Die letzten demokratischen Wahlen in der ersten Republik! Arbeitslosigkeit und Not der Wirtschaftskrise hatten die SD schwer erschüttert. Ihr linker Flügel war zur KP abgewandert, ein viel größerer Teil aber zur nun stark anwachsenden NSDAP. 1933 wurden KP und NSDAP verboten, 1934 auch die SD-Partei. Irrtümlich wurde vom Sicherheitsdirektor auch der Arbeiter-Turnerbund in Wolfurt aufgelöst, der seinen Namen von der Gründung durch den Katholischen Arbeiterverein herleitete. Die Turner mußten neue Statuten beschließen und sich ab jetzt &quot;Turnerbund Wolfurt&quot; nennen. Jede sozialdemokratische Tätigkeit schien erloschen zu sein. Nur wenige der Gesinnungsgenossen, darunter eine Gruppe um Johann Fischer und seine Frau Anna (Stöoglars an der Ach), trafen sich regelmäßig bei einem &quot;Schuhplattler&quot;-Verein in Kennelbach, wo bei als Ausflüge und Brauchtumsabende getarnten Veranstaltungen das Tagesgeschehen diskutiert wurde. Mitglied des sehr populären Vereins war auch Maria Österle, die Mutter des späteren Kommunisten Martin Österle. Dann Nationalsozialismus und Krieg. In Wolfurt ist kein Anzeichen sozialdemokratischen Widerstandes bekannt geworden. In Ansätzen scheint es solchen nur von christlichsozialer Seite und von der kleinen Gruppe der Kommunisten gegeben haben. Bild 25: Schuhplattler 1936 in Kennelbach. Hinter der Brauchtumsgruppe verbarg sich ein verbotener sozialistischer Verein. andere Die Sozial-Demokraten der SPÖ Nach 1945 wählten die Sozialdemokraten für ihre erneuerte Bewegung den Namen Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ). In Wolfurt fehlte ihnen vorerst jegliche Organisation. Im Mai 1945 bildeten daher vier ehemalige Angehörige der Vaterländischen Front zusammen mit einem Kommunisten den ersten provisorischen Gemeindetag. Als Karl Geiger auf Grund der Ergebnisse der Nationalratswahl vom 25. November 1945 sein Mandat zu Gunsten der SPÖ zurücklegte, übernahm Armin Schertler seinen Platz. Die SPÖ hatte landesweit 27 Prozent der Stimmen erhalten, die KPÖ dagegen nur 2,5 Prozent. Es dominierte mit 70 Prozent die ÖVP. Schertler stand der erst nach dem Krieg gebildeten &quot;Widerstandsbewegung&quot; nahe und war ganz bestimmt kein Marxist. 1947 wurden ohne eigene Wahlen Gemeindevertretungen nach den Ergebnissen der NR-Wahl von 1945 gebildet, die SPÖ sollte drei Plätze besetzen. Sie fand aber keine Arbeitervertreter. Neben Gemeinderat Schertler nominierte sie daher den &quot;Wanderlehrer&quot; Anton Gasser (Eulentobel) und den Bauern Kassian Schertler (Röhle). Gasser 39 38
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Heimat_Wolfurt_...1988_ Wolfurt 01.06.1988 19.11.2012, 18:34 Heft 1 Zeitschrift des Heimatkundekreises Juni/88 Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Obwohl erst vor drei Monaten ein diesbezüglicher Aufruf an die Bevölkerung erging, hat sich in unserer Gemeinde bereits ein «Heimatkunde-Kreis» zusammengefunden und in intensiver Arbeit auch schon die erste Ausgabe einer heimatkundlichen Zeitschrift fertigstellt. Zu diesem sehr vielversprechenden Start in die Vergangenheit unseres Dorfes möchte ich mich bei allen, die daran mitarbeiten, besonders aber bei Direktor Siegfried Heim, herzlich bedanken. Ich bin überzeugt davon, daß das Kennenlernen und Verstehen unserer Vergangenheit ein entscheidender Schritt in die Zukunft sein kann. Somit wünsche ich unserem Heimatkundekreis viel Erfolg und darf die volle Unterstützung der Marktgemeinde in jeder Hinsicht zusagen. Ihr Bürgermeister Grüß Gott! Immer mehr Menschen aus unserem Ort, auch die Schulen und die Gemeinde, fragen wieder nach den Wurzeln und dem Wachsen unserer Gemeinschaft. Im Heimatkundekreis treffen sich Leute, die ihr eigenes Wissen mehren möchten, aber auch die Ergebnisse ihrer Forschungen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen wollen. Vorträge werden geplant und eine Zeitschrift soll Wissenswertes festhalten und verbreiten. Dieses erste Heft will mit einer Zeittafel ein paar Grundlagen vermitteln und vielleicht auch schon ein paar Fragen aufwerfen. Wir ersuchen unsere Leser um Stellungnahmen und Vorschläge, die wir gern nächstes Mal abdrucken. Darauf freuen sich schon alle Mitarbeiter. Siegfried Heim Inhalt: 1. Zeittafel für Wolfurt und Hofsteig (Heim) 2. Bauern und Fabrikler (Heim) 3. Franzosenkrieg 1800 (Volaucnik) Siegfried Heim DIE A U T O R E N : Siegfried Heim, geboren 1931 in Wolfurt und hier auch ansässig, ist Hauptschuldirektor und betreut das Wolfurter Gemeinde-Archiv. Mag. Christoph Volaucnik, geboren 1960 in Bregenz, hat seine Jugendjahre in Wolfurt verbracht und wohnt jetzt in Bregenz. Er hat Geschichte studiert und arbeitet im IndustrieArchiv in Feldkirch. Altertum: Um 10.000 v. Chr. Die letzte Eiszeit geht zu Ende. Am Ufer des Bodensees nimmt die Landschaft langsam ihre heutige Gestalt an. Rhein, Ach und Bergbäche schütten die Talsohle auf. Der Ippachwald bedeckt den Steußberg, noch lange Zeit reicht der Riedsumpf bis an den Kellahang. Um 500 v. Chr. Die keltischen Räter besiedeln das Land. 15 v. Chr. Die Römer erobern Vorarlberg. Am Fuß des Steußbergs führt die Straße von Chur nach Brigantium. 259 n. Chr. Die Alemannen zerstören das römische Brigantium 496 n. Chr. Chlodwig besiegt die Alemannen. Der Gotenkönig Theoderich bietet den Flüchtlingen Schutz im Bodenseeraum. Mittelalter: Um 500 n. Chr. Die Alemannen besetzen das Rheintal bis Dornbirn. Sie bilden Markgenossenschaften, die in Dreifelderwirtschaft den Boden bebauen. 610 Kolumban und Gallus bringen das Christentum. 742 Die Franken unterwerfen Alemannien. 746 Die alemannischen Adeligen werden in Cannstatt getötet. Franken regieren den Argengau, zu dem auch das Hofsteiger Gebiet gehört. Ab 800 halten die fränkischen Grafen in Schwarzach Gericht. Um 800 weisen St. Galler Urkunden bereits- Obst- und Weinbau in unserem Gebiet nach. 853 Lauterach wird urkundlich genannt. In Hofsteig errichten freie Leute ihre Einzelhöfe, aus denen später Weiler und Dörfer entstehen. 891 «Allen soll alles gemeinsam sein!»: Felder, Weiden, Wälder, Wiesen, Wege, Gewässer und das Ried. 895 Dornbirn wird als «Torrinpuirron» urkundlich genannt. Um 920 Ulrich von Buchhorn wird als erster Graf von Bregenz Herr unseres Landes. Um 955 Der Kellhof, in dessen Bereich später die Kapelle St. Nikolaus und Schloß Wolfurt gebaut werden, fällt nach Graf Ulrichs Tod an Marquard, den Stammvater der Pfullendorfer Grafen. 3 Herausgeber: Heimatkundekreis Wolfurt Für den Inhalt verantwortlich: Siegfried Heim, Funkenweg 11, 6922 Wolfurt Satz: Norbert Mayr, 6922 Wolfurt / Druck: Adolf Lohs Ges.m.b.H., 6922 Wolfurt In Konstanz stirbt der Hl. Gebhard, ein Sohn des Grafen Ulrich von Bregenz. Ab 1075 Der Streit zwischen Kaiser und Papst verwüstet das Land. 1079 Bregenz wird niedergebrannt. 1089 Auch Hofsteig fällt mit halb Bregenz an die Pfullendorfer Grafen. 1094 Kloster Mehrerau wird gegründet. Es gewinnt bald Besitz und Einfluß in unserer Gegend. Ab 1050 bis 1400 werden große Teile des Steußbergs und des Bregenzerwaldes von Hofsteig aus gerodet. 1167 Bregenz kommt mit Hofsteig an Markgraf Hugo von Tübingen, den Stammvater der Grafen von Montfort. Lindau dagegen und der Wolfurter Kellhof fallen an Kaiser Friedrich Barbarossa. Kellhof und Hofsteig bleiben jetzt bis 1806 getrennt. 1167 wird die Kapelle St. Nikolaus in Wolfurt urkundlich erwähnt. 1180 Zur neuen Pfarre Alberschwende gehören einige Rickenbacher Höfe. Noch 1810 sind sie nach Alberschwende zehentpflichtig. Um 1200 Kriege der Staufer gegen die Weifen. In unserem Gemeindegebiet entstehen die Burgen Veldegg, Wolfurt und Kujen. 1226 oder kurz davor erscheint der Name «Wolfurt» erstmals urkundlich als der eines Rittergeschlechts. 1249 besitzt Lauterach eine Kapelle St. Georg. 1260 wird Hofsteig erwähnt. Ammänner verwalten die Höfe. 1289 wird Schloß Veldegg im Oberfeld urkundlich genannt. 1291 Ludwig von Wolfurt studiert als erster Vorarlberger in Bologna. Um 1300 breitet sich das Geschlecht der Ritter mit dem Wolf im Wappenschild in Süddeutschland und in der Schweiz aus. Ritter, Chorherren, Äbte und Äbtissinnen. 1338 Das Montfort-Erbe wird an der Schwarzach geteilt. Das alte Gericht Schwarzach wird aufgelöst. Während Dornbirn und Höchst an Feldkirch fallen, kommt Hofsteig zu Bregenz - Tettnang. Bregenz sichert sich auch die wichtigen Flößerrechte auf der Ach und den Holzhandel. Die Schwarzach ist die Grenze zwischen den Pfarreien Bregenz und Dornbirn. 1349 Wolfurter Ritter als Söldnerführer und Statthalter in Neapel und Apulien. 1350 bis 1450 Wolfurter Ritter als Grafen in Ungarn. 1352 Graf Ulrich von Wolfurt als ungarischer Gesandter beim Papst in Avignon. Einer seiner Ritter ist Marquard von Ems. 1364 Ritter Konrad stiftet den Wolfurter Kelch für Pfäfers. 1370 Hochblüte des Wolfurter Rittergeschlechts im Bodenseeraum als Besitzer vieler Burgen, als Äbte und Äbtissinnen. 4 995 1371 Schloß Wolfurt wird von den Lindauern erobert und zur Hälfte in Besitz genommen. 1379 Das Urbar der Grafschaft Bregenz weist in Hofsteig 44 Güter von wohlhabenden freien Leuten nach. 1391 Die Vorarlberger Eidgenossenschaft mit dem jetzt zu Bludenz-Werdenberg gehörigen Kellhof Wolfurt richtet sich gegen Bregenz. 1391 Der Herrenbund mit Bregenz und Hofsteig richtet sich gegen die Eidgenossen und Habsburg. Schwere Kriegsnot in den folgenden Jahren. 1402 Die Hälfte von Schloß Wolfurt wird an Mehrerau verkauft. 1402 Der Kellhof wird von Bludenz-Werdenberg an Graf Wilhelm von Bregenz verkauft. 1405 Herzog Friedrich verbrennt Hard, das zu Graf Wilhelm hält. 1405 Graf Wilhelm verbrennt Schloß Veldegg. Es gehört zu dieser Zeit dem Ritter Ulrich von Schwarzach. 1405 bis 1408 Appenzellerkrieg. Die Bauern verbrennen viele Burgen im Land, darunter wohl auch Burg Kujen, von der später nur mehr der «Burgstal» nachzuweisen ist. 1406 Die Eidgenossen besiegen Graf Wilhelm und verbrennen Lauterach und die Bregenzer Vorstadt. Viele freie Hofsteiger und der ganze Kellhof schwören zu den Eidgenossen. 1407 Die Bauern belagern Bregenz und plündern das Kloster Mehrerau. Sie werden aber am 13. Jänner 1408 entscheidend geschlagen. 1443 Die Hofsteiger erhalten ihre erste Kaplanei in Lauterach, zu der sie 1476 die Kirche St. Georg erbauen. 1445 Die Appenzeller verwüsten das Rheintal. Hofsteig kommt mit der Bezahlung von «brandschatzgeld» in große Schwierigkeiten. Um 1450 Das erste Geschlecht der Ritter von Wolfurt ist ausgestorben. 1451 Hofsteig wird mit der halben Herrschaft Bregenz an die Habsburger verkauft und kommt damit zu Österreich. 1451 Ulrich von Schwarzach verkauft Veldegg an Kloster Mehrerau. Mehrerau besitzt 452 Leibeigene, darunter viele aus Wolfurt. 1458 Die Grafen von Bregenz verkaufen den Kellhof mit ausgedehnten Gütern in Wolfurt, Lauterach, Bildstein, Kennelbach, Langen und anderen Gemeinden an Ritter Marquart IV. von Hohenems. 1463 Die Familie Leber, reiche Wein- und Holzhändler aus Bregenz, erhält Schloß Wolfurt als Lehen. 1464 In Kennelbach wird das Kloster Hirschthal erbaut, das dort bis zum Brand von 1796 besteht und auch Beziehungen zu Wolfurt unterhält. 1484 In Buch wird eine Kapelle erbaut. 5 Neuzeit: 1493 Wolfurt erhält für seine Kapelle St. Nikolaus eine eigene Kaplanei. 1512 Wolfurt hat bis jetzt zur Pfarre St. Gallus in Bregenz gehört. Nun wird es selbständige Pfarrei. Eingeschlossen sind auch die Bewohner von Schwarzach, Bildstein und Buch. 1515 Mark Sittich I. löst vom Kaiser den Kellhof endgültig für Hohenems ein. 1517 Das Kirchdorf Wolfurt erhält den ersten Dorfbrunnen. 1518 Unter Kaiser Maximilian wird zwischen Lauterach und Bregenz die erste Brücke gebaut. Die Holzbrücke besteht bis 1916. Die Straße von Bregenz nach Wien führt 250 Jahre lang von der Brücke schräg durch die Felder am St. Antone nach Rickenbach. 1520 Jakob Leber wird vom Kaiser geadelt und begründet das zweite Rittergeschlecht von Wolfurt. 1523 Ferdinand von Habsburg kauft die zweite Hälfte von Bregenz für Österreich. 1525 Unter dem Einfluß lutherischer Prediger erheben sich die Bauern im Allgäu und bedrohen unter Mithilfe der Vorderwälder Bregenz. Die Hofsteiger bleiben ausdrücklich beim alten Glauben und retten unter Mark Sittichs Führung Bregenz. Dieser läßt 50 aufständische Bauern henken. 1529 Abt und Konvent von St. Gallen suchen vor den Aufständischen Zuflucht auf Schloß Wolfurt. Abt Kilian ertrinkt 1530 beim Durchreiten der Ach. 1537 Die Bregenzer beklagen sich über die Qualität des Wolfurter Weines. 1541 Wildschweinplage. Die Bauern greifen zur Selbsthilfe und erlegen viele Tiere. 1544 Der Hofsteiger Landsbrauch wird aufgeschrieben. Er regelt die Erbfälle und den Gerichtstag, wie auch die Verwaltung und Nutzung von Feld und Wald. Das Gericht Hofsteig umfaßt ein Gebiet von etwa 60 km2. Der Hauptort ist Lauterach, wo alle drei Jahre der Ammann neu gewählt wird. 1544 Vertrag über die linksseitige Achwuhrung. 1546 bis 1552 Im Schmalkaldischen Krieg ziehen die Hofsteiger mehrmals zur Landesverteidigung an die Bregenzer Klause. Einzelne Hofsteiger kämpfen aber auch auf der Seite der Protestanten. Galli Küng wird deshalb als Spion und Mordbrenner im Jahre 1552, nachdem er auf der Folter gestanden hat, in Bregenz «zu dem Rad, Vierthailen und Brand» verurteilt und hingerichtet. 1550 Die Pest! 1573 Die Lauteracher Brücke wird vom Hochwasser weggerissen. 1593 Die Pest! 1594 Das älteste Häuserverzeichnis zählt in Wolfurt 70 Häuser auf, davon sind 10 unbewohnt. 27 Häuser werden zum Dorf gerechnet, 43 zur «Staig». Zusammen leben hier 350 Einwohner. 6 1595 Hexenprozeß gegen Anna Martin wegen der Weinreben in der Bütze. 1603 Bastian Kölnhofer führt 55 Kellhofmänner zur Musterung nach Ems. 1613 Junker Laux von Wolfurt ist unter Erzbischof Mark Sittich Stadthauptmann von Salzburg. 1615 Graf Kaspar von Hohenems verleiht den Kellhof neu. Zum Kellhof gehören 200 Leibeigene. 1616 Neuvermarkung der Wälder. Sie sind Genossenschaftsbesitz wie die meisten Äcker. 1616 Die «Embser Chronik» beschreibt den schönen Weinwachs von Wolfurt. 1618 Jetzt löst sich auch Lauterach als selbständige Pfarrei von Bregenz. In Lauterach wird eine Schule eingerichtet, die auch Wolfurter Kinder aufnimmt. 1618 bis 1648 Der Dreißigjährige Krieg 1616 bis 1631 Eucharius von Wolfurt regiert als Fürstabt in Kempten. Er mehrt den Besitz des Klosters und treibt die Gegenreformation voran. 1628 bis 1635 Kriegsnot, Einquartierung, Pest! In dieser Notzeit wird Bildstein ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Dort soll nach der Legende 1629 die Mutter Gottes erschienen sein. 1646 Hard wird selbständige Pfarrei und baut eine Kirche am See. 1647 Die Schweden erobern Bregenz und brandschatzen das Land. Hofsteig wird auf Fürsprache der Schweizer Eidgenossen verschont. 1650 Das Rittergeschlecht der Leber von Wolfurt ist ausgestorben. Seit 1650 sind in Wolfurt Pfarrbücher erhalten. 1663 In Bildstein erbaut Michael Kuen eine Barockkirche, die 1676 eingeweiht wird. Sofort gibt es Streit zwischen den Bildsteiner Krämern und den anderen Hofsteigern um den Brothandel und den Weinausschank. 1676 Auch Buch erbaut eine Kirche. Beide Kirchen bleiben aber vorerst bei der Pfarre Wolfurt. 1676 Eine Hungersnot zwingt Erwachsene und Kinder zum Betteln und zur Arbeitssuche im Ausland. Der Maisanbau beginnt. 1689 Obersthauptmann Kreis berichtet von der «ellendbetriebten» Zeit in Vorarlberg. 1700 Flachsanbau und Export von Garn und Leinen bringen etwas Geld ein, werden aber hoch besteuert. 1702 Hochwasser in Rickenbach. 1705 Jerg Roner aus Wolfurt klagt als Vertreter des «Gemeinen Mannes» in Wien gegen die Willkür der Beamten. 2.000 aufrührerische Bauern besetzen von Rickenbach aus die Stadt Bregenz und verjagen den Vogteiverwalter. Jerg Roner wird 1710 zum Hofsteigammann gewählt. 7 1707 Der Bregenzer Amtmann und unbeliebte Steuereinheber Benedikt Reichart baut Schloß Wolfurt neu. 1720 Durch die Not nach dem Spanischen Erbfolgekrieg (1701—1714) verbreitet sich der Anbau von Mais. Um 1725 wird die Kartoffel eingeführt. 1723 Den Grafen von Hohenems fehlt es an Geld. Sie verpfänden all ihre Zehentrechte im Kellhof an Dornbirner Patrizier und an die Gemeinden. 1726 Bregenz erhält ein Direktorium (später Oberamt oder Kreisamt) und wird Verwaltungszentrum des Landes. 1729 Das Gericht Hofsteig kauft die Weingärten am Rutzen- und am Narrenberg. 1730 Wolfurt zählt 398 Kommunikanten (Erwachsene), Hard 427, Lauterach 434. 1750 Der Bregenzer Oberamtsrat Konrad von Tröndlin kauft Schloß Wolfurt. Er hat bei der Verteidigung von Bregenz 1744 im österreichischen Erbfolgekrieg eine unrühmliche Rolle gespielt. 1750 Beginn der Handstickerei. 1750 Beginn der Weberei, zuerst für Schweizer Unternehmer, ab 1770 auch für die k.k. Cottonweberei in Bregenz. Um 1750 werden erstmals Schindeldächer durch Ziegeldächer ersetzt. 1753 In Lauterach wird erstmals Torf gestochen («Schollen»). 1755 Die neue Vermögenssteuer vom Grundbesitz wird eingeführt. 1760 Häuser- und Einwohnerverzeichnis: «Seelenbeschrieb» von Pfr. Feuerstein mit ersten Wolfurter Hausnummern: In Wolfurt und Rickenbach zusammen gibt es 151 Häuser. Frickenesch und Bächlingen werden mit Meschen zu Bildstein gerechnet. 1760 Buch löst sich mit 30 Familien und 165 Einwohnern aus der Pfarrei Wolfurt und wird eine selbständige Pfarrei. 1765 Mit Hohenems fällt auch der Kellhof 300 Jahre später als Hofsteig an Österreich. 1768 Eine neue Reichsstraße von Lauterach nach Dornbirn nimmt Wolfurt den Verkehr weg. 1771 wird auch eine Straße von Lauterach nach Höchst gebaut. 1770 bis 1773 Hungerjahre! 1772 Der Bauer Johann Stadelmann kauft Schloß Wolfurt. 1773 An der Ach wird die Alte Insel gerodet und verteilt. Schon früher waren die meisten Felder verteilt worden. 1771 bis 1775 Die Ammänner Johannes und Joseph Fischer kaufen die letzten Kellhoffelder von Ems frei. 1774 Maria Theresia führt mit der Normalschule die Schulpflicht ein. 1778 Im Strohdorf wird das erste Schulhaus erbaut. 1781 In Schwarzach wird eine Pfarr-Expositur eingerichtet. 1782 Die Reformen Josef IL Auch der Frondienst wird reformiert. 8 1789 Das Volk feiert ohne den Pfarrer die von Joseph II. verbotenen Gottesdienste. 1792 Bildstein löst sich als selbständige Pfarrei von der Mutterpfarre Wolfurt. Die Bildsteiner Straße wird befahrbar gemacht. 1792 In Wolfurt wird das allgemeine Weiderecht auf den Feldern abgeschafft. 1793 Dornbirn erhält das Marktrecht. 1794 In Hofsteig stehen schon 148 Webstühle in Betrieb. Damit liegt das Gericht im Land bei der Baumwollweberei hinter Dornbirn an zweiter, bei der Musselinweberei an erster Stelle. 1794 Zweite Durchnumerierung der Häuser. 1795 Der Ippachwald wird auf die einzelnen Häuser in Hard, Lauterach und Wolfurt aufgeteilt. 1796 Franzosenkrieg! Gefechte in Wolfurt, 2 Bauern erschossen, 9 Soldaten gefallen. In Lauterach verbrennen sieben Häuser. 1796 In Kennelbach brennt das Kloster Hirschthal ab, wobei 6 Frauen den Tod finden. Das Kloster übersiedelt nach Bregenz-Thalbach. 1798 Auch das Ried wird verteilt. Private Nutzungen und neue Anbaumethoden bringen der Landschaft jetzt großen Aufschwung. Die 1.000-jährige Dreifelderwirtschaft der Markgenossen hat ihr Ende gefunden. Um diese Zeit verkauft das Kloster Mehrerau seine Schupf- und Erblehen, darunter 16 große Lehen in Wolfurt. 1799 Major Jakob Schertler führt die Hofsteiger gegen die Franzosen. 1800 Franzosenkrieg! Mehrere schwere Gefechte in Wolfurt und in Rickenbach. In der Bütze wird der Bauer Johann Kaspar Haltmayer in seinem Haus erschossen. 1802 Schwarzach erhält eine eigene Kaplanei. 1803 Die Wolfurter helfen beim Kirchenbau in Schwarzach. 1805 Neue Glocken für die Wolfurter Kirche. 1805 Beim Friedensschluß von Preßburg kommt Vorarlberg zu Bayern. 1806 Die alten Gerichte Kellhof und Hofsteig werden aufgelöst und dem neuen Landgericht Bregenz zugeteilt. Wolfurt wird eine selbständige Gemeinde. 1806 Das Kloster Mehrerau wird abgebrochen. 700 Jahre lang hatte es in Wolfurt großen Einfluß gehabt. 1808 Die neue Gemeindeordnung tritt in Kraft. Joh. Georg Fischer wird der erste Vorsteher. Der bayerische Steuerkataster erfaßt 1809 alle Grundstücke und die 185 Häuser, die nun schon ihre dritte Nummer tragen. Mathias Schneider zählt 1143 Einwohner und 266 Kühe. Hohe Steuern und der Stillstand von Stickerei und Weberei führen zu einer Wirtschaftskrise. 1809 Aufstand! Das von Truppen entblößte Vorarlberg ist rasch befreit. Hofsteiger Schützen unter Mayor Jakob Schertler beteiligen sich an Angriffen am Untersee und im Allgäu. Der Aufstand bricht zusammen. 9 Wolfurter Männer ziehen mit Napoleon nach Rußland. Vorarlberg gehört wieder zu Österreich. Die erste Musikkapelle in Wolfurt gegründet. Überschwemmung der Felder. Mißernte. Große Hungersnot im Frühjahr! Wolfurt ist ein Getreideort. Es erntet 3.250 Viertel Vesen-Weizen, 1.125 Viertel Dintel-Weizen, 1.280 Viertel Haber, keine Gerste, aber auch schon 1.620 Viertel Türken und dazu noch Kartoffeln, Obst und Wein. (Ein Bregenzer Viertel entspricht 21,7 Liter Korn.) 1818 Fähnrich Weiß zeichnet eine genaue Landkarte von Vorarlberg. 1819 Wolfurt kommt vom Bistum Konstanz zum Bistum Brixen. Die Bevölkerung wächst stark an. Die alte Kirche vermag die Gläubigen nicht mehr zu fassen. 1824 Nun löst sich auch die Pfarre Schwarzach als letzte von der Pfarre St. Nikolaus in Wolfurt. 1827 Negrelli läßt eine Karte vom Rheintal zeichnen. 1830 Steinbrecher machen die Ruine Veldegg dem Erdboden gleich. 1830 Auf dem Kirchplatz wird die alte Tanzlaube abgebrochen. Daneben ist «Hanso Lädele» der einzige Kaufladen im Ort. 1830 Die Rickenbacher beantragen einen Kirchen-Neubau in Unterlinden. 1833/34 Die alte Kirche wird nach Negrelli-Plänen bedeutend erweitert. 1834 Michaelis-Bub wird wegen Kindermord gehenkt. 1837 Jenny und Schindler bauen nach Ablehnung durch die Wolfurter ihre große Textilfabrik in Kennelbach. 1837 Hochwasser reißt die hölzerne Lauteracher Brücke weg. Ein Pferdefuhrwerk stürzt in die Fluten. 1837 Der Maisanbau hat sich seit 1809 fast verdoppelt. 1838 Der Schützenverein wird gegründet. 1838 Die Schwarzachtobelstraße wird eröffnet. 1839 An der Fähre nach Kennelbach sind bei der nächtlichen Heimkehr von einem 13-stündigen Arbeitstag in der Fabrik zwei Frauen und fünf Kinder ertrunken. Der jüngste von den sieben Fabriks-«Arbeitern» ist der siebenjährige Xaver Geiger. Jetzt wird ein hölzerner Fabriks-Steg gebaut, der bis 1932 seinen Dienst tut. 1839 Neben der Pfarrei wird eine Kaplanei Wolfurt eingerichtet. 1843 Die vierten Hausnummern. Jetzt sind es schon 252 Häuser mit 268 Familien. 1.492 Einwohner, davon 179 Fremde. 1850 bis 1880 werden in Wolfurt viele Freilicht-Theater aufgeführt, darunter «Wilhelm Teil», «Die Räuber» und die «Jungfrau von Orleans». 1850 bis 1870 wandern etwa 120 junge Wolfurter nach Amerika aus. 10 1812 1814 1816 1816 1817 1852 Die Schmiede im Holz erbaut. 1856 Beginn der Braunviehzucht im Montafon, die sich ab 1870 auch im Rheintal schnell ausbreitet. 1857 Ein Katasterplan mit Bau- und Grundparzellennummern wird gezeichnet. 1865 Der Gesangsverein wird beim «Schützenwirt» Fischer in Spetenlehen gegründet. 1866 In Kennelbach gründen Kaplan Ammann und Lehrer Rädler mit dem «Vorarlberger Volksblatt» eine wichtige politische Zeitung, die bis 1972 besteht. 1866 bis 1870 Ein zweiter Achdamm wird aufgeschüttet. Jetzt kann auch die Neue Insel kultiviert werden. 1868 Die erste Post wird eingerichtet. 1868 Im «Rößle» wird von Lehrer Wendelin Rädler das zweite Casino gegen den Liberalismus gegründet. In den Gasthäusern und in der Gemeindestube tobt ein heftiger Streit zwischen «Kasinern» und dem freidenkerischen Leseverein der Liberalen. 1869 Die erste Handstickmaschine! Bald folgen viele. 1869 Sechs Mühlen sind in Betrieb. Als Hauptnahrung wird das Habermus jetzt endgültig durch den Türken-Stopfer verdrängt. 1872 Eisenbahnbau von Bregenz nach Bludenz durch das Ried. Eine Führung durch das Dorf hatten die Wolfurter abgelehnt. Arbeitskräftemangel in der Industrie. Die ersten Welschen aus dem Trentino lassen sich in Wolfurt nieder. Ihre Anzahl steigt bis 1900 auf 239 an, dann übersiedeln viele in die neuen Mietshäuser nach Kennelbach. 1872 Im Strohdorf wird ein neues Schulhaus gebaut, es besteht bis 1979. 1873 Der Wolfurter Kunstmaler Gebhard Flatz (1800-1881) bringt aus Rom sein großes Altarbild mit. 1874 Drei Barmherzige Schwestern treten in den Schuldienst in Wolfurt. 1874 Der Kameradschaftsbund wird gegründet. 1878 Lauterach baut eine neue Kirche östlich der Straße, die alte stand westlich. 1879 Gemeindediener Joh. Böhler wird ermordet. 1880 Wolfurt hat 272 Häuser mit 1.623 Einwohnern. 213 Bauern besitzen 38 Pferde, 426 Kühe, 254 Stück Galtvieh, 192 Schweine, 106 Ziegen und null Schafe. Um 1880 Die letzten Weinberge am Kirchenbühel und am Rutzenberg werden aufgelassen. 1881 In Rickenbach wird ein Spar- und Vorschußverein gegründet. 1882 Die erste Gemeindekanzlei eingerichtet. 1882 Die Molkereigenossenschaft Wolfurt erbaut die Sennerei Kirchdorf. 11 1884 Ein neuer Pfarrhof wird gebaut und der Friedhof vergrößert. 1884 In Kennelbach brennt das erste elektrische Licht von ganz Österreich 1884 Die Arlbergbahn wird eröffnet. Sie verändert ganz entscheidend Landwirtschaft und Handel in Vorarlberg. 1886 Die Kapelle Rickenbach wird eingeweiht. 1886 Die Liberalen gründen den ersten Wolfurter Turnverein. 1886 Die Achrain-Straße von Dornbirn nach Alberschwende wird eröffnet. 1888 Für Wolfurt und Schwarzach erscheint das erste Gemeindeblatt. Aus ihm entwickelt sich eine Zeitung für den ganzen Bezirk Bregenz. 1888 Wegen verseuchter Brunnen rafft eine Typhus-Epidemie 8 Rickenbacher dahin, darunter den Mechaniker Dür, der am oberen Rickenbach zwei mechanische Schmieden errichtet hat. 1889 Die Feuerwehr wird gegründet. 1889 Die Raiffeisenkasse gegründet. Lehrer Wendelin Rädler (1835—1913) fördert in ganz Vorarlberg das Zustandekommen von 80 Raiffeisenkassen und sehr vielen Genossenschafts-Sennereien. 1890 Die drei alten Ziegeleien an der Ach werden abgebrochen. 1893 Konrad Doppelmayr übernimmt die Dur-Schmiede am Rickenbach und gründet die Firma Doppelmayr. 1898 Die erste Schiffle-Stickmaschine. 1899 Der Katholische Arbeiterverein wird gegründet. 1899 Die fünfte und letzte Durchnumerierung der Wolfurter Häuser mit Nr. 1 in der HÖH an der Ach und Nr. 290 bei Putzers an der Schwarzacher Grenze. Weitere Nummern werden jetzt bei Neubauten in der ganzen Gemeinde verstreut. 1900 Albert Loacker beginnt mit der Elektrifizierung Wolfurts aus dem E-Werk Schwarzach. 1901 Der Musikstreit ist beendet. Kapellmeister Franz Rohner übernimmt für 56 Jahre den Dirigentenstab. 1901 Dornbirn wird Stadt. 1902 Die Wälderbahn wird eröffnet. 1902 Pfarrer Johann Georg Sieber (1826-1902) wird der erste Wolfurter Ehrenbürger. 1903 Neue Kirche in Schwarzach, westlich der Straße. Die alte stand östlich im Friedhof. 1903 Das Grundbuch wird eröffnet. 1904 Ein höherer Kirchturm. 1904 Erste Betonbrücke nach Kennelbach. 1905 Neue Bronzeglocken. Sie läuten nur bis 1916. 1907 Hochblüte der Stickerei. 1907 Lehrer Wendelin Rädler (1835-1913) erhält vom Kaiser das Goldene Verdienstkreuz. Er hat sich als Kassengründer und Sozialreformer verdient gemacht. 1907 Franzele Dür bringt das erste Auto nach Wolfurt. 1910 Wolfurt hat jetzt 2265 Einwohner. Durch den Stillstand der Stickerei setzt wirtschaftliche Not ein. Wolfurt hat 143 Schiffle-Stickmaschinen und 26 Handmaschinen. 1910 Der obere Friedhof mit den Arkaden wird gebaut. 1910 Hochwasser! Beim Einsturz der Holzbrücke ertrinkt der Spinnereimeister Karg. 1911 Kennelbach löst sich von Rieden und wird selbständige Gemeinde. 1913 Das Vereinshaus wird erbaut. Erst 1922 erhält es aber den großen Saal. 1914 bis 1918 Erster Weltkrieg. Schon am 1. August 1914 rücken die ersten von 180 Landsturmmännern ein. Zu Pfingsten 1915 folgen ihnen 60 Standschützen. 87 Männer kehren nicht mehr heim. 1916 Neue Brücke in Lauterach. 1919 Die Gemeinde Rieden-Vorkloster schließt sich an die Stadt Bregenz an. 1922 Nur 11 Schulanfänger. 1923 Viele Auswanderer nach Amerika. Tiefstand der Bevölkerung: 1798 Einwohner. 1923 Neue Stahlglocken. 1923 Bregenz wird Landeshauptstadt. 1925 Aufnahme des Omnibusverkehrs. Verkehrszählung: Am 9. August fahren insgesamt 191 Motorfahrzeuge durch das Dorf, am folgenden Tag 167. 1926 Ein Krankenpflegeverein wird gegründet. Kreuzschwestern aus Hall versorgen ab 1928 die Kranken. 1929 Die erste Illwerke-Leitung wird durch Wolfurt gebaut. 13 12 1930 Das Kriegerdenkmal wird eingeweiht. 1931 Der Schiverein wird gegründet. 1931 Die obere Straße wird geteert. 1933 Fahrzeug-Zählung in Wolfurt: 400 Fahrräder, 25 Motorräder, 10 Luxusautos (PKW), 10 Lastautos. 1935 Neue Straße nach Buch. 1938 Anschluß an Deutschland. 1939 Schloß Wolfurt abgebrannt und bald unter Dr. Fritz Schindler neu aufgebaut. 1939 bis 1945 Zweiter Weltkrieg. 99 Wolfurter Männer sterben in fernen Ländern. 1945 Die Achbrücke wird gesprengt. Franzosen und Marokkaner besetzen das Dorf. Bei der Verteidigung sterben noch drei deutsche Soldaten. Auch ein Wolfurter Mädchen und ein Familienvater finden den Tod. Schloß Wolfurt wird Sitz der Militärkommandatur für Vorarlberg. 1940 bis 1950 In der Kriegsnot nimmt der Ackerbau einen großen Aufschwung. In Gärten, Feldern und im Ried werden hauptsächlich Kartoffeln und Mais angebaut, aber auch Weizen, Raps, Rüben und Kraut. 1947 Der Fußball-Club Wolfurt wird gegründet. 1953 Erstes Wasserwerk Wolfurt wird eröffnet. 1954 Ab jetzt gibt es Hausnummern mit Straßenbezeichnungen. Es stehen schon über 400 Wohnhäuser. 1955 Der Ackerbau verschwindet. Viele Landwirtschaften werden aufgegeben. Im allgemeinen Wirtschaftsaufschwung beginnt die Zersiedelung der Felder und Bühel. 1957 Professor Lorenz Böhler (1885-1973), ein Pionier der Unfall-Chirurgie in Wien, wird der zweite Wolfurter Ehrenbürger. 1957 Zweite Illwerke-Leitung durch Schlatt und Kella wird gebaut. Nach 1960 Die Industrie-Ansiedlung beginnt: Wolf, Pawag, Roylon, Doppelmayr weiten die Betriebsstätten aus. 1961 Eine Hauptschule wird eröffnet. 1964 Eine Musikschule fängt an. 1964 Die untere Straße wird als Hauptstraße ausgebaut, die alte Römerstraße am Fuß des Berges verliert den Durchzugsverkehr. 14 1967 Das neue Postamt im Strohdorf wird erbaut. 1967 Neue Volksschule Bütze. 1967 Totenkapelle wird eingeweiht. 1970 Erstmals erscheint der Gemeinde-Informationsdienst. 1971 Ein neues Gebäude für die Hauptschule. 1975 Bevölkerungsrekord: 6637 Einwohner, davon 1197 fremdsprachige Gastarbeiter. 1976 Viehzählung: Nur mehr 23 Viehhalter. Sie besitzen 4 Pferde, 158 Kühe, 166 Stück Galtvieh, 242 Schweine, 10 Ziegen, 21 Schafe. 1976 Neue Volksschule Mähdle. 1977 In Wolfurt wird ein Gendarmerieposten eröffnet. 1978 Das «Blaue Buch» zählt 1081 Häuser auf, davon noch 13 Bauernhöfe. 1979 Das Altersheim wird eröffnet. 1980 Nach jahrzehntelangem Kampf werden Pfändertunnel und Autobahn durch Wolfurt in Betrieb genommen. 1981 Das Wälderbähnle stellt seinen Betrieb ein. 1981 Verkehrszählung: An einem gewöhnlichen Werktag fahren 711 Autos in einer Stunde durch die Bützestraße. Auf der Hohen Brücke sind es 1408 Autos. 1982 Am 1. Mai 1982 wird Wolfurt Marktgemeinde. Kultursaal und Bücherei werden eröffnet. 1982 Güterbahnhof und Groß-Zollamt werden eröffnet. Im Industriegebiet lassen sich neue Firmen nieder. 1983 Groß-Postamt wird eröffnet. 1983 Zweites Wasserwerk wird eröffnet. Der tägliche Wasserverbrauch ist auf über 300 1 pro Einwohner gestiegen. 1984 «Hofsteig»-Sporthalle in Wolfurt und «Hofsteig»-Saal in Lauterach eröffnet. 1985 Lauterach wird Marktgemeinde. 1985 Nach 30 Jahren Wirtschaftsaufschwung zeigen sich verstärkt Verkehrsmüdigkeit, Waldsterben, Ablehnung von Beton und Asphalt, Sehnsucht nach unberührter Natur. 