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20150512_FF_001 StandMontafon 12.05.2015 23.05.2021, 13:56 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.1/2015/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 12. Mai 2015 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der konstituierenden und gleichzeitig 1. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 4. Mai 2015 nehmen an der auf 13.30 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Rudolf Lerch, St. Anton Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm DI (FH) Jürgen Kuster, MBA, Schruns Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Martin Netzer, MSc, Gaschurn Bgm Raimund Schuler, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Burkhard Wachter, Vandans Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Entschuldigt: Weitere Sitzungsteilnehmer: Toni Meznar, DI Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Schriftführer: Standessekretär Mag Bernhard Maier DerVorsitzende eröffnet um 13:30 Uhr die Forstfondssitzung und begrüßt die Forstfondsvertreter. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende Tagesordnung 1.) Eröffnung der Sitzung durch den Vorsitzenden und Feststellung der Beschlussfähigkeit 2.) Wahl des Standesrepräsentanten gemäß § 3 der Verordnung 3.) Wahl des Stellvertreters des Standesrepräsentanten gemäß § 3 der Verordnung 1. Forstfondssitzung: 12.05.2015 Seite 2 von 6 4.) Bestellung des Prüfungsausschusses 5.) Nominierung der Delegierten in den Verein zur Förderung der Bildung, Kultur und Heimatpflege im Montafon 6.) Nominierung eines Vertreters und dessen Stellvertreters in die Naturwärme-Montafon Biomasse-Heizkraftwerk GmbH 7.) Aufnahme eines Kassenkredites gem. § 50 GG für den Stand Montafon Forstfonds 8.) Genehmigung der Niederschrift der 42. Forstfondssitzung vom 16.12.2014 9.) Berichte 10.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Alt-Bürgermeister und Standesrepräsentant Rudi Lerch eröffnet in seiner Funktion als Vorsitzender um 13.30 Uhr die konstituierende Forstfondssitzung und stellt die Beschlussfähigkeit fest, da alle Vertreter der Forstfondsgemeinden anwesend sind. Einen herzlichen Willkommensgruß entbietet er ebenfalls den anwesenden Zuhörern. Besonders Willkommen im Standesausschuss heißt der Vorsitzende die drei neu gewählten Bürgermeister Jürgen Kuster für die Marktgemeinde Schruns, Josef Lechthaler für die Gemeinde St. Gallenkirch und Raimund Schuler für die Gemeinde St. Anton . Zugleich informiert der Vorsitzende, dass Karl Hueber seit 2010 und Ewald Tschanhenz aus St. Gallenkirch seit 2010 dem Standesausschuss angehört haben und nun seit der letzten Gemeindevertretungswahl aus diesen Funktionen ausgeschieden sind. Er spricht den ausgeschiedenen Bürgermeisterkollegen ebenfalls einen herzlichen Dank für ihre konstruktive Mitarbeit in der Forstfondsvertretung aus. Pkt. 2.) Der Vorsitzende stellt unter Hinweis auf § 3 der Verordnung über den Gemeindeverband Forstfonds des Standes Montafon fest, dass die Forstfondsvertretung aus 8 Mitgliedern besteht und die Mitglieder von den Forstfondsgemeinden gemäß § 50 Absatz 1 lit b Ziffer 9 des Gemeindegesetzes sowie deren Ersatzmitglieder wie folgt bestellt wurden: Vertreter Ersatz Bartholomäberg Bgm Martin Vallaster VizeBgm Georg Stampfer Gaschurn Bgm Martin Netzer, MSc VizeBgm Mag. (FH) Ruth Tschofen Schruns Bgm DI (FH) Jürgen Kuster, MBA VizeBgm Mag (FH) Günter Ratt, MA Silbertal Bgm Thomas Zudrell VizeBgm Anita Dönz Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 1. Forstfondssitzung: 12.05.2015 Seite 3 von 6 St. Anton Bgm Raimund Schuler GV Herbert Battlogg St. Gallenkirch Bgm Josef Lechthaler VizeBgm Alexander Kasper Tschagguns Bgm Herbert Bitschnau VizeBgm DI Harald Bitschnau Vandans Bgm Burkhard Wachter VizeBgm Michael Zimmermann Der Vorsitzende weist darauf hin, dass gemäß Absatz 3 der genannten Bestimmung die Forstfondvertretung in ihrer konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte den Standesrepräsentanten per Stimmzettel zu wählen hat und der Standesrepräsentant auf die Dauer der durch die allgemeinen Gemeindevertretungswahlen bestimmten Gemeindevertretungsperiode zu wählen ist und die Funktion mit der Wahl beginnt und mit der Wahl des neuen Standesrepräsentanten endet. Zu Stimmenzählern werden vom Vorsitzenden die Bürgermeister Burkhard Wachter und Thomas Zudrell vorgeschlagen, welche jeweils ihre Zustimmung zu dieser Nominierung geben. Der Vorsitzende fragt in die Runde, ob es einen Vorschlag zur Wahl des Standesrepräsentanten gibt. Bgm Wachter ergreift das Wort und schlägt bezugnehmend auf verschiedene Vorgespräche Bgm Herbert Bitschnau als Repräsentanten vor, worüber eine schriftliche Abstimmung erfolgt. Von Bgm Zudrell wird das Ergebnis der schriftlichen Abstimmung wie folgt zur Kenntnis gebracht: abgegeben Enthaltung auf Bgm Herbert Bitschnau entfallen 8 Stimmen 1 Stimme 7 Stimmen Der Vorsitzende gratuliert namens der Forstfondsvertretung Bgm Bitschnau zur Wahl zum Standesrepräsentanten. Bgm Bitschnau erklärt die ausdrückliche Annahme dieser Wahl und spricht seinen Dank für das ihm entgegengebrachte Vertrauen aus. Er übernimmt den Vorsitz. Alt-Standesrepräsentant Rudi Lerch bedankt sich für die gute Zusammenarbeit. Auch wenn es nicht immer leicht war, so ist er rückblickend doch sehr zufrieden. Der neue Vorsitzende erwähnt, dass er seine Antrittsworte anlässlich der konstituierenden Sitzung des Stand Montafon halten werde. Er bedankt sich beim neuen Ausschuss für die vorangegangen Gespräche und das stattgefundene Hearing, welches er als geeignetes und konstruktives Format für die Entscheidungsfindung erachtet. Pkt. 3.) Der Vorsitzende schlägt Bgm Netzer als Stellvertreter vor und begründet das damit, dass Kollege Netzer diese Funktion bereits in der Vorperiode erfolgreich ausgeübt hat. Er fragt an, ob es weitere Wahlvorschläge gibt. Nachdem keine weiteren Wahlvorschläge eingebracht werden, erfolgt die schriftliche und geheime Wahl des Standesrepräsentant-Stellvertreters. Das Ergebnis der Abstimmung wird von Bgm Zudrell wie folgt zur Kenntnis gebracht: abgegeben Enthaltung Bgm Martin Netzer, MSc 8 Stimmen 1 Stimme 7 Stimmen Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 1. Forstfondssitzung: 12.05.2015 Seite 4 von 6 Der Vorsitzende gratuliert seinem Bürgermeister-Kollegen Netzer zur einstimmigen Wahl zum Stellvertreter des Standesrepräsentanten und fragt ihn an, ob er sein Amt annimmt. Dieser nimmt die Wahl an und bedankt sich für die Zustimmung und das entgegengebrachte Vertrauen. Pkt. 4.) Als Mitglieder des Prüfungsausschusses gemäß § 5 der Verordnung (in Verbindung mit § 52 Gemeindegesetz) werden vom Vorsitzenden die Mitglieder der Forstfondsvertretung Bgm Burkhard Wachter von Vandans Bgm Josef Lechthaler von St. Gallenkirch Bgm Thomas Zudrell von Silbertal vorgeschlagen. In der per Akklamation vorgenommen Abstimmungen werden die genannten Forstfondsvertreter bei jeweiliger Stimmenthaltung für die eigene Person einstimmig in den Prüfungsausschuss gewählt. Pkt. 5.) Zur Nominierung der Delegierten des Forstfonds des Standes Montafon in den Verein zur Förderung der Bildung, Kultur und Heimatpflege im Montafon schlägt der Vorsitzende folgende Mitglieder der Forstfondsvertretung vor: Bgm Herbert Bitschnau Bgm DI (FH) Jürgen Kuster MBA Bgm Raimund Schuler Bgm Josef Lechthaler Bgm Burkhard Wachter Die genannten Bürgermeister werden über Antrag des Vorsitzenden per Akklamation bei jeweiliger Stimmenhaltung durch den betreffenden Bürgermeister einstimmig als Delegierte in den Verein zur Förderung der Bildung, Kultur und Heimatpflege im Montafon gewählt. Pkt. 6.) Zur Nominierung eines Vertreters und dessen Stellvertreters in die Naturwärme-Montafon Biomasse-Heizkraftwerk GmbH schlägt der Vorsitzende Bgm Martin Netzer, MSc und Bgm Josef Lechthaler vor. Die genannten Bürgermeister werden über Antrag des Vorsitzenden per Akklamation bei jeweiliger Stimmenhaltung durch den betreffenden Bürgermeister einstimmig als Vertreter in in die Naturwärme-Montafon Biomasse-Heizkraftwerk GmbH gewählt. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 1. Forstfondssitzung: 12.05.2015 Seite 5 von 6 Pkt.7.) Der Standessekretär erläutert das Erfordernis eines Kassenkredites für das Konto des Standes Montafon Forstfonds, welcher mit 7. April 2015 ausgelaufen ist. Ein Kassenkredit im Sinne der GG ist ein Kredit mit einer Laufzeit von höchstens neun Monaten. Es handelt sich dabei um nicht haushaltswirksame und im Prinzip kurzfristige Liquiditätsaushilfen. Dadurch soll das zeitliche Auseinanderfallen von Einnahmen und Ausgaben überbrückt werden. Gemäß § 50 GG b) Abs. 3 wird einstimmig beschlossen, die Aufnahme von Kassenkrediten für das Jahr 2015 Konto des Forstfonds AT 3746 8000 0030 1069 mit max. 20% der Finanzkraft, das sind € 328.760,- festzulegen. Pkt. 8.) Die Niederschrift der 42. Forstfondssitzung wurde allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt und wird über Antrag des stellvertretenden Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 5. – Berichte: a) Der Vorsitzende begrüßt den neuen Mitarbeiter Mag Harald Schwärzler. Er ersetzt im Rahmen der Altersteilzeitlösung Mitarbeiter Werner Jung, welcher seit 1. Mai nur mehr mit 40% beschäftigt ist. Harald Schwärzler stellt sich kurz vor. Bgm Wachter fragt an, ob Herr Schwärzler angesichts der krankheitsbedingten Absenzen von Werner Jung auch allenfalls bereit wäre, sein Beschäftigungsausmaß zu erhöhen. Dies wäre möglich. b) Der Vorsitzende berichtet über den nach langen und schwierigen Verhandlungen nun erfolgten Abschluss des Grundtausch-Vertrages mit der Agrargemeinschaft Garfrescha. c) Betriebsleiter Malin informiert, dass die Frühjahrsarbeiten mit den Aufforstungen in Angriff genommen wurden. Auf Grund der geringen personellen Ressourcen werden auch Mitarbeiter vom Maschinenring und Akkordanten eingesetzt. d) Betriebsleiter Malin informiert über den Sturm Niklas, welcher in Süd-Deutschland große Waldschäden verursacht hat. Als Folge des hohen Schadholzanfalles ist der Holzpreis eingebrochen und damit kommen die Waldbesitzer unter Druck. Soweit es möglich ist, werden nun die normal geplanten Nutzungen zurückgestellt und die Hauptnutzung auf Sommer und Herbst verschoben. e) Der Betriebsleiter weist auf die Einladung zur Forstarbeiter-Landesmeisterschaft am 23. Mai 2015 bei der Naturwärme Montafon hin. f) Der Betriebsleiter bietet insbesondere für die neuen Bürgermeister und neuen Gemeindevertreter an, auf Wunsch eine Waldbegehung durchzuführen und über den Forstfonds zu informieren. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 1. Forstfondssitzung: 12.05.2015 Seite 6 von 6 Pkt. 11. – Allfälliges: a) keine Wortmeldungen Ende der Sitzung, 14.30 Uhr; Schruns, 26. Mai 2015; Schriftführer: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659
  1. forstfonds
  2. standmontafon
19940503_FF_015 StandMontafon 03.05.1994 23.05.2021, 13:55 -1- STAND MONTAFON / FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 3. Mai 1994 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anläßlich der 15. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung vom 22. April nehmen an der auf 14.00 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant LAbg. Mag. Siegmund Stemer, St. Anton; Bürgermeister Harald Wekerle, Schruns; Bürgermeister Guntram Bitschnau, Tschagguns; Bürgermeister Burkhard Wachter, Vandans; Bürgermeister Fritz Rudigier, St. Gallenkirch; Bürgermeister Heinrich Sandrell, Gaschurn; Bürgermeister Ernst Marlin als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch; Entschuldigt: Bürgermeister Martin Vallaster, Bartholomäberg; Bürgermeister Willi Säly, Silbertal; Dir. Gottfried Schapler als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans; Schriftführer: Standessekretär Mag. Johann Vallaster, welcher gleichzeitig in seiner Funktion als Gemeinderat die Gemeinde Bartholomäberg vertritt; Der Vorsitzende eröffnet um 14.00 Uhr die 15. Sitzung der Forstfondsvertretung, begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Zur vorliegenden Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende TAGESORDNUNG 1. Genehmigung der Niederschrift über die 14. Sitzung vom 1. März 1994; 2. Berichte des Vorsitzenden und des Betriebsleiters; 3. Beitritt zur Güterweggenossenschaft Garneratal in Gaschurn; 4. Gewährung eines Kostenbeitrages an Alpe Gafluna für Alperschließung; 5. Betriebsgebäude St. Gallenkirch: a) Übereinkommen mit der Gemeinde St. Gallenkirch - Genehmigung b) Auftragsvergaben c) Bestellung eines Bauausschusses; 6. Mitfinanzierung der Verbauung "Kilkatobel" in Lorüns; 7. Vorlage und Genehmigung des Rechnungsabschlusses 1993; 8. Allfälliges; -2- Erledigung der Tagesordnung: Pkt 1.) Die Niederschrift über die 14. Sitzung vom 1. März 1994, welcher den Forstfondsvertretern bereits seit längerer Zeit zugesandt wurde, wird über Antrag des Vorsitzenden ohne Ergänzungen einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt 2.) - Berichte: a) Der Vorsitzende bringt zur Kenntnis, daß von der Wildbach- und Lawinenverbauung unter Hinweis auf die jüngsten Wildschäden im Außerbacherwald in der vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft verlangten Stellungnahme im Zuge der Genehmigung des Aufstockungsprojektes zum Schutzwaldsanierungsprojekt darauf hingewiesen wurde, daß bezüglich der Bejagung des Freihaltegebietes noch vor Beginn der weiteren Sanierungsarbeiten für Ordnung zu sorgen ist. Bezüglich der Weidefreistellung hinsichtlich Schafweide wird von der Wildbach- und Lawinenverbauung eine unbefristete Freistellung (bisher 20 Jahre) gefordert. Zusätzlich ist dem Ministerium ein geologisches Gutachten vorzulegen, welches derzeit von DDr. Bertle ausgearbeitet wird. Vom Betriebsleiter wird auf die in Sachen Bejagung des Freihaltegebietes in den vergangenen Monaten erfolgten Aktivitäten und Besprechungen verwiesen. In Anbetracht der Tatsache, daß die Weiterführung des Projektes gefährdet ist, werden sowohl von Bgm. Sandrell als Vertreter der Gemeinde als auch vom Betriebsleiter von der Jägerschaft eine intensivere Bejagung zur Wildfreihaltung des Projektsgebietes (Freihaltegebiet lt. Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Bludenz) gefordert. Bgm. Sandrell stellt dazu fest, daß nötigenfalls auch ein Ausscheiden des Freihaltegebietes aus der Genossenschaftsjagd und eine Selbstbejagung vorgenommen wird. b) Aus der Jagdgesellschaft "EJ Schmalzberg" sind die Jagdpächter Hans Hirschbeck, Quido Weber und Kurt Schätti ausgeschieden. Neu in die Jagdgesellschaft eingetreten ist Geoffrey G.M. Haeberlin aus Seengen in der Schweiz. Von Haeberlin wurden die bestehenden Verträge und Vereinbarungen für das letzte Jagdjahr der laufenden Jagdpachtperiode in den bestehenden Rechten und Pflichten übernommen. c) Am 6. April hat in Gaschurn eine Besprechung zur Frage der Erschließung des Bereiches "Blendelagg" stattgefunden, für welchen von der Agrarbezirksbehörde in Zusammenarbeit mit dem Betriebsleiter verschiedene Erschließungsvarianten untersucht werden. Dazu wird vom Betriebsleiter anhand des von der Agrarbezirksbehörde und ihm untersuchten Erschließungsprojektes das Vorhaben näher erläutert, wobei insbesondere aufgrund der nun vorliegenden Variante auch die Möglichkeit zur weiteren Erschließung des Außerbacherwaldes gegeben ist. Die näheren Abklärungen sollen in den nächsten Wochen in Zusammenarbeit mit der Agrarbezirksbehörde, Forstabteilung der BH Bludenz und der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie der Gemeinde Gaschurn erfolgen. -3- Bgm. Sandrell äußert in diesem Zusammenhang sein Befremden über die von Frau Dr. Hutter von der BH Bludenz abgegebene negative Stellungnahme, daß seitens der Behörde einer Wiedererrichtung von verfallenen Maisäßobjekten aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht zugestimmt werden könne. Diesbezüglich sind jedoch noch weitere Eingaben bei der BH Bludenz geplant. d) Mit der Wildfütterungsgemeinschaft Vandans wurde im Zuge der Neuverpachtung der Genossenschaftsjagd über die Grundbeistellung zum Betrieb der Wildfütterung Böschis und das damit zusammenhängende Einstandsgebiet ein Übereinkommen abgeschlossen, wonach dem Stand Montafon ein jährlicher Pachtzins von S 15.000,-wertgesichert bezahlt wird. Unter Hinweis auf frühere Wortmeldungen stellt der Betriebsleiter dazu fest, daß ähnliche Regelungen im Zuge von Neuverpachtungen von Genossenschaftsjagden, in welchen Fütterungseinrichtungen auf Standesgrund betrieben werden, beabsichtigt sind. e) Die Bauverhandlung für das Betriebs- und Verwaltungsgebäude wurde am 11. April 1994 ohne wesentliche Einwendungen von Behördenvertretern und Anrainern abgewickelt. Gewünschte Änderungen hinsichtlich Gebäudesituierung wurden zwischenzeitlich im Einvernehmen mit der Marktgemeinde Schruns bei der Behörde eingereicht, das Gutachten des Amtssachverständigen für Raumplanung liegt ebenfalls positiv vor. Nach Abklärung einiger weiterer Details kann in Bälde der Baubescheid erwartet werden. Dazu bringt der Vorsitzende zur Kenntnis, daß bereits am 13. Mai eine weitere Besprechung mit dem Architekten und dem dazu bestellten Bauausschuß zur Abklärung verschiedener Detailfragen im Zusammenhang mit den bevorstehenden Ausschreibungen erfolgen wird. f) Zur endgültigen Entscheidung über eine Beteiligung des Standes Montafon am Projekt der Wildbach- und Lawinenverbauung "Sanierung Brunnenrittrutschung" soll Ende Mai unter Einladung von Vertretern der Wildbach- und Lawinenverbauung, des Geologen und der Forstabteilung der BH Bludenz mit der Forstfondsvertretung der beschlossene Lokalaugenschein vorgenommen werden. Dazu wird eine gesonderte Einladung ergehen. g) Der Vorsitzende informiert die Forstfondsvertretung, daß sich der Betriebsleiter am 22. April mit Frl. Bettina Walch aus Schruns verehelicht hat, wozu ihm die Forstfondsvertretung die besten Glückwünsche zum gemeinsamen Lebensweg ausspricht. Bgm. Sandrell spricht seinerseits auch an den Betriebsleiter und Förster Maier Bernhard einen besonderen Dank für die Mitarbeit im Zusammenhang mit der Abklärung jagdlicher Fragen sowie die von Förster Maier Bernhard dabei durchgeführten Kartierungen aus. Die in den letzten Jahren erfolgte EDV-mäßige Erarbeitung und Erfassung der für derartige Arbeiten und Auswertungen benötigten Unterlagen stellen nun bei ähnlichen Projekten eine äußerst wertvolle Unterstützung dar. Der Hinweis des Standessekretärs auf eine in Bälde erforderliche Anpassung der EDVHardware an den aktuellen technischen Standard wird von der Forstfondsvertretung zustimmend zur Kenntnis genommen. Konkrete Überlegungen werden im Zusammenhang mit der Ausstattung des Neubaues vorgelegt. -4- Pkt. 3.) Unter Hinweis auf die Beratungen in der vergangenen Forstfondssitzung berichtet der Betriebsleiter über die zwischenzeitlich stattgefundenen Verhandlungen zur Bildung einer Güterweggenossenschaft in das Garneratal. Erläuternd zum Sachverhalt wird vom Betriebsleiter berichtet, daß der bestehende Alpweg in das Garneratal von den Vorarlberger Illwerken aufgrund verschiedener Dienstbarkeitsverträge in den 60-er Jahren ausgebaut und verbreitert wurde. Für diverse Teilstrecken wurden auch Dienstbarkeitsverträge abgeschlossen, teilweise fuhrt die Weganlage durch das öffentliche Gut, teilweise aber auch durch private Grundstücke. Da der Weg in der Natur auch breiter als das öffentliche Gut ist, ist eine weitere Wegverbreiterung nicht erforderlich. Als Beginn der Güterweggenossenschaft wurde im Zuge der Verhandlungen einvernehmlich das Ende der Gemeindestraße bei der Querung des Handkanals der Vorarlberger Illwerke AG und das Ende der Weggenossenschaft bei der Talstation der Materialseilbahn zur Tübinger Hütte festgelegt. Nach längerer Diskussion wurde schließlich über Vorschlag von Bezirkshauptmann Dr. Walser folgender Aufteilungsschlüssel für die genossenschaftliche Weganlage bis zur Abzweigung zum hinteren Stafel festgelegt: Vorarlberger Illwerke AG 50 Anteile DAV, Sektion Tübingen 30 Anteile Agrargemeinschaft Garnera 20 Anteile Gemeinde Gaschurn 2 Anteile Stand Montafon-Forstfonds 2 Anteile Kleinkraftwerk Ganeu GesmbH 1 Anteil __________ SUMME 105 Anteile Das Stimmrecht in der Vollversammlung soll wie folgt festgelegt werden: Vorarlberger Illwerke 2 Stimmen DAV, Sektion Tübingen 2 Stimmen Agrargemeinschaft Garnera 2 Stimmen Stand Montafon-Forstfonds 1 Stimme Kleinkraftwerke Ganeu GesmbH 1 Stimme Gemeinde Gaschurn 1 Stimme _________ SUMME 9 Stimmen Vom Betriebsleiter wird anhand eines Planes die Erschließung der im Einzugsbereich der Weganlage liegenden Standeswaldungen erläutert, wobei von ihm der vorliegende Vorschlag zur Übernahme von 2 Anteilen ausdrücklich befürwortet wird. Damit ist für den Stand Montafon das Mitspracherecht in der Genossenschaft gegeben, zumal in weiterer Folge auch mögliche weitere Erschließungen der Standeswaldungen in Zukunft überlegt werden können. Aufgrund des vorliegenden Sachverhaltes wird über Antrag des Vorsitzenden der Beitritt zur Güterweggenossenschaft einstimmig genehmigt und die Übernahme von 2 Anteilen lt. Vorschlag beschlossen. Von Bgm. Rudigier wird in diesem Zusammenhang neuerlich die Frage über eine Beteiligung des Standes Montafon an anderen Güterweggenossenschaften aufgeworfen, wobei von ihm insbesondere auf die Notwendigkeit einer Regelung bei der Güterweggenossenschaft Grappes -4- auf Grund den durch den Stand Montafon in den letzten Jahren erfolgten Erschließungen verwiesen wird. Dazu wird vom Betriebsleiter informiert, daß die nötigen Unterlagen über erschlossene Waldfläche und Einstufung der Waldungen der Agrarbezirksbehörde übermittelt wurden und von dieser nun ein Vorschlag über eine Beteiligung ausgearbeitet werden soll. Vom Betriebsleiter wird die konkrete Frage bei der in den nächsten Wochen geplanten Zusammenkunft mit dem neuen Leiter der Güterwegeabteilung von der Agrarbezirksbehörde (Dipl.Ing. Wolfgang Burtscher) besprochen. Pkt 4.) Unter Hinweis auf die Beratungen in den vergangenen Sitzungen berichtet der Betriebsleiter über die zwischenzeitlich mit den Alpvertretern sowie mit der Agrarbezirksbehörde geführten weiteren Verhandlungen über eine Beteiligung des Standes Montafon an den Erschließungen in der Alpe Gafluna. Aufgrund der Tatsache, daß durch den Güterweg Gafluna-Putzkammer auch größere Teile des Standeswaldes miterschlossen werden, wird über Vorschlag des Vorsitzenden der Übernahme eines Baukostenbeitrages in Höhe von 50% der nach Abzug der Förderungsmittel (70%) verbleibenden Restkosten einstimmig beschlossen. Zur Frage der Instandhaltung wird vom Betriebsleiter festgestellt, daß im Zuge von größeren Nutzungen verursachte Schäden auch vom Stand Montafon (wie dies bisher erfolgt ist) behoben werden. Zur weiteren Alperschließung ausgehend von der Unteralpe Gafluna wird über Vorschlag des Betriebsleiters der Übernahme eines 20%-igen Baukostenbeitrages zu dem nach Abzug der öffentlichen Förderungsmittel (70%) verbleibenden Restkosten ebenfalls einstimmig zugestimmt, zumal dadurch die Möglichkeit zu einer vorteilhafteren Nutzung der Standeswaldungen im Einzugsbereich mit Seilkrananlagen geschaffen wird. Pkt 5.) Betriebsgebäude St. Gallenkirch: a) Übereinkommen mit der Gemeinde St. Gallenkirch: Vom Vorsitzenden wird das in den vergangenen Wochen mit der Gemeinde St. Gallenkirch ausgearbeitete Übereinkommen zur Errichtung eines Betriebsgebäudes im Zusammenhang mit dem Bau eines Bauhofes durch die Gemeinde St. Gallenkirch vollinhaltlich erläutert. Von Bgm. Rudigier wird dazu weiters anhand der vorliegenden Planunterlagen das Projekt im Detail vorgestellt, wobei von ihm eine Mitbeteiligung des Standes Montafon zur Errichtung eines Betriebsgebäudes für die Bewirtschaftung der Standeswaldungen in den Gemeinden St. Gallenkirch (und Gargellen) und Gaschurn ausdrücklich als zweckmäßig beurteilt wird. Vom Betriebsleiter wird weiters nochmals auf die betrieblichen Überlegungen eingegangen. Für Vorleistungen im Zusammenhang mit dem Grunderwerb ist der Gemeinde St. Gallenkirch ein einmaliger Betrag in Höhe von S 50.000,-- für die anteiligen Kosten des Grunderwerbes und die damit getätigten Aufschließungskosten zu refundieren, wobei die Kostenermittlung gemeinsam mit Bgm. Rudigier aufgrund den vorgelegten Unterlagen im Gemeindeamt St. Gallenkirch vorgenommen wurde. -6- Als jährlicher Beitrag zur Bereitstellung des Baugrundstückes mit Einräumung der Dienstbarkeit zur Bauführung und der Zufahrt zum Betriebsgebäude ist der Gemeinde St. Gallenkirch aufgrund von Beratungen in den zuständigen Gemeindegremien ein jährlicher Betrag von S 3.000,— wertgesichert zur Verfügung zu stellen. b) Auftragsvergaben: Vom Vorsitzenden wird das Ergebnis der bisherigen Ausschreibungen wie folgt erläutert: 1. Baumeisterarbeiten: Von 8 zur Anbotstellung eingeladenen Firmen wurden folgende Angebote abgegeben: (alle folgenden Beträge jeweils ohne Umsatzsteuer) a) Fa. Wucher b) Fa. Rinderer c) Fa. Jäger S 1.099.031,40 S 1.167.665,S 1.269.460,03 2. Stahlbauarbeiten: a) b) c) d) e) f) Fa. Fa. Fa. Fa. Fa. Fa. Maier Kessler Martin Fröwis Mark Zuderell S 241.924,10 S 307.763,60 S 328.961,30 (Nachlaß 3%) S 339.937,00 (Nachlaß 3%) S 354.414,70 (Nachlaß 3,2%) S 378.155,00 3. Heizung- und Sanitärinstallation mit Hackschnitzelheizung: a) Fa. Wilu b) Fa. Stolz c) Fa. Egle S 985.462,40 S 1.021.975,S 1.060.405,35 Der Anteil des Standes Montafon an der Heizung beträgt lt. Angebot der Fa. Wilu aufgrund der Heizfläche 447.818,65 Schilling. Eine Förderung für die Hackschnitzelanlage ist noch nicht in Abzug gebracht. 