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19770826_FF_012 StandMontafon 26.08.1977 23.05.2021, 10:48 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Freitag, den 26.8.1977 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 12. Sitzung des Forstfondauaschusses in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 16.8.1977 sind zu der auf heute anberaumten Sitzung nachfolgend angeführte Mitglieder des Forstfondausschusses erschienen: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg als Vorsitzender, LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton i.M., Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns, Gemeinderat Siegfried Fleisch aus Tschagguns, in Vertretung des verhinderten Bürgermeisters Eduard Bitschnau. Gemeinderat Gottfried Schapler aus Vandans, in Vertretung des verhinderten Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans, Anton Wachter. Entschuldigt haben sich: Standesrepr. Stellvertr. Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn und Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal. Abwesend: der Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Anton Lorenzin aus Gortipohl. Der Vorsitzende eröffnet um 14.15 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 19.7.1977. 2. Ansuchen des Franz Bahl in Tschagguns, um die mietweise Überlassung der Maisäßhütte auf "Manuef" in Tschagguns. 3. Ansuchen der Marktgemeinde Schruns, um die Erlaubnis auf den "Rieder" in Schrune, eine Deponie für Müllsäcke errichten zu dürfen (vorübergehende Lagerung von Abfällen). 4. Alpe Außerkapell - Mehrbedarf an Grund und Boden für den Alpstall und dessen Erweiterungsbau. 5. Übertragung eines Holzbezugsrechtes in Silbertal, für die Familie Scheidl in Bürs. [-2-] 6. Erneuerung der Gaflunabach- und der Putzkammerbachbrücke in Silbertal. 7. Verlängerung der Forstwege auf Tschöppa in Vandans und auf Garfrescha - Hafen in St. Gallenkirch. 8. Weginstandsetzung im Röbigertobel und im Tiefen Tobel im Gargellental. Berichte: a) Holzverkäufe an verschiedene Bauwerber. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 19.7.1977 wird in vorliegen der Fassung genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Dem Ansuchen des Franz Bahl in Tachagguns HNr. 649, um die pachtweise Überlassung der Maisäßhütte HNr. 412 auf Manuef in Tachagguns, wird auf Grund der Begehung vom 21.7.1977, welche vom Vorsitzenden, dem Bürgermeister von Tschagguns und dem zuständigen Waldaufseher durchgeführt wurde, wie folgt stattgegeben: a) Die Überlassung der Hütte erfolgt gegen eine jährliche Miete von S 1000.-, die jeweils am 1. Sept. des laufenden Jahres an die Forstfondkassa zur Zahlung fällig wird. b) Die Vermietung erfolgt auf die Dauer von 10 Jahren. Der Mieter kann den Mietvertrag jederzeit aufkünden. Bei einer vorzeitigen Auflösung des Vertrages oder wenn eine Verlängerung des Vertrages nach Vertragsablauf nicht möglich ist, haben die durchgeführten Verbesserungen oder eingebaute Einrichtungsgegenstände beim Objekt zu verbleiben. Eine Ablöse hiefür wird vom Forstfond nicht bezahlt. c) Es ist alleinige Sache des Mieters die Hütte wohnbar ein zurichten. Eine Unterstützung dieses Vorhabens durch den -3- Forstfond erfolgt nicht. Mit der Mietpartei ist in diesem Sinne ein Vertrag abzuschließen (einstimmiger Beschluß). Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen der Marktgemeinde Schruns, um die Erlaubnis bei der ehemaligen Materialentnahmestelle am Weg vom Kropfen nach den Rieder in Schruns, einen Schuppen zur vorübergehenden Lagerung von Müllsäcken erstellen zu dürfen, wird stattgegeben. Als jährlicher Anerkennungszins werden S 10.- festgelegt, die jeweils am 1. Sept. des laufenden Jahres zur Zahlung an die Forstfondkassa fällig werden. Die Bewilligung gilt bis auf Widerruf (einstimmiger Beschluß). Zu Pkt. 4): Der Alpverwaltung Vorderkapell werden aus der Forstfondparzelle 3132/1 weitere 130 m2 Grund und Boden käuflich überlassen, damit der gesetzliche Bauabstand gegenüber dem Forstfond für das bestehende Alpgebäude hergestellt werden kann. Die Grundabgabe erfolgt zum gleichen Preis, wie die Vorfläche abgegeben wurde. Zur Bedingung wird gestellt, daß eventuell erforderlicher Grund für den vorgesehenen Entlastungsweg von den Rieder zur Skiabfahrt, der voraussichtlich am nordwestlichen Stalleck vorbei führen wird, unentgeltlich beigestellt werden muß, bzw. gegen die Trassenführung kein Einwand erhoben wird. Zu Pkt. 5): Nach dem der zuständige Forstfondvertreter Bgm. Georg Amann abwesend ist, wird dieser Punkt auf die kommende Sitzung vertagt. Zu Pkt. 6): Die Brücken über die Litz in Gafluna und über den Putzkammerbach (beides in Silbertal) sind baufällig. Es ist nun vorgesehen als Brückenträger nicht mehr runde Fichtenhölzer zu verwenden, sondern Eisenträger. Die eingeholten Preise haben ergeben, daß eine Eisenträgerbrücke fertig verlegt ohne Brückenbohlen für den Übergang in Gafluna (I-Träger 33 cm und 9,10 m lang) rd. 34.000.- und für den Übergang beim -4- Putzkammerbach (I-Träger 30 cm und 8,40 m lang) S 26.000.- kosten würde. Als Alternative eingeholte Offerte für Massivbrücken (Betonfertigteile) hat das Billigstangebot für die Brücke in Gafuna Kosten in Höhe von S 115.400 und für die Brücke über den Putzkammerbach in Höhe von S 107.100 ausgewiesen. Es wird einstimmig beschlossen beide Brücken mit Eisenträger zu erstellen. Die Arbeiten sind zu veranlassen. Zu Pkt. 7): Einer Verlängerung des Forstweges Ganeu - Tschöppa in Vandans, um weitere ca. 600 lfm, damit das unterhalb der Alpe Platzis in der Forstfondwaldung liegende Windwurfholz im Ausmaße von ca. 250 fm gebracht werden kann, wird zugestimmt. Die Strecke ist auszustecken und den Bauinteressenten vorzuzeigen. Die Firmen haben die Kosten pro lfm anzugeben. Beim Bau ist darauf zu achten, daß die Aushubarbeiten vorwiegend mittels Löffelbagger durchgeführt und die Hangwässer verrohrt abgeleitet werden. Das Gleiche gilt für den Zubringerweg zum Wirtschaftsweg Grandau - Garfresche, der in das Waldgebiet Hafen führen soll und ca. 500 m lang wird (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 8): Von einer Weginstandsetzung ins Röbigertobel im Gargellental (unbefestigter steiler Erdweg) wird vorläufig abgesehen, weil nach Auskunft des zuständigen Waldaufsehers die nächsten 2 Jahre über diesen Weg kein Holz gebracht wird. Dagegen ist der unbefestigte Erdweg in den Tiefen Graben, wo derzeit Servitutsholz ausgezeigt ist und auch in den nächsten Jahren Holz an Bezugsberechtigte zugewiesen wird, instand-zu—setzen (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 9): Dem Ansuchen des Martin Zudrell in Bartholomäberg HNr. 526, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten Wohnhaus -5- Nr. 188, auf Bp. 228, auf das auf dar Bp. 1040 neuerbaute Wohnhaus Nr. 526 wird stattgegeben. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Bei dieser Übertragung handelt es sich um die Verlegung des Standortes eines Wohnhauses für den gleichen Besitzer. Bemerkt wird, daß die vorhandene Landwirtschaft vom neuen Wohnhaus aus betrieben wird. Durch diese Übertragung wird das auf der Bp. 228 stehende Wohnhaus für immer ausgeforstet wird, d.h. in Zukunft kein Holzbezugsrecht hat. Bericht: Der Vorsitzende berichtet: a) daß an folgend angeführte Parteien Nutzholz käuflich überlassen wurde: 1. Rudigier Bruno in Gaschurn HNr. 132, ca. 40 fm überjähriges Windwurfholz auf Ganifer in Partenen, zum Preis von S 250.- pro fm der anfallenden Holzmenge. 2. Marlin Engelberg jun. in Gortipohl, rd. 40 fm Bauholz am Stock im Schwefeltobel im Gargellental, zum Preis von S 550.- pro fm der anfallenden Holzmenge. 3. Vonderleu Gottfried in Silbertal, ca. 10 fm Fichtenholz am Stock im Wühretobel in Silbertal, zum Preis von S 600. pro fm der anfallenden Holzmenge. 4. Ebner Wilhelm in Schruns HNr. 716, 30 fm Bauholz am Stock auf Tschöppa in Vandans, zum Preis von 500.- S pro fm der anfallenden Holzmenge. 5. Kubicki Siegfried in Vandans 180, 25 fm Bauholz am Stock im Rellstal, zum Preis von S 600.- pro fm der anfallenden Holzmenge. 6. Thoma Max in Gaschurn HNr. 48, rd. 40 fm Bauholz am Stock ob den äußeren Rüfinen im Bereiche von Bova in Gaschurn, zum Preis von S 520.- pro fm der anfallenden Holzmenge. -6- b) über die am 21.7.1977 durchgeführte Begehung der Waldwegtrasse Garfrescha - Hafen in St. Gallenkirch, in Begleitung vom Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Anton Lorenzin und dem zuständigen Waldaufseher Oswald Pfeifer; c) über die am 22.7.1977 durchgeführte Besichtigung des Altschätzerweges, des Wirtschaftsweges Sanüel, der Maisäßobjekte in der Gaua und auf Manuef, in Begleitung des Bürgermeisters Eduard Bitschnau und des Waldaufsehers Albert Ganahl; d) über die am 26.7.1977 durchgeführte Begehung des Röbigertobel und des Tiefen Grabens im Gargellnertal, in Begleitung des zuständigen Waldaufsehers Erich Marent, des Bauführer Groß und des Baggerfahrers Ludwig Vallaster der Fa. Jäger in Schruns; e) über dis Begehung auf dem Kropfen in Schruns, am 27.7.77, und zwar: a) der Baufläche des Alpstalles auf den Rieder, b) den vorgesehenen Zufahrtsweg zum Futterstand, c) die voraussichtliche Trasse des Entlastungsweges für die Skiabfahrt (Hochjochbahn) und c) die Skiabfahrt im Bereich vom Kropfen. Das Ergebnis dieser Begehungen ist in einem Aktenvermerk zusammen gefasst. Dieser wurde den Anwesenden ausgefolgt, sodaß eine Aufzählung der Details in der Niederschrift nicht mehr nötig ist. In diesem Zusammenhange wird vom Vorsitzenden angeregt, daß in Zukunft der Forstfond bemüht sein muß, wieder Forstarbeiter zu beschäftigen, damit Windwurf- und Käferholznester umgehend aufgearbeitet, Aufforstungen besser betreut werden und an geeigneten Stellen auch Servitutsholz für die Bürger aufgearbeitet wird, das dann aufgerüstet abgegeben werden kann. Auch mit dar Anschaffung von Drahtseilen und Winden wird man sich in Zukunft befassen müssen. -7- Ein besonderes Problem stellt derzeit die forstliche Betreuung der Wälder dar. Einige Waldaufseher sind krank und eine ausreichende Vertretung steht derzeit nicht zur Verfügung. Bei den letzten Urlaubsabwicklungen (die nun auch fällig sind, seit die Waldaufseher Landesangestellte sind) waren 3 Reviere 14 Tage lang ohne Aufsicht. Hier wäre es Sache der Landesregierung, deren Angestellte die Montafoner Waldaufseher sind, für eine entsprechende Regelung zu sorgen. In der darauffolgenden Debatte werden die vorangeführten Berichte zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Vorsitzende schließt um 17 Uhr die Sitzung mit dem Dank an die Anwesenden für ihr Erscheinen und ihre Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß: [Beilage] -1- Beilage zur Niederschrift des Forstfondes vom 26.6.1977 _________________________________________ Vallaster Erwin Bartholomäberg Bartholomäberg, 27.7.77 Kurzberichte: 1. Begehung Garfrescha - Donnerstag, 21.7. 14.00 h. Die Begehung begann nach erfolgter Auffahrt mit Pkw beim Wegschranken. Teilnehmer waren StRepr. Vallaster, der Obm. der AGRG. St. Gallk. Anton Lorenzin und Waldaufseher O. Pfeifer. Es wäre die dringende Bitte des Waldaufshers, noch dieses Jahr etwa 500 lfm Weg aufzuschieben, daß der Holztransport aus dem Bereich oberer Hafen möglich würde,wo er bereits Holz ausgezeigt hat.Das Gelände ist bis auf eine Stelle sehr trocken, Schüttmaterial wäre im Bereich des Schrankens auf Forstfondsgrund zu gewinnen. Später könnte der Weg dann noch gegen den Vermieltobel zurückgeführt werden.Der obere Teil sollte zuerst einmal trassiert werden. 2. Begehung in Tschagguns am Freitag, den 22.7.77, 13.30 h. Teilnehmer: Vallaster Erwin, Eduard Bitschnau, WA. Ganahl und Alfred Walch. a) Zuerst wurde der Latschätzer Weg bis zum Stafel hinauf befahren. Es war festzustellen, daß die letzten Jahre am Weg wenig getan worden ist. Vor allem sind die Tobel schlecht mit Pkw passierbar. b) Auf dem Rückweg wurde zuerst das Maisäßhäuschen in der Gaua (Matt) besichtigt. Matt war nicht anwesend. Das Objekt befindet sich nicht in bestem Zustand. Der innere Flügel ist notdürftig mit Dachpappe über den Schindeln gedeckt, der äußere Flügel hat ebenfalls schlechte Schindelbedachung. Teilweise ist auch die Mauer schlecht. Wenn man das Objekt voll sanieren wollte, wären größere Aufwendungen erforderlich. Nachdem das Objekt durch Holzriesen schon beschädigt wurde und immer wieder gefährdet wird, erscheint eine Sanierung des Objektes mit einem größeren Aufwand wenig sinnvoll. Festzustellen ist noch, daß sich das Häuschen sehr lieblich und idyllisch in die Landschaft der Gaua einfügt und bei Verschwinden eine gewisse Verödung bedeutet. Aber was fällt in unserer Landschaft nicht sonst noch alles zusammen. -2- c) Anschließend wurde ein Lokalaugenschein im Bereich Sanül vorgenommen, wo WA. Albert Ganahl seine Wegbauvorstellungen erläuterte. Zur besseren Erschließung der Waldungen wäre eine Verlängerung des Sanüler Weges notwendig. d) Als letztes wurde dann das standeseigene Maisäßhäuschen auf dem Manuef besichtigt. Das Häuschen sieht wesentlich besser aus wie das in der Gaua. Es ist noch gut gedeckt und auch die Mauern und die Wände sind noch in gutem Zustand. Festzustellen ist allerdings auch, daß böswillige Beschädigungen der Fenster udgl. erfolgt sind. Nachdem ein größerer Wiesenbereich noch nicht aufgeforstet worden ist,kam man zur Feststellung, daß derzeit ein Abbruch nicht sinnvoll wäre und einer Verpachtung an die Interessentin Bahl befürwortet werden kann. Auch in diesem Bereich wäre eine Wegerschließung, welches ja in Zusammenhang mit der Hora gedacht ist, sehr dringend und notwendig. 3. Begehung Gargellental (Tüfa Graba und Röbigertobelweg), 26.7.77, nachm. 14.00 h. Teilnehmer: Vallaster Erwin, WA. Marent Erich, sowie von der Fa. Jäger Bauleiter Groß u. Vallaster Ludwig. a) Tüfa Graba - Bereich Zuggenwald. Hier wurde vor Jahren ein Stück entlang des engen Tobelgerinnes ein etwas steiler Holzbringungsweg erstellt. Er ist heute sehr rauh, ausgewaschen und im oberen Teil eine Rufe und nicht mehr befahrbar. Einmal fehlen in diesem steilen Wegstück Wasserspulen, zum anderen dürfte im oberen Teil Ursache der Beschädigung auch die Anbringung eines kleinen Wasserrädchens sein, sowie die Ausleitung von Wasser aus dem Bachbett auf den Weg. Es ist notwendig, zuerst die Ganda (als solche muß man den Weg im oberen Teil bezeichnen) zu planieren und dann mit Schüttmaterial zu überdecken. Das Schüttmaterial müßte man voraussichtlich vom Kalkofenrank heraus holen. Der Einbau etlicher Wasserspulen ist sehr dringend. Man hatte ursprünglich die Auffassung, man müßte versuchen, den Weg noch etwas weiter in den Tobel hinauf ZU verlängern. Von unten sieht dies als nicht sehr schwierig und kostspielig aus. Wie man weiter oben war und herunter schaute, sah man, daß das in Frage kommende beidseitig des Tobels beengte Gelände doch sehr steil ist. Die vorher besprochene Verlängerung des Weges müßte genauer untersucht werden. Hier wie auch sonstwo kommt man immer wieder zur Frage, ob es nicht notwendig wird, daß der Stand selbst Drahtseile anschafft, eventuell auch Winden udgl. -3- b) Als zweites wurde dann der Weg ins Röbiger Tobel befahren, bzw. im oberen Teil begangen. Der Weg ist ebenfalls sehr steil, zuunterst naß, dann gehts, oben sind ca. 100 m total kaputt und nicht mehr befahrbar. Die dahinter liegenden ca. 100 m sind schon stark vergrast, ein Zeichen, daß das darunter liegende Wegstück schon längere Zeit nicht mehr befahren werden konnte. Hauptursache für die Beschädigung und Unbefahrbarbeit des Wegstückes ist offensichtlich eine große Quelle, die direkt in den Weg heraus kommt, aber nur bei Schneefluß eine größere Wassermenge bringt. Dieses Wasser muß aufgefangen und mittels einer Rohrleitung in das Bachbett geleitet werden. Auch hier müssen Wasserspulen eingebaut werden (ca. 10 St.) c) Bei beiden Wegen war festzustellen, daß eine Sanierung größere Kosten verursacht. Eine Auftragserteilung an die Fa. Jäger, wie vom Waldaufseher angeregt, erfolgte daher nicht. Es sollen von verschiedenen Firmen die Stundensätze für Raupen Radlader zum Schüttmaterial aufladen eingeholt werden. Dasselbe wäre für Arbeiten wie die Verrohrung, Einfassung betonieren, auch erforderlich. 4. Begehung u. Lokalaugenschein Kropfen - Rieder - Mittwoch, 27.7.77. Teilnehmer: Vallaster Erwin, WA. Battlogg Paul, Juen Fr. Josef und teilweise auch Mangeng Robert. a) Alpgebäude auf den Rieder - Grundverkauf: Beim Alpstall wurde nachträglich ein ca.7,00 m langer Kälberlaufstall dran gebaut, weil jetzt mehr Vieh aufgetrieben wird, wie man sonst erwartet hat. Laut Beschluß und früherem Antrag waren 562 m2 im Gespräch. Der Wunsch der Kapeller Vertreter wäre jetzt eine Fläche von 46 je 15 m, d.i. 690 m2. Dabei wäre der erforderliche Gebäudeabstand auf alle Fälle gegeben. Die Frage ist daher, ob über den nun zusätzlich erforderlichen oder gewünschten Grund nochmals im Standesausschuß beschlossen werden muß. Seitens der Kapeller wäre man eventuell mit einer Bauabstandsnachsicht auch einverstanden. Zusätzlich müßte das Zufahrtsrecht und das Recht der Haltung eines großen Tränketroges außer dem Gebäude als Dienstbarkeit eingeräumt werden. b) Sofern nicht nochmals eine neue Wegtrasse gefunden wird, würde der Weg auf der bisher diskutierten Trasse ziemlich nahe an das äußere, obere Stalleck herankommen und dort wieder Grund berühren, den jetzt die Kapeller vom Stand kaufen. Es wird erklärt, daß man dieser Grundbeanspruchung wieder zustimmen würde. -4- Das Stalleck müßte allerdings durch Einbau einer talseitigen Wegmauer voraussichtlich abgesichert werden. Zur Aussteckung des zu vermessenden Grundes sollte ein Vertreter des Standes nochmals hinauf, wenn klar ist, ob man so zustimmt, oder durch Beschluß neu zugestimmt oder festgelegt hat, was abgetreten wird. c) Im weiteren wurde dann geschaut, wo zum Futterstand der gewünschte Zufahrtsweg gemacht werden soll. Es kann sich nur um die Fahrbarmachung südwestlich des Standes handeln, wo sie mit den Geländefahrzeugen hängen bleiben. Teilweise könnte durch Abschiebung der Kuppe ober dem Wald(Einschnitt)Material für die Mulde gewonnen werden, teilweise einfach durch planieren. Wenn der Weg dort kommt, wo wir glauben, dürfte es einen leichteren Stamm wegtreffen. Außerhalb der Waldzone sollte die Erstellung eines Weges unterbleiben, weil dies höchstens im Zusammenhang des Hauptweges gemacht werden sollte. Robert Mangeng hat erklärt, ihm wäre lieber, wenn die Futterstelle von diesem Platz überhaupt wegkäme. Außerdem muß alpseits im Frühjahr das herumliegende Heu aufgeräumt werden. d) Beim Alpgebäude rückwärts vorbei müßte der Weg Richtung Teußtobel geführt werden. Nach Ansicht des Waldaufsehers sollte der Weg für den Wald bald hinter dem Alpgebäude (Waldrand) in westlicher Richtung zum sogenannten Langa Boda geführt werden. Diese Richtung wurde auch begangen. Draußen kam man zur Meinung, es wäre zu prüfen, ob diese Trasse nicht nur als Zufahrtsarm angelegt werden sollte, während der Richtung Kapell führende Weg irgend drinn im Wald mit Kehren hinauf geführt werden sollte. Für diesen Weg wären als Interessenten anzusehen: die beiden Alpen Vorder- u. Innerkapell, die Hochjochbahn, der Stand und ev. auch die Wildbachverbauung. e) Auf der Schitrasse sind die Rohrquerungen teilweise eingebaut worden. Teilweise ist die Schitrasse gut verwachsen, dort wo gefahren wird, ist jedoch vielfach die reinste Rüfe, wo das Fahren und vor allem der Transport wirklich eine Zumutung ist. f) Für den Weg ober den Gantschierer Maisäß sollte auf den unteren Weg eine Einfahrt gemacht werden. Grundbesitzer ist irgend jemand von den Aßmann. g) Bei der Schitrasse ober den Gantschierer Maisäß war eine sogenannte Kreinerwand, die überwiegend entfernt wurde. Darunter wurde ein Auffanggraben gemacht, der noch offen ist. Zwischen Böschung -5- und Graben liegt eine Menge Steine. Die Hochjochbahn Ges. müßte verhalten werden, hier wieder Ordnung zu machen. h) Von der Gemeinde Schruns ist beabsichtigt, außerhalb der Maisäße und Ferienhäuser auf den Rieder eine Müllsammelstelle zu errichten. Die Gemeinde Schruns soll bekanntgeben, was gemacht werden soll. i) WA. Battlogg stellte noch einige Fragen, bzw. machte folgende Feststellungen: ia) Was mit dem Holz beim Vogelhaus sei? Das Holz liege noch in der Rinde herum? ib) In Silbertal Gafluna habe die Jagd zur Hütte durch den Weg eine Wasserleitung errichtet. Der Weg sei aufgegraben und nicht mehr befahrbar. ic) Es wurde auch besprochen, wie sich die Sache bei der Wasserversorgung der Riedermaisäße und -häuschen verhält. Quelle, Zuleitung und Behälter. id) Eine Frage ist auch, haben die Alpen beim Stand ein Brennholzrecht? [Unterschrift:] Erwin Vallaster
  1. forstfonds
  2. standmontafon