15 Siegfried Heim Bauern und Fabrikler Die Arbeitswelt unserer Vorfahren I. Dreifelderwirtschaft Um das Jahr 500 nach Christi Geburt besetzten alemannische Siedler unser Land. Am Fuß des Steußberges errichteten sie an den Waldbächen oberhalb der alten Römerstraße sechs kleine Weiler: Kellhof am Tobelbach Hub am Eulentobelbach Unterlinden am Holzer Bach (Ippachbach) Spetenlehen am Bannholzbach Strohdorf am Himmelreichbächlein Rickenbach Den fruchtbaren Boden unterhalb der Straße bebauten sie mit Getreide. Alle Arbeit wurde gemeinsam verichtet, angeleitet von einem erfahrenen Ammann und seinen Helfern. Dazu teilte man die Felder in drei «Esche». Im ersten Esch wurde Winterweizen gesät, meist die widerstandsfähige Sorte «Vesen», aber häufig auch «Däntel». Im zweiten Esch wuchs eine Sommerfrucht, meist «Haber», nicht selten auch Gerste. Den dritten Esch ließ man ein Jahr «brach» liegen. Dorthin trieb der Dorfhirt das wenige Vieh. Auch die Auen an der Ach und das Ried dienten der Viehweide, doch stand die Viehzucht an Bedeutung weit hinter dem Ackerbau. «Allen soll alles gemeinsam sein», steht in einer St. Galler Urkunde von 891: Felder und Ackerweide, Weiden, Wälder, Holzschläge, Schweinemast, Wiesen, Wege, Wässer, Fischereien, Nutzung des Rieds. Ausgenommen war das «ehaft Gut», die eingezäunte Hofstatt beim Haus, wo jeder für sich privat Kraut, Flachs und Obst anbauen konnte. Als die Bevölkerung zunahm, wurden die Wälder auf dem «berg» gerodet. Hofsteiger Siedler setzten sich um 1000 n.Chr. in Bildstein, Buch und im Vorderwald fest. Später legten sie auch die Unterfelder gegen Lauterach trocken und gewannen neue Getreide-Esche. Immer größerer Wertschätzung erfreute sich der Weinbau. An den sonnigen Hängen und in der Bütze gedieh ein Weißwein, «herb, sauer und haltbar», der als «Bregenzer» bis nach Augsburg gehandelt wurde. Um 1600 lieferte Hofsteig jährlich etwa 150.000 1 Wein. II. Hunger 1000 Jahre lang hatte sich die Dreifelderwirtschaft bewährt. Im 18. Jahrhundert vermochte sie die zahlreicher gewordene Bevölkerung nicht mehr zu ernähren. Kriege, Klimaverschlechterung und Mißwirtschaft führten immer wieder zu Hungersnöten. Obersthauptmann Kreis berichtet 1676 aus Vorarlberg an die Regierung, daß die Hälfte der Bevölkerung am Hungertuch nage und mit Weib und Kindern «das liebe brodt bettlendt vor der thür suechen müessen». Ein Großteil der alten und jungen Leute, Buben und Mädchen, müsse jedes Jahr in der Fremde als Maurer, Zimmerleute und Hirtenbuben Arbeit suchen «als gegen Elsas, Pfaltz, Lothringen, Burgundt, Schwaben, Franckhen und Saxenlandt». Gastarbeiter also — und Bettler! Einflußreiche Dorfgewaltige zäunten gegen den alten «Hofsteigischen Landsbrauch» Stücke aus der gemeinsamen «Almende» für private Nutzung ein. Benedikt Bilgeri erzählt 16 in seiner «Geschichte Vorarlbergs», wie Georg Rohner aus Wolfurt vergeblich Recht für den «Gemeinen Mann» beim Kaiser in Wien suchte und dann die Bauern 1706 zu bewaffnetem Aufstand gegen die Beamten in Bregenz führte. III. Felderverteilung Rettung in der großen Not hätte der Anbau der aus Amerika eingeführten neuen Früchte Mais und Kartoffeln bringen können, die einen weit höheren Flächenertrag als Weizen bringen. Dem standen aber die alten Bräuche im Wege. In den Getreide-Eschen war kein Platz! Nur in den «Neuwiesen» im weit entfernten Ried begann man vorerst zaghaft mit dem Anbau von «Türggo und Bodobiera». Endlich setzte sich um 1750 der «Gemeine Mann» durch: Die Getreide-Esche wurde zerstückelt und auf die einzelnen Bauern verteilt. Private Nutzung erbrachte nun bald weit höhere Erträge. Daher wurden 1795 auch noch der Ippachwald und 1798 das ganze Ried an die 166 Bauern verteilt. Der Maisanbau nahm rasch zu. Im Jahre 1817 übertraf die Maisernte mit 1620 Vierteln bereits den Hafer mit 1280 Vierteln. Weitaus an der Spitze lag aber noch immer der Vesenweizen mit 3250 Vierteln. Ein Viertel wurde in Wolfurt auch «Staren» genannt und faßte etwa 21,71 Körner. Wolfurt war also noch immer von Getreidefeldern umgeben, doch wurde das allmorgendliche Habermus nun langsam vom Türkenmus und ab 1850 vom Türken-Stopfer verdrängt. Die Arbeit in Feld und Garten galt nicht als Plage. Um 1860 beschreibt sie der Arzt Kaspar Hagen in seiner Bregenzer Mundart als «lustiges Leben». Das Leben am Bodensee. Am Bodesee, am Bodesee Do ist a lustigs Leabe! Ma hot a wackre Husmaskost,l Hot Hereleable,2 Bier und Most, A munters Zottele? Kaffee, De Susar4 vu der Reabe. Wo ist der Friehling o so nett? A so a gottvolls Bleie?3a Ma gärtlat5 froh um Hus und Stal Und bstellt de Bode-n-iberal, Ma sait und setzt und ackeret, Lot wachse und lot treie.6 Im Summer ist ma zittle7 wach, Ma bloacht und tricknet d&#39;Wescha. As zittnet8 d&#39;Frucht a Halm und Ast, Ma mait und schnidt und haltet Rast, Ma lescht de Durst us Krueg und Bach Und schwimmt im See wie d&#39;Frescha. Der Hierbst, a Zitt, fidel und reg, Lot breache, schwinge, fimmle.^ Ma schittlet Obß, ma priglet10 Nuß. Drescht noch-em Takt im Stadel duß,11 Fillt Kammer, Mahreneast12 und Treg, De Torkel noch-em Wimmle.B Der Winter, sus14 a ruha Ma, Drait d&#39;Spindel, trillet&#39;s15 Rädle, Macht, daß ma gern de-n-Ofe mag, Bringt Stubat, Schlittbah, Klosetag,16 &#39;s lieb Krippele und Maschgara17 Und Freid fier Bue und Mädle. A jede Johrszitt, Bluest18 und Schnee, Wie&#39;s golde Korn und d&#39;Reabe Freit Dorf und Stadt, freit Hof und Hus; Drum rief i kurlemusper19us: Am Bodesee, am Bodesee Do ist a lustigs Leabe! 1 Hausmannskost. 2 Herrenlaibchen, eine Bregenzer Brotart. 3 Kaffeeschälchen. 3a Blühen. 4 Weinmost, Sauser. 5 bestellt den Garten. 6 gedeihen, fett werden. 7 zeitlich. 8 reift. 9 den weiblichen Hanf ausziehen und vom männlichen sondern. 10 schüttelt. 11 draußen. 12 Aufbewahrungsort für auszureifendes Obst. 13 nach der Weinlese. 14 sonst. 15 dreht. 16 Nikolaustag. 17 Masken. 18 Blüte. 19 recht fröhlich. Kaspar Hagen, 1820—1885, Stadtarzt / Bregenzer Mundart Zur täglichen Arbeit gehörte damals also der Umgang mit Getreide, Wein und Obst und auch mit Hanf und Flachs. 17 IV. Fabriksarbeit Die Folgen der Felderverteilung wurden schnell sichtbar: Starkes Anwachsen der Bevölkerung. Erbteilung der Bauerngüter. Neue Häuser in den Getreidefeldern. Die sechs alten Weiler wachsen zu einem Straßendorf zusammen. Ab 1800 beginnt die Besiedlung von Ach, Bütze, Flotzbach und Schlatt. Der Hunger aber blieb, denn die Felder konnten die zahlreicher gewordenen Einwohner nicht ernähren. Man war auf Nebenverdienste angewiesen. Schon um 1750 waren in den meisten Häusern Webkeller eingerichtet worden, wo die Männer für Schweizer Händler Flachs zu Leinwand und bald auch Baumwolle zu feinem Tuch verwoben. Frauen und Mädchen versuchten, mit feinen Handstickereien ein paar Kreuzer zu verdienen. 1837 bauten Jenny und Schindler ihre große Fabrik in Kennelbach. Die Wolfurter hatten ihnen vorher den Platz verweigert. Weil die Konkurrenz durch die Fabriken die Handweber brotlos gemacht hatte, suchten bald etwa 300 Arbeiter jenseits der Ach einen Verdienst, darunter sehr viele Kinder aus Wolfurt. Über die Arbeitsbedingungen erzählt Egon Sinz in «Kennelbach»: 300 Arbeitstage gab es damals und keinen Urlaub. Jeden Tag wurde 14 Stunden gearbeitet, von 5 Uhr früh bis 12 Uhr und nach einstündiger Mittagspause wieder von 1 Uhr bis 8 Uhr am späten Abend. Der Taglohn für Facharbeiter lag bei 50 Kreuzern. Dafür konnte man 5 kg Mehl kaufen. Die Kinder verdienten aber nur 12 Kreuzer im Tag, das reichte gerade für 1 kg Mehl und1/2lMilch. Strenge Aufseher kontrollierten die Arbeit und verhängten oft noch Lohnabzüge als Strafe. Geradezu unfaßbar erscheint uns heute, daß zu der langen Arbeitszeit oft noch ein langer, beschwerlicher Fußmarsch kam. Anfangs gab es nicht einmal eine Brücke über die Ach. Nach Arbeitsschluß drängten gegen 200 Leute zum kleinen Fährboot und mußten dort noch lange Wartezeiten auf sich nehmen. Das Sterbebuch der Pfarre Wolfurt zählt die Namen von 2 Jungfrauen und 5 Kindern auf, die ihr Leben verloren, als das überladene Schifflein in der stürmischen Nacht des 24. April 1839 kenterte: Franz Xaver Geiger, Kirchdorf, 7 Jahre Maria Agatha Gmeiner, Strohdorf, 21 Jahre deren Schwester Katharina Gmeiner, 16 Jahre Franziska Kresser aus Hohenweiler, 13 Jahre Anna Maria Schwerzler, Hub, 21 Jahre deren Schwester Rosa Schwerzler, 10 Jahre Jakob Krug, Hub, 9 Jahre Und doch nannte Kreishauptmann Ebner 1843 die Fabriksarbeit einen «leichten Verdienst». Die Hungerjahre vorher müssen noch viel schlimmer gewesen sein! Allmählich wurde die Stundenzahl gesenkt, aber 1902 betrug sie immer noch 6 mal 10 Stunden. Kinderarbeit in der Fabrik war jetzt verboten. Italienische Einwanderer hatten den Dienst in den Spinnereien übernommen. Jetzt aber begann in Wolfurt die goldene Zeit der Sticker. An die Plätze der alten Webstühle stellte man neue Stickautomaten. Und wieder mußten 10jährige barfüßige Mädchen bis zu 15 Stunden täglich die eintönige Arbeit als Fädler an den rasselnden Maschinen übernehmen. Wen wundert es da, daß bald «s&#39;Uszehro», die Geißel Tuberkulose, im Dorf reiche Ernte einholte? 18 V. Äcker werden Heuwiesen Durch viele Jahrhunderte hatten Wolfurter Bauern das Korn für ihr karges tägliches Brot selbst angebaut. Eine tiefgreifende Veränderung brachte der Eisenbahnbau. 1856 hatte die bayrische Südbahn Lindau erreicht. Billiges Korn überschwemmte bald den Bregenzer Kornmarkt. 1872 wurde die Vorarlbergbahn eröffnet, 1884 der Arlbergtunnel. Große Umwälzungen in der Wirtschaft zerbrachen die alten Strukturen: Belebung des Handels. Vernichtung der Frächterei und vieler Handwerksberufe. Vernichtung des Getreidebaus und des Weinbaus. 1882 ließ der Wolfurter Pfarrer den letzten Weinberg im Tobel eingehen, 1898 brach der Kreuzwirt den letzten Weintorkel ab. Der Getreidebau warf keinen Ertrag mehr ab, der Bauernstand war tief verschuldet. Da rief der Wolfurter Lehrer Rädler nach der Idee Raiffeisens zur Selbsthilfe auf. Er lehrte Milchwirtschaft und Obstbau. 1882 gründete er die Sennerei Kirchdorf, 1884 folgte die Sennerei Hub. Vorschußverein Rickenbach ab 1881 und Raiffeisenkasse Wolfurt ab 1889 sorgten für notwendiges Kapital. Die Viehställe wurden vergrößert. Dreschflegel und Sichel verschwanden mit Flachsbrechel und Hanfhechel auf dem Dachboden. Das monatliche Milchgeld wurde zur Grundlage des Familieneinkommens. VI. Ausblick Am schwersten traf ab 1955 die dritte Bodenreform die Landwirtschaft mit Industrialisierung und Zersiedelung der Felder. 1880 hatte Wolfurt 213 Bauern mit 426 Kühen gezählt. 1976 waren es noch 23 Bauern mit 158 Kühen. 1988 sind es nur mehr ein Dutzend, die voll Sorge auf die EWG-Landwirtschaft blicken: Bringt sie das Ende? In den Betrieben ist die Arbeitszeit auf 40 Wochenstunden gesunken, Lohn und Urlaub sind gewachsen. Die Kinder dürfen lernen und spielen. Die Sorgen aber sind nicht kleiner geworden, nur anders. Und weise Leute sagen, daß man sich die Sorgen selber macht. Wir dürfen uns jedenfalls dankbar unserer Vorfahren erinnern, die in viel schwereren Zeiten mit ihrer Hände Arbeit den Grundstock zu unserem heutigen Wohlstand gelegt haben. 19 Christoph Volaucnik Franzosenkrieg im Jahre 1800 Vorarlberg wurde ab 1792 in die Wirren des französischen Krieges verwickelt und geriet durch die Kampfhandlungen und wirtschaftlichen Folgen des Krieges in eine langjährige Wirtschaftskrise. In den Franzosenkriegen wurde die Verteidigung des Landes neben den regulären kaiserlichen Truppen noch zum größten Teil von der Landwehr durchgeführt. Die Landwehr stand zwischen 1796 und 1800 immer zur Verteidigung Vorarlbergs bereit. Auch im Gericht Hofsteig waren die Schützen für die Verteidigung Vorarlbergs aufgeboten worden und 1800 wurde die Gemeinde Wolfurt in die Kriegswirren hineingezogen. Am 8. Mai 1800 erschienen die Franzosen am Rhein. Das österreichische Militär zog sich nach Füssen zurück und am 12. Mai rückten die Franzosen von Lindau nach Bregenz ein. Die Bregenzerwälder, Oberländer und Hofsteiger entschlossen sich, gegen die Franzosen weiterzukämpfen. Über die Kampfhandlungen im Gebiet Wolfurt vom Mai bis Juli 1800 hat sich im Vorarlberger Landesarchiv eine Wolfurter Chronik aus dieser Zeit erhalten, die von einem Maler Anton Schneider verfaßt wurde. Sie schildert die Ereignisse in Wolfurt und Vorarlberg von 1784 bis 1804, ist aber leider nicht mehr ganz vollständig. Aus dieser Chronik sollen die Ereignisse des Jahres 1800 wiedergegeben werden. Nach dem Einmarsch der Franzosen waren Soldaten nach Wolfurt gekommen und hatten von der Bevölkerung Essen und Trinken verlangt, waren aber nach Erhalt der Lebensmittel wieder abgezogen. Die Franzosen haben sich nicht über die Lauteracher Brücke hinausgewagt und sind in Lauterach und Wolfurt nur sporadisch zu Patrouillengängen erschienen. Die Bevölkerung wurde am 17. und 18. Mai zum Abbruch der Schanzen und Befestigungen in Bregenz kommandiert. Der Chronist vermerkt zu dieser Arbeit, daß diese Schanzen von den selben Bauern erst vor wenigen Monaten auf Befehl des österreichischen Militärs errichtet und für die Befestigungen Äcker, Felder und Wälder vernichtet worden waren. Die Schützen der Alberschwender Landwehr stießen am 18. und 20. Mai bis an die Lauteracher Achbrücke vor und eröffneten mit den Franzosen ein Feuergefecht. Besonders das Feuergefecht am 20. Mai muß sehr stark gewesen sein, da die Wolfurter Bevölkerung durch den Gefechtslärm stark verängstigt wurde. Die Einwohner eilten zur Kirche, um einen Psalter und einen Rosenkranz zu beten. Während der Gebete wurden der Barbier und der Pfarrer aus der Kirche geholt, um die Verwundeten der Alberschwender Schützen ärztlich zu versorgen und ihnen seelsorgerischen Beistand zu geben. Die Bevölkerung floh darauf aus der Kirche, da sie den Einmarsch der Franzosen befürchtete. Völlig überraschend zogen die Franzosen sich am selben Tag aus Bregenz zurück. Tags darauf rückten 3 Kompagnien kaiserlicher Truppen in Wolfurt ein und blieben bis zum 24. Mai in Wolfurt einquartiert. An diesem Tage hatten die Franzosen Bregenz in einer Zangenbewegung von der Klause und von Weiler-Langen her angegriffen und eingenommen. Die Österreicher konnten noch rechtzeitig aus Bregenz fliehen. In Wolfurt traf an diesem Tag der Befehl ein, daß sich die Wolfurter Schützen sammeln und nach Gaißau oder Hörbranz ziehen sollten. In der Reihe der Schützen gab es aber gegen diesen Befehl Widerstand, sodaß beschlossen wurde, die Entwicklung der nächsten Stunden abzuwarten. In der Nacht wurde aus Lauterach Gefechtslärm gehört, der die Leute aus dem Schlaf riß und zur Flucht führte. Es wurde ein Bote nach Lauterach geschickt, der nach einigen Stunden berichtete, daß die kaiserlichen Truppen aus Lautersch geflüchtet wären und die Franzosen wieder an der Lauteracher Brücke wären. 20 Am nächsten Tag, Sonntag dem 25. Mai, zogen sich die Schützen nach Bildstein zurück und warteten dort auf weitere Befehle. Als am 26. Mai von einem Wolfurter einige Franzosen bei der Kennelbacher Fähre gesichtet wurden, kam es im Dorf wiederum zu Panik, da man mit einem Einmarsch der Franzosen rechnete. Die Franzosen hatten aber das Fährschiff nur konfisziert und nach Lauterach gebracht, um damit den Achübergang bei Kennelbach zu unterbrechen. Die Schützen waren alarmiert worden und zogen von Bildstein nach Wolfurt zurück. Sie marschierten an die Achbrücke und wurden in ein Feuergefecht verwickelt. In der Nacht erhielten sie den Befehl zum Rückzug nach Bildstein, errichteten aber Wachtposten im Oberfeld. Die Schützen wurden in den Parzellen Bereuter, Staudach, in Buch und Bildstein untergebracht. Sie patrouillierten jeden Morgen und Abend durch das Dorf und die Felder. Auch die kaiserlichen Soldaten führten täglich von Dornbirn her Patrouillengänge bis nach Lauterach und Wolfurt durch. Die Franzosen entsandten zweimal Spähtrupps nach Wolfurt, die aber nur bis zum Schmerzenbild und bis in den Ortsteil Bütze kamen. Die auf den Feldern arbeitenden Bauern flüchteten bei Ankunft der französischen Spähtrupps in das Dorf und schlugen Alarm. Wolfurt hatte durch die Brückenbesetzung und durch die Vernichtung der Fährverbindung keine Verbindung mehr mit Bregenz. Bregenz hatte aber als Getreidemarkt für Wolfurt eine lebenswichtige Bedeutung. Der Kornpreis war durch die Kriegsereignisse bereits stark gestiegen und zusätzlich zur Teuerung kam es zu einem spürbaren Mangel an Getreide. Die Schützen hatten in Schloß Wolfurt, Frickenesch und dem Oberfeld weitere Wachtposten anfang Juni errichtet. Besondere Bedeutung sollten die Wachen am Flotzbach und am Rickenbach erhalten. Französische Patrouillen waren Mitte Juni zweimal auf diese Wachen gestoßen. Am 30. Juni waren 160 französische Reiter und Infanterie am Rickenbach erschienen, hatten sich aufgestellt und die Wolfurter Schützen überrascht. Ein Teil der Rickenbacher Schützen eilte vom Dorf zu den Franzosen, während der zweite Teil der Schützen zuerst zur Ach marschierte und von dort erst zum Rickenbach kam. Die Franzosen griffen an und versuchten, möglichst rasch zum Schloßbühel zu gelangen, um die dort befindlichen Schützen gefangen zu nehmen und die «Kanon» zu vernichten. Die im Schloß liegenden Schützen waren rechtzeitig nach Frickenesch geflohen, hatten sich dort neu gesammelt und einen Angriff von der Höhe auf die Franzosen begonnen. Sie konnten das Dorf von den Franzosen befreien und diese bis nach Lauterach zurücktreiben. Der Kampf hatte von halb 8 Uhr bis 12 Uhr gedauert und mehrere Tote gefordert. Die Schützen haben die Wachen neu besetzt und sich nach Bildstein zurückgezogen. Der kommandierende französische General übermittelte noch am selben Tag den Gemeinden Wolfurt, Rickenbach und Schwarzach eine Kapitulations-Aufforderung. Er drohte den Gemeinden bei weiterem Widerstand mit Plünderungen, Morden und Brandlegungen. Der Pfarrer von Wolfurt wurde mit der Abfassung eines Bittbriefes beauftragt. Er erklärte darin, daß die Wolfurter an den Kämpfen unschuldig wären und Wälder und Tiroler Schützen den Kampf geführt hätten. Weiters versprach die Gemeinde, alle Forderungen der Franzosen zu erfüllen, Brandschatzung zu zahlen und Vieh freiwillig abzuliefern. In der Gemeinde herrschte große Angst und man rechnete mit keiner Schonung durch die Franzosen. Eigentümlich scheint der Inhalt des Bittbriefes bezüglich der eingesetzten Schützen. In mehreren Stellen in der Chronik werden ausdrücklich die «Rickenbacher Schützen», «unsere Schützen» als Verteidiger genannt. Der Pfarrer dürfte hier aus Furcht vor der französischen Vergeltung die Rolle der Wolfurter Schützen vermutlich heruntergespielt haben. Die erwartete Strafaktion blieb vorerst 21 aus. Erst am 12. Juli 1800 brachen die Franzosen aus Bregenz auf und marschierten in Richtung Feldkirch. Die Wolfurter schickten Johann Dür aus dem Tobel nach Bregenz, um sich über die Lage zu informieren. Der Aufmarsch über die Achbrücke erfolgte nachts. Im Schutze der Dunkelheit wurde eine Abteilung französischer Soldaten dem Achdamm entlang nach Wolfurt geschickt. An einer Stelle in den Inselgründen teilten sich die Soldaten in zwei Gruppen und marschierten durch die Felder dem Dorf zu. Bregenzerwälder Schützen, die am Ortsrand auf Wache standen, bemerkten die angreifenden Franzosen und flohen, nachdem sie Alarmschüsse abgegeben hatten, vor den Angreifern. Die Franzosen stürmten Richtung Schloß, um die dort befindlichen Bregenzerwälder Schützen gefangennehmen zu können. Bei der Einnahme des Schlosses wurden mehrere Schützen und Franzosen getötet. Die Franzosen haben die Schützen bis nach Bildstein und Alberschwende verfolgt. Dort wurden sie von den Schützen bereits erwartet und erst nach dreimaligem Sturmangriff der Schützen zogen sich die Franzosen wieder bis Wolfurt und Lauterach zurück. In Lauterach verschanzten sich die Franzosen hinter einem «Hag» und es wurden den ganzen Tag in Lauterach noch Feuergefechte geliefert. In der Gemeinde herrschte wegen der Kampfhandlungen Furcht, Schrecken und Ratlosigkeit. Die Franzosen hatten bei der Einnahme von Wolfurt in viele Häuser eingebrochen, geplündert und einen Mann, Michael Haltmayer, in seinem Haus erschossen, da er sich geweigert hatte, ihnen Geld zu geben. Er wurde in aller Stille beerdigt, da die Franzosen das Glockenläuten verboten hatten und aus Furcht nur 3 bis 4 Personen es gewagt hatten, die Beerdigung zu besuchen. Am Abend kam der Befehl für die Bregenzerwälder Schützen, sich wieder bis Alberschwende zurückzuziehen. Die Wolfurter haben ihre eigenen Schützen den Wäldern hinterhergesandt, um das Dorf frei von Schützen zu haben. Am folgenden Tag, Montag dem 13. Juli, wurden 4 Wolfurter zu den Franzosen gesandt mit der Nachricht, daß die Schützen das Dorf verlassen hätten und die Gemeinde um Schonung beim Einmarsch bitte. Die Wolfurter zogen den Franzosen mit Branntwein und Brot entgegen und der Chronist vermeint dazu, daß es trübe Zeiten wären, da man dem Feind entgegenziehen müsse. Die einrückenden Franzosen schonten das Dorf aber in keiner Weise. Sie haben bei den Hausdurchsuchungen mit Äxten die Türen und Läden aufgeschlagen, sind sogar in der Kirche eingebrochen, wobei sie aber nur die Kerzen stahlen. Der Chronist kommentiert diese Plünderung mit einem Vergleich. Er sagt, daß die Franzosen «wie wütende Hund herum gefohren» und mit Wut und «garosch» (=Rage, Zorn, Empörung, Wut) in das Dorf gekommen wären. Die Franzosen blieben zwei Tage im Dorf und marschierten dann in den Bregenzerwald weiter. Ab dem 17. Juli erfolgte eine neuerliche Einquartierung von Franzosen in Wolfurt. Die Bevölkerung hatte die Soldaten (100 Mann) mit Suppe, Brot, Fleisch und Branntwein zu verköstigen. Für einen Brückenbau in Gaißau mußten täglich 10 Männer für die Bauarbeiten abgestellt werden und Kornlieferungen an die französische Armee durchgeführt werden. Weiters schrieben die Franzosen der Gemeinde bis zu einem bestimmten Datum die Herstellung der Gemeindestraßen vor. Im Dezember 1800 wurden 3 Wolfurter als Wegführer und Fuhrleute für einen Truppentransport nach Schwarzenberg verpflichtet. In den folgenden Jahren litt die Bevölkerung Wolfurts unter ständigen Truppeneinquartierungen und unter Fuhrdiensten für das Militär. Kriegerische Auseinandersetzungen im Dorf gab es glücklicherweise keine mehr für die nächsten 145 Jahre. 22 Siegfried Heim So heo s i ghört! (Nicht-Wolfurter sollten sich unseren Dialekt vorlesen lassen, wenn er ohne phonetische Zeichen geschrieben wird.) Deon und heon, deonna und heonna, ummar und umme: umme gi Kennolba, gi Breogoz, gi Lindo, id Schwiz, gi Amerika dünn und homm, dunna und homma, uffar und abe: abe in Keor, gi Luttora, gi Nuschlou, gi Wion, id Steiormark, uf Italien domm und hunn, domma und hunna, abar und uffe: uffe in Ufzug, gi Bildsto, gi Schwarza, is Oborland, uffe uffo Mo duß und hinn, dussa und hinna, inar und usse: usse is Riod, gi Locho, is Dütscho dinn und huß, dinna und hussa, ussar und ine: ine is Gado, is Buoch, ad Egg, is Muntofu, is Tirol, ine is Dorf und usse gi Rickoba, usse id Kelte, ine ad Werme! Füor s Klennst Rita, rita, Rößle! Z Breogoz stoht a Schlößle, z Riodoburg a Kappele. D Moatla trägond Schappele. Buobo trägond Moio. D Henna leggond Oior. D Wibor neommond s us und Heorro schleockond s us. Was wir planen Vortrag: Gewerbe im vorigen Jahrhundert Zeitschrift: Geologisches aus Wolfurt Lesung: Aus der Schneider-Chronik Führungen: In und um die Kirche Quer durch Rickenbach Wir werden Sie rechtzeitig einladen. Bitte, lassen sie uns die Adressen von weiteren Interessenten zukommen, denen wir dieses und die folgenden Hefte zuschicken dürfen!
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Heimat_Wolfurt_...990_A Wolfurt 01.04.1990 19.11.2012, 18:33 Heft 5 Zeitschrift des Heimatkundekreises April 90 SCHLOSS WOLFURT auf einem Foto aus dem Anfang unseres Jahrhunderts. So hatte der Bregenzer Kaufmann Jakob Huter 1856 das alte Schloß umgebaut und den massiven Turm mit einem romantischen Zinnenkranz im «Neuschwanstein»-Stil geschmückt. 1936 bekam der Turm seine heutige Form. Das Schloß ist 1939 abgebrannt. Inhalt: 13. 14. 15. 16. 17. Schlösser in Wolfurt (Heim) Pfarrer Barraga (Köb) Pfarrkirche (Heim) Autos (Heim) Chronik (Engelbert Köb) Zuschriften und Notizen Wie hoch ist der Wolfurter Kirchturm? Eine Reihe von Anfragen befaßte sich mit der in Heft 4 veröffentlichten Planskizze aus dem Pfarramt, die die Turmhöhe mit 57,30 m angibt: «In der Schule haben wir gelernt 65 m!» Ein erfahrener Handwerker berichtete sogar, wie er einst vom «Giggolar» bis zum Friedhof herab ein Seil ausrollte und nachher abmaß: 63 m. Mit modernsten Meßgeräten hat daher Karl Hinteregger den Turm im November 1989 noch einmal abgemessen: 56,92 m. Ein Gruß daher an alle Heimatkundelehrer: Der Wolfurter Kirchturm ist 57 Meter hoch. Zu Kriegsende 1945 (Heft 3/36) erinnert sich Albert Köb (Mesmers auf dem Bühel): «Luise Bilgeri wurde nicht mit den beiden Soldaten in ein gemeinsames Grab gelegt, sondern einen Tag später allein ein paar Grabreihen weiter hinten beerdigt. Ich habe dem Totengräber beim Graben geholfen.» Mundartausdrücke (Heft 4/1) Besonders viel Aufmerksamkeit hat Helmut Heim mit seinem Beitrag gefunden. Manche haben fröhlich darüber diskutiert. ArminSchertlerund Celine Gliebe haben selbst ergänzende Beiträge geschickt. Wir bitten alle Dialekt-Freunde, uns weitere Sprüche und Notizen zuzusenden, damit bald eine Fortsetzung folgen kann. Weit in die Fremde werden manche unserer Hefte als Gruß aus Wolfurt verschickt, aus dem fernen Wien erreichte uns ein Brief: Lieber Heimatkundekreis! Vielen Dank für die Heimatkundehefte. Sie sind interessant, informativ und erweitern meine Kenntnisse in diesen Bereichen gewaltig. Allein die Entwicklung in den 28 Jahren, die ich von Wolfurt fort bin, ist unglaublich. Jedesmal wenn ich nach Wolfurt komme, hat sich wieder was verändert. Z. B. hat die Bregenzerstraße ein ganz anderes Gesicht als zu der Zeit, als ich noch zu Hause war. Überall entstehen neue Häuser oder Wohnbauten oder auch öffentliche Gebäude, wo ich mir dann überlegen muß, was da früher gestanden ist — wie es ausgesehen hat. Ein bißchen wehmütig berührt mich, daß die vielen Wiesen verschwinden, wo ich mit König &#39;s Kühe hüten war oder mit den Freunden gespielt habe. Das Bächle in der unteren Straße, in das ich nicht nur einmal «abgestürzt» bin, vermisse ich auch—alles Nostalgie — lassen wirs. 1 DIE A U T O R E N : Siegfried Heim, geboren 1931 in Wolfurt, Hauptschuldirektor Heinrich Köb, geboren 1946, Hauptschullehrer in Wolfurt Berichtigungen 1. Die Kapläne (Heft 4/71): auf einen besonders schlimmen Fehler weisen mehrere aufmerksame Leser hin. In der Reihe wurde unser besonders beliebter Kaplan Pius Fäßler vergessen. Ich bitte den fröhlichen Pfarrer von Au um Verzeihung. Er feiert heuer das 20jährige Pfarrjubiläum. Am 13. September 1970 ist er von Wolfurt nach Au eingezogen. 2. Druckfehler (Heft 4/62, Zeile 12): statt Gelände richtig «Geläute». Herausgeber: Heimatkundekreis Wolfurt Für den Inhalt verantwortlich: Siegfried Heim, Funkenweg 11, 6922 Wolfurt Satz und Bild: Norbert Mayr, 6922 Wolfurt Druck: Adolf Lohs Ges.m.b.H., 6922 Wolfurt Die andere Seite ist, daß es jetzt viel mehr Möglichkeiten gibt, ob Freizeit, Schule oder Erwachsenenbildung und auch ein reges Vereinsleben. Ich komme immer wieder gerne das «Hoamweh abstroafa» und Dialekt «uffrischa». Auch meine Söhne sind mit dem Dialekt vertraut, denn jeder von ihnen kommt gern ins Ländle. Meine Haupt- und wesentlichste Erinnerung an Wolfurt ist die, daß ich überhaupt noch am Leben bin: Im Jahr 49 hatte ich Diphtherie, die der Arzt aber nicht erkannt hat. Dank Schwester Epiphania kam ich dann im letzten Augenblick noch zu meinem Luftröhrenschnitt und blieb dadurch am Leben. Die anderen Erinnerungen beziehen sich fast alle auf Flatz&#39; Isidor, der für mich Vater, Großvater, Freund, Kumpel war und viel zu früh gestorben ist. 1958 sind wir an die Ach gezogen, und ich 1962 nach Wien. Damals ist der Kontakt zu Wolfurt und den Wolfurtern leider abgerissen. Schellings (Gliebe) Celine versorgt mich mit Informationen (Hinweis auf den Heimatkundekreis), Zeitungsausschnitten, Festbroschüren über Wolfurt. Sie ist meine Hauptquelle für Neues aus der Heimat. Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg und bleibe mit herzlichen Grüßen Eure Helga Klement (Berkmann) Siegfried Heim SCHLOSS WOLFURT Auszug aus einem Vortrag im November 1989 Das Schloß auf dem Bühel über dem Kirchdorf prägt wesentlich das Bild unseres Ortes. Es ist Privatbesitz der Familie Schindler, aber es gehört doch auch uns allen. Sage und Geschichte Chronist Ferdinand Schneider nennt um das Jahr 1880 vier Schlösser in Wolfurt: «Vom Schlößle Holz bei Unterlinden weiß die Geschichte nichts.» Vom Schloß Kuien auf dem Rutzenberg kennen wir immerhin die Sage von der goldenen Schlange. Schloß Veldegg auf dem Hexenbühel im Oberfeld und Schloß Wolfurt sind durch viele Dokumente bezeugt. Zuerst die älteste Sage, die Weizenegger in seiner Beschreibung Vorarlbergs aus dem Jahre 1839 (auf S. 350) berichtet: «Unter den Familienmitgliedern pflanzte sich die Erinnerung fort, daß die ursprünglichen Wolffurth im 13. Jhdt. aus politischen Gründen Schottland verließen, und eigentlich den Namen M&#39;Dewr the Wolf— sprich Mac Diur the Wolf— führten. Sie sollen nach Italien gezogen seyn, und sich später in unserem Ländchen niedergelassen haben, wo ihr Name in Wolvesford — Wolfsführe — und nach und nach in Wolffurth überging.» Es gibt keinerlei Beweis für die Echtheit dieser Sage. Aber tatsächlich durchzogen in jenen Jahrhunderten zahlreiche Ritter die Länder Europas, manche als Abenteurer und in Minnediensten, viele als Söldner und Söldnerführer. Ich verweise auf das berühmte Fresko von Ucello im Dom von Florenz, das den britischen Söldnerführer John Hawkwood («Giovanni Acuto») in florentinischen Diensten zeigt. Diese Sage von M&#39;Dewr the Wolf würde erklären, warum der Name Wolfurt erst so spät um das Jahr 1220 auftaucht und zwar als Name einer Burg, während die Ansiedlung beim Kellhof schon lange bestand und nachweislich schon 1172 eine Kapelle St. Nikolaus besaß. 2 3 Ab 1220 tauchen der Name Wolfurt und das Siegel mit dem Wolf auf vielen Dokumenten im Raum von Lindau bis Konstanz und Pfullendorf auf und bezeugen ein mächtiges Rittergeschlecht. Thomas Lirer zählt es in seiner Schwäbischen Chronik zu den bedeutendsten Geschlechtern Schwabens. Das Lindauer Geschlechterbuch nennt es «fürnehm in der Ritterschaft des Landes Schwaben». In Vorarlberg selbst war Schloß Wolfurt mit seinem Kellhof und dessen selbständigem Gericht aber ein Fremdkörper. Der Kellhof war 1167 als Königsgut in den Besitz des Kaisers Friedrich Barbarossa gekommen und mit der Stadt Lindau Reichsgut geworden. Mitten im Montfortischen Hofsteig war er jetzt Stützpunkt der Staufer, die bei der Besiedlung des Bregenzerwaldes mit den Grafen von Bregenz konkurrierten. Wahrscheinlich waren Kellhof und Schloß auch Rastplätze am staufischen Kaiserweg über die Alpen nach Italien. Hierin könnte die ursprüngliche Bedeutung der Ritter von Wolfurt liegen, die sich zwar im Bodenseeraum einen Namen machten, in Vorarlberg selbst aber bei späteren Geschichtsschreibern kaum Beachtung fanden. Erst Burmeister richtete ab 1982 mit seinen Forschungen und seinen Veröffentlichungen «Das Edelgeschlecht von Wolfurt» (1984 in Lindau!) und «Die Siegel der Edlen von Wolfurt» (1984 in Eisenstadt!) die Aufmerksamkeit der Historiker auf das Wolfswappen. Er weist nach, daß die Wolfurter im 14. Jahrhundert zwanzig Burgen besaßen, allerdings in Vorarlberg nur ihr Stammschloß, aber zehn am Untersee und im Schwarzwald, neun in Ungarn und eine in Italien. 10. Jenny Samuel: Der Wolfurter Kelch in Pfäfers, LM-Jahresbericht 1888 11. Nigg Theophil: Der Wolfurter Kelch, Heimatblätter aus dem Sarganserland 1937/7 12. Rapp Anna: Der Meßkelch aus Pfäfers, Schatzkammer der Schweiz, Landesmuseum Zürich 1980/40 13. Vogler Werner: Die Wolfurter in Pfäfers, LM-Jahrbuch 1982 14. Weizenegger-Merkle: Vorarlberg 1839/1-350 Die goldene Schlange von Wolfurt Als erster hat Pfarrer Barraga 1834 diese alte Wolfurter Sage im Pfarr-«Catalogus III» aufgeschrieben. Er erzählt vom Schloß Kuien: «Von diesem Schloße sah man öfters eine goldene Schlange über die Felswand hinabschießen u. aus (dem) Rickenbach Waßer schlürfen.» Franz Josef Vonbun hat die Sage in Oberländer Mundart in Verse gesetzt. Die erste Strophe lautet: «Ob Wolfurt ist a Zwingburg gsi, sie ist jetzt frile zämmekeit und nur verwetterts Murewerk ist d&#39;Loabat vu der Herrlichkeit.» Fälschlich verlegen schon Ulmer und nach ihm auch Burmeister die Sage vom Kuien nach Schloß Wolfurt. Die Überlieferung weist sie aber eindeutig dem nach der Sage im Jahre 1408 von den Appenzellem verbrannten Schloß Kuien am Rickenbach zu. Ungefähr so habe ich sie von meinem Lehrer gehört: « Ufom Kujo im Bahholz obor Rikkoba ist amol a Schloß gstando. Döt dorn heot an böso Rittar gwohnt. Am heallo Tag heot ar Kouflütt uf or Stroß üborfallo und heot eona s Geold gnuh. No meh händ alle dio hoffürtig Tochtor vum Rittar gfürchtot. Dio ist vielmol mit ihrom wildo Roß miotta dur d Kornäckargritto und heot mit dor Goasol uschuldige Lütt gschlago. Viel Gold heot si im Keor zemmod treit. Abor wenn an armo Beattlar am Burgtoar klopfot heot, dann heot sie dio böso Hund ufon ghetzt. Zletscht händ d Buro d Appozellar us or Schwiz z Hilf gholot. In ar dunklo Nacht händ se d Burg übrfallo und azündt. Heolluf heot as brennt und dann ist alls zemmodgfallo und dio brennigo Balko händ deo böso Rittar arschlago. Des hoffürtig Fräulein ist im Rouch ufom Geold im Keor eländig vorstickt. 5 Literatur: Für besonders interessierte Leser füge ich hier eine Liste von Werken ein, die Schloß Wolfurt oder seine Ritter beschreiben: 1. Schwärzler Kaspar: Die Edelgeschlechter von Wolfurt a) Manuskript 1897 in der Schulchronik Wolfurt b) Volkskalender 1898 c) Volksblatt 1898/48-51 2. Ulmer Andreas: Burgen und Edelsitze 1925/385 3. Neurauter: Schlösser, Feierabend 1932/5 4. Gasser Siegfried: Schloß Wolfurt, Illwerke 1972 5. Burmeister Karl Heinz: Die Wolfurter, Landesmuseum 1982, Katalog 99 6. Burmeister Karl Heinz: Ritter Konrad, LM-Jahrbuch 1982 7. Burmeister Karl Heinz: Das Edelgeschlecht von Wolfurt, Museum Lindau 1984 8. Burmeister Karl Heinz: Die Siegel von Wolfurt, Burgenländische Forschungen VII/1984 9. Bronner Franz Xaver: Herzog Werner von Urslingen, Aarau 1828 (aus italienischen Chroniken). 4 A bor d Seel vun-oro heot ka Ruoh gfundo. Sit do muoß seas Schlang im Keor goastoro und Buoß toa. All hundort Johr amol darfse ussar krücho und am Rikkoba Wassortrinko. Wenn däs an uschuldigs Sunntagskind sioht und ohne Angst stoh blibt, dann kan as dio arm Seel mit am Gebeott arlöso und kut viel Geold und Gold übor. Sus abor muoß dio glitzgorig Schlang wiedor zruck in Keor ine und ma hört se z Nacht rumplo und pflänno.» und ein anderer Baron mußten 100.000 Goldgulden, mehrere Freiherrn und Ritter 50.000, die Ritter und Schildträger von Neapel auch 50.000bezahlen; der Graf von Spreck und Wilhelm von Fogliano, die selbst um Sold dienten, verloren ihre Waffen, Harnische und Pf erde.» Mit den anderen Söldnerführern teilte Konrad von Wolfurt — die italienischen Chronisten nennen ihn «Wolfart» oder «Corrado Lupo», den Wolf— die unfaßbar große Beute von 500000 Goldgulden und die vielen Wagenladungen voll anderer Schätze: «Nebst dem beträchtlichen Geldschatze theilten sie unter sich auch eine Menge Streitrosse, reiche Harnische und Waffengeräthe, ferner ganze Haufen durch Kirchenraub zusammengebrachte silberne Kirchengefasse, Kreuze, Kelche, köstliche Priestergewänder, Altarschmucku. dgl., auch ganze Gewölbe voll theure Juwelen, Schmuckkästchen von großem Werthe, die sie den Gemarterten durch lange Qualen entrissen hatten. Nach dieser Theilung war jeder Soldat reicher als er erwartet hatte; das Heer zog sich über den Volturno zurück, und die Feldherrn gingen zu Rathe, ob sie sich trennen wollten. Die Deutschen trachteten mit ihrem Raube ins Vaterland zu entkommen; nur Conrad Wolfart mit einigen ungarischen Heerscharen blieb noch im Königreiche Neapel und ging nach Apulien in feste Plätze zurück. Die reichen Freibeuter nahmen, als sie schieden, viele Mädchen und Frauen, die sie ihren Männern geraubt hatten, mit sich auf die Reise, und schlugen den Weg nach Deutschland ein.» Ulrich machte mit seinen Schätzen nun Karriere als Graf in Ungarn. Unter anderem war er Herr von Ödenburg und ritt als Gesandter des Königs 1352 zum Papst nach Avignon. Konrad hatte sich zuerst nach Guglionesi in die italienischen Abruzzen zurückgezogen, doch dann finden wir auch ihn als Grafen in Ungarn. Auch er war 1355 Gesandter beim Papst. An seiner Seite ritt damals Marquard von Hohenems. 