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19010626_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:10 [-1-] Protokoll aufgenommen am 4. Dezember 1900 im Gasthause zum Stern in Schruns vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am Mittwoch den 26. Juni 1901 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Currenda vom 22. Juni 1901 Zl. 79 wurde auf heute Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Beschlüsse 1. Es wird der einstimmige Beschluß gefaßt, dem hohen Landtag zu bitten, hochderselbe wolle die geeigneten Schritte thun, damit der Sitz des Landtages nach Feldkirch verlegt werde und eine Petition in diesem Sinne an denselben einzureichen. 2. Das Ansuchen der freiwilligen Feuerwehr von Bartholomäberg um Unterstützung [-2-] aus Feuerassekuranzmitteln muß bis zur Abänderung des § 26 der diesbetreffenden Statuten vertagt werden. 3. Es wird einstimmig beschlossen die Statuten der Feuerversicherungsanstalt für Montafon in nachstehendem Sinne abzuändern: Punkt 5 des § 26 hätte in Zukunft zu lauten wie folgt: Die eingegangenen Beiträge sind hauptsächlich zum Zwecke der Brandversicherung unter der Oberleitung des Gerichtsausschusses zu verwenden und die Assekuranzkommission darf auf keinen Fall eigenmächtig darüber verfügen und für alle Ausgabsposten müssen Quittungen eingezogen werden. Unter allen Umständen aber soll der Standesausschuß berechtigt sein für Feuerlöschzwecke Unterstützungen aus der Brandversicherungskasse nach Prüfung der Bedürfnisse an die Gemeinden [-3-] Montafons zu verabfolgen. Als neue Bestimmung ist aufzunehmen ein Pfandrecht auf die Brandversicherungssumme und eine diesbezügliche Vormerkung in den Hauptoperaten wird zugelassen. Der Verein leistet jedoch die Entschädigung soweit nötig auf Grund der erworbenen Priorität zur Befriedigung der Hypothenkgläubiger, die die Verpfändung der eventuellen Entschädigung in den Grundbüchern des Vereins vormerken ließen, soferne sie an dem Brande kein Verschulden trifft gegen Cession ihrer Rechte an den Verein. 4. Auf Ansuchen des Ferdinand Schoder in Vandans wird demselben für thierärztliche Leistungen eine einmalige Subvention von 60 Kr. bewilliget. Als Thierarzt wird hl. Ferdinand Albricht von Dornbirn mit einem Wartgelde von 1200 Kr. jährlich gegen beiderseitige vierteljährliche Kündigung angestellt. [-4-] Der gewerblichen Fortbildungsschule in Schruns wird eine Unterstützung von 50 Kr. und jener in St. Gallenkirch eine solche von 30 Kr. gewährt. [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19010129_SV_Currenda StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 13:17 -1- Currenda Standesthierarzt Herr Albin Grabherr hat heute sein neues Anstellungsdekret mit dem Bemerken gewiesen, demselben Folge leisten zu müssen, wenn nicht eine Aufbesserung seines bisherigen Wartgeldes erfolgen würde. Derselbe erklärt sich bereit in seiner jetzigen Stellung zu verbleiben, wenn sein Wartgeld von 800 Kr. auf 1080 Kr. erhöht würde. Sämtliche Herrn Standesausschüsse werden nun hiemit ersucht das diesbezügliche Gutachten auf diesem Akte kundzuthun. Schruns am 29. Jänner 1901 Der Standesrepräsentant Stemer -2- nicht einverstanden Batlogg Vorsteher [Gemeindestempel Lorüns] Der Gefertigte schließt sich vorstehender Erklärung an St. Anton 5 Feber 1901 Ig. Battlogg Vorsteher [Gemeindestempel St. Anton] Mit einer Aufbesserung nicht einverstanden Vandans am 5/2 1901 Schapler, Vorsteher [Gemendestempel Vandans] Mit einer Aufbesserung nicht einverstanden Tschagguns am 5/2 1901 Schönher, Vorsteher [Gemeindestemple Tschagguns] Angesichts der großen Praxis bin ich mit anstehendem Antrage nicht einverstanden Wittwr, Vorsteher [Gemeindestempel Gaschurn] In Anbetracht der erwähnten Grunde, erklärt sich Gefertigter für eine wesentliche Aufbesserung nicht einverstanden Keßler [Gemeindestempel St. Gallenkirch] Gefertigter erklärt scih ebenfalls nicht einverstanden. Bargehr, Vorsteher [Gemeindestempel Silberthal] Gefertigter erklärt sich einverstanden mit dem, daß dem Standesthierärzte Grabher keine Aufbesserung gewährt werde. A. Würbel, Vorsteher [Gemeindestempel Bartholomäberg] Gefertigter erklärt sich ebenfalls nicht einverstanden Seeberger, Vorsteher [Gemeindestempel Stallehr]
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19001204_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:00 [-1-] Protokoll aufgenommen am 4. Dezember 1900 im Gasthause zum Stern in Schruns vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Beschlüsse 1. Einem Ansuchen des hochwürdigen Herrn Pfarrer Mayer in Schruns um Aufbesserung der Baron v. Summerau'schen Stiftung zur Abhaltung eines Jahrtages am I. Schrunser Herbstviemarkte, wurde dahin entsprochen, daß alljährlich zum erwähnten Zwecke, bis zu einer eventuellen Änderung 15 Kr., sage fünfzehn Kronen aus der StandesKasse zu bezahlen sind. 2. Zu Wildbachverbauungszwecken kann das Holz aus Standeswaldungen per m3 zu 14 Kr, sage vierzehn Kronen nach Bedarf verabreicht werden. 3. Es wird der einstimmige Beschluß gefaßt der Section Lindau des D.u.Ö.A.V. am Ende des Porsalenger Waldes ein Stück Grund im Ausmaße von 200 m2 [-2-] gegen eine Vergütung von 200 Kr. abzutreten. 3. Dem Herrn Vorsteher Wittwer in Gaschurn ist für das zu seinem Neubau bezogene Holz entfallende Stockgeld nachzusehen. 4. Ein Ansuchen des Herrn Standesthierarztes Albin Grabherr um Erhöhung seines Wartgeldes von 800 Kr. auf 1200 Kr. wurde abgewiesen. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18990912_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 13:16 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns vom 12. September 1899 vor dem Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Currendavom 7. September d. Js. Zl. 87 wurde auf heute vormittags 9 Uhr Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. Als Standesthierarzt für das Thal Montafon wurde einstimmig hl. Albin Grabherr med.vet. von Höchst mit einem jährlichen Wartgelde von 400 fl, sage vierhundert Gulden, gewählt. [-2-] 2. Der Feuerwehr Schruns wird eine Unterstützung von 150 fl ö. W., sage einhundert fünfzig Gulden bewilliget. 3. Der Feuerwehr Gantschier wird eine Unterstützung von 100 fl ö. W., sage einhundert Gulden gewähret. 4. Dem Forstwarte Galehr und dessen Substituten Mayer in Vandans wird eine einmalige Subvention von 20 fl, sage zwanzig Gulden bewilliget. 5. Dem Forstwarte Ganahl in Bartholomäberg wird über sein Ansuchen sein Jahresgehalt von 140 fl auf 200 fl ö. W., sage zweihundert Gulden östr. Währ. erhöht. 6. Es wird der einstimmige Beschluß gefaßt, daß einstweilen Holz zu Reparaturen und Neuherstllungen von Maisäßgebäulichkeiten im Gargellenthale der Kubikmeter zu 3 fl, sage drei Gulden ö. W. verabfolgt werden kann. [-3-] 7. Als Rechnungsrevisoren wurden die Herrn Schappler Gottfried, Gemeindevorsteher in Vandans und Schönher Michael, Gemeindevorsteher in Tschagguns gewählt. 8. Es wird der einstimmige Beschluß gefaßt, für Verzinsung und Amortisierung der Prioritätsaction, welche zur Erstellung der Localbahn Bludenz Schruns aufgenommen wurden, von Seite des Thales Montafon die Garantie zu übernehmen. Unter einem wird beschlossen für eventuelle Mehrkosten, sei es bei Überschreitung der veranschlagten Kostensumme, sei es bei Eintritt von Elementarereignissen aufzukommen. Von der Firma Stern und Haferl ist nochmals das Erklären einzuholen, daß sie gewillt sei, den geplanten Bahnbau nach dem von ihnen verfaßten Kostenvoranschlage durchzuführen und zwar soll dieses Erklären in einer für genannte Firma rechtsbindender [-4-] Weise verfaßt sein. 9. Die Gemeinden St. Gallenkirch, Gaschurn und Silberthal haben für theilweise Deckung der Wachekosten, welche in Folge der Maul- und Klauenseuche erwachsen sind, beim Landesausschuße einzukommen. Die diesbezüglichen restlichen Auslagen sind vom Stande-Montafon zu decken. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18981117_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:02 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 17. November 1898 vor dem Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Currenda vom 10. d. Mts. Zl. 103 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Beschlüsse 1. Das von Katharina Saler in Gaschurn gestellte Ansuchen um Nachlassung des Stockgeldes wurde bewilligt. 2. Das Ansuchen der Geschw[ister] Marlin, Geschw.[ister] Schallner und Franz Thöny von Gortipohl um Anerkennung ihrer Rechte in dem ob ihren Gründen liegenden Scherenwalde[?] wird behufs Einholung von Informationen [-2-] vertagt. 3. Der freiwilligen Feuerwehr von Tschagguns wird eine Unterstützung von 100 fl bewilligt. 4. Der freiwilligen Feuerwehr von Bartolomäberg wird ene Unterstützung von 300 fl gewährt. 5. Dem Ansuchen der Gebr.[üder ] Vergud in Gortipohl u. J. Alois Pfeifer in Gaschurn um Nachlaß des halben Stockgeldes wird Folge gegeben. 6. Dem Ansuchen der Alpinteressenten von Gargellen um Einfriedung von Forstculturen wird nicht entsprochen, doch ist das Forstpersonal anzuweisen, dem weidenden Vieh möglichste Schönung zukommen zu lassen. 7. Dem Forstwarte Fleisch in Silbertal wird die Zulassung seinen Sohnes zum Forstdienste bewilligt. 8. Dem Waldaufseher Franz Sandrell in Gaschurn wird seine Jahresentlohnung auf 200 fl sage zweihundert Gulden erhöht. 9. Dem Ansuchen der Sektion Vorarlberg [-3-] um Abgabe von Holz zu einem Anbau an der Tilisuna Hütte um den Stockgeldpreis wird Folge gegeben. 10. Dem Ansuchen der Sektion Lindau D.S.u.Ö.A.V. um Abgabe von Holz zu einem Hüttenbau im Porsalengewalde [Porzaiengawald] um den Stockgeldpreis wird genehmigend entsprochen. Dieser Sektion ist eine Baustelle von 200 m2 unentgeltlich abzutreten, sowie der nötige Grund und Boden unentgeltlich zu überlassen, um den [nachträglich eingefügt: "entsprechenden"] Zugang vom Alpwege zur Hütte herzustellen. 11. Die Bahnangelegenheit mit Schruns Bludenz wurde einer eingehenden Besprechung unterzogen und ganz besonders das Rentabilitätsverhältnis bis in die kleinsten Details besprochen. Einstimmig war man sich einig, daß es für das ganze Thal Montafon von großem Vortheile wäre, wenn daß Bahnunternehmen von den Bewohnern Montafons, hauptsächlich vom Stande Montafon geleistet würde, daher aber [-4-] auch der Stand Montafon dieses Bahnprojekt zweckentsprechend unterstützen müßte. In richtiger Würdigung des Ganzen wurde denn auch einstimmig beschlossen, daß der Stand Montafon für die Förderung des geplanten Unternehmens in ausgiebigster Weise einstehe und an Stammaction ein Kapital von wenigstens 150000 fl sage einhundert fünfzigtausend Gulden zeichne. Die gefertigten Standesvertreter behalten sich jedoch vor die Genehmigung des Gemeindeausschusses einzuholen und verpflichten sich die diesbezüglichen Beschlüsse binnen 14 Tagen einzustellen. 12. Es wurde einstimmig beschlossen die seinerzeit vom hohen Landesausschusse gewährte Prämie pr. 50 fl für Haltung von Ebern der hl. Kurzemann Siegfried, Keßler Peter und Marent Josef ersterer von St. Anton und letzterer von St. Gallenkirch zu gleichen Theilen zukommen [-5-] zu lassen. 