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18821031_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungsprotokoll Über die Standesausschußsitzung vom 31. Oktober 1882. ____________________________________________________________ Aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ____________________________________________________________ Gewärtige: Die gefertigten Standesausschüsse. ____________________________________________________________ Über Vorrufung und Einladung des Standesrepräsentanten haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse zur bestimmten Stunde an an Ort und Stelle hier versammelt, der Vorsitzende eröffnete die Sitzung, und setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Gemäß Zuschrift der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vom 21 Oktober 1882 Nr. 6017 hat der Standesausschuß 2 Schätzmänner aus den Gemeindevorstehern [-2-] des hiesigen Gerichtsbezirkes zu wählen auf 3 Jahre, als Schätzmänner zur Gründung und Erhaltung der Thierseuchentfonden. 2. Die Abverlesung des Gutachtens des Standesausschusses in Angelegenheit der Servitut-Ablöse oder Regulierung der Gemeindebürger von Silberthal, Andreas Fritz, Ferdinand Vallaster, Jodok Galehr und Alois Loretz. 3. Der Standesausschuß hat einen Beschluß zu fassen, ob die Fischerei in Montafon gemeindeweise verpachtet werden solle, oder der ganze Gerichtsbezirk. 4. Josef Wachter von Vandans sucht an, der Standesausschuß wolle ihm den Schadenersatz von 6 fl nachsehen, indem er glaubt er sei unschuldig als Forstfrevler bestraft worden. Nach längerer Beratung wurde hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Als Schätzmänner dieses Gerichtsbezirkes zur Gründung und Erhaltung der Thierseuchenfonde für Vorarlberg wurden die Herren Vorsteher Johann Josef Würbel von Bartholomäberg und Andräs Engstler von Lorüns einstimmig gewählt. ad 2. In Angelegenheit der Servituts-Ablöse [-3-] oder Regulierungs-Verhandlung mit den Gemeindebürgern von Silberthal Andräas Fritz, Ferdinand Vallaster, Jakob Galehr und Alois Loretz, auch ihre Anträge gegen den Stand Montafon nicht einzugehen, indem dieselben nur zum Nachtheile des Standes Montafon wären. ad 3. Die Fischerei hier in Montafon soll nicht Gemeindeweise, sondern der ganze Gerichtsbezirk verpachtet werden, und der jährliche Erlös in die Standeskasse fließen. ad 4. Dem Josef Wachter von Vandans soll der ausgesprochene Schadenersatz an den Stand Montafon von Sommer 1882 im Betrage von 6 fl nachgesehen werden. Ferner wurde über Ansuchen des Josef Fitsch Handelsmann in Schruns, demselben von dem Gemüsegarten der k.k. Amtsdienerswohnung hier- Quadratmeter Boden verkauft, den Quadratmeter für 5 fl österreichischer Währung, mit der Bedingung [-4-] daß Käufer Josef Fitsch den Zaun auf der unteren Seite dieses vorbeschriebenen Gartens für alle Zukunft im guten Zustande machen und erhalten muß. Zur Bestätigung dessen folgen die allseitigen Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
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18820324_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungsprotokoll Über die Standesausschußsitzung vom 24. März 1882. ____________________________________________________________ Aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ____________________________________________________________ Gewärtige: Die gefertigten Standesausschüsse. ____________________________________________________________ Über Vorrufung und Einladung des Standesrepräsentanten haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse zur bestimmten Stunde an an Ort und Stelle hier versammelt, der Vorsitzende eröffnete die Sitzung, und setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Ein Dekret der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vom 1. Feber 1882 Nr. 824, betreffend den Waldaufseher [-2-] Ganahl am Bartholomäberg. 2. Ein Dekret der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vom 11. Februar 1882 Nr. 1086, betreffend die Errichtung eines Statuts in Bezug auf die Holzabgabe aus den Standeswaldungen. 3. Zwei eingelangte Rechnungen, bezüglich der Kaiserreise vom Sommer 1887 von den Gemeinden Lorüns und Stalehr. 4. Der Sachwalter von Gargellen hat angesucht, der Standesausschuß wolle von den Eintrittsgebühren in die montafonische Feuerversicherungsanstalt den dortigen Pfründe-Gebäuden, etwas nachsehen. 5. Die Waldung auf der Stelle im Parthenen wird theilweise von Kristian Maklott von SChruns, und von der Vertretung des Standes Montafon angesprochen, als Eigenthum, was hat hier zu geschehen, soll der Prozeß mit Kristian Maklott von Seite des Standes durchgeführt werden? Hierüber wurden nach längerer Beratung folgende Beschlüsse gefaßt: ad 1. Dem Forstwart Ganahl von Bartholomäberg wird für seine Oberaufsicht in den Standeswäldern zu Silberthal an seinem Jahresgehalt 10 fl aufgebessert, und dem Robert Mugg Waldaufseher soll der Jahresgehalt von 200 fl auf 220 fl erhöht werden. [-3-] ad 2. Ein Statut zur Regelung des Holzbezuges aus Standeswaldungen, wurde entworfen bei der diesjährigen Forsttagssitzung am 13: März 1882. ad 3. Die Gemeinden Lorüns und Stalehr werden mit ihren Rechnungen, hinsichtlich der Kaiserreise, abgewiesen. ad 4. Der Sachwalter von Gargellen soll mit seinem Ansuchen auch abgewiesen werden. ad 5. Bei der streitigen Waldung mit Kristian Maklott von Schruns, soll vorerst ein gütlicher Vergleich angestrengt werden; sollte dieser nicht zu Stande kommen, so soll von Seite des Standes mit Kristian Maklott der Prozeß durchgeführt werden. Punkt 6. Den Gesuchstellern von Gortniel soll ihr Schadenersatz wegen ihrem gefreveltem Holz von 90 fl auf 40 fl herabgesetzt werden. " 6 Der Dorfschaft Schruns soll zur Anschaffung einer neuen Feuerspritze der 3te Teil Kosten aus der Brandassekuranz-Kasse bezahlt werden. Zur Bestätigung dessen folgen die allseitigen Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
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18810711_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungsprotokoll _________________ über die Standesausschußsitzung vom 11. Juli 1881 Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 21. Oktober 1876 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ____________________________________________________________ Gewärtige: Die gefertigten Standesausschüsse. ____________________________________________________________ Zu folge Einberufung des Standesrepräsentanten haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse zu einer Standesausschußsitzung versammelt. Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung, und setzte auf die Tagesordnung folgende Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämmtlichen Standesausschußmitglieder mittelst Currenda vom 9. September 1878 veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standesausschüsse am bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Die Standes-Brandassekuranz und Forstfondsrechnungen werden dem Standesausschusse zur Prüfung vorgelegt. 2. Herrn Schwarzhans von Bartholomäberg stellt das Ansuchen, der Standesausschuß möchte ihm die Bewilligung ertheilen, zu seinem Maiensäße in Vergalden im Gargellenthale einen neuen Stall zu erbauen, und ihm hiezu das nöthige Holz aus der dortigen Standeswaldung bewilligen. 3. Von dem Schützenjahrtage, alljährlich am Montag vor Magdalena Tag, sollten über Ansuchen des Generalvikariats in Feldkirch, die 5 fl Zins, welche die Schützen bekommen zum ausschießen an diesem Tage, der Pfarrkirche in Tschagguns für Abhaltung des Gottesdienstes und Predigt, überlassen werden von der Standesvertretung. 4. Die Gemeinde Vandans sucht an, es wolle ihr aus der Standeskasse ein Beitrag bewilligt werden, zur Anschaffung einer neuen Feuerspritze. 5. Die Gemeinde Bartholomäberg sucht an um einen Beitrag von 130 fl aus der Standeskasse zur Herstellung eines Waldweges in der dortigen Standeswaldung. 6. Der Herrr Bezirksrichter von hier wünscht, es möchte im Gerichtsgebäude ein kleines [-3-] Schlafzimmer für seine Kinder ausgetäfelt werden, wenigstens die vier Wände, indem dasselbe sehr fecht sei. 7. Ignaz Ganahl von Tschagguns, Johann Anton Bott von Silbertal, Peter Lorenz Bittschnau am Bartholomäberg, Thomas Berthold Kurzemann und Ignaz Battlogg beide avon St. Anton, sind nachstehende Forstschädenersätze an die Standeskasse schuldig als: 21 fl, 18 fl 33 Kr, 23 fl, 4 fl und 5 fl 40 Kr; diese Betreffenden stellen an den Standesausschuß die Bitte, derselbe wolle ihnen diese Beträge nachsehen, oder wenn dies niicht sein könne, wenigstens vermindern, herabsetzen. Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Die Standes-Brandassekuranz und Forstfondsrechnung wurden revidiert und als richtig befunden. ad 2. Herr Schwarzhans von Bartholomäber ist mit seinem Ansuchen abzuweisen. ad 3. Dem Schützenjahrtage oder der Pfarrkirche in Tschagguns sollen die 5 fl Zins, welche die Schützen zum Ausschießen bezogen haben, fernerhin überlassen werden für Abhaltung des Gottesdienstes mit Predigt an diesem bestimmten Tage. ad 4. Der Gemeinde Vandans soll zur Anschaffung [-4-] einer neuen Feuerspritze 200 fl aus der Standeskasse bezahlt werden. ad 5. Zur Herstellung eines Waldweges in der Standeswaldung zu Bartholomäberg hat die Standeskasse 130 fl auszuzahlen. ad 6. Im Gerichtsgebäude dahier soll auf Verlangen des Herrn Bezirksrichters 1 kleines Schlafzimmer ausgetäfelt werden. ad 7. Die Forstschadenersätze sollen mit Ausnahme des Betrages des Ignaz Battlogg, an die Forstkasse bezahlt werden. Zur Bestätigung folgen die Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
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18791023_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Standesausschuß-Sitzungsprotokoll _________________________________ Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 23. Oktober 1879 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ____________________________________________________________ Gewärtige: Die gefertigten Standesausschüsse. ____________________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämmtlichen Standesausschußmitglieder mittelst Currenda vom 16. Oktober 1879 veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standesausschüsse am bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Für den am 24. Mai 1879 gewählten Standeskassier Herrn Franz Josef Maklott von Schruns, muß eine Neuwahl vorgenommen werden, indem obiger Maklott dieses Amt nicht angenommen hat. [-2-] 2. Über Ansuchen des Standesrepräsentanten sind in der Standeswaldung Itons zu Bartholomäberg 344 Stäme abgäng[ig]es, liegendes und ausgewachsenes Holz ausgezeigt worden; wie soll nun dieses Holzquantum verwerthet werden? 3. Was hat hinsichtlich der Abmarkung der Standeswaldungen von den Gemeinenatzungen zu geschehen? Hierüber wurden nach längerer Beratung folgende Beschlüsse gefaßt: ad 1. Johann Josef Bittschnau von Schruns wurde einstimmig als Standeskassier gewählt. ad 2. Das ausgezeigte Holz in der Standeswaldung Itons soll partheienweise wie es tauglich ist auf ein St[?] nach vorhergegangener Ausschreibung öffentlich versteigert werden in der Gemeinde Schruns. ad 3. Die Abmarkung der Standeswaldungen von den Gemeinenatzungen soll nächstes Frühjahr beginnen, und das Resultat von Zeit zu Zeit dem Standesausschuße vorgelegt werden. ad 4. Dem Waldaufseher von Bartholomäberg solle 20 fl an seinem Jahresgehalt [-3-] aufgebessert werden. Zur Bestätigung dessen folgen die allseitigen Unterschriften:
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18790524_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungsprotokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 24. Mai 1876 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ____________________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämmtlichen Standesausschußmitglieder mittelst Currenda vom 13. Mai 1879 veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standesausschüsse am bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Die Standesrechnungen für die Jahre 1877 und 1878 sind vom hl. Standeskassier Theodor Durig verfaßt und liegen hier zu jedermanns Einsicht auf und sollen vom Standesausschusse geprüft und richtig gestellt werden. 2. Der Herr Standeskassier Theodor Durig hat sein Amt als Standeskassier niedergelegt [-2-] es muß daher für denselben ein anderer Standeskassier von dem versammelten Standesausschusse gewählt werden. 3. Laut Zustellung vom 3. April 1879 hat der Herr Baron von Sternbach dem Stande Montafon ein Kapital gekündet von pr. 4699 fl. 20 Kr.; wie soll dies bezahlt werden? 4. Zur größeren Sicherheit und Wahrung der in Montafon bestehenden Feuerversicherungsanstalt stellt der gefertigte Standesausschuße den Antrag, es wolle in allen Gemeinden Montafons kleine Feuerspritzen angeschafft und Leute dazu bestellt werden. Hierüber wurden folgende Beschlüsse gefaßt: ad 1. Die Standesrechnungen für die Jahre 1877 und 1878 wurden vom versammelten Standesausschusse revidiert, und als richtig befunden. ad 2. An die Stelle des ausgetretenen Standeskassier Herrn Theodor Durig wurde nach längerer Beratung einstimmig Herr Franz Josef Maklott von Schruns auf 3 Jahre gewählt für den Stand Montafon. [-3-] ad 3. Das aufgekündete Kapital von Herrn Baron von Sternbach pr. 4699 fl. 20 Kr. wolle einstweilen vom Stand Montafon aus dem Brandassekuranz-Vermögen geborgt und zu 5% verzinst werden und nach Thunlichkeit wieder an die Brandassekuranzanstalt für Montafon zurückbezahlt werden. ad 4. Wurde beschlossen, daß vorderhand probeweise jede Gemeinde Montafons eine Tragspritze anzuschaffen habe. Zur Bestätigung folgen die allseitigen Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
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18780913_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungsprotokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 13. September 1878 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer von Schruns ____________________________________________________________ Gewärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon ____________________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämmtlichen Standesausschußmitglieder mittelst Currenda vom 9. September 1878 veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standesausschüsse am bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ Zu der Standesausschußsitzung am 21. Oktober 1876 wurden die [-2-] Herren Kristian Ganahl Altvorsteher von Vandans und Franz Josef Keßler Altvorsteher von Bartholomäberg bestimmt, die Abmarkungen der Standeswaldung von der Privatwaldung vorzunehmen; haben aber gleichzeitig während dieser Zeit nie eine Gelegenheit gefunden um den Anfang zu machen. Im Laufe dieser Woche haben dieselben mir ganz abgesagt, indem sie hiezu keine Zeit finden. Nun hat der Standesausschuß in Folge dessen zwei andere Männer zu bestimmen, welche diese Arbeit in die Hand nehmen und der Vollendung ehestens zuführen. II. In der Standeswaldung Itons in der Gemeinde Bartholomäberg ist viel ausgewachsenes und abgäng[ig]es Holz, welches zu Grunde geht und nach Montafon nicht bringbar ist, was soll nun mit diesem Holz in der Waldung Itons geschehen? Hierüber wurden nach längerer Berathung folgende Beschlüsse gefaßt, als: [-3-] ad I. Für die Abmarkung der Standeswaldung von den Privatwäldern wurden zu dem Altvorsteher Ignaz Battlogg von St. Anton, Franz Sander[?] Gemeindeausschuß von Schruns und Waldaufseher Wittwer vn St. Gallenkirch vom versammelten Standesausschusse gewählt. ad 2. Das abgäng[ig]e ausgewachsene Holz in der Alpe Itons Standeswaldung dort soll im Versteigerungswege pro Klafter veräußert werden. Zur Bestätigung dessen folgen die allseitigen Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
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18770614_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungsprotokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 14. Juni 1877 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ____________________________________________________________ Gewärtige: Die gefertigten Standesausschüsse. ____________________________________________________________ Zu folge Einberufung von 4. Juni d. Js. des Standesrepräsentanten haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse hier versammelt, der Vorsitzende eröffnete die Sitzung, und setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Was für eine Äußerung soll der Standesausschuß abgeben beim hohen Landesausschuß, hinsichtlich der Concurrenzstraße Bludenz-Montafon, auf dem Gemeindegebiet St. Anton? 2. Der Stockgeldtarif ist nun verbessert und erhöht worden, soll derselbe so beibehalten und um die Genehmigung der Oberbehörde angesucht werden? -2- 3. In der Gemeinde Vandans wären ein Stück Waldboden zum verkaufen von einem Privaten, soll derselbe für den Stand Montafon angekauft werden? 4. Hier in Schruns zunächst beim Dorf besteht eine Wasserleitung durch das Mühletobel heraus, woher einige Güter das Bewässerungsrecht haben; nun ist diese Wasserleitung zerfallen, und braucht um dieselbe wieder gehörig herzustellen einen Kostenaufwand von circa 1000 fl; hiezu sollte nun die montafonische Feuerversicherungsanstalt einen Beitrag leisten, da dieses Wasser im Falle eines Brandes im oberen Theile der Dorfschaft sehr nothwendig, ja man darf sagen fast unersetzlich ist. 5. Was soll hinsichtlich der Verlagerung des Schrunserherbstviehmarktes geschehen? Soll derselbe in der alten Zeit belassen oder soll eine Gegenäußerung eingebracht werden? Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Über die Konkurrenzstraße Bludenz - Montafon bei St. Anton soll einstweilen keine Äußerung abgegeben -3- indem einigen Mitgliedern des versammelten Standesausschusses die Sachlage zu unbekannt ist. ad 2. Der von Forstadjunkt Müller in Bludenz neu angefertigte Stockgeldtarif für die Standeswaldungen in Montafon wurde in der I. und II. Classe ohne Abänderung angenommen, in der dritten Classe soll aber beim Bau-, Schnitt- und Sägholz der Stamm um 30 Kreuzer herabgesetzt werden. ad 3. Das Stück Waldboden in Vandans soll ehe es vom Stande angekauft wird, von den Gemeindevorstehern in Tschagguns und Bartholomäberg an Ort und Stelle bei der nächsten Standesausschußsitzung Auskunft hierüber erstatten können. ad 4. Über den Beitrag der montafonischen Feuerversicherungsanstalt zu der Reparatur der Wasserleitung hier im Mühletobel, wollen die Gemeindevorsteher mit ihren Gemeindeausschüssen hierüber reden, und dann das Resultat dem Standesrepräsentanten mittheilen schriftlich. ad 5. Hinsichtlich der Verlegung des Schrunsermarktes auf einen anderen Tag soll von dessen Ansuchen abgegangen, - 4 - und die alten oder bisherigen Markttage nämlich den 21. und 22. September beizubehalten. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
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18770124_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungsprotokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer zu Schruns ____________________________________________________________ Gewärtige: Die gefertigten Standesausschüsse. ____________________________________________________________ Zu folge Currende vom 24. Janner d. Js. des Standesrepräsentanten haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse hier versammelt, der Vorsitzende eröffnete die Sitzung und setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Von der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz erging schon am 4. September 1876, dann am 12. Jänner 1877 die erste Weisung an den Standesausschuß von Montafon, daß ein besserer Waldschutz für die montafonischen Standeswaldungen bestellt werde, in dieser Richtung hat nun der versammelte [-2-] Standesausschuß Anträge zu stellen und Beschlüsse zu fassen. Der versammelte Standesausschuß hat nun in der heutigen Sitzung folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Der Standesausschuß ist der Ansicht, es solle nicht nur in jeder einzelnen Gemeinde ein Waldaufseher aufgestellt, sondern in den Gemeinden St. Gallenkirch und Tschagguns sollen in jeder Gemeinde zwei Waldaufseher bestellt werden; in den Gemeinden Schruns und Silbertal sollen in jeder Gemeinde je ein Waldaufseher angestellt werden, die Waldungen in beiden Gemeinden sollen bestmöglich gleichmäßig zu ihrer Aufsicht vertheilt werden. Die Waldaufsehergehalte wurden folgendermaßen bestimmt: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Für für für für für den der die Gemeinde Gaschurn 120 fl die Gemeinde St. Gallenkirch für jeden Waldaufseher 90 fl die Gemeinde Tschagguns für jeden einzell 60 fl die Gemeinde Schruns 150 fl die Gemeinde Silbertal 150 fl Gemeinden Bartholomäberg und St. Anton 105 fl Gemeinde Vandans 105 fl. Zur Bestätigung folgen die Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
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18761021_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungsprotokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 21. Oktober 1876 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ____________________________________________________________ Gewärtige: Die gefertigten Standesausschüsse. ____________________________________________________________ Zu folge Einberufung des Standesrepräsentanten haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse zu einer Standesausschußsitzung versammelt. Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung, und setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Der hohe Landesausschuß hat gemäß Zuschrift vom 13. September 1876 den Wunsch ausgesprochen, es möchte für ganz Montafon eine Armenanstalt errichtet werden von sämmtlichen Gemeinden; oder es müsse einzeln die Armenversorgung verbessert werden; was für eine Ansicht hat nun der Standesausschuß? 2. Die Alpe Gafluna zu Silbertal hat die alten Viehställe dort niedergerissen und einen großen neuen Viehstall gebaut ohne Bewilligung, nun benöthigen sie noch [-2-] circa 15 bis 20 Schindelstämme, sollen dieselben ihnen bewilligt werden? 3. Die Abmarkung der Standeswaldungen vom Privateigenthum soll über Auftrag des k.k. Forstinspektors vom Innsbruck im nächsten Frühjahr vorgenommen werden, wer wird von Seite des Standes Montafon hiezu bevollmächtigt? 4. Nach Auftrag des obigen k.k. Forstinspektors sollen die Waldaufseher in Montafon vermindert, und dagegen die Jahresgehalte auf 300 bis 400 fl erhöht werden, damit derselbe sich täglich dem Waldaufseherdienste sich wiedmen muß, um dadurch eine bessere Waldaufsicht zu erzielen, was soll nun geschehen? 5. Ferner wurde von obgenanntem Fachinspektor der Standesvertretung von Montafon aufgetragen die Ziegen nach Vorschrift des Forstgesetzes in den kommenden 3 Jahren zu vermindern. Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Für ein allgemeines Armenhaus für das Montafon sind die größeren Gemeinden nicht einverstanden, sondern sie beabsichtigen jede Gemeinde für sich die Armen zu versorgen. ad 2. Den Alpinteressenten der Alpe Gaflunen soll das nöthige Schindelholz zu ihrem neuen Viehstall für das übliche Stockgeld ausgezeigt werden. [-3-] ad 3 Die Abmarkung der Standeswaldungen vom Privateigenthum im Montafon soll das kommende Frühjahr 1877 geschehen; hiezu werden als Standesbevollmächtigter bestimmt: 1. Ignaz Battlogg von St. Anton 2. Franz Josef Keßler Altvorsteher von Bartholomäberg und 3. Kristian Ganahl Altvorsteher von Vandans. ad 4. Der Standesausschüß ist der Ansicht, daß die bisherigen Waldaufseher nach ihrer Anzahl besser zum Schutze des Standeswaldes dienen, als wenn dieselben vermindert würden; ferner faßt der Standesausschuß den Beschluß, daß die Standeswaldungen unter die einzelnen Gemeinden sollen aufgetheilt werden. ad 5. Die Ziegen sollen in Montafon zur Schonung der Wälder einstweilen bei den größeren Viehbesitzern entweder bedeutend vermindert oder ganz abgeschaffen werden, so weit es thunlich ist. Nachträglich wird zum Punkt 1. beschlossen, es solle für ein allgemeines oder doch für die meisten Gemeinden ein Entwurf und Kostenvoranschlag zu einem Armenhause ein Plan und Kostenvoranschlag errichtet und dem Standesausschuß wieder vorgelegt werden. Zur Bestätigung folgen die Unterschriften von den versammelten Standesausschüssen. [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
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18751020_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Standesausschuß-Sitzungs-Protokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 20. Oktober 1873 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemmer in Schruns ___________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämtlichen Standesausschußmitglieder mittelst Currenda vom 15. Oktober d. Js. veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standes-Ausschüsse um bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Der Thierarzt Anton Fitz von Tschagguns stellt an die Standesvertretung von Montafon das neuerliche Ansuchen, er möchte als Bezirksthierarzt von Montafon mit einem jährlichen Wartgeld von 500 fl angestellt werden. 2. Soll wegen dem Schrunsermarkt [-2-] wegen Verlegung desselben noch weitere Schritte gemacht werden? Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Dem Thierarzt Anton Fitz von Tschagguns soll für das Wartgeld von 500 fl nicht angestellt werden; es habe beim früheren Beschluß zu bleiben. ad 2. Wegen Verlegung des Schrunsermarktes auf den 18. September jeden Jahres sollen neuerliche Schritte gemacht werden. Ferner wurde beschlossen der Stand Montafon solle ein Armenhaus erbauen für den Bezirk Montafon; hiezu sollen die Gründe von der Gemeinde Tschagguns /: Fitzhof:[?]/ und das von Kaspar Bahl dort angekauft werden; vorerst habe aber jeder Gemeindevorsteher in jeder Gemeinde den Gemeindeausschuß zu vernehmen, ob die Gemeinde geneigt sei, von ihrem Armenvermögen so viel dem Stand zu überlassen, als ihr Betreffnis gibt, nach der Seelenzahl. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]
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18750306_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungs-Protokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 6. März 1875 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemmer. ___________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämtlichen Standesausschußmitglieder mittelst Currenda vom 19. Februar d. Js. veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standes-Ausschüsse um bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Wird der neue Stockgeldtarif, welcher an alle Gemeinden zur Prüfung vom gefertigten Standesrepräsentanten hinausgesendet wurde, angenommen, verbessert oder ganz verworfen? 2. Der Standesarzt Med. Doktor Josef Huber verlangt vom Bezirke Montafon die Erhöhung des Wartgeldes für ihn als Standesarzt und zwar wenigstens bis zu 200 fl jährlich, was hat zu geschehen? [-2-] 3. Sollen die auf den Standeswaldungen bestehenden Weide- und Forstservituten, welche den Bestimmungen des kaisl. Patentes vom 5. Juli 1853 unterliegen, bei den Grundlasten, Ablösungs- und Regulierungs-Landeskommission angemeldet werden oder nicht? Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Der neue Stockgeld-Tarif für die montafonischen Standeswaldungen vom Jahre 1875 soll wie er vom k.k. Forstadjunkten erstellt vorligt eingeführt werden. ad 2. Dem Standesarzt Josef Huber soll das Wartegeld von 140 fl auf 170 fl erhöht werden. ad 3. Die auf den Standeswaldungen lastenden Weide- und Forstservituten in Montafon sollen vorderhand nicht angemeldet werden. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]
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18740914_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungs-Protokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 11. August 1873 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemmer in Schruns ___________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämtlichen Standesausschußmitglieder mittelst Currenda vom 7. d. Mts. veranlaßt und nachdem sich die gefertigten Standesausschüsse am bestimmten Tage versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Die Standesvertretung von Montafon wurde unterem 15. August d. Js. vom k.k. Forstkommissär in Bregenz durch die k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz aufgefordert die Waldaufsehergehalte in Montafon auf folgende Jahresgehalte zu erhöhen, als: [-2-] dem Waldaufseher zu Gaschurn 108 fl., St. Gallenkirch 134 fl., Tschagguns 134 fl, Schruns 94 fl, Vandans 94 fl, Silbertal 134 fl und Bartholomäberg auf 85 fl, was soll nun geschehen? 2. Dem k.k. Forstadjunkt in Bludenz hat einen neuen Stockgeldtarif für die Standeswaldungen in Montafon ausgearbeitet und wird nun heute der Standesvertretung zur Einsicht und Prüfung vorgelegt. 3. Die Interessenten der Alpe Rong im Gargellenthale mit Ausnahme des Kristian Vallaster von Bartholomäberg sind gesonnen ihren Stadel in obiger Alpe auf eine andere Stelle dort zu verlegen, wird nun hierüber von der Standesvertretung keine Einwendung erhoben? 4. Die Alpinteressenten der Alpe Gaflunen Gemeindegebiet Silbertal möchten neuerlich ein Ansuchen an die k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz wegen Beziehung von Brennholz zu einem Stallbau in der Alpe Gatleuen zu Silberthal aus den dortigen Standeswaldungen; der Standesausschuß wolle sich über dies neuerliche Ansuchen äußern. [-3-] 5. Die Gemeindevertretungen von ganz Montafon sind mit der Aufteilung der Standeswaldungen unter die einzelnen Gemeinden einverstanden und haben auch verschiedene Mitglieder zu dieser Arbeit bestimmt; die Standesvertretung wolle nun die endgültige Commission zu dieser Standeswaldung-Vertheilung wählen und bestimmen. Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Die Waldaufsehergehalte sollen nicht aufgebessert werden, indem der Standesausschuß der Ansicht ist, es werde durch diese Aufbesserung die Waldaufsicht nicht verbessert. ad 2. Der ausgearbeitete Stockgeldtarif des k.k. Forstadjunkten solle vorerst den Gemeindevertretungen vorgelegt und begutachtet werden. ad 3. Gegen die Verlegung des Stadels in der Alpe Rong im Gargellental wird von Seite des Standes nichts eingewendet, sondern begutachtet. ad 4. Über das neuerliche Ansuchen der Alpinteressenten der Alpe Gaflunen äußerst sich die Standesvertretung dahin, daß den Alpinteressenten der Alpe Gaflunen das nöthige Bauholz [-4-] zu den vorhandenen, guten Gebäulichkeiten durchaus nicht verweigern, sondern zu jederzeit bewillige und auch zu einem kleinern neuen Viehstalle, soweit es die Alpwirthschaft dort erfordert, zu den alten Gebäulichkeiten, auch noch bewilligen wird, nur zu einer solchen Holzverschwendung, wie das beabsichtigte Ansuchen darstellt, wird der Standesausschuß nie seine Zustimmung geben. ad 5. Die Standesvertretung wolle sich um einen technischen Beamten umsehen, welcher vorderhand einen Theilungsentwurf der Standeswaldungen in Montafon ausarbeitet, und dem Standesausschuß vorzulegen hat. Zur Bestätigung folgen die Unterschriften [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]
