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19770304_FF_009 StandMontafon 04.03.1977 23.05.2021, 10:20 -1- Niederschrift Aufgenommen am Freitag den 4.3.1977 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 9. Sitzung des FDRSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 22.2.1977, sind zu der auf heute anberaumten Sitzung nachfolgend angeführte Mitglieder des Forstfondausschusses erschienen: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns Vizebürgermeister Eduard Stemer aus St. Anton, in Vertretung des Bürgermeisters LAbg. Ignaz Battlogg, Anton Lorenzin, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Anton Wachter, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Standesrepräsentantstellvertr. Bgm. Ernst Pfeifer konnte wegen dienstlicher Verhinderung nicht an der Sitzung teilnehmen. Der Vorsitzende eröffnet um 10.15 Uhr die Sitzung, Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 28.1.1977. 2. Eingabe der Waldaufseher, um die Erhöhung der Kommissionsgeldpauschale. 3. Eingabe der Alpverwaltung Grabs-Alpila, um die Erhöhung des Forstfondzuschusses. 4. Ansuchen der Alpverwaltung Sporn, um die Erlaubnis zur Einführung einer Wegbenützungsgebühr. 5. Mündliches Ansuchen des Bahl Elmar in Tschagguns, um weitere pachtweise Überlassung der Maisäßhütte im Gauertal an einen Pächter, der derzeit in dieser Hütte wohnt. -2- 6. Beratung über die Erstellung eines Waldwegekonzeptes. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 28.1.1977 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Dem Ansuchen der Montafoner Waldaufseher, um die Erhöhung der Kommissionsgeldpauschale und der Leistungsprämie, wird wie folgt stattgegeben: a) Die Kommissionsgeldpauschale wird ab 1.4.1977 von monatlich S 1000.-- auf S 1.300 angehoben. b) Die Leistungsprämie, die jährlich aufgeteilt nach dem jeweiligen Einschlag in den Aufsichtsgebieten, an die Waldaufseher zur Auszahlung gelangt, wird von S 20.000.- auf S 40.000. erhöht. Die Kommissionsgeldpauschale und die Leistungsprämie sind ab 1.1.1978 analog den Gemeindeangestelltenbezüge nachzuziehen, damit laufend eine lohngerechte Angleichung erfolgt (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen der Alpverwaltung Grabs-Alpila in Tschagguns, um die Erhöhung des Forstfondzuschusses für den Güterwegebau von Grabs nach Alpila (letztes Teilstück), wird wie folgt stattgegeben: a) Zum Weiterbau des Güterweges von der Hochegga bis Alpila überläßt der Forstfond das anfallende Trassenholz bis zu einem Gesamtausmaß von 100 fm. Das über diese Menge anfallende Holz ist dem Forstfond aufgearbeitet, frei Straße -3- unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. b) Ausserdem wird ein einmaliger Förderungsbeitrag in Höhe von S 50.000.- gewährt, der bei Baubeginn zur Anweisung gebracht wird. c) Zur Bedingung wird gestellt, daß der Güterweg bis in die sogenannte "Blaika" über die alte Alpwegtrasse geführt wird. Die Förderung erfolgt deshalb in dieser Höhe, weil durch diesen Güterwegebau die Forstfondwaldüngen in diesem Bereich miterschlossen werden. Der Alpverwaltung ist aber mitzuteilen, daß eine weitere Unterstützung dieses Bauvorhabens nicht zu erwarten ist (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 4): Dieser Punkt wird vertagt, weil die Alpverwaltung Sporn das angekündigte Ansuchen, um die Erlaubnis zur Einhebung eines differenzierten Wegeerhaltungskostenbeitrages, nicht vorgelegt hat. In diesem Zusammenhange wird beschlossen, dieses Problem, das im Montafon mehrere Alpen betrifft, deren Wirtschaftswege über Forstfondbesitz führen, im Zuge der Erstellung des vorgesehenen Waldwegekonzeptes allgemein zu lösen. Zu Pkt. 5): In der Erledigung des mündlichen Ansuchens von Elmar Bahl in Tschagguns, wird festgestellt: Der Forstfond kaufte im Jahre 1966 von Elmar Bahl eine Maisäßliegenschaft im Gauertal. Bei den Kaufverhandlungen wurde unter anderem vereinbart, daß der Verkäufer das Maisäßhäuschen 10 Jahre für eigene Erholungszwecke benützen darf. Er kann auch das Objekt abtragen und das Holz für sich verwenden oder veräussern. -4- Dieser Termin ist nun mit 20.1.1976 abgelaufen. Nachdem die Hütte zwischenzeitlich nicht abgetragen wurde, ist sie mit diesem Tage in das Forstfondeigentum übergegangen. Es wird beschlossen dies dem Vorbesitzer zur Kenntnis zu bringen. Eine Nachforderung für die terminüberschreitende Benützung hat nicht zu erfolgen. Der sich in der Hütte befindliche Mieter Elmar Matt, der ohne Zustimmung des Forstfondes sich dort aufhält, ist aufzufordern sich umgehend mit der Forstverwaltung in Verbindung zu setzen; wobei ein Termin von längstens 4 Wochen vorzusehen ist. Sollte eine einvernehmliche Lösung mit Herrn Matt über den Aufenthalt in der Hütte möglich sein, so kann er gegen eine monatliche Miete von S 500.-- bis auf weiteres in dem Maisäßhäuschen verbleiben. Andernfalls ist zu veranlassen, daß das Objekt so rasch wie möglich geräumt wird (einstimmige Beschlußfassung). Pkt. 6): Um die Forstfondwaldung für eine bessere Bewirtschaftung vorteilhafter zu erschließen, wird beschlossen ein Waldwegekonzept zu erstellen. Die Waldaufseher sind aufzufordern jene Waldgebiete, die nach ihrer Meinung einer Erschließung bedürfen, der Forstfondkanzlei bekannt zu geben. Dabei haben sie auch Kontakt mit dem zuständigen Bürgermeister oder Agrarobmann aufzunehmen, weil einige Walderschließungen in der Fortsetzung, bzw. Verlängerung von Güterwegen möglich sein werden. Die bei der Forstverwaltung einlaufenden Anregungen sind unter Beiziehung der Forstbehörde zu überprüfen und dann die planlichen Vorkehrungen zu treffen, die dem Forstfondausschuß vorzulegen sind. Durch die Erstellung eines Waldwegekonzeptes wird die Möglichkeit geschaffen, je nach finanzieller Kraft und Dringlichkeit Waldaufschließungen durchzuführen, welche eine bessere Nutzung der Forstfondwaldungen ermöglichen sollen. -5- Pkt. 7): Dem Ansuchen der Alpgenossenschaft Netzen in St. Gallenkirch, um die Erlaubnis das für eine Reparatur der Alpgebäude bezogene Servitutsholz veräussern zu dürfen, weil wegen der Dringlichkeit der Instandsetzungsarbeiten bereits Schnittholz vom Sägewerk Rudigier in Gortipohl gekauft wurde, wird einstimmig stattgegeben. Pkt. 8): Dem Ansuchen des Kurt Willi in Gaschurn HNr. 11, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom lawinenzerstörten Wohnhause Nr. 46, Bp. 648, auf das auf der Grundparzelle 2276/2 (beides in K.G. Gaschurn) neuerstellte Wohnhaus, wird stattgegeben. Dieser Übertragung zugrunde liegt die Verzichterklärung der Vorbesitzerin Maria Lerch in Partenen HNr. 64. Auf Grund dieser Übertragung wird die Bp. 648 auf Bova für immer ausgeforstet, d.h. hat in Zukunft kein Holzbezugsrechtrecht mehr. Dafür wird auf das auf der Grundparzelle 2276/2 neuerstellte Wohnhaus mit einem Gesamtholzbedarf (bei Neubau des Objektes) von 25 fm eingeforstet. Zur Durchführung von Reparaturen kann der jeweilige Holzbedarf bei der Forstproduktenanmeldung beim zuständigen Gemeindeamt, geltend gemacht werden (einstimmige Beschlußfassung. Pkt. 9): Dem Ansuchen des Emil Fritz in St. Gallenkirch HNr. 275 a, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 34, Bp. 662, das im Dezember 1974 abgebrannt ist, auf das auf der Grundparzelle 1607/2 (beides K.G. St. Gallenkirch) neuerbaute Wohnhaus, wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird die Bauparzelle 662 für immer ausgeforstet und der auf der Grundparzelle 1607/2 erstellte Neubau mit einem Gesamtholzbedarf von 25 fm (beim Neubau d. Objektes) -6- eingeforstet. Zur Durchführung von Reparaturen kann der jeweilige Servitutsholzbedarf bei der Forstproduktenanmeldung beim zuständigen Gemeindeamt geltend gemacht werden (einstimmige Beschlußfassung). Bericht: Der Vorsitzende berichtet, daß der Kaufvertrag mit Frau Berta Lichtensteiner in Innsbruck, von welcher der Forstfond eine forstwirtschaftliche Liegenschaft in der K.G. Silbertal erworben hat (siehe Umlaufbeschluß vom 9.2.1977), unterfertigt ist. Die Eingaben an die Behörden wurden bereits vorgenommen. Der Kaufpreis wird am 4.3.1977, also noch vor der Verbücherung, zur Zahlung fällig. Der Bericht wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne des Vorarlberger Gemeindegesetzes zuerkannt. Der Vorsitzende schließt um 12.30 Uhr die Sitzung und bedankt sich bei den Mitgliedern des Forstfondausschusses für ihr Kommen und ihre Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
  1. forstfonds
  2. standmontafon
19700122_FF_038 StandMontafon 22.12.1970 23.05.2021, 10:19 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Donnerstag, den 22.1.1970, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 38. Sitzung der FORSTFONDVERTRETUNG in dieser Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 7.1.1970, wurde auf heute 9.30 Uhr eine Sitzung der Forstfondvertretung anberaumt, zu welcher nachfolgend aufgezählte Forstfondvertreter erschienen sind: Standesrepräsentant Bgm. P.Wachter, Gaschurn, Vorsitzender, " Stellvertreter LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg, St. Anton, Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Vbgm.Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Vbgm. Oskar Neher aus Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Gemeindevertreter Ludwig Erhard aus Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns. Bürgermeister Hermann Brugger in Silbertal hat sich wegen Erkrankung entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 9.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung der nachfolgenden Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 20.11.1969 2. Vorlage des Voranschlages für das Rechnungsjahr 1970 3. Grundkauf der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz zur Erweiterung des Ausgleichbeckens auf Latschau in Tschagguns. 4. Grundbuchrichtigstellung zwischen Forstfond und Herrn Jos. Meinrad Barbisch in Gaschurn HNr. 170. 5. Ansuchen der Liftanlagengesellschaft Gaschurn, wegen Grundbeanspruchung für eine Skiabfahrt. 6. Dienstbarkeitsvertrag - abgeschlossen mit Rolf Seifang in Dürnau, wegen Belassung einer Freizeitunterkunft auf Forstfondgrund. Berichte: Verschiedene Holzverkäufe! Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 20.11.1969 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. [-2-] Zu Pkt. 2) Der Vorsitzende teilt mit, daß der Voranschlag des FORSTFONDES MONTAFON für das Rechnungsjahr 1970 erstellt ist. Nach postenweiser Verlesung durch den Sachbearbeiter Alfred Walch, erläutert der Vorsitzende die einzelnen Haushaltsstellen. Im Zuge der Beratung wird beschlossen das Stockgeld für das Servitutsholz in gleicher Höhe zu belassen, wie es für das Jahr 1969 festgesetzt wurde. Auch die Ablöse für harteingedeckte Schindeldächer wird in gleicher Höhe belassen. Die im Voranschlag vorgesehene Verkaufsholzmenge ist aus Waldlagen zu veräussern, wo die Bringungskosten als tragbar angesehen werden können. Nach eingehender Debatte wird der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1970 einstimmig genehmigt. Zu Pkt. 3) Die Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz beabsichtigt im Zuge der Staubeckenvergrößerung auf Latschau (Tschagguns) ca. 8 ha bewaldeter Forstfondgrund käuflich zu erwerben. Der diesbezügliche Vorvertrag, der als Variante I und II vorgelegt wurde, kann in vorliegender Fassung nicht angenommen werden. Es ist daher notwendig, daß Verhandlungen eingeleitet werden. Zu diesen Verhandlungen, bzw. Vorbesprechungen werden nachfolgende Herren bevollmächtigt: a) Standesrepräsentant Bgm. Peter Wachter b) VBgm. Oskar Neher aus Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. c) Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns. Ausserdem ist zu veranlassen, daß der zur Ablöse vorgesehene Waldbestand kluppiert wird. Zu Pkt. 4) Die im Zuge der Grundbuchsanlegung und der darauf erfolgten Vermessung irrtümlich dem Forstfond zugeschriebenen Gpn. 2737/3 (Wald) mit 22 ar 70 m2 und 2737/4 (unproduktiv) mit 1 ar 07 m2 in K.G. Gaschurn, sind mittels vorgelegter Richtigstellungsurkunde dem tatsächlichen Besitzer Josef Meinrad Barbisch in Gaschurn HNr. 170 zu übertragen. Zu Pkt. 5) Dem Ansuchen der Liftanlagengesellschaft m.b.H. in Gaschurn um die Erlaubnis die Waldparzelle 1218 in Gaschurn im Bereiche des Mittelmaisäßes mittels einer Skiabfahrtstrasse durchqueren zu dürfen, wird unter folgenden Bedingungen stattgegeben: a) Vorerst wird festgehalten, daß sich die Gp. 1218 in der Waldkampfzone befindet. Die vorhandene Waldung bietet Lawinenschutz für die unterliegenden Waldungen und Objekte. Es ist deshalb unbedingt notwendig, daß die von der Wildbach- und Lawinenverbauung, Bauleitung Montafon festgestellte Lawinengefährlichkeit durch die vorgeschriebene Erstellung von Schutzbauten unterbunden wird. [-3-] b) Sollten als Folge der Trassenschlägerung der einer künstlich herbeigeführten Geländeveränderung gleich welcher Art Lawinenabgänge erfolgen, übernimmt der Forstfond keinerlei Haftung, bzw. Verantwortung, weil die Erstellung dieser Skiabfahrt im alleinigen Interesse der Liftanlagengesellschaft Gaschurn liegt. Die Liftanlagengesellschaft hat hiefür die volle Verantwortung zu tragen. c) Über die zu erwartende Grundbeanspruchung ist zu gegebener Zeit (den näheren Zeitpunkt bestimmt die Forstverwaltung) ein Übereinkommen abzuschließen, in welchem die Entschädigung für den Nutzungsentgang, die Grundbeanspruchung usw. geregelt werden. d) Das ohne Zustimmung der Forstverwaltung bereits geschlägerte Holz ist aufgearbeitet, aber unentgeltlich der Forstverwaltung zur Verfügung zu stellen. Die näheren Weisungen erfolgen durch den zuständigen Waldaufseher. Zu Pkt. 6) Der mit Rolf Seyfang, Industrieller in Dürnau (Deutschland) abgeschlossene Dienstbarkeitsvertrag Über die Belassung einer Freizeitunterkunft im Gargellental (inner der Schnapfenwaldung) wird vollinhaltlich zur Kenntnis genommen. Berichte: Der Vorsitzende berichtet: a) daß ca. 29 fm alte Windwürfe in entlegener Lage in Sarottla an Waldaufseher Hugo Mangard zum Preise von S 140.- pro fm verkauft wurden; b) daß ca. 10 fm vereinzelte Windwürfe aus der Standeswaldung Tschagguns an Johann Summer, Postbeamter in Tschagguns zum Preise von S 280 pro fm abgegeben wurden. Die Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen! Ende der Sitzung: 12.30 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
  1. forstfonds
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19940301_FF_014 StandMontafon 01.03.1994 23.05.2021, 10:19 -1- STAND MONTAFON-FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 1. März 1994 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anläßlich der 14. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 21. Februar 1994 nehmen an der auf 16.30 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant LAbg. Mag. Siegmund Stemer, St. Anton; Bürgermeister Harald Wekerle, Schruns (bis 17.00 Uhr); Bürgermeister Guntram Bitschnau, Tschagguns; Bürgermeister Burkhard Wachter, Vandans; Bürgermeister Martin Vallaster, Bartholomäberg; Bürgermeister Willi Säly, Silbertal; Dir. Gottfried Schapler, Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans; Betriebsleiter Dipl. Ing. Hubert Malin Entschuldigt: Bürgermeister Fritz Rudigier, St. Gallenkirch; Bürgermeister Heinrich Sandrell, Gaschurn; Nicht erschienen: Ernst Marlin, als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch; Schriftführer: Standessekretär Mag. Johann Vallaster; Der Vorsitzende eröffnet im Anschluß an die Standessitzung um 16.30 Uhr die Sitzung der Forstfondsvertretung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Behandlung steht somit nachstehende Tagesordnung 1. Genehmigung der Niederschrift über die 13. Sitzung vom 7.12.1993; 2. Berichte des Vorsitzenden und des Betriebsleiters; 3. Mitfinanzierung bei der Sanierung "Brunnenrittrutschung"; 4. Beitritt zur Güterweggenossenschaft "Garneratal" in Gaschurn; 5. Gewährung eines Kostenbeitrages an Alpe Gafluna für Alperschließung; 6. Forderungsabschreibung, 7. Bedarfsanmeldung 1994; 8. Allfälliges; Erledigung der Tagesordnung: Pkt. 1.) Die Niederschrift über die 13. Sitzung vom 7. Dezember 1993, welche allen Forstfondsvertretern zugegangen ist, wird über Antrag des Vorsitzenden ohne Ergänzungen einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 2. - Berichte des Vorsitzenden: a) Vom Amt der Landesregierung wurde mit Schreiben vom 17.12.1993 mitgeteilt, daß Mag. Barbara Harder als Sachverständige für Natur- und Landschaftsschutz in der neu installierten Naturschutzfachstelle bei der BH Bludenz bestellt wurde. b) Der Alpe Gritsch wurde mit Bescheid der BH Bludenz vom 13. Jänner 1994 die Bewilligung erteilt, in Weiterführung der Forststraße durch Anbindung und Ausbau des bestehenden Alpweges unter Einhaltung diverser Auflagen eine Fahrverbindung für landwirtschaftliche Fahrzeuge zur Alpe zu erstellen. c) Für die Forststraßen "Röbibach" und "Valisera-Basisweg" in St. Gallenkirch wurde mit Bescheid vom 13. Jänner 1994 der BH Bludenz auf Grund des anstandslosen Schlußüberprüfungsergebnisses die Betriebsbewilligung erteilt. d) Dem Transportunternehmen Bitschnau Herbert in Silbertal wurde mit Bescheid vom 14.1.1994 die Landschaftsschutzbewilligung und die wasserrechtliche Bewilligung zum Abbau von maximal 15.000 m3 Kiesmaterial aus dem Bereich des Gieslatobels bachabwärts der Furt im Zuge der Güterweganlage Gafluna bis ca. 200 m bergseits der Einmündung des Gieslatobels linksufrig bei den vorhandenen Materialentnahmestellen erteilt. Bei diesen Materialentnahmen soll das Bachbett auf eine Breite von etwa 8-10 m ausgeweitet werden, wobei das Gerinne selbst nicht geradlinig verlaufen soll. Nach dem vorliegenden Bescheid können in Zukunft weitere Materialentnahmen erst nach größeren Materialantransporten im Zuge eines Großereignisses bewilligt werden. Festgestellt wird, daß die Materialentnahme selbst nicht auf Grund des Standes Montafon erfolgt. e) Den Vorarlberger Kraftwerken wurde mit Bescheid vom 20.01.1994 die Landschaftsschutz- und wasserrechtliche Bewilligung zur Errichtung einer Brücke über den Gampadelsbach beim Fischkalter erteilt. Die Brücke ist bereits errichtet, der Kostenanteil des Standes Montafon beträgt ca. S 20.000,-. f) Die Vorarlberger Landesregierung hat mit Schreiben vom 1. Februar 1994 mitgeteilt, daß gegen den Voranschlag 1994 kein Einwand erhoben wird. g) Von der Vorarlberger Landesregierung wurde mit Beschluß vom 1.Februar 1994 der beantragte Personalkostenzuschuß für das laufende Jahr in einer Höhe von S 400.000,— bewilligt. -2- h) Vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft wurde im Dezember 1993 das Ergänzungsprojekt zum Schutzwaldsanierungsprojekt Außerbacherwald mit einem Kostenrahmen von S 9.833.000,-- und einem 60%-igen Bundesbeitrag dazu (S 5.936.000,--) genehmigt. Das ursprüngliche Projekt mit einer Projektssumme von S 12.580.000,-- und einer Laufzeit bis zum Jahre 2018 wurde auf den genannten Rahmen reduziert und die Laufzeit bis zum Jahre 2002 verkürzt. In der Projektsgenehmigung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft sind nachstehende Auflagen enthalten: 1.) Das Projekt darf erst nach Vorliegen des geologischen Gutachtens, welches dem Bundesministerium zur Kenntnis zu bringen ist, in Angriff genommen werden. 2.) Zum Projekt muß eine positive Stellungnahme des forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung vorliegen. 3.) Nach einer Zwischenkollaudierung mit zufriedenstellendem Ausgang könnte eine Laufzeitverlängerung bis zum Jahre 2008 ins Auge gefaßt werden. 4.) Dem Bau der geplanten Forstweganlage wird vorbehaltlich des Vorliegens der erforderlichen naturschutz- und forstrechtlichen Bewilligungen zugestimmt. 