4. Elektroinstallationen: a) b) c) d) e) Fa. Kraft Montafonerbahn AG Fa. Peter Karl Fa. Stolz Fa. Kasper S S S S S 375.084,386.028,- (3% Skonto) 393.416,404.713,510.228,- Der Anteil des Standes Montafon beim Angebot der Fa. Kraft als Billigstbieter beträgt S 54.519,50. Bgm. Rudigier berichtet, daß von der Gemeinde bei der kommenden Sitzung eine Auftragsvergabe der Baumeisterarbeiten an die Fa. Wucher als Billigstbieterin beabsichtigt ist. -7- Aufgrund der vorliegenden Ausschreibungen und den vom Betriebsleiter erteilten Erläuterungen sowie auch den Beratungen in der Vergangenheit wird über Antrag des Vorsitzenden der Vergabe der Baumeisterarbeiten an die Fa. Wucher zum Angebotspreis von S 1.099.031,40 netto einstimmig zugestimmt. Hinsichtlich der weiteren Auftragsvergaben wird von der Forstfondsvertretung die Meinung geäußert, daß insbesondere hinsichtlich den Stahlbauarbeiten noch weitere Überlegungen und Berechnungen bezüglich Ausführung des Obergeschosses in Riegelbauweise angestellt werden sollen. Desgleichen sind in Anbetracht der Kosten für die Heizungs- und Sanitärinstallationen (davon Anteil der Hackschnitzelheizung S 374.549,--) weitere Überlegungen bezüglich Kosteneinsparung anzustellen, wenngleich aus Gründen des Umweltschutzes die Installierung einer Hackschnitzelanlage grundsätzlich befürwortet wird. c) Bestellung eines Bauausschusses: Über Vorschlag des Vorsitzenden wird in Anlehnung an den bereits für das Betriebs- und Verwaltungsgebäudes bestellten Bauausschusses für die weitere Abwicklung des Bauvorhabens gemeinsam mit der Gemeinde St. Gallenkirch nachstehender Bauausschuß einstimmig bestellt: Standesrepräsentant Mag. Siegmund Stemer Heinrich Sandrell Bürgermeister Harald Wekerle Guntram Bitschnau Ersatz: Bürgermeister Ersatz: Bürgermeister Bürgermeister Fritz Rudigier Burkhard Wachter Ersatz: Bürgermeister Der Bauausschuß wird ermächtigt, die weiteren Abklärungen und Entscheidungen zu treffen. Insgesamt muß aufgrund den vorliegenden Ausschreibungszahlen mit Gesamtbaukosten von ca. S 2,5 Mio. netto gerechnet werden, wobei verschiedene Ausbauarbeiten in den kommenden Jahren in Eigenregie vorgenommen werden sollen. Pkt 6.) Vom Vorsitzenden wird auch unter Hinweis auf die bereits erfolgten Beratungen im Vorstand des Abwasserverbandes nochmals auf das von der Wildbach- und Lawinenverbauung ausgearbeitete Projekt zur Verbauung des "Kilkatobels" im Gemeindegebiet Lorüns erläutert, durch welches z.T. auch der im Einzugsbereich dieses Tobels liegende Standeswald geschützt wird. Im Vordergrund dieses Projektes steht jedoch eindeutig der Schutz der Abwasserreinigungsanlage Vandans-Vens vor weiteren Vermurungen. Vom Betriebsleiter wird dazu über Gespräche mit der Wildbach- und Lawinenverbauung hinsichtlich der Anlage des zum Projekt erforderlichen Erschließungsweges berichtet, welcher künftig auch für die Bewirtschaftung des Standeswaldes von Vorteil ist. In Anlehnung an die Beratungen im Vorstand des Abwasserverbandes wird vom Vorsitzenden aus den angeführten Überlegungen daher die Übernahme eines Anteiles von 3% durch den Forstfonds vorgeschlagen, welchem von der Forstfondsvertretung die einstimmige Zustimmung erteilt wird. -8- Insgesamt ergibt sich aufgrund der nun vorliegenden Beschlüsse somit nachstehende Gesamtfinanzierung: Bund 62% Land Vorarlberg Gemeinde Vandans 3% Gemeinde Lorüns Stand Montafon-Forstfonds Abwasserverband Montafon 18% 1% 3% 13% Dem Anteil des Abwasserverbandes Montafon in Höhe von 13% wird von den anwesenden Bürgermeistern in ihrer Funktion als Vorstandsmitglieder des Abwasserverbandes ebenfalls die Zustimmung erteilt, sodaß die Wildbach- und Lawinenverbauung über die nun vorliegende Finanzierungszusagen zu informieren ist. Pkt. 7) Vom Buchhalter Peter Vergud wird der Rechnungsabschluß 1993, welcher mit der Sitzungseinladung übermittelt wurde, erläutert und die wesentlichsten Abweichungen zum Voranschlag begründet: Für den weiteren Bau von Forstwegen wurden insgesamt S 4.559.987,79 aufgewendet. Die Ablöse von Servitutsrechten (Schindelholz) liegt mit S 506.880 (31 Objekte mit 5.068 m2 Dachfläche) wesentlich über den Voranschlag in Höhe von S 250.000, welches u.a. auch auf die Anhebung des Ablösebetrages auf S 100,-- zurückzufuhren ist. Einnahmenseitig sind die Einnahmen aus dem Verkauf von Holz bzw. Abgabe von Servitutsholz in Höhe von S 5.406.780,24 enthalten. Die Erlöse aus Jagdpachteinnahmen betragen 2.019.634,81 Schilling. Die Einnahmen aus Baukostenbeiträgen zum Forstwegebau resultieren aus den Vorschreibungen für diverse Baukostenbeiträge an Alpen sowie die Vorarlberger Illwerke AG in Zusammenhang mit der Errichtung von Forststraßen und die Mitbenützung durch weitere Interessenten lt. Beschlüssen in den Vorjahren. Die Beiträge zum Maßnahmenkonzept der Seilbahngesellschaften und der Vorarlberger Illwerke sind wiederum mit S 1,5 Mio. ausgewiesen, während die Beiträge der Gemeinden zum Maßnahmenkonzept mit S 854.333,-- (Anteil Gemeinde Vandans noch nicht überwiesen) enthalten sind. Die Dienstbarkeitsentgelte von Seilbahngesellschaften für die Inanspruchnahme von Standesgrund für Seilbahnen und Schiflächen betragen 724.534,34 Schilling. In diesem Zusammenhang wird von Bgm. Wekerle auf die möglichen Folgen einer Besteuerung im Zuge der neuen Bestimmungen im Körperschaftssteuergesetz durch die seit Jahresbeginn gültige Steuerreform verwiesen. Zur Abklärung der für den Stand Montafon durch die Steuerreform möglichen Folgen wird die Verwaltung beauftragt, weitere Informationen einzuholen, wobei auch die Einschaltung eines Steuerberaters zur Erstellung eines Gutachtens möglich ist. -9- Vom Land Vorarlberg wurden für diverse Förderungen aus dem Fonds zur Rettung des Waldes insgesamt S 3.064.666,-- zur Verfügung gestellt. An Landesbeiträgen zum Bau von Wirtschaftswegen sind lediglich S 269.082,-- ausgewiesen, da abrechnungsbedingt größere Landesbeiträge erst im laufenden Jahres eingegangen sind. An Bundesbeiträgen zum Bau von Wirtschaftswegen wurden für S 818.500,-überwiesen. Von Bgm. Rudigier wird der Bericht des Überprüfungsausschusses über die am 25. April erfolgte Überprüfung der Jahresrechnung 1993 vollinhaltlich zur Kenntnis gebracht. Hinsichtlich des von der Gemeinde Vandans noch aushaftenden Anteiles aus der Vorschreibung des Maßnahmenkonzeptes für das Jahr 1993 in Höhe von ca. S 146.000 wird Bgm. Wachter um die Erledigung ersucht, da eine Verknüpfung mit der endgültigen Entscheidung über eine Mitfinanzierung bei der Brunnenrittrutschung als nicht zweckmäßig beurteilt wird. Vom Vorsitzenden wird in diesem Zusammenhang unter Hinweis auf die bereits angekündigte gemeinsame Begehung eine einvernehmliche Entscheidung für möglich erachtet. Bgm. Wachter sichert seinerseits eine Erledigung zu. In Zusammenhang mit der Errichtung von div. Unterkünften von Forstarbeitern im Bereich der Standeswaldungen wird der Betriebsleiter aufgefordert, die entsprechenden baurechtlichen Bestimmungen einzuhalten und das Einvernehmen mit der jeweiligen Gemeinde herzustellen. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, wird der Rechnungsabschluß 1993 mit nachstehenden Gesamtsummen über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt: Ausgaben der Erfolgsgebarung S 13.729.546,72 Ausgaben der Vermögensgebarung S 5.763.698,67 _______________ GESAMTAUSGABEN S 19.493.245,39 Einnahmen der Erfolgsgebarung S 17.852.761,39 Einnahmen der Vermögensgebarung S 1.640.484,-_______________ GEAMTEINNAHMEN S 19.493.245,39 Zum Ausgleich der Gebarung ist einnahmenseitig die Entnahme aus der Haushaltsausgleichsrücklage in Höhe von S 5.353,37 S enthalten. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, schließt der Vorsitzende um 16.00 Uhr mit dem Dank für die Mitarbeit und Teilnahme die Sitzung. Schruns, am 3. Mai 1994 Der Schriftführer: Die Forstfondsvertretung
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19791219_FF_024 StandMontafon 19.12.1979 23.05.2021, 13:55 -1- Niederschrift aufgenommen am Mittwoch, den 19.12.1979 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anläßlich der 24. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 11.12.1979 nehmen auf der auf heute anberaumten Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns, Marlin Ernst aus St. Gallenkirch als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit haben sich entschuldigt: Präsident LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton und Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm. Ernst Pfeifer aus Gaschurn. Der Vorsitzende eröffnet um 10.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 26. Sept. 1979. 2. Vorlage des Voranschlages für das Jahr 1960. 3. Grundbeanspruchung durch den ORF in Gaschurn. 4. Grundbeanspruchung durch die VIW auf Golm in Vandans. Berichte: a) Holzverkäufe an Bauwerber. b) Abstandsnachsicht für das gepl. Feuerwehrgerätehaus der VIW in Rodund/Vandans. c) Kostenaufstellung für die Instandsetzungsarbeiten bei der St. Agathakirche auf Kristberg in Silbertal. - 2 - Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 26.9.1979 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Vorsitzende legt den Voranschlag des FORSTFONDES für das Jahr 1960 vor. Die einzelnen Haushaltstellen werden vom Sachbearbeiter Mag. Johann Vallaster verlesen und vom Vorsitzenden erläutert. Der Voranschlag weist einen Gesamtaufwand von......................... S 3.736.000.00 und Gesamterträge von ..................... S 3.736.000.00 auf. Nach eingehender Debatte wird der Voranschlag des FORSTFONDES einstimmig genehmigt. Im Zuge der Haushaltsberatung wird beschlossen: a) die Anschaffung einer gebrauchten Buchungsmaschine im Werte von S 35.000.00 o. MWSt.; b) die Anschaffung von Aktenschränken für die Buchhaltung und die Verwaltung (die alten Schränke werden für das Archiv benötigt); c) die Erhöhung des Stockgeldes für das Servitutsholz, und zwar Servitutsnutzholz um S 20.-- pro fm und Servitutsbrennholz um S 10.- pro fm. Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen des österreichischen Rundfunks um die Erlaubnis in Partenen/Trominier einen Sendemast mit einen Sendehäuschen erstellen zu dürfen, um die Empfangsverhältnisse in Gaschurn und Partenen verbessern zu können, wird grundsätzlich stattgegeben. Unter Berücksichtigung des Standortes der geplanten Anlage, wird ein Pachtschilling von S 8.- pro m2 vorgeschlagen. Ob eine Entschädigung für Wirtschaftserschwernisse, welche durch die Erstellung dieser Anlage der Forstverwaltung entstehen könnten, notwendig ist, muß erst geprüft werden (einstimmige Beschlußfassung). - 3 - Wegen der fortgeschrittenen Zeit (einige Bürgermeister haben noch andere Verpflichtungen zu erfüllen), muß die Sitzung abgebrochen werden. Die restlichen Tagesordnungspunkte (Berichte) werden in der kommenden Sitzung behandelt. Zu Beginn der Forstfondsitzung informierte Bürgermeister Oskar Vonier aus Vandans, als Mitglied des Abwasserverbandes, die Vertreter des FORSTFONDES über den beabsichtigten Grundtausch des Abwasserverbandes (Illwerkegründe) und der Agrargemeinschaft Vandans (Fritschis-Wiese) zur Schaffung eines Areals auf dem die Großkläranlage des Abwasserverbandes zu stehen kommen soll. Seitens der Agrargemeinschaft Vandans wird gewünscht, daß auch aus dem Forstfond Grund abgetreten werden soll, und zwar die Gp. 1211 mit 3127 m2 (ob dem Gemsle) und ein Teilstück aus der Grundparzelle 2080 (ob der Venser Kirche). Die Agrargemeinschaft stellt sich den Tausch wie folgt vor: ca. 1 ha Stemer-Sofie-Wiese (VJW) ) für 2 ha Fritschies Maisäß Ganeu der VJW ) Wiese Forstfondparzelle 1211 (0.3127 ha)) Ein Teilstück aus der Gp. 2080 (Forstfond) ...... für ca. 1 ha Restfläche b. d. Fritschis Wiese Diese Information wird zur Kenntnis genommen. Eine Beratung über diese Angelegenheit erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Der Vorsitzende schließt um 12 Uhr die Sitzung! Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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20140408_FF_035 StandMontafon 08.04.2014 23.05.2021, 13:54 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.1/2014/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 8. April 2014 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 35. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 1. April 2014 nehmen an der auf 13.30 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Rudolf Lerch, St. Anton Bgm Karl Hueber, Schruns Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Burkhard Wachter, Vandans Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Weitere Sitzungsteilnehmer: DI Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Entschuldigt: Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Martin Netzer, MSc, Gaschurn Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Ewald Tschanhenz, St. Gallenkirch Schriftführer: Standessekretär Mag Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 13:30 Uhr die Forstfondssitzung, begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt gemäß Verordnung über den Forstfonds des Standes Montafon die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende Tagesordnung 1.) Beitritt zum Verein „Förderung der Bildung, Kultur und Heimatpflege im Montafon“ 2.) Genehmigung der Niederschrift der 34. Forstfondssitzung vom 11.03.2014 3.) Berichte 4.) Allfälliges 35. Forstfondssitzung: 8.04.2014 Seite 2 von 4 Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Der Vorsitzende informiert über das bereits mehrfach besprochene Vorhaben, einen Förderverein für verschiedene Agenden der Bildung, Kultur und Heimatpflege zu gründen, welcher die Vereinsziele unter anderem durch Übernahme der Personalträgerschaft für die Gemeindeverbände im Tal erreichen will. Dieser Verein soll die Personalträgerschaft insbesondere für Personal in den Außenstellen der Gemeindeverbände wie z.B. der Bücherei, der Museen oder der Silbertaler Waldschule etc. dienen. Nach verschiedenen Abklärungen mit Gemeindeverband, Steuerberater und Bezirkshauptmannschaft liegt nun ein genehmigungsfähiger Entwurf der Vereinsstatuten vor. Dieser wurde mit der Einladung zugestellt. Er erteilt das Wort dem Standessekretär mit der Bitte, die Statuten und vorgesehenen Organe zu erläutern. Der Standessekretär erläutert die Entstehungsgeschichte der Statuten: Ausgangspunkt bildeten die Statuten des Vereines Schülerbetreuung, welcher vom Gemeindeverband und den beteiligten Gemeinden gegründet wurde. Aus steuerlichen Gründen wurde in den Statuten auf die Gemeinnützigkeit besonderen Wert gelegt. Der Verein besteht aus zwei Mitgliedern, dem Stand Montafon und dem Stand Montafon Forstfonds. Er ist für weitere Gemeinde- oder Schulerhalterverbände als Mitglieder offen. In der gegenwärtigen Konstellation bei zwei Mitgliedern ist vorgesehen, dass sowohl der Forstfonds als auch der Stand Montafon jeweils fünf Delegierte in die Generalversammlung des Vereines entsenden, sodass alle zehn Gemeinden mit einer Stimme in der Generalversammlung vertreten sind. Das Organ des Vorstandes besteht aus dem Obmann, welcher aus praktischen Gründen idealerweise durch den Standesrepräsentanten bekleidet wird, dem Obmann-Stellvertreter, dem Schriftführer und dem Kassier sowie vier weiteren Delegierten, welche von der Generalversammlung gewählt und bestimmt werden. Zwei Delegierte der Generalversammlung können als Rechnungsprüfer gewählt werden und sind nicht Mitglied im Vorstand. Vereinszwecke gemäß Statuten sind: a) Förderung der Volks- und Schulbildung im Rahmen gemeindeübergreifender Kooperationen im Montafon b) Förderung der Kulturarbeit im Rahmen gemeindeübergreifender Kooperationen im Montafon c) Förderung der Heimatpflege, der heimatkundlichen Forschung und Archivierung im Rahmen gemeindeübergreifender Kooperationen im Montafon Die Vereinszwecke sollen durch die Anstellung von Personen für obengenannte Zwecke im Rahmen kooperativer Einrichtungen der Gemeindeverbände im Montafon (z.B. Montafon Bücherei, Montafoner Museen, Montafon Archiv, Silbertaler Waldschule) und durch die Übernahme der Personalträgerschaft für Gemeindeverbände, Schulerhalterverbände und Gemeindekooperationen im Montafon erreicht werden. Der Standessekretär erläutert weiters, dass die Anstellung auf Basis des Angestelltengesetzes erfolgt und das Personal dem Stand oder dem Forstfonds dienstzugewiesen wird. Um eine möglichst hohe Gleichstellung innerhalb des Teams zu erreichen, sollen einige Angelegenheiten in Anlehnung an das Gemeindeangestelltengesetz geregelt werden. Hierzu zählen beispielsweise die Einstufung gemäß dem Modellstellensystem, der Urlaubsanspruch oder die Lage der Arbeitszeit. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 35. Forstfondssitzung: 8.04.2014 Seite 3 von 4 In der anschließenden Diskussion wird in einigen Wortmeldungen gefordert, dass Kündigungsschutz, Biennalsprung und Leistungsprämie ausgeschlossen sind. Der Vorsitzende sagt zu, dass ein Musterdienstvertrag ausgearbeitet und dieser zur Diskussion gestellt wird. Auf Anfrage des Vorsitzenden sprechen sich alle Bürgermeister einstimmig für den Beitritt des Gemeindeverbandes Stand Montafon Forstfonds zum Verein zur Förderung der Bildung, Kultur und Heimatpflege im Montafon aus. Pkt. 3.) Die Niederschrift der 34. Forstfondssitzung wurde allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt und wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt.5. – Berichte: a) Der Vorsitzende informiert, dass die Berufung der klagenden Partei auf Schadenersatz wegen des Steinschlagesvom März 2013 im Außerbacherwald abgewiesen wurde. Gemäß Urteil des Landesgerichtes Feldkirch vom 28.02.2014, wurde der Berufung des Klägers keine Folge gegeben und die klagende Partei für schuldig erkannt, die Kosten des Berufungsverfahrens von € 1.164,06 zu ersetzen. Das Berufungsgericht hat darauf hingewiesen, dass weder im erstinstanzlichen Verfahren noch in der Berufung dahingehend argumentiert wurde, dass die vom Stand gesetzten Maßnahmen das Risiko des Abgehens eines Steines in der gegenständlichen Größe begünstigt hätten. Zudem seien nachbarrechtliche Ansprüche ausgeschlossen, wenn es sich um ein Naturereignis handelt das ohne menschliches Zutun eintritt. Da seitens des Standes Montafon keine Maßnahmen gesetzt wurden, die das Abgehen eines Steines, wie des gegenständlichen, begünstigt hätten – und dies der Kläger auch nicht behauptet habe – , sei das Klagebegehren daher nicht gerechtfertigt. Eine ordentliche Revision ist nicht zulässig. Der Kläger kann jedoch nunmehr noch einen Antrag auf Zulassung der außerordentlichen Revision stellen. Wir werden sehen welchen Weg die klagende Partei einschlagen wird. b) Der Vorsitzende berichtet weiters, dass der Kaufvertrag für den Ankauf des Gst. 2940/2 – ValschafielLaschäda unterfertigt ist und die weitere Verbücherung beauftragt wurde. c) Betriebsleiter Hubert Malin berichtet über eine stattgefundene Besprechung zum Bau des Güterweges Gweil mit einer Länge von 8 km und geschätzten Gesamtkosten von € 1,2 Mio. An den Restkosten nach Abzug der Förderungen sollte sich der Forstfonds nach einem Kostenschlüssel beteiligen, sofern das Projekt realisiert wird. d) Betriebsleiter Malin informiert weiter, dass die Holzpreise derzeit um ca. € 5,-/fm gesunken sind. Als aktuelle Forststraßen-Projekte erwähnt er die Verlängerung der Forststraße in den Fornawald (Gemeinde Tschagguns) und die Errichtung des Stichweges Falleck, ausgehend von der neu erstellten FS Milklöcher, in St. Gallenkirch. e) Von der Behörde wurden die Jagdpachtverträge für die GNJ Tschagguns und EJ Holzboda wegen einer TBC Kündigungsklausel als nicht genehmigungsfähig beanstandet. Durch einen Vertragszusatz wurde diese nunmehr genehmigt. Der Betriebsleiter verweist darauf, dass es dadurch zu einer Schlechterstellung für den Verpächter gekommen ist. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 35. Forstfondssitzung: 8.04.2014 Seite 4 von 4 Pkt.7. – Allfälliges: a) Bgm Vallaster berichtet über die Anfang April stattgefundene TBC Infoveranstaltung im JUFA in Gantschier, bei welcher unter anderem auch Kritik an der Jagdpolitik des Forstfonds geübt wurde. Diese Kritik wurde von fachlicher Seite eines Landeswaldaufsehers geäußert, zumal die Rolle des Grundeigentümers bei der Wildreduktion als beträchtlich eingestuft wird. Der Betriebsleiter stellt in seiner Wortmeldung klar, dass seitens des Forstfonds seit über zehn Jahren auf trag- und vertretbare Rotwildbestände hingewiesen und eine Reduktion des Rotwildbestandes gefordert wurde. Er wiederholt auch die bereits geäußerte Befürchtung, dass sich bei nicht situationsangepasster Jagd TBC in der Wildregion 2.1 weiter verbreiten wird. Bgm Vallaster fordert nachmals eine Aufstellung aller Eigen- und Genossenschaftsjagden, in welchen Forstfondsflächen betroffen sind. Weiters ersucht er um Bekanntgabe der Forstfonds-Vertreter in den einzelnen Jagdausschüssen. Betriebsleiter Malin kann diese Aufstellung gemäß eigenen Worten auf Knopfdruck liefern. Für Bgm Vallaster ist es wichtig, dass auch die Forstfondsvertreter sich dieser Problematik aktiv annehmen. Ende der Sitzung, 14.30 Uhr; Schruns, 2. Mai 2014; Schriftführer: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659
