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19080813_SV StandMontafon 13.08.1908 24.05.2021, 11:15 [-1-] aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 13. August 1908 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Currenda vom 6. d. Mts. Zl. 124 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Beschlüsse 1. Das Ansuchen der Gemeinde St. Gallenkirch um Subventionierung einer Hydranten- und Brunnenanlage wird mit allen gegen die Stimme des hl. Gemeindevorstehers Barbisch erledigt wie folgt: Eine Subventionierung von Seite der Montafoner Brandassekuranz wird von der Gründung einer lebenskräftigen Feuerwehr abhängig gemacht und die Beratung einer späteren Sitzung vorbehalten. Eine Subventionierung von Seite [-2-] des Standes Montafon respektive Forstfondes Montafon wird mit der Begründung abgewiesen, daß auch frühere diesbezügliche Ansuchen keine Berücksichtigung fanden. 2. Es wird einstimmig beschlossen für die Haltung von Ebern eine jährliche Subvention von je 70 Kr. zu gewähren. 3. Dem k.k. Bezirksschießstande in Schruns wird eine Unterstützung von 150 Kr. mit der Bedingung bewilligt, daß von der Schießstandesvorstehung die Schießübungen der Landstürmer geleitet werden. 4. Dem Klemenz Brunold wird die Bezahlung des Stockgeldes nachgesehen. 5. Eventuelle Mehrkosten für die Seuchenwache beim Madlenerhause übernimmt der Stand Montafon. 6. Anläßlich des 60 jährigen Kaiserjubiläums wird einstimmig beschlossen, einen Waisenunterstützungsfond in der Höhe von 1000 Kr. zu gründen. Die diesbezüglichen Gemeindeausschußbeschlüsse sind innerhalb 14 Tagen einzuholen. Behufs Ausfertigung der Stiftungsurkunde wird ein Comite bestehend aus den Herrn: Standesrepräsentant Jakob Stemer und die Standesausschußmitglieder J. G. Jochum und Franz Josef Bitschnau gewählt. [-3-] Über die vorliegenden Holzbezugsbewilligungsansuchen wird beschlossen wie folgt: Zu genehmigen ist das Ansuchen der Anna Maria Mangard, des Johann Anton Mangard von St. Gallenkirch und des Christian Pfeier von Gaschurn. Abzuweisen ist das Ansuchen des Peter Peter aus Schruns. Der Anna Büchel kann Bauholz um 14 Kr. pro m3 abgegeben werden. Dem Kaspar Keßler wird der Holzbezug gegen ein Entgeld von 14 Kr. per m3 bewilligt. Dem Ulrich Sander in Gortipohl kann der Bezug von 7 Baustämmen und 8 Dachtrifen bewilligt werden. Das Ansuchen des Johann Josef Bargehr ist abzuweisen. Dem Ulrich Tschofen ist der Bezug eines Sagstammes zu bewilligen. Das Ansuchen des Crhstian Loretz von Silbertal ist zu begutachten, ebenso dasselbe des Gottlieb Galehr von Vandans. Dem Bernhard Maier, Christian Ganahl, Franz Anton Maier und Franz Josef Stüttler [nachträglich ergänzt: "von Vandans"] ist der angesuchte Holzbezug zu begutachten. Der Gemeinde Bartholomäberg ist der Bezug von 16 Schindelstämmen aus Standeswaldungen in Bartholomäberg [-4-] zu bewilligen. Das Ansuchen des Bartholomä Anton Marent in Bartholomäberg ist zu begutachten, dann auch jenes des Johann Josef Vonier, St. Anton und Franz Josef Salzgeber in Bartholomäberg. Zu begutachten ist das Ansuchen des Ignaz Sander von Schruns. Sämtliche Holzbezugsbewilligungsansuchen von Bewohnern der Gemeinde Tschagguns sind bis zur nächsten Standesausschußsitzung zurückzuschließen. Dem Kieber Franz Josef ist der Bezug von 2 Schindelstämmen, 1 Bau- und 1 Brennloses zu begutachten. Dem Heinrich Köberle wird der Bezug eines Brennloses bewilligt. Das Ansuchen des Anton Schwarzhans ist abzuweisen. Das Ansuchen der Witwe Brugger von Schruns ist zu begutachten. Dem Mathias Bitschnau ist nur der Bezug eines Brennloses zu bewilligen. Dem Josef Stofleth kann der Bezug von 3 Sagstämmen und 13 Baustämmen bewilligt werden. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse] ['Beilage' zu Punkt 6 "Kaiserjubiläumsfonds"] [Kopie [Manualdruck/Hektographie] eines Schreibens des Standesrepräsentanten] Nr. 185 An die Gemeindevorstehung in St. Anton Beiliegende Abschrift der Entscheidung des Vorarlberger Landesausschusses punkto Gründung eines Kaiserjubiläums-Waisenfondes nebst einem Realisierungsvorschlage werden mit dem Ersuchen übermittelt, sich diesbezüglich binnen längstens 14 Tagen äußern zu wollen. Schruns am 19. November 1908 Der Standesrepräsentant Stemer [Umseitige Antwort des Vorstehers von St. Anton] Gemeindevorstehung St. Anton im Montafon am 22./08. 389 An den Herrn Standesrepräsentanten für Montafon der hiesige Gemeindeausschuß hat in seiner Sitzung von vorgestern Ihrem Realisierungsvorschlage, wonach St. Anton in 3 Jahren 215 K 73 H in den Jubiläumsfond zu zahlen hätte, beigepflichtet. St. Anton am 28/11. 1908 Kurzemann [Antwort des Vorstehers von Vandans] Nr. 961 An den Stand Montafon Schruns In Erledigung der d.a. Zuschrift vom 19. d. M. Nr. 185, wird der zur Gründung einer Kaiserjubiläums-Waisenfondstiftung auf auf die Gemeinde Vandans entfallende Betrag per K 903,81 laut Beschluß des Gemeindeausschusses vom 24. d. M. genehmigt, aber statt einer 3jährigen eine 5jährige Ratenzahlung beantragt und beschlossen. Vandans am 28. November 1908 Bitschnau Vorsteher [Antwort des Vorstehers von Vandans] Zl 1992 An die Standesverwaltung St. Gallenkirch 1. Aug. 1908 Schruns Auf das vorständliche Schreiben vom 19. dem. Zl. 185 betreffend Jubiläumsfond, hat der hiesige Gemeindeausschuß beschlossen den Betrag von 1692 K in 5 Jahresraten zu zahlen. Barbisch [Antwort des Vorstehers von Lorüns] Zl 479 An die Standesverwaltung für Montafon in Schruns Mit Bezugnahme auf das d.ä. Schreiben vom 19. XI. 1908 Zl. 185 berichtet die gefertigte Gemeindevorstehung, daß der Gemeindeausschuß gegen den Realisierungsvorschlag keine Einwendungen hat und sich verpflichtet den zutreffenden Betrag von 260 Kr 85 H in 3 Jahresraten zu bezahlen. Lorüns, am 1. Dezember 1908 Der Gemeindevorsteher: Batlogg [Antwort des Vorstehers von Silbertal] Auszug Sitzungsprotokoll aufgenommen im Gemeindeausschusse Nr. 128 am 29/11. 1908 durch Anton Fritz, Vorsteher in Gegenwart des Gemeindeausschusses mit Ausnahme Alois Lorentz und Conrad Brugger Gegenstand der Verhandlung Punkt 1. Dem Beitrag zur Gründung eines Kaiserjubiläumsfondes pr. 10000 Kr und den nach dem Realisierungsvorschlage entfallenden Betrag pr. 836 Kr. 13 H. nach dem gestellten Antrage in 3 Jahresraten einzuzahlen wurde einstimmig zugestimmt. Silbertal am 2. Dezember 1908 Der Gemeindevorsteher Anton Fritz