5.) Von der Forstbehörde ist auf die ökologische Verträglichkeit des Schalenwildbestandes bedacht zu nehmen, wobei der Nachweis hierüber durch geeignete Kontrollflächenmethoden zu erbringen ist. Durch Wild verursachte Schäden sind vom Jagdnutzungsberechtigten abzugelten. Es wird in diesem Zusammenhang berichtet, daß die Bewilligungsauflagen der Gemeinde Gaschurn zur Kenntnis gebracht wurden, wobei insbesondere auf die Problematik von weiteren Wildschäden in Projektsgebiet verwiesen wurde. Es wird klar festgestellt, daß allfällige Rückforderungen seitens des Bundesministeriums, welche auf eine nicht bescheidgemäße Bejagung des Freihaltegebietes durch die Jagd zurückzuführen sind, entweder von der Gemeinde bzw. von den Jagdnutzungsberechtigten zu übernehmen wären. i) Vom Verwaltungsgerichtshof wurde mit Schreiben vom 2.02.1994 (eingelangt am 21.02.1994) eine Beschwerdeergänzung des Proponentenkomitees mit der Aufforderung zur Abgabe einer Stellungnahme binnen 8 Wochen zugestellt. In der Beschwerdeergänzung wird neuerlich der Antrag auf Zurückweisung bzw. allenfalls Abweisung der Berufung des Standes Montafon gegen den Feststellungsbescheid gefordert, da sich die Beschwerdeführer durch den angefochtenen Bescheid in nachstehenden Punkten verletzt fühlen: 1. Recht auf wirksame mündliche Verhandlung. 2. Recht auf argumentatorische Erledigung der wesentlichen Anträge im Sinne mangelhafter Verfahrensführung und unzureichender Bescheidbegründung. 3. Recht auf Feststellung der Agrargemeinschaftlichkeit des Standes Montafon-Forstfonds und damit der Agrargemeinschaftlichkeit der Rechtsbeziehungen zwischen einzelnen Beschwerdeführern und den von ihnen Vertretenen einerseits und dem Stand MontafonForstfonds als Agrargemeinschaft andererseits. -3- 4. Recht, nicht durch einen untreuen Organwalter in den eigenen Rechten geschädigt zu werden. 5. Recht auf Bestandsschutz der bestehenden, bereits rechtskräftig regulierten Agrargemeinschaften St. Gallenkirch und Vandans. Es wird dazu weiters zur Kenntnis gebracht, daß zusätzliche z.T. polemische und unsachliche Feststellungen in der Beschwerdeergänzung enthalten sind, auf deren nähere Erläuterung verzichtet wird. Pkt. 3.) Der Vorsitzende bringt das Ansuchen der Gemeinde Vandans vom November 1993 zur Kenntnis, mit welchen der Stand Montafon zu einer Mitfinanzierung des von der Gemeinde Vandans aufzubringenden Interessentenbeitrages zur Sanierung der Brunnenrittrutschung ersucht wird, zur Kenntnis und verweist in diesem Zusammenhang auch auf die bereits in früheren Sitzungen erfolgten Berichte zum gegenständlichen Sachverhalt. Der Betriebsleiter berichtet nochmals ausführlich über die Rutschungsereignisse der vergangenen zwei Jahre und stellt fest, daß von ihm eine Sanierung der abgerutschten Forstweganlage abgelehnt wurde, ohne daß vorherige Sanierungs- bzw. Entwässerungsmaßnahmen im Großraum" Tschöppa-Golmerbach" erfolgen, da ansonsten mit hoher Wahrscheinlichkeit ein zweckmäßiger Einsatz der finanziellen Mittel für die Wegsanierung nicht gewährleistet ist. Seinerseits wurde auch damals bei verschiedenen Begehungen und Besprechungen der Vorschlag unterbreitet, die Wildbach- und Lawinenverbauung sowie einen geologischen Sachverständigen einzuschalten. Grundsätzlich wird festgestellt, daß es sich im Gesamtbereich bereits um ein jahrhundertaltes Rutschgebiet handelt, welches immer wieder in unterschiedlichen Etappen aktiv war und auch in Zukunft sein wird. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Forststraße und Rutschung wird von ihm dezidiert abgelehnt, zumal auf sein diesbezügliches Befragen auch von DDr. Bertle dies ausdrücklich verneint wurde. Es wird jedoch nicht in Abrede gestellt, daß die damalige Anlage des Forstweges in einem äußerst kritischen Bereich erfolgt ist, die Forststraße aber nicht für die Abrutschungen und die insgesamt kritische geologische Situation verantwortlich gemacht werden kann. Aus dieser Argumentation spricht sich der Betriebsleiter unter Hinweis auf Folgewirkungen bei ähnlichen Fällen gegen eine Mitfinanzierung der reinen Sanierungsmaßnahmen (Entwässerungen lt. Projekt der Wildbachverbauung) aus und sieht ausschließlich eine Zuständigkeit des Standes Montafon im Bereich der Sanierung der Forstweganlage gegeben. Bürgermeister Wachter erläutert nochmals ausführlich das schriftlich vorgebrachte Ansuchen und weist in diesem Zusammenhang insbesondere auch auf die Feststellungen im geologischen Gutachten hin, wonach die Anlage dieses Forstweges die Gleitmasse im kritischsten Fußteil angeschnitten und damit wesentlich zur derzeitigen Aktivierung der Gleitung beigetragen hat. Diese wäre allerdings lt. Gutachten auch ohne Weg, wahrscheinlich aber erst später, mobilisiert worden. Die Gemeindevertretung Vandans vertritt daher die Auffassung, daß sich der Stand Montafon am Interessentenanteil der Gemeinde Vandans beteiligen muß, da ein ursächlicher Zusammenhang bzw. zumindest eine Beschleunigung des Ereignisses durch die seinerzeitige Anlage der Forststraße nicht in Abrede gestellt werden könne. -4- Das vorliegende Projekt soll im Rahmen des Verbauungsprojektes Rellsbach abgewickelt werden. Die Projektskosten sind mit S 3 Mio. veranschlagt, sodaß von der Gemeinde Vandans unter Abzug des Interessentenanteiles der Vorarlberger Illwerke AG mit 7,5% einen Beitrag in Höhe von 12,5% bzw. einen Betrag von S 375.000,— aufzubringen hat. Laut Vorschlag von Bgm. Wachter wird eine Übernahme von 50% des der Gemeinde verbleibenden Restbetrages durch den Stand Montafon erwartet. Im Zuge der sehr ausführlichen Beratungen wird von den Anwesenden insbesondere auch vom Vorsitzenden festgestellt, daß auf Grund den getroffenen Feststellungen durch den geologischen Sachverständigen eine gewisse Mitverantwortung des Standes Montafon nicht in Abrede gestellt werden kann, wenngleich als alleinige auslösende Ursache der Rutschung sicherlich nicht der damalige Bau der Forststraße in Frage kommt. Im Zuge der Beratungen wird es für zweckmäßig erachtet, die Sanierung der Weganlage in das vorliegende Projekt aufzunehmen, zumal auch für die geplanten Entwässerungsmaßnahmen durch die Wildbachverbauung der vorhandene Forstweg benötigt wird. Es wird daher vereinbart, in Bälde eine Besprechung mit den Vertretern der Wildbachverbauung, dem Geologen DDr. Bertle, der Gemeinde Vandans und dem Stand Montafon in dieser Angelegenheit herbeizuführen, um die Möglichkeit einer Projektserweiterung näher zu beraten. Weiters ist vor einer endgültigen Beschlußfassung über eine Beteiligung des Standes Montafon eine Besichtigung durch die Forstfondsvertretung vorzunehmen, da den meisten Mitgliedern der Forstfondsvertretung die örtlichen Gegebenheiten nicht bekannt sind. Eine endgültige Entscheidung wird daher vorerst zur Vornahme der erwähnten Gespräche bzw. des Lokalaugenscheines vertagt. Vom Betriebsleiter wird zusammenfassend festgestellt, daß für den gesamten Bereich der gesamten Schattseite im Rellstal zur Sicherung der weiteren Schutzfunktionen dieses wichtigen Bannwaldes insgesamt die Ausarbeitung eines flächenwirtschaftlichen Projektes von enormer Wichtigkeit ist, weshalb die Gemeinde Vandans um eine entsprechende Antragsstellung bei der Wildbach- und Lawinenverbauung ersucht wird. Pkt. 4.) Vom Standessekretär wird informiert, daß auf Grund von Verhandlungen unter Beiziehung der Bezirkshauptmannschaft, der Agrarbezirksbehörde, der Vorarlberger Illwerke, der Agrargemeinschaft Garnera und der Gemeinde Gaschurn die Bildung einer Güterweggenossenschaft in das Garneratal beabsichtigt ist, da bisher eine klare Regelung der Benützungs- und Erhaltungsfrage der Weganlage nicht besteht. Nach dem vorläufigen Aufteilungsvorschlag der Agrarbezirksbehörde würden auf den Stand Montafon insgesamt 5 Anteile von 117 Anteilen entfallen. Vom Betriebsleiter wird dazu grundsätzlich festgestellt, daß die durch die Weganlage erschlossenen Waldflächen fast ausschließlich Schutz- und Bannwälder darstellen und die wirtschaftliche Funktion dieses Wälder für den Grundeigentümer als unbedeutend einzustufen ist. Er weist auch darauf hin, daß durch die Agrargemeinschaft mit dem Bau des Kraftwerkes eine weitere Nutzung der Weganlage erfolgt und insbesondere auch die Vermietung im Bereich des Maisäßes Ganeu zu einer verstärkten Inanspruchnahme des Weges führt. Grundsätzlich kann sich der Betriebsleiter eine Beteiligung im Umfang von 3 bis max. 5 Anteilen vorstellen. Die Agrarbezirksbehörde ist im aufgezeigten Sinne zu informieren, eine endgültige Beschlußfassung wird nach Vornahme der weiteren Gespräche auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. -5- Pkt. 5.) Der Betriebsleiter berichtet, daß durch die Alpe Gafluna zur Erschließung des Rindertales ausgehend von der Putzkammera in Silbertal im Einvernehmen mit dem Stand Montafon eine Güterweganlage errichtet wurde, durch welche auch ein Waldbereich von ca. 15 ha miterschlossen werden konnte. Es wird dabei auch auf die früheren Beratungen in den vergangenen Jahren hingewiesen, wonach bereits im Jahre 1986 der Grundinanspruchnahme und der Überlassung des Trassenholzes als Baukostenbeitrag zugestimmt wurde. Anhand des bewilligten Projektsplanes (Ortophoto) wird vom Betriebsleiter den Anwesenden die Erschließungssituation für die Alpe Gafluna erläutert. Die Erschließung ausgehend von der Putzkammer ist lt. Kostenschätzung mit S 800.000 veranschlagt, wozu der Alpe ein Förderungsbeitrag von 70% gewährt wird. Vom Betriebsleiter wird unter Berücksichtigung des Erschließungseffektes der Standeswaldungen ein Förderungsbeitrag von 50% der nach Abzug der Förderung verbleibenden Restkosten für gerechtfertigt beurteilt, allerdings unter der Auflage, daß am Ende des bestehenden Weges ein ausreichender Umkehrplatz für Zwecke der Waldbewirtschaftung erstellt wird. Für die weitere Erschließung im Bereich der Unteralpe Gafluna in Richtung "Galgenzüg", welche nurmehr in gekürzter Form erfolgen soll, wird vom Betriebsleiter ein Beitrag in Höhe von 15 bis 20% der nach Abzug der öffentlichen Förderung verbleibenden Restkosten für gerechtfertigt beurteilt, zumal mit dieser Weganlage eine Nutzung von ca. 4 ha Schutzwald mittels Seilkrananlage erleichtert wird. Nachdem mit der Alpverwaltung noch verschiedene Fragen bezüglich Abrechnung der Weganlage über Eigenleistungen des Standes Montafon abzuklären sind, wird die Entscheidung auf die kommende Sitzung vertagt. Pkt. 6.) Vom Standessekretär wird berichtet, daß an Kurt Barbisch im Jahre 1992 Servitutsbrennholz geliefert wurde, welches trotz mehrmaligen Mahnungen und Vornahme von Exekutionsschritten über das Bezirksgericht Montafon bis zum heutigen Tage nicht bezahlt wurde. Nachdem im Jahre 1993 über das Vermögen von Kurt Barbisch der Konkurs eröffnet wurde, ist Rechtsanwalt Dr. Anton Tschann mit dem Ersuchen um Erteilung einer Vollmacht und der Zustimmung zu einem gerichtlichen Zwangsausgleich mit einer Zwangsausgleichsquote von 20 % (= gesetzliche Mindestquote) an den Stand Montafon herangetreten. Der Schuldner hat in einem persönlichen Schreiben zusätzlich ersucht, einer Unterschreitung der gesetzlichen Mindestquote von 20% zuzustimmen und das Einverständnis für eine Ausgleichsquote von 15% zu erteilen, damit die Fortführung des Unternehmens gewährleistet und die familiäre und wirtschaftliche Existenz der Familie gesichert werden könne. Im Rahmen der Beratungen wird in Anbetracht der vorliegenden Begleitumstände ein Forderungsverzicht abgelehnt, zumal beim Stand Montafon keinerlei Mitverschulden zur Eröffnung des Konkurses liegt. Unter Hinweis auf die Bestimmungen des Holzbezugsstatutes ist in sinngemäßer Anwendung von § 8 weiteres Servitutssholz erst dann zu liefern, wenn die vorhandenen Rückstände von derzeit S 3.119,-- zur Gänze beglichen sind. -6- Pkt. 7.) Den Anwesenden wird eine Aufstellung der Bedarfsanmeldung für das Jahr 1994 übergeben, welche insgesamt eine Servitutsholzmenge von 6.112 fm aufweist. In diesem Zusammenhang wird festgestellt, daß in den vergangenen 10 Jahren der Anteil von Stockbezügen kontinuierlich zurückgegangen ist und im vergangenen Jahr bei 34,80% (1985 noch 80,78%) liegt. Die Bedarfsanmeldung wird zur Kenntnis genommen, der Antrag um Erteilung der Schlägerungsbewilligung wurde bei der Forstbehörde bereits eingebracht. Pkt. 8. - Allfälliges: a) Der Betriebsleiter informiert, daß in den vergangenen Wochen durch die Betriebsorgane im Außerbacherwald in Gaschurn wiederholt Reh- und Gamswild angetroffen wurde, wobei seitens der Jagd in diesem Freihaltegebiet eine äußerst mangelhafte Bejagung festgestellt werden mußte. Nach einem vorläufigen Lokalaugenschein ist an ca. 95% der Aufforstungen Seitenverbiß festzustellen, weshalb eine Schätzung durch einen gerichtlich beeideten Sachverständigen in die Wege geleitet wird. Insgesamt wird vom Betriebsleiter die Wildsituation im Außerbacherwald als völlig unbefriedigend eingestuft, wobei nochmals auf die Folgewirkungen im Zusammenhang mit dem Schutzwaldsanierungsprojekt hingewiesen wird. Die Gemeinde, die Jagdpächter und die Behörde sind über den Zustand bereits informiert, wobei behördlicherseits weitere Schritte unternommen werden. b) Desgleichen berichtet der Betriebsleiter über die Ablehnung eines Förderungsantrages aus dem Fonds zur Rettung des Waldes für Aufforstungen im Bereich Schattenwald in Bartholomäberg, da in diesem Bereich lt. Aussage des zuständigen Waldaufsehers ebenfalls starker Verbiß an den Mischbaumarten festgestellt werden mußte. Auch in diesem Fall ist eine Schätzung durch einen Sachverständigen vorgesehen. c) Der Betriebsleiter informiert weiters über Besprechungen in den vergangenen Tagen betreffend die Anlage von Mountainbikerouten mit Vertretern des Landes, wobei nun die diesbezüglichen Beschilderungstafeln bei der Fa. Glatz in Bregenz bezogen werden können. Der Vorsitzende schlägt vor, in der nächsten Zeit durch den Betriebsleiter in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Gemeinden die in den vergangenen Monaten in Zusammenarbeit mit der Behörde festgestellten Mountainbikerouten konkret zu erheben und den Bedarf für die Beschilderungstafeln aufzunehmen, damit eine gemeinsame Bestellung über den Stand Montafon gegen Weiterverrechnung der anfallenden Kosten an die jeweilige Gemeinde erfolgen kann. Zur Anfrage des Mountainbikeclubes Montafon über die Veranstaltung eines Mountainbikerennens im August 1994 werden vom Betriebsleiter die Wünsche bzw. möglichen Varianten erläutert, wobei diesbezüglich mit dem Obmann des Mountainbikeclubes Montafon noch weitere Gespräche erfolgen. Bgm. Bitschnau ersucht in diesem Zusammenhang die Forststraßen GrapsSanüel und Grüt in Mountainbikrouten einbeziehen zu können, wogegen sich der Betriebsleiter vorbehaltlich der Bildung der noch ausstehenden Bringungsgenossenschaft für den Bereich Grüt grundsätzlich nicht ausspricht. -7- Vom Betriebsleiter wird jedoch gefordert, daß hinsichtlich der Wegerhaltung mit der Gemeinde ein schriftliches Übereinkommen abgeschlossen wird, wonach die Gemeinde vertraglich als Wegerhalter aufscheint. Der Unterzeichnung einer derartigen Vereinbarung wird von Bürgermeister Bitschnau grundsätzlich die Zustimmung erteilt. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen schließt der Vorsitzende um 18.00 Uhr mit dem Dank für die Mitarbeit die Sitzung. Schruns, 2. März 1994 Schriftführer: Die Forstfondsvertretung
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20140311_FF_034 StandMontafon 11.03.2014 23.05.2021, 10:19 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.1/2014/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 11. März 2014 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 34. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 3. März 2014 nehmen an der auf 13.30 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Rudolf Lerch, St. Anton Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Martin Netzer, MSc, Gaschurn Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Karl Hueber, Schruns Bgm Ewald Tschanhenz, St. Gallenkirch Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Burkhard Wachter, Vandans Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Weitere Sitzungsteilnehmer: DI Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Entschuldigt: Schriftführer: Standessekretär Mag Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 13:30 Uhr die Forstfondssitzung, begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt gemäß Verordnung über den Forstfonds des Standes Montafon die Beschlussfähigkeit fest. Auf Anregung der Gemeinde St. Gallenkirch ersucht der Vorsitzende um Aufnahme eines weiteren Tagesordnungspunktes „Grundinanspruchnahme für Fußgängerbrücke im Bereich Garfrescha Talstation“. Gegen die geänderte Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 34. Forstfondssitzung: 11.03.2014 Seite 2 von 5 Tagesordnung 1.) Grundinanspruchnahme für die Errichtung eines Steinschlagschutzdammes am Hangfuß des Außerbacher Waldes (Revier Gaschurn) 2.) Abschluss des Pensionskassenvertrages mit der VBV Pensionskasse AG Wien 3.) Beitritt zur Partnerschaftsvereinbarung VIW 4.) Genehmigung der Niederschrift der 33. Forstfondssitzung vom 18.02.2014 5.) Berichte 6.) Grundinanspruchnahme für Fußgängerbrücke im Bereich Garfrescha Talstation 7.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Der Vorsitzende informiert über das von der Wildbach- und Lawinenverbauung während der Wintermonate ausgearbeitete Verbauungsprojekt „Steinschlagschutzdamm Außerbacher Wald“ und erteilt dem Betriebsleiter das Wort. Der Betriebsleiter gibt zu bedenken, dass eine Zufahrt zum Damm möglich sein sollte. Durch eine entsprechende Zufahrt könnten auch die dahinterliegenden Waldflächen erschlossen werden. Er wünscht sich eine entsprechende Einbindung des Grundeigentümers im Vorfeld der Planungen. Bgm. Netzer erläutert, dass es sich beim gegenständlichen Projekt um die Fortführung der Sofortmaßnahmen (Steinschlagschutznetz-Projekt) handelt. Am 20. März wird hierzu die Ortsaugenscheinverhandlung stattfinden. Auf Vorschlag des Vorsitzenden sollte dem Projekt und der dazu erforderlichen Grundinanspruchnahme grundsätzlich zugestimmt werden, wobei die Zufahrt und Basiserschließung noch mit dem Grundeigentümer Forstfonds abzustimmen ist. Eine geeignete Erschließung für die Bewirtschaftungsmöglichkeit des Forstfonds muss auf Dauer gegeben sein. Auf Grund des akuten Schutzbedarfes wird auf Antrag des Vorsitzenden der Grundinanspruchnahme einstimmige Zusage erteilt. Pkt. 2.) Der Vorsitzende informiert über die von der VBV – PENSIONSKASSE AG vorgelegte Neufassung der Vereinbarung zwischen Pensionskasse und Stand Montafon Forstfonds. Es wird festgehalten, dass der Abschluss dieses Vertrages keinen Neuabschluss, sondern die Fortführung der bereits bisher bestehenden beitragsorientierten Pensionskassenzusage darstellt. Mit dieser Neufassung wird die Mindestertragsgarantie der Pensionskasse für ab dem 01.01.2014 in die Pensionskassenzusage einbezogene Anwartschaftsberechtigte ausgeschlossen (vgl. § 17 Abs. 2 lit. b). Anwartschaftsberechtigte, welche zum 31.12.2013 mit MindesterStand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 34. Forstfondssitzung: 11.03.2014 Seite 3 von 5 tragsgarantie der Pensionskasse geführt werden, können einmalig aus der Mindestertragsgarantie der Pensionskasse hinausoptieren (vgl. § 17 Abs. 2 lit. a). Es soll damit weiters eine einheitliche und – vor allem auch im Hinblick auf gesetzliche Änderungen – aktualisierte Grundlage betreffend die Durchführung der Betriebspension über die Pensionskasse geschaffen werden. Die Vorsorge setzt gegebenenfalls auf bisher erworbenen Anwartschaften auf und führt diese ohne Unterbrechung fort. Künftig haben die Mitarbieter die Möglichkeit, aus der Mindestertragsrücklage heraus in eine Sicherheits-VRG zu optieren, also selbst zu entscheiden, ob die Mittel risikoreicher oder risikoarmer veranlagt werden sollen. Bisher wurden zum Teil auch Arbeitnehmer mit befristeten Dienstverhältnissen in die bestehende Pensionskassenzusage einbezogen. Auf Antrag des Vorsitzenden wird dem Beitritt zur Neufassung der Pensionskassen-Vereinbarung die einstimmige Zustimmung erteilt. Pkt. 3.) Der Vorsitzende erläutert die Partnerschaftsvereinbarung 92.969 mit der Vorarlberger Illwerke AG, welche allen Bürgermeistern im Vorfeld per email zugestellt wurde. Zum Vereinbarungstext gibt es keine Anmerkungen oder Fragen. Bgm Vallaster erkundigt sich, ob die Schwertransporte für den Bau des Rellswerkes über den Ortsteil Gantschier geführt werden. Bgm Wachter informiert, dass die Illbrücke beim Umschlagplatz erneuert oder verstärkt werden soll, um diese für die Schwertransporte zu ertüchtigen. Er weist in seiner Wortmeldung auch auf die am 24. und 25. Mai stattfindenden Tag der offenen Türen beim IZM und den Werksanlagen in Rodund hin. Auf Anfrage des Vorsitzenden wird dem Beitritt zur Partnerschaftsvereinbarung 92.969 einstimmig angenommen. Pkt. 4.) Die Niederschrift der 33. Forstfondssitzung