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19621207_GVE025 Schlins 07.12.1962 26.05.2021, 08:30 -1- Verhandlungsschrift über die am Freitag, den 7. Dezember 1962 im Gemeindeamte unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Richard Bösch stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung Schlins. Anwesend: Bürgermeister, 2 Gemeinderäte, 8 Gemeindevertreter und 2 Ersatzmänner. Entsch.[uldigt] abwesend: 5 Gemeindevertreter Beschlüsse 1.) Die Verhandlungsschrift der letzten Sitzung wurde verlesen und ohne Einwand angenommen. 2.) Über die vom Planungs- und Finanzierungsausschuss für das Jahr 1963 vorgeschlagenen Bauvorhaben der Gemeinde wurden nach eingehender Überprüfung der einzelnen Projekte nachstehende Beträge zur Verbauung festgelegt und bewilligt. a) Die im Bau befindlichen Anlagen – Bundesbahnhaltestelle und Friedhoferweiterung samt Einbau der Leichenhalle – stehen bereits im Rohbau und sollen im kommenden Jahre fertiggestellt werden. b) Mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses dürfte im Frühjahr begonnen und soweit als möglich fertiggestellt werden. Für dieses Bauvorhaben ist eine bindende Rücklage im Betrage von S 300.000 anzulegen. c) Für den Ausbau der Quadernstrasse auf eine -2- Fahrbahnbreite von 5 Metern werden S 500.000 bereitgestellt. Diese Strassenverbreiterung soll von Engelbert Bernhart bis Einmündung Rönsbergstrasse zur Durchführung kommen, soferne bei den Anrainern in Punkto Grundablöse keine unmöglichen Überforderungen auftreten. Grundregel pro m2 soll S 35 nicht übersteigen. Stimmenverhältnis 10 ja, 2 nein. Desgleichen wurde für den Ausbau der Sägackerstrasse bis St. Loy S 200.000 bewilligt. Beschluss einstimmig. d) Für die im kommenden Jahr in Aussicht genommene Aussenrenovierung der Pfarrkirche wird ein Beitrag von S 100.000 zur Verfügung gestellt. In dieser Angelegenheit wünscht die Gemeinde ein Mitspracherecht. e) Zur Verbesserung der Strassenbeleuchtung wurde ein Betrag von S 30.000 bewilligt. f) Vor dem Schulhaus ist ein entsprechender massiver Zaun vorgesehen. Desgleichen soll auch im kommenden Jahr wieder eine Schulklasse mit einem neuen Achat-Semperit-Bodenbelag versehen werden. Auch für diese beiden Vorhaben ist ein Betrag von S 30.000 vorgesehen. g) Für den Einbau der Wasserleitung beim kommenden Siedlungsbau wurde ein Beitrag von S 25.000 bereitgestellt. h) Zur Neuerstellung wurde ein Beitrag von S 25.000 bereitgestellt. i) Zur Neuerstellung der Sennereibrücke, sofern es die Notwendigkeit erfordert, wurde ein Betrag von S 25.000 freigegeben. -3- 3.) Den Gemeindearbeitern wurde der vierzehnte Monatslohn bewilligt. Diese Regelung gilt auch für den Bürgermeister. 4.) Der Wohnbauförderung für 1963 im Wege des Wohnbaufondes für Vorarlberg wird der Betrag von S 60.000 bewilligt. 5.) a – b Zu den Gesetzesbeschlüssen des Vorarlberger Landtages vom 30. Okt. 1962 über die Verleihung einer Rettungsmedaille sowie über die Verleihung des Ehrenzeichens des Landes Vorarlberg wird von der hiesigen Gemeindevertretung keine Volksabstimmung angestrebt. 6.) Allfälliges Der Kriegsopfervereinigung Schlins und der kath. Pfarrbücherei in Schlins wurden auf ihr Ansuchen Beiträge gewährt. S 500 und bewz. S 600 [?]. Dem Vorarlberger Blindenbund sowie dem St. Kolumban-Kirchenbau in Bregenz wurden Spenden bewilligt. S 200 u. 100. Letzter Punkt Kirchenbau St. Kolumban wurde mit 7 ja, 4 mein u. 1 Stimmenthaltung […] Schluss der Sitzung um 23.00 Uhr Gegen diesen Beschlüsse steht die Berufung offen, die innerhalb von 14 Tagen, vom Tage der Verlautbarung an, schriftlich beim Gemeindeamte Schlins einzubringen wäre. Der Schriftführer Hartmann Vinzenz Der Bürgermeister: Richard Bösch
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19710927_GVE016 Schlins 27.09.1971 26.05.2021, 08:28 -0- 16. SITZUNG Sitzungstag: 27. September 1971 Sitzungsort: Gemeindehaus-Sitzungssaal anwesend abwesend Abwesenheitsgrund Vorsitzender: Kalb Elmar Kraczmer Friedrich Dienst Niederschriftführer: Jenni Siegfried Walter Friedrich Büchel Anton Dorn Benno Jussel Ernst Matt Rudolf Begle Reinold Sonderegger Dr. Erwin Bickel Anton Amann Friedrich Jussel Erich Mähr Ekkehard Hartmann Vinzenz Erne Andreas Amann Anton -00- Tagesordnung Zu Punkt..........10 u. 11................. wurde gemäß Art. 52, Abs.2 GO die Öffentlichkeit ausgeschlossen. 1. Verlesung und Genehmigung der Verhandlungsschrift der 15. Gemeindevertretungssitzung 2. Berichte des Bürgermeisters 3. Verordnung nach dem Straßengesetz 4. Holzverkauf a) Nutzholz b) Brennholz 5. Bericht des Obmannes des Jagdausschusses 6. Vergabe von Arbeiten und Lieferungen 7. Abstandsnachsichten a) Tschofen Olga b) Fröhle Margarethe 8. Beitritt zum Oberländer Verkehrsverband 9. Allfälliges 10. Dienstpostenplan 1972 11. Personalangelegenheit -1- Verhandlungsschrift über die am Montag, den 27.9.1971 um 20.00 Uhr im Sitzungssaal des Gemeindehauses stattgefundene 16. Sitzung der Gemeindevertretung Schlins Anwesend: Brgm. Elmar Kalb als Vorsitzender, Vizebrgm. Friedrich Walter, die Gemeinderäte Anton Büchel und Anton Bickel, 10 Gemeindevertreter und der Ersatzmann Ekkehard Mähr Entsch. abwesend: GV Friedrich Kraczmer Der Vorsitzende stellt fest, daß a) die Einladungen zur 16. Sitzung ordnungsgemäß zugestellt wurden, b) die Beschlußfähigkeit gegeben ist. Erledigungen 1. Die Verhandlungsschrift der 15. Gemeindevertr.Sitzung wird verlesen und ohne Einwand angenommen. 2. Berichte des Bürgermeisters: a) Der Vorsitzende berichtet über die Sitzung des Gemeindevorstandes vom 22.9.1971. b) Die Vergabe der Öllieferungen für Gemeindeamt, Volksschule und Kindergarten wird zur Kenntnis gebracht. c) Ein Schreiben des Lorenz Mähr im Zusammenhang mit dem Verkauf der Gp. 87V6 wird verlesen. d) Der Rasenplatz beim Gemeindehaus wird als Kinderspielplatz eingerichtet. Fußballspielen ist auf diesem jedoch nicht gestattet. e) Walter Amann, Walgaustraße 10, wurde die Gewerbeberechtigung als Zimmermaler und Anstreicher erteilt. 3. Über die Erklärung von Straßenzügen zu Gemeindestraßen wird eine Verordnung erlassen. 4. An Konrad Muther, Kreuzstr. 4 werden 39,79 fm Nutzholz zu a S 670,- und an Karl Mündle, Satteins 9,88 fm Nutzholz, stehend, zu a S 510,- verkauft. Für den Verkauf von weiteren kleinen Nutzholzpartien an Otto Matt und Vinzenz Hartmann werden der Obmann des Forstausschusses, GR Anton Bickel und Waldaufseher Elmar Rauch beauftragt. 14 rm Brennholz werden zum Tagespreis lt. Aufstellung des Waldaufsehers verkauft. -2- 5. Der Obmann des Jagdausschusses, GV Vinzenz Hartmann, bringt die verschiedenen Schreiben des Amtes der Vlbg. Landesregierung und der BH-Feldkirch über die Auszahlung des Jagdpachtschillings vollinhaltlich zur Kenntnis. Die Gemeinde Vertretung nimmt hiezu Stellung und betont, daß der Jagdausschuß diese Angelegenheit im Sinne des Schreibens der BH-Feldkirch vom 12.8.71 erledigen soll. 6. Arbeitsvergaben: a) Die Anbringung von diversen Garderoben im Kindergarten wird an die Firmen Ernst Jussel und Bernhart Hartmann vergeben. b) Abweichend vom Offert über die Wiesenbachteilregulierung übernimmt die Gemeinde die Mehrkosten für eine schönere Ausführung des Geländers bei der Brücke am Wiesenbach (Nähe Kindergarten). 7. Olga Tschofen, Augarten 8, wird zur Erstellung eines Anbaues eine Bauabstandsnachsicht von 4,- m auf 1,- m gegenüber der Gp. 2025/1 (Agrargemeinschaft) mit einer Auflage erteilt. Margarethe Fröhle, Hauptstr. 3, wird zur Errichtung eines neuen Anbaues bei ihrem Wohnhaus eine totale Abstandsnachsicht gegenüber der Bp. 127 (Martin Bischof) erteilt. 8. Die Gemeinde Schlins tritt dem "Verkehrsverband Vorarlberger Oberland" als ordentliches Mitglied bei. 9. Allfälliges: Der Vorsitzende erteilt auf Anfrage über den derzeitigen Stand bezüglich Ausbau der Straßenbeleuchtung in der Bahnhofstraße, Erstellung des Flächenwidmungsplanes und beabsichtigter Gründung des Abwasserverbandes Auskunft. Die Fischereigesellschaft hat sich schon mehrmals über die schlechte Wasserqualität des Wiesenbaches beschwert. Der Vorsitzende erklärt sich bereit, in Zusammenarbeit mit der Fischereigesellschaft Schritte zur Beseitigung dieses Übels zu unternehmen. Die Materialkosten zur Wiederinstandsetzung des Weges entlang des neuen Fischteiches werden von der Gemeinde getragen. Der Friedhofausschuß wird gemeinsam mit dem Pfarramt Richtlinien für die Modalitäten bei Begräbnissen festlegen. GV Dr. Erwin Sonderegger bringt wiederum ernstliche Bedenken gegen die beabsichtigte Errichtung einer Müllverbrennungsanlage im Raume Walgau vor. Der Bürgermeister gibt bekannt, daß diese Angelegenheit derzeit einem Begutachtungsverfahren unterzogen werde. In der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung wird der Dienstpostenplan für das Jahr 1972 einstimmig beschlossen sowie eine Personalangelegenheit erledigt. Schluß der Sitzung um 22.35 Uhr Der Bürgermeister:
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19710421_GVE012 Schlins 21.04.1971 26.05.2021, 08:26 -1- 12. SITZUNG Sitzungstag: 21. April 1971 Sitzungsort: Gemeindehaus-Sitzungssaal anwesend abwesend Abwesenheitsgrund Vorsitzender: Kalb Elmar Kraczmer Friedrich Jussel Erich Erne Andreas Dienst Dienst familiär Niederschriftführer: Jenni Siegfried Walter Friedrich Büchel Anton Dorn Benno Jussel Ernst Matt Rudolf Begle Reinold Sonderegger Dr. Erwin Bickel Anton Amann Friedrich Eberl Hermann Hartmann Vinzenz Amann Anton Bickel Edwin -2- Tagesordnung Die Sitzung war öffentlich — Zu Punkt..................16....... wurde gemäß Art. 52, Abs. 2 GO die Öffentlichkeit ausgeschlossen. 1. Verlesung und Genehmigung der Verhandlungsschrift der 11. Gern.Vertr.Sitzung 2. Berichte des Bürgermeisters 3. Sanierungsmaßnahmen für die Volksschule Auftragserteilung für Hausnummern und Straßentafeln 5. Einführung einer geregelten Müllabfuhr 6. Auftragsvergaben für Kindergarten 7. Abrechnung für Galscherlendweg 8. Anschaffung eines Vervielfältigungsapparates 9. Neufestsetzung der Stundensätze: a) für Traktoren b) für Aushilfskräfte 10. Straßenpolizeiliche Maßnahmen (Verkehrszeichen) 11. Anstellung einer Kindergärtnerin 12. Wahl der zwei Vertreter der Gemeinde in den Vorstand des Verkehrsvereines 13. Ansuchen um Führung des Gemeindewappens durch Ortsfeuerwehr 14. Volksabstimmung über das Abgabenverfahrensgesetz 15. Allfälliges 16. Personalangelegenheiten -3- Verhandlungsschrift über die am Mittwoch, den 21.4.1971 um 20.00 Uhr im Sitzungssaal des Gemeindehauses stattgefundene 12. Sitzung der Gemeindevertretung Schlins Anwesend: Brgm. Elmar Kalb als Vorsitzender, Vizebrgm. Friedrich Walter, die Gem.Räte Anton Büchel und Anton Bickel, 8 Gemeindevertreter und die Ersatzmänner Hermann Eberl und Edwin Bickel Entsch. abwesend; GV Friedrich Kraczmer, Erich Jussel und Andreas Erne Der Vorsitzende stellt fest, daß a) die Einladungen zur 12. Sitzung ordnungsgemäß zugestellt wurden, b) die Beschlußfähigkeit gegeben ist. Erledigungen 1. Die Verhandlungsschrift der 11. Gem.Vertr.Sitzung wird verlesen und ohne Einwand angenommen. 2. Berichte des Bürgermeisters: a) Am 19. März fand die Stellung der 16 Angehörigen des Jahrganges 1952 statt. b) Bei einem am 7. April an der Bludescher Grenze tot aufgefundenen Reh wurde Tollwut festgestellt. c) Für die Fortsetzung von Verbauungsmaßnahmen im Montanastbach werden vom Land Beiträge gewährt. d) Auf Grund eines Kurrendalbeschlusses der Gemeindevertretung wurde das Gehrecht über das Anwesen des Adalbert Fischer (Gp. 63) auf die Dammkrone des Wiesenbaches verlegt. e) Der Vorsitzende berichtet über die am 26. März in Frastanz stattgefundene Besprechung der Bürgermeister der politischen Bezirke Feldkirch und Bludenz bezüglich der Müllbeseitigung in der Region Oberland und einer evtl. Errichtung einer Müllverbrennungsanlage im Raume Frastanz. Es wird erwogen, eine öffentliche Aufklärungsversammlung unter Beiziehung von Fachexperten für Müllverbrennungsanlagen und des "Aktionskomitees gesunder Lebensraum" zu veranstalten. -4- f) Seit zwei Wochen werden Krankenscheine für Pensionisten, freiwillig Versicherte und Kriegshinterbliebene durch das Gemeindeamt ausgestellt. 3. Auf Vorschlag des Bauausschusses wird der Spielplatz bei der Volksschule erweitert, und der bestehende Weg verlegt bezw. begradigt. Verschiedene Sanierungsmaßnahmen am Gebäude werden im Rahmen des Voranschlages bewilligt. 4. Die Lieferung von Hausnummer-Schildern, 20 x 15 cm, und Straßenschildern, 15 cm hoch, mit blauem Untergrund, ohne Weißrand, in Emailausführung wird zum Offertpreis an die Firma Herbert Huber, Dornbirn vergeben. Die Kosten für die Hausnummerschilder und für die Anbringung derselben an den Gebäulichkeiten werden auf die Hausbesitzer verumlagt. 5. Die Einführung einer wöchentlichen Müllabfuhr durch die Firma Branner, Rankweil wird einstimmig beschlossen. Die hiefür erforderlichen "Viktor"-Müllgefäße, 55 Liter, werden durch die Fa. Zimmermann, Dornbirn zum Offertpreis von S 224,- je Stück bezogen. Es ist mit einer jährlichen Müllabfuhrgebühr von S 196,pro Haushalt zu rechnen, für Betriebe gelten andere Regelungen. In dieser Gebühr sind die Sperrgutabfuhr (2 x jährlich) und die Instandhaltung des Ablagerungsplatzes inbegriffen. Die Aufnahme der Müllabfuhr ist ab Anfang Juni vorgesehen. Für den Kindergarten-Neubau werden folgende Arbeiten vergeben: a) Einbauschränke und Kochnischen um S 34330,- an die Fa. Alois Bischof, Schlins b) Stiegengeländer außen um S 550,-/lfm, Geländer für Kellerstiege um S 470,-/lfm und Handlauf zum Gymnastikraum um S 80,-/lfm an die Firma Rudolf Bickel, Schlins c) Montage einer Heraklithdecke im Gymnastikraum um S 175,pro m2 an die Firma Hans Wucher, Ludesch d) Holzdecken in Fichte bei den Haupteingängen um S 205,pro m2 an die Fa. Alois Bischof, Schlins (1 Gegenstimme) 7. Eine vorläufige Abrechnung über den Waldwegbau-Galscherlend wird vorgelegt. Diese hat ergeben, daß die Firma Josef Ammann, Nenzing für den Transport des Schüttmaterials durch zusätzliche Auflagen der Gemeinde einen nachweislichen Verlust erlitten hat. Die Gemeinde übernimmt aus diesem Grunde die Hälfte der Mehrkosten für den Transport. 8. Für das Gemeindeamt wird die Lieferung eines GEHA-Vervielfältigungsapparates, Mod. 260 DA, an die Fa. Gerta Schönbichler, Feldkirch vergeben. Die Deckung erfolgt durch Einsparung bei der Haushaltsstelle 923/54. (Nettopreis S 14.777,25) -5- 9. Die Stundensätze für Traktoren und Aushilfskräfte werden neu geregelt. Sie betragen für Traktoren unter 25 PS S 60,-, für Traktoren mit 25 und mehr PS S 85,- pro Stunde; für männliche Aushilfskräfte bis 18 Jahre S 20,-, für solche über 18 Jahre S 25,- pro Stunde brutto. 10. Es wird beschlossen, Verkehrszeichen an nachstehenden Orten aufzustellen: a) beim Gasthof Krone das Zeichen "Sackgasse", b) am Wiesenbach bei Haus-Nr. 8 das Zeichen "Fahrverbot in beiden Richtungen", c) am Beginn der Waldwege das Zeichen "Fahrverbot in beiden Richtungen" mit dem Zusatz "ausgenommen Forstbetrieb". 11. Mit 1. September d.J. wird auf Grund des Bewerbungsschreibens Frl. Resi Bickel, St. Gerold, als Kindergärtnerin der Verw.Gp. c, Dp.Gp. 1, Geh.St. 1, eingestellt. 12. Als Vertreter der Gemeinde werden Vizebrgm. Friedrich Walter und Ersatzmann Edwin Bickel in den Vorstand des Verkehrsvereines berufen. 13. Der Ortsfeuerwehr Schlins wird die Bewilligung zur Führung des Gemeindewappens in ihrer Stampiglie gegen jederzeitigen Widerruf erteilt. Die Form oder Größe derselben soll so gewählt werden, daß eine Verwechslung mit der Gemeindestampiglie ausgeschlossen ist. 14. Zum Beschluß des Vlbg. Landtages über das Abgabenverfahrensgesetz wird keine Volksabstimmung verlangt. 15. Unter Allfälligem werden Wünsche betreffs Lattenbeistellung für den Sportplatz in der Au, und Beschwerden über den Aasplatz im Falschion vorgebracht. Ein evtl. Schotterverkauf aus der gemeindeeigenen Grube soll durch den Gemeindevorstand geregelt werden. 16. In nichtöffentlicher Sitzung werden Personalangelegenheiten behandelt. Schluß der Sitzung um 22.50 Uhr Der Bürgermeister:
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19651020_GVE007 Schlins 20.10.1965 26.05.2021, 08:26 -0- 7. Sitzung Sitzungstag: 20. Oktober 1965 Sitzungsort: Gemeindehaus – Sitzungszimmer anwesend abwesend Abwesenheitsgrund Vorsitzender: Rauch Albert Walter Fritz Dörn Anton Hummer Heribert Amann Friedrich Kursbesuch in Wien Krankheit Krankheit dienstlich verhindert Niederschriftführer: Hosp Josef Bickel Anton Gabriel Otto Begle Robert Bischof Josef Reichart Josef Schlichtherle B. Hartmann Vinzenz Erne Andreas Dona Anton Büchel Anton Mähr Edelbert Jussel Erich Fröhle Engelbert -00- 1 Verlesung und Genehmigung der Verhandlungsschrift der 6. Sitzung 2. Berichte des Bürgermeisters; Stellungnahme und Beschlußfassung zu einzelnen Berichten 3. Beschlußfassung über den Rechnungsabschluß 1964 und Verlesung des Revisionsberichtes der Landesrevisionsstelle 4. Festlegung der Höhe der Grundsteuer für die Kalenderjahre 1963 und 1964 5. Aufstellung des Dienstpostenplanes 1966 Neuerliche Beschlußfassung über provisorische Instandsetzung des alten Tobelweges 7. Gewährung eines Überbrückungskredites der Gemeinde an Vogewosi für ihren Grundkauf im Sägacker 8. Verkauf des alten Gemeindehauses 9. Erteilung einer Bauabstandsnachsicht für Hartmann Maria, Schlins 83 10. Erteilung der Wasseranschlußbewilligung für Amann Josef, Schlins 95 11. Ansuchen des Karl Vonbank, Schlins 41 um Bauholzbezug 12. Allfälliges -1- Verhandlungsschrift über die am Mittwoch, den 20. Oktober 1965 um 20.15 Uhr im Sitzungszimmer des Gemeindehauses unter Vorsitz des Bürgermeisters Albert Rauch stattgefundenen 7. Sitzung der Gemeindevertretung Schlins. Anwesend: Bürgermeister, 1 Gemeinderat, 9 Gemeindevertreter und die Ersatzmänner Anton Büchel, Edelbert Mähr, Erich Jussel und Engelbert Fröhle Entsch. abwesend: GR Fritz Walter, GV Anton Dorn, Heribert Hummer und Friedrich Amann Beschlüsse und Berichte: 1. Die Verhandlungsschrift der letzten Sitzung vom 11.9*65 wird verlesen und einstimmig angenommen. 2. Der Bürgermeister berichtet: a) Als Mitunterzeichner der Verhandlungsschriften der Gemeindevertretungssitzungen wird GV Andreas Erne berufen. b) Die Bevölkerung wird neuerdings aufgefordert, die Müllabfuhr zeitgerecht und ordnungsgemäß durchzuführen, andernfalls sich die Gemeinde veranlaßt sieht, eine für die Haushalte mit hohen Kosten verbundene Müllabfuhr einzuführen. c) Soweit es die finanziellen Mittel der Gemeinde erlauben, wird der Ausbau der Straßenbeleuchtung weiterhin vorangetrieben. d) Nach einer Vorsprache des Herrn Dr. Lampacher der ÖBB-Direktion Innsbruck bezüglich beabsichtigter Schließung der Bahnhaltestelle Schlins nimmt die Gemeindevertretung dazu wie folgt Stellung: Eine Besetzung der Haltestelle wie bisher ist einer Schließung derselben vorzuziehen. e) Ein neuerliches Schreiben der Geschw. Mähr-Nußbaumer, betreffend Wiedererstellung einer massiven Brücke über den Wiesenbach wird zur Kenntnis genommen. Die Gemeinde wird eine Teilregulierung des Wiesenbaches im Bereich Friedhof bis Haus-Nr. 11 beim Wasserbauamt innerhalb von 3 Jahren beantragen. Damit verbunden wäre die Erstellung einer massiven Brücke über den Wiesenbach. f) Der Firma Lorünser wird für die Spende an die örtliche Volksschule schriftlich gedankt. g) Die Dankschreiben des Kinderdorfes Vorarlberg und der evangelischen Pfarrgemeinde werden zur Kenntnis genommen. h) Zur Anschaffung einer Motorsäge gewährt die Gemeinde dem Waldaufseher Elmar Rauch einen Vorschuß bis 1. März 1966. Die Höhe des Vorschusses beträgt S 7.000,- -2- 3. Der Rechnungsabschluß der Gemeinde Schlins für das Jahr 1964, der Bericht des Überprüfungsausschusses sowie der Revisionsbericht der Landesrevisionsstelle werden der Gemeindevertretung vorgelegt bezw. zur Kenntnis gebracht. Die Haushaltsgebarung weist Einnahmen von S 2.331.848,92 und Ausgaben von S 2.053.444,87 auf. Es ergibt sich somit ein Gebarungsüberschuß von S 278.404,05 Der Rechnungsabschluß wird einstimmig genehmigt, ebenso ein Nachtragskredit von ca S 100.000,- für den Neubau des Gerätehauses. 4. Für die Kalenderjahre 1963 und 1964 wird die Grundsteuer bei allen Steuergegenständen einheitlich in der Höhe des Jahresbetrages für das Kalenderjahr 1962 unter Berücksichtigung der in den Kalenderjahren 1962 und 1963 eingetretenen Änderungen in der Art und im Bestand des Steuergegenstandes sowie hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse ausgeschrieben. 5. Der Dienstpostenplan der Gemeinde Schlins für das Jahr 1966 wird genehmigt. 6. Infolge zeitlicher Verzögerung der Instandsetzung des Forstweges ins Tobel wird der Beschluß der Gemeindevertretung bezüglich provisorischer Instandsetzung des alten Tobelweges vom 11. Sept. 1965 aufgehoben und dafür der Beschluß gefaßt, die Firma Mähr Josef, Feldkirch um den Angebotspreis von S 3.500,- mit der provisorischen Instandsetzung des genannten Weges unter der Bedingung zu beauftragen, daß genannte Arbeiten unverzüglich begonnen werden. 7. Ein Antrag, der Vogewosi für ihren beabsichtigten Grundkauf im Sägacker einen Überbrückungskredit von S 230.000,- nicht zu gewähren, wird mit 13 Jastimmen, 1 Neinstimme und 1 Stimmenenthaltung angenommen. 8. Mit 10 Ja- und 5 Neinstimmen wird beschlossen, das alte Gemeindehaus sofort zum Verkaufe öffentlich auszuschreiben, nachdem ein Antrag auf zeitliche Verschiebung des Verkaufes mit dem gleichen Stimmenverhältnis abgelehnt wurde. Mit der Ausarbeitung der Verkaufsbedingungen wird der Planungsausschuß beauftragt. 9. Dem Ansuchen der Hartmann Maria, Schlins 83, um Bauabstandsnachsicht zum Grundstück Gp.Nr. 552 zur Erstellung eines Geräteschuppens wird die Genehmigung erteilt. 10. Dem Ansuchen des Josef Amann, Schlins 95, um Wasseranschlußbewilligung wird zu den üblichen Bedingungen entsprochen. 11. Dem Ansuchen des Karl Vonbank, Schlins 41, um käufliche Überlassung von 13fm Rundholz zur Fertigung eines Dachstuhles wird die Genehmigung erteilt. 12. Allfälliges: a) 2 beschädigte Dorfbrunnen sollen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs repariert werden. b) Die Reparatur des Waldweges ins Galscherlend ist wegen Überschreitung des Budgets derzeit nicht möglich. -3- Schluß der Sitzung um 1.40 Uhr Es ist Jedermann berechtigt, im Falle einer vermeintlichen Gesetzeswidrigkeit oder Unwirtschaftlichkeit dieser Beschlüsse eine Aufsichtsbeschwerde beim Gemeindeamt oder unmittelbar bei der Aufsichts- bezw. Genehmigungsbehörde innerhalb von 2 Wochen nach Verlautbarung einzubringen.
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19680731_GVE039 Schlins 31.07.1968 26.05.2021, 08:24 -0- 39. Sitzung Sitzungstag: 31. Juli 1968 Sitzungsort: Gemeindehaus-Sitzungssaal anwesend abwesend Abwesenheitsgrund Vorsitzender: Rauch Albert Bischof Josef Hosp Josef Dona Anton Dienst Musikprobe in Raggal Dienst Niederschriftführer: Jenni Siegfried Bickel Anton Walter Friedrich Gabriel Otto Begle Robert Büchel Anton Schlichtherle Ben Reichart Josef Jussel Ernst Bernhart Werner Hartmann Vinzenz Erne Andreas Amann Friedrich Fröhle Engelbert -00- Tagesordnung 1. Verlesung und Genehmigung der Verhandlungsschrift Der 38. Gemeindevertretungssitzung 2. Berichte des Bürgermeisters 3. Stellungnahme zur Geschwindigkeitserhöhung im Ortsbereich 4. Genehmigung des Rechnungsabschlusses 5. Nutzholzverkauf aus Gemeindewald (Illwinkel und Tobel) 6. Arbeits- und Lieferungsvergaben: a) Buchungsmaschine, b) Wickeltisch, c) Heizöl, d) Kohlen 7. Walter Nigsch, Ansuchen um Anschluß an die Gemeindewasserleitung 8. Beschlußfassung über Erweiterung des Wasserversorgungsnetzes im Oberdorf. (TöbelestraBe und WÖtzer - Jussel Paul) 9. Genehmigung der Grundeinlösungsverträge für Straßenbauten im Oberdorf. Offerteinholung für Bauarbeiten. 10. Trassierung des Gehweges entlang dem Jagdbergrain Ansuchen um Verlegung des Gehweges entlang dem Wiesenbache von Walgau- bis Dorfstraße 12. Grundtausch Quadern - Steinwiese Gesetzesbeschlüsse des Vlbg. Landtages: 13. Allfälliges Verlangen auf Volksabstimmung über a) Abänderung des Behindertengesetzes, b) Grundteilungsgesetz 14. Beitragsansuchen: Gemeindemusik, Spielvereinigung Jagdberg / Satteins, Kinderdorf Vorarlberg u.a.m. 15. Allfälliges -1- Verhandlungsschrift über die am Mittwoch, den 31« Juli 1968 um 20.15 Uhr im Sitzungssaal des Gemeindehauses stattgefundene 39. Sitzung der Gemeindevertretung Schlins. Anwesend: Brgm. Albert Rauch als Vorsitzender, 2 Gemeinderäte, 8 Gemeindevertreter und die Ersatzmänner Ernst Jussel, Werner Bernhart und Engelbert Fröhle Entsch. abwesend: GV Josef Bischof, Josef Hosp, Heribert Hummer und Anton Dona Der Vorsitzende stellt fest, daß a) die Einladungen zur 39. Sitzung ordnungsgemäß zugestellt wurden, b) die Beschlußfähigkeit gegeben ist. Berichte und Beschlüsse: 1. Die Verhandlungsschrift der 38. Gem.Vertr.Sitzung vom 12.6.1968 wird verlesen und ohne Einwand angenommen. 2. Der Vorsitzende bringt zur Kenntnis: a) Die Überprüfung der Alarmeinrichtung (Sirene) hat nach zwei Probealarmen ergeben, daß die Installierung einer zweiten Anlage beim neuen Gemeindehaus für notwendig befunden wird. b) Der Termin für die Jungbürgerfeier wurde auf den 1. Sept. vorverlegt, weil am 8.9.68 die Einweihung der neuen Hauptschule in Nenzing stattfinden wird. c) Laut Bescheid der BH-Feldkirch wurde Peter Ammann, Schlins 73 als Schlichter und Otto Matt, Schlins 69 als Stellvertreter des Schlichters für das Genossenschaftsjagdgebiet Schlins bestellt. d) Weitere Schreiben der Bezirkshauptmannschaft betreffend die Beseitigung von Kadavern und Fleischabfällen sowie die Bekämpfung der Wildtollwut. e) Ein Dankschreiben des Kapuzinerklosters Bludenz für die geleistete Spende zum Einbau der Kirchenheizung. 3. Eine von der Bezirkshauptmannschaft angestrebte Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 60 kmh auf der Walgaustraße Nr. 14 im Ortsbereich von Schlins wird von der Gemeindevertretung abermals einhellig abgelehnt. Von der Schulleitung Schlins, der Erziehungsanstalt Jagdberg und dem Schülerheim Jupident werden zusätzliche Stellungnahmen eingeholt. -2- 4. Der Rechnungsabschluß für das Haushaltsjahr 1967 wird einstimmig genehmigt. Die Haushaltsgebarung weist Einnahmen von S 3,924.568,23 und Ausgaben von S 3.728.661,72 auf. Es ergibt sich somit ein Gebarungsüberschuß von S 195.906,51. Zu einzelnen Punkten des Überprüfungsberichtes wird Stellung genommen. 5. Die vom Vizebürgermeister Anton Bickel getätigten Holzverkäufe im Illwinkel (ca 60 fm Nutzholz, gerollt) und im Tobel (ca 100 fm am Stock) an Adolf Erhart, Blons, werden genehmigt. 6. Die Anschaffung einer Buchungsmaschine für das Gemeindeamt und eines Wickeltisches für die Säuglingsfürsorge wird beschlossen. Die Lieferung von 10 to österr. Heizöl, mittel, wird an die Firma Bertsch, Bludenz, die Lieferung von 20 to Ruhrkoks an den Konsumverein Schlins zu Angebotspreisen vergeben. 7. Walter Nigsch, Altenstadt, wird die Bewilligung zum Anschluß an die Wasserleitung für sein Bauvorhaben auf Gp. Nr. 290/2 der KG-Schlins erteilt. 8. Das Wasserversorgungsnetz im Oberdorf wird im Zuge des Ausbaues und der Staubfreimachung der drei Straßenzüge von Haus-Nr. 26 - 139, von HNr. 11-7 und von HNr. 11 - 1 neu erstellt. 9. Die Grundeinlösungsverträge für Straßenbauten im Oberdorf werden in der vorgelegten Fassung genehmigt. Für die Vergabe der Unterbau- und Belagsarbeiten werden von den Firmen Hilti & Jehle - Feldkirch, Nägele & Co Sulz, Wilhelm & Mayer - Götzis, Hans Wucher - Ludesch, Josef Tomaselli - Nenzing und Hermann Gort – Frastanz Offerte eingeholt. 10. Der öffentliche Weg Gp.Nr. 2724 von Gp. 602 bis Gp. 560 wurde vor 25 Jahren um durchschnittlich 10 m gegen Osten an die Waldgrenze verlegt, ist aber seit Jahren infolge Verfalles nicht mehr benützbar. Es wird beschlossen, diesen verlegten Weg in einer Breite von 2 m auszubauen und instandzusetzen und die Verlegung grundbücherlich durchzuführen. Anläßlich einer Begehung am 17-5*1968 haben die Anrainer ihre Zustimmung zur Verlegung, zum Ausbau, zur grundbücherlichen Eintragung der östlichen Wegtrasse und zur Auflassung des ursprünglichen öffentlichen Weges Nr. 2724 gegeben. Lediglich in einem Falle wurde die von den Gemeindemarktern festgestellte Grundgrenze nicht anerkannt und eine Neuvermessung durch das Vermessungsamt Feldkirch verlangt. Der öffentliche Weg Nr. 2724 endet an der Grenze der Gp. 561 und 560, die weitere Begehbarkeit über Gp. 560 bis zur Walgaustraße ist jedoch durch ein altes Gehrecht gegeben. Über schriftliches Ansuchen der Erben nach Franz Frick, Schlins 77 wird entsprechend dem Vorschlag eines Sachverständigen und des Obmannes des Bauausschusses mehrheitlich beschlossen, die Trassierung des Gehrechtes so zu -3- wählen, daß dieses zunächst auf einer Länge von ungefähr 70 m entlang des Hanges noch auf der Ebene, dann anschließend mit einer Neigung von 5 - 8 % bis zum Hause Nr. 78 ansteigend geführt wird und dort in den bestehenden Jagdberg-Fußweg mündet. Für diese Trassierung ist das Einverständnis der Erben nach Franz Frick und der Selbstverwaltungskörperschaft Land Vorarlberg einzuholen. Bezüglich Durchführung der Wegerstellungsarbeiten wird der Bauausschuß der Gemeindevertretung entsprechende Vorschläge unterbreiten. 11. Die Verlegung eines öffentlichen Gehrechtes wird vertagt, da kein diesbezügliches Ansuchen eingelangt ist. 12. Nach längerer Debatte über den Grundtausch Quadern - Steinwiesen wird ein Antrag auf Vertagung mit 11 gegen 3 Stimmen abgelehnt. Die Gemeindevertretung beschließt sodann mit 11 gegen 3 Stimmen den Tausch der gemeindeeigenen Gp. 375 gegen die im Eigentum der Irmgard Böckle, Schlins 231 stehenden Grundparzellen 595» 596 und 597 zu den in ihrem Angebot angeführten Bedingungen. Das Angebot der Geschw. Mähr / Nußbaumer wurde durch den vorstehenden Beschluß gegenstandslos. 13. Über folgende Beschlüsse des Vlbg. Landtages wird kein Verlangen auf Abhaltung einer Volksabstimmung gestellt: a) Abänderung des Behindertengesetzes, b) Grundteilungsgesetz 14. Beiträge werden über Ansuchen gewährt an: Gemeindemusik Schlins, Spielvereinigung Jagdberg / Satteins, Kinderdorf Vorarlberg, österr. Schwarzes Kreuz, österr. Bauorden, Klein-Theresien-Karmel - Rankweil, Missionswerk Bethlehem - Dornbirn, Landesverband der Gehörlosen. 15. Unter Allfälligem wurden keine neue Anregungen vorgebracht. Schluß der Sitzung um 0.55 Uhr
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19710609_GVE013 Schlins 09.06.1971 26.05.2021, 08:21 -0- 13. SITZUNG Sitzungstag: 9. Juni 1971 Sitzungsort: Gemeindehaus-Sitzungssaal anwesend abwesend Abwesenheitsgrund Vorsitzender: Kalb Elmar Jussel Erich Dienst Niederschriftführer: Jenni Siegfried Walter Friedrich Büchel Anton Dörn Benno Jussel Ernst Matt Rudolf Begle Reinold Sonderegger Dr. Erwin Bickel Anton Amann Friedrich Kraczmer Friedrich Eberl Hermann Hartmann Vinzenz Amann Anton Erne Andreas -2- Tagesordnung Die Sitzung war öffentlich — Zu Punkt.........11 u. 12 wurde gemäß Art. 52, Abs. 2 GO die Öffentlichkeit ausgeschlossen. 1. Verlesung und Genehmigung der Verhandlungsschrift der 12. Gem.Vertr.Sitzung 2. Berichte des Bürgermeisters 3. Ortspolizeiliche Verordnung: a) Müllabfuhrverordnung b) Müllabfuhrgebührentarif 4. Stellungnahme zur Autobahntrassierung 5. Verkauf von Nutzholz 6. Angebote für maschinelle Straßenreinigung 7. Kauf einer neuen Sirene 8. Auftragsvergabe für Befestigung der Hausnummern 9. Volksabstimmung über a) Flurverfassungsgesetz b) Sozialhilfegesetz 10. Allfälliges 11. Hilfe für Familie Burtscher, Walserweg 7 12. Personalangelegenheiten -1- Verhandlungsschrift über die am Mittwoch, den 9-6.1971 um 20 Uhr im Sitzungssaal des Gemeindeamtes stattgefundene 13. Sitzung der Gemeindevertretung Schlins Anwesend: Brgm. Elmar Kalb als Vorsitzender, Vizebrgm. Friedrich Walter, die Gem.Räte Anton Büchel und Anton Bickel, 10 Gemeindevertreter und der Ersatzmann Hermann Eberl Entsch.abwesend: GV Erich Jussel Der Vorsitzende stellt fest, daß a) die Einladungen zur 13. Sitzung ordnungsgemäß zugestellt wurden, b) die Beschlußfähigkeit gegeben ist. Erledigungen 1. Die Verhandlungsschrift der 12. Gem.Vertr.Sitzung wird verlesen und ohne Einwand angenommen. 2. Berichte des Bürgermeisters: a) Anläßlich der Volkszählung wurden 263 Gebäude mit mindestens einer Wohnung, 15 Gebäude ohne Wohnung, 1566 Einwohner mit ordentlichem Wohnsitz in der hiesigen Gemeinde und 173 Personen, welche nur als vorübergehend anwesend gelten, gezählt. b) Das Vermessungsamt Feldkirch hat auf Grund eines schriftlichen Antrages der Gemeinde verschiedene Vermessungsarbeiten für 1972 in Vormerk genommen. c) Das Landeswasserbauamt hat am 18.5.71 die vorläufige Abnahme der Regulierungsarbeiten am Wiesenbach durchgeführt . d) Mit der Raumplanungsstelle beim Amt der Vlbg. Landesregierung wurde die geplante Vergabe der Flächenwidmungsarbeiten besprochen. Mit Prof. Hissmayer hat bereits eine Unterredung stattgefunden. Im Laufe des Sommers werden die endgültigen Verhandlungen stattfinden und die Vorarbeiten aufgenommen. -2- e) Die Bausparkasse Wüstenrot interessiert sich für den Erwerb eines Grundstückes im Sägacker (am Waldrand) zur Erstellung von mehrgeschossigen Wohnhäusern. Die Gemeindevertretung ist prinzipiell für die Erstellung dieser Wohnanlage, wünscht Jedoch, daß Pläne und Modelle zur Einsichtnahme vorgelegt werden. f) Der Vorsitzende bringt eine Gesprächsnotiz mit Dipl. Ing. Tschütscher, Götzis, über den weiteren Ausbau der Wasserversorgungsanlage bezw. Fassung einer neuen Quelle zur Kenntnis. g) Der Gemeindevorstand wird ermächtigt, mit der Firma Gort, Frastanz, Verhandlungen über eine evtl. Kiesgewinnung im Illwinkel zu führen. h) Frl. Resi Bickel, St. Gerold, hat ihre Bewerbung als Kindergärtnerin zurückgezogen. Neue Verhandlungen über die Anstellung einer anderen Kindergärtnerin sind im Gange. i) An der Landschaftsreinigungsaktion im Mai d.J. haben Gruppen der Volksschule Schlins und des Landeserziehungsheimes Jagdberg mitgewirkt. Der Vorsitzende dankt den Beteiligten für ihren Einsatz. j) Die Firma Lorünser Leichtmetallwerke KG hat den Sitz des Betriebes von Bludenz nach Schlins verlegt. 