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19260321_GVE000 Vandans 1926-03-21 -1- Protokoll aufgenommen über die am 21. März im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 10 Gemeindevertreter stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung. Für den beurlaubten Josef Egele sowie die entschuldigten Kristian Schapler, Josef Dietrich, Martin Nudescher und Franz Josef Schoder wurden die Ersatzmänner Hermann Lorünser, Meinrad Wachter, Emanuel Neher, Arnold Tschabrun und Anton Vonier vorgeladen, letztere 2 sind nicht erschienen. Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 7. März 1926 wurde gelesen und genehmigt. 2. Dem Johann Josef Keßler wird die Grundtrennungsbewilligung der Heimat Haus Nr. 149 und 150 unter der Bedingung erteilt, wenn die innere Hälfte zu Haus Nr. 149 und die äußere Hälfte zu Haus Nr. 150 entfällt und der Gemeinde Vandans im Falle Weiterveräußerung das Vorkaufsrecht eingeräumt wird. 3. Dem Herrn Ing. Ernst Hageck aus Wohlau, Böhmen, wird, nachdem dessen Entlassung aus dem tschechoslowakischen Staatsverband und die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft bereits gesichert ist, die Aufnahme in den Heimatverband der Gemeinde Vandans bewilliget. 4. Über Erlaß der Landesregierung wegen Vorschläge zur Einschränkung der Tanzunterhaltungen wurde beschlossen, die Beendigung derselben auf 2 Uhr Nachts zu beantragen. Gleichzeitig wurde der Beschluß gefaßt, künftighin bei Tanzunterhaltungen nach der Sperrstunde und zwar: von 11 12 Uhr 5 S, von 12 - 1 Uhr 10 S und von 1 - 2 Uhr 20 S an Lustbarkeitssteuer einzuheben. -2- 5. Dem Gebhard Hohmaier in Tschagguns wird mit Rücksicht, daß er sämtliche Schafe hier um 3 S pro Stück zur Sömmerung übernommen hat, der Frühjahrsauftrieb auf die Allmein mit höchstens 10 - 14 eigenen Stück gegen Bezahlung eines Auftriebsgeldes von 30 Groschen pro Stück bewilliget. 6. Über Ansuchen des Anna Neher werden die Gebühren für den Meßnerdienst die Sterbefällen (das ist Grabmachen, Läuten und Psalterbeten) von S 6 auf 10 Schilling erhöht. 7. Als Vorsichtsmaßregel zur Bekämpfung der Klauenseuche wurde beschlossen, daß bei allen am letzten Herbste von der Klauenseuche befallenen Tiere die Klauen durch den Tierarzt auszuschneiden sind, widrigenfalls der Allmeinauftrieb für solche Tiere verboten wäre. Die Veranlassung wurde dem Paul Koller übertragen. 8. Engelbert Maier beantragt die Einschotterung der Gemeindestraße in Rotund, deren schlechter Zustand allgemein bestätigtet und Paul Koller beauftragt wurde, sich behufs Schotterbeschaffung Umschau zu halten. Gleichzeitig wurde der Vorsteher ersucht, sich betreff leihweiser Überlassung des Tanks und allfälliger Kasten zum Schotterführen zu erkundigen. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Martin Nuderscher Josef Bargehr Josef Egele [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen am 22.3.1926"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19260307_GVE000 Vandans 1926-03-07 -1- Protokoll über die am 7. März 1926 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 11 Gemeindevertreter beziehungsweise Ersatzmänner stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung. Für den beurlaubten Josef Egele wurde der Ersatzmann Hermann Lorünser und für die entschuldigten Josef Dietrich und Franz Josef Schoder wurden die Ersatzmänner Eduard Bitschnau und Arnold Tschabrun vorgeladen. Letzterer ist nicht erschienen. Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 25.2.1926 wurde verlesen und genehmigt. 2. Der Gemeindevoranschlag pro 1926 mit S 9074 Einnahmen und S 21788 Ausgaben wurde in den einzelnen Posten überprüft und bei Post Nr. 6 Brücken, Strassen und Wasserbauten sowie in Post Nr. 20 Unvorhergesehenes, erhöht, sodaß sich ein unbedeckter Abgang von S 13914 ergibt, welcher durch Zuschläge von 450% auf die Grundsteuer, Hausklassen und Hauszinssteuer hereingebracht werden soll. Als Einzahlungstermin für die Steuern samt Zuschläge je zur Hälfte sind der 1. Mai und 1. Oktober 1926 bestimmt. 3. Der Armenfondsverwalter Josef Schoder teilte mit, daß sich Anna Maria Schoder Haus Nr. 113 wegen mangelhafter Gesundheit und äußerst spärlicher Verköstigung seitens der Angehörigen des Franz Josef Schoder beschwerte, was mit Bedauern für diese alte und schuldlos verarmte Person zur Kenntnis genommen und der Referent ermächtigt wurde, unter eventueller Beihilfe des Franz Josef Schoder der vorgenannten Beschwerdeführerin eine bessere Pflegestätte zu beschaffen. 4. Die Mitteilung des Gemeinderat Wilhelm Neher und Vorstehers, daß Johann Josef Keßler, Schruns, den Vorbenannten am 26.2.1926 für die Gemeinde Vandans ein Vorkaufsrecht -2- für beide Hälften der erworbenen Heimat Nr. 150 in Vens, verfachbücherlich einräumen wolle, wurde mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. 5. Die Zuschrift der Landesregierung in Bregenz betreff neuerlicher Verpflegskostenforderung für die Irrenanstalt Valduna von Waldburga Galehr für die Zeit ab 25.7.1924 bis 25.2.1925 wurde gelesen und einstimmig beschlossen, auf dem bisherigen Standpunkte, daß für diese Verpflegskosten nicht die Gemeinde aufzukommen hat, zu beharren und die Zahlung abzulehnen. 6. Wegen allzustarker Vertiefung der Illsohle und Gefährdung wegen Unterwaschung des Mitteljoches bei der Illbrücke zur Haltestelle Vandans wurde beschlossen beim Landesbauamte Bregenz um Anhersendung eines Technikers anzusuchen, um im Einvernehmen dessen Ratschläge zur Sicherung des Brückenjoches in Erwägung ziehen und das geeignetste zu veranlassen. 7. Dem Ersuchen des Kirchenbaukomite Rieden Vorkloster um eine Spende oder Losabnahme zur Kriegergedächtniskirche-Vollendung wurde insoferne entsprochen als der Beschluß gefaßt wurde, 10 Lose von S 20 Schilling zu übernehmen. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Martin Nuderscher Josef Bargehr Josef Egele [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen am 8.3.1926"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19260225_GVE000 Vandans 2026-02-25 -1- Protokoll über die am 25. Februar 1926 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 11 Gemeindevertreter beziehungsweise Ersatzmänner stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung wobei gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 14. Februar 1926 wurde gelesen und in derselben Fassung genehmigt. 