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18740728_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungs-Protokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 11. August 1873 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemmer in Schruns ___________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämtlichen Standesausschußmitglieder mittelst Currenda vom 23. Juli 1874 veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standes-Ausschüsse um bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Die Feuerwehr von Schruns stellt an den löblichen Standesausschuß von Montafon das Ansuchen, es wolle derselben zur Anschaffung von Requisiten zum zum Feuerlöschen einen Beitrag von 200 fl aus dem Brandassekuranzfonde ausbezahlt werden. 2. Der Waldaufseher von Silbertal fordert [-2-] vom Standesausschusse Gehaltsaufbesserung, indem er um den jetzigen Gehalt diesen Dienst nicht mehr länger fleißig besorgen könne. 3. Die Interessenten von der Alpe Gaflunen zu Silbertal stellen an den Standesausschuß wiederholt das Ansuchen, es wolle ihnen bewilligt werden, in obige Alpe Gaflunen einen Viehstall ganz von Holz aus Standeswaldungen erbauen zu dürfen, mit Ausnahme des Stallbodens, denselben wollen sie mit Steinplatten herstellen. 4. Über die Holzangelegenheit des Georg Salzgeber und Gottlieb Liepert von Tschagguns wolle der Standesausschuß entscheiden. 5. Sollen die Standeswaldungen in Montafon unter die betreffenden Gemeinden aufgeteilt, und wem soll dieses Geschäft, im Falle der Aufteilung übertragen werden? 6. Die Gemeindeparzelle Gampleaschg[?] zu Schruns benötigt unumgänglich einen Waldweg, damit dieselbe mit ihrem Brenn- und Schindelholz noch herkommen können, sie stellen daher an den löblichen Standesausschuß von Montafon die Bitte, derselbe wolle ihnen 200 fl aus der Standeskasse beitragen. 7. Soll nicht eine Thierarztstelle mit dem Sitze in Schruns und mit einem [-3-] Wartgeld von 300 fl ausgeschrieben und aus der Standeskasse bezahlt werden? Hierüber wurde folgendes beschlossen: _____________________________________ ad 1. Der freiwilligen Feuerwehr in Schruns sind die angesuchten 200 fl aus dem Brandassekuranzfonde auszuzahlen. ad 2. Dem Waldaufseher Lorenz Fleisch von Silbertal ist sein Waldaufsehergehalt um 15 fl zu verbessern. ad 3. Dem Interessenten der Alpe Gaflunen zu Silbertal sei zu bedeuten, daß diese fraglichen Stallbauten dort vorerst noch den Herren Gemeindevorsteher Johann Joseph Bittschnau von Tschagguns, Schappler von Vandans und Bertold Kurzemann von St. Anton zu untersuchen sei, ob sie nicht in der Lage sind, diesen Stall aus Steinen zu erbauen. ad 4. Die Streitsache zwischen Georg Salzgeber und Gottlieb Liepert von Tschagguns soll im Vergleichswege abgethan werden. ad 5. Wegen Theilung der Standeswaldungen in Montafon sollen vorerst die sämtlichen Gemeindevertretungen, welche an diesen Waldungen beteiligt sind, gehört werden, und im Falle dieselben auf Theilung [-4-] derselben dringen, wollen sie auch den Wunsch aussprechen, wem dieses Geschäft der Theilung übertragen werden soll. ad 6. Der Gemeindeparzelle Gampleschg[?] zu Schruns wird zu einem Waldwege dort aus der Standeskasse als freiwilliger Beitrag 200 fl bewilligt. ad 7. Für den Bezirk Montafon soll eine Thierarztstelle mit einem Wartgelde von 300 fl, jährlich aus der Standeskasse zu bezahlen, ehestens ausgeschrieben und besetzt werden. Seinen ständigen Sitz soll er in Schruns im Mittelpunkte haben. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]
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18730811_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungs-Protokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 11. August 1873 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemmer in Schruns ___________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämtlichen Standesausschußmitglieder mittelst Currenda vom 7. August 1873 veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standes-Ausschüsse um bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände ___________ 1. Der Abdecker Kristian Juen von Schruns ist mit seinem Jahresgehalt zu 200 fl. als Abdecker für den Bezirk Montafon nicht mehr zufrieden, indem er einwendet, er könne mit diesem kleinen Gehalt für diese große Arbeit, welche [-2-] ihn bereits das ganze Jahr in Anspruch nehme, nicht mehr bestehen, er fordere für das Jahr 1873 und für künftig einen Jahresgehalt von 300 fl. österreichischer Währung, mit der Bedingung, daß jede Parthei, welcher ein Stück Vieh verendet, dieselbe hiefür gesetzlich vorgeschriebene Grube selbst zu machen habe, damit er dann das Aas hineinthun und verscharren könne nach seiner Instruktion. 2. Der Standesrepräsentant hat aus ganz verläßlicher Quelle vernommen, daß in der Gemeinde St. Gallenkirch auch jene Holzlose aus der Standeswaldung bekommen, welche Eigentumswaldungen besitzen, und auch noch an solche, welche sogar ihre Eigentumswaldungen verkaufen, was soll hier geschehen? 3. Peter Mathies Metzger zu Schruns hat das Grundstück hier, das sogenannte Marktfeld in sein Eigentum durch Kauf gebracht, er möchte nun von diesem Grundstücke circa 4 Klafter zu einem Gemüsegarten verwenden, soll es ihm bewilligt werden? 4. Wenn in einer Viehalpe Montafons die Maul- und Klauenseuche ausbrechen sollte, was soll dann von Seite des Standes Montafons geschehen? Hierüber wurde folgendes beschlossen: [-3-] ad 1. Der Eigentümer von einem toten Stück Vieh hat dies Jahr für dies die gesetzlich vorgeschriebene Grube dem Abdecker selbst zu machen, der Abdecker hat das Aas auszuziehen und die Grube gehörig zu verscharren; später hat jede bestehende Alpe wo das Aas ist, diese Grube aufzuwerfen und zu besorgen. Dem Abdecker wurde der Jahresgehalt von 200 fl. auf 300 fl. erhöht. ad 2. Der Gemeindevorstehung zu St. Gallenkirch sei strenge anzuweisen, daß es die Holzabgabe aus Standeswaldungen selbst in die Hand nehme und austheile, und es sei ihm strenge aufzutragen, daß er Niemand ein Holz aus Standeswaldungen abgebe, welcher Eigenthumswaldung besitzt. ad 3. Dem Peter Mathies Metzger zu Schruns wurde sein Ansuchen bewilligt. ad 4. Wenn sollte die Maul- und Klauenseuche in einer Alpe ausbrechen, so soll die betreffende Gemeinde Wache aufstellen, und bei strenger Strafe verbieten, daß Niemand weder in die Alpe noch von der Alpe etwas bringen darf. Weitere Vorsichtsmaßnahmen wird der Standesausschuß nachträglich bestimmen. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]
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18730325_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Protokoll Aufgenommen zu Schruns am 25. März 1873 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ___________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämtlichen Standesausschußmitglieder durch eine Currenda vom 24. März 1873 veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standesausschüsse am bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände ___________ 1. Ist der Stand Montafon Willens einige Stück Vieh aus Montafon zur Weltausstellung nach Wien dieses Frühjahr zu schicken? 2. Im Falle der Stand Montafon schickt einige Stück Vieh zur Wiener Weltausstellung, wer soll der Verkauf [-2-] und der Transport nach Wien und während der Ausstellung dort besorgen? 3. Soll der Wegmacher Stemer für den Sommer 1874 vom Stande Montafon eingestellt werden, und auf wie lange? Hierüber wurden folgende Beschlüsse gefaßt: ad 1. Der Stand Montafon ist Willens 2 Zugstiere, 2 Milchkühe, 2 Rinder und 2 Hauskälber[?] ankaufen zu lassen, um nach Wien zur Weltausstellung zu schicken. ad 2. Zum Ankaufen dieses Viehes bestimme sie den Gemeindevorsteher Rudigier von Gaschurn, dann den Gemeindevorsteher Bitschnau von Tschagguns und Theodor Durig von Schruns. Nach Wien bestimmen sie als Hauptperson den Hr. Theodor Durig von Schruns. ad 3. Der Wegmacher Stemer soll wieder für 6 Monate auf die Straße angestellt werden, für den Monatsgehalt pr: 35 fl. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]
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18730202_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungs-Protokoll Aufgenommen zu Schruns am 2. Februar 1873 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemmer in Schruns ___________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämtlichen Standesausschußmitglieder durch eine Currenda vom 30. Jänner d. Js. veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standesausschüsse am bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, eröffnete der Vorsitzende die Sitzung und setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. In der Seuchengemeinde Bartholomäberg sind gegenwärtig wieder bei Gottfried Juen und Gottfried Jehl/Hehl[?] dort Seuchenställe, auch bei Johann Josef Tschofen zu Bartholomäberg ist sein Viehstand seuchenverdächtig, was soll nun mit dem gesunden Vieh aus diesen zwei Seuchenställen und was mit dem seuchenverdächtigen Stalle geschehen? 2. Ein Gesuch des Anton Thöny von Gaschurn [-2-] wegen streitigem Wachgeld zur Entscheidung. Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Diese zwei Seuchenställe bei Gottfried Juen und Gottfried Jehl/Hehl[?], dann der seuchenverdächtige bei Johann Josef Schofen am Bartholomäberg soll bei ersteren zwei Ställen das gesamte Vieh wieder geschlachtet und das Fleisch bestmöglich verwertet werden; ebenso soll auch der Stall beim Tschofen, wenn die Seuche konstatiert ist, behandelt werden; was das Fleisch und die Häute nicht abtragen, soll aus der Standeskasse bezahlt werden. ad 2. Der Standesausschuß ist der Ansicht, daß Anton Thöni von Gaschurn das fragliche Wachgeld schuldig sei zu bezahlen. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]
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18730116_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Protokoll Aufgenommen zu Schruns am 16. Jänner 1873 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ___________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämtlichen Standesausschußmitglieder durch eine Currenda vom 13. Jänner d. Jr. veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standesausschüsse am bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände ___________ 1. In der verseuchten Gemeinde Bartholomäberg sind gegenwärtig nach 3 Seuchenställe, nämlich solche Ställe, aus welchen schon 3 Stück Vieh lungenkrank verlegt wurden. In diesen 3 Ställen sind 24 Stück Rindvieh, dieselben sollten so schnell als möglich aus diesen Ställen fortgeschafft und getötet [-2-] werden, damit die Viehseuchengemeinde Bartholomäberg und mit ihr ganz Montafon früher und schneller von dieser Viehseuche los würde, und dem allgemeinen Verkehre übergeben werden könnte. 2. Der Bürgermeister von Bludenz verlangt in einem Schreiben vom 12. Jänner d. Js., daß die gesunden Gemeinden von Montafon, allen Verkehr mit den Seuchengemeinden Bartholomäberg und Silbertal absperren, widrigenfalls die Bezirke Bludenz und Feldkirch ein Ansuchen stellen an das hohe Ackerbauministerium, damit ganz Montafon abgetrennt werde, was soll geschehen? Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Die 3 Seuchenställe am Bartholomäberg beim Bertold, Stemer und Stüttler dort sollen von Tierarzt Schlachter die nächsten Tage untersucht werden, die kranken sollen verlegt, die gesunden Stücke sollen in dem Gemeinderaum[?] zu Bartholomäberg geschlachtet und das Fleisch auf die sämmtlichen Gemeinden nach der Seelenzahl das [Gewichtsangabe: Pfund?] zu 20 Kreuzer vertheilt werden. Das Gewicht von diesem gesunden Schlachtvieh soll von einem sachkundigen Mann im lebenden Zustande erhoben werden und danach auf die Gemeinden verteilt werden. [-3-] Die Errichtung des Schlachthauses in der Bartholomäberg übernimmt der Stand Montafon, so auch die Zahlung dieses geschätzten Viehes in obigen 3 Seucheställten was den Fleisch- und Hauterlös nicht deckt. Das Schlachtvieh respektive das Fleisch soll bestmöglich gleichmäßig verteilt werden. ad 2. Dem Bürgermeister von Bludenz soll bedeutet werden, daß sich die gesunden Gemeinden mit der Absperrung gegen Bartholomäberg und Silbertal begnügen, wie sie von der Seuchenkommission angeordnet wurde. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]