19770719_FF_011 StandMontafon 19.07.1977 23.05.2021, 20:20 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Dienstag, den 19.7.1977 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 11. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 11.7.1977, sind zu der auf heute anberaumten Sitzung nachfolgend angeführte Mitglieder des Forstfondausschusses erschienen: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns, Vizebürgermeister Eduard Stemer aus St. Anton, in Vertretung des verhinderten LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg. Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch und Anton Wachter aus Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Der Vorsitzende eröffnet um 10.15 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 27.5.1977. 2. Beratung über das Waldwegekonzept. 3. Beratung über diverse Ansuchen, um die Erlaubnis zur Einhebung einer Wegbenützungsgebühr bei Holztransporte über Alpwege 4. Entlastung der Skiabfahrten in der Kapellerwaldung durch den Bau eines Entlastungsweges. 5. Ansuchen der Alpen Käfera und Alpgues in Silbertal, um die Erlaubnis durch die Forstfondparzelle 1460 einen Alperschliessungsweg bauen zu dürfen. Desgleichen um die Überlassung des -2- anfallenden Trassenholzes. 6. Ansuchen des Walter Mangeng in Nenzing, um die tauschweise Überlassung der Maisäßhütte Innervaliaera (Radam Maisäß). 7. Ansuchen des Ferdinand Orlainsky in Tschagguns, um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes. 8. Ansuchen der Glaser Ottilie in Nenzing, um die verbilligte Überlassung von Bauholz für das alte ausgeforstete Wohnhaus in Gortipohl. 9. Ansuchen des Fritz Franz, Postbeamter in Vandans, um die Überlassung der Holzerhütte im Rellstal, zum Ausbau an Ort und Stelle. Berichte: a) Bericht über die Genehmigung der Jahresrechnung 1976, durch die Agrarbezirksbehörde. b) Bericht über die Kommissionierung des Schleppliftes II der Silvrettabahnen GmbH. Gaschurn/St. Gallenkirch, im Vermiel in St. Gallenkirch. c) Holzverkäufe an verschiedene Bauuerber. d) Besichtigung der Holzbringungsmöglichkeit im Sarottlaalptobel im Gargellental. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 27.5.1977 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Die Beratung über das Waldwegekonzept wird vertagt bis die 2. Phase (Begehung der voraussichtlichen Trassen mit dem Bezirksforsttechniker unter Beiziehung des zuständigen Bürgermeister oder Obmann der Agrargemeinschaft) abgeschlossen ist. Zu Pkt. 3): Die Ansuchen verschiedener Alpen, um die Erlaubnis zur Einhebung -3- einer Wegbenützungsgebühr bei Holztransporten über Alpwege wird vertagt, weil noch verschiedene Erhebungen notwendig sind. Zu Pkt. 4): Die Vertreter der Montafoner Hochjochbahnen GmbH, in Schruns, haben sich darüber beschwert, daß durch die Holzbringung über die Skiabfahrten in der Kapellerwaldung, wie sie von den Holzbezugsberechtigten alljährlich durchgeführt wird, große Schäden an den Pisten entstehen. Es werde bei jeder Witterung Holz transportiert und oft noch Bloche angehängt. Die Gesellschaft müsse jedes Jahr große Mittel aufwenden, um diese Schäden zu beheben, was auf die Dauer untragbar Bei. Auch die von der Behörde verlangte Begrünung der Pisten könne nur teilweise durchgeführt werden. Wie der Vorsitzende zur Debatte stellt, könnte dieses Problem, wie der zuständige Waldaufseher gemeldet habe, durch einen Entlastungsweg, der von den "Rieder" in Richtung der Skiabfahrten angelegt werden müßte, für beide Teile vorteilhaft gelöst werden. Der größte Teil des Servitutsholzes könnte durch diesen Weg abtransportiert werden. Eine fühlbare Entlastung der Skiabfahrten wäre dann zu erwarten. Nach kurzer Debatte wird der Vorsitzende beauftragt mit den Vertretern der Montafoner Hochjochbahnen GmbH. Verhandlungen aufzunehmen, um festzustellen, wie sich die Gesellschaft zu diesem Entlastungsprojekt stellt und in welcher Form dieses realisiert werden kann. Zu den Gesprächen ist auch der zuständige Bürgermeister Harald Wekerle beizuziehen (Einstimmige Baschlußfassung). Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen der Alpen Käfera und Alpgues in Silbertal, um die Erlaubnis ausgehend vom Forstweg "Dürrwald" durch die Forstfondparzelle 1460 einen Alperschließungsweg bauen zu dürfen, wird stattgegeben. Zur Bedingung wird gestellt, daß der Forstfond und die Bezugsberechtigten jederzeit ihr Holz über diesen Alpweg abtransportieren dürfen ohne sich an den zukünftigen -4- Wegerhaltungskosten zu beteiligen. Ale einmaliger Baukostenbeitrag werden vom anfallenden Trassenholz bis zu 250 fm unentgeltlich am Stock den Alpen zur freien Verfügung überlassen. Ein Mehranfall ist aufgearbeitet, kostenfrei frei Straße dem Forstfond zur Verfügung zu stellen. Zu Pkt. 6): Das Ansuchen des Walter Mangeng, Zollwachebeamter in Nenzing, um die Überlassung der forstfondeigenen Maisäßhütte in Innervalisera (Radam Maisäß) im Tauschwege gegen ein Augrundstück in Tschagguns, kommt neuerlich zur Behandlung. Das Objekt wurde am 8.7.1977 durch die mit Beschluß vom 15. Nov. 1976 beauftragten Herren besichtigt. Auf Grund dieses Ergebnisses sowie aus Präjudiz und aus forstwirtschaftlichen Gründen wird das Tauschansuchen abgelehnt. Ausserdem entspricht die angebotene Tauschfläche nicht ganz den Vorstellungen der Forstfondvertretung, weil sie nicht mit dem Forstfondbesitz arrondiert ist und wegen der ungünstigen Lage (Augebiet) kaum einer forstlichen Nutzung zugeführt werden kann. Es wird anerkannt, daß Walter Mangeng, wenn auch auf eigenes Risiko, viel Arbeit in dieses Maisäßobjekt, das er auf Grund eines Übereinkommens als Wochenendhaus für seine Familie benützt, investiert hat und ihm dadurch Kosten erwachsen sind. Der Forstfond ist bereit ihm das Objekt auf weitere 10 Jahre mietweise zu überlassen, wobei als Ausgangsmiete (Juli 1977) S 600.- pro Jahr festgelegt werden. Die Miete ist gegen eine Abwertung abzusichern, wobei als Ausgangsbasis der Lebenshaltungskostenindex (1976 = 100) vom Monat Mai 1977 anzunehmen ist. Der Forstfond wird weder Instandsetzung- noch Erhaltungskosten übernehmen oder solche Arbeiten tätigen. Es bleibt dem Mieter allein überlassen das Objekt wohnbar zu erhalten, ohne, daß ihm daraus ein Rechtsanspruch, gleich welcher Art, erwächst. Wird das Mietverhältnis aus irgend einem Grunde aufgelöst, so muß das unbewegliche Investitionsgut beim Objekt verbleiben. -5- Ist der Mieter bereit das Mietverhältnis in diesem Sinne fortzusetzen, ist ein entsprechender Mietvertrag vorzulegen (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 7): Dem Ansuchen des Ferdinand Orlainsky in Tschagguns HNr. 162, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes des abgebrochenen Wohnhauses Nr. 200, Bp. 481 in K.G. Vandans, auf ein auf der Gp. 1346 in Vandans neu zu bauen vorgesehenes Wohnhaus, wird stattgegeben. Bei dieser Übertragung handelt es sich um die Verlegung eines Objektes für denselben Besitzer. Des Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 8): Das Ansuchen der Ottilie Glaser in Penzing HNr. 3, um die Überlassung von Bauholz zum ermässigten Preis zur Instandsetzung eines alten ausgeforsteten Wohnhauses in Gortipohl, wird abgelehnt (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 9): Dem Ansuchen des Franz Fritz in Vandans HNr. 387, um die Überlassung der Holzerhütte Rellstal (Baracke) zum Ausbau als Wochenendhaus auf dem derzeitigen Platz, wird nicht stattgegeben Es wird beschlossen dieses baufällige Objekt abzutragen. Sollte Fritz an einer Erwerbung zum Abbruch interessiert sein, so steht es ihm frei hiefür ein Anbot zu stellen (einstimmige Beschlußfassung). Berichte: Der Vorsitzende berichtet: a) daß die Agrarbezirksbehörde Bregenz die Jahresrechnung des Forstfondes für das Jahr 1976, mit 4. Juli 1977 zustimmend zur Kenntnis genommen hat. -6- b) daß am 18.5.1977 die kommissionelle Verhandlung zur Erstellung des Schleppliftes "Vermiellift II" in St. Gallenkirch/Garfrescha, der durch die Montafoner Silvrettabergbahnen GmbH. u. Co. Ko. erstellt wird, stattgefunden hat. Es handelt sich um einen zusätzlichen Schlepplift zum bereits bestehenden, und berührt die Forstfondparzelle 2708/5 nur auf eine kurze Strecke. c) daß an folgende Bauwerber und Interessenten Holz abgegeben wurde: 1. Pfefferkorn Werner in Gaschurn, rd. 15 fm in der Bliesa in Partenen, zum Preis von S 500.— pro fm. 2. Rudigier Josef in Partenen HNr. 71,4 fm Schadholz, der Preis muß der Qualität entsprechend festgesetzt werden. 3. Battlogg Ignaz, St. Anton, 26 fm im Gargellental zum Preis von S 550.- pro fm. 4. Ganahl Otto in St. Gallenkirch, 2,16 fm Schindelholz am Stock im Häryzug, zum Preis von S 700.- pro fm am Stock. 5. Hartmann Peter in Partensn, für seinen Hausbau in St. Gallenkirch, 44 fm im Röbiger Tobel zum Preis von S 500.-- pro fm. 6. Loos Walter in St. Gallenkirch, 40 fm Bauholz am Stock im Tiefen Graben im Gargellental, zum Preis von S 500.pro fm am Stock. 7. Ganahl Artur in St. Gallenkirch, rd. 8 fm Bauholz am Stock im Röbiger Tobel zum Preis von S 500.- pro fm. Bei diesen Holzverkäufen handelt es sich grundsätzlich um Stockverkaufe. d) daß hinsichtlich der Servitutsholzbringung aus dem Sarottlatobel im Gargellental eine Besichtigung an Ort und Stelle durchgeführt wurde, um sich zu überzeugen, ob die Holzbringung wirklich so umständlich ist, wie seitens der Bezugsberechtigten behauptet wird. Bei dieser Begehung waren auch -7- die Bürgermeister Eduard Bitschnau und Harald Wekerle anwesend. Dabei wurde festgestellt, daß die Holzbringung durch das langgezogene Tobel, das nur ein leichtes Gefälle aufweist, sehr zeitraubend und umständlich ist. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Altholzreserven der Sarottlawaldung, die nach Aussage des zuständigen Waldaufsehers eine Nutzung durch die Servitutsberechtigten für die Dauer von 7 - 8 Jahren zulassen, wäre es zweckmäßig ein Drahtseil zu spannen, über welches zur gegebenen Zeit mittels eines Seilkranes das Holz abtransportiert werden kann. Es sind nun Bestrebungen im Gange, einen Unternehmer zu finden, der sich für dieses Vorhaben interessiert. e) daß am 1.7.1977 über Veranlassung des Amtes der Vorarlberger Landesregierung (Abt. 5 b) eine Besichtigung des Überganges über den Gislabach in Silbertal stattgefunden hat. OFR. Dipl. Ing. Schilcher, LOBR Dipl. Ing. Allgeuer, LBR. Dipl. Ing. Mayer, LBR. Dipl. Ing. Osterkorn, Ing. Schweizer, Bürgermeister Georg Amann und er selbst. Bei dieser Besichtigung sei von den anwesenden Sachverständigen die Auffassung vertreten worden, daß bei den gegebenen Verhältnissen es zweckmässig wäre einen Furtweg im Schutze einer Wildbachsperre zu bauen. Eine solche Lösung habe allerdings den Nachteil, daß bei einer Vermurung der Dammkrone, diese wieder mittels eines Baggergerätes geräumt werden müßte. Dieser kleine Nachteil dürfte jedoch bei Abwägung aller Vor- und Nachteile tragbar sein. Der Vertreter der Wildbachverbauung weist darauf hin, daß das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft bereits einen Projektierungsauftrag erteilt habe; die Projektierung selbst wegen der nicht gesicherten Finanzierung noch nicht in Angriff genommen werden konnte. Die voraussichtlichen Kosten werden auf S 4 Mill. geschätzt. -8- f) daß im Schlägerungsbereich Kohltobel im Gargellental im Winter 1976/77 einige junge Fichten durch den Wind umgeworfen wurden. Dadurch entstand in diesem Gebiet Käferbefall, sodaß ca. 100 fm Schadholz, im Schlaggebiet zerstreut, angefallen sind. Nachdem dieses Holz nur mittels Seilbahn gebracht werden kann, wurden mit der Fa. Sparr u. Co. in Ludesch Verhandlungen aufgenommen, damit dieses Holz aufgearbeitet und aus dem Schlag entfernt wird. Dabei ist aus forstwirtschaftlichen Gründen vorgesehen, die einzelnstehenden jungen Fichten, die man ursprünglich im Schlag stehen lassen wollte, mit zu entfernen, weil zu erwarten ist, daß sie im Winter, bei ungünstigen Windverhältnissen, auch umgeworfen werden. g) daß er anläßlich der Besichtigung in Vandans/Platzis, die er in Begleitung des zuständigen Waldaufsehers am 7.7.1977 durchgeführt hat, feststellen mußte, daß ca. 250 fm Windwurfholz im sog. Platziser Zipfel liegen, die ohne Seilbahn nicht gebracht werden können. Damit sich die Aufstellung einer Seilbahnanlage rentiert, wird es notwendig sein noch etwas stehendes Holz dazu zu schlägern. Die vorstehenden Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen! Am Ende der Sitzung bittet der Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Anton Lorenzin um das Wort. Er teilt den Mitgliedern des Forstfondausschusses mit, daß er sich auf Grund der Aussprache über das Forstfondstatut, die am 12.7.1977 stattgefunden hat, nicht mehr in der Lage sehe, weiter die Agrargemeinschaft St. Gallenkirch im Forstfondausschuß zu vertreten, weil er sich eine Verwaltung der Bürgerrechte durch die politischen Gemeinden nicht vorstellen könne. Und das habe sich bei den letzten Gesprächen mit den Behördenvertretern abgezeichnet. Er werde demnächst eine Generalversammlung einberufen, bei welcher voraussichtlich die Auflösung der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch zu erwarten sei. -9- Abschließend bedankte er sich bei seinen Kollegen für die gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren, die mit dazu beigetragen habe, daß der Forstfond finanziell sich so gut erholte. Dabei stellte er auch die fruchtbare Tätigkeit des früheren Standesrepräsentanten LAbg. Ignaz Battlogg in den Vordergrund, der es verstanden habe mit viel Geschick die steuerlichen Probleme zu lösen und auch die Waldaufsichtbesoldung auf eine neue Basis zu stellen (50% der Waldaufseherlöhne trägt das Land). Der vorgesehene Rücktritt des Obmannes der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch wird vom Forstfondausschuß nicht zur Kenntnis genommen. Es bestehe derzeit keinerlei Veranlassung zur Auflösung der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch. Die am 12.7.1977 erfolgte Aussprache mit den Behördenvertretern (Agrarbezirksbehörde und Landesregierung) sind vorläufig als Vorgespräche zu werten und haben bis auf weiteres keine Änderung in der Verwaltung des Forstfondes zur Folge. Der Vorsitzende schließt um 12.30 Uhr die Sitzung mit dem Dank an die Anwesenden für die rege Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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  2. standmontafon
19770527_FF_010 StandMontafon 27.05.1977 23.05.2021, 10:27 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Freitag, den 27. Mai 1977 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 10. Sitzung des FDRSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 16.5.1977, sind zu der auf heute anberaumten Sitzung nachfolgend angeführte Mitglieder des Forstfondausschussss erschienen: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns, Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch und Tagwerker Paul aus Vandans, als Obmann der Agrargemeinschaft Vandans. Standesrepräsentantstellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn und der LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton, haben sich wegen dienstlicher Verhinderung entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 10.15 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 4.3.1977. 2. Vorlage des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1976. 3. Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, Felssicherung auf Tafamunt in Partenen. 4. Ansuchen der Montafoner Hochjochbahnen GmbH in Schruns, um die Erlaubnis auf Forstfondgrund (Kapell) Müll ablagern zu dürfen. 5. Ansuchen des Edwin Tschohl in Schruns, auf Kristberg einen Feuerweiher zum Schutze der Maisäßobjekte erstellen zu dürfen. Dazu müßte Forstfondgrund beansprucht werden. 6. Erhöhung der Waldbrandversicherung. -2- 7. Ansuchen des Franz Stemer in Schruns, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten Wohnhaus in B.berg HNr. 85, Bp. 613, auf das auf der Gp. 2454 (K.G. B.berg) neuerbaute Wohnhaus. 8. Erledigung dea Ansuchens von Adolf Zudrell u. Cons. in Silbertal/Kristberg, wegen Fassung einer kleinen Wasserquelle. Berichte: a) über ein Gespräch mit dem Amtsvorstand der Agrarbezirksbehörde Bregenz, wegen Statuten für den Forstfond. b) über den Holzverkauf an die Fa. Sparr u. Co., Sägewerk in Ludesch. b) über die Holzabgabe an verschiedene Bauwerber. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 4.3.1977 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Vorsitzende legt die Jahresrechnung des Forstfondes für das Jahr 1976 vor, die anschließend vom Sachbearbeiter Alfred Walch verlesen wird. Die Jahresrechnung weist Einnahmen in Höhe von S 3.467.934.36 und Ausgaben in Höhe von...................... S 2.642.945.18 ______________ aus. Das ergibt einen Überschuß von........... S ============== 824.989,18 Bürgermeister Harald Wekerle, als Mitglied des Gebarungsüberprüfungsausschusses, bringt den Bericht des Überprüfungsausschusses zur Kenntnis und stellt den Antrag auf Entlastung der Buchhaltung und der Verwaltung. Nach eingehender Debatte wird die Jahresrechnung des Forstfondes für das 1976 Einstimmig genehmigt. -3- Zu Pkt. 3): Die Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, beabsichtigt auf Tafamunt in Partenen, im Bereiche der Seilbahnbergstation, Felssicherungen vorzunehmen. Für diesen Zweck ersucht sie um die Erlaubnis: a) die Seilbahnkrananlage talseitig auf der Forstfondparzelle 3050/3 verankern zu dürfen, b) die Grundparzellen 3050/2 + 3 zu überspannen und c) Steine für die Sicherungsarbeiten aus dem Schuttkegel, der sich auf der Forstfondparzelle 3050/3 befindet, entnehmen zu dürfen. Diesem Ansuchen wird stattgegeben. Das Angebot, das anfallende Holz, und zwar Nutzholz zu S 600.- pr fm und Brennholz zu S100.- pro fm am Stock zu übernehmen wird stattgegeben. Die Steinabgabe erfolgt unentgeltlich, weil die Felssicherungen auch im Interesse des Forstfondes liegen (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 4): Dem Ansuchen der Montafoner Hochjochbahnen GmbH in Schruns, um die Erlaubnis brennbare Rückstände (Kisten und Schachteln usw.) die beim Restaurant Kapell anfallen, sowie die Jauche auf Forstfondgrund, und zwar in einer Lichtung westlich des Seebligaliftes lagern zu dürfen, wird stattgegeben. Die erforderliche Fläche von 10 ar wird pachtweise bis auf Widerruf zur Verfügung gestellt. Der jährliche Pacht wird mit S 2000.festgesetzt. Er ist gegen eine Abwertung abzusichern. Die Mülldeponie hat die Gesellschaft so zu warten, daß eine Belästigung der Umwelt und der angrenzenden Forstfondwaldung vermieden wird. Das Pachtverhältnis beginnt mit 1.6.1977. Der Pachtschilling ist im Voraus zu entrichten (einstimmige Beschlußfassung). -4- Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen des Edwin Tschohl in Schruns, Wagenweg 743, um die Erlaubnis in Silbertal oberhalb des Wochenendhauses des Otto Steu, auf Forstfondgrund einen Feuerlöschteich erstellen zu dürfen, wird stattgegeben. Wie festgestellt werden konnte (Besichtigung durch den Vorsitzenden) kann durch den Stau eines kleinen Baches eine Löschwasserreserve geschaffen werden, die auch den Unterlieger zugute kommt. Die Bewilligung erfolgt bis auf Widerruf - ein Entgelt wird nicht verlangt. Für Nachteile, die durch diesen Feuerlöschteich dem Forstfond oder den Unterlieger entstehen könnten, hat der Ersteller aufzukommen. Im Brandfalle muß es auch den Unterliegen gestattet sein Wasser aus diesem Teich entnehmen zu dürfen (einstimmige Beschlußfassung. Zu Pkt. 6): Die Waldbrandversicherung wird auf 350 Mill. Schilling erhöht. Zu Pkt. 7): Dem Ansuchen des Franz Stemer in Schruns, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom baufälligen Wohnhause Nr. 85, Bp. 613 in Bartholomäberg, auf das auf der Grundparzelle 2454 neu erbaute Wohnhaus wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird die Bp. 613 (HNr. 85) für immer ausgeforstet, d.h. hat kein Holzbezugsrecht mehr. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Die hiefür vorgesehene Ablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Bei dieser Übertragung handelt es sich um die Verlegung des Standortes eines eingeforsteten Objektes für den gleichen Besitzer (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 8): Dem Ansuchen des Adolf Zudrell und ConBorten in Silbertal/Kristberg, um die Erlaubnis auf der Forstfondparzelle 723/1 eine kleine Wasserquelle fassen zu dürfen und in die -5- Interessentschaftswasserversorgung einzuleiten, wird auf Grund der durchgeführten Besichtigung stattgegeben. Für diese Quellnutzung haben die Interessenten jährlich einen Betrag von S 300.-, der wertgesichert wird, an den Forstfond zu bezahlen (einstimmige Beschlußfassung). Pkt. 9): Der Vorsitzende teilt mit, daß die Gemeindevertretung von St. Gallenkirch beschlossen hat, das Jagdgeld der Genossenschaftsjagd auf die Dauer von 3 Jahren, im Sinne des Jagdgesetzes, zurückzubehalten. Der Bürgermeister habe diese Maßnahme mit der schlechten finanziellen Lage der Gemeinde begründet. Die Forstfondvertreter sind nicht in der Lage diese Begründung zur Kenntnis zu nehmen. Es wird als bedauerlich angesehen, daß einseitig die Besitzer von land- und forstwirtschaftlichen Liegenschaften zur Finanzierung von Abgängen der Gemeindekassa herangezogen werden müssen. Ein Vorgehen, das wohl durch ein veraltetes Jagdgesetz gedeckt ist, aber nicht mehr der heutigen Zeit entspricht. Für den Forstfond bedeutet der Ausfall des Jagdgeldes für die ca. 1967 ha große Waldfläche in St. Gallenkirch, einen finanziellen Verlust von rd. S 162.000.- pro Jahr. Dieser Abgang kann bei den eingeschränkten Ertragsverhältnissen nur durch eine Mehrschlägerung von rd. 320 fm Holz hereingebracht werden. Nachdem nun alle Gemeinden für die Belange des Forstfondes Verständnis aufgebracht und den Jagdpachtschilling voll angewiesen haben, will nun die Gemeindevertretung von St. Gallenkirch, mit dem Hinweis auf ihre schlechte finanzielle Situation, diese gemeinsame Geste gegenüber dem Forstfond einseitig untergraben. Bedauerlicherweise zum Gegensatz von kleineren finanzschwachen Gemeinden, die schon seit Jahrzehnten das Jagdgeld dem Grundbesitzer ungeschmälert zukommen lassen. - 6 - Diese Maßnahme wird zur Folge haben, daß die finanzielle Situation des Forstfondes, die sich in den letzten Jahren unter Anderem durch das steigende Aufkommen des Jagdgeldanteiles wesentlich gebessert hat, nun wieder den früheren Zustand erreichen wird, d.h. daß verschiedene Vorhaben zurückgestellt oder nur durch einen höheren Holzeinschlag finanziert werden müssen. Es wird einstimmig beschlossen die Gemeindevertretung von St. Gallenkirch zu ersuchen, die Finanzierung ihres Rechnungsabganges neu zu überdenken und den Beschluß über die Zurückhaltung des Jagdgeldes aufzuheben. Pkt. 10): Dem Ansuchen des Josef Schöpf in Partenen HNr. 21, um die Zuweisung von 8 fm Servitutsholz für den Neubau eines baufälligen Stalles, wird stattgegeben. Wie durch den Waldaufseher festgestellt wurde, hatte Schöpf die Absicht, das alte Stallholz weitgehenst mitzuverwenden. Später hatte es sich herausgestellt, daß dies nicht möglich war. Dis Abgabe erfolgt aus diesem Grunde zum einfachen Stockgeld (einstimmige Beschlußfassung). Pkt. 11): Dem Ansuchen des Obmannes der Wildfütterungsgemeinschaft Silbertal Standesrevierjäger Max Berthold, um die unentgeltliche Überlassung von rd. 18 fm Fichtenholz am Stock zur Erstellung eines Wildfutterstandes in der St. Hubertusjagd (Gafluna) wird stattgegeben, weil das Objekt im Eigentum des Forstfondes bleibt. Berichte: Der Vorsitzende berichtet: a) über ein Gespräch mit dem Amtsvorstand der Agrarbezirksbehörde Bregenz, der in nächsten Zeit mit den Forstfondvertretern ein Gespräch über die Erstellung eines Verwaltungsstatutes für den Forstfond führen möchte. -7- b) daß das zur Schlägerung vorgesehene Nutzholz am Stock an die Fa. Spar u. Co. Sägewerk in Ludesch verkauft wurde, und zwar: die Partie in Silbertal/Dürrwäldli im Ausmaße von rd. 600 fm und die Partie in Gargellen/Valisera im Ausmaße von 650 fm. Desgleichen wurde der Stockpreis und die Bedingungen vom Vorsitzenden erläutert. c) An folgende Bauwerber wurde Holz am Stock abgegeben: Alois Peter in Bartholomäberg 2 fm á S 650. aus der Forstfondwaldung Silbertal, in Form eines Wildschadensstammes. Vonderleu Gottfried in Silbertal, 20 fm altes Käferholz unterhalb der Kapellalpe zum Preis von S 120.- pro fm. Gebert Klaus, Gargellen, 8 fm Schindelholz aus der Schnapfenwaldung zum Preis von S 600.- pro fm. Tschanhenz Anton in Gaschurn, 10 fm alte Windwürfe in Gaschurn Ganeu, zum Preis von S 250.- pro fm. Tschanhenz Konstantin in Partenen, im Bereich von Ganifer 10 fm Bauholz am Stock zum Preis von S 600.- pro fm. d) daß der Anteil an der Straßenerhaltung Eggatobel/Dürrwald in Silbertal, den die Alpen leisten so gering ist, daß er in nächster Zeit neu geregelt werden muß. Die vorstehenden Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen werden. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne des Gemeindegesetzes zuerkannt. Der Vorsitzende schließt um 12 Uhr die Sitzung mit dem Dank an die Mitglieder des Forstfondausschusses für die Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
  1. forstfonds
