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Heimat_Wolfurt_...rzeic Wolfurt 01.01.1987 26.03.2013, 15:58 Zeitschrift des Heimatkundekreises Mit Unterstützung durch die Marktgemeinde Wolfurt seit 1988 herausgegeben von Siegfried Heim Inhaltsverzeichnis Heft 1 1. Zeittafel für Wolfurt u. Hofsteig 3 2. Bauern und Fabrikler 16 3. Franzosenkrieg 1800 (Chronik Schneider I.) 20 Heft 2 4. Sozialstrukturen (1) 5. Hofsteiger Bauern 6. Der Weg zum März 1938 Heft 3 7. Der Rickenbach 8. Wolfurter Geschlechter 9. Der letzte Krieg 1939-1945 Heft 4 10. Wolfurter Mundart 11. Kriegsende 12. Pfarrkirche St.Nikolaus Heft 5 13. Schlösser in Wolfurt 14. Pfarrer Barraga 15. Auswanderer (1) 16. Autos 17. Chronik Köb (1) Heft 7 24. Das Vereinshaus 25. Mit Napoleon in Rußland (Chronik Schneider IL) 26. Lehrer Köbs, Chron. Köb (2) 27. Streifzüge der Gedanken Heft 8 28. Volkszählungen Strohdorf, Hub und Flotzbach 29. 30. St.Martin vom Strohdorf 31. Schulschwestern 32. Sieben Söhne im Krieg 33. Das Gemeindeblatt Heft 9 34. Bildstein und Wolfurt 35. Mohr-Familien 36. Große Bäume 37. Grenzen im Ried 38. Auswanderer (2) 39. Michaelskapelle in Bregenz Heft 10 40. Unser tägliches Brot (1) 41. Kriegstagebuch Fischer Heft 12 49. 500 Jahre Seelsorge in Wolfurt 50. Nachbarn in der Bütze 51. Veres Stickerei 52. Die Kommunistin 53. Wendelin Rädler 54. Rogges Brot und kernes Brot 2 12 24 42 Heft 13 55. Ein Hofsteiger Siegel 56. Hofsteig 57. Ammänner 58. Der Gemeine Mann 59. Die Schneider 60. Mutter in Nöten, Auswand.(4) 61. Dorfschmiede 62. Stammvater Fischer 63. Fußball und Liebe 64. Kügolo Heft 14 65. Ein Hauch Barock 66. Die Ach und die Ächler 67. Ein Kuß; Kloster Hirschthal 68. Wolfurter Alpen 69. Fremdenverkehr 1903 70. Steuerverzeichnis 1873 Heft 15 71. Die Krankenschwestern 72. Hausnamen 73. Bier für St.Louis, Auswanderer (5) x. Kurt von Wolfurt 74. Vornamen 3 4 22 29 33 47 Heft 16 75. Schwerzler und Schwärzler 76. Heimkehrer 77. Einwanderer (1) Heft 17 78. Mutterpfarre Weißenau 79. Nachkriegsjahre 1945-1949 80. Einwanderer (2) 81. Das Erbe aus Indien 82. Kindstaufe in Bildstein x. Tanzen verboten Heft 18 83. Kriegsende 1945, Nachtrag 84. Aus der Kirchturmkugel 85. Ippachwald (1) 86. Einwanderer (3) 87. Soldatentod im Schnee 88. Ein Pergament x Gemeindediener x Inhaltsverzeichnis 3 26 42 3 23 38 3 29 32 2 6 21 24 27 30 3 6 14 28 35 40 46 50 52 54 4 9 37 54 57 59 3 7 16 30 45 49 52 1 52 54 3 12 19 23 35 38 3 9 45 48 52 54 1 11 25 30 34 4 16 3 22 36 43 44 Heft 6 18. Das Kirchdorf 2 19. Häuserverzeichnis 1926 10 20. Sozialstrukturen (2) 13 21. Wasser und Wald 39 22. Tagebuch (Chr. Schneider III.) 45 23. Spatzecklo 48 Heft 11 42. Inhaltsverzeichnis 1 43. Unser tägliches Brot (2) 5 44. Dr. Lorenz Böhler 15 45. Kalb's Creek, Auswanderer (3) 32 46. Der Schnitztrog 34 47. Altvorstehers Haus 37 48. Ein altes Dokument 41
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Montafoner_Muse...10_In MontafonerMuseen 01.10.2010 17.12.2012, 08:23 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! In der zweiten Julihälfte erscheint die Begleitpublikation zur heurigen Sommerausstellung. Auf 350 Seiten berichten fünf Autorinnen und Autoren vom Thema „Naturkatastrophen“. Michael Kasper widmet sich dem Hungerjahr 1817, das eine Folge eines Vulkanausbruchs von 1815 und des darauffolgenden Jahres ohne Sommer war. In einem zweiten Beitrag lässt Michael Kasper die Medien zum Hochwasser von 1910 sprechen. Helmut Aschauer spürt der Geschichte der Wildbach- und Lawinenverbauung im Montafon nach und präsentiert eindrückliches Bildmaterial. Klaus Beitl veröffentlicht einen kleinen Vorbericht zur geplanten Publikation über das Tschaggunser Mirakelbuch aus 1 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information 2010 dem 18. Jahrhundert. In diesem sind die Sorgen und Nöte der Wallfahrerinnen und Wallfahrer enthalten, die immer wieder auch Naturereignisse betreffen. Edith Hessenberger betrachtet die Naturkatastrophen aus dem abergläubischen Blickwinkel der Bevölkerung. Die Überlieferung des Themas in Sagen und Liedern gibt Aufschlüsse über den Umgang mit der ständig begleitenden Gefahr. Neben dem historischen Blick lenkt Hessenberger das Augenmerk auch auf den aktuellen Umgang der Menschen mit der Gefahr. Das Leben mit der Lawine „ums Haus“ sowie die Lawine als Arbeitsplatz beschäftigen sich mit Beobachtungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Schließlich vermittelt Friedrich Juen mit seiner Chronik der Gargellner Lawinenereignisse auch noch statistisches Material zu einem Ort. Andreas Rudigier (Obmann) 2 Veranstaltungen St. Gallenkirch (Treffpunkt Talstation Valiserabahn) Sonntag, 18. Juli 2010, 8.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Kunstforum Montafon (Schruns) Samstag, 24. Juli 2010, 20 Uhr Maisäß- und Alpwanderung Gweil (Exkursion mit Dr. Leo Walser) Das Gebiet Gweil wird seit mehr als einem halben Jahrtausend alpwirtschaftlich genutzt und gilt als eine der beeindruckendsten alpinen Kulturlandschaften im Montafon. Diese Ganztageswanderung (Gehzeit ca. 6 Stunden) führt vom Rütimaisäß über Valsott zur Inner­ gweilalpe (1750 m) und von dort über das ehemalige Heumahdgebiet Mutt zur Kuhalpe Außergweil (1800 m). Der Rückweg erfolgt über den Gweilmaisäß (1480 m) nach Galgenuel. Wasserschaden (Musik und Kunst im Zeichen des Hochwassers von 1910) Roland Haas führt in die Ausstellung „hochwasser“ ein. Emil Galehr und Josef Thoma spielen originelle Volksmusik. Michael Kasper liest aus zeitgenössischen Berichten über das Hochwasser von 1910. Eine Kooperation zwischen dem Montafoner Sommer, dem Kunstforum Montafon und den Montafoner Museen. Sonntag, 1. August 2010, jeweils 10-17 Uhr Zu beachten ist: Bergtaugliche Schuhe mit griffiger Sohle, allenfalls Wanderstöcke und Regenschutz werden empfohlen. Aus organisatorischen Gründen wird eine telefonische Anmeldung unter 0650/6365484 bis 17. Juli, 18 Uhr, erbeten. Bei Regenwetter wird die Wanderung auf Sonntag, den 25. Juli verschoben. Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg und Gaschurn Reiseziel Museum Familien in Vorarlberg reisen gerne – das hat das „Reiseziel Museum“ in den letzten beiden Jahren gezeigt. Durch die attraktiven und familienfreundlichen Programme der teilnehmenden Museen 3 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 ist es gelungen, beinahe 15.000 Besucherinnen und Besucher für die Museen im Land zu begeistern. Montafoner Heimatmuseum Schruns: Auf Sand gebaut Wir gestalten mit verschiedenfarbigem Sand ein Landschaftsbild oder eine Plastik, in denen wir zum Thema der Ausstellung im Museum passend, Naturkatastrophen wie Lawinen und Hochwasser nachstellen können. Wir arbeiten hauptsächlich haptisch und visuell und ist für alle Altersgruppen inkl. Erwachsenen gedacht. Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Museumspuzzle Auf einer Entdeckungsreise durch das Haus finden neugierige Kinder zahlreiche interessante Hinweise auf die Wohnund Lebensart der Hausbewohner im Laufe der Jahrhunderte – und Schritt für Schritt entsteht so ein Gesamtbild zur Haus- und Bewohnergeschichte. Genau so entsteht auch das Puzzle, das die museumsinteressierten Kinder basteln und dann in ihrem Museumskoffer mit nach Hause nehmen können. Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Kraft der Natur Die Kinder nähen duftende Heukissen und bemalen Steine, die sie im Museumskoffer mit nach Hause nehmen können. Eine Museumsrallye begleitet sie auf eine Reise durch das im Stil alter Walserhäuser vorwiegend in Holz errichtete Gebäude. Samstag, 7. August 2010, 9 Uhr Schruns, Hochjochbahn (Talstation) Auf den Spuren des Klimas am Hochjoch (Wanderung mit Dr. Richard Werner) Für die Einheimischen ist die Sache klar: Die Art der Wolkenbildung am Hochjoch gibt Auskunft über die Wetterentwicklung. Welche Beobachtungen bei einer 4 Veranstaltungen Wanderung um das Hochjoch gemacht werden, zeigt der Meteorologe und Klimaspezialist Richard Werner. Die Teilnehmer/inn/en an der Exkursion können in praktischen Anwendungen Erfahrungen zur Beobachtung von Sonnenschein, Wind, Feuchtigkeit und anderen wetterund klimarelevanten Aspekten machen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Mit dem Heinzensommer 2010 lässt die Kulturgruppe St. Antönien vom 27. Juni bis 25. September das früher zum bäuerlichen Alltag gehörende „Heinznen“ noch einmal aufleben. Zog bei der Heuernte Regen auf, wurden auf den Wiesen in großer Zahl die als Heinzen bezeichneten Holzstäbe eingesteckt und an ihren kreuzweise angebrachten Querarmen das frisch geschnittene Gras zum Trocknen aufgehängt. Diese Technik ist in den letzten Jahrzehnten den Heubelüftungsanlagen und Siloballen gewichen. Als Dekoration finden sich ganze Heinzenreihen da und dort noch an Stallwänden. In St. Antönien werden sie für den diesjährigen Heinzensommer heruntergeholt und mutieren gar zu Kunstobjekten. Die Wanderung verlangt entsprechende alpine Ausrüstung, Kondition, die Kosten für die Hochjochbahn und eine Anmeldung bis zum 4. August im Montafoner Heimatmuseum. Die Rückkehr ist gegen 16 Uhr geplant. Bei sehr schlechten Witterungsverhältnissen wird die Veranstaltung auf Samstag, 21. August verschoben. ☛ Anreise mit der Bahn von Bregenz ab 7.40 Uhr, Bludenz ab 8.33 Uhr, Ankunft in Schruns um 8.53 Uhr, mit dem Bus von Partenen ab 8.17 Uhr, Ankunft Hochjochbahn 8.52 Uhr Treffpunkt: Bahnhof Schruns (9 Uhr) Samstag/Sonntag, 28./29. August 2010 Heinzensommer 2010 in St. Antönien: Grenzüberschreitende Wanderung von Gargellen nach St. Antönien mit Friedrich Juen und Andreas Rudigier Die im In- und Ausland bekannten Künstler Christian Bolt (Klosters), Gabriela Gerber/Lukas Bardill (Maienfeld), Andreas Hofer (Davos) und Robert Indermaur (Almens) haben sich bereit erklärt, 5 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen ViaValtellina (St. Gallenlkirch) Mittwoch-Freitag, 8.-10. September, jeweils 9-17 Uhr 2010 in der Berglandschaft von St. Antönien Schwerpunkte zu setzen. Mitglieder der Präkuscha (Verein Prättigauer Kunstschaffende) werden mit eigenen Werken zum Thema Heinzen auf das künstlerische Wirken in der Region aufmerksam machen. Ein Fotowettbewerb, der bis Ende Mai läuft, ist die Grundlage für eine Ausstellung im Ortsmuseum „Postchäller“. Gesucht werden deshalb auch Aufnahmen von früher. Praktischer Anschauungsunterricht im „Heinznen“ ist ebenfalls vorgesehen. Jeden Samstag werden zudem am Heinzentreff Persönlichkeiten aus Kultur, Landwirtschaft, Politik und Wissenschaft die Vergangenheit und Zukunft der Talschaft St. Antönien und damit des Berggebietes überhaupt zur Sprache bringen. Am 28. August (17 Uhr) referiert Andreas Rudigier in St. Antönien zum Thema „Maisäße im Montafon“. Anmeldung bis Montag, 9. August, im Montafoner Heimatmuseum notwendig. Übernachtung in St. Antönien vorgesehen. Am nächsten Tag geht es zu Fuß zurück. In Kooperation mit der Artenne (Nenzing). www.heinzensommer.ch Sonntag, 5. September 2010, jeweils 10-17 Uhr Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen. Einführungskurs in Anlehnung an LFIZertifikatslehrgang (mit Dr. Martin Lutz) Dieser dreitägige Kurs vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den LFI-Zertifikatslehrgang „Errichtung von Tockensteinmauern“. Im praktischen Handanlegen werden Sie in Planung, Arbeitsvorbereitung, Bauablauf, Steintriage, Fundamente, Schnurgerüst, Hintermauerung, Bindeund Decksteine, Stabilität, Werkzeugund Steinkunde, Ökologie, historische Hintergründe, landschaftliche Bedeutung eingeführt. Der tägliche Erfahrungsaustausch über Erfolge und Misserfolge rundet den Kurs ab. Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg und Gaschurn Reiseziel Museum Info: Siehe Veranstaltung vom 1. August 2010 Der Kursbeitrag ist 166 Euro. Anmeldung beim Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg Tel 05574/400-190 oder andrea.blum@lk-vbg.at 6 Aktuelles „hochwasser“ – Sommerausstellung im Kunstforum Montafon 26. Juni - 7. August 2010 Wie bereits bei den Themen „Der Weiße Tod – Lawinen“ (2004), „WINTERSPORT“ (2006/07) und „hoch hinauf – Alpinismus in der zeitgenössischen Kunst“ (2009) bietet ein tragisches Jubiläum wiederum Gelegenheit für eine Kooperation zwischen den Montafoner Museen und dem Kunstforum Montafon: im Jahr 1910 verwüstete ein gewaltiges Hochwasser weite Bereiche des Montafons, insbesondere in Schruns. Dabei wurde unter anderem das Gebäude der Lodenfabrik, in dem das Kunstforum Montafon untergebracht ist, völlig zerstört. Die Montafoner Museen werden dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, um verschiedenste Katastrophen, die über das Montafon in den vergangenen Jahrhunderten hereinbrachen, zu reflektieren. Auch das Kulturfestival „Montafoner Sommer“ wird zeitgleich unter dem Titel „UrGEWALTen“ sich dieser Thematik annehmen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 vor allem auf die zerstörerische Kraft des Wassers reagiert. Die Fenster der Ausstellungsräume blicken direkt auf das (inzwischen längst sanierte und geregelte) Bachbett der Litz. Beim letzten Hochwasser 2005 erreichten die Fluten gerade Fensterbretthöhe und richteten dabei kaum Schaden an. Die Fenster sind sehr schalldicht; werden diese geöffnet, entsteht beinahe der Eindruck, als kämen die Wassermassen in den Raum – zumindest akustisch. Dieser Effekt wird Teil des Ausstellungskonzepts. Mittels Hydrophon (Unterwassermikrofon) werden die Geräusche des Litzbachs, der im Sommer üblicherweise sehr viel Wasser führt, in die Ausstellung übertragen. Im Ausstellungsraum wird ein Teil einer Mure plastisch simuliert. Es wird der Eindruck entstehen, als wären – wie vor einhundert Jahren – die Wasser-, Schlammund Geröllmassen vom überflutenden Bach in den Raum eingebrochen. Dem gegenüber stehen zwei großformatige Malereien von Hans Weigand aus der Serie der „Silver Surfer“, die riesige Flutwellen (mit winzigen Surfern) darstellen. In die Rauminstallation kontrastierend integriert werden schwebende Steine von Hannes Ludescher: fragile, leichte Kunstwerke aus Papier und Weidenzweigen. Seine farblich fein abgestimmten Objekte werden mit den Bildwerken Weigands einen wunderbaren Dialog eingehen. Ergänzend werden in der kleinen Black Box, die seit der Sommerausstellung 2009 fix im Ausstellungsraum integriert ist, Dokumentarvideos von „großmaßstäblichen Murversuchen“ gezeigt, die das Institut für Wildbach- und Lawinenverbauung in der Region durchgeführt hat. So wird ein sehr intensiver Gesamteindruck entstehen, wodurch die Besucher in eine faszinierende Kunstwelt 7 In der Ausstellung in der ehemaligen Lodenfabrik wird aus aktuellem Anlass 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Neugestaltung der Trachten­ abteilung im Heimatmuseum Die Trachtenabteilung des Heimatmuseums in Schruns ist im Frühjahr neu gestaltet worden. Vor allem in konservatorischer Hinsicht war es dringend notwendig geworden, die seit mehreren Jahrzehnten bestehende Ausstellung aufzulösen. Neben einer Übersicht der Trachtenentwicklung von 1800 bis heute sind nun auch Texte und zahlreiche Abbildungen zum Thema zu betrachten. Erfreulicherweise stellte das Vorarlberger Landesmuseum eines der wichtigsten Bilder aus dem Schaffen der Montafoner Künstlerfamilie, die „Montafonerin“ von Franz Bertle (1859), als Leihgabe zur Verfügung. Das Gemälde vermittelt einen interessanten Einblick in die Geschichte der Monatfonertracht. 2010 entführt werden, die die Ästhetik der Zerstörung thematisiert. Diese von Kurator Roland Haas konzipierte Ausstellung steht im Kontext sowohl mit den dokumentarischen Zugängen der Montafoner Museen als auch vollinhaltlich mit dem Thema des Festivals Montafoner Sommer 2010. Somit ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild, das durch spezielle Kooperationen noch verstärkt wird. Tipp: Samstag, 31. Juli 2010, 18 Uhr: Ausstellungsgespräch mit Kurator Mag. Roland Haas Montafoner Sommer In Anlehnung an das Hochwasser von 1910 und in thematischer Kooperation mit den Montafoner Museen stehen 2010 die „ur-Gewalt-en“ im Mittelpunkt des Musikfestivals „Montafoner Sommer“. Unter der künstlerischen Leitung von Nikolaus Netzer kommt diesen Sommer die Oper „Die Flut“ von Boris Blacher im Alpenbad Schruns-Tschagguns zur Aufführung, die 1947 in Dresden erstmals gespielt wurde. Tipp: Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon erhalten für die Oper wie für andere Veranstaltungen des Montafoner Sommers wieder günstigere Eintrittskarten. Termine sind der 16., 18. und 19. Juli, jeweils um 20.30 Uhr. Nähere Informationen unter: www.montafoner-sommer.at 8 Aktuelles Entdeckungen: Zeichnung „Der bürokratische Weg zur Montafoner Hochjochbahn“ (Inv.-Nr. 5775) Ein aufmerksamer Schrunser hat anfangs 2010 am Straßenrand dieses Objekt nach einer Entrümpelungsaktion entdeckt und in das Museum in Schruns gebracht. Die auf Karton aufgezogene, rund 36 cm hohe und knapp 54 cm lange Zeichnung zeigt unter dem Titel „Der bürokratische Weg zur Montafoner Hochjochbahn“ in aquarellierten Tuscheskizzen die Hürden, die sich den Projektanten der Bahn entgegenstellten. Auf humorvolle Art zeigt der unbekannte Zeichner (oder die Zeichnerin), der sich am unteren rechten Bildrand mit „fritsch 1948“ verewigte, die Bemühungen der Projektbetreiber, die Suche nach den Geldgebern, das Grübeln der Techniker nach passenden Lösungen sowie das Agieren der Vertreter der Behörden mit ihren stets neuen Auflagen und Einwänden. Das Bild gibt aber auch Aufschluss über die Träume der Schrunser Projektinitianten. Der Wunsch nach einer Gondelbahn – wie im Bild sichtbar – konnte ebensowenig umgesetzt werden wie die Bergstation auf dem Hochjoch selbst. Im Herbst und Frühwinter 1950 konnte die „Vierjahreszeitenbahn“ – als „Sparvariante“ mit Sessellift auf das Schrunser Kapell – in Betrieb genommen werden. Das Objekt ist im ersten Obergeschoss im Heimatmuseum in Schruns zu betrachten. Wenn Sie etwas Spannendes entdecken, stellen wir das ebenfalls gerne aus. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Ausstellung „Mobilität im Montafon“ verlängert Die im letzten Infoblatt vorgestellte Ausstellung zur Mobilität im Montafon wurde verlängert und die weiteren Standorte sind: Bielerhöhe (20.-25. Juli), Partenen (27. Juli-1. August), St. Gallenkirch-Aquarena (3.-8. August), Gargellen (10.-15. August), Tschagguns (17.22. August), Tschagguns-Grabs (24.-29. August), Bartholomäberg-Rellseck (31. August-5. September), Schruns-Kirchplatz (7.-12. September), Bregenz-Landhaus (13.-24. September) „Was der Musikverein für Wien ist, ist diese Fassade für das Montafon.“ Die Sanierung eines herausragenden Baudenkmals in Gortipohl schreitet voran Als Europa im Zeichen des 30-jährigen Kriegs und das Montafon im Banne der Pest stand, setzten die Gründer des denkmalgeschützten Gebäudes in Gortipohl den ersten Stein. Dendrochronologische Untersuchungen (gemeint sind Holzalterfeststellungen anhand von Jahresringen) von Klaus Pfeifer bestätigen die Inschrift am Haus, das in seinem ersten Bau zwischen 1636 und 1639 entstanden ist. Die äußere Wahrnehmung 9 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles in der Pfarrkirche von St. Gallenkirch zu sehen ist, und doch dokumentiert sie wie kaum ein anderes Objekt den Inhalt und Zustand eine der bedeutendsten Nord-Süd-Verbindungen in den Alpen, nämlich jene der ViaValtellina. Die Steintreppe vom Zuggawald führte einst zum Portal eines mächtigen Pferdestalls, der die Saumrosse der alten Veltliner Handelsroute in unmittelbarer Nähe zur Säumerstation im Zuggawald als Labe- und Ruhestation diente. Der Stall ist längst abgegangen, und so steht die Treppe als einsames Symbol eines wichtigen Stücks Vergangenheit für das Montafon. Die Tage der Treppe schienen auch schon gezählt, ehe jüngst auf Initiative und mit Mithilfe von Friedrich Juen, Ausschussmitglied im Heimatschutzverein Montafon, die Sanierung in Angriff genommen werden konnte. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts leiteten die Mauerexperten Martin Lutz und Franz Müllner die Restaurierung der Treppe. Das Mauer-Ausbildungszentrum in Hohenems stellte drei Lehrlinge zur Verfügung, die sich für einmal im Umgang mit historischem Mauerwerk üben konnten. 2010 wird durch den gemauerten Teil des Hauses bestimmt, der barocke Dekorationsmalereien (mit dem sog. „Laufenden Hund“) und ein einstmal weit verbreitetes Mariahilf-Bild zeigt. Eva Hody, Leiterin des Bundesdenkmalamtes in Vorarlberg, stellt fest, dass die Bedeutung der Fassade weit über den Ort hinausreicht und die Erhaltung im Interesse der Öffentlichkeit gelegen ist. Baumeister Christoph Kleboth und die Eigentümerin Elke Rudigier führten kürzlich eine interessierte Gruppe des Heimatschutzvereins Montafon im Rahmen der Montafoner Architekturgespräche durch das Haus beziehungsweise die Baustelle. Es steht zweifelsfrei fest: An diesem Platz an der Landesstraße in Gortipohl lebt ein Montafoner Baudenkmal ersten Ranges wieder auf. Die Steintreppe vom Zuggawald – ein Denkmal der ViaValtellina ist gesichert Sie steht völlig unmotiviert in der Landschaft und führt ins Nichts: die Steintreppe vom Zuggawald im Gargellental. Weder beschreibt sie Jakobs Weg noch Jakobs Himmelsleiter, wie sie etwa 10 Projekt: ViaValtellina (Historischer Weitwanderweg von Schruns nach Tirano/Veltlin) Aktuelles Partner: ViaStoria – Zentrum für Verkehrsgeschichte (Universität Bern) Beteiligte: Heimatschutzverein Montafon, Stand Montafon, Gemeinde St. Gallenkirch, Europäische Union – Leader 13, Land Vorarlberg, Sparkasse der Stadt Bludenz Der Schatz im Silvrettasee. Archäologie beim versunkenen Veltliner Hüsli Eine kleine Ausstellung im Museum in Gaschurn Das „Veltliner Hüsli“, das im Silvrettaspeicher unterging, ist sagenumwoben und soll schon manche Geisterstunde erlebt haben. Die Lage am Ochsenboden auf der Bielerhöhe verweist bereits auf die große viehwirtschaftliche Tradition in der Silvretta. Der Markt beim Veltliner Hüsli soll legendär gewesen sein und wurde erst nach der neuzeitlichen Vergletscherung ins südliche Tirano, den Hauptort des Veltlins, verlegt. Das Veltliner Hüsli wurde stillgelegt, zerfiel ... um schließlich in den Fluten des Silvrettaspeichers unterzugehen. In den vergangenen Wochen hat nun ein Archäologenteam die Gunst der Stunde, nämlich die Absenkung des Sees, genutzt, um einen Blick in die Reste des Veltliner Hüslis zu werfen. Einfach war es nicht, haben sich doch mächtige Sand- und Steinablagerungen in einer Höhe von fast einem Meter darüber gelegt. Das Projekt „Rückwege“ unter der Leitung von Thomas Reitmaier (Universität Zürich) hatte sich bereits in den vergangenen Jahren mit der langen Geschichte der Silvretta beschäftigt und bemerkenswerte Ergebnisse zutage gefördert und sich nun mit Interesse dem Schatz aus dem Silvrettasee zugewendet. Der beauftragte Archäologe montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Christoph Walser, Ausschussmitglied im Heimatschutzverein Montafon, konnte einen etwa 8 x 4 Meter großen Grundriss des Gebäudes feststellen. Der zweiräumige und ehemals eingeschossige Bau gab noch eine Feuerstelle mit vorindustriellem Feuerzeug frei. Der historische Hintergrund, faszinierendes Bildmaterial und eine Präsentation des ersten Befundes ist ab dieser Tage im Museum in Gaschurn zu besichtigen. Die Ausgrabungen beim Veltliner Hüsli werden 2011 fortgesetzt und sollen Teil eines interregionalen Forschungsprojekts zur Silvretta werden, an welchem neben der Universität Zürich auch die Regionen Montafon, Paznaun und Unterengadin beteiligt sein werden. Projekt: Silvretta Historica (grenzüberschreitendes Forschungsprojekt mit dem Ziel, ein touristisch relevantes Vermittlungsprogramm aufzubauen) Beteiligte: Universität Zürich, Universität Konstanz, Unterengadin Tourismus, Alpinarium Galtür, Vorarlberger Illwerke AG, Hochmontafon Tourismus, Stand Montafon, Heimatschutzverein Montafon, Europäische Union – InterReg, Land Vorarlberg 11 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Montafoner Rind Das Montafoner Rind verdankt seinen Erfolg den schwierigen Bedingungen im Tal. Nach dem Niedergang des Bergbaus waren die Menschen auf die Viehzucht angewiesen. Während in Hochregionen ausgedehnte Weideflächen zur Verfügung standen, die es ermöglichten, während des Sommers einen großen Viehbestand zu halten, waren die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen in den Tallagen zu knapp, um mit dem hier eingebrachten Futter das Vieh durch den Winter zu bringen. So musste ein Teil des Viehs im Herbst verkauft werden, ein Umstand, dem sich der Schrunser Viehmarkt verdankte, der im 19. Jahrhundert einen ausgezeichneten Ruf besaß. Die Zuchterfolge waren vor allem auf die Orientierung an regionalen Bedingungen zurückzuführen. Neben Milch- und Fleischleistung wurde auf Genügsam- 2010 Kulturlandschaft Montafon im Wandel: St. Gallenkirch-Hottis Um 1850 gab es im Hottis (St. Gallenkirch) rund 30 Gäßschermen. Das große Murenunglück vom 9. Juli 1956 sowie die Verbauung des Tramosatobels und natürlich das „Nicht-mehr-GebrauchtWerden“ sorgten für deren Verschwinden. Auch von den ehemals sechs Ställen ist nur mehr ein verfallender Bau aus dem Jahr 1738 zu sehen. 12 Aktuelles keit, Robustheit und andere Eigenschaften geachtet. Ab den 1960er Jahren, als das Zuchtziel sich hin zur Milchleistung verschob, wurden systematisch nordamerikanische Brown Swiss-Rinder eingekreuzt, wodurch das Montafoner Rind innerhalb kürzester Zeit nahezu gänzlich verschwand. Erst als das Montafoner Rind so gut wie verschwunden war, begann man dies als Verlust zu begreifen. Die Bemühungen seiner Erhaltung verdanken sich nicht zuletzt einer zunehmenden Sensibilisierung in Bezug auf das Artensterben. Auch wurden die Nachteile der auf eine hohe Milchleistung gezüchteten Rinder offensichtlich. Hochleistungskühe erwiesen sich als nur bedingt alptauglich. Wegen ihres deutlich höheren Gewichtes haben sie nachteilige Folgen für das Gelände. Dank Sperma-Konserven aus den 1950er Jahren lässt sich heute wieder ein kleiner Bestand der alten Rasse aufbauen. (Bernhard Kathan) Tipp: Freitag, 6. August 2010, 19 Uhr: Eröffnung der Sonderausstellung „DORA. Schöne neue Kuhstallwelt“ – Ausstellungsort: Artenne (6710 Nenzing, Kirchgasse 6, www.artenne.at), 6. August bis 31. Oktober 2010 www.hiddenmuseum.net montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Historische Verkehrswege unter Bundesschutz Im Frühjahr erließ der Bundesrat in der Schweiz die „Verordnung über das Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz“ – ein Meilenstein in der Verkehrsgeschichte der Schweiz! ViaStoria – Zentrum für Verkehrsge- schichte hat das Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz IVS im Auftrag des Bundes von 1984 bis 2003 erarbeitet und setzt sich seitdem in siner Forschungs-, Beratungs- und Informationstätigkeit für den Erhalt historischer Verkehrswege ein. Ein Beispiel dafür ist das Projekt Kulturwege Schweiz. Es macht historische Wege und ihre Geschichte der breiten Öffentlichkeit zugänglich, trägt zur nachhaltigen Entwicklung der Landschaft bei und kurbelt die Wertschöpfung in den Regionen an. So kommt das Bundesinventar allen zugute: den historischen Wegen, der Landschaft, Gästen und Bevölkerung. Durch den Ausbau des ViaRegio-Netzes in den nächsten Jahren werden zahlreiche weitere im IVS enthaltene Wege und Verkehrsobjekte erschlossen. 13 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 15 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Sommer 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16
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Montafoner_Muse...12_In MontafonerMuseen 02.01.2012 17.12.2012, 08:22 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freundinnen und Freunde der Montafoner Museen und des Heimatschutzvereins! Auch wenn die Montafoner Museen derzeit in erster Linie in Zusammenhang mit der bevorstehenden Volksabstimmung in Schruns medial präsent sind, versuchen wir Ihnen trotz der nicht gerade einfachen Rahmenbedingungen weiterhin ein interessantes und vielfältiges Programm anzubieten. So laden wir Sie herzlich ein, Ende November die Eröffnung der Ausstellung im Heimatmuseum in Schruns zum Thema „Winterbräuche im Montafon“, und im Tourismusmuseum Gaschurn die beträchtlich angewachsene Sammlung an Montafoner Krippen zu besuchen. Neben diesen beiden „Höhepunkten“ des Winters in den Montafoner Museen finden auch zahlreiche andere spannende Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Themen in allen vier Museen (und auch außerhalb derselben) statt. Höchst erfreulich ist der Rückblick auf den Museumsherbst mit der ereignisreichen Veranstaltungsreihe „septimo“ und der „Langen Nacht der Museen“. Vor allem das neue Format „septimo“ konnte überzeugen und bescherte uns tausende Besucherinnen und Besucher, die an den verschiedensten Veranstaltungen dieses Kulturmonats teilnahmen. Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs unter www.vmobil.at und außerdem bieten wir Ihnen gerne an, sollte nach der Veranstaltung eine Rückkehr für Sie an Ihren Wohnort nicht mehr möglich sein, dass wir Sie im Rahmen von Fahrgemeinschaften gerne mitnehmen (bitte vorher im Heimatmuseum anmelden!). 1 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information teil unserer Sammlung ist gegenwärtig auf Grund des akuten Platzmangels am Dachboden untergebracht, wo die Objekte extremen Temperaturschwankungen unterworfen und somit stark gefährdet sind. Die Lösung des DepotProblems hat daher höchste Priorität und es bleibt zu hoffen, dass entsprechend den Plänen zum Projekt „MuseumNeu“ nach dem 20. November die Perspektive auf ein Klima- und Schaudepot, das die Konservierung und Präsentation wichtiger Teile des Montafoner Kulturgutes ermöglicht, bestehen bleibt und diese Schätze nicht auf lange Zeit in externen Provisorien endgelagert und der Öffentlichkeit vorenthalten werden müssen. Michael Kasper Die „Lange Nacht der Museen“ bildete schließlich den krönenden Abschluss des vierzigtägigen Festivals. Den vielen Menschen, die in dieser intensiven Zeit mitarbeiteten und mithalfen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt – ohne sie wäre ein derartiger Erfolg in einer derartig schwierigen Phase nicht möglich. Zuletzt möchten wir noch einen Ausblick auf das Jahr 2012, das derzeit aufgrund der ungewissen Zukunft noch mit vielen Fragezeichen versehen ist, werfen: Einen Schwerpunkt des nächsten Jahres stellt definitiv der Schutz der vielen wertvollen Kulturgüter im Heimatmuseum Schruns dar, die derzeit noch unter ungünstigsten Bedingungen auf dem Dachboden zwischengelagert werden. Der Groß- 2 Grafik-Design - Druckmanagement Veranstaltungen Offenes Singen in den Montafoner Museen Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Mittwoch, 15. Februar, 19:30 Uhr Montag, 13. Februar, 19 Uhr Mittwoch, 18. Jänner, 19:30 Uhr Montag, 9. Jänner, 19 Uhr Mittwoch, 14. Dezember, 19:30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montag, 21. November, 14 Uhr Kräuter-Räucherkurs mit Karin Sander-Pichler Es naht wieder die Zeit in der an langen Winterabenden auch in unserer Gegend gerne mit besonderen Düften die Räume belebt und gereinigt werden. Erzählcafé in der Museumsstube Silbertal Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Dienstag, 7. Februar, 15 Uhr Dienstag, 10. Jänner, 15 Uhr Dieser Kurs bietet die Gelegenheit Weihrauch, Harze und Räucherspezialitäten aus aller Welt sowie heimische Rauchkräuter kennenzulernen, und mehr über deren Wirkungen zu erfahren. Der aromatische und heilsame Rauch von Weihrauch, Harzen aus aller Welt, heimischen 3 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Kräutern und fernöstlichen Gewürzen wirkt besonders in Grippezeiten. Die Kursteilnehmer lernen zudem den Umgang mit Räucherkohle, Rauchschalen und Duftlampen, Räuchersieben und naturreinen Räucherstäbchen aus Tibet und Indien kennen. Die Kursgebühr beträgt für Mitglieder 7 Euro und für Nichtmitglieder 10 Euro. Im Anschluss an den Kurs können Räucherwaren und dazugehörige Utensilien aus dem Weltladen Schruns gleich direkt vor Ort im Frühmesshaus erworben werden. Dienstag, 22. November, 19 Uhr Kulturbühne Schruns ORF Filmpremiere: Bevor der Film in der Sendereihe Erlebnis Österreich am Sonntag, 27. November um 16.35 Uhr ausgestrahlt wird, wird er erstmals im alten Kino in Schruns zu sehen sein. Sonntag, 27. November, 11-17 Uhr Maisäss-Geschichten – Vom Leben und Arbeiten in den Montafoner Bergen Eine filmische Liebeserklärung an die Maisäss-Kultur im Montafon, eine Reverenz an die Menschen, die heute noch Maisässe bewirtschaften, viel Müh und Plag auf sich nehmen, um eine jahrhundertealte Kultur am Leben zu erhalten. Aus Idealismus, zu verdienen gibt es bekanntlich nicht viel. ORF-Kulturchef Manfred Welte und Kameramann Nikolai Dörler haben zu allen Jahreszeiten auf den Maisässen am Bartholomäberg, Montiel, Tafamunt, Gweil und im Gauertal Aufnahmen gemacht. Ihr Film handelt vom Leben und Arbeiten heute auf dem Maisäss, ist voll von Erinnerungen an die „gute, alte Zeit“, erzählt von spannenden Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen – auch Urlaubern, wie einem deutschen Universitätsprofessor, der seit den 1960er Jahren regelmäßig ins Gauertal kommt. 4 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Tag der offenen Tür (Adventmarkt) Das jüngste Museum der Talschaft öffnet zum traditionellen Bartholomäberger Adventmarkt bei freiem Eintritt seine Türe und bietet neben Führungen durch das Museum auch Einblicke in die laufende Sonderausstellung „Die Welt des Luzius Hauser – Ein Blick in Seelsorge, Hexenverfolgung, Wunderheilungen und Gegenreformation im Montafon im 17. Jahrhundert“. Überdies werden Kaffee, Kuchen und freundliche Gastgeberinnen und Gäste für ein herzliches vorweihnachtliches Ambiente sorgen. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit im reichhaltigen Angebot an Büchern über das Montafon ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, immerhin sind heuer mit den Bänden „Urlaubsgrüße aus dem Veranstaltungen Montafon“, „Johann Bitschnau“ und „Netza, Monigg und Sasarscha“ wiederum drei Neuerscheinungen in den Buchreihen der Montafoner Museen zu verzeichnen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Neues hält Einzug. Deshalb finden neben den traditionellen Terminen des Kirchenjahres auch jüngere Phänomene Platz in der Ausstellung. Ein Fokus liegt auf regional typischen Bräuchen: Weitgehend Vergessenes wird ebenso beleuchtet wie scheinbar allseits Bekanntes. Aber auch rund um populäre Bräuche wie Funken, Nikolaus oder Weihnachten gibt es viel zu entdecken. Öffnungszeiten: Samstag, 3., 10., 17. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Sonntag, 4., 11., 18. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Ab 27. Dezember jeweils von Dienstag bis Freitag von 16.00 bis 18.00 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Dienstag, 29. November, 19 Uhr „Funka, Fasnacht und Schiebaschüßa“ – Winterbräuche im Montafon Ausstellungseröffnung Zwischen Erntezeit und Ostern prägen bis heute viele Bräuche unseren Alltag in der dunkleren Jahreszeit, auch wenn ihre ursprüngliche Bedeutung teilweise gar nicht mehr bekannt ist. Was genau steckt aber hinter diesen Bräuchen? Bräuche sind weit mehr als nur die mit ihnen verbundenen Feierlichkeiten. Sie stehen für gewachsene Tradition, oft auch für christliche Glaubensinhalte, spiegeln die Kultur des Landes und die gesellschaftlichen Normen, den Einfluss der Medien, aber auch politische und wirtschaftliche Interessen wider. Aber sie sind nicht statisch, sondern ständig im Wandel. Alte Formen werden zeitgemäß interpretiert, Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Mittwoch, 30. November, 19 Uhr Montafoner Krippen Ausstellungseröffnung Am 30. November wird die große Montafoner Krippenausstellung im Tourismusmuseum Gaschurn feierlich eröffnet. Eine Auswahl an schönen Krippen, die mit viel Liebe zum Detail in langen 5 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Einige der nunmehr ausgestellten Krippen konnten erfreulicherweise mit Unterstützung der Gemeinden Gaschurn, St. Gallenkirch, Schruns und Silbertal, der Frauenbewegung Gaschurn/Partenen sowie durch Spenden im Gaschurner Museum mit Figuren bestückt werden. Öffnungszeiten: Samstag, 3., 10., 17. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Sonntag, 4., 11., 18. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Ab 27. Dezember jeweils von Dienstag bis Freitag von 16.00 bis 18.00 Uhr Freitag, 2. Dezember, 19 Uhr Stunden gefertigt wurden, ist hier zu sehen. Auf Anregung von Andreas Rudigier erklärte sich der Krippenbauverein Innermontafon mit Obfrau Marlies Kuster dankenswerterweise dazu bereit den Montafoner Museen eine eigene Krippen-Sammlung auf Dauer zur Verfügung zu stellen. Im Zeitraum von Februar bis Mai 2011 entstanden daher sieben neue Krippen, die von den Krippenbauern Franz Dönz, Peter Krenn, Hans Kuster, Klaus Kuster, Marlies Kuster, Franz Raich und Wendl Tschugmell angefertigt wurden und in Zukunft die Sammlung der Montafoner Museen bereichern werden. Überdies werden Krippen, die Georg Breuß, Marlene Themel und Karl Netzer dem Museum überlassen haben im Gaschurner Museum ausgestellt. Bei letztgenannter handelt es sich um eine alte Wurzelkrippe, die von Agnes Lorenzin aus St. Gallenkirch für Luise ErnstNetzer, die nach Frankreich heiratete und die Montafoner Krippe für Jahrzehnte dorthin mitnahm, gebaut wurde. Nach der Rückkehr dieser historischen Krippe ins Montafon kann sie nunmehr in den Montafoner Museen besichtigt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die nunmehr höchst beeindruckende Krippen-Sammlung der Museen auch in Zukunft zahlreiche Erweiterungen erfahren wird. Kunstforum Montafon Ausstellungseröffnung widerstand ist zwecklos In den vergangenen Jahren wurden in den Winterausstellungen in der ehemaligen Lodenfabrik stets Gegenüberstellungen zweier relevanter, junger Positionen realisiert, wie z.B. 2010 die Ausstellung „TEXT without SUBTEXT“ von Luisa Kasalicky und Arnold Reinthaler. Heuer werden unter dem Titel „widerstand = zwecklos“ die Arbeiten von Judith Fegerl und Thomas Feuerstein aufeinander treffen und ein gewaltiges Spannungsfeld erzeugen. Beide beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Mensch und Maschine, wobei Flüssigkeiten eine wesentliche Rolle spielen. Und erstmals wird – so viel sei schon einmal verraten – die Litz direkt in die Ausstellung mit einbezogen! Öffnungszeiten (bis 14. Jänner): Dienstag – Samstag, von 16 bis 18 Uhr, Donnerstag von 16 bis 20 Uhr 6 Veranstaltungen Die Ausstellung ist am Silbriga Sonntig (11. Dezember) von 13 bis 17 Uhr geöffnet. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 sind mit den Bänden „Urlaubsgrüße aus dem Montafon“, „Johann Bitschnau – Lehrer aus dem Silbertal“ und „Netza, Monigg und Sasarscha“ wiederum höchst interessante Neuerscheinungen zu verzeichnen. Montafoner Heimatmuseum Schruns Courtesy Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck Sonntag, 11. Dezember, 10:30-17 Uhr Tag der offenen Tür (Silbriga Sonntig) Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Donnerstag, 8. Dezember, 14 Uhr Adventfeier mit kleiner Krippenausstellung Traditionell öffnet das Bergbaumuseum Silbertal zu Maria Empfängnis bei freiem Eintritt seine Türe und bietet neben Einblicken in das Museum gemütliches Beisammensein mit vorweihnachtlichen Liedern und Gedichten, mit Kaffee und Kuchen bei freundlichen Gastgeberinnen, die für ein besinnliches Ambiente sorgen. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit im vielfältigen Angebot an Büchern über das Montafon ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, denn heuer Tradition ist der Silbriga Sonntig in Schruns und sein Adventmarkt, Tradition ist auch, dass das Heimatmuseum an diesem Tag seine Pforten öffnet, Tradition ist, dass Sie hier einen Blick auf die neue Sonderausstellung „Funka, Fas7 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen nacht und Schiebaschüßa“ – Winterbräuche im Montafon“ werfen können, Tradition ist auch, dass Sie hier die besten Weihnachtsgeschenke finden (Tipp: Bücher zur Geschichte und Gegenwart des Montafons aus der Schriftenreihe der Museen), ebenso Tradition ist, dass aufgrund des enormen BesucherInnenAndrangs ausnahmsweise kein besinnlicher vorweihnachtlicher Rückzug möglich ist. Montag, 12. Dezember, 20 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Immaterielles Kulturerbe „Montafoner Erzähltradition“? Infoabend mit MMag.a Edith Hessenberger Im Montafon entwickelten sich im Rahmen täglicher Kommunikation sogenannte Erzähltraditionen, die bereits im 19. Jahrhundert als „Montafoner Sagen“ festgehalten wurden. Erzähltraditionen beschränken sich allerdings nicht nur auf Sagen, sie umfassen ebenso das Erzählen im Alltag oder das lebensgeschichtliche Erzählen. Im Rahmen des Projektes „Montafoner Geschichte“ wurden von 2003 bis 2011 insgesamt 240 lebensgeschichtliche oder themenspezifische Erzählungen von über 200 Personen mittels Tonbandaufnahmen dokumentiert. Sie verdeutlichen klar die Beständigkeit typischer Montafoner Sagen, zeigen aber auch die Erzähltraditionen in der Darstellung der Geschichte des Tales, beziehungsweise der eigenen Biographie auf. Die UNESCO-Nationalagentur für Immaterielles Kulturerbe dokumentiert besondere regionale Traditionen und bemüht sich, die Erhaltung des immateriellen 8 Kulturerbes zu unterstützten, sowie Respekt zu sichern und ein Bewusstsein für dieses Erbe zu schaffen. Nach der Anerkennung der „Dreistufenlandwirtschaft im Bregenzerwald“ oder der „Vorarlberger Flurnamen“ bemühen sich nun der Stand Montafon und die Montafoner Museen um die Aufnahme der „Montafoner Erzähltradition“ in das „Nationale Verzeichnis immateriellen Kulturerbes“. Damit könnte ein großer Schritt in Richtung (inter-) nationaler Anerkennung der im Montafon Archiv dokumentierten Erzählungen als Ausschnitt der Montafoner Erzähltradition gesetzt werden. Die Antragstellerin Edith Hessenberger (KulturwissenschaftlerIn, Uni Innsbruck) präsentiert im Rahmen eines Infoabends die Inhalte des Antrags sowie die Vorgehensweise bei der Antragstellung, und steht gerne für Fragen zur Verfügung. Donnerstag, 15. Dezember, 20 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns „Die Reise zum Horizont“ Lesung von Jürg Amann im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das FelderArchiv“ geht aufs Land (Einführung und Gespräch: Dr. Ulrike Längle) Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafoner Heimatmuseum Schruns Mittwoch, 25. Jänner , 20 Uhr „Pfennigzins, Vogelrecht, Ärch und Schesaplana ...“ – das Urbar der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg von 1620 Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner Eine der bedeutendsten Quellen zur Geschichte und Landeskunde des südlichen Vorarlberg bildet das Urbar von 1620. Der Vortrag geht der Entstehung dieses umfangreichen Dokuments nach, skizziert seinen Aufbau und stellt zahlreiche Details der regionalen Vergangenheit vor. Darunter befinden sich selbst für Fachleute manche überraschenden Erkenntnisse. Das Buch zum Thema: Das Urbar der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg von 1620. Kommentar und Edition. Bearb. von Katrin Rigort und Manfred Tschaikner (Quellen zur Geschichte Vorarlbergs 14). Regensburg: Roderer Verlag (erscheint 2012); ISBN 978-3-89783740-9. In seiner Novelle „Die Reise zum Horizont“ gestaltet der Schweizer Autor Jürg Amann vor dem realen Hintergrund eines Flugzeugabsturzen in den Anden in den 1970er Jahren eine Menschheitsparabel als Gleichnis von Leben und Tod jenseits von Moral und Tabu. Der Kampf der Überlebenden gegen Kälte, Hunger und Durst in der Gletscherwüste der Anden stößt an die Grenzen, wie weit ein Mensch gehen kann, ohne sein Menschsein zu verlieren. Jürg Amann, geboren 1947 in Winterthur, arbeitete nach einem Germanistik-studium zunächst als Literaturkritiker und Dramaturg. Seit 1976 ist er freier Schriftsteller (Prosa, Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik, Essays). Bücher u.a.: „Zwei oder drei Dinge. Novelle“ (1993), „Über die Jahre. Roman“ (1994), „Rondo. Erzählungen“ (1996), „Kafka. Ein Wort-BildEssay“ (2000), „Mutter töten“ (2003), „Die kalabrische Hochzeit“ (2009) Zahlreiche Preise, u. a. Ingeborg-Bachmann-Preis 1982, Conrad-FerdinandMeyer Preis 1983. 9 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Mit diesem Kulturimpuls wollten die Montafoner Museen ein innovatives Signal der Offenheit setzen. Was ihnen eindrucksvoll gelungen ist. septimo hat dazu eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der Museen, der Forschung sowie der Landschaft und der Architektur zu werfen. Obwohl es bereits jetzt an die Planung für 2012 geht, gilt es sich gleichzeitig beim gesamten Team der Montafoner Museen sowie bei allen Beteiligen des heurigen septimo herzlich für den vollen Einsatz zu bedanken. (tm, mk) septimo 2011 Rundherum zufriedene Gesichter. Die Premiere der neuen Montafoner Kulturveranstaltungsreihe „septimo“ ist sehr erfolgreich über die Bühne gegangen. 40 kulturelle Veranstaltungen an 40 Tagen. Die Erstausgabe des „September im Montafon“ war ein voller Erfolg. Und wie besonders diese neue Kulturoffensive ist, zeigt auch das große Publikumsinteresse. So wurden bei den diversen Kulturveranstaltungen gesamt knapp 5000 BesucherInnen gezählt, Einheimische wie auch Gäste. „Freidenker-Brevier“ von Johann Baptist Biedermann Neuzugang im Montafon Archiv Im Oktober 2011 konnte das Montafon Archiv einen für die Literatur- und Geistesgeschichte des Montafons äußerst wertvollen Neuzugang verzeichnen: Der Bregenzer Historiker Dr. Meinrad Pichler überließ dankenswerterweise dem im Heimatmuseum angesiedelten Archiv ein vom Montafoner Mundartdichter und Taubenwirt Johann Baptist Biedermann originalsigniertes Buch „Freidenker-Brevier“ aus der Zeit der Jahrhundertwende um 1900. Der Schrunser Wirt, Händler und „Bauernadvokat“ Dr. iur. Biedermann lebte 1844 bis 1923 und schenkte dieses Buch im Jahr 1910 seinem Neffen Johann Moosbrugger. Die Person Biedermanns verweist auf den Zusammenhang zwischen Heimatliteratur und Tourismus, denn parallel zur touristischen Erschließung des Montafons trat er als Wirt mit seiner Mundartdichtung in Erscheinung. Seine Gedichte und „Gsätzli“ aus der Gedichtsammlung „Nüt för Uguat“ sind dementsprechend Die 40 Tage waren bunt gemischt. Angefangen von Führungen über Themenwanderungen, Vorträgen, Tanz- und Musikvorführungen sowie Konzerten, Interviews, Gesprächen und einer schon jetzt legendären Whiskyverkostung reichte die kulturelle Palette. Erlebenswerte Höhepunkte waren die beiden Montagsgespräche mit Komponist Georg Friedrich Haas und Fotograf Marko Zink. Auch die beiden grenzüberschreitenden Abende der Engadiner und Prättigauer Begegnungen lockten zahlreiche BesucherInnen, genauso sämtliche archäologischen Themen. 10 Aktuelles auch eher als gesellige Stücke anzusehen, welche die kulturelle Identität des Montafons der Umwelt vermitteln sollten. Der Tourismus öffnete wiederum der lokalen Literatur die Welt und Biedermanns Gedichte wurden schließlich im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Der Literaturhistoriker Dirk Strohmann vermerkte diesbezüglich: „Persönlich wurde er freilich letztlich selbst ein Opfer des durch den Tourismus ausgeweiteten literarischen Interesses: Eine Gedenktafel an seinem eigenen Gasthaus, der ‚Taube‘, erinnert heute nicht an ihn, sondern an – Ernest Hemingway.“ montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 13. Interregionale Alpgespräche Nachdem im vergangenen Jahr Bartholomäberg Schauplatz der 12. Interregionalen Alpgespräche war (siehe die Veröffentlichung aller Vorträge im Jahresbericht der Montafoner Museen 2010), diente heuer die alte Walsersiedlung St. Martin im Calfeisental (Kanton St. Gallen) als Veranstaltungsort für die 13. Alpgespräche. Die Montafoner Museen traten als Ko-Organisatoren auf und der Verfasser führte als Moderator durch die Veranstaltung. Thema der Vortragsreihe war der Versuch der Beantwortung der Frage, inwieweit Kulturlandschaft, Kulturgeschichte und Tourismus eine beiderseitig gewinnbringende Kombination darstellen können. Die im September von den Montafoner Museen mit großer Unterstützung durch den Stand Montafon durchgeführten Veranstaltungsreihe „septimo“ soll ein solches Beispiel sein, das künftig Kulturlandschaft und Kulturgeschichte dem Gast näher bringen kann. Die Idee basiert auf einer Untersuchung, die 2010 im Auftrag des Instituts für Bündner Kulturforschung erfolgte, und die Museen, Ausstellungen, Festivals und Events sowie Kulturhotels auf ihr touristisches Potenzial untersuchte ... das Montafon wurde übrigens als einziges nicht Schweizer Beispiel geprüft. Das Ergebnis war verblüffend und einfach zugleich: Dort, wo Museen und Ausstellungen ihre Schwächen zeigen, besitzen Festivals und Events ihre Stärken und umgekehrt. Also sind Museen angehalten, auch in den Festivalbereich einzusteigen, um langfristig mehr Erfolg zeigen zu können. Hans-Jürg Gredig von der Fachstelle zur Untersuchung von Kulturlandschaften und Tourismus (und deren 11 Wie das später von den Nationalsozialisten verbotene Buch „Freidenker-Brevier“ verdeutlicht, war Biedermann in politischer Hinsicht dem liberalen Lager in Schruns zuzuordnen und so nahm er etwa auch 1876 mit vielen Gesinnungsgenossen am ersten Zivilbegräbnis Vorarlbergs in Schruns teil. Dazu passend thematisierte er in seinen Gedichten das „Hengara“ und schrieb häufig von der „Liabi“. (mk) 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles und für sieben Jahre auch in den Schlössern Ludwig II. arbeitete. Der bayrische König Ludwig II. (1845 – 1886) ist als leidenschaftlicher Schlossbauer bekannt und vor allem Schloss Neuschwanstein ist weit über die Grenzen Bayerns hinaus berühmt und trug wesentlich dazu bei, dass Ludwig im Volksmund auch als Märchenkönig bekannt ist. Es war jedoch nicht Schloss Neuschwanstein, in dem Ludwig die meiste Zeit seiner Regentschaft verbrachte, sondern das Schloss Linderhof im oberbayrischen Ettal. In eben jenem Schloss Linderhof wird heuer anlässlich des 125. Todestages Ludwig II. ein Ludwig-Jahr gefeiert. Nachhaltigkeit in gemeinsamer Betrachtung) hatte die Untersuchung im vergangenen Jahr begleitet und war einer der Referenten bei den Alpgesprächen. Rolf Wildhaber, Wildhüter, vermittelte ein anderes Bild und zeigte drastisch auf, welche tödlichen Konsequenzen der Mensch in der Natur verursacht, wenn er sich ihrer ungebremst annähert. Der Touristiker Björn Caviezel von der Heidiland AG wiederum machte deutlich, wie stark der Fremdenverkehr auf die Kulisse Landschaft setzt und dabei kulturgeschichtliche Aspekte gerne mitein“packt“. Die 14. Alpgespräche finden 2012 in Lech statt. (ar) Anton Neyer – ein Montafoner Stuckateur im Dienste von Märchenkönig Ludwig II. Anton Neyer wurde am 17. Jänner 1849 als zweites von 13 Kindern in eine Bauernfamilie in Bartholomäberg hineingeboren. Bereits im Alter von 16 Jahren ergriff er erstmals den Wanderstab, um in Frankreich im Baugewerbe zu arbeiten. Später war er für den in Wien ansässigen Stuckateur Detoma tätig, in dessen Auftrag er in Ungarn, Böhmen, Preußen 12 Aktuelles Dabei wird im Rahmen einer Ausstellung die Entwicklungsgeschichte des Schlosses dargestellt. Neben den Architekten und Bauherren wird auch ein einfacher Handwerker mittels Kurzbiografie und Portraitfoto vorgestellt – der Montafoner Anton Neyer. Die entsprechenden Unterlagen wurden den Ausstellungskuratoren vom Montafon Archiv zur Verfügung gestellt. Die Besichtigung der Ausstellung war lohnenswert und es war faszinierend, in die bizarre Welt des exzentrischen Herrschers einzutauschen. (ab) Neue Publikation: montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Netza, Monigg und Sasarscha Traditionelle Berglandwirtschaft in Gortipohl (Montafoner Schriftenreihe Band 23, Heimatschutzverein Montafon, Hg. Michael Kasper und Klaus Pfeifer, Schruns 2011) Die Maisäß- und Alpkultur prägte das Montafon über viele Jahrhunderte hinweg und veranschaulicht noch heute eindrucksvoll die hohe Entwicklungsstufe der ehemaligen bäuerlichen Lebensweise in dieser Region. Der vorliegende Band der Montafoner Schriftenreihe setzt sich integrativ und interdisziplinär aus unterschiedlichsten Perspektiven mit einem besonders interessanten Berglandwirtschaftsareal im inneren Montafon auseinander: Zehn Autorinnen und Autoren beleuchten das Gebiet von Netza, Monigg und Sasarscha im Norden Gortipohls aus geografischer, geologischer, archäologischer, historischer, sprachwissenschaftlicher, baugeschichtlicher, volkskundlicher sowie kulturlandschaftsgeschichtlicher Sicht und vermitteln damit einen umfassenden Eindruck der Wandlungsprozesse, die sich in diesem Grenzbereich am Rande des Siedlungsraumes bis in die Gegenwart vollzogen und noch heute vollziehen. Das Außergewöhnliche an diesem, zum Großteil im Natura-2000-Gebiet „Verwall“ gelegenen, traditionellen Nutzungsraum stellt einerseits die spezielle naturräumliche Ausstattung und andererseits die besondere kulturgeschichtliche Dimension dar, die sich gemeinsam in der einzigartigen und weitgehend intakten Kulturlandschaft widerspiegeln. Neben dem klassischen System der Dreistufenlandwirtschaft finden sich hier etwa Beispiele für ein vierstufiges Bewirtschaftungsmodell, das auf frühere Dauersiedlungen in den Höhenlagen verweist. Dazu kommt eine relativ scharfe Trennung zwischen Häufungen von deutschen und rätoromanischen 13 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles haben: Neben all den freundlichen Maisäßeigentümerinnen und -eigentümern, die Informationen und Bilder zur Verfügung gestellt haben sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Maisäßinventar-Teams möchte ich namentlich Friedrich Juen, Artur Mangard und Leo Walser für ihr Engagement und ihren Einsatz für das Zustandekommen dieser Publikation danken. Überdies ist zu betonen, dass ohne die finanzielle Unterstützung unserer Sponsoren (u.a. Amt der Vorarlberger Landesregierung, Stand Montafon, Gemeinde St. Gallenkirch, Sparkasse der Stadt Bludenz, Vorarlberger Illwerke AG) die Veröffentlichung dieses umfangreichen Bandes (384 Seiten) nicht möglich gewesen wäre. Diesen Förderern des Maisäßinventars Montafon sei daher an dieser Stelle größter Dank ausgesprochen. Das Buch kann von Mitgliedern in den Montafoner Museen um EUR 20,-- erworben werden. (mk) Flurnamen, die Rückschlüsse auf den Gang der Besiedlung zulassen. Außerdem spielte auch der in den höchsten Lagen betriebene Bergbau immer wieder eine bedeutende Rolle in der historischen Entwicklung der Region. Die mündlichen Überlieferungen zu früheren Lebens- und Arbeitsweisen, aber auch Sagen und Erzählungen zu außerordentlichen Begebenheiten runden das Bild, das uns die Kulturlandschaft mit ihren zu einem ungewöhnlich großen Teil aus dem frühen 16. Jahrhundert stammenden Gebäuden, den Lesesteinwällen, Bewässerungskanälen und Alpwegen veranschaulicht, durch die Perspektive der lokalen Bevölkerung sowie deren Erinnerungen ab. Es gilt daher insbesondere auch jenen zu danken, die durch ihren Erfahrungsschutz, ihre privaten Sammlungen oder durch vielfältige andere Bemühungen das Entstehen dieses Buches unterstützt 14 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Latschau, 6. September (septimo) Gaschurn, 7. September (septimo) Bartholomäberg, 8. September (septimo) Gargellen, 11. September (septimo) Kristberg, 13. September (septimo) Lindauer Hütte, 14. September (septimo) 15 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Rückblick Tschagguns, 16. September (septimo) Schruns, 20. September (septimo) Gaschurn, 23. September (septimo) St. Gallenkirch, 27. September (septimo) Vikari, 29. September (septimo) St. Gallenkirch, 30. September (septimo) 16 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Bartholomäberg, 1. Oktober (Lange Nacht) Silbertal, 1. Oktober (Lange Nacht) Tschagguns, 1. Oktober (Lange Nacht) Schruns, 11. Oktober Bartholomäberg, 13. Oktober Silbertal, 18. Oktober 17 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 23 Kasper/Pfeifer: Netza, Monigg und Sasarscha. 2011 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) Publikationen SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (€ 18,90/16,90) SB 14 Strasser: Urlaubsgrüße aus dem Montafon. 2011 (€ 19,90/17,90) SB 15 Netzer, Jenny: Johann Bitschnau. 2011 (€ 13,-/10,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Neu: DVD erhältlich (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 2010 (€ 10,-) 19 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E info@montafoner-museen.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten im Winter (27. Dezember 2011 bis 13. April 2012): Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag und Donnerstag, jeweils 16-18 Uhr Dienstag und Donnerstag, jeweils 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 20 Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr
  1. informationsschrift
  2. winterbräuche