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19080523_SV_Kaiserju... StandMontafon 23.05.1908 24.05.2021, 13:43 [Kurrendalbeschluß] [Kopie [Manualdruck] eines Schreibens des Standesrepräsentanten] -1- Nr 89 An Herrn Gemeindevorsteher und Standesausschußmitglied Stallehr Am 14. Juni d. Js. findet in Wien, wie durch die Tagesblätter angekündigt wurde, ein großartiger Huldigungsfestzug statt, den die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien namens des ganzen Reiches dem geliebten Kaiser zu seinem denkwürdigen 60 jährigen Regierungsjubiläum veranstalten wird. Auch Vorarlberg soll sich durch eine etwa 200 bis 300 Personen starke, aus Männern und Frauen der verschiedensten Teile des Landes gebildete, sowohl mit dem derzeitigen, als auch mit den historischen Landestrachten bekleideten Gruppe an diesem Festzuge beteiligen, Hin- und Rückfahrt, Unterkunft und Verpflegung ist unentgeldlich. Herr Landeshauptmann Adolf Rhomberg hat nun schriftlich wie mündlich die sichere Hoffnung ausgedrückt, daß auch Montafon sich entsprechend beteiligen werde und ist es gewiß geboten, diese Beteiligung in einer dem Tale würdigen Wiese zu gestalten. Da zur Zusammenstellung einer Montafon zur Ehre gereichenden Trachtensgruppe auch Kosten erwachsen werden, werden Herr Gemeindevorsteher ersucht umgehend, sicher aber bis längstens Dienstag anher bekannt geben zu wollen, in welcher Ausdehnung und mit welchem Kostenaufwande Sie diese Beteiligung wünschen. [-2-] Sollten auch in dortiger Gemeinde geeignete Personen sich finden, die willens wären, dieses Trachtenfest mitzumachen, ist dies sehr wünschenswert, doch ist sofortige Meldung notwendig. Schruns am 23. Mai 1908 Der Standesrepräsentant Jakob Stemer Vorsteher [Umseitige Antwort des Gemeindevorstehers von Stallehr] An die Standesvertretung Montafon Betreff Kostenaufwand des genannten Ansuchens um einen Beitrag aus der Standeskasse ist die gefertigte Gemeindevorstehung einverstanden. Stallehr, am 27. Mai 1908 M. Martin Vorsteher [Kurrendalbeschluß] [Kopie [Manualdruck] eines Schreibens des Standesrepräsentanten] -1- Nr 89 An Herrn Gemeindevorsteher und Standesausschußmitglied Lorüns Am 14. Juni d. Js. findet in Wien, wie durch die Tagesblätter angekündigt wurde, ein großartiger Huldigungsfestzug statt, den die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien namens des ganzen Reiches dem geliebten Kaiser zu seinem denkwürdigen 60 jährigen Regierungsjubiläum veranstalten wird. Auch Vorarlberg soll sich durch eine etwa 200 bis 300 Personen starke, aus Männern und Frauen der verschiedensten Teile des Landes gebildete, sowohl mit dem derzeitigen, als auch mit den historischen Landestrachten bekleideten Gruppe an diesem Festzuge beteiligen, Hin- und Rückfahrt, Unterkunft und Verpflegung ist unentgeldlich. Herr Landeshauptmann Adolf Rhomberg hat nun schriftlich wie mündlich die sichere Hoffnung ausgedrückt, daß auch Montafon sich entsprechend beteiligen werde und ist es gewiß geboten, diese Beteiligung in einer dem Tale würdigen Wiese zu gestalten. Da zur Zusammenstellung einer Montafon zur Ehre gereichenden Trachtensgruppe auch Kosten erwachsen werden, werden Herr Gemeindevorsteher ersucht umgehend, sicher aber bis längstens Dienstag anher bekannt geben zu wollen, in welcher Ausdehnung und mit welchem Kostenaufwande Sie diese Beteiligung wünschen. [-2-] Sollten auch in dortiger Gemeinde geeignete Personen sich finden, die willens wären, dieses Trachtenfest mitzumachen, ist dies sehr wünschenswert, doch ist sofortige Meldung notwendig. Schruns am 23. Mai 1908 Der Standesrepräsentant Jakob Stemer Vorsteher [Umseitige Antwort des Gemeindevorstehers von Stallehr] An die Gemeindevorstehung in Schruns Die gefertigte Gemeindevorstehung berichtet, daß sie sich den übrigen Gemeinden des Standes Montafon anschließt. Lorüns, am 6. Juni 1908 Der Gemeindevorsteher Batlogg [Antwort des Gemeindevorstehers von Silbertal] An den Wohlgeborenen Standesrepräsentanten in Schruns Auf das geehrte Schreiben des Herrn Standesrepräsentanten in Schruns vom 23. Mai l.Js. Zl. 89 wird ergebenst mitgeteilt, daß auch zu der am 14. Juni l.Jr. in der Reichshauptstadt und Residenzstadt Wien stattfindenden Huldigungsfestzug einige Montafoner Gruppen teilnehmen, zu deren Zusammenstellung erwachsenden Kosten aus der Montafoner Standeskasse 600 K, sechshundert Kronen, vom gefertigten Standesausschußmitglied bewilligt werden. Silbertal am 25. Mai 1908 Anton Fritz, Vorsteher [Antwort des Gemeindevorstehers von Gaschurn] Nr. 221 An Herrn Gemeindevorsteher und Standesrepräsentant Schruns Gemäß dortiger Zuschrift vom 23./5 1908 Nr. 89 theile ich Ihnen mit, daß laut Gemeindeausschußbeschluß vom 25./5 1908 von Seite der hiesigen Gemeinde zum Zwecke Zusammenstellung einer am 14. Juni in Wien veranstalteten sich beteiligenden Trachtengruppe keine Unterstützung geleistet wird, weil sich an diesem Festzuge aus hiesiger Gemeinde voraussichtlich niemand betheiligen wird. Wenn von Seite des Standes Montafon zu diesem Kostenaufwande, welche die Bildung einer Montafoner-Trachtengruppe erfordert, etwas beigetragen werden soll, so bin ich, wenn der Beitrag nicht ganz groß ist, auch damit einverstanden. Da ich aber gar keine Ahnung habe wie hoch diese Kosten zu stehen kommen, so kann ich mich nicht bestimmt darüber äußern, und überlasse dieses ganz dem Herrn Standesrepräsentant. Gaschurn, am 25./5. 1908 Pfefferkorn, Vorsteher [Antwort des Gemeindevorstehers von St. Anton] Zl. 191 Herr Standesrepräsentant Auf dortige Anfrage vom 23. l. M. Zl. 89 erkläre ich mich mit einer Ausgabe bis 200 K aus Standesmitteln zu gedachtem Zwecke einverstanden. St. Anton, am 24. Mai 1908 Siegfried Kurzemann Vorsteher [Antwort des Gemeindevorstehers von Vandans] Zl 496 An Herrn Standesrepräsentanten in Schruns In Erledigung der d.a. Zuschrift vom 23. d. M. Zl 89 wird hiemit berichtet, daß fragliche Angelegenheit dem Ausschusse zur Meinungsäußerung unterbreitet wurde, welcher sich dahin äußerte, es sei ein Kostenaufwand des Standes Montafon mit K 500 zu genehmigen und die Ausdehnung der Beteiligung dem Herrn Standesrepräsentanten, nach seinem Ermessen, frei zu überlassen. Vandans, am 24. Mai 1908 F. J. Bitschnau
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19080508_SV StandMontafon 08.05.1908 24.05.2021, 11:32 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 8. Mai 1908 vor dem Standesrepräsentanten Jakob Stemer Über Einladung zu einer Standesausschußsitzung sind erschienen die gefertigten Beschlüsse Nach erfolgter Überprüfung der nachverzeichneten Holzbezugsgesuche wird zum Bezuge aus Standeswaldungen bewilligt: 1. Tschofen Andreas, Gortipohl, 3 Sag- und 3 Baustämme und 10 Zaunlatten 2. Salzgeber Christian, St. Gallenkirch, 1 Sagstamm 3. Tschofen Anton, St. Gallenkirch, 15 leichte Baustämme 4. Netzer Ulrich, St. Gallenkirch, 1 Sagstamm 5. Netzer Josef, Schruns, 10 Baustämme 6. Frau Hehn, Stuttgart, zum Stallbau 3 Dachst., 5 Bau- u. 5 Sagstämme, zum Villabau 5 Dachst. u. 3 Sagstämme um den Preis von 14 Kr. p. m3. [-2-] Abzuweisen ist das Holzbezugsbewilligungsansuchen des Alois Reitinger, Bartholomäberg, und zwar mit Berufung auf den früheren diesbezüglichen Standesausschußbeschluß. Dem Johann Josef Vallaster, Schruns, kann der Bezug von 5 m3 Bau- und Sägholz aus der Rodunder Standeswaldung bewilligt werden. Der Gemeinde Bartholomäberg wird der Bezug von 10 Schindelstämmen aus Montafoner Standeswaldungen bewilligt. Der Gemeinde Tschagguns wird der Bezug von 6 Förenstämmen aus Standeswaldungen zu einem Brückenbau bewilligt. Das Holzbezugsbewilligungsansuchen des Franz Josef Bitschnau H.Nr. 84 ist abzuweisen, da gegenständliches Holz zu Erweiterungsbauten zu dienen hätte. Der Katharina Stemer, Schruns, ist der Bezug von 12 m3 Bau- und Sägholz zu bewilligen. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19071203_SV StandMontafon 03.12.1907 24.05.2021, 11:13 [-1-] Protokoll aufgenommen im Gasthause zum Stern in Schruns am 3. Dezember 1907 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Anläßlich der Forsttagsatzung wurde auf heute eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse 1. Ein Ansuchen der Gemeinde Bürs um Holzbezugsbewilligung für die Alpe Salonien im Gemeindegebiete von Vandans und Montafoner Standeswaldungen wird genehmigt unter nachstehenden Bedingungen Die neu zu erstellende Brücke ist ein Ersatz für eine bereits eingeforstete, alte Brücke und es darf daher zu einer etwaigen Erneuerung dieser letzteren nur mehr ein Bezug von Holz aus Standeswaldungen beansprucht werden. [-2-] Da zum Bezuge von Latten aus Standeswaldungen zu Wasserabzugsrinnen kein Recht besteht, sind für derartiges Holz per m3 14 Kr. zu vergüten. 2. Ein Ansuchen des Michael Salzgeber von Tschagguns punkto Vergütung für Herstellung einer harten Bedachung wird dahin erledigt, daß für das Hausdach per m2 1 Kr. 60 H und für das Stalldach per m2 1 Kr. zu bezahlen ist. 3. Ein Ansuchen des Alois Reitinger um Verabfolgung von Standesholz aus Standeswaldungen zum Wiederaufbau seines abgebrannten Hauses ist abzuweisen, da dieses Objekt nicht eingeforstet war. 4. Ein Ansuchen des Ludwig Marlin von Gortipohl um Nachlaß eines Schadenersatzbetrages per 18 Kr. wird abgewiesen. 5. Ein gleiches Ansuchen des Ignaz Steu von Schruns für die Alpe Innerkapell wird ebenfalls abgewiesen /: 24 Kr:/ 6. Zur Herstellung einer Telefonleitung von Schruns nach Bludenz sind der Gemeinde Schruns 100 Telegrafenstangen unentgeldlich aus Standeswaldungen zu verabfolgen. 7. Behufs Feststellung des Wertes des Grund und Bodens zur Gewinnung des Serpentins für die Miskeyitwerke wurden als Comitemitglieder die Herrn: Standesrepräsentant [-3-] Jakob Stemer, Gemeindevorsteher Barbisch und die Waldaufseher Mangard und Nann gewählt. 8. Dem hl. August Albrich wird Anstellung als Standestierarzt mit der Bedingung definitiv verliehen, daß derselbe, wenn möglich, wöchentlich einmal die Gemeinden St. Gallenkirch und Gaschurn besucht. 9. Den Sektionen des D.u.Ö. Alpenvereines: Reutlingen, Saarbrücken, Tübingen und Lindau wird der nötige Holzbedarf zu Hüttenbauten aus Montafoner Standeswaldungen um eine Vergütung von 6 Kr. per m3 zum Bezuge bewilligt. 10. Die von der Bezirkshauptmannschaft Bludenz vorgelegten, corrigierten Statuten der Montafoner Brandassekuranz werden genehmigt. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19071114_SV_Currenda StandMontafon 14.11.1907 24.05.2021, 12:16 [-1-] Nr. 196 Currenda Herr Ignaz Rüsch, Fabriksbesitzer in Dornbirn, und Consorten beabsichtigen die auf der Grundparzelle Nr. 2307 auf Prandan/Grandan[?] Gemeinde St. Gallenkirch lagernden Serpentinsteine zu gewinnen und entsprechend zu verwerten und bieten hiefür I für den Ankauf der Grundparzelle Nr. 2307 eine einmalige Summe von 200 Kr, dann für 10 Tonnen Steine - Bahnabwage - 2 Kronen 40 Heller, für den m3 Holz, welches in Folge des Abbaues gefällt werden muß 10 Kr. und für Straßenbenützung eine jährliche Entschädigung von 100 Kr, weiters II Antrag auf Beteiligung am Unternehmen, entweder nur in der Höhe des Wertes der mehrzitierten Grundparzelle oder mehr, wobei selbstverständlich die in Punkt I vorgeführten Gegenleistungen aufrecht erhalten bleiben. Es ergeht nun an die Forstfondes Montafon Fragen mit "Ja" oder Anträge sind kurz zu Herrn Gemeindevorsteher und Vertreter des das Ansuchen, durch Beantwortung nachstehender "Nein" ihre Stellung zu zitieren. geben. Schruns am 14. November 1907 Der Standesrepräsentant Stemer [-2-] _______________________________________________________________________ ob im Prinzipe | ohne | mit Beteiligung|in der |Untermit dem Abschlusse |Beteiligung | in der Höhe des|Höhe einer |schrift des Vertrages | | Grundwertes |noch verein-| einverstanden | | |barenden | Summe | _______________________________________________________________________ Ja Ja Jakob Stemer Standesrepräsentant ja Ja Gebhard Pfefferkorn Vorsteher Ja Ja Joh. Barbisch Vorsteher Ja Ja Siegf. Kurzemann Vorsteher Ja Ja Anton Fritz Vorsteher Ja Ja Al. Würbel Vorsteher Ja Ja F. J. Bitschnau Vorsteher, vorbehaltlich Aufklärung bei der nächsten Standessitzung Ja J.G. Jochum, Vorsteher [Anhang] [Beilage A] [-1-] Kaufvertrag am heutigen Tag zwischen 1.) dem Forstfond Montafon, vertreten durch den Standesrepräsentanten Herrn Jakob Stemer einerseits, und [nachträglich durchgestrichen: "H. Jacob Edler von Misky aus Salzburg andererseits"] [mit Bleistift ergänzt:] Ignaz Rüsch in Dornbin abgeschlossen wird wie folgt: 1. Unter Vorbehalt der Genehmigung durch den hohen Standesausschuß von Vorarlberg verkauft hiemit hl. Jacob Stemer Namens des Forstfondes Montafon die demselben eigenthümlich gehörige Waldparzelle Nr. 2307 St. d. St. Gallenkirch hiemit an [durchgestrichen: "Hl. Jacob Edler von Miskey aus Salzburg"] Iganz Rüsch in Dornbirn und dieser kauft dieselbe in sein Eigenthum um den Kaufpreis von K ....... [-2-] 2. Der Kaufpreis ist binnen vier Wochen nach erfolgter Genehmigung dieses Vertrages bzw. der Verständigung hievon zu bezahlen. 3. Die Übergabe des Kaufobjektes erfolgt lastenfrei und wird hiefür Gewähr geleistet. 4. Die Übergabe des Kaufsobjektes erfolgt zu dem im Punkte 2. bestimmten Zeitpunkt und zwar nach erfolgter Bezahlung des Kaufschillings. 5. Mit diesem Zeitpunkt gehen auch die laufenden Jahressteuern und Gemeindeabgaben auf den Käufer über. [-3-] 6. Alle mit diesem Vertrag verbundenen Kosten und Abgaben werden vom Käufer allein getragen. 