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19770304_FF_009 StandMontafon 04.03.1977 23.05.2021, 10:20 -1- Niederschrift Aufgenommen am Freitag den 4.3.1977 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 9. Sitzung des FDRSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 22.2.1977, sind zu der auf heute anberaumten Sitzung nachfolgend angeführte Mitglieder des Forstfondausschusses erschienen: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns Vizebürgermeister Eduard Stemer aus St. Anton, in Vertretung des Bürgermeisters LAbg. Ignaz Battlogg, Anton Lorenzin, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Anton Wachter, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Standesrepräsentantstellvertr. Bgm. Ernst Pfeifer konnte wegen dienstlicher Verhinderung nicht an der Sitzung teilnehmen. Der Vorsitzende eröffnet um 10.15 Uhr die Sitzung, Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 28.1.1977. 2. Eingabe der Waldaufseher, um die Erhöhung der Kommissionsgeldpauschale. 3. Eingabe der Alpverwaltung Grabs-Alpila, um die Erhöhung des Forstfondzuschusses. 4. Ansuchen der Alpverwaltung Sporn, um die Erlaubnis zur Einführung einer Wegbenützungsgebühr. 5. Mündliches Ansuchen des Bahl Elmar in Tschagguns, um weitere pachtweise Überlassung der Maisäßhütte im Gauertal an einen Pächter, der derzeit in dieser Hütte wohnt. -2- 6. Beratung über die Erstellung eines Waldwegekonzeptes. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 28.1.1977 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Dem Ansuchen der Montafoner Waldaufseher, um die Erhöhung der Kommissionsgeldpauschale und der Leistungsprämie, wird wie folgt stattgegeben: a) Die Kommissionsgeldpauschale wird ab 1.4.1977 von monatlich S 1000.-- auf S 1.300 angehoben. b) Die Leistungsprämie, die jährlich aufgeteilt nach dem jeweiligen Einschlag in den Aufsichtsgebieten, an die Waldaufseher zur Auszahlung gelangt, wird von S 20.000.- auf S 40.000. erhöht. Die Kommissionsgeldpauschale und die Leistungsprämie sind ab 1.1.1978 analog den Gemeindeangestelltenbezüge nachzuziehen, damit laufend eine lohngerechte Angleichung erfolgt (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen der Alpverwaltung Grabs-Alpila in Tschagguns, um die Erhöhung des Forstfondzuschusses für den Güterwegebau von Grabs nach Alpila (letztes Teilstück), wird wie folgt stattgegeben: a) Zum Weiterbau des Güterweges von der Hochegga bis Alpila überläßt der Forstfond das anfallende Trassenholz bis zu einem Gesamtausmaß von 100 fm. Das über diese Menge anfallende Holz ist dem Forstfond aufgearbeitet, frei Straße -3- unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. b) Ausserdem wird ein einmaliger Förderungsbeitrag in Höhe von S 50.000.- gewährt, der bei Baubeginn zur Anweisung gebracht wird. c) Zur Bedingung wird gestellt, daß der Güterweg bis in die sogenannte "Blaika" über die alte Alpwegtrasse geführt wird. Die Förderung erfolgt deshalb in dieser Höhe, weil durch diesen Güterwegebau die Forstfondwaldüngen in diesem Bereich miterschlossen werden. Der Alpverwaltung ist aber mitzuteilen, daß eine weitere Unterstützung dieses Bauvorhabens nicht zu erwarten ist (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 4): Dieser Punkt wird vertagt, weil die Alpverwaltung Sporn das angekündigte Ansuchen, um die Erlaubnis zur Einhebung eines differenzierten Wegeerhaltungskostenbeitrages, nicht vorgelegt hat. In diesem Zusammenhange wird beschlossen, dieses Problem, das im Montafon mehrere Alpen betrifft, deren Wirtschaftswege über Forstfondbesitz führen, im Zuge der Erstellung des vorgesehenen Waldwegekonzeptes allgemein zu lösen. Zu Pkt. 5): In der Erledigung des mündlichen Ansuchens von Elmar Bahl in Tschagguns, wird festgestellt: Der Forstfond kaufte im Jahre 1966 von Elmar Bahl eine Maisäßliegenschaft im Gauertal. Bei den Kaufverhandlungen wurde unter anderem vereinbart, daß der Verkäufer das Maisäßhäuschen 10 Jahre für eigene Erholungszwecke benützen darf. Er kann auch das Objekt abtragen und das Holz für sich verwenden oder veräussern. -4- Dieser Termin ist nun mit 20.1.1976 abgelaufen. Nachdem die Hütte zwischenzeitlich nicht abgetragen wurde, ist sie mit diesem Tage in das Forstfondeigentum übergegangen. Es wird beschlossen dies dem Vorbesitzer zur Kenntnis zu bringen. Eine Nachforderung für die terminüberschreitende Benützung hat nicht zu erfolgen. Der sich in der Hütte befindliche Mieter Elmar Matt, der ohne Zustimmung des Forstfondes sich dort aufhält, ist aufzufordern sich umgehend mit der Forstverwaltung in Verbindung zu setzen; wobei ein Termin von längstens 4 Wochen vorzusehen ist. Sollte eine einvernehmliche Lösung mit Herrn Matt über den Aufenthalt in der Hütte möglich sein, so kann er gegen eine monatliche Miete von S 500.-- bis auf weiteres in dem Maisäßhäuschen verbleiben. Andernfalls ist zu veranlassen, daß das Objekt so rasch wie möglich geräumt wird (einstimmige Beschlußfassung). Pkt. 6): Um die Forstfondwaldung für eine bessere Bewirtschaftung vorteilhafter zu erschließen, wird beschlossen ein Waldwegekonzept zu erstellen. Die Waldaufseher sind aufzufordern jene Waldgebiete, die nach ihrer Meinung einer Erschließung bedürfen, der Forstfondkanzlei bekannt zu geben. Dabei haben sie auch Kontakt mit dem zuständigen Bürgermeister oder Agrarobmann aufzunehmen, weil einige Walderschließungen in der Fortsetzung, bzw. Verlängerung von Güterwegen möglich sein werden. Die bei der Forstverwaltung einlaufenden Anregungen sind unter Beiziehung der Forstbehörde zu überprüfen und dann die planlichen Vorkehrungen zu treffen, die dem Forstfondausschuß vorzulegen sind. Durch die Erstellung eines Waldwegekonzeptes wird die Möglichkeit geschaffen, je nach finanzieller Kraft und Dringlichkeit Waldaufschließungen durchzuführen, welche eine bessere Nutzung der Forstfondwaldungen ermöglichen sollen. -5- Pkt. 7): Dem Ansuchen der Alpgenossenschaft Netzen in St. Gallenkirch, um die Erlaubnis das für eine Reparatur der Alpgebäude bezogene Servitutsholz veräussern zu dürfen, weil wegen der Dringlichkeit der Instandsetzungsarbeiten bereits Schnittholz vom Sägewerk Rudigier in Gortipohl gekauft wurde, wird einstimmig stattgegeben. Pkt. 8): Dem Ansuchen des Kurt Willi in Gaschurn HNr. 11, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom lawinenzerstörten Wohnhause Nr. 46, Bp. 648, auf das auf der Grundparzelle 2276/2 (beides in K.G. Gaschurn) neuerstellte Wohnhaus, wird stattgegeben. Dieser Übertragung zugrunde liegt die Verzichterklärung der Vorbesitzerin Maria Lerch in Partenen HNr. 64. Auf Grund dieser Übertragung wird die Bp. 648 auf Bova für immer ausgeforstet, d.h. hat in Zukunft kein Holzbezugsrechtrecht mehr. Dafür wird auf das auf der Grundparzelle 2276/2 neuerstellte Wohnhaus mit einem Gesamtholzbedarf (bei Neubau des Objektes) von 25 fm eingeforstet. Zur Durchführung von Reparaturen kann der jeweilige Holzbedarf bei der Forstproduktenanmeldung beim zuständigen Gemeindeamt, geltend gemacht werden (einstimmige Beschlußfassung. Pkt. 9): Dem Ansuchen des Emil Fritz in St. Gallenkirch HNr. 275 a, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 34, Bp. 662, das im Dezember 1974 abgebrannt ist, auf das auf der Grundparzelle 1607/2 (beides K.G. St. Gallenkirch) neuerbaute Wohnhaus, wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird die Bauparzelle 662 für immer ausgeforstet und der auf der Grundparzelle 1607/2 erstellte Neubau mit einem Gesamtholzbedarf von 25 fm (beim Neubau d. Objektes) -6- eingeforstet. Zur Durchführung von Reparaturen kann der jeweilige Servitutsholzbedarf bei der Forstproduktenanmeldung beim zuständigen Gemeindeamt geltend gemacht werden (einstimmige Beschlußfassung). Bericht: Der Vorsitzende berichtet, daß der Kaufvertrag mit Frau Berta Lichtensteiner in Innsbruck, von welcher der Forstfond eine forstwirtschaftliche Liegenschaft in der K.G. Silbertal erworben hat (siehe Umlaufbeschluß vom 9.2.1977), unterfertigt ist. Die Eingaben an die Behörden wurden bereits vorgenommen. Der Kaufpreis wird am 4.3.1977, also noch vor der Verbücherung, zur Zahlung fällig. Der Bericht wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne des Vorarlberger Gemeindegesetzes zuerkannt. Der Vorsitzende schließt um 12.30 Uhr die Sitzung und bedankt sich bei den Mitgliedern des Forstfondausschusses für ihr Kommen und ihre Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19770128_FF_008 StandMontafon 28.01.1977 23.05.2021, 14:31 -1- Niederschrift Aufgenommen am Freitag, den 28. Jänner 1977 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 8. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 20.1.1977 sind zu der auf heute anberaumten Sitzung nachfolgend angeführte Mitglieder des Forstfondausschusses erschienen: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Bürgermeister Bürgermeister Bürgermeister Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Eduard Bitschnau aus Tschagguns, LAbg. Ignaz Battlogg aus St. Anton, Harald Wekerle aus Schruns, Anton Larenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Anton Wachter aus Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Der Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer aus St. Gallenkirch, hat sich wegen anderweitiger Verpflichtungen entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 10.40 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 14.12.1977. 2. Vorlage des Haushaltsvoranschlages für das Jahr 1977. 3. Frau Irma Konzett in Schruns, Ansuchen um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes. 4. Ansuchen der Trachtengruppe Partenen, um die unentgeltliche Überlassung von 8 - 10 fm Fichtenholz am Stock. -2- Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 14.12.1976 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Voranschlag für das Jahr 1977 wird vom Sachbearbeiter Alfred Walch verlesen und vom Vorsitzenden die einzelnen Haushaltsstellen erläutert. Der Voranschlag weist Einnahmen von............. S 2.699.000.-und Ausgaben von................................ S 3.045.000.-auf. Der Abgang in Höhe von ......................... S 346.000.-- wird aus Kassabeständen abgedeckt. Der Voranschlag wird einstimmig genehmigt. Im Zuge der Haushaltsberatung wird beschlossen das Stockgeld für das Servitutsholz wie folgt zu erhöhen: a) Servitutenutzholz ............. S 180.- pro fm o. MWSt. b) Servitutsbrennholz ............ S 60.- pro fm o. MWSt. Die übrigen Bedingungen zur Ausgabe von Servitutsholz bleiben weiterhin aufrecht. Die Erhöhung gilt ab 1.1.1977. Bemerkt wird, daß die im Voranschlag vorgesehenen Nutzholzverkäufe am Stock, teilweise in der Standeswaldung Silbertal/Dürrwäldli (ausser der Platte) und teilweise im Gargellental/Valisera vorgenommen werden. Ausserdem werden in den übrigen Forstfondwaldungen Holzabgaben an Bauwerber erfolgen, wobei in erster Linie an Schadholz gedacht wird. Die in Valisera vorgesehene Schlägerungsfläche wurde bereits im Herbst begannen - während die Schlägerungsfläche in Silbertal lediglich von der Forstbehörde besichtigt wurde. -3- Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen der Frau Irma Konzett in Schruns HNr. 282, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 197, Bp. 435 in Schruns/Gamprätz, auf das auf der Liegenschaft HNr. 282 (Hofweg) neuerbaute Wohnhaus wird nicht stattgegeben. Wie h.a. bekannt ist, hat der inzwischen verstorbene Besitzer des Wohnhauses Nr. 197, seinerzeit im Einvernehmen mit dem Forstfond Servitutsholz für ein neues Wohnhaus bezogen, weil das alte Objekt baufällig war. Das neue Wohnhaus wurde gebaut - aber das Holzrecht noch nicht übertragen. Aus familiären Gründen hat der Sohn des Verstorbenen: Erwin Stofleth, das neue Wohnhaus übernommen. Ihm ist auch bei der inzwischen durchgeführten Erbteilung die zum Wohnhaus Nr. 197 gehörende restl. Landwirtschaft zugefallen. Das alte Wohnhaus Nr. 197, das Irma Konzett, eine Tochter des Verstorbenen, geerbt hat und ohne Holzbezugsrecht inzwischen verkaufte, dient nicht mehr als Wohnhaus zur Bewirtschaftung der Landwirtschaft. Im Sinne des Montafoner Holzbezugsstatutes und der Vorgeschichte (bereits getätigter Holzbezug für einen Neubau usw.) ist in Zukunft das neuerbaute Wohnhaus Nr. 802, das im Besitze des Erwin Stofleth ist und von dem aus die Landwirtschaft bewirtschaftet wird, als eingeforstet anzusehen. Zu Pkt. 4): Dem Ansuchen der Trachtengruppe Partenen, um die Überlassung von 8 - 10 fm Fichtenholz am Stock, wird mit der Begründung abgelehnt, daß es in letzter Zeit aus Präjudizgründen üblich ist vom Forstfond nur solche Einrichtungen zu unterstützen, welche die Talschaft umfassen - also nicht mehr einzelne Vereine. -4- Pkt. 4): Dem Stand Montafon wird gegen Zinsvergütung ein laufender Kredit bis zu einer Höhe von 200.000.-- Schilling eingeräumt Pkt. 5): Das von Karl Richtsfeld in Bregenz, angebotene Waldgrundstück in St. Gallenkirch, ist mit dem Forstfondbesitz nicht arrondierbar. Ausserdem entspricht seine Lage nicht ganz den Vorstellungen des Forstfondausschusses. Das Angebot wird daher abgelehnt. Pkt. 7): Das Kopiergerät RX 660, das bisher von der Firma Rank Xerox gemietet wurde, ist käuflich zu erwerben. Das Angebot der Firma sieht einen Kaufpreis von S 44.452.-- vor; sowie einen Service-Vertrag für die Dauer von 5 Jahren zum Preis von S 320.pro Monat. Der Vorsitzende wird ermächtigt die KaufVerhandlungen zu führen. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß die Vorarlberger Illwerke A.G. beabsichtigt die 20 kV Freileitung, die derzeit durch die Aufforstung in Vandans/Böschis führt, unter die Venserstraße zu verlegen. Nachdem diese Verlegung einen wirtschaftlichen Vorteil für den Forstfond bedeutet, wurde die grundsätzliche Zustimmung für die Vorarbeiten (Einleitung der komm. Verhandlung usw.) bereits erteilt. Der Bericht wird zustimmend zur Kenntnis genommen und der Vorsitzende ermächtigt die weiteren Verhandlungen zu führen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne des Vorarlberger Gemeindegesetzes zuerkannt. -5- Der Vorsitzende schließt um 12.15 Uhr die Sitzung mit dem Dank an die Mitglieder des Forstfondausschusses für die rege Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19761214_FF_007 StandMontafon 14.12.1976 23.05.2021, 14:35 -1- Niederschrift Aufgenommen am Dienstag, den 14.12.1976 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 7. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 7. 12. 1976 sind zu der auf heute anberaumten Sitzung nachfolgend angeführte Forstfondvertreter erschienen: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Standesrepräsentant-Stellvertr. Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns, Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch und Anton Wachter aus Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, hat sich wegen anderweitiger Verpflichtungen entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 15 Uhr die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 15.11.1976. 2. Verträge der Vorarlberger Illwerke AG in Bregenz über Grundabtretungen im Bereich von Latschau (seinerzeitige Staubeckenvergrößerung) und verschiedene Vorkehrungen in der Waldung oberhalb des Rodundwerkes. 3. Bericht des Bürgermeisters Erwin Vallaster über die Begehung auf Kristberg in Silbertal, im Sinne d. Beschl. vom 15.11.1976. 4. Verkehrsverband Montafon, Ansuchen bezüglich eines Maibaumes für Wien. 5. Ansuchen des Franz Bahl in Tschagguns, um die pachtweise Überlassung des Maisäßhauses auf Manuef in Tschagguns. -2- Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 15.11.1976 wird in vorliegender Fassung einspruchslos genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der von der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz vorgelegte Kauf- und Dienstbarkeitsvertrag 4228 und das Übereinkommen 18.38, die sich beide auf die Staubeckenvergrößerung auf Latschau und deren Nebenanlagen beziehen, werden in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt. Zu Pkt. 3): Der Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg berichtet über die auf Grund des Beschlusses vom 15.11.1976 durchgeführte Begehung auf Kristberg vom 29.11.1976, an welcher auch der Bürgermeister von Silbertal Georg Amann teilgenommen hat. Die Besichtigung habe ergeben, daß die Wasserquelle, welche Adolf Zudrell und Cons. fassen und in ihre Brunnenstube einleiten wollen, nur wenig Wasser führt. Es wäre daher gerechtfertigt, wenn den Antragstellern diese bescheidene Quellschüttung überlassen würde. Dagegen sei festzustellen, daß bei dem etwas weiter daneben befindlichen Wasserbehälter der Wassergenossenschaft ein beachtliche Überwasser vorhanden sei, welches ungenutzt durch die Waldung fließt. Es wäre zweckmässig, wenn das Überwasser eine Nutzung zugeführt würde. Den wie Bürgermeister Georg Amann berichtet habe, führe der etwa 100 Meter tiefer liegende Wasserbehälter zeitweilig zu wenig Wasser. Im Zuge der Begehung habe er festgestellt, daß der bewilligte Skiweg von der Bergstation des Kristbergsattelliftes zur sog. Riedabfahrt für die Skifahrer eine wesentliche Erleichterung bringe, weil damit eine Steigung umgangen werden kann und daher diese - 3 - Entscheidung nur begrüßt werden könne. Die Riedabfahrt müsse in Zukunft ausgebaut werden, den im derzeitigen Zustande sei sie nur für geübte Fahrer zumutbar. Überhaupt sei festzustellen, daß die Skiabfahrten auf Kristberg, gegenüber anderen Abfahrten im Tale, sehr kleinlich ausgebaut sind. Bei eine eventuellen Antragstellung durch die Seilbahngesellschaft müßte das bei einer Entscheidung mit berücksichtigt werden. Soweit der Bericht des Bürgermeisters Erwin Vallaster in gekürzter Wiedergabe, er liegt in schriftlicher Form vor. Es wird beschlossen, daß sich der Standesrepräsentant mit der Wassergenossenschaft in Verbindung setzt, um festzustellen in welcher Form das Überwasser, welches nach Ansicht der Forstfondvertretung Eigentum des Forstfondes ist, einer Nutzung zugeführt werden kann. Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen des Verkehrsverbandes Montafon in Schruns, für die MaiVeranstaltung auf dem Wiener-Rathausplatz der Stadt Wien eine Fichte als Maibaum zur Verfügung zu stellen, wird in Anbetracht der Werbewirksamkeit für unser Tal, stattgegeben. Die Abgabe aus der Forstfondwaldung erfolgt unentgeltlich. Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen des Franz Bahl in Tschagguns, um die pachtweise Überlassung des Maisäßhauses auf Manuef in Tschagguns, wird vertagt. Abschließend dankt der Vorsitzende den Anwesenden für ihre Mitarbeit und die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Er habe sich entschlossen das Amt des Standesrepräsentanten wegen beruflicher Überlastung mit heutigen Tage zurückzulegen. Anton Lorenzin als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch dankt im Namen der Agrargemeinschaften dem scheidenden Standesrepräsentanten für sein vorteilhaftes Wirken im Interesse und zum Vorteile des Forstfondes. Mit den besten Wünschen für das -4- kommende Weihnachtfest und zum Jahreswechsel verabschieden sich die Mitglieder des Forstfondausschusses für dieses Jahr. Ende der Sitzung: 17 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19761115_FF_006 StandMontafon 15.11.1976 23.05.2021, 10:39 -1- Niederschrift Aufgenommen am 15. November 1976 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 6. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 8. November 1976 wurde auf heute 14.15 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Mitglieder des FORSTFONDAUSSCHUSSES erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton, als Vorsitzender, Standesrepr. Stellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Vizebürgermeister Georg Brugger aus Schruns, als Vertreter des dienstlich abwesenden Bürgermeisters Harald Wekerle und Anton Wachter aus Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Der Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Anton Lorenzin aus Gortipohl, hat sich wegen Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 14.15 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 10. Aug. 1976. 2. Ansuchen der Agrarbezirksbehörde Bregenz, um die Entlassung einer Teilfläche von 711 m2 aus der Gp. 2154/1 (Alpe Salonien) von der Belastung des Holzbezuges. 3. Ansuchen der Parteien: Anna Bereuter in Vandans HNr. 176 und Sophie Neher in Vandans HNr. 115, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom abgetragenen, gemeinsamen Stall Bp. kü2 auf zwei getrennt erstellte Stallobjekte. 4. Ansuchen der Alpverwaltung Grabs - Alpila in Tschagguns, um die Überlassung des restl. Trassenholze. -2- 5. Ansuchen der Alpe Zamang und des Maisäß Tanafrelda in St. Gallenkirch, um die Zuerkennung eines Wegerhaltungskostenbeitrages. 6. Ansuchen des Richard Battlogg in St. Anton, um die Überlassung von weiterem Grund und Boden. 7. Ansuchen der Kristbergbahn in Silbertal, um die Erlaubnis einen ca. 200 Meter langen Skiweg von der Bergstation des Sattelliftes zur Skiabfahrt Langried (Forstfondgrund) erstellen zu dürfen. 8. Ansuchen der Wildfütterungsgemeinschaft Silbertal, um die Erlaubnis einen Wildfutterstand oberhalb vom Vogelhaus, im Altbestand des Forstfondes erstellen zu dürfen. 9. Ansuchen des Adolf Zudrell in Silbertal/Kristberg, um die Erlaubnis auf der Forstfondparzelle 723/1 eine Wasserquelle fassen zu dürfen und das Wasser in die betriebseigene Wasserversorgung, die auch den Löschwasserbehälter für den Kristberg speist, einzuleiten. 10. Ansuchen der Elsa Schwarzhans in Silbertal HNr. 56, das für das Maisäßhäuschen Nr. 206 bezogene Servitutsholz, das für den Neubau desselben verwendet wurde, käuflich erwerben zu dürfen, um das alte, baufällige Häuschen nicht abtragen zu müssen. 11. Ansuchen der Silvrettabahnen in Gaschurn, um die Erlaubnis eine Sichttrasse für einen geplanten Skilift Schlägern zu dürfen. 12. Ein Schreiben des Landesholzwirtschaftsrates bezüglich einer Spende für die Erdbebenopfer in Friaul. Berichte: a) Schlußüberprüfung der Wirtschaftswege Dürrwald, Schattenwald und Tschoppa. b) Stellungnahme zur Besetzung des Waldaufsichtspostens in Vandans. c) Holzverkäufe an Bauwerber. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 10. Aug. 1976 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. -3- Zu Pkt. 2): Dem Ansuchen der Agrarbezirksbehörde in Bregenz, um die Freilassung einer Teilfläche von 711 m2, die lt. Teilungsplan (AGR. 15/75) aus der Gp. 2154, im Eigentum der Alpe Salonien, ausgeschieden und der Alpe Lün einverleibt wird, vom Holzbezugsrecht des Forstfondes, wird einstimmig stattgegeben. Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen der Parteien: Anna Bereuter in Vandans HNr. 176 und Sophie Neher in Vandans HNr. 115, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom gemeinsamen Stall auf der Bp. 402 in KG. Vandans/Ganeu, auf die zwei neuerbauten aber getrennt erstellten Heustadel auf den Grundparzellen: 947 (Anna Bereuter) und 963/1 (Sophie Neher), wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird die Bauparzelle 402 in KG. Vandans, auf welcher der inzwischen abgetragene Doppelstall gestanden hat, für alle Zukunft ausgeforstet. Dagegen werden die auf den Grundparzellen 947 und 963/1 erstellten zwei Heustadel als eingeforstet angesehen, und zwar solange diese zur Unterbringung des landwirtschaftlichen Heunutzens dienen. Die grundbücherliche Löschung des auf der Bp. UÜ2 eingetragenen Holzbezugsrechtes ist zu veranlassen. Zu Pkt. 4): Das Ansuchen der Alpverwaltung Grabs - Alpila in Tschagguns, um die Überlassung des restl. Trassenholzes aus der Alpwegtrasse im Ausmaße von 135 fm wird vertagt. Die Alpverwaltung soll eine Abrechnung über die aufgelaufenen Kosten, die durch den Straßenbau entstanden sind, unter Berücksichtigung der Förderungsbeiträge dem Forstfond vorlegen. Erst dann kann über dieses Ansuchen weiter beraten werden. -4- Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen der Weginteressentschaft Maisäß Tanafreida/ Alpe Zamang in St. Gallenkirch, um die Erlaubnis für das Servitutsholz, das über den Wirtschaftsweg Tanafreida/Zamang abgeführt wird, einen Wegerhaltungskostenbeitrag einzuheben, steht die Forstfondvertretung positiv gegenüber. Die Weginteressentschaft soll einen Festmetersatz, den sie für die Servitutsberechtigten als annehmbar bezeichnet, dem Forstfond vorschlagen. Bis dahin wird das Ansuchen vertagt. Zu Pkt. 6): Dem Ansuchen des Richard Battlogg in St. Anton, um die Überlassung von weiterem Grund und Boden in St. Anton im Tauschwege, und zwar rd. 15 ar insgesamt, also 5 ar zusätzlich zu den bereits mit Beschluß vom 10. Aug. 1976 bewilligten 10 ar, wird wie folgt stattgegeben: Es wird eine Restfläche abgegeben, die dadurch entsteht, daß die Grenze von den Almateilen in der gleichen Richtung weiter bis an die frühere Gipsstraße gezogen wird. Das ergibt schätzungsweise eine Fläche von insgesamt 13 ar. Die Bereitschaft zusätzlich zu den vorgesehenen 1000 Fichtenpflanzen weitere 2000 Fichten in den nächsten 3 3 Jahren auf Forstfondgrund zu setzen und 5 Jahre zu betreuen, wird angenommen. Diese Verpflichtung gilt zusätzlich zur tauschweisen Abtretung der Gp. 366 an den Forstfond (siehe Beschluß vom 10. Aug. 1976). Zu Pkt. 7): Dem Ansuchen der Kristbergbahn in Silbertal, um die Erlaubnis von der Bergstation des Kristbergsattelliftes in Richtung der Langriedabfahrt einen ca. 200 m langen Skiweg erstellen zu dürfen, damit die von den Skifahrern beanstandete Steigung im Gelände umgangen werden kann, wird stattgegeben. Die Grundbeanspruchung ist vertraglich zu regeln und die Entschädigung wertgesichert festzulegen. - 5 - Zu Pkt. 8): Dem Ansuchen der Wildfütterungsgemeinschaft Silbertal, um die Erlaubnis einen Wildfutterstand oberhalb der Parzelle "Vogelhaus" in Silbertal, im Fichtenaltbestand des Forstfondes erstellen und betreiben zu dürfen, wird bis auf Widerruf gestattet. Zu Pkt. 9): Dem Ansuchen des Adolf Zuderell, Gastwirt in Silbertal/Kristberg, um die Erlaubnis auf der Forstfondparzelle 723/1, im Bereiche der Langried-Skiabfahrt, eine Wasserquelle fassen zu dürfen und das Wasser in das private Versorgungsnetz einzuleiten, dem allerdings der Löschwasserbehälter für Kristberg angeschlossen ist, wird vertagt. Es ist notwendig die Quellschüttung zu erheben, was durch die Gemeinde Silbertal erfolgen soll. Ausserdem wird Bürgermeister Erwin Vallaster beauftragt, gemeinsam mit dem Antragsteller das Quellgebiet zu besichtigen. Zu Pkt. 10): Dem Ansuchen der Elsa Schwarzhans in Silbertal, das seinerzeit zum Neubau eines Maisäßhauses erworbene Servitutsholz käuflich erwerben zu dürfen, damit das alte, derzeit nicht bewohnbare Maisäßhäuschen nicht abgetragen werden muß, wird unter der Auflage stattgegeben, daß das alte Objekt, das wegen seiner althergebrachten Ausstattung und Bauweise schutzwürdig ist, unter Denkmalschutz gestellt wird. Zu Pkt. 11): Dem Ansuchen der Silvrettabahnen GmbH in Gaschurn, um die Erlaubnis eine Sichttrasse für einen geplanten Skilift schlägern zu dürfen, wird stattgegeben, vorausgesetzt, daß die Forstbehörde die erforderliche Schlägerungsbewilligung erteilt. Seitens der Seilbahngesellschaft ist für das Ansuchen an die -6- Bezirkshauptmannschaft Bludenz ein Lageplan beizubringen. Zu Pkt. 12): Für die Erdbebenopfer in Friaul wird über den Landesholzwirtschaftsrat für Vorarlberg eine Spende von S 10.ODO.- angewiesen. Pkt. 13): Mangeng Walter, Zollwachebeamter in Nenzing, möchte das Maisäßobjekt, das in Innervalisera steht (Radam Maisäß) im Tauschwege erwerben. Die Bürgermeister: Eduard Bitschnau, Erwin Vallaster und Harald Wekerle werden beauftragt, das Objekt und die Tauschfläche, die sich in der Parzelle Mauren in Tschagguns befindet, zu besichtigen. Pkt. 14): Das Ansuchen des Wachter Ludwig in Gaschurn 159 a, um die nachträgliche Bewilligung von 2 Schindelstämmen zur Instandsetzung des Daches beim Wohnhaus Nr. 159, wird abgelehnt. Die Partei soll ihren Bedarf bei der kommenden Servitutsholzanmeldung in Gaschurn geltend machen. Berichte: a) Der Vorsitzende bringt die Schlußüberprüfungsberichte der Wirtschaftswege Dürrwald und Schattenwald und Tschöppa in Vandans zur Kenntnis. b) Weiters berichtet er über die Stellungnahme zur Neubesetzung des Waldsichtspostens in Vandans. -7- An Bauwerber wurden folgende Holzmengen zum Kaufpreis abgegeben: Bartholomäberg: Moosbrugger Heinrich, B.berg, 30 fm aus der Forstfondwaldung Bafluna zum Preis von S 500.- pro fm. Würbel Josef, B.berg, 40 fm im Verblei zum Preis von S 450. pro fm. Bitschnau Tilbert, B.berg, 30 fm (teilweise Windwürfe) im Verblei, zum Preis von S 300.- pro fm. Gaschurn: Netzer Werner in Gaschurn, 20 fm auf Tafamunt zum Preis von S 350.- pro fm. Wachter Alwin in Gaschurn 153, 10 fm im Valscheviel zum Preis von S 450.- pro fm. Pachole Leo in Partenen 7 a, 25 fm im Ganifer/Schwieloch zum Preis von S 500.- pro fm. Tschofen Heinrich in Partenen 10 fm am Ganiferweg zum Preis von S 600.- pro fm. St. Anton: Stemer Alois in St. Anton 10 f, in Salonien in Vandans zum Preis von S 500.- pro fm. St. Gallenkirch: Tschanhenz Kurt in St. Gallenkirch/Garfrescha, 5 fm im Brenntawald S S 450.- pro fm. Schallner Helmut in St. Gallenkirch, 18 fm auf Garfrescha im Brenntawald zum Preis von S 450.-- pro fm. Winkler Helmut in St. Gallenkirch, 15 fm im Gargellental/ Faalsch zum Preis von S 550,-- pro fm. Braunger Sepp in Gargellen, 8 fm leichte/ grobe Hölzer an der oberen Grenze vom Schnapfenwald zum Preise von S 300.pro fm. - 8 - Netzer Kurt in St. Gallenkirch, 3 fm im Röbitobel zum Preis von S 500.- pro fm. Silbertal: Ganahl Werner in Silbertal, 30 fm im Gafluna zum Preis von S 500.- pro fm. Bitschnau Franz, Sägewerk in Silbertal, 33 fm gegen den Frescher Alpmaisäß S 650.- pro fm. Vandans: Flatz Reinhard in Vandans, 15 fm Windwurfholz (alt) auf der Mondiara zum Preis von S 150.-- pro fm. Ganahl Helmut in Vandans, 20 fm Windwürfe unterhalb der Rellstalstraße. Der Preis wird erst festgesetzt, wenn die Holzqualität näher bekannt ist. Flatz Reinhard in Vandans, 1 Schindelstamm im Hochkennel in Vandans zum Preis von S 550.- pro fm. Wachter Anton in Vandans, 15 fm Windwurf- und Käferhölzer im Bereiche von Schandang (schwer bringbare Lage) zum Preis von S 150.- pro fm. Raid Jakob in Vandans, 4 fm oberhalb der Bürderwiese zum Preis von S 450.- pro fm. Die unter a) bis incl. c) angeführten Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht ausscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne des Gemeindegesetzes zuerkannt. Ende der Sitzung: 11.40 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19760810_FF_005 StandMontafon 10.08.1976 23.05.2021, 10:42 -1- Niederschrift Aufgenommen am 10. August 1976 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 5. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 3. August 1976 wurde auf heute 8.30 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Mitglieder des Forstfondausschusses erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns, Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch und Anton Wachter aus Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn hat sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 8. 30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 5. April 1976. 2. Vorlage des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1975. 3. Dienstbarkeitsvertrag der Vorarlberger Illwerke AG. in Bregenz, über die Duldung einer Mastensicherung in St. Anton k. Ansuchen des Richard Battlogg in St. Anton, um einen Grundtausch. 5. Ansuchen der Gemeinde Silbertal, um die Erlaubnis über Forstfondgrund einen Wanderweg erstellen zu dürfen. 6. Mündl. Ansuchen der Gemeinde Gaschurn, um die Erlaubnis über Forstfondgrund einen Wanderweg anlegen zu dürfen. - 2 - 7. Weitere Holzschlägerung in der Forstfondwaldung Valisera. Berichte: a) Der Mehraufwand für den Bau des "Tschöppaweges" in Vandans wurde vom Land Vorarlberg genehmigt. b) VN-Aufforstung in St. Anton i.M. c) Ausbau eines Wanderweges in Partenen. d) Verschiedene Holzverkäufe an Bauwerber. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 4. April 1976 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Vorsitzende berichtet, daß die Jahresrechnung 1975 erstellt ist und bereits jedem Forstfondvertretungsmitglied ein Exemplar zur gefälligen Kenntnisnahme ausgehändigt wurde. Demzufolge wird auf eine postenweise Verlesung der Jahresrechnung verzichtet; jedoch vom Standesrepräsentant die Ergebnisse der einzelnen Abschnitte erschöpfend erläutert. Den schriftlichen Bericht des Gebarungsüberprüfungsausschusses, aus welchem hervorgeht, daß bei der Bücherprüfung kein Anlaß zur Beanstandung gegeben war, bringt der Bürgermeister der Marktgemeinde Schruns Harald Wekerle zu Kenntnis. Nach verschiedenen Anfragen und Anregungen und daraus resultierende Beratungen wird die Jahresrechnung 1975 des Forstfondes stimmeneinhellig genehmigt. Im Zuge der Beratungen wird einstimmig beschlossen, daß Aussenstände nach 3-maliger vergeblicher Mahnung sofort samt den bankmässigen Verzugszinsen einzuklagen sind, wobei auch ein Rechtsanwaltsbüro eingeschaltet werden kann. - 3 - Zu Pkt. 3): Dem von der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz vorgelegten Dienstbarkeitsvertrag über die Einräumung der Duldung einer Mastenabsicherung gegen Vermurung auf der Allmein in St. Anton, wird einspruchslos zugestimmt. Zu Pkt. 4): Dem Ansuchen des Richard Battlogg in St. Anton, um den Abtausch seiner Bp. 366 gegen ein Stück Forstfondgrund anschließend an seinen Besitz im Ortbereich, wird wie folgt stattgegeben: Als Gegenwert erhält Battlogg aus der Forstfondparzelle 368 ein Teilstück von rd. 10 ar. Die Vermessungskosten und die Verbücherung geht zur Gänze zu Lasten des Tauschwerbers, sowie die anfallenden Gebühren gleich welcher Art sie sind. Ausserdem hat der Tauschwerber 1000 Fichtenpflanzen, welche seitens des Forstfondes beigestellt werden, zu setzen und 5 Jahre lang zu betreuen. Als Aufforstungsbereich ist die Allmein vorgesehen. Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen der Gemeinde Silbertal, um die Erlaubnis einen Wanderweg von der "Hätsteewand" bis in die Silbertaler Maisäße über Forstfondgrund anzulegen, wird stattgegeben. Das anfallende Holz verbleibt kostenfrei dem Forstfond zur freien Verfügung. Dort wo Bänke aufgestellt werden, sind auch Abfallkörbe bereit zu stellen. Auch sind Vorkehrungen zu treffen, daß der Weg nicht mit Motorkrafträder(Mopeds) usw. befahren wird. Für Schäden am Wege, die durch die Holzbringung erfolgen übernimmt die Forstverwaltung keinerlei Haftung. Auch ist es Sache der Gemeinde eventuelle Verursacher festzustellen. Die Bewilligung erfolgt bis auf Widerruf. Eine Entschädigung wird nicht verlangt. -4- In diesem Zusammenhang wird der Gemeinde Silbertal empfohlen zu überprüfen, ob es nicht sinnvoller und zweckmässiger wäre die bereits bestehende Straße in die Silbertaler Maisäße ab dem "Felsa" für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr zu sperren und lediglich den Wirtschaftsverkehr für die Maisäße, Alpen, Forst und Jagd zu gestatten. Diese Lösung käme auch den Wünschen des Fremdenverkehrs besonders entgegen und würde die Erhaltungskosten der Straße senken. Zu Pkt. 6): Dem Ansuchen der Gemeinde Gaschurn, sonnseitig ausgehend von HNr. 18a über die "Richardsruhe" bis zum Gasthaus "Edelweis" einen Touristenweg zu erstellen, der teilweise über Forstfondgrund führt, wird stattgegeben. Im weiteren gelten die selben Bedingungen, wie sie der Gemeinde Silbertal (Pkt. 5 dieser Niederschrift) vorgeschrieben wurden. Zu Pkt. 7): Einer Schlägerung des Altholzbestandes, der sich oberhalb des Maisäßes Valisera befindet, und wegen der steilen u. teilweise felsigen Lage, sowie des unterliegenden Alpweges nur mittels Seilbahn genutzt werden kann, wird grundsätzlich zugestimmt. Nachdem die Firma Sparr nebenan im Kohltobel eine Seilbahnanlage im Betrieb hat und diese von der derzeitigen Talstation aus in das vorgesehene Schlägerungsgebiet geführt werden könnte, sind mit dieser Firma Verhandlungen aufzunehmen. Die Bürgermeister: Harald Wekerle, Eduard Bitschnau und Erwin Vallaster, sowie der Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Anton Lorenzin werden beauftragt den vorgesehenen Schlägerungsbereich zu besichtigen. -5- Pkt. 8): Dem Ansuchen des Plazididus Gunz in Bludenz und der Sofie Bahl in Tschagguns, um die Überlassung eines Wasseranteil es von der Wasserquelle beim VJW-Fenster Nr. 02.78 auf Matschwitz, wird stattgegeben. Vom Wasseranteil des Forstfondes an dieser Quellschüttung wird an die Vorgenannten 1/4 abgetreten. Das Wasser ist zur Versorgung des Wochenendhauses von Plazidius Gunz und der Maisäßobjekte der Sofie Bahl bestimmt. Den erforderlichen Teilungsschacht haben die beiden Antragsteller auf eigene Kosten, im Einvernehmen mit der Vorarlberger Illwerke A.G. und dem Forstfond in Schruns, zu erstellen. Dabei sind Vorkehrungen zu treffen, daß der Forstfond seinen Wasseranteil Jederzeit aus dem Schacht ableiten kann - ohne sich jedoch an den Kosten zu beteiligen. Für die Wasserentnahme hat jede der Parteien jährlich S 300.- an die Forstfondkassa zu bezahlen. Dieser Betrag ist gegen eine Abwertung mit den Lebenshaltungskostenindex (1966 = 100) abzusichern. Ein Weiterverkauf des Wassers oder eines Teile davon ist den Parteien nicht gestattet. über diese Recht Beinräumung ist ein Vertrag abzuschließen. Berichte: Der Vorsitzende berichtet: a) daß der Mehraufwand von S 880.000.- für den Tschöppaweg in Vandans vom Amt der Vorarlberger Landesregierung anerkannt wurde und dafür weiter Förderungsmittel von 10% zugesagt sind. b) daß die "Vorarlberger Nachrichten" sich angeboten haben als Katastrophenhilfe anläßlich des Murabganges in St. Anton 1000 Fichtenpflanzen kostenlos beizustellen und zu setzen. Nach Rücksprache mit der Forstbehörde wurden die vertopften Pflanzen am 5. Juli 1975 im eingezäunten Waldteil auf der Allmein in St. Anton von den Buben einer Hauptschulklasse in Bludenz unter Anleitung - 6 - der Bezirksforsttechniker Oberforstrat Dipl. Ing. Josef Gambs aus Bludenz und Forstrat Dipl. Ing. Rusch aus Feldkirch gesetzt. Ausser den Vertretern der Vorarlberger Nachrichten mar auch Landesrat Dipl. Vw. Siegfried Gasser anwesend. Seitens der Forstverwaltung wurde ein kleiner Inbiss bereitgestellt. c) daß dem Verkehrsverein Silvretta in Partenen gestattet wurde von der Mautstelle über den Schwendling zur Lochner Brücke einen Fußgängerweg zu erstellen, der teilweise über Forstfondgrund führt. Holzschlägerung ist keine erforderlich. d) daß an Bauwerber folgende Holzmengen abgegeben wurde: St. Gallenkirch: Zint Engelbert 9 fm Windwurfholz auf Blenischau zum Preis von S 200.- pro fm. Tschofen Peter 5 fm Windwurfholz auf Blenischau zum Preis von S 200.- pro fm. Mathies Maria 6 fm im Gargellental zum Preis von 500.Schilling pro fm. Zugg Emil 6 fm Schneedrucklatten im Gufel zum Preis von S 50.- pro fm. Fiel Albert 25 fm Uindwurfholz im Grappes zum Preis von S 250.- pro fm Ganahl Arthur 2,1 fm in der Villgrassa zum Preis von S 500.- pro fm. Winkler Helmut 14 fm Windwurfholz im Hafen zum Preis von S 450.- pro fm. Walser Emma 20 fm im Schindelboden (Gargellental) zum Preis von S 550.- pro fm. St. Anton: Gabi Ignaz 6.14 fm im Böschis in Vandans, zum Preis von S 500.- pro fm. Battlogg Franz 15 fm im Schlittkuchen in Vandans, zum Preis von S 500.- pro fm Gaschurn: Pachole Josef in Gaschurn, 30 fm im Kluserwald zum Preis von S 400.- pro fm. - 7 - Pfeifer Artur 32 fm im Valscheviel zum Preis von S 450.pro fm. Partenen: Mark Helmut 20 fm auf Pfeifers Boden zum Preis von S 280.pro fm (Windwürfe). Rudigier Ditmar 26 fm im Ganifer zum Preis von 300.- S pro fm (Windwürfe). Rudigier Josef 12 fm in der Ausserbova zum Preis von S 450.- pro fm. Boric Klaus 20 fm Windwurf u. Lawinenholz auf Fronz zum Preis von S 180.- pro fm. Lentsch Oskar in Partenen 35 fm im Vermunt zum Preis von S 480.- pro fm (teilweise Windwurfholz). Silbertal: Jagdgesellschaft Fresch 4 fm Schindelholz. Der Preis muß erst festgesetzt werden, weil die Örtlickeit noch nicht bekannt ist. Zudrell Anton (Aussertal) 10 fm auf der Ronaplatte zum Preis von S 500.-- pro fm. Bitschnau Franz, Sägewerk, 12 fm auf dem Borgkopf zum Preis von S 680.- pro fm (Wildschadenshölzer). Safran Eduard 10 fm Bauholz auf Kristberg zum Preis von S 530. pro fm. Ludescher Johann, Bldz. 10 fm für das Wochenendhaus auf Kristberg zum Preis von S 530.- pro fm. Werle Lydia 4 fm Schindelholz im Fresch. Der Preis kann erst festgesetzt werden, wenn die Örtlichkeit bekannt ist. Vandans: Maier Josef jun. 15 fm im Schlittkuchen zum Preis von S 500.pro fm. Raich Gotthard in Vandans, 12 fm im Schlittkuchen zum Preis von 500.- pro fm. Sagmeister Hermann in Vandans, 6 fm im Schlittkuchen zum Preis von S 500.- pro fm. Schader Elmar in Vandans, 28 fm Winduürfholz auf der Mondiara. Der Preis kann erst festgesetzt werden, wenn die Holzqualität bekannt ist. - 8 - Tschagguns: Leopolder Wilhelm in Tschagguns, 26.50 fm Windwurfholz im Dürrwald zum Preis von S 100. pro fm. Mangeng Hermann 4.88 fm zum Preis von 500.- S pro fm und 4.92 fm zum Preis von 600.- S aus der Sanüelwaldung. Ströhle Helmut 9. 23 fm aus der Ronawaldung zum Preis von S 550.- pro fm. Schruns: Gebrüder Brugger (Zimmerei) 12 fm zum Preis von 800.- S im Gargellental/Kalköfenrank. Die angeführten Holzmengen können etwas differieren, weil die ausgezeigte und zugewiesene Holzmenge nach der Schlägerung gemessen wird. Dieses Maß ist dann für die Rechnungsstellung verbindlich. Die vorangeführten Berichte werden vom Forstfondausschuß zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne des Gemeindegesetzes zuerkannt. Beginn der Sitzung: 8.30 Uhr. Ende der Sitzung: 12.15 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19760405_FF_004 StandMontafon 05.04.1976 23.05.2021, 14:29 -1- Niederschrift Aufgenommen am 5. April 1976 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 4. Sitzung der Forstfondvertretung in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 25.3.1976 wurde auf heute 8.30 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Mitglieder der Forstfondvertretung erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Standesrepr. Stellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Edouard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Bürgermeister Harald LJekerle aus Schruns, Gebhard Bitschnau aus Vandans, als Obmann der Agrargemeinschaft Vandans und Anton Lorenzin als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 10.2.1976. 2. Ansuchen der Alpverwaltung Vorderkapell in Schruns, um die käufliche Überlassung von Grund und Boden auf den "Rieder" in Schruns. 3. Vorlage des Vorvertrages der Vorarlberger Illwerke AG. in Bregenz, über den beabsichtigten Grunderwerb auf Matschwitz/Tschagguns. 4. Ansuchen der Kristbergbahn in Silbertal, um die Überlassung von Grund und Boden u. Einräumung eines überspannungsrechtes für einen Doppelsessellift. -2- 5. Ansuchen des Baptist Ganahl in Schruns, um die pachtweise Überlassung von 30 m2 Grund und Boden als Holzablageplatz bei seinem Wochenendhaus auf dem "Kropfen" in Schruns. 6. Mitteilung der Jagdgesellschaft Schmalzberg/Valisera in Gargellen, daß der Mitpächter Franz Xaver Gebert aus dem Jagdpachtvertrag ausscheiden will. Klaus Gebert würde dadurch Alleinpächter dieses Jagdgebietes. Berichte: a) über die Genehmigung des Voranschlages 1976 durch die Agrarbezirksbehörde in Bregenz. b) Erdrutsch im Bereich des Gipsabbaugebietes in St. Anton. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 10.2.1976 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Dem Ansuchen der Alpverwaltung Vorderkapell in Schruns, um die käufliche Überlassung von ca. 562 m2 Baugrund aus der Forstfondparzelle 3132/1 in K.G. Schruns für ein Alpgebäude, wird stattgegeben. Der Kaufpreis wird mit S 60.- pro m2 festgesetzt, der bei der Unterfertigung des Vertrages zur Zahlung an die Forstfondkassa fällig wird. Die endgültige Abgrenzung des Bauplatzes hat einvernehmlich mit den Vertretern des Forstfondes zu erfolgen. Die Erstellung des Kaufvertrages, die Vermessung des Grundstückes, sowie sämtliche Gebühren und Abgaben, gleich aus welchem Titel sie im Zusammenhange mit diesem Rechtsgeschäft anfallen, gehen zur Gänze zu Lasten der Alpgenoesenschaft Vorderkapell. -3- Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen der Kristbergbahn in Silbertal, um die käufliche Überlassung von rd. 400 m2 Grund und Boden aus der Forstfondparzelle 723/1 in der K.G. Silbertal/Kristberg,zur Erstellung einer Sesselbahnbergstation samt Nebenräume, wird stattgegeben; desgleichen auch einer Grundüberspannung auf eine Länge von 90 Meter auf der gleichen Parzelle. Zur Erstellung dieser Anlage wird nur die unbedingt notwendige Fläche abgetreten, und zwar bis höchstens zum beantragten Ausmaß. Der Kaufpreis wird zu einem späteren Zeitpunkt festgesetzt, weil noch verschiedene Erhebungen notwendig sind. In der Zwischenzeit hat die Kristbergbahn eine Beschreibung des Projektes und eine Rentabilitätsberechnung vorzulegen. Der von der Vorarlberger Illwerke AG in Bregenz vorgelegte Vorvertrag 5056 über die käufliche Überlassung von rd. 40 ar Grund und Boden aus der Forstfondparzelle 1003/1 in Tschagguns/ Matschwitz, zum Preis von S 20.- pro m2, wird grundsätzlich stattgegeben. Jedoch wird es als Voraussetzung zu dieser Zustimmung für notwendig erachtet, daß im Vertrag eine Klausel aufscheint, in welcher angeführt wird, daß dieser Grundverkauf zum stark ermässigten Preis nur unter der Berücksichtigung der Zweckwidmung - Erstellung eines Schülerheimes, das den Vorarlberger Schulen zur Verfügung steht - erfolgt ist. Die Anführung dieser Zweckwidmung ist deshalb notwendig, weil bei einer Umwidmung des geplanten Objektes in eine gewerbsmässige Betriebsanlage mit Gewinnabsichten, eine neuerliche Festsetzung des Grundstückpreises nach dem tatsächlichen Verkehrswert für notwendig angesehen wird. Nach Abänderung des Vorvertrages im Sinne des Beschlusses ist der Vorsitzende ermächtigt den Vertrag zu unterfertigen. Zu Pkt. 4): -4- Die Zusage für das vorangeführte Rechtsgeschäft wird mit einer Laufzeit von 5 Jahren begrenzt; zählbar ab 5.4.1976. Nach diesem Zeitpunkt wäre neuerlich ein Ansuchen einzubringen. Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen des Baptist Ganahl in Schruns, um die pachtweise Überlassung von ca. 30 m2 Grund und Baden aus der Forstfondparzelle 3132/1 angrenzend an der Ostseite seiner Gp. 3132/6 wird stattgegeben. Der jährliche Pachtbetrag wird mit S 100.- festgesetzt. Dieser Betrag wird gegen eine Abwertung mit dem Lebenshaltungskostenindex (1966 = 100) abgesichert. Die Pachtfläche ist vom Pächter als Holzablageplatz vorgesehen. Es darf auf ihr kein Objekt erstellt oder das bestehende Gebäude vergrößert werden. Die Fläche ist im Einvernehmen mit einem Beauftragten des Forstfondes abzugrenzen. Die Bewilligung gilt bis auf Widerruf. Zu Pkt. 6): Gegen das beantragte Ausscheiden des Mitpächters der Eigenjagd "Schmalzberg": Herrn Franz Xaver Gebert aus Uznach in der Schweiz, wird kein Einwand erhoben. Klaus Gebert, Fabrikant in Rapperswil wird dadurch Alleinpächter dieser Jagd. Pkt. 7): Dem Ansuchen des Bürgermeisters der Gemeinde Silbertal, um die Erlaubnis den über die Forstfondparzelle 723/4 führenden Güterweg Buchen verbreitern zu dürfen, bzw. einen ca. 1,5 Meter breiten Grundstücksstreifen für diesen Zweck zu beanspruchen, wird stattgegeben. Der Grund wird unentgeltlich beigestellt. Dafür muß es dem Forstfond und den Bezugsberechtigten wie bisher gestattet sein unentgeltlich über diesen Weg ihr Holz abzutranportieren. Das Trassenholz, soweit solches anfällt, ist aufgearbeitet dem Forstfond zur Verfügung zu stellen. Bemerkt wird, daß der Güterweg Buchen im unteren Teil vor einigen Jahren verbreitert wurde. Das jetzige Baulos ist nun die Fortsetzung bis zum Anwesen des Josef Erhard in Buchen. -5- Pkt. 6): Dem Ansuchen der Firma Sparr u. Co. Sägewerk in Ludesch, um die Erlaubnis bei der Holzbringung aus der Privatwaldung Verblei in Bartholomäberg die Forstfondwaldung zu überspannen, wird stattgegeben. Das bei der erforderlichen Schneise anfallende Holz wird der Firma käuflich überlassen. Gleichzeitig ist zu über prüfen, ob nicht im Zuge dieser Holzbringung diese Waldung auch durch Servitutsberechtigte genutzt werden soll. Es sollen Verhandlungen aufgenommen werden, ob nicht mit der vorgesehenen Seilbahn das im Seilbahnbereich der Forstfondwaldung anfallende Servitutsholz befördert werden kann. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß: a) die Agrarbezirksbehörde in Bregenz als Aufsichtsbehörde den Voranschlag des Forstfondes für das Jahr 1976 zustimmend zur Kenntnis genommen hat. b) am 24. Februar 1976 im Gipsabbaugebiet in St. Anton größere Erdmassen in Bewegung geraten sind und derzeit im Bachbett lagern. Nachdem ein Teil der Ortschaft St. Anton gefährdet ist, hat die Berghauptmannschaft Innsbruck angeordnet, daß in der unterliegenden Forstfondparzelle ein Schutzdamm verlängert und 3 Materialauffangbecken errichtet werden. Die vorstehenden Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne des Vorarlberger Gemeindegesetzes zuerkannt. Beginn der Sitzung: 8.30 Uhr. Ende der Sitzung: 11.45 Uhr. -6- Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19760210_FF_003 StandMontafon 10.02.1976 23.05.2021, 14:04 -1- Niederschrift Aufgenommen am Dienstag, den 10. Februar 1976 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 3. Sitzung des Forstfondausschusses in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 3.2.1976 wurde auf heute 14 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Mitglieder der Forstfondvertretung erschienen sind: Standesrepräsentant LAb. Bgm. Iqnaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns, Lorenzin Anton aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch und Anton Wachter in Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn, ist aus dienstlichen Gründen unabkömmlich und gilt als entschuldigt. Gebhard Bitschnau, Obmann der Agrargemeinschaft kann aus beruflichen Gründen an der Sitzung nicht teilnehmen und hat des halb einen Vertreter entsandt. Der Vorsitzende eröffnet um 14 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 30.12.1975. 2. Vorlage des HaushaltVoranschlages für das Rechnungsjahr 1976 3. Ansuchen des Hermann Erhart in Silbertal, um die Ablöse eines Holzbezugsrechtes. 4. Ansuchen des Waldaufsehers Erich Marent in St. Gallenkirch, um die tauschweise Überlassung von Grund und Boden oberhalb der Maisäße Vergalden. -2- Bericht: Genehmigung der Forstfondrechnung 1974 durch die Agrarbezirksbehörde. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 30.12.1975 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Haushaltvoranschlag für das Rechnungsjahr 1976 wird vom Sachbearbeiter Alfred Walch verlesen und vom Vorsitzenden die einzelnen Haushaltstellen erläutert. Nach eingehender Debatte wird der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1976 einstimmig genehmigt. Im Zuge der Debatte wird beschlossen das Stockgeld für das Servitutsbrennholz auf S 50.- pro fm (ohne Mehrwertsteuer) anzuheben. Die Nachziehung ist deshalb notwendig, weil die Arbeitslöhne für die Wegeerhaltung angestiegen sind und daher mehr Mittel erfordern. In diesem Zusammenhang berichtet der Vorsitzende, daß der Wirtschaftsweg Tschöppa in Vandans fertiggestellt ist. Samt Zubringer weist er eine Länge von 1297 lfm auf und kostete rd. 1.374.000 Schilling o. MWSt. Der Kostenvoranschlag wurde um rd. 368.000.- Schilling (ohne Mehrwertsteuer) überschritten, weil durch das überraschende Auftreten von weiteren starken Naßstellen, daß Einbringen von rd. 1.100 to. Vorgrundsteine notwendig wurde. Der Vorsitzende lädt die Ausschußmitglieder ein, im Frühjahr nach der Schneeschmelze diesen Wirtschaftsweg gemeinsam zu besichtigen, was dankend angenommen wird. Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen des Hermann Erhart in Silbertal HNr. 38, um die - 3 - Ablöse des Holzbezugsrechtes vom baufälligen Wohnhaus Nr. 163, Bp. 330 in K.G. Silbertal "Flory" wird einstimmig stattgegeben. Der vom Vorsitzenden mit dem Antragsteller vereinbarten Ablösesumme in Höhe von S 20.000.- wird zugestimmt. Mit der Auszahlung dieses einmaligen Ablösebetrage gilt das Wohnhaus Nr. 163 "Flory", Bp. 330 in K.G. Silbertal für immer als ausgeforstet, d.h. hat in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr. Zu Pkt. 4): Das Ansuchen des Waldaufsehers Erich Marent in St. Gallenkirch, um die tausschweise Überlassung von Grund und Boden oberhalb der Vergaldner Maisäße zum Bau einer privaten Waldaufseherunterkunft, die gleichzeitig auch als Wochenendhaus für die Familie vorgesehen ist, wird einstimmig abgelehnt. Laut Beschluß der Gemeindevertretung von St. Gallenkirch besteht derzeit ein Bauverbot für Wochenendhäuser und Zweitwohnungen für das ganze Gemeindegebiet. Ein Bebauungsplan muß erst erstellt werden. Um hier der keinen Präjudizfall zu schaffen wird eine Ablehnung für zweckmässig angesehen. Sollte es sich herausstellen, daß für den Waldaufseher zur Ausübung seiner Dienstobliegenheiten eine Unterkunft unbedingt erforderlich ist, so wird sich der Forstfond bemühen an geeigneter Stelle eine zweckmässig Unterkunft zu schaffen, die dem jeweiligen Waldaufseher zur Verfügung steht. Pkt. 5): Dem mündlichen Ansuchen von Hans Rudigier in Gaschurn, um die Ermässigung des Holzpreises für das für die Jagdhütte Obervallüla Bezogene Bauholz im Ausmaße von rd. 32 fm, für das ein Kaufpreis von S 500.- pro fm seinerzeit festgesetzt wurde, wird infolge der Preisrezession auf S 400.- pro fm ermässigt. - 4 - Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß die Jahresrechnung 1974 von der Agrarbezirksbehörde Bregenz als Aufsichtsbehörde mit Schreiben vom 22.1.1976, Zl. II-500/76 genehmigt wurde. Der Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch berichtet, daß er mit den Interessentenvertreter des Maisäßes Grandau in St. Gallenkirch ein Gespräch über die eventuelle Weiterführung des Walderschließungswege in die Richtung Hochscherms geführt habe. Durch die Verlängerung des bereits bestehenden ca. 400 lfm langen Holzbringungsweges der Interessentschaft Grandau, wäre es möglich im Bereiche des Hochscherms einen großen Fichtenaltbestand zu erschließen. Die Vorstellungen der Interessentschaft sind jedoch unannehmbar, weil sie für die Grundbeanspruchung die Wiedereinforstung der Grandauer Objekte verlangen, die seinerzeit bei den Grenzfestlegungsverhandlungen durch die Abtretung von Wald an die Interessentschaft einvernehmlich ausgeforstet wurden. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne des VGG. zuerkannt. Der Vorsitzende schließt um 17.30 Uhr die Sitzung und dankt den Mitgliedern des Forstfondausschusses für ihre Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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  2. standmontafon
19751230_FF_002 StandMontafon 30.12.1976 23.05.2021, 15:12 -1- Niederschrift Aufgenommen am Dienstag, den 30. Dezember 1975, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 2. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 19. Dez. 1975 wurde auf heute S.30 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Mitglieder des FORSTFONDAUSSCHUSSES erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Bürgermeister Bürgermeister Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Harald Wekerle aus Schruns, Gebhard Bitschnau aus Vandans, als Obmann der Agrargemeinschaft Vandans und Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch. Bürgermeister Ernst Pfeifer aus Gaschurn, hat sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 16. Juli 1975. 2. Vorlage der Jahresrechnung 1974. 3. Ansuchen des Richard Battlogg in St. Anton, um Grundtausch in St. Anton. 4. Ansuchen der Maisäßinteressentschaft Sarotla in St. Gallenkirch, der Forstfond möge sich an der Finanzierung des Güterweges Sarotla beteiligen. - 2 - 5. Ansuchen der Maisäßinteressentschaft Montiel in St. Gallenkirch, um die Erlaubnis den Güterweg über Forstfondgrund führen zu dürfen und um die Überlassung des Trassenholzes. 6. Ansuchen der Silvrettabahnen GmbH, in Gaschurn, um die Erlaubnis im Bereiche des Novaliftes die Skiabfahrt teilweise auf Forstfondgrund verlegen zu dürfen. 7. Ansuchen der Fa. J. Mairhofer in Thiersee, um die Erlaubnis die Forstfondparzelle 3107/1 in Partenen mittels einer Materialseilbahn vorübergehend überspannen zu dürfen und eine Stütze auf der gleichen Parzelle zu erstellen. Die Bahn wird zum Bau der Versalbahn benötigt. 8. Ansuchen von Herbert und Brigitte Wirnsberger in Schruns, um die Bewilligung auf dem Bannwaldkopf in Silbertal eine Jausestation errichten zu dürfen. 9. Ansuchen der Hauptschule Innermontafon, um die Überlassung von 2 fm Nutzholz für Schulzwecke. 10. Ansuchen des Sportclubs Vandans, um die Überlassung von Holz. 11. Ansuchen der Vorarlberger Illwerke A. G. in Bregenz, um eine Wassserteilung beim Quelle-Fenster auf Matschwitz. 12. Ansuchen der Familie Plazidius Gunz in Bludenz, um die Überlassung von Wasser aus der unter Pkt. 11) angeführten Wasserquelle auf Matschwitz. Berichte: a) Über die Genehmigung des Voranschlages 1975 durch die Agrarbezirksbehörde. b) Verkauf von Schüttmaterial beim Kalkofenrank in Gargellen. c) Diverse Holzverkäufe. - 3 - Zu Pkt. 1): Der Vorsitzende berichtet daß die Jahresrechnung des Forstfondes Montafon erstellt ist und vor geraumer Zeit jedem Verwaltungs- ausschuß-Mitglied ein Exemplar zur gefälligen Information zugesandt wurde. Hierauf verliest das Mitglied des Gebarungs-Überprüfungsausschusses: Bürgermeister Harald Wekerle von Schruns den Gebarungsüberprüfungsbericht, aus welchem hervorgeht, daß die Bücher und Belege des Forstfondes stichprobenweise geprüft wurden, und dass kein Anlaß zur Beanstandung gegeben war. Ferner, daß die Überprüfung des Bargeldbestandes mit dem Kassabuch übereinstimmte. Im Anschluß verliest der Vorsitzende postenweise die einzelnen Haushaltsergebnisse und gibt hiezu erschöpfend Auskunft. Nach verschiedenen Anfragen durch die einzelnen Verwaltungsausschußmitglieder und deren befriedigende Beantwortung durch den Vorsitzenden wird die Jahresrechnung 1974 stimmeneinhellig genehmigt. Zu Pkt. 3): Das Ansuchen des Richard Battlogg in St. Anton i.M., um die tausch weise Überlassung von Grund und Boden aus der Forstfondparzelle 368 in KG. St. Anton, wird vertagt, weil überprüft werden muß, ob die angebotene Tauschfläche den Vorstellungen des Forstfondes entspricht. Zu Pkt. 4): Das Ansuchen des Robert Mugg in Schruns, der Forstfond möge sich an den Baukosten des Güterweges Sarotla in St. Gallenkirch beteiligen, weil in der Fortsetzung dieses Weges die dahinter liegende -4- Forstfondwaldung miterschlossen werden könnte, wird vertagt. Es ist zu überprüfen, ob es möglich ist bei der kommenden Forstaufschließung im Sarotla Alptobel die Benützung des Güterweges Sarotla vorzusehen. Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen der Maisäßgenossenschaft Montiel in St. Gallenkirch, um die Erlaubnis abzweigend vom Güterweg nach Grappes einen Zubringerweg zu den Maisäßen ca. 40 Meter über Forstfondgrund führen zu dürfen und über das anfallende Trassenholz selbst zu verfügen, wird unter der Voraussetzung stattgegeben, daß die Maisäßbesitzer sich bereit erklären, bei einer Fortführung dieses Weges zur Erschliessung der dahinterliegenden Forstfondwaldung (Richtung Fleischatobel) gleichfalls den erforderlichen Grund und Boden unentgeltlich beistellen. Das anfallende Trassenholz wird als einmaliger Baukostenbeitrag der Maisäßgenossenschaft unentgeltlich überlassen. Zu Pkt. 6): Dem Ansuchen der Silvrettabahnen GmbH in Gaschurn, um die Erlaubnis die Skiabfahrt bei Novaschilift teilweise auf Forstfondgrund verlegen zu dürfen, um den Lawinensicherheitsvorschriften zu entsprechen, wird stattgegeben. Über diese Grundbeanspruchung und dem daraus zu erwartenden Nutzungsentgang und eventuelle Wirtschaftserschwernisse, sind mit der Gesellschaft umgehend Verhandlungen aufzunehmen. Zu Pkt. 7): Das Ansuchen der Firma J. Mairhofer in Thiersee, um die Erlaubnis die Forstfondparzelle 3107/1 in Partenen (Versal) mittels einer Materialseilbahn überspannen zu dürfen und auf der gleichen Grundparzelle eine Doppelstütze aufzustellen, wird vertagt, weil der zuständige Forstfondvertreter heute aus dienstlichen Gründen abwesend ist. -5- Zu Pkt. 8): Das Ansuchen der Eheleute Herbert und Brigitte Wirnsberger in Schruns, um die Erlaubnis auf dem Bannwaldkopf in Silbertal eine Jausestation auf Forstfondgrund errichten zu dürfen, wird abgelehnt. Der zu erwartenden Wirtschaftsbetrieb und die erforderlichen Parkplatze für die Kraftfahrzeuge würde sich nachteilig auf die vor einigen Jahren durchgeführte Aufforstung auswirken. Es wird den Bewerbern empfohlen sich mit den nächsten Maisäßbesitzer in Verbindung zu setzen, um von dort den erforderlichen Grund zu erhalten. Ausserdem wäre dort die Möglichkeit die Kraftfahrzeuge auf unproduktiven Allmeingrund zu parken. Zu Pkt. 9): Dem Ansuchen der Hauptschule Innermontafon um die Überlassung von 2 fm Holz für Werkarbeiten der Schüler, wird stattgegeben. Die Zuweisung am Stock wird durch den zuständigen Waldaufseher veranlaßt. Zu Pkt. 10): Das Ansuchen des Sport Club Vandans, um die Überlassung von 2 Losen für div. Bauvorhaben wird aus Präjudizgründen abgelehnt. Es wird an dem Grundsatz festgehalten, dort wo es unbedingt notwendig ist, nur überörtliche Einrichtungen zu unterstützen. Sollte der Sport Club Vandans an der käuflichen Erwerbung einer bestimmten Holzmenge interessiert sein, so kann ihm die notwendige Menge käuflich überlassen werden. Zu Pkt. 11): Dem von der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz vorgelegten Vertrag 5106 über die Fassung der Wassserquelle Nr. 02.78 auf Gp. 1003/2 in Tschagguns/Matschwitz, wird grundsätzlich zugestimmt; jedoch ist der Pkt. 2.4 des Vertrages insoweit zu ergänzen, daß der Betrieb und die Erhaltung der Wassserableitung (Überwassser) in den Golmerbach alleinige Sache der Vorarlberger - 6 - Illwerke AG. ist. Zu Pkt. 12): Das Ansuchen des Plazidius Gunz in Bludenz u. Cons., um die Abtretung eines Wasseranteiles aus der unter Okt. 11) dieser Niederschrift angeführten Wasserquelle wird vertagt. Es ist zuerst das vertragliche Übereinkommen mit der Vorarlberger Illwerke AG. abzuschließen. Pkt. 13): Die Jagdgesellschaft der Forstfondeigenjagd "St. Hubertus" in Silbertal hat mitgeteilt, daß der Mitpächter Max Frey, Zeitungsherausgeber in Zürich mit 31.3.1976 aus der Gesellschaft ausscheidet. Ab diesem Zeitpunkt treten Privatdozent Dr. Franz Rhomberg und Walter Frey, Unternehmer im Autogewerbe, beide wohnhaft in Zürich, als alleinige Jagdpächter auf. Gleichzeitig teilen die beiden Pächter mit, daß Sie von der mit Beschluß vom 12.3.1974 bewilligten Verlängerung des Jagdpachtvertrages für die kommende Jagdpachtperiode, d.i. bis einschließlich 31.3.1983, Gebrauch machen werden. Nach eingehender Debatte wird diese Mitteilung einstimmig zur Kenntnis genommen. Berichte des Vorsitzenden: a) Der Voranschlag des Forstfondes für das Jahr 1975, wurde am 27. Okt. 1975, unter Zahl II-500/75 von der Agrarbezirksbehörde in Bregenz zustimmend zur Kenntnis genommen. b) Beim Kalkofenrank in Gargellen wurden rd. 207 m3 Moränematerial zum Preis von S 5.- pro m3 an Karl Prax in Gargellen verkauft. c) Zur Instandsetzung des durch Schneedruck zerstörten "Flörystalles" in Gargellen, wurden an Komm. Rat Hubert Huber 39.94 fm Servitutsholz abgegeben (Katastrophenfall). - 7 - d) Der Alpinteressentschaft Innerkapell in Silbertal, wurden 18.20 fm Servitutsnutzholz für Stalldielen ausserhalb der Forsttagsatzung zugewiesen, damit die derzeit im Alpbereich stehende transportable Säge ausgenutzt werden konnte. e) Den Parteien Bergauer Ernst und Wittwer Erwin in Gaschurn, wurden je 15 fm Servitutsnutzholz aussertourlich aus entlegenen Windwurfbeständen, zur Instandsetzung ihrer Objekte zugewiesen. f) Der Firma Ulrich Tschabrunn u. Co. Sägewerk in Bludenz, der im Jahre 1973 rd. 400 fm Nutzholz in Silbertal, und zwar vor dem Frescher Alpmaisäß käuflich überlassen wurde, wurden im gleichen Bereich weitere 258 fm Nutzholz verkauft. Es handelt sich dabei im rd. 100 fm Windwurfholz aus dem Jahre 1974 zum Preis von S 680.- pro fm, um rd. 126 fm Windwurfholz aus dem Jahre 1975, zum Preis von S 580.- pro fm und rd. 31 fm Holz unter 20 cm Mittendurchmesser zum Preis von S 480.- pro fm. g) Die Schlägerung der Fa. Sparr u. Co. Sägewerk in Ludesch, die im Kohltobel im Gargellental durchgeführt wird, geht dem Ende entgegen. Der Holzanfall in diesem Altholzbestand ist größer als erwartet wurde. Nachdem in diesem Gebiet überhaupt nur mittels Seilbahneinsatz gearbeitet werden kann (wegen des lehmigen Rutschgebietes ist dort an einen Wegbau nicht zu denken), wurde die Nutzung intensiver durchgeführt als zuerst vorgesehen war. Holzabgabe an Bauwerber: 1) Juen Jakob in Schruns 533, 7.18 fm Windwurfholz im Silbertal/ Dürrwald zum Preis von S 450.- pro fm. 2) Vergut Ludwig in Schruns, ca. 40 fm Schneedrucklatten im Gargellental/Brand zum Preis von S 100 pro fm der anfallenden Holzmenge. - 8 - 3) Strehle Helmut in Schruns, 20,50 fm Windwurfholz auf Matschuitz und Rona in Tschagguns zum Preis von S 370.- pro fm. 4) Violand Wolfgang in Vandans, 41.- fm Bauholz im Rellstal/ schattseitig zum Preis von S 400.- pro fm. 5) Petrouschek Hilde in Vandans, rd. 30 fm Bauholz im Rellstal/ schattseitig zum Preis von S 400.- pro fm. 6) Wachter Anton in Vandans, rd. 26 fm Bauholz im Rellstal/ schattseitig zum Preis von S 400.- pro fm. 7) Wachter Alois in Vandans, rd. 28 fm Bauholz im Rellstal/ schattseitig zum Preis von S 400.- pro fm. 8) Ing. Anton Resch in Vandans, rd. 30 fm Bauholz im Rellstal/ schattseitig zum Preis von S 400.- pro fm. 9) Hartmann Adolf in Vandans, rd. 84 fm altes Abgangholz in schwerbringbarer Lage zum Preis von S 150.- pro fm. 10) Stampfer Gerhard in Vandans, rd. 84 fm altes Abgangholz in schwerbringbarer Lage zum Preis von S 150.- pro fm. 11) Jagdaufs. Jos. Dietrich in Vandans, rd. 9,30 fm Windwurfholz in Vandans um Preis von S 300.- pro fm. 12) Battlogg Franz in St. Anton, rd. 41 fm Bauholz im Gargellental/ Tiefer Graben zum Preis von S 400.- pro fm (normale Schlägerung). 13) Hermann Maidl in Bartholomäberg, 2.30 fm Abgangholz im Stöcker Maisäß in Silbertal, zum Preis von S 150.- pro fm. 14) Netzer Otwin in St. Gallenkirch, rd. 10 fm Windwurf holz im Silbertal (Gafluna) zum Preis von S 550.- pro fm. 15) Mangard Hugo, St. Gallenkirch, ca. lo fm Windwurfholz im Edelweistobel, zum Preis von S 300.- pro fm. 16) Kasper Josefine in St. Gallenkirch, ca. 20 fm Bauholz (Windwurfholz) im Gargellsntal/Röbitobel, zum Preis von S 300.- pro fm 17) Tschofen Otmar in St. Gallenkirch, rd. 18 fm auf Garfrescha/ Wiagabühel zum Preis von S 400.- pro fm (Abgangholz). - 9 - 18) Tschanhenz Kurt in St. Gallenkirch/Garfrescha, 2,76 fm Holz für Seilbahnstützen zum Preis von S 400.-- pro fm. 20) Marent Erich, St. Gallenkirch, ca. 44.30 fm Trassenholz aus der Seilbahntrasse Rells/Schattseite zum Preis von S 200.- pro fm. 2.36 normales Nutzholz auf Raschitz zum Preis von S 500.- pro fm. 21) Schenach Heinz in St. Gallenkirch, rd. 17 fm Bauholz auf Grund einer Schlägerungsbewilligung in Valisera, zum Preis von S 550.- pro fm. 22) Winkler Walter in Gargellen, rd. 24 fm Bauholz aus Windwurfbeständen in Gargellen/Schmalzberg, zum Preis von S 400.- pro fm. 23) Bitschnau Franz in Silbertal, rd. 15.35 fm Nutzholz, Wildschadenholz vom Burgkopf in Silbertal. Preis S 650.- pro fm. 24) Thöny Christian in Silbertal, rd. 21 fm Windwurfholz in Silbertal/Dürrwald, zum Preis von S 450. pro fm. 25) Erhard Otmar in Silbertal, rd. 27 fm Bauholz aus Windwurfbeständen in Silbertal/Dürrwald, zum Preis von S 450.- pro fm. 26) Mangeng Erich in Silbertal, rd. lo.- fm Windwurfholz in Silbertal/Dürrwald, zum Preis von S 450.- pro fm. 27) Loretz Gustav in Silbertal, rd. 22,50 fm Windwurfholz beim Vogelhus auf Kristberg. 28) Netzer Christian in Silbertal, rd. 25 fm Windwurfholz vor dem Frescher Alpmaisäß in Silbertal, zum Preis von S 400.pro fm. 29) Rudigier Bruno in Gaschurn, 30 fm Bauholz (normale Schlägerung) im Valscheviel, zum Preis von S 350.- pro fm. 30) Tschofen Heinrich in Partenen, 6,71 fm Nutzholz im Schlägerungsbereich der Fa. Sparr in Gargellen, zu S 460.- pro fm. - 10 - 31) Lentsch Alfred in Partenen, rd. 27 fm Windwurf- und Lawinenholz im Vermunt, zum Preis von S 280.- pro fm und 18 fm Brennholz zum Preis von S 70.- pro fm. 32) Bergthaler Eduard in Vandans, rd. 24 fm Bauholz im Rellstal/ schattseitig, zum Preis von S 400.- pro fm. 33) Zech Elmar in Bürs, rd. 7 fm Windwurfholz im kleinen Tobel in Vandans, zum Preis von S 350.- pro fm. 34) Batlogg Josef in Lorüns, rd. 9 fm Windwurfholz im kleinen Tobel in Vandans, zum Preis von 350.- S pro fm. 35) Pfefferkorn Otto in Marul, rd. 15 fm Abgangholz zum Preis von 200.- S pro fm und rd. 60 fm Abgangholz zum Preis von S 150.- pro fm. Bei diesem Holz handelt es sich um Windwurf- und altes Lawinenholz aus dem Rellsbach und dessen schattseitigen Zuflüssen (Bachbetträumung). 36) Marent Alois in Tschagguns, rd. 44 fm Windwurfholz in schwerbringbarer Lage im Zimmerwald im Gargellental, zum Preis von S 350.- pro fm. Die Berichte des Vorsitzenden werden zustimmend zur Kenntnis genommen Dem Pkt. 13), der auf der Tagesordnung nicht aufscheint, wird die Dringlichkeit im Sinne der VGO zuerkannt. Ende der Sitzung: 12.30 Uhr Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19750716_FF_001 StandMontafon 16.07.1975 23.05.2021, 14:47 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Mittwoch, den 16. Juli 1975, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 1. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 9.7.1975 wurde auf heute 8.30 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Mitglieder des FORSTFONSAUSSCHUSSES erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Ammann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns, Gebhard Bitschnau aus Vandans, als Obmann der Agrargemeinschaft Vandans. Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn und der Obmann der Agrargemeinschaft St. Gllk. Anton Lorenzin aus Gortipohl haben sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 8.45 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 13.3.1975. 2. Grunderwerb von Richard Ritter in Innsbruck, aus seinem Besitz in der KG. St. Gallenkirch. 3. Vertrag der Vorarlberger Illwerke AG. in Bregenz, über den Tausch von Grund und Boden auf Matschwitz in Tschagguns. 4. Grundverkauf an Friedl Gertrud in Vandans 185, auf der Allmein in St. Anton i.M. 5. Ansuchen des Waldaufseher Erich Marent in St. Gallenkirch, um die tauschweise Überlassung von Baugrund in Vergalden (Forstfondbesitz) gegen Grund auf der Spattla. - 2 - 6. Ansuchen der Eheleute Theresia und Egon König in Bartholomäberg/Böden, um die Einforstung der landwirtschaftlichen Objekte. 7. Ansuchen der Frieda Schönlechner in Gaschurn, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten Stall auf den neu zu erstellen geplanten Stall. 