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18721031_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Protokoll Aufgenommen zu Schruns am 31. Oktober 1872 von dem Standesrepräsentanten von Montafon Franz Josef Stemmer in Schruns Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Zu Folge Einberufung des Standesrepräsentanten von Montafon haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse zu einer Beratung und Beschlußfassung versammelt, und der Vorsitzende setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: 1. Was für Wachekosten wegen der Maul- und Klauenseuche vom Jahre 1872 hat der Stand Montafon zu übernehmen? 2. In der Gemeinde St. Gallenkirch im Tiefengraben und in der Gemeinde Silbertal sollten nothwendig Waldungen gemacht werden, damit dort alte, ganz im Abgange begriffene Standeswaldung und auch die Äste und das Abholz benützt werden könnte. Was für Beiträge werden vom Stande Montafon [-2-] zu diesem Zwecke zugeführet? Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Die Wachekosten von der Maul- und Klauenseuche vom Sommer 1872 sollten folgendermaßen vertheilt werden: a) Die Wache gegen Grundbündten im Gargellenthale, dann die Wache im Silberthal gegen die Gemeinde Schruns und Bartholomäberg sollen ganz aus der Standeskasse bezahlt werden; dann die anderen Wachekosten gegen einzelne Alpen nur zur Hälfte vom Stande Montafon bestritten werden. ad 2) Der Gemeinde St. Gallenkirch soll zum Waldung im Tiefengraben 70 fl. und der Gemeinde Silbertal zu einer solchen Waldung von der Buchen in die Alpe Wasserstuben 70 fl. aus der Standeskasse ausbezahlt werden, wenn diese fraglichen Wege in der Ordnung hergestellt wurden. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]
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18720918_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Sitzungs-Protokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 18. September 1872 von dem Standesrepräsentanten von Franz Josef Stemmer in Schruns Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Zu Folge Einberufung des Standesrepräsentanten von Montafon haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse zu einer Beratung und Beschlußfassung versammelt, und der Vorsitzende setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände 1. Es sind in der Seuchengemeinde Bartholomäberg noch zwei verseuchte Ställe mit circa 12 Stück Vieh und ein seuchenverdächtiger Stall mit 6 Stück, den Standesausschuß wolle sich aussprechen, was von Seite der Standesvertretung für Vorkehrungen getroffen werden sollen. 2. Im Falle daß in diesem seuchenverdächtigten und dem letzten Seuchenstalle wieder Vieh geschlachtet [-2-] und das Fleisch verwerthet werden sollte, muß der Viehbesitzer theilweise entschädigt werden für das Vieh, es erfordert demnach eine Stützung des fraglichen Viehes, der Standesausschuß wolle demnach Schätzleute wählen. Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Der Standesrepräsentant wolle sich verwenden, daß der Landestierarzt Speck[?] von Innsbruck wieder hieher komme, damit mit ihm wegen der gegenwärtigen Seuchenställen verhandelt werden kann und damit er sich wieder beim Land verwende um einen Beitrag und daß das zu schlachtende Vieh aus den Seuchenställen in lebendem Zustande in eine Schlachtbank nach Bludenz eingeführt werden darf, um das Fleisch dort besser zu verwerthen; den noch zu deckenden Post übernimmt der Stand Montafon zu zahlen, was das Vieh geschätzt werde. ad 2. Als Schätzmänner für diese Fälle wurden bestimmt: Der Gemeinderath Bartholomä Steu von Tschagguns, Peter Steu und Peter Mathies von Schruns. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]
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18720402_SV StandMontafon 1901-12-13 [-1-] Protokoll Aufgenommen zu Schruns am 2. April 1872 von dem Standesrepräsentanten von Montafon Franz Josef Stemmer in Schruns Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Zu Folge Einberufung des Standesrepräsentanten von Montafon haben sich die gefertigten Standesausschüsse zu einer Berathung und Beschlußfassung heute versammelt, und der Vorsitzende setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: 1. Soll der Wegmacher Stemer auch diesen Sommer durch 6 Monate, wie die vergangenen drei Jahre angestellt werden von Seite des Standes Montafon für den Monatsgehalt pr: 30 fl? 2. Der k.k. Förster in Bludenz hat einen neuen Stockgeld Tarif für die Standeswaldungen im Montafon entworfen, welchen ich nun heute dem Standesausschusse zur Berathung und Begutachtung vorlege. [-2-] 3. Wie soll in ganz Montafon bei Holzbewilligungen aus Standeswaldungen vorgegangen werden, wenn Holz angemeldet wird zu Neubauten oder bei Vergrößerungen der alten Gebäulichkeiten? Hierüber wurde einstimmig folgendes beschlossen: ________________________________________________ ad 1. Der Wegmacher Stemer soll auch für das Jah 1872 durch 6 Monate auf Standeskosten mit dem Monatsgehalte pr: 30 fl. angestellt werden. ad 2. Der Holztarif oder Stockgeld Tarif für die Standeswaldungen in Montafon soll wie ihn der k.k. Förster Haselwanter in Bludenz entworfen und vorgelegt hat, gehandhabt und nach demselben in ganz Montafon vorgegangen werden, solange bis durch den Standesausschuß eine Abänderung vorgenommen wird. ad 3. Zu Neubauten, das heißt zu solchen Bauten, wo früher kein Gebäude war, soll in Zukunft aus Standeswaldungen gar kein Holz mehr bewilligt und abgegeben werden, ebenso soll auch bei Vergrößerungen [-3-] der vorhandenen Gebäulichkeiten in ganz Montafon gleichmäßig vorgegangen werden, kein Gericht und keine Behörde soll hiezu ein Recht haben Holz abzugeben. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]
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