Montafoner_Muse...11_In MontafonerMuseen 01.03.2011 17.12.2012, 08:21 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Nach elf Jahren im Dienst der Montafoner Museen und des Heimatschutzvereins Montafon habe ich mich entschlossen, mich für die frei werdende Stelle des Direktors des Vorarlberger Landesmuseums zu bewerben – mit dem Ergebnis, diese Stelle ab 1. April diesen Jahres antreten zu können. Dieser Entschluss war zweifelsfrei ein schwieriger und belastender und vor allem keiner gegen das Montafon, sondern einer für eine neue Herausforderung. Er ändert auch nichts daran, dass ich weiterhin ein begeisterter Montafoner bleiben werde und die Entwicklungen in diesem Tal mit Interesse verfolgen werde. Der Stand Montafon wird gemeinsam mit dem Vorstand des Heimatschutzvereins (dem ich als Obmann auch angehöre) in den nächsten Wochen die neue Geschäftsführung für die Montafoner Museen festlegen und damit garantieren, dass die Arbeit in den Museen und im Verein im Sinne der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und somit auch der Mitglieder des Vereins weitergeführt wird. 1 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Tschagguns, Wintersportsammlung Mittwoch, 9. März 2011, 19.30 Uhr Mir bleibt an dieser Stelle der große Dank für elf wunderschöne Jahre: Er gilt insgesamt 16 Bürgermeistern (und somit 16 Chefs), im Besonderen dem Standessekretär Johann Vallaster und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Stand Montafon und in den Montafoner Museen sowie allen unseren Mitgliedern und allen, die in den vergangenen elf Jahren die Museen unterstützt und die Veranstaltungen besucht haben (es waren immerhin rund 180.000 Menschen). Wir sehen uns mit Sicherheit bei einer Veranstaltung in den Museen wieder. Andreas Rudigier Die Angst vor dem Berg. Aufklärung eines Mythos (Vortrag mit Mag. Andreas Brugger) Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs unter www.vmobil.at und außerdem bieten wir Ihnen gerne an, sollte nach der Veranstaltung eine Rückkehr für Sie an Ihren Wohnort nicht mehr möglich sein (im Montafon nichts Ungewöhnliches ...), dass wir Sie im Rahmen von Fahrgemeinschaften gerne mitnehmen (bitte vorher im Heimatmuseum anmelden!). In diesem Vortrag wird eingangs die Lebenssituation der landwirtschaftlich geprägten Bevölkerung des Montafons im 19. Jahrhundert dargestellt, in der die so genannte Drei-Stufen-Weidewirtschaft von größter Bedeutung war. Diese Art der Landwirtschaft brachte die Montafoner verstärkt in Kontakt mit der sie umgebenden Bergwelt. Der Berg war für die Menschen damals etwas Mythisches und Furchteinflößendes, was sich in der Sagenwelt des Tales zeigt. Neben den Sagen, welche die Angst zum Thema haben, wird auch ein Beispiel für eine Sage genannt, die eine namensgebende Funktion hat. Anhand von ausgewählten Textzitaten von 2 Veranstaltungen Alpinisten, die sich mit dem „Warum“ des Bergsteigens befassen, wird der bäuerlich geprägte Bergmythos schließlich aufgeklärt. Dabei wird deutlich, dass dieser den Bergsteigern des 20. und 21. Jahrhunderts keine Angst mehr macht und dass auch sagenhafte Erklärungen für Namen an Bedeutung verloren haben und oftmals auch ganz in Vergessenheit geraten sind. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Donnerstag, 17. März 2011, 15 Uhr Zeitzeugen im Gespräch Die Ausstellung „Jahre der Heimsuchung“ geht ihrem Ende zu und das Team vom Bartholomäberger Museum lädt herzlich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und solche, die Fragen zu katastrophalen Naturereignissen haben, zu einer geselligen Geprächsrunde in die Frühmessstube ein. Offenes Singen in den Montafoner Museen Schruns, Heimatmuseum Freitag, 18. März 2011, 19 Uhr Stille Reserven (Dorfgespräch mit Wolfgang Pöschl und Giovanni Netzer) Das Zusammenleben von Mensch und Tier auf engstem Raum prägte das traditionelle alpine Bauernhaus und auch unsere Konstitution. Der Stall war der Wohnraum der Tiere, der oft nicht nur minimalistisch, pragmatisch angelegt ist, sondern auch eine archaische Atmosphäre aufweist; manchmal steckt im Stall sogar mehr Herzblut als in den Stuben. Die Ställe bilden eine stille Reserve, die eine ebenso stille Wandlung des Wohnens und Arbeitens auf dem Land beflügeln kann. Die Teilnehmer: Wolfgang Pöschl Architekt, tatanka ideenvertriebsgmbh, Mils (A) Giovanni Netzer Leiter Kulturfestival Origen, Savognin (CH) Andreas Rudigier (Moderation) 3 Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Silbertal, Bergbaumuseum Montag, 14. März 2011, 20 Uhr: Dienstag, 15. März 2011, 19.30 Uhr: Freitag, 1. April 2011, 20 Uhr: Dienstag, 12. April 2011, 19.30 Uhr: Mittwoch, 13. April 2011, 19.30 Uhr: Freitag, 6. Mai 2011, 20 Uhr: Mittwoch, 9. März 2011, 19.30 Uhr: Gaschurn, Tourismusmuseum Schruns, Heimatmuseum Gaschurn, Tourismusmuseum Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Schruns, Heimatmuseum 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Schruns, Stand Montafon Donnerstag, 31. März 2011, 19.30 Uhr Dorfgespräche: Veranstaltungsreihe des Vorarlberger Architekturinstituts zur in Dornbirn (www.v-a-i.at) laufenden Ausstellung „Der nicht mehr gebrauchte Stall“ Oral History Montafon – Erzählungen vom Leben im 20. Jahrhundert (Vortrag mit MMag. Edith Hessenberger) Der Alpenraum im Umbruch: Indus­ trialisierte Landwirtschaft und Massentourismus bedrängen Dörfer und Landschaften. Ihre Zukunft hängt davon ab, wie sie dem aktuellen Strukturwandel begegnen. Bei acht Dorfgesprächen in den Talschaften Vorarlbergs diskutieren Architekten und Kulturschaffende Auswirkungen auf den Siedlungs- und Landschaftsraum sowie mögliche Strategien. Gaschurn, Tourismusmuseum Mittwoch, 30. März 2011, 19.30 Uhr Mundart-Lesung mit Helga Nesensohn und Heinz Pfanner Die Montafoner Mundart lebt noch: Helga Nesensohn und Heinz Pfanner sind der schöne Beweis dafür, und das Team des Museums in Gaschurn freut sich über regen Besuch. Über 200 Interviews wurden im Montafon in den letzten zehn Jahren durchgeführt. In diesen Gesprächen geben Menschen Einblick in ihre Biografie und erzählen die Geschichte des Tales aus ihrer persönlichen Perspektive. Zahlreiche Parallelen in der Darstellung der eigenen Geschichte erlauben Rückschlüsse auf ein „kulturelles Gedächtnis“: Was und wie es erzählt wird, ähnelt sich in vielen lebensgeschichtlichen Erzählungen verblüffend. Am Beispiel von 67 Interviews mit ZeitzeugInnen, die in den 1920er und 1930er Jahren geboren wurden, werden diese „Mustererzählungen“ untersucht. Aus ihnen ergeben sich einerseits eine „Geschichte des Montafons von unten“, und andererseits interessante Einblicke in die Prozesse des Erinnerns und Erzählens. 4 Veranstaltungen Tschagguns, Altes Gemeindeamt (Wintersportsammlung) Dienstag, 5. April 2011, 19 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 15. Montafoner Trachten­ gespräche: Das Moiréband und ein Kurzfilm zur historischen Weberei Das Moiréband und seine kunstvollen Steppornamente sowie ein Kurzfilm über das Weben in früheren Zeiten stehen diesmal auf dem Programm der Montafoner Trachtengespräche. Vroni Manahl aus Tschagguns wird an diesem Abend Einblick in die Herstellung der aufwändigen Muster geben. Zu Unrecht werden diese Muster selten bis gar nicht erwähnt, verschwinden sie doch optisch wegen des „Schwarz in Schwarz-Effekts“. Thematisch dazu passend wird ein Kurzfilm präsentiert, der ergänzend zeigen soll, unter welchen Mühen Stoffe und Bän- der früher hergestellt wurden. Und alle Besucherinnen (Besucher sind ausdrücklich erwünscht) bitten wir, Trachtenbestandteile mitzubringen und sie so zum Gegenstand der Gespräche werden zu lassen. Donnerstag, 7. April 2011, 15-17 Uhr Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Kunst oder Trödel – das ist hier die Frage! Beinahe alle haben einen alten Kunstgegenstand zuhause, zu welchem sie gerne nähere Details über dessen Geschichte und allenfalls auch Wert gewusst hätten. Wir bieten an diesem Nachmittag die Möglichkeit, tragbare Wertgegenstände (zum Beispiel Uhren, Gemälde, Kruzifixe ...) vom Dachboden zu holen und von Kunstexperten fachlich bewerten und zeitlich einordnen zu lassen. Samstag, 16. April 2011, 13 Uhr (Abfahrt Schruns Bahnhof) Lech, Huber-Hus Lech & Zürs am Arlberg 19201940. Zwischen Tradition und Moderne (Ausstellungsbesichtigung) Nach Überwindung des Ersten Weltkriegs erfreuten sich die Fremdenverkehrsorte Lech und Zürs steigender Beliebtheit. Der Skisport hatte sich von einem Sport der Eliten zum Volkssport entwickelt und damit einhergehend erfuhr die Region ihre erste touristische Blütezeit. Touristen und somit auch moderne Einflüsse strömten in die bis dahin ausschließlich von der Landwirtschaft geprägte Tann5 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen bergregion. In diesem Biotop der bäuerlichen Dorfgemeinschaft trafen damit städtische Interessen und Bedürfnisse auf ländliche Traditionen und hinterließen die unterschiedlichsten Handschriften. Die Ausstellung spannt einen Bogen vom Ausbau der Infrastruktur durch große Hotelprojekte und Vergnügungseinrichtungen, der Erschließung der Skihänge durch die ersten Skiliftanlagen über die visuellen Strategien des Films, der Fotografie als auch der Tourismuswerbung durch Plakate und Prospekte bis hin zu den Positionen der Künstler im Auftrag einer aufstrebenden Region. Im Fokus stehen moderne Einflüsse, die neben der traditionellen Walserkultur gedeihen. Anmeldung im Montafoner Heimatmuseum bis 14. April erforderlich. Dienstag, 19. April 2011, 18 Uhr seinem umfangreichen Gesangsrepertoire für unterschiedlichste Anlässe. Dienstag, 26. April 2011, 19 Uhr Schruns, Mittelschule Dorf (Eröffnung) und Heimatmuseum (Ausstellung) „Vorarlberg. Eigenständig bürgernah“ – 150 Jahre Vorarlberger Landtag (Ausstellungseröffnung mit Landtagspräsidentin Bernadette Mennel und Festvortrag von Dr. Ludwig Summer) Vorarlbergs Ringen um Eigenständigkeit und Selbstbestimmung hat eine lange Tradition. Bereits die frühen Landstände des ausgehenden Mittelalters repräsentierten das Volk gegenüber dem Landesfürsten. Ein Landtag im Sinn einer parlamentarischen Versammlung wurde jedoch erst mit dem „Februarpatent“ Kaiser Franz Josephs vom 26. Februar 1861 eingerichtet. Das Jubiläum „150 Jahre Vorarlberger Landtag“ dient als Anlass, um mit dem Landesparlament, seiner Geschichte und Zukunft, in die Regionen des Landes zu Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus „SÄLL gmacht“ singt im Frühmesshaus Der Chor „SÄLL gmacht“ und seine Chorleiterin Sylvia Pirngruber laden Interessierte zu klangvollen Darbietungen aus 6 Veranstaltungen gehen und mit den Menschen in einen Dialog zu treten. Dabei soll der Beitrag Landesparlaments zum erfolgreichen Vorarlberger Weg sichtbar gemacht werden. Die in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Landesarchiv konzipierte Wanderausstellung „Vorarlberg. eigenständig bürgernah“ beleuchtet am Beispiel von insgesamt zwölf Politikfeldern die zeithistorische und zeitgenössische Bedeutung des Landtags. Dargestellt werden die Themen Energie, Mobilität, Soziales, Natur, Gesundheit, Raumplanung, Bildung, Hochwasserschutz, Integration, Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus. Namhafte Referentinnen und Referenten werden bei insgesamt zwölf Veranstaltungen jeweils einen Schwerpunkt aufgreifen und den Fokus vor allem auf Gegenwart und Zukunft richten. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Dauer der Ausstellung bis 7. Mai 2011 Öffnungszeiten im Heimatmuseum in beiden Wochen jeweils Donnerstag bis Samstag, 15-18 Uhr Donnerstag, 28. April 2011, 19.30 Uhr Schruns, Heimatmuseum Montafoner Steuerbücher – Quellen zur Sozialgeschichte des Montafons im 17. Jahrhundert (Buchpräsentation mit MMag. Michael Kasper) In der vom Vorarlberger Landesarchiv herausgegebenen Buchreihe „Quellen zur Geschichte Vorarlbergs“ erscheint erstmals ein Band, der sich ausschließlich mit der Geschichte des Montafons befasst. In diesem neuen Buch werden die zehn ältesten im Landesarchiv befindlichen Steuerbücher aus dem 17. Jahrhundert, die im Rahmen des an der Universität Innsbruck angesiedelten Projekts „Frühneuzeitliche Steuerbücher aus der Region Montafon – Edition und sozialstatistische Auswertung“ bearbeitet wurden, ediert und statistisch ausgewertet. Dazu wurden die Daten von 4.065 in den Steuerlisten verzeichneten Montafonerinnen und Montafonern aus allen Gemeinden des Tales verarbeitet. Mit den erhobenen Namen und den entsprechenden Angaben zur Steuerleistung können einerseits bevölkerungsund familiengeschichtliche Forschungen betrieben werden, da die Steuerbücher teilweise älter als die Tauf-, Trauungsund Sterbebücher sind, andererseits können Rückschlüsse auf die Lebensverhältnisse im 17. Jahrhundert gezogen werden. Wie reich waren die Montafoner zu dieser Zeit? Wer gehörte zur 7 Zum Auftakt in Schruns wird Dr. Ludwig Summer zum Thema Energie sprechen. Das Ziel der Energieautonomie 2050 ist auf vier Säulen aufgebaut: Energieeffizienz, Elektromobilität, Ausbau der erneuerbaren Energieträger im Land – besonders der Wasserkraft – und nicht zuletzt Bewusstseinsbildung sowie Aus- und Weiterbildung. 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 3 Bericht des Obmanns zum Vereinsjahr 2010 4 Bericht der Kassierin zum Vereinsjahr 2010 5 Stellungnahme der Kassaprüfer und Entlastung der Kassierin 6 Entlastung des Vorstands 7 Vorschau auf das Vereinsjahr 2011 und Genehmigung des Voranschlags 8 Festsetzung des Mitgliedsbeitrags für 2011 9 Allfälliges Im Rahmen der Generalversammlung wird auch der Jahresbericht 2010 präsentiert. Die gedruckte Fassung umfasst rund 50 Beiträge, die sich wieder mit allen Facetten der Montafoner Museen, des Heimatschutzvereins Montafon und des Montafon Archivs auseinandersetzen. Montag, 9. Mai – Mittwoch, 11. Mai 2011 Oberschicht des Tales und wo wohnten die Reichen? Wie viele Menschen lebten damals in Armut oder an der Armutsgrenze? Welche Entwicklungen gab es in Bezug auf den Wohlstand im Verlauf des 17. Jahrhunderts? An wen mussten überhaupt Steuern bezahlt werden? Montag, 2. Mai 2011, 20 Uhr Bartholomäberg, Mehrzweckgebäude Generalversammlung des Heimatschutzvereins mit Präsentation des Jahresberichts 2010 Alljährlich findet nach Ostern die Jahreshauptversammlung (Generalversammlung) des Heimatschutzvereins statt. Zu diesem traditionellen Termin wollen wir Sie an diesem Abend einladen. Tagesordnung (Anträge zur Erweiterung der Tagesordnung müssen bis Donnerstag, 28. April, 12 Uhr, schriftlich eingegangen sein): 1 Begrüßung 2 Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung (das Protokoll liegt bei der Versammlung auf und kann auf Wunsch auch vorher zugesandt beziehungsweise eingesehen werden) 8 Treffpunkt Schruns Bahnhof, 7.30 Uhr Kultur- und Museumslandschaft Südtirol (Exkursion) In den vergangenen Jahren hat es zunehmende Kontakte zwischen Projekten im Montafon und in Südtirol gegeben, die uns nun dazu veranlassen, eine dreitägige Fahrt nach Südtirol anzubieten. Unser Zielgebiet liegt vor allem im Grödnertal, wo aktuelle Projekte interessante Vergleiche zum Montafon zulassen. Bei dieser Exkursion wird uns auch die Leiterin des Museums Gherdeina in St. Ulrich, Frau Paulina Moroder, begleiten. Unterstützung findet sie dabei in Klaus Pfeifer, Dendrochronologe und Hausforscher aus Vorarlberg. Die mehr und mehr Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 in Gefahr geratene traditionelle Kulturlandschaft mit den alten Bauernhöfen ist derzeit Gegenstand einer Bestandsaufnahme im Rahmen einer so genannten „Höfekarte“. Im Rahmen dieser Exkursion wollen wir auch einen Blick nach Klausen und nach Bozen werfen. Das genaue Programm und die Kosten können Sie im Heimatmuseum erfragen. Anmeldung im Heimatmuseum bis 26. April 2011. Dieser dreitägige Kurs vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den LFI-Zertifikatslehrgang „Errichtung von Tockensteinmauern“. Im praktischen Handanlegen werden Sie in Planung, Arbeitsvorbereitung, Bauablauf, Steintriage, Fundamente, Schnurgerüst, Hintermauerung, Bindeund Decksteine, Stabilität, Werkzeugund Steinkunde, Ökologie, historische Hintergründe, landschaftliche Bedeutung eingeführt. Der tägliche Erfahrungsaustausch über Erfolge und Misserfolge rundet den Kurs ab. Anmeldung beim Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg Tel 05574/400190 oder andrea.blum@lk-vbg.at Freitag, 20. Mai 2011, 17 Uhr Lorüns, neue Fahrradbrücke Marte.Marte Spezial Das Vorarlberger Architekturinstitut (www.v-a-i.at) lädt Interessierte in regelmäßigen Abständen zu Architekturführungen ein. Diesmal stehen die Architekten Marte. Marte aus Weiler auf dem Programm, die nicht nur für die Pläne des neuen Heimatmuseums verantwortlich zeichnen, sondern jüngst im Montafon auch die neue Radwegbrücke an der Alfenz bei Lorüns errichtet haben (siehe Titelbild). Die Exkursion führt an diesem Abend übrigens weiter nach Dornbirn (SPZ) und Bregenz (Wohnhaus). Galgenul, ViaValtellina Mittwoch, 11. Mai – Freitag, 13. Mai 2011 Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen. Einführungskurs in Anlehnung an LFI-Zertifikatslehrgang (mit Dr. Martin Lutz) 9 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Ausstellungszeiten sind einzelne Künstler mit Betreuern selbst vor Ort und geben Einblicke in ihre kreative Arbeit. Wann: 12. April, 14. April, 19. bis 22. April, täglich jeweils von 15 bis 17 Uhr Dr´Langsi kunnt – Frühlingserwachen im Museum! Sonderausstellung im Montafoner Tourismusmuseum in Gaschurn Ansichten aus dem Montafon Das Montafon ist Vorarlbergs größter und unberührtester Naturraum mit gleichzeitig reicher kulturgeschichtlicher Vergangenheit. Beides prägt die Region. Wo sind im Montafon die Orte, Situationen oder Plätze, an denen sich diese charakteristische Prägung heute noch besonders gut zeigt? Wo ist das Gegenteil der Fall, wo steht ein Platz, ein Ort, eine Situation dieser Prägung entgegen? Unter der Internetadresse www.ansichten-montafon.at werden Bilder von guten und weniger guten Beispielen aus dem Montafon gesammelt. Wer mindestens drei positive und drei negative Bilder hochlädt, nimmt an der Verlosung von Sachpreisen und als Hauptpreis einem Wochenendurlaub teil. Von den besten Motiven werden in der kommenden Sai- Die ersten Frühlingsboten – Sprüche und Bilder von Rosmarie Rudigier, Vogelgezwitscher sowie österliche Drechselarbeiten aus dem Erzgebirge – sind im Tourismusmuseum von 18. März bis 29. April 2011 zu den Öffnungszeiten zu betrachten. Osterdekorationen (Verkaufsausstellung der Caritas) im Alten Frühmesshaus in Bartholomäberg Ausstellung und Verkauf von Osterkerzen und Dekorationen aus der Werkstätte der Caritas Schruns. Zu einigen 10 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 son Postkarten gedruckt, die die Aktion weiter bewerben sollen. Postkarten mit Beispielmotiven liegen in allen Montafoner Museen zum Mitnehmen auf. (Christoph Breuer, Martin Strele) Neue Publikation: „Les bâtisseurs tyroliens en Alsace et en Lorraine sous l‘Ancien Régime“ Der Lothringer Roland Walck beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit der Einwanderung der Tiroler und Vorarlberger im elsäßischen und lothringischen Raum im 17. und 18. Jahrhundert. Er hat das Ergebnis seiner Arbeit unter dem Titel: „Les bâtisseurs tyroliens en Alsace et en Lorraine sous l‘Ancien Régime“ vor kurzem veröffentlicht. Der erste Teil seines Buches, das 121 Seiten umfasst, behandelt die historischen Hauptereignisse der betreffenden Gegenden, erwähnt dann die unterschiedlichen Bedingungen die zur Auswanderung von Tirolern und Vorarlbergern (v.a. aus dem Montafon) geführt haben. Dabei geht er auf die Rolle der Zünfte, den religiösen Aspekt der Bewegung, die Aufnahme durch die Bevölkerung im Elsaß und in Lothringen, die Politik des Herzogs Leopold, die Verbindungen zu den Herkunftsgebieten und den Rückgang der Wanderbewe- gung ein. Eine Analyse der gesammelten Daten beendet diesen Teil. Der zweite Teil des Bandes, der wohl am meisten auf Interesse stoßen dürfte, besteht aus einer Liste von 2.250 Tirolern und Vorarlbergern, die in das Gebiet westlich des Rheins ausgewandert sind. Dieser Teil umfasst mehr als 16.000 Daten über diese Immigranten. Viele Leserinnen und Leser aus den genannten Regionen werden in dieser Tabelle Hinweise auf ausgewanderte Vorfahren finden. Neben dem Ankunftsdatum und dem Ankunftsort in Frankreich werden auch die Herkunftsgemeinden in Tirol und Vorarlberg, die Berufe und die Geburtsdaten der Immigranten genannt. Obwohl das Buch vorläufig nur auf Französisch erhältlich ist, bieten die Tabellen im hinteren Teil des Buches viele interessante Informationen, denn die Gemeinden des Montafons zählten zu den wichtigsten Herkunftsgebieten der Migranten. So ist auch der Titel etwas irreführend, da die Hälfte der 2.250 Personen aus Vorarlberg stammte und nur etwa ein Drittel aus Tirol. Die größte Auswanderergruppe stellte die Gemeinde St. Gallenkirch, gefolgt von Tschagguns und Gaschurn. Die meisten Auswanderer verließen ihre Heimat im Alter von etwa 30 Jahren und waren männlichen Geschlechts. Das Buch kann um 15,00 € + Versandkosten beim Verfasser bestellt werden. Roland Walck, 22A rue du moulin, F-57910 Neufgrange, e-mail: walrol@ orange.fr (Michael Kasper) Familienforschung – Vorarlberger Pfarrmatriken online Die Tauf-, Ehe- und Sterbebücher der katholischen und evangelischen Pfarren sind die wohl wichtigsten Quellen für die 11 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles PD Dr. Manfred Tschaikner, der für dieses Unternehmen verantwortlich zeichnet, präsentierte das Projekt am Donnerstag, 27. Jänner 2011, im Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz. Nun können auch Montafonerinnen und Montafoner, die sich für ihre Familiengeschichte interessieren, von zu Hause aus ihren Vorfahren in Vorarlberg nachforschen und müssen nicht den Weg nach Bregenz oder Feldkirch auf sich nehmen, um dort die Tauf-, Ehe- und Sterbebücher der Vorarlberger Pfarren auf Mikrofilm einzusehen. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Onlineprojekt auch für umliegende Regionen beispielhaft wirkt, um in Zukunft auch in anderen Archiven auf digitalisierte Quellen zugreifen zu können. (Michael Kasper) Vorarlberger Familienforschung. Sie reichen bis zu 400 Jahre zurück. Auf Initiative des Vorarlberger Landesarchivs sind sie nun für die Zeit vor 1911 in digitaler Form im Internet unter http://www.vla. findbuch.net/ frei zugänglich. Voraussetzung für dieses Onlineprojekt war die Sicherungsverfilmung der Pfarrmatriken, mit der das Landesarchiv in Kooperation und auf Initiative des Diözesanarchivs Feldkirch 1991 begonnen hat. Die Originalbücher werden heute noch zum größten Teil von den matrikenführenden Pfarren verwahrt. Die Sicherungsfilme hat das Landesarchiv in einem Kulturschutzbunker eingelagert. Filmkopien aus 114 katholischen und evangelischen Pfarreien und Exposituren konnten die Familienforscher bereits bisher zentral im Landesarchiv in Bregenz und in der Stadtbibliothek Feldkirch benützen. „Die Mikroverfilmung war ein Meilenstein für die Vorarlberger Geschichtsforschung“, strich Landesarchivar Niederstätter die Bedeutung dieser Pionierleistung hervor. Diese Mikrofilme ließ das Landesarchiv nun digitalisieren und stellt die Digitalisate der Pfarrmatriken allen Interessierten kostenlos im Internet zur Verfügung. Bis zur Einführung der zivilen Standesämter 1938/39 führten in Österreich die Kirchen und Religionsgemeinschaften ihre Personenstandsbücher zugleich im Auftrag und unter Aufsicht des Staates. Hinsichtlich dieser „Altmatriken“ sind die Pfarren heute noch Personenstandsbehörden. Die Einsicht in die Eintragungen steht jedoch erst nach einer Schutzfrist von 100 Jahren frei. Eintragungen, die jünger sind als 100 Jahre, können von Gesetzes wegen nur sehr eingeschränkt in den Pfarrämtern eingesehen werden, die auch für die Ausstellung offizieller Abschriften und Urkunden zuständig sind. 12 Aktuelles Projekt: Armut und Reichtum im alpinen Raum in der Frühen Neuzeit am Beispiel des Montafons Mitte Dezember wurde im Rahmen eines Festaktes der Hypo Tirol Bank Forschungsförderungspreis 2010 vergeben. Unter anderem erhielt der Historiker Michael Kasper den Förderungspreis für das Projekt „Armut und Reichtum im alpinen Raum in der Frühen Neuzeit am Beispiel des Montafons“. Aktuellen Ansätzen in der Geschichtsschreibung folgend beschäftigt sich dieses Projekt mit der frühneuzeitlichen Wirtschafts-, Sozial- und Politikgeschichte einer alpinen Region am Beispiel des Montafons. Da die Sozialgeschichte der ländlichen Berggebiete weitgehend aus dem Blick der Forschung geriet, setzt dieses Projekt bei diesem Mangel an und nähert sich über noch nie ausgewertete Quellen den dort herrschenden sozialen und politischen Verhältnissen vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Der Entwurf eines umfassenden sozial- bzw. wirtschaftsgeschichtlichen Profils des Untersuchungsraumes bedarf einer breit erschlossenen Quellenbasis. Das Projekt soll die Basis für die sozialgeschichtliche Aufarbeitung des komplexen Mikrokosmos der Gesellschaft des Montafons in der frühen Neuzeit bieten, denn mit Hilfe der erhobenen Daten können Rückschlüsse auf soziale Strukturen und gesellschaftliche Transformationsprozesse gezogen werden. Bis in das beginnende 19. Jahrhundert war die Ämterstruktur im Montafon noch wesentlich in der Tradition der frühen Neuzeit verhaftet. Das bedeutet, dass die regionalen Verwaltungsinstitutionen durch einen hohen Grad an kommunaler Autonomie geprägt waren. Die Landbewohner wurden durch die Über- montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 nahme lokaler Ämter und durch die Einrichtung der Gemeindeversammlung stark in Verwaltung und Rechtsprechung miteinbezogen. Ein besonders wichtiges politisches Gremium der Talschaft Montafon stellte die Versammlung der so genannten Geschworenen dar. Beim Tod eines solchen Amtsträgers wurden von der Gemeindeversammlung des betreffenden Kirchspiels zwei bis drei Männer vorgeschlagen, aus denen die Obrigkeit dann einen neuen Geschworenen auswählte. Jede Pfarrgemeinde war mit einer bestimmten Anzahl von Deputierten im Rat der Geschworenen vertreten. Aus diesem Gremium wurden dann jedes zweite Jahr im September oder Oktober „zwei ehrbare Biedermänner“ gewählt, die geloben mussten, „nach bestem Verstande und Vermögen des Tales Nutzen zu fördern und Schaden zu wenden, damit sie vor Gott und der Obrigkeit sich darüber verantworten könnten“. Diese beiden Amtsträger, die „Vorgesetzte“ genannt wurden, führten die Geschäfte der Talschaft, vertraten ursprünglich gemeinsam mit einem Landschreiber den Stand Montafon auf den Landtagen und wurden jeweils für zwei Jahre gewählt. Aufgrund der Wahl der Vorgesetzten durch eine Gruppe von Geschworenen aus den verschiedenen Dörfern kann man von ihnen nicht als Vertretern der Bevölkerung sprechen. Aber nicht einmal an den allgemeinen Gemeindeversammlungen war das gesamte „Volk“ beteiligt, da dort lediglich Männer stimmberechtigt waren. In erster Linie werden im Rahmen des Projekts die höchsten regionalen Amtsträger, die Landammänner, die Vorgesetzten und die Landschreiber sowie nach Möglichkeit auch die Geschworenen erhoben und in einer Datenbank erfasst. (Michael Kasper) 13 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (€ 18,90/16,90) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Neu: DVD erhältlich (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 15 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (bis 23. April 2011): Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Mittwoch u. Freitag, jeweils 16-18 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag u. Donnerstag, 15-17 Uhr (zusätzliche Öffnungszeiten in der Karwoche, siehe Ausstellung zu Ostern, Seite 10) Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16 Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Freitag, jeweils 15-18 Uhr (zusätzliche Öffnungszeiten zwischen 26.4. u. 7.5., siehe Ausstellung Landtag, Seite 7) Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr
  1. informationsschrift
Montafoner_Muse...11_In MontafonerMuseen 01.06.2011 17.12.2012, 08:20 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Mit der vorliegenden Mitgliederinformation dürfen wir Sie, liebes Mitglied, herzlich zu mehreren Ausstellungseröffnungen in die Montafoner Museen einladen. Die Mitarbeiterinnen in Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn haben für Sie ein reichhaltiges Programm vorbereitet. Darüber hinaus dürfen wir Sie heute schon auf unsere herbstliche Veranstaltungsreihe SEPTIMO aufmerksam machen, die während des ganzen Septembers fast täglich intensive Auseinandersetzungen mit der Kulturgeschichte und der Kulturlandschaft des Montafons zulässt. Andreas Rudigier (Obmann) Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs unter www.vmobil.at und außerdem bieten wir Ihnen gerne an, sollte nach der Veranstaltung eine Rückkehr für Sie an Ihren Wohnort nicht mehr möglich sein, dass wir Sie im Rahmen von Fahrgemeinschaften gerne mitnehmen (bitte vorher im Heimatmuseum anmelden!). 1 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Offenes Singen in den Montafoner Museen Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Gaschurn, Tourismusmuseum Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Gaschurn, Tourismusmuseum Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Mittwoch, 17. August, 19.30 Uhr Montag, 8. August, 19 Uhr Mittwoch, 20. Juli, 19.30 Uhr Montag, 11. Juli, 19 Uhr Mittwoch, 15. Juni, 19.30 Uhr Treffpunkt: Latschau, Parkplatz Feuerwehrhaus Samstag, 18. Juni 2011, 9 Uhr Bei den Bündner Nachbarn gibt es einen Verein zur Erhaltung der „Graggenzäune“, bei uns gibt es einen Spezialisten genau für dieses Thema der „Schragazü“ oder „Scheiazü“ genannten Zäune: Friedrich Juen wird an diesem Tag Interessierten das Handwerk des Zäunemachens zeigen und die Interessierten auch mitarbeiten lassen. Juen führt in das Handwerk ein, zeigt die Herstellung von „Stäcka“ und „Scheia“ und schließlich die Errichtung des Zaunes. Zu den schwierigsten Details zählt die Gestaltung des „Schlosses“, der verbindende Abschluss des Zaunes. Anmeldung im Heimatmuseum Schruns bis 10. Juni notwendig; Kosten: € 30, € 25 für Mitglieder des Heimatschutzvereins (max. 10 TeilnehmerInnen). Für Verpflegung ist gesorgt. „Schragazuseminar“ – Wie wird ein Schragenzaun gebaut? (eintägiger Kurs mit Friedrich Juen) 2 Veranstaltungen Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Montag, 20. Juni 2011, 19 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Urlaubsgrüße aus dem Montafon – Das Tal auf Ansichtskarten und privaten Reisefotos (Ausstellungseröffnung) abseits der großstädtischen Zivilisation aber auch die großen Kraftwerksbauten wurden gerne von den Urlaubern mit der Kamera festgehalten. Zur Ausstellung erscheint ein Bildband im Sutton Verlag. Mittwoch, 22. Juni 2011, 19 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Johann Bitschnau – erster „studierter“ Lehrer aus dem Silbertal (Ausstellungseröffnung) Johann Bitschnau (1876-1929) war der jüngere Bruder des „Taler Wirtes“ Eduard Bitschnau (gestorben 1947). Mit 17 Jahren kam Johann nach Innsbruck und besuchte dort von 1894 bis 1898 die k. k. Lehrerbildungsanstalt. Zu der Zeit beherrschte in Vorarlberg die politische Geistlichkeit, der Klerus, das Schulleben des Landes. Wer seine Ausbildung an der staatlichen Lehrerausbildungsstätte in Innsbruck absolvierte statt am kirchlichen Lehrerbildungsseminar in Feldkirch-Tisis galt als Außenseiter, ja fast als Gegner, und wurde entsprechend behandelt. So erhielt auch der junge Lehrer Bitschnau seine erste Anstellung auf Kristberg, damals eine „Notschule“, wo normalerweise nur unausgebildete Leute den Kindern Lesen und Schreiben beibringen durften. Der Umstand, dass in Feldkirch damals noch ein „liberaler“ Bürgermeister im Amt war, ermöglichte es Bitschnau, später in der Montfortstadt als Lehrer unterzukommen. Der Konflikt des liberalen, freisinnigen Lehrers mit der klerikalen, konservativen Schulpolitik bestimmte das Berufsleben von Johann Bitschnau: „Die Lehrer sollten die Garde der Geistlichen bilden, die Handlanger 3 Seit über 150 Jahren besuchen Urlauber das Montafon und verbringen hier ihre „schönsten Tage im Jahr“. Ansichtskarten mit Motiven aus dem Tal vermitteln aber nicht nur den „Daheimgebliebenen“ die Sehenswürdigkeiten des Montafons und berichten vom Wohlbefinden der Urlauber in den Bergen. Ansichtskarten geben nämlich auch Zeugnis von den „Bereisten“ selbst: Welche Motive wurden dem Gast angeboten? Was hielt man für typisch und wertvoll und welches Bild sollte vom Montafon außerhalb des Tales vermittelt werden? Die Ausstellung zeigt, dass viele Motive sich bis in die Gegenwart behaupten konnten und somit zu „Ikonen“ des Tales mutierten. Private Reisealben geben Aufschluss, wie das Tal von den Touristen wahrgenommen wurde: Das schroffe Bergland steht dabei im Kontrast zu den lieblich anmutenden Dörfern. Die ehemals einfachen Lebensverhältnisse der Bewohner 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen weise errichtet wurden und mit Holzschindeln gedeckt sind. Seit dem 16. Jahrhundert wird dieses Gebiet in unterschiedlicher Weise bewirtschaftet. In einer eindrucksvollen Wanderung erfahren Sie Wissenswertes über die Nutzung des Maisäß sowie über die Restaurierungsarbeiten im Zuge der Unterschutzstellung. Für eine kleine Wegzehrung wird gesorgt! ihrer schulpolitischen Machenschaften.“ Nachdem auch in Feldkirch ein konservativer Bürgermeister ins Rathaus einzog, stand Bitschnau auf verlorenem Posten. Er ließ sich 1911 nach Meran versetzen. Dort sollte er den Ersten Weltkrieg, den Einmarsch der italienischen Truppen und den sprachliche Umbruch in der Schule miterleben. Seine Meraner Zeit war zudem gekennzeichnet durch schwere familiäre Schicksalsschläge. Sonntag, 26. Juni 2011, 9 Uhr Treffpunkt: Silbertal, Kristbergbahn Talstation Variante 1: Treffpunkt: 9 Uhr, Kristbergbahn Talstation Wanderführer: Dr. Leo Walser Der Weg vom Kristberg (Bergstation) bis zum Küngs Maisäß dauert etwa 1,5 Stunden; gutes Schuhwerk erforderlich, Kosten für die Kristbergbahn bitte berücksichtigen (http://www.kristbergbahn.at/Sommerpreise.html) ; Variante 2: Treffpunkt: 9 Uhr, beim Gasthof Krone in Dalaas Begleiter: Georg Gantner und Mag. Christof Thöny Diese Variante ist sehr anspruchsvoll und hat eine starke Steigung. Nur für geübte Wanderer; gutes Schuhwerk erforderlich. Gehzeit: ca. 2 Stunden. Auch hier wird für eine kleine Wegzehrung gesorgt. Wanderung zum Küngs Maisäß Der Küngs Maisäß in Bartholomäberg stellt ein bemerkenswertes Zeugnis Montafoner Maisäßwirtschaft auf 1500 m Höhe dar. Er besteht aus sechs eingeschossigen Gebäuden: der Alp- oder Gemeinschaftshütte sowie zwei weiteren Maisäßhütten und drei Stallgebäuden, welche aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen, in Blockbau4 Veranstaltungen Die Veranstaltung findet nur bei guter Witterung statt, Ersatztermin ist der 3.7.2011 – Anmeldung bis Freitag, 24.6.2011 unter julia.weger@via3.at oder im Heimatmuseum Schruns, 05556 74723. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Raiffeisenbank Montafon. Freitag, 1. Juli 2011, 19 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 er nach seinem Heilwissen gefragt. Als Seelsorger im Zeitalter der Glaubensspaltung hinterließ er zudem eine umfangreiche Bibliothek theologischer Werke. Die Ausstellung an der ehemaligen Wirkungsstätte Luzius Hausers bietet einen Überblick über Hexenverfolgungen, Wunderheiler, Volksmedizin und der Glaubensspaltung im Montafon des 17. Jahrhunderts. Tipp: Montafoner Heimatmuseum Schruns: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Die Welt des Luzius Hauser. Ein Einblick in Seelsorge, Hexenverfolgung, Wunderheilungen und Gegenreformation im Montafon im 17. Jahrhundert. „Wie ein staubiger Komet“ Bilder zur Geschichte der Mobilität im Montafon Eine Sonderausstellung im Frühmesshaus Bartholomäberg (Eröffnung) Zwischen 1628 und 1666 wirkte Luzius Hauser als Pfarrer in Bartholomäberg. Bedeutung über sein seelsorgerisches Schaffen hinaus erzielte er als gefragter „Hexenfinder“: Im Zeitalter der Hexenverfolgungen hatten weltliche und geistliche „Hexenfinder“ die Verursacher magischen Schadenzaubers zu überführen und weiteren Schaden zu vermeiden. Das magische Wirken Luzius Hausers und sein Ruf als Heiler reichten über Vorarlberg hinaus bis in den Bodenseeraum, nach Tirol und wohl auch bis nach Graubünden. Auch bei Tierkrankheiten wurde Mit der Eröffnung der Montafonerbahn vor 105 Jahren, am 18. Dezember 1905, brach ein neues Zeitalter der Mobilität im Tale an: Musste bisher der teure Stellwagen benutzt werden, so konnten die Reisenden preisgünstig und relativ rasch ins Montafon gelangen – aber auch die Bewohner des Tales wurden an den „Weltverkehr“ angeschlossen, wie es bei der Eröffnung euphorisch hieß. Für den Bau der Kraftwerke der Vorarlberger Illwerke wurde wenig später ein effizientes und einzigartiges System einer Transportkette für Güter im Hochgebirge geschaffen. Heute wird Mobilität unterschied5 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen tet! (Voraussetzung: Vorarlberger Familienpass). lich wahrgenommen: an einem Schitag können einerseits mühelos viele Höhenmeter Dank leistungsfähiger Liftanlagen gewonnen werden, andererseits führen die nachfolgenden Staus auf der Straße bei der Heimreise die Grenzen der Mobilität vor Augen. Die Ausstellung vermittelt an Hand historischer Fotos Einblick in die Entwicklung der Mobilität im Montafon. Kinder werden zu „Museums-Reiseleitern“ mit Koffer und Reisepass Jedes Vorarlberger Kind kann ein Museums-Reiseleiter werden – einfach den Vorarlberger Familienpass bei der Gemeinde abholen und damit ins nächstbeste Museum kommen, das sich an der Aktion beteiligt. Jedes teilnehmende Kind erhält einen edlen Reisekoffer aus Vorarlberger Holz – bereit für eine tolle Sammlung von Schätzen, die in allen Museen warten! Zusätzlich wird ein Museums-Reisepass ausgestellt. In jedem Museum kommt ein neuer Stempel in den Pass – und schon ab drei Stempeln ist die Teilnahme am Gewinnspiel möglich! Erfahrene Museums-Reiseleiter vom letzten Jahr brauchen ihren Koffer nur zu Hause auszuleeren und für die neue Reise wieder mitzubringen. Jedes Kind, das schon einen Reisekoffer besitzt, erhält in jedem Museum eine Überraschung. Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: „REISEZIEL MUSEUM 2011“ – Mit Spaß der Kultur auf der Spur Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg und Gaschurn 3. Juli, 7. August, 4. September, jeweils von 10-17 Uhr Nach drei erfolgreichen Jahren laden heuer wieder insgesamt 28 Museen zum Reiseziel Museum ein. Jeweils am ersten Sonntag im Juli, August und September können sich kleine Museums-Reiseleiter auf ein tolles Programm in jedem teilnehmenden Museum freuen. Die Familien erwartet also wieder eine spannende Entdeckungsreise durch die faszinierende Welt der Museen. Ein tolles Programm für die ganze Familie An drei Terminen bieten alle teilnehmenden Museen im Land ein speziell konzipiertes Kinder- und Familienprogramm an. Zusammen mit Museumspädagogen entwickelt, bieten die Museen Jung und Alt ein erlebnisreiches Reiseziel Museum. Nicht nur das Programm ist familiengerecht, sondern auch der Eintrittspreis. Für nur € 1,- pro Person und Museum ist der Eintritt für alle Familienmitglieder gültig. Natürlich nur, wenn ein „echter“ Museums-Reiseleiter die Familie beglei6 Wachsendes Museum Im Frühmesshaus Bartholomäberg hat sich seit der Eröffnung im Sommer 2009 bereits vieles getan und dennoch steckt es noch tief im Entwicklungsprozess. In Anlehnung an dieses Wachstum können die Kinder in einen selbstgestalteten Blumentopf Sonnenblumenkerne pflanzen und diese anschließend daheim bis zur Blüte weiterpflegen. Aber davor werden die Besucher bei einem spannenden Rundgang durchs Haus die geheimnisvollen Rätsel zu Luzius Hauser lösen. Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mobil in die Vergangenheit Im Heimatmuseum erleben die Kinder die Geschichte der Mobilität aus dem gesamten Montafon. Egal ob Fahrrad, Auto, Zug, Kutsche, Sessellift, Bergbahnen, Schi, Snowboard, Rodel, Rakete – die Mobilität bedeutet mehr als sich nur fortzubewegen. Neben einer spannenden Reise durch die Vergangenheit gestalten die Kinder eine Collage auf einem etwa A3-großen Vordruck. Das Thema „Mobilität“ wird mittels Übermalung oder Aufkleben ausgeschnittener Bildteile aus Zeitschriften dargestellt. Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: ihr eigenes Lieblingsbild (bitte mitbringen – 10x15 cm) einen Bilderrahmen aus Naturmaterialien. Donnerstag, 14. Juli, 14.30-16.30 Uhr Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Kräuter-Workshop für Kinder (7-10 Jahre) mit den Kräuterpädagoginnen Iris Lins und Sieglinde Ettl zum Thema: Grüne Kinder-Apotheke und Wehwechen-Salbe für die schnelle ErsteHilfe Urlaubsgrüße aus dem Montafon Im Tourismusmuseum Gaschurn können sich die Kinder auf eine Reise durch die letzten 150 Jahre Tourismus im Montafon machen. Auf alten Reisefotos und Ansichtskarten werden Urlaubserlebnisse wieder aus der Vergangenheit erweckt. Passend dazu gestalten die Kinder für Um für die Sommerferien bestens gerüstet zu sein, lernen wir Pflanzen kennen, die uns bei Insektenstichen, blauen Fle7 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Donnerstag, 1. Sept., 14.30-16.30 Uhr cken und anderen kleinen Verletzungen gute Dienste leisten. Dabei sammeln wir frischen Spitzwegerich, um daraus eine Wehwechen-Salbe zu rühren. Damit wir nach der ganzen Anstrengung auch wieder zu Kräften kommen, gibt es abschließend einen Brennnesseltopfen auf frischem Brot, den wir natürlich ebenfalls selbst zubereiten! Kursgebühr: € 13,-- (zzgl. Materialkosten € 2,--) Anmeldungen bis 11. Juli im Frühmesshaus unter 0664 62 07 944 oder email fruehmesshaus@montafon.at; beschränkte Teilnehmerzahl, wir bitten um Anmeldung. Infos: www.unser-kraeuterreich.at Donnerstag, 11. August 2011, 19.30 Uhr Kinderworkshop für 7-10-jährige mit den Kräuterpädagoginnen Iris Lins & Sieglinde Ettl zum Thema: Kribbelnder Badespaß und Mutkekse für den Schulstart Schon die alten Römer wussten um die wunderbare Wirkung des Mutkrauts – dem Quendel! Deshalb zaubern wir aus getrocknetem Bergthymian Badekugeln für ein kribbelndes Badevergnügen und backen Kekse, um für den Schulstart gut gewappnet zu sein. Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus „Die magische Welt des Luzius Hauser – zwischen Zauberei und Hexerei“ (Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner) Die Begriffe „Zauberei“ und „Hexerei“ sind in aller Munde, aber selten wird klar, was genau damit eigentlich gemeint war. Der Vortrag erklärt die beiden Begriffe aus ihrem historischen Entstehungszusammenhang und veranschaulicht, zu welchen sozialen Folgen das magische Denken von Leuten wie Luzius Hauser in Form der Hexenverfolgungen geführt hat. Diese helfen uns, wenn wir für einen Test oder eine Schularbeit all unseren Mut zusammen nehmen müssen oder in Situationen, in denen wir uns gut konzentrieren müssen. Kursgebühr: € 13,-- (zzgl. Materialkosten€ 2,50); Anmeldungen bis 29. August im Frühmesshaus unter 0664 62 07 944 oder email fruehmesshaus@montafon.at; beschränkte Teilnehmerzahl, wir bitten um Anmeldung. 8 Aktuelles Bebauungsplan für das Landschaftsschutzgebiet Rellstal/ Lünersee rechtswirksam Nach der Verordnung der Landesregierung über den Schutz der Landschaft im Rellstal und Lünerseegebiet aus dem Jahr 1966 ist es in diesem Gebiet unter anderem verboten, bauliche Änderungen vorzunehmen, die geeignet sind, das Landschaftsbild zu verunstalten. Der Gebäudebestand in diesem Landschaftsschutzgebiet ist geprägt durch die sechs Alpen mit insgesamt zehn Alphüttenensembles (Unter- und Oberalpen). Daneben bestehen Jagd- und Forstgebäude, einige Maisäß- bzw. Ferienhäuser, ehemalige Zollwachstützpunke, drei Schutzhütten und ein Berggasthaus, die Rellskapelle sowie etliche Nebengebäude. Diese Gebäude waren, wie im montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Montafon üblich, in früheren Zeiten fast ausnahmslos mit Holzschindeln gedeckt. Im Zuge von Dacherneuerungen oder von Um- und Neubauten wurden im Laufe der Zeit zunehmend andere Dacheindeckungsmaterialen verwendet. Dies führte bei einigen Gebäudegruppen zu unterschiedlichen und demnach negativ auffallenden „Dachlandschaften“. Die einheitliche Holzschindelbedachung ist heute nur noch auf der unteren und oberen Salonienalpe, der Oberalpe Lün und auf Platzis (mit einer Ausnahme) erhalten. Mehrere Dacherneuerungsprojekte in den letzten Jahren und die daraus ableitbare Entwicklung, wonach die Holzschindeldächer als kulturhistorisch wertvoller Bestandteil der Montafoner Berglandschaften und somit Teil des regionalen baukulturellen Erbes auch im Land- 9 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles zu fördern sowie historisch interessante und talschaftstypische Bauten zu erhalten, darum bemühen, dass den betroffenen Gebäudeeigentümern die daraus erwachsenden Mehrkosten bei Dacherneuerungen durch Förderbeiträge möglichst abgegolten werden. Aus der Sicht des Heimatschutzvereins wünschenswert wären im Übrigen analoge Regelungen für die Gebäude auf den Alpen im Europaschutzgebiet Verwall und in den diesem vorgelagerten Maisäßsiedlungen. (Leo Walser) schaftsschutzgebiet Rellstal/Lünersee sukzessive durch andere (kostengünstigere) Dachmaterialien ersetzt werden, haben den Bürgermeister der Gemeinde Vandans veranlasst, eine den rechtlichen Vorgaben und Zielsetzungen der Schutzgebietsverordnung entsprechende und generell verbindliche Regelung anzustreben. Nach eingehenden Diskussionen, raumordnungsfachlichen Beurteilungen und rechtlichen Prüfungen, an denen auch der Heimatschutzverein mitgewirkt hat, wurde von der Gemeindevertretung Vandans am 19. Oktober 2010 auf der Grundlage des Raumplanungsgesetzes ein Bebauungsplan für das Gebiet Rellstal/Lünersee beschlossen. Danach sind dort hinkünftig bei der Errichtung oder wesentlichen Änderung von Alp- oder anderen landwirtschaftlichen Gebäuden, von Gebäuden mit Wohn- und sonstigen Aufenthaltsräumen und von Nebengebäuden nur Sattel- und Pultdächer mit Dachneigungen von mindestens 20 Grad zulässig und sind solche Dächer mit Holzschindeln (Fichte oder Lärche) einzudecken. Auf Grund der seinerzeitigen Landschaftsschutzverordnung bedarf dieser Bebauungsplan zu seiner Wirksamkeit der Genehmigung durch die Landesregierung, die nunmehr erteilt worden ist. Die Gemeinde Vandans ist nun nach Tschagguns, in der schon einige Jahre eine ähnliche Regelung zur Erhaltung der Holzschindeldächer in den Alp- und Maisäßgebieten besteht, die zweite Montafoner Gemeinde, die sich durch Rechtsvorschriften nachdrücklich zu diesem baulichen Kulturgut bekannt hat. Der Heimatschutzverein wird sich gemäß seinem Vereinszweck, die Eigenarten des Tales insbesondere durch den Schutz der Landschaft zu bewahren und 10 Opfer der NS-„Euthanasie“ aus dem Montafon Im kürzlich erschienenen, von Andrea Sommerauer und Franz Wassermann herausgegebenen Band „Temporäres Denkmal. Im Gedenken an 360 Opfer der ‚Euthanasie‘. PatientInnen des heutigen Psychiatrischen Krankenhauses Hall i. T. Prozesse der Erinnerung“ werden namentlich auch zwei Montafonerinnen und ein Montafoner angeführt, die aus der Heil- und Pflegeanstalt für Geistesund Nervenkranke in Hall in Tirol in die in Oberösterreich gelegene Tötungsanstalt Linz-Niedernhart deportiert und dort ermordet wurden. Es handelte sich dabei um die folgenden drei Personen: Alois Fritz, geboren am 8. Juli 1885 in Bartholomäberg und ebendort wohnhaft. Theresia Frast, geborene Eisele, am 12. Jänner 1903 in Höhenreute (Bayern) zur Welt gekommen, in Bartholomäberg wohnhaft. Aktuelles Rosa Stüttler, geboren am 5. Dezember 1889 in St. Anton i. M. und ebendort wohnhaft. Alle drei gingen am 31. August 1942 zusammen mit 57 anderen Patient/innen, unter denen sich insgesamt 33 Vorarlberger/innen befanden, in einem Transport nach Oberösterreich ab. Ein Jahr zuvor waren sie aus der Valduna nach Hall überstellt worden. In der Anstalt Niedernhart wurden die Patient/innen dann im Laufe des Monats September durch ein Überdosierung gängiger Arzneimittel zu Tode gespritzt. (Michael Kasper) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Montafoner Sommer Das Leben ...? Ein Fest! So lautet das Motto des MONTAFONER SOMMER, das vom 8.7. - 17.7. an verschiedenen Schauplätzen im Montafon unter der künstlerischen Leitung von Nikolaus Netzer stattfindet. Diesen Sommer kommt die Oper „Pimpinone oder die ungleiche Heirat“ von Georg Philip Telemann im Gemeindesaal Bartholomäberg (Termine: 14., 15. und 16. Juli) zur Aufführung. Tipp: Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon erhalten für die Oper wie für andere Veranstaltungen wieder ermäßigte Eintrittskarten. Nähere Informationen unter www.montafoner-sommer.at. 11 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Schruns, 26. April Schruns, 28. April 12 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Tschagguns, 5. April Bartholomäberg, 2. Mai 13 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (€ 18,90/16,90) SB 14 Strasser: Urlaubsgrüße aus dem Montafon. 2011 (€ 18,90/16,90) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Neu: DVD erhältlich (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 2010 (€ 10,-) 15 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Juni bis Ende Oktober 2011): Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: ab 23. Juni 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: ab 2. Juli 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16 Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: ab 1. Juni 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr ab 21. Juni 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr
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Montafoner_Muse...09_In MontafonerMuseen 02.03.2009 17.12.2012, 08:19 Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Die Arbeit der Museen – nicht nur im Montafon – dreht sich um Objekte, die gesammelt und verwahrt werden wollen, und um Themen, die sich wiederum um die Objekte drehen (können) und die erforscht und vermittelt werden wollen. Die Bandbreite der Präsentation bewegt sich von der einfachen, durch nichts abgelenkten Vorstellung des Objekts bis hin zu einer breit inszenierten Vermittlung eines Themas. Aber egal, für welchen Weg man sich entscheidet – es gibt auf beiden Seiten gute und schlechte Beispiele –, darf nicht übersehen werden, dass der Mensch eine entscheidende Rolle spielt. Museumsverantwortliche neigen rasch – wenn es um die menschliche Komponente im Museumsalltag geht – ausschließlich an die BesucherInnen zu denken, aber die Aufmerksamkeit gehört zu einem wichtigen Teil auch den in den Museen arbeitenden Menschen, die für die Sammlung, Erhaltung, Forschung und Vermittlung verantwortlich sind. Wir können noch so viele „Maschinen“ (Stichwort „Audioguides“) 1 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Rückblick 2009 erfinden, der direkte Kontakt der MuseumsbesucherInnen mit dem Objekt und mit den Themen verlangt auch nach einer Begegnungsebene mit den in den Museen arbeitenden Menschen. Wie diese aussehen kann, bleibt den einzelnen MitarbeiterInnen vorbehalten. Auf der anderen Seite stehen die stetig steigenden Ansprüche, die ein rasches, nicht abgelenktes Arbeiten erfordern, und damit genau dem zuvor formulierten Anspruch zuwiderlaufen. Was können wir dagegen tun? Das können wir auch nicht klar sagen, aber was sicher ist, ist die Tatsache, dass die Montafoner Museen an der Mitarbeit der Montafonerinnen und Montafoner sehr interessiert sind – wenn das Interesse ihrerseits an den Museen, den Objekten, den Themen sowie vor allem an der Kulturlandschaft Montafon gegeben ist, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Andreas Rudigier (Obmann) 2 Veranstaltungen Freitag, 6. März 2009, 20 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Schruns, Montafoner Heimatmuseum Montag, 9. März 2009, 10-21 Uhr Dienstag 10. März 2009, 9.30-16 Uhr Offenes Singen Schruns, Montafoner Heimatmuseum (mit Hannes Riesch) Hannes Riesch lädt wieder zu einem gemeinsamen Singen in die Stube des Heimatmuseums. Heimat als Wunsch, Phantasie, Konstruktion. Ein Museum für das Montafon (Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Museumsakademie Joanneum, Graz) Heimat- und Regionalmuseen sind hierzulande der am meisten verbreitete Museumstyp. Er kommt dem Begehren entgegen, der eigenen Vergangenheit und Herkunft, seinem ‚Ursprung’, wieder begegnen zu können. Dieser ‚unmögliche Wunsch’ ist so mächtig, dass er uns übersehen lässt, dass und wie solche Museen Bilder erzeugen, Imaginationen projizieren, Vergangenheit konstruieren. Vor allem aber lassen sie einen übersehen, was sie leisten könnten: behutsames Arbeiten des Erinnerns, an der Vergänglichkeit der Zeit, am Entwerfen von Zukunft. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 19.37 Uhr (Lorüns 19.44, St. Anton 19.47, Vandans 19.49, Tschagguns 19.55), Ankunft Schruns 19.57 Uhr – Rückreise von Schruns um 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 19.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 19.28, Gortipohl-Zentrum 19.33, St. Gallenkirch-Zentrum 19.38), Ankunft Schruns 19.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Die grundlegende Erneuerung der Montafoner Heimatmuseen bietet die Möglichkeit, über neue Modelle und Optionen für kleine regionale Museen 3 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen neu“. Rahmenbedingungen, Konzept, Ideen 13 Mittagspause 14.30 Andreas Rudigier: Führung durch das Heimatmuseum 16 Kaffeepause 16.30 „Nachdem wir alles gesehen haben“ – Reaktionen, Diskussion 18 Abendessen 19.30 Andreas Rudigier, Bruno Winkler, Gabriele Rath: Die Montafoner Museen und ihre „Community“ 21 Ende des ersten Tages 10. März 9.30 Kleiner Theorie-Praxis-Test. Was ist unbrauchbarer, die Theorie oder die Praxis? Morgendliche Lockerungsübung mit Gotthard Fliedl 10.15 Gruppenarbeit mit anschließenden Zusammenfassungen. Visionen eines künftigen Heimatmuseums 12.30 Mittagspause 14 Gottfried Fliedl: Input zur Schlussdiskussion. Das Heimatmuseum reformieren, umbenennen, aufgeben, in Ruhe lassen, anzünden, anpreisen, weiterentwickeln, verhindern, verlebendigen, auflösen, vergessen, modernisieren oder ...? 14.20 Schlussdiskussion mit Kaffee 16 Schluss der Veranstaltung Anmeldung notwendig Teilnahmegebühr (Joanneum): 140 Euro (Inklusivleistungen Vorträge, Seminarunterlagen, Kaffeepausen), 100 Euro für Studierende, Arbeitssuchende und MitarbeiterInnen von KooperationspartnerInnen. 2009 nachzudenken: Welche neuen Inhalte braucht es, um ein Heimatmuseum an die Gegenwart anzuschließen? Wie kann das Potenzial vorhandener Sammlungen in neuem Kontext genutzt werden? Wie kann das Museum regionale Identitäten bearbeiten und interpretieren? Wie können neue geschichtstheoretische und museologische Ansätze berücksichtigt werden? Welche Schlüsse müssen aus den anhaltenden Diskussionen um Sinn und Zweck dieser Museen gezogen werden? Wie beziehen sich solche Museen auf ihre soziale Umwelt, auf freiwillige MitarbeiterInnen, Einheimische und Touristen, Experten und Sammler, Politiker und Förderer? mit Dr. Gottfried Fliedl, Leiter der Museumsakademie Joanneum, Graz, Beat Gugger, freier Ausstellungskurator, Schweiz, Dr. Gabriele Rath, Rath & Winkler, Projekte für Museum und Bildung, Innsbruck, Dr. Andreas Rudigier, Leiter der Montafoner Museen, Bruno Winkler, Rath & Winkler, Projekte für Museum und Bildung, Innsbruck Programm 9. März 10 Begrüßung und Vorstellung des Programms beziehungsweise Zieles der Veranstaltung 10.30 Beat Gugger und Gottfried Fliedl: Ein kleines museologisches Passionsspiel. Das Heimatmuseum lieben, das Heimatmuseum hassen! Mit Kaffee, Snacks und Zwischenrufen 11.30 Andreas Rudigier, Bruno Winkler, Gabriele Rath, Gottfried Fliedl: Das Projekt „Heimatmuseum 4 Veranstaltungen Samstag, 14. März 2009, 20 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Schruns, Pfarrsaal St. Jodok Der Atem des Himmels (Lesung und Liederabend mit Reinhold Bilgeri) Dass Reinhold Bilgeri wieder als Interpret von Songs auftritt, wird viele seiner Fans freuen. Nun hat er aber auch als Autor am ernst zu nehmenden literarischen Sektor seinen ersten Roman veröffentlicht: „Der Atem des Himmels“. Bilgeri verbindet einen Leseabend mit gesungenen Liebesballaden aus jener Zeit, in der seine Romanfiguren agieren, den 50er Jahren. Ein spannender Abend an dem Bilgeri Fans und solche die es noch werden wollen eine neue Facette an diesem Künstler kennen lernen werden. Eine Veranstaltung der Büchereien des Standes Montafon und der Gemeinde Schruns (Spielothek) – Eintritt 5 Euro. der auch die Sonntagsaufsätze im Landboten schreibt. Ich habe große Freude an dieser Beschäftigung.“ Beitl erhielt sich diese Freude ein Leben lang, mit den Romanen „Angelika“ und „Johringla“ übte sich Beitl schließlich sehr erfolgreich in der Kunst der Romanschreibens. Ulrike Längle ist Schriftstellerin und Leiterin des Franz-Michael-Felder-Archivs in Bregenz; Jürgen Thaler arbeitet als Literaturarchivar beim Franz-Michael-FelderArchiv. Beide ReferentInnen haben sich im Rahmen des Ausstellungs- und Buchprojekts zu Richard Beitl mit dem schriftstellerischen Werk Beitls auseinandergesetzt und werden an diesem Abend darüber berichten. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr Donnerstag, 19. März, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum „Ein der Dichtung Ergebener“ – Richard Beitl als Lyriker und Romanautor (Vortrag mit Dr. Ulrike Längle und Dr. Jürgen Thaler) Gedichte zu schreiben war für Richard Beitl von Jugend an eine Selbstverständlichkeit. Über das Gedichteschreiben während seiner Jahre im Jesuiteninternat Stella Matutina in Feldkirch berichtete er am 21. Oktober 1917 an seinen Vater in Schruns: „Meine Gedichte werde ich vielleicht in Bälde einem Pater zeigen, der selber auch Dichter ist: P. Isidor Hopfner, 5 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen Der Schrunser Volkskundler und Schriftsteller Richard Beitl (1900-1982), dem die Sonderausstellung im Montafoner Heimatmuseum gewidmet ist, beschäftigte sich seit seiner Gymnasialzeit intensiv mit dem Sammeln von Sagen. Eindrucksvolles Zeugnis seiner Bemühungen stellen seine beiden Bände „Vorarlberger Sagen“ (1950) und „Im Sagenwald. Neue Sagen aus Vorarlberg“ (1953) dar, die umfang- und qualitätsmäßig die wichtigsten Veröffentlichungen zur Vorarlberger Volkserzählung darstellen. Bernarda Gisinger und Thomas Gamon, Sprecher bei Radio Vorarlberg, laden im Montafoner Heimatmuseum zu einer Vorarlberger Sagenreise ein. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) 2009 ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Donnerstag, 26. März, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Vorarlberger Sagenreise (Lesung mit Bernarda Gisinger und Thomas Gamon) 6 Veranstaltungen Donnerstag, 2. April 2009, 19.15 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Schruns, Montafoner Heimatmuseum Richard Beitl (1900-1982). Wissenschaft – Dichtung – Wirken für die Heimat (Buchpräsentation mit Dr. Klaus Beitl und Dr. Peter Strasser) leicht gerade trotzdem wesentliche Themen des Heimatschutzes vertraten. Sein Leben und Denken war mit Widersprüchen behaftet und ist wohl gerade deshalb ein idealer Vertreter dieser Bewegung, die neben der Hochhaltung konservativer Werte eigentlich ein sehr modernes Leben führten. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Die Montafoner Schriftenreihe beschreitet neue Wege. Das gilt nicht nur für das neue Lay-Out, sondern auch für den Umstand, dass die nunmehr 27. Ausgabe – hier sind die sechs Sonderbände miteingerechnet – erstmals eine Person der Montafoner Geschichte in den Mittelpunkt von unterschiedlichen Betrachtungen stellt. Dass die Wahl auf Richard Beitl fiel, mag nicht ganz zufällig sein, auch wenn nicht ein Jubiläum oder hierarchische Gründe im Hinblick auf die Wichtigkeit seiner Person für die Geschichte des 20. Jahrhunderts im Montafon ausschlaggebend waren. Richard Beitl repräsentiert eine Gruppe von Menschen, die den Blick nach Außen nie aus den Augen verloren und dabei dennoch oder viel- Freitag, 3. April 2009, 20 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Offenes Singen (mit Hannes Riesch) 7 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen Vorstand Dr. Andreas Rudigier (Obmann) Mag. Wilfried Dür (Stv. Obmann) Judith Ganahl (Kassierin) Mag. Andreas Brugger (Schriftführer) Beiräte im Ausschuss DDr. Heiner Bertle (Schruns) Gerda Bitschnau (Tschagguns) Mag. Norbert Flatz (St. Anton) Klaus Fussenegger (Schruns) Friedrich Juen (St. Gallenkirch-Gargellen) Mag. Bernhard Maier (Stand Montafon) Ing. Horst Millinger (Gaschurn) Hans Netzer (Silbertal) Mag. Beatrice Pfeifer (Vandans) Dr. Leo Walser (Lorüns) Tagesordnung 1 Begrüßung 2 Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung (das Protokoll liegt bei der Versammlung auf und kann auf Wunsch auch vorher zugesandt beziehungsweise eingesehen werden) 3 Bericht des Obmanns zum Vereinsjahr 2008 4 Bericht der Kassierin zum Vereinsjahr 2008 5 Stellungnahme der Kassaprüfer und Entlastung der Kassierin 6 Entlastung des Vorstands 7 Neuwahl des Obmanns, des Ausschusses und Bestellung der Rechnungsprüfer 8 Vorschau auf das Vereinsjahr 2009 und Genehmigung des Voranschlags 9 Festsetzung des Mitgliedsbeitrags für 2010 10 Allfälliges 2009 Hannes Riesch lädt wieder zu einem gemeinsamen Singen in die Stube des Heimatmuseums. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 19.37 Uhr (Lorüns 19.44, St. Anton 19.47, Vandans 19.49, Tschagguns 19.55), Ankunft Schruns 19.57 Uhr – Rückreise von Schruns um 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 19.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 19.28, Gortipohl-Zentrum 19.33, St. Gallenkirch-Zentrum 19.38), Ankunft Schruns 19.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Dienstag, 21. April 2009, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Ordentliche Generalversammlung Der Heimatschutzverein Montafon lädt alle Mitglieder und Interessierten zur Generalversammlung ein. Wie jedes Jahr steht an diesem Tag der Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr auf dem Programm. Alle drei Jahre muss neu gewählt werden, und so stellen sich bis auf Gerda Bitschnau und Norbert Flatz alle Ausschussmitglieder der Wiederwahl. Neue Ausschussmitglieder werden an diesem Abend ebenfalls vorgestellt. 8 Veranstaltungen montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Freitag, 24. April 2009, 19.15 Uhr Schruns, Pfarrsaal St. Jodok In Erinnerung an Richard Beitl: Dichterstöbli 2009 (Musik und Dichtung aus dem Montafon) Am 21. November 1981 trat Richard Beitl ein letztes Mal öffentlich auf. Das „Dichterstöbli“ aus jenen Novembertagen hat inzwischen längst einen legendären Charakter, und wir wollen daran erinnern. Musik und Dichtung aus 100 Jahren stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Mitwirkende sind Heinz Bitschnau, Sigrid Juen, Franz Rüdisser, Helene Rüdisser, Edgar Schmidt, Krista Vonbank, der Männerdreigesang Schruns, die Hausmusik Riesch. Andreas Rudigier führt durch den Abend. Anträge an die Ordentliche Generalversammlung bitten wir, bis Freitag, 17. April 2009 (12 Uhr), schriftlich beim Montafoner Heimatmuseum einzubringen. Im Rahmen der Generalversammlung wird der gedruckte Jahresbericht 2008 präsentiert. 22 Autorinnen und Autoren berichten in mehr als 40 Beiträgen über umfangreiche Tätigkeiten des Vereins. Die Generalversammlung gibt auch letztmals Gelegenheit, die Ausstellung zu Richard Beitl anzusehen. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Bus oder dem Nachtexpress Montafon nicht möglich. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Bus oder dem Nachtexpress Montafon nicht möglich. 9 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Bus oder dem Nachtexpress Montafon nicht möglich. 2009 Montag, 27. April 2009, 19.30 Uhr Vandans, Rätikonhalle (Untergeschoss der Volksschule) 9. Montafoner Trachtengespräche: Die Kopfbedeckungen der Montafoner Tracht Wieviel Wissen um die Herstellung der verschiedenen Hüte in der Montafoner Tracht ist noch vorhanden? Neben einem Rückblick auf die vergangenen Trachtengespräche geht es diesmal um die Kopfbedeckungen; die Vorführung der Schäpelherstellung ist vorgesehen. Vorankündigung Donnerstag, 7. Mai 2009, Abfahrt 12.30 Uhr Treffpunkt: Bahnhof Schruns 10. Montafoner Trachtengespräche: Exkursion ins Appenzell Das Volkskundemuseum in Stein (Appenzell) ist das Reiseziel der 10. Montafoner Trachtengespräche. Das Museum präsentiert im Besonderen die bäuerliche und textile Geschichte und Kultur AppenzellAußerrhodens. Im Rahmen der Besichtigung wird auch eine Handstickmaschine aus dem Jahr 1905 vorgeführt. Eine Webvorführung zeigt, wie das Plattstichgewebe mit „Nölleli-Muster“ hergestellt wird. Die Exkursion führt anschließend nach Wolfhalden. Nach einer Kaffeepause steht das dortige Museum auf dem Programm, in welchem ein komplett eingerichteter und funktionstüchtiger Seidenhandwebstuhl zu sehen ist. Die Rückkehr ist gegen 18.30 Uhr geplant. Anmeldungen bis 30. April im Montafoner Heimatmuseum notwendig! Die Kosten der Fahrt belaufen sich auf etwa 30 Euro. ☛ Anreise mit der Bahn von Schruns ab 19.03 Uhr (Tschagguns 19.05, Kaltenbrunnen 19.07), Ankunft Vandans 19.10 Uhr – Rückreise von Vandans um 21.49 oder 22.49 Uhr 10 Aktuelles Aktuelles Roswitha Düngler, Skistar aus St. Gallenkirch Wie Horst Hefel als Reaktion auf die Vorstellung des ÖSV-Skistars-Buch in der vergangenen Ausgabe der Mitgliederinformationen festhält, gibt es mit Roswitha Düngler einen Skistar aus St. Gallenkirch – uns ist sie klarerweise ein Begriff -, der in den Jahren von 1998 bis 2005 bei internationalen Veranstaltungen zwölf erste und sieben zweite Plätze erringen konnte. Zweimal gelang es Roswitha Düngler bei den Seniorenweltmeisterschaften Gold zu erringen, weitere vier Silbermedaillen stehen zu Buche. montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Kulturlandschaft im Wandel: Neubau eines Maisäßhauses in Sarotla (St. Gallenkirch-Gargellen) Die Bilderserie des Maisäß Sarotla zeigt den Wandel der Kulturlandschaft Montafon (2004-2008). Wir bitten unsere Mitglieder, uns Aufnahmen von ihren Beobachtungen zur Verfügung zu stellen. 11 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles Studium der Malerei in Paris und Berlin hat sie zur professionellen Künstlerin werden lassen. Mitgliedschaften in Künstlervereinigungen, Stipendien und Preise zeigen, dass sich Theresa Beitl etabliert hat und die Montafoner Museen freuen sich, dass sich diesmal Theresa Beitl mit ihren „kuh-len“ Werken zwar nicht mehr in die Höhle der Kühe begibt, sich aber doch der zwischen Turbo- und Milka-Kuh breit gefächerten Kompetenz der ländlichen Bevölkerung stellt. (Andreas Rudigier) 2009 Theresa Beitl, „Kuh-Handel“ (Ausstellung im Heimatmuseum) Unter dem Titel „Malerei und Objekte über Tier und Mensch“ ist im Heimatmuseum in Schruns bis 18. April eine kleine Sonderausstellung zu Werken von Theresa Beitl zu sehen, die sich hauptsächlich mit einem für das Montafon charakteristischen Tier, nämlich mit der Kuh, beschäftigt. Bewusst oder unbewusst spannt sie einen Bogen, der jenem ihres Vaters Richard Beitl nicht unähnlich ist – da ist auf der einen Seite die Künstlerin, die aus der Stadt kommt, und da ist auf der anderen Seite das Objekt ihrer Bilder, das typisch für das Land ist – der Spagat zwischen Alt und Neu, zwischen Heimisch und Fremd scheint sich auch hier aufzubauen. Theresa Beitl hat, durchaus in familiärer Tradition, Literatur und Volkskunde studiert, das anschließende Paul Flora, Sammlung Montafon. 86 Zeichnungen Ein Buch ohne Impressum, keine Angaben über Erscheinungsjahr, Erscheinungsort, Verlag, wer die Herausgeber sind – auch das gibt es! Mit dem schlichten Hinweis „Das vorliegende Buch präsentiert den Zusammenhang zweier Montafoner Sammler mit dem Schwerpunkt frühe Zeichnungen“ wird der Inhalt umrissen. Im Mittelpunkt steht der Künstler Paul Flora – kein Unbekannter und deshalb nicht näher vorzustellen –, der aus gegebenem Anlass eine Radierung eines typischen Montafoner Motivs (was könnte das anderes sein als die Drei Türme?) beisteuerte. Wenn das interessierte Publikum bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, kann es eines von 200 Exemplaren erwerben, das eine signierte und nummerierte Originalradierung enthält. Die beiden Montafoner Sammler sind Karl Peter und Christoph Stemer. Sie verfügen über eine bemerkenswerte Sammlung früher Flora-Zeichnungen, die sie zu dieser bibliophilen Kostbarkeit animierte. Der Künstler ist nicht leicht zu beeindrucken, den beiden Montafonern ist es aber gelungen, wie Flora in seinem Vorwort 12 Aktuelles montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 schreibt: „Ich [...] war sehr beeindruckt vom Sachverstand der Sammler und sah manche meiner Kinder, die meinem Gedächtnis schon lange entschwunden waren mit Vergnügen wieder, wunderte mich auch über einige Hervorbringungen und habe nun den Gewinn, diese Kollektion in einem schönen Buch versammelt zu sehen [...]“. Auch wenn die Sammler keinen Wert auf Publizität legen, so braucht man über keine hellseherischen Fähigkeiten zu verfügen, um dem Buch über kürzeste Zeit den Status „vergriffen“ prophezeien zu dürfen. (Andreas Rudigier) Bilderbogen Schruns, 27. Jänner 2009 Schruns, 6. Februar 2009 Schruns, 29. Jänner 2009 Hittisau, 16. Februar 2009 13 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon. 1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28,-/22,-) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) 2009 Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 € 20,-/16,50) Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Maisäß und Alpen. 2002 € 20,-/16,50) Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 14 Publikationen Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Veranstaltungsübersicht 6. März Offenes Singen (Schruns) 9./10. März Heimat als Wunsch, Ein Museum für das Montafon (Schruns) 14. März Der Atem des Himmels, Lesung (Schruns) 19. März Richard Beitl als Lyriker und Dichter, Vortrag (Schruns) 26. März Vorarlberger Sagenreise, Lesung (Schruns) 2. April Richard Beitl, Buchpräsentation (Schruns) 3. April Offenes Singen (Schruns) 21. April Generalversammlung (Schruns) 24. April Dichterstöbli 2009 (Schruns) 27. April 9. Montafoner Trachtengespräche (Vandans) 7. Mai 10. Montafoner Trachtengespräche (Appenzell) 15 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Informationen 2009 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (bis 18. April) Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 16-18 Uhr Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag und Freitag, 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Familienname: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16 Grafik-Design Frei, Nenzing Straße/Hnr.:
  1. informationsschrift
Montafoner_Muse...12_In MontafonerMuseen 01.03.2012 17.12.2012, 08:18 Information Nr. 61 montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 100 Jahre Hochwasser 1910 Geschätzte Freundinnen und Freunde der Montafoner Museen und des Heimatschutzvereins! Die offizielle Gründung des „Vereins für Heimatschutz im Tale Montafon“ liegt heuer 100 Jahre zurück. Nachdem bereits im Jahr 1906 eine „freie Gesellschaft zur Schaffung einer naturhistorischen Sammlung für das Tal Montafon“ ins Leben gerufen worden war, konnten in den folgenden Jahren, in denen der Tätigkeitsbereich derselben auch auf „altertümliche Gegenstände“ ausgeweitet wurde, bis 1911 bereits 200 Tiere und 400 „Altertümer“ von den Mitgliedern gesammelt werden. Um leichter an öffentliche Subventionen zu kommen, wurde die freie Gesellschaft schließlich im Jahr 1912 in einen mit Statuten ausgestatteten Verein umgewandelt. Da bereits das Jahr 2006 im Zeichen des 100-jährigen Bestehens unserer Institution stand, wird es heuer zwar keinen diesbezüglichen Schwerpunkt geben, auf den 2007 erschienen Band „Heimat Montafon. Eine Annäherung“ soll an dieser Stelle aber mit den wärmsten Empfehlungen hingewiesen werden. 100 Jahre später haben sich die Tätigkeitsfelder des Vereins erheblich ausgeweitet. Neben der Trägerschaft der mittlerweile vier Montafoner Museen, der Bewahrung und Erweiterung der bedeutenden Sammlung sowie zahlreichen weiteren wichtigen Aktivitäten wie etwa im Bereich der Erhaltung historisch interessanter und talschaftstypischer Bausubstanz, erlangen die Bereiche Vermittlung und Forschung immer größere Bedeutung. Mitgliedsbeitrag 2012 Wir bitten den Mitgliedsbeitrag für 2012 in der Höhe von EUR 20,- auf das Vereinskonto (Raiba Montafon, BLZ 37468, KNr. 302.547; Sparkasse Schruns, BLZ 20607, KNr. 0100-065333) einzuzahlen. Jeder einzelne Beitrag ist wichtig, damit wir unsere Arbeit weiterhin so erfolgreich fortsetzen können. 1 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information reiches Vermittlungsangebot fortgeführt und hoffentlich auf Dauer im Montafoner Jahreskreis etabliert. Nicht zuletzt soll neben anderen Publikationen in diesem Jahr der nächste Band der mehrbändigen „Montafoner Geschichte“ erscheinen. Daher stehen in den nächsten Monaten mehrere Vorträge zu Aspekten der Geschichte des Montafons, die dann auch in diesem Buch zu finden sein werden, auf unserem Programm und sollen Lust aufs Lesen dieses und auch der zwei bisher erschienen Bände machen. Michael Kasper Dieser Entwicklung Rechnung tragend werden heuer von wissenschaftlichen Recherchen begleitete Sonderausstellungen zu den Themen „Schwabenkinder“ sowie „Kurhotel Montafon“ eröffnet werden. Überdies wird mit der Veranstaltungsreihe septimo ein äußerst erfolg- Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs unter www.vmobil.at und außerdem bieten wir Ihnen gerne an, sollte nach der Veranstaltung eine Rückkehr für Sie an Ihren Wohnort nicht mehr möglich sein, dass wir Sie im Rahmen von Fahrgemeinschaften gerne mitnehmen (bitte vorher im Heimatmuseum anmelden!). 2 Veranstaltungen Offenes Singen in den Montafoner Museen Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Mittwoch, 18. April, 19:30 Uhr Montag, 2. April, 19 Uhr Mittwoch, 21. März, 19:30 Uhr Montag, 12. März, 19 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Sonntag, 11. März, ab 11 Uhr Suppentag - in Zusammenarbeit mit der Frauenbewegung Gaschurn/Partenen In gemütlichem Ambiente werden am 3. Fastensonntag verschiedene Suppen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Überdies besteht die Möglichkeit zum Besuch der laufenden Ausstellung „Urlaubsgrüße aus dem Montafon“. Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Dienstag, 6. März, 14-18 Uhr Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Montag, 12. März, 14.30-18 Uhr Erzählcafé In Kaffeehausatmosphäre werden die Erinnerungen der Anwesenden gesammelt. Welche Erinnerungen haben Sie an das Leben im Silbertal in früheren Zeiten? Bringen Sie alte Fotos oder andere Erinnerungsstücke mit… Frühlingseinstimmung Unter Anleitung der Kursleiterin Reinhilde Wolfgang werden Frühlingsdekorationen aus Birkenreisig hergestellt. Anmeldung unter 05557/6854 (Judith Biermeier), Kursgebühr: € 23,- plus Materialkosten 3 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Längst verstaubte Altertümer können bei dieser Gelegenheit vor Ort im Frühmesshaus von einem Kunstkenner zeitlich datiert und bewertet werden. Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Wertgegenstände (wie z.B. Schatullen, alte Taschenuhren, Gemälde, Kruzifixe, Hinterglasbilder etc.) hervor zu holen und bei uns „wertschätzen“ zu lassen. Dienstag, 27. März, 19 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Dienstag, 13. März, 15 Uhr „Erinnerungen an harte Winterzeiten“ - Erzählnachmittag in der Frühmesshausstube Wir würden uns freuen, wenn sich an diesem Nachmittag Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus der Region bei uns treffen und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus früheren Zeiten bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde in der Frühmesshausstube erinnern und erzählen. Montafoner Heimatmuseum Schruns 16. Montafoner Trachtengespräche - „Die Trachtenkopfbedeckung mit passender Frisur“ In den vergangenen Jahren wurde dieses Themas immer wieder von den Teilnehmerinnen angeregt. Die Tatsache, dass einige Montafoner Frauen bereits Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Dienstag, 20. März, 16-18 Uhr „Wertschätzung“ 4 Veranstaltungen als Modistin beziehungsweise bei der Gestaltung der „Hutgarnitur“ schon beeindruckende Erfolge erzielen konnten, war nun der Anlass sich dieses Themas anzunehmen. Wir dürfen an diesem Abend nicht nur „Hutspezialistinnen“ erwarten, sondern auch Frauen, die Erfahrungen mit Flechtfrisuren haben. Haben sie etwa schon einmal gesehen wie ein Schäppelmädchen „gezopft“ wird? Oder brauchen Sie die richtigen Tipps für ihre Kurzhaarfrisur. Wie werden Hüte richtig aufgesetzt, und auch befestigt? Alle diese Fragen werden bei diesen Trachtengesprächen aufgegriffen und anschaulich erklärt. Donnerstag, 29. März, 14 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Treffpunkt: Schruns Bahnhof Wo vor über 200 Jahren die Geschichte der Harder Textilindustrie begann, wurde die Mittelweiherburg nun zum Schwerpunktmuseum für die Formstecherei und den Textildruck. Sowohl die technische Entwicklung des Stoffdrucks als auch die Situation der Arbeiterschaft und der Unternehmer wird dargestellt. Neben zahlreichen Exponaten können auch die digitalen Musterbücher des Museums durchgesehen werden. Wir fahren gemeinsam mit einem Reisebus von Schruns nach Hard; nach der Führung durch das Textildruckmuseum ist noch eine kleine Kaffeepause eingeplant. Kosten: ca. € 25,-; Rückkehr ca. 18 Uhr Anmeldung: Tel. 05556/74723 (8-12 Uhr) oder e.walch@montafoner-museen.at Donnerstag, 29. März, 20 Uhr Exkursion Textildruckmuseum Hard Feuerwehrhaus Bartholomäberg „Wegen der Gähe des Bergs“ Landwirtschaft im Montafon im 19. und 20. Jahrhundert Vortrag mit Dr. Ingrid Böhler (Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck) Der Vortrag handelt von der ganz spezifischen kleinbäuerlichen Lebens- bzw. Wirtschaftsweise im Montafon und den 5 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Kursbeitrag € 13,- zzlg. Arbeitsmaterial € 3,-. Wir bitten um verbindliche Voranmeldung bis spätestens 31. März 2012 unter Tel. 0664 62 07 944 oder 0664 24 76 938; email: fruehmesshaus@montafoner-museen.at Dienstag, 3. April, 14-18 Uhr Veränderungen, die sich einstellten, als ihr ursprünglicher Zweck, die Selbstversorgung, immer mehr in den Hintergrund trat. Neben den Veränderungen der Arbeits- und Produktionsbedingungen geht es dabei nicht zuletzt auch um den Wandel der Rolle der Landwirtschaft im sozio-ökonomischen Gesamtgefüge des Tales. Dienstag, 3. April, 14:30-16:30 Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Erzählcafé In einer gemütlichen Runde werden die Erinnerungen der Anwesenden gesammelt. Welche Erinnerungen haben Sie an Fastenzeit und Osterfest im Silbertal in früheren Zeiten? Gerne können Sie auch alte Fotos oder andere Erinnerungsstücke mitbringen… „Frühlingsstart im Osterbeet“ – Kinderworkshop Gemeinsam mit den Kräuterfachfrauen Iris & Sieglinde sammeln die Kinder an diesem Nachmittag Gänseblümchen, um damit eine exklusive Osterblumenkarte zu gestalten. Anschließend bereiten und genießen alle Kursteilnehmer ein duftendes Blütenbrot mit Schnittlauch-Locke. Zum Kursfinale werden RingelblumenSamen, die dann zu Hause für gute Laune sorgen sollen, wenn im Frühjahr draußen tristes Regenwetter statt Sonnenschein herrscht, in kleine Töpfchen gesät. 6 Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Donnerstag, 5. April, 17-18 Uhr Märchenstunde für Kinder und Erwachsene - mit Erna Ganahl Passend zur Region und zur Jahreszeit werden in der Ferienwoche spannende Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Wir würden uns freuen, wenn sich an diesem Nachmittag neuerlich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus der Region bei uns treffen und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus früheren Zeiten bei Kuchen und Kaffee in gemütlicher Runde in der Frühmesshausstube erinnern und erzählen. Donnerstag, 12. April, 20 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Identitätskonstruktionen und mentale Verortungen im Montafon des 20. Jahrhunderts Märchen und Sagen erzählt. Wir laden besonders Familien mit Kindern dazu ein dieses Angebot anzunehmen. Dienstag, 10. April, 15 Uhr Vortrag und Workshop mit Dr. Renate Huber An diesem Gesprächsabend stellt Ihnen die Autorin ihren Beitrag zur Geschichte des Montafons über die Entwicklungen von Identitäten im Montafon des 20. Jahrhunderts vor. Eingebettet wird diese historische Reise in eine interaktive Annäherung zum Thema vor und eine Diskussionsrunde nach dem Vortrag. Altes Frühmesshaus Bartholomäberg „Winterarbeit der Bauern“ (Heuziehen („Bätschazüha“), Spinnen und Stricken, Brotbacken etc.) - Erzählnachmittag in der Frühmesshausstube 7 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 9 Bestellung eines Geschäftsführers für den Heimatschutzverein 10 Beschlussfassung über die Änderung der Vereinsstatuten (der Entwurf kann ab Dienstag, 10. April, auf unserer Homepage www.montafoner-museen.at oder im Heimatmuseum Schruns eingesehen werden) 11 Allfälliges Im Rahmen der Generalversammlung wird wiederum der gedruckte Jahresbericht, der ca. 40 Beiträge, die sich mit den vielfältigen Tätigkeitsfeldern der Montafoner Museen bzw. des Heimatschutzvereins beschäftigen, präsentiert. Andreas Rudigier (Obmann) Dienstag, 24. April, 20 Uhr Vitalzentrum Felbermayer, Gaschurn Dienstag, 17. April, 19 Uhr Ordentliche Generalversammlung des Heimatschutzvereins (mit Präsentation des Jahresberichts 2011) Wie jedes Jahr um diese Zeit dürfen wir unsere Mitglieder herzlich zur Generalversammlung des Heimatschutzvereins einladen. Alle drei Jahre werden die Vereinsorgane neu gewählt. Die meisten Vorstands- und Ausschussmitglieder stellen sich der Wiederwahl. Neue Kandidat/innen für die Wahl in den Ausschuss werden an diesem Abend ebenfalls vorgestellt. Tagesordnung (Anträge zur Erweiter­ ung der Tagesordnung müssen bis Donnerstag, 12. April, 12 Uhr, schriftlich eingegangen sein): 1 Begrüßung 2 Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung (das Protokoll liegt bei der Versammlung auf und kann auf Wunsch auch vorher im Heimatmuseum Schruns eingesehen werden) 3 Bericht des Obmanns zum Vereinsjahr 2011 4 Bericht der Kassierin zum Vereinsjahr 2011 5 Bericht der Rechnungsprüfer und Entlastung des Vorstands 6 Festsetzung des Mitgliedsbeitrages für 2013 7 Vorschau auf das Vereinsjahr 2012 und Beschlussfassung über den Voranschlag 2012 8 Neuwahlen der Vorstands- und Ausschussmitglieder sowie der Rechnungsprüfer 8 Lünerseewerk/Schauraum, Latschau Oberwasser – Unterwasser. Energie durch Höhendifferenz Vortrag mit Mag. Walter Zirker Bereits seit dem Mittelalter war im Montafon die Wasserkraft für viele Arbeitsabläufe in Gewerbe und Handwerk von wesentlicher Bedeutung. Wassergetriebene Laufräder wurden in einfacher Weise für den mechanischen Antrieb von Geräten genutzt. Kleine und größere Wasserläufe, teilweise künstliche Mühlbäche trieben Mühlen, Sägen, Hanfreiben, Lodenwalken, Flachsstampfen, Schmiedehämmer, Ölpressen, Gipsund Papiermühlen und Alpbutterrührfässer an. So bestanden um die Mitte des 19. Jahrhunderts mindestens 200 mechanische Kraftanlagen im Montafon. Das von Werner von Siemens 1866 entdeckte dynamo-elektrische Prinzip ermöglichte mittels Turbine und Generator die Umwandlung von Wasserkraft Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 in elektrischen Strom. Mit der Erzeugung und praktischen Anwendung von elektrischer Energie wurden völlig neue Möglichkeiten eröffnet, die das menschliche Leben in unabsehbarer Weise veränderten. Um 1890 entstanden im Montafon die ersten lokalen Kraftwerke, die erst zur Lichterzeugung und dann auch zum Betrieb verschiedenster Maschinen und Haushaltsgeräte Strom erzeugten. In den folgenden Jahrzehnten wurden zahlreiche gewerbliche und kommunale Kleinkraftwerke entlang der Ill und seiner Nebenflüsse errichtet. Die Nutzung der Wasserkräfte durch die Vorarlberger Illwerke AG seit den 1920er Jahren in Großkraftwerken bedeutete eine grundlegende Änderung der Energiegewinnung. Mit der Errichtung des Vermuntwerkes begann der systematische Ausbau der Wasserkräfte in einem neuen industriellen Maßstab der das Montafon nachhaltig veränderte. Die Errichtung der Werke Obervermunt, Rodund I und Latschau optimierten die Wassernutzung. In diesem Zusammenhang muss auch auf den forcierten Ausbau der Wasserkräfte während der Kriegsjahre hingewiesen werden, der unter starker Heranziehung von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen erfolgte. In den folgenden Jahr- zehnten entstanden weitere Kraftwerke, u. a. Lünersee, Walgau, Kops II sowie mehrere Beckenanlagen die eine optimale Ausnutzung des gefassten Wassers ermöglichen. Die Nutzbarmachung der Wasserkräfte hat das Montafon zu einer der bedeutendsten Stromerzeugungsregionen in Mitteleuropa gemacht. In Kooperation mit: 9 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles „Joseph Loriz; kath. Dienstbub aus Silbertal; diente beim untern Müller Johannes Lorinser in Reuthe, rechtschaffen und brav; Alter: 7 [!] Jahre; Krankheit: hat sich aus Melancholie in der Probsthalden erhängt – vermutlich aus Betrübnis über den Hunger seiner Eltern; Ort und Zeit des Todes: Probsthalden, wo er an einem Buchenast todthangend gefunden worden den 3. Juni 1817; Ort und Zeit der Beerdigung: Reuthe, den 3. Juni abends ½ 9 Uhr in der Stille auf oberamtlichen Befehl.“ Selbstmord eines Schwabenkindes? Im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Die Schwabenkinder“, an dem über den Stand Montafon auch die Montafoner Museen beteiligt sind, wurde uns im Dezember vom Bauernhausmuseum Wolfegg ein dramatischer Bericht aus einer heimatkundlichen Zeitschrift1 über ein aus dem Montafon stammendes Schwabenkind übermittelt: Der folgende Eintragung war im Sterbebuch einer Pfarre gefunden worden: 10 Aktuelles Zu diesem Sterbebucheintrag wurde der folgende Text verfasst: „Ein Hütebube, ein Kind noch, erhängte sich aus ‚Melancholie, vermutlich aus Betrübnis über den Hunger seiner Eltern‘, wie es im Kirchenbuch steht. Wie eine Entschuldigung mutet dieser Eintrag an, der als einziger Grund für den Selbstmord des kleinen Joseph Loriz nur dessen Trauer um seine Eltern in ihrer Not und Armut nennt. An diesen misslichen Verhältnissen trug sein Dienstgeber ja keine Schuld, dafür war er nicht verantwortlich. Was mag in diesem Buben wirklich vorgegangen sein, was hat in [!] gequält und in die Selbsttötung getrieben? Sicher mehr als nur die Gedanken an den Hunger seiner Eltern. Vom Heimweh übermächtig geplagt, unverstanden und allein gelassen, vielleicht auch noch vom Müller hart in Dienst genommen – dies und noch manches mehr war so übermächtig geworden, dass dieses Kind keinen anderen Weg mehr als den Tod für sich sah.“ Diesem Hinweis auf das furchtbare Schicksal eines 7-jährigen Silbertalers, der sich im Hungerjahr 1817 angeblich selbst das Leben genommen hatte, wurde seitens der Montafoner Museen natürlich sofort nachgegangen. Bei einem Blick in das Sterbebuch der Pfarre Silbertal2 klärte sich die Angelegenheit jedoch sehr bald auf: Beim Verstorbenen Joseph Lorez handelte es sich nämlich gar nicht um ein Schwabenkind, sondern um einen 27 Jahre und 19 Monate alten Silbertaler (geb. am 20.7.17993), der als Knecht in Reute (Herrschaft Waldsee/Schwaben) beschäftigt und dort „todt gefunden worden“ war. Seine Eltern entstammten tendenziell der ärmeren Schicht im Dorf, waren aber laut Steuerbuch um das Jahr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 1800 nicht völlig besitzlos.4 Auch wenn sich die ganze Geschichte nicht ganz so dramatisch wie anfangs angenommen abgespielt hat, so verweisen die Eintragungen im Sterbebuch in Reute dennoch auf die äußerst schwierige Situation der Montafonerinnen und Montafoner im Hungerjahr 1817.5 (mk) 2 3 4 5 1 Herbert Hasenmaile: Nachtrag zum Aufsatz über die „Schwabenkinder“, in: Heimatkunde Aulendorf Nr. 155, 18.05.2001. VLA, Silbertal Sterbebuch 1785-1878. VLA, Silbertal Taufbuch 1785-1879, fol. 30. VLA, Stand und Gericht Montafon, Hds. 80/8. Vgl. Michael Kasper: „Achtzehnhundertundzutodegefroren“. Die Hungerkrise 1814 bis 1818 im südlichen Vorarlberg, in: Edith Hessenberger, Michael Kasper, Andreas Rudigier, Bruno Winkler (Hg.): Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon (= Sonderband zur Montafoner Schriftenreihe 12), Schruns 2010, S. 11-69. 11 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles ren geleistete Forschungsarbeit des Heimatschutzvereins und der Montafoner Museen ermöglicht wurde. Nicht zuletzt setzen die Montafoner Kultur-Institutionen damit ein Signal der Offenheit. Der überreiche Forschungsfundus wird auch im September 2012 wieder auf vielfältige Weise besucherfreundlich vermittelt, präsentiert und zugänglich gemacht werden. septimo will einen entschiedenen Schritt hin zum Publikum, hin zu Heimischen und Gästen darstellen. Besonders beachtenswert ist der Erfolg schon allein deshalb, weil septimo mit bescheidenem Budget, mit bescheidener Personalausstattung, dafür aber mit einem Projektteam, das außerordentlich motiviert und zunehmend professionell agiert, arbeitet. Diesem Team gebührt der Dank für die erfolgreiche Umsetzung der Premiere von septimo. (mk) septimo auf Bank Austria Kunstpreis – Shortlist Die Erfolgsgeschichte septimo geht weiter: Die neue Veranstaltungsreihe der Montafoner Museen - septimo - wurde im Herbst auf die Shortlist des Bank Austria Kunstpreises 2011 genommen und gehört damit zu jenen 40 Projekten, die der Jury zur finalen Entscheidung vorgestellt werden. Angesichts von insgesamt 333 Einreichungen, die eingegangen sind, bereits jetzt ein großartiger Erfolg. Der Preis richtet sich an österreichische Kulturprojekte, welche die aktive Auseinandersetzung mit Kulturthemen in der Öffentlichkeit fördern. Ziel ist es, Barrieren abzubauen und möglichst viele Menschen an das Thema Kultur heranzuführen. Ein Anliegen, dem sich septimo ganz und gar verpflichtet fühlt und das vor allem durch die in den letzten zehn Jah- 12 Aktuelles Heimatmuseum Schruns am Österreichischen Museumstag in Graz Ende November fand anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Universalmuseums Joanneum in Graz der Österreichische Museumstag unter dem Leitthema „Weltenmaschine Museum“ statt. Unter anderem gaben dreißig Vertreter/innen österreichischer Museen unterstützt durch ein Leitobjekt aus dem jeweiligen Museum - Einblick in das historische und gegenwärtige Selbst- und Weltverständnis an ihren Institutionen und zeigten, wie Museen die Welt „da draußen“ repräsentier(t)en, deute(te)n und konstruier(t)en. Aufgrund der außergewöhnlichen Museumsarbeit, die im vergangenen Jahr- montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 zehnt in den Montafoner Museen geleistet worden war, wurde erfreulicherweise auch das Heimatmuseum Schruns - als eines der wenigen Regionalmuseen, die neben den zahlreichen großen Bundesund Landesmuseen eingeladen wurden - zur Mitgestaltung dieses Programmpunktes aufgefordert. So konnten Andreas Rudigier und Michael Kasper unter anderem am Beispiel des Votivbildes „Lawinenunglück auf Rüti 1817“ die Themen und Schwerpunkte der Montafoner Museen einem interessierten Fachpublikum vorstellen. Angesichts der zeitlichen Nähe zur Volksabstimmung in Schruns wurden von vielen Besucher/ innen auch die Entwicklungen rund um das Projekt „MuseumNeu“ angesprochen und rege diskutiert. (mk) 13 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles ellen Kulturerbes in Österreich“ gesetzt werden, um auf ihre Besonderheit aufmerksam zu machen und Bewusstsein für sie zu schaffen. Auch das Montafon verfügt über verschiedene Eigenarten und Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Ein Beispiel dafür stellen etwa für das Montafon typische Erzählungen dar. Im Tal wurden während der letzten zehn Jahre umfangreiche Aufzeichnungen zur Erzähltradition vorgenommen. Über 200 Personen wurden in über 250 Tonaufnahmen zu ihrem Leben und der Geschichte des Tales befragt. Bei eingehender Betrachtung dieser Erzählungen wird deutlich, dass es bis heute bestimmte Erzähltraditionen gibt, die von alten wie von jungen Menschen praktiziert und gepflegt werden. Bereits im 19. Jahrhundert wurden typi- Montafoner Erzähltradition: Immaterielles Kulturerbe? Seit 2009 geistert immer wieder der Begriff des „immateriellen Kulturerbes“ durch die Medien. Zuletzt fand im Jänner die Austragung (!) des „Wiener Balles“, der auch den umstrittenen Burschenschafter-Ball beinhaltete, aus der entsprechenden Liste reichlich mediale Resonanz. Konkret geht es um das „Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich“, in das aus Vorarlberg in den letzten Jahren zum Beispiel der Funkensonntag, die Vorarlberger Flurnamen, die Dreistufenlandwirtschaft im Bregenzerwald, oder die Bodensee-Radhaube in Laméspitze aufgenommen wurden. Hierbei handelt es sich um Traditionen, die als erhaltenswert betrachtet werden, und die aus diesem Grund auf die sogenannte „Nationale Liste des Immateri- 14 aktuelles sche Montafoner Sagen von Franz Josef Vonbun, und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Richard Beitl aufgezeichnet. Die Montafoner Erzähltradition macht aber nicht bei Sagen und sagenartigen Erzählungen Halt: Geschichten über die Ahnen, die saisonal nach Frankreich auswanderten um zu arbeiten, sind ebenso Bestandteil dieser Erzähltradition, wie Geschichten vom Maisäßleben, vom Heuziehen im Winter, oder von Lausbubenstreichen in der Schule. Erzähltraditionen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beziehen sich beispielsweise auf den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und die Anfänge des Tourismus. Die frühen Aufzeichnungen der Sagensammler stellen gemeinsam mit dem ZeitzeugInnenarchiv-Montafon eine umfangreiche Dokumentation der Montafoner Erzähltradition dar. Aus diesem Grund bemühen sich Schruns-Tschagguns Tourismus, der Stand Montafon und die Montafoner Museen unter Begleitung der Kulturwissenschafterin Edith Hessenberger um eine Anerkennung der Montafoner Erzähltradition als Immaterielles Kulturerbe bei der Nationalagentur der UNESCO-Kommission. Die Einreichung des Antrags erfolgt Ende Dezember 2011. Ein Fachbeirat - bestehend aus VertreterInnen von fünf Bundesministerien, der neun Landeskulturabteilungen sowie zehn ExpertInnen aus Sozial-, Kultur- und Naturwissenschaften - entscheidet halbjährlich über die Aufnahme von Traditionen in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes und über ihre Nominierung für eine der internationalen Listen gemäß der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes. Mittlerweile montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 zählt das gesamtösterreichische Verzeichnis 51 Eintragungen. Eine Aufnahme der Montafoner Erzähltradition in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich als «mündliche überlieferte Ausdrucksform» (als die bislang österreichweit erst sieben Traditionen anerkannt wurden) kann wesentlich zur Anerkennung dieser Überlieferung sowie der gesamten Region auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene beitragen, internationale Zusammenarbeit unterstützen, und durch das verstärkte Schaffen von Bewusstsein für den Stellenwert von Erzählen und Erzählungen den Respekt vor diesem immateriellen Kulturerbe des Tales nachhaltig sichern. (eh) 15 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Rückblick Schruns, 29. November 2011 Gaschurn, 30. November 2011 Silbertal, 8. Dezember 2011 16 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Schruns, 11. Dezember 2011 Bartholomäberg, 12. Dezember 2011 Schruns, 25. Jänner 2012 17 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 23 Kasper/Pfeifer: Netza, Monigg und Sasarscha. 2011 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) Publikationen SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (€ 18,90/16,90) SB 14 Strasser: Urlaubsgrüße aus dem Montafon. 2011 (€ 19,90/17,90) SB 15 Netzer, Jenny: Johann Bitschnau. 2011 (€ 13,-/10,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (gratis) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (gratis) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001, DVD (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS € 21,60, DVD € 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 2,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 2010 (€ 10,-) 19 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Museen, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24, E info@montafoner-museen.at, I www.montafoner-museen.at, FB www.facebook.com/montafoner.museen Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Konto Nr. 302.547 IBAN: AT863746800000302547, BIC: RVVGAT2B468 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Konto Nr. 0100-065333 IBAN: AT312060700100065333, BIC: SSBLAT21XXX Öffnungszeiten im Winter (27. Dezember 2011 bis 13. April 2012): Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr Dienstag und Donnerstag, jeweils 16-18 Uhr Dienstag und Donnerstag, jeweils 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 20 Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr
  1. informationsschrift
  2. vereinsjubiläum
Montafoner_Muse...11_In MontafonerMuseen 03.01.2011 17.12.2012, 08:17 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Erinnerung annehmen Silbertal bietet dem öffentlichen Erinnern und Gedenken eine neue Heimat im Dorf. Seit drei Jahren widmet sich die Geschichtswerkstatt Silbertal in Kooperation mit dem Heimatschutzverein Montafon der eigenen Dorfgeschichte im Nationalsozialismus. Abschließender und bleibender Erinnerungsakzent ist eine neue Interpretation zeithistorischen Gedenkens. Der zukünftige Erinnerungsplatz weist neue Wege, wie auch drei Generationen nach Krieg und Nationalsozialismus ein ehrliches und würdiges Gedenken möglich ist. Grundlage des Konzeptes ist kein mächtiges Monument, sondern eine ab­ trahierte Platzgestaltung s in Anlehnung an die Kulturlandschaft. Diese sollte eine „Bodenhaftung“ des örtlichen Erinnerns signalisieren, und frei von Pathos bleiben. Die Bepflanzung wird nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern inhaltlicher Bestandteil des Erinnerns sein. Informativer Kern sind in den Boden gelagerte Steintafeln als Text- und Namensträger. Das Erinnerungsspektrum erfasst all jene Menschen, deren tragisches Schicksal in Krieg und Nationalsozialismus eng mit Silbertal verknüpft war – und in Erinnerung bleiben soll. Man kann die Augen vor der Wirklichkeit verschließen, aber nicht vor seinen Erinnerungen. (Stanislaw Jerzy Lec) 1 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Silbertal, Erinnerungsplatz und Bergbaumuseum Freitag, 5. November 2010, 19.30 Uhr Information zum Erinnerungsplatz. Ein Gesprächsabend. Mitglieder des Gestaltungsteams und der Geschichtswerkstatt erläutern das Konzept des Erinnerungsplatzes vor Ort und stehen anschließend für ein offenes Gespräch in der Museumsstube zur Verfügung – mit Sarah Schlatter, Künstlerin, Elisabeth Gruber, Gartenarchitektin, und Reinhold Luger, Grafiker. Silbertal, Erinnerungsplatz und Vereinshaus Samstag, 6. Nov. 2010, 17 und 20 Uhr Bleibendes Erinnern und Gedenken. (In einem offiziellen Akt wird der Erinnerungsplatz Silbertal seiner Bestimmung übergeben) Zum Erinnerungsplatz Sarah Schlatter, Elisabeth Gruber, Reinhold Luger – zur Thematik ein jugendlicher Impuls mit Eva Kessler und Anna Gerstendörfer – zur Eröffnung Landesrätin Andrea Kaufmann. Musikalische Impressionen Thomas Heel, Patrik Haumer; Textperformance Brigitte Walk. Anschließend kleiner Imbiss im Vereinshaus. 20 Uhr (Vereinshaus) Erinnerung annehmen (Ein Erzählabend mit Leonhard Paulmichl, ehemaliger Intendant des ORF Vorarlberg) Erinnerungsbilder von Dableibern und Karrnern, von Tirolern und Walschen, von Faschisten und Nationalsozialisten, von Heimischen und Fremden, von Wehrhaften und Wehrlosen. Anna Gerstendörfer, Schülerin. Gedanken zu Geschichte, Erinnerung und Toleranz; Textperformance Brigitte Walk. 2 Veranstaltungen Bludenz, Stadtvertretungssaal Mittwoch, 10. Nov. 2010, 19.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Familiengeschichte und Genealogie – die Interessensgemeinschaft Ahnenforschung Ländle (IGAL) stellt sich vor Das Interesse an der eigenen Familiengeschichte nimmt nach Einschätzung von Ahnenforschern immer mehr zu und damit findet auch die Familienforschung immer mehr Anhänger. Seit der Computer in fast jedem Haushalt anzutreffen ist, beschäftigen sich auch jüngere Leute mit diesem Thema. Der Genealogie kann damit die Funktion eines Bindegliedes zwischen den Generationen zuerkannt werden. Die Themen des Abends sind unter anderem die Vorstellung der Institution IGAL, das Aufzeigen der Möglichkeiten der Ahnenforschung durch und über die Vereinigung, wichtige Quellen und Nachschlagewerke, Stammbaumerarbeitung und Stammbaumgestaltung. Die Veranstaltung richtet sich an ein breites Publikum. Anfänger und Fortgeschrittene in der genealogischen Arbeit sind herzlich willkommen! Freitag, 19. November 2010, 19.30 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum MuseumNEU: Planüberarbeitung, Präsentation und Diskussion (Vortrag von Valentin Bearth) Andreas Rudigier und Bruno Winkler zum Stand der Entwicklung; Valentin Bearth, Vorsitzender der Fachjury des Wettbewerbs, erläutert seine eigene Arbeit und Beurteilungskriterien des Siegerprojekt von Marte.Marte Architekten; Stefan und Bernhard Marte erläutern wesentliche Faktoren ihrer Überarbeitung der Planentwürfe MuseumNEU Schruns – anschließend moderierte Plenumsdiskussion In der ersten Jahreshälfte 2010 wurden die Planentwürfe des Siegerprojektes für eine Erweiterung des Heimatmuseums Montafon in verschiedensten Gremien und privaten Gruppierungen präsentiert und diskutiert. Politische Entscheidungsträger und Sachverständige waren ebenso vertreten, wie Nachbarn, Heimatschutzverein, Bücherei, Wirtschafts­ treibende und an die 300 interessierte Privatpersonen. Eine erste öffentliche Präsentation – mit den Architekten, dem Jurymitglied Walter Angonese aus Kaltern und Eva Hody, 3 Hinter dem Kürzel IGAL steht eine Vereinigung von Menschen, die ihren Wurzeln auf den Grund gehen und die dabei gewonnenen Erfahrungen untereinander austauschen möchten. Die methodische Vorgangsweise, die Archivierung des anfallenden Materials und die Präsentation der Ergebnisse sollen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ein Grundgedanke der Vereinigung besteht auch im Angebot gegenseitiger Hilfestellung. 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen entwurfs und stellen sich der Diskussion dazu. Als neutrale Fachkompetenz ist es gelungen, Valentin Bearth aus Graubünden für diesen Abend zu gewinnen. Er wird Einblick in seine eigene Arbeit als Projektentwickler, als Denkmalschutzbeauftragter, als Dorfentwickler, als Forschungsbeauftragter, und nicht zuletzt als Architekt gewähren. Vor allem jedoch wird Valentin Bearth seine Einschätzung des Siegerprojektes von Marte.Marte Architekten erläutern. Valentin Bearth ist Professor an der ETH Zürich. Gegenwärtig dürfte sein kürzlich eröffneter Neubau der Monte RosaHütte am bekanntesten sein (vgl. MONT. AG 4). Weiters wurden seine Liftstationen im Schigebiet Arosa und sein Museumsbau in München viel beachtet. Nicht zuletzt wurde Valentin Bearth mit Preisen ausgezeichnet, die sein Bauen mit Holz, mit Beton, seine alpinen Bauten, Verwaltungsgebäude u.a. betreffen. Renovierungen und Restaurierungen zählen ebenso zu den Stärken seines Büros wie Studien (für den Graubündner Heimatschutz und St. Moritz) – http://www. bearth-deplazes.ch/ Samstag, 20. Nov. 2010, 13.30–18 Uhr der Geschäftsführerin des Bundesdenkmalamtes in Vorarlberg – fand zum Abschluss dieser ersten Vorstellungsund Gesprächsrunde bereits im Mai dieses Jahres statt. Parallel dazu bot und bietet der Heimatschutzverein ein reichhaltiges Programm zu Fragen der Architektur. Objektbesichtigungen im gesamten Montafon (alt und neu), Architekturexkursionen, Architekturgespräche und Ausstellungsbesuche. Ergänzend dazu gewähren die wöchentlichen MONT.AG-Mails aktuelle Impulse und Anregungen zu Fragen zeitgemäßer Architektur (MONT.AG steht für Montafoner Architekturgespräche). Architekturgespräche in Flims, Gelbes Haus Diese erste Phase dieses ganzjährigen Entwicklungsprozesses wird mit einer Präsentation der überarbeiteten Planentwürfe abgeschlossen. Marte.Marte Architekten haben auf den bisherigen, sehr breiten und intensiven Diskussionsprozess ebenso reagiert, wie auf fachliche Expertisen und Prüfungen. Etliche Faktoren dieses Prozesses sind in die Überarbeitung der Pläne eingeflossen. Am 19. November präsentieren die Architekten die Überarbeitung ihres Sieger­ 4 Schaan (FL), Pfarrsaal Einst sprach man hier Romanisch – Geschichte und Gegenwart des Rätoromanischen in Graubünden und im Rheintal Symposium des Arbeitskreises für interregionale Geschichte des mittleren Alpenraumes (AIGMA) Rätoromanisch war im Mittelalter die Umgangssprache Unterrätiens bis gegen den Bodensee, im heutigen Liechtenstein Veranstaltungen und im südlichen Teil Vorarlbergs. Nach dem Jahr 1000 vollzog sich der Wechsel zur deutschen Sprache; die Sprachgrenze verschob sich allmählich gegen die inneren Alpen. Nur in einigen Regionen Graubündens blieb das Rätoromanische bis heute als Minderheitssprache erhalten. In den Flurnamen des Rheintals, Liechtensteins und Vorarlbergs finden sich noch zahlreiche Zeugen der früheren Sprachsituation. Für die diesjährige Tagung des „Arbeitskreises für interregionale Geschichte des mittleren Alpenraums“ konnten Fachleute zur Sprachgeschichte im ehemaligen Unterrätien und in Graubünden gewonnen werden. Am Beispiel der aktuellen Stellung des Rätoromanischen im Kanton Graubünden als Landes- und Amtssprache werden die heutige kulturpolitische Bedeutung des Rätoromanischen und die öffentlichen Maßnahmen zur Sprachförderung dargestellt. Am Beispiel der Rätoromanen lassen sich auch einige Grundzüge und Probleme der Minderheitenpolitik in der Schweiz beleuchten. Die Veranstaltung wendet sich an ein breites Publikum. Die Vorträge im Überblick Vincenz Valentin: Moderation Guntram Plangg: Einführungsreferat: Rätoromanisch, die alte Landesprache Churrätiens aus unterrätischer Sicht – Geschichte, Spuren, Bedeutung Peter Erhart: Ethnische Spannungen zwischen Rätoromanen und Alemannen im frühen Mittelalter Rico Valär: Wie die vierte Landessprache die Schweiz einte. Rätoromanischer Sprachaktivismus in der Zwischenkriegszeit am Beispiel von Peider Lansel (1863 – 1943) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Gerhard Wanner: Die Räter und Rätoromanen in der Geschichtsschreibung Vorarlbergs – ihre ideologische Vereinnahmung Anna Alice Dazzi: „Era las proximas generaziuns dovran cun plaschair il rumantsch“. Die verschiedenen Aktivitäten der Lia Rumantscha zur Erhaltung und Förderung des Rätoromanischen Chasper Pult: Minderheitenpolitik in der viersprachigen Schweiz: Meilensteine und Rückschritte in der Sprachpolitik der Rätoromanen seit 1980. Chasper Pult Im Rahmen dieser Veranstaltung wird der erste Band der Schriftenreihe des Arbeitskreises präsentiert. Er widmet sich den Geschehnissen um 1809 in Vorarlberg, Tirol, Liechtenstein und Ostschweiz. 5 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Gaschurn, Montafoner Tourismusmuseum Sonntag, 28. Nov. 2010, ganztägig Gaschurn, Montafoner Tourismusmuseum Mittwoch, 24. November 2010, 19 Uhr Krippenausstellung (Krippenfreunde Partenen) Es ist wieder Krippenzeit. Die Krippenfreunde Partenen präsentieren heuer bis 2. Februar 2011 eine Auswahl ihrer Arbeiten im Museum in Gaschurn. Tag der offenen Tür Adventmärkte in Bartholomäberg und Gaschurn versammeln die Menschen im Dorf und geben den Museen die Chance, sich einem breiten Publikum zu öffnen. Die Museen möchten sich dabei nicht nur als Orte der Geschichte des Tales, sondern auch als Stätten des besinnlichen Rückzugs aus dem hektischen Alltag anbieten. Schruns, Montafoner Heimatmuseum Freitag, 26. November 2010, 19 Uhr Montafoner Krippen (Ausstellungseröffnung) Der Winterzauber in Schruns beginnt mit dem Schnee oder mit der Krippenausstellung im Heimatmuseum. Heuer präsentieren wir Ihnen eine Auswahl von Krippen von bekannten Montafoner KrippenbauerInnen. Schruns, Montafoner Heimatmuseum Dienstag, 30. November 2010, 19 Uhr „Wie ein staubiger Komet ...“ – Bilder zur Geschichte der Mobilität im Montafon (Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation) Mit der Eröffnung der Montafonerbahn vor 105 Jahren, am 18. Dezember 1905, brach ein neues Zeitalter der Mobilität 6 Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 bei der Heimreise die Grenzen der Mobilität vor Augen. Die Ausstellung vermittelt an Hand historischer Fotos Einblick in die Entwicklung der Mobilität im Montafon. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Bildband im Sutton Verlag. Sonntag, 12. Dez. 2010, 10.30-17 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum im Tale an: Musste bisher der teure Stellwagen benutzt werden, so konnten die Reisenden preisgünstig und relativ rasch ins Montafon gelangen – aber auch die Bewohner des Tales wurden an den „Weltverkehr“ angeschlossen, wie es bei der Eröffnung euphorisch hieß. Für den Bau der Kraftwerke der Vorarlberger Illwerke wurde wenig später ein effizientes und einzigartiges System einer Transportkette für Güter im Hochgebirge geschaffen. Heute wird Mobilität unterschiedlich wahrgenommen: an einem Schitag können einerseits mühelos viele Höhenmeter Dank leistungsfähiger Liftanlagen gewonnen werden, andererseits führen die nachfolgenden Staus auf der Straße Tag der Offenen Tür (Silbriga Suntig) Tradition ist der Silbrige Suntig in Schruns und sein Adventmarkt, Tradition ist auch, dass das Heimatmuseum an diesem Tag seine Pforten öffnet, Tradition ist, dass Sie hier einen Blick auf die Sonderausstellungen und die Dauerausstellung werfen können (gleich drei Räume sehen anders aus als vor einem Jahr), Tradition ist auch, dass Sie hier die besten Weihnachtsgeschenke finden (Tipp: Bücher zu den Naturkatastrophen im Tal oder zur Verkehrsgeschichte des Tales), ebenso Tradition ist, dass aufgrund des enormen BesucherInnen-Andrangs ausnahmsweise kein besinnlicher vorweihnachtlicher Rückzug möglich ist. 7 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Honold hatte den Montafonern nicht nur eine attraktive Frau weggenommen (in raueren Zeiten hätte man ihm wohl die Prügelstrafe angedroht), und später bemächtigte er sich auch noch rasch ihrer Heimat. Als Kunstmaler und Restaurator erreichte er jeden Winkel des Tales. Durch die intensive Beschäftigung mit der Kulturgeschichte seiner neuen Heimat drang er auch immer wieder in alle Winkel der Montafoner Vergangenheit vor. Seine Bilder geben in expressiven Farbkompositionen die Oberflächen des Montafons wieder. Sie zeigen eine zum Teil vergangene Welt, die heute vorwiegend noch in touristischen Prospekten Platz findet. Aber Konrad Honold gab sich damit nicht zufrieden: Die detaillierte Auseinandersetzung mit der Geschichte führte zu vielen Texten, die in Fachorganen publiziert wurden, und sie führten vor allem zur Gestaltung von zahlreichen Bildern im öffentlichen Raum sowie von etwa 30 Gemeindewappen mit sinnfälligen Inhalten zu den jeweiligen Ortsgeschichten. Schruns, Montafoner Heimatmuseum Freitag, 4. Februar 2011, 20 Uhr Freitag, 4. März 2011, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) Im Jänner und Februar macht das Montafoner Heimatmuseum hinsichtlich der Veranstaltungen Pause. Mit einer Ausnahme: Die sangesfreudigen Menschen im Montafon sind herzlich willkommen, wenn Hannes Riesch in die Museumsstube lädt und zur Gitarre greift. Aktuelles Heimatbilder eines „Zugerasten“ – Ausstellung zu Konrad Honold (1918-2007) in Weingarten Ja, darf er denn das? Der aus dem Schwabenland stammende Konrad 8 Aktuelles In den 70er Jahren stand der aus Weingarten gebürtige Honold dem Montafoner Heimatschutzverein vor, gleichsam ein „Ritterschlag“ für einen „Zugerasten“. Ihm verdankt der Verein den Standort des Heimatmuseums am Kirchplatz in Schruns – übrigens gegen den Widerstand der damaligen Schrunser Gemeindepolitik, welche dem Museum nur ein Zimmerchen im Haus des Gastes überlassen wollte. Konrad Honold ist nun an den Ort seiner Geburt zurückgekehrt. Eine umfangreiche Werkschau mit vielen Montafoner Motiven wurde kürzlich im Stadtmuseum „Im Schlössle“ in Weingarten gezeigt. (Andreas Rudigier) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 gebracht hatte, nämlich im Zeichen des Pfarrers, Alpinisten und Chorleiters Franz Josef Battlogg (1836-1900). Seine damalige Wohnstatt, das Frühmesshaus in Gaschurn, dient heute als Museum und präsentierte in der Langen Nacht trachtige Kopfbedeckungen, ein in Funktion stehendes Spinnrad und unendlich viele „Krutspätzle“ mit „Öpfelmuas“. Das Museum in Silbertal erzählte für einmal nicht nur Geschichten vom Bergbau, sondern entführte die Besucherinnen und Besucher in das frühere Leben im Holz und auf der Alp. Edith Hessenberger entlockte dabei dem 86-jährigen Kilian Jochum manch launige Bemerkung etwa über seine 30 Sommer auf der Alpe Spora. Im Museum in Bartholomäberg erzählte Renate Vallaster über die schrecklichen Momente des Lawinenunglücks im Jänner 1954, bei welchem nicht nur sie ihre Mutter verlor. In Tschagguns musste Franz Bahl gar nicht viel reden, er ließ seinen selbstgedrehten Film über eine seiner sieben Matterhorn-Besteigungen „sprechen“. Bahls alpinistische Leistungen zeichnen sich durch besonders konditionsintensive Touren aus, die er trocken zu kommentieren wusste. Das Museum in Schruns machte sich in der Langen Nacht auf die Suche nach dem Museumsgeist, der im Schrunser Konsumgebäude haust und offenbar massiv gegen den Abbruch des Gebäudes zugunsten eines Neubaus für das neue Heimatmuseum ankämpft. Das gruselige Geisterhaus in der Schrunser Dorfgasse hatte auch eine Reihe von „Botzgschichta“ parat, die von Erich Konzett vorgetragen und von Thomas Heel musikalisch interpretiert wurden. 9 Lange Nacht der Montafoner Museen Über 1000 Besucher sorgen für neuen Rekord Wenn ein spinnender Hirt der Lawinengefahr trotzend das Matterhorn besteigt und am Gipfel, den süßen Klängen eines himmlischen Chores horchend, mit Geistern Krutspätzle und Sura Kees verschlingt, dann ist sie wieder da: die Lange Nacht der Montafoner Museen! Eine Rekordbesucherzahl von mehr als 1000 Besucherinnen und Besucher begleiteten am vergangenen 2. Oktober die Veranstaltungen der langen Museumsnacht, welche der ORF bereits zum 11. Mal ausgetragen hatte. Der Orgelvirtuose Bruno Oberhammer und das „Quartett vocaliter“ (unter der Leitung von Ursula Breuer) führten mit ihrem Konzert in der Pfarrkirche Gaschurn in die Lange Nacht ein. Das grandiose Klangerlebnis stand im Zeichen einer der schillerndsten Montafoner Persönlichkeiten, welche die Geschichte hervor- 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 10 Aktuelles Danke an die Mitwirkenden Franz Bahl, Anna Bertle, Karoline Bertle, Klaus Bertle, Judith Biermeier, Hermann Bitschnau, Ursula Breuer (Quartett Vocaliter), Georg Breuß, Ingrid Breuß, Andreas Brugger, Marie-Luise Brugger, Thiemo Dalpra, Ernst Feuerstein, Doris Fleisch, Ludwig Fleisch, Brigitte Frast, Erich Fritz, Hedwig Ganahl, Thomas Heel, Edith Hessenberger, Dietmar Jäger-Pichler, Kilian Jochum, Mathilde Kleboth, Erich Konzett, Marlies Kuster, Désirée Mangard, Helmut Marent, Bruno Oberhammer, Andreas Rudigier, Anita Saler, Franz Saler, Gerd Spratler, Martin Ströhle, Karin Valasek, Dominic Vallaster, Renate Vallaster, Dagmar Vergut, Ellen Wachter, Elisabeth Walch, Marianne Werle, Marieluise Werle, Siegbert Wittwer, Adolf Zudrell, Johanna Zudrell montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Architektonische Impressionen aus Tirol Im Rahmen der Montafoner Architekturgespräche 2010 hat der Heimatschutzverein einen Blick über die Landesgrenze geworfen. Exkursionsziel waren Dorfzentren in Tirol, in denen zeitgenössische Architektur eine überzeugende Symbiose mit vorhandener Bautradition eingeht. Die neuen Gemeinde- und Kulturzentren finden sich also in beziehungsreicher Gesellschaft von Pfarrkirche und Wirtshaus, Dorfplatz und Barockstift. Die außerordentlich interessierte Exkursionsgruppe wurde zusätzlich „belohnt“ mit aufschlussreichen Gesprächen: mit Bürgermeistern, Architekt und einer sehr versierten Exkursionsleiterin (Verena Konrad aus Innsbruck). Kappl 11 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles – und für Laien ungewohnten – Formensprache aufzuwarten. So war es im Barock, so ist es heute. In all den vorgestellten Dorfzentren war zeitgemäße Architektur anfänglich ein Streitpunkt. Dann kamen die Diskussionen, die Abwägungen, die Adaptierungen, die Konsensversuche, ein wachsendes Vertrauen in architektonische Fachkompetenz – und letztlich der Mut, das Neue zu wagen. Die neuen Akzente, so ungewohnt sie anfänglich auch sein mögen, werden ganz offensichtlich auch angenommen. Eine Zentrumsbelebung ist spürbar, die neuen Objekte funktionieren auch in ihrer ureigentlichen Aufgabe: als Cafe, als Kulturzentrum, als Amt, als Geschäft – oder als Museum (wie in Fließ und in Absam erlebt). Bemerkenswert war, dass bestimmte Faktoren für alle Stationen der Exkursion gleichermaßen Gültigkeit haben: Die zum Teil sehr innovativen Projekte stehen und fallen mit politischem Mut. Ohne den entschiedenen Rückhalt einzelner Bürgermeister, ohne die für neue Gemeindeentwicklungen aufgeschlossenen Entscheidungsträger, ohne ein Grundvertrauen in architektonische Fachkompetenz, wären manche der Projekte nicht möglich gewesen. Eine offene Diskussion sollte bereits zu den ersten Planungsentwürfen beginnen. Und diesen Entwurfsplänen müssen Expertisen, Bedarfsanalysen und Gutachten vorangehen. So gesehen, war der eingeschlagene Weg beim Projekt MuseumNEU sicherlich der einzig faire, transparente und angemessene. Zu allen Zeiten haben alle bedeutenden Baukünstler versucht, mit einer neuen Absam 12 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Fließ Rum 13 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (Preis noch offen) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Neu: DVD erhältlich, (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 15 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten Herbst 2010/Frühjahr2011: Montafoner Heimatmuseum Schruns: Adventsamstage und –sonntage 15-18 Uhr 26.12.-6.1., täglich 15-18 Uhr ab 7. Jänner Dienstag bis Freitag, jeweils 15-18 Uhr Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: Adventsonntage 15-18 Uhr 26.12.-6.1., täglich 16-18 Uhr ab 7. Jänner Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: 26.12.-6.1., täglich 16-18 Uhr ab 7. Jänner Mittwoch u. Freitag, jeweils 16-18 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: 26.12.-6.1., täglich 15-17 Uhr ab 7. Jänner Dienstag u. Donnerstag, 15-17 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16 Grafik-Design Frei, Götzis
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Montafoner_Muse...09_In MontafonerMuseen 01.01.2009 17.12.2012, 08:15 Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 125 Jahre AV Sektion Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Das Vereinsjahr 2009 hat begonnen und ich möchte Ihnen dazu die besten Wünsche vermitteln! 2008 stand neben dem Anspruch, die laufenden Projekte fortzusetzen, ganz im Zeichen der talweiten Ausdehnung der Aktivitäten. Der Verein bemühte sich 2008 um mehr Veranstaltungen außerhalb des Heimatmuseums, was sich auf die Besucherzahlen wie folgt niederschlug: Während das Montafoner Heimatmuseum diesmal etwa 10.200 Menschen besuchten (Vorjahr 12.000) konnten die Museen und der Verein insgesamt mehr als 18.000 Menschen erreichen (Vorjahr 17.500). Wie wichtig Veranstaltungen sind, zeigt der Umstand, dass mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher den Einladungen der rund 270 Veranstaltungen und Führungen folgten. Im Mittelpunkt der Ausstellungstätigkeit stand das Thema „Grenzüberschreitungen“, das von Edith Hessenberger kuratiert und von einer umfangreichen Publikation begleitet wurde. Projekte zur Archäologie, Bergbaugeschichte, ViaValtellina, Kulturlandschaft im Allgemeinen, Maisäßlandschaft im Besonderen, Montafonertracht, Archivierung (Fotos, ZeitzeugInnen, Kulturgüter), zu Themenwegen sowie zu weiteren Aspekten der Zeitgeschichte konnten teilweise sehr erfolgreich weiter geführt werden. Mehr 1 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Rückblick sondern auch auf die neue Außenstelle am Bartholomäberg sowie vor allem die Besetzung der für den Verein relevanten Themen im Tal konzentrieren wird. Die an fünf Orten zu sehende Ausstellung „Mensch & Berg. Die Geschichte einer leidenschaftlichen Beziehung“ wird ab Pfingsten nicht nur eines der zentralsten Themen im Leben der Montafonerinnen und Montafoner in den Mittelpunkt rücken, sondern die Ausstellungen wollen auch die Zusammenarbeit in der Region im Sinne des künftigen musealen Konzepts fördern. 2009 als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgten für die Umsetzung des Programms, alle Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Projekte zusammengezählt waren etwa 130 Menschen für die Sache des Heimatschutzvereins Montafon und die Montafoner Museen im Einsatz! Ihnen allen gebührt ein großer Dank, so wie ich mich auch bei allen 750 Mitgliedern beziehungsweise jenem großen Teil, die ihren Mitgliedsbeitrag bezahlten, bedanken möchte. 2009 sollen die laufenden Projekte fortgesetzt werden. Im Mittelpunkt steht die Erweiterung der Montafoner Museen, die sich nicht nur auf den Standort Schruns, Für kritische Anregungen und Ergänzungen sind wir dankbar und freuen uns schon jetzt auf die nächste Begegnung mit Ihnen in einem der Montafoner Museen oder bei einer Veranstaltung außerhalb der Museen. Andreas Rudigier Vorarlberger Landesmuseumsverein 2 Veranstaltungen Dienstag, 27. Jänner 2009, 19.15 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Schruns, Montafoner Heimatmuseum November 1918 in Vorarlberg. Untergang und Neubeginn (Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Wanner) Am 3. November erklärte sich Vorarlberg zum selbstständigen Staat mit einer republikanischen Verfassung, eigener Währung, einem Volksheer und einer Grenze am Arlberg. Wohin jedoch die Zukunft führen würde, wusste man nicht. Der allgemeine Trend hieß zur Schweiz! Der Referent schildert erstmals umfassend die turbulenten Monate November-Dezember 1918: die Politik, Vorarlbergs Auslandsbeziehungen, die Rollen der katholischen Kirche und der Parteien, das Leben und Leiden der sozialen Klassen und Gruppen, den starken Antisemitismus und die tristen wirtschaftlichen Verhältnisse. Es herrschte Hungersnot, die „Spanische Grippe“ forderte Hunderte von Menschenleben, die einst blühende Textilindustrie lag am Boden, Tausende enttäuschter und geschundener Kriegsheimkehrer waren arbeitslos. Frauen und Kinder waren unglaublichen Belastungen ausgesetzt. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Donnerstag, 29. Jänner 2009, 19.15 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Richard Beitl (1900-1982). Dichtung – Wissenschaft – Wirken für die Heimat (Ausstellungseröffnung) Dem Volkskundeprofessor, Schriftsteller und langjährigen Schrunser Kulturreferenten Richard Beitl (1900-1982) wird die Winterausstellung im Montafoner Heimatmuseum in Schruns gewidmet. Der aus Schruns stammende Beitl war als Dozent für Volkskunde in Berlin tätig und verfasste auch heute noch gültige Publikationen. In der Nachkriegszeit setzte 3 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) 2009 er sich als Schrunser Kulturreferent für den Bau der Hochjochbahn und gegen die Ableitung der Litz ins Klostertal ein und spielte eine entscheidende Rolle in der Auseinandersetzung um die Schreibweise „Montavon“. Hohe Bekanntheit erlangte er als Schriftsteller von Romanen („Angelika“, „Johringla“). Freitag, 6. Februar 2009, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) Lustige, gesellige Lieder und auch Lieder zum Tanzen sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Faschingszeit erfreuen. Hannes Riesch begleitet auf der Gitarre zu den Liedern aus dem Vorarlberger Liederbuch und dem Wirtshausliederbüachle. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 19.37 Uhr (Lorüns 19.44, St. Anton 19.47, Vandans 19.49, Tschagguns 19.55), Ankunft Schruns 19.57 Uhr – Rückreise von Schruns um 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 19.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 19.28, Gortipohl-Zentrum 19.33, St. Gallenkirch-Zentrum 19.38), Ankunft Schruns 19.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Zur Eröffnung sprechen Dr. Paul Rachbauer und Prof. Klaus Beitl. Im März erscheint zu Richard Beitl ein Band der Montafoner Schriftenreihe, zu dem international renommierte Autorinnen und Autoren beitragen und das breite Schaffen Beitls anschaulich darlegen werden. Vorträge und Lesungen ergänzen ebenfalls im März und April das Rahmenprogramm zur Ausstellung, die bis 18. April zu sehen ist. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr 4 Veranstaltungen Montag, 16. Februar 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Hittisau, Frauenmuseum Frauen im Bergbau vom Mittelalter bis in die Gegenwart (Bildvortrag von Prof. Dr. Christina Vanja) des Fachbereichs Archiv, Gedenkstätten und Historische Sammlungen beim Landeswohlfahrtsverband Hessen. Die Montafoner Museen laden gerne zu diesem gerade für das Montafon wichtigen Vortrag ein. Sollten Sie Interesse an einer Mitfahrgelegenheit haben (oder selbst in Ihrem Auto jemanden mitnehmen können), bitten wir Sie, uns rechtzeitig beim Heimatmuseum in Schruns Informationen zukommen zu lassen. Die Ausstellung in Hittisau ist noch bis 28. Februar 2009 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag, jeweils von 15 bis 17 Uhr, sowie Sonntag, 14 bis 17 Uhr; Sonderführungen sind jeweils am letzten Sonntag in einem Monat (28.12., 25.1., 22.2.) um 15 Uhr angesetzt. Nach telefonischer Vereinbarung (05513/6209-50) kann die Ausstellung auch jederzeit besucht werden. Das Frauenmuseum in Hittisau (Bregenzerwald) widmet seine Winterausstellung den Frauen im Bergbau. Unter dem Titel „Von Kohle gezeichnet“ präsentiert Dariusz Kantor Fotografien aus der Kohlenwäsche, die zwischen 2002 und 2004 aufgenommen wurden. Mit der Kamera erzählt Dariusz Kantor von Frauen, die im oberschlesischen Bergbau unter großen physischen Belastungen arbeiten. Die dokumentarischen Photographien werden durch ihre künstlerische Qualität zu Metaphern für menschliche Arbeit und soziale Verhältnisse. Im Frauenmuseum werden die schwarz-weißen Bildgeschichten der Gegenwart durch Einblicke in sozialgeschichtliche Entwicklungen erweitert. Aktuelles Michael Kasper: Ein Montafoner Steuerbuch aus dem Jahr 1645. Bemerkungen zur regionalen Wirtschafts- und Sozialgeschichte in der frühen Neuzeit – Edition und sozialstatistische Auswertung. Saarbrücken 2008, 131 S. Der Historiker und Theologe Michael Kasper nahm sich in seiner Diplomarbeit einer bisher wenig beachteten Quellengattung an: Er untersuchte das älteste Montafoner Steuerbuch aus dem Jahre 1645 für die Gemeinden Bartholomäberg, St. Anton und Schruns. Die Auswertung stellt die bisher gängigen (und wohl auch zum Teil schon „liebgewonnenen“) 5 Im Vermittlungsprogramm referiert an diesem Abend die Historikerin Christina Vanja über das vor allem bei uns noch viel zu wenig beachtete Thema über die Rolle und Arbeit der Frauen im Bergbau. Professorin Christina Vanja ist Leiterin 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Aktuelles Wissenschaftsprojekt zu Montafoner Steuerbüchern Die Förderung des Projekts „Frühneuzeitliche Steuerbücher aus der Region Montafon – Edition und sozialstatistische Auswertung“ wurde am 19. November vom TWF (Tiroler Wissenschaftsfonds) beschlossen. Dem aktuellen Ansatz in der Geschichtsschreibung folgend, der von Daten, Fakten und Ereignissen hin zu Strukturen, Lebensbedingungen und den Lebenschancen breiter Kreise der Bevölkerung geht, beschäftigt sich das Projekt auf der Grundlage erhaltener Steuerbücher mit der frühneuzeitlichen Sozialgeschichte einer ländlich geprägten alpinen Region am Beispiel des Montafons. Bisher gibt es in erster Linie vergleichbare Untersuchungen zu urbanen Räumen, jedoch nur wenige Arbeiten, die agrarisch geprägte periphere Regionen im Blick haben. Insbesondere im ostalpinen Raum herrscht hierzu noch eine zu schließende Forschungslücke. Vorarlberg und zahlreiche angrenzende Regionen wurden bislang in der wirtschafts- und sozialhistorischen Forschung als (Proto-) Industrieländer wahrgenommen, während die Sozialgeschichte der ländlichen Berggebiete weitgehend aus dem Blick geriet. Dieses Projekt setzt bei diesem Mangel an und nähert sich über serielle quantitative Quellen den dort herrschenden sozialen Verhältnisse vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Die Steuerbücher, die im Rahmen des Projekts ediert und statistisch ausgewertet werden, wurden anlässlich des Einzugs von Steuern angelegt. Sie definieren sich über die erhobenen Abgaben und lassen sich den seriellen Quellen zuordnen. Während manche Steuerbücher die Vermögensverhältnisse beschreiben, um dann für einen längeren Zeitraum im Gebrauch zu sein, verrech- 2009 Erkenntnisse von einer homogen strukturierten bäuerlichen Erwerbsgesellschaft in Frage. Kaspers Interpretation der Vermögensverhältnisse geht eine detailliert vorgenommene Untersuchung der aus dem Buch ableitbaren Sozialstruktur voraus. Von den 1341 im Steuerbuch angeführten Personen (davon 723 Steuerpflichtige) zählten auf Grund ihrer Steuerleistung 78 Prozent zur Unterschicht, 15 Prozent zur Mittelschicht (wobei diese Gruppe am meisten zum Steueraufkommen beitrug) und lediglich 5 Prozent zur vermögenden Oberschicht. Diese Minderheit ist jedoch, wie der Autor eingehend ausführt, am ehesten biographisch fassbar: Als politische Entscheidungsträger, vermögende Bauern und im Dorfleben bestens verankerte Wirte erfuhren sie hohe Bekanntheit und Wertschätzung. Kaspers Untersuchung stellt einen wichtigen (und vorbildlich ausgeführten) Beitrag zur Sozialgeschichte des Montafons dar. (Peter Strasser) 6 AKTUELLES montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 tafons auf einer umfassenden ganzheitlichen Ebene beschäftigen soll, beim FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) beantragt werden. (Michael Kasper) Österreichischer Skiverband (Hg.), Österreichische Skistars von A-Z. Zusammengetragen von Otto Schwald. Innsbruck 2008, 543 Seiten „Otto Schwald, der ÖSV-Sisyphus“ – so bezeichnet der Präsident des Österreichischen Skiverbandes Peter Schröcksnadel im Vorwort den Autor des vorliegenden Bandes, Ausschussmitglied und stellvertretenden Obmann des Geschichtsvereins Region Bludenz. Der Bludenzer Sporthistoriker Otto Schwald hatte in über zehn Jahre andauernder Recherchearbeit die Biografien und Erfolge von etwa 700 ÖSV-Sportlerinnen und Sportlern eruiert. Sie sind im vorliegenden Buch, das über den Österreichischen Skiverband in Innsbruck (Olympiastraße 10) zu beziehen ist, nun publiziert worden. Aus dem Montafon fanden folgende Sportlerinnen und Sportler Aufnahme: Andrea Amann (Freestylerin des WSV Tschagguns), Mathias Berthold (Skifahrer des SC Gargellen), Werner Bleiner (Skifahrer des WSV Tschagguns), Kurt Engstler (Skifahrer des WSV Tschagguns), Ignaz Ganahl (Firngleiter und Carver des Figl-Clubs Bürs, in St. Gallenkirch beheimatet), Ingrid Gfölner (Skifahrerin des SV Vandans und SC Montafon), Edwin Hartmann (Skispringer und Langläufer des SK Frastanz, in Schruns beheimatet), Sepp Horntrich (Langläufer des SC Gaschurn), Luise Jaretz (Skifahrerin des SC Montafon), Lothar Kuster (Freestyler des Vorarlberger Freestyler Clubs, aus St. 7 neten andere nur die tatsächlich entrichteten Steuern. Beide Formen stellen zwei der wichtigsten Quellen für die historische Statistik, sowie für sozialhistorische und genealogische Fragestellungen dar. Der Entwurf eines umfassenden sozialbeziehungsweise wirtschaftsgeschichtlichen Profils des Untersuchungsraumes Montafon bedarf einer sowohl quantitativ als auch qualitativ breit erschlossenen Quellenbasis. Dieses Projekt soll im erstgenannten Bereich die Basis für die sozialgeschichtliche Aufarbeitung des komplexen Mikrokosmos der Gesellschaft des Montafons in der frühen Neuzeit bieten, denn mit Hilfe der erhobenen Daten können Rückschlüsse auf soziale Strukturen und gesellschaftliche Transformationsprozesse gezogen werden. Um zu einem umfassenden Verständnis zu gelangen, sind jedoch noch weitere intensive Forschungen – insbesondere im Bereich der qualitativen Quellen – notwendig. Deshalb soll anschließend an diese Untersuchung ein breit angelegtes Projekt, das sich mit der Sozialgeschichte des Mon- 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Aktuelles gegenüber letztem Jahr stark zugenommen. Durch die Aufnahme der Albula-/ Berninastrecken der Rhätischen Bahn in die UNESCO-Welterbeliste habe der Weitwanderweg an Attraktivität gewonnen, sind die Fachorganisation ViaStoria und die Rhätische Bahn überzeugt. 2009 Gallenkirch), Sonja Liebl-Mangeng (Firngleiterin des WSV Tschagguns), Martin Marinac (Skifahrer des SC Gaschurn), Erika Netzer (Skifahrerin des WSV St. Gallenkirch), Christian Orlainsky (Skifahrer des WSV Tschagguns), Angelika Rudigier (Skifahrerin des SC Partenen), Petra Sagmeister (Firngleiterin des Figl-Clubs Bürs, beheimatet in Vandans), Rainer Salzgeber (Skifahrer des WSV Tschagguns), Markus Schairer (Snowboarder des WSV St. Gallenkirch), Reneé Svardsjö (Freestylerin des SC Gaschurn), Corinna Tan-Mengeng (Firngleiterin des WSV Tschagguns), Anita Wachter (Skifahrerin des WSV Tschagguns). Die nackten Zahlen über die Erfolge der vorgestellten Sportlerinnen und Sportler mögen Statistikfreaks interessieren, die jeweils vorangestellten Biografien hingegen machen einen spannenden Teil aus und sollten eine breite Leserschaft in ihren Bann ziehen. (Andreas Rudigier) ViaValtellina im Hoch Die Zahl der Kulturwandernden, die die ViaValtellina mit einem vier-, fünf- oder achttägigen Package erkundet haben, hat 8 Der historische Weinsäumerweg ViaValtellina ist eine der zwölf Via-Routen des Tourismusprogramms Kulturwege Schweiz von ViaStoria. Er führt von Schruns über Davos und Pontresina nach Tirano ins italienische Veltlin. Über den Berninapass und durch das Valposchiavo bis Tirano verläuft die ViaValtellina entlang der Berninanstrecke der Rhätischen Bahn, die im Juli in die Welterbeliste aufgenommen wurde. Entlang der ViaValtellina arbeiten zahlreiche Unternehmen aus Hotellerie, Gastronomie, Tourismus und Transport eng zusammen und garantieren einen reibungslosen Ablauf des Weitwanderprogramms. Dies ist umso wichtiger, da die meisten Buchun- Aktuelles gen kurzfristig erfolgen und kleinere Einrichtungen zeitweise schon an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Laut Angaben der Buchungsstelle bei der Rhätischen Bahn sind die Packages besonders bei der Kundschaft aus Deutschland und der Schweiz beliebt. (Text aus „Terra Grischuna“ 6/2008) montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Günther J. Wolf, Silvretta Connection. Die schicksalhaften Aufenthalte von Ernest Hemingway und John Dos Passos im Montafon. Bludenz, Rhätikonverlag 2008. In den Wintern 1924/25 und 1925/26 verbrachte der damals noch unbekannte Journalist und Schriftsteller Ernest Hemingway zwei mehrmonatige Winterurlaube im Montafon. Günther J. Wolf hat diesen Aufenthalten bereits im Jahr 2000 ein mittlerweile vergriffenes zweisprachiges Buch gewidmet (Paradies ohne Wiederkehr. Hemingway im Montafon). Das nun vorliegende Buch Silvretta Connection stellt eine inhaltlich erweiterte Aufarbeitung dieses Werkes dar. Wolf arbeitet in seinem neuen Buch jene Passagen in den literarischen Werken Hemingways heraus, in denen er auf das Montafon Bezug nimmt. So erinnert sich Hemingway in seinem letzten semi-autobiografischen Roman Paris – Ein Fest fürs Leben an seine Zeit im Montafon zurück. Wolf zitiert weiters auch aus Briefen, die Hemingway im Montafon geschrieben hat und erzählt auch sonst noch so manche Anekdote aus dem Leben des berühmten Schriftstellers. Im letzten Teil der Silvretta Connection finden sich, wie der Titel eigentlich nicht vermuten lässt, detaillierte Ausführungen zum aktuellen Tourismusgeschehen im Montafon. Zudem widmet sich Wolf in diesem Teil dem 2008 in Schruns eingeweihten und kontrovers diskutierten HemingwayDenkmal. Dabei geht er mit den Kritikern des Denkmals hart ins Gericht und manche Aussage wäre – unter uns gesagt – in der Glosse einer Regionalzeitung besser aufgehoben gewesen als in dem ansonsten lesenswerten Buch Silvretta Connection. (Andreas Brugger) 9 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Publikationen 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon. 1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28,-/22,-) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) 2009 Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 € 20,-/16,50) Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Maisäß und Alpen. 2002 € 20,-/16,50) Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 10 Publikationen Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Veranstaltungsübersicht 27. Jänner November 1918 in Vorarlberg, Vortrag von Univ.-Prof. Gerhard Wanner (Schruns) 29. Jänner Richard Beitl, Ausstellungseröffnung (Schruns) 6. Februar Offenes Singen (Schruns) 16. Februar Frauen im Bergbau, Vortrag von Prof. Christina Vanja (Hittisau) 11 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Informationen 2009 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Winter) Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 16-18 Uhr Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag und Freitag, 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Familienname: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 12 Grafik-Design Frei, Nenzing Straße/Hnr.:
  1. informationsschrift