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19830930_FF_018 StandMontafon 30.09.1983 23.05.2021, 13:54 -1- NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 30. September 1983 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anläßlich der 18. Sitzung der FORSTFONDSVERTRETUNG in der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung vom 20.9.1983 nehmen an der auf heute 8.45 einberufenen Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster, Bartholomäberg Bürgermeister Georg Araann, Silbertal Bürgermeister Mag. Siegmund Stemer, St. Anton Bürgermeister Heinrich Sandrell, Gaschurn Bürgermeister Harald Wekerle, Schruns Vizebürgermeister Siegfried Fleisch, Tschagguns Ernst Marlin, St. Gallenkirch als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Gottfried Schapler, Vandans als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans Entschuldigt: Bürgermeister Eduard Bitschnau, Tschagguns Schriftführer: Mag. Johann Vallaster Der Vorsitzende eröffnet um 9.00 Uhr die 18. Forstfondssitzung, begrüßt die Anwesenden und stellt die Beschlußfähigkeit fest. TAGESORDNUNG 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift über die 17. Sitzung vom 30. August 1983; 2. EDV - Einsatz: Beschlußfassung über die erforderlichen Geräteanschaffungen; 3. Verpachtung der Standeseigen Jagden "Vollspora" und "Hora" in der Gemeinde TSchagguns; 4. Ansuchen der Silvretta Nova Bergbahnen GmbH, St. Gallenkirch um Erlaubnis zur Errichtung eines Forst- und Schiweges im Schmalzbergwald (Gp. 2645), St. Gallenkirch; 5. Einrichtung weiterer Büroräume im Standesgebäude; 6. Personalangelegenheit Forstbetriebsführer; 7. Ansuchen von Erhard Herta und Adolf, Silbertal um Ablöse eines Holzbezugsrechtes; 8. Betrieb einer Materialentnahmestelle auf der Forstfondsparzelle Gp. 1231/1 am Mustrigilbach in Vandans; Über Antrag des Vorsitzenden wird die Tagesordnung einstimmig um nachstehende Tagesordnungspunkte erweitert. Diesen Tagesordnungspunkten wird die Dringlichkeit im Sinne der Bestimmungen; des Gemeindegesetzes zuerkannt. -2- 9. Ansuchen von Bitschnau Herbert, Bartholomäberg um Erlaubnis zum Betrieb einer Materialdeponie auf der Gp. 723/7 KG Silbertal (Schmelzholf); 10. Anschaffung eines neuen Dienstfahrzeuges; 11. Berichte und Allfälliges; Erledigung der Tagesordnung: Pkt. 1.) Die Sitzungsniederschrift über die 17. Forstfondssitzung vom 30. August 1983 wird in der vorliegenden Fassung ohne Einwendungen bzw. Ergänzungen genehmigt. Pkt. 2.) Ein Einsatz der Datenverarbeitung wurde bereits in den beiden vorangegangenen Forstfondssitzungen grundsätzlich beschlossen. Nachdem sich nun im Rahmen des Gemeinderechenzentrums Montafon, über welches mit Beginn des Jahres 1984 die Gemeinden Schruns, Bartholomäberg, Tschagguns, Vandans und St. Gallenkirch ihre Haushaltsbuchhaltungen abwickeln, soll nun auch durch den Stand Montafon der Schritt zum EDV-Einsatz gemacht werden. Neben der Verarbeitung der Haushaltsbuchhaltungen ist in erster Linie der Aufbau einer Datei der bezugsberechtigten Standesbürger sowie der eingeforsteten Objekte mit Evidenthaltung der für die einzelnen Objekte zugewiesenen Servitutsholzbezüge für deren Instandhaltung bzw. Errichtung vorgesehen. Als dritter Sektor, auf welchem in Zukunft ein EDV-Einsatz unumgänglich wird, muß der Sektor der Forsteinrichtungsprogramme angesehen werden. Hier geht es in erster Linie um einen EDV-Einsatz im Rahmen der bevorstehenden Erstellung des Wirtschaftsplanes, wobei aufgrund einer Stichprobenerhebung mit statistischer Absicherung und Analyse der Stichprobendaten der neue Hiebsatz ermittelt werden soll. In dieser Angelegenheit geführte Gespräche haben ergeben, daß der Einsatz der Datenverarbeitung sinnvoll ist, wobei in Zukunft eine Zurverfügungstellung der diesbezüglichen Programme mit Vornahme von Auswertungen auch für andere Institutionen im Lande denkbar ist. Aufgrund der vorliegenden Berechnungsunterlagen des Vorarlberger Gemeinderechenzentrums betragen die Kosten für den Stand Montafon-Forstfonds bei Annahme der fiktiven Einwohnerzahl von 2.000 Einwohnergleichwerten nachstehende Beträge: a) anteilige Kosten für Hardware - Zentrale: S 136.800,-- b) anteilige Kosten für Raumausstattung Zentrale: S 14.400,-- c) Hardware-Kosten für dezentrale Geräte: S 165.800,-(Bildschirm, Drucker, Modems, Schnittstellenverstärker) ____________ Gesamtkosten der Hardware S 317.000,-- zuzüglich sonstige Einrichtungskosten ca S 13.000,-____________ GESAMTKOSTEN ca S 330.000,-____________ -3- Die Betriebskosten betragen aufgrund der vorliegenden Berechnungen des Gemeinderechenzentrums für den Stand Montafon jährlich ca S 75.000,— (Anteil Zentrale S 32.000,— - Anteil dezentrale Geräte ca S 43.000,—). Nachdem mit Jahresbeginn die Betriebsaufnahme mit Umstellung der Buchhaltungen vorgenommen werden soll, „müssen die erforderlichen Geräteanschaffungen zeitgerecht durchgeführt werden. Aufgrund der bisherigen Untersuchungen bzw. Beratungen in früheren Sitzungen wird der EDV-Einsatz für den Stand Montafon einstimmig befürwortet. Es wird hiezu einstimmig beschlossen, dem Gemeinderechenzentrum den Auftrag zu erteilen, im Namen und auf Rechnung des Standes Montafon - Forstfonds die erforderlichen Geräte lt. der Aufstellung vom 2. September 198 3 des Vlbg. Gemeinderechenzentrums anzuschaffen und die erforderlichen Installationen und Einschulungen durchzuführen. Auf die Hardware wird eine Anzahlung von 2 0% geleistet. Die jährlich anfallenden Betriebskosten einschließlich der anteiligen Abschreibung sind nach dem Verursacherprinzip auf Stand Montafon (10 Gemeinden), Forstfonds bzw. Abwasserverband Montafon aufzuteilen. Allenfalls erforderliche Sonderprogramme (z.B. Forsteinrichtungsprogramme bzw. spezielle Dateiprogramme) sind vom Verursacher zu finanzieren. (einstimmiger Beschluß). Pkt. 3.) Nachdem im Gemeindegebiet Tschagguns seitens einiger Alpen für die kommende Jagdpachtperiode ab 1.4.1984 die Ausscheidung ihres Grundbesitzes aus der Genossenschaftsjagd und die Bildung von Eigenjagden vorgenommen werden soll, ist auch für den Forstfonds die Bildung von Eigenjagden in Tschagguns abzuklären. Es wurde hiezu bereits fristgerecht ein Antrag auf Erklärung des Vorpachtrechtes für die benötigten Jagdeinschlüsse bei der Behörde eingebracht. Für den Stand Montafon ist die Bildung von zwei Eigenjagden möglich, und zwar die Eigenjagd "Vollspora" und die Eigenjagd "Holzboda - Hora". Wie durch den Bürgermeister Bitschnau von Tschagguns bereits mitgeteilt wurde, sind mit dem bisherigen Jagdpächter Gespräche über eine Weiterpachtung der beiden Standeseigenjagden geführt worden, wobei als bisheriges Ergebnis ein Jagdpacht von S 300,— pro ha in Aussicht gestellt wurde. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen bei anderen Eigenjagden bzw. der Berücksichtigung des bisherigen Jagdpachtschillings im Rahmen der Genossenschaftsjagd Tschagguns wird das vorliegende Angebot grundsätzlich positiv bewertet. Über eine endgültige Vergabe der Eigenjagden soll nach Vornahme weiterer Gespräche mit dem Jagdpächter in einer der nächsten Sitzungen entschieden werden. Bezüglich der Anmeldung der Eigenjagden wird einstimmig beschlossen, die Anmeldung der Eigenjagden "Vollspora" und "Holzboda" bei der Behörde vorzunehmen und gleichzeitig das Vorpachtrecht auf den erforderlichen Jagdeinschlüssen geltend zu machen. Die Eigenjagd Vollspora weist einen Eigenbesitz von ca 410 ha auf zuzüglich Jagdeinschlüsse von ca 77 ha, sodaß sich eine Gesamtfläche von 487 ha ergibt. Das Jagdgebiet erstreckt sich von der Alpe Grabs - Alpila über die Alpe Sanül, weiter durch das Gauertal rechtseitig des Rasafeibaches bis zur Lindauerhütte. -4- Die Eigenjagd Holzboda weist einen Eigenbesitz von ca 156 ha auf zuzüglich Jagdeinschlüsse von ca 26 ha, sodaß sich eine Gesamtfläche von ca. 182 ha ergibt. Die Eigenjagd Holzboda erstreckt sich von Maurentobel über das Gebiet Hora bis zum Holzboda. Beide Eigenjagden sind von der jagdlichen Seite betrachtet als sehr interessant zu bezeichnen, da sich im Standeswald die Hauptwildeinstandsgebiete befinden. Dies kommt auch in der von der Behörde ausgearbeiteten vorläufigen Abschußempfehlung zum Ausdruck. Es wird einstimmig beschlossen, die beiden EigenJagden wie vorhin beschrieben nach den Bestimmungen des Jagdgesetzes anzumelden. Pkt. 4.) Mit Schreiben vom 21.9.1983 hat die Silvretta Nova Bergbahnen GmbH, St. Gallenkirch um die Erlaubnis zur Errichtung eines Forst- und Schiweges im Bereich des Schmalzbergwaldes angesucht. Dieser Weg sollte im Winter eine Verbindungsmöglichkeit zwischen den Freiflächen oberhalb der Waldgrenze im Bereich des Gantekopfes und im unteren Teil des Novahanges darstellen. Dadurch wäre eine Entlastung für die bestehende, schon seit Jahren zu stark frequentierte Abfahrt von der Versettla ins Novatal gesichert. Beim Schmalzbergwald handelt es sich um einen sehr schlecht bestockten Wald, der sich zudem an der Waldgrenze befindet. Eine Bewirtschaftung wurde bisher infolge der schlechten Bringungsmöglichkeiten, aber auch infolge des Zustandes des Waldes kaum vorgenommen. Bei dem bereits durchgeführten Behördenverfahren haben sich die Amtssachverständigen grundsätzlich positiv zum beantragten Vorhaben geäußert. Durch den Stand Montafon wird der Errichtung des beantragten Forst- und Schiweges bei Einhaltung nachstehender Auflagen zugestimmt: 1.) Der beantragte Schiweg ist bis zur bestehenden Straße zu verlängern, damit eine Anbindung an das bereits vorhandene Wegnetz gegeben ist. 2.) Die Silvretta-Nova-Bergbahnen haben, soweit durch die Verlängerung Grund der Alpe Nova benötigt wird, von dieser die entsprechenden Dienstbarkeitsrechte einzuholen. Es muß in Zukunft gewährleistet sein, daß eine Benützung für Holztransporte durch die Standesbürger bzw. ev. Kaufwerber unentgeltlich möglich ist. 3.) Das anfallende Trassenholz ist nach Auszeige durch den zuständigen Waldaufseher aufzuarbeiten und dem Stand Montafon abfuhrbereit an der Straße auf Garfrescha bereitzustellen. 4.) Für die zukünftige Instandhaltung des Forst- und Schiweges ist die Silvretta Nova Bergbahnen GmbH verantwortlich. 5.) Während der Wintersaison ist durch entsprechende Abschrankungen zu gewährleisten, daß ein Befahren des angrenzenden Waldes verhindert wird. 6.) Die vom geplanten Weg beanspruchte Grundfläche ist in die künftigen Dienstbarkeitsverträge miteinzubeziehen. Die Flächenermittlung ist durch die Gesellschaft nach Beendigung der Bauarbeiten zu veranlassen. 7.) Im Bereich der Wegtrasse vorhandene Grenzsteine sind vor Beginn der Bauaurbeiten zu versichern und nach Fertigstellung des Weges wieder einzumessen und herzustellen. 8.) Für sämtliche Grundinanspruchnahmen durch die Gesellschaft sind baldmöglichst die entsprechenden Dienstbarkeitsverträge abzuschließen. -5- 9.) Zur Vermeidung der Einrede der Verjährung hat die Silvretta-Nova-Bergbahnen Gesellschaft bis zur Abfassung der entsprechenden Dienstbarkeitsverträge eine jährliche Anzahlung von S 10.000,— zu leisten. Diese Anzahlung ist auch rückwirkend zu fordern. Die vorhin angeführten Bedingungen werden einstimmig: beschlossen. In diesem Zusammenhang wird weiters einstimmig beschlossen, von allen Seilbahngesellschafften, soweit sie für ihre Anlagen Forstfondsgrund beanspruchen und noch keine Dienstbarkeitsverträge abgeschlossen wurden., jährlich eine Anzahlung auf das Dienstbarkeitsentgelt vorzuschreiben. Pkt. 5.) Nachdem im oberen Stock des Standesgebäudes nun keine Wohnung mehr eingerichtet ist, sollen zur Schaffung weiterer Büroräume (für Steuerprüfer und zukünftigen Forstbetriebsführer) Kanzleiräume eingerichtet werden. Mit den derzeit vorhandenen zwei Büroräumen kann das Auslangen nicht mehr gefunden werden. Es wird hiezu einstimmig beschlossen, vorerst für zwei Räume die erforderlichen Adaptierungen in die Wege zu leiten und die nötigen Büroeinrichtungen anzuschaffen (Schreibtische und Aktenschränke). Für diese Maßnahmen wird mit Gesamtkosten von ca. S 30.000,— je Büro gerechnet. Pkt. 6.) Der Vorsitzende berichtet, daß sich in der Zwischenzeit ein weiterer Bewerber für den Posten des Forstbetriebsführers gemeldet hat. Es handelt sich hiebei um Dipl. Ing. Scheyer Quido aus Bürs, welcher erst kürzlich von seinem Aufenthalt in Kanada zurückgekehrt ist und sich nun auf Stellensuche befindet. Anläßlich eines Gespräches mit ihm und einem Unterausschuß hat Dipl. Ing. Scheyer sein grundsätzliches Interesse an diesem Posten bekundet. Dip.Ing. Scheyer war bisher allerdings vorwiegend auf dem Sektor des Seilbahnbaues tätig und hat aus diesem Grunde auf dem ihm hervorstehenden Aufgabenbereich beim Stand Montafon relativ wenig Erfahrung. Hinzu kommt, daß Dipl. Ing. Scheyer die Staatsprüfung ebenfalls noch nicht besitzt und daher vorerst der Behörde als Forstbetriebsführer nicht gemeldet werden könnte. Dipl. Ing. Scheyer bemüht sich derzeit ebenfalls noch um eine Stelle bei der Wildbachverbauung. In der Zwischenzeit hat Dipl. Ing. Scheyer der Verwaltung telefonisch mitgeteilt, daß er seine Bewerbung beim Stand Montafon nicht mehr aufrecht erhält, da sich für ihn eine anderweitige Anstellungsmöglichkeit ergeben hat. Er würde sich den beim Stand Montafon erwartenden Aufgaben insbesonders in Hinblick auf die Servitutsrechte nicht gewachsen fühlen. Bezüglich des seit der Ausschreibung dieser Stelle interessierenden Bewerbers Dipl. Ing. Prucker aus Kufstein konnte bisher noch keine befriedigende Lösung der Wohnungsfrage gefunden werden. Es wird daher beschlossen, baldmöglichst eine Beschaffung einer entsprechenden Wohnung in den Zeitungen zu versuchen, um die endgültige Anstellung nicht länger zu verzögern, (einstimmiger Beschluß). -6- Pkt. 7.) Das mündliche Ansuchen von Erhard Herta und Adolf, Silbertal um Ablöse des Holzbezugsrechtes für den durch ein abgehendes Bloch zerstörten Ziegenstall Bp. 430/4 auf ihrem Maisäß "Ree" in Silbertal wird vertagt, da bis zum Sitzungszeitpunkt die erforderlichen Unterlagen nicht beigebracht wurden. Grundsätzlich wird eine Ablöse derartiger Bezugsrechte jedoch abgelehnt. Pkt. 8.) Hiezu berichtet Bgm. Wekerle über den Verlauf der am 17.8.1983 stattgefundenen kommissionellen Verhandlung, welche ohne konkretes Ergebnis beendet wurde. Seitens der Vertreter der Gemeinde Vandans als auch der Agrargemeinschaft Vandans wird ein Abbau nur dann geduldet, wenn das abgebaute Material ausschließlich im Gemeindegebiet Vandans verwendet wird. Ein Abtransport außerhalb des Gemeindegebietes Vandans wurde bei dieser Verhandlung unter allen Umständen abgelehnt. Hiezu wird die Verwaltung beauftragt, den bereits bei der Behörde eingebrachten Antrag näher zu konkretisieren. Es sollen das Abbaugebiet näher bezeichnet werden, sowie eine Abbaumenge von ca. 20.000 m3 auf die Dauer von 10 Jahren beantragt werden. Das entnommene Material dient vor allem für die Instandhaltung der eigenen Forstwege, eine Abgabe an andere Interessenten für die Weginstandhaltung bzw. ebenfalls an Private ist möglich. Pkt. 9.) Mit Ansuchen vom 16.9.1983 hat Bitschnau Herbert, Transporte und Erdbewegungen, Bartholomäberg um die Erlaubnis zum Betrieb einer Zwischenlagerungsmöglichkeit auf der Forstfondsparzelle 723/7 KG Silbertal (beim sogen. Schmelzhof) angesucht. Bitschnau wurde mit Bescheid vom 29.11.1982 der BH Bludenz die Bachräumung hinter, der Litzbachsperre "Gisla" auf die Dauer von 5 Jahren genehmigt. Aufgrund der Entfernung ist ein Abtransport nur jahreszeitlich beschränkt möglich. Bitschnau ersucht deshalb beim Schmelzhof eine Zwischenlagerung vornehmen zu dürfen. Dadurch ist auch eine bessere Auslastung seines Fuhrparkes möglich. Hiezu wird einstimmig beschlossen, die beantragte Zwischenlagerung im derzeitigen Umfang von ca. 3.000m2 zu genehmigen. Der hiefür benötigte Grund wird Bitschnau zu einem Pachtzins von jährlich S 9.000,— (neuntausend Schilling) verpachtet. Dieser Pachtzins wird gegen Abwertung mit dem Vlbg. Lebenshaltungskostenindex (1976=100) wertgesichert. Als Ausgangsindex gilt jener für den Monat Juli 1983. Der Pachtvertrag wird vorerst auf die Dauer der Abbaubewilligung von fünf Jahren befristet. Die mit Erstellung des Pachtvertrages anfallenden Vertragsgebühren sind vom Bewerber zu übernehmen. Nach Ablauf der Pachtfrist ist das beanspruchte Gelände wiederum in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Ablagerungen anderweitiger Art (Bauschutt, Maschinenteile u.dgl.) dürfen keinesfalls vorgenommen werden. (einstimmiger Beschluß) -7- Pkt. 10.) Nachdem beim derzeitigen Dienstfahrzeuges aufgrund seines Alters (Baujahr 1971) und seiner Kilometerleistung ( 110.000 km) beträchtliche Reparaturkosten anfallen, soll für die Forstverwaltung ein neues Dienstfahrzeug angeschaffen werden. Beim derzeitigen Fahrzeug sind bereits die hinteren Stoßdämpfer durchgerostet, sodaß eine neuerliche Reparatur nicht mehr vertretbar ist. Aufgrund der vielfachen Außendiensttätigkeit insbesonders auf Forststraßen erscheint die Anschaffung eines Geländekraftwagens zweckmäßig. In Hinblick auf den Anschaffungspreis als auch die Betriebskosten erscheint für den Stand Montafon ein Fahrzeug der Marke "Suzuki" am zweckmäßigsten zu sein. Es wird hiezu einstimmig beschlossen, daß durch die Verwaltung ein derartiges Geländefahrzeug zum Preis von ca. S 140.000,— angeschafft werden kann. Das alte Fahrzeug ist zum bestmöglichen Preis abzustoßen, (einstimmiger Beschluß) Pkt. 11. Berichte und Allfälliges) Der Vorsitzende berichtet über ein Ansuchen der Alpe Gretsch in Silbertal, mit welchem sie um die Genehmigung zur Führung eines Alpweges über Standesgrund ansuchen. Vor einer Entscheidung in dieser Angelegenheit ist von der Alpe ein Lageplan, aus welchem der Trassenverlauf ersichtlich ist, vorzulegen. Aus der Materialentnahmestelle bei der ehemaligen Müllabfuhr Silbertal sind durch die Agrarbezirksbehörde für Güterwegebauten wiederum Materialentnahmen durchgeführt worden. In dieser Angelegenheit wurde mit Herrn Hofrat Dorner von der Agrarbezirksbehörde ein Lokalaugenschein zur Absprache in dieser Sache und Festlegung der weiteren Vorgangsweise vereinbart. Der Vorsteher des Kapuzinerklosters Gauenstein, Pater Edilbert hat sich mit Schreiben vom 5.9.1983 für die Spende einer Waschmaschine recht herzlich bedankt. Der Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch erkundigt sich nach den Möglichkeiten für eine Bringung des Lawinenholzes Gweil. Es wird die allgemeine Ansicht vertreten, alle Möglichkeiten diesbezüglich zu untersuchen. Schruns, 7.10.1983 Schriftführer: Forstfondsvertretung:
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20210129_FF_004 StandMontafon 29.01.2021 23.05.2021, 13:53 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.2/2021/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 29. Jänner 2021 während einer Videokonferenz anlässlich der 4. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 22. Jänner nehmen an der auf 09:30 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Jürgen Kuster, Schruns Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton Bgm Florian Küng, Vandans Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn Entschuldigt: Weitere Sitzungsteilnehmer: Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Mitarbeiterin Valentina Bolter Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 09:35 Uhr die Forstfondssitzung und begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 4. Forstfondssitzung: 29.01.2021 Seite 2 von 3 Tagesordnung 1.) Zukunftskonzept für den Forstfonds: Ziele, Maßnahmen und Vergabe der externen Projektbegleitung (in nichtöffentlicher Sitzung gem. § 46 Abs. 2) 2.) Genehmigung der Niederschrift der 3. Forstfondssitzung vom 19.01.2021 3.) Berichte 4.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Zukunftskonzept für den Forstfonds: Ziele, Maßnahmen und Vergabe der externen Projektbegleitung (in nichtöffentlicher Sitzung gem. § 46 Abs. 2) Diese Beratungen werden in einer separaten nicht-öffentlichen Niederschrift dokumentiert. Pkt. 2.) Genehmigung der Niederschrift der 3. Forstfondssitzung vom 19.01.2021 Die Niederschrift der 3. Forstfondssitzung wurde allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt. Bgm Josef Lechthaler hat einige Anmerkungen zum Protokoll gemacht. Die Änderungen wurden den Bürgermeistern präsentiert. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Niederschrift einstimmig genehmigt und bei der nächsten physischen Sitzung unterfertigt. Pkt. 3.) Berichte Der Vorsitzende bittet die Bürgermeister, Vorbereitungen in den Arbeitsgruppen für das Zukunftskonzept für den Forstfonds zu machen. Die Sitzungen mit Bruno Burkart sollen möglichst effizient und produktiv genutzt werden. Pkt. 4.) Allfälliges a) Bgm Helmut Pechhacker spricht die Zuschriften von Herrn Steffen Löhnitz an, welcher sich immer wieder kritisch zu den Corona-Maßnahmen äußert. b) Der Vorsitzende informiert, dass die Zuschrift von Herrn Helmut Tschofen hinsichtlich der Verkehrsbelastung an der L188 am Montag bei der Standesberatung besprochen wird. c) Bgm Martin Vallaster spricht den bevorstehenden Termin mit Bgm Andrea Kaufmann an. Vor diesem Termin soll mit Herrn Christoph Oliver vom Gemeindeverband über Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 4. Forstfondssitzung: 29.01.2021 Seite 3 von 3 die Förderung der Rechnung von Bruno Burkart gesprochen werden. Der Standessekretär berichtet, dass Christoph Oliver dem Vorhaben gegenüber positiv gestimmt ist und bei der Förderabklärung auch involviert wurde. Ende der Sitzung: 09:54 Uhr Schruns, 29. Jänner 2021 Schriftführer: Standesrepräsentant: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at
