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19650805_FF_003 StandMontafon 05.08.1965 23.05.2021, 20:08 -1- Niederschrift Aufgenommen am 5. August 1965, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 3. Forstfondsitzung dieser Funktionsperiode. Mit Einladungsschreiben vom 29.7.1965 wurde auf heute vormittags 8.30 Uhr eine Forstfondsitzung anberaumt, zu welcher die Forstfondvertreter des Tales Montafon, und zwar: Standesrepräsentant Bgm. Peter Wachter aus Gaschurn " Stellvertreter LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton Bürgermeister Alfons Bitschnau aus Vandans Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns Bürgermeister Hermann Brugger aus Silbertal Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg Gemeinderat Franz Josef Stofleth aus Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns Anton Lorenzin aus St. Gallenkirch/Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, vollzählig erschienen sind. Der Standesrepräsentant Peter Wachter als Vorsitzender eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Erledigung nachstehender Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 1. Juli 1965. 2. Vorvertrag der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, hinsichtlich der Grundablöse auf "Tafamunt" in Partenen. 3. Ansuchen der Alpverwaltung "Aussergweil" in St. Gallenkirch, um die Erlaubnis eine Waldparzelle mittels einer Seilbahn überspannen zu dürfen. 4. Ansuchen der Montafoner Bergbahn G.m.b.H. in Schruns, um die Erlaubnis einer Trassenschlägerung für die geplante Kabinenseilbahn. 5. Ansuchen der Gargellener Seilbahngesellschaft m.b.H., um käufliche Überlassung des Trassenholzes aus der Skiabfahrt. 6. Ansuchen des Kirchenbauausschusses Latschau in Tschagguns, um eine Spende. 7. Holzansuchen verschiedener Bauwerber. -2- Berichte: a) Wirtschaftsweg "Schnapfenwald". b) Holzverkauf im Rellstal. Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 1. Juli 1965 wird in vorliegender genehmigt und gefertigt. zu Pkt. 2): Der von der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, vorgelegte Vorvertrag Nr. 3598 über die Inanspruchnahme von Grund und Boden auf "Tafamunt in Partenen, wird in vorliegender Fassung abgelehnt. Es wird als zweckmässig angesehen, die unter Pkt. 2, Abs. 2.1 zum Verkaufe vorgesehene Fläche von rd. 72 ar, vorläufig nur im Pachtwege abzutreten. Die endgültige Verkaufsfläche soll erst nach Bauvollendung, wenn ersichtlich ist wieviel Grund und Boden die bestehenden Anlagen in Anspruch nehmen, festgelegt und darüber ein Kaufvertrag abgeschlossen werden. Der Pkt. 3, Abs. 3.6 des Vorvertrages soll dahin ergänzt werden, daß sich die Vorarlberger Illwerke verpflichten die Aufforstungen auf den Schütthalden (Deponien) 50 Jahre zu betreuen. zu Pkt. 3): Der Agrargemeinschaft Alpe "Aussergweil" in St. Gallenkirch, wird es gestattet, die Forstfondparzelle 4164/1 mittels einer Seilbahn, die zur Versorgung der Alpe "Aussergweil" vorgesehen ist, zu überspannen. Der jährliche Anerkennungszins wird mit S 10.- pro Jahr festgelegt. Diese Bewilligung gilt bis auf Widerruf. zu Pkt. 4): Dem Ansuchen der Montafoner Bergbahn G.m.b.H. in Schruns, um die Erlaubnis auf der Gp. 3232/1 eine Seilbahntrasse in einer Länge von rd. 1600 m und einer Breite von 15 m bei der Mittelsstation, sich verbreiternd bis zum Waldaustritt auf rd. 25 m, schlägern zu dürfen, wird stattgegeben. Das bei der Trassenfreilegung anfallende Holz, soweit es nicht an Parteien zugewiesen wurde und von denselben rechtzeitig geschlägert wird, hat die Bergbahn aufrüsten zu lassen und der Forstverwaltung an geeigneten Lagerplätzen -3- die im Einvernehmen mit dem zuständigen Waldaufseher festzulegen sind, unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Dem Ansuchen um die käufliche Überlassung von weiteren 100 fm Fichtenholz am Stock aus der Trassenschlägerung, wird stattgegeben. Der Kaufpreis wird mit S 350.- pro fm der anfallenden Holzmenge festgelegt. Die für zwei Seilbahnstützen notwendigen Flächen von je 100 m2 werden der Montafoner Bergbahn käuflich überlassen. Der Kaufpreis wird mit S 10.- pro m2 festgesetzt. Gleichzeitig wird der Grundüberspannung mittels Seilen zum Betriebe der Kabinenseilbahn zugestimmt. Die im Vertrag vom 8.5.1962 (Sesselbahn) unter Pkt. V. Abs. 2.3 u. 4 aufgezählten Dienstbarkeiten müssen auch auf die Kabinenseilbahn ausgeweitet werden. Die Kosten der Vertragserstellung, gleich welcher Art sie sind, hat die Montafoner Bergbahn zur Gänze aufzukommen. zu Pkt. 5): Das Ansuchen der Gargellener Seilbahn G.m.b.H. in Gargellen, um die käufliche Überlassung des Trassenholzes aus der Skiabfahrt "Schnapfenwald", wird wegen anderweitigen Verpflichtungen (Servitutsholzabgabe usw.) abgelehnt. Die Forstfondvertretung muß daher auf der früheren Vereinbarung bestehen, daß das Anfallende Trassenholz frei Abfuhrstraße der Forstverwaltung zur Verfügung gestellt wird, ohne daß irgendwelche Kosten entstehen. zu Pkt. 6): Das Ansuchen des Pfarramtes Tschagguns, um die Einforstung der neu zu erstellen geplanten Kirche auf Latschau, durch Übertragung des Holzbezugsrechtes von der "Mittelmeßpfründe" auf die neue Kirche, wird zwecks näherer Erhebung zurückgestellt. Um dem Kirchenbau entgegen am Stock als Servitutsholz Standeswaldung im Gauertal fällige Stockgeld wird als nachgelassen. zu kommen, sind vorläufig 100 fm Fichtenholz zuzuweisen. Die Holzabgabe soll aus der erfolgen. Das für die 100 fm Servitutsholz Spende zu Gunsten des Kirchenbaues -4- zu Pkt. 7) verschiedene Holzansuchen: a) Dem Ansuchen des Elmar Bickel in St. Anton, um die käufliche Überlassung von ca. 20 fm Bauholz aus Abgangbeständen wird stattgegeben. Die Zuweisung erfolgt aus der Parzelle "Gafotes". Der Kaufpreis ist nach Bekanntwerden der Holzqualität, durch den Standesrepräsentanten im Einvernehmen mit dem Waldaufseher festzulegen. b) Dem Ansuchen des Norbert Thoma in St. Anton Nr. 4, um die käufliche Überlassung von ca. 15 fm Bauholz aus Abgangbeständen, zum Bau eines Wohnhauses, wird stattgegeben. Die Zuweisung erfolgt im sog. "Fleischaries". Preisfestlegung wie unter Pkt. 7) a). c) Dem Ansuchen des Helmut Wackernell in St. Anton Nr. 6, um die käufliche Überlassung von ca. 20 fm Bauholz aus Abgangbeständen, zum Bau eines Eigenheimes, wird stattgegeben. Preisfestsetzung wie unter Pkt. 7), a). d) Mangeng Gottfried in Tschagguns/Zelfen, werden aus der Trassenschlägerung auf Kapell ca. 30 fm Lattenhölzer zum Preise von S 280.- pro fm käuflich überlassen. e) Dem Ansuchen des Alois Leopolder in Tschagguns 509, um die käufliche Überlassung von ca. 7 fm Holz, das durch einen Erdrutsch in den Gampadelsbach gestoßen wurde, wird stattgegeben. Die Zuweisung erfolgt zum Preis von S 300.- pro fm. f) Dem Ansuchen des Otto Salzgeber in Tschagguns 426, um die Überlassung von rd. 7 fm Abgangholz wird stattgegeben. Die Zuweisung erfolgt im Bereiche vom Gampadelsbach. Der Kaufpreis hat der Standesrepräsentant im Einvernehmen mit dem Waldaufseher festzulegen, sobald die Holzqualität bekannt ist. g) Dem Ansuchen des Wittwer Bernhard in Gaschurn 56a, um die käufliche Überlassung von ca. 15 fm Bauholz aus Abgangbeständen wird stattgegeben. Die Zuweisung erfolgt aus Windwurfbeständen im "Fenggatobel". Preisfestsetzung wie unter Pkt. 7)a). h) Dem Ansuchen des Paul Klehenz in Gaschurn 125, um die käufliche Überlassung von ca. 20 fm Bauholz aus Abgangbeständen wird stattgegeben. Die Zuweisung hat aus Windwurfbeständen im "Fenggatobel" zu erfolgen. -5- i) Dem Ansuchen des Heinz Dietrich in Partenen, um die käufliche Überlassung von ca. 15 fm Bauholz zum Bau eines Eigenheimes in Tschagguns, wird stattgegeben. Die Zuweisung erfolgt im sog. "Kopserloch" in Partenen zum Preise von S 200.- pro fm am Stock. k) Dem Ansuchen des Pfeifer Otto in Gaschurn HNr. 14, um die käufliche Überlassung von ca. 20 fm Bauholz aus schwerbringbarer Lage wird stattgegeben. Die Zuweisung erfolgt im sogenannten "K-opserloch" in Partenen zum Preise von S 200.