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Montafoner_Muse...09_In MontafonerMuseen 01.06.2009 17.12.2012, 08:14 Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Das Büro Rath & Winkler aus Innsbruck bearbeitet derzeit das Konzept für das neue Montafoner Heimatmuseum. Die Aufgabenstellung ist insofern viel schwieriger als in Vergleichsfällen, als dass neben der Neukonzeption des (zu erweiternden) Hauses in Schruns auch die Museen in Gaschurn, Silbertal und neu in Bartholomäberg mit berücksichtigt werden müssen. Dazu kommt der starke kulturlandschaftlich orientierte Zugang unserer Institution (internationale Museumskonventionen verlangen im Übrigen das Überwinden von Museumsmauern), der auch zahlreiche Projekte außerhalb der Museen umfasst, wie beispielsweise die archäologischen Forschungen zur prähistorischen Zeit, die Erforschung des Bergbaus, das Maisäßinventar, die ViaValtellina und andere Themenwege. Des Weiteren ist festzuhalten, dass derzeit mehr als 50 Personen im Rahmen der Museen und des Archivs mitarbeiten und somit auch die künftige Betriebsführung ein wichtiges Thema darstellt. In den vergangenen acht Jahren wurden von uns rund 6300 Seiten wissenschaftliche und lokalkundliche Publikationen herausgebracht, die von 133 Autorinnen und Autoren verfasst wurden. Auch das bestätigt, wie weit der Personenkreis gesteckt ist, auf den wir uns berufen können, und wie breit das Potenzial gestreut ist. Besucheranalysen aus den vergangenen acht Jahren zeigen auch deutlich auf, dass allein mit den Schausammlungen nur verhältnismäßig wenig Publikum angesprochen werden kann. Es bedarf beinahe täglicher Anstrengungen, um die Menschen ins Museum hinein- oder zu kulturlandschaftlichen Themen hinzuführen. Vielleicht ist das sogar der große Unterschied zu früheren oder althergebrachten Museumsaktivitäten, die nur von wenigen, dafür im Dorfe anerkannten (oder belächelten) Menschen durchgeführt wurden. Heute arbeiten im Museumsbetrieb sehr viele Personen mit, die aber großteils meist im Hintergrund bleiben und der Bevölkerung hinsichtlich ihres Tuns gar nicht bekannt sind. Beat Gugger, Volkskundler, Ausstellungskurator und anlässlich der Museumsakademie in Schruns „Verteidiger“ der Heimatmuseen 1 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Rückblick Ein modernes Museumsmanagement verlangt schließlich auch die Offenheit nicht nur über die regionalen Grenzen, sondern vor allem auch über den eigenen musealen Tätigkeitsbereich hinaus. Damit ist nicht nur der Kontakt mit anderen Kulturanbietern gemeint, sondern vielmehr auch der Kontakt mit politischen, wirtschaftlichen (in unserem Fall wohl vorzugsweise den touristischen) und anderen Gremien beziehungsweise Unternehmungen. „Netzwerke“ sind hier als Chance für die Museen anzuführen. Aufgrund der unzähligen Veranstaltungen der vergangenen Jahre konnten wir uns ein klares Bild machen, welche Themen, welche Objekte und welche Veranstaltungen Sie, geschätztes Mitglied, am meisten berühren. Dennoch sind wir an Ihren Anregungen sehr interessiert: Welche Anforderungen stellen Sie an die neuen Montafoner Museen und vielleicht können Sie auch in Ihrem Bekanntenkreis eruieren, warum dieser oder jener gerade nicht ins Museum geht? Das ist, mit Verlaub, eine fast noch spannendere Frage. Andreas Rudigier (Obmann) 2009 Die Besucherstatistik zeigt deutlich auf, dass sozialgeschichtliche Themen besser ankommen als reine Objektpräsentationen. Ein Grundsatz für die Zukunft wird deshalb lauten, nicht mehr Objekte nur zu zeigen, sondern Objekte auch erzählen zu lassen. Das Objekt darf nicht isoliert im Raum stehen, sondern muss in einen Kontext eingebunden werden, der es eben erzählen lässt. Eine dritte Ebene – die zweifellos attraktivste – ist jene, in welcher Menschen von den Objekten und ihren Geschichten erzählen. Menschen bleiben wohl länger in Erinnerung als Objekte. Das geschieht, wenn auch nicht immer in der gewünschten Authentizität, bei Führungen. Damit ist auch der Anspruch der Museen verbunden, sich mit den Ressourcen der eigenen Region nachhaltig auseinander zu setzen. Gabriele Rath, Gottfried Fliedl (Museumsakademie Joanneum), Bruno Winkler 2 Veranstaltungen Montag bis Mittwoch, 4.-6. Mai 2009, 8-17 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Galgenul, ViaValtellina Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen Dieser dreitägige Kurs unter der Leitung von Dr. Martin Lutz vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den LFI-Zertifikatslehrgang „Errichtung von Trockensteinmauern“. Der Kursbeitrag beträgt 125 Euro. Anmeldung im Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg unter E lfi@lk-vbg.at oder T 05574 400-191 bis 29. April 2009 möglich. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Stand Montafon, der Gemeinde St. Gallenkirch und den Montafoner Museen Das Volkskundemuseum in Stein (Appenzell) ist das Reiseziel der 10. Montafoner Trachtengespräche. Das Museum präsentiert im Besonderen die bäuerliche und textile Geschichte und Kultur AppenzellAußerrhodens. Im Rahmen der Besichtigung wird auch eine Handstickmaschine aus dem Jahr 1905 vorgeführt. Eine Webvorführung zeigt, wie das Plattstichgewebe mit „Nölleli-Muster“ hergestellt wird. Die Exkursion führt anschließend nach Wolfhalden. Nach einer Kaffeepause steht das dortige Museum auf dem Programm, in welchem ein komplett eingerichteter und funktionstüchtiger Seidenhandwebstuhl zu sehen ist. Die Rückkehr ist gegen 18.30 Uhr geplant. Anmeldungen bis 30. April im Montafoner Heimatmuseum notwendig! Die Kosten der Fahrt belaufen sich auf 25 Euro. Freitag, 8. Mai 2009, 20 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Donnerstag, 7. Mai 2009, Abfahrt 12.30 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) Hannes Riesch lädt wieder zu einem gemeinsamen Singen in die Stube des Heimatmuseums. 3 Treffpunkt: Bahnhof Schruns 10. Montafoner Trachtenge­ spräche: Exkursion ins Appenzell 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen 2009 ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 19.37 Uhr (Lorüns 19.44, St. Anton 19.47, Vandans 19.49, Tschagguns 19.55), Ankunft Schruns 19.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 19.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 19.28, Gortipohl-Zentrum 19.33, St. Gallenkirch-Zentrum 19.38), Ankunft Schruns 19.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. Mittwoch, 13. Mai 2009, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Vorarlberger Mundartwörterbuch (Buchpräsentation und Vortrag von Prof. Hubert Allgäuer) In zwölfjähriger Sammlertätigkeit hat der Verfasser für das Mundartlexikon all das zusammengetragen und aufgearbeitet, was 427 Gewährsleute aus allen Regionen Vorarlbergs als „bekannt“ eingestuft haben. Der gesamte Fragenkatalog (aufgeteilt auf 14 Regionen) hatte einen Umfang von 1.091 Seiten (32 Stichwörter pro Seite). Die Summe aller Rückantworten der Gewährsleute belief sich auf über 35.000 Seiten. Außerdem wurden 44 unveröffentlichte private MundartSammlungen mit einem Gesamtumfang von 1.054 Seiten einbezogen. Besondere Aufmerksamkeit widmete Hubert Allgäuer geläufigen Redewendungen und sprichwörtlichen Redensarten, aber auch auf Erklärungen auf Etymologie und den sprach- und kulturgeschichtlichen Hintergründen legte er großen Wert. Mehr als 16.500 Fußnoten mögen dieses Anliegen verdeutli4 chen. Am Ende entstand ein umfassendes, zweibändiges Nachschlagewerk mit 1.820 Seiten. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. Veranstaltungen Donnerstag, 14. Mai 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Montag, 18. Mai 2009, 19.15 Uhr Bludenz, Rathaus (Sitzungszimmer) Schruns, Montafoner Heimatmuseum Kirchen in Vorarlberg – eine Reise in Bildern durch das Land (Buchpräsentation mit Kurt Huber) Kurt Huber hat im vergangenen Herbst ein umfangreiches Werk herausgegeben, das die Pfarrkirchen des Landes Vorarlberg in von ihm gefertigten Aquarellen präsentiert. Zahlreiche Autoren stellen in begleitenden Texten die dargestellten Gotteshäuser vor. Msgr. Dr. Walter Juen spricht verbindende Worte und stellt die „Pfarrkirche“ in ihrem theologischen Kontext vor. Den kunsthistorischen Hintergrund der Kirchen der Region Bludenz stellt Dr. Andreas Rudigier vor. „Ein besessener Vorarlberger – Elmar Grabherr und die Ablehnung der Aufklärung“ von Leo Haffner (Buchpräsentation und Lesung mit verteilten Rollen) Das Buch macht Zeitgeschichte nicht nur aus der Sicht des „spätgeborenen“ Forschers erlebbar. Der Autor lässt auch Akteure und Zeitzeugen ausführlich selbst zu Wort kommen. Brisantes Material enthalten die Tagebücher des ÖVPPolitikers und Nazi-Gegners Karl Tizian sowie Privatbriefe des ehemaligen NSMitglieds Elmar Grabherr. Die Ursachen der verhinderten Aufklärung liegen laut Haffner in der Radikalisierung der politischen Lager nach der Entstehung des politischen Katholizismus im 19. Jahrhundert. Das Buch gibt Einblick in die inneren Machtverhältnisse Vorarlbergs nach 1945 und zeigt die Spätfolgen der NS-Ideologie auf. Grabherr, ehemals loyaler Gefolgsmann von Gauleiter Franz Hofer, wurde als Landesamtsdirektor (1955-1976) zum Wortführer der völkischen Alemannenideologie. Landtagspräsident Tizian setzte auf kulturelle Offenheit. Bereits als Student erkannte er klar den wahren Charakter des nationalsozialistischen Regimes. Als vehementer Gegner Grabherrs konnte er dessen Macht in der Ära Ulrich Ilg (1945-1969) allerdings nicht eindämmen. Im Süden Vorarlbergs wurden nicht alle Maßnahmen Grabherrs vorbehaltlos akzeptiert. Seine Anweisung, die Schreibweise des Namens „Montafon“ in „Montavon“ abzuändern, wurde in der Talschaft energisch boykottiert – letztlich erfolgreich. Landesrat Dr. Guntram Lins aus Bludenz 5 ☛ Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Montafonerbahn, Schruns ab 19.03, Ankunft in Bludenz 19.23 Rückreise: Montafonerbahn ab 21.37 Uhr. 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. 2009 Dienstag, 26. Mai 2009, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Wald in Dichtung und Musik (Vortrag von Hans Tschütscher) Der Wald hat viele Dichter und Komponisten angeregt und beeinflusst. Hans Tschütscher geht in seinem Vortrag auf einige ausgewählte Dichter und Komponisten ein. Ebenso werden verschiedene Holzarten und deren Einsatz für den Bau von Musikinstrumenten berücksichlehnte den „Kantönligeist“ der Alemannenideologie Grabherrs ab, da sie nicht vereinbar sei mit der Auffassung, dass Vorarlberg einer „offenen Gesellschaft“ zusteuern sollte. Die Mitwirkenden der „Lesung mit verteilten Rollen“: Brigitte Walk, Feldkirch, sowie Hans Peter Link, Roland Poiger und Leo Haffner (alle ehem. ORF). ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr 6 Aktuelles tigt. Hubert Malin spricht einführende Worte. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Stand Montafon ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Aktuelles ViaValtellina ausgezeichnet Im März wurde „Kulturwege Schweiz“ zum Sieger des Wettbewerbs „nachhaltiges und innovatives Tourismusprojekt 2008 der Alpenkonvention“ gewählt. Die Auszeichnung fand im Rahmen der zehnten Alpenkonferenz in Evian (Frankreich) statt. Kulturwege Schweiz ist ein integratives Tourismusprogramm, das Kulturgüterschutz, Regionalpolitik, regionale Produkte der Landwirtschaft mit Qualitätstourismus verbindet. Grundlage von Kulturwege Schweiz bildet ein Netz von zwölf nationalen Via-Routen und zahlreichen ergänzenden ViaRegioRouten auf historischen Wegen. Darunter befindet sich auch die ViaValtellina. (Zusammengefasster Bericht aus Prättigauer & Herrschäftler vom 19. März 2009) 7 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles dem abenteuerlichen Leben des Nobelpreisgewinners sowie zum Skilauf im Montafon der Zwischenkriegszeit. Christof Thöny referierte über das Arlberg-Kandahar-Rennen, dessen erstmalige Durchführung sich im letzten Jahr zum bereits 80. Mal gejährt hat. Neben einem Abriss der geschichtlichen Entwicklung des Rennens stellte er dabei die beiden Hauptinitiatoren des Rennens im Portrait dar. Dabei handelt es sich um den britischen Skipionier Sir Arnold Lunn, der als Erfinder des modernen Torlaufs gilt, und Hannes Schneider, der mit der Entwicklung der Arlbergtechnik der Arlbergregion zu weltweiter Bekanntheit verhalf. Der Kongress wurde durch diverse Veranstaltungen, wie Filmabende und Nostalgieskirennen abgerundet. Die allesamt auf Englisch gehaltenen Vorträge werden bis Jahresende in einem Sammelband publiziert werden. 2009 Andreas Brugger und Christof Thöny referierten bei Kongress in den USA Vom 29. März bis zum 3. April fand in der kalifornischen Sierra Nevada der heurige Internationale Skigeschichtekongress statt. Der renommierte amerikanische Skihistoriker John Allen hatte dazu über 60 Experten aus der ganzen Welt nach Mammoth Lakes eingeladen, die über eine Vielzahl skihistorisch sehr interessanter Themen referierten. Erstmals war Vorarlberg dabei gleich durch zwei Historiker vertreten, Andreas Brugger aus dem Montafon und Christof Thöny aus dem Kostertal. Beide hielten inhaltlich interessante und gut illustrierte Vorträge. Bei Andreas Brugger stand der weltbekannte amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway im Mittelpunkt, der in den 1920er Jahren mehrere Monate zum Skilaufen im Montafon weilte. Sein Roman „Paris. Ein Fest fürs Leben“, die Kurzgeschichte „Schnee auf dem Kilimandscharo“ sowie einige Briefe lieferten dabei anschauliche Darstellungen aus 8 Aktuelles Bilderbogen montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Schruns, 9. März 2009 Schruns, 2. April 2009 Schruns, 19. März 2009 St. Gallenkirch, 3. April 2009 Schruns, 26. März 2009 Gaschurn, 6. April 2009 9 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon. 1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28,-/22,-) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) 2009 Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 10 Publikationen Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Veranstaltungsübersicht 4.-6. Mai Trockensteinmauerkurs (Galgenul) 7. Mai Trachtengespräche Exkursion (Appenzell) 8. Mai Offenes Singen (Schruns) 13. Mai Mundarten in Vorarlberg (Schruns) 14. Mai Kirchen in Vorarlberg (Bludenz) 18. Mai Elmar Grabherr (Schruns) 26. Mai Wald in Dichtung und Musik (Schruns) 11 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Informationen 2009 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Sommer) Montafoner Heimatmuseum Schruns: ab Pfingsten Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: ab 14. Juni 2009 Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: ab 10. Juni 2009 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: ab 7. Juni 2009 Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Familienname: Straße/Hnr.: Grafik-Design Frei, Götzis Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 12
  1. informationsschrift
  2. heimatmuseumskonzept
Montafoner_Muse...10_In MontafonerMuseen 01.09.2010 17.12.2012, 08:13 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Mit dieser Mitgliederinformation möchten wir Sie herzlich zu den Veranstaltungen im Oktober einladen. An erster Stelle ist wieder die Lange Nacht der Museen zu nennen, die zum 11. Mal durchgeführt wird und bereits zum 9. Mal auf eine Montafoner Beteiligung zählen kann. Das ist nicht selbstverständlich. Das südliche Vorarlberg ist nicht an die öffentliche Busverbindung des Landes angeschlossen und auch sonst sind die Montafoner Museen wie etwa die Kolleginnen und Kollegen im Klostertal oder Lech auf sich alleine gestellt (weniger Werbemittel, geringere Öffentlichkeitsarbeit). Wir sind auch die einzigen im Land, die nicht nur ein Haus, sondern gleich fünf Häuser bespielen. Umso mehr möchte ich an dieser Stelle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorheben, die immer wieder das Unmögliche möglich machen. Und wir hoffen auch auf unsere Mitglieder, dass Sie uns mit Ihrem Besuch erfreuen. Andreas Rudigier (Obmann) 1 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information und eine nächtliche Rundfahrt durch die Montafoner Museen zu genießen. Bitte im Heimatmuseum bis 30. September anmelden! 2010 Montafoner Heimatmuseum Schruns Freitag, 1. Oktober 2010, 20 Uhr Freitag, 5. November 2010, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) An diesen zwei Herbstfreitagen findet im Heimatmuseum in Schruns wieder das Offene Singen statt. Wir laden alle ein, die gerne in geselliger Runde alte und neuere Volkslieder singen. Hannes Riesch begleitet mit der Gitarre die Lieder, die vorwiegend aus dem Vorarlberger Liederbuch und dem Wirtshausliederbuch gesungen werden. ☛ Hinweis: Mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Schruns an 18.55 Uhr, Rückreise Schruns ab 22.03 Uhr möglich Montafoner Heimatmuseum Schruns 18 Kinder im Museum 19 Der Kulturverein illlitz bietet wieder ein Überraschungsprogramm 20 Mit Taschenlampen durchs Geisterhaus. Eine ungewöhnliche Erkundungstour für klein und groß 21 Eine ungewöhnliche Fotosammlung: Der Zeitzeuge Kilian Jochum erzählt 23 Mit Taschenlampen durchs Geisterhaus. Eine ungewöhnliche Erkundungstour für groß und klein Wir bieten Ihnen auch Kulinarisches, Filmisches, Musikalisches. Schruns, Tschagguns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn Samstag, 2. Oktober 2010, 18-1 Uhr Lange Nacht der Montafoner Museen (in Zusammenarbeit mit dem ORF) Nachts im Museumsbus! Ab 17.30 Uhr, Treffpunkt Heimatmuseum Schruns, gibt es wieder die Gelegenheit, das Museumstaxi zu buchen 2 Veranstaltungen Altes Frühmesshaus Bartholomäberg 18 Führung durch das wachsende Museum (Es tut sich was!) 19.30 Jahre der Heimsuchung – Zeitzeugen erzählen 20.30 „Bsondrige Musig“ 22 Orgelwanderung in Erinnerung an Franz Josef Battlogg (mit Bruno Oberhammer und dem „Quartett vocaliter“ in der Pfarrkirche Bartholomäberg, GrassOrgel, 1792) Wir bieten Ihnen auch Kulinarisches („Gsottne Erdöpfel, dörre Biara und Kees“ im Museums-Keller) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 19 Führung durch das Museum und die Sonderausstellung 20 Wolle spinnen, Schäpel und Trachtenhüte machen (bis 24 Uhr) Sonderausstellung „Jahre der Heimsuchung“, Ausgrabungen am Luterseeberg/Alpe Netza und beim Veltliner Hüsli Wir bieten Ihnen Musikalisches und Kulinarisches („Kruutspätzle mit Öpfelmuas“) Montafoner Bergbaumuseum Silbertal 18 Führung durch das Museum 20 Jahre der Heimsuchung: Lesung, Zeitzeugen erzählen 22 Musikalischer Ausklang Sonderausstellung „Jahre der Heimsuchung“ und Miskeyitarbeiten des BORG Götzis“ Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn 18 Orgelwanderung in Erinnerung an Franz Josef Battlogg (mit Bruno Oberhammer und dem „Quartett vocaliter“ in der Pfarrkirche Gaschurn, Mayer-Orgel, 1884) 3 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Dienstag, 5. Oktober 2010, 19.30 Uhr 2010 Montafoner Katastrophengeschichten (Buchvorstellung und Ausstellungsführung mit Mag. Michael Kasper) Wintersportausstellung „Einst und Jetzt“ (Altes Gemeindeamt Tschagguns) 18 „Leben auf der Alpe“ (Erzählcafé) 20 Orgelwanderung in Erinnerung an Franz Josef Battlogg (mit Bruno Oberhammer und dem „Quartett vocaliter“ in der Pfarrkirche Tschagguns, „Bergöntzle-Orgel, 1816) 21 Die Besteigung des Matterhorns und andere Filme Kellergalerie montartphon (Schruns, Bahnhofstraße 12) 19.30 Eröffnung der Sonderausstellung zum Werk von Hugo Damian Graf Schönborn Informationen: langenacht.ORF.at Hochwasser, Lawinen und Bergstürze, Seuchen und Hungersnöte haben zu allen Zeiten die Menschen im Montafon heimgesucht. Mehrere dieser Katastrophenereignisse werden von ihren Wirkungen auf Kultur und Gesellschaft her betrachtet werden. Anhand verschiedener Beispiele aus dem Montafon werden einige der Unglücksereignisse selbst, aber auch die Versuche weitere derartige Schicksalsschläge zu verhindern oder zumindest zu bewältigen vorgestellt. Wie gingen die Betroffenen mit den Geschehnissen um, wie bewältigten sie die Folgen und zu welchen Maßnahmen hat sie der Schock der Katastrophe bewogen? Einige Begebenheiten aus der Montafoner Katastrophengeschichte werden anhand von historischen Aufzeichnungen, jüngeren Zeitzeugenberichten und traditionellem Sagengut geschildert und mit zahlreichen zeitgenössischen Abbildungen veranschaulicht. 4 Veranstaltungen ☛ Hinweis: Der Bus fährt ab 19.05 Uhr von Schruns nach Gaschurn, der Rückweg ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr möglich, melden Sie sich bitte im Heimatmuseum, wenn Sie eine Rückfahrgelegenheit brauchen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 ☛ Hinweis: Mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Lorüns an 19.16 Uhr, Rückreise Lorüns Richtung Schruns ab 21.42 oder 22.40 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Lorüns (Schulsaal) Donnerstag, 7. Oktober 2010, 19.30 Uhr Freitag, 8. Oktober 2010, 18-23 Uhr 5. Schrunser Kunstnacht Die 5. Schrunser Kunstnacht wird um 18.30 Uhr am Kirchplatz mit allen teilnehmenden Künstlern eröffnet. Für unterhaltsames Rahmenprogramm mit Livemusik ist gesorgt. Das Montafoner Heimatmuseum möchte im Rahmen der Kunstnacht auf Werke von Franz und Jakob Bertle aufmerksam machen, die derzeit im Heimatmuseum zu sehen sind. Vor allem das Bild der „Montafonerin“ von Franz Bertle wurde uns freundlicherweise vom Vorarlberger Landesmuseum als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus ist auch noch das Werk der Fotografin Adele Maklott in der Kunstnacht zu sehen. Von der Alfenz bis Prazalanz: Flurnamen aus St. Anton, Lorüns und Stallehr (Vortrag mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg) Die Flur- und Ortsnamen am Montafoner Talausgang sind vorwiegend bestimmt durch die Gewässer, die Wegsicherung und den Verkehr. Die alten Namen erzählen von Vermurung und Überschwemmung, aber auch von Bewässerung und Brunnen, die umstritten waren. Wege. Brücken, Steigungen und Pässe wurden früher anders bewertet. Eine Diskussion mit Ortskundigen und Heimischen ist beabsichtigt. Die Ergebnisse fließen in das entstehende Montafoner Flurnamenbuch ein. 5 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Treffpunkt Bahnhof Schruns Samstag, 16. Oktober 2010, 7 Uhr (Rückkehr gegen 18 Uhr) 2010 Montafoner Heimatmuseum Schruns Donnerstag, 14. Oktober 2010, 19 Uhr 14. Montafoner Trachtengespräche Historische Jacken – Entwicklung und Geschichte bis in die Gegenwart Wie viele Jackenformen kennen wir bis heute und welche Jacken sind heute noch gebräuchlich? Alles rund um dieses Thema soll betrachtet werden. Bildliche Darstellungen aber auch historische Jacken können an diesem Abend angesehen werden. Insbesonders soll der Frage nachgegangen werden, wie heutige Trachtennäherinnen historische Trachten als Inspirationsquelle für ihre eigenen Kreationen nutzen. Zeitgenössische Architektur in historischen Baukontexten (Exkursion nach Tirol) Die Exkursion greift einige Beispiele aus der jüngeren Architekturgeschichte seit den 1980er Jahren heraus, in denen ArchitektInnen und BauträgerInnen versucht haben, zeitgenössisches Bauen in einer historischen Umgebung zu realisieren. Auswahlkriterien sind eine Lage im Ortskern und eine öffentliche Nutzung der Gebäude. Erste Station ist Kappl im Paznauntal. Die kleine Gemeinde hat mit dem „Dorfzentrum Kappl“ ein modernes und offenes Gemeinde- und Veranstaltungshaus errichtet, das auch eine Lücke in der Dorfstruktur geschlossen hat. Die nächste Station, das „DOZ“ (Dorfzentrum) in Fließ, hat der Architekturtheoretiker Otto Kapfinger als „starkes Implantat inmitten des traditionellen, hoch über dem Talboden gelegenen Dorfes“ bezeichnet. Ein Stopp in Stams führt zu einem Objekt, das zu den heurigen Preisträgern des BTVBauherrenpreises gehört – einer Erweiterung des Internatsgebäudes für Schisportlerinnen. Weitere Objekte in der kleinen, aber für die Tiroler Geschichte wichtigen Gemeinde, sind das Internat und die Schule für Schisportler, und das Feuerwehr- und Vereinshaus. Allen Gebäuden ist gemeinsam, sich trotz expressiver Formensprache sensibel in ein Geflecht aus historischer Umgebung und einer beeindruckenden Bergkulisse einzufügen. Und wieder die Bitte an unsere Besucherinnen: Wenn Sie Trachtenstücke (alt und neu) oder alte Fotos zum Thema beisteuern könnten, bringen sie diese mit – sie sind wie immer ein wichtiger Bestandteil der Trachtengespräche. ☛ Hinweis: Mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Schruns an 18.55 Uhr, Rückreise Schruns ab 21.03 oder 22.03 Uhr möglich 6 Veranstaltungen Die Gemeinde Rum (bei Innsbruck) hat mit dem „FoRum“ ein Veranstaltungszentrum neben das Gemeindeamt aus dem 18. Jahrhundert gesetzt. Das „FoRum“ ist seither nicht nur ein Beispiel für eine gelungene Verbindung von historischer und neuer Architektur sondern auch für die Belebung einer Dorfgemeinschaft durch eine sensible, auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen abgestimmte Architektur. In diesem Jahr fertig gestellt und schon voll in Betrieb ist das Kultur- und Veranstaltungszentrum KiWi Absam, ein Bau, der mehrfach zwischen historischer Bausubstanz und neuer Architektur vermittelt, denn der Bau des KiWi umfasste sowohl denkmalpflegerische Maßnahmen, als auch die Konzeption eines neuen Gebäudeteils. Das KiWi beinhaltet neben einem Veranstaltungszentrum auch ein Gasthaus mit historischer Veranda und ein neu gestaltetes Gemeindemuseum. Am Rand der Altstadt der historischen Salzstadt Hall in Tirol wurde 1930/31 das „Turmhotel Seeber“ von Lois Welzenbacher errichtet. Nachdem der Bau 1997 von der Stadt Hall angekauft wurde, wurde das Gebäude revitalisiert und durch einen Neubau, das „Parkhotel“ ergänzt. Der Baukörper des Parkhotels ist ein gelungenes Beispiel für zeitgenössische Architektur, die sich an einem der wichtigsten Bauten des „Neuen Bauens“ in Tirol misst. Geleitet wird die Exkursion von Dr. Verena Konrad, Kunsthistorikerin und Architekturtheoretikerin. In Absam werden auch der Architekt und der Bürgermeister für Fragen zur Verfügung stehen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 Anmeldung im Montafoner Heimatmuseum bis 14. Oktober notwendig (Kosten für Exkursion werden bekannt gegeben). Mittwoch, 20. Oktober 2010, 16 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Räucherspezialitätenkurs (mit Karin Sander-Pichler) Zur Herbst- und Winterzeit wird an langen Abenden auch in unserer Gegend gerne mit besonderen Düften geräuchert. Weihrauch, Harze und Räucherspezialitäten aus aller Welt sowie heimische Rauchkräuter werden von Karin Sander-Pichler detailliert und ausführlich an einem Kursnachmittag erklärt und gezeigt. Die Kursgebühr beträgt für Mitglieder 7 Euro und für Nichtmitglieder 10 Euro. Unterschiedliche Räucherwaren, Kohlen und Räuchergefäße aus dem Weltladen in Schruns können im Anschluss an den Kurs erworben werden. ☛ Hinweis: Mit der Bahn Bludenz ab 14.37 Uhr, Schruns an 14.57 Uhr, mit Bus ab Schruns Richtung Bartholomäberg 15.35, Ankunft um 15.48 Uhr; Rückreise mit Bus 18.12 Uhr, Ankunft Bahnhof Schruns 18.25 Uhr, Anbindung mit der Bahn Richtung Bludenz ab 19.03 Uhr 7 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 Kellergalerie montartphon Mittwoch, 20. Oktober 2010, 20.10 Uhr Hugo Damian Graf Schönborn (Ausstellungsgespräch mit Lore Schönborn) Die Frau des Künstlers, Eleonore Schönborn, spricht zur laufenden Ausstellung in der Kellergalerie. ☛ Hinweis: Mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Schruns an 19.55 Uhr, Rückreise Schruns ab 22.03 Uhr möglich Bludenz, Stadtvertretungssaal (Rathaus) Donnerstag, 21. Oktober 2010, 20 Uhr „Achtzehnhundertundzutodegefroren“ – Die Hungersnot 1816/17 im Süden Vorarlbergs (Vortrag von Mag. Michael Kasper) In den Jahren 1816/17 kam es unter anderem aufgrund eines Vulkanausbruchs in Indonesien zu einer globalen Abkühlung und zahlreichen daraus resultierenden Naturkatastrophen sowie zu weitreichenden Ernteausfällen. Im kühlen und schneereichen Winter 1816/17 ereigneten sich daher besonders viele Lawinenabgänge und die spärlichen Nahrungsvorräte gingen in vielen Regionen zur Neige, sodass im Frühjahr 1817 aufgrund der Unter- und Mangel­ ernährung vermehrt Krankheiten auftraten, die zu einer erhöhten Sterblichkeit führten. In den Sommermonaten folgten schwere Überschwemmungen und Hagelschäden. Erst mit der Ernte im Herbst 1817 ging die Hungersnot in den meisten Gebieten zu Ende. In manchen 8 höher gelegenen Bereichen besserte sich die Lage schließlich erst nach einem weiteren harten Winter im Sommer 1818. Begleitend zur diesjährigen Sommerausstellung in den Montafoner Museen „Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon“ wird im Vortrag auf die Ereignisse, die sich in den Jahren 1816/17 im Süden Vorarlbergs zutrugen, eingegangen. Außerdem werden die Hintergründe der Ernährungskrise näher beleuchtet und die Gegenstrategien der Obrigkeit sowie die Reaktionen der Bevölkerung dargestellt. Schließlich wird auch ein Blick auf die Situation in den umliegenden Regionen geworfen und damit die Lage im südlichen Vorarlberg in einen etwas größeren Kontext eingeordnet. ☛ Hinweis: Mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Bludenz an 19.23 Uhr, Rückreise Bludenz ab 22.33 Uhr möglich Aktuelles Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn Dienstag, 26. Oktober 2010, 14-18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 Aktuelles Ausstellung zu Konrad Honold in Weingarten Ausstellungsabschluss mit Kaffee und Kuchen Der Ausstellungssommer 2010 geht zu Ende. Der viele Regen hatte für uns auch was Gutes – erraten: Es kamen deutlich mehr Menschen in unsere Museen als vor einem Jahr. An diesem Nachmittag ist uns und hoffentlich auch Ihnen das Wetter egal ... Wir bieten Ihnen letztmalig einen umfassenden Einblick in die laufenden Sonderausstellungen der Montafoner Museen. Am 31. Oktober machen die Montafoner Museen dann von kleinen Ausnahmen abgesehen bis Weihnachten zu. Der vielseitige Künstler Konrad Honold wurde 1918 in Weingarten geboren. Mit 14 Jahren begann er die Lehre in der Malerwerkstatt Waibel in Ravensburg. Es folgten Ausbildungen an der Malschule von Toni Kirchmayr in Innsbruck sowie an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin. Das Montafon lernte er 1937 kennen, wurde 1945 nach seiner Heirat mit Huberta Juen in Schruns ansässig und dort als Maler und Restaurator tätig. Unter seinen Bildern finden sich Landschaftsgemälde mit Motiven aus dem Montafon und von seinen zahlreichen Auslandsreisen, sowie Stillleben und Porträts. Ein dominierender Bereich in seinem Werk war die sakrale Kunst. Verschiedene Kirchen Vorarlbergs wurden von ihm restauriert und teilweise neu gestaltet. Er schuf Fassadenmalereien für öffentliche Gebäude in verschiedenen Techniken und entwarf als Heraldiker mehr als 30 Gemeindewappen der Region. 9 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Tod malte. Die Schau ist als Verkaufsausstellung konzipiert und ermöglicht somit der kunstinteressierten Besucherin beziehungsweise dem kunstinteressierten Besucher die einmalige Chance, ein Bild jener schillernden Malerpersönlichkeit (Hugo Schönborn war u.a. mit Pablo Picasso bekannt) zu erwerben, welcher in seinem bewegten Leben ein paar Jahre in Schruns Station machte und nach seinem Tod 1979, obwohl in Schruns begraben, etwas in Vergessenheit geraten war. 2010 Konrad Honold (1918-2007) – ein Künstler aus Weingarten im Montafon (bis 17. Oktober 2010) Stadtmuseum im Schlössle, Scherzachstr. 1, 88250 Weingarten Tel.: 0751/405 255, museen@weingarten-online.de Öffnungszeiten: Di –So 14-17 Uhr, Do 14-18 Uhr, jeden 1. Do im Monat 14-20 Uhr Ausstellung zu Hugo Schönborn in Schruns Die MAP-Kellergalerie zeigt in ihrer Herbstausstellung eine Retrospektive des Malers Hugo Schönborn (1916-1979), welcher mehrere Jahre in Schruns wohnte und arbeitete. Seit der letzten Personale in der Galerie Welz in Wien sind über 50 Jahre vergangen. Die Tatsache, dass nun Bilder, welche mehrere Jahrzehnte in einem Depot lagerten, der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden, ist der Familie des Künstlers zu verdanken, allen voran Lore Schönborn, welche die ursprüngliche Idee zu dieser Ausstellung hatte. Unter dem Motto „Stationen der Moderne“ werden Werke gezeigt, die Hugo Schönborn nach seiner Rückkehr aus dem Krieg bis kurz vor seinem Schrunser Trachtentreffen Die schöne Montafonertracht soll wieder vermehrt zu kirchlichen Anlässen getragen werden. Um diesen Brauch in Schruns weiter aufleben zu lassen, treffen sich junge und ältere TrachtenträgerInnen sechsmal im Jahr zum gemeinsamen Kirchgang: Am Ostersonntag, zu Christi Himmelfahrt und Pfingsten, an Fronleichnam und Mariä Himmelfahrt sowie zum Erntedankfest. Wer sich informieren möchte, kann sich bei Petra Stocker melden (Tel. 0664/8616595). Der aktuelle Termin erscheint auch regelmäßig in „Schruns im Bilde.“ 10 Aktuelles Klausurtagung auf der Tübinger Hütte montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 keting“ und „Sonstiges“ gegliedert. Am zweiten Tag wurden vier Arbeitsgruppen gebildet, die jeweils einen Themenbereich bearbeiteten. Die im Anschluss vorgestellten Vorschläge reichten von der Einrichtung eines Seminarraums, über die Verbesserung der Internetpräsenz der Hütte bis hin zu Kletterkursen in der umliegenden Bergwelt. Die Anregungen wurden von der engagierten Sektionsleitung sehr positiv aufgenommen. Man darf also gespannt sein, wie sich die Tübinger Hütte in ein paar Jahren präsentieren wird. (Andreas Brugger) Die Tübinger Hütte befindet sich am Ende des Garneratals in der Silvretta auf einer Seehöhe von knapp 2.200 m. Da sie im Vergleich zu benachbarten Hütten, wie der Wiesbadner oder der Saarbrückner Hütte, etwas abseits der stark frequentierten Hauptwanderrouten ist, hat die Anzahl der Besucher in den letzten Jahren trotz ihrer wunderschönen Lage etwas zu Wünschen übrig gelassen. Die Sektionsverantwortlichen entschieden sich daher zur Abhaltung einer Klausurtagung auf der Tübinger Hütte, die am 26./27. Juni 2010 bei herrlichem Bergwetter stattfand. Anwesend waren neben dem fast vollständigen Sektionsvorstand und dem Hüttenwirt auch zahlreiche Montafoner aus den Bereichen Politik, Tourismus und Kultur sowie von der Bergrettung und der benachbarten Alpe Garnera. Am ersten Tag präsentierten alle Anwesenden in kurzen Wortmeldungen ihr Bild von der Tübinger Hütte und ihre Vorschläge, wie deren Attraktivität gesteigert werden könnte. Diese Ideen wurden gesammelt und in die Bereiche „Hütte“, „Infrastruktur“, „Mar- Klaus Oeggl (u. a.), Mining in European History and its Impact on Environment and Human Societies. Innsbruck 2010. „HIMAT“ befasst sich mit der Geschichte des Bergbaus in Tirol und den angrenzenden Gebieten, zu denen auch das Montafon zählt, wo der Bergbau eine jahrhundertealte Tradition hat. Der vorliegende Tagungsband ist eine Sammlung aller Vorträge, die 2009 im Rahmen einer internationalen Konferenz über die historische Entwicklung des Bergbaus in Innsbruck präsentiert wurden. Die 61 auf Englisch verfassten Beiträge mit einem Gesamtumfang von knapp 500 Seiten befassen sich nicht nur mit der Entwicklung des Bergbaus in Tirol und der näheren Umgebung, sondern zeichnen ein gesamteuropäisches Bild. Zwei Beiträge setzen sich konkret mit dem Montafon auseinander. Jener von Astrid Röpke befasst sich mit einer geo-archäologischen Untersuchung der Sedimentsschichten im Bereich der Grabungen in Bartholomäberg (Bodaweg, Lippaloch und Knappa Gruaba). His11 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 torisch sehr interessant ist der Aufsatz von Georg Neuhauser über die Bedeutung des Schichtmeisters für den Montafoner Bergbau. Darin präsentiert er die von Kaiser Karl V. im Jahre 1522 für das Montafon erlassene Bergwerksordnung, welche die Aufgaben und Befugnisse dieses für den Bergbau sehr wichtigen Funktionsträgers definierte. Neuhauser gewährt dabei einen interessanten Einblick in das Leben im Montafon im frühen 16. Jahrhundert. Der Tagungsband ist ein wichtiger Beitrag für die europäische Bergbaugeschichte und es ist äußerst positiv hervorzuheben, dass das Montafon darin Erwähnung findet. Interessierte können ihn über das Heimatmuseum beziehen. (Andreas Brugger) Kulturlandschaft Montafon Maisäßgebäude in Silbertal (Fotos: Elmar Zint) 12 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 Schiers, 12. August Fontanella, 9. September St. Antönien, 28. August Latschau, 15. September Bielerhöhe, 6. September Gauertal, 16. September 13 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 15 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (bis 31. Oktober 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16
  1. informationsschrift
  2. museumsnacht
Montafoner_Muse...09_In MontafonerMuseen 01.10.2009 17.12.2012, 08:12 Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 4 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Die Fülle der Veranstaltungen „zwingt“ uns dazu, eine kleine Sondernummer unseres Infoblatts herauszugeben. Die nächste Ausgabe wird dann wieder in gewohnter Form erfolgen. Bitte beachten Sie das beigelegte Programm des „Montafoner Sommers“, der zumindest zwischen dem 11. und 26. Juli garantiert wieder einer wird. Das von Nikolaus Netzer konzipierte und umgesetzte Programm steht heuer unter dem Titel „Ghupft wia Gspronga“ und ist für Mitglieder des Heimatschutzvereines wieder günstiger zu haben. Genaueres entnehmen Sie bitte dem beigefügten Folder. Andreas Rudigier (Obmann) bis zu historischen Anlagen –, und sie zeigt, wie diese Gärten im Lauf der Jahreszeiten ihr Gesicht verändern. Die Vorstellungen, nach denen Menschen ihre Gärten anlegen, sind so vielseitig wie die Persönlichkeiten der Gärtner selbst. Genau so unterschiedlich sind auch die für dieses Buch ausgewählten Gärten – eine Auswahl, die während der Arbeit an der Publikation entstanden und selbst wie ein Garten gewachsen ist. In „Bodengut“ werden Vorarlberger historische Gärten in einer gemeinsamen Perspektive mit den Werken moderner Landschaftsarchitektur vorgestellt – zusammen mit der Fülle der Pflanzen, gerade auch alter, die in diesen Gärten eine sichere Heimstatt gefunden haben. Ein Fokus richtet sich auch auf traditionell gepflegte Klostergärten, ein anderer will Verständnis für eine naturnahe Wiesenbewirtschaftung wecken. Infos: www.bodengut.at ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 17.37 Uhr (Lorüns 17.44, St. Anton 17.47, Vandans 17.49, Tschagguns 17.55), Ankunft Schruns 17.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 17.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 17.28, Gortipohl-Zentrum 17.33, St. Gallenkirch-Zentrum 17.38), Ankunft Schruns 17.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. Dienstag, 16. Juni 2009, 18.30 Uhr Schruns Klostergarten des Kapuzinerklosters Gauenstein „Bodengut. Vom Zauber Vorarlberger Gärten“ (Buchvorstellung und Vortrag von Rita Bertolini) In der Reihe von Buchvorstellungen aus dem Land Vorarlberg mit regionalkundlichem Bezug präsentieren wir ihnen nach dem Vorarlberger Mundartwörterbuch von Hubert Allgäuer und der Publikation Leo Haffners über Elmar Grabherr nun das Buch Rita Bertolinis über Gärten in Vorarlberg. Die Neuerscheinung „Bodengut“ porträtiert anhand eigens aufgenommener und darum (im Wortsinn) einmaliger Farbfotografien 135 Gärten in Vorarlberg – von einfachsten Hausgärten 1 2009 4 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon VERANSTALTUNGEN Fachvortrag von Andreas Reiter zum Thema „Wie wird die jetzige Wirtschaftssituation das künftige Reiseverhalten unserer QuellmarktGäste der Länder Deutschland, Schweiz, Benelux und Österreich beeinflussen? bietet. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 15.37 Uhr (Lorüns 15.44, St. Anton 15.47, Van­ dans 15.49, Tschagguns 15.55), Ankunft Schruns 15.57 Uhr - Anbindung: ☛ Anreise mit dem Bus von Schruns ab 16.05 Uhr, Ankunft St. Gallenkirch-Zentrum 16.20 Uhr Rückreise ab St. Gallenkirch mit Bus ab 18.38 Uhr (Bahn ab Schruns 19.03 Uhr) 2009 Dienstag, 23. Juni 2009, 16.45 Uhr St. Gallenkirch, Gemeindesaal Montafon. Ein kleiner kulturgeschichtlicher Führer Das Montafon verfügt wie kaum eine andere vergleichbare Region in den Alpen über eine derart breite und zum Teil schon tief erforschte Kulturgeschichte, die von der Steinzeit bis in die Gegenwart reicht. Die Montafoner Museen präsentieren nun in Kooperation mit der Raiffeisenbank Montafon erstmals einen kleinen handlichen Führer, der auf die wichtigsten kulturgeschichtlichen Themen aufmerksam macht. Der Band erscheint als siebenter Sonderband der Montafoner Schriftenreihe und soll – gerade aufgrund der Fülle der laufenden Projekte – in den nächsten Jahren ausgebaut werden, damit der kulturgeschichtliche Anspruch unserer Region weiter vertieft werden kann. Donnerstag, 25. Juni 2009, 19 Uhr Schruns, Haus des Gastes Über dem Horizont (Ausstellung von Oskar Höfinger) Einen ganzen Monat hindurch (bis 27. Juli) wird Schruns das Interesse Kunstbegeisterter finden. Gezeigt werden Plastiken und Zeichnungen des renommierten Künstlers Oskar Höfinger, einem Schüler Wotrubas. Vier Großplastiken finden den öffentlichen Raum des Dorfzentrums Aufstellung, unter anderem den Kirchplatz. Ergänzend dazu werden grafische Werke von Oskar Höfinger gezeigt: In der Galerie montARTphon, sowie im Haus des Gastes, jeweils von Dienstag bis Sonntag von 17 bis 20 Uhr. Die Präsentation findet im Rahmen des Montafoner Tourismustages statt, der um 14 Uhr beginnt und um 15.45 Uhr einen öffentlichen Informationen unter: www.ueber-dem-horizont.at 2 Veranstaltungen montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 4 durch persönliche alpine Erfahrung gefunden haben. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton, 18.47, Van­ dans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von PartenenZentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St.Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise nur mit Taxi möglich Rückreise: Montafonerbahn ab 21.03 Uhr Freitag, 26. Juni 2009, 19 Uhr Schruns, Kunstforum Montafon hoch hinauf. Alpinismus in der zeitgenössischen Kunst Wie bereits bei den Themen „Der Weiße Tod – Lawinen“ (2004) und „Wintersport“ (2006/07) bietet sich das Thema „Mensch & Berg“ wiederum für eine Kooperation zwischen den Montafoner Museen und dem Kunstforum Montafon an. Während die Montafoner Museen „Mensch § Berg“ auf ihre verschiedenen kulturgeschichtlichen Facetten hin betrachtet, reagiert das Kunstforum Montafon mit einer spannenden Gruppenausstellung zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Es werden wichtige, international relevante Positionen einer jungen Generation gegenüber gestellt, Künstler/inn/ en, die einen spezifischen Zugang zum Thema Kunstforum Montafon, Kronengasse 6, 6780 Schruns, T 05556/73166-30 kunstforum@montafon.at, www.kfm.at Dauer der Ausstellung bis 8. August 2009, Öffnungszeiten Dienstag bis Samstag, jeweils 16 bis 18 Uhr ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton, 18.47, Van­ dans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr Rückreise: Montafonerbahn ab 21.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von PartenenZentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St.Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr - Rückreise nur mit Taxi möglich 3 2009 4 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 17.37 Uhr (Lorüns 17.44, St. Anton 17.47, Van­ dans 17.49, Tschagguns 17.55), Ankunft Schruns 17.57 Uhr - Anbindung: ☛ Anreise mit dem Bus von Schruns ab 18.05 Uhr, Ankunft Gargellen-Zentrum 18.36 Uhr - Rückreise nur mit Taxi beziehungsweise Fahrgemeinschaften möglich (ab Schruns Montafonerbahn 22.03 Uhr) 2009 Mittwoch, 1. Juli 2009, 19.30 Uhr Gargellen, Hotel Madrisa Röbi und Rongg. Beiträge zum Maisäß- und Alpwesen in Gargellen (Buchpräsentation mit MMag. Michael Kasper) Donnerstag, 2. Juli 2009, 19.15 Uhr Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Mensch & Berg im Montafon. Eine faszinierende Welt zwischen Lust und Last (Präsentation des Begleitbandes zu den gleichnamigen Ausstellungen in den Montafoner Museen) Die Maisäß- und Alpkultur prägte das Montafon über viele Jahrhunderte und vermittelt noch heute eindrucksvoll die hohe Entwicklungsstufe der ehemaligen bäuerlichen Lebensweise in dieser Region. Der vorliegende 22. Band zur Montafoner Schriftenreihe setzt sich integrativ und interdisziplinär aus verschiedenen Perspektiven beispielhaft mit einem Maisäß- und Alpensemble in Gargellen auseinander. Fünf Autorinnen und Autoren beleuchten das Areal von Röbi und Rongg aus geografischer, historischer, baugeschichtlicher, volkskundlicher sowie kultur(landschafts)geschichtlicher Sicht und vermitteln damit einen umfassenden Eindruck der Wandlungsprozesse, die sich in diesem Grenzbereich am Rande des Dauersiedlungsraumes bin in die Gegenwart vollziehen. Zur Präsentation Schwärzler spricht Landesrat Erich Das Maisäßinventar Montafon wird freundlicherweise von der Sparkasse Bludenz unterstützt. Das Jahr 2009 steht im Zeichen des 125-jährigen Bestandsjubiläums des Alpenvereins Bezirk Montafon. Ebenso jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag von Karl Blodig, dem das Montafon unzählige Schilderungen von seinen Bergerlebnissen verdankt. Grund genug, die wechselvolle Beziehungsgeschichte zwischen Mensch und Berg zu erzählen. Dieser Band versucht es entlang zentraler Fragestellungen: Wie haben 4 Veranstaltungen Bergbewohner diesen kargen Lebensraum kultiviert? Wie haben Städter die Berge entdeckt und bestiegen? Welche Eindrücke, Erinnerungen und Bilder von damaligen Bergabenteuern brachten sie zurück ins Tal? Es sind Texte von Kunst und Kultur, von Ideal und Ideologie, von Schaulust und Lebenslast, von Entsagung und Erfüllung. Immer jedoch sind es Geschichten von der Beziehung zwischen Mensch und Berg. ☛ Anreise mit Bahn/Bus: ab Bregenz Bahnhof 17.10 Uhr, Bludenz Bahnhof 18.04 Uhr, Bus ab Schruns Bahnhof 18.35 Uhr ☛ Rückreise ab Schruns Bahnhof 22.03 Uhr (hier bitte voranmelden, damit wir ihnen um 21.30 Uhr die Fahrt von Bartholomäberg nach Schruns organisieren können) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 4 Dienstag, 7. Juli 2009, 19.30 Uhr Vandans, Galerie ad fontanas (Tourismus Vandans) Ötzi war nicht allein – Archäologie in der Silvretta (Vortrag von Dr. Thomas Reitmaier, Universität Zürich) Sonntag, 5. Juli 2009, 10-17 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Reiseziel Museum „Bergbilder“ sind nicht nur Ansichten eines Berges aus einem Blickwinkel. Auf einem Berg stehend haben die Beobachter die Möglichkeit eines Rundumblicks – ein Panorama entsteht. Aber nicht nur auf den Bergen, sondern auch in der nächsten Umgebung, in einem Zimmer, oder auch im Leben und der Gedankenwelt sollen die Besucher einen Rundblick wagen. Die Kinder gestalten ihr ganz persönliches Panorama zum Mitnehmen. Eintritt: 1 Euro pro Person mit Familienpass ☛ Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich Seit 2007 untersucht ein neues archäologisches Projekt der Universität Zürich gemeinsam mit Partnern aus der Schweiz und Österreich die bislang unerforschte Silvrettagruppe zwischen dem Unterengadin, dem Paznaun und dem Montafon. Der Vortrag gibt Einblick in die spannenden Arbeiten im Hochgebirge und zeigt die zum Teil sensationellen Ergebnisse der letzten drei Jahre: von 9000 Jahre alten steinzeitlichen Jagdlagern über Spuren von Ötzis Zeitgenossen bis zur Entdeckung eisenzeitlicher Alphütten und Siedlungsspuren der Walser. ☛ Anreise mit der Bahn von Schruns ab 19.03 Uhr (Tschagguns 19.05), Ankunft Vandans 19.10 Uhr - Rückreise ab 21.49 Uhr Richtung Schruns ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47), Ankunft Vandans 18.49 Uhr - Rückreise ab 21.10 oder 22.10 Uhr Richtung Bludenz ☛ Anreise mit dem Bus von PartenenZentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St.Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr - Anbindung: Bahn ab 19.03 Richtung Vandans) - Rückreise nur mit Taxi möglich 5 2009 4 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon VERANSTALTUNGEN Ein Taxidienst vom Alpinarium ist eingerichtet. ☛ Anreise mit Bus von Schruns ab 8.05 Uhr, Ankunft Bielerhöhe-Silvrettasee um 9.10 Uhr - Anbindung um 9.37 Uhr Richtung Galtür, Ankunft Galtür 10.06 Uhr. ☛ Rückreise ab Galtür in Richtung Bielerhöhe Silvrettasee um 14.09 Uhr, 15.09, 16.04 oder 17.05 Uhr, Bus Richtung Schruns ab 15.15 Uhr, 16.15, 16.45 oder 17.45 Uhr. Anbindung mit der Bahn ab Schruns 16.35, 17.37, 18.04 oder 19.03 Uhr möglich. 2009 Freitag, 10. Juli 2009, 10-16 Uhr Treffpunkt: Galtür, Alpinarium Galtür: Jamtal, Scheibenalpe Gliger – Rossboden (Archäologie in der Silvretta – Tag der offenen Grabung) Auch im diesjährigen Sommer sind die Forscherinnen und Forscher der Universitäten Zürich und Innsbruck wieder für vier Wochen im Hochgebirge unterwegs. Knapp vor Ende der heurigen Untersuchungen laden wir Sie ein, den Archäologen bei der Arbeit zuzusehen und in längst vergangene Zeiten einzutauchen. Besichtigungsmöglichkeiten bestehen im Jamtal bei Galtür im Bereich der Scheibenalpe beziehungsweise auf dem gegenüber liegenden Rossboden und Gliger. Genaue Angaben über den Standort erhalten Sie am 10. Juli ab 10 Uhr beim Alpinarium Galtür beziehungsweise beim Parkplatz gegenüber der Mentenalpe im Jamtal. Aktuelles Zweite Montafoner Trachtenbörse Auf Grund der großen Nachfrage, veranstaltet der Ausschuss für Brauchtum und Tradition der Gemeinde Vandans mit Fachfrauen aus dem Montafon die 2. Montafoner Trachtenbörse. Der Ausschuss freut sich, wenn sich viele Frauen und Männer aus der Talschaft entschließen könnten, altes, lange nicht mehr gebrauchtes Trachtengut anzubieten. Bestimmt sind noch viele schöne, wertvolle Trachtenteile (Juppen, Schürzen, Stickereien, Überbekleidungen, Kopfbedeckungen, Herrentrachten, Schmuck) in Kästen und auf Dachböden und „schlummern vor sich hin“. Ein begeistertes junges und jung gebliebenes Publikum würde solche Sachen wieder gerne tragen und zu neuem Leben erwecken. Sechs Fachfrauen aus Partenen, Gortipohl, Schruns, Tschagguns, Bartholomäberg und Vandans haben sich bereit erklärt, eure Schätze zu bewerten und zu begutachten und schlagen einen angemessenen Preis vor. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung (außer Schneefall) statt, den hochalpinen Bedingungen entsprechendes Schuhwerk und Kleidung setzen wir voraus. 6 Aktuelles 16. Juni montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 4 Veranstaltungsübersicht „Bodengut. Vom Zauber Vorarlberger Gärten“ (Klostergarten Gauenstein, Schruns) 23. Juni Montafon. Ein kleiner kulturgeschichtler Führer (St. Gallenkirch, Gemeindesaal) 25. Juni Über den Horizont (Schruns, Haus des Gastes) 26. Juni hoch hinauf. (Schruns, Kunstforum Montafon) Wer etwas verkaufen will hat am Samstag, 20. Juni 2009 von 15.00 bis 18.00 Uhr Gelegenheit, im Gemeindeamt Vandans, 1. Stock, diese „Schätze“ von Fachfrauen begutachten zu lassen. Wir bitten nur gereinigte und ganze Teile zu bringen. Beim Gemeindemarkt in Vandans am Freitag, 14. August 2009 ab 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr werden diese Trachten/Trachtenteile zum Verkauf angeboten. Darüber hinaus werden an diesem Abend Trachtenberatungen (richtiges Tragen der Montafoner-Tracht) auf Wunsch, durchgeführt. Für Auskünfte steht Ulrike Bitschnau zur Verfügung (E-Mail: ulrike.bitschnau@iplace.at, Tel 0664 5243530) 1. Juli Röbi und Rongg. Beiträge zum Maisäß- und Alpwesen in Gargellen (Gargellen, Hotel Madrisa) 2. Juli Mensch & Berg im Montafon (Bartholomäberg, Frühmesshaus) 5. Juli Reiseziel Museum (Schruns, Montafoner Heimatmuseum) 7. Juli Ötzi war nicht allein – Archäologie in der Silvretta (Vandans, Galerie ad fontanas) 10. Juli Tag der offenen Grabung (Galtür: Jamtal, Scheibenalpe/Gliger – Rossboden) 7 2009 4 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Informationen 2009 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Sommer 2009) Montafoner Heimatmuseum Schruns: Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Familienname: Straße/Hnr.: Grafik-Design Frei, Götzis Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 8
  1. informationsschrift
Montafoner_Muse...09_In MontafonerMuseen 01.10.2009 17.12.2012, 08:10 Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Die Seite 1 sollte einleitenden Bemerkungen vorbehalten sein, die aber aufgrund der Fülle der Informationen, die wir Ihnen zu Veranstaltungen und Projekten mitzuteilen haben, immer mehr gekürzt werden müssen. Andererseits schreit der Vorarlberger Landtagswahlkampf nach Entgegnungen. Wie kommt ein Wahlwerber dazu, Abbruchprämien für alte Häuser in Höhe von 5000 Euro zu fordern? Ist das der „Mut zur Heimat“, den andere fordern? Jedenfalls waren die Montafonerinnen und Montafoner nie so naiv und haben durch intensiven Kontakt mit dem „Fremden“ über Jahrtausende die Basis für eine beeindruckende Kulturlandschaft geschaffen. Aber lassen wir das, Sie als Mitglied unseres Vereins wissen das ohnehin und haben immer wieder Gelegenheit, im Rahmen unserer Veranstaltungen die kulturgeschichtlichen Wurzeln unserer Region hautnah zu erfahren. Was aber definitiv nicht geht, ist die Verunglimpfung unseres Kollegen Hanno Loewy, der genau an diesen Wurzeln sehr interessiert ist und als wiederkehrender Montafon-Urlauber im übrigen auch ein Freund des Tales ist. „Mut zur Heimat“ heißt eben nicht nur „Mut zu alten Spinnrädern und Trachten“, sondern eben auch Mut zu Menschen, die einen kritischen Blick haben. Wie zitierte der Museumskurator Beat Gugger so schön in der Tagung des Joanneums (Graz) im Montafoner Heimatmuseum im März: „Heimat ist dort, wo ich mich aufrege!“ Und da gaben die Wahlkampfslogans nun wirklich allen Grund dazu! Andreas Rudigier (Obmann) Wir bitten alle Mitglieder, die ihren Mitgliedsbeitrag 2009 noch nicht einbezahlt haben, dies demnächst zu tun – wir brauchen das Geld, damit wir uns auch weiter aufregen können! 1 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen 2009 Mittwoch, 23. Sept. 2009, 19.35 Uhr Rathaus Bludenz (Sitzungssaal) Zwischen Edelweiß und Hakenkreuz. Alpinismus und Nationalsozialismus im Montafon (Vortrag von MMag. Michael Kasper) Am 1. April 1938 berichtete der Obmann des Bezirkes Montafon der Alpenvereinssektion Vorarlberg, zu Beginn der 56. Jahreshauptversammlung in Schruns den etwa 35 Besuchern: „Viel ist nicht zu melden, da durch die glückliche Heimkehr der Ostmark in das großdeutsche Vaterland wichtigere u. dringendere Arbeiten in den Vordergrund getreten sind.“ Wie kann diese Aussage eines führenden Funktionärs des Alpenvereins, die wenige Tage nach der Machtübernahme durch das nationalsozialistische Regime und kurz vor der sogenannten „Volksabstimmung“ vom 10. April getätigt worden war, in Bezug auf die ideologische Ausrichtung des damaligen Alpinismus beziehungsweise der diesen ausübenden Bergsteigerinnen und Bergsteiger historisch eingeordnet werden? Im Vortrag soll am Beispiel des Montafons das Zusammenwirken von Bergsport und Nationalsozialismus näher beleuchtet werden, denn die gesellschaftliche und politische Dimension des Alpinismus auf regionaler Ebene wurde bisher kaum näher untersucht, obwohl es bekanntermaßen zahlreiche ideologische Gemein- samkeiten zwischen Faschismus und Alpinismus gab. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen der Alpenvereinsbezirk Montafon mit der übergeordneten Sektion Vorarlberg sowie die verschiedenen regionalen Wintersportvereine und Ski­ clubs mit ihren jeweiligen Mitgliedern und Funktionären. ☛ Anreise mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Ankunft in Bludenz um 19.27 Uhr; Rückreise Bludenz 21.37 Uhr 2 Veranstaltungen Freitag, 25. Sept. 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 Samstag, 26. Sept. 2009, 20 Uhr Silbertal, Vereinshaus Bartholomäberg, Pfarrkirche Eugenie Goldstern: Lesung und Gesprächsabend Orgelkonzert zum 200. Todestag des Orgelbauers Johann Michael Grass (mit Prof. Bruno Oberhammer) Der aus Bürserberg stammende Orgelbauer Johann Michael Grass (geb. 1746) hat im Jahre 1792 eine Orgel in die Pfarrkirche Bartholomäberg eingebaut, welche heute zu den großartigsten Denkmalorgeln Österreichs zählt – und wohl auch über die Landesgrenzen hinaus! Als „Hoforgelbauer“ der Benediktinerabtei St. Gallen hat Johann Michael Grass viel in der Schweiz gearbeitet; die einzige erhaltene Grass-Orgel steht aber in der Pfarrkirche Bartholomäberg! Im Jahre 1809 ist Johann Michael Grass im schweizerischen Lommis verstorben. Im Jahre 1861 hat der Tiroler Orgelbauer Alois Schönach (1811-1899) die Bartholomäberger Orgel noch erweitert und ihr das heutzutage vielgerühmte Profil gegeben. Dieser Abend schlägt eine inhaltliche Brücke zwischen der Silbertaler Ausstellung „Kind und Kuh“ und dem Besuch von Goldstern-Nachkommen. Eugenie Goldstern hat ein reiches Erbe hinterlassen. Ihre Forschungstätigkeit im hochalpinen Raum Europas und ihre volkskundliche Sammlung sind Ergebnis eines außerordentlichen Forschungsethos, gepaart mit Humanismus und Hingabe. Ausgewählte Texte von und über Eugenie Goldstern legen einen Leitfaden durch den Abend. Ergänzt werden diese Lesungspassagen durch erklärende Informationen zu Eugenie Goldsterns Wirken. Besonderes Interesse gilt der Anwesenheit von drei Nachkommen Eugenie Goldsterns an diesem Abend. Deren Aussagen und Kommentare werden den Menschen und das tragische Schicksal Eugenie Goldstern aus einem sehr persönlichen Blickwinkel beleuchten. Textrezitation Brigitte Walk, Schauspielerin; Moderation Jutta Berger, Journalistin ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 18.35 Uhr, Ankunft in Silbertal um 18.47 Uhr; Rückreise mit dem Bus nicht möglich (aber melden sich im Heimatmuseum für eine private Rückkehrmöglichkeit nach Schruns an!) An diesem Abend findet im Gedenken an den bedeutenden Vorarlberger Orgelbauer Johann Michael Grass und den 90 Jahre später verstorbenen Orgelbauer 3 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen den Berger Hof. Der weit umspannende Bogen der Accessoires soll dort durch das Schuhhaus Sander und das Schmuckund Uhrenfachgeschäft Dalus präsentiert werden. Die Besucherinnen werden auch herzlich gebeten, ihre Accessoires, wie Hutnadeln, Broschen, Ketten ... zur Ansicht mitzubringen. ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 13.05 Uhr, Ankunft in Bartholomäberg um 13.16 Uhr; Rückreise ab 16.12 Uhr 2009 Alois Schönach ein Orgelkonzert in der Pfarrkirche Bartholomäberg statt. Der international renommierte Orgelvirtuose Bruno Oberhammer wird mit Kompositionen verschiedener Meister und mit eigenen Improvisationen die Klangvielfalt der Grass-Orgel demonstrieren. ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 18.35 Uhr, Ankunft in Bartholomäberg um 18.48 Uhr; Rückreise mit dem Bus nicht möglich (aber melden sich im Heimatmuseum für eine private Rückkehrmöglichkeit nach Schruns an!) Mittwoch, 30. Sept. 2009, 19.30 Uhr Mittwoch, 30. Sept. 2009, 14 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn 11. Montafoner Trachtengespräche: „Accessoires der Tracht“ (mit Elisabeth Walch) Gemeinsames Singen Die kommenden Trachtengespräche bieten die Möglichkeit, das jüngste unter den Montafoner Museen zu besichtigen, das Alte Frühmesshaus am Bartholomäberg. Sowohl das Haus als auch die Ausstellung bieten überraschende Aspekte. Da die Räumlichkeiten sich für die Trachtengespräche (noch) nicht eignen, begeben sich die Teilnehmerinnen anschließend in 4 Franz Josef Battlogg hatte es im 19. Jahrhundert vorgemacht: Zahlreiche sangesfreudige Gaschurnerinnen und Gaschurner pilgerten ins Frühmesshaus, um nach dem Taktstock Battloggs zu singen. Wir haben heute keinen Battlogg mehr, aber dafür laden wir alle Montafonerinnen und Montafoner (und darüber hinaus!) ein, gemeinsam mit uns alte Montafo- Veranstaltungen ner Lieder zu singen. Das Ambiente der Museumsstube im alten Frühmesshaus in Gaschurn bietet dazu den Rahmen. ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 18.35 Uhr, Ankunft in Gaschurn um 19.00 Uhr, Partenen ab 19.17 Uhr; Rückreise mit dem Bus nicht möglich (aber melden sich im Heimatmuseum für eine private Rückkehrmöglichkeit nach Schruns an!) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 Freitag, 2. Oktober 2009, 17.30 und 19 Uhr Treffpunkt: Schruns Bahnhof, 17 Uhr Freitag wollen wir Ihnen die Gelegenheit geben, zwei weitere Ausstellungen mit völlig unterschiedlichen Zugängen zum „Berg“ vorzustellen. Zum einen geht es um die Positionen der „Artenne“ (ein spannendes Privatmuseum in Nenzing) zum Nenzinger Himmel, der in Nenzing nur unter Gamperdond bekannt ist, und zum anderen um den jüdischen Blickwinkel, der im Jüdischen Museum in Hohenems gezeigt wird – das Bergsteigen, Skifahren und etwa auch der Bergfilm sind ohne jüdische Geschichte nicht repräsentativ darstellbar. Kosten für Eintritt und Bus berücksichtigen, Anmeldung im Montafoner Heimatmuseum Schruns erforderlich (Tel 05556/74723 oder museen@montafon.at) Freitag, 2. Oktober 2009, 20 Uhr Ausstellungsbesuche in Nenzing und Hohenems: „Nenzinger Himmel“ (Artenne) und „Hast du meine Alpen gesehen?“ (Jüdisches Museum) Der Ausstellungssommer 2009 steht in Vorarlberg im Zeichen der Berge. Auf die Ausstellungen im Montafon wird an anderer Stelle in diesem Infoblatt aufmerksam gemacht, das Landesmuseum und das Huber Haus in Lech widmen sich dem Schnee, die Arlbergbahn ist Gegenstand der Ausstellung im Klostertal Museum in Wald, und an diesem Montafoner Heimatmuseum Schruns Offenes Singen Nach der Sommerpause findet wieder das Offene Singen mit Hannes Riesch zu 5 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen im Vorverkauf sowie am Tag der Veranstaltung am „Treffpunkt Museum“, der in jeder Landeshauptstadt eingerichtet wird. Die Tickets kosten regulär 13 € und ermäßigt 11 € (für Schülerinnen/ Schüler, Studentinnen/Studenten, Seniorinnen/Senioren, Menschen mit Behinderungen, Präsenzdiener und Ö1-ClubMitglieder). Regionale Tickets kosten 6 € und berechtigen zum Eintritt der regionalen Museen wie etwa im Montafon. Freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren. Alle Infos unter: langenacht.ORF.at Nachts im Museumsbus!! Lassen Sie sich von uns in alle Montafoner Museen führen!! Wir bieten am 3. Oktober die Gelegenheit, mit einem Bus alle Montafoner Museen, die Wintersportsammlung und das Kunstforum zu besuchen. Sollten Sie Interesse haben, bitten wir Sie um Anmeldung im Heimatmuseum (bis 30. September). Wir starten um 18 Uhr im Heimatmuseum in Schruns und machen dann eine Rundreise, die Tschagguns, Gaschurn, Silbertal und Bartholomäberg umfasst, und die um zirka 23 Uhr wieder in Schruns endet. Als Mitglied kostet Sie der Abend nur 25 Euro, und Essen und Trinken sind inbegriffen. Lange Nacht der Museen – Bartholomäberg Das alte Frühmesshaus erinnert dem Namen nach an die früher bedeutenden „Hilfspfarrer“, die nicht nur die Frühmesse zu lesen hatten, und ist seit 2009 das vierte Museum im Montafon und das 50. in Vorarlberg. Es steht am wohl wichtigsten Standort, den die Kulturge- 2009 Liedern aus dem Vorarlberger Wirtshausliederbuch statt. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 19.17 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn Schruns ab 22.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich. Samstag, 3. Oktober 2009, 18-1 Uhr Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn, Wintersportausstellung Tschagguns, Kunstforum Schruns Lange Nacht der Montafoner Museen (in Kooperation mit dem ORF) Am Samstag, den 3. Oktober 2009, findet die diesjährige „ORF Lange Nacht der Museen“ in ganz Österreich statt. Bereits zum zehnten Mal initiiert der ORF die Kulturveranstaltung – ein Rekord von 650 Museen und Galerien sind heuer daran beteiligt und öffnen ihre Türen für kulturinteressierte Nachtschwärmer von 18 bis 1 Uhr Früh. Neben abwechslungsreichen Ausstellungen werden viele spannende Events und Sonderveranstaltungen geboten. Besucher können aus dem reichen Angebot ihre persönlichen Highlights wählen und alle teilnehmenden Häuser und Veranstaltungen mit nur einem Ticket besuchen. Neben kleinen, kuriosen und großen, renommierten Kulturinstitutionen nehmen heuer wieder viele neue Locations teil, die darauf warten, von den „Langen Nacht“ Besuchern entdeckt zu werden. Das Ticket ist bereits Mitte August unter tickets.ORF.at erhältlich. Tickets und Booklets erhalten Besucher bei allen teilnehmenden Häusern 6 Veranstaltungen schichte des Landes zu bieten hat. Hier, an der Wiege des Montafons und auch Vorarlbergs hat vor Jahrtausenden die Besiedlungsgeschichte begonnen, hier ist der Ursprung des Montafons auch dem Namen nach zu suchen und hier hat der interessierte Gast den besten Überblick! Das Haus entwickelt sich langsam, das heißt Jahr für Jahr wird es in seinem Erscheinungsbild gewinnen und alle Besucher/innen haben die Möglichkeit, aktiv daran teilzuhaben. montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 und durchgehend möglich wie Kurzführungen durchs Frühmesshaus. Und nicht zuletzt versteht sich dieses Programm als Einladung an alle Besucher, sich ebenfalls aktiv einzuschalten: Musikalisch, literarisch, kulinarisch. Lange Nacht der Museen – Gaschurn Auch das Gaschurner Museum ist in einem lange leerstehenden Frühmesshaus untergebracht. 17 Jahre lang diente es der Darstellung der Tourismusgeschichte, seit 2009 ist das Haus im Umbruch begriffen. Künftig wird der alpine Aspekt eine entscheidende Rolle spielen. Gaschurn kann, wie der bekannte Frühmesser und Bewohner des Hauses, der Alpinpionier und Musiker Franz Josef Battlogg (18361900) einmal gesagt hat, als die Vorhalle zur großen Gebirgswelt bezeichnet werden. Diesem Umstand wird das Museum in den nächsten Jahren Rechnung tragen. Spontan, überraschend und anregend verläuft der lange Abend im Frühmesshaus Bartholomäberg, und er bietet eine lockere Abfolge unkonventioneller Akzente. Diese sind musikalischer, literarischer und kulinarischer Natur. Den ganzen Abend hindurch ist mit dem unerwarteten Auftauchen von Bartholomäberger Jugendlichen und deren kurzen musikalischen Einlagen zu rechnen. Irgendwann im Verlauf des langen Abends sollte ein literarisch tätiger Montafoner mit Hang zur heiteren Poesie auftauchen und Kostproben seiner launigen Sprachkunst vortragen. Kellerführungen (mit Taschenlampe) zu den Kostproben vom Sura Kees und Moscht sind ebenso Die Ausstellung über den Frühmesser, Alpinpionier und Chorleiter Franz Josef Battlogg steht im Mittelpunkt der Langen Nacht. Sie haben aber auch die Möglich7 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen riel!) mit kulinarischen Spezialitäten aus Indien (20 Uhr, eine Veranstaltung von illlitz), Führungen durch das Museum sind den ganzen Abend möglich. Lange Nacht der Museen – Silbertal 2009 keit, in der gemütlichen Museumsstube der Erzählungen von Zeitzeugen und den Klängen der Zither zu folgen. Unser Museumsteam in Gaschurn um Marlies Kuster und Judith Biermeier bemüht sich um Ihr leibliches Wohl. Ja und dann ist da noch Erika Dich, eine ausgewiesene Kennerin der Montafonertracht, die ihr Wissen an diesem Abend mit Ihnen teilen will. Zeitzeugen, Montafonertracht und Zither gibt es so zwischen 20 und 22 Uhr, Museumsführungen mit Gerd Spratler sind den ganzen Abend möglich, Informationen zu den Projekten der Montafoner Museen ebenfalls. Lange Nacht der Museen – Schruns Das Hauptmuseum am Schrunser Kirchplatz ist in einem historischen Gebäude untergebracht, das neuesten Forschungen zu Folge schon im 16. Jahrhundert stand und in der Folge immer mehr ausgebaut wurde, so dass den Gast heute ein verwinkeltes, verwirrendes und dafür um so spannenderes Raumprogramm erwartet. Spezielle Montafoner „Ikonen“, wie der Montafonertisch, die Montafonertracht, die Auswanderer sind ebenso zu sehen, wie aktuelle Themen, die in Sonderausstellungen integriert sind. Kinderprogramm mit Klaus Bertle (18-20 Uhr) Indischer Abend: Filmvorführung „Jodeln in Indien“ (eine Produktion mit Ulrich Gab8 Das Montafon ist die einzige Vorarlberger Region, in welcher auf eine große Tradition des Bergbaus zurückgeblickt werden kann. Wie jüngste Forschungen belegen wollen, dürfte der Bergbau bereits vor 3500 Jahren eine Rolle gespielt haben, als die Menschen an den sonnigen Hängen des Bartholomäbergs siedelten. Im Mittelalter waren es dann vor allem berühmte Familien aus Schwaz in Tirol, einem der größten Bergbauzentren Europas, die ihre Fühler ins Montafon ausstreckten. Der Name „Silbertal“ zeugt ebenso von der reichen Bergbauvergangenheit wie die spätmittelalterliche Kirche St. Agatha am Kristberg, die Schaustollen am Bartholomäberg oder die Pingenfelder am Kristbergsattel. Das Museum in Silbertal wiederum fasst die wichtigsten Ergebnisse der Geschichte Veranstaltungen zusammen und zeigt Kleinode der Bergbauvergangenheit des Montafons. Das Silbertal präsentiert in der Langen Nacht „Kuhgespräche“, die ab etwa 20 Uhr anfangen werden. Machen Sie sich auf eine gespannte Reise in die Vergangenheit und hören Sie, was über Kühe alles so gesprochen werden kann und am besten, reden Sie mit! Und dann haben wir traditionell Luise Jenny, die eine umfangreiche Sammlung an alten Silbertaler Bildern besitzt und wieder eine Auswahl im Museum zeigt. Schauen Sie sich diese Bilder an und wir garantieren Ihnen, dass Erinnerungen an alte Zeiten (waren sie immer gut?) wach werden. Hans Netzer und Erich Fritz stehen für Informationen zum Museum, zum Bergbau und anderen Projekten des Silbertals zur Verfügung. Lange Nacht der Museen – Tschagguns Im alten Gemeindeamt befindet sich im dritten Obergeschoss eine Dauerausstellung zur Entwicklung des Montafoner Wintersports. Die Ausstellungsobjekte wurden von Helmut Marent (Obmann des SC Montafon) über Jahrzehnte gesammelt und spiegeln die rasante Entwicklung des Wintersports im Montafon wider. Dabei werden nicht nur Wintersportgeräte und Bilddokumente zu ausgetragenen Bewerben aus vergangener Zeit gezeigt, sondern auch die erfolgreichsten Rennläufer des Tales präsentiert. Ein aktueller Ausstellungsschwerpunkt ist heuer das 60-jährige Bestandsjubiläum des SC Montafon. • Alte Tschaggunser Namen im Blickpunkt, Vortrag von Univ.-Prof. Dr. • montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 • • • Guntram Plangg, dem Experten im Bereich der Flurnamenforschung (19 Uhr) 60 Jahre Skiclub Montafon – Wissenswertes und Anekdoten aus einer bewegten Vergangenheit, Vortrag des Historikers Mag. Andreas Brugger (21 Uhr) Filmvorführung: Skilauf im Schatten von Dschingis Khan (22 Uhr) Führungen durch die Ausstellung, Videovorführungen und musikalische Untermalung (18-1 Uhr) Bewirtung durch den Wintersportverein Tschagguns. Lange Nacht der Museen – Kunstforum (Schruns) Das 1996 gegründete Kunstforum Montafon (KFM) hat es sich zur Aufgabe gemacht, den künstlerisch-kreativen Ansprüchen von Einheimischen und Gästen, sowohl in aktiven (Seminare, Workshops) als auch in passiven Bereichen (Ausstellungen, Kunstvermittlung) zu entsprechen. Kurs- und Ausstellungsort ist die ehemalige Lodenfabrik in Schruns, wo bestens adaptierte Räume ganzjährig zu Verfügung stehen. Das engagierte Ausstellungsprogramm zeigt vorwiegend zeitgenössische österreichische Positionen der bildenden Kunst. So ist das KFM bereits zu einer renommierten Begegnungsstätte für die Kunst geworden. • Ab 18 Uhr: Ausstellung „SilvrettAtelier“: Das von den Vorarlberger Illwerken getragene künstlerische Bergsymposium wird seit 1998 als Biennale in der Silvretta abgehalten. Kurator und Organisator Roland Haas wird einen Querschnitt seines Schaffens auf der Bielerhöhe präsentieren, darunter 9 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Ankunft in St. Anton um 19.13 Uhr, Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in St. Anton 18.47 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Schruns um 21.47 Uhr, nach Bludenz um 21.13 Uhr 2009 einige noch unveröffentlichte Werke, sowie Arbeiten anderer KünstlerInnen, die an einem der sechs Ateliers teilgenommen haben. • 21-23 Uhr: Sax on water: Ein Solo Saxophonkonzert der besonderen Art gibt der junge Musiker Christian Stroppa, der mit der Gruppe „refresh“ bereits musikalisch überzeugen konnte. Der talentierte Saxophonist wird direkt über dem Litz-Bach vor dem Kunstforum aufspielen. Freitag, 9. Oktober 2009, 19.30 Uhr Freitag, 9. Oktober 2009, 18.30-23 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Schrunser Kunstnacht: Das Heimatmuseum präsentiert E. T. Compton Die Schrunser Kunstnacht bietet die Möglichkeit, unterschiedlichen künstlerischen Spuren nachzugehen. Das Montafoner Heimatmuseum liefert mit den Bildern des berühmten Bergsteigermalers Edward Theodore Compton (1849-1921) das Highlight dieser Kunstnacht. Comp- St. Anton im Montafon, Hotel Adler „Menschen am Berg“ – Zeitzeugen berichten im Gespräch mit MMag. Michael Kasper Begleitend zur Ausstellung „Mensch & Berg!