13. Auf Verlangen kann eine 4%ige Verzinsung der Assekuranzkapitalien gewährt werden, wenn keine Rückstände vorhanden sind und wenigstens 6 Wochen nach Verfallzeit des Zinses gezahlt wird. 14. Solange die Viehausstellung in Montafon abgehalten wird, ist dieselbe jährlich mit 600 Kr. zu subventionieren. 15. Behufs Inslebenrufen einer Armenversorgungsanstalt für das Thal Montafon wurde ein Comité gewählt, bestehend aus den Herrn Ignaz Battlogg St. Anton Würbel Alois Bartholomäberg Schappler Gottfried Vandans 16. Der Gemeinde Silberthal wurde zur Anschaffung einer Spritze eine Subvention von 200 fl, sage zweihundert Gulden gewährt. 17. Ein Ansuchen mehrerer Bewohner von Vandans um einen Beitrag zur Herstellung [-6-] einer Wasser- und Hydranthenanlage wurde dahin erledigt, daß dieses Unternehmen im Falle des Zustandekommens mit 300 fl, sage dreihundert Gulden zu subventionieren wäre. [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18980119_ltb003...gsges Landtag 02.07.2021 02.07.2021, 09:14 XXX. der Beilagen zu den stenogr. Protokollen des Vorarlberger Landtages. II. Session, 8. Periode 1898. Beilage XXX. WorieHt des Finanzausschusses über verschiedene, ihm vom h. Landtage zugewiesene Gesuche um Unterstützungen. Hoher Landtag! Wie in früheren Jahren, so sind auch in dieser Session von verschiedeneil Vereinen Personen Gesuche um Unterstützungen an den h. Landtag eingebracht worden, >vie folgt: und 1. Vom Vorarlberger Untcrstützuitgsvcrcine in Innsbruck. Dieser Verein, ivelcher sein Ansuchen alle Jahre erneuert, unterstützt ausschließlich Vorarlberger, zum größten Theile Studierende, damr auch arme Witwen und solche, welche die Klinik besuchen, und ist der Finanzausschuss geneigt, für denselben eine Subvention wie in den Vorjahren dem h. Landtage in Antrag zu bringen. 2. Von der Vorarlberger Wohlthätigkeitsgesellschaft in Innsbruck. Dieser Verein hat in den verflossenen zivei Sessionen kein Ansuchen um Unterstützung ein­ gebracht und erscheint es daher für vollständig gerechtfertiget, wenn demselben eine elivas größere Subvention ausgefolgt wird, als dies beim ersteren Vereine der Fall ist. Der Zweck, welchen dieser Verein verfolgt, ist ähnlich wie den erstgenannten nur mit der Ausnahme, dass sich derselbe etwas mehr mit armen Besuchern der Klinik befasst. 179 Beilage XXX. XXX. der Beilagen an den stenogr. Protokollen des Vorarlberger Landtages. 3. Vom Vereine mensa academica in Wien. Dieser Verein erneuert sein Gesuch bei allen Sessionen. Was den Zweck anbelangt, stellt sich derselbe zur Aufgabe, armen Studenten für freie Kost zu sorgen, und entfaltet derselbe eine nicht unbedeutende Thätigkeit, indem der Verein im Studienjahre 1896/97 im Durchschnitte täglich 556 Mittagsportionen an arme Studenten verabreichte, und dürfte es daher angezeigt sein, diesem Vereine eine Unterstützung wie im Vorjahre zukomnien zu lassen. 4. Bom kath. Schulvereine für Österreich in Wien. Dieser Verein entwickelt eine große Thätigkeit auf Bem Schulgebiete und hat sich seit Jahren Sympathie des Vorarlberger Landtages erfreut und soll demselben auch eine Unterstützung wie in. Vorjahren zutheil werden, was um so leichter zuerkannt werden kann, weil der größte Theil, ja noch mehr als die Subvention ausmacht, zu Schulzwecken nach Vorarlberg wieder zurückgekommen der den ost ist. 5. Bom Vereine kranker Studierender in Wien. Dieser Verein, welcher sein Gesuch ebenfalls jährlich erneuert, entwickelt eine ziemliche Thätigkeit in Befolgung seines Zweckes, und liegt dermalen kein Grund vor, den Verein abzuweisen, sondern es empfiehlt sich, demselben die gleiche Unterstützung wie bisher ausfolgen zu lassen. 6. Bom Asylvercine der Wiener Universität. Dieser Verein hat eine große Thätigkeit in Fürsorge für Unterkunft armer Studenten und Besorgung von billiger Ausspeisung, und wird demselben wie in den Vorjahren die gewöhnliche Unter­ stützung zu verabfolgen sein. 1. Vom Aushilfslehrer Joh. Christa» Bischof in Buchboden. Der Aushilfslehrer Bischof sucht um eine jährliche Unterstützung aus Landesmitteln an. Derselbe hat, ohne pensionsfähig zu sein, sich durch ca. 40 Jahre der Schule gewidmet und ist nebenbei noch gebrechlich und befindet sich materiell in ungünstigen Verhältnissen, und wäre daher einer Unterstützung bedürftig und würdig. Bei dem Umstande aber, dass der Landesfond von solchen Unterstützungen nicht in Anspruch genommen werden kann, ist der Finanzausschuss nicht in der Lage, dem hohen Landtage eine Unter­ stützung an den Aushilfslehrer Bischof in Antrag zu bringen, und sollte daher darauf gesehen werden, dass der Gesuchsteller vermöge seiner Dürftig- und Würdigkeit ans einem anderen Fonde, vielleicht ans dem Normalschulfonde eine angemessene Unterstützung erhalte, und wird es daher angezeigt sein, das Gesuch des Joh. Christian Bischof dem Landesausschusse zum weitern Vorgehen abzutreten. 8. Vom Vereine zur Fürsorge von Blinden in Wien. Dieser Verein hat sich zur Aufgabe gestellt, Blinden, welche im k. k. Blindeninstitute in Wien eine Ausbildung erlangt oder eine Arbeit erlernt haben, für eine Existenz zn sorgen und zwar in der Weise, dass sie das Erlernte praktisch ausüben und sich auf diese Art selbst erhalten können. Nach den Vereinssatzungen können aber vom genannten Vereine nur solche unterstützt werden, welche in Wien selbst oder in "Niederösterreich ihren Wohnsitz haben. Da nun dieser Verein mit der vorangeführten Bestimmung für Vorarlberg oder deren Angehörige beinahe oder ganz wertlos erscheint, glaubt der Finanzausschuss, eine Berücksichtigung des Gesuches nicht beantragen zu sollen. 180 Beilage XXX. II. Session der 8. Periode 1898. Der Finanzausschuss erhebt daher folgende Anträge: Der hohe Landtag wolle beschließen: 1. a) b) c) d) e) f) Dem Vorarlberger Unterstützungsvereine in Innsbruck wird eilt Betrag von der Vorarlberger Wohlthätigkeitsgesellschaft in Jnnnsbruck ein solcher von dem Vereine mensa ademica in Wien ein Betrag von dem katholischen Schulvereine für Österreich in Wien einBetrag von dem Vereine krankerStudierender in Wien ein Betrag von dem Asylvereine der Wiener Universität ein Betrag von aus dem Landesfonde ansgefolgt. 30 50 30 100 20 30 fl. „ „ „ „ „ 2. Das Gesuch des Aushilfslehrer Joh. Christian Bischof in Buchboden wird dem Landesaus­ schusse zum weitern Vorgehen im befürwortenden Sinne abgetreten. 3. Auf das Gesuch des Vereines zur Fürsorge von Blinden in Wien wird nicht eingegangen. Bregenz, den 19. Jänner 1898. I. Scheidbach, I. Nägele, Obmannstellvertreter. Berichterstatter. Druck von I. N. Teutsch, Bregenz. 181
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  5. ltb1898
  6. subventionsgesuche
18961201_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 13:51 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns vom 1. Dezember 1896 vor dem Standesrepräsentanten Jakob Stemer Anläßlich der Forsttagsatzung finden sich sämtliche Vorsteher des Thales Montafon mit Ausnahme jener von Lorüns und Stallehr zu einer Sitzung zusammen, um zu berathen über nachstehenden Gegenstand Schaffung eines vollkommen feuersicheren Lokales beim hiesigen k.k. Bezirksgerichte behufs sicherer Unterbringung der Gerichtsakten. Zu diesem Zwecke liegt ein Projekt vor, welches dahin geht, das alte Waschhäuschen [-2-] beim hiesigen k.k. Bezirksgerichte in ein Archiv umgebaut und eine neue Waschküche erstellt würde. Gefaßt wurde nachstehender Beschluß Im Prinzipe sind sämtliche Herrn Gemeindevorsteher mit der vorgeschlagenen Adaptierung und des in Folge dessen nothwendigen Neubaues einverstanden und erklären sich zur Übernahme der erwachsenden Kosten bis zum Höchstbetrage von 1000 fl einverstanden, falls die betreffenden Gemeindeausschüsse ihre Einwilligung hiezu ertheilen. Der diesbezügliche Gemeindeausschußbeschluß ist innerhalb 14 Tagen an den Herrn Standesrepräsentanten einzusenden. Dieser Standesausschußbeschluß hat [-3-] auch die Bestimmung zu enthalten, ob eventuelle Mehrkoten das hohe k.k. Ärar zu tragen hat, oder dieselben der Stand Montafon gegen entsprechende Verzinsung übernimmt. Abgelesen und genehmiget. [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18960903_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:08 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 3. September 1896 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Stemer Jakob Mittelst Currenda vom 27. August d. Js. Zl. 77 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. Zur Hebung der Schweinezucht sind Geldprämien für Eber Schweine und zu diesem Zwecke ein Ansuchen an den hohen Landesausschuß zu stellen. Das Ansuchen, darauf hinzuwirken, daß die Viehausstellung abwechselnd [-2-] in Schruns und in Brunnenfeld abgehalten wird, wurde dahin erledigt, daß der Landesausschuß bittlich anzugehen ist dahin zu wirken, den Bezirke Montafon eine alleinige Viehausstellung zu gestatten. 2. Das Ansuchen des Lorenz Werle von Bartholomäberg Holz, für welches das Stockgeld bereits bezahlt ist, ohne weitere Kosten beziehen zu dürfen, wird bewilligt. 3. Für das zur Reparation der Innerberger Kirche bezogene Holz aus Standeswaldungen wird das Stockgeld nachgesehen. 4. Der Rhonaalpe ist über Ansuchen eine Vergütung von 20 fl zu verabfolgen, da die Aufarbeitung und Lagerung von Brennholz derselben einen ganz bedeutenden Schaden in den besten Weideplätzen verursacht hat. Ansuchen der Alpe Gretsch im Dürrwald um Vergütungen wurde abgewiesen, da ein wesentlicher Schaden [-3-] nicht nachgewiesen erscheint. 5. Zur gewerblichen Fortbildungsschule in Schruns wird pro 1896 eine Renumeration von 10 fl gewährt. 6. Einem Ansuchen der freiwilligen Feuerwehr Schruns punkto Erstellung einer Hydrantenleitung und Entfernung von Schindeldächern, wurde dahin entsprochen, daß für eine Hydrantenleitung, welche zweckentsprechend erstellt werden muß, eine Summe von 8000 fl sage achttausend Gulden aus Brandassekuranzmitteln auszuzahlen ist. Die Auszahlung dieser Summe wird von einer seinerzeitigen Collaudierung abhängig gemacht. Auf ein weiteres Ansuchen um Aussetzung von Prämien punkto Entfernung von Schindeldächern wird nicht eingegangen. 7. Das Ansuchen der Gemeinde Schruns um einen Beitrag zur Anschaffung einer Feuerspritze wird vertagt. 8. Der Gemeinde St. Anton wird zur Anschaffung einer Feuerspritze ein [-4-] Beitrag von 200 fl bewilliget. 9. Der Gemeinde Lorüns wird zur Anschaffung einer Feuerspritze ein Beitrag von 200 fl bewilliget. 10. Von den Jagdpachtgeldern hat jede Gemeinde die Hälfte an die Standeskassa abzuführen. 11. Dem Franz Xaver Scharzhans wird aus der für die bezogenen Telegrafenstangen berechneten Summe per 300 fl ein Betrag von 100 fl nachgelassen so daß nur 200 fl noch zu bezahlen sind. 12. Der Feuerwehr Innerböden Gemeinde Bartholomäberg ist für das bezogene Holz zum Spritzenlokal das Stockgeld nachzusehen. 13. Dem Ansuchen der Witwe Ganahl und des Jakob Juen in Schruns um Nachlaß von Stockgeld wird keine Folge gegeben. 