816 Treffer
  Dokument Gemeinde Datum geändert Inhalt des Dokuments Schlagworte
19291227_SV StandMontafon 27.12.1929 24.05.2021, 13:44 [-1-] Niederschrift o-o-o-o-o-o-o aufgenommen in der Kanzlei der Marktgemeindevorstehung Schruns am 27. Dezember 1929 unter dem Vorsitze des Herrn Standesrepräsentanten Franz Wachter. o-o-o-o-o-o-o Mit Einladung vom 18.Dezember 1929 Zl. 314/4-St. wurde auf heute, Freitag den 27. Dezember 1929 eine Standesvertretungs-Sitzung anberaumt, zu welcher erschienen sind sämtliche Herren Gemeindevorsteher als Standesvertreter Montafons, mit Ausnahme jener der Gemeinden Lorüns und Stallehr. Mach Eröffnung, der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden und dem Erklären der Beschlussfähigkeit wird das Protokoll der letzten Sitzung vom 3. August 1929 in Vorlage gebracht. Die Genehmigung erfolgt ohne vorherige Verlesung, da jede Gemeinde bereits mit je einer Abschrift zum Zwecke der ortsüblichen Verlautbarung beteilt wurde und daher die Herren Standesvertreter vom Inhalte desselben in Kenntnis sind. Einwendungen wurden keine erhoben. Es wird sodann in die Beratung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen und werden gefasst folgende Beschlüsse: o-o-o-o-o-o 1.) Durch den Bau der Illwerke in Partenen sind dem Stande Montafon bedeutende Waldf lachen entzogen wurden, zu deren Ersatz sich die Vorarlberger Illwerke A.Ges. in Bregenz in passenden Lagen laut Zuschrift vom 7. Dezember 1929 bereiterklärt haben. Auf Gruna des Ediktes des Bezirksgerichtes Montafon in Schruns vom 27. November 1929 Zl. A 72/29-8 findet nun am 28. Dezember 1929 in Partenen eine freiwillige Feilbietung von Liegenschaften aus dem Nachlasse der Frau Anna Maria Rudigier von Partenen statt. Zum Verkaufe gelangen darunter einige Partien Wald- und Wiesenflächen, welche als günstige Ergänzung der durch die Bauarbeiten in Verlust geratenen Waldflächen zum Teile eignen würden. Nach einer eingehenden Berichterstattung, über die Lage, Beschaffenheit und Bewirtschaftungsmöglichkeit der zum Verkaufe gelangenden Grundflächen durch den Herrn Vertreter Flöry/Gaschurn wird einstimmig schlossen, sich bei der Versteigerung um die Erwerbung der Partien 2, 3, 4 und 5 (wie sie im Edikte beschrieben sind) zu bemühen. Als Delegierter des Standes Montafon wird der Vorsitzende, Herr Standesrepräsentant Wachter/Schruns bestimmt und ihm die Vollmacht zur Ersteigerung. erteilt. Gleichzeitig wird beschlossen, sich um die Erwerbung weiterer Waldflächen in Partenen aus Privatbesitz zu bemühen. 2.) Mit Rücksicht auf die lange Dienstzeit und die späteren Pensionsverhältnisse werden die Forstwarte Adolf Fleisch/Schruns und Franz Sandrell/Gachurn von der 8. in die 10. Stufe (Gruppe) das Waldaufsehergehalts-Schemas eingereiht. In diesem Sinne ist bei der übergeordneten Behörde Antrag zu stellen. 3.) Die Protokolle über das Ergebnis der Besichtigung der Trassen für die Anlage von Waldwegen in den Schattenwald von Bartholomäberg und St. Anton zur leichteren Holzbrigung werden verlesen. a) Schattenwald - Weg in Bartholomäberg: Die Erbauung von Waldwegen zur leichteren Holzbringung wird als Notwendigkeit erkannt und ist nach Kräften zu fördern. Da aber gegenwärtig die Leistungsfähigkeit des Standes Montafon durch die noch nicht abgeschlossenen Wirtschaftsplanarbeiten schwer gehemmt ist, vermag der Stand Montafon keine grösseren Arbeiten durchzuführen. - Über eine Anregung des Herrn Vertreters Kessler/Bartholomäberg wird dieser beauftragt, sich mit der Alpverwaltung Verblei/Bartholomäberg in Verbindung zu setzen, damit diese Alpe allenfalls mit Hilfe der Agrarbehörde einen Alpweg erhält. b) Schattenwald in St. Anton: Die Besichtigung hat ergeben, dass eine neue Trassierung des Weges auf grosste Schwierigkeiten infolge des ungünstigen Geländes stossen würde. Es wird deshalb über Antrag des Herrn Vorsitzenden beschlossen, den bisherigen Weg fallweise in Stand zu setzen und zu erhalten. [-2-] 4.) Die Zuschrift des Ruider Karl/Christberg um Überlassung des Wasserbezugsrechtes aus einer in seiner Mähe auf Standesgrund entspringenden Quelle gegen Gestattung der Führung, des Wasserstuben-Weges durch einen Teil seines Besitzes wird in Beratung gezogen. Es wird einstimmig beschlossen, dem Gesuchssteller, bezw. dessen Rechtsnachfolgern den iKLSserbezug aus der Standesquelle gegen Ausstellung eines Reverses in der Form zu gestatten,dass ein Rechtstitel nicht erworben werden kann, sondern die Nutzung nur gegen Widerruf und Leistung eines Anerkennungszinses erfolgen darf. 5.) Der Vorschlag der Fa. Gebrüder Battlogg/St. Anton, Gipssteinbruch, um Einräumung eines Servitutsvertrages auf Jahrzehnte bildet Anlass zu einer langen Beratung. Es zeigt sich im Laufe der Verhandlungen, dass das Angebot der Unternehmung nicht im Verhältnisse der vom Stand Montafon einzuräumenden Begünstigung steht und die Angelegenheit zur Beschlussfassung noch nicht reif ist. Deshalb wird mit Stimmenmehrheit der Beschluss gefasst, den Antrag der Fa. Battlogg bis zur nächsten Sitzung zu vertagen und diese aufzufordern, weitergehende Angebote, die eine geeignete Verhandlungsgrundlage zu bieten vermögen, zu stellen. 6.) Dem Ansuchen der Gemeinde Vandans um üebertragung des Rolzbezugsrechtes auf den Schulhausneubau in Vandans wird unter der Voraussetzung Folge gegeben, dass auf das dem bisherigen (alten) Schulhause zustehende Bezugsrecht für immer Verzicht geleistet wird. 7.) Dem Ansuchen des Pfefferkorn Alfred/Partenen um Nachsicht von der Berechnung des doppelten Stockgeldes für 8 ausser der Forsttagsatzung bezogene Baustäame wird aus den Gründen des Ansuchens nach erfolgter Befürwortung durch den Herrn Vertreter Flöry/Gaschurn Folge gegeben. 8.) Dem Ansuchen des Düngler Valentin/St. Gallenkirch um Bezugsbewilligung für 6 Sagstämme zur Durchführung einer dringenden Stallreparatur wird Folge gegeben. Für diesen Bezug ist das doppelte Stockgeld zu bezahlen. 9.) Folgende Ansuchen um Zuweisung von Brennholzlosen-, bezw. Mengen werden unter der Voraussetzung bewilligt, dass durch die Abgabe das Bezugsrecht der Bezugsberechtigten nicht geschmälert wird. Für diese Holzbezüge ist der ortsübliche Kaufpreis zu entrichten: a) b) c) d) e) f) g) zu h) 20 Nussbaumer Rosa/St. Gallenkirch, HNr. 271, 1 Brennholzlos, Röthlein Karl/St. Gallenkirch-Gortipohl Hr.85,1 Brennholzlos. Bergauer Johann/St. Gallenkireh, Nr. 39/89,1 Brennholzlos, Motel Madrisa, Gargellen, 100 rm3 (nach Vorhandensein), Braunger Willy, Vergalden, 30 rm3 (nach Vorhandensein), Thöny Josef, Gargellen, 20 rm3 (nach Vorhandensein), Das Ansuchen des Jugendheim Gortipohl wird abgelehnt. Die Partei ist verhalten, sich bei Privaten um Brennholz zu bemühen. Das Ansuchen des Steu Roman/Tschagguns um Bezugsbewilligung für Schlittenkrümmer aus Vandanser Waldungen wird zum Zwecke weiterer Erhebungen vertagt. 10.) Dem Thöny Franz/Schruns, Nr. 181 wird über Ansuchen die Bewilligung a) erteilt, innerhalb der Gemarkungen des Tales Montafon das alte Stallabbruchholz zu verkaufen. b) Ebenso wird dem Salzgeber Johann Josef /Tschagguns die Bewilligung erteilt, 2 rm3 Stallabbruchholz zu verkaufen. 11.) Das Ansuchen der Widerin Maria, Besitzerin des abgebrannten Gasthauses Grüner Wald in Bartholomäberg, wohnhaft in Braz um Auszahlung einer Versicherungssumme von 5000 GK etc. wird abgewiesen, da der Feuerversicherungsverein Montafon nur im Sinne der Statuten vorgehen kann und keinen Auanahmefall schaffen darf. 12.) Das Ansuchen der Arbeiter Sommerauer Josef und Brandner Georg in Partenen um einen Beitrag als Vergütung des ihnen anlässlich der ersten Hilfeleistung beim Brandfalle Flöry Gaschurn Nr. 42 an Kleidern erwachsenen Schadens wird in der Weise bewilligt, dass ein Beitrag von je S 20.— auszuzahlen ist. 13.) Das Ansuchen des Vertreters der Sahlner Vinzens Töchter/Gaschurn um Bezugsbewilligung für 50 Fat Nutzholz zum Wiederaufbaue des am 8. Dezember 1929 abgebrannten Stalles zu H.Nr. 23 wird nach erfolgter Befürwortung durch den Herrn Vertreter Flöry/Gaschurn bewilligt. 14.) Das Ansuchen des Meinrad Juen/St. Gallenkircn um Gestattung eines Tausches bezw. um Freigabe der Verwendung von 6,7 Fm3 Bretter, welche zu Stallreparaturen für HNr. 30 bestimmt waren, wird dem Herrn Vertreter Netzer/St. Gallenkirch zur Erledigung überwiesen. 15.) Dem Herrn Standesrepräsentanten wird die permanente Bewilligung erteilt, aus Abgangholzbeständen fallweise Brennholzverkäufe durchzuführen. [-3-] 16.) Der Alpe Golm/Tschagguns wird über wiederholtes Ansuchen nochmals nach erfolgter Fühlungnahme mit der Bezirksforstinspektion und den Forstwarten Ganahl/Tschagguns und Maier/Vandans die Bewilligung erteilt, aus der Platzes-Waldung in Vandans, soweit der Bewirtschaftung der Alpe Platzes nicht beeinträchtigt wird, nach vorheriger Anweisung durch den Forstwart 50 fm3 Nutzholz zum Alpstall-Neubau zu beziehen. Für diesen Holzbezug ist der ortsübliche Kaufpreis zu entrichten. 17.) Die Angelegenheit des Holzbezuges der Gemeinde St. Gallenkirch (es handelt sicn um Brennholz) wird vorläufig vertagt. 18.) Von der Bestellung eines Standessachverständigen für die Gemeinde-Holzkommissionen wird gegenwärtig Abstand genommen. 19.) Der Mietzins für die im Standesgebäude Nr. 9 in Schruns vermieteten Wohnungen wird ab 1. Jänner 1930 wie folgt festgesetzt: a) Für die Wohnung des Grundbuchschriftführers Josef Hellbock pro Monat S 25.— b) Für die Wohnung des Gerichtsbeamten Max Rüf pro Monat S 35.—. 20./Die Besoldung des Herrn Standesrepräsentanten Franz Wachter wird ab 1.Jänner 1930 über Antrag der Herren Vertreter Bitschnau-Kessler mit monatlich S 150.— festgesetzt. Ein Antrag des Herrn Vertreters Fritz bleibt bei vorgenonmener schriftlicher Abstimmung in der Minderheit. Standesrepräsentanz für Montafon Schruns, am 4.Jänner 1930. Der Standesrepräsentant: [Unterschrift der Standesvertreter]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19580710_SV StandMontafon 10.07.1958 24.05.2021, 13:44 -0- Stand Montafon Schruns Zl. 007/1 - 58 Schruns, am 4. Juli 1958 Einladung! Im Sinne § 7 der Montafoner Standesstatuten berufe ich die Mitglieder des Standesausschußes für Donnerstag den 10. Juli 1958, 8.30 Uhr in Schruns (Verwaltungsgebäude) zu einer Standesausschußsitzung ein. Der Standesrepräsentant: Josef Keßler e.h. Tagesordnung: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 12.5.1958. 2. Ansuchen der Marktgemeinde Schruns, um Bewilligung einer Holzschlägerung zur Verbreiterung der "Standard-Skiabfahrt". 3. Wildbach- und Lawinenverbauung in Bludenz, Ansuchen um die Erlaubnis zur Erstellung einer Seilbahn und eines Zubringerweges in der Standeswaldung Tschagguns. 4. Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregens, Ansuchen um die Bewilligung den Golmer Hang entwässern zu dürfen. 5. Grundtausch im Maisäß "Livinar" in St. Gallenkirch. 6. Vergabe der Servitutsholzaufrüstung in Vandans/Rellstal. 7. Saler Ulrich in Silbertal, 25 fm Servitutsholz für Dachstuhl und Stall. 8. Holzansuchen: a) Martinelli Mirko in Schruns, 41 fm für Bauzwecke. b) Eugen Brugger in Schruns, 10 fm für Bauzwecke. c) Otto Steu in Schruns, 20 fm für Bauzwecke. d) Neher Gebhard in Schruns, 30 fm für Bauzwecke. e) Stüttler Wernfried u. Edwin in Tschagguns, 50 fm f. Bauzwecke f) Salzgeber Jodok in Tschagguns, 30 fm für Bauzwecke. g) Salzgeber Otto in Tschagguns 200, 30 fm für Bauzwecke. h) Engelbert Egels in Vandans, 8 fm für Bauzwecke. i) Schuchter Erwin in Vandans, 8 fm für Bauzwecke. k) Bitschnau Otto in Vandans 2 Föhrenstämme f. Schreinerei. l) Drexel Ernst in St. Gallenkirch 119, 10 fm f. Bauzwecke. m) Vallaster Ludwina in Bartholomäberg 30 fm f, Bauzwecke. n) Rudolf Ganahl in St. Anton, 7 fm Bauholz. -1- o) Alwin Bitschnau in St. Anton i.M., 4 fm für Hausausbau. p) Vallaster Josef in St. Anton i.M., 10 fm für Hausausbau. q) Klehens Elmar in Partenen, ca. 20 fm Holz für Wohnhausbau. r) Märk Anton in Partenen, 15 fm Holz für einen Schuppen. s) Neururer Theodor in Bartholomäberg, 15 fm für Umbau des Hauses Nr. 265. t) Vonderleu Gottfried und Vallaster Martin in Silbertal, 30 fm Bauholz für den Wohnhausausbau. U) Franz Zudrell in Silbertal, 15 fm zum Ausbau des Dachgeschoßes. 9. Bericht über Holzzuteilungen aus Abgangbeständen. 10. Wasserwerkgenossenschaft Gargellen, Ansuchen um die Überlassung der Valsifensquelle. 11. Lechner Sepp in Schruns/Kropfen, Ansuchen um Bauabstand für ein Wochenendhäuschen. -2- Niederschrift: aufgenommen am 10. Juli 1958 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, unter dem Vorsitz des Herrn Standesrepräsentanten Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 4. Juli 1958, wurde auf heute vormittags 8.30 Uhr eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt zu welcher die Bürgermeister des Tales Montafon in ihrer Eigenschaft als Standesvertreter, mit Ausnahme der sich entschuldigten Vertreter der Gemeinden Lorüns, Stallehr Silbertal und St. Anton, erschienen sind. Der Herr Standesrepräsentant als Vorsitzender eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung der vorliegenden Tagesordnung übergegangen. Erledigung der Tagesordnung: 1. Die Sitzungsniederschrift vom 12. Mai 1958 wird einstimmig genehmigt und gefertigt. 2. Die Markgemeinde Schruns hat um die Bewilligung angesucht die "Standard-Skiabfahrt" in der Standeswaldung Schruns verbreitern zu dürfen. Dabei ist die Schlägerung von ca. 140 fm Holz notwendig. Die Standesvertretung gibt diesem Ansuchen unter der Bedingung statt, daß die Kurkarten aller Montafoner Gemeinden bei der Benützung der Montafoner Bergbahn die gleiche Fahrpreisermässigung erhalten, wie bisher die Inhaber der Kurkarte der Marktgemeinde Schruns. Die Montafoner Bergbahn G.m.b.H. ist von diesem Beschluß in Kenntnis zu setzen. Mit der Trassenverbreiterung darf erst begonnen werden, wenn die Montafoner Bergbahn G.m.b.H. sich schriftlich mit der vorerwähnten Bedingung einverstanden erklärt. -3- 3. Die Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung in Bludenz, ersucht um die Bewilligung eine Seilbahn und ein Zubringerweg von der Schneckenbündte in Tschagguns in Richtung Aualatschbach erstellen zu dürfen. Beide sind zur Verbauung des Aualatschbaches notwendig. Die Standesvertretung gibt diesem Ansuchen, weil es sich um eine vorübergehende Dienstbarkeit handelt, statt. 4. Die Vorarlberger Illwerke A.G. beabsichtigt den Golmer Hang zu entwässern und hat in diesem Sinne die Standesvertretung um die hiezu erforderliche Bewilligung (Standeseigentum) ersucht. Die Standesvertretung vertagt dieses Ansuchen, weil vorher eine Besichtigung an Ort und Stelle notwendig ist. 5. Dem Ansuchen der Maisäßinteressentschaft "Livinax" um Grundtausch mit dem Stand Montafon, Forstfond; wonach die Maisäßinteressentschaft auf die Weideplätze "Blakabriatas" und "Äusserer Briatas" verzichten und der Stand Montafon ob dem "Blättele" ein Stück Wald an die Interessentschaft abtritt, in dem die Grenze vom Markkreuz 3 (beim Blätteli) auf den Stein 4 und von dort unter Ausserachtlassung der Markkreuze 5 und 6, auf den Markstein Nr. 7 gezogen wird, wird stattgegeben. 6. Auf Grund der am 18.6.1958 erfolgten Ausschreibung im "Anzeiger für die Bezirke Bludenz und Montafon" haben sich 7 Interessenten für die Aufrüstung und Bringung der vorgesehenen Schlägerung in Vandans/Rellstal interessiert. Das günstigste Offert stellte Wachter Gottlieb in Vandans. Nach eigehender Beratung wird die Aufrüstung der vorgesehenen ca. 2100 fm Servitutsholz incl. der Bringung bis auf die "Lende" zum Prise von S 197 pro fm Nutz- und Brennholz an Wachter Gottlieb Frächter in Vandans vergeben. -4- 7. Dem mündlichen Ansuchen des Saler Ulrich in Silbertal/Christberg, um die Bewilligung von 25 fm Bauholz für eine Reparatur bei seinem Wohnhause, wird stattgegeben. Die Zuweisung hat aus Windwurfbeständen der Standeswaldung Silbertal/Christberg zu erfolgen. Die Abgabe erfolgt zum einfachen Stockgeld, weil diese Bewilligung im Interesse der Windwurfaufarbeitung erfolgt. 