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19280502_SV StandMontafon 02.05.1928 24.05.2021, 14:50 [-1-] Protokoll -o-o-o-oaufgenommen in der Kanzlei der Marktgemeinde Schruns am 2. Mai 1928 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Franz Wachter. -o-o-o-o-o-o-o Mit Einladung vom 27. April 1928 Zl. 241/St. wurde auf heute vormittags 9 Uhr eine Standesvertretungssitzung anberaumt, zu welcher erschienen sind sämtliche Herren Standesvertreter Montafons. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Standesrepräsentanten und dem Erklären der Beschlussfähigkeit wird das Protokoll der letzten Sitzung vom 4. Februar 1928 Zl. 81/St. in Vorlage gebracht. Die Genehmigung und Unterzeichnung erfolgt ohne vorherige Verlesung, da jede Gemeinde bereits mit je einer Abschrift behufs ortsüblicher Verlautbarung beteilt wurde und die Herren Standesvertreter vom Inhalte desselben in Kenntnis sind. Einwendungen wurden keine erhoben. Es wird sodann in die Behandlung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen und werden gefasst nachstehende Beschlüsse: -o-o-o-o-o1.) Zur Beratung des 1. Punktes der Tagesordnung sind über Ersuchen der Standesrepräsentanz vom Amte der Vorarlberger Landesregierung Vertreter erschienen und zwar: Herr Dr. Fritz Schneider, Regierungskommissar, " Hofrat Henrich, Landesforstinspektor und " Ing. Ernst Hagek, Forstrat welche vom Herrn Vorsitzenden herzlich begrüsst wurden. In die Beratung des 1. Punktes der Tagesordnung eingehend entwickelt der Herr Vorsitzende in Anlehnung an seine Ausführungen im Punkte 11 des Protokolls vom 4. Februar 1928 die Notwendigkeit der endlichen Klarstellung und Feststellung der Grenzen des Besitzes der StandesWaldungen im Tale Montafon gegenüber dem Privatbesitze. Die Anlegung des Grundbuches in den Gemeinden des Tales Montafon, sowie die Aufnahmearbeiten des Waldwirtschaftsplanes zwingen zu einer eindeutigen Bestimmung der Grenzen des Standeswaldes und zur künftigen Nutzungsberechtigung aus demselben. Das Ergebnis der heutigen Verhandlung soll bestimmende Richtlinien geben Für die künftige Vertretung der Standesinteressen und grundlegend sein für die Behebung der Unstimmigkeiten in der Grenzfrage und den verschiedenen Nutzungsgerechtsame. Der Herr Standesrepräsentant übergibt nun zur Führung der Beratungen im Gegenstande den Vorsitz dem Herrn Regierungskommissär Dr. Fritz Schneider, welcher nach kurzer Einleitung das Wort dem Herrn Landesforstinspektor Henrich erteilt. Herr Hofrat Henrich als Leiter der Wirtschaftsplanarbeiten in Montafon und Forstfachmann legt in einem höchst interessanten Vortrage die Zwecke des Wirtschaftsplanes dar und schildert die Entwicklung der Standeswaldungen bis zu ihrer heutigen Gestaltung in Umfang und Nutzungsberechtigung. - Der Wirtschaftsplan ist zu vergleichen mit einem Inventar über ein vorhandenes Vermögenfund verfolgt den Zweck, die Aufteilung auf die Standesgemeinden zu ermöglichen und in erster Linie die Produktion der Waldungen zu steigern. Bis jetzt ist der Wirtschaftsplan in den Gemeinden St. Anton, Bartholomäberg, Silbertal, Schruns und St. Gallenkirch fertiggestellt. Die Arbeiten in den übrigen Gemeinden wird voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren beendigt werden können. Das Ergebnis der Aufnahmen in folgenden Gemeinden hat eine Erhöhung des Hiebsatzes ergeben und zwar Bartholomäberg von 525 auf 700, Schruns von 342 auf 600, Silbertal von 1583 auf 4000 und St. Gallenkirch von 3300 auf 4400 Festmeter pro Jahr, sodass diese Gemeinden zusammen heute schon allein den bis jetzt für die gesamten Standeswaldungen geltenden Hiebsatz von 9820 fm3 überschritten haben. - Die Verhältnisse zwingen, auf eine Erhöhung der Produktion der Waldungen in Form einer vorsichtigen umsichtigen Bewirtschaftung grösste Sorgfalt zu verwenden. Die statistischen Arbeiten zeigen, dass seit dem Jahre 1855 die Standeswaldflache in der Gemeinde Silbertal allein sich um ca. 320 ha vermindert hat. Der Gesamte Verlust an Waldfläche dürfte in Montafon ca. 600 ha betragen. Dieser grosse Verlust an Waldflache ist einer zu wenig vorsichtigen Bewirtschaftung und dann auch durch den Einbruch von Lawinen zuzuschreiben. [-2-] Es muss daher Aufgabe der exakten planmässigen Bewirtschaftung sein, ein weiteres Zurückgehen der Waldfläche hintanzuhalten, die vorhandenen Bestände gesund zu durchforsten, über einen regelmässigen Zuwachs zu wachen und der Versuch unternommen zu werden, verloren gegangene Flächen durch Aufforstung zurückzugewinnen. - Diese Aufgaben können aber nur erfüllt werden, wenn der Waldbesitzer ein genaues Bild über den Umfang, den Bestand, die Belastungen und die Ersatzmöglichkeiten hat, also wenn ein Wirtschaftsplan vorhanden ist. Im Referate zur Frage der Besitzverhältnisse gelangend, unterscheidet Herr Hofrat Henrich 3 Kategorien, betrachtet rein rechtlich vom gesetzlichen Standpunkte aus. - Er unterscheidet: 1) Waldungen, die im Kataster mit einer eigenen Grundparzelle unter Bezeichnung der Grenze eingetragen sind, 2) Waldungen, welche auf Alpterritoriums stehen und keine eigene Parzelle bilden, sondern ein dingliches Recht darstellen und 3) Waldungen, welche weder eine eigentliche Parzelle bilden, noch ein dingliches Recht besitzen, sondern auf Grund alter Übung und Gepflogenheit angesprochen werden. An Hand umfangreichen Aktenmaterials schildert er die Zusammenlegung der gesamten Waldungen im 16. Jahrhundert durch Regierungserlass und die Inanspruchnahme durch den Staat, sowie die weitere Entwicklung bis zum Kaufabschlüsse im Jahre 1832 und die Besitzübernahme der Waldungen durch den Stand Montafon als unausgeschiedenes und ungeteiltes Ganzes. Die um die Standeswaldungen geführten Prozesse zur Erhaltung der Einheit und des ungeteilten Eigentums streift der Herr Referent ebenfalls in klarer und verständlicher Form. Es ist nachgewiesen, dass die Prozesse auf Grund der bekannten Erwerbs- und Benützungsart immer zu ungunsten der Privatparteien ausgefallen sind. - Er warnt, wegen der ungeheuren Kosten, mit grösstem Ernste, sich in lange Prozessführungen einzulassen und verweist auf den Beschluss der Vorarlberger Landesregierung vom 19. Juni 1926, mit welchem zur Schlichtung von Streitigkeiten in dieser Sache eine eigene Schiedsgerichtskommission aufgestellt wurde. Diese Kommission hat die Aufgabe, die Ansprüche der streitenden Parteien anzuhören und nach Studium der Sachlage einen Vermittlungsvorschlag auszuarbeiten und zu erstatten. Erst nach Ablehnung desselben durch eine der streitenden Parteien soll der Zivilrechtsweg betreten werden. Zur Frage der Aufteilung der Standeswaldungen äussert er sich, daß die Norm, der Teilung das Flächenmass der Waldungen zu Grunde zu legen, ungerecht ist. Vielmehr soll das Problem der Teilung von folgenden Gesichtspunkten aus betrachtet werden: 1) Es müssen die Massen in Rechnung gezogen werden, 2) die Beteiligung der Gemeinden an der Erwerbung der Waldungen im Jahre 1832, 3) die Lage der Gemeinden in Rücksicht auf die Nutzungsmöglichkeiten und 4) der Bedarf der einzelnen Gemeinden an Holz unter Berücksichtigung der Anzahl Bezugsberechtigter. Nach Beendigung des Referates setzt eine lange andauernde Wechselrede ein, als deren Ergebnis sich der einstimmige Beschluss ergab, die von der Vorarlberger Landesregierung eingesetzte Schiedsgerichtskommission anzurufen und unter ihrer maßgebenden Mithilfe im Zuge der Wirtschaftsplanarbeiten die Grenzregulierung zwischen Standeswaldungen und Privatgrundbesitz anzustreben. Die Vertreter des Standes Montafon und der Gemeinden in dieser Kommission werden ergänzend gewählt: Als Ersatzmann für den Herrn Standesrepräsentanten: Herr Edmund Battlogg, Gemeindevorsteher von St. Anton. Für die Gemeinde Bartholomäberg den Herrn Gemeindevorsteher Josef Kessler, zu dessen Ersatzmann Herrn Gemeindevorsteher Franz Josef Bitschnau von Vandans. Als Ersatzmann für den Herrn Gemeindevorsteher Fritz von Silbertal den Herrn Gemeindevorsteher Josef Kessler von Bartholomäberg. Für die Gemeinden St. Gallenkirch und Gaschurn jeweils gegenseitig die Herren Gemeindevorsteher Christian Kraft und Alois Flöry. Nach Abschluss der Beratung über diesen Gegenstand dankt der Herr Standesrepräsentant den Herrn Vertretern der Vorarlberger Landesregierung herzlich für ihre unterstützende Tätigkeit. 1a) Zur ununterbrochenen ä'eiterführung der Arbeiten des Wirtschaftsplanes bis zur Beendigung erwachsen bedeutende Kosten und sind grosse Mittel erforderlich. Nach lebhafter, längerer Beratung wird einstimmig über Antrag des Herrn Standesrepräsentanten beschlossen, den Kredit von S 20.000 bei der Sparund Darlehenskasse in Schruns auf S 40.000.-- zu erhöhen. [-3-] 2.) Die Rechnungen des Standes Montafon, des Forstfondes Montafon und des Montafoner Feuerversicherungsvereines für 1927 werden in Vorlage gebracht, zur Kenntnis genommen und genehmigt. 3.) In den neu zu wählenden Ausschuss der Konkurrenzstrassenverwaltung Bludenz-Partenen werden als Vertreter des Standes Montafon entsendet Herr Standesrepräsentant Franz Wachter, Bürgermeister von Schruns. Als Ersatzmann wird Herr Gemeindevorsteher J.G. Jochum von Tschagguns gewählt. 4.) Zur Zuschrift der Bezirksforstinspektion Bludenz vom 1. März 1928 Zl. 29/1 betreffend Vorschlag zur Vergrösserung des Forstgartens in Bartholomäberg bezw. Abgabe des entsprechenden Zaunholzes aus Standeswaldungen Stellung nehmend wird nach Rücksprache mit den Forstbeamten beschlossen, den Herrn Standesrepräsentanten zu bevollmächtigen, im Einverständnisse mit der Forstbehörde die nötigen Vorkehrungen zu treffen. 5.) Die Berufung der Gemeindevorstehung St. Anton gegen einen Bescheid der Standesrepräsentanz in Schruns betreffend Einstellung und Annullierung eines unbefugter Weise ausgeführten Holzverkaufes wird in Vorlage gebracht. Der Bescheid der Standesrepräsentanz wird gutgeheissen und bestätigt.Der Herr Gemeindevorsteher Edmund Battlogg von St. Anton erklärt, die Berufungsschrift zurückzuziehen und den Erlös aus dem Holzverkaufe der Standeskasse, als dieser gehörend, zu überweisen. Hiemit erledigt sich die weitere Behandlung der Berufung. 6.) Auf die Anfrage eines Forstwartes über die Zulässigkeit der Brennholzabgabe aus Standeswaldungen an Organisten, als Vergütung für ihre Dienstleistungen, wird festgestellt, dass dies unstatthaft ist. Die Entlohnung hat aus der lokalen Gemeindekasse zu erfolgen. - 7.) Das Ansuchen der Hildegard Tschofen von Partenen, Haus Nr. 59, derzeit wohnhaft in St. Gallenkirch, um Auszahlung von 2/3tel der Feuerversicherungssumme für das am 3. März 1928 abgebrannte Haus Nr. 59 in Partenen wird in Rücksicht auf die Gesuchsangaben mit der Bedingung bewilligt, dass die Besitzer für alle Zukunft auf das Holzbezugsrecht für dieses Objekt für sich und ihre Rechtsnachfolger Verzicht leisten. Die Bewilligung dieses Ansuchens erfolgt unter Beachtung des § 49, letzter Absatz der Statuten des Montafoner Feuerversicherungsvereines. 8.) Das Ansuchen des Jakob Battlogg. Haus Nr. 40 von Bartholomäberg um Nachsicht von der Berechnung des doppelten Stockgeldpreises für Holzbezüge ausserhalb der Forsttagsatzung wird nach erfolgter Bestätigung der Gesuchsangaben und Befürwortung des Herrn Gemeindevorstehers Josef Kessler von Bartholomäberg bewilligt. 9.) Dem Herrn Martin Tschofen von Tschagguns wird zufolge Ansuchens nach längerer Beratung für die Verwertung bezogenen Standesnutzholzes zum Baue eines Stalles und nach erfolgter Begutachtung durch den lokalen Standesforstwart im Sinne des § 7, Abs. 3 des Holzstatutes ein weiterer Zeitraum von zwei Jahren gewährt. Das Nutzholz ist aber gegen Witterungseinflüsse einwandfrei zu schützen. 10.) Die Ansuchen des Alois Netzer, Vandans Haus Nr. 179 und des Engelbert 11.) Vonier, Tschagguns Haus Nr.9 um Ablösung des Schindelholzservitutsrechtes für diese im Jahre 1926 mit Ziegeln neu eingedeckten Objekte werden nicht bewilligt, da die Vergütung, bezw. Ablösung lt. Standesvertretungsbeschluß erst ab 1. Jänner 1927 geleistet wird. 12.) Das Ansuchen des Christian Mangeng,Haus Nr.340 in Schruns um Ablösung des Holzdeuchelservitutsrechtes in Standeswaldungen für diese Heimat wird nach längerer Beratung nicht bewilligt. 13.) Dem Engelbert Egle von Vandans, Haus Nr. 202 wird über Ansuchen die Bewilligung erteilt, ca. 14 rm3 Abbruchholz vom alten Stalle in den Gemarkungen des Tales Montafon zu verkaufen. 14.) Der Freiwilligen Feuerwehr in Tschagguns wird zur Errichtung eines Feuerwehrgerätehäuschens das erforderliche Bauholz stockgeldfrei zum Bezuge bewilligt. Eine Bargeldbeihilfe zur Anschaffung der Motorfeuerspritze ist der Montafoner Feuerversicherungsverein gegenwärtig nicht in der Lage zu leisten. 15.) Die Offerte des Norbert Vergut von Tschagguns über die Ausführung der Verputzarbeiten und des Hueber Bruno von Schruns bezüglich der Malerarbeiten, anlässlich der Renovierung des Bezirksgerichtsgebäudes Nr. 9 in Schruns werden akzeptiert. Der Herr Standesrepräsentant teilt mit, dass er anlässlich der Verlegung eines Zweiges Abwasserkanalisation im Dorfe Schruns das Standesgebäude Nr. 27 in Schruns an diese Ableitung habe anschliessen lassen, um den Übelständen der Ableitung abzuhelfen. Dieser Vorgang wird gutgeheissen. [-4-] 16) Das Ansuchen des Willy Braunger, Gasthof Vergalden im Gargellentale um Bewilligung des Bzuges von Quellwasser aus der Quelle des Standes Montafon in Vergalden mit einem Vertragsentwürfe wird in Vorlage gebracht. Der Herr Vorsitzende erläutert hiezu, dass im Standeswaldgebiete von Vergalden aus einer dort entspringenden Quelle durch Private vor Jahren Wasser bezogen wurde, ohne dass der Besitzer von der Ableitung in Kenntnis war. Es haben sich nun unter den Vergalden-Maisässinteressenten Differenzen herausgebildet, wodurch der Stand Montafon Kenntnis erlangte. Er ist nun der Ansicht, dass unter folgenden Bedingungen die Wasserabgabe an alle Maisässinteressenten statthaft sein soll: a) Da die Quelle dem Stand Montafon gehört, erfolgt die Abgabe von Wasser nur in Form eines Reverses bis auf Widerruf und Zahlung eines jährlichen AnerkennungsZinses von S 20.- pro nutzende Partei, sodass nie ein Rechtsanspruch durch die nutzenden Parteien erlangt werden kann. b) Sollte die Alpe Vergalden, welche unmittelbar an die Standeswaldung anschliesst, Wasser benötigen, so muss derselben solches nach Erfordernis in erster Linie abgegeben werden. c) Der Umfang der Wassernutzung durch die Maisässinteressenten in Vergalden hat sich nach dem landwirtschaftlichen Bedarfe zu richten. d) Zur Entnahme von Wasser kommt allein nur diese Quelle in Frage, aus welcher bis heute widerrechtlich durch die Maisässbesitzer genutzt wurde. e) Der von Willi Braunger vorgelegte Entwurf eines Reverses ist durch die unter a bis d beschriebenen Bedingungen abzuändern, zu ergänzen Es wird nach längerer Beratung einstimmig beschlossen, im Sinne der Ausführungen des Herrn Vorsitzenden der Entnahme von Wasser aus der Vergaldner Quelle des Standes Montafon zuzustimmen. 17.) Das Ansuchen des Willy Braunger, Vergalden, um Bezugsbewilligung von 8 Stück Lichtleitungsmasten wird abgelehnt, da aus den Beständen in den umliegenden Waldungen ohne Beeinträchtigung der Bezugsansprüche Eingeforsteter diese Holzgattung nicht abgegeben werden kann. 18.) Dem Albert Hofmann, Jagdpächter, wird zum Baue eines Jagdhauses auf Valsott, Gemeinde St. Gallenkirch, ein weiteres Quantum von 30 fm3 Bauholz bewilligt. Die Abgabe dieses Holzes kann ohne Verkürzung des eingeforsteten Bezuges erfolgen. 19.) Das Ansuchen der Hotelverwaltung Madrisa, Gargellen, hinsichtlich des Anspruches von Lichtleitungs- bezw. Telefonmasten kann den im Pkt. 17 angeführten Gründen nicht bewilligt werden. Bezüglich des Bedarfes an Brennholz wird der Abgabe von ca. 20 fm3 aus Abgangbeständen am Platinastutze zugestimmt, wo für der ortsübliche Kaufpreis vom Bezieher zu bezahlen ist. Ein grösseres Quantum ist nicht vorhanden. 20.) Die Ansuchen des Sander Leopold von Schruns H.Nr. 139 um Bezugsbewilligung für ca. 55 für Bauholz zum Stallumbaue und des Franz Koller von Vandans um ca. 25 fm3 Bauholz zum Magazinsbaue werden in Vorlage gebracht und in Beratung gezogen. - Da noch Erhebungen zu pflegen sind, wird die Fällung der Entscheidung dem Herrn Standesrepräsentanten unter Beizug des Herrn Gemeindevorstehers Bitschnau von Vandans und des Forstwartes Maier von Vandans übertragen. 21.) Dem Ansuchen des Christian Vonier,Pächter der Lindauer-Hütte in TschaggungjUm Bezugsbewilligung von Brennholz zur Bewirtschaftung dieser Hütte wird zur Erledigung nach zu pflegenden Erhebungen dem Herrn Standesrepräsentanten überwiesen.- 22.) Dem Herrn Standestierarzte August Albrich in Schruns wird sein Ansuchen um Erhöhung des jährlichen Wartgeldes zum Teile bewilligt und ab 1. Jänner 1928 dasselbe von 1000,- auf S 1500.— erhöht, sowie der jährliche Bezug eines Brennholzloses im Ausmasse der Eingeforsteten bewilligt. 23.) Die Marktgemeindevertretung Schruns hat in der Sitzung am 15.April 1928 den einstimmigen Beschluss gefasst, die Standesvertretung für Montafon dringend zu bitten,beim Amte der Vorarlberger Landesregierung vorstellig zu werden,es möchte mit grösster Energie auf die A.Ges.der Vorarlberger Illwerke eingewirkt werden, beim Baue der Talsperre in Vermont auf das sorgfältigste vorzugehen. Dieser Antrag der Marktgemeindevertretung Schruns löst lebhaftes Interesse aus, indem die Bedeutung desselben voll erkannt wird. Nach längerer Beratung wird einstimmig folgender Beschluss gefasst: In den Jahren 1926 und 1927 sind in verschiedenen Ländern Europas und im gegenwärtigen Jahre in Amerika bereits 2 grosse Dammbrüche von Talsperren vorgekommen. Dadurch wurden neben einer grossen Zahl Menschenopfer weite Ländereien mit ihrer ganzen Kultur zerstörend verheert und [-5-] unermesslicher Schaden angerichtet. Es ist klar und leicht begreiflich, dass derartige Hiobsbotschaften gerade gegenwärtig in Montafon grosse Beunruhigungen hervorrufen, indem im innersten Teile dieses Tales der Ausbau der Wasserkräfte begonnen hat und in diesem Bauprojekte die Erstellung einer langen Talsperre in einer Höhe von beinahe 2000 Meter vorgesehen ist. Bei der enorm grossen Länge dieser Talsperre ist mit der Stauung ungeheuerer Wassermengen zu rechnen, deren Druckkraft beängstigend sein muss. Es ist nun die allgemeine Anschauung der Bevölkerung des Tales Montafon und die besondere einstimmige der Standesvertretung, dass durch die Stauung der Ill im Vermunttale eine dauernde höchste Gefährdung des Tales Montafon geschaffen wird, die berechtigt und zwangsläufig bedingt, dass alle nur erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen zur Verminderung dieser Gefahr ergriffen und angewendet werden müssen. Als grösste Sicherung muss betrachtet werden, dass hinter der projektierten Talsperre noch mindestens zwei weitere Staumauern errichtet werden, welche die gestauten Wassermassen unterbrechen. Das Bersten oder Brechen einer einzelnen dieser Staumauern hätte zur Folge, dass dann wenigstens nur eine Teilmenge des Wassers abfliessen kann, während der übrige (Hauptteil) zurückgehalten wird.Es ist aber sicher, dass ein Bruch der geplanten einzigen Staumauer im Vermunttale die vollständige Zerstörung und Verwüstung Montafons zur Folge hat und sich auch verheerend im vorarlberger Oberlande auswirken müsste. Wenn man sich vor Augen hält, welches Elend und welche Schädigung durch eine solche Katastrophe auftreten muss, kann ein Grausen nicht unterdrückt werden. Die Beunruhigung in der Bevölkerung ist deshalb erklärlich und voll und ganz begründet. Die Standesvertretung für Montafon stellt deshalb an das Amt der Vorarlberger Landesregierung das höfliche und dringende Ansuchen, im Interesse der Allgemeinheit die Projekte der Kraftanlage in Partenen genauestens einer Überprüfung unterziehen zu lassen und geeignete Schritte einzuleiten, dass die Anregung zur Anlegung von unterbrechenden Staumauern zur Durchführung gelangt. Von der höchsten Sorgfältigkeit in der Ausführung der Vermuntwerkbauten hängt das Leben und Vermögen tausender von Personen und das Schicksal eines grossen Gebietes des Landes Vorarlberg ab. 24.) Das Ansuchen des Josef Klehenz von Partenen um Nachsicht von der Berechnung des doppelten Stockgeldes für Bauholzbezug zum Stallumbaue ausserhalb der Forsttagsatzung wird nicht bewilligt. Der Gesuchsteller soll eine Vergütung der Verteuerung des Holzes bei den Vorarlberger Illwerken ansprechen, da über deren Verlangen die Verlegung des Stalles an einen anderen Platz erfolgen muss. 26.) Das Ansuchen des Gebhard Sohler von Gaschurn um stockgeldfreien Bezug des Bauholzes für den Wiederaufbau seines abgebrannten Stalles wird unter der Bedingung bewilligt, dass der Unterbau des Stalles in Mauerwerk ausgeführt und künftighin für den gemauerten Teil des Stalles auf das Holzbezugsrecht dauernd verzichtet wird. 26.) Das Ansuchen der Alpe Vilifau, Gemeinde Vandans, um Übertragung des Holzbezugsrechtes auf die neuerbaute Alphütte wird unter folgenden Bedingungen bewilligt: Die alte Alphütte, der bis heute das Bezugsrecht zustand, ist abzutragen, damit keine Vermehrung der Belastungen eintritt. Für die Holzbezüge aus Standeswaldungen hat die Alpverwaltung Vilifau, wie alle übrigen Bezugsberechtigten auch, das jeweils tarifmässige Stockgeld zu bezahlen, sodass keine Ausnahmebehandlung stattfindet. Die Standesvertretung reguliert nach Bedarf fallweise den Stockgeldtarif. Schruns, am 10. Mai 1928. Der Standesrepräsentant: [Unterschrift der Standesvertreter]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19530416_SV StandMontafon 16.04.1953 24.05.2021, 14:50 [-0-] Schruns, am 11. April 1953 Zahl: 007/1/1953 EINLADUNG Im Sinne § 7 der Standesstatuten berufe ich die Mitglieder des Standesausschusses für Donnerstag, den 16. April 1953 um 8 Uhr 30 in Schruns (Standeskanzlei) zu einer Standesausschuß-Sitzung ein. i.E. gez. Jos. Keßler Standesrepräsentant Tagesordnung: 1. Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 6. März 1953 2. Ein Schreiben des Bezirksgerichtes Montafon über die Ablehnung des vorgelegten Mietvertrages. 3. Vorlage des Dienstbarkeitvertrages (Entwurfes) zwischen Stand Montafon und der Montafoner Bergbahn in Schruns. 4. Vorlage eines Entwurfes des vorgesehenen Pachtvertrages betreffend den Gipsbruch St. Anton i. M. 5. Ansuchen der Gemeinde Gaschurn zwecks Duldung einer Wasserleitung auf Standesgrund. 6. Ansuchen des Oberer Jakob in Schruns zwecks Wasserentnahme aus einer Quelle auf Standesgrund. 7. Wachter Rosa, St. Gallenkirch, Ansuchen, um die pachtweise Überlassung von Standesgrund zur Erstellung eines Bienenstandes in der Alpe Valisera. 8. Ein Schreiben der Gargellener Seilbahn Ges.m.b.H., um die Überlassung von Standesgrund zwecks Erstellung einer Erfrischungsstätte. 9. Tschanhenz Wilhelm, St. Gallenkirch, Ansuchen um die Erlaubnis zur Ausmessung einer Seilbahnachse über die Standesgrundparzelle. [-1-] Niederschrift aufgenommen in der Standeskanzlei in Schruns am Donnerstag den 16. April 1953 unter dem Vorsitz des Standesrepräsentanten Josef Keßler Mit Einladungsschreiben vom 11. April 1953, Zl. 007/1-2 wurde auf heute vormittag 8 Uhr 30 eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der Talgemeinden Montafons in ihrer Eigenschaft als Standesvertretern mit Ausnahme der sich entschuldigten Bürgermeister der Gemeinden Lorüns und Stallehr, erschienen sind. Nach Eröffnung der Sitzung und dem Erklären der Beschlußfähigkeit durch den Vorsitzenden wird zur Behandlung und Beschlussfassung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen. Pkt. 1) Bei der Durchsicht der Sitzungsniederschrift vom 6.3.1953 wird festgestellt, dass unter Pkt 3 a versehentlich die Beschlussfassung über die Verumlagung des Abganges der Jahresrechnung "Stand Montafon" nicht festgehalten wurde. Die Ergänzung hat zu lauten: "Der im Rechnungsjahr 1952 ermittelte Verlust in der Jahresrechnung STAND MONTAFON, wird lediglich den Gemeinden Lorüns und Stallehr der anteilmäßige Betrag zur Zahlung an die Standeskassa vorgeschrieben, während das Betreffnis der übrigen 8 Standesgemeinden vom Forstfond getragen wird." Nachdem die vorerwähnte Ergänzung in der heutigen Niederschrift festgehalten wurde, wird die Niederschrift vom 6.3.1953 einstimmig genehmigt. Pkt. 2) Der Standesrepräsentant verliest ein Schreiben des Bezirksgerichtes Montafon, worin dem Stand Montafon mitgeteilt wird, dass das Oberlandesgerichtspräsidium in Innsbruck den vom Stand Montafon vorgelegten Mietvertrag in der derzeitigen Fassung nicht annimmt bzw. verschiedene Änderungen zur Bedingung macht. Der Standesausschuss beschliesst den Wortlaut des vorgelegten Mietvertrages beizubehalten und bevollmächtigt die Standesvertreter Bürgermeister Vonbank, Maier und Mangard unter Führung des Standesrepräsentanten Keßler beim Oberlandesgerichtspräsidenten in Innsbruck in dieser Angelegenheit vorzusprechen. Der Standesrepräsentant wird ersucht vor der Vorsprache in Innsbruck mit dem Oberlandesgerichtrat Dr. Troll in Feldkirch, in Verbindung zu treten. [-2-] Pkt 3) Der von der Standesverwaltung vorgelegte Entwurf für den Dienstbarkeitsvertrag zwischen Stand Montafon und der Montafoner Bergbahn wird durchgesprochen und mit einigen kleineren Änderungen genehmigt. Pkt 4) Der Standesausschuß ermächtigt den Herrn Standesrepräsentanten und die Bürgermeister Vonbank, Maier und Battogg den Pachtvertrag mit dem Montafoner Gipswerk abzuschliessen. Pkt 5) Der Gemeinde Gaschurn wird es gestattet über die StandesGp. 1273 in der K.G. Gaschurn eine Ersatzwasserleitung zu legen. Die Leitung wird im Boden verlegt, so dass keine Wirtschaftserschwernisse eintreten. Holzfällung zur Verlegung der Wasserleitung ist nicht notwendig. Pkt 6) Dem Ansuchen des Oberer Jakob in Schruns/Kropfen, um die Einräumung der Dienstbarkeit der dauernden Wasserentnahme aus der standeseigenen Wasserquelle ob dem Fall (Gp. 3132) wird gegen einen jährlichen Anerkennungszins von S 50 gestattet. Im Vertrag ist eine Wertsicherungsklausel anzuführen. Pkt. 7) Der Wachter Rosa in St. Gallenkirch 120, wird die Bewilligung erteilt in der Alpe Valisera ob dem Bienenstand des Senn Josef in Schruns, einen Wanderbienenstand aufzustellen. Die Bewilligung gilt bis auf Wiederruf. Der jährliche Anerkennungszins wird erst festgelegt. Pkt. 8) Das Ansuchen der Gargellener-Seilbahn G.m.b.H. um die Überlassung von Standesgrund zur Erstellung einer Jausestation wird bis zur Klärung des Besitzverhältnisses zwischen Stand Montafon "Forstfond" und Bergbahn vertagt. Pkt. 9) Herrn Tschanhenz Wilhelm in St. Gallenkirch, wird die Erlaubnis erteilt zur Vennes.ung einer Seilbahnachse durch den Standeswald nach Garfrescha zur besseren Durchsicht (mit dem Vermessungsgerät) einige Stämme, die hinderlich sind zu fällen. Die Schlägerungsbewilligung der Forstbehörde hat die Partei selbst einzuholen. [-3-] Erweiterung der Tagesordnung Einvernehmlich wird gemäß § 34 der VGO die Tagesordnung um folgende Punkte erweitert: Pkt. 10) Dem Bitschnau Emanuel in Silbertal wird es gestattet, ca. 8-10 fm Nutzholz, das er aus Brennholzlosen (Servitutsbezug) ausgeformt hat, zu verkaufen und aus dessen Erlös Ziegel für ein Einfamilienhaus zu kaufen. Das beabsichtigte Geschäft muss noch im Jahre 1953 abgeschlossen werden. Der Vorgang hat der zuständige Waldaufseher zu überprüfen. Pkt. 11) Der Gemeinde Silbertal wird es gestattet, das zum Bau der eingeforsteteten Kirchenbrücke bezogene Servitutsholz zu verkaufen um mit dem Erlös eine Betonbrücke zu erstellen. Pkt. 12) Die zwischen Stand Montafon "Forstfond" und den Parteien Edwin Bischof Schneidermeister in Schruns und Lina und Baptist Ganahl in Schruns abgeschlossenen Grundtauschverträge werden in vorliegender Fassung vollinhaltlich genehmigt. Pkt. 13) Bitschnau Alois in Bartholomäberg wird mit seinen Ansuchen um die Zuweisung von ca. 100 im Abgangholz auf die kommende Ausschreibung von ca 100 - 150 Dürrling und Schneebruchholz im Standeswaldgebiet Valisera vcrwiese.no Pkt. 14) Das Holzansuchen des Erhard Aids, Silbertal/Schöffel wird bis zur Beendigung der einzelnen Forsttagsatzungen vertagt. Pkt. 15) Dem Waldaufseher Alois Berthold in Silbertal werden ca. 50 fm altes Lawinenholz in den sogenannten "Stöck" in Silbertal für Bauzwecke käuflich überlassen. Pkt. 15) Dem mündlichen Ansuchen des Marent Friedrich in Schruns, derzeitiger Alpmeister der Alpe "Sanül" Tschagguns, um Auszahlung von S 2000 als Arbeitslohn an Marent Emil in Tschagguns, als Vergütung der Arbeitsleistung bei der Beteiligung an einem Holzfrevel, wird grundsätzlich abgelehnt. Pkt. 17) Die Standesvertretung beschliest die Fertigstellungsarbeiten beim Stallbau in der Alpe "Valisera" sobald wie möglich fortsetzen zu lassen. [-4-] Berichte: a) Der Herr Standesrepräsentant verliest ein Schreiben der Marktgemeinde Schruns, wonach die auf Gemeindegrund erstellte standeseigene Garage bis Herbst dieses Jahres entfernt werden soll. Die Gemeinde beabsichtigt auf diesem Grund ein Feuerwehrgerätehaus zu erstellen. b) Anschliessend berichtet der Herr Standesrepräsentant, dass die Gemeinde Stallehr am 6.4. schriftlich an den Stand Montafon herangetreten ist mit dem Ersuchen der Stand Montafon möge bei der Monbafonerbahn in Schruns dahin einwirken, dass bei der geplanten Verlegung der Haltestelle Brunnenfeld in das sogenannte "Mos" in Bludenz, für die Gemeinde Stallehr eine Bedarfshaltestelle beim Zemmentwerk Lorüns eingeschaltet wird. Nach einer sofortigen Rücksprache mit dem Direktor der Montafonerbahn in Schruns wurde dem Herrn Standesrepräsentanten zugesichert, dass bei einer eventuellen Absprache der obigen Sache ein Vertreter des Standes Montafon beigezogen wird. Der Standesrepräsentant berichtet, dass im Standesgebäude HNr. 27 in Schruns (Gendarmerie u. Gefangenhaus) die Instandsetzen der Arreste und das Tünchen der Aussenfassade beendet ist und es dabei notwendig war, die Fensterläden und Fensterstöcke neu zu streichen. Beginn der Sitzung 8 Uhr 45 Ende der Sitzung 4 Uhr 30 [Unterschriften der Standesvertreter]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19640206_SV StandMontafon 06.02.1964 24.05.2021, 14:49 -1- Niederschrift Aufgenommen am 6. Februar 1964 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, unter dem Vorsitz des Herrn Herrn Standesrepräsentanten Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 31.1.1964, wurde auf heute vormittags 8.30 Uhr eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der Talgemeinden Montafons, und zwar: Staudesrepräsentant Josef Keßler in Bartholomäberg; Standesrepräsentantstellvertr. Peter Wachter in Gaschurn; Landtagsabgeordneter Ignaz Battlogg in St. Anton; Franz Marent in Schruns; Anton Brugger in Tschagguns; AlfonsBitschnau in Vandans; Hermann Brugger in Silbertal; Hermann Mangard in St. Gallenkirch, mit Ausnahme der sich entschuldigten Bürgermeister Josef Batlogg in Lorüns und Eugen Burtscher aus Stallehr, als Standesvertreter erschienen sind. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung nachstehender Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 28.11.1964. 2. Jahresrechnung STAND MONTAFON (10 Gemeinden) 1963. 3. Ansuchen des Bernhard Maier in Vandans, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Maisäß Nr. 275 auf einen anderen Bauplatz. 4. Ansuchen des Vallaster Mathäus in Bartholomäberg 89, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten Wohnhaus Nr. 89 auf den erstellten Neubau. 5. Ansuchen des Dr. Alois Mangard in Dornbirn, um die Übertragung des Holzbezugsrechtanteiles von einem Doppelhaus auf eine neue Bauparzelle (K.G.St. Gallenkirch). -2- 6. Schreiben der Agrarbezirksbehörde in Bregenz, wegen Beteiligung am Güterwegbau St. Gallenkirch/Schattenort. 7. Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, Vorlage eines Dienstbarkeitsvertrages wegen bücherlicher Einverleibung von Leitungsrechten in der K.G. Tschagguns und Vandans. 8. Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, Vorlage eines Dienstbarkeitsvertrages wegen Verlegung eines Fernmeldekabels in K.G. Gaschurn. 9. a) Bergmahdangebot des Albert Tschofen in Schruns. b) Bergmahdangebot der Maria Mangeng in Schruns. 10. Ansuchen der Juen Anna in Schruns 208, um die Erlaubnis 20 bis 25 fm Servitutsholz einer anderen Verwendung zuführen zu dürfen. 11. Ein Schreiben der Gemeinde Bartholomäberg, wegen Übernahme der Kosten für die Gemeindeholzkommission, bzw. Überprüfungsausschuß. 12. Tschofen Ernst in Bartholomäberg 224, Servitutsbezug 1963 - Ansuchen um Ermässigung des Stockgeldes. 13. Verschiedene Holzansuchen: a) b) c) d) e) f) Dönz Adolf in Silbertal, eine Abgangholzpartie. Bitschnau Franz, Säger in Silbertal, 6 fm Bauholz. Gottlieb Wachter in Vandans, 40 fm Bauholz. Klehenz Helmut in St. Gallenkirch, Abgangholzpartie. Rudigier Otmar in Gaschurn, 50 fm Bauholz. Franz Keßler, Jagdaufseher in Tschagguns, 6 fm Abgangholz. g) Klehenz Josef, Gaschurn 47, 3 Windwürfe f. Bauzwecke. h) Marent Peter in Tschagguns 148, 3 fm Abgangholz. i) Klehenz Elmar in Partenen, ca. 6 fm Windwurfholz. Berichte: a) über die Genehmigung der Voranschläge des Standes Montafon und des Forstfondes; b) über den Fortschritt der Verhandlungen wegen Miete für die Diensträume im Bezirksgericht. Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1. Die Sitzungsniederschrift vom 28. November 1963 wird in vorliegender Fassung genehmigt. zu Pkt. 2. Der Standesrepräsentant berichtet, daß die Jahresrechnung 1963 fertiggestellt ist und während der Auflagefrist keine Erinnerungen eingebracht wurden. Nach postenweiser Verlesung und Erläuterung zu den einzelnen Haushaltstellen wird die Jahresrechnung des STANDES MONTAFON vom Standesausschuß genehmigt. -3- zu Pkt. 3. Das Ansuchen des Bernhard Maier in Vandans, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Maisäßhaus Nr. 275 auf eine andere Baufläche wird zwecks weiteren Erhebungen bis auf weiteres vertagt. zu Pkt. 4. Dem Ansuchen des Mathäus Vallaster in Bartholomäberg HNr. 89, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten, baufälligen Wohnhaus Nr. 89, auf das auf auf der Grenze der Grundparzellen 883 u. 884 neuerbaute Wohnhaus wird stattgegeben. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen; sondern für verfallen erklärt. Die hiefür vorgesehene Schindeldachablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Bei dieser Übertragung handelt es sich um die Standortverlegung eines eingeforsteten Objektes innerhalb der gleichen landwirtschaftlichen Liegenschaft für denselben Besitzer. zu Pkt. 5. Das Ansuchen des Dr. Alois Mangard in Dornbirn, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von HNr. 63 des Doppelwohnhauses Bp. 186, HNr. 63/100 auf ein auf Gp. 666 zu erstellen geplantes Objekt wird zurückgestellt. Eine Übertragung in der vorgeschlagenen Form kann nicht durchgeführt werden, weil das Benützungsrecht der Räume innerhalb des Doppelhauses gegenseitig auf beide HNrn. erstreckt. Es wäre vorteilhaft, Wenn Dr. Mangard zu Gunsten dem Besitzer der HNr. 100 auf das Holzbezugsrecht verzichten würde oder umgekehrt der Besitzer der HNr. 100 zu Gunsten dem Besitzer der HNr. 63. Dr. Mangard ist in diesem Sinne zu informieren. zu Pkt. 6. Der Forstfond tritt der Güterweggenossenschaft Gortipohl/Schattenort als Mitglied bei und übernimmt 7% der Baukosten; beteiligt sich jedoch nicht an der zukünftigen Erhaltung des Güterweges. -4- zu Pkt. 7. Der von der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, vorgelegte Vertrag wegen Einräumung einer bücherlichen Dienstbarkeit für das Durchleitungsrecht von 3 Kabel zwischen Kraftwerk Rodung und Kraftwerk Latschau, wird zurückgestellt, da noch verschiedene Erhebungen notwendig sind. zu Pkt. 8. Der von der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, vorgelegte Dienstbarkeitsvertrag hinsichtlich der Verlegung eines Fernmeldekabels vom Kraftwerk Vermunt zum Wasserschloß auf Tafamunt (ausserbücherliche Vertragssache: 91.85.22.49) wird in vorliegender Fassung genehmigt. zu Pkt. 9. a) Das Bergmahd "Tächli" Gp. 4222 in K.G. St. Gallenkirch, das zur Gänze von der Standeswaldung umschlossen ist, wird zum Preise von S 4.000.- angekauft. b) Die von Maria Mangeng in Schruns angebotene Liegenschaft in K.G. Gaschurn, wird nicht angekauft, weil auch bäuerliche Interessenten an der Erwerbung dieser Liegenschaft interessiert sind. zu Pkt. 10. Dem Ansuchen der Anna Juen in Schruns 208, um die Erlaubnis von den für das Wohnhaus Nr. 208 bezogenen Servitutsholz ca. 20 - 25 fm für ein nichteingeforstetes Objekt verwenden zu dürfen, wird stattgegeben. Hiefür ist ein Kaufpreis von S 500.- pro fm zu bezahlen; davon das bereits bezahlte Stockgeld und Bringungskosten in Abzug gebracht werden. Zur Dachstuhlerneuerung beim Wohnhaus Nr. 208, darf jedoch kein Holz mehr bezogen werden. zu Pkt. 11. Das Ansuchen der Gemeinde Bartholomäberg um die Übernahme der Kosten für die Gemeindeholzkommission, bzw. Überprüfungsausschuß wurde abgelehnt. Laut Vorarlberger Waldaufsichtsgesetz, 49. Statthaltereiverordnung ad § 4 sind die Gemeinden verpflichtet die angemeldeten Forstproduktenbezüge mit Rücksicht auf die vorhandenen Rechte und des tatsächlichen Bedarfes zu überprüfen. -5- zu Pkt. 12. Dem Ansuchen des Ernst Tschofen in Bartholomäberg, um Ermässigung des Stockgeldes für Servitutsholz, wegen zu umständlicher Bringung, wurde abgelehnt. zu Pkt. 13. Verschiedene Holzansuchen: Die Holzansuchen des Adolf Dönz in Silbertal, Bitschnau Franz in Silbertal, Klehenz Helmut in St. Gallenkirch und Rudigier Otmar in Gaschurn, werden bis nach der Forsttagsatzung 1964 vertagt und kommen dann neuerlich zur Behandlung. Da Ansuchen des Klehens Elmar in Partenen wird abgelehnt und die Partei nit ihrem Bedarf in die Eigenwaldung verwiesen. Gottlieb Wachter in Vandans, werden, soweit vorhanden, im Rutschgebiet Vensertobel/Ladritsch ca. 25 fm Bauholz zum Kaufpreis zugewiesen. Sind ihm vorerwähnten Gebiet weniger als 25 fm Holz vorhanden, kann der Rest oberhalb der Rellstalstraße aus Windwurfbeständen zugewiesen werden. Die Festsetzung des Kaufpreises wird dem Standesrepräsentanten überlassen, da derzeit die genauere Örtlichkeit nicht bekannt ist. Dem Franz Keßler Jagdaufseher in Tschagguns, werden 6 fm Bauholz (Dürrlinge) für eine Bargenerweiterung zum Kaufpreise überlassen. Preisfestsetzung wie oben. Dem Marent Peter in Tschagguns wird aus der Standeswaldung Tschagguns, unterhalb der Mittagspitze 3 fm Abgangholz zum Preise von S 250.- pro fm käuflich überlassen. Dem Klehenz Josef in Gaschurn 47, werden 3 Windwürfe zum Kaufpreis überlassen. Der Preis wird mit S 200.- pro fm festgesetzt. -6- Pkt. 14. Die Agrargemeinschaft Vandans teilt mit, daß ihr 1. Obmannstellvertreter Bgm. Alfons Bitschnau bei der am 29.1.1964 stattgefundenen Konstituierung des Ausschusses, wieder als Delegierter im Stand Montafon auf die Dauer von 3 Jahren bestellt wurde. Diese Mitteilung wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Pkt. 15. Dem Vorschlag der Agrargemeinschaft "Alpgenossenschaft Zamang" in St. Gallenkirch, auf die aus der Forstfondparzelle 1713 ausgemarkten, teilweise mit Fichten bewachsenen Weideparzellen zu Gunsten des Forstfondes zu verzichten, wenn dieser bereit ist auf die vom Alpbesitz zur Gänze umschlossene Gp. 1717 zu Gunsten der Alpe zu verzichten, wird im Interesse eines übersichtlichen Grenzverlaufes zugestimmt und der hierüber erstellte Vertrag in vorliegender Fassung genehmigt. Pkt. 16. Dem Ansuchen des Erhard Gebhard in Silbertal 53, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten, baufälligen Wohnhaus HNr. 53, Bp. 102/1 auf das auf Gp. 325 neuerbaute Wohnhaus wird stattgegeben. Das Schindel-Holzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Die hiefür vorgesehene Schindelholzablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Durch diese Übertragung hat das alte Wohnhaus Bp. 102/1 in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr und ist abzutragen. Bei dieser Übertragung handelt es sich um die Standortverlegung eines eingeforsteten Objektes auf der gleichen landwirtschaftlichen Liegenschaft für denselben Besitzer. Berichte: a) Der Vorsitzende Berichtet, daß die Voranschläge des STANDES MONTAFON und des FORSTFONDES für das Rechnungsjahr 1964 ohne Einwendung von den Aufsichtsbehörden genehmigt wurden. b) Über den Stand der Verhandlungen mit der Justizverwaltung hinsichtlich einer Miete für die Amtsräume, teilt Standesrepräsentantstellvertr. Bgm. Peter Wachter mit, -7- daß der Herr Landesgerichtspräsident Dr. Wechner bei der am 21.1.1964 erfolgten Aussprache mitgeteilt habe, er werde den nächsten Aufenthalt beim Oberlandesgerichtspräsidium in Innsbruck dazu benützen, den Herrn Oberlandesgerichtspräsidenten über diese berichtigte Forderung des Standes Montafon zu informieren. Die Standesverwaltung wird vom Ergebnis dieser Aussprache in Kenntnis gesetzt. Die vorgenannten Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne § 34 der VGO zuerkannt. Beginn der Sitzung: 9 Uhr Ende der Sitzung: 12 Uhr Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