8. Ansuchen des Peter Salzgeber in Tschagguns, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes für ein Maisäßhaus auf dem Tambrig. 9. Ansuchen des Oberer Jakob in Schruns/Kropfen, um die Erlaubnis Wasser aus der Quelle für seinen Gastbetrieb zu seinem neuerstellten Maisäßhaus Ableiten zu dürfen. 10. Ansuchen der Alpverwaltung Aussergweil in St. Gallenkirch, um die Bewilligung Servitutsholz verkaufen zu dürfen. 11. Ansuchen des Pfarramtes St. Gallenkirch, um die Bewilligung Servitutsholz verkaufen zu dürfen. 12. Ansuchen des Johann Brugger in St. Gallenkirch in Vertretung der Maisäße Ausser- und Innergampabing, um die Wiederinstandsetzung eines Erdweges zur Holzbringung. Berichte: a) verschiedene Holzverkäufe b) Waldweg Ganeu/Tschöppa in Vandans - Förderung durch Land und Bund. c) Lösung des Abwasserproblems beim Gasthaus "Garfreschahüsli" in St. Gallenkirch. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 13.3.1975 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Dem Kauf der land- und forstwirtschaftlichen Liegenschaft "Bakat" in St. Gallenkirch (EZl. 429 Grundbuch St. Gallenkirch) zum Preise von S 120.000.- von Richard Ritter in Innsbruck/Wolkensteingasse 2, wird zugestimmt. Die Liegenschaft, die ein Ausmaß von 5 ha 44 ar 36 m2 hat, dient zur Arrondierung des Forstfondbesitzes in St. Gallenkirch und als Ersatz - 3 - für Waldflachen, welche durch Liftanlagen und Skiabfahrten in dieser Gemeinde der Holznutzung entzogen wurden (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 3): Der von der Vorarlberger Illwerke AG vorgelegte Vorvertrag über einen beabsichtigten Grundtausch mit dem Forstfond auf Matschwitz in Tschagguns, wird zurückgestellt. Die Vorarlberger Illwerke AG will auf der Tauschfläche für das Land Vorarlberg ein Schülerheim erstellen. Es wird für zweckmässig angesehen diese großzügige Geste auch seitens des Forstfondes zu unterstützen, in dem der Grund hiefür zu einem stark ermässigten Preis abgegeben wird. Der Vorsitzende wird ermächtigt diesbezügliche Gespräche mit den Vertretern der Vorarlberger Illwerke AG zu führen. Zu Pkt. 4): In Ergänzung des Beschlusses vom 5.2.1974 wird beschlossen der Frau Gertrud Friedl in Vandans HNr. 185, auf der Allmein in St. Anton 2.000 m2 Grund und Boden käuflich zu überlassen. Der Kaufpreis wird mit S 150.- pro m2 festgesetzt. Die Kosten der Vertragserstellung sowie die anfallenden Steuern und Gebühren gehen zur Gänze zu Lasten der Käuferin. Der Erlös ist vorwiegend zur Erstellung eines Wildschutzzaunes im oberen Teil der Allmein zu verwenden, damit die dort im Jahre 1974 vorhumusierte Fläche aufgeforstet werden kann.(einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 5): Das Ansuchen des Erich Marent in St. Gallenkirch wurde auf die kommende Sitzung vertagt, weil der Vertreter von St. Gallenkirch abwesend war. - 4 - Zu Pkt. 6): Dem Ansuchen der Eheleute Theresia und Egon König in Bartholomäberg/Böden, um die Einforstung der landwirtschaftlichen Objekte (Wohnhaus und Stall), wird im Sinne § 2 des Montafoner Holzbezugsstatutes stattgegeben. Diese Einforstung hat nur Wirkung solange die Liegenschaft landwirtschaftlich genutzt wird und als Landwirtschaft im Sinne §2 Abs. 3 des Montafoner Holzbezugsstatutes angesehen werden kann. Diese Einforstung ermächtigt nicht rückwirkend Holzbezüge zu tätigen (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 7): Dem Ansuchen der Frieda Schönlechner in Gaschurn HNr. 92, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten, baufälligen Stall auf Bp. 286, auf den auf Gp. 1326/1 neu zu erstellen geplanten Stall, wird stattgegeben. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen sondern für verfallen erklärt. Die hiefür vorgesehene Ablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Bei dieser Übertragung handelt es sich lediglich um die Standortverlegung eines eingeforsteten Gebäude für denselben Besitzer (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 8): Dem Ansuchen des Peter Salzgeber in Tschagguns HNr. 139, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes des Maisäßhäuschens Bp. 787/1 auf die von Werner Fleisch in Tschagguns erworbene Maisäßhälfte im Ausmaße von 3,4084 ha, die bewirtschaftet wird, wird stattgegeben. Nachdem es sich hier um ein grundbücherlich eingetragenes Recht handelt, hat Peter Salzgeber sämtliche Kosten, die aus der bücherlichen Durchführung dieser Übertragung erwachsen, zu übernehmen, (einstimmige Beschlußfassung). - 5 - Zu Pkt. 9): Dem Ansuchen des Jakob Oberer in Schruns HNr. 565 (Kropfen), um die Erlaubnis von der Wasserquelle, die seinen Gastbetrieb mit Wasser versorgt, das Überwasser zur Versorgung seines Maisäßhauses HNr. 366 abzuleiten wird stattgegeben. Für die Einräumung, bzw. Erweiterung dieser Dienstbarkeit hat Oberer jährlich S 100.- wertgesichert dem Forstfond zu bezahlen. Ein diesbezüglicher Dienstbarkeitsvertrag ist abzuschließen. Gleichzeitigt wir gestattet, daß im Wasserleitungsgraben das Kabel für die Stromversorgung des Maisäßhauses 366 untergebracht wird,(einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 10): Dem Ansuchen der Alpverwaltung Aussergweil 18 fm Servitutsholz, welches zur Instandsetzung der Gebäude bei der diesjährigen Forsttagsatzung bewilligt worden ist, verkaufen zu dürfen, wird stattgegeben. Die Alpverwaltung hatte zeitig im Frühjahr das Holz eingeschnitten von der Firma Engstler in Tschagguns gekauft, weil die Möglichkeit bestand, das Holz mittels Hubschrauber auf die Alpe zu befördern (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 11): Dem Ansuchen des Pfarramtes St. Gallenkirch das zugewiesene Schindelholz im Ausmaße von 38 fm verkaufen zu dürfen wird stattgegeben. Das Pfarramt beabsichtigt Lärchenschindeln anzukaufen, um die Pfarrkirche und die Kapelle Unterschrofen dauerhaft eindecken zu können (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 12): Dem Ansuchen des Johann Brugger in St. Gallenkirch HNr. 198, als Vertreter der Maisäße Aussergampabing und Innergampabing, der Forstfond möge die ehemaligen Holzbringungswege im Alptobel instandsetzen, wird in der Weise stattgegeben, daß den Maisäßinteressenten ein Betrag von S 7.000.- zur Verfügung gestellt wird, damit sie selbst diese Arbeit durchführen können, (einstimmige Beschlußfassung). - 6 - Pkt. 13): Dem Ansuchen der Alpverwaltung Altschätz in Tschagguns, der Forstfond möge von den Servitutsberechtigten, welche über den Altschätzer Alpweg Holz abführen pro fm S 10.- Wegerhaltungsgebühr durch den zuständigen Waldaufseher einheben lassen, wird stattgegeben. Der Erlös wird zur Behebung von Schäden verwendet, welche durch das Abriesen von Holz am Straßenkörper und durch die Holzabfuhr am Wirtschaftsweg entstehen (einstimmige Beschlußfassung). Pkt. 14): Der Alpverwaltung Alpila in Tschagguns wird es gestattet von der Voralpe Grabs nach der Alpe Alpila einen Wirtschaftsweg durch die Forstfondwaldung zu führen. Für diese Duldung muß es dem Forstfond und den Bezugsberechtigten gestattet sein das Holz unentgeltlich über diesen Weg abzuführen. Als einmaligen Kostenbeitrag überläßt der Forstfond das anfallende Trassenholz bis zu einem Ausmaß von 300 fm unentgeltlich. Der Forstfond beteiligt sich nicht an der zukünftigen Wegerhaltung (einstimmiger Beschluß). Pkt. 15): Zur Instandsetzung des Wirtschaftsweges Falba/Kristberg in Silbertal, wird ein einmaliger Beitrag in Höhe von S 5.000.gewährt. Pkt. 16): Für einen Allmeinweg in Bartholomäberg, der auch die Forstfondwaldung miterschließt, wird das anfallende Trassenholz unentgeltlich überlassen. Berichte: a) An nachfolgend angeführte Bauwerber wurde käuflich Holz abgegeben: -7- Otto Ganahl in St. Gallenkirch, 10 fm Windwurfholz im Reutetal/Schwendlingerböden zum Preis von S 300.- pro fm. Ganahl Arthur in St. Gallenkirch, 8 fm Windwurfholz im Röbitobel zum Preis von S 300.- pro fm. Zugg Franz in St. Gallenkirch, 10 fm auf Garfrescha/Brand zum Preis von S 100.- pro fm. Tschofen Hermann in St. Gallenkirch, 10 fm Windwurfholz im Röbitobel zum Preis von S 300.- pro fm. Ganahl Jon. Josef in Tschagguns, 7,5 fm Abs. 8 s (Windwurfholz) zum Preis von S 350.- pro fm. Stampfer Gerhard in Vandans, 40 fm Windwurfholz im Tiefentobel zum Preis von S 150.-- pro fm. Bitschnau Franz in Silbertal, 12.5 fm auf dem Burgkopf (Wildschadenholz) zum Preis von S 650.- pro fm. In diesem Zusammenhange teilt der Vorsitzende mit, daß infolge der sehr ungünstigen Marktlage der Halzpreis für die Trassenschlägerung Netza in St. Gallenkirch für den Holzanfall ab 20.5.1975 auf 600.- Schilling pro fm ermässigt wurde, (für Holz unter 20 cm ø S 500.-), und für das Holz im Kohltobel, das nun gemessen werden muß auf S 460.- pro fm, bzu. S 430.- pro fm für Holz unter 20 cm Mittendurchmesser. b) Der Vorsitzende berichtet, daß der Waldueg Ganeu/Tschöppa vor dem Abschluß steht. Derzeit wird noch eine Verlängerung von ca. 200 Meter durchgeführt, die ein kleines Plateau erreicht, von wo aus es später möglich sein wird die Platziser Waldung mittels Seilbahn zu erreichen. Für den vorgesehenen Stichweg im unteren Teil, wurde das Trassenholz zur Schlägerung ausgeschrieben. Mit der Inangriffnahme der Wegarbeiten ist demnächst zu rechnen. Weiters teilt der Vorsitzende mit, daß Bundes- und Landesmittel für diesen Wegbau bewilligt wurden. - 8 - c) Das schon lange anstehende Abwasserproblem beim Gasthaus "Garfreschahüsli" in St. Gallenkirch, konnte einer Lösung zugeführt werden. Im Zuge einer kommissioneilen Verhandlung wurde dem Besitzer verbindlich die Auflage erteilt die abgeklärten Abwässer mittels Rohre direkt in den Vermielbach abzuleiten. Die vorgenannten Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen wird die Dringlichkeit im Sinne der GO. zuerkannt. Ende der Sitzung: 12.30 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19750313_FF_021 StandMontafon 13.03.1975 23.05.2021, 10:51 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Donnerstag, den 13. März 1975, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 21. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 6. März 1975 wurde auf heute 14.00 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Mitglieder des FORSTFONDAUSSCHUSSES erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Ammann aus Silbertal, Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bortholomäberg Gemeinderat Ludwig Erhart aus Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns, Obmann der Agrargemeinschaft Vandans: Gebhard Bitschnau aus Vandans. Der Bürgermeister Ernst Pfeifer aus Gaschurn, hat sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit entschuldigt, während der Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch: Anton Lorenzin krankheitshalber nicht an der Sitzung teilnehmen konnte. Der Vorsitzende eröffnet am 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 4. Sept. 1974. 2. Voranschlag für das Rechnungsjahr 1975. 3. Waldangebot Erich Gantner und Cons. in Sulz in der K.G. Schruns. 4. Ansuchen der Sofie Bargehr in Schruns, um die Erlaubnis eine Wasserquelle im Gauertal fassen zu dürfen. - 2 - 5. Ansuchen der Wassergenossenschaft Silbertal/Kirchdorf um die Erlaubnis eine Quelle auf der Gp. 1488 in K.G. Silbertal fassen zu dürfen. 6. Ansuchen der Irma Wachter in Bartholomäberg HNr. 223, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für das Wohnhaus Nr. 239 in Valleu. 7. Ansuchen der Rita Grubsr in Gaschurn, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 43, Bp. 135/1 auf die neue direkt anschließende Baufläche. 8. Ansuchen des Otto Stemer in Tschagguns HNr. 250, um die Übertagung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 250, Bp. 703, auf den geplanten Neubau auf Gp. 2536, beides K.G. Tschagguns. 9. Ansuchen des Herbert Wachter in Schruns/Auhof, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Stall auf Gp. 1076/2, der aufgelassen wurde, auf den Stall auf der Gp. 1076/1. 10. Ansuchen des Michael Sahler in Gaschurn HNr. 31, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten Stall auf dRn auf dem Zusammenstoß der Gp. 2419/1 + 2 neu zu erstellen geplanten Stall. 11. Ansuchen von Anton und Alois Wachter in Vandans, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes der Maisäßhütte Bp. 962/1, HNr. 248 in Vandans/Ganeu. 12. Ansuchen des Waldaufsehern^Erich Marent in St. Gallenkirch, um die tauschweise Überlassung eines Bauplatzes in Vergalden. 13. Ansuchen des Wadaufsehers Erich Marent in St. Gallenkirch, um die Zuerkennung von Spesen für die Benützung seines Privatwagens für dienstliche Zwecke. 14. Ansuchens des Alois Leopolder in Tschagguns, um die käufliche Überlassung eines Stallbauparzelle auf Manuef oder pachtweisen Überlassung des Maisäßhäuschens. 15. Ansuchen der Pfarrpfründe Silbertal, um die Entlassung eines Bauplatzes für die Eheleute Erwin und Elsa Baratto in Silbertal, von der Reallast der Zaunerhaltung gegen die Grenze der Gp. 1488/1. Berichte: a) über die Genehmigung des Voranschlages 1974. b) über die Genehmigung des Rechnungsabschlusses 1973. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 4. September 1974 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1975 wird vom Sachbearbeiter Alfred Walch verlesen und durch den Vorsitzenden erläutert. Nach eingehender Beratung wird der Voranschlag 1975 einstimmig genehmigt. Im Zuge der Beratung wurde beschlossen für die Rechnungskanzlei eine elektronische Rechenmaschine anzuschaffen. Zu Pkt. 3): Der Vorsitzende berichtet, daß Erich Gantner und Consorten aus Sulz, am Oberbrif in Schruns ca. 3,1 ha. Wald dem Forstfond zum Kaufe angetragen haben. Die inzwischen eingeholte Schätzung habe einen Wert von rd. 260.000 Schilling ergeben, der jedoch aller Voraussicht nach überboten werden wird, weil die Waldung im "Bludenzer Anzeiger" ausgeschrieben wurde. Weiters hat ein Teil der Consorten zusätzlich eine Waldparzelle von rd. 0.35 ha feil, die an die vor angeführte Waldung angrenzt. Sie wird zum gleichen Hektarpreis abgegeben. Die Forstfondvertretung beschließt sich um den Erwerb dieser Waldung sich zu bemühen. Sie soll als Ersatz für Waldflächen dienen, die in der Kapellerwaldung für Skiabfahrten gerodet werden mußten. Der Vorsitzende wird ermächtigt die erforderlichen Verhandlungen mit den Waldbesitzern aufzunehmen. - 4 - Zu Pkt. 4): Dem Ansuchen der Sofie Bargehr in Schruns HNr. 6, um die Erlaubnis auf der Forstfondparzelle 1160/1 in Tschagguns/ Schura, eine Wasserquelle fassen zu dürfen, um das Wasser für den Eigenbedarf in die Hauswasserversorgung einzuleiten, wird unter folgenden Bedingungen stattgegeben: a) Die Antragstellerin ist verpflichtet auf eigene Kosten die Wasserquelle fachgerecht zu fassen und einen Hochbehälter mit einem Mindestfassungsraum von 10 m3 zu erstellen. b) Von der anfallenden Wassermenge haben 40% dem Stand Montafon, Forstfond zur freien Verfügung zu verbleiben, und dieser hat das Recht diese Wassermenge ohne Kostenersatz vom Hochbehälter abzuleiten. c) Die im Hochbehälter erforderlichen Teilungseinrichtungen sind zum gegebenen Zeitpunkt von der Bewilligungswerberin Frau Sofie Bargehr oder ihren Rechtsnachfolgern auf eigene Kosten einzubauen. d) Sollten bei der Ableitung des dem Stand Montafon, Forstfond, zustehenden Wassers Grundstücke der Antragstellerin berührt werden, so verpflichtet sich dieselbe das Durchleitungsrecht kostenlos zu gewähren. Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen der Wassergenossenschaft Silbertal/Kirchdorf, um die Erlaubnis auf der Forstfondparzelle 1488 in K.G. Silbertal eine Wasserquelle fassen zu dürfen, um das Wasser in das bestehende Wasserversorgungsnetz einzuleiten, steht der Forstfondausschuß wohlwollend gegenüber. Jedoch ist vor einer endgültigen Entscheidung das Ausmaß der Quellschüttung zu erheben und dos Wasser einer bakteriologischen Untersuchung zuzuführen. Bis diese Unterlagen beigebracht werden wird das Ansuchen vertagt. - 5 - Zu Pkt. 6): Dem Ansuchen der Irma Wachter in Bartholomäberg HNr. 223, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für das bereits abgetragene Wohnhaus Nr. 239 in Valleu, wird stattgegeben. Die Verlängerung wird im Sinne des Montafoner Holzbezugsstatutes auf 5 Jahre, d.i. bis einschließlich 1980 erteilt. Zu Pkt. 7): Dem Ansuchen der Rita Gruber in Gaschurn HNr. 43 a, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom baufälligen Wohnhaus Nr. 43, auf das nur mehr teilweise auf der alten Bauparzelle zu erstellen vorgesehene neue Wohnhaus wird stattgegeben. Durch diese Übertragung verliert die Bp. 135/1 das Holzbezugsrecht für immer. An dessen Stelle gilt der vorgesehene Neubau im gleichen Umfange als eingeforstet. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Die hiefür übliche Ablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Bei der vorzitierten Liegenschaft handelt es sich um einen landwirtschaftlichen Besitz. Die Übertragung erfolgt für den gleichen Besitzer (kein Eigentumswechsel). Zu Pkt. 8): Dem Ansuchen des Otto Stemer in Tschagguns HNr. 250, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom baufälligen Wohnhaus Nr. 250, Bp. 703 in Tschagguns, auf das in nächster Nähe der früheren Bauparzelle neu zu erstellen vorgesehene Wohnhaus, wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das alte Wohnhaus auf Bp. 703, das bis der Neubau fertig ist bewohnt wird, für immer ausgeforstet, d.h. hat in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr. An dessen Stelle wird das neu zu erstellen vorgesehene Wohnhaus im gleichen Umfange eingeforstet. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen. Die hiefür übliche Ablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Das alte Wohnhaus ist nach der Fertigstellung des Neubaues abzutragen. Bei der vorzitierten Liegenschaft handelt es sich um eine Landwirtschaft. Die Übertragung erfolgt für den gleichen Besitzer. - 6 - Zu Pkt. 9): Dam Ansuchen des Wachter Herbert in Schruns/Auhof, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom ehemaligen Stall auf Gp. 1076/2, der auf die Gp. 1076/1 versetzt wurde, wird stattgegeben. Diese Einforstung gilt für die Dauer der landwirtschaftlichen Benützung des Objektes. Zu Pkt. 10): Dem Ansuchen des Michael Sahler in Gaschurn HNr. 31, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Stall auf Bp. 547, auf den nur mehr zu Teil auf dieser Bauparzelle neu zu erstellen geplanten Stall, wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das alte Objekt auf Bp. 547 für immer ausgeforstet, d.h. hat in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr. An dessen Stelle gilt der neu zu bauen vorgesehene Stall als eingeforstet. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Die hiefür vorgesehene Ablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Zu Pkt. 11): Dem Ansuchen der Brüder Anton und Alois Wachter in Vandans, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für das abgetragene Maisäßhäuschen Nr. 248 in Vandans/Ganeu, wird im Sinne des Montafoner Holzbezugsstatutes auf die Dauer von 5 Jahren, stattgegeben, das ist bis einschließlich 1980. Zu Pkt. 12): Das Ansuchen des Waldaufsehers Erich Marent in St. Gallenkirch, um die tauschweise Überlassung von einem Bauplatz, ob den Vergaldner Maisäßen aus Forstfondbesitz, wird vertagt, weil der Forstfondvertreter von St. Gallenkirch aus gesundheitlichen Gründen an der heutigen Sitzung nicht teilnehmen konnte. -7- Zu Pkt. 13): Dem mündlichen Ansuchen des Waldaufsehers Erich Marent in St. Gallenkirch, um die Vergütung der Fahrtkosten von St. Gallenkirch nach seinem Dienstort Vandans und zurück, wird stattgegeben. Nach erfolgter Rücksprache mit der forsttechnischen Abteilung bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz werden die Fahrtspesen für 4 Tage pro Woche bezahlt. Diese betragen S 26.- pro Tag. Sobald das Amt der Vorarlberger Landesregierung die Nebengebühren für die Waldaufseher, die durch die Landesregierung entlohnt werden, geregelt hat, hebt sich dieser Beschluß auf. Zu Pkt. 14): Dpm Ansuchen des Alois Leopolder in Tschagguns HNr. 670, um die käufliche Überlassung der Bauparzelle (Baufläche) eines Nebenstalles beim Forstfondmaisäß auf Manuef, wird nicht stattgegeben. Es wird als unzweckmässig angesehen mitten in einer zukünftigen Waldparzelle ein Wochenendhaus zu dulden. Auch der Antrag auf käufliche oder pachtweise Überlassung der Maisäßhütte, die zwar in einem schlechten Bauzustand ist, wird abgelehnt. Das Objekt ist aus Zweckmässigkeitsgründen zur gegebenen Zeit abzutragen, weil es später bei der Waldnutzung hinderlich sein wird. Zu Pkt. 15): Dem Ansuchen der Eheleute Erwin und Elsa Baratto in Silbertal, um die Freilassung von der Reallast der Zaunerhaltung für eine Grundstücksfläche im Ausmaß von 126 m2, die sie von der röm. kath. Pfarrpfründe käuflich erworben haben, wird stattgegeben. Bei der vorgenannten Fläche handelt es sich um ein Teilstück aus der Gp. 23/1, das in die Gp. 23/3 miteinbezogen werden soll. - 8 - Pkt. 16): Dem Ansuchen der Seilweggenossensenschaft Silbertal/Kristberg, um die Erlaubnis auf der Forstfondparzelle 723/1 auf Kristberg, und zwar gleich unter dem Kristbergsattel, eine kleine Waldinsel roden zu dürfen, damit die derzeit bestehende Skiabfahrt etwas abgeflacht werden kann, wird stattgegeben. Wie bereits im Beisein der Forstbehörde erhoben wurde, müssen 37 Fichten, verwiegend Pfotscher und Unterständer, mit einem Gesamtabmaß von ca. 25 fm geschlägert werden. Die Gesellschaft ist bereit eine Ersatzfläche aufzuforsten. Dieser Vorschlag soll im Zuge der Ablöseverhandlungen aufgegriffen werden. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß die Agrarbezirksbehörde mit Sehreiben vom 17.10.1974 dem Voranschlag für das Rechnungsjahr 1974 zugestimmt hat. Mit Schreiben vom gleichem Datum hat die Agrarbezirksbehörde den Rechnungsabschluß für das Jahr 1973 zur Kenntnis genommen. Holzverkäufe an Bauwerber: a) Otto Belutta in Vandans, 3 fm Fichtenholz am Stock im Rellstal. b) Neyer Luise in Bartholomäberg, 2 fm Fichtenholz am Stock in Sllbortfll/Gafluna zum Preise von S 550.- pro fm. c) Heinz Kilzer in Schruns, 12 fm Windwurfholz in Silbertal/ Gafluna zum Preis von S 580.- pro fm. d) Berger Wilfried in St. Gllk./Blasblei 25 fm zum Preis von S 450.- pro fm. e) Ganahl Josef in St. Gallenkirch, 5 fm Abgangholz im Kobelgebiet zu Preis von S 100.- pro fm. -9- f) Otto Ganahl in St. Gallenkirch, 5 fm Abgangholz im Kabelgebiet zum Preis von S 100.- pro fm. g) Maria Mathies in St. Gallenkirch, 25 fm Fichtenholz am Stock oberhalb der Roßbündta zum Preis von S 550.h) Josef Ehrlich in Partenen, 15 fm Windwurfholz am Kramerbach zum Preis von S 300.- pro fm. i) Alfred Lentsch in Partenen 80, 20 fm Lawinenholz im Vermunt zum Preis von 280.- pro fm, und 70 lfm Lattenhölzer aus Wildschadensbeständen in Gaschurn, zum Preis von S 5.- pro lfm. k) Peter Wachter in Gaschurn/Kiosk, 70 lfm Lattenhölzer aus aus Wildschadensbeständen in Gaschurn, zum Preis von S 5.- pro lfm. 1) Viehhauser Josef in Silbertal/Gasthaus Fellimändli, 5 fm Fichtenholz am Stock für eine Brücke zum Preis von S 600.