8. Verschiedene Holzansuchen: a) Das Ansuchen des Martinelli Mirko in Schruns wird abgelehnt, weil derzeit kein geeignetes Holz zur Verfügung steht. Martinelli wurde zweimal zur Offertstellung eingeladen; war jedoch an Holz aus Abgabgangbeständen nicht interessiert. b) Eugen Brugger in Schruns, können aus der Standeswaldung Schruns, wenn es ohne Schmälerung der Bezugsberechtigten möglich ist, einige Festmeter Holz aus Abgangbeständen zugewiesen werden. c) Ansuchen des Steu Otto in Schruns (siehe Erledigung Pkt. 8 a). d) Neher Gebhard in Schruns 147, hat im Offertwege die Partien V und VI aus der Standeswaldung Silbertal/Trura erworben. Das vorliegende Ansuchen braucht nicht mehr behandelt werden. e) Stüttler Wernfried und Edwin wird in der Standeswaldung Silbertal/Trura die Partie IV zum Preise von S 100.pro Festmeter Nutz- und Brennholz zugewiesen. f) Salzgeber Jodock in Tschagguns, wird mit seinem Ansuchen um 30 fm Bauholz auf die kommende Ausschreibung von Abgangholz in St. Gallenkirch/Valiseratobel verwiesen. g) Dam Ansuchen des Egele Engelbert in Vandans, um die Zuweisung von ca. 8 fm Bauholz aus Abgangbeständen wird stattgegeben. Die Zuweisung erfolgt aus der Standeswaldung Vandans zum Preise von 120 – 150 S(je nach Lage). -5- h) Das Holzansuchen das Otto Salgeber in Tschagguns 200, kann derzeit nicht berücksichtigt werden. Asserdem hat Salzgeber schon im Jahre 1957 eine Zuweisung von 30 fm Holz aus Ahgangbeständen erhalten. i) Schuchter Erwin in Vandans, können, aus der Standeswaldung Vandans ca. 8 fm Bauhols aus Abgangbeständen zum Preise von S 120 – 150 pro Festmeter für Bauzwecke abgegeben werden. k) Bitschnau Otto in Vandans, können falls es möglich ist, von der Trassenschlägerung in St. Anton 2 Föhren für Schreinerzwecke zum Kaufpreise abgegeben werden. Rücksprache mit dem zuständigen Waldaufscher ist nötig. l) Ernst Drexel in St. Gallenkirch, wird mit seinen Ansuchen auf die kommende Auschreibung von Abgangholz im Valiseratobel verwissen. m) Vallaster Ludwina in Bartholomäberg, können aus der Standeswaldung Bartholomäberg ca. 25 fm Holz aus Abgangbeständen zugewiesen werden, vorausgesetzt, daß dadurch die Bezugsberechtigten nicht geschmälert werden. n) Rudolf Ganahl in St. Anton, können aus der Trassenschlägerung in St. Anton 7 fm Bauholz zum Preise von S 300.- pro fm zugewiesen werden. o) Alwin Bitschnau in St. Anton, können, falls vorhanden, aus der Standeswaldung St. Anton 4 fm Abgangholz zur Selbstschlägerung zugewiesen werden. p) Vallaster Josef in St. Anton, können aus der Trassenschlägerung, wenn nach der Ausformung für Servitutsholz noch etwas Holz übrig bleibt, 10 fm Holz für Bauzwecke zum Preise von S 280.pro Festmeter zugewiesen werden. -6- q) Elmar Klehens in Partenen, kann das ob den Trominierer-Wänden liegende Windwurfholz im Ausmaße von ca. 34 fm zum Preise von S 100 pro fm Nutz- und Brennholz käuflich überlassen werden. r) Dem Märk Anton in Partenen, können ca. 16 fm Abgangholz in den Gufel-Wänden zum Preise von S 90.- pro fm Nutz- und Brennholz zur Selbstaufrüstung überlassen werden. s) Dem Neururer Theodor in Bartholomäberg, können aus der Standeswaldung Vandans ca. 15 fm Abgangholz für Bauzwecke zur Selbstschlägerung zugewiesen werden, vorausgesetzt, daß dadurch die Bezugsberechtigten nicht benachteiligt werden. t) Vonderleu Gottfried in Silbertal, hatte die Gelegenheit sich im Offertwege an zwei Ausschreibungen von Abgangholz aus der Standeswaldung Silbertal zu beteiligen. Das Ansuchen kann deshalb nicht behandelt werden. u) Ineuchen des Zudrell Franz in Silbertal, Erledigung Siehe Pkt. 8 a). 9). Nachstehende Parteien wurde im Offertwege mit Abgangholz aus entlegenen Waldungen beteilt: Auf Grund der Ausschreibung vom 27.5.1958; Oberer Christien in Schruns und Alfons Brugger in Schruns mit 40 fm Abgangholz zum Preise von S 140.- pro fm Nutz- und Brennholz und Netzer Peter in Silbertal 35 fm Nutz- und Brennholz zum Preise von S 207. Beide Partien waren in der Standeswaldung" Starkaegg-Felle." Auf Grund der Auschreibung vom 11.6.1958: Vonderleu Frans in Silbertal mit 2 Partien mit zusammen 50 fm Abgangholz zum Preise von S 162 bzw. 95.- S für die zweite Partie. Die erste Partie befindet sich auf den "Starkaegg" und die zweite Partie im "Ree" Auf Grund der Ausschreibung vom 26.6.1958: Erhard Franz in Silbertal Partie I zum Preise von S 118.50 -7- pro Festmeter Nutz- und Brennholz. Mangeng Gottfried in Tschagguns, auf dem Truraegg in Silbertal die Partie II im Ausmaße von 30 fm zum Preise von S 98.- pro Festmeter Nutz- und Brennholz. Jussel Herta in Silbertal; Partie III auf dem Truraegg in Silbertal im Ausmaße von 30 fm zum Preise von S 85.pro Festmeter Nutz- und Brennholz. Neher Gebhard, Gendarmeriebeamter in Schruns, die Partien V + VI mit 30 und 35 fm, (beide auf dem Truraegg) zum Preise von S 178 bzw. 189.- S für die Partie VI. pro Festmeter Nutz- und Brennholz. Die Partie IV auf dem Truraegg wird den Gebrüder Wernfried und Edwin Stüttler in Tschagguns käuflich überlassen. Siehe Pkt. 8 e) dieser Niederschrift. Alle 6 Partien müssen mittels Seilbahn über die Litz auf die andere Talseite gebracht werden. 10. Die Wasserwerkgenossenschaft hat ihr Ansuchen vorläufig zurückgezogen. 11. Lechner Sepp in Schruns/Kropfen, will auf den sog. Rieder ein Wochenendhäuschen erstellen und bittet um Bauabstandsnachsicht gegenüber den standeseigenen Grundparzellen 2730/2 und 3132/1. Diesem Ansuchen wird stattgegeben und der Bauabstand gegenüber der Gp. 2730/2 auf 1 Meter und gegenüber Gp. 3132/1 auf 2 m erteilt. 12. Von Keßler Kaspar in St. Gallenkirch, wird das Bergmahd "Stein" im Ausmaße von 2 ha 89 ar 56 m2 zum Preise von S 33.000.-- käuflich erworben. 13. Bei der Lawinenverbauung "Ruchegg" wird bei der Erstellung eine Zubringerweges eine große Fläche der Standeswaldung erschlossen. Die Standesvertretung bewilligt einen einmaligen Kostenbeitrag von S 60.000.--. Die Bedeckung dieser Summe hat aus Holzverkauf aus der Latonswaldung zu erfolgen. 14. In Abänderung des Beschlußes vom 20.3.1958, Pkt. 13) wird dem Wegmacher Hermann Stüttler in Schruns, ein Nettolohn von S 2000.- zugesichert. Dieser Bezug versteht sich pro Monat. 15. Auf Grund der über das Bezirksgericht Schruns eingeklagten Forderung gegen die Fa. Franz Galehr sen. in Schruns wurde auf den August 1958 die Versteigerung von 2 Dieselloks vorgesehen. Die Firma Franz Galehr sen. ersucht die Standesvertretung um die Einstellung des Verkaufsverfahrens nach § 200 (unter Aufrechterhaltung -8- der Pfändung) damit die Gelegenheit zum freihändigen Verkaufe ermöglicht wird. Die Standesvertretung ist mit diesem Vorschlag einverstanden, wenn die Fa. Galehr andere Maschinen oder Motoren, die nicht gepfändet sind im Werte der eingeklagten Summe dem Stand Montafon, Forstfond als Pfand ausfolgt. 16. Von Wtw. Benedikta Albrich in Schruns, wird die Waldung "Schlößli" auf dem Kropfen im Ausmaße von 1 ha 61 ar 37 m2 zum Preise von S 90.000 käuflich erworben. 17. Josef Hartmann in Silbertal/Kristberg können zur Instandsetzung des Hausstalles ca. 8 fm Bauholz als Servitutsholz aus den Windwürfen in der Standeswaldung Kristberg zugewiesen werden. Die Abgabe erfolgt im Interesse der Käferbekämpfung zum einfachen Stockgeldpreis. 18. Die Standesvertretung beschließt zur Erfüllung verschiedener finanzieller Verpflichtungen (Kauf von Waldungen) einen Credit oder Darlehen in Höhe von S 200.000.- bei der Spar- und Darlehenskassa für Montafon in Schruns aufzunehmen. 19. Der Bürgermeister der Gemeinde Gaschurn Peter Wachter stellt das Ansuchen die Standesgrenze auf Untervalülla, die Gemeindeeigentum ist, von der Markenbriefgrenze auf die ehemalige Katastergrenze zurückzuziehen. Die Standesvertretung beschließt eine Besichtigung durchzuführen. Hiezu werden beauftragt: Standesrepräsentant Josef Keßler, Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Franz Marent, Bürgermeister Anton Brugger und Bürgermeister Hermann Mangard. 20. Der von den Bewohner des Weilers "innere Zelfen" eingebrachte Vorschlag zwecks Übernahme der standeseigenen Waldparzelle Nr. 2329 wird vollinhaltlich genehmigt. -9- 21. Um den für Waldkäufe aufzunehmenden Credit in nächster Zeit wieder abdecken zu können beschließt die Standesvertretung aus der Standeswaldung St. Gallenkirch/Roßbündte ca. 150 fm Holz und aus der Standeswaldung Schruns/Vermolen ca. 200 fm Holz zu verkaufen. Beginn der Sitzung: Ende der Sitzung: 9 Uhr 13.15 Uhr Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19151009_SV StandMontafon 09.10.1915 24.05.2021, 13:44 Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns über die am 9. Oktober 1915 abgehaltene Standesausschussitzung vor dem Gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Anwesend die Gefertigten Tagesordnung. -----------1. Ansuchen der A.G. Montafonerbahn Bludenz Schruns um Übernahme der Bürgschaft durch den Stand Montafon für ein bei der Spar- und Darlehenskasse Montafon in Schruns zu erneuerten Kreditvertrag per Kr. 40000 - Vierzigtausend Kronen. BESCHLÜSSE .......... ad 1. wird dem Ansuchen der A.G. Montafoner Bahn Bludenz Schruns Betreff Übernahme der Bürgschaftsleistung durch den Stand Montafon für einen bei der Spar- und Darlehenskasse Montafon in Schruns für obige Gesellschaft zu erneuernden Kreditvertrag per 40000 Kr auf 4 Jahre einstimmig Folge gegeben. Abgelesen und unterfertigt [Unterschriften der Standesausschüsse] [Anmerkung des Sachbearbeiters: Das ist das erste maschinengetippte Protokoll einer Standesausschussitzung]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19660505_SV_005 StandMontafon 05.05.1966 24.05.2021, 13:43 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am 5. Mai 1966. im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 5. Sitzung des StandesausSchusses in der laufenden Funktionsperiode. Mit Einladungsschreiben vom 28. April 1966, wurde auf heute 8.30 Uhr eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Ausschußmitglieder: Standesrepräsentant Bgm. Peter Wachter, Gaschurn, als Vorsitzender " Stellvertreter LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg in St. Anton, Bürgermeister Bitschnau Alfons in Vandans, Bürgermeister Both Martin in Tschagguns, Bürgermeister Brugger Hermann in Silbertal, Bürgermeister Burtscher Eugen in Stallehr, Bürgermeister Vallaster Erwin in Bartholomäberg, Gemeinderat Anton Lorenzin in Gortipohl, als Vertreter des dienstlich verhinderten Bürgermeisters von St. Gallenkirch und Gemeinderat Franz Josef Stofleth in Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns. Der Standesvertreter Bgm. Otto Ladner von Lorüns, hat sich wegen Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend gedenkt der Vorsitzende dem am 11. April 1966 verstorbenen Standesvertreter, Herrn Bürgermeister Josef Batlogg aus Lorüns. Am 30.12.1888 geboren, war Bgm Josef Batlogg von 1924 bis zu seinem Ableben, mit Ausnahme der Jahre 1938 bis 1945, Bürgermeister der Gemeinde Lorüns, und damit Bürgermeister mit der längsten Amtszeit in Vorarlberg. Sein Bestreben war nicht nur die umsichtige Obsorge in seiner Heimatgemeinde, sondern auch die echte und treue Zugehörigkeit zur Standesfamilie durch seine Vertretung im Stand Montafon. Im treuen Gendenken an den Verstorbenen erheben sich die Anwesenden von ihren Plätzen. Gleichzeitig übermittelt der Vorsitzende den Dank der Witwe des Verstorbenen für die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnis. Folgend wird zur Erledigung nachstehend angeführter Tagesordnung übergegangen. 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 24.3.1966. 2. Polytechnischer Lehrgang; Eingaben der Marktgemeinde Schruns und der Gemeinde Tschagguns. 3. Ansuchen der Marktgemeinde Schruns - im Namen des Heimatschutz- und Museumsvereines Montafon - um Überlassung des Gendarmeriedienstgebäudes in Schruns. [-2-] 4. Zuschrift des Bezirksgerichtes Montafon in Schruns (Jv. 119/66), betreffend den Einbau einer Ölheizung in den Gerichtsräumen. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1. Die Sitzungsniederschrift vom 24.3.1966, wird in vorliegender Passung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2. Zur Behandlung dieses Punktes erscheinen auch die Herren Bürgermeister Eugen Isele und Volksschuldirekter Edmund Ganahl, im Rahmen des Arbeitsausschusses für Schulraumbeschaffung für den Polytechnischen Lehrgang. Nach eingehender Debatte wird einstimmig beschlossen, die Marktgemeinde Schruns zu ersuchen, für zwei Jahre provisorisch die derzeit in der Hauptschule Schruns noch zur Verfügung stehenden Klassenräume für den Polytechnischen Lehrgang zur Verfügung zu stellen. Der Kostenaufwand (Bänke, Lehrmittel usw.) soll der Schülerzahl entsprechend auf die betreffenden Gemeinden verumlagt werden. Diese Entscheidung kommt deshalb zustande, weil in St. Gallenkirch das Bestreben besteht, den Polytechnischen Lehrgang für die Innerfratte in St. Gallenkirch durchzuführen. Die Gemeindevertretungen von St. Gallenkirch und Gaschurn haben die diesbezüglichen Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Auch die Gemeinde Tschagguns muß das vorgesehene Projekt erst der Gemeindevertretung vorlegen. Ausserdem ist nach Ablauf eines Jahres besser zu übersehen, was für Auswirkungen der Polytechnische Lehrgang mit sich bringt; wieviele Schüler durch den Besuch der Handelsschule oder andere Schulen vom Besuch des Polytechnischen Lehrganges ausscheiden. Nach Behandlung dieses Punktes verabschieden sich die Herren Bürgermeister Eugen Isele und Volksschuldirektor Edmund Ganahl. Der Vorsitzende bedankt sich im Namen der Standesvertretung für das Erscheinen und wertvolle Mitarbeit bei der Beratung. Zu Pkt. 3. Dem Ansuchen des Heimatschutz- und Museumsvereines in Schruns, um die Überlassung des I. und II. Stockes im Hauses Nr. 27 (Gendarmeriegebäude) in Schruns, wird stattgegeben, und zwar bis auf Widerruf. Der Heimatschütz- und Museumsverein ist jedoch verpflichtet, die Gebäudeerhaltungskosten ab Parterre incl. sonstiger Kosten und Gebühren, mit Ausnahme der Dacherhaltung zu übernehmen. Ausserdem ist eine Jahresmiete in Höhe von S 300.— zu entrichten. Die Räumlichkeiten können jedoch erst dann zur Verfügung gestellt werden, wenn die Wohnung des Herrn Justizbeamten Hermann Malin und die Gendarmeriediensträume frei werden, was voraussichtlich erst in ca. 1 1/2 Jahren der Fall sein wird. Zu Beginn der Beratung ist auch der Obmann des Montafoner Heimatschutz- und Museumsvereines, Herr [-3-] Oberschulrat Max Thomann erschienen um die Dringlichkeit der Beschaffung neuer Museumsräume zu erläutern, da vorgesehen ist das alte Heimatmuseum im Zuge der Straßenverbreiterung abzutragen. Oberschulrat Max Thoman verabschiedet sich vor der Beschlußfassung. Für sein Erscheinen und für die aufklärenden Worten spricht ihm der Vorsitzende den Dank der Standesvertretung aus. Zu Pkt. 4. Dem Ansuchen der Justizverwaltung die bestehende Koksfeuerungsanlage auf Ölfeuerung umzubauen, wird aus finanziellen Gründen abgelehnt. Es wäre notwendig die auflaufenden Kosten auf die einzelnen Gemeinden zu verumlagen, was eine neuerliche Belastung der einzelnen Gemeinde zur Polge hätte, die ohnehin durch Schulbauten, Mitfinanzierung der Hauptschule, Polytechnisches Jahr usw. sehr stark belastet sind. Die Aufheizung des Archivraumes, der nicht an die Zenralheizung angeschlossen ist, wird am zweckmässigsten mittels Elektroofens bewerkstelligt, den der betreffende Beamte während seines Aufenthaltes im Archiv, in seiner unmittelbaren Nähe in Betrieb setzt. Die Justizverwaltung ist auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen. Die vorgesehene Erweiterung des Kellerfensters zur besseren Kokseinbringung wird noch dieses Jahr durchgeführt. Der Vorsitzende schließt die Sitzung und dankt den Standesvertretern für das zahlreiche Erscheinen. Beginn der Sitzung: 8.45 Uhr. Ende der Sitzung: 10.55 Uhr. Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19791219_SV_028 StandMontafon 19.12.1979 24.05.2021, 13:43 -1- aufgenommen am Mittwoch, den 19.12.1979, um 8.30 Uhr im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 28. Sitzung des STANDESAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode Auf Grund der Einladung vom 11.12.1979 nehmen an der auf heute anberaumten Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Präsident LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Vandane, Bürgermeister Otto Ladner aus Lorüns, Bürgermeister Josef Schwärzler aus Stallehr, Bürgermeister Oskar Monier aus Vandans, Bürgermeister Raimund Wachter aus St. Gallenkirch und Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns. Entschuldigt hat sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit: Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 26. Sept. 1979 2. Vorlage des Voranschlages für das Rechnungsjahr 1980 3. Festlegung eines Aufteilungsschlüssels für den Abgang bei den Montafoner Sommerkonzerten 1979. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Er stellt den Antrag die Tagesordnung um folgende Pkte. zu erweitern: 4. Jagdgeldauezahlung für öffentliche Gewässer. 5. Namhaftmachung eines Vertreter in den Ausschuß des Montafoner Heimatmuseums im Sinne der Vereinssatzungen. Der Erweiterung der Tagesordnung wird einstimmig stattgegeben. - 2 - Erledigung der Tagesordnung Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 26.9.1979 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Vorsitzende legt den Voranschlag des STANDES MONTAFON für das Jahr 1980 vor. Er wird vom Sachbearbeiter Mag. Johann Vallaster verlesen und vom Vorsitzenden erläutert. Der Voranschlag 1980 weist aus: Einnahmen der Erfolgsgebarung S 1.761.000.-Einnahmen der Vermögensgebarung S 1.000.000.-______________ Gesamteinnahmen ......................................... S 2.761.000.-Ausgaben der Erfolgsgebarung S 2.635.500.-- Ausgaben der Vermögensgebarung S 615.000.-______________ Gesamtausgaben .......................................... S 3.250.500.-Ergibt einen Abgang in Höhe von ......................... S 489.500.-— Der Abgang wird durch die Standesumlage gedeckt! Der Voranschlag wird nach eingehender Beratung einstimmig genehmigt Im Zuge der Haushaltsberatung wird beschlossen: a) Die Miete für das Milchverkaufslokal im Hause Nr. 27 in Schruns, wird ab 1.1.1980 dem Montafoner Heimatschutz- und Museumsverein als Förderungsbeitrag überlassen. Die Anweisung erfolgt 1/2 jährig. b) Zur Finanzierung der II. Auflage des MONTAFONER HEIMATBUCHES wird ein Darlehen in Höhe von 1.000.000.-- Schilling aufgenommen Die im Rahmen der Haushaltsberatung gefaßten Beschlüsse erfolgten einhellig. - 3 - Zu Pkt. 3): Der Abgang aus den Montafoner Sommerkonzerten 1979 in Höhe von S 28.723.70, wird wie folgt verumlagt: S 25.000.-- auf die Gemeinden, in welchen die Sommerkonzerte durchgeführt wurden (Schruns, Tschagguns, Vandans, Bartholomäberg und St. Gallenkirch). S 3.723.70 (Rest) ist in die Standesumlage, zur Verumlagung auf alle Standesgemeinden, einzubeziehen (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 4): Seitens des Bundes wird nun verlangt, daß auch für öffentliche Gewässer (Flüße, Bergseen usw.) Jagdgeld zu bezahlen ist, obwohl diese Flächen nicht bejagt werden können und dem Wild weder Aufenthalt noch Äsung bieten. Die Bürgermeister vertreten einhellig die Ansicht, daß für Flächen, die jagdlich nicht genutzt werden können (wie Seen und Flußläufe) kein Jagdgeld zu zahlen ist. Sollten solche Forderungen durch den Bund mit Nachdruck verlangt werden, so ist unter Einbeziehung der Landwirtschaftskammer für Vorarlberg gegen ein solches Verlangen Berufung einzulegen (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 5): Als Vertreter des STANDES MONTAFON in den Ausschuß des Montafoner Heimatschutz- und Museumsverbandes wird Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster einstimmig nominiert. Der Vorsitzende schließt um 10.25 Uhr die Sitzung mit dem Dank an die Anwesenden für die rege Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Standesrepräsentant:
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19080523_SV_Kaiserju... StandMontafon 23.05.1908 24.05.2021, 13:43 [Kurrendalbeschluß] [Kopie [Manualdruck] eines Schreibens des Standesrepräsentanten] -1- Nr 89 An Herrn Gemeindevorsteher und Standesausschußmitglied Stallehr Am 14. Juni d. Js. findet in Wien, wie durch die Tagesblätter angekündigt wurde, ein großartiger Huldigungsfestzug statt, den die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien namens des ganzen Reiches dem geliebten Kaiser zu seinem denkwürdigen 60 jährigen Regierungsjubiläum veranstalten wird. Auch Vorarlberg soll sich durch eine etwa 200 bis 300 Personen starke, aus Männern und Frauen der verschiedensten Teile des Landes gebildete, sowohl mit dem derzeitigen, als auch mit den historischen Landestrachten bekleideten Gruppe an diesem Festzuge beteiligen, Hin- und Rückfahrt, Unterkunft und Verpflegung ist unentgeldlich. Herr Landeshauptmann Adolf Rhomberg hat nun schriftlich wie mündlich die sichere Hoffnung ausgedrückt, daß auch Montafon sich entsprechend beteiligen werde und ist es gewiß geboten, diese Beteiligung in einer dem Tale würdigen Wiese zu gestalten. Da zur Zusammenstellung einer Montafon zur Ehre gereichenden Trachtensgruppe auch Kosten erwachsen werden, werden Herr Gemeindevorsteher ersucht umgehend, sicher aber bis längstens Dienstag anher bekannt geben zu wollen, in welcher Ausdehnung und mit welchem Kostenaufwande Sie diese Beteiligung wünschen. [-2-] Sollten auch in dortiger Gemeinde geeignete Personen sich finden, die willens wären, dieses Trachtenfest mitzumachen, ist dies sehr wünschenswert, doch ist sofortige Meldung notwendig. Schruns am 23. Mai 1908 Der Standesrepräsentant Jakob Stemer Vorsteher [Umseitige Antwort des Gemeindevorstehers von Stallehr] An die Standesvertretung Montafon Betreff Kostenaufwand des genannten Ansuchens um einen Beitrag aus der Standeskasse ist die gefertigte Gemeindevorstehung einverstanden. Stallehr, am 27. Mai 1908 M. Martin Vorsteher [Kurrendalbeschluß] [Kopie [Manualdruck] eines Schreibens des Standesrepräsentanten] -1- Nr 89 An Herrn Gemeindevorsteher und Standesausschußmitglied Lorüns Am 14. Juni d. Js. findet in Wien, wie durch die Tagesblätter angekündigt wurde, ein großartiger Huldigungsfestzug statt, den die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien namens des ganzen Reiches dem geliebten Kaiser zu seinem denkwürdigen 60 jährigen Regierungsjubiläum veranstalten wird. Auch Vorarlberg soll sich durch eine etwa 200 bis 300 Personen starke, aus Männern und Frauen der verschiedensten Teile des Landes gebildete, sowohl mit dem derzeitigen, als auch mit den historischen Landestrachten bekleideten Gruppe an diesem Festzuge beteiligen, Hin- und Rückfahrt, Unterkunft und Verpflegung ist unentgeldlich. Herr Landeshauptmann Adolf Rhomberg hat nun schriftlich wie mündlich die sichere Hoffnung ausgedrückt, daß auch Montafon sich entsprechend beteiligen werde und ist es gewiß geboten, diese Beteiligung in einer dem Tale würdigen Wiese zu gestalten. Da zur Zusammenstellung einer Montafon zur Ehre gereichenden Trachtensgruppe auch Kosten erwachsen werden, werden Herr Gemeindevorsteher ersucht umgehend, sicher aber bis längstens Dienstag anher bekannt geben zu wollen, in welcher Ausdehnung und mit welchem Kostenaufwande Sie diese Beteiligung wünschen. [-2-] Sollten auch in dortiger Gemeinde geeignete Personen sich finden, die willens wären, dieses Trachtenfest mitzumachen, ist dies sehr wünschenswert, doch ist sofortige Meldung notwendig. Schruns am 23. Mai 1908 Der Standesrepräsentant Jakob Stemer Vorsteher [Umseitige Antwort des Gemeindevorstehers von Stallehr] An die Gemeindevorstehung in Schruns Die gefertigte Gemeindevorstehung berichtet, daß sie sich den übrigen Gemeinden des Standes Montafon anschließt. Lorüns, am 6. Juni 1908 Der Gemeindevorsteher Batlogg [Antwort des Gemeindevorstehers von Silbertal] An den Wohlgeborenen Standesrepräsentanten in Schruns Auf das geehrte Schreiben des Herrn Standesrepräsentanten in Schruns vom 23. Mai l.Js. Zl. 89 wird ergebenst mitgeteilt, daß auch zu der am 14. Juni l.Jr. in der Reichshauptstadt und Residenzstadt Wien stattfindenden Huldigungsfestzug einige Montafoner Gruppen teilnehmen, zu deren Zusammenstellung erwachsenden Kosten aus der Montafoner Standeskasse 600 K, sechshundert Kronen, vom gefertigten Standesausschußmitglied bewilligt werden. Silbertal am 25. Mai 1908 Anton Fritz, Vorsteher [Antwort des Gemeindevorstehers von Gaschurn] Nr. 221 An Herrn Gemeindevorsteher und Standesrepräsentant Schruns Gemäß dortiger Zuschrift vom 23./5 1908 Nr. 89 theile ich Ihnen mit, daß laut Gemeindeausschußbeschluß vom 25./5 1908 von Seite der hiesigen Gemeinde zum Zwecke Zusammenstellung einer am 14. Juni in Wien veranstalteten sich beteiligenden Trachtengruppe keine Unterstützung geleistet wird, weil sich an diesem Festzuge aus hiesiger Gemeinde voraussichtlich niemand betheiligen wird. Wenn von Seite des Standes Montafon zu diesem Kostenaufwande, welche die Bildung einer Montafoner-Trachtengruppe erfordert, etwas beigetragen werden soll, so bin ich, wenn der Beitrag nicht ganz groß ist, auch damit einverstanden. Da ich aber gar keine Ahnung habe wie hoch diese Kosten zu stehen kommen, so kann ich mich nicht bestimmt darüber äußern, und überlasse dieses ganz dem Herrn Standesrepräsentant. Gaschurn, am 25./5. 1908 Pfefferkorn, Vorsteher [Antwort des Gemeindevorstehers von St. Anton] Zl. 191 Herr Standesrepräsentant Auf dortige Anfrage vom 23. l. M. Zl. 89 erkläre ich mich mit einer Ausgabe bis 200 K aus Standesmitteln zu gedachtem Zwecke einverstanden. St. Anton, am 24. Mai 1908 Siegfried Kurzemann Vorsteher [Antwort des Gemeindevorstehers von Vandans] Zl 496 An Herrn Standesrepräsentanten in Schruns In Erledigung der d.a. Zuschrift vom 23. d. M. Zl 89 wird hiemit berichtet, daß fragliche Angelegenheit dem Ausschusse zur Meinungsäußerung unterbreitet wurde, welcher sich dahin äußerte, es sei ein Kostenaufwand des Standes Montafon mit K 500 zu genehmigen und die Ausdehnung der Beteiligung dem Herrn Standesrepräsentanten, nach seinem Ermessen, frei zu überlassen. Vandans, am 24. Mai 1908 F. J. Bitschnau
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19530306_SV StandMontafon 06.03.1953 24.05.2021, 13:43 [-0-] Zahl: 007/1/1953 Schruns, am 2. Marz 1953 Schruns, am 2. März 1953 Im Sinne § 7 der Standesstatuten berufe ich die Mitglieder des Standesausschußes für Freitag den 6 März 1953 um 8 Uhr 30, in Schruns (Standeskanzlei) zu einer Standesausschuß-Sitzung ein. i.E.gez. Jos. Keßler Standesrepräsentant Tagesordnung: 1. Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 10. Dezember 1952. 2. Beanspruchung von Standesgrund durch die Montafoner BergbahnG.m.b.H. in Schruns. 3. Vorlage des Haushaltplanes 1953 und des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1952. 4. Eigenjagdverpachtung Valisera. 5. Erweiterung des Pfandobjektes für den beim Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft in Wien beantragten ERP- Credit. 6. Durchführung der durch die Justiz zur Bedingung gestellten Instandsetzungsarbeiten sowie Behebung weiterer grösserer Schäden. 7. Erhöhung der Schindeldachablöse 8. Verlängerung eines Holzbezugsrechtes (Waisenkinder Sander in Gortipohl) 9. Ansuchen des Marent Emil, Tschagguns, um die Vergütung der Schlägerungs- und Bringungskosten für das gefrevelte Sanülerholz. 10. Ansuchen des Dietrich Theodor in Gaschurn um die Bewilligung eines Zuschusses zur Anschaffung von Brückenträger für die Bofner Illbrücke. Sowie ein mündlicher Antrag der Gemeinde St. Gallenkirch um die Bewilligung zum Verkaufe von Brückenholz (Servitutsholz) um mit dem Verkaufserlös Eisenträger für eine Illbrücke anzuschaffen [-00-] 11.) Ansuchen des Schuchter Peter Lorenz, Tschagguns um die Bewilligung zum Verkaufe von Stallabbruchholz. 12,) Ansuchen des Barbisch Franz, St. Gallenkirch, um die vorzeitige Auszahlung der Servitutsablöse. 13) Ansuchen der Bürgermusik St. Gallenkirch um die kostenlose Überlassung einiger Fichtenstämme zwecks Beschaffung von Trachtenstücken. 14.) Ortsfeuerwehr Gaschurn, Ansuchen um die Überlassung einiger Fichtenstämme zur Erstellung einer Tanztribüne bei der 30 Jahrfeier. 15.) Verschiedene Holzansuchen. 16.) Montafoner Gipswerk St. Anton, Pachtvertrag [-1-] Niederschrift aufgenommen in der Standeskanzlei in Schruns, am Freitag den 6. März 1953 unter dem Vorsitz des Standesrepräsentanten Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 2. März 1953, Zl. 007/1-2 wurde auf heute vormittag 8 Uhr 30 eine Standes-Ausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der Talgemeinden Montafons in ihrer Eigenschaft als Standesvertreter, mit Ausnahme der sich entschuldigten Bürgermeister der Gemeinden Lorüns, Stallehr und Silbertal, erschienen sind. Nach Eröffnen der Sitzung und dem Erklären der Beschlußfähigkeit durch den Vorsitzenden wird zur Behandlung und Beschlussfassung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen: Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 10. Dezember 1953 wird einspruchlos genehmigt und gefertigt. Pkt. 2) Mit den Vertretern der Montafonerbergbahn G.m.b.H. uzw. Fabrikant Otto Borger und Zimmermeister Richard Naier in Schruns, wurde betreffs Inanspruchnahme von Standesgrund als Trasse für die Bergbahn, Baugrund für die Mittelstation der Hubertus-Skiabfahrt folgendes Benützungsübereinkommen getroffen: Der Montafoner Bergbahn G.m.b.H. wird gestattet auf der Gp. 3132 und 3133 eine Waldschneise in der Breite von .... Meter zum Betriebe der Seilanlage offenzuhalten, auf dem Krofpen die Mittelstation im derzeitigen Umfange beizubehalten und die Hubertusskiabfahrt in derzeitiger Breite von Verwachsungen freizuhalten. Die Montafoner Bergbahn verpflichtet sich für diese Dienstbarkeit einen jährlichen Anerkennungszins in Höhe von S 1000.-- zu bezahlen, kleinere Transporte (Pflanzen, Düngekalk usw.) kostenlos durchzuführen, im Falle einer Lawinenverbauung auf der Kapellalpe die Materialtransporte zu einen ermässigten Tarif durchzuführen (wobei wenn möglich die betriebsschwache Zeit der Bahn ausgenützt werden soll) und freie Fahrt dem zuständigen Waldaufseher bei der Ausübung des Waldaufsichtsdienstes. Über dieses Benützungsübereinkommen ist ein Dienstbarkeitsvertrag anzufertigen der dem Standesausschuß in der nächsten Sitzung vorzulegen ist. [-2-] Pkt. 3) Der Haushaltplan des Standes Montafon und des Forstfondes für das Rechnungsjahr 1953 wird verlesen und nach eingehender Beratung genehmigt. Pkt. 3 a Der Standesrepräsentant berichtet, daß die Jahresrechnungen 1952 des Standes Montafon und des Forstfondes fertiggestellt sind und während der Auflagefrist keine Erinnerungen eingebracht wurden. Nach punktweiser Verlesung und Erläuterung durch den Sachbearbeiter Walch werden die Jahresrechnungen 1952 einstimmig genehmigt und der Buchhaltung die Entlastung erteilt. Pkt. 3 b Bei der Erläuterung des Rechnungsabschlusses des Forstfondes wurde durch die Standesvertreter festgestellt, daß der Dienstaufwand des Standesrepräsentanten mit einer Entlohnung von 400.-- S monatlich nicht mehr den heutigen Verhältnissen entspricht. Auf Vorschlag des Standesvertreters Bürgermeister Vonbank wird die Dienstaufwandentschädigung für den Standesrepräsentanten mit monatlich S 900.-— festgelegt. Die erhöhte Dienstaufwandentschädigung ist ab 1.1.1953 auszuzahlen. Gleichzeitig wird die Aufwandentschädigung der Standesvertreter, die durch die Teilnahme an den Ausschußsitzungen oder sonstigen Besprechungen entstehen von S 20.- auf S 40 pro Tag erhöht. Pkt. 4) Infolge eines günstigen Jagdpachtangebotes des Herrn Hürlimann Heinrich Fabrikant in Zürich, hat der Herr Standesrepräsentant im Einvernehmen mit den Standesvertretern Bürgermeister Vonbank und Bürgermeister Mangard, die Eigenjagd "Valisera" an den Obgemannten verpachtet. Der hierüber abgeschlossene Pachtvertrag lautend auf S 14.000.Jagdpacht jährlich sowie eines jährlichen Mietzinses von S 2.300 für die Jagdwohnung, wurde vom Standesausschuß zu Kenntnis genommen und einstimmig genehmigt. Pkt. 5) Um dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft in Wien, die Voraussetzungen zur Auszahlung der ERP-Crediterhöhung für den Waldwegbau Silbertal-Fresch bieten zu können, wird als weiteres Pfandobjekt die Standeswaldung St. Anton in der Kat. Gemeinde [-3-] St. Anton mit einen Einheitswert von S 24.200 geboten. Die erforderliche Pfandausdehnungserklärung ist sofort zu erstellen, dem Amte der Vorarlberger Landesregierung in Bregenz zur aufsichtsbehördlichen Genehmigung vorzulegen und die grundbücherliche Einverleibung zu beantragen. Pkt. 6 Der Standesrepräsentant berichtet, daß die von der Justizverwaltung zur Bedingung gestellten Reparaturen im Gefangenenhaus und zwar Verlegen von Fussböden in zwei Zellen sowie im Flur Anbringen grösserer Zellenfenster und Verstärkung der Kellerabgangverkleidung durchgeführt sind. Dies wird von den Standesvertretern zur Kenntnis genommen und gleichzeitig beschlossen die Aussenfassade des Gendarmeriegebäudes frisch zu tünchen und die schadhaften Stellen, unter anderem die Hohlkelle unter dem Dach, auszubessern. Pkt. 7 die Servitutsablöse bei Erstellung, von harter Bedachung bei eingeforsteten Gebäuden wird von S 8.- pro m2 auf S 12. pro m2 ab 1.3.1953 erhöht. Pkt. 8 wird zwecks weiterer Erhebungen bis auf weiteres vertagt. Pkt. 9 Das Ansuchen des Emil Marent in Tschagguns um die Rückersetzung der Schlägerungs- und Bringungskosten für gefreveltes Holz wurde abgelehnt. Pkt. 10 Dem Ansuchen des Dietrich Theodor in Gaschurn, um einen Zuschuss zur Anschaffung von Brückenträger für eine eingeforstete Brücke wird stattgegeben; jedoch erlischt auf weiterhin das Servitutsrecht zum Bezuge von Brückenträger. Der einmalige Zuschuss wird mit 200.-- S festgesetzt. Desgleichen wird der Gemeinde St. Gallenkirch gestattet, das Servitutsholz das für die Illbrücke bezogen wurde zu verkaufen um hiefür Eisenträger anzuschaffen. Auch hier gilt dann der nicht mehr aus Holz ausgeführte Teil der Brücke als ausgeforstet. Pkt. 11 Dem Ansuchen des Peter Lorenz Schuchter in Tschagguns, um die Bewilligung zum Verkaufe von Stellabbruchholz (ca. 15 rm) wird stattgegeben. Pkt. 12 Dem Ansuchen des Barbisch Franz in St. Gallenkirch, um die vorzeitige Auszahlung der Servitutsablöse für Mauerwerk beim Stall, wird nicht stattgegeben da grundsätzlich Servitutsablöse erst nach der Erstellung von harter Bedachung oder Mauerwerk bei Kuhställen, ausbezahlt wird. [-4-] Pkt. 13 Auf Ansuchen der Bürgermusik St. Gallenkirch, um die Bewilligung einer Spende wird beschlossen, den Musikvereinen Schruns, Tschagguns, Vandans, Bartholomäberg, St. Gallenkirch und Gaschurn als einmalige Unterstützung je ein Sagstamm zur Selbstschlägerung zu bewilligen. Pkt. 14 Anlässlich der 30 Jahrfeier der freiwilligen Feuerwehr in Gaschurn wird ihr zur Erstellung einer Tanzbühne ein Sagstamm zur Selbstschlägerung bewilligt. Pkt. 15 Dem mündlichen Ansuchen des Zimmermann Anton in Tschagguns HNr. 32, um die Vorausschlägerungs-Bewilligung von 2 Sagstämmen wird stattgegeben. Die Verrechnung erfolgt zum doppelten Stockgeldpreis. Pkt. 16 In der Sache Montafoner Gipswerk wurde beschlossen bis zur kommenden Sitzung einen Vertragsentwurf anzufertigen. Erweiterung der Tagesordnung. Einvernehmlich wird gemäß § 34 der V.G.O. die Tagesordnung um folgende Punkte erweitert: Pkt. 17 Die Summe der Einbruchsversicherung für die Standeskassa wird auf S 10.000.-- erhöht. Berichte: Bürgermeister Marent aus Schruns berichtet über die anfangs März 1953 stattgefundene Tagung der Montafoner Braunviehzüchter, bei der in der Hauptsache die von den Standesvortretern am 9.9.52 verfasste Resolution betreffend der Name "Montafonervieh" und "der zwangsweise Auftrieb der Stiere in Dornbirn" zur Sprache kam. Während der Tagung wurde vom Vorsitzenden erwähnt, dass "irrtümlich" übersehen wurde die Einbringer der Resolution, die Bürgermeister Montafons einzuladen. Die Resolution wurde bei d. Tagung abgelehnt. Die Standesvertreter nehmen diesen Bericht zur Kenntnis und bedauern, daß durch ihr Fehlen bei der Montafoner Braunviehzüchter-Tagung die Resolution vom 9.9.1952 nicht objektiv behandelt werden konnte. Beginn der Sitzung: 9 Uhr 15 Ende der Sitzung: 13 Uhr 30 [Unterschrift der Standesvertreter]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19591217_SV StandMontafon 17.12.1959 24.05.2021, 13:42 -1- Niederschrift Aufgenommen am 17. Dezember 1959, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, unter dem Vorsitz des Herrn Standesrepräsentanten Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 11.12.1959, wurde auf heute vormittags 8.30 Uhr eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister der Talgemeinden Montafons, in ihrer Eigenschaft als Standesvertreter, erschienen sind. Entschuldigt haben sich die Bürgermeister der Gemeinden Lorüns und Stallehr. Der Standesrepräsentant als Versitzender eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung der nachstehenden Tagesordnung übergegangen. 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 16.11.1959. 2. Ersatzaufforstung für Gopserbecken. 3. Ansuchen des Robert Mangeng in Schruns, um die Verlängerung eines Holzbezugsrechtes. 4. Ansuchen des Rudigier Otto in Gaschurn, um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes (Stall) auf einen neuen Bauplatz, der wirtschaftlich günstiger liegt. 5. Bergmahdangebot des Rudigier Emil in Gaschurn. 6. Bergmahdangebot des Rudigier Otto in Gaschurn. 7. Ansuchen der Ortsfeuerwehr des Marktes Schruns, um eine Spende. Berichte: a) Ein Schreiben des Verkehrsverbandes Montafon. Erledigung der Tagesordnung: zu Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 16.11.1959, wird einstimmig genehmigt und gefertigt. -2- zu Pkt. 2) Bezüglich der Ersatzaufforstung für Standeswald der im Gopserbecken der Vorarlberger Illwerke A.G. abgetreten werden muß, ist mit der Vorarlberger Illwerke A.G. Fühlung aufzunehmen. Am vorteilhaftesten wäre es, wenn die Vorarlberger Illwerke A.G. Wald aus ihrem Eigenbestande abtreten würde. Zur Aufnahme der Verhandlungen werden ermächtigt: der Standesrepräsentant Josef Keßler und die Bürgermeister Peter Wachter und Anton Brugger. zu Pkt. 3) Dem Robert Mangeng in Schruns 307, wird das Holzbezugsrecht für das abgebrannte Maisäßhaus Nr. 377 auf weitere fünf Jahre, d.i. bis 31.12.1964, verlängert. zu Pkt. 4) Rudigier Otto in Gaschurn 49, will aus wirtschaftlichen Gründen den Stall auf Bp. 138, der sehr baufällig ist, abtragen und näher beim Wohnbaus wieder aufbauen. Aus diesem Grunde wird ihm das Holzbezugsrecht vom Stall auf Bp. 138 auf den auf Gp. 629 neu zu erstellen geplanten Stall übertragen. zu Pkt. 5) Bezüglich der Erwerbung der durch Rudigier Emil in Gaschurn angebotenen Gp. 3166/2 wird der Standesrepräsentant beauftragt Verhandlungen aufzunehmen. zu Pkt. 6) Bezüglich der Erwerbung der durch Rudigier Otto angebotenen Gp. 3168 wird der Standesrepräsentant beauftragt Verhandlungen aufzunehmen. zu Pkt. 7) Den Montafoner Ortsfeuerwehren wird je eine Fichte im Ausmaße von rd. 2 fm als einmalige Spende unentgeltlich abgegeben. Pkt. 8) Der Gargellner Seilbahn G.m.b.H. in Gargellen, wird der zur derzeitigen Bergstation unbedingt notwendige Grund und Boden zum Preise von S 5.- pro m2 käuflich überlassen. -3- Pkt. 9) Der Standesausschuß beschließt, daß die Baukosten und die zukünftigen Erhaltungskosten des Wirtschaftsweges Valisera wie folgt auf die beiden Körperschaften aufgeteilt werden: 1/3 Stand Montafon (10 Gemeinden) und 2/3 Stand Montafon, Forstfond (8 Gemeinden). Pkt. 10) Der Pfarrkirche St. Gallenkirch, wird eine alte Buche aus der "Roßbündtner Waldung" unentgeltlich zur Selbstaufrüstung überlassen. Pkt. 11) Den Waldaufsehern wird eine Weihnachtszuwendung in Höhe der pauschalierten Kommissionsgelder bewilligt. Berichte: Der Herr Standesrepräsentant berichtet: a) daß der Verkehrsverband Montafon mit Schreiben vom 12.11.1959 mitgeteilt hat, daß er zur Schaffung der Montafoner Kurkarte die notwendigen Schritte unternommen hat und zu erwarten ist, daß bereits im Sommer 1960 eine einheitliche Kurkarte für die Montafoner Gemeinden aufliegt, b) daß die Gemeindevertretung des Marktes Schruns in ihrer Sitzung vom 16.12.1959 der Ergänzung des § 3 und der Abänderung des § 4 des Statutes für den Standesausschuß aus dem Jahre 1865 stimmenmehrheitlich zugestimmt hat, c) daß das Nutzholz aus der Trassenschlägerung in Valisera wie folgt verkauft wurde: Schindelholz S 805.- pro fm Nutzholz (Sägholz) S 520.- pro fm und das Schleifholz zum Preise von S 280.- pro fm. Jenen Punkten die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen wird die Dringlichkeit gemäß § 34 VGO zuerkannt. Beginn d. Sitzung: 9 Uhr Der Standesausschuß: Ende der Sitzung: 12 Uhr Der Schriftführer:
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
18770614_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 13:42 [-1-] Sitzungsprotokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 14. Juni 1877 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ____________________________________________________________ Gewärtige: Die gefertigten Standesausschüsse. ____________________________________________________________ Zu folge Einberufung von 4. Juni d. Js. des Standesrepräsentanten haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse hier versammelt, der Vorsitzende eröffnete die Sitzung, und setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Was für eine Äußerung soll der Standesausschuß abgeben beim hohen Landesausschuß, hinsichtlich der Concurrenzstraße Bludenz-Montafon, auf dem Gemeindegebiet St. Anton? 2. Der Stockgeldtarif ist nun verbessert und erhöht worden, soll derselbe so beibehalten und um die Genehmigung der Oberbehörde angesucht werden? -2- 3. In der Gemeinde Vandans wären ein Stück Waldboden zum verkaufen von einem Privaten, soll derselbe für den Stand Montafon angekauft werden? 4. Hier in Schruns zunächst beim Dorf besteht eine Wasserleitung durch das Mühletobel heraus, woher einige Güter das Bewässerungsrecht haben; nun ist diese Wasserleitung zerfallen, und braucht um dieselbe wieder gehörig herzustellen einen Kostenaufwand von circa 1000 fl; hiezu sollte nun die montafonische Feuerversicherungsanstalt einen Beitrag leisten, da dieses Wasser im Falle eines Brandes im oberen Theile der Dorfschaft sehr nothwendig, ja man darf sagen fast unersetzlich ist. 5. Was soll hinsichtlich der Verlagerung des Schrunserherbstviehmarktes geschehen? Soll derselbe in der alten Zeit belassen oder soll eine Gegenäußerung eingebracht werden? Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Über die Konkurrenzstraße Bludenz - Montafon bei St. Anton soll einstweilen keine Äußerung abgegeben -3- indem einigen Mitgliedern des versammelten Standesausschusses die Sachlage zu unbekannt ist. ad 2. Der von Forstadjunkt Müller in Bludenz neu angefertigte Stockgeldtarif für die Standeswaldungen in Montafon wurde in der I. und II. Classe ohne Abänderung angenommen, in der dritten Classe soll aber beim Bau-, Schnitt- und Sägholz der Stamm um 30 Kreuzer herabgesetzt werden. ad 3. Das Stück Waldboden in Vandans soll ehe es vom Stande angekauft wird, von den Gemeindevorstehern in Tschagguns und Bartholomäberg an Ort und Stelle bei der nächsten Standesausschußsitzung Auskunft hierüber erstatten können. ad 4. Über den Beitrag der montafonischen Feuerversicherungsanstalt zu der Reparatur der Wasserleitung hier im Mühletobel, wollen die Gemeindevorsteher mit ihren Gemeindeausschüssen hierüber reden, und dann das Resultat dem Standesrepräsentanten mittheilen schriftlich. ad 5. Hinsichtlich der Verlegung des Schrunsermarktes auf einen anderen Tag soll von dessen Ansuchen abgegangen, - 4 - und die alten oder bisherigen Markttage nämlich den 21. und 22. September beizubehalten. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19120619_SV_Currenda StandMontafon 19.06.1912 24.05.2021, 13:42 [-1-] Nr. 98 Currenda Unter dem Vorsitze des Landeshauptmannes Herrn Adolf Rhomberg fand am 28. Mai 1911 im Gasthause zum "Adler" in St. Gallenkirch eine kommissionelle Verhandlung betreffend den Bau der Gargellner Straße statt, wobei es sich hauptsächlich um Zuweisung der auf 90000 Kr. sich belaufenden Kosten handelte. Zur Deckung dieser Kosten haben die Interessenten 20% zu bezahlen und einigte man sich folgendermaßen: Gemeinde St. Gallenkirch 10% Stand Montafon 4% Hotelconsortium 3% Alpenvillen und Maisäßbesitzer etc. 3% Die Zuweisung fand allgemeine Zustimmung, und äußerte sich auch Herr Landeshauptmann dahin, daß in Anbetracht des soweit [-2-] ausgedehnten Besitzes des Standes Montafon im Gargellentale die zugeteilten 4% in jeder Hinsicht gerechtfertigt erscheinen. Bezüglich der auf den Stand Montafon entfallenden 4% muß nun das Gutachten der Herrn Standesausschußmitglieder hiemit eingeholt und werden dieselben ersucht ihre Zustimmung eventuell Wiederspruch durch Ja oder Nein nebst Fertigung auf dieser Currenda zum Ausdrucke zu bringen. Schruns, am 19./6.1912 Der Standesrepräsentant [-3-] ______________________________________________________________ Unterschrift unter Beisetzung | Äußerung in vorstehendem Sinne des Sigels ______________________________________________________________ [Alle Standesvertreter stimmen mit "ja"]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19270702_SV StandMontafon 02.07.1927 24.05.2021, 13:42 [-1-] Protokoll -o-o-o-oaufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 2. Juli 1927 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Franz Wachter -o-o-o-o-o-oMit Einladung vom 28. Juni 1927 Zl. 341/St. wurde auf heute vormittags 9 Uhr eine Standesvertretungssitzung anberaumt, zu welcher sämtliche Herren Gemeindevorsteher, bezw. Standesvertreter, resp. zum Teile deren Ersatzmänner erschienen sind. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Standesrepräsentanten und dem Erklären der Beschlussfähigkeit wird das Protokoll der letzten Sitzung in Vorlage gebracht. Die Genehmigung und Unterzeichnung erfolgt ohne vorherige Verlesung, da jede Gemeinde bereits mit je einer Abschrift behufs ortsüblicher Verlautbarung beteilt wurde und die Herren Standesvertreter vom Inhalte desselben daher in Kenntnis sind. Einwendungen, welche eine Protokollsänderung bedingt hätten, wurden nicht erhoben. Hierauf wird in die Behandlung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen und werden gefasst nachstehende Beschlüsse -o-o-o-o-o- 1.) Der heutigen Sitzung liegen einige dringende Fragen in Sachen der Montafonerbahn Ä.Oes.in Schruns zur Beratung und Beschlussfassung vor. Der Herr Vorsitzende teilt mit, dass auf Grund des Beharrungsbeschlusses der Standesvertretung für Montafon in der Sitzung am 18. Juni d.Js. Herr Kammerrat Loacker anlässlich der Generalversammlung der A.Ges. Montafonerbahn am 28. Juni 1927 den Antrag stellte, die 720 Stück Prioritätsaktien unter Verzichtleistung auf die Vorzugsrechte der Zinsengarantie durch den Stand Montafon in Stammaktien umzuwandeln, wenn eine Aufwertung des gesamten Aktienbestandes von S 400 auf S 500.