1365 kaufte Konrad Stadt und Burg Arbon am Bodensee. 1364 hatte er dem Kloster Pfafers den berühmten Wolfurter Kelch gestiftet. Selbstbewußt stellte er darauf sein Wolfswappen zu den Zeichen der vier Evangelisten. Der Kelch zählt heute zu den Kostbarkeiten der Schweizer Schatzkammer in Zürich. Die Gemeinde Wolfurt besitzt seit 1982 eine Kopie. Ebenso schnell wie die Wolfurter Ruhm und Reichtum gewonnen hatten, verloren sie auch alles wieder in wenigen Jahrzehnten. Schon 1402 mußten sie ihre Stammburg Wolfurt verkaufen, 1405 auch noch Burg Gießer bei Lindau «samt Mühle, Korn, Weinzehnten und aller Zugehör, dazu 40 Bauern mit ihren Weibern und Kindern, . . . » Die verschiedenen Ritterlinien im Schwarzwald und am Bodensee starben aus oder wurden Bürger in den Städten. Auch in Ungarn erlosch das Geschlecht um 1450. 7 Äbte und Raubritter Weil im Mittelalter die Klöster ungeheuren Einfluß hatten, versuchten Kaiser und Fürsten jeweils die Abtwahl zu beeinflussen. So kamen auch viele Wolfurter in den staufischen Klöstern zu hohen Ehren. Allein im wichtigen Pfafers (im oberen Rheintal) stellten sie dreimal den Abt. Um 1370 war Burkhart Abt in Pfafers und seine Schwester Agnes Äbtissin in Lindau. Im gleichen Jahr finden wir einen Konrad von Wolfurt als Prior in Chur, Wolfhard als Propst im Stift Waldsee und Guta von Wolfurt als Meisterin von Münsterlingen. Eine ungeheure kirchliche Machtfülle in der Hand eines einzigen Geschlechts! Weit größere weltliche Macht hatten aber die Brüder Ulrich und Konrad von Wolfurt als Anführer von Söldnerheeren in Italien gewonnen. Für König Ludwig den Großen eroberten sie 1348 das Königreich Neapel. Italienische Chroniken berichten mit überschwenglichen Worten von ihrer Tapferkeit und Kriegkunst, aber auch von ihrer Grausamkeit und Geldgier. Von Konrad heißt es, als er die Stadt Foggia plünderte: «Erließ seine Soldaten nach Gefallen wirtschaften, sie bemächtigten sich der Häuser, der Geräthe, der Lebensmittel, und überließen sich ihren bösen Gelüsten mit Frauen und Jungfrauen; nicht zu frieden, die Bürger ihres Eigenthums beraubt, und das Glück der Familien gestört zuhaben, quälten sie die Hausväter noch überdies mit ausgesonnenen Martern, um von ihnen noch mehr Geld zu erpressen. Man schaudert bei der Beschreibung solcher Unthaten.» Auch Capua und Aversa wurden geplündert. Dabei machten die Söldner zahlreiche Gefangene, die sie nun durch grausame Martern zur Zahlung von ungeheuren Lösegeldern zwangen: «Die gefangenen Feldobersten, Raymund del Balzo, die beiden Grafen Robert und Tricario von San-Severino, der Graf von Santo-Agnolo 6 Holzhändler und Beamte Im 15. Jahrhundert kauften die Habsburger Stück um Stück von Vorarlberg, darunter auch Wolfurt. Als Lehen vergaben sie es an die Familie Leber aus Bregenz, die durch Handel mit Holz und Wein reich geworden war und nun noch nach Titel und Wappen strebte. Jakob Leber wurde schließlich um 1515 von Kaiser Maximilian geadelt. Er begründete das zweite Geschlecht «Ritter von Wolfurt». Wohl als Symbol seines Reichtums setzte er dem Wolf im Wappen eine goldene Krone auf. 1529 bis 30 stellten die Leber von Wolfurt ihr Schloß dem Fürstabt Kilian von St. Gallen und seinem Konvent zur Verfügung, der vor der Reformation hatte fliehen müssen. Kilian verunglückte beim Durchreiten der Ach. Die Leber hatten große Besitzungen in Bregenz. Ihnen gehörte das Gut Kronhalde. Auch am Deuring-Schlößchen hat man ihr Wappen mit dem gekrönten Wolf gefunden. Einige von den sechs Söhnen des Hans Jörg Leber trugen es noch einmal weit in die Welt hinaus. Junker Laux (Lukas) von Wolfurt diente den Grafen von Ems, die um 1600 auf dem Höhepunkt ihrer Macht standen. Erzbischof Mark Sittich machte ihn zum Stadthauptmann von Salzburg, der seinen Herrn mit ungeheuer zahlreichem Troß im Jahre 1608 zum Reichstag nach Regensburg geleitete. Sigmund von Wolfurt war Dompropst zu Konstanz. Als solcher verwaltete er die dortigen Güter des Salzburger Erzbischofs und versorgte diesen unter anderem auch mit Meersburger Wein. Ein Fenster im Münster trägt sein Wappen und das Todesjahr 1621. Johann Eucharius von Wolfurt wurde 1616 Fürstabt des Benediktinerklosters Kempten. Er machte es zu einem Zentrum der Gegenreformtion im 30jährigen Krieg. Das Kloster erwarb Dörfer und Schlösser und betrieb eine eigene Münzstätte. Seine Münzen mit dem Wolfurter Wappen sind heute besondere Raritäten. Um 1650 starb auch das Geschlecht der «Leber von Wolfurt zu Wolfurt» aus. Österreichische Beamte versuchten nun, mit Schloß und Wappen ihren Namen Klang und Geltung zu verschaffen. Ihr bedeutendster Vertreter ist Benedikt Reichart «von Wolfurt und Wellenstein», ein verhaßter Stadtammann und Steuereintreiber in Bregenz, der das Lehen ab 1695 besaß. Unter ihm bekam das Schloß jenes Aussehen, das wir von den ältesten Bildern kennen. Der Turm trug ein Satteldach. Ebenerdig war eine Schloß kapeile eingerichtet. Auf der Südseite deckte ein großer Weinberg den steilen Hang. Die letzte Adelsfamilie «von Wolfurt» war die des Bregenzer Amtsrats Konrad von Tröndlin-Greiffenegg, die das Schloß 1750 für 900 Gulden kaufte. 8 Schloßbauern Zum Schloß hatten einst auch die Bauern und die Mühle im Holz gehört. Längst hatten diese ihre Freiheit gewonnen. Im Jahre 1760 war Johann Stadelmann aus Buch (1725—1800) Besitzer des zweiten Hofes im Holz geworden (In diesem Haus lebte später der Wolfurter Ehrenbürger Dr. Lorenz Böhler). Johann Stadelmann trieb 1772 die 3600 Gulden auf, die die Witwe Tröndlin für das Schloß und allen dazugehörigen Grundbesitz verlangte und wurde der erste Schloßbauer. Seine Tochter Agatha heiratete 1799 Franz Xaver Köb aus Bildstein-Haag (1777—1859). Sie zogen in das alte Gemäuer ein und begründeten mit ihren 12 Kindern die große Sippe «Schloßburos» in Wolfurt. Von den Kindern wurde der Krämer Johann Köb (1805—1849) im Haus Kirchstraße 6 in Unterlinden Stammvater der Waldaufseher Köbs (Alwin, Anna...) an der Kirchstraße, der Gottfrieda Köb-Kalb in Unterlinden und der Schmied-Köbs an der Wälderstraße, aber auch vieler Tochterfamilien. Johann Baptist Köb (1814—1884) zog in die Bütze. Aus dem 1930 dort abgebrannten Haus stammen nicht nur die großen Familien von Vinzenz und Herbert Köb in der Bütze und von Johann Köb an der Schloßgasse («Stenzlers»), sondern neben anderen weit zerstreuten Köb-Familien durch ihre Großmütter auch die «Kapeller» und einige «Mohr»-Familien. Die Schloßbauern Xaver Köb und seine Söhne verkauften das Schloß 1856 an den Kaufmann Jakob Huter in Bregenz. Mit seinen zehn Kindern, darunter der Bürgermeister und Ehrenbürger Josef Huter (1844—1902), baute Jakob Huter das verwahrloste Schloß zu einem schönen Sommersitz um. Der Turm erhielt einen romantischen Zinnenkranz. An die Stelle der alten Wirtschaftsgebäude kam ein Wehrgang mit Wohnzimmern. Der alte Roßweg über die Halde wurde durch eine Fahrstraße ins Dorf erweitert. Von Huters Erben erwarb 1937 der Textilindustrielle Dr. Fritz Schindler aus Kennelbach das wieder arg baufällige und unbewohnte Schloß samt drei Hektar Grund. Schon ein Jahr vorher hatte er mit dem Umbau begonnen. Der Turm wurde ein Stück erhöht und mit Schwimmbad und Fernrohr ausgestattet. Wohnhaus und Wehrgang wurden komfortabel eingerichtet. Die neue Elektroinstallation wurde aber zur Ursache eines Großbrandes, der das Schloß am Abend des 12. Dezember 1939 fast völlig zerstörte. Unersetzbare alte Möbel, Türen und Deckengewölbe verbrannten. Es gelang Schindler, das Schloß nach Plänen von Architekt Tscharner bis zum Herbst 1940 wieder aufzubauen. Seine mutigen Flüge als einer der ganz wenigen Sportflieger von Altenrhein mußte er im Krieg einstellen. Immer noch wurden aber die prachtvollen Luxus-Autos, darunter das von 36 Elementen mit Energie versorgte große Elektro-Mobil des Schloßherren, von der Wolfurter Dorf-Jugend bewundert. 9 Als die Familie Schindler zu Kriegsende in die Schweiz flüchtete, vertraute sie das Schloß der getreuen Wirtschafterin Lisa an. Bald nahmen es die Franzosen in Besitz. In den unruhigen Maitagen 1945 verschwanden zwar einige Kostbarkeiten aus der Bibliothek, Insgesamt aber blieb das Schloß in gutem Zustand, weil die französische Militärregierung unter Colonel Jung ihren Sitz hierher verlegte und es von Militärpolizei bewachen ließ. Immer wieder kamen jetzt hohe Gäste auf Besuch, darunter General Bethouard und das Fürstenpaar von Liechtenstein. 1950 kehrte die Familie Schindler heim. Auch Dr. Fritz Schindler empfing nun häufig Gäste aus aller Welt, Fabrikanten, Künstler, Weltreisende oder den bekannten Radioprediger Pater Suso Braun. Die Söhne der Familie brachten eine besondere Form von exotischem Leben ins Schloß. Sie züchteten gefahrliche Giftschlangen, seltene Echsen und Krokodile. Alexander, der jüngste Sohn, widmete sich einige Jahre lang dem ebenso gefährlichen Auto-Rennsport. Seit dem Tode ihres Gatten ist nun Frau Friedel Schindler Besitzerin und Bewahrerin unseres schönen Wolfurter Schlosses. Franz de Barraga 1788—1835 • Seelsorger und Kirchenbauer (Vorwort von Siegfried Heim) Unter den sechs Wolfurter Pfarrern im 19. Jahrhundert gebührt Franz Xaver Barraga ein besonderer Platz. Im Jahre 1818 hatte der Papst aus Teilen der uralten Diözesen Chur, Konstanz und Augsburg das neue Generalvikariat Vorarlberg zusammengefügt. Bischof Bernhard Galura, der als erster Generalvikar seit 1820 in Feldkirch residierte, fiel die schwere Aufgabe zu, die hier aufeinander treffenden theologischen Schulen von Konstanz und Chur zu vereinen. Weil ein Priesterseminar fehlte, entstand drückender Priestermangel. Nur 156 von 176 Stellen waren besetzt. Die starke überalterte Geistlichkeit wehrte sich gegen neue Strömungen. (Nach Elmar Fischer, Die Seelsorge im Generalvikariat Feldkirch, 1968). Vor diesem Hintergrund müssen wir die in der Folge berichteten Auseinandersetzungen um Pfarrer Barraga in Wolfurt sehen. Im Pfarrbuch Catalogus Ic / Seite 4, findet sich über ihn folgende Eintragung: «Franz de Barraga, Viennensis, Tirolensis, zur Aushilfe von Tirol nach Vorarlberg berufen. War Kaplan zu Rankweil, Schwarzenberg, Pfarrer zu Damüls,nun hier seit dem 2. September 1828. - Starb allhier den 2ten November 1835.» Barraga war 1828 in die von seinen Vorgängern, «welche die Wirtshäuser zu sehr liebten», ziemlich vernachlässigte Pfarrgemeinde Wolfurt gekommen und hatte sofort mit dem Kirchenbau begonnen (Siehe Heft 4, Seite 58!). Damit schuf er sich erbitterte Gegner. Unbeirrt ging der Pfarrer seinen Weg. 1834 war der Rohbau der Kirche fertig. Aber auch des Pfarrers Kräfte waren verzehrt. Am Allerseelentag 1835 starb er - erst 47 Jahre alt. Das Diösezanarchiv in Feldkirch verwahrt eine Reihe von Barraga-Dokumenten. Vier davon hat Heinrich Köb für uns aufbereitet. 10 11 Bewerbungen um die Pfarrstelle Wolfurt im Jahre 1828 An das Ordinariat in Bregenz Daß die Pfarrei Wolfurt den 16. 12. dieses Jahres durch den Tod des Pfarrers Joh. Alois Graßmayer zur Erledigung gekommen sei, hat das unterzeichnete Amt zur gehörigen Zeit angezeigt. Daß diese Erledigung der vorarlbergischen Geistlichkeit bekanntgemacht worden sei, bezeugen die angeschlossenen Umlaufschreiben. Diese Pfarre ist eine der gut dotierten und der angenehmsten im ganzen Lande: eine halbe Stunde von der Hauptstraße entfernt, eine Stunde von Bregenz, in einer schönen und fruchtbaren Gegend. Kirche und Pfarrhaus sind auf einer Anhöhe, die Kirche ist schlecht und viel zu klein. Die Gemeinde etwa eine Stunde lang, zählt über 1200 Seelen und besteht aus 9 Parzellen: Wolfurt mit 139, Rickenbach mit 37, Ach mit 10, Holz mit 5, Steig mit 4, Frikkenesch mit 3, Bannholz mit 3, Meschen mit 2 und Bächlingen mit 2, zusammen 205 Häuser; 229 Familien. Vermutlich hat die Zahl seit der Zeit obiger vor einigen Jahren geschehenen Angaben zugenommen. Daß diese Gemeinde keinen gemeinen, sondern einen außerordentlichen Seelsorger erhalte, ist für selbe dringendes Bedürfnis, indem sie von den zwei verstorbenen Pfarrern, welche die Wirtshäuser zu sehr liebten, ziemlich vernachlässigt worden ist. Daher sind Unglauben, Verachtung des Heiligen, Rohheit und auch Säumen mit dem Eifer für die Schule recht zu finden. Wie könnte es anders sein? Vor allem muß das unterzeichnete Amt pflichtgemäß bemerken, daß da ein Seelsorger notwendig sei, der ein Feind des Wirtshausbesuches ist, der jahrum zu Hause bleibt, sich durch ein stilles, frommes und sanftes Benehmen Achtung verschafft, Eifer mit Geduld, Sanftmut mit Bescheidenheit verbindet. Auch eine äußere Bildung ist für ein Volk notwendig. Hat einen steten Verkehr mit der Hauptstadt und dem Auslande. Kurz, da muß ein anderer Boden gelegt werden. Um diese Pfarre haben sich beworben: 1. 2. 3. 4. Franz Xaver Barraga, Pfarrer von Damüls Gebhard Bechter, Pfarrer von Gaißau Jos. Stebele, Pfarrer in Warth Joh. Caspar Willam, Pfarrer im Silberthal zu 1 Der Bewerber Barraga wurde am 19. Juli 1788 zu Wien geboren, Priester seit dem 13. Dezember 1812, ist der deutschen und der lateinischen Sprache kundig, von ausgezeichnet guten Sitten. Die Theologie hat er zu Innsbruck absolviert, teils mit Vorzug, teils mit der ersten Klasse. Die Einstellungs- und Fähigkeitsprüfung hat derselbe am 17. und 18. September 1823 abgeschlossen, er hat in allen Gegenständen Noten erster Klasse erhalten. Dieser Priester diente etwa 15 Jahre in der Seelsorge, zehn Jahre in Tirol und fünf Jahre in Vorarlberg, zuerst an der großen Pfarre Rankweil, dann in Schwarzenberg und seit 1823 an der wildgelegenen Gebirgspfarrei Damüls. Überall weiset er sich durch höchst rühmliche Zeugnisse aus und das unterzeichnete Amt bezeuget, daß Barraga einer der gesittetsten und frömmsten Priester des Landes sei, der stets zu Hause ist, alle Wirtshäuser meidet und die Würde seines Standes durch sein anständiges Benehmen vor jedermann behauptet. Den Ermahungungen seiner Oberen unterwirft er sich ganz, die, wenn sie notwendig sind, und Mäßigung seines Eifers zum Gegenstande haben. zu 2 Der Bewerber Bechter ist am 25. Juli 1778 zu Bregenz geboren, Priester seit dem 22. 9. 1804, ist von guten Sitten, der deutschen und lateinischen Sprache kundig. Die Theologie hat er teils zu Linz, teils zu Innsbruck absolviert, mit den Noten der ersten Klasse, aus einigen Gegenständen auch mit Vorzug. Bei der im Mai 1823 abgehaltenen Fähigkeitsprüfung hat er aus allen Gegenständen die Note der ersten Klasse erhalten. Dieser Priester dient seit 1804 in der Seelsorge, fünf Jahre als Katechet in Bregenz, 13 Jahre als Kaplan zu Rorschach in der Schweiz, einige Zeit als Josephs-Benefiziat in Bregenz und seit 1823 als Pfarrer in Gaißau. Derselbe weiset sich durch sehr rühmliche Zeugnisse aus und das gezeichnete Amt bezeugt, daß er für Seelsorge Eifer und gute Talente habe, daß er sich genau seinem Berufe widme, dient zum Beweise, daß er ein Gebetbuch im Manuskripte vorgelegt hat. Dabei ist er nüchtern und unterwirft sich ganz höheren Anordnungen. Da er von schwerem Körper und etwas engbrüstig ist, dürfte ihm die Situation der Gemeinde Wolfurt, wie diese beschrieben worden ist, beschwerlich und immer beschwerlicher werden. zu 3 Pfarrer Stebele in Warth weiset sich durch keine Zeugnisse aus, wohl aber kann das unterzeichnete Amt bezeugen, daß es mit ihm zufrieden sei, muß aber pflichtgemäß beisetzen, daß er für die sehr bedenkliche Pfarre Wolfurt nicht für geeignet gehalten wurde. 12 13 zu 4 Über den Pfarrer Willam muß das, eben das, was über den Pfarrer Stebels gesagt wurde, bemerkt werden. Das unterzeichnete Amt bezieht sich auf den bei Beschreibung dieser Gemeinde aufgestellten Hauptgrundsatz. Das Patronat stand ehedem dem Stifte Mehrerau und stehet nun der hohen Landesstelle zu. den 31. März 1828 Bernhard von Galura (Generalvikar seit dem 16. 4. 1820) Nachdem der öffentliche Unterricht im Spätjahr 1829 seinen Anfang etwas später genommen hatte, fing Mesch eine Privatschule an, ohne hievon eine Meldung gemacht zu haben. Die Eltern, welche ihre Kinder zu dieser Privatschule schickten, waren meines Wissen: Ferdinand und Jakob Schneider, Jakob Böhler, Franz Josef Dür, Ziegler, Josef Schelling und andere, welche mir nicht genau bekannt sind. Die Kinder, welche diese Schule (Privatunterricht) besuchen wollten, waren teils der Schule entlassen, teils Pflichtige Kinder. 3. Frage: Haben Sie keine Kinder der Werktagsschule entlassen, damit selbe obige Privatschule des Joseph Anton Mesch besuchen könnten? Wie alt waren diese Kinder? Unter den schulpflichtigen Kindern, die entlassen wurden (werden wollten), waren Joseph und Katharina Schelling. Johannes aber wurde zum Entlassen unfähig, die Katharina aber zu jung befunden, und somit erfüllt keines die förmliche und legale Entlassung. Da der Katharina Schelling am gesetzlichen Alter nur vierzehn Tage mangelten, wurde sie als entlassen angesehen, und sie besuchte die Privatschule des Joseph Anton Mesch. Dabei kann sich Herr Pfarrer nicht erinnern, daß bei der Entlassung der Katharina Schelling die Absicht gewesen sei, sie darum vom Schulbesuche frei zu sprechen, damit sie die Privatschule des Joseph Anton Mesch besuchen könne. Joseph Schelling aber besucht die öffentliche Werktagsschule noch dermal. 4. Frage: Ist die Privatschule des Mesch mit ihrem Willen und Wissen gehalten worden, wußten auch die Vorstehung und das Inspektorat davon? Diese Privatschule wurde zwar mit Wissen, aber nicht mit Willen oder Übereinstimmung des hl.* Pfarrers gehalten. Über das Wissen und Wollen der Ortsvorstehung kann Herr Pfarrer keine Antwort geben. Allein die Distriktsinspektion äußerte sich vor dem Vater des Oberlehrers dahin, man möchte noch 14 Tage zusehen, ob aus der Privatschule wirklich etwas werde, oder ob sie sich selbst auflöse. Die Privatschule des Joseph Anton Mesch bestand somit noch nicht von amtswegen, sondern nur willkürlich. 5. Frage: Wann nahm diese Privatschule ihren Anfang, und wann endete sie? Diese Privatschule nahm ihren Anfang am 16.10.1829 und endete am 15.1.1830. Soviel dem hl. Herrn Pfarrer bewußt ist, ohne jedoch diese Angabe zuversichtlich zu machen. Soviel bewußt, hörte dieser Unterricht auf, fing dann wieder auf kurze Zeit an. (*hl. = «hochlöblich») 15 Pfarrer und Lehrer im Jahre 1830 (Eine Auseinandersetzung vor dem Dekan.) Einberufungsprotokoll des Hochwürdigen Herrn Franz Barraga, derzeit Pfarrer in Wolfurt, in bezug auf die, gegen selben unterm 30.1.1830 von einigen Gemeindeangehörigen in Wolfurt eingereichten Beschwerden. Geschehen in Schwarzach am 24. 2. 1830 im Dekanatshause durch den hiezu vom hochwürdigsten Generalvikariate unterm 11.2.1830 beordneten Dekan und geistlichen Rat Joseph Stadelmann. An dem oben angeführten Tage erscheint der Hochwürdige Herr Franz Barraga, Pfarrer in Wolfurt, 42 Jahre alt, Pfarrer daselbst seit dem 2. Feber 1828. Er gibt ihm die Zusicherung, auf die ihm vorgelegten Fragen gewissenhaft zu antworten. 1. Frage: Hatte nicht der nun selige Schulkandidat Gebhard Köb in Wolfurt eine Privatschule gehalten, mit welchem Eifer, auf wessen Bewilligung? Gebhard Köb hat nebst dem, daß er erwählter und in der Folge durch Dekret angestellter Lehrer war, auch einigen Kindern Privatunterricht aus den Gegenständen der deutschen Schule gehalten, mit gutem Erfolg und ohne Widerspruch. 2. Frage: Sind nicht auch im Spätjahre 1829 einige Eltern auf Entschluß verfallen, für einige ihrer Kinder durch den gegenwärtigen Schulkandidaten Jos. Anton Mesch Privatunterricht erteilen zu lassen? Welche Eltern widmeten ihren Kindern diese Privatschule und was für Kinder besuchten selbe? 14 6. Frage: Durch welchen Auftrag wurde diese Privatschule geendet? Hat Mesch von der ihm erfüllten Bewilligung, in den Häusern den Unterricht zu erteilen, Gebrauch gemacht? Indem Joseph Anton Mesch vorgab, das k.k. Landgericht hätte ihm die Bewilligung erteilt den Privatunterricht fortzusetzen, machte Herr Pfarrer die Anfrage bei dieser Gerichtsbehörde, ob dieses wirklich geschehen sei. Das belobte k.k. Landesgericht gab hierauf die Antwort, dasselbe habe dem Mesch die Erteilung des Privatunterrichtes in seinem Hause untersagt, ihm aber bewilligt, in den Häusern der Eltern und unter dieser ihrer Aufsicht nur ihren Kindern Unterricht zu erteilen, wenn keine besonderen Verhältnisse obwalten. (Gerichtsakt No. IV 22/316 vom 14.1.1830). Der Privatunterricht in dem Hause des Mesch erhielt hiedurch das Ende. Er fing dennoch auf einige Zeit wieder an, ohne jedoch fortzudauern. Ob jedoch Mesch von der ihm erteilten Bewilligung, in den Häusern der Eltern Instruktion zu erteilen, Gebrauch gemacht habe, ist dem hl. Pfarrer nicht bewußt. 7. Frage: Wäre Herr Pfarrer mit dem Unterricht der Kinder in den Häusern der Eltern zufrieden gewesen? Warum aber nicht mit dem Unterricht in der Wohnung des Lehrers Joseph Anton Mesch? Herr Pfarrer gab auf dieses Ansuchen den Bescheid, den er mündlich vom Herrn Distrikts-Inspektor vernommen hatte: Wenn nämlich die Gemeinde-Vorstehung die Verantwortung aller Nachteile und Folgen, die diese Schule etwa hervorbringen könnte auf sich nehme, könne diese Privatschule im Hause des Mesch fortbestehen. Diese Bewertung und Vorsorge hielt hl. Pfarrer darum notwendig, weil selbem der verderbliche Charakter dieser Schule vor Augen schwebte, indem Knaben und Mädchen von 13, 14, 16, 17 bis über 18 Jahren, folglich Kinder im gefährlichsten Alter, diese Schule besuchten. Es war zu vermuten, die Vorstehung werde sich für die Verantwortung einer so gefährlichen Sache um so weniger einlassen wollen und können, da ihr Amt als Vorstand mit jedem Jahr aufhören kann. Der Vorsteher Martin Schertler protestierte anfänglich gegen die Abweisung einer solchen Verantwortung. 10. Frage: Hat Ihnen der Schulkandidat Mesch nicht ein Zeugnis von der Vorstehung vorgelegt? Ist das Zeugnis echt? Durch verschiedene bittliche Zudringlichkeiten mag. hl. Vorsteher endlich zur Ausstellung des anliegenden Zeugnisses beredet worden sein, welches, so viel ich glaube, mit jenem ganz eins ist, welches mir Mesch vorlegte. 11. Frage: Warum waren Sie mit diesem Zeugnis nicht zufrieden, welche Umänderung verlangten Sie? Mit diesem Zeugnis wollte Herr Pfarrer nicht zufrieden sein, weil es Lügen enthält und mit dem Inhalt der Benachrichtigung des hl. k.k. Landgerichtes vom 14.1.1830 übereinstimmt, da nicht der Pfarrherr sondern das k.k. Landgericht den Privatunterricht eingestellt hatte. Daß Herr Pfarrer aber der Schule das Wort gesprochen habe, dessen erinnert er sich nicht und stimmt mit seiner ganzen Stellung gegen diese Schule nicht überein. Herr Pfarrer verlangte, wenn man ihn mit diesem Zeugnis nicht in Ruhe lassen wolle, es möchten alle Unwahrheiten ausbleiben. 12. Frage: Was geschah hierauf? Ist nicht der Ausschuß Schneider und der Lehrer Mesch zu Ihnen gekommen, und zu welchem Ende? Waren Sie bei derselben Ankunft zu Hause? In welcher Stunde kamen Sie nach Hause? Was hinderte Sie, diesen zwei Männern gleich Gehör zu geben? Jakob Schneider und der Schulkandidat kommen dann wieder in den Pfarrhof. Herr Pfarrer war noch abwesend, entweder in der Schule, die mündliche Prüfung abzuhalten oder bei einer Kranken, das aber selbigem nicht mehr bewußt ist. Bei dessen Ankunft befand sich in der Küche bei der Köchin eine arme Weibsperson, welche da dem hl. Pfarrer und Häuserin den Bericht erzählte, der ihr das hl. k.k. Landgericht darüber gegeben hatte, weil sie zu große Forderungen an die Armenkasse stelle. Nachdem Herr Pfarrer diese Klage angehört hatte, verließ er die Weibsperson in der Küche bei der Köchin und eilte seinem Zimmer zu. 17 Auf dem das löbl. k.k. Landgericht einmal diese Bewilligung in den Häusern der Eltern ihre eigenen Kinder zu unterrichten erteilt hatte, konnte und wollte Herr Pfarrer nichts entgegen sagen. Aber gegen den Unterricht der Kinder in der Wohnung des Lehrers Joseph Anton Mesch glaubte Herr Pfarrer sich aus den Gründen erklären zu müssen: Weil der XVII Bbsh. § 10 der politischen Schulverfassung dererlei Winkelschulen ohne Erlaubnis der Behörde untersagt. Mesch aber konnte diese Bewilligung, obschon er sich bewarb, nirgends erhalten. Die Gründe, wegen welchen Mesch insbesondere vom Lesedienste an der hiesigen Gemeinde-Schule abgewiesen wurde, hat das HW Inspektorat zu Hörbranz an die höheren Behörden eingereicht. 8. Frage: Haben die Eltern der Kinder, welche an dem Privatunterricht des Mesch teilnahmen, das Ansuchen um die Bewilligung dieses Unterrichts nicht erneuert und durch wenn? Das Ansuchen um den Fortbestand der Privatschule des Mesch wurde erneuert, und zwar durch den Gemeinderat Jakob Schneider. 9. Frage: Welchen Bescheid gaben Sie? Bewilligten Sie die Fortsetzung der Privatschule nicht unter einer Bedingung und unter welcher? Und warum dieses? 16 13. Frage: Haben Sie den Jakob Schneider und Mesch in dieser Stunde angehört? Warum nicht? Es war schon über 12 Uhr mittags, die zwei Männer trugen sich an des Nachmittags oder Abends wieder zu kommen, sie wollen den Herrn Pfarrer vom Speisen nicht abhalten, wozu Herr Pfarrer zufrieden war. Die zwei Männer entfernten sich. 14. Frage: Wann kehrten diese Männer zurück? Welchen ließen Sie vor? Worüber unterredeten Sie sich mit Schneider? Am Abend dieses Tages kamen der Gemeinderat Schneider und Mesch in den Pfarrhof und wurden in das gewöhnliche geheizte Wohnzimmer eingeführt. Jakob Schneider aber wurde alsbald im größeren Wohnzimmer dem Pfarrherrn vorgestellt. Mit Mesch sich in ein Gespräch einzulassen, fand der hl. Barraga für ganz überflüssig. Mit dem Gemeinderat Schneider unterredete sich Herr Pfarrer über ein Zeugnis ab Seite der Gemeindevorstehung in bezug auf die Übernahme aller Folgen und Nachteile aus dieser Privatschule. 15. Frage: Wann brachte man Ihnen dieses zweite Zeugnis? Ist es wirklich jenes, welches Ihnen vorgewiesen wurde? Warum gaben Sie auch über dieses Ihr Mißfallen und haben Sie dieses Mißfallen mit einem Schwall von Beschimpfungen gegen Mesch ausgedrückt. Am folgenden Tage hinterbrachte der Gemeindeausschuß Jakob Schneider ein in etwas vom ersten abgehendes Zeugnis. Ihn begleitete Ferdinand Schneider und der hiesige Vorsteher Martin Schertler. Das nun vorgelegte zweite Zeugnis schien nun mit dem schon vorgelegten übereinzustimmen. Herr Pfarrer fühlte bewunderndes Mißfallen, daß der Vorsteher, der Anfangs, wie eben bemerkt wurde, gegen die Übernahme aller bösen Folgen aus dieser Privatschule geradestehe, nun jetzt dieses Zeugnis unterschrieben hat und erklärte den gegenwärtigen Männern abermals, daß hl. Pfarrer diese Winkelschule nicht genehmigen kann, und dieses um so weniger, da dieser Schule ein Mann vorstehen will, der nicht vorteilhaftesten Sittenzeugnisse aufzuweisen imstande ist. Ja, im hohen Mißtrauen bei dem k.k. Philosophischen Studiendirektorat zu Salzburg laut Zuschrift vom 28. Dezember 1829 stehet. Indem selbes dem Ermessen des hl. Pfarrers überläßt, ob ihm (für Mesch) ein Zeugnis ausgestellt werden soll oder nicht. Hierauf setzte hl. Pfarrer noch andere Umstände auseinander, aus welchen man von Mesch jenes gute und unbescholtene Betragen nie erwarten kann, welches einem Schullehrer, folglich einem Muster für die Gemeinde eigen sein muß. Wenn Herr Pfarrer diesen Männern, also den Vorständen der Gemeinde, auch im Eifer sagte, daß Mesch ein Schuldenmacher, ein ordnungsloser Übertreter der nächtlichen Polizeistunden u.s.w. sei, so sagte er eine Wahrheit, die nur zu allgemein bekannt ist. 18 16. Frage: Kennen Sie auch die Eltern jener Kinder, welche an dieser Privatschule Anteil nehmen wollen, und was halten Sie von ihrem Charakter und Lebenswandel? Einige von den Eltern jener Kinder, welche an dieser Privatschule des J. A. Mesch Anteil nehmen wollten, sind dem hl. Pfarrer bekannt: z. B. Ferdinand und Jakob Schneider, Jakob Böhler (Schwanenwirt), Franz Josef Dür (Ziegler), Magdalena Schertler (Wittwe), Kaspar Thaler (Wittwer), Kreszenzia Schneider, Barbara Gasser (Sternenwirtin), Johann Schelling (Kronenwirt) usw. In bezug auf den Charakter und Lebenswandel dieser Eltern kann Herr Pfarrer kein genaues Urteil fällen; wenn auch einige derselben eine belobungswürdige Aufführung haben, so zeigen sich andere als nicht ganz tadellos. Und überhaupt zeigt sich der Charakter dieser Eltern durch die Widerseztlichkeit gegen die gute Absicht des Herrn Pfarrers, welcher es mit seinen Pfarrangehörigen überhaupt, in diesem Falle aber insbesondere gut meinte, nicht in jenem Lichte, welches einem wahren Seelsorger angenehm und willkommen sein kann. 17. Frage: Haben Sie wirklich gesagt, wie die Anlage erweist, daß alle Eltern, welche ihre Kinder zum Mesch in die Privatschule zu seinem Hause schicken, schlechte, liederliche Eltern sind? Hl. Pfarrer fuhr in seinem wahrlich nicht ungerechten Eifer fort: Wenn Eltern wider den kräftig ausgedrückten Willen des Pfarrers ihre Kinder in eine Schule, wo ältere Knaben und Mädchen täglich zusammen kommen, in eine Schule, die keineswegs von der Obrigkeit genehmigt, sondern vielmehr untersagt worden ist, in eine Schule, wo ein gewester Student, der ohne Zeugnisse von seinem Studierplatze nach Hause gekommen und auch nicht das beste Sittenzeugnis aus dem Präparander-Curse in Bregenz erhielt, so fühlte sich hl. Pfarrer zu dem Ausdrucke gezwungen, daß jene schlechte Eltern sind, wenn sie das, was ihnen auf Erden das teuerste Gut sein soll, wofür sie die erste Sorge tragen und vor Gott so strenge Rechenschaft geben müssen, welches die eigenen Kinder sind, nicht einem würdigen, tadellosen, ehrenhaften Lehrerindividiuum anvertrauen wollen. Wer kann einem Seelsorger, welcher die Aufsicht über die Sitten und Seelenbildung der Pfarrjugend von der Kirche und von dem Staate anvertraut ist, einen solchen Ausdruck verübeln, da er gewahr wird, daß für einen unschuldigen Teil seiner Herde Gefahr drohet, einmal gewiß drohen könne? Herr Pfarrer sagte nicht, daß die Eltern jener Kinder, die an der Privatschule des Mesch Anteil nehmen, überhaupt schlechte, liederliche Eltern sind, sondern dadurch diesen Verdacht auf sich ziehen, indem sie zu wenig kluge Ansicht gebrauchen, wenn sie ihre Kinder anvertrauen und was die Kinder beiderlei Geschlechts in einer kleinen Winkelversammlung, in einem Alter von 16 bis 18 Jahren werden könnten. 19 18. Frage: Da die Kläger vorgeben, sie seien durch Ihre Beschimpfungen gekränkt worden und deswegen Satisfaktion verlangen, werden Sie sich verpflichtet finden, selbe zu leisten oder die beleidigende Aussage zu beweisen? Zu einer Satisfaktion kann sich der Hw. Pfarrer um so weniger verstehen, da er aus wohlwollendem, für das Heil seiner Pfarrjugend glühendem Herzen, seelsorglich und nur bedingt gesprochen, und nur diesen befraglichen Fall im Auge hatte. Übrigens sei für gute und sorgenvolle Eltern erklärt, wenn sie für ihre Kinder die beste Sorge tragen und auch die tauglichen, von ihren Seelsorgern ebenfalls gebilligten Mittel wählen. Da eben die Eltern jener Kinder, welche an dieser Winkelschule Anteil nahmen, sich dem bestgemeinten Bestreben des hl. Pfarrers widersetzten und blind und widersetzlich ihre, zur Verfügung so empfängliche Jugend beiderlei Geschlechts vom mehrmals bemelten Alter, in die Gefahr schicken wollten und darüber dem Seelsorger viel Ungelegenheit und kummervollen Mißmut verursachten, stehet das Recht an dem hl. Pfarrer, durch Abbitte an ihn Genugtuung und pflichtschuldige Aussöhnung zu fordern. Auch muß bemerkt werden, daß die zwei Augenzeugen Jakob Schneider und Joseph Anton Mesch jede Kleinigkeit, welche während ihrer Gegenwart im Pfarrhaus vorging, bezeugen wollen, um den Pfarrer vor den Zeugen seiner höheren Behörden herabzusetzen. Z.B.: sein spätes Nachhausekommen, wer weiß woher? Seinen Aufenthalt bei einem Weibsbild in der Küche, das Urteil der Köchin, welches aber durch die beiden berichtigt wird. Schließlich bittet gez. Pfarrer den Vorsteher das Unschickliche und Fehlerhafte seines Zeugnisses: «Für alle Folgen, welche aus dieser Schule entstehen durften, haften zu wollen», vor Zeugen zu stellen. Das Urteil des Dekans, 1830 Hochwürdiges Fürstbischöfliches Generalvikariat! Unterm 11. Februar 1830, Nr. 137, präsentiert am 16.2., hat das Hochwürdigste Generalvikariat dem gefertigten Dekanate den Auftrag erteilt, den Herrn Pfarrer Barraga in Wolfurt über die gegen ihn erhobenen Beschwerden Punkt für Punkt zu vernehmen und sodann die anher angeschlossenen Akten wieder ans Generalvikariat zurückzusenden, welches hiermit durch Anschluß geschieht. a) Eingebogen in dieses Schreiben folgt das Protokoll über die Klagepunkte einiger Gemeindeangehörigen von Wolfurt gegen den Herrn Pfarrer Barraga auf eine gewisse Privatschule unter dem Schulpräparanden Mesch zu Wolfurt, welches Klageprotokoll unterm 30. Jänner 1830 an das hochlöbliche Kreisamt eingereicht worden ist. b) Sodann folgte auch das Einvernehmungsprotokoll des benannten Herr Pfarrers gegen eine Klageschrift der Vorstehung von Wolfurt vom 29. Jänner 1830, beim k.k. Landgericht Bregenz eingereicht. zu a) Die Privatschule, welche J. A. Mesch in Wolfurt unternehmen wollte, war eine Sache de pane lucrando; aber unter den Verhältnissen, wie selbe da zusammentrafen, nicht ganz zu billigen. Ganz ungeeignet hat Herr Pfarrer den Vorsteher in dieses Geschäft einbezogen, von ihm eine Gewährleistung verlangt, die eitel, nutzlos und im Benötigungsfalle immer zu spät ist. Aus dem Klageprotokoll ist ersichtlich, wie Herr Pfarrer Barraga zwar alles ordnen will, sich aber nicht Rat weiß und endlich hinter die Wüste gerät. zu b) Die Klage der Vorstehung, daß sich Herr Pfarrer in die Angelegenheiten der Gemeinde einmenge, ist, wenn er sich schon hinauszuwinden bemühet, richtig. Der jetzige Vorsteher ist ein friedliebender Mann und hatte nun schon durch ein Jahr eine eiserne Geduld. Der vorige Vorstand klagte gegen den Herrn Pfarrer beim k.k. Landgerichte in jeder Sache. Hl. Barraga verkündete, daß jeder Streit, ehe man vor Landgericht gehe, vor ihn gebracht werde, wodurch verschiedene Spannungen und Reibungen entstehen. Das k.k. Landgericht beschwerte sich beim Gefertigten schon öfter über Barraga. Wenn das Dekanat ihm derlei Dinge vorhält, gehet er zum Landgericht, verlangt Aufschlüsse und Antwort. Die im letzten Herbste von Seiner Fürstbischöflichen Gnaden mir aufgegebenen Erinnerungen an Barraga machte ich ihm bekannt, wie auch mehrere Beschwerden vom hl. Landgerichte in Bregenz. Ich gab ihm die geeigneten Warnungen und Schwarzach, wie oben Joseph Stadelmann, Dekan Geistl.