“ erzählen Zeitzeugen von unvergesslichen Bergerlebnissen - Höhen und Tiefen - in Rätikon, Silvretta und Verwall. Die Entwicklung des Bergsports in der Nachkriegszeit wird aus der Perspektive der Akteure nachvollzogen und veranschaulicht. 10 Veranstaltungen ton bereiste 1909 bis 1912 die Silvretta und den Rätikon und hinterließ eine Vielzahl von Aquarellen und Mischtechniken, wovon 18 Originale in der derzeit laufenden Ausstellung „Mensch & Berg: Bergbilder“ zu sehen sind. Montag, 12. Oktober 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 Donnerstag, 15. Oktober 2009, 19 Uhr Bludenz, Kloster St. Peter Archäologisch-bauhistorische Führung im Kloster St. Peter (mit Mag. Christoph Walser) Das Dominikanerinnenkloster St. Peter in Bludenz ist das älteste noch bestehende Kloster in Vorarlberg. Der Konvent durchlebte im Laufe seiner bald 725-jährigen Geschichte durch Kriegswirren, zwei verheerende Brände, die Pest und nationalsozialistische Beschlagnahme so manche schwierige Zeit. Als sich letztlich Vandans, Gemeindeamt Vandanser Flurnamen – Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg Guntram Plangg forscht derzeit zu Montafoner Flurnamen und möchte, nach einem Vortrag zu den Vandanser Flurnamen, mit der Bevölkerung wichtige oder interessante Namen diskutieren. Wir freuen uns über Ihr Interesse, und Sie können zur geplanten Publikation beitragen. ☛ Anreise mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Ankunft in Vandans um 19.10 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Schruns um 20.49 oder 21.49 Uhr, Bludenz um 21.10 Uhr Ende der 90er Jahre die Zahl der Klosterschwestern auf nur mehr vier Personen reduzierte, ersuchte man das Dominikanerinnenkloster St. Peter und Paul in Cazis (Kanton Graubünden) um Hilfe. Im Jahr 2002 kam es schließlich zur Neu11 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen Die Wanderung verlangt entsprechende alpine Ausrüstung, Kondition, die Kosten für die Hochjochbahn und eine Anmeldung bis zum 15. Oktober im Montafoner Heimatmuseum. Die Rückkehr ist gegen 16 Uhr geplant. ☛ Anreise mit der Bahn von Bregenz ab 7.40 Uhr, Bludenz ab 8.33 Uhr, Ankunft in Schruns um 8.53 Uhr, mit dem Bus von Partenen ab 8.17 Uhr, Ankunft Hochjochbahn 8.52 Uhr 2009 gründung von St. Peter als Niederlassung des Klosters Cazis. Damit einher ging auch der Entschluss, das Bludenzer Kloster einer baulichen Generalsanierung zu unterziehen. Im Rahmen dieser Renovierungsarbeiten konnten im Jahr 2006 auch umfassende archäologisch-bauhistorische Untersuchungen durchgeführt werden. Diese boten nicht nur Einblick in die Baugeschichte der Anlage, sondern lieferten darüber hinaus zahlreiche Artefakte, die das Leben der Schwestern von St. Peter widerspiegeln. Samstag, 17. Oktober 2009, 9 Uhr Dienstag, 20. Oktober 2009, 18 Uhr Schruns, Hochjochbahn (Talstation) Montafoner Heimatmuseum Schruns Auf den Spuren des Klimas am Hochjoch (Wanderung mit Dr. Richard Werner) Für die Einheimischen ist die Sache klar: Die Art der Wolkenbildung am Hochjoch gibt Auskunft über die Wetterentwicklung. Welche Beobachtungen bei einer Wanderung um das Hochjoch gemacht werden, zeigt der Meteorologe und Klimaspezialist Richard Werner. Die Teilnehmer/inn/en an der Exkursion können in praktischen Anwendungen Erfahrungen zur Beobachtung von Sonnenschein, Wind, Feuchtigkeit und anderen wetterund klimarelevanten Aspekten machen. MuseumOnline: Eine Homepage als Ausstellung Seit Monaten steht sie im Internet, die herzerfrischende Homepage einer Montafoner Schülergruppe. Mittlerweile ist dieses Projekt auch in Wien als die zweitbeste Museum-Online-Homepage des Jahres 09 prämiert worden. Sich sammeln. So lautet der Titel des spannenden und erfolgreichen Projektes. Und wieder einmal konnte das Heimatmuseum Montafon wesentliche Impulse liefern. Drei Schülergruppen aus dem Montafon waren eingeladen, sich im Rahmen eines österreichweiten Bildungsprojektes mit Alltagskultur auseinander zu setzen. Lust auf ein solches Projekt zeigten Gruppen der Hauptschule Schruns Dorf und der Polytechnischen Schule. Das von einer Fachjury in Wien nun ausgezeichnete Ergebnis dieses Projekts ist eine erstaunliche Homepage zum Thema „Sammeln.“ Schüler der HS Schruns Dorf zeigen für einige Tage auch im Heimatmuseum ihre Projektergebnisse im Rahmen einer Prä- 12 Veranstaltungen sentation. Den Auftakt dazu bildet ein kleiner Eröffnungsakzent, der an diesem Dienstag im Heimatmuseum in Schruns stattfindet. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 17.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 17.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 17.17 Uhr, Ankunft in Schruns um 17.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn Schruns ab 20.03 Uhr, mit dem Bus nicht mehr möglich montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 hoff, H. Hesse, R. Hagelstange, F. Hölderlin, J.Kelter, F. Kurer, I. Ledergerber, E. Mörike, W. von Niebelschütz, J. Rechsteiner, W.G. Sebald, W. Werner u.a. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich Donnerstag, 22. Okt. 2009, 19.15 Uhr Freitag, 23. Oktober 2009, 19.15 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Montafoner Heimatmuseum Schruns Säntis und Alpstein im Gedicht (Lesung mit Rainer Stöckli) Rainer Stöckli, einer der besten Kenner der deutschsprachigen Lyrik, hat eine vielstimmige Anthologie über den Alpstein und sein Oberhaupt, den Säntis, zusammengestellt. Für Wilhelm von Scholz war der Säntis ein zeitloses Massiv, ein verführerisches Inbild („Bleibe mir, Steinhaupt, ewig im Lebensland“). Je nach der Richtung, aus der man diese Gebirgskette betrachtet, erscheint sie als zis- und transalpiner Wall, Rist, als Reptil oder als Dach der Ostschweiz. Das Lob des Berges, das von vielen Autoren gesungen wird, und das Staunen vor der Theatralik des Gebirges neigen gelegentlich zur Personifikation, unter Umständen gar zur Vergötterung. Der Berg wird als Wächter, Tröster und Freund angesprochen. Lyrische Notate von Berggängen und Bergfahrten wechseln sich ab mit verfremdenden Versen, ironischen und anti-illusionistischen Poemen. Rund 100 Texte finden sich im neuesten Lesebuch, das ainer Stöckli zu diesem Thema publiziert hat. Zu den Autoren zählen J.J. Bodmer, W. Bucher, A. Droste-Hüls- Karl Blodig – Ein Porträt zum 150. Geburtstag des Vorarlberger Alpinpioniers (Vortrag von Dr. Andreas Rudigier) Er ist einer der bekanntesten Alpinpioniere, die Vorarlberg hervorgebracht hat: Karl Blodig (1859-1956). Anlässlich 13 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen merausstellung „Mensch & Berg“ zu betrachten. Tauchen Sie ein in die Welten des Frühmessers am Bartholomäberg, der zweifellos den besten Überblick hatte, oder gehen Sie den Spuren Eugenie Goldsterns nach, die von den Nationalsozialisten verwischt werden sollten, dafür aber von der Geschichtswerkstatt Silbertal und den Montafoner Museen umso deutlicher wieder hervorgekehrt wurden; oder besuchen Sie die „Vorhalle zur großen Gebirgswelt“ in Gaschurn, wie es der dortige Protagonist Franz Josef Battlogg so schön formuliert hat; oder kommen Sie nach Schruns, wo die Erinnerungen Montafoner Zeitzeuinnen und Zeitzeugen neben den kunstgeschichtlich wertvollen Dokumenten von Mathias Schmid und E. T. Compton stehen. Oder besuchen Sie am besten gleich alle Häuser! Freitag, 6. November 2009, 20 Uhr 2009 seines 150. Geburtstages geht der Vortrag auf das Leben und vor allem Wirken des Bregenzer Augenarztes ein, wobei der Schwerpunkt auf den Montafoner Wanderungen und der Freundschaft mit dem Bergsteigermaler Edward Theodore Compton liegen wird. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich Montag, 26. Oktober 2009, 14-18 Uhr Montafoner Museen Ausstellungsabschluss „Mensch & Berg“ mit Kaffee und Kuchen Alle vier Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn bieten Ihnen am Nationalfeiertag eine der letzten Gelegenheiten, die Som- Montafoner Heimatmuseum Schruns Offenes Singen Hannes Riesch lädt wieder zum gemeinsamen Singen in die Museumsstube. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 19.17 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn Schruns ab 22.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich. 14 Aktuelles Montag, 9. November 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 St. Gallenkirch, Haus des Gastes Aktuelles Jugendexkursion nach Sobibor (12. bis 16. Oktober) Montafoner Jugendliche können im heurigen Herbst an ein bereits im vergangenen Jahr durchgeführtes Projekt anknüpfen. Damals waren es Interviews und Gespräche mit dörflichen Zeitzeugen des Nationalsozialismus, die Jugendliche geführt und dokumentiert haben. Heuer wird eine Jugendgruppe an einer mehrtägigen Exkursion nach Sobibor teilnehmen, und dort mit überlebenden Zeitzeugen des ehemaligen Vernichtungslagers zusammen treffen. Nicht zuletzt werden die Jugendlichen auch den von der Gemeinde Silbertal gewidmeten Gedenkstein für Eugenie Goldstern in Sobibor besuchen. Die Jugendlichen werden diese Bildungs- und Erinnerungsreise dokumentieren, und das Ergebnis zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich präsentieren. (Bruno Winkler) St. Gallenkircher Flurnamen – Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg Wie in Tschagguns in der Langen Nacht der Museen oder am 12. Oktober in Vandans referiert an diesem Abend Guntram Plangg nun über Flurnamen aus dem Bereich St. Gallenkirch. Das in der Folge geplante Buch soll auch auf Ihre Fragen Rücksicht nehmen, weshalb wir uns über eine rege Diskussion im Anschluss an den Vortrag freuen. Eugenie Goldsterns Nachkommen (24. bis 27. September) ☛ Anreise mit dem Bus Schruns 19.05 Uhr, Ankunft in St. Gallenkirch um 19.20 Uhr, Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in St. Gallenkirch um 18.38 Uhr, Rückreise mit dem Bus nicht möglich (nach Schruns sind Rückfahrgelegenheiten möglich, bitte beim Heimatmuseum anmelden) Zur Arbeit der Geschichtswerkstatt Silbertal im Zusammenhang mit Eugenie Goldstern haben sich Nachkommen aus deren Familie gemeldet und großes Interesse an diesem Erinnerungsprojekt im Montafon bekundet. Einzelne Mitglieder dieser familiären Community (aus Paris, USA und Neuseeland) werden nun von 24. bis 27. September ins Montafon kommen. Das Besuchsprogramm sollte ihnen Einblick in die historische und gegenwärtige Erinnerungskultur der Region Montafon gewähren. Sie werden das exemplarische Erinnerungsprojekt der Geschichtswerkstatt Silbertal ken15 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles 2009 nen lernen, und erhalten Einblick in eine beispielhafte Auseinandersetzung mit regionaler Zeitgeschichte im Wirkungsbereich des Heimatschutzvereins Montafon. Bei einer Veranstaltung am 25. September bietet sich Gelegenheit, mit diesem hochinteressanten Besuch direkt in Kontakt zu treten und ins Gespräch zu kommen. (Bruno Winkler) Bauhistorisches Juwel auf Netza Im Zuge der aktuellen Erhebungen für das Montafoner Kulturlandschaftsinventar und die Dokumentation „Netza-Maisäß und Alpe“, die 2010 im Rahmen der Schriftenreihe des Heimatschutzvereins veröffentlicht werden soll, ist der Verein auf die besondere kulturgeschichtliche Bedeutung des am talseitigen Rand des Netzamaisäß in St. Gallenkirch-Gortipohl gelegene Anwesen aufmerksam gemacht worden. Im Einvernehmen mit dem Eigentümer wurde daher im vergangenen Sommer eine Bauaufnahme, verbunden mit dendrochronologischen Untersuchungen, in Auftrag gegeben. Diese bauhistorische Untersuchung ergab, dass die Gründungsbauten von Stallscheune und Haus in den Jahren 1586/87 beziehungsweise 1593 errichtet und dann 1792 beziehungsweise 1800/1808 auf den heutigen Stand erweitert worden sind. Nach einem Gutachten des Dendrologen Klaus Pfeifer ist das Stallgebäude der einzige noch bestehende spätbarocke Vertreter dieses Stalltyps im Montafon. Zugleich sind diese im späten 16. Jahrhundert verwurzelten Objekte auf zirka 1200 m Höhe das älteste in seiner spätbarocken Substanz noch erhaltene, ehemals ganzjährig bewohnte Paarhof16 anwesen im Tal Montafon. Die bau- und kulturgeschichtliche Wertigkeit dieser bergbäuerlichen Bausubstanz kann demnach wohl zu Recht als außergewöhnlich beurteilt werden. Das öffentliche Interesse an der Restaurierung und Erhaltung dieser Jahrhunderte alten Gebäude in der Kulturlandschaft der Netza-Maisäße erscheint offenkundig. Der Heimatschutzverein Montafon unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten die Bemühungen um eine bauliche Sanierung dieses landschaftsprägenden und baukulturell beeindruckenden Maisäßanwesens. (Leo Walser) Eine Neuerwerbung für die Museumsbibliothek Die Vorarlberger Landesbibliothek in Bregenz stellte den Montafoner Museen eine vollständige Kopie von einer der ersten Zeitungen für den Bezirk Bludenz unentgeltlich zur Verfügung: Das „Gemeindeblatt für Innerbraz, Dalaas, Klösterle, Lech, Bürs, Bürserberg, Brand, Lorüns, Vandans, Tschagguns, Bartholomäberg, Silbertal, Sankt Anton und Stallehr“ erschien bei Sausgruber in Feldkirch Aktuelles montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 lediglich in 53 Ausgaben jeweils Samstags zwischen dem 25. Dezember 1897 und dem 31. Dezember 1898. Die Initiative ging von der Gemeinde Braz aus. Neben amtlichen Verlautbarungen sollten auch Werbeeinschaltungen die jeweils vier Seiten des Blattes füllen: „Es wird daher höflichst eingeladen, das Blatt recht zahlreich zu bestellen und recht fleißig durch Annoncen zu unterstützen. Haben doch viele Bürger hie und da etwas von ihren Milchprodukten, ihrem Viehstande, Holz etc. zum Verkaufe anzubieten, was am besten und leichtesten durch eine kleine Anzeige im Blatte geschehen kann...“ Allerdings bestand mit dem „Anzeiger für die Bezirke Bludenz und Montafon“ (dessen Gründung bereits 1885 erfolgte) eine bedeutende Konkurrenz und auch die Mitwirkung ganzer Talschaften ließ zu wünschen übrig, wie am 2. Juli 1898 von der Redaktion beklagt wurde: „... und es hat sich gerade dort das Gemeindeblatt vortheilhaft erwiesen und eingebürgert, dagegen kommen aber aus den größten Theilen der am Blatte partizipierenden Gemeinden, hauptsächlich aus Montafon nur selten, oder gar keine Berichte, so zwar, daß im letzten ‚Landboten’ ein Montafoner sich mit Recht darüber beklagte, daß von Montafon nie etwas im Gemeindeblatt zu lesen sei.“ Nach einem Jahr des Überlebenskampfes erschien die Zeitung mit der 53. Nummer am 31. Dezember 1898 zum letzten Mal: „...Dank der positiven Theilnahmslosigkeit seitens der Mehrzahl der am Blatte mitkonkurrierenden Gemeinden, bezw. deren Herren Vorsteher, in der Veröffentlichung von Kundmachungen und Gemeindebeschlüssen“, wie die Redaktion in ihrem Schlusswort beklagte. Zwischen 1930 und 1940 besaß das Tal mit dem „Montafoner Gemeindeblatt. Amtsblatt für den Gerichtsbezirk Montafon“ wiederum eine eigene Zeitung. Das neuerworbene Gemeindeblatt wird 17 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles arlberg, widmete seine Internetseite „Kultur und Tipps“ dem KLIM-Projekt und veröffentlichte dankenswerterweise einen Aufruf zur Einsendung alter Fotos vom Maisäß- und Alpleben, was auf ein erfreuliches Echo stieß: http://vorarlberg. orf.at/magazin/klickpunkt/kulturtipps/ stories/378298/ (Peter Strasser) 2009 im Montafon Archiv digitalisiert und mit einer Beschlagwortung versehen. (Peter Strasser) KLIM – Kulturlandschaftsinventar Montafon KLIM dient der Dokumentation der Kulturlandschaft des Tales außerhalb des Dauersiedlungsraumes, wobei der Schwerpunkt auf die Einrichtungen der Dreistufenlandwirtschaft (Maisäße, Alpen, Bergmähder) gelegt wird. Dank der engagierten Arbeit von Ferialpraktikanten und -praktikantinnen konnten große Fortschritte bei der Erhebung des Baubestandes erzielt werden. Mit Ende des Sommers werden die meisten Gebiete der Außerfratte vollständig per Fragebogen und durch Fotos erfasst sein. Parallel dazu werden die Urkundenbestände im Montafon Archiv durch die Ferialpraktikantin Sarah Sonderegger digitalisiert und mittels der Datenbank „M-Box“ beschlagwortet. Der ORF – Radio Vor- Vollständige Erfassung der Aufsätze des Montafoner Arbeitskreises Am Ende der 1940er Jahre formierte sich eine Gruppe heimatgeschichtlich interessierter Personen, die ab den frühen 1950er Jahren publizistisch im „Anzeiger für die Bezirke Bludenz und Montafon“ in Erscheinung trat. Unter dem Titel „Montafoner Arbeitskreis“ (MAK) verfassten 22 Autoren sowie eine Autorin über den langen Zeitraum zwischen 1953 und 1978 rund 500 Aufsätze, die sie in 623 Folgen veröffentlichten. Die Vielzahl der darin enthaltenen Themen beweist die Vielschichtigkeit sowie das umfassende Wissen der Beiträger. Der Arbeitskreis gab auch eine eigene Schriftenreihe heraus: Zwischen 1953 und 1973 erschienen in den „Schriften des Montafoner Arbeitskreises“ fünf Bände, die alle den Gedichten von Otto Borger gewidmet wurden. Nach Vorarbeiten von Andreas Rudigier, Rudolf Sagmeister und Peter Strasser sowie nach Erwerb einer digitalisierten Version des Bludenzer Anzeigers über Vermittlung der Vorarlberger Landesbibliothek konnte diesen Sommer Ferialpraktikantin Désirée Mangard ein vollständiges Verzeichnis aller erschienenen Aufsätze erstellen und deren Digitalisierung abschließen. Die Beschäftigung mit dem Werk des Das KLIM-Aufnahmeteam bei der Alpe Fresch (v.l.n.r.: Katharina Sturn, Werner Spatt, Michael Schönherr, Verena Beiser, August 2009) 18 Aktuelles montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 MAK wird weiterhin eine hohe Priorität bei den Montafoner Museen genießen: Dr. Klaus Beitl stieß vor kurzem im Nachlass seines Vaters Richard Beitl auf eine Reihe von Unterlagen des MAK wie Briefverkehr und Manuskripte, die noch einer eingehenden Untersuchung harren. (Peter Strasser) Trockensteinmauern widerstehen noch dem Verfall. (Peter Strasser) Kulturlandschaft im Wandel Auf rund 1750 m Seehöhe befindet sich am Südabhang des Muttjöchle im Gemeindegebiet von Silbertal auf einem Plateau die Alpe Mutt. Früher als Melkalpe in Verwendung, liegt das wunderschön gelegene Gebiet heute einsam und verlassen da. Die Folgen der Nutzungsaufgabe sind unübersehbar: Jungwald kommt auf, und Verbuschung bemächtigt sich der ehemaligen Weiden. Der Stall, dessen Dach in den 1990er Jahren einstürzte, besteht nicht mehr. Lediglich das Alpgebäude, das angeblich das älteste Haus in Silbertal darstellt, und die um 1950 (Foto: Kilian Jochum) 19 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles 2009 Marie Brugger (re.) mit einer Wandererin, ca 1940 (Foto: Kilian Jochum) um 1990 (Foto: Kilian Jochum) Die Alpe heute (Foto: Marion Ebster) 20
  1. informationsschrift
  2. heimatbegriff
Montafoner_Muse...09_In MontafonerMuseen 01.10.2009 17.12.2012, 08:09 Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Die vorliegende Ausgabe der Mitgliederinformationen möchte sie auf eine Reihe von Veranstaltungen in den und außerhalb der Montafoner Museen, auf die vier Ausstellungen zum gleichen Thema, auf kulturlandschaftliche Besonderheiten des Montafons sowie auf die neuesten Publikationen des Heimatschutzvereins aufmerksam machen. Die Montafoner Museen wünschen allen Mitgliedern des Heimatschutzvereins und Interessierten einen schönen Sommer mit viel Muße für die Montafoner Museen und die Montafoner Kulturlandschaft! Andreas Rudigier (Obmann) 1 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen bilder“ im Montafoner Heimatmuseum ins Vorarlberger Landesmuseum, wo am späten Vormittag ein Rundgang durch die Ausstellung „Auf den Spuren der Römer“ auf dem Programm steht. Nach dem Mittagessen folgt dann der Höhepunkt der Exkursion mit dem Besuch der großen Sommerausstellung „Schnee. Rohstoff der Kunst“. Anmeldung bis Freitag, 24. Juli, im Heimatmuseum (Anrufe bitte während der Öffnungszeiten Dienstag-Samstag, 10-18 Uhr), Kosten: Bus und Eintritt (sowie Mittagessen), Rückkehr gegen 18 Uhr – Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Interessensgemeinschaft Bildende Kunst 2009 Donnerstag, 30. Juli 2009, 9 Uhr Treffpunkt: Montafoner Heimatmuseum Schruns Berge – Römer – Schnee, Exkursion ins Vorarlberger Landesmuseum (mit Dr. Andreas Rudigier) Die Berge sind im Sommer 2009 nicht nur das Hauptthema der Ausstellungen in den Montafoner Museen, sondern auch in anderen Häusern des Landes und darüber hinaus. Wir wollen den Mitgliedern der Montafoner Museen das Angebot machen, alle diese Ausstellungen anzusehen. Die erste Exkursion führt nach einem Blick in die Ausstellung „Berg- Samstag, 1. August 2009, 9 Uhr/10 Uhr Treffpunkte: Vorarlberger Landesmuseum Bregenz, 9 Uhr; Montafoner Heimatmuseum Schruns, kurz vor 10 Uhr Vom Bodensee zum Gletschereis. Der Berg in Bildern und Geschichten, einst und jetzt (Exkursion mit Dr. Andreas Rudigier und Bruno Winkler) Der kulturhistorische Ausflug mit dem Bus bietet Einblick in die Kunst und Ausblick ins Gebirge. Die Route führt durch das Montafon, über die Silvretta nach Galtür. Anregende Stationen entlang 2 Veranstaltungen montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Sonntag, 2. August 2009, 10-17 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Reiseziel Museum Schruns: „Bergbilder“ Alle Kinder sind wieder eingeladen, gemeinsam mit ihren Eltern (Familienpass nicht vergessen!) die „Bergwelten“ im Montafoner Heimatmuseum zu erkunden. Klaus Bertle beschäftigt sich um 10.30 Uhr und 14 Uhr in eigenen Programmen mit den Kindern. Weitere Informationen unter www.vorarlberg.at/ kinderindiemitte. Öffentliche Anbindung unter www.vmobil.at der Tour sind die Montafoner Museen, Marterl und Kapelle, Silvrettapanorama und Galtür mit Alpinarium – das alles in Begleitung kultur- und kunsthistorischer Experten, Zeitzeugen und einer Lektorin. Gemeinsames Mittagessen in einem Gaschurner Traditionshotel ist eingebaut, mit themennahen Überraschungen ist zu rechnen. Anmeldung bis Mittwoch, 29. Juli, im Heimatmuseum (Anrufe bitte während der Öffnungszeiten Dienstag-Samstag, 10-18 Uhr), Kosten 35 Euro (exkl. Mittagessen), Rückkehr gegen 19 Uhr (Schruns), 20 Uhr (Bregenz) – Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Vorarlberger Landesmuseum Montag, 3. August 2009, 17 Uhr Pfarrkirche St. Gallenkirch Kirchenführung mit Mag. Wilfried Dür Die Pfarrkirche in St. Gallenkirch gehört zu den herausragenden Kirchenbauten Vorarlbergs. Die seit dem frühen 14. Jahrhundert nachgewiesene Kirche zeigt seit der letzten Restaurierung im Chor 3 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen der Innerfratte mit weitgehend intakter Bausubstanz und gesicherter Bewirtschaftung. Von dort erreicht man die nur durch Fuß- und Viehtriebwege erschlossene Netza-Alpe im Europaschutzgebiet Verwall, wo frühere Nutzungsbereiche als Bergheumähder und Spuren historischer Bergbautätigkeit noch heute gut erkennbar sind. 2009 noch Relikte aus der spätmittelalterlichen Zeit, als ein spätgotisches Fenster und mehrere spätgotische Malereien frei gelegt werden konnten. Insgesamt ist die Kirche aber ein einheitlicher spätbarocker Bau, dessen Ausstattung im überregionalen Vergleich außergewöhnlich ist. Dazu tragen vor allem die Deckengemälde bei, die von Christoph Klausner 1775 gemalt wurden und die eine Vielzahl seltener alttestamentarischer Darstellungen zeigen. ☛ Montafonerbahn von Bludenz kommt um 16.23 Uhr in Schruns an, Bus ab Schruns 16.35 Uhr, Rückreise um 18.38 Uhr Samstag, 8. August 2009, 9 Uhr St. Gallenkirch, Treffpunkt Gemeindeamt Die Auffahrt von St. Gallenkirch bis Montiel und die ev. Rückfahrt von dort ist mit dem Wanderbus möglich (Fahrpreis 4 Euro). Festes Schuhwerk, allenfalls Wanderstöcke, Regenschutz und Verpflegung (reine Gehzeit ca. 3,5 Std.) werden empfohlen. Aus organisatorischen Gründen ist eine telefonische Anmeldung unter 0650/6365484 (Leo Walser) bis 7. August, 18 Uhr, erbeten. ☛ Montafonerbahn von Bludenz kommt um 7.57 Uhr in Schruns an, Bus ab Schruns um 8.05 Uhr (Ankunft St. Gallenkirch 8.20 Uhr) Maisäß- und Alpwanderung Montiel, Netza, Manigg (Exkursion mit Dr. Leo Walser) Die Maisäßsiedlungen Montiel, Netza und Manigg zählen wohl zu den schönsten bergbäuerlichen Kulturlandschaften 4 Veranstaltungen Donnerstag, 13. August 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Haus des Gastes, Schruns Die Ausstellung ist bis zum 5. September zu sehen (8-18 Uhr). ☛ Montafonerbahn von Bludenz ab 18.57 Uhr, Rückreise um 21.03 oder 22.03 Uhr ViaValtellina – Impressionen an einem alten Säumerweg (Ausstellungseröffnung mit Mag. Wilfried Dür) Freitag, 14. August 2009, 18-20 Uhr Vandans, Gemeindemarkt 2. Montafoner Trachtenbörse Anlässlich des Vandanser Gemeindemarktes wird zum zweiten Mal die Montafoner Trachtenbörse durchgeführt. Hierbei können Trachtenteile gekauft werden; es besteht aber auch die Möglichkeit, Informationen zur Tracht einzuholen. Wilfried Dür, stellvertretender Obmann des Heimatschutzvereins, hat die ViaValtellina begangen. Auf seiner Wanderung von Schruns nach Tirano malte Dür Aquarelle und Bilder in Mischtechnik. Die Ausstellung verbindet Impressionen mit kritischen Ansätzen, die einen weiten Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft spannen. So finden sich auch Thematisierungen etwa des Weltwirtschaftsforums in Davos, der EU-Einheitskuh, welche die Schweizer Milchkuhrasse vereinnahmt, des CO2-Ausstoßes auf dem BerninaPass, der überfüllten Parkplätze vor der Diavolezza-Seilbahn oder des Gletscherschwundes an der Bernina. Wilfried Dür sieht in der Wanderung die Möglichkeit einer „Entschleunigung“, die ihm Objekte und Themen eröffnen, die scheinbar schon längst im Dunkel der Vergangenheit verschwunden sind und die sich in entspannter Atmosphäre neu betrachten lassen. Kontakt: Ulrike Bitschnau, Tel 0664/5243530, Mail ulrike.bitschnau@iplace.at ☛ Montafonerbahn von Schruns und Bludenz jeweils ab 17.37 Uhr, zurück nach Schruns um 19.49 Uhr, nach Bludenz um 20.10 Uhr Sonntag, 16. August 2009, 14.30 Uhr Latschau, Säge am Rasafeibach Führung mit Hubert Loretz und Klaus Bertle Die Säge am Rasafeibach gehört zu den herausragenden handwerklichen Objekten, die sich im Montafon erhalten haben. Der heutige Zustand entspricht im Wesentlichen dem von 1907. Damals erfolgte der Umbau zu einem so genannten Venezianergatter aus Teilen einer Säge aus Frastanz. Hubert Loretz stellt an 5 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen 2009 diesem Nachmittag das kulturgeschichtliche Denkmal vor. ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 13.57 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 14.05 Uhr, Latschau-Kraftwerk an 14.16 Uhr Samstag, 22. August 2009, 13 Uhr Gargellen, Schafbergbahnen (Treffpunkt Talstation) Ausgrabungen und die naturwissenschaftlichen Datierungen haben Überraschendes ergeben: Auf dem Schafberg wurde seit spätkeltischer Zeit und in römischer Zeit bis zum Beginn des Frühmittelalters (ca. 100 v. Chr. bis ca. 500 n. Chr.) Alpwirtschaft betrieben. Das ist ein erstaunliches Ergebnis. Die Arbeiten werden in diesem Sommer von den Archäologen der Universität Frankfurt mit Unterstützung der Schafbergbahnen und der Gemeinde St. Gallenkirch fortgesetzt. Im Rahmen der Exkursion werden die neuen Ergebnisse und die daraus resultierenden Fragestellungen vorgestellt. Rückkehr ist gegen 16.30 Uhr geplant, wir bitten die Teilnehmer/innen die Kosten für die Berg- und allenfalls Talfahrt zu beachten, und eine der alpinen Lage entsprechende Kleidung setzen wir voraus (die Veranstaltung findet bei jeder Witterung außer bei Schneefall statt). ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 10.57 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 11.05 Uhr, Gargellen-Schafbergbahn an 11.40 Uhr. Rückfahrt ab Gargellen 17.15 Uhr möglich, Anbindung MBS 18.04 Uhr. Alpwüstungen aus der Römerzeit (Exkursion mit Univ.-Prof. Dr. Rüdiger Krause und Friedrich Juen) Auf dem Schafberg werden seit 2007 im Rahmen des archäologischen Forschungsprojekts zur frühen Besiedlungsgeschichte exemplarisch Alpwüstungen dokumentiert und ausgegraben. Es handelt sich dabei um verfallene Steinfundamente alter Alpbauten, deren Alter bislang nicht bekannt war. Die neuen 6 Veranstaltungen Mittwoch, 26. August 2009, 19 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Dienstag, 1. September 2009, 19 Uhr Bartholomäberg, Altes Frühmesserhaus Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Welche Aussicht! (Führung durch das neue Museum und die Ausstellung) Zwischen Valleu und Vallüla (Führung durch die Ausstellung) Das Montafoner Tourismusmuseum in Gaschurn ist im Wandel begriffen. Nach 17 Jahren Dauerausstellung zum Thema „Tourismusgeschichte“ zeigt das Haus in diesem Jahr seine außergewöhnlichen architektonischen Qualitäten, die es zu einem der schönsten Gebäude des Tales werden lassen. Die Ausstellung macht auf eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Montafons aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufmerksam: auf Franz Josef Battlogg. Der damalige Frühmesser und spätere Pfarrer war ein alpiner Pionier und ist der Nachwelt als her- Seit Juni gibt es am Bartholomäberg ein neues Museum. Das Haus wird in seinem „Rohzustand“ gezeigt, das heißt, das Gebäude präsentiert sich so, wie es die letzten Besitzer vor zehn Jahren verlassen haben. Die architektonischen Details lassen sich wie ein 350 Jahre altes Buch lesen und überraschen in mehrfacher Hinsicht. Begeben Sie sich auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte! ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 18.23 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 18.35 Uhr, Bartholomäberg-Kirche an: 18.48 Uhr. Rückreise nur mit Taxi möglich ausragender Musiker in Erinnerung, der die Welt in der Zeit um 1870 ins Bergdorf Gaschurn brachte. Die literarische Qualität seiner vielfach publizierten und in einem umfangreichen Tagebuch aufgeschriebenen Aussagen ist verblüffend. ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 18.23 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 18.35 Uhr, Gaschurn-Zentrum an 19.00 Uhr. Rückreise nur mit Taxi möglich. 7 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen Anmeldung bis 19. August im Heimatmuseum notwendig (Anrufe bitte während der Öffnungszeiten Dienstag-Samstag, 10-18 Uhr), Kosten für Golmerbahn sowie für den Aufenthalt in der Hütte beachten, alpine Kleidung wird vorausgesetzt (Veranstaltung findet bei jeder Witterung außer Schneefall statt). ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 12.56 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 13.05 Uhr, Latschau-Golmerbahn an 13.20 Uhr 2009 Mittwoch, 2. September 2009, 14/18 Uhr Vandans, Heinrich Hueter-Hütte (Treffpunkt: Golmerbahn Latschau, 14 Uhr) Auf den Spuren des Menschen in den Bergen (Wanderung mit Erzählabend) Sonntag, 6. September 2009, 10-17 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Reiseziel Museum Schruns: „Bergbilder“ Alle Kinder sind wieder eingeladen, gemeinsam mit ihren Eltern (Familienpass nicht vergessen!) die „Bergwelten“ im Montafoner Heimatmuseum zu erkunden. Klaus Bertle beschäftigt sich um 10.30 Uhr und 14 Uhr in eigenen Programmen mit den Kindern. Weitere Informationen unter www.vorarlberg.at/ kinderindiemitte. ☛ Öffentliche Anbindung unter www.vmobil.at Die Sommerausstellungen „Mensch & Berg“ laden zu einer Wanderung in die Berge ein. Ziel ist die Heinrich-HueterHütte, die heuer 100 Jahre alt wird und als Alpenvereinshütte des AV Bezirk Montafon ein idealer Standort ist, Geschichten von Menschen in den Bergen zu hören. Wer Lust hat, kann ab 14 Uhr an einer Wanderung von Matschwitz ins Rellstal teilnehmen, oder sie/er schnappt den Rellstal-Bus und kommt bis 18 Uhr zur Hueter-Hütte. Es wartet ein bodenständiges Menü auf uns, und anschließend soll ein gemütlicher Hüttenabend im Gespräch mit Montafoner Alpinisten in die faszinierende Welt zwischen Lust und Last (wie der Ausstellungstitel besagt) entführen. Zeit für Übernachtung, Frühstück und allenfalls gemeinsames Herauswandern nach Vandans sollten die Teilnehmer/innen mit im Gepäck haben. 8 Mittwoch, 9. September 2009, 19 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Kind und Kuh. Zeugnisse aus der Sammlung Eugenie Goldstern (Führung durch die Ausstellung) Die Erinnerung an Eugenie Goldstern ist eine Erinnerung an Josef Vallaster, den Massenmörder von Sobibor, dessen Hel- Aktuelles montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 denverehrung in Silbertal nach Bekanntwerden seiner Rolle nicht mehr tragbar war. Goldstern wurde in Sobibor ermordet, als jüdische Wissenschaftlerin war sie schon Jahrzehnte früher einer Gesinnung zum Opfer gefallen, die an Menschenverachtung nicht zu überbieten war und die auch heute immer noch ihre Anhänger hat (siehe den Beitrag zum Kriegerdenkmal von Bruno Winkler in diesem Infoblatt). Goldstern forschte und lebte im bergbäuerlichen Milieu des Wallis beziehungsweise in Savoyen, und das von ihr dort gesammelte Kinderspielzeug gehört zu den faszinierendsten Aspekten der Volkskunde überhaupt – vielleicht weil es so einfach und klar ist und weil es in ihrer Charakterisierung weder zeitliche noch räumliche Grenzen kennt. ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 18.23 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 18.35 Uhr, Silbertal-Zentrum an: 18.45 Uhr. Rückreise nur mit Taxi möglich. Aktuelles Regeln müssen sein, aber … Schrunser Plattform „wir-brauchen-diese-kinder“ „Ich bin froh über euren Vorstoß“, schreibt Caritas-Seelsorger Elmar Simma und meint damit den Appell einer großen Gruppe von Schrunserinnen und Schrunser an die verantwortlichen Politiker im Land, sich für ein Recht auf Bleiben für gut integrierte Kinder und ihre Eltern einzusetzen. Als vor fast fünf Jahren das Haus „Maria Rast“ für asylsuchende Flüchtlinge geöffnet wurde, war dieses Problem noch nicht zu sehen. Damals engagierte sich eine große Gruppe Einheimischer für diese Hilfesuchenden, die aus ihren Herkunftsländern flüchten mussten. Man wollte diesen Frauen und Männern, den Kindern diese „Heimat auf Zeit“ etwas angenehmer machen. Das Heimatmuseum und seine Leute waren von Anbeginn eine Drehscheibe für Kontakte und Kommunikation. Gesprächsabende 9 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles relang in unseren Kindergärten, in Volksund Hauptschule integriert. Jetzt aber droht einigen dieser Familien die Ausweisung und Abschiebung. Damit das nicht passiert, dafür setzt sich die Schrunser Plattform, zu der auch Tschaggunser Persönlichkeiten dazu gestoßen sind, unterstützt von vielen Montafonerinnen und Montafonern ein. Seit die Anliegen dieser Bürgerinitiative auch im Internet stehen – www.wir-brauchen-diese-kinder.at – kommt großartige Unterstützung auch aus dem übrigen Vorarlberg und aus anderen Regionen. „Tun wir uns die Schande dieser Ausweisung nicht an“, mahnt Mundart-Autor Adolf Vallaster aus Mäder, und plädiert: „Diese Kinder werden nicht heimgeschickt, denn ihr Daheim ist hier. Diese Kinder werden, wie einst Hagar mit ihrem Sohn Ismael in die Wüste geschickt.“ Der Obmann des Kulturforums Bregenzerwald Kurt Bereuter erklärt: „Die Diesseitigkeit des Christentums ist gefragt.“ Und er zitiert den von den Nationalsozialisten ermordeten Theologen Bonhoeffer: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Die Kinder der 2b-Klasse in der Volksschule wollen Ismaijl unbedingt in ihrer Klassengemeinschaft behalten. Es geht auch um „unsere“ Kinder. Darauf weist die Plattform hin. Es sind prägende Erfahrungen für Kinder, wenn die Beziehungen zu Schulkameraden, Freundinnen, Spielgefährten durch staatliche Macht brutal abgerissen werden. Welches Beispiel geben wir da. Zum Heimatschutz gehört auch eine Erziehung, die auf Werten und Menschenrechten beruht. Wir wünschen uns Kinder, die zu weltoffenen, toleranten und solidarischen Erwachsenen werden. 2009 boten Austausch und Information, die Ergebnisse verschiedener Kunstprojekte wurden im Museum ausgestellt. Ehrenamtliche Helfer gaben Deutschunterricht und manches Fest wurde miteinander gefeiert. Ein großes Problem von Anfang an war, dass Männern und Frauen keine bezahlte Arbeit annehmen durften. „Der krankmachende Aspekt des Arbeitsverbotes – physisch und psychisch – erschüttert mich in meiner Arbeit besonders“, sagt die Tschaggunser Gemeindeärztin Alexandra Steininger. Durch freiwillige Nachbarschaftshilfe entstanden dennoch viele Kontakte zum Vorteil von beiden Seiten. Dass die Entscheidungen beim Ersuchen um Asyl so lange dauern würden, konnte man nicht sehen. Einige Familien konnten in Privatwohnungen untergebracht werden. Viele Kinder sind nun schon jah10 Aktuelles „Regeln müssen sein“, schreibt die Profil-Kolumnistin Elfriede Hammerl auf die Homepage der Bürgerinitiative und fährt fort: „Aber irgendwas stimmt nicht mit ihnen, wenn sie zur Folge haben, dass wir schutzlose Kinder aus dem Land, also wegwerfen. Was für eine Idiotie: Da jammern wir angesichts unserer Geburtenrate, wie sehr uns Nachwuchs fehlt, und dann weisen wir intelligente, lernbegierige, integrationswillige junge Menschen ab.“ Eleonore Schönborn weiß, wovon sie spricht: „Als ehemaliger Flüchtling möchte ich allen Leuten etwas sagen: Man geht nicht weg von zu Hause, wenn man nicht muss! – Integrierte Kinder auszuweisen ist unmenschlich, unchristlich und eines zivilisierten Staates unwürdig.“ (Franz Rüdisser) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen Zwischen 4. und 6. Mai nahmen 22 Interessierte, Mitarbeiter von Gemeindebauhöfen und Wegewarte an einem Kurs zur Vermittlung der Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Tro- ckensteinmauern teil. Die Leitung hatte Martin Lutz aus Belp in der Schweiz inne, drei Kurslehrer von der Weinbauschule in Krems unterstützten ihn dabei. Bernhard Maier, Thomas Lerch und Friedrich Juen standen vor Ort für organisatorische Fragen und als Vertreter des Standes Montafon, der Montafoner Museen und der Gemeinde St. Gallenkirch zur Verfügung. Die ganze Veranstaltung war eingebettet in das Kursangebot des ländlichen Fortbildungsinstitutes LFI Vorarlberg (Andrea Blum). Das große Interesse an der Veranstaltung führt übrigens dazu, dass zwischen 24. und 26. September ein zweiter Kurs angeboten wird (Anmeldung erbeten im Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg unter der Mailadresse lfi@lk-vbg.at oder der Telefonnummer 05574/400-191; Anmeldungsschluss ist der 15. September). Museum Online 09 – Auszeichnung für Montafoner Schülerprojekt Sich sammeln. So der Titel eines spannenden, neuerdings auch prämierten Projektes. Und wieder einmal konnte das Montafoner Heimatmuseum wesentliche 11 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles Projektgruppen aus allen Bundesländern wurde die Montafoner Website vom Bildungsministerium als die zweitbeste des Jahres 2009 prämiert. Es ist eine hoch verdiente Auszeichnung für ein höchst erfreuliches Produkt. Unverzichtbare Hilfe leisteten dabei Zeitzeugen und private Sammler ebenso, wie die sehr hilfsbereiten Mitarbeiter der Museen und des Archivs. 2009 Impulse liefern. Drei Schülergruppen aus dem Montafon waren eingeladen, sich im Rahmen eines österreichweiten Bildungsprojektes mit Alltagskultur auseinander zu setzen. Lust auf ein solches Projekt zeigten Gruppen der Hauptschule Schruns Dorf und der Polytechnischen Schule. Das von einer Fachjury in Wien nun ausgezeichnete Ergebnis dieses Projekts ist eine erstaunliche Homepage zum Thema „Sammeln.“ Entwickelt und betreut wurde das Projekt von Helmut Schlatter und Bruno Winkler. Zuerst haben die Schülergruppen vergangene Alltagskultur, wie sie auch in den Montafoner Museen ausgestellt ist, mit der eigenen Alltagskultur verglichen. Möglich war das im Heimatmuseum Schruns, in der Wintersportsammlung Tschagguns, im Talschaftsarchiv, in Gesprächen mit Zeitzeugen – und nicht zuletzt am Bildschirm. Neben Einblicken in die Montafoner Museumslandschaft sollten die Schüler wesentliche Aufgaben eines Museums (forschen, sammeln, vermitteln) kennen lernen, und eine eigenen Homepage dazu entwickeln. Vor einigen Tagen erst konnte eine kleine Montafoner Delegation (Schüler, Lehrer und Projektleitung) ihre Website in Wien präsentieren. Von 9 eingeladenen 12 Was von dieser lustvollen und bunten Sammlung bleibt: Eine Homepage im Internet, die jederzeit erreichbar und einsehbar ist. Das Projekt ermöglichte wertvolle Erfahrungen und verdiente Anerkennung. Und was noch kommt, ist eine kleine Ausstellung im Herbst des heurigen Jahres im Heimatmuseum. Die Projektgruppe der Ski-Hauptschule SchrunsDorf stellt gemeinsam mit ihrem Lehrer Alexander Sturn eine Auswahl der Projektsammlung aus. Denn diese gibt es nicht nur digital, sondern auch im Original: Objekte des Alltags, von früher und heute, geliehene und eigene. (Bruno Winkler) Die sehenswerte Homepage: http://vbg.mo09.museumonline.at/ Steinige Erinnerungswege Seit mehr als zwei Jahren besteht und arbeitet die Geschichtswerkstatt Silbertal. Maßgebliche Unterstützung und Hilfe wurde dieser Initiative von Seiten des Heimatschutzvereins Montafon zuteil. Als letztes Vorhaben findet gegenwärtig eine grundlegende Neudefinition der untragbar gewordenen Denkmalsituation statt. Im November ist die Fertigstellung eines neuen Platzes der Erinne- Aktuelles rung mit „bodenständiger“ Gestaltung vorgesehen. Damit wird dieser Ort ein würdiges Gedenken ermöglichen, das an ALLE Opfer des Nationalsozialismus und beider Weltkriege erinnert. montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Schenkung für das Montafon Archiv Unter der Eingangs-Nummer 2009/2 konnte das Montafon Archiv am 17. März 2009 eine besondere Schenkung verzeichnen: Der Nachlass des WerksChores Rodund konnte entgegengenommen werden: Schriftgut, wie Vereinsakten, Notenblätter, eine reichhaltige Fotosammlung seit dem Gründungsjahr 1953 sowie Gegenstände (wie Gastgeschenke, Erinnerungen an Vereinsausflüge und internationale Sängertreffen) gewähren einen Einblick in das Leben des 2005 aufgelösten Chores. Wertvoll ist auch die penibel geführte, mit Bildern versehene Vereinschronik. Auch wenn die Stimmen des Chores, der über 50 Jahre lang zu den Stützen des kulturellen Lebens im Montafon zählte, nicht mehr erklingen werden, so wird die Erinnerung an ihn im Montafon Archiv wachgehalten werden. Das Montafon Archiv möchte sich bei Luis Kegele, Hubert Thomma und Wolfgang Zudrell, die den Nachlass zur Verfügung stellten, herzlich bedanken. Nachlässe und Fotosammlungen werden vom Montafon Archiv, wo eine fachgerechte Inventarisierung und Lagerung erfolgt, stets gerne entgegengenommen. (Peter Strasser) Nach breiter und überregionaler Anerkennung dieser beispielgebenden Initiative hat die Neugestaltung des Denkmalplatzes neuerdings verbale Aggressionen rechtsextremer Kreise ausgelöst. In höchst bedenklichen Netzportalen werden Einzelpersonen der Geschichtswerkstatt auf beängstigende Weise beschimpft und bedroht. Diese Pamphlete werden zusätzlich durch menschenfeindliche ideologische Ausflüsse „untermauert.“ Hätte es überhaupt noch eines Beweises bedurft, dass das Erinnerungsprojekt in Silbertal auf dem richtigen Weg ist: Eine rechtsextreme und neonazistische Gegnerschaft, so bedrohlich und erschütternd sie auch sein mag, dürfte für sich und die Situation sprechen. Drohungen und Beschimpfungen von solchen Adressaten werden nichts am eingeschlagenen Weg in Silbertal ändern. Dazu ist die geleistete Gedenkarbeit zu wertvoll, dazu ist ein sensibles und gleichzeitig ehrliches Erinnern zu wichtig. Erinnerungskultur steht auf dem Prüfstand. (Bruno Winkler) „Alte Hüte – neu betrachtet“. Ein Rückblick auf die Trachtengespräche in Vandans Fast 40 Personen besuchten die 9. Trachtengespräche in Vandans. Hinter den Besucherinnen der Veranstaltung, die sich mit den „Kopfbedeckungen der Montafoner Tracht“ beschäftigte, verbarg sich sehr viel an Wissen, weshalb die Diskussion an die zweieinhalb Stun13 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles Auf den Spuren der Appenzeller Tracht Eine Gruppe von 20 Interessierten besuchte im Mai das Appenzeller Volkskundemuseum in Stein und das Museum in Wolfshalden. In Stein wird das Appenzeller Brauchtum auf drei Etagen präsentiert: Im Erdgeschoss ist die Appenzeller Sennenkultur zu sehen – besonders bemerkenswert sind die Dokumentation Appenzeller Bauernmalerei und als Höhepunkt die so genannten „Gaiser Wände“ (bemalte Holzbohlenwände aus dem 16. Jahrhundert). Mit der Textilabteilung im Untergeschoss wird einem repräsentativen Aspekt der Vergangenheit des Appenzells Rechnung getragen. Musterbücher und Kollektionen vermitteln einen Eindruck über die Produktion vor etwa 100 Jahren. Vorführungen an einem Plattstichwebstuhl und an einer Handstickmaschine lassen sehr eindrücklich die Mühen in der Produktion erahnen. Beachtenswert ist der hohe technische Standard dieser Textilmaschinen. 2009 den dauern sollte. Schäppelmacher Hermann Bitschnau und Marianne OlfenRehm begeisterten das Publikum mit ihrer herzlichen und offenen Art. Bei genauer Erläuterung der Arbeitsweise wurde auch auf die Fragen des Publikums eingegangen, wie etwa zu Materialbeschaffung, zu den Kosten etc. Im Mittelpunkt stand der Sanderhut, seines Zeichens der jüngste unter den Kopfbedeckungen der Montafoner Tracht. Auch neue Hüte konnten gezeigt werden. Die von Frau Olfen-Rehm gefertigten Sanderhüte aus Stroh wurden von Montafoner Frauen nach eigenen Vorstellungen verziert. Diese Arbeit stieß auf besonders großes Interesse. Wer nicht auf einen alten Hut zurückgreifen kann, hatte an diesem Abend schon die Aussicht auf eine Neuanschaffung. Man darf auf zukünftige Montafoner Modistinnen gespannt sein! (Elisabeth Walch) Von Stein führte der Weg quer durch das appenzellische Außerrhoden nach Wolfshalden. Nach einer willkommenen Kaffeepause im Gasthaus Krone stand ein Besuch des Ortsmuseums auf dem 14 Publikationen Programm. Der Holzbau aus dem 16. Jahrhundert vermittelt noch die Tradition des alten Appenzellerhauses. Die Führung der beiden Museumsverantwortlichen zeigte einmal mehr, dass neben der Qualität der Schausammlung auch die Begeisterung menschlicher Vermittlung ein wesentliches Qualitätskriterium für ein funktionierendes Museum ist. Ein Handwebstuhl als Beispiel für die Tradition der Seiden- und Leinenweberei stand schließlich im Mittelpunkt der vorwiegend weiblichen Exkursionsteilnehmer/innen. (Elisabeth Walch) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Buchneuerscheinung: Michael Kasper (Hg.): Röbi und Rongg. Beiträge zum Maisäß- und Alpwesen in Gargellen. Schruns 2009 (= Montafoner Schriftenreihe 22) Kulturlandschaftsinventar Montafon (KLIM) Im Rahmen des Kulturlandschaftsinventars Montafon (KLIM) trafen sich am 29. Juni Vertreter des Standes Montafon, des Montafon Tourismus und der Montafoner Museen zu einem anregenden Gedankenaustausch. Bei der Besichtigung der Maisäße Mularientsch und Ganeu in Vandans konnten an Hand verschiedener Gebäudebeispiele landschaftsprägende Elemente der Tradition und des Wandels eingehend in Augenschein genommen werden. (Peter Strasser) Mit der umfassenden Beschreibung der Alpe Rongg und des Maisäß und der Alpe Röbi im Gargellental konnte das Montafoner Maisäßinventar um einen wesentlichen Beitrag ergänzt werden. Die beiden etwas kleineren Alpen stehen beispielhaft für die Entwicklung der Alpwirtschaft im Montafon: der Rückgang der Bestoßung durch Vieh geht mit dem Nutzungswandel in Richtung Erholungsfunktion – vornehmlich beim Maisäß Röbi – einher. Gemein ist den beiden Alpen, dass sie bereits seit längerer Zeit im Besitz von Gemeinden von außerhalb des Tales standen oder noch ste15 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen 2009 hen: 1914 erwarb die Gemeinde Lorüns Rongg, bereits 1911 ging die Alpe Röbi in Bürserberger Gemeindebesitz über. Auch wenn der Bludenzer Vogteiverwalter David von Pappus bei seiner Grenzbeschreibung 1609 „Rongg“ und „Rubin“ bereits erwähnte, so ist ein walserischer Ursprung jedenfalls nicht gesichert. Im nunmehr 22. Band der Montafoner Schriftenreihe gelangen dem Herausgeber Michael Kasper und seinen Mitautor/ inn/en eine umfassende und fesselnde Schilderung der bemerkenswerten Kulturlandschaft an der Grenze zur Schweiz, wobei eine Reihe von verschiedenen Themen untersucht werden konnten: Naturräumliche Grundlagen, Siedlungsgeschichte bis in die frühe Neuzeit sowie Besitz- und Nutzungsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert (Michael Kasper), dendrochronologische Untersuchung des Baubestandes (Klaus Pfeifer), die Chronik über das Maisäß Röbi (Hermann Erhart) und Betrachtungen über die Rolle und Funktion der Maisäße in der Gegenwart (Edith Hessenberger). Der umfangreiche Band wird mit einem Beitrag von Marion Ebster über die verschiedenen Aspekte der Wahrnehmung der alpinen Kulturlandschaft sowie mit einem umfangreichen Register abgeschlossen. (Peter Strasser) Buchneuerscheinung: Andreas Rudigier: Montafon. Ein kulturgeschichtlicher Führer. Schruns 2009 (= Sonderband zur Montafoner Schriftenreihe 7) Seit den ersten Veröffentlichungen über das Montafon um die Mitte des 19. Jahrhunderts – vornehmlich aus der Feder von Reiseschriftstellern – sind sich die 16 Autoren einig: Das Tal besitzt einen einzigartigen Reichtum an natürlichen und kulturellen Besonderheiten. Die vorliegende Publikation von Andreas Rudigier vermittelt eindrucksvoll, dass trotz des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels (z.B. weitgehende Einstellung der Landwirtschaft zu Gunsten des Fremdenverkehrs, Zunahme der Tages-Auspendler) traditionelle Elemente der Architektur, das Bild der Kulturlandschaft und hervorragende Objekte des Kunsthandwerks bis in die Gegenwart erhalten werden konnten. Der handliche Kulturführer setzt sich zum Ziel, einen Einblick in das Montafon-Spezifische zu gewähren: Ausgrabungen prähistorischer Siedlungen, Barockkirchen, Zeugnisse des historischen Bergbaus sowie der Maisäß- und Alpkultur, Kraftwerks- und auch bemerkenswerte Hotelbauten aus verschiedenen Epochen sowie Formen des Brauch- Publikationen tums werden in der Publikation, die nach Gemeinden gegliedert ist, überblicksartig vorgestellt. Die Begeisterung, mit der der Autor die Kulturlandschaft des Tales vermittelt, regt zu einer genaueren Beschäftigung mit den Besonderheiten des Montafons ein. Die Fülle der Themen, die in dem Band angerissen werden, führen bei den Montafoner Museen und beim Montafon Archiv in den nächsten Jahren jedenfalls zur „Vollbeschäftigung“ bei der Umsetzung von weiterführenden, eingehenden Untersuchungen und Vermittlungsprojekten. (Peter Strasser) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Buchneuerscheinung: Österreichischer Alpenverein Bezirk Montafon (Hg.). Festschrift 125 Jahre Österreichischer Alpenverein Bezirk Montafon und 100 Jahre Heinrich-Hueter-Hütte. Tschagguns und Bludenz 2009. Die Tatsache, dass der Alpenverein im Montafon im Jahr 2008 sein 125-jähriges Bestehen feierte, war der Ausgangspunkt für eine intensive Kooperation zwischen dem Alpenverein und den Montafoner Museen. Diese resultierte u. a. in Ausstellungen in allen vier Montafoner Museen und in zwei Publikationen, nämlich dem Sonderband der Montafoner Schriftenreihe Mensch & Berg im Montafon seitens der Museen (siehe Foto) und der hier vorgestellten Festschrift seitens des Alpenvereins. Die 58-seitige, reichlich bebilderte Festschrift stellt nach einleitenden Grußworten den AV-Bezirk mit seiner langen Geschichte und den verschiedenen Aufgabenbereichen vor. Die Chronik umfasst lediglich drei Seiten. Für eine ausführlichere Darstellung wird auf den Beitrag von Wendelin Tschugmell im eingangs erwähnten Museumsband verwiesen. Obmann Franz Haag stellt weiters die Aufgabenbereiche des AV-Bezirks in der Gegenwart und in der nahen Zukunft vor. Den Kernbereichen Wegeerhaltung, Tourenwesen und Jugendarbeit werden drei kurze Kapitel gewidmet, in denen jeweils eine Person in Form eines Interviews zu Wort kommt. Der letzte Teil der Festschrift befasst sich mit dem Jubiläum der Heinrich-HueterHütte. Die 100-jährige Hüttengeschichte wird durch die Vorstellung des Tourengebiets ergänzt, in dem auch auf die geologischen Besonderheiten der Region eingegangen wird. Abschließend kann festgehalten werden, dass die kostenlose Festschrift, die über den Alpenverein und über das Heimatmuseum bezogen werden kann, eine interessante Darstellung 17 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen sein Essay über Schnee-Kulturen mit der Beschreibung des Lawinenbildes in der Rütikapelle in Galgenul. Manfred Tschaikner hält sich in seinem Beitrag über die Bedeutung des Schnees im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Vorarlberg überhaupt weitgehend im Montafon auf. Er folgt den „Schneespuren“ über die Flurnamen, die Erklärung über die vielfach vergessene „Schneeflucht“, über den Schnee als Transport erleichternde Unterlage, über die Gründungslegende der Kapelle Maria Schnee in Gaschurn, über das Lawinenjahr 1689, über den Schnee in den Sagen und in den Hexenprozessen. (Andreas Rudigier) 2009 zur Alpingeschichte des Montafons ist, in der die Bedeutung des Alpenvereins hervorgehoben wird. (Andreas Brugger) Schnee. Rohstoff der Kunst. Hg. von Tobias G. Natter. Bregenz 2009 Das Vorarlberger Landesmuseum in Bregenz widmet sich in seiner letzten Ausstellung vor dem großen Umbau einem Thema, zu welchem das Montafon auf den ersten Blick besonders kompetent erscheint: Schnee. Als Rohstoff der Kunst ist aber nicht der Kunstschnee gemeint, auch wenn Roland Haas mit seinen bedrohlich wirkenden Schneekanonen in der Ausstellung vertreten ist. Die Ausstellung, die bis 4. Oktober zu sehen ist und auf eine Außenstelle im Museum Huber-Hus in Lech (also doch noch „Schnee-Kompetenz“!) verweisen kann, bietet vielmehr einen kunstgeschichtlichen Überblick über die Darstellung des Schnees vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Gemälde, Plakate, Fotos, Videoinstallationen und Skulpturen (gemeint sind weniger Schneemänner, auch wenn die Besucher der Lecher Ausstellung in den ersten Tagen ein schnell dahinschmelzender Kunstschneehügel begrüßte, als vielmehr etwa Schlitten aus verschiedenen Epochen oder eine moderne Nachbildung der Drei Türme) bestimmen den Inhalt. Neben den künstlerischen Bezügen zum Montafon rücken auch die Autoren des prachtvoll ausgestatteten Begleitbuchs, Bernhard Tschofen und Manfred Tschaikner das Montafon in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Tschofen beginnt 18 Buchneuerscheinung: Buchneuerscheinung: Hermann Braendle. Rätikon Reader. Bergwandern im Rätikon. Bregenz 2009. Der Rätikon Reader erfüllt die Kriterien eines Wander- und Tourenführers im klassischen Sinne. So enthält das 180 Seiten umfassende und reichlich illus­ trierte Buch 18 Wandertipps für den Rätikon, wobei der Autor keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Hermann Braendle ist alle diese Touren selbst gegangen, wodurch das Buch reichlich mit Fotografien des Autors illustriert ist. Der Reader bietet jedoch noch mehr. So hat das Buch 24 Themenkapitel, die interessante Zusatzinformationen bieten, wie etwa historische Rückblicke in die Frühzeit des Alpinismus. So sind Säumer, Schmuggler und Krieger im Rätikon genau so ein Thema wie Wilderer, die Braendle als die „Rebellen der Berge“ bezeichnet. Weiters gibt der Autor 18 Sagen aus dem Rätikon wieder, die zum Teil bereits vor langer Zeit in Vergessen- Publikationen montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Buchneuerscheinung: Hanns-Christian Gunga, Nathan Zuntz. His life and work in the fields of high altitude physiology and aviation medicine. Amsterdam et al., American Physiological Society 2009. 252 Seiten. Der deutsche Physiologe Nathan Zuntz (1847-1920) gilt als Wegbereiter der modernen Höhenphysiologie und der Luftfahrtmedizin. Bereits im Jahre 1989 publizierte der deutsche Weltraummediziner Hanns-Christian Gunga seine deutschsprachige Dissertation über das Leben von Nathan Zuntz. Das große Interesse der englischsprachigen Fachwelt führte dazu, dass Gunga eine völlig überarbeitete und erweitere englischsprachige Biografie von Zuntz verfasste, in der er neben dessen Leben vor allem sein wissenschaftliches Schaffen (über 700 Publikationen) in den Mittelpunkt stellte. Für das Montafon ist das vorliegende Werk darum interessant, weil Gunga bei seinen Recherchen auch das Montafon Archiv aufsuchte, wo er den Nachlass von Hofrat Arnold Durig durchforstete. Durig (1872-1961) war ein Schüler von Zuntz, der sich selbst als Physiologe einen Namen machte. So begleitete Durig Zuntz auf einigen Expeditionen, und sie verfassten mehrere gemeinsame Publikationen. Zuntz’ Wertschätzung für seinen jüngeren Kollegen Durig ging so weit, dass er ihn bei seiner Pensionierung im Jahre 1919 als seinen Lehrstuhlnachfolger in Berlin vorschlug. Da Durig 1918 zum Leiter des Physiologischen Instituts an der Universität Wien ernannt worden war, lehnte dieser jedoch ab. Auch Durig schätzte Zuntz sehr und fand 1920 in einem Nachruf nur lobende Worte für seinen Lehrer. Aufgrund dieses engen Verhältnisses setzte sich Gunga 19 heit geraten sind. Zahlreiche Literaturhinweise, wie sie in dieser Menge für Wander- und Tourenführer keinesfalls üblich sind, laden dazu ein, tiefer in die Materie vorzudringen. Ergänzt wird der Reader durch eine gut 80 Seiten starke Broschüre mit dem Titel „Schneemann. Ein Berg und Tal Krimi“. Damit beweist Braendle, dass er nicht nur ein leidenschaftlicher Bergsteiger sondern auch ein nicht weniger leidenschaftlicher Schriftsteller ist, der die Faktensammlung im Reader mit einem fiktiven Krimi kombiniert. Der Rätikon Reader ist eine spannende und abwechslungsreiche Lektüre mit vielen unterschiedlichen Ansätzen und kann im Heimatmuseum in Schruns käuflich erworben werden. (Andreas Brugger) 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen Ausstellung für das Tourismusmuseum in Gaschurn konzipierte, die von Juni bis Oktober 2008 zu sehen war. Weitere Themen waren „Was ist der Stand Montafon?“ (Peter Bußjäger), „Die bayerische Knechtschaft – Vorarlberg in den Jahren 1805 bis 1814“ (Alois Niederstätter), „Frühneuzeitliche Gemeindestrukturen im Raum Bludenz“ (Manfred Tschaikner), „Konrad Honold und die Montafoner Gemeindewappen“ (Ulrich Nachbaur und Andreas Rudigier). Der vorliegende Almanach ermöglicht es, dass die vielseitigen Erkenntnisse, die in den Vorträgen zutage kamen, auch all jenen Interessierten zugänglich sind, denen es nicht möglich war, den interessanten Vorträgen selbst beizuwohnen. (Andreas Brugger) 2009 im vorliegenden Buch sehr intensiv mit Durig auseinander, den er darin nicht nur abbildete, sondern von dem er auch eine Biografie im Umfang von einer Seite abdruckte. Es ist aus Montafoner Sicht als äußerst positiv hervorzuheben, dass ein Sohn des Tales in dieser wissenschaftlich äußerst fundierten Biografie, die von der internationalen Fachwelt sehnsüchtig erwartet wurde, lobende Erwähnung findet. (Andreas Brugger) Buchneuerscheinung: Ulrich Nachbaur u. Alois Niederstätter (Hg.), 200 Jahre Gemeindeorganisation. Almanach zum Vorarlberger Gemeindejahr 2008. Bregenz 2009. Im Jahre 1808 beschloss der bayerische König Maximilian I., die Gemeindeorganisation zu reformieren. Da Vorarlberg zu jener Zeit zu Bayern gehörte, war es von der Reform, dessen Grundstrukturen bis heute prägend sind, ebenfalls betroffen. Der Vorarlberger Gemeindeverband nahm dieses Jubiläum zum Anlass, unter der Koordination des Vorarlberger Landesarchivs eine historische Vortragsreihe durchzuführen. Vorarlbergweit wurden insgesamt 42 Veranstaltungen abgehalten, die sich mit dem Themenbereich Gemeindeorganisationen befassten. Fünf Vorträge davon, die im knapp 500-seitigen, farbig illustrierten Almanach vollständig abgedruckt sind, wurden in Kooperation mit den Montafoner Museen organisiert und fanden im Montafon statt. Ein Kernpunkt war das Thema „Die Herren im Tal – Eliten um 1800“, zu dem Michael Kasper nicht nur einen Vortrag hielt, sondern auch eine 20 Rückblick in Bildern Schruns, 26. Mai
  1. informationsschrift
  2. kulturlandschaft
  3. besonderheiten
Montafoner_Muse...10_In MontafonerMuseen 01.01.2009 17.12.2012, 08:08 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Wir dürfen Ihnen heute ein weiteres Infoheft präsentieren, das bereits als Nummer 1/2010 geführt wird. Nicht dass wir behaupten möchten, die Montafoner Museen seien der Zeit voraus, aber tatsächlich ist der Fokus der Vereinstätigkeiten trotz zahlreicher Veranstaltungen zwischen dem 19. November und 13. Dezember bereits klar auf 2010 ausgerichtet. Das Motto können Sie der Überschrift entnehmen: 100 Jahre ist es her, dass eines der verheerendsten Hochwässer das Montafon und andere Alpentäler heimgesucht hat. Wir wollen uns 2010 auf die Spuren dieser Katastrophe, der ersten großen nach der Entdeckung der Fotografie, begeben und dabei auch andere Aspekte als Hochwasser und Lawinen berücksichtigen. Kleine Überraschungen dürfen wir schon in den Raum stellen, Kooperationen mit dem „Montafoner Sommer“, dem Kulturverein illlitz, dem Kunstforum Montafon und der Wildbach- und Lawinenverbauung sind angedacht. 1 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information lotts zurückgreifen kann. Maklotts Bilder sind auch Gegenstand eines Buches, das von Peter Strasser vorbereitet wurde und im Sutton Verlag als 9. Sonderband zur Montafoner Schriftenreihe herausgegeben wird. Höhepunkt ist schließlich (und nach langer Wartezeit „endlich“) die Vorstellung des zweiten Bandes zur Montafoner Geschichte. Andreas Rudigier (Obmann) 2010 Bevor es aber so weit ist, laden wir Sie zu drei Ausstellungseröffnungen ein: Im Mittelpunkt steht das Werk Philipp Schönborns – eines Künstlers, den wir nicht näher vorstellen müssen. Anfang der 90er Jahre war der im Montafon aufgewachsene und heute in München lebende Fotograf an der Herausgabe des Buches über die Künstlerfamilie Bertle maßgeblich beteiligt, zuletzt waren seine Werke in der Johanniterkirche in Feldkirch zu sehen. Anneliese Peter präsentiert eine Auswahl aus ihrer Krippensammlung und setzt damit die Tradition der Krippenausstellungen heimischer KünstlerInnen fort. Ab 1. Dezember wird auch eine kleine Fotoausstellung zu Schruns um 1920 zu sehen sein, die ausschließlich auf die Arbeiten Adele Mak- Die Montafoner Museen sind an Fotografien und Dokumenten interessiert, die sich mit Naturereignissen im Montafon beschäftigen. Die Themen sind Hochwasser, Lawinen, aber auch alles andere, was gemeinhin als „Katastrophe“ angesprochen wird. Der Zeitraum ist nicht auf 1910 beschränkt, sondern kann auch wesentlich jünger oder gar aktuell sein. 2 Veranstaltungen Donnerstag, 19. Nov. 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Tschagguns, Altes Gemeindeamt Höhenbergsteigen in der Sowjetunion (Franz Bahl erinnert sich im Gespräch mit Edith Hessenberger an die Besteigung des Pik Korshenewskaja 1983) Filmen erläutert Bahl die für damalige Verhältnisse exotische Reise ins heutige Kirgistan. Beeindruckende Bilder und Filmaufnahmen ermöglichen, die mehr als 25 Jahre zurückliegende alpinistische Reise nachzuvollziehen und mitzuerleben. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 18.55 Uhr, Bahn von Schruns nach Tschagguns um 19.03 – Rückreise mit der Bahn ab Bahnhof Tschagguns in Richtung Schruns ab 20.55 Uhr möglich, und in Richtung Bludenz ab 21.05 Uhr möglich Freitag, 20. Nov. 2009, 16-20 Uhr Bludenz, Kloster St. Peter (Dominikussaal) Das Jahr 1809 in der Region: Vorarlberg, Tirol, Liechtenstein und Schweiz. Ein Symposium des Arbeitskreises für interregionale Geschichte In sieben Referaten werden Historikerinnen und Historiker aus Tirol, Vorarlberg, Liechtenstein und der Ostschweiz Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren jeweiligen Regionen als Folge der Ereignisse um das Jahr 1809 erörtern. Trotz geografischer Nachbarschaft verliefen die Entwicklungen in den obigen Regionen recht unterschiedlich: In Tirol fand unter der Führung von Andreas Hofer eine Revolte gegen die rechtmäßige bayerische Regierung statt. Das ebenfalls unter bayerischer Herrschaft stehende Vorarlberg schloss sich dieser Erhebung jedoch nur halbherzig an, wobei vor allem der Stand Bregenzerwald lange eine neutrale und vorsichtige Haltung einnahm. Im Gegensatz dazu 3 Im Sommer 1983 reisten Franz Bahl und Hans Rabanser heimlich in die damalige Sowjetunion, um den Pik Korshenewskaja (7105 m) zu besteigen. Das alpinistische Vorhaben wurde im heimatlichen Montafon nicht angekündigt, da die beiden zu sehr eine Blamage im Falle des Scheiterns befürchteten. Die Besteigung des herrlichen Siebentausenders gelang jedoch – und heute zeigt Franz Bahl gerne die nunmehr historischen Aufnahmen: Mithilfe von Dias und Super8- 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen den einzelne katholische Eliten mit den Tiroler Aufständischen sympathisierten, verhielt sich die Schweiz ruhig, abwartend und neutral, was sich auch auf Vorarlberg beruhigend auswirkte. Zum Tagungsort: Das Bludenzer Kloster St. Peter Der erste quellenmäßig gesicherte Beweis der Existenz des Klosters St. Peter in Bludenz stammt aus dem Jahr 1286. In einer Urkunde vom 26. Juli überträgt der Bischof von Chur den geistlichen Frauen im Drusental eine Ordnung, die ihr Zusammenleben regelte. Damit ist St. Peter der älteste, mit wenigen Unterbrechungen noch heute bestehende Frauenkonvent Vorarlbergs. Bezugnehmend auf den Tagungsort und seine Thematik ereignete sich im August des Jahres 1796 ein blutiger Zwischenfall, als sich Kreishauptmann Ignaz Anton Indermauer vor 2010 kamen die kampfbereiten Aufständischen, die wiederum die österreichische Herrschaft und ihre verlorenen kommunalen Selbstverwaltungsrechte sowie die Befreiung von Wehrpflicht und dem neuen Steuerwesen anstrebten, zumeist aus dem Oberland. Es überrascht auch nicht, dass die Unruhen auch auf Liechtenstein übergriffen, das erst 1806 seine Souveränität von Napoleons Gnaden erhalten hatte. Der Bevölkerung dort ging es vor allem um die Wiedererlangung der traditionellen Rechte, denen die Modernisierungsbestrebungen des Fürsten widersprachen. Ein militärisches Eingreifen wagte die Bevölkerung jedoch nicht. In der benachbarten, von Napoleon abhängigen Helvetischen Republik waren 1803 die aufgeklärten und zentralistischen Reformen gescheitert. Die alten aristokratischen Familien und die Kantone übernahmen wieder die Macht. Obwohl in Graubün- 4 Veranstaltungen den auf Bregenz vorrückenden Franzosen gegen Tirol abzusetzen versuchte. Dies erweckte in Teilen der Bevölkerung den Eindruck des Verrats und er wurde zusammen mit seinen Begleitern innerhalb der Klostermauern misshandelt und ermordet. Im ausgehenden 20. Jahrhundert wurde das Kloster von völlig anderen Gefahren bedroht als Jahrhunderte zuvor: der Personalschwund und die Überalterung der verbliebenen Schwestern führten beinahe zu seinem Ende. So wie die Bludenzer Schwestern in früheren Zeiten das Kloster Cazis in Graubünden neu zu beleben vermochten, war es nun umgekehrt der Fall, dass Cazis zweimal (1985 und 2001) mit einer Personalaushilfe St. Peter zu Hilfe kam und einen Neuanfang ermöglichte. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Die Vorträge im Überblick • Hannes Liener: Moderation • Ellinor Forster: Propaganda schlacht in Tirol. Die Einflüsse der „Kriegsberichterstattung“ auf die Ereignisse 1809 Die Ereignisse des Jahres 1809 waren in großem Ausmaß durch die Flugblätter und Zeitungsartikel geprägt, die jeweils über den vermeintlich aktuellen Stand der Kriegsgeschehnisse Auskunft gaben. Die unterschiedlichen Motive der Schreiber führten zu widersprüchlichen Informationen und machen so manche scheinbar paradoxen Reaktionen der Bevölkerung erklärbar. • Gerhard Wanner: Vorarlbergs halbherziger Widerstand gegen Bayern 1809 Der Vortrag beschäftigt sich kritisch mit den Ursachen des Aufstandes gegen das aufgeklärte Bayern, den gegensätzlichen Einstellungen der Bevölkerung dazu, mit der umstrittenen Führerpersönlichkeit Anton Schneider und mit den Unterschieden zum revolutionären Tirol. Fernab von martialischer Kriegsbegeisterung, Personen- und Heldenkult und „vaterländischer“ Geschichtsverherrlichung gibt der Vortragende einen kritischen Ein- und Überblick zum Aufstandsjahr 1809 und dessen Ursachen. Im Gegensatz zum revolutionären Tirol lehnten aufgeklärte und pragmatisch denkende Vorarlberger das militärische Eingreifen gegen Bayern und Frankreich ab. Auch der bürgerliche politische und militärische Führer, Rechtsanwalt Dr. Anton Schneider, mahnte zur Vorsicht und rettete dadurch sein Leben, ganz im Gegensatz zum katholisch-konservativen „Fundamentalisten“ Andreas Hofer. • Fabian Frommelt: 1809 – Aufstand in Liechtenstein? Im Juni 1809, auf dem Höhepunkt des Aufstands der Tiroler und Vorarlberger gegen die bayerische Herrschaft, kam es in Liechtenstein zu scharfer Kritik an der fürstlichen Obrigkeit, zu unbewilligten Versammlungen, Resolutionen und Forderungen, schließlich zur Drohung, sich den Aufständischen in Vorarlberg anzuschließen. Hintergrund war ein seit dem Zusammenbruch des Alten Reichs (1806) anhaltender obrigkeitlicher Reformschub, der besonders wegen der Beseitigung der überkommenen Mitwirkungsrechte der Untertanen an der Landesverwaltung und einer geplanten Bodenreform auf Widerstand stieß. Das – in der Literatur ebenfalls als „Aufstand“ bezeichnete – Vorgehen der 5 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen barschaft aus: Symphathien in der Bevölkerung und kritische Kommentare in den Medien, dazu eine schwankende Haltung des ersten wissenschaftlichen Historikers der Schweiz. Als Überraschung muss der hohe Anteil von Vorarlbergern in den vier Schweizer Regimentern bei Napoleon I. gesehen werden, von denen das erste durch den Bündner Obersten Andri Ragettli kommandiert wurde. • Lieselotte Hammerer, Andreas Hammerer: Bayerische Herrschaft im Bregenzerwald Die bayerische Herrschaft wurde im Bregenzerwald zum Mythos der gehassten Fremdherrschaft, die die Schuld am Ende der alten Verfassung der „Wälderrepublik“ trug. Jedoch ist kein Protest gegen den Abriss des Rathauses auf der Bezegg im Jahre 1807 bekannt. Zum Symbol des Widerstands wurde dagegen der Krumbacher „Weiberaufstand“ im selben Jahr gegen die Rekrutenaushebungen nach dem 1806 eingeführten bayerischen Gesetz der allgemeinen Wehrpflicht. 2010 liechtensteinischen Aufrührer war anhaltend, aber gewaltlos. • Georg Jäger: Am Rand der Schweiz. Der Kanton Graubünden 1809 1803 wurde Graubünden definitiv zu einem Kanton der schweizerischen Eidgenossenschaft. Nachdem die Bündner wenige Jahre zuvor ihre italienischen Untertanenlande verloren hatten, sahen sie nun auch die Tradition ihrer Eigenstaatlichkeit beendet. Eine wirksame administrative Integration in den schweizerischen Bundesstaat fand aber vorderhand kaum statt. Die alles überstrahlende – oder überschattende – Vormacht war vielmehr diejenige des „Mediators“ Napoleon. In der Mediationszeit, in dem auf seine Gründung folgenden Jahrzehnt, erfuhr der Kanton Graubünden verschiedene Modernisierungsmaßnahmen. Mit dem Tiroler Aufstand von 1809, der ja unter klerikalem Einfluss stand, sympathisierte in Graubünden besonders die katholische Führungsgruppe. Schüler des Priesterseminars St. Luzi in Chur ließen sich sogar zu einer tollkühnen Aktion hinreißen: Für Andreas Hofer schmuggelten sie Schießpulver und Munition nach Tirol! • Heribert Küng: St. Gallen und Thurgau Die Vorarlberger Freiheitsbewegung 1809 traf die Ostschweiz inmitten von Staatsumbrüchen (1798, 1803, 1815) – und die Schweiz war ein Satellit Frankeichs, das heißt ohne eigenständige Außenpolitik. Dementsprechend ambivalent fielen die Reaktionen der Kantone St. Gallen, Schaffhausen und Thurgau zu den Ereignissen in der Nach6 Veranstaltungen Eine Rolle im Vorarlberger Aufstand von 1809 spielte auch der Schützenmajor und Oberkommandant des Bregenzerwaldes Johann Peter Sutterlüti. • Michael Kasper: Der Kampf um Macht und Geld? Die Rolle der ländlichen Eliten bei der Erhebung 1809 Im Zusammenhang mit den vielfältigen Reformen an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert wurde der Einfluss und die Macht der ländlichen Oberschicht stark beeinträchtigt. Am Beispiel des Montafons sollen die Situation und die unterschiedlichen Reaktionen der Eliten auf diese Wandlungsprozesse, die im Jahr 1809 besonders deutlich wurden, beleuchtet werden. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 im Montafon richtet der Fotograf das Augenmerk nicht nur auf die Berge, sondern auch auf unscheinbare Naturstrukturen und auf weltliche und religiöse Zeichen. Entstanden ist so eine Bildersammlung, die sich fast schon zu einer individuellen ‚Heimatkunde’ des Montafons verdichtet. In der Ausstellung werden Arbeiten aus den Jahren 1991 bis 2009 gezeigt: frühe mehrteilige Figurenbilder mit Leuchtkästen und das große Einzelleuchtbild „Vens“ aus der Serie der Gnadenbilder. Erstmals ist die Reihe der Doppelbilder zu sehen, deren paradoxe Motivverbindungen das körperliche und geistige Unterwegssein thematisieren. Ausstellungsdauer: 27. November 2009 bis 10. April 2010 Donnerstag, 26. Nov. 2009, 19.15 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Philipp Schönborn Montafon (Ausstellungseröffnung mit Kurator Beat Gugger) Philipp Schönborn ist im Montafon aufgewachsen und lebt heute in München. Bei seinen langen Wanderungen ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich 7 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.04 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.23 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 17.17 Uhr, Ankunft in Schruns 17.55 Uhr – Rückreise mit der Bahn ab 20.03 Uhr möglich, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich 2010 Freitag, 27. Nov. 2009, 18.30 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns „Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen ...“ (Mt 2, 9) – Krippen aus der Sammlung Anneliese Peter (Ausstellungseröffnung mit der Hausmusik Both und Heinz Bitschnau) Die Eröffnung des „Winterzaubers“ von Schruns-Tschagguns-Tourismus wird inzwischen traditionell mit der Eröffnung einer kleinen Krippenausstellung im Montafoner Heimatmuseum verbunden. Die Sammlung von Anneliese Peter umfasst knapp 20 selbst gefertigte Krippen. Zu sehen sind alpenländische, orientalische und so genannte Stilkrippen, die Anneliese Peter aus Vandans als Mitglied der Krippenfreunde Rankweil – mit 180 Mitgliedern einer der größten und mit etwa 80 Jahren auch einer der ältesten Krippenbauvereine des Landes – mit viel Liebe zum Detail gebaut hat. Heinz Bitschnau liest Geschichten und Gedichte zum Advent. Die Hausmusik Both trägt ebenfalls zum stimmungsvollen Rahmen dieses Abends bei. Sonntag, 29. Nov. 2009, 11-17 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Tag der offenen Tür (mit Krippenausstellung, Geschichten und Gedichten, Musik) Das jüngste Museum der Talschaft öffnet zum traditionellen Bartholomäberger Adventmarkt bei freiem Eintritt seine Türe und bietet neben Führungen zum Museum auch folgende Programmpunkte: Besichtigung alpenländischer Weihnachtskrippen und Krippenfiguren von örtlichen Krippenbauern. Um 12.30 Uhr liest Heinz Bitschnau Geschichten und Gedichte zum Advent, ab 14 Uhr tritt der Bärger Kinderchor auf, der unter dem Motto „sing eppas“ adventliche Stimmung verbreitet. Kaffee, Kuchen und freundliche Gastgeberinnen und Gäste werden für ein herzliches Ambiente sorgen. 8 Veranstaltungen Dienstag, 1. Dez. 2009, 19.15 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafoner Heimatmuseum Schruns Schruns um 1920. Fotografien von Adele Maklott (Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation) men unbestimmt. Die Ausstellung im Museum in Schruns wird daher nicht nur einen Eindruck vom umfangreichen Werk der Amateur-Fotografin und vom Alltag im Montafon vor beinahe hundert Jahren vermitteln, sondern auch die Besucherinnen und Besucher zur Mithilfe bei der Bestimmung der abgebildeten Personen und Ereignisse einladen. Zur Ausstellung erscheint beim SuttonVerlag in Wien ein gleichnamiger Bildband. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich Freitag, 11. Dezember 2009, 17 Uhr Sternensaal (Schruns) Montafon 2: Besiedlung – Bergbau – Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters (Moderierte Buchpräsentation mit Lesung und mittelalterlicher Musik) Zwischen 1917 und 1924 fertigte die Schrunserin Adele Maklott (1892-1978) über tausend Fotografien an, die ihre Familie, das Schrunser Ortsgeschehen sowie viele Einwohner und Einwohnerinnen zeigen. Nach Abschluss eines umfangreichen Digitalisierungsprojekts konnte nun eine Übersicht über die Sammlung erzielt werden. Wohl legte Adele Maklott beinahe jeder der 83 Schachteln für die rund 1020 Negativ-Glasplatten ein Inventar bei, dennoch bleiben eine Reihe von Aufnah- Mit dem zweiten Band der Reihe „Das Montafon in Geschichte und Gegenwart“ beginnt eine historische Gesamtschau des Tales und seiner näheren Umgebung, die von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters reicht. Vertreter der unterschiedlichsten Fachdisziplinen stellen ihre aktuellen Forschungsresultate einer breiten und interessierten Öffentlichkeit vor. Insgesamt sind in dem Band 13 Beiträge versammelt, die entweder das historische Geschehen in chronologischer Abfolge verfolgen oder thematisch angelegte Einzelaspekte einer vertiefen9 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen umfangreiches Register erschließt die Beiträge. Die prachtvolle Ausstattung garantiert Lesevergnügen. Der Band erfüllt somit mehrere Funktionen. Er ist nicht nur ein wissenschaftlich fundiertes Nachschlagewerk auf dem neuesten Stand der Forschung, sondern auch ein anregendes und unterhaltsames „Lesebuch“ für alle an der Geschichte des Tales Interessierten. Eine Veranstaltung des Standes Montafon in Kooperation mit den Montafoner Museen und dem Kulturverein illlitz (das genaue Programm ist in Arbeit) 2010 den Betrachtung unterziehen. Allen Beiträgen gemeinsam ist das Bemühen, das Geschehen in der heute als Montafon bezeichneten Talschaft jeweils vor dem Hintergrund überregionaler Entwicklungen zu betrachten. Auf diese Weise werden immer wieder Blicke auch auf die Nachbarregionen geworfen. Denn nur durch den Vergleich kann das mögliche Spezifikum einzelner Ereignisse erkannt und können größere Entwicklungslinien in ihren transregionalen Kontexten herausgearbeitet werden. Vier Beiträge setzen sich mit den Verhältnissen in prähistorischer und römischer Zeit auseinander. Neueste archäologische Forschungsergebnisse werden in eine Gesamtschau eingebettet, die in dieser Form bis vor wenigen Jahren noch kaum denkbar gewesen wäre. Dabei wird die ältere Siedlungsgeschichte des Tales auf eine völlig neue Grundlage gestellt. Drei Beiträge öffnen den Blick für die nachfolgenden Epochen des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Die Geschichte von Herrschaft und Politik wird ebenso behandelt, wie das Augenmerk auf Siedlungsvorgänge, Organisationsformen, Wirtschaft, Kirche und Geistlichkeit sowie geistesgeschichtliche Veränderungen und Innovationen gelenkt wird. Schließlich sind mehrere Beiträge thematischen Einzelthemen gewidmet: Gerichtsbarkeit, Spuren mittelalterlicher Architektur, die Burgenarchäologie des Tales (Diebschlössle und Valcastiel), eine „kleine“ mittelalterliche Kunstgeschichte sowie die neuesten archäologischen Untersuchungen im Refektorium des Klosters St. Peter. Kurzzusammenfassungen am Beginn aller Beiträge bieten der Leserin und dem Leser eine rasche Orientierung. Ein 10 ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 16.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 16.55 Uhr, Rückreise ab 19.03 Uhr möglich, mit dem Bus Partenen ab 15.47 Uhr, Ankunft in Schruns 16.25 Uhr, ab 19.05 Uhr letzte Busverbindung ab Schruns Richtung Partenen. Aktuelles Sonntag, 13. Dez. 2009, 10.30-17 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Donnerstag, 4. Feb. 2010, 19.30 Uhr Motafoner Heimatmuseum Schruns Montafoner Heimatmuseum Schruns Tag der offenen Tür Der Tag der offenen Tür am „Silbriga Suntig“ ist Tradition und ebenso Tradition ist es, dass das Montafoner Heimatmsueum den ganzen Tag seine Pforte öffnet. Wir bieten Ihnen neben einer geheizten Museumsstube drei Sonderausstellungen zu Philipp Schönborn, zu den Krippen von Anneliese Peter und zur Schrunser Fotografin Adele Maklott. Ebenso bieten wir Ihnen Gelegenheit, aus dem reichhaltigen Angebot an Büchern ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, immerhin sind heuer mit dem Buch über Richard Beitl, dem Buch über die Maisäß Röbi und Rongg, dem Sammelband zum Thema Mensch und Berg im Montafon, mit dem Kulturgeschichtlichen Führer zum Montafon und dann ganz aktuell mit dem Fotoband zu Adele Maklott und vor allem dem zweiten Band zur Montafoner Geschichte sechs Neuerscheinungen zu verzeichnen. Die Brüder Schönborn. Zwei Künstler und ein Kardinal (Filmvorführung) Claus Singer vom Bayerischen Fernsehen hat eine Dokumentation zu den Brüdern Schönborn gemacht, die an diesem Abend zu sehen ist. Aktuelles Die Montafoner Museen sind an Kooperationen mit anderen kulturgeschichtlichen Einrichtungen interessiert. Im Rahmen der Museumsakademie des Joanneums in Schruns konnte Kontakt mit den Südtiroler Kolleginnen geknüpft werden, den Andreas Brugger im Rahmen einer Exkursion nach Südtirol vertiefte. Andreas Brugger vertrat auch den Obmann beim Symposium der „ski.kultur.arlberg“ (hier ist der Obmann als wissenschaftlicher Beirat intergriert). Und das Symposium vom 20. November, das sie diesen Mitteilungen entnehmen können, wird vom Arbeitskreis für interregionale Geschichte durchgeführt ... hier sind die Montafoner Museen ebenfalls vertreten. 11 Montag, 4. Jänner 2010, 19.30 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit Adi Fischer über Heimat Wir bitten zu dieser Veranstaltung die Plätze im Vorfeld zu reservieren, da nur eine beschränkte Zahl an Besucherinnen und Besucher möglich ist. 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles ner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron erwähnt werden, dessen Sammlung aus einer Mischung von Bergsteiger-Utensilien und Buddha-Statuen besteht und den Betrachter ziemlich verwirrt. Interessanter war ohne Zweifel das Touriseum (Südtiroler Landesmuseum für Tourismus) auf Schloss Trauttmannsdorff in Meran, das auf äußerst innovative Weise darstellt, wie die ersten Bergsteiger und Touristen die alpine Bergwelt lieben lernten. Abgerundet wurde der dritte Tag mit der Besichtigung von Schloss Schenna und von der Landesausstellung in der Festung Franzensfeste. Abschließend kann festgehalten werden, dass die Südtiroler Museumslandschaft, die aus über 70 Museen und Sammlungen besteht, durch Vielseitigkeit und Innovativität überzeugen kann. (Andreas Brugger) Wissenschaftliches Symposium von ski.kultur.arlberg (Lech) Am 3. Oktober 2009 fand im Hotel Gotthard in Lech das erste Symposium von ski. kultur.arlberg statt. Da der Arlberg von seinen Bewohnern oftmals als Wiege des alpinen Skilaufs bezeichnet wird, ist es nahe liegend, sich mit der geschichtlichen Entwicklung des weißen Sports in dieser Region eingehend zu befassen. Deshalb wurde 2008 das Projekt ski.kultur.arlberg ins Leben gerufen. Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Eröffnung der Flexenstraße, die für den Aufschwung Lechs von größter Bedeutung war, wurde am Morgen des 3. Oktober am Rüfiplatz in Lech eine einhundert Meter lange Informationswand zur Geschichte des Skilaufs am Arlberg von 1884 bis 1938 präsentiert. Im Anschluss 2010 Südtirol und seine Museumslandschaft (Exkursionsbericht) Diese von der Museumsakademie des Universalmuseums Joanneum in Graz organisierte Exkursion fand vom 24. bis zum 26. September 2009 statt. Der erste Höhepunkt war die Besichtigung des Südtiroler Archäologiemuseums Bozen, dem Ötzi innerhalb von zehn Jahren über 2,5 Millionen Besucher bescherte. Das im Anschluss besichtigte Museion (Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Bozen) sollte von jedem kunstinteressierten Südtirolbesucher besichtigt werden. Der zweite Tag begann mit der Besichtigung von Schloss Tirol (siehe Foto), das nicht nur durch seine imposante Schlossanlage, sondern auch durch eine didaktisch sehr gut aufbereitete Dauerausstellung zur schicksalhaften Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert überzeugen kann. Beim Sandwirt (dem Geburtshaus von Andreas Hofer) und im angeschlossenen Museum Passeier wurde klar, dass Andreas Hofer im Gedenkjahr an die Bergisel-Schlachten 1809 in Tirol allgegenwärtig ist. Hinsichtlich des derzeitigen Alpinismus-Schwerpunkts der Montafoner Museen muss das Mess- 12 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Lange Nacht der Montafoner Museen 2009 Die Montafoner Museen nahmen zum achten Mal an der vom ORF durchgeführten Langen Nacht der Museen teil. 600 Besucherinnen und Besucher nutzten die nächtlichen Stunden, um die Häuser in Schruns (Heimatmuseum), Bartholomäberg (Frühmesshaus), Silbertal (Bergbaumuseum), Gaschurn (Tourismusmuseum) und Tschagguns (Wintersportsammlung) zu besichtigen. Die Ausgangslage ist für die Montafoner Museen keine einfache: Abseits von den Ballungszentren Vorarlbergs gelegen gibt es keine Partizipation an den Besucherströmen, welche die großen Häuser etwa in Dornbirn oder Bregenz erreichen. Fast schon diskriminierend ist es, dass die Montafoner Museen zum wiederholten Male vom organisierten Busfahrplan im Land ausgeschlossen sind. Auch wird das Montafon im Unterschied zum übrigen Land nicht von professionellen Fotografen und demzufolge auch nicht von den Medien beschickt. Es gilt der Grundsatz, dass im Montafon alles selbst gemacht werden muss. Dies ist umso erschwerender, als dass es neben den Montafoner Museen keine andere Einrichtung im Land auf sich nimmt, gleich fünf „Lange Nächte“ zu organisieren. Aber hier kommen wir zum erfreulichen: Ein großes Team von motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bemüht sich um ein Programm und eine Herzlichkeit, die höchst bemerkenswert ist und die es an dieser Stelle hervorzuheben gilt. Nachts im Museumsbus Unter dem Motto „Nachts im Museumsbus“ hatten diesmal die Montafoner Museen einen neuen Anlauf in Sachen 13 daran begann das wissenschaftliche Symposium, in dem zehn Vortragende Einblicke in die Projektarbeit „Auf den Spuren eines Wunders in Weiß“ gaben. So referierte Professor Gustav Schoder von der Universität Stuttgart darüber, wie der Skilauf das Leben der Menschen verändert hat und Professor Bernhard Tschofen von der Universität Tübingen setzte sich in seinem Vortrag ausführlich mit den Begriffen „Kultur“ und „Skikultur“ auseinander. Weiters präsentierten Diplomanden und Doktoranden die Konzepte ihrer wissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit dem Thema Skisport aus den verschiedensten Blickwinkeln, wie etwa Medien, Tourismus und Geologie, auseinandersetzen. Archivarin Mag. Birgit Ortner berichtete über den Aufbau des (ski)geschichtlichen Archivs in Lech. Der Vortrag von Mag. Christof Thöny zeigte mit den Ausführungen zum Zeitzeugenprojekt in Stuben am Arlberg, dass sich das Projekt nicht nur auf Lech beschränkt, auch wenn die Tiroler Seite des Arlbergs offensichtlich kaum ein Thema ist. Abschließend kann festgehalten werden, dass das Projekt ski.kultur. arlberg durch die Vielfalt der Perspektiven und Herangehensweisen überzeugt und man daher auf die Ergebnisse gespannt sein kann. (Andreas Brugger) 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles ins Heimatmuseum; in einem Nebenzimmer übten sich Jugendliche unter Anleitung von Klaus und Karoline Bertle in der Umsetzung derselben Kunst. 2010 Mobilität unternommen und eine Fahrt zu allen Museen des Tales angeboten. Elisabeth Walch betreute auf charmante Weise die Gruppe, die an allen Orten interessante Begegnungen mit der Kunst und Kultur des Tales erleben durfte – ein alle Register ziehendes kulinarisches Angebot sorgte für den entsprechenden Rahmen. Schruns – Tschagguns Die Begrüßung erfolgte im Heimatmuseum in Schruns, nach einem Aperitif bewegte sich der Museumsbus nach Tschagguns, wo Helmut Marent sichtlich stolz einen Blick auf seine über Jahrzehnte zusammen getragene Wintersportsammlung werfen ließ, die das „Who is who“ des Montafoner Skisports repräsentiert. Der Romanist und Flurnamenforscher Guntram Plangg, ehemals Institutsleiter an der Romanistik der Universität Innsbruck, bot den Nachtschwärmer/innen einen faszinierenden Einblick in ein Metier, das die meisten Menschen in ihren Bann zieht. Weniger in den Bann ziehen als vielmehr das Unglück zu verbannen war über Jahrhunderte die Aufgabe des Alpsegens, der täglich auf den Alpen litaneiähnlich gesungen wurde – Martin Borg aus Nenzing beeindruckte in der Stube des Heimatmuseums in Schruns die Gäste mit einem solchen Alpsegen. Dass es dazu indische Kost gab, zeigt, dass die Montafoner Museen den Heimatbegriff längst weiter gefasst haben, als es manche glauben wollen. Verantwortlich für diese interkulturelle Begegnung war der Schrunser Kulturverein illlitz, der mit dem fernöstlichen Land entsprechenden Licht- und Klanginstallationen die Besucherinnen und Besucher begrüßte. Die Bergbilder Edward Theodore Comptons ergänzten den Ausflug 14 Silbertal – Bartholomäberg – Gaschurn Weiter ging die nächtliche Reise nach Silbertal, wo wieder ein vielfältiges Programm geboten wurde. Ob die umfangreiche Bildersammlung Luise Jennys (eine schon lange Jahre geübte Tradition), ob die tief in die Seele gehende Ausstellung des von der jüdischen Volkskundlerin Eugenie Goldstern gesammelten Kinder- Aktuelles spielzeugs oder ob die davon abgeleiteten Kuhgespräche, welche Heidi Bitschnau mit Adolf Zudrell führte – das alles konnte zu den Klängen des Duos Saler genossen werden – ja, und wer sich im Bergbaumuseum für den Bergbau interessierte, war bei Erich Fritz an der richtigen Adresse. Vom „Tal“ ging es anschließend auf den „Berg“, auf den Bartholomäberg. Der Vollmond leuchtete den nächtlichen Museumsbusfahrer/innen den Weg. Das alte Frühmesshaus forderte die Konzentration der Besucher aufs neue. Brigitte Frast begrüßte mit ihren beiden musikalischen Freundinnen die Besucher/innen mit getragenen Zither- und Gitarreklängen. Anschließend wurde es heftig oder – wie ein Besucher meinte – brutal: Heinrich Pfanner, Lyriker aus Vandans, las neu verfasste Marterlsprüche, die eine alte Tradition wieder hochheben ließen. Inhalte sind lustige Charakteristika von Menschen verschiedener Berufsgruppen, allerdings immer mit tödlichem Ausgang. Neu im Repertoire Pfanners sind Küchengedichte, die sinnige und „un“sinnige Träume mit spitzer Feder erzählen. Das war genau die richtige Einstimmung, um anschließend den außergewöhnlichen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Keller des Frühmesshauses zu besuchen, der neben einer spannenden Hausgeschichte für einmal auch Most und Sura Kees preiszugeben hatte. Die letzte Station lag dann etwa 25 Busminuten von Bartholomäberg entfernt in Gaschurn. Auch hier dient ein Frühmesshaus als Kulisse für ein Museum. Franz Josef Battlogg hieß die schillernde Persönlichkeit, die in den 1860er und 1870er Jahren in Gaschurn als Alpinpionier und Chorleiter weit über die Grenzen bekannt war. Gert Spratler wusste in der Langen Nacht alles über ihn und geleitete durch die Sonderausstellung zu Battlogg im oberen Stock des Museums, die in ihrer radikal die außergewöhnlich hohe Qualität der Architektur hervorhebenden Form auch ein neues Zeitalter des Tourismusmuseums anzeigt. In der Stube unterhielten sich die Gäste über nicht ganz so alte Zeiten und sahen dabei den Trachtenstickerinnen auf die flinken Finger. Ein kulinarischer Abschiedsgruß sollte nochmals zum Höhepunkt werden, egal ob mann oder frau nun die Käsesuppe oder den Brösel mit Apfelmus oder am besten gleich beides zu Gemüte führten. 15 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 Danke Die Lange Nacht der Montafoner Museen ließ keine Wünsche offen, und dass dies möglich wurde, lag an all den im Folgenden genannten Menschen: Christa Batlogg, Karoline Bertle, Klaus Bertle, Judith Biermeier, Heidi Bitschnau, Martin Borg, Frau Borg, Georg Breuß, Ingrid Breuß, Andreas Brugger, Marie-Luise Brugger, Bianca Burger, Elisabeth Burger, Sabine Butzerin, Hermine Dönz, Elmar Egg, Brigitte Frast, Erich Fritz, Gemeinde Gaschurn, Gemeinde Silbertal, Helga Isele, Luise Jenny, Michael Kessler, Klaus Kuster, Marlies Kuster, Désirée Mangard, Helmut Marent, Kamalakanta Mohanty (plus Begleitung), Hans Netzer, Martin Pfefferkorn, Dietmar Pichler-Jäger, Guntram Plangg, Otto Rudigier, Anita Saler, Franz Saler, Hubert Sander, Gerda Schallner, Edith Schuchter, Gerd Spratler, Martin Ströhle, Manuel Stroß, Karin Valasek, Dagmar Vergut, Elisabeth Walch, Andreas Walter, Marie-Luise Werle, Marianne Werle, Rudi Widerin, Bruno Winkler, Elisabeth Winkler, WSV Tschagguns, Adolf Zudrell, Johanna Zudrell. (Andreas Rudigier) 11. Montafoner Trachtengespräche in Bartholomäberg Fast 40 interessierte Frauen verfolgten die Beiträge von Gisela Haydn und Richard Sander. Gisela Haydn brachte etliche Korallenketten, Granatketten, Uhrenketten mit – alles, was Montafonerinnen zur Tracht gerne anziehen. Besonders bemerkenswert war die eigens von Goldschmied Nikolaus Haydn angefertigte Hutbrosche. Die goldene, in Filigrantechnik hergestellte und mit Granatsteinen verzierte Hutbrosche stellte ein „Highlight“ der Trach16 tengespräche dar. Nikolaus Haydn kann ganz individuelle Broschen für Trachtenhüte herstellen, ganz nach Wunsch der Kundinnen. Weiters natürlich auch Sonderanfertigungen jeglicher Art, wie zum Beispiel, „Glufa“, Ohrringe oder Nachbildungen alter Stücke. Richard Sander, der umtriebige Chef des gleichnamigen Schuhgeschäftes in Schruns, konnte eine umfassende Geschichte des Schuhs präsentieren. Neue und alte Schuhe gaben einen Gesamtüberblick über die Möglichkeiten des passenden Schuhwerks. Dankenswerterweise soll auch erwähnt werden, dass viele Besucherinnen ihre eigenen älteren und neueren Erbstücke zur Begutachtung mitbrachten. (Elisabeth Walch) Rückblick in Bildern Bludenz, 23. September Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Gauertal, 25. September Lech, 28. September Lech, 28. September Nenzing, 2. Oktober Kloster St. Peter, 15. Oktober Schruns, 20. Oktober 17 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Michael Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28,-/22,-) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 19 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten im Winter 2009/2010 Montafoner Heimatmuseum Schruns: Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: 27.11.-19.12. Freitag u. Samstag, 14-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 15-18 Uhr ab 7.1. Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 16-18 Uhr ab 7.1. Dienstag bis Freitag, 16-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 16-18 Uhr ab 7.1. Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 16-18 Uhr ab 7.1. Dienstag bis Freitag, 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. 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Montafoner_Muse...10_In MontafonerMuseen 01.06.2010 17.12.2012, 08:07 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! In den kommenden Wochen beschäfti­ gen uns drei Schwerpunktthemen, die sich auch in einer hohen Anzahl von Veranstaltungen niederschlagen. Am 11. Mai eröffnet die Wanderausstellung „Mobilität im Montafon“. Der Inhalt betrifft uns alle, die Art und Weise der Vermittlung in einem beweglichen Con­ tainer, der sein Aussehen von Ort zu Ort ändern wird, stößt auf besonderes Inter­ esse der Museumsverantwortlichen. Die Diskussion um das MuseumNeu wird am 18. Mai mit einem Gespräch mit Jurymit­ gliedern beziehungsweise den Architek­ ten fortgesetzt. Ab 1. Juni werden dann auch die Entwürfe aller Architektenbüros in einer Ausstellung im Heimatmuseum zu sehen sein. Der 1. Juni ist auch das Stichwort für einen dritten wichtigen Themenbereich, der uns 2010 beschäf­ tigen wird: In Erinnerung an das verhee­ rende Hochwasser von 1910 werden vor allem in den drei Museen in Bartholo­ mäberg, Gaschurn und Silbertal Ausstel­ lungen zum Thema „Katastrophen“ zu sehen sein. Es handelt sich um Erzähl­ bilder, die auf verschiedene Facetten des Themas eingehen, neben Wasser und Schnee werden auch Kälte, Feuer und Seuchen als Urheber von katastrophalen Ereignissen angesprochen. An dieser Stelle sei auch noch etwas Erfreuliches erwähnt. Robert Rollinger, Herausgeber der ersten beiden Bände zur Montafoner Geschichte, hat dieser Tage den Würdigungspreis für Wissen­ schaft vom Land Vorarlberg erhalten. Damit sind in den vergangenen drei Jah­ ren fünf Personen mit Bezug auf die im Montafon laufenden Projekte vom Land ausgezeichnet worden. Die Bauforschung des Architekten Raimund Rhomberg gibt Auf­ schluss über das Alter jeden Details des bestehenden Heimat­ museums und des ehemaligen Konsum­ gebäudes. Andreas Rudigier (Obmann) 1 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information Montag, 31. Mai, 18 Uhr: MONT.AGsbau – Führung mit Archi­ tekt Hans Hohenfellner im Bahnhofsareal (Bahnhof Schruns) Dienstag, 1. Juni: Die Montafoner Museen haben wie­ der offen und zeigen Ausstellungen zu den Themen „Architekturentwürfe für ein neues Montafoner Heimatmuseum“ (Schruns) und zu „Jahre der Heimsuchung“ (Bartholomäberg, Gaschurn, Silbertal) Donnerstag, 3. Juni, später Vormittag: Frühschoppen und Bewirtung im Rahmen der Ausstellung „Mobilität im Montafon“ (Bartholomäberg) Donnerstag, 3. Juni, 10 – 18 Uhr: Tag der offenen Tür in allen Montafo­ ner Museen (Bartholomäberg, Gaschurn, Schruns, Silbertal) Samstag, 12. Juni, 8.15 – 17 Uhr: Exkursionen zu Bauten von und mit Marte. Marte (Vorarlberger Vorderland) Dienstag, 15. Juni, 19 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Mobilität im Montafon“ in Gaschurn Montag, 21. Juni, 18 Uhr: MONT.AGsbau – Führung mit Bauforscher Raimund Rhomberg durch das zur Diskus­ sion stehende Gebäude des ehemaligen SilvrettaCenters (Kirchplatz Schruns) Montag, 28. Juni, 10 Uhr: MONT.AGstreff – alles Wissenswerte rund um das MuseumNeu (Museum Schruns) Montag, 28. Juni, 18 Uhr: (Anmeldung notwendig!) MONT.AGstreff – alles Wissenswerte rund um das Muse­ umNeu (Museum Schruns) 2010 Veranstaltungen im Überblick Dienstag, 11. Mai, 18 Uhr: Mobilität im Montafon, Ausstellungseröff­ nung (Kulturbühne Schruns) Dienstag, 18. Mai, 19 Uhr: 13. Montafoner Trachtengespräche: Die Werktagstracht (Museum Gaschurn – Näheres siehe letzte Mitgliederinfo) Dienstag, 18. Mai, 19.30 Uhr: Positionen zum Planungsentwurf Museum­ Neu. Gespräch mit Juroren und Architek­ ten (Museum Schruns) Mittwoch, 19. Mai, 16 Uhr: Kinderworkshop zur Malerei von Hannes Bertle (MAP-Kellergalerie, Museum Schruns – Näheres siehe letzte Mitgliederinfo) Donnerstag, 20. Mai, 19.30 Uhr: Flurnamen in Bartholomäberg, Vortrag und Diskussion mit Guntram Plangg (Mehr­ zwecksaal Bartholomäberg) Donnerstag, 27. Mai, 19.30 Uhr: Die Gattenwahl vor der Einführung der kirchlichen Eheschließung, Vortrag von Manfred Tschaikner (Wintersportsamm­ lung Tschagguns) Freitag, 28. Mai, 20.30 Uhr: Musikalische und lyrische Meditationen mit Bruno Oberhammer und Augustin Jagg (Pfarrkirche Tschagguns) Samstag, 29. Mai, 12.30 Uhr: Stiftsarchiv St. Gallen, Führung mit Peter Erhart Montag, 31. Mai, 10 Uhr: MONT.AGstreff – alles Wissenswerte rund um das MuseumNeu (Museum Schruns) 2 Veranstaltungen Kulturbühne Schruns Dienstag, 11. Mai 2010, 18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Mobilität im Montafon (Ausstellungseröffnung mit Landesrat Karl-Heinz Rüdisser) Anfang 2009 startete der Prozess „Rau­ mentwicklung Montafon“. Die zehn Montafoner Gemeinden arbeiten seither intensiv gemeinsam mit dem Stand Mon­ tafon und dem Land Vorarlberg an regi­ onalen Entwicklungsthemen und lang­ fristig tragfähigen Perspektiven für die Region. Im Zuge dieses Prozesses wan­ dert vom 11. Mai bis zum 18. Juli 2010 eine Ausstellung zum Thema Mobili­ tät im Montafon durch alle Gemein­ den. Ganz im Sinne des Themas findet diese in einem Container statt, der sei­ nen Standort und sein Erscheinungsbild wöchentlich wechselt und so in allen zehn Montafoner Gemeinden ein spezi­ elles Besuchsziel wird. ten. Anmeldungen sind nicht notwen­ dig. Wünschen Sie für Ihren Verein, Ihre Schulklasse, Gruppe oder Nachbarschaft einen eigenen Termin für eine Führung oder Diskussion, melden Sie diese bitte mit Angabe einer Telefonnummer unter der Email-Adresse montafon@kairos. or.at bzw. telefonisch unter 0557454044. In jeder Gemeinde wird es gesonderte Veranstaltungen unter Einbindung von lokalen Vereinen oder Gruppen geben. Diese sind sowohl dem Programm unten (siehe S. 7-8), als auch den örtlichen Gemeindeblättern zu entnehmen. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz um 17.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 17.57 Uhr ... Rückreise ab Schruns stündlich ab 20.03 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Dienstag, 18. Mai 2010, 19.30 Uhr Positionen zum Planungsentwurf MuseumNeu (Gespräch mit Dr. Walter Angonese und den Architekten DI Bernhard Marte, DI Stefan Marte) Erstmals besteht die Möglichkeit, die Plan­ ntwürfe des Siegerprojekts für eine e Museumserweiterung mit maßgeblichen Experten zu diskutieren. Die Brüder Bern­ hard und Stefan Marte erläutern ihre Museumspläne, die vorgesehene Funk­ tionsweise, und nicht zuletzt ihre Archi­ tektursprache. Der zweite Fachmann des Abends ist Walter Angonese aus Kaltern. Er war beim Wettbewerb Fachjuror, und erläutert an diesem Abend seine Position zum Planentwurf als Preisrichter. Darüber 3 In der multimedialen Ausstellung stehen sich ein Rückblick zur Geschichte der Mobilität im Montafon und eine Vision für die Zukunft gegenüber. Der Ausstel­ lungsraum ist während der Ausstellungs­ tage ganztägig offen. Jeden Dienstag um 17 Uhr und jeden Donnerstag um 17 Uhr werden Führungen und Diskus­ sionen direkt in der Ausstellung angebo­ 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 hinaus informiert Walter Angonese über seine Erfahrungen in Südtirol mit Orts­ kernverbauung, mit der Kombination alt/neu, und über örtliche Bauentwick­ lungskonzepte. Im Anschluss an die Aus­ führungen der Gastreferenten ist eine offene Diskussion mit den Architekten und dem Fachjuror vorgesehen. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz um 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr ... Rückreise ab Schruns um 22.03 Uhr Bartholomäberg, Mehrzweckgebäude Donnerstag, 20. Mai 2010, 19.30 Uhr Alte Namen am Bartholomäberg (Vortrag mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg) Unter vielen deutschen Namen wie „Küahli Rast“ oder „Mäßboda“, die dem bäuerlichen Alltag gelten und für Heimi­ sche „sprechende Namen“ sein dürften, sind „Brosistall“ oder „Lippaloch“ schon schwieriger zu erklären, weil die Perso­ nennamen als romanische Kurzformen auftreten (Ambrós, Philípp). Jüngere Leute werden „Küubriascha“ nicht mehr verstehen – „briasch me net a“, sagte man, wenn jemand laut wurde. Rätoro­ manisch „bargir, bariéscha“ heißt „brül­ len“. Ganz romanisch wird dann „(G) lavadíel“ (kleiner Stall) oder „Liamat“ (Grenze) neben vielen anderen interes­ santen Benennungen, die wir bespre­ chen wollen, in „Red und Widerred“. Guntram Plangg ist emeritierter Profes­ sor und ehemals Institutsleiter an der Romanistik (Universität Innsbruck). Er arbeitet in Kooperation mit den Mon­ tafoner Museen derzeit an einer Veröf­ fentlichung zu Montafoner Flurnamen. 4 Zu diesem Anlass hält Professor Plangg in allen Gemeinden des Tales Vorträge, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und auch Fragen des interessier­ ten Publikums – wenn es möglich ist – zu beantworten. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.10 Uhr, Schruns an 18.30 Uhr, Bus ab Schruns 18.35, Bartholomäberg an 18.48 Uhr, Mitfahrgelegenheit möglich, bitte um Anmeldung im Museum Schruns, ab Bahnhof Schruns Rückreise um 22.03 Uhr Tschagguns, Wintersportsammlung (Altes Gemeindeamt) Donnerstag, 27. Mai 2010, 19.30 Uhr Die Gattenwahl vor der Einführung der kirchlichen Eheschließung (Vortrag mit Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner) Die Eheschließung von einer persönli­ chen Abmachung in eine obrigkeitlich normierte und kontrollierte Einrichtung umzuformen, bedurfte langer Zeit und großer Anstrengungen. Vordergründig ging es dabei auch darum, bigamistische Verhältnisse zu verhindern. Ein entspre­ chender Montafoner Gerichtsfall aus der Veranstaltungen Mitte des 16. Jahrhunderts ermöglicht tiefe Einblicke in die volkstümlichen Vor­ formen der kirchlichen Eheschließung. Manfred Tschaikner arbeitet am Vorarl­ berger Landesarchiv und lehrt Geschichte an der Universität in Wien. Überdies ist er derzeit mit der Verfassung des Tex­ tes für den dritten Band der Montafoner Geschichte (Frühe Neuzeit, 17./18. Jahr­ hundert) beauftragt. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 18.53 Uhr, Rückreise ab Tschagguns Richtung Bludenz um 22.05 Uhr. Tschagguns, Pfarrkirche Freitag, 28. Mai 2010, 20.30 Uhr Meditationes Viae Crucis. Musikalische und lyrische Meditationen zum Kreuzweg von Hannes Bertle (Konzert und Lesung mit Prof. Bruno Oberhammer und Augustin Jagg) Die Ausstellung zum Schaffen von Han­ nes Bertle (1910-1978) endet an diesem Abend mit einem besonderen Hörer­ lebnis. Professor Bruno Oberhammer ist ein Virtuose auf der Orgel und wird das bekannte, von Joseph Bergöntzle geschaffene Instrument mit Werken von Johann Sebastian Bach und eige­ nen Improvisationen zum Kreuzwegtext 5 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Zu beachten sind: Die Kosten für den Bus und den Eintritt (richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer/innen) – Anmel­ dung bis 26. Mai im Montafoner Hei­ matmuseum. Donnerstag, 3. Juni 2010, 10-18 Uhr 2010 „Hände am Holz“ des Dichters Josef Dirnbeck erklingen lassen. Der Theater­ macher und Fernsehsprecher Augustin Jagg wird dem Publikum als Rezitator die Texte Dirnbecks näher bringen. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 19.55 Uhr, Rückreise ab Tschagguns Richtung Bludenz um 22.05 Uhr St. Gallen, Stiftsarchiv Samstag, 29. Mai 2010, 12.30 Uhr (Treffpunkt: Bahnhof Schruns) Altes Frühmesshaus Bartholomäberg, Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn, Montafoner Bergbaumuseum Silbertal, Montafoner Heimatmuseum Schruns Das Stiftsarchiv St. Gallen (Exkursion mit Dr. Peter Erhart) Im Stiftsarchiv St. Gallen werden die ältesten schriftlichen Zeugnisse für den Walgau aus dem frühen Mittelalter auf­ bewahrt, darunter auch der erste Nach­ weis für Bludenz. Gemeinsam mit der Stiftsbibliothek, die neben der Kathed­ rale zu den wichtigsten Werken des Bre­ genzerwälder Baumeisters Peter Thumb gehören, erhalten Sie Gelegenheit, UNESCO-Weltkulturerbe und die Bezie­ hungen zwischen St. Gallen und dem Vorarlberger Oberland kennenzulernen. Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon (Tag der offenen Tür) Auch heuer steht der Montafoner Muse­ umssommer unter einem gemeinsamen thematischen Dach. War es im vergange­ nen Jahr die leidenschaftliche Beziehung zwischen Mensch und Berg, so sind es heuer Katastrophen, die aus unterschied­ lichen Blickwinkeln beleuchtet werden. In allen vier Museen erzählen Befunde, Fotografien und Zeitzeugen von kleine­ ren und größeren Katastrophen im Mon­ tafon. Sich diesem Phänomen in umfassen­ der Weise nähern zu wollen, wäre ein vermessenes Vorhaben. Einzelne kleine Geschichten von Not und Unheil im Montafon haben deshalb nur episodi­ schen Charakter. Allerdings, diese Redu­ ziertheit ist auch durch einen anderen Umstand bedingt: Der Heimatschutzver­ ein widmet sich im heurigen Jahr parallel zur Thematik Katastrophe auch anderen aktuellen Entwicklungen. Dazu gehören in erster Linie die Mon­ tafoner Architekturgespräche, in Anleh­ 6 Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Silbertal: „Alpiner Zengarten“ Mittwoch, 26. Mai bis Sonntag, 30. Mai: Ausstellung ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Donnerstag, 27. Mai, 17 Uhr Sonntag, 30. Mai, 10 Uhr: Im Zuge des „Tages der Blasmusik“ im Silbertal, ist für musikalische Unterhaltung und das leibli­ che Wohl aller Gäste gesorgt Bartholomäberg: „Aussichtsterrasse“ Dienstag, 1. Juni bis Sonntag, 6. Juni: Ausstellung ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 1. Juni, 17 Uhr Donnerstag, 3. Juni: bei guter Witterung gibt es einen Frühschoppen mit Bewir­ tung und Musik im Anschluss an die Fronleichnamsprozession. St. Gallenkirch: „Open Air Kino“ Dienstag, 8. Juni bis Sonntag, 13. Juni: Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 8. Juni und Donnerstag, 10. Juni, jeweils um 17 Uhr Freitag, 11. Juni, 16 Uhr: Public Scree­ ning zur Eröffnung der Fußballweltmeis­ terschaft. Für Speis und Trank ist gesorgt. Gaschurn: „Temporäres Wohnen im alpi­ nen Raum“ Dienstag, 15. Juni bis Sonntag, 20. Juni: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Dienstag 15. Juni, 19 Uhr: Eröffnung durch den Bürgermeister, Führungen durch die Ausstellung. Musikalische Unterhaltung durch die Bürgermusik Gaschurn/Partenen sowie den DJ Phil­ lip Dona. Für die Bewirtung sorgen das Vitalzentrum Felbermayer, die Lokale Galarie und Ausrutscher. Zusätzliche Führung und Diskussion: Donnerstag, 17. Juni, 17 Uhr Bei guter Witterung kann auf dem Con­ 7 nung an das Wettbewerbsergebnis zum Projekt MuseumNEU. Am Standort Schruns ist eine Ausstellung mit allen Pla­ nentwürfen vorgesehen. Weiters zeigt das Frühmesshaus Gaschurn archäologi­ sche Ergebnisse des internationalen For­ schungsprojekts „Rückwege“ aus dem Studienraum Silvrettagruppe. Das behut­ sam wachsende Frühmesshaus Bartholo­ mäberg widmet sich aktuellen Aspekten der Hausforschung und zeigt Neuzu­ gänge der wachsenden Sammlung. Aktuelles Wanderausstellung „Mobilität im Montafon“ – das Programm raumentwicklung montafon Schruns/Tschagguns: „Zentrum“ Mittwoch, 12. Mai bis Montag, 24. Mai: Ausstellung ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 18. Mai und Donnerstag, 20. Mai jeweils um 17 Uhr 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles stellungsbesucher durch die örtliche Feu­ erwehr. 2010 tainer mit Blick in die Sterne übernachtet werden. Anmeldungen im Gemeinde­ amt erbeten. St. Anton: „Vorsicht Fußgänger“ Dienstag, 22. Juni bis Sonntag, 27. Juni: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 22. Juni und Donnerstag, 24. Juni, 17 Uhr Dienstag, 22. Juni, 17 Uhr: Für das leib­ liche Wohl der Fußgänger wird gesorgt. Vandans: „Schöne Aussicht Erneuerbare Energie“ Dienstag, 29. Juni bis Sonntag, 4. Juli: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 29. Juni und Donnerstag, 1. Juli, 17 Uhr Stallehr: „Wo geht’s hier nach Monta­ fon?“ Dienstag, 6. Juli bis Sonntag, 11. Juli: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 6. Juli und Donnerstag, 8. Juli, 17 Uhr Freitag, 9. Juli, 20 Uhr: Platzkonzert bei der Ausstellung. Für das leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt. Lorüns: „Info Center Montafon Park“ Dienstag, 13. Juli bis Sonntag, 18. Juli: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 13. Juli und Donnerstag, 15. Juli, 17 Uhr Dienstag, 13. Juli: Verköstigung der Aus­ 8 Mit der Zeinisjochbahn durch das Montafon. Dokumente über ein nicht verwirklichtes Bahnprojekt im Österreichischen Staatsarchiv in Wien gefunden In Vorarlberg bestanden einige Eisen­ bahn- und Seilbahnprojekte, die niemals verwirklicht wurden (Verlängerung der Bregenzerwaldbahn nach Schoppernau, Straßenbahn ins Gütle bei Dornbirn, Ringstraßenbahn im unteren Rheintal, Geologische Skizze von Prof. Koch, 1872 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Seilbahn von Feldkirch aufs Älpele). Die Erbauer der Montafonerbahn träumten – bei der Eröff­ nung 1905 – von der Verlängerung der Bahn sogar bis Davos, auch von einer Zahnradbahn nach Gargellen und von einem Elektrobus (O-Bus) nach Gaschurn war vor rund 100 Jahren die Rede. Das Jahrhun­ Streckenverlauf derthochwasser 1910 und später der Erste Weltkrieg machten diese Pläne zunichte. Seit bei­ nahe 30 Jahren wird die Verlängerung der Montafonerbahn in die Innerfratte immer wie­ der erwogen. In der Eisenbahnlitera­ tur stößt man auf den Hinweis einer geplanten Bahn unter dem Zeinis­ joch als Alternativtrasse Längenprofilskizze (ÖStA Wien) zur Arlbergbahn. Im Zuge der Recherchen für die Wanderaus­ sofort aus, denn der Scheitelpunkt lag stellung „Mobilität im Montafon“ (siehe von allen Trassenvarianten am höchs­ den Hinweis in diesem Heft) konnten ten. Für die „Zeynesjochbahn“ wurden nun im Österreichischen Staatsarchiv in aber noch 1872 Trassen- und Tunnel­ Wien die Unterlagen zu diesem Projekt studien vorgenommen. Der Professor ausgehoben und Kopien für das Monta­ für Geologe und Mineralogie in Wien, fon Archiv angefertigt werden. Gustav Adolf Koch, erstellte ein geolo­ Bereits um 1869 (also noch vor der Eröff­ gisches Gutachten. Doch die Strecken­ nung der Bahn Lindau-Bludenz 1872) führung durch das Kloster- und Stanzer­ wurden in einem Bericht über die „Tirol- tal erwies sich als vorteilhafter: Die Bahn Vorarlbergische Verbindungsbahn“ drei durch das Montafon und Paznaun, für Trassenvarianten für die Streckenfüh­ die Stationen in Schruns, „Gurtepohl“ rung erörtert: die Linie durch das Klos­ und Gaschurn vorgesehen waren, ehe tertal und den Arlberg, die Überwindung sie das Zeinisjoch mittels eines Tunnels des Silbertaler Winterjöchl und auch bewältigen sollte, hätte im Vergleich mit die Untertunnelung des Zeinisjoches. der späteren Arlbergbahn eine größere Die Strecke durch das Silbertal schied Streckenlänge, einen längeren Tunnel 9 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles bung erläutern zu lassen und darüber zu diskutieren. Für den Beginn der Serie MONT.AG-Bau hatten wir bereits am 3. Mai den Schrunser Friedhof (Planungs­ büro Lang/Vonier) gewählt. MONT.AG. Bau II: Der zweite Ort für unseren „MONT.AG. Bau“ ist das Bahn­ hofsareal Schruns. Bei Klagen über den Verlust einer cha­ rakteristischen Architektur im Schrunser Zentrum wird immer wieder das Erschei­ nungsbild des Bahnhofsareals erwähnt. Grund genug, auch hier vor Ort über Expertisen und Emotionen zu diskutie­ ren. Der planende Architekt Hans Hohen­ fellner führt durch das Gelände und in das Objekt. Dabei erläutert er Funktio­ nalität, Erscheinungsbild, Materialwahl und die städtebauliche Einordnung sei­ ner Planung. Termin: Montag, 31. Mai (18 Uhr), Bahn­ hof Schruns mit Architekt Hans Hohen­ fellner MONT.AG. Bau III: Dritter Ort für unse­ ren „MONT.AG. Bau“ ist der einstmalige Konsum am Kirchplatz. Ein fachkundig begleiteter Lokalaugenschein mit Haus­ führung verspricht ein besonderes Erleb­ nis zu werden. Die Ergebnisse einer äußerst fundierten Bauforschung haben für dieses Objekt eine selten bewegte Aus-, Auf-, An- und Umbaugeschichte ausgewiesen. Zusätzli­ ches Gewicht erhält diese Hausführung durch den Umstand, dass die Oberge­ schosse des Hauses nach den Planungs­ entwürfen der Architekten Marte.Marte durch einen Neubau ersetzt werden sollen. Raimund Rhomberg, Autor der Bauforschungsstudie, wird die bauhis­ 2010 sowie eine längere Bauzeit mit weitaus höheren Baukosten erfordert. Gleichzei­ tig herrschten ungünstigere klimatische und geologische Verhältnisse bei einem zudem höheren Scheitelpunkt. Seit nunmehr 126 Jahren – 1884 – fah­ ren Züge durch das Klostertal zum Arl­ berg hinauf, das Montafon erhielt seine Bahn (nach jahrelangen Diskussionen) schließlich 1905. (Peter Strasser) Montafoner Architekturgespräche (MONT.AG): Eine Serie mit Angeboten zu Architektur, rund um das Projekt MuseumNEU (1) MONT.AG. Impulse: Jeden Montag verschicken wir per Mail anregende Impulse zu Architektur MONT.AG. Bild: Knapp kommentierte Beispiele aus nahe gelegenen Alpenregi­ onen. MONT.AG. Frage: Dafür braucht es kein Fachwissen, lediglich Interesse am Pro­ jekt MuseumNEU. MONT.AG. Treff: Einmal monatlich kann man sich im Heimatmuseum informieren und austauschen. Nächste Termine: 31. Mai (10 Uhr), 28. Juni (10 Uhr, bei Bedarf auch um 18 Uhr – für letztere Uhrzeit bitte anmelden) Wir nehmen interessierte Personen, die unsere „MONT.AG. Impulse“ erhalten möch­en, gern in unseren Mailverteiler auf. t (2) MONT.AG. Bau Fallweise bieten wir die Möglichkeit, sich von Expertinnen und Experten exemp­ larische Objekte in Schruns und Umge­ 10 Aktuelles torische Gesamtsituation erläutern, und durch das seit etlichen Jahren leer ste­ hende Haus führen. Dabei wird Raimund Rhomberg diverse Altersstrukturen, Bau­ etappen und Stilmerkmale auch für Laien lesbar machen. Termin: Montag, 21. Juni (18 Uhr), Treff­ punkt Heimatmuseum Foyer. Hausrund­ gang im ehemaligen Silvretta Center mit Bauforscher Raimund Rhomberg (3) Positionen zum Planungsentwurf Siehe Veranstaltung am 18. Mai (S. 3) (4) Ausstellung Planentwürfe für MuseumNeu Die Entwicklung des Projekts Museum­ NEU umfasste neben einer akribischen Bauforschung auch einen architekto­ nischen Wettbewerb, der acht renom­ mierte Architekturbüros aus Vorarlberg, der Schweiz und Italien bewogen hat, ihre Planungsideen einzureichen. Die im Charakter sehr unterschiedlichen Pla­ nungsentwürfe sollen nun öffentlich präsentiert und diskutiert werden. Zuvor war es dem Projektträger ein Anliegen, den Nachbarn, Geschäftsbetreibern, dem Museumsteam, dem Museumsaus­ schuss, den Mitgliedern des Heimat­ schutzvereins und den Auftraggebern auf politischer Ebene in vielen Gesprä­ chen den Rohentwurf des Siegerprojek­ tes persönlich vorzustellen. Diese Phase ist nun abgeschlossen, und ab Juni sind die Pläne der Wettbewerbsteilnehmer im Heimatmuseum ausgestellt. Montafoner Heimatmuseum: 1. Juni bis 31. Oktober, Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 (5) Exkursion zu und mit Marte.Marte Eine Architekturfahrt durch das Vorarl­ berger Vorderland führt zu mehreren Objekten, die von Marte.Marte Architek­ ten geplant worden sind. Geleitet wird die Exkursion von Stefan bzw. Bernhard Marte. Diese Architekturfahrt gewährt konkrete Einblicke in das breite Spektrum der Arbeit von Marte.Marte Architekten auf engstem Raum. Absicht der Objekt­ auswahl ist es, die Unterschiedlichkeit der Funktionsweisen (vom Wohnhaus über Feuerwehrhaus bis zum Friedhof) zu zeigen, die Architektur auch im Innern erfahrbar zu machen, und jene Architek­ ten persönlich kennen zu lernen, die für das Heimatmuseum einen überzeugen­ den Planungsentwurf vorgelegt haben. Erste Station der Exkursion ist das Atelier der Architekten, ein altes Rheintalhaus in Weiler. Termin: Samstag, 12. Juni, Abfahrt in Schruns am Bahnhof um 8.15 Uhr. Fahrt im gemeinsamen Bus, Rückkehr nach Schruns ca. 17 Uhr. Voranmeldung im Heimatmuseum Schruns. (6) MONT.AG. Treff. Spezial! Anlässlich des Architekturtreffs am letz­ ten Montag des Monats bieten wir für den Juni-Treff eine Besonderheit an: Eine Kurzführung durch die Ausstellung mit den Einreichplänen für das MuseumNEU. Im Zentrum der gesprächsorientierten Führung stehen verschiedene Vergleichs­ ebenen zwischen den Plänen, womit die subjektiven Einschätzungen mit objekti­ vierbaren Qualitätskriterien in Beziehung gesetzt werden können. Termin: Montag, 28. Juni (10 Uhr), Hei­ matmuseum. Bei Bedarf bieten wir die­ 11 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 sen Spezialtreff am selben Montag auch um 18 Uhr an. Für den Abendtermin ersuchen wir um Voranmeldung. Tipp: Am 28. und 29. Mai werden in Vorarlberg wie im übrigen Österreich so genannte „Architekturtage durchgeführt. Infos unter www.architekturtage.at Vom Abreißen und Neubauen – ein neues Museum für Schruns. Vor hundert Jahren stand bereits einmal der Neubau des Montafoner Heimatmuseums zur Diskussion Vor rund hundert Jahren stellte sich in Schruns die Frage nach einem Bau des Museumsgebäudes. Nach der Gründung einer „Freien Gesellschaft zur Schaf­ fung einer naturhistorischen Samm­ lung für das Tal Montafon“ 1906 wuchs der Sammlungsbestand so rasch an, dass die Vitrinen im Schrunser Schul­ haus bald nicht mehr ausreichten (denn inzwischen erweiterte man das Sam­ melspektrum auch auf kunstgeschicht­ liche Gegenstände). Der Ausschuss der „Freien Gesellschaft“ beschloss daher am 2. Dezember 1911 den Bau eines Museumsgebäudes. Um das große Pro­ jekt nachhaltiger vorantreiben zu kön­ nen, erfolgte 1912 die Umwandlung der 12 „Freien Gesellschaft“ zum „Verein für Heimatschutz im Tale Montafon“. Die Gemeinde Schruns und der Stand Montafon standen dem Projekt wohl­ wollend gegenüber (Die Einstellung der Bevölkerung geht aus den zahlreichen Akten im Museumsarchiv nicht hervor): Die Gemeinde sicherte den Bauplatz zu, der Stand hätte das Holz zur Verfügung gestellt – zum Bau kam es aber dennoch nicht. Was war geschehen? Aktuelles Die Planung wurde auf eine professi­ onelle Basis gestellt: Der Landesarchi­ var Viktor Kleiner beriet über die Vor­ gangsweise und stellte den Kontakt zu den Behörden in Bregenz, Innsbruck und Wien her. Baumeister Wolf aus Bludenz entwarf eine dreigeschossige Villa (Kel­ ler, EG, OG) mit Elementen des damals modischen „Heimatstils“. Der Entwurf wurde sowohl dem „k.k. Landeskonser­ vatorat für Denkmalpflege“ in Innsbruck als auch der „k.k. Zentralkommission für Denkmalpflege“ in Wien zur Begutach­ tung vorgelegt. Durch die Einbeziehung höchster Stellen des Denkmalschutzes in montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 der Monarchie wurde eine architekto­ nisch hochstehende Expertise erreicht, die damals (und wohl auch später) für das Montafon außergewöhnlich war. Die beiden damals führenden Exper­ ten für ländliche Architektur, der Archi­ tekt Georg Baumeister und der Landes­ konservator für Tirol-Vorarlberg, Johann Deininger, bescheinigten in ihren Gut­ achten, dass „das projektierte Gebäude hinsichtlich seiner Grundrissanlage und äußeren Erscheinung im allgemeinen der alten Montafoner Bauernhaustype [ent­ spricht].“ Deren Änderungsvorschläge (insbesonders im Bereich der Fassade, Jahre der Heimsuchung Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon Vor genau hundert Jahren wurde das Montafon von einer schrecklichen Naturkatastrophe heimgesucht. Rasche Schneeschmelze und Dauerregen verwandelten Rinnsale und Bäche zu reißenden Flüssen. Die verheerende Folge war ein Jahrhunderthochwasser mit extremen Vermurungen in mehren Orten des Tales. Das Katastrophenszenario ist uns nicht nur eindrücklich in Erinnerung wegen der massiven Reaktionen. Diese reichten bis zu Aussiedlungsplänen des am schlimmsten betroffenen Dorfes Vandans. Zudem kam bei dieser Katastrophe erstmals das Medium Fotografie sehr umfassend zum Einsatz. Somit konnte der Nachwelt das Bild der Verwüstungen deutlicher erhalten werden als jemals zuvor. Die Ausstellungen in allen vier Montafoner Museen spüren, in Erinnerung an dieses Hochwasser vor 100 Jahren, auch anderen Katastrophenereignissen im Montafon nach. Dies geschieht in den vier Montafoner Museen allerdings auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Themen. Der Bogen spannt sich von der Lawinenkatastrophe 1689 über das Hungerjahr 1817 bis zu jüngsten Brand- und Sturmschäden. Die 4 Ausstellungen dokumentieren die Katastrophen selbst, aber auch deren Folgen für Mensch und Natur. Nicht zuletzt gilt das Interesse den vielfältigen Versuchen, solche „Schicksalsschläge“ zu verhindern: Im religiösen Leben, im Aberglauben – und letztlich durch ein wachsendes Bemühen, sich real abzusichern. Ausstellungsdauer: 1. Juni – 31. Oktober 2010 Öffnungszeiten: Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, jeweils 10 bis 18 Uhr Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, jeweils 15 bis 18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Dienstag bis Samstag, jeweils 15 bis 18 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, jeweils 15 bis 18 Uhr Informationen: Montafoner Heimatmuseum, 6780 Schruns, T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at; I www.stand-montafon.at/kultur www.luger-grafik.com 13 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 der Fensterformen und Ornamente) wur­ den im Endentwurf berücksichtigt. Zeugte die architektonische Gestaltung und Vorgangsweise von hoher Professi­ onalität, so scheiterte das ambitionierte Projekt schließlich an der Mittelaufbrin­ gung: Die geplante Lotterie mit 30.000 Losen zu je 1 Krone führte mit dem k.k. Finanzministerium zu zähen, langwieri­ gen Verhandlungen. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Sommer 1914 ließ die Pläne in der „Schublade“ (sprich im Museumsarchiv) verschwinden. Da der Bau nicht ausgeführt wurde, konnte sich ein anderes Gebäude an einer Neunutzung und Gnadenfrist erfreuen: Das Museum hätte etwa im Bereich des heutigen „Haus des Gastes“ in der Silvrettastraße 6 errichtet wer­ den sollen. Das Frühmesshaus aus dem Jahre 1690 wäre damals dem Abriss sicher gewesen. Nun konnte aber das geschichtsträchtige Haus – auf Anre­ gung des damaligen Direktors des Vor­ arlberger Landesmuseums Ing. Lukesch – am 12. Juni 1921 als „Montafoner Heimatschutz-Museum“ eröffnet wer­ den. 1931 unter Denkmalschutz gestellt, musste das ungünstig situierte Gebäude – es bildete eine Engstelle – im Frühjahr 1972 zugunsten des Straßenverkehrs weichen. Das Museumsgut wurde zehn Jahre später im heutigen Haus am Kirch­ platz wieder der Bevölkerung zugänglich gemacht. (Peter Strasser) Internationaler Kulturwanderweg ViaValtellina im Abschnitt Montafon Schon seit 20 Jahren begleitet der frü­ here Geschäftsführer des Montafon-Tou­ rismus Karl Perathoner Wandergruppen 14 auf den Spuren des historischen Säu­ merweges zwischen Tirano im Wein­ baugebiet Veltlin und Schruns. In letz­ ter Zeit nutzen in zunehmendem Maß auch andere Wanderführer und Weit­ wanderer, die eigenständig unterwegs sind, diese attraktive Wanderroute durch vielfältige Kultur- und Berglandschaf­ ten in drei Staaten und Sprachregio­ nen. Seit Mai 2007 ist die ViaValtellina eine der interessantesten und am stärks­ ten frequentierten Routen im Tourismus­ programm „Kulturwege Schweiz“. Im Schweizer Förderverein ViaValtellina ist auch das Montafon durch den Obmann des Heimatschutzvereines vertreten. Der Stand Montafon und die Gemeinde St. Gallenkirch bemühen sich seit 2008 im Rahmen eines EU-geförderten Pro­ jektes (Leader13), die Trasse des Veltlin­ erweges auch zwischen Gargellen und Schruns/Tschagguns unter Einbeziehung der noch vorhandenen oder in der Natur erkennbaren Reste des bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts genutzten Saum­ weges durchgehend rechtlich und bau­ lich umzusetzen. Der Heimatschutz­ verein unterstützt die Projektträger im Rahmen einer Arbeitsgruppe bei der Trassenplanung, den Verhandlungen mit den Grundeigentümern und der bauli­ chen Umsetzung einschließlich Wegwei­ sung und Markierung. Aktuelles Zwischen Schruns/Tschagguns und St. Gallenkirch/Galgenuel und auch zwi­ schen dem Sarotlamaisäß und Gargel­ len ist der Wegverlauf bereits festgelegt und begehbar. Im Bereich ZuggawaldPlatinabach sind vor Anlegung der Via­ Valtellina noch bauliche Sicherungs- und Sanierungsarbeiten der Landesstraßen­ verwaltung (Steinschlagschutz Zugga­ wald, Rutschungssanierung Platinastutz) abzuwarten. Zu den restlichen Wegab­ schnitten im vorderen Gargellental sind in den letzten Monaten die Verhandlun­ gen mit den Grundeigentümern intensi­ viert worden. Dabei konnte weitestge­ hend Verständnis für dieses Wegprojekt als Bestandteil eines regionalen und internationalen Netzwerkes für nachhal­ tige Mobilität in Tourismus, Freizeit und Alltag festgestellt werden. (Leo Walser) St. Gallenkircher Beichtregister: 1610 und 1613 Zu den Vorbereitungen auf die Oster­ feier zählte die Verpflichtung, während der vorangehenden Buß- oder Fastenzeit die Beichte abzulegen. Um die vollstän­ dige Teilnahme der zum Kommunions­ empfang zugelassenen Ortsbevölkerung zu überprüfen, legten die Pfarrer Regis­ ter an, die heute wertvolle familien-, namen- und sozialgeschichtliche Quellen darstellen. Zu den ältesten erhaltenen Unterlagen dieser Art in Vorarlberg zählen die bei­ den St. Gallenkircher Beichtregister von 1610 und 1613, die von den Pfarrern Johannes Vonbank und Johann Reich angelegt wurden. Ein Vergleich der bei­ den Verzeichnisse veranschaulicht unter anderem, dass sich feststehende Perso­ nenbezeichnungen und Familiennamen um diese Zeit erst ausbildeten. Die ältere montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Liste enthält zahlreiche Namen wie das „gschwollen Madlini“, der „krumme Schneiderbub“, die „grüselich Meigga“, der „Schöblig“, das „Schmölleli“, das „Pfözi“, Jakle Netzer und „sein Gagi“ oder Hans Gafanesch und „sein Klo­ cker“ (Hoffentlich war damit nicht seine Frau gemeint). Das drei Jahre später angelegte Verzeichnis hingegen führt dieselben Personen großteils mit heute noch bekannten Familiennamen an, bei denen die Netzer, Sander und Viel vor­ herrschten. Die bei weitem beliebtesten weiblichen Vornamen bildeten Maria und Anna. Jede dritte Frau hieß so. Sehr häufig wurden Mädchen auch „Barbla“ (Barbara) und „Threina“ (Katharina) genannt. Bei den Männern trugen mehr als 40 Prozent entweder den Namen Christian oder Hans. Sehr viele hießen Jörg, Peter oder Jakob. Geht man davon aus, dass die Zahl der Kinder oder Nicht-Kommunikanten etwa ein Drittel ausmachte, ergibt sich aus den Beichtregistern für die Pfarre St. Gallen­ kirch zu Beginn des 17. Jahrhunderts die beträchtliche Zahl von ungefähr 1.200 Einwohnern. (Manfred Tschaikner) Tipp: Das Vorarlberger Landesarchiv prä­ sentiert monatlich auf seiner Internet­ seite eine „Archivalie des Monats“ – das 15 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles xität von Instandsetzungen minderge­ nutzter Bausubstanz zu beleuchten und die Herausforderungen an die einzel­ nen Akteure zu verstehen. Des Weiteren soll ein Diskurs über die verschiedenen Handlungsfelder und Lösungsszenarien aller Beteiligten und der öffentlichen Hand entstehen. Nach der Fachtagung haben Sie ein neues Verständnis im Umgang mit alter Bausubstanz, verste­ hen die Vielschichtigkeit des Themas und haben mögliche Lenkungsszenarien kennengelernt. Sie verstehen was nach­ haltiges Sanieren ausmacht und wel­ che Wirkung historische Bausubstanz auf Raum, Mensch und die Umwelt hat. Ein Blick über den Tälerrand zeigt, wie andere vergleichbare ländliche Regionen das Thema bearbeiten. Bei der angebo­ tenen Exkursion können Sie gelungene Beispiele aus den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten erleben (www. altebausubstanz.at). Fotodatenbank Montafon Die Montafoner Museen bedanken sich bei Horst Hefel, Tschagguns, für die Über­ lassung historischer Montafon-Ansichten für das Montafon Archiv. 2010 Beichtregister aus St. Gallenkirch ist eine davon (www.landesarchiv.at). Kulturlandschaft Montafon im Wandel Üblicherweise wird bei einem alten Paar­ hof zuerst einmal das Haus neu gebaut, ehe für den Stall keine Verwendung mehr gefunden wird und er zerfällt oder abge­ brochen wird. In Tschagguns-Mauren gin­ gen die Besitzer einen anderen Weg. Tipp: Am 17. und 18. Mai findet in Schwarzenberg eine erste Fachtagung zum Thema „Alte Bausubstanz. Neues Leben in alten Häusern. Aufgaben, Trends & kommunale Strategien“ statt. Durch demografische und gesellschaft­ liche Veränderungen befindet sich auch die Bausubstanz vielerorts im Wandel – oder auch nicht? Zunehmender Leer­ stand und weiterer Widmungsdruck beschäftigen viele Kommunen nicht nur im Bregenzerwald. Warum Fachtagung? Ziel der Fachtagung ist es, die Komple­ 16 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Gaschurn, 31. März Schruns, 14. April Silbertal, 7. April Wolfegg, 24. April Innerberg, 10. April Bregenz, 26. April 17 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhe­ bung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Val­ kastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswel­ ten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standes­ wald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsproto­ koll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besied­ lung - Bergbau - Relikte. Von der Stein­ zeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bän­ den um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das roma­ nische Vortragekreuz von Bartholo­ mäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Mon­ tafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zwei­ ten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinen­ winter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitun­ gen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Monta­ fon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Monta­ fon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommeraus­ stellung 2004 im Montafoner Heimat­ museum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Monta­ fon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäß­ siedlung im Gauertal. Videodokumen­ tation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Mon­ tafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdoku­ mentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Monta­ fons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Fotonachweis montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Interaktive CD zur gleichnamigen Aus­ stellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Monta­ foner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) Horst Hefel, Friedrich Juen, Marte.Marte Architekten, Montafon Archiv, Raimund Rhomberg, Stiftsarchiv St. Gallen, Lukas Seilern, Superwien, Vorarlberger Landes­ archiv 19 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (alle ab 1. Juni 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 20