- pro 1000 Kronen Aktien nicht bewilligt werde.Erläuternd bemerkt er, dass sich das Aktienkapital wie folgt aufteilt: Bund Land Stand Private Zusammen Prioritätsaktien 540 180 720 Stammaktien I. Kl. 60 60 300 220 640 II.Kl. 125 125 125 _ 375 ___________________________________________ 185 165 555 400 1755 Stück ___________________________________________ Bekanntlich muss der Stand Montafon die Verzinsung der Prioritätsaktien bis heute voll garantieren, was immerhin ein Risiko darstellt und eine belastende Verpflichtung bedeutet, trotzdem mehr als 2/3tel dieser Art Aktien sich im Eigenbesitze des Standes Montafon befinden. Nach längerer Beratung wird folgender Beschluss gefasst: Der Stand Montafon stimmt grundsätzlich dem Antrage des Herrn Kammerrates Loacker auf Umwandlung der Prioritätsaktien auf Stammaktien unter der Voraussetzung zu, dass für diese, das sind 720 Stück Aktien, die Garantie Verpflichtung des Standes Montafon bezüglich der Verzinsung vollkommen entfällt und diese Aktien auf eine gleiche Stufe mit den Stammaktien I. und II. Klasse gestellt werden. Diese Aktien haben sohin in Zukunft die gleiche Behandlung zu erfahren, wie die Stammaktien und entbehren jeder Vorzugsrechte. Einer Aktienaufwertung von S 400 auf S 500.- pro 1000 Kronen Aktien stimmt der Stand Montafon in keinem Falle zu. 2.) Der Herr Vorsitzende teilt weiter mit, dass die Vorarlberger Illwerke, G-es.m.b.H.in Bregenz sich um die Erwerbung der Montafonerbahnlinie Schruns-Bludenz bewerben und diesbezügliche Vorschläge stellten. Dieser Gegenstand bildete bereits in mehreren Sitzungen der Aktiengesellschaft Montafonerbahn einen Hauptberatungsgrund. In langem eingehendem Referate entwickelt der Herr Standesrepräsentant die Grundideen dieses Kaufantrages, die Stellungnahme der A.Ges. Montafonerbahn hiezu und die voraussichtlich zu gewärtigenden Auswirkungen eines Bahnverkaufes auf die Volkswirtschaft des Tales Montafon. Die Ausführungen fanden ungeteilte Zustimmung. Da die gegenseitigen Verhandlungen noch kein klares Bild zeigen, wird von einer positiven Stellungnahme durch die Standesvertretung jedoch Abstand genommen und die weiteren Beratungen auf den geeigneten, späteren Zeitpunkt verschoben. [-2-] 3.) Das Ansuchen des Herrn Gemeindearztes Dr. August Walser von Schruns um Erteilung der Bewilligung zum Bezuge von Bruchsteinen aus dem Steinbruche im Rotunderwald, Gemeinde Vandans, wird dem Herrn Standesrepräsentanten Franz Wachter unter Beizug des Herrn Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau von Vandans zur Erledigung überwiesen. 4.) Der Herr Gemeindevorsteher Franz Josef Bitschnau von Vandans bringt eine Parteienbeschwerde gegen den Wasenmeister Franz Josef Stüttler in Schruns wegen Berechnung zu hoher Ganggelder zur Kenntnis und ersucht um Stellungnahme hiezu. Der Wasenmeister wird zur Rechtfertigung vorgeladen und gibt an, dass er die Ganggebühren im Verhältnisse der zurückgelegten Wegstrecke nach allgemeinen Grundsätzen normal berechnet habe und sich nicht schuldig fühle, übermässige Forderungen gestellt zu haben. Unter Hinweis auf die durch verschiedene Vorkommnisse als Seuchenschaden in erster Linie u.s.w. ohnehin schwer leidende Volkswirtschaft des Tales wird dem Wasenmeister ernst empfohlen, die individuellen Verhältnisse jeder einzelnen Partei gebührend zu berücksichtigen und dementsprechend die Ganggeldberechnung in mässigster Form vorzunehmen. Herr Stüttler sichert die Einzelbehandlung eines jeden Falles nach Maßgabe der vorliegenden Verhältnisse im Rahmen des Mindestnotwendigen zu. Schruns, am 12. Juli 1927. Der Standesrepräsentant [Unterschrift der Standesvertreter]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19091109_SV StandMontafon 09.11.1909 24.05.2021, 13:41 [-1-] Nr. 198 Kurrenda ________ In der am 16. Oktober d. Js. abgehaltenen Standesausschußsitzung wurde der Beschluß gefaßt, bei der Montafoner Brandassekuranz für die Montafoner Bahn ein Gelddarlehen von 80000 Kr. aufzunehmen. Dieser Beschluß läßt sich gegenwärtig schwer realisieren, da einerseits die Vermögensbestände bei Sparkassen und in Wertpapieren kaum so groß sind, anderenteils dafür gesorgt werden muß, daß im Falle eines Brandunglückes jederzeit Gelder zur sofortigen Verfügung stehen. Der Beschluß sollte daher dahin abgeändert werden, daß eingangs zitierte 80000 Kr. bei der hiesigen Spar- und Darlehenskasse nicht weiter aufgenommen werden. Die Herrn Standesvertreter werden daher ersucht, ihr Gutachten auf diser Kurrenda gefälligst bekannt geben zu wollen. Schruns am 9. November 1909 Der Standesrepräsentant Stemer [-2-] _______________________________________________________________ Gutachten Eigenhändige Unterschrift Siegel _______________________________________________________________ [Alle Gemeindevorsteher bezeugen mit ihrer Unterschrift ihr Einverständnis.]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19260918_SV StandMontafon 18.09.1926 24.05.2021, 13:41 [-1-] Zl. 448/St. Protokoll -o-o-o-oaufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 18.September 1926 Ter dem gefertigten Standesrepräsentanten Frans Wachter -o-o-o-o-o-oMit Einladung rem 15. September 1926 Zl. 437/St. wurde auf heute Termittags 9 Uhr eine Standesvertretungs-Sitzung anberaumt, zu welcher erschienen sind sämtliche Herren Gemeindevorsteher bezw. Standesvertreter von Montafen, mit Ausnahme jener von Silbertal und Stallehr. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Standesrepräsentanten und dem Erklären der Beschlussfähigkeit wird das Protokoll der letzten Sitzung in Vorläge gebracht. Von der Verlesung desselben wird Abstand genommen, da jede Gemeinde bereits mit je einer Abschrift behufs ortsüblicher Verlautbarung beteilt wurde und die Herren Standesvertreter von dessen Inhalt in Kenntnis gesetzt sind. Die Genehmigung und Fertigung erfolgt ohne Einwendung. Hierauf wird in die Behandlung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen und werden gefasst nachstehende Beschlüsse: -o-o-o-o-o- 1. Durch die Postenkette, welche zwecks Verhütung der Einschleppung der Maul- und Klauenseuche aus der Schweiz an der Grenze im vergangenen Sommer aufgestellt werden musste, sind erhebliche Unkosten erwachsen. Nach den Bestimmungen des VII. Abschnittes des Tierseuchengesetzes vom 6. August 1909 RGBl. Nr. 177 und des hiezu einschlägigen Landesgesetzes vom 14. September 1895 LGBl. Nr. 44 sind die Kosten für die Aufstellung von Wachen bei Tierseuchen zu je einem Dritteile vom Lande, vom Gerichtsbezirke und jenen Gemeinden zu tragen, welche die Wachen aufzustellen haben. - Die in den Grenzgemeinden aufgestellten Wachen verteilen sich auf Tschagguns mit 19, Vandans 4, St. Gallenkirch 8 und Gaschurn mit 2 Posten. Herr Standesrepräsentant-Stellvertreter Jochum von Tschagguns findet diesen Verteilungsschlüssel nicht gerecht, da an einer Einschleppungsverhütung die übrigen Gemeinden gleich stark interessiert sind. Herr Gemeindevorsteher Bitschnau von Vandaus ist der Ansicht, dass der Gerichtsbezirk, bezw. Stand Montafon auch das 1/3tel der Grenzgemeinden übernehmen sollte. Über Antrag des Herrn Standesrepräsentanten Franz Wachter wird nach längerer Beratung mit 6 Stimmen gegen 2 Stimmen beschlossen, bei der Aufteilung der Seuchenwachekosten den gesetzlichen Umlageschlüssel in Anwendung zu bringen, 2.) Dem Ansuchen des Landeskonservatoramtes für Vorarlberg in 20. August 1926 Zl. 487 um Beitragsleistung mit einem Betrage S 150.- zur Erhaltung der Ruine Valkastiel am Eingange in das in Vandans wird Folge gegeben. Die Subvention von s 150.- ist Bedarf durch die Standeskasse zur Auszahlung zu bringen. Bregenz vom von Rellstale bei 3.) Laut Mitteilung des Herrn Vorsitzenden benötigt die Baufirma Ingenieur Karl Jäger=Hinteregger in Partenen zur Erstellung des Schrägaufzuges von Partenen auf Trominier Stangenholz in Stärken von 14 bis 26 cm Durchmesser. Eine Umfrage bei den Waldaufsehern ergab, dass im AufsichtsBezirke des Waldaufsehers Herrn Gavanesch in St. Gallenkirch grössere Mengen derartigen Holzes ohne jede Schädigung des Waldbestandes und bei Vermeidung der Verkürzung des Bedarfes Eingeforsteter geschlägert und abgegeben werden könnte. Auf Grund der Mitteilung des Herrn Waldaufsehers Gavanesch von St. Gallenkirch wird nun einstimmig beschlossen, der Abgabe derartigen Holzes zum Kaufpreise zuzustimmen. Die Durchführung und den Abschlusses eines derartigen Verkaufes wird dem Herrn Standesrepräsentanten übertragen. 4.) Einer Zuschrift des Herrn Waldaufsehers Franz Sandrell in Gaschurn vom 10. September 1926 zufolge befindet sich in der Waldparzelle Nr. 3242 im inneren Vermunttale Schindelholz, welches für die Bedarfsdeckung [-2-] eingeforsteter Standesbürger infolge der Entfernung und zu grossen Bringungsschwierigkeit nicht mehr in Frage kommt. Herr Zimmermeister Franz Walser von Schruns beabsichtigt nun, eine von ihm für die Vorarlberger Illwerke im inneren Vermunttale zu erbauenden Baracke mit Schindeln einzudecken, wozu ein Quantum von ca. 25 ist erforderlich sei. Da eine Verkürzung des Anspruches Bezugsberechtigter nicht in Frage kommt, wird über Antrag des Herrn Gemeindevorstehers Flöry von Gaschurn einstimmig beschlossen, der Abgabe von 25 fm3 Schindeln zum Kaufpreise zuzustimmen. 5.) Den Herrn Gendarmeriebeamten Albert Seewald und Wilhelm Brändle von St. Gallenkirch wird über Ansuchen vom 13. August 1926 der Bezug von je 6 rm3 Brennheiz aus Abgangholzbeständen der Standeswaldungen für as Jahr 1926 zum Kaufpreise bei Anweisung durch den Waldaufseher bewilligt. 6.)Das Ansuchen der Herren Gebrüder Battlogg von St. Anten vom 24. Juli 1926 um kaufweise Abgabe von Zundrinenholz zur Verwendung als Schwellen aus Standeswaldungen in Bartholomäberg oder Silbertal wird vom Herrn Vorsitzenden in Vorlage gebracht. Nach Mitteilung des Waldaufsehers von Bartholomberg, Herrn Vallaster Christian, kann aus Waldbeständen in dieser Gemeinde ohne Schädigung derselben und Beeinträchtigung des Eingeforsteten-Bezugsrechtes eine derartige Abgabe nicht erfolgen. Da der Herr GemeindeTorsteher von Silbertal nicht anwesend ist und eine gutachtliche Stellungnahme von ihm daher nicht erlangt werden kann, wird über Antrag des Herrn Vorsitzenden die Erledigung des Ansuchens bis zur kommenden Sitzung vertagt. 7.) Das beim Elektrizitätswerke des Hotels Madrisa in Gargellen lagernde Abgangholz - ca. 2 fm3 - wird der Hotelverwaltung Madrisa zufolge Ansuchens vom 27. August 1926 und gutachtlicher Stellungnahme des Waldaufsehers Herrn Albert Zugg von St. Gallenkirch gegen Entrichtung des Kaufpreises überlassen. 8.) Herr Gemeindevorsteher Battlogg von Lorüns führt Beschwerde gegen die Behandlung eines Ansuchens dieser Gemeinde an die Bezirkshauptmannschaft Bludenz um Erteilung der Schlägerungsbewilligung von Holz aus dem der Gemeinde Lorüns gehörigen Alpgebiete Rong im Gargellentale durch die Standesrepräsentanz in Schruns. Er bezeichnet die Stellung der Standesrepräsentanz Montafon in dieser Sache als einen unbefugten Eingriff in die Privatbesitzrechte der Gemeinde Lorüns. Diese Gemeinde habe seinerzeit die Alpe Rong im Gargellen, Gemeinde St. Gallenkirch, samt Waldungen käuflich erworben. Es stehe ihr daher auch das unbeschränkte Nutzungsrecht dieser Waldungen im Rahmen der forstpolizeilichen Bestimmungen allein zu, sie sei daher auch berechtigt, Holz zu Verkaufszwecken zu schlägern. Diesen Anschauungen tritt der Herr Standesrepräsentant Franz Wachter entgegen und legt die Rechtsgepflogenheit des Standes Montafon in der Bewirtschaftung der Waldungen in diesem Tale wie folgt klar. Auf Grund des Kaufabschlusses mit dem Ärare vom Jahre 1832 trat der Stand Montafon in die vollen Besitzrechte des Vorgängers auf sämtliche Hoch- und Schwarzwaldungen im Tale Montafon ein, mit Ausnahme der im Zeitpunkte des Kaufabschlusses ausgemarkten Privatwaldungen. Die Talbewohner, Standesbürger, Maisässe und Alpen besitzen lediglich den Servitutsanspruch an diese Waldungen zur Deckung ihres Haus- und Gutsbedarfes, bezw. zur Maisäss- und Alpenbewirtschaftung, für Maisässe und Alpen aber wiederum nur im Rahmen des in den Servituten-Regulierungsurkunden für jedes einzelne Gebiet genau umschriebenen Nutzungsumfanges.- Der Stand Montafon ist also alleiniger Besitzer sämtlicher im Montafon aufgegangener und zuwachsender Waldungen. Diese Tatsache stützt sich auf die Kaufsurkunde vom Jahre 1832 und auf uralte Übung und Gepflogenheit. Bei der Amtsübergabe des jetzt verstorbenen, Jahrzehnte lang als Standesrepräsentant amtierenden Gemeinde-Vorstehers Herrn Jakob Stemer von Schruns wurde der heute vortragende Standesrepräsentant ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sämtliche in Montafon [-3-] bestehenden und jeweils zuwachsenden Waldungen alleiniges Eigentum der Standesgemeinde Montafon seien, mit alleiniger Ausnahme der im Zeitpunkte des Kaufsabschlusses zwischen Stand und Ärar ausgemarkten Privatwaldungen. Diese Rechtsbelehrung habe er, Jakeb Stemer, von seinem Vater, dem langjährigen Standesrepräsentanten Montafons Franz Josef Stemer, Gemeinde-Vorsteher von Schruns, und dieser wiederum von seinem Amtsvorgänger mündlich erhalten und nach dieser traditionellen Überlieferung genau seines Amtes gewaltet. Der Herr Standesrepräsentant Frans Wachter schliesst seinen Vortrag mit dem Bemerken, dass er, getreu der bisherigen Rechtsgepflogenheit, auf die Waldwirtschaft Montafons eingewirkt habe und auch weiterhin im dargelegten Sinne arbeiten werde. Ein Abweichen von den bisherigen uralten Gepflogenheiten wäre gleichbedeutend mit einer ungereimten und unwirtschaftlichen Aufteilung und Zerstücklung des grossen Standeswaldbesitzes. Er stellt es jedoch der Standesvertretung frei, eine neue Auffassung über das Besitzrecht festzulegen, einer derartigen Änderung könne er jedoch seine Zustimmung nie und nimmer geben. Nach eingehender Beratung wird über Antrag des Herrn Standesrepräsentanten Franz Wachter mit sieben gegen eine Stimme beschlossen, unverrückbar auf der Rechtsgepflogenheit und uralten Übung der Vorfahren zu bestehen und zu verharren. Schruns, am 28. September 1926 Der Standesrepräsentant: [Unterschrift der Standesvertreter]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