2. Vorsteher Bitschnau bringt zur Kenntnis daß bei der Gemeinde St.Anton schon seit längerem die Absicht bestehe, die in ärmlichen Verhältnissen lebende Witwe Katharina Wachter geb. Keßler mit 6 teils schwach befähigten Kinder hier ansäßig zu machen. Auch Gemeinderat Wilhelm Neher kann diese Absicht der Gemeinde St.Anton aus Äußerungen der Katharina Wachter bestätigen. Desgleichen wird auch durch das Überbot der Gemeinde St.Anton auf den Versteigerungserlös der selben Heimat Nr. 150 in Vens mit S 5000 diese Vermutung bestärkt. Um nun die Heimatrechtersitzung und eventuelle Armenlasten durch vorgenannte Familie hintanzuhalten, wurde Gemeinderat Wilhelm Neher und der Vorsteher mit Erteilung aller Vollmachten ersucht, sich diesbezüglich mit Johann Josef Keßler in Verbindung zu setzen und einvernehmlich mit demselben das geeignetste zu veranlassen. 3. Dem August Gumpelmaier wird über Ersuchen der letztjährige Gemüsegarten auf der Allmein sowie ein weiterer Platz von 1 - 2 Ar behufs Räumung, Abzäumung und Abfuhr der Steine an geeigneter Stelle für 1926 unentgeltlich überlassen. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Martin Nuderscher Josef Bargehr Josef Egele [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19260214_GVE000 Vandans 1926-02-14 -1- Protokoll über die am 14. Februar 1926 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 12 Gemeindevertreter beziehungsweise Ersatzmänner stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung, wobei gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 31. Jänner 1926 wurde verlesen und genehmigt. 2. Ein von Dr. Sprenger in Schruns vorgelegte Rechnung über ärztliche Behandlung des Franz Josef Liepert und Johann Josef Zimmermann wurde beschlossen auf Rechnung des Armenfondes zu übernehmen. 3. Die alljährlich festzusetzende Fremdenzimmerabgabe wurde beschlossen wie im Vorjahre mit 10% einzuheben. 4. Die Zahlungsaufforderung der Landesregierung in Bregenz vom 5.2.1926 Gz. 233/3 betreff Verpflegskosten für Walburga Galehr über S 789,92 und einer diesbezüglichen Schlußrechnung der Irrenanstalt Valduna über S 506,33 wurde zur Kenntnis genommen und deren Abweisung auf Grund [nachträgliche Ergänzung: "freiwillige Zahlung des Gottlieg Galehr und"] des von der Gemeinde ausgestellten Reverses vom 20.4.1925 beantragt und einstimmig beschlossen. Um jedoch über den rechtlichen Standpunkt der Abweisung einigermaßen im Klaren zu sein, wurde gleichzeitig der Beschluß gefaßt, die Rechtsanschauung des Dr. Konzett in Bludenz einzuholen. 8. Dem Alois Netzer wird über Ansuchen und Vorlage des Bauplanes die Baubewilligung zu einem Wohnhaus auf der Heimat Nr. 179 unter Einhaltung der Bauordnung erteilt. -2- 6. Nachdem auf Grund eines Erlasses der Landesregierung Fonds- und Stiftungskapitalien, welche weniger als S 10 betragen, aus dem Stammvermögen der Fonde auszumerzen und als Kapitalsabfall zu buchen sind, wurde beschlossen, nachstehende Fondskapitalien auf S 10 aufzuwerten und zwar: für a) b) c) d) e) Armenfond Schulhausfond Orgelfond Meßnerstiftung Schulstiftung 7. Die Brunnenumlage bei der Garsillawasserleitung in Zwischenbach wird für das Haus Nr. 2 und 10 mit je S 3 auf die Gemeinde übernommen und von Haus Nr. 8 und 104 den Hausbewohner die Zahlung überlassen. 8. Um die Einzahlungstermine an den Forstfond Montafon eher einhalten zu können wurde der Beschluß gefaßt, von allen Nutzholzbezügen pro 1926 aus Standeswaldung über 8 Festmeter eine 50% Vorauszahlung des Stockgeldes einzufordern. 9. Die Mitteilung des Vorsitzenden, daß ab 16. Feber l. Js. die wöchentlich sechsmalige Postzustellung bewilligt wurde, wird mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. 10. Über die neue bedingungsweise Annahme der mit S 1000 festgesetzten Zimmerabgabe von der Douglaßhütte ist vom Pächter Bernhard Hämmerle nähere Aufklärung einzuholen. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Martin Nuderscher Josef Bargehr Josef Egele [Anmerkung mit Bleistift: "An der Amtstafel angeschlagen am 15.2.1926"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19260131_GVE000 Vandans 1926-01-31 -1- Protokoll über die am 31. Jänner 1926 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 10 Gemeindevertreter beziehungsweise Ersatzmänner stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung. Abwesend: Josef Dietrich, Franz Josef Schoder und Josef Egele, letzterer nicht entschuldigt, desgleichen auch der vorgeladene Ersatzmann Arnold Tschabrun. Beschlüsse 1. Das Protokoll der letzten Sitzung am 17. Jänner 1926 wurde genehmigt. 2. Die Aufhebung der Hausierverbote mit Waren ab 1.4.1926 durch die Landesregierung Bregenz wurde zur Kenntnis genommen und neuerlich der Beschluß gefaßt den Warenhausierhandel im Gemeindegebiet ab 1. April 1926 nur den Kriegsinvaliden und dauernd in Vorarlberg wohnhaften Personen zu gestatten und für alle andern zu verbieten. 3. Ein Antrag des Douglaßhütten Pächters Bernhard Hämmerle um Pauschalierung der Zimmerabgaben mit S 800 pro 1926 wurde nicht angenommen und dagegen der Beschluß gefaßt, demselben für das Jahr 1926 ein Pauschalbetrag von S 1000 in Antrag zu bringen. 4. Auf ein Gesuch des Konsumvereins um die Konzession zum Verschleiß gebrauchter geistiger Getränke an seine Mitglieder wurde beschlossen die Äußerung über den Lokalbedarf, nicht in gutachtlichem Sinne, an die Bezirkshauptmannschaft Bludenz abzugeben. 5. Dem Gesuch des Landesmusik-Vereins in Bregenz um eine Spende konnte nicht entsprochen werden. 6. Die Bestellung des Jakob Neher Nr. 123 als Gemeinde[??]leiter bei Aufarbeitung des Gemeindeholzes wurde anerkannt und gleichzeitig der Beschluß gefaßt, demselben die Festsetzung der Stundenlöhne je nach Leistung der Arbeiter im Einvernehmen des Gemeindekassier und Vorstehers zu überlassen. -2- 7. Der Gemeindevertretungsbeschluß vom 17. Jänner 1926, Punkt 9 wird dahin abgeändert, daß für rückständige Guthaben der Gemeinde an Umlagen Steuern und etc anstatt 10% Verzugszinsen 12% berechnet und angefangene Monat als voll zu gelten haben. 8. Der Antrag des Gemeinderat Bernhard Maier, man sollte die allzusehr überhandnehmende luxuriöse Ausstattung der Leichensärge hintanhalten, indem minderbemittelte kaum die Sterbekosten zu tragen vermögen, fand allseitige Zustimmung mit dem Beifügen, daß nur gemeinsames und einheitliches Vorgehen Abhilfe schaffen und besser Bemittelte ein pietätvolleres Andenken den Verstorbenen durch Werke der Wohltätigkeit besser und zweckmäßiger zum Ausdruck bringen könnten. 9. Die Mitteilung des Vorsitzenden, daß ab 16. Februar laufenden Jahres die wöchentlich sechsmalige Paßzustellung bewilligt wurde, wird mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. 