14. Es wird der Beschluß gefaßt den mit der Firma Siemens und Halske abgeschlossenen Vertrag ed. Schruns [-5-] am 24. August 1983 betreffend den Bau der elektrischen Bahn vom Bahnhof Bludenz bis Schruns und des zum Betriebe derselben erforderliche Elektrizitätswerkes, auch jeder anderen Gesellschaft gegenüber aufrecht zu erhalten, welche sich zur Erstellung vorerwähnter Anlagen bereit erklärt. 15. Behufs Erwerbung einer Zuchtstieralpe wird ein Comité bestehend aus den Herrn Schappler Gottfried von Vandans, Battlogg Ignaz von St. Anton und Schönher Michael von Tschagguns aufgestellt. 16. Als Rechnungsrevisoren werden die Herrn Schappler Gottfried von Vandans und Schönher Michael von Tschagguns gewählt. 17. Dem Wasenmeister Juen wird eine Vergütung von 15 fl bewilliget. 18. Beim Ankaufe eines Bergmahdes G.R.Nr. 1001 Weide und 1/m. Wiese mit 13 Joch 699 Quadratklafter Gemeinde Vandans wird die Genehmigung ertheilt. 19. Zur Herstellung eines Weges über [-6-] den sogenannten Lerchenhügel wurde der Gemeinde Stallehr ein Beitrag von 70 fl gewährt, da selbe noch nicht viel aus Standesmittel bezogen hat. 20. Dem Standeskassier Geiger wurden aus Assekuranzmitteln 50 fkl jährliche Gehaltserhöhung bewilliget. [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18950905_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:29 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 5. September 1895 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Stemer Jakob In Folge Einladung vom 2. September 1895 Zl. 50 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Beschlüsse 1. Es wurde der einstimmige Beschluß gefaßt den 1. Schrunser Herbstviehmarkt am 23. und 24. September abzuhalten. Dieser Termin ist in sämtlichen Landesblättern, dann in den geeigneten Blättern der Schweiz, Bayern, [-2-] Würthemberg, Baden, Ober- und Niederösterreich, Tirol etc. auszuschreiben. 2. Es wurde beschlossen die bisher vom Viehversicherungsvereine getragene Enthlohnung von 130 fl an den Standesthierarzt Anton Fitsch auf den Stand Montafon zu übernehmen. 3. Punkto Auszahlung der Schadenersätze in Folge des Brandes vom 24. Juni d. Js. an Peter Perter wurde vertagt. 4. Als Rechnungsrevisoren wurden die Herren Schappler Gottfried von Vandans und Schönher Michael von Tschagguns gewählt. 5. Der freiwilligen Feuerwehr von Bartholomäberg wurde aus Feuerassekuranzmitteln eine Unterstützung von 300 fl. bewilligt. 6. Dem Ansuchen des Christian Scheibenstock von Bartholomäberg wurde dahin entsprochen, [-3-] daß demselben die Hälfte von 150 fl Stockgeld, das sind 75 fl nachgelassen wird. 7. Aus dem Erlöse für die Gipssteuer im Wenser Tobel per 52 fl haben 20 fl in die Standeskassa zu fließen, während 32 fl der Gemeinde Vandans zufallen. [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18940928_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:13 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 28. September 1894 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Stemer Jakob Mittelst Currenda vom 24. September d. Js. Zl. 50 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Es wurden gefaßt nachstehende Beschlüsse 1. Der freiwilligen Feuerwehr Bings, respektive der Gemeinde Stallehr wird zur Anschaffung von Feuerwehrrequisiten ein Unterstützungsbeitrag von 50 fl bewilliget. 2. In die Commission zur Standeswäldervermarkung wird an Stelle des zurückgetretenen Peter Lorenz Bargehr als neues Mitglied Josef Bargehr von St. Gallenkirch bestimmt. 3. Das Unterstützungsansuchen des Michael Fritz [-2-] in Innerböden Gemeinde Bartholomäberg wurde abgewiesen. 4. Der freiwilligen Feuerwehr in Vandans wurde zur Anschaffung von Feuerlöschrequisiten und Montourstücken ein Unterstützungsbetrag von 100 fl bewilliget. 5. Über Ansuchen des k.k. Steueramtes Schruns um Reparaturen in den Aborten des Standesgebäudes wegen Feuchtigkeit in den Amtslokalitäten wurde beschlossen die nöthigen Arbeiten vornehmen zu lassen. Ebenso wurde beschlossen im Amtszimmer des Herrn k.k. Bezirksrichters einen Parquettboden herstellen zu lassen. 6. Es wurde beschlossen zur Herstellung eines Weges aus dem Maisäß Valblein[?] durch das Gravestobel über Marentes[?] und Jetzmund noch St. Anton einen Beitrag von 50 fl unter der Bedingung zu bewilligen, daß dieser Weg auch für die Zukunft dauerhaft gebaut ist. 7. Für die aus Standeswaldungen [-3-] bezogenen Telegrafenstangen wurde dem H[och]l[öblichen] Schwarzhand Franz Xaver ein Gesamtbetrag von 300 fl berechnet. Dieser Betrag ist binnen 14 Tagen bei Exekutionsvermeidung einzuzahlen. 8. Als Rechnungsrevisoren werden die Herren Tschofen Karl und Würbel Alois gewählt [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18930801_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:15 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Standesausschußsitzung am 1. August 1893 in der Gemeindekanzlei zu Schruns vor dem Standesrepräsentanten Jakob Stemer Auf Grund der Currenda vom 27. Juli 1893 Nr. 73 sind erschienen die am Ende gefertigten Standesaussschußmitglieder Tagesordnung 1. Ansuchen des katholischen Bauernvereins von Montafon betreffend die Beschickung der Wiener Viehausstellung 2. Besprechung bezüglich Beitragsleistung zum Bau der Gargellner Straße 3. Ansuchen der Gemeinde Bürs um Holzbezugsbewilligung zur zum Baue eines neuen Stalles in Salonien. 4. Ansuchen der Gemeinde Stallehr um Ausscheidung aus dem Standesverbande 5. Ansuchen des Steueramtes Schruns um Legung eines neuen Kanzleibodens 6. Freie Anträge. [-2-] Beschlüsse ad 1. Nachdem bei der über ganz Vorarlberg verhängten Viehsperre eine Beschickung der Wiener Viehausstellung unzulässig erscheint, muß das Ansuchen des katholischen Bauernvereines abgewiesen werden. ad 2. Nachdem die Thalstraße bis Partenen in einem ziemlich schlechten Zustande ist, ist der Standesausschuß der ausschließlichen Meinung eventuell verwendbare Gelder des Standes Montafon in erster Linie auf diesem Hauptweg zu verwenden, daher ein Beitrag zur Gargellner Straße einstimmig abgewiesen wird. ad 3. Nachdem der von der Gemeinde Bürs angesuchte Holzbezug viel zu groß ist und im Relsthale vorhandene Waldungen ohnedies über die Ertragsfähigkeit belastet sind, wird das gestellte Ansuchen einstimmig abgewiesen. ad 4 Nachdem ein Austritt der Gemeinde Stallehr den übrigen Standesgemeinden größere Lasten aufladen würde, wird [-3-] deren Ansuchen abgewiesen. ad 5. Es wurde beschlossen im Steueramtslokale einen Parquettboden aus Bauholz zu legen. ad 6. Es wurde einstimmig beschlossen in jeder Beziehung gegen den Beschluß des landwirtschaftlichen Vereines bezüglich Verlegung der Vorarlberger Viehmärkte Stellung zu nehmen und sich dies betreffend mit den Standesvertretungen des Bregenzerwaldes ins Einvernehmen zu setzen. ad 7. Der Alpe Ronen wurden im heurigen Frühjahr 20 Klafter Lawinenholz zum freien Bezuge bewilligt. Nachdem nun stath 20 Klafter 80 Klafter Holz aufgearbeitet sind, wird einstimmig beschlossen auf das Mehr über den 20 Klafter das Eigentumsrecht geltend zu machen. ad 8. Als Rechnungsrevisoren wurden die Herrn Schönherr Michael und Schappler Gottfried gewählt. ad 9. Es wurde beschlossen allen an den letzten Bärenjagden sich Betheiligten einen Taglose von 1 fl 50 Kr [-4-] aus Standesmitteln auszubezahlen. ad 10. Der Kapelle in Gantschier wurde der unentgeltliche Holzbezug aus Standeswäldern bewilligt. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18921012_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 13:29 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 12. Oktober 1892 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Stemer Jakob Mittelst Currenda vom 4. Oktober 1892 d. Js. Zl 107 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. Zur Verfassung des Standesinventars wurde eine Commission bestehend aus den Herren Stemer Jakob, Schappler Gottfried und Schönherr Michael gewählt. 2. Behufs Abmarkung der Standeswaldungen wurde zu einer bereits bestehenden Vermarkungs Commission zusammengesetzt und dem Herrn Wittwer Jakob Standesförster in Tschagguns [-2-] Schappler Gottfried Standesausschuß in Vandans und Sander Franz von Schruns, dann Battlogg Ignaz von St. Anton als Ersatzmann eine zweite gewählt, bestehend aus den Herrn Jakob Wittwer Standesförster zu Tschagguns, Bargehr Peter Lorenz in St. Gallenkirch und Rudigier Johann Anton in Gaschurn, dann Tschofen Karl Standesausschuß in Gaschurn als Ersatzmann. Zu der erstgenannten Commission wurde statt Wittwer Jakob Ganahl Anton Forstwarth bestimmt und hat dieselbe die Vermarkungen in Außerfratte zu besorgen, während die zweite die Vermarkungen in Innerfratte durchzuführen hat. 3. Es wurde der einstimmige Beschluß gefaßt für das Gemeindegebiet von St. Gallenkirch einen zweiten Waldaufseher anzustellen, vorerst jedoch mit dem bereits angestellten Waldaufseher zu unterhandeln um dessen Entlohnung herabzumindern. 4. Über Verumlagung der Standeserfordernisse und Einzug der Stockgelder wurde beschlossen eine Commission bestehend [-3-] aus den Herrn Tschofen Karl, Kraft Christian und Bargehr Leo zu wählen, welche ein Referat bis zur nächsten Standesausschußsitzung auszuarbeiten und vorzulegen hat. 5. Die Gründung einer eigenen Mobilienbrand Assekuranz für das Thal Montafon wird bis auf Weiteres hinausgeschoben. 6. Dem Forstwarth Galehr in Vandans wurde gestattet einen Substituten in seinen Bewachungsbezirke zu stellen. 7. Der Beschluß vom 15. Dezember 1891 Punkt 1 betreffend die Montafoner Bahn wird hiemit vollinhaltlich genehmigt. 8. Die Ausgabe von 1000 fl zum Straßenbau ins Gargellenthale wird verweigert, da im Thale Montafon noch viele wichtigere Wege zu erhalten sind. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18920913_SV_Mon...ns_Ha StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:45 [Anmerkung des Sachbearbeiters Markus Kuhn [2008]: Die nachstehenden neun Schriftstücke sind bei den originalen Papier-Akten des Standes Montafon in einem Bogen zusammengefaßt aufbewahrt und werden nach Transliteration nachstehend in einer Datei gemeinsam abgespeichert] __________________________________________________________________ [Beilage] [Beilage: Schreiben mit vorgedrucktem Briefkopf und handschriftlichem Inhalt] [-1-] SIEMENS & HALSKE Wien, am 13. September 1892 J.