  1. informationsschrift
  2. wanderausstellung
  3. mobilität
Montafoner_Muse...10_In MontafonerMuseen 01.04.2010 17.12.2012, 08:05 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Heimat in Bewegung. Montafoner Architekturgespräche 2010 Fast eine Sternstunde könnte man es nennen: Aus einer renommierten Architektenriege hat eine international besetzte Fachjury das Siegerprojekt für ein HeimatmuseumNEU „gekürt.“ Das Urteil war erfreulich eindeutig, näm­ lich einstimmig. Die Architekten Marte. Marte haben den überzeugendsten Pla­ nungsentwurf vorgelegt. Grund zur Freude ist das auch deshalb, weil an diesem Ergebnis eine Reihe aus­ gewiesener Fachleute mitgewirkt haben: aus den Bereichen Bauforschung, Archi­ tekturtheorie, Museumsarchitektur, Denk­ malschutz, und nicht zuletzt die un­ er­ v zichtbaren Erfahrungsexperten, nämlich das Museumsteam. Nur bei einer solchen Dichte vielfältiger Kompetenzen ist Kon­ zeptqualität auf dem Niveau des vorlie­ genden Siegerentwurfs möglich gewor­ den. Ab jetzt gibt es also verbindliche Partner, mit denen wir in unterschiedlichen Fach­ gremien, Expertenrunden und Entschei­ dungsinstanzen den Rohentwurf prüfen, diskutieren, und bedarfsorientierte Über­ arbeitungen in Teilbereichen abklären werden. Das braucht und hat Zeit. Parallel dazu entwickeln wir in den nächs­ ten Wochen ein Ganzjahresprogramm zu Fragen der Architektur im Montafon. Den willkommenen Anlass dafür bietet natürlich das Museumsprojekt. Erklärtes Ziel ist es, Diskussionen um Architektur im Montafon mit Niveau, mit Sachver­ stand und frei von Polemik zu führen. Schon bisher war der Heimatschutzver­ ein in diesen Belangen sehr aktiv. Die seit geraumer Zeit initiierten und mode­ rierten Architekturgespräche – in der Regel galt das Augenmerk besonders gefährdeten oder vorbildlich revitalisier­ 1 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information werden sich Exkursionen und Workshops ebenso finden wie Vorträge, Gespräche und Diskussionen. Dass es sich lohnt, über unser außerge­ wöhnliches Siegerprojekt öffentlich und gleichzeitig auf fachlicher Ebene zu dis­ kutieren, zeigt allein das einstimmige Urteil der Fachjury (Auszug): „Der Entwurf überzeugt durch seine konzeptionelle Klarheit. Wenn Heimat bedeutet, Identität zu schaffen, gelingt den Projektverfassern eine ausgezeichnete städtebauliche, funktionale und architektonische Antwort auf die sehr anspruchsvolle Aufgabe, nämlich das neue Heimatmuseum im Dorf und in der Talschaft zu verankern und neu zu positionieren.“ Der dritte Montag im März gibt mit einem ersten öffentlichen Auftritt von Museum­ NEU gleichzeitig das Startzeichen für die Montafoner Architekturgespräche 2010. Zur Disposition steht nichts Geringeres als die Substanz der Montafoner Baukul­ tur: die historisch gewachsene ebenso, wie die in die Zukunft weisende. Talge­ schichte trifft Talzukunft. Bruno Winkler (Projektleiter HeimatmuseumNeu) 2010 ten Objekten – bewegen sich nunmehr in eine neue Phase. Alle, denen sachliche, fachorientierte und vorurteilsfreie Architekturgespräche ein Anliegen sind, dürfen sich auf ein anregendes Gesprächsjahr freuen. Schon jetzt laden wir ein, sich an diesem Pro­ zess – beginnend in der zweiten März­ hälfte – aktiv zu beteiligen. Damit sollten sich öffentliche Architekturdiskussionen – deutlicher als bisher – auf dem Boden einer Experten- und Kompetenzebene bewegen. In diesem Jahresprogramm Diesem Informationsblatt des Heimatschutzvereins Montafon ist auch die Vorschreibung des Mitgliedsbeitrags für 2010 beigefügt. Wir bitten Sie um Überweisung des Betrags, der bei der Mitgliederversammlung im vergangenen April auf 20 Euro festgesetzt wurde. 2 Veranstaltungen Schruns, Montafoner Heimatmuseum Donnerstag, 4. März 2010, 19.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Philipp Schönborn Montafon (Führung und Buchpräsentation mit Philipp Schönborn) Philipp Schönborn führt durch seine Aus­ stellung und erläutert Hintergründe und bildnerische Eigenarten zu seinen foto­ grafischen Wanderungen im Montafon. Vom Valleu bis zur Silvretta, von Vens bis ins Gaflunatal führen die Fotografien aus den Jahren 1991 bis 2009. Sämtliche Fotografien sind abgebildet im Begleit­ buch, das an diesem Abend präsentiert rende Gespräch zwischen Christoph Kar­ dinal Schönborn und Adi Fischer, das am 4. Jänner zum Thema „Heimat“ in der Ausstellung im Montafoner Heimat­ museum in Schruns stattfand. Darüber hinaus steuert der Komponist Herbert Willi in einer Erstveröffentlichung einen Ausschnitt aus einer Partitur des Zyklus „Montafon“ bei. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr, Rückreise mit der Bahn ab Schruns um 21.03 oder 22.03 Uhr möglich. Schruns, Montafoner Heimatmuseum Freitag, 5. März 2010, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr, Rückfahrt mit der Bahn ab Schruns um 22.03 Uhr möglich (Treffpunkt Bahnhof Schruns, 18 Uhr) Hittisau, Frauenmuseum Montag, 15. März 2010, 19.30 Uhr Stilles Holz – Die Architektin Wenche Selmer (Führung mit der Museumsleiterin Stefa­ nia Pitscheider-Soraperra) Die norwegische Architektin Wenche Selmer gehört zu den wenigen Architek­ tinnen des 20. Jahrhunderts, die breite Anerkennung erlangt haben. Als Profes­ sorin an der Oslo School of Architecture and Design war sie eine Autorität und bildete mehrere Jahrzehnte lang hun­ derte junge Architekt/inn/en aus. Wen­ 3 wird. Verlegt vom Bucher Verlag, Hohen­ ems enthält das Buch neben Beiträgen von Andreas Rudigier, Beat Gugger und Annette Philp zwei Besonderheiten: Es dokumentiert zum einen das provozie­ 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Pfarrkirche Tschagguns, MAP-Kellergalerie Schruns Freitag, 26. März 2010, 19 Uhr 2010 che Selmer plante vor allem Wohn- und Ferienhäuser aus Holz, einem Bauma­ terial, das in Norwegen seit jeher breite Verwendung findet. Rund hundert Gebäude gehen auf sie zurück, darun­ ter zahlreiche Einfamilienhäuser in Oslo sowie Ferienhäuser an der Südküste rund um Lillesand und in den norwegischen Bergen. Immer sind ihre architektoni­ schen Lösungen auf die spezielle Umge­ bung angepasst. Die subtile Interaktion zwischen Gebäude und Umgebung ist für sie bezeichnend. Hannes Bertle – Vom Naturalismus zur Abstraktion Die Eröffnung findet um 19 Uhr zunächst in der Pfarrkirche Tschagguns statt, anschließend geht es mit dem ShuttleBus zur Galerie montARTphon. Die Aus­ stellung ist bis 28. Mai zu besichtigen. Die Öffnungszeiten in der Galerie sind täglich außer Montag von 18 bis 20 Uhr. Zur Ausstellung erscheint ein Sonder­ band zur Montafoner Schriftenreihe. Zwei Monate lang widmet Schruns zusammen mit Tschagguns dem Schrun­ ser Hannes Bertle (1910-1978) anläss­ lich der Wiederkehr seines 100. Geburts­ tages eine Retrospektive. Arbeiten aus verschiedensten Schaffensperio­ den do­ umentieren den künstlerischen k Werde­ ang des Sohnes von Hans Bertle, g dessen Bilder noch in vielen Montafoner Stuben anzutreffen sind. Erstmals wird in dieser Ausstellung auch jener Kreuz­ weg gezeigt, der eineinhalb Jahrzehnte der Öffentlichkeit nicht zugänglich war. Dieses Hauptwerk Hannes Bertles ist in der Pfarrkirche Tschagguns ausgestellt. Ergänzend dazu sind in der MAP Keller­ galerie Bilder zu sehen, welche die Ent­ wicklung vom Naturalismus zur Abstrak­ tion dokumentieren. Hannes Bertle studierte an der Akade­ mie der Bildenden Künste in München bei den Professoren Gulbransson, Doer­ ner und Wackerle. Er fand nach dem Krieg seinen Weg von München, wo er geboren wurde, in die Heimat seiner Vor­ fahren nach Schruns. Seinen Lebensun­ Im Anschluss an die Führung möchten wir den Exkursionsteilnehmer/innen die Gelegenheit geben, den Entwurf für das neue Montafoner Heimatmuseum zu begutachten und zu diskutieren. Im Rah­ men der Montafoner Architekturgesprä­ che soll dazu an diesem Abend erstmals Gelegenheit gegeben werden. Anmeldung im Heimatmuseum bis 11. März notwendig, Kosten für Bus und Eintritt berücksichtigen, Rückkehr gegen 23 Uhr. 4 Veranstaltungen terhalt verdiente er sich als Kopist und Restaurator. Seine Liebe aber galt aber zunehmend der abstrakten Malerei. Zusammen mit seinen Kollegen Hugo von Schönborn und Lukas von Cranach hat er Anfang der Fünfzigerjahre mit sei­ nem kubistisch-abstrakten Malstil die Kulturszene in Schruns belebt. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Schruns, Montafoner Heimatmuseum Montag, 29. März 2010, 10 Uhr MONT.AG.TREFF (Montagsgespräche zur Architektur rund um das neue Montafoner Heimatmu­ seum) Zu dieser Veranstaltung siehe nähere Informationen in diesem Infoblatt (S. 11) Mittwoch, 7. April 2010, 19.30 Uhr Silbertal, Montafoner Bergbaumuseum Arbeiten mit Miskeyit aus Grandau/Gortipohl – Fruchtbarkeitsgöttinnen (Ausstellungspräsentation der Klasse 8b des BORG Götzis (Bildnerischer Zweig) Sammlung: Vorarlberger Landesmuseum Als Hauptwerk Bertles gilt jener Kreuz­ weg, den er 1958 für die Kapelle in der Valduna anfertigte. Die 14 Tafeln wur­ den bei der Renovierung der Kapelle ent­ fernt und dann 1979 von der Witwe des Künstlers zurückgekauft. Nachdem er nun über 15 Jahre im Depot des Muse­ ums gelagert war, wird er im Zuge dieser Ausstellung erstmals wieder öffentlich in der Kirche Tschagguns gezeigt. Der leidende Christus ist dabei in naturalis­ tischer Weise dargestellt, während der Hintergrund in düsteren Farben abstrakt gestaltet ist. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 18.53 Uhr; Rückfahrt mit der Bahn ab Schruns um 22.03 Uhr möglich. Die Schülerinnen und Schüler des BORG Götzis gestalteten im Unterrichtsfach „Bildnerisches Gestalten und Werken“ mit Gerhard Petter Fruchtbarkeitsgöt­ 5 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 tinen aus Miskeyit, der aus dem Gebiet Grandau (St. Gallenkirch-Gortipohl) stammt und von den Gymnasiast/inn/ en im Gelände zu ihren Grundgedan­ ken und Vorstellungen der Bearbeitung gesammelt wurde. Die Ausstellung ist noch bis 9. April 2010 zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung spricht u. a. Manfred Egender. Schüler/innen des Musikzweiges umrahmen den Abend. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr, Mitfahrgelegenheit von Schruns nach Silbertal / retour möglich, bitte um Anmeldung im Museum Schruns. Bahnrückfahrt ab Schruns um 22.03 Uhr. Schruns, Montafoner Heimatmuseum Freitag, 9. April 2010, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr, Rückfahrt mit der Bahn ab Schruns um 22.03 Uhr möglich ger ein Stück „Heimat“ zu erwandern und mit ihnen darüber zu diskutieren. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 12.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 12.57 Uhr, Bus Schruns-Innerberg ab 13.05 Uhr, Ankunft Innerberg-Kirche um 13.25 Uhr. Rückfahrt ab Innerberg mit Bus um 17.05 Uhr oder 18.05 Uhr, Ankunft Schruns um 17.25 bzw. 18.25 Uhr, Bahn Anschluss Richtung Bludenz um 17.37 bzw. 19.03 Uhr. Innerberg, Kirche Samstag, 10. April 2010, 14 Uhr Auf den Spuren der Fotomotive Philipp Schönborns. Eine heimatliche Wanderung mit Beat Gugger und Philipp Schönborn Die Ausstellung zu „Philipp Schönborn Montafon“ endet mit diesem Tag. Wir wollen ihnen an diesem Nachmittag die Gelegenheit geben, mit dem Künstler und dem Ausstellungskurator Beat Gug­ 6 Schruns, Montafoner Heimatmuseum Dienstag, 13. April 2010, 19.15 Uhr Generalversammlung des Heimatschutzvereins mit Präsentation des Jahresberichts 2009 und Vorstellung des Plans für das neue Montafoner Heimatmuseum Veranstaltungen Alljährlich findet nach Ostern die Jahres­ hauptversammlung (Generalversamm­ lung) des Heimatschutzvereins statt. Zu diesem traditionellen Termin wollen wir Sie an diesem Abend einladen. Tagesordnung (Anträge zur Erweiterung der Tagesordnung müssen bis Freitag, 9. April, 12 Uhr, schriftlich eingegangen sein): 1 Begrüßung 2 Genehmigung des Protokolls der letz­ ten Generalversammlung (das Protokoll liegt bei der Versammlung auf und kann auf Wunsch auch vorher zugesandt bezie­ hungsweise eingesehen werden) 3 Bericht des Obmanns zum Vereinsjahr 2009 4 Bericht der Kassierin zum Vereinsjahr 2009 5 Stellungnahme der Kassaprüfer und Entlas­ tung der Kassierin 6 Entlastung des Vorstands 7 Vorschau auf das Vereinsjahr 2010 und Genehmigung des Voranschlags 8 Festsetzung des Mitgliedsbeitrags für 2010 9 Allfälliges Im Rahmen der Generalversammlung wird auch der Jahresbericht 2009 prä­ sentiert. Die gedruckte Fassung umfasst rund 50 Beiträge, die sich mit allen Facet­ ten der Montafoner Museen, des Hei­ matschutzvereins Montafon und des Montafon Archivs auseinandersetzen. Im Anschluss wollen wir den Mitgliedern und allen Interessierten auch den Plan für das neue Montafoner Heimatmu­ seum vorstellen und diskutieren. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr, Rückreise mit der Bahn ab Schruns um 21.03 oder 22.03 Uhr möglich. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Treffpunkt: Pfarrkirche Tschagguns Samstag, 17. April 2010, 14 Uhr Auf den Spuren von Hannes Bertle. Eine Dorfwanderung (mit Klaus Bertle) Zum 100. Geburtstag von Hannes Bertle ist derzeit eine Ausstellung an verschie­ denen Orten in Schruns und Tschagguns zu sehen. Dabei ist an diesem Nachmit­ tag nicht nur an die Präsentation des Sammlungsbestandes gedacht, sondern auch an Stätten des öffentlichen Wirkens des akademischen Malers aus Schruns. Dazu zählen die Volksschule in Tschag­ guns, das alte Kino in der Batloggstraße oder der Schrunser Friedhof. Die Wande­ rung führt von der Tschaggunser Kirche über den Litzdamm zu den Ausstellungs­ orten in Schruns. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 13.37 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 13.55 Uhr, Rückfahrt mit der Bahn Schruns Bahnhof ab 16.33 Uhr möglich Treffpunkt Bahnhof Schruns Samstag, 24. April 2010, 9 Uhr Das Hutmuseum in Lindenberg und das Bauernhaus-Museum in Wolfegg (eine Exkursion im Rahmen der 12. Mon­ tafoner Trachtengespräche für jedefrau und jedermann) 7 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Anmeldung im Heimatmuseum bis 21. April notwendig, Kosten für Bus und Ein­ tritt berücksichtigen, Rückkehr gegen 18 Uhr. Montag, 26. April 2010, 10 Uhr 2010 Schruns, Montafoner Heimatmuseum MONT.AG.TREFF (Montagsgespräche zur Architektur rund um das neue Montafoner Heimatmu­ seum) Mittwoch, 5. Mai 2010, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Trockenmauern: ein altes Handwerk neu entdeckt Das Hutmuseum ist in der ehemaligen Hutfabrik „Mercedes“ untergebracht und bietet seinen Besuchern auf insge­ samt vier Etagen einen Einblick in die Hut­ industrie Lindenbergs. Neben unzähligen Hüten aus der Zeit von 1880 bis 1945 können auch Maschinen wie Hauben­ pressen und eine Säulen-Dampfpresse im Hutmuseum bestaunt werden. Nach dem Mittagessen im Museumsgasthof Fischerhaus in Wolfegg steht nachmit­ tags der Besuch des Bauernhaus-Muse­ ums Wolfegg auf dem Programm. Das zehn Hektar große Gelände mit 15 histo­ rischen Gebäuden bietet Einblicke in die regionale Bau-, Wirtschafts- und Kultur­ geschichte und ist mit mehr als 50 000 Besucher pro Jahr eine der erfolgreichs­ ten kulturgeschichtlichen Einrichtungen in der Region. Das Bauernhaus-Museum in Wolfegg ist übrigen Kooperationspart­ ner der Montafoner Museen im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts zu den „Schwabenkindern“. 8 (Vortrag mit Dr. Martin Lutz) Bis Mitte des letzten Jahrhunderts wur­ den Trockenmauern noch regelmäßig gebaut, repariert und unterhalten. Die zunehmend billigere Energie, vielfältig einsetzbare, neue Baumaterialien sowie Veränderungen im Gesellschaftsgefüge wie die Landflucht und die Industria­ lisierung der Landwirtschaft förderten den Verlust des Wissens. Terrassenland­ Veranstaltungen schaften verbrachten, Wege wurden nicht mehr begangen und verfielen. In den letzten zehn Jahren ist eine Renais­ sance im Trockenmauerbau zu beob­ achten, die Hoffnung weckt. Im Vor­ trag wird der Schweizer Refernt Martin Lutz – er leitet die Kurse an der ViaVal­ tellina – die Bedeutung der Trockenmau­ ern in der Vergangenheit aufzeigen. Die Zuschauer/inn/en sollen die Faszination für diese alte Technik kennenlernen. Das aktuelle Kurswesen wird Teil des Vortra­ ges sein. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr, Rückreise mit der Bahn ab Schruns um 21.03 oder 22.03 Uhr möglich. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Schruns, Montafoner Heimatmuseum Freitag, 7. Mai 2010, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr, Rückfahrt mit der Bahn ab Schruns um 22.03 Uhr möglich Galgenul, ViaValtellina Mittwoch bis Freitag, 5.-7. Mai 2010, 8-17 Uhr (am ersten Tag Beginn 9 Uhr) Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen Dieser bereits zum dritten Mal durch­ geführte dreitägige Kurs vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den Zertifikatslehrgang „Errichtung von Trockensteinmauern“ des Ländlichen Fortbildungsinstituts. Die Kursleitung hat Dr. Martin Lutz (Fa. OekoBeratungen und Trockenmauern, Belp/CH) mit Unterstützung von Fried­ rich Juen (Heimatschutzverein Monta­ fon) und einem Kurslehrer der Weinbau­ schule Krems. Anmeldung bis 25. April erforderlich: Ländliches Fortbildungsinstitut / Mail lfi@ lk-vbg.at oder Tel 05574/400-191; der Kursbeitrag beträgt 125 Euro. Gaschurn, Montafoner Tourismusmuseum Dienstag, 18. Mai 2010, 19 Uhr 13. Montafoner Trachtengespräche: Die Werktagstracht In der gemütlichen Stube des Gaschur­ ner Museums versuchen wir auch dies­ mal auf Themen und Objekte einzu­ gehen, die unsere Mitglieder und die Besucher/inn/en schätzen. Die Trachten­ gespräche bieten jeweils in einer ande­ ren Gemeinde die Gelegenheit, immer wieder ein neues Gesprächsthema rund um die Tracht aufzugreifen. Nicht nur praktisch, sondern auch schön präsen­ tiert sich die heutige Werktagstracht. Wer näht diese Tracht, und welche Mög­ lichkeiten an Ergänzungsteilen bieten sich an? Und wieder die Bitte an unsere 9 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Schruns, Galerie montARTphon und Heimatmuseum Mittwoch, 19. Mai 2010, 16 Uhr 2010 Kinderworkshop zum Schaffen des Montafoner Künstlers Hannes Bertle (mit Klaus Bertle) Klaus Bertle führt zunächst die Kinder durch die Ausstellung in der Galerie montARTphon. Anschließend findet im Heimatmuseum der Workshop mit dem Titel „Moderne Malerei verständlich machen“ statt, bei welchem die Kinder merken, wie einfach die Prinzipien der kubistischen Malerei sind. Treffpunkt ist die Galerie montARTphon, Mindestalter der Kinder 6 Jahre. Besucherinnen (Besucher sind natürlich ebenso angesprochen, so es sie gibt!): Wenn Sie Trachtenstücke (alt und neu) oder alte Fotos zum Thema beisteuern können, bringen sie diese mit, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil der Trach­ tengespräche. ☛ Anreise mit Bahn Bludenz ab 18.10 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.30 Uhr, mit Bus ab Schruns um 18.35 Uhr, Ankunft in Gaschurn 19 Uhr. Rückfahrt mit Bus um 21.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 22 Uhr, Bahnanschluss um 22.03 Uhr. 10 Aktuelles MONT.AG. – Eine Serie zu Fragen der Architektur (ab 15. März 2010) Hinter dem Kürzel MONT.AG verbergen sich die Montafoner Architektur-Gesprä­ che 2010. Die Kurzform verweist aller­ dings auch auf den Umstand, dass etli­ che der Veranstaltungen dazu an einem Montag stattfinden werden. Weiters steht MONT.AG für den Anfang von etwas Neuem. Es ist das MuseumNEU, welches im heurigen Jahr einen ent­ scheidenden Realisierungsschritt erfah­ ren wird. MONT.AG.BILDER Noch vor Beginn der Architekturge­ spräche 2010 verschicken wir – immer an Montagen – erhellende Diskussi­ onsimpulse zu Architektur. Es sind die so genannten MONT.AG.BILDER – also knapp kommentierte Beispiele ausge­ zeichneter Architektur, aus nahe gelege­ nen Alpenregionen, die aufzeigen sollen, dass und wie überzeugende Architektur gelingen kann: in einem historisch sen­ siblen Architekturumfeld, im Spannungs­ feld zwischen altem und neuem Bauen, im alpinen Raum, in zentrumsnahen Bereichen. Die MONT.AG.BILDER sollten nicht nur den Blickhorizont auf gelun­ gene Architektur im Alpenraum erwei­ tern, die Beispiele sollten auch die Archi­ tekturdiskussion im Montafon anregen. MONT.AG.FRAGEN Weiters stellen wir Wissensfragen zu konkreten architektonischen Aspek­ ten – die MONT.AG.FRAGEN. Ebenfalls immer an Montagen. Dafür braucht man jedoch kein lexikalisches Wissen, auch keine architektonische Kompetenz, son­ montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 dern lediglich ein wenig Interesse an den gegenwärtigen Entwicklungen rund um das MuseumNEU. Nach Abschluss der Frageserie können sämtliche Antworten bei uns abgegeben werden. Drei the­ mennahe Anerkennungspreise werden vergeben. Analog zu unseren MONT. AG.BILDERN versenden wir auch unsere MONT.AG.FRAGEN per Rundmail. [Bitte geben Sie uns Ihre Mailadresse bekannt, falls Sie Interesse an diesen Fragen haben]. Für Interessierte ohne Mailan­ schluss drucken wir die Bilder und Fra­ gen gern zur Mitnahme im Museum aus. MONT.AG.TREFF Nicht zuletzt gibt es einmal monatlich die Gelegenheit, sich vor Ort, nämlich im Heimatmuseum, zu informieren und auszutauschen – beim MONT.AG.TREFF. Immer am letzten Montag des Monats, erstmals am Montag, den 29. März, um 10 Uhr, in der Museumsstube. Dazu kön­ nen Fragen ebenso mitgebracht wer­ den wie Anregungen oder einfach die Lust, mit jemandem vom Museumsteam über Architektur zu reden. Der jeweilige Planungsstand des MuseumNEU kann dabei eingesehen werden. Zudem kann in interessanten Publikationen zu aktu­ ellen Architekturthemen geschmökert werden. Bis dahin werden wir nämlich einige Bücher im Museum auflegen, die eine Einordnung unseres Projekts Muse­ umNEU in einen größeren architektoni­ schen Zusammenhang ermöglichen soll­ ten. Dazu gehören Informationen über Architekten, über neues Bauen im alpi­ nen Raum, über Museumsbauten und andere Themen. (Bruno Winkler) 11 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles er meistens verschenkt. Er signierte sie, wenn überhaupt, mit seinem Künstler­ namen Nikolas Gujegiani. Als der Vater während seines Kunst- und Architekturstudiums in Tiflis starb, war er gezwungen, zeitweise in der Firma seines Onkels mitzuarbeiten. Als dieser Geschäftsmann in den Wirren nach dem Ende der Sowjetunion auf der Flucht vor mafiaähnlichen Banden untertauchen musste, richtete sich die Bedrohung gegen den Neffen. Jahrelang im Verbor­ genen lebend und wiederholt nur knapp Anschlägen auf sein Leben entronnen, gelang ihm 2003 die Flucht nach Öster­ reich. Die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit und Sicherheit erfüllte sich nicht. In Wien und später in Innsbruck war er praktisch unbetreut, lebte mit anderen Obdachlo­ sen auf der Straße. Ich hatte mich aufge­ geben, erzählte er. 2005 brachte man ihn ins Flüchtlings­ haus „Maria Rast“. Erst in Schruns sei er allmählich zur Ruhe gekommen, habe wieder zu sich gefunden. Er begann zu zeichnen, bald auch zu malen. Wurde durch Kunstprojekte wie „Allmende“ und vom Kunstforum Montafon geför­ dert. Die Caritas stellte im Flüchtlingshaus einen Raum als provisorisches Atelier zur Verfügung. Johann Trippolt verhalf ihm durch eine Ausstellung in seiner Galerie „montARTphon“ zu öffentlicher Aner­ kennung. Im Herbst 2009 wurde er nach eingehender Prüfung seiner Werke in die Berufsvereinigung bildender Künstlerin­ nen und Künstler Vorarlbergs als Mit­ glied aufgenommen. In all den Jahren begleitete den hoch­ sensiblen und bescheidenen Künstler die 2010 Kulturlandschaft Montafon: Gamplaschg In unserer losen Serie mit Bildern aus der Kulturlandschaft Montafon dürfen wir Ihnen diesmal zwei eingesandte Bilder von zwei Neubauprojekten aus SchrunsGamplaschg zeigen. Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung – Welcher? Oft malte oder zeichnete terte, wehrlos ausgelieferte Bedroht von gesichtslosen zenhaften Kreaturen. Seine 12 er gemar­ Menschen. oder frat­ Bilder hat Aktuelles (Franz Rüdisser) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 jahr dieses Jahres, seine Bilder im Palais Thurn&Taxis in der Landeshauptstadt zu präsentieren. Aus der Sammlung von Luise Jenny: Landschaftsfotografien von Jos Talboom Das Bergbaumuseum in Silbertal zeigt noch bis 9. April eine kleine Ausstel­ lung zu Fotografien von Jos Talboom. Der Fotograf ist Mitglied des königlichen Fotovereins in Belgien und verbringt seit über 30 Jahren seinen Urlaub im Monta­ fon. Die Bildmotive zeigen Naturszenen aus dem Silbertal. Die Auswahl der Bilder stammt aus der Fotosammlung von Luise Jenny, Silbertal. Angst vor einer Ausweisung in ein Land, in dem die Bedrohung, die ihn zur Flucht gezwungen hatte, immer noch akut fort­ dauert. Die Bemühungen eines Freun­ deskreises, ihm zu einem Bleiben nach Gesetzen des Menschenrechts zu ver­ helfen, hatten keinen Erfolg. „Im Namen der Republik“ wurde ihm mitgeteilt: „Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ist es daher drin­ gend notwendig, Sie aus dem Bundesge­ biet auszuweisen ...“ Vergebens interve­ nierte der ärztliche Gutachter, der eine Haftunfähigkeit bescheinigte. Am Abend des Allerseelentages 2009 wurde Nikolas Gujegiani festgenommen und bald dar­ auf nach Georgien abgeschoben. Zwei Wochen später wurde im Bregen­ zer Künstlerhaus eine Ausstellung der Berufsvereinigung eröffnet, in der auch zwei Bilder von Nikolas Gujegiani hin­ gen. Aufrecht ist die Einladung im Früh­ 13 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Durigs. Diese beinhalten eine äußerst reichhaltige Fotosammlung, deren Digi­ talisierung eine der nächsten Arbeitsauf­ gaben im Archiv sein wird. Weiters ist die umfangreiche Personalakte Durigs erhal­ ten, die beweist, dass er vielerorts in füh­ renden Positionen tätig war (z. B.: Leiter des Physiologischen Instituts der Univer­ sität Wien oder Chefarzt des größten Lazaretts der österreichisch-ungarischen Monarchie). Urkunden, Briefe, Tagebü­ cher und Notizbücher runden den Nach­ lass ab. Dessen Bedeutung wird dadurch unterstrichen, dass es allein innerhalb des letzten halben Jahres mehrere Anfra­ gen von Universitäten aus dem In- und Ausland gab, die sich für das Leben und Wirken Durigs interessierten. (Andreas Brugger) Bartholomäberg in alten Ansichten – die Sammlung Heinrich Nussbaumer: Ein gutes Beispiel der Zusammenarbeit der Gemeinden Bartholomäberg und Bildstein mit dem Montafon Archiv Das Montafon Archiv durfte von der Gemeinde Bartholomäberg die vollstän­ dige Kopie der Fotosammlung von Mon­ tafoner Motiven des Priesters Heinrich Nussbaumer in Empfang nehmen. Heinrich Nussbaumer war in den 1930er Jahren Kurat in Innerberg. Er setzte sich äußerst geschickt und erfolgreich für die Verlängerung des Güterweges von Bartholomäberg nach Innerberg ein. In seiner Freizeit fotografierte er. Bil­ der von Wanderungen und von geselli­ gen Zusammenkünften (zum Beispiel am Gasthof Fernblick) haben sich erhalten. Später trat er die Pfarrerstelle in Bildstein an, wo er 1941 – trotz großer kriegsbe­ 2010 Nachlass von Arnold Durig inventarisiert Der Physiologe Hofrat Arnold Durig (1872-1961) kann ohne Zweifel als eine der bekanntesten Montafoner Persön­ lichkeiten des 20. Jahrhunderts bezeich­ net werden. Dies beweisen nicht nur seine unzähligen Fachpublikationen, sondern auch seine Kontakte zu Perso­ nen wie Albert Einstein oder Kaiser Karl I. von Österreich. Das Montafon Archiv beherbergt schon seit vielen Jahren sei­ nen Nachlass. Seine Bibliothek umfasst knapp 500 Werke und beinhaltet eine breite Palette, die von wissenschaftlicher Fachliteratur bis zu den großen Werken der Weltliteratur reicht. Dieser Bestand ist bereits seit 2004 vollständig erfasst. Nun erstellte die Ferialpraktikantin Christine Piske zudem ein Inventar der Archivalien 14 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 dingter Schwierigkeiten – die Innenres­ taurierung der Wallfahrtskirche durch­ führen konnte. 1972 starb er in seiner Pfarrgemeinde. Sein fotografischer Nachlass wurde viele Jahre später offensichtlich anläss­ lich von Renovierungsarbeiten entdeckt. Die Gemeinde Bildstein digitaliserte seine Sammlung und übermittelte der Gemeinde Bartholomäberg die Fotos aus dem Montafon. Anschließend konnte Kilian Jochum aus Bartholomäberg noch viele Namen der abgebildeten Personen identifizieren und für die Nachwelt ver­ merken. Schließlich erhielt das Montafon Archiv unentgeltlich ein vollständiges Set der Montafon-Fotos aus der Sammlung des engagierten Kuraten Nussbaumer dem Montafon. Die Bilder werden dort unter optimalen Sammlungsbedingun­ gen der Nachwelt erhalten und inhaltlich erschlossen. (Peter Strasser) 15 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Rückblick 2010 Tschagguns, 19. November Bludenz, 20. November Bludenz, 20. November Schruns, 26. November Schruns, 27. November 16 Schruns, 1. Dezember Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Schruns, 11. Dezember Schruns, 17. Dezember Schruns, 28. Dezember Schruns, 4. Jänner Bartholomäberg, 13. Jänner Bartholomäberg, 22. Jänner 17 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhe­ bung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Mon­ tafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswel­ ten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standes­ wald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsproto­ koll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Michael Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besied­ lung - Bergbau - Relikte. Von der Stein­ zeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bän­ den um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das roma­ nische Vortragekreuz von Bartholo­ mäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Mon­ tafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zwei­ ten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinen­ winter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitun­ gen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Monta­ fon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Monta­ fon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommeraus­ stellung 2004 im Montafoner Heimat­ museum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Monta­ fon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäß­ siedlung im Gauertal. Videodokumen­ tation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Mon­ tafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdoku­ mentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Monta­ fons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Aus­ stellung im Montafoner Heimatmuseum, montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Monta­ foner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 19 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten im Winter (bis 10. April 2010) Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Freitag, 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr Dienstag bis Freitag, 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 20
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Montafoner_Muse...11_In MontafonerMuseen 01.08.2011 17.12.2012, 08:04 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Die  Anrede an die Mitglieder ist heute für einmal nicht ganz passend. Wir möchten uns in dieser Mitgliederinformation  ausnahmsweise direkt an unsere zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden. Am 25. August haben uns diese lieben Kolleginnen und Kollegen nämlich eine große Freude und Überraschung gemacht. Nicht als Abschieds- und/oder Willkommensfest gedacht bereiteten sie uns ein unvergessliches Gartenfest beim Museum in Gaschurn. Das wunderbar spätsommerliche Augustwetter er­ änzte g den freundschaftlichen Rahmen und das stimmige Ambiente in idealer Art und Weise. Für dieses Fest und für die großzügigen Geschenke - vor allem auch für jene an die „Nachwuchschefs“ – möchten wir ganz einfach ein herz­iches l Dankeschön sagen. Mit so einem tollen Team, so engagierten Menschen lassen sich die anstehenden Herausforderungen sorgenfrei in Angriff nehmen - die derzeit laufende Veranstaltungsreihe „septimo“ ist dafür der beste Beweis. In den Dank einschließen möchten wir auch den Stand Montafon für seine ebenfalls nicht als selbstverständlich einzuschätzende Hilfe und Unterstützung. Andreas Rudigier (Obmann), Michael Kasper (Kulturwissenschaftlicher Bereichsleiter) Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs unter www.vmobil.at und außerdem bieten wir Ihnen gerne an, sollte nach der Veranstaltung eine Rückkehr für Sie an Ihren Wohnort nicht mehr möglich sein, dass wir Sie im Rahmen von Fahrgemeinschaften gerne mitnehmen (bitte vorher im Heimatmuseum anmelden!). 1 2011 4 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen in einem Wandel der traditionellen Kulturlandschaft bemerkbar; die Pflege der „Alpenlandschaft“ ist mit beträchtlichem Aufwand verbunden. Die Frage der Erhaltung von historischen Objekten beschäftigt daher auch den Tourismus. Programm Offenes Singen in den Montafoner Museen Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Gaschurn, Tourismusmuseum Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Mittwoch, 19. Oktober, 19.30 Uhr Montag, 10. Oktober, 19 Uhr Mittwoch, 21. September, 19.30 Uhr 11 bis 13.30 Uhr Impulsreferate St. Martin im Calfeisental Samstag, 24. September, 11 Uhr Kulturlandschaft und Tourismus 13. Interregionale Alpgespräche Die 13. interregionalen Alpgespräche widmen sich dem Verhältnis von Kulturlandschaft und Tourismus. Der Alpenraum ist in den vergangenen Jahrzehnten massiv durch den Tourismus geprägt worden. Das macht sich auch Ruth Moser, Biosphärenpark Großes Walsertal: Die Entwicklung von nachhaltigem Tourismus am Beispiel des Biosphärenparks Großes Walsertal Rolf Wildhaber, Wildhüter: Konflikt zwischen Mensch und Natur Markus Hobi, Präsident der Alpwirtschaftskommission des St. Galler Bauernverbands Welches ist der Beitrag der Alpwirtschaft für die Kulturlandschaft und den Tourismus? Björn Caviezel, CEO Tourismus Heidiland AG Chancen des Tourismus im Alpenraum Hans Jörg Gredig, Historiker, ZHAWFachstelle für Tourismus und nachhaltige Entwicklung, Wergenstein Kulturtourismus – auf die eigenen Ressourcen kommt es an 15 Uhr Dr. Axel Zimmermann, Naturwissenschafter, Journalist Die Walser im Calfeisental (verbunden mit Dörfliführung) 2 Grafik-Design - Druckmanagement Veranstaltungen Anfahrt Ab Staumauer - Gigerwald 3 km mit Personenwagen oder Kleinbussen bis 2,6 m Höhe erreichen Sie die alte Walsersiedlung St.Martin. Zufahrt Ab 9:00 - 9:20 Uhr zu jeder vollen Stunde Richtung St. Martin Ab 9:30 - 9:50 Uhr jede halbe Stunde Richtung Staumauer etc. bis 18 Uhr Tagungsgebühr: EUR 35,-Anmeldung beim Montafoner Heimatmuseum Tel. 05556 74723 10-17 Uhr 11-12 Uhr 13-14 Uhr 15-16 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Führungen, Fotodokumentation zu Forsttechniken einst&jetzt Holzeinlegearbeiten mit Holzbildhauer Albert Ammann Schnitzen mit Holzbildhauer Albert Ammann Schindelanfertigung (nur bei guter Witterung möglich) Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn 10-17 Uhr Museumsführungen 10-12 / 13-17 Herstellung von Holzgeschirr mit Weissküfer Jürgen Tschofen (Gortipohl) und Krippenfiguren schnitzen mit Bildhauer Robert Fleisch (Tschagguns) Tschagguns – Alte Säge 10–17 Uhr Sägevorführungen und Rundgänge durch die Säge Pfarrkirche Bartholomäberg Sonntag, 25. September, jeweils 10-17 Uhr 10–11 Uhr Gottesdienst 11:15 u.15 Uhr Führung mit Klaus Bertle Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg und Gaschurn Gortipohl - Montafoner Haus Nr. 19/20 15 Uhr Handwerker-Gespräch Tag des Denkmals 2011 – Motto: „aus Holz“ Montafoner Heimatmuseum Schruns (Denkmal-Treffpunkt) Musikalische Eröffnung mit dem „HolzWald“ Ensemble 11 Uhr Herstellung von Holzskulpturen mit der Motorsäge durch Forstarbeiter des Standes Montafon 11-15.30 Uhr Kinderprogramm „Wald und Holz“ 16 Uhr Verlosung der Holzskulpturen 10 Uhr 3 2011 4 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen ausgewählter Gebäudebefund im Detail ergraben. Die spannenden Ergebnisse dieser Forschungen sollen nun im Rahmen dieses Vortrages der Öffentlichkeit präsentiert werden. Hotel Vermala, St. Gallenkirch Dienstag, 27. September, 19.30 Uhr Netza, Monigg und Sasarscha Traditionelle Berglandwirtschaft in Gortipohl Buchpräsentation und Vortrag Präsentation des 23. Bandes der Montafoner Schriftenreihe zu den Maisäßen Netza, Monigg und Sasarscha sowie der Alpe Netza. In diesem umfangreichen Werk setzen sich zehn Autorinnen und Autoren integrativ und interdisziplinär mit diesem besonders interessanten Berglandwirtschaftsareal im inneren Montafon auseinander und beleuchten das Gebiet im Norden Gortipohls aus geografischer, geologischer, archäologischer, historischer, sprachwissenschaftlicher, baugeschichtlicher, volkskundlicher sowie kulturlandschaftsgeschichtlicher Sicht und vermitteln damit einen umfassenden Eindruck der Wandlungsprozesse, die sich in diesem Bereich bis in die Gegenwart vollzogen und noch heute vollziehen. Montafoner Museen in Schruns, Silbertal, Bartholomäberg und Gaschurn; MAP Galerie Schruns, Wintersportausstellung Tschagguns Samstag, 1. Oktober, 18-1 Uhr Knappagruaba und Alpe Netza ORF – Lange Nacht der Museen 2011 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Das alte Frühmesshaus erinnert an die früher bedeutenden „Hilfspfarrer“, die nicht nur die Frühmesse zu lesen hatten. Seit 2009 ist es das vierte Museum im Montafon und das 50. in ganz Vorarlberg. Es steht am wohl wichtigsten Standort, den die Kulturgeschichte des Landes zu bieten hat. Hier hat vor Jahrtausenden die Besiedlungsgeschichte begonnen, hier ist der Ursprung des Montafons dem Namen nach zu suchen und hier hat der Gast den besten Überblick! Das Haus entwickelt sich langsam, das heißt, jedes Jahr wird es in seinem Erscheinungsbild gewinnen und die Besucher/innen haben die Möglichkeit, daran teilzuhaben. Vortrag von Mag. Claus-Stephan Holdermann und Mag. Christoph Walser Aufbauend auf einer ersten Geländebegehung 2008 konnten im Herbst des darauffolgenden Jahres Teile des historischen Bergbaureviers Lutterseeberg / Alpe Netza (Gemeinden St. Gallenkirch und Silbertal) archäologischnäher untersucht werden. Die von der Firma CONTEXT OG im Jahr 2009 durchgeführten Arbeiten beschränkten sich weitestgehend auf die Flur „Knappalöcher“. Hierbei wurde der montanarchäologische Denkmalbestand des Gebietes dokumentiert, nach funktionalen und chronologischen Kriterien evaluiert sowie ein 4 Veranstaltungen Sonderausstellung: „Die Welt des Luzius Hauser“ - Ein Einblick in Seelsorge, Hexenverfolgung und Wunderheilungen. 18–0 Uhr Führungen nach Bedarf durch das beständig wachsende Museum. Es tut sich was! 19 Uhr Lebensgeschichten – Einblicke in das Zeitzeugen­ archiv Montafon Über 200 Lebensgeschichten aus dem 20. Jahrhundert wurden im Zeitzeugenarchiv Montafon gesammelt. MMag.a Edith Hessenberger präsentiert eine Auswahl der spannendsten, interessantesten und bewegendsten Ausschnitte. 21 Uhr Geschichtenerzähler Reini Frenzel TIPP: Bewirtung („Gsottne Erdöpfel, Most und Sura Kees mit Krüter“ im Museums-Keller) Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Das Montafon ist die einzige Vorarlberger Region, in der auf eine große Tradition des Bergbaus zurückgeblickt werden kann. Wie jüngste Forschungen belegen wollen, dürfte der Bergbau bereits vor 3.500 Jahren eine Rolle gespielt haben, als die Menschen an den sonnigen Hängen des Bartholomäbergs siedelten. Im Mittelalter waren es dann vor allem berühmte Familien aus Schwaz in Tirol, einem der größten Bergbauzentren Europas, die ihre Fühler ins Montafon ausstreckten. Der Name „Silbertal“ zeugt ebenso von der reichen Bergbauvergangenheit wie die spätmittelalterliche Kirche St. Agatha am Kristberg, die montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Schaustollen am Bartholomäberg oder die Pingenfelder am Kristbergsattel. Das Museum in Silbertal fasst die wichtigsten Ergebnisse der Geschichte zusammen und zeigt Kleinode der Bergbauvergangenheit des Montafons. Sonderausstellung: Johann Bitschnau (1876-1929) – Erinnerungen eines Silbertaler Lehrers 18-0 Uhr Führungen durch das Museum 20 Uhr Erzählcafé: Anekdoten aus der Schulzeit TIPP: Bewirtung Montafoner Heimatmuseum Schruns Das Heimatmuseum gehört zu den ältesten seiner Art im ganzen Alpenraum. Montafoner „Ikonen“ wie der Montafonertisch, die Montafonertracht oder ein Skifahrerplakat Hans Bertles sind zu sehen. Ebenso eine alte Schulklasse und in den Kellergewölben sind verschiedene traditionelle Werkstätten eingerichtet. Sonderausstellung: „Wie ein staubiger Komet“ - Bilder zur Geschichte der Mobilität im Montafon 18-0 Uhr Führungen durch das Museum 18-20 Uhr Kinderprogramm mit Klaus Bertle 20 Uhr Montafoner Trachtengespräche mit Elisabeth Walch: Gesprächsrunde und Kurzfilm zur historischen Weberei 22 Uhr „Kulturlandschaft Montafon – Der Wandel seit dem 19. Jahrhundert“ Vortrag von MMag. Michael Kasper mit historische Bildern und Texten, die den Wandel der Kul5 2011 4 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Wintersportausstellung „Einst und Jetzt“ Im alten Gemeindeamt in Tschagguns befindet sich im dritten Obergeschoss eine Dauerausstellung zur Entwicklung des Montafoner Wintersports. Die von Helmut Marent (Obmann des SC Montafon) über Jahrzehnte gesammelten Ausstellungsobjekte zeigen die rasche Entwicklung des Wintersports und stellen die erfolgreichsten Rennläufer/innen des Tales vor. Entsprechend der Themenschwerpunkte der „ORF-Lange Nacht der Museen“ werden zudem auch Objekte der Ortsfeuerwehr Tschagguns und der Bergrettung Schruns-Tschagguns ausgestellt. 18-1 Uhr Führungen durch die Ausstellung nach Bedarf 19 Uhr In unseren Bergen: Dramatische Rettungsaktionen in Wort und Bild von Ing. Rainer Schuchter, Obmann der Bergrettung SchrunsTschagguns 20 Uhr Dienst für die Allgemeinheit: Erzählcafé über die beschwerlichen Anfänge mit Helmut Marent und weiteren Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Tschagguns. Skisport in den Nachkriegs21 Uhr jahren. Vom ersten Nachtspringen nach dem Krieg bis zu den Toni-Sailer-Festspielen 1957 – Vortrag über den rasanten Neustart des Skisports in den ersten Nachkriegsjahren von Mag. Andreas Brugger. Kunstforum Montafon Uhr Interaktive Ausstellung 18-1 und „Red Carpet för Schru“ turlandschaft im Montafon zeigen. Die Wasserkraft, der Tourismusboom, die Zunahme des Verkehrs, die verstärkte Zersiedlung und die Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion zusammen mit vielen anderen Faktoren haben das Landschaftsbild stark verändert. TIPP: Bewirtung Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Das Museum in Gaschurn ist in einem leerstehenden Frühmesshaus untergebracht. 17 Jahre lang diente es der Darstellung der Tourismusgeschichte, seit 2009 ist das Haus im Umbruch begriffen. Künftig wird der alpine Aspekt eine entscheidende Rolle spielen. Gaschurn kann, wie der bekannte Frühmesser und Bewohner des Hauses, der Alpinpionier und Musiker Franz Josef Battlogg (1836– 1900) einmal gesagt hat, als die Vorhalle zur großen Gebirgswelt bezeichnet werden. Diesem Umstand wird das Museum in den nächsten Jahren Rechnung tragen. Sonderausstellung: „Urlaubsgrüße aus dem Montafon“ – das Tal auf Ansichtskarten und privaten Reisefotos. 18-0 Uhr Führungen nach Bedarf 18 Uhr Orgelkonzert in der Pfarrkirche Gaschurn mit Prof. Bruno Oberhammer 20 Uhr Gesprächsrunde mit Sonja Netzer zum Thema Kräuterkunde und Räuchern TIPP: Bewirtung (selbstgebackenes Brot mit verschiedenen Kräuteraufstrichen) 6 Veranstaltungen Kunstaktion mit Hildegard Unterweger, Roland Haas und anderen. Ein roter „Teppich“ liegt quer durch die Räume des Kunstforum Montafon und ist an beiden Enden bis zur Decke hochgezogen. Die Besucher/innen sind eingeladen, sich auf diesem ca. 30 m langen und 1 m breiten Farbband zu verewigen – sei es schreibend, zeichnend oder malend … bei Bedarf unter fachkundiger Anleitung. Ergänzend dazu zeigen Hildegard Unterweger und Roland Haas ausgewählte Werke zum Thema „Die Farbe Rot“. TIPP: Bewirtung MAP Kellergalerie montartphon 18-1 Uhr „Aus privaten Sammlungen“ - Die Galerie zeigt ausgewählte grafische Arbeiten verschiedener Künstler und Epochen. 19 u. 23 Uhr Spezialführungen durch die Ausstellung: Bei diesen Führungen erwarten alle Besucher/innen besondere Einblicke! Regionalticket: EUR 6,– Eintritt für Kinder bis 12 Jahre frei „Nachts im Museumsbus“ (18-0 Uhr) – bitte im Montafoner Heimatmuseum anmelden Tel. 05556 74723. (Kosten: Regionalticket zuzüglich Fahrtkosten), besuchen Sie unter fachkundiger Führung ausgewählte Programmpunkte bei den teilnehmenden Museen, montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 der Galerie und der Wintersportsammlung. Weitere Informationen auch unter: langenacht.orf.at/ Kunstforum Montafon Dienstag, 11. Oktober, 19 Uhr Gauertaler AlpkulTour Mag.a Marion Ebster und Mag. Roland Haas Im Frühjahr 2012 wird im Gauertal ein etwas anderer Themenweg eröffnet! Auf dem sanierten Wanderwegenetz werden an 13 Standorten verschiedene Aspekte der Montafoner Alp- und Maisäßkultur beleuchtet. Das Leben und Arbeiten am Stofel, Tourismus und Alpwirtschaft oder der starke Wandel der Maisäßlandschaft in eine Freizeitlandschaft werden unter anderem thema7 2011 4 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen tisiert und auf unterschiedliche und außergewöhnlich Weise den BesucherInnen näher gebracht. 11 Skulpturen, entworfen und ausgeführt von Roland Haas, stehen an diesen Standorten, regen zum Nachdenken an und irritieren teilweise, wie es auch der Kulturlandschaftswandel selbst in bestimmten Bereichen tut. Im Zuge des Projekts wurde außerdem in Abstimmung mit den Montafoner Museen und den Tourismusorganisationen im Tal eine Gestaltungsrichtlinie für zukünftige Publikationen zum Schwerpunkt Kulturlandschaft entwickelt. Die Montafoner Kulturlandschaft ist auf dem Weg, eine eigene Dachmarke zu werden und dies ist ein kleiner Schritt in diese Richtung. Projektträger dieses LEADER-Projekts ist der Stand Montafon, der zusammen mit verschiedenen Akteuren im Tal (Vorarlberger Illwerke, Montafon Tourismus, Schruns-Tschagguns Tourismus, Montafoner Museen, Kunstforum, Gemeinde Tschagguns, Zeitzeugen, Carpemedia, 8 Bergaktiv, etc.) dieses Projekt umsetzen konnte. Ziel des Projekts ist eine wirkungsvolle Bewusstseinsbildung zum Kulturlandschaftswandel und zur Alpund Maisäßkultur. Die Vermittlung zu den einzelnen Themen erfolgt über die oben erwähnte Broschüre und die Skulpturen, über Wanderführer und über QRCodes. All dies erklären wir Ihnen gerne genauer bei der Vorstellung des Projekts am 11. Oktober. Donnerstag, 13. Oktober, 17 Uhr Frühmesshaus Bartholomäberg Präsentation der Freilegung des barocken Stubentäfers im Frühmesshaus Vortrag von Dipl. Rest. Angela Kaufmann und Mag. Arno Gehrer Im Einvernehmen der Museumsverantwortlichen mit dem Bundesdenkmalamt Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Lesende Schreibkünstler: Annemarie Ganahl – Annelise Zerlauth – Eva Maria Dorn – Eva Gantner – Heinrich Pfanner – Heinz Bitschnau – Josefine Ganahl – Irene Würbel Walter – Petra Schefftknecht Zangerle – Olivia Martin Ganahl; Musikalische Begleitung: Melanie Schuchter wurde entschieden, die Ölfarbenüberfassung auf dem Stubentäfer im Frühmesshaus abzunehmen. Der mehrschichtige Weißanstrich, vermutlich aus der Mitte des 20.Jh. stammend, sollte in situ entfernt werden, um die originale barocke Substanz weitestgehend zu schonen und die konstruktiven Verbindungen zu erhalten. Im Vortrag präsentieren diese beiden Fachleute das laufende Projekt, mit dem Schwerpunkt auf die angewandten Techniken und die verwendeten Materialien. Freitag, 14. Oktober, 19-23 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Dienstag, 18. Oktober, 19 Uhr Vom „Land“ Montafon zum Stand Montafon – Region und Amtsträger zwischen 1750 und 1850 Vortrag von MMag. Michael Kasper Das „Land“ bzw. der Stand Montafon war bis zur Aufhebung der alten ständischen Verfassung im Jahr 1808 der rechtlich-politische Bezugsrahmen für die Einwohnerschaft des Tales. Er spielte zudem auf überregionaler Ebene im Rahmen der Vorarlberger Landstände eine wichtige Rolle. In der „Sattelzeit“, an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, erfuhr dieser traditionelle Selbstverwaltungskörper, der die konkrete Teilhabe der männlichen und „angesessenen“ Bevölkerung an der Gestaltung des Rechtsund Soziallebens ermöglichte, eine weit9 Montafoner Heimatmuseum Schruns Literaturabend im Rahmen der 6. Schrunser Kunstnacht Die Wirtschaftsgemeinschaft SchrunsTschagguns veranstaltet in Zusammenarbeit mit Schruns-Tschagguns-Tourismus die Schrunser Kunstnacht mit Abendverkauf und Rahmenprogramm bis 23.00 Uhr. Autoren und Schreibkünstler des Vereins Klopfzeichen - Lorüns präsentieren sich im Montafoner Heimatmuseum und lesen aus ihren Werken. 2011 4 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn Mittwoch, 26. Oktober, 15-18 Uhr Ausstellungsabschluss mit Kaffee und Kuchen Alle vier Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn bieten Ihnen am Nationalfeiertag eine der letzten Gelegenheiten, Einblicke in die laufenden Sonderausstellungen zu nehmen: Gaschurn: Urlaubsgrüße aus dem Montafon – Das Tal auf Ansichtskarten und privaten Reisefotos; Silbertal: Johann Bitschnau – Erinnerungen eines Silbertaler Lehrers; Bartholomäberg: Die Welt des Luzius Hauser. Ein Einblick in Seelsorge, Hexenverfolgung, Wunderheilungen und Gegenreformation im Montafon im 17. Jahrhundert; Schruns: „Wie ein staubiger Komet“ – Bilder zur Geschichte der Mobilität im Montafon. gehende Umgestaltung sowie einen massiven Bedeutungsverlust. Während die meisten ehemaligen Stände Vorarlbergs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Institutionen verschwanden, blieb der Stand Montafon als Gemeindeverband bestehen und konnte durch den Erwerb großer Waldungen sogar wieder an Bedeutung gewinnen. Die Geschichte des Standes in der Übergangszeit zwischen dem ständischen System der frühen Neuzeit und der Modernisierung der Verwaltung im 19. Jahrhundert ermöglicht einen exemplarischen Blick auf den Wandel der Institution selbst sowie auf das Schicksal der in seinem Dunstkreis agierenden Personen. 10 Aktuelles Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Mittwoch, 16. November, 19.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Aktuelles Sanderhutkurs für Montafoner Frauen Anforderung: Selbstständiges garnieren (verzieren) eines Hutes Rund zwanzig interessierte Frauen waren Anfang August im Heimatmuseum Schruns zu Besuch. Erika Dich, Trachtenschneiderin aus Partenen, initiierte diesen Kurs für 20 Montafoner Frauen. Im Heimatmuseum konnten sich die Kursteilnehmerinnen dann selbst ein Bild von den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten einer Hutverzierung machen. Die Sanderhüte aus vergangenen Tagen boten eine schöne Übersichtspalette an verschiedensten Dekorationsstilen. Im Vorfeld war Marianne Olfen–Rehm aus dem Bregenzerwald zu Besuch, um an den Frauen Kopfmaß zu nehmen. Schon in der dritter Generation stellt Marianne Olfen-Rehm aus Egg nach Bedarf die Brämen, Kappen und Strohhüte für die Wäldertracht her. Aber eben nicht nur diese. Auch die Sanderhüte für die Montafonerinnen hat sie gefertigt. Der Arbeitsaufwand für die Garnitur eines Hutes beträgt ca. 40 Stunden. (Elisabeth Walch) Urlaubs(t)raum Montafon – Zur 150 jährigen Geschichte des Tourismus im Tal Vortrag mit Mag.a Katrin Netter Um den Urlaubstraum, durch die Werbung vorab bereits als solchen angekündigt, endgültig zu einem werden zu lassen, ist das perfekte Zusammenspiel einer Vielzahl von Institutionen, Vereinen und privaten Dienstleistern notwendig. Der Vortrag geht der Frage nach, wer sich um die Ausgestaltung des an den Bedürfnissen des Gastes ausgerichteten Erholungsraums bemüht hat. 11 2011 4 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles kenmaterial des Gründungsbaues wieder aufgebaut worden. Im Jahr 1757 ist schließlich der aktuelle Bauzustand durch den Zubau eines Kleinviehstalles mit darüber liegender Heukammer an der nördlichen Traufseite hergestellt worden, was durch die Inschrift „ 17 II TS 57“ über der barocken klammerartigen Fasung des Stalltürsturzes dokumentiert ist. Nach Auflassung der landwirtschaftlichen Verwendung des Widumstalles durch die Pächter des umliegenden kirchlichen Gutsbesitzes drohte auch diesem ortsgeschichtlich bedeutenden baulichen Kulturgut von Gargellen der Verfall. Der Kapuzinerpater Basilius Köchle, der letzte ortsansässige Seelsorger von Gargellen (1948 bis zu seinem Tod am 10.6.1983) hat dies jedoch Widumstall in Gargellen restauriert Im Zuge von bauhistorischen Erkundungen im Gargellental für die Kulturgüterdatenbank Montafon wurde im Jahr 2005 unter anderem auch der sogenannte Widumstall nahe der Kuratiekirche zur hl. Magdalena dendrochronologisch untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass der Gründungsbau als Stallscheune mit giebelständigem, talseitig erschlossenem Stallteil und bergseitig begehbarer einräumiger Heulege errichtet worden und in das Jahr 1487 zu datieren ist. Der Scheunenteil ist dann im Jahr 1545, vermutlich nach einem Lawinenschaden im vorausgegangenen Winter, unter Verwendung von noch brauchbarem Bal- 12 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 ben. Immerhin hatte der Widumstall bei der Einweihung der Gargellener Kirche (1644) schon rund 150 Jahre Bestand! (Leo Walser) Allmein Außerbach (Gaschurn) mit Kapelle aus dem Jahr 1806 Ein relativ kleiner Rest der einst großen Allmein Grafalunga (vom Alpenbad bis nach Gortipohl/Mälla) ist geblieben, als zwischen ca. 1470/1490 die Grafalunga zur Besiedlung freigegeben wurde, so die Erklärung eines gewissen Claus Cristein. 1494 sei er Spruchmann gewesen, „do man die Grafalounga ustailt habe“. Demnach hat man damals unter der Regie mehrerer Amtsmänner das damals nur als Allmein genutzte Gelände an diverse private Interessenten zur Besiedlung ausgegeben. Die Jahreszahl 1806 auf dem Opferstock der Kapelle könnte durchaus mit dem Baujahr der Kapelle übereinstimmen, fällt sie doch in die wenig beliebte Bayernzeit bzw. die Zeit Revolten, die im Jahr 1809 im Aufstand in Tirol und Vorarlberg ihren Höhepunkt erreichten. Sie brachte aber auch die in Bayern stark ausgeprägte Marienverehrung, die jedoch auch im Montafon schon eine lange Tradition hatte, zu uns, sodass auf die Errichtung einer solchen kleinen „Gnadenstätte“ zu dieser Zeit geschlossen werden kann. Kapelle, Schoofbarga und ganz besonders die noch großteils erhaltene Lesesteinmauer, welche die Allmein von den neu geschaffenen Mähwiesen trennte, bilden bis heute ein durchaus erhaltens- und schützenswertes Ensemble in der Kulturlandschaft. Schoofbarga und Kapelle wurden 1994 renoviert und neu eingedeckt. Das Dach 13 durch die Aufbringung einer Wellblechabdeckung auf das desolate Holzschindeldach verhindert. In den letzten drei Jahrzehnten wurde der Widumstall vorwiegend für Lagerzwecke genutzt. Über Anregung des Gargellener Heimatkundlers und Ausschussmitgliedes des Montafoner Heimatschutzvereines Friedrich Juen wurde nun Ende August 2011 dieses historische Stallgebäude im Einvernehmen und mit Unterstützung von Herrn Pfarrer Cons. Eberhard Amann als Eigentümervertreter restauriert und mit Fichtenschindeln neu eingedeckt. Dieses baukulturelle Renovierungsprojekt wurde vom Heimatschutzverein organisiert, aus dem Montafoner Kulturlandschaftsfonds subventioniert und vom Stand Montafon/Forstfonds, der Gemeinde St. Gallenkirch und der Familie Rhomberg/ Hotel Madrisa maßgeblich unterstützt. Somit kann in Gargellen zum wiederholten Mal ein Gebäude, das bald nach der ersten Zuwanderung von Walser Siedlern aus dem Prättigau (um das Jahr 1400) errichtet wurde und bis heute mehr als ein halbes Jahrtausend „überlebt“ hat, zumindest einige weitere Jahrzehnte als anschauliches bauliches Zeugnis der örtlichen Siedlungsgeschichte erhalten blei- 2011 4 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles der Kapelle wurde mit Lärchenschindeln gedeckt. Seit vielen Jahren wird hier im Mai täglich Maiandacht (Rosenkranz) abgehalten, welcher von der ansäßigen Bevölkerung gerne besucht wird. (Gerd Spratler) Künstlersuche „A. Fritz Schruns“ Im Zuge der Restaurierung eines Kapellenbildes am Zamangweg 25 in St. Gallenkirch wurde der Maler „A. Fritz Schruns 1870“ als Urheber des Bildes festgestellt. Hat jemand weitere Informationen zu diesem Maler, oder kennt jemand weitere Werke dieses Künstlers? Möglicherweise wurde von ihm oder einem seiner Vorfahren auch das nebenstehende Bild der Sabina Barbisch (geb. Bargehr) 1792-1856 gemalt. (Friedrich Juen) 14 Aktuelles Montafoner Museen auf Facebook Seit Anfang August zeigen die Montafoner Museen auch im Internet in sozialen Netzwerken wie Facebook verstärkt Präsenz. Zeitgemäße Informationen über Veranstaltungen, interessante Beiträge zur Geschichte und Gegenwart des Montafons, aber auch aktuelle Bilder und Fotos rund um die Aktivitäten der Museen können auf der Seite www. facebook.com/montafoner.museen eingesehen werden. Neben der klassischen Homepage des Museums bietet diese Facebook-Seite die spannende Möglichkeit der Interaktion und Kommunikation zwischen Publikum und Museen, indem die Besucherinnen und Besucher der Seite dort Kommentare und Stellungnahmen zu den jeweiligen Einträgen hinterlassen, selbst Bilder und Texte einstellen und nicht zuletzt den „gefällt mir“-Knopf betätigen können. Möglicherweise können über dieses neue Medium zunehmend auch neue Zielund Publikumsgruppen, die bisher kaum erreicht werden konnten, angesprochen werden. Besuchen auch Sie uns gelegentlich auf www.facebook.com/montafoner.museen und bleiben Sie dort auch im virtuellen Bereich mit den Montafoner Museen in regem Kontakt. (Michael Kasper) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 15 2011 4 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Rückblick Gaschurn, 13. Juni Bartholomäberg, 1. Juli Schragazuseminar, 18. Juni Bartholomäberg, 11. August Silbertal, 22. Juni Heidelberger Hütte, 23. August 16 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Bergbautag, 27. August (septimo) Tschagguns, 1. September (septimo) Vandans, 30. August (septimo) Vergalda, 2. September (septimo) Bartholomäberg, 31. August (septimo) Schragazuseminar, 5. September (septimo) 17 2011 4 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (€ 18,90/16,90) SB 14 Strasser: Urlaubsgrüße aus dem Montafon. 2011 (€ 19,90/17,90) SB 15 Netzer, Jenny: Johann Bitschnau. 2011 (€ 13,-/10,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Neu: DVD erhältlich (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 2010 (€ 10,-) 19 2011 4 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E info@montafoner-museen.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Juni bis Ende Oktober 2011): Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: ab 23. Juni 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: ab 2. Juli 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 20 Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: ab 1. Juni 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr ab 21. Juni 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr
  1. informationsschrift