wurde allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt und wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt.5. – Berichte: a) Betriebsleiter Hubert Malin berichtet über die stattgefundenen Abschussplanbesprechungen, wonach der Mindestabschuss in der Wildregion 2.1 BartholomäbergSilbertal mit 629 Stk. Rotwild (Vorjahr 550 Stk.) im Hinblick auf die besondere TBCSituation, in der Wildregion 3.1 Gaschurn mit 160 Stk. und in der Wildregion 3.2 St. Gallenkirch mit 500 Stk. festgelegt wurde. In St. Gallenkrich entspricht das einer Reduktion von 50 Stk. im Vergleich zum Vorjahr, da die ehemals festgesetzten 550 Stk. nicht erreichbar waren. In der Wildregion 3.3 Vandans, Tschagguns, Lorüns wurde der Mindestabschuss mit 260 Stk. (Vorjahr 250 Stk.) festgesetzt. Der Betriebsleiter gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass damit ein für den Wald tragfähiger Wildbestand erreicht werden kann. b) Der Betriebsleiter informiert, dass der Bewilligungsbescheid für die Errichtung der Forststraße Beerböden eingelangt ist. Die Auflagen sehen vor, dass die Blasbleiquellen während drei Monaten vom öffentlichen Wasseranschluss zu trennen sind. Die Er- Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 34. Forstfondssitzung: 11.03.2014 Seite 4 von 5 füllung dieser Bescheidauflage wird mit der Gemeinde St. Gallenkirch abgestimmt. Mit dem Kraftwerksbetreiber Kraft ist ebenfalls das Einvernehmen herzustellen. Pkt. 6.) (Erweiterung der Tagesordnung) Der Vorsitzende berichtet über das Ansinnen der Gemeinde St. Gallenkirch, den Wanderweg im Bereich der Talstation Garfrescha-Talstation auf Grund der Steinschlag- und Rutschgefährdung auf die orographisch rechte Talseite zu verlegen. Diese Verlegung erfordert den Bau einer Brücke. Für die Erstellung des Widerlagers ist die Grundbenützung ca. 4-8 m² des Forstfonds erforderlich. Nach Bgm Tschanhenz hat die Gemeinde die einmalige Chance, eine gebrauchte 36 m lange Brücke für diesen Zweck zu erhalten und möchte dieses Bauvorhaben alsbald umsetzen. In der kurzen Diskussion wird vorgeschlagen, in der schriftlichen Vereinbarung einen Haftungsausschluss und die Bedingung vorzusehen, dass nach einem allfälligen Abbruch dieser Brücke wieder der Urzustand herzustellen ist. Auf Antrag des Vorsitzenden stimmt die Forstfondsvertretung der geplanten Grundinanspruchnahme einstimmig zu. Pkt. 7. – Allfälliges: a) Bgm Vallaster informiert über die Sperrung eines landwirtschaftlichen Betriebes in seiner Gemeinde mit 170 l Milchleistung auf Grund eines zu prüfenden TBCVerdachtsfalles. Das Vieh war auf der Alpe Lün gealpt und deshalb wird nun das Vieh sämtlicher Bauern überprüft, die ihr Vieh ebenfalls auf dieser Alpe gesömmert hatten. Bgm Vallaster betont, dass er in den letzten Gesprächen immer wieder gehört habe, dass es vor allem auf die Haltung der Grundeigentümer ankommt. Er wünscht sich eine Liste mit allen Eigen- und Genossenschaftsjagden, in welchen Forstfondsflächen betroffen sind. Er berichtet über interessante Zusammenstellungen über die Wildfütterungskosten. Ihn würde interessieren, wie hoch die Kosten im Jahr 2005 waren und wo wir kostenmäßig heute liegen. Aus seiner Sicht wurde früher nicht ausreichend kommuniziert und heute wächst uns diese Situation über den Kopf. Der Forstfonds muss in allen Gremien Druck ausüben, damit die geplante Wildreduktion auch wirklich umgesetzt wird. Es werden motivierte Jäger benötigt. In den Pachtverträgen sollen entsprechende Regelungen mit aufgenommen werden. Der Vorsitzende stellt klar, dass die Aufsichtsorgane bei der Behörde und die Möglichkeiten der Grundeigentümer begrenzt sind. Der Betriebsleiter weist darauf hin, dass der Forstfonds immer wieder vor dieser Problematik gewarnt hat und starker Druck zur Wildreduktion ausgeübt worden ist. Er unterstützt die Haltung von Landesjägermeister Albrich, dass die Vergangenheit nicht angegriffen werden soll. Eine 100%ige TBC-Freiheit hat es nie gegeben. Der Betriebsleiter sieht die Gefahr, dass TBC bei nicht situationsangepasster Jagd in der Wildregion 2.1 weiter verbreitet wird. Tatsache ist, dass sich TBC vom Lechtal über den Arlberg in das Montafon ausgebreitet hat. Er warnt vor einer Hysterie und setzt auf die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Bgm Vallaster berichtet über die Überlegungen im Jagdausschuss Bartholomäberg, dass das Jagdpachtgeld zurückbehalten wird und Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen eingesetzt wird - bis hin z.B. zur Mitfinanzierung von Schalldämpfern. Er betont aber auch, dass diese Maßnahmen nur begrenzt wirksam sind, solange in den Nachbarregionen Überpopulationen von Rotwild vorhanden sind. Bgm Netzer berichtet über die Situation in Gaschurn, wonach es längst nicht mehr über den Jagdpacht geht, und die Gesamtsituation auf einem guten Wege ist. Man kann nicht alle strafen, nur weil man nicht imstande ist, einen Einzelnen in die Schranken zu weisen. Aus seiner Sicht hätte von SeiStand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 34. Forstfondssitzung: 11.03.2014 Seite 5 von 5 ten der Landwirtschaftskammer viel früher und stärker über Produktsicherheit trotz TBC informieren sollen. Er spricht sich klar für "Schießen und Fütterungen dezentralisieren" aus. Bgm Wachter macht in seiner Wortmeldung klar, dass es immer schon Schwarze Schafe gegeben hat. Es macht nicht viel Sinn, die Schwarzen Schafe aus der Vergangenheit auszugraben, vielmehr müssen wir das Jagdpersonal weiter sensibilisieren. Der Betriebsleiter habe seit vielen Jahren immer auf einen guten Waldzustand gepocht. Er war umsichtig und hat die Interessen des Forstfonds im Sinne des Waldes vertreten. Ende der Sitzung, 14.25 Uhr; Schruns, 27. März 2014; Schriftführer: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659
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20110208_FF_008 StandMontafon 08.02.2011 23.05.2021, 10:19 STAND MONTAFON / FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen 08. Februar 2011 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 8. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 1. Februar nehmen an der im Anschluss an die Standessitzung auf ca. 16.30 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Rudolf Lerch, St. Anton; Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Martin Netzer, Gaschurn; Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns; Bgm Karl Hueber, Schruns; Bgm Ewald Tschanhenz, St. Gallenkirch; Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg; Bgm Burkhard Wachter, Vandans; Bgm Thomas Zudrell, Silbertal; Weitere Sitzungsteilnehmer: Betriebsleiter DI Hubert Malin Mitarbeiter Mag. Bernhard Maier; Schriftführer: Standessekretär Mag. Johann Vallaster; Der Vorsitzende eröffnet im Anschluss an die Standessitzung um 16.25 Uhr die Forstfondssitzung, begrüßt die Forstfondsvertreter sowie die Zuhörer und stellt gemäß Verordnung über den Forstfonds des Standes Montafon die Beschlussfähigkeit fest. Dem Antrag des Vorsitzenden um Aufnahme eines weiteren Tagesordnungspunktes wird einstimmig stattgegeben, zur Erledigung steht somit nachstehende Tagesordnung 1) Abschluss eines Dienstbarkeitsvertrages mit der Silvretta Montafon Bergbahnen AG für Errichtung „Alptobelbahn“; 2) Beratung zum Antrag vom Montafon Tourismus auf Reduzierung der Büromiete; 3) Genehmigung der Niederschrift der 7. Forstfondssitzung vom 11.01. 2011; 4) Einräumung einer Dienstbarkeit zur Verlegung einer Wasserleitung auf GST 3263/1 in Tschagguns (Erweiterung der TO); 5) Berichte; 6) Allfälliges; 08. Forstfondssitzung: 08.02. 2011 Seite 1 von 5 Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Der Betriebsleiter informiert über die Gespräche mit dem Vertreter der Silvretta Montafon Bergbahnen AG zum Abschluss eines Dienstbarkeitsvertrages für die beabsichtigte Errichtung der Alptobelbahn, welche an Stelle der bisherigen Garfreschabahn 2 errichtet werden soll. Die neue Bahn führt von der Talstation der bestehenden Garfreschabahn zur Bergstation der Sonnenbahn und weist eine Länge von ca. 2 km auf. Gleichfalls werden zusätzliche Pisten auf den Forstfondsparzellen 2630 und 2631/1 mit Geländekorrekturen errichtet. Zum Projekt selbst wird vom Betriebsleiter festgehalten, dass die neue Alptobelbahn ein grundsätzlich positiv zu beurteilendes Projekt darstellt und auch vom Forstfonds als Grundeigentümer befürwortet wird. Zum vorliegenden Entwurf des Dienstbarkeitsvertrages wird informiert, dass dieser auch in Anlehnung an den bereits unterzeichneten Dienstbarkeitsvertrag für die Verbindungsbahn Valisera - Grasjoch angepasst und in einigen Passagen adaptiert wurde. Zur Entschädigung in Höhe von 2 % nach dem konzerninternen Vergütungsmodell auf Basis des auf mehreren Kriterien zur ermittelnden gewichteten Umsatzes wird vom Betriebsleiter neuerlich die Gleichbehandlung von Alpflächen und Waldgrundstücken aus sachlichen Kriterien als nicht nachvollziehbar und dazu eine Anpassung als erforderlich beurteilt. Zur Entschädigung wird zusätzlich informiert, dass im Zuge der Gespräche eine zusätzliche Vergütung für das zu errichtende Talstationsgebäude, welches eine zum jetzigem Zeitpunkt noch nicht genau definierbare Grundfläche beansprucht, in Form einer zusätzlichen Umsatzvergütung bzw. allenfalls auf Basis eines Baurechtszinses gefordert wurde und sachlich gerechtfertigt ist. Konkret wird eine Umsatzbeteiligung in Höhe von 1 % angesprochen, welche beispielsweise zu 75 % dem Forstfonds für die Talstation und zu 25 % der Alpe Gampabing für die Bergstation zuerkannt werden könnte. Hinsichtlich eines allfälligen Baurechtszinses wird vom Betriebsleiter eine Größenordnung für die weiteren Verhandlungen im Umfang von etwa EUR 2,50 bis 3,00 pro m² jährlich zur Diskussion gestellt. Informiert wird zusätzlich, dass teils mit anderen Grundeigentümern auch bereits von der konzerninternen Berechnungsmethode abweichende Entschädigungsregelungen vereinbart sind. Auf Basis der vorliegenden Informationen wird der vorliegende Entwurf des Dienstbarkeitsvertrages über Antrag des Vorsitzenden mit einer Entschädigung in Höhe von 2 % gemäß konzerninterner Vergütungsregelung einstimmig beschlossen. Zusätzlich wird für die Grundinanspruchnahme für die Talstation eine weitere Entschädigung in Höhe von 1 % Umsatzbeteiligung bzw. die Gewährung eines Baurechtszinses in der Größenordnung zwischen EUR 2,50 bis 3,00 pro m² jährlich einstimmig beschlossen, worüber der Vorsitzende gemeinsam mit dem Betriebsleiter zur konkreten Fixierung dieser Forderung zur Führung der weiteren Verhandlungen ermächtigt wird. Pkt. 2.) Der Vorsitzende begrüßt Geschäftsführer Arno Fricke vom Montafon Tourismus bei der Sitzung. Arno Fricke informiert über die Beratungen im Aufsichtsrat anlässlich der Präsentierung des Kostenvoranschlages 2011, bei welchem vom Aufsichtsrat die Höhe der Miet- und Betriebskosten unter Hinweis auf allgemein gültige Miet- und Betriebskostensätze als zu hoch kriti- 08. Forstfondssitzung: 08.02. 2011 Seite 2 von 5 siert wurde und er vom Aufsichtsrat beauftragt ist, mit dem Stand Montafon hinsichtlich einer Reduktion dieser Zahlungen in Verhandlungen zu treten. Auf Basis der aktuell erstellten Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2010 werden vom Standessekretär die tatsächlichen Zahlungen mit einem Gesamtaufwand von EUR 46.882,53 für die vermietete Nutzfläche von 265,08 m² inkl. sämtlichen Betriebskosten präsentiert und im Detail erläutert. Der Quadratmeterpreis für die Büromieten liegt bei EUR 10,59, in welchem allerdings die Möblierung für die Büroräume, die unentgeltliche Mitbenützung des Sitzungssaales sowie der Kücheneinrichtung, die Bereitstellung von Parkplätzen, die Mitbenützung der Garage samt Lastenlift für diverse Transporte unter wiederholter Mitarbeit durch das Forstpersonal wie auch seit Kurzem die Mitbenützung des Schulungsraumes für die Mitarbeiterinnen von Montafon Tourismus zur Einnahme des Mittagessen inkludiert sind. Im Zuge der Diskussion werden die verrechneten Betriebskostenersätze für die erwähnte Gesamtfläche der Büroräumlichkeiten mit einer Größenordnung von ca. EUR 13.200 einschließlich Reinigung unter Hinweis auf die Erfahrungen in den Gemeinden als durchaus angemessen beurteilt. Von Arno Fricke wird zusätzlich festgehalten, dass nach Beurteilung des Aufsichtsrates eine Verrechnung angeblich nicht ortsüblicher Mietsätze eine Bevorzugung eines Gesellschafters bzw. allenfalls einer verdeckten Gewinnausschüttung gleich zu setzen ist. Hiezu wird angemerkt, dass der Forstfonds als Gebäudeeigentümer und Vermieter als rechtlich eigenständiger Gemeindeverband nicht Gesellschafter der Montafon Tourismus GmbH ist. Von Bgm Bitschnau wird in seiner Funktion als Mitglied des Aufsichtsrates im Zuge der Diskussion festgehalten, dass in der Diskussion im Aufsichtsrat die Erläuterungen nicht in dieser Tiefe vorgelegen haben und auf Grund der in der heutigen Sitzungen vorgestellten Fakten für ihn die Argumentation und somit auch die Höhe des Aufwandes nachvollziehbar ist. Auf Basis der vorliegenden Fakten wird von der Forstfondsvertretung keine Veranlassung zu einer Reduktion der Mietsätze gesehen, zumal sich diese durchaus im üblichen Rahmen bewegen. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass im Zuge der Errichtung des Standesgebäudes mit Unterbringung von Montafon Tourismus als Talschaftsorganisation gemeinsam mit den anderen Talschaftsverbänden im Jahre 1995 auch nicht quantifizierbare Synergien in der Zusammenarbeit auf Talschaftsebene für die damaligen Entscheidungsträger wesentliche Entscheidungsgrundlagen waren. Pkt. 3.) Die allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelte Niederschrift der 7. Forstfondssitzung vom 11.02. 2011 wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 4. (Erweiterung der Tagesordnung) Der Standessekretär informiert über das Ansuchen von Waldaufseher Ganahl Daniel aus Tschagguns, welcher für die Errichtung der Wasserversorgung für mehrere Maisäßliegenschaften im Bereich Gaua in Tschagguns unter anderem auch die Wasserleitung über die 08. Forstfondssitzung: 08.02. 2011 Seite 3 von 5 Waldparzelle 3263/1 des Forstfonds im Bereich eines bestehendes Wanderweges über das Kilkatobel verlegen möchte. Für die Realisierung des Projektes sind Bewilligungen nach dem Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung, dem Forstgesetz und dem Wasserrechtsgesetz sowie zur Querung des Kilkatobels die Zustimmung der Wildbach- und Lawinenverbauung erforderlich. Da mit dieser Wasserversorgungsanlage mehrere Maisäßliegenschaften versorgt werden, sollen die Quellfassung und die Dienstbarkeiten zur Verlegung der Wasserleitungen auch grundbücherlich eingetragen werden. Auf Basis der vorliegenden Informationen wird der Verlegung der Wasserleitung im bestehenden Wanderweg über das Kilkatobel auf der Waldparzelle 3263/1 über Antrag des Vorsitzenden einstimmig zugestimmt. Es ist allerdings sicher zu stellen, dass bei allfälligen Grundinanspruchnahmen für Projekte des Forstfonds im Bereich von Grundstücken des Antragstellers künftig ebenfalls die Zustimmung erteilt wird. Sollte eine energetische Nutzung im Zuge der Trinkwasserableitung künftig erfolgen, ist dem Forstfonds eine Umsatzbeteiligung zur gewähren, worüber dann weitere Verhandlungen zu führen sind. Pkt. 5. – Berichte: a) Mitarbeiter Mag. Maier informiert über die Gespräche in der Arbeitsgruppe Mountainbike Montafon, in welcher Überlegungen zur möglichst raschen Fertigstellung des Mountainbikekonzeptes für die Region Montafon angestellt werden. In Absprache mit der Raumplanungsabteilung des Landes soll zur Unterstützung des zwischenzeitlich ausgeschiedenen Mitarbeiters Thomas Lerch für die Fertigstellung der Routenplanung sowie für weitere Planungs- und Beratungsarbeiten samt Realisierung des Routenkonzeptes und Dokumentation der Richtungsweiser mit DI Georg Rauch eine externe Unterstützung beigezogen werden, um das Projekt termingerecht fertig stellen zu können. Gemäß vorliegendem Richtangebot muss für diese externe Begleitung inklusive Nebenkosten mit einer Größenordnung von etwa EUR 8.000 bis 10.000 kalkuliert werden, wozu eine Landesförderung in Höhe von 70 % zugesichert ist. Dieser Bericht sowie die geschilderte Vorgangsweise werden von der Forstfondsvertretung zustimmend zur Kenntnis genommen. b) Der Betriebsleiter informiert über ein Angebot zum Ankauf von Waldparzellen im Bereich Hora im Umfang von etwa 6,6 ha, welche allerdings nicht an den Standeswald angrenzen. Von der Forstfondsvertretung wird die Meinung vertreten, dieses Waldangebot näher zu prüfen und mit den Grundeigentümern in konkrete Verhandlungen zu treten, um über einen allfälligen Ankauf in einer der kommenden Forstfondssitzungen eine Entscheidung herbei führen zu können. c) Der Betriebsleiter informiert über Gespräche mit Illwerke Tourismus zur Errichtung einer Erschließung vom Bereich Talstation der Hüttenkopfbahn in Richtung Matschwitzabfahrt, womit auch die Nutzungsmöglichkeiten in Richtung Ganeuerwald künftig verbessert und gleichzeitig Verbesserungen im Schigebiet Golm erreicht werden könnten. Von den Bürgermeistern Bitschnau und Wachter werden diese Überlegungen ausdrücklich befürwortet. 08. Forstfondssitzung: 08.02. 2011 Seite 4 von 5 Pkt. 6. – Allfälliges: a) Bgm Wachter informiert, dass im oberen Bereich des Vensertobel im Zuge einer Materialentnahme von etwa 30.000 m³ gleichzeitig eine Dammschüttung zur Erhöhung der Sicherheit der ARA Montafon geplant ist, wozu Forstfondsgrund in Anspruch genommen werden muss. Die konkrete Umsetzung des Projektes soll mit allen Beteiligten unter Einbindung der Vertreter der Wildbachverbauung und des Obmannes des Abwasserverbandes an Ort und Stelle demnächst erörtert werden. b) Bgm Netzer spricht einen ausdrücklichen Dank an das Mountainbike Team für die bisherige engagierte Arbeit und die rasche Umsetzung der noch ausstehenden Arbeiten aus. Er ersucht gleichfalls die Überlegungen zu möglichen Routenführung im Bereich des Natura-2000 Gebietes zu intensivieren. Vom Betriebsleiter wird dazu festgehalten, dass diesbezüglich eine differenzierte Betrachtungsweise auch mit Festlegung von zeitlichen Einschränkungen nötig ist. c) Mitarbeiter Mag. Maier informiert kurz über die Besprechung mit den Vertretern des Landes zur Installierung der Geschäftsstelle für das Natura-2000-Verwall-Gebiet, wozu bereits Statutenentwürfe vorliegen. Vom Vorsitzenden wird zusätzlich informiert, dass laut Rücksprache mit Landesrat Ing. Schwärzler die Finanzierung der Geschäftsstelle für die nächsten drei Jahre gesichert ist. Ende der Sitzung, 17.25 Uhr; Schruns, 09. Februar 2011; Schriftführer: 08. Forstfondssitzung: 08.02. 2011 Forstfondsvertretung: Seite 5 von 5