-Rat Franz von Barraga, Pfarrer Die eigenhändige Fertigung des Herrn Pfarrer Franz Barraga bezeuget Josef Stadelmann 20 21 Belehrungen. Er achtete nicht darauf, schickte an mich über 30 inquisitorische Fragen über meinen Bericht, und stellte mich dadurch unter seine Verantwortung. Barraga hat mehrere Weiber, die ihm vieles zutragen und rachgierige Klagen über die Gemeindevorstehung und andere Personen anbringen. Besonders gewichtig ist bei ihm die Mutter des Präparanden Stülz, welche unter dem Namen «Flatzen Mägdlein» bekannt ist und zweimal im Zuchthaus war. Barraga schreibt immer Protokolle, Briefe an die Leute in der Gemeinde, fordert die Gemeindevorstehung zur Verantwortung, macht Berichte an das Landgericht, eilt allem vor. Mit Verhören kaum etwas fertig, rührt er um1/211 zur Schule, hält die Kinder über die Zeit auf. Barraga hängt in allem, macht sich immer odioser, der Unwillen nagt bei einigen gegen ihn tief, er fragt niemanden was nach, ist stolz und unbeugsam. Daß er im übrigen sehr sittlich und ordentlich ist, und bei sich alles gut meine, überall die gute Absicht habe, kann ihm nicht in Abrede gestellt werden. Wenn selbem das Hochwürdige Generalvikariat eine triftige Zurechtweisung in seine Schranken, die vierteljährliche Einsendung seiner Predigten und Schriftenlehren und das Ausarbeiten theologischer Aufsätze auflegen und erteilen wollte, und vielleicht auch damit in die Schranken zurückweisen wollte, daß seine Eingaben an das Landgericht, Gemeinde, Kreisamt, jedesmal die dekanamtliche Fertigung haben müssen, ohne welche sie nicht anerkannt würden, könnte seinem exzentrischen Magen auf einige Zeit Einhalt getan werden. Aber zu wünschen wäre, Barraga möchte auf eine Kaplanei oder auf ein subalternes Benifizum versetzt werden. In Wolfurt wird er noch Geschäfte machen und kehret sich an keine Maßregel. Es ist war, er hat einige sehr böse Männer, diese sind gerade seine Feinde, nehmen ihm das Zutrauen, agieren rastlos gegen ihn, er gegen sie usw. Unter tiefster Verehrung Dekanat Schwarzach am 2. März 1830 Josef Stadelmann Dekan Der Moralitätsbericht des Pfarrers im Jahre 1832 Hochwürdiges, Gnädigstes, Fürstbischöfliches Generalvikariat zu Feldkirch Gehorsamst Unterzeichneter hat hiemit die Ehre, den Moralitätsbericht von der Pfarre Wolfurt vom Jahre 1831/32 zu erstatten. 1. Kinder sind 48 zur Welt gekommen. Unter diesen befinden sich zwei uneheliche. Indem eines dieser ledigen Kinder von einem übrigens sehr ordentlich gebildeten Weibsbilde, welches zudem sehr honette Eltern hat, herkommt, so glaubt Rat Herr Dekan Stadelmann, der diese Familie sehr gut kennt, man soll denken, daß ein Zwang angeordnet worden sei. Sie ist in einem Wirtshause. Das Weibsbild des zweiten ledigen Kindes ist eine Keßlerstochter. Sie ist von einem Keßler aus einer anderen Pfarrei - nicht in Wolfurt - verführt worden. Nebst zweckdienlichem Unterricht ist sie unter strenger Aufsicht gestellt, zudem hat sie fürdermal die Transportierung ins Schwazer Arbeitshaus erbettelt, aber zugleich den Revers abgegeben, daß sie, wofern sie sich noch einmal verführen lasse, ins Arbeitshaus gehen wolle und müsse. 2. Obwohl der gerechte Gott seit einigen Jahren schauderhafte Beispiele der Bestrafung des Lasters der unmäßigen Trunksucht aufgestellt hat, so gibt es leider noch Fälle des Volltrinkens. Neigung zur Unterhaltung in den Wirthäusern ist die Quelle dieses Lasters. Dazu gesellt sich noch eine Dosis Leichtsinn und Prahlerei, als dürfte man das Geld nicht achten. Möchten derlei Menschen die Ermahnungen, Vorstellungen zur Gottesfurcht, daher zur Nüchternheit, Bescheidenheit, pflichtschuldige Anwendung des Geldes, zur milden Freude immer mehr und mehr zu Herzen nehmen. Stufenweise werden sie sich aus ihrem Abgrunde reißen. 3. Die Trunkenheit gab auch die traurige Veranlassung zu Raufereien, die sich zweimal ereigneten unter Burschen, und aus diesen Raufereien entstanden Feindseligkeiten, indem auch die Obrigkeit einschreiten mußte und Unkosten absetzte. 4. Fernere Veranlassung aus dem obenbenannten Besuche der Wirtshäuser entsteht das bei einigen wenigen übliche Nachtschwärmen. Nebst Darstellung dieses Gott mißfälligen Benehmens wird auch in die Hausväter und Hausmütter gedrungen, solchen Vaganten keinen Unterschlupf zu geben. Daß aber die Belehrungen, Zusprüche viele Früchte bringen, wird den Seelsorger bei all seiner schuldigen, rastlosen Arbeit vor dem Tabernakel recht häufig sein Gebet ausgießen und in Erkenntnis seines Nichts vertrauensvoll rufen: Herr rette uns, wir gehen zugrunde! (Math. 5) 23 22 Mit blutendem Herzen und Tränen in den Augen durchblicke ich die nun hingelegten schauderhaften Schattenseiten der Pfarre; aber es sei doch auch erlaubt, einige Züge hinzuzusetzen, die gewiß ohne Rührung nicht gelesen werden können. a) Ausgezeichnet ist der Eifer der Eltern, ihre Kinder in die drei Klassen zu schicken. Wöchentlich aber sehen sie auch durch die Mühe der Lehrer die schönen Fortschritte der Kleinen. Sehr fleißig erscheinen die der Werktagschule entwachsene Jugend bis 18 Jahre in der Wiederholungsschule. Nur der enge Raum der Schule zwang Kinder aus der dritten Klasse zu entlassen, die noch gern - ohne Pflichtigkeit - geblieben wären. b) Sehr fleißig erscheint man auch bei den Gottesdiensten vor- und nachmittags. Es ist kein Sonn- und Feiertag, an welchem man nicht zur hl. Beichte und Kommunion geht. c) Die Jungfrauen bereicherten sich auch, ein prachtvolles rotsamtenes, mit reichen Goldblumen gesticktes Muttergotteskleid anzuschaffen. Tränen floßen, als man selbes das erste Mal in der Kirche erblickte. d) Auch die Jünglinge leisteten Beiträge zu einem prächtigen und lieblichen Muttergottesmeßkleid. Das unterwartete Erscheinen desselben erfüllte die ganze Gemeinde mit innigem Wohlgefallen. e) In Hinsicht des Kirchenbaues sieht man einem erstaunlichen Resultat entgegen. f) Das wohllöbliche k.k. Kreisamt und das löbliche k.k. Land- und Kriminalgericht wie auch die Ortsvorstehung arbeiten mit besonderem Interesse für das Wohl der Gemeinde. Indem Gehorsam Gefertigter in engen Umrissen den Schatten und das Licht seiner Gemeinde darlegte, so bittet er um die fernere Huld und Gnade des Hochwürdigsten Gnädig, Fürstbischöflichen Generalvikariats, und hat die Ehre in tiefster Ehrfurcht sich zu empfehlen. Wolfurt, den 29. Jänner 1832 verbindlichster, treugehorsamster Franz de Barraga, Pfarrer Siegfried Heim Bis nach Amerika! Auswandererschicksale Wer in unseren Jahrzehnten erlebt, wie Einwandererwellen aus Kärnten und Steiermark, aus Jugoslawien und der Türkei unser Industrieland Vorarlberg auffüllen, kann sich kaum vorstellen, daß einige Jahrzehnte früher ganze Ströme junger Arbeiter die kinderreichen und brotarmen Täler unserer Heimat verlassen mußten, um in fremden Ländern kargen Verdienst zu suchen. Nach Amerika flohen die ersten Wolfurter, als um 1850 die Handweberei durch die Konkurrenz der Fabriken brotlos wurde. Eine zweite große Welle folgte schon um 1870, weil die Fabriken nur Hungerlöhne zahlten und aus Amerika Gold-Nachrichten lockten. Die dritte Flucht ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten setzte 1922 ein, als die Inflation nach dem Ersten Weltkrieg den jungen Kriegsheimkehrern die letzte Hoffnung auf Arbeit in der Heimat raubte. Insgesamt etwa 200 Wolfurter wanderten nach Amerika aus. Von drei besonders großen Familien will ich berichten. Im Haus Nr. 121 an der Kreuzstraße lebte seit 1903 der Wagner Johann Heitz aus Neustadt im Schwarzwald mit seiner Frau Theresia, geborene Reiner, die drüben an der Kirchstraße aufgewachsen war. Von 1906 bis 1914 wurde ihnen fast jedes Jahr ein Kind geboren, 7 Buben und 2 Mädchen: Karl, Josef, Anna, Johann, Albert, Maria, Franz, Anton und Ludwig. Als ersten zog es 1926 Josef Heitz nach Amerika. Der 21jährige Schlosser hatte bis dahin bei Doppelmayr gearbeitet und brachte es später in Amerika selbst zu einem großen Betrieb mit 70 Beschäftigten. Auf seine ersten Briefe hin folgten ihm schon 1927 die vier erwachsenen Geschwister: Karl, der Wagner und Zimmermann; Anna, die ein paar Jahre später den Wolfurter Auswanderer Franz Schertler heiratete; Johann, ebenfalls Schlosser; Albert, erst 18jährig. Im Jahre 1931 wollten auch die Eltern mit den vier jüngeren Kindern nachreisen. Sie hatten sich schon das Visum besorgt, mußten ihr Vorhaben aber dann wegen der hohen Kosten von je 300 Dollar aufgeben. Nach des Vaters Tod und dem Brand ihres Hauses bauten sie sich zu viert das große Haus an der Kirchstraße. Dort betrieb Franz seine Schreinerei und Ludwig seine Wagnerei. Die Konditorei des Bruders Anton konnte nicht mehr eröffnet werden, denn er ist 1940 als einer der ersten Wolfurter Soldaten gefallen. Als die Wagner kaum mehr Arbeit fanden, ging auch Ludwig 1955 bis 63 noch für ein paar Jahre nach Amerika. 25 24 Zwei Generationen früher hatten 1841 der «Tobler» Gebhard Schwerzler und seine Frau Maria Anna Rusch im Elternhaus im Tobel eine Familie gegründet. Zwischen 1843 und 1862 wurden ihnen zwölf Kinder beschieden, 7 Buben und 5 Mädchen: Ferdinand, Maria, Kreszentia, Josef, Anna, Gebhard, Johann, Wilhelm, Martina, Fridolina, Leopold und Fidel. Ferdinand heiratete in die Bütze und Josef ins Elternhaus. Beide begründeten selbst große Familien. Aber für die anderen zehn war kein Platz. Da wanderten sechs von ihnen nach Amerika aus: Kreszentia, Gebhard, Johann, Wilhelm, Leopold und Fidel. Es war eine Ausnahme, daß mit Schwester Kreszentia auch ein Mädchen ins Ungewisse mitfuhr. Sonst zogen ja nur Buben aus. Die Schwestern Maria, Martina und Fridolina mußten daheim ledig bleiben. Einzig Anna fand noch einen Ehepartner in Wilhelm Rohner aus Lauterach. Von ihren acht Kindern wurde Theodor Rohner 1938 Bürgermeister vonWolfurt.In Amerika starb Leopold schon mit 19 Jahren. Die anderen fanden zum Teil Arbeit beim Aufbau der 1871 durch einen Großbrand zerstörten Stadt Chicago. Einige ließen sich vor 100 Jahren in Tissin, Ohio, nieder. Bis zum Zweiten Weltkrieg kam manchmal ein Brief mit einem Foto. Seither sind die Kontakte erloschen. * Noch ein Jahrzehnt früher lebten in Rickenbach im Loch (Kellaweg 4) Martin Schneider und seine Frau Anna Maria Flatz. Sie war eine Nichte des Malers Gebhard Flatz. Ihr Vater, der Bäcker und Mohrenwirt Josef Anton Flatz, war verarmt gestorben. «Marteles im Lo» waren mit 13 Kindern gesegnet, von denen 6 früh starben. Franz Xaver, der älteste Sohn, fuhr schon 1851 nach Amerika. Als sich 1853 wieder ein paar Wolfurter Familien auf den Weg machten, schloß sich ihnen auch der zweite Sohn Johann Gebhard Schneider an. Er war noch nicht 17 Jahre alt. Über sein abenteuerliches Leben und das Schicksal seiner Eltern, die ihm 1859 mit ihren letzten 5 Kindern nach Amerika folgten, berichtet Schneider als 80jähriger Greis in gebrochenem Englisch in einer Chronik. Sein Urenkel hat mir eine Abschrift geschickt. Ich versuche hier eine Übersetzung, weil ich glaube, daß ein solches Wolfurter AuswandererSchicksal manchen von uns nachdenklich machen könnte: Martin Kalb und deren Familien. Wir wanderten durch die Schweiz und einen Teil Deutschlands und kamen in fünf Tagen nach Antwerpen in Belgien. (Anmerkung: Von Basel aus gab es damals schon eine ganz neue Eisenbahn, die überfüllte Auswandererzüge nach Antwerpen brachte.). Von dort schifften wir uns am 28. Februar 1853 in einem Segelschiff namens «: etrol» nach Amerika ein und landeten nach 49 Tagen am 8. April in New York. Am 24. April 1853 kamen wir nach Fremont in Ohio. Meine zwei Onkel kauften 40 &quot;acres&quot; Land (das sind über 16 Hektar) im Osten von Lindsay. Den ersten Sommer arbeitete ich dort für die Überfahrt in dieses Land, die sie für mich bezahlt hatten. Im Winter von 1853 auf 1854 versuchte ich den Möbelhandel bei Adam Miller in Fremont zu erlernen. Aber als er mich Hund (a dog) nannte, wollte ich nicht länger bleiben. Ich verließ ihn und ging nach Scott Township. Dort arbeitete ich einen Sommer lang für Jakob Zimmermann aufseiner Farm. Auch für andere Farmer arbeitete ich bis zum Frühjahr 1856. Im Herbst 1855 wurde ich von Fieber befallen und konnte es nicht mehr los werden. Man sagte mir, ich brauche einen Klimawechsel. So ging ich im Frühjahr 1856 nach Iowa, wo ich ein paar Freunde aus der Heimat wußte. Als ich zu ihnen stieß, machten sie sich gerade aufden Weg nach Minnesota. Sie sagten, ich solle mitgehen. Das tat ich und blieb den Sommer über bei ihnen. Sie warnten mich vor dem kalten Winter. Daher kam ich im Spätherbst wieder nach Ohio zurück, zu meinem alten Freund Zimmermann in Scott Township. Den Winter über blieb ich bei ihm. Drei Monate lang arbeitete ich in der Landwirtschaft und besuchte gleichzeitig eine Englisch-Schule. Im Frühjahr 1857 brachen Joseph Böhler und ich nach Kansas auf. Jeder von uns übernahm dort ein Stück Staatsland fürje 114 Dollar pro Acre (40 ar). Im Frühling 1859 erhob sich der Goldrausch (Gold Excitement) von Pikes peak. Joe Böhler und ich verkauften unser Land in Kansas und trafen in einer Gesellschaft zu viert Vorbereitungen für den Weg nach Pikes Peak. Jeder kaufte ein Paar Ochsen und einen Wagen. Wir zogen nach Leavenworth City und besorgten uns dort Proviant für sechs Monate. (Anmerkung: City war damals natürlich noch keine Stadt, sondern ein von Indianern bedrohtes kleines Nest im Wilden Westen.) Als wir ein paar Hundert Meilen weit gekommen waren, trafen wir auf Hunderte von Goldsuchern. Sie waren auf dem Rückweg und berichteten, es sei nichts. Da wir große Vorräte mitführten, beschlossen wir nun, nach Kalifornien zu gehen. 27 Autobiography Of John Gephart Sneider Lebenslauf des Johann Gebhard Schneider. Von der Zeit, da ich, Johann Gebhard Schneider, die Heimat (&quot;the Old Country&quot;) verlassen habe, bis zum gegenwärtigen Datum, dem 15. März 1915. Ich verließ meine alte Heimat, ein Dorf mit dem Namen Wolfurt, nicht weit vom Bodensee (Lake Constance), Vorarlberg, Tirol, am 18. Februar 1853 mit zwei Onkeln, den Herren Flatz, und einer Tante, Johanna Flatz, mit Martin Schwerzler, Joseph Böhler, 26 Fünf Jahre und vier Monate war ich in Kalifornien und schuftete in den Goldminen. Aber ich gehörte nicht zu den Glücklichen, diedortReichtum fanden. Als ich in die Minen ging, besaß ich 150 Dollar. Nach fünf Jahren Arbeit kam ich mit 750 Dollar heraus. Im Dezember 1864 machte ich mich auf den Weg nach Ohio. Ich wollte meinen Vater, die Brüder und die Schwester besuchen, die ich seit nahezu zwölf Jahren nicht mehr gesehen hatte. Vater und Mutter waren mit unserer Familie 1859 ebenfalls in dieses Land gekommen, sechs Jahre nach mir. Meine Mutter war vier Tage nach Ihrer Ankunft in Fremont gestorben. DenRückweg von Kalifornien nach Ohiomachteich über das Meer (by water). Ich querte Pananama an der Stelle, wo jetzt der Panamakanal situiert ist. (1864 waren dort noch Urwald und Sümpfe.) Den Winter von 1864 auf 1865 wohnte ich mit Vater, Brüdern und Schwestern in Rice Township auf der Farm, wo mein Bruder Leonhard nochjetzt lebt. Im Frühling 1865 zog ich wieder westwärts nach Iowa. Ich arbeitete dort für die Eisenbahngesellschaft. Als Heizer auf einer BauLokomotive verdiente ich zwei Dollar pro Tag. Wäre ich jünger gewesen, so hätte ich das Eisenbahnergeschäft gelernt. Aber ich war schon in meinem dreißigsten Jahr, zu alt um noch eine Ausbildung als Eisenbahningenieur zu beginnen. Damals mußten alle noch als Heizer anfangen! Zu Winteranfang 1865/66 kam ich wieder heim. Am 22. Oktober 1866 wurde ich mit Mary Ann Reineck getraut. Für ein Jahr ließ ich mich in Fremont nieder. Dann kaufte ich sechs Acres Boden in Flat Brush, eine Meile westwärts von der Stadt Fremont. Darauf stellte ich ein Haus und machte es für 45 Jahre zu meinem Heim. Meine Frau wurde Mutter von zwölf Kindern. Eines starb im Alter von neun Wochen, die anderen erzogen wir zu Männern und Frauen. Meine liebe Ehefrau starb am 24. April 1908. Sie war mehr als fünf Jahre lang krank und von Schmerzen geplagt gewesen. Meine Töchter und ich haben uns sehr um Ma bemüht. Alles, was man für einen Kranken tun kann, wurde für sie getan. Nachdem ich geheiratet hatte und in die Stadt gezogen war, suchte ich in der Zimmermannswerkstätte John Stierwalt Arbeit. 27 Jahre lang war ich dort beschäftigt. Dann zog sich Mr. Stierwalt vom Zimmermannsgeschäft zurück und ich übernahm es bis zum Tod meiner lieben Frau. Nach ihrem Tod lebten meine jüngeren Kinder und ich weiter in 28 unserem alten Heim in Ballville Township zusammen, bis vor einem Jahr im Juli 1914. Dann verkaufte ich unser altes Haus an R.W. Jackson. Seither wohnen meine Jüngste Tochter Mary und ich in Fremont. So weit die Chronik. Gebhard Schneider zählt dann noch Namen und Daten seiner zwölf Kinder auf. Fast alle tragen Namen aus der alten Heimat Rickenbach, nur wenige sind amerikanisiert: Balbina, John Martin, Frank Joseph, Mary Josephine, Eleanor, Gephart, Ida Rose, Wilhelm, Johanna Adeline, Bernhard, Ann Mary und Roman Isidor. Aus ihrem Schneider-Namen wurde aber schnell das amerikanische Sneider. Von Heimweh geplagt kamen zwei von Martin Schneiders Kindern 1908 als alte Leute nach Rickenbach auf Besuch. Der 1836 an der Kellastraße geborene Gebhard hatte es um diese Zeit also zum selbständigen Zimmermann in Fremont gebracht. Sein 1878 dort geborener Sohn «Gephart» wurde ein leitender Gemeindebeamter der Stadt. 1906 wurde der Enkel Walter Johann geboren. Nach einer guten Ausbildung unterrichtete er als Professor am Katholischen Gymnasium Fremont Chemie und Physik. Der Aufstieg der Familie hielt an. Alle vier Urenkel machten Karriere: Patricia (1933) als Hausfrau und Mutter mit ihrem Gatten, der in einem Industriebetrieb in Ohio in leitender Stellung tätig ist Richard George Sneider (1934-74) als Geophysiker in Fort Collins James Roman Sneider (1936) als Rechtsanwalt in Chicago Dr. Thomas Sneider (1938) als Professor für Molekularbiologie. Er arbeitet als Krebsforscher an der Universität Fort Collins in Colorado. 1983 hat er anläßlich einer Gast-Vorlesung in Zürich sein Heimatdorf Wolfurt besucht und später vom Schicksal seiner Familie berichtet. Nur wenigen Auswanderern war im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Reichtum beschieden, doch mancher brachte es mit Fleiß und Ausdauer zu bescheidenem Wohlstand. Ganz wenige kehrten an ihrem Lebensabend in das «Old Country» am Steußberg zurück. Allzuviele sind verschollen. Wie dankbar müssen wir sein, wenn uns und unseren Kindern das ungewisse Schicksal in der Fremde erspart bleibt! 29 Siegfried Heim Die Besitzer und ihre Kennzeichen: 6 Lastautos: W-II-651 W-II-652 W-II-653 W-II-654 W-II-655 W-II-656 Zuppinger J. W. Gebrüder Gunz Gmeiner Fidel Rädler August Haltmeyer Josef Festini Josef AUTOS! AUTOS! Die ersten Autos, die sich um die Jahrhundertwende im Lande sehen und auch hören ließen, wurden von der Dorfjugend und den Erwachsenen gleichermaßen bestaunt. Der Wolfurter Lehrer Wendelin Rädler hatte noch 1898 eine «Tram» von Kennelbach über Dornbirn und Lustenau nach Altstätten projektiert. Als aber schon das erste Teilstück Dornbirn—Lustenau mit Defizit fuhr, holte er Offerte für einen Omnibus ein. Von den «Fahrradwerken Bilgeri und Wurzer» in Hörbranz erhielt er am 29. Dezember 1900 ein Angebot: «Auf die zwischen Ihnen und unserem Herrn Bilgeri gehabte Unterredung Bezug nehmend, erlauben wir uns, Ihnen folgende Offerte zu machen: Einen Motor-Omnibus für 14 Personen offerieren wir Ihnen zu Gulden 5.500,— Netto. Derselbe besitzt 3 Geschwindigkeiten von 6, 10 und 18 Kilometer und einen Rücklauf; auf Wunsch kann der Wagen auch mit anderen Geschwindigkeiten ausgeführt werden. Der Wagen ist vollständig geschlossen. Der Motor wird mit Benzin betrieben und ist der Benzinverbrauch ca 16 Kilo per Kilometer, 1 Kilo steuerfreies Benzin kostet 12 bis 25 Kreuzer, so daß der Benzinverbrauch per Kilometer 4 bis 5 Kreuzer beträgt. Zu weiteren wünschenswerthen Mittheilungen erklären wir uns jederzeit bereit und zeichnen hochachtend Bilgeri, Wurzer und Co.» Das Geschäft kam nicht zustande. Erst 1925 fuhr der erste Omnibus durch Wolfurt. Das erste «Luxusauto» hatte Jungfrau Franziska Dür in der Bütze (in König Alberts Haus) schon 1907 besessen. 1908 schafften die Gunzbrüder in der Mühle das erste Motorrad an. Nach der Unterbrechung durch den ersten Weltkrieg hielt die Motorisierung schnell Einzug. Das VATC-Verzeichnis vom 15. November 1925 nennt für Wolfurt bereits 26 Kraftfahrzeuge (für Lauterach 12, für Hard 27, für Schwarzach 13, für Bildstein 1, für Buch 0; für ganz Vorarlberg 919). 30 (also zwei Müller, ein Fergger, ein Zementer und zwei Weinhändler) 6 Personenautos: W-II-491 W-II-492 W-II-494 W-II-495 W-II-496 W-II-497 Haltmeyer Johann Zuppinger J.W. Gunz Gebrüder Bohle Paul Schwarz Paul Doppelmayr Emil (da waren also auch Klöppler und Schlosser dabei, aber der Doktor noch nicht) 14 Motorräder: W-II-111 W-II-113 W-II-114 W-II-115 W-II-116 W-II-117 W-II-118 W-II-119 W-II-120 W-II-121 W-II-216 W-II-217 W-II-218 W-II-219 Schwerzler Joh. Georg Flatz Josef Gmeiner Fidel Gmeiner Josef Gebrüder Gunz Zuppinger Max Müller August Weber Alois Gmeiner Gottlieb Gasser Anton Fischer Johann Fischer J.A. Rohner Franz Schneider Ernst (da tummelten sich jetzt auch begeisterte Jungmänner) W-II bedeutet Land Vorarlberg, Bezirk Bregenz (Tirol fuhr mit E, Salzburg mit D, Wien mit A . . . ) 31 Darüber hinaus gab es schon seit 1909 das große A für Österreich neben dem D für Deutschland und dem CH für die Schweiz. Seit 1908 gab es auch schon 4 (vier! nicht mehr) Verkehrszeichen, damals noch weiß auf blauem Grund: Wassergraben, Kurve, Kreuzung, Eisenbahn. Während man in Vorarlberg 1925 bereits wie in Deutschland und der Schweiz rechts fahren und links überholen mußte, galt für Tirol bis Wien noch wie in England, Italien und Ungarn die Links-Fahrordnung mit rechts überholen. Damals kam nur höchst selten ein Tiroler oder Wiener über die geschotterten Arlberg-Serpentinen. Dabei mußte er sich auf rechts umstellen. Durch Verordnung des Landeshauptmanns waren auch die Höchstgeschwindigkeiten festgelegt worden. Sie betrugen im Jahre 1925: innerorts 25 Kilometer pro Stunde, von Mai bis September an Sonntagen aber nur 20 Kilometer! Außerorts 50 Kilometer pro Stunde, an Sommersonntagen aber nur 40 Kilometer. Seither mußten viele 1000 junge Schnellfahrer auf den Straßen sterben. Da und dort hat man wieder die Geschwindigkeit von 1925 vor Augen. Damals traf es aber auf 439 Österreicher erst ein Kraftfahrzeug! Das änderte sich nun schnell. Nach dem VATC-Buch von 1937 war die Zahl der Kraftfahrzeuge in Vorarlberg binnen zwölf Jahren von 919 auf 3395 geklettert. In Wolfurt gab es jetzt schon 39 Motorräder und 21 Autos, 10 davon waren Lastautos. Noch immer führten sie das Vorarlberger W auf der Nummerntafel, im Bezirk Bregenz mit Nummern von 5001 bis 7000. Die Autobesitzer von 1937 waren: 5176 5179 5218 5219 5223 5230 5243 5248 5264 5265 Bohle Konrad Klocker Eugen Haltmeyer Johann Sennerei Hub Doppelmayer Emil Festini Josef Gmeiner Fidel Gunz Gebrüder Roth Katharina Zuppinger Walter 5288 5289 5317 5320 5409 5413 5415 5421 5463 5545 5593 Rädler August Rädler August Schelling Josef Haltmayer J. Gunz Alfons Bohle Konrad Rädler August Rist Mathias Fischer Johannes Thaler Ernst Dr. Eugen Lecher Gottt sei Dank! zuletzt konnte sich nun doch auch noch der Gemeindearzt ein Auto leisten. Unter seinem rührigen Präsidenten Emil Doppelmayer hatte der VATC mitgeholfen, die Kraftfahrzeuggesetze völlig umzukrempeln. Man brauchte jetzt einen Führerschein. Statt 4 gab es nun 40 Verkehrszeichen, von denen die meisten heute noch gelten. Tirol und Kärnten hatten wie Italien auf Rechts-Fahrordnung umgestellt, während man von Salzburg bis Wien auch 1937 noch links fahren mußte. Un die Höchstgeschwindigkeit? Innerorts war sie trotz der schlechten Straßen auf 40 km/h erhöht worden, auf Freilandstraßen war jede Beschränkung gefallen. Der Straßentod hatte sich auch bereits seine ersten Opfer geholt. 32 33 Aus der Chronik des Engelbert Köb (Maler in Wolfurt, gestorben 1915) Um die Jahrhundertwende gehörte «Lehrers» Engelbert zu den führenden Köpfen in Wolfurt, der als Gemeinderat maßgeblich beim Bau der Achbrücke und bei der Einführung des elektrischen Stroms beteiligt war. Für seine Familie baute er 1907 die «Villa Lugaus» oberhalb des Dorfplatzes. Als Maler und Fotograf hinterließ er uns wertvolle Bilder. Die Chronik, die sein Sohn Hubert und seine Schwiegertochter Antoinette für uns bewahrt haben, ist ein kostbares Zeitdokument. Hier ein paar Auszüge daraus als Kostprobe für einen im Herbst geplanten Vortrag: 1898. Die erste Schifflimaschine hält in Wolfurt ihren Einzug. Mein Bruder Josef Anton («Lehrers Seppatone») und sein Schwager Martin Bildstein waren die ersten, diees wagten. Da auch in der näheren Umgebung noch keine «Schnell-Läufer» waren, so stutzte man anfangs undprofezeite den beiden nichts Gutes. Zum Betriebe verwenden sie einen Benzinmotor. 1900,26. April. Electrische Kraft und Licht werden von Albert Loacker in die Gemeinde eingeführt. Da sich «&#39;s Electrische» zum Betriebe der Schifflimaschine bedeutend günstiger stellt als ein Benzin Motor, und als die Leute sahen, daß es den ersten Schifflistickern gut ging, so steckt einer den anderen an und alles wurde vom Maschinenfieber erfaßt. Handwerker, Wirthe, Krämer, Fabrikler und Bauern schafften sich solche «Frankenmühlen» an. In mancher Stickerei wird Tag und Nacht gearbeitet, denn die «Ratten» sind sehr gefräßige Viecher. Man hatte bald zu wenig Leute um die Maschinen zu bedienen, so daß einer dem anderen das Personal weg nahm, indem man ihnen höheren Lohn versprach. Die alte biedere Handmaschine wird mit Verachtung zum Lokal hinausgeworfen und den Bauleuten blüht der Weizen wie nie zuvor. 1901. Volkszählung, die heuer durchgeführte Volkszählung ergab 2070 Einwohner. Davon sind 984 männliche, 1086 weibliche Personen. Italienisch sprechende: 239. 1906. Ein hier wohnender Lustenauer hat von Lustenau, wo er zu Besuch war, die Blatternkrankheit (Pocken) eingeschleppt. Das betreffende Haus im Strohdorf, wo er wohnt, wurde polizeilich gesperrt und eine Gendarmeriewache davor gestellt. Diese Krankheit trafgerade im Fasching bei uns ein, deßwegen durfte kein Ball und auch sonst keine Versammlung abgehalten werden. 34 1907. In diesem Winter fiel ungewöhnlich viel Schnee. Anfangs Dezember hats angefangen zu schneien, und sozusagen immer geschneit bis Ende Februar. Einige Stadeldächer, die gerade nicht mehr zu den besten gehörten, wurden eingedrückt. 1907. Während dem «Rorate» wurde im Pfarrhof hier eingebrochen. Alle Kästen und Schubladen waren aufgerissen und alles durchwühlt. Der Dieb scheint es noch eilig gehabt zu haben, denn auf Pfarrers Bett ließ er sein Handwerkszeug liegen, nämlich eine Axt und ein Zabin. 1907. In Wolfurt wüthet gegenwärtig das Schifflimaschinenfieber. Man konnte 50 bis 100 Franken und mehr täglich verdienen. Es ist ein Leben wie nie zuvor. Es entstanden 23 Neubauten und zwar: 3 Villen, 7 Wohnhäuser, das übrige waren Sticklokale. — Im Gemeindeamte erfolgten 450 Fremden-Anmeldungen. 1907. Die Zentralheizung wird im Schulhause eingerichtet. Die alten Zilinder Öfen werden hinausgeworfen. Die Kosten betragen 4200 Kronen. Es dürften im «Ländle» noch wenig Schulen sein, die diese Heizung schon haben. 1908. Die Herrlichkeit mit der Schifflistickerei hat plötzlich ein Ende genommen. Die Stickerei hat unserem Dorf gerade keinen großen Nutzen gebracht. In den «fetten Jahren» fiel es keinem Jungen mehr ein, ein Handwerk zu lernen, und mancher Handwerker, Meister und Gesellen, verließen das Handwerk, um den silbernen Boden der Stickerei zu betreten. 1908, 9. November. «Stellwagenfahrt». Der Wirt zur Wälderbahn dahier hat heute eine Stellwagenfahrt zwischen Kennelbach—Wolfurt—Dornbirn eröffnet. Doch diese Fahrten fielen kläglich genug aus. Der Fuhrmann und sein Klepper waren gewöhnlich die einzigen, die die Tour machten. Wer heute noch «einen» gesunden Fuß hat, fahrt mit seinem Rad. 1909, Der alte Lenz fabriziert auch noch «Linnen» auf seinem hölzernen Webstuhl. Es dürfte dies noch der einzige Leinenweber sein, der weit und breit zu finden ist. In meinen ersten Schuljahren standen fast in jedem Hause einer oder mehrere solcher Webstühle. 1910, 29. Mai. «Altfrohnleichnam». Während bei der Prozession das vierte Evangelium auf dem Kirchhof gelesen wurde, explodierte beim Pfarrhofdroben ein Pöller. Ein über zwei Kilo schweres Stück Eisen flog herunter und fiel mitten unter die Menge, ohne glücklicherweisejemanden zu verletzen. Statt dieser alten Pumberer hat die Gemeinde jetzt eine Pöllerkanone gekauft. 35 1910, IL—13. Juni. In Wassernöthen. In folge anhaltendem Regen wurde Vorarlberg, besonders einzelne Orte wie Montafon und Feldkirch, von großen Überschwemmungen betroffen. Im Montafon wurden viele Geschäfte weg geschwemmt. In Feldkirch staute sich dieIllderart, daß das Wasser in der Vorstadt bis zu 5 Metern an den Häusern hinaufreichte. Die Leute mußten mit Gondeln aus den Häusern gerettet werden. Aber auch die Bregenzerach hatte eine Höhe erreicht, wie man sich dessen nie erinnern konnte. Dazu war sie noch angefüllt mit Gebüsch, Wildholz, Brettern, Stiegen, Fenstern und allerlei Geräthe schwamm daher. Auf der neuen Brücke Wolfurt-Kennelbach standen viele Leute und schauten dem wilden Treiben zu. Plötzlich hieß es: Die obere Brücke kommt! Wirklich hat es den dritten Theil der Fabrickbrücke in der Mitte weggerissen und schwamm dieses Stück mit Boden und Seitenwänden wie ein Schiff daher. Aber wie es näher kam, sah man mit Entsetzen, daß aufdiesen Trümmern sich ein Mann befand, der ganz verzweifelt mit den Händen ringend um Hilfe bat. Es war der allen bekannte Jos. Karg von Kennelbach, 50 Jahre alt. Es war selbstverständlich unmöglich, ihm irgendwie zu Hilfe zu kommen. Denn es war keine Stange und kein Seil zur Hand. Der eben auf der Brücke anwesende Wolfurter Pfarrer erteilte ihm noch die Absolution. Karg getraute sich nicht, sein gefährliches Fahrzeug zu verlassen — vielleicht konnte er nicht schwimmen — und so fuhr er schnell abwärts der Lauteracher Brücke zu. Auch hier hatte Karg wieder viele Zuschauer, und auch diese konnten ihm nicht helfen. Bei beiden Brücken, die Karg passierte, lief er Gefahr, erdrückt zu werden, da das Wasser so hoch ging, daß er stehend kaum unter den Brücken durchkam. Karg stand noch immer auf den Trümmern der weggerissenen Brücke und passierte jetzt die Eisenbahnbrücke Lauterach-Rieden. Ein Stück unter dieser Brücke zerschlug sich jetzt das «Fahrzeug» und Karg verschwand in den schmutzigen Wellen. Am andern Tag fand man ihn tod an Steinen und Gebüsch verhängt. Er war ertrunken. Karg hat sein Unglück selbst verschuldet, indem er und sein Freund noch über die Brücke wollten, wo man schon sehen konnte, daß sie alle Augenblicke wegreißen konnte. Der andere, Gregor Karg, konnte sich mit einem Sprung noch früh genug retten. 1911,2. April. Heute 8 Uhr früh, gerade als die Schulkinder aus der Messe kamen, flog «Zeppelin» mit seinem lenkbaren Luftschiff «Schwaben» ganz nahe an der Kirche vorbei. Das war ein Hallo! Zeppelin wurde von hier aus schon oft in den Lüften gesehen, doch hat er heute zum erstenmal «Wolfurter-Luft» befahren. (Aus der Chronik ausgewählt von Siegfried Heim) 36 Frau Brunhilde Eberle sandte uns für die Kinder ein altes Nachtgebet: «Hinat wend mor üs niodorlo. Viorzeh Engol söllond mit üs goh: Zwä ad Kopfnat, zwä ad Fuoßnat, zwä uf di reocht Sitto, zwä uf die lingg Sitto, zwä üs schö leggo, zwä üs guot zuodecko, zwä üs bewahro vor allom U-Glück. Amen!» Siegfried Heim So heo &#39;s i ghört (5) Eosso und Trinko hebt Lib und Seel zämmod. Z Morgo — z Nüne — z Mitag — z Obod — z Nacht Z Morgo an ghöriga Stopfar mit Kafee. Z Nüne a Igsottos-Brot für d Kind, für dio Gwachsno Brot und Käs. Z Mitag (Betonung auf der zweiten Silbe!) a Kichoro-Suppo und Heoff-Küochle mit Holdor-Muos. Zum z-Obodesso nomol a Brot und eobbas zum Trinko: «Most muoß ma geo, Schnaps ka ma geo!» Z Nacht fast jedo-n Obod brotene Bodobiera. Noch om Beott-Lütto schneoll is Bett! Sus holot öü do Buhloma!