18830331_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 13:41 [-1-] Sitzungsprotokoll Über die Standesausschußsitzung vom 31. März 1883. ____________________________________________________________ Aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ____________________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse. ____________________________________________________________ Über Vorrufung und Einladung des Standesrepräsentanten haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse zur bestimmten Stunde an an Ort und Stelle hier versammelt, der Vorsitzende eröffnete die Sitzung, und setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Die Revision der Standesrechnungen für die Jahre 1880 und 1881. 2. Beitrag der Brandassekuranz [-2-] von Montafon, zu den Kosten der freiwilligen Feuerwehren. 3. Ignaz Funtschler[?] von Schruns stellt an den Standesausschuß das Ansuchen, es wolle ihm das Stückgeld entweder ganz oder theilweise nachgesehen werden. 4. Bittschnau Johann Josef von Schruns am Bach[?] will ein Wohnhaus Huas Nr. 329 abbrechen und nicht mehr aufbauen, wie kann er nun dieses Holz verwenden? 5. Franz Josef Mathies und Consorten in St. Gallenkirch suchen nach, es möchte ihnen bewilligt werden, statt der Strafe von 40 fl, von dem gefrevelten Holze zu ihrem Brückenbaue andere 8 Stämme aus ihrer Eigentumswaldung dem Stande Montafon zurückzugeben. 6. Bestimmung des jährlichen Pachtbetrages, von dem Gipssteinbruche in der Standeswaldung St. Anton, welchen die Gebrüder Battlogg an die Standeskasse zu bezahlen haben. 7. Die Anstellung eines zweiten Arztes hier mit einem Wartgelde. Hierüber wurden nach längerer Berathung folgende Beschlüsse gefaßt, als ad 1. Die Rechnungen des Standes Montafon [-2-] von den Jahren 1880 und 1881 wurden von dem versammelten Standesausschusse revidiert und als richtig befunden. ad 2. Der Feuerversicherungsverein von Montafon ist nicht geneigt an die freiwillige Feuerwehr des Landes Vorarlberg einen jährlichen Beitrag zu leisten, indem nur hier in Schruns ein geschlossener Ort ist, und die anderen Gebäulichkeiten zerstreut sind, wir halten es für zweckmäßiger, wenn wir unserer freiwilligen Feuerwehr in Schruns einen Beitrag leisten. ad 3. Ignaz Huntscher von Schruns wird mit seinem Ansuchen abgewiesen. ad 4. Dem Johann Josef Bittschnau hier wird bewilligt, wenn er sein Haus Nr. 329 abbricht und nicht wieder erbaut wird, eines Holz davon verkaufen zu dürfen. ad 5. Franz Josef Mathies und Konsorten von St. Gallenkirch sind mit ihrem Ansuchen abzuweisen. ad 6. Für den jährlichen Pachtvertrag für den Gipsbruch in St. Anton wird Johann Josef Bittschnau und Theodor Lurig von Schruns bestimmt, diese Sache zu untersuchen und dem Standesausschusse seinerzeit Bericht erstatten. Nachträglich wurde noch beschlossen, es sei eine Stelle für einen M. Doktor mit dem Sitze in Schruns, und mit dem, daß er bei Behandlung der Armen nur die Medicamenten aber kein Ganggeld aufrechnen kann; [-3-] Hiefür wird ein Wartgeld bestimmt von jährlichen 400 fl aus der Standeskasse. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19330916_SV StandMontafon 16.09.1933 24.05.2021, 13:40 [-1-] Niederschrift aufgenommen in der Kanzlei der Marktgemeindevorstehung Schruns am Dienstag den 16. September 1933 unter dem Vorsitze des Herrn Standesrepräsentanten Franz Wachter. Mit Einladung vom 13. September 1933 Zl. 1/5-Stand 1933 wurde auf heute, Samstag, den 16. September 1933 vormittags, eine Standesvertretungssitzung anberaumt, zu welcher erschienen sind 7 Standesvertretungsmitglieder. Ihr Nichterscheinen haben entschuldigt die Vertreter der Gemeinden Lorüns und Bartholomäberg. Der Vertreter der Gemeinde Stallehr war ebenfalls nicht anwesend. Nach Eröffnung der Sitzung und dem Erklären der Beschlussfähigkeit durch den Herrn Vorsitzenden wird das Protokoll der letzten Sitzung vom 19. August 1933 in Vorlage gebracht. Die Genehmigung und Unterzeichnung erfolgt ohne vorherige Verlesung, da jede Gemeinde bereits mit einer Durchschrift zum Amtsgebrauche beteilt wurde, der Sitzungsbericht im Montafoner Gemeindeblatt veröffentlicht wurde und daher die Herren Standesvertreter vom Inhalte in Kenntnis sind. - Einwendungen wurden keine vorgebracht.Sodann wird in die Beratung der vorliegenden Tagesordnung eingegangen. Gefasst werden folgende Beschlüsse: 1.) In folgerichtiger beharrlicher Fortsetzung der mit dem Beschluss vom 28. Mai 1932 eingeleiteten Aktion hat die Grenzrichtigstellungskommission nach Beendigung der Arbeiten in Tschagguns mit den Alpen- und Maisässbesitzern im Gebiete der Gemeinde Vandans Verhandlung gepflogen, mit den bevollmächtigten Vertretern derselben an Ort und Stelle die Grenzverhältnisse festgestellt und über den künftigen Verlauf der Besitzgrenzen sich eingehend ausgesprochen. Die Bemühungen waren restlos von vollem Erfolg begleitet und konnten rechtsverbindliche Markenbeschreibungen (Markenbriefe) verfasst und abgeschlossen werden. Das Ergebnis liegt heute zur Genehmigung vor und zwar die Markenbeschreibungen von: Alpe Salonien, Voralpe Ziersch und Fahren, Hochalpe Fahren, Voralpe und Hochalpe Lün, Ausschlag Tschöppen, Alpe Platzis, Bergmahd Hochberg, Voralpe Schandang, Bergmahd Rütte. Als Nachtrag zu den Verhandlungen in Tschaggans wurde weiter mit dem Maisässbesitzer Juen Josef Theodor auf Matschwitz das Einvernehmen gepflogen, die Grenzen festgestellt und das Ergebnis in einer Markeneschreibung niedergelegt. Auch diese Niederschrift liegt heute zur Genehmigung vor. Nach Kenntnisnahme eines Berichtes des Herrn Vorsitzenden wird einstimmig beschlossen, die vorgenannten Markenbeschreibungen in ihrem ganzen inhaltliche Umfange vorbehaltlos zu genehmigen. Bemerkt wird, dass durch die Anerkennung dieser in gegenseitiger Vergleichsverhandlung bestimmten Grenzlinien die Besitzverhältnisse endgültig geklärt sind. Dadurch ist auch die angekämpfte Dienstbarkeit der Holznutzung des Standes Montafon innerhalb der privaten Besitzgrenzen, wie sie die Markenbeschreibungen angeben, aufgehoben. Bei diesem Anlass ist festzustellen, dass die Vergleichsverhandlungen der Grenzrichtigstellungskommission mit den Parteienvertretern auch in Vandans im gegenseitigen besten Einvernehmen gepflogen wurden und dass die Vertreter die Wichtigkeit und Bedeutung der eingeleiteten Aktion erkannten und würdigten. Die endlich erzielte genaue Beschreibung der Grenzen und Klarstellung der Eigentumsrechte wurde von den [-2-] gegenseitigen Verhandlungspartnern mit lebhafter Zufriedenheit festgestellt. Dieser Beschluss ist samt den genehmigten Markenbeschreibungen der Vorarlberger Landesregierung zur Genehmigung vorzulegen. 2. Dem Ansuchen der Fremdenverkehrsinteressenten in Partenen um Zustimmung zur Anlegung eines Skiweges bezw. Verbesserung des bestehenden Skiabfahrtweges durch die GP.Nr. 3013 des Standes Montafen zwischen Alpe Innerganifer und Weggabelung Richtung Zeinis-Joch, bezw. Richtung Verbellenalpe wird stattgegeben. Die Schlägerung des in der Abfahrtslinie liegenden Holzes - es handelt sich um ca. 16 fm3 - hat genau nach den Anweisungen des Herrn GemeindeVorstehers Alois Flöry/Gaschurn und des Herrn Forstwirtes Rudolf Wittwer/Gaschurn bei möglichster Schonung des Waldbestandes vorgenommen zu werden. Die Verwendung des anfallenden Holzes behält sich der Stand Montafon vor. 3.) Der Alpgenossenschaft Verbellen/Gaschurn wird zur Wiederherstellung der durch Lawinen beschädigten Sennhütte über Ansuchen 20 fm3 Nutzholz aus der Standeswaldparzelle 1013 Abt. 42 zum Bezugs bewilligt. 4.) Dem Wintersportverein Schruns wird für Zwecke der Eindeckung der Skihütte m Kapelljoch in Schruns gegen Leistung: des ortsüblichen Kaufpreises der Bezug von 2 Schindelstämmen bewilligt. 5.) Der alte Pflanzgarten in Silbertal auf dem Grundbesitze des Josef Ignaz Bitschnau ist aufgelassen worden. Wenn der Grundbesitzer den Platz selbst räumt bezw. kultiviert, wird ihm hiefür als Entschädigung der Betrag von S 50.— bewilligt. 6.) Dem Hausbesitzer Max Borger/Gargellen wird über Ansuchen auf Grund kommissionellen Augenscheines durch die Gemeindekommission in St. Gallenkirch der Bezug von 3 Fichten aus Standeswaldung gegen Leistung des ortsüblichen Kaufpreises bewilligt. Dieses Holz findet Verwendung zur Erstellung einer wehr gegen Abbruch. 7.) Dem Herrn Alois Flöry/Gaschurn wird die Bewilligung erteilt, innerhalb der Grenzen des Tales Montafon 10 fm3 Stallabbruchholz verkaufen zu dürfen. Standesrepräsentanz für Montafon Der Standesrepräsentant: [Unterschriften der Standesvertreter]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19470126_SV StandMontafon 26.01.1947 24.05.2021, 13:37 [-0-] Der Standesrepräsentant für Montafon _______________________ Zl. 1/1-1947 Schruns, am 24.1.1947 An sämtliche Herren Bürgermeister der Talgemeinden Montafons Ich berufe Sie zur Teilnahme an einer Sitzung der Standesvertreter des Zweckverbandes Stand Montafon ein, die am Montag, den 27. Jänner 1947 um 9 Uhr im Hotel "Löwen" in Schruns stattfindet. Tagesordnung: 1) Vorlage der Bewerbungsansuchen, die infolge der Stellungsausschreibung hier eingelaufen sind. 2) Ernennung eines Bewerbers zum Verwaltungsangestellten des Gemeindeverbandes "Stand Montafon". 3) Ansuchen um Genehmigung von Holzbezügen und zwar: a) Neher Franz, Vandans, für Neubau eines Stalles b) Schuler Johann, Bartholomäberg, ein Sagstamm für Möbel c) Reinhilde Netzer, St. Gallenkirch, Schindelholz f. HNr. 107 d) Stemer Hermann, Schruns, 80 fm Bauholz zum Ausbau von Wohnungen im Hause Nr. 529 e) Schoder Rosina, Vandans, HNr. 164, 30 fm Nutzholz für Reparaturen am Wohnhause. f) Spar- und Darlehenskasse Schruns, für 5 Telefonstangen. g) Senn Josef, Schruns 412, 10 fm Rundholz zur Errichtung eines Bienenstandes h) Mangeng Anton, Silbertal, 2 Sagstämme für Möbel i) Tschofen Josef Raimund, St. Gallenkirch, vorzeitige Bewilligung von 3 Sagstämmen, die zur kommenden Forsttagsatzung angemeldet werden. j) Lechtaler Wilhelm, St. Gallenkirch HNr. 221, 5 Schindelstämme und 1 Sagstamm für das Wohnhaus 221. k) Anton Gmeiner, Ray.Insp. Gendarmerieposten Gaschurn, 6 - 8 fm Nutzholz zur Herstellung von Möbel. l) Hans Barrato, Silbertal 93, 4 fm Nutzholz für Möbel. 4) Allgemeines [-1-] Niederschrift über die am Montag den 26. Jänner 1947 im Hotel "Löwe" in Schruns stattgefundene Beratung des Standesrepräsentanten für Montafon mit den Bürgermeistern der Talgemeinden in ihrer Eigenschaft als Standesvertreter. Anwesend: Der Der Der Der Der Der Der Der Standesrepräsentant: Jakob Hueber, Bürgermeister v. Schruns Bürgermeister von Tschagguns, Josef Schuster Bürgermeister von Bartholomäberg, Josef Kessler Bürgermeister von St. Gallenkirch, Martin Salzgeber Bürgermeister von Gaschurn, Wachter Peter Bürgermeister von Vandans | Josef Pfeifer Bürgermeister von St. Anton | Bürgermeister von Silbertal, Alois Bargehr Beginn der Beratung: 9.15 Uhr Ende der Beratung: 13.30 Uhr Der als Die 22. Standesrepräsentant Jakob Hueber eröffnete Vorsitzender die Beratung und erklärte diese für beschlußfähig, Niederschrift über die letzte Sitzung vom Dezember 1946 wird verlesen und genehmigt. Beratungsergebnis 1) Personalangelegenheiten. Die auf Grund der öffentlichen Ausschreibung eingelangten Ansuchen um Verleihung des verwaisten Stelle eines Verwaltungsangestellten für den Stand Montafon - 10 an der Zahl - werden vorgelegt, 5 Bewerber sind Montafoner, deren Ansuchen in die engere Auswahl gezogen; es sind dies Dönz Josef? Tschagguns Saler Gebhard Silbertal Thöny Hugo Schruns Franz Marent Sehruns Walter Sanahl Schruns Nach längerer Beratung wird die offene Stelle, einstimmig, dem Bewerber Herrn Major a.D. Franz Marent, Schruns, verliehen. Der Dienstantritt hat am 1.2.1947 zu erfolgen. Die Besoldung regelt sich nach den Vorschriften der T.O.A. für Angestellte im öffentlichen Dienst. 2) verschiedene Holzansuchen. a) Frau Wilhelmine Juen St. Gallenkirch, sucht um vorzeitige Bewilligung von 2 Schindelstämmen an, damit Sie dieselben infolge der Dringlichkeit noch vor der Forsttagsatzung schlagen darf. Dem Ansuchen wird stattgegeben. Die Anmeldung zur Forsttagsatzung ist bei der Gemeinde zu erstatten; Die erteilte Bewilligung ist in der Anmelde liste anzumerken. b) Franz Neher in Vandans, 25,56 fm Bauholz zum Neubau seines Stalle an. Dem Ansuchen wird stattgegeben, das Ansuchen wird der Bezirksforstinspektion Aussenstelle Schruns, mit dem Antrage auf Bewilligung vorgelegt. c) Frau Reinhilde Hetzer St. Gallenkirch, sucht um die Bewilligung von Schindelholz an. Das Ansuchen wird abgelehnt. [-2-] d) Johann Schuler Bartholomäberg, ersucht um die Bewilligung von 1 Sagstamm zwecks Anschaffung von Möbel. Dem Ansuchen wird nicht stattgegeben, da für Möbel kein Bezugsrecht besteht. e)Hermann Stemer Schruns 440, ersucht um die Bewilligung von 80 fm Bauholz aus schwerbringbarer Lage in Silbertal. Dem Ansuchen wird nicht stattgegeben, da noch weitere Erhebungen notwendig sind. f) Wtw. Rosina Schoder Vandans, ersucht um die Bewilligung von 30 fm Bauholz zur Instandsetzung des Hauses. Dem Ansuchen wird stattgegeben, und der Bezirksforstinspektion Aussenstelle Schruns, mit dem Antrage auf Bewilligung vorgelegt. g) Die Spar- und Darlehenskasse für Montafon in Schruns, ersucht um die Bewilligung von 5 Telefonmasten. Dem Ansuchen wird stattgegeben. Die Abgabe erfolgt aus Käferholzbestände gegen Kaufpreisvergütung. h) Senn Josef, Schruns HNr. 412, ersucht um die Bewilligung von 9 fm Nutzholz zum Bau eines Bienenstandes. Dem Ansuchen wird stattgegeben. Das Holz ist aus schwerbringbarer Lage oder aus Käfer und Windbruchholz zu entnehmen. Das Ansuchen wird der Bezirksforstinspektion Schruns, mit dem Antrage auf Bewilligung vorgelegt. i) Tschofen Josef St. Gallenkirch, ersucht um die Bewilligung von 8 fm Nutzholz zum Ausbau seines Hauses und um vorzeitige Schlägerung desselben. Dem Ansuchen wird stattgegeben und der Bezirksforstinspektion Aussenstelle Schruns, mit dem Antrage auf Genehmigung vorgelegt. k) Lechtaler Wilhelm St. Gallenkirch, sucht um 5 Schindelstämme und 1 Sagstamm an. Gleichzeitig ersucht er um vorzeitige Schlägerungsbewilligung. Dem Ansuchen wird stattgegeben und der Forstinspektion Aussenstelle Schruns, mit dem Antrage auf Bewilligung vorgelegt. l) Anton Gmeiner, Ray.Insp. Gaschurn, ersucht um die Bewilligung von 6 - 8 fm Nutzholz für die Herstellung von Möbel. Dem Ansuchen wird stattgegeben. Das Holz ist aus schwerbringbarer Lage zu entnehmen. Die Verrechnung erfolgt zum Kaufpreise. Das Ansuchen wird mit dem Antrage auf Bewilligung der Forstinspektion. Aussenstelle Schruns, vorgelegt. m) Hans Baratto Holzarbeiter Silbertal, ersucht um die Bewilligung von 4 fm Nutzholz zur Herstellung von Möbel. Dem Ansuchen wird stattgegeben. Das Holz ist aus schwerbringbarer Lage zu entnehmen. Die Verrechnung erfolgt zum Kaufpreise. Das Ansuchen wird der Bezirksforstinspektion Aussenstelle Schruns, mit dem Antrage auf Bewilligung vorgelegt. n) Emanuel Furtscher Vandans, ersucht um die Bewilligung von 1 Brennlos und 3 - 5 fm Nutzholz. Dem Ansuchen wird teilweise stattgegeben. Das Brennholzlos wird bewilligt. Betreffs Bezug von Servitutsnutzholz müssen bei der Gemeinde Vandans Erhebungen gemacht werden ob Furtscher Eigentümer oder langjähriger Pächter der betreffenden Liegenschaft ist oder nicht. o) Anton Mangeng Holzarbeiter in Silbertal,ersucht um die Bewilligung von, 2 Sagstämmen zur Herstellung von Möbel. Dem Ansuchen wird stattgegeben. Das Holz muss in schwerbringbarer Lage zugewiesen werden. Die Verrechnung erfolgt zum Kaufpreise. Das Ansuchen wird der Bezirksforstinspektion Aussenstelle Schruns, mit dem Anträge auf Bewilligung befürwortend vorgelegt. [-3-] p) Die Gemeinde Gaschurn ersucht um die Bewilligung von zc. 160 fm Nutzholz zum Bau eines Hochbehälters, einer Brücke und eines Güterweges. Dem Ansuchen wird stattgegeben. Der Gemeinde wird ein Holzschlag von Käfer- und Windbruchholz auf Divilatschis zugewiesen. Über die Schlägerung muss ein Vertrag abgeschlossen werden. qu) Pirmin Saler Silbertal HNr. 27 ersucht um die Bewilligung von 60 fm Bauholz zur Bauvollendung des Hauses HNr. 27. Dem Ansuchen wird stattgegeben. Das Ansuchen wird mit dem Antrage auf Bewilligung der Bezirksforstinspektion Aussenstelle Schruns, vorgelegt. r) Josef Zugg, St. Gallenkirch, ersucht um Überlassung des beschlagnahmten Holzes der Gebrüder Zugg im Ausmaße von 5,19 fm. Dem Ansuchen wird stattgegeben, das Holz wird zum Kaufpreis verrechnet. s) Heinz Beier Schulleiter in Silbertal, ersucht um die Bewilligung von 2 fm Nutzholz zur Herstellung von Küchenmöbel. Dem Ansuchen wird nicht stattgegeben. Der Gesuchsteller wird auf den Weg des Privateinkaufes verwiesen, da für Möbel kein Holz aus dem Standeswald zugewiesen werden kann. 3) Freie Anträge: Da keine weiteren Anträge vorgebracht, wurden schloss der Standesrepräsentant als Vorsitzender um 12.30 Uhr die Sitzung. [Unterschrift: "Hueber"]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19741029_SV_018 StandMontafon 29.10.1974 24.05.2021, 13:37 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Dienstag, den 29. Okt. 1974 im Sitzungssaal des STANDES MONTAFON in Schruns, anläßlich 18. Sitzung des STANDESAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Zu der auf heute 8.30 Uhr anberaumten Sitzung sind nachfolgend angeführte Ausschußmitglieder erschienen: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns Bürgermeister Otto Ladner aus Lorüns, Bürgermeister Eugen Isele aus Schruns, Bürgermeister Ernst Pfeifer aus Gaschurn, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Bürgermeister Oskar Vonier aus Vandans und Bürgermeister Raimund Wachter aus St. Gallenkirch. Die Bürgermeister Amann Georg aus Silbertal und Eugen Burtscher aus Stallehr haben sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 4. Sept. 1974. 