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20200218_FF_034 StandMontafon 18.02.2020 23.05.2021, 10:53 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.1/2020/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 18. Februar 2020 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 34. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 11. Februar 2020 nehmen an der im Anschluss an die Standessitzung einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Herbert Bitschnau, Tschagguns Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Martin Netzer, MSc, Gaschurn Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm DI (FH) Jürgen Kuster, MBA, Schruns Bgm Raimund Schuler, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg VizeBgm Anita Dönz, Silbertal VizeBgm Michael Zimmermann, Vandans Entschuldigt: Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Bgm Burkhard Wachter, Vandans Weitere Sitzungsteilnehmer: DI Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Mitarbeiterin Valentina Bolter Schriftführer: Standessekretär Mag Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 15:24 Uhr die Forstfondssitzung und begrüßt die Forstfondsvertreter, die erschienen Zuhörerinnen und Zuhörer und entschuldigt Bgm Wachter und Bgm Zudrell. In Vertretung der entschuldigten Bürgermeister nehmen VizeBgm Michael Zimmermann (Vandans) und VizeBgm Anita Dönz (Silbertal) an der Sitzung teil. Der Vorsitzende stellt die Beschlussfähigkeit fest. Der erste Punkt der Tagesordnung wird auf das Ende der Sitzung verschoben, da es sich um einen nichtöffentlichen Tagesordnungspunkt handelt. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 34. Forstfondssitzung: 18.02.2020 Seite 2 von 3 Tagesordnung 1.) Naturwärme Montafon GesmbH (in nichtöffentlicher Sitzung gem. § 46 GG) 2.) Genehmigung der Niederschrift der 33. Forstfondssitzung vom 21.01.2020 3.) Berichte 4.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 2.) (vorgezogen) Die Niederschriften der 33. Forstfondssitzung wurden allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt. Bgm Netzer hat seinen Änderungsvorschlag bereits an den Standessekretär weitergegeben. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die geänderte Niederschrift einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 3. – Berichte: (vorgezogen) Bericht des Forstbetriebsleiters DI Hubert Malin: a) Im Jänner wurden zwei Seilnutzungen im Gemeindegebiet Tschagguns durchgeführt. Das Holz wird derzeit abgeführt und ist bereits verkauft. b) Die Stürme Petra und Sabine haben einen geringen Schaden verursacht. Die Menge des Schadholzes hält sich in Grenzen. c) Der Forstbetriebsleiter berichtet über die Abschussplanerfüllung in den einzelnen Revieren. Die Schonzeit-Aufhebung endet Mitte dieser Woche. Ab Anfang April starten die Besprechungen mit dem Land Vorarlberg und der BH Bludenz zu den künftigen Abschussplänen. Im gesamten Tal wurden bisher zirka 90 % der Abschussvorgaben erfüllt. Die Vorgaben im Montafon waren sehr hoch. Die Abschusszahlen können trotz aller Bemühungen nicht komplett erfüllt werden. Derzeit sind wir im Montafon noch nicht beim tragbaren Rotwild-Bestand angelangt. d) Vergangenen Freitag hat es eine Information seitens des Landesjägermeisters etc. über die geplante Änderung der Verordnung zu den Wild-Regulierungs-Gatter gegeben. Die Zustimmung seitens der Jagdverantwortlichen war sehr gering. Der Betriebsleiter ist der Meinung, vorerst mit alternativen Maßnahmen das Auslangen zu finden. e) Im hinteren Silbertal liegt momentan einer der Hotspots bezüglich der TBC-Fälle. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at 34. Forstfondssitzung: 18.02.2020 Seite 3 von 3 Pkt. 4. – Allfälliges: (vorgezogen) a) Bgm Vallaster fragt an, ob es bezüglich des Schlichtungsverfahrens mit Herrn Grünstein Neuigkeiten gibt. Der Forstbetriebsleiter berichtet, dass der Zustand des Revieres aufgrund des großen Gebietes nicht einfach festzustellen ist. Zu diesem Schlichtungsverfahren wird ein Gutachten erstellt. Der Forstbetriebsleiter spricht sich aufgrund bisheriger Erfahrungen gegen Schlichtungsverfahren aus. b) Bgm Vallaster fragt an, ob es einen Nachfolger des Jagdpächters der Genossenschaftsjagd Stock I St. Gallenkirch Dkfm. Hansjörg König gibt. Der Forstbetriebsleiter informiert, dass es zwei interessierte Jagdpächter gibt. Ihre Eignung wird momentan noch geprüft. Ende der Sitzung: 15:51 Uhr Schruns, 18. Februar 2020 Schriftführer: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail: info@stand-montafon.at
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20061219_FF_013 StandMontafon 19.12.2006 23.05.2021, 10:53 STAND MONTAFON/FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 19. Dezember 2006 anlässlich der 13. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 12. Dezember nehmen an der auf 14.00 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Dr. Erwin Bahl, Schruns; Bgm Martin Netzer, Standesrepräsentant-Stellvertreter, Gaschurn; Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns; Bgm Rudolf Lerch, St. Anton; Bgm Arno Salzmann, St. Gallenkirch; Bgm Willi Säly, Silbertal; Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg; Bgm Burkhard Wachter, Vandans; weitere Sitzungsteilnehmer: Betriebsleiter DI Hubert Malin Schriftführer: Standessekretär Mag Johann Vallaster; Der Vorsitzende eröffnet um 15.00 Uhr die 13. Sitzung der Forstfondsvertretung und stellt gemäß Verordnung über den Gemeindeverband Forstfonds des Standes Montafon die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende Tagesordnung 1.) 2.) 3.) 4.) 5.) 6.) 7.) 8.) Genehmigung der Niederschrift der 12. Forstfondssitzung vom 17.11. 2006; Neuorganisation der Grünmüllverwertung – Kompostierung im Montafon; Vorlage und Genehmigung des Voranschlages 2007 mit Dienstpostenplan und Festsetzung der Stockgelder und Abgabepreise für Servitutsholz; Nominierung eines Stellvertreters für den Delegierten in der naturwärme-montafon biomasse-heizkraftwerk GmbH; Erschließungsprojekt St. Gallenkirch-Gweil (Maisäß und Alpe Außergweil) – Beratung einer Antragsstellung durch den Forstfonds und Festsetzung der Mitfinanzierung; Entschädigung des Standesrepräsentanten; Berichte; Allfälliges; 13. Forstfondssitzung: 19.12. 2006 Seite – 1 - Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Die allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelte Niederschrift der 12. Forstfondssitzung vom 17.11.2006 wird in der vorliegenden Fassung ohne Ergänzungen einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 2.) Der Vorsitzende begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt Herrn Ing Markus Burtscher von der Vorarlberger Illwerke AG, welcher die Bürgermeister zum Thema Grünmüllverwertung und Kompostierung im Detail informiert. Ing Burtscher informiert über die Gründe für die geplante Auflösung der Illwerke Kompostieranlage, welche sowohl aus unternehmensstrategischen Überlegungen als auch in der zu kleinen Dimensionierung der Anlage und der anderweitigen Nutzung der betroffenen Grundflächen für Parkzwecke begründet sind. Fallweise sind auch Geruchsbelästigungen während des Umsetzungsprozesses und damit verbundene Beschwerden seitens der Anrainer gegeben. Im Durchschnitt der Jahre 2004/05 wurden folgende Mengen angeliefert: Gemeinde Schruns Gemeinde Tschagguns Gemeinde Vandans Gemeinde Bartholomäberg Gemeinde St. Anton diverse Private Vorarlberger Illwerke Gesamtanlieferung jährlich 1.550 m³ 589 m³ 455 m³ 256 m³ 130 m³ 511 m³ 1.350 m³ 4.832 m³ Bewertet mit einem Annahmepreis von 6,00/m³ (alle folgenden Angaben in Euro) ergibt dies einen Erlös von 28.992,00. Die Gesamtabgabe an Kompost inklusive des Eigenverbrauches liegt bei ca 1.814 m³ mit einem mittleren Verkaufserlös von 19,00 und somit einem Gesamterlös von 34.466,00. Den Gesamteinnahmen von 63.000,00 liegen Ausgaben für das Umsetzen, Schreddern und Eigenleistungen sowie Materialaufwand von ca 60.000,00 gegenüber, so dass der Betrieb der Kompostieranlage annähernd kostendeckend bzw mit einem geringen Überschuss möglich ist. Ing Burtscher informiert weiteres über Überlegungen für einen neuen Kompostplatz im Bereich des Bahnüberganges in St. Anton auf Grundflächen des Forstfonds, wozu eine Mindestfläche von ca 7.500 bis 8.000 m² benötigt wird. Bereits mit der Behörde und Vertretern der Wildbach- und Lawinenverbauung vorgenommene Begehungen und Abklärungen haben aufgezeigt, dass in Anbetracht der bestehenden Situation grundsätzlich vorstellbar ist, der Errichtung der Anlage an diesem Standort eine Zustimmung zu erteilen, zumal eine talschaftsweite Lösung in Erfüllung der rechtlichen Bestimmungen des Vorarlberger Abfallwirtschaftsgesetzes von der Behörde als sinnvoll und zweckmäßig beurteilt wird. Ing Burtscher berichtet zusätzlich, dass seitens der Vorarlberger Illwerke AG 13. Forstfondssitzung: 19.12. 2006 Seite – 1 - die Auflassung der Anlage um Jahresmitte 2007 geplant ist und für die Konzeption einer neuen Anlage eine Hilfestellung in Richtung Skizzierung und grundsätzlicher Abklärung mit der Behörde vorstellbar ist. Bgm Säly informiert über Abklärungen für mögliche Standorte in der Gemeinde Silbertal, welche schlussendlich mangels Zustimmung durch die Wildbach- und Lawinenverbauung aber auch betroffener Grundeigentümer nicht weiter verfolgt werden konnten. In der Diskussion werden die Überlegungen der Vorarlberger Illwerke AG zu einer Aufgabe aus Talschaftssicht grundsätzlich bedauert und ein weiteres Gespräch mit dem Vorstand der Vorarlberger Illwerke in diese Richtung für nötig beurteilt. Es werden auch Überlegungen angesprochen, mit möglichen Interessenten in der Talschaft Kontakt aufzunehmen, um Möglichkeiten eines Betriebes durch Private zu sondieren. Teilweise werden dazu aber auch Bedenken geäußert, da damit die Einflussnahme der öffentlichen Hand nicht mehr oder in nicht ausreichendem Maße befürchtet wird. Hinsichtlich des vorgeschlagenen Standortes in der Gemeinde St. Anton werden vom Betriebsleiter ebenfalls gewisse Bedenken geäußert und von ihm daher angeregt, auch Alternativstandorte in den anderen Gemeinde zu prüfen. Zur Frage der Notwendigkeit der Errichtung eines zusätzlichen Holzlagerplatzes beim geplanten Standort in St. Anton wird vom Betriebsleiter die Meinung vertreten, dass dafür keine Notwendigkeit mehr gegeben ist. Dies um so mehr als mit dem geplanten Biomasseheizwerk in Schruns genügend Nachfrage nach Brennholz gegeben sein wird und damit die Notwendigkeit von zusätzlichen Zwischenlagern zu den in einzelnen Forstfondsgemeinden wie Silbertal und St. Gallenkirch bzw beim Biomasseheizwerk in Gaschurn bestehenden nicht mehr vorliegt. Von Bgm Lerch wird in diesem Zusammenhang darauf verwiesen, dass aus Sicht der Gemeinde St. Anton damit auch das bestehende Holzlager bei der Alten Müllabfuhr mit Zufahrt direkt durch den Siedlungsbereich ebenfalls nicht mehr länger aufrecht erhalten werden kann. Laut Betriebsleiter wird auf diesem „Holzlagerplatz“ seit der Lagermöglichkeit von Brennholz unmittelbar auf dem Vorplatz beim Heizwerk Gaschurn praktisch kein Holz mehr zwischengelagert. Derzeit ist dort lediglich eine „eiserne Reserve“ von Spreißelbünden und einige Raummeter „Spälten“ für Servitutsberechtigte lagernd. Zur weiteren Vorgansweise zur Errichtung und den Betrieb der Grünabfallkompostierung durch durch die Talschaft bzw allenfalls durch eine Gemeinde sind in weiterer Folge mögliche Alternativstandorte zu prüfen sowie das Ergebnis der Abklärung mit der Wildbachund Lawinenverbauung bezüglich des möglichen Standortes in St. Anton durch die Vorarlberger Illwerke AG abzuwarten. Zur Thematik insgesamt soll ein Gesprächstermin mit dem Vorstand der Vorarlberger Illwerke vereinbart werden. In der Diskussion wird auch die Möglichkeit einer Miteinbindung der Klostertaler Gemeinden mit Übernahme der Grünmüllabfälle angesprochen. Pkt. 3.) Vom Vorsitzenden wird gemeinsam mit dem Standessekretär und dem Betriebsleiter der Voranschlagsentwurf 2007 erläutert und die erforderlichen Informationen und Auskünfte zu den einzelnen Voranschlagsstellen erteilt. Der in der Vermögenszusammenstellung ausgewiesene Gebarungsabgang in Höhe von 102.800,00 resultiert aus dem Vortrag des Gebarungsabganges des Vorjahres und kann voraussichtlich aus dem im laufenden Jahr zu erwartenden Überschuss abgedeckt werden. 13. Forstfondssitzung: 19.12. 2006 Seite – 1 - Im Bereich Forstwegebau ist in der Gemeinde St. Gallenkirch die Realisierung des bereits bewilligten Forstwegprojekts „Willis Sita“ geplant. Bei den Abgabepreisen für Servitutsholz und Hackschnitzel 2007 werden bei einzelnen Positionen Preisanpassungen vorgeschlagen, wobei für Standesbürger gegenüber den Marktpreisen nach wie vor eine Ermäßigung im Ausmaß von mindestens 15 bis zu 35 % auf die normalen Marktpreise geben ist. Hingewiesen wird auch auf die Tatsache, dass die Tarife und Abgabepreise bis auf geringfügige Rundungen im Vorjahr bereits seit mehreren Jahren gleich geblieben sind. Zur bestehenden Förderungsaktion für die Installierung von Hackschnitzelheizungen bzw Holzvergaserkesseln wird bei Hackschnitzelanlagen eine Rücknahme der einmaligen, kostenlos bereitgestellten Menge von 20 auf 15 Srm vorgeschlagen. Klargestellt wird in diesem Zusammenhang zusätzlich, dass für die Anspruchnahme dieser Förderung die Vorlage der Förderungszusage der Landesregierung über den Erhalt der Biomasseförderung gemäß Richtlinien erforderlich ist. Nach Diskussion und Beantwortung der vorgebrachten Anfragen wird der Voranschlag 2007 über Antrag des Vorsitzenden mit nachstehenden Gesamtsummen einstimmig genehmigt: Ausgabe der Erfolgsgebarung Ausgaben der Vermögensgebarung Ausgaben der Haushaltsgebarung Vortrag Gebarungsabgang 2005 Gesamtausgaben 2.046.200,00 497.600,00 2.543.800,00 124.000,00 2.667.800,00 Einnahmen der Erfolggebarung Einnahmen der Vermögensgebarung Einnahmen der Haushaltsgebarung Gebarungsabgang Gesamteinnahmen 2.465.000,00 100.000,00 2.565.000,00 102.800,00 2.667.800,00 Zu dem im Voranschlag ausgewiesenen Abgang wird vom Vorsitzenden informiert, dass dieser voraussichtlich aus dem im Rechnungsjahr 2006 zu erwartenden Überschuss finanziert werden kann. Der Dienstpostenplan bzw Rahmenbeschäftigungsplan 2007 wird in der vorgelegten Form einstimmig genehmigt. Dem Antrag des Vorsitzenden auf Erhöhung des Pensionskassenbeitrages gemäß Vorschlag des Gemeindeverbandes basierend auf den Gehaltsverhaltungen für die Gemeindebediensteten zwischen Land Vorarlberg und dem Vorarlberger Gemeindeverband einerseits und der Personalvertretung der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten andererseits im Ausmaß von 0,1 % auf nunmehr 0,85 % wird einstimmig zugestimmt. Die Finanzkraft wird entsprechend 50 % der Einnahmen des Voranschlages des Vorjahres mit 1.349.300,00 festgestellt. Die Stockgelder und Abgabepreise für Servitutsholz und Hackschnitzel werden über Antrag des Vorsitzenden - wie vorgeschlagen - einstimmig beschlossen. Pkt. 4.) 13. Forstfondssitzung: 19.12. 2006 Seite – 1 - Als Stellvertreter für den Delegierten in die „naturwärme-mantafon biomasse-heizkraftwerk GmbH“ in der Person von Bgm Martin Netzer als Stellvertreter des Standesrepräsentanten wird vom Vorsitzenden Bgm Arno Salzmann aus St. Gallenkirch vorgeschlagen. Diesem Vorschlag wird von der Forstfondsvertretung mit Stimmenthaltung durch Bgm Salzmann einstimmige Zustimmung erteilt. Pkt. 5.) Der Vorsitzende wie auch der Betriebsleiter informieren im Detail über die bisherigen Bemühungen und Begehungen vor Ort zur Erschließung des Gweil-Maisäß und der Alpe Außergweil, wozu unter Einbindung von Bezirkshauptmann Dr Walser bereits zahlreiche Anläufe unternommen wurden. Vom Betriebsleiter wird zusätzlich über seine Gespräche mit dem Bezirkshauptmann berichtet, von welchem eine Antragsstellung für das Forststraßenprojekt zur Einleitung des Vorprüfungsverfahrens durch den Stand Montafon - Forstfonds vorgeschlagen wird. Gemäß dem jüngsten Aktenvermerk vom 18. Dezember ist unter Zugrundelegung von Baukosten in der Höhe von 375.000,00 und einer Subventionierung im Ausmaß von 60 % die Aufbringung der verbleibenden Interessentenbeiträge gesichert. Gemäß einem Aktenvermerk der Agrarbezirksbehörde aus dem Jahre 2004 betragen die Erschließungskosten ausgehend von der Forststraße Rüti bis zum Gweilmaisäß 310.000,00. Die weitere Etappe bis in die Innergweilalpe wird mit 180.000,00 bis EUR 260.000,00 geschätzt. Dieser Bauabschnitt soll durch die Wildbach- und Lawinenverbauung im Zuge des Projektes der Gweillawinenverbauung realisiert werden. Allenfalls soll aber der Ausbau dieses Teilabschnittes zur Alpe Außergweil zurückgestellt werden, falls die Finanzierungsfrage nicht geklärt ist. Vom Betriebsleiter wird auf die in Teilbereichen geologisch äußerst schwierige Situation verwiesen und insbesondere die Frage der künftigen Erhaltung der Weganlage angesprochen. Aus Sicht des Forstfonds ist eine Kostenbeteiligung mit 15.000,00 für ca 5,5 ha zusätzlich erschlossenen Schutzwald im Ertrag bei aller Würdigung des öffentlichen Interesses als Obergrenze anzusehen. Vom Betriebsleiter wird auch darauf verwiesen, dass durch die bereits vor Jahren errichtete Forststraße Rütital mit einer Gesamtlänge von ca 4,5 km etwa 175 ha Standeswald erschlossen worden sind und bei einer Mitbenützung dieser Forststraße für die weitere Erschließung des Gweilmaisäß und der Alpe Außergweil die Aufbringung eines Baukostenbeitrages durch die beteiligten Interessenten insbesondere aber auch die Frage der künftigen Instandhaltungsbeteiligung noch im Detail zu regeln ist. Die derzeit bestehende Regelung basiert lediglich auf einer Pauschalvereinbarung, welche mit den Vertretern der Alpe Außergweil und Innergweil sowie dem Maisäß Rüti im Jahre 2001 abgeschlossen wurde. In der umfassenden Diskussion kristallisiert sich die klare Meinung hervor, dass im Falle einer Antragsstellung durch den Forstfonds für diesen kein unkalkulierbares finanzielles Risiko verbunden sein darf, zumal in Teilbereichen kritische geologische Verhältnisse gegeben sind. Eine Antragsstellung durch den Forstfonds ist nur namens einer noch zu bildenden Güterweggenossenschaft oder einer Bringungsgenossenschaft nach den forstgesetzlichen Bestimmungen vorstellbar, wozu vom Betriebsleiter die weiteren Gespräche mit den Interessenten zu führen sind. Vor einer allfälligen Auftragsvergabe bzw vor Baubeginn muss zudem die Frage der künftigen Aufbringung der Erhaltungskosten eindeutig in einem Erhaltungskostenschlüssel bescheidmäßig geklärt sein. Vom Betriebsleiter wird zudem 13. Forstfondssitzung: 19.12. 2006 Seite – 1 - festgestellt, dass in Anbetracht der äußerst schwierigen geologischen Verhältnisse die Bauaufsicht von ihm nicht übernommen wird und dazu eine externe Bauaufsicht zu bestellen ist, was in weniger schwierigen Fällen von den Vertretern der WLV schon gefordert worden ist. Pkt. 6.) Mit Hinweis auf die Beratungen in der Standessitzung zur Entschädigung des Standesrepräsentanten wird einstimmig, bei Stimmenthaltung des Standesrepräsentanten, beschlossen, dem Stand Montafon einen Verwaltungskostenanteil in Höhe von 50 % für die Tätigkeit des Standesrepräsentanten für den Forstfonds zu refundieren. Pkt. 7 – Berichte: a) Vom Betriebsleiter wird informiert, dass der Abbau von Flussbausteinen im Bereich Dreispitz in der Gemeinde Silbertal nun abgeschlossen ist und insgesamt ca 28.000 to Flussbausteine für Baumaßnahmen in der Gemeinde Silbertal gewonnen werden konnten. Bgm Säly hebt in diesem Zusammengang nochmals die damit verbundenen Vorteile für die Gemeinde Silbertal und insbesondere die Einsparung von zahlreichen LKW-Fahrten durch die Außerfratte und das eigene Gemeindegebiet gegenüber einem Antransport von auswärts hervor. b) Vom Hiebsatz 2006 sind ca 19.000 fm bereits abgerechnet. Der Betriebsleiter weist zusätzlich darauf hin, dass bis dato 3.500 fm für Privatwaldbesitzer im Montafon vermarktet wurden und dies auch eine besondere Serviceleistung des Forstfonds sowohl von Seiten des Betriebsdienstes als auch von Seiten der Verwaltung darstellt. In diesem Zusammenhang wird die Forstfondsvertretung informiert, dass der Betriebsleiter DI Hubert Malin und das Betriebsorgan Richard Battlogg das zwanzigjährige Dienstjubiläum feiern bzw der Standessekretär das dreißigjährige, wozu die Forstfondsvertreter gratulieren. c) Der Vorsitzende informiert, dass den beschränkten Wettbewerb für das Biomasseheizwerk aus insgesamt 5 eingereichten Projekten Arch DI Bernardo Bader aus Dornbirn gewonnen hat. Das Siegerprojekt enthält auch Optimierungen hinsichtlich der künftigen Betriebsweise. Pkt. 8 – Allfälliges: Der Vorsitzende spricht den Forstfondsvertretern und den MitarbeiternInnen die besten Glückwünsche zu den bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen und zum Jahreswechsel aus und bedankt sich für die Arbeit im abgelaufenen Jahr. Ende der Sitzung 17.00 Uhr, Schruns, 21. Dezember 2006; Schriftführer: 13. Forstfondssitzung: 19.12. 2006 Forstfondsvertretung: Seite – 1 -
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19810612_FF_006 StandMontafon 12.06.1981 23.05.2021, 10:52 -1- Niederschrift, aufgenommen am Freitag, den 12. Juni 1981 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 6. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung vom 3.6.1981 nehmen an der auf heute anberaumten Sitzung nachfolgend angeführte Mitglieder des Forstfondausschusses teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns, Ernst Marlin aus St. Gallenkirch, als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Anton Wachter aus Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Die Vertreter der Gemeinden St. Anton und Gaschurn, haben sich wegen anderweitiger Verpflichtungen entschuldigt. Der Vorsitzende begrüßt die Anwesenden und eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 31.3.1981. 2. Ansuchen der Frau H. Schneider in Bürs, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 14 in Tschagguns, auf ein daneben geplantes neues Wohnhaus. 3. Ansuchen des Herbert Netzer in Gaschurn HNr. 78, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom abgebrannten Stall auf den auf den Grundparzellen 851/1,852/4 u. 853/3 neuerbauten Stall. 4. Ansuchen des Anton Mark in Partenen 36 a, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom abgetragenen Stall (Bp. 36) auf den auf der Gp. 59 neugebauten Stall. 5. Ansuchen des Walter Nigsch in Bludenz, um die Aufhebung der 5-jährigen Holzbezugssperre für das Wohnhaus Nr. [...] der Vorbesitzerin Anna Pichler in Vandans, das inzwischen verkauft wurde. - 2 - 6. Ansuchen des Christian Erhard in Silbertal, um die Ablöse des Holzbezugsrechtes für ein Maisäßobjekt. 7. Bau eines ca. 1,3 km langen Wirtschaftsweges im Schnapfenwald (Gargellen. 8. Ein Schreiben der Gemeinde Tschagguns bezl. Wegbau im Sanüel (Gauertal). 9. Ansuchen des Kieber Heinrich in St. Gallenkirch 154 um einen Grundtausch im Zusammenhang mit der "Zamangbahn" 10. Windwurfnutzung im Netzatobel in St. Gallenkirch. Berichte: a) Ergebnis der Lohnsteuerprüfung. b) Holzverkäufe an verschiedene Bewerber. Vorgesehen ist eine Begehung im Gargellental bzgl. Radam Maisäß und der Trasse für den Schnapfenwaldweg! Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Niederschrift vom 31.3.1981 wird genehmigt und unterfertigt nachdem der Pkt. fr, Abs. c) dahingehend abgeändert wird, daß es statt "zur gegebenen Zeit" richtig "innerhalb der laufenden Legislaturperiode" heißen soll. Zu Pkt. 2): Das Ansuchen der Frau Herme Schneider in Bürs, Hinterbergweg 3, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 14, Bp. 26 in Tschagguns, auf einen vorgesehenen Neubau wird abgelehnt, weil nicht zu erwarten ist, daß das alte Wohnhaus abgetragen wird (einstimmiger Beschluß). Zu Pkt. 3): Dem Ansuchen des Herbert Netzer in Gaschurn 78, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom abgebrannten Stall (Bp. 172/ u. 172/2) auf den auf den Gp. 851/1, 852/4 u. 853/3 (Grundstückzusammenstoß - beides K.G. Gaschurn) neuerstellten Stall wird stattgegeben. Es handelt sich hier lediglich um die Standortverlegung eines eingeforsteten Gebäudes (einstimmiger Beschluß). -3- Zu Pkt. 4): Auf Grund der durchgeführten Begehung wird es für zweckmässig angesehen, die Schnapfenwaldung in Gargellen mittels eines Forstweges zu erschließen. Nachdem dieser Wirtschaftsweg auch für die Gargellener Seilbahngesellschaft als Schiweg interessant ist, und diese sich bereit erklärt hat einen angemessenen Beitrag zu leisten und sich an den Erhaltungskosten bis zu 2/3 zu beteiligen, ist auf dieses Angebot Dem Ansuchen des Anton Mark in Partenen 36 a, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom abgetragenen Stall Bp. 36 auf den auf der Gp. 59 neuerbauten Stall (beides K.G. Gaschurn/Partenen), wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird die Bp. 36 für immer ausgeforstet. Bei dieser Übertragung handelt es sich lediglich um die Verlegung des Standortes für einen Stall für den gleichen Besitzer(einst.) Zu Pkt. 5): Das Ansuchen des Walter Nigsch in Bludenz, Kapuzinerstraße 1, um die Aufhebung der 5-jährigen Sperre für Servitutsholz beim Wohnhaus Nr. 113 in Vandans, die darauf zurückzuführen ist, daß die Vorbesitzerin das für das Wohnhaus bezogene Servitutsholz einer anderweitigen Verwendung zugeführt hat, wird abgelehnt (einstimmiger Beschluß). Zu Pkt. 6): Dem Ansuchen des Christian Erhard in Silbertal, als Vormund der Dorothea Erhard in Silbertal, um die Ablöse des Holzbszugsrechtes von der Maisäßhütte Nr. 174, Bp. 401 in der K.G. Silbertal, wird stattgegeben. Als Ablösebetrag werden S 8.000.zugestanden. Das Objekt wird nicht mehr benötigt, weil die Wiesen vom angrenzenden Maisäß der gleichen Besitzerin aus bewirtschaftet werden und seit längerem eine landwirtschaftliche Einheit bilden (einstimmiger Beschluß). Zu Pkt. 7): -4- einzugehen, wenn es die Trassenführung ohne Benachteiligung der Waldwirtschaft zuläßt. Nach der Festlegung des Trassenverlaufes sind Angebote von Baufirmen, welche Erfahrung im Waldwegebau haben, einzuholen und dem Ausschuß vorzulegen (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 8): Das Ansuchen der Gemeinde Tschagguns, um die Erstellung eines Waldwirtschaftsweges durch die WAbt. 6 (Sanüel) wird zur Kenntnis genommen. Die notwendigen Erhebungen sind zu veranlassen (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 9): Kieber Heinrich in St. Gallenkirch HNr. 154, ist Besitzer der landwirtschaftlichen Gründe in Schruns, auf welche die Talstation der Zamangbahn zu stehen kommt und Parkplätze bereit gestellt werden. Als Ersatz erhält Kieber landwirtschaftliche Gründe auf dem "Sand" in Tschagguns, welche die Bildung eines neuen landwirtschaftlichen Betriebes zulassen. Der Anrainer Walter Mangeng, wohnhaft in Nenzing, ist jedoch nur dann bereit seinen Grund an Kieber abzutreten, wenn er als Gegenleistung die Maisäßhütte Innervalisera (Radam Maisäß), die er derzeit in Pacht hat, als Abgeltung erhält. Diese Maisäßhütte befindet sich im Eigentum des Forstfondes. Kieber Heinrich wäre bereit hiefür die Waldparzelle 2853 mit 66 ar 82 m2 in der K.G. St. Gallenkirch abzutreten. Auf Grund der durch den Forstfondausschuß durchgeführten Besichtigung wurde festgestellt, daß die angebotene Waldparzelle nicht den Vorstellungen des Forstfondes entspricht, weil sie sich mitten in Privatgründen befindet und die Holzbringung nur sehr umständlich durchgeführt werden kann (Wildbachsperren) Es wurde einstimmig beschlossen, Walter Mangeng die Maisäßhütte mit etwas angrenzenden Grund (ungefähr wie der Zaun besteht) käuflich zu überlassen. Der Kaufpreis wird mit -5- S 400.000.-, unter Berücksichtigung verschiedener Investitionen, die durch den Pächter erfolgt sind, als angemessen angesehen. Nachdem das Objekt durch die Holzbringung aus der obliegenden Waldung gefährdet ist, und der Forstfond keinerlei Haftung für Schäden, welche durch die Holzbringung entstehen, übernimmt, hat der Käufer auf eigene Kosten überhalb der Hütte (über dem Rain oben) einen Wall zu errichten, der in einen seitlichen Stichweg einmündet. Der Forstfond behält sich das Vorkaufsrecht vor, für den Fall, daß das Objekt später wieder veräussert würde (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 10): Das Windwurfholz im Netzatobel in St. Gallenkirch wird zum Preis von S 640.- pro fm an Elmar Marlin in Gortipol verkauft. Die Holzmenge, zu der etwas Holz aus den Altbeständen dazu gezeichnet wird, wird mit 400.- fm nach oben begrenzt. Elmar Marlin verpflichtet sich das anfallende Brennholz unentgeltlich an den Güterweg Sarsarschen zu stellen. Dieses Angebot wird angenommen (einstimmige Beschlußfassung). In Erweiterung der Tagesordnung: Pkt. 11): Dem Ansuchen des Heinrich Riezler in Bartholomäberg 443, um die Erlaubnis bei der Maisäßerschließung in Gargellen/Rüti den vorgesehenen Erschließungsweg ca. 30 lfm über Forstfondgrund führen zu dürfen, wird stattgegeben. Dem Forstfond muß es gestattet sein, bei einer Holznutzung oberhalb dieses Weges, das anfallende Holz über diesen Wirtschaftsweg abführen zu dürfen, ohne hiefür eine Gegenleistung zu erbringen (einstimmige Beschlußfassung). Berichte: a) Die vom Finanzamt beim Forstfond durchgeführte Lohnsteuerprüfung vom 9.4.1981 erbrachte eine Nachzahlung von S 10.863.b) Holzverkäufe an verschiedene Bauwerber: K. Mäser OHG in Schruns, 5.2 fm Fichtenholz am Stock bei der Wasserfassung oberhalb vom Gasthaus "Fellimändli" in Silbertal, zum Preise von S 800.- pro fm. -6- Gabl Anton in St. Anton, 5,60 fm oberhalb vom Steinplatz zum Preis von S 750.- pro fm. Rudigier Bruno in Gaschurn 132, 35 fm Bauholz im Tobel unterhalb der Ganiferstraße zum Preis von S 800.- pro fm. Tschofen Heinrich in Partenen 10, ca. 20 fm Fichtenholz am Stock unterhalb der Ganiferstraße zum Preis von S 850.- pro fm. Pfeifer Alois in Partenen, ca. 45 fm Fichtenholz am Stock aus der Vermuntwaldung zum Preis von S 600.- pro fm. Fabry Reinhold in Gaschurn, 37 fm Fichtenholz am Stock au onz (Partenen) zum Preis von S 700.- pro fm. Felder Otmar in Partenen, 25 fm Windwurfholz außerhalb vom ORF-Sender Partenen, zum Preis von S 700.- pro fm. Wilfried Sandrell in Geschurn, 41.30 fm aus der Seilbahntrasse der "Valiserabahn" (aufgearbeitet) zum Preis von S 1450.pro fm. Sägewerk Kurt Engstler in Tschagguns, 52 fm aus der Seilbahntrasse der "Valiserabahn" zum Preis von S 1.450.- pro f m. Bitschnau Robert in Tschagguns, aus der Gafadura zum Preis von S 850.- pro fm ( 8,40 fm). Die Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Abschließend berichtet der Vorsitzende, daß aus den Trassenschlägerungen der "Valiserabahn" und der "Zamangbahn" soweit wie möglich Servitutsholz aufgearbeitet abgegeben wird. Die Nachfrage ist sehr zufriedenstellend. In diesem Zusammenhang wurde einhellig vereinbart, daß der Festmeter Nutzholz frei Abfuhrstraße um S 600.- und das Brennholz um S 200.- incl. Stockgeld abgegeben werden soll. -7- Der Vorsitzende schließt die Sitzung mit dem Dank an die Mitglieder des Forstfondausschusses für die Mitarbeit und die Teilnahme an der Besichtigung in Gargellen. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19910219_FF_003 StandMontafon 19.02.1991 23.05.2021, 10:52 -1- STAND MONTAFON/FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 19. Februar 1991 im Haus des Gastes in Schruns anläßlich der 3. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung vom 4. Februar 1991 nehmen an der auf heute 14.00 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant LAbg. Mag. Siegmund Stemer, St. Anton; Bürgermeister Guntram Bitschnau, Tschagguns; Bürgermeister Burkhard Wachter, Vandans; Bürgermeister Martin Vallaster, Bartholomäberg; Bürgermeister Wilhelm Säly, Silbertal; Bürgermeister Heinrich Sandrell, Gaschurn; Dir. Gottfried Schapler, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans; Entschuldigt: Bürgermeister Harald Wekerle, Schruns; Bürgermeister Fritz Rudigier, St. Gallenkirch; Nicht erschienen: Ernst Marlin, als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch; Schriftführer: Standessekretär Mag. Johann Vallaster; Der Vorsitzende eröffnet um 14.05 Uhr die Forstfondssitzung, begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt gemäß Standesstatut die Beschlußfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird kein Einwand erhoben, zur Behandlung steht somit nachfolgende TAGESORDNUNG 1. Genehmigung der Niederschrift über die 2. Sitzung vom 6. Dezember 1990; 2. Berichte des Vorsitzenden und des Betriebsleiters; 3. Genehmigung der Bedarfsanmeldungen 1991 für Servitutsholz mit Beschlußfassung über Zuweisung von Schindelholz; 4. Beratung des Raumkonzeptes für ein künftiges Betriebs- und Verwaltungsgebäude; 5. Abschluß von Dienstbarkeitsverträgen mit den Seilbahngesellschaften; 6. Allfälliges; -2- Erledigung der Tagesordnung: Pkt. 1.) Die Niederschrift über die 2. Sitzung der Forstfondsvertretung vom 6. Dezember 1990, welche allen Mitgliedern zugegangen ist, wird über Antrag des Vorsitzenden in der vorliegenden Fassung ohne Einwände einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 2. - Berichte: Berichte des Vorsitzenden: a) Der Vorsitzende bringt zur Kenntnis, daß der Voranschlag für das Jahr 1991 von der Landesregierung ohne Einwendungen genehmigt wurde. b) Vom Verwaltungsgerichtshof wurde mit Erkenntnis vom 27. November 1990, welches am 4. Februar 1991 zugestellt wurde, die im Zuge des Rechtsstreites über die Forstfondsliegenschaften eingebrachte Beschwerde als unbegründet abgewiesen. Somit hat der Landesagrarsenat nunmehr in richtiger Zusammensetzung neuerlich über die Berufung des Standes Montafon gegen den Feststellungsbescheid der Agrarbezirksbehörde zu entscheiden. c) Von der Gemeinde Tschagguns ist beabsichtigt, für den bestehenden Matschwitzweg eine Güterweggenossenschaft zu bilden, wozu von den betroffenen Grundeigentümern eine grundsätzliche Zustimmung eingeholt werden soll. Nachdem über diesen Weg auch Holztransporte aus dem Bereich Matschwitz-Golm abgewickelt werden müssen, wird der Unterfertigung dieser Grundsatzerklärung einhellig zugestimmt. Vom Betriebsleiter werden nachstehende Berichte erstattet: a) Bis auf eine geringe Menge ist das Naßlager auf dem Umschlagplatz der Vorarlberger Illwerke AG im Rodund wieder aufgelöst. Insgesamt wurden dort ca. 2.200 fm Windwurfholz aus der Windwurfkatastrophe 1990 zwischengelagert und mittels einer Bewässerungsanlage zur Qualitätssicherung berieselt. b) Anläßlich von persönlichen Vorsprachen beim Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft wurde für die geplante Durchführung einer geomorphologischen Studie wie auch für eine Wilddetailplanung im Montafon von den zuständigen Ministerialbeamten sehr großes Interesse an deren Durchführung in der Talschaft gezeigt. Vom Bund wurden Förderungsmittel im Ausmaß von 70% in Aussicht gestellt, welche aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung gestellt werden. -3- Vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft wurde bereits im Jahre 1987 im Zuge der Intensivierung der forstlichen Raumplanung in Richtung eines integralen Umweltinstrumentariums im Bergland das Forschungsvorhaben "Forstliche Integralplanung Montafon" der Universität für Bodenkultur unterstützt und gefördert. Es soll nun über ausdrücklichen Wunsch der im Ressort für den Schutz vor Wildbächen, Lawinen- und Erosionen verantwortlichen Stellen versucht werden, diese vorliegende Schutzwaldplanung in Richtung eines schutzfunktionalen Landnutzungsplanes auszubauen. Nach Vorgesprächen in Wien findet am 1. und 2. März d.J. ein Work-Shop in Schruns statt, bei welchem die weitere Vorgangsweise besprochen werden soll. Neben Vertretern des Bundesministeriums und der Wildbach- und Lawinenverbauung nehmen daran weitere Fachleute teil. Dazu wird weiters berichtet, daß über Antrag der Gemeinde Silbertal auch in Silbertal ein flächenwirtschaftliches Projekt durchgeführt werden soll. c) Die bisher vorliegenden Zwischenergebnisse über die Rotwildzählungen in den einzelnen Revieren des Tales zeigen einen durchschnittlichen Zuwachs von 20% bis 25% gegenüber dem Vorjahr auf. Diese Zuwachs Steigerung wird bei den künftigen Abschlußplanbesprechungen sicherlich Berücksichtigung finden müssen. Die auch im laufenden Winter vorhandene relativ geringe Schneedecke läßt leider verstärkte Wildschäden befürchten, da der Jungwuchs in weiten Bereichen aus der Schneedecke herausragt. d) Die Kundmachung der Landesregierung vom 9. Oktober 1990 über die Festlegung von Abflugorten für den Paragleiterflugsport, welche dem Stand Montafon im Verlaufe des Jänners von der Landwirtschaftskammer zur Kenntnis gebracht wurde, wird eingehend diskutiert. Grundsätzlich wird scharf kritisiert, daß bei dieser Festlegung weder mit den betroffenen Gemeinden noch mit den Grundeigentümern und Forstbetrieben Kontakt aufgenommen wurde. Wie sich herausstellt, fand lediglich im Vorjahr ein grundsätzliches Koordinationsgespräch in dieser Angelegenheit bei der Behörde statt. Zum Teil sind in dieser Kundmachung Abflugorte festgelegt, welche sowohl Überlegungen in den Gemeinden zur Verkehrsberuhigung in Bergregionen (z.B. Bartholomäberg) widersprechen, andererseits aber auch Bemühungen zur Wildberuhigung in Einstandsgebieten unberücksichtigt lassen. Die bei verschiedenen Abflugorten enthaltene Auflage, das Starts mit der Jägerschaft abzusprechen sind, läßt sich in der Praxis mit Sicherheit nicht vollziehen. Von der Forstfondsvertretung kann die Festlegung der Abflugorte in der vorliegenden Form nicht zur Kenntnis genommen werden, weshalb diese Bedenken bei den zuständigen Stellen deponiert werden müssen. Auch von der Forstbehörde werden in einem Aktenvermerk z.T. ernsthafte Bedenken gegen verschiedene Abflugplätze vor allem aus wildbiologischen Überlegungen geäußert. Vom Vorsitzenden wird dazu weiters berichtet, daß auch von der Tourismusseite diese großzügige Handhabung nicht befürwortet wird und ihrerseits bei internen Beratungen für das Montafon wesentlich schärfere Richtlinien für die Ausübung und Bewerbung dieses Sportes erarbeitet wurden. -4- e) Für die Weiterführung der Erschließung im laufenden Jahr fanden in den vergangenen Monaten verschiedene Besprechungen statt, für diverse Projekte sind die Bescheide noch ausständig. Von Bürgermeister Bitschnau wird dazu zur Kenntnis gebracht, daß vom Gemeindevorstand für die beiden Wegprojekte "Kessi" und "Schattseite" im Gauertal aus Natur- und Landschaftsgründen eine negative Stellungnahme abgegeben wurde. Dies vor allem, da die Weganlagen zum Teil in sehr steilem Gelände geführt werden müssen und andererseits ein Forstwegebau im Gauertal als stark beanspruchtes Erholungsgebiet nicht verantwortet werden kann. Vom Betriebsleiter wird auf die Windwurfkatastrophe mit ca. 1500 fm Schadholz im Gauertal verwiesen, welches infolge fehlender Erschließung nur mit extrem hohen Kosten aufgearbeitet werden konnte. Für die Erschließung steht jedoch nicht so sehr die Nutzung im Vordergrund, sondern vielmehr die künftige Wiederverjüngung und Pflege dieser Schutzwaldungen. Der Betriebsleiter stellt dazu fest, daß der Waldzustand in diesem Bereich als äußerst schlecht einzustufen ist, und die in den vergangenen Jahrzehnten praktizierte Bewirtschaftung in diesen Waldungen von ihm nicht weiter toleriert werden kann. Für die ordnungsgemäße Bewirtschaftung und eine weitere Holzzuweisung am Stock wird eine Erschließung als unerläßlich beurteilt. Es handelt sich bei diesen Standorten um sehr wüchsige Standorte, auf denen allerdings eine Verjüngung nur sehr schwer und mit enormen Einsatz möglich ist. Vom Betriebsleiter wird auch auf mögliche Hochwasserkatastrophen für den weiter entfernten Siedlungsbereich verwiesen, weshalb eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung dieser Schutzwälder unbedingt erforderlich ist. Die Gemeindemandatare sollen im Verlaufe des Sommers an Ort und Stelle über die näheren Beweggründe für eine Erschließung informiert werden. f) Bei verschiedenen Kontrollen im Bereich von Schipisten und Tourenabfahrten mußte wiederholt festgestellt werden, daß trotz Absperrungen und Hinweistafeln großflächig Jungwuchsflächen von Schifahrern befahren werden. Neben verstärkten Kontrollen sollte über den Tourismusverband eine intensive Information an die Schifahrer erteilt werden. Pkt. 3.) Die Übersicht über die Bedarfsanmeldungen für Servitutsholz für das laufende Jahr wird den Anwesenden übergeben. Insgesamt wurden 6.711 fm Servitutsholz angemeldet, wovon 4.990 fm auf das Brennholz entfallen. Der Rückgang der Bedarfsanmeldung gegenüber dem Vorjahr ist vor allem dadurch bedingt, daß im vergangenen Jahr aufgrund der Windwurfkatastrophe auch bereits Vorbezüge für das laufende Jahr zugewiesen wurden. Von der Gesamtanmeldung entfallen wiederum ca. 74% auf Brennholz, während der Rest auf Nutzholz und Schindelholz entfällt. Vom Betriebsleiter wird in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit der weiteren Erschließung hingewiesen, da der bewilligte Hiebsatz für die gesamte Waldfläche festgelegt ist, andererseits aber aufgrund fehlender Erschließung in weiten Bereichen der genehmigte Hiebsatz nur in Teilbereichen getätigt werden konnte und kann. -5- Der vorliegende Servitutsholzbedarf wird unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Holzbezugs Statutes (Widmungsgemäße Verwendung und Kontrollen durch die Betriebsorgane) einstimmig genehmigt. In diesem Zusammenhang wird sehr ausführlich über die künftige Vorgangsweise bei der Zuweisung von Schindelholz beraten, wobei insbesondere auch auf den § 12 des Holzbezugsstatutes hingewiesen wird, nach welchem in der Zuerkennung sehr streng vorzugehen, der Bedarf ganz genau zu überprüfen und die Ablösung von Bezugsrechten anzustreben ist. Diesbezüglich wird vom Betriebsleiter auf die verstärkt auftretenden Probleme bei der Auswahl von Schindelholz hingewiesen, da gerade diese Holzsorte aufgrund den Nutzungen in den vergangenen Jahrzehnten nur in sehr eingeschränktem Umfang zur Verfügung steht. Andererseits stellt gerade diese Holzsorte für die künftige Verjüngung der Schutz- und Bannwälder jenes genetische Potential (Samenträger) dar, welches unbedingt erhalten werden muß. Von der Forstfondsvertretung werden diese Überlegungen ausdrücklich unterstützt, weshalb in Zukunft Schindelholz für eingeforstete Objekte ausschließlich für Gebäude mit besonderem ortsbildlichem und landschaftlichem Charakter bewilligt werden kann. Im Einzelfall ist mit dem zuständigen Bürgermeister Rücksprache zu halten. Pkt. 4. ) Vom Vorsitzenden wird berichtet, daß zwischenzeitlich die grundverkehrsbehördlichen Bewilligungen für den geplanten Grunderwerb für das künftige Betriebs- und Verwaltungsgebäude erteilt wurde, weshalb der Kauf- und Tauschvertrag mit der Vorarlberger Illwerke AG unterfertigt werden kann. Für das geplante Betriebs- und Verwaltungsgebäude wird der Entwurf eines Raumkonzeptes vorgelegt, in welchem die nötigen Büro- und Betriebsräumlichkeiten aufgelistet sind. Nach eingehender Beratung dieses Raumkonzeptes wird dasselbe nach Vornahme diverser Änderungen grundsätzlich befürwortet und gutgeheißen. Zur weiteren Vorgangsweise wird die Durchführung eines beschränkten Wettbewerbes mit Bereitstellung von Preisgeldern im Ausmaß von ca. S 100.000,— einhellig befürwortet, wozu Architekten aus der Talschaft und dem Räume Bludenz eingeladen werden sollen. Der Vorsitzende wird dazu einhellig beauftragt, nähere Informationen über die Durchführung eines beschränkten Wettbewerbes einzuholen und die Durchführung dieses Wettbewerbes im besprochenen Sinne zu veranlassen. Die einlangenden Planungsvorschläge sollen von der Forstfondsvertretung in einer weiteren Sitzung beraten und die endgültige Entscheidung hierüber getroffen werden. -6- Pkt. 5. ) Zu den Verhandlungen zum Abschluß der ausstehenden Dienstbarkeitsverträge mit den Seilbahngesellschaften berichtet der Vorsitzende über die in den vergangenen Monaten stattgefundenen Verhandlungen mit den Geschäftsführern der Seilbahngesellschaften. Vom Vorsitzenden wird dazu zur Kenntnis gebracht, daß die vom Stand Montafon bisher erhobene Forderung nach einer vertraglichen Absicherung der bisher freiwillig bezahlten Million trotz intensiven Bemühungen nicht erreichbar ist. Von den Geschäftsführern der Seilbahngesellschaften wurde die grundsätzliche Bereitschaft erklärt, die Hälfte der bisher bezahlten freiwilligen Million im Rahmen der Dienstbarkeitsverträge vertraglich abzusichern, wobei die Aufteilung nach der beanspruchten Grundfläche erfolgen würde. Weitere S 500.000 würden weiterhin freiwillig bezahlt, sofern nach Ablauf der 5-jährigen Frist vom Stand Montafon für die Waldsanierung die entsprechenden Begründungen erbracht werden können. Nachdem mit der Vorarlberger Illwerke AG bereits Verträge über Grundbeanspruchungen für Schipisten und Aufstiegshilfen bestehen, müssen über diese Neuregelung mit der Illwerke gesonderte Verhandlungen geführt werden. Diesbezüglich ersucht auch Bgm. Wachter um eine Einbindung der Gemeinde Vandans, sofern allenfalls durch diese Verhandlungen aufgrund den bestehenden Verträgen mit der Illwerke Belastungen für die Gemeinde Vandans erwachsen würden. Von der Forstfondsvertretung wird in Anbetracht der bereits jahrelangen Diskussion der vorliegende Vorschlag einhellig begrüßt und dem Vorsitzenden für seine Bemühungen der Dank ausgesprochen. Der Vorsitzende wird beauftragt, die weiteren Verhandlungen mit der Vorarlberger Illwerke zu führen, damit über das endgültige Ergebnis in der kommenden Forstfondssitzung entschieden werden kann. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, schließt der Vorsitzende um 16.00 Uhr mit dem Dank für die Mitarbeit und Teilnahme die Sitzung. Schruns, 20. Februar 1991 Schriftführer: FORSTFONDSVERTRETUNG