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19340512_SV StandMontafon 12.05.1934 24.05.2021, 14:49 [-1-] Zl. 2/1-Stand 1934 Niederschrift aufgenommen in der Kanzlei der Marktgemeindevorstehung Schruns am Dienstag den 12. Mai 1934 unter dem Vorsitze des Herrn Standesrepräsentanten Franz Wachter. Mit Einladung vom 9. Mai 1934 Zl. 1/1-St. wurde auf heute, Samstag den 12. Mai 1933 vormittags, eine Standesvertretungssitzung anberaumt, zu welcher erschienen sind 8 Standesvertretungsmitglieder. Nicht anwesend waren die Vertreter der Gemeinden Lorüns und Stallehr, hievon entschuldigt der Vertreter der Gemeinde Lorüns. Nach Eröffnung der Sitzung und dem Erklären der Beschlussfähigkeit durch den Herrn Vorsitzenden wird das Protokoll der letzten Sitzung vom 28. Dezember 1933 in Vorlage gebracht. Die Genehmigung und Unterzeichnung erfolgt ohne vorherige Verlesung, da jede Gemeinde bereits mit einer Durchschrift zum Amtsgebrauche beteilt wurde, der Sitzungsbericht im Montafoner Gemeindeblatt veröffentlicht wurde und daher die Herren Standesvertreter vom Inhalte in Kenntnis sind. - Einwendungen wurden keine vorgebracht.Sodann wird in die Beratung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen. Gefasst werden folgende Beschlüsse: 1.) Der Bericht der Gemeindevorstehung Gaschurn vom 3. Mai d.Js. über das a schwere Brandunglück, von dem die Fraktion Partenen in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1934 betroffen wurde und dem 4 Häuser, 3 Ställe und 2 Baracken zum Opfer fielen, wird mit Bedauern zur Kenntnis genommen. b Das Ergebnis der Niederschriften über die Erhebung des Brandschadens bei den Versicherungsnehmern des Montafoner Feuerversicherungsvereines und zwar bei Rudigier Anton und Tschofen Rosa HNr. 57, Gemeinde Gaschurn für Verpflegsstation und Mark Regina HNr. 60 wird zur Kenntnis genommen. Die Auszahlung der Schadenvergütungssummen hat unter Beobachtung der Bestimmungen der Satzungen des Montafoner Feuerversicherungsvereines wie üblich zu geschehen. c Der Frau Regina Märk/Partenen ist über ihr Ansuchen um Bezugsbewilligung von 150 fm3 Nutzholz zum Wiederaufbau der abgebrannten Objekte (Haus und Stall) mitzuteilen, dass sie zur Bedarfsdeckung auch ihren Eigenwaldbesitz nach Maßgabe der forstwirtschaftlich tragbaren Ausmasse heranzuziehen hat. Die aus der Eigenwaldung nicht zu deckende Holzmenge wird gemäss des Eingeforsteten-Bezugsrechtes zur Abgabe bewilligt. 2.) Als Vertreter des Standes Montafon in den neu zu bestellenden Ausschuss der Konkurrenzstrasse Schruns-Silbertal wird Standesrepräsentant Franz Wachter in Schruns gewählt. Zu dessen Stellvertreter wird Heinrich Dajeng, Betriebsleiter der A. Ges. Montafonerbahn in Schruns delegiert. 3.) Nach Entgegennahme eines ausführlichen Berichtes des Standesvertreters Gemeindevorsteher Schapler/Vandans über die Bedeutung der Neuanlage des Raschitz-Weges in Vandans wird beschlossen, dem Ansuchen der Gemeinde Vandans um Beitragsleistung des Standes Montafon zu den Baukosten durch Holzlieferungen an die Baustellen im Laufe der nächsten Jahre im Werte von S 2000.— zu entsprechen. Das Interesse des Standes Montafon an der Anlage dieses Weges ist mit der bedeutend erleichterten Holzablieferung aus den höher gelegenen Standeswaldungen begründet. Es wird der Gemeindevorstehung Vandans dringend nahe gelegt, von den interessierten Alpen der künftigen Wegbenützung entsprechende Beitragsleistungen einzufordern. [-2-] 4.) Dem Ansuchen der Ziegerberger-Güterwegeinteressentschaft in Tschagguns um Bewilligung eines Beitrages von S 428.60, das ist 2,58% am Restkostenbetrag von S 17.000.—, errechnet nach dem Katastralreinertrag der mit der Güterwegeanlage in Verbindung stehenden Standeswaldungen per fl. 31,42, wird Folge gegeben. Durch diese Beitragsleistung wird das Interesse des Standes Montafon an dem Bestehen der Güterwegeanläge bewiesen. 5.) Zu den Evidenzhaltungsgebühren des Jahres 1935 in der Gemeinde Silbertal, die zum grössten Teil aus der Vermarkung der Grenzlinien zwischen Stand Montafon und den Alpenbesitzern entstanden sind, wird ein Beitrag von S 100.-- zur Auszahlung bewilligt. 6.) Das Ansuchen der Alpverwaltung von Röbi/Gargellental (Besitzerin der Alpe ist die Gemeinde Bürserberg) um Bezugsbewilligung von 75,85 fm3 Nutzholz zum Alpstallneubau nach vorgelegtem Bauplan ist, nachdem eine Servitutenregulierung für diese Alpe nicht vorliegt und sie daher nach allgemein geltenden Grundsätzen zu behandeln ist, in folgender Weise über Antrag des Vorsitzenden zu erledigen: Die Hälfte der notwendigen Holzmenge ist zum ordentlichen Stockgeldpreise ab zugeben, während die andere Hälfte mit dam ortsüblichen Kaufpreis bezahlt werden muss. Dabei ist die Abgabe von Schindelholz mit Rücksicht auf das äusserst geringe Vorkommen dieser Holzart gänzlich untersagt. 7.) Dem Ansuchen des Forstwartes Albert Zugg/St. Gallenkirch um Beförderung von der 8. in die 10. Gehaltsgruppe wird nach Kenntnisnahme der Gesuchsgründe und des Vorlageberichtes der Bezirksforstinspektion Bludenz mit Wirksamkeit ab 1. Februar 1934 Folge gegeben. 8.) Der Kurrendalbeschluss vom 5. März 1934, mit welchem der Freiwilligen Feuerwehr Landschau/Tschagguns ein Beitrag in Form der Überlassung von 2 Tannen zum Ankauf einer Motorspritze bewilligt wurde, wird bestätigend zur Kenntnis genommen, 9.) Die Eingabe des Lorenz Gantner und Cons./Tschagguns-Krista um Erneuerung der Bezugsbewilligung für einen Nutzholzstamm zur Verwendung als Brunnentrog kann aus grundsätzlichen Erwägungen nicht bewilligt werden. 10.) Dem Christian Batlogg/Bartholomäberg wird die nachgesuchte Bezugsbewilligung für 8 Sagstämme und 2 Schindelstämme zwecks Vergrösserung seiner Wagner- und Schreinerwerkstätte nicht erteilt, da das Objekt nicht eingeforstet ist und zu Erweiterungsbauten statutengemäss überhaupt kein Holz aus Standeswaldungen abgegeben werden kann.- Übrigens besitzt die Partei Eigenwaldungen, aus denen sie den Bedarf selbst zu decken vermag. 11. folgenden Parteien wird der Verkauf von Abbruchholz innerhalb der Gemarkungen des Tales Montafon über Ansuchen bewilligt: Pfeifer Cnristian/St. Gallenkirch ca. 10 rm3 Wachter Johann Josef/Tschagguns ca. 3 rm3 Gregor Wittwer/Gaschurn ca. 10 fm3. 12.) Den Abbrändlern Vallaster Jakob und Mangeng Leo/Bartholomäberg kann aus grundsätzlichen Erwägungen das in Anrechnung gebrachte Stockgeld für zum Wiederaufbau der Objekte erhaltenes Standesholz nicht nachgelassen werden. Die Einbringung derartiger Gesuche ist auch künftighin zwecklos, sie müssen ohne Ausnahme abgelehnt werden. 13.) Mangels Selbstverschulden ist für den Holzbezug des Martin Juen/St. Anton i.M. ausserhalb der Forsttagsatzung nicht das doppelte Stockgeld zu berechnen. Von dieser Ausnahmebehandlung wird der Bezug des Zaunholzes, Sagstammes und des Brennholzloses betroffen. 14.) Das Ansuchen des Jagdpächters Ernst Kündig/Pfäffikon-Schweiz um kaufweise Überlassung eines Bauplatzes im Standeswaldgebiet Gaschurn (Harzenwald) für Zwecke der Erstellung einer Jagdhütte wird nicht bewilligt. - Standeseigentum ist im Prinzip unverkäuflich. Gegen Leistung eines jährlichen Anerkennungszinses von S 5.— steht [-3-] dagegen dem Abschluss eines Pachtvertrages für die benötigte Grundfläche keine Schwierigkeit im Wege. - 15.) Der Verwaltung der Alpe Golm ist über ihre Eingabe bei möglichster Rücksichtnahme auf die Begründungen mitzuteilen, dass der Kaufpreis für das bezogene Nutzholz zum Alpstallneubau entsprechend dem Standesvertretungsbeschluss vom 19. November 1932 neuerlich mit S 20.— pro fm3 (entgegen der ursprünglichen Preisfestsetzung mit S 26.--) bestimmt wird, wenn der am Kaufpreise noch heute ausstehende Betrag bis längstens 15. Juni 1934 samt dem ab 19. November 1932 angefallenen Zins restlos bezahlt wird, - Durch dieses neuerliche Entgegenkommen bringt die Standesvertretung zum Ausdruck, dass sie die wirtschaftliche Notlage der Alpgenossen in zulässigem Ausmass berücksichtigt hat. 16.) Auf verschiedene Eingaben um kaufweise Überlassung von abgängigem a Holz in verschiedenen Teilen der Standeswaldungen wird bestimmt, dass ein Verkauf derzeit nicht erfolgt, b Um feststellen zu können, ob abgängiges Holz im Vermiltobelwald/St. Gallenkirch für die Bedarfsdeckung der Eingeforsteten bringbar ist, hat ein Ausschuss, bestehend aus den Standesvertretern Gemeindevorsteher Anton Netzer/St. Gallenkirch, Alois Flöry/Gaschurn, Forstwart Josef Bargehr /St. Gallenkirch und Standesforstwart Adolf Fleisch/Schruns, eine Besichtigung an Ort und Stelle vorzunehmen.- Das Augenscheinergebnis ist bei der nächsten Sitzung mitzuteilen, c Bezüglich der Verwertung von ca. 20 fm3 bereits ausgezeigtem Abgangholz bei der Steinwand/Silbertal wird Vollmacht erteilt dem Standesrepräsentanten Franz Wachter/Schruns und dem Standesvertreter Gemeindevorsteher Anton Fritz/Silbertal. 17.) Der A.Ges. Montafonerbahn in Schruns wird die Bewilligung erteilt, auf den neu auszugebenden Aktien dieser Gesellschaft das Wappen des Standes Montafon anbringen zu können. 18.) Die in letzter Zeit vorgekommenen grossen Brandunglücke im Lande lassen es zur Pflicht werden, auf die Einhaltung der feuerpolizeilichen Vorschriften mit allem Nachdruck zu dringen. Die Standesvertreter als Gemeindevorsteher des Tales Montafon sind darin einig, dass in jeder Gemeinde mit grösster Genauigkeit die gesetzlich vorgeschriebene Feuerbeschau durchzuführen ist und dass diese Beschau auch auf die Maisässhäuser ausgedehnt werden muss. Jeder Gemeindevorsteher wird in seiner Gemeinde dafür besorgt sein, dass der richtigen Anwendung der feuerpolizeilichen Vorschriften erhöhte und andauernde Beachtung geschenkt wird. 19.) Der notwendig werdenden Rodung der Schneefluchtstellen der Alpe Vergalden/St. Gallenkirch im Standeswald wird zugestimmt. 20.) Der wiederholten Anregung nach Erwerbung des Fronser-Bergmahdes in Partenen wird stattgegeben. Die Durchführung dieses Beschlusses wird dem Standesrepräsentanten übertragen. 21.) Das neuerliche Gesuch einer Schermgemeinschaft in der Alpe Sporn um Nachlass von S 29,— Stockgeld für wohl bewilligtes, aber nicht bezogenes Schindelholz muss aus grundsätzlichen Erwägungen abgelehnt werden. 22.) Dem Franz Dönz/Silbertal wird der Bezug eines Brennholzloses ausserhalb der Forsttagsatzung gegen Bezahlung des einfachen Stockgeldes bewilligt, da der Bedarf erst nach Beendigung der Forsttagsatzung angefallen ist. Standesrepräsentant für Montafon Der Standesrepräsentant:
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19600128_SV StandMontafon 28.01.1960 24.05.2021, 14:49 -1- Niederschrift Aufgenommen am 28. Jänner 1960, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, unter dem Vorsitz des Herrn Standesrepräsentanten Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 21. Jänner 1960, wurde auf heute vormittags 8.30 Uhr eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der Talgemeinden Montafons, in ihrer Eigenschaft als Standesvertreter, erschienen sind. Entschuldigt haben sich die Bürgermeister der Gemeinden Lorüns und Stallehr. Der Standesrepräsentant als Vorsitzender eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung der nachstehenden Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 17.12.1959. 2. Vorlage der Voranschläge des Standes Montafon und des Forstfondes für das Jahr 1960. 3. Golmerhangentwässerung – Illwerkevertrag. 4. Novellierung der Waldaufseherlöhne. 5. Ansuchen des Franz Zudrell in Silbertal, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von Haus Nr. 24, Bp. 46 auf das auf Gp. 925/1 zu erstellen geplante Wohnhaus (Beides K.G. Silbertal). 6. Ansuchen der Alpe Vilifau, um die Bewilligung das Schindel-Holz verkaufen zu dürfen, um aus dessen Erlös Lärchenschindeln anschaffen zu können. 7. Karner Willi in Schruns, möchte Servitutsholz käuflich erwerben. 8. Biermeier Friedrich in St. Gallenkirch, möchte 10 rm Stallabbruchholz verkaufen. 9. Fleisch Luise in Schruns, möchte ca. 6 fm Stallabbruchholz verkaufen. -2- Berichte: a) Schreiben der Marktgemeinde Schruns, bzgl. Verwaltungsangelegenheiten. b) Schreiben der Agrarbezirksbehörde in Bregenz, bzgl. Abtretung der Gp. 2329 an die Servitutsberechtigten des Weilers "innere Zelfen". Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 17.12.1959 wird einstimmig genehmigt und gefertigt. zu Pkt. 2) Der Vorsitzende berichtet, daß die Voranschläge für den Stand Montafon und den Forstfond Montafon für das Rechnungsjahr 1960 erstellt sind und während der Auflagefrist keine Erinnerungen eingebracht wurden. Hierauf werden die beiden Präliminare vom Sachbearbeiter Walch postenweise verlesen und vom Standesrepräsentant zu den einzelnen Posten erschöpfend Auskunft erteilt. Eine längere Debatte ergibt sich bei der Ausgabenpost: "Standesumlage". Der Stand Montafon hat seit jeher durch die Erhaltung des Gerichtsgebäudes, des Gefangenenhauses und der Gendarmeriediensträume große Ausgabe und nur geringe Einnahmen. Dieser Abgang muß durch die 10 Gemeinden Montafons getragen werden. Der verschwindend kleine Anteil der Gemeinden Lorüns und Stallehr erfordert von den 8 Forstfondgemeinden, bzw. vom Forstfonderlös eine ziemlich hohe Abdeckung der Standesunkosten, so daß dadurch bei der Forstfondrechnung bildlich ein Abgang aufscheint und bei der Standesrechnung ein Gewinn. Von heurigen Standesrechnungsabgang von S 221.410.- übernimmt entgegenkommenderweise der Forstfond Montafon einen Abdeckungsbetrag S 121.410.--. Der Rest des Abganges der Standesrechnung wird auf alle 10 Gemeinden des Tales verumlagt, bzw. vorgeschrieben. -3- zu Pkt. 3) vorgelegte Golmerhang einstimmig Der durch die Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz Vertrag, bezüglich Bewegungsmessungen am in Tschagguns, wird in vorliegender Fassung genehmigt. zu Pkt. 4) Der monatlich gewährte Zuschuß von S 1000.- an die Waldaufseher wird auf S 700.- gesenkt, nachdem durch Verfügung vom 13.1.1960 (Vorarlberger Landesregierung) die Bezüge der Waldaufseher wesentlich erhöht wurden. zu Pkt. 5) Dem Ansuchen des Franz Zudrell in Silbertal 10, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von HNr. 24, Bp. 46, auf das von seinem Sohne Anton Zudrell auf Gp. 925/1 (Mühle/Nußbaum zu erstellen geplante Wohnhaus, wird auf Grund der vorliegenden Verzichterklärung des Vorbesitzers Otto Saler in Silbertal 27, stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das neu zu erstellen geplante Wohnhaus mit einen Gesamtholzbedarf von 35 fm eingeforstet. zu Pkt. 6) Der Alpe Vilifau in Vandans, wird in Erledigung des Ansuchens statt Schindelholz Sägholz zugewiesen, welches die Alpverwaltung verkaufen darf um aus dem Erlös Lärchenschindeln anzuschaffen. Der Holzverkauf ist durch den zuständigen Waldaufseher zu überwachen. zu Pkt. 7) Karner Willi in Schruns/Gamprätz, wird das für den Stall auf Bp. 510 bezogene Servitutsholz, käuflich überlassen, weil Karner das Anwesen verkauft hat und der Käufer derzeit nicht in der Lage ist den Stall neu zu erstellen. Karner Beabsichtigt mit diesem Holz ein Einfamilienhaus zu erstellen. Die Preisfestsetzung wird dem Herrn Standesrepräsentanten überlassen. -4- zu Pkt. 8) Der Partei Friedrich Biermeier in St. Gallenkirch wird es gestattet ca. 10 rm Stallabbruchholz frei zu veräussern. zu Pkt. 9) Der Partei Luise Fleisch in Schruns wird es gestattet ca. 6 fm Stallabbruchholz frei zu veräussern. Pkt. 10) Dem Frächter Robert Schenach in St. Gallenkirch, wird die Gp. 4250/3 im Ausmaße von 11 ar 71 m2 zum Preise von S 10.- pro m2 käuflich überlassen. Schenach hat vor Jahren in Form einer Dienstbarkeit auf dieser Gp. ein Einfamilienhaus und eine Garage erstellt. Die Grundparzelle ist unproduktiv und nur zum Teil für Bauzwecke benutzbar. Pkt. 11) Die von der Illwerke A.G. angebotene Entschädigungssumme von S 221.000.-, für Schäden, die in der Standeswaldung Vandans durch den Bau der Rellstalstraße entstanden sind, wird als zu gering angesehen und abgelehnt. Fachleute haben den Gesamtschaden auf rd. 400.000.- S geschätzt; wovon die Fläche des Straßenkörpers, der an die Illwerke A.G. übergeht, noch in Abzug zu bringen wäre. Oberforstrat Dipl. Ing. Hagek ist zu ersuchen ein diesbezügliches Gutachten zu erstellen, sobald bekannt ist was für ein Ausmaß der gesamte Straßenkörper hat. Berichte: a) Das Schreiben der Marktgemeinde Schruns, vom 17.12.1960 wird zur Kenntnis genommen mit der Feststellung: zu a) daß bis zur Auflassung des Gemeindeblattes aus kriegswirtschaftlichen Gründen es üblich war, daß die Sitzungsniederschriften in gekürzter Form im Gemeindeblatte verlautbart wurden. Nach dem 2. Weltkriege wurde es für vorteilhafter angesehen, jedem Standesvertreter eine Niederschrift zukommen zu lassen, damit er in der Gemeindevertretung, soweit es notwendig ist, eingehender über die Tätigkeit des Standes Montafon und des Forstfondes berichten kann. Dieser Vorgang hat sich bewährt. -5- b) Wie die Aufsichtsbehörde dem Vorsitzenden mitgeteilt hat, ist eine Revision der Verwaltungsgebarung des Standes Montafon und des Forstfondes in kommender Zeit zu erwarten. c) Es ist Sache der Gemeinden, dem zuständigen Waldaufseher die Möglichkeit zu verschaffen, regelmässig auf dem Gemeindeamte Amtsstunden abhalten zu können. Schon bei der Forsttagsatzung 1958 hat der Herr Oberforstrat Dipl. Ing. Ernst Hagek die Bürgermeister ersucht, sie sollen den Waldaufsehern diese Möglichkeit einräumen. Die vorgeschlagene Erweiterung des Standesausschußes ist lt. Statut für den Standesausschuß nicht durchführbar. B. Der Vorsitzende bringt ein Schreiben der Vorarlberger Illwerke A.G. zur Verlesung, in welchem der Standesvertretung mitgeteilt wird, daß die Grundablösungsverhandlungen für das Kopserbecken eingeleitet werden. Das Schreiben wird mit dem Bemerken zur Kenntnis genommen, daß bei den Verhandlungen daraufhin zu wirken ist, daß für die abzutretende Standeswaldfläche ausreichend Ersatzwaldung durch die Illwerke A.G. zu beschaffen ist. Ausserdem ist darauf zu achten, daß die vorgesehene Staumauer in ausreichender Stärke erstellt wird, um eine Dammbruchkatastrophe wie sie in Frankreich sich ereignet hat, von vornehinein zu verhüten. C) Der Vorsitzende berichtet, daß das restliche Nutzholz aus der Schlägerung Silbertal/Wasserstuben (überjähriges Holz) zum Preise von S 427.- verkauft worden ist. Beginn der Sitzung: 9 Uhr Ende der Sitzung: 12 Uhr Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
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19210802_SV StandMontafon 02.08.1921 24.05.2021, 14:49 [-1-] Zl. 380 St. Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 2. August 1921 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Franz Wachter Zu der auf heute vormittags 9 Uhr anberaumten Sitzung des Komitees in Brandschadenversicherungsangelegenheiten sind erschienen die Herren Mitglieder Jochum I. Georg, Gemeindevorsteher von Tschagguns Bitschnau Franz Josef, Gemeindevorsteher von Vandans Fritz Anton, Gemeindevorsteher Silbertal dann Herr Wilhelm Mayer als Sachverständigenbeirat. In der am 20. Juli 1921 abgehaltenen Standesausschußsitzung wurde beschlossen, den Versicherungsnehmern des Montafoner Feuerversicherungsvereins die Möglichkeit zu bieten, ihre Bauobjekte den heutigen Wertverhältnissen entsprechend mit einem Viertelabzuge des Schätzwertes versichern zu können und wurde dem hiezu gewählten Komitee die Befugnis erteilt, die diesbezüglichen Bestimmungen zu treffen. Gefasst wurden nachstehende Beschlüsse 1) Dem Standesausschussbeschluss betreffend Zulassung einer Vollversicherung nach den jeweiligen Wertverhältnissen mit einem Viertelabzuge wird zugestimmt und hat dieser Beschluss mit heutigem Tage in Kraft zu treten. 2) Um das Unternehmen lebensfähig zu gestalten, werden die jährlichen Prämien bis auf Weiteres festgesetzt wie folgt. a) Für Massivbauten mit harter Bedachung 2 K. v. 1000 Kr. der Versicherungssumme b) Für Massivbauten mit weicher Bedachung 3 K. v. 1000 Kr. der Versicherungssumme c) Für Holzbauten mit harter Bedachung 3 K. v. 1000 Kr. der Versicherungssumme d) Für Holzbauten mit weicher Bedachung 4 K. v. 1000 Kr. der Versicherungssumme 3) Beitrittsgebühren sind in Zukunft keine mehr zu entrichten. 4) Behufs Durchführung einer Neuversicherung ist vorerst folgender Vorgang einzuhalten. Jeder Versicherungsvorschlag ist beim Herrn Gemeindevorsteher mit genauer Angabe der vorgeschriebenen Daten, welche bei der Gemeindevorstehung erhoben werden können, einzubringen. Diese gesammelten [-2-] Vorschläge werden von einem vom Tale Montafon delegierten Sachverständigen mit einem Schätzmanne der Gemeinde geprüft und bei einer Unterversicherung zur Aufnahme beantragt oder auf Grund eines Schätzungsregulativs der Versicherungswert festgestellt, welcher nach Abzug eines Viertels zur Eintragung kommt. 5) Der § 32 der Vereinsstatuten, wornach eine gleichzeitige Versicherung bei einer anderen Feuerversicherungsanstalt ganz unzulässig ist und die Ungültigkeit der Versicherung im Montafoner Brandschadenversicherungsvereines zur Folge hat, ist strengstens einzuhalten. 6) Bei Einschätzung eingeforsteter oder nicht eingeforsteter Objekte ist bis Eintritt anderweitiger eventuell später zu treffenden Verfügungen kein Unterschied zu machen. 7) Betreff einer etwaigen Rückversicherung sind noch Erhebungen zu pflegen und wird sich ein diesbezüglicher Beschluss auf später vorbehalten. 8) Die erforderlichen Statutenänderungen sind einzuleiten und durchzuführen. Schruns, am 8. August 1921 Der Standesrepräsentant:
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19360912_SV StandMontafon 12.09.1936 24.05.2021, 14:45 [-1-] Niederschrift aufgenommen in der Kanzlei des Marktgemeindeamtes Schruns am Samstag den 12. September 1936 unter dam Vorsitze des Standesrepräsentanten Franz Wachter. Mit Einladungsschreiben vom 8. September 1936 wurde auf heute vormittags 9 Uhr eine Standesvertretungssitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der Talgemeinden mit Ausnahme von Stallehr, Lorüns und Bartholomäberg erschienen sind, die Gemeinde Silbertal vertritt der 1. Gemeinderat. Die Bürgermeister von Bartholomäberg und Lorüns haben ihr Fehlen rechtzeitig begründet. Der Standesrepräsentant eröffnet um 9.30 h die Sitzung und erklärt deren Beschlussfähigkeit. - Zur Beratung liegt vor die folgende Tagesordnung: 1) Verlängerung des Kredites für den Forstfond Montafon per S 20.000.— bei der Spar- und Darlehenskasse in Schruns auf weitere 4 Jahre.2) Vergebung der Bauarbeiten für die Grundbuchkanzlei beim Bezirksgericht in Schruns, Vorlage der Offerte. 3) Ansuchen des Stocker Hermann/St. Gallenkirch um Bezugsbewilligung für 97.36 fm3 Nutzholz zum Wiederaufbau des abgebrannten Hauses Hr. 94. 4) Ansuchen des Reg.Rates Ernst Janner um Benützungsbewilligung eines unproduktiven Grundstreifens am Suggadinbach/St. Gallenkirch für Badezwecke. 5) Ansuchen des Dietrich Josef/Vandans um kaufweise Überlassung von Holz aus der Rellsstandeswaldung in Vandans. 6) Ansuchen des Schoder Josef/Vandans um Verkaufsbewilligung für ca. 25 rm3 Stallabbruchholz. 7) Ansuchen des Düngler Franz/St. Gallenkirch um Nachlass des Kaufpreises für bezogenes Lawinenholz. 8) Ansuchen des Mangeng Alois/Innertertholomäberg Hr. 9 um Gewährung einer Beihilfe aus Anlass von Lawinenschaden am Viehstall. 9) Freie Anfragen. Nach vorgenommener Beratung werden zu den Punkten der Tagesordnung gefasst die folgenden Beschlüsse: ad. 1) Der am 1. April 1936 abgelaufene Wirtschaftskredit für den Forstfond des Standes Montafon bei der Spar- und Darlehenskasse in Schruns wird auf weitere 4 Jahre verlängert. ad. 2) Die auf die Ausschreibung eingelangten, vom Standesrepräsentanten verschlossen überreichten 3 Offerte werden geöffnet und in ihren einzelnen Teilen genau durchgesehen. Das Angebot des Baumeisters Emil Büsch/Schruns wird angenommen, da es die preislich günstigsten Bedingungen bietet. - Dem Bauausführenden Baumeister Emil Büsch/Schruns wird im besonderen vorgeschrieben, nach Tunlichkeit nur einheimische Arbeitskräfte zu beschäftigten. Zur Begleichung der mit dem Anbau der Grundbuchskanzlei verbundenen Kosten wird bei der Spar- und Darlehenskasse in Schruns ein Kredit in der Höhe von S 12.000,— bewilligt. ad. 3) Dem Stocker Hermann/St. Gallenkirch Hr. 94 wird zum Wiederaufbau der abgebrannten Objekte der Bezug von 97,36 fm3 Nutzholz aus Montafoner Standeswaldungen bewilligt. [-2-] ad. 4) Dem Reg.Rat Ernst Janner/St. Gallenkirch-Gampabing wird die Bewilligung zur Benützung eines unproduktiven Grundstreifens am Suggadinbach (Eigentum des Standes Montafon-Forstfond) für Badezwecke gegen Leistung eines jährlichen Anerkennungszinses von S 1- bis auf weiteres erteilt. ad. 5) Dem Josef Dietrich/Vandans ist in Beantwortung seines Ansuchens mitzuteilen, dass der Stand Montafon-Forstfond derzeit kein stehendes Holz aus den Rellswaldungan verkauft. ad. 6) Dem Josef Schoder/Vandans wird die Bewilligung erteilt, ca. 25 rm3 Stallabbruchholz innerhalb der Grenzen des Tales Montafon verkaufen zu dürfen. ad. 7) In Rücksichtnahme auf die Gesuchsangaben an wird dem Franz Düngler /St. Gallenkirch an der Rechnung für bezogenes Lawinenholz ein Nachlass genährt. Die volle Abschreibung des Rechnungsbetrages wird abgelehnt. ad. 8) Aus Anlass einer schweren Stallbeschädigung durch Lawinen wird dm Bauern Alois Mangeng/Innerbartholomäberg Nr. 9 eine Beihilfe von S 25.-- zu den Ausgaben des Holzbezuges gewährt. Gemäss § 54 Abs. 5 der Gemeindeordnung (Text 1925) wird die Tagesordnung einvernehmlich erweitert wie folgt: 9.) Zu dem projektierten Holzbringungsweg im Kluser- und Harzenwald/Gaschurn in einer Länge von ca. 1500 lf.m wird ein vorläufige Kostenbetrag von S 500.-- bewilligt. Es ist hiemit die Hälfte des Weges zu erstellen. Die Ausführung der Arbeiten wird dem Revierforstwart Rudolf Wittwer/Gaschurn übertragen. 10.) Dem Ansuchen des Richard Engetler/Schruns Nr. 50 um Verlängerung der Verwendungsfrist für bezogenes Standesnutzholz wird gemäss § 7 Abs. 3 teilweise entsprochen. Das Sezugsholz hat innerhalb 2 Jahren seiner Bestimmung zugeführt zu werden, sonst fällt es an den Stand Montafon (Forstfond) entschädigungslos zurück. Das Holz ist vor Witterungseinflüssen zweckmassig und verlässlich zu schützen. 11.) Der Markenbrief Über den Verlauf der Eigentumsgrenzen zwischen dem Stand Montafon (Forstfond) und der Alpe Großvermunt im Eigentum der Gemeinde Galtür, Kat.Gemeinde Gaschurn, wird vollinhaltlich genehmigt. 12.) Eingabe des Hugo Mangard/St. Gallenkirch um Zulassung zur Forstpraxis wird zur Kenntnis genommen. Der Standesrepräsentant wird ermächtigt, im Bedarfsfalle Mangard als Gehilfe beizuziehen. 13.) Dem Josef Vallaster/St. Gallenkirch-Gortipohl Nr. 90 ist das zum Wiederaufbau des abgebrannten Hauses notwendige Nutzholz aus Standeswaldungen abzugeben. Mit der Einzelndurchführung dieses Beschlusses wird der Standesrepräsentant beauftragt. 14.) Der Bericht des Standesrepräsentanten über den vorgekommenen Einbruch am 30./31. Juli 1936 in der Gemeindekanzlei Schruns wird zur Kenntnis genommen. An dem erlittenen Schaden und den mit der Kassenreparatur etc. entstehenden Kosten nimmt der Stand Montafon zur Hälfte teil. 15.) Der Standesvertreter Bürgermeister Kessler/Gaschurn wird ermächtigt, mit den in Frage kommenden Grundeigentümern wegen Lawinenverbauung im Älplerzug/Gaschurn Verhandlungen zu pflegen. 16.) Die Verhandlungsschrift vom 29. Mai 1936 wird genehmigt und unterzeichnet. Ende der Sitzung: 11.45 Uhr [Unterschrift der Standesvertreter]
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19510817_SV StandMontafon 17.08.1951 24.05.2021, 14:42 [-0-] Zahl: 007/1/1951 Schruns, am 14.8.51 Einladung Im Sinne § 7 der Standesstatuten berufe ich die Mitglieder des Standesausschusses für Freitag, den 17. August 1951 um 8 Uhr 30 in Schruns (Standeskanzlei) zu einer Standesausschußsitzung ein. i.E. gez. Jos. Keßler Standesrepräsentant Tagesordnung: Berichte: Holzverkauf an Fa. J. Gantner, Sulz. Verkauf des Personenkraftwagens. Beschlußgegenstände. 1) Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 25.6.1951 2) Seilbahn Gargellen 3) Ansuchen des Verkehrsverbandes Montafon um die Bewilligung zur Führung des Standeswappen. 4) Diverse Holzansuchen. [-1-] Zahl: 007-2-51 Niederschrift aufgenommen in der Standeskanzlei in Schruns, am Freitag, den 17. August 1951 unter dem Vorsitz des Standesrepräsentanten. Josef Keßler. Mit Einladung vom 14. August 1951, Zl. 007-1-51 wurde auf heute vormittags 8 Uhr 30 eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der Teilgemeinden in der Eigenschaft als Standesvertreter von Montafon mit Ausnahme der sich entschuldigten Bürgermeister der Gemeinden St. Gallenkirch, Lorüns und Stallehr erschienen sind. Nach Eröffnung der Sitzung und dem Erklären der Beschlußfähigkeit durch den Vorsitzenden wird das Protokoll der letzten Sitzung vom 25. Juni 1951 in Vorlage gebracht. Die Genehmigung und Unterfertigung erfolgt ohne vorherige Verlesung, da jede Gemeinde bereits mit einer Abschrift zum Amtsgebrauche beteilt und daher die Herrn Standesvertreter vom Inhalte desselben in Kenntnis sind. Sodann wird zur Beschlußfassung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen und gefasst die folgenden Beschlüsse Pkt. 2) Das Grundablösungsansuchen der Seilbahngesellschaft Gargellen wird wegen Fehlen der nötigen Unterlagen vertagt. Pkt. 3) Dem Verkehrsverband Montafon wird die Führung des Standeswappens gemäss § 5 Abs. 7 V.G.O. bewilligt. Pkt. 4) Dem Ansuchen der Geschwister Kappler in Gargellen um die Bewilligung von 2 Schindelstämmen wird stattgegeben; die Zuweisung erfolgt zum Kaufpreise. a) Dem Christian Netzer in St. Gallenkirch werden zur Eindeckung eines Schuppens 2 Schindelstämme zum Kaufpreise bewilligt. b) Das im mittleren Sarottla-Alptobel liegende Lawinenholz wird der Baufirma Franz Galehr in Schruns zum Preise von S 70.-per Festmeter veräussert. Das anfallende Brennholz verbleibt dem Stand Montafon und ist vom Käufer kostenlos an die Gargellnerstrasse zu stellen. [-2-] Pkt. 5) Dem Franz Tschabrunn in Vandans werden vom aufgerüsteten Lawinenholz ("Böschis") ca. 25 fm Nutzholz zum Preise von S 225.-- pro Festmeter käuflich überlassen. ERWEITERUNG DER TAGESORDNUNG: Einvernehmlich wird gemäß § 34 (5) der V.G.O. die Tagesordnung zur Behandlung folgender Punkte erweitert: Pkt. 6) Der Vorarlberger Illwerke A.G. wird zur Verbauung des Maurentobels 30 fm Nutzholz bewilligt. Der Kaufpreis wird nach Rücksprache mit dem zuständigen Waldaufsehr festgesetzt. Pkt. 7) Die Standesvertreter besschliessen die vor Jahresfrist begonnenen Standeswald-Grenzberichtigungen wieder fortzusetzen. Pkt. 8) Der Alpinteressentenschaft "Ibau" in Gaschurn wird zur Wiedererstellung der durch Lawinen zerstörten Alpgebäude ca. 100 fm Bauholz bewilligt. Schluß der Sitzung 12 Uhr 15. Der Standesausschuß [Unterschrift der Standesvertreter]
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19630326_SV StandMontafon 26.03.1963 24.05.2021, 14:42 - 1 - Niederschrift aufgenommen am Dienstag, den 26 März 1963, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, unter dem Vorsitz des Herrn Standesrepräsentanten Josef Keßler Mit Einladungsschreiben vom 22. März 1963, wurde auf heute vormittags 9 Uhr eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister des Tales Montafon in Ihrer Eigenschaft als Standesvertreter, mit Ausnahme der sich entschuldigten Vertreter der Gemeinden Lorüns und Stallehr, erschienen sind. Der Forstfondausschuß ist vollzählig. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung nachstehender Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 21.2.1963. 2. Jahresabschluß STAND MONTAFON für das Rechnungsjahr 1962. 3. Montafoner Bergbahn G.m.b.H. in Schruns, Kapitalsaufstockung und Übernahme einer Bürgschaft. 4. Anregung der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, hinsichtlich Einsetzen von Stockgeldkassieren. 5. Überprüfung der Servitutsholzanmeldungen im Sinne §7 des Waldaufsichtsgesetzes für Vorarlberg. 6. Tauschvertrag "Rellstalstraße" - vorgelegt durch die Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz. 7. Dienstbarkeitsverträge über verschiedene Kabelverlegungen im Montafoner Standeswaldgebiet - vorgelegt durch die Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz. 8. Ansuchen des Vermessungsamtes Bludenz, um die Bewilligung zur Erstellung eines Einschaltpunktnetzes für Vermessungszwecke. 9. Ansuchen des Josef Mangeng in Bartholomäberg, um die Verlängerung eines Holzbezugsrechtes. 10. Ansuchen des Alwin Wachter in Gaschurn 154, um die Ablöse des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 153. -2- Erledigung der Tagesordnung: 1. Die Sitzungsniederschrift vom 21.2.1963, wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt. 2. Der Standesrepräsentant berichtet, daß die Jahresrechnung 1962 für den STAND MONTAFON fertiggestellt ist und während der Auflagefrist keine Erinnerungen eingebracht wurden. Nach postenweiser Verlesung und Erläuterung wird die Jahresrechnung STAND MONTAFON vom Standesausschuß genehmigt. 3. Der Standesausschuß nimmt zum Ansuchen der Montafoner Bergbahn G.m.b.H. in Schruns, neuerlich wie folgt Stellung: Die Körperschaft Stand Montafon, zu der auch die Gemeinden Lorüns und Stallehr zählen, könnte nur auf Grund von Gemeindevertretungsbeschlüssen der einzelnen Gemeinden im Sinne des Ansuchen beschließen. Da jedoch sowohl die Aufstockung der bisherigen Gesellschaftsanteile und noch mehr die Übernahme einer Haftung für 3.5 Mil. Schilling Kredit für einzelne Gemeinden untragbar wäre, insbesondere infolge ihrer eigenen Verbindlichkeiten, scheidet die Möglichkeit der erwünschten Hilfe beim Stand Montafon aus. Die acht Forstfondgemeinden deren Handlungsfreiheit einerseits durch ihre besondere statuarisch festgelegte Aufgabe den Standesbürger und Holzbezugsberechtigten gegenüber, sind keinesfalls berechtigt über den Rahmen hinaus zu gehen. Alle anwesenden Vertreter bringen ihre Sympathie zur idealen Bestrebung der Initiatoren zum Ausdruck und bedauern auf dem gewünschten Weg das Unternehmen nicht weiter unterstützen zu können. Die einheitliche Auffassung aller Standesvertreter geht dahin, durch einen Zusammenschluß bestehender Seilbahnen eine Gesellschaft ins Leben zu rufen, die einschlägige Probleme in anderen Gemeinden zu fördern in die Lage käme. Dadurch könnte die Kritik über den ungleichmässigen Wettbewerb und der Beitragsleistung unter den Gemeinden ausgeschaltet werden. -3- zu Pkt. 4) Dem Vorschlag der Bezirkshauptmannschaft, Abtl. Forstwesen in Bludenz, die Waldaufseher vom Stockgeldinkasso zu entlasten und für diesen Zweck allgemein Stockgeldkassiere einzusetzen wird vorläufig nicht näher ge-treten. Sollte sich jedoch im einen oder anderen Aufsichtsgebiet diese Umstellung notwendig erweisen, so wird der Standesrepräsentant ermächtigt, im Einvernehmen mit dem zuständigen Bürgermeister einen Stockgeldkassier einzusetzen. zu Pkt. 5) Die Forstfondvertreter sind mehrheitlich der Ansicht, daß in Zukunft die Servitutsholzanmeldungen hinsichtlich des tatsächlichen Bedarfes besser überprüft werden sollen. Es wird den Gemeinden empfohlen dem zuständigen Waldaufseher ein Mitglied der Gemeindeholzkommission (Standesbürger) beizugeben, das gemeinsam mit dem Waldaufseher die angemeldeten Holzbezüge an Hand der Anmeldeliste hinsichtlich des tatsächlichen Bedarfes von Haus zu Haus überprüft. Gleichzeitig hat diese Kommission die Möglichkeit sich zu überzeugen, ob die letzten Bezüge bestimmungsgemäß verwendet wurden. Durch diese einheitliche Vorgangsweise im Tale, würde nicht nur dem Vorarlberger Waldaufsichtsgesetz (§ 7, bzw. Statthaltereiverordnung vom 10.4.1914, Ad § 4 Abs. 3) entsprochen, sondern auch dem Wunsche der Bezirkshauptmannschaft Bludenz Rechnung getragen. Ausserdem würden dadurch ungerechtfertigte Streichungen vermieden und eine gerechtere Form der Holzzuteilung ermöglicht. zu Pkt. 6) Der durch die Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz vorgelegte Tauschvertrag 2969 (Rellstalstraße) wird nach Verlesung in vorliegender Fassung vollinhaltlich genehmigt. zu Pkt. 7) Die von der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz vorgelegten Dienstbarkeitsverträge über die Verlegung von Fernmelde- und Fernsteuerkabel in der Standeswaldung Tschagguns und Vandans werden vollinhaltlich genehmigt. -4- Es handelt sich um folgende Verträge: Fernmeldekabel Nr. 2, Vertragssache 91.85.31.2. Nr. 1 Fernsteuerkabel Nr. 2, Vertragssache 91.85.31.2 Nr. 3 Fernmeldekabel Nr. 9, Vertragssache 91.85.31.9 Nr. 1 Fernmeldekabel Nr. 9, Vertragssache 91.85.31.9 Nr. 3 Fernmeldekabel Nr.53, Vertragssache 91.85.31.53 Nr. 4 Fernsteuerkabel Nr.11, Vertragssache 91.85.31.11 Nr. 1 Fernmeldekabel Nr. 13, Vertragssache 91.85.31.13 Nr. 1 Fernmeldekabel Nr. 49, Vertragssache 91.85.31.49 Nr. 2 zu Pkt. 8) Dem Ansuchen des Vermessungsamtes Bludenz um die Erlaubnis im Standeswaldgebiet Einschaltpunkte zu erstellen wird stattgegeben. Desgleichen erklärt sich der Forstfond bereit die hiefür auflaufenden Kosten von rd. S 30.000.zu übernehmen. zu Pkt. 9) Dem Ansuchen des Josef Mangeng in Bartholomäberg HNr. 147, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für den abgebrochenen Stall Bp. 240, den er aus finanziellen Gründen noch nicht aufbauen kann, wird einstimmig stattgegeben. Die Verlängerung erfolgt auf weitere 5 Jahre; d.i. bis incl. 1968. zu Pkt. 10) Dem Ansuchen des Alwin Wachter in Gaschurn 154, um eine einmalige Ablöse für das Holzbezugsrecht von HNr. 153, kann nicht stattgegeben werden, weil an diesem Wohnhause mj. Kinder als Mitbesitzer aufscheinen. Pkt. 11) Für die Verwaltungskanzlei ist ein Schreibtisch anzuschaffen. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß die Herren Durig Franz und Franz Jos. Stofleth aus Schruns bei ihm vorgesprochen haben und dabei die Bitte unterbreiteten, man möge dem vorgesehenen Mietvertrag mit dem Milchhof Bludenz auf nicht zu lange Zeit abschließen. Die Sennereigenossenschaft Schruns wäre an einer Pachtung der betreffenden Lokalitäten zu einem späteren Zeitpunkt interessiert. Die beiden Herren haben sich bei ihrer Vorsprache Vertreter der Sennereigenossenschaft Schruns vorgestellt. -5- Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit gem. § 34 der Vorarlberger Gemeindeordnung zuerkannt. Beginn der Sitzung: 9 Uhr Ende der Sitzung: 13 Uhr Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
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19111031_SV StandMontafon 31.03.1911 24.05.2021, 14:41 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 31. Oktober 1911 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mit Zirkular vom 26. Oktober d. Js. Zl. 213 wurde auf heute vormittags 9 Uhr eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse Das vom Landesausschusse in Bregenz ausgearbeitete Statut für Holzbezüge aus Montafoner Standeswaldungen wird heute dem Standesausschusse zur Durchberatung vorgelegt und nach genauer Prüfung sämtlicher §§ dem Vorschlage mit nachstehenden Abänderungsanträgen einstimmig zugestimmt: [-2-] Im § 2, Zeile 3 anstatt: "ein Anwesen, welches als Gebäude etc." hätte es zu lauten: "ein Anwesen, dessen Gebäude schon vor dem Jahre 1882 bestanden etc", Im § 3, Zeile 2 anstatt: "Derzeit schon bestehender Gebäude" wäre einzusetzen: "der bis zum Jahre 1882 bereits bestandenen Gebäude", Im § 3, Zeile 6 nach dem Worten "Wiederaufbau" wären einzuschalten die Worte: "auf demselben Anwesen", Als zweiter Absatz wäre sodann einzuschalten nachstehende Bestimmung: "Sollte eine weitere Verlegung des Gebäudes in Folge Elementarschäden notwendig erscheinen, steht dem Standesausschusse die Entscheidung über Holzbezüge aus Standeswaldungen zu." In § 8 hätte der letzte Absatz zu entfallen, da diesbezügliche Bestimmungen bereits getroffen erscheinen, an dessen Stelle ist jedoch nachstehende Bestimmung aufzunehmen: "Jedem Holzbezugsberechtigten, welcher [-3-] mit der Bezahlung des Stockgeldes mehr als ein Jahr im Ausstande haftet, kann der Bezug jeden weiteren Holzbezugs bis zur vollständigen Begleichung seiner Schuldigkeit verweigert werden." [Unterschriften der Standesausschüsse]
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19110216_SV StandMontafon 16.02.1911 24.05.2021, 14:41 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 16. Februar 1911 vor dem gefertigtem Standesrepräsentanten Jakob Stemer Anläßlich der Forsttagsatzung am heutigen Tage wurde eine Standesausschußsitzung anberaumt, bei welcher zugegen sind die Gefertigten und gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse Bei nachverzeichneten Ansuchen ist die Holzbezugsbewilligung aus Standeswaldungen bei der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz zu beantragen: 1. Wachter Johann Ulrich, St. Gallenkirch, 1 Sag- u. 1 Schindelstamm 2. Kühne Andreas, St. Gallenkirch, 2 Sagstämme 3. Vallaster Valentin, St. Gallenkirch, 2 Schindelstämme 4. Bahl Otto, St. Gallenkirch, 1 Sagstamm 5. Maisäß Garfrescha, St. Gallenkirch, freier Bezug von 5 m3 Nutzholz [-2-] 6. Gemeinde Tschagguns, stockgeldfreier Bezug des nötigen Nutzholzes zum Schulhausbau. 7. Consumverein Vandans, 35 m3 Sag- und Bauholz. 8. Gemeinde St. Anton, das zu Kirchenreparaturen nötige Sag- und Bauholz 9. Dem Karl Dietrich, Krautholbelfabrikant etc. in Vandans wird auf sein Ansuchen um Holzbezüge zu einem Neubau nachstehendes Gutachten erteilt: Das Holzquantum, welches zu Reparaturen auf den abgebrannten Stall entfallen wäre, kann zum Stockgeldpreise abgegeben werden, der übrige Bedarf ist, soweit abgängiges Holz vorhanden, aus solchem zum Kaufpreise von 14 Kr. per m3 zu decken. 10. Dem Ganahl Christian, Vandans, wird ein Ansuchen um Bezugsbewilligung von 150 laufende Meter Bauholz aus Standeswaldungen gegen Bezahlung eines Kaufpreises von 14 Kr. pro m3 begutachtet. 11. Ein Holzbezugsbewilligungsansuchen des Lehrer Flatz Josef in St. Anton betreff 20 m3 Nutzholz ist abweislich zu bescheiden. 12. Dem Rudigier Anton von Gortipohl ist anstatt des Bezuges von 2 Sagstämmen nur ein solcher von einem Sagstamme zu begutachten. 13. Dem Mathies Anton von St. Gallenkirch ist anstatt des Bezuges von 3 Schindelstämmen nur ein solcher von 2 Schindelstämmen zu begutachten. [-3-] 14. Den Geschwister Düngler in St. Gallenkirch ist anstatt des Bezuges von einem Sag- und 2 Schindelstämmen nur ein solcher von 2 Schindelstämmen zu begutachten. 15. Ein Ansuchen des Christian Fleisch von St. Gallenkirch zum Bezug von 2 Sagstämmen ist auf Abweisung zu beantragen. 16. Dem Johannes Tschofen 224 Bartholomäberg ist antatt des Bezuges von 1 Schindel- und 1 Sagstamm nur ein solcher von 1 Sagstamm zu begutachten. 17. Ein Ansuchen des Isidor Juen in Schruns um Bezugsbewilligung von 15 schweren Baustämmen aus Standeswaldungen ist auf Abweisung zu beantrgen. 18. Ein Ansuchen des Franz Josef Fitsch in Schruns um Bezugsbewilligung von 2 Sagstämmen aus Standeswaldungen ist auf Abweisung zu beantragen. 19. Ein Ansuchen des Bitschnau Mathias von Schruns um Bezugsbewilligung eines Sagstammes aus Standeswaldungen ist auf Abweisung zu beantragen. 20. Ein Ansuchen der Schwestern Steu in Schruns um Bezugsbewilligung von 4 Sag- und 11 Baustämmen aus Standeswaldungen ist auf Abweisung zu beantragen. [-4-] Dem Konrad Mangeng von Schruns wird der Bezug eines Holzloses pro 1911 begutachtet. 22. Für den Besuch des Waldhüterkurses in Bregenz wird dem Wilhelm Fleisch in Tschagguns eine Unterstützung von 100 Kr., sage einhundert Kronen österreichischer Währung, gewährt. 23. Dem Forstwarte Lorenz Fleisch in Silbertal wird pro 1910 eine Subvention von 100 Kr., sage einhundert Kronen österreichischer Währung bewilligt. 24. Dem Christian Mathies von Bartholomäberg, Alpmeister der Alpe Gargellen, wurde eine Schadenersatzleistung von 25 Kr. 28 H. nachgesehen. 25. Dem Ansuchen des Michael Marlin von Gortipohl um Nachlaß eines Schadenersatzbetrages von 75 Kr. wird keine Folge gegeben. 26. Dem Ansuchen des Johann Josef Praxmarer von St. Gallenkirch um Nachlaß eines Schadenersatzbetrages von 9 Kr. 3 H. österreichischer Währung wird keine Folge gegeben. 27. Dem Ansuchen des Josef Mattle in Partenen um Nachlaß des Stockgeldes für das zum Wiederaufbau seines abgebrannten Stalles aus Standeswaldungen bezogene Holz wird Folge gegeben. [-5-] 28. Auf Grund des mit Standesausschußbeschluß dato Schruns am 13. März 1882 verfaßten Statutes betreff die Verwendung des Holznutzens aus den Montafoner Standeswaldungen war es bisher nicht gestattet, das zu Brennzwecken bezogene Holz zu Nutzholz zu verwenden. Es wird nun hiemit der einstimmige Beschluß gefaßt, in einzelnen Fällen den Holzbezugsberechtigten zu gestatten aus dem üblichen Brennlose ein Quantum zu Nutzholz zu verwenden, welches Quantum und zu welchem Zwecke nach erfolgter Meldung vom hl. Gemeindevorsteher und Forstaufsichtsorgan der betreffenden Gemeinde zu bestimmen ist. Nachträglich wurden noch nachstehende Holzbezugsgesuche aus Montafoner Standeswaldungen begutachtend der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vorzulegen sein: 29. Bitschnau Mathias von Schruns, 1 Schindelstamm 30. Werle Johann von Schruns, 3 Schindel- u. 1 Sagstamm 31 Keßler Johann Josef von Schruns, 2 Schindel- u. 2 Sagstämme. [-6-] [Unterschriften der Standesausschüsse]