7. Der Verkäufer ertheilt die Einwilligung, daß behufs Erwerbung des dinglichen Eigenthumsrechtes diese Urkunde auch auf einseitiges Ansuchen des Käufers dem Verfachbuch des k.k. Bezirksrichters Schruns einverleibt werden kann. 8. Dieser Vertrag tritt erst mit der Genehmigung desselben durch den h. Landesausschuß in Rechtskraft 9. Diese Genehmigung zu erwirken bleibt dem Käufer überlassen. Sollte derselbe binnen 3 Monaten [-4-] von heute ab um diese Genehmigung nicht angesucht haben, so gilt dieser Vertrag als erloschen und kann der Verkäufer wieder frei über das Kaufsobjekt verfügen. [Beilage B] [Ohne Datum, ohne Ortsangabe, ohne Unterschrift] Beteiligungs-Übereinkommen getroffen zwischen em Stand Montafon und der Firma "Montafoner Miskeywerke G.m.b.H." in Schruns. Es steht dem Stand Montafon frei, sich mit dem Wert der in Betracht kommenden Waldparzelle N. 2307 oder auch noch in größerem Werte, der dann in diesem Falle bar einzulegen wäre, an dem geplanten Unternehmen zu beteiligen. Die dieser Beteiligung zu Grunde liegenden Rechte und Verpflichtungen bzw. Aussichten für das Unternehmen sind aus der Beilage ersichtlich. [Beilage C] [-1-] Servitutsvertrag zwischen Hl. Ignanz Rüsch, Fabrikant in Dornbirn [nachträgliche Einfügung: "bzw. seinem Rechtsnachfolger"] und dem Forstfond Montafon, vertreten durch den Standesrepräsentanten hl. Jakob Stemer. Bedingungen: 1. hl. I. Rüshc erwirbt das ausschließliche Recht, die auf der Waldparzelle Nr. 2307 in Grandau, Gemeinde St. Gallenkirch, welche Eigentum des Standes respektive Forstfondes Montafon ist, im Ausmaße von ungefähr 8000 m2, das dort vorfindliche serpentinähnliche Gestein für sich beliebig zu gewinnen und zu verwenden. 2. Hiefür bezahlte hl. Rüsch einen einmaligen Kaufpreis von K. 200, sage zweihundert Kronen und verpflichtet sich außerdem für jeden m3 gewonnenen Steines 60 Heller, sage sechzig Heller, das sind pro 10 Tonnen-Waggon Bahnabwage Schruns K. 2,40, mit Worten zwei Kronen 40 Heller als Recognition zu bezahlen. Die Verrechnung hiefür hat allmonatlich nach Bahnabwage zu erfolgen. 3. Das vom Forststand Montafon für Heizungszwecke aus der gegenständlichen Parzelle abgegebene Holz wird mit Kr. 10,pro Festmeter vergütet. 4. Für die Benützung der Montafonerstraße wird zur Straßenerhaltung [-2-] ein jährlicher Beitrag von Kr. 100 geleistet. 5.) Zur Sicherung der Erhaltung dieser Bedingnisse bietet hl. Rüsch eine Kaution von Kr. 100,- zu Handen des Repräsentanten des Montafonstande. 6.) Dieser Vertrag hat für hl. Rüsch und dessen Rechtsnachfolger sowohl wie für den Montafonstand gleich bindende Kraft. 7.) Vorstehender Vertrag ist solange rechtsgültig, als der Betrieb der Steingewinnung aufrecht erhalten wird; sollte eine längere als zweijährige ununterbrochene Betriebseinstellung stattfinden, dann erlischt dieser Vertrag von selbst. 8.) Beide Teile sind einverstanden, daß dieser Vertrag auch auf ein einseitiges Ansuchen dem gerichtlichen Verfachbuch einverleibt wird. Schruns, am
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19071017_SV_Kur...besch StandMontafon 17.10.1907 24.05.2021, 12:48 [-1-] Die gefertigten Vertreter der Standesgemeinden sind einverstanden, daß die Wasserleitung in den I. Stock und die Closettanlage [nachträgliche Einfügung: "im Gerichtsgebäude[?] gemacht werde, um ... an die der zum Wasserabflusse herzustellenden Jauchegrübe[?] auf seine Kosten übernimmt. Schruns, 17. Oktober 1907 [Unterschriften der Ausschüsse bzw. Ortsvorsteher]
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19070611_SV StandMontafon 11.06.1907 24.05.2021, 12:29 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 11. Juni 1907 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Currenda vom 6./6. d. Js. Zl. 105 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung ausgeschrieben, wozu erschienen sind die Gefertigten Gefaßt wurden nachstehende Beschlüsse: 1. Ein von dem aufgestellten Comite Herr Jakob Stemer, Standesrepräsentant, J.G. Jochum, Gemeindevorsteher, Tschagguns und Alois Würbel, Gemeindevorsteher Bartholomäberg zusammengestellter und neu ausgearbeiteter Statutenentwurf der Montafoner Brandassekuranz wurde vorgelegt, § für § genau durchberaten und einstimmig beschlossen, [-2-] die Genehmigung kompetenten Orts anzusuchen. 2. Ein Ansuchen des Peter Mathies in Schruns um Annullierung des Marktservituts auf dem früheren Marktfelde wurde nur dann genehmigt, wenn Bittsteller zu einer entsprechenden Vergütung sich erklärt. 3. Dem Vereine zur Bildung und Schaffung eines naturhistorischen Museums für Montafon mit dem Sitze in Schruns wird eine neuerliche Subvention in dem Falle gewährt, daß der Gemeindeausschuß beistimmt, zu welchem Zwecke eine Frist von 1 Monat gestellt wird. 4. Ein Ansuchen des Franz Xaver Schwarzhans, Gargellen, um Rückvergütung von Holzgelder wird behufs weiterer Erhebungen vertagt. 5. Ein Ansuchen der Brunneninteressenten in Vens, Gemeinde Vandans um eine Unterstützung zur Herstellung einer Cementrohrenleitung anstatt einer hölzernen Rohrleitung wird abgewiesen und zwar mit allen gegen die Stimme des hl. Gemeindevorstehers von Vandans. 6. Ein Ansuchen des Ludwig Marlin, St. Gallenkirch, um Nachlaß von 18 Kr. Stockgeld ist abzuweisen. 7. Ein Ansuchen des Johann Anton Lorenzin in Gaschurn um Nachlaß vom Stockgeld für Standesholz zu einem Stallbau wird einstimmig genehmigt. 8. Ein Ansuchen der Geschwister Wittwer in Gaschurn um Nachsicht des Stockgeldes für Standesholz zu einem Hausbaue wird ebenfalls einstimmig genehmigt. 9. Ein Ansuchen des Alois Reitinger in Bartholomäberg um Holzbezugsbewilligung aus Standeswaldungen zu dem Hausbau z. Kühlenrast ist abweislich zu bescheiden. 10. Ein Ansuchen des Isidor Juen in Schruns um Bezugsbewilligung von 30 Baustämmen aus Standeswaldungen ist zur Hälfte zu begutachten. 11. Das Ansuchen des Josef Pfeifer in Schruns um Bezugsbewilligung von circa 10 Festmeter Bauholz aus Montafoner Standeswaldungen kann gegen eine Vergütung von 11 Kr. per Festmeter bewilligt werden. 12. Das Ansuchen des Josef Pfeifer in Schruns um einen weiteren Wasserbezug aus Quellen in Standeswaldungen im Gargellentale wird [-3-] abgewiesen. [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse] [Anhänge] [A] Auszug Sitzungsprotokoll aufgenommen im Gemeindeausschusse dem 7. Juli 1907 durch Anton Fritz, Vorsteher, in Gegenwart des Gemeindeausschusses mit Ausnahme des Konrad Brugger, D[?] Brugger und Johann Josef Bargehr. Gegenstand der Verhandlung Punkt 2 laut Zuschrift der freien Gesellschaft, welche zur Schaffung einer Sammlung von im Tale Montafon vorkommenden Tieren, Pflanzen und Steinen in Schruns, bittet um Gewährung von 500 Kr aus der Standeskasse Montafon. Beschlußfassung Ober benanntes Ansuchen der freien Gesellschaft in Schruns um Gewährung von 500 Kr aus der Standeskasse Montafon wird abgewiesen mit der Begründung, daß eine solche Sammlung für auswärtige Gemeinden ohne Wert erscheine. Abgeschlossen und gefertigt Fritz, Vorsteher [B] An die Standesrepräsentanz in Schruns Der Standesausschuß in Tschagguns hat in der am 30. Juni l. Js. abgehaltenen Sitzung dem Ansuchen der freien Gesellschaft zur Schaffung einer Sammlung von im Tale Montafon vorkommenden Tieren, Pflanzen und Steinen an den Stand Montafon um Gewährung eines Unterstützungsbeitrages von K 500 einstimmig Folge gegeben, beziehungsweise den Gemeindevorsteher ermächtigt, die angesuchte Summe zu bewilligten. Tschagguns, 11. Juli 1907 [1. Juli?] Der Gemeindevorsteher