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Montafoner_Muse...10_In 01.10.2010 17.12.2012, 08:23 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! In der zweiten Julihälfte erscheint die Begleitpublikation zur heurigen Sommerausstellung. Auf 350 Seiten berichten fünf Autorinnen und Autoren vom Thema „Naturkatastrophen“. Michael Kasper widmet sich dem Hungerjahr 1817, das eine Folge eines Vulkanausbruchs von 1815 und des darauffolgenden Jahres ohne Sommer war. In einem zweiten Beitrag lässt Michael Kasper die Medien zum Hochwasser von 1910 sprechen. Helmut Aschauer spürt der Geschichte der Wildbach- und Lawinenverbauung im Montafon nach und präsentiert eindrückliches Bildmaterial. Klaus Beitl veröffentlicht einen kleinen Vorbericht zur geplanten Publikation über das Tschaggunser Mirakelbuch aus 1 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information 2010 dem 18. Jahrhundert. In diesem sind die Sorgen und Nöte der Wallfahrerinnen und Wallfahrer enthalten, die immer wieder auch Naturereignisse betreffen. Edith Hessenberger betrachtet die Naturkatastrophen aus dem abergläubischen Blickwinkel der Bevölkerung. Die Überlieferung des Themas in Sagen und Liedern gibt Aufschlüsse über den Umgang mit der ständig begleitenden Gefahr. Neben dem historischen Blick lenkt Hessenberger das Augenmerk auch auf den aktuellen Umgang der Menschen mit der Gefahr. Das Leben mit der Lawine „ums Haus“ sowie die Lawine als Arbeitsplatz beschäftigen sich mit Beobachtungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Schließlich vermittelt Friedrich Juen mit seiner Chronik der Gargellner Lawinenereignisse auch noch statistisches Material zu einem Ort. Andreas Rudigier (Obmann) 2 Veranstaltungen St. Gallenkirch (Treffpunkt Talstation Valiserabahn) Sonntag, 18. Juli 2010, 8.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Kunstforum Montafon (Schruns) Samstag, 24. Juli 2010, 20 Uhr Maisäß- und Alpwanderung Gweil (Exkursion mit Dr. Leo Walser) Das Gebiet Gweil wird seit mehr als einem halben Jahrtausend alpwirtschaftlich genutzt und gilt als eine der beeindruckendsten alpinen Kulturlandschaften im Montafon. Diese Ganztageswanderung (Gehzeit ca. 6 Stunden) führt vom Rütimaisäß über Valsott zur Inner­ gweilalpe (1750 m) und von dort über das ehemalige Heumahdgebiet Mutt zur Kuhalpe Außergweil (1800 m). Der Rückweg erfolgt über den Gweilmaisäß (1480 m) nach Galgenuel. Wasserschaden (Musik und Kunst im Zeichen des Hochwassers von 1910) Roland Haas führt in die Ausstellung „hochwasser“ ein. Emil Galehr und Josef Thoma spielen originelle Volksmusik. Michael Kasper liest aus zeitgenössischen Berichten über das Hochwasser von 1910. Eine Kooperation zwischen dem Montafoner Sommer, dem Kunstforum Montafon und den Montafoner Museen. Sonntag, 1. August 2010, jeweils 10-17 Uhr Zu beachten ist: Bergtaugliche Schuhe mit griffiger Sohle, allenfalls Wanderstöcke und Regenschutz werden empfohlen. Aus organisatorischen Gründen wird eine telefonische Anmeldung unter 0650/6365484 bis 17. Juli, 18 Uhr, erbeten. Bei Regenwetter wird die Wanderung auf Sonntag, den 25. Juli verschoben. Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg und Gaschurn Reiseziel Museum Familien in Vorarlberg reisen gerne – das hat das „Reiseziel Museum“ in den letzten beiden Jahren gezeigt. Durch die attraktiven und familienfreundlichen Programme der teilnehmenden Museen 3 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 ist es gelungen, beinahe 15.000 Besucherinnen und Besucher für die Museen im Land zu begeistern. Montafoner Heimatmuseum Schruns: Auf Sand gebaut Wir gestalten mit verschiedenfarbigem Sand ein Landschaftsbild oder eine Plastik, in denen wir zum Thema der Ausstellung im Museum passend, Naturkatastrophen wie Lawinen und Hochwasser nachstellen können. Wir arbeiten hauptsächlich haptisch und visuell und ist für alle Altersgruppen inkl. Erwachsenen gedacht. Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Museumspuzzle Auf einer Entdeckungsreise durch das Haus finden neugierige Kinder zahlreiche interessante Hinweise auf die Wohnund Lebensart der Hausbewohner im Laufe der Jahrhunderte – und Schritt für Schritt entsteht so ein Gesamtbild zur Haus- und Bewohnergeschichte. Genau so entsteht auch das Puzzle, das die museumsinteressierten Kinder basteln und dann in ihrem Museumskoffer mit nach Hause nehmen können. Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Kraft der Natur Die Kinder nähen duftende Heukissen und bemalen Steine, die sie im Museumskoffer mit nach Hause nehmen können. Eine Museumsrallye begleitet sie auf eine Reise durch das im Stil alter Walserhäuser vorwiegend in Holz errichtete Gebäude. Samstag, 7. August 2010, 9 Uhr Schruns, Hochjochbahn (Talstation) Auf den Spuren des Klimas am Hochjoch (Wanderung mit Dr. Richard Werner) Für die Einheimischen ist die Sache klar: Die Art der Wolkenbildung am Hochjoch gibt Auskunft über die Wetterentwicklung. Welche Beobachtungen bei einer 4 Veranstaltungen Wanderung um das Hochjoch gemacht werden, zeigt der Meteorologe und Klimaspezialist Richard Werner. Die Teilnehmer/inn/en an der Exkursion können in praktischen Anwendungen Erfahrungen zur Beobachtung von Sonnenschein, Wind, Feuchtigkeit und anderen wetterund klimarelevanten Aspekten machen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Mit dem Heinzensommer 2010 lässt die Kulturgruppe St. Antönien vom 27. Juni bis 25. September das früher zum bäuerlichen Alltag gehörende „Heinznen“ noch einmal aufleben. Zog bei der Heuernte Regen auf, wurden auf den Wiesen in großer Zahl die als Heinzen bezeichneten Holzstäbe eingesteckt und an ihren kreuzweise angebrachten Querarmen das frisch geschnittene Gras zum Trocknen aufgehängt. Diese Technik ist in den letzten Jahrzehnten den Heubelüftungsanlagen und Siloballen gewichen. Als Dekoration finden sich ganze Heinzenreihen da und dort noch an Stallwänden. In St. Antönien werden sie für den diesjährigen Heinzensommer heruntergeholt und mutieren gar zu Kunstobjekten. Die Wanderung verlangt entsprechende alpine Ausrüstung, Kondition, die Kosten für die Hochjochbahn und eine Anmeldung bis zum 4. August im Montafoner Heimatmuseum. Die Rückkehr ist gegen 16 Uhr geplant. Bei sehr schlechten Witterungsverhältnissen wird die Veranstaltung auf Samstag, 21. August verschoben. ☛ Anreise mit der Bahn von Bregenz ab 7.40 Uhr, Bludenz ab 8.33 Uhr, Ankunft in Schruns um 8.53 Uhr, mit dem Bus von Partenen ab 8.17 Uhr, Ankunft Hochjochbahn 8.52 Uhr Treffpunkt: Bahnhof Schruns (9 Uhr) Samstag/Sonntag, 28./29. August 2010 Heinzensommer 2010 in St. Antönien: Grenzüberschreitende Wanderung von Gargellen nach St. Antönien mit Friedrich Juen und Andreas Rudigier Die im In- und Ausland bekannten Künstler Christian Bolt (Klosters), Gabriela Gerber/Lukas Bardill (Maienfeld), Andreas Hofer (Davos) und Robert Indermaur (Almens) haben sich bereit erklärt, 5 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen ViaValtellina (St. Gallenlkirch) Mittwoch-Freitag, 8.