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19780721_SV_019 StandMontafon 21.07.1978 24.05.2021, 14:41 -1- Niederschrift Aufgenommen am 21. Juli 1976 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 19. Sitzung des STANDESAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 13.7.1978 nehmen an der auf heute anberaumten Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Präsident LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Otto Ladner aus Lorüns, Bürgermeister Josef Schwärzler aus Stallehr, Bürgermeister Raimund Wachter aus St. Gallenkirch, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns und Vizebürgermeister Hermann Lorünser, Vandans, in Vertretung des dienstlich verhinderten Bürgermeisters Oskar Vonier. Entschuldigt hat sich Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer, der derzeit abwesend ist. Der Vorsitzende eröffnet um 13.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 4. Juli 1978. 2. Ermittlung eines Vorschlages zur Entsendung eines Aufsichtsrates in den Aufsichtsrat der Montafoner Bergbahnen GmbH. 3. Instandsetzung des Gerichtsgebäudes (Fassade und Innenräume) Ergebnis der Kostenermittlung. 4. Ansuchen des Montafoner Hundesportvereines, um die Erlaubnis im Vereinswappen das Standesemblem führen zu dürfen. 5. Anregung des Pächters der Alpe Valisera, den Maisäßstall umzubauen Berichte: a) Baufortschritt beim Museumsanbau. b) Mitteilung des Amtes der Vorarlberger Landesregierung über die Bewilligung eines Förderungsbeitrages. -2- In Erweiterung der Tagesordnung wird der Behandlung folgender Punkte im Sinne des Gemeindegesetzes einstimmig zugestimmt: 6. Schreiben des Amtes der Vorarlberger Landesregierung, um Stellungnahme zum Bau einer Einseilumlaufbahn vom Ortsteil Gamprätz auf die Kapellalpe und über die Winkelstation Senigrat zum Kreuzjoch. 7. Magister Johann Vallaster - Wahl in den Vorstand der Konsumgenossenschaft Schruns. 8. Vorschläge für die Tagesordnung zur Bürgermeistertagung. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 4. Juli 1978 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Präsident LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg ist wegen Arbeitsüberlastung als Vertreter des Standes Montafon im Aufsichtsrat der Montafoner Hochjochbahnen GmbH, in Schruns, als Aufsichtsrat ausgeschieden. Für seine Bemühungen um die Hochjochbahn, deren Bau damals ein entscheidender Schritt zur Belebung des Fremdenverkehrs im Tale Montafon war, spricht ihm der Vorsitzende im Namen der Standesausschußmitglieder den besten Dank aus. Als neues Mitglied in den Aufsichtsrat der Montafoner Hochjochbahnen GmbH, wird Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster mit einer Stimmenthaltung vorgeschlagen. Zu Pkt. 3): Auf Grund der vorliegenden Kostenermittlung werden in diesem Jahr nur ein Teil der vorgesehenen Instandsetzungsarbeiten beim Bezirksgerichtsgebäude durchgeführt, und zwar: a) Erneuerung der Türen in den Kanzleiräumen, sowie die Gangabschlußtüre ...................... ca. S 61.400.-- b) Änderung der Beleuchtung in den Amtsräumen und teilweise Erneuerung der Installationen S ____________ Übertrag .................................. 70.500.-- S 131 900.-- - 3 - Übertrag ................................... S 131.900. -- c) Ausmalen der Räume....................... S 79.760.-- d) Sanierung der Fußböden - Abschleifen der Parkettböden ............................... S 44.850.-- e) Hausflurboden mit Klinkerbelag versehen.. S 22.120.-- Ölfeuerung ................................. S 50.125.-- Voraussichtliche Gesamtsumme ohne MUJSt. .. S 328.755.-- f) Zentralheizungsofen sowie Umstellung auf Der Vorsitzende Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster, Bürgermeister Eduard Bitschnau und Bürgermeister Harald Wekerle werden ermächtigt, soweit es erforderlich ist, weitere Offerte einzuholen und auf Grund der Anbote die unter a) - f) angeführten Arbeiten zu vergeben. Dabei ist zu achten, daß die Kosten von S 350.000.- o. MWSt. nicht überschritten werden (einstimmiger Beschluß). Zu Pkt. 4): Dem Ansuchen des Hundesportvereines Montafon, um die Erlaubnis im Vereinswappen das Emblem des Standeswappens zu führen, wird abgelehnt. Es war bisher üblich die Führung des Standeswappens lediglich Einrichtungen zu gestatten, die im Montafon als Dachverbände auftreten, wie Skiclub Montafon, Verkehrsverband Montafon usw. (einstimmiger Beschluß). Zu Pkt. 5): Die Anregung des Pächters der Alpe Valisera Johann Tschugmell in Bürs, den Stall im Maisäß aus Bewirtschaftungsgründen umzubauen (Kuhstall umstellen), ist weiter zu verfolgen. Der Vorsitzende wird ermächtigt mit einem Fachmann den Stall zu besichtigen und die voraussichtlichen Kosten zu ermitteln (einstimmiger Beschluß). -4- Zu Pkt. 6): Der Standesausschuß nimmt zum Schreiben des Amtes der Vorarlberger Landesregierung vom 17.7.1978, um Stellungnahme zum beantragten Konzessionsansuchen der Montafoner Hochjochbahnen GmbH, in Schruns, für eine Einseilumlaufbahn vom Ortsteil Gamprätz auf die Kapellalpe und von dort über die Winkelstation Senigrat zum Kreujoch, wie folgt Stellung: Die Bürgermeister stellen mit Befremden fest, daß das Amt der Vorarlberger Landesregierung eine Stellungnahme für ein Projekt verlangt, das für die Fremdenverkehrsentwicklung im Montafon sehr einschneidende Folgen haben wird, bevor die Fremdenverkehrsanalyse, welche vom Amt der Vorarlberger Landesregierung in Auftrag gegeben wurde und als Entscheidungshilfe gelten soll, vorliegt. Außerdem ist derzeit keine Lösung für das immer stärker werdende Verkehrsaufkommen (B 188) zu erwarten. Der Standesausschuß ist aus den vorangeführten Gründen nicht in der Lage in der vorangeführten Angelegenheit eine Entscheidung zu treffen. Nachdem die Frist ohnehin sehr kurz bemessen ist, wird erwartet, daß eine Entscheidung über dieses Projekt bis zum Vorliegen der Fremdenverkehrsanalyse und endgültigen Abklärung der Neutrassierung und des Ausbaues der Montafonerstraße (B 188) ausgesetzt wird (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 7): Gemeindesteuerprüfer Mag. Johann Vallaster aus Bartholomäberg, wurde bei der letzten Hauptversammlung der Konsumgenossenschaft Schruns in den Vorstand gewählt. Nachdem sich diese Berufung nach Ansicht der Bürgermeister nicht ganz mit der Prüfungstätigkeit für die Gemeinden vereinbaren läßt, ist Mag. Vallaster zu empfehlen die Vorstandschaft bei der Konsumgenossenschaft Schruns zurückzulegen (einstimmige Empfehlung). -5Zu Pkt. 8): Zur kommenden Bürgermeistertagung ist vorzuschlagen, daß das Meldegesetz unter Berücksichtigung des 2-ten Wohnsitzes zur Diskussion gestellt wird (einstimmige Beschlußfassung). Berichte: Der Vorsitzende berichtet: a) daß hinsichtlich des Baufortschrittes beim Museumsanbau jedem Bürgermeister die Niederschrift der letzten Arbeitssitzung des Museumsausschusses übermittelt wird, weil aus Zeitgründen eine ausführliche Berichterstattung nicht möglich ist; b) daß das Amt der Vorarlberger Landesregierung für den Erweiterungsbau beim Montafoner Heimatmuseum einen Förderungsbeitrag in Höhe von S 85.000.- als Zuwendung 1978 bewilligt und bereits angewiesen hat. Die vorstehenden Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Vorsitzende schließt um 18 Uhr die Sitzung mit den Dank an die Anwesenden für ihr Erscheinen und ihre Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
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19210720_SV StandMontafon 20.07.1921 24.05.2021, 14:41 [-1-] Zl. 364 St. Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 20. Juli 1921 vor dem gefertigten Herrn Standesrepräsentanten. Franz Wachter Mit Einladung vom 16. Juli 1921 Zl. 361/St. wurde auf heute vormittags 9 Uhr eine Standesausschußsitzung anberaumt, zu welcher 8 Herrn Standesvertreter erschienen sind. Nach Eröffnung der Versammlung und dem Erklären der Beschlußfähigkeit durch den Herrn Standesrepräsentanten gelangt das Protokoll der letzten Sitzung zur Verlesung, welches einstimmig und vollinhaltlich genehmigt wird. Sodann wird in die Behandlung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen und werden gefasst nachstehende Beschlüsse 1.) Herr Standesrepräsentant erstattet Bericht über den bisherigen Verlauf der Verhandlungen in Angelegenheit der Montafoner Brandassekuranz und bringt das diesbezügliche schriftliche Material in Vorlage, zu welchem Herr Wilhelm Mayer erstattet nachstehendes Referat: Die Vorarlberger Landesfeuerversicherungsanstalt würde vertragsgemäß auf eine Nachversicherung für Versicherungsnehmer der Montafoner Brandassekuranz eingehen. Die diesbetreffenden Erhebungen haben jedoch ergeben, dass eine zufriedenstellende Liquidierung einer eventuellen Schadensumme nur im Falle einer Vollversicherung zu erwarten steht, während statutengemäß jede Unterversicherung die nachteiligsten Abzüge zu gewärtigen hat. Dieses Verhältnis nimmt nun noch schlimmere Folgen bei Teilbränden ein, in welchem Fall die Bewertung der unversehrten Gebäulichkeiten erfolgt und unter Umständen auf eine nennenswerte Entschädigung kaum mehr gerechnet werden kann. Es soll dies kein Vorwurf für die Vorarlberger Landesversicherungsanstalt sein, vielmehr liegt der Grund in den statutarischen Bestimmungen dieses Instituts und in der so ziemlich nachlässigen Versicherungsweise im Tale Montafon. Selbstverständlich hat dieser Versicherungsmodus auch den Nachteil, dass bei grossen Prämienzahlungen nur minimale Entschädigungen erzielt werden können. Diese Prämienzahlungen, die nach Jahren in die Millionen wachsen, würden einer anderen Gesellschaft zufließen, also der Montafoner Brandassekuranz verloren gehen. [-2-] Die Schadenersatzleistung der Montafoner Brandassekuranz ist auch derart festgesetzt, dass sie hauptsächlich bei Teilbränden den Hauptschaden zu zahlen hat, also nach bisherigen Erfahrungen auch in Zukunft dazu bestimmt wäre, die weitaus größte Entschädigung zu leisten. Seit über 100 Jahren, das ist seit dem Bestandes der Montafoner Brandassekuranz, sind erfahrungsgemäß keine allzubelastenden Brandunglücke zu verzeichnen, so z.B. wurden in den Jahren 1914 - 1918 nur 25.000 Kronen an Entschädigung ausbezahlt. Es handelt sich hauptsächlich darum, nur die ersten paar Jahre hinweg zu kommen. Nach 6 Jahren wäre z.B. bei durchschnittlich 3 Kr. Prämie von 1000 Kr. und 250 Millionen Versicherungssumme schon 3.305.000 Kr., das wäre für 14 Objekte mit je 250.000 Kronen Versicherungswert, eine Reserve geschaffen. Die Sache erscheint daher nicht allzu riskant. Die Prämien bleiben auf diese Weise im Tale und kommen den Talbewohnern zu gute, so dass nach späteren Jahren die Möglichkeit einer Prämienreduzierung geboten ist. Die überwiegend sich ergebenden Vorteile befürworten die Zulassung einer Vollversicherung nach den jeweiligen Verhältnissen mit einem einviertel Abzuge des Schätzungswertes und darf die Eventualität eines grösseren Unglückes in Anbetracht der bisherigen Erfahrungen und gestützt auf gute Sicherungs- und Löschvorkehrungen vom Betreten dieses Weges nicht zurückschrecken. Um nun aber auch eine tunlichst durchgreifende Versicherung zu ermöglichen, ist die Auflassung der Beitrittsgebühren zu empfehlen. Diese Ausführungen finden allgemeine Zustimmung und wird unter Vorbehalt der Genehmigung durch den Gemeindeausschuss einstimmig beschlossen, das Versicherungswesen im Tale Montafon auf Grund dieser Weisungen zu regeln und den diesbezüglichen Gemeindeausschussbeschluss bis längstens Dienstag den 26. Juli 1921 der Standesrepräsentanz zur Kenntnis zu bringen. Zur weiteren Ausarbeitung eines neuen Schätzungsregulativs, auch eventuell anderer Modalitäten, wird das bisherig funktionierende Komitee mit unbeschränkter Vollmacht betraut. Auch werden Regelungen über bisher getroffene Versicherungen mit der Vorarlberger Landesfeuerversicherungsanstalt diesem Komitee zu überlassen. Eine einstweilige Nachversicherung ist bis zur Austragung dieser Sache vom Tage der ortsüblichen Publikation an unter Berufung auf § 32 der Montafoner Feuerversicherungs-Statuten nicht gestattet. [Unterschrift der Standesvertreter]
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19800909_SV_002 StandMontafon 09.09.1980 24.05.2021, 14:40 -1- Niederschrift aufgenommen am 9. September 1980 im Sitzungssaal des STANDES MONTAFON in Schruns, anläßlich der 2. Sitzung des STANDESAUSSCHUSSES n der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung vom 2.9.1980, nehmen an der auf heute anberaumten Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Otto Ladner aus Lorüns, Bürgermeister Josef Schwärzler aus Stallehr, Bürgermeister Oskar Vonier aus Vandans, Bürgermeister Wekerle Harald aus Schruns, Vbgm. Eduard Stemer aus St. Anton. Vbgm. Herbert Tschofen aus St. Gallenkirch. Wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit haben sich entschuldigt: Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal und Bürgermeister Heinrich Sandrell aus Gaschurn. Der Vorsitzende eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 3.6.1980. 2. Kapitalsaufstockung bei der MONTAFONER HOCHJOCHBAHNEN GmbH, in Schruns. 3. Ein Schreiben der Marktgemeinde Schruns, bezüglich eines Verlorenenzuschusses für den Zahnarzt Dr. Simma. U. Bezirksgericht für Montafon - Sanierung des Gebäudes. 5. Milchverkaufslokal beim Museum - Verpachtung. 6. Bahl Margarete in Tschagguns möchte sich im Montafon als Sprachtherapeutin betätigen. Berichte: a) Spende der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, für -2- die Schallplattenaufnahmen von der historischen Orgel in Bartholomäberg. Rechenschaftsbericht des Landesverbandes der Vorarlberger Blaskapellen über die Spende des STANDES MONTAFON. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 3.6.1980 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der von der MONTAFONER HOCHJOCHBAHNEN GmbH, in Schruns beantragten KapitalsaufStockung wird zugestimmt. Der STAND MONTAFON ist somit mit insgesamt S 500.000.- an der Gesellschaft beteiligt (Erhöhung S 38.000.-) (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 3): Dem Antrag der Marktgemeinde Schruns, um einen Verlorenenzuschuß für die Praxiseinrichtung des Zahnarztes Dr. Marbot Simma, der sich in Schruns niederlassen will, wird in der Form entsprochen, daß der STAND MONTAFON einen Zinszuschuß für ein Darlehen in Höhe von 1 Mill. Schilling für die Dauer von 3 Jahren gewährt, und zwar: 1. Jahr ...................... 2. Jahr....................... 3. Jahr ...................... S 60.000.S 40.000.S 20.000.- Von diesen Zinszuschüssen übernimmt die Marktgemeinde Schruns 50%. Die übrigen Gemeinden tragen den Rest. Als Aufteilungsschlüssel gilt das Ergebnis der Volkszählung. Die Gemeinden Lorüns und Stallehr sind von der Finanzierung ausgenommen, da sie auf Grund ihrer geographischen Lage in den ärztlichen Versorgungsbereich von Bludenz miteinbezogen sind. Der vorgesehene Zinszuschuß kommt erst zum Tragen, wenn Dr. -3- Marbot Simma auch tatsächlich bereit ist, eine zahnärztliche Ordination zu eröffnen und die dazu notwendigen Vorkehrungen getroffen hat (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 4): Das standeseigene Gerichtsgebäude in Schruns bedarf einer weiteren Sanierung. Es ist zu überlegen, wie die derzeit leerstehenden Wohnräume in Zukunft verwendet werden sollen. Voraussetzung ist eine Aussprache mit Gerichtsvorsteher Dr. Loy, um feststellen zu können, welcher Raumbedarf für den Gerichtsbetrieb in nächster Zeit zusätzlich notwendig ist. Auch ist zu prüfen, wie sich die Justizverwaltung zum Ausbau des II. Stockwerkes und des Dachbodens als Musikschule stellt. Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster und Bürgermeister Harald Wekerle werden beauftragt mit Gerichtsvorsteher Dr. Lay über diese Frage eine Aussprache zu führen (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 5): Der Pachtvertrag für das Milchverkaufslokal im standeseigenen Gebäude in Schruns/Kirchplatz 27, der mit dem Milchhof Bludenz abgeschlossen war, ist termingemäß abgelaufen und wurde nicht mehr verlängert. Nachdem diese Milchtrinkstube eine echte Marktlücke in Schruns füllte und dadurch das Gästeangebot im Raume Schruns und Umgebung bereicherte, wird seitens der Standesvertreter die Meinung vertreten, dieses Milchverkaufslokal weiter bestehen zu lassen. Nachdem die bisherige Unterpächterin Frl. Elvira Tomaselli an der Pachtung und Weiterführung interessiert ist, wird ihr das Lokal gegen eine monatliche Miete in Höhe von S 5.000.- (wertgesichert) auf die Dauer von 5 Jahren überlassen. Das Pachtverhältnis beginnt mit 1. Okt. 1980 (einstimmiger Beschluß). -4- Zu Pkt. 5): Das Ansuchen der Margarete Bahl in Tschagguns, bezüglich der Anstellung als Sprachtherapeutin im Räume Montafon, wird vorläufig vertagt, weil verschiedene Erhebungen notwendig sind, um festzustellen, ob die notwendigen Voraussetzungen vorhanden sind, nachdem bereitseine Logopädin im Montafon tätig ist. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, a) daß die Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, die Schallplattenaufnahmen von der historischen Orgel in Bartholomäberg mit einem Förderungsbeitrag in Höhe von S 20.000.unterstützt hat; b) daß der Landesverband der Vorarlberger Blaskapellen, Musikbezirk Montafon den alljährlichen Rechenschaftbericht vorgelegt hat und sich für die Zuwendung bedankt. Die vorstehenden Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen Außerhalb der Tagesordnung berichtet Bgm. Harald Wekerle, a) daß als neuer Leiter der Musikschule Montafon Herr Georg Morre aus Vandans bestellt wurde. Morre ist seit 1974 Leiter der Stadtmusik Bludenz und war bis 1979 Mitglied des österreichischen Jungendsymphonieorchesters. Es ist daher zu erwarten, daß er die nötigen Vorausatzungen zur Leitung einer Musikschule mitbringt. Ausserdem ist Musiklehrer U. Caba wieder an der Musikschule Montafon tätig; b) daß mit Dir. Leonhard Dünser von der Hauptschule Grüt in Schruns ein eingehendes Gespräch über verschiedene Schulangelegenheiten geführt wurde. Die Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Bürgermeister Eduard Bitschnau weist nochmals auf die Dringlichkeit der B 188 hin. -5- Der Vorsitzende schließt die Sitzung um 11.45 Uhr mit dem Dank an die Anwesenden für ihre Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
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19470430_SV StandMontafon 30.04.1947 24.05.2021, 14:40 [-1-] 1 Niederschrift über die am Mittwoch den 15. und in der Fortsetzung am Mittwoch den 30. April 1947 in Schruns im Schulhaus (bezw. im Saal oberhalb Kinderheim stattgefundene Beratung des Standesrepräsentanten für Montafon mit den Bürgermeistern der Talgemeinden in ihrer Eigenschaft als Standesvertreter. Anwesend: Der Der Der Der Der Der Der Standesrepräsentant: Jakob Hueber Bürgermeister von Schruns Bürgermeister von Tschagguns: Josef Schuster Bürgermeister von Bartholomäberg: Josef Kessler, Landtagsabgeordneter Bürgermeister von St. Gallenkirch: Martin Salzgeber Bürgermeister von Gaschurn: Peter Wachter Bürgermeister von Vandans mit St. Anton: Josef Pfeier Bürgermeister von Silbertal: Alois Bargehr. Abwesend: Der Bürgermeister von Lorüns, Batlogg, hat sich schriftlich entschuldigt. Der Bürgermeister von Stallehr, da die gemeindliche Selbstverwaltung bisher noch nicht wieder aufgebaut ist. Beginn der Beratung: 9 Uhr Ende der Beratung und Beschlußfassung: 12.30 Uhr Der Standesrepräsentant Jakob Hueber eröffnet als Vorsitzender die Sitzung und erklärt diese für beschlussfähig. Die Verlesung der aufliegenden Tagesordnung entfällt, da sie allen Bürgermeistern anlässlich der Einladung zur Sitzung zugesandt wurde. Beratungsergebnis zu Pkt. 1) der Tagesordnung: Die Niederschrift über die; letzte Standesausschußsitzung vom 15.3.1947 wird verlesen und, da kein Einwand erhoben wurde, genehmigt. zu Pkt. 2) Personalangelegenheiten a) Die Bestellung eines Forstwartes für das Gebiet Bartholomäberg mit St. Anton an Stelle des verstorbenen Forstwartes Christian Vallaster wird gemäß des Waldaufsichtsgesetzes für das Land Vorarlberg vom 18. Juli 1921 durch die Bezirkshauptmannschaft, bezw. die Bezirksforstinspektion, Aussenstelle Schruns, geregelt. Der Stand Montafon hat gem. § 4 dieses Gesetzes das Recht, einen Dreiervorschlag zu erstatten, der vorgelegt wird. Von den eingegangenen Gesuchen werden folgende Bewerber aus Bartholomäberg vorgeschlagen: Köberle Magnus, Vallaster Anton, Köberle Johann Josef und Vallaster Simon. b) Die Bestellung eines Hilfs-Forstwartes zur Unterstützung des Forstwartes Benedikt Loretz in Silbertal wurde beschlossen und erfolgt analog dem Waldaufsichtsgesetz.- Die 2 Bewerber sind: Vonderleu Emanuel und Berthold Alois. Vorläufig und zwar ab Mai 194? wird Vonderleu Emanuel als Forstwart-Gehilfe dem Forstwart Benedikt Loretz zugeteilt. c) Das Ansuchen des Bitschnau Kasimir/Silbertal um Einstellung als Kraftfahrer oder Kanzleikraft wird in Vormerkung genommen. [-2-] (2) Zu Pkt. 3): Dem Wintersportverein Schruns werden als Vergütung der Auslagen für die Holzschlägerung auf der neuen Kapellabfahrtsstrecke die normalen Schlägerungskosten zugestanden. zu Pkt. 4): Das Ansuchen des Eugen Müller/Bürs, um Überlassung von Fichtenästen zur Gewinnung von Latschenkiefer- und Fichten-Öl, wird abgewiesen, da grössere Schlägerungen nicht dauernd durchgeführt werden können. Aus gleichem Anlass wird auch der Bezug von Nutzholz abgelehnt. zu Pkt. 5): Der Gemeinde Tschagguns wird die Übernahme eines Teiles der Kosten für die Instandsetzung des Mühlewaldweges gegen Gampadels in der Höhe von S 900.—, als einmaliger Anteil, bewilligt. Der Kostenvoranschlag ist noch vor Flüssigmachung des Beitrages vorzulegen. zu Pkt. 6): Dem Ansuchen der Gemeinde Gaschurn um Errichtung von Waldwegen im Kluserwald-Tranddraues- und Platalfenwald wird, vorbehaltlich des Resultates einer Begehung, grundsätzlich zugestimmt, soferne entsprechende Mithilfe seitens der Gemeinde - Beistellung von Arbeitern mit Werkzeugen - sichergestellt wird. zu Pkt. 7): Dem Ansuchen von Ziegenbesitzern, die nicht das Servitutsrecht besitzen, um die Erlaubnis, ihre Ziegen zur Gufelguter Ziegenhut in Partenen bringen zu dürfen, wird stattgegeben. Der Antrag ist möglichst bei der ForsttagSatzung zur Entscheidung einzubringen. zu Pkt. 8): Dem landwirtschaftlichen Bauamt Bregenz, das den Holzbringungs- und Alpweg Silbertal-Giesla zu errichten hat, wird auf Ersuchen gegen seinerzeitige Verrechnung ein forstlicher Beihilfebetrag von S 15.000.— zur Verfügung gestellt. zu Pkt. 9): Montafoner Hochjochbahn: In Erkenntnis der Wichtigkeit des Wiederaufbaues des Fremdenverkehrs im Montafon wird das Projekt der Montafoner Hochjochbahn besprochen und im Allgemeinen erkannt, dass das Projekt ein wichtiger Schritt zur Wiederbelebung und zum Aufbau des Fremdenverkehrs nicht nur von Schruns, sondern des ganzen Montafons ist. Das Bestreben, dieses Unternehmen zu einem Montafoner Unternehmen zu machen, wird begrüsst und a) dem Ansuchen um Freigabe eines ca. 12 m breiten Waldstreifens entlang der projektierten Trasse für die Personen-SeilSchwebebahn, sowie um Zustimmung zur Trassen-Freischlägerung stattgegeben; b) Dem Ansuchen um Beteiligung am Unternehmen mit Einlagen wurde grundsätzlich zugestimmt. Die entsprechende endgültige Erledigung erfolgt in der folgenden Ausschußsitzung, damit die Bürgermeister von Gelegenheit haben, in den Gemeindetagen ihrer Gemeinden über die Bedeutung dieses Unternehmens für ganz Montafon zu sprechen. über Vorschlag werden zu den betreffenden Gemeindetagssitzungen je 2 Vertreter der Montafoner Hochjochbahn zur Auskunft-Erteilung entsendet. zu Pkt. 10): Ansuchen um Genehmigung von Holzbezügen: Die Holzbezüge betreffenden Beschlüsse, falls diese zustimmend lauten, sind grundsätzlich abhängig von der Höhe des Servitutsholz-Kontingents für das Forstwirtschaftsjahr 1947. - Zur Beachtung! - Im Sinne der Bestimmungen entscheidet über jene Holzbezüge, die vom Stand Montafon bewilligt wurden, erst die Forstinspektion endgültig. Für landwirtschaftliche Bauten und Zwecke sind Ansuchen um Rundholzeinkaufsscheine an die Bauernkammer in Bregenz einzureichen, welche das landwirtschaftliche Kontingent verwaltet. [-3-] (3) a) Dem Ansuchen des Robert Butzerin/St. Gallenkirch HNr.257, um 125 fm3 Nutzholz zum Wiederaufbau des am 18.1.1947 abgebrannten Wohnhauses wird entsprochen und dieses an die Forstinspektion, Aussenstelle Schruns, weitergeleitet. b) Das Ansuchen des Wilhelm Kasper/Vandans HNr. 33 um Übertragung des Servitutsrechtes (Holzbezugsrechtes) des abgetragenen Stalles auf ein neu zu erbauendes Wohnhaus wird vertagt, da gleichzeitig der Gesuchssteller beabsichtigt, ein nicht mehr benötigtes Treibhaus in ein Stallgebäude umzubauen. c) Das Ansuchen der Mangard Sofie/St .Gallenkirch ist ein Irrläufer und wird an die Gemeindeholzkommission überwiesen. d) Das Ansuchen des Bartholomä Werle/Bartholomäberg HNr. 24 wegen Holzbezug wird zur Klärung und Stellungnahme an die Gemeindeholzkommission überwiesen. e) Das Ansuchen des Neyer August/Schruns HNr. 517 um Schindelholzbezug für Bedachung eines Stalles in Tschagguns HNr. 130 wird auf die nächste Forsttagsatzung verwiesen. f) Dem Ansuchen des Hausser Karl, Holzarbeiter in Silbertal, um käufliche Überlassung von 4-5 fm5 Nutzholz zur Anfertigung einer Wohnungseinrichtung, wird stattgegeben. Das Gesuch wird der Forstinspektion, Aussenstelle in Schruns, zur Entscheidung vorgelegt. g) Das Ansuchen des Ludwig Vergut, Gemüsebauer in Schruns HNr. 21, um käufliche Überlassung von 40 lfd.m Zaunlatten wird bewilligt und an die Forstbehörde zur Entscheidung weitergeleitet. h) Das Ansuchen des Alwin Netzer/Gaschurn um 50 fm5 Abgangholz aus dem Tschambreutobel wird bedingt bewilligt. Der Forstwart hat die Menge des abgabefähigen Abgangholzes festzustellen. i) Das Ansuchen der Maria Bergauer/Gaschurn HNr. 9 um 40 fm5 bezugsscheinfreies Holz (in schwer bringbarer Lage), wird gekürzt auf 20 fm3, bewilligt, falls der Forstwart solches Holz entsprechend feststellt. Das Gesuch ist der Forstbehörde zur Stellungnahme vorzulegen. j) Das Ansuchen der Gazda'schen Jagdverwaltung im Gufele in Gaschurn, um Abgabe von 20 fm5 Rundholz zur Errichtung einer Unterkunftshütte in der Tschassen kann nur gegen Beibringung von Rundholzeinkaufsscheinen bewilligt und der Forstbehörde zur Entscheidung vorgelegt werden. k) Das Ansuchen des Rudigier Anton/St. Gallenkirch-Gortipohl HNr. 51 im eigenen und im Namen von weiteren 6 Parteien, um 2 fm5 Nutzholz (2 Stämme) zur Erstellung einer Illbrücke, die nicht eingeforstet ist, wird gegen Beibringung von Rundholz-Einkaufsscheinen bewilligt. l) Dem Ansuchen des Franz Eichinger/Schruns HNr. 457, um 15 fm5 Bauholz zur Selbstschlägerung aus Windwurf- und Käferholzbeständen in schwer bringbarer Lage im Gargellental wird stattgegeben, falls solches Holz vorhanden ist. Die Erhebung ist vom Forstwart durchzuführen. Das Ansuchen ist sodann an die Forstbehörde zur Entscheidung vorzulegen. m) Dem Ansuchen des Breuss Arthur/St. Anton, Montafoner Gipswerk, um Abgabe eines Stammes in 6,5 m Länge und mit einer Stärke, so, dass 2 Vierkanthölzer von 25 zu 40 cm geschnitten werden können, zur Montage einer Transmission wird gegen Abgabe von Rundholz-Einkaufsscheinen entsprochen; das Gesuch ist der Forstbehörde zur Entscheidung vorzulegen. [-4-] (4) n) Dem Ansuchen des August Violand, Bäcker in Vandans, um 40 fm3 Nutzholz aus schwer bringbarer Lage - Windwurf-und Käfer holzbestände- und zwar im Wege der Selbstschlägerung zur Errichtung eines kleinen Familienhauses wird stattgegeben, falls solches Holz noch genügene vorhanden ist; das Gesuch wird der Forstbehörde zur Entscheidung vorgelegt. o) Das Ansuchen des Künzle Konrad/Schruns HNr. 215 um 50 fm3 Käfer- und Windwurfholz aus schwer bringbarer Lage aus den Waldungen Gafluna-Nescharina(Silbertal wird derzeit zurückgestellt, da der Gesuchssteller bereits 53 fm3 erhalten hat und keine Beschreibung des Bauvorhabens vorliegt. p) Das Ansuchen des Tschabrun Karl/Vandans um 13-20 fm3 Nutzholz aus Windbruch- und Käferholzbeständen aus schwer bringbarer Lage zum Ausbau der Säge im Rellstal wird bewilligt und zur Entscheidung der Forstbehörde vorgelegt. qu) Dem Ansuchen des Heim Xaver, Schreiner in Schruns HNr. 457 um Übertragung des Einforstungsrechtes des Stalles Bp. 862 auf ein kleines Einfamilienhaus, das an dessen Stelle und aus dessen Holz erstellt werden soll, wird entsprochen. Die Einforstung erfolgt erst nach der Erbauung. Neueinforstungen werden derzeit nicht durchgeführt. r) Dem Ansuchen der Leiterin des Säuglings- und Kinderinternates "Haus in der Sonne" in Gaschurn um 12 rm3 Brennholz wird stattgegeben, falls die Sammlung von Abfallholz nach Anordnung des Forstwartes selbst durchgeführt wird. Erweiterung der Tagesordnung: Einvernehmlich wird gemäß § 34 Abs. 3 der Gemeinde Ordnung die Tagesordnung zur Behandlung folgender Punkte erweitert: Pkt. 10/s: Das Ansuchen der Josefa Schwarzmann/Schruns HNr. 234 um 3,5 fm3 Rundholz in der Nähe des Pflanzgartens/Schruns im Wege der Selbstschlägerung wird zwecks Erhebung der Sachlage vertagt. t) Das Ansuchen des Vallaster Josef/Vandans HHr. 73, Pächter der Heinrich-Hueter-Hütte, um 13-20 fm3 Windwurf- und Käferholz im Rellstal auf 1600 m Höhe wird mangels einer Begründung zurückgestellt. u) Das Ansuchen des Lerch Josef/Gaschurn HNr. 64 um 12-20 fm3 Nutzholz (Windwurf-und Käferholz) wird zwecks Klärung und Stellungnahme an die Gemeindeholzkommission überwiesen. v) Das Ansuchen des Schulleiters Hueber Hermann/Schruns um 3 Sagstämme zur Einfriedung von rund 160 m Gemüse- und Obstgarten - BaumschuleAnlage, wird bewilligt. w) Das Ansuchen der Alpe Ibau/Gaschurn-Valschavieltal um 130 fm3 Bauholz für den Neubau der Alpgebäude wird bis zur Vorlage eines Gesuches mit näheren Angaben zurückgestellt. Voraussichtlich kann der Holzbedarf durch Schlägerung im Eigenwald gedeckt werden. x) Das Ansuchen der Brückeninteressentschaft Gaschurn-Tranddraues um 3 Schindelstamme zur Bedachung der Holzbrücke beim Illwerke-Bahnhof in Gaschurn wird bewilligt. y) Das Ansuchen der Gemeinde Silbertal um ca. 31 fm3 Nutzholz zum Umbau(und Verlegung) des Schulhauses in der Parzelle Buchen wird vertagt. z) Dem Ansuchen des Jodok Reinher/Schruns HNr. 98, um die Bewilligung, im Standeswald in Silbertal anfallende Äste und Wipfel sammeln und verkaufen zu dürfen, wird bis auf Widerruf stattgegeben; Weisungen erteilt der Forstwart. [-5-] (5) Pkt. 11: Stellungnahme zum Energie-Verstaatlichungsgesetz. Der Standesrepräsentant verliest ein Schreiben an die Vorarlberger Landesregierung, worin diese gebeten wird, das Elektrizitätswerk der Montafonerbahn AG. aus der Verstaatlichungsaktion auszunehmen mit der Begründung, dass das E-Werk ein untrennbarer Bestandteil der Montafonerbahn ist und die wirtschaftliche Auswirkung auf die gesamte Talbewohnerschaft von grösser Bedeutung ist. Es werden die Verhältnisse auseinandergesetzt und beschlossen, die Eingabe durch alle Bürgermeister zu unterschreiben. Die Eingabe ist dem Herrn Landeshauptmann persönlich durch den Standesrepräsentanten und den Vorsitzenden der Montafonerbahn AG. zu überreichen. Pkt. 12): Brennholzlos-Zuteilungsausmaß: Über Antrag des Standesrepräsentanten Hueber wird für jene Personen, die nicht Montafoner Standesbürger sind, das Brennholzlos von bisher 6 rm3 auf 4 rm3 bezw. auf 5 rm3 bei grösserem Haushaltungsstand herabgesetzt. Pkt.13): Anerkennungszins für Grundbenützung: Über Antrag des Bürgermeisters Pfeifer/Vandans, den Anerkennungszins für den vom Stand Montafon benützen Erlengrund der Gemeinde zum Zwecke der Seilbahn-Talstation und Holzlagerplatz von 10 auf 30 S jährlich zu erhöhen, wird entsprochen. Pkt. 14): Bürgermeistertagungen, Sitzungsgeld: Auf Antrag des Bürgermeisters Schuster/Tschagguns/wird beschlossen, anschliessend an die vormittägigen Standesausschußsitzungen Bürgermeistertagungen abzuhalten.Zur Vergütung von Barauslagen wird ein Sitzungsgeld von S 5.-— festgesetzt. [Unterschrift der Standesvertreter]
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19760926_SV_Aussprache StandMontafon 26.09.1976 24.05.2021, 14:38 -1- Niederschrift Aufgenommen am 26.9.1976 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der Aussprache des Standesausschussss mit der Betriebsführung und dem Betriebsrat der Montafonerbahn A.G. in Schruns. Auf Grund der Einladung vom 1.9.1978 sind erschienen: a) seitens des Standesausschusses: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Standesrepräsentant-Stellvertr. Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn, Präsident LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Otto Ladner aus Lorüns, Bürgermeister Josef Schwärzler aus Stallehr, Bürgermeister Oskar Vonier aus Vandans, Bürgermeister Raimund Wachter aus St. Gallenkirch, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns. Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal hat sich wegen dienstl. Unabkömmlichkeit entschuldigt. b) seitens der Montafonerbahn A.G.: a) Direktor Guntram Juen aus Schruns, b) Gottfried Schapler aus Vandans c) der Betriebsrat bestehend aus: Sprenger Helmut aus Bludenz, Galehr Anton aus Silbertal, Tschugmell Otto aus Schruns, Marlin Michael aus St. Gallenkirch. Der Vorsitzende- begrüßt die Anwesenden und eröffnet die Aussprachen Sachverhalt: Auf Grund der Einladung vom 14.9.1978 ist eine Aussprache mit dem Betriebsrat der Montafonerbahn A.G. vorgesehen, der den Wunsch äußerte den Mitgliedern der Standesvertretung die -2- Probleme mit der Betriebsführung (Dir. Guntram Juen) vorzutragen, desgleichen auch mit Dir. Guntram Juen und Gottfried Schapler, um auch von diesen ihren Standpunkt zu hören. Alle wurden zeitlich verschieden zu dieser Aussprache gebeten. Der Aufsichtsratsvorsitzende Präsident LAbq. Bgm. Ignaz Battlogg erläutert nochmals, mit Bezug auf die Standessitzung vom 4.7.1978, die Problematik der Betriebsführung bei der Montafonerbahn A.G. und weist darauf hin, daß die Verzögerungen bei der Erstellung der Jahresrechnungen und die damit verbundenen Versäumnisse auf eine unausgewogene Betriebsführung zurückzuführen sind. Zum Teil wirkte sich dabei auch das Fehlen von fachlich geschultem Personal aus. Der Betrieb hat sich zwar in den letzten Jahren gut erholt und die finanzielle Lage wesentlich gebessert. Auch wurden in letzter Zeit verschiedene Vorarbeiten geleistet, die für die Zukunft richtungsweisend sein werden, wie zum Beispiel: a) die Vorarbeiten zum Ausbau des Litzkraftwerkes; b) die Verstärkung des Stromversorgungsnetzes, das bisher zu Gunsten des Bahnbetriebes etwas vernachlässigt wurde; c) der Entwurf für ein zeitgemäßes Verwaltungsmanagement. Direktor Juen hat für die Montafonerbahn A.G. viel getan. Er hat sicher große Fähigkeiten auf diesem Gebiet, aber es fehlt ihm die Weitsicht für eine zweckmässige Arbeitseinteilung in der Geschäftsführung. Deshalb die vielen Verzögerungen und der Unmut der um ihn beschäftigten Angestellten. Es wird eine Veränderung in der Vorstandschaft notwendig sein, die bisher durch Dir. Guntram Juen allein ausgeübt wurde. Heute haben die Bürgermeister die Möglichkeit die zuständigen Herren selbst anzuhören und auch Fragen zu stellen. Der Betriebsrat der Montafonerbahn A.G. wird vom Betriebsratobmann der Angestellten vorgestellt, und zwar: a) Anton Galehr, als Betriebsratsobmann der Arbeiter und die b) Betriebsräte: Michael Marlin und Otto Tschugmell. -3- Der Betriebsratobmann der Arbeiter Anton Galehr bringt die Vorstellungen seiner Gruppe zur Verlesung (eine Kopie wird jedem Bürgermeister ausgehändigt). Diese beziehen sich aber hauptsächlich auf die Geschäftsführung und Geschäftseinteilung. Auf Befragen betonen die Mitglieder der Arbeitervertretung, daß sie keine Nachteile im Betrieb erfahren haben und jeder seinen Aufgabenbereich zugewiesen erhalten hat. Auch keine finanziellen Nachteile seien ihnen erwachsen. Eine Außerdienststellung von Dir. Guntram Juen soll auf keinen Falle erfolgen. Der Betriebsratobmann der Angestellten Helmut Sprenger weist auf verschiedene Schwierigkeiten und Mißstände in der Geschäftsführung hin, die angeblich dadurch entstehen, daß Dir. Juen für alles zuständig ist - aber langsam den Überblick verliert. Es wäre an der Zeit, daß die Agenden auf mehrere verantwortliche Mitarbeiter aufgeteilt würden. Einer weiteren Tätigkeit Guntram Juens könne er deshalb nur mit Vorbehalt zustimmen. Er spreche sich jedoch gegen eine Entlassung aus. Die an den Betriebsrat (Arbeiter und Angestellte) gerichtete Frage, ob das Unternehmen in guten Händen sei, wird von allen mit "ja“ beantwortet. Gottfried Schapler hat eine Stellungnahme verlesen (eine Kopie wird den Bürgermeistern übergeben). Zusammengefasst kann festgestellt werden, daß: a) verschiedene gute Arbeitskräfte den Betrieb verlassen haben, weil eine Zusammenarbeit mit Dir. Guntram Juen sehr schwierig ist. Dadurch sind auch Führungskräfte ausgeschieden, die nicht mehr ersetzt wurden; b) Belege und Buchungsunterlagen bleiben zulange beim Vorstand liegen, was zu Verzögerungen bei den Buchungen führt und damit die verspätete Erstellung der Jahresrechnungen zur Folge hat; c) die Finanzabgrenzung zwischen den Betrieben werde ungenau geführt - wohl aber bringe dies steuerliche Vorteile; d) das Elektro- und Fernsehgeschäft sei defizitär; -4- e) die Geschäftführung bestehe praktisch aus einem Mann. Hier wäre ein Umdenken notwendig und eine Aufteilung der Verantwortung auf mehrere Personen zweckmässig. Nach außen stelle er sich die Führung des Betriebes durch zwei Personen vor, nach innen müßte eine Aufteilung der Aufgabenbereiche erfolgen. Die Frage der Vorstandschaft soll mit Dir. Guntram Juen abgeklärt werden. Er für seine Person sei bereit Verantwortung zu übernehmen, wenn von Dir. Guntram Juen aus die Bereitschaft für eine Zusammenarbeit bestehe und die internen Arbeitsbereiche genau abgegrenzt werden. Der Vorstand Dir. Guntram Juen führt aus, daß das Unternehmen den laufenden Verpflichtungen voll nachkommt. Der Bahnbetrieb ist in Ordnung, der Fahrpark überholt, so daß er sich sehen lassen kann, und die finanzielle Lage ist gut. Dazu haben viel die Zuschüsse des Bundes, des Landes und die der Marktgemeinde Schruns beigetragen. 45 Bedienstete finden bei der Bahn Arbeit und damit ihre finanzielle Sicherheit. Das E-Werk habe im Jahre 1973 seinen Tiefstand gehabt. Nun hat es sich gut erholt. Allerdings besteht bei der Verstärkung des Freileitungsnetzes noch ein großer Nachholbedarf, weil der Bahn, allein schon wegen der Betriebssicherheit, in den letzten Jahren der Vorrang eingeräumt wurde. Das Elektrogeschäft ist aktiv - dagegen hat das Radio- und Fernsehgeschäft noch nicht jenen Kundenkreis gefunden, den es nötig hätte. In der Geschäftsführung sind bestimmt verschiedene die er bedauere. Fachleute sind ausgeschieden und Zeit war kein geeigneter Ersatz zu finden. Dadurch Rückstände gegeben, die schließlich zu verspäteten führten. Mängel aufgetreten, längere hat es Jahresabschlüssen Die von Gottfried Schapler erwartete Hilfe hat sich leider negativ ausgewirkt, weil eine Zusammenarbeit mit ihm sehr schwierig ist. Auch hat er für verschiedene finanzpolitische Fragen, die dem Betrieb steuerliche Vorteile bringen sollen, zu wenig -5- Verständnis. Nun ist aber geeigneter Nachwuchs im Betrieb in Ausbildung. Wenn der Betrieb nun eine Zeitlang ruhig arbeiten kann, wird er bald in geordneten Bahnen laufen, wie es früher der Fall war. Eine Veränderung an der Spitze stelle er sich so vor, daß ein Bürgermeister als 2. Vorstand fungiert, wie es früher schon einmal der Fall war. Zur ganzen Problematik des Betriebes möchte er schriftlich Stellung nehmen, wenn es von den Bürgermeistern gewünscht wird. Nach einer weiteren Aussprache, bei der auch Fragen gestellt wurden, wird vereinbart, daß Dir. Guntram Juen innerhalb eines Monats seine Vorstellungen über die zukünftige Betriebsführung schriftlich dem Stand Montafon bekannt gibt. Diese sollen der Anlaß für eine weitere Beratung innerhalb des Standesausschusses sein. Der Vorsitzende schließt die Aussprache mit dem Dank an die Anwesenden für ihr Kommen. Beginn der Aussprache: 8.30 Uhr. Ende der Aussprache: 13.15 Uhr. Der Schriftführer: Der Standesrepräsentant:
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19641008_SV StandMontafon 08.10.1964 24.05.2021, 14:38 -1- Niederschrift Aufgenommen am 8. Okt. 1964 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, unter dem Vorsitz des Standesrepräsentanten Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 5.Okt. 1964 wurde auf heute vormittags 8.30 Uhr eine Forstfondsitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der acht Forstfondgemeinden in ihrer Eigenschaft als Forstfondvertreter vollzählig erschienen sind. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Vorsitzenden wird anschließend zur Erledigung nachstehend angeführter Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 3.9.1964. 2. Verlängerung eine Credites. 3. Ansuchen um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes zu Gunsten der Eheleute Wilhelm und Herta Jussel in Bartholomäberg. 4. Ansuchen der Gargellnerseilbahn-Gesellschaft, um die Erlaubnis eine Skischneiße ausholzen zu dürfen (Schnapfenwald). 5. Ansuchen der Alpverwaltung Vergalden, um die Erlaubnis auf Forstfondgrund eine Jagdhütte bauen zu dürfen. 6. Ansuchen der Alpverwaltung Fresch in Silbertal, um die Erlaubnis im Standeswaldgebiet "Dürrwald" zur Sperrung des Alpweges eine Schranke anbringen zu dürfen. 7. Ansuchen des Bargehr Armin in St. Gallenkirch, um die Erlaubnis 20 rm Abbruchholz verkaufen zu dürfen. 8. Ansuchen des German Salzgeber in Tschagguns, um die Bewilligung von 6 Schindelstämmen (Servitutsbezug) für das Anwesen "Mittagspitze". 9. Ansuchen des Düngler Rudolf in Schruns 216, um die käufliche Überlassung von ca. 30 fm Holz im Gebiet der Fratte in Schruns. 10. Ansuchen des Schallner Erwin in B.berg 64, um die käufliche Überlassung von 10 fm Abgangholz im Bereiche vom "Bloches" in Bartholomäberg. -2- Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 3.9.1964 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. zu Pkt. 2) Zur Finanzierung verschiedener Forstaufschließungsvorhaben ist bei der Spar- und Darlehenskassa für Montafon in Schruns ein Credit in Höhe von S 250.000.mit einer Laufzeit von 4 Jahren aufzunehmen. zu Pkt. 3) Dem Ansuchen der Eheleute Wilhelm und Marta Jussel in Bartholomäberg HNr. 451, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom abgebrochenen Stall Bp. 624 (Eigentum der Gemeinde Silbertal) auf den auf dem Anwesen HNr. 451 stehenden Stall, beide K.G. B.berg, wird auf Grund der vorliegenden Verzichterklärung der Gemeinde Silbertal stattgegeben. Das Holzbezugsrecht der Bp. 624 in K.G. Bartholomäberg gilt dadurch als erloschen. zu Pkt. 4) Der Gargellener Seilbahn G.m.b.H. in Gargellen, wird die Erlaubnis erteilt durch die sogenannte "Schnapfenwaldung" (Forstfondbesitz) eine Skiabfahrt ausholzen zu dürfen. Der ungefähre Verlauf der Trasse wurde bei der Begehung vom 2.10.1964 festgelegt. Zur Bedingung wird gestellt, daß das anfallende Holz der Forstverwaltung unentgeltlich frei Abfuhrstraße zur Verfügung zu stellen ist. Dabei ist das Nutzholz zu entrinden. Als Anerkennungszins und dauernder Nutzungsentgang sind der Forstfondkassa jährlich jeweils am 15.Nov. S 500.- zu bezahlen. Bei Auflassung der Skiabfahrt ist die Gargellnerseilbahn Gesellschaft verpflichtet die Trasse aufzuforsten. -3- zu Pkt. 5) Das Ansuchen der Alpverwaltung Vergalden um die Erlaubnis auf Forstfondbesitz eine Jagdhütte erstellen zu dürfen, wird abgelehnt. Es wurde festgestellt, daß in der Nähe des vorgesehenen Bauplatzes noch genügend lawinensicherer Grund und Boden für den Bau einer Jagdhütte zur Verfügung steht. zu Pkt. 6) Dem Ansuchen der Alpverwaltung Fresch in Silbertal, um die Erlaubnis auf Forstfondgrund, und zwar beim Waldanfang innerhalb der Holzerhütte "Dürrwald", mittels einer Schranke den Alpweg absperren zu dürfen, wird stattgegeben. Durch die Sperrung des Alpweges darf der Forstfond in der Bewirtschaftung der dahinterliegenden Waldungen nicht beschränkt werden. Diesbezügliche Vorkehrungen sind zu treffen. zu Pkt. 7) Dem Ansuchen des Armin Bargehr in St. Gallenkirch 267, um die Erlaubnis ca. 20 Raummeter Abbruchholz vom abgebrochenen Wohnhause Nr. 267 verkaufen zu dürfen, wird unter der Bedingung stattgegeben, daß für die nächsten zwei Jahre kein Servituts-Brennholzbezug getätigt werden darf. Auch besteht für diese Zeit kein Anspruch auf die vorgesehene Ablöse. zu Pkt. 8) Das Ansuchen des German Salzgeber in Tschagguns 146, um die Bewilligung von 6 Schindelstämme zur Eindeckung des Stalles auf der Heimat "Mittagspitz" in Tschagguns, wird abgelehnt. Es wird Salzgeber empfohlen das Objekt mit harter Bedachung zu versehen. Zur Erneuerung von Dachlatten und sonstigen Verstärkungsarbeiten werden 6 fm Sagholz bewilligt. zu Pkt. 9) Über den Verkauf von rd. 30 fm Holz im Standeswaldgebiet "Fratte" wird die Forstverwaltung ermächtigt weitere Verhandlungen mit Rudolf Düngler in Schruns 216 zu führen. zu Pkt. 10) Dem Schallener Erwin in Bartholomäberg 64, werden im Sta deswaldgebiet "Bloches" in Bartholomäberg ca. 10 fm Abgangholz käuflich, zum Preise von S 100.- pro fm der abfallenden Holzmenge überlassen. -4- Pkt. 11) Dem Standessekretär Gebhard Saler in Schruns, wird die westlich gelegene Boxe der Standesgarage bis auf weiteres zur freien Benützung überlassen. Pkt. 12) Der Alpverwaltung Gafluna in Silbertal, werden zum Wiederaufbau der abgebrannten Gebäude auf der Alpe "Putzkammer" 55 fm Servitutsnutzholz am Stock zum einfachen Stockgeldpreis überlassen. Wie aus dem vorgelegten Plan zu entnehmen ist, werden beide Objekte unter einem Dach erstellt. Pkt. 13) Dem Gemeindesteuerprüfer Oskar Lampert in Götzis wird es gestattet, die auf Grund der am 2.9.1964 durchgeführten Lohnsteuerprüfung festgestellte Nachzahlung von S 7.843.-- Lohnsteuer (aus Reisespesen stammend) in monatlichen Raten von S 1000.- zu begleichen, bzw. dem Stand Montafon rückzuerstatten. Pkt. 14) Die Interessentschaft Tannafreide und die Alpgenossenschaft Zamang, beide in St. Gallenkirch, beabsichtigen gemeinsam zur Erschließung ihrer Liegenschaft einen Wirtschaftsweg zu bauen. Dadurch wird auch die Standeswaldung St. Gallenkirch, und zwar: Btl. 2, u. 3 berührt. Dem vorgenannten Erschließungsvorhaben wird die Zustimmung erteilt. Das anfallende Trassenholz wird als einmaliger Kostenbeitrag der Weginteressentschaft überlassen. Der Forstfond behält sich das Recht aus diesen Wirtschaftsweg jederzeit zu benützen ohne sich an den zukünftigen Erhaltungskosten zu beteiligen. Pkt. 15) Der Montafoner Bergbahn Gesellschaft m.b.H. in Schruns, wird es gestattet, zur Änderung der Skiabfahrt im Bereiche der sog. "Sücka" ca. 17 dünnere Stämme zu fällen und bei der Ausfahrt auf dem Kropfen durch die offene Fläche einen wegähnlichen Aushub zu machen. Gleichzeitig wird der Vorschlag den Holzbringungsweg auf dem "Kropfen" mit der Skiabfahrtausfahrt zu verbinden zustimmend zur Kenntnis genommen. -5- Pkt. 16) Dem Verkehrsverein Silbertal wird es gestattet, den Antrieb für den Schlepplift auf dem "Hof" in die angrenzende Standeswaldung hinauf zu verlegen Diese Bewilligung gilt bis auf Widerruf. Als jährlicher Anerkennungszins sind jeweils am 15. Nov. des laufenden Jahres S 10.- an die Forstfondkasse zu entrichten. Für Schäden an den Anlagen die durch das Fällen von Bäumen oder Holzriesen entstehen übernimmt der Forstfond keinerlei Haftung. Jenen Punkten die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne § 34 der VGO zuerkannt. Berichte: Der Vorsitzende berichtet: a) daß in der Wohnung des OLGR. Dr. E. Schneider der Heißwasserspeicher ausgewechselt werden mußte. Der Haltbarkeit wegen wurde ein Kupferboiler eingebaut. b) daß beim Untermietzimmer des Richters Dr. Rudolf Kandler ein Windfang vor dem Türeingang erstellt wurde. Diese Berichte, bei welchen sich um Reparaturen im standeseigenen Gebäude HNr 9 handelt, werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Beginn der Sitzung: 8.30 Uhr Ende der Sitzung: 11.30 Uhr Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19560913_SV StandMontafon 13.09.1956 24.05.2021, 14:38 -0- Stand Montafon Schruns Schruns, am 6.9.1956 Einladung! Im Sinne § 7 des Standesstatutes berufe ich die Mitglieder des Standesausschußes für Donnerstag den 13.9.1956, 8 Uhr 30 in Schruns (Verwaltungsgebäude) zu einer Standesausschuß-Sitzung ein. Der Standesrepräsentant: Tagesordnung: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 26.7.1956 2. Grundangebot der Pfarrpfründe Vandans. 3. Vertrag Rellsbachfassung. 4. Vertrag Golm 5. Ansuchen des Wachter August in Schruns, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von Bp. 333, Illitzhof auf sein Wirtschaftgebäude auf Gp. 1076. 6. Schreiben der Vorarlberger Landesregierung bezügl. "Montafon" Schreibung. 7. Abgangholz in der Wasserstuben. 8. Holzpreisfestsetzung für Pfeifer Oswald, St. Gallenkirch 9. Holzansuchen des Konzett Josef in Tschagguns für Stallbau. 10. Holzansuchen der Salzgeber Elisabeth in Tschagguns für Dachstuhlausbesserung. 11. Holzansuchen des Bernhard Netzer in Gaschurn 11, um die Bewilligung von 20 fm Bauholz. Berichte: a) Abgangholzverkauf im Rong- und Röbitobel. b) " Starkaegg c) Über die Fertigstellung der Gislabrücke d) Holzpreisänderung für Aßmann Basil Silbertal. -1- Niederschrift aufgenommen in der Standeskanzlei in Schruns, am Donnerstag des 13. September 1956 unter dem Vorsitz des Herrn Standesrepräsentanten Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 6.9.1956, wurde auf heute vormittags 8 Uhr 30 eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister des Tales Montafon in ihrer Eigenschaft als Standesvertreter, mit Ausnahme der sich entschuldigten Vertreter der Gemeinden Lorüns, Stallehr und St. Anton erschienen sind. Die Marktgemeinde Schruns wurde durch den Gemeinderat Peter Mayer vertreten. Der Standesrepräsentant als Vorsitzender eröffnet sie Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschliessend wird zur Beratung und Beschlußfassung der vorliegenden Tagesordnung übergegangen. Erledigung der Tagesordnung: 1. Die Sitzungsniederschrift vom 26.7.1956 wird einspruchslos genehmigt und gefertigt. 2. Die Pfarrpfründe Vandans hat dem Stand Montafon "Forstfond" die Liegenschaft in EZl. 17 Kat. G. Vandans bestehend aus Bp. 688, Gp. 1012 Bergwiese und 1013 Waldboden zum Kaufe angeboten. Nach längerer Verhandlung mit dem Vertreter der Pfarrpfründe Herr Ökonomierat Christian Schapler wird die oben erwähnte Liegenschaft zum Preise von S 25.000- erworben. Der Kaufpreis, der unter Berücksichtigung des bevorstehenden Kirchenbaues über dem Schätzwert liegt, ist bis 31.12.1956 der Pfarrpfründe anzuweisen. 3. Der durch die Vorarlberger Illwerke A.G. vorgelegte Kaufvertrag über die käufliche Erwerbung der Gp. 874/2 im Ausmasse von 7895 m2 aus dem Gutsbestande des Standes Montafon "Forstfond" wird in vorliegender Fassung genehmigt. -2- 4. Der seitens der Vorarlberger Illwerke A. G. vorgelegte Dienstbarkeitsvertrag bezüglich der alleinigen Wassernutzung der 2 Aualatschquellen und der Schneckenbündtquelle durch die Vorarlberger Illwerke, kann in vorliegender Fassung nicht angenommen werden. Es sind erneut Verhandlungen mit der Vorarlberger Illwerke A.G. notwendig, bei denen darauf Bedacht zu nehmen ist, daß das Wasser der vorgenannten Quellen weiterhin Eigentum des Standes Montafon bleibt. 5. Dem Ansuchen des Wachter August in Schruns, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von HNr. 159, Bp. 333 (früher Eigentum der Gemeinde Tschagguns) auf sein neuerbautes Wohnhaus (Gp. 1076) wird auf Grund der vorliegenden Verzichterklärung des Vorbesitzers, stattgegeben. Das Wohnhaus wird durch diese Übertragung mit einem Gesamtholzbedarf von 35 fm eingeforstet. 6. In Bestätigung des Beschlußes vom 26.7.1956, sind sich die Bürgermeister einig, die bisherige Schreibweise der Talbezeichnung Montafon mit f als die richtige anzusehen und beizubehalten. Dieser Beschluß wird damit begründet, daß diese Schreibweise den Bestimmungen der Vorarlberger Nomenklaturkommission vom 4.11.1953 entspricht und daher keine Ursache besteht, die Jahrhunderte zurückgreifende f - Schreibung der Talbezeichnung Montafon abzuändern. 7. Das Abgangholz in der Standeswaldung Wasserstuben bestehend aus Windwürfen, Käferhölzer, stark entwipfelte Stämme oder sonst beschädigte Bäume kann an die Fa. J. Gantner u. Söhne in Sulz verkauft werden. Die Bürgermeister Brugger Anton und Peter Wachter werden ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Herrn Standesrepräsentanten den Kaufvertrag mit der Firma J. Gantner in Sulz, abzuschliessen. Das Quantum betragt ca. 1000 Festmeter Abgangholz. 8. Der Holzpreis für Waldaufseher Pfeifer in St. Gallenkirch, mit S 250.- per fm festgelegt. -3- 9. Josef Konzett in Tschagguns hat um die Bewilligung von 38 fm Nutzholz zum Neubau eines Stalles angesucht. Die Standesvertretung hat, vorbehaltlich der Erteilung der Schlägerungsbewilligung durch die Bezirkshauptmannschaft, 25 fm zum einfachen Stockgeldpreis bewilligt. Das einfache Stockgeld wird damit begründet, daß der Stand Montafon "Forstfond" eine Liegenschaft von der vorerwähnten Partei erworben hat und in der Kaufabrede die vorerwähnte Vereinbarung getroffen wurde. 10. Dem Ansuchen der Salzgeber Aloisia, in Tschagguns, um die Bewilligung von 3 Sagstämmen für Dachschalung wird stattgegeben. Die Abgabe erfolgt zum einfachen Stockgeldpreis, weil die vorgenannte Menge bei der Forsttagsatzung irrtümlich gestrichen wurde. 11. Das Ansuchen des Netzer Bernhard in Gaschurn, um die Zuteilung von 20 fm Bauholz wird abgelehnt und die Partei auf die kommende Forstproduktenanmeldung verwiesen. Erweiterung der Tagesordnung: Einvernehmlich wird gemäß § 34 der VGO die Tagesordnung um folgende Punkte erweitert: 12. Das Abgangholz im Ausmasse von ca. 60 fm, im Tobel inner der Starkaegg-Holzerhütte wird auf Grund des vorliegenden Offertes zum Preise von 20.- S per fm Nutz- und Brennholz, an Netzer Peter in Bartholomäberg verkauft. 13. Guntram Albrich in Schruns hat um die Bewilligung ersucht, sein für den Maisäßstall bezogene Servitutsholz zum Bau eines Wochenendhauses zu verwenden. Gleichzeitig erklärt er sich bereit den erforderlichen Kaufpreis aufzuzahlen. Das Ansuchen wird vertagt. 14. Den Parteien Netzer Wilhelm und Geschwister Tschofen in St. Gllk. kann ausnahmsweise das diesjährige Brennholzlos im Gargellen zugewiesen werden. 15. Der Holzpreis für Aßmann Basil in Silbertal, für das Abgang holz auf dem Starkaegg, wird infolge der schlechten Holzqualität von 120.- S per Festmeter auf 100.- S per Festmeter Nutzholz und Brennholz ermässigt. -4- 16. Das mündliche Ansuchen der Frau des Oberlandesgerichtsrates Dr. Schneider um den Einbau eines Ofens in einem Zimmer der Dienstwohnung, wird zwecks Erhebungen vorläufig vertagt. In der Wohnung Güntner ist der Herd auszuwechseln, da der alte Herd nicht mehr verwendet werden kann. Berichte: Der Herr Standesrepräsentant berichtet, daß: a) im Röbitobel ca. 25 fm und im Rongtobel ca. 15 - 20 fm altes Windwurfholz durch den Waldaufseher festgestellt wurden. Das Holz wurde im Offertwege ausgeschrieben und an den Meistbietenden, in diesem Falle an Bargehr Joh. Jos. in St. Gallenkirch, zum Preise von S 260.- per fm verkauft. b) das im Tobel vor der Holzerhütte Starkaegg liegende alte Windwurfholz im Offertwege ausgeschrieben wurde. Auf Grund des eingelaufenen Offertes wurde das Holz Vonderleu Gottfried und Vallaster Martin, beide in Silbertal, zum Preise von S 42 pro Fm Nutz- und Brennholz verkauft. c) Bürgermeister Wachter berichtet, daß es von Vorteil wäre wenn ein Teil des an den Standesbesitz angrenzenden Bergmahdes von Lang Franz Jos. in Gaschurn, käuflich zu erwerben. Die vorstehenden Berichte werden von der Standesvertretung zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
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19320916_SV StandMontafon 16.09.1932 24.05.2021, 14:38 [-1-] Zl. 6/6-St. 32 aufgenommen in der Kanzlei der Marktgemeindevorstehung Schruns am Freitag den 16. September 1922: unter dem Vorsitze des Herrn Standesrepräsentanten Franz Wachter. Mit Einladung vom 12. September 1932 Zl. 5/6-St. wurde auf heute, Freitag den 16. September 1932, vormittags 9 Uhr eine Standesvertretungssitzung anberaumt, zu welcher 8 Standesvertretungsmitglieder erschienen sind. Nicht erschienen sind die Vertreter der Gemeinden Lorüns und Stallehr. Nach Eröffnung der Sitzung und dem Erklären der Beschlussfähigkeit durch den Herrn Vorsitzenden wird das Protokoll der letzten Sitzung vom 28. Mai 1932 in Vorlage gebracht. Die Genehmigung und Unterzeichnung erfolgt ohne vorherige Verlesung, da jede Gemeinde bereits mit einer Zuschrift zum Amtsgebrauche beteilt, der Sitzungsbericht im Montafoner Gemeindeblatt veröffentlicht wurde und daher die Herren Standesvertreter vom Inhalte in Kenntnis sind. - Einwendungen wurden keine erhoben. Sodann wird in die Beratung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen. Gefasst wurden folgende Beschlüsse: 1.) Der Herr Vorsitzende teilt mit, dass er vom Amte der Vorarlberger Landesregierung in Bregenz ersucht worden sei, bei der heute stattfinden den Standesvertretungssitzung vor Behandlung der bekanntgegebenen Tagesordnung zur Frage der durchgreifenden Verbesserung der Gargellner-Strasse im Gebiete der Gemeinde St. Gallenkirch und Beteiligung des Standes Montafon an der Kostenaufbringung Stellung nehmen zu lassen. Über seinen Antrag wird einstimmig beschlossen, dem Ersuchen der Landesregierung zu entsprechen und diese Angelegenheit als ersten Punkt zu beraten. Hierauf begrüsst der Herr Vorsitzende den im Auftrage der Vorarlberger Landesregierung zur Berichterstattung, erschienenen Herrn Landesbaumeister Bickel herzlich und erteilt ihm zu den notwendigen Ausführungen das Wort. Herr Landesbaumeister Bickel teilt mit: Die Gargellnerstrasse ist schon seit jeher das Schmerzenskind der Gemeinde St. Gallenkirch und des Tales Montafon gewesen. Immer schon hat dieser Strassenzug Anlass zu schweren Reibungen zwischen den beteiligten Interessenten gegeben. Die Siedlung Gargellen ist in jüngerer Zeit zu einem wichtigen Fremdenverkehrsorte in Vorarlberg geworden. Gargellen ist wegen seiner klimatischen Verhältnisse im Rufe, das österreichische Davos zu sein. Um den Fremdenverkehr zu erhalten und intensiv zu fördern und zu vertiefen, ist es aber notwendig, dass die Verkehrsorte auch gut und gefahrlos erreicht werden können. Die Erhaltung und Förderung des Fremdenverkehrs ist für unser wirtschaftsbeengtes Land eine unbedingte Existenznotwendigkeit. Es müssen deshalb alle Fremdenverkehrsorte bestens gepflegt werden, um durch sie möglichst grosse Einnahmen erzielen zu können. Damit Gargellen sich künftig seinem heute schon guten Rufe gemäss richtig entwickeln kann, ist die zweckentsprechende Verbesserung der Zufahrtsgelegenheit unerlässlich notwendig. - Anknüpfend an die in Schruns am 15. September d.Js. stattgefundene Interessentenversammlung soll die Frage ernstlich erwogen werden, ob die Bildung einer Konkurrenz zum Ausbaue des bestehenden Strassenzuges und zu dessen künftiger Erhaltung möglich ist, damit die Kosten auf eine breitere Basis verlegt werden können. Denn [-2-] für die Gemeinde St. Gallenkirch allein ist es ganz unmöglich, die aufzuwendenden Kosten zu tragen. Es würde dies die Leistungsfähigkeit dieser Gemeinde übersteigen. Zur Heranziehung weiterer Kreise findet sich die sachliche Berechtigung aus der nicht zu bestreitenden Tatsache, dass an einem guten Fremdenverkehr im Gargellen nicht allein die Gemeinde St. Gallenkirch sondern auch die Marktgemeinde Schruns als Zentralpunkt des ganzen Verkehrswesens im Tale Montafon und auch die gesamte Talschaft Montafon, der Stand Montafon, wesentlich interessiert sein muss. Die Volkswirtschaft des ganzen Tales ist mit der Leistungsfähigkeit der Fremdenindustrie unlösbar verknüpft. In alle Wirtschaftsteile des Tales fliessen die Erträge aus dem Fremdenverkehr ab, jedermann hat in irgend einer Form Nutzen aus dem Fremdenverkehr. - Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet die Vorarlberger Landesregierung die Notwendigkeit der Bildung einer Strassenkonkurrenz nach Gargellen. Sollte ein Einverständnis unter den in Betracht kommenden Faktoren im Vereinbarungswege nicht erzielt werden können, ist es wahrscheinlich, dass von Gesetzes wegen unter Anwendung der Bestimmungen des § 3 des Strassengesetzes LGBl.Nr. 7 ex 1921 die Bildung der Konkurrenz im Verordnungswege erfolgen wird. Es ist hiebei zu erwägen, ob eine Lösung im gegenseitigen Einvernehmen nach den folgenden Grundsätzen der Konkurrenzbildung im Verordnungswege vorzuziehen sein wird. Nach dem vom Landesbauamte in Bregenz ausgearbeiteten Projekt sind zur gründlichen und zweckmässigen Instandsetzung der Gargellner-Strasse Kosten im Gesamtbetrage von zusammen.........S 50.000.-- erforderlich. Zur Aufbringung dieses Betrages wird der Interessenvereinbarung unter der Voraussetzung der freiwilligen Konkurrenzbildung folgender Aufteilungsschlüssel vorgeschlagen: Gemeinde St. Gallenkirch ............... 40%, oder ....... S 24.000.-Interessenten von Gargellen ............ 20%, oder........ S 12.000.— Stand Montafon und Marktgemeinde Schruns zusammen ....................... 5%, oder........ S 3.000.-Einmaliger Landesbeitrag................ 35%, oder........ S 21.000.-100%, oder zusammen S 60.000.-Der Vorschlag sieht weiter vor, dass die von Stand Montafon und Marktgemeinde Schruns zu leistenden 5% unter diesen aufzuteilen wären und zwar: Stand Montafon ................... 3%, oder ....... S 1.800.-Marktgemeinde Schruns .................. 2%, oder........ S 1.200.— 5%, oder zusam. S 3.000.-Die Flüssigmachung des einmaligen grossen Landesbeitrages von S 21.000.—, die- sofort möglich ist, wird abhangig gemacht von der Annahme dieses Aufteilungsschlüssels und der Bildung einer Konkurrenz im Sinne des Strassengesetzes. Das Projekt sieht hinsichtlich der künftigen Erhaltung der Gargellnerstrasse nach erfolgter Instandsetzung folgende quotenmässige Kostenaufteilung vor: Gemeinde St. Gallenkirch ............................. 70% Interessenten von Gargellen .......................... 