Jochum [C] An Herrn Standesrepräsentanten J. Stemer in Schruns Der Gemeindeausschuß von hier hat in seiner heutigen Sitzung dem Standesausschußbeschlusse vom 11. Juni l. Js. - der Gewährung eines Beitrages von 500 K. aus der Standeskasse zur Schaffung einer Naturaliensammlung des Tales Montafon zugestimmt, wovon Sie hiemit in Kenntnis gesetzt werden. Gemeindevorstehung Bartholomäberg, den 11. August 1907 A. Würbel, Vorsteher [D] Zl 375 An die Standesverwaltung Montafon in Schruns Dem Ansuchen der sich gebildeten Gesellschaft, von im Tale vorkommenden Tieren, Pflanzen etc. hiesige Gemeinde lt. Ausschußbeschluß vom 11/8 500 Kr aus Standesmitteln zu bewilligen (wurde Stimme abgelehnt). welche eine Sammlung erstellen will, ist die d. Mts nicht geneigt mit 14 gegen eine 13. August 1907, St. Gallenkirch Barbisch [Ea] Nr. 162 An die Gemeindevorstehung Gaschurn Bezugnehmend auf den Standesausschußbeschluß vom 11. Juni d. Js. betreffend Subventionierung des Unternehmens zur Sammlung von im Tale Montafon vorkommenden Tieren, Pflanzen und Steinen wird um umgehende Einsendung des diesbezüglichen Gemeindeausschußbeschlusses ersucht. Schruns am 14. August 1907 Der Standesrepräsentant [Unterschrift: "Stemer"] [Eb, rückseitige Antwort der Gemeindevorstehung Gaschurn] An Stand Montafon Gemeindeausschußbeschluß des Gemeindeausschusses von Gaschurn, betreff Subventionierung des Unternehmens zur Sammlung von im Tale Montafon vorkommenden Tieren, Pflanzen und Steinen. Es wurde beschlossen, dem Ansuchen der Gesellschaft betreff Subventionierung von Seite des Standes nicht entsprechen zu können, und zwar aus dem Grunde, weil die auswärtigen Gemeinden des Thales wenig oder gar kein Interesse davon haben werden und der Stand Montafon sein Geld zu nothwendigeren Zwecken benützen möchte. Gaschurn, am 14. August 1907 Pfefferkorn, Vorsteher [Fa] Nr. 162 An die Gemeindevorstehung St. Anton Bezugnehmend auf den Standesausschußbeschluß vom 11. Juni d. Js. betreffend Subventionierung des Unternehmens zur Sammlung von im Tale Montafon vorkommenden Tieren, Pflanzen und Steinen wird um umgehende Einsendung des diesbezüglichen Gemeindeausschußbeschlusses ersucht. Schruns am 14. August 1907 Der Standesrepräsentant [Unterschrift: "Stemer"] [Rückseitige Antwort der Gemeindevorstehung St. Anton] An den Herrn Standesrepräsentanten in Schruns Auf [?] wird berichtet, daß die Mehrheit des hiesigen Ausschusses für eine Subventionierung gedachter Gesellschaft aus Standesmitteln ist und zwar mit einem einmaligen Betrage von 300 K. [Gemeindestempel, Datum 27/8 1907]] [F] Erkläre Bezugnehmend auf den Standesausschußbeschluß vom 11. Juni d. Js. betreffend Subventionierung des Unternehmens zur Sammlung von im Tale Montafon vorkommenden Tieren, Pflanzen und Steinen, bestätigen die Gefertigten, daß die Gemeinden Stallehr und Lorüns sich jenem Beschlusse anschließen, dem am meisten Standesgemeinden zuneigen. Stallehr und Lorüns am 12. Augut 1907 Battlogg, Vorsteher Martin, Vorsteher [Ga] [-1-] Lölicher Ausschuß des Standes Montafon In Schruns hat sich eine freie Gesellschaft gebildet, welche eine Sammlung von im Tale Montafon vorkommenden Tieren, Steinen und Pflanzen erstellen will. So schwierig dieses Unternehmen sich gestalten dürfte, weil es große Opfer an Zeit und Geld erfordert, wird doch eine solche Sammlung nicht nur eine Sehenswürdigkeit des Tales für Einheimische und Freunde werden, sondern auch, was besonders hoch anzuschlagen ist, den Schulen desselben vorzügliche Lehrbehelfe bieten. Nachdem die Gesellschaft im Entstehen begriffen ist und noch keine Mittel zur Verfügung stehen, aber gerade der Anfang die größten Aufgaben an sie stellen wird, bitten die Gefertigten um gütige Gewährung von K 500 als Unterstützungsbeitrag [-1-] da das Unternehmen im Interesse des Tales Montafon liegt, hoffen die Gefertigten auf eine günstige und ertunlichste [?] Erledigung ihrer Bitte. Schruns, den 1. März 1907 Obmann: Joh. Wiederin Kassier: Schriftführer: Jos. Fischbah m.p. G. Heinzle [Gb rückseitige Antwort der Gemeindevorstehung Vandans] An den den Stand Montafon In der heutigen Gemeindeausschußsitzung wurde einem Unterstützungsbeitrag von K. 250 an die Ingenannten zum gedachten Zwecke, allseitig zugestimmt. Vandans, am 14/VII. 07 F.J. Bitschnau, Vorsteher
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19061201_SV StandMontafon 01.12.1906 24.05.2021, 11:25 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 1. Dezember 1906 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer In der auf heute angeordneten Standesausschußsitzung wurden gefaßt nachstehende Beschlüsse 1. Ein Ansuchen des hl. Heinrich Mayer, Fabrikant in Schruns, um teilweise Änderung der Montafoner Brandassekuranzstatuten, wird bis zu deren vollständiger Umgestaltung vertagt. 2. Dem Waldaufseher Maier, Vandans, und Nann, St. Gallenkirch, ist eine einmalige Renumeration von je 50 Kr. zu verabfolgen. 3. Einem Ansuchen des Herrn Josef Pfeifer in Schruns um Wasserbezugsbewilligung für seine Neubauten in Gargellen aus dem auf dem G.P. Nr. 4495 und 4496 entspringenden Quellen wird dahin erledigt, daß demselben gestattet wird für seine zwei neuen Häuser je 8 Liter Wasser [nachträgliche Einfügung: "per Mit.[glied[?]]] beziehen zu dürfen. 4. Ein Ansuchen des Herrn Peter Keter in Schruns um Bezugsbewilligung [-2-] von Holz aus Montafoner Standeswaldungen zum Wiederaufbaue eines Hauses in Vergalden ist mit der Begründung abzuweisen, daß Gesuchsteller bereits an Ort und Stelle 3 Häuser besitzt. 5. Die Holzbezugsbewilligungsansuchen der Herrn Josef Pfeifer und Benedikt Sepp in Schruns zu Neubauten in Gargellen sind abzuweisen, da die gebauten Objekte doch nur Spekulationszwecken dienen. 6. Hl. Martin Hueber ist mit seinem Ansuchen um Vergütung für die von ihm hergestellte neue Bedachung mit der Begründung abzuweisen, daß für neuere Bauten in den Montafoner Standeswaldungen kein Holzbezugsrecht besteht. 7. Zwei vorgelegte Ansuchen des Josef Fitsch, Haus Nr. 31 und Josef Juen, H.Nr. 59 in Schruns um Vergütung für harte Bedachung können berücksichtigt werden. 8. Ein Ansuchen der Witwe M. Anna Wachter in Partenen um Vergütung für Erstellung von Mauerwerk statt Holzbau wird bewilligt, doch ist dieselbe nur nach dem Tarife auszubezahlen, wie ihn der diesbezügliche zweite Standesausschußbeschluß festsetzt. [-3-] 9. Als Vertreter des Standes Montafon, betreffend das Weiderecht der Heimberger Allmeininteressentschaft von Gortipohl in Montafoner Standeswaldungen und anderen Gründen werden gewählt die Herrn: Franz Josef Bitschnau, Gemeindevorsteher in Vandans und Josef Georg Jochum Gemeindevorsteher in Tschagguns 10. Ein Ansuchen der Geschwister Fitsch H.Nr. 107 in Schruns um Nachsicht des Stockgeldes für ihren Neubau an Stelle der abgebrannten Waschküche auf Montiola wird bewilligt. 