-10. September, jeweils 9-17 Uhr 2010 in der Berglandschaft von St. Antönien Schwerpunkte zu setzen. Mitglieder der Präkuscha (Verein Prättigauer Kunstschaffende) werden mit eigenen Werken zum Thema Heinzen auf das künstlerische Wirken in der Region aufmerksam machen. Ein Fotowettbewerb, der bis Ende Mai läuft, ist die Grundlage für eine Ausstellung im Ortsmuseum „Postchäller“. Gesucht werden deshalb auch Aufnahmen von früher. Praktischer Anschauungsunterricht im „Heinznen“ ist ebenfalls vorgesehen. Jeden Samstag werden zudem am Heinzentreff Persönlichkeiten aus Kultur, Landwirtschaft, Politik und Wissenschaft die Vergangenheit und Zukunft der Talschaft St. Antönien und damit des Berggebietes überhaupt zur Sprache bringen. Am 28. August (17 Uhr) referiert Andreas Rudigier in St. Antönien zum Thema „Maisäße im Montafon“. Anmeldung bis Montag, 9. August, im Montafoner Heimatmuseum notwendig. Übernachtung in St. Antönien vorgesehen. Am nächsten Tag geht es zu Fuß zurück. In Kooperation mit der Artenne (Nenzing). www.heinzensommer.ch Sonntag, 5. September 2010, jeweils 10-17 Uhr Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen. Einführungskurs in Anlehnung an LFIZertifikatslehrgang (mit Dr. Martin Lutz) Dieser dreitägige Kurs vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den LFI-Zertifikatslehrgang „Errichtung von Tockensteinmauern“. Im praktischen Handanlegen werden Sie in Planung, Arbeitsvorbereitung, Bauablauf, Steintriage, Fundamente, Schnurgerüst, Hintermauerung, Bindeund Decksteine, Stabilität, Werkzeugund Steinkunde, Ökologie, historische Hintergründe, landschaftliche Bedeutung eingeführt. Der tägliche Erfahrungsaustausch über Erfolge und Misserfolge rundet den Kurs ab. Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg und Gaschurn Reiseziel Museum Info: Siehe Veranstaltung vom 1. August 2010 Der Kursbeitrag ist 166 Euro. Anmeldung beim Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg Tel 05574/400-190 oder andrea.blum@lk-vbg.at 6 Aktuelles „hochwasser“ – Sommerausstellung im Kunstforum Montafon 26. Juni - 7. August 2010 Wie bereits bei den Themen „Der Weiße Tod – Lawinen“ (2004), „WINTERSPORT“ (2006/07) und „hoch hinauf – Alpinismus in der zeitgenössischen Kunst“ (2009) bietet ein tragisches Jubiläum wiederum Gelegenheit für eine Kooperation zwischen den Montafoner Museen und dem Kunstforum Montafon: im Jahr 1910 verwüstete ein gewaltiges Hochwasser weite Bereiche des Montafons, insbesondere in Schruns. Dabei wurde unter anderem das Gebäude der Lodenfabrik, in dem das Kunstforum Montafon untergebracht ist, völlig zerstört. Die Montafoner Museen werden dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, um verschiedenste Katastrophen, die über das Montafon in den vergangenen Jahrhunderten hereinbrachen, zu reflektieren. Auch das Kulturfestival „Montafoner Sommer“ wird zeitgleich unter dem Titel „UrGEWALTen“ sich dieser Thematik annehmen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 vor allem auf die zerstörerische Kraft des Wassers reagiert. Die Fenster der Ausstellungsräume blicken direkt auf das (inzwischen längst sanierte und geregelte) Bachbett der Litz. Beim letzten Hochwasser 2005 erreichten die Fluten gerade Fensterbretthöhe und richteten dabei kaum Schaden an. Die Fenster sind sehr schalldicht; werden diese geöffnet, entsteht beinahe der Eindruck, als kämen die Wassermassen in den Raum – zumindest akustisch. Dieser Effekt wird Teil des Ausstellungskonzepts. Mittels Hydrophon (Unterwassermikrofon) werden die Geräusche des Litzbachs, der im Sommer üblicherweise sehr viel Wasser führt, in die Ausstellung übertragen. Im Ausstellungsraum wird ein Teil einer Mure plastisch simuliert. Es wird der Eindruck entstehen, als wären – wie vor einhundert Jahren – die Wasser-, Schlammund Geröllmassen vom überflutenden Bach in den Raum eingebrochen. Dem gegenüber stehen zwei großformatige Malereien von Hans Weigand aus der Serie der „Silver Surfer“, die riesige Flutwellen (mit winzigen Surfern) darstellen. In die Rauminstallation kontrastierend integriert werden schwebende Steine von Hannes Ludescher: fragile, leichte Kunstwerke aus Papier und Weidenzweigen. Seine farblich fein abgestimmten Objekte werden mit den Bildwerken Weigands einen wunderbaren Dialog eingehen. Ergänzend werden in der kleinen Black Box, die seit der Sommerausstellung 2009 fix im Ausstellungsraum integriert ist, Dokumentarvideos von „großmaßstäblichen Murversuchen“ gezeigt, die das Institut für Wildbach- und Lawinenverbauung in der Region durchgeführt hat. So wird ein sehr intensiver Gesamteindruck entstehen, wodurch die Besucher in eine faszinierende Kunstwelt 7 In der Ausstellung in der ehemaligen Lodenfabrik wird aus aktuellem Anlass 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Neugestaltung der Trachten­ abteilung im Heimatmuseum Die Trachtenabteilung des Heimatmuseums in Schruns ist im Frühjahr neu gestaltet worden. Vor allem in konservatorischer Hinsicht war es dringend notwendig geworden, die seit mehreren Jahrzehnten bestehende Ausstellung aufzulösen. Neben einer Übersicht der Trachtenentwicklung von 1800 bis heute sind nun auch Texte und zahlreiche Abbildungen zum Thema zu betrachten. Erfreulicherweise stellte das Vorarlberger Landesmuseum eines der wichtigsten Bilder aus dem Schaffen der Montafoner Künstlerfamilie, die „Montafonerin“ von Franz Bertle (1859), als Leihgabe zur Verfügung. Das Gemälde vermittelt einen interessanten Einblick in die Geschichte der Monatfonertracht. 2010 entführt werden, die die Ästhetik der Zerstörung thematisiert. Diese von Kurator Roland Haas konzipierte Ausstellung steht im Kontext sowohl mit den dokumentarischen Zugängen der Montafoner Museen als auch vollinhaltlich mit dem Thema des Festivals Montafoner Sommer 2010. Somit ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild, das durch spezielle Kooperationen noch verstärkt wird. Tipp: Samstag, 31. Juli 2010, 18 Uhr: Ausstellungsgespräch mit Kurator Mag. Roland Haas Montafoner Sommer In Anlehnung an das Hochwasser von 1910 und in thematischer Kooperation mit den Montafoner Museen stehen 2010 die „ur-Gewalt-en“ im Mittelpunkt des Musikfestivals „Montafoner Sommer“. Unter der künstlerischen Leitung von Nikolaus Netzer kommt diesen Sommer die Oper „Die Flut“ von Boris Blacher im Alpenbad Schruns-Tschagguns zur Aufführung, die 1947 in Dresden erstmals gespielt wurde. Tipp: Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon erhalten für die Oper wie für andere Veranstaltungen des Montafoner Sommers wieder günstigere Eintrittskarten. Termine sind der 16., 18. und 19. Juli, jeweils um 20.30 Uhr. Nähere Informationen unter: www.montafoner-sommer.at 8 Aktuelles Entdeckungen: Zeichnung „Der bürokratische Weg zur Montafoner Hochjochbahn“ (Inv.-Nr. 5775) Ein aufmerksamer Schrunser hat anfangs 2010 am Straßenrand dieses Objekt nach einer Entrümpelungsaktion entdeckt und in das Museum in Schruns gebracht. Die auf Karton aufgezogene, rund 36 cm hohe und knapp 54 cm lange Zeichnung zeigt unter dem Titel „Der bürokratische Weg zur Montafoner Hochjochbahn“ in aquarellierten Tuscheskizzen die Hürden, die sich den Projektanten der Bahn entgegenstellten. Auf humorvolle Art zeigt der unbekannte Zeichner (oder die Zeichnerin), der sich am unteren rechten Bildrand mit „fritsch 1948“ verewigte, die Bemühungen der Projektbetreiber, die Suche nach den Geldgebern, das Grübeln der Techniker nach passenden Lösungen sowie das Agieren der Vertreter der Behörden mit ihren stets neuen Auflagen und Einwänden. Das Bild gibt aber auch Aufschluss über die Träume der Schrunser Projektinitianten. Der Wunsch nach einer Gondelbahn – wie im Bild sichtbar – konnte ebensowenig umgesetzt werden wie die Bergstation auf dem Hochjoch selbst. Im Herbst und Frühwinter 1950 konnte die „Vierjahreszeitenbahn“ – als „Sparvariante“ mit Sessellift auf das Schrunser Kapell – in Betrieb genommen werden. Das Objekt ist im ersten Obergeschoss im Heimatmuseum in Schruns zu betrachten. Wenn Sie etwas Spannendes entdecken, stellen wir das ebenfalls gerne aus. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Ausstellung „Mobilität im Montafon“ verlängert Die im letzten Infoblatt vorgestellte Ausstellung zur Mobilität im Montafon wurde verlängert und die weiteren Standorte sind: Bielerhöhe (20.-25. Juli), Partenen (27. Juli-1. August), St. Gallenkirch-Aquarena (3.-8. August), Gargellen (10.-15. August), Tschagguns (17.22. August), Tschagguns-Grabs (24.-29. August), Bartholomäberg-Rellseck (31. August-5. September), Schruns-Kirchplatz (7.-12. September), Bregenz-Landhaus (13.-24. September) „Was der Musikverein für Wien ist, ist diese Fassade für das Montafon.“ Die Sanierung eines herausragenden Baudenkmals in Gortipohl schreitet voran Als Europa im Zeichen des 30-jährigen Kriegs und das Montafon im Banne der Pest stand, setzten die Gründer des denkmalgeschützten Gebäudes in Gortipohl den ersten Stein. Dendrochronologische Untersuchungen (gemeint sind Holzalterfeststellungen anhand von Jahresringen) von Klaus Pfeifer bestätigen die Inschrift am Haus, das in seinem ersten Bau zwischen 1636 und 1639 entstanden ist. Die äußere Wahrnehmung 9 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles in der Pfarrkirche von St. Gallenkirch zu sehen ist, und doch dokumentiert sie wie kaum ein anderes Objekt den Inhalt und Zustand eine der bedeutendsten Nord-Süd-Verbindungen in den Alpen, nämlich jene der ViaValtellina. Die Steintreppe vom Zuggawald führte einst zum Portal eines mächtigen Pferdestalls, der die Saumrosse der alten Veltliner Handelsroute in unmittelbarer Nähe zur Säumerstation im Zuggawald als Labe- und Ruhestation diente. Der Stall ist längst abgegangen, und so steht die Treppe als einsames Symbol eines wichtigen Stücks Vergangenheit für das Montafon. Die Tage der Treppe schienen auch schon gezählt, ehe jüngst auf Initiative und mit Mithilfe von Friedrich Juen, Ausschussmitglied im Heimatschutzverein Montafon, die Sanierung in Angriff genommen werden konnte. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts leiteten die Mauerexperten Martin Lutz und Franz Müllner die Restaurierung der Treppe. Das Mauer-Ausbildungszentrum in Hohenems stellte drei Lehrlinge zur Verfügung, die sich für einmal im Umgang mit historischem Mauerwerk üben konnten. 2010 wird durch den gemauerten Teil des Hauses bestimmt, der barocke Dekorationsmalereien (mit dem sog. „Laufenden Hund“) und ein einstmal weit verbreitetes Mariahilf-Bild zeigt. Eva Hody, Leiterin des Bundesdenkmalamtes in Vorarlberg, stellt fest, dass die Bedeutung der Fassade weit über den Ort hinausreicht und die Erhaltung im Interesse der Öffentlichkeit gelegen ist. Baumeister Christoph Kleboth und die Eigentümerin Elke Rudigier führten kürzlich eine interessierte Gruppe des Heimatschutzvereins Montafon im Rahmen der Montafoner Architekturgespräche durch das Haus beziehungsweise die Baustelle. Es steht zweifelsfrei fest: An diesem Platz an der Landesstraße in Gortipohl lebt ein Montafoner Baudenkmal ersten Ranges wieder auf. Die Steintreppe vom Zuggawald – ein Denkmal der ViaValtellina ist gesichert Sie steht völlig unmotiviert in der Landschaft und führt ins Nichts: die Steintreppe vom Zuggawald im Gargellental. Weder beschreibt sie Jakobs Weg noch Jakobs Himmelsleiter, wie sie etwa 10 Projekt: ViaValtellina (Historischer Weitwanderweg von Schruns nach Tirano/Veltlin) Aktuelles Partner: ViaStoria – Zentrum für Verkehrsgeschichte (Universität Bern) Beteiligte: Heimatschutzverein Montafon, Stand Montafon, Gemeinde St. Gallenkirch, Europäische Union – Leader 13, Land Vorarlberg, Sparkasse der Stadt Bludenz Der Schatz im Silvrettasee. Archäologie beim versunkenen Veltliner Hüsli Eine kleine Ausstellung im Museum in Gaschurn Das „Veltliner Hüsli“, das im Silvrettaspeicher unterging, ist sagenumwoben und soll schon manche Geisterstunde erlebt haben. Die Lage am Ochsenboden auf der Bielerhöhe verweist bereits auf die große viehwirtschaftliche Tradition in der Silvretta. Der Markt beim Veltliner Hüsli soll legendär gewesen sein und wurde erst nach der neuzeitlichen Vergletscherung ins südliche Tirano, den Hauptort des Veltlins, verlegt. Das Veltliner Hüsli wurde stillgelegt, zerfiel ... um schließlich in den Fluten des Silvrettaspeichers unterzugehen. In den vergangenen Wochen hat nun ein Archäologenteam die Gunst der Stunde, nämlich die Absenkung des Sees, genutzt, um einen Blick in die Reste des Veltliner Hüslis zu werfen. Einfach war es nicht, haben sich doch mächtige Sand- und Steinablagerungen in einer Höhe von fast einem Meter darüber gelegt. Das Projekt „Rückwege“ unter der Leitung von Thomas Reitmaier (Universität Zürich) hatte sich bereits in den vergangenen Jahren mit der langen Geschichte der Silvretta beschäftigt und bemerkenswerte Ergebnisse zutage gefördert und sich nun mit Interesse dem Schatz aus dem Silvrettasee zugewendet. Der beauftragte Archäologe montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Christoph Walser, Ausschussmitglied im Heimatschutzverein Montafon, konnte einen etwa 8 x 4 Meter großen Grundriss des Gebäudes feststellen. Der zweiräumige und ehemals eingeschossige Bau gab noch eine Feuerstelle mit vorindustriellem Feuerzeug frei. Der historische Hintergrund, faszinierendes Bildmaterial und eine Präsentation des ersten Befundes ist ab dieser Tage im Museum in Gaschurn zu besichtigen. Die Ausgrabungen beim Veltliner Hüsli werden 2011 fortgesetzt und sollen Teil eines interregionalen Forschungsprojekts zur Silvretta werden, an welchem neben der Universität Zürich auch die Regionen Montafon, Paznaun und Unterengadin beteiligt sein werden. Projekt: Silvretta Historica (grenzüberschreitendes Forschungsprojekt mit dem Ziel, ein touristisch relevantes Vermittlungsprogramm aufzubauen) Beteiligte: Universität Zürich, Universität Konstanz, Unterengadin Tourismus, Alpinarium Galtür, Vorarlberger Illwerke AG, Hochmontafon Tourismus, Stand Montafon, Heimatschutzverein Montafon, Europäische Union – InterReg, Land Vorarlberg 11 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Montafoner Rind Das Montafoner Rind verdankt seinen Erfolg den schwierigen Bedingungen im Tal. Nach dem Niedergang des Bergbaus waren die Menschen auf die Viehzucht angewiesen. Während in Hochregionen ausgedehnte Weideflächen zur Verfügung standen, die es ermöglichten, während des Sommers einen großen Viehbestand zu halten, waren die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen in den Tallagen zu knapp, um mit dem hier eingebrachten Futter das Vieh durch den Winter zu bringen. So musste ein Teil des Viehs im Herbst verkauft werden, ein Umstand, dem sich der Schrunser Viehmarkt verdankte, der im 19. Jahrhundert einen ausgezeichneten Ruf besaß. Die Zuchterfolge waren vor allem auf die Orientierung an regionalen Bedingungen zurückzuführen. Neben Milch- und Fleischleistung wurde auf Genügsam- 2010 Kulturlandschaft Montafon im Wandel: St. Gallenkirch-Hottis Um 1850 gab es im Hottis (St. Gallenkirch) rund 30 Gäßschermen. Das große Murenunglück vom 9. Juli 1956 sowie die Verbauung des Tramosatobels und natürlich das „Nicht-mehr-GebrauchtWerden“ sorgten für deren Verschwinden. Auch von den ehemals sechs Ställen ist nur mehr ein verfallender Bau aus dem Jahr 1738 zu sehen. 12 Aktuelles keit, Robustheit und andere Eigenschaften geachtet. Ab den 1960er Jahren, als das Zuchtziel sich hin zur Milchleistung verschob, wurden systematisch nordamerikanische Brown Swiss-Rinder eingekreuzt, wodurch das Montafoner Rind innerhalb kürzester Zeit nahezu gänzlich verschwand. Erst als das Montafoner Rind so gut wie verschwunden war, begann man dies als Verlust zu begreifen. Die Bemühungen seiner Erhaltung verdanken sich nicht zuletzt einer zunehmenden Sensibilisierung in Bezug auf das Artensterben. Auch wurden die Nachteile der auf eine hohe Milchleistung gezüchteten Rinder offensichtlich. Hochleistungskühe erwiesen sich als nur bedingt alptauglich. Wegen ihres deutlich höheren Gewichtes haben sie nachteilige Folgen für das Gelände. Dank Sperma-Konserven aus den 1950er Jahren lässt sich heute wieder ein kleiner Bestand der alten Rasse aufbauen. (Bernhard Kathan) Tipp: Freitag, 6. August 2010, 19 Uhr: Eröffnung der Sonderausstellung „DORA. Schöne neue Kuhstallwelt“ – Ausstellungsort: Artenne (6710 Nenzing, Kirchgasse 6, www.artenne.at), 6. August bis 31. Oktober 2010 www.hiddenmuseum.net montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Historische Verkehrswege unter Bundesschutz Im Frühjahr erließ der Bundesrat in der Schweiz die „Verordnung über das Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz“ – ein Meilenstein in der Verkehrsgeschichte der Schweiz! ViaStoria – Zentrum für Verkehrsge- schichte hat das Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz IVS im Auftrag des Bundes von 1984 bis 2003 erarbeitet und setzt sich seitdem in siner Forschungs-, Beratungs- und Informationstätigkeit für den Erhalt historischer Verkehrswege ein. Ein Beispiel dafür ist das Projekt Kulturwege Schweiz. Es macht historische Wege und ihre Geschichte der breiten Öffentlichkeit zugänglich, trägt zur nachhaltigen Entwicklung der Landschaft bei und kurbelt die Wertschöpfung in den Regionen an. So kommt das Bundesinventar allen zugute: den historischen Wegen, der Landschaft, Gästen und Bevölkerung. Durch den Ausbau des ViaRegio-Netzes in den nächsten Jahren werden zahlreiche weitere im IVS enthaltene Wege und Verkehrsobjekte erschlossen. 13 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 15 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Sommer 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16
  1. informationsschrift
  2. naturkatastrophen
20210421_GVE009_NS Schruns 21.04.2021 18.06.2021, 09:46 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Auskunft: Dr. Oswald Huber Tel: +43 (0)5556/ 724 35-210 Fax: +43 (0)5556/ 724 35-4210 oswald.huber@schruns.at Schruns, 22.04.2021 Seite 1 von 14 Zl. 004-2/2021 Verhandlungsschrift über die am Mittwoch, den 21. April 2021, um 19.00 Uhr, als Videokonferenz bzw. mit der Möglichkeit der physischen Anwesenheit im Sitzungszimmer im Gebäude des Standes Montafon, Montafonerstraße 21, stattgefundene 9. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung Schruns. An der Sitzung nehmen teil als: Vorsitzende(r): ☒ Bgm. DI (FH) Jürgen Kuster MBA, Gemeindewahlleiter Gemeindevertreter: Ersatzleute: ☒ GR Heike Ladurner-Strolz ☐ Dr. Monika Vonier ☒ Vbgm. Norbert Haumer ☐ Ing. Michael Kieber ☒ Bernhard Schrottenbaum ☐ Mag. phil. Birgit Spannring-Isele ☒ Tobias Kieber ☐ Mag. Christof van Dellen ☒ Raphael Mäser ☐ Martin Zugg ☒ DI (FH) Nina Fritz ☐ Bettina Schmid-Juen ☒ Peter Vergud ☐ Werner Ganahl ☒ Martin Jenny BSc ☐ Mag. jur. Jan Rudigier ☒ Theresa Scheibenstock BEd ☐ Claudia Oberer ☒ Martin Netzer ☐ Richard Durig ☒ DI (FH) Michael Gantner MSc. ☐ Bernd Steiner ☒ Martin Fussenegger ☐ Stephanie Kuster ☒ GR Mag. (FH) Günter Ratt MA ☐ Dominik Ganahl ☒ GR Jürgen Haller ☒ Christian Fiel ☒ Marcellin Tschugmell MBA ☐ Jodok Marent ☐ Birgit Goll ☐ Wolfgang Honold ☒ Christian Engstler ☐ Daniel Thöny ☒ Mag. Daniel Witzani ☐ DI Karoline Bertle ☒ Martin Fritz ☐ Markus Riedler ☒ Carmen Fitsch ☐ Franz Oliva ☒ Alexander Nöckl ☐ Rene Juen ☒ Tanja Könsgen ☐ Mag. Jürgen Jakober ☐ MMag. Dr. Siegfried Marent ☒ Mag. Martin Borger Sachverständige(r)/Auskunftspersonen: ☒ Martin Anker, MSc, SANlight (zu Top 1) ☒ Bauamtsleiter Dipl.-Ing. Martin Sadjak (zu Top 3, 4 und 5) Schriftführer: ☒ GdeSekr Dr. Oswald Huber 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Entschuldigt abwesend: Birgit Goll und Siegfried Marent Seite 2 von 14 Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung, begrüßt die an der Videokonferenz teilnehmenden bzw. persönlich anwesenden Mitglieder und Ersatzmitglieder der Gemeindevertretung und stellt fest, dass die Einladung zur Sitzung ordnungsgemäß erfolgt und die Beschlussfähigkeit gegeben ist. Zu Beginn der Sitzung wird über Antrag des Vorsitzenden gemäß § 41 Abs. 3 Gemeindegesetz einstimmig beschlossen, zusätzlich nachstehende(n) Gegenstand(stände) auf die Tagesordnung aufzunehmen, der/die am Schluss der Sitzung vor „Allfälliges“ behandelt wird/werden:  Zustimmung zur Einbringung einer außerordentlichen Revision an den Verwaltungsgerichtshof gegen die Bescheide des Landesverwaltungsgerichtes für Vorarlberg betr. die Festsetzung des Tourismusbeitrages für die Reha-Klinik Montafon für die Jahre 2014 bis 2018 und Beauftragung eines Rechtsanwalts Der Vorsitzende verweist auf die in der Einladung enthaltene und heute abgeänderte Tagesordnung: 1. SANlight GmbH, 6700 Bludenz, Projektvorstellung durch Martin Anker MSc. 2. Änderung des Flächenwidmungsplanes Schruns: a) Reg.Nr. 031-2/03-2021 Umwidmung der von der Umlegung des „Unteren Gamprätzer Mühlbachs“ betroffenen Teilflächen gemäß Plan-Zl. 031-2/032021/01 vom 13.04.2021 – Beschlussfassung des Entwurfs b) Reg.Nr. 031-2/17-2020 Umwidmung einer Teilfläche des GST-NR 225/5 von Freifläche Landwirtschaftsgebiet FL in Baufläche Wohngebiet mit Folgewidmung Freifläche Landwirtschaftsgebiet BW F-(FL) gemäß Plan-Zl. 0312/17-2020/03 vom 09.03.2021 – Beschlussfassung nach Anhörung c) Reg.Nr. 031-2/06-2021 Umwidmung von Teilflächen der GST-NRN 2873/4 und 2891/2 von Freifläche Sondergebiet FS Schipiste in Freifläche Landwirtschaftsgebiet gemäß Plan-Zl. 031-2/06-2021/01 vom 13.04.2021 – Beschlussfassung des Entwurfs d) Reg.Nr. 031-2/04-2021 Umwidmung von Teilflächen der GST-NRN 1744/1, 1744/6 und 3175/2 von Freifläche Freihaltegebiet FF in Baufläche Mischgebiet BM gemäß Plan-Zl. 031-2/04-2021/01 vom 04.03.2021 – Beschlussfassung des Entwurfs e) Reg.Nr. 031-2/05-2021 Umwidmung des GST-NR .623 sowie von einer Teilfläche des GST-NR 2361 von Freifläche Freihaltegebiet FF in Freifläche Landwirtschaftsgebiet FL gemäß Plan-Zl. 031-2/05-2021/01 vom 11.03.2021 – Beschlussfassung des Entwurfs 3. Änderung des Bebauungsplanes: Beschlussfassung nach Veröffentlichung des Entwurfs 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at 4. Ansuchen um Ferienwohnungsbewilligung: a) Michael Aßmann, Oberfeldstr. 4, D-76149 Karlsruhe, betr. die Wohnung im Haus Dekan Walter-Straße 3 (§ 16 Abs. 4 lit. a RPG) b) Roger Loth, Bergholzweg, 2, CH-8123 Ebmatingen, betr. die Wohnung im Haus Montjolastraße 13 (§ 16 Abs. 4 lit. b RPG) 5. Anfrage bezüglich der Erteilung einer Ferienwohnungsbewilligung gem. § 16 Abs. 4 lit. b RPG: Günther Zaworka, Schruns, betr. die Wohnung im Haus Hofweg 19, Tür 5 6. Kindergartengebühren, Festsetzung 7. Entsendung von Vertretern der Marktgemeinde Schruns in Organe juristischer Personen, Jagdgenossenschaft Schruns (1 Delegierte/r und 1 EM) 8. Auftragsvergabe: Geländer am Litzdamm 9. Genehmigung der Verhandlungsschrift über die 7. Sitzung der Gemeindevertretung vom 17.03.2021 Seite 3 von 14 10. Bericht über den 2. Umlaufbeschluss: Wiederkaufsrecht Haus des Gastes 11. Mitteilungen des Vorsitzenden 12. Zustimmung zur Einbringung einer außerordentlichen Revision an den Verwaltungsgerichtshof gegen die Bescheide des Landesverwaltungsgerichtes für Vorarlberg betr. die Festsetzung des Tourismusbeitrages für die Reha-Klinik Montafon für die Jahre 2014 bis 2018 und Beauftragung eines Rechtsanwalts 13. Allfälliges Zu 1. SANlight GmbH, 6700 Bludenz, Projektvorstellung durch Martin Anker MSc. Der Vorsitzende begrüßt Martin Anker, MSc, Geschäftsführer und Gesellschafter der SANlight GmbH, der ebenfalls per Videokonferenz als Auskunftsperson an der Sitzung teilnimmt, und übergibt ihm das Wort. Martin Anker stellt sich und den von ihm im Jahre 2012 gegründeten Betrieb vor und fasst die Unternehmenshistorie kurz zusammen. Sein Betrieb hat sich auf die Produktion eines Pflanzenbelichtungssystems, und zwar von LED-Leuchten für den Einsatz im professionellen Gartenbau sowie im Heim- und Hobbybereich spezialisiert. 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Sodann stellt er die Pläne für sein Projekt in Schruns vor und zeigt verschiedene Ansichten, einen Lageplan, informiert über die Fassadengestaltung, die räumliche Gliederung sowie die Produktionsabläufe. Anschließend beantwortet er die Fragen der Sitzungsteilnehmer*innen kurz zusammengefasst wie folgt: Geplant sind 21 Parkplätze für 27 Mitarbeiter, ein Teil reist per Bus oder Bahn an. Beim Betriebsstandort in Bludenz stehen derzeit 13 Parkplätze in Verwendung. Die Mitarbeiter*innen stammen hauptsächlich aus der näheren Umgebung, und es gibt gerade im Bereich der Produktion Arbeitsplätze für Einheimische, 90 % der Mitarbeiter*innen stammen aus dem Montafon. Das Gebäude ist so ausgelegt, dass darin bis zu 50 Mitarbeiter*innen Platz finden. Die Umlegung des Mühlbaches ist Sache der PSG als Verkäuferin. Da der Betrieb stark exportorientiert ist, wird der Tourismusbeitrag nicht allzu hoch ausfallen, allerdings ist aus der Kommunalsteuer einiges an Einnahmen zu erwarten. In Bludenz wird derzeit ein Jahresumsatz von rd. € 15 Mio. erzielt. Zur Frage der Gestaltung und eines stimmigen Gesamtbildes im Hinblick auf die bestehenden Betriebe an der L 188 verweist Norbert Haumer auf die Ergebnisse der Beratung im Gestaltungsbeirat, wobei allerdings größeres Augenmerk auf den Baukörper selbst gelegt wurde. SANlight musste primär darauf schauen, was auf dem Baugrundstück untergebracht werden kann. Mit der vorgesehenen Holzverkleidung wurde jedoch auch den Anforderungen an das optische Erscheinungsbild Rechnung getragen und damit auch die Nähe zur Ill-Au berücksichtigt. Die Vergleichbarkeit mit den anderen Betriebsgebäuden ist eher schwierig, jenes von Gantner Pigeon Systems wird ein höherer Baukörper werden, die Kfz-Werkstätte Spannring wiederum ist thematisch etwas anderes. Jedenfalls reiht es sich in die Riege von Hightech-Betrieben an der L 188 ein. Wie der Vorsitzende festhält, wird es wichtig sein, einen Puffer zwischen dem Wanderweg und dem Firmengebäude vorzusehen. Abschließend bedankt er sich bei Martin Anker für seine Teilnahme und seine Ausführungen. Seite 4 von 14 Zu 2. Änderung des Flächenwidmungsplanes Schruns: a) Reg.Nr. 031-2/03-2021 Umwidmung der von der Umlegung des „Unteren Gamprätzer Mühlbachs“ betroffenen Teilflächen gemäß Plan-Zl. 031-2/032021/01 vom 13.04.2021 – Beschlussfassung des Entwurfs Die gegenständliche Umwidmung ist notwendig, um das Firmengebäude von SANlight überhaupt errichten zu können. Derzeit ist die Umlegung des Unteren Gamprätzer Mühlbaches sowie der Grundstückstausch im Gange. Bauamtsleiter Martin Sadjak erläutert das Umlegungsprojekt anhand einer planlichen Darstellung. Die Behandlung im Bau- und Raumordnungsausschuss hat ein positives Ergebnis erbracht, die Umwidmung wurde einstimmig befürwortet. Martin Fussenegger vermerkt, dass es sich doch um eine massive Fassade handelt, die sich optisch nicht so gut wie jene des Gebäudes der Fa. Gantner ausnimmt. Der Gestaltungbeirat hat vorgeschlagen, den Grün- 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at streifen zur Straße mit einer Baumreihe zu bepflanzen, was jedoch vom Landesstraßenbauamt voraussichtlich abgelehnt werden wird, und es sollte jedenfalls ein Außenplaner beauftragt werden. Über Anfrage hält der Vorsitzende fest, dass die Bachumlegung von der PSG bezahlt wird und man sich die Außenraumgestaltung beidseitig (Ill und Straße) noch anschauen muss. Seite 5 von 14 Der Entwurf der Änderung des Flächenwidmungsplanes, der die Umwidmung der von der Umlegung des „Unteren Gamprätzer Mühlbachs“ betroffenen Teilflächen gemäß Plan-Zl. 031-2/03-2021/01 vom 13.04.2021 vorsieht, samt Erläuterungsbericht wird einstimmig beschlossen. b) Reg.Nr. 031-2/17-2020 Umwidmung einer Teilfläche des GST-NR 225/5 von Freifläche Landwirtschaftsgebiet FL in Baufläche Wohngebiet mit Folgewidmung Freifläche Landwirtschaftsgebiet BW F-(FL) gemäß Plan-Zl. 031-2/17-2020/03 vom 09.03.2021 – Beschlussfassung nach Anhörung Martin Sadjak erinnert an die bereits erfolgte Behandlung in der Gemeindevertretung. Entgegen den ursprünglichen Annahmen wurde die gegenständliche Teilfläche nunmehr seitens des Landes doch als bebaubar angesehen, weshalb eine Befristung vorzusehen ist. Die Festlegung eines Mindestmaßes der baulichen Nutzung ist bereits im Gange, sodass auch diesem Erfordernis Rechnung getragen wird. Im Rahmen des Anhörungsverfahrens erfolgte keine negative Stellungnahme. Die Umwidmung einer Teilfläche des GST-NR 225/5 von Freifläche Landwirtschaftsgebiet FL in Baufläche Wohngebiet mit Folgewidmung Freifläche Landwirtschaftsgebiet BW F-(FL) gemäß Plan-Zl. 031-2/17-2020/03 vom 09.03.2021 wird einstimmig beschlossen. c) Reg.Nr. 031-2/06-2021 Umwidmung von Teilflächen der GST-NRN 2873/4 und 2891/2 von Freifläche Sondergebiet FS Schipiste in Freifläche Landwirtschaftsgebiet gemäß Plan-Zl. 031-2/06-2021/01 vom 13.04.2021 – Beschlussfassung des Entwurfs Gernot Maier möchte auf GST-NR 2873/4 den vom Hotel Taube erworbenen Schopf als landwirtschaftlichen Lagerschuppen im als FS Schipiste gewidmeten Bereich aufstellen. Auch wenn die Schipiste nach Auskunft von Silvretta Montafon derzeit nicht gebraucht wird, wurde doch getrachtet, dass nicht die komplette Schipiste verbaut wird. Infolge der nunmehrigen Situierung längs und nicht, wie ursprünglich geplant, quer, verbleibt nach wie vor eine Schipistenbreite von 8 m. Günter Ratt hält fest, dass man nach seinen Informationen diesbezüglich noch nicht mit dem ebenfalls von der Umwidmung betroffenen Eigentümer des GST-NR 2891/2 Daniel Ganahl gesprochen habe. Diesbezüglich wird vermerkt, dass, sollte Daniel Ganahl diese Umwidmung auf seinem Grundstück nicht wünschen, ohne weiteres davon Abstand genommen werden könnte. Dies wird mit ihm noch abgeklärt werden. 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at In diesem Zusammenhang wird erwähnt, dass mögliche andere Projekte (z.B. MTBTrail) nicht außer Acht gelassen werden dürfen, weshalb mit den dortigen Grundeigentümern gutes Einvernehmen herrschen sollte. Seite 6 von 14 Festgehalten wird, dass Gernot Maier durch eine Geländeaufschüttung die Beschaffenheit der dortigen Flächen verändert hat, was, wie aus der vorliegenden Aufnahme ersichtlich, ein massiver Eingriff ist und naturschutzrechtlich noch abgeklärt wird. Für Christian Fiel und Martin Borger ist die Erhaltung der Schiabfahrt wichtig. Der Entwurf der Änderung des Flächenwidmungsplanes, der die Umwidmung von Teilflächen der GST-NRN 2873/4 und 2891/2 von Freifläche Sondergebiet FS Schipiste in Freifläche Landwirtschaftsgebiet gemäß Plan-Zl. 031-2/06-2021/01 vom 13.04.2021 vorsieht, wird stimmenmehrheitlich (1 Gegenstimme: Bernhard Schrottenbaum) beschlossen. d) Reg.Nr. 031-2/04-2021 Umwidmung von Teilflächen der GST-NRN 1744/1, 1744/6 und 3175/2 von Freifläche Freihaltegebiet FF in Baufläche Mischgebiet BM gemäß Plan-Zl. 031-2/04-2021/01 vom 04.03.2021 – Beschlussfassung des Entwurfs Markus Bitschnau hat mehrere Lagergebäude (Werkstatt, Containerlager, Holzlager) auf GST-NR 1744/6 teils bzw. gänzlich in dem als FF gewidmeten Bereich errichtet. Auch das Gebäude der Fa. Sohler befindet sich zum Teil im Freifläche Freihaltegebiet, weshalb auch hier eine Widmungskorrektur vorgesehen wäre. Festgehalten wird, dass sich das Containerlager unter der Hochspannungsleitung der VIW befindet. Die Frage, ob hierdurch die Sicherung von Flächen für eine zur Diskussion stehende Bahnverlängerung verhindert werden würde, wird vom Vorsitzenden verneint, da die dzt. angedachte Mobilitätsachse bereits vorher auf Tschaggunser Seite schwenken müsste, zumal in weiterer Folge auch der Betrieb der Fa. Stemer keine Weiterführung ermöglichen würde. In der stattfindenden Diskussion wird vorgeschlagen, den Böschungsstreifen in FF zu belassen und die Umwidmungsgrenze in der Flucht des Betriebsgebäudes der Fa. Sohler bzw. der dortigen Grenze weiterzuziehen. Diesbezüglich vermerkt Norbert Haumer, dass das derzeitige Holzlager möglicherweise schon als bewilligungspflichtiges Bauvorhaben anzusehen ist, was jedoch noch abzuklären wäre, jedenfalls aber getrachtet werden sollte, dass das Schopfgebäude zur Gänze in Baufläche liegt. Dies würde jedenfalls zur Folge haben, dass die neue Widmungsgrenze gegenüber der jetzt vorgesehenen Grenze um ca. 2 m zurückgenommen werden würde. Die Beschlussfassung bezüglich des Entwurfs der Änderung des Flächenwidmungsplanes, der die Umwidmung von Teilflächen der GST-NRN 1744/1, 1744/6 und 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at 3175/2 von Freifläche Freihaltegebiet FF in Baufläche Mischgebiet BM gemäß PlanZl. 031-2/04-2021/01 vom 04.03.2021 vorsieht, wird einstimmig vertagt. Seite 7 von 14 e) Reg.Nr. 031-2/05-2021 Umwidmung des GST-NR .623 sowie von einer Teilfläche des GST-NR 2361 von Freifläche Freihaltegebiet FF in Freifläche Landwirtschaftsgebiet FL gemäß Plan-Zl. 031-2/05-2021/01 vom 11.03.2021 – Beschlussfassung des Entwurfs Das auf GST-NR .623 bestehende Objekt, das saniert und mit einem Zubau versehen werden soll, befindet sich im Freifläche Freihaltegebiet. Die Widmung schränkt jedoch bauliche Maßnahmen ein. Grund für die derzeitige Widmung FF ist die im Gefahrenzonenplan ausgewiesene Rote Zone. Nach Mitteilung der Wildbach- und Lawinenverbauung führt die vorgesehene südliche Erweiterung am bestehenden Objekt zu keiner Erhöhung des Gefahrenpotenzials. Der Entwurf der Änderung des Flächenwidmungsplanes, der die Umwidmung des GST-NR .623 sowie von einer Teilfläche des GST-NR 2361 von Freifläche Freihaltegebiet FF in Freifläche Landwirtschaftsgebiet FL gemäß Plan-Zl. 031-2/05-2021/01 vom 11.03.2021 vorsieht, wird einstimmig beschlossen. Tanja Könsgen nimmt zum Zeitpunkt der Abstimmung an der Videokonferenz nicht teil. Zu 3. Änderung des Bebauungsplanes: Beschlussfassung nach Veröffentlichung des Entwurfs Aufgrund der im Jahre 2019 erfolgten Änderung des Raumplanungsgesetzes ist im Falle einer Neuwidmung als Baufläche ein Mindestmaß der baulichen Nutzung festzulegen. Um nicht bei jeder Bauflächenwidmung im „übrigen Gemeindegebiet“ dieses Mindestmaß festsetzen zu müssen, erscheint es sinnvoll, auch für diesen Bereich ein generelles Mindestmaß der baulichen Nutzung vorzusehen. Nach durchgeführtem Auflageverfahren wird die Änderung des Gesamtbauungsplanes, die die Festlegung einer Mindestbaunutzung für das übrige Gemeindegebiet von 30 vorsieht, einstimmig beschlossen. Tanja Könsgen nimmt zum Zeitpunkt der Abstimmung an der Videokonferenz nicht teil. Zu 4. Ansuchen um Ferienwohnungsbewilligung: a) Michael Aßmann, Oberfeldstr. 4, D-76149 Karlsruhe, betr. die Wohnung im Haus Dekan Walter-Straße 3 (§ 16 Abs. 4 lit. a RPG) 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Wie aus den beigebrachten Unterlagen ersichtlich ist, hat Michael Aßmann das gegenständliche Objekt, es ist dies sein Elternhaus, als gesetzlicher Erbe von seinem im Jahre 2014 verstorbenen Vater Basilius Aßmann erworben. Der Antragsteller hat seinen Hauptwohnsitz in Karlsruhe, und es dient das Objekt auch sonst niemandem zur Deckung eines ganzjährigen Wohnbedarfs. Seite 8 von 14 Über Antrag von Michael Aßmann, Oberfeldstr. 4, D-76149 Karlsruhe, wird gemäß § 16 Abs. 4 lit. a RPG die Nutzung der Wohnung im Haus Dekan Walter-Straße 3 als Ferienwohnung einstimmig bewilligt, wobei diese Bewilligung nur den Bewilligungsinhaber und seine nahen Angehörigen (§ 16 Abs. 7 RPG) diese Wohnung als Ferienwohnung zu nutzen berechtigt. b) Roger Loth, Bergholzweg, 2, CH-8123 Ebmatingen, betr. die Wohnung im Haus Montjolastraße 13 (§ 16 Abs. 4 lit. b RPG) Die Eltern des Antragstellers, Karin Loth-Diers und Klaus Loth, haben das von ihnen von Erna Brennwald, die keine Nachkommen und keine pflichtteilsberechtigten Personen hinterlassen hatte, als testamentarisch bestimmte Erben erworbene Haus Montjolastraße 13 mit Übergabevertrag vom 19.01.2018 an ihren Sohn Roger Loth übertragen. Roger Loth hat seinen Eltern das Wohnungsgebrauchsrecht eingeräumt. Die Gemeindevertretung hat bereits in ihrer Sitzung vom 19.04.2017 über Anfrage Karin Loth-Diers und Klaus Loth beschlossen, dass aufgrund des gegebenen Sachverhalts unter der Voraussetzung der Übereignung an ihren Sohn die Erteilung einer Ferienwohnungsbewilligung gem. § 16 Abs. 4 lit b RPG in Aussicht gestellt werden kann. Über Antrag von Roger Loth, Bergholzweg, 2, CH-8123 Ebmatingen, wird gemäß § 16 Abs. 4 lit. b RPG die Nutzung der Wohnung im Haus Montjolastraße 13 als Ferienwohnung stimmenmehrheitlich (1 Gegenstimme: Günter Ratt) bewilligt, wobei diese Bewilligung nur den Bewilligungsinhaber und seine nahen Angehörigen (§ 16 Abs. 7 RPG) diese Wohnung als Ferienwohnung zu nutzen berechtigt. Zu 5. Anfrage bezüglich der Erteilung einer Ferienwohnungsbewilligung gem. § 16 Abs. 4 lit. b RPG: Günther Zaworka, Schruns, betr. die Wohnung im Haus Hofweg 19, Tür 5 Günther Zaworka hatte längere Zeit hindurch seinen Hautwohnsitz an dieser Adresse, weshalb grundsätzlich davon ausgegangen werden muss, dass keine Umgehung erfolgt. Nicht bekannt ist jedoch der genaue Grund des Wegzugs und was die Bezugspunkte zu Schruns sind, insbesondere ist unklar, inwieweit der Bezug zu Schruns familiär bedingt ist. Martin Borger hat recherchiert, dass offensichtlich die nächsten Verwandten in Bregenz wohnen und der Antragsteller der einzige Wahlberechtigte in Schruns war. 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Die Entscheidung über die Anfrage von Günther Zaworka, Schruns, bezüglich der Erteilung einer Ferienwohnungsbewilligung gem. § 16 Abs. 4 lit. b RPG für die Wohnung im Haus Hofweg 19, Tür 5, wird stimmenmehrheitlich (1 Gegenstimme: Martin Fussenegger) vertagt. Seite 9 von 14 Zu 6. Kindergartengebühren, Festsetzung Da das Tarifmodell für die Kindergartengebühren für das kommende Kindergartenjahr erst im Frühjahr eines Jahres bekannt gegeben wird, wird einstimmig beschlossen, von der bisherigen Vorgangsweise, die Kindergartengebühren bereits im Dezember des Vorjahres zusammen mit der allgemeinen Festsetzung der Steuern, Gebühren und Abgaben zu fixieren, abgegangen, und es wird hinkünftig die Entscheidung hierüber nach Bekanntsein der neuen Tarife durch das zuständige Organ getroffen. Zu 7. Entsendung von Vertretern der Marktgemeinde Schruns in Organe juristischer Personen, Jagdgenossenschaft Schruns (1 Delegierte/r und 1 EM) Es wird einstimmig beschlossen, in die Vollversammlung der Jagdgenossenschaft Schruns Bgm. Jürgen Kuster als Mitglied und Marcellin Tschugmell als Ersatzmitglied zu entsenden. Zu 8. Auftragsvergabe: Geländer am Litzdamm Wie der Vorsitzende erwähnt, wurde hierfür bereits einiges an Zeit investiert, es erfolgte auch eine Abklärung der Förderung, so wurde seitens der für die Radwege zuständigen Abteilung eine 50 %ige Förderung für eine Seite mündlich zugesagt, ein endgültiger Regierungsbeschluss liegt noch nicht vor. Festzuhalten ist weiters, dass die Stahlpreise derzeit stark im Steigen begriffen sind, weshalb der Beschluss jetzt gefasst werden sollte. Gerald Vonbank hat auch Alternativen geprüft, wobei diese bei entsprechender Ausführung preislich in etwa gleich liegen, ein bloßer Maschendrahtzaun alleine reicht nicht aus. Die in der stattfindenden Beratung gestellten Fragen werden wie folgt beantwortet: Die Fa. HTB hat als Generalunternehmer angeboten und sie bedient sich einiger Subunternehmer. Im Angebot ist die Beleuchtung nicht beinhaltet, Gerald ist jedoch damit befasst, ein Beleuchtungsprojekt (LED) für das gesamte Gemeindegebiet auszuarbeiten, für das auch eine Corona-Förderung beantragt werden wird. Inwieweit der „Weg 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at der großen Namen“ umgesetzt bzw. weitergeführt wird, wird noch geprüft. Auch der Zeitpunkt, an dem der nächste Teilabschnitt realisiert werden wird, ist noch nicht endgültig abgeklärt und hängt letztendlich auch von den Budgetmitteln, die die Gemeindevertretung hierfür vorsehen wird, ab. Die Stahlpreisentwicklung ist im Moment schwer abzuschätzen, eventuell ist der Preis in zwei Jahren wieder im Keller. Über die Notwendigkeit und die Ausgestaltung wurde bereits in der letzten Sitzung ausgiebig debattiert. Die Bauzeit für beide Seiten wird sich in etwa auf zwei Monate belaufen. Voraussichtlich wird die linke Seite auf zwei Abschnitte aufgeteilt, die rechte Seite hingegen unter einem durchgezogen werden. In weiterer Diskussion werden unter Verweis auf das vorliegende Gutachten nochmals verschiedene Ausführungsvarianten angesprochen, wobei Norbert Haumer auf die Bewertungsmatrix verweist. Inwieweit die Benützung durch eine größere Zahl von Kindern erfolgt oder nicht, unterliegt schlussendlich der Beurteilung der Gemeinde. Davon wiederum hängt die Ausführung in sicherheitstechnischer Hinsicht ab. Was den Vorschlag anbetrifft, bereits jetzt über die gesamte Länge ein Geländer anzubringen, wird nochmals auf die finanzielle Seite, insbesondere auf die budgetären Vorgaben verwiesen. Ein dringender Handlungsbedarf ist vor allem dort gegeben, wo bereits ein Geländer, das sich in einem schlechten Zustand befindet, besteht. Hingegen sieht es mit der Verantwortung/Haftung in dem Bereich, wo noch kein Geländer angebracht ist, etwas anders aus, hier könnte allenfalls der Vorwurf erhoben werden, dass die Umsetzung zu wenig schnell erfolgt ist. Seite 10 von 14 Für Günter Ratt wäre es wichtig zu wissen, wie hoch die Gesamtkosten schlussendlich sein werden. Ursprünglich ist man von € 1 Mio. ausgegangen, und es wäre interessant zu erfahren, ob noch weitere Fördermittel in Anspruch genommen werden könnten und es nicht doch noch günstigere Varianten gäbe. Diesbezüglich wird festgehalten, dass eine Doppelförderung, also eine zusätzliche Förderung neben jener für den Radweg, schwierig sein wird. Was die vorgesehene Ausführung anbetrifft, wurde dieses nach Präsentation in der Gemeindevertretung von dieser für gutgeheißen. Wichtig war es, eine Lösung zu finden, die den Ansprüchen hinsichtlich Druckfestigkeit, Sicherheit usw. genügt und die Kosten im Rahmen bleiben. Peter Vergud verweist darauf, dass die Mittel hierfür bei Budgeterstellung gekürzt worden sind. Wichtig ist es, das erste Drittel in Angriff zu nehmen, und er erinnert daran, dass, wenn etwas passiert, die Gemeindevertreter*innen haftbar gemacht werden könnten. Auch für Tanja Könsgen erscheinen die Kosten hoch, allerdings befinden sich der Spielplatz, die Mittelschule Grüt und die Musikschule, die Kindergärten sowie das Seniorenheim im unmittelbaren Nahbereich. Es ist dies ein Platz zum Leben, weshalb hier der Schutz besonders wichtig ist. Es muss daher auch die Ausführung einen bestimmten Standard aufweisen, lediglich einen Maschendrahtzaun anzubringen, ist für sich nicht ausreichend. Heike Ladurner-Strolz ergänzt, dass auch viele Gäste und auch sonst Leute auf dem Litzdamm spazieren gehen, weshalb auch auf die Gestaltung Wert gelegt werden muss. Das jetzige Geländer sieht nicht gerade schön aus und sollte zeitnah erneuert werden. Daniel Witzani möchte gerne wissen, was dagegen spricht, das Geländer nur an einer Seite anzubringen, und zwar dort, wo der Radweg verläuft. Seiner Ansicht nach müsste es ausreichen, eine Seite auf die volle Länge abzusichern, jeder kann sich 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at dann aussuchen, ob er auf der abgesicherten oder ungesicherten Seite geht. Diesbezüglich verweisen der Vorsitzende und Norbert Haumer darauf, dass im oberen Bereich bereits links- und rechtsseitig Geländer bestehen, die es zu erneuern gilt, und zudem beide Seiten auch von Kindern stark begangen werden. Abgesehen vom Sicherheitsgedanken werde es sich auch optisch nicht vorteilhaft ausnehmen, wenn nur auf einer Seite ein Geländer angebracht wird. Jedenfalls werde man bemüht sein, möglichst viel an Förderungen zu lukrieren. Seite 11 von 14 Der Auftrag zur Erstellung eines beidseitigen Geländers am Litzdamm im ersten Teilabschnitt (im oberen Bereich links und rechts auf eine Länge von ca. einem Drittel) wird stimmenmehrheitlich (3 Gegenstimmen: Günter Ratt, Marcellin Tschugmell und Daniel Witzani) an die FA. HTB Baugesellschaft mbH als Bestbieterin um die Angebotssumme von € 303.030,30 netto vergeben. Zu 9. Genehmigung der Verhandlungsschrift über die 7. Sitzung der Gemeindevertretung vom 17.03.2021 Der Vorsitzende stellt fest, dass bis zur heutigen Sitzung und in der heutigen Sitzung kein(e) Gemeindevertreter*in wegen Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit der Verhandlungsschriften über die 7. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung vom 17.03.2021 mündlich oder schriftlich Einwendungen erhoben hat, und es wird diese einstimmig genehmigt. Zu 10. Bericht über den 2. Umlaufbeschluss betreffend das Wiederkaufsrecht Haus des Gastes Wie aus dem mit der Löwen Hotel Schruns GmbH abgeschlossenen Kaufvertrag zu entnehmen ist, wurde der Marktgemeinde Schruns als Verkäuferin, sollte die Käuferin bis zum 30.06.2020 (Fristverlängerung gem. Nachtragsvereinbarung auf 31.03.2021) nicht mit dem Bau des geplanten Hotelerweiterungsprojektes gemäß Projektbeschreibung begonnen haben, das Wiederkaufsrecht eingeräumt. Als Baubeginn ist der tatsächliche Beginn der Erdarbeiten, nach vollständigem Abbruch des „Haus des Gastes“, zu verstehen. Wie aus den beigelegten Fotos ersichtlich war, wurde das „Haus des Gastes“ bereits abgebrochen, und es wurde auch bereits mit den Erdarbeiten begonnen, sodass die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Wiederkaufsrechtes weggefallen sind. Über folgenden Antrag erfolgte eine Beschlussfassung im Umlaufweg gem. § 101 Abs. 3a Gemeindegesetz, wobei dies in den Akten als „8. Sitzung“ geführt wird: 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Haus des Gastes: Zustimmung zur Unterfertigung der Löschungserklärung bezüglich des Wiederkaufsrechtes für die Marktgemeinde Schruns gemäß Punkt XIV. Kaufvertrag 2018-02-14 u. Punkt 4. bzw. 14.5. Nachtragsvereinbarung 2019-12-17 Seite 12 von 14 An dieser Beschlussfassung nahmen 15 Gemeindevertreter*innen teil. Davon haben 14 Gemeindevertreter*innen dem Antrag zugestimmt, 1 Gemeindevertreter, und zwar Siegfried Marent, hat dagegen gestimmt. Christian Fiel war während der Abstimmung nicht anwesend. Zu 11. Mitteilungen des Vorsitzenden  Die Region Montafon überlegt sich eine Bewerbung für die Ski-Freestyle und Snowboard WM 2027. Der Skiclub Montafon ist hier aktiv eingebunden, und es hat bereits vor rd. einem Jahr eine Präsentation beim Stand Montafon stattgefunden. Festgehalten wird, dass hier alle Gemeinden sowie die Bahnen, die Hotellerie usw. mitspielen müssten. Die Marktgemeinde Schruns hätte als Host City € 100.000,00 aufzubringen und wäre auch beim Stand Montafon (€ 1,1 Mio.) und Montafon Tourismus beteiligt. In Summe wären Kosten von € 5 Mio. zu budgetieren. Ende des Monats ist die Deadline. Der Vorsitzende wird die Unterlagen versenden und ersucht um interne Abstimmung, um bis nächster Woche ein Stimmungsbild zu erhalten, dies ev. anlässlich einer Videokonferenz, was allerdings noch abzustimmen wäre. Heike Ladurner-Strolz, die über Montafon Tourismus in diese Thematik eingebunden ist, berichtet über ihren derzeitigen Informationsstand sowie die dortigen Überlegungen. Es ist dies wohl die einzige WM, auf die das Tal eine Chance hat. Zum einen spricht sie den Zeitdruck für eine Entscheidung an, zum anderen auf die kurze Saison im Jahre 2027, weshalb die Gastgeber eher etwas geteilter Meinung sind. Neben der Überlegung, ob diese Veranstaltung überhaupt ins Montafon passt und die richtige Zielgruppe angesprochen wird (Werbewert, …), gilt es noch die Entscheidung des Landes, das € 2,1 Mio. beizusteuern hätte, dies unter dem Titel einer Sportveranstaltung, abzuwarten. Festgehalten wird, dass eine Beteiligung nur unter der Voraussetzung denkbar ist, wenn diese breit getragen wird.  Volksschulneubau: Die Kerngruppe hat einen Zeitplan erstellt, und es ist als nächster Meilenstein die Budgetierung vorgesehen.  Die Sanierung des Hofweges hat begonnen, und es wird versucht werden, die Verkehrsabwicklung den Umständen entsprechend zu optimieren und die Bauarbeiten zu verkürzen, was allerdings aufgrund der dann notwendigen Sperren für eine gewisse Zeit eine großräumige Umfahrung über den Grütweg bedingen würde, was noch abzuklären ist.  Was die Bauarbeiten am Jakob Stemer-Weg anbetrifft, wird nächste Woche ein Kostenupdate gemacht werden. Die Verlegung der Wasserleitung am Kirchplatz ist zwischenzeitlich bereits erfolgt. 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at  Die Verhandlungen über den Abschluss einer Vereinbarung mit der Familie Düngler hinsichtlich des Trainings- und Kunstrasenplatzes sind im Gange. Der Vertrag wird der Gemeindevertretung noch zur Genehmigung vorgelegt werden. Seite 13 von 14 Zu 12. Zustimmung zur Erhebung einer außerordentlichen Revision an den Verwaltungsgerichtshof gegen die Bescheide des Landesverwaltungsgerichtes für Vorarlberg betr. die Festsetzung des Tourismusbeitrages für die Reha-Klinik Montafon für die Jahre 2014 bis 2018 und Bevollmächtigung eines Rechtsanwalts Dr. Felix Vogl, der bisher bereits mit der gegenständlichen Angelegenheit befasst war, hat ein Angebot für die Einbringung von ao. Revisionen gegen die Bescheide des Landesverwaltungsgerichtes gelegt und seine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten abgegeben. Da es sich um fünf mehr oder weniger gleichgelagerte Fälle handelt, würde im Fall der Zustimmung zur Auftragserteilung mit ihm nochmals eine Nachverhandlung hinsichtlich des Honorars geführt werden. Der Erhebung einer außerordentlichen Revision an den Verwaltungsgerichtshof gegen die Bescheide des Landesverwaltungsgerichtes für Vorarlberg betr. die Festsetzung der Tourismusbeiträge für die Reha-Klinik Montafon für die Jahre 2014 bis 2018 sowie Bevollmächtigung von RA Dr. Felix Vogl zur Abfassung und Einbringung wird einstimmig zugestimmt. Zu 13. Unter „Allfälliges“ informiert der Vorsitzende über Anfrage von Christian Fiel über den derzeitigen Verfahrensstand hinsichtlich des Unterstandes für den Naturkindergarten im Gaueser Wald. Die Vorbereitungen im Bauhof wurden bereits getroffen, es steht noch die behördliche Bewilligung aus. Es waren noch einige Unterlagen nachzureichen wie beispielsweise das Sicherheitskonzept, die Bewilligung wird jedoch in Bälde erwartet. Der Kaufvertrag zwischen der PSG und Hubert Both wurde von Hubert Both bis dato noch nicht unterschrieben. Christian Fiel kritisiert die noch immer fehlende Beleuchtung bei der Begrüßungstafel im Gamprätz sowie die noch nicht aufgestellte Ortstafel bei der Einfahrt von der L 188 in die Silvrettastraße. Martin Borger vermerkt, dass der Kanalanschluss im Bereich des Kinderspielplatzes aufgefunden worden sei und nunmehr dem Baustart eines WCs wohl nichts mehr entgegensteht. Mit Bedauern nimmt er dann die Auskunft von Alexander Nöckl zur Kenntnis, dass dieser Kanal hierfür nicht verwendet werden kann, da er zur Litz führt. 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021 Marktgemeinde Schruns Kirchplatz 2, A-6780 Schruns www.schruns.at Weiters erkundigt er sich über die Mieten für die Benützung von Gemeindegrund durch folgende Betriebe: Café Frederick, Il Bel Paese, Eisplatzl, Café Haller und Kreuzkeller. Mit der Vereinbarung betreffend den Grundtausch für die Volksschule (Sternenparkplatz – Kindergarten) ist Dr. Edgar Düngler befasst, diese liegt noch nicht vor. Bei der Ausschreibung für das EKIZ Neu dränge sich der Verdacht auf, dass diese auf eine bestimmte Person zugeschnitten worden ist. Dies wird vom Vorsitzenden als böse Unterstellung zurückgewiesen, die Ausschreibung habe ein externes Büro gemacht und sei noch im Laufen. Seite 14 von 14 Ende der Sitzung: 23.15 Uhr Der Schriftführer: Der Vorsitzende: 09. öffentliche Gemeindevertretungssitzung vom 21.04.2021
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