20% Stand Montafon und Marktgemeinde Schruns zusammen .... 10% zusammen 100% Nach grosszügiger Schätzung ist mit einem jährlichen Erhaltungsaufwand von maximal S 12.000.— zu rechnen. Es würden daher nach Abzug des jährlichen Landesbeitrages aus der Automobilsteuer, schätzungsweise mit ca. 2000 S, zur Verumlagung auf die Konkurrenzgemeinden bezw. Mitglieder S 10000.— erübrigen. Die von Stand Montafon und der Marktgemeinde Schruns zu übernehmenden 10% Erhaltungskosten wären projektmässig zu verteilen auf Stand Montafon mit ............... 6%, oder........ ca. 600.— Marktgemeinde Schruns mit ........ 4%, oder ....... ca. 400.jährlich. 10%, oder ca. 1000.-- S [-3-] Da der Landesbeitrag von S 21.000.-- für die Instandsetzungsarbeiten sofort nach erfolgter freiwilliger Konkurrenzbildung flüssig gemacht werden kann und nach den Projektsberechnungen von den aufzuwendenden S 60.000.— mindestens S 40.000.— auf Lohnsummen entfallen werden, würde die ungesäumte Durchführung der Arbeiten in dieser arbeitslosen und schweren Notzeit für die Allgemeinheit eine Wohltat sein. Herr Landesbaumeister Bickel schliesst sein - hier nur in grossen Umrissen wiedergegebenes - Referat mit dem Appell an die Standesvertretung, die im vorgebrachten Regierungsantrage vorgesehene Heranziehung des Standes Montafon an der Instandsetzung und Erhaltung der Gargellnerstrasse im allgemeinen öffentlichen Interesse anzunehmen und an der freiwilligen Konkurrenzbildung durch einen bezüglichen Beschluss bestimmend mitzuarbeiten. Der Herr Vorsitzende dankt dem Herrn Referenten für seine Ausführungen und stellt den Antrag zur Debatte. Nach eingehender langer Beratung wird über Antrag des Herrn Vorsitzenden einstimmig - bei Stimmenenthaltung des Vertreters der Gemeinde St. Gallenkirch - folgender Beschluss gefasst: Die Standesvertretung ist bereit, zur Frage der Konkurrenzbildung für die Gargellner Strasse im Rahmen des Antrages der Vorarlbergs Landesregierung endgültig Stellung zu nehmen, wenn die notwendigen 95%, von denen 35% bereits durch den Antrag von Seite des Landes aufgebracht werden, sichergestellt sind. Nachdem die Entgegennahme des Referates und die Beratung des vorbeschriebenen Gegenstandes sehr viel Zeit beanspruchten und die Behinderung einzelner Standesvertretungsmitglieder die Fortsetzung der Sitzung am Nachmittag unmöglich macht, wird einstimmig beschlossen, die zur Bearbeitung vorliegende Tagesordnung am kommenden Samstag den 24. September 1932 zu erledigen und bis dahin die Sitzung zu vertagen. Gemäss des vorstehenden Beschlusses sind auf heute, Samstag den 24. September 1932 vormittags 1/2 10 Uhr mit Ausnahme der Vertreter der Gemeinden Bartholomäberg, Lorüns und Stallehr, sämtliche Standesvertretungsmitglieder zur Fortsetzung der unterbrochenen Sitzung erschienen. Der Herr Vorsitzende eröffnet die Sitzung und erklärt sie für beschlussfähig. Gefasst werden folgende Beschlüsse: 2.) Die Mitteilung des Herrn Vorsitzenden über die Vorsprache einer Abordnung unter Führung des hochw. Herrn Frühmesser Dr. Feuerstein in St. Gallenkirch in Sachen der Grenzregulierung zwischen Stand Montafon und Privaten, bezw. Alpen- und Maisässinteressentschaften wird zur Kenntnis genommen. Da es sich ergeben hat, dass die Abordnung an der Art und Weise der bisher vorgenommenen Grenzbereinigungen in der Gemeinde Silbertal keine sachlich begründete Kritik zu üben vermag und nur nebensächliche Meinungsverschiedenheiten behauptet werden, findet die Standesvertretung keinen Anlass, diese im Gesamtwohle das Tales gelegene Aktion einzustellen oder in ihrem grundsätzlichen Wesen zu ändern. 3.) Die Rechnung des Standes, des Forstfondes Montafon und des Montafoner Feuerversicherungsvereines für das Jahr 1931 werden nach Kenntnisnahme genehmigt, dem Rechnungsleger wird die Entlastung erteilt. 4.) Das Ansuchen der Montafonerbahn A.Ges. in Schruns um Übernahme der a Bürgschaft für ein Darlehen von S 30000.— wird im Einvernehmen mit der Gesuchsstellerin vertagt, b Die Eingabe der A.Ges. der Montafonerbahn in Schruns um Unterstützung der Sanierungsaktion für das Unternehmen wird zur Kenntnis genommen. Es wird einstimmig beschlossen, an dieser Aktion tatkräftig, speziell auch durch Aufklärung der Bevölkerung in den Gemeinden, mitzuwirken. [-4-] 5.) Es wird einstimmig beschlossen, den bei der Spar- und Darlehenskasse in Schruns für den Fortbestand Montafon eröffneten Kredit von S 20000.--, welcher abgelaufen ist, zu verlängern. Die Mitteilung des Herrn Vorsitzenden, dass dieser Kredit gegenwärtig nicht beansprucht ist, wird befriedigend zur Kenntnis genommen. 6. Über den Vorgang der Ausgabe von Brennholzlasen zu 8 rm3 entsprechend des Beschlusses vom: 28.V.1932. (Mehrbezug von 2 rm3) bestehen ungleiche a Anschauungen. Ein Antrag der Gemeindevorstehung Bartholomäberg, nach welchem den Holzbezugsberechtigten an Stelle des Mehrbezuges von 2 rm3 nur 6 rm3 angewiesen werden sollen, von diesen 6 rm3 aber nur 4 rm3 in Anrechnung zu bringen wären, wird beraten. Über Antrag des Gemeindevorstehers und Standesvertreters von St. Gallenkirch wird einstimmig beschlossen, diesem Antrage nicht stattzugeben da er mit dem Holzbedarf der Bezugsberechtigten die Gemeinde Bartholomäberg nicht in Einklang steht. b Der Bericht des Forstwartes Vallaster/BBerg über die Ausgabe des Mehrbezuges von 2 rm3 Brennholz an die Bezugsberechtigten der Gemeinde St. Anton wird behandelt. Über Antrag des Herrn Vorsitzenden wird beschlossen, nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit des Standeswaldes in St. Anton unter Beachtung der Wirtschaftsvorschreibungen diesen Mehrbezug, in St. Antoner Revier zur Auszeige bringen zu lassen. Die Restmenge soll dem Waldrevier in Vandans entnommen werden. c Auch im Gemeindegebiet Vandans sind hinsichtlich der Ausgabe des Mehrbezuges gewisse Hemmungen zu überwinden, wie der Bericht des Herrn Standesvertreters Schappler zeigt. Es wird beschlossen, die Gemeindevorstehung Vandans zu ersuchen, im engen Einvernehmen mit dem Forstwarte Maier die Ausgabe des Mehrbezuges entsprechend den Vorschreibungen des Wirtschaftsplanes zu veranlassen. 7.) Das Ansuchen der Parteien Anton Bitschnau und Josef Vonblon von Tschaggans um Ermässigung des ihnen von der Bezirkshauptmannschaft Bludenz zur Zahlung vorgeschriebenen Schadenersatzbetrages von S 360.für unberechtigte Entnahme vom Steinen aus dem Standeswaldgebiete in Golm zum Baue des Alpstalles von Golm wird vorgelegt. Es wird beschlossen, der Ermässigung dieses Betrages auf S 180.— allein nur aus dem Grunde zuzustimmen, weil die verwendeten Steine zum Baue des Stalles der Alpinteressentschaft Golm/Tschagguns benötigt wurden. 8.) Das Ansuchen der Stemer Katharina/BBerg um Nachlass eines Forstschadenersatzes wird aus prinzipiellen Gründen abgelehnt. 9.) Das gleichlautende Ansuchen des Josef Barbisch/St. Gallenkirch wird ebenfalls abgelehnt. Es ist festzustellen, dass über das von der Partei beschädigte Holz bereits verfügt wurde. 10.) Es wird beschlossen, in Sachen des Grundtausches zwischen Josef Barbisch/St. Gallenkirch und Stand Montafon unter Hinweis auf den Beschluss vom 9. Jänner 1932 der Partei zur endlichen positiven Stellungnahme einen letzten Termin bis 10. Oktober 1932 zu setzen. Nach ergebnislosem Ablaufe dieses Stichtages ist die Standesrepräsentanz bevollmächtigt, für die Benützung von Standesgrund der Partei einen jährlichen Anerkennungszins von S 50.-- in Rechnung zu stellen und dessen Einbringung zu betreiben. 11.) Über Antrag des Herrn Vorsitzenden wird beschlossen, dem Ansuchen der Galtalpe Garnehren/Gaschürn um Bezugsbewilligung von ca. 6 fm3 Nutzholz zum Baue einer Heubarge für die Interessentschaft gegen Bezahlung des Kaufpreises in der Höhe des tarifmässigen Stockgeldes Folge zu geben. 12.) Dem Ansuchen des Professor Dr. Gastpar/Tschagguns-Matschwytz um Verlängerung der Verwendungsfrist für bezogenes Nutzholz im Sinne des § 7 Abs.2 des Holzstatutes auf 2 (zwei) Jahre wird über Antrag der Gemeindevorstehung Tschagguns entsprochen. [-5-] 13) Das Ansuchen des Albert Netzer/Tschagguns um Verlängerung der Verwendungspflicht für Standesholz auf weitere 2 (zwei) Jahre im Sinne des §7 Abs. 3 des Holzstatutes wird ausnahmsweise bewilligt. 14.) Dem Absuchen des Franz Josef Battlogg/BBerg HNr. 149 um sofortige Auszahlung: des Ablösungsbetrages für die Verzichtleistung auf daa Schindelholzservitutsrecht für Haus Nr. 149 wird stattgegeben. 15.) Das Ansuchen der Brüder Dietrich/Vandans um Ablösung des Schindelholzservitutsrechtes für die Häuser Nr. 52 und 74 in Vandans und Auszahlung der Vergütung hiefür wird abgelehnt, da die Erneuerung der Bedachung und die Verwendung von Ziegeln hiezu bereits vor dem 1. Jänner 1927 erfolgt ist. Die durchgeführten Erhebungen weisen dies nach. 16.) Das gleichlautende Ansuchen des Alois Netzer/Vandans HNr. 179 wird ebenfalls abgewiesen, da die Veränderung der Bedachungsziegel an Stelle von Schindeln) ebenfalls vor dem Stichtag 1. Jänner 1927 erfolgte. 17.) Dem Ansuchen des Josef Butzerin/Tschagguns um kaufweise Überlassung von Abgangholz im Standeswaldgebiete Golm zu Brennzwecken gegen Bezahlung des ortsüblich Kaufpreises wird unter den vom Forstwarte Ganahl angeregten Voraussetzungen Folge gegeben. 18.) Das Ansuchen der Franziska Soraruff/St. Gallenkirch HNr. 267 um Gestattung des Verkaufes von Standesnutzholz wird nach Kenntnisnahme des Erhebungsberichtes der Gemeindevorstehung St. Gallenkirch vorläufig vertagt. 19.) Dem Schwarzhans Franz Josef/St. Gallenkirch HNr.4& wird Über Ansuchen die Bewilligung erteilt, ca. 30 rm3 Stallabbruchholz innerhalb der Grenzen des Tales Hontafon verkaufen zu dürfen. 20.) Die Anregung des Forstwartes Wittwer/Gaschurn auf Verbesserung eines Holzbringungsweges und Anlage eines neuen Weges in den Abteilungen 13 k und 13 i Revier Gaschurn, sowie 21) der Antrag des Standesvertreters Herrn Netzer/St. Gallenkirch auf Anlegung eines Holzbringungsweges durch das "Netzen-Tobel" in St. Gallenkirch werden behandelt. Bisher wurde die alte Hebung eingehalten, dass die Kosten für derartige Wege zur Hälfte vom Forstfond und zur anderen gleichen Hälfte von den holzbeziehenden Parteien aufzubringen sind. Es wird beschlossen, unter Beachtung dieser alten Hebung den a alten Holzbringungsweg in Gaschurn Abt .13 k und den b Weg durch das Hetzen-Tobel in St. Gallenkirch wieder herzustellen bezw. zu verbessern. Der hiezu vom Forstfonde beizutragende Kostenanteil wird zur Auszahlung bewilligt. Die Neuanlage des Weges in Gaschurn Abt. 13 i kann derzeit nicht bewilligt werden. 22) Es wird Über Ansuchen der Gemeindevorstehung St. Anton beschlossen, das zur Wiederherstellung der Brücke über das Grafeser Tobel notwendige Nutzholz zum entfachte Stockgeldtarife zu berechnen. 23) Dem Ansuchen des Heinrich Dönz/Tschagguns um Ermässigung des Stockgelddes für das zum Wiederaufbaue seines Hauses aus Standeswaldungen bezogene Holz kann aus präjudizierenden Gründen nicht stattgegeben werden. 24.) Über Antrag des Herrn Vorsitzenden wird beschlossen, der auf der GP. Nr. 1349/1 wieder aufgebauten Säge der Ziegerberger Sägeinteressentschaft in Tschagguns das Holzbezugsrecht an Stelle der früher auf BP. Nr. 425 am Ziegerberg bestandenen und abgebrannten Säge einzuräumen. Das Bezugsrecht erlischt jedoch sofort, wenn diese Säge nicht mehr den allgemeinen Interessen der Bewohner von Ziegerberg dient oder als Sägebetrieb aufhört zu bestehen, 25.) Das Ansuchen der Ausschlagsinteressentschaft Tschöppen/Vandans um Bewilligung des Verkaufes von Abbruchholz von dem abzutragenden Stall mit angebauter Sennhütte "in den Brunnen" wird mit der Einschränkung bewilligt, dass der Verkauf nur innerhalb Montafons erfolgen darf und dass auf das Holzbezugsrecht für diese Gebäude für alle Zukunft verzichtet wird. [-6-] 26) Das Anstehen des Eduard Bachmann/St. Gallenkirch-Gargellen um Übertragung des Holzbezugsrechtes des Hauses Nr. 55 Gargellen vom gegenwärtigen Baugrund auf einen neuen Bauplatz auf demselben Grundstück wird mit der Einschränkung bewilligt, dass das Bezugsrecht keine Erhöhung erfährt, sondern nur im Umfange wie bisher im Rahnen der bezüglichen Servitutenregulierungsurkunde und des § 4 des Holzstatutes dem wiederaufzubauenden Objekte zusteht. 27.) Das Ansuchen des Professor Janner/Skischule auf Gampabing-St. Gallenkirch um Benützung des Valiseratales zum Skisport, sowie der Anlegung einer Skifähre dortselbst wird zum Zwecke der Durchführung von Erhebungen bis zur nächsten Sitzung vertagt. 28.) Der freiwilligen Feuerwehr Silbertal wiud zur Errichtung eines Spritzenhauses der Bezug von 6 fm3 Nutzholz bewilligt. 29.) Das zur Erneuerung bezw. teilweisen Ausbesserung der Brücken über den Falschavielbach in Gaschurn notwendige Holz ist aus Standeswaldungen beizustellen. Standesrepräsentanz für Montafon Schruns, am 28. September 1932 Der Standesrepräsentant: [Unterschrift der Standesausschüsse]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19800414_SV_031 StandMontafon 14.04.1980 24.05.2021, 14:37 -1- Niederschrift aufgenommen am Montag, den 14. April 1980, im Sitzungssaal des STANDES MONTAFON in Schruns, anläßlich der 31. Sitzung des Standesausschusses in der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung von 2.4.1980 nehmen an der auf heute anberaumten Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Standesrepräsentant-Stellvertr. Bgm. Ernst Pfeifer, Gaschurn, Präsident LAbg. Bgm. Ök.-Rat Ignaz Battlogg aus St. Anton, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Otto Ladner aus Lorüns, Bürgermeister Josef Schwärzler aus Stallehr, Bürgermeister Oskar Vonier aus Vandans, Bürgermeister Raimund Wachter aus St. Gallenkirch, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns. Der Vorsitzende eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 14.3.1980. 2. Vorlage der Jahresrechnung 1979. 3. Schallplattenaufnahmen von der historischen Orgel in Bartholomäberg - Vorfinanzierung (nähere Erläuterung durch Prof. Bernd Becher). 4. Umbauarbeiten beim Montafoner Heimatmuseum - Kostenvoranschlag. In Erweiterung der Tagesordnung: 5. Viehzuchtverein Silbertal - Ansuchen um eine Spende. 6. Fabrikant Klaus Gebert aus Rapperswil - Ansuchen um die Verlängerung des Jagdpachtvertrages Valisera. 7. Ansuchen des Dr. h.c. Jos. Zurkirchen aus Bartholomäberg, um einen Spesenersatz. - 2 - Berichte: a) Genehmigung des Voranschlages 1960 durch das Amt der Vorarlberger Landesregierung. b) Finanzielle Zuwendung des Landes für das Montafoner Heimatmuseum In Erweiterung: c) Geschenk an Dr. h.c. Jos. Zurkirchen zum 60. Geburtstag. d) Musikschule - Bericht von Bgm. H. Wekerle. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 14.3.1980 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Vorsitzende legt die Jahresrechnung des STANDES MONTAFON für das Rechnungsjahr 1979 vor, die vom Sachbearbeiter Mag. Johann Vallaster verlesen wird: Die Jahresrechnung weist aus: Einnahmen der Erfolgsgebarung Einnahmen der Vermögensgebarung S 1.534.807.60 - .-- Gesamteinnahmen S 1.534.807.60 Ausgaben der Erfolgsgebarung Ausgaben der Vermögensgebarung S 1.305.577.70 S 553.229.90 ______________ Gesamtausgaben S 1.858.807.60 ______________ Dies ergibt einen Gebarungsabgang für 1979 von S welcher aus Kassabeständen abgedeckt wird. 324.000.— Der Bericht des Gebarungsüberprüfungsausschusses wird durch Bürgermeister Harald Wekerls verlesen. Anschließend stellt der Überprüfungsausschuß den Antrag auf die Entlastung der Buchhaltung und Verwaltung. Nach eingehender Debatte wird die Jahresrechnung 1979 des STANDES MONTAFON einstimmig genehmigt. - 3 - Zu Pkt. 3): Prof. Mag. Bernd Becher aus Feldkirch, der als Leiter der Montafoner Sommerkonzerte zur Behandlung dieses Punktes eingeladen wurde, erläutert den Vorschlag Schallplattenaufnahmen von der historischen Orgel in Bartholomäberg machen zu lassen (bis heute liegen nur Rundfunkaufnahmen vor). Die voraussichtlichen Kosten betragen: Für 1000 Einheiten (500 Stück Schallplatten) (500 Stück Kassetten) S 85.800.- Mehrwertsteuer ........................ S 15.444.- Aufwand für Foto, Text, Plattenhüllen und Spesen für die Musiker ca. S 8.500.sodaß Gesamtkosten in Höhe von ........ S 109.744.zu erwarten sind. Nach eingehender Debatte sind die Bürgermeister der Ansicht, daß es zweckmässig ist, die Platten u. d. Kassetten durch den STAND MONTAFON herauszubringen. Dabei ist nicht nur mit der Fa. Binder (Lorby), die bereits ein Angebot gemacht hat, zu verhandeln, sondern auch mit zwei weiteren in Westösterreich bekannten Firmen, deren Adressen, wie Bgm Oskar Vonier hinweist, beim Gemeindeamt Vandans (Sekr. Vialand) zu erfragen sind. Vorerst sind 800 Einheiten herauszubringen, die aber zum Angebot für 1000 Stück gepresst werden sollen. Die Verwaltung des Standes Montafon hat sich mit der Fa. Lampert, die bereits ein Angebot vorgelegt hat, das aber unbefriedigend ist, mit der Vorarlberger Illwerke A.G. und anderen Institutionen, bezüglich der Abnahme von Platten oder Kassetten in Verbindung zu setzen. Dabei sollen jene Firmen, die Einheiten im Werte von mindestens S 10.000.- abnehmen als Förderer auf dem COVER der Platten genannt werden. -4- Das Land Vorarlberg hat sich bereite verpflichtet 100 Einheiten (50 Stück Schallplatten und 50 Stück Musikkassetten) käuflich zu erwerben. Außerdem sind die Bürgermeister/Standesrepräsentant Erwin Vallaster und Harald Wekerle bereit, für ihre Gemeinden je 100 Einheiten und der Bürgermeister Eduard Bitschnau für seine Gemeinde 50 Einheiten verbindlich zu übernehmen. Nachdem sich diese Schallplatten und die Musikkassetten sehr gut als Geschenk eignen, ist zu erwarten, daß auch die anderen Gemeinden bereit sind für besondere Anlässe oder Gästeehrungen Platten- oder Kassettenaufnahmen van der historischen Orgel in Bartholomäberg zu übernehmen. Prof. Mag. Bernd Becher wird sich an seine Musikfreunde wenden, um auch dort einen entsprechenden Absatz zu sichern. Außerdem werden die Orgelaufnahmen bei den Montafoner Sommerkonzerten sowieso aufgelegt. Der Vorschlag von Bgm. Eduard Bitschnau, die Plattentasche mit einer Farbaufnahme von Bartholomäberg zu schmücken, in die eine Aufnahme der historischen Orgel eingeblendet ist, wird allgemein gutgeheißen (einstimmiger Beschluß). Zu Pkt. 5): Der Montafoner Museums- uns Heimatschutzverein beabsichtigt das sogenannte "Menagelokal" beim Montafoner Heimatmuseum so umzugestalten, daß im Erdgeschoß eine Kornmühle, eine Alpsennerei und ein Käsekeller untergebracht werden können. Im Obergeschoß soll die Möglichkeit geschaffen werden, verschiedene landwirtschaftliche Arbeitsgeräte auszustellen. Die schätzungsweise ermittelten Umbaukosten betragen voraussichtlich S 400.000.-. Nachdem der Stand Montafon Eigentümer des Objektes ist, ersucht der Museumsverein die vorgesehene Baumaßnahme durch die Übernehme der Umbaukosten zu unterstützen. - 5 - Diesem Ansuchen wird grundsätzlich stattgegeben. Vor Baubeginn müssen jedoch die erforderlichen Pläne und ein gültiger Kostenvoranschlag dem Standesausschuß vorgelegt werden. Die Bausumme von S 400.000.- darf nicht überschritten werden, (einstimmige Beschlußfassung). In Erweiterung der Tagesordnung: Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen des Viehzuchtvereines Silbertal, um eine Spende zum 55-jährigen Bestandsjubiläum, wird in der Form, stattgegeben, daß eine Kuhglocke mit Zierriemen zur Verfügung gestellt wird (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 6): Dem Ansuchen des Jagdpächters Klaus Gebert, Fabrikant in Rapperswil, um die Verlängerung des Jagdpachtvertrages für die Standeseigenjagd Valisera um weitere 3 Jahre, wird mit einer Stimmenthaltung grundsätzlich stattgegeben. Es wird für zweckmässig angesehen, die Vertragsbedingungen etwas umfassender einzubauen. Zu Pkt. 7): Dem Ansuchen des Dr.h.c. Josef Zurkirchen in Bartholomäberg, um einen Spesenersatz für Urkundenerhebungen in verschiedenen Archiven zu Gunsten des Montafoner Heimatmuseums (Urkundensammlung) wird stattgegeben. Es wird ein Betrag von S 6000.zur Auszahlung bewilligt (einstimmige Beschlußfassung). Berichte: Der Vorsitzende berichtet: a) daß die Vorarlberger Landesregierung mit den Voranschlag 1980 des STANDES MONTAFON genehmigt hat. b) daß das Amt der Vorarlberger Landesregierung einen weiteren Beitrag in Höhe von S 200.000.- für den Erweiterungsbau des Montafoner Heimatmuseums bewilligt hat. -6- c) Bürgermeister Harald Wekerle berichtet, daß die Leiterstelle der Musikschule Montafon, die für das Unterrichtsjahr 1979/80 mit Frl. Irmgard Kieber prov. besetzt ist, zur Neubesetzung ausgeschrieben wird. Die vorstehenden Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wurde die Dringlichkeit zum Beginn der Sitzung zuerkannt. Der Vorsitzende schließt um 12 Uhr die Sitzung mit dem Dank an die vollzählig anwesenden Kollegen Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit in der nun ablaufenden Legislaturperiode und wünscht jedem viel Erfolg bei den kommenden Gemeindewahlen. Dem nun aus dem politischen Leben ausscheidenden Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, wünscht der Vorsitzenden alles Gute für die Zukunft. Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
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