-Nr. 1173/II ABTHEILUNG II WIEN III/1, Apostelgasse 12. Es wird gebeten, im Antwortschreiben die J.Nr. anzuziehen und obige Firmenbezeichnung genau zu beachten. _______________ Telegramm-Adresse: Wernerwerk, Wien. ________ Euer Wohlgeboren! In Beantwortung Ihrer geschätzten Zuschrift vom 27. August d.J. beehren wir uns Ihnen mitzutheilen, daß wir uns entschlossen haben, um die Concession für die elektrisch zu betreibende Bahn von Bludenz nach Schruns und für die mit dem Betriebe dieser projektierten Bahn in in Verbindung stehende Anlage für Licht- und Kraftabgabe einzukommen. Zu diesem Zwecke haben wir bereits die nöthigen Vorbereitungen getroffen und haben wir auch mit Herrn Ingenieur Moldenhauer bezüglich Überlassung seiner bisherigen Vorarbeiten an uns geeinigt. Wir werden, sobald alle nothwendigen Belege, Zeichnungen und Schriftstücke vorhanden sind, unverzüglich beim Handelsministerium behufs Einleitung der definitiven Concessionsverhandlungen vorstellig werden. Wir setzen dabei unbedingt voraus, daß die bisherigen Zugeständnisse der Interessenten aufrecht erhalten werden, daß mithin der Stand Montafon auf seinen Beschlüssen vom 15. Dezember 1891 beharrt und den in ihrer geehrten vom [-2-] 16. Dezember 1981 festgelegten Standpunkt auch bei der bevorstehenden Concessionsverhandlung einnehmen wird. Hochachtungsvoll ppa. [Stempel:] Siemens & Halske [unleserliche Unterschrift] [Adresse: "Herrn Stemer Standesrepräsentant des Standes Montafon Schruns Vorarlberg] [Beilage: Schreiben mit vorgedrucktem Briefkopf und handschriftlichem Inhalt] CARL BAUER Innsbruck, den ...27 September 1892 Berg- und Hüttendirector a. D. Brief- und Telegramm-Adresse: behördlich autorisierter Director Bauer Innsbruck Berg- und Civil-Ingenieur Bureau: Wilten, Bahnstraße 3. Geehrter Gerichtsstand Montafon Schruns frage mich höflichst an ob Sie wegen der elektrischen Bahn schon einen Beschluß gefaßt haben, und wenn nicht ob Sie geneigt wären mit der Firma Oerlikon, welche zu solchen Bahnen am meisten geleistet hat, in Verhandlungen zu treten, in welchem Falle ich als Vertreter der Firma dorthin kommen würde. Ihrer frdl. Nachricht entgegensehend zeichne hochachtungsvoll Bauer [Beilage: Schreiben mit vorgedrucktem Briefkopf und handschriftlichem Inhalt] SIEMENS & HALSKE Wien, den 9. Feber 1893 J.-Nr. 530/II ABTHEILUNG II WIEN III/1, Apostelgasse 12. Es wird gebeten, im Antwortschreiben die J.Nr. anzuziehen und obige Firmenbezeichnung genau zu beachten. _______________ Telegramm-Adresse: Wernerwerk, Wien. ________ An den verehrlichen Standesrepräsentanten d. Standes Montafon Herrn Jakob Stemer Schruns Wir bestätigen den Empfang Ihrer geehrten Zuschrift vom 4. d. M. Nr. 20 und beehren uns ganz ergebenst mitzutheilen, daß die Verzögerungen wegen weiterer Betreibung der Bahnangelegenheit Bludenz-Schruns lediglich auf den Tod des Chefs unserer Firma Herrn Geheimrath Dr. Werner Siemens und auf die dem Ableben derselben vorausgegangene Krankheit zurückzuführen sind. Nachdem nunmehr bezüglich der weiteren Führung der Firma die erforderlichen Regelungen durchgeführt sind, werden wir unverzüglich die Verhandlungen bezüglich der Bahn Bludenz-Schruns wieder aufnehmen und hoffen, Ihnen bereits in den nächsten Tagen diesbezüglich weitere Mitteilungen machen zu können. Mit vorzüglicher Hochachtung ppa Siemens & Halske [Beilage: Schreiben mit vorgedrucktem Briefkopf und handschriftlichem Inhalt] Innsbruck am 18.4.93 Max Eberhardt Ingenieur Hr. Wohlgeboren Herrn Gemeindevorsteher in Schruns Unter Bezugnahme auf meine mit Ihnen seinerzeit gepflogene Unterredung, beehrte ich mich hiemit Sie zu benachrichtigen, daß ich mich definitiv entschlossen habe, den Bahnbau Bludenz-Schruns mit Dampfbetrieb in die Hand zu nehmen. Da ich Ihnen jedoch betreffs Anlage einer elektrischen Bahn durchaus nicht hindernd in den Weg treten will, so habe ich Herrn Ferd. Gaßner in Bludenz besucht und ihm diese Mittheilungen gemacht. Ich würde Ihnen nun sehr verbunden sein, wenn Sie mir gefälligst umgehend mittheilen wollten, ob das Project der elektrischen Bahn seit meiner Anwesenheit in Schruns einen Schritt weiter gemacht hat und ob Aussicht auf eine baldige Inbetriebnahme besteht. Wenn nicht, ersuche Sie höflichst, mir beförderlich die von Ihnen bereits erbetenen Angaben zustellen zu wollen, worauf ich die Angelegenheit energisch in die Hand nehmen werde.- Hochachtungsvoll Eberhard Max [Beilage: Schreiben mit vorgedrucktem Briefkopf und Schreibmaschinenschrift] SIEMENS & HALSKE Berlin S.W. Markgrafen-Strasse 94 Berlin, den 19. Juli 1893 J.No. 27146 An den Standes Repräsentanten Herrn Bürgermeister Jac. Stemer SCHRUNS ------Wir erhielten Ihre geehrte Zuschrift vom 10.ds.Mts.-J.No. 70-, mit welcher Sie uns die vom Stande Montafon unterschriebenen Verträge betr. der elektrischen Bahn Bludenz-Schruns zusenden. Zu unserem Befremden sehen wir, dass die Herren Gemeinde-Vorsteher von Gaschurn und Vandans bei ihren Unterschriften noch besondere vorbehaltliche Bemerkungen gemacht haben, welche unseres Erachtens bereits durch den Wortlaut des Vertrages vollständig erledigt sind und zur klaren Fassung und Deutlichkeit des Vertrages nicht beizutragen geeignet sind. Wir bedauern deshalb die uns übersandten Vertragsexemplare nicht unterfertigen zu können, es sei denn, dass uns von den genannten Herren Gemeinde-Vorstehern die anliegenden Erklärungen abgegeben werden. Nach Eingang dieser Erklärungen würden wir den Vertrag sofort unterzeichnen und ein Exemplar zurücksenden. Wir bitten uns für die ohne unser Zuthun entstandene Verzögerung in der Vertragsvollziehung, welche leider auch eine Verzögerung unseres Concessionsansuchens beim hohen k.k. Handelsministerium zur Folge hat, nicht verantwortlich machen zu wollen. Hochachtungsvoll ppa Siemens u. Halske [Beiliegende Erklärung [als getippter Blaupause-Durchschlag]:] Erklärung Nach Aufklärung darüber, dass der bei Unterschrift des Vertrages mit der Firma Siemens & Halske betr. der elektrischen Bahn Bludenz - Schruns dd. Schruns den 24. Juni 1893 von der Gemeindevorstehung Vandans beigefügte Vorbehalt bereits in dem Vertrage selbst gebührende Berücksichtigung und Erledigung gefunden hat, wird der bei der Unterschrift des Vertrages gemachte Vorbehalt hiermit als gegenstandslos erklärt, die Unterschrift selbst aber aufrecht erhalten Die Gemeinde-Vorstehung Vandans [Beilage: Schreiben des Vorarlberger Landesausschusses] [geprägter Briefkopf: "DER LANDESAUSSCHUSS VON VORARLBERG"] Z: 4665 An Herrn Jakob Stemmer Standesrepräsentant in Schruns Der Landesausschuß hat in heutiger Sitzung dem mit Bericht vom 6. September d. J. Nr. 96 in Vorlage gebrachten Vertrage vom 24. beziehungsweise 31. August d. J. zwischen dem Stand Montafon und der Firma Siemens & Halske in Wien betreffend die Erstellung einer elektrischen Bahn von Bludenz nach Schruns, nachdem laut weiterem Berichte vom 11. September Z: 99 auch sämtliche Ausschüsse der betheiligten Gemeinden in rechtskräftigen Ausschüssen ihr Einverständnis und ihre Zustimmung zu demselben ausgesprochen haben, auf Grund des §. 88 der L.O. die Genehmigung ertheilt, und folgt der Vertrag mit der Genehmigungsklausel versehen zurück Bregenz am 14. September 1893 Der Landeshauptmann Adolf Rhomberg [Beilage in Maschinenschrift] SIEMENS & HALSKE Wien, 28. November 1896 J.-Nr. 16674/II ABTHEILUNG II WIEN III/1, Apostelgasse 12. LÖBLICHE STANDESREPRÄSENTANZ! In Beantwortung der sehr geehrten Zuschrift vom 30. Oktober und 18. November 1895, betreffend die im Montafonerthale geplanten elektrischen Anlagen, theilen wir ganz ergebenst mit, dass wir zu unserem Bedauern zur Kenntnis nehmen mussten, dass der Stand Montafon weder gesonnen ist, seinen seinerzeitigen Beschluß, sich an der Anlage zu betheiligen zu reactiviren, noch eine Zinsengarantie für das Unternehmen zu übernehmen. Durch diese Stellungnahme wird uns die Realisierung der geplanten Bahn-, Kraft- und Lichtwerke ungemein erschwert, ja vielleicht sogar unmöglich gemacht. Jun unserem ergebenen Schreiben vom 29. September d.J. haben wir der löblichen Standesrepräsentanz die Gründe klargelegt, die die Finanzirung der Montafoner Elektricitätswerke so schwierig gestalten. Wir haben aber auch erklärt, dass wir es uns angelegen sein lassen, nach wie vor an der Realisirung der Anlage zu arbeiten. Der löblichen Standespräsentanz wird es nicht unbekannt sein, dass im laufenden Jahre Herr Ingenieur Moldenhauer auf unsere Kosten längere Zeit und wiederholt im Montafonthal geweilt hat, um im Interesse der Realisirung der geplanten Anlage zu wirken. Ferner dürfte es nicht unbekannt sein, dass erst vor wenigen Monaten Herr Baumeister Wolf auf unsere Kosten mit Projectirungen für die geplante Kraftwerkanlage beschäftigt war. [Briefumschlag: "An die löbliche Standesrepräsentanz vom Stande Montafon Schruns Vorarlberg Siemens & Halske Wien, III. Apostelgasse No. 12, beantworten die geehrte Zuschrift vom 30. October und vom 18. November 1895, betreffend die projectirten elektrischen Anlagen im Montafonthal."] [Beilage: Schreiben mit vorgedrucktem Briefkopf und handschriftlichem Inhalt] [-1-] SIEMENS & HALSKE Wien, 20. Dezember 1893 J.-Nr. 4593/II ABTHEILUNG II WIEN III/1, Apostelgasse 12. Es wird gebeten, im Antwortschreiben die J.Nr. anzuziehen und obige Firmenbezeichnung genau zu beachten. _______________ Telegramm-Adresse: Wernerwerk, Wien. ________ Herrn Jakob Stemer Standesrepräsentant Schruns Im Anschluß an die Commission vom 4. Dezember, betr. die Wasserkraftanlage im Montafonerthale, hat die löbliche Bezirkshauptmannschaft von Bludenz die in Copie beiliegende Zuschrift an uns gerichtet. Nach dieser Zuschrift sollen bis zur Fortsetzung der Wasserrechts Commission am 29. Jänner 1894 die Grundeinlösungsverhandlungen soweit dies auf gütlichem Wege möglich ist, mit den Parteien durchgeführt werden. Nach § 6 unseres Vertrages mit dem Stande Montafon ist letzterer verpflichtet, die Einlösung vorzunehmen, wohingegen wir die halben Kosten der Einlösung zu vergüten haben. Im Interesse der Beschleunigung der Angelegenheit haben wir Herrn Baumeister Wolf in Bludenz in dieser Angelegenheit [-2-] mit unserer Vertretung beauftragt, damit er mit den Parteien in Bezug auf die Grundablösung Fühlung nehmen und sich diesbezüglich mit Ihnen verständige. Andererseits bitten wir Sie ganz ergebenst, die nöthigen Schritte zu thun, damit dem behördlichen Auftrage möglichst entsprochen werde. Da die Canaltrace in Folge der Katastrophe am Fens-Tobel [Vensertobel] noch verschoben werden muß und noch nicht feststeht, dürfte es zweckmäßig sein, sich von den Grundeigenthümern vorläufig nur schriftliche Erklärungen über die von denselben geforderten Einheitspreise pro qm oder pro Quadratklafter geben zu lassen. Ihrer geneigten Äußerung entgegensehend, zeichnen wir hochachtungsvoll ergebenst! ppa Siemens & Halske [unleserliche Unterschrift] [Beilage: Abschrift eines Schreibens der Bezirkshauptmannschaft Bludenz] Abschrift Nr 11683 An die löbliche Firma Siemens & Halske Wien ____ III Apostelgasse 12 Ihrem durch dero bevollmächtigten Vertreter Herrn Paul Liez gestellten protokollarischen Besuchen vom 4. d. Mts. es wolle die mit h.a. Edikte vom 3. v. Mts. N. 10451 angeordnete wasserrechtliche Verhandlung, betreffend Verleihung des Wasserbenützungsrechtes aus der Ill vom Venstobel bis zur oberen Brücke in Lorüns, auf den 29. Jänner 1894 um 10 Uhr vormittags verlegt werden, wird unter der Bedingung Folge gegeben, daß nicht nur bis zum 14. des nächsten Monats das neuausgearbeitete Projekt behufs h[ier] a[mtlicher] Auflage zu Jedermanns Einsicht anhergeleitet werde, sondern auch bis zum Concessionstage die Grundeinlösungsverhandlungen mit den Parteien, soweit dies auf gütlichem Wege möglich ist, durchgeführt sein werden.