11. Ein Ansuchen des Alois Pfefferkorn in Partenen um die Bewilligung zum Bezuge von 25 schweren Baustämmen aus Montafoner Standeswaldungen zu Um- und Zubauten seines Hauses Nr. 4 ist zu begutachten. 12. Ein Ansuchen des Battlogg Denkmalcomités um weitere Unterstützung ist solange zu vertagen bis die Identität des Relief mit Battlogg festgestellt ist. 13. Auf Grund eines Ansuchens der Gemeinde Tschagguns um Nachlaß von 225 Kr. 90 K. für bezogenes Standesholz werden derselben 120 Kr. mit 7 gegen die Stimme des Vorstehers Wittwer [-4-] vorgeschrieben. 14. Ein Ansuchen des Franz Xaver Schwarzhans in Gargellen um Rückvergütung von früher eingeholte Holzgelder ist abzuweisen. 15. Für bezogenes Holz aus Standeswaldungen ist der Kubikmeter dem Bauunternehmer Tobias Kurzemann mit 14 Kr. und dem Bargehr Bernhard in Vandans mit 12 Kr. zu verrechnen. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19060609_SV StandMontafon 09.06.1906 24.05.2021, 11:29 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 9. Juni 1906 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Circular vom 6. d. Mts Zl. 99 wurde auf heute vormittags 9 Uhr Standesausschußsitzung angeordnet, wozu erschienen sind die Gefertigten. Beschlüsse 1. Im Standesgebäude in Schruns sind in Zukunft vermieten wie folgt: An das hohe Ärar das Haus Nr. 9 ganz und um Hause Nr. 27 das Parterre und der I. Stock anstatt wie bisher für 1296 Kr. um 17000 Kr. und an die k.k. Gendarmerie der II. Stock im Hause Nr. 27 anstatt wie bisher für 240 Kr. um 300 Kr. Bei allfälligen Adaptierungen ist der Mietzins um jenen Betrag zu erhöhen, welcher eine 5%tigen Verzinsung der Bausumme [-2-] gleich kommt. 2. Zur Reparation des Christberger Kirchleins wird eine Unterstützung von 150 Kr. sage einhundertfünfzig Kronen aus Standesmitteln bewilligt. 3. Der Gemeinde Vandans ist zum Baue einer Brücke über die Ill zur Haltestelle Vandans der unentgeldliche Bezug von 50 Förenstämmen aus Montafoner Standeswaldungen zu bewilligen. 4. Über den Bezug von Nutz- und Brennholz aus Montafoner Standeswaldungen sind die diesbezüglichen Bestimmungen im nachstehenden Sinne zu ergänzen, respektive zu ändern: Einem Antrage des Vorarlberger Landesausschusses, aß, wenn ein Heimgut mit Waldbesitz mit der Bestimmung verkauft werden sollte, daß der Wald dem jeweiligen Verkäufer zurück bleibt, für dieses Heimgut das Servitutsrecht des Holzbezuges aus Standeswaldungen auf immerwährende Zeiten verfällt, wird Prinzipe vollkommen zugestimmt und ist behufs gegenständlicher Durchführung [-3-] der Landesbeschluß um diesbezügliche Weisungen bittlich anzugehen. 5. Dem Forstwart Fleisch in Silbertal wird für außergewöhnliche Arbeiten eine einmalige Subvention von 100 Kr. sage einhundert Kronen gewährt. 6. Zur Hebung der Schweinezucht sind für 3 Eberhalter Subventionen in der Höhe von je 40 Kr., sage vierzig Kronen auszufolgen. 7. Dem Ansuchen der Sparkasse Schruns um Überlassung eines Kassalocals im Standesgebäude Nr. 27 wird kein Hindernis in den Weg gelegt, wenn die Zustimmung des hohen Ärars erlangt wird. 8. Einem Ansuchen der W. Anna Rudigier in Gaschurn und des Christian Bahn in Tschagguns um Nachlaß des Stockgeldes wird Folge gegeben, während ein diesbezügliches Ansuchen des Anton Schwarzhans abgewiesen wird. 9. Dem Forstwarte Ganahl in Bartholomäberg werden seine Bezüge von 400 Kr. auf 500 Kr., sage fünfhundert Kronen erhöht. 10. Der Gemeinde St. Anton wird der [-4-] Jagdpachtschilling der Pachtperiode 1906 incl. 1910 zur freien Verfügung gestellt, wogegen dieselbe auf die Umlage vom Forstfonde [nachträglich eingefügt: "für genannte Zeit"] und auf Vergütung für harte Bedachung für das Schulhaus verzichtet. 11. Das Ansuchen des Fidel Tschohl in Schruns um Vergütung für harte Bedachung wird abgewiesen. 12. Ein Ansuchen des Thoma Loretz in Tschagguns um eine Entschädigung auf den Bezug von Standesholz zur Aufführung eines eventuellen Anbaues an Stelle des früheren Haus Nr. 112 wird abgewiesen. 13. Zu Rechnungsrevisoren werden gewählt die Herrn Bitschnau Franz Josef, Gemeindevorsteher in Vandans und Würbel Alois, Gemeindevorsteher in Bartholomäberg
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19060314_SV StandMontafon 14.03.1906 24.05.2021, 11:22 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 14. März 1906 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer In der heute stattgefundenen Standesausschußsitzung wurden gefaßt nachstehende Beschlüsse In Bezug auf den am 20. Februar 1905 gefaßten Standesausschußbeschluß wird einstimmig beschlossen in Zukunft nur mehr zu bezahlen: für feste Bedachung per m2 1 Kr. für Mauerwerk und Wölbungen per m2 2 Kr 60 H. Dem Consorium respective den Besitzern des Hotels Madrisa kann gegen Unterstellung des gesamten Besitzes und solidarischer Haftung ein Kapital in der Höhe bis zu 120000 Kr. zu 4% verzinslich [-4-] sage einhundertzwanzigtausend Kronen verabfolgt werden. Zum Bau der Kapelljoch- und Filisauhütte kann das Holz per m3 zu 6 Kr. im Relstal per m3 zu 8 Kr verabfolgt werden. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19050722_SV StandMontafon 22.07.1905 24.05.2021, 11:27 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 22. Juli 1905 vor dem Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mit Dekret vom 18. d. Mts. Zl. 133 wurde auf vormittags 9 Uhr eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigtem Beschlüsse 1. Über Ansuchen des Tierarztes Herr Albrich August wird demselben der jährliche Gehalt von 1200 Kr. auf 2000 Kr., sage zweitausend Kronen erhöht. Herr Gemeindevorsteher Wittwer behält sich noch die Einholung der Genehmigung des Gemeindeausschusses von Gaschurn vor. 2. Das Ansuchen des Waldaufsehers Adolf Fleisch von Schruns um Lohnaufbesserung ist mit der Begründung abzuweisen, daß das Verhältnis seiner gegenwärtigen Entlohnung [-2-] zum Flächeninhalte seines Überwachungsgebietes unter allen Waldaufsehern Montafons das günstigste ist. 3. Dem Waldaufseher Josef Wittwer wird seine Jahreslöhnung von 242 Kr. auf 300 Kr. erhöht. 4. Das Ansuchen des Waldaufsehers Josef Nann von St. Gallenkirch um Lohnerhöhung wird abgewiesen. 5. Das Ansuchen des Nepomuk Schwarzhans von Tschagguns um Rückvergütung eines Schadenersatzes wird abgewiesen. 6. Es wird einstimmig bechlossen, alle Ansuchen um Vergünstigung für harte Bedachungen, welche vor dem 20. Februar 1905 ausgeführt worden sind, abzuweisen, da dem an diesem Tage gefaßten diesbezüglichen Standesausschußbeschlusse jede Rückwirkung aberkannt wird. 7. Sämtliche Ansuchen um Vergütung für Herstellung von eisernen Brunnenleitungen sind einstweilen abzuweisen. 8. Ein Ansuchen des Chrstian Vallaster von Bartholomäberg um Nachlaß des Stockgeldes für Bauholz wird genehmigt. 9. An Stelle des Herrn Schappler in Vandans wurde Herr Gemeindevorsteher Bitschnau in die Vermarkungscommission gewählt. 