- Die vorstehenden Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen wird die Dringlichkeit im Sinne der VGO. zuerkannt. Der Vorsitzende schließt um 17.30 Uhr die Sitzung und dankt den Forstfondvertretern für die aufmerksame und willige Mitarbeit in der nun ablaufenden Legislaturperiode, sowie für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19740904_FF_020 StandMontafon 04.09.1974 23.05.2021, 20:15 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Mittwoch, den 4. Sept. 1974, anläßlich der 20. Sitzung des Forstfondausschusses in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 28. Aug. 1974 wurde auf heute 8.30 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Mitglieder des Forstfondausschusses erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Ammann aus Silbertal, Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns, Bürgermeister Ernst Pfeifer aus Gaschurn, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Gemeinderat Ludwig Erhard aus Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns, Gebhard Bitschnau aus Vandans, als Obmann der Agrargemeinschaft Vandans und Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch. Der Vorsitzende eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Die Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 6. Aug. 1974. 2. Weiterverpachtung der Eigenjagd Schmalzberg im Gargellental. 3. Ansuchen des Pfarramtes Tschagguns, um eine Holzzuteilung für die vorgesehene Kirchendachreparatur und um eine Spende. 4. Ein Schreiben der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, über die geplante Zusammenlegung der Waldaufsichtsbezirke Lorüns und Vandans. 5. Ansuchen des Elmar Marent in Innsbruck, um die käufliche Überlassung des Maisäßhäuschens auf Manuef in Tschagguns. Bericht: Holzverkäufe an Bauwerber. -2- Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 6. August 1974 wird in vorliegender Fassung einspruchslos genehmigte Zu Pkt. 2): Die Eigenjagd "Schmalzberg" in Gargellen wird für die nächste Jagdpachtperiode, d.i. vom 1.4.1975 bis 31.3.1981, an den bisherigen Pächter Ing. Franz Xaver Gebert in Uznach und an seinen Bruder Klaus Gebart, in Rapperswil, der auch Pächter der Eigenjagd "Vergalden" ist, verpachtet. Der vorgelegte Jagdpachtvertrag und das Wegbenützungsübereinkommen werden in vorliegender Fassung einstimmig angenommen. Zu Pkt. 3): Das Ansuchen das Pfarramtes Tschagguns, um die Zuteilung von 41 fm Servitutsholz am Stock zur Instandsatzung der Dachschalung und Lattung bei der Wallfahrtskirche in Tschagguns und um die Zuweisung einer Spende als Beitrag zur Abdeckung der hohen Instandsetzungskosten, wird wie folgt erledigt: Das erforderliche Servitutsholz im Ausmaße von 41 fm wird kostenlos abgegeben. Als Ablöse für das Schindelholzbezugsrecht, das nun durch die Eindeckung der Kirche mit harter Bedachung hinfällig wird, wird ein Betrag von S 19.250,zur Auszahlung gebracht. Dieser Betrag wird mit einer freiwilligen Zuwendung auf S 35.000.- aufgestockt. Durch die Auszahlung der Ablöse werden die übrigen Holzbezugsrechte nicht berührt. Zu Pkt. 4): Gegen die von der Bezirkshauptmannschaft Bludenz beabsichtigte Zusammenlegung der Waldaufsichtsgebiete Lorüns und Vandans wird kein Einwand erhoben. Es wird jedoch erwartet, daß die Gemeinde Lorüns mit den anteilmässigen Kosten für die Waldaufsicht belastet wird; also durch die Zusammenlegung dem FORSTFOND keinerlei Mehrkosten erwachsen. -3- Zu Pkt. 5): Dan Ansuchen des Elmar Marent in Innsbruck, um die käufliche Überlassung des Maisäßhäuschens auf Manuef in Tschagguns, wird abgelehnt. Es wird nicht für zweckmässig angesehen, unterhalb eines großen, zukünftigen Holzeinzugsgebietes ein Objekt zu dulden. Das Objekt ist, sobald das Dach erneuerungsbedürftig wird, abzutragen. Pkt. 6): Dem Ansuchen der Alpverwaltung Innerkapell, um die vorzeitige Zuweisung von 70 fm Servitutsholz zur Erstellung eines neuen Alpstalles, wird stattgegeben. Vorerst hat die Alpverwaltung den Stallneubau für das Jahr 1975 vorgesehen. Nun wurden seitens der Agrarbezirksbehörde überraschend nicht beanspruchte Mittel zur Verfügung gestellt, die noch dieses Jahr verwendet werden müssen. Dadurch wurde der Abbruch der alten Stelle, die Fundamentarbeiten und die Beschaffung des erforderlichen Holzes auf dieses Jahr vorverlegt. Die Holzabgabe erfolgt zum einfachen Stockgeldpreis. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß nachfolgend angeführte Holzmengen zum Kaufpreis an Bauwerber abgegeben wurden: Herbert Kleboth in St. Gallenkirch, Alpwald Garfrescha 28,7fm zum Preis von S 400.- pro fm. Walter Winkler in Gargellen, 20 fm Windwurfholz im Schmalzberggebiet zum Preis von S 500.- pro fm. Kristian Brugger in Bartholomäberg, 20.40 fm Windwurfholz aus der Gaflunawaldung in Silbertal, zum Preis v. S 580.- pro Kristian Loretz in Schruns, 21,20 fm Windwurfholz aus der Gaflunawaldung in Silbertal, zum Preis von 3 580.- pro fm. Johann Bischof in Schruns, 35,90 fm Windwurfholz aus der Gaflunawaldung in Silbertal, zum Preis von S 580.- pro fm. [-4-] Otwin Netzer, Lehrer in St. Gallenkirch, 17 fm Windwurfholz aus der Gaflunawaldung in Silbertal, zum Preis von S 580.Alwin Bitschnau in St, Anton, 30,4 fm Windwurfholz aus der Gaflunawaldung in Silbertal, zum Preis von 580.- S pro fm. Die vorstehenden Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen wird die Dringlichkeit zuerkannt. Ende der Sitzung 9.55 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19740806_FF_019 StandMontafon 06.08.1974 23.05.2021, 10:26 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Dienstag, den 6. August 1974, anläßlich der 19. Sitzung des FORSTFONDES in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 30.7.1974 wurde auf heute 8.30 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte FORSTFOND VERTRETER erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Amman aus Silbertal, Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns, Bürgermeister Ernst Pfeifer aus Gaschurn, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Gebhard Bitschnau aus Vandans, als Obmann der Agrargemeinschaft Vandans und Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch. Gemeinderat Ludwig Erhard aus Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns, hat sich wegen dringender landw. Arbeiten entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 12. März 1974. 2. Vorlage des Rechnungsabschlusses 1973 des Forstfondes. 3. Ansuchen der MONTAFON TOURISTIK, Hotel Betriebsgesellschaft m.b.H. in Schruns, um die Grundüberspannungsgenehmigung für die geplante Versalbahn in Partenen. 4. Ansuchen der Interessengemeinschaft "Lobspitzbahn" in Silbertal, um die Einräumung verschiedener Dienstbarkeiten, bezüglich der geplanten Seilbahn Silbertal - Gretsch. 5. Ansuchen des Lnnpolder Alois in Tschagguns 670, wegen Grunderwerb oder Objektpachtung auf Manuef in Tschagguns. -2- 6. Ansuchen der Montafoner Silvrettabahnen in Gaschurn, um die Erlaubnis zur Pistenverbreiterung in der Alpe Nova, 7. Ansuchen der Agrargemeinschaft Tafamunt in Gaschurn, um die käufliche Überlassung von Wald. 80 Ansuchen des Johann Rudigier in Gaschurn, um 32 fm Bauholz für ein Jagdhaus Ruf der Alpe Obervallüla, Berichte: a) Vermurung im Gislabachbereich in Silbertal, b) Windwurfanfall in der Forstfondwaldung, c) Diverse Holzverkäufe, Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 12. März 1974 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2) Zu Beginn der Sitzung wurde jedem Verwaltungsausschußmitglied ein Exemplar der Jahresrechnung 1973 ausgehändigt. Hierauf berichtet das Mitglied des Gebarungsüberprüfungsausschusses Herr Bürgermeister Martin Both von Tschagguns, daß die Bücher und Gelege des Forstfondes stichprobenweise überprüft wurden und daß kein Anlaß zur Beanstandung gegeben war. Ferner, daß der Überprüfung des Bargeldbestandes mit dem Kassabuchsaldo übereinstimmte. Hernach wurde die Jahresrechnung 1973 postenweise verlesen und vom Vorsitzenden zu den einzelnen Haushaltstellen erschöpfend Auskunft erteilt, worauf die Jahresrechnung vom Forstfondausschuß stimmeneinhellig genehmigt wurde. Zu Pkt. 3) Zum vorliegenden Ansuchen der Montafon Touristik Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H. u. Co. KG. wird festgestellt, daß bereits mit Beschluß vom 7.8.1969 für ein ähnliches Projekt der Gemeinde Gaschurn - 3 - diese Genehmigung erteilt worden ist. Die Forstfondvertretung kann daher diesem Ansuchen erst dann näher treten, wenn die Gemeinde Gaschurn auf [das] ihr erteilte Überspannungsrecht verzichtet. Die Montafon Touristik, Hotelbetriebsgesellschaft hat daher ihr Vorhaben mit der Gemeinde Gaschurn abzuklären. Zu Pkt. 4) Dem Ansuchen der Interessengemeinschaft "Lobspitzbahn" in Silbertal um die Einräumung von Dienstbarkeiten der Grundüberspannung und Freihaltung von Schneisen für die geplanten Seilbahn Silbertal - Gretsch, steht die Forstfondvertretung wohlwollend gegenüber. Als Voraussetzung wird verlangt, daß die Interessengemeinschaft ein realisierbares Projekt vorlegt, das die volle Unterstützung der Gemeinde Silbertal findet und dessen Verwirklichung durch eine klare Finanzierung gesichert ist. Des weiteren muß für die im Projekt vorgesehenen Rodungsflächen (Schneisen im Waldgebiet) positive Gutachten der Wildbach- und Lawinenverbauung, des Landschaftschutzes und der forsttechnischen Abteilung bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz beigebracht werden. Zu Pkt. 5) Das Ansuchen das Alois Leopolder in Tschagguns wird zwecks weiterer Erhebungen vertagt. Zu Pkt. 6) Dem Ansuchen der Montafoner Silvrettabergbahnen GmbH in Gaschurn um die Erlaubnis, im unteren Teil der sogenannten "Schwarzköpfliabfahrt" eine Trassenverbreiterung vornehmen zu dürfen, wird stattgegeben. Der des der die Versitzende wird ermächtigt hinsichtlich Trassenausmaßes des anfallenden Holzes und zukünftigen Entschädigung mit der Gesellschaft erforderlichen Absprachen zu führen. -4- Zu Pkt. 7) Dem Ansuchen der Agrargemeinschaft "Alpe Innertafamunt" in Gaschurn, um die käufliche Überlassung von einigen Grundparzellen auf Tafamunt zur Abrundung ihres Jagdgebietes wird abgelehnt, Es ist weder üblich noch zweckmässig für vorerwähnten Zweck Grund und Boden zu verkaufen. Dagegen hat die Forstfondvertretung nichts einzuwenden, wenn einvernehmlich unbedingt notwendige Flächen, die zur Abrundung des Jagdgebietes von Vorteil wären, als Jagdeinschluß oder Zuschlag abzutreten, wenn die Agrargemeinschaft den anteilmäßigen Jegdpachtschilling im Sinne des Jagdgesetzes dem Forstfond auszahlt. Zu Pkt. 8) Dem Ansuchen des Johann Rudigier in Gaschurn um die käufliche Überlassung van 32 fm Fichtenholz zum Bau eine Jagdhütte auf der Alpe Obervallüla in Partenen, wird grundsätzlich zugestimmt. Rudigier hat jedoch eine Bestätigung der Gemeinde Gaschurn (Besitzerin der Alpe) beizubringen, aus der ersichtlich ist, daß er zum Bau der Jagdhütte verpflichtet ist und wer das Holz zu bezahlen hat. Pkt. 9) Dem Ansuchen des Friedolin Zauner in Innerberg HNr. 79 um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten baufälligen Wohnhaus Nr. 23, Bp. 824 auf das auf Gp. 32 17 neu erstellten Wohnhause Nr. 79 wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das alte Wohnhaus Nr. 23, Bp. 824 für immer ausgeforstet, d.h. hat kein Holzbezugsrecht mehr. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Die übliche Schindel dachablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Bei dieser Übertragung handelt es sich lediglich um die Verlegung eine Objekte für den gleichen Besitzer auf derselben landwirtschaftlichen Liegenschaft. -5- Pkt. 10) Das schadhafte Eternitdach bei der Waldaufseherunterkunft im Rellstal ist durch eine zweckmäßige Bedachung zu ersetzen. Berichte: Der Vorsitzende berichtet: a) daß durch einen neuerlichen Murabgang in der Bärenalpe in Silbertal der Übergang beim Gislabech und mehrere hundert Meter Straße unpassierbar geworden sind. Es war ihm möglich die zuständigen Herren der Wildbachverbauung, der Agrarbehörde und der Landesregierung zu einer Besichtigung an Ort und Stelle zu veranlassen. Bei dieser Gelegenheit hatten die Alpmeister der betroffenen Alpen, der Forstfond und die Gemeinde Silbertal die Möglichkeit ihre Vorstellungen und Wünsche vorzutragen. Es wurde versichert umgehend zu versuchen eine dauerhafte Lösung, die für alle Betroffenen tragbar ist, zu finden. Gleichzeitig lädt der Vorsitzende die Forstfondvertreter ein die Lage an Ort und Stelle zu besichtigen, was angenommen wird. b) daß im Winter 1973/74 in der Forstfondwaldung rd. 2.230 fm Windwurfholz angefallen sind. Hauptsächlich betroffen wurden die Waldungen in Vandans und Silbertal. c) daß an folgende Bauwerber Holz zur Selbstaufarbeitung abgegeben wurden: a) Robert Bitschnau in Tschagguns 136, 11,70 fm aus der Grabserwaldung zum Preis von S 500.- pro fm. b) Leo Bargehr in Silbertal 62,45 fm Windwurfholz im Wührezug in Silbertal, zum Preis von 580.- S pro fm. c) Erich Keßler in Bartholemäberg 14.9 fm Windwurfholz in Vandans/Mondiara zum Preis von S 450.- pro fm. d) Johann Aßmann in Schruns, 3,25 fm Windwurfholz beim ehemaligen Forstgarten in Schruns, zum Preis von S 600.-- pro fm. e) Edgar Felder in Gaschurn, 3,40 fm Windwurfholz aus der Waldung Valisera in Gargellen, zum Preis von 500.- S pro fm. - 6 - f) Ganahl Frenz, Jagdaufseher in St. Gllk. 12 fm Windwurfholz im Kobelgebiet in St. Gallenkirch (schierige Lage) zum Preis von S 200.- pro fm. g) Kurt Tschanhenz in St. Gallenkirch 3 fm Windwurfholz (schlechte Ware) zum Preis von S 700.- pro fm. h) Maier Johann in Vandans 18,30 fm Windwurfholz auf der Mondiara in l/andans, zum Preis von S 300.- pro fm. i) Keßler Herbert in Vandans, 30 fm Windwurfholz in Vandans/ Mondiara zum Preis von S450.- pro fm. j) Keßler Manfred in Vandans 28 fm Windwurfholz in Vandans/ Mondiara, zum Preis von S 450.- pro fm. k) Ceritsch in Vandans, 40 fm Windwurfholz im Rellstal, zum Preis von S 400.- pro fm. l) Blenke Ernst in Vandans, 18 fm Windwurfholz im Rellstal, zum Preis von S 400.- pro fm. m) Vallaster Alois in Schruns, 27 fm Windwurfholz im Rellstal, zum Preis von S 400.- pro fm. n) Bitschnau Otto in Vandans, 44 fm Windwurfholz im Rellstal, zum Preis von S 400.- pro fm. Des weiteren wurden der Firma Sparr und Co. Sägewerk in Ludesch ca. 300 fm Windwurfholz im Sagatobel zum Preise von S 400.- pro fm verkauft. Das Holz ist nur mittels Seilbahn zu bringen, weil verschiedene Bäume beim Absägen mittels Seil gesichert werden müssen und das Abriesen wegen der umgekipten Wurzelstöcke kaum möglich ist. Eine Partie Windwurfholz im Frescher Alpmaisäß in Silbertal mit einem Ausmaß von ca. 100 fm wurde zum Preis von S 680.pro fm an die Firma Ulrich Tschabrun, Sägewerk in Bludenz verkauft. Die verstehenden Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit zuerkannt. Der Vorsitzende schließt um 11.30 Uhr die Sitzung. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19740312_FF_018 StandMontafon 12.03.1974 23.05.2021, 10:38 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Dienstag, den 12. März 1974, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 18. Sitzung der FORSTFONDVERTRETUNG in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 6. März 1974 wurde auf heute 8.30 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Ausschußmitglieder erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Ammann aus Silbertal, Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Gebhard Bitschnau aus Vandans, als Obmann der Agrargemeinschaft Vandans, Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Gemeinderat Ludwig Erhart aus Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns. Bürgermeister Ernst Pfeifer aus Gaschurn, hat sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Versitzende eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 5.2.1974. 2. Aufkündigung des Jagdpachtvertrages für die Forstfondeigenjagd "St. Hubertus" in Silbertal, durch den bisherigen Pächter. Berichte: Erhöhung der Feuerversicherung für zwei Holzerhütten. -2- Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 5.2.1974 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Vorsitzende berichtet, daß der Pächter der Forstfondeigenjagd "St. Hubertus", Fabrikant Hans Böhler in Schwarzach, die Jagd, für die restliche Pachtperiode, d.i. vom 1.4.1974 bis 31 3.1977, abtreten möchte. Der Jagdpächter begründet seinen Entschluß damit, daß es ihm gelungen sei im Vorderbregenzerwald eine Jagd zu pachten, die er sich schon lange gewünscht aber bisher nie die Möglichkeit gehabt habe sie zu pachten. Die Jagdmöglichkeiten seien dort wegen der geringen Höhenlage wesentlich günstiger - vor allem länger als im hinteren Silbertal. Anschließend teilt der Vorsitzende mit, daß eine Jagdgesellschaft bestehend aus den Herren: Privatdozent Dr. Franz Rhomberg in Zürich/Susenbergstraße (ein gebürtiger Schrunser), Max Frey, Zeitungsherausgeber in Zürich und Walter Frey, Unternehmer im Autogewerbe in Zürich bereit wären die Forstfondeigenjagd "St. Hubertus" zu den gleichen Bedingungen und Verpflichtungen für die restliche Jagdpachtperiode zu übernahmen, wie sie der Vorpächter zu nutzen berechtigt war, einschließlich der bestehenden Wertsicherung des Jagdpachtschillings. Um jedoch einige jagdliche Vorkehrungen für längere Zeit schaffen zu können, möchte die Jagdgesellschaft die Zusage, daß ihr die Jagd für die kommende Jagdpachtperiode, d.i. vom 1.4.1977 bis 31.3.1983, jetzt schon zugesichert wird. Die Eigenjagd der Alpinteressentschaft Gafluna ist von der -3- gleichen Situation betroffene Dieses Jagdgebiet bildet mit der Forstfondjagd eine jagdliche Einheit. Beide Jagden wurden bisher an den gleichen Pächter vergeben, wenn auch mit getrennten Verträgen, damit beide Jagdgebiete gemeinsam bejagt werden konnten. Nach eingehender Debatte wird im Interesse dieser vorteilhaften jagdlichen Zusammenarbeit mit dem Nachbarrevier einer Abtretung der Jagd für die restliche Jagdpachtperiode, d.i. vom 1.4.1974 bis 31.3.1977, an die vorgenannte Jagdgesellschaft zugestimmt. Auch gegen eine anschließende Weiterverpachtung (ab 1.4.1977 bis 31.3.1983) auf weitere sechs Jahrs wird kein Einwand erhoben(einstimmige Beschlußfassung). Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß die Feuerversicherungssumme für: a) die Holzerhütte auf "Geißegg" in Vandans auf S 20.000.b) und für die Holzer- und Waldaufseherhütte im "Dürrwald" in Silbertal, auf S 150.000.- erhöht wurde. Vorgenannte Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Ende der Sitzung: 10 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstausschuß:
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19740205_FF_017 StandMontafon 05.02.1974 23.05.2021, 14:27 -1- Niederschrift Aufgenommen am Dienstag, den 5. Februar 1974 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 17, Sitzung der Forstfondvertretung in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 25.1.1974 wurde auf heute 8,30 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Ausschußmitglieder erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm, Ignaz Battlogg aus St, Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Ammann aus Silbertal, Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomöberg, Gebhard Bitschnau aus Vandans, als Obmann der Agrargemeinschaft Vandans, Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch und Gemeinderat Ludwig Erhart aus Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns. Bürgermeister Ernst Pfeifer aus Gaschurn hat sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 25.9.1973. 2. Vorlage des Haushaltvoranschlages 1974. 3. Ansuchen der Agrargemeinschaft Tilisuna um einen Kostenbeitrag zur Wegerhaltung. 4. Lawinenverbauung auf Grappes in Gortipohl - Stellungnahme zur künftigen Wegerhaltung. 5. Ansuchen der Gertrud Friedl in Vandans, um Grundtausch in St. Anton. 6. Ansuchen des Albert Thum in Innsbruck/Rum, um die Verlängerung eines Holzbezugsrechtes auf Ganeu in Vandans 7. Ansuchen des Raimund Wachter in Vandans, um die käufliche Überlassung von Bauholz für einen Stallneubau. -2- 8. Mündliches Ansuchen des Jagdpächters Ing. Franz Gebert in Zürich, um die Verlängerung des Jagdpachtvertrages für die Forstfondeigenjagd Schmalzberg in Gargellen. 9. Ansuchen des Hermann Angerer in Nenzing, um die Erlaubnis der Schütterentnahme aus den Grundparzellen 2082/2 und 2080/2 in Vandans/Vens. Berichte: Verschiedene Holzverkäufe an Bauwerber ERLEDIGUNG DER TAGESORDNUNG: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 25. Sept. 1973 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Voranschlag des Forstfondes für das Jahr 1974 wird vom Sachbearbeiter Alfred Walch verlesen und die einzelnen Haushaltstellen vom Vorsitzenden erläutert. Nach eingehender Debatte wird der Voranschlag 1974 einstimmig genehmigt. Im Zuge der Voranschlagsberatung wird beschlossen: a) die Servitutsablöse für harte Bedachung rückwirkend ab 1.1.1974 auf S 25.- pro m2 zu erhöhen, b) das in der Forstfondwoldung Vandans/Rellatal angefallene Windwurfholz im Ausmaße von ca. 400 fm zu verkaufen, weil eine Nutzung als Servitutsholz wegen gegenseitiger Behinderung nicht möglich ist, und c) das Sitzungsgeld für die Mitglieder des Forstfondausschusses ab 1.1.1974 pro Person und Sitzung mit S 200.- festzulegen. Zu Pkt. 3): Der Agrargemeinschaft Alpe Tilisuna in Tschagguns, wird ausnahmsweise ein einmaliger Betrag in Höhe von S 3.500.als Zuschuß zur Behebung von Murschäden gewährt. Es ist -3- aber darauf hinzuweisen, daß sich der Forstfond in keinerweise verpflichtet fühlt, sich an den laufenden Wegerhaltungskosten zu beteiligen. Zu Pkt. 4): Zur Verbauung der Grappeslawine in Gortipohl wird ein Wirtschaftsweg in dieses Gebiet erstellt. Das grundsätzliche Einverständnis und die Vorstellungen des Forstfondes wurden bereit im Beschluß vom 25.9.1973 festgehalten. Diese werden nun insoweit erweitert, daß das anfallende Holz (Trassenholz) nicht durch die Wildbachverbauung, die nach der derzeitigen Sachlage zuständig wäre, verkauft wird, sondern durch die Forstverwaltung. Der Stockpreiserlös von der Holzmenge, die aus der Trassenschlägerung abgetreten wird, wird der Wildbachverbauung, Bauleitung Montafon, zur Verfügung gestellt. Die abzutretende Holzmenge kann erst festgelegt werden, wenn der voraussichtliche Einschlag, bzw. das Kluppierungsergebnis bekannt ist. Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen der Krau Gertrud Friedl in Vandans HNr. 185, um die Überlassung von Grund und Boden auf der Allmein in St. Anton, beim sogenannten „Allmahüsli", wird grundsätzlich stattgegeben, wenn auch nicht im beantragten Ausmaße. Der Vorsitzende wird, ermächtigt mit Frau Friedl Verhandlungen aufzunehmen, um feststellen zu können auf welcher Basis ein Verkauf oder Tausch im beiderseitigen Einvernehmen tragbar wäre. Zu Pkt. 6): Albert Thum in Rum bei Innsbruck, wird das Holzbezugsrecht für den Maisäß HNr. 27Ü, Bp. 360/1 in K.G. Vandans/ Ganeu auf weitere 5 Jahre verlängert. Unter Berücksichtigung der noch laufenden Frist, verlängert sich dieselbe bis einschließlich 1980. Zu Pkt. 7): Raimund Wachter in Vandans HNr. 111, werden für den Bau eines Stalles, der nicht eingeforstet ist, 50 fm Fichtenholz -4- am Stock käuflich überlassen. Stalles zur Unterbringung das notwendig ist, wird im Rahmen heimischen Landwirtschaft ein S 250.- pro fm festgesetzt. Nachdem der Bau dieses vergrößerten Viehbestandes der Förderung der ermässigter Kaufpreis von Zu Pkt. 10): Der Jagdpächter Franz Xaver Gebert in Zürich möchte den Jagdpachtvertrag für die Forstfondeigenjagd "Schmalzberg" in Gargellen verlängern, um in hegerischer Hinsicht verschiedene Einrichtungen für längerer Zeit schaffen zu können. Der Vorsitzende wird ermächtigt mit dem Jagdpächter Verhandlungen aufzunehmen, um festzustellen unter welchen Bedingungen der Jagdpächter zu einer Verlängerung des Vertrages bereit wäre. Zu Pkt. 9): Hermann Angerer in Nenzing wird die Bewilligung erteilt auf den Forstfondparzallen 2080/2 und 2082/2, und zwar im Bereiche des Vensertobels Schotter zu entnehmen. Vor Beginn das Abbaues hat der Antragsteller die erforderlichen behördlichen Bewilligungen, die Zustimmung der Wildbach- und Lawinenverbauung, Bauleitung Montafon in Vandans und das Einverständnis der Straßenerhalter, das sind: die Gemeinden Vandans und Lorürs einzuholen. Erst nach dem Vorliegen dieser Unterlagen kann über das Ausmaß des Abbaues und der speziellen Bedingungen verhandelt werden. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, das an nachfolgend angeführte Sauwerber Bauholz zum Kaufpreis abgegeben wurde: a) Zerlauth Kurt in St. Anton 5,6 fm aus der Trura in Silbertal, zum Preis von S 590.- pro fm. b) Pfeifer Otto in Gaschurn ca. 5 fm aus der WAbt. 31, zum Preis von 580.- S pro fm. -5- c) Vallaster Alois, in Schruns, 26,66 fm aus Vandans/ Banella um S 600.- pro fm. d) Versell Ignaz in Schruns, 4,4 fm aus der Waldung Schruns, zum Preis von 450.- pro fm. e) Gemeinde Silbertal ca. 3 fm Brückenholz zum Preis von S 650.- pro fm. f) Willi Edmund in Tschagguns, aus der Waldung Tschagguns 4,45 fm zum Preis von S 600.- pro fm. g) Vonier Anna in St. Anton, 13,30 fm Holz schlechter Qualität aus der Waldung St. Anton zum Preis von S 320.- pro fm. h) Jagdgesellschaft Bartholomäberg, aus der Waldung B.berg 25 fm Preis pro fm S 600.-. Vorstehende Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Vorsitzende schließt um 11.45 die Sitzung! Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß
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19730925_FF_016 StandMontafon 25.09.1973 23.05.2021, 10:39 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Dienstag, den 25 Sept. 1973 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 16. Sitzung der FORSTFONDVERTRETUNG in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 18.9.1973 wurde auf heute 14.30 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Ausschußmitglieder erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Bürgermeister Georg Ammann aus Silbertal, Gebhard Bitschnau aus Vandans, als Obmann der Agrargemeinschaft Vandans, Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch und Gemeinderat Ludwig Erhart aus Schruns, als Vertreter dar Marktgemeinde Schruns. Bürgermeister Ernst Pfeifer aus Gaschurn hat sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 14.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Vor der Erledigung der Tagesordnung teilt der Vorsitzende mit, daß Bgm. Hermann Brugger in Silbertal mit 31. Juli 1973 das Amt des Bürgermeisters aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat und somit auch aus der Forstfondvertretung ausgeschieden ist. Auch Bürgermeister Oskar Vonier habe mit 20.6. dieses Jahres die Vertretung der Agrargemeinschaft Vandans im Forstfand wegen Arbeitsüberlastung niedergelegt. Der Vorsitzende habe Altbürgermeister Hermann Brugger, der der älteste amtierende Bürgermeister des Landes war, und Bürgermeister Oskar Vonier mit einem Schreiben für die ersprießliche und umsichtige Tätigkeit in der Verwaltung des Forstfondes den besten Dank ausgesprochen. [-2-] An Stelle von Altbürgermeister Hermann Brugger kann der Vorsitzende Bürgermeister Georg Amman begrüßen, der infolge seiner langjährigen Tätigkeit als Gemeindesekretär mit dem Gemeinwesen voll vertraut ist. Als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans nimmt der amtierende Obmann dar Agrargemeinschaft Gebhard Bitschnau selbst an den Sitzungen teil. Den beiden neuen Mitglieder der Forstfondvertretung wünscht der Vorsitzende guten Einstand und gedeihliche Zusammenarbeit. TAGESORDNUNG 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 8. Mai 1973. 2. Ansuchen der Gargellner Seilbahn GmbH, in Gargellen, um die Erlaubnis Grund und Boden für einen Skilift beanspruchen zu dürfen. 3. Ansuchen der Frau Hilde Farkas in Schruns, um die Ablöse eines Holzbezugsrechtes. 4. Vorlage des Wegbauprojektes Ganeu/Tschöppen in Vandans. 5. Dacherneuerung bei der Försterunterkunft in Vandans/Rellstal. 6. Einschreiben von Josef Willi in St. Gallenkirch, in seine Holzangelegenheit "Maisäßli". Berichte über: a) diverse Holzverkäufe an Bauwerber. b) erteilte Bauabstandsnachsicht für den Anbau bei der LINDAUER HÜTTE in Tschagguns. c) die erteilte Genehmigung für die Jahresrechnung 1972 des Forstfondes durch die Aufsichtsbehörde. ERLEDIGUNG DER TAGESORDNUNG: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 8. Mai 1973 wird in vorliegender Fassung einspruchslos genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Gargellner Seilbahn GmbH, in Gargellen, wird die Erlaubnis erteilt, im oberen sehr schwach bewaldeten Teil der Forstfondgrundparzelle 4628, mittels eines Schleppliftes rd. 80 m Grund zu überspannen und auch die als Talstation [-3-] vorgesehene zu erstellen. Dar Schlägerung von rd. 10 Fichten zur Trassenfreilegung wird, vorbehaltlich der forstbehördlichen Bewilligung, stattgegeben. Für die Grundbeanspruchung und sonstige Nachteile hat die Gesellschaft eine zeitgmäße Entschädigung zu leisten und auch den Zuwachs- und Nutzungsentgang voll zu vergüten. Der Vorsitzende wird ermächtigt die erforderlichen Verhandlungen und Absprachen zu führen. Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen der Frau Hilde Farkas in Schruns 244, um die Ablöse des Holzbezugsrechtes der Bp. 535, Wohnhaus Nr. 244 in der K.G. Schruns, wird stattgegeben. Die zwischen dem Standesrepräsentanten Ignaz Battlogg und Frau Farkas mit Vorbehalt vereinbarte einmalige Ablöse von S 18.000.- plus der üblichen Schindeldachablöse wird zustimmend zur Kenntnis genommen und zur Auszahlung bewilligt. Mit der Auszahlung der vorgesehenen Ablösesumme gilt das Wohnhaus Bp. 535, HNr. 244 für immer als ausgeforstes, d.h. hat auch in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr. Zu Pkt. 4): Der Vorsitzende legt das Projekt für den Wald- und Alpweg Ganeu/Tschöppen in Vandans vor (siehe auch Beschl. vom 9.1.1973). Der von der Baufirma Otto Rinderer in Blurienz ausgearbeitete Kostenvoranschlag beläuft sich auf S 496.741 (incl. MWSt.). Dieser Kostenaufwand für den rd. 900 m langen Wirtschaftsweg (670 m Hauptweg und 230 m Zubringerweg in gleicher Ausführung) als relativ günstig angesehen. Der mit ist auf Vorsitzende wird ermächtigt die Baufirma Otto Rinderer dem Bau des Wirtschaftsweges zu beauftragen. Gleichzeitig das Projekt bei der Forstbehörde, mit einem Antrag einen angemessenen Förderungsbeitrag vorzulegen. [-4-] Zu Pkt. 5): Bei der Waldaufseherunterkunft im Rellstal, ist das schadhafte Eternitdach durch ein Schindeldach zu ersetzen. Zu Pkt. 6): In der Angelegenheit der unbefugten Holzentnahme im sog. "Maisäßli" in St. Gallenkirch, durch Josef u. Helmut Willi in St. Gallenkirch HNr. 267a, sieht die Forstfondvertretung keinen Veranlassung, die bereits am 29.12.1970 gefällte Entscheidung, die in der Sitzung vom 13.4.1971 nochmals bestätigt wurde, aufzuheben oder irgendwelche Ersatzleistungen zu tätigen. Pkt. 7): Die Gemeinde St. Gallenkirch hat von der Bauleitung der Wildbach- und Lawinenverbauung die Zusicherung erhalten, daß in nächster Zeit mit der Verbauung der Grappeslawine in Gortipohl begannen wird. In das Verbauungsgebiet wird ein Wirtschaftsweg gebaut, der nicht nur die Maisäße: Montiel, Netza, Manigg und Sarsarschen erschließt, sondern auch einen Teil der dortigen Forstfondwaltung. Es wird daher dem Ansuchen der Gemeinde St. Gallenkirch, um die unentgeltliche Überlassung des anfallenden Trassenholzes als einmaligen Kostenbeitrag stattgegeben, soweit sich der Holzanafall im Rahmen ähnlicher Bauvorhaben in anderen Gemeinden bewegt. Eine endgültige Entscheidung über die Holzmenge kann erst getroffen werden, wenn das Kluppierungsergebnis (Holzmassenermittlung) vorliegt. Zur Bedingung wird gestellt, daß es dem Forstfond und den Bezugsberechtigten gestattet sein muß, jederzeit über diesen Wirtschaftsweg Holz abzutranportieren, ohne sich an den Bau- und späteren Erhaltungskosten zu beteiligen. Der zur daß der für den Wegbau erforderliche Grund wird unentgeltlich Verfügung gestellt. Beim Bau ist jedoch darauf zu achten, keine Rutschgebiete geschaffen werden. Auch ist unterliegende Wald gegen Steinschlagschäden abzusichern. [-5-] Pkt. 8): Dem Sportclub Vandans werden zum Ausbau der Sportanlagen rd. 12 fm Fichtenholz am Stock käuflich überlassen. Berichte: Der Vorsitzende berichtet: a) daß an Bauwerber folgende Mengen Bauholz abgegeben wurden: 1) Fitsch Josef jun. in Schruns 753,20 fm Bauholz im Vermolen in Schruns zum Preis von S 450.- pro fm. 2) Schuchter Walter in Schruns, 42 fm im Dürrwald in Tschagguns, zum Preis von S 400.- pro fm. 3) Vonier Alois in Schruns 506,27 fm Bauholz in der Trura/ Silbertal, zum Preis von S 540.- pro fm. 4) Liendle Otmar in Schruns, 10 fm aus Silbertal/Trura zum Preis von S 580.- pro fm. 5) Mangeng Ferdinand, Tschagguns/Braz, 20 fm aus der WAbt. 10 a in Tschagguns zum Preis von 450.- S. 6) Salzgeber Ludwig in Tschagguns, 30 fm Bauholz auf der Nadel in Tschagguns, zum Preis von 300.- S pro fm. 7) Konzett Bernhard in Tschagguns, 10 fm Bauholz im Gampadels in Tschagguns, zum Preis von S 400.- pro fm. 8) Winkler Kurt in Tschagguns, 15 fm aus der WAbt. 4 in Tschagguns, zum Preis von S 520.- pro fm. 9) Scheiber Bertram in Tschagguns, 12 fm aus der WAbt. 10 a in Tschagguns, zum Preis von S 500.- pro fm. 10) Rodok Günter in Tschagguns 295, 30 fm Bauholz aus dem Dürrwald in Tschagguns, zum Preis von S 400.- pro fm, 11) Marent Josef Jun. in Tschagguns HNr. 144, 25 fm aus dem Dürrwald in Tschagguns, zum Preis von S 400.- pro fm, 12) Ganahl Ludwig in Tschagguns, 25 fm aus dem Dürrwald in Tschagguns, zum Preis von S 400 pro fm. 13) Marent Peter in Tschagguns HNr. 148, 8 fm Bauholz aus der WAbt. f in Tschagguns, zum Preis von S 600.pro fm. 14) Juan Ludwig in Tschagguns HNr. 71, aus der Schura in Tschagguns, 10 fm Bauholz zum Preis von S 450.- pro fm. 15) Raich Franz in Vandans, 15 fm Bauholz im Rells in Vandans, zum Preis von S 500.- pro fm. 16) Künzle Peter in Vandans, 7 fm Bauholz auf Schandang in Vandans, zum Preis von S 480.- pro fm. [-6-] 17) Vonier Anna in St. Anton HNr. 18, 13,30 fm Bauholz 18) Aus der Waldung St. Anton, zum Preis von 320.- pro fm. 18) Gabl Ignaz in St. Anton, 16 fm Bauholz aus der Trura in Silbertal, zum Preis von S 580.- pro fm. 19) Anker Josef in St. Anton, 35 fm Bauholz aus der Trura in Silbertal, zum Preis von S 580.- pro fm. 20) Schnetzer Franz in B.berg, 40 fm im Dürrwald in Silbertal, zum Preis von S 450.- pro fm. 21) Amann Albert in Innerberg 16, 30 fm in der Wasserstuben in Silbertal, zum Preis von S 450.- pro fm. 22) Werle Walter in Bartholomäberg HNr. 577, 25 fm Bauholz in der Wasserstuben in Silbertal, zum Preis von S 450.- pro fm. 23) Bargehr Hubert in Silbertal, 30 fm aus der Trura in Silbertal, zum Preis von S 580.- pro fm. 24) Tschofen Otmar in St. Gallenkirch, 14 fm Bauholz auf Garfrescha in St. Gllk., zum Preis von S 400.- pro fm. 25) Marlin Engelbert in Gortipohl, 16 fm Holz aus dem Zuggenwald, zum Preis von 670.- S pro fm. 26) Lentsch Franz in Partenen, 30 fm Bauholz im Ganifer in Partenen, zum Preis von S 380.- pro fm. 27) Tschofen Heinrich in Partenen, 10 fm Bauholz im Ganifer zum Preis von S 600.- pro fm. Gleichzeitig teilt der Vorsitzende mit, daß die Verkaufs-Nutzholzpartie vor dem Frescher Alpmaisäß in Silbertal im Ausmaße von rd. 400 fm, an die Fa. Ulrich Tschabrun u. Co. in Bludenz verkauft wurde, rd. 84.- fm Nutzholz aus den Skiabfahrt- und Lifttrassen auf Garfrescha u. Nova an die Fa. Guido Engstler, Sägewerk in Tschagguns und. 65.- fm aus dem gleichen Gebiet an die Firma Otto Gisinger [ursprünglich: ? "Gisunger"], Zimmerei in Götzis. Die vorgenannte Holzabgabe und die erzielten Preise werden zustimmend zur Kenntnis genommen. b) daß er dem Deutschen Alpenverein, Sektion Lindau, mit Schreiben vom 14.5.1973 für den Erweiterungsbau bei der Lindauer Hütte in Tschagguns, einen Bauabstand auf 2 m an der Nordseite dea Objektes zugestanden habe. Da es sich um unbewaldetes Gebiet handelt, ist keine Beeinträchtigung in der Bewirtschaftung der Forstfondwaldung zu erwarten. c) daß die Agrarbezirksbehörde Bregenz mit Schreiben vom 6.6.1973 die Jahresrechnung 1972 aufsichtsbehördlich zur Kenntnis genommen habe. [-7-] Die Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit im Sinne der Gemeindeordnung zuerkannt. Der Vorsitzende schließt um 17.15 die Sitzung, mit dem Dank an die Ausschußmitglieder für die bereitwillige Mitarbeit Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß
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19730618_FF_Kurrenda StandMontafon 18.06.1973 23.05.2021, 20:56 Kurrenda Sachverhalt: Die Bezirkshauptmannschaft Bludenz hat mit Schreiben vom 18.6.1973, Zl. I - 3 - 1973, Paul Battlogg, Zimmermann in Bartholomäberg/ Gantschier HNr. 547, als Waldaufseher für das Aufsichtsgebiet Schruns vorgeschlagen und den Stand Montafon, Forstfond hiezu um seine Stellungnahme gebeten. Wie bereits bekannt ist, geht Waldaufseher Josef Fleisch mit 1.8.1973 in den Ruhestand. Battlogg hat im Jahre 1968 den Waldaufseherkurs besucht, war bereits als Aushilfswaldaufseher in Silbertal tätig und ist als zuverlässig und treu bekannt. Die Forstfondvertreter werden höflichst gebeten nachfolgenden Beschluß, der der Dringlichkeit wegen im Umlaufwege vorgelegt wird, die Zustimmung zu erteilen: Beschluß: Dem Vorschlag der Bezirkshauptmannschaft Bludenz vom 18.6.1973, Zl. I 3 - 1973, Paul Battlogg in Bartholomäberg/Gantschier als Waldaufseher für das Aufsichtsgebiet Schruns zu bestellen, wird zugestimmt. wenn Sie mit dem Wortlaut dieses Beschlusses einverstanden sind, fügen Sie ausser Ihrer Unterschrift ein "ja" bei. St. Anton ja Bartholomäberg Gaschurn Unterschrift ja ja Unterschrift Unterschrift St. Gallenkirch ja Unterschrift Schruns ja Unterschrift Silbertal ja Unterschrift Tschagguns ja Unterschrift Vandans Schruns, am 25.6.1973 ja Unterschrift Der Standesrepräsentant:
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19730508_FF_015 StandMontafon 08.05.1973 23.05.2021, 10:31 [-1-] NIEDERSCHRIFT Aufgenommen am Dienstag, den 8. Mai 1973 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 15. Sitzung der FORSTFONDVERTRETUNG in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 2. Mai 1973 wurde auf heute 8.30 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher folgende Ausschußmitglieder erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Gattlogg aus St. /Anten als Vorsitzender, Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns, Bürgermeister Ernst Pfeifer aus Gaschurn, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg und Bürgermeister Oskar Vonier aus Vandans. Wegen dienstlicher und privater Unabkömmlichkeit haben sich entschuldigt: Bürgermeister Hermann Brugger aus Silbertal, Gemeinderat Ludwig Erhart aus Schruns und der Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Anton Lorenzin. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben! TAGESORDNUNG: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 9. Jan. 1973. 2. Vorlage der Jahresrechnung 1972. 3. Abänderung des Beschlusses vom 9. Jan. 1973 über die Stockgeldfestsetzung. 4. Ansuchen der Montafon Touristik GmbH in Schruns, wegen Beistellung von Grund und Boden für einen Golfplatz in St. Anton. 5. Ansuchen der Sektion Lindau des Deutschen Alpenvereines, um die Erlaubnis auf Forstfondgrund einen Teil der Kläranlage erstellen zu dürfen. 6. Ansuchen der Seilweggenossenschaft Silbertal/Kristberg, um die Erlaubnis auf Forstfondsgrund eine Skiliftanlage bauen zu dürfen. 7. Vorlage eines Entwurfes des Gipswerkvertrages. - 2 - 8. Ansuchen des Rudigier Anton in St. Gallenkirch, um die Ablöse zweier Holzbezugsrechts. 9. Ansuchen des Peter Mangeng in B.berg, um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes, 10. Ansuchen der Alpverwaltung Vilifau in Vandans in einer Wegsache auf Vilifau. 11. Ansuchen des Tennisclub Montafon, um die käufliche Überlassung von Holz für das Clubgebäude. 12. Eingabe der Keßler Elisabeth in Schruns, um Nachlaß der Wasseranschlußgebühr. Berichte: a) über die Genehmigung des Voranschlages durch die Aufsichtsbehörde. b) Wegbau ins Gassaries in Silbertal c) Verschiedene Holzverkäufe Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 9. Jän. 1973 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Zu Beginn der Sitzung wurde jeden Verwaltungsausschußmitglied ein Exemplar der Jahresrechnung 1972 ausgehändigt. Hierauf berichtet das Mitglied der Gebarungsüberprüfungsausschusses Herr Bürgermeister Martin Both von Tschagguns, daß die Bücher und. Belege des Forstfondes stichprobenweise geprüft wurden und daß kein Anlaß zur Beanstandung gegeben war. Ferner, daß die Überprüfung des Bargeldbestandes mit dem Kassabuchsaldo übereinstimmte. Hernach wird die Jahresrechnung 1972 postenweise verlesen und vom Vorsitzenden auf verschiedene Anfragen zu den einzelnen Haushaltstellen erschöpfend Auskunft erteilt, worauf die Jahresrechnung vom Forstfondausschuß stimmeneinhellig genehmigt wird. Zu Pkt. 3): In Abänderung des Beschlusses vom 9. Jan. 1973 wird das Stockgeld für das Servitutsholz wie folgt festgesetzt: - 3 - Nutzholz ........................ S 150.- pro Festmeter Brennholz ....................... S 35.- pro Festmeter Übermaß beim Brennholz das doppelte Stockgeld und bei Bezügen ausserhalb der Forsttagsatzung gleichfalls das doppelte Stockgeld, wie es bisher üblich war. Zu dem festgesetzten Stockgeld kommt nach die Mehrwertsteuer, die der Bezugsberechtigte zu tragen hat. Zu Pkt. 4): Die Montafon Touristik GmbH in Schruns, die van der FIDESCO gegründet wurde und nun als Bauherr auftritt, beabsichtigt im Gemeindegebiet St. Anton einen internationalen Golfplatz mit 6 Bahnen und ein Golfhotel zu bauen. Die Anlagen kommen auf Forstfondgrund zu stehen. Es wird beschlossen von der Gesellschaft einen Lageplan zu verlangen, auf dem die Anlagen und deren Situierung ersichtlich ist, damit festgestellt werden kann, wie weit der Landschaftsschutz berücksichtigt worden ist. Erst dann können die weiteren Verhandlungen aufgenommen werden. Die bereits mit Beschluß vom 24. Okt. 1972 der Gemeinde St. Anton gemachten Zusagen bleiben im vollen Umfange aufrecht. Zu Pkt. 5): Dem Deutschen Alpenverein Sektion Lindau wird die Erlaubnis erteilt, auf der Forstfondparzelle 3246/1 in K.G. Tschagguns, einen Teil der Kläranlage und den Sickerschacht erstellen zu dürfen. Der erforderliche Lageplan wurde von der Sektion vorgelegt. Für die Einräumung dieser Dienstbarkeit hat die Sektion Lindau jährlich, jeweils im Juli, einen Betrag von S 100.als Anerkennungszins an die Forstfondkassa zu bezahlen. Die Einräumung dieser Dienstbarkeit erfolgt ausserbücherlich. - 4 - Zu Pkt. 6): Dem Ansuchen der Seilweggenossenschoft Kristberg (Kristbergbahn) in Silbertal um die Erlaubnis in der Fortsetzung des bestehenden Kristbergsattelliftes einen weiteren Skilift bis zum Mittagstein (Muttjöchliplateau) zu bauen, wird zugestimmt. Die Anlage wird rd. 2.300 Meter lang, wovon rd. 800 Meter über Forstfondgrund führen (Bp. 723/1). Die voraussichtliche Schneise ist mit 6 m Breite vorgesehen; die Abfahrt erfolgt über Grund der Gemeinde Dalaas. Zur Bedingung wird gestellt, daß der Zuwachsverlust, welcher durch die Schlägerung nicht hiebsreifer Bäume entsteht der laufende Nutzungsentgang und eventuelle Nachteile dem Forstfond vergütet werden. Der Standesrepräsentant wird ermächtigt über die Verwendung des anfallenden Trassenholzes die notwendigen Verhandlungen zu führen. Hinsichtlich eines Zufahrtweges zu den Stützen und zur Bergstation ist nach zu überprüfen, ob nicht eine vorteilhafte Erschließung der Forstfondwaldung damit verbunden werden kann. Zu Pkt. 7): Dar vom Montafoner Gipswerk in St. Anton vorgelegte Vertrag, welcher die Entschädigung für die Grundbeanspruchung (Nutzungsentgang) in St. Anton regelt, wird mit der Auflage genehmigt, daß die Wertsicherung nicht nach dem Preis für Baugips zu erfolgen hat, sondern nach dem Lebenhaltungskostenindex (1966 = 100) der vom Österr. Statistischen Zentralamt in Wien herausgegeben wird. Zu Pkt. 8): Dem Ansuchen des Anton Rudigier in St. Gallenkirch HNr. 274 um die unentgeltliche Überlassung von 50 fm Fichtenholz am Stack, als Ablöse für die Holzbezugsrechte der Bp. 954, HNr. 320 und Bp. 950/1, HNr. 321 in St. Gallenkirch/Livinar wird stattgegeben. Mit der Übergabe des Holzes gelten beide Objekte für immer als ausgeforstet, d.h. haben in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr. - 5 - Zu Pkt. 9): Mit Beschluß vom 27. Febr. 1969 wurde Peter Mangeng in Innerberg HNr. 37, das Holzbezugsrecht der Bp. 725, HNr. 49 in Innerbarg, im Zuge einer geplanten Gebäudeverlegung auf die Gp. 2859/1 übertragen. Inzwischen hat sich der Antragsteller entschlossen, das Wohnhaus auf der Bp. 1116 (beides K.G. Bartholomäberg) zu erstellen, also nicht mehr auf der gleichen landw. Liegenschaft. Diesem Übertragungsansuchen wird stattgegeben. De es sich nicht mehr um eine in sich geschlossene Landwirtschaft handelt, wird für den Neubau des Objektes einmalig eine Holzmenge von 25 fm bewilligt. Weitere Bezüge über die Forsttagsatzung können erst dann wieder erfolgen, wenn Holz zur Instandsetzung Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Der Beschluß vom 27.2.1969 wird ausser Kraft gesetzt. Durch diese Übertragung wird die Bp. 725 für immer ausgeforstet, d.h. hat in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr. An dessen Stelle wird dos auf der Bp. 1116 erstellte Objekt im oben erwähnten Sinne eingeforstet. Zu Pkt. 10): Dem Ansuchen der Alpverwaltung Vilifou in Vandans, um einen Beitrag zur Instandsetzung der Vilifauer-Brücke und eine teilweise Kostenübernahme bei der Weginstandsetzung, kann nicht stattgegeben werden, weil noch vordringlichere Projekte zu erledigen sind. Nachdem die alte Brücke durch eine Betonbrücke ersetzt werden soll, ist der Forstfand bereit als einmalige Entschädigung für dieses Holzbezugsrecht 8 fm Fichtenholz am Stock der Alpverwaltung unentgeltlich zu überlassen. Die Zuweisung hat im Vilifauerwald zu erfolgen. Zu Pkt. 11): Dem Ansuchen des Tennisclub Montafon, um die käufliche Überlassung von rd. 70 fm Fichtenholz am Stock für das - 6 - neue Clubhaus, wird stattgegeben. Die Zuweisung hat aus der Standeswaldung Tschagguns zu einem angemessenen Preis zu erfolgen. Zu Pkt. 12): Dem neuerlichen Ansuchen der Elisabeth Keßler in Schruns HNr. 718, um die Rückzahlung der Wasseranschlußgebühr für den Maisäß Nr. 356 in Schruns, wird nicht stattgegeben. Die Forstfondvertretung sieht keine Veranlassung den Beschluß vom 6.7.1971 aufzuheben. Sollte sich die Partei in ihrem Wasserbezuge benachteiligt fühlen, so soll sie sich an den Verursacher, in diesem Falle an die Marktgemeinde Schruns, wenden. Pkt. 13): Dem Ansuchen des Artur Tschofen in Gaschurn HNr. 149, um die käufliche Überlassung von rd. 30 fm Servitutsholz, welches für den Neubau des Stalles Bp. [Nummer unleserlich] bezogen wurde, aber wegen Einspruch des Mitbesitzers nicht gebaut werden kann, wird stattgegeben. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen, wird die Dringlichkeit zuerkannt. Ende der Sitzung: 12.30 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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