- pro fm am Stock. l) Dem Ansuchen des Anton Sahler in Gaschurn, um 8 fm Abgangholz im Valschevieltal wird stattgegeben. Preisfestsetzung wie unter Pkt. 7), a). Pkt. 8): Dem Ansuchen des Herbert Fleisch in Tschagguns 527, um die Bewilligung von 2 Dachstämmen und einen Sagstamm zur Instandsetzung eines Stalles auf "Ganifer" in Partenen, wird stattgegeben. Die Holzabgabe erfolgt zum doppelten Stockgeld. Pkt. 9): Auf Bau Die den Grund der Einladung vom 16.7.1965, zur Offertstellung für den des Wirtschaftsweges "Schnapfenwald", sind 2 Offerte eingelaufen. Baufirma Ing. Gabriel Dünser in Götzis, erklärte sich bereit ca. 400 m langen Wirtschaftsweg zum Preise von S 122.000.- (1 fm S 305.--) zu erstellen, während die Firma Alois und Gotthard Pfeifer in Partenen sich angeboten hat, diesen Weg pro lfm um S 220.- zu bauen. Auf Grund dieser Anbote wird der Bau des Wirtschaftsweges der Firma Alois u. Gotthard Pfeifer in Partenen übertragen. Mit der Bauausführung ist sofort nach Beendigung der Grundablöseverhandlung zu beginnen. Pkt. 10): Für das mit 20.7.1965 ausgeschriebene Nutzholz in Vandans, oberhalb vom "Branntweintobel", sind zwei Offerte eingelaufen. Die Firma Erich Walter, Sägewerk in Bludesch bietet pro fm Nutzholz -6- am Stock S 342.- und der Holzakkordant Gottlieb Wachter in Vandans, pro fm Nutzholz S 225.--. Das Holz wird der Firma Erich Walter, Sägewerk in Bludesch, zum offerierten Preis von S 342.-- pro fm Nutzholz überlassen. Es ist darauf zu achten, daß vor Beginn der Schlägerung die vorgeschriebene Anzahlung geleistet wird. Pkt. 11): Die monatliche Kommissionsgeldpauschale für die Montafoner Waldaufseher wird ab 1.8.1965 von S 700.-- auf S 1000.- erhöht. Diese Nachziehung ist infolge Verwendung privater Kraftfahrzeuge im Dienst und der dadurch erhöhten Ausgaben notwendig geworden. Berichte: a) Erledigt unter Pkt. 9) der Niederschrift. b) Erledigt unter Pkt. 10) der Niederschrift. c) Der Vorsitzende berichtet, daß das im oberen Teil der Seilbahn Trasse auf dem Kapell angefallene Brennholz im Ausmaße von rd. 45 fm an das Gasthaus der Alpe Vorderkapell (Alphaus) käuflich überlassen wurde. Der Preis wurde mit S 52.- pro fm (doppeltes Stockgeld) festgesetzt. 31 fm Nutholz und 64 fm Brennholz im oberen Trassenbereich, wurden bereits der Hochjochbahn zugewiesen. Der Preis für das Nutzholz wurde mit S 200.- am Stock vereinbart und für das Brennholz mit S 65.-- pro fm. Beim Brennholz ist der Kaufpreis deshalb so hoch, weil anzunehmen war, das etwas Holz noch als Nutzholz ausgewertet werden kann. Das übrige Trassenholz, mit Ausnahme der unter Pkt. 4) abgean die Montafoner Bergbahn abgetretenen Holzmenge, wird als Servitutsholz an die Bezugsberechtigten ausgegeben. Die im Trassenbereich voraussichtlich anfallende Holzmenge wird 620.- fm betragen. Anschließend an die Sitzung fährt die Forstfondvertretung nach "Kops" um den Baufortschritt bei der Staumauer zu besichtigen. Im Zuge dieser Fuhrt wird vom Vermunt aus die auf "Tafamunt" vorgesehene Grundinanspruchnahme durch die Illwerke A.G. besichtigt. -7- Dieser Bericht wird von der Forstfondvertretung zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne § 34 der VGO zuerkannt. Beginn der Sitzung: 8.30 Uhr. Ende der Sitzung: 10.45 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19650701_FF_002 StandMontafon 01.07.1965 23.05.2021, 10:21 -1- Niederschrift Aufgenommen am 1. Juli 1965, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 2. Forstfondsitzung dieser Funktionsperiode. Mit Einladungsschreiben vom 22.6.1965 wurde auf heute vormittags 9 Uhr eine Forstfondsitzung anberaumt, zu welcher die Forstfondvertreter des Tales Montafon, und zwar: Standesrepräsentant Bgm. Peter Wachter aus Gaschurn " Stellvertreter LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton Bürgermeister Alfons Bitschnau aus Vandans Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns Bürgermeister Hermann Brugger aus Silbertal Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg Gemeinderat Franz Josef Stofleth aus Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns Anton Lorenzin aus St. Gallenkirch/Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, vollzählig erschienen sind. Der Standesrepräsentant Peter Wachter als Vorsitzender eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Erledigung nachstehender Tagesordnung übergegangen: 1. Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 20.5.1965 2. Versicherung der Fernsprechanlage. 3. Ansuchen des Otto Bruggmüller in Gaschurn 68, um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes. 4. Wirtschaftsweg "Oberwald" in Partenen - Creditangelegenheit. 5. Erstellung eines unbefestigten Erdweges in den "Tiefen Graben" im Gargellental. 6. Ansuchen des Musikvereines Gortipohl um eine Spende. 7. Viehauser Josef, Gastwirt in Silbertal, Ansuchen um die käufliche Überlassung von 3 Brückenbäumen (schw. Baustämme) zur Wiedererstellung der durch Hochwasser zerstörten Brücke beim Gasthaus "Fellimendli". 8. Ansuchen der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, um die Erlaubnis zur Verlegung der Trafostation in St. Gallenkirch (Gp. 4499 in Sarottla). -2- 9. Ansuchen der Gamplaschger - Weginteressenten um einen Beitrag zur Instandsetzung des Schlittweges durch das Theußtobel in Schruns. Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1. Die Sitzungsniederschrift vom 20.5.1965 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. zu Pkt. 2. Eine Versicherung der Fernsprech-Mietanlage gegen Verlust oder Beschädigung wird nicht für notwendig erachtet. Dagegen sind die Büromaschinen und die Büroeinrichtung gegen Diebstahl und sonstige Beschädigung zu versichern. Die Versicherung hat bei der Vorarlberger Landesfeuerversicherungsanstalt zu erfolgen. Auch sollen in Zukunft Gebäude oder andere Werte die bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften versichert sind, nach Ablauf der Versicherungsdauer bei der Landesfeuerversicherungsanstalt versichert werden. zu Pkt. 3. Dem Ansuchen des Otto Bruggmüller in Gaschurn HNr. 68, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 39, Bp. 567, auf das auf Gp. 869 (Beides K.G. Gaschurn) neuerbaute Wohnhaus, wird auf Grund der vorliegenden Verzichterklärung der Vorbesitzerin, die dieses Objekt ohne Holzbezugsrecht an die Vorarlberger Illwerke A.G. verkauft hat, stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das auf Gp. 869 neuerbaute Wohnhaus mit einen Gesamtholzbedarf von 30 fm eingeforstet. Dieser Bezug steht nur dann zu, wenn das Objekt wegen Baufälligkeit oder einen Katastrophenfall neu aufgebaut werden muß. Die Holzbezüge zur Instandhaltung des Objektes können im Sinne § 4 des Montafoner Holzbezugsstatutes erfolgen. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Das alte Objekt hat kein Holzbezugsrecht mehr. zu Pkt. 4. Zur Finanzierung des Wirtschaftsweges, der durch die Standeswaldung "Oberwald" in Partenen führen soll, wird ein AIK-Credit in Höhe von S 500.000.- aufgenommen. Der Zinsendienst und die Rückzahlung des Credites erfolgt zur Gänze durch die Gemeinde Gaschurn. -3- zu Pkt. 5. Durch den "Tiefen Graben" im Gargellental ist ein unbefestigter Erdweg zu erstellen, damit die Bringung von Servitutsholz auch während der Sommermonate möglich ist. zu Pkt. 6. Dem Ansuchen des Musikvereines Gortipohl, um eine Spende wird stattgegeben. Die Unterstützung erfolgt in Form einer Holzspende im Ausmaße von 20 fm. Die Abgabe erfolgt am Stock im Bereiche des Montielertobels in St. Gallenkirch. zu Pkt. 7. Dem Ansuchen des Viehauser Josef, Gastwirt in Silbertal, um die käufliche Überlassung von drei schweren Baustämmen zur Instandsetzung der durch Hochwasser zerstörten Brücke beim Gasthaus "Fellimendli" in Silbertal, wird stattgegeben. Unter der Berücksichtigung, daß diese Brücke auch von Holzbezugsberechtigten benützt wird, erfolgt die Abgabe zum ermässigten Kaufpreis von S 130.pro fm am Stock. zu Pkt. 8. Dem Ansuchen der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, um die Erlaubnis die Trafostation in Sarottla auf die Forstfondgrundparzelle 4499 verlegen zu dürfen, wird stattgegeben. zu Pkt. 9. Das Ansuchen der Gamplaschger-Weginteressentschaft um einen Beitrag zur Instandsetzung des Schlittweges auf dem "Theuß" in Schruns wird vertagt, da eine Besichtigung notwendig ist. Mit der Besichtigung wird der Herr Standesrepräsentant beauftragt. Erweiterung der Tagesordnung: Pkt. 10. Dem Ansuchen des Netzer Peter jun. in Silbertal, um die Bewilligung das Brennholzlos seines Vaters Peter Netzer und seines Onkels Anton Netzer, beide in Silbertal, soweit wie möglich als Nutzholz auszuformen und das Holz für den Dachstuhlbau beim neuen Pfarrhof in Silbertal verwenden zu dürfen, wird stattgegeben. Für die zwei Lose ist das doppelte Stockgeld zu bezahlen. -4- Pkt. 11. Dem Ansuchen des Werner Kraft in St. Gallenkirch HNr. 23, um die Erlaubnis das Brennholzlos seines Vaters Florian Kraft in St. Gallenkirch, soweit es möglich ist als Nutzholz auszuformen und das Holz zum Bau eines Eigenheimes verwenden zu dürfen, wird stattgegeben. Für das Holz ist das doppelte Stockgeld zu bezahlen. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß mit 1. Juli 1965, der Herr Landesoberforstrat Dipl. Ing. Josef Märk zum Hofrat ernannt wurde. Aus diesem Anlasse habe er im Namen des Forstfondes ein Glückwunschtelegram übermitteln lassen. Die Forstfondvertreter nehmen diese Mitteilung mit Befriedigung zur Kenntnis. Hofrat Dipl. Ing, Märk habe sich um die Forste des Landes Vorarlberg sehr verdient gemacht und auch für die Belange des Forstfondes Montafon immer großes Verständnis entgegengebracht. Anschließend an die Sitzung wird eine Besichtigungsfahrt nach Gargellen durchgeführt. Dort wird die voraussichtliche Trassenführung des Wirtschaftsweges in den sog. "Schnapfenwald" besichtigt, und eine Begehung des "Tiefen Graben" durchgeführt, wo vorgesehen ist ein unbefestigter Erdweg zur besseren Bringung von Servitutsholz zu bauen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne § 34 der VGO zuerkannt. Beginn der Sitzung: 8.30 Uhr Ende der Sitzung: 10.45 Uhr Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19650520_FF_001 StandMontafon 20.05.1965 23.05.2021, 20:16 -1- Niederschrift Aufgenommen am 20.5.1965, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 1. Forstfondsitzung dieser Funktionsperiode. Mit Einladungsschreiben vom 13.5.1965 wurde auf heute 9 Uhr eine Forstfondsitzung anberaumt, zu welcher die Forstfondvertreter des Tales Montafon, und zwar: Standesrepräsentant Bgm. Peter Wachter aus Gaschurn " Stellvertreter LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton Bürgermeister Alfons Bitschnau aus Vandans Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns Bürgermeister Hermann Brugger aus Silbertal Bürgermeister Erwin Vallaster in Bartholomäberg Gemeinderat Franz Josef Stofleth als Vertreter der Marktgemeinde Schruns Anton Lorenzin in Cortipohl, als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, vollzählig erschienen sind. Der Vorsitzende Standesrepräsentant Peter Wachter eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Erledigung nachstehender Tagesordnung übergegangen: 1. Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 25.3.1965 2. Vorvertrag der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, über Grundbeanspruchung auf Tafamunt in Gaschurn. 3. Wirtschaftsweg Verbellen - Ansuchen der Gemeinde Gaschurn. 4. Wirtschaftsweg Schnapfenwald in Gargellen. 5. Ansuchen der Anna Schallner in Bartholomäberg 64. um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes. 6. Holzschlägerungsvertrag - abgeschlossen mit Erich Walter in Bludesch. Bericht über die Genehmigung der Jahresrechnung 1964. -2- Erledigung der Tagesordnung: Pkt. 1) Die Sitzunganiederschrift vom 25.3.1965 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt. Pkt. 2) Der Vorvertrag Nr. 3598, vorgelegt durch die Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, wird in vorliegender Fassung abgelehnt. Ein Grundverkauf im Bereiche von Tafamunt kann erst erfolgen, wenn das vorgesehene Bauwerk (Stolleneingang usw.) erstellt ist. Es wird nur soviel Grund verkauft als unbedingt notwendig ist. Hinsichtlich der Pachtfläche ist nochmals eine Aussprache mit der Vorarlberger Illwerke A.G. notwendig, damit der Schüttungsbereich genauer festgelegt werden kann. Gegen die Erstellung eines Wasserbehälters auf der Gp. 3050/3 und Verlegung einer Wasserleitung über die vorbezeichnete Parzelle ist nichts einzuwenden. Der Herr Standesrepräsentant wird ermächtigt die notwendigen Absprachen mit der Vorarlberger Illwerke A.G. durchzuführen. Pkt. 3) Der Gemeinde Gaschurn wird es gestattet beim weiteren Ausbau des Wirtschaftsweges Ganifer nach der Melkalpe Verbella im Bereiche der Forstfondparzelle 3013/1 (K.G.Gaschurn) die Wegtrasse vorteilhafter anzulegen. Das im Trassenbereich anfallende Holz wird als einmaliger Kostenbeitrag des Forstfondes unentgeltlich überlassen. Der Forstfond ist jedoch in Zukunft berechtigt jederzeit Holz über diesen Wirtschaftsweg zu tranportieren, ohne sich an den zukünftigen Wegerhaltungskosten zu beteiligen. Pkt. 4) Zur Erschließung des Schnapfenwaldes im Gargellental ist ein ca. 500 m langer Wirtschaftsweg zu bauen. Ler Standesrepräsentant wird ermächtigt von Bauunternehmern unverbindlich Offerte einzuholen. Nach Aussteckung der voraussichtlichen Wegtrasse erfolgt eine Besichtigung durch den Forstfondausschuß. -3- Pkt. 5) Dem Ansuchen der Frau Anna Schallner in Bartholomäberg HNr. 64, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten Wohnhaus Nr. 64. Bp. 652, auf das auf Gp. 2596 neuerbaute Wohnhaus wird stattgegeben. Durch diese Übertragung gilt das Wohnhaus Nr. 64, Bp. 652 für immer als ausgeforstet; d.h. hat in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr. Das Objekt ist abzutragen. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Bei dieser Übertragung handelt es sich lediglich um die Standortverlegung eines Objektes für denselben Besitzer. Pkt. 6) Entfällt. Der vorhandene Vertrag über den Holzverkauf an die Fa. Walter, Sägewerk in Bludesch ist noch im Rechtskraft. Pkt. 7) Der Gemeinde Bartholomäberg werden aus der Standeswaldung St. Anton 6 Stück Föhren aus Abgangbeständen für die Brückenreparatur beim "Tschanatobel" käuflich überlassen. Der Kaufpreis wird mit S 300 – pro fm festgesetzt. Pkt. 8) Der Forstfond führt gemeinsam mit dem Stand Montafon den Betriebsausflug 1965 durch. Die auflaufenden Kosten werden anteilmässig verrechnet. Bericht: Der Vorsitzende teilt mit, daß mit Schreiben vom 12.5.65 die Jahresrechnung 1964 des Forstfondes von der Aufsichtsbehörde genehmigt wurde. Dieser Bericht wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Anschließend an die Sitzung wird eine Besichtigungsfahrt nach Silbertal/Kristberg durchgeführt. Von dort aus wird die vorgesehene Skiabfahrtstrasse von der Alpe Vorderkapell nach Silbertal erklärt, die Waldung gezeigt, wo derzeit Erich Walter, Holzhändler in Bludesch die Holzschlägerung durchführt, sowie die an die Seilweggenossenschaft Silbertal Kristberg verkaufte Baufläche an Ort und Stelle besichtigt. -4- Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne § 34 der VGO zuerkannt. Beginn der Sitzung: 9 Uhr Ende der Sitzung: 11.30 Uhr Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19650503_FF_000 StandMontafon 03.05.1965 23.05.2021, 10:35 -1Niederschrift Aufgenommen am 3. Mai 1965 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der konstituierenden Sitzung des Standes- und des Forstfondausschusses für die Funktionsperiode 1965 bis 1970. Auf Grund der am 27. April 1965 durch den bisherigen Standesrepräsentanten Josef Keßler erfolgten Einladung, sind nachfolgend aufgezählte Standes- und Forstfondvertreter zur konstituierenden Sitzung erschienen: Bgm. Batlogg Josef in Lorüns Bgm. u. LAbg. Ignaz Battlogg in St. Anton Bgm. Bitschnau Alfons in Vandans Bgm. Both Martin in Tschagguns Bgm. Brugger Hermann in Silbertal Bgm. Burtscher Eugen in Stallehr Bgm. Mangard Hermann in St. Gallenkirch Bgm. Vallaster Erwin in Bartholomäberg Bgm. Wachter Peter in Gaschurn Gemeinderat Franz Josef Stofleth in Schruns Lorenzin Anton in Gortipohl, als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch. Der bisherige Standesrepräsentant eröffnet die Sitzung und begrüßt die vollzählig