3. Die Mullabfuhrverordnung und der Mullabfuhrgebührentarif werden einstimmig beschlossen. Jedem Haushalt wird ein Exemplar dieser Verordnung zugestellt. 4. Autobahn Feldkirch - Bludenz: Der neuerlich vorgelegte und für das Gemeindegebiet Schlins unverändert gebliebene Lageplan wird zur Diskussion gestellt. Die Gemeindevertretung beschließt sodann einstimmig, an den bereits früher abgegebenen Stellungnahmen festzuhalten. 5. Es werden 47,31 fm Bauholz an die Firma Karl Mündle, Satteins zum Offertpreis von S 575»- pro fm und 43,22 fm Latten (für Export) an die Firma Hermann Tschabrun, Bludenz zum Offertpreis von S 520,- per fm verkauft. Der Verkauf von 3»53 fm Nutzholz, hart, und von 3»75 fm Zaunlatten wird dem Obmann des Forstausschusses, GR Anton Bickel, übertragen. 6. Die Vergabe der maschinellen Straßenreinigung wird vertagt. 7. Die Lieferung einer Feuer-Alarmsirene "FS 10" wird an die Firma Konrad Rosenbauer, Linz, um den Preis von S 13.420,- vergeben. Die alte Sirene soll auf dem Dach des Gemeindehauses angebracht werden. 8. Der Bürgermeister wird ermächtigt, den Auftrag zur Anbringung der neuen Hausnummer-Tafeln zu vergeben. -3- 9. Zu den Gesetzesbeschlüssen des Vlbg. Landtages über das Sozialhilfegesetz und über eine Änderung des Flurverfassungsgesetzes werden keine Volksabstimmungen verlangt. 10. Unter Allfälligem erteilt der Vorsitzende auf einige Anfragen über derzeit im Bau befindliche Vorhaben (Gurtgasse, Kindergarten) Auskunft. 11. Der Familie nach dem am 16.5.1971 tödlich verunglückten Emenreich Burtscher wird ein Beitrag zur Fertigstellung eines Schlafzimmers gewährt. Die Bevölkerung wird durch ein Rundschreiben zur Spendenleistung eingeladen. 12. Der Bürgermeister macht die Gemeindevertretung auf die personell angespannte Lage im Gemeindeamt durch Krankheitsausfälle aufmerksam und bittet um Verständnis, wenn Erledigungen zeitlich nicht in der bisher gewohnten Weise erfolgen können. Schluß der Sitzung um 22.50 Uhr Der Bürgermeister:
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19651118_GVE008 Schlins 18.11.1965 26.05.2021, 08:21 -0- 8. Sitzung Sitzungstag: 18. November 1965# Sitzungsort: Gemeindehaus – Sitzungszimmer anwesend abwesend Abwesenheitsgrund Vorsitzender: Rauch Albert Hummer Heribert Dona Anton Amann Friedrich Walter Friedrich Krankheit dienstlich verhindert dienstlich verhindert Schulungskurs in Wien Niederschriftführer : Hosp Josef Bickel Anton Gabriel Otto Begle Robert Bischof Josef Reichart Josef Schlichtherle B. Büchel Anton Hartmann Vinzenz Erne Andreas -00- 1. Verlesung und Genehmigung der Verhandlungsschrift der 7. Gemeindevertretungssitzung 2. Behandlung von Personalangelegenheiten unter Ausschluß der Öffentlichkeit 3. Berichte des Bürgermeisters 4. Kauf der Gp.Nr. 2857 und 2856 von der Firma Hermann Bosch, Lustenau, durch die Gemeinde 5. Verkauf des alten Gemeindehauses 6. Forstweg ins Montanastbach-Tobel Beschlußfassung über die Fahrbahnbreite der Brücken 1 u.2 und über die Höhe des Planungshonorars 7. Sanierung des Wiesenbaches und des Vermülsbaches; zeitliche Reihung der Regulierung beider Bäche 8. Verkauf von 90 fm Nutzholz aus dem Gemeindewald. Vorschläge des Forstausschusses über Holzschlägerung im Jahre 1966 9. Ansuchen des Gottlieb Kessler, Schlins 189 um käufliche Überlassung von 16 fm Nutzholz 10. Ansuchen des Rudolf Rützler, Schlins um Bewilligung des Wasseranschlusses für seinen beabsichtigten Neubau 11. Beschlußfassung über Verlangen einer Volksabstimmung zum Gemeindegesetz und Unterrichtszeitengesetz an öffentl. Pflichtschulen 12. Behandlung verschiedener Ansuchen um Spenden und Förderungsbeiträge 13. Allfälliges -1- Verhandlungsschrift über die am Donnerstag, den 18. November 1965» um 20.15 Uhr im Sitzungszimmer des Gemeindehauses unter Vorsitz des Bürgermeisters Albert Rauch stattgefundene 8. Sitzung der Gemeindevertretung Schlins Anwesend: Bürgermeister, 1 Gemeinderat, 1o Gemeindevertreter und die Ersatzmänner Anton Büchel, Edelbert Mähr und Engelbert Fröhle Entsch. abwesend: GR Friedrich Walter, GV Anton Dorn und Anton Dona Beschlüsse und Berichte: 1. Die Verhandlungsschrift der letzten Sitzung vom 20.10.65 wird verlesen und einstimmig angenommen. 2. In nichtöffentlicher Sitzung werden Personalfragen behandelt und hierüber teilweise Beschlüsse gefaßt. 3. Der Bürgermeister berichtet: a) Aus einer Besprechung mit Herrn Feuerwehr Bez.Insp. Wiederin geht hervor, daß die Anschaffung einer Alarmanlage in der Gemeinde unbedingt notwendig ist. Diesbezügliche Offerte werden von den Firmen Haberkorn und Rosenbauer eingeholt. b) Auf Wunsch des Vlbg. Zivilschutzverbandes wird am 10. Dez. 1965 eine öffentliche Aufklärungsversammlung durchgeführt. c) Der Anregung des Bürgermeisters, die Gemeindemusik, der Kirchenchor und der Männergesangsverein-Eintracht möchten über Empfehlung des Herrn Landeshauptmannes zugunsten der Hochwassergeschädigten ein Gemeinschaftskonzert veranstalten, können die Vereinsobmänner wegen zeitlicher und organisatorischer Schwierigkeiten nicht beipflichten, erklären sich aber für ihre Vereine bereit, anstelle des Konzertes eine Haussammlung durchzuführen. d) Für die Vorplatzgestaltung bei der Bahnhaltestelle wird von der Firma Dengel Martin ein Offert eingeholt. 4. Auf Grund vorausgegangener Kaufsverhandlung mit der Firma Hermann Bosch, Lustenau wird über Antrag des Bürgermeisters der Kauf der Gp.Nr. 2856 und 2857 einstimmig beschlossen. Die beiden Grundparzellen im Gesamtausmaß von 654-9 m2 sollen nach Erstellung eines Teilungsplanes an ortsansäßige Bauwerber abgegeben werden. 5. Der Antrag des Vorsitzenden, das alte Gemeindehaus auf Grund der eingelangten Offerte zu verkaufen, wird mit 10 ja, 3 nein und einer Stimmenthaltung angenommen. Auf Antrag -4- wird die Wahl des Käufers durch schriftliche Abstimmung ermittelt. Mit 9 gegen 2 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen wird der Verkauf des alten Gemeindehauses an die Tuchfabrik Ch. Lorünser's Erben um den Angebotspreis von S 300.000,unter den bekanntgegebenen Bedingungen beschlossen. Laut mündlicher Mitteilung beabsichtigen die Käufer baldmöglichst im Hause eine Ausnäherei einzurichten. 6. Der Antrag des Bauausschusses und des Gemeinderates, die Fahrbahnbreite der Brücken 1 und 2 im Vermülsbachtobel auf 3,60 m festzulegen, findet die einstimmige Annahme der Gemeindevertretung. Die Honorarforderung für die Planung des Forstweges in Höhe von 2 % des Kostenvoranschlages wird anerkannt. 7. Der Bürgermeister bringt der Gemeindevertretung das Schreiben des Landeswasserbauamtes vom 12.11.1965 zur Kenntnis, wonach die Vlbg. Landesregierung in ihrer 42. Sitzung beschlossen hat, für die Räumung des Wiesenbaches und des Vermülsbaches einen 33 1/3 %igen Beitrag zu den zu erwartenden Kosten in Höhe von S 180.000,- aus Mitteln des Landes zu gewähren. Die Gemeinde wird die Vlbg. Landesregierung über das Landeswasserbauamt ersuchen, den anerkannten Finanzierungsschlüssel Bund. 1/3, Land 1/3, Gemeinde 1/3 auf die tatsächlichen Räumungskosten in Höhe von S 228.000,- anzuwenden. Um die Dringlichkeit festzustellen und damit die Entscheidung über die zeitliche Reihung der beantragten Regulierung des Wiesenbaches und des Vermülsbaches zu erleichtern, wird der Bürgermeister die Herren Landesrat Elwin Blum und den Leiter des Landeswasserbauamtes Hofrat Dipl. Ing. Wagner ersuchen, ihre Ansicht über diese Fragen der Gemeindevertretung auf ihrer nächsten Sitzung vorzutragen. 8. 90,- fm Nutzholz aus dem Gemeindewalde werden öffentlich versteigert. An die Forstbehörde in Feldkirch wird ein Ansuchen um Schlägerungsbewilligung für ca. 1.000 fm überständigen Nutzholzes aus dem Tobelgebiet im Jahre 1966 gerichtet. Die beantragte Schlägerung soll in den nächsten 10 Jahren wieder eingespart werden. 9. Dem Ansuchen des Gottlieb Kessler, Schlins 189, um käufliche Überlassung von 16 fm Nutzholz wird entsprochen. 10. Nach Erteilung der Baubewilligung wird Rudolf Rützler, sen., Schlins 14, der Wasseranschluß an sein geplantes Wohnhaus zu den üblichen Bedingungen bewilligt. 11. Zum Gesetz über die Unterrichtszeiten an den öffentlichen Pflichtschulen sowie zum Gesetz über die Organisation der Gemeindeverwaltung wird keine Volksabstimmung verlangt. 12. An folgende Institutionen werden Spenden bewilligt: a) dem Vlbg. Blindenhund S 300,b) dem österr. Gemeindeverband zu Gunsten der Hochwassergeschädigten S 1.000,c) dem De La Salle Schülerheim in Feldkirch S 500,d) dem Sprachheilheim "Carina" S 300,- -5- 13. Allfälliges: Die Gemeinde wird an die KAJ-Schlins mit der Bitte herantreten, den St.Loy-Bildstock zu renovieren. Das hiezu notwendige Baumaterial wird von der Gemeinde beigestellt. Schluß der Sitzung um 00.15 Uhr Es ist jedermann berechtigt, im Falle einer vermeintlichen Gesetzeswidrigkeit oder Unwirtschaftlichkeit dieser Beschlüsse eine Aufsichtsbeschwerde entweder beim Gemeindeamt oder unmittelbar bei der Aufsichts- bezw. Genehmigungsbehörde innerhalb von 2 Wochen nach Verlautbarung einzubringen.
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19881205_GVE031 Schlins 02.12.1988 26.05.2021, 08:20 [-1-] 31. SITZUNG Sitzungstag: 5.12.1988 Sitzungsort: Gemeindeamt-Sitzungssaal Namen der Mitglieder des Stadt-, Markt-, Gemeinderats, des Verwaltungsrats der Verwaltungsgemeinschaft*) anwesend abwesend Abwesenheitsgrund Vorsitzender: Erich Jussel GV Manfred Goldmann GV Alois Ehrenberger GV Edwin Greußing dienstlich verhindert dienstlich verhindert unentschuldigt Niederschriftführer: Siegfried Jenni Franz Rauch Erich Galehr Rudolf Kloo Rainer Ganahl Martin Eberl Karl Budin Dr. Erwin Sonderegger Reinold Begle Ing. Siegfried Stähele Alfons Matt Franz Lümbacher Gerlinde Parisse Albert Hartmann Josef Mähr Werner Dingler [-2-] Tagesordnung Die Sitzung war öffentlich — 1. Genehmigung der Verhandlungsschrift der 30. Sitzung vom 12.9.1988 2. Beschlußfassung über die Durchführung einer Volksabstimmung zu den nachstehend vom Landtag beschlossenen Gesetzen: a) b) c) Änderung des Land- und Forstarbeitergesetzes Änderung des Kanalisationsgesetzes Veranstaltungsgesetz 3. Äußerung der Vorarlberger Illwerke zur Stellungnahme der Gemeinde Schlins lt. Niederschrift vom 25.8.1988 über das wasserrechtliche Verfahren Kraftwerke Motten und Schildried 4. Ansuchen der Firma Erne um Überlassung der Wegparzelle 2709 und Schaffung einer neuen WegVerbindung Hauptstraße - Schulgasse 5. Ansuchen der Firma Lorünser um Aufhebung des öffentlichen Gehrechtes über die Gp. 874/13 6. Bestellung eines Mitgliedes und Ersatzmitgliedes in den neu zu gründenden Jagdausschuß 7. Berichte 8. Allfälliges 9. Dienstpostenplan für 1989 (in nichtöffentlicher Sitzung) -1- GEMEINDEAMT SCHLINS Schlins, am 12.12.1988 Verhandlungsschrift über die am Montag, den 5.12.1988 um 20 Uhr im Sitzungssaal des Gemeindeamtes abgehaltene 31. Sitzung der Gemeindevertretung Schlins. Anwesend: Bürgerm. Erich Jussel, Vzbrgm. Albert Hartmann, die Gem.Räte Franz Rauch und Dr. Erwin Sonderegger, 11 Gemeindevertreter und der Ersatzmann Karl Budin Entschuldigt abwesend: GV Manfred Goldmann, Alois Ehrenberger Unentschuldigt abwesend: Edwin Greußing Der Vorsitzende stellt fest, daß die Einladungen zur 31. Sitzung ordnungsgemäß zugestellt wurden und die Beschlußfähigkeit gegeben ist. Erledigungen: 1. Gegen die Verhandlungsschrift der 30. Sitzung vom 12.9.1988 wird nach Berücksichtigung folgender Änderung kein Einwand erhoben. Punkt 8, erster Absatz: Anstelle des Wortes "Bauausschusses" wird das Wort "Vizebürgermeisters" eingesetzt. 2. Zu nachstehenden Gesetzesbeschlüssen des Vlbg. Landtages werden keine Volksabstimmungen verlangt: a) b) c) d) Änderung des Land- und Forstarbeitergesetzes Änderung des Kanalisationsgesetzes Änderung des Raumplanungsgesetzes Veranstaltungsgesetz 3. Die Vlbg. Illwerke haben zur Stellungnahme der Gemeinde, welche in der Verhandlungsschrift vom 25.8.1988 über das wasserrechtliche Verfahren bezüglich der Kraftwerke Motten und Schildried enthalten ist, eine Äußerung abgegeben, die wie folgt lautet: "Das Projekt hat auf das Gemeindegebiet Schlins keine Auswirkungen. Wenn auch am Rande des Gemeindegebietes zur Ill bzw. zur Gemeindegrenze nach Satteins eine Tendenz zur Veränderung der Grundwasserspiegellage besteht, so ist diese so geringfügig (max. 0,20 m), daß die betroffenen Grundstücke (Gst. 2792/1 - öffentliches Gut Gewässer) auf die bisher geübte Art benutzbar bleiben und eine Verschlechterung der Bodenbeschaffenheit nicht eintritt. -2Da die Gemeinde Schlins Inhaberin des Fischereireviers 51 Gießen ist, kommt ihr in diesem Verfahren jedenfalls Parteistellung zu." Nach eingehender Debatte wird hiezu in offener Frist folgende Gegenäußerung abgegeben: Die Gemeinde Schlins besteht auf der mit ha. Schreiben vom 21.7.1988 abgegebenen Stellungnahme sowie auf den ergänzenden Äußerungen des Bürgermeisters wie sie in der Verhandlungsschrift vom 25.8.1988 auf den Seiten 54, 55 und 56 festgehalten sind. Abstimmungsverhältnis 10 : 6 (E. Jussel, Fr. Rauch, K. Budin, R. Kloo, R. Ganahl u. Ing. S. Stähele) 4. Dem Ansuchen der Fa. Erne-Fittings GesmbH & Co vom 24.11.88 um Überlassung der Wegparzelle 2709 (Merzwegle) mit gleichzeitigem Angebot auf Erstellung eines neuen Weges im Bereich der künftigen Wohnanlage der Alpenländischen Heimstätte wird unter nachstehenden Bedingungen einstimmig stattgegeben: Von der Kreuzung Hauptstraße/Winkelweg bis zur Schulgasse ist ein durchgehend befestigter Weg, 2,50 m breit, teils durch Einräumung eines unbeschränkten Geh- und Fahrrechtes und teils durch Übertragung ins öffentliche Gut (entlang der Gp. 283) zu gewährleisten, wobei sich die Befestigung nicht auf die volle Breite beziehen muß. Sämtliche Erstellungs-, Vertrags-, Vermessungs- u. Verbücherungskosten gehen zu Lasten der Firma Erne-Fittings. Auf den im Besitz der Alpenländischen Heimstätte verbleibenden Grundparzellen 279 und 271/2 übernimmt die Gemeinde keine Instandhaltungskosten. Das der Schulgasse zugegliederte Teilstück des Weges muß für das uneingeschränkte Geh- und Fahrrecht zur Trafostation der VKW auf Gp. 309/1 erhalten bleiben. Die Auflassung des öffentlichen Weges, Gp. 2709, darf im Bereich der Gp. 276 und 277 (Fa. Erne) erst nach Fertigstellung der neuen Weganlage bzw. nach Verlautbarung im Amtsblatt erfolgen. 5. Das Ersuchen der Lorünser Leichtmetall GesmbH & Co KG vom 10.11.88 um Auflassung des öffentlichen Gehrechtes über das Betriebsgelände, Gp. 874/13 (Verbindungsweg zwischen Gartenweg und Flurgasse), wird befürwortet. Die Auflassung erfolgt nach entsprechender Verlautbarung im Amtsblatt. Stimmenverhältnis 15 : 1 (E. Galehr). Gemäß § 21 (3) des Straßengesetzes, LGB1 . 8/1969, hat der Bürgermeister als Behörde einem solchen Ansuchen die Bewilligung zu erteilen, wenn durch die Auflassung bedeutende öffentliche Verkehrsinteressen nicht beeinträchtigt werden. -36. Gemäß § 13 des neuen Jagdgesetzes werden Gem.Vertr. Josef Mähr als Mitglied und Gem.Vertr. Werner Dingler als Ersatzmitglied in den Jagdausschuß entsandt. 7. Berichte: a) Der Bürgermeister überbringt den Dank der Vereine für die gewährten Unterstützungen. b) Auf die Ausschreibung der Arbeiten für die Kanalisierung und Erneuerung der Wasserversorgung südlich des Gießenbaches sind zwölf Angebote eingelangt. Der Ausschuß für Ver- u. Entsorgung wird sich demnächst damit befassen. c) Es kann in Kürze damit gerechnet werden, daß die Gemeindebauten Gemeindehaus mit Arzthaus und Postgebäude sowie der Kindergarten - mit Erdgas beheizt werden können. d) Offiziell soll das neue System der Müllentsorgung ab 1.1.1989 wirksam werden. Der Bürgermeister und der Obmann des Ausschusses für Verund Entsorgung sowie der Gem.Sekretär berichten über die in letzter Zeit besuchten Tagungen. 8. Allfälliges: In der Grünmüllangelegenheit wird eine Anregung auf mehr Kompostierung unterbreitet. Als geschlossene Siedlungsgebiete im Sinne des Jagdgesetzes wurden im wesentlichen die Bauwohngebiete lt. Flächenwidmungsplan durch Verordnung festgelegt. Auf diesen Gebieten darf die Jagd nicht ausgeübt werden. An die Landwirte wird der Appell gerichtet, daß sie die Reinigung der Straßen nach deren Verschmutzung durch Düngefahrzeuge selbst durchzuführen haben. Es geht nicht an, daß verschmutzte Straßen so einfach dem Verkehr überlassen werden. Dies soll kein Vorwurf an jene Landwirte sein, welche die Straßen jeweils ordnungsgemäß reinigen. Es musste die negative Beobachtung gemacht werden, daß bei der Splittstreuung auf der Walgaustraße Splitt in größerer Menge in die benachbarten Grundstücke geschleudert wird. Das Landesstraßenbauamt soll mit dem Ersuchen in Kenntnis gesetzt werden, daß die mit dieser Aufgabe betrauten Frächter hievon unterrichtet werden. - Zur lokalgeschichtlichen Bestandsaufnahme veranstalten das katholische Bildungswerk Schlins und der Kulturausschuß der Gemeinde Schlins gemeinsam zwei Abende im Monat Dezember. Diese Aktion soll die Grundlage für eine kulturgeschichtliche Aufarbeitung unserer Dorfgeschichte liefern. -4- - Im Zuge der Aufbringung einer neuen Deckschichte auf dem nördlichen Gehsteig entlang der Walgaustraße (im Bereich Gasthaus Hecht) soll man sich bemühen, die Randsteine auf das übliche Niveau neu zu versetzen, damit ein echter Schutz für die Fußgänger gegeben ist. 9. In nichtöffentlicher Sitzung wird der Dienst postenplan 1989 für die Gemeindebediensteten einstimmig beschlossen. Dieser weist gegenüber dem Jahr 1988 keine Änderung auf. Schluß der Sitzung um 22.20 Uhr Der Schriftführer: Der Bürgermeister:
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19891211_GVE040 Schlins 11.12.1989 26.05.2021, 08:16 [-1-] 40. SITZUNG Sitzungstag: 11. Dezember 1989 Sitzungsort: Gemeindeamt-Sitzungssaal Namen der Mitglieder des Stadt-, Markt-, Gemeinderats, des Verwaltungsrats der Verwaltungsgemeinschaft*) anwesend abwesend Abwesenheitsgrund Vorsitzender: Erich Jussel GV Erich Galehr GV Franz Lümbacher verhindert Niederschriftführer: Siegfried Jenni Franz Rauch Alois Ehrenberger Manfred Goldmann Rudolf Kloo Rainer Ganahl Martin Eberl Dr. Erwin Sonderegger Reinold Begle Ing. Siegfried Stähele Alfons Matt Gerlinde Parisse Amann Leo Albert Hartmann Josef Mähr Werner Dingler [-2-] Tagesordnung Die Sitzung war öffentlich — 1. Genehmigung der Verhandlungsschrift der 39. Sitzung vom 16.10.1989 2. Abschreibung von Vermögensverlusten des Wohnbaufonds für das Land Vorarlberg für die Jahre 1987 und 1988 3. Kanalordnung, Beschluß über Neufassung lt. Beilage 4. Verordnung über eine Änderung der Wasserleitungsordnung; Anpassung der Einkaufstaxe (Anschlußgebühr) 5. Vergabe der Kücheneinrichtung für den Mehrzwecksaal 6. Feststellung des Voranschlages 1990 7. Vergabe der Arbeiten für den Einbau von zwei Notwohnungen im Heinzlehaus, Lindenweg 5 8. Berichte 9. Allfälliges Beilage: Kanalordnung -1GEMEINDEAMT SCHLINS Schlins, am 13.12.1989 Verhandlungsschrift über die am Montag, dem 11.12.1989 um 20 Uhr im Sitzungssaal des Gemeindeamtes abgehaltene 40. Sitzung der Gemeindevertretung Schlins. Anwesend: Bürgerm. Erich Jussel, Vbgm. Albert Hartmann, die Gem.Räte Franz Rauch und Dr. Erwin Sonderegger sowie 12 Gemeindevertreter und der Ersatzmann Leo Amann Entsch. abwesend: GV Erich Galehr und Franz Lümbacher Der Vorsitzende stellt fest, daß die Einladungen zur 40. Sitzung ordnungsgemäß zugestellt wurden und die Beschlußfähigkeit gegeben ist. Erledigungen 1. Gegen die Verhandlungsschrift der 39. Sitzung vom 16.10.1989 wird kein Einwand erhoben. Diese gilt somit als genehmigt. Zu Punkt 7 a) "Berichte" regt Vbgm. Hartmann speziell an, daß mehr Ausführlichkeit gefragt wäre. 2. Die Abschreibung von Vermögensverlusten des Wohnbaufonds für das Land Vorarlberg für die Jahre 1987 und 1988 in Höhe von S 262.309,- wird im Sinne des Schreibens der Vlbg. Landesregierung vom 25.10.1989 genehmigt. 3. Die neue Kanalordnung, welche vom Ausschuß für Ver- und Entsorgung ausgearbeitet wurde, wird nach Berichtigungen in den Paragraphen 10, 12 und 20 einstimmig genehmigt. Die Neufassung beinhaltet keine Erhöhungen von Beiträgen und Gebühren, sondern lediglich Anpassungen an die neuen gesetzlichen Bestimmungen sowie die Zusammenfassung mehrerer Verordnungen. 4. Über die Erhöhung der Einkaufstaxe für den Wasseranschluß von S 13,70 auf S 14,40 pro m3 umbautem Raum wird eine Verordnung erlassen. 5. Die Vergabe der Kücheneinrichtung für den Mehrzwecksaal wird vertagt, da in funktioneller Hinsicht noch Fragen zu klären sind (Eingang, Ablageflächen, Kassensituierung). 6. Feststellung des Voranschlages 1990 Einleitend zu diesem TO-Punkt bringt der Bürgermeister einen kurzen Bericht über die getätigten Investitionen des laufenden Jahres sowie über die Finanzlage der Gemeinde zur Kenntnis. Die in das Jahr 1989 gesetzten Ziele sind weitestgehend erreicht worden. -2Über den vom Gemeindevorstand vorgelegten Voranschlagsentwurf für das Haushaltsjahr 1990 wird gruppenweise beraten und abgestimmt. Änderungen werden keine vorgenommen. Einnahmen der Erfolgsgebarung Einnahmen der Vermögensgebarung S 27.075.000,S 12.939.000,S 40.014.000,- Vortrag Gebarungsüberschuß 1988 Gesamteinnahmen S 1.000,S 40.015.000,- Ausgaben der Erfolgsgebarung Ausgaben der Vermögensgebarung Gesamtausgaben S 14.248.000,S 25.767.000,S 40.015.000,- Der Voranschlag schließt daher ausgeglichen ab. Sämtliche Gruppen sowie der gesamte Voranschlag werden einhellig beschlossen. Die Finanzkraft der Gemeinde wird mit S 11.575.000,- im Sinne des § 73 (3) des Gemeindegesetzes festgestellt. Im Zuge der Behandlung der Gruppe 3 des Voranschlages wird das kürzlich eingelangte Schreiben eines örtlichen Vereines um Sonderförderung für 1990 zur Kenntnis gebracht. Die Gemeindevertretung ist der Auffassung, daß gleichzeitig mit der Eröffnung des Mehrzwecksaales auch die Vereinsförderung gesamthaft auf eine neue Grundlage gestellt werden muß, wobei verschiedene Kriterien, wie z.B. Vereinsgröße, Anteil der Kinder und Jugendlichen, Vereinstätigkeit, erforderlicher Materialaufwand, Möglichkeiten zur Erlangung von Einnahmen u.a.m. in die Überlegung einbezogen werden müssen. Bürgermeister Erich Jussel dankt allen Steuerzahlern unserer Gemeinde inkl. den Klein- und Großbetrieben für die erbrachten Leistungen. Ebenso gilt sein Dank der Verwaltung sowie allen Gremien für die durchgeführten Vorarbeiten zum Voranschlag. 7. Aus akutem Anlaß werden im gemeindeeigenen Haus, Lindenweg 5, zwei Notwohnungen unterschiedlicher Größe eingebaut. Die vorliegenden Planentwürfe werden auf Grund neuerlicher Vorgaben von Konrad Walter weiter überarbeitet und anfangs Jänner 1990 neu zur Beratung vorgelegt. Finanziert wird dieses Vorhaben mit 75 % Wohnbaufondsdarlehen und 25 % Bedarfszuweisung des Landes. Die Wohnungen können pro Familie maximal auf 2 Jahre vermietet werden. 8. Berichte: a) Die Pfarrgemeinde bedankt sich für die gewährte Förderung zur Außenrenovierung der Pfarrkirche. b) Die Erne Fittings GesmbH hat die Gemeindevertretung zu einer Betriebsbesichtigung auf den 19. Jänner 1990 eingeladen, bei der auch das Erweiterungsprojekt beim neuen Betriebsareal an der Josef-Erne-Straße vorgestellt wird. -3- c) Zur Zeit werden beim Eingangstrakt des Mehrzwecksaales die Zimmermannsarbeiten durchgeführt. Mit der Eindeckung kann noch vor Weihnachten gerechnet werden. 9. Allfälliges: - keine Wortmeldung – Schluß der Sitzung um 23.15 Uhr Der Schriftführer: Der Bürgermeister:
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  2. verhandlungsschriften
19710304_GVE011 Schlins 04.03.1971 26.05.2021, 08:16 -0- 11. SITZUNG Sitzungstag: 4. März 1971 Sitzungsort: Gemeindehaus-Sitzungssaal anwesend Vorsitzender: Kalb Elmar Niederschriftführer: Jenni Siegfried Walter Friedrich Büchel Anton Dörn Benno Jussel Ernst Matt Rudolf Begle Reinold Dr. Sonderegger Erwin Bickel Anton Jussel Erich Amann Friedrich Kraczmer Friedrich Hartmann Vinzenz Erne Andreas Amann Anton abwesend Abwesenheitsgrund -00- Tagesordnung 1. Verlesung und Genehmigung der Verhandlungsschrift der 10. Gem.Vertr.Sitzung 2. Berichte des Bürgermeisters 3. Ansuchen um Abstandsnachsicht durch die VKW 4. Erlassung einer Verordnung über die Bezeichnung von Verkehrsflächen 5. Arbeits- und Liefervergaben: a) Kindergarten b) Leuchte f. Friedhof 6. Bestellung des Einschätzbeirates für die Fremdenverkehrsbeiträge 7. Ergänzungen: a) des Jagdausschusses b) des Friedhofausschusses 8. Wahl des Verwaltungsausschusses für das Wasserwerk 9. Antrag des Verkehrsvereines auf Führung des Gemeindewappens 10. Verkauf der Gp. 2720/3 an die Agrargemeinschaft 11. Allfälliges -1- Verhandlungsschrift über die am Donnerstag, den 4.3.1971 um 20.00 Uhr im Sitzungssaal des Gemeindehauses stattgefundene 11. Sitzung der Gemeindevertretung Schlins. Anwesend: Brgm. Elmar Kalb als Vorsitzender, Vizebrgm. Friedrich Walter, die Gem.Bäte Anton Büchel und Anton Bickel sowie 11 Gemeindevertreter Der Vorsitzende stellt fest, daß a) die Einladungen zur 11. Sitzung ordnungsgemäß zugestellt wurden, b) die Beschlußfähigkeit gegeben ist. Dem Antrag des Vorsitzenden, den Verkauf der Gp. 2720/3 unter Punkt 10 der Tagesordnung dringlich zu behandeln wird einstimmig stattgegeben. Erledigungen 1. Die Verhandlungsschrift der 10. Gem.Vertr.Sitzung wird verlesen und ohne Einwand angenommen. 2. Der Bürgermeister berichtet: Am 3.3.71 hat in Düns eine Sprengelsitzung der Bürgermeister aller Jagdberggemeinden stattgefunden. Die Gemeinde Schlins hat für das Jahr 1970 an die Gemeinde Satteins Beitragskosten in Höhe von S 24720,- für den Sanitätssprengel, das Standesamt, den Staatsbürgerschaftsverband und das Vermittlungsamt zu zahlen. Über die Schulerhaltungsbeiträge an die Hauptschule Satteins konnte eine Verhandlungsbasis gefunden werden. Voraussichtlich werden die Hauptschüler der I. Klasse bereits ab Herbst 1971 die Hauptschule in Satteins besuchen. 3. Den Vlbg. Kraftwerken werden zur Erstellung von zwei Trafostationen Bauabstandsnachsichten in folgenden Ausmaßen erteilt: a) Station Nr. 4 bei Michael Plattner. Von 3,- m auf 0,70 m gegenüber dem projektierten Wiesenbachweg und auf 0,80 m bezw. 1,- m gegenüber der Gp. 469 (Michael Plattner). b) Station Nr. 5 in der Siedlung. Von 3,- a auf 1,- m gegenüber den Gp. 2010 (Lorünser) und 2012 (Rudolf Fritsche und Mitbes.). -2- 4. Über die Bezeichnung von Verkehrsflächen (Straßen und Wege) wird gemäß § 14-, Abs. 3 des Gemeindegesetzes eine Verordnung erlassen. Gegenstimme durch Gem.Rat Anton Bickel. 5. Die Lieferung und Verlegung,, von Marmorkunst Steinplatten und Waschbetonplatten beim Kindergarten-Neubau wird an die Fa. Georg Amann, Schnifis um S 46795vergeben. Die Montage einer Standleuchte beim Stiegenabgang zur Leichenhalle wird an die Fa. Robert Reisegger, Sulz vergeben. 6. In den Einschätzbeirat zur Festsetzung der Fremdenverkehrsbeiträge werden Bürgerm. Elmar Kalb, Schlins 246 Josef Erne, Sehlins 47 - Benno Dorn, Schlins 40 - Ernst Jussei, Schlins 187 und Paula Amann, Schlins 62 gewählt. 7. a) Auf Grund von beruflichen Veränderungen werden Josef Rauch, Landwirt, Schlins 74, als Mitglied und Josef Bischof, ÖBB-Bediensteter, Schlins 33, als Ersatzmann in den Jagdausschuß gewählt. b) Als Vertreter der Gemeinde werden in den Friedhofausschuß Friedrich Amann als Mitglied und Friedrich Kraczmer als Ersatzmann gewählt. 8. In den Verwaltungsausschuß für das Wasserwerk werden Gem.Rat Anton Büchel, Gem.Sekr. Siegfried Jenni und der jeweilige Feuerwehrkommandant berufen. 9. Dem "Verkehrsverein Schlins" wird die Bewilligung zur Führung des Gemeindewappens gegen jederzeitigen Widerruf erteilt. Die Form oder Größe des Siegels soll so gewählt werden, daß eine Verwechslung mit dem Gemeindesiegel aus geschlossen ist. 10. Die Grundparzelle Nr. 2720/3 (ehemals Verbindungsstraße zwischen St. Loi und Gais) wird um S 12.000,- an die Agrargemeinschaft Schlins verkauft. 11. Allfälliges: a) Es soll angestrebt werden, daß Krankenscheine der Gebietskrankenkasse für Rentner und freiwillig Versicherte durch das Gemeindeamt ausgestellt werden können. b) Die Neuregelung der Stundensätze für Traktoren soll in die nächste Tagesordnung aufgenommen werden. c) Über eine evtl. Änderung der Gemeindegrenze zwischen Rons und Schlins erteilt der Vorsitzende auf Anfrage Auskunft. d) Es werden Bedenken über eine beabsichtigte Situierung einer Müllverbrennungsanlage im Walgau geäußert. In dieser Sache wird vom Vorsitzenden ein Bericht aus dem Mitteilungsblatt des Vlbg. Gemeindeverbandes zur Kenntnis gebracht. Schluß der Sitzung um 22.10 Uhr Der Bürgermeister:
  1. sitzungsprotokolle
  2. verhandlungsschriften
19651228_GVE010 Schlins 28.12.1965 26.05.2021, 08:15 -0- 10. Sitzung Sitzungstag: 28. Dezember 1965 Sitzungsort: Gemeindehaus-Sitzungszimmer anwesend Vorsitzender: Rauch Albert Niederschriftführer: Hosp Josef Bickel Anton Walter Friedrich Gabriel Otto Begle Robert Bischof Josef Reichart Josef Schlichtherle Benjamin Büchel Anton Hartmann Vinzenz Erne Andreas Amann Friedrich Mähr Ekkehard abwesend Hummer Heribert Dona Anton Abwesenheitsgrund Krankheit Dienst -00- 1. Verlesung und Genehmigung der Verhandlungsschrift der letzten Gem.Vertr.Sitzung 2. Darlehensaufnahme für Grundkauf im Sägacker – Beschlußänderung 3. Genehmigung von Vorschlägen des Bauausschusses bezüglich Ausbau und Raumeinteilung des Gemeinde- und Postgebäudes 4. Übernahme der privaten Wasserleitung von HNr. 200 bis HNr. 105 (Ansuchen des Bont Rupert) in das Eigentum der Gemeinde 5. Voranschlag 1966, Beschlußfassung 6. Berichte des Bürgermeisters 7. Allfälliges -1- Verhandlungsschrift über die am Dienstag, den 28. Dez. 1965, um 20.15 Uhr im Sitzungszimmer des Gemeindehauses unter Vorsitz des Bürgermeisters Albert Rauch stattgefundene 10. Sitzung der Gemeindevertretung Schlins Anwesend: Bürgermeister, 2 Gemeinderäte, 10 Gemeindevertreter und der Ersatzmann Ekkehard Mähr Entsch. abwesend: GV Heribert Hummer Beschlüsse und Berichte: 1. Die Verhandlungsschrift der letzten Sitzung vom 14.12.65 wird verlesen und einstimmig angenommen. 2. Der Beschluß vom 14.12.1965, bezüglich Darlehensaufnahme für den Grundkauf im Sägacker, wird dahingehend abgeändert, daß auf Grund günstigerer Vertragsbedingungen das Darlehen von S 500.000,- beim Vlbg. Genossenschaftsverband in Bregenz aufgenommen wird. 3. Folgende Vorschläge des Bauausschusses, bezüglich Ausbau und Raumeinteilung des Gemeindehauses und Postgebäudes, werden von der Gemeindevertretung genehmigt: a) 2 Schulräume werden für den Bedarfsfall bis zur Erweiterung des Schulgebäudes in das Tiefgeschoß des Gemeindehauses verlegt. b) Für die Säuglingsfürsorgestelle werden entgegen der ursprünglichen Planung nur zwei Räume bereitgestellt. c) Die Raumeinteilung in der Schuldirektor-Wohnung wird so getroffen, daß sie im Bedarfsfalle erweitert werden kann. d) Die Arten der Fußböden in den einzelnen Räumen werden mit zwei Ausnahmen festgelegt 4. Das Ansuchen des Rupert Bont, Schlins 104 und Nachbarn um Übernahme der privaten Wasserleitung vom Hydranten unterhalb des Hauses Nr. 200 bis zum Anwesen des Engelbert Sonderegger in das Eigentum der Gemeinde Schlins, wird über Empfehlung des Planers der Gemeindewasser-Versorgungsanlage, Dipl. Ing. Karl Tschütscher, der vom Landeswasserbauamt und von der Gemeinde mit der Führung der Bauaufsicht betraut ist, einstimmig abgelehnt. -2- 5. Der Voranschlag der Gemeinde für das Haushaltsjahr 1966 wird in der vorgelegten Fassung einstimmig genehmigt. Er weist an Einnahmen in der Erfolgsgebarung Einnahmen in der Vermögensgebarung Ausgaben in der Erfolgsgebarung Ausgaben in der Vermögensgebarung S 2.706.900,S 1.980.000,S 4.686.900,S 3.926.900,S 760.000,S 4.686.900,- aus und schließt somit ausgeglichen ab. Die Gemeindesteuern und -gebühren werden in der bisherigen Höhe eingehoben. Ein Antrag, das Speiseeis aus der Getränkesteuer auszunehmen, wird mit 3 Gegenstimmen mehrheitlich abgelehnt. 6. Der Bürgermeister berichtet: Am Dez. 1965 fand eine Waldbegehung mit Forstrat Dipl. Ing. Mähr, Brgm. Rauch, 1. GR Bickel und Waldaufseher Rauch statt. Es wurden die Schlägerungsorte sowie die ungefähre Schlägerungsmenge festgelegt. Weitere Berichte betrafen den Stand der Bachräumung und die für 1966 vorgesehene Bachregulierung. 7. Allfälliges: Der Bürgermeister dankt den Gemeinderäten, -Vertretern und -angestellten für die geleistete Arbeit im Jahre 1965 und bittet, im kommenden Jahre, wieder mit möglichst großer Einigkeit neue Probleme zu lösen zum Wohle der ganzen Gemeinde. Der erste Gemeinderat Anton Bickel spricht im Namen der Gemeindevertretung dem Bürgermeister den Dank für die geleistete große Arbeit aus und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß er auch im kommenden Jahre seine bewährte Schaffenskraft in den Dienst der Gemeinde stellen möge. Schluß der Sitzung um 22.30 Uhr Es ist Jedermann berechtigt, im Falle einer vermeintlichen Gesetzeswidrigkeit oder Unwirtschaftlichkeit dieser Beschlüsse eine Aufsichtsbeschwerde entweder beim Gemeindeamt oder unmittelbar bei der Aufsichts- bezw. Genehmigungsbehörde innerhalb von 2 Wochen nach Verlautbarung einzubringen. Der Bürgermeister:
  1. sitzungsprotokolle
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19511108_GVE035 Schlins 08.11.1951 26.05.2021, 08:10 -1Niederschrift über die am 8.11.1951 abgehaltene Sitzung der Gemeindevertretung in Schlins. Nicht entschuldigt abwesend: GV Rauch Oskar. Beschlüsse 1.) Der Bericht der letzten Sitzung wurde verlesen u. zur Kenntnis genommen. 2.) Dem Ansuchen des Mähr Edmund Nr. 6 um Zuteilung des Holzloses wurde Folge gegeben. 3.) Dem Kaufsangebot des Johann Baptist Rauch wurde unter folgenden Bedingungen entsprochen: 1. Der Preis für 1 m2 S 5.- 2. Die aus diesem Rechtsgeschäft entstehenden Kosten u. Gebühren aller Art treffen den Käufer allein. Die Gemeinde Schlins behält sich das Recht vor, eventuelle Leitungen oder Überspannungen durch das Grundstück durchzuführen; ebenso verlangt die Gemeinde Schlins eine diesbezügliche Eintragung in das Grundbuch. 4.) Über den Verkauf von Bruchsteinen wurde der Bürgermeister beauftragt, mit der Fa. Böckle zu verhandeln. 5.) Dem Ansuchen des Jussel Franz Nr. 45 um vorzeitige Ausfolgung von Bürgernutzholz konnte nicht entsprochen werden. -2- 6.) Unter Allfälligem wurde beschlossen, den Dienstbarkeitsvertrag mit den VKW zu unterfertigen. Schluß der Sitzung 22 Uhr. Der Schriftführer: Der Bürgermeister:
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19501116_GVE013 Schlins 16.11.1950 26.05.2021, 07:34 -1- Niederschrift über die am 16.11.1950 abgehaltene Sitzung der Gemeindevertretung Schlins. Anwesend: sämtliche Mitglieder. Beschlüße: 1.) Die Verhandlungsschrift der [letzten Sitzung] wurde verlesen u. ohne Einwand angenommen. 2.) Die Dachdeckerarbeiten bei H.Nr. 150 wurden an Viktor Burtscher, Thüringen, vergeben. 3.) Dem Ansuchen der Rosa Klein um Erstellung einer Straßenbeleuchtung bei H.Nr. 146 wurde nicht entsprochen. 4.) Ein Ansuchen um käufliche Überlassung von 12 m3 Bauholz wurde abgelehnt. 5.) Die Abmachungen des Bürgermeisters über Schadenersatzansprüche mit mehreren Parteien wurden gutgeheißen. Schluß: 22 Uhr Der Schriftführer: Der Bürgermeister:
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19501026_GVE012 Schlins 26.10.1950 26.05.2021, 07:34 -1- Niederschrift über die am 26.10.1950 abgehaltene Sitzung der Gemeindevertretung in Schlins. Anwesend 11 Mitglieder, entschuldigt abwesend: GV Merz Christian. Beschlüße: 1.) Die Verhandlungsschrift wurde verlesen u. ohne Einwand angenommen. 2.) In Sachen eines Rückstellungsverfahrens wurde beschlossen, nochmals an die Gegenpartei ein Schreiben zu richten. Gegen diesen Beschluß legte die SPÖ-Fraktion Verwahrung ein. 3.) Zu den Anträgen des Forstkomitees wurden folgende Beschlüsse gefaßt. a) Im Holzwirtschaftsjahr 1950 / 1951 werden an Holzbezugsberechtigte Bürger 2 fm Nutzholz u. 4 Rm Brennholz ausgegeben. Es verzichtet daher jeder Holzbezugsberechtigte auf 1,2 m3 Nutzholz zu Gunsten des Schulhausneubaues. Parteien, welche kein Nutzholz beziehen, erhalten an dessen Stelle 2 Rm Brennholz. Jeder Bezugsberechtigte erhält noch zusätzlich gegen 1 m3 von S 30.- 1 m3 Brennstoff zugeteilt. b) Dem Ansuchen der Maria Jussel, Schlins Nr. 69, um Ausfolgung v. Nutzholz auf 3 Jahre wurde entsprochen. -2- c) Das Ansuchen des Jussel Paul, Schlins Nr. 7, um Ausfolgung eines Bürgerholzloses wurde, da die statuarischen Voraussetzungen nicht gegeben sind, abgelehnt. d) Dem Ansuchen des Ammann Erwin, Schlins Nr. 117, um Ausfolgung des Bürgerholzloses wurde zugestimmt. e) Den ansuchenden Parteien Hartmann Bernhard, Nr. 57, Hartmann Josef, 112, Rauch Otto, 99, u. Müller Karolina Nr. 90, wird an Stelle des Brennholzes 1,5 m3 Nutzholz ausgefolgt. f) Die Brücke über den Tabuladabach soll ehestens erstellt werden. g) Der Antrag über Rodung des Waldes am Gießenbach wurde abgelehnt. 4.) Bezüglich Unterführung der Wasserleitung soll mit der Bauleitung verhandelt werden. Schluß der Sitzung: 22.30 Uhr Der Schriftführer: Der Bürgermeister:
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19280502_SV StandMontafon 02.05.1928 24.05.2021, 14:50 [-1-] Protokoll -o-o-o-oaufgenommen in der Kanzlei der Marktgemeinde Schruns am 2. Mai 1928 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Franz Wachter. -o-o-o-o-o-o-o Mit Einladung vom 27. April 1928 Zl. 241/St. wurde auf heute vormittags 9 Uhr eine Standesvertretungssitzung anberaumt, zu welcher erschienen sind sämtliche Herren Standesvertreter Montafons. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Standesrepräsentanten und dem Erklären der Beschlussfähigkeit wird das Protokoll der letzten Sitzung vom 4. Februar 1928 Zl. 81/St. in Vorlage gebracht. Die Genehmigung und Unterzeichnung erfolgt ohne vorherige Verlesung, da jede Gemeinde bereits mit je einer Abschrift behufs ortsüblicher Verlautbarung beteilt wurde und die Herren Standesvertreter vom Inhalte desselben in Kenntnis sind. Einwendungen wurden keine erhoben. Es wird sodann in die Behandlung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen und werden gefasst nachstehende Beschlüsse: -o-o-o-o-o1.) Zur Beratung des 1. Punktes der Tagesordnung sind über Ersuchen der Standesrepräsentanz vom Amte der Vorarlberger Landesregierung Vertreter erschienen und zwar: Herr Dr. Fritz Schneider, Regierungskommissar, " Hofrat Henrich, Landesforstinspektor und " Ing. Ernst Hagek, Forstrat welche vom Herrn Vorsitzenden herzlich begrüsst wurden. In die Beratung des 1. Punktes der Tagesordnung eingehend entwickelt der Herr Vorsitzende in Anlehnung an seine Ausführungen im Punkte 11 des Protokolls vom 4. Februar 1928 die Notwendigkeit der endlichen Klarstellung und Feststellung der Grenzen des Besitzes der StandesWaldungen im Tale Montafon gegenüber dem Privatbesitze. Die Anlegung des Grundbuches in den Gemeinden des Tales Montafon, sowie die Aufnahmearbeiten des Waldwirtschaftsplanes zwingen zu einer eindeutigen Bestimmung der Grenzen des Standeswaldes und zur künftigen Nutzungsberechtigung aus demselben. Das Ergebnis der heutigen Verhandlung soll bestimmende Richtlinien geben Für die künftige Vertretung der Standesinteressen und grundlegend sein für die Behebung der Unstimmigkeiten in der Grenzfrage und den verschiedenen Nutzungsgerechtsame. Der Herr Standesrepräsentant übergibt nun zur Führung der Beratungen im Gegenstande den Vorsitz dem Herrn Regierungskommissär Dr. Fritz Schneider, welcher nach kurzer Einleitung das Wort dem Herrn Landesforstinspektor Henrich erteilt. Herr Hofrat Henrich als Leiter der Wirtschaftsplanarbeiten in Montafon und Forstfachmann legt in einem höchst interessanten Vortrage die Zwecke des Wirtschaftsplanes dar und schildert die Entwicklung der Standeswaldungen bis zu ihrer heutigen Gestaltung in Umfang und Nutzungsberechtigung. - Der Wirtschaftsplan ist zu vergleichen mit einem Inventar über ein vorhandenes Vermögenfund verfolgt den Zweck, die Aufteilung auf die Standesgemeinden zu ermöglichen und in erster Linie die Produktion der Waldungen zu steigern. Bis jetzt ist der Wirtschaftsplan in den Gemeinden St. Anton, Bartholomäberg, Silbertal, Schruns und St. Gallenkirch fertiggestellt. Die Arbeiten in den übrigen Gemeinden wird voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren beendigt werden können. Das Ergebnis der Aufnahmen in folgenden Gemeinden hat eine Erhöhung des Hiebsatzes ergeben und zwar Bartholomäberg von 525 auf 700, Schruns von 342 auf 600, Silbertal von 1583 auf 4000 und St. Gallenkirch von 3300 auf 4400 Festmeter pro Jahr, sodass diese Gemeinden zusammen heute schon allein den bis jetzt für die gesamten Standeswaldungen geltenden Hiebsatz von 9820 fm3 überschritten haben. - Die Verhältnisse zwingen, auf eine Erhöhung der Produktion der Waldungen in Form einer vorsichtigen umsichtigen Bewirtschaftung grösste Sorgfalt zu verwenden. Die statistischen Arbeiten zeigen, dass seit dem Jahre 1855 die Standeswaldflache in der Gemeinde Silbertal allein sich um ca. 320 ha vermindert hat. Der Gesamte Verlust an Waldfläche dürfte in Montafon ca. 600 ha betragen. Dieser grosse Verlust an Waldflache ist einer zu wenig vorsichtigen Bewirtschaftung und dann auch durch den Einbruch von Lawinen zuzuschreiben. [-2-] Es muss daher Aufgabe der exakten planmässigen Bewirtschaftung sein, ein weiteres Zurückgehen der Waldfläche hintanzuhalten, die vorhandenen Bestände gesund zu durchforsten, über einen regelmässigen Zuwachs zu wachen und der Versuch unternommen zu werden, verloren gegangene Flächen durch Aufforstung zurückzugewinnen. - Diese Aufgaben können aber nur erfüllt werden, wenn der Waldbesitzer ein genaues Bild über den Umfang, den Bestand, die Belastungen und die Ersatzmöglichkeiten hat, also wenn ein Wirtschaftsplan vorhanden ist. Im Referate zur Frage der Besitzverhältnisse gelangend, unterscheidet Herr Hofrat Henrich 3 Kategorien, betrachtet rein rechtlich vom gesetzlichen Standpunkte aus. - Er unterscheidet: 1) Waldungen, die im Kataster mit einer eigenen Grundparzelle unter Bezeichnung der Grenze eingetragen sind, 2) Waldungen, welche auf Alpterritoriums stehen und keine eigene Parzelle bilden, sondern ein dingliches Recht darstellen und 3) Waldungen, welche weder eine eigentliche Parzelle bilden, noch ein dingliches Recht besitzen, sondern auf Grund alter Übung und Gepflogenheit angesprochen werden. An Hand umfangreichen Aktenmaterials schildert er die Zusammenlegung der gesamten Waldungen im 16. Jahrhundert durch Regierungserlass und die Inanspruchnahme durch den Staat, sowie die weitere Entwicklung bis zum Kaufabschlüsse im Jahre 1832 und die Besitzübernahme der Waldungen durch den Stand Montafon als unausgeschiedenes und ungeteiltes Ganzes. Die um die Standeswaldungen geführten Prozesse zur Erhaltung der Einheit und des ungeteilten Eigentums streift der Herr Referent ebenfalls in klarer und verständlicher Form. Es ist nachgewiesen, dass die Prozesse auf Grund der bekannten Erwerbs- und Benützungsart immer zu ungunsten der Privatparteien ausgefallen sind. - Er warnt, wegen der ungeheuren Kosten, mit grösstem Ernste, sich in lange Prozessführungen einzulassen und verweist auf den Beschluss der Vorarlberger Landesregierung vom 19. Juni 1926, mit welchem zur Schlichtung von Streitigkeiten in dieser Sache eine eigene Schiedsgerichtskommission aufgestellt wurde. Diese Kommission hat die Aufgabe, die Ansprüche der streitenden Parteien anzuhören und nach Studium der Sachlage einen Vermittlungsvorschlag auszuarbeiten und zu erstatten. Erst nach Ablehnung desselben durch eine der streitenden Parteien soll der Zivilrechtsweg betreten werden. Zur Frage der Aufteilung der Standeswaldungen äussert er sich, daß die Norm, der Teilung das Flächenmass der Waldungen zu Grunde zu legen, ungerecht ist. Vielmehr soll das Problem der Teilung von folgenden Gesichtspunkten aus betrachtet werden: 1) Es müssen die Massen in Rechnung gezogen werden, 2) die Beteiligung der Gemeinden an der Erwerbung der Waldungen im Jahre 1832, 3) die Lage der Gemeinden in Rücksicht auf die Nutzungsmöglichkeiten und 4) der Bedarf der einzelnen Gemeinden an Holz unter Berücksichtigung der Anzahl Bezugsberechtigter. Nach Beendigung des Referates setzt eine lange andauernde Wechselrede ein, als deren Ergebnis sich der einstimmige Beschluss ergab, die von der Vorarlberger Landesregierung eingesetzte Schiedsgerichtskommission anzurufen und unter ihrer maßgebenden Mithilfe im Zuge der Wirtschaftsplanarbeiten die Grenzregulierung zwischen Standeswaldungen und Privatgrundbesitz anzustreben. Die Vertreter des Standes Montafon und der Gemeinden in dieser Kommission werden ergänzend gewählt: Als Ersatzmann für den Herrn Standesrepräsentanten: Herr Edmund Battlogg, Gemeindevorsteher von St. Anton. Für die Gemeinde Bartholomäberg den Herrn Gemeindevorsteher Josef Kessler, zu dessen Ersatzmann Herrn Gemeindevorsteher Franz Josef Bitschnau von Vandans. Als Ersatzmann für den Herrn Gemeindevorsteher Fritz von Silbertal den Herrn Gemeindevorsteher Josef Kessler von Bartholomäberg. Für die Gemeinden St. Gallenkirch und Gaschurn jeweils gegenseitig die Herren Gemeindevorsteher Christian Kraft und Alois Flöry. Nach Abschluss der Beratung über diesen Gegenstand dankt der Herr Standesrepräsentant den Herrn Vertretern der Vorarlberger Landesregierung herzlich für ihre unterstützende Tätigkeit. 1a) Zur ununterbrochenen ä'eiterführung der Arbeiten des Wirtschaftsplanes bis zur Beendigung erwachsen bedeutende Kosten und sind grosse Mittel erforderlich. Nach lebhafter, längerer Beratung wird einstimmig über Antrag des Herrn Standesrepräsentanten beschlossen, den Kredit von S 20.000 bei der Sparund Darlehenskasse in Schruns auf S 40.000.-- zu erhöhen. [-3-] 2.) Die Rechnungen des Standes Montafon, des Forstfondes Montafon und des Montafoner Feuerversicherungsvereines für 1927 werden in Vorlage gebracht, zur Kenntnis genommen und genehmigt. 3.) In den neu zu wählenden Ausschuss der Konkurrenzstrassenverwaltung Bludenz-Partenen werden als Vertreter des Standes Montafon entsendet Herr Standesrepräsentant Franz Wachter, Bürgermeister von Schruns. Als Ersatzmann wird Herr Gemeindevorsteher J.G. Jochum von Tschagguns gewählt. 4.) Zur Zuschrift der Bezirksforstinspektion Bludenz vom 1. März 1928 Zl. 29/1 betreffend Vorschlag zur Vergrösserung des Forstgartens in Bartholomäberg bezw. Abgabe des entsprechenden Zaunholzes aus Standeswaldungen Stellung nehmend wird nach Rücksprache mit den Forstbeamten beschlossen, den Herrn Standesrepräsentanten zu bevollmächtigen, im Einverständnisse mit der Forstbehörde die nötigen Vorkehrungen zu treffen. 5.) Die Berufung der Gemeindevorstehung St. Anton gegen einen Bescheid der Standesrepräsentanz in Schruns betreffend Einstellung und Annullierung eines unbefugter Weise ausgeführten Holzverkaufes wird in Vorlage gebracht. Der Bescheid der Standesrepräsentanz wird gutgeheissen und bestätigt.Der Herr Gemeindevorsteher Edmund Battlogg von St. Anton erklärt, die Berufungsschrift zurückzuziehen und den Erlös aus dem Holzverkaufe der Standeskasse, als dieser gehörend, zu überweisen. Hiemit erledigt sich die weitere Behandlung der Berufung. 6.) Auf die Anfrage eines Forstwartes über die Zulässigkeit der Brennholzabgabe aus Standeswaldungen an Organisten, als Vergütung für ihre Dienstleistungen, wird festgestellt, dass dies unstatthaft ist. Die Entlohnung hat aus der lokalen Gemeindekasse zu erfolgen. - 7.) Das Ansuchen der Hildegard Tschofen von Partenen, Haus Nr. 59, derzeit wohnhaft in St. Gallenkirch, um Auszahlung von 2/3tel der Feuerversicherungssumme für das am 3. März 1928 abgebrannte Haus Nr. 59 in Partenen wird in Rücksicht auf die Gesuchsangaben mit der Bedingung bewilligt, dass die Besitzer für alle Zukunft auf das Holzbezugsrecht für dieses Objekt für sich und ihre Rechtsnachfolger Verzicht leisten. Die Bewilligung dieses Ansuchens erfolgt unter Beachtung des § 49, letzter Absatz der Statuten des Montafoner Feuerversicherungsvereines. 8.) Das Ansuchen des Jakob Battlogg. Haus Nr. 40 von Bartholomäberg um Nachsicht von der Berechnung des doppelten Stockgeldpreises für Holzbezüge ausserhalb der Forsttagsatzung wird nach erfolgter Bestätigung der Gesuchsangaben und Befürwortung des Herrn Gemeindevorstehers Josef Kessler von Bartholomäberg bewilligt. 9.) Dem Herrn Martin Tschofen von Tschagguns wird zufolge Ansuchens nach längerer Beratung für die Verwertung bezogenen Standesnutzholzes zum Baue eines Stalles und nach erfolgter Begutachtung durch den lokalen Standesforstwart im Sinne des § 7, Abs. 3 des Holzstatutes ein weiterer Zeitraum von zwei Jahren gewährt. Das Nutzholz ist aber gegen Witterungseinflüsse einwandfrei zu schützen. 10.) Die Ansuchen des Alois Netzer, Vandans Haus Nr. 179 und des Engelbert 11.) Vonier, Tschagguns Haus Nr.9 um Ablösung des Schindelholzservitutsrechtes für diese im Jahre 1926 mit Ziegeln neu eingedeckten Objekte werden nicht bewilligt, da die Vergütung, bezw. Ablösung lt. Standesvertretungsbeschluß erst ab 1. Jänner 1927 geleistet wird. 12.) Das Ansuchen des Christian Mangeng,Haus Nr.340 in Schruns um Ablösung des Holzdeuchelservitutsrechtes in Standeswaldungen für diese Heimat wird nach längerer Beratung nicht bewilligt. 13.) Dem Engelbert Egle von Vandans, Haus Nr. 202 wird über Ansuchen die Bewilligung erteilt, ca. 14 rm3 Abbruchholz vom alten Stalle in den Gemarkungen des Tales Montafon zu verkaufen. 14.) Der Freiwilligen Feuerwehr in Tschagguns wird zur Errichtung eines Feuerwehrgerätehäuschens das erforderliche Bauholz stockgeldfrei zum Bezuge bewilligt. Eine Bargeldbeihilfe zur Anschaffung der Motorfeuerspritze ist der Montafoner Feuerversicherungsverein gegenwärtig nicht in der Lage zu leisten. 15.) Die Offerte des Norbert Vergut von Tschagguns über die Ausführung der Verputzarbeiten und des Hueber Bruno von Schruns bezüglich der Malerarbeiten, anlässlich der Renovierung des Bezirksgerichtsgebäudes Nr. 9 in Schruns werden akzeptiert. Der Herr Standesrepräsentant teilt mit, dass er anlässlich der Verlegung eines Zweiges Abwasserkanalisation im Dorfe Schruns das Standesgebäude Nr. 27 in Schruns an diese Ableitung habe anschliessen lassen, um den Übelständen der Ableitung abzuhelfen. Dieser Vorgang wird gutgeheissen. [-4-] 16) Das Ansuchen des Willy Braunger, Gasthof Vergalden im Gargellentale um Bewilligung des Bzuges von Quellwasser aus der Quelle des Standes Montafon in Vergalden mit einem Vertragsentwürfe wird in Vorlage gebracht. Der Herr Vorsitzende erläutert hiezu, dass im Standeswaldgebiete von Vergalden aus einer dort entspringenden Quelle durch Private vor Jahren Wasser bezogen wurde, ohne dass der Besitzer von der Ableitung in Kenntnis war. Es haben sich nun unter den Vergalden-Maisässinteressenten Differenzen herausgebildet, wodurch der Stand Montafon Kenntnis erlangte. Er ist nun der Ansicht, dass unter folgenden Bedingungen die Wasserabgabe an alle Maisässinteressenten statthaft sein soll: a) Da die Quelle dem Stand Montafon gehört, erfolgt die Abgabe von Wasser nur in Form eines Reverses bis auf Widerruf und Zahlung eines jährlichen AnerkennungsZinses von S 20.- pro nutzende Partei, sodass nie ein Rechtsanspruch durch die nutzenden Parteien erlangt werden kann. b) Sollte die Alpe Vergalden, welche unmittelbar an die Standeswaldung anschliesst, Wasser benötigen, so muss derselben solches nach Erfordernis in erster Linie abgegeben werden. c) Der Umfang der Wassernutzung durch die Maisässinteressenten in Vergalden hat sich nach dem landwirtschaftlichen Bedarfe zu richten. d) Zur Entnahme von Wasser kommt allein nur diese Quelle in Frage, aus welcher bis heute widerrechtlich durch die Maisässbesitzer genutzt wurde. e) Der von Willi Braunger vorgelegte Entwurf eines Reverses ist durch die unter a bis d beschriebenen Bedingungen abzuändern, zu ergänzen Es wird nach längerer Beratung einstimmig beschlossen, im Sinne der Ausführungen des Herrn Vorsitzenden der Entnahme von Wasser aus der Vergaldner Quelle des Standes Montafon zuzustimmen. 17.) Das Ansuchen des Willy Braunger, Vergalden, um Bezugsbewilligung von 8 Stück Lichtleitungsmasten wird abgelehnt, da aus den Beständen in den umliegenden Waldungen ohne Beeinträchtigung der Bezugsansprüche Eingeforsteter diese Holzgattung nicht abgegeben werden kann. 18.) Dem Albert Hofmann, Jagdpächter, wird zum Baue eines Jagdhauses auf Valsott, Gemeinde St. Gallenkirch, ein weiteres Quantum von 30 fm3 Bauholz bewilligt. Die Abgabe dieses Holzes kann ohne Verkürzung des eingeforsteten Bezuges erfolgen. 19.) Das Ansuchen der Hotelverwaltung Madrisa, Gargellen, hinsichtlich des Anspruches von Lichtleitungs- bezw. Telefonmasten kann den im Pkt. 17 angeführten Gründen nicht bewilligt werden. Bezüglich des Bedarfes an Brennholz wird der Abgabe von ca. 20 fm3 aus Abgangbeständen am Platinastutze zugestimmt, wo für der ortsübliche Kaufpreis vom Bezieher zu bezahlen ist. Ein grösseres Quantum ist nicht vorhanden. 20.) Die Ansuchen des Sander Leopold von Schruns H.Nr. 139 um Bezugsbewilligung für ca. 55 für Bauholz zum Stallumbaue und des Franz Koller von Vandans um ca. 25 fm3 Bauholz zum Magazinsbaue werden in Vorlage gebracht und in Beratung gezogen. - Da noch Erhebungen zu pflegen sind, wird die Fällung der Entscheidung dem Herrn Standesrepräsentanten unter Beizug des Herrn Gemeindevorstehers Bitschnau von Vandans und des Forstwartes Maier von Vandans übertragen. 21.) Dem Ansuchen des Christian Vonier,Pächter der Lindauer-Hütte in TschaggungjUm Bezugsbewilligung von Brennholz zur Bewirtschaftung dieser Hütte wird zur Erledigung nach zu pflegenden Erhebungen dem Herrn Standesrepräsentanten überwiesen.- 22.) Dem Herrn Standestierarzte August Albrich in Schruns wird sein Ansuchen um Erhöhung des jährlichen Wartgeldes zum Teile bewilligt und ab 1. Jänner 1928 dasselbe von 1000,- auf S 1500.— erhöht, sowie der jährliche Bezug eines Brennholzloses im Ausmasse der Eingeforsteten bewilligt. 23.) Die Marktgemeindevertretung Schruns hat in der Sitzung am 15.April 1928 den einstimmigen Beschluss gefasst, die Standesvertretung für Montafon dringend zu bitten,beim Amte der Vorarlberger Landesregierung vorstellig zu werden,es möchte mit grösster Energie auf die A.Ges.der Vorarlberger Illwerke eingewirkt werden, beim Baue der Talsperre in Vermont auf das sorgfältigste vorzugehen. Dieser Antrag der Marktgemeindevertretung Schruns löst lebhaftes Interesse aus, indem die Bedeutung desselben voll erkannt wird. Nach längerer Beratung wird einstimmig folgender Beschluss gefasst: In den Jahren 1926 und 1927 sind in verschiedenen Ländern Europas und im gegenwärtigen Jahre in Amerika bereits 2 grosse Dammbrüche von Talsperren vorgekommen. Dadurch wurden neben einer grossen Zahl Menschenopfer weite Ländereien mit ihrer ganzen Kultur zerstörend verheert und [-5-] unermesslicher Schaden angerichtet. Es ist klar und leicht begreiflich, dass derartige Hiobsbotschaften gerade gegenwärtig in Montafon grosse Beunruhigungen hervorrufen, indem im innersten Teile dieses Tales der Ausbau der Wasserkräfte begonnen hat und in diesem Bauprojekte die Erstellung einer langen Talsperre in einer Höhe von beinahe 2000 Meter vorgesehen ist. Bei der enorm grossen Länge dieser Talsperre ist mit der Stauung ungeheuerer Wassermengen zu rechnen, deren Druckkraft beängstigend sein muss. Es ist nun die allgemeine Anschauung der Bevölkerung des Tales Montafon und die besondere einstimmige der Standesvertretung, dass durch die Stauung der Ill im Vermunttale eine dauernde höchste Gefährdung des Tales Montafon geschaffen wird, die berechtigt und zwangsläufig bedingt, dass alle nur erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen zur Verminderung dieser Gefahr ergriffen und angewendet werden müssen. Als grösste Sicherung muss betrachtet werden, dass hinter der projektierten Talsperre noch mindestens zwei weitere Staumauern errichtet werden, welche die gestauten Wassermassen unterbrechen. Das Bersten oder Brechen einer einzelnen dieser Staumauern hätte zur Folge, dass dann wenigstens nur eine Teilmenge des Wassers abfliessen kann, während der übrige (Hauptteil) zurückgehalten wird.Es ist aber sicher, dass ein Bruch der geplanten einzigen Staumauer im Vermunttale die vollständige Zerstörung und Verwüstung Montafons zur Folge hat und sich auch verheerend im vorarlberger Oberlande auswirken müsste. Wenn man sich vor Augen hält, welches Elend und welche Schädigung durch eine solche Katastrophe auftreten muss, kann ein Grausen nicht unterdrückt werden. Die Beunruhigung in der Bevölkerung ist deshalb erklärlich und voll und ganz begründet. Die Standesvertretung für Montafon stellt deshalb an das Amt der Vorarlberger Landesregierung das höfliche und dringende Ansuchen, im Interesse der Allgemeinheit die Projekte der Kraftanlage in Partenen genauestens einer Überprüfung unterziehen zu lassen und geeignete Schritte einzuleiten, dass die Anregung zur Anlegung von unterbrechenden Staumauern zur Durchführung gelangt. Von der höchsten Sorgfältigkeit in der Ausführung der Vermuntwerkbauten hängt das Leben und Vermögen tausender von Personen und das Schicksal eines grossen Gebietes des Landes Vorarlberg ab. 24.) Das Ansuchen des Josef Klehenz von Partenen um Nachsicht von der Berechnung des doppelten Stockgeldes für Bauholzbezug zum Stallumbaue ausserhalb der Forsttagsatzung wird nicht bewilligt. Der Gesuchsteller soll eine Vergütung der Verteuerung des Holzes bei den Vorarlberger Illwerken ansprechen, da über deren Verlangen die Verlegung des Stalles an einen anderen Platz erfolgen muss. 26.) Das Ansuchen des Gebhard Sohler von Gaschurn um stockgeldfreien Bezug des Bauholzes für den Wiederaufbau seines abgebrannten Stalles wird unter der Bedingung bewilligt, dass der Unterbau des Stalles in Mauerwerk ausgeführt und künftighin für den gemauerten Teil des Stalles auf das Holzbezugsrecht dauernd verzichtet wird. 26.) Das Ansuchen der Alpe Vilifau, Gemeinde Vandans, um Übertragung des Holzbezugsrechtes auf die neuerbaute Alphütte wird unter folgenden Bedingungen bewilligt: Die alte Alphütte, der bis heute das Bezugsrecht zustand, ist abzutragen, damit keine Vermehrung der Belastungen eintritt. Für die Holzbezüge aus Standeswaldungen hat die Alpverwaltung Vilifau, wie alle übrigen Bezugsberechtigten auch, das jeweils tarifmässige Stockgeld zu bezahlen, sodass keine Ausnahmebehandlung stattfindet. Die Standesvertretung reguliert nach Bedarf fallweise den Stockgeldtarif. Schruns, am 10. Mai 1928. Der Standesrepräsentant: [Unterschrift der Standesvertreter]
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19530416_SV StandMontafon 16.04.1953 24.05.2021, 14:50 [-0-] Schruns, am 11. April 1953 Zahl: 007/1/1953 EINLADUNG Im Sinne § 7 der Standesstatuten berufe ich die Mitglieder des Standesausschusses für Donnerstag, den 16. April 1953 um 8 Uhr 30 in Schruns (Standeskanzlei) zu einer Standesausschuß-Sitzung ein. i.E. gez. Jos. Keßler Standesrepräsentant Tagesordnung: 1. Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 6. März 1953 2. Ein Schreiben des Bezirksgerichtes Montafon über die Ablehnung des vorgelegten Mietvertrages. 3. Vorlage des Dienstbarkeitvertrages (Entwurfes) zwischen Stand Montafon und der Montafoner Bergbahn in Schruns. 4. Vorlage eines Entwurfes des vorgesehenen Pachtvertrages betreffend den Gipsbruch St. Anton i. M. 5. Ansuchen der Gemeinde Gaschurn zwecks Duldung einer Wasserleitung auf Standesgrund. 6. Ansuchen des Oberer Jakob in Schruns zwecks Wasserentnahme aus einer Quelle auf Standesgrund. 7. Wachter Rosa, St. Gallenkirch, Ansuchen, um die pachtweise Überlassung von Standesgrund zur Erstellung eines Bienenstandes in der Alpe Valisera. 8. Ein Schreiben der Gargellener Seilbahn Ges.m.b.H., um die Überlassung von Standesgrund zwecks Erstellung einer Erfrischungsstätte. 9. Tschanhenz Wilhelm, St. Gallenkirch, Ansuchen um die Erlaubnis zur Ausmessung einer Seilbahnachse über die Standesgrundparzelle. [-1-] Niederschrift aufgenommen in der Standeskanzlei in Schruns am Donnerstag den 16. April 1953 unter dem Vorsitz des Standesrepräsentanten Josef Keßler Mit Einladungsschreiben vom 11. April 1953, Zl. 007/1-2 wurde auf heute vormittag 8 Uhr 30 eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der Talgemeinden Montafons in ihrer Eigenschaft als Standesvertretern mit Ausnahme der sich entschuldigten Bürgermeister der Gemeinden Lorüns und Stallehr, erschienen sind. Nach Eröffnung der Sitzung und dem Erklären der Beschlußfähigkeit durch den Vorsitzenden wird zur Behandlung und Beschlussfassung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen. Pkt. 1) Bei der Durchsicht der Sitzungsniederschrift vom 6.3.1953 wird festgestellt, dass unter Pkt 3 a versehentlich die Beschlussfassung über die Verumlagung des Abganges der Jahresrechnung "Stand Montafon" nicht festgehalten wurde. Die Ergänzung hat zu lauten: "Der im Rechnungsjahr 1952 ermittelte Verlust in der Jahresrechnung STAND MONTAFON, wird lediglich den Gemeinden Lorüns und Stallehr der anteilmäßige Betrag zur Zahlung an die Standeskassa vorgeschrieben, während das Betreffnis der übrigen 8 Standesgemeinden vom Forstfond getragen wird." Nachdem die vorerwähnte Ergänzung in der heutigen Niederschrift festgehalten wurde, wird die Niederschrift vom 6.3.1953 einstimmig genehmigt. Pkt. 2) Der Standesrepräsentant verliest ein Schreiben des Bezirksgerichtes Montafon, worin dem Stand Montafon mitgeteilt wird, dass das Oberlandesgerichtspräsidium in Innsbruck den vom Stand Montafon vorgelegten Mietvertrag in der derzeitigen Fassung nicht annimmt bzw. verschiedene Änderungen zur Bedingung macht. Der Standesausschuss beschliesst den Wortlaut des vorgelegten Mietvertrages beizubehalten und bevollmächtigt die Standesvertreter Bürgermeister Vonbank, Maier und Mangard unter Führung des Standesrepräsentanten Keßler beim Oberlandesgerichtspräsidenten in Innsbruck in dieser Angelegenheit vorzusprechen. Der Standesrepräsentant wird ersucht vor der Vorsprache in Innsbruck mit dem Oberlandesgerichtrat Dr. Troll in Feldkirch, in Verbindung zu treten. [-2-] Pkt 3) Der von der Standesverwaltung vorgelegte Entwurf für den Dienstbarkeitsvertrag zwischen Stand Montafon und der Montafoner Bergbahn wird durchgesprochen und mit einigen kleineren Änderungen genehmigt. Pkt 4) Der Standesausschuß ermächtigt den Herrn Standesrepräsentanten und die Bürgermeister Vonbank, Maier und Battogg den Pachtvertrag mit dem Montafoner Gipswerk abzuschliessen. Pkt 5) Der Gemeinde Gaschurn wird es gestattet über die StandesGp. 1273 in der K.G. Gaschurn eine Ersatzwasserleitung zu legen. Die Leitung wird im Boden verlegt, so dass keine Wirtschaftserschwernisse eintreten. Holzfällung zur Verlegung der Wasserleitung ist nicht notwendig. Pkt 6) Dem Ansuchen des Oberer Jakob in Schruns/Kropfen, um die Einräumung der Dienstbarkeit der dauernden Wasserentnahme aus der standeseigenen Wasserquelle ob dem Fall (Gp. 3132) wird gegen einen jährlichen Anerkennungszins von S 50 gestattet. Im Vertrag ist eine Wertsicherungsklausel anzuführen. Pkt. 7) Der Wachter Rosa in St. Gallenkirch 120, wird die Bewilligung erteilt in der Alpe Valisera ob dem Bienenstand des Senn Josef in Schruns, einen Wanderbienenstand aufzustellen. Die Bewilligung gilt bis auf Wiederruf. Der jährliche Anerkennungszins wird erst festgelegt. Pkt. 8) Das Ansuchen der Gargellener-Seilbahn G.m.b.H. um die Überlassung von Standesgrund zur Erstellung einer Jausestation wird bis zur Klärung des Besitzverhältnisses zwischen Stand Montafon "Forstfond" und Bergbahn vertagt. Pkt. 9) Herrn Tschanhenz Wilhelm in St. Gallenkirch, wird die Erlaubnis erteilt zur Vennes.ung einer Seilbahnachse durch den Standeswald nach Garfrescha zur besseren Durchsicht (mit dem Vermessungsgerät) einige Stämme, die hinderlich sind zu fällen. Die Schlägerungsbewilligung der Forstbehörde hat die Partei selbst einzuholen. [-3-] Erweiterung der Tagesordnung Einvernehmlich wird gemäß § 34 der VGO die Tagesordnung um folgende Punkte erweitert: Pkt. 10) Dem Bitschnau Emanuel in Silbertal wird es gestattet, ca. 8-10 fm Nutzholz, das er aus Brennholzlosen (Servitutsbezug) ausgeformt hat, zu verkaufen und aus dessen Erlös Ziegel für ein Einfamilienhaus zu kaufen. Das beabsichtigte Geschäft muss noch im Jahre 1953 abgeschlossen werden. Der Vorgang hat der zuständige Waldaufseher zu überprüfen. Pkt. 11) Der Gemeinde Silbertal wird es gestattet, das zum Bau der eingeforsteteten Kirchenbrücke bezogene Servitutsholz zu verkaufen um mit dem Erlös eine Betonbrücke zu erstellen. Pkt. 12) Die zwischen Stand Montafon "Forstfond" und den Parteien Edwin Bischof Schneidermeister in Schruns und Lina und Baptist Ganahl in Schruns abgeschlossenen Grundtauschverträge werden in vorliegender Fassung vollinhaltlich genehmigt. Pkt. 13) Bitschnau Alois in Bartholomäberg wird mit seinen Ansuchen um die Zuweisung von ca. 100 im Abgangholz auf die kommende Ausschreibung von ca 100 - 150 Dürrling und Schneebruchholz im Standeswaldgebiet Valisera vcrwiese.no Pkt. 14) Das Holzansuchen des Erhard Aids, Silbertal/Schöffel wird bis zur Beendigung der einzelnen Forsttagsatzungen vertagt. Pkt. 15) Dem Waldaufseher Alois Berthold in Silbertal werden ca. 50 fm altes Lawinenholz in den sogenannten "Stöck" in Silbertal für Bauzwecke käuflich überlassen. Pkt. 15) Dem mündlichen Ansuchen des Marent Friedrich in Schruns, derzeitiger Alpmeister der Alpe "Sanül" Tschagguns, um Auszahlung von S 2000 als Arbeitslohn an Marent Emil in Tschagguns, als Vergütung der Arbeitsleistung bei der Beteiligung an einem Holzfrevel, wird grundsätzlich abgelehnt. Pkt. 17) Die Standesvertretung beschliest die Fertigstellungsarbeiten beim Stallbau in der Alpe "Valisera" sobald wie möglich fortsetzen zu lassen. [-4-] Berichte: a) Der Herr Standesrepräsentant verliest ein Schreiben der Marktgemeinde Schruns, wonach die auf Gemeindegrund erstellte standeseigene Garage bis Herbst dieses Jahres entfernt werden soll. Die Gemeinde beabsichtigt auf diesem Grund ein Feuerwehrgerätehaus zu erstellen. b) Anschliessend berichtet der Herr Standesrepräsentant, dass die Gemeinde Stallehr am 6.4. schriftlich an den Stand Montafon herangetreten ist mit dem Ersuchen der Stand Montafon möge bei der Monbafonerbahn in Schruns dahin einwirken, dass bei der geplanten Verlegung der Haltestelle Brunnenfeld in das sogenannte "Mos" in Bludenz, für die Gemeinde Stallehr eine Bedarfshaltestelle beim Zemmentwerk Lorüns eingeschaltet wird. Nach einer sofortigen Rücksprache mit dem Direktor der Montafonerbahn in Schruns wurde dem Herrn Standesrepräsentanten zugesichert, dass bei einer eventuellen Absprache der obigen Sache ein Vertreter des Standes Montafon beigezogen wird. Der Standesrepräsentant berichtet, dass im Standesgebäude HNr. 27 in Schruns (Gendarmerie u. Gefangenhaus) die Instandsetzen der Arreste und das Tünchen der Aussenfassade beendet ist und es dabei notwendig war, die Fensterläden und Fensterstöcke neu zu streichen. Beginn der Sitzung 8 Uhr 45 Ende der Sitzung 4 Uhr 30 [Unterschriften der Standesvertreter]
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19640206_SV StandMontafon 06.02.1964 24.05.2021, 14:49 -1- Niederschrift Aufgenommen am 6. Februar 1964 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, unter dem Vorsitz des Herrn Herrn Standesrepräsentanten Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 31.1.1964, wurde auf heute vormittags 8.30 Uhr eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der Talgemeinden Montafons, und zwar: Staudesrepräsentant Josef Keßler in Bartholomäberg; Standesrepräsentantstellvertr. Peter Wachter in Gaschurn; Landtagsabgeordneter Ignaz Battlogg in St. Anton; Franz Marent in Schruns; Anton Brugger in Tschagguns; AlfonsBitschnau in Vandans; Hermann Brugger in Silbertal; Hermann Mangard in St. Gallenkirch, mit Ausnahme der sich entschuldigten Bürgermeister Josef Batlogg in Lorüns und Eugen Burtscher aus Stallehr, als Standesvertreter erschienen sind. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung nachstehender Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 28.11.1964. 2. Jahresrechnung STAND MONTAFON (10 Gemeinden) 1963. 3. Ansuchen des Bernhard Maier in Vandans, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Maisäß Nr. 275 auf einen anderen Bauplatz. 4. Ansuchen des Vallaster Mathäus in Bartholomäberg 89, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten Wohnhaus Nr. 89 auf den erstellten Neubau. 5. Ansuchen des Dr. Alois Mangard in Dornbirn, um die Übertragung des Holzbezugsrechtanteiles von einem Doppelhaus auf eine neue Bauparzelle (K.G.St. Gallenkirch). -2- 6. Schreiben der Agrarbezirksbehörde in Bregenz, wegen Beteiligung am Güterwegbau St. Gallenkirch/Schattenort. 7. Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, Vorlage eines Dienstbarkeitsvertrages wegen bücherlicher Einverleibung von Leitungsrechten in der K.G. Tschagguns und Vandans. 8. Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, Vorlage eines Dienstbarkeitsvertrages wegen Verlegung eines Fernmeldekabels in K.G. Gaschurn. 9. a) Bergmahdangebot des Albert Tschofen in Schruns. b) Bergmahdangebot der Maria Mangeng in Schruns. 10. Ansuchen der Juen Anna in Schruns 208, um die Erlaubnis 20 bis 25 fm Servitutsholz einer anderen Verwendung zuführen zu dürfen. 11. Ein Schreiben der Gemeinde Bartholomäberg, wegen Übernahme der Kosten für die Gemeindeholzkommission, bzw. Überprüfungsausschuß. 12. Tschofen Ernst in Bartholomäberg 224, Servitutsbezug 1963 - Ansuchen um Ermässigung des Stockgeldes. 13. Verschiedene Holzansuchen: a) b) c) d) e) f) Dönz Adolf in Silbertal, eine Abgangholzpartie. Bitschnau Franz, Säger in Silbertal, 6 fm Bauholz. Gottlieb Wachter in Vandans, 40 fm Bauholz. Klehenz Helmut in St. Gallenkirch, Abgangholzpartie. Rudigier Otmar in Gaschurn, 50 fm Bauholz. Franz Keßler, Jagdaufseher in Tschagguns, 6 fm Abgangholz. g) Klehenz Josef, Gaschurn 47, 3 Windwürfe f. Bauzwecke. h) Marent Peter in Tschagguns 148, 3 fm Abgangholz. i) Klehenz Elmar in Partenen, ca. 6 fm Windwurfholz. Berichte: a) über die Genehmigung der Voranschläge des Standes Montafon und des Forstfondes; b) über den Fortschritt der Verhandlungen wegen Miete für die Diensträume im Bezirksgericht. Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1. Die Sitzungsniederschrift vom 28. November 1963 wird in vorliegender Fassung genehmigt. zu Pkt. 2. Der Standesrepräsentant berichtet, daß die Jahresrechnung 1963 fertiggestellt ist und während der Auflagefrist keine Erinnerungen eingebracht wurden. Nach postenweiser Verlesung und Erläuterung zu den einzelnen Haushaltstellen wird die Jahresrechnung des STANDES MONTAFON vom Standesausschuß genehmigt. -3- zu Pkt. 3. Das Ansuchen des Bernhard Maier in Vandans, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Maisäßhaus Nr. 275 auf eine andere Baufläche wird zwecks weiteren Erhebungen bis auf weiteres vertagt. zu Pkt. 4. Dem Ansuchen des Mathäus Vallaster in Bartholomäberg HNr. 89, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten, baufälligen Wohnhaus Nr. 89, auf das auf auf der Grenze der Grundparzellen 883 u. 884 neuerbaute Wohnhaus wird stattgegeben. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen; sondern für verfallen erklärt. Die hiefür vorgesehene Schindeldachablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Bei dieser Übertragung handelt es sich um die Standortverlegung eines eingeforsteten Objektes innerhalb der gleichen landwirtschaftlichen Liegenschaft für denselben Besitzer. zu Pkt. 5. Das Ansuchen des Dr. Alois Mangard in Dornbirn, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von HNr. 63 des Doppelwohnhauses Bp. 186, HNr. 63/100 auf ein auf Gp. 666 zu erstellen geplantes Objekt wird zurückgestellt. Eine Übertragung in der vorgeschlagenen Form kann nicht durchgeführt werden, weil das Benützungsrecht der Räume innerhalb des Doppelhauses gegenseitig auf beide HNrn. erstreckt. Es wäre vorteilhaft, Wenn Dr. Mangard zu Gunsten dem Besitzer der HNr. 100 auf das Holzbezugsrecht verzichten würde oder umgekehrt der Besitzer der HNr. 100 zu Gunsten dem Besitzer der HNr. 63. Dr. Mangard ist in diesem Sinne zu informieren. zu Pkt. 6. Der Forstfond tritt der Güterweggenossenschaft Gortipohl/Schattenort als Mitglied bei und übernimmt 7% der Baukosten; beteiligt sich jedoch nicht an der zukünftigen Erhaltung des Güterweges. -4- zu Pkt. 7. Der von der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, vorgelegte Vertrag wegen Einräumung einer bücherlichen Dienstbarkeit für das Durchleitungsrecht von 3 Kabel zwischen Kraftwerk Rodung und Kraftwerk Latschau, wird zurückgestellt, da noch verschiedene Erhebungen notwendig sind. zu Pkt. 8. Der von der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, vorgelegte Dienstbarkeitsvertrag hinsichtlich der Verlegung eines Fernmeldekabels vom Kraftwerk Vermunt zum Wasserschloß auf Tafamunt (ausserbücherliche Vertragssache: 91.85.22.49) wird in vorliegender Fassung genehmigt. zu Pkt. 9. a) Das Bergmahd "Tächli" Gp. 4222 in K.G. St. Gallenkirch, das zur Gänze von der Standeswaldung umschlossen ist, wird zum Preise von S 4.000.- angekauft. b) Die von Maria Mangeng in Schruns angebotene Liegenschaft in K.G. Gaschurn, wird nicht angekauft, weil auch bäuerliche Interessenten an der Erwerbung dieser Liegenschaft interessiert sind. zu Pkt. 10. Dem Ansuchen der Anna Juen in Schruns 208, um die Erlaubnis von den für das Wohnhaus Nr. 208 bezogenen Servitutsholz ca. 20 - 25 fm für ein nichteingeforstetes Objekt verwenden zu dürfen, wird stattgegeben. Hiefür ist ein Kaufpreis von S 500.- pro fm zu bezahlen; davon das bereits bezahlte Stockgeld und Bringungskosten in Abzug gebracht werden. Zur Dachstuhlerneuerung beim Wohnhaus Nr. 208, darf jedoch kein Holz mehr bezogen werden. zu Pkt. 11. Das Ansuchen der Gemeinde Bartholomäberg um die Übernahme der Kosten für die Gemeindeholzkommission, bzw. Überprüfungsausschuß wurde abgelehnt. Laut Vorarlberger Waldaufsichtsgesetz, 49. Statthaltereiverordnung ad § 4 sind die Gemeinden verpflichtet die angemeldeten Forstproduktenbezüge mit Rücksicht auf die vorhandenen Rechte und des tatsächlichen Bedarfes zu überprüfen. -5- zu Pkt. 12. Dem Ansuchen des Ernst Tschofen in Bartholomäberg, um Ermässigung des Stockgeldes für Servitutsholz, wegen zu umständlicher Bringung, wurde abgelehnt. zu Pkt. 13. Verschiedene Holzansuchen: Die Holzansuchen des Adolf Dönz in Silbertal, Bitschnau Franz in Silbertal, Klehenz Helmut in St. Gallenkirch und Rudigier Otmar in Gaschurn, werden bis nach der Forsttagsatzung 1964 vertagt und kommen dann neuerlich zur Behandlung. Da Ansuchen des Klehens Elmar in Partenen wird abgelehnt und die Partei nit ihrem Bedarf in die Eigenwaldung verwiesen. Gottlieb Wachter in Vandans, werden, soweit vorhanden, im Rutschgebiet Vensertobel/Ladritsch ca. 25 fm Bauholz zum Kaufpreis zugewiesen. Sind ihm vorerwähnten Gebiet weniger als 25 fm Holz vorhanden, kann der Rest oberhalb der Rellstalstraße aus Windwurfbeständen zugewiesen werden. Die Festsetzung des Kaufpreises wird dem Standesrepräsentanten überlassen, da derzeit die genauere Örtlichkeit nicht bekannt ist. Dem Franz Keßler Jagdaufseher in Tschagguns, werden 6 fm Bauholz (Dürrlinge) für eine Bargenerweiterung zum Kaufpreise überlassen. Preisfestsetzung wie oben. Dem Marent Peter in Tschagguns wird aus der Standeswaldung Tschagguns, unterhalb der Mittagspitze 3 fm Abgangholz zum Preise von S 250.- pro fm käuflich überlassen. Dem Klehenz Josef in Gaschurn 47, werden 3 Windwürfe zum Kaufpreis überlassen. Der Preis wird mit S 200.- pro fm festgesetzt. -6- Pkt. 14. Die Agrargemeinschaft Vandans teilt mit, daß ihr 1. Obmannstellvertreter Bgm. Alfons Bitschnau bei der am 29.1.1964 stattgefundenen Konstituierung des Ausschusses, wieder als Delegierter im Stand Montafon auf die Dauer von 3 Jahren bestellt wurde. Diese Mitteilung wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Pkt. 15. Dem Vorschlag der Agrargemeinschaft "Alpgenossenschaft Zamang" in St. Gallenkirch, auf die aus der Forstfondparzelle 1713 ausgemarkten, teilweise mit Fichten bewachsenen Weideparzellen zu Gunsten des Forstfondes zu verzichten, wenn dieser bereit ist auf die vom Alpbesitz zur Gänze umschlossene Gp. 1717 zu Gunsten der Alpe zu verzichten, wird im Interesse eines übersichtlichen Grenzverlaufes zugestimmt und der hierüber erstellte Vertrag in vorliegender Fassung genehmigt. Pkt. 16. Dem Ansuchen des Erhard Gebhard in Silbertal 53, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten, baufälligen Wohnhaus HNr. 53, Bp. 102/1 auf das auf Gp. 325 neuerbaute Wohnhaus wird stattgegeben. Das Schindel-Holzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Die hiefür vorgesehene Schindelholzablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Durch diese Übertragung hat das alte Wohnhaus Bp. 102/1 in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr und ist abzutragen. Bei dieser Übertragung handelt es sich um die Standortverlegung eines eingeforsteten Objektes auf der gleichen landwirtschaftlichen Liegenschaft für denselben Besitzer. Berichte: a) Der Vorsitzende Berichtet, daß die Voranschläge des STANDES MONTAFON und des FORSTFONDES für das Rechnungsjahr 1964 ohne Einwendung von den Aufsichtsbehörden genehmigt wurden. b) Über den Stand der Verhandlungen mit der Justizverwaltung hinsichtlich einer Miete für die Amtsräume, teilt Standesrepräsentantstellvertr. Bgm. Peter Wachter mit, -7- daß der Herr Landesgerichtspräsident Dr. Wechner bei der am 21.1.1964 erfolgten Aussprache mitgeteilt habe, er werde den nächsten Aufenthalt beim Oberlandesgerichtspräsidium in Innsbruck dazu benützen, den Herrn Oberlandesgerichtspräsidenten über diese berichtigte Forderung des Standes Montafon zu informieren. Die Standesverwaltung wird vom Ergebnis dieser Aussprache in Kenntnis gesetzt. Die vorgenannten Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne § 34 der VGO zuerkannt. Beginn der Sitzung: 9 Uhr Ende der Sitzung: 12 Uhr Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
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19340512_SV StandMontafon 12.05.1934 24.05.2021, 14:49 [-1-] Zl. 2/1-Stand 1934 Niederschrift aufgenommen in der Kanzlei der Marktgemeindevorstehung Schruns am Dienstag den 12. Mai 1934 unter dem Vorsitze des Herrn Standesrepräsentanten Franz Wachter. Mit Einladung vom 9. Mai 1934 Zl. 1/1-St. wurde auf heute, Samstag den 12. Mai 1933 vormittags, eine Standesvertretungssitzung anberaumt, zu welcher erschienen sind 8 Standesvertretungsmitglieder. Nicht anwesend waren die Vertreter der Gemeinden Lorüns und Stallehr, hievon entschuldigt der Vertreter der Gemeinde Lorüns. Nach Eröffnung der Sitzung und dem Erklären der Beschlussfähigkeit durch den Herrn Vorsitzenden wird das Protokoll der letzten Sitzung vom 28. Dezember 1933 in Vorlage gebracht. Die Genehmigung und Unterzeichnung erfolgt ohne vorherige Verlesung, da jede Gemeinde bereits mit einer Durchschrift zum Amtsgebrauche beteilt wurde, der Sitzungsbericht im Montafoner Gemeindeblatt veröffentlicht wurde und daher die Herren Standesvertreter vom Inhalte in Kenntnis sind. - Einwendungen wurden keine vorgebracht.Sodann wird in die Beratung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen. Gefasst werden folgende Beschlüsse: 1.) Der Bericht der Gemeindevorstehung Gaschurn vom 3. Mai d.Js. über das a schwere Brandunglück, von dem die Fraktion Partenen in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1934 betroffen wurde und dem 4 Häuser, 3 Ställe und 2 Baracken zum Opfer fielen, wird mit Bedauern zur Kenntnis genommen. b Das Ergebnis der Niederschriften über die Erhebung des Brandschadens bei den Versicherungsnehmern des Montafoner Feuerversicherungsvereines und zwar bei Rudigier Anton und Tschofen Rosa HNr. 57, Gemeinde Gaschurn für Verpflegsstation und Mark Regina HNr. 60 wird zur Kenntnis genommen. Die Auszahlung der Schadenvergütungssummen hat unter Beobachtung der Bestimmungen der Satzungen des Montafoner Feuerversicherungsvereines wie üblich zu geschehen. c Der Frau Regina Märk/Partenen ist über ihr Ansuchen um Bezugsbewilligung von 150 fm3 Nutzholz zum Wiederaufbau der abgebrannten Objekte (Haus und Stall) mitzuteilen, dass sie zur Bedarfsdeckung auch ihren Eigenwaldbesitz nach Maßgabe der forstwirtschaftlich tragbaren Ausmasse heranzuziehen hat. Die aus der Eigenwaldung nicht zu deckende Holzmenge wird gemäss des Eingeforsteten-Bezugsrechtes zur Abgabe bewilligt. 2.) Als Vertreter des Standes Montafon in den neu zu bestellenden Ausschuss der Konkurrenzstrasse Schruns-Silbertal wird Standesrepräsentant Franz Wachter in Schruns gewählt. Zu dessen Stellvertreter wird Heinrich Dajeng, Betriebsleiter der A. Ges. Montafonerbahn in Schruns delegiert. 3.) Nach Entgegennahme eines ausführlichen Berichtes des Standesvertreters Gemeindevorsteher Schapler/Vandans über die Bedeutung der Neuanlage des Raschitz-Weges in Vandans wird beschlossen, dem Ansuchen der Gemeinde Vandans um Beitragsleistung des Standes Montafon zu den Baukosten durch Holzlieferungen an die Baustellen im Laufe der nächsten Jahre im Werte von S 2000.— zu entsprechen. Das Interesse des Standes Montafon an der Anlage dieses Weges ist mit der bedeutend erleichterten Holzablieferung aus den höher gelegenen Standeswaldungen begründet. Es wird der Gemeindevorstehung Vandans dringend nahe gelegt, von den interessierten Alpen der künftigen Wegbenützung entsprechende Beitragsleistungen einzufordern. [-2-] 4.) Dem Ansuchen der Ziegerberger-Güterwegeinteressentschaft in Tschagguns um Bewilligung eines Beitrages von S 428.60, das ist 2,58% am Restkostenbetrag von S 17.000.—, errechnet nach dem Katastralreinertrag der mit der Güterwegeanlage in Verbindung stehenden Standeswaldungen per fl. 31,42, wird Folge gegeben. Durch diese Beitragsleistung wird das Interesse des Standes Montafon an dem Bestehen der Güterwegeanläge bewiesen. 5.) Zu den Evidenzhaltungsgebühren des Jahres 1935 in der Gemeinde Silbertal, die zum grössten Teil aus der Vermarkung der Grenzlinien zwischen Stand Montafon und den Alpenbesitzern entstanden sind, wird ein Beitrag von S 100.-- zur Auszahlung bewilligt. 6.) Das Ansuchen der Alpverwaltung von Röbi/Gargellental (Besitzerin der Alpe ist die Gemeinde Bürserberg) um Bezugsbewilligung von 75,85 fm3 Nutzholz zum Alpstallneubau nach vorgelegtem Bauplan ist, nachdem eine Servitutenregulierung für diese Alpe nicht vorliegt und sie daher nach allgemein geltenden Grundsätzen zu behandeln ist, in folgender Weise über Antrag des Vorsitzenden zu erledigen: Die Hälfte der notwendigen Holzmenge ist zum ordentlichen Stockgeldpreise ab zugeben, während die andere Hälfte mit dam ortsüblichen Kaufpreis bezahlt werden muss. Dabei ist die Abgabe von Schindelholz mit Rücksicht auf das äusserst geringe Vorkommen dieser Holzart gänzlich untersagt. 