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18920813_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:27 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 13. August 1892 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Stemer Jakob Mittelst Dekrets vom 4. August 1892 Zl. 82 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Nachdem sämmtliche Standesausschüsse versammelt waren und die Ausschußsitzung durch den Vorsitzenden eröffnet war, wurden gefaßt nachstehende Beschlüsse 1. Es wird der einstimmige Beschluß gefaßt gegen die Verlegung des ersten Bludenzer Herbstviehmarktes auf den 23. und 24. September mit allen zu Gebote stehenden gesetzlichen [-2-] Mitteln anzukämpfen. 2. Der Standesausschuß faßt den einstimmigen Beschluß die Situationspläne sämtlicher Standeswälder behufs Erwerbung des Eigenjagdrechtes in denselben beim Grundsteuerevidenzhaltungsgeometer Herrn Croce in Bludenz anfertigen zu lassen. 3. Der freiwilligen Feuerwehr von Tschagguns wurde eine Unterstützung von 120 fl und jener von Schruns eine solche von 80 fl aus der Brandassekuranzkassa gewährt. 4. Zur Herstellung einer Straße aus der Kreuzgasse, Gemeinde St. Gallenkirch nach Gargellen wird kein Beitrag aus Standesmitteln gewährt. 5. Jakob Bertle von Schruns wird mit seinem Ansuchen zur Holzbezugsbewilligung aus Standeswäldern abgewiesen. 6. Da die Haltung von Zuchstieren von Seite des Standes Montafon oder eine Unterstützung zur Haltung derselben mit zu vielen Unzukömmlichkeiten [-3-] verbunden wäre, wird er einstimmige Beschluß gefaßt, hiervon abzusehen, dagegen wurde jedem der anwesenden Herren Gemeindevorsteher auf das wärmste anempfohlen, dieser für das ganze Thal so wichtigen Angelegenheit das größte Augenmerk zuzuwenden und in seiner Gemeinde dahin zu wirken, daß diesbezüglich das Möglichste geschehe. 7. Als Rechnungsrevisoren werden die Herren Gemeindevorsteher Schappler Gottfried und Schönher Michael gewählt. 8. Ein Ansuchen des Bezirksgerichtes Schruns um Austäfelung des Archives wurde einstweilen abgewiesen. 9. Den Alpinteressenten von Ronen in der Gemeinde Silberthal wurde die Bewilligung ertheilt das jetzt noch nicht aufgearbeitete Brennholz nach ihrem Gutdünken zu verwenden, als Entschädigung für den der Alpe zugefügten Schaden. Als restliches Brennholz wird jenes angesehen [-4-] welches über die aufgeschichteten 124 Klafter noch vorhanden ist. 10. Dem Wasenmeister Christian Juen wurde eine Lohnerhöhung von jährlich 310 auf 350 fl gewährt. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18911215_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 13:18 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 15. Dezember 1891 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Stemer Jakob Mittelst Dekrets vom 9. d. Mts. Zl. 148 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Tagesordnung 1. Vorlage eines Antrages der Firma Siemens und Halse in Wien punkto Übernahme des Baues der Montafoner Bahn. 2. Ansuchen des Oberschützenmeisters Zuderell in Schruns um eine Unterstützung zum Bau eines Schießstandes. [-2-] Beschlüsse ad 1. Auf den von der p.t. Firma Siemens und Halske gestellten Antrag wurde einstimmig beschlossen einzugehen unter nachstehenden Modalitäten: Siemens und Halske baut die elektrische Anlage und finanziert das ganze Unternehmen ohne daß sich der Stand Montafon mit einem Kapitale hieran betheiliget. Die Erhaltung der ganzen Concurrenzstraße unter Wegfall des Zolles fällt der Bahngesellschaft zu. Zum Brückenbau in Vandans ist ein einmaliger Betrag von 200 fl zu zahlen. Sobald das Unternehmen sich über 5% verzinst, sind zu Wegbauten in Montafon jährlich 250 fl zu zahlen. Der Stand Montafon löst den Grund und Boden von Schruns bis zur Alfenzbrücke, soweit er nach den heute vorliegenden Plänen erforderlich wird, ab, und stellt ihn der Bahngesellschaft unentgeltlich zur Verfügung. Der Grund und Boden zum Canalbaue [-3-] wird ebenfalls noch den bisher vorgelegten Plänen abgelöst und der Gesellschaft gegen Rückvergütung derselben Kosten zur Verfügung gestellt. Der Stand Montafon trägt an der Einzäunung des Bahnkörpers die halben Kosten, sollte jedoch zwischen Bahn und Straße ein Mittelzaum erforderlich sein, soll diesen die Gesellschaft zu erstellen einzuhalten. Die jetzt bestehenden Schottergewinnungsplätze werden unentgeltlich zur Verfügung gestellt, sollte jedoch zu einem oder dem anderen eine Zufahrt nothwendig werden, würde sich der Stand wieder zu der Herstellung noch zur Ablösung des Grundes kümmern. Wird jedoch die Schottergrube in St. Anton benützt, kann die Zufahrt ohne Kosten einer Ablösung hergestellt werden. Die Erhaltung der alten Straße von St. Anton bis zur ersten Illbrücke für den Viehtrieb kann der Stand Montafon nicht über sich nehmen, da dies die Bahngesellschaft mit ganz geringen Kosten selbst durchführen kann, indem der geringe Verkehr über diese Straße kaum zu jährlichen Auslagen führen dürfte und eine Einzäunung nicht statt zu finden hat, da dieses die Anrainer zu besorgen haben. An der am 12. August 1890 vorgenommenen Prozentvertheilung wurde nachstehende Änderung vorgenommen: Der Gemeinde Lorüns wird 1% zugetheilt, welche [durchgestrichen: "beim Stande Montafon"] bei der Montafoner Brandassekuranz in Abrechnung kommt, daher dieselbe statt 20% nur 19% zu tragen hat. ad 2. Zu Schießstandsbau in Schruns wird das ganze erforderliche Holz aus Standeswaldungen unentgeltlich bewilligt. ad 3. Dem Ansuchen des Franz Brugger von Tschagguns um Fällungsbewilligung von 16 schweren und 16 leichten Bau- und Sagstämmen wurde zu einem Drittel [-4-] Folge gegeben. ad 4. Der Gemeinde St. Anton wird zur Anschaffung einer neuen Feuerspritze ein Beitrag von 250 fl bewilligt aus der Brandassekuranzkasse. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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18910812_SV_modifiziert StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:05 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 12. August 1891 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Stemer Jakob Mittelst Dekret vom 6. August 1891 Bl. 94 wurden auf heute sämtliche Standesausschüsse einberufen und sind erschienen die Gefertigten Tagesordnung 1. Weitere Besprechungen über den Bau der Montafoner Bahn 2. Freie Anträge Beschlüsse ad 1. Der Standesausschußbeschluß vom 6. Juni 1891 wird in folgender Weise modifiziert: a) Nach Genehmigung durch die Gemeindeausschüsse betheiliget sich der Stand Montafon bei Bildung einer Aktien Gesellschaft, welche das Eisenbahn- und das elektrische Unternehmen [-2-] zusammen umfaßt mit einem Aktion Kapital von mindestens 200000 fl, b) oder der Stand baut nur die Bahn als elektrische Bahn auf seine Kosten und bezieht von einer separat zu bildenden Elektrizitätsgesellschaft die elektrische Kraft gegen Barvergütung unter der Voraussetzung daß der in dieser Weise eingerichtete Betrieb nicht mehr kostet als Dampfbetrieb. Als Basis soll dabei angenommen werden, daß die Betriebskosten mittelst Elektrizität für eine tägliche 5malige Zugsförderung nach jeder Richtung nicht größer sind als die einer täglichen 3maligen Zugsförderung nach jeder Richtung mittelst Dampf. 2. Die Herren Jakob Stemer, Ignaz Battlog von St. Anton und Schappler Gottfried von Vandans werden aufgefordert in Verbindung mit Herrn Ingenieur Moldenhauer unter Zuziehung eines von obgenannten Herrn erwählten Technikers nicht allein die obgenannten Betriebskosten sondern auch die Baukosten festzustellen, welche dem Stande Montafon aus dem Baue einer elektrischen Bahn nach 1 b erwachsen würden und die Resultate dieser Prüfung dem Standesausschussse vorzutragen. 3. Der Standesrepräsentant Herr Jakob Stemer hat nach Feststellung der für 1 b erforderlichen Bausummen unter Vorlage des Projektes den Landesausschuß von dem unter 1 a und b gefaßten Beschlüssen in Kenntnis zu setzen und um Bewilligung zur Aufnahme der nothwendigen Geldmittel zu ersuchen. 4. Sollte eine Gesellschaft nach 1 a zu Stande kommen, so ist darauf hin zu wirken, daß dieselbe ihren Sitz in Schruns hat. 5. Die Herrn Concesssionäre werden aufgefordert sich mit der Stadt Bludenz und dem dortigen Hauptinteressenten in Verbindung zu setzen und dahin zu wirken, daß a) Die Trasse ["Trace"] der Bahn unter dem alten Friedhofe her mit gänzlicher Auflassung der Doggelimi[?] Friedhof-Apotheke, -Stadtgraben geführt werde und daß b) die Stadt Bludenz den zur Bahnanlage nöthigen Grund und Boden auf ihrem Gebiete selbst erwirbt und dem Bahnunternehmen unentgeltlich zur Verfügung stellt. c) Es sollen die Wünsche der Stadt Bludenz [-3-] in Bezug auf Haltestellen, Fahrordnung u.s.w. eingeholt werden. 6. Die Herrn Concessionäre werden aufgefordert baldmöglichst das k.k. Handelsministerium um die Tracen Revision, sowie die polit[ische] Behörde um Begehung der Linie anzugehen, und wird der Stand Montafon die hiezu erforderlichen Geldmittel gegen spätere Rückerstattung von einer unter 1 a zu bildenden Gesellschaft vorschießen. 7. Der Beschluß des Standesausschusses vom 12/8 1890 wird für den Fall der Betheiligung des Standes Montafon nach I a dahin abgeändert, daß der Stand Montafon den für das Bahnunternehmen auf seinem Gebiete notwendigen Grund und Boden selbst erwirbt und der Gesellschaft unentgeltlich zur Verfügung stellt. Ferners soll für denselben Fall (I a) der für Wegverbesserung an den Stand zu zahlende Betrag von jährlich 250 fl in Wegfall kommen. An den übrigen am 12/8 1890 gefaßten Beschlüssen wird nichts geändert. Sollte sich jedoch der Stand Montafon [-4-] nicht nach 1 a bei dem Unternehmen beteiligen, dann bleibt der am 12/8 1890 gefaßte Beschluß in seinem vollen Umfange aufrecht. Abgelesen und unterfertiget [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ortsvorsteher]
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18910812_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 11:48 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 12. August 1891 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Stemer Jakob Mittelst Dekret vom 6. August 1891 Bl. 94 wurden auf heute sämtliche Standesausschüsse einberufen und sind erschienen die Gefertigten Tagesordnung 1. Weitere Besprechungen über den Bau der Montafoner Bahn 2. Freie Anträge Beschlüsse 1. An dem Unternehmen sowohl Bahn- wie elektrische Anlagen, dann um Betriebe konkurrieren die Gemeinden Montafons nach folgendem Prozentsatze, vorbehaltlich der Genehmigung von Seite der betreffenden Gemeindeausschüsse [-2-] Schruns Silberthal Gaschurn St. Gallenkirch Vandans Lorüns Stallehr 48 Prozent 4 8 10 6 2 - St. Anton Bartolomäberg Tschagguns 2 9 11 Der Standesausschuß wählt einstimmig ein Comité bestehend aus dem Herrn Standesrepräsentanten Jakob Stemer, dann den Standesausschußmitgliedern Schappler Gottfried von Vandans und Battlogg Ignaz von St. Anton, welche die Aufgabe zutheil wird, die Projekte nach den bisher gefaßten Beschlüssen des Standesausschusses zu prüfen und haben dieselben zur Lösung der ihnen gestellten Aufgabe einen tüchtigen technischen Sachverständigen auf Rechnung des Standes beizuziehen. Auch das Projekt einer Dampfbahn ist einer genauen Prüfung zu unterziehen und sind die diesbezüglichen [-3-] Ergebnisse binnen kürzester Zeit dem Standesausschusse vorzulegen. 2. Es wird er einstimmige Beschluß gefaßt, die bisher an Herrn Dr. Hefel ausbezahlten 400 fl aus der Standeskasse zu sistiren und denselben mit seinem Wartgelde an die Gemeinden außer der Fratte zu verweisen. Abgelesen und unterfertigt [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ortsvorsteher] [Beilagen] [Beilage Gemeinde Gaschurn] [-1-] Protokoll der Gemeindeausschußsitzung vom 16.8.1891 Anwesend 11 Mitglieder Gegenstand __________ Berathung respektive Äußerung über den hinsichtlich der Erbauung der Bahn Bludenz-Schruns am 12. d. Mts gefaßten Standesausschußbeschluß betreffend die Prozentvertheilung, nach welcher die einzelnen Gemeinden Montafons sich an diesem Unternehmen zu betheiligen haben, und wonach auf die Gemeinde Gschurn 8 Prozente entfallen würden. Beschluß ________ In der Ausschußsitzung vom 14.6. d.Js hat sich die Gemeindevertretung für den Bau der Eisenbahn Bludenz-Schruns auf Kosten sämtlicher Gemeinden Montafons entschieden ausgesprochen, falls die Grundablösung die Summe von 17.000 Gulden nicht überschreitet, und der vorliegende elektrische Bauplan mit dem Kostenvoranschlage von 404.700 fl durchgeführt werden kann. Indem nach den Ergebnissen der Standesausschußsitzung vom 12. d. Mts von dem ersten Standesausschußbeschluß abgegangen wurde, und es damit noch unbestimmt ist ob die Bahn von der Standesgemeinde oder einer Aktiengesellschaft, mit oder ohne elektrische Kraft und Lichtanlage erbaut wird, so sieht sich die Gemeindevertretung [-2-] rücksichtlich dieser unklaren Verhältnisse nicht veranlaßt sich auf Übernahme von 8 Prozenten einzulassen, und verpflichtet sich unter Aufrechterhaltung der früheren Beschlüsse, falls sämtliche Gemeinden sich an dem Bahnbau betheiligen, zur Übernahme von fünf Prozenten der Baukosten dieses Unternehmens. Tschofen, Vorsteher Alois Rudigier, Gemeindrath Kristian Ganahl, Gemeindrath Joh[ann] Jos[ef] Märk, Gemeinderath Beck Josef, Ausschuß Martin Flöry, Ausschuß Joh[ann] Ant[on] Rudigier, Ausschuß Franz Tschofen, Ausschuß Alois Mitterer, Ausschuß Bernhard Flöry, Ersatzm[ann] [Beilage Gemeinde Vandans] An die löbliche Gemeindevorstehung in Schruns Der Gemeindeausschuß von Vandans hat in der Sitzung vom heutigen Tage betreffend der vom Standesausschusse zugetheilten Eisenbahn Anlags Perzente, einstimmig beschlossen, daß, wenn der Gemeinde Vandans mit der Haltestelle für Fracht und Personenverkehr in St. Anton entgegen komme und entsprochen werde, und diese in der Nähe wo der Weg von Vandans in die Konkurrenzstraße einmündet erstellt würde, so wäre der Ausschuß mit den 6% einverstanden, wenn aber dies nicht der Fall sein sollte und die Haltestelle mitten nach St. Anton auch für Vandans kommen sollte, so daß die Bewohner vom Weiler Vens nicht weiter nach Lorüns als nach St. Anton für Fracht und Personenverkehr hätten, so erklärt der Gemeindeausschuß daß er sich in dieser Weise nicht höher als auf 4% herbei lasse. Zur Bestätigung Vandans am 16. August 1891 Schapler, Vorsteher [Beilage St. Gallenkirch] Abschrift Sitzungsbeschluß In heutiger Sitzung wurde durch Stimmenmehrheit vom hiesigen Gemeindeausschuß beschlossen, daß die in der Standessitzung vom 12. d. Mts für hiesige Gemeinde vorgeschlagenen 10 Prozente, bezüglich der Eisenbahn Bludenz Schruns, auf 8 reduziert wollen, daher die Annahme von 10 Prozenten seitens hier verweigert wurde. St. Gallenkirch am 16. August 1891 Kraft, Vorsteher Peter Keßler, Schriftführer Joh[ann] Anton Brugger, Ausschuß [Beilage Gemeinde Lorüns] An die löbliche Standesvertretung Montafon in Schruns Sitzungsprotokoll In der heutigen Sitzung vom 14. August d. J. wurde der löbliche Gemeindeausschuß von Lorüns einberufen wozu sämtliche Ausschußmitglieder erschienen sind. Mit Vertheilung des Prozentsatzes ist der Gemeindeausschuß mit den 2% einverstanden, und die Sitzung wurde geschlossen und von sämtlichen Ausschußmitgliedern unterfertigt. Lorüns, am 16. August 1891 Ig[naz] Batlogg, Vorsteher [Beilage Gemeinde Silberthal] Abschrift Gemeindeausschußsitzungsprotokoll Protokoll vom 16. August 1891 A. Zur Kenntnis wurde gebracht. Die Prozenten Vertheilung wegen Erstellung der Montafoner Eisenbahn von Seite des Standesausschusses, wobei der Gemeinde Silberthal 4 Prozente zugetheilt wurden. B. Zur Beschlußfassung kam. Das vom sämtlichen Gemeindeausschuß Silberthal die obcierten[?] 4 Procente als angenommen erklärt wurden. Gemeindevorstehung Silberthal am 16. August 1891 Bargehr, Vorsteher [Beilage Gemeinde Stallehr] Abschrift Sitzungsprotokoll Auf Grund einer verehrten Zuschrift des löblichen Standesgemeinde Schruns vom 13. Juli 1891, Zahl 78 wurde auf Sonntag den 19. Juli d. Js. nachmittag 3 Uhr in ortsüblicher Weise eine öffentliche Gemeindeausschußsitzung angeordnet. Bei der auf heute angeordneten Gemeindeausschußsitzung kommt als Gegenstand der Berathung, in welcher Art und Weise die Gemeinde Stallehr dem gegenwärtig geplanten Bahnunternehmen Schruns Bludenz beitreten werde. Über Berathung obigen Gegenstandes wurde beschlossen wie folgt: Dem Wunsche oben citierter Standesgemeinde Schruns vom 13. Juli 1891 wurde dem Sitzungsprotokoll von Stallehr vom 14. v. Mts. noch beigefügt, daß die Gemeinde Stallehr oben citiertem Bahnunternehmen nur principiell beitrete, und sich bei allfälligem Mindererträgnis derselben von jeder direkten und indirekten Concurrenzpflicht enthoben erklärt. Über Ablesen gefertigt: Alois Bitschnau, Ausschuß Kristian Wolf, Ausschuß Konzett Ignaz, Ausschuß Karl Konzett, Gemeinderath Wilhelm Martin, Gemeinderath Ig[naz] Jos[ef] Zumkeller, Ausschuß Martin Jakob, Ausschuß And[reas] Seeberger, Vorsteher [Beilage Gemeinde Bartholomäberg] [-1-] Abschrift Sitzungsprotokoll des Gemeindeausschusses zu Bartholomäberg. Aufgenommen im Schulhause daselbst am 16. August 1891 vom Ortsvorsteher Alois Würbel. In der am 21. Juni d. Js. daher gehaltenen Sitzung hat der Gemeindeausschuß beschlossen, daß der Stand Montafon die Erstellung und Erhaltung einer schmalspurigen elektrischen Eisenbahn von Bludenz nach Schruns selbst übernehmen solle, insofern sich die Gemeinden Montafons bezüglich der Betheiligung an diesem Unternehmen sich vorher vereinbaren und die Betheiligung der conkurierenden Gemeinden in Perzente vertheilen werden. Am 12. d. Mts. fand in Schruns in gegenständlicher Bahnangelegenheit eine Standesausschußsitzung statt, wobei der Gemeinde Bartholomäberg 9 Perzente zugezählt wurden. Der Gemeindeausschuß von Bartholomäberg erklärt, daß er dem Beschlusse des Standesausschusses vom 12. d. Mts. betreffend der Perzentvertheilung zur Betheiligung an dem besagten [-2-] Eisenbahnunternehmen beistimme und damit einverstanden sei. Abgelesen und gefertigt Würbel, Vorsteher Joh[ann] Jos[ef] Tschofen, Gemeinderath Christ[ian] Gantner, Gemeinderath Anton Ganahl, Gemeinderath Joh[ann] Natzer, Ausschuß Fr[anz] Jos[ef] Mangang, Ausschuß Lorenz Werle, Ausschuß Fr[anz] Jos[ef] Zudrell, Ausschuß Fr[anz] Jos[ef] Ganahl, Ausschuß Joh[ann] Christ[ian] Schuler, Ausschuß] [Briefumschlag: "An Herrn Standesrepräsentanten Jakob Stemer in Schruns _______ zur bezügl[ichen] weiteren Veranlassung höflichst übermittelt B.Berg, 17. VIII 1891. Würbel, Vorsteher"] [Beilage Gemeinde Bartholomäberg] Nr. 153 An Herrn Standesrepräsentanten Joh[ann] Stemer in Schruns _______ Abschrift Aus dem Protokoll der Gemeindeausschußsitzung vom 14. August 1891 zu St. Anton. Punkt 2 der Tagesordnung ________________________ Der Standesausschuß hat in der Sitzung vom 12. August 1891 die Gemeinde St. Anton unter Vorbehalt der gemeindeausschußlichen Zustimmung für die Rentabilität der zu erbauenden Lokalbahn sowohl in aktiver als passiver Beziehung mit zwei Prozent in Concurrenz gezogen, was hiermit vom Gemeindeausschuß angenommen und bestätiget wird. Ig[naz] Battlogg, Vorsteher Ferd[inand] Groß[?], Gemeinderath Krist[ian] [?], Gemeinderath Franz Battlogg, Ausschuß Franz Jos[ef] Thöny, Ausschuß Alois Battlogg, Ausschuß Andreas Stemer, Ausschuß Joh[ann] Jos[ef] Vonir, Ersatzmann
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
18910606_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:21 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Standesausschußsitzung in Schruns vom 6. Juni 1891 vor dem Standesrepräsentanten Stemer Jakob Mittelst Dekrets vom 1. Juni d. Js. Zl. 69 werden auf heute sämtliche Herrn Standesausschüsse einberufen und sind erschienen die Gefertigten. Tagesordnung ____________ 1. Angelegenheiten der Montafoner Bahn. 2. Besprechung eines Antrages des Herrn Anton Gaßner in Bludenz betreffend die Jagden in Silberthal und Vandans. 3. Vorlage eines Ansuchens der Forstwarths-Witwe Stüttler von Schruns um Gewährung einer Unterstützung. 4. Wahl zweier Rechnungs-Revisoren 5. Vorlage des Comité-Berichtes bezüglich Errichtung einer Mobilien Brandversicherungsanstalt für Montafon [Beilagen dem Sitzungsprotokoll angefügt] [-2-] Beschlüsse ad 1. Auf Grund der vorliegenden Pläne, sowie der bis in die kleinsten Details ausgearbeiteten Gutachten und Prüfungsberichte der aufgestellten Comités der Montafoner Bahn, wurde diese Angelegenheit einer eingehenden Besprechung unterzogen. Nach Erwägung aller hier in Frage stehender Umstände und Verhältnisse und hauptsächlich Durchdringen von dem zweifellosen Vorteile dieses Unternehmens für das ganze Thal Montafon, faßte der Standesausschuß den einstimmigen Beschluß für den ganzen Kostenaufwand im Betrage von 404700 fl allein aufzukommen, respektive die Montafonerbahn nach dem vorliegenden Projekte selbst zu bauen mit dem Vorbehalte daß vorerst die Genehmigung jeden Gemeindeausschusses eingeholt werde. ad 2. Es wurde der einstimmige Beschluß gefaßt, die Jagd in den Standeswaldungen Silberthal [-3-] Vandans und St. Anton ausschließlich anzusprechen und den Anspruch durchzuführen. Nach Erlangung der Jagdgerechtsame sind die Einladungskarten vom Stande Montafon gegen ein Entgeld von jährlich 3 fl auszufertigen. ad 3. Der Forstwarths-Witwe Stüttler wurde eine Vergütung für die seinerzeit von ihrem verstorbenen Mann angeschaffte Forstwarths Montur im Pauschalbetrage von 30 fl gewährt. ad 4. Bezüglich Gründung einer Mobilien Brandversicherungs-Anstalt wurden die vom Comité ausgearbeiteten Statuten genehmigt und beschlossen, dieselben zur Genehmigung der hohen k.k. Statthalterei in Innsbruck vorzulegen. ad 5. Als Rechnungsrevisoren wurden die Herren Gottfried Schappler von Vandans und Schönherr Michael von Tschagguns gewählt. ad 6. Den Bewohnern von Vandans wird im Falle sie 2 Wasserbehälter zu Feuerlöschzwecken erstellen eine Unterstützung von 100 fl gewährt. [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ortsvorsteher] [Beilagen] [Beilage Gemeinde Gaschurn] [-1-] An Herrn Standesrepräsentanten in Schruns Beiliegend übersende ich das am 21. d. Mts von dem Ausschusse nun nach mit kurzem Rath unterfertigte Protokoll der Ausschußsitzung vom 6. l. Mts betreffend Bahnbau von Bludenz nach Schruns. Ein Zeichenm daß den am 6. dl. Mts. begangenen Schritt bereits bereut wird, was sehr ungerecht[?] ist. Gaschurn am 24. 6. 1891 Tschofen Vorsteher [-2-] Abschrift Protokoll der Gemeindeausschußsitzung vom 14. Juni 1891 Anwesend sämtliche Ausschußmitglieder. Gegenstand: ___________ Erbauung der Eisenbahn mit elektrischem Betriebe von Bludenz nach Schruns. Beschluß: _________ Die Gemeinde Gaschurn schließt sich dem Projekte der Erbauung der Eisenbahn Bludenz - Schruns auf Kosten sämtlicher Gemeinden des Standes Montafon an, falls der Bau den vorliegenden Kostenvoranschlag von 404.700 fl nicht übersteigt, und die Grundablösung die vom Standesausschusse unterm 12. August 1890 bewilligte Summe nicht überschreitet, eventuell die Mehrkosten von anderer Seite berichtigt werden; jedoch wird in Betreff der Prozentvertheilung auf die einzelnen Gemeinden die Zustimmung des Gemeindeausschusses vorbehalten. Josef Anton Tschofen, Ausschuß Tschofen, Vorsteher Franz Tschofen, Ausschuß Alois Rudigier, Gemeinderath Bernhard Flöry, Ersatz Kassian Ganahl, Gemeinderath Beck Josef, Ausschuß Johann Josef Märk, Gemeinderat Mitterer Bernhard, Ausschuß Johann Anton Rudigier, Ausschuß Martin Flöry, Ausschuß Alois Mitterer, Ausschuß [-3-] Daß diese Abschrift dem Original wörtlich gleichlautend verfaßt wurde bestätiget Gaschurn am 23ten Juni 1891 Tschofen, Vorsteher [Beilage Gemeinde Lorüns] [-1-] An die löbliche Standesvertretung Montafon in Schruns Abschrift vom Sitzungsprotokoll vom 14. Juni In der heutigen Sitzung des löblichen Gemeindeausschusses von Lorüns, wozu sämtliche Ausschusmitglieder erschienen, wurde die Frage ob der Stand Montafon den Bau der Montafoner schmalspurigen Lokalbahn mit elektrischem Betriebe übernehmen soll, mit folgender Bedingung abgeschlossen. Es wurde von sämtlichen Ausschußmitgliedern mit ja abgeschlossen, daß der Stand Montafon den Bau obig genannter Bahn übernehmen soll, jedoch nur dann, wenn der Gemeinde Lorüns bei Vertheilung des Prozentsatzes des Kapitals zum Bau derselben nach Verhältnis der Größe der übrigen Gemeinden Montafons so ein ähnlicher bleibt wie es bei der Konkurrenzstraße der Fall war. Sollte aber ein anderer Modus in der Vertheilung des Prozentsatzes der Gemeinden Montafon der Fall sein, und dadurch die Gemeinde Lorüns nach Vertheilung ihrer Größe den Prozentsatz für hiesige Gemeinde für zu groß erachten, so behält sich der Ausschuß vor, nochmals über obig genannte Frage abzustimmen. [-2-] Die Sitzung wurde um 2 Uhr Nachmittags geschlossen und das Protokoll von sämtlichen Ausschußmitglieder unterfertigt. Lorüns am 14 Juni 1891 Battlogg, Vorsteher [Gemeindestampliage: "GEMEINDE-VORSTEHUNG LORÜNS VORARLBERG"] [Beilage Gemeinde Silbertal] [-1-] Sitzungsprotokoll Am Sonntag, den 14. Juni l. Js. wurde von Seite der Gemeindevorstehung der löbliche Gemeindeausschuß einberufen, und ist derselbe auch vollzählig erschienen: Tagesordnung ____________ Berathung und Besprechung über den Bau der Montafoner Bahn. Gemäß der Vorlesung und Erklärung von Seite des Bahn-Comite Mitgliedes Josef Fitsch von Schruns der ausgebreiteten Details, wurde vom sämtlichen Gemeindeausschuß das Erklären abgegeben, daß der Stand Montafon die in Rede stehende Bahn bauen sollte. Abgelesen und bestätiget Silberthal am 14. Juni 1891 Bargehr, Vorsteher Alois Brugger, Gemeinderath Andreas Thöny, Gemeinderath Franz Josef Loretz, Ausschuß Alois Erhart, Ausschuß Ludwig Loretz, Ausschuß Konrad Brugger, Ausschuß Fidel Vonderleu, Ausschuß Theopistus [?] Brugger, Ausschuß Alois Loretz, Ausschuß Alois Fleisch, Ausschuß [?] Brugger, Ausschuß [Beilage Gemeinde St. Gallenkirch] [-1-] Abschrift St. Gallenkirch am 14. Juni 1891 Sitzungsprotokoll Es wird hiemit von vollzählig vertretenen Gemeindeausschuß, durch absolute Stimmenmehrheit, mit 12 gegen 6 Stimmen, der Beschluß gefaßt von hiesiger Gemeinde die Zustimmung zu geben, daß die von Bludenz nach SChruns bereits projektierte Eisenbahn und elektrische Anlage auf Rechnung der Standesgemeinde Montafon zu erstellen könne [kann?], daher diese Bahn und elektrische Anlage an weitere Concessionäre nicht zu übergeben sei. Zur Bestätigung gefertiget Chr.