erschienenen Standes- und Forstfondvertreter, insbesondere die neugewählten Vertreter der Gemeinden: Schruns, Tschagguns und Bartholomäberg. Er dankt allen früheren Vertreter für die wertvolle Mitarbeit in der vergangenen Funktionsperiode. Anschliessend übergibt er den Vorsitz an den an Jahren ältesten Bürgermeister Josef Batlogg in Lorüns. Der Vorsitzende leitet in Erledigung des Pkt. 1) der Tagesordnung, die Wahl des Standesrepräsentanten ein. Als Stimmenzähler werden nominiert: Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns und Gemeinderat Franz Josef Stofleth aus Schruns. Nach Anfrage des Vorsitzenden um Wahlvorschläge meldet sich der LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg zum Wort und schlägt Bgm. Peter Wachter, aus Gaschurn, der bisher die Funktion Standesrepräsentant-Stellvertreters -2- ausübte und dadurch großen Einblick in das Geschehen des Standes Montafon und des Forstfondes hatte, als Standesrepräsentanten vor. Als zweiten Kandidaten, der auch in die engere Wahl miteinbezogen werden soll, schlägt LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg den Bürgermeister Alfons Bitschnau aus Vandans vor, der als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans über reichliche Erfahrung, hauptsächlich in Agrarangelegenheiten hat. Bürgermeister Alfons Bitschnau in Vandans, der sich inzwischen zum Wort gemeldet hat, schlägt den bisherigen Stellvertreter Bgm. Peter Wachter als Standesrepräsentanten vor, verlangt aber, daß Bgm. Wachter noch vor dem Wahlgang die Erklärung abgibt, im Falle einer Wahl zum Standesrepräsentanten sich voll für die Bildung von Agrargemeinschaften einzusetzen. Bürgermeister Peter Wachter lehnt die Abgabe einer solchen Erklärung mit der Begründung ab, daß die Bildung von Agrargemeinschaften nicht Angelegenheit des Standesrepräsentanten, sondern der nutzungsberechtigten Bürger in den einzelnen Gemeinden sei. Vor Beginn der Wahl wird, um einen Präjudizfall zu vermeiden, stimmeneinheitlich festgelegt, daß der Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch nicht an der Wahl des Standesrepräsentanten und seines Stellvertreters teilnimmt. Der Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch nimmt diese Entschließung zustimmend zur Kenntnis. I. Wahlgang (geheime Wahl): abgegebene Stimmen 10, davon entfallen auf Bgm. Peter Wachter in Gaschurn ................ 4 Stimmen LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg in St. Anton ......... 3 Stimmen Bgm. Alfons Bitschnau in Vandans .............. 2 Stimmen Stimmenthaltung (leer) ........................ 1 Stimme Nachdem keiner der Kandidaten die absolute Stimmenmehrheit erreicht hat, ist ein zweiter Wahlgang erforderlich. Vor der Abwicklung des zweiten Wahlganges meldet sich der LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg zum Wort und ersucht von einer Stimmenabgabe zu Gunsten seiner Person abzusehen, da er wegen Arbeitsüberlastung das Amt eines Standesrepräsentanten nicht -3- annehmen könnte. Auch Bürgermeister Alfons Bitschnau meldet sich zum Wort und ersucht von einer Stimmenabgabe zu Gunsten seiner Person abzusehen. II. Wahlgang (geheime Wahl): abgegebene Stimmen 10. davon entfallen auf Bgm. Peter Wachter in Gaschurn ............. 6 Stimmen LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg in St. Anton ...... 3 Stimmen Stimmenthaltung (leer) ..................... 1 Stimme Somit ist Bürgermeister Peter Wachter aus Gaschurn mit absoluter Stimmenmehrheit zum Standesrepräsentanten gewählt. Der neugewählte Standesrepräsentant Bgm. Peter Wachter nimmt die Wahl an. Er dankt für das ihm geschenkte Vertrauen und erklärt sich bereit seine ganze Initiative zum Wohle des Standes Montafon und des Forstfondes Montafon einzusetzen. (starker Beifall). Anschließend übernimmt der neugewählte Standesrepräsentant den Vorsitz und leitet die unter Pkt. 2) der Tagesordnung vorgesehene Wahl des Standesrepräsentantstellvertreters ein. Der Vorsitzende schlägt als geeigneten Kandidaten den LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg vor. Abgegebene Stimmen 10. davon entfallen auf LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg in St. Anton .... 8 Stimmen Bgm. Alfons Bitschnau in Vandans ........ 2 Stimmen Landtagsabgeordneter Bgm. Ignaz Battlogg erklärt sich bereit die Wahl anzunehmen und dankt für das ihm erwiesene Vertrauen. Pkt. 3) In den Gebarungsüberprüfungsausschuß werden über einheitlichen Vorschlag Bgm. Bitschnau Alfons in Vandans Bgm. Both Martin in Tschagguns und Bgm. Hermann Mangard in St. Gallenkirch per Akklamation gewählt. -4- (Bei dem vor der Wahl des Gebarungsüberprüfungsausschußes gemachten Vorschlag auch den Vertreter der Marktgemeinde Schruns in den Gebarungsüberprüfungsausschuß zu wählen, wie es bei der letzten Wahl der Fall war, nahm Gemeinderat Franz Josef Stofleth Stellung und ersuchte von der Wahl seiner Person in den Gebarungsüberprüfungsausschuß abzusehen.) Der Standesrepräsentant Bgm. Peter Wachter dankt für das vollzählige Erscheinen und wünscht der neuen Standes- und Forstfondvertretung ein gedeihliches Zusammenarbeiten zum Vorteile des Standes Montafon und des Forstfondes Montafon und damit zum Wohle des ganzen Tales. Beginn der Sitzung: 8.40 Uhr Ende der Sitzung: 10.05 Uhr Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
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19650325_FF StandMontafon 25.03.1965 23.05.2021, 20:24 -1- Niederschrift Aufgenommen am 25.3.1965 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der Sitzung des Forstfondausschusses, zu welcher auf Grund der Einladung vom 15.3.1965 nachstehend angeführte Vertreter der Forstfondgemeinden erschienen sind: Standesrepräsentant Bgm. Josef Keßler in B.berg als Vorsitzender, " Stellvertreter Bgm. Peter Wachter in Gaschurn, Landtagsabgeordneter Bgm. Ignaz Battlegg in St. Anton, Bürgermeister Franz Marent in Schruns, Bürgermeister Anton Brugger in Tschagguns, Bürgermeister Alfons Bitschnau in St. Gallenkirch, Bürgermeister Hermann Brugger in Silbertal und Anton Lorenzin in Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Erledigung nachstehender Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 25.2.1965. 2. Jahresrechnung 1964 des FORSTFONDES. 3. Dienstbarkeitsvertrag Nr. 91.71.155 der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz 4. Ansuchen der Anna Schallner in Bartholomäberg, um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes. 5. Mündl. Ansuchen des Christian Tschofen in Tschagguns, bezügl. eines Holzbezugsrechtes in St. Gallenkirch/Hof. Berichte: a) über die Genehmigung des Voranschlages 1965 (Forstfond); b) über die Verpachtung der Eigenjagd "Schmalzberg/Valisera". -2- Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 25.2.1965 wird in vorliegenderFassung einstimmig genehmigt. zu Pkt. 2) Das Mitglied des Gebarungsüberprüfungsausschusses Herr Bürgermeister Anton Brugger von Tschagguns gibt bekannt, daß das Prüfungsergebnis protokollarisch festgehalten wurde, wonach die Bücher und die Belege des Forstfonds Montafon stichprobenweise überprüft wurden und daß hiebei kein Anlaß zur Beanstandung gegeben war. Die ordentliche und saubere Führung der Buchhaltung belohnte der Berichterstatter mit Worten der Anerkennung und des Lobes. Die Forstfondvertreter nehmen diesen Bericht mit Befriedigung zur Kenntnis, worauf der Vorsitzende Herr Standesrepräsentant Bürgermeister Josef Keßler berichtet, daß die Jahresrechnung 1964 des Forstfondes Montafon fertiggestellt ist und während der Auflagefrist keine Erinnerungen eingebracht wurden. Jedem Forstfondvertreter wurde mit der Sitzungseinladung ein Exemplar des Rechnungsabschlusses zur Information und gefälligen Kenntnisnahme ausgefolgt. Auf verschiedene Anfragen zu den einzelnen Haushaltstellen gibt der Vorsitzende erschöpfend Auskunft, worauf die Jahresrechnung 1964 des Forstfondes Montafon durch die Forstfondvertreter stimmeneinhellig genehmigt wird. zu Pkt. 3) Der von der Vorarlberger Illwerke vorgelegte Dienstbarkeitsvertrag Nr. 91.71.155, betreffend die 20 kv-Freileitung Partenen/Valülla wird in vorliegender Fassung