  1. wolfurt
  2. imported
Heimat_Wolfurt_...Septe Wolfurt 01.09.1989 19.11.2012, 18:32 Heft 4 Zeitschrift des Heimatkundekreises Sept. 89 KIRCHDORF WOLFURT Ältestes Foto. Der alte Kirchturm war nur 46 m hoch. Links der 1895 abgebrochene Bauernhof Schwerzier, Filitzos. Inhalt: 10. Wolfurter Mundart (Helmut Heim) 11. Kriegsende (Flatz) 12. Pfarrkirche (Heim) Helmut Heim DIE A U T O R E N : Helmut Heim, geb. 1932 in Wolfurt, Schreinermeister. Hubert Flatz, geboren 1921 in Wolfurt, Finanzbeamter. In vielen Vereinen aktiv. Siegfried Heim, geboren 1931 in Wolfurt, Hauptschuldirektor Sammlung mundartlicher Ausdrücke, Reime und Redewendungen aus Wolfurt Die hier aufgezeichnete Mundart will das ehemalige dörfliche Leben unserer Gemeinde aufzeigen und entstammt daher vornehmlich dem bäuerlichen und handwerklichen Alltag. Sehr viele dieser Ausdrücke sind aus dem heutigen Wortschatz bereits verschwunden. Einige sind nicht «ur-wolfurterisch», sondern aus andern Regionen irgendwann zugewandert, wie ja auch früher schon manche Fremdwörter Eingang in unsere Mundart fanden. Trotz etlicher Mängel, so hoffe ich, regt diese Niederschrift einige Leser dazu an, selber im Gedächtnis nach Altem zu graben und auf Papier festzuhalten, um diese Mundartsammlung zu ergänzen und zu bereichern. A abe Berichtigungen Wir korrigieren mit Ihrer Hilfe gerne alle Fehler, die Sie uns nennen. 1. Heimat Wolfurt, Heft 3, Seite 1: Inhalt: 8. Wolfurter Geschlechter (Heim) 2. Wolfurt in alten Bildern, Ausgabe 1981; Bild 25: Gottlieb Böhler berichtigt: Das Fischer-Haus ist nicht 1958, sondern am 18. 3. 1955 abgebrannt. Er hat mit großen Schülern Möbel herausgetragen. 3. Ebendort, Bild 42: Helmut Heim erkannte, daß das Bild aus Königs Album nicht im Unterfeld sein kann. Wer kann es lokalisieren? 4. Ebendort, Bild 55: Theresia Geiger wußte, daß das Bild nicht im Strohdorf, sondern bei Geigers im Röhle aufgenommen wurde. abe aberwendig Aggs abheldig aläg Ale allat allpot allomarsch! ament Ambalascht Angl Herausgeber: Heimatkundekreis Wolfurt Für den Inhalt verantwortlich: Siegfried Heim, Funkenweg 11, 6922 Wolfurt Sau und Repro: Norbert Mayr, 6922 Wolfurt Druck: Adolf Lohs Ges.m.b.H., 6922 Wolfurt - «as abéd»- es wird weniger «ar heat fest gabed» - sein körperliches oder geistiges Befinden hat sich verschlechtert, - «gang abe!» - gehe hinunter! - «aberwendig mache» - jemanden umstimmen, abspenstig machen, auf die Gegenseite bringen - Axt - z. B. Hanglage einer Wiese, schräg - z. B. Hanglage einer Wiese - Liebkosung Wange an Wange - immer - immer wieder, öfters - allowante! - verschwinde! hau ab! - am Ende, vielleicht, «I kumm ament a klä zu dir.» Ich komme auf ein Weilchen zu dir. - Jute - Achse, Zapfen, Bolzen, Türangel, Fischangel, jener Teil des Messers, der im Griff steckt, Angel der Bienen, usw. - Drehpunkt, Zirkelpunkt, Mittelpunkt 1 Angelpunkt arlückele arkulpe Arang Apedengar ästimiire äschbliziire - etwas herausfinden, etwas entdecken - etwas bewältigen, das Letzte an Kraft herausholen, «I heas gad no arkulpet» - Anstoß «Kumm nim an Arang!» - Beginne, fange an, getraue dich! - Himmelschlüssel, Aurikel - etwas schätzen, hochachten - erklären Beare Bämsel belfere bearhäm bearig, bärig Bettbrunzarle Betthäs bizele, biz - Schiebetruhe, «Mistbeare», «Bschüttebeare» - Pinsel - krachen, schießen, Geschützdonner - hinkend, nicht gut zu Fuß, fußmarod - schön, gut - Bettsoachar - Buschwindröschen - Bettwäsche aller Art, nicht Leibwäsche - wenig Bemperlewasser - alkoholfreies Getränk (oft mit Jgsottes zubereitet) B, P bägere barentig parat baschge Balise baff Bare Bändt palästere - bitten, mahnen, auffordern - pur, rein, unverfälscht, «Des ischt doch barentige Essig», sagt, wer sauren Most vorgesetzt bekommt - fertig, bereit - etwas bewältigen - beidseitig geschliffenes Stemmeisen - überrascht - Futtertrog, Turngerät - Band, Türbeschlag, Schöbändt - Scheinband, Kette um Kühe anzubinden - jemanden etwas zu Leide tun, Ausdruck beim «Spatzsecklspiel» (Wenn die Schaufel beim Schlagen den Boden berührt rufen die Mitspieler: «Bode palästeret») - weinen - kleine Verletzung, kleine Wunde - baldigst, «jo beider» - ja gewiß - kleinwüchsiges Tier, Winzling, «Du klenna Beanzgar», sagt man auch zu einem Buben, der wohl vom Wuchs her klein, sonst aber schneidig ist - «a warme, belzbachene Underhose» belzbache leitet sich ab von Barchent. Rauher Barchent, ein Baumwollgewebe, wurde früher oft zu warmer Unterwäsche verarbeitet. Die aufgerauhte Seite hatte eine weiche, pelzoderflaumähnlicheOberfläche Pflädder, Pfläder - Fladen z. B. «Kuhpflädder» pfluddere, pfludderig, Pfluddere - z. B. Verspritzen einer breiigen Masse, Aufkochen einer dicken Suppe usw., schwabbelig - Übername für dicke Frau pfludere - z. B. wenn eine Henne sich den Staub aus den Federn schüttelt, wenn jemand eine «nasse» Aussprache hat, wenn jemand beim Lachen Speisereste von sich gibt - fauchen der Katze; Geräusch, wenn die Luft aus einem Fahrradreifen entweicht, unterdrücktes Lachen, usw. - Pickel, Akne - rechtes Maß «Der kennt koa Pfacht» pfutzge Pfuze Pfacht, Pfarcht pfächte, pfächtle - einschränken, «Di tut ma denn ou no a klä pflichte.» Dir bringt man das rechte Maß schon noch bei. Pfannebreat, Pfannekneacht pfuche pfnitze pfnäschte pfuse pflenne pfundig Pilgere - Brett mit Halterung für den Pfannenstiel um die heiße, rußige Pfanne auf den Tisch zu stellen. - fauchen, apfuche — anfahren, unfreundlich sein - niesen - keuchen, vor Anstrengung schwer atmen - stark winden, stürmen; ruhen, dösen, schlafen - weinen - schön, gut - zahnloser Kiefer 3 belle Bele beider Beanzgar belzbache pfuballe, Pfuballe - Ball spielen, Ball 2 Birling Biestkuche bige, Big - kleiner Heuhaufen, «Schoche» - Auflauf aus Biestmilch (Die Milch einer Kuh gleich nach dem Kalben wird bei mäßiger Wärme zum Gerinnen gebracht) - beigen, «Schitterbig» Bötere böterle Böterlebohrar bögle Botsche, Bötschä Boh Bodebira Beckele Boaz Brüllekalb - binand, benand, - beieinander bejanand bigotr, bigöllar blangere Bläkte Bläktus Blutsugar bloge, Blog Bluascht blose, Blose blug - bei Gott - etwas sehnsüchtig erwarten, «Ma blanger&#39;et uf des erschte Obscht» - Blatt - Schimpfname - Blutegel; Schimpfname für rücksichtslosen Ausbeuter - quälen, Plage - Blütezeit, «d Bluascht» - die Blüten - blasen, Blasinstrument - durchsichtig, dünn; neugeborene Mäuse und Vögel z.B. sind blug, sie haben eine dünne durchsichtige Haut. Blug ist eine frischverheilte Wunde. Blug ist auch jene Stelle an einem Kleidungsstück, die abgewetzt, dünn und durchsichtig ist. - dicke Blutwurst - Blase, «Sublötere», «Soafeblötere», Blase an der Ferse - Einer der sich nicht traut, langweiliger Mensch - weinen, «Si bläget wi a Kälble» - etwas sehnsüchtig erwarten - viel reden, nichts sagen - Schwätzer, dummer Angeber - schwer, «I he ble-iene Füeß» - fallen Kater spielen mit Puppe, Puppe nur sehr, fast, ziemlich Kügelchen des Rosenkranzes oder einer Halskette altes Wort für «kugele» (Kinderspiel) langweiliger Mensch bügeln Hausschuhe, Schimpfname für ungeschickten Menschen, «duat dear aber bötschig» - Heuhahn, Heuboden, Ablage für Brennholz, Zwischenboden in der Tenne - Kartoffeln - Tasse, «a irdes Beckele» - eine Tasse aus Ton - Eifer - sagt man, wenn man jemanden in den April schickt Pritsche, - behelfsmäßiges Bett; Brett mit dem der Mist auf den Wagen pritsche, pritschle glattgeschlagen wurde («Mistpritsche»), schlagen in Wasser, plantschen Brieme bromig, Brom brisele, brisle brocke Broß Brentöwilar Brentöwinar Broatdatschar Brünnerling Prüge, Brüge - Bremsen - rußig, schwarz, Ruß, «Bromiga Fritag» - Band durch Ösen ziehen, (Schuhe, Mieder) «ibrisele, zubrisele», leichter Schneefall «As briselet a klä.» - pflücken - Sprossen der Obstbäume - Apfelsorte - Apfelsorte - Apfelsorte - Ablage, Obst-, Mist-, Holz-, Heuprüge. Das Wort kommt von Prügel, Holzrundling. Eine Lehmgrube (Lacheloh) wurde mit Rundlingen abgedeckt und darauf der Mist gelagert - Mistprüge. Ein Zwischenboden in der Tenne aus Rundhölzern war eine Heuprüge. - Nachtgeschirr aus Holz - Holzkübel - abblättern, z.B. von Mais, Bohnen usw. - weinen - besessen - schlagfertig 5 Blunze Blotere Blöterlar bläge blangere bläfere, läfere Bläferar ble-ie bohle Bole bobbele, Bobbe bos, blos bode bödelet Brunzbrente Brente brätschle briage bseasse bschosse - etwas, z.B. Boden des Korbes mit Äpfel bedeckt 4 bschnotte, gschmotte Bschüttebine Bschüttebeare Bschüttekübel bschüse bsetzt bschlahe, bschlage - knapp, gerade noch, beengt, eingezwängt - zweirädriger Karren mit Holzbehälter für Jauche - einrädriger Karren mit Holzbehälter, «Lägelebeare» - Holzkübel mit langem Stiel - ergiebig sein, «Rogges Brot bschüst besser as Kernes» Schwarzbrot ist ergiebiger als weißes. - fest, dick, mollig - Tätigkeit des Zimmermannes, mit der Axt aus Rundholz Kantholz zu schlagen; des Schmied&#39;s, Pferde, Wagen, Truhen usw. zu beschlagen; des Schuhmachers, Holz- und Ledersohlen der Schuhe mit «Kappenägel» haltbarer und rutschfester zu machen. «An bschlahena Stöa» - ein behauener Stein - Schuhmacherutensil (Eisenfuß auf Holzsockel) - Steinpflaster, Besatz aus Stoff, «Ahbollebsetzä» - Kopfsteinpflaster. «A Hemp falsch bsetze» - war bei einem Hemd der Kragen zerschlissen so wurde manchmal am Hinterteil des Hemdes Stoff weggeschnitten, daraus ein neuer Kragen genäht und das fehlende Hinterteil mit einem oft andersfarbigen Stoff «falsch bsetzt». - klopfen - Kälbchen - Kinderschreck, böser Mann, unfolgsamen Kindern wird mit dem «Bulema» gedroht, der nachts unterwegs ist und schlimme Kinder mitnimmt. - gebundenes Heu wird auf dem Rücken getragen, auch Holz und anderes, von bürden, aufbürden. - weitausholende, lange Schritte - Konfetti, Abfall der Punschmaschine - reichen - gebündeltes Brennholz - Gestell auf dem die Buschein gebündelt, gepresst und gebunden werden Bündt Bühle pumpelusisch Butzge butznersch Budl Putsch Pulge Butte Butterfaß Buhlade Buttermodi - Wiese beim Haus - Beule - Sprache die man nicht verstehen kann, Kauderwelsch - kleiner Apfel, Rest eines gegessenen Apfels - total verrückt - kl. Flasche, Maß, «Milchbudl», «Schnapsbudl» - Tonflasche mit Henkel - kl. Holzfäßchenetwa 3 bis 5 Liter, Transport und Trinkgefäß - Transportgefäß mit Schulterriemen, ursprünglich aus Holz, «Milchbutte», «Schmalzbutte» - Holzfaß, das um eine Achse gedreht wird, um Butter zu schlagen, Rührkübel. - Bauchladen der Hausierer, aus Holz Budille, Budelle - Bauchflasche Bschlahfuaß Bsetzä - bsetze pumpere Busele Bulema - Holzform, Maß um den geschlagenen Butter die richtige Form und Größe zu geben. «D Buttermodi» war meist aus einem Stück weißem Ahornholz geschnitzt u. manchmal mit einer eingeschnittenen Blume verziert, welche sich dann auf dem «Butterstöckle» erhaben darstellte. Buchtel, Wuchtel - Mehlspeise büaze - ausbessern, flicken, reparieren, stopfen von Kleidern, Wäsche, Zäunen, Werkzeugen usw. Burde Buacharschriat Punschbolle büte Buschela Buschelebock D,T dante, dantig, Dantar dämpfig dasig DächlemacharTatsch, Tatsch, Tatsche tätschle - langsam sein, unentschlossen sein, von tändeln träse, träße, Träß - schimpfen, jammern, stets nörgelnde Frau - «a dämpfigs Roß» - Asthma beim Pferd - trübes Wetter, getrübte Stimmung; leichtes Unwohlsein Regenschirmflicker - Schlag, Knall, Blitz, etwas Zerdrücktes - leicht schlagen, Art von Liebkosung 7 Buaschtschüppe - Büschel harten Grases, welche von den Kühen verschmäht werden 6 dengele, Dengelstö, Dengelhammer, Dangel -Die Sense wird auf dem «Dengelstö» dünn gehämmert. Der dünngeschlagene Teil der Sense Daffatöpfel deare - Apfelsorte - dörren, Dörrobst. Äpfel wurden geschält, in Scheiben geschnitten, auf Schnüre aufgefädelt und außen an der Hauswand wie Girlanden unter die Fenster gehängt und von Sonne und Wind getrocknet. Birnen hingegen wurden meist in Blechen auf dem Holzherd oder Kachelofen gedörrt - nicht dauerhafte, nicht ernstzunehmende Liebschaft - Wagendeichsel - Gerede, Gejammer, viel Aufhebens um nichts - schleichen - Gerede, durcheinanderreden - Kauz, Eule - donnern, Donner - unschlüssig sein - nichtssagender Geschmack bei Speisen. Ein Bild, eine Tapete kann auch dötrlos sein, farblos, langweilig, nichtssagend - Maulwurfsgrille - gut gedeihen bei Kindern und Tieren; «übeltröijig» - schlecht gedeihend - Speichel oder Speisen aus dem Mund rinnen, Kinderlatz; Schimpfname - Birnensorte - Tannenreisig - Geselchtes - Delle, Vertiefung, Rabenvogel - Fuß verschiedener Tiere z.B. «Hennetöpe», Katzetöple» usw. - Tintenklecks Dolder Docke toag trätze Trucke - Baumwipfel - Puppe aus Holz; Fußteil einer Bank, Konsole - Birne die abgelagert, weich und innen braun ist, zu unterscheiden von «mahr» - reizen - Truhe, Trog, Kiste, Behälter, Schimpfname. «Kiestrucke», «Gschiertrückle» - Werkzeugkiste, «Katzetrückle», «Kästrucke», «Spöütztrückle», «Kudrtrückle». - sehr einfältiges, gutmütiges Weibsbild - Truhe - von trügen, «an trogena Ma» - man sieht es ihm nicht an - Trog «Sutrügel» - Schimpfname - Trichter aus Holz oder Metall - Presse für Obst und Wein - Bahre, «Mistträge», mit ihr wurde der Mist auf dem Acker verteilt. schwindeln, schwindlig - erster Brand beim Schnapsbrennen, trübe, unsauber die kleine Trommel schlagen Trommel träumen, Traum Balken drehen Techtelmechtel Diggsl Termäne diche Dischkurs, dischgeriire Totevogel, Dotevogl dore, Dörar dötterle dötrlos Trodel Trog troge Trügel Trachtar Torkel Träge trümmle, trümmlig Trub trümmele Trummekübel tröme, Tröm Tröme dreie trole, Trölar drülle, Drülle Drüllebubbar trödle, Trödlar Tresterkäsle trostle drin Drohscht, drohschtig Trumm demol, a demmol - dieses Mal, vor etlichen Tagen, kürzlich, letzthin Dorle tröije triele, Trielar Döübela Dohs Diges Dohle Tope, Töple Tolgge 8 - rollen, kurzes Rundholz drehen, Wirbel im Wasser Spielzeugkreisel, Bezeichnung für kleinen Buben ohne Eile sein, langsamer Mensch; Händler Obsttrester in eine Form gepresst und getrocknet (Brennmaterial) - ohne weiteres, getrost, «red trostle lut, si hört koan Tun.» - aufgeregt sein, «I bi iez ghörig drin gsi» - Schwüle, schwül - Stück 9 trümsle, Trümslar tschare Tschügge Tschole Tüchl - langsam sein, etwas einfältiger, langsamer Mensch - kaputt - Schimpfname - gutmütiger, friedfertiger, manchmal etwas einfältiger Mensch - Holzrohre. Die alten Wasserleitungen von den Quellfassungen («Brunnestube») zu den Laufbrunnen waren alle aus durchbohrten Holzstangen gefertigt. - Werkzeug, Berufsstand Hochgewachsene Stangen der Weißtanne wurden mit einem langen Bohrer durchbohrt. Die Rundlinge wurden von beiden Enden her angebohrt. Leicht gebogene Stangen wurden während des Bohrens gerade gespannt. Es war eine sehr anstrengende, schweißtreibende Tätigkeit, deshalb ist heute noch die Redewendung erhalten: «Ar suft wi an Tüchlbohrar.» - Mais, wurde früher auch «Welschekorn» oder «Türkewoaze» genannt - Apfelsorte mit besonders großen Früchten - Teil des Faßes «A Tuge abesufe» - getrocknete Torfschollen, Brennmaterial - Übername der Lauteracher - stottern - Donnerstag - stoßen von Schafen oder Ziegen «Böckle, böckle, tütsch» E eapamöl eapas eadde, Eadd eere Eappr Eggoaß Engera - manchmal - etwas - jäten, Unkraut - pflügen - Erdbeeren - Eidechse - Engerlinge Tschick, tschick - Stück Kautabak; müde, erschöpft Tüchlbohrar F,V Fas Fasnat Falott - abgeschrägte Kante - Fasching - Nichtsnutz, Spitzbube Türke Türkeöpfel Tuge, Duge Turbe Türbelar dudere Dunnschtag tütsche Vatterunsarhals - Sunntagshals - Luftröhre «As ischt mr in Vatterunsarhals ku», sagt man, wenn man sich verschluckt hat feand, feandrig fendere, Fenderar Feal Fealbar fitze, Fitz foppe, Foppar Vorstehar Fleaka Flegel Fotogen flöüze, Flöüzar Flöüzarhoke flacke - voriges Jahr, letztjährig - herumlungern, umherziehende Nachtbuben - Wunde - Weide - schlagen, Peitschenschlag, Blitz - hänseln; lästiger, andere ausspottender Mensch - Bürgermeister - etwa 6 cm dicke Bohlen. Aus ihnen fertigte man gespundete Wände und Decken - Dreschwerkzeug, Schimpfname - Petroleum - flößen, Holz triften, Brennholz fischen, Berufsstand - Flößerhaken - liegen 11 Türkische Musig - ehemalige Musikkapelle in Wolfurt 10 Fläre fludere Flause frötzle fräggele freze frette, Gfrett Friedhofsjodlar Fratz Firggar Firgge firgge Fise Függe vrdimmet vrdwire vrhe-ie vrplempere vrquante vrrumpfele vrbudle vrsufe vrschustere vrdrüllet vrdatteret vrdruckt vrseckle vrschosse vrpfife 12 - Wunde, Schürfwunde - flattern - Hirngespinnst, Ohrfeige - reizen - entfernen der Baumrinde kleinweise mit Beil - abweiden des Grases durch Vieh - rackern, mühen, Plage - starker Husten - freches Kind - Ausguß, Abwasch, Waschbecken, in der Stickerei Mittelsmann zwischen Fabrikanten und Heimarbeiter - beim Mühlespiel eine Doppelmühle - scheuern, aufscheuern, sich wehtun «d Schuh heat mi gfirrget» - Bezeichnung für Rothaarigen «du rota Fise» - Bezeichnung für Rothaarigen - vermodert, verschimmelt, z.B. Stockflecken in Wäsche durch feuchten Aufbewahrungsort - verirren, sowohl räumlich als auch geistig nicht orientiert - kaputtmachen - vergeuden - versorgen, verräumen - zerknittern - zerknittern von Papier - ertrinken, versaufen z.B Geld - verpfuschen, nicht zum Vorteil veräußern, verkaufen - verdreht - erschreckt, in Verlegenheit sein - hinterhältig - jemanden zum Besten halten - verliebt sein, gebleichte Farben, erschossen - verraten vrpfifebüxle vrluse, vrdluse vrbutze vrsohle vrgitzle Fürfeall fuxe fürbe, Fürbat ful Fulfieber Funzl Füdletasse Füdlar Füdle fudig fuhre, fuhrig Furgge - verspekulieren - auslesen, sortieren - verputzen von Mauerwerk; Geld verjubeln; jemanden nicht leiden können - «Dean kane nit vrbutze» - schlagen, züchtigen, «sFüdle vrsohle» - verzweifeln - Lederschürze - jemanden ärgern, «as juxet mi» - nichts gelingt mir - kehren, Kehricht - faul, müde - vorgetäuschte Krankheit, Ausrede um länger als üblich schlafen zu können, übergroße Müdigkeit - Petroleumlicht, Schimpfname - Nachtgeschirr - Kinderschlitten - Hinterteil bei Mensch und Tier; Öse einer Nadel; unteres Ende eines Baumstammes - «fudig to» - jemanden reizen, spöttisch - fette Speisen «führend». Sie «tond zu». - Mistgabel G gäge, umgäge, gägig Gägarle gazge gad nö gaffe Galoscha Gade galt, Galtveah Gaude gänge - fallen, umfallen, «a gägigs Fuder» - einseitig geladenes Heufuder, das jeden Augenblick umfallen kann - kleiner Mann der unsicher auf den Füßen steht - gackern, weinen - gerade noch - starren; zuschauen, wo man wegschauen sollte - alte ausgetretene Schuhe, Gummiüberschuhe - Elternschlafzimmer - milchlos - Lustbarkeit - stechen der Wespen und Bienen - von geangelt 13 gängig galle - gutgehend - Obst einsammeln nach dem Gallustag. Mit dem Spruch: «Galletag ischt gsi, was ifindghörtmi!.»zogen die Kinder, mit einem Sack und einem Stecken, durch die Felder und nahmen alles Obst, das noch auf den Bäumen hing und darunterlag mit nach Hause. Der Brauch verschwand bei uns während des zweiten Weltkrieges. - Schlagmesser mit gebogener Spitze - gestern - kl. Schuppen oder Anbau an Scheune - Bottich, «Wöschgelte» - mögen wollen, «I gear hüt gär nidd schaffe» - flaches Holzgefäß um die Milch zu entrahmen - bei gutem Humor z.B. - richtig, recht, viel, «as heat ghörig gschne-it», « as göht ghörig» - geheuer, nicht geheuer - böse, zornig, geizig, Zorn, Geiz, «is Alter waggst nüt meh, as d Negel und de Gitt» - Mitesser - geizig, Geiz - Geißlein - Ziegenkot Früher rieben sich die Kinder den Zeigefinger der einen Hand, am Zeigefinger der anderen und riefen: «Gizgägele, ätsch,» um andere Kinder zu ärgern. Das nannten sie: «Usgiggsle» - Hahn - knarren des Fußbodens, der Türe usw., «giire mit d Zähne» - schlagen mit dem Fuß - «I giab dr an Gingg» Glufe glongge Glonggar, Glöngge Glanet Gloach gmo Gmoand gmoant, gwähnt Gmüdr, Gmütsch gmüatle gmach gnot, d gnote Weag gnu,gnug Goub, Gob, Göble Goasl Goldgranätlar göüple go, gang - Nadel, «igluß» - einfädeln. Wenn ein älteres Mädchen einen Partner findet heißt es: «Iez ischt si doch no z glußt ku» - hin-und herschwingen - etwas Hängendes das baumelt oder schwingt z.B. «Ohreglonggar», Glockeglonggar» usw.; Schimpfname - Klarinette Glied einer Kette bescheiden, leutselig, nicht eingebildet Gemeinde geglaubt, gemeint Abfall beim Holzhacken Gettar gestet Gentar Gelte geare Gebse ghumöhrt ghörig ghürle, ughürle gittig, Gitt Gittwurm gizig, Giz Gizile Gizgägele, Giggsgägile Giggelar giire gingge gigampfe - gemächlich, gemütlich - gemächlich - schnell - genug - Kind, kleines Kind - Peitsche - Apfelsorte - balgen, spielen, Kinder, junge Katzen und Verliebte «göüplend mitanand» - gehen, gehe - schauckeln auf einem Brett, welches in der Mitte auf einem Lagerbock aufliegt, z.B. giiße - schreien, laut weinen, kreischen glumpig, Glump - schlecht, schlechte Ware glese - gläsern, «an glesena Krug», aus Glas glasig glare glotze glei gli - glänzend, leuchtend, «glasige Ouge starren starren sofort, gleich, «i kumm glei» egal, gleich, «as ischt mr gli» goaste, Goast Göppel - spuken, geistern, Gespenst - Antriebsgerät mit Übersetzung, (Getriebe) bei dem mittels Pferde- oder Menschenkraft, Maschinen angetrieben wurden. Als das Fahrrad aufkam, wurde es seiner Übersetzung wegen, oft auch «Göppel» bezeichnet. Wird heute meist abwertend für ältere Fahrräder gebraucht. - bedeutet etwa Gehege, Bezirk, «Deam bin i is Göü ku» heißt die Kreise eines andern zu stören. - Haus hüten, während einer Beerdigung z. B. kommt eine Nachbarsfrau «ga gome.» 15 gosche, Gosche - schimpfen, derber Ausdruck für Mund Göü gome 14 Gogummere - Gurke Grüsch gschwunde Gspane Gspusi gstumpet Gschwear schnudere, Schnuderar Gschnüder Gschtrüch, Gschrücht gschmotte, bschnotte gspriggelet gstearr Gsüff Gschlüder, gschlüdrig gschniglet Gschier Gsims Gsod Gsodstuhl gspundet gstemmt gschutzt gstäht gugge güggle Guggar Guggarklee Guggähne - Kleie, Viehfutter - ohnmächtig - Begleiter, Gefährte heimliche Liebschaft kurz, klein Geschwür, «i hea a Zagschwear» Rotznase hochziehen, Schimpfname golgge, Golggar - schwappen, «d Milch golgget i dr Butte» Pumpbrunnen gozig goazge gülde goldig gottsjömmerle toa grötig gragöle grütschle, Grütschlat Gräms Grotseage Grabe grizgrame - einzig, von Gotteinzig - Geräusch, wenn man sich z.B. verschluckt hat oder, wenn jemand nahe dem Ersticken ist. - golden, aus Gold «a güldes Krüzle» - lieb, süß, gut «a goldigs Humörle» - zum Erbarmen jammern - schlechtgelaunt - lärmen - schaukeln, Schauckel - Rahmen, Türrahmen, profilierte Kassettendecken, usw. wurden als Gräms (Gerahmtes) bezeichnet - Gratsäge - altes Wort für Spaten; Wassergerinne, Bach - knirschen mit den Zähnen, von griesgrämig - Katarrh, Rotznase - Katarrh - siehe bschnotte - gesprenkelt - steif - schlechtes Getränk - Schneematch, «legg hohe Schuh a, as ischt hütt gschlüdrig dußa.» - sauber hergerichtet, «si ischt gschniglet und kamplet» - Werkzeug, Kochgeschirr, Kuhgeschirr usw., «Gschierlumpe» - Gesimse, «Gsimshobel» - kurz geschnittenes Heu - Handgerät bei dem mittels eines Stanzmessers Heu kurz geschnitten wurde - Holzverband - Holzverband - schnell, ohne Überlegung, ungeschickt - gemächlich schauen im geheimen schauen Kuckuck, «d Guggar soll di hole» Sauerklee Urgroßvater Gsottes, Igsottes - Gesottenes, Eingesottenes (Marmelade) grenne, Grenne - Gesicht verziehen, Grimasse schneiden, «grenne, grenne, tuat nit weh, wer grennet der heat Lüs und Flöh.» grüscht grea gröte Greular gruabe Grüba gruste, kruste Graffl Gramure Grampe grampe - fertig, hergerichtet, von gerüstet - fertig, erledigt, gerichtet, angerichtet - gelingen, geraten - trüber Most mit Grauschimmer ruhen «gruabe git gut Buabe» Grammeln stöbern, suchen Plunder Durcheinander Pickel, schlechtes Pferd Arbeit mit dem Pickel, heute noch manchmal gebräuchlich für die Tätigkeit der Bahnarbeiter beim Geleisebau. Grabehoue 16 - Werkzeug um Riedgräben zu öffnen 17 Guggöre - von guggen - schauen und Öhr-Öffnung bedeutet Ausguck, oberstes Giebelloch unter dem First. Wenn Buben eine Hütte bauen, die windschief und wackelig ist, sagt man heute noch: «Do machend ir aber a ghörige Guggöre.» Wird auch verwendet für sinnloses, unüberlegtes Aufeinanderstapeln von Dingen. - Kind im Arm wiegen, auf den Schultern tragen - starker Regen, Wolkenbruch - Flasche guge Güse Guttere gumpe, Gumper - pumpen, tanzen, hüpfen, Pumpbrunnen, «gumpiga Dunnschtag», «Bschüttegumpar» Gumpe Guat gunne Güsch Gurglholz güne Gumelascht - Wasserloch - Wiese beim Haus - gönnen, «vergunne» - mißgönnen - Schimpfname für moralisch minderwertige Frau - nennt man das Holz einer Tanne, das in Alkohol umgesetzt wird, bevor es den Wald verläßt. - winseln des Hundes, weinen - Gummiband Hälegigar Häs Hagel Häslus heare Hemp Herelöable hetze hetzig, Hetz heane, heat, kett, hea oder heo herze - Schmeichler, Einschmeichler Kleidung insgesamt «Weachtaghäs und Sunntagshäs» Stier Filzlaus, «freach, wi a Häslus» rufen Hemd Herrenlaibchen - Brot treiben, jagen lustig, Lustbarkeit, Spaß haben, hat, gehabt, habe liebkosen hergoles, hargoles, hargolane, hargolante, hardigate - beim Herkules! helde Hennelar hinat Himbr Hindrhusar Hille hindrfür Hinderung - z.B. ein Mostfaß in eine Schräglage bringen - Hühnerhabicht, aber auch Mäusebussard - heute Nacht, kommende Nacht «a guts Hinatle» - Himbeere - Apfelsorte - Helligkeit, Lichtschein einer Feuersbrunst z.B. - verkehrt, umgedreht, an hinderfura Voaderwäldar» - Rückstand, «i bi im Hinderung» - Ringkampf, ringen - Haken, schlechtes Pferd, unansehliche Frau - Haken - «Türhouche» auch «Klobe» oder «Angln genannt, siehe «Klobe» - Großer Brachvogel - Heuschrecken - Regenguß, Unwetter - Birnensorte - Werkzeug, um Heu schüppelweise aus dem Heustück zu ziehen, (armlanger Stil mit einer Spitze aus Eisen und Widerhaken) 19 H händig - geschickt, anstellig bei Menschen, auch bei Pferden. Bei Werkzeugen bedeutet es gut in der Hand liegend, wird auch gebraucht bei Geräten, Maschinen und Fahrzeugen aller Art. Hoselupf, hoselupfe Hoge Houche Holipar Höühoppar, Höüstäffel Höüdearar Höübira Höülüchar Hächlar, Häklar - «igwaggsene Dreak» - alter hartnäckiger Schmutz auf der Haut (Füße und Hals) häze - klettern Habermus - Haferspeise Haras - Obst-, Kartoffelsteige Hasebläckta - Wiesenbärenklau halte - hüten (Vieh hüten) hebe, Hebe, - halten, festhalten, Griff, (Griff aller möglichen Werkzeuge Hebel, Heft meist aus Holz oder Horn), «heb ü» - halte an, «heb da Götte», «Ar gitt s Heft nit uss r Hand», - er bleibt am Ruder halse - umarmen, liebkosen häl - schmeicheln - rutschig 18 Houe, houe höüile, Höüile Honnar, Honnare Hoanze, hoanze - Heinzen, Stange mit Querstäben auf denen das Heu getrocknet wird Hoanzesteckar - starkes Rundeisen mit Spitze Holtscha, Hölzlar - Holzschuhe, Schlüpfer, vorwiegend für Stallarbeiten Holtschemachar - Holzschuhmacher Hülzebödnar, «Lüch» ist eine alte Bezeichnung für Loh-Loch und Licht siehe «lüche» - Gartenwerkzeug, «Grabehoue», schneiden, schlagen - jäten, kl. Haue mit Zweispitz «Friedhofshöüile» - Holz- und Heuschlitten; Kuh die oft ihre Hörner gebraucht Hurnussl Hurde - Hornisse - von Hürde, etwas übervoll beladen, siehe «Schoche» hunze, vrhunze - spotten, verspotten, etwas verderben, «um di Sach nit ganz zu vrhunze, gommerliaberga brunze» hürle, anehürle - in die Hocke gehen hüsle, Hüslarzüg - spielen, Spielzeug huremäßig, hurementig, hargotmentig - Diese, sowie ähnliche andere Wörter werden verwendet, um die Aussage der nachfolgenden Wörter zu verstärken, nicht aber um sie zu bewerten. - Schuhe mit Schweinsleder - Oberteil und Holzsohlen «zum ibrisele». Die «Hülzebödner» waren während und nach dem Zweiten Weltkrieg sehr aktuell. - steif, ungelenk, hölzern - Hornerschlitten, dessen Gleitfläche unbeschlagen ist. - leichter Heuwagen, dessen Achsen aus Holz sind. - Haupt, Kopf, «Kruthöple», Salothöple» - Holunderkompott - Heidelbeeren - viel, zahlreich, «es hoadlet gat» - springen - langsam, bedächtig, vorsichtig, «1 tur a klä hofele» - heikel, «du hoakliga Beatlar», wennjemanden das Essen nicht genehm ist, «noch em hoakle si kut nüt meh», wenn einem Mädchen die Freier nicht passen - Hohlaxt, wurde gebraucht um Brunnentröge zu fertigen oder Dachrinnen - Jauche, Jaucheloch - Kleidungsstück, abwertende Bezeichnung - eilen, pressieren, ungenau arbeiten, «nu nit hudle, vor em Sterbe» - sparsam - heuer, heurig, «i bi ou koan hüriga Has me» - Birnensorte I,J idressiirt irger, irgerle, Irger Irmel irde Jägge Jankar Imbe Imachstande Ilge jöüche Isegräs Isehemp Igsottes, Jgsottr juze, Juz, Juzar jucke iez - äußerst sparsam - arg, ärgerlich, Ärger - Ärmel - aus Erde - Ton, «a irdes Beckele» - Eichelhäher - Kleidungsstück - Bienen - von einmachen, faßähnlicher Maischebehälter - Lilie, Iris - jagen, treiben hartes Gras, das von den Kühen verschmäht wird Rüstung Marmelade, Eingesottenes jauchzen, Jauchzer hülze Hülzesolar Hülzeaggsar Höple Holdersuppe Hoadla hoadle hoppe hofele hoakle Holthesl Hoflache Hötel hudle, hudlig, Hudlar husle hür, hürig Husbira 20 - springen - jetzt 21 K Kante, Käntle Katze Känar Kathel Kaserol Kachel kachele Kampl, kample Karrezühar Kaiserbira käl Kareß Kabriza Kalfaktr Kassinar Kämme kartätsche Katzestoeg Kastättere, Kastezar - Gefäß aus Metall z.B. «Milchkante»; Zusammenstoß zweier Flächen z.B. «Stahlkante» (Schi) - Schöpfwerkzeug, meist aus Kupfer, um Maische aus dem Faß zu schöpfen, z.B. - Rinne aus Holz oder Blech, «Bschüttekänar», «Dachkänar» - Aufzugsrolle aus Holz; weibl. Vorname - Kochtopf - Schüssel aus Ton; Teil des Kachelofens, Fliese - Ofen setzen, Fliesen legen - Kamm, kämmen - Zigeuner, fahrendes Volk - Birnensorte - ecklig, widerlich, unflätig - «allad uf Kareß» - immer unterwegs sein - Eigenwilligkeit, Sturheit, «der heat wiider Kabriza» - ungehobelter, grober Mensch - Name für Mitglieder einer ehemaligen christl. sozialen politischen Gruppierung, gilt heute eher als Schimpfname - Kamin - durchkämmen von Flachs, Schafwolle usw. - steiler, schlechter Weg - Teil der alten Bucherstraße - Frucht der Edelkastanie, die früher bei uns sehr verbreitet war. Heute noch gebräuchlich für die Roßkastanienfrüchte Kearesel Kesslar kiibe Kiestrucke - Kellerassel - Pfannenflicker, gehörten zum «fahrenden Volk»; Schimpfname - schimpfen - Wagenaufsatz aus Holz um Kies und Sand aus der Bregenzer Ache zu holen. Mittels einer Winde (Wagenheber teils aus Holz) konnte man die Ladung auch kippen - Teil des Wagens - keimen, Keim - Kürbis - Kirchweihfest, dazu gehörten früher auch Tanz und Vergnügungen - wenig, ein bißchen - armlanges, daumendickes, vierkantiges Holz. Für jedes gebetete Vaterunser durfte eine Kerbe eingeschnitten werden. Am Vorabend des Nikolaustages wurde das «Kloseholz» ins Fenster gelegt oder dem Nikolaus, so er ins Haus kam, vorgezeigt. Je nach Anzahl der Kerben erntete man Lob oder Tadel. - Spannwerkzeug, Schraubkloben, Feilkloben usw. Auch ein «Türhouche» wird als «Klobe» bezeichnet, wenn er aus zwei Teilen geschmiedet ist. «Klobe» ist jener Teil, der die eigentliche «Angl», Achse festhält und umklammert. «An nerviga Klobe» kann auch sein ein dickes Stück Holz, ein schwerer Stein oder aber ein großer, starker Bub. - kratzen - wuchtig, schwer wirkend, stark dimensioniert - Spannwerkzeug, «Wöschkluppe», Schntdkluppe» usw. Kirpfe kide, Kide Kürbse Kilbe klä, a kläle Kloseholz Kichere, kichere - Bohne, lachen Klobe klube, klöube klobig Kluppe Kapelo, Kaplo - Kaplan Kapele - kleine Kapelle ke-ie, ke-i-ig - streiten, zuwider sein, «hei, bis iez nit so ke-i-ig» ke-ie, anke-ie, umke-ie Kefe Kelle Kear 22 - fallen, hinfallen, umfallen - Käfig - Werkzeug, «Murarkelle, Suppekelle, Wasserkelle, Wöschkelle, Spatzseckelkelle» - Keller kluppe, kluppig, - spannen, klemmen, geizig, Geizhals Kluppar Kotarkarre - zweirädriger, kleiner Karren mit Kistenaufsatz mit dem man die Buben auf den Weg schickte, um den Pferde- und Kuhmist von der Straße einzusammeln. Zur «Ausrüstung» gehörte noch die «Kotarschufl» und das «Kotarbreatle» - Halsteil des Pferde- und Kuhgeschirres 23 Komat Kostanzar - Birnensorte Länglar kotze - erbrechen Köngel, Kängel - etwas Hängendes z.B. Teil der Glocke, Rotznase Konsorten Klattere Klamperar Klosebira Klepfe, klepfe knöbefle knöüle knozge knausrig Knüse kräzebuggele Kräze kreable krüche Kröasl Kröaslar Kröl Kratte Kriepe, Kriep, Krippele kroase, Kroas krose, krös Kröse Krömle Krazat Krimskrams 24 Kriase Kriacha Kreas kraglet kreie Krottemüchele Krottehägl Krottemoie krotte Klammera Küngl Kust - Kirschen Wildform der Pflaume gehackte Zweige überaus, besonders, «s Bömmle ischt kraglet voll» krähen Kaulquappen Taschenmesser Löwenzahn sich mühen, anstrengen, nicht vorankommen Waldameisen Hase Kunst, bezeichnete früher vor allem Fertigkeiten und Eigenschaften von Menschen und Tieren, die allgemein nicht üblich waren. «A Kust» war daher, was etwa ein Seiltänzer auf einer «Kilbe» zeigte, das Verrenken der Glieder eines Akrobaten auf einem Jahrmarkt usw. Auch ein Bär, der tanzen konnte, machte «Küsta». Dagegen war ein Gemälde z.B. einfach «schö» oder auch weniger. Daß auch banalste Dinge in die Nähe von Kunst gerückt wurden, verdeutlicht folgender alter Spruch: «I ka a Kust, s Füdle butze mit dr Fust.» - Gleichgesinnte, Genossen, wird meist abwertend gebraucht - eingetrockneter Schmutz oder Kot - Spengler - Birnensorte - Viehglocke aus Blech, knallen mit der Peitsche - wenig - knien - «as knozget mr i de Schuhne» wenn man Wasser in den Schuhen hat. - geizig - dicker Bub - etwas auf dem Rücken tragen - geflochtener Rückenkorb mit Schulterriemen - kriechen, krabbeln - sich auf allen Vieren bewegen - Kreisel, Zirkel - Gerät um den Acker einzuteilen (Furchenbreite) - abgewinkelte Gabel, um den Mist vom fahrenden Wagen zu ziehen. - geflochtener Korb, «Öpfelkratte», «Kriasekrättle», «Krättlemachar» - Korbmacher - Futterkrippe, Darstellung der Geburt Jesu - kreisen, Kreis - «s Höü kroset» von kraus - reicher, geiziger Mann, Krösus - kl. Geschenk, Süßigkeit, von Kram - Mehlspeise, Kaiserschmarren - kleine, meist nutzlose Dinge Küstle - nennt man den liegenden gemauerten Rauchabzug des Kachelofens, auch Ofenbank genannt. Manchmal auch den oberen Teil des Kachelofens auf dem allerlei getrocknet, erwärmt und warm gehalten wird. «Küstle», kann auch sein ein Gesims aus Stein oder ein Brett an der Wand, das als Ablage dient. «Küstle» leitet sich ab von Hypocauste, so nannten die Römer ihre Fußbodenheizungen - Teil des Spinnrades - merkwürdig, sonderbar Kunkel kurios Kudr - Auswurf von Schleim z.B. bei Bronchitis, Abfall beim Hanfbrechen Kudrtrückle - Holzkistchen mit langem Stiel, wurde vor allem von den auch Spöüztrückle «Tschickern» (Kautabakessern) benötigt kugele Kumede, Komede kützle Kutze Kutzemusar - Kinderspiel mit irdenen und gläsernen kleinen Kugeln - Theater, überraschendes Ereignis «Gestet hemr a ghörige Kumede bejanand kett.», unüberschaubares Durcheinander - kitzeln - grobe Wolldecke - Apfelsorte; besonders dickes Kleidungsstück z.B. Mantel 25 L lamentiire Larve Lätsch läfere Läferar Latsche lächt Lägele, lägele Lache Lacheloh Lämmel lampe leaz Lebrosehus leacher Lederar lis lidere Lismar Liible libig - jammernd gestikulieren - Maske, Gesicht - «Schwobelätsch» - Knoten; ein beleidigtes Gesicht machen, «was machst ou duflir an Latsch» viel reden, nichts sagen Schwätzer von dummem, sinnlosem Zeug Legföhre; Schimpfname -lieh, «rotlächt» - rötlich, «langlächt» - länglich Jauche, Jauche ausbringen Pfütze Jauchegrube ein Stück z.B. Wurst oder Brot hängen, herunterhängen falsch, unrichtig, nicht gut Haus der Leprakranken, Landspital Bregenz loabe, Loabat - nicht aufessen, übriggebliebene Mahlzeitreste «des gloabet ischt besser as des geasse» - es ist gut, etwas Übriggelassenes zu haben. - «triele» - Speichel oder Speisen aus dem Mund rinnen - rütteln, wackelig, locker, nicht gut befestigt - weich, löst sich auf, Schnee bei Tauwetter - Brotlaibchen, «Herelöable» - streunende Hündin - brünstig z.B. Rind löübe lotere, loterig lösch Löable Löütsch, löütschig löüfig Load, loadig, load- Leid, schlecht gelaunt sein, «loadig si», «eapas z load tö» - ausgetrocknet, (bezeichnet bei allen Behältern und Gefäßen aus Holz das Schwinden desselben) - Apfelsorte - zu wenig gewürzt bei Speisen, ohne Geschmack - gerben - Strickweste - Leibchen, Jakett - fett, faißt, dick Loatsch, - liederliche Frau, liederliches Mädchen Löatschle Loatsche, loatsche, loatschig, veriotsched - abgenützter, ausgetretener Schuh; latschen, gehen; zerschlissen, ausgetreten bei Schuhen Loast - Schuhleisten Loase lose Loatsoal Lonarle loadwerke - eingedrückte Fahrspur z.B. im Schnee - horchen, hören - Leitseil, Teil des Pferdegeschirrs - Radsicherung am Wagen - etwas anstellen, jemanden etwas zu Leide tun Liecht - «Kirzeliecht» - Licht liecht, usliechte - lichter Wald, Bäume auslichten (lichter Wald - heller Wald) liecht - leicht, wenig Gewicht lüche Lohe Lorkäsle loh, loht, glöh löame, Loamsüdar - auslichten von Pflanzen z.B. Mais, Heu kleinweise aus dem Heustock ziehen. - Gerberlohe; Feuerschein, Feuer, «as brennt liechterloh» - verbrauchte Gerberlohe (Baumrinde) in Formen gepreßt und getrocknet (Brennmaterial) - läßt, gelassen - schwerfällig, langsam, langsamer Mensch Löre, Lüre, Glöre- beim Mosten wird ausgepreßte Maische mit Wasser angereichert und anderntags noch einmal gepreßt loufe - gehen lugg Lugge lützel Lusar luege lüttere lupfe - locker «nit lugg lo» - nicht locker lassen - Lücke - wenig - Lausbub, Lauskamm - schauen - läutern, säubern, zweiter Brand beim Schnapsbrennen - heben, tragen, «Hoselupf» 27 26 Lude - altes Wort für Lust. Bei uns ist das Wort nur noch in drohender Form bekannt, wenn etwa eine Mutter zu ihrem Sprössling, der etwas angestellt hat, sagt: «Du wirst denn Lude hea, wenn zobet d Dädd hoamkut!» - windig, wehen Miat Mies minder Mikte Mirz moan Mog Moikeafer Molle mords möt,mät Mose Moltschere Momele montsche, mantsche möüle moriksle Mores - Viehfutter, z.B. zerhackte Rüben, Kürbisse usw. - Moos - schlecht, wenig; «s Weattr wird minder» - schlechter «hür gitt as minder Höü asfeand» - weniger - Mittwoch - März - morgen - jammernde, ewig unzufriedene Frau - Maikäfer - Stier - von Mord, «an mords Stach, mords Kaib, mords Kog», z.B. - möchte - Fleck, Mal - Birnenbrot - Süßigkeiten - kauen ohne Zähne - laut schreien - jemanden unsanft behandeln, quälen luftig, lufte M marod mariasche maschgere mampfe Maläscht Malter mahre mahr Mahreneascht leicht krank altes Kartenspiel sich verkleiden unschön und viel essen Schwierigkeit, «des heat mr Maläscht gmachet» altes Maß, Holzgefäß, Mörtel warten, zuwarten abgelagert, reif, mürbe, weich, z.B. bei Obst, Käse ausgepolstertes Nest oder Versteck um hartes, unreifes Obst ablagern und reifen zu lassen. (Jeder von uns Brüdern hatte sein eigenes, verstecktes «Mahreneascht», Das konnte sein im «Bleazufzug» in einer alten Truhe, auf dem «Ströüestock» in einer Höhle, oder im «Schopf» hinter einem Maischefaß. Die Nester waren stets mit Lumpen oder Heu gepolstert.) - einer, der großes, handwerkliches Geschick hat, ohne eine Lehre absolviert zu haben - Wiese; Gras oder Heuzeile; dünne Zeilen aus halbdürrem Heu machen - mähen - Metzger, «Meksar, wetz mr s Meksarmeassr!» - danke - laute, lange Unterhaltung, Weihnachtsmette Mächlar Mahd, Mahde, mähdele meije Meksar merse Mett, Mette, Dermette - «J wir dr Mores lehre» heißt etwa: Ich werde dir zeigen, wer Meister ist, oder: Ich werde dir gutes Benehmen beibringen munggilebru - undefinierbare Farbe, «munggilebru bis schiißdräckgeal» murkse, abmurkse, Murksar - schlechte Arbeit leisten, töten, Arbeiter der alles verkehrt macht Mulaffe - «der heat ou no Mulaffe foal», sagt man zu jemanden der sich bei Festen, feierlichen Anlässen usw. unpassenderweise in den Vordergrund drängt - gesund, frisch, wach - leicht kränkelnd - schimpfen - eckiges Holzgefäß («Moltschere») - mit ihm wurden tiefe Löcher in die Ackererde gebohrt (Im Ried stand das Grundwasser in den Löchern, sodaß die Mäuse darin ertrankea Durchmesser der Löcher etwa 10 cm.) 29 mengsmol - viele Male, manchmal meangge, meanggig, Meanggar - jammern, Nörgler Melkar - Wiesenboxbart Mentag - Montag mentig - von Sakrament z.B. hurementig, saumentig, hargotmentig, kogementig mis 28 - unangenehm, schlecht muschbr mutlig mule Multe Musbohrar Musar mugge Muzzila, Muzz muzzele müge, mügig müchtelig, Müchtelar Munzela, Mumsala - Mäusefänger - Heureste auf der Wiese zusammennehmen - Kuß, liebkosen - gerne haben, nett, lieb - vermodert, feucht, schimmlig, Schimmelgeruch verbreitend, Schimpfname für langweiligen, nicht unternehmungslustigen Menschen - Fuseln, z.B. unter einem Bett nommas notig nötig notles nütig nüt, nünz nüschele Nüster - etwas - geizig, «an notiga Kog» - notwendig, «der heats nötig» - in Eile sein, «der heats notles» - schlecht, «an nütiga Siach» - nichts - flüstern, etwas suchen - Rosenkranz - kurzer Schlaf - wühlen, stöbern - Lustenau Nuggel, Noggel - Sauger, Babylutscher Nupparle nuhle Luschnou Nuschlou N namol, noamol nät, nacht nate, nachte Nascht Natpibolar - noch ein Mal gestern Abend, vorige Nacht dunkelwerden Ast Nachtvogel, Eule. Zu Kindern, die abends nicht ins Bett wollen, sagt man: «Gond is Bett, sus goht öü d Natpibölar i d Höör!» - wackeln - spielerische oder tändelnde Arbeitsweise, meist auch mit einem unzureichenden Werkzeug - durchgehend, bis zum Ende, z.B. «nanna usse is Ried heat as greanget.» - eiterndes Fingernagelbett - Großmutter - Großvater - schwer, wuchtig, groß - wässern, gießen - verrückt - Stirnfalten - zweiter Feiertag an Hochfesten, z.B. Ostermontag - Guten Abend, (Gruß) - kurz und leicht schlafen - fast, schier, nach, «i bi nöö gstorbe vor Angst.» - nachher o Oacharle Oamer Oachelekaffee oas, oan, oane oabar oalfe, oalf Oaße Obs Oferöhrlar Ofekatz Oggseoug Omahd Omahdstengel, Übrigstengel Ohreschlüfar Ohreglonggar Oier Ostnar ordile - Eichhörnchen Eimer, Holzgefäß, Maß Kaffeeersatz aus gebrannten Eicheln eins, ein, eine ohne Zutaten, einbar, pur elf Uhr, elf Furunkel Obst aufgewärmter Kaffee Mehlspeise Spiegelei (Ochsenauge) zweiter Heuschnitt Fruchtstand des Wisenbärenklau naggle näggele nanna, nanno Nagelbröü Nana Näne nervig netze nersch Nibela Noheiligtag Nobed nore noo, nooch nohar 30 - Ohrwurm - Ohrschmuck, Ohrgehänge - Eier - Ostwind - ordentlich 31 Roßripp - Spitzwegerich - Rain, «am Roh», «im Röhle» - Pferdekot - Stück, Teil z.B. Brot - von räumen, z.B. Reste von angebräunten Speisen in der Pfanne - schnell fahren oder laufen, «laß ruaßle» - ruhig - Runkelrübe; Schimpfname - Schimpfname; Wortspiel, Wortreim, besteht aus den Wörtern Runggel - Runkelrübe und Kunkel - Teil des Spinnrades. Ähnliche solche Wortspiele oder Reime sind: «holterdipolter, holperstolper, rumpes stumpes, rumpel pumpel rapedikap, usw. - Unke - Kruste auf einer Wunde - kümmerliche kleine Tannen und Fichten, «Rutze houe» nennt man auch das Säubern von Vieh- und Alpweiden von durch Flugsamen gewachsenen kleinen Fichten und Tannen R rantsche, Rantsch räple, Räplar räß Rallemus - viel und unnütz unterwegs sein, Frau die selten zu Hause ist - schälen von Baumrinde, Rindenschälwerkzeug - scharf, stark gesalzen, «räße Käs» - Mehlspeise Roh Roßbolle Rongge Rumat ruaßle rüabig Runggel Runggkunkel renke, Rank, - lenken, Kurve, Runde Ränkle ratsche, Ratsche - ratschen am Karfreitag, tratschen, Karfreitagsratsche «Rätschwib», Rätschkachel»; vrrätsche - verraten rangge Rabbe, Rabb Ralle, Rolle radibuz rapedikap reare, räre Reaf Renkschitt Reaketedohs riepse ribum ring, gring rööß röafle, Roaf - unruhig sitzen, hin- und herrutschen - Raben; schwarzes Pferd; aufgetakeltes Mädchen - Kater - alles - überstürzt, Hals über Kopf - weinen - Traggestell aus Holz mit Schulterriemen - Teil des Wagens - Wachholderzweige, wurden früher zum Räuchern des Specks verwendet - scheuern - Tauschhandel ohne Aufzahlung - leicht, schwächlich, klein gewachsener Mensch - sehr, fest, viel, stark, «as luftet hüt rooß» - Spiel mit alter Fahrradfelge Rudeguggar Rufe Rutze s spaniire, spanifle spatzseckle, Spatzseckl Spridla Spaseage Spinnewebb, Spinnebebb Spöütztrückle Spealte Spuntus Spore Spitzbira - auskundschaften - altes Spiel - fein gespaltenes Brennholz, Holzschiefer - Spannsäge - Spinne, auch Spinngewebe siehe «Kudrtrückle» grob gespaltenes Holz Angst Stoppeln; Teil des Reitsattels Rouchkesse, Rouchkessel - kleiner Rauchofen, (der Rauchkessel wurde an die Deichsel des Wagens gehängt um die Bremsen und Riegen von den Zugtieren fernzuhalten. Verbrannt, das heißt in Rauch umgewandelt wurden vor allem alte Schuhe und Lumpen) roufe, Roufe - streiten, raufen; Futterraufe Rotzhötl - derbe Bezeichnung für Taschentuch Röslebira 32 - Birnensorte - Birnensorte 33 Spunte - Zapfen des Faßes, ein mit Mehl, Obst usw. nur zum Teil gefüllter Sack. Auch zu einem kurzen, festen Bub sagt man «Spunte». - Holzverbindung, Spundwand, gespundeter Boden (Riemenboden z.B.), die Verbindung des Faßdeckels zum Faß ist gespundet. - dünne Waden laufen spähen Fernglas, Fernrohr freigiebig freigiebig wenn ein Redeschwall vermischt mit Speichel aus dem Mund kommt «mach ka Sparglamenter» - mache keine Dummheiten, räume das Feld, gib den Widerstand auf handeln, feilschen, markten; anrüchiges, unehrliches Handeln schräge, windschief, von scheel «der heat mi scheal agluget», «s Fuder ist schealb glade» «d Tür ist schealb» Scherenschleifer naschen schimpfen, derber Ausdruck für Mund Spund, Spundung Spatzewädl springe spechte Spektiv splendit spendabel spudere Sparglament schaggere scheal, schealb Schereschlifar schnöügge schnorre, Schnorre Schnorrewagglar schnorrle, usschnorrle Schapf, Schaff schwere schnädere schnattere schlättere, Schlättere schlottere schliete, schlietle schlifisele, Schlifisele Schiatze schlorgge, Schlorgge Schlotzar schlotze schloapfe Schlupfar schlüfe schlenze Schloufe Schiute Schmuttere Schmearbuh schmöüselig Schmirbe, Schmürbe Schmuz, schmuzig Schmalzbläckta Schmeala Schmelgar, Schmutzar schnelle Schnellar Schnitzkichera schnudere schnüze Schnifele Schnitzbrüh schnufe rodeln, schlittenfahren schlittschuhfahren, Schlittschuhe geronnene Milchteilchen aus dem Euter der Kuh nachschleifen der Füße beim Gehen, alte zerschlissene Schuhe, «lupfd Füaß, schlorgg nit so!» Kinderschnuller, Lutschbonbon mit Stiel lutschen, saugen ziehen, schleifen, schleppen, Holz ziehen z.B. Muff (zum Warmhalten der Hände) schlüpfen werfen, schwingen Schlinge, Schlaufe Rock Narbe, Absplitterung an einem Emailgeschirr z.B., Wunde an einem Baum - Dickwanst, «Schmear» - Schmalz; Fett - fettige, schmutzie Haare, unsaubere Kleidung z.B. - Kreme Schmirbetrückle - kl. Holzkistchen mit Wagenfett - Schmalz, Kuß, fettig - Wiesenunkraut - versch. Grasarten - Apfelsorte - knallen - Stachelbeere - Gericht aus gedörrten Birnen und Bohnen Rotznase hochziehen schneuzen kleines, geschnittenes Stück Brot oder Käse z.B. Brühe gesottenerDörrnbirnen.Name wird auch abwertend gebraucht für vielerlei Getränke und Flüssigkeiten. - atmen 35 - - Dampfplauderer - entfernen der Zweige bei Tannenästen z.B. - kl. Holzkübel - fluchen, von schwören - langandauerndes Erzählen - Laute der Gans, Redeschwall bei Frauen, zittern - schütteln, ausrutschen, fallen, Rausch - zittern, «ar schlotteret vor Angst» Schluechta - lange Triebe einer Pflanze, z.B. Brombeere Schlietegrennar - geschnitzter Kopf an einem herrschaftlichen Schlitten, ähnlich einer Galeonsfigur; Schimpfname für jemand, der unerwünscht ist, sich ungebeten einer Gruppe anschließt. Der Letzte. 34 Schnidesel Schöwinkel Schöbändt schore, Schorgrabe Schopf Schoche scholdere Schopploch Schrabnell Schrunta Schbage Schear Schelfere Scheafe, abscheafe Schiihuat Schick schitte, Schittrhufe Schindelise schiniire, scheniire Schickse - Schneidebank mit Haltevorrichtung - Scheinwinkel bei alten Fensterläden z.B., (es sind Verstärkungen der Eckverbindungen) - Scheinband, Türbeschlag - Mist entfernen im Stall, Mistrinne - Schuppen, Haarschopf - Haufen, «Höüschoche», «gschochetvoll» - übervoll - drängen, weiterbefördern, «Scholderar» - Kegelbursch - Futterloch zwischen Tenne und Stall - Geschoß, Schimpfname - Risse in der Haut der Innenhand, bes. an den Fingern Schnur, Spagat Maulwurf Haut, Schale von Früchten, Schimpfname Schale, «Kicherescheafa», abschälen Schwetar Schürpela, Schüppela Schrage Schrote Schwärtela Schwärtling - Pullover - Haarschuppen - Schope, Schöple - Rock, Röcklein Holzgestell, z.B. Bett, Bahre usw.; Schimpfname Werkzeug um den Heustock zu zerschneiden z.B. «Türkeschwärtela» - Umhüllungsblätter des Maiskolbens Außenbretter, die beim Einschneiden des Holzes entstehen und fast zur Gänze aus Baumkante bestehen sempere, semprig, Semperar - sich Zeit lassen, Herumtrödler - schlecht gelaunt sein, von seltsam - eigensinnig, selbstherrlich - Säge - Sense wund, schlecht heilende Wunde, wundgelaufene Füße Fensterbrett, Ablagebrett, Fachbrett schockoladefarbenes, süßes Nebenprodukt in der Käserei verschwenden, verschütten, vergeuden Samen Seifenblase freches Mädchen Landspital Bregenz Ferkel eine aufgeblasene Schweinsblase an einem Stecken war früher ein wesentliches Fasnatutensil unsittlich reden Birnensorte, Extraschnaps Sauerampfer häßlich sieden, Sud, leicht sieden, eine Wunde mit Ausfluß «sütterlet» gemächlich, langsam sein, gemächlicher Mensch sudeln beim Schreiben Lutschbonbon herumstehen, ohne Eile sein sealze sealbher Seage Seagas ser Simse Sig sode, gsodet Some Soafeblotere Soachtäsche Siachehus Süle Sublotere Suglogge lütte Subira, Subirar Surampfl sündwüascht süde, Sutt, sütterle südere, Südere sulfere Sugarle sumse, sumsig, Sumsar Sürfel stöane stoanig - leichter Sommerhut aus Stroh - abgebrochenes Stück Brot z.B. - Tätigkeit mit Beil, Scheiterhaufen, Mehlspeise - Schindelspalteisen - schämen - liederliches Mädchen schiege, vrschieget Schiegar - beim Gehen einen Fuß nachziehen, einseitig abgelaufene Schuhe, jemand der einen Fuß nachzieht, im übertragenen Sinn - wenn etwas nicht mehr richtig funktioniert, nicht mehr gerade läuft. Schamützl - Papiertüte, kl. Gefecht im Krieg Schese - Kutsche, Kinderwagen, Schimpfname Schwarzachar - Apfelsorte Schwozarmus 36 - Mehlspeise - Schluck - aus Stein, Steinfigur, Marmorboden usw., «an stöanena Bode» - steinig, viele Steine, «an stoaniga Weag» 37
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Heimat_Wolfurt_..._1989 Wolfurt 01.05.1989 19.11.2012, 18:32 Heft 3 Zeitschrift des Heimatkundekreises Mai 89 Der Rickenbach. Im Jahre 1957 überschwemmte er gemeinsam mit der Minderach zweimal Schlatt und Kessel. Inhalt: 7. Der Rickenbach (Fischer) 8. Hofsteiger Bauern (Heim) 9. Der letzte Krieg (Heim) DIE A U T O R E N : Dipl.-Ing. Alfons Fischer, geb. 1920 in Wolfurt und hier wohnhaft, entstammt einem alteingesessenen Rickenbacher Geschlecht. Er hat Forstwirtschaft studiert und war 36 Jahre lang bei der Wildbach- und Lawinenverbauung in Vorarlberg leitend tätig. Siegfried Heim, geboren 1931 in Wolfurt und hier auch ansässig, ist Hauptschuldirektor und betreut das Wolfurter Gemeinde-Archiv. Alfons Fischer DER RICKENBACH IN WOLFURT Porträt eines Wildbaches in seiner Umwelt EINLEITUNG Bild: Reproduktion von Hubert Mohr Mit der Kurzdiagnose aus dem Biotopinventar Vorarlberg, Teilinventar Nordvorarlberg, Gemeinde Bildstein, von Prof. Dr. Georg Grabher möchte ich beginnen: «Die Bildsteiner Bäche folgen vorgegebenen, mehr oder weniger tiefen Schichtfugen der granitischen Molasse. Es handelt sich durchwegs um von glatten Felsstufen und Rutschungsflächen durchsetzte Waldschluchten von wilder Ursprünglichkeit. Querende Wege und einige Hochwasserschutzbauten, Brücken etc., schmälern diese Beurteilung nicht wesentlich. Die Bäche selbst sind aufgrund der besonderen geologischen Unterlage als spezielle Typen anzusprechen. Die besondere Schutzwürdigkeit ergibt sich aus der weitgehenden Ursprünglichkeit und dem speziellen Bachtypus.» Der Aufsatz orientiert sich an wissenschaftlichen Fakten, hält sich aber nicht an die wissenschaftliche Systematik. «Ricke» ist ein althochdeutsches Wort und bedeutet nach Werner Vogt Felsenge oder Felsschlucht. Allein am Pfanderstock kommt der Name Rickenbach noch dreimal vor. Rickenbäche gibt es auch in der Schweiz und im süddeutschen Raum. Nach dem Vorarlberger Wörterbuch von Leo Jutz hat «Rick» die Bedeutung von Schlinge oder Knoten, z.B. an einer Getreidegarbe. Der Rickenbachunterlauf mäandrierte bis zu seiner Regulierung und Begradigung um 1850 in vielen Windungen zur Schwarzach. Es treffen daher beide Deutungen, sowohl für die Schluchtstrecke als auch für den Unterlauf zu. Unser Rickenbach ist ein rechtsufriger Zubringer der Schwarzach, in die er oberhalb des Kiesfängers, bzw. der Betonbrücke, einmündet (linksufrig und rechtsufrig bezieht sich auf die Betrachtung der Fließgewässer von der Quelle zur Mündung). Die Schwarzach mündet oberhalb des Senders als rechtsufriger Zubringer in die Dornbirner Ach und damit in den Bodensee. Das Quellgebiet liegt in Oberbildstein in rund 950 m Seehöhe, die Einmündung in die Schwarzach in rund 410 m Seehöhe. Der Bach durchfließt bis hm 18,20 Bildsteiner Gemeindegebiet, bildet bis hm 17,00 die Gemeindegrenze und durchfließt dann bis hm 0,00 Wolfurter Gemeindegebiet (die Hektometrierung — hm — am Lageplan erfolgt von 100 m zu 100 m. hm 0,00 ist die Einmündung in die Schwarzach, hm 14,00 heißt, der Unterlauf ist 1.400 m lang). 3 Herausgeber: Heimatkundekreis Wolfurt Für den Inhalt verantwortlich: Siegfried Heim, Funkenweg 11, 6922 Wolfurt Satz und Repro: Norbert Mayr, 6922 Wolfurt Druck: Adolf Lohs Ges.m.b.H., 6922 Wolfurt Das Einzugsgebiet des Rickenbaches beträgt 7,5 km2. Davon entfallen 3,9 km2 auf die Minderach, die als linksufriger Zubringer beim Kühlhaus Alge einmündet. Ich beschränke mich auf den Rickenbach mit 3,6 km2 Einzugsgebiet, da in der Minderach die Verhältnisse ganz ähnlich sind. Als größere rechtsufrige Zubringer im Tobel sind noch der Staudachertobel- und der Hochtobelgraben zu erwähnen. Für fast alle Gewässer, die in die Rheintalebene oder in den Talboden des Walgaues abfließen, sind die fachlichen Zuständigkeiten heute getrennt. Die Mittel- und Oberläufe mit Wildbachcharakter gehören zum Zuständigkeitsbereich der Wildbach- und Lawinenverbauung, die flachen Unterläufe zum Zuständigkeitsbereich des Landeswasserbauamtes. Am Rickenbach ist diese Grenze beim Einfangwerk der Unterlaufregulierung, direkt oberhalb der Brücke der alten Bildsteinerstraße bei der Firma Doppelmayr, das ist bei hm 14,00. Daraus ergibt sich ein Einzugsgebiet von 3,3 km2 im Tätigkeitsbereich der Wildbachverbauung und 0,3 km2 im Tätigkeitsbereich des Landeswasserbauamtes. Die Unterlaufregulierung ist überall ohne große Schwierigkeiten erreichbar. Die Schluchtstrecke ist dagegen nur schwer zugänglich. Das Einzugsgebiet wird randlich durch die Straße Rickenbach — Bannholz — Staudach — Bereuter—Gitzen—Oberbildstein— Geißbirn—Kapf— Dorf—Ankenreute—Rickenbach umfahren. Durch das Tobel führt nur die Straße Baumgarten—Grub—Dorf. Durch das Tobel führen auch noch die alten Kirch- und Schulwege als Fußwege von Bereuter und Baumgarten über Dellen und die Erscheinungskapelle ins Dorf und vom Staudach ins Dorf. Der Weg von Maschen nach Ankenreute ist verfallen und das Brückele schon viele Jahre zerstört. GEOLOGISCHE VERHÄLTNISSE Die Gesteine des Bildsteiner Stockes und des Pfänderstockes gehören zur Molassezone, die sich in einem 1.000 km langen Bogen am Nordrand der Alpen von Genf bis Wien erstreckt. Es handelt sich um junge Gesteine der Erdneuzeit, die im Oligozän, einer Zeitstufe des Tertiärs, vor ca. 30 bis 35 Mio. Jahren als Meeresablagerungen entstanden sind. In dieser Zeit wurden die Alpen nach Norden geschoben und zum Gebirge aufgefaltet. In unserer Gegend und weiter im Norden wurden durch große Flußsysteme Schotter, Sand und Schlamm, also schon Verwitterungsprodukte aus den Alpen, in flache Meeresbecken eingeschwemmt und versteinerten dort. Es entstanden Konglomerate und waagrechte Schichten von Sandsteinen und Mergeln von verschiedener Härte und Mächtigkeit. In den folgenden Jahrmillionen gingen die gewaltigen Faltungsvorgänge weiter. Das Gebirge der Alpen überfuhr bei uns den südlichsten Bereich der Molassezone und stauchte die Felsschichten wie eine Bugwelle vor sich her. Am Bildsteiner Berg ist diese Faltenmolasse vielfach aufgeschlossen. Entlang der «Bildsteiner Antiklinale», sie verläuft über Bächlingen, Platte, Dorf, Kapf nach Oberbildstein, wurde das Gestein zerbrochen und schräggestellt. Im Rickenbach fallen die Schichten in einem Winkel von 50 Grad bis 60 Grad von Süd 4 nach Nord ein, in der Minderach und im Schwarzachtobel dagegen fallen die Schichten genau umgekehrt in einem Winkel von ca. 35 Grad von Norden nach Süden. Am Pfänderstock wurden die Schichten nur noch gehoben und zeigen dort ein flaches Nordfallen. Diese verschiedenen Entwicklungen sind heute an den Geländeformen erkennbar. Das Einzugsgebiet des Rickenbaches liegt in der granitischen Molasse, die zur unteren Süßwassermolasse zählt. Es handelt sich hauptsächlich um kalkarme Glaukonitsandsteine. Ihre Sande und Tone wurden in den küstennahen, sumpfigen Gebieten abgelagert. Viele schöne Versteinerungen von Pflanzen, Tierfahrten, Muscheln und Tierzähnen weisen auf ein subtropisches Klima hin. In der Vorarlberger Naturschau sind u.a. schöne Schaustücke aus dem Rickenbach und dem Staudachertobel zu sehen. Sie geben viele Hinweise auf die Pflanzen- und Tierwelt von damals. Die Funde belegen das Vorkommen von Fächerpalmen, mehreren Arten von Zimtbäumen, Eichen, Feige, Gummibaum, Ebenholz, Edelkastanie und wilde Walnuß. Daneben gibt es aber auch noch heute vorkommende Pflanzenarten, wie Weiden, Ulmen, Sauergräser und Schilf. An sehr gut erhaltenen Blattformen konnten sogar typische Fraßbilder von Insektenraupen festgestellt werden und damit das Vorkommen von Schmetterlingen und Käfern nachgewiesen werden, obwohl sich von den Tieren selbst keine Reste erhalten haben. In der Naturschau können auch die im Unterstaudach gefundenen Versteinerungen der Zähne von Kleinsäugetieren eingesehen werden. Diese Funde waren eine wissenschaftliche Sensation. Durch sie wissen wir, daß der Küstenurwald von Zwerghirschen, Schweinchen, kleinen Paarhufern, Eichhörnchen und Hamstern belebt wurden und daß in den Tümpeln Krokodile und Süßwasserfische (Barben) lebten. In der Lehrmittelsammlung der Hauptschule Wolfurt befindet sich die ausgezeichnet erhaltene Versteinerung eines großen Blattes. Sie wurde 195 8 im Zuge der Verbauung des Rickenbaches im Bereich der ersten Felsbarriere, die von Ankenreute zum Kuien verläuft, bei einer Felssprengung freigelegt. Der Finder, ein innerösterreichischer Arbeiter, hat sie für den Gegenwert von einigen Kisten Bier an die Schule verkauft. Der Rickenbach hat sich in Millionen Jahren sein Bett entlang einer Schichtfuge eingegraben. Vor 1,5 Millionen Jahren wurde das subtropische Klima durch die Eiszeiten abgelöst. Dabei gab es mehrere Kälteperioden und dazwischen Wärmeperioden. Über diese Zeiträume sind in unserer Heimat keine Spuren erhalten. Vor etwa 20.000 Jahren kam es zur letzten Kälteperiode, der Würmeiszeit. Der Rheingletscher erfüllte das ganze Rheintal und reichte weit ins schwäbische Land hinaus. Der Illgletscher wurde an den rechten Rand gedrückt. Er floß zeitweise sogar über das Bödele und Alberschwende gegen den Bregenzerwald und von Oberbildstein in den Vorderwald. Das Gletschereis reichte damals bis ca. 1.100 m Seehöhe und lag damit fast 150 m über der Schneiderspitze. Die Eisströme haben z.B. den Achrain und 5 Oberbildstein glattgehobelt und auf den flachen Stellen Moränenschutt abgelagert. Der Rickenbach war, wie alle Bäche, total plombiert. Beim Abschmelzen des Eises kam vor etwa 15.000 Jahren v. Chr. die Erosion wieder voll zur Wirkung. Die Moränen wurden zum Teil abgetragen und sind nur noch auf den verschiedenen flachen Büheln, die heute weitgehend landwirtschaftlich genutzt werden, vorhanden. Im Tobel wurden die Moränen bis auf das Grundgestein ausgeräumt. Übrig geblieben sind nur einige Kleinflächen an den Steilhängen. Der aufmerksame Beobachter findet auf den Büheln und vor allem in den Tobein viele Steine, die der Illgletscher mitgebracht hat. Am auffälligsten sind dabei die hellen Gneise aus dem hinteren Montafon. Das Bildsteiner Kriegerdenkmal und der Sockel des Alberschwender Kriegerdenkmales sind aus Findlingsblöcken gehauen, die in Geißbirn gefunden wurden. Das Geschiebe aus der Schlucht wurde im Bodensee, der damals bis über Feldkirch hinaufreichte, und später in den randlichen Tümpeln und Sümpfen abgelagert. Es entwickelte sich im Laufe der Jahrtausende ein flacher Schwemmkegel, der mit Auwald bedeckt war. CHARAKTERISTIK DES BACHES Heute zeigt sich der Rickenbach als tief eingeschnittenes, bewaldetes Tobel, in einem relativ flachen, landwirtschaftlich genutzten Umland, seines weiteren Einzugsgebietes. Auffallend sind die vielen Felsstufen und die dazwischenliegenden Flachstrecken. Auf den Flachstrecken bleibt das Grobgeschiebe liegen, das auf weite Strecken vermoost ist. Die Felsstufen werden durch härtere Felsriegel gebildet, die meist schräg zum Bach von einem Einhang zum anderen ziehen. Linksufrig liegt der Fels in der Hangneigung von 50 Grad bis 60 Grad. Auf mehreren Flächen ist der Wald abgerutscht, sodaß große nackte Felsplatten anstehen. Der obere Rand des rechten Einhanges besteht fast zur Gänze aus senkrechten Felswänden mit Höhen von 10 bis 30 m. Hier findet man vereinzelt Kohleadern mit 2 bis 4 cm Stärke. Es handelt sich um Glanzkohle, wie sie im Wirtatobel abgebaut wurde. Die Felsschichten fallen parallel zum linken Einhang mit dem gleichen Gefälle in den Berg. Sie sind im Laufe der Jahrtausende durch Fußunterwaschung und nachbrechen der Schichtköpfe entstanden. Den letzten großen Felssturz habe ich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg bei hm 24,40 beobachtet: Steine in der Größenordnung von bis zu 30 m3 haben den Bachlauf verlegt. Der Rückstau ist inzwischen verlandet und die Steine sind weitgehend durch Wald überwachsen. Unter den Felswänden liegen steile bewaldete Hangpartien. Die weichen Sandsteine verwittern relativ schnell zu Lehmböden, die zur Vernäßung neigen und rutschsüchtig sind. Es kommt daher im Tobel, vor allem bei Hochwasser, immer wieder zu Gschliefen mit Waldabrutschungen. Schadholz liegt an vielen Stellen im Bach und in den Einhängen. Feingeschiebe, weitgehend Sand und Letten, wird schon bei mittleren Hochwässern abgetriftet. Das Grobgeschiebe aus den Flachstrecken kommt nur bei schweren Hochwässern in Bewegung. 6 Aus den geologischen Gegebenheiten resultieren Gefällsverhältnisse, die für einen Wildbach wegen der vielen Flachstrecken untypisch, für die Bildsteiner Bäche dagegen typisch sind. Der Unterlauf durchfließt den flachen Schwemmkegel in einem künstlichen Gerinne. Das Gefälle beträgt zwischen hm 0,00 und der Eisenbahnbrücke bei hm 6,65 nur 0,4 % und erhöht sich bis zur Landesstraßenbrücke nach Schwarzach auf 0,8 %. Oberhalb der Brücke bis hm 14,00 beträgt das Durchschnittsgefälle 1,9 %. Die geringen Gefällsprozente am Schuttkegel sind ein Hinweis, daß der Rickenbach im Laufe der Zeit relativ wenig Grobgeschiebe, aber viel Feingeschiebe, Sand, Letten und Dreck gebracht hat. In Baugruben werden immer wieder die Schichten der großen Hochwässer angeschnitten. Der Mittellauf erstreckt sich von hm 14,00 bis zur Einmündung des Hochtobelgrabens bei hm 37,50. Auf den vielen Flachstrecken liegt das Durchschnittsgefälle zwischen 5 % und 10 %. Die Felsstufen haben ein Durchschnittsgefälle zwischen 10 % und 40 %. Das Durchschnittsgefälle des ganzen Mittellaufes beträgt aber lediglich 10 %. Die Oberläufe haben zum Teil glatte Felsgerinne und sind ebenfalls durch Felsbarrieren unterbrochen. Die Durchschnittsgefälle liegen aber höher. Alle Seitenzubringer, auch die vielen kleinen Gerinne, sind meist schon nach 100 m tief eingeschnitten und zum Teil nicht begehbar. In dieser kurzen Übersicht konnten die komplizierten Zusammenhänge der Geologie der Molasse nur angedeutet werden. An Unterlagen habe ich die «Einführung in die Geologie Vorarlbergs» von Dr. Krasser und ein «Geologisches Manuskript für das Schwarzacher Heimatbuch» von Dr. Krieg verwendet und eigene Beoachtungen eingebracht. Eine geologische Fundgrube ist die Naturschau in Dornbirn, das Lebenswerk von Siegfried Fußenegger. Wer tiefer in die geologischen Gegebenheiten eindringen will, muß sich mit Fachliteratur abgeben, z.B. «Molasse» von Heim/ Baumgartner. PFLANZENWELT Am Ende der Eiszeit vor rund 10.000 Jahren v. Chr. wurde unsere Heimat wieder grün. Die Rohböden wurden zuerst von niederen Pflanzen besiedelt: Aus der Untersuchung von Pollen, die sich im Torf erhalten haben, weiß man über die weitere Entwicklung ziemlich gut Bescheid. Nach Latschen und Krüppelbirken entwickelten sich Wälder aus Föhren und Birken, zu denen sich um ca. 8.000 v. Chr. Hasel und Fichte und etwas später die Eiche gesellten. In der wärmsten Periode der Nacheiszeit, etwa zwischen 5.500 bis 3.000 Jahren v. Chr. beherrschten Eichenwälder gemischt mit verschiedenen Laubholzarten die Landschaft. Buche und Weißtanne sind als letzte Arten erst in dieser Wärmeperiode eingewandert. Etwa um diese Zeit dürfte auch der erste Mensch in unsere Gegend gekommen sein. Beim Bau des Landgrabens oberhalb des heutigen Bahnhofs habe ich am Ende der zwanziger Jahre als Bub gesehen, daß große Eichenstämme ausgegraben wurden, die eine grauschwarze Farbe hatten und schon leicht versteinert waren. 7 Die Zeit der großen Laubholzurwälder ist erst vor etwa 1.000 Jahren mit den großen europäischen Rodungen zu Ende gegangen. In dieser Zeit wurde der Bildsteiner Berg besiedelt. Seither haben sich die land- und fortwirtschaftlichen Nutzungen zum heutigen Bild entwickelt. Ankenreute und Bereuter sind zwei typische Rodungsnamen. Bannholz steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit Rutschungen im Spetenlehengraben. Am Rickenbach sind 45 % des Einzugsgebietes mit Wald bestockt. Das entspricht dem österreichischen Durchschnitt, liegt aber 10 % über dem Vorarlberger Durchschnitt. Wald ist mehr als ein Haufen Bäume. Wald ist eine vielfältige, komplizierte Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren, die sich in langen Zeiträumen eingespielt hat. Heute sagt man dazu auf gut deutsch ein Biotop oder ein Ökosystem. Sein Erscheinungsbild wird, neben der Nutzung durch den Menschen, von vielen Faktoren geprägt, wie z.B. Grundgestein, Verwitterung und Gebirgsabtrag, Boden- und Bodenleben, Höhenlage, klimatische Einflüsse, wie Regen, Schnee und Lichtintensität. Dabei ist die Lichtintensität wieder von der Höhenlage oder von der Exposition Schattenseite oder Sonnenseite abhängig. Der Wald hat Nutz- und Schutzfunktion, die Voraussetzungen für das Leben und Überleben der Menschen sind. Für selbstverständlich genommen wird die Nutzfunktion, die Ernte von Holz, Pilzen, Beeren, Heilkräutern und Wild, und damit die Sicherung von Arbeitsplätzen. Auch die Erholungsfunktion ist eine Nutzfunktion. Zu den Schutzfunktionen: Waldboden speichert wesentlich mehr Wasser als Wiesenboden und hat dabei großen Einfluß auf die Abflußverhältnisse und die Geschiebebilanz, z.B. in Wildbächen, und die gleichmäßige Schüttung von Quellen. Wald ist der größte Massenproduzent und Sauerstofflieferant. Unter Einsatz von Sonnenenergie wird im Blattgrün Kohlenstoff in Stärke und Zucker und dann von der Pflanze in Lignin und Zellulose umgewandelt. Dabei wird Sauerstoff freigesetzt. Wald hält auch Wasser und Schnee im Kronendach zurück und vermindert dabei den Abfluß und überlagert die Verdunstung durch Blätter und Nadeln. Wald schützt in den Höhenlagen vor Lawinen. Wald bremst den Wind und verbessert dadurch das Lokalklima, verhindert zu starke Verdunstung, verhindert Schnee-Einwehungen. Wald reinigt die Luft durch das Ausfallen von Gasen und Staub. Heute ist er dabei schon weit überfordert, wie das fortgeschrittene Waldsterben in den Kammlagen beweist. Dort werden die größten Mengen von Giftstoffen eingetragen. Wald schützt vor Lärm. Wald mildert das Kleinklima im Gegensatz zum Freiland sowohl zwischen Tag und Nacht, als auch zwischen Sommer und Winter. Die großen Waldgebiete, vor allem die tropischen Regenwälder, haben Einfluß auf das Großklima. Die Folgen der riesigen Rodungen im Amazonasgebiet und in den afrikanischen und asiatischen Regenwäldern sind erst zu ahnen. Wald ist die einzige große Lebensgemeinschaft, die sich bei einem natürlichen Gefüge, also beim Vorhandensein aller Etagen von der Krautschicht über die Buschschicht, die Stangenhölzer und Altbestände selbst erhält. Wald hat also einen ausgewogenen Nahrungs- und Produktionskreislauf. Er betreibt, um 8 es deutsch zu sagen, Recycling in geschlossenen Kreisläufen. Die hier nur angerissenen Wirkungen sind viel umfangreicher und viel komplizierter und können nur aus dem Zusammenspiel der vernetzten Lebensgemeinschaft Wald verstanden werden. Am Rickenbach kenne ich folgende Baumholzarten: Fichte (Rottanne), Tanne (Weißtanne) , Weißkiefer (Föhre), Douglasie (Exote aus Nordamerika), Lärche (im Rickenbach künstlich eingebracht), Eibe (kein Nadelbaum, sondern ein immergrüner Laubbaum, keine Harzgänge im Holz und in den Nadeln), Traubeneiche, Edelkastanie (vielleicht schon seit der Römerzeit), Weißbuche (Hagebuche), Birke, Erle, Weide, Zitterpappel, Feldulme, Bergulme (Basthäsel, Rüster), Holzapfel, Holzbirne, Wildkirsche, Eberesche (Vogelbeere), Eisbeere, Mehlbeere, Bergahorn, Spitzahorn, Feldahorn, Winterlinde, Sommerlinde, Esche, Wilder Nußbaum. Die Strauchschicht setzt sich wie folgt zusammen: Erle, Weide, (zahlreiche Formen, von breitblättrig bis schmalblättrig), Feldahorn, Rosen, Wacholder, Weißdorn, Schwarzdorn, Vogelkirsche, Spindelbaum (Pfaffenhütchen), Kornelkirsche, Faulbaum, Gemeiner Schneeball, Wolliger Schneeball, Heckenkirsche, Hartriegel, Schwarzer Holder, Roter Holder, Pulverholz, Liguster, Seidelbast, Stechlaub, Mispel. An Kletterpflanzen kenne ich noch Efeu, Waldrebe (Liera) und wilden Hopfen. Als Schlagpflanzen sind Himbeere und Brombeere zu erwähnen. Die Krautschicht ist viel artenreicher als das Holz. Wer hier einen genauen Überblick haben will, muß sich mit Pflanzensoziologie befassen. Ich möchte mich nur auf die auffalligsten, mir bekannten Arten beschränken, wie zum Beispiel: Einbeere, Vielblütige Weißwurz, Immergrün, Bärlauch, Schattenblume, Flockenblume, Rotes Waldvögelein, Nestwurz, Weiße Teufelskralle, Gelbe Taubnessel, Rote Taubnessel, Brennessel, Klebriger Salbei, Tollkirsche, Sauerklee, Lungenkraut, Geißbart, Sanickelkraut, verschiedene Veilchenarten, Aronstab, Schachtelhalme (Katzenschwänz), Schilf (Streueröhrle), Springkraut, Buschwindröschen, Himmelschlüssel, Wolfsmilch, verschiedene Seggen (haben dreieckigen Querschnitt), verschiedene Gräser, Bärlapp, Huflattich, Pestwurz, Waldmeister, Labkraut, Bingelkraut, Pfefferminz, Kresse, verschiedene Farnarten, viele Moosarten und Flechten. Die Flechten sind zum Teil sehr empfindlich gegen Luftverschmutzung und sauren Regen. Ihr Absterben löst daher Alarm aus, lange bevor die sichtbaren Schadbilder auftreten. Manches wäre noch über die halbwegs intakt gebliebene Pflanzen- und Insektenwelt an ungedüngten Weg- und Wiesenrainen und auf den Magerwiesen (nur fallweise mit Mist gedüngt), über die Artenverarmung auf den überdüngten Wiesen und die erstaunliche Pflanzenvielfalt der Streuewiesen zu sagen. Eine Besonderheit im Einzugsgebiet des Rickenbaches stellen die Viehweiden dar. Sie werden leider durch Kultivierung und Düngung, durch Aufforstung oder natürliches Zuwachsen immer mehr zurückgedrängt. Zuerst kommen die schönen Einzelbäume, hauptsächlich Eichen, Edelkastanien, Buchen und Birken dran. Dann geht 9 es den typischen Pflanzen der Trockenrasen an den Kragen. Ich darf einige Vertreter nennen, wie z.B. Silberdistel, Arnika, Heidelbeere, Preiselbeere, Adlerfarn, verschiedene Moosarten, Wacholder, Besenheide (blüht im Herbst hell violett und hat nichts mit der Erika zu tun, die im Frühling sattviolett blüht und nur auf Kalk vorkommt), Katzenpfötchen und Buchsbaumblättrige Kreuzblume. An tiefgründigen, etwas feuchteren Stellen blühen Trollblume und Schwalbenwurzenzian. Ich habe alle genannten grünen Pflanzen aufgeschrieben, wie sie mir eingefallen sind. Selbstverständlich werden sie wissenschaftlich in Gruppen und Familien eingeteilt. Viele sind anspruchslos und haben ein großes Verbreitungsgebiet, andere sind spezialisiert und stellen hohe Ansprüche, z.B. an Boden, Licht und Pflanzengesellschaft. Manche sind kalkliebend, andere kalkfliehend, die einen leben auf saurem Boden, wieder andere sind stickstoffliebend oder Stickstoff fliehend. Die einen sind Tiefwurzler, die anderen Flachwurzler, die einen sind Lichtholzarten, die anderen Halbschattholzarten oder Schattholzarten. Es gibt also viele Möglichkeiten zur Einordnung in Gruppen. Darüber gibt es eine Fülle von Fachliteratur PILZE Die Pilze stehen zwischen den Pflanzen und Tieren. Sie bilden mit über 10.000 Arten eine große und lebenswichtige Gruppe in unserer Umwelt. Sie unterscheiden sich von den grünen Pflanzen grundsätzlich durch das Fehlen des Chlorophylls oder Blattgrüns. Pilze leben zum Teil parasitisch und haben dabei eine enorme Bedeutung für das ganze Pflanzenleben. Sie sind zusammen mit Bakterien und Kleinlebewesen in der Lage, organische Substanz, wie Totholz, Blätter, Nadeln, abgestorbene Pflanzen, Früchte, Tierleichen, in einfache organische Verbindungen umzubauen, sodaß sie von den Pflanzen wieder aufgenommen werden können. Sie allein sind in der Lage, das Lignin des Holzes abzubauen. Andere Arten leben in Symbiose mit den Pflanzen, vor allem im Bereich des Feinwurzelsystems. Sie sind für viele Holzarten lebenswichtig. Heute werden z. B. auf Fichte oder Zirbe spezialisierte Pilze gezüchtet und damit zur Aufforstung vorgesehene, früher landwirtschaftlich genutzte Böden geimpft. Was wir von den Pilzen sehen, sind die meist kurzlebigen Fruchtkörper, die der Fortpflanzung dienen. Sie vermehren sich hauptsächlich ungeschlechtlich durch Sporen, aber auch geschlechtlich durch Kopulation von Geschlechtszellen. Im Boden lebt ganzjährig das Myzelium, ein fadenartiges Fasergeflecht. Dieses Geflecht ist bei vielen Arten sehr langlebig. Allgemein werden die Pilze in drei Gruppen eingeteilt, und zwar Algenpilze, Schlauchpilze und Ständerpilze. Für den Hausgebrauch unterscheiden wir Speisepilze, Giftpilze und typische holzzerstörende Pilze. Speisepilze und Giftpilze sind mehr oder weniger bekannt. Ich bin kein Fachmann, aber als Speisepilz kenne ich zum Beispiel den Eierschwamm, Parasol, Steinpilz, Birkenpilz, Schafchampignon, Reizker, 10 Schopftintling, Morchel und Bärentatze. Als Giftpilze den Fliegenpilz, Knollenblätterpilz und Pantherpilz. Jeden Herbst freue ich mich auch an den seltenen, sehr schönen Erdsternen. Zu den auffälligsten Holzpilzen gehören die Fruchtkörper der Porlinge, die meist schöne Konsolen produzieren. Am bekanntesten ist der echte Zunderschwamm, der hauptsächlich als Parasit auf der Buche lebt. Andere Arten sind ebenfalls spezialisiert und leben auf der Birke, Eiche, Weide oder Fichte. Andere sind weniger heikel und leben auf verschiedenen Laubholzarten oder ganz allgemein auf Totholz und erzeugen dort die Weißfäule. Der Hallimasch ist für die Rotfäule (Stockröte) der Fichte verantwortlich. Nach Auskunft der Biologen gibt es bei den Pilzen noch weiße Flecken, also noch Arbeit für Forscher. Als Abschluß der Pflanzenwelt noch ein paar Hinweise auf die Waldtypen am Rickenbach. Vom Grundgestein der granitischen Molasse her sind die Verwitterungsböden kalkarm und silikatreich und werden als Typ nach der österreichischen Bodenkarte als silikatische Felsbraunerden angesprochen. Sie reagieren sauer bis stark sauer. Der relativ hohe Fichtenanteil im Einzugsgebiet ist daher natürlich und nur fallweise künstlich eingebracht. Es handelt sich um Schluchtwälder, die aufgrund der Einzelstammnutzung und der schwierigen Bringungsverhältnisse noch eine weitgehend natürliche Zusammensetzung aufweisen. Das wird auch durch die Artenvielfalt dokumentiert. Das Waldbild zeigt rechtsufrig auf der Sonnseite und linksufrig auf der Schattseite unterschiedliche Typen. Auf der Sonnseite handelt es sich weitgehend um eibenreiche Buchenwälder (Taxo-Fagetum). Als Mischhölzer kommen alle Laubholzarten und in geringerem Maße die Nadelholzarten vor. Dabei ist auch der Anteil der Strauch- und Krautschicht wesentlich höher als auf der Schattseite. Auf den sonnseitigen oberen Felsrändern sind die Lichtholzarten Eiche, Edelkastanie, Linde, Birke und Wildkirsche stärker vertreten. Die Schattseite ist vom Buchen-Tannenwald (Abiete-Fagetum) mit einem fallweise bis zu 50% igen Weißtannenanteil geprägt. Hier sind als eingesprengte Holzarten nur noch die halbschatten- und schattentragenden Laubholzarten vertreten. Die Busch- und Krautschicht ist bei weitem nicht mehr so artenreich. Mit zunehmender Höhe geht auch der Laubmischwald immer mehr in den Nadelwald über, der die Oberläufe prägt und wesentlich artenärmer ist. DAS WALDSTERBEN Wer mit offenen Augen am Bildsteiner Berg oder sonst irgendwo wandert, dem müssen die Schadbilder der kranken Weißtannen, Fichten, Buchen und Eschen auffallen. Für alle, die das nicht wahrhaben wollen, darf ich auf die Waldzustandserhebung in Vorarlberg aus 1984, aufgrund der Infrarot-Luftbildauswertung hinweisen. Diese Karte zeigt im Einzugsgebiet des Rickenbaches fast durchwegs die Stufe 4 — krank! 