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19140113_SV StandMontafon 1914-01-13 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Standesausschußsitzung am 13. Jänner 1914 im Gasthause zum Stern in Schruns vor den gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Da anläßlich der Forsttagsatzung sämtliche Vorsteher des Forstfondes anwesend waren, wurden nach eingehender Beratung gefaßt nachstehende Beschlüsse 1. Über Ansuchen des Herrn Viktor Herose von Konstanz wird demselben die Bewilligung erteilt im Schwefeltobel in Gargellen eine Quelle zu einem Brunnen für seine Zwecke gegen eine einmalige Vergütung von 100 Kr. benützen zu dürfen. [-2-] Über Ersuchen des Herrn Dr. Alfred Gastpar aus Stuttgart wird demselben hiemit die Bewilligung erteilt durch die sogenannte Schneckenbündte auf Matschwitz, Gemeinde Tschagguns, gegen eine einmalige Vergütung von 100 Kr. eine Brunnenleitung zu seinem Besitze legen zu dürfen. 3. Gegen die Verfügung der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vom 19./12. 1913 Zl. 14191/3, womit die Lohnerhöhung für Waldaufseher Wilhelm Fleisch in Tschagguns von 96 auf 198 Kronen gesteigert wurde, ist Berufung einzustellen. Unter einem wird beschlossen, daß sämtliche Forstschutzorgane die zur Errichtung ihrer Dienstverträge erforderlichen Stempel selbst zu bezahlen haben. 4. Es wird der einstimmige Beschluß gefaßt, wenn möglich die Aufteilung der Standeswälder unter die interessierten Gemeinden anzustreben. Auch ist zur [-3-] Überwachung der Forstschutzorgane und behufs rationeller Bewirtschaftung der Standeswälder ein Forstmeister für die Montafoner Standeswälder anzustellen. Über Bewilligung des hl. Gemeindevorstehers ist es jedem Brennholzbezugsberechtigten gestattet aus seinem Brennholz Nutzholz in irgendwelcher Weise in Verwendung zu bringen ohne daß eine Stockgeldveränderung einzutreten hat. Hierüber ist in jeder Gemeinde ein Verzeichnis und genaue Kontrolle zu führen. 5. Das Ansuchen des hl. Peter Keter, Kaufmann in Schruns, um kaufweise Überlassung des Standeswaldes G.P. Nr. 1446 in Silbertal im Ausmaße von 5 Hkt. 43 ar 6,3 m2 angrenzend im Norden an den Lizbach, im Osten, Süden und Westen an die Alpe Faneskla wird genehmigt unter nachstehenden Bedingungen Der Kaufpreis beträgt 500 Kr,. mit [-4-] Worten fünfhundert Kronen österreichische Währung, welcher Betrag nach Rechtskraft des Vertrages bar zu bezahlen ist. Die Kosten der Kaufserrichtung hat der Käufer zu tragen. Hl. Peter Peter darf unter gar keinen Umständen vorbeschriebene Waldparzelle verkaufen, sollte er jedoch auf deren Eigentum verzichten oder sterben, so fällt diese Parzelle ohne jeden Rückersatz oder Entschädigung in das volle unbeschränkte Eigentum des Standes Montafon zurück. Sollte ein männlicher Nachkomme des hl. Peter Peter die Erwerbung mehrgenannter Waldparzelle ebenfalls wünschen, so wird auch diesen das Recht eingeräumt diese Parzelle um den nachmaligen Preis von 500 Kr., sage fünfhundert Kronen österreichischer Währung, jedoch unter denselben Beschränkungen wie vorher, das heißt, daß bei Eigentumsverzicht oder Tod von Peter Peters' Nachfolger unwiderruflich nur [-5-] der Stand Montafon als Eigentümer anzusehen ist, ohne irgend welche Entschädigung leisten zu müssen. Weitere Verbindlichkeiten auf Enkel etc. des Käufers geht der Stand nicht ein, doch besteht auch für den männlichen Nachkommen keine Verpflichtung zur Übernahme ofterwähnter Waldparzelle. Durch den zu schließenden Vertrag haben alte Rechte und Lasten unbehindert weiter zu bestehen.
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19131215_SV StandMontafon 1913-12-15 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Standesausschußsitzung am 15. Dezember 1913 in der Gemeindekanzlei in Schruns vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mit Kurrenda vom 11. d. Mts. Zl. 139 wurde auf den heutigen Tag eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. Das Inventar des Standes Montafon und Forstfondes Montafon abgeschlossen mit Ende 1912 wurde in Vorlage gebracht, [-2-] einer detaillierten Überprüfung unterzogen und vollständig richtig befunden. 2. Ein Ansuchen des Anton Fitsch, Bauer in St. Gallenkirch, um Nachlaß der Hälfte eines Schadenersatzbetrages von 27 Kr. wurde abgewiesen. 3. Ein Antrag der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vom 9. Oktober d. Js. Zl. 10191/1, Betreff Ausbesserung der Waldaufseherlöhne wird sohin erledigt, daß eine 30%ige Gewährung der vorgeschlagenen Erhöhung beantragt wird. 4. Ein Ansuchen um Bezugsbewilligung eines Brennloses aus Standeswaldungen des Johann Josef Galehr in Schruns ist abzuweisen und die Partei anzuweisen den Bedarf zur Forsttagsatzung anzumelden. 5. Ein Ansuchen um Bezugsbewilligung von 4 Schindelstämmen und 4 Baustämmen aus Standeswaldungen des Alois Battlogg von St. Anton ist zu behandeln wie vor /: ad 4 :/. [-3-] 6. Ein Ansuchen um Holzbezugsbewilligung von 1 Schindel von 1 Schindel- und 2 Sagstämmen aus Standeswaldungen der Magdalena Würbel von Bartholomäberg ist zu behandeln wie ad 4. 7. Ein Ansuchen um Holzbezugsbewilligung von 30 m3 Bauholz aus Standeswaldungen des Christian Pfeifer aus Gaschurn ist ebenfalls zu behandeln wie ad 4. 8. Ein Ansuchen um Holzbezugsbewilligung 16 m3 Sag-, 6 m3 Schindelholz, 2 Baustämme und 6 Dachlatten aus Standeswaldungen des Heinrich Bertle von Schruns ist auch zu behandeln wie ad 4. 9. Ein Ansuchen um Holzbezugsbewilligung 1 Sag- und 1 Schindelstamm und 1 Brennlos aus Standeswaldungen des Georg [?] in Bartholomäberg ist gleichfalls zu behandeln wie ad 4. 10. Das Holzverkaufsbewilligungsansuchen des Kaspar Lorenz Stocker von St. Gallenkirch ist abzuweisen und Bittsteller anzuweisen gegenständliches Holz zu Stallreparaturen zu verwenden. 11. Der Gemeinde Lorüns wird zu Reparaturen an der Hydrantenleitung [-4-] eine Unterstützung von 200 Kr. bewilligt. 11. Das Ansuchen des Ottokar Czerny, Hüttenstraße 9, Zürich, um kaufweise Überlassung von 12 Bau-, 2 Sag-, und 2 Schindelstämmen kann gegen eine Vergütung von 20 Kr. per m3 bewilligt werden. 12. Ein Ansuchen des Josef Loretz, Bauer in Tschagguns, um Bezugsbewilligung von 54 F.M. Bau- und Sägholz aus Standeswaldungen zum Aufbau des abgebrannten Stalles ist dahin zu befürworten, aß zufolge Gutachtens des Holzkomites nur der Bezug von 35 m3 Bau- und Sägholz zu begutachten ist. 13. Ein Ansuchen des Gottlieb Bitschnau, Bauer in Tschagguns, um Bezugsbewilligung von 56 m3 Bau- und Sägholz aus Standeswaldungen zum Aufbau des abgebrannten Stalles ist dahin zu erledigen, daß auf Grund Gutachtens des Holzkomites nur der Bezug von 50 m3 Bau- und Sägholz zu begutachten ist. 14. Ein Ansuchen des Christian Schuchter, [-5-] Bauer in Tschagguns um die Bezugsbewilligung von 13 m3 Sag- und 6 m3 Bauholz aus Standeswaldungen zum Wiederaufbau seiner abgebrannten Gebäude ist auf Grund des Gutachtens des Holzkomites zu begutachten. 15. Ein Ansuchen des Anton Bitschnau, Bauer in Tschagguns, um Bezugsbewilligung des erforderlichen Holzes zum Wiederaufbau seines abgebrannten Stalles ist dahin zu erledigen, daß auf Grund des Gutachtens des Holzkomites der Bezug von 60 m3 Bau-, Sag- und Schindelholz aus Standeswaldungen zu begutachten ist. 16. Ein Ansuchen des Johann Josef Tschofen, Bauer in St. Gallenkirch, um Bezugsbewilligung von 60 m3 Nutzholz aus Standeswaldungen zum Wiederaufbau seines abgebrannten Hauses ist auf Grund des Gutachtens des Holzkomites nur mit dem Bezuge von 45 m3 zu begutachten. 17. Ein Ansuchen des Alfons Tschofen von 55,2 m3 Nutzholz aus Standeswaldungen zum Wiederaufbau seines abgebrannten Stalles ist dahin zu [-6-] beantworten, daß demselben nur der Bezug von 31 m3 Nutzholz gewährt werden wolle, da er nur die Adaptierung eines alten Stalles vor hat.