10. Über die nur bedingungsweise Annahme der mit S 1000 festgesetzten Zimmerabgabe von der Douglashütte ist vom Pächter Berchtold Hämmerle nähere Aufklärung einzuholen. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Martin Nuderscher Josef Bargehr Josef Egele [Anmerkung mit Bleistift: "An der Amtstafel angeschlagen am 15.2.1926"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19260117_GVE000 Vandans 1926-01-17 -1- Protokoll aufgenommen über die am 17. Jänner 1926 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und Anwesenheit von 9 Gemeindevertreter bezw. Ersatzmänner stattgefundenen Sitzung der Gemeindevertretung. Abwesend und entschuldigt Josef Schoder, Josef Dietrich und Franz Josef Schoder, letzterer 2, jedoch erst unmittelbar vor der Sitzung. Der Ersatzmann Arnold Tschabrun wurde vorgeladen, ist jedoch aber nicht erschienen. Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 26.12.1925 wurde verlesen und genehmigt. 2. Das Zuchstierhaltungsprotokoll wurde nach Prüfung und Richtigstellung hinsichtlich Haltung der Gemeindestiere genehmigt. 3. Von der Einhebung von Verwaltungsabgaben im Sinne des Gesetzes vom 31.12.1925 wurde mit Rücksicht auf die hierortigen Verhältnisse, sowohl im allgemeinen als auch im besonderen Teile, abgesehen. 4. Über den Antrag wegen Erhöhung der Hundstaxe für männliche Tiere wurde in schriftlicher Abstimmung entschieden und zwar wird dieselbe für männliche Hunde von 8 auf 10 Schilling und für weibliche Hunde von 10 auf 12 Schilling erhöht. 5. Zur Erstellung der Besitzgruppe zwischen dem Allmeingrund und dem Besitz des Kristian Wachter Nr. 109 in Zwischenbach soll nebst dem Vorgenannten und Allmeinkomite auch der Genannte beigezogen werden. 6. Dem Ansuchen des Alfons Dala Brida Nr. 98 um käufliche Überlassung von Allmeingrund zu einem Wohnhausbau auf Gp Nr. 110/2 wird insofern -2- entsprochen, daß demselben ein bestimmtes Maß, welches erst noch der Vermessung an Ort und Stelle [nachträgliche Ergänzung: "samt den Bedingungen"] festzusetzen ist, dem Gesuchsteller um 50 Groschen pro Quadratmeter überlassen wird. 7. Dem Harmonieverein wird über Ansuchen um eine Spende zur Reparatur von Instrumenten und Tilgung von Passiva S 100 bewilligt. 8. Auf Grund mehrfacher Klagen wegen Ruhestörung in der Kirche während des Gottesdienstes wurde einstimmig beschlossen, den Polizeidiener Jakob Netzer Nr. 123 als Kirchenordner zu bestellen. 9. Über Antrag des Waldaufseher Engelbert Maier wurde beschlossen für rückständige Umlagen an Stockgeld, Forstfondsumlagen und Allmeinweidegeld und etc ab 1. Februar 1926 - 10 Prozent Verzugszinsen zu berechnen. 10. Auf Grund Erlaß der Landesregierung wurde beantragt, ehestens die Feuerbeschau vorzunehmen und an Stelle des Anton Marent den Gemeinderat Wilhelm Neher als Baufachverständiger in die Feuerbeschaukommission zu bestellen. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Martin Nuderscher Josef Bargehr Josef Egele [Anmerkung mit Bleistift: "An der Amtstafel angeschlagen am 18.11.1926"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19251226_GVE000 Vandans 1925-12-26 -1- Protokoll aufgenommen über die am 26. Dezember 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung. Zu der mittelst Kurrenda und Bekanntgabe der Tagesordnung einberufenen Sitzung hatten sich Engelbert Maier, Kristian Schapler und Johann Dietrich entschuldigt, wofür die Ersatzmänner Meinrad Wachter, Baptist Schoder und Hermann Lorünser erschienen sind. Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 6. Dezember 1925 wurde verlesen und genehmigt. 2. Der Vorsitzende berichtet, daß August Gumpelmaier über Befragen erklärt habe, daß er nur unter der Bedingung die Polizeidienerstelle noch weiterhin übernehme, wenn ihm der bisherige Monatslohn von S 30 bewilligt und einstimmig seine Wiederwahl erfolge. Hierauf wurden die eingelaufenen Offerte von Bewerber um die Polizeidienerstelle und zwar: von Magnus Breuß, Johann Fröwis und Jakob Neher Nr. 123 mit einer Monatsforderung von je S 25 zur Verlesung gebracht und hierüber in schriftlicher Abstimmung, welche für Magnus Breuß 2, Johann Fröwis 3 und Jakob Neher 7 Stimmen ergeben hat, letzterer vom 1. Jänner an provisorisch zum Polizeidiener auf 1 Jahr bestellt. 3. Nachdem der bisherige Lagerzins für Bauten und Lagerplätze oder sonstige Nutzungen auf Allmeingründen infolge der Geldentwertung nicht mehr entsprochen hat, wurde beschlossen, denselben einheitlich auf 10 Groschen pro Jahr und Quadratmeter festzusetzen und bei -2- allfälliger Bewerbung der Betreffenden um käufliche Überlassung des Grundes denselben gegen angemessene Bezahlung zu überlassen. 3. Auf die Anregung des Vorsitzenden, es wolle zur praktischen Ausbildung eines Viehgeburtshelfers durch Ferdinand Schoder eine Subvention bewilligt werden, wurde deren Notwendigkeit in dringenden Fällen anerkannt und der Vorsteher ersucht, sich diesbezüglich bei dem Josef Schapler zu erkundigen, ob er gegen angemessene Entschädigung geneigt wäre sich praktische Kenntnisse anzueignen. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Bargehr Martin Nuderscher Josef Egele [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen am 27.12.1925"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19251206_GVE000 Vandans 1925-12-06 -1- Protokoll aufgenommen über die am 6. Dezember 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 11 Gemeindevertreter stattgefundenen Sitzung der Gemeindevertretung. Abwesend: Josef Dietrich und Franz Josef Schapler, für ersteren ist der Ersatzmann Hermann Lorünser erschienen. Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 7.11.1925 wurde gelesen und genehmigt. 2. Als Vertrauensmänner zur Grundbuchsanlegung durch Dr. Schandl wurde der Vorsteher und Lehrer Bargehr bestellt. 3. Als Kommissionmitglied zur Feststellung baufälliger und vernachlässigter Gebäude wurde nebst dem Waldaufseher Engelbert Maier, Kristian Schapler gewählt. 4. Auf einen Bericht der niederösterreichischen Landesversicherungsanstalt betreff Einberufung des Pöllerschießens in die Haftpflichtversicherung mit einer Nachtragsprämie von S 10,50 pro Jahr wurde beschlossen, bei anderen Versicherungsanstalten Erhebungen zu pflegen. 