abgelehnt. Die vorgesehene Ablöse für das Bestockungsverbot wird als zu nieder angesehen. Es sind mit der Vorarlberger Illwerke A.G. neuerdings Verhandlungen aufzunehmen. -3- zu Pkt. 4) Das Ansuchen der Frau Anna Schallner in Bartholomäberg, um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes wird zwecks Erhebungen vertagt. zu Pkt. 5) Dem mündlichen Ansuchen des Christian Tschofen in Tschagguns/Maueren, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für den Stall auf Bp. 922/2 in K.G. St. Gallenkirch auf weitere fünf Jahre; d.i. bis 25.3.1970, wird stattgegeben. Bei der nochmaligen Überprüfung des Sachverhaltes wurde festgestellt, daß bei der Meldung schadhafter Gebäude das zuständige Forstschutzorgan irrtümlich auch die Bp. 922/2 der Forstverwaltung gemeldet hat, obwohl dieses Objekt auf Weisung des Waldaufseher abgetragen wurde. Der mit 25.2.1965 gefasste Beschluß über Ausforstung der Bp. 922/2 wird somit aufgehoben. zu Pkt. 6) Dem mündlichen Ansuchen des Landtagsabgeordneten Ignaz Battlogg in St. Anton i.M., um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von alten Wohnhaus Nr. 26, Bp. 18/2 und vom alten Stall Bp. 18/1 auf die auf den Zusammenstoß der Gpn. 131, 136 u. 139 neuerbauten Objekte wird stattgegeben. Die alten Gebäude mußten im Zuge der Verbreiterung der Montafonerstraße abgetragen werden. Bei dieser Übertragung handelt es sich lediglich um die Verlegung des Standortes eingeforsteter Gebäude für denselben Besitzer. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen sondern für verfallen erklärt. Die hiefür vorgesehene Schindeldachablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. -4- Pkt. 7) Das Ansuchen des Wachter Alwin in Gaschurn, um einen Preisnachlaß für das im Tschambreutobel bezogene Abgangholz wird abgelehnt. Es ist bereit eine Preisermässigung durch die Verrechnung von 4 Servitutsbrennholzlose erfolgt. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, a) daß der Voranschlag des FORSTFONDES MONTAFON für das Rechnungsjahr 1965 von der Agrarbezirksbehörde in Bregenz, als Aufsichtsbehörde mit 8.3.1965 ohne Einwand genehmigt wurde; b) daß die Eigenjagd "Schmalzberg" in St. Gallenkirch/Gargellental, auf Grund der Ausschreibung vom 17.2.1965, an den Meistbietenden: Herrn Franz Xaver Gebert, Ingenieur in Uznach/Schweiz auf die Dauer von 6 Jahren verpachtet wurde und hierüber ein Jagdpachteinkommen abgeschlossen wurde; c) daß die in der Standeswaldung St. Gallenkirch aufgetretenen Verbiß- und Schälschäden durch eine neutrale Person, und zwar durch Förster Ernst Bargehr, Angestellter der Stadt Bludenz erhoben wurden. Da die Berechnungen noch nicht abgeschlossen sind, kann die Höhe des Schadens noch nicht mitgeteilt werden. Die Berichte werden nach detailierter Erläuterung durch den Vorsitzenden vom Forstfondausschuß zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen wird die Dringlichkeit im Sinne der Vorarlberger Gemeindeordnung zuerkannt. -5- Zum Abschluß der Sitzung erscheinen im Sitzungssaal auch die Standesvertreter der Gemeinden: Lorüns, Stallehr und St. Gallenkirch. Der Vorsitzende dankt den Mitgliedern des Standesausschusses und des Forstfondausschusses für die rege Teilnahme an den Sitzungen, für die Aufgeschlossenheit und das große Verständnis für alle Belange des Standes Montafon und des Forstfondes, sowie für die gute Zusammenarbeit in der zu Ende gehenden Legislaturperiode. Er dankt seinem Stellvertreter Bgm. Peter Wachter aus Gaschurn für seine Hilfsbereitschaft und spontanen Einsatz, wenn es galt seine Person wegen Erkrankung oder im Verhinderungsfalle zu vertreten. Besonders erwähnt der Vorsitzende, daß der Bau des Verwaltungsgebäudes der Initiative von Bgm. Wachter zu verdanken sei. Wenn auch zur Verwirklichung des Projektes die Einmütigkeit der ganzen Standesvertretung Voraussetzung war, so wurde seinerzeit der Gedanke doch von Bgm. Peter Wachter das Erstemal zur Debatte gestellt. Anschließend dankt der Vorsitzende der Verwaltung für die prompte Auftragserledigung und die geleistete Arbeit. Abschließend teilt der Vorsitzende mit, daß er wegen des hohen Alters eine Kandidatur zu den Gemeindewahlen abgelehnt habe und sich aus dem politischen Leben zurückziehen werde. Standesrepräsentant-Stellvertr. Bgm. Peter Wachter bittet um das Wort. In seinen Ausführungen bezeichnet Bgm. Peter Wachter den Herrn Standesrepräsentanten Josef Keßler als verantwortungsbewußten Mann, der bis ins hohe Alte im öffentlichen Leben tätig, überall, sei es als ehemaliger Landtagsabgeordneter, als Bürgermeister oder als Standesrepräsentant immer zum Wohle der Allgemeinheit gewirkt habe und in seinen Händen der Stand Montafon wie der Forstfond Montafon immer in guten Händen gewesen sei. In Namen des Standesausschusses und des Forstfondausschusses dankt er dem Standesrepräsentanten für sein 16jähriges wirken als Repräsentant des Tales Montafon. Der Bürgermeister der Marktgemeinde Schruns Franz Marent bedankt sich beim scheidenden Standesrepräsentanten für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Er freue sich, daß der Stand Montafon sich im Hauptort des Tales ein schönes Heim geschaffen habe in dem die Verwaltungsgeschäfte des Standes Montafon und des Forstfondes abgewickelt werden. Das alles sei nicht zuletzt ein -6- dem scheidenden Standesrepräsentanten Josef Keßler zu verdanken. Standesrepräsentant Josef Keßler vollendet am 28.3.1965 sein 80. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß begeben sich die Mitglieder des Standes- und des Forstfondausschusses nach Beendigung der Sitzung zu einem gemeinsamen Mittagessen in das Hotel "Krone" in Schruns. Dort erwarten bereits die Waldaufseher des Tales Montafon ihren Repräsentanten, um gemeinsam mit den Mitgliedern der Standes- und der Forstfondvertretung den Altersjubilar Standesrepräsentant Josef Keßler zu ehren. Im Zuge einer kleinen Feier wird dem Jubilar ein Geschenk übereicht werden. Beginn der Sitzung: 8.45 Uhr Ende der Sitzung: 11.00 Uhr Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19650225_FF_000 StandMontafon 25.12.1964 23.05.2021, 14:13 -1- Niederschrift Aufgenommen am 25.2.1965 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der Forstfondsitzung, zu welcher auf Grund der Einladung vom 18.2.1965 nachstehende Vertreter der Forstfondgemeinden erschienen sind: Standesrepräsentant Bgm. Josef Keßler in B.berg als Vorsitzender, " Stellvertreter Bgm. Peter Wachter in Gaschurn, Landtagsabgeordneter Bgm. Ignaz Battlogg in St. Anton, Bürgermeister Franz Marent in Schruns, Bürgermeister Anton Brugger in Tschagguns, Bürgermeister Hermann Brugger in Silbertal. Bürgermeister Hermann Mangard in St. Gallenkirch, Oskar Neher. 1. Gemeinderat in Vandans, als Vertreter für der erkrankten Bürgermeister Alfons Bitschnau und Anton Lorenzin in Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend stellt der Vorsitzende den Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch: Anton Lorenzin in Gortipohl vor, der in Zukunft die Agrargemeinschaft St. Gallenkirch im Forstfondausschuß vertreten wird. Bürgermeister Hermann Mangard, der bis heute dem Forstfondausschuß angehört hat, scheidet aus. Anton Lorenzin bittet um das Wort. Er schildert seinen Lebenslauf als Kind, das früh seine Eltern verloren hat, als junger Mann der den 2. Weltkrieg mitmachte, in Gefangenschaft geraten ist und krank in die Heimat zurückkehrte. Trozt aller Mühsal entschloß er sich im öffentlichen Leben zu betätigen. Er wurde in die Gemeindevertretung gewählt und gilt als Mitbegründer der Argrargemeinschaft St. Gallenkirch, zu deren Obmann er nun gewählt wurde. Gleichzeitig bedauert er, daß er, nachdem sich der Beginn der Forstfondsitzung um 2 Stunden verzögert hat, nicht an dieser Sitzung teilnehmen zu können, da er als Angestellter der Vorarlberger Illwerke nachmittags wieder seinen Dienst antreten muß. Er bittet den Bürgermeister Hermann Mangard ihn in dieser Sitzung zu vertreten. -2- Anschließend wird zur Erledigung nachstehender Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 4.2.1965. 2. Dienstbarkeitsvertrag Nr. 3539 der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz. 3. Dienstbarkeitsvertrag Nr. 3490 der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz. 4. Güterweg St. Gallenkirch/Zamang – Übernahme eines Teiles der Erhaltungskosten. 5. Ansuchen der Berta Küng in Vandans, um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes. 6. Ansuchen des Tschofen Christian in Tschagguns, um die Verlängerung eines Holzbezugsrechtes für den Stall in St. Gallenkirch. 7. Ansuchen der Aloisia Tschabrunn in Vandans, um die Abänderung des Beschlusses vom 10.12.1964. 8. Ansuchen der Midy Rhomberg in Gargellen, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Altbau des Hotels auf einen vorgesehenen Neubau. 9. Ansuchen der Geschwister Butzerin in St. Gallenkirch, um die Erlaubnis Servitutsholz vorübergehend einer anderen Partei zur Verfügung zu stellen. Berichte: Abkommen mit den Alpbesitzern in Silbertal, wegen der Kostenübernahme zur Wegerhaltung Eggatobel/Dürrwald. Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 4.2.1965 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. zu Pkt. 2) Der von der Vorarlberger Illwerke A.G. vorgelegte Dienstbarkeitsvertrag Nr. 3539, betreffend das 20 kv Kabel Lünerseewerk – Rodundwerk, Fernmeldekabel Rodundwerk – Lünerseewerk und das Fernsteuerkabel Rodundwerk – Lünerseewerk wird in vorliegender Fassung genehmigt. zu Pkt. 3) Der von der Vorarlberger Illwerke A.G. vorgelegte Dienstbarkeitsvertrag Nr. 3490, betreffend 20 kv Freileitung Partenen/Loch – Gsäß wird in vorliegender Fassung genehmigt. zu Pkt. 4) Las Ansuchen der Alpgenossenschaft Zamang und der Maisäßinteressentschaft Tanafreida um die Übernahme eines Teiles der Instandsetzungskosten des vorgesehenen Wirtschaftsweges St. Gallenkirch – Zamang wird aus Präjudizgründen abgelehnt. Dagegen ist der Forstfond bereit, zusätzlich zum anfallenden Trassenholz, 5% der tatsächlichen Wegbaukosten zu übernehmen, und zwar soweit der Wirtschaftsweg zur Walderschließung dienlich ist. -3- zu Pkt. 5) Das Ansuchen der Berta Küng in Vandans, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom baufälligen Stall auf Bp. 268 au ein auf Gp. 748 neu zu erstellen vorgesehene Objekt, das zur Unterbringung von landwirtschaftlichen Geräten dienen soll, wird im Sinne des Montafoner Holzbezugsstatutes abgelehnt. zu Pkt. 6) Das Ansuchen des Tschofen Christian in Tschagguns, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für den Stall auf Bp. 992/2 in St. Gallenkirch wird abgelehnt, weil die gesteckte Instandsetzungsfrist bereits abgelaufen ist. zu Pkt. 7) Das Ansuchen der Aloisia Tschabrunn in Vandans, um die Aufhebung des Beschlusses vom 10.12.1964, in dem die Übertragung des Holzbezugsrechtes von Bp. 80,Stall, auf ein anderes neuerstelltes Objekt abgelehnt wurde, wird abgelehnt. Im Sinne des Montafoner Holzbezugsstatutes sieht die Forstfondvertretung keine Veranlassung den seinerzeit gefassten Beschluß aufzuheben. zu Pkt. 8) Das Ansuchen der Midy Rhomberg in Gargellen, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von HNr. 39 (derzeit d. Altbau des Hotels) auf einen vorgesehenen Neubau, wird im Sinne des Montafoner Holzbezugsstatutes abgelehnt. Es handelt sich bei diesem Holzbezugsrecht um ein reguliertes mit der Landwirtschaft verbundenes Servitut. zu Pkt. 9) Das Ansuchen der Geschwister Butzerin in St. Gallenkirch, um die Erlaubnis rd. 36 fm Servitutsholz, das zur Instandsetzung des Hauses Nr. 262 bezogen wurde aber aus finanziellen Gründen sich noch etwas verzögert, dem Schwiegersohn zur Fertigstellung eines Wohnobjektes ausleihen zu dürfen, wird abgelehnt. Es wird die Möglichkeit eingeräumt das Holz käuflich zu erwerben, um es dem zur Unterstützung vorgesehenen Bauvorhaben zuführen zu können. Der Kaufpreis wird mit S 230 pro fm festgesetzt, wobei das bereits bezahlte Stockgeld abgesetzt werden kann. -4- In Erweiterung der Tagesordnung: Pkt. 10) Dem Ansuchen der Montafoner Bergbahn G.m.b.H. in Schruns, um eine Bewilligung zur Verbreiterung der bestehendem Seilbahntrasse vom Kropfen auf die Kapellalpe, damit eine Kabinenbahn parallel des Sesselliftes erstellt werden kann, wird grundsätzlich zugestimmt. Hinsichtlich der Holzschlägerung und der Einräumung einer dauernden Dienstbarkeit sind noch Verhandlungen mit der Montafoner Bergbahn G.m. b.H. notwendig. Pkt. 11) Dem Ansuchen der Gemeinde Silbertal, um die Erlaubnis durch die Standeswaldung der Schattseite in Silbertal eine Skiabfahrt von der Kapellalpe bis nach Silbertal ausholzen zu dürfen, wird stattgegeben. Über die breite der Skiabfahrt und der Trassenführung ist noch eine Aussprache mit den Vertretern der Gemeinde Silbertal notwendig. Das Anfallende Holz wird der Gemeinde Silbertal käuflich überlassen. Der Kaufpreis kann erst festgesetzt werden, wenn die Örtlichkeit näher bekannt ist. Pkt. 12) Der Stockpreis für das Holz, das Battlogg Franz in St. Anton, auf Grund einer Ersatzzuweisung der Stadt Bludenz, geschlägert hat, wird pro fm mit S 310.- festgesetzt. Dieser Kaufpreis ist bis 31. März 1965 bei der Forstfondkassa zu bezahlen, andernfalls die Forstverwaltung ermächtigt ist das Holz gegen Ersatz der Schlägerungskosten anderweitig zu veräussern. Pkt. 13) Falls es zum Vorteile der Jagd dient, ist für die Eigenjagdgebiete "Valisera" und "Schmalzberg" ein Jagdaufseher hauptberuflich zu bestellen. Pkt. 14) Dem Ansuchen des Netzer Bernhard in Gaschurn HNr. 34a, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus 34a, Bp. 976, auf ein auf Gp. 424/4 neu zu erstellen geplantes Wohnhaus wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das zum Bau vorgesehene Wohnhaus -5- mit einem Gesamtholzbedarf von 30 fm für die erstmalige Erstellung eingeforstet. Das Haus, das mit Beschluß vom 21.1.1955 durch Übertragung eingeforstet wurde, muß im Zuge des Bauvorhabens "Kops" der Vorarlberger Illwerke A.G. abgetragen werden. Pkt. 15) Dem Ansuchen des Netzer Otmar in Gortipohl, um die Zuteilung der Brennholzlose für die nächsten 3 Jahre als Vorausbezug, wird aus Präjudizgründen abgelehnt. Pkt. 16) Den Montafoner Musikvereine wird zur Instandsetzung der Bühne l Fichtenstamm kostenlos abgegeben. Die Zuweisung erfolgt aus der Standeswaldung Vandans. Pkt. 17) Dem Ansuchen der Montafonerbahn A.G. in Schruns, um die Verlängerung der Bürgschaft für einen Credit in Höhe von 1 Mill. Schilling auf weitere 10 Jahre; d.i. bis 31.12. 1974, wird stattgegeben. Desgleichen wird der Ausstellung eines Garantiebriefes für Schienen und Kleinmaterial im Werte von 1.5 Mill. Schilling, das die Österreichisch-Alpine Montangesellschaft in Wien, vorerst der Montafonerbahn A.G. in Schruns leihweise zur Verfügung stellt, zu-gestimmt. Pkt. 18) Dem Ansuchen des Franz Keßler in Tschagguns, um die Auszahlung der Servitutsablöse für das zum Abbruch vorgesehene Stallgebäude Bp. 869, wird abgelehnt, weil das Objekt wegen Überschreitung der Instandsetzungsfrist nicht mehr eingeforstet ist. Ausserdem wird für Objekte, die abgetragen werden keine Dachablösen ausbezahlt. Pkt. 19) Zur Vergabe der Eigenjagden "Valisera/Schmalzberg" wird ein Unterausschuß gebildet. Im gehören an: Standesrepräsentant Josef Keßler, Bürgermeister Anton Brugger und die Angestellten Saler Gebhard und Walch Alfred. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen wird die Dringlichkeit zuerkannt. -6- Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß mit der Vertretern der Alpen: Fresch, Faneskla, Dürrwald, Käfera, Gafluns, Rons, Gisla und Platina, alle in Silbertal, hinsichtlich der Erhaltung des Wirtschaftsweges "Eggatobel" bis "Dürrwald" ein Übereinkommen getroffen wurde, wonach die Alpen pro Stück Vieh, das zur Sömmerung aufgetrieben wird S 3.-- (drei) als Beitrag zur Wegerhaltung zahlen. Um nicht jährlich feststellen zu müssen wieviel V-ieh aufgetrieben wird, wurde folgender Viehstand angenommen: Alpe Fresch 140 Stück, Alpe Faneskla 50 Stück, Alpe Dürrwald 60 Stück, Alpe Gafluna 140 Stück, Alpe Käfera 45 Stück, Alpe Rona 55 Stück, Alpe Gisla 30 Stück und Alpe Platins 100 Stück. Die vorgenannte Vereinbarung gilt bis auf weiteres. Die Forstfondvertretung nimmt diesen Bericht vollinhaltlich zur Kenntnis und erklärt sich mit dem Übereinkommen einverstanden. Beginn der Sitzung 11 Uhr 45. Ende der Sitzung: 14 Uhr 30. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19650204_FF_000 StandMontafon 04.02.1965 23.05.2021, 20:22 -1- Niederschrift Aufgenommen in der Standeskanzlei in Schruns, am 4. Februar 1965 unter dem Vorsitz des Herrn Standesrepräsentanten Bürgermeister Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 25.1.1965 wurde auf heute vormittags eines Forstfondsitzung anberaumt, zu welcher die Vertreter des Forstfondes, und zwar: Standesrepräsentant, Bgm. Josef Keßler in Bartholomäberg, " Stellvertreter, Bgm. Peter Wachter in Gaschurn, Landtagsabgeordneter, Bgm. Ignaz Battlogg in St. Anton, Bürgermeister Franz Marent in Schruns, Bürgermeister Hermann Brugger in Silbertal, Bürgermeister Hermann Mangard in St. Gallenkirch, Bürgermeister Anton Brugger in Tschagguns und Bürgermeister Alfons Bitschnau in Vandans erschienen sind. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und stellt fest, daß der Forstfondausschuß vollzählig ist. Anschließend wird zur Erledigung nachstehender Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 17.12.1964. 2. entfällt (Stand Montafon) 3. Haushaltplan 1965 des FORSTFOND MONTAFON. 4. Neufestsetzung des Stockgeldes. 5. Ansuchen des Tschofen Christian in Tschagguns, um die Verlängerung eines Holzbezugsrechtes. 6. Ansuchen der Bezugsberechtigten auf "Brif" in Schruns, um einen Beitrag zur Instandsetzung des Schlittweges nach Vermolen. 7. Ein Schreiben der Miteigentümer des Wirtschaftsweges Gisla/Dürrwald in Silbertal. 8. Ansuchen das Mangeng Gottfried in Tschagguns, um die Bewilligung vom 30 fm Lattenholz für ein Wochenendhaus. 9. Ein Schreiben der Montafoner Waldaufseher, wegen einem Zuschuß für die Benützung eigener Kraftfahrzeuge im Dienst. 10. Netzer Ludwig in Schruns, Vorlage der Holzliste für den Stall in St. Gallenkirch/Hof. -2- Pkt. 11) Vergabe der Eigenjagd "Schmalzberg" in St. Gallenkirch. Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1) Die Niederschrift vom 17.12.1965 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. zu Pkt. 2) entfällt (Stand Montafon) zu Pkt. 3) Der Vorsitzende berichtet, daß der Voranschlag des Forstfondes Montafon für das Rechnungsjahr 1965 erstellt ist und während der Auflagefrist keine Erinnerungen eingebracht wurden. Hierauf wird der Voranschlag von Sachbearbeiter Alfred Walch postenweise verlesen und vom Standesrepräsentanten zu den einzelnen Haushaltstellen erschöpfend Auskunft erteilt. Der Voranschlag des FORSTFONDES MONTAFON wird mit Einnahmen in Höhe von .................. S 2.476.100.-und Ausgaben in Höhe von ............... S 2.476.100.-einstimmig genehmigt. zu Pkt. 4) Das Stockgeld für das Servitutsholz wird wie folgt festgelegt: Nutzholz: Brennholz: pro fm Für Servitutsholz, das auf Grund der Forsttagsatzung zugewiesen wird S 130.-- S 26.-Für Servitutsholz, das ausserhalb der Forsttagsatzung oder in Form einer Vorschlägerung zugewiesen wird, sowie das Brennholzübermaß S 260.-- S 52.-- Diese Stockgeldpreise gelten ab 1.1.1965. zu Pkt. 5) Das Ansuchen des Christian Tschofen in Tschagguns, wird zwecks näherer Erhebungen vertagt. zu Pkt. 6) Den Bezugsberechtigten auf Brif in Schruns, wird zur Instandsetzung des Schlittweges nach "Vermolen" einmalig ein Betrag von S 5000.- zur Verfügung gestellt. zu Pkt. 7) Zur Klärung der Erhaltung des Wirtschaftsweges Eggatobel/Dürrwald in Silbertal, bzw. Aufteilung dieser Kosten zwischen Forstfond und den Alpen ist in nächster Zeit eine Aussprache mit dem Alpbesitzern herbeizuführen. Seitens des Forstfondes werden der Herr Standesrepräsentant und der Herr Bürgermeister P. Wachter in Gaschurn, an der Aussprache teilnehmen, die gleichzeitig ermächtigt sind verbindliche Erklärungen abzugeben. zu Pkt. 8) Dem Ansuchen der Montafoner Waldaufseher um einem Zuschuß für die Benützung eigener Kraftfahrzeuge im Dienst, kann derzeit nicht näher getreten werden. Lediglich Waldaufseher Erich Marent, der einen weiten Weg in sein -3- Aufsichtsgebiet hat und ausserdem zur Vertretung dienstverhinderter Kollegen vorgesehen ist, wird, nachdem sich auch seine Berufskollegen für eine besondere Berücksichtigung ausgesprochen haben, ein Zuschuß in Höhe von S 1000.- pro Jahr bewilligt. zu Pkt. 9) Das Ansuchen des Gottfried Mangeng in Tschagguns, um die käufliche Überlassung von rd. 30 fm Lattenholz am Stock zum Bau eines Wochenendhauses in Schruns/Latang, wird abgelehnt, da derzeit eine so große Menge Durchforstungslatten, die frisch sein müßten, nicht zur Verfügung steht. zu Pkt. 10) Dem Ansuchen des Netzer Ludwig in Schruns, um die Überlassung von rd. 22 fm Nutzholz für die Instandsetzung seine Stalles in St. Gallenkirch wird stattgegeben. Die Abgabe erfolgt zum Preise von S 130.- am Stock. Das Objekt ist nicht eingeforstet. zu Pkt. 11) Die Eigenjagd "Schmalzberg" in Gargellen ist im Offertwege zu verpachten. Da dieses Jagdgebiet eine jagdliche Einheit mit dem Eigenjagdgebiet "Valisera" bildet, sind diese Jagdgebiete gemeinsam zu verpachten. zu Pkt. 12) Dem Ansuchen des Alois Leopolder in Tschagguns 509, um die käufliche Überlassung des Nebenstalles auf Manuef zum Abbruch, wird stattgegeben. Der Kaufpreis wird mit S 450.- festgesetzt. Pkt. 13) Dem Ansuchen des Keßler Karl in St. Gallenkirch, um die Erlaubnis 18 fm Servitutsnutzholz, welches für das Maisäßobjekt auf Gampabing bezogen wurde, frei verkaufen zu dürfen wird stattgegeben. Keßler hatte sein Servitutsholz rechtzeitig zur Forsttagsatzung angemeldet. Die Zuweisung erfolgte in entlegener Lage auf Gampabing. Es war vorgesehen, daß die Forstverwaltung zur Bringung von Servitutsholz dort eine Seilbahn erstellt. Dieses Projekt konnte wegen Einspruch der Unterlieger nicht verwirklicht werden. Da Keßler inzwischen das Holz dringend benötigte kaufte er von Alwin Rudigier in Gortipohl 18 fm Holz. Pkt. 14) Der Bescheid über die Bildung der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Zl. II = 470/65 wird in vorliegender Fassung einspruchslos genehmigt. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß am 14.1.1965 mit dem Montafoner Gipswerk, vertreten durch Arthur Breuss eine Vereinbarung getroffen wurde, wonach das Montafoner Gipswerk der Forstverwaltung monatlich S 500,- als Nutzungsentgang bezahlt. Die Zahlung erfolgt rückwirkend ab 1.1.1964. Ausserdem wird das Montafoner Gipswerk den Zuwachsentgang für die vorgesehene Rodung von einem rd. 100 hohen -4- und rd. 60 Meter breiten Waldstreifen ersetzen, die Holzschlägerung auf eigene Kosten vornehmen und das Holz abfuhrbereit an der Gipswerkstraße der Forstverwaltung zur Verfügung stellen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne der VGO. zuerkannt. Beginn der Sitzung: 9 Uhr Ende der Sitzung: 12 Uhr Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19620719_FF_000 StandMontafon 19.07.1962 23.05.2021, 10:45 - 1 - STAND MONTAFON FORSTFOND Schruns Niederschrift auf genommen am Donnerstag, den 19. Juli 1962 im Sitzungszimmer des Verwaltungsgebäudes des Standes Montafon in Schruns. Mit Einladungsschreiben vom 16. Juli 1962 wurden die Bürgermeister der acht Forstfondgemeinden von Montafon zu dieser Sitzung in der Eigenschaft als Standesvertreter geladen. Um 8 Uhr 30 werden die vollzählig erschienenen Bürgermeister der acht Forstfondgemeinden vom Vorsitzenden Standesrepräsentant Bürgermeister Josef Keßler herzlich begrüßt und gleichzeitig die 23. ordentliche Standesausschuss-Sitzung dieser Legislaturperiode eröffnet. Nach Feststellung der gegebenen Beschlußfähigkeit wird die Sitzungsniederschrift, vom 12. Juli 1962, die jedem Standesvertreter per Post zugesandt wurde, stimmeneinheitlich genehmigt. Zu Punkt 2 der Tagesordnung: Die Waldaufseher der Standeswaldaufsichtsgebiete St. Gallenkirch I und II haben in der Standeskanzlei in Schruns bekanntgegeben, daß im heurigen Winter 1961/62 in ihren Aufsichtsgebieten übermässig viel Schneebruchund Windwurfholz angefallen ist und der normale diesjährige Servitutsholzbezug nicht all diesen Anfall beansprucht. Die Standesvertreter beschließen einstimmig, daß den Bezugsberechtigten ein gerechtfertigter Servitutsholz-Vorausbezug zugewiesen werden kann und daß an Nichtstandesbürger nur in äußerst schwerbringbarer Lage Holz zugewiesen werden darf. Jeder Holzanfall über den von der Forstbehörde bewilligten Bezug ist unbedingt der Standeskanzlei bekanntzugeben und die Zuweisung darf nur durch diese erfolgen. Zu Punkt 3 der Tagesordnung: Ganahl Otto, St. Gallenkirch hat um die käufliche Überlassung von ca. 50 fm Windwurfholz im Gweiltobel angesucht. Da dieses Abgangholz nur nach vorheriger Erstellung eines Zubringerweges bringbar ist und daher für die Bezugsberechtigten eine nicht zumutbare Bringung gegeben ist, beschließen - 2 - die Forstfond-Ausschuss-Mitglieder, dem Gesuchsteller: Ganahl Otto in St. Gallenkirch dieses Windwurfholz zum Preise von S 100.