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19130819_SV StandMontafon 1913-08-19 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 19. August 1913 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Kurrenda vom 14. August 1913 Bl. 87 wurde auf heutigen Tag eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. In erster Linie wurden die Verfügungen der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz Betreff Brennholzbezügen aus Montafoner Standeswaldungen besprochen und nach eingehender Beratung einstimmig beschlossen einen diesbezüglichen Protest der Gesamtbevölkerung Montafons zu veranlassen und an die hohe k.k. Statthalterei in Innsbruck einzusenden. [-2-] Eine Anregung auf Herabsetzung des neuen Stockgeldtarifes wurde dahin erledigt, daß man noch einstweilen mit derartigen Beschlüssen zuwarten wolle. Sollte Brennholz in schwer zugänglichen Lagen angewiesen werden, dessen Transport mit unverhältnismäßig großen Kosten verbunden ist, kann ausnahmsweise eine Begünstigung im Stockgeldtarife gewährt werden. 2. Zufolge einer Zuschrift der k.k. Bezirkshauptmannschaft vom 18. Juli 1913 Zl. 2896/6 Betreff Bannlegungs[...] der Waldparzelle Nr. 2737/1 Standeswaldung Gaschurn wurde einstimmig beschlossen um Aufhebung der Bannlegung anzusuchen. 3. Dem Fidel Winkle von Bartholomäberg wird über Ansuchen der Nachlaß des Stockgeldes für das zu seinem Stallbau bezogene Holz bewilligt. 4. Ein Ansuchen der Gemeinde St. Gallenkirch um Schutz des Standeswaldes G.St. Nr. 2616 ST. St. Gallenkirch ist dem Waldaufseher Nann mit der Weisung zur Schonung abzutreten. [-3-] 5. Ein Ansuchen des Josef Gregor Wachter von Bartholomäberg um die Bewilligung zum Bezuge von 30 m3 Bau- und Sägholz und 3 Schindelstämmen aus Bartholomäberger und Silbertaler Standeswaldungen ist auf Abweisung zu beantragen, da ein dringender Bedarf nicht vorhanden ist. 6. Ein Ansuchen der Witwe Regina Keßler, Bäuerin von Vandans, um die Bezugsbewilligung von 32 Rafen, 4 Durchzügen[?] und 2 Schindelstämme ist begutachtend der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz in Vorlage zu bringen. 7. Über Ansuchen der Gemeinde Bürs ist die Bezugsbewilligung von 5m3 Rundholz aus Standeswaldungen zu beantragen. 8. Die Bewilligung eines Ansuchens der Gemeinde Bartholomäberg zum Bezuge der notwendigen Telefonstangen mit Stockgeldbefreiung ist zu begutachten. [Unterschrift der Standesvertreter]
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19130318_SV StandMontafon 1913-03-18 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 18. März 1913 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Auf heue vormittags 9 Uhr wurde eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Beschlüsse 1. Den Alpen Wasserstuben und Gritsch wurde zu Weganlagen eine Subvention von 15% der Baukosten bewilligt. 2. Einem Ansuchen des Komiteobmannes Anton Fritz in Silbertal um Gewährung einer 30%igen Subvention zu den Herstellungskosten eines Weges von Silbertal bis in die [-2-] Alpe Untergafluna per 34000 Kr. wurde dahin entsprochen, daß diese Subvention in einer Höhe von 1,5% gewährt wurde. 3. Ein Ansuchen der Geschwister Barbisch in Gaschurn um Bannlegung eines Standeswaldung wird zur Erledigung einem forstwirtschaftlichen Gutachten anheimgestellt. 4. Ein Ansuchen des Josef Schwarzhans in Schruns um nachträgliche neuerliche Zuweisung eines bereits im Jahre 1909 bewilligten Holzbezuges ist der k.k. Bezirkshauptmannschaft mit dem Antrage auf Abweisung zu unterbreiten. 5. Die Abweisung eines Gesuches des Johann Josef Bitschnau von Tschagguns um Bezugsbewilligung von 3 Schindelstämmen und 12 Dachlatten aus Standeswaldungen ist zu beantragen, da Bittsteller gestorben ist. 6. Zum Ansuchen ddes Heinrich Bertle in Schruns um Bezugsbewilligung von 16 F.M. Sag-, 6 F.M. Schnittholz, 2 Baustämmen und 6 Dachlatten aus Standeswaldungen wird die Anwendung der der dieszbezüglichen Grd[?] Abl[?] Segl[?] Urkunde beantragt. [-3-] Ein Ansuchen des Josef Anton Rudigier von Partenen um Bezugsbewilligung von 4 schweren Baustämmen aus Standeswaldungen zu einem Brückenbau ist zu begutachten. 8. Ein Ansuchen des Johann Josef Märk aus Partenen um Bezugsbewilligung von 6 schweren, 8 leichten, 2 Schindel- und 2 Sagstämmen zum Aufbau eines abgebrannten Stromes[?] ist zu begutachten. Auch ist das Stockgeld nachzulassen. 9. Ein Ansuchen des Franz Josef Bahl von Tschagguns um die Bewilligung von 10 m3 hartes Brennholz aus Eigentumswald zu eigenem Bedarf ist zu begutachten. 10. Ein Ansuchen des Franz Josef Stocker St. Anton um Nachsicht eines Schadenersatzbetrages per 15 Kr. wird abgewiesen. 11. Nachstehende Ansuchen werden mit der Begründung abgewiesen, daß das Bedürfnis kein dringendes sei und ein derartiger Bedarf bei der Forsttagsatzung angemeldet werden mußte, und zwar: a) Bitschnau Franz Josef, H.Nr. 200 [-4-] Schruns - 4 Bau-, 3 Sag- und 3 Schindelstämme. b) Mangeng Anton H.Nr. 52 Innerberg 1 Brennlos u. 1 Sagstamm c) Stüttler Magdalena H.Nr. 152 Gantschier, Bartholomäberg 2 Schindel- und 1 Sagstamm. d) Düngler Isidor Anton H.Nr. 15 Innerberg - 1 Brennlos u. 2 Sagstämme. 12. Ein Ansuchen des Tschofen Johann Josef von St. Gallenkirch um Losholzverkaufsbewilligung wird abgewiesen. 13. Gegen die heurigen Anweisungen der Brennholzbezüge wurde allseitig Beschwerde erhoben und einstimmig beschlossen, dagegen Stellung zu nehmen, wobei für die Gemeinden Vandans, Tschagguns, Bartholomäberg und Schruns ganz besonders die Unmöglichkeit hervorzuheben ist, aus den Gemeindegebieten von St. Gallenkirch und Gaschurn Brennholz beziehen zu können. 14. Ein Ansuchen des Standeskassiers Adolf Geiger um Gehaltserhöhung [-5-] von 600 Kr. auf 1000 Kr. wird bewilligt. [Unterschrift der Standesvertreter]
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19130306_SV_Currenda_Nr_15 StandMontafon 1913-03-06 [-1-] Nr. 15 Kurrenda Anläßlich der Anwesenheit des Herrn Statthalters am 6. März 1911 im Gasthause zum Stern in Schruns haben nach eingehender Beratung sämtliche Vorsteher des Standes Montafon dahin zugestimmt, daß der Stand Montafon zur Wiederherstellung der durch Hochwasser zerstörten Bahnwerken für ein Drittel der Gesamtkosten, das ist für 125000 Kr. mit Worten einhundertfünfundzwanzigtausend Kronen aufzukommen habe. Diesem Beschlusse fehlt die Genehmigung des Vorarlberger Landesausschusses, welche nur unter Vorlage der bestätigten Beschlußfassung und Nachweisung der ortsüblichen Publikation erlangt werden kann. Es wird somit ersucht mittelst dieser Kurrenda [-2-] die vom Landesausschusse verlangte Zustimmung kund zu tun und die mitfolgende Kundmachung in ortsüblicher Weise publizieren zu wollen. Schruns am 6. März 1913 Der Standesrepräsentant Stemer _______________________________________________________________ Die durch Fertigung kundgegebene Zustimmung [Unterschrift aller Standesvertreter im bejahenden Sinn]
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19130306_SV_Currenda_Nr16 StandMontafon 1913-03-06 [-1-] Nr. 16 Kurrenda Die 3 Vertreter des Standes Montafon die Herren: J. G. Jochum, Gemeindevorsteher Tschagguns Siegfried Kurzemann, Gemeindevorsteher St. Anton, dann der gefertigte Standesrepräsentant Jakob Stemer von Schruns haben unter Vorbehalt der Zustimmung der übrigen Herrn Standesvertreter die Zusage gegeben zur Erweiterung des Elektrizitätswerkes in Schruns für eine Bausumme pro 160000 Kr., mit Worten einhundert sechzigtausend Kronen österreichischer Währung die Bürgschaft bei der hiesigen Raiffeisenkasse zu übernehmen. Die vollständige Amortisierung erfolgt laut Tilgungsplan innerhalb 25 Jahren. Die Herrn Gemeindevorsteher und Standesausschüsse werden nun hiemit ersucht nebst Unterschrift [-2-] ihr diesbezügliches Erklären abgeben zu wollen, auf Grund dessen sodann die Genehmigung des Vorarlberger Landesausschusses eingeholt werden kann. Schruns am 6. März 1913 Der Standesrepräsentant Stemer _________________________________________________________ Unterschrift | Erklären _________________________________________________________ [Sämtliche Standesvertreter leisten die Unterschrift und erklären sich mit "Ja" einverstanden] [Beilagenblatt (= das erste maschinengeschriebene Blatt von den Dokumenten des Standes Montafon)] Rentabilitätsberechnung *********************** für die projektierte Erweiterung der elektrischen Zentrale am Litzbach. Ausgaben: _________ Verzinsung (4 1/2% und Tilgung (in 25 Jahren) für 160.000.-- Kronen 9.790.-Verzinsung von 86.000.-- Kronen 4% (Anlagenkapital des bestehenden Werkes) 3.440.-- Gehalt 3.000,-- Löhne 3.500,-- Betriebsmaterial 500,-- Instandhaltung und Reparaturen 3.500.-- Verwaltungsauslagen 1.200.-- Steuern 2.500.-- Krankenkassa, Unfall- und Feuerversicherung ________ Summe der Ausgaben __________________ 800.-- 36.230.-- Einnahmen: __________ Für Licht und Kraft 22.000.-- Bahnstrom 10.000.-- Mehranschlüsse Summe der Einnahmen ___________________ 5.000.-- 37.000.-- Überschuss Kronen 770.-*********************************************************
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19130306_SV_Currenda_Nr15 StandMontafon 1913-03-06 [-1-] Nr. 15 Kurrenda Anläßlich der Anwesenheit des Herrn Statthalters am 6. März 1911 im Gasthause zum Stern in Schruns haben nach eingehender Beratung sämtliche Vorsteher des Standes Montafon dahin zugestimmt, daß der Stand Montafon zur Wiederherstellung der durch Hochwasser zerstörten Bahnwerken für ein Drittel der Gesamtkosten, das ist für 125000 Kr. mit Worten einhundertfünfundzwanzigtausend Kronen aufzukommen habe. Diesem Beschlusse fehlt die Genehmigung des Vorarlberger Landesausschusses, welche nur unter Vorlage der bestätigten Beschlußfassung und Nachweisung der ortsüblichen Publikation erlangt werden kann. Es wird somit ersucht mittelst dieser Kurrenda [-2-] die vom Landesausschusse verlangte Zustimmung kund zu tun und die mitfolgende Kundmachung in ortsüblicher Weise publizieren zu wollen. Schruns am 6. März 1913 Der Standesrepräsentant Stemer _______________________________________________________________ Die durch Fertigung kundgegebene Zustimmung [Unterschrift aller Standesvertreter im bejahenden Sinn]
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  4. currenda
  5. umlaufbeschluss
19130117_SV StandMontafon 1913-01-17 [-1-] Protokoll aufgenommen im Gasthause zum Stern in Schruns am 17. Jänner 1913 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Anschließend an die Forsttagsatzung wurde eine Standesausschußsitzung abgehalten, wobei gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. Einem Ansuchen der Elisabeth Vergud von Gortipohl um Nachlaß eines Schadenersatzbetrages per 85 Kr. wurde dahin entsprochen, daß nur der Stockgeldpreis in einer Höhe von 20 Kr. zu bezahlen ist. 2. Einem Ansuchen des Karl Dietrich in Vandans um Nachlaß einer Holzrechnung von 206 Kr. wurde dahin entsprochen, daß diese Rechnung auf 200 Kr. reduziert werden. [-2-] 3. Einem Ansuchen des Franz Josef Bitschnau von Tschagguns um Nachlass eines Schadenersatzbetrages von 16 Kr. 5 Hl wurde Folge gegeben. 4. Einem Ansuchen des Johann Josef Stüttler von Schruns um Nachlaß eines Schadenersatzbetrages per 13 Kr. 72 Hl. wurde Folge gegeben. 5. Dem Waldaufsehern Maier in Vandans und Ganahl in Bartholomäberg wurde für den Besuch des Forstkurses eine Renumeration von je 100 Kr. bewilligt. 6. Dem Waldaufseher Maier in Vandans ist für seinen 26wöchentlichen Aushilfsdienst in Tschagguns und Bartholomäberg eine Vergütung von 100 Kr. auszufolgen. 7. Der Gemeinde Vandans ist für aus dem Relstal bezogenes Standesholz pro 1912 das Stockgeld nachzusehen. 8. Dem Josef Anton Kleboth in Gaschurn ist pro 1912 ein Stockgeldbetrag per 28 Kr. nachzusehen. 9. Dem Alois Rudigier in Gaschurn, [-3-] welcher Standesholz zu Wegschutz und Wuhrbauten bezogen hat, ist ein Stockgeldbetrag von 45 Kr. nachzulassen. 10. Dem Anton Kleboth von Gaschurn, welcher zur Herstellung einer Brücke Standesholz bezogen hat, ist das Stockgeld per 26 Kr. nachzusehen. 11. Der Gemeinde Stallehr wird zur Herstellung einer Wasserleitung mit Feuerlöschvorkehrungen eine Subvention von 1200 Kr. bewilligt und zwar aus Brandassekuranzmitteln. Abgelesen und gefertigt [Unterschriften der Standesausschüsse]
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19120619_SV_Currenda StandMontafon 1912-06-19 [-1-] Nr. 98 Currenda Unter dem Vorsitze des Landeshauptmannes Herrn Adolf Rhomberg fand am 28. Mai 1911 im Gasthause zum "Adler" in St. Gallenkirch eine kommissionelle Verhandlung betreffend den Bau der Gargellner Straße statt, wobei es sich hauptsächlich um Zuweisung der auf 90000 Kr. sich belaufenden Kosten handelte. Zur Deckung dieser Kosten haben die Interessenten 20% zu bezahlen und einigte man sich folgendermaßen: Gemeinde St. Gallenkirch 10% Stand Montafon 4% Hotelconsortium 3% Alpenvillen und Maisäßbesitzer etc. 3% Die Zuweisung fand allgemeine Zustimmung, und äußerte sich auch Herr Landeshauptmann dahin, daß in Anbetracht des soweit [-2-] ausgedehnten Besitzes des Standes Montafon im Gargellentale die zugeteilten 4% in jeder Hinsicht gerechtfertigt erscheinen. Bezüglich der auf den Stand Montafon entfallenden 4% muß nun das Gutachten der Herrn Standesausschußmitglieder hiemit eingeholt und werden dieselben ersucht ihre Zustimmung eventuell Wiederspruch durch Ja oder Nein nebst Fertigung auf dieser Currenda zum Ausdrucke zu bringen. Schruns, am 19./6.1912 Der Standesrepräsentant [-3-] ______________________________________________________________ Unterschrift unter Beisetzung | Äußerung in vorstehendem Sinne des Sigels ______________________________________________________________ [Alle Standesvertreter stimmen mit "ja"]
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19120304_SV StandMontafon 1912-03-04 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 4. März 1912 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mit Zirkular dato Schruns am 29. Februar 1912 wurde auf heute nachmittag 2 Uhr eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Beschlüsse 1. Das Statut über die Holzbezüge aus Montafoner Standeswaldungen wird neuerdings durchberaten und umgearbeitet. Jede der interessierten Gemeinden oder andere Beteiligte sind mit einem Exemplar behufs ortsüblicher Publikation zu beteilen. Einwendungen sind innerhalb 14 Tagen beim Standesrepräsentanten einzubringen. [-2-] Hierauf wurden die vorliegenden Holzfällungsgesuche geprüft und sind nachstehende Bezüge aus Standeswaldungen zu begutachten: 2. Dem Alois Pfeifer, Bauer H.Nr. 17 in Gaschurn, 2 Sag- und 10 leichte Baumstämme. 3. Der Gemeinde Gaschurn zum Erbauen eines [?] 90 bis 100 m3 Bauholz. 4. Dem Battlogg Franz Josef H.Nr. 149 von Bartholomäberg 6 m3 Brennholz 5. Dem Christian Frast " 60 1 Brennlos 6. Dem Rudigier Johann Anton, Bauer Gortipohl, Gemeinde St. Gallenkirch, 2 Baumstämme 7. Tschann Theodor, Bauer, Gortipohl, Gemeinde St. Gallenkirch, 15 Bau- und 2 Sagstämme 8. Dem Lorenz Christian, Bauer, St. Gallenkirch H.Nr. 35, 1 Bau- und 1 Sagstamm 9. Dem Pirmin Werke, Bauer, H.Nr. 90 in Silbertal 2 Sagstämme 10. Gemeinde Bürserberg, für Alpe Röbi, 3 Schindelstämme des Maisäßes und 1 Baustamm 11. Den Interessenten des Maisäßes Innergampabing, vertreten durch Valentin Marent, Bauer, St. Gallenkirch, 7 m3 Fichtenholz auf Gampaging. 12. Der Zimmermann Rosina, Bäuerin, 188 Vandans, 7 Rasenhölzer[?] und 2 Sagstämme, dann 1 Brennlos. 13. Dem Lorenz Fleisch, Forstwart im Silbertal, der Umtausch von ca. 7 R.M. Windwurfholz und den Verkauf des eingetauschten Holzes. [-3-] 14. Ein Ansuchen des Josef Liendle, Bauer in Schruns, um Bezugsbewilligung aus Standeswaldungen ist abweislich zu bescheiden da Bittsteller genügend Eigentumswald besitzt. 