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19811218_FF_008 StandMontafon 18.12.1981 23.05.2021, 10:52 -1- Niederschrift aufgenommen am 18.12.1981 Im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 8. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung vom 2.12.1981 nehmen an der auf heute anberaumten Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster in Bartholomäberg, als Vorsitzender, Bürgermeister Bürgermeister Bürgermeister Bürgermeister Bürgermeister Georg Amann, Silbertal, Eduard Bitschnau, Tschagguns, Heinrich Sandrell, Gaschurn, Mag. Siegmund Stemer, St. Anton, Harald Wekerle, Schruns Ernst Marlin, St. Gallenkirch, als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Anton Wachter, Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Der Vorsitzende eröffnet um 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 6. Okt. 1981. 2. Abklärung der Holzanmeldungen, Holzausgabe usw. an die Bezugsberechtigten Stockgeldfestsetzung für das Jahr 1982. 3. Waldangebot der Geschwister Keßler in Schruns. 4. Ein Schreiben der Gemeinde Innerbraz bezüglich Ersatzgrund für die Alpe Latons. 5. Wassergenossenschaft Silbertal/Kirchdorf - beabsichtigte Quellfassung auf der Forstfondparzelle 1488 in der K.G. Silbertal. 6. Holzansuchen: a) Kraft Robert St. Gallenkirch, 60 fm Servitutsholz für einen Stall. b) Traugott Bitschnau, Bartholomäberg 226, 100 fm Servitutsholz für einen Stall c) Pfarrkirche Schruns, 163 fm Servitutsholz für die Kirche. -2- 7. Ansuchen des Albert Wittwer in Gaschurn 74a, um die Übertragung eines Holzbezugsrechtes. Berichte; b) b) c) d) e) Verschiedene Holzverkäufe an Bauwerber Netza-Schlägerung in St. Gallenkirch Vermielschlägsrung in St. Gallenkirch Trassenholzanfall bei der Zamangbahn in Schruns Trassenholzanfall bei der Valiserabahn in St. Gallenkirch Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 6. Okt. 1981 wird in vorliegender Fassung genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Durch das neue Forstgesetz haben sich einige Änderungen für den Waldbesitzer ergeben. Eine davon ist die Forsttagsatzung. Früher war es Pflicht die Holzanmeldelisten der Bezugsberechtigten nach der Überprüfung durch die Gemeindeholzkommission an die Bezirkshauptmannschaft weiterzuleiten. Die Forstbehörde veranlaßte in Schruns eine generelle Forsttagsatzung, die aber mehr zur Information über die Vorgänge im Wald mit Rückblick auf das vergangene Jahr diente und den voraussichtlich im laufenden Jahr zu erwartenden Servitutsholzbedarf erläuterten. Anschließend hielt der Bezirksforsttechniker in den einzelnen Gemeinden die Forsttagsatzung ab, bei welcher der endgültige Holzbedarf festgestellt und darauf geachtet wurde, daß der Hiebsatz der einzelnen Gemeinden, unter Einbeziehung der Zuweisungen aus den Nachbargemeinden, wo das der Fall war nicht überschritten wurde. Durch die Einführung des neuen Forstgesetzes entfallen die Forsttagsatzungen. Die Gemeinden haben die Servitutsanmeldelistsn direkt dem Forstfond (Waldeigentümer) vorzulegen. Vorher ist jedoch eine Überprüfung des Bedarfes durch den forstwirtschaftlichen Ausschuß notwendig. -3- Die Holzanmeldelisten werden bei der Forstverwaltung gesammelt und dem Forstfond zur Genehmigung bzw. Überprüfung vorgelegt, und zwar im Jahre 1982 das erste Mal. Erst nach der Genehmigung durch den Forstfondausschuß kann seitens der Forstverwaltung bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz um die erforderliche Schlägerungsbewilligung angesucht werden. Dort wo die Gemeinden die Verwaltung des forstwirtschaftlichen Vermögens an die Agrargemeinschaften abgetreten haben (St. Gallenkirch und Vandans), erfolgt die Überprüfung der angemeldeten Servitutsholzbezüge durch die Agrarausschüsse Die öffentliche Auflegung der Anmeldelisten hat noch vor der Vorlage an den Waldbesitzer (Forstfond) zu erfolgen. Im Weiteren wurden noch folgende Punkte bezüglich der Zuweisung von Servitutsholz abgeklärt bzw. neu interpretiert: a) die Holzanmeldungen der Bezugsberechtigten sind in Zukunft bei den Gemeinden schriftlich aufzunehmen. Die Partei hat die Anmeldung von Servitutsholz mit Unterschrift zu bestätigen. Für jede Hausnummer (Liegenschaft) ist ein eigenes Blatt zu verwenden. Dadurch werden Irrtümer und Ausreden vermieden. Für das Jahr 1982 wird den Gemeinden ein Formularmuster übermittelt. Für die kommenden Jahre werden Blocks mit einheitlicher Textierung vorgesehen. b) Brennholzlose für Nebengüter, die bisher wie Maisäße behandelt wurden und im Bedarfsfalle 3 rm Brennholz auf Grund alter Übung erhielten, haben nur dann Anspruch auf ein halbes Brennholzlos, wenn der Eigentümer nachweislich mit seiner Familie zur Heuernte oder bei der Fütterung auf diesem Nebengut wohnt, also tatsächlich der Bedarf gegeben ist. c) Maisäße, die nur teilweise bewirtschaftet werden - also das anfallende Heu abgezogen oder verkauft wird, aus diesem Grunde während der Heuernte das Haus nur gelegentlich benützt wird, erhalten nur alle vier Jahre ein Maisäßlos zugewiesen. -4- d) Maisäße, die an Gäste vermietet oder verpachtet werden, also als Wochenendhäuser dienen, haben keinen Anspruch auf Servitutsbrennholz. Es wird daraufhingewiesen, daß Maisäße, die Eigenwald besitzen, laut Regulierungsurkunden mit ihrem Bedarf in die Eigenwaldung verwiesen werden können. e) Sägewerks- und Schreinereibesitzer, soweit sie Brennholzbezugsberechtigt sind, die infolge der Größenordnung ihres Betriebes den Brennholzbedarf aus den Holzabfällen ihres Betriebes decken können, haben keinen Anspruch auf ein Brennholzlos. Ein diesbezüglicher Beschluß wurde bereits vor Jahren gefaßt, aber leider wurde er, wie festgestellt wurde, in den letzten Jahren vernachlässigt. Parteien, die Eigenwald besitzen in dem sich Abgangholz befinden oder Holzschlägerungen durchgeführt werden, können ohne weiteres mit ihrem Brennholzbedarf in die Eigenwaldung verwiesen werden. f) Das Stockgeld wird ab 1. Jänner 1982 wie folgt angehoben: Brennholz pro fm S 80.-- Übermaß pro fm S 160.-Nutzholz pro fm S 220.-Die Anhebung ist deshalb notwendig, weil verschiedene Wegeprojekte (Schnapfenwaldweg, Stichweg auf Sarsarschen, Zubringerweg in der Kapellwaldung) vorgesehen sind (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 3): Die von den Geschwister Keßler in Schruns/Bartholomäberg angebotene Waldung (Maisäß am Brif), die an die Schrunser Forstfondwaldung angrenzt, wird käuflich zum Preis von S 750.000.erworben. Die Erwerbung der 5.49 ha großen Liegenschaft dient zur Ersatzgrundbeschaffung für Flächen, die an die Montafoner Hochjochbahnen GmbH, abgetreten wurden (einstimmige Beschlußfassung). -5- Zu Pkt. 4): Das Schreiben der Gemeinde Innerbraz bezüglich Grundabtretung durch den Forstfond als Ersatz für Grund, auf dem die Alpe Latons in Bartholomäberg eine Lawinenverbauung zu Gunsten des Gemeindegebietes Innerbraz dulden muß, wird zwecks Erhebungen auf das kommende Frühjahr vertagt (einstimm. Beschl.). Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen der Wassergenossenschaft Silbertal/Kirchdorf, um die Erlaubnis in der Schattenwaldung (Gp. 1488) eine Wasserquelle fassen zu dürfen und das Wasser in die bestehende Wasserversorgung einzuleiten, wird stattgegeben. Die Abgabe dieser Quelle erfolgt gegen eine jährliche Entschädigung von S 3.500.-. Dieser Betrag wird gegen eine Abwertung mit dem Lebenshaltungskostenindex abgesichert (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 6): Die Holzansuchen der Parteien: a) Kraft Robert, St. Gallenkirch, b) Traugott Bitschnau, Bartholomäberg 226, c) Pfarrkirche Schruns, werden wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit auf die Forstproduktenanmeldung 1982 verwiesen, die in einzelnen Gemeinden bereits mit Ende Dezember beginnt. Damit wird gleichzeitig ein Vorgriff auf die Entscheidung des forstwirtschaftlichen Ausschusses vermieden (einstimmige Beschlußfassung). Zu Pkt. 7): Das Ansuchen des Albert Wittwer in Gaschurn 74a, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Stall auf Bp. 997, auf den auf den Gpn. 909/1 u. 909/2 neuerbauten Stall kann nicht statt gegeben werden, weil das alte Stallobjekt noch steht (einstimmiger Beschluß). -6- aa) An nachfolgend angeführte Bauwerber wurde Holz zur Selbstschlägerung abgegeben: BARRATTO Erwin, Silbertal, ein Windwurf im Bargehratobel in Silbertal, zum Preis von S 800.- pro fm. SÄHLY Alois, Silbertal, rd. 10 fm alte Windwürfe im Fresch unterhalb des neugebauten Forstweges, pro fm 200.FITSCH Franz, Silbertal, rd. 25 fm dünne Windwürfe auf dem Leuezug in Silbertal, pro fm S 690.-. BERTHOLD Ludwig, Silbertal, rd. 30 fm Bauholz im Älpele Wald (Fresch), zum Preis von S 850.- pro fm. BITSCHNAU Eduard, Silbertal, auf dem Schätaboden rd. 4.fm zum Preis von S 1000.- pro fm und 11 fm zu 900.- S pro fm (das Letztere mußte mit Seilzug gebracht werden). BERTHOLD Johann, Silbertal, 9,15 fm alte Dürrlinge auf dem Holzboden unterhalb der Straße zum Preis von S 200.- pro fm. SCHÖRKL Julius, Bartholomäberg, auf Wildried unterhalb der Straße rd. 4 fm zum Preis von S 680.- pro fm. BITSCHNAU Armin, Bartholomäberg, alte Windwürfe im Wang (innerhalb vom Wasserstubner Stafel) zum Preis von S 140.pro fm (Brennholz). FLÖRY Albert, Schruns, rd. 20.29 fm Windwurfholz auf dem Leuezug in Silbertal (dünne Ware) pro fm S 680.-. MARENT Ludwig, Schruns, 25 fm Bauholz im Sarottlaalptobel auswärts hinauf für einen Erweiterungsbau beim eingeforsteten Wohnhaus im Gamprätz, zum Preis von S 650.- pro fm. Köstlinger Karl in Tschagguns rd. 40 fm Bauholz im Dürrwald/Tschagguns, schwierige Lage (Seilbringung) pro fm S700.WACHTER Ludwig, Tschagguns, 19,50 fm im Dürrwald/Tschagguns schwierige Lage (Seilbringung), pro fm S 700.-. b) Aufgearbeitetes Holz wurde abgegeben: Bitschnau Franz in Silbertal, rd. 35 fm bei der Seilbahnstation Valisera (Offert) zum Preie von S 1.400.- pro fm und rd. 32 fm zum Preis von S 1450.- pro fm. Tschofen Heinrich Partenen, rd. 8 fm Holz, das nach dar Ausgabe von Servitutsholz übrig geblieben ist (astige Ware) S 1350.- pro fm. b) Netza-Schlägerung in St. Gallenkirch mit Windwurfaufarbeitung: Angefallen sind 749,22 fm, Davon hat das Nutzholz im Ausmaß von 501,42 fm Elmar Marlin, Säger in Gortipohl übernommen, - 7 - und zwar 290,04 fm zum Preis von 640.- S am Stock, über den Kaufpreis des Restholzes sind noch Verhandlungen im Gange. 247,80 fm wurden als Servitutsholz (Brennholz) in St. Gallenkirch ausgegeben (33% der Gesamtholzmenge). Der Sägewerksbesitzer Elmar Marlin hat das Brennholz frei Abfuhrstraße gestellt, c) Bei der Holzschlägerung im l/ermieltal, die durch den Holzakkordanten Dieter Fritz aus Bludenz durchgeführt wurde, sind 613,76 fm Nutz- und Brennholz angefallen (nicht wie vorgesehen 900 fm). 279,50 fm Nutzholz und 159,11 fm Brennholz wurden an Servitutsberechtigte in St. Gallenkirch davon ca. 12 fm Nutzholz für Schrunser Bezugsberechtigte ausgegeben. 176,54 fm Nutzholz und 7,61 fm Brennholz wurden käuflich abgegeben. d) Der Trassenholzanfall für die Zamangbahnschneise beträgt 447 fm. Das Holz wurde von der Seilbahngesellschaft frei Straße gestellt. 409 fm wurden als Servitutsholz für Schruns und St. Anton ausgegeben, 38 fm Nutzholz und 9 fm Brennholz verkauft. e) Aus der Valiserabahnschneise sind 423,17 fm Trassenholz angefallen. Davon wurden rd. 100 fm verkauft (52 fm Fa. Engstler 41 fm W. Sandrell und 9 fm Frächter Tschofen). Der Rest wurde als Servitutsholz an die Bezugsberechtigten in St. Gallenkirch ausgegeben. Das Holz wurde von der Gesellschaft frei Seilbahntalstation gestellt. Die vorstehenden Berichte werden zur Kenntnis genommen. Ende der Sitzung: 11.30 Uhr. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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20130409_FF_027 StandMontafon 09.04.2013 23.05.2021, 10:52 STAND MONTAFON / FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 9. April 2013 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 27. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 2. April 2013 nehmen an der auf 13.30 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Rudolf Lerch, St. Anton Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Martin Netzer, MSc, Gaschurn Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Vize-Bgm Heike Ladurner, Schruns Vize-Bgm Thomas Lerch, St. Gallenkirch (ab 14:05 Uhr) Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Burkhard Wachter, Vandans Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Weitere Sitzungsteilnehmer: DI Hubert Malin, Betriebsleiter Entschuldigt: Schriftführer: Standessekretär Mag Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 13:30 Uhr die Forstfondssitzung, begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt gemäß Verordnung über den Forstfonds des Standes Montafon die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende Tagesordnung 1.) Grundtausch Agrargemeinschaft Garfrescha – Stand Montafon Forstfonds 2.) Genehmigung der Niederschrift der 26. Forstfondssitzung vom 12.03.2013 3.) Berichte 4.) Allfälliges 27. Forstfondssitzung: 09.04.2013 Seite 1 von 3 Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Der Vorsitzende berichtet über die langwierigen Verhandlungen mit der Agrargemeinschaft Garfrescha über den Grundtausch und das von Teilen des dortigen Ausschusses immer wieder in Frage gestellte Zufahrtsrecht zum Kraftwerk Vermiel. In der Tat sollen mit dem geplanten Grundtausch nun einerseits alte - seit Jahrzehnten bestehende - Unstimmigkeiten zwischen Markenbrief und Grundbuchstand ausgeräumt werden und andererseits auch zusätzliche Flächen miteinbezogen werden, um Flächen- und Wertgleichheit zu erlangen. Der Standessekretär erläutert anhand einer tabellarischen Flächen-Aufstellung und Karte die verschiedenen Tauschflächen. Weitere Bedingungen sind, dass die Kraftwerkszufahrt unumstritten ist und die mit der Durchführung des Rechtsgeschäftes verbundenen Kosten (Vermessung, Schätzgutachten, Vertrag, Verbücherung) zu gleichen Teilen getragen werden. Im Zuge der Diskussion wird von Bgm Netzer vorgeschlagen, dass die Fahrrechte über Güterwege und Forststraßen ebenfalls in den Vertrag mit aufgenommen werden. Die Hauptvorteile dieses Grundtausches liegen in der Arrondierung der Flächen und der Korrektur der alten Ungereimtheiten zwischen dem Natur- und Grundbuchs- bzw. Katasterstande. Auf Anfrage des Vorsitzenden wird der vorgeschlagene Grundtausch mit oben genannten Bedingungen einstimmig genehmigt. Pkt. 2.) Die Niederschrift der 26. Forstfondssitzung wurde allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt und wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 3. – Berichte: a) Der Vorsitzende berichtet über die Kündigung des Mietvertrages für den Maisäß im Gauertal durch die Rechtsanwaltskanzlei Tusch Flatz Dejaco Kaseroler per 30. Juni 2013. Verschiedene Personen haben bereits Interesse bekundet. Bgm Vallaster und Netzer sprechen sich für eine Ausschreibung in den kommunalen Medien aus. Die Standesverwaltung wird beauftragt, das Mietobjekt auszuschreiben. b) Der Vorsitzende setzt die Anwesenden über ein großes Steinschlagereignis im Außerbacherwald in Gaschurn in Kenntnis, welches im März 2013 stattfand und am Hangfuß eine Garage und ein Fahrzeug beschädigte. Der Geschädigte Peter Rudigier verlangt über RA Battlogg Michael gegenüber dem Stand Montafon Forstfonds Schadenersatz in der Höhe von € 43.000,-. Der Stein hat sich ohne jede Fremdeinwirkung in der Mitte des sogenannten Außerbachwaldes gelöst. Da es sich in diesem Fall um höhere Gewalt handelt, trifft den Forstfonds keinerlei Verschulden. Darüber hinaus wurden in diesem Wald seit 1987 intensive Schutzwaldsanierungsmaßnahmen getroffen, wofür dem Stand Montafon Forstfonds im Jahr 2012 auch der Schutzwaldpreis des Landes Vorarlberg und des Alpenländischen Forstvereine zuerkannt wurde. Bgm Netzer informiert über die Erstellung eines Steinschlagschutznetzes, welches von der Wildbach- und Lawinenverbauung als Sofortmaßnahme umgesetzt wird. 27. Forstfondssitzung: 09.04.2013 Seite 2 von 3 c) Betriebsleiter Malin informiert über die begonnen Frühjahrsarbeiten im Forstbetrieb. Im Gemeindewald Schruns werden Durchforstungsarbeiten durchgeführt. Das Energieholzlager im Bereich Vallatscha wurde geräumt und das Holz zum Teil verkauft und zum Teil an die Naturwärme Montafon und das Heizwerk Gaschurn geliefert. Vom Eigentümer des Lagerplatzes wurde eine Verdopplung des Pachtes gefordert. Nun konnte mit einer Erhöhung von € 600,- auf € 750,- das Einvernehmen hergestellt werden. Auf Anfrage von Bgm Netzer informiert Betriebsleiter Malin, dass gegenwärtig nur Frostfacharbeiter aus der Region beschäftigt sind und voraussichtlich fünf Holzakkordanten-Partien im Einsatz sein werden. Geplant sind ca. 50-70 Seilkrannutzungen mit einer Einschlagsmenge von ca. 14.000-15.000 fm. Pkt. 5. – Allfälliges: a) Bgm Bitschnau bedankt sich bei Betriebsleiter Malin für die Präsentation in der Gemeindevertretung in Tschagguns. b) Bgm Wachter drückt Lob und Anerkennung für die gestrige Veranstaltung zu den neuen Standesstatuten aus. Ende der Sitzung, 14.10 Uhr; Schruns, 2. Mai 2013; Schriftführer: 27. Forstfondssitzung: 09.04.2013 Forstfondsvertretung: Seite 3 von 3
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19750313_FF_021 StandMontafon 13.03.1975 23.05.2021, 10:51 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Donnerstag, den 13. März 1975, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 21. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 6. März 1975 wurde auf heute 14.00 Uhr eine Sitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Mitglieder des FORSTFONDAUSSCHUSSES erschienen sind: Standesrepräsentant LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton als Vorsitzender, Bürgermeister Georg Ammann aus Silbertal, Bürgermeister Martin Both aus Tschagguns Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bortholomäberg Gemeinderat Ludwig Erhart aus Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns, Obmann der Agrargemeinschaft Vandans: Gebhard Bitschnau aus Vandans. Der Bürgermeister Ernst Pfeifer aus Gaschurn, hat sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit entschuldigt, während der Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch: Anton Lorenzin krankheitshalber nicht an der Sitzung teilnehmen konnte. Der Vorsitzende eröffnet am 8.30 Uhr die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 4. Sept. 1974. 2. Voranschlag für das Rechnungsjahr 1975. 3. Waldangebot Erich Gantner und Cons. in Sulz in der K.G. Schruns. 4. Ansuchen der Sofie Bargehr in Schruns, um die Erlaubnis eine Wasserquelle im Gauertal fassen zu dürfen. - 2 - 5. Ansuchen der Wassergenossenschaft Silbertal/Kirchdorf um die Erlaubnis eine Quelle auf der Gp. 1488 in K.G. Silbertal fassen zu dürfen. 6. Ansuchen der Irma Wachter in Bartholomäberg HNr. 223, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für das Wohnhaus Nr. 239 in Valleu. 7. Ansuchen der Rita Grubsr in Gaschurn, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 43, Bp. 135/1 auf die neue direkt anschließende Baufläche. 8. Ansuchen des Otto Stemer in Tschagguns HNr. 250, um die Übertagung des Holzbezugsrechtes vom Wohnhaus Nr. 250, Bp. 703, auf den geplanten Neubau auf Gp. 2536, beides K.G. Tschagguns. 9. Ansuchen des Herbert Wachter in Schruns/Auhof, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Stall auf Gp. 1076/2, der aufgelassen wurde, auf den Stall auf der Gp. 1076/1. 10. Ansuchen des Michael Sahler in Gaschurn HNr. 31, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten Stall auf dRn auf dem Zusammenstoß der Gp. 2419/1 + 2 neu zu erstellen geplanten Stall. 11. Ansuchen von Anton und Alois Wachter in Vandans, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes der Maisäßhütte Bp. 962/1, HNr. 248 in Vandans/Ganeu. 12. Ansuchen des Waldaufsehern^Erich Marent in St. Gallenkirch, um die tauschweise Überlassung eines Bauplatzes in Vergalden. 13. Ansuchen des Wadaufsehers Erich Marent in St. Gallenkirch, um die Zuerkennung von Spesen für die Benützung seines Privatwagens für dienstliche Zwecke. 14. Ansuchens des Alois Leopolder in Tschagguns, um die käufliche Überlassung eines Stallbauparzelle auf Manuef oder pachtweisen Überlassung des Maisäßhäuschens. 15. Ansuchen der Pfarrpfründe Silbertal, um die Entlassung eines Bauplatzes für die Eheleute Erwin und Elsa Baratto in Silbertal, von der Reallast der Zaunerhaltung gegen die Grenze der Gp. 1488/1. Berichte: a) über die Genehmigung des Voranschlages 1974. b) über die Genehmigung des Rechnungsabschlusses 1973. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 4. September 1974 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1975 wird vom Sachbearbeiter Alfred Walch verlesen und durch den Vorsitzenden erläutert. Nach eingehender Beratung wird der Voranschlag 1975 einstimmig genehmigt. Im Zuge der Beratung wurde beschlossen für die Rechnungskanzlei eine elektronische Rechenmaschine anzuschaffen. Zu Pkt. 3): Der Vorsitzende berichtet, daß Erich Gantner und Consorten aus Sulz, am Oberbrif in Schruns ca. 3,1 ha. Wald dem Forstfond zum Kaufe angetragen haben. Die inzwischen eingeholte Schätzung habe einen Wert von rd. 260.000 Schilling ergeben, der jedoch aller Voraussicht nach überboten werden wird, weil die Waldung im "Bludenzer Anzeiger" ausgeschrieben wurde. Weiters hat ein Teil der Consorten zusätzlich eine Waldparzelle von rd. 0.35 ha feil, die an die vor angeführte Waldung angrenzt. Sie wird zum gleichen Hektarpreis abgegeben. Die Forstfondvertretung beschließt sich um den Erwerb dieser Waldung sich zu bemühen. Sie soll als Ersatz für Waldflächen dienen, die in der Kapellerwaldung für Skiabfahrten gerodet werden mußten. Der Vorsitzende wird ermächtigt die erforderlichen Verhandlungen mit den Waldbesitzern aufzunehmen. - 4 - Zu Pkt. 4): Dem Ansuchen der Sofie Bargehr in Schruns HNr. 6, um die Erlaubnis auf der Forstfondparzelle 1160/1 in Tschagguns/ Schura, eine Wasserquelle fassen zu dürfen, um das Wasser für den Eigenbedarf in die Hauswasserversorgung einzuleiten, wird unter folgenden Bedingungen stattgegeben: a) Die Antragstellerin ist verpflichtet auf eigene Kosten die Wasserquelle fachgerecht zu fassen und einen Hochbehälter mit einem Mindestfassungsraum von 10 m3 zu erstellen. b) Von der anfallenden Wassermenge haben 40% dem Stand Montafon, Forstfond zur freien Verfügung zu verbleiben, und dieser hat das Recht diese Wassermenge ohne Kostenersatz vom Hochbehälter abzuleiten. c) Die im Hochbehälter erforderlichen Teilungseinrichtungen sind zum gegebenen Zeitpunkt von der Bewilligungswerberin Frau Sofie Bargehr oder ihren Rechtsnachfolgern auf eigene Kosten einzubauen. d) Sollten bei der Ableitung des dem Stand Montafon, Forstfond, zustehenden Wassers Grundstücke der Antragstellerin berührt werden, so verpflichtet sich dieselbe das Durchleitungsrecht kostenlos zu gewähren. Zu Pkt. 5): Dem Ansuchen der Wassergenossenschaft Silbertal/Kirchdorf, um die Erlaubnis auf der Forstfondparzelle 1488 in K.G. Silbertal eine Wasserquelle fassen zu dürfen, um das Wasser in das bestehende Wasserversorgungsnetz einzuleiten, steht der Forstfondausschuß wohlwollend gegenüber. Jedoch ist vor einer endgültigen Entscheidung das Ausmaß der Quellschüttung zu erheben und dos Wasser einer bakteriologischen Untersuchung zuzuführen. Bis diese Unterlagen beigebracht werden wird das Ansuchen vertagt. - 5 - Zu Pkt. 6): Dem Ansuchen der Irma Wachter in Bartholomäberg HNr. 223, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für das bereits abgetragene Wohnhaus Nr. 239 in Valleu, wird stattgegeben. Die Verlängerung wird im Sinne des Montafoner Holzbezugsstatutes auf 5 Jahre, d.i. bis einschließlich 1980 erteilt. Zu Pkt. 7): Dem Ansuchen der Rita Gruber in Gaschurn HNr. 43 a, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom baufälligen Wohnhaus Nr. 43, auf das nur mehr teilweise auf der alten Bauparzelle zu erstellen vorgesehene neue Wohnhaus wird stattgegeben. Durch diese Übertragung verliert die Bp. 135/1 das Holzbezugsrecht für immer. An dessen Stelle gilt der vorgesehene Neubau im gleichen Umfange als eingeforstet. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Die hiefür übliche Ablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Bei der vorzitierten Liegenschaft handelt es sich um einen landwirtschaftlichen Besitz. Die Übertragung erfolgt für den gleichen Besitzer (kein Eigentumswechsel). Zu Pkt. 8): Dem Ansuchen des Otto Stemer in Tschagguns HNr. 250, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom baufälligen Wohnhaus Nr. 250, Bp. 703 in Tschagguns, auf das in nächster Nähe der früheren Bauparzelle neu zu erstellen vorgesehene Wohnhaus, wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das alte Wohnhaus auf Bp. 703, das bis der Neubau fertig ist bewohnt wird, für immer ausgeforstet, d.h. hat in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr. An dessen Stelle wird das neu zu erstellen vorgesehene Wohnhaus im gleichen Umfange eingeforstet. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen. Die hiefür übliche Ablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Das alte Wohnhaus ist nach der Fertigstellung des Neubaues abzutragen. Bei der vorzitierten Liegenschaft handelt es sich um eine Landwirtschaft. Die Übertragung erfolgt für den gleichen Besitzer. - 6 - Zu Pkt. 9): Dam Ansuchen des Wachter Herbert in Schruns/Auhof, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom ehemaligen Stall auf Gp. 1076/2, der auf die Gp. 1076/1 versetzt wurde, wird stattgegeben. Diese Einforstung gilt für die Dauer der landwirtschaftlichen Benützung des Objektes. Zu Pkt. 10): Dem Ansuchen des Michael Sahler in Gaschurn HNr. 31, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Stall auf Bp. 547, auf den nur mehr zu Teil auf dieser Bauparzelle neu zu erstellen geplanten Stall, wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das alte Objekt auf Bp. 547 für immer ausgeforstet, d.h. hat in Zukunft kein Holzbezugsrecht mehr. An dessen Stelle gilt der neu zu bauen vorgesehene Stall als eingeforstet. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Die hiefür vorgesehene Ablöse kann zur Auszahlung beantragt werden. Zu Pkt. 11): Dem Ansuchen der Brüder Anton und Alois Wachter in Vandans, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes für das abgetragene Maisäßhäuschen Nr. 248 in Vandans/Ganeu, wird im Sinne des Montafoner Holzbezugsstatutes auf die Dauer von 5 Jahren, stattgegeben, das ist bis einschließlich 1980. Zu Pkt. 12): Das Ansuchen des Waldaufsehers Erich Marent in St. Gallenkirch, um die tauschweise Überlassung von einem Bauplatz, ob den Vergaldner Maisäßen aus Forstfondbesitz, wird vertagt, weil der Forstfondvertreter von St. Gallenkirch aus gesundheitlichen Gründen an der heutigen Sitzung nicht teilnehmen konnte. -7- Zu Pkt. 13): Dem mündlichen Ansuchen des Waldaufsehers Erich Marent in St. Gallenkirch, um die Vergütung der Fahrtkosten von St. Gallenkirch nach seinem Dienstort Vandans und zurück, wird stattgegeben. Nach erfolgter Rücksprache mit der forsttechnischen Abteilung bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz werden die Fahrtspesen für 4 Tage pro Woche bezahlt. Diese betragen S 26.- pro Tag. Sobald das Amt der Vorarlberger Landesregierung die Nebengebühren für die Waldaufseher, die durch die Landesregierung entlohnt werden, geregelt hat, hebt sich dieser Beschluß auf. Zu Pkt. 14): Dpm Ansuchen des Alois Leopolder in Tschagguns HNr. 670, um die käufliche Überlassung der Bauparzelle (Baufläche) eines Nebenstalles beim Forstfondmaisäß auf Manuef, wird nicht stattgegeben. Es wird als unzweckmässig angesehen mitten in einer zukünftigen Waldparzelle ein Wochenendhaus zu dulden. Auch der Antrag auf käufliche oder pachtweise Überlassung der Maisäßhütte, die zwar in einem schlechten Bauzustand ist, wird abgelehnt. Das Objekt ist aus Zweckmässigkeitsgründen zur gegebenen Zeit abzutragen, weil es später bei der Waldnutzung hinderlich sein wird. Zu Pkt. 15): Dem Ansuchen der Eheleute Erwin und Elsa Baratto in Silbertal, um die Freilassung von der Reallast der Zaunerhaltung für eine Grundstücksfläche im Ausmaß von 126 m2, die sie von der röm. kath. Pfarrpfründe käuflich erworben haben, wird stattgegeben. Bei der vorgenannten Fläche handelt es sich um ein Teilstück aus der Gp. 23/1, das in die Gp. 23/3 miteinbezogen werden soll. - 8 - Pkt. 16): Dem Ansuchen der Seilweggenossensenschaft Silbertal/Kristberg, um die Erlaubnis auf der Forstfondparzelle 723/1 auf Kristberg, und zwar gleich unter dem Kristbergsattel, eine kleine Waldinsel roden zu dürfen, damit die derzeit bestehende Skiabfahrt etwas abgeflacht werden kann, wird stattgegeben. Wie bereits im Beisein der Forstbehörde erhoben wurde, müssen 37 Fichten, verwiegend Pfotscher und Unterständer, mit einem Gesamtabmaß von ca. 25 fm geschlägert werden. Die Gesellschaft ist bereit eine Ersatzfläche aufzuforsten. Dieser Vorschlag soll im Zuge der Ablöseverhandlungen aufgegriffen werden. Berichte: Der Vorsitzende berichtet, daß die Agrarbezirksbehörde mit Sehreiben vom 17.10.1974 dem Voranschlag für das Rechnungsjahr 1974 zugestimmt hat. Mit Schreiben vom gleichem Datum hat die Agrarbezirksbehörde den Rechnungsabschluß für das Jahr 1973 zur Kenntnis genommen. Holzverkäufe an Bauwerber: a) Otto Belutta in Vandans, 3 fm Fichtenholz am Stock im Rellstal. b) Neyer Luise in Bartholomäberg, 2 fm Fichtenholz am Stock in Sllbortfll/Gafluna zum Preise von S 550.- pro fm. c) Heinz Kilzer in Schruns, 12 fm Windwurfholz in Silbertal/ Gafluna zum Preis von S 580.- pro fm. d) Berger Wilfried in St. Gllk./Blasblei 25 fm zum Preis von S 450.- pro fm. e) Ganahl Josef in St. Gallenkirch, 5 fm Abgangholz im Kobelgebiet zu Preis von S 100.- pro fm. -9- f) Otto Ganahl in St. Gallenkirch, 5 fm Abgangholz im Kabelgebiet zum Preis von S 100.- pro fm. g) Maria Mathies in St. Gallenkirch, 25 fm Fichtenholz am Stock oberhalb der Roßbündta zum Preis von S 550.h) Josef Ehrlich in Partenen, 15 fm Windwurfholz am Kramerbach zum Preis von S 300.- pro fm. i) Alfred Lentsch in Partenen 80, 20 fm Lawinenholz im Vermunt zum Preis von 280.- pro fm, und 70 lfm Lattenhölzer aus Wildschadensbeständen in Gaschurn, zum Preis von S 5.- pro lfm. k) Peter Wachter in Gaschurn/Kiosk, 70 lfm Lattenhölzer aus aus Wildschadensbeständen in Gaschurn, zum Preis von S 5.- pro lfm. 1) Viehhauser Josef in Silbertal/Gasthaus Fellimändli, 5 fm Fichtenholz am Stock für eine Brücke zum Preis von S 600.- Die vorstehenden Berichte werden zustimmend zur Kenntnis genommen. Jenen Punkten, die auf der Tagesordnung nicht aufscheinen wird die Dringlichkeit im Sinne der VGO. zuerkannt. Der Vorsitzende schließt um 17.30 Uhr die Sitzung und dankt den Forstfondvertretern für die aufmerksame und willige Mitarbeit in der nun ablaufenden Legislaturperiode, sowie für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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19690430_FF_033 StandMontafon 30.04.1969 23.05.2021, 10:51 [-1-] Niederschrift Aufgenommen am Mittwoch, den 30. April 1969, im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 33. Sitzung der FORSTFONDVERTRETUNG in der laufenden Legislaturperiode. Mit Einladungsschreiben vom 24.4.1969, wurde auf heute 9.30 Uhr eine Forstfondsitzung anberaumt, zu welcher nachfolgend angeführte Vertreter des Forstfondes erschienen sind: Standesrepräsentant, Bgm. P. Wachter, Gaschurn, Vorsitzender, Bürgermeister Hermann Brugger aus Silbertal, Bürgermeister Erwin Vallaster aus Bartholomäberg, Anton Lorenzin aus Gortipohl, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Oskar Neher aus Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans, Ludwig Erhard aus Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns, GV. Peter Bitschnau aus Tschagguns, als Vertreter der Gemeinde Tschagguns. LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton, hat sich wegen dienstlicher Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet um 9.30 die Sitzung. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. Anschließend wird zur Beratung und Beschlußfassung nachfolgender Tagesordnung übergegangen: 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 27.2.1969. 2. Vorlage der Jahresrechnung 1968. 3. Ansuchen der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, um die Erlaubnis auf den Forstfondparzellen 1003/1 und 3276/1 in K.G. Tschagguns einen Skilift erstellen und betreiben zu dürfen. 4. Ansuchen der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, um die Erlaubnis auf Gp. 369/1 in K.G. St. Anton, zur Sicherung eines Eisengittermasten einen Schutzzaun errichten zu dürfen. 5. Ansuchen des Loos Josef in St. Gallenkirch 48, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten, baufälligen Wohnhaus Bp. 637, auf das auf Gp. 2090 neuzuerstellen geplante Wohnhaus. 6. Ansuchen des Guido Engstler in Tschagguns, um die Verlängerung eines Holzbezugsrechtes. [-2-] 7. Ansuchen des Bergrettungsdienstes Gargellen, um die Überlassung von 25 fm Baholz zur Erstellung einer Unterkunftshütte auf dem Schafberg. 8. Ansuchen des Musikvereines Gantschier, um eine Spende, 9. Ansuchen des biangeng Walter in Gaschurn, um die mietweise Überlassung der Hütte im Radam Maisäß. Berichte: Holzverkauf im Schmalzberggebiet in Gargellen. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1) Die Sitzungsniederschrift vom 27.2.1969, wird in vorliegender Passung genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2) Die Jahresrechnung des FORSTFONDES MONTAFON für das Rechnungsjahr 1968 wird durch den Sachbearbeiter Alfred Walch verlesen und nach Aufklärung einiger Anfragen durch den Vorsitzenden, stimmeneinhellig durch den Forstfondausschuß genehmigt. Zu Pkt. 3) Dem Ansuchen der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, um die Erlaubnis auf den Forstfondparzellen 1003/1 und 3276/1 in K.G. Tschagguns einen Skilift erstellen und betreiben zu dürfen, kann im Sinne des vorgelegten Vertragsentwurfes nicht stattgegeben werden. Es wird verlangt, daß nachfolgende Forderungen in den Vertrag aufgenommen werden müssen: a) Die Entschädigungssumme (lt. Vorschlag 3.2), die wertgesichert sein muß, ist auf S 10.000.jährlich zu erhöhen. b) Das anfallende Trassenholz ist frei Stausee Latschau, getrennt gelagert als Nutz- und Brennholz - wobei das Nutzholz sofort nach der Fällung zu entrinden ist - unentgeltlich und ausgeformt als Blochholz der Forstverwaltung zur Verfügung zu stellen. c) Der Zuwachsverlust ist zusätzlich zu vergüten; desgleichen auch eventuelle Flurschäden. d) Dem Forstfond ist es zu gestatten, jährlich eine bestimmte Holzmenge auf dem Schrägaufzug von Matschwitz auf Latschau tranportieren zu dürfen. Bemerkt wird, daß sich die Forstfondvertretung grundsätzlich für den Vorschlag 3.2 des vorgelegten Vertrages entschieden hat. Zu Pkt. 4) Dem Ansuchen der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, um die Erlaubnis auf der Allmein in St, Anton einen Schutzzaun zur Sicherung eines Eisengittermasten anbringen zu dürfen, wird stattgegeben, wenn die vorgesehene Entschädigungssumme auf S 2000.erhöht wird. Die zu erwartende Wirtschaftserschwernis ist größer als von der Vorarlberger Illwerke A.G. angenommen wurde. [-2-] Zu Pkt. 5) Dem Ansuchen des Josef Loos in St. Gallenkirch HNr. 48, um die Übertragung des Holzbezugsrechtes von alten, baufälligen Wohnhaus Nr. 48, Bp. 637, auf das auf Gp. 2090 (beides K.G. St. Gallenkirch) neu zu erstellen geplanten Wohnhaus wird stattgegeben. Durch diese Übertragung wird das auf Bp. 637 stehende baufällige Wohnhaus ausgeforstet und an dessen Stelle das auf Gp. 2090 neu zu erstellen geplante Wohnhaus eingeforstet. Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht übertragen, sondern für verfallen erklärt. Als einmalige Abfindung wird die übliche Schindeldachablöse ausbezahlt. Das alte Objekt ist abzutragen. Bei dieser Übertragung handelt es sich lediglich um die Verlegung eines eingeforsteten Objektes für denselben Besitzer. Ausserdem handelt es sich hier um einen regulären landwirtschaftlichen Besitz. Zu Pkt. 6) Dem Ansuchen des Guido Engstler in Tschagguns 408, um die Verlängerung des Holzbezugsrechtes der HNr. 12 in Tschagguns kann nicht stattgegeben werden, weil das betreffende Objekt (Doppelhaus Nr. 12 u. 13 - Armenhaus) im Jahre 1962 abgetragen wurde und dadurch das Holzbezugsrecht im Sinne des Montafoner Holzbezugsstatutes verfallen ist. Zu Pkt. 7) Dem Ansuchen des Bergrettungsdienstes Gargellen, um die Überlassung von 25 fm Bauholz zur Erstellung einer Unterkunfthütte auf dem Schafberg, wird stattgegeben. Die Holzzuweisung erfolgt im sogenannten Schnapfenwald zum Preise von S 300.- pro fm am Stock. Zu Pkt. 8) Dem Ansuchen des Musikvereines Gantschier in B.berg, um eine Spende wird stattgegeben. Es werden 15 fm Fichtenholz am Stock abgegeben. Zu Pkt. 9) Dem Ansuchen des Walter Mangeng, Zollwachbeamter in Gaschurn, um die mietweise Überlassung der Hütte im Maisäß Innervalisera (Radam Maisäß) wird stattgegeben, und zwar unter folgenden Bedingungen: a) Die Mietdauer beträgt 10 Jahre ab 1.5.1969 an gerechnet. b) Die jährliche Miete wird mit S 500.- festgesetzt. Sie ist jeweils bis 1. Juni d. lfd. Jahres bei der Forstfondkassa zu bezahlen. c) Die notwendigen Instandsetzungsarbeiten hat der Bieter auf eigene Kosten durchzuführen. Eine Vergütung in irgend einer Form erfolgt nicht. d) Für Schäden am Objekt, die durch Holzschlägerungen, Riesen, Lawinen, Feuer usw. entstehen, übernimmt die Forstverwaltung keinerlei Haftung. e) Mit der Vermietung des Objektes ist das Zugangsrecht (Wegrecht) zum Objekt verbunden. f) Dem Mieter wird das Vormietrecht eingeräumt. [-3-] In Erweiterung der Tagesordnung: Pkt. 10) Dem Ansuchen des Kurt Kraller, Bautechniker in Bartholomäberg HNr. 500, um die Einräumung des Fußwegerechtes vom Wirtschaftsweg Kropfen/Rieder über die Forstfondparzelle 3132/1 zu seinem Bauplatz auf Gp. 2730/1 in einer Länge ven ca. 55 m und einer Breite von 80 - 90 cm, wird stattgegeben. Für die Einräumung dieser ausserbücherlichen Dienstbarkeit hat Kurt Kraller jährlich, jeweils am 1. Juni der Forstverwaltung einen Anerkennungszins in Höhe von S 100.- zu bezahlen. Bei Zahlungsverzug erlischt mit Ablauf des betreffenden Jahres das Wegerecht. Berichte: a) Der Vorsitzende berichtet, daß im äusseren Schmalzberggebiet in Gargellen (gegenüber dem Gargellenereck) rd. 300 fm Fichtenholz an die Firma Gebr. Sparr, Sägewerk in Ludesch am Stock verkauft wurde. Das Holz wurde gleichzeitig zur Aufarbeitung durch Akkordanten und zum Verkaufe am Stock ausgeschrieben. Die Offerte haben ergeben, daß der Verkauf am Stock das vorteilhafteste Ergebnis zeitigt. Der erzielte Preis und die erfolgte Vergabe wird zustimmend zur Kenntnis genommen. b) Der Einschaubericht in die Finanzgebarung des Forstfondes durch die Agrarbezirksbehörde, samt dem ergänzenden Aktenvermerk vom 23.4.1969 wird zur Kenntnis genommen. Ende der Sitzung: 12.30 Uhr Der Schriftführer: Der Standesrepräsentant:
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19821005_FF_013 StandMontafon 05.10.1982 23.05.2021, 10:51 -1- NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 5. Oktober 1982 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anläßlich der 13. Sitzung der FORSTFONDSVERTRETUNG in der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung vom 28. September nehmen an der auf heute anberaumten Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster, Bartholomäberg als Vorsitzender Bürgermeister Eduard Bitschnau, Tschagguns, Bürgermeister Mag. Siegmund Stemer, St. Anton, Bürgermeister Heinrich Sandrell, Gaschurn, Vizebürgermeister Georg Brugger, Schruns, Ernst Marlin, St. Gallenkirch, als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Gottfried Schapler, Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans entschuldigt: Bürgermeister Georg Amann, Silbertal; Der Vorsitzende eröffnet um 9.15 Uhr die Sitzung und begrüßt die Anwesenden. Die Beschlußfähigkeit ist gegeben. TAGESORDNUNG 1.) Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 27. Juli 1982; 2.) Ansuchen des Bitschnau Stefan, Bartholomäberg um die Erlaubnis zum Verkauf eines Teiles des Servitutsnutzholzes; 3.) Ansuchen des Otmar Vallaster, Schruns um die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten auf den neu zu erstellenden Stall; 4.) Spurverbreiterung der Materialseilbahn des Tschanhenz Kurt auf Garfrescha; 5.) Ansuchen des Graß Walter, Hotel "Mardusa", Gaschurn um die käufliche Überlassung von ca 100 m2 Grund zur Errichtung eines Kleinkraftwerkes; 6.) Zuweisung von weiteren ca. 15 fm Servitutsnutzholz für Barbisch Kurt, Gaschurn 128b zur Errichtung eines Maisäßhauses; 7.) Beratung über das Projekt der Vorarlberger Illwerke AG für die Umlegung des Vensertobel-Unterlaufes; 8.) Weiterverpachtung der Eigenjagd "Schmalzberg“ für die Jagdpachtperiode ab 1.4.1983 bis 31.3.1989; -2- 9.) Benützung des Güterweges Schruns-Kropfen-Kapell aufgrund der Wegordnung der Güterweggenossenschaft lt. Beschluß der Vollversammlung vom 3.9.1982; 10.) Anschaffung einer Schreibmaschine für die Verwaltung; Die Tagesordnung wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig um die nachstehenden beiden Punkte erweitert: 11.) Ansuchen des Düngler Wilhelm um die Zuweisung von 60 fm Servitutsholz zur Erstellung des abgebrannten Wohn- und Geschäftshauses St. Gallenkirch Nr 10; 12.) Grunderwerb von den Vorarlberger Illwerken AG, Bregenz als Ersatzgründe für die Grundbeistellung-durch den Forstfond im Zuge der Errichtung der Abwasserreinigungsanlage; 13.) Berichte; Erledigung der Tagesordnung: Pkt. 1.) Die Sitzungsniederschrift vom 27. Juli 1982 wird in der vorliegenden Fassung ohne Einwendungen genehmigt und gefertigt. Pkt. 2.) Dem Ansuchen des Bitschnau Stefan, Bartholomäberg 585 um die Erlaubnis zum Verkauf von ca 15 fm Servitutsnutzholz wird aufgrund des dargestellten Sachverhaltes einstimmig stattgegeben. Bitschnau hat im Jahre 1981 im Zuge einer Erbteilung das Maisäßhaus Nr. 357 in Bartholomäberg erworben. Da das Objekt schon sehr baufällig war, wurde es durch Bitschnau noch vor dem Wintereinbruch 1981 renoviert, wozu er das kurz zuvor privat für einen Unterstellplatz gekaufte Holz verwendet hat. Für die Instandsetzung wurden ihm bei der Servitutsbedarfsanmeldung 1982 insgesamt 29 fm bewilligt, welche ihm im Verlaufe des Sommers im hinteren Silbertal zugewiesen wurden. Pkt.3.) Die Übertragung des Holzbezugsrechtes vom alten Stall auf der Bp. 328/1 KG Schruns auf den auf der Gp. 838 KG Schruns neu zu erstellenden Stall wird genehmigt (einstimmiger Beschluß). Vallaster Otmar, Gantschierstraße 1048 errichtet auf der Gp. 838 für die Bewirtschaftung seines landwirtschaftlichen Anwesens einen neuen Stall. Die Übertragung des Holzbezugsrechtes ist erst ab dem Zeitpunkt des Abbruches des alten Stallgebäudes gültig. -3- Pkt. 4.) Aufgrund behördlicher Vorschreibungen muß Herr Tschanhenz Kurt seine zur Bewirtschaftung des Gasthauses "Garfrescha" erstellte Materialseilbahn von Galgenul teilweise renovieren, wobei auch eine Neuerstellung von Stützen mit einer entsprechenden Spurverbreiterung vorgeschrieben wird. Hiezu sind lt. einem Lokalaugenschein durch den Bezirksforsttechniker OFR Dipl. Ing. Gambs Holzschlägerungen von 53 Stück mit einem Ausmaß von ca 41,40 fm erforderlich, wobei es sich hiebei teilweise um Dürrlinge bzw. rotfaule und hängende Bäume handelt, welche für den Betrieb der Materialseilbahn vor allem im Winter eine Gefahr darstellen. Vom forsttechnischen Standpunkt gesehen ist diese Entnahme vertretbar und wird sich nicht negativ auf den verbleibenden Bestand auswirken. Da Herr Tschanhenz an der Übernahme dieses Holzes interessiert ist, wird ihm das aufgrund der erwähnten Maßnahmen anfallende Holz zum ortsüblichen Kaufpreis überlassen. Für die Einräumung des Rechtes zur Überspannung von Forstfondsgrund durch die Materialseilbahn ist jährlich ein Dienstbarkeitsentgelt von S 300,— zu entrichten. Das Entgelt ist gegen Abwertung gemäß dem Vorarlberger Lebenshaltungskostenindex 1976 = 100 abzusichern und bis Ende Juli des laufenden Jahres zur Zahlung fällig. Als Basiszahl für den Index gilt der Monat Juni, der Ausgangsindex für Juni 1982 beträgt 136,9 Punkte. Weiters ist für die über die Gpn. 2708/1, 2708/4 und 2708/5, alle KG St. Gallenkirch verlegte WasserZuleitung zu dem am Vermielbach erstellten Kleinkraftwerk ein jährliches Dienstbarkeitsentgelt von S 200,— zu entrichten. Dieses Entgelt ist ebenfalls bis Ende Juli des jeweiligen Jahres zur Zahlung fällig, die Wertsicherung ist wie vorhin angeführt anzuwenden. Für das vom Kleinkraftwerk zum Gasthaus Garfrescha bereits verlegte Erdkabel wird nachträglich das erforderliche Leitungsrecht eingeräumt, bei eventuellen Baumaßnahmen in diesem Bereich durch den Stand Montafon ist das Kabel falls erforderlich unentgeltlich zu verlegen. Desgleichen können für eventuelle Schäden am Erdkabel, welche im Zuge von Holzbringungsmaßnahmen im Standeswaldbereich verursacht werden, keine Ansprüche auf Schadenersatz geltend gemacht werden. Die Fassung dieser Beschlüsse erfolgte einstimmig. -4- Pkt. 5.) Dem Ansuchen von Walter und Josefine Grass und Anton Gössel in Gaschurn um den Verkauf von 100 m2 Grund aus der Gp. 2544/1 KG Gaschurn in unmittelbarer Nähe der bestehenden Bachfassung der Vorarlberger Illwerke AG am Valschavielbach zur Errichtung eines Kleinkraftwerkes wird stattgegeben. Der Kaufpreis beträgt S 50,— pro m2 und ist bis zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung gegen Abwertung gemäß den Veränderungen des Vorarlberger Lebenshaltungskostenindexes abzusichern. Die Kosten für Vermessung, Vertragserrichtung und Verbücherung sind von den Käufern zu tragen. Sollte die Kraftwerksanlage nicht innerhalb der in der wasserrechtlichen Bewilligung festgesetzten Frist erstellt werden, so erlischt die Genehmigung zum Kauf dieses Grundes. Desgleichen ist eine Weiterveräußerung nicht gestattet. Da die Kleinkraftwerksanlage in unmittelbarer Nähe der bestehenden Bachfassung der Vorarlberger Illwerke AG auf felsigem Gelände errichtet wird, werden forstwirtschaftliche Interessen des Standes Montafon nicht beeinträchtigt, (einstimmiger Beschluß). Pkt. 6.) Herrn Barbisch Kurt, Gaschurn 128b werden zur Errichtung seines Maisäßhauses weitere 10 fm Servitutsnutzholz bewilligt, sodaß die für die Errichtung dieses Gebäudes bezogene Gesamtholzmenge 25 fm beträgt. Ein Verkauf des Holzes ist nicht gestattet (einstimmiger Beschluß). Pkt. 7.) Von den Vorarlberger Illwerken AG wurde am 27.9.1982 für die geplan te Verlegung des Unterlaufes des Venser-tobels das nach den Angaben der Wildbach- und Lawinenverbauung erstellte Projekt zur Begutachtung vorgelegt. In diesem Projekt wird dem Gerinne des Vensertobels in seinem Unterlauf ein neues Bachbett gegeben, sodaß ein allfälliger Geschiebeeinstoß in die III ca. 400 m flußabwärts der derzeitigen Mündung im Bereich eines größeren Sohlgefälles der III erfolgen wird. Dadurch wird ein erhöhter Schutz des Illgerinnes vor Verklausung und Anlandung und gegen den Aufstau der Ill erreicht. Im Bereich des derzeitigen alten Bachbettes wird ein Schutzdamm geschüttet. -5- Für die geplante Verlegung müssen relativ umfangreiche Holzschlägerungen von zumeist Jungwuchs vorgenommen werden. Im Einzelnen sind auf Forstfondgrund 2 ha 28 a 70m2 auf den Grundparzellen 2080/1, 2080/2, 2082/1, 2082/2 1548/2 und 1558 Jungwald abzuroden, sowie aus den Parzellen 1549/1 und 1549/2 - im außerbücherlichen Eigentum des Abwasserverbandes Außermontafon 14 a 60 m2. Die gesamte Rodungsfläche beträgt 2 ha 4 3 a 30 m2. Da auch seitens des Amtssachverständigen für Natur- und Landschaftsschutz gegen diese Holzschlägerungen Einwendungen zu erwarten sind, versuchen die Vgb. Illwerke AG im Zusammenhang mit der Beantragung auf Durchführung der behördlichen Verfahren zunächst eine vorläufige Überprüfung des Projektes vorzunehmen. Nach eingehender Debatte des vorgelegten Projektes wird seitens der Forstfondsvertretung die Empfehlung abgegeben, die Vorarlberger Illwerke AG möge im Einvernehmen mit den zuständigen Behörden prüfen, ob nicht Möglichkeiten bestehen, den Schutz des Siedlungsbereiches Vens durch einen Ausbau des bestehenden Bachgerinnes mit einer eventuellen Verlegung im untersten Laufbereich in Fließrichtung der III zu gewährleisten. Durch diese Maßnahme könnten die Rodungen von Jungwuchs wesentlich reduziert werden. Pkt. 8.) Dem Ansuchen der Jagdpächter der Forstfondseigenjagd "Schmalzberg" in Gargellen, Herrn Ing. Franz X. Gebert in Uznach und Herrn Klaus Gebert in Rapperswil, die Eigenjagd für die nächste Jagdpachtperiode vom 1.4.1983 bis 31.3.1989 zuzuschlagen, wird einstimmig stattgegeben. Wie durch den Zustellungsbevollmächtigten Herrn Komm.Rat Guido Bargehr in Bludenz mitgeteilt wurde, sind die Jagdpächter bereit, die Eigenjagd unter denselben Bedingungen wie bisher zu nehmen, wobei der Jagdpacht unter Anrechnung der vereinbarten Indexklausel auf die vollen S10.000,— aufgerundet