-- pro fm käuflich zu überlassen. Zu Punkt 4 der Tagesordnung: Dem Ansuchen des Sprengelarztes von Innermontafon Herrn Dr. Ostap Buzmaniuk in St. Gallenkirch HNr. 2a um käufliche Überlassung von ca 40 fm Bauholz zur Erstellung eines Wohnhauses und den nötigen Ordinationsräumen wird stattgegeben. Die Zuweisung hat nach Möglichkeit im Standeswaldgebiet St. Gallenkirch I "Rütital" zu erfolgen und zwar im Bereiche der Servitutsholzzuweisung der Gemeinde St. Gallenkirch. Der Kaufpreis pro fm Nutzholz wurde mit Schilling dreihundert festgesetzt. Zu Punkt 5 der Tagesordnung: Ablösung für Schindeldächer bei Maisäßhäuschen wird auf eine kommende Sitzung vertagt, da vorerst durch die Standeskanzlei die rechtlichen Möglichkeiten beim zuständigen Grundbuch zu erfragen und zu prüfen sind. Zu Punkt 6 der Tagesordnung: Ansuchen der Marktgemeinde Schruns um Übernahme des Zinsendienstes für die notwendigen Darlehen zur Erstellung einer neuen Hauptschule in Schruns, (jährlich 400,000.-- Schilling mit einer Laufzeit von 10 Jahren). Der Vorsitzende wiederholt kurz den Inhalt der diesbezüglich - mit einer Abordnung der Gemeinde Schruns unter Führung des Herrn Bezirkshauptmannes Hofrat Dr. Julius Längle - geführten Besprechung bei der vorausgegangenen Standesausschuss-Sitzung am 12. d. M., da der Abgeordnete zum Vorarlberger Landtag Herr Bürgermeister Ignaz Battlogg von St. Anton wegen einer Landtagssitzung bei der letzten Standesvertretungs-Sitzung nicht teilnehmen konnte. Hernach verließt der Vorsitzende ein von ihm verfasstes Schriftstück, in welchem er im Namen aller Hauptschulsprengelgemeinden Montafons an die Direktion der Vorarlberger Illwerke, Aktiengesellschaft in Bregenz das bittliche Ersuchen gestellt hat, den geplanten Hauptschulneubau in Schruns finanziell zu unterstützen. Die Bürgermeister danken dem Vorsitzenden für seine persönlichen Bemühungen und erhoffen ebenfalls eine erfolgversprechende Zusage von Seiten der Vorarlberger Illwerke A.G. -3- Bürgermeister Alfons Bitschnau, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans berichtet, daß bei einer kürzlich stattgefundenen Sitzung der Agrargemeinschaft Vandans das diesbezügliche Ansuchen der Marktgemeinde Schruns an die Forstfondgemeinden aus rechtlichen Gründen als vollkommen unakzeptabel abgewiesen wurde, da eine Verwaltungsgemeinschaft niemals hoheitsrechtliche Agenden finanziell unterstützen könne. Als Vertreter der politischen Gemeinde Vandans begrüße er die Initiative der Marktgemeinde Schruns, anerkenne und schätze alle von ihr bisher vollbrachten Leistungen und Bemühungen und versichere fernerhin diesem Unternehmen seine bestmöglichste Hilfe, Förderung und finanzielle Unterstützung auch innerhalb seiner Gemeindevertretung angedeihen zu lassen. Standesrepräsentant-Stellvertreter Bürgermeister Peter Wachter von Gaschurn gibt erneut seiner bei der letzten Standesausschuss-Sitzung zustimmenden Meinung Ausdruck und verweist wiederum auf die Wichtigkeit der Gründung dieser Bildungsstätte im weltbekannten Zentrum des Tales Montafon und den bisher bestens bewährten Zusammenhalt aller Standesgemeinden hin. Der Abgeordnete zum Vorarlberger Landtag und Bürgermeister der Gemeinde St. Anton i. M. Ignaz Battlogg erklärt ebenfalls, daß es unrechtsmässig sei, wenn eine Verwaltungsgemeinschaft hoheitsrechtliche Agenden übernehme. Trotz großer Aufgaben und Belastungen seiner kleinen finanzschwachen Gemeinde, sowie anderer Einstellung der Schülereltern habe er sich bislang immer für den Bestand und die Beschickung der Hauptschule Schruns - und nicht für Bludenz - vorwiegend aus Talschaftszusammengehörigkeitsgründen energisch eingesetzt. Die beantragte Zinsendienstübernahme könnte nur dem Stand Montafon- 10 Gemeinden (bzw. 8 Gemeinden, da Lorüns und Stallehr nicht zum Hauptschulsprengel Schruns gehören) zugemutet werden, dieser aber müßte wiederum diese Last zu Ende des laufenden Rechnungsjahres auf die einzelnen Gemeinden Montafons verumlagen, was dann einer zusätzlichen Belastung zum Pflichtschulbeitragsgesetz gleich käme. -4- Bürgermeister Anton Brugger von Tschagguns weist wiederum auf die Wichtigkeit der Gründung dieser neuen Bildungsstätte hin, erklärt aber ebenfalls, daß er einer Zinsendienstübernahme durch den Forstfond nicht zustimmen könne, ferner würde er sich dafür einsetzen, daß man die finanzschwachen Gemeinden bei einer zusätzlichen Belastung zum Pflichtschulbeitragsgesetz entsprechend berücksichtigen würde. Um seine persönliche Einstellung zu diesem Vorhaben der Gemeinde Schruns zu bekunden, erklärt er - vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeindevertretung - eine zeitweise Abtretung von 2 - 3 Klassen im neuerstellten Schulgebäude in Tschagguns bei Übernahme von den Beleuchtungs-, Beheizungs- und Reinigungskosten. Bürgermeister Alfons Bitschnau von Vandans stellt den Antrag auf schriftliche Abstimmung ob der Forstfond Montafon aus rechtlichen Gründen diesen Zinsendienst zu übernehmen gewilligt ist. Das von den bestellten Stimmenzählern Bürgermeister Anton Brugger und Hermann Mangard ermittelte Ergebnis lautet auf 2 Ja- und 6 Neinstimmen. Das Resultat dieser schriftlichen Abstimmung erübrigt weitere Debatten innerhalb der Forstfondvertretung. Jedoch erklären sich alle Standesvertreter solidarisch bereit, als Vertreter der politischen Gemeinden fernerhin dieser Talschaftssache, wo wie bisher bei allen anderen Gemeinschaftsangelegenheiten, engste Zusammenarbeit und vollste Unterstützung. Zu Punkt 7: Keßler Oskar und Maria, Gaschurn HNr. 130 haben um Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 130 in Gaschurn, Bp. Nr. 357 auf den bereits begonnen Wohnhaus-Neubau auf der Gp. Nr. 1719/2 Kat. Gemeinde Gaschurn angesucht. Nach Anhörung des zuständigen Standesvertreters und dessen Befürwortung wird diesem Ansuchen einhellig stattgegeben. Bei der Verkaufs-Urkunde hat die antragstellende Partei unbedingt darauf zu achten, dass die Löschung des bisher bestandenen Holzbezugsrechtes durchgeführt wird, ebenfalls ist dies im Servitutrecht-Übertragungsbescheid zu beachten. Zu Punkt 8: Die Gemeinde St. Anton i. M. steht mit einer Textilfirma in Unterhandlung wegen der Errichtung einer Industriefiliale innerhalb ihres Gemeindebereiches. -5- Sollten diese Verhandlungen zu einem konkreten Ergebnis führen, so überläßt der Forstfond Montafon der ansuchenden Gemeinde einen Bauplatz zur Erstellung dieses Zweigbetriebes auf der St. AntonerAllmende. Zu Punkt 9: Waldaufseher Fleisch Josef, Schruns, hat der Forstverwaltung bekanntgegeben, daß die Firma Norbert Heinzle, Küfermeister in Bludenz, zur Bringung von Holz aus einer Privatwaldung in Tschagguns: "Mauren" ob den "Hofnerwaldungen" zur bereits bestehenden Greiferbahn eine Zubringerbahn erstellen muß. Durch diese technische Beförderungseinrichtung würden im Standeswaldgebiet St. Gallenkirch I ca.100 bis 150 fm überständiges Holz erschlossen, die zufolge des äußerst unwegsamen Geländes sonst nicht als Nutzholz bringbar sind, daher beschließen die Standesvertreter die Schlägerung und den Verkauf dieses Holzes. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit gemäß § 34 VGO zuerkannt. Schluß der Sitzung: 12 Uhr 15 Der Schriftführer: Die Standesvertreter:
  1. forstfonds
  2. standmontafon
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