15. Ein Ansuchen des Bernhard Flöry in Partenen, Gemeinde Gaschurn, um die Bezugsbewilligung von 10 bis 12 m3 Bau- und 4 bis 5 m3 Sägeholz, dann 2 Schindelstämme aus Standeswaldungen ist dahin zu bescheiden, daß demselben nur der Bezug von 2 Schindelstämmen zu begutachten ist. 16. Ein Ansuchen des Fidel Walch in Schruns um Bezugsbewilligung eines Brennloses aus Standeswaldungen ist abweislich zu bescheiden. 17. Ein Ansuchen Raimund Schwarzhans in Schruns um Bezugsbewilligung eines Brennloses aus Standeswaldungen ist abweislich zu bescheiden. 18. Ein Ansuchen des Josef Loretz in Tschagguns um Nachlaß des Stockgeldes für bezogenes Bauholz wird bewilligt. 19. Über Vorschlag der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz um Subventionierung des Forstwartes Fleisch in Silbertal wurden diesem 60 Kr. bewilligt. 20. Einem Ansuchen des Ignaz Sander, Lederhändler in Schruns, um Nachlaß eines Schadenersatzbetrages von 28 Kr. wurde Folge gegeben. [-4-] 21, Dem Ansuchen des Josef Stofleth, Ignaz Zuderell und Stemer Franz Josef, Maisäßbesitzer in Sarottla um Überlassung einer Quelle auf G.P. Nr. 4403 St.W. St. Gallenkirch wird Folge gegeben. 22, Ein Ansuchen der Anna Zuderell geb. Würbel um Rückersatz von Brandassekuranzaufnahmegebühren wird abgewiesen. 23. Ein Ansuchen um Übertragung einer Brandversicherungssumme von einem Gebäude auf ein anderes wird bewilligt 24. Der Rosina Koller, geb. Wachter, in Vandans. 25. Dem Kaspar Lorenz Stocker in St. Gallenkirch. 26. Über Auftrag der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vom 11./12.1911 Zl. 5283/I ist die Waldaufseherstelle für Bartholomäberg und St. Anton neu auszuschreiben. 27. Ein Ansuchen des Gotthard Pfeifer, Bauer in Schruns, um die Bezugsbewilligung von 30 Rafen von 15 bis 20 cm Durchmesser aus Rodunder Standeswaldungen ist für den Fall zu begutachten, als durch diese Holzfällung dem Waldbestande kein Schaden zugefügt wird. [-5-] 28. Ein Ansuchen des Josef Flatz, Lehrer in St. Anton, um Bezugsbewilligung von 10 m3 Bauholz aus dem Rotunder Standeswalde ist begutachtend der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vorzulegen. Das Stockgeld ist nachzusehen. 29. Ein Ansuchen der Maria Zölestina Werke, geb. Loretz, Bäuerin in Silbertal, um Bezugsbewilligung von 2 Schindelstämmen aus Montafoner Standeswaldungen ist begutachtend der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vorzulegen. 30. Über ein Ansuchen des Anton Mangeng und Franz Josef Mangeng, Bauersleute von Bartolomäberg, und des Lorenz Fleisch, Bauer von Silbertal, wurde beschlossen, zur Herstellung eines Steges am Christberg zu Stundgute[?] in entsprechender Weise beizutragen. 31. Dem Johann Josef Vallaster H.Nr. 135 in Gantschier ist für harte Bedachung eine halbe Krone pro m2 auszubezahlen. 32. Ein Vorschlag zur Erhöhung der Waldaufsehergehalte wird einstweilen vertagt, da ein in der Ausarbeitung begriffenes Landesforstgesetz abzuwarten ist. 33. Es wird der einstimmige Beschluß gefaßt, um teilweise Deckung der Seuchenkosten beim Landesausschusse anzusuchen und den nötigen Betrag aus der Standeskasse zu bezahlen. [-6-] Abgelesen und unterfertigt. [Unterschriften der Standesausschüsse]
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19111231_SV_Currenda StandMontafon 1911-12-31 [-1-] Nr. 242 Kurrenda Der "Verein für Heimatschutz im Tale Montafon" hat laut beiliegendem Ansuchen an den Stand Montafon die Bitte um unentgeldliche Überlassung von dem erforderlichen Bau-, Sag- und Schindelholz in geeigneten Lagen zum Bau eines dem Zwecke entsprechenden Hauses gestellt und werden die Herrn Standesvertreter hiemit ersucht ihre diesbezüglich Ansicht durch die Worte "einverstanden" oder "nicht einverstanden" nebst Unterschrift kund zu tun. Schruns am 31. Dezember 1911 Stemer ___________________________________________________________ Beschußäußerung Unterschrift ___________________________________________________________ [Alle Standesvertreter äußern durch Unterschrift ihr Einverständnis]
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19111129_SV StandMontafon 1911-11-29 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 28. November 1911 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Zu der auf heute angeordneten Standesausschußsitzung sind erschienen die Gefertigten Gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. Der alte, sowie ein neuer vom Forstpersonale ausgearbeiteter Holzpreistarif wurde vorgelegt und nach eingehender Beratung entworfen das diesem Protokolle beiliegende Holzpreisverzeichnis mit der Bestimmung, daß die ortsübliche Publikation in sämtlichen Gemeinden veranlaßt werde. 2. Einem Ansuchen des Michael Schönher, Bauer in Tschagguns, um Holzbezugsbewilligung aus Standeswaldungen und zwar 50 m3 Bau- und 30 m3 Sägholz wurde dahin entsprochen, daß dem Genannten der [-2-] Bezug von 20 F.M. Bau- und 12 F.M. Sägholz zu begutachten ist mit der Begründung, daß bei Elementarunfällen immer Holz verabfolgt werde. 3. Das Ansuchen des Anton Zint von St. Gallenkirch um Bezugsbewilligung von 4 Sag- und 10 leichten Baustämmen ist abzuweisen, da Gesuchsteller durch den Stallabbruch zum Wiederaufbau Holz genug gewinnt. 4. Das Ansuchen des Lorenz Vallaster in Bartholomäberg um Holzbezugsbewilligung aus Standeswaldungen und zwar 19 F.M. Bau-, 15 F.M. Sag- und 8. F.M. Schindelholz ist auf Grund kommissionellen Augenscheines dahin zu erledigen, daß dem Bittsteller nur der Bezug von 13,2 F.M. Bau- und Sägholz, dann 8 F.M. Schindelholz zu begutachten ist. 5. Ein Ansuchen des Karl Dietrich in Vandans um Holzbezugsbewilligung aus Standeswaldungen wurde deswegen auf Abweisung beantragt, weil Gesuchsteller von einem größeren zum Bezuge berechtigten Holzquantum erhobenermaßen ein Gutteil noch nicht bezogen hat. [-3-] Abgelesen und unterfertigt. [Unterschriften der Standesausschüsse]
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19111031_SV StandMontafon 1911-03-31 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 31. Oktober 1911 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mit Zirkular vom 26. Oktober d. Js. Zl. 213 wurde auf heute vormittags 9 Uhr eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse Das vom Landesausschusse in Bregenz ausgearbeitete Statut für Holzbezüge aus Montafoner Standeswaldungen wird heute dem Standesausschusse zur Durchberatung vorgelegt und nach genauer Prüfung sämtlicher §§ dem Vorschlage mit nachstehenden Abänderungsanträgen einstimmig zugestimmt: [-2-] Im § 2, Zeile 3 anstatt: "ein Anwesen, welches als Gebäude etc." hätte es zu lauten: "ein Anwesen, dessen Gebäude schon vor dem Jahre 1882 bestanden etc", Im § 3, Zeile 2 anstatt: "Derzeit schon bestehender Gebäude" wäre einzusetzen: "der bis zum Jahre 1882 bereits bestandenen Gebäude", Im § 3, Zeile 6 nach dem Worten "Wiederaufbau" wären einzuschalten die Worte: "auf demselben Anwesen", Als zweiter Absatz wäre sodann einzuschalten nachstehende Bestimmung: "Sollte eine weitere Verlegung des Gebäudes in Folge Elementarschäden notwendig erscheinen, steht dem Standesausschusse die Entscheidung über Holzbezüge aus Standeswaldungen zu." In § 8 hätte der letzte Absatz zu entfallen, da diesbezügliche Bestimmungen bereits getroffen erscheinen, an dessen Stelle ist jedoch nachstehende Bestimmung aufzunehmen: "Jedem Holzbezugsberechtigten, welcher [-3-] mit der Bezahlung des Stockgeldes mehr als ein Jahr im Ausstande haftet, kann der Bezug jeden weiteren Holzbezugs bis zur vollständigen Begleichung seiner Schuldigkeit verweigert werden." [Unterschriften der Standesausschüsse]