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19790112_FF_019 StandMontafon 12.01.1979 23.05.2021, 10:19 -1- Niederschrift aufgenommen am Freitag, den 12.1.1979 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 19. Sitzung des Forstfondausschusses in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 4.1.1979 nehmen an der auf heute anberaumten Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster als Vorsitzender, Standesrepräsentant-Stellvertr. Bgm. Ernst Pfeifer, Gaschurn, Präsident LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg, St. Anton i. Montafon, Bürgermeister Georg Amann, Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau, Tschagguns, Bürgermeister Harald Wekerle, Schruns, Ernst Marlin, St. Gallenkirch, als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Anton Wachter, Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und dankt den Vertretern des Forstfondes und den Angestellten für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Er spricht die Hoffnung aus, daß sich das gute Arbeitsklima auch im Neuen Jahr fortsetzen möge. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 15. Sept. 1978. 2. Voranschlag für das Rechnungsjahr 1979. 3. Ansuchen der Kristbergbahn in Silbertal, um die Erlaubnis zur Erstellung eines Wanderweges und um die Erlaubnis bei der Kristbergbahn-Bergstation eine Wegverbreiterung durchführen zu dürfen. 4. Ansuchen um die Verlängerung von Holzbezugsrechten: a) Alois Rudigier in Gaschurn (Maisäßobjekt) b) Walter Werle in B.berg (Stallgebäude) 5. Ansuchen der Alpverwaltung Gretsch in Silbertal, um die Erlaubnis durch die Forstfondwaldung einen Wirtschaftsweg bauen zu dürfen. -2- 6. Verlängerung des Kredites in Höhe von S 400.000.--. Berichte: a) Diverse Holzverkäufe b) Bericht über die Begehung auf dem Kropfen in Schruns, bezüglich eines Entlastungsweges für die Skiabfahrt. c) Anschaffung einer Rechenmaschine für die Verwaltung. d) Zuwendung an Wtw. Hilde Berthold in Silbertal. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 15. Sept. 1978 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. In diesem Zusammenhang stellt der Vertreter der Agrargemeinschaft St. Ballenkirch, Ernst Marlin, den Antrag, die Kreditgewährung an den STAND MONTAFON auf die nächste Tagesordnung zu setzen, um eine Begrenzung der Laufzeit festzulegen. Dieser Antrag wird angenommen. Zu Pkt. 2): Der Vorsitzerde legt den Voranschlag des Forstfondes für das Jahr 1979 vor , der vom Sachbearbeiter Alfred Walch verlesen und vom Vorsitzenden postenweise erläutert wird. Der Voranschlag weist einen Gesamtaufwand in Höhe von ............................. S 3.882.000.-und Gesamterträge von ................... 3.491.000.-auf. Der Abgang in Höhe von ............. 391.000.-soll aus Kassabeständen abgedeckt werden. Im Zuge der Haushaltsberatung wird beschlossen: a) daß von den Kosten in Höhe von S 40.000.-, welche beim STAND MONTAFON für die Umstellung der Koksfeuerung auf Ölheizung vorgesehen sind, 60% d. s. 24.000.- vom Forstfond übernommen werden; -3- b) daß das Stockgeld für das Servitutsholz in gleicher Höhe belassen wird, wie es für das Jahr 1978 in Anwendung gebracht wurde. Der Voranschlag des Forstfondes für das Jahr 1979, wird nach eingehender Debatte einstimmig genehmigt. Zu Pkt. 3): Das Ansuchen der Kristbergbahn in Silbertal, um die Erlaubnis einen Wander- und Schiweg, der auch für die Holzbringung verwendet werden könnte, von der Bergstation des Sattelliftes in Richtung Muttjöchli über Forstfondgrund (teils auch über Grund der Gemeinde Dalaas) führen zu dürfen, wird vertagt. Sobald im Frühjahr eine Besichtigung möglich ist wird eine Begehung der Trassenführung vorgenommen. Der gleichzeitig beantragten Wegverbreiterung (auf 10 Meter Länge) rückwärts bei der Kristbergbahn-Bergstation, damit Holztransportfahrzeuge ungehindert und ohne Beschädigung des Stationsobjektes vorbeifahren können, wird stattgegeben einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 4): Den Ansuchen um die Verlängerung von Holzbezugsrechten, wird wie folgt stattgegeben: a) dem Ansuchen des Alois Rudigier und Mitbesitzer, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für das Maisäßobjekt auf Ganeu, das vor Jahren vermurt wurde, wird auf Grund besonderer Umstände auf weitere 5 Jahre verlängert, und zwar bis einschließlich 1983 (einstimmige Beschlußfassung) b) dem Ansuchen des Walter Werle in Bartholomäberg HNr. 577, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für die Bp. 681 (Stall) in Bartholomäberg, wird auf weitere fünf Jahre stattgegeben (einstimmige Beschlußfassung). Das Ansuchen um die Erlaubnis beim Bau eines Alpweges auf die Alpe Gretsch in Silbertal, die Wegtrasse über Forstfondgrund führen zu dürfen, und zwar von der Alpe Wasserstuben aus, wird vertagt. Es wird für zweckmässig angesehen im Frühjahr den Trassenverlauf zu besichtigen (einstimmige Beschlußfassung). -4- Zu Pkt. 6): Der bei der Raiffeisenbank für Montafon in Schruns aufgenommene Kredit in Höhe von S 400.ODO.- wird auf weitere 5 Jahre verlängert (einstimmiger Beschluß). Berichte: Der Vorsitzende berichtet, a) daß an folgende Parteien käuflich Nutzholz zur Selbstaufarbeitung abgegeben wurde: Versell Ignaz in Schruns, 30 fm Nutzholz am Stock beim Pflanzgarten auf dem Kropfen in Schruns, zum Preis von S 500.- pro fm der anfallenden Holzmenge; Skiclub Montafon in Schruns, 2,8 fm Latten aus der Forstfondwaldung Tschagguns, zum Preis von S 400.- pro fm der anfallenden Holzmenge; Salzgeber Gerhard in Tschagguns, 49 fm Fichtenholz am Stock (teils Windwürfe) zum Preis von S 450.- pro fm. Das Holz wurde aus der Waldung unterhalb der Mittagspitze entnommen; Marent Alois in Tschagguns 4,10 fm Fichtenholz am Stock beim "grötlata Stee" zum Preis von S 700.-- pro fm der anfallenden Holzmenge; Gemeinde Tschagguns, 6 fm Latten aus der Forstfondwaldung Tschagguns, zum Preis von S 400.- pro f m; Bitschnau Franz in Silbertal 12 fm aufgearbeitetes Nutzholz in Silbertal/Bannwald (Ersatz für Holz, das beim Bau der Seilbahn in die Waldung Gebr. Raunicher in Silbertal/ Schwende geschlägert werden mußte) zum Preis von S 1.200.pro fm; - 5 - Sähly Gustav in Silbertal, 15,90 fm Fichtenholz am Stock im Kogaloch (Putzkammerwaldung)in Silbertal, zum Preis von S 800.- pro fm am Stock; Vonderleu Gottfried in Silbertal, 10,80 fm aus der Forstfondwaldung Dürrwald, zum Preis von S 800.- pro fm der anfallenden Menge; Loretz Ludwig in Silbertal, ca. 30,50 fm aus der Forstfondwaldung Dürrwald (weiter oben) zum Preis von S 700.pro fm der anfallenden Holzmenge; Schapler Kilian in St. Gallenkirch, 8,50 fm umgedrücktes Holz auf Garfrescha, zum Preis von S 700.- pro fm der anfallenden Holzmenge; Ganahl Otto in St. Gallenkirch, 3,60 fm Fichtenholz auf dem Forstboden im Gargellental, zum Preis von S 700.pro fm der anfallenden Holzmenge; Wachter Raimund in St. Gallenkirch, 5,6 fm Fichtenholz bei der Bodner Kapelle, zum Preis von S 700.- pro fm der anfallenden Holzmenge; Wachter Walter in Vandans, Trassenholz im Ausmaße von 4,20 fm, zum Preis von S 650.- pro fm; Rettenhaber Werner in Vandans, 9,80 fm Windwurfholz (alt) auf Tschöppa, zum Preis von S 100.- pro fm; Keßler Hubert in Vandans, 15.30 fm alte Windwürfe auf Tschöppa, zum Preis von S 150.- pro fm; Rudigier Josef in Partenen, 5,10 entwipfelte Bäume im Lattenwald, zum Preis von S 500.- pro fm der anfallenden Holzmenge. b) daß hinsichtlich eines Entlastungsweges auf dem Kropfen in Schruns (siehe Beschluß vom 19.7.1978), mit den Vertretern der Hochjochbahn GmbH, eine Begehung durchgeführt wurde. Es besteht großes Interesse für diesen Weg, weil er eine wesentliche Entlastung der Skiabfahrt im Bereich oberhalb vom Kropfen mit sich bringen würde. Schäden die durch Fahrzeuge (Holztranporte) an der Piste entstehen, könnten vermieden werden. Die vorgesehene Trassenführung wird von der Hochjochbahn GmbH, nochmals über prüft und dann weitere Verhandlungen, hauptsächlich wegen der Mithilfe bei der Finanzierung, geführt; - 6 - c) daß für die Verwaltungskanzlei eine Rechenmaschine Marke "Olivetti Logos" zum Preis von S 3.650. o. MWSt. angeschafft wurde; d) daß an Hilde Berthold in Silbertal, Witwe nach Waldaufseher i. R. Alois Berthold, ein Betrag von S 5.000.ausbezahlt wurde, weil die vorgesehene Abschiedsfeier für den wegen Erkrankung aus dem Dienst ausgeschiedenen Waldaufseher, infolge des plötzlichen Ablebens nicht mehr durchgeführt werden konnte; e) daß mit Frau Elsa Schädler in Altenstadt der Kaufvertrag über den Erwerb der Liegenschaft "Blümentin" in Tschagguns (siehe auch Beschluß vom 15.9.1978) durch den Forstfond abgeschlossen wurde und die Verbücherung im Grundbuch bereits erfolgt ist. Der endgültige Kaufpreis beträgt S 2.050.000.--ist bereits bezahlt; f) daß die Karl Oelkrug GmbH, in Nürtingen (BRD) auf das mit Beschluß vom 11.11.1977 erfolgte Angebot des Forstfondes für die ca. 11.000 m2 Grund und Boden auf Matschwitz zurückgekommen ist, und mit dem angebotenen Kaufpreis von S 40.000.- einverstanden ist. Der Kaufvertrag wird derzeit von Rechtsanwalt Dr. Hansjörg Czinglar, der auch Liegenschaftsverwalter dieser Firma ist, ausgearbeitet. Die unter a) bis incl. f) angeführten Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Beginn der Sitzung: 10.30 Uhr. Ende der Sitzung: 12.30 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
  1. forstfonds
  2. standmontafon
19920604_FF_008 StandMontafon 04.06.1992 23.05.2021, 10:18 -1- STAND MONTAFON/FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 4. Juni 1992 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anläßlich der 8. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung vom 22. Mai 1992 nehmen an der auf 13.30 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant LAbg. Mag. Siegmund Stemer, St. Anton; Bürgermeister Harald Wekerle, Schruns; Bürgermeister Guntram Bitschnau, Tschagguns; Bürgermeister Martin Vallaster, Bartholomäberg; Bürgermeister Wilhelm Säly, Silbertal; Bürgermeister Fritz Rudigier, St. Gallenkirch (ab 14.00 Uhr); Bürgermeister Heinrich Sandrell, Gaschurn; Vizebürgermeister Franz Egele, Vandans; Ernst Marlin, St. Gallenkirch als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Gottfried Schapler, Vandans als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans Entschuldigt: Bürgermeister Burkhard Wachter, Vandans; Schriftführer: Standessekretär Mag. Johann Vallaster; Der Vorsitzende eröffnet um 13.40 Uhr die Forstfondssitzung, begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt gemäß Standesstatut die Beschlußfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende TAGESORDNUNG 1. Genehmigung der Niederschrift über die 7. Sitzung vom 31.1.92; 2. Berichte des Vorsitzenden und des Betriebsleiters; 3. Antrag der Wildbach- und Lawinenverbauung, Sektion Vorarlberg auf Mitfinanzierung der Integralpilot-Studie Montafon; 4. Vorlage der geplanten Forstwegprojekte im Jahr 1992 mit Entscheidung über Vergabe und Art der Baudurchführung; 5. Übernahme eines Baukostenbeitrages zum Bau des Güterweges "Silbertal-Gafluna" (Oberalpe Gafluna); 6. Vorlage und Genehmigung des Rechnungsabschlusses 1991; -2- 7. Weitere Vermietung des Maisäßhauses Manuef in Tschagguns; 8. Entscheidung über div. Ansuchen um Bewilligung von Servitutsholz; 9. Allfälliges; Vor Eingang in die TO bringt der Vorsitzende zur Kenntnis, daß er von der Raiffeisenbank Montafon ersucht wurde, für die aus Anlaß der 100-Jahr-Feier herauszugebende Festschrift ein Vorwort zu verfassen, für welches auch das Standeswappen Verwendung finden soll. Dazu wird vom Standes Sekretär zur Kenntnis gebracht, daß der ehemaligen Raiffeisenkasse Schruns mit Beschluß vom 28.11.1925 die Verwendung des Standeswappens bewilligt wurde. Der Bericht des Vorsitzenden wird einhellig zur Kenntnis genommen. Erledigung der Tagesordnung: Pkt. 1.) Die Niederschrift über die 7. Sitzung vom 31. Jänner 1992, welche allen Forstfondsvertretern zugegangen ist, wird über Antrag des Vorsitzenden ohne Einwände und Ergänzungen genehmigt. Pkt. 2. - Berichte des Vorsitzenden: 1. Von der Fa. Sautter aus Bregenz wurde im Februar ein neuer Kopierapparat zum Preis von netto S 69.403,— einschließlich 10-fach-Sorter und Duplexeinrichtung angekauft. Die Fa. Sautter war unter den eingeholten Offerten die Billigstbieterin, zudem sind im erwähnten Gerät gegenüber den anderen Angeboten zusätzliche Funktionen integriert. 2. Der Verfassungsgerichtshof hat dem Antrag auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung in der Beschwerde gegen den Bescheid des OAS vom 6.11.1991 keine Folge gegeben, da der angefochtene Bescheid einem Vollzug nicht zugänglich ist. Mit Erkenntnis vom 31.3.1992 des Verwaltungsgerichtshofes wird die Beschwerde gegen den Bescheid des Obersten Agrarsenates betreffend den Antrag des Proponentenkomitees auf Übergang der Entscheidungspflicht an den Obersten Agrarsenat als unbegründet abgewiesen. In der Begründung des Verwaltungsgerichtshofes wird dazu ausgeführt, daß sich über- bzw. untergeordnete Behörden hinsichtlich der Frage der Säumigkeit das hiefür bedeutsame Verhalten der jeweils anderen Behörde - in diesem Fall der LAS das Verhalten des OAS - zurechnen lassen muß. Der Vorsitzende beurteilt diese Entscheidung als unverständlich und als einem gesunden Rechtsempfinden widersprechend. -3- 3. Die Bezirkshauptmannschaft Bludenz hat mit Verordnungen vom 11. März 1992 den "Gritschbach-Wasserfall" in der Gemeinde Silbertal und den "Fallbach" in das Klostertal in das Naturdenkmalbuch bei der BH Bludenz eingetragen. Damit sind Änderungen im Bereich der Zu- und Abflußverhältnisse, soweit diese die Wasserführung im geschützten Bereich beeinflussen könnten, ohne Genehmigung der Behörde verboten. 4. Mit Gutachten des jagdlichen Sachverständigen Hannes Kaufmann vom 10.3.1992 wird die Anlage einer Wildwiese auf der Gp. 2082/1 in Vandans mit einer Fläche von ca. 4000 m2 als geeignete Maßnahme beurteilt, den Wildschaden im umliegenden Waldbestand zu vermindern. Bezüglich der Anlage einer Wildwiese sind jedoch noch keine definitiven Entscheidungen mit der Hegegemeinschaft und der Jagdgenossenschaft bzw. den Jagdpächtern getroffen. 5. Bei der am 10. März 1992 stattgefundenen Verhandlung beim BG Montafon über die Klage des Standes Montafon gegen Herrn Gürsch betreffend die Wildschadenszahlungen in den Genossenschaftsjagden Bartholomäberg und St. Anton in der Höhe von S 41.500,— und S 50.000,— wurde vom Anwalt des Beklagten die Einrede der Unzulässigkeit des Rechtsweges sowie die Unzuständigkeit des angerufenen Gerichtes vorgebracht. Die Unzulässigkeit des Rechtsweges wurde mit der Tatsache begründet, daß vom Angeklagten gegen den Kostenbescheid der BH Bludenz im Zusammenhang mit dem Schlichtungsverfahren eine Verwaltungsgerichtshofbeschwerde eingebracht wurde. Vom BG Montafon wurde den genannten Vorbringen keine Folge geleistet und vom Beklagten gegen diese Entscheidung kein Rekurs eingebracht. Die Tagsatzung zur mündlichen Verhandlung wurde nun vom Bezirksgericht Montafon auf den 14. Juli 1992 anberaumt. 6. Am 3. März 1992 hat eine weitere Verhandlung in der Angelegenheit Waldweide-Trennung auf der Almein, Bartholomäberg stattgefunden. Vom Betriebsleiter wurde bei dieser Gelegenheit berichtet, daß bis zum Jahre 1993 ein Schutzwaldsanierungsprojekt eingereicht wird, in dessen Rahmen auch die "Zaunfrage" auf die Dauer des Projektes als gelöst betrachtet werden kann. 7. Der Verkauf einer Teilfläche von 190 m2 aus der Gp. 369/36 in St. Anton an die Fam. Ehrenreich Bitschnau ist grundbücherlich durchgeführt und der vereinbarte Kaufpreis vertragsgemäß entrichtet. 8. Von der BH Bludenz wurde das Verfahren zur Erteilung der Genehmigung für die Errichtung der Forststraße "Lifinar" in St. Gallenkirch mit dem Kostenbescheid abgeschlossen und das Verfahren eingestellt, da aufgrund von Widerständen von betroffenen Unterliegern die Errichtung sowohl der Güterweganlage als auch der daran anschließenden Forststraße bis auf weiteres aufgeschoben ist. 9. Die BH Bludenz hat mit Schreiben vom 18. Mai 1992 an den Gendarmerieposten Schruns und an das Landesgendarmeriekommando für Vorarlberg in Feldkirch (Verkehrsabteilung-Verkehrsüberwachung) eine verstärkte Kontrolle von Verkehrsbeschränkungen auf der Rellstalstraße und Böschisstraße in Vandans, den Fahrwegen ins Gauertal und Gampadelstal in Tschagguns, der Fellimännlestraße -4- und den anschließenden Forststraßen im hinteren Silbertal sowie auf der Güterweggenossenschaft Hennenkopf-Rofer mit den anschließenden Straßen auf der Almein in Bartholomäberg angeordnet. Von Bgm. Sandrell wird dazu weiters berichtet, daß eine ähnliche Anordnung auch an den Gendarmerieposten Gaschurn für die Überwachung der Güterweganlagen in seinem Bereich ergangen ist. 10. Am 7. Mai hat die Verhandlung zur Erteilung der beantragten Bewilligung für die Errichtung einer Bauaushub- und Bauschuttdeponie in Vandans stattgefunden, für welche auch Teilflächen der Standesparzelle Gp. 58 benützt werden sollen. Die Rodungsfläche auf dem Standesbesitz beträgt ca. 3.000 m2, die Zufahrt erfolgt über eine bereits bestehende Straße, welche sich im Eigentum der Agrargemeinschaft Vandans und des Standes Montafon befindet. Die Bewilligung soll vorerst befristet für die Dauer von 10 Jahren erteilt werden. Hinsichtlich des vereinbarten Abschlusses eines privatrechtlichen Übereinkommens mit der Gemeinde Vandans werden weitere Gespräche geführt. 11. Über den Antrag des Standes Montafon zur Ausarbeitung eines Erhaltungskostenschlüssels für die Güterweganlage St. Gallenkirch-Grappes durch die Agrarbezirksbehörde in Bregenz hat am 22. Mai mit Vertretern der beteiligten Agrargemeinschaften und der Gemeinde sowie des Standes Montafon eine erste Besprechung stattgefunden. Vom Betriebsleiter werden die dazu benötigten Unterlagen über die erschlossenen Waldbereiche und deren Bewertung der Agrarbezirksbehörde übermittelt, sodaß ein Vorschlag für diesen Schlüssel im Verlaufe des Monat Juli erwartet werden kann. 12. Am 2. Juni hat im Schattwald in Silbertal eine Aufforstungsaktion der Organisation "Alp-Action" stattgefunden, an welcher ca. 60 Schüler der Hauptschulen Schruns-Dorf und Grüt teilgenommen haben. Die "Alp-Action" ist ein internationales Hilfsprogramm zum Schutz der Alpen, das von der schweizerischen Umweltstiftung (Bellerive Foundation) gegründet wurde. Dem Stand Montafon wurden für Aufforstungen 7.500 Pflanzen zur Verfügung gestellt. Es ist beabsichtigt, diese Aufforstungsbereiche von den Hauptschulklassen weiter zu betreuen. Insgesamt wird diese Aufforstung als gelungene Aktion beurteilt, durch welche auch eine verstärkte Bewußtseinsbildung der Schuljugend für Anliegen des Waldes erreicht werden kann. 13. Förster Bernhard Maier hat nach dem Landeswettbewerb auch den 40. Jugendredewettbewerb der Gruppe Bundesheer in dieser Woche gewonnen. Der Wettbewerb wurde am Fliegerhorst in Hörsching beim Militärkommando Oberösterreich durchgeführt. Neben der Goldmedaille konnte Bernhard Maier auch den Sonderpreis der Liga der Vereinten Nationen in Form eines einwöchigen Studienaufenthaltes in New York in Empfang nehmen. Der Vorsitzende sowie die gesamte Forstfondsvertretung gratuliert Förster Bernhard Maier zu diesem Erfolg. Der Vorsitzende wird ermächtigt, Förster Maier aus diesem Anlaß ein Geschenk zu überreichen. -5- 14. Vom Betriebsleiter wird ein kurzer Bericht über die laufenden Bewirtschaftungsaktionen in den Standeswaldungen erteilt. Die Aufforstungen sind großteils abgeschlossen, wobei aufgrund der langen Schneedecke sowie der anschließenden Trockenheit ein relativ nur kurzer Zeitraum für Aufforstungen zur Verfügung stand. In der Gemeinde Schruns wurde im Bereich Mittelwald eine Bannwaldbewirtschaftung mit Seilkrananlage vorgenommen. Zu den Verhandlungen im Rahmen der Abschlußplanbesprechungen wird vom Betriebsleiter festgestellt, daß der Rotwildabschuß insgesamt um ca. 40 Stück unter seinen Vorstellungen von der Behörde mittels Verordnung festgesetzt wurde. Er äußert seine Überzeugung, daß insgesamt aufgrund der Witterungssituation bei den vergangenen Zählungen der tatsächliche Wildbestand zutage trat und die Auswirkungen des zu niedrigen Abschusses nicht ausbleiben werden. In mehreren Bereichen, in welchen z.T. untragbare Wildschäden konstatiert werden müssen, wurden bereits Termine für die Vornahme von Wildschadensschätzungen bzw. die Erstellung von Gutachten durch Sachverständige veranlaßt. Bei Schäden in geringerem Ausmaß sind die Betriebsorgane angewiesen, die Abgeltung im Einvernehmen mit dem jeweiligen Jagdpächter vorzunehmen. Insbesondere im Außerbacherwald im Bereich des Schutzwaldsanierungsprojektes sind die Wildschäden als untragbar einzustufen, da Laubgehölze ohne Einzelschutz nicht aufzubringen sind. Gleichfalls ist im Schattwald in Silbertal ein Aufkommen der Tannenverjüngung ohne Schutzmaßnahmen nicht möglich, weiters wurden im Großraum Zuggenwald der Genossenschaftsjagd St. Gallenkirch unvertretbare Wildschäden festgestellt. Bgm. Rudigier stellt dazu weiters fest, daß auch im Bereich Lifinar-Gortniel große Probleme hinsichtlich der Wildschadenssituation auftreten und dazu bereits die Behörde eingeschaltet ist. Bgm. Rudigier stellt fest, daß die bereits angekündigte mögliche Einstellung von Verbauungsmaßnahmen durch die Wildbach- und Lawinenverbauung von der Gemeinde unter keinen Umständen hingenommen werden kann. Der Betriebsleiter stellt abschließend fest, daß eine Wildreduktion in weiten Bereichen der Standeswaldungen unbedingt erfolgen muß, er stellt andererseits aber auch fest, daß der Lebensraum für das Wild zunehmend eingeschränkt wird. Diesbezüglich schlägt er vor, ähnlich wie auch in der Schweiz, über die Prospekte der Seilbahngesellschaften entsprechende Hinweise für die Schifahrer aufzunehmen, da damit eine vermehrte Information der Gäste über Wildruhegebiete bzw. Ruhezonen möglich wäre. 15. Unter Hinweis auf die bereits früher getroffene Entscheidung über die Durchführung eines Wettbewerbes für die Planung des künftigen Betriebs- und Verwaltungsgebäudes, in welches auch die Räumlichkeiten für den Tourismus verband Montafon untergebracht werden sollen, bringt der Vorsitzende die an ihn herangetragene Überlegung nach einer Aufstockung der Preisgelder von S 100.000,— auf S 150.000,— zur Kenntnis. Nach allgemeinen Erfahrungen wird die Erhöhung für erforderlich beurteilt, um auch qualitativ möglichst gute Planungsunterlagen zu erhalten. -6- Diesem Vorschlag wird seitens der Forstfondsvertretung einhellig zugestimmt und die Erhöhung der Preisgelder auf S 150.000,— beschlossen. Pkt. 3. ) Der Vorsitzende bringt zur Kenntnis, daß nun die Finanzierungszusage sowohl des Bundes mit 70% als auch des Landes Vorarlberg mit 20% für die Integralpilot-Studie Montafon, welche vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft beim forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Sektion Vorarlberg, in Auftrag gegeben wurde, vorliegt. Gemäß den dazu bereits mehrfach stattgefundenen Besprechungen wird erwartet, daß vom Stand Montafon ein 10%iger Finanzierungsbeitrag zu den veranschlagten Kosten von S 7 Mio. übernommen wird. Diese Pilotstudie beinhaltet Grundlagenerhebungen und Untersuchungen, welche für die Beurteilung des ÖKÖSystems Montafon erforderlich sind. Die Ziele dieser Untersuchung liegen darin, daß Unterlagen für eine Beurteilung des ÖKÖ-Systems Montafon erarbeitet werden, welche künftig für weitere Planungsmaßnahmen und Entscheidungen zur Verfügung stehen. Gerade im Montafon werden von der Natur "Grenzen" vorgegeben, an denen sich die weiteren Entwicklungsaufgaben und -möglichkeiten des anthropozentrischen Naturraumes orientieren müssen. Die möglichen Gefährdungen durch Überschwemmungen, Vermurungen, Lawinen, Steinschlag, Felssturz, Rutschungen und dgl. sollen aus jenem Erkenntnis stand heraus beurteilt werden können, wie er für die Tragweite für diese Aussage notwendig ist. Es ist dabei vor allem auch die Dynamik in der belebten Natur (Waldzustand, Waldentwicklung usw.) und in der unbelebten Natur (Gebirgsabtrag usw.) in die Untersuchung miteinzubeziehen, um frühzeitig negativen Entwicklungen mit vertretbarem Einsatz begegnen und positive Entwicklungen fördern zu können. Aus den Untersuchungen sollte auch eine Dringlichkeit von forstlichen und forsttechnischen Maßnahmen abzuleiten sein, um die in der Regel mit einem hohen Anteil an öffentlichen Mitteln finanzierten Mitteln finanzierten Eingriffe effizienter zu gestalten und den Einsatz der Förderungsmittel zu optimieren. Zur Erreichung dieser Ziele sind eine Reihe von Untersuchungen notwendig, wobei die zentrale Rolle die Abklärung der geologischen Fragestellungen darstellt. Dazu wird das gesamte Plangebiet flächendeckend in Bereiche unterteilt, für welche weitere geologische und geomorphologische Untersuchungen mit hoher, mittlerer und geringer Dringlichkeit erforderlich sind. Weiters sollen Untersuchungen über den aktuellen Waldzustand sowie Untersuchungen der Wildtierpopulation Grundlage für gezielte Eingriffe zur Stabilisierung des ÖKÖ-Systems bieten. Aufgrund den vorgelegten Aussagen wird von der Forstfondsvertretung über Antrag des Vorsitzenden die Übernahme eines 10%igen Interessentenanteiles an den Projektskosten von S 7 Mio. einstimmig genehmigt. Der Vorsitzende wird weiters ermächtigt, mit den Vorarlberger Illwerken bezüglich Mitfinanzierung des Interessentenanteiles Verhandlungen aufzunehmen, da die aus dieser Untersuchung zu erwartenden Grundlagen auch für die Vorarlberger Illwerke von Interesse sind. Der Geologe Dr. Loacker von der Vorarlberger Illwerke AG wurde durch den Betriebsleiter mit den Aufgabenstellungen der Integralpilot-Studie Montafon bereits früher konfrontiert und ist in das Projekt bereits eingebunden. -7- Abschließend bedankt sich der Vorsitzende namens der Forstfondsvertretung beim Betriebsleiter, auf dessen Initiative sowie die guten Kontakte zu den Ministerien, insbesondere zu Ministerialrat Rachoy, zurückzuführen ist, daß u.a. auch das Montafon für eine derartige flächendeckende Untersuchung ausgewählt wurde. Pkt. 4.) Der Forstfondsvertretung wird eine Übersicht über die im Jahre 1992 zur Durchführung geplanten Forstwegprojekte vorgelegt, wobei vom Betriebsleiter die einzelnen Wegprojekte näher erläutert sowie die nach seinem Kenntnisstand vorgeschlagene Bauausführung aufgrund den jeweiligen Gegebenheiten erörtert wird. Für die Forststraße" Bleiwald" in Gaschurn liegt bereits eine Ausschreibung vor, wobei die Vergabe an die Fa. Fleiga als Billigstbieterin zu einer Angebotssumme von S 236. 750,— vorgeschlagen wird. Für die Forststraßen "Schattwald-Mäßtanna" und "Starkaegg" in Silbertal sowie für den Valisera-Basisweg und die Forststraße "Röbibach" sollen Ausschreibungen vorgenommen werden. Im Zuge der Diskussion über die Ausführungsart zu den einzelnen Wegprojekten wird von Marlin Ernst festgestellt, daß insbesondere für die Forststraße Seggeswald in St. Gallenkirch sehr aufwendige Erhaltungskosten anfallen, wobei von ihm bereits vor der Bauausführung die Trassenwahl sehr kritisch beurteilt und auf die z.T. gefährlichen Bereiche hingewiesen wurde. Marlin Ernst vertritt die Auffassung, daß nach seiner Meinung grundsätzlich eine andere Denkweise notwendig ist und beim Forststraßenbau eher restriktiv vorgegangen und anstelle von "Waldautobahnen" vermehrt Traktorwege mit einer geringeren Wegbreite gebaut werden sollten. Marlin Ernst weist auch auf den großen Waldverlust beim Forststraßenbau, welcher nach Aussage pro Kilometer Forststraße bei ca. 1 ha Waldfläche liegt, hin. Es wird befürchtet, daß für die Nachkommen hohe Erhaltungskosten anfallen werden, deren Finanzierung nicht gesichert sind. In der dazu teils heftigen Diskussion wird vom Vorsitzenden der Vorwurf von "Waldautobahnen" vehement zurückgewiesen und von der Forstfondsvertretung Verwunderung über eine derartige Diskussion in diesem Gremium ausgesprochen, zumal bisher die Notwendigkeit der Schaffung einer Mindesterschließung in den Standeswaldungen unbestritten war. Es wird auch die Überzeugung ausgesprochen, daß zum jetzigen Zeitpunkt die gewährten großzügigen Förderungsmöglichkeiten ausgenützt werden müssen, da bei einem künftigen Entfall bzw. Reduzierung derselben eine Finanzierung von weiteren Ausbauten nicht mehr gesichert ist. Vom Betriebsleiter wird zu den Bedenken von Marlin Ernst festgestellt, daß die Forststraße "Seggeswald" zwar nicht von ihm trassiert wurde, der Seggeswald jedoch insgesamt aufgrund den geologischen Gegebenheiten nur sehr schwierig zu erschließen und ein gewisses Restrisiko immer vorhanden ist. Andererseits muß auch festgestellt werden, daß dadurch ca. 250 ha Schutz- und Bannwald erschlossen sind, dessen Bewirtschaftung nach forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten für die Sicherheit des unterliegenden Siedlungsbereiches von enormer Wichtigkeit sind. Die Feststellung des -8- Betriebsleiters, daß in den von der Forststraße gequerten Bereichen des Mäßtobels und des Rappatobels bereits vor dem Forststraßenbau Murenabgänge zu verzeichnen waren, bleibt unwidersprochen. Nach Überzeugung des Betriebsleiters erfährt die Flächenbilanz hinsichtlich der Waldfläche insgesamt keine Reduzierung bzw. gravierende Veränderung, da durch den Bau von Forststraßen andererseits verschiedene Riesen und Kahlflächen aufgeforstet werden bzw. durch Naturverjüngung zuwachsen, wobei ganz besonders auch auf die Möglichkeit einer waldschonenden Bewirtschaftung und damit die Vermeidung von Rückeschäden verwiesen wird. Eine Forststraße dient weiters auch als Arbeitsplatz für den Forstbetrieb und seine Arbeiter, weshalb auch aus Sicherheitsgründen eine Mindestbreite, welche mit durchschnittlich 3 m als nicht überdimensioniert beurteilt werden kann, gegeben sein muß. Vom Betriebsleiter werden Beispiele anderer Forstbetriebe, insbesondere im Bereich der Bundesforste, mit wesentlich größeren Fahrbahnbreiten aufgezeigt. Insbesondere Bgm. Sandrell und Bgm. Säly bestätigen die in ihren Gemeindegebieten sehr gewissenhafte und sorgfältige Durchführung von Forstwegebauten und äußern ihre Genugtuung darüber, daß die Erschließung der Standeswaldungen vorangetrieben wird. Auch Bgm. Wekerle äußert sich erfreut über die Tatsache, daß im Bereich der Standeswaldungen Schruns eine recht gute Erschließung geschaffen wurde, welche schlußendlich auch den Nutzungsberechtigten zugute kommt. Bgm. Guntram Bitschnau bestätigt ebenfalls, daß der "Grütweg" in Tschagguns sehr schonend gebaut wurde und diese Weganlage als sinnvoll eingestuft werden kann. Bei der Forststraße "Sanüel", welche nicht vom Betriebsleiter Dipl. Ing. Hubert Malin projektiert wurde, hingegen "wehrt" sich die Natur in einigen Teilbereichen gegen die getätigten Eingriffe. Bgm. Bitschnau beurteilt auch die Entscheidung der Ablehnung von zwei Forststraßen im Gauertal als richtig. Das geplante Projekt für die Forststraße "Manuef" wird von ihm positiv beurteilt, wobei allerdings noch verschiedene Vorfragen mit der Verlegung und Einbindung eines Wanderweges zu klären sind. Dazu stellt der Betriebsleiter definitiv fest, daß von ihm in dieser Angelegenheit keine weiteren Initiativen erfolgen, da die Verlegung und Anbindung des Wanderweges von ihm dort vorgenommen wird, wo dies von den betroffenen Grundeigentümern gewünscht wird. Insgesamt stellt der Betriebsleiter fest, daß von ihm künftig neue Forstwege nur mehr in jenen Bereichen projektiert und geplant werden, für welche vom Bürgermeister bzw. den zuständigen Gemeindegremien ein ausdrücklicher Wunsch bzw. Auftrag erteilt wird. Der Betriebsleiter stellt fest, daß die Forststraßen nicht in erster Linie für den Betriebsdienst, sondern vor allem für die Bewirtschaftung der großteils als Schutzwaldung dienenden Standeswaldungen und für die Nutzungsberechtigten gebaut werden, damit durch die Bringung die in den vergangenen Jahrzehnten vielfach unvertretbaren Bringungsschäden vermieden werden können. Selbstverständlich werden Projekte in kritischen Bereichen immer unter Beiziehung von geologischen Sachverständigen projektiert, wobei mehrere Bereiche der Standeswaldungen aufgrund den natürlichen Gegebenheiten von vornherein für eine Erschließung ausgeschieden werden müssen. -9- Insgesamt wird die vom Betriebsleiter über die Forstwegprojekte 1992 getroffenen Feststellungen über die Ausführungsart zur Kenntnis genommen, wobei für die Forststraße "Bleiwald" aufgrund des vorliegenden Ausschreibungsergebnisses eine Auftragsvergabe an die Fa. Fleiga zum Preis von S 236.750,— netto als Billigstbieterin erfolgt. Der Betriebsleiter ist überzeugt, daß vielfach auch Wegebauten in Regie bei entsprechend günstigen Voraussetzung schlußendlich billiger abgerechnet werden können, als wenn eine Vergabe aufgrund einer Ausschreibung vorgenommen wird. Als wesentliches Kriterium für die Wirtschaftlichkeit der Baudurchführung wird die Tatsache eingestuft, daß von der bauausführenden Firma ein erfahrener Baggerfahrer zur Verfügung gestellt wird, wobei vom Betriebsleiter aufgrund den bisherigen Erfahrungen diesbezüglich die nötige Entscheidungsmöglichkeit gefordert wird. Über die noch vorzunehmenden Ausschreibungen und anschließenden Auftragsvergaben wird die Forstfondsvertretung beschlußgemäß in Kenntnis gesetzt. Pkt. 5. ) Der Vorsitzende bringt das mit den Vertretern der Alpe Gafluna am 10. März ausgehandelte Ergebnis über eine Beteiligung bei der Errichtung des Güterweges "Silbertal-Alpe Gafluna" vollinhaltlich zur Kenntnis, da durch diese Weganlage auch Teile der Standeswaldungen erschlossen sowie die Möglichkeit zur Nutzung weiterer Bereiche mit Seilkrananlagen geschaffen wird. Die Weganlage mit einer Länge von 1.250 m ist mit Gesamtkosten von 800.000 S geschätzt, wozu von der Agrarbezirksbehörde eine Förderung von 50 % in Aussicht gestellt ist. Der Vorsitzende schlägt vor, einen Baukostenbeitrag in Höhe von 25% der nicht durch öffentliche Förderungsmittel gedeckten Baukosten zu übernehmen, wobei allerdings eine generelle Beteiligung an den künftigen Erhaltungskosten nicht erfolgt, sondern lediglich bei größeren Nutzungen die dadurch verursachten Schäden vom Stand Montafon wieder behoben werden. Seitens der Alpe Gafluna wird andererseits die Zusage erteilt, daß die Ausübung der Waldweide nur in eingeschränktem Umfange erfolgt und insbesondere nur die unteren Bereiche der "Galgenzüge" unter Aufsicht beweidet werden. Die Gewährung eines Baukostenbeitrages von 25% stellt auch eine indirekte Alpförderung dar, wobei andererseits seitens der Alpe bisher immer wieder für Lagerzwecke der erforderliche Grund kostenlos zur Verfügung gestellt und bei Seilkrannutzungen eine Grundinanspruchnahme gestattet wurde. Pkt. 6. ) Der Rechnungsabschluß für das Jahr 1991, welcher mit der Sitzungseinladung allen Forstfondsvertretern übermittelt wurde, wird vom Buchhalter Peter Vergud sehr eingehend erläutert. -10- Für die weitere Erschließung der Standeswaldungen wie auch für Beiträge an Dritte zum Forstwegebau wurden insgesamt S 5.218.342,83 aufgewendet. Der Personalaufwand für Forstarbeiter einschließlich den Dienstgeberbeiträgen ist mit S 3.628.277,62, jener für den Betriebsdienst mit S 2.770.282,23 enthalten. Für Transportkosten sind S 1.014.935,24 angefallen, wovon ca. 2/3 auf die Zustellung des Servitutsholzes entfallen. Für Aufarbeitung von Holz durch selbständige Akkordanten wurden S 1.505.689,70 ausgegeben. Für Holzverkäufe wurden S 2.326.023,13 vereinnahmt, aus der Abgabe von Servitutsholz sind weitere S 2.643.541,55 Mio. eingegangen. Der Jagdpacht aus Eigenjagden und GenossenschaftsJagden ist mit S 1.697.183,8 ausgewiesen. Die Landesbeiträge aus dem Fonds zur Rettung des Waldes sowie zu dem Bau von Forstwegen, weiters Landes- und Bundesbeiträge für Schutzwaldsanierungsprojekte sind mit insgesamt S 7.479.298,— eingegangen. Nachdem verschiedene Anfragen erläutert werden, wird von Bgm. Bitschnau der Bericht des Prüfungsausschusses über die am 6. Mai erfolgte Überprüfung der Jahresrechnung zur Kenntnis gebracht. Die vom Prüfungsausschuß vorgebrachte Anregung über die Vorlage von Forstwegprojekten mit einer geschätzten Auftragssumme von über S 500.000,— an die Forstfondsvertretung wurde bereits unter TOPunkt 4. sehr eingehend beraten. Aufgrund des Prüfungsberichtes wird über Antrag des Vorsitzenden der Rechnungsabschluß 1991 mit nachstehenden Gesamtsummen einstimmig genehmigt. Ausgaben der Erfolgsgebarung Ausgaben der Vermögensgebarung S 14.195.746,48 S 5.685.323,49 _______________ GESAMTAUSGABEN S 19.881.069,97 Einnahmen der Erfolgsgebarung Einnahmen der Vermögensgebarung GESAMTEINNAHMEN S 17.290.955,97 S 2.590.114,-S 19.881.069,97 Der aus der Haushaltsgebarung resultierende Überschuß in Höhe von S 781.409,30 wurde der Haushaltsausgleichsrücklage zugeführt, wodurch sich ein ausgeglichenes Gebarungsergebnis ergibt. Abschließend bedankt sich der Vorsitzende beim Betriebs- und Verwaltungspersonal für die erbrachte Arbeit im abgelaufenen Jahr. -11- Pkt. 7. ) Dem Ansuchen der Fam. Bahl Franz und Anni aus Tschagguns auf weitere Vermietung des Maisäßhauses Manuef wird nur insofern stattgegeben, daß eine Vermietung nur mehr befristet bis zu jenem Zeitpunkt erfolgt, als dieses Objekt im Zusammenhang mit der Errichtung der Forststraße Manuef für den Eigenbedarf benötigt wird. Hiefür ist der bisherige Pachtzins wertgesichert weiterzuentrichten. Es wird auch darauf hingewiesen, daß div. Arbeiten zur Instandhaltung des Gebäudes dringend erforderlich sind. Pkt. 8. ) Zur Entscheidung über Anträge auf Bewilligung werden nachstehende Ansuchen vorgelegt: a) Wilhelmer Anton. Vandans Nr. 369: Für die im Jahre 1991 erfolgte Erneuerung des Dachstuhles wurden lt. vorgelegter Holzliste 45 fm Nutzholz benötigt. Dazu wird berichtet, daß die Erneuerung durch den Ausbau des Dachgeschoßes und den damit verbundenen Einbau von Dachgaupen bedingt war. Eine unbedingte Notwendigkeit für den Austausch des Dachstuhles auf Grund von Baufälligkeit konnte nicht festgestellt werden. Für dieses Gebäude wurde im Jahre 19 79 das Holzbezugsrecht übertragen, wobei allerdings nur der Wohnbereich eingeforstet ist. Nachdem durch die Baumaßnahmen das Dachgeschoß für Wohnzwecke ausgebaut wurde, welches lt. seinerzeitigem Einforstungsbeschluß nicht berücksichtigt ist, wird eine Teilmenge von 20 fm Nutzholz als Servitutsholz bewilligt. b) Küster Michael. St. Gallenkirch Nr. 123: Im Zuge von Umbaumaßmahmen mußte festgestellt werden, daß das Wohnhaus Nr. 123, Bp. 867 in St. Gallenkirch, nicht mehr saniert werden kann und daher ein gänzlicher Neubau dieses Objektes erforderlich ist. Bemerkt wird, daß der Antrag um Bewilligung von Servitutsholz nicht bei der Bedarfsanmeldung eingebracht wurde, sondern erst im Zuge der Bauarbeiten. Beim Wohnhaus handelt es sich um eine altes Montafonerhaus, welches lt. Aussage des Eigentümers in der bisherigen Form erhalten werden sollte. Das Objekt war ehemals Bestandteil eines Landwirtschaftsbetriebes, welcher in der Zwischenzeit allerdings aufgelöst wurde. Das zugehörige Stallgebäude bildet nun Bestandteil eines Gewerbebetriebes und wird auch für diesen Zweck benützt. Der genaue Holzbedarf ist noch nicht bekannt, da eine Holzliste erst nachgereicht wird. Nachdem das Objekt nicht mehr Bestandteil eines Landwirtschaftsbetriebes darstellt, soll versucht werden, durch Gewährung einer einmaligen Menge von Servitutsholz die Ablöse des Holzbezugsrechtes zu erreichen. Schindelholz für eine Schindeleindeckung sowie zur Anbringung an der Außenfassade wird unter Hinweis auf den Beschluß vom 19.2.1991 nicht bewilligt. -12- c) Kasper Friedrich. Gortipohl Nr. 67a: Dem Ansuchen um Übertragung des Holzbezugsrechtes für das baufällige Wohnhaus Nr. 68 auf Bp. 204 auf das von Sohn Christian Kasper in unmittelbarer Nähe erstellte Wohnhaus wird grundsätzlich unter nachstehenden Auflagen stattgegeben: 1. Die Übertragung wird erst zu jenem Zeitpunkt rechtswirksam, zu welchem das alte Wohnhaus zur Gänze abgetragen ist. Auf Grund den vorliegenden Fotos wird von der Forstfondsvertretung die einhellige Meinung vertreten, daß ein Abbruch dieses als schützenswert einzustufenden alten Montafonerhauses vermieden werden sollte, weshalb der Eigentümer auf diesen Sachverhalt hingewiesen werden soll. 2. Die Einforstung des neuen Wohnhauses ist nur solange aufrecht, als dieses auch weiterhin Bestandteil eines aktiven Landwirtschaftsbetriebes bildet. 3. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht mitübertragen (Neubau ist bereits mit Hartbedachung versehen), wobei zum Zeitpunkt des Abbruches die dafür beschlossene Ablöse beantragt werden kann. d) Ganahl Stefan. Gaschurn Nr. 181: Das Wohnhaus Nr. 181 auf Bp. 480 muß wegen Baufälligkeit abgetragen werden, wobei der Neubau an derselben Stelle wieder errichtet werden soll. Der Einforstungsumfang wird vom Betriebsdienst auf Grund der durchgeführten Erhebung mit maximal 50 fm beziffert. Nachdem das Wohnhaus auch weiterhin Bestandteil eines Landwirschaftsbetriebes bildet, wird das erforderliche Nutzholz im Höchstausmaß des festgestellten Einforstungsumfanges nach Vorlage einer Holzliste bewilligt. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht weiter zuerkannt, da eine landeskulturelle Notwendigkeit am konkreten Standort nicht festgestellt werden kann. e) Zu div. Unklarheiten im Zusammenhang mit der Anmeldung von Brennholz wird die von der Verwaltung geäußerte Ansicht, daß im Zweifelsfall auch die Eintragungen bei der betreffenden Gemeinde in der Haushaltsliste zur Beurteilung heranzuziehen sind, von der Forstfondsvertretung einhellig unterstützt. Grundsätzlich wird festgestellt, daß der Bedarf von Servitutsholz bei der Bedarfsanmeldung anzumelden ist und künftig derartige Ansuchen nur in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen positiv erledigt werden können. Pkt. 9. ) Zur Anfrage von Bgm. Bitschnau nach Verlegung der Schranke beim Interessentschaftsweg Bitschweil-Hora in den Bereich des Anwesens Konzett wird vom Betriebsleiter festgestellt, daß die Schranke über Betreiben von Grundeigentümern vor ca. 3 Jahren in den Bereich der Alpe Hora verlegt wurde. Grundsätzlich besteht seitens -13- des Standes Montafon kein Einwand gegen eine neuerliche Verlegung, sofern durch die Gemeinde die Zustimmung der betroffenen Grundeigentümer eingeholt wird. Über die künftige Aufbringung der Erhaltungskosten wird Bgm. Bitschnau ersucht, durch die Gemeinde die betroffenen bzw. im Einzugsbereich der Weganlage liegenden Grundeigentümer zu einer Besprechung einzuladen. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, schließt der Vorsitzende mit dem Dank für die Teilnahme und rege Mitarbeit um 16.40 Uhr die Sitzung. Schruns, am 4. Juni 1992 Schriftführer: Forstfondsvertretung:
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19880913_FF_020 StandMontafon 13.09.1988 23.05.2021, 10:18 -1- STAND MONTAFON-FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 13. September 1988 anläßlich der 20. Sitzung der Forstfonds Vertretung in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 5. September 1988 nehmen an der auf heute 14.00 Uhr einberufenen Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Mag. Siegmund Stemer, St. Anton; Bürgermeister Harald Wekerle, Schruns; Bürgermeister Eduard Bitschnau, Tschagguns; Bürgermeister Burkhard Wachter, Vandans; Bürgermeister Erwin Vallaster, Bartholomäberg; Bürgermeister Wilhelm Säly, Silbertal; Bürgermeister LAbg. Fritz Rudigier, St. Gallenkirch; Bürgermeister Heinrich Sandrell, Gaschurn; Gottfried Schapler, Vandans als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans; Betriebsleiter Dipl. Ing. Hubert Malin; Nicht erschienen: Ernst Marlin, St. Gallenkirch als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch; Schriftführer: Standessekretär Mag. Johann Vallaster; Der Vorsitzende eröffnet um 14.15 Uhr die Forstfondssitzung, begrüßt die Forstfonds Vertreter und stellt gemäß Standesstatut die Beschlußfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird kein Einwand erhoben, zur Behandlung steht somit folgende TAGESORDNUNG 1. Vorlage und Genehmigung der Niederschrift über die 19. Sitzung vom 31. Mai 1988; 2. a) Berichte des Vorsitzenden b) Berichte des Betriebsleiters zu verschiedenen Bewirtschaftungsmaßnahmen; 3. Grundsätzliche Beratung zur Frage der Erhaltungskostenbeteiligung an verschiedenen Genossenschafts- und Interessentschaftswegen; 4. Übernahme eines Erhaltungskostenanteiles bei der zu gründenden Güterweggenossenschaft Partenen-Verbella-Ibau; 5. Ansuchen der Agrargemeinschaft Schandang um Zahlung eines zusätzlichen Kostenbeitrages für den Güterweg Schandang; 6. Einspruch von Tagwercher Paul, Vandans gegen die Ablehnung von Servitutsholz zum Neubau der Maisäßgebäude auf Schandang; 7. Verpachtung der EJ Schmalzberg ab 1.4.1989; 8. Allfälliges; -2- Erledigung der Tagesordnung: Pkt. 1.) Die Niederschrift über die 19. Forstfondssitzung vom 31. Mai 1988, welche allen Forstfonds Vertretern zugegangen ist, wird über Antrag des Vorsitzenden in der vorliegenden Fassung ohne Einwendungen einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 2.) a) Berichte des Vorsitzenden: Die Vorarlberger Illwerke AG haben mit Schreiben vom 7. September mitgeteilt, daß Sie dem Ersuchen um weitere Mitfinanzierung des Maßnahmenkonzeptes zur Sanierung der Standeswaldungen gerne nachkommen und auch für dieses Jahr einen Mitfinanzierungsbeitrag in Höhe von S 1.000.000,-- zur Verfügung stellen. Die Illwerke danken für die Überlassung des Rechenschaftsberichtes und hoffen, daß die gemeinsame Finanzierung der Sanierungsprojekte dem Schutz des Tales Montafon in erwarteter Weise dienen wird. Der Vorsitzende spricht in diesem Zusammenhang nochmals den Vorarlberger Illwerken, ebenfalls auch den Seilbahngesellschaften sowie den 8 Forstfondsgemeinden den herzlichen Dank für die Bereitschaft zur Mithilfe bei der Realisierung des Maßnahmenkonzeptes aus. Am 1. August wurde gemeinsam mit dem Bezirkshauptmann und dem Bezirksforsttechniker eine Besichtigung verschiedener Forstwegprojekte vorgenommen, wobei sich die Behördenvertreter lobend über die bescheidgemäße und ordentliche Ausführung dieser Projekte geäußert haben. Am 23. August wurde der Bescheid über die beantragte Einräumung des Bringungsrechtes über fremden Boden zur Errichtung einer forstlichen Materialseilbahn in St. Gallenkirch (Bereich Bärenwald) zugestellt. Innerhalb der Rechtsmittelfrist wurde von keiner der Parteien eine Berufung eingebracht, sodaß der Bescheid bereits rechtskräftig ist. Der Vorsitzende stellt dazu fest, daß die im Bescheid enthaltenen umfangreichen Auflagen genauestens eingehalten werden müssen. Der Erfolg forstlicher Maßnahmen wird jedoch ganz wesentlich von der Schaffung angepaßter Wilddichten abhängig sein. Der Betriebsleiter stellt dazu fest, daß insbesondere die Stangenholzbestände total verbissen sind sowie starke Schälschäden im gesamten Waldbereich festgestellt werden müssen. Gerade die fast völlige Verständnislosigkeit der Jagdschutzorgane in Bezug auf den äußerst desolaten Waldzustand könne nicht verstanden werden. Bgm. Rudigier bedauert gleichfalls, daß trotz intensiven Bemühungen seitens der Gemeinde bisher kein Erfolg bei der Reduzierung des Wildbestandes erzielt werden konnte. -3- Die Bewilligungen zur Errichtung der Forstwege Grüt, Matschwitz und Wachters Deija [Wachters Dieja] in Tschagguns sowie für die Verlängerung der Forstwege Dürrwald und Alpile in Silbertal wurden in den vergangenen Wochen erteilt. Für die Sanierung der ehemaligen Materialentnahmestelle beim Kalkofenrank wurde vom Betriebsleiter ein Sanierungsvorschlag mit Gesamtkosten von ca. S 70.000,-ausgearbeitet. Bgm. Rudigier berichtet dazu, daß bereits ein Antrag auf Förderung an den Landschaftspflegefonds gestellt wurde. Am 14. September findet weiters eine Besichtigung mit Herrn Landesrat Vetter bezüglich der aus Sicherheitsgründen gewünschten Verlegung der Straße im Bereich des Kalkofenrankes statt. b) Bericht des Betriebsleiters: Vom Betriebsleiter wird ein ausführlicher Bericht zu verschiedenen Bewirtschaftungsmaßnahmen erstattet, wobei er gleichzeitig auch seine aus forstwirtschaftlichen Überlegungen gewünschten Zielvorstellungen einflechtet. Er gliedert seinen Bericht in nachstehende Schwerpunkte: a) Schadholzaufarbeitung: In nicht erschlossenen Waldrevieren ist die Schadholzaufarbeitung mit enormen Kosten verbunden. Als Beispiel wird die Schadholzaufarbeitung im Kessiwald in St. Gallenkirch mit ca. 200 fm angeführt, wobei sich einschließlich Pferde- und Traktorrückung Aufarbeitungskosten von ca. S 1.200,-- pro fm ergeben. Dem gegenüber liegen die durchschnittlichen Aufarbeitungskosten in erschlossenen Waldbereichen bei ca. S 300,-- pro fm. b) Endnutzung: In vielen Gebieten muß aufgrund früherer Nutzungen ein übermäßig hoher Brennholzanteil festgestellt werden. So liegt bei der derzeit stattfindenden Nutzung im Bereich Hora der Brennholzanteil bei ca. 2/3 der anfallenden Holzmenge, die Aufarbeitungs- und Bringungskosten bis zur LKW-befahrbaren Straße betragen S 660,--. c) Durchforstungen: Bisher wurden in verschiedenen Waldgebieten durch die eigenen Arbeiter vor allem im Bereich der in den letzten Jahren errichteten Forstwege auf einer Fläche von ca. 25 ha Durchforstungen vorgenommen. Es konnten so ca. 150 Durchforstungslöser zugewiesen werden, wobei teilweise die Annahme von den Nutzungsberechtigten vorerst nicht überall auf großes Verständnis stößt. Es muß dazu jedoch eindeutig festgestellt werden, daß auch diese Durchforstungslöser zur Deckung des Brennholzbedarfes verwendet werden können, wobei bei der Zuweisung in Hinblick auf die Menge relativ großzügig vorgegangen wird. In vielen Waldgebieten bestehen diesbezüglich äußerst große Pflegerückstände. -4- d) Schindelholznutzung: Der Betriebsleiter weißt wiederum auf den mit 700 fm vorliegenden äußerst hohen Schindelholzbedarf hin. Er stellt dazu fest, daß gerade bei der Schindelholzzuweisung die besten und wertvollsten Bäume bereits seit Jahrzehnten aus dem Wald herausgeholt wurden, wobei diesen Bäumen gerade angesichts des heutigen Waldzustandes für die Naturverjüngung besondere Bedeutung zukommt. Der Betriebsleiter stellt dazu fest, daß diese Vorgangsweise vielfach den Bestimmungen des Forstgesetzes und den behördlichen Anordnungen (siehe Schlägerungsbewilligung für 1988) völlig zuwiderläuft und forstwirtschaftlich von ihm nicht länger verantwortet werden kann. In diesem Zusammenhang weist er auch auf die Handhabung bei anderen belasteten Waldungen hin, wo z.B. in der Gemeinde Thüringen bereits im Jahre 1860 die Schindelholzzuweisung eingestellt wurde. Eine Eindeckung mit Schindelholz wird dort für gerechtfertigt beurteilt, wo sie z.B. in Maisäßgebieten aus Überlegungen des Landschafts- und Ortsbildes vertretbar ist. Auch anläßlich von Dienstbesprechungen werden von den Betriebsorganen ebenfalls laufend diesbezügliche Probleme aufgezeigt, da sich die Betriebsorgane bereits teilweise außerstande sehen, alle angemeldeten Stocknutzungen im Sinne der Schlägerungsbewilligung auszuzeigen. Stockzuweisungen, bei welchen die Aufarbeitung und Bringung mit Schäden am verbleibenden Bestand verbunden sind, können vom Betriebsleiter nicht verantwortet werden und widersprechen jedem forstlichen Grundsatz der Bewirtschaftung. Gerade die derzeit laufenden Aufnahmen für die Forsteinrichtung zeigen immer wieder, daß viele Bestände zu 70 - 90% geschädigt sind, was vielfach auf die frühere Bewirtschaftung mit Einzelstammung zurückgeführt werden muß. Viele Stocknutzungen bedeuten eine zusätzliche Schädigung der bereits durch Immissionsschäden stark belasteten Waldungen und führen mittel bzw. langfristig zum Verlust der Schutzfunktion. e) Forstwegebau: Der Betriebsleiter erteilt einen ausführlichen Bericht über den derzeitigen Stand der Forstwegebauten. Für die Forstwege Seggeswald-Blasblei, Seggeswald-Gufeltobel und Schattenort in St. Gallenkirch sowie für den Forstweg Graps-Sanuel in Tschagguns findet am 28. 9. die Kollaudierung statt. Derzeit wird an der Errichtung der Forstwege Höhena und verschiedener Stichwege in Schruns, Matschwitz in Tschagguns, Käfra, Älpile, Dürrwald und Burgkopf in Silbertal sowie Bargawald in Schruns gearbeitet. Weitere Forstwegprojekte sind bereits verhandelt und bescheidmäßig bewilligt. Desgleichen werden für das nächste Jahr wieder verschiedene Projekte erarbeitet und zur Verhandlung eingereicht. In diesem Zusammenhang ersucht der Betriebsleiter die anwesenden Forstfonds Vertreter, gerade bei Trassenführungen über Privatgrundstücke bei den, vielfach zeitaufwendigen Verhandlungen mit den betroffenen Grundeigentümern mitzuwirken und die diesbezüglichen Zustimmungen einzuholen. -5- f) Personalsituation: Der Betriebsleiter gibt bekannt, daß von den Betriebsorganen anläßlich von Dienstbesprechungen immer wieder Unzufriedenheit mit der Entlohnung, vor allem aber auch mit der Entschädigung für die Benutzung des Privat-PKW's vorgebracht wird. Es ist nicht verwunderlich, daß daher auch von einzelnen Betriebsorganen ein Wechsel zum Land angestrebt wird. Für die problemlose Abwicklung sämtlicher mit der Waldbewirtschaftung zusammenhängender Arbeiten werden vom Betriebsleiter als Endziel die Beschäftigung von 7 Betriebsorganen sowie eines Försters unter seiner Leitung angestrebt. Auch in Anbetracht verschiedener Projekte in der Zukunft (z.B. Schutzwaldsanierungen usw.) wird für deren Durchführung und Überwachung entsprechend qualifiziertes Personal benötigt. Derzeit sind ca. 14 - 16 Forstarbeiter für verschiedene Schadholzaufarbeitungen, Durchforstungen und beim Forstwegebau beschäftigt. Auch hier ist leider immer wieder ein Abgang von bereits qualifiziertem Personal zu verzeichnen. Mit zunehmender Erschließung wird auch der Bedarf an Forstpersonal steigen, damit eine weitere Vernachläßigung der Waldpflege hintangehalten werden kann. Ebenso ist die Verwirklichung von Schutzwaldsanierungsprojekten ohne entsprechend qualifiziertes Personal unmöglich. Auf Grund des derzeitigen Zustandes können viele der zur Verfügung stehenden Förderungsmittel (z.B. Hangstabilisierungen) nicht ausgenützt werden. Angesichts den anstehenden Aufgaben wird für viele Jahre ein Bedarf von mindestens 30 ca. 40 Forstarbeitern notwendig sein, dies auch in Berücksichtigung der dem Stand Montafon gehörenden Waldfläche. g) Loszuteilung: Die aufgerüsteten Brennholzlöser sind bereits zu ca. 90% zugestellt, welches nur aufgrund von Zukaufen bzw. Vorräten aus dem Vorjahr möglich ist. Gerade bei Brennholzzukäufen wird teils unberechtigte Kritik vorgebracht, zumal diese Zukaufe für den Betrieb mit keinerlei Kostenbelastung verbunden sind. Zudem sind Holzzukäufe kostenmäßig wesentlich günstiger als Eigenaufarbeitungen. In vielen Fällen ist eine Aufarbeitung von Schadholz auch aus den bereits angeführten forstgesetzlichen Bestimmungen einer schadlosen Bringung nicht möglich, wobei in verschiedenen Bereichen zusätzlich ökologische Gesichtspunkte wie z.B. Kadaververjüngung mitzuberücksichtigen sind. h) Forsteinrichtung: Die Aufnahmen für den Wirtschaftsplan sind in den Gemeinden St. Anton, Vandans, Bartholomäberg, Tschagguns, Silbertal und Schruns fast zur Gänze abgeschlossen, wobei bereits ca. 900 Probepunkte aufgenommen wurden. Die Aufnahmen für die Innerfratte sind für das kommende Jahr geplant, sodaß bereits im Jahr 1 990 ein erster Zwischenbericht vorliegen wird. -6- Der Wirtschaftsplan wird Grundlage dafür bilden, wo wieviel genutzt werden kann bzw. muß. Er stellt die Entscheidungsgrundlage für die Art und Weise der künftigen Bewirtschaftung, die Wegebauplanung, die Arbeiterplanung usw. dar. i) Jagdbewirtschaftung: Leider muß immer noch festgestellt werden, daß der Einfluß und die Mitsprachemöglichkeit des Waldes bei verschiedenen Jagdangelegenheiten zu gering ist. Der Waldzustand als oberstes Entscheidungskriterium muß mehr in den Vordergrund treten. Diesbezüglich stellt sich die Frage, wer in den künftigen Jagdgenossenschaften die Interessen des Standes Montafon wahrnehmen wird. Längerfristig ist jedoch zu hoffen, daß der Einfluß des Waldes bei der Mitsprache in Jagdangelegenheiten zunehmen wird. Sofern die erforderliche Wildreduktion in verschiedenen GenossenschaftsJagdgebieten auch in Zukunft nicht gewährleistet ist, wird weiterhin die Anmeldung von Eigenjagden notwendig sein. j) Betriebsgebäude: Der Betriebsleiter beurteilt die Schaffung eines eigenen Betriebsgebäudes für eine optimalen und zielorientierten Einsatz der eigenen Forstarbeiter für dringend erforderlich. Er schlägt diesbezüglich auch vor, Betriebsgebäude bei anderen Forstbetrieben zu besichtigen. h) Hochlagenaufforstungsprojekt Montafon: Vom Universitätsassistent Dr. Pitterle wird derzeit ein Hochlagenaufforstungsprojekt Montafon erarbeitet. In diesem Zusammenhang wird der teils erschreckende Waldzustand auch in Hochlagen aufgezeigt, für dessen Sanierung zur Sicherung der Schutzfunktionen in Zukunft wesentliche Schritte notwendig sein werden. Der Vorsitzende dankt dem Betriebsleiter für den ausführlichen Bericht und die vorgebrachten Anregungen bzw. Kritikpunkte. Bgm. Rudigier stellt zur geplanten Forststraße Kessiwald fest, daß die von einzelnen Grundeigentümern gezeigte ablehnende Haltung auch für ihn nicht verständlich ist. Zur Wildsituation in der Gemeinde St. Gallenkirch bedauert Bgm. Rudigier den traurigen Zustand, da bisher überhaupt kein meßbarer Erfolg in der Schaffung von waldangepaßten Wilddichten verzeichnet werden kann. Leider sind auch in St. Gallenkirch Schutzwaldsanierungsprojekte für extrem gefährdete Bereiche (Bärenwald, Hof, Gortniel) aufgrund des Wildbestandes keine Genehmigungen erteilt worden. Bgm. Rudigier fordert diesbezüglich scharfe behördliche Maßnahmen, welche nach dem ab 1. Oktober geltenden Jagdgesetz möglich sein müßten. Sofern die Wildreduktion auch in Zukunft keinen Erfolg zeigt, wird auch die Aufteilung von Jagdgebieten und, die Anmeldung von Eigenjagden zu überlegen und vorzunehmen sein, da gerade in kleineren Jagdgebieten eine intensive Bejagung eher gewährleistet ist. -7- Im Verlaufe der sehr ausführlichen Beratung wird dem Betriebsleiter der Dank für die sehr konkreten Aussagen und seine Zielvorstellungen ausgesprochen. Insbesondere Bgm. Wekerle weist darauf hin, daß für die Realisierung der verschiedenen Maßnahmen auch die dem Stand Montafon erwachsenden Folgekosten berücksichtigt werden müssen. In Jagdangelegenheiten wird in Zukunft weiterhin eine wesentliche Unterstützung des Betriebsleiters durch die politischen Mandatare in ihren Gemeinde notwendig sein. Langfristig wird der Forstfonds in den Jagdgenossenschaften sicherlich der dominierende Partner sein. Die aufgezeigten Maßnahmen werden sicherlich nur stufenweise realisiert werden können. Bgm. Säly nimmt ab 15.15 Uhr an der Sitzung teil. Bgm. Sandrell beurteilt aufgrund eigener Erfahrungen in der Gemeinde Gaschurn die Errichtung eines eigenen Betriebsgebäudes für einen effizienten Forstarbeitereinsatz für dringend notwendig. Bezüglich der Realisierung verschiedener Waldbewirtschaftungsprojekte kann er sich auch die zeitweise Bereitstellung von Gemeindearbeitern vorstellen. Bgm. Sandrell spricht dem Betriebsleiter den ausdrücklichen Dank für seinen Einsatz aus und sichert die volle Unterstützung zu. Abschließend dankt der Vorsitzende nochmals für die ausführliche Diskussion und spricht dem Betriebsleiter namens der ForstfondsVertretung den ausdrücklichen Dank für seinen bisherigen Einsatz aus und sichert die weitere Unterstützung in den Bemühungen zu. Pkt. 3.) Zur grundsätzlichen Frage der Erhaltungskostenbeteiligung des Standes Montafon bei verschieden Güterweg- bzw. Interessentschaftsanlagen wird den Anwesenden eine Übersicht über die verschiedenen Weganlagen mit Benützung durch den Stand Montafon bzw. die Nutzungsberechtigten übergeben. Grundsätzlich stellt der Vorsitzende fest, daß nach seiner Meinung ein Abweichen von den seinerzeitigen Beschlüssen, wonach der Stand Montafon fast überwiegend keine Erhaltungskostenbeteiligung eingegangen ist, nicht vorstellbar ist. Auf Grund den bei jeder Weganlage im speziellen zu beurteilenden Verhältnisse ist eine generelle Regelung für die gesamte Talschaft nur sehr schwer vorstellbar. Eine Erhaltungskostenbeteiligung bei verschiedenen Güterweganlagen, welche unbestritten auch für die Erschließung der Standeswaldungen von Vorteil sind, wäre für den Stand Montafon mit sicherlich zusätzlich erheblichen Kosten verbunden. Der Vorsitzende vertritt die Auffassung, daß auch die Gemeinden verpflichtet sind, einen Beitrag dazu zu leisten, daß die Holzbringung für die Standesbürger ermöglicht wird. -8- Zur weiteren Vorgangsweise wird einvernehmlich vereinbart, zuerst die vorliegende Übersicht in den jeweiligen Gemeindegremien zu beraten und die diesbezüglichen Vorstellungen bei verschiedenen Genossenschaften zu konkretisieren. Pkt. 4.) Der Vorsitzende berichtet über die am 11. 