10. Zu Waldarbeiten behufs Auftheilung der Montafoner Standeswaldungen unter die 8 interessierten Gemeinden wird ein Comité aufgestellt bestehend aus den Herrn: [-3-] Herr Herr Herr Herr Standesrepräsentant Jakob Stemer Gemeindevorsteher J. G. Jochum Forstwart Anton Ganahl und als Ersatzmann Gemeindevorsteher Franz Josef Bitschnau [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19050220_SV StandMontafon 20.02.1905 24.05.2021, 11:56 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 20. Februar 1905 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Currenda vom 16. Februar d. Js. Zl. 38 wurde eine Standesausschußsitzung auf heute vormittags 10 Uhr anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten Beschlüsse 1. Es wird hiemit der einstimmige Beschluß gefaßt, das Prioritätskapital zum Bau der Montafonerbahn per 700000 Kr., sage siebenhunderttausend Kronen bei der Centralbank der deutschen Sparkassen in Prag nach dem gestellten Offert aufzunehmen. 2. Behufs Bereitstellung einer Localitäten [-2-] für das hiesige Steueramt wird beschlossen, dafür Sorge zu tragen, daß dasselbe im Standesgebäude N.Nr. 9 untergebracht werde. 3. Das Ansuchen des Kapuziner Klosters Gauenstein um Überlassung elektrischer Kraft zu Beleuchtungszwecken, wird behufs genauerer Erhebungen vertagt. 4. Der Stand Montafon ist im Prinzipe einverstanden, die Ersetzung von Schindeldächern, Holzwänden und Holzdielen durch Ziegeldächer,, Mauerwerk oder Gewölben in entsprechender Weise zu subventionieren und zwar folgendermaßen: Bedachung mit 1 Kr. 60 H. pr. m2 Mauerwerk ... 4 ......... pr. m2 Gewölbe ..... 4 ......... pr. m2 5. Die Anschaffung eines Gemeindeblattes für Montafon wird bis auf weiteres vertagt. 6. Die durch Abbrändler gestellten Ansprüche um Nachlaß des Stockgeldes [-3-] sind allen zu bewilligen mit Ausnahme des Christian Düngler in St. Gallenkirch. 7. Ein Ansuchen der Gemeinde St. Anton um Überlassung von Holz ohne Stockgeld zu Schulhausbauzwecken wird genehmigt. 8. Ein Ansuchen der Gemeinde St. Gallenkirch um Vergütung von Kosten beim Brande in Batmund sind insoweit zu vergüten, als dieselben zum Schutze des Waldes [unlesbares Verb] sind und 183 Kr. 40 h. betragen. 9. Ein Ansuchen der Gemeinde Vandans behufs Wegbauten in Vandanser Standeswaldungen wird dahin erledigt, daß diesbezüglich die nötigen Erhebungen zu pflegen sind. 10. Ein Ansuchen der Gemeinde Bartholomäberg um Nachlaß von Stockgeld für Standesholz zu Armenhausbauzwecken wird vertagt. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19041202_SV_a StandMontafon 02.12.1904 24.05.2021, 11:40 [-1-] Protokoll aufgenommen im Gasthause zum Stern in Schruns am 2. Dezember 1904 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Tagesordnung 1. Ansuchen der k.k. Finanzwachabtheilung in St. Gallenkirch um Verabfolgung von Standesholz zu Brennzwecken. 2. Besprechung über Grundabtretung an die Bahn Beschluß 1. In Anbetracht der großen Belastung der Standeswaldungen, so daß selbst der Bezug der Berechtigten stark eingeschränkt werden muß, wird der einstimmige Beschluß gefaßt, die Abgabe von Brennholz [-2-] aus Standeswaldungen an sämtliche Finanzwachabteilungen Montafons gänzlich zu verweigern. 2. Der an das Bahnunternehmen abzutretende Standesgrund ist unentgeldlich abzugeben. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19041202_SV StandMontafon 02.12.1904 24.05.2021, 11:55 [-1-] Protokoll aufgenommen im Gasthause zum Stern in Schruns am 2. Dezember 1904 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Beschlüsse 1. Um die Bewilligung zur Erwerbung der Alpe Valisera im Gargellentale, Gemeinde St. Gallenkirch, von Seite des Standes Montafon ist beim Landesausschusse für Vorarlberg einzukommen und unter einem der Antrag zu stellen, am Kaufschillinge jährlich 200 Kr. ö. W., sage zweihundert Kronen österreichischer Währung abzuzahlen. 2. Einstimmig wurde beschlossen, daß jeder Nichtbürger der Standesgemeinden Montafons um die Bewilligung zum Bezuge von Holz aus Standeswaldungen beim Standesausschusse einzukommen hat. Abgelesen und unterfertigt mit dem Bemerken, daß dieser Beschluß sich selbstverständlich auf die eingeforsteten Objekte nicht bezieht. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19031107_SV StandMontafon 07.11.1903 24.05.2021, 13:52 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 7. November 1903 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Dekret vom 3. d. Mts. Zl. 199 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung anberaumt, wozu erschienen sind die Gefertigten. Beschlüsse Auf den am 19. Oktober d. Js. in der Rechtssache des Standes Montafon wider Christian Maklott in Schruns beim Kreisgerichte in Feldkirch abgeschlossenen Vergleich kann aus dem Grunde nicht eingegangen werden, weil derselbe zum größten Nachtheile des Forstfondes lautet, weshalb [-2-] einstimmig beschlossen wurde, den Prozeß bis zur Entscheidung zu führen, wenn nicht ein für den Forstfond Montafons günstigerer Vergleich zu Stande kommt. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19030505_SV StandMontafon 05.05.1903 24.05.2021, 13:33 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 5. Mai 1903 vor dem gefertigten Gemeindevorsteher und Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mittelst Currenda vom 2. d. Mts. Zl. 97 wurde auf heute eine Standesausschußsitzung angeordnet, wozu erschienen sind die Gefertigten Gefaßt wurde nachstehender Beschluß Sämtliche an der Bahnfrage interessierten Gemeinden fassen den einstimmigen Beschluß, daß, falls die Baukosten für Verlegung der Stationsanlage [-2-] inner den Litzbach die Kosten von 70000 Kr. bis 80000 Kr. nicht übersteigen werden sollten, diese Stationsanlage nach den vorliegenden Plänen inner der Litz erstellt werden muß. Sollte erwähnte Anlage mehr als 80000 Kr. kosten, ist das Einverständnis der einzelnen Gemeindeausschüsse einzuholen. Die Zufahrtsstraße von der Stationsanlage ist in gerader Richtung auf die derzeitige Litzbrücke herzustellen. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19030406_SV StandMontafon 06.04.1903 24.05.2021, 13:32 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 6. April 1903 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Über Antrag der Landeshypothekenbank für Vorarlberg vom 3. v. Mts. wurde von den Gefertigten gefaßt nachstehender Beschluß Die Montafoner Brandassekuranz verpflichtet sich hiemit bis zur Regelung der Statuten im Falle eines Brandes durch Selbstverschulden des Versicherten die allfällige Hypothek der Landeshypothekenbank gegen Abtretung der Rechte aus der betreffenden Versicherungssumme zu bezahlen. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19021202_SV StandMontafon 02.12.1902 24.05.2021, 11:51 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 2. Dezember 1902 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Nachdem erschienen sind die Gefertigten, wurde die Sitzung eröffnet und gefaßt nachstehende Beschlüsse 1. Behufs Ankauf des Maisäßens Sarottlen und der Alpe Valisera im Gargellentale von Ignaz Dajeng, Bauer in Schruns, und deren einstweilige Verwaltung wurde ein Comité, bestehend aus den Herrn Schappler Gottfried, Vorsteher in Vandans, Tschofen Josef, Vorsteher in St. Gallenkirch und Battlogg Ignaz, Vorsteher in St. Anton, gewählt. 2. Zur Überprüfung eines Projektes über die Herstellung einer Wasserleitung und [-2-] Abortanlage beim und im k.k. Bezirksgerichtsgebäude Schruns wurden die Herrn Jakob Stemer, Standesrepräsentant in Schruns, J. G. Jochum, Gemeindevorsteher in Tschagguns und Alois Würbel, Gemeindevorsteher in Bartholomäberg gewählt und haben dieselben in der nächsten Standesausschußsitzung hierüber zu referieren. Auch ist sich mit den anstoßenden Grundbesitzern ins Einvernehmen zu setzen. 3. An das Cultus- und Unterrichtsministerium ist eine Eingabe um Errichtung einer Kunst- und Gewerbeschule in Bludenz einzustellen. 4. Das Ansuchen des Jakob Wittwer, ehemaligen Standesförsters, um Ausfolgerung einer jährlichen Renumeration wird vertagt. 5. Einem Ansuchen der Interessenten mehrerer Silberthaler Alpen um Herstellung des Weges über das Marktobel und K[?]erplatten und zwar derart, daß er mit Karren und Schlitten befahrbar wird, auf Kosten des Forstfondes wird gewährende Folge gegeben. 6. Zwei Ansuchen des Franz Xaver Schwarzhans in Gargellen um Rückzahlung von Stockgeld [-3-] und Vergütung wegen Lawinenschaden werden abgewiesen. 7. Sollte die Gemeinde Silberthal für bereits bezahltes Holz zu Wildbachverbauungen keine Rückvergütung verlangen, so ist derselben zu genanntem Zwecke Holz aus Standeswaldungen um den Preis von 12 Kr. per m3 zu verabfolgen. 8. Zur Vornahme der Statutenänderung der Montafoner Brandassekuranz wird ein Comité bestehend aus den Herrn Stemer Jakob, Standesrepräsentant, Jochum J.G., Vorsteher Tschagguns, Battlogg Ignaz, Vorsteher St. Anton, Schappler Gottfried, Vorsteher Vandans und Würbel Alois, Vorsteher Bartholomäberg, gewählt 9. Dem Waldaufseher Nann in St. Gallenkirch wird sein Jahreslohn um 20 Kr. erhöht. 10. Als Aushilfe im Waldaufsichtsdienste in der Gemeinde Gaschurn wird Johann Eßig [Essig] auf der Bofen angestellt und demselben das Waldgebiet in Partenen zugewiesen. [-4-] Der bisherige Aushilfswaldaufseher Salzgeber wird seines Amtes enthoben. [Unterschrift des Standesrepräsentanten und der Ausschüsse]
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19020308_SV StandMontafon 08.03.1902 24.05.2021, 13:16 [-1-] Protokoll aufgenommen in der Gemeindekanzlei zu Schruns am 8. März 1902 vor dem gefertigten Standesrepräsentanten Jakob Stemer Mit Cirkular vom 3. d. Mts. Zl. 58 wird auf heute früh 9 Uhr, Standesausschußsitzung angeordnet, wozu erschienen sind die Gefertigten Beschlüsse Die Zuschriften des Landes und des Staates betreffend die Betheiligung beim Bau der Montafoner Bahn mit je 60000 Kr. in Stammactien wurden dem Standesausschusse zur Kenntnis gebracht und einstimmig akzeptiert [ursprünglich: "acceptirt"]. Ganz rege gestaltete sich hierauf die Debatte dahin zielend für den Stand Montafon die Stimmenmehrheit im Verwaltungsrathe [-2-] zu erlangen zu suchen, um jedoch eine Verzögerung der Sache zu verhindern wird von einer höheren Betheiligung in Stammactien abgegangen. Zur Einleitung der nötigen Vorarbeiten, Grundablösung, Beschaffung der Geldmittel, Entwurf der Stationen etc. wird ein Comite gewählt, bestehend aus den Herrn Stemer Jakb, Standesrepräsentant, Schruns Jochum I.G., Gemeindevorsteher Tschagguns Battlogg Ignaz, Gemeindevorsteher, St. Anton Mayer Wilhelm, Schruns und Zuderell Jakob, Schruns 2. Es wird einstimmig beschlossen, die Assekuranzbücher den heutigen Verhältnissen anpassend auf Kosten der Assekuranz umzuarbeiten, dann die Parteien mit Assekuranzbücheln zu betheilen und zu diesem Zwecke einen Juristen anzustellen. 3. Zum Ankaufe einer Stieralpe wurde ein Comite bestehend aus den Herrn Battlogg Ignaz, St. Anton, Schappler Gottfried, Vandans und [-3-] Tschofen Josef, St. Gallenkirch, gewählt. 4. Einem Ansuchen des hl. Josef Fitsch in Schruns um Überlassung eines Theilstückes aus G.P.Nr. 13 wird einstweilen nicht entsprochen, da vor allem andren die Lösung der Bahnhofsfrage abzuwarten sei. 5. Die Ansuchen des Forstwartes Galehr und des Waldaufsehers Nann um Lohnaufbesserung werden vertagt. 6. Zur Errichtung eines Battlogg Denkmals wurde einstweilen ein Beitrag von 300 Kr. genehmigt. Im Bedarfsfalle kann dieser Beitrag über neuerlichen Beschluß erhöht werden.
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19011209_SV_Currenda StandMontafon 13.12.1901 24.05.2021, 13:14 [-1-] Nr. 146 Currenda Mit Dekret vom 9. Dezember 1901 Zl. 260 hat Herr Landeshauptmann Adolf Rhomberg als Vorsitzender der Vorarlberger Straßenbau Commission an den Stand Montafon die Anfrage gestellt, ob derselbe gewillt wäre an den Straßenbaufond zwei Beiträge in der Höhe von je 2175 Kr. und zwar bis Ende März 1902 und 30. Jänner 1903 zu bezahlen. Die Herrn Gemeindevorsteher als Vertreter des Standes Montafon werden hiemit ersucht ihr Gutachten im vorstehenden Sinne auf dieser Currenda bekannt geben zu wollen. Schruns am 4. Jänner 1902 Der Standesrepräsentant Stemer [-2-] Der Gefertigte stimmt der Einhaltung der gewünschten Termine vollkommen zu. Schruns am 4. Jänner 1902 Der Standesrepräsentant und Gemeindevorsteher Stemer An den Herrn Standesrepräsentanten in Schruns Gefertigter erklärt sich mit der Einzahlung der gewünschten Termine ebenfalls einverstanden. Tschagguns, 15. Jänner 1902 Der Gemeindevorsteher Jochum Auf Grund des Ausschußbeschlusses vom 12/1 mit dem gewünschten Termin einverstanden Schapler, Vorsteher Vandans [-3-] Mit dem obigen einverstanden Lorüns, am 15. Jänner 1902 Anton Schuler, Gemeindevorsteher Der Gefertigte erklärt sich für die vom hohen Landesausschuß beantragte, kürzere Durchführung einverstanden St. Anton am 14. Jänner 1902 Ig. Battlogg Vorsteher Gefertigter erklärt sich für die vom hohen Landesausschuß beantragte, kürzere Durchführung einverstanden. Silberthal am 16. Jänner 1902 Bargehr, Vorsteher Mit der im Gesetze bestimmten Termine einverstanden! Bartholomäberg am 17. Jänner 1902 Würbel, Vorsteher [-4-] An den Herrn Standesrepräsentanten Schruns Der Gefertigte erklärt sich einverstanden, daß der Stand Montafon die zwei Beiträge von je 2175 bis Ende März 1902 und 30. Jänner 1903 an die Straßenbau-Commission bezahle. St. Gallenkirch, 7. Jänner 1902 Tschofen, Vorsteher Der Gefertigte erklärt sich mit obigem Antrage einverstanden. Gaschurn, 7. Jänner 1902 Wittwer, Vorsteher
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