11 Lediglich kleinere Waldflächen zwischen Baumgarten und Grub sowie Dellen und Gitzen sind als Stufe 3 — kränkelnd — ausgewiesen. Die Stufen 1 und 2 — sehr gut und gesund — scheinen nirgends auf. Das Waldsterben spielt sich auf zwei Ebenen ab. Vor allem im Buchen-Tannenwald ist im Altholz noch ein hoher Weißtannenanteil vorhanden. Der Weißtanne fällt als Tiefwurzler eine wichtige Stabilisierungsfunktion auf den rutschsüchtigen Molasseböden zu. Weißtannen-Jung wuchs bis ins Dickungsalter wird man aber vergeblich suchen. Die millionenfach vorhandenen Weißtannensämlinge wurden seit 25 bis 30 Jahren, neben Buche, Ahorn und vor allem den seltener eingesprengten Laubholzarten , durch überhöhte Rehwildbestände weggefressen. Dadurch ist eine ganze Waldgeneration ausgefallen. Daß die Weißtanne aufkommen würde, habe ich durch 20-jähriges Streichen mit Verbißmitteln in Ankenreute und Oberbildstein praktisch nachgewiesen. Der Einsatz der Chemie führt zwar zu gravierenden Zuwachsverlusten bis zu 50 %, aber besser 50 % als nichts. Die zweite Ebene des Waldsterbens basiert auf der Luftverschmutzung und in der Folge dem Sauren Regen. Schwefeldioxyd und Stickoxyde sind als Hauptverursacher heute unbestritten. Die Schwefeldioxyd-Werte aus Industrie und Hausbrand konnten durch den Einsatz schwefelarmer Heizöle und dem Einsatz von Erdgas stark reduziert werden. Die Stickoxyde, zu einem hohen Prozentsatz aus den Autoabgasen stammend, sind steigend und werden durch den Einsatz von Katalysatoren nach Ansicht der Fachleute in den nächsten Jahren zunächst bestenfalls stabilisiert werden. Durch Oxydation entstehen bei warmem Wetter, vor allem aus Stickoxyden, neue Schadstoffe, wie z. B. Ozon. Gase und Saurer Regen schädigen einerseits Blätter und Nadeln. Im Boden führen sie zu einer Übersäuerung, zur Schädigung des komplizierten Bodenlebens und zu einer Herauslösung der Schwermetalle aus dem Ton-Humus-Komplex des Bodens. Die freigesetzten Schwermetalle sind giftig — «Die Bombe tickt also im Boden». Wenn die ersten optischen Schäden am Baum zu sehen sind, ist das Feinwurzelsystem bereits schwer geschädigt oder weitgehend zerstört. Das schleichende Waldsterben ist durch Stammanalysen genau nachweisbar. Die Jahresringe und damit die Zuwächse am Holz sind in den letzten 20 bis 30 Jahren gravierend zurückgegangen. Der Wald ist heute keine Sparkasse mehr. Das Waldsterben wird in einem Gebirgsland zur Überlebensfrage. Das wird auf weite Strecken verdrängt, da von jedem Einzelnen und von der Gemeinschaft einschneidende Konsequenzen gefordert werden müßten. Allen, die sich für die Lebensgemeinschaft Wald interessieren, möchte ich das allgemein verständliche, reich bebilderte Buch «Rettet den Wald» anraten. Es ist vom bekannten deutschen Journalisten Horst Stern und weitern fünf deutschen Fachleuten verfaßt worden (Verlag Kindler) 12 TIERWELT Die Tierwelt gehört genauso zu unserem Lebensraum wie die Pflanzenwelt. Auch hier gibt es Allroundler und Spezialisten sowie geschlossene Kreisläufe z. B. in der Nahrungskette. Es gibt ausgesprochene Waldbewohner, ausgesprochene Riedbewohner und Pendler. Es gibt Pflanzenfresser, Allesfresser und Fleischfresser, jagdbare Tiere und geschützte Tiere, Wirbeltiere, Vögel, Amphibien, Insekten und Kleinlebewesen, ganzjährig hier lebende Tiere, Wechselwild, Höhlenbewohner, Winterschläfer, Nachttiere, Zugvögel, Singvögel, Raubvögel u.a. WIRBELTIERE Dazu gehören die allgemein bekannten Tierarten, die zum großen Teil auch bejagt werden. Ich habe im Laufe der Zeit alle im Rickenbach lebenden zu Gesicht bekommen und will sie ohne Systematik aufzählen: Reh, Fuchs, Dachs, Hase, Marder, Wiesel, Iltis, Eichhörnchen, Siebenschläfer, verschiedene Mäuse, Garns und Hirsch als seltenes Wechselwild und die Bisamratte als Einwanderer. VÖGEL Hier gibt es schon viel mehr Arten. Auch für sie treffen die allgemeinen Aussagen zu, die aber wesentlich erweitert werden müssen. Es gibt ganzjährig hier lebende Vögel, Zugvögel, die nur durchziehen und hier rasten, Zugvögel die hier brüten, Vögel die im Buchenwald, im Mischwald oder im Nadelwald leben, Höhlenbrüter und Bodenbrüter, Wasservögel, Kulturflüchter und Kulturfolger, Singvögel, Raubvögel u. a. Ohne Anspruch auf Vollzähligkeit darf ich einige Arten nennen, die ganzjährig im Tobel leben: Mäusebussard, Habicht, Sperber, Turmfalke, Waldkauz, Waldohreule, Grünspecht, Buntspecht, Kleinspechte, Elster, Eichelhäher, Tannenhäher (hauptsächlich im Oberlauf), Rabenkrähe, Kolkrabe, Amsel, Wasseramsel, Zaunkönig, Kohlmeise, Tannenmeise, Blaumeise, Haubenmeise, Kleiber, Wacholderdrossel, Misteldrossel, Grasmücke, Buchfink, Baumläufer. Als unerwartete seltene Tagesgäste sind mir in der Schlucht auch Wildenten, Fischreiher, Bleßhühner (Taucherle) und im Winter Kreuzschnäbel begegnet. Als Zugvögel und Brutvögel kommen vor: Wespenbussard, Roter Milan, Schwarzer Milan, Ringeltaube (Wildtaube), Waldschnepfe, Waldwasserläufer, Gelbe Bachstelze, Kuckuck, Star, Ringdrossel, Nachtigall. Als Kulturfolger leben im Siedlungsgebiet Star, Gimpel, Amsel, Spiegelmeise, Gartenrotschwanz, Hausrotschwanz, Rotkelchen, Haussperling, Mauersegler, Mehlschwalbe, Rauchschwalbe, Bachstelze, Grünfink. Am Unterlauf, einschließlich des Kiesfangers mit seiner reichen Vogel weit, kann man im Frühjahr und Herbst am Durchziehen sehen: Graureiher, Seidenreiher, Purpurreiher, verschiedene Entenarten, Fischadler, Störche, Eisvogel, Wiedehopf, Blaukehlchen und Schnepfen. 13 Als Zugvögel und Brutvögel: Stockenten, Bleßhühner, Sumpfrohrsänger, Wanderfalke, Pirol, Bachstelze, Distelfink u. a. Der Fasan ist ein eingesetzter Vogel. Darüberhinaus gibt es noch viele kleinere und größere, graue, braune, gesprenkelte und bunte Vögel, die ich nicht einordnen kann. Wer mehr über die heimische Vogel weit erfahren will, kann sich gerne an Penz Reinhold, Lauterach, wenden. Er kennt die Arten nicht nur nach Flugbild, Federkleid, Brutgewohnheiten, Lebensraum und Nahrungsbedarf, sondern auch an der Stimme. Als leicht lesbares und reich bebildertes Buch kann ich «Rettet die Vögel» angeben. Es ist ebenfalls vom deutschen Journalisten Horst Stern und weiteren vier Fachleuten verfaßt (Herbig Verlag). Nicht vergessen möchte ich die Fledermäuse, die zwar nicht zu den Vögeln oder Mäusen zählen, die aber hervorragende Flieger sind. Ihre Gattung ist eine eigenwillige Erscheinung im Naturhaushalt. Sie haben ein phantastisches Orientierungssystem, mit dem sie allen Hindernissen ausweichen können und mit dem sie ihre Insektennahrung im Fluge finden. Sie sind leider selten geworden, aber für aufmerksame Beobachter fliegen sie jetzt nach dem Winterschlaf wieder. AMPHIBIEN UND REPTILIEN Es handelt sich um wechselwarme Wirbeltiere. Am Rickenbach beobachtet habe ich die Erdkröte, verschiedene braune und grüne Froscharten, den Laubfrosch, verschiedene Eidechsenarten, die Blindschleiche, Ringelnatter und die Schlingnatter. Kreuzottern hat es vor 60 Jahren noch am Rutzenberg gegeben. WASSERGÜTE UND FISCHE Über die Wassergüte im Rickenbach kann Erfreuliches berichtet werden. Die Vorarlberger Umweltschutzanstalt hat am 2. 3. 1989 bei der alten Bildsteiner Brücke, Wasserproben entnommen und biologisch und chemisch untersucht. Aus dem Befund geht hervor, daß eine Vielfalt von Gewässerorganismen vorhanden ist. Es handelt sich durchwegs um Kleinlebewesen. Der Bachflohkrebs tritt massenhaft auf. Die große Gruppe der Köcherfliegen ist mit Larven verschiedener Art vertreten. Eintagsfliegen und Steinfliegenlarven, darunter zwei ausgesprochene Reinwasserformen, sind reichlich vorhanden. Dazu kommen noch verschiedene Zuckmücken und Kriebelmücken und vereinzelt auftretende Egelarten. Die chemische Wasseranalyse zeigt eine ausgezeichnete Sauerstoffversorgung des Wassers und nur eine geringe Nährstoffbelastung durch Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Daraus resultiert eine Einstufung des Rickenbaches in die Güteklasse I bis II. Es handelt sich somit um ein gering bis mäßig belastetes Fließgewässer. Die Kleinlebewesen bilden in ihrer Gesamtheit eine sehr gute Nahrungsgrundlage für Fische. In den Gumpen im Tobel leben gesunde Bachforellen, die sich natürlich vermehren. Das Fischwasser ist verpachtet. 14 SCHNECKEN Sie gehören zu den wirbellosen Weichtieren. Im Tobel und auf den Dämmen des Unterlaufes kommen viele nackte und behauste Arten in unterschiedlichen Größen vor. Sie haben sicher auch ihre Bedeutung im Naturhaushalt und in der Nahrungskette. Ihre Bestimmung muß ich den Fachleuten überlassen. Wer einen Garten hat, kennt die Nacktschnecken genau. Feinschmecker halten es lieber mit den Weinbergschnecken. INSEKTEN Das vieltausendfältige Heer der Eintagsfliegen, Libellen, Uferfliegen, Schaben, Schrecken, Grillen, Läuse, Wanzen, Zikaden, Blattläuse, Schildläuse, Schlammfliegen, Käfer, Hartflügler, Köcherfliegen, Schmetterlinge, Schnabelfliegen und Zweiflügler ist nur für Fachleute voll überschaubar. Der Laie kennt in jeder Gruppe mehr oder weniger Arten. Landläufig werden die Insekten, ohne Rücksicht auf ihren Stellenwert in der großen Lebensgemeinschaft, als Schädlinge und in seltenen Fällen sogar als Nützlinge eingestuft. Näher eingehen möchte ich nur auf die wichtigsten Forstschädlinge. Sie kommen überall als sogenannter «Eiserner Bestand» vor und richten dabei keine größeren Schäden an. Zu schweren Schäden kommt es erst bei Massenvermehrungen. Dafür müssen aber gewisse Voraussetzungen Vorhandensein, wie z. B. großflächige Monokulturen oder größere Mengen geschädigtes oder geschwächtes Holz, wie z. B. nach großen Wind würfen, Schneebrüchen, oder durch das Waldsterben. Die Schädlinge sind fast durchwegs auf gewisse Holzarten spezialisiert. In einem gesunden Mischwald ist daher die Käfergefahr am geringsten. Blatt- und Nadelfraß, der sich bei Massenvermehrungen bis zum Kahlfraß großer Waldgebiete entwickeln kann, erfolgt hauptsächlich durch die Raupen der verschiedenen Nachtfalter, wie Schwärmer, Spinner, Spanner, Zünsler, Wickler und Motten. Es ist eine faszinierende, vielgestaltige und bunte Gesellschaft. Dabei sind viele Falter und Raupen zum Teil so gut an die Umwelt angepaßt, daß sie nur schwer zu finden sind. Die Nützlinge, vorwiegend Blattwespen und Schlupfwespen, legen ihre Eier in die Raupen der Schädlinge. Ihre Larven fressen die Wirtstiere auf und wirken dadurch als Regulator. Nach Massenvermehrungen der Schädlinge kommt es auch zu Massenvermehrungen der Nützlinge, die im Zusammenwirken mit Krankheiten die großen Populationen zum Zusammenbruch führen. Zu den größeren Schädlingen gehören die Bockkäfer, bis zu 5 cm Größe, die durch ihre übergroßen, zurückgebogenen Fühler auffallen und die etwas kleineren Rüsselkäfer, bis zu 2 cm Größe, die eine typische rüsselartige Kopfform haben. Bockkäfer sind Holzschädlinge am lebenden oder eingebauten Holz und leben auch zum Teil auf 15 faulem Holz. Ihre Larven fressen auffällige Bohrgänge, die beim Aufsägen oder Spalten des Holzes sichtbar werden. Rüsselkäfer sind im allgemeinen Rindenbrüter, die als Larven zwischen Rinde und Splint fressen und artspezifische Fraßbilder hinterlassen. Sichtbar sind bei beiden Arten meist nur die Ausflugslöcher der Käfer und fallweise das Bohrmehl auf der Rinde. Zu den Winzlingen zählen die Borkenkäfer, Bastkäfer und Splintkäfer. Sie sind nur wenige Millimeter groß. Ihre Larven leben zwischen Rinde und Holz. Die Käfer fressen Gänge aus und legen ihre Eier links und rechts ab. Die Larven fressen dann etwa im rechten Winkel weiter. Sie leben überwiegend auf geschädigtem Nadelholz und Laubholz und haben ihre charakteristischen Fraßbilder, wie z. B. der Waldgärtner auf der Kiefer, der Buchdrucker auf der Fichte, der Kupferstecher in der dünnen Rinde der Fichtenäste. Auffallend ist das Fraßbild des krummzähnigen Tannenborkenkäfers, der einen doppelten, nahe beieinander liegenden Längsgang ausfrißt. Die Borkenkäfer schwärmen je nach Witterung schon im März-April und bringen ebenfalls je nach Witterung zwei bis vier Generationen in einem Sommer hervor. Zur Bekämpfung muß das Holz rechtzeitig entrindet und die Rinde verbrannt werden. Teilweise wird heute das in Rinde liegende Holz mit Gift besprüht. Dabei werden die ausfliegenden Käfer vergiftet. Wenn das Holz in Rinde länger im Wald bleibt, kommt es zum Befall durch Holzbrüter. Der bekannteste ist der Nadelnutzholzbohrer. Sein Fraßgang führt senkrecht ins Holz. Die seitlichen Gänge sind sehr kurz und sind durch Pilze schwarz gefärbt. Auffällig, aber nur gering schädlich, sind die verschiedenen Gallen, die durch Gallenlenläuse an Fichtenästen und auf Ulmenblättern oder durch Gallwespen z.B. auf Rosen und Eichenblättern, oder durch die Buchengallmücke auf Buchenblättern entstehen. Als größten mitteleuropäischen Käfer (kein Forstschädling) möchte ich noch den Hirschkäfer erwähnen. Die Larve lebt im Moderholz der Eiche. Der Käfer schlüpft erst im sechsten Jahr aus. Er ist schon sehr selten. Den letzten habe ich am Rickenbach vor ca. 20 Jahren gesehen. Die Einordnung der Falter und Raupen, der Käfer und Larven, der Schadbilder und Fraßbilder, der Lebensansprüche und Lebensgewohnheiten erfordert ein umfangreiches Fachwissen. KLEINLEBEWESEN Die unübersehbare Zahl der Bodenlebewesen ist erst in Ansätzen bekannt. Über ihr Zusammenwirken besteht nur ein grobes Bild. Um sich eine Vorstellung zu machen, kann man sie in größere, kleine und kleinste Lebewesen einteilen. Zu den größeren Lebewesen, die man mit dem freien Auge erkennen kann, gehören die grabenden Wirbeltiere, wie Mäuse und Maulwurf, der Regenwurm und viele Insekten. Sie zerkleinern und vermischen die Bodenstreu. Auf einem Hektar Laubwald leben ca. 250.000 Regenwürmer. Ihr Gewicht übertrifft das Gewicht aller Säugetiere auf der Fläche um mehr als das Zehnfache. 16 Zu den Kleinlebewesen zählen kleine Würmer, Ringwürmer, kleine Insektenlarven und kleine Gliederfüßler, wie Milben und Springschwänze. Bei den Milben kennt man derzeit etwa 10.000 Arten und bei den Springschwänzen etwa 2.000 Arten. Diese Lebewesen sind zum Teil noch mit freiem Auge zu sehen. Ihr Gewicht beträgt noch einmal das lOOfache der Regenwürmer. Die Mikroweit ist nur unter dem Mikroskop zu sehen. Sie enthält sowohl pflanzliche Algen, Bakterien und Pilze als auch einzellige Urtierchen. Ihre Zahl geht in die Milliarden pro Quadratmeter Waldboden. Das ist eine kaum vorstellbare Größenordnung. Die Mikroweit scheint durch fressen und gefressen werden das Bindeglied zwischen dem toten Material und den kleinen Lebewesen zu sein. Diese unvorstellbare Masse der Kleinlebewesen ist imstande, die auf einem Hektar Laubwald jährlich anfallenden 41 Streu so gut wie restlos abzubauen und den Pflanzen wieder zugänglich zu machen. In den letzten Jahren muß man leider beobachten, daß der Abbau wegen der Schädigung des Bodenlebens nicht mehr voll funktioniert. Interessante Bakterien sind die Knöllchenbakterien. Sie sind in der Lage, den Luftstickstoff, der den Pflanzen nicht zugänglich ist, aufzunehmen und weiterzugeben. Sie leben z. B. an den Feinwurzeln der Leguminosen, wie Bohnen, Erbsen oder Wicken, und sind als kleine weiße Knöllchen zu sehen. Sie leben auch an den Wurzeln der Erle, die dadurch befähigt wird, als Pionierholzart sterile Schotterböden und Rutschflächen zu besiedeln. So hat sich der Kreislauf des Pflanzenlebens und des Tierlebens jeweils vom Großen zum Kleinen geschlossen. Aufgrund der massiven Eingriffe in die Umwelt in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten ist es zu gravierenden Veränderungen im Naturhaushalt gekommen. Immer mehr Arten, Pflanzen wie Tiere, sterben aus oder sind vom Aussterben bedroht, die Anzeichen einer katastrophalen Entwicklung mehren sich. Der Glaube, daß die Lebensräume von Tieren und Pflanzen, wie z. B. Wald, Hochmoore oder Streuewiesen, nur untergeordnete Bedeutung haben und daß die wirtschaftliche Entwicklung und der Lebensstandard — dokumentiert z. B. durch die Überbewertung des technisch Möglichen und des Autos — unbedingt den Vorrang haben, erweist sich immer mehr als Irrglaube. Die Ursachen und Auswirkungen sind bekannt. Die Konsequenzen werden nur sehr zögernd gezogen. WETTER UND KLIMA: Vorarlberg liegt im Randbereich des ozeanischen Klimaeinflusses und hat daher hohe Jahresniederschläge. Die höchsten Werte fallen im Vorsommer, Juni, Juli. Ca.1/3des Niederschlages fällt als Schnee. Wir haben im Verhältnis zum inneralpinen Klima, kühle Sommer und milde Winter. 17 In Bildstein-Dorf, in 650 m Seehöhe, wird seit 1894 eine Niederschlagsmeßstelle betrieben. Seit 1931 wird auch der Schnee getrennt gemessen. Komischerweise wurden nie Temperaturen gemessen. Es stehen daher lange Meßreihen zur Verfügung, die in den Jahrbüchern des hydrographischen Dienstes in Österreich aufgearbeitet sind. Daraus möchte ich einige Zahlenreihen anführen. Gesamtniederschlag, Regen und Schnee: Monatsmittel Jahresmittel Zeitraum zwischen zwischen 86 mm, I 240 mm, VI 1931—1960 104 mm, I 220 mm, VII 1901—1980 90 mm, 1 +III 213 mm, VII Extreme Tagesniederschläge: 1971-1980 93 mm 1961—1970 106 mm 1931-1960 122 mm 1901-1980 200 mm Ein-Tagesmaximum Zwei-Tagesmaximum Drei-Tagesmaximum Vier-Tagesmaximum Zehn-Tagesmaximum 93 mm 115 mm 144 mm 178 mm 227 mm 1971—1980 1314 mm, 1972 1946 mm, 1974 —.— —.— Im Jahre 1957 lief zwischen Kennelbach und Schwarzach innerhalb von 5 Wochen zweimal ein Schadenshochwasser ab. In Bildstein wurden dabei folgende Niederschlagswerte gemessen: 10. 7. 1957 106 mm 11.7.1957 51mm 157 mm 18. 8. 1957 18 mm 19. 8. 1957 67 mm 85 mm Das 2. Hochwasser hat mit nur ca. dem halben Niederschlag die gleichen Schäden angerichtet wie das 1. Hochwasser. Das ist auf den ersten Blick unverständlich. Aber durch die Erosion des 1. Hochwassers ist es im Tobel zu zahlreichen Gschliefen und damit zum Abrutschen von Holz gekommen. Es lag daher viel loses Gestein, Sand und Dreck im Gerinne, das leicht aktiviert werden konnte. Niederschlag als Schnee: Schneefalle Zeitraum zwischen 1971-1980 22. 9. 1979 29. 4. 1980 Summe der Neuschneehöhen 57 cm, 1971/72 384 cm, 1977/78 Schneedecke zwischen 28. 12. 1977 30. 3. 1978 Gesamtschneehöhe gesetzt 13 cm, 22.11.71 102 cm, 27. 2.73 Mittlerer Jahresdurch schnitt 1640 mm 1557 mm 1585 mm Neuschneetage 14, 1971/72 57, 1977/78 Größter Neuschneezuwachs 8 cm, 21.11.71 50 cm, 11.12.76 7.6.1971 10. 6. 1965 29.5.1940 14.6.1910 7. 6. 1971 6. 6. und 7. 6. 1971 5.6. und 6. 6. und 7.6. 1971 um den 22. 8. 1975 um den 19. 7. 1976 Zeitraum 1971-1980 Starkniederschlagsmengen 1971—1980: Auch bei den Neuschneehöhen werden sich über längere Zeiträume die Mittelwerte angleichen, wie beim Gesamtniederschlag. Temperaturen: In Bildstein wurden keine Temperaturen gemessen. Die nächste annähernd vergleichbare Station ist in Ebnit, in 1100 m Seehöhe. Das paßt in etwa für das Einzugsgebiet in Oberbildstein. Zeitraum 1971-1980 Tagesmittel min. max. -15,6°, 5. 3. +24,0°, 17. 9. 14. 6. -24,0°, 10. 2. +26,5°, 16. 7. -24,0°, 10. 2. +26,5°, 14. 6. 1971 1975 1980 1956 1935 1956 1973 Monatsmittel min. max. - 3,0°, I 1979 + 16,3°, VIII 1973 - 1,9°, + 14,9°, - 1,4°, + 13,9°, I VII I VII, VIII Jahresmittel 6,7° Die Tages werte, Monats werte und Jahres werte differieren stark, aber die langjährigen mittleren Jahresdurchschnitte, z. B. von 1931—1960 und 1901—1980, nur um 2,8 cm. Von den extremen Tagesniederschlägen hat lediglich der vom Jahre 1910 ein Hochwasser ausgelöst. Damals waren ganz Vorarlberg, Graubünden, St. Gallen und weite Teile des Allgäus betroffen. Ursache war eine späte Schneeschmelze im Gebirge und eine Regenperiode von 3 Tagen, mit dem Exzeß vom 14. 6. 1910. Für die Auslösung einer Katastrophe müssen daher meist mehrere negative Faktoren zusammentreffen. Eine große Rolle spielen dabei die Wasseraufnahmefähigkeit oder Wassersättigung des Bodens, das Bewaldungsprozent, die Regenintensität, z. B. Starkregen über Stunden oder Landregen über Tage, die Überlagerung der Schneeschmelze durch Regenfälle, Regen bei gefrorenem Boden, geologische Gegebenheiten, die Gefällsverhältnisse u.a. 18 1931-1960 1901-1980 6,5° 6,3° 19 Ich möchte noch einige Beobachtungen anfügen, die das örtliche Kleinklima betreffen. Bekanntlich gibt es Unterschiede zwischen 1 Grad und 3 Grad, zwischen Freilandklima und Waldinnenklima. Im Wald ist es im Sommer kühler und im Winter wärmer. Die im Tobel abfließende kältere Luft verstärkt diesen Effekt. Im Sommer spürt man die angenehme Kühle deutlich. Im Winter erlebt man alle paar Jahre die Wirkungen dieser Überlagerungen. Im Gegensatz zu den umliegenden Wäldern kommt es im Tobel, z. B. bei gefrorenem Holz und Regen oder bei abnehmender Temperatur und Übergang von Regen in Schnee, immer wieder zu Eisanhang, der zu Wipfelbrüchen und zur Entwurzelung von Bäumen und ganzen Baumgruppen führt. So gesehen z.B. im Winter 1985/86 und 1988/89. Nach klaren Nächten kann man öfters örtliche Reifbildung, etwa zwischen Spettenlehergasse und Schlatt beobachten. Vor den Überbauungen im Kessel und im Bahnhof-Postbereich konnte man vom Rutzenberg aus die Grenze dieser Reifbildung gut als unregelmäßigen Halbkreis am Schwemmkegel des Rickenbaches, vom Brühl über die Bahnlinie bis zur Schwarzach beobachten. Diese Erscheinung beruht auf der Überlagerung der Abstrahlung durch ruhig abfließende Kaltluft aus dem Tobel, die gemeinsam zum Strahlungsfrost führen. An der Ach hat die aus dem großen Einzugsgebiet turbulent abfließende Kaltluft, bis zu einer Grenztemperatur genau den gegenteiligen Effekt. HOCHWASSEREREIGNISSE Aufgrund der geologischen Verhältnisse war der Rickenbach in der Siedlungsgeschichte immer ein gefährlicher Wildbach. Die Siedlungsdichte im Gefahrdungsbereich wird aus der Tatsache verständlich, daß Wasser für verschiedene Zwecke bis in die neuere Zeit, neben Holz, die einzige Energiequelle war. Schwere Hochwässer sind aus den folgenden Jahren überliefert: 1674 (zweimal), 1701, 1702, 1752, 1780, 1901, 1910, 1913, 1924, 1934, und 1957 (zweimal). Das folgenschwerste Hochwasser war 1702. Ein Felssturz hatte den Bach im Tobel aufgestaut, der dann mit verheerender Wucht durchgebrochen ist. Die meisten Ausbrüche erfolgten bei der Bildsteiner Brücke, dann bei der heutigen Landesstraßenbrücke, bei der Einmündung in die Minderach und im Ried. Immer wieder ist die Rede von weggerissenen, beschädigten und eingemurten Häusern und Ställen, von zerstörten Straßen und Brücken, von übermurten und verschlammten Feldern im Siedlungsbereich und auf den Feldern im Kessel, Brühl und im Ried, bis ins Birka. Schuldirektor Siegfried Heim hat in der Festschrift «100 Jahre St. Josefs-Kapelle Rickenbach 1986» und in «Heimat Wolfurt — Heft 2» über die Hochwässer, die Steinbrüche, die alten Mühlen, die Gunz-Mühle, die Zuppinger-Mühle, die Firma Doppelmayr und viele andere Rickenbacher Angelegenheiten anschaulich berichtet. Das Büchlein kann allen Interessierten sehr empfohlen werden. 20 VERBAUUNGEN AM RICKENBACH Im Laufe der Jahrhunderte haben die Anrainer sicher nicht nur Hochwasserschäden aufgeräumt, sondern auch immer wieder örtliche Wuhrungen durchgeführt, um ihre Häuser und Gründe zu schützen. Die erste größere koordinierte Verbauung ist aus dem Jahre 1850 bekannt. Damals wurde der Rickenbach-Unterlauf begradigt und hat etwa die heutige Linienführung erhalten. Nach dem Hochwasser 1910 wurde 1911 und 1912 das Projekt der SchwarzachRickenbach-Regulierung genehmigt und für die Aufbringung des Interessentenbeitrages eine Wassergenossenschaft gegründet. An der Schwarzach kam das Projekt zur Ausführung. Die Verbauung des Rickenbaches wurde wegen des Ausbruches des Ersten Weltkrieges und später wegen Geldmangel zurückgestellt. 1925 verfaßte die Rheinbauleitung in Bregenz ein neues Projekt, das 1927 genehmigt wurde. Die Realisierung scheiterte wieder an der Aufbringung des Geldes. Nach dem Hochwasser vom 15. und 16. 7. 1934 konnte schon im Spätherbst 1934 ein weiteres Projekt vorgelegt und genehmigt werden. Die Arbeiten wurden durch die Wasserbauverwaltung noch im Spätherbst aufgenommen und 1936 fertiggestellt. Es ist die heute noch intakte Verbauung zwischen der Bildsteiner Brücke und der Einmündung in die Schwarzach. Diese Verbauung ist vor allem im Siedlungsbereich hart ausgefallen. Wenn man aber den Häuseraltbestand berücksichtigt, gab es schon damals für die Wasserbauer keine Alternative. Im Tätigkeitsbereich der Wildbach- und Lawinenverbauung wurden zwischen Doppelmayr und der Gunz-Mühle von 1850 bis heute nur örtliche Maßnahmen durch die Anrainer gesetzt. Bei den Hochwässern vom 11. 7.1957 und 19. 8.1957 wurde die Unterlaufregulierung jeweils weitgehend aufgeschottert, die Bildsteiner Brücke kurzfristig, die Landesstraßenbrücke über Stunden verklaust und der Verkehr unterbrochen. 20 ha Wiesen und Äcker waren zum Teil vermurt, zum Teil verschlammt und zahlreiche Keller unter Wasser gesetzt. Feuerwehr und Bundesheer wurden eingesetzt. Im Kühlhaus Alge waren mehrere 1001 Lebensmittel gefährdet. 195 8 hat die Wildbach- und Lawinenverbauung das Verbauungsprojekt zur Überprüfung und Genehmigung vorgelegt. Das Gesamterfordernis betrug S 1,950.000,—. Davon bezahlte der Bund 55 %, das Land Vorarlberg 20 %, die Landesstraßenverwaltung 10 %, die Gemeinde Wolfurt 15 %. In den Jahren 1958 bis 1960 wurden zwischen der Gunz-Mühle und dem Fußweg Erscheinungskapelle-Dellen acht gemauerte Geschiebestausperren, ein Leitwerk in Drahtschotterbauweise, vier gemauerte Leitwerke und zwei Leitwerke in Trockenmauerung erstellt. Für die Sperren 1 bis 3 und alle Leitwerke konnte der nach dem Ersten Weltkrieg erbaute und beim Hochwasser 1957 teilweise zerstörte Schlittweg am rechten Ufer, zwischen hm 15,20 und hm 19,30 wieder hergestellt werden. Die Sperrenhöhe war in diesem Bereich durch die Druckrohrleitung zur Mühle Gunz vorgegeben. Alle Materialtransporte erfolgten mit Pferd und Zweiräderkarren bachaufwärts. Die Erschließung der Sperre 4 in hm 21,33 erfolgte mit einer Seilbahn von der 21 6. Station an der Bildsteinerstraße aus. Zur Sperre 5 in hm 22,80 wurde ein Schlittweg ab der 6. Station erstellt und das Baumaterial mit Pferd und Schlitten bergab transportiert. Die Sperre 6, in hm 25,71, wurde unterhalb der Häuser von Staudach, von der Straße Mäschen-Staudach aus, mit einer Seilbahn erschlossen. Für die Sperre 7 in hm 27,60 wurde der alte Weg Staudach-Dellen auf 120 m LKW-befahrbar gemacht und eine Seilbahn gebaut. Zur Sperre 8 in hm 34,09 konnte der Fußweg Kirche, Erscheinungskapelle, Dellen auf 530 m Unimog-befahrbar gemacht werden. Die große Felsplatte im Tobel wurde mit einer Seilbahn überbrückt. Zur Betreuung der Arbeiterpartien mußten Küche und Unterkunftsbaracken viermal umgestellt werden. Es war in Summe eine komplizierte Baustellenerschließung und Baustelleneinrichtung, die durch die Unzugänglichkeit des Tobeis erzwungen wurde. Jeder Wildbach hat sein eigenes Gesicht, das in Jahrtausenden aus den Vorgaben der Natur entstanden ist. Die Verbauungsmöglichkeiten müssen den örtlichen Gegebenheiten angepaßt werden. In einem engen, zum Teil felsigen Tobel ohne größere natürliche Stauräume sind diese Möglichkeiten sehr beschränkt. Es ging darum, weggerissene Ufer durch Leitwerke gegen weitere Erosion zu sichern und an günstigen Stellen durch Sperrenbauten künstliche Stauräume zu schaffen. Die Sperren stehen durchwegs linksufrig und in der Sohle im Fels. Sie sind zum Teil schon verlandet, aber auf den flachen Verlandungsräumen wird weiterhin Grobgeschiebe aussortiert und zurückgehalten und durch den Wasserabfall an den Sperren Energie vernichtet. Durch diese Wildbachverbauungen wird der Geschiebetrieb reduziert und damit die Anzahl der Schadensereignisse vermindert. Im Katastrophenfall muß aber weiterhin zumindest mit Überflutungen gerechnet werden. FORSTLICHE NUTZUNG IM TOBEL Blockholz konnte durch Jahrhunderte, bis zur Erfindung des händisch betriebenen Wellenbockes, nur auf den wenigen Parzellen genutzt werden, die für Schlitten oder Pferde zugänglich waren. Aus dem Tobel konnten nur Brennholz und Buschein geholt werden und das auch nur dort, wo die Anlage von Fußwegen möglich war. Es wurden die schönsten Buchen und Tannen auf 2 m-Spälten aufgearbeitet und «am Buckel» heraufgetragen. Über lange Zeiträume wurde Tannenholz auch zu Rebstecken aufgespalten. Damit konnte der Bedarf in den eigenen Weingärten gedeckt werden. Es wurden aber auch größere Mengen vor allem in die Schweiz verkauft. Der Frächter Eugen Gunz hat als Bub mit seinem Vater und seinen Brüdern noch bis zum Zweiten Weltkrieg Rebstecken aus dem Tobel nach Staudach getragen. Den letzten Holzträger habe ich noch 1946, nach meiner Heimkehr aus der Gefangenschaft, kennengelernt. Es war ein Südtiroler, der auf dem Fußweg Ankenreute-Mäschen gegen Tabak und Schnapswährung Buchenspälten auf Klimmer&#39;s Bühel getragen hat. Flösserei war wegen der Enge des Tobeis, wegen der zu geringen Wassermenge und wegen der Grobsteinigkeit der Flachstrecken praktisch nicht möglich. In der GunzChronik sind zwei Versuche vor der Jahrhundertwende beschrieben. Einmal wurden 22 in zwei bis drei Tagen etwa 50 Block geflößt und geliefert und beim Bierkeller ausgezogen. Einige Jahre später wurden nocheinmal bei einem mittleren Hochwasser etwa 5 bis 6 m Brennholz herausgeflößt und an der gleichen Stelle ausgezogen. Die Triftstrecke dürfte dabei aber nicht mehr als 400 bis 500 m betragen haben. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der bereits genannte Schlittweg auf 400 m verlängert und im Winter 1924/25 größere Mengen Nutzholz und Brennholz mit Pferd und Schlitten ans Land gebracht. Seither wird auf den erschlossenen kleinen Flächen Plenterwaldwirtschaft betrieben. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurden nocheinmal ca. 60 bis 70 Block mühsam über 100 bis 150 m durch den Bach bis zum Schlittweg geliefert und dann im Winter abgeführt. Mit dem Aufkommen der Seilwinden wurde die Holzbringung bergauf aktiviert. Aber es sind auch heute noch größere Waldgebiete nicht erreichbar. Nach wie vor dominiert die Einzelstammnutzung. Am ganzen Bidsteiner Berg wurden bis nach dem Zweiten Weltkrieg die Birken gestümmelt und Besenreis gewonnen. Birkenbesen brachten als Winterarbeit einen bescheidenen Zusatzverdienst. Heute findet man die typischen Besenbirken nur noch selten. LANDWIRTSCHAFTLICHE NUTZUNG IM EINZUGSGEBIET Die flacheren Hänge und Rücken wurden seit der Rodung landwirtschaftlich genutzt. Es gibt praktisch nur Grünland mit Viehzucht und auf kleinen Flächen StreuObstbau. Die Nutzung des Adlerfarns in den Viehweiden als Streue ist stark zurückgegangen. Die Vollerwerbsbauern werden — wie überall — immer weniger. Die Nebenerwerbsbauern müssen vom Berg zur Arbeit auspendeln. In Summe ist das eine Entwicklung, die den Wald begünstigt, da die extensiv genutzten Viehweiden und die steileren, nicht mit Maschinen befahrbaren Bühel aufgeforstet werden oder von selbst zuwachsen. Die landwirtschaftlich genutzten Gründe am Schwemmkegel wurden zu einem guten Teil überbaut (Engerrütte, Brühl, Kessel, Bahnhof, Post). Die 50 ha große Grünfläche zwischen Bahnhof, Rickenbach und Schwarzach ist als Industriezone ausgewiesen und damit für Beton und Asphalt reserviert. Die verbliebenen Mähwiesen, Roßheuwiesen und Streuewiesen werden heute überdüngt (Klärschlamm-Orgien) und mit bis zu fünf Heuschnitten auch übernutzt. Von der früheren Blumenvielfalt sind fast nur noch Löwenzahn und Hahnenfuß übriggeblieben. STEINBRÜCHE IM TOBEL In den Vermögenssteuerbüchern der Gemeinde ist schon 1785 ein Steinmetz ausgewiesen. 1785 und 1797 ist u. a. ein Steinbruch in Rickenbach erwähnt. Abgebaut wurden in den zahlreichen Steinbrüchen in Schwarzach, Wolfurt und Bildstein stark gebankte Sandsteine der sogenannten Bausteinzone, die zu Stiegenstufen, Fenster23 stürzen, Grabsockeln, Schleifsteinen, Wetzsteinen, Backöfen, Pflastersteinen und Bausteinen etc. verarbeitet wurden. Das auffälligste Bauwerk aus diesen Steinen ist die Schwarzacher Kirche. Die Steine sind am Kopf wetterfest, verwittern aber in der Schichtfuge sehr schnell. Sie müssen daher in Mauern fachgerecht eingebaut werden. Im Rickenbach gab es noch im 19. Jhdt. rechtsufrig den Steinbruch an «Bohle&#39;sBühel». Er ist heute eingewachsen und nicht mehr erkennbar. Etwa 80 m hinter der Gunz-Mühle ist rechtsufrig ein weiterer Steinbruch noch gut sichtbar. Linksufrig war der große Bächlinger Steinbruch. 40 m dahinter liegt die auffallende Kaverne, die zuerst als Steinbruch und dann 1874 bis 1890 als Bierkeller für die Adlerbrauerei genutzt wurde. Laut Gunz-Chronik wurden bis 1880 tausende zweispännige Fuhren Steine in die Schwarzacher Wetzsteinschleifen geliefert. Am 17.3.1935 ist der letzte Wolfurter Steinmetz, Josef Rünzler, gestorben. Sein Lehrbub, Anton Repolusk, baute im Sommer 1935 in Spetenlehen noch Steine für die Fa. Vetter in Dornbirn und für den Neubau des Backofens im Konsum Rickenbach ab. Dann hat der Beton endgültig seinen Siegeszug angetreten. WASSERKRAFTNUTZUNG AUS DEM TOBEL Die Wasserkraft wurde durch Jahrhunderte genutzt. Die Mühlen sind sicher so alt wie das Wasserrad. Am Rickenbach ist eine Mühle 1536, 1571, 1680, 1795 und 1797 erwähnt. 