[istian] Erath, Vorsteher Peter Keßler, Schriftführer Jos[ef] Vallaster, Ausschuß [Beilage Gemeinde Tschagguns] [-1-] Abschrift Protokoll der Gemeindeausschußsitzung vom 15. Juni 1891 abgehalten im Schulhause in Tschagguns Gegenwärtige: der Gemeindevorsteher Michael Schönher, die Gemeinderäte Theodor Durig und Gottlieg Bitschnau und die Ausschußmitglieder Alois Arier[?] Nepomik Keßler, Johann Josef Bahl, Franz Josef Keßler, Franz Josef Fiel, Anton Makloth, Ulrich Vonier und Anton Mugg. Gegenstand der Berathung war, ob in die Übernahme der Kosten des Montafoner Eisenbahnbaues vom Stande Montafon eingewilliget werden wolle oder nicht. Es wurde nach Berathung des obigen Gegenstandes zur Abstimmung geschritten und wurde mit sieben gegen einer Stimme zur Übernahme des Standes Montafon der obigen Kosten eingewilligt. Geschlossen und gefertiget Franz Josef Keßler, Ausschuß Richart Schönher, Vorsteher Anton Maklott, Ausschuß Anton Mugg, Ausschuß Ulrich Vonier, Ausschuß Alois Josef Franz Theodor Durig Gemeinderath Gottlieb Bitschnau, Gemeinderath Nepomuk Keßler, Ausschuß [Anier/Arier?], Ausschuß Johann Bahl, Ausschuß Josef Fiel, Ausschuß Die Richtigkeit vorstehender Abschrift bestätiget Schönher, Vorsteher [Gmeindestampliage: "Gemeinde-Vorstehung Tschagguns, Vorarlbg."] [Beilage Gemeinde St. Anton] [-1-] Abschrift Aus dem Gemeindeausschußsitzungsprotokoll vom 7. Juni 1890 Beschluß Der versammelte Ausschuß hat, nach dem Herr Johann Josef Fitsch als Mitglied des Eisenbahn Comitees Schruns=Bludenz die detailierten Pläne und Kostenrechnungen näher aus einander gesetzt, sich mit dem Beschlusse des Standessausschusses vom 6. Juni 1891 vollständig im Einklang zu erklären befunden. Battlogg, Vorsteher Franz [?] Battlogg Alois Battlogg [?] Stemer Joh[ann] Jos[ef] Vonier [?] Marent Jos[ef] Thöny [Gmeindestampliage: "GEMEINDE-VORSTEHUNG ST. ANTON MONTAFON."] [Beilage Gemeinde Bartholomäberg] [-1-] Abschrift Sitzungsprotokoll des Gemeindeausschusses von Bartholomäberg. Aufgenommen im Wirtshause des Alois Würbel daselbst am 21. Juni 1891 Unter dem Vorsitze des Gemeindevorsteher A. Würbel Der Gegenstand der heutigen Sitzung war die Berathung der Frage: ob der Stand Montafon die Erstellung und Erhaltung der projektierten elektrischen schmalspurigen Eisenbahn von Schruns nach Bludenz übernehmen solle oder nicht. Hiezu war nicht nur der Gemeindeausschuß einberufen, sondern es wurden auch die größeren Steuerträger eingeladen. Die zugleich anwesenden Herren Comite Mitglieder Franz Wekerle und Josef Fitsch von Schruns erklärte den Anwesenden die bezüglichen Kosten- und Rentabilitätsrechnungen und klärte die erhobenen Bedenken und Einwendungen auf. Hierauf faßte der Gemeindeausschuß folgenden Beschluß ________ "Die Gemeindevertretung von Bartholomäberg ist vollkommen einverstanden, daß [-2-] die projektierte Bahn von Seite des Standes Montafon ganz übernommen werde, stellt jedoch folgende Bedingungen: 1. Es ist vorher die Vereinbarung zu treffen, respektive der Perzentsatz festzustellen, in welchem Maße die Gemeinde Bartholomäberg bei Erstellung der Bahn mitkonkurriert; könnte man sich in dieser Sache nicht einigen, so ist obiger Beschluß punkto Übernahme der Bahn nicht zugesagt. 2. Bezüglich der Gemeindeablösungskosten wird erklärt, daß wir uns an den vom Standesausschusse bestimmten Prozentsatz halten. zur Bestätigung allseitig gefertigt. Würbel, Vorsteher Johann Josef Tschofen, Gemeinderat Christian Gantner " Anton Ganahl " Lorenz Werle, Ausschuß Franz Josef Ganahl " Franz Josef Zudrell " Franz Josef Mangang " Joh. Josef Ganahl " Fidel Bitschnau " Johann Christian Schuler " Johannes Netzer " [Briefumschlag:] Dem Herrn Standesrepräsentant J. Stemer in Schruns zur gefälligen Kenntnisnahme [Beilage Gemeinde Stallehr] [-1-] Abschrift Nr. 49 Sitzungsprotokoll Mittelst ortsüblicher Bekanntmachung vom 11. Juni 1891 wurde auf heute den 14. Juni d. Js. eine öffentliche Gemeindeausschußsitzung angeordnet. Bei der auf heute angeordneten Gemeindeausschußsitzung gelangt als Gegenstand der Berathung und Beschlußfassung, ob die Gemeinde Stallehr als Standesgemeinde Montafon die beantragte und projektierte Lokaleisenbahn von Bludenz nach Schruns zu dessen Erbauung und Herstellung mitwirken wolle? Über Berathung obigen Gegenstandes wurde ablehnend beschlossen aus folgenden Gründen: 1. Obwohl die Gemeinde Stallehr dem Stande Montafon angehört, aber doch ganz von demselben Thale entlegen ist, und voraussichtlich nie in die Lage kommt, besagte Bahn im Interesse selbe zu benützen. 2. Ist die sehr kleine und arme Gemeinde Stallehr nicht in der Lage ein allfälliges Defizit nach Proportion zu decken helfen, und in Folge dessen eher einen unsicheren Gewinn abzulehnen, und somit die Gemeinde Stallehr sich als unmitwirkendes Mitglied zu diesem Vorhaben erklärt. Über Ablesen gefertiget: Wilhelm Martin, Gemeindevorsteher Karl Konzett Jakob Martin, Ausschuß Christian Mock[?] Franz Josef Zumkeller[?] Konzett Ignaz Alois Bitschnau Die Richtigkeit der Abschrift und deren Unterschriften bestätiget: [Gemeindestampliage: GEMEINDE-VORSTEHUNG Stallehr am] 21. Juni 1891 Seeberger Moritz [Beilage Gemeinde Vandans] [-1-] Abschrift Protokoll Aufgenommen in der Gemeindevertretungssitzung zu Vandans am 7. Juni 1891 Der auf heute zu einer Sitzung berufene Ausschuß ist in beschlußfähiger Anzahl erschienen, Gegenstand der Berathung war, ob der Gemeindeausschuß dem Beschlusse des Standesausschusses vom 5. dl. Mts. beistimmt, nämlich, ob der Stand Montafon die projektierte elektrische Eisenbahn von Bludenz nach Schruns auf eigene Kosten selbst ganz zu bauen übernehmen solle. Dem Gemeindeausschusse wurden von Josef Fitsch von Schruns die Baupläne und Kostenvoranschläge vorgelegt und dieselben erklärt, es wurde längere Zeit dafür und dagegen gesprochen und verschiedene Bedenken gegen den Bahnbau und deren Betrieb ausgedrückt, es würde sodann aber einstimmig dem Standesausschusse beigestimmt, daß der Stand Montafon die Bahn alleine selbst bauen solle. Zur Bestätigung Schapler, Vorsteher Josef Bargehr, Ausschuß Ferdinand Schoder, Gemeinderath
  1. standmontafon
  2. standesprotokolle
  3. standesausschuss
18900812_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 12:44 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 12. August 1890 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Stemer Jakob Mittelst Dekretes des Standesrepräsentanten vom 8. d. Mts. Zl. 69 wurden die h[och]l[öblichen] Standesausschüsse hieher vorgerufen und sind erschienen die Gefertigten. Es erfolgten hierauf nachstehende Beschlüsse Die Concessionäre der Montafoner Bahn übernehmen die Grundablösung gegen Sicherstellung einer Summe von 17000 fl von Seite der Gemeinden, des Standes und der Assekuranz Montafons. Die heute versammelten Standesausschüsse nehmen die perzentuelle Vertheilung genannter Steuern vor und einigen sich mit der Bedingung [-2-] daß sie sich die Genehmigung des Gemeindeausschusses vorbehalten in folgender Weise Stand Montafon Brandassekuranz Gemeinde Schruns Tschagguns Bartholomäberg Gaschurn St. Gallenkirch Silbertal Vandans St. Anton 3% 510 20% 3400 56% 9520 fl 6% 1020 fl 5% 850 3% 510 fl 3% 510 1 1/2% 255 1 1/2% 1 170 fl fl fl fl fl fl 255 fl Als Gegenleistung für vorangeführte Sicherstellung übernehmen die Concessionäre die Herstellung und spätere Erhaltung der Concurrenz Straße und sichern den gänzlichen Wegfall des Zolles zu. Sollten sich die Concessionäre mit der Gemeinde Lorüns bezüglich Ablösung des [-3-] Grundes nicht einigen, hätte dieselbe an der Straße wie bisher auch in Zukunft mit 1/2% der Gesamtkosten weiter zu konkurrieren. Aus den Reineinnahmen respektive Überschüssen der Bahn ist eine Summe von 250 fl angenommen, welche für Wegverbesserungen im Thale Montafon verwendet werden soll. Dieser in Aussicht genommene Betrag soll dem Stande Montafon überwiesen werden, damit dieser über die zweckmäßigste Verwendung des Geldes beschließt. Zur Verbesserung des Weges und der Brücke zwischen St. Anton und Vandans soll die Eisenbahngesellschaft einen gewissen Beitrag zu leisten, dessen Höhe einer späteren Vereinbarung mit der Gemeinde Vandans vorbehalten bleibt. Binnen 8 Tagen ist der Herr Standesrepräsentant über die Äußerung des Gemeindeausschusses zu verständigen und sollte bisnun dieser Zeit keine Antwort erfolgen, wird dieses [-4-] ["Eingel. 13/8 1890 Zl. 69"] als der heute vereinbarten perzentuellen Vertheilung zustimmend erkannt und angesehen. Es wird somit der Beschluß gefaßt für die Standeswälder in Vandans, St. Anton und Silbertal das eigene Jagdrecht zu erwirken. [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ortsvorsteher] [Beilagen] [Beilage St. Gallenkirch] Herr Standesrepräsentant! In der Ausschußsitzung vom heutigen Tage erklärt der Gemeindeausschuß für die Annahme von 3% in zahlenden Betrage von 510 fl. ö. W. gegen den, daß sich die Concessionäre der Montafoner Bahn verpflichten die Concurrenzstraße Bludenz Montafon in gesetzlicher Breite herstellen und für alle Zukunft dieselbe so wie die Brücken zu erhalten, und die laut Standesausschußprotokoll gestellten Bedingungen zu erfüllen. St. Gallenkirch am 17. August 1890 Erath, Vorsteher ["Eingel. 19/8 1890 Zl. 70"] [Beilage] [Bauplan und Kostenvoranschlag der projektierten Montafoner Bahn] Löbliche Gemeinde Vertretung in ______________________ In der Eisenbahn Comite Sitzung vom 22. Juli l. J. wurde in Sachen der Grundeinlösung für den Bau der Montafoner Bahn die perzentuelle Vertheilung der Leistungen seitens nachstehender Gemeinden und Körperschaften in Vorschlag gebracht, respektive beschlossen: Es participiren Der Stand Montafon mit 3% Die Brandassekuranz mit Gemeinde Schruns Tschagguns Bartholomäberg 20% 56% 6% 5% Gaschurn 3% St. Gallenkirch 3% Silberthal 1 1/2% Vandans 1 1/2% St. Anton 1% ________ Zus[ammen] 100% Bei welcher Zusammenstellung angenommen war, daß die Gemeinde Lorüns ihren Beitrag in der unentgeltlichen Überlassung von Grund und Boden, statt in baarem Gelde zu leisten habe. Die Concessionäre glauben, nun vollständig im Sinne der Comite Mitglieder zu handeln, wenn sie um ihnen einerseits die Arbeit zu erleichtern, andererseits eine rasche Erledigung der Angelegenheit in der Grundeinlösungsfrage herbeizuführen, folgenden Modus in Vorschlag bringen. Nach nochmaliger gemeinsamer Zusammenstellung und Berechnung dürften die Kosten der einzulösenden Gründe im Gebiete Montafons 17000 fl nicht übersteigen. Es handelt sich also darum diese 17000 fl nach dem vorstehenden Verteilungsmodus aufzubringen und sohin entfielen nun auf den Stand Montafon noch die Brandassekuranz Gemeinde Schruns 56% Tschagguns 6% Bartholomäberg 3% 510 fl 20% 3400 fl 9520 fl 1020 fl 5% 850 fl [-2-] Gaschurn St. Gallenkirch Silbertal Vandans St. Anton 3% 510 fl 3% 510 fl 1 1/2% 255 fl 1 1/2% 255 fl 1 170 fl _______ Zus[ammen] 17000 fl Endlich würde die Stadt Bludenz nach mit einem Betrag von 3000 fl sich einzustellen haben und überdies die unentgeltliche Überlassung das nothwendigen Gemeindegrundes und der städtischen Straßen der Bahngesellschaft zuerkennen. Entgegen dieser Leistungen sehen die folgenden wiederholt genannten und von der einsichtsvollen Bevölkerung auch anerkannten direkten Vortheile in Aussicht: Zunächst kommen die jetzt für die Straßenerhaltung wiederholt geleisteten bedeutenden Opfer in Zukunft gänzlich in Wegfall. Der Bahn wird fürderhin die Erhaltung der Straße zufallen, sowie sie auch vorerst den vollkommenen Umbau längs der ganzen Strecke durchführt, bestehend in der Erweiterung der Straße auf 6 Meter Breite. Dieser Bau der Straße nun, der etwa einen Kostenaufwand von anfangs 20000fl erfordert hätte, wäre früher oder später ohnedies zur Durchführung gelangt und hätte folglich also die Gemeinden neuerdings große Lasten aufgebürdet bekommen, die durch das Inbetriebnehmen der Bahn vollkommen ausgeschlossen sind. Zur Erwägung, daß diese direkten Einnahmen, ohne jene, welche die Bahn überhaupt mit sich bringt, weiter zu erörtern, geeignet sind die Gemeinden zukünftig jeder weiteren Last für Straße oder Bahn zu entheben und auch im Falle der Übersteigung der Grundeinlösungskosten per 17000 fl keine weiteren Leistungen mehr zu machen sind, so erhoffen die Concessionäre der löbliche Standesausschuß werde bei der heute stattfindenden Sitzung endgültig diese Angelegenheit erledigen, umsomehr als für jeden einzelnen Vorsteher der Nachweis der positiven Vortheile gegenüber seinen Gemeindeangehörigen leicht zu erbringen möglich ist. Schruns den .......... J. Stemer Moldenhauer J. Rusch [Beilage Gemeinde Gaschurn] An Herrn Standesrepräsentant J. Stemer in Schruns Über Einvernahme des hiesingen Gemeindeausschusses wird berichtet, daß die Gemeinde Gaschurn mit der beschlossenen Prozentvertheilung hinsichtlich der für den Bahnbau Schruns - Bludenz zu übernehmenden Grundablösungs-Summe per 17000 fl einverstanden ist, falls sämtliche Standesgemeinden sowie die Stadtgemeinde Bludenz nach dem Voranschlage vom 12. August 1890 und Sitzungs=Protokolle vom gleichen Tage darauf eingeht. Gaschurn am 17. August 1890 Tschofen, Vorsteher [Beilage Gemeinde Tschagguns] An Herrn Standesrepräsentant Jakob Stemer in Schruns Wohldemselben wird hiemit die Anzeige erstattet, daß der Gemeindeausschuß bei der heutigen Sitzung die 1020 fl Grundablösung für die Montafoner Bahn zu übernehmen beschlossen hat, wenn der Gemeinde Tschagguns von Seite der Concessionäre an der Litzstraße /neue Straße/ eine Haltestelle für Personen- und Frachtverkehr, sowie die im Protokoll der Standessitzung vom 12/8 1890 angeführten Gegenleistungen zugesichert werden. Tschagguns am 17 August 1890 Schönher, Vorsteher [Beilage Gemeinde Silbertal] An den löblichen Standesrepräsentanten in Schruns Von Seite des Gemeinde=Ausschusses wurde auf die Vorlage des wohldortigen Dekretes vom 13. August betreffs der Annahme der zugetheilten Prozenten infolge der Grundablösung zum Eisenbahnbau nach Schruns bei der Sitzung vom 17. August beantragt, daß der Gemeinde Silberthal, vermög des schwierigen Fahrsträßlein nach Schruns, und des drückenden Brückenbaues ein 1/2 Prozent abgenommen werden möchte, wozu sich derselbe also zur Zahlung eines Prozent bereit herbei lassen würden. Silberthal am 18. August 1890 Bargehr Vorsteher [Beilage Gemeinde St. Anton] Nr. 147 An Herrn Standesrepräsentanten und Gemeindevorsteher Jakob Stemer in Schruns Der Gemeindeausschuß hat in der heutigen Sitzung beschlossen, daß sich die Gemeinde St. Anton in Anbetracht der Größe und des früheren Concurenz Verhältnisses nicht mehr als zu 1/2%, als Conkurenzpflichtig für die Reparatur des sicherzustellenden Betrages 1700 fl herbeiläßt; was hiemit zur Kenntnis gebracht wird. St. Anton 17. August 1890 Ignaz Battlogg Vorsteher [Beilage Gemeinde Bartholomäberg] An Herrn Jakob Stemer Standesrepräsentant in Schruns Hiemit wird bezüglich der Grundablösung und Vertheilung derselben Kosten pro 17000 fl, wornach der Gemeinde Bartholomäberg 850fl zufüllt berichtet: daß der Gemeindeausschuß von hier mit diesem Übereinkommen mit der Bahngesellschaft vollkommen einverstanden ist, da dieselbe die Straße künftighin ganz herzustellen und zu erhalten übernimmt, und die Gemeinden Montafons jeder weiteren Zahlung enthoben werden. Bartholomäberg am 18. August 1890 Würbel, Vorsteher [Beigelegtes Schreiben des Standesrepräsentanten, Vorlage] Nr. 69 An Herrn Gemeindevorsteher _______________________ Behufs endgültiger Besprechung zur Feststellung des Prozentsatzes für die einzelnen Gemeinden, Stand und Brandkassa wird auf Dienstag den 12. d. Mts. vormittags 9 Uhr in der hiesigen Gemeindekanzlei eine Standesausschußsitzung anberaumt, zu welcher ein unbedingt sicheres Erscheinen um so nothwendiger ist, als in Folge günstiger Wendung des ganzen Ablösungswesens ein sicherer Abschluß zu erwarten steht. Schruns am 8. August 1890 Der Standesrepräsentant [Beilage] [-1-] [Bauplan und Kostenvoranschlag der projektierten Montafoner Bahn "Kopie" der vorangehenden Beilage] Löbliche Gemeinde Vertretung in ______________________ In der Eisenbahn Comite Sitzung vom 22. v.[origen] Monats wurde in Sachen der Grundeinlösung für den Bau der Montafoner Bahn die perzentuelle Vertheilung der Leistungen seitens nachstehender Gemeinden und Körperschaften in Vorschlag gebracht, respektive beschlossen: Es participiren Der Stand Montafon mit 3% Die Brandassekuranz mit Gemeinde Schruns Tschagguns 20% 56% 6% Bartholomäberg 5% Gaschurn 3% St. Gallenkirch 3% Silberthal 1 1/2% Vandans 1 1/2% St. Anton 1% ________ Zus[ammen] 100% Bei welcher Zusammenstellung angenommen war, daß die Gemeinde Lorüns ihren Beitrag in der unentgeltlichen Überlassung von Grund und Boden, statt in baarem Gelde zu leisten habe. Die Concessionäre glauben, nun vollständig im Sinne der Comite Mitglieder zu handeln, wenn sie um ihnen einerseits die Arbeit zu erleichtern, andererseits eine rasche Erledigung der Angelegenheit in der Grundeinlösungsfrage herbeizuführen, folgenden Modus in Vorschlag bringen. Nach nochmaliger gemeinsamer Zusammenstellung und Berechnung dürften die Kosten der einzulösenden Gründe im Gebiete Montafons 17000 fl nicht übersteigen. Es handelt sich also darum diese 17000 fl nach dem vorstehenden Verteilungsmodus aufzubringen und sohin entfielen nun auf den Stand Montafon noch die Brandassekuranz Gemeinde Schruns 56% Tschagguns 6% Bartholomäberg 3% 510 fl 20% 3400 fl 9520 fl 1020 fl 5% 850 fl [-2-] Gaschurn St. Gallenkirch Silbertal Vandans St. Anton 3% 510 fl 3% 510 fl 1 1/2% 255 fl 1 1/2% 255 fl 1 170 fl _______ Zus[ammen] 17000 fl Endlich würde die Stadt Bludenz nach mit einem Betrag von 3000 fl sich einzustellen haben und überdies die unentgeltliche Überlassung das nothwendigen Gemeindegrundes und der städtischen Straßen der Bahngesellschaft zuerkennen. Entgegen dieser Leistungen sehen die folgenden wiederholt genannten und von der einsichtsvollen Bevölkerung auch anerkannten direkten Vortheile in Aussicht: Zunächst kommen die jetzt für die Straßenerhaltung wiederholt geleisteten bedeutenden Opfer in Zukunft gänzlich in Wegfall. Der Bahn wird fürderhin die Erhaltung der Straße zufallen, sowie sie auch vorerst den vollkommenen Umbau längs der ganzen Strecke durchführt, bestehend in der Erweiterung der Straße auf 6 Meter Breite. Dieser Bau der Straße nun, der etwa einen Kostenaufwand von anfangs 20000fl erfordert hätte, wäre früher oder später ohnedies zur Durchführung gelangt und hätte folglich also die Gemeinden neuerdings große Lasten aufgebürdet bekommen, die durch das Inbetriebnehmen der Bahn vollkommen ausgeschlossen sind. Zur Erwägung, daß diese direkten Einnahmen, ohne jene, welche die Bahn überhaupt mit sich bringt, weiter zu erörtern, geeignet sind die Gemeinden zukünftig jeder weiteren Last für Straße oder Bahn zu entheben und auch im Falle der Übersteigung der Grundeinlösungskosten per 17000 fl keine weiteren Leistungen mehr zu machen sind, so erhoffen die Concessionäre der löbliche Standesausschuß werde bei der heute stattfindenden Sitzung endgültig diese Angelegenheit erledigen, umsomehr als für jeden einzelnen Vorsteher der Nachweis der positiven Vortheile gegenüber seinen Gemeindeangehörigen leicht zu erbringen möglich ist. Schruns am 12. August 1890
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  2. standesprotokolle
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18900419_SV StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 11:27 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Standesausschußsitzung in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 19. April 1890 vor dem Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Vorladung vom 13. April 1890 Zl. 24 wurde auf heute Standesausschuß angeordnet, wozu erschienen sind die Gefertigten Nach Eröffnung der Sitzung durch den Vorsitzenden wurden gefaßt nachstehende Beschlüsse 1. Zur Prüfung der Standesrechnung pro 1888 u. 89 wurden 2 Rechnungsrevisoren und zwar die Herren Schappler Gottfried von Vandans und Schönherr Michael von Tschagguns gewählt, welche die Rechnung zu prüfen und den Revisionsbericht bei der nächsten Standesausschußsitzung zu legen haben. 2. Bezüglich Aufforderung der Finanzbezirksdirektion zu Feldkirch vom 18. März 1890 Zl. 2390 Punkto Heranziehung der Viehversicherungsgesellschaft in Montafon zur entsprechender Gebührenentrichtung, wird einstimmig beschlossen gegen den Sinn [-2-] des zitierten Auftrages zu protestieren und in offener Frist den Konkurs einzureichen. 3. Dem Josef Beiser in Brunnenfeld wird einstimmig das Recht zuerkannt von seiner Brazalanzwiese [Prazalanzwiese] G.d.d.Nr. 301 in Lorüns den Nutzen über die Montafoner Standeswaldung auf die alte Thalstraße zu führen, und umgekehrt auf genannte Wiese den Dünger auf demselben Wege zu schaffen. Dieses Recht wird urkundlich festgestellt mit Vertrag vom 16 November 1889. 4. Der freiwilligen Feuerwehr von Schruns wird über Ansuchen eine Unterstützung von 200 fl sage zweihundert Gulden aus Brandassekuranzgeldern einstimmig gewährt. 5. Die Kostenvorschläge des Buchbinders Josef Fitsch über Neueinbinden und Reparatur der Verfachbücher beim Bezirksgerichte Schruns wurden durchbesprochen und der einstimmige Beschluß gefaßt zuerst einen Buchbinder von Bludenz zu Rathe zu ziehen respektive dessen Kostenvoranschläge diesbezüglich einzuholen. Auch wird bestimmt die Arbeiten auf das Nothwendigste zu beschränken. 6. Das Ansuchen des Comité in Angelegenheit der Beschickung des Linzer[?] Zuchtviemarkes um Vergütung der Defizitskosten im Betrage von 1.31 fl [Kronen] wird einstimmig genehmigt, jedoch wird bestimmt in Zukunft [-3-] für derartige Angelegenheiten keine Auslagen mehr zu übernehmen. 7. Es wird der einstimmige Beschluß gefaßt, eine Feuer- und einbruchsichere Kassa anzuschaffen, wenn die Gemeinde Schruns den vierten Theil der Kosten zu tragen übernimmt. Die Größe der Kassa hat allen Anforderungen zu entsprechen. 8. Zur Anfertigung eines Entwurfes respektive Statuten behufs Gründung einer Mobilien Assekuranz wird ein Comité bestehend aus den Herren Stemer Jakob von Schruns, Battlogg Ignaz von St. Anton und Schappler Gottfried von Vandans gewählt. 9. Es wird der einstimmige Beschluß gefaßt zur Herstellung eines Telegrafen von Schruns nach Gaschurn die hiezu nöthigen Telegrafenstangen zur Hälfte aus Standeswaldungen unentgeldlich zu verabfolgen. 10. Der Gemeinde Bartholomäberg wird zur Herstellung von Wegen in Standeswaldungen ein Betrag von 200 fl, sage zweihundert Gulden bewilligt, welcher Betrag in zwei Raten von je 100 fl im Jahre 1890 und 1891 auszuzahlen ist. 11. Dem Schwarzhans Xaver wird zur Herstellung eines ärarischen Gebäudes der Bezug des Holzes [durchgestrichen: "Stockgeldes"] nur gegen Bezahlung des üblichen Stockgeldes bewilligt. 12. Behufs Festsetzung des Prozentsatzes behufs Übernahme der Grundablösungskosten anläßlich des Bahnbaues von Schruns nach [-4-] Bludenz wurde ein Comité bestehend aus den Herrn Stemer Jakob von Schruns, Tschofen Karl von Gaschurn, Schappler Gottfried von Vandans, Battlogg Ignaz von St. Anton und Tschofen Johann Josef von Bartholomäberg gewählt. Zu Punkt 11 wird nachträglich bestimmt, daß dem Xaver Schwarzhans das Holz nur kaufweise überlassen werden darf. Abgelesen und unterfertigt [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ortsvorsteher]
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