2. Ansuchen des Verkehrsvereines SILVRETTA in Partenen, um die Abänderung des Standesbeschlusses vom 6. Aug. 1974. 3. Ein Schreiben der Regionalplanungsgemeinschaft Walgau wegen Aufstockung des Gesellschaftskapitals für den geplanten Schlachthof in Bludenz. 4. Satzungsänderung bei der Montafonerbahn A.G. in Schruns. -2- Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 4. Sept„ 1974 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Unter Berücksichtigung des durch die Gemeindevertretung von Gaschurn am 9.10.1974 einstimmig gefassten Beschlusses, die Verwirklichung des Versalprojektes, zu unterstützen, hat auch der Stand Montafon über Antrag des Verkehrsvereines Silvretta in Partenen eine neuerliche Behandlung dieser Frage im Standesausschuß durchgeführt. Der Stand Montafon erhebt grundsätzlich keinen Einwand, daß in Partenen ein für die Fremdenverkehrsentwicklung dieser Ortschaft erforderliches Seilbahnprojekt zur Erschließung des Versalplateau errichtet wird, wenn nachfolgende Überlegungen Berücksichtigung finden: a) die dem Gemeindevertretungsbeschluß der Gemeinde Gaschurn zugrunde liegenden Bedingungen sind einzuhalten. b) Das zur Verwirklichung vorgesehene, vorliegende Projekt der Hotelbetriebsgesellschaft mbH & co. KG. ist von der Raumplanungsbehörde beim Amt der Vorarlberger Landesregierung oder einem von dieser Stelle beauftragten, unabhängigen Gutachter hinsichtlich der Projektgröße und in Hinblick auf die regionalplanerische und wirtschaftliche Bedeutung für das Montafon zu überprüfen. c) Den berechtigten Forderungen der Montafoner Gemeinden auf einen großzügigen und raschen Ausbau der Montafonerstraße ist zu entsprechen. d) Die Standesvertretung stellt fest, daß die Erfüllung der kommunalen Pflichtaufgaben die Gemeinden des Tales so -3- belasten, daß keine zusätzlichen Verpflichtungen durch die Übernahme von Bürgschaften oder Haftungen für Fremdmittel, die zur Verwirklichung des Versalbahnprojektes durch die Hotelbetriebsgesellschaft mbH. & Co. KG. erforderlich sind, übernommen werden können (mehrheitlicher Beschluß). Zu Pkt. 3): Das von dar Regionalplanungsgemeinschaft Walgau eingebrachte Ansuchen auf Erhöhung der vorgesehenen Kapitaleinlage bei der Schlachthaus GmbH, von S 400.000.- auf 650.000.- wird vorläufig zurückgestellt. Es wird für notwendig erachtet, daß die Stadt Bludenz, die auf Grund ihrer Bevölkerungsdichte in erster Linie am Bau eines Schlachthauses interessiert sein müßte, ihren Beitrag wesentlich erhöht. Schließlich ist für eine Stadt eine krisenfeste Versorgung der Bevölkerung mit Frischfleisch von großer Wichtigkeit. Die Regionalplanungsgemeinschaft ist in diesem Sinne zu benachrichtigen und zu ersuchen mit der Stadt Bludenz diesbezügliche Vorhandlungen aufzunehmen. Zu Pkt. 4): Der Vorsitzende berichtet, daß am 25.11.1974 die 60. Hauptversammlung der Montafonerbahn A.G. stattfindet. Bei dieser Hauptversammlung ist die Neuwahl sämtlicher Aufsichtsräte erforderlich. Auf Grund des nun in Kraft getretenen Arbeitsverfassungsgesetzes hat der Betriebsrat das Recht auf je 2 Aufsichtsräte, die durch die Gesellschaft bestellt werden, einen Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat zu entsenden. Die Zahl der Aufsichtsräte bei der Montafonerbahn A.G. war bisher mit 7 festgesetzt. Dies würde bedeuten, daß 4 Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat entsandt werden können. Auf Grund der bestehenden Rechtslage können als Arbeitnehmervertreter -4- nur Angehörige des E-Werkes, des Installationsgeschäftes, des Verkaufsgeschäftes oder der Hauptverwaltung entsandt werden, nicht aber ein Vertreter der Personalvertretung des Bahnbetriebes. Die Personalvertretung des Bahnbetriebes ist nun mit der dringenden Bitte an den Vorsitzenden des Aufsichtsrates herangetreten, nach Möglichkeit dafür zu sorgen, daß auch ein Vertreter der Personalvertretung des Bahnbetriebes einen Sitz im Aufsichtsrat zugesprochen erhält. Auf Grund der durchgeführten Beratung werden nachfolgende Beschlüsse gefasst, die jedoch zu keiner Änderung der Satzungen der Montafonerbahn A.G. führen: a) Die Zahl der Aufsichtsräte soll mit 6 festgesetzt werden. Davon sollen 3 auf den Stand Montafon, einer auf das Land Vorarlberg, einer auf die Vorarlberger Illwerke A.G. und einer auf die Privataktionäre entfallen. Der Hauptversammlung ist vorzuschlagen der Personalvertretung des Bahnbetriebes die Kooptierung eines Vertreter zuzugestehen, wobei dos Vorschlagsrecht der PersonalVertretung zukommt. b) Der Stand Montafon schlägt der Hauptversammlung nachfolgend angeführte Bürgermeister zur Wahl als Aufsichtsräte vor: LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton i.M., Bürgermeister Eugen Isele aus Schruns und Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg. Berichte: Der Vorsitzende berichtet: a) über ein von der Marktgemeinde Schruns übermitteltes Schreiben bezüglich der Hauptschule Schruns, wonach ersucht wird, daß jede Gemeinde ca. 2 Vertreter für das Hauptschulbaukomitee namhaft machen soll. -5b) daß der Gemeindesteuerprüfer Oskar Lampert auf Grund eines Verkehrsunfalles noch arbeitsunfähig ist. Aller Voraussicht noch ist mit der Wiederaufnahme seiner Tätigkeit als Gemeindesteuerprüfer nicht mehr zu rechnen. Der Vorsitzende schließt um 12 Uhr die Sitzung mit dem Dank an die Anwesenden für ihre wertvolle Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19380903_SV StandMontafon 03.09.1938 24.05.2021, 13:36 [-1-] Zl. 268-1938-1/2 Stand Niederschrift aufgenommen in der Kanzlei des Marktgemeindeamtes Schruns am Samstag den 3. September 1938 unter dem Vorsitze des Standesrepräsentanten Heinrich Dajeng Mit Einladungsschreiben vom 31. August 1938 wurde auf heute vormittags 9 Uhr eine Standesvertretungssitzung anberaumt, zu welcher 8 Bürgermeister der Talgemeinden in der Eigenschaft als Standesvertreter erschienen sind. Der Vertreter der Gemeinde Stallehr hat sich entschuldigt, der Vertreter der Gemeinde Lorüns war ebenfalls nicht anwesend. Zur Erledigung liegt vor folgende Tagesordnung: 1) Fortsetzung der Besprechungen wegen Eingliederung des Montafoner Feuerversicherungsvereines in die Vorarlberger Landesfeuerversicherungsanstalt in Bregenz. 2) Mathies Dagobert/Bartholomäberg Nr. 82: Eingabe um Zuerkennung des Realholzservitutsrechtes, das wegen seinerzeitigem Verkauf eines zur Heimat gehörenden Waldes als erloschen erklärt wurde. 3) Professor Ernst Janner/St. Gallenkirch: Ansuchen um Bewilligung der Übertragung des Holzbezugsrechtes des abgebrannten Maisässhauses auf einen neuen Bauplatz auf der gleichen Liegenschaft. 4) Besprechung über die Kostendeckung aus Anlass der Aufstellung von Seuchenwachen zur Abwehr der Maul- und Klauenseuche. Der Vorsitzende eröffnet um 9.15 Uhr die Sitzung, stellt die Beschlussfähigkeit fest und leitet die Sitzung ein. Zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung werden nach durchgeführter Beratung gefasst die folgenden Beschlüsse: ad. 1.) Zu dieser Beratung ist über Einladung wieder der Direktor der Landesfeuerversicherungsanstalt in Bregenz, Herr Zumtobel erschienen. Anschliessend an die Besprechungen vom 26. August d.Js. (siehe Pkt. 3 des bezüglichen Sitzungsberichtes) wird in eingehender Weise die Art und Form des Aufgabe der Selbständigkeit des MontafonerFeuerversicherungsvereines und die Eingliederung desselben in die Vorarlberger Landesfeuerversicherungsanstalt in Bregenz besprochen. Das durch die Verordnung vom 11. Juni 1938 neu gesetzte Recht ist zwingend, die Bestrebungen der sogenannten "Talvereine" nach Erhaltung ihrer alten bisherigen Selbständigkeit ist aussichtslos. In Erkennung dieser neuen Sachlage und erfüllt von dem Bemühen, den Versicherungsnehmern im Tale Montafon wenigstens die Gewähr und die Möglichkeit zu bieten, in einer landeseigenen Versicherungsanstalt ihren Versicherungsschutz zu finden, fasst die Standesvertretung für Montafon den folgenden Beschluss in voller Einstimmigkeit: a) Die Standesvertretung für Montafon als Vorstehung des MontafonerFeuerversicherungsvereines gemäss § 9 der Satzungen genehmigt die Übertragung des gesamten Versicherungs- und Vermögensbestandes des Montafoner Feuerversicherungsvereines in Schruns an die Vorarlberger Landesfeuerversicherungsanstalt in Bregenz mit dem Stande vom 30. September 1938. - Sie ermächtigt und beauftragt den Obmann zum verbindlichen Abschluss und zur Durchführung des abzuschliessenden Übereinkommens und zur Einholung der staatlichen Genehmigung, desselben unter Berücksichtigung der etwa vom Aufsichtsamt verlangten Änderungen und Ergänzungen. - [-2-] b) Die Standesvertretung für Montafon als Vorstehung des Montafoner Feuerversicherungsvereines gemäß § 9 der Satzungen beschliesst schon heute die Eingliederung des Vereines in die Vorarlberger Landesfeuerversicherungsanstalt in Bregenz für den Fall, als das unter: a) angeführte Übereinkommen die staatliche Genehmigung erhält. Die Eingliederung tritt mit dem Zeitpunkt der staatlichen Genehmigung in Kraft. - ad 2) Punkt 2) wird zur Ermöglichung der Vornahme weiterer Erhebungen nochmals vertagt. ad. 3) Dem Professor Ernst Janner/St. Gallenkirch wird die Bewilligung erteilt, sein abgebranntes Maisässhaus auf Gampabing 20 m in süd-südwestlicher Richtung von den bisherigen Grundmauern wieder aufbauen zu dürfen. Die Mitübertragung des Holzbezugsrechtes auf den neuen Bauplatz wird genehmigt. Dadurch erlischt das Holzbezugsrecht auf dem bisherigen (dem alten) Baugrund. ad. 4) Aus Anlass des Ausbruches der Maul- und Klauenseuche auch im benachbarten Klostertal wurden zur Verhinderung der Seuchenverschleppung ins Montafontal an den Übergängen am Kristbergsattel etc. und am Taleingang bei Lorüns Seuchenwachen aufgestellt. Die Kontumazierung verschiedener Gehöfte wurde verfügt. Alle bisher getroffenen Sicherungsmassnahmen geschahen im vollen Einvernehmen mit der Bezirkshauptmannschaft Bludenz. Bezüglich der Kostendeckung für die Seuchenwachen gilt als Grundlage der Erlass der Bezirkshauptmannschaft Bludenz vom 16.8.1938 II-Zl. 1229. - Die Vorlage der Kostenrechnung dagegen werden die Talgemeinden über die Standesrepräsentanz in Schruns vornehmen. Die Bürgermeister ermächtigen den Standesrepräsentanten, unter Heranziehung des Standestierarztes alle nur irgendwie zweckmäßig scheinenden Abwehrmassnahmen zu ergreifen und versichern ihrerseits, peinlichst genau mitzuarbeiten, damit unser Tal möglichst vor dieser Viehseuche bewahrt bleibt. Gemäss § 34 Abs. 5 der Gemeindeordnung wird einvernehmlich die Tagesordnung erweitert und den folgenden Beratungsgegenständen die Dringlichkeit zuerkannt: 5.) Die Standesgebäude in Schruns sind teilweise reparaturbedürftig. a) So erfordern die Arrestlokale im Hause Nr. 27 zum Teil neue Öfen. Der Standesrepräsentant wird ermächtigt, die notwendigen Öfen aus den freiwerdenden Beständen der Marktgemeinde Schruns zu erwerben. b) Die Bedachung des Gerichtsgebäudes Hs.Nr. 9 muss erneuert werden. Der Standesrepräsentant wird beauftragt, die notwendige Neueindeckung zu veranlassen. Der Standesvertreter Bürgermeister Vonbank/Tschagguns hat den Standesrepräsentanten bei diesen Arbeiten zu unterstützen. 6) In Fortsetzung der Verhandlungen zur Vorsorge gegen Infektionskrankheiten im Zusammenhang mit den begonnenen Grossbauten in Montafon ergibt sich, entgegen der bisherigen in den Niederschriften vom 24. Juni und 8. Juli 1938 vertretenen Richtung nach Ausbau der bestehenden Spitalanlagen in Schruns nach einer Konferenz bei der Landeshauptmannschaft in Bregenz ein grundsätzlich neuer Plan. Der Vorsitzende berichtet hierüber eingehend über den neuen Plan der Erstellung eines Kreisspitales mit dem Sitze in Bludenz. Bludenz ist der gegebene Schlüsselpunkt für den bisherigen Verwaltungsbezirk Bludenz. Es liegt auch im grossen Interesse der Talschaft Montafon, dass die Stadt Bludenz als zentraler Mittelpunkt im bisherigen Verwaltungsbezirk ihre Bedeutung weiterbehält. Von diesen Überlegungen ausgehend hat sich auch der Bürgermeister von Bludenz zur Aufwendung bedeutender Geldmittel entschlossen, um in erster Linie einen Beitrag zur Lösung des dringenden Sanitätsbedarfes und eine wichtige Vorarbeit zur Schaffung eines späteren Kreisspitales in Bludenz zu leisten. [-3-] Um diesen Plan zu verwirklichen und endlich zu einen Abschluss der langen Verhandlungen zu kommen, ist es jedoch notwendig, dass neben der bereits gesicherten Mithilfe der Vorarlberger Illwerke in Bregenz auch die Gemeinden des Tales Montafon einen fördernden Gesamtbeitrag leisten. Dabei kann die Marktgemeinde Schruns aber nicht einbezogen werden, da diese Gemeinde bereits vor einem Jahrzehnt unter Aufwendung grosser Mittel sanitäre Anlagen geschaffen hat, die zum Teil modernster Art sind und der ganzen Talschaft zum Vorteile gereichen. - Der von den Montafoner Gemeinden zu leistende Beitrag beträgt Rm. 15.000.--. Nach langer und ausführlicher Beratung einigen sich die Standesvertreter zu folgendem Beschluss und erklären sich die Bürgermeister zur Leistung folgender Gemeindebeiträge bereit: a) Die Standesvertretung billigt grundsätzlich den Plan der Errichtung eines Kreisspitales in Bludenz aus den eingangs zu diesem Punkt dargelegten Gründen. b) Die Bürgermeister der folgenden Gemeinden erklären sich grundsätzlich bereit, bei Erfüllung der anschliessenden Bedingungen als Gemeindebeiträge zu leisten: die Gemeinde Gaschurn den Betrag von Rm. 4.000.-Tschagguns den Betrag von 3.500.-Vandans 2.500.-St. Gallenkirch 2.500.-Bartholomäberg 1.750.-Silbertal 750.-zusammen also von 6 Gemeinden den Betrag von Rm. 15.000.--. c) Die Haushaltslage dieser Gemeinden ist aber infolge der ganz geänderten Verhältnisse so geartet, dass sie diese Beitrage derzeit aus eigener Kraft nicht aufbringen können, sondern auf eine Bevorschussung zwecks späterer Tilgung durch Einbau in den normalen Gemeindehaushalt angewiesen sind. Es ist daher die Erfüllung der Bereitwilligkeit der Landeshauptmannschaft Bregenz, zu diesem Zwecke gewährte bezw. zugesicherte Beiträge zu bevorschussen, Voraussetzung. d) Durch die Leistung dieser Beiträge an die Spitalanlage in Bludenz haben die Gemeinden des Tales Montafon die ihnen nach dem Sanitätsgesetz obliegenden Pflichten endgültig abgedungen. e) Die Zusicherung des Bürgermeisters der Stadt Bludenz, die Bewohner des Tales Montafon bei der Benutzung der Spitalanlagen in Bludenz tarifmässig absolut gleich wie die Bewohner der Stadt Bludenz zu behandeln, muss allgemein verbindlichen Charakter erhalten. 7) Dem Antrag der Gemeinde St. Anton i.M., aus dem durch die Schlägerung eines Abrutschgebietes in dieser Gemeinde anfallenden Holz den Nutzholzbedarf der Bezugsberechtigten in dieser Gemeinde auf 3 Jahre decken zu können, wird einstimmig entsprochen. Die Durchführung dieser ausserordentlichen Massnahme wird der Gemeindeholzkommission unter Beizug des zuständigen Forstwartes übertragen. 8) Dan Antrag der Forstbetriebseinrichtung nach Durchführung einer Holzschlägerung im Ausmass von ca. 800 Festmeter im Durchforstungswege in verschiedenen Waldteilen in Gaschurn wird einstimmig Folge gegeben. 9) Der Standesrepräsentant wird ermächtigt und beauftragt, bei sich bietenden Gelegenheiten Arrondierungskäufe für den Forstfond zu tätigen. 10) Zur Ermöglichung der Wasserversorgung der Zollhausneubauten in Partenen erklärt sich die Standesvertretung bereit, gegen Leistung eines jährlichen Anerkennungszinses aus Quallen, die auf dem Grundeigentum des Forstfondes liegen, Wasser abzugeben. Nachsatz zu Punkt 1.): c) Zur Fertigung des Übereinkommens gemäss § 23 der Satzungen werden neben dem Obmann und Standesrepräsentanten ermächtigt und beauftragt die Standesvertreter und Bürgermeister August Vonbank/Tschagguns und Christian Schapler/Vandans. 11) Die Niederschrift über die Sitzung vom 26. August 1938 wird genehmigt und unterzeichnet. Ende der Sitzung um 1/2 3 Uhr nachmittags. [Unterschrift der Standesvertreter]