Montafoner_Muse...10_In MontafonerMuseen 01.10.2010 17.12.2012, 08:04 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Das Montafon verfügt über eine Kulturlandschaft, die im gesamten Alpenraum ihresgleichen sucht. Auf überschaubarem Gebiet reihen sich kulturgeschichtliche Besonderheiten, die einen Zeitraum von mehreren Jahrtausenden umfassen. Der Monat September steht ganz im Zeichen dieser Kulturlandschaft Montafon und ihrer Geschichte. Historische Wege, Gebäude, Handwerkstechniken, Bewirtschaftungsformen ... das alles wollen wir Ihnen, geschätzte Mitglieder, in diesem Monat präsentieren. Das Verharren in der Vergangenheit ist nicht das Ziel, wie Sie dabei auch immer wieder bemerken werden, das Erhalten einer historischen Situation ist in vielen Fällen gar nicht möglich. Die Vermittlung all dieser Themen gelingt nur, wenn wir Menschen mit spezieller Kenntnis und Herz für das Montafon und seine Geschichte mit auf den Weg schicken. Wir wünschen allen Interessierten spannende Begegnungen und tiefe Einblicke. Andreas Rudigier (Obmann) Montafoner Museumsherbst im Zeichen der Kulturlandschaft An- und Abreisezeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie unter www.vmobil.at. 1 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 veranstaltung 2010 Galgenul (ViaValtellina) Donnerstag, 9. Sept. 2010, 14-17 Uhr Besichtigungsmöglichkeit beim Trockenmauerkurs an der ViaValtellina Zum vierten Mal wird unter der Leitung des Trockenmauerexperten Martin Lutz (siehe seinen Beitrag im Jahresbericht der Montafoner Museen 2009) die Trockenmauer an der ViaValtellina saniert und im Rahmen dessen die wichtigsten Kenntnisse des alten Handwerks weiter gegeben. Nutzen Sie an diesem Nachmittag die Möglichkeit, den KursteilnehmerInnen bei der Arbeit zuzusehen. Raggal und Fontanella (Treffpunkt Bahnhof Schruns) Donnerstag, 9. Sept. 2010, 18 Uhr Walser Herbst: „Bilder vom Reisen“, „Fremde im Zimmer“, Wiener Kaffeehaus und das heißeste Projekt im Kochzelt (Ein Ausflug zu den Nachbarn) 2 Der Walser Herbst wartet mit zwei Sonderausstellungen auf, die wir an diesem Abend besuchen wollen. Im aufgelassenen Sparmarkt in Raggal präsentiert der Fotograf Nikolaus Walter Bilder vom Reisen. Der Schriftsteller Martin Prinz („Über die Alpen“) schreibt zu Nikolaus Walter: „Eine Frau am Strand. Über ihr die Sonne, vor ihr das Meer. ‚Sehnsucht‘ – kein Wort erzahlt mehr vom Reisen. Und doch scheint das Wort gerade dort am verlässlichsten ins Leere zu fuhren, wo die ersehnte Weite greifbar nah geworden ist. Das gegen die brennende Sonne über den Kopf geworfene Kleid, dichtgedrängte Hotelblocks an Urlaubsküsten, eine Schafherde am Kreisverkehr oder ein im Kofferraum seines Reisebusses sich ausschlafender Fahrer: Nikolaus Walters Bilder vom Reisen suchen jene Augenblicke, in denen sich die Versprechungen der großen weiten Welt gerade im Naheliegenden so unbeirrbar brechen, da sie dem Geheimnis von Sehnsucht auf der Spur sind.“ Veranstaltungen „Fremde im Zimmer – Erinnerungsräume“ ist eine Ausstellung, die im früheren Hotel Post in Fontanella gezeigt wird. Ein Alpenhotel in bester Lage bietet Raum für eine besondere Ausstellung. Erinnerungsstücke enthüllen den BesucherInnen sanft, aber doch unweigerlich die Realität florierender Zeiten der jüngeren Vergangenheit in einer aufstrebenden Fremdenverkehrsregion. Der Walserherbst beweist, dass das Wiener Kaffeehaus auch zum Kulturexportartikel taugt. Auf dem Dorfplatz von Fontanella beherbergt ein Pyramidenzelt wahrend des gesamten Walserherbst ein stimmig inszeniertes Cafe, in dem Melange und Mehlspeisen das Verweilen versüßen. Nationale und internationale Zeitungen und Magazine warten auf Leserschaft, Buchgespräche und Diskussionen laden zum Gedankenaustausch. Fallweise erklingt Pianomusik, ab und zu auch die Stimme einer Wiener „Dudlerin“. Als temporären Ort der Gastfreundschaft stellt der Walserherbst mitten in Raggal ein Pyramidenzelt mit Holzherd auf. An diesem kochen Walser Frauen und Männer einfache und ungewöhnliche Speisen, spezielle Gaste wiederum ihre Spezialitäten. Die Küche mit Holzherd wird zum abendlichen Versammlungs-, und Gesprächsort für Einheimische wie für FestivalbesucherInnen. Es wird gegessen, musiziert, erzahlt und philosophiert. Das Kochprojekt am Holzherd besticht hauptsächlich durch die Einfachheit und Seltenheit der gekochten Speisen. Anmeldung im Heimatmuseum bis Mittwoch, 8. September 2010 (12 Uhr), notwendig. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Dienstag, 14. September 2010, 19 Uhr „Jahre der Heimsuchung“ im wachsenden Museum (Lesung und Führung mit Andreas Rudigier) Im Juli ist der zwölfte Sonderband der Montafoner Schriftenreihe erschienen, der sich dem Sonderausstellungsthema der Montafoner Museen 2010 widmet (siehe die Info in diesem Infoblatt). An diesem Abend wird das Buch und der Bartholomäberger Teil der Sonderausstellung gezeigt. Und nicht nur das: Das Museum in Bartholomäberg ist vor einem Jahr mit dem Anspruch entstanden, langsam zu wachsen. Vor Jahresfrist wurde das Haus so gezeigt, wie die letzten BewohnerInnen es verlassen hatten – nun sind einige Maßnahmen gesetzt worden, die das Haus als Museum schon besser erkennen lassen ... und es haben herausragende Objekte regionaler Volkskunde Einzug in das Haus gehalten. 3 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Tschagguns, Alpe Spora und Lindauer Hütte Donnerstag, 16. Sept. 2010, 17 u. 19 Uhr 2010 Treffpunkt Parkplatz Latschau Mittwoch, 15. September 2010, 9 Uhr „Schragazuseminar“ – Wie wird ein Schragenzaun gebaut? (eintägiger Kurs mit Friedrich Juen) 17 Uhr (Alpe Spora): Die „Schlacht auf der Alpe Spora“ – eine archäologische Spurensuche (Lokalaugenschein mit Univ.-Prof. Dr. Harald Stadler und Mag. Christoph Walser) Bei den Bündner Nachbarn gibt es einen Verein zur Erhaltung der „Graggenzäune“, hier gibt es einen Spezialisten genau für dieses Thema der bei uns „Schragazü“ oder „Scheiazü“ genannten Zäune: Friedrich Juen wird an diesem Tag Interessierten das Handwerk des Zäunemachens zeigen und die Interessierten auch mitarbeiten lassen. Juen führt in das Handwerk ein, zeigt die Herstellung von „Stäcka“ und „Scheia“ und schließlich die Errichtung des Zaunes. Zu den schwierigsten Details zählt die Gestaltung des „Schlosses“, der verbindende Abschluss des Zaunes. Anmeldung beim Heimatmuseum bis Montag, 13. September 2010 notwendig; Kosten pro TeilnehmerIn 25 Euro, Mitglieder des Heimatschutzvereins bezahlen 20 Euro. Für Verpflegung wird gesorgt. Manfred Tschaikner hatte mit seinem Beitrag im Jahresbericht der Montafoner Museen 2008 darauf aufmerksam gemacht. Der Bludenzer Vogteiverwalter David Pappus bereiste 1610 den Großteil der Grenzen der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg. Die Aufzeichnungen darüber stellen eine wichtige landeskundliche Quelle dar, die auch Gegenstand des nachfolgenden Referats von Tschaikner darstellen. David Pappus berichtet auch von einem grausamen Gemetzel, das 1499 im so genannten Schweizerkrieg auf der Alpe Spora stattgefunden haben soll. Die Montafoner sollen in einem weiten Ried bei der Alpe 130 einfallende Prättigauer erschlagen haben. Als Beweise dafür galten ihm die Totenköpfe und militärischen Ausrüstungsgegenstände, die man dort noch 4 Veranstaltungen zu Beginn des 17. Jahrhunderts finden konnte. Das Projekt der Universität Innsbruck begibt sich nun auf Spurensuche, und wir laden Sie ein, sich ein Bild der Situation auf der Alpe Spora zu machen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 19 Uhr (Lindauer Hütte): Das Montafon wird selbstständig – eine Episode der Talgeschichte im 17. Jahrhundert (Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner) das Montafon de facto selbstständig. Um diesem Zustand ein Ende zu setzen, gestand man dem Tal 1613 wenigstens provisorisch ein eigenes Gericht zu, das aber nicht den Erwartungen entsprach. Als man es vier Jahre später wieder abschaffte, wurden die Hofjünger wie ehedem der Bludenzer Gerichtsbarkeit unterstellt. Dabei verblieb es dann für mehr als anderthalb Jahrhunderte. Der Traum vom unabhängigen Montafon hatte nur kurz gewährt. Hinweis: Sie können gerne ins Gauertal wandern, aber: Um 16.30, 17.30 und 18.30 Uhr fährt jeweils ein Bus von der Gemeinde Tschagguns (Parkplatz Altes Gemeindeamt) – die Rückreise ist ebenfalls mit dem Bus möglich. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts spitzten sich schon lange währende Konflikte der Montafoner mit der Stadt Bludenz extrem zu. Die Hofjünger verlangten nicht nur einen eigenen Viehmarkt und eine Änderung der Besteuerung, sondern vor allem ein eigenes Gericht. 1607 erhielten sie entsprechende Zusagen des Landesfürsten in Innsbruck, deren Umsetzung aber von den Bludenzern erfolgreich hintertrieben wurde. Daraufhin machte sich Latschau Freitag, 17. September 2010, 14-18 Uhr Alte Säge „Müllis Ferdi“ Die alte Säge am Rasafeibach in Latschau ist nach dem Flurnamen „Mülli“ (die Mülli erinnert an die bis ins 20. Jahrhundert in der Nähe betriebene Getreidemühle) und dem früheren Besitzer Ferdinand Loretz benannt. Die Familie Loretz erwarb 1849 die seit dem 18. Jahrhundert betriebene Säge von den Geschwistern Gavanesch. Der heutige Zustand entspricht im Wesentlichen dem von 1907. Damals erfolgte der Umbau zu einem so genannten Venezianergatter aus Teilen einer Säge in Frastanz. Im gemauerten Untergeschoss befindet sich das oberschlächtige hölzerne Wasserrad (Durchschnitt 4,1 m), welches in der Radstube die Transmission antreibt. Diese sorgen über zwei exzentrische Schwung5 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 räder und die Stelzen für die Auf- und Abbewegungen des Venezianergatters, einem einfachen senkrechten Sägeblatt mit automatischem Vorschub. Über eine Handwinde werden die Baumstämme seitlich auf den Blochwagen geholt. Die Säge ist voll funktionstüchtig und wird museal im Rahmen des Aqua-Wanderweges Tschagguns betrieben. Gebäude einerseits zu erhalten und andererseits moderne Wohnansprüche entsprechend zu berücksichtigen. Der Architekt wird an diesem Nachmittag anwesend sein und gerne Fragen im Umgang mit historischer Bausubstanz beantworten. Vandans, Agathweg 9 (Zufahrt über Obere Venserstraße) Montag, 20. Sept. 2010, 14-18 Uhr St. Gallenkirch, Sponaweg 39 (Tschuga-Hus) Dienstag, 21. Sept. 2010, 14-18 Uhr Ein historisches Gebäude in neuem Gewand (Besichtigungsmöglichkeit) Das etwa 300 Jahre alte Montafoner Bauernhaus wurde 2005/06 nach Plänen von Architekt Mag. Paul Köck material- und stilgerecht renoviert und umgebaut. Dieser Nachmittag bietet Gelegenheit, das heute als Zweitwohnsitz genutzte Haus zu besichtigen. Durch den Ausbau des Schopfes entstanden ein großzügiger, heller Essraum und ein geräumiges Bad. Ziel war es, ein historisches 6 Ein historisches Gebäude in neuem Gewand (Besichtigungsmöglichkeit) Das Gebäude ist ein giebelständiges Eckflurhaus und dürfte Teil einer etwa 450-jährigen Paarhofanlage im Dauersiedlungsraum St. Gallenkirch sein. Die ältesten Teile des Gebäudes datieren in die Zeit von 1398/99 (damals dürfte das Haus etwa 9,4 mal 10,7 m im Längsrechteck gemessen haben), der jüngste größere Umbau stammt aus dem Jahr 1723, wie auch aus der Inschrift im Giebelfeld deutlich wird. Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 Der Bauforscher und Dendrochronologe Klaus Pfeifer wird an diesem Nachmittag anwesend sein. Mittwoch, 22. Sept. 2010, 13 Uhr Treffpunkt Bartholomäberg, Parkplatz bei der Kirche Donnerstag, 23. Sept. 2010, 8.30 Uhr Treffpunkt Gargellen (Kirche) Die ehemalige Dauersiedlung Valleu: Wandel(n) in der Montafoner Kulturlandschaft 3 ExpertInnen im Bereich heimische Kulturlandschaft führen sie durch verschiedene Gebiete des Montafons und vermitteln ihnen an konkreten Beispielen die Eigenheiten, den Wandel und die einzigartige Schönheit der uralten Kulturlandschaften, die dieser Talschaft ihren besonderen, teils widersprüchlichen Charakter geben. Das Ziel der Wanderung ist Valleu – eine ehemalige, hoch gelegene Dauersiedlung in Bartholomäberg mit einer sehr bewegten Geschichte. Auf dem Weg dort hin passieren wir verschiedene Stationen, die eindrücklich den Wandel im Umgang mit der Kulturlandschaft und die daraus resultierenden Gegebenheiten widerspiegeln. Es begleiten und führen sie Peter Strasser und Marion Ebster (Kulturlandschaftsinventar Montafon) sowie Roland Blum (Landwirtschaftskammer Vorarlberg). Erstere informieren sie über 7 Die Rüti oberhalb von Gargellen (Führung mit Friedrich Juen und Martin Herburger) Das Bergkirchlein zur hl. Magdalena in Gargellen ist Ausgangspunkt einer kleinen Wanderung, die durch den Waldweg entlang des „Gargellener Fensters“ auf das kleine Anwesen Rüti führt (nicht zu verwechseln mit Rüti im Gargellental). Hier befinden sich noch vier Gebäude, die im Kern ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Der Bewirtschafter Martin Herburger erzählt von früher und von dem, was er heute macht. Letzteres lässt sich auch verkosten! Gutes Schuhwerk erforderlich, Gesamtdauer etwa drei Stunden. Die Veranstaltung kostet pro Person 15 Euro (Jause inbegriffen), Mitglieder des Heimatschutzvereins bezahlen 10 Euro. 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 prägnante Veränderungen der Montafoner Kulturlandschaft auf den Stationen dieses Weges, während Herr Blum ganz konkret auf eine tierische Besonderheit des Montafons eingeht: das Montafoner Steinschaft, welches von ihm auf Valleu gehalten wird und auf seine eigene Weise zum Erhalt der dortigen Landschaft beiträgt. Der Weg führt von Bartolomäberg/Zentrum über Rellseck und das Schattamaisäß nach Valleu und wieder zurück. Die Wanderung führt durch steiles Gebiet und sollte nur mit festen Wanderschuhen unternommen werden. Die Dauer der Wanderung beträgt ca. 6 Stunden (inkl. Pausen), Verpflegung ist selbst mitzubringen. Die Wanderung findet nur bei guter Witterung statt. Treffpunkt Parkplatz Aquarena (St. Gallenkirch) Freitag, 24. September 2010, 14 Uhr Im Mittelpunkt dieser Wanderung steht die so genannte „Gavatzen-Mühle“, die sich am Unterlauf des Suggadinbachs befindet und eines der letzten bekannten Mühlengebäude im Montafon ist, dessen Mauern noch weitgehend erhalten geblieben sind. Darüber hinaus sind noch Teile der zum Ensemble gehörenden Infrastruktur erhalten, wie der Mühlstein oder die Reste des Wellbaumes. Durch die Errichtung der Suggadinbach-Verbauung sind die Reste des historischen Gebäudes bedauerlicherweise gefährdet. Dank der freundlichen Unterstützung der Wildbach- und Lawinenverbauung/Gebietsbauleitung Bludenz konnte die Mühlenruine im August Firma CONTEXT OG (Ranggen) nach archäologischbauhistorischen Kriterien dokumentiert werden. Die Mühle war eines der vielen Opfer des Jahrhunderthochwassers von 1910, das Gegenstand dieser nachmittäglichen Wanderung ist. Gutes Schuhwerk ist erforderlich. Die Veranstaltung ist frei zugänglich. Das Hochwasser von 1910 und seine Folgen (Wanderung mit Friedrich Juen und Mag. Christoph Walser) 8 Veranstaltungen Bartholomäberg, Mehrzweckgebäude Samstag, 25. Sept. 2010, 14-18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 12. Interregionale Alpgespräche: Die Inventarisierung der Kulturlandschaft Die Interregionalen Alpgespräche sind eine Initiative des Alpmuseum „Uf m Tannberg“ (Batzenalpe bei Schröcken), die sich jährlich mit kulturgeschichtlichen Themen rund um das Thema des Alpmuseums beschäftigen. Der Großteil der Veranstaltungen fand bislang in Schröcken statt, in den vergangenen Jahren wurden zunehmend aber auch neue Tagungsorte gesucht, wie etwa die verlassene Walsersiedlung Guscha (oberhalb von Maienfeld, CH), die seit den 1970er Jahren von einer privaten Gruppe hinsichtlich ihrer Erhaltung betreut wird. Das Thema der heurigen Tagung sind Kulturlandschaftsinventare, die allerorten entstehen und zur Sicherung des Wissens über das materielle und immaterielle Erbe dienen. Die Wahrnehmung, Inventarisierung, Erforschung und Neunutzung der bergbäuerlich geprägten Kulturlandschaft des Alpenraums stehen im Mittelpunkt. ReferentInnen in Bartholomäberg werden sein: Marion Ebster/Peter Strasser vom Stand Montafon (über das Kulturlandschaftsinventar Montafon), Roland Blum von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg (über die Steinschafzucht und damit die angewandte Kulturlandschaftserhaltung), Klaus Pfeifer aus dem Bregenzerwald (über seine dendrochronologische Kulturgüterdatenbank), Thomas Reitmaier von der Universität Zürich (über das archäologische Forschungsprojekt zur Silvretta), Hanspeter Schneider von der ViaStoria/Universität Bern (über das Inventar der Schweizer Verkehrswege), Hans-Peter Meier vom Institut cultur prospectiv in Zürich (über das von ihm kuratierte Ausstellungsprojekt zum „nicht mehr gebrauchten Stall“, das derzeit im Gelben Haus in Flims zu sehen ist), Karl Wiesauer von der Tiroler Landesregierung (über den Tiroler Kunstkataster), Leo Walser vom Heimatschutzverein Montafon (über die Förderungsmöglichkeiten zur Erhaltung von kulturgeschichtlich speziellen Objekten in Vorarlberg). Anmeldung im Heimatmuseum bis Mittwoch, 22. September 2010, notwendig. Die Veranstaltung ist frei zugänglich. Treffpunkt Kristbergbahn Talstation Sonntag, 26. Sept. 2010, 9 Uhr Küngs Maisäß (Wanderung mit Dr. Leo Walser) Der Küngs Maisäß in Bartholomäberg stellt ein bemerkenswertes Zeugnis Montafoner Maisäßwirtschaft auf 1500 m Höhe dar. Er besteht aus sechs eingeschossigen Gebäuden: der Alp- oder Gemeinschaftshütte sowie zwei weiteren Maisäßhütten und drei Stallgebäu9 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 den, welche aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen, in Blockbauweise errichtet wurden und mit Holzschindeln gedeckt sind. Seit dem 16. Jahrhundert wird dieses Gebiet in unterschiedlicher Weise bewirtschaftet. In einer eindrucksvollen Wanderung erfahren Sie Wissenswertes über die Nutzung des Maisäß sowie über die Restaurierungsarbeiten im Zuge der Unterschutzstellung. Der Weg vom Kristberg bis zum Küngs Maisäß dauert etwa 1,5 Stunden; gutes Schuhwerk erforderlich, Kosten für die Kristbergbahn berücksichtigen; die Veranstaltung findet nur bei guter Witterung statt – Anmeldung im Heimatmuseum notwendig. Gaschurn, Tanzlaube (Denkmaltag 2010) Sonntag, 26. Sept. 2010, 10-15 Uhr Die Tanzlaube in Gaschurn Die Tanzlaube von Gaschurn wurde letztmalig vermutlich kurz nach dem Kirchenneubau im Jahr 1876 über einem massiven Steinunterbau errichtet. Mit einem offenen Dachstuhl auf Holzpfosten kann sie als Erweiterung des Kirchplatzes gesehen werden. Noch heute ist der gedeckte Platz ein zentraler Ort der Kommunikation in der Gemeinde, an dem man unter anderem auch ausgiebig feiert. 10-13.30 Uhr: „Feiern wie früher“ beim Frühschoppen des Patroziniumsfestes im Festzelt mit Musik, Speis und Trank 14.30 Uhr: Geschichten zum Denkmal für Alt und Jung 10 Veranstaltungen Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon: Ausstellungen in den Montafoner Museen und Begleitbuch Vor genau hundert Jahren wurde das Montafon von einer schrecklichen Naturkatastrophe heimgesucht. Rasche Schneeschmelze und Dauerregen verwandelten Rinnsale und Bäche zu reißenden Flüssen. Die verheerende Folge war ein Jahrhunderthochwasser mit extremen Vermurungen in mehren Orten des Tales. Das Katastrophenszenario ist uns nicht nur eindrücklich wegen der massiven Reaktionen in Erinnerung. Diese reichten bis zu Aussiedlungsplänen des am schlimmsten betroffenen Dorfes Vandans. Zudem kam bei dieser Katastrophe erstmals das Medium Fotografie sehr umfassend zum Einsatz. Somit konnte der Nachwelt das Bild der Verwüstungen deutlicher erhalten werden als jemals zuvor. Die Ausstellungen in allen vier Montafoner Museen und das vorliegende Begleitbuch spüren, in Erinnerung an dieses Hochwasser vor 100 Jahren, auch montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 anderen Katastrophenereignissen im Montafon nach. Dies geschieht in den vier Montafoner Museen allerdings auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Themen. Der Bogen spannt sich von mehreren Lawinenkatastrophen über das Hungerjahr 1817 bis zu den jüngsten Muren- und Hochwasserereignissen. Das Buch und die vier Ausstellungen dokumentieren die Katastrophen selbst, aber auch deren Folgen für Mensch und Natur. Nicht zuletzt gilt das Interesse den vielfältigen Versuchen, solche „Schicksalsschläge“ zu verhindern: Im religiösen Leben, im Aberglauben – und letztlich durch ein wachsendes Bemühen, sich real abzusichern. Mit Beiträgen von Helmut Aschauer, Klaus Beitl, Edith Hessenberger, Friedrich Juen und Michael Kasper. 11 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Sommer 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 12
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Wolfurt 2011 03 Herbst Wolfurt 23.09.2011 03.12.2012, 16:18 wolfurt HERBST 2011 Blick ins Gemeindegeschehen Fest der Begegnung Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Die Urlaubs- und Ferienzeit ist vorbei und mit Beginn der Schulzeit tauchen auch die Letzten wieder in den Alltag ein. Ich hoffe, Sie haben sich über den Sommer gut erholt und sind wieder voller Energie für einen hoffentlich schönen Herbst. Auch im Sommer hat sich einiges in unserer Marktgemeinde getan. Hochwasser in Wolfurt Leider wurde Wolfurt auch heuer nicht von Hochwasser verschont. Auch wenn die Niederschlagsereignisse nicht so flächendeckend wie letztes Jahr waren, so hat es wiederum einige Häuser und Parzellen getroffen, die bisher schon nicht verschont blieben. An derartige Regengüsse, wie sie in der Nacht auf den 30. Juni auf Wolfurt niedergingen, können sich auch alteingesessene Wolfurter kaum erinnern. Glück im Unglück war, dass die Intensität des Regens nicht allzu lange anhielt. Besonders betroffen waren der Einzugsbereich des Eulentobelbaches und das Dorfzentrum. In beiden Bereichen mussten innerhalb eines Jahres nun schon zum zweiten Mal Keller ausgepumpt werden. Noch größere Schäden konnten teilweise durch das beherzte Eingreifen der Anrainer verhindert werden. Dafür mein Respekt und mein Dank. Zu einer zeitweisen Straßensperre kam es in den Morgenstunden auch auf der Bucher Straße. Unmittelbar vor dem Portal des Ippachtunnels verlegte eine Mure die Straße 30 Zentimeter hoch auf einer Breite von drei Metern. Ein großer Dank gilt unserer Feuerwehr, die wieder rasch und kompetent den Hochwasseropfern beistand. Auch dem Gemeindebauhof gebührt großer Dank. Dorfgemeinschaft und Ehrenamt - zwei tolle Beispiele > Das Fest der Begegnung war eine beeindruckende Veranstaltung. Sie wurde nur möglich, weil sich viele Menschen im Vorfeld zusammengefunden haben, die sich bereit erklärten zu planen, zu organisieren und tatkräftig mitzuarbeiten. Die Gemeinde bedankt sich sehr herzlich beim Kulturkreis Wolfurt, vor allem bei Susanne Mohr und Ernst Stadelmann, die für die Organisation und die Finanzen die Hauptverantwortung übernahmen. Begleitet und unterstützt wurden sie von August Rohner, Jadranko Lesic und einer Gruppe von interessierten Vereinsleuten, Gruppierungen und Privatpersonen, die das Fest auf die Beine brachten. Es war ein wunderschönes Erlebnis und es wurde uns allen ein sehr bunter, lebendiger Tag beschert. Dafür ein herzliches Dankeschön! Die fotografische Dokumentation übernahm der noch junge Wolfurter Verein „Fototeam Digital“. Er stellt uns die Bilder unter folgendem Link zur Verfügung: www.ft-digital.at. > Der Stundenlauf wurde im Juli zu Gunsten von Donald Peter ausgetragen, der durch einen tragischen Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Fast ein Jahr haben sich der Verein „Wolfurt für Wolfurt“ und viele andere Beteiligte, Freunde und Firmen bemüht, Hilfe zu organisieren. Viele haben von sich aus gefragt: was kann ich tun? Und haben beim Hausumbau selbst Hand angelegt. Firmen haben Mann und Material kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine unglaubliche Dynamik hat sich entwickelt, und wir konnten förmlich die positive Energie spüren, die unser Dorf vereinnahmt hatte. Ich darf mich ausdrücklich im Namen von Doris und Donald Peter und deren Kinder, aber auch im Namen der Marktgemeinde Wolfurt bei allen bedanken, die dies ermöglicht haben. Es ist schön zu wissen, dass wenn wirklich Hilfe benötigt wird, in unserer Dorfgemeinschaft Menschen aufstehen und sagen: „Mit mir kannst du rechnen!” 2 Aus dem Rathaus Carmen Zeilinger Elke Kruijen Dietmar Wüstner Nach den Hochwasserereignissen des vergangenen Jahres wurden sämtliche Schotterfänge geräumt und instandgesetzt, dadurch konnten weitere Schäden verhindert werden. Die Gemeindeverantwortlichen beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit der Hochwasserproblematik. Im Zuge eines generellen Projektes wurden Maßnahmen für alle unsere Bäche entwickelt. Die Umsetzungen werden uns sicher die nächsten 2 Jahrzehnte beschäftigen. Zur Zeit läuft die Einreichung des ersten großen Hochwasserabschnittes für den Ippach- und Himmelreichbach. Erste Teilbereiche wurden im Zuge des Sternenprojektes vorgezogen und umgesetzt. Die nächste Bauetappe soll noch in diesem Herbst/Winter starten. ist eine Aufstockung des Personalstandes an diesem Kindergarten erforderlich geworden. Elke Kruijen ist verheiratet und Mutter von 3 Söhnen. Sie hat im zweiten Bildungsweg eine Ausbildung zur Kindergartenassistentin absolviert. > Bevorstehende Änderungen in der Gemeindeimmobiliengesellschaft und anstehende Hochbauprojekte haben eine organisatorische Umstellung und eine Aufstockung des Personalstandes im Bauamt erforderlich gemacht. Aus den eingegangenen hochkarätigen Bewerbungen konnte mit Dietmar Wüstner ein neuer, engagierter Mitarbeiter gewonnen werden. Dietmar Wüstner ist 37 Jahre alt, verheiratet und Vater von 2 Kindern. Er kommt ursprünglich aus dem Holz- und Fensterbau und war zuletzt viele Jahre beim Landesflussbauhof als stellvertretender Leiter tätig. Er bringt damit sowohl Kenntnisse aus dem Bauhandwerk, wie auch Verhandlungserfahrung mit. Ich bedanke mich bei Christian Hartmann für sein langjähriges Engagement und wünsche ihm und unseren neuen Mitarbeiter/innen einen guten Start und viel Erfolg. Bürgermeister Christian Natter Straßenprojekte > Die Inselstraße wird zwischen der L3 und der Bregenzer Straße generalsaniert. In diesem Zuge werden sämtliche Leitungen geprüft und wenn nötig ersetzt. Eine neue Entwässerung und Beleuchtung wird installiert. Mit den Bauarbeiten soll noch Ende September gestartet werden. Voraussichtliche Bauzeit 2 - 3 Monate. > Im Zuge der anstehenden Bautätigkeiten in der Nußgasse muss die Straße an die zukünftigen Anforderungen angepasst werden. Im Herbst werden die Unterbauarbeiten, Entwässerungen und Leitungsbauwerke umgesetzt. Der Teerbelag wird nach Fertigstellung der Objekte 2012 aufgetragen. Die Nußgasse wird auch in Zukunft nur für Fußgänger und Fahrradfahrer durchgängig bleiben. > Für beide Straßenprojekte ist ein Gesamtbudget von ca. EUR 230.000,- budgetiert. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gemeindedienst > Mit 31.7.2011 hat Christian Hartmann aus der Gemeindebuchhaltung zu den Bregenzer Festspielen gewechselt. Aus einer großen Anzahl an Bewerberinnen und Bewerbern für die Nachbesetzung der Stelle fiel die Wahl auf Carmen Zeilinger. Carmen ist 26 Jahre alt, in Wolfurt wohnhaft und war zuletzt in der Vermögensabteilung beim Amt der Vbg. Landesregierung beschäftigt. Sie tritt ihren Dienst am 1.9.2011 an. > Ebenfalls per 1.9.2011 wird Elke Kruijen das Team des Kindergartens Bütze verstärken. Aufgrund der großen Kinderzahl und der Führung einer Integrationsgruppe Aus dem Rathaus 3 Kostenlose Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren Die kostenlosen Beratungs-Sprechstunden von Rechtsanwälten und Notaren werden von der Wolfurter Bevölkerung gerne in Anspruch genommen, daher wird dieses Beratungsangebot wie folgt fortgesetzt: ___________________________________ Veränderungen im Gewerberegister Eintragungen in das Gewerberegister Pauger & Stüble GmbH, Zeichenbüros und Baumeister für ausführende Tätigkeiten sowie Heizungstechnik, Bützestraße 39, Lubica Lukacikova, Personenbetreuung, Rutzenbergstraße 3/1, Gyöngyi Jakab, Personenbetreuung, Brunnengasse 2, D & K Gastronomie OG, Gastgewerbe, Sternenplatz 2, Peter Jappel, Marktfahrer, St.-Antonius-Weg 19, SternenHotel Betriebs GmbH, Gastgewerbe Hotel, Sternenplatz 4, Dietmar Hohn, automatische Datenverarbeitung und Informationstechnik, Kirchstraße 9/1, Josef Eduard Muxel, Versicherungsvermittlung, Brühlstraße 34, Johann Willi, Handelsgewerbe und Angebot von Hausbetreuungstätigkeiten, Feldweg 13, Mürfet Yilmaz, Vermittlung von Kunden zu Buchmachern/Wettbüros, Achstraße 2, Tanja Maria Ganahl, Puppenerzeugerin und Reparateurin, Lauteracher Straße 7, Barbara Irmgard Bildstein, Friseurin, Brühlstraße 34, Marta Vidova, Personenbetreuung, Im Wida 6, Ländleumzug Aydin Yildiz e.U., Güterbeförderung bis 3.500 kg, Güterbeförderung mit vier Kraftfahrzeugen im grenzüberschreitenden Verkehr und Vermieten von Kraftfahrzeugen ohne Beistellung eines Lenkers, Holzriedstraße 33, Maria Tatranska, Personenbetreuung, Unterhub 9. Korrektur der Standortanschrift ÖBB-Shared Service Center Gesellschaft mbH, Gastgewerbe Betriebsart Selbstbedienungsküche, Senderstraße 8. Errichtung einer weiteren Betriebsstätte TRIAMI Consulting und IT Management GmbH & Co KG, Datenverarbeitung und Informationstechnik, Auf dem Bühel 5. Sprechstunden Rechtsanwälte von 18:00 - 20:00 Uhr Mittwoch, 05. Oktober 2011, Dr. Wolfgang Hirsch Mittwoch, 02. November 2011, Dr. Claus Brändle Mittwoch, 30. November 2011, Dr. Nikolaus Schertler ___________________________________ Verlegung einer Betriebsstätte in einen anderen Standort: Silka Österreich GmbH, Erzeugung von Zementund Mörtelzusatz, von Wolfurt, Konrad-Doppelmayr-Straße 11 nach Wolfurt, Senderstraße 10, Maria Jevinova, Personenbertreuung, von Wolfurt, Felle 8 nach Feldkirch, Thomas Feuerbacher, Güterbeförderung bis 3.500 kg, von Lustenau nach Wolfurt, Bützestraße 24, Anna Hruscakova, Personenbetreuung, von Wolfurt, Bregenzer Straße 29h nach Lauterach, Janka Baricova, Personenbetreuung, von Seiersberg nach Wolfurt, Flotzbachstraße 13, digibon Datentechnik GmbH, automatische Datenverarbeitung und Informationstechnik, von Wolfurt, Schulstraße 9 nach Dornbirn, Innokentij Plantonow, Grafiker, von Wolfurt, Nelkenweg 10 nach Bregenz, Hans Peter Mathis, Handelsgewerbe mit Maschinen und Zuberhörteilen, von Schwarzach nach Wolfurt, Moosmahdgasse 19, Marcel Prasch, Versicherungsagent, von Hohenems nach Wolfurt, Konrad-DoppelmayrStraße 17, Monika Kubistova, Personenbetreuung, von Lochau nach Wolfurt, LorenzSchertler-Straße 18, IDEEFIX System- und Softwareentwicklung GmbH, Handelsgewerbe und Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung/Informationstechnik, von Wolfurt, Konrad-Doppelmayr-Straße 17, nach Dornbirn, Maria Sorocinova, Personenbetreuung, von Wolfurt, Fattstraße 25 nach Schwarzach, Eva Belopotoczka, Personenbetreuung, von Spital am Pyhrn nach Wolfurt, Brühlstraße 34/2, Viera Stefanerova, Personenbetreuung, von Bregenz nach Wolfurt, Unterlinden 3/2, Kristjani Balasko, Schreibbüros, von Wolfurt, Bregenzer Straße 9 nach Dornbirn. Sprechstunden Notar von 18:00 - 19:00 Uhr Mittwoch, 21. September 2011, Dr. Kurt Zimmermann Mittwoch, 16. November 2011, Dr. Kurt Zimmermann ___________________________________ Die Sprechstunden finden jeweils im Rathaus Wolfurt statt. ___________________________________ Notariatsverteilung bei Todesfällen Zur Abwicklung der Verlassenschaften nach Todesfällen von Familienangehörigen wurden vom Bezirksgericht Bregenz die Notare für folgende Termine nominiert: ___________________________________ Gewerbelöschungen Rita Bereuter, Handelsgewerbe und Handelsagenten, Moosmahdgasse 12c, Jeannette Mennel, Handelsgewerbe und Handelsagenten, Weberstraße 3a, Günter König, Tischler, Bützestraße 21, Peter Sebastian Kohler, Datenverarbeiter und Informationstechniker, Unterlinden 13, Restaurant „Speckstadel zur Eiche“, Gastgewerbe, Flotzbachstraße 28. Todesfälle jeweils Dr. Nikolaus Ender Jänner, Juni und 01.11. - 12.11. Dr. Ivo Fussenegger Februar, Juli und 13.11. - 26.11. Dr. Richard Huter März, August und 27.11. - 07.12. Dr. E. Michel April, September und 08.12. - 20.12. Dr. Kurt Zimmermann Mai, Oktober und 21.12. - 31.12. Bestellung eines gewerberechtlichen Geschäftsführers JCL Logistics Austria GmbH, grenzüberschreitender Güterverkehr, Geschäftsführer: Eugen Schädler, Senderstraße 28. 4 Aus dem Rathaus Betriebsausflug Wegen des Betriebsausfluges am Freitag, 09. September 2011, bleibt das Rathaus geschlossen! DANKE FÜR IHR VERSTÄNDNIS. Fundamt Fundgegenstände und Fahrräder, welche im 3. Quartal 2011 im Fundamt abgegeben wurden: __________________________________________________ Kostenlose Beratung in Grundstücks- und Immobilienangelegenheiten Richard Richter, der gerichtlich beeidete Ortssachverständige für Immobilien, wird sein Wissen und seine Berufserfahrung den Bürgern und Bürgerinnen kostenlos zu folgenden Beratungsterminen zur Verfügung stellen: diverse Schlüssel __________________________________________________ Ebenfalls wurden diverse Fahrräder abgegeben, die während der Amtsstunden beim Gemeindeamt Wolfurt, Fundamt (Tel.-Nr.: 05574/6840-10, Fax: 6840-810, E-Mail: angelika.koeb@wolfurt.at) besichtigt und an den rechtmäßigen Besitzer ausgefolgt werden können. Direkte Informationen finden Sie auch im Internet unter www.fundinfo.at Angelika Köb Rathaus Wolfurt 18:00 - 20:00 Uhr Mittwoch, 14. September 2011 Mittwoch, 19. Oktober 2011 ____________________________________________________ ____________________________________________________ ____________________________________________________ Abfallentsorgung an Gewässern und Gräben Bei sämtlichen wasserführenden Gewässern / Gräben, die durch Wolfurt fließend, muss immer wieder festgestellt werden, dass hier Material entsorgt wird, das dort nichts verloren hat (Rasenmähgut, Blätter, Bioabfälle, Äste, etc...). Da es aufgrund dessen bei Niederschlägen immer wieder zu Verklausungen im offenen Gerinne sowie in den Verrohrungen kommt, bitten wir die Bevölkerung darauf zu achten, dass die Gewässer und Gräben frei zu halten sind. Diese dürfen nicht als Müllentsorgung verwendet oder angesehen werden. Bauhof Wolfurt Aus dem Rathaus 5 Tag der offenen Türe: Sternen Hotel, Gasthaus Stern und Sparkasse Bregenz Es goss in Strömen. Die Leute kamen dennoch in Massen zur Eröffnung des Sternenplatzes und dem Tag der offenen Türe des Sternen Hotels, des Gasthauses Stern und der neuen Filiale der Sparkasse Bregenz. Am Samstag, den 18. Juni 2011, verlegten die Veranstalter aufgrund der starken Regenfälle die Eröffnungsfeier kurzerhand in die Tiefgarage. Die Bauernkapelle Wolfurt sorgte für die musikalische und erwärmende Unterhaltung und eröffnete den offiziellen Teil mit einer Triumphfanfare. Bürgermeister Christian Natter begrüßte um 10:00 Uhr die bereits zahlreich erschienenen Gäste und beantwortete die Fragen der Moderatorin Dorothea Schertler. Er war sichtlich stolz auf das neu geschaffene Zentrum im Strohdorf. Besonders die Verwirklichung des Sternenplatzes als Begegnungsplatz für alle, ohne Bevorzugung eines einzelnen Verkehrsteilnehmers, war ihm ein großes Anliegen. Bürgermeiser Natter betonte, dass der Bau des Sternen Hotels, des Gasthaus Stern und der Filiale der Sparkasse Bregenz zur weiteren Belebung unserer Gemeinde positiv beitragen wird. Abschließend bedankte er sich bei allen Beteiligten für die wirklich gelungene Umsetzung. Hotel Dir. Richard Zünd, der Geschäftsführer der GIG, Ferde Hammerer, und die Filialleiterin der Sparkasse Bregenz, Ingrid Bader, repräsentierten das neue Gebäude und erklärten die Zielsetzungen und Funktionen. Die Moderatorin stellte auch die beiden Pächter des Gasthaus Stern, Thomas Dellagiacoma und Sven Kaminski, vor. Pfarrer German Amann sprach den himmlischen Schutz für das neue Haus und die Betriebe aus und segnete die Räumlichkeiten. Im Anschluss wurde den Besuchern die Möglichkeit geboten, die drei neuen Betriebsstätten zu besichtigen. Im Sternen Hotel wurde der exquisite Eingangs- und Rezeptionsbereich bewundert. Bei einem Gang durch die Zimmer konnte man sich ein Bild über das sehr gute Ausstattungsniveau der Räumlichkeiten mit dem Sauna- und Wellnessbereich machen. Das Personal gab den Besuchern bereitwillig Auskunft über das neue Hotel. Im Gasthaus Stern standen die Gastronomen den Besuchern Rede und Antwort und zeigten voller Stolz die neuen Räume. Sie freuten sich, dass sie als junge Gastronomen hier die Chance erhalten haben, ein Gastlokal mit hohen Erwartungen und vielfältigen Möglichkeiten zu führen. Nach dem Containerleben der Filiale der Sparkasse Bregenz in den beiden vergangen Jahren sah man den Mitarbeitern die Erleichterung und die Freude an, nun in einem architektonisch sehr schönen Ambiente kundenorientiert arbeiten zu dürfen. Die Feuerwehr Wolfurt sorgte mit ihrer ganzen Mannschaft dafür, dass trotz des Ansturms der Besucher alle mit Speisen und Getränken bestens versorgt wurden. Die Sternen Errichtergemeinschaft überreichte am Wolfurter Stundenlauf dem Verein „Wolfurt für Wolfurt“ den Reinerlös vom Tag der offenen Tür in Höhe von EUR 1.700,-. 6 Gemeindepanorama Die Bauernkapelle verzichtete zugunsten einer Spende an den Verein „Wolfurt für Wolfurt“ auf ihre Gage. Inzwischen sind das Hotel, das Gasthaus und die Filiale der Sparkasse bereits gut zwei Monate in Betrieb. Nach einer sehr knappen Bauzeit litten die Anfangswochen noch unter den notwendigen Restarbeiten der Handwerksbetriebe, sodass es manchmal nicht einfach war, dies ohne dass es der Gast bemerkte, zu bewerkstelligen. Über die Anfangsauslastung des Sternen Hotel war der Betreiber selbst überrascht. Neben den Betrieben und privaten Buchungen ist insbesondere die Buchung über Internet hervorragend angelaufen. Auch die Rückmeldungen der Gäste wird von www.booking.com als „fabelhaft“ bezeichnet. Das Gasthaus Stern wird insbesondere wegen der hervorragenden Küche von den Gästen gelobt. Die jungen Gastronomen haben die Chance, sich im Gasthaus Stern einen Namen zu machen, verdient und sind sehr bemüht, die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Auch das bisherige Fehlen eines Veranstaltungsraumes dieser Größenordnung hat sich bestätigt. Das Gasthaus Stern hat die Feuertaufe mit zwei Hochzeiten und verschiedenen anderen Veranstaltungen bestanden. Wir haben in der letzten Zeit viele positive Rückmeldungen über die Investition am Sternenplatz von der Bevölkerung erhalten. Wir freuen uns darüber und möchten uns bei allen, die am Gelingen dieses wichtigen Projektes beteiligt waren, bedanken. Besonders bedanken wir uns bei den Investoren, bei Arch. Erwin Werle und den Fachplanern, beim Generalunternehmer Nägele, der es ermöglicht hat, dass wir über ein Drittel der Investitionen in Wolfurt oder in der Region halten konnten, und bei allen beteiligten Firmen für die geleistete Arbeit. Ferde Hammerer, Geschäftsführer GIG Gemeindepanorama 7 Gemeindearchiv - "Gedächtnis der Gemeinde" Nach § 27 Abs. 4 des Gemeindegesetzes ist jede Gemeinde zur Führung eines Archivs, in dem Akten, Urkunden und Verhandlungsschriften dauerhaft zu erhalten sind, verpflichtet. Neben dieser verwaltungsrechtlichen Aufgabe soll unser historisches Archiv auch als "Gedächtnis von Wolfurt" dienen, in dem alle Dokumente gesammelt werden, die für die Geschichte der Gemeinde und ihrer Bewohner von Bedeutung sind. unseres Dorfs, von Vereinen, von Wirtschafts- und Gewerbebetrieben beitragen. Wie verstehen es als unseren Auftrag, diese Unterlagen für die Nachwelt zu erhalten und zu erschließen. Die Übernahme solcher Dokumente (Briefe, Tagebücher, Chroniken, alte Fotos, Akten aus Firmenarchiven) kann auf mehrerlei Weise erfolgen. Sollte der Besitzer das Original behalten wollen, bieten wir an, eine Kopie bzw. einen Scan im Gemeindearchiv abzulegen. Wichtige Dokumente wie z. B. Vereinschroniken übernehmen wir gerne auch als Leihgabe. Das Gemeindearchiv ermöglicht eine gesicherte Erhaltung solcher Dokumente. Schäden durch unfachmännische Lagerung oder Handhabung können damit vermieden werden. In kritischen Fällen (z. B. Briefe aus Privatbestand) sind wir auch bereit, Einschränkungen bezüglich öffentlicher Einsichtnahme in die zur Verfügung gestellten Dokumente zu vereinbaren. Bevor Sie also alte Dokumente, Briefe, Postkarten oder Fotos aus "Omas Zeiten" wegwerfen, denken Sie bitte an die Möglichkeit, dass Teile davon vielleicht aus lokalhistorischer Sicht erhaltenswürdig sein könnten. Richard Eberle Sammlungstätigkeit - das Archiv als „Gedächtnis von Wolfurt“ sichert die Erhaltung eines breiten Spektrums von historischen Dokumenten Schon vor über 30 Jahren hat Siegfried Heim mit dieser Sammlungstätigkeit begonnen. Die dadurch erhaltenen Fotos und die alten Chroniken und Schriftstücke aus privaten Beständen ermöglichen tiefe Einblicke in die Lebensverhältnisse unserer Großelterngeneration und die Entwicklung des Gemeinschaftslebens im Dorf. Sie bilden somit eine optimale Ergänzung zu den gemeindeamtlichen Akten, die immer nur eine "trockene, amtliche Sicht" repräsentieren. Wie bereits berichtet ist das historische Gemeindearchiv seit einigen Monaten in die neuen Räumlichkeiten in der Volksschule Mähdle umgezogen. Eine kleine Gruppe ehrenamtlich tätiger Archivare betreut nun diese Einrichtung. Die Bestände des Gemeindearchivs sollen erschlossen und soweit es die datenschutzrechtlichen Bestimmungen und archivarische Gesichtspunkte (Erhaltungszustand historischer Dokumente) zulassen, interessierten Bürgern und historisch Forschenden zur Verfügung gestellt werden. Für Anfragen zu den Archivalien oder Terminvereinbarungen zur Einsichtnahme in Dokumente bitten wir, die angeführten Kontaktmöglichkeiten zu nutzen. Im Rahmen unserer - sicherlich eingeschränkten - Möglichkeiten unterstützen wir Sie gerne bei der Erforschung Ihrer Familiengeschichte oder der Geschichte Ihres Hauses. Das Gemeindearchiv wird auch die von Siegfried Heim begonnene Sammlungstätigkeit weiter führen. Wir sind interessiert an allen Dokumenten, die Einblicke in die Lebensverhältnisse in Wolfurt bieten oder die zur Dokumentation der Entwicklung Kontakt Gemeindearchiv Wolfurt: Adresse: Mähdlestraße 27a E-Mail: archiv@wolfurt.info Telefon: 0699 1 6840 450 Jeweils dienstags, 19:30 - 21:30 Uhr Für Besucher nur nach vorheriger Terminvereinbarung geöffnet. 8 Gemeindepanorama zeitraum - Wolfurter Geschichte erforschen Über zwei Jahrzehnte lang hat Siegfried Heim als Leiter des Heimatkundekreises Wolfurt neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Gemeindearchivar auch lokalhistorisch und heimatkundlich geforscht, Vorträge gehalten und in den "Heimat Wolfurt" Heften wertvolle Beiträge zur Siedlungs- und Ortsgeschichte und zu Familien- und Hausgeschichten veröffentlicht. Aus Altersgründen äußerte er schon länger den Wunsch, seine Tätigkeit in jüngere Hände übergeben zu können. Vor gut einem Jahr formierte sich nun eine Gruppe lokalhistorisch Interessierter, die diese von vielen Gemeindebürgern geschätzte Arbeit weiter führen wird. Diese Gruppe will eine offene Plattform sein, in der jede/r lokalhistorisch Interessierte im Rahmen ihrer/seiner Möglichkeiten mitarbeiten kann. Unter dem neuen Namen "zeitraum - Wolfurter Geschichte erforschen" sollen verschiedene Aktivitäten stattfinden. Der Rahmen spannt sich von der Archivierung alter Fotos und Identifikation von darauf abgebildeten Personen über familiengeschichtliche und lokalhistorische Forschung bis zur Dokumentation der Wirtschafts- und Gewerbegeschichte in Wolfurt. Als erste Veranstaltung des zeitraum fand im Juli 2011 ein Vortrag zum Thema „Das Gasthaus zum Stern – die wechselvolle Geschichte eines Dorfgasthauses“ statt. Dieser informative und spannende Vortrag von Richard Eberle und viele der anschließenden Wortmeldungen aus dem Publikum wurden gefilmt und als DVD aufbereitet. Die DVD kann zum Preis von EUR 15,- plus Versandkosten im Gemeindearchiv bestellt oder direkt beim Bürgerservice im Rathaus gekauft werden. Mit der Herausgabe weiterer "Heimat Wolfurt" Hefte soll auch das bewährte Publikationskonzept von Siegfried Heim weiter geführt werden. In der “Heimat Wolfurt” werden themenbezogene Aufsätze zur Wolfurter Geschichte und Heimatkunde veröffentlicht. In der nächsten Ausgabe, die voraussichtlich im Spätherbst/Winter 2011 erscheinen wird, werden Artikel über die Geschichte des Gasthauses Stern, die 50-jährige Geschichte der Hauptschule/Neuen Mittelschule Wolfurt und die 100-jährige Geschichte des Wasserverbandes Schwarzach-Rickenbach enthalten sein. Team Zeitraum Gemeindepanorama 9 Neues von den Sozialdiensten Innsbruck-Urlaub Bereits zum 7. Mal fand heuer im Juni ein Bewohneraustausch mit dem Seniorenheim St. Josef in Innsbruck statt. 6 Bewohner/innen aus Wolfurt und Kennelbach fuhren mit unserem Bus nach Innsbruck und verbrachten dort fünf wunderschöne Tage mit Ausflügen, Besichtigungen und Rundfahrten. So sind wir mit der Bahn auf das Hafelekar gefahren, waren in Meran zum Flanieren, einmal wurde ein Grillfest veranstaltet, und der Heimweg führte uns über Bayern zurück nach Vorarlberg. Wie jedes Jahr konnten wir im Gegenzug 6 Innsbrucker Bewohner/innen bei uns begrüßen, welche eine schöne Woche mit diversen Ausflügen etc. bei uns im Ländle verbrachten. Ein Dank an alle Organisatoren aus Innsbruck und Wolfurt, dass diese Woche wieder ein für alle unvergessliches Ereignis geworden ist. Grillfest mit den „Hofoloabar Läbbe“ Am 02. Juli fand das traditionelle Grillfest der „Läbbe“ im Seniorenheim statt. Nachdem auch das Wetter hervorragend war, schön, aber nicht zu heiß, entschieden wir uns, das Fest beim Nussbaum zu veranstalten. Neben unseren Bewohner/innen vom Seniorenheim Wolfurt und dem Seniorenwohnheim Kennelbach mit ihren Angehörigen konnten wir noch einige Gemeindemandatare/innen sowie Vertreter der Seniorenverbände willkommen heißen, welche mit uns den Nachmittag verbrachten. Nach der Begrüßung durch den Chef der „Läbbe“, Hanspeter Mathis, fing das Team der „Läbbe“ mit der Bewirtung an. Begonnen wurde mit Kaffee und Kuchen und anschließend gab es neben diversen köstlichen Getränken ausgezeichnete Grillwaren zu genießen, die in perfekter Weise zubereitet und serviert wurden. Auch Bürgermeister Christian Natter und Gemeinderätin Elisabeth Fischer beehrten uns mit ihrem Erscheinen. Wie immer kümmerten sich die „Läbbe“ in vorbildhafter Manier um die Bewirtung unserer Bewohner/innen sowie der Gäste (Nachbarn und Angehörige), und der „hafoloabareigene“ Musiker Oskar (er tritt inzwischen bei jedem Fest der „Läbbe“ im Seniorenheim auf) traf die passenden Töne und avancierte schnell zum Liebling unserer Senior/innen. Ein spezieller Höhepunkt dieses Festes war die Überreichung eines kleinen Dankeschöns an unsere „Donnerstag-Singers“: es handelt sich hier um 14 Frauen, die in wechselnder Besetzung seit 20 (!) Jahren jeden bzw. jeden zweiten Donnerstag zu uns ins Heim kommen, um mit den Bewohner/innen zu singen. Dafür auch an dieser Stelle herzlichen Dank! Es war wie immer ein schönes Fest, und wir bedanken uns bei den „Läbbe“, die unseren Bewohner/innen wieder einen schönen, unvergesslichen Nachmittag geboten haben. Geschäftsführer Mag. Erich Gruber 10 Gemeindepanorama Neue Radkarte für die plan-b Region Positives erleben, Geld sparen und gleichzeitig Umwelt und Klima schützen - das ist per Fahrrad durchaus einfach. Denn viele Wege in Alltag und Freizeit sind fürs Rad wie gemacht. Zur leichteren Orientierung bringen die plan-b Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Schwarzach und Hard mit Unterstützung des Landes Vorarlberg eine regionale Radkarte heraus. Sie ist ab sofort in den Gemeindeämtern und Rathäusern der Region kostenlos erhältlich. Die sechs plan-b Gemeinden geben mit der neuen Radkarte erstmals einen gemeinsamen Überblick über die wichtigsten Radverbindungen in der Region. „Die Wege im eigenen nahen Umfeld sind in der Regel bekannt. Doch bei den attraktiven und sicheren Radrouten etwas weiter weg ist die neue plan-b Radkarte eine wichtige Orientierungshilfe“, sind sich die plan-b Verantwortlichen sicher. Die Karte im Maßstab 1:22.000 zeigt die wichtigen lokalen und regionalen Routen und informiert über verschiedene fahrrad-bezogene Möglichkeiten. Service der Gemeinde: Radkarte kostenlos in den Postkasten Als besonderer Service der Gemeinde liegt die neue Radkarte druckfrisch dieser Gemeindezeitung bei - auch als Einladung, das Fahrrad für noch mehr Wege zu nutzen. Unsere Region bietet sich fürs Radfahren in Alltag und Freizeit wirklich optimal an. Das toll ausgebaute Radwege-Netz, das Gelände und die Entfernungen sprechen auf vielen Strecken für das Rad - gutes Gefühl, Lebensqualität und kurze Wege inklusive. Die beste Alternative zum Auto. Robert Hasler, Gemeinderat für Umwelt und Mobilität Umwelt 11 e5 - Förderungen für Holzheizungen Aus aktuellem Anlass möchten wir auf die verschiedenen Förderungen aufmerksam machen, die derzeit beim Einbau einer Holzheizung in Anspruch genommen werden können: > Der Klima- und Energiefonds der österreichischen Bundesregierung fördert den Einbau von Pellets- und Hackgutheizungen mit einem Pauschalbetrag von € 500,-. Die Anmeldung zu dieser Förderaktion ist mit 31. Oktober 2011 befristet! Alle Informationen dazu finden Sie unter www.umweltfoerderung.at/holzheizungen. > Die Vorarlberger Landesregierung fördert im Jahr 2011 die Errichtung von Stückholz-, Hackschnitzel- und Pelletsheizungen sowie Kachel- und Kaminöfen mit bis zu € 2.400,-. Bei gleichzeitiger thermischer Sanierung kann die Förderung um 50% erhöht werden. > Die Marktgemeinde Wolfurt gewährt für Kachelöfen, Stückholz-, Hackschnitzelund Pelletsheizungen sowie Biomasse-Mikronetzwerke einen Zuschuss in Höhe von bis zu € 1.100,-. Die genauen Förderrichtlinien können unter www.wolfurt.at/files/biomassefoerderung2010.pdf abgerufen werden. Detaillierte Informationen und individuelle Beratung zu diesen und anderen Energieförderungen erhalten Sie bei der Energieberatungsstelle Hofsteig, Kirchstraße 43, jeden Mittwoch von 18:00 bis 20:00 Uhr. Während dieser Zeit erreichen Sie die Energieberater auch unter Tel: 76580 oder energieberatung.hofsteig@aon.at. Johannes Köb, e5-Team-Leiter Vorarlberg MOBILWoche 16.-22.9.2011! Anders unterwegs, besser leben Die europaweite Mobilitätswoche mit dem traditionellen Autofreien Tag am 22. September macht Werbung für klimaschonende und zukunftsfähige Mobilität. Zu Fuß gehen, Rad fahren, Bus- und Bahn fahren stehen im Mittelpunkt zahlreicher Aktionen. Ganz Vorarlberg macht mit. Das 11,- Euro Ticket Der Verkehrsverbund Vorarlberg bietet in der Aktionswoche ein sensationell günstiges MOBILWochen-Umsteigerticket an: Um nur 11,- Euro können alle vom 16. 9. bis zum 23. 9. in ganz Vorarlberg Bus- und Bahnfahren. Das Ticket ist in allen Verkaufsstellen, an den Ticketautomaten und bei den Buschauffeuren erhältlich. Auch Jahreskartenbesitzer/innen profitieren: Ihre Jahreskarten (domino, regio, SL+) gelten im gleichen Zeitraum im gesamten Verbundraum. Verpackungskünstler/innen gewinnen Wer den eigenen Pkw am 22. September originell verpackt und auf Fahrrad, Bus oder Bahn umsteigt, hat die Chance, eine von drei Verkehrsverbund-MaximoJahreskarten zu gewinnen. Einfach ein Bild des verpackten Autos an iris.scheibler @energieinstitut.at mailen und an der Verlosung teilnehmen (Einsendeschluss 27.9.2011). Wann steigen Sie um? Zu Fuß gehen, Rad fahren, Bus- und Bahn fahren oder Car-Sharing sind attraktive Möglichkeiten von A nach B zu kommen. Das spart Kosten, reduziert Lärm und Umweltbelastung und nützt der Gesundheit. Starten Sie mit uns in die MOBILWoche. Gemeinsam fahren wir alle besser. Robert Hasler, Gemeinderat für Umwelt und Mobilität 12 Umwelt 6. Wolfurter Lehrlingstag Arbeitsplätze und eine gute Ausbildung sind wichtige Bestandteile für die Gesellschaft. Die Marktgemeinde Wolfurt unterstützt die Wolfurter Betriebe bei der Ausbildung von Lehrlingen und veranstaltete nun schon zum 6. Mal den Wolfurter Lehrlingstag. Als Anerkennung und Dankeschön für die geleistete Arbeit wurden Lehrlinge im 1. Lehrjahr und deren Ausbildner für einen Tag bei High 5 in Lingenau eingeladen. Am 30. Juni war es soweit. 43 Lehrlinge und 12 Ausbildner freuten sich auf das Programm bei High 5. Doch der starke Regen in der Nacht und damit das Hochwasser der Bregenzer Ach ließen leider kein Rafting zu. Die Sicherheitsbedingungen waren nicht gegeben. Flexibilität, Organisationstalent und Teamfähigkeit waren schon in den Morgenstunden von allen Teilnehmern gefordert. Das Team rund um Chris Alge organisierte zusammen mit dem Team der Wirtschaft Wolfurt in kurzer Zeit eine Alternative in der Kletterhalle in Dornbirn für den Vormittag. Neben Kraft war auch Vertrauen ein Thema beim Klettern. „Kann ich mich auf meine Kollegen verlassen?“, „erreiche ich sicher mein Ziel?“ wurden zum Thema. Pünktlich zum Mittagessen fuhren wir dann nach Lingenau, wo inzwischen der Regen aufgehört hatte. Aufgeteilt in drei Teams konnten wir doch noch einen Teil unseres Programmes durchführen: Bogenschießen - Konzentration! Klettern, abseilen an der Brücke - im Teamgedanken die Jakobsleiter klettern, wie helfen wir uns gegenseitig zum Ziel? Dies war ein wesentlicher Bestandteil dieser Aufgaben. Krönung des Tages war der Flying Fox über die Bregenzer Ach. Dieser abwechslungsreiche Tag wurde mit einem tollen Grillfest und Sonnenschein abgerundet. Die gute Gemeinschaft innerhalb der verschiedenen Betriebe war spürbar. Die Lehrlinge und Ausbildner konnten die Zeit zum Erfahrungsaustausch und Netzwerken nützen. Facts 2010/2011 270 Lehrlinge in Wolfurter Betrieben 55 Lehrbetriebe 94 Lehrlinge absolvierten das 1. Lehrjahr in 40 Betrieben. Yvonne Böhler, Gemeinderätin für Wirtschaft und Nahversorgung Wirtschaft 13 18. Wolfurter Herbstmarkt Am Sonntag, den 25. September 2011, findet wieder der traditionelle Herbstmarkt unter dem Motto „Handwerk erleben“ statt. Pünktlich zum Herbstbeginn erwartet Sie erneut ein tolles Marktangebot und buntes Markttreiben. Die bunte Palette reicht von Waren wie Filz, Keramik, „Selbstgemachtes“, bis Gewürze, Edelsteine, Deko, Schmuck…., und natürlich präsentieren sich wieder viele Vereine und laden herzlich zum Verweilen ein. Programm: Ab 08:00 Uhr: Aufbau des Marktes Ab 11:00 Uhr: Eröffnung mit Bürgermeister Christian Natter und Kinderchor des Kindergartens Bütze sowie eine Show der VS-Bütze. Segnung des 40 m Apfelstrudels und Verkauf für einen guten Zweck. Sowie der Frühschoppen mit der Bauerkapelle Wolfurt Um 14:00 Uhr und 15:00 Uhr: Modeschau mit Fair Trade Produkten, Vorstellung Handwerker Schule, Kinderprogramm „Handwerk erleben“, Kinderschminken, Forme deine Hand in Wachs, Feuerwehr - Steigerfahrten,… Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Yvonne Böhler, Gemeinderätin für Wirtschaft und Nahversorgung Obstannahme und Obstigel-Verleih! Die Streuobstinitiative Hofsteig wurde 2001 als Verein mit Unterstützung der Gemeinden Wolfurt und Lauterach gegründet, um durch die stärkere Nutzung des Obstes unsere wertvollen Hochstammbäume zu erhalten. Ein Beitrag zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft. Um das Auflesen großer Obstmengen etwas zu erleichtern, haben wir zwei Auflesemaschinen angeschafft. Eine davon haben wir in der Flotzbachstraße stationiert. Wir bieten diesen praktischen, sogenannten Obstigel, zum Verleih an. Interessenten können sich dazu bei Sigrid Schertler, Tel. 71349-15 (Wolfurt-Flotzbachstraße) oder Familie Ölz, Tel.-Nr.: 71335 (Lauterach-Harderstraße) melden. Kosten pro Halbtag sind 5,- €. Wir übernehmen wieder Obst von Hochstämmen ab Samstag, 03. September, bis ca. Ende Oktober, jeweils Samstag von 15:00 - 17:00 Uhr auf dem Parkplatz der Fa. Schneider Transporte, Harderstraße (vis a vis Horner Holz) in Lauterach. 14 Wirtschaft Ein.kaufen - Rad.fahren Einkaufen mit Rad, Bus, Bahn und zu Fuß - Glückspunkte-Aktion in der plan-b Region erfolgreich abgeschlossen. Zwischen 30. Mai und 30. Juni haben 250 Geschäfte in den plan-b Gemeinden und in Bildstein eine spezielle Einladung an ihre Kunden ausgesprochen: In der Nähe einkaufen, umweltfreundlich unterwegs sein, Menschen treffen - dazu motivierte die gemeinsame Glückspunkte-Aktion. Das Ergebnis: tausende Sammelpässe wurden ausgegeben, zigtausende Glückspunkte gesammelt. Rund 2.500 volle Sammelpässe wurden wieder abgegeben, allein in den Gemeinden Wolfurt und Kennelbach waren es 660 Stück bei 33 Betrieben, die diese Aktion unterstützten. Am 08. Juli 2011 fand auf dem Wolfurter Wochenmarkt die Schlussveranstaltung statt. Zusammen mit unserem Bürgermeister Christian Natter und dem Bürgermeister von Kennelbach, Hans Bertsch, fand die Preisverlosung statt. Weitere Preise und Gutscheine im Wert von 30,- €: Monika Dür Daniela Gerner Irene Nußbaumer Helmut Bauer Hildegard Schüssling Gretl Böhler Karin Baldauf Irma Schwarz Gertrud Hochfellner Manfred Gunsch Erika Klimmer Ulrike Golderer Edith Klimmer Claudia Wille Silvia Makovec Dylan Gmeiner Waltraud Schaper Brunhilde Fickinger Bertram Thaler Sabrina Degasperi Vera Kalcher Gretl Bachler Maria Guldenschuh Anuschka Amhof Gabi Heim Mario Wild Margritha Juen Brunhilde Baldauf Gertrud Schuster Helmut Flatz Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Kennelbach Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Kennelbach Wolfurt Wolfurt Wolfurt Wolfurt Lauterach Kennelbach Wolfurt Wolfurt Wolfurt Bienenhaus Spielwaren Daniela Fetz, Schmuck David Vonier Optik OEG Fink Otto, Elektro Frisiersalon Gorbach Günter Eva Graf, Tabaktrafik Haar-Zone Edith Meusburger Hofsteig Apotheke Kolibri IceCream Mirjana Hair Design Musikhaus Hinteregger Pure Kosmetik, Pyrovolikos Fotini Raiffeisenbank am Hofsteig Schuh Schertler Schwanenmarkt Fitz Schwanenbäckerei Shanti, Café und Teestube Sparmarkt Markus Greber – Unterlinden Sparmarkt Sternenplatz Strezeck Blumenfloristik Tabak Trafik Wörz Teutsch Pointner OEG Weltladen Wolfurt Wirtschaft Wolfurt Einkaufsgutscheine Wirtschaft Wolfurt Einkaufsgutscheine Wirtschaft Wolfurt Einkaufsgutscheine Wirtschaft Wolfurt Einkaufsgutscheine Die Frisur Kennelbach Sparmarkt Kennelbach Tabak Trafik Berkmann, Kennelbach Wir gratulieren den Gewinnern herzlich und bedanken uns bei den Unternehmern für die Preise! Einkaufen in der Nähe und ohne Auto hat viele Vorteile Einkaufen im Umfeld ist jedenfalls ein Beitrag zu einer attraktiven Nahversorgung und damit zur persönlichen Lebensqualität. Die Vorteile sind bekannt, aber nicht immer bewusst. „Eine funktionierende Nahversorgung ermöglicht kurze Wege, Erreichbarkeit auch ohne Auto, kann zur persönlichen Fitness beitragen und hilft bei Kontakten – man trifft und kennt einander“. „Die Glückspunkte waren ein Impuls, sich mit dem Angebot in der Nähe bewusst auseinanderzusetzen.“ Gemeinderätin Yvonne Böhler, Gemeinderat Robert Hassler Folgende Gewinner konnten ihre Preise entgegen nehmen: 1. Preis: Gertrud Lauchart, Kennelbach 500,- € Reisebüro Sonne und Meer 2. Preis: Vera Kalcher, Kennelbach 250,- € Bike Puchmayr 3. Preis: Hans Wiedenbauer, Wolfurt 250,- € Radcult Schedler Wirtschaft 15 Abschlussbericht der Haupt- und Mittelschule Wolfurt Schuljahr 2010/11 Spektakulärer Galaabend im Cubus Selbstgemachtes am Tag der offenen Schule Hauptschule Wolfurt - 50 Jahre: Mit dem Ende dieses Schuljahres geht die Ära der Hauptschule in Wolfurt zu Ende. Vor 50 Jahren unter der Führung von Hans Vogl gegründet, bildete die Hauptschule Wolfurt einen Großteil der Wolfurter Kinder aus. Die meisten Betriebe in Wolfurt werden heute von ehemaligen Schüler/innen geführt, und sogar der Bürgermeister ist ein Ehemaliger. In dieser langen Zeit hat sich vieles verändert. Die Auflassung der Klassenzüge und die Einführung der Leistungsgruppen, bzw. die Einführung der Sportklasse waren wesentliche Veränderungen im System der Schule. 50-Jahr-Feier und Tag der offenen Schule Anlässlich 50 Jahre Hauptschule wurde das Publikum bei einem Galaabend auf eine Reise um die Welt begleitet. Verschiedene Häfen wurden angesteuert und Ausflüge in fremdsprachige Länder unternommen. Den Schüler/innen und Lehrer/innen gelang es, Schauspiel, Musik und sportliche Beiträge zu einer abwechslungsreichen Vorstellung auf höchstem Niveau zu verbinden. Mit der perfekt abgestimmten und professionell inszenierten Show begeisterte die Fahrt auf dem „Luxusliner“ das Publikum im restlos gefüllten Cubus. Am Ende gab es tosenden Applaus und Standing Ovations. Dass die Mittelschule eine der größten Schulen des Landes ist, präsentierte die Schule am nächsten Tag mit einem umfangreichen und abwechslungsreichen Programm am Tag der offenen Schule. Dort stellten sich auch die Juniorenergieberater zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Mittelschule Wolfurt Mit der Einführung der Mittelschule vor 3 Jahren ist ein wichtiger Schritt gelungen. Mittelschule heißt: 1. Stärkung der Stammklasse und dort eine intensivere Förderung in Deutsch, Mathe und Englisch, weil mehr Lehrer/innen-Stunden zur Verfügung stehen. 2. Zusätzliche Fremdsprache für begabte Schüler/innen. 3. Vermehrter Einsatz von modernen Lernformen. 4. Neue Formen der Evaluation. Mit der Neuen Vorarlberger Mittelschule ist es gelungen, frischen Schwung in die Schullandschaft zu bringen. 16 Bildung links: Böhlerpreise v.l.n.r.: Dir. Norbert Moosbrugger, Annalena Hinteregger, Theresa Toldo, Ines Beck, Tamara Feuerstein, Isabella Schneider, Fabian Lang Das „Handwerker-Organisatoren-Team“ v.l.n.r.: Walter Eberle, Dir. Norbert Moosbrugger, Werner Kessler Die stolzen Junghandwerker mit ihren „Meistern“ Aus der Statistik Im abgelaufenen Schuljahr haben 417 Schüler/innen die Hauptschule besucht, die von 52 Lehrer/innen in 19 Klassen unterrichtet wurden. 5 Klassen wurden als Integrationsklassen geführt, in denen 24 Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf integriert waren. Jeweils 1 Klasse pro Jahrgang wurde wieder als Sportklasse mit erhöhtem sportlichem Angebot geführt. Zusammenarbeit mit der Seniorenbörse Eine besondere Erfolgsgeschichte ist die Zusammenarbeit mit der Seniorenbörse in den Projekten Lesepaten, Computerkurs und Handwerkerschule. Besonders die Handwerkerschule wurde schnell über die Ortsgrenzen bekannt und stellt eine Bereicherung für das Schulleben dar! Abschlussfeier der vierten Klassen mit Böhler-Preis-Verleihung Zur Abschlussfeier mit der Böhlerpreis-Verleihung fanden sich neben den Gemeindeverantwortlichen von Buch, Kennelbach und Wolfurt die Schüler/innen der vierten Klassen mit ihren Eltern ein. „It´s Showtime“ war das Motto, das sich durch verschiedenste Beiträge zog, die in 3 verschiedenen Sprachen und teilweise unter Verwendung von aufwändiger Technik auf die Bühne gezaubert wurden. Mit Tamara Feuerstein aus Lauterach, sowie Ines Beck, Isabella Schneider, Theresa Toldo, Annalena Hinteregger und Fabian Lang aus Wolfurt gab es heuer sechs Preisträger des Dr.-Lorenz-Böhler-Preises. Beachtliches Leistungsniveau 124 von 417 SchülerInnen haben mit einem „ausgezeichnetem Erfolg“ abgeschlossen. Drei Schüler/innen treten im Herbst zu einer Wiederholungsprüfung an. Fünf Schüler müssen eine Schulstufe wiederholen. Mittagsbetreuung, Nachmittagsbetreuung und Ganztagsklasse Bereits im vierten Jahr wird an der Mittelschule Wolfurt eine Mittagsbetreuung mit warmem Mittagessen angeboten. Zwischen 36 und 12 schwankte die Zahl der teilnehmenden Schüler/innen. Die Gemeinde Wolfurt und das Land Vorarlberg bezahlten einen Großteil der Kosten, sodass der Elternbeitrag erträglich gehalten werden konnte. Die Nachmittagsbetreuung stieß bei den Schüler/innen bzw. den Eltern nur auf wenig Interesse, sodass nur eine kleine Gruppe zustande kam. Die Anmeldung für die zukünftigen ersten Klassen hat ergeben, dass es einen Bedarf für eine freiwillige Ganztagsklasse gibt. Sie startet im Herbst mit 21 Schüler/innen mit den Klassenvorständen Karin Oberhauser und Hubert Sinz. Eine Vielzahl von Projekten Elternabende und Informationsveranstaltungen zeigten erneut auf, dass an unserer Mittelschule weit über das geforderte Maß versucht wird, die vielseitigen Talente unserer Schüler anzusprechen und zu fördern. Die laufend aktualisierte Homepage www.vms.wolfurt.at gibt einen lebhaften Einblick in das Jahresgeschehen. Dir. Norbert Moosbrugger Bildung 17 Verkehrserziehung Kreativprojekt Spaß mit Sport und Spiel Volksschule Wolfurt Bütze Jahresbericht 2010/11 Das Schuljahr 10/11 war geprägt von eifriger Lernarbeit und tollen Aktionen. Wie immer ist das Jahr nur so verflogen! Die Viertklässler haben uns verlassen - viel Glück im neuen Lebensabschnitt! Neue Kinder kommen hinzu (3 erste Klassen) herzlich willkommen in der VS Bütze! Erziehungsarbeit Auch im Schuljahr 10/11 hat es wieder „gebrummt“ in der VS Bütze. Tolle Veranstaltungen, Projekte, Lehrausgänge, Vorführungen, Theater, Musik... Hier nur ein kleiner Ausschnitt aus dem bunten Bützeleben: > > > > > > > > Musikalische Mitgestaltung der Markteröffnung im Herbst 2010 Kostenloser Badminton-Kurs für Zweitklässler Teilnahme am Albanienhilfeabend im Cubus (Hansmann Ingrid ) Computerkurs für 3. und 4. Klässler Theateraufführungen an der Schule und außerhalb Teilnahme am Fest der Begegnungen im Cubus (Elisabeth Maier, Jeannine Schilcher) Elternsprechtag mit Bewirtung, Marktpräsentation des Elternvereins Bütze UGOTCHI - Sportfest zum Schulschluss + gesunde Jause Schule bietet viel Raum für Diskussionen und unterschiedliche Meinungen! Wo nicht miteinander gesprochen wird, entstehen Missverständnisse. Viele Stunden intensiver Gespräche mit Schülern, Eltern, LehrerInnen und externen Partnern (IFS, AKS, Schulpsychologie, …) konnten so manche schwierige Situation klären. Meine Tür steht für Fragen, Anregungen und Diskussionen immer offen! Lese- und Lernhilfeprojekt Neu ist das Lese- und Lernhilfeprojekt an unserer Schule - darüber wurde in der vorhergehenden Ausgabe ausführlich berichtet. Die Seniorenbörse als Initiator/ Organisator unterstützt uns dabei tatkräftig - vielen herzlichen Dank an Werner Kessler und sein Team! Lern- und Lebensraum Bütze > In erster Linie ist es uns ein Anliegen, dass sich jedes Kind an unserer Schule wohl fühlen kann und aufgehoben ist. Wir versuchen, behutsam und mit pädagogischem Gespür die Lehrplaninhalte zu vermitteln. > Erziehung zur Selbständigkeit, zur Eigenverantwortung und die Rücksicht auf Mitschüler sind uns ebenfalls ein großes Anliegen. In unserer Schulordnung, dem „Roten Bützefaden“, sind Höflichkeit, Freundlichkeit und Offenheit sowie gegenseitige Rücksichtnahme die Pfeiler des Zusammenlebens! > Ein gesunder Leistungsanspruch ist ebenso nötig, um die Kinder behutsam auf die Anforderungen des Lebens bestmöglich vorzubereiten. Umweltbewusstsein Das Schoolwalkerprojekt, bei dem die Kinder angehalten werden, möglichst viele Wege zu Fuß zurückzulegen, war wieder Pädagogik an der VS Bütze ein großer Erfolg. 44 begeisterte Preis> Die Fähigkeiten unserer Schüler fördern und fordern wir durch einen zeitgemä- träger erlebten auf ihrem Ausflug in die ßen, anregenden, abwechslungsreichen Unterricht, der auch Freiarbeitsaspekte Inatura einen tollen Abschluss der Akenthält und allen gesetzlich anerkannten Unterrichtsmethoden Raum bietet. tion. „Danke“ an die Gemeinde für ihre Lehrausgänge, Naturerlebnisse, kulturelle und sportliche Aktivitäten sind selbst- großzügige Unterstützung! verständlich integraler Teil des Unterrichts! > Zur Unterrichtsmethode nur so viel: Es gibt nicht „die beste Methode“! Es geht Raiba Malwettbewerb immer darum, eine der Klasse bzw. dem jeweiligen Kind angemessene Methode Alle Kinder der VS Bütze nahmen am bzw. einen passenden Methodenmix zu finden. Raiba Malwettbewerb teil. Tolle Zeich> Die Persönlichkeit und Motivation der Lehrperson ist mit ausschlaggebend für nungen, tolle Preise, lachende Kindergedie Qualität des Unterrichts - nie eine Methode an sich! sichter - was will man mehr? 18 Bildung Raiba Malwettbewerb Schoolwalkerpreisträger Sport Volleyball, Schwimmen, Eislaufen und neu: Spaß mit Sport und Spiel für unsere Kleinen! Es war für jeden etwas dabei. Viele Stunden Bewegung für gesunde Schüler! Allen Zweitklässlern wurde das Angebot gemacht, ein ganzes Jahr lang kostenlos 1x in der Woche in der Bützeturnhalle Badminton zu erlernen. Rene Nichterwitz bewies großes Geschick und Einfühlungsvermögen mit seiner bunten Truppe. Gerne führen wir das Angebot für die nächstjährigen Zweitklässler weiter und bedanken uns herzlich beim Vorarlberger Badminton Landesverband! Schulhomepage (http://www.vobs.at/vs-buetze/) Unsere Schulhomepage findet regen Zuspruch. Fortlaufend wird sie von Frau Maier gewartet (Fotos sichten und bearbeiten, texten etc.). Aus der Statistik > > > > 218 Schüler und 32 Lehrpersonen freuen sich auf die Ferien. 52 Viertklässler verlassen unsere Schule. Der Großteil wird unsere Hauptschule im Dorf besuchen. 14 Kinder werden ein Gymnasium besuchen. Generalsanierung VS Wolfurt Bütze In Absprache mit der Gemeinde findet im Sommer 2011 die Bausubstanzerhebung statt. Sie stellt die Basis für das weitere partnerschaftliche Vorgehen bei diesem Projekt dar. Als Direktor der VS Wolfurt Bütze möchte ich allen Partnern einen herzlichen Dank aussprechen! > In erster Linie meinem Bützeteam! Für das Bemühen, das tolle Engagement, die Motivation und den Ideenreichtum sowie das pädagogische Einfühlungsvermögen! > Unserem Hausteam Karl-Heinz Zuggal, Elfriede Vonach und Andreas. > Vielen Eltern dafür, dass sie sich engagiert einbringen. > Unserem Elternverein, der immer ein offenes Ohr für uns hat! > Den Partnerschulen VS Mähdle und VMS Wolfurt für die angenehme, kollegiale Zusammenarbeit. > Den Kindergärten für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit - sie legen engagiert und kompetent die Grundsteine im Bildungsbereich! > Und - last but not least - der Gemeinde Wolfurt. Bürgermeister Christian Natter, Schulreferentin Vizebürgermeisterin Angelika Moosbrugger und Alex Wohlmuth sind als unsere direkten Ansprechpartner immer da, wenn es um die Bildung der Wolfurter Kinder geht! Dir. Bernd Dragosits Wintersporttag Auch diesen Winter konnten unsere Schüler einen tollen Tag am Bödele erleben. Alle durften ihrem Lieblingswintersport nachgehen: Eis laufen, rodeln oder Schi fahren. Tatkräftige Unterstützung erhielt das Bützeteam von vielen Eltern. Religiöse Feiern Einen wichtigen Anker im religiösen Leben der VS Bütze stellen die gut besuchten Bützemessen für „Frühaufsteher“ dar. Sie wurden vom ReligionslehrerInnenteam, Frau Tomasini und Herrn Pfarrer German Amann, immer gut vorbereitet und kindgerecht begleitet. Bitt- und Dankgottesdienste, Beichten sowie die aufwändige Vorbereitung zur Erstkommunion ergänzen das Angebot. Romana Breier - heuer neu im Team - hat die Zweitklässler bestens auf die Erstkommunion vorbereitet. Markteröffnung Herbst 2010 Leseunterricht Wintersporttag Bildung 19 Schlussbericht der VS Mähdle Ein paar Zahlen Im vergangenen Schuljahr 2010/11 besuchten 158 Kinder in 8 Klassen die Volksschule Mähdle. 9 Kinder wurden als Vorschüler integrativ in den beiden ersten Klassen, und 15 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf wurden ebenfalls integrativ, verteilt auf 6 Klassen, unterrichtet. Von 40 Viertklässlern haben sich 25 Kinder für die VMS Wolfurt angemeldet, 1 Schüler wird die VMS Schwarzach besuchen und 1 Schülerin wird in die VMS Lochau wechseln. Der Anteil der Kinder, die ins Gymnasium wechseln beträgt ca. 25%. Ich wünsche allen unseren SchülerInnen einen guten Start in ihrer neuen Schule und viel Erfolg für die nächsten Schuljahre. Seit nunmehr 5 Jahren wird an unserer Schule Schülerbetreuung angeboten, welche im vergangenen Schuljahr von 35 Familien in Anspruch genommen wurde. Die Betreuung fand jeweils von Montag bis Freitag von 11:30 Uhr bis 16:30 Uhr statt. Erstmals machte auch der EURO-Bus an der VS Mähdle Station, bot den Kindern Einblick in die Welt unseres Geldes und brachte allerlei Interessantes rund ums Thema EURO mit. Großen Anklang fand auch heuer wieder das Waldprojekt mit Frau Gasser, welches sich wiederum über beide Semester erstreckte und an dem sich alle Klassen beteiligten. An unterschiedlichsten Tagen verbrachten die Kinder bei jedem Wetter den Vormittag im Wald und lernten dabei den Umgang mit der Natur und auch die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt des Wolfurter Waldes kennen. In der Gemeinde gab es Auftritte einzelner Klassen wie bei der Benefizveranstaltung der Albanienhilfe und beim Fest der Begegnung. Auch ein gemeinsamer Besuch des Tanz- und Klangtheaters „Die verlorenen Schritte“ in Bregenz stand auf dem Programm. Durch die Teilnahme an verschiedensten Aktionen konnten wir unter anderem tolle Preise gewinnen: > Ugotchi - einen Bewegungstag mit der Sportunion Vorarlberg für die ganze Schule > Selektissima - Gewinn eines Schulpreises, einer Autorenlesung für das kommende Schuljahr > Leseinititative Vorarlberg - jede Klasse gewinnt einen Büchergutschein in Höhe von € 50,-. Zusatzangebote Mit großer Begeisterung nahmen die Kinder an den verschiedenen unverbindlichen Übungen teil. Neben Bewegung und Sport wurden mehrere Gruppen Englisch für Anfänger und Englisch für Fortgeschrittene angeboten. Erstmals konnten sich Kinder für „Gesunde Ernährung/Kochen“ anmelden. Sich mit Rezepten und der Zubereitung von Lebensmitteln zu beschäftigen, englische Lieder zu singen und Geschichten zu erzählen fand großen Anklang. Auch unsere Schulzeitung „Mä(h)dle- und Buaba Zitung“ wurde von den Klassen gestaltet und 2 x im Jahr herausgebracht. In Zusammenarbeit mit der SUPRO wurde in allen Klassen das Freifach „Eigenständig werden“ angeboten, welches das Ziel hat, Kinder stark zu machen. Mit vielen interessanten Übungen wurden die Kinder zu verstärkter Eigenständigkeit hingeführt. Projekte und gemeinsame Aktionen Eine Vielzahl an Aktivitäten setzte gezielte Impulse in den verschiedensten Bildungsund Erziehungsbereichen. Neben speziellen Elternabenden zu den Themen Schuleinschreibung, Schullaufbahnberatung und Einschulung waren die Eltern auch immer wieder in Klassenprojekte eingebunden. Durch zahlreiche Lehrausgänge und praktische Übungen in den unterschiedlichsten Fächern (Schülerwege abgehen, Verkehrserziehung an der Weberstraße, Besuch von Museen und Ausstellungen, Besuch des Rathauses und des Landhauses, ..) hat Lernen auch immer wieder außerhalb der Schule stattgefunden. 20 Bildung
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