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19110603_SV_Currenda StandMontafon 1911-06-03 [-1-] Zl. 161 Currenda Die Käufer des Jagdgebietes der Gemeinde Silbertal Herrn Elze und Berger aus Wiesbaden beabsichtigen im Gebiete der Alpe Gafluna ein Jagdhäuschen zu erbauen, wozu sie 25 m3 Bau- und Schindelholz benötigen würden, weshalb die Genannten die Bitte um Überlassung dieses Holzquantums aus Montafoner Standeswaldungen zum Preise von 14 Kr per m3 stellen und hoffen um so eher auf gütige Gewährung der gestellten Bitte, als der geplante Bau das Jagdwesen der Gemeinde Silbertal nur fördern kann. Die Herrn Standesausschüsse werden ersucht ihr Gutachten durch "Ja" oder "Nein" nachstehend ersichtlich zu machen. Schruns, am 3. Juni 1911 Der Standesrepräsentant Stemer [-2-] ______________________________________________________ Gutachten Unterschrift Siegel ______________________________________________________ Alle Standesausschüsse mit "Ja"
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19110216_SV StandMontafon 1911-02-16 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 16. Februar 1911 vor dem gefertigtem Standesrepräsentanten Jakob Stemer Anläßlich der Forsttagsatzung am heutigen Tage wurde eine Standesausschußsitzung anberaumt, bei welcher zugegen sind die Gefertigten und gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse Bei nachverzeichneten Ansuchen ist die Holzbezugsbewilligung aus Standeswaldungen bei der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz zu beantragen: 1. Wachter Johann Ulrich, St. Gallenkirch, 1 Sag- u. 1 Schindelstamm 2. Kühne Andreas, St. Gallenkirch, 2 Sagstämme 3. Vallaster Valentin, St. Gallenkirch, 2 Schindelstämme 4. Bahl Otto, St. Gallenkirch, 1 Sagstamm 5. Maisäß Garfrescha, St. Gallenkirch, freier Bezug von 5 m3 Nutzholz [-2-] 6. Gemeinde Tschagguns, stockgeldfreier Bezug des nötigen Nutzholzes zum Schulhausbau. 7. Consumverein Vandans, 35 m3 Sag- und Bauholz. 8. Gemeinde St. Anton, das zu Kirchenreparaturen nötige Sag- und Bauholz 9. Dem Karl Dietrich, Krautholbelfabrikant etc. in Vandans wird auf sein Ansuchen um Holzbezüge zu einem Neubau nachstehendes Gutachten erteilt: Das Holzquantum, welches zu Reparaturen auf den abgebrannten Stall entfallen wäre, kann zum Stockgeldpreise abgegeben werden, der übrige Bedarf ist, soweit abgängiges Holz vorhanden, aus solchem zum Kaufpreise von 14 Kr. per m3 zu decken. 10. Dem Ganahl Christian, Vandans, wird ein Ansuchen um Bezugsbewilligung von 150 laufende Meter Bauholz aus Standeswaldungen gegen Bezahlung eines Kaufpreises von 14 Kr. pro m3 begutachtet. 11. Ein Holzbezugsbewilligungsansuchen des Lehrer Flatz Josef in St. Anton betreff 20 m3 Nutzholz ist abweislich zu bescheiden. 12. Dem Rudigier Anton von Gortipohl ist anstatt des Bezuges von 2 Sagstämmen nur ein solcher von einem Sagstamme zu begutachten. 13. Dem Mathies Anton von St. Gallenkirch ist anstatt des Bezuges von 3 Schindelstämmen nur ein solcher von 2 Schindelstämmen zu begutachten. [-3-] 14. Den Geschwister Düngler in St. Gallenkirch ist anstatt des Bezuges von einem Sag- und 2 Schindelstämmen nur ein solcher von 2 Schindelstämmen zu begutachten. 15. Ein Ansuchen des Christian Fleisch von St. Gallenkirch zum Bezug von 2 Sagstämmen ist auf Abweisung zu beantragen. 16. Dem Johannes Tschofen 224 Bartholomäberg ist antatt des Bezuges von 1 Schindel- und 1 Sagstamm nur ein solcher von 1 Sagstamm zu begutachten. 17. Ein Ansuchen des Isidor Juen in Schruns um Bezugsbewilligung von 15 schweren Baustämmen aus Standeswaldungen ist auf Abweisung zu beantrgen. 18. Ein Ansuchen des Franz Josef Fitsch in Schruns um Bezugsbewilligung von 2 Sagstämmen aus Standeswaldungen ist auf Abweisung zu beantragen. 19. Ein Ansuchen des Bitschnau Mathias von Schruns um Bezugsbewilligung eines Sagstammes aus Standeswaldungen ist auf Abweisung zu beantragen. 20. Ein Ansuchen der Schwestern Steu in Schruns um Bezugsbewilligung von 4 Sag- und 11 Baustämmen aus Standeswaldungen ist auf Abweisung zu beantragen. [-4-] Dem Konrad Mangeng von Schruns wird der Bezug eines Holzloses pro 1911 begutachtet. 22. Für den Besuch des Waldhüterkurses in Bregenz wird dem Wilhelm Fleisch in Tschagguns eine Unterstützung von 100 Kr., sage einhundert Kronen österreichischer Währung, gewährt. 23. Dem Forstwarte Lorenz Fleisch in Silbertal wird pro 1910 eine Subvention von 100 Kr., sage einhundert Kronen österreichischer Währung bewilligt. 24. Dem Christian Mathies von Bartholomäberg, Alpmeister der Alpe Gargellen, wurde eine Schadenersatzleistung von 25 Kr. 28 H. nachgesehen. 25. Dem Ansuchen des Michael Marlin von Gortipohl um Nachlaß eines Schadenersatzbetrages von 75 Kr. wird keine Folge gegeben. 26. Dem Ansuchen des Johann Josef Praxmarer von St. Gallenkirch um Nachlaß eines Schadenersatzbetrages von 9 Kr. 3 H. österreichischer Währung wird keine Folge gegeben. 27. Dem Ansuchen des Josef Mattle in Partenen um Nachlaß des Stockgeldes für das zum Wiederaufbau seines abgebrannten Stalles aus Standeswaldungen bezogene Holz wird Folge gegeben. [-5-] 28. Auf Grund des mit Standesausschußbeschluß dato Schruns am 13. März 1882 verfaßten Statutes betreff die Verwendung des Holznutzens aus den Montafoner Standeswaldungen war es bisher nicht gestattet, das zu Brennzwecken bezogene Holz zu Nutzholz zu verwenden. Es wird nun hiemit der einstimmige Beschluß gefaßt, in einzelnen Fällen den Holzbezugsberechtigten zu gestatten aus dem üblichen Brennlose ein Quantum zu Nutzholz zu verwenden, welches Quantum und zu welchem Zwecke nach erfolgter Meldung vom hl. Gemeindevorsteher und Forstaufsichtsorgan der betreffenden Gemeinde zu bestimmen ist. Nachträglich wurden noch nachstehende Holzbezugsgesuche aus Montafoner Standeswaldungen begutachtend der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vorzulegen sein: 29. Bitschnau Mathias von Schruns, 1 Schindelstamm 30. Werle Johann von Schruns, 3 Schindel- u. 1 Sagstamm 31 Keßler Johann Josef von Schruns, 2 Schindel- u. 2 Sagstämme. [-6-] [Unterschriften der Standesausschüsse]
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19110117_SV_Currenda StandMontafon 1911-01-17 [-1-] Nr. 2 Kurrenda ________ Die hier vorliegenden Gesuche um Holzbezüge aus Montafoner Standeswaldungen sind nach erfolgter Überprüfung mit dem betreffenden Gutachten versehen der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vorzulegen. Dieses Gutachten hängt ausschließlich von Herrn Vorsteher und dem Waldaufsichtsorgan jener Gemeinde ab und es wäre daher der Einfachheit halber zu empfehlen, wenn die Gesuche zur Überprüfung in die Gemeinden hinausgesendet und dann nach erfolgter Überprüfung mit dem diesbezüglichen Gutachten versehen wieder anher zurück geschlossen wurden. Das Gutachten könnte mit Bleistift in wenigen Worten auf dem Gesuche abgegeben werden auf Grund desselben dann die h.a. Erledigung vorgenommen würde. Selbstverständlich würde vorerst noch wie bisher ein Protokoll verfaßt werden, welches später unterfertigt [-2-] werden könnte. Ob Sie mit diesem Vorgange einverstanden sind, wollen Sie auf dieser Kurrenda schriftlich bekanntgeben. Gemeinde-Vorstehung Tschagguns: Einverstanden! J. G. Jochum Gemeinde-Vorstehung St. Anton: Mit diesem Vorgang einverstanden bis zur nächsten Standesausschußsitzung bei welcher man dann darüber beraten und beschließen wolle. Kurzmann. Gemeinde-Vorstehung Vandans: nicht einverstanden. F. J. Bitschnau Gemeinde-Vorstehung Bartholomäberg: Mit dem Antrage der Currenda ganz einverstanden. A. Würbel. Gemeinde-Vorstehung St. Gallenkirch: einverstanden. Barbisch. [-3-] Gemeindevorstehung Silbertal: Mit dem Antrage der Currenda bis zur nächsten Landesausschußsitzung einverstanden: Ant. Fritz [Gemeinde-Vorstehung Gaschurn:] Mit dem Antrage der Currenda bis zur nächten Standesausschußsitzung einverstanden. Gaschurn, am 27. Jänner 1911. Pfefferkorn.