7.) Dem Ansuchen des Forstwartes Albert Zugg/St. Gallenkirch um Beförderung von der 8. in die 10. Gehaltsgruppe wird nach Kenntnisnahme der Gesuchsgründe und des Vorlageberichtes der Bezirksforstinspektion Bludenz mit Wirksamkeit ab 1. Februar 1934 Folge gegeben. 8.) Der Kurrendalbeschluss vom 5. März 1934, mit welchem der Freiwilligen Feuerwehr Landschau/Tschagguns ein Beitrag in Form der Überlassung von 2 Tannen zum Ankauf einer Motorspritze bewilligt wurde, wird bestätigend zur Kenntnis genommen, 9.) Die Eingabe des Lorenz Gantner und Cons./Tschagguns-Krista um Erneuerung der Bezugsbewilligung für einen Nutzholzstamm zur Verwendung als Brunnentrog kann aus grundsätzlichen Erwägungen nicht bewilligt werden. 10.) Dem Christian Batlogg/Bartholomäberg wird die nachgesuchte Bezugsbewilligung für 8 Sagstämme und 2 Schindelstämme zwecks Vergrösserung seiner Wagner- und Schreinerwerkstätte nicht erteilt, da das Objekt nicht eingeforstet ist und zu Erweiterungsbauten statutengemäss überhaupt kein Holz aus Standeswaldungen abgegeben werden kann.- Übrigens besitzt die Partei Eigenwaldungen, aus denen sie den Bedarf selbst zu decken vermag. 11. folgenden Parteien wird der Verkauf von Abbruchholz innerhalb der Gemarkungen des Tales Montafon über Ansuchen bewilligt: Pfeifer Cnristian/St. Gallenkirch ca. 10 rm3 Wachter Johann Josef/Tschagguns ca. 3 rm3 Gregor Wittwer/Gaschurn ca. 10 fm3. 12.) Den Abbrändlern Vallaster Jakob und Mangeng Leo/Bartholomäberg kann aus grundsätzlichen Erwägungen das in Anrechnung gebrachte Stockgeld für zum Wiederaufbau der Objekte erhaltenes Standesholz nicht nachgelassen werden. Die Einbringung derartiger Gesuche ist auch künftighin zwecklos, sie müssen ohne Ausnahme abgelehnt werden. 13.) Mangels Selbstverschulden ist für den Holzbezug des Martin Juen/St. Anton i.M. ausserhalb der Forsttagsatzung nicht das doppelte Stockgeld zu berechnen. Von dieser Ausnahmebehandlung wird der Bezug des Zaunholzes, Sagstammes und des Brennholzloses betroffen. 14.) Das Ansuchen des Jagdpächters Ernst Kündig/Pfäffikon-Schweiz um kaufweise Überlassung eines Bauplatzes im Standeswaldgebiet Gaschurn (Harzenwald) für Zwecke der Erstellung einer Jagdhütte wird nicht bewilligt. - Standeseigentum ist im Prinzip unverkäuflich. Gegen Leistung eines jährlichen Anerkennungszinses von S 5.— steht [-3-] dagegen dem Abschluss eines Pachtvertrages für die benötigte Grundfläche keine Schwierigkeit im Wege. - 15.) Der Verwaltung der Alpe Golm ist über ihre Eingabe bei möglichster Rücksichtnahme auf die Begründungen mitzuteilen, dass der Kaufpreis für das bezogene Nutzholz zum Alpstallneubau entsprechend dem Standesvertretungsbeschluss vom 19. November 1932 neuerlich mit S 20.— pro fm3 (entgegen der ursprünglichen Preisfestsetzung mit S 26.--) bestimmt wird, wenn der am Kaufpreise noch heute ausstehende Betrag bis längstens 15. Juni 1934 samt dem ab 19. November 1932 angefallenen Zins restlos bezahlt wird, - Durch dieses neuerliche Entgegenkommen bringt die Standesvertretung zum Ausdruck, dass sie die wirtschaftliche Notlage der Alpgenossen in zulässigem Ausmass berücksichtigt hat. 16.) Auf verschiedene Eingaben um kaufweise Überlassung von abgängigem a Holz in verschiedenen Teilen der Standeswaldungen wird bestimmt, dass ein Verkauf derzeit nicht erfolgt, b Um feststellen zu können, ob abgängiges Holz im Vermiltobelwald/St. Gallenkirch für die Bedarfsdeckung der Eingeforsteten bringbar ist, hat ein Ausschuss, bestehend aus den Standesvertretern Gemeindevorsteher Anton Netzer/St. Gallenkirch, Alois Flöry/Gaschurn, Forstwart Josef Bargehr /St. Gallenkirch und Standesforstwart Adolf Fleisch/Schruns, eine Besichtigung an Ort und Stelle vorzunehmen.- Das Augenscheinergebnis ist bei der nächsten Sitzung mitzuteilen, c Bezüglich der Verwertung von ca. 20 fm3 bereits ausgezeigtem Abgangholz bei der Steinwand/Silbertal wird Vollmacht erteilt dem Standesrepräsentanten Franz Wachter/Schruns und dem Standesvertreter Gemeindevorsteher Anton Fritz/Silbertal. 17.) Der A.Ges. Montafonerbahn in Schruns wird die Bewilligung erteilt, auf den neu auszugebenden Aktien dieser Gesellschaft das Wappen des Standes Montafon anbringen zu können. 18.) Die in letzter Zeit vorgekommenen grossen Brandunglücke im Lande lassen es zur Pflicht werden, auf die Einhaltung der feuerpolizeilichen Vorschriften mit allem Nachdruck zu dringen. Die Standesvertreter als Gemeindevorsteher des Tales Montafon sind darin einig, dass in jeder Gemeinde mit grösster Genauigkeit die gesetzlich vorgeschriebene Feuerbeschau durchzuführen ist und dass diese Beschau auch auf die Maisässhäuser ausgedehnt werden muss. Jeder Gemeindevorsteher wird in seiner Gemeinde dafür besorgt sein, dass der richtigen Anwendung der feuerpolizeilichen Vorschriften erhöhte und andauernde Beachtung geschenkt wird. 19.) Der notwendig werdenden Rodung der Schneefluchtstellen der Alpe Vergalden/St. Gallenkirch im Standeswald wird zugestimmt. 20.) Der wiederholten Anregung nach Erwerbung des Fronser-Bergmahdes in Partenen wird stattgegeben. Die Durchführung dieses Beschlusses wird dem Standesrepräsentanten übertragen. 21.) Das neuerliche Gesuch einer Schermgemeinschaft in der Alpe Sporn um Nachlass von S 29,— Stockgeld für wohl bewilligtes, aber nicht bezogenes Schindelholz muss aus grundsätzlichen Erwägungen abgelehnt werden. 22.) Dem Franz Dönz/Silbertal wird der Bezug eines Brennholzloses ausserhalb der Forsttagsatzung gegen Bezahlung des einfachen Stockgeldes bewilligt, da der Bedarf erst nach Beendigung der Forsttagsatzung angefallen ist. Standesrepräsentant für Montafon Der Standesrepräsentant:
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19600128_SV StandMontafon 28.01.1960 24.05.2021, 14:49 -1- Niederschrift Aufgenommen am 28. Jänner 1960, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, unter dem Vorsitz des Herrn Standesrepräsentanten Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 21. Jänner 1960, wurde auf heute vormittags 8.30 Uhr eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der Talgemeinden Montafons, in ihrer Eigenschaft als Standesvertreter, erschienen sind. Entschuldigt haben sich die Bürgermeister der Gemeinden Lorüns und Stallehr. Der Standesrepräsentant als Vorsitzender eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung der nachstehenden Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 17.12.1959. 2. Vorlage der Voranschläge des Standes Montafon und des Forstfondes für das Jahr 1960. 3. Golmerhangentwässerung – Illwerkevertrag. 4. Novellierung der Waldaufseherlöhne. 5. Ansuchen des Franz Zudrell in Silbertal, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von Haus Nr. 24, Bp. 46 auf das auf Gp. 925/1 zu erstellen geplante Wohnhaus (Beides K.G. Silbertal). 6. Ansuchen der Alpe Vilifau, um die Bewilligung das Schindel-Holz verkaufen zu dürfen, um aus dessen Erlös Lärchenschindeln anschaffen zu können. 7. Karner Willi in Schruns, möchte Servitutsholz käuflich erwerben. 8. Biermeier Friedrich in St. Gallenkirch, möchte 10 rm Stallabbruchholz verkaufen. 9. Fleisch Luise in Schruns, möchte ca. 6 fm Stallabbruchholz verkaufen. -2- Berichte: a) Schreiben der Marktgemeinde Schruns, bzgl. Verwaltungsangelegenheiten. b) Schreiben der Agrarbezirksbehörde in Bregenz, bzgl. Abtretung der Gp. 2329 an die Servitutsberechtigten des Weilers "innere Zelfen". Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 17.12.1959 wird einstimmig genehmigt und gefertigt. zu Pkt. 2) Der Vorsitzende berichtet, daß die Voranschläge für den Stand Montafon und den Forstfond Montafon für das Rechnungsjahr 1960 erstellt sind und während der Auflagefrist keine Erinnerungen eingebracht wurden. Hierauf werden die beiden Präliminare vom Sachbearbeiter Walch postenweise verlesen und vom Standesrepräsentant zu den einzelnen Posten erschöpfend Auskunft erteilt. Eine längere Debatte ergibt sich bei der Ausgabenpost: "Standesumlage". Der Stand Montafon hat seit jeher durch die Erhaltung des Gerichtsgebäudes, des Gefangenenhauses und der Gendarmeriediensträume große Ausgabe und nur geringe Einnahmen. Dieser Abgang muß durch die 10 Gemeinden Montafons getragen werden. Der verschwindend kleine Anteil der Gemeinden Lorüns und Stallehr erfordert von den 8 Forstfondgemeinden, bzw. vom Forstfonderlös eine ziemlich hohe Abdeckung der Standesunkosten, so daß dadurch bei der Forstfondrechnung bildlich ein Abgang aufscheint und bei der Standesrechnung ein Gewinn. Von heurigen Standesrechnungsabgang von S 221.410.- übernimmt entgegenkommenderweise der Forstfond Montafon einen Abdeckungsbetrag S 121.410.--. Der Rest des Abganges der Standesrechnung wird auf alle 10 Gemeinden des Tales verumlagt, bzw. vorgeschrieben. -3- zu Pkt. 3) vorgelegte Golmerhang einstimmig Der durch die Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz Vertrag, bezüglich Bewegungsmessungen am in Tschagguns, wird in vorliegender Fassung genehmigt. zu Pkt. 4) Der monatlich gewährte Zuschuß von S 1000.- an die Waldaufseher wird auf S 700.- gesenkt, nachdem durch Verfügung vom 13.1.1960 (Vorarlberger Landesregierung) die Bezüge der Waldaufseher wesentlich erhöht wurden. zu Pkt. 5) Dem Ansuchen des Franz Zudrell in Silbertal 10, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von HNr. 24, Bp. 46, auf das von seinem Sohne Anton Zudrell auf Gp. 925/1 (Mühle/Nußbaum zu erstellen geplante Wohnhaus, wird auf Grund der vorliegenden Verzichterklärung des Vorbesitzers Otto Saler in Silbertal 27, stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das neu zu erstellen geplante Wohnhaus mit einen Gesamtholzbedarf von 35 fm eingeforstet. zu Pkt. 6) Der Alpe Vilifau in Vandans, wird in Erledigung des Ansuchens statt Schindelholz Sägholz zugewiesen, welches die Alpverwaltung verkaufen darf um aus dem Erlös Lärchenschindeln anzuschaffen. Der Holzverkauf ist durch den zuständigen Waldaufseher zu überwachen. zu Pkt. 7) Karner Willi in Schruns/Gamprätz, wird das für den Stall auf Bp. 510 bezogene Servitutsholz, käuflich überlassen, weil Karner das Anwesen verkauft hat und der Käufer derzeit nicht in der Lage ist den Stall neu zu erstellen. Karner Beabsichtigt mit diesem Holz ein Einfamilienhaus zu erstellen. Die Preisfestsetzung wird dem Herrn Standesrepräsentanten überlassen. -4- zu Pkt. 8) Der Partei Friedrich Biermeier in St. Gallenkirch wird es gestattet ca. 10 rm Stallabbruchholz frei zu veräussern. zu Pkt. 9) Der Partei Luise Fleisch in Schruns wird es gestattet ca. 6 fm Stallabbruchholz frei zu veräussern. Pkt. 10) Dem Frächter Robert Schenach in St. Gallenkirch, wird die Gp. 4250/3 im Ausmaße von 11 ar 71 m2 zum Preise von S 10.- pro m2 käuflich überlassen. Schenach hat vor Jahren in Form einer Dienstbarkeit auf dieser Gp. ein Einfamilienhaus und eine Garage erstellt. Die Grundparzelle ist unproduktiv und nur zum Teil für Bauzwecke benutzbar. Pkt. 11) Die von der Illwerke A.G. angebotene Entschädigungssumme von S 221.000.-, für Schäden, die in der Standeswaldung Vandans durch den Bau der Rellstalstraße entstanden sind, wird als zu gering angesehen und abgelehnt. Fachleute haben den Gesamtschaden auf rd. 400.000.- S geschätzt; wovon die Fläche des Straßenkörpers, der an die Illwerke A.G. übergeht, noch in Abzug zu bringen wäre. Oberforstrat Dipl. Ing. Hagek ist zu ersuchen ein diesbezügliches Gutachten zu erstellen, sobald bekannt ist was für ein Ausmaß der gesamte Straßenkörper hat. Berichte: a) Das Schreiben der Marktgemeinde Schruns, vom 17.12.1960 wird zur Kenntnis genommen mit der Feststellung: zu a) daß bis zur Auflassung des Gemeindeblattes aus kriegswirtschaftlichen Gründen es üblich war, daß die Sitzungsniederschriften in gekürzter Form im Gemeindeblatte verlautbart wurden. Nach dem 2. Weltkriege wurde es für vorteilhafter angesehen, jedem Standesvertreter eine Niederschrift zukommen zu lassen, damit er in der Gemeindevertretung, soweit es notwendig ist, eingehender über die Tätigkeit des Standes Montafon und des Forstfondes berichten kann. Dieser Vorgang hat sich bewährt. -5- b) Wie die Aufsichtsbehörde dem Vorsitzenden mitgeteilt hat, ist eine Revision der Verwaltungsgebarung des Standes Montafon und des Forstfondes in kommender Zeit zu erwarten. c) Es ist Sache der Gemeinden, dem zuständigen Waldaufseher die Möglichkeit zu verschaffen, regelmässig auf dem Gemeindeamte Amtsstunden abhalten zu können. Schon bei der Forsttagsatzung 1958 hat der Herr Oberforstrat Dipl. Ing. Ernst Hagek die Bürgermeister ersucht, sie sollen den Waldaufsehern diese Möglichkeit einräumen. Die vorgeschlagene Erweiterung des Standesausschußes ist lt. Statut für den Standesausschuß nicht durchführbar. B. Der Vorsitzende bringt ein Schreiben der Vorarlberger Illwerke A.G. zur Verlesung, in welchem der Standesvertretung mitgeteilt wird, daß die Grundablösungsverhandlungen für das Kopserbecken eingeleitet werden. Das Schreiben wird mit dem Bemerken zur Kenntnis genommen, daß bei den Verhandlungen daraufhin zu wirken ist, daß für die abzutretende Standeswaldfläche ausreichend Ersatzwaldung durch die Illwerke A.G. zu beschaffen ist. Ausserdem ist darauf zu achten, daß die vorgesehene Staumauer in ausreichender Stärke erstellt wird, um eine Dammbruchkatastrophe wie sie in Frankreich sich ereignet hat, von vornehinein zu verhüten. C) Der Vorsitzende berichtet, daß das restliche Nutzholz aus der Schlägerung Silbertal/Wasserstuben (überjähriges Holz) zum Preise von S 427.- verkauft worden ist. Beginn der Sitzung: 9 Uhr Ende der Sitzung: 12 Uhr Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
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19210802_SV StandMontafon 02.08.1921 24.05.2021, 14:49 [-1-] Zl. 380 St. Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 2. August 1921 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Franz Wachter Zu der auf heute vormittags 9 Uhr anberaumten Sitzung des Komitees in Brandschadenversicherungsangelegenheiten sind erschienen die Herren Mitglieder Jochum I. Georg, Gemeindevorsteher von Tschagguns Bitschnau Franz Josef, Gemeindevorsteher von Vandans Fritz Anton, Gemeindevorsteher Silbertal dann Herr Wilhelm Mayer als Sachverständigenbeirat. In der am 20. Juli 1921 abgehaltenen Standesausschußsitzung wurde beschlossen, den Versicherungsnehmern des Montafoner Feuerversicherungsvereins die Möglichkeit zu bieten, ihre Bauobjekte den heutigen Wertverhältnissen entsprechend mit einem Viertelabzuge des Schätzwertes versichern zu können und wurde dem hiezu gewählten Komitee die Befugnis erteilt, die diesbezüglichen Bestimmungen zu treffen. Gefasst wurden nachstehende Beschlüsse 1) Dem Standesausschussbeschluss betreffend Zulassung einer Vollversicherung nach den jeweiligen Wertverhältnissen mit einem Viertelabzuge wird zugestimmt und hat dieser Beschluss mit heutigem Tage in Kraft zu treten. 2) Um das Unternehmen lebensfähig zu gestalten, werden die jährlichen Prämien bis auf Weiteres festgesetzt wie folgt. a) Für Massivbauten mit harter Bedachung 2 K. v. 1000 Kr. der Versicherungssumme b) Für Massivbauten mit weicher Bedachung 3 K. v. 1000 Kr. der Versicherungssumme c) Für Holzbauten mit harter Bedachung 3 K. v. 1000 Kr. der Versicherungssumme d) Für Holzbauten mit weicher Bedachung 4 K. v. 1000 Kr. der Versicherungssumme 3) Beitrittsgebühren sind in Zukunft keine mehr zu entrichten. 4) Behufs Durchführung einer Neuversicherung ist vorerst folgender Vorgang einzuhalten. Jeder Versicherungsvorschlag ist beim Herrn Gemeindevorsteher mit genauer Angabe der vorgeschriebenen Daten, welche bei der Gemeindevorstehung erhoben werden können, einzubringen. Diese gesammelten [-2-] Vorschläge werden von einem vom Tale Montafon delegierten Sachverständigen mit einem Schätzmanne der Gemeinde geprüft und bei einer Unterversicherung zur Aufnahme beantragt oder auf Grund eines Schätzungsregulativs der Versicherungswert festgestellt, welcher nach Abzug eines Viertels zur Eintragung kommt. 5) Der § 32 der Vereinsstatuten, wornach eine gleichzeitige Versicherung bei einer anderen Feuerversicherungsanstalt ganz unzulässig ist und die Ungültigkeit der Versicherung im Montafoner Brandschadenversicherungsvereines zur Folge hat, ist strengstens einzuhalten. 6) Bei Einschätzung eingeforsteter oder nicht eingeforsteter Objekte ist bis Eintritt anderweitiger eventuell später zu treffenden Verfügungen kein Unterschied zu machen. 7) Betreff einer etwaigen Rückversicherung sind noch Erhebungen zu pflegen und wird sich ein diesbezüglicher Beschluss auf später vorbehalten. 8) Die erforderlichen Statutenänderungen sind einzuleiten und durchzuführen. Schruns, am 8. August 1921 Der Standesrepräsentant:
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