5. Zur provisorischen Besetzung der Polizeidienerstelle ab 1. Jänner 1926 sollen Offerte eingeholt werden, um allfällige geeignete Bewerber mit niedriger Lohnforderung berücksichtigen zu können. -6- 6. Die Festsetzung des Stockgeldes für bezogenes Standesholz pro 1925 beziehungsweise ein angemessener Ausgleich in den verschiedenen Waldteilen wird dem Holzkomitee übertragen und in dasselbe an Stelle des Alois Netzer der Martin Nuderscher gewählt. 7. Dem Ansuchen des Lehrer Bargehr um Installierung einer 2. Glühlampe im Schulhause für den Kirchenchor wurde entsprochen. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Bargehr Martin Nuderscher Josef Egele [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen am 7.12.1925"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19251107_GVE000 Vandans 1925-11-07 -1- Protokoll über die am 7. November 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 3 Gemeindevertreter beziehungsweise Ersatzmänner stattgefundene Sitzung der Gemeindevertreter. Von den mittelst Kurrenda eingeladenen Gemeindevertreter waren Kristian Schapler, Engelbert Maier, Josef Dietrich, Martin Nudescher, Franz Josef Schoder und Josef Epele, welch Letzterer auf 5 Monate beurlaubt ist, nicht anwesend und hiefür die Ersatzmänner Meinrad Wachter, Hermann Lorünser und Edmund Bitschnau erschienen. Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 4. Oktober 1925 wurde genehmigt. 2. Das Ansuchen des Johann Josef Keßler in Schruns um Grundtrennungsbewilligung der Heimat Nr. 150 in Vens wurde nicht in Beratung gezogen, weil bei diesem Realbesitz exekutive Versteigerung bevorsteht. 3. Dem Gemeinderat Wilhelm Neher wird über Ansuchen 2 Ar Allmeingrund von der Strasse links am Mustergiel aus Gp. Nr. 1278 zur Erbauung einer Zementereiwerkstatt gegen den [?] überlassen, wenn er die beiderseitigen Flügelmauern beim linksseitigen Brückenkopf bei der Mustergielbrücke in Zementbeton bis zur Strassenkrone erhöht. Gleichzeitig wurde dem Gesuchsteller eine Abstandsnachsicht bis auf 3 Meter von der Gemeindestrasse bewilligt. 4. Über den Antrag der Bezirkshauptmannschaft Bludenz betreff Äusserung über den Bedarf einer Mietautounternehmung Bludenz - Schruns der Maria Zerlaut, Feldkirch, wurde einstimmig beschlossen, dieselbe nicht in gutachtlichem Sinne abzugeben, weil bei dem regen Personen- und dem noch laufenden von Stück zählendem Alp- und Marktviehverkehr regelmäßige Autofahrten -2- in so kurzen Zeitabständen in höchstem Maß gefährlich und zu häufigen Unglücksfällen führen würde. Es ist aber auch für den Personentransport nicht des geringste Bedürfnis vorhanden, indembei der Montafonerbahn täglich mindestens 6 Züge nach jeder Richtung in und zurück verkehren. Ferner würden diesen regelmäßigen Autoverkehr die Erhaltungskosten der Konkursstrasse, welche derzeit schon nebst den Schulauslagen die höchste Belastung für die Gemeinde ist, geradezu unerschwinglich werden. Die Angemessenheit der Fahrweise wurde nicht in Beratung gezogen. 5. Das Gesuch des deutschen Schulverein um eine Spende wurde abgewiesen. 6. Das Gesuch des Albert Wolf um Baubewilligung zu einer Waschküche beim Haus Nr. 136 und Abstandsnachsicht beim Allmeingrund und Fahrweg wurde entsprochen. 7. Eine Zuschrift der Haftpflichtversicherung Bregenz auf die hieramtlichen Einwendungen wegen nachträglicher Ausschaltung des Pöllerschießens von der Versicherung sowie eigenmächtiger Verlängerung der Versicherungsdauer wurde zur Kenntnis genommen. 8. Bei Beratung betreff Einschotterung der Gemeindestrasse, welche auf 11. November anberaumt wurde, ist auch der Gemeindevertretungsbeschluß vom 12. September 1925 in dem Sinne abgeändert worden, daß für gut brauchbare Handbanen[??] pro Tag S 1,50 vergütet wird. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "An der Amtstafel angeschlagen am 9.11.1925"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19251004_GVE000 Vandans 1925-10-04 -1- Protokoll aufgenommen über die am 4. Oktober 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 10 Gemeindevertreter beziehungsweise Ersatzmänner stattgefundenen Sitzung der Gemeindevertretung. Von den mittelst Kurrenda eingeladenen Gemeindevertreter waren Kristian Schapler, Engelbert Maier, Josef Dietrich und Martin Nudescher sowie Franz Josef Schoder entschuldigt, wofür die Ersatzmänner Meinrad Wachter, Baptist Schoder und Hermann Lorünser erschienen sind und gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. Die Protokolle von den letzten zwei Sitzungen vom 12. und 27. September 1925 wurden verlesen und genehmigt. 2. Auf eine Anfrage des Vorsitzenden, ob man anläßlich Öffnung des oberen Schallöcher im Kirchturm die notwendigen Verputzarbeiten am Turm vornehmen wolle, wurde deren Notwendigkeit anerkannt und die Ausführung dem Gemeinderat Wilhelm Neher übertragen. Bitschnau, Vorsteher Josef Bargehr Martin Nuderscher Josef Egele [Anmerkung mit Bleistift: "An der Amtstafel angeschlagen am 5.10.1925"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19250927_GVE000 Vandans 1925-09-27 -1- Protokoll aufgenommen über die am 27. September 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung. Nachdem durch die mündliche Einladung zur Sitzung die Gemeindevertreter Kristian Schapler, Josef Dietrich und der für Alois Netzer infolge Mandatsniederlegung zum Gemeindevertreter vorgerückte Franz Josef Schoder nicht mehr verständigt werden konnten, so wurde an Stelle der ersteren zwei die Ersatzmänner Meinrad Wachter und Eduard Bitschnau eingeladen und nach Konstituierung der Beschlußfähigkeit der Anwesenden gefaßt nachstehende Beschlüsse 1. Behufs Hintanhaltung der Klauenseucheverschleppung durch Gastschänkebesucher bei Regina Keßler wird einem Antrage zur Schließung der Wirtschaft aus dem Grunde zugestimm, weil die Gastlokalbesucher auch den Weg betreten, welcher zur Abholung des Wassers für die Viehtränke benützt wird. 2. Auf das Anerbieten des August Gumpelmaier, die Polizeidienerstelle gegen eine monatliche Entlohnung von 30 Schilling zu übernehmen, wurde beschlossen denselben auf ein 1/4 Jahr, beginnend am 1.10.1925 probeweise zu bestellen. 3. Auf eine Anfrage betreff Einforderung von Wohnungsmiete im Armenhaus Nr. 16 beim Hermann Marent wurde beschlossen, vorerst beim Gericht Schruns Erhebungen zu pflegen. 4. Die Überreichung des Diploms für den neuernannten Ehrenbürger Ferdinand Schapler wird den Gemeinderäten Bernhard Maier und Wilhelm Neher sowie dem Vorsteher übertragen. -2- 5. Auf Grund der gepflogenen Erhebung bei Amalia Riefler in Lindau betreff Zeitpunkt der Übersiedlung des Ferdinand Galehr in Schruns wurde, nachdem die Übersiedlung im Juli 1915 stattgefunden hat, der Beschluß gefaßt um Regelung der Heimatverhältnisse des Ferdinand Galehr bei der Gemeinde Schruns anzusuchen. Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "An der Amtstafel angeschlagen 28.9.1925"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19250912_GVE000 Vandans 1925-09-12 -1- Protokoll aufgenommen über die [am] 12. September 1925 in der Wohnung des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und unter dessen Vorsitze stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung. Die mittelst Kurrenda einberufenen Gemeindevertreter waren mit Ausnahme des Kristian Schapler und Josef Dietrich, für welche die Ersatzmänner Meinrad Wachter und Hermann Lorünser erschienen sind, vollzählig anwesend und wurden gefaßt nachstehende Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 26. Juli 1925 wurde gefertigt. 2. Zur Durchführung der Zuchtstierhaltung für die nächste Sprungperiode wurde ein Komite bestehend aus Paul Koller, Josef Schapler und Hermann Lorünser gewählt. 3. In die Kommission zur Auswahl der Geschworenen und Schöffen wurden die Gemeinderäte Bernhard Maier und Wilhelm Neher sowie Josef Schoder und Martin Nuderscher gewählt und als deren Ersatzmänner Josef Egele, Engelbert Maier, Lehrer Bargehr und Paul Koller bestellt. 4. Im Landesverband für Fremdenverkehr werden als Mitgliedsbeitrag für das laufende Jahr 20 Schilling bewilligt. 5. Dem Ansuchen der Vorarlberger Landesamtsstelle um Erhöhung der bestehenden Haftpflichtversicherung wurde insofern entsprochen, daß beschlossen wurde, die Versicherung für Sachschaden von 400 Schilling auf 1000 Schilling zu erhöhen. 6. Die Verpflegskostenrechnung der Irrenanstalt Valduna betreff Valdburga Galehr für die Zeit vom 1.1.1925 - 24.2.1925 wurde, weil Gegenwärtige während dieser Zeit ohne Wissen und Zustimmung der Gemeinde verpflegt wurde und deren Sohn Franz Galehr -2- in Schruns [nachträgliche Ergänzung: "für diesen Zeitraum"] zahlungspflichtig ist, abgewiesen, ferner wurde dem Vorsteher übertragen, betreff Übersiedlung des Ferdinand Galehr nach Schruns bei dessen Tochter in Lindau weil[??] in Bregenz, Erhebungen zu pflegen. 7. Über die von Otto Mathias in Schruns vorgelegte Kostenüberprüfung nach den Plänen des Rudolf Kaufmann in Bludenz zu einem Elektrizitätswerk wurde der Beschluß gefaßt, durch Erstgenannten eine neuerliche Kostenberechnung auf Grund Lokalaugenschein an Ort und Stelle in kürzester Frist vorzunehmen, um genauere Aufschlüsse über die Kosten der einzelnen Pferdekraft bei geringerer Kraftausnützung zu erlangen. 8. Behufs Einschotterung der Gemeindestraße wurde der Beschluß gefaßt, aus allen bewohnten Häusern beziehungsweise von deren Besitzer mit männlichen Arbeitskräften oder wo keine solchen vorhanden je eine Frauensperson zur Frondienstleistung von 1 Tag heranzuziehen. Wenn jedoch an Stelle vorhandener männlicher Arbeitskräfte Frauenspersonen erscheinen, so wird denselben außerdem noch eine Zahlung von 5 Schilling pro Tag auferlegt. Für beigestellte gut brauchbare Handbena[??] wird pro Tag 1 Schilling vergütet und Mansbilder Tagschichten mit S 10.berechnet und bewertet. 9. Bei Überschreitung oder Ausserachtlassung der Polizeistunde in Gasthäuser wird die Gemeindevorstehung beauftragt, die Gasthausbesitzer unnachsichtig zu bestrafen. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen am 13.9.25"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19250726_GVE000 Vandans 1925-07-26 -1- Protokoll aufgenommen über die am 26. Juli 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung. Die mittelst Kurrenda eingeladenen Gemeindevertreter waren mit Ausnahme des Kristian Schapler, Josef Dietrich und Alois Netzer, für welche die Ersatzmänner Hermann Lorünser, Baptist und Franz Josef Schapler erschienen sind, vollzählig anwesend und wurden gefaßt nachstehende Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung wurde gelesen und gefertigt. 2. In den Ortsschulrat wurden als Vertreter der Gemeinde Baptist Schoder 101 und Gottlieb Schoder sowie Gemeinderat Wilhelm Neher gewählt und als Ersatzmänner Gemeinderat Bernhard Maier und Hermann Lorünser bestellt. 3. Als Ortsschätzer wurde mit allen gegen die Stimme des Lehrer Bargehr derselbe namhaft gemacht. 4. Behufs Tilgung der restlichen Glockenschuld bei der Firma Graßmaier in Innsbruck wurde auf schriftliches Erklären des Jagdpächters Herrn Alb. Hofmann in Zürich beschlossen, bei der Bank A. Hofmann u. Comp., Zürich, ein Darlehen von 4900 Schweizerfranken auf 1 Jahr mit 7%iger Verzinsung aufzunehmen. 5. Gleichzeitig wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, daß die Glocken, Eigentum der katholischen Pfarrgemeinde sind und für alle Zeiten bleiben sollen. 6. Auf ein Ansuchen der Bezirkshauptmannschaft Bludenz betreff Stellungnahme zum projektierten Elektrizitätswerk am Relsbache wurde das hiefür bestellte Komite ersucht, die Projektsaufnahmen des Rudolf Kaufmann in Bludenz durch den Elektrotechniker Otto Mathias in Schruns überprüfen zu lassen und hiezu Ing. Maier, Wilhelm Neher und der Vorsteher bestellt. -2- 7. Über Antrag des Gemeinderat Wilhelm Neher wurde dem Ferdinand Schoder für seine der Gemeinde beziehungsweise deren Bewohner als Tierarzt durch ein ganzes Menschenalter von 62 Jahren in uneingennützigster Weise geleisteten Dienste die Ehrenbürgerschaft verliehen. 8. Aus Ersparungsrücksichten wegen Holz und Gemeindewerk wurde beschlossen, für das Schulzimmer der 2. Bubenklasse einen elektrischen Ofen zu beschaffen, falls der Strom hiefür erhältlich ist. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen am 26.7.25"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19250718_GVE000 Vandans 1925-07-18 -1- Protokoll aufgenommen über die am 18. Juli 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung. Abwesend: Josef Dietrich und Alois Netzer, für welche die Ersatzmänner Eduard Bitschnau und Franz Josef Schoder erschienen sind und nachstehende Verhandlungsgegenstände erledigt wurden. 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 28. Juni 1925 wurde verlesen und genehmigt. 2. Behufs Vorbereitungen zur bevorstehenden Primizfeier des Neupriesters Hochw. Herrn Josef Plangger wurde ein Festausschuß bestehend aus Kristian Schapler, Josef Egele, Lehrer Märk, Baptist Schoder und dem Vorsteher bestellt. 3. Als Einbürgerungstaxe für Johann Eiler und dessen Gattin Viktoria geb. Schoder wird pro Person 100 Schilling bestimmt. 