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19110117_SV StandMontafon 1911-01-17 [-1-] Protokoll aufgenommen am 17. Jänner 1911 in der Gemeindekanzlei zu Schruns vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Zu der auf heute vormittags anberaumten Standesausschußsitzung sind erschienen die Gefertigten Tagesordnung Überprüfung von Holzbezugsbewilligungensansuchen aus Standeswaldungen Beschlüsse Die in nachgezeichnetem Ansuchen angesprochenen Holzbezüge sind zu begutachten und die Gesuche selbst zur Erteilung der Fällungsbewilligung der k.k. Bezirkshauptmannschaft in Bludenz in Vorlage zu bringen. Sämtliche Anfragen betreffen den [-2-] Holzbezug aus Standeswaldungen. 1. Zint Christian, St. Gallenkirch, 6 leichte Baustämme 2. Barbisch, Josef, St. Gallenkirch, 1/2 Brennlos u. 1 Schindelstamm 3. Sandrell Anton, St. Gallenkirch, 12 Bau- u. 2 Sagstämme 4. Brugger Salomon, St. Gallenkirch, 2 Bau- u. 2 Sagstämme 5. Finanzwache Gargellen St. Gallenkirch 5 m3 Bauholz 6. Schwarzhans Franz St. Gallenkirch, 4 Fichtenstämme 7. Marlin Ludwig St. Gallenkirch, 6 - 7 Baustämme 8. Gafanesch Anton St. Gallenkirch, 6 Baustämme 9. Kolb Amma Maria St. Gallenkirch, 1 Sagstamm 10. Heider Xaver St. Gallenkirch, 1 Brennlos 11. Tschofen Bernhard, Gargellen, St. G. 1 Brennlos 12. Werke Gregor St. Gallenkirch, 1 Brennlos 13. Wuhrinteressenten Gweilbach, St. G., 20 breite Baustämme 14. Brunneninteressenten Gefeltobel, S.G. 25 Kennellatten[?] 15. Miskeywerke Gesellschaft, St. G. zu Uferschutzwerken etc 6m3 Bauholz 16. Thöny T[?], Silbertal 3 Fichtenstämme 17. Ganahl Anton, Tschagguns 5 R.M. Brennholz 18. Gemeinde Silbertal 30 Stk. dürre Latten 19. Erhard Ignaz, Silbertal 1 Dach- u. 1 Sagstamm 20. Tschofen Andreas v. St. Gallenkirch, 1 Sagstamm, dann das Brennlos als Nutzholz verwenden zu dürfen 21. Der Witwe nach Ludwig Amann im Silbertal ist anstatt des Bezuges von 2 Schindelstämmen nur der Bezug eines Schindelstammes zu begutachten. [-3-] 22. Ebenso sind nachstehende Holzfällungsgesuche zu begutachten: Dem Loretz Nikodemus von Silbertal anstatt 2 Schindelstämme nur 1 Schindelstamm. 23, Dem Christian Bitschnau in Silbertal anstatt 2 Schindelstämmen nur ein Schindelstamm. 24. Der Witwe Anna Maria Brugger geb. Bertle im Silbertal anstatt 3 Schindelstämmen nur 2 Schindelstämme 25. Dem Johann Georg Amann in Silbertal anstatt 3 Schindelstämme nur 2 Schindelstämme 26. Dem Johann Ulrich Sahler in Silbertal ist nur der Bezug eines Brennloses für Haus Nr. 24 zu begutachten. 27. Ein Ansuchen des Vonier Christian in Silbertal um Bezugsbewilligung von 1 Sagstamm ist auf Abweisung zu beantragen, da kein Bedarf vorhanden. 28. Dem Josef Zugg, St. Gallenkirch, anstatt 10 Baustämmen nur 8 Baustämme. 29. Dem Andreas Kühne, St. Gallenkirch, anstatt 3 Bau- u. 2 Sagstämme nur 3 Baustämme uns 1 Sagstamm. 30. Dem Ulrich Netzer, St. Gallenkirch, anstatt 2 Sag- und 2 Schindelstämme nur 1 Sag- und 2 Schindelstämme. 31. Dem Tschofen Ulrich, St. Gallenkirch, anstatt 230 m Baumröhren nur 80 m. [-4-] 32. Dem Franz Josef Tschanhenz, St. Gallenkirch, anstatt ein halbes Brennlos und 2 Sagstämme nur die 2 Sagstämme. 33. Dem Mathies Anton, St. Gallenkirch, anstatt 2 Schindel- u. 2 Sagstämme nur 2 Schindelstämme. 34. Dem Fidel Vogt, St. Gallenkirch, anstatt 12 Bau- u. 3 Schindelstämmen nur 8 Bau- und 3 Schindelstämme. 35. Der Witwe Anna Maria Soraruff anstatt 3 Baustämme nur 2 Baustämme. 36. Ein Ansuchen der Parzelle Ausserzigamm um Bezugsbewilligung von 50 bis 60 Fichten zu Uferschutzbauten ist zu bewilligen. 37. Ein Ansuchen des Josef Malin, St. Gallenkirch, um Bezugsbewilligung von 7 Fichten aus Standeswaldungen ist abweislich zu bescheiden. 38. Dem Johann Anton Rudigier, Gaschurn, 4 schwere u. 4 leichte Baustämme. 39. Dem Pfefferkorn Hermann, Gaschurn, 5 schwere Baustämme 40. Dem Willi Wilhelm, Gaschurn, 4 Sag- und 5 leichte Baustämme 41. Der Wittwer Katharina, Gaschurn, 15 Baustämme 42. Dem Kleboth Josef Anton, Gaschurn, 2 Sag- und 6 leichte Baustämme 43. Dem Franz Anton Stemer, St. Anton, zwei Föhren [-5-] 44. Dem Franz Mattle, Gaschurn, wird anstatt des Bezuges von 18 leichten Bau-, 8 Sag- und 4 Schindelstämmen nur ein solcher von 18 leichten Bau- u. 4 Schindelstämmen begutachtet. 45. Ein Ansuchen des Alois Bock aus Gaschurn um Holzbezug aus Standeswaldungen ist abweislich zu befinden, während die Bewilligung von Holzverkäufen aus Eigentum einem forst[...] Augenscheine anheim gestellt wird. Zu bewilligen sind ferner nachstehende Bezüge: 46. 47. 48. 49. 50. 51. 52. 53. 54. 55. 56. 57. 58. 59. 60. 61. 62. Kekeis Ferdinand, Tschagguns, 2 Fichtenstämme Mathies Fidel, Tschagguns, 2 Schindelstämme Keßler Johann Josef, Tschagguns, 1 Brennlos Schuchter Christian, Tschagguns, 6 Schindelstämme Neier Franz, Tschagguns, 14 Bau-, 3 Sag- u. 2 Schindelstämme Schuchter Johann Josef, Tschagguns 4 Schindel u. 1 l. Baustamm Juen Christian " 1 Brennlos Brugger Franz " 1 Sagstamm Engstler Franz Anton " 1 Brennlos Loretz Josef " 24 m3 Sägholz u. 3 Schindelstämme Ganahl Engelbert " 7 R.M. Brennholz Ganahl Ignaz " 2 l. Bau- u. 1 Schindelstamm Breuß Alois " 7 R.M. Brennholz Konzett Viktoria " 2 Schindelstämme Keßler Johann Josef " 4 l. Bau- u. 1 Sagstamm Anna Galehr " 2 schwere Baustämme Keßler Christian " das zu Brennzwecken bestimmte Holz als Bauholz verwenden zu dürfen [-6-] 63. Ein Ansuchen des Franz Brugger, Tschagguns, um Bezugsbewilligung von 8 m3 Bauholz zum Maisäße auf Matschwitz ist abweislich zu bescheiden, da dieser Maisäß verkauft ist. Weiters wird zur Bewilligung in Vorschlag gebracht: 64. Schuler Franz Anton, Bartholomäberg H.Nr. 135, 5 R.M. Brennholz 65. Mangeng Jok. [Jak.?] u. Konsorten, ", H.Nr. 250, 30 " 66. Wachter Anton, " 67. Zudrell Franz Josef Schindelstämme 162, 10 Baustämme " 47, 13 Bau- u. 3 68. Marent Christian Anton " 88, 1 Brennlos und 1 Schindelstamm 69. Schuler Josef Anton " 61, R.M. Brennholz und 1 Fichtenstamm zu 1 Brunnentroge 70. Schwarzhans Siegfried, Tschagguns, H.Nr. 462, 1 Brennholzlos 71. Wachter Franz Josef, " ein Ansuchen um Bewilligung aus dem Brennlose 7 m3 als als Nutzholz verwenden zu dürfen. 72. Engstler Maria, Tschagguns, ein Ansuchen, das Brennholz zu Stallreparaturen verweden und durch das Hochwasser beschädigte Holz aus Eigentum verkaufen zu dürfen. Im weiteren Verlaufe gelangen zur Überprüfung nachstehende Gesuche und werden begutachtet folgende Bezüge aus Standeswaldungen: 73. Witwe M. Anna Loretz, Bartholomäberg, 5 R.M. Brennholz 74. Vallaster Johann, " 45, 4 schwere Sag- und 4 schwere Baustämme. [-7-] 75. Steu Johann Josef, Tschagguns, Alpe Spora, 2 Schindelstämme 76. Neher Emanuel, Vandans, 2 Sagstämme 77. Maier Lorenz " 2 Schindelstämme 78. Witwe Mugg A. Maria, Schruns, 2 Schindelstämme u. 10 Dachlatten 79. Tschofen Josef " 213, 1 Schindelstamm 80. Thöny Engelbert " 251, 8 R.M. Brennholz 81. Keßler Johann " 207, 10 R.M. Brennholz 82. Stemer Nikolaus, St. Gallenkirch, 15-20 m3 Bau- u. Sägholz 83. Pater Pet. Zierler, Gargellen, 10 m3 Bauholz umsonst. Nachstehende Ansuchen um Holzbezüge aus Standeswaldungen sind zu begutachten wie folgt: 84. Ein Ansuchen des Lehrer Flatz in St. Anton um die Bezugsbewilligung von 20 m3 Nutzholz ist abweislich zu bescheiden. 85. Der Vallaster Franziska von Schruns wird anstatt des Bezuges von 2 Sag- und 2 Schindelstämmen nur ein solcher von einem Sag- und 1 Schindelstamm begutachtet. 86. Zuderell Jakob, Schruns, wird anstatt des Bezuges von 179 m3 Nutzholz nur ein solcher von 30 m3 begutachtet. 87. Dem Max Borger in Schruns wird anstatt des Bezuges eines halben Brennloses pro 1910 nur ein solcher pro 1911 begutachtet. 88. Dem Kieber Johann Josef von Schruns wird anstatt des Bezuges von 5 Schindel-, 2 Sag- und 2 leichten Baustämmen nur ein solcher von 2 Schindel-, 1 Sag- und 2 Baustämmen begutachtet. [-8-] 89. Dem Christian Keißler von Schruns wird der Bezug von 4 Sagstämmen gegen Entrichtung eines Kaufpreises von 14 Kr. per m3 und eines Brennloses zum Stockgeldpreise bewilligt. 90. Dem Koller Karl in Vandans wird der Bezug von 11 1/2 m3 Nutzholz aus Standeswaldungen gegen Bezahlung des Stockgeldes begutachtet. 91. Dem Otto Kraus aus Stuttgart wird der Bezug eines Sagstammes aus Standeswaldungen begutachtet. [Unterschrift der Standesausschüsse]
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19100322_SV StandMontafon 1910-03-22 [-1-] Protokoll aufgenommen am 22. März 1910 in der Gemeindekanzlei zu Schruns vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Dekret vom 17. März 1910 Zl. 25 wurde auf heute nachmittags 2 Uhr eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Tagesordnung I. Überprüfung von Holzbewilligungsansuchen aus Standeswaldungen II. Ansuchen des Waldaufsehers Mangard um eine Renumeration Beschlüsse ad I Die in nachstehendem Ansuchen angesprochenen Holzbezüge sind zu begutachten und die Gesuche selbst zur Erteilung der Fällungsbewilligung der k.k. Bezirkshauptmannschaft in Bludenz in Vorlage zu bringen. Sämtliche Gesuche betreffen den [-2-] Holzbezug aus Standeswaldungen. 1. Engstler Viktoria von Vandans 1/2 Brennlos 2. Dietrich Karl " und 12 Windwurfstangen 12 Schanbruch[?] 3. Werle Josef von Vandans 7 m3 Brennholz 4. Stocker Jakob von St. Anton 1 Baustamm 5. Vallaster Josef Lorenz von Bartholomäberg H.Nr. 68 1 Brennlos, 1 Schindel- u. 2 Sagstämme 6. Ganahl Johann Josef, Bartholomäberg H.Nr. 52, 2 Schindelstämme 7. Vallaster Lorenz von Bartholomäberg H.Nr. 30, 2 Schindelstämme. /: Die in diesem Gesuche erbetene Holzverkaufsbewilligung wird ebenfalls begutachtet:/ 8. Amann Albert, Bartholomäberg H.Nr. 264, 3 schwere Baustämme 9. Stemer Mathias Friedrich, Bartholomäberg, H.Nr. 38 5 m3 Brennholz 1 Sag- und 2 Baustämme 10. Fiel Christian, Schruns, 4 Sagstämme 11. Tschofen Josef, Schruns, 3 Sagstämme 12. Schuler Theodor, Kurat, Gortipohl 5 m3 Nutzholz 13. Bahl Otto, St. Gallenkirch, 1 Brennlos 14. Netzer K[?], St. Gallenkirch, 2 Schindelstämme 15. Stemer Nikolaus, St. Gallenkirch, 1 Brennlos 16. Stocker Josef, St. Gallenkirch, 2m3 Losholz zu Nutzholz verwenden zu dürfen gegen Entrichtung des Stockgeldes 17. Schwarzhans Siegfried, Tschagguns, 1 Brennlos 18. Keßler Susanna, Tschagguns, 1 Brennlos 19. Gemeinde Tschagguns, 4 Baustämme 20. Dönz Johann Augustin, Silbertal, 1 Schindel- und 2 Sagstämme. [-3-] Nachstehende 2 Ansuchen um Holzbezüge aus Standeswaldungen zu Hausbauten und Erweiterungen sind ebenfalls begutachtend der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vorzulegen, jedoch ist an die Holzbezugsbewilligung die Bedingung zu knüpfen, daß für den m3 Nutzholz am Stock 14 Kr. zu bezahlen sind. 21. Franz Walser, Zimmermeister in Schruns, zu einem Hausbau in Gargellen ca. 50m3 Nutzholz. 22. Stofleth Josef, Viehändler in Schruns, zur Erweiterung eines Maisäßhauses in Sarottlen, Gemeinde St. Gallenkirch 18 m3 Nutzholz. 23. Der Anna Wittwer, wohnhaft in Tschagguns, wird anstatt des Bezuges von 3 m3 Brennholz nur ein solcher von 2 m3 begutachtet. 24. Ein Ansuchen des Ludwig Liepert in Tschagguns um die Bewilligung sein Brennlos als Nutzholz verwenden zu dürfen, ist dahin zu begutachten, daß dem Genannten die Verwendung eines Brennloses pro 1914 per 7 m3 als Sag- oder Bauholz gestattet wird. Das Stockgeld ist nach dem Tarife für Nutzholz zu entrichten. 25. Ein Ansuchen des Ulrich Sander, Bauer in St. Gallenkirch, um Verwendungsbewilligung von 2 m3 Brennholz zu Nutzholz [-4-] wird begutachtet, jedoch ist das Stockgeld nach dem betreffenden Tarife zu entrichten. Die nachangeführten Holzbezugsgesuche aus Standeswaldungen sind auf Grund Standesausschußbeschlusses und nach gepflogener Rücksprache mit dem betreffenden Forstorgane begutachtend der k.k. Bezirkshauptmannschaft in Bludenz vorzulegen. 26. Rudigier Rudolf, Bauer in Gaschurn, 2 Sag-, 1 Schindel- und 8 leichte Baustämme 27. Brunold Christian, St. Gallenkirch, Bauer, 20 Brunnenröhren 28. Tschofen Johann Josef, Bauer St. Gallenkirch, einen Teil des Brennholzes als Nutzholz verwenden zu dürfen, wofür das entsprechende Stockgeld zu bezahlen ist. 29. Marlin Franz Josef, Bauer in Gortipohl, 10 Stück leichte Baustämme. 30. Stocker Konrad, Bauer St. Gallenkirch, 1 Brennlos 31. Ein Ansuchen des Kasper Franz Maler in St. Gallenkirch ist abzuweisen, da das angesprochene Holz von 2 Sag-, 2 Schindel-, und 2 Baustämmen bereits im Forstproduktenanmeldeverzeichnis zum weitaus größten Teile zum Bezuge beantragt erscheint. 32. Pfeifer Josef, Bauer in St. Gallenkirch, wird anstatt des Bezuges von 14 Bau- und 2 Schindelstämmen nur ein solcher von einem Schindel- und 10 Baustämmen begutachtet. [-5-] 33. Dem Andreas Tschofen, Bauer in Gortipohl, wird auf sein Ansuchen um Bezugsbewilligung von 1 Sagstamm u. 1/2 Brennlos, durch Verwendungsbewilligung eines Brennloses zu Nutzholz und der Bezug eines Sagstammes und eines halben Brennloses begutachtet. 34. Dem Fidel Winkler, Bauer in Bartholomäberg, ist anstatt des Bezuges von 30 m3 Sägholz nur ein solcher von 13,23 m3 zu bewilligen. 35. Das Ansuchen des Josef Pfeifer, Kaufmann in Schruns, sein Brennlos aus Silbertaler Standeswaldungen beziehen zu dürfen, ist abzuweisen. 36. Das Ansuchen des Josef Flatz, Schulleiter in St. Anton, um Bezugsbewilligung von 20 m3 Bauholz aus Standeswaldungen ist abzulehnen. 37. Das Ansuchen des Christian Fiel, derzeit in Schruns, um Verwendungsbewilligung von Brennholz zu Nutzholz ist abzuweisen. 38. Das Ansuchen des Christian Pfeifer, Bauer von Gaschurn, um Verwendung des Brennholzes seines Vaters teils zu Nutz-, teils zu Brennholz, ist abzuweisen. 39. Das Ansuchen der Witwe Magdalena Walser von Silbertal aus Standeswaldungen bezogenes Bauholz als Sägholz /: 3 Sägblock:/ verwenden zu dürfen, ist abzuweisen. II Dem Waldaufseher Josef Andreas Mangard von St. Gallenkirch wird [-6-] eine Renumeration von 80 Kr., sage achtzig Kronen, bewilligt. [Unterschriften der Standesausschüsse]
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19091204_SV StandMontafon 1909-12-04 [-1-] Protokoll aufgenommen im Gasthause zum Stern in Schruns am 4. Dezember 1909 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Anläßlich der Anwesenheit der Herrn Standesvertreter bei der Forsttagsatzung wurde eine Standesausschußsitzung anberaumt, in welcher gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse: Von den vorliegenden Holzfällungsgesuchen sind jene der nachverzeichneten Bittsteller begutachtend der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vorzulegen: 1. Wachter Fidel, Vandans 5 Baustämme 2. Schoder Gottfried, Vandans 6 Bau- und 2 Sagstämme 3. Fleisch Fidel 1 Sagstamm 4. Erhard Lorenz, Silbertal Umtausch eines Brennloses 5. Scheibenstock Eduard, Schruns 1 Brennlos 6. Würbel Franz 1 Brennlos 7. Keßler Christian, 2 Baustämme u. 1 Sagstamm 8. Wekerle Richard, 1 Brennlos 9. Praxmaier Christian, Gaschurn 3 Sagstämme 10. Pfefferkorn Jos. Anton 1 Sagstamm und 2 schwerere Baustämme [-2-] 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. Salzgeber Gottlieb, Tschagguns, 2 schwere und 4 leichte Baumstämme Sandrell Martin, Tschagguns 1 Brennlos Stampler Nepomuk, " 1 Sagstamm Karg Franz " 2 Lerchenstämme Schneider Christian " 1 Schindelstamm Kadam Albert " 1 Brennlos Schuchter Albert " 1 Brennlos Salzgeber Michael " 5 Schindelstämme und 2 Dachlatten Gemeinde Tschagguns " 6 schwere Baumstämme Fleisch Wilhelm " 2 Baumstämme Tschofen A. Maria " 1 Brennlos Marent Johann Josef " 2 Schindel- u. 4 leichte Baustämme 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. u. 12 Jauchelatten. Both Christian " 1 Brennlos Bitschnau Peter Lorenz " 1 Schindelstamm Versell Ignaz " 1 Brennlos Bitschnau Johann Josef " 1 Sagstamm Ganahl Christian " 15 Jauchelatten Winkler Magdalena " 1 Brennlos Schwarzhans Nepomik " 1 Brennlos Sertin Franz Josef " 1 Brennlos Salzgeber Michael " 2 Schindel- und 2 Sagstämme Jenni Franz Anton " 1 Brennlos Waldhart Gottlieb " 1/2 Brennlos Schuchter Christian " 2 Schindelstämme Neyer Franz " 1 Sagstamm, 3 Schindelstämme und 1 Brennlos 36. Hr. Professor Dr. Landerer, Gargellen, 15 m3 Nutzholz zum Ankaufpreise von 14 Kr. pr m3. [-3-] Sämtliche voraufgeführte Holzbezüge sind aus Montafoner Standeswaldungen abzugeben. Zur teilweisen Bewilligung zum Holzbezuge aus Standeswaldungen sind begutachtend der k.k. Bezirkshauptmannschaft Bludenz vorzulegen die Gesuche: 27. Wittwer Anna, Tschagguns, anstatt 6 K.M. nur 3 K. M. Brennholz 38. Marent Johann Josef, Tschagguns, anstatt 20 Bau- 3 Schindel- und 4 Sagstämme nur 14 Bau-, 3 Schindel- und 2 Sagstämme. 39. Loretz Thomas, Tschagguns, anstatt 2 Schindel- nur 1 Schindelstamm Auf Abweisung zu beantragen sind die Gesuche: 40. Witwe M. Josefa Steu, Tschagguns, Verwendung von Losholz zu Sägholz. 41. Mark Josef, Tschagguns " " 42. Bahl Peter, Tschagguns, Verkauf von 3 Sagstämmen aus Standeswaldungen 43. Bahl Martin, " , 2 Lärchen zur Zäunung 44. Bitschnau Joh. Anton, Vandans anstatt 2 Föhren nur 1 Föhre und 10 Baustämme ganz. 45. Fleisch Josef, Silbertal ist mit dem Bezugsbewilligungsansuchen eines Brandloses zum Verkauf abzuweisen. 46. Schuler Christian, Bartholomäberg anstatt 8 schwere Baustämme nur 4 schwäre Baustämme. 47. Battlogg Franz St. Anton anstatt 6 m3 Bauholz nur 3 m3 Bauholz und weiters 1 Sagstamm [-8-] 48. Sander Ulrich, St. Gallenkirch anstatt 2 Sagstämmen nur 1 Sagstamm 49. Wachter Martin Josef, Vandans, anstatt 1/2 Brennlos und 2 Schindelstämmen nur letzterer allein 50. Winkler Fidel, Bartholomäberg, anstatt 8 Sagstämmen nur 2 Sagstämme. 51. Stemer Nikolaus, St. Gallenkirch, anstatt 2 Sagstämmen und 3 Schindelstämmen nur 1 Sagstamm und 2 Schindelstämme. 52. Vallaster Johann Josef, Schruns, anstatt 16 m3 Bau- und 25 m3 Segholz nur 20 m3 Sägholz. 53. Dem Baptist Egele, Vandans, der Holzbezug von 10 leichten Baustämmen und 1 Sagstamm aus Standeswaldungen zu begutachten. 54. Der Wachter Katharina, St. Anton, ist der Bezug von 5 Föhrenbaumstämmen aus Standeswaldungen zu begutachten. 55. Dem Bahl Christian von Tschagguns ist der Bezug von 12 schweren und 4 leichten Baustämmen, dann von 1 Sag- und 1 Schindelstamm zu begutachten. 56. Dem Christian Mangeng, Schruns, ist der Bezug eines Brennloses ab der Schrunser Holzlende zu begutachten. 57. Dem Barbisch Hans, Vandans, ist der Bezug von 8 Schindel- und 2 Sagstämmen zu begutachten. 58. Dem Josef Barbisch, St. Gallenkirch, ist der Bezug von 10 Sag- und 10 Baustämmen zu begutachten. [-9-] 59. Der Franziska Marent in St. Anton ist anstatt des Bezuges von 70 m3 Nutzholz nur ein solcher von 22 m3 zu begutachten. 60. Dem Konsumverein Vandans ist anstatt des Bezuges von 64 m3 Nutzholz nur ein solcher von 56,56 m3 zur begutachten. 61. Dem Franz Josef Fitsch, Schruns, wird anstatt des Bezuges von 4 Sagstämmen und 1 Brennlos nur ein solcher von 1 Sagstamm, 1 Baustamm, 5 Dachrafen und 1 Brennlos begutachtet. 62. Dem Netzer Christian H.Nr. 22 Schruns wird anstatt des Bezuges von 7 Sag- und 1 Schindelstamm, dann 2 Baustämme, nur ein solcher von 17 m3 Sägholz, 2 m3 Bauholz und 1 Schindelstamm begutachtet. 63. Dem Kaspar Bargehr in St. Gallenkirch wird anstatt des Bezuges von 40 Bau- und 4 Sagstämmen nur ein solcher von 40 m3 Bau- und 8 m3 Sägholz begutachtet. 64. Ein Ansuchen des Martin Bitschnau in St. Anton um die Bezugsbewilligung von 25 m3 Bauholz aus Standeswaldungen ist ganz abzuweisen. 65. Dem Anton Fiel derzeit wohnhaft in Bartholomäberg, ist anstatt des angesuchten Bezuges von 8 m3 Bauholz und 4 Sagstämmen nur ein solcher von 8 m3 Bauholz zu bewilligen. [Unterschriften der Standesausschüsse]
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19091109_SV StandMontafon 1909-11-09 [-1-] Nr. 198 Kurrenda ________ In der am 16. Oktober d. Js. abgehaltenen Standesausschußsitzung wurde der Beschluß gefaßt, bei der Montafoner Brandassekuranz für die Montafoner Bahn ein Gelddarlehen von 80000 Kr. aufzunehmen. Dieser Beschluß läßt sich gegenwärtig schwer realisieren, da einerseits die Vermögensbestände bei Sparkassen und in Wertpapieren kaum so groß sind, anderenteils dafür gesorgt werden muß, daß im Falle eines Brandunglückes jederzeit Gelder zur sofortigen Verfügung stehen. Der Beschluß sollte daher dahin abgeändert werden, daß eingangs zitierte 80000 Kr. bei der hiesigen Spar- und Darlehenskasse nicht weiter aufgenommen werden. Die Herrn Standesvertreter werden daher ersucht, ihr Gutachten auf diser Kurrenda gefälligst bekannt geben zu wollen. Schruns am 9. November 1909 Der Standesrepräsentant Stemer [-2-] _______________________________________________________________ Gutachten Eigenhändige Unterschrift Siegel _______________________________________________________________ [Alle Gemeindevorsteher bezeugen mit ihrer Unterschrift ihr Einverständnis.]
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