1680 und 1797 ist auch von einer Säge und 1795 von einem Lohrstampf die Rede. Er stand zwischen Doppelmayr und Gunz-Mühle. Der Standort der alten Hunds-Mühle war das heutige alte Doppelmayr-Haus. Zwischen Baumgarten und Grub stand früher die Baumgartner Mühle. Wegen der geringen Wasserführung im Oberlauf hatte sie einen Weiher, der das Wasser über Nacht aufstaute. Diese Mühle wurde zwischen 1870 und 1875 aufgelassen. Der Weiher ist im Gelände noch erkennbar. Unter Hinweis auf die Festschrift «100 Jahre St. Josefs-Kapelle Rickenbach» möchte ich mich nur auf die Nutzung der Wasserkraft durch die Gunz-Mühle und die Firma Doppelmayr beschränken. Die Mühle wurde 1852 vom Mechaniker Josef Anton Dür im Bächlinger Steinbruch gebaut und 1853 von seinem Schwiegersohn Josef Gunz von Staudach übernommen. Zuerst wurde das Wasser knapp hinter der Mühle mit einem Holzwuhr gefaßt. Dieses Wuhr wurde beim Hochwasser 1957 weggerissen und hat wesentlich zur ersten Verklausung der Landesstraßenbrücke beigetragen. Einige Jahre nach der ersten Wasserfassung wurde der heute noch sichtbare Weiher linksufrig bei hm 17,50 gebaut und das Wasser etwa 50 m weiter oben eingeleitet. Die Zuleitung zur Mühle erfolgte über 220 m mit Holzkähnern. Der Weiher war notwendig geworden, um die unregelmäßige Wasserführung aus der Baumgartner Mühle auszugleichen und eine Tagesreserve zu speichern. 1887 wurden Eisenrohre mit einem Durchmesser von 30 cm gekauft, die beim Bau des Arlberg-Tunnels als Wasserableitung gedient hatten. Daraus wurde 24 in mühevoller Handarbeit bis zum Weiher und von dort weiter bis zu hm 19,00 eine Druckrohrleitung errichtet. Bei einer Länge von 350 m stand nun eine Fallhöhe von 20 m zur Verfügung. Das reichte aus, um 1890 die erste Turbine einzubauen. Gleichzeitig wurde auch die Mühle aufgestockt und ein Fahrstuhl eingebaut. 1896 kam ein Dynamo dazu, der das erste elektrische Licht lieferte. 1923 hatte die alte Turbine ausgedient und wurde ersetzt. 1931 wurde die Druckrohrleitung bis hm 22,80 verlängert. Bei 730 m Länge kann nun eine Fallhöhe von 60 m abgearbeitet werden. Beim Hochwasser 1957 wurde die Rohrleitung an mehreren Stellen zerstört und in der Folge wieder instandgesetzt. Die Wasserfassung erfolgt seither bei der Wildbachsperre Nr. 5. Die Turbine wurde inzwischen zweimal überholt und betreibt heute das Kleinkraftwerk des Elmar Gunz. Nach dem Brand 1976 wurde die Mühle nicht mehr aufgebaut und der Betrieb zur Gänze nach Bludenz verlagert. 1848 bauten die Brüder Dür die alte Hundsmühle zu einer mechanischen Schmiede um. Um ihre zwei Wasserräder und später die Turbinen zu betreiben, wurde entweder schon 1848 oder 1852 beim Bau der neuen Mühle der Weiher gebaut. Er reichte bis knapp vor die Mühle und staute auch deren Unterwasser. 1892 kaufte Konrad Doppelmayr die Dür-Schmiede. Unserer Generation war der Weiher, in dem viele Rickenbacher schwimmen lernten, als Doppelmayr&#39;s Weiher bekannt. Im Winter wurden aus dem zugefrorenen Weiher mit Fuchsschwänzen Eisblöcke herausgesägt und in den Bierkeller der Adlerbrauerei hinter der Mühle transportiert (1874 bis 1890). Dann wurden die Eisblöcke in den inzwischen neu gebauten Bierkeller des Gasthauses Adler gebracht (1891 bis 1906). Später wurden die Eisblöcke in den Bierkeller nach Schwarzach und ins Schloßbräu nach Dornbirn verfrachtet. Ich kann mich noch gut an die Eisaktionen in den 30er-Jahren erinnern, die auch Zuppinger&#39;s Weiher mit eingeschlossen haben. 1913 wurde der hintere Teil des Weihers zugeschüttet und das Wohnhaus der Familie Gunz erbaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Weiher 1941 aufgelassen und zugeschüttet. Nach einem Grundtausch sind dort heute Gunz&#39;s Garten und die Garagen situiert. NUTZWASSER UND BRAUCHWASSER AUS DEM TOBEL Durch Jahrhunderte wurde das Nutz- und Brauchwasser weitgehend aus dem Bach ausgeleitet. Später hat die Rickenbacher Brunnengenossenschaft die Quelle in Bächlingen gefaßt und drei Laufbrunnen, bei der Bildsteiner Brücke (existiert heute noch) beim Gasthaus Kreuz und beim Haus Dornbirnerstraße 3 (dieser wurde bis Ende der 50er-Jahre benutzt) betrieben. 1911 wurde im Rickenbach die linksufrige Quelle bei hm 18,00 hinter dem alten Weiher gefaßt, ausgeleitet und mit der Bächlinger Leitung vereinigt. Jetzt war soviel Druck vorhanden, daß das Wasser in die Häuser eingeleitet werden konnte. 1953 wurde das Netz von der Gemeinde übernommen. 25 Das Gasthaus Mohren, heute Adeg-Bohle, hat das Brauchwasser zum Schnapsbrennen, Werkzeug waschen, Putzen usw. von altersher aus dem Rickenbach bezogen. Die Wasserfassung bei der Gunz-Mühle wurde beim Hochwasser 1957 zerstört und nicht mehr instandgesetzt. Für die Bierbrauerei im Adler (1874 bis 1906) wurde wahrscheinlich schon um 1874 eine Wasserleitung aus dem Tobel gebaut. Sie wurde beim Hochwasser 1957 ebenfalls teilweise weggerissen und durch den Adlerwirt Anton Geiger wieder hergerichtet. An den Laufbrunnen und Pumpbrunnen haben wir als Buben noch unseren Durst gelöscht. Sie sind heute fast überall verschwunden. Der moderne Mensch konnte lebendiges Wasser nicht sehen, das nutzlos in die Tröge plätscherte. WEINBAU AM SÜDHANG DES RICKENBACHES Der Weinbau spielte in Wolfurt durch Jahrhunderte eine große Rolle. Im 19. Jhdt. ging er zugunsten der Viehwirtschaft und des Obstbaues immer mehr zurück. Am Rutzenberg wurden die letzten Weingärten um 1880 aufgelassen. Einerseits hat die Reblaus um diese Zeit die Reben vernichtet, andererseits kam mit der Fertigstellung des Arlberg-Tunnels 1884 billiger Wein aus Südtirol. Mein Vater hat am Rutzenberg als junger Bursch um 1900 die Trockenmauern der Weinbergterrassen abgetragen und einen Teil des Weinberges aufgeforstet. Im heutigen Wald steht eine jahrhundertealte Trockenmauer, die zum Teil noch gut erhalten ist. Am Bühel sind die Übersteilungen der Weinbergterrassen heute noch gut zu sehen. Die damals gepflanzten Obstbäume gehen, genau wie der Wald, nacheinander am Sauren Regen durch Absterben der Wurzeln zugrunde. KIESABBAU IM TOBEL In der Molassezone sind keine brauchbaren Kies- oder Sandvorkommen vorhanden. Lediglich aus den Moränen im landwirtschaftlich genutzten Gebiet dürfte fallweise Kies oder Sand abgebaut worden sein. Die Parzellenbezeichnung Grub ist ein Hinweis auf einen derartigen Abbau. ZUM SCHLUSS EINIGE PERSÖNLICHE GEDANKEN UND ERINNERUNGEN Unter der engeren Heimat verstehe ich die kleine, überschaubare Welt, in die man hineingeboren wird, in der man seine Kindheit und Jugend erlebt, oder in der man als Erwachsener lebt und arbeitet. Ein Leben reicht bei weitem nicht aus, die unwahrscheinliche Vielfalt dieser kleinen Welt bis in alle Details zu erfahren und zu erforschen. Eine gute Kenntnis dieser überschaubaren Welt trägt aber sicher dazu bei, viele Erscheinungen der größeren Welt besser zu erkennen und zu verstehen. 26 Meine engere Heimat lag und liegt zwischen dem Bildsteiner Berg und dem Ried. Hier war und bin ich seit über 6 Jahrzehnten zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter unterwegs. Hier habe ich zahllose schöne und interessante Erfahrungen und Beobachtungen gemacht. Den ersten Naturkundeunterricht bekam ich bei meinem Vater Johann Georg Fischer. Er war in der kleinen Bauernschaft, im Ried und im Holz immer ein aufmerksamer und kritischer Beobachter, der viele Zusammenhänge im Naturgeschehen gekannt und weitergegeben hat. Manches verdanke ich auch meinem Großvater Ferdinand Gasser, Brunnenmacher und Bauer im Maschen. Auch er war mit der Natur vertraut und ein erfahrener Wassermann. Er hat Tüchel für Wasserleitungen und Brunnensäulen für Pumpbrunnen gebohrt. Dabei hat schon das Aussuchen der geeigneten Stangen viel Erfahrung mit Holz gefordert. Die Ventile für die Pumpbrunnen hat er aus Leder angefertigt. Als Bub habe ich oft beim Bohren geholfen und durfte beim Zurückziehen des Bohrers prüfen, ob das Mark des Stangenholzes noch mitten im Bohrkern lag. Wenn das Mark auswanderte, mußte mit Gefühl und Erfahrung der Hebel am langen Bohrer verstellt werden, bis die Richtung wieder stimmte. Für eine Rolle Kautabak oder ein Viertele hat er gerne mit der Wünschelrute Wasser geschmeckt. Aber nach Wasser gegraben hat er nur dort, wo er Hinweise in der Natur gefunden hat. Als Völksschüler haben wir dann im Rudel, zwei sind im Krieg geblieben, einer ist schon vor etlichen Jahren gestorben, Wald und Flur durchstreift, Wild angeschlichen, im Rickenbach von Hand Forellen gefischt, im Eulentobelgraben Krebse und im Flotzbach Miesmuscheln gesucht, in den Riedgräben Grobben und Elritzen gefangen, in den Lehmlöchern das vielfältige Pflanzen- und Tierleben beobachtet, abends dem Froschkonzert zugehört, und die Blumen, Schmetterlinge, Heuhopper und die vielen anderen Insekten der Mähwiesen als Selbstverständlichkeit betrachtet. Leider Gottes ist von dieser Vielfalt inzwischen vieles vernichtet worden. Sie ist durch Abwasser, die Autoabgase, durch den Sauren Regen, durch Überdüngung, durch Verrohrungen und Regulierungen der Kleingewässer, durch das Zufüllen aller Krottenlöcher, durch Überbauung und Versiegelung, unwiederbringlich zugrundegegangen. In der Realschule in Dornbirn hatte ich das Glück, Naturgeschichte vom originellen Professor Dr. Bär vermittelt zu bekommen. Ein Jahr vor der Matura kam der Anschluß mit Repressionen für uns Ungläubige. Nach der vorgezogenen Matura mußte ich am 1. April 1939 zum Reichsarbeitsdienst einrücken. Nach Kriegsausbruch wurden wir zur Wehrmacht überstellt. In 7 Jahren und 19 Tagen Reichsarbeitsdienst, Kriegsdienst und Gefangenschaft habe ich nicht nur härteste Strapazen, Zerstörung, Angst, Tod, Hunger und Elend, sondern auch bedingungslose Kameradschaft und selbstverständliche Hilfsbereitschaft erlebt. So waren zum Beispiel die vier Mann im Sturmgeschütz auf Gedeih und Verderben aufeinander angewiesen. Die Verpflegung wurde gemeinsam in einer Munitionskiste aufbewahrt und gemeinsam gegessen. 27 Siegfried Heim Trotz der Härte dieser Jahre ist mein Interesse für die Natur immer wach geblieben. Auf vielen Märschen und Fahrten kreuz und quer durch Europa habe ich, zwischen Caen in der Normandie und Orel südwestlich von Moskau und zwischen dem Polarkreis in Finnland und Marseille am Mittelmeer viele typische europäische Landschaften gesehen und in Erinnerung behalten. Nach meiner Verwundung bekam ich mit viel Glück einen dreimonatigen Studienurlaub und konnte in Wien das 1. Semester Forstwirtschaft inskribieren. Nach der glücklichen Heimkehr aus der Gefangenschaft habe ich im zerschossenen Wien mein Studium zwischen 1946 und 1949 unter heute kaum mehr vorstellbaren äußeren Bedingungen fortgesetzt und abgeschlossen. Die 36 Jahre meines Berufslebens verbrachte ich bei der Wildbach- und Lawinenverbauung. 17 Jahre habe ich im Bregenzerwald und Kleinen Walsertal gearbeitet. 19 Jahre war ich für ganz Vorarlberg zuständig. In diesem äußerst vielseitigen Beruf wird man nicht überheblich, steht man doch dauernd im ungleichen Kampf gegen die Naturgewalten. Das erfordert viel Verständnis für die Abläufe der Natur. Man muß mit Wasser, Rutschungen, Felsstürzen und Muren, mit Schnee und Lawinen, mit der forstlichen Problematik, vor allem im Schutzwald und an der Waldgrenze, aber auch mit den technischen Möglichkeiten in den hochgelegenen, schwer zugänglichen Wildbacheinzugsgebieten und Lawinenabbruchgebieten vertraut sein. Dabei konnte ich laufend neue Erfahrungen sammeln und auch vieles umsetzen. Der Wildbachverbauung wird heute vielfach der Vorwurf der Verbetoniererei gemacht. Dabei wird aber meist gerne übersehen, daß das österreichische forsttechnische System für Wildbach- und Lawinenverbauung seit 1884, also seit über 100 Jahren neben den technischen Verbauungen auch die schwierige und langwierige forstliche Arbeit auf der Fläche der Einzugsgebiete betreibt. Der praktische Umweltschutz datiert daher nicht, wie heute vielfach der Anschein erweckt wird, von gestern, sondern hat eine lange Tradition. So wurden z. B. allein seit den Lawinenkatastrophen 1951 und 1954, zwischen 1955 und 1988 rund 4,400.000 Forstpflanzen versetzt, das sind ca. 130.000 Pflanzen im Jahresdurchschnitt. Derzeit werden 770 ha Aufforstungen, fast zur Gänze auf Extremstandorten, durch die Wildbach- und Lawinenverbauung betreut. Mit diesem Wissen können vielleicht auch gewisse hochgespielte Tänneleaktionen und Umweltaktivitäten, die als solche sicher zu begrüßen sind, sachlich und maßstäblich in ein größeres Umfeld eingeordnet werden. Praktische Forstwirtschaft wird nicht erst seit zwei Jahren betrieben. WOLFURTER GESCHLECHTER Der erste Wolfurter Häuserbeschrieb von 1594 (aus «Holunder» 1932/30) nennt eine Reihe Familien, die später ausgestorben oder verzogen sind: Kellnhofer (6 Familien), Wirt, Schnell, Weiß, Weinzürn, Eberlin, Tobler, Wörlin, Abstaig und andere. Aber weitere zehn Geschlechtsnamen sind seit 1594 nun fast 400 Jahre lang in der Gemeinde erhalten geblieben: Böhler, Dietrich, Flatz, Höfle, Müller, Reiner, Schwärzler, Sohm, Thaler und Vonach. Übersicht über die ältesten Familiennamen in den Wolfurter Häuserlisten 1594 1760 1809 1843 1900 1950 Albinger — 2 3 3 3 4 Anwander — 3 3 1 1 Bildstein — 2 3 6 2 — Böhler 2 9 11 15 19 16 Dietrich 1 3 3 3 1 2 Dür — 6 5 9 5 — Fischer — 6 7 10 19 14 Flatz 2 4 7 4 — 2 Gasser — 1 4 3 1 4 Geiger — 7 5 7 8 7 Gmeiner — 6 17 7 20 18 Guldenschuh — 1 — 1 _ 2 Haltmayer — 10 7 6 4 1 Höfle 1 6 6 8 8 10 Kalb — 4 8 8 8 7 Klocker — 1 7 9 4 9 Köb — 1 4 g 17 24 Lenz — — 1 4 5 1 Mäsch — 2 1 4 1 1 Mohr — 1 3 2 5 7 Müller 2 5 3 4 9 7 Reiner 1 2 5 3 3 4 Rohner — 12 15 20 13 10 Rünzler — 1 1 2 2 — Schelling — 2 2 3 3 6 Scheiter — 2 5 6 13 15 Schneider — 4 7 10 3 1 Schwärzler, Schwerzler 4 14 12 22 20 18 Sohm 2 4 2 1 — 1 Stadelmann — 2 1 1 2 2 Stülz — 4 4 3 — _ 29 Thaler 2 2 3 1 3 8 Vonach 5 6 5 4 4 3 28 Der Grund, warum diese 33 Geschlechter fast unverändert bis ins 19. Jahrhundert den Großteil der Einwohner von Wolfurt ausmachten, liegt im mittelalterlichen Hofsteigischen Landsbrauch. Danach durften nur mit Sondergenehmigung des gräflichen Vogts «frembde leut» in Wolfurt aufgenommen werden. Außerdem mußte jeder für die Einheirat oder den Zuzug nach Wolfurt zwischen 10 und 60 Pfund Pfennig bezahlen, das wären heute etwa 5.000 bis 30.000 Schilling. Noch vor 100 Jahren betrug die «Einkaufstaxe», die jeder Bräutigam für eine fremde Frau erlegen mußte, 50 bis 100 Gulden (etwa 10.000 Schilling). Zugezogene Familien versuchten, für viel Geld das Wolfurter Bürgerrecht zu erwerben. Andernfalls wurden nicht selten Witwen, Waisen und Kranke einfach aus dem Dorf «abgeschoben». Trotzdem finden wir bis 1900 eine ganze Reihe neuer Familiennamen unter den Hausbesitzern: Rhomberg Hopfner 1 1 1 Albrecht 1 Huber 1 Rist 1 Ammann Roth Huster 1 1 3 Arnold Schirpf Hutter 1 1 1 Bernhard 2 Schedler Kaufmann ] 1 Bohle Scheffknecht 2 Kirchberger 1 1 Brauchle 1 Klien ] Sinz Doppelmayr 1 1 1 Kresser 1 Stenzel Drechsel 1 Verklärer Lüber 1 1 Fait 1 Wacker Malin 1 1 Fehle 1 Waldinger Matt 1 1 Feldkircher 2 Widmer Meusburger 1 2 Forster 4 Nagel 1 Winder 1 Gmeinder 1 Wohlgenannt Öhe 1 1 Göppel 1 Österle 1 Würz 4 Gunz 1 Zehrer Peter 1 2 Heim 2 Zuppinger Putzer 1 2 Hinteregger Hohl 1 Rädler 1 Am allermeisten neue Namen kamen in der Mitte unseres Jahrhunderts nach Wolfurt: Zuerst die Südtiroler: Ebnicher, Sepp, Andergassen, Kompatscher, Ladurner . . . , dann die Flüchtlinge aus dem Osten: Seichter, Sawtsenko, Kovacs . . . , dann die vielen Siedler aus dem Bregenzerwald und aus Bregenz: Albrecht, Bader, Baldauf, Bechter, Benger, Eugster, Lingenhel die Tiroler, Steirer, Kärntner: Aichholzer, Glantschnig, Hiesmayr, Kussian . . . , die Jugoslawen: Barisic, Blesic, Cubanovic, Manitasevic . . . , die Türken: Atay, Basar, Cengiz, Özdemir, Yilmaz . . . Das «Blaue Buch» von 1978 zählt in Wolfurt bereits mehr als 1100 verschiedene Familiennamen auf. Viel wichtiger als die Namen sind aber die Menschen, die diese Namen führen. Sie alle tragen ein Stück zur Fortentwicklung unserer Gemeinde bei. Aus dem Hofsteigischen Landsbrauch Die für Wolfurt gültigen Gesetze wurden 1544 aufgeschrieben und später durch neue Satzungen ergänzt. Die einundzwanzigste Satzung von 1570 verbot den Hofsteigern auf Antrag der Bregenzer Obrigkeit die gastliche Aufnahme von Fremden: «Nach dem bisher wider und über alles der oberkeit verschaffen, vil underthonen ditz gerichtz Hofstaigs, allerlay frembdes hergeloffenes volk, landstraiffer, betler und dergleichen unnütz gesind, one vorwissen und willen berüerter oberkait der herrschaft Bregentz auf- und angenommen, auch denselben herberg und underschlouf gegeben, von denen zuvil zeiten, sonderlich disem gericht Hofsteig, wie meniglichem bewüsst ist, vil args und Übels, fürnemblich aber durch eingefüerte laidige krankhait der pestilentz und in ander mer weg, allerlay angst und not zuegestanden und begegnet ist. Zu abstellung und fürkumung desselben soll hinfüro kain underthon noch einsäss in disem gericht Hofstaig gesessen, gar kain dergleichen frembd hergeloffenes volk, landstraiffer, betler und sollich unnützes gesind, ohne wissen und bewilligung ir der oberkait, nit auf noch annemmen. Und ob schon ein herrschaft eingesessen weibs bild sich mit ainem sollichen frembden herkommen mann verheüraten solte oder würde, soll doch derselbig, one zuvor erfolgt der oberkait wissen und willen auch nit eingelassen oder angenomen werden, kains wegs. Alles bey straf zehen pfund pfening, und welcher dieselben an gelt zuebezahlen nit vermöchte, der solls in venknus abbüessen one gnad. Zu den 33 alten waren also — meist durch Zuzug — im 19. Jahrhundert 53 neue Namen gekommen. Darüber hinaus hatten Industrialisierung und Eisenbahnbau ab 1870 jedes Jahr etwa 100 neue Gastarbeiter ins Dorf gebracht, die nur im Fremdenbuch, nicht aber bei den Hausbesitzern aufscheinen. Neben deutschen und Schweizer Namen finden sich sehr viele italienische (Sarteno, Vesco, Castelrotto, Fait, Sperandio, Purin, Debortoli, Dalraj, Zortea, Berlanda, Tomaselli, Girardelli, Nicolussi, Paoli, Moretti, Devigili, Zoldo, Giacomo, Martini, Micheli, Casanova, Bigotti...). Die meisten blieben nur wenige Jahre und zogen dann wieder in ihre Heimat oder in die Industriegemeinden. 30 31 Siegfried Heim DER LETZTE KRIEG! (Mit diesem Beitrag soll eine Diskusssion ausgelöst werden. Ergänzungen und Richtigstellungen und besonders persönliche Beiträge von Zeitzeugen erbittet der Verfasser.) Quellen: Schelling: Festung Vorarlberg Gespräche mit Zeugen. Vor 50 Jahren begann am 1. September 1939 der große Zweite Weltkrieg. Noch leben viele Soldaten, aber nur selten erzählen sie von ihren erschütternden Erlebnissen draußen an den Fronten. Aus dem Blickwinkel eines damals 10- bis 14jährigen Buben möchte ich an die Ereignisse daheim in Wolfurt erinnern. 1938 war Hitler einmarschiert. Wir sahen Flugzeuge, braune Uniformen, große Hakenkreuzfahnen, einen Fackelumzug. Als 10jährige Schüler wurden wir ins «Jungvolk» der Hitlerjugend aufgenommen. Wir freuten uns an Sport und Zeltlagern und spürten nicht, daß wir mit Marschieren, Geländespiel und Luftgewehrschießen schon militärisch gedrillt wurden. Das Dorfleben veränderte sich. Die Männer wurden einberufen. Wir hörten Fanfaren zu Siegesmeldungen im Radio, lasen die Schlagzeilen in der Zeitung und wurden als «deutsche Jungs» in der Schule zum Appell gerufen. Bald rückten auch Familienväter und die Schüler der oberen Gymnasialklassen ein. Feldpostkarten kamen aus Frankreich und Norwegen, aus Libyen, Murmansk, vom Kuban und aus Kreta. Jetzt sahen wir schon manchmal ein verhärmtes Frauengesicht, ein paar Tränen. Die Kirchen waren übervoll. Schülerinnen strickten Schals für die erfrierenden Armeen in Rußland. Schulklassen sammelten Heilkräuter, Sanddornbeeren und Altpapier. Weil die Männer fehlten, wurden Kriegsgefangene in der Landwirtschaft eingesetzt, zuerst Bauernsöhne aus Frankreich, dann Serben. Polnische Mädchen wurden dienstverpflichtet. Unsere Danuta war noch nicht 18 und erzählte stolz, daß ihre Brüder in der britischen Armee gegen Deutschland kämpften. An der Eisenbahn in Kennelbach arbeiteten russische Gefangene. Im kältesten Winter mußten sie ohne Handschuhe Eisenschienen schleppen. Der Wachsoldat schaute weg, wenn wir bei den bärtigen, ausgemergelten Männern für unser Jausebrot Holzspielzeug eintauschten. In den Lebensmittelgeschäften fehlten alle Süßigkeiten. Aber Schokolade und Südfrüchte hätten wir Bauernkinder ohnehin fast nie bekommen. Wir hatten zwei Kühe im Stall, dazu ein paar Schweine und Schafe. Wir pflanzten Kartoffeln und Mais an, auch Weizen und Gemüse. Jeden Nachmittag und die ganzen 32 Ferien hindurch arbeiteten wir Schulkinder in Feld, Acker, Wald und Stall. Dafür kannten wir keinen Hunger. In der Stadt war das anders. Blasse Mütter und schmale Kinder kamen zum «Hamstern» ins Dorf. Für Wäsche und Geschirr versuchten sie, ein paar Liter Milch oder eine Tasche voll Kartoffeln einzutauschen. Bargeld hatte fast keinen Wert mehr. Der Bürgermeister ließ den Schulplatz und große Ried- und Achfelder zu Äckern umbrechen und verpachtete kleine Stücke an die hungernden Familien. 1944 zerbrachen die deutschen Fronten. Jetzt kamen zahlreiche Flüchtlinge ins Dorf. Zuerst waren es ausgebombte Frauen und Kinder aus Berlin und dem Ruhrgebiet, dann kamen Volksdeutsche aus Rußland und Siebenbürgen. Sie hungerten und froren in den Massenquartieren im Schwanensaal und im Sternen. Immer häufiger kamen Todesnachrichten aus dem Feld. Mütter weinten an Birkenkreuzen auf dem Friedhof. Verwundete mit riesigen Verbänden marschierten mit zur Heldenehrung am Kriegerdenkmal. Frauen trugen jetzt dreifache Lasten bei schweren Arbeiten, in Verwaltung und Erziehung. Einzelne rückten sogar zum Roten Kreuz oder zum Nachrichtendienst ein. Unser ältester Bruder war noch nicht 16 Jahre alt, als er mit seinen Mitschülern zur Bewachung italienischer Arbeiter beim Stellungsbau in Verona eingezogen wurde. Erstmals sahen wir die Mutter weinen, als auch der Vater von den neun Kindern weg einrückte. Sogar wir Schüler spürten jetzt, daß der Krieg verloren war. Aber niemand sprach darüber, es war zu gefährlich. Trotz strengen Verbotes begannen wir am Radioapparat zu drehen. Wir fanden Sender Luxemburg und konnten jetzt die alliierten Propagandasendungen mit den deutschen vergleichen. Täglich zählten wir die amerikanischen Großbomber, die von Italien aus am hellen Tag Einsätze nach Süddeutschland flogen. Oft waren es 400 Stück. Ein Regen von Stanniol fiel vom Himmel, mit dem sie das deutsche Radar störten, manchmal auch ein leerer Zusatz-Benzintank. Nur selten schoß irgendwo deutsche Flak. Einmal verfolgte eine deutsche Me 109 einen versprengten Bomber über Bregenz. Wir sahen die Fallschirme sich öffnen und waren mit unseren Fahrrädern schnell bei der Absturzstelle im Fußacher Ried, wo noch Munition in den Flammen explodierte und ein toter Soldat neben einem Streueschochen lag, während seine Kameraden vom Grenzschutz gefangen abgeführt wurden. Mehrmals wurden nachts die stark geschützten Rüstungsbetriebe in Friedrichshafen bombardiert. In unserer Dummheit bewunderten wir vom Dachboden aus das Farbenspiel, als Scout-Flugzeuge zwischen den Scheinwerferfingern große «Christbäume» setzten, als Leuchtgranaten ein Feuerwerk an den Himmel zauberten und sich der Horizont über dem See unter dem anhaltenden Wummen der Bombenteppiche blutigrot färbte. Für die nun folgenden Seiten entnehme ich Zeitangaben aus Georg Schellings «Festung Vorarlberg». 33 Ende April kam die Front an den Bodensee. Der Volkssturm faßte beim Vereinshaus scharfe Munition und Panzerfäuste. Jetzt weinte auch Papa, als er noch einmal unseren kleinsten Bruder aus Mamas Armen nahm, ehe er mit den alten Wolfurter Männern zur Bewachung des Harder Seeufers abmarschierte. Im Land hatten französische Tiefflieger ein Terrorregiment angetreten. An einem sonnigen Morgen (nach Schelling am 25.4.45 um 8.10 Uhr) bewunderten wir die saubere Formation, mit der 24 Maschinen in mittlerer Höhe Lauterach überflogen, über dem Ried der Reihe nach abkippten und mit Bomben und Bordwaffen einen Angriff auf einen Zug in Lauterach exerzierten, der viele Menschenleben kostete. In den folgenden Tagen machten die wendigen Flugzeuge Jagd auf alles, was sich bewegte, auf Pferdefuhrwerke und auf einzelne Feldarbeiter. In die Kirche schlugen Schüsse ein, Stülzes Haus mußte gelöscht werden und schließlich wurde die 15jährige Luise Bilgeri unter der Haustür des Kaplanhauses tödlich getroffen. Wir bereiteten uns auf den Einmarsch fremder Soldaten vor. Weil man uns fürchterliche Greuelgeschichten von betrunkenen Kriegern erzählt hatte, vergruben wir die Schnapsballons unter dem Heustock. Auf requirierten Pferdewagen trafen deutsche Verwundete ein und nahmen in der Bütze Quartier. Sie hatten genug vom Krieg, stellten sich selbst Entlassungspapiere aus und baten um Zivilkleidung. Auszeichnungen und Uniformen versteckten sie, die Waffen warfen sie weg. An allen Wegen fanden wir Karabiner und Munition, aber auch Handgranaten und Panzerfauste. Unser Schutzengel hatte damals wohl große Sorgen mit uns! Spät abends am Samstag, den 28. April 1945, hatte Hauptmann Petzold in Hard den Hofsteiger Volkssturm aufgelöst: «Mit solchen Soldaten kann man keinen Krieg gewinnen!» Auf Feldwegen schlichen die Männer heim nach Wolfurt, Bildstein und Buch, immer in Angst vor der SS, die Deserteure sofort erschoß. Zwei Tage lang hielten sich die Männer daheim versteckt. Flüchtende Truppen eilten auf der Straße vorbei. Am meisten staunten wir über die «Wlassow»-Soldaten mit den farbigen Gesichtern. Manche trugen große Turbane und aufgenähte schwarze Tiger. Am Montag, 30. April, marschierten die Franzosen im Leiblachtal ein. Granateinschläge dröhnten, die Bordkanonen der Tiefflieger rasselten. Unsere Nachbarn beluden ein Pferdefuhrwerk mit Habseligkeiten und flohen nach Bildstein. Auf der Unterlindenstraße ging eine große Flak in Stellung. Voll Angst packten wir schnell zwei Koffer und unsere vier kleinsten Geschwister auf einen Handwagen. Auch eine Nachbarin vertraute uns ihre zwei Jüngsten an. Sie selbst wollte beim Haus bleiben. Mein 15j ähriger Bruder und Michel, der alte Knecht, wollten ebenfalls daheim zu Haus und Vieh schauen. Wir anderen flohen durch den Ippachwald nach Buch. Mit zwei weiteren Familien fanden wir dort freundliche Aufnahme bei Bekannten. Mich schickte man mit dem Fahrrad wieder heim. Am anderen Morgen begann der Angriff auf Bregenz. Riesige 34 Rauchsäulen quollen aus der brennenden Stadt, eine besonders schwarze stieg aus den Lagern der Autowerkstätte Anwander auf. Gefährliche Jagdbomber hämmerten immer wieder auf die Flüchtlinge herab, die gruppenweise über die Achbrücken hasteten. Ich fuhr wieder als Kurier nach Buch und hörte noch, wie am späten Vormittag die Achbrücken und die Kennelbacher Kanalbrücke gesprengt wurden. Mittags wurde Bregenz besetzt, gegen Abend erschienen die Franzosen in Kennelbach. Am 2. Mai schneite es in Buch. Ein Bote berichtete mittags, jetzt sei auch Wolfurt besetzt. Schnell hoben wir wieder Koffer und Kinder auf den Wagen und verabschiedeten uns von den herzensguten Gastgebern. Eine weiße Windel sollte als Fahne unser Gefährt schützen. Im Ippachwald standen schwer bewaffnete deutsche Soldaten. Scheu und grußlos eilten wir vorbei. Menschenleer das Oberfeld! Aber auf dem Kirchplatz war Betrieb. Französische Soldaten hatten ein deutsches Kettenkrad erbeutet und jagten darauf lauthals jubelnd wie Buben in waghalsigen Kurven umher. Von uns nahm niemand Notiz. Daheim war alles in Ordnung. Weinend vor Freude schloß unsere Nachbarin ihre Kinder in die Arme. Dann gab es viel zu erzählen: Ganz früh am Morgen des 2. Mai hatte ein französischer Stoßtrupp die Ach überschritten und die Häuser durchsucht. Ein junger deutscher Soldat hatte sich bei Scheffknechts auf einem Baum versteckt. Eine MP-Garbe holte ihn herab. In Diems Stube starb er wenige Stunden später (Aussage Familie Diem). Französische Pioniere errichteten schnell einen Notsteg über die eingeknickte Kennelbacher Brücke. Weil die Brücken in Lauterach und Hard viel schwerer zerstört waren, marschierte nun eine ganze Armee durch Wolfurt. Im Röhle stellten noch einmal deutsche Soldaten ein Maschinengewehr auf. Ein paar MP-Garben warfen auch sie nieder. Noch ein Toter! Alle Häuser wurden durchgekämmt, entwaffnete deutsche Soldaten zusammengetrieben, ihre Gewehre beim Gasthof Lamm zerbrochen. An allen Häusern wehten weiße Fahnen. Von Dornbirn her schlugen deutsche Granaten im Röhle und im Oberfeld ein, rissen aber nur Erdtrichter auf. Während sich schon Kraftfahrzeuge und Panzer ins Dorf wälzten, erreichte die französische Vorhut Rickenbach. Als Gebhard Böhler am Haus eine weiße Fahne befestigte, zerschmetterte ihm eine deutsche Pak-Granate von der nahen Bachbrücke her den Rücken. In einem französischen Lazarett ist er gestorben (Aussage Familie Böhler). Die Panzerkolosse bogen vom Kirchplatz Richtung Lauterach ab. In den Kurven wühlten sie die Straße so tief auf, daß Personenautos kaum mehr folgen konnten. Fingerdick lag Staub auf den Fenstersimsen. Gemeindediener Gmeiner schellte Befehle der Franzosen aus. Später wurden auch Plakate angeschlagen. In Französisch und Deutsch verlautbarten sie etwa folgendes: 1. Dieses Gebiet untersteht der französichen Armee. 2. Wer deutsches Militär verbirgt oder unterstützt, wird erschossen. 35 3. Waffen, Landkarten und Fotoapparate müssen sofort abgeliefert werden. 4. Plünderer werden erschossen. 5. Während der Dunkelheit besteht strenges Ausgangsverbot. Die gesammelten Fotoapparate und Karten wurden beim Schulhaus zerstampft. Dutzende Panzerfäuste warf man in die Schützenlöcher bei der Achbrücke. Vielleicht sind sie später zugeschaufelt worden! Am anderen Tag wurde Bilgeris Luise zusammen mit den beiden gefallenen deutschen Soldaten in ein gemeinsames Grab gelegt. In den meisten Häusern quartierten sich französische Truppen ein. Frauen und Mädchen versteckten sich. Aber die Soldaten verhielten sich korrekt. Wir mußten ein Schaf abliefern. Auf der Steig errichteten farbige Hilfstruppen ihre Feuerstellen und ließen die geschächteten Schafe am Spieß schmoren. Die Soldaten trugen grob gewobene Kaftans mit gewaltigen Kapuzen und sahen aus wie Kurden. Als sie Marketenderware empfingen, sah ich den ersten Kaugummi. Und dann zogen die Marokkaner mit Hunderten Mulis ein! An Bütze- und Unterlindenstraße beschlagnahmten sie alle Bauernstädel — drei Monate lang. Die weißen Offiziere bezogen Zimmer, die braunen Soldaten lagerten im Heu. Die Kommandantur war in Kartonagen-Gmeiners Büro, die Küche in Zwickles Schopf. Mit den Franzosen hatte die Bevölkerung kaum Kontakt. Mädchen, die sich — manchmal als Flüchtlinge vom Hunger getrieben — mit ihnen einließen, wurden als Huren beschimpft. Mit den Marokkanern schlössen wir schnell Freundschaft. Sie waren wie Kinder und verschenkten Kekse und Schokolade an unsere kleinen Geschwister. Mühsam erlernten sie auf unseren ältesten Fahrrädern das Fahren. Auf den Hausplätzen zerklopften sie farbige Steine und legten riesige Mosaiks mit dem Fünfstern der Armee aus. Weil die meisten Mohammed oder Omar hießen, wurden sie von den Offizieren nur mit der Nummer gerufen. «Dus», «Disuit» und «Dris» ließen sich von unserer Mutter für ein paar Konservendosen scharfe Bügelfalten in ihre Hosen nähen, uns Buben belieferten sie für bunte Stecknadeln mit Tabak. Ihre Muliherden trieben sie einfach in die saftigen Wiesen und in die jungen Weizenfelder auf die Weide. Am Sonntag führten sie ein Muli-Wettreiten durch. Abends brauten sie Kaffee in großen Kesseln. Dann aber sotten sie wieder Rinderdärme und Igel. Uns graute! Böse wurden die gutmütigen Männer nur, wenn wir ihnen im Spiel ihre Turbane abstreiften und das kleine Zöpfchen mitten auf dem glattrasierten Schädel belachten, oder wenn wir sie an den Schweinestall lockten. Das waren wohl religiöse Verstöße, deren Schwere wir nicht ahnten. Aufschloß Wolfurt residierte nun Colonel Jung mit dem Militärkommando für Vorarlberg. Gelegentlich landete ein Fieseler-Storch im Feld und brachte einen Ordonnanz-Offizier. Sonntags standen ein Dutzend Offiziere unbeweglich die ganze 36 Messe durch in der Kirche. Am 14. Juli feierten die Franzosen ihren Nationalfeiertag in Bregenz mit einer Militärparade — ein geschmückter Ziegenbock voran. Auch auf Schloß Wolfurt gab es ein großes Fest samt Feuerwerk. Im August wurden die Marokkaner mir ihren Mulis ins Montafon verlegt. Plünderungen und Vergewaltigungen, wie sie von anderen Kriegsschauplätzen berichtet wurden, hatte es bei uns nicht gegeben. Eine einzige Ausnahme: Zwei Wolfurter Burschen fanden an der Bucherstraße zwei Bucher Mädchen mit durchschnittenen Kehlen auf. Beide waren offenbar sexuell mißbraucht worden. Französische Offiziere und ein Militärarzt stellten Nachforschungen an (Zeuge P. Schwerzler). Mehrfach wurden marokkanische Soldaten ausgepeitscht. Die Spannungen zwischen ihnen und ihren Kolonialherren waren deutlich spürbar, sie führten ja auch zehn Jahre später zum grauenhaften algerischen Aufstand. Die Bauernarbeit im Ried hatte schon in der ersten Maiwoche wieder begonnen, als noch große Kolonnen von deutschen Gefangenen an der Landstraße rasteten. Die Mutter suchte mit uns nach unserem Bruder, der ja auch noch Soldat geworden war. Ein paar Tage später kam er zu Fuß daheim an — mit etwas mehr als 16 Jahren schon ein entlassener Soldat. Fast täglich kehrten jetzt Männer heim, viele verwundet und halb verhungert, andere krank an Leib und Seele. Aus Rußland kamen manche erst nach Jahren zurück. Noch viele Birkenkreuze mußten gesteckt werden. 99 Namen am Kriegerdenkmal mahnen: der letzte Krieg! KRIEGERWAISEN Im Ersten Weltkrieg mußten am 1. August 1914 99 Wolfurter Männer und Väter nach Galizien und Serbien einrücken, denen bis zum Frühjahr weitere 220 folgten. «Mancher, mancher wird nicht mehr kommen!» schrieb der Chronist Engelbert Köb, der selbst ein Jahr später als Standschütze starb. Zu den ersten Opfern im Herbst 1914 gehörten vier Familienväter: Köb Albert, Lehrers, Maler im Strohdorf. Er hinterließ seine Frau Mina mit 4 Kindern zwischen 11 und 6 Jahren: Paul, Martha, Albertina und Anna. Gmeiner Albert, Lislo, Sticker in Rickenbach. Er hinterließ seine Frau Anna mit 8 Kindern zwischen 14 und 1 Jahr: Rosa, Albert, Franz, Otmar, Augusta, Maria, Raimunda und Ida. Rohner Josef, Schwarzvinälars, Sticker im Kirchdorf. Er hinterließ seine Frau Agatha, die in Erwartung war, mit 6 Kindern zwischen 9 und 2 Jahren: Franz, Hirlanda, Laura, Viktor, Eugen und Frieda. Als siebtes wurde 1915 Fina geboren. Böhler Alfred, Bergers, «Rasierers» im Kirchdorf. Er hinterließ seine Frau Agatha mit 5 Kindern zwischen 11 und5 Jahren: Agatha, Karl, Reinhilde, Alfred und Emilie. Ohne Väter wuchsen sie auf. 25 Jahre später mußten sie selbst oder ihre Ehegatten in den Zweiten Weltkrieg einrücken. 37 Siegfried Heim So heo s i ghört! (3) In der langen Geschichte der Hofsteiggemeinschaft hat jedes der sechs Dörfer aufsein Eigenleben gepocht. Bei aller Notwendigkeit zur Zusammenarbeit führte das immer wieder zu kleinen Sticheleien, aus denen auch manche Rauferei zwischen Buben und Burschen der Nachbardörfer erwuchs. Heute bekennen sich die Bewohner stolz zu den Übernamen, die ihnen einst freche Lausbuben als Schimpfwörter nachriefen: Wolfurtar — Hafoloabar Der Hafenlaib aus grobem Vesenmehl war — ohne Fleisch! — ein Essen für arme Leute. Luttorachar — Türbbolar Turrbo nannte man die Torf-Schollen, die mit Gestank in den Öfen und Rauchkesseln qualmten. Hardar — Mu-Fohar Die Harder wollten den Mond in einer Wasserstande fangen. Mit einem feinen Lächeln hat uns Wolfurtern der Lauteracher Chronist Elmar Fröweis ein Gedicht gewidmet: Glück ghet Z&#39;Wolfurt hei&#39;s amolo brennt, so tuot ma se verzeih. Scho seiond etle Kerle grennt und heiond Glogga lütto wello. Wio se dra sind, seit der oa: «I tur-om nit reacht trouo, ma sioht koa Lüt, ma hört koa Gschroa, mir weorond ou koan Blödsinn bouol» «Wolback, lütto ohne Brand, des künnt no lustig wem! Ma lacht üs us im ganzo Land, und wirkle siohst koan Rouch, luog herol» Koanar sioht-om drübr us, so schiofist des ioz gloffo, und Glogga glongond langsam us, am liobsto wärond se vrschloffo. A jedar reachnot, was ioz kumm, mit Stillom und mit Lutom. Do sioht oan Rouch und dreit se um und rüoft in Turm: «Gottlob, as kut-om!» Schwarzachar — Schlifar An der Schwarzach kreischten Tag und nacht die großen Schleifen, in denen Wetzsteine geformt wurden. Bildstar — Beosorisar Bildsteiner Bauern verdienten ein paar Kreuzer am Verkauf von Birkenbesen. Buochar — Pfundlöoblar Man belächelte die Bucher, weil sie sich in der Wirtschaft nur «a Löoble», ein kleines Stück Brot leisten konnten. Die Hofsteiger hatten natürlich auch Übernamen für ihre anderen Nachbarn: Kengolbachar — Käsknöpflar Breogozar — Seebrünzlar Dorrobirar — Süoßlar Elmar Fröweis, Jahrgang 1933, Volksschuldirektor in Lauterach, ist der Verfasser des Lauteracher Heimatbuches 1985. Einige seiner Mundartgedichte aus Dorf und Ried liegen in dem Bändchen «Zilata und Furcha», Vorarlberger Verlagsanstalt, Dornbirn, 1982, vor. 38
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