8. in Gaschurn statt gefundene Besprechung betreffend die Bildung einer Güterweggenossenschaft samt Festlegung des Erhaltungskostenschlüssels für die bereits bestehende Weganlage Gaschurn-Partenen-Verbella-Ibau. Von den Sachverständigen wird vorgeschlagen, den Stand Montafon für den Wegabschnitt I mit einem Erhaltungskostenanteil von 5% zu berücksichtigen. Der Vorsitzende wie auch der Betriebsleiter beurteilen in Anbetracht des durch die Erschließung gegebenen Vorteiles den von der Agrarbezirksbehörde erarbeiteten Vorschlag als gerechtfertigt. Insbesondere Bgm. Rudigier weißt unter Hinweis auf die im Pkt. 3. erfolgte Beratung darauf hin, daß die Ausarbeitung einer generellen Lösung in dieser Frage schwierig sein wird, wenn bereits verschiedene Beschlüsse zur Übernahme von Erhaltungskosten gefaßt werden. Es wird daher einvernehmlich beschlossen, diese Frage ebenfalls bis zum Vorliegen einer generellen Lösung zu vertagen. Pkt. 5.) Der Vorsitzende bringt ein Ansuchen der Agrargemeinschaft Schandang in Vandans zur Kenntnis, womit sie unter Hinweis auf die enormen Kostensteigerungen beim Güterweg Schandang um Erhöhung des seinerzeitigen Baukostenbeitrages ansucht. Nach Ansicht der Agrargemeinschaft Schandang wird bei Berücksichtigung des Vorteiles ein Baukostenbeitrag von 10% für angemessen erachtet. Angesichts des relativ geringen Erschließungsvorteiles wurde seinerzeit ein Baukostenbeitrag in Form von 20 fm Nutzholz geleistet. Bgm. Wachter gibt dazu bekannt, daß sich die ursprünglich geschätzten Baukosten von S 700.000,-- aufgrund verschiedener Umstände (schwierige Trassenführung, Abrutschung) auf ca. 2.5 Mio erhöht haben. Er beurteilt angesichts des Erschließungsvorteil es die Leistung eines zusätzlichen Kostenbeitrages für gerechtfertigt, zumal die Möglichkeit zur Weiterführung der Weganlage Richtung Alpe Tschöppa gegeben ist. Der Betriebsleiter berichtet dazu, daß er gemeinsam mit der Agrarbezirksbehörde Bregenz bereits eine grobe Trassierung Richtung Alpe Tschöppa vorgenommen habe und beurteilt die Weiterführung für möglich. -10- Diesbezüglich ist die Grundinanspruchnahme von Tagwerker Paul erforderlich. Nach eingehender Beratung wird in Hinblick auf die Tatsache, daß eine Weiterführung zur Erschließung der Standeswaldungen möglich ist grundsätzlich der Leistung eines zusätzlichen Baukostenbeitrages zugestimmt, vorausgesetzt daß auch die Zustimmung zur Weiterführung erteilt wird. Diesbezüglich wird der Vorsitzende beauftragt, vor der weiteren Beratung und Beschlußfassung ein Gespräch mit dem Obmann der Agrargemeinschaft Schandang zu führen. Pkt. 6.) Der Standessekretär bringt einen Einspruch von Paul Tagwercher gegen die Ablehnung von Servitutsnutzholz zur Errichtung der Maisäßhütte auf Schandang vollinhaltlich zur Kenntnis. Darin wird insbesondere darauf hingewiesen, daß aufgrund der mangelnden Erschließung ein Wiederaufbau des bereits seit Jahrzehnten verfallenen Maisäßgebäudes bisher nicht möglich war. Die Hütte wird als notwendiger Bestandteil für die Bewirtschaftung der Liegenschaften angesehen, da neben Wiesen auch mehrere Hektar Wald vorhanden sind. Dazu wird berichtet, daß das gegenständliche Maisäßgebäude bereits seit Jahrzehnten zur Gänze verfallen ist und die Liegenschaft ebenfalls nicht mehr im Rahmen eines landwirtschaftlichen Betriebes bewirtschaftet wird. Nach der Servitutenregulierungsurkunde aus dem Jahre 1884 ist ein Anspruch auf Holzbezug nur zur Deckung des Maisäßbedarfes gegeben, wobei unter Maisäßbedarf im Sinne der Regulierungsurkunde immer die Bewirtschaftung im Zusammenhang mit einem Landwirtschaftsbetrieb verstanden wird. Im Verlaufe der Beratung wird mehrheitlich von der Forstfonds Vertretung die ursprüngliche Entscheidung unterstützt, da insbesondere in Hinblick auf ähnliche Fälle in der Zukunft die Zuweisung von Servitutsholz für die Neuerrichtung von Maisäßgebäuden nur nach Maßgabe der diesbezüglichen Urkunden vorgenommen werden darf. Im Hinblick auf die Tatsache, daß für die Erschließung der Waldungen Richtung Tschöppa eine Grundinanspruchnahme des Berufungswerbers erforderlich ist, wird die Entscheidung zur Vornahme eines Gespräches mit dem Berufungswerber vorerst vertagt. Pkt. 7.) Der Vorsitzende gibt bekannt, daß die Eigenjagd Schmalzberg ab 1. April 1989 wiederum zur Neu Verpachtung ansteht. Er berichtet in diesem Zusammenhang über die bereits in der Standessitzung stattgefundene Beratung bezüglich der Eigenjagd Valisera, für welche vom derzeitigen Jagdpächter ein nicht allzugroßes Pachtinteresse besteht. -11- Auf Grund des Umstandes, daß bereits jetzt mehrere Interessenten aus der Talschaft für die Pachtung der Eigenjagden vorhanden sind, wird einstimmig beschlossen, auch die Standeseigenjagd Schmalzberg für die kommende Jagdpachtperiode öffentlich auszuschreiben. In die Ausschreibung sind die für die Verpachtung aus forstwirtschaftlichen Überlegungen erforderlichen Bedingungen aufzunehmen. Pkt. 8.) - Allfälliges: Bgm. Rudigier erkundigt sich nach einer angeblich vom Betriebsleiter angeordneten Entfernung einer Materialseilbahn zum Maisäß von Frau Willi. Diesbezüglich stellt der Betriebsleiter fest, daß es sich hiebei um einen Irrtum handelt, da lediglich während des Betriebes einer Seilkrananlage im Bereich Netza-Tobel möglicherweise die vorübergehende Ablegung dieser Seilbahn notwendig sein könnte. Bgm. Wachter berichtet über Beschwerden der Alpe Ruggell, da bei Holzbringungsarbeiten die Weidezäune beschädigt wurden. Diesbezüglich stellt der Betriebsleiter fest, daß diese Schäden von Nutzungsberechtigten im Zuge der Bringung von Servitutsholz verursacht wurden. Der Schaden wurde zwischenzeitlich von der Alpe selbst behoben. Diesbezüglich wird die einhellige Meinung vertreten, daß der Verursacher selbstverständlich zur Schadensgutmachung herangezogen werden soll. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen schließt der Vorsitzende mit dem Dank für die Teilnahme und Mitarbeit um 17.00 Uhr die Forstfondssitzung. Schruns, 14.9.1988 Schriftführer: Forstfondsvertretung:
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19830429_FF_015 StandMontafon 29.04.1983 23.05.2021, 10:18 -1- NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 29. April 1983 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anläßlich der 15. Sitzung der FORSTFONDSVERTRETUNG in der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung vom 20. April nehmen an der auf heute 8.4 5 Uhr festgesetzten Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster, Bartholomäberg als Vorsitzender; Bürgermeister Bürgermeister Bürgermeister Bürgermeister Georg Ammann, Silbertal; Eduard Bitschnau, Tschagguns; Heinrich Sandrell, Gaschurn; Harald Wekerle, Schruns; Ernst Marlin, St. Gallenkirch als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch; Gottfried Schapler, Vandans als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans; Gemeinderat Kurt Vonier, St. Anton in Vertretung des verhinderten Bürgermeisters Mag. Siegmund Stemer; Der Vorsitzende eröffnet um 9.00 Uhr die Sitzung, begrüßt die Anwesenden und stellt die Beschlußfähigkeit fest. TAGESORDNUNG 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift über die 14. Sitzung vom 1.2.1983; 2. Vorlage der Jahresrechnung 1982: 3. Genehmigung der Servitutsholz - Bedarfsanmeldung 1983; 4. Ansuchen des Einhauser Stanislaus, Tschagguns um Verkauf eines Teiles der Wiese auf Blümentin; 5. Ansuchen der Ortsfeuerwehr Tschagguns um Zuweisung von Nutzholz aus Anlaß des 100-jährigen Gründungsfestes; 6. Verpachtung des Maisäßhauses "Hoha" in Schruns; 7. Grenzbereinigung zwischen der Agrargemeinschaft Monigg-Sasarschen und Stand Montafon; 8. Übertragung des Holzbezugsrechtes vom abgetragenen Stall Bp. 270 auf Neubau auf der Bp. 1489 für Salzgeber Karl, St. Gallenkirch Nr. 262; 9. Ansuchen des Lorünser Hermann, Vandans um Übertragung des Holzbezugsrechtes von Gp. 1515 (Bp. 629) auf Stallerweiterungsbau auf Gp. 1235 (Bp. 447/3); 10. Ansuchen des Albert Wittwer, Gaschurn um Übertragung des Holzbezugsrechtes vom abgebrannten Stall Bp. 997 auf Neubau auf den Gpn. 909/1 und 9Ö9/2; -2- 11. Anmeldung von EigenJagden im Gemeindegebiet Tschagguns; 12. Personalangelegenheit Forstbetriebsführer; Über Antrag des Vorsitzenden wird die Tagesordnung einstimmig um folgenden Tagesordnungspunkt erweitert: 13. Ansuchen der Wildfütterungsgemeinschaft Silbertal um Errichtung eines Wildfütterungsstadel im Alpmaisäß; 14. Berichte - Allfälliges; Erledigung der Tagesordnung: Pkt. 1.) Die Sitzungsniederschrift über die 14. Forstfondssitzung vom 1. Februar wird in der vorliegenden Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Pkt. 2.) Die Jahresrechnung 1982 mit den dazugehörigen Einschlagsaufzeichnungen wurde jedem Forstfondsmitglied mit der Einladung zur Sitzung übermittelt. Der Sachbearbeiter Peter Vergud bringt die Jahresrechnung 1982 mit Gewinn- und Verlustrechnung zur Kenntnis und erläutert in groben Zügen die wichtigsten Haushaltsstellen. Die im Verlaufe der Vorlage der Jahresrechnung gestellten Anfragen werden von der Verwaltung beantwortet bzw. die näheren Erläuterungen hiezu erteilt. Die Jahresrechnung 1982 weist bei GESAMTEINNAHMEN von ............... S 6.870.385,12 und GESAMTAUSGABEN von ............ S 5.532.552,15 ______________ einen ÜBERSCHUSS von .............. S 1.337.832,97 auf, ============== welcher dem Kapital zugeschrieben wird. Der Bericht des Prüfungsausschusses über die am 14.4.1983 erfolgte Überprüfung der Jahresrechnung wird vom Vorsitzenden zur Kenntnis gebracht und die Entlastung der Standesverwaltung beantragt. Nach eingehender Debatte wird die Jahresrechnung in der vorliegenden Form einstimmig genehmigt und aufgrund des vorliegenden Prüfungsberichtes der Verwaltung die Entlastung erteilt. -3- Im Verlaufe der Debatte wird die Verzinsung des der zweiten Auflage des Montafoner Heimatbuches Stand Montafon (10 Gemeinden) gewährte Darlehen den geänderten Kapitalmarktverhältnissen ab dem 7,00% festgelegt. für die Finanzierung dem entsprechend Jahr 1983 mit Mit den durch den Wirtschaftsweg Eggatobel - Dürrwald im hinteren Silbertal erschlossenen Alpen ist für die Wegbenützung ein der tatsächlichen Benützung entsprechender Kostenanteil für die Instandhaltung zu vereinbaren. Pkt. 3.) Die für das Jahr 1983 in den einzelnen Gemeinden beantragten Servitutsholzbezüge werden der Forstfondsvertretung vorgelegt. Die beantragten und den jeweiligen Holzkommissionen überprüften Servitutsholzbezüge betragen: Brennholz Nutzholz Gesamt (in fm) Gemeinde Bartholomäberg 1.156,50 1.124,50 Gemeinde Gaschurn 852,75 741,— Gemeinde St. Anton 256,50 64,— 2.281,— 1.593,75 320,50 Gemeinde Gemeinde Gemeinde Gemeinde Gemeinde St. Gallenkirch 1.694,25 710,25 2.404,50 Schruns 1.163,25 420,50 1.583,75 Silbertal 740,25 570,85 1.311,10 Tschagguns 1.125,— 504,50 1.629,50 Vandans 927,— 357,— 1.284,— _________________________________________ 7.915,50 4.492,60 12.408,10 ========================================= Die im Zuge der Überprüfung der einzelnen Bedarfsanmeldelisten festgestellten Mängel bzw. Irrtümer werden richtig gestellt. Der von der Gemeindeholzkommission in Silbertal gefaßte Beschluß, wonach in der Gemeinde Silbertal Witwen ein ganzes Brennholzlos bewilligt wurde, widerspricht den Bestimmungen des Holzbezugsstatutes und ist somit ungültig. Die Zuweisung hat wie in allen anderen Gemeinden zu erfolgen und es ist der zuständige Waldaufseher auf die entsprechende Behandlung hinzuweisen. Zudem hat die Gemeindeholzkommission Silbertal in diesem Falle in einer Sache entschieden, wofür ihr die Zuständigkeit nicht zusteht. -4- Die von Netzer Alois für die Instandhaltung des Maisäßstalles Bp. 579/2 in Schruns angemeldete Servitutsholzmenge wird nicht bewilligt, da das Gebäude trotz Aufforderung im Jahre 1979 bisher nicht instandgesetzt wurde und somit das Holzbezugsrecht erloschen ist. Desgleichen wird die von Frau Schöpf Maria in Partenen für die Neuerstellung des Stalles auf Bp. 56 in Partenen angemeldete Nutzholzmenge nicht bewilligt, da das Holzbezugsrecht infolge nicht zeitgerechter Instandhaltung des Gebäudes mit Ende des Jahres 1978 erloschen ist. Die von Düngler Willy zur Erstellung seines abgebrannten Wohn- und Geschäftsgebäudes auf Bp. 1489 St. Gallenkirch beantragte Servitutsholzmenge wird nicht bewilligt, da der Nachweis des Bestandes des Holzbezugsrechtes nicht erbracht werden kann. Die Bedarfsanmeldungen 198 3 mit einer korrigierten Gesamtmenge von 12.328,60 fm werden einstimmig genehmigt, die Einholung der erforderlichen Schlägerungsbewilligung ist vorzunehmen. Pkt. 4.) Dem Ansuchen des Einhauser Stanislaus, Tschagguns um Verkauf eines Teiles der Wiese auf Blümentin wird nicht stattgegeben, da der von ihm angebotene Kaufpreis wesentlich niedriger ist als der damalige Erwerbspreis durch den Stand Montafon. Zudem würde durch einen Teilverkauf die Einheit des Besitzes unterbrochen werden (einstimmiger Beschluß); Pkt. 5.) Dem Ansuchen der Ortsfeuerwehr Tschagguns um Zuweisung von ca 5 fm Nutzholz aus Anlaß des 100-jährigen Gründungsfestes wird keine Folge gegeben, da aufgrund eines Grundsatzbeschlusses aus dem Jahre 1972 eine Unterstützung örtlicher Vereine nicht erfolgt, da dies Sache der jeweiligen Ortsgemeinde ist. Durch den Stand Montafon sollen nur Organisationen, welche die gesamte Talschaft umfassen derartige Unterstützungen erhalten (einstimmiger Beschluß): -5- Pkt. 6.) Eine Verpachtung des Maisäßhauses "Hoha" in Schruns soll aufgrund einer Ausschreibung in den Vorarlberger Tageszeitungen bzw. Lokalzeitungen erfolgen. Vor Einschaltung der diesbezüglichen Ausschreibung soll ein Besichtigung an Ort und Stelle Klarheit über die für eine Vermietung erforderlichen Sanierungsmaßnahmen ergeben,(einstimmiger Beschluß). Pkt. 7.) Die im Zuge der Grenzbereinigung zwischen der Agrargemeinschaft Monigg - Sasarschen und dem Stand Montafon erforderlichen Flächenbewegungen betragen lt. dem von Dipl. Ing. Abseher vom Vermessungsamt Bludenz erstellten Lageplan wie angeführt: Stand Montafon gibt an Ausschlag Monigg Stand Montafon gibt an Agrarg. Sasarschen 2,7218 ha 12,8080 ha __________ gesamte abzutretende Fläche 15,3258 ha Stand Montafon erhält von Ausschlag Monigg Stand Montafon erhält von Agrarg. Sasarschen _________ 2,7270 ha 5,0900 ha gesamte zu übernehmende Fläche 7,8170 ha ========= Zu den vorangeführten Flächen erhält der Stand Montafon die beiden Bergmähder Stemer und Tomaselli im Gesamtausmaß von (Schattenort) __________ 7,6145 ha gesamte Ersatzfläche an Stand Montafon 15,4315 ha ========== Die noch fehlende Restfläche von 943 m2 kann durch eine Grenzbegradigung zwischen den Grenzsteinen Nr. 122 und 126 an den Stand Montafon zurückgegeben v/erden, sodaß sich die Flächenbewegungen für beide Parteien in etwa im gleichen Umfange bewegen. Die Agrargemeinschaft Monigg - Sasarschen verzichtet weiters für alle Objekte auf dem Maisäß Sasarschen auf das Holzbezugsrecht mit Ausnahme des Schindelholzbezugsrechtes, weiters haben die Mitglieder der Agrargemeinschaft in den kommenden zwei Jahren ihren Brennholzbedarf gegen Bezahlung des Stockgeldes aus den durch den Forstfonds abgetretenen Waldflächen zu beziehen. -6- Dem Forstfonds muß es weiters gestattet sein, vom Güterweg Sasarschen über Ausschlaggrund Erschließungswege zu den dahinter liegenden Forstfondswaldungen zu erstellen, ohne daß hiefür eine Grundablöse oder Entschädigung zu leisten ist. Sämtliche mit der Grundabtretung bzw. dem Erwerb der Bergmähder durch den Stand Montafon anfallenden Vertragskosten und Gebühren hat die Agrargemeinschaft Monigg - Sasarschen zu übernehmen. Die Grenzbereinigung wird zu den vorangeführten Bedingungen einstimmig genehmigt, die noch erforderlichen Vermessungen sollen durch das Vermessungsamt Bludenz im Verlaufe des Sommers durchgeführt und die notwendigen Mappenberichtigungen vorgenommen werden, (einstimmiger Beschluß). Pkt. 8.) Salzgeber Karl, St. Gallenkirch Nr. 262 hat im Jahre 1958 den auf der Bp. 270 stehenden Stall abgebrochen und hiefür auf der Bp. 1489 einen neuen Stall errichtet. Für diesen Neubau wurden ihm im Jahre 1956 66 fm Servitutsnutzholz zugewiesen, der Stall ist mit harter Bedachung versehen. Nach Mitteilung durch Salzgeber ist ihm eine Übertragung des Holzbezugsrechtes durch die Verwaltung schon vor Jahren zugesagt worden. In den diesbezüglichen Akten scheint jedoch die Übertragung nicht auf. Eine Erledigung des Übertragungsansuchens wird zur weiteren Erhebung vertagt, (einstimmiger Beschluß). Pkt. 9.) Lorünser Hermann, Vandans Nr. 800 hat um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von der Gp. 1515 Vandans auf einen Erweiterungsbau bei der Bp. 447/3 angesucht. im Jahre 1953 wurde das Holzbezugsrecht der Bp. 629 (kleiner Stall mit 58 m2) auf einen Erweiterungsbau beim Stall Bp. 677 übertragen. Diese Übertragung wurde, da das Bauvorhaben nicht durchgeführt worden ist, im Jahre 1956 wiederum aufgehoben und das Bezugsrecht der Bp. 629 auf einen geplanten Neubau auf der Gp. 1515 übertragen. Da dieses Bauvorhaben infolge Bauverbotes ebenfalls nicht durchgeführt wurde, soll nun lt. dem vorliegenden Antrag das Holzbezugsrecht der Bp. 629 auf einen beim Stall Bp. 447/3 durchgeführten An- und Erweiterungsbau übertragen werden. -7- Da durch eine Übertragung der bestandene Nutzungsumfang der Bp. 447/3 wesentlich überschritten würde, sowie die bereits vorgenommene Vergrößerung des Objektes für den Betrieb der vorhandenen Landwirtschaft als nicht erforderlich angesehen werden kann, wird einer neuerlichen Übertragung des Holzbezugsrechtes der Bp. 629 einstimmig nicht stattgegeben. Servitutsholzbezüge sind nur für die Instandhaltung des ursprünglich bestandenen Stalles auf der Bp. 447/3 möglich. Pkt. 10.) Dem Ansuchen des Wittwer Albert, Gaschurn Nr. 74a um Übertragung des Holzbezugsrechtes des im Jahre 1979 abgebrannten Stalles von Bp. 997 auf den auf den Gpn. 909/1 und 909/2 neuerbauten Stall wird einstimmig stattgegeben. Der Neubau wird mit einem Gesamtumfang von 50 fm eingeforstet, d.h. Bezüge zur Neuerstellung im Falle einer Katastrophe sind nur bis zu diesem Ausmaß möglich. Weitere Servitutsbezüge können nur nach Maßgabe der Bestimmungen des Holzstatutes zur Instandhaltung beantragt werden. Das Schindelholzbezugsrecht wurde im Jahre 1963 bereits abgelöst. Pkt. 11.) Nachdem im Gemeindegebiet Tschagguns für die kommende Jagdpachtperiode ab 1.4.1984 durch die verschiedenen Alpen geplant ist, mehrere EigenJagdgebiete zu bilden, wurden durch die Verwaltung ebenfalls fristgerecht der Antrag auf Erklärung von Jagdeinschlüssen gemäß § 7 JG bei der Behörde gestellt, um ebenfalls die Möglichkeit der Bildung von Eigenjagden offen zu lassen. Aufgrund der gegebenen Besitzverhältnisse könnten zwei Eigenjagden, und zwar Eigenjagd "Spora" und eine Eigenjagd "Hora" gebildet werden. Hiezu wird einstimmig beschlossen, die beiden Forstfondseigenjagden ab der kommenden Jagdpachtperiode zu bilden und das Eigenjagdrecht bei der Behörde fristgerecht zu beantragen. Die für die Erklärung der Jagdeinschlüsse erforderlichen Unterlagen sind der Behörde zu übermitteln. -8- Pkt. 11.) Dem Ansuchen der Wildfütterungsgemeinschaft Silbertal um die Erteilung der Genehmigung zur Aufstellung eines Wildfütterungsstadels im Alpmaisäß in Silbertal wird grundsätzlich stattgegeben. An der vorgesehen Stelle wird schon seit mehreren Jahren eine Wildfütterung ohne Gebäude betrieben. Nach Aussage des Waldaufsehers können im Bereich der Wildfütterungsstelle keine erhöhten Wildschäden festgestellt werden, weshalb auch seinerseits gegen die Errichtung des Wildfütterungsstadels keine Bedenken bestehen. Auf die Stellenausschreibung eines Forstwirtes bzw. Förster mit entsprechender Erfahrung haben insgesamt sechs Bewerber ihr Interesse an der ausgeschriebenen Stelle bekundet. Eine Übersicht über die einzelnen Bewerber mit ihrer bisherigen Tätigkeit wird den Forstfondsvertretern übergeben. Nach eingehender Debatte der vorliegenden Bewerbungen werden die Herren Dipl. Ing. Hannes Prucker aus Kufstein sowie Studer Fritz aus St. Gerold in die engere Auswahl einbezogen. Studer Fritz aus St. Gerold ist derzeit noch an der Universität f. Bodenkultur und beendet sein Studium Ende Juni. Anläßlich einer persönlichen Vorsprache hat er sein grundsätzliches Interesse an einer Tätigkeit beim Stand Montafon bekundet. Seitens der Forstfondsvertretung werden jedoch teilweise Bedenken an einer Anstellung geäußert, da sein Bruder bei der Bezirkshauptmannschaft - Forstabteilung als Bezirksförster tätig ist und voraussichtlich auch die Leitung der Forstabteilung übernehmen wird. Dipl. Ing. Hannes Prucker aus Kufstein hat 1976 sein Studium beendet und ist derzeit nach einer zweijährigen Tätigkeit bei den Österr. Bundesforsten seit 1979 bei der Mayer-Melnhofschen Forstverwaltung in der Steiermark tätig. Bei Auflösung des Dienstverhältnisses hätte er eine mindestens dreimonatige Kündigungsfrist einzuhalten. Mit den beiden Bewerbern sollen weitere Gespräche geführt werden, um die näheren Voraussetzungen insbesonders auch aus besoldungsrechtlicher Sicht abzuklären. Pkt. 12.) -9- Vor Errichtung des Stadels hat die Wildfütterungsgemeinschaft Silbertal auch die Forstbehörde von der beabsichtigten Errichtung in Kenntnis zu setzen, (einstimmiger Beschluß). Pkt. 13.? Berichte und Allfälliges; Der Vorsitzende berichtet, daß Marlin Elmar aus Gortipohl in der Angelegenheit weiterer Holzschlägerungen im Netzagebiet vorgesprochen hat. Aufgrund gewisser Aussicht auf Holzverkäufe im heurigen Jahre hat er die bestehende Seilbringungsanlage nicht abgebrochen. Es wird allgemein die Ansicht vertreten, daß auf Grund der derzeitigen Preissituation auf dem Holzmarkt mit Holzschlägerungen größeren Umfangs zurückgehalten werden soll. Die mögliche Entnahmemenge in diesem Bereich soll durch Besichtigung an Ort und Stelle festgelegt werden. Über die weitere Verwendung der Schottergrube auf der Gp. 1231/1 in Vandans (am Mustrigielbach) ist durch die Behörde zur Festlegung der künftigen Vorgangsweise ein Lokalaugenschein angesetzt. Die Aufnahme der Planungsarbeiten für den Bachübergang Gieslatobel in Silbertal sind nach Mitteilung der Wildbach- und Lawinenverbauung von einer Reduktion des Wildbestandes, sowie einer Verlegung der Fütterung Silbertal aus dem Ortsbereich abhängig. Eine Aufschließung des Verbauungsprojektes Mittelries - Kirchdorflawine in Partenen durch einen Weg (gleichzeitig würde der Standeswald erschlossen) ist infolge zu kritischer geologischer Verhältnisse nicht möglich. Lt. Mitteilung der Landesregierung werden für die Forstwege Schnapfawald und Vermielbach keine Bundesförderungsmittel gewährt, da mit dem Bau vor Genehmigung des Projektes durch den Bund begonnen wurde. Ende der Sitzung: 12.30 Uhr Schruns, 5.5.1983 Schriftführer: FORSTFONDSVERTRETUNG:
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20131217_FF_032 StandMontafon 17.12.2013 23.05.2021, 10:17 STAND MONTAFON / FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 17. Dezember 2013 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 32. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 9. Dezember 2013 nehmen an der auf 13.30Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Rudolf Lerch, St. Anton Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Martin Netzer, MSc, Gaschurn Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Karl Hueber, Schruns Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Burkhard Wachter, Vandans Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Weitere Sitzungsteilnehmer: DI Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Entschuldigt: Bgm Ewald Tschanhenz, St. Gallenkirch Schriftführer: Standessekretär Mag Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 13:38 Uhr die Forstfondssitzung, begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt gemäß Verordnung über den Forstfonds des Standes Montafon die Beschlussfähigkeit fest. Der Vorsitzende ersucht um Aufnahme des Beratungsgegenstandes „Grundinanspruchnahme für Materialseilbahn Bakötta“. Gegen die geänderte Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende Tagesordnung 1.) Grundtausch Forstfonds und VKW Gampadels Unterstufe 2.) Vorlage und Beschlussfassung des Voranschlages 2014 samt Beschäftigungsrahmenplan, Feststellung der Finanzkraft 3.) Genehmigung der Niederschrift der 31. Forstfondssitzung vom 12.11.2013 4.) Berichte 5.) Grundinanspruchnahme für Materialseilbahn Bakötta 6.) Allfälliges 32. Forstfondssitzung: 17.12.2013 Seite 1 von 5 Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Der Vorsitzende informiert über den geplanten Grundtausch im Zuge der Ertüchtigung der Druckrohrleitung des Gampadelskraftwerkes der Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW). Ursprünglich war geplant, die Druckrohrleitung in einen neu zu erstellenden Schrägschacht unter die Erde zu verlegen. Im Zuge der voranschreitendenPlanungen wurde seitens des Kraftwerkbetreibers nun entschieden, die Druckrohrleitung oberirdisch zu belassen und zu sanieren. Der Betriebsleiterberichtet, dass nach Auflage der BH Bludenz der Waldbestand im Bereich von 30 m beidseits der Druckrohrleitung niederwaldartig zu bewirtschaften ist. Er erläutert dies anhand eines Lageplanes. Zum Schutz des talseitigen Kraftwerksgebäudes wurden bereits Steinschlagschutznetze errichtet. Durch den Grundtausch würde jener talseitige Bereich, der niederwaldartig zu bewirtschaften wäre und bereits mit Steinschlagschutznetzen versehen ist, an die Vorarlberger Kraftwerke abgetreten werden. Im Gegenzug würde der Forstfonds einen flächengleichen bergseitigen Waldstreifen Tal einwärts der Druckrohrleitung erhalten. Dieser wäre nicht durch die Niederwald-Einschränkung betroffen. Der Vorsitzende gibt sich überzeugt, dass dieser Flächentausch eine Verbesserung der Bewirtschaftungssituation für den Forstfondsdarstellt. Vorhandenes Starkholz auf der Tauschfläche sollte zu Gunsten des Forstfonds noch abgetrieben werden. Bgm. Netzer fragt an warum keine Dienstbarkeitsvereinbarung ins Auge gefasst wurde. Aus seiner Sicht sollte der Forstfonds sich die Einschränkungen abgelten lassen. Der Forstfonds ist nicht gezwungen die Flächen selbst zu bewirtschaften. Damit könnte der Forstfonds ohne eigenen Bewirtschaftungsaufwand jährliche Entschädigungszahlungen für den Nutzungsentgang erhalten. Der Vorsitzende weist darauf hin, dass auf Grund von vorangegangenen Grundinanspruchnahme-Verhandlungen mit anderen Unternehmen der VerhandlungsSpielraum des Forstfonds bereits stark beschnitten wurde. Bgm Bitschnau äußerst sich positiv und würde einem Grundtausch zustimmen. Bgm Vallaster berichtet von einem Fall, in welchem von einem Grundnachbar ein Bannwaldantrag gestellt wurde. Damit müsse immer gerechnet werden. Aus seiner Sicht wäre ein Dienstbarkeitsentgelt zweckmäßiger. Der Standessekretär weist darauf hin, dass der Ertragswert der Teilfläche, welche der Forstfonds erhalten würde, höher ist. Bgm Netzer macht klar, dass es ihm wichtiger ist, wenn der Forstfonds-Grund näher an die Leitung heranreicht. Es gibt aus seiner Sicht keinen Grund, von der Leitung abzurücken.Nach Einschätzung von Bgm Vallaster würde die VKW wohl auch keinen Einwand gegen eine Dienstbarkeitsregelung haben. Er spricht sich für eine solche Lösung aus. Der Vorsitzende schlägt vor, die Möglichkeiten eine Dienstbarkeitsregelung nochmals zu prüfen, und diese im Vergleich mit einem Grundtausch zu bewerten. Der Beratungsgegenstand wird bis zum Vorliegen dieser Unterlagen vertagt. 32. Forstfondssitzung: 17.12.2013 Seite 2 von 5 Pkt. 2.) Der Vorsitzende erläutert gemeinsam mit dem Standessekretär den mit der Sitzungseinladung allen Forstfondsvertretern übermittelten Entwurf des Voranschlages 2014.Es wird festgehalten, dass in dem mit Gesamtausgaben und Gesamteinnahmen von je € 3.287.600,budgetierten Voranschlagsentwurf 2014 im Wesentlichen die aus der üblichen Waldbewirtschaftung resultierenden Einnahmen und Ausgaben budgetiert wurden. Einnahmenseitig werden die Beiträge von Dritten im Zuge des Forststraßenbaues Milklöcher in St. Gallenkirch hervorgehoben. Der Standessekretär macht aufmerksam, dass die veranschlagten Beiträge zum Maßnahmenkonzept wiederum die gesamten Zahlungen der Bergbahnen inkludieren. Sollten der Beitrag der Silvretta Montafon Bergbahnen AG nicht eingehen, wird der Fehlbetrag im Rechnungsabschluss entsprechend ausgewiesen. Weiters wird darauf hingewiesen, dass der Ansatz 1/866000-521000 Löhne Forstarbeiter mit € 365.000,- den in der Finanzklausur diskutierten Mehraufwand von € 17.548,86 infolgeder Neueinstufung anhand der Modellstellen durch den Gemeindeverband bereits inkludiert.Die Erlöse aus dem Stromverkauf beim Kleinwasserkraftwerk Garfrescha sind um € 5.000,niedriger budgetiert, da die Einspeisevergütung den Marktpreisen angepasst werden musste. Zum Beschäftigungsrahmenplan wird festgehalten, dass sich die Anzahl der Bediensteten ebenfalls im bisherigen Umfang bewegt und dafür in den jeweiligen Haushaltsstellen die Personalkosten unter Berücksichtigung der Steigerungen gemäß Verordnung der Landesregierung und unter Berücksichtigung von Dienstjubiläen berücksichtig sind. Die Stockgelder und Abgabepreisen für Servitutsholz und Hackschnitzel für das Jahr 2014 wurden bereits in der Novembersitzung beschlossen. Der Vorsitzende fragt in die Kollegen-Runde, wie mit dem ausstehenden Waldfondsbeitrag der Silvretta Montafon Bergbahnen AG (SiMo) weiter umgegangen werden soll. Nach kurzer Diskussion wird der einhellige Wunsch zum Ausdruck gebracht, das wiederholte Ansuchen in einem Schreiben nochmals an die SiMo zu richten. Bgm Netzer weist darauf hin, dass die SiMo hohe Beiträge in das erfolgreiche Skiopening und damit in den Tourismus der Talschaft investiert hat. Der Vorsitzende sieht darin keinen unmittelbaren Zusammenhang. Bgm Vallaster möchte dieses Schreiben als eindringlichen Wunsch aller Forstfonds-Gemeinden verstanden wissen. Nachdem keine weiteren Fragen gestellt werden, wird der Voranschlag 2014 über Antrag des Vorsitzenden mit nachstehenden Gesamtsummen einstimmig genehmigt: Ausgaben der Erfolgsgebarung Ausgaben der Vermögensgebarung Gesamtausgaben 3.062.200,00 225.400,00 3.287.600,00 Einnahmen der Erfolgsgebarung Einnahmen der Vermögensgebarung Gesamteinnahmen 3.217.600,00 70.000,00 3.287.600,00 Der Beschäftigungsrahmenplan wird über Antrag des Vorsitzenden ebenfalls einstimmig in der vorgelegten Fassung beschlossen. Die Finanzkraft wird mit € 1.777.900,- festgestellt. 32. Forstfondssitzung: 17.12.2013 Seite 3 von 5 Pkt. 3.) Die Niederschrift der 31. Forstfondssitzung wurde allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt und wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt.4. – Berichte: a) Betriebsleiter Hubert Malin berichtet, dass derEinschlag mit 19.000 Efm erfüllt wurde. Das genaue Endergebnis steht noch nicht fest, da einige Werksabmaßenoch ausständig sind. b) Die Forstraße Milklöcher in der Gemeinde St. Gallenkirch ist in der Rohtrasse fertiggestellt. Damit sind 20 ha Standeswald und 10 ha Waldfläche der Allmein Gortipohl erschlossen. Die Bauarbeiten konnten glücklicherweise während geeigneter Witterung durchgeführt werden. Obwohl die Bauarbeiten sozusagen im „Schaufenster“ stattgefunden haben, gab es weder bei Anrainernnoch in der ÖffentlichkeitAnlass zu Kritik. c) Bis auf einen Unfall mit einem Lehrling konnte das Jahr weitgehend unfallfrei abgeschlossen werden. Bei der gefährlichen Arbeit im steilen Gelände ist ein guter Versicherungsschutz besonders wichtig. Die Beiträge zur betrieblichen Unfallversicherung wurden erhöht, um bei Invalidität höhere Entschädigungszahlungen zu erwirken. d) Der Betriebsleiter informiert über den Stand der Abschussplanerfüllung in den verschiedenen Wildregionen. e) Der Betriebsleiter weist auf die nötige Information der Bevölkerung hin, dass Skifahren im Walde verboten ist. Er ersucht die Bürgermeister um Unterstützung durch Schaltung einer kurzen Beitrages in den Gemeindeblättern. Pkt. 5.)(Erweiterung der Tagesordnung) Der Betriebsleiter informiert über das Anliegen von Stefan Ganahl, die bestehende Materialseilbahn auf den Maisäß Bakötta im Valschafieltal zu erneuern. Die talseitige Abspann-Stelle liegt auf Standesgrund. Die Seilbahn hat seit Jahrzehnten Bestand. Bgm Netzer stellt in seiner Wortmeldung klar, dass die Seilbahnanlage nicht Herrn Ganahl, sondern Armin Rudigier gehört. Die alte Seilbahn muss abgebrochen werden. Nach kurzer Diskussion wird der Grundinanspruchnahme zur Erneuerung der Materialseilbahn einhellig zugestimmt. Es wird jedoch beschlossen, für die Grundinanspruchnahme ein ortsübliches Dienstbarkeitsentgelt als Gegenleistung zu vereinbaren. Pkt.6. – Allfälliges: a) Bgm Vallaster informiert, dass nach Auskunft von Oswald Ganahl sämtliches Vieh in Silbertal und Bartholomäberg auf TBC beprobt wird. Bgm Netzer äußert sich besorgt darüber, dass im Falle eines positiven Test-Resultates wohl niemand mehr auf die 32. Forstfondssitzung: 17.12.2013 Seite 4 von 5 Alpen ziehen wird. Er fragt sich, wie hierzu das Szenario auf Landesebene aussieht, denn es müsse uns allen klar sein, dass die Alpen schlagartig leer sein könnten. Ende der Sitzung, 14.40 Uhr; Schruns, 2. Jänner 2014; Schriftführer: 32. Forstfondssitzung: 17.12.2013 Forstfondsvertretung: Seite 5 von 5
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test_oeffentlich_1 18.09.2019 18.09.2019, 05:46 VII. der Beilagen zu den stenogr. Protokollen des Vorarlberger Landtages. VI. Session der 8. Periode 1902. Keil««» VII. Bericht des (andes-Ausschusfes über die Wirksamkeit der NaturalWerpstegsstationen in Oorarlberg im )ahre ^OV Hoher Landtag! Im Jahre 1901 wurden in den vorarlbergischen Natural-Verpflegsstationen 39.911 mittellose Reisende aufgenommen. Im Jahre 1900 betrug die Zahl der Aufgenommenen 29.259, im Jahre 1899 28.664. Im Berichtsjahre ergibt sich sonach gegenüber dem Vorjahre eine Zunahme von 10.652 und gegenüber dem Vorjahre 1899 eine solche von 11.247. Die aufgenommenen Reisenden vertheilen sich auf die einzelnen Stationen, wie folgt: 1901 1900 1901 4900 3755 1327 Bregenz Hohenweiler . 4751 3523 860 Feldkirch Bezau 4399 3170 Bludenz 725 Au . 4263 3134 653 Dornbirn Sulzberg 4066 3007 561 Götzis Schröcken 2531 1884 Dalaas 486 Lech . 2449 1765 454 Langen Schruns 1676 2060 354 Höchst Gaschurn 1668 1091 232 Sonntag Alberschwende 1061 1516 Hittisau 172 Mittelberg 1484 994 Egg . Es ergibt sich sonach in sämmtlichen Stationen eine Zunahme der Frequenz. 1900 1088 574 484 481 354 288 373 307 171 79 Die außerordentliche Steigerung der Frequenz gegenüber den Vorjahren ist in erster Linie auf den schlechten Geschäftsgang, der sich nicht nur in Österreich, sondern insbesondere auch im Deutschen 27 VII. der Beilagen zu den stenogr. Protokollen des Vorarlberger Landtages. Beilage VII. Reich fühlbar machte, zurückzuführen. Die höhere Frequenz der Verpflegsstationen des Bregenzerwaldes wurde hauptsächlich durch den Bau der Bregenzermaldbahn verursacht. Das Berichtsjahr weist die höchste Frequenz seit dem Bestände der Verpflegsstationen in Vorarlberg auf:- (1891 Oktober bis December = 6.958, 1892 = 34.266, 1893 = 34.949, 1894 = 34.669, 1895 = 30.646, 1896 = 32.188, 1897 = 33.576, 1898 = 33.429, 1899 und 1900 siehe erste Seite.) Wie in den Vorjahren wurden auch im Berichtsjahre während der Wintermonate, d. i. während der Zeit der Nichtoffenhaltung der Arlbergstraße für den allgemeinen Verkehr, an mittellose von Vor­ arlberg nach Tirol sich wendende Reisende auf Kosten und Rechnung der Station Dludenz Fahrbillets Bludenz—St. Anton ausgefolgt. Die Zahl der auf diese Weise beförderten Reisenden beträgt 1344 gegenüber 808 im Vorjahre, sonach um 536 mehr. Die hiedurch verursachten Kosten betragen 1034 K 88 h gegenüber 622 K 16 h int Vorjahre. Die Auslagen für die Leitung der Stationen, für Verpflegung der Reisenden, für Miete der Locale, für Licht, Beheizung und Reinigung, dann Ergänzung und Instandhaltung der Einrichtung und hinsichtlich der Station Bludenz für die an Reisende ausgefolgten Eisenbahnfahrkarten beziffern sich für das Berichtsjahr wie folgt: Bezirk Siegen? Srege«?eriuald lltiltf Ultra*) fornliir« ftlMtird) Milden? Mutation Auslagtn K h 6916 4570 134 4563 5939 8583 1054 31763 99 30 40 59 18 17 84 37 Übernahmt Repartiert auf den auf die des Landesfond Gemeinden K h K h — — 1500 — — — — — — — 3600 — — — 5100 1 --- 6916 3070 134 4563 5939 4983 1054 36663 Steuerfurnnre 99 30 40 59 18 17 84 37 Bezirkes h K 273.754 78.705 6.301 167.127 184.859 127.125 36.794 874.667 35 41 17 65 — 80 61 99 Entfällt auf die Gemeinden in % M den direkten ärar. Steuern 2'526 3-9 2-13 2-73 3213 3'91 2-864 3'048 Im Jahre 1900 waren folgende Auslagen zu decken: Bezirk Auslagen K Sregen? Lregemerwald Mittelberg*) Sornbirn Feldkirch Stuben? Montavon 5804 3373 35 3706 4655 6592 951 35118 | h 24 10 50 49 90 28 20 71 Übernahme Repartiert Steuersumme auf den auf die des Landesfond Gemeinden K K h h — — 750 — — — — - — — 2400 — 3150 -- 5804 2623 35 3706 4655 4192 951 21968 1 24 10 50 49 90 28 20 71 Bezirkes K h 273.110 80.611 5.831 159.847 176.598 126.084 35.609 857.693 18 06 31 68 — 76 55 54 Entfällt auf die Gemeinden in °/0 ;u den direkten ärar. Steuern 2-125 3-254 0-688 2-319 2'64 3'325 2'67 2-561 *) Auslogen für Miete, Beleuchtung, Reinigung u. dgl. wurden nicht in Anrechnung gebracht, da die Station in einem Locale des Armenhauses untergebracht ist. Der angerechnete Betrag bezieht sich daher nur auf die Kost und die Leitungsgebür. 28 Beilage VII. VI. Session der 8. Periode 1902. Im Jahre 1899 umreit folgende Auslagen zu decken: Bezirk Ansingen Übernahme Repartiert Steuersumme auf den auf die des Landesfond Gemeinden fl- Stegen? 2892 1760 Srtgtitjmtmlb 38 Mittelberg 1749 Dornbirn 2310 Feldkirch 3275 Anden? 473 Montavon 12500 kr. 87 12 80 40 13 62 50 44 fl. kr. — — 460 — — — — — — 1200 — 1660 — — — — fl2892 1300 38 1749 2310 2075 473 10840 kr. 87 12 80 40 13 62 50 44 Bezirkes fl. 135.784 36.462 2.909 79.494 93.703 62.529 17.780 428.665 kr. 23 78 95 90 11 84 79 60 Entfällt auf dir Gemeinden in °/0 zu den direkten ärar. Steuern 2*13 3'565 1-33 222 2466 332 2662 2529 Die Gesammtauslagen sind somit int Berichtsjahre gegenüber dem Vorjahre um 6643 K 66 h und gegenüber dem Jahre 1899 um 6761 K 49 h höher. Auf Grund der Landtagsbeschlüsse vom 27. October 1890 wurde seitens des Landes-Ausschusses dem Bezirke Bludenz zur theilweisen Deckung der für die Natural-Verpflegsstationen erwachsenen Kosten eine Subvention von 3600 K und dem Bezirke Bregenzerwald eine solche von 1500 K aus dem Landesfonde gewährt (1900 erhielt Bludenz 2400 K, Bregenzerwald 750 K). Hinsichtlich Ermäßigung einzelner Ausgabeposten, z. B. Miete, Leitung Beheizung u. dgl. bei einigen Natural-Verpflegsstationen des Bregenzerwaldes wurden die Vorstehungen der Stationsgemeinden zur Einleitung von Verhandlungen mit den betreffenden Stationsleitern beauftragt. Die Erfolge der Verpflegsstationen hinsichtlich Einschränkung des Bettels und des Vagabunden­ wesens sind auch im Berichtsjahre im allgemeinen als günstige anzusehen!. Es wird aber immer seitens der Gemeinden mit allem Ernste darauf hinzuwirken sein, dass die Bevölkerung zur Erreichung des Zweckes der Institution thatkräftig mitwirkt. Im Jahre 1901 wurden sämmtliche Verpflegsstationen, mit Ausnahme jener von Sonntag und Mittelberg, von dem mit der Überwachung dieser Anstalten betrauten Referenten und zwar die kleinern einmal, die größeru zwei- bis dreimal besucht, und es konnte auch in diesem Jahre hinsichtlich der Einrichtung und Leitung der Stationen, sowie der Verpflegung der Reisenden ein befriedigender Zustand constatiert werden. Wahrgenommene Mängel wurden in geeigneter Weise zu heben gesucht. In der Station Dalaas trat der bisherige Stationsleiter mit Schluss des Jahres zurück, und es gelangte sonach vont 1. Jänner 1902 an sowohl die Leitung als die Besorgung der übrigen Stations­ agenden in andere Hände. Arbeitsvermittlungen erfolgten im Berichtsjahre 461 gegenüber 443 im Vorjahre und 509 im Jahre 1899. Die Arbeitsvermittlungen wurden durch folgende Stationen besorgt: Feldkirch 143, Bregenz 63, Dornbirn 53, Bludenz 48, Götzis 39, Egg 39, Höchst 15, Hittisau 13, Bezau 10, An 8, Hohenweiler 7, Sulzberg 7, Dalaas 6, Langen 6, Schruns 2, Alberschwende 2. Die bereits im Berichte des Jahres 1900 erwähnte Anregung des großherzoglich badischen Landes-Commissärs der Kreise Konstanz, Villingen und Landshut und des schweizerischen Stations29 VII. der Beilagen zu den stenogr. Protokollen des Vorarlberger Landtages. VI. Session der 8. Periode 1902. verpflegsverbandes nach nachbarlicher Verständigung zur Erzielung eines einheitlichen Vorgehens in An­ gelegenheit der Natural-Verpflegsstationen wurde vom Landes-Ausschusse nicht außer Beachtung gelassen; es war aber der Referent nicht in der Lage, an den diesfalls für den Herbst 1901 in Aussicht genom­ menen Verhandlungen theilzunehmen, weshalb dieselben auf Frühjahr 1903 verschoben wurden. Es wird gestellt der B tt t * « 5: „Der hohe Landtag wolle den vorstehenden Bericht über die Thätigkeit und die Erfolge der Natural-Verpflegsstationen im Jahre 1901 zur Kenntnis nehmen." Bregenz, am 13. März 1902. Der Kandes-A«ssch«fs. Martin Thnrnher, Referent. Druck v. I. N. Teutsch, Bregenz. 30
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Lustenau_Lusten...WP_12 01.03.2011 19.12.2012, 08:38 KUNDMACHUNG „VERORDNUNG der Gemeindevertretung der Marktgemeinde Lustenau vom 1. März 2011 über die Änderung des Flächenwidmungsplanes Gemäß § 23 in Verbindung mit § 21 des Raumplanungsgesetzes, LGBl. Nr. 39/1996, in der Fassung LGBl. Nr. 72/1996, 33/1997, 48/1998, 43/1999, 58/2001, 6/2004, 33/2005, 23/2006, 42/2007, 35/2008, 19/2011 und 28/2011 wird verordnet: Der Flächenwidmungsplan Lustenau wird wie folgt geändert: a.) Das Grundstück GST-Nr 7313, GB Lustenau, Teilenstraße, nach Maßgabe der angeschlossenen Plandarstellung, von Freifläche-Sondergebiet „Gärtnerei“ in Baufläche-Wohngebiet. b.) Das Grundstück GST-Nr 3999, GB Lustenau, Teilenstraße, nach Maßgabe der angeschlossenen Plandarstellung, von Freifläche-Sondergebiet „Gärtnerei“ in Baufläche-Wohngebiet. Hinweis: Die Änderung des Flächenwidmungsplanes ist mit Bescheid der Vorarlberger Landesregierung vom 7.3.2012, Zahl VIIa-602.55, genehmigt worden. Der Bürgermeister: i.A. DI Bettina Fitz
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