4. Auf eine Anfrage der Geschwister Wachter Nr. 111 gegen Ankauf von Allmeingrund hinter dem rechtsseitigen Damm am Mustergielbach aus Gp. Nr. 59/1 wurde beschlossen, diese Fläche vorerst zu vermarken und die zweifelhafte Grenze feststellen zu lassen. 5. Behufs Erhöhung der Lagerplatzgebühr auf Allmeingründen wird das Allmeinkomite zur Besichtigung und Vermessung an Ort und Stelle delegiert um dann in einer späteren Sitzung Bericht zu erstatten. 6. Zwecks Bezahlung der restlichen Glockenschuld an Graßmayr in Innsbruck wurde Engelbert Maier ersucht, beim Jagdpächter Hofmann die Vorausbezahlung des Jagdpachtschilling der Genossenschaftsjagd vom Jahre 1926/27 gegen annehmbare Vergütung zu erwirken. -2- 7. Ein Antrag der Haftpflichtversicherungsanstalt, Zweigstelle Bregenz, wegen Erhöhung des betreffenden Versicherungsantrages wird, solange der Schadensunfall des Josef Schoder Nr. 122 beim Pöllerschießen nicht geklärt ist, nicht in Beratung gezogen. 8. Zum Ausgleich der dem Wilhelm Neier gewährten Naturalverpflegung soll den restlichen Hausnummer Besitzer von 161 aufwärts pro Verpflegstag 1 Schilling auferlegt werden. 9. Martin Nuderscher beantragt die Verbesserung des Fahrweges von der Garsillabrücke abwärts gegen die Lendi. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen am 19.7.25"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19250628_GVE000 Vandans 1925-06-28 -1- Protokoll aufgenommen übe die am 28. Juni 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau stattgefundenen Sitzung der Gemeindevertretung. Die mittelst Kurrenda vorgeladenen Gemeindevertreter waren mit Ausnahme des Alois Netzer, für welche der Ersatzmann Franz Josef Schoder erschienen ist, vollzählig anwesend und wurden gefaßt nachstehende Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 24. Mai 1925 wurde verlesen und genehmigt. 2. Die Entscheidung der Bezirkshauptmannschaft Bludenz vom 19.6.1925 Zl. 287/6, womit das Ansuchen der Gemeinde Bartholomäberg um Aufnahme des Fridolin Ganahl in hiesigen Heimatverband abgewiesen wurde, wird zur Kenntnis genommen. 3. Die Rechnungen der Gemeinde und deren Fonde, sowie das Inventar pro 1924 wurden verlesen und deren Richtigkeit durch vorherige Überprüfung von Kristian Schapler bestätigt. 4. Behufs Erwerbung der österreichischen Staatsbürgerschaft wird dem Herrn Ingo Ernst Hageck aus Wohlau[??] in Böhmen über sein Ansuchen die Zusicherung zur Aufnahme in den Heimatverband dahier unter der Bedingung erteilt, wenn der Gesuchsteller eine Aufnahmetaxe von 100 Schilling bezahlt. 5. Über das Gesuch des Max Grabher in Vens um die Wirtschaftskonzession im Hause Nr. 170 wurde einstimmig beschlossen, die Meinungsäußerung über den Lokalbedarf in ablehnendem Sinne an die Bezirkshauptmannschaft Bludenz abzugeben, indem im genannten -2- Hause seit mehr als 30 Jahren nie mehr eine Gastwirtschaft betrieben wurde und seither auch nie ein Lokalbedarf vorhanden war. Auch hat weder von Lorüns über Vens hieher noch von Schruns über Vens nach Bludenz nie ein Fremdenverkehr stattgefunden. Ferner liegt das bezeichnete Haus Nr. 170 am äussersten Ende des Gemeindegebietes in isolierter Lage, sodaß zur polizeilichen Überwachung kaum jemand aufzubringen und daher jede Verantwortung abgelehnt werden müßte. Die Lokale scheinen auch nicht sonderlich geeignet zu einer Gesellschaft. 6. Der vom Betriebsleiter Dajeng in Schruns gefaßte Plan mit Kostenvoranschlag zu einem Magazin als Zubau mit ausziehbarer Rampe, auf der Haltestelle Vandans wurde zur Einsicht genommen, da jedoch die Mehrheit der Gemeindevertreter der Ansicht ist, daß hiedurch dem eigentlichen Bedürfnisse nicht entsprochen, indem ein freistehendes Magazin mit Vorladerampe für Holz als notwendig erachtet, durch den geplanten Zubau aber hintangehalten würde, weshalb der vorliegende Plan nicht in Beratung gezogen wurde. 7. Über Antrag des Lehrer Bargehr behufs besserer Schallwirkung der kleinen Glocke, die oberen Schallöcher im Kirchturm zu öffnen, wurde einstimmig beschlossen alle 4 zu öffnen und die Ausführung dem Gemeinderat Wilhelm Neher übertragen. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen am 28.6.1925"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19250524_GVE000 Vandans 1925-05-24 -1- Protokoll aufgenommen über die am 24. Mai 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 10 Gemeindevertreter stattgefundenen Sitzung der Gemeindevorstehung. Abwesend Josef Epele und Alois Netzer, für welch ersteren der Ersatzmann Emanuel Neher vorgeladen aber nicht erschienen ist. Beschlüsse 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 3. Mai 1925 wurde verlesen und genehmigt. 2. Der Antrag des Herrn Pfarrer betreff Neuvermessung des Pfarrpfründegutes sowie ein Erlaß der Landesregierung vom 3. Feber 1925 Zl. 1333/5 wurde zur Kenntnis genommen und nachdem die Gemeinde den von der Pfarrpfründe zur Straßenerweiterung erworbenen Grund durch Umtausch in vollem Ausmaße wieder ersetzt und nach bestem Wissen auch nie eine Schmälerung des Pfründegutes durch die Gemeinde erfolgte, so kann das fehlende Maß [nachträgliche Einfügung: "per 3 ar 33 m2"] beim Pfründegut auch auf einen Mappenfehler beruhen, weshalb einstimmig beschlossen wurde, behufs Neuvermessung des Pfründegutes die Hälfte der Vermessungskosten auf die Gemeinde zu übernehmen, wenn die andere Hälfte von der Pfründeverwaltung getragen wird. 3. Dem Konsumverein Vandans wird die angesuchte Abstandsnachsicht beim Kirchweg bis zu 30 centimeter behufs Zubau einer Bäckerei beim Magazin des Hauses Nr. 44 bewilliget. -2- 4. Das Ersuchen des Herrn Pfarrers um Ausbesserung der Malerei bei den Emporestiegen in der Kirche wurde zur Kenntnis genommen, jedoch die Reparatur der Friedhofmauer und deren Bedachung rechts und links zum Kirchplatz noch für dringlicher erachtet und Gemeinderat Wilhelm Neher ersucht, dieselbe nach der Genannten in Angriff zu nehmen. 5. Dem Lehrer Bargehr wird die verlangte Erhöhung des Organistenlohnes von 70 auf 140 Goldkronen bewilligt, nachdem Lehrer Märk die Übernahme des Organistendienstes ablehnte. 6. Der Genoveva Alprecht wird zu Zahlung ihres Rückstandes an die Gemeinde in 3 Raten bis Ende des Jahres 1925 bewilliget. 7. Über Ersuchen des Paul Koller wird demselben als Ersatz für den mässigen Tarif des Sprunggeldes der Zuchtstiere sowie infolge der ungünstigen Verhältnisse zum Verkaufe der Stiere der unentgeltliche Allmeinauftrieb pro 1925 bewilligt. 8. Kristian Schapler beantragt die Verbesserung des Alpweges über Mansaura und Engelbert Maier berichtet, daß er gegen die geplante Verlegung des Raschitscherweges ab dem langen Rank zum Schutze des Waldbestandes Stellung nehmen müsse und nachdem in der anschließenden Wechselrede keine Einigung erzielt wurde eine neuerliche Besichtigung an Ort und Stelle für notwendig erachtet. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen am 25.5.1925"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19250503_GVE000 Vandans 1925-05-03 -1- Protokoll aufgenommen über die am 3. Mai 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 10 Gemeindevertreter stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung: Abwesend: Gemeinderat Bernhard Maier sowie Kristian Schapler und Netzer, für welche Letzteren der Ersatzmann Franz Josef Schapler erschienen ist. Alois Beschlüsse: 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 12. April 1925 wurde gelesen und genehmigt. 2. Nachdem Lehrer Bargehr über Befragen erklärt hat, daß er den Organistendienst nur unter der Bedingung weiterhin übernehme, wenn ihm für das Jahr 1925 entweder die Hälfte der Steuerschuldigkeit als Organistenlohn nachgelassen werde oder aber die letztjährige Entlohnung per 70 Goldkronen für das Jahr 1925 um 100% erhöht werde und Lehrer Märk um diesen Lohn den Organistendienst nicht übernehmen wolle, worauf eine Anfrage beim Lehrer Märk dem Vorsteher übertragen wurde. 3. Über ein mündliches Ansuchen des Bernhard Hämmerle um Pauschalierung der Zimmerabgabe beim Lünersee auf sein Anbot von 500 Schilling pro 1925 wurde beschlossen, dem Gesuchsteller einen Pauschalbetrag von 800 Schilling für das Jahr 1925 zu fordern. 4. Ein Antrag des Franz Koller, die Gemeinde wolle bei Errichtung einer Telefonleitung als Teilnehmer mit 1/5 der Erstellungskosten beitreten und das jährliche Pauschale für die Zentralstelle übernehmen, wurde in Beratung gezogen und beschlossen, übe die Anträge abzustimmen und zwar: -2- a) des Josef Egele, die Gemeinde wolle mit 600 Schilling als Teilnehmer beitreten und ein jährliches Pauschale von ca. 25 Schilling übernehmen und b) Antrag des Gemeinderat Wilhelm Neher, die Gemeinde wolle zu den Baukosten der Telefonleitung eine einmalige Spende von 600 Schilling und für die Benützung die jährlichen Sprechgebühren von Fall zu Fall bezahlen, wenn das Telefon bis Ende des Jahres 1925 erstellt wird, ersterer Antrag erhielt 4, letzterer Antrag 6 Stimmen. 5. Der Antrag der Bezirkshauptmannschaft Bludenz betreff Beschlussfassung über die Erbauung eines Elektrizitätswerkes am Relsbach und Festsetzung der Frist zur Ausführung desselben wurde in Verhandlung gezogen, wobei man allgemein der Ansicht war, es wäre sowohl für die Firma Dietrich als auch für die Gemeinde vorteilhafter wenn man sich einigen und den Strombedarf entsprechend zur gemeinsamen Erstellung eines elektrischen Werkes vereinigen würde, und nachdem Josef Dietrich diesem Antrag beipflichtet, wurde der Waldaufseher Engelbert Maier und Josef Egele zu einer diesbezüglichen Vorbesprechung mit Karl Dietrich delegiert. 6. Dem Ansuchen des Johann Eiler um Verleihung des Bürgerrechtes wurde entsprochen und demselben samt seiner Frau Viktoria geb. Schoder die Zusicherung zur Verleihung des Bürgerrechtes unter der Bedingung erteilt, wenn derselbe die in einer späteren Sitzung zu bestimmende Einbürgerungstaxe innerhalb einer festzusetzenden Frist bezahlt. -3- 7. Dem Ansuchen des Konsumverein Verwalters um Abstandsnachsicht bis auf 2 Meter beziehungsweise 1,40 von der Gemeindestraße zum Zwecke Erbauung einer Bäckerei an das Magazin beim Hause Nr. 44 Gp. Nr. 61 wurde entsprochen und die angesuchte Abstandsnachsicht bewilliget. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen vom 3.5. - 18.5.25"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19250412_GVE000 Vandans 1925-04-12 -1- Protokoll aufgenommen über die am 12. April 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von sämtlichen Gemeindevertreter (mit Ausnahme des Alois Netzer, für welchen der Ersatzmann Franz Josef Schoder erschienen ist) stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung, wobei nachstehende Verhandlungsgegenstände erledigt wurden. 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 1. März 1925 wurde verlesen und in derselben Sitzung genehmigt. 2. Der Gemeindevoranschlag pro 1925 mit 5624 Schilling an Einnahmen und 18440 Schilling Ausgaben, mit einem überdeckten Rest von 12816 Schilling wurde mit den Ansätzen der Gemeindevorstehung ohne Abänderung genehmigt und beschlossen die Bedeckung des Abganges durch Zuschläge auf die Grundsteuer, Hausklassen und Hauszinssteuer mit 400% zu verumlagen sowie die Gemeindesteuer in 2 Raten, je zur Hälfte auf 10. Juni und 10. Oktober 1925 zur Einzahlung vorzuschreiben und einzuheben. 3. Die Grasnutzung der Armenfondsheimat Nr. 10 wurde beschlossen auf 2 Jahre im Versteigerungswege zu verpachten. 4. Dem Ansuchen der Gemeinde Bartholomäberg um Aufnahme des Ludwig Wachter Haus Nr. 174 wurde entsprochen und dem Genannten sowie dessen Gattin Theresia geb. Wachter und minderjährigen Kinder das Heimatrecht im Sinne des § 2 des Heimatrechtsgesetzes vom 5.12.1896 Reichsgesetzblatt Nr. 222 zuerkannt. Gleichzeitig wurde beschlossen die Heimatrechtsverhältnisse des Franz Josef Biermeier in Bartholomäberg und Heinrich Biermeier in St.Gallenkirch durch Ansuchen bei deren Aufenthaltsgemeinden zu regeln. -2- 5. Behufs Sicherstellung einer Kurentforderung per Kronen 1 817 300 bei Genovefa Alprecht [Albrecht?] wurde der Beschluß gefaßt der Schuldnerin als Rückzahlungstermin den 1. Mai 1925 festzusetzen oder aber nach diesem Termin pfandrechtliche Sicherstellung zu erwirken. 6. Die Mitteilung über die Abweisung des Gesuches an die Gemeinde Schruns betreff Regelung der Gemeinderechtsverhältnisse des Ferdinand Galehr und Sohn Johann wurde zur Kenntnis genommen. 7. Dem Ansuchen des Franz Koller um Beschotterung der Bahnzufahrtsstraße gegen unentgeltliche Beistellung seines Pferdes zum Schotterführen wurde in derweise entsprochen, daß nur die dürftigen Stellen beschottert werden. 8. Dem Gemeindekassier Josef Schoder wird die bisherige Entlohnung von 150 Schilling pro Jahr auf 200 Schilling erhöht. 9. Ein Erlaß der Landesregierung mit 4 Vorschlägen betreff Entlohnung der Gemeindevorsteher wurde verlesen und nachdem der Vorsteher den Vorsitz an den 1. Gemeinderat Bernhard Maier abgetreten und sich entfernt hatte in Beratung gezogen und beschlossen dem Vorsteher die Entlohnung von 50 Schilling auf 80 Schilling pro Monat zu erhöhen. 10. Der freiwilligen Feuerwehr wird die Wahl des Gemeinderat Bernhard Maier als Obmann und Josef Schapler als Stellvertreter genehmigt. 11. Dem August Gumpelmaier wird über Ansuchen auf der Allmein beim Haus Nr. 197 ein Grundkomplex von 10 Quadratmeter auf 1 Jahr unentgeltlich überlassen wenn er denselben kultiviert und als Gemüsegarten umzäunt. -3- 12. Die Reparatur des Ziegeldaches an der Friedhofmauer durch Zementbedachung und teilweise Instandsetzung der Mauer wurde dem Wilhelm Neher übertragen. 13. Engelbert Maier beantragt die Verbreiterung der Strasse vom rechtseitigen Brückenkopf der Relsbrücke immer dem Haus Nr. 17 gegen den Auenlatsch[??], was allgemein für notwendig erachtet und dessen Ausführung dem Antragsteller im Einvernehmen mit der Wildbachverbauung übertragen wurde. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen vom 12.4. - 26.4.25"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19250301_GVE000 Vandans 1925-03-01 -1- Protokoll aufgenommen über die am 1. März 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 10 Gemeindevertretern stattgefundenen Sitzung der Gemeindevertretung. Abwesend: Gemeinderat Bernhard Maier und Alois Netzer, für welche letztere der Ersatzmann Franz Josef Schoder erschienen ist, und nachstehende Verhandlungsgegenstände erledigt wurden. 1. Das Protokoll von der letzten Sitzung am 8. Februar 1925 wurde gelesen und genehmigt. 2. Der von der Landesregierung beantragten Erhöhung des Rauchfangkehrertarifes auf den 18 000 hohen Tarif vom Jahre 1911 wird nicht zugestimmt, jedoch wäre man bereit eine 12 000 fache Erhöhung desselben Tarifes anzunehmen. 3. Das Gesuch des Landesmuseumsverein Bregenz um eine Spende wurde abgewiesen. 4. Ein schriftlicher Auftrag der Landesregierung zur Unterfangung der linksseitigen Brückenköpfe bei den Illbrücken in Rotund und Moos wurde zur Kenntnis genommen und nachdem die Gemeinderäte Bernhard Maier und Wilhelm Neher die unterwaschenen Brückenköpfe an Ort und Stelle schon besichtiget, wurde deren Unterfangung dem Wilhelm Neher übertragen. 5. Auf eine Zuschrift der Irrenanstalt Valduna betreff Revers-Unterfertigung zur Verpflegskostenübernahme für Waldburga Galehr, Gattin des Ferdinand Galehr in Schruns wurde beschlossen, deren Heimatszuständigkeit durch Ansuchen um Aufnahme bei der Gemeinde Schruns zu regeln und betreff Verpflegskostenübernahme sich vorher bei einem Rechtsfreund zu erkundigen. -2- 6. Eine Aufforderung der sozialdemokratischen Fraktion betreff Maßnahmen bei der Landesregierung um Aufhebung der Zölle für Getreide und Mehl sowie der Warenumsatzsteuer wurde verlesen. 7. Dem mündlichen Ansuchen des Franz Koller um einen Gemeindebeitrag von 5 000 000 für das Telefon wird bedingungsweise entsprochen, wenn die unentgeltliche Benützung einer Sprechstelle für das Gemeindeamt, Forstpersonal, Feuerwehr, Alpinteressentschaft Lünersee und Pfarramt zugesichert und gewährleistet wird, sowie der Waldaufseher und Vorsteher bestellt. 8. Gemeinderat Wilhelm Neher ersucht um Beschotterung des Fahrweges von Fidel Fleisch bis gegen Ausservens, deren Notwendigkeit anerkannt und demselben zur Ausführung übertragen wurde. 9. Lehrer Bargehr beantragt die Öffnung der oberen Schallöcher im Kirchturm, indem dieser Wunsch von entfernteren Bewohnern vielfach zum Ausdruck gebracht wurde. Josef Schoder unterstützt diesen Antrag mit Rücksicht auf die Glockenspenden vom Jagdpachtanteile, worauf Gemeinderat Neher mit der Besichtigung an Ort und Stelle und Antragstellung in nächster Sitzung betraut wurde. 10. Ein Antrag, das Anhängen von Holz an Wagen oder Karren über den Alpweg von der Lendi herunter zu verbieten fand allseitige Zustimmung. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen vom 2.3. - 16.3.25"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
  1. vandansvertretung
19250208_GVE000 Vandans 1925-02-08 -1- Protokoll aufgenommen über die am 8. Februar 1925 im Schulhause zu Vandans unter dem Vorsitze des Gemeindevorstehers Franz Josef Bitschnau und in Anwesenheit von 10 Gemeindevertretern und 1 Ersatzmann stattgefundene Sitzung der Gemeindevertretung. Abwesend Josef Egele für welchen der Ersatzmann Hermann Lorünser erschienen ist und Josef Dietrich, welcher erst unmittelbar vor der Sitzung abgemeldet wurde. Nach Konstatierung der Beschlußfähigkeit der Anwesenden wurde die Sitzung eröffnet, das Protokoll von der letzten Sitzung vom 18. Jänner 1925 gelesen und genehmigt und nachstehende Verhandlungsgegenstände erledigt. 1. Dem Ansuchen des Magnus Breuß um Trennungsbewilligung der Gp. Nr. 1453 - 1461 wurde entsprochen und die Trennungsbewilligung erteilt. 2. Dem Johann Kasper in Rotund wird für 4 Stück Schafe von Witwe Moosbrugger in das Strafgeld nebst dem [Nachträglicher Allmeingeld auf Kronen 10 000 pro Stück den verbotswidrigen Auftrieb von Jetzmund Gemeinde Bartholomäberg Einschub: "bezahlten"] festgesetzt. 3. Die Beratung wegen Verwertung, eventuell Verpachtung des Grasnutzens auf der Gemeindefondsheimat Nr. 10 wird auf eine spätere Sitzung verschoben. 4. Die Zimmerabgabe pro 1926 wurde mit 10% wie im Vorjahr festgesetzt und soll ohne Rücksicht auf Privat oder Gasthäuser von Fall zu Fall eingehoben werden. 5. Mit Rücksicht auf den durch die Geldentwertung sehr geringen Betrag des Allmein-Meliorationsfonds, welcher kaum 1 1/2 Goldkronen ausmacht, -2- wurde beschlossen, denselben mit dem Gemeindevermögen zu vereinigen, indem sowohl beim Allmeinfonds als auch beim Gemeindevermögen die gleichen Nutznießer sind und die Gemeinde ohnedies, wo möglich mit Gemeindemitteln die Allmein an nutzbringenden Stellen verbessern kann. 6. Dem mündlichen Ansuchen des Anton Wolf um Belassung in der Naturalverpflegung wurde nicht entsprochen und neuerlich der Beschluß gefaßt denselben in die Wohltätigkeitsanstalt Valduna zu überstellen. 7. Die vom Armenfondsverwalter verfügte Kündigung des Pflegplatzes bei Franz Josef Schapler Nr. 113 für ein Kind der Berta Wolf sowie Einstellung der Verpflegskostenbezahlung mit 31. Jänner 1925 wird genehmigt. 8. Dem Gemeindekassier Josef Schoder wird zur Deckung der laufenden Ausgaben bis Steuergelder einbringlich sind die Verwendung des bei der Raiffeisenkasse dahier bestehenden laufenden Kredites von Kronen 50 000 000 bewilliget. Franz Josef Bitschnau, Vorsteher Josef Egele Josef Bargehr Martin Nuderscher [Anmerkung mit Bleistift: "Angeschlagen vom 8.2.25 - 23.2.25"] [Das Protokoll wurde in Kurrentschrift verfasst]
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