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19580902_SV StandMontafon 02.09.1958 24.05.2021, 13:36 -0- Stand Montafon Schruns Zl. 007/1 – 58 Schruns, am 27.8.1958 Einladung! Im Sinne § 7 der Montafoner Standesstatuten berufe ich die Mitglieder des Standesausschußes für Dienstag. den 2. Sept. 1958. 8.30 Uhr in Schruns (Verwaltungsgebäude) zu einer Standesausschußsitzung ein. Der Standesrepräsentant: Josef Keßler Tagesordnung: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 10. Juli 1958. 2. Illwerkevertrag betreffend die Rellsstraße 3. Illwerkevertrag bezüglich der 20 kv-Leitung Latschau - Golm. 4. Ansuchen des Otto Wekerle in Schruns, um: a) Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Vordertrakt des Hauses Nr. 10 auf den nicht eingeforsteten Hintertrakt, b) die Verkaufsbewilligung des Abbruchholzes vom eingeforsteten Vordertrakt des Hauses Nr. 10 und zweier Ställe. c) das für den Hausstall bezogene Servitutsholz zm Teil zur Instandsetzung des unter a) erwähnten Hintertraktes und der Rest für den Hausstall verwenden zu dürfen. 5. Ansuchen des Juen Gottfried in Bartholomäberg, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von Bp. 435 auf den an den Stall auf Bp. 431 angefügten Hausbau. 6. Ansuchen des Lorenzin Franz in St. Gallenkirch, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von Bp. 396 auf den auf Gp. 1367 erstellten Neubau. 7. Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Stall Bp. 895 auf den am Hausstall Bp. 386 angefügten Erweiterungsbau. des Stofleth Franz Josef in Schruns. 8. Jagdgesellschaft "Nova", Ansuchen um die Überlassung der Holzerhütte "Vermil" und eines Bauplatzes in der Standeswaldung "Nova" in St. Gallenkirch. -00- 9. Ansuchen der Gemeinde Silbertal, um einen Kostenbeitrag zur Instandsetzung der Straße Silbertal - Ort bis Eggatobel. 10. Güterweginteressentschaft Neuberg, Ansuchen um einen Kostenbeitrag. 11. Österreichischer Forstverein, Ansuchen un einen Kostenbeitrag. 12. Berufsschule "Jugend am Werk" in Bludenz, Ansuchen um einen Förderungsbeitrag. 13. Pfarramt Silbertal, Ansuchen um die Verkaufsbewilligung von 9.5. fm Schindelholz zur Beschaffung eines Blechdaches. 14. Wildbach- und Lawinenverbauung in Bludenz, Ansuchen um die Erlaubnis zur Eröffnung eines Steinbruches am Golmerbach mit Zufahrtsweg. 15. Ansuchen des Montafoner Gipswerkes in St. Anton, um die Stundung rückständiger Abbauentgelte. 16. Ansuchen der Marktgemeinde Schruns, um die nachträgliche Bewilligung von einen Sagstamm und einen Schimelstan für Peter Wachter in Schruns 254. 17. Holzansuchen: a) Ansuchen des Adolf Rudigier in Partenen, um die Bewilligung von ca. 15 fm Holz für Wohnhausausbau. b) Ansuchen des Stemer Hermann in St. Gallenkirch, um die käufliche Überlassung von ca. 25 fm Bauholz. c) Ansuchen des Fitsch Alois in Schruns, um die käufliche Überlassung von ca. 10 fm Abgangholz. d) Vonbank Adrian in Tschagguns, Ansuchen um einen Sagstamm. e) Fritz Otto in Vandans, Ansuchen um ca. 20 fm Bauholz. Berichte: a) Wegbau in Tschagguns "Hora" b) Ein Schreiben der Montafoner Hochjochbahn in Schruns -1- Niederschrift aufgenommen am 2. September 1958 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, unter dem Vorsitz des Herrn Standesrepräsentanten Josef Keßler. Mit Einladungsschreiben vom 27.8.1958, wurde auf heute vormittags 8.30 Uhr eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Bürgermeister des Tales Montafon in ihrer Eigenschaft als Standesvertreter, mit Ausnahme der sich entschuldigten Vertreter der Gemeinden Lorüns, Stallehr und Schruns, erschienen sind. Die Gemeinde Silbertal ist durch Gemeindevertreter Alois Werle vertreten. Der Herr Standesrepräsentant als Vorsitzender eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung der vorliegenden Tagesordnung übergegangen. Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 10. Juli 1958 wird genehmigt und gefertigt. Pkt. 2) Der von der Vorarlberger Illwerke A.G. vorgelegte Vertrag bezüglich der Grundablöse für die Rellsstraße wird in vorliegender Fassung abgelehnt. Die Standesvertretung weist darauf hin, daß durch den Bau der Rellsstraße der Montafoner Standeswaldung sehr große Schäden zugefügt wurden, die sich noch Jahre hinaus in der Holzqualität des noch vorhandenen Holzbestandes auswirken werden. Trotzt dieser schweren waldwirtschaftlichen Schäden ist die Standesvertretung bereit: a) den für die Rellsstraße erforderlichen Grund und Boden in der derzeitigen Straßenbreite (ohne Einbeziehung der berg- und talseitigen Böschungen) unentgeltlich der Vorarlberger Illwerke A.G. abzutreten, b) die Dienstbarkeit einzuräumen, daß Futtermauern, Stützmauern, und Lawinenschutzbauten soweit sie zur Erhaltung und zum Schutze der Rellsstraße unbedingt notwendig sind, jederzeit ohne irgendwelcher Entschädigung oder Ablöse auf Standesgrund erstellt werden dürfen. -2- c) Ausserdem erklärt sich die Standesvertretung mit dem etwas niedrig bemessenen, einmaligen Betrage von S 91.440.- für den Zuwachsverlust für das anläßlich des Straßenbaues auf den Gp. 996, 992/1 und 1014 geschlägerte Holz einverstanden, verlangt aber, daß die Rellsstraße: a) in einer Breite von mindestens 3 Meter, den straßenpolizeilichen Bestimmungen entsprechend, offen gehalten wird, und zwar samt den derzeit bestehenden Ausweichmöglichkeiten. b) vom Stand Montafon, Forstfond und von den Holzbezugsberechtigten zur Bringung von Holz mittels Lastkraftwagen und Traktoren, sowie von den Personenwagen der Forstverwaltung des Standes Montafon, jederzeit unentgeltlich und ohne Einholung irgendeiner Bewilligung oder Sondergenehmigung befahren werden darf. Der Absatz 3.2 auf Seite 4 des Vorvertrages Nr. 2969 hat zu entfallen. Der dem Vorvertrag eigeheftete Lageplan ist an Ort und Stelle im Beisein des die Vermessung ausführenden Beamten zu überprüfen. Pkt. 3) Der von der Vorarlberger Illwerke A.G. vorgelegte Vertrag Nr. 91.71.08 bezüglich stellenweiser Verlegung der 20 kV-Leitung Latschau - Golm wird in vorliegender Fassung genehmigt. Pkt. 4) Herrn Otto Wekerle in Schruns wird es gestattet, die bezogenen ca. 58 fm Servitutsholz die für den Neubau des Hausstalles bestimmt sind, zum Teil für den Hausstallneubau und der Rest zum Ausbau des durch die frz. Besatzung zerstörten, nichteingeforsteten Saalbaues zu verwenden. Ausserdem wird es Otto Wekerle gestattet, das Abbruchholz von HNr. 10 frei veräussern zu dürfen. Die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Hotel "Stern" (HNr. 10) auf den nicht eingeforsteten Saaltrakt wird abgelehnt, da dieses Gebäude nicht mehr der Landwirtschaft sondern in Zukunft gewerblichen Zwecken dienen wird. -3- Pkt. 5) Dem Juen Gottfried in Bartholomäberg wird das Holzbezugsrecht vom abgetragenen Wohnhaus von Bp. 435 (HNr. 227) auf das an den "unteren Stall" auf Bp. 431 angebaute Wohnhaus übertragen. Der landwirtsch. Besitz "untere Stall" mit dem angebauten Wohnhaus bildet ein selbständiges landwirtschaftliches Anwesen. Pkt. 6) Dem Ansuchen des Franz Lorenzin in St. Gallenkirch um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von Bp. 396 (Hnr. 207) auf das auf Gp. 1367 neuerstellte Wohnhaus wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das neuerstellte Wohnhaus mit einem Gesamt-Holzbedarf von 30 fm eingeforstet. Pkt. 7) Servitutsrechtübertragung Franz Stofleth wurde zwecks näherer Erhebungen bis auf weiteres vertagt. Pkt. 8) Der Jagdgesellschaft Nova in St. Gallenkirch, wird es gestattet in der Standeswaldung Nova eine Jagdhütte zu erstellen. Die Holzerhütte Vermil, bzw. deren Abbruchholz wird unentgeltlich beigestellt, desgleichen auch das weitere Holz das zum Bau notwendig ist. Jedoch wird zur Bedingung gestellt, daß die Jagdhütte alleiniges Eigentum des Stand Montafon, Forstfond bleibt. Die derzeitige Jagdgesellschaft, kann so lange sie Pächterin ist; jedoch nicht länger als 10 Jahre vom Bau der Jagdhütte an gerechnet, dieselbe kostenlos benützen. Nach diesen Termin oder anderen Pächtern des Jagdgebietes Nova wird die Jagdhütte für die Dauer der Jagdpachtperiode verpachtet. Pkt. 9) Das Ansuchen der Gemeinde Silbertal um einen Kostenbeitrag zur Instandsetzung der Straße Silbertal Ort bis Eggatobel wird bis zum Einlangen eines Kostenvoranschlages vertagt. -4- Pkt. 10) Der Güterweginteressentschaft Neuberg in St. Gallenkirch, wird ein einmaliger Baukostenzuschuß in der Höhe von 5% der veranschlagten Bausumme von S 200.000 bewilligt. Die Auszahlung erfolgt nach Vollendung des Güterweges. Pkt. 11) Dem Österreichischen Forstverein wird anläßlich seiner Tagung in Bregenz ein einmaliger Beitrag von S 1000.- gewährt. Pkt. 12) Der Berufsvorschule "Jugend am Werk" werden zum Ausbau der Schule 8 fm Nutzholz frei Ablage Silbertal kostenlos überlassen. Pkt. 13) Der Lawinen- und Wildbachverbauung in Bludenz, wird es gestattet am Golmerbach in Vandans ein Steinbruch für die Dauer der Golmerbachverbauung zu eröffnen sowie einen Zufahrtsweg zu erstellen. Pkt. 14) Dem Pfarramt Silbertal wird es gestattet, ca. 9.2 fm Schindelholz (Servitutsholz) zu verkaufen und aus dem Erlös eine Blechbedachung zur Sakristeieindeckung zu beschaffen. Pkt. 15) Herrn Arthur Breuß, Inhaber des Montafoner Gipswerkes in St. Anton, wird es gestattet die rückständigen Abbauentgelte in monatlichen Raten zu je S 5000.abzustatten. Die laufenden Abbauentgelte sind monatlich ohne Verzögerung bei der Standeskassa zur Einzahlung zu bringen. Pkt. 16) Dem Ansuchen der Marktgemeinde Schruns, um nachträgliche Bewilligung von einen Sag- und einem Schindelstamm für Peter Wachter in Schruns 254 wird stattgegeben. Da es sich um ein Versehen bei der Anmeldung handelt erfolgt die Abgabe zum einfachen Stockgeldpreis. -5- Pkt. 17) Verschiedene Holzansuchen: a) Adolf Rudigier in Partenen, können ca. 15 fm Abgangholz im Vascheviltale zur Selbstaufrüstung zugewiesen werden. b) Stemer Hermann in St. Gallenkirch, wird mit seinem Ansuchen auf die kommende Abgangholzausschreibung verwiesen. c) Fitsch Alois in Schruns, werden zum Ausbau seines Wohnhauses 7 fm Abgangholz (Dürrlinge) im Gargellental bewilligt. d) Vonbank Adrian in Tschagguns, wird ein Sagstamm zum Kaufpreise aus Abgangbeständen abgegeben. e) Fritz Otto in Vandans, wird mit seinem Ansuchen auf die kommende Forstproduktenanmeldung verwiesen. Erweiterung der Tagesordnung: Einvernehmlich wird gemäß § 34 der VGO die Tagesordnung um folgende Punkte erweitert: Pkt. 18) Der Vorarlberger Illwerke A.G. wird die Bewilligung erteilt den Golmer-Hang in Tschagguns (Standeseigentum) zu entwässern. Siehe auch Punkt 4, der Niederschrift vom 10.7.1958. Pkt. 19) Auf Grund der vorgenommenen Besichtigung wird aus Gründen der Zweckmässigkeit zwischen der Gp. 3216 (Obervalülla), Eigentum der Gemeinde Gaschurn und der Standeswaldung in Gaschurn, die Katastergrenze als die gültige Grenze anerkannt und festgelegt. Die Katastergrenze ist an der betreffenden Stelle durch den Lauf des Valüllebaches gegeben. (Siehe auch Pkt. 19 der Niederschrift vom 10.7.1958) -6- Pkt. 20) Um verschiedene finanzielle Verpflichtungen erfüllen zu können, werden vom aufgerüsteten Holz in Silbertal/Dürrwald oder von dem aus der Wasserstube (Silbertal) anfallendem Holz ca. 100 fm verkauft. Berichte: Der Vorsitzende berichtet das der Schlittweg Bitschweil - Hora fertiggestellt ist. Der Weg ist 1405 m lang und 1.60 m breit. Der Kostenaufwand betrug S 94.135.- S. Beginn der Sitzung: 9 Uhr Ende der Sitzung: nach 1 1/2 stündiger Unterbrechung während der Mittagspause, um 17 Uhr. Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
19690430_SV_016 StandMontafon 30.04.1969 24.05.2021, 13:36 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Mittwoch, den 30. April 1969, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 16. Sitzung der STANDESVERTRETUNG in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 24.4.1969, wurde auf heute 8.30 Uhr eine Sitzung der Standesvertretung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Vertreter erschienen sind: Standesrepräsentant, Bgm. P. Wachter, Gaschurn, Vorsitzender, Bürgermeister Alfons Bitschnau aus Vandans, Bürgermeister Hermann Brugger aus Silbertal, Bürgermeister Eugen Burtscher aus Stallehr, Bürgermeister Otto Ladner aus Lorüns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Vizebürgermeister Anton Lorenzin aus St. Gallenkirch, GR. Peter Bitschnau aus Tschagguns und GV. Ludwig Erhard aus Schruns. LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg hat sich wegen anderweitiger Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung nachfolgender Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 27.2.1969. 2. Vorlage der Jahresrechnung 1968. 3. Festlegung des Aufteilungsschlüssels für die Pensionszahlungen an die Wtw. Anna Ganahl, Kanzleiangestellte, Porto, Telefon usw. zwischen dem Stand Montafon und dem Forstfond Montafon im Sinne des Revisionsberichtes des Amtes der Vorarlberger Landesregierung. Berichte: Bezirksgericht Montafon - Personalfrage. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 27.2.1969, wird in vorliegender Passung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2) Die Jahresrechnung des Standes Montafon wird vom Sachbearbeiter Alfred Walch verlesen und vom Vorsitzenden zu den einzelnen Haushaltstellen erschöpfend Auskunft erteilt. Hierauf wird die Jahresrechnung vom Standesausschuß einstimmig genehmigt. [-2-] Zu Pkt. 3) Auf Empfehlung des Landesrevisionsamtes, wird der Aufteilungsschlüssel für verschiedene Ausgaben des Standes Montafon, die auch den Forstfond betreifen, wie folgt festgelegt: a) Pensionsbezug der Wtw. Anna Ganahl 10% zu Lasten des Standes Montafon - der Rest zu Lasten des Forstendes. b) Die Bezüge der Kanzleiangestellten, Ausgaben für Porto, Telefon, Strom, Heizung und sonstige nicht genau abgrenzbare Ausgaben - 8% zu Lasten des Standes Montafon und der Rest zu Lasten des Forstfondes. In diesem Zusammenhang wird beschlossen die Feuerversicherung für die Gebäude im Maisäß und der Alpe Valisera wie folgt zu erhöhen: Maisäßhütte auf ............. S 250.000.— Maisäßstall auf ............. S 200.000.— Alphütte mit angebauten Stall und Jagdhütte ................ S 500.000.— Bericht: Der Vorsitzende bringt ein Schreiben des Herrn Landesgerichtspräsidenten Dr. Bruno Wechner zur Kenntnis, in dem für die Bemühungen in Belangen des Bezirksgerichtes Montagen gedankt wird. Gleichzeitig wird aber mitgeteilt, daß sich die Personalfrage beim Bezirksgericht für Montafon wegen Kündigung durch die VB. Elisabeth Rudigier und Wehrdienstableistung des VB. Graß, wesentlich verschärft hat. Ende der Sitzung: 9.25 Uhr. Der Schriftführer: Der Standesausschuß:
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
816 Treffer

Kategorie


Anmelden

Copyright

Vorarlberger Gemeindedokumentation,
Markus Kuhn

Zuletzt geändert




Kontakt

Holzriedstraße 33, TOP A1_4
A-6960 Wolfurt

+43 0 557 46 48 90