werden darf. Somit ergibt sich ein Jagdpacht von S 140.000,— ab der Jagdpachtperiode 1983/84. Pkt. 9.) Die Beratung über die Wegordnung für die Benützung des Güterweges Kropfen-Kapell wird vertagt, da der über die Angelegenheit informierte Bürgermeister Harald Wekerle nicht anwesend ist. -6- Pkt. 10.) Die Anschaffung einer neuen Schreibmaschine für die Verwaltung wird einstimmig genehmigt. Es soll eine IBM-Kugelkopfschreibmaschine mit Korrektureinrichtung (wie bereits in der Buchhaltung) zum Preis von ca. S 16.000,-- angeschafft werden. Pkt. 11.) Dem mündlichen Ansuchen von Herrn Düngler Wilhelm, St. Gallenkirch um die Zuweisung von 60 fm Servitutsholz zur Erstellung des im Jahre 1979 abgebrannten Wohn- und Geschäftshauses St. Gallenkirch Nr. 10 wird stattgegeben, vorausgesetzt das Objekt ist auch tatsächlich eingeforstet. Vor Zuweisung ist ein Projekt mit Holzliste vorzulegen. Pkt. 12.) Im Zusammenhang mit der Erwerbung der erforderlichen Grundfläche für den Standort der Kläranlage in Vandans hat sich der Abwasserverband Montafon u.a. verpflichtet, soweit als möglich Ersatzgrund zur Verfügung zu stellen. Der Abwasserverband hat sich aufgrund dessen dafür eingesetzt, daß die Illwerke dem Stand Montafon die Gpn. 760 und 761/1, KG Vandans, verkaufen, da der Stand Montafon auf Raschitsch im Bereich der Rellstalstraße für die Agrargemeinschaft Vandans Ersatzgründe zur Verfügung stellt. Der Erwerb der Gpn. 760 und 761/1 mit 1 ha 61 a 44 m2, welche unmittelbar an die im Eigentum des Standes Montafon stehende Gp. 859 angrenzen wird einstimmig angenommen. Der vereinbarte Kaufpreis von S 50.000,-- ist vom Abwasserverband zu entrichten. Pkt. 13. - Berichte: Der Vorsitzende berichtet über verschiedene Besichtigungen und Kommissionierungen: a) Begehung am 3.9.1982 über Antrag der Alpinteressentschaft Gritsch in Silbertal zwecks Erstellung eines landwirtschaftlichen Güterweges auf die Gritschalpe, wobei die Schutzwaldung des Forstfondes Gp. 1423/1 durchquert werden soll; b) Kommissionelle Verhandlung am 16.9.1982 über die Verbauung des Jannertobels in Gaschurn - Verbauungsmaßnahmen auch im Bereich der Forstfondsparzelle 3266/1 KG Gaschurn; -7- c) Am 8.9.1982 fand die Besichtigung der vom Forstfonds für die Agrargemeinschaft Vandans im Zuge der Errichtung der Abwasserreinigungsanlage im Bereich der Rellstalstraße zur Verfügung gestellten Tauschflächen statt; d) Am 30.9.1982 fand das Landschaftsschutzverfahren für die Schotterentnahme aus der bestehenden Entnahmestelle beim Kalkofenrank an der Gargellnerstraße statt. Die Entnahme ist vorgesehen für die Schüttung der Schnapfawaldstraße. Aufgrund der durch die Sachverständigen gemachten Auflagen erscheint eine Entnahme kostenmäßig nicht tragbar; e) Am 28.9.1982 fand durch den Kotrollor der BH Bludenz eine Besichtigung des Steinbruches hinter der Mullabfuhr Silbertal statt - weitere Entnahmen ohne entsprechende behördliche Bewilligung dürfen nicht mehr vorgenommen werden; f) Durch die Alpe Bizul (im hinteren Valschavieltal) wurde ein bestehender Alpweg, welcher teilweise auch über Forstfondsgrund führt, ohne Genehmigung auf eine Fahrbreite für landwirtschaftliche Fahrzeuge verbreitert; g) Am 1.10.1982 erfolgte im Beisein von OFR Dipl. Ing. Gambs durch Waldaufseher Dich die Holzauszeige für die Baustraße zur Talstation des geplanten Schiliftes in der Inneren Kopsalpe hiezu müssen ca 40 fm geschlägert werden; h) Der Forstweg Theußtobel in Schruns ist neben kleineren Aufräumungsarbeiten fertiggestellt; i) Am 10.9.1982 fand mit der Agrargemeinschaft Bürs eine Besichtigung beim Forsthaus im Rellstal statt um den geplanten Grundabtausch in der Natur abzuklären; j) Besichtigung und Absteckung der Schutzdämme für die ARA Montafon auf der Gp. 2082/1 KG Vandans mit Erstellung eines Gutachtens zur Ermittlung des Zuwachsverlustes - Zuwachsverlust lt. Ing. J. Wohlgenannt, Dornbirn S 63.183,—; Berichte über getätigte Nutzholzverkäufe in den vergangenen Monaten: a) Weiß Josef, St. Anton - 1,91 fm Latten aus Schlägerung Wildbachverbauung St. Anton zu S 800,—; b) Burger Dagobert, St. Gallenkirch - 14 fm Windwurfholz auf Blenischau zu S 400,—; c) Fa. Sparr & Co., Ludesch - 189,66 fm aus Sarottlaschlägerung zu S 750,—; -8- d) Meidl Hermann, Bartholomäberg - 12,44 fm Nutzholz aus der Kapellbahntrasse zu S 850,—; e) Erne Bruno, Bludenz - 46,13 fm Windwurfholz in schwer bringbarer Lage hinter Schloßwand in Vandans zu S 70,—; f) Kubicki Bruno, Gortipohl - 25,94 fm Windwurfholz im Gafitaltobel zu S 400,—; g) Verkehrsverein Bartholomäberg - 2,98 fm aufgerüstetes Nutzholz aus Kapellbahntrasse zu S 1.200,--; h) Wachter Erich, Vandans - 17,44 fm Nutzholz aus Porsalengerwald, Tschagguns zu S 900,—; i) Marlin Walter, St. Gallenkirch - 35,66 fm Nutzholz auf Blenischau zu S 900,—; j) Kleboth Willi, St. Gallenkirch - 47,70 fm Windwurfholz auf Sarottlamähder in schwer bringbarer Lage zu S 230,—; k) Dönz Franz, Silbertal - 6,28 Nutzholz im hinteren Silbertal zu S 1.000,—; l) Thöny Alois, St. Gallenkirch - 40,05 fm Windwürfe auf Piatina zu S 250,—; m) Maier Elmar, Vandans - 16,68 fm Nutzholz im Rellstal zu S 800,— n) Zudrell Adolf, Kristberg - 27,65 fm Nutzholz im Älpelewald zu S 1.200,—; o) Dönz Franz, Silbertal - 1,77 fm Zirbe zu S 3.000,—; p) Fabry Reinhold, Gaschurn - 7,94 fm Nutzholz auf Oberfrons/ Partenen zu S 700,—; q) Sparr & Co, Ludesch - 27,35 fm zu S 800,— und 9,89 fm zu S 500, aus Seilbahntrasse Manigg; r) Zudrell Anton, Silbertal - 4,26 fm Nutzholz im Älpelewald zu S 1.200, —; s) Berthold Johann, Silbertal - 9,10 fm Nutzholz im hinteren Silbertal zu S 1.000 , —; t) Battlogg Hermann, St. Anton - 33,63 fm Windwurfholz im Rellstal zu S 600,—; Die im Anschluß der Sitzung vorgesehene Besichtigung der Tauschmähder unter Willi's Älpele in Gortipohl / Schattenort mußte wegen Schlechtwetter verschoben werden. Ende der Sitzung: 12.30 Uhr Schruns, 14.10.1982 Schriftführer: Forstfondsausschuß:
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20181211_FF_025 StandMontafon 11.12.2018 23.05.2021, 10:51 Stand Montafon Forstfonds A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: ff004.1/2018/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 11. Dezember 2018 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 25. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 4. Dezember 2018 nehmen an der im Anschluss an die Standessitzung einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Herbert Bitschnau, Tschagguns Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Martin Netzer, MSc, Gaschurn Bgm Burkhard Wachter, Vandans Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm DI (FH) Jürgen Kuster, MBA, Schruns Bgm Raimund Schuler, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg, anwesend ab 15:30 Uhr Bgm Thomas Zudrell, Silbertal Entschuldigt: Weitere Sitzungsteilnehmer: DI Hubert Malin, Betriebsleiter Forstfonds Schriftführer: Standessekretär Mag Bernhard Maier, DI Valentina Bolter Der Vorsitzende eröffnet um 15:21 Uhr die Forstfondssitzung und begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 25. Forstfondssitzung: 11.12.2018 Seite 2 von 5 Tagesordnung 1.) Verlängerung Pachtvertrag Jagdhütte Valzifenz 2.) Vorlage und Beschlussfassung des Voranschlages 2019 samt Beschäftigungsrahmenplan, Feststellung der Finanzkraft und Festsetzung der Tarife und Abgabepreise für Servitutsholz 3.) Genehmigung der Niederschrift der 24. Forstfondssitzung vom 13.11.2018 4.) Berichte 5.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Der Vorsitzende informiert über die geplante Verlängerung des Mietvertrages für die Jagdhütte des Forstfonds im Valzifenz (Gst-Nr. 4628). Der Standessekretär erläutert zum Mietvertrag, dass dieser mit der Agrargemeinschaft Alpe Valzifenz seit vielen Jahren besteht und analog zur Funktionsperiode der Jagdpacht-Verträge, also jeweils über sechs Jahre, abgeschlossen wird. Es besteht der Wunsch der Agrargemeinschaft Valzifenz, diesen Vertrag zu verlängern. Es liegt aktuell keine Ferienwohnungsnutzungswidmung für dieses Objekt vor. Die Hütte wurde für die jagdliche Nutzung durch den Mieter adaptiert. Es besteht derzeit keine andere zweckmäßige Verpachtungsmöglichkeit als die einer Jagdhütte. Die Verpachtung stellt eine regelmäßige Einnahmequelle für den Forstfonds dar. Auf Antrag des Vorsitzenden wird der Verlängerung des Mietvertrages und damit die Vermietung an die Agrargemeinschaft Alpe Valzifenz um weitere sechs Jahre von 1.04.2019 bis zum 31.03.2025 einstimmig beschlossen. Pkt. 2.) Der Vorsitzende hält fest, dass der Voranschlagsentwurf zeitgerecht mit der Sitzungseinladung allen Forstfondsvertretern übermittelt und auch in der Finanzklausur besprochen wurde. Der Standessekretär erläutert in kurzen Zügen den Voranschlag 2019, welcher mit Gesamtausgaben und Gesamteinnahmen von je € 3.247.500,- im Wesentlichen die aus der üblichen Waldbewirtschaftung resultierenden Einnahmen und Ausgaben abdeckt. Der Betriebsleiter hält fest, dass es momentan keine Änderungen aufgrund der Holzpreisentwicklung gibt. Der Servitutsholzpreise sind derzeit im oberen Bereich des Preisbandes und deshalb wird vorgeschlagen, die Abgabe- und Stockholzpreise für Servitutsholz unverändert zu belassen. Für den Vorsitzenden ist es für 2019 wichtig, den laufenden Finanz-Analyse-Prozess für den Forstfonds mit Edgar Palm und der Standesverwaltung weiterzuführen und weitere Optimierungs-Vorschläge umzusetzen. Wie in der Finanzklausur festgelegt, sollen verschiedene Szenarien für die Zukunft ausgearbeitet werden. Ein Szenario sieht die Fortführung des bestehenden Betriebes vor. Andere Szenarien könnten entweder auf den Eigentumsbereich im HinStand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at 25. Forstfondssitzung: 11.12.2018 Seite 3 von 5 blick auf Vermietung und Verpachtung oder den Schutzwald als Versicherung für den Lebensraum Montafon abzielen. Wie in der Finanzklausur weiters festgelegt, wird künftig der Anteil der Gemeinden für das Maßnahmenkonzept gemäß VPI valorisiert. Die Erstindexierung nimmt Bezug auf das Ausgangsjahr 1990. Weiters wird festgehalten, dass es bei den Betriebs- und Verwaltungskostenbeiträgen zu einer Reduktion kommt, da ein Teil der Reinigung des Standesgebäudes von Montafon Tourismus übernommen wird. Im Bereich der Einräumung von Dienstbarkeiten ist unter anderem die einmalige Zuwendung der Illwerke für die Grundinanspruchnahme für den Druckabstieg Rodundwerk I veranschlagt. Im Bereich Schutzwald wurden Sanierungs- und Stabilisierungsprojekte durchgeführt. Zukünftig werden diese Projekte auf die Schutzwald-Stabilisierung gebucht. Neu werden nun Rückstellungen für Abfertigungen auf Jubiläumszuwendungen eingerichtet. Diese sind nun gemäß den VRV2015 Richtlinie im Voranschlag dargestellt. Der Einschlag ist laut Betriebsleiter mit 17.500 Erntefestmeter vorgesehen und veranschlagt. Der Standessekretär erläutert den Beschäftigungsrahmenplan. Es können sich noch Änderungen bei den saisonalen Mitarbeitern des Forstfonds ergeben, momentan sind aber keine geplant. Der Vorsitzende verweist auf die Finanzkraft, welche für 2019 mit € 1.669.000,- ausgewiesen ist. Nachdem keine weiteren Fragen gestellt werden, wird der Voranschlag 2019 über Antrag des Vorsitzenden mit nachstehenden Gesamtsummen einstimmig genehmigt: Ausgaben der Erfolgsgebarung Ausgaben der Vermögensgebarung Ausgaben der Haushaltsgebarung Vermehrung der Kassabestände (Überschuss) Gesamtausgaben 2.979.300,00 268.200,00 3.247.500,00 0,00 3.247.500,00 Einnahmen der Erfolgsgebarung Einnahmen der Vermögensgebarung Einnahmen der Haushaltsgebarung Entnahme aus Kassabeständen (Abgang) Gesamteinnahmen 2.859.000,00 138.700,00 2.997.700,00 249.800,00 3.247.500,00 Der Beschäftigungsrahmenplan wird über Antrag des Vorsitzenden ebenfalls einstimmig in der vorgelegten Fassung beschlossen. Die Finanzkraft wird mit € 1.669.000,- festgestellt. Die Tarife und Abgabepreise für Servitutsholz werden in gleicher Höhe wie 2018 festgesetzt und auf Antrag des Vorsitzenden einstimmig beschlossen. Pkt. 3.) Die Niederschriften der 24. Forstfondssitzung wurden allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelt und werden über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at 25. Forstfondssitzung: 11.12.2018 Seite 4 von 5 Pkt. 4. – Berichte: Bericht des Forstbetriebsleiters DI Hubert Malin: a) Beim Windwurf im Spätherbst kam es im Montafon - nicht wie in anderen Gebieten Österreichs – glücklicherweise nur zu geringeren Schäden. Der Forstfonds ist mit knapp 1.000 Festmeter Holz betroffen, die bereits weitgehend aufgearbeitet worden sind. Am 10.12.2018 wurden im Silbertal weitere ca. 100 Festmeter Holz vom Sturm geworfen. Es werden mancherorts noch Gruppen- und Einzelwürfe zu verzeichnen sein. Die Folgen für die Schutzwald-Stabilität und Aufarbeitung dieser Schäden sind aber nicht dramatisch. Dramatisch waren hingegen die Auswirkungen auf den Holzpreis. Der Holzliefer-Vertrag des Forstfonds läuft seit dem Sommer 2018 mit einem halbwegs vertretbaren Preis frei Forststraße. Wenn künftig Holz geliefert wird, ist nach den neuen Verträgen mit 76-80 € frei Wagon zu rechnen. Das heißt, dass der Waldbesitzer nur noch 70 € pro Fichte frei Straße erhält. b) Die Borkenkäfer-Situation im Montafon hält sich im Rahmen. Wenn möglich und frühzeitig erkannt, werden die befallenen Bäume zeitgerecht geschlägert oder entrindet. Im Zelfenwald wurde vom Frühjahr bis zum Spätherbst 2018 Borkenkäfer-Befall registriert. Mit der nötigen Wachsamkeit und Forsthygiene kann aber die Situation unter Kontrolle gehalten werden. c) Die Forststraßen-Baustelle im Zelfenwald-Fornawald wird bis 2019 abgeschlossen sein. Es werden ca. 18 Hektar Wald bis zur Standesgrenze erschlossen. Das Material für die Wegschüttung kommt aus geeignetem Aushubmaterial von der Marktgemeinde Schruns kostenlos auf die Baustelle. d) Die Rutschung in Vandans beim Golmerbach hat sich zwischenzeitlich beruhigt. Gerechnet wurde mit mindestens 75.000 € Kosten für die Sanierung. Tatsächlich betrugen die Kosten ca. 30.000 €. Die Rutschung wird aber weiter beobachtet. Das ist mit dem Geologen der Illwerke so abgesprochen worden. e) Bei der Hackschnitzelanlage herrscht aufgrund der wiederholten Brände eine angespannte Lage. Die bisherigen Maßnahmen haben nicht das Erwünschte erzielt. Es kam immer wieder zu Rauchentwicklung und Glutnestern. f) Bei einer Besprechung mit Landesrat Gantner und Bezirkshauptmann Nöbl von Bludenz zu den neuen Jagdpacht-Verhandlungen wurde auf die Wahrnehmung der Verantwortung der Grundeigentümer hingewiesen. g) Die Abschussplanvorgaben laufen in allen Gemeinden gut. Nur die Schattseite steht noch hintan. Die Schusszeit wird bis Ende Jänner im gesamten Bezirk verlängert. h) Beim neuen Güterweg auf Gweil wurden 2018 bereits 5,5 km Rohtrasse fertiggestellt. Der Bau ist sehr gut gelaufen, in 3-4 Jahren werden die Begrünungsmaßnahmen umgesetzt. Durch den Bau der Straße können 25 ha Wald bewirtschaftet werden. Es gab keine negativen Äußerungen in der Öffentlichkeit zum Bau dieser Straße. Pkt. 5. – Allfälliges: a) keine Wortmeldungen Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at 25. Forstfondssitzung: 11.12.2018 Seite 5 von 5 Ende der Sitzung: 15:50 Uhr Schruns, 10. Jänner 2019 Schriftführer: Forstfondsvertretung: Stand Montafon Forstfonds Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at
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19870820_FF_014 StandMontafon 20.08.1987 23.05.2021, 10:51 - 1 - STAND MONTAFON / FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 20. August 1987 anläßlich der 14. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Legislaturperiode. Die bereits auf Freitag, den 14. August einberufene Sitzung wurde wegen Beschlußunfähigkeit auf den heutigen Tag neuerlich einberufen. Aufgrund der neuerlichen Einladung vom 14. August nehmen somit an der auf heute 14.00 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Mag. Siegmund Stemer, St. Anton; Bürgermeister Harald Wekerle, Schruns; Bürgermeister Eduard Bitschnau, Tschagguns; Bürgermeister Burkhard Wachter, Vandans; Bürgermeister Erwin Vallaster, Bartholomäberg; Bürgermeister Wilhelm Säly, Silbertal; Bürgermeister LAbg. Fritz Rudigier, St. Gallenkirch ab 15.00 Uhr; Bürgermeister Heinrich Sandrell, Gaschurn; Ernst Marlin, St. Gallenkirch als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch; Gottfried Schapler, Vandans als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans; Schriftführer: Standessekretär Mag. Johann Vallaster; Vor Beginn der Sitzung teilt Marlin Ernst mit, daß Bürgermeister Rudigier wegen anderweitigen Verpflichtungen erst etwas später an der Sitzung teilnehmen kann. Der Vorsitzende eröffnet um 14.05 Uhr die Sitzung, begrüßt die erschienenen Forstfondsvertreter, stellt gemäß § 8 des Standesstatutes die Beschlußfähigkeit fest und stellt die Frage, ob Einwände gegen die vorliegende Tagesordnung bestünden. Bürgermeister Wachter beantragt zur Tagesordnung, daß zu Pkt. 3 der Tagesordnung "Beratung und Beschlußfassung zum Erkenntnis des Obersten Agrarsenates vom 1. Juli 1987" in der heutigen Sitzung keine Beschlußfassung vorgenommen werden soll. Er begründet diesen Antrag damit, daß vorher mit dem Proponentenkomitee in der Sache Erkenntnis des Obersten Agrarsenates eine Aussprache stattfinden soll und daher heute nur eine Beratung zu diesem Tagesordnungspunkt erfolgen kann. Andernfalls werde er an der heutigen Sitzung nicht teilnehmen. -2- Dazu berichtet der Vorsitzende, daß am heutigen Tage mit den Kollegen Bürgermeister Wachter von Vandans und Sandrell von Gaschurn eine Aussprache stattgefunden hat, wobei in Hinblick auf das Erkenntnis des Obersten Agrarsenates Einvernehmen darüber hergestellt wurde, daß bei der heutigen Sitzung von einer Beschlußfassung betreffend die allfällige Beschwerdeerhebung an den Verfassungs- oder Verwaltungsgerichtshof Abstand genommen werden soll. Der Vorsitzende berichtet dazu, daß er sich im Interesse der Sache zu dieser Vorgangsweise entschlossen habe, da andernfalls möglicherweise auch für die heutige Sitzung keine Beschlußfähigkeit gegeben wäre. Der Vorsitzende weist in diesem Zusammenhang nachdrücklich auf die Verpflichtungen des Bürgermeister nach den Bestimmungen des Standesstatutes wie auch nach den geltenden Bestimmungen des Gemeindegesetzes hin, wonach der jeweilige Bürgermeister, sofern er im Besitze des Standesbürgerrechtes ist, verpflichtet ist, die Interessen seiner Gemeinde im Forstfonds wahrzunehmen. Zu dem von Bürgermeister Wachter gestellten Antrag stellt Bürgermeister Wekerle fest, daß eine Entscheidung ob unter Tagesordnungspunkt 3 eine Beschlußfassung erfolgen soll oder nicht, erst im Verlaufe der Beratung zu diesem Tagesordnungspunkt vorgenommen werden kann. Abschließend läßt der Vorsitzende über den Antrag von Bürgermeister Wachter abstimmen, welcher mit nur einer Stimme in der Minderheit bleibt. Die mit der Einladung bekanntgegebene Tagesordnung wird somit nicht abgeändert. Marlin Ernst schließt sich dem Antrag von Bürgermeister Wachter grundsätzlich an, er weist aber darauf hin, daß er nicht als Bürgermeister an der Sitzung teilnimmt und daher keine Beschlußmöglichkeit besitzt. Dem Antrag des Vorsitzenden, sofern dies zeitlich noch möglich ist, 2 weitere Punkte in die Tagesordnung aufzunehmen, wird einstimmig stattgegeben. Zur Behandlung steht somit folgende TAGESORDNUNG 1. Vorlage und Genehmigung über die Niederschrift über die 13. Sitzung vom 30. Juli 1987; 2. Berichte des Vorsitzenden; 3. Beratung und Beschlußfassung zum Erkenntnis des Obersten Agrarsenates vom 1. Juli 1987; -3- 4. Ansuchen von Frau Aloisia Tschabrun, Vandans 95 um Übertragung des Holzbezugsrechtes für das Stallgebäude auf Gp. 167 Vandans; 5. Ansuchen von Frau Waltraud Lentsch, St. Gallenkirch um weitere Zuerkennung des Holzbezugsrechtes für die Maisäßgebäude auf Lifinar; Erweiterung der Tagesordnung: 6. Ansuchen von Pfeifer Gebhard, Gaschurn 118a um Übertragung des Holzbezugsrechtes für das Stallgebäude Gp. 330/1 Gaschurn; 7. Ansuchen von Ingo Amann, Schruns um Übertragung des Holzbezugsrechtes für Wohnhaus Vandans 196, Bp. 485; 8. Allfälliges; Erledigung der Tagesordnung: Pkt. 1.) Die Niederschrift über die 13. Sitzung der Forstfondsvertretung vom 30. Juli 1987, welche allen Mitgliedern zeitgerecht zugegangen ist, wird in der vorliegenden Fassung über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 2. - Berichte) Bürgermeister Sandrell erkundigt sich nach der Zusage der Seilbahngesellschaften bezüglich der Mitfinanzierung der Waldsanierungsmaßnahmen. Er berichtet hiezu, daß seitens der Seilbahngesellschaften aufgrund den in jüngster Zeit vom Bezirksforsttechniker vorgebrachten Pauschalverdächtigungen im Zusammenhang mit den in den letzten Wochen sich ereigneten Katastrophen ihren Unmut hiezu geäußert hätten. Der Vorsitzende stellt hiezu fest, daß seitens des Standes Montafon in keinem Zusammenhang Pauschalverdächtigungen gegen die Seilbahngesellschaften erhoben wurden. Zur Frage der Mitfinanzierung der Seilbahngesellschaften berichtet der Vorsitzende, daß seitens der Geschäftsführungen die Mitfinanzierung grundsätzlich zugesichert wurde, wobei die Aufbringung der von den Seilbahngesellschaften erwarteten Million im Wege der Skipaßabrechnung möglich wäre. -4- Zur Frage des Abschlußes der ausstehenden Dienstbarkeitsverträge berichtet der Vorsitzende weiters, daß seitens der Seilbahngesellschaften nunmehr die entsprechenden Entwürfe erstellt und dem Stand Montafon zur Begutachtung vorgelegt werden. Von den Montafoner Hochjochbahnen liegt der diesbezügliche Entwurf bereits vor. Er hoffe, im Verlaufe des Herbstes die Verträge vorlegen zu können. Der Vorsitzende berichtet weiters, daß im Anschluß an die letzte Forstfondssitzung im Beisein von Bürgermeisterkollegen Bitschnau und dem Betriebsleiter eine Probefahrt mit dem neu anzuschaffenden Betriebsfahrzeug erfolgt ist. Es wurde dabei die in der Sitzung erfolgte Bestellung insofern abgeändert, als das neu anzuschaffende Fahrzeug nunmehr mit Schwingsitz und Servolenkung ausgerüstet wird. Gleichzeitig konnte erreicht werden, daß der ursprünglich angebotene Nachlaß auf 10% erhöht und zusätzlich kostenlos eine Anhängervorrichtung montiert wird. Der Anschaffungspreis erhöht sich somit von ursprünglich S 183.000,— auf S 203.000,— netto. Dieser Bericht wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Vorsitzende berichtet weiters über eine Aussprache mit Herrn Sepp Meier betreffend die Verwendung von Standesgrund bei seiner Kiesabbauanlage am Suggadinbach. Der Antragsteller wäre grundsätzlich an einem Kauf interessiert. Es soll nunmehr die beanspruchte Fläche planlich genau ermittelt werden und anschließend in der Forstfondsvertretung über einen Verkauf bzw. den Abschluß eines Dienstbarkeitsvertrages beraten werden. Der Vorsitzende berichtet weiters, daß von der Firma Flaiga in Erfüllung der gewerberechtlichen Voraussetzungen die Bildung einer Bietergemeinschaft mit der Firma Atzmüller Ges. m. b. H., Vandans bekanntgegeben wurde. Mit den Bauarbeiten für den Forstweg Käfera in Silbertal wurde bereits begonnen, ca. 300 m des Forstweges sind bereits grob fertiggestellt. Der Betriebsleiter berichtet, daß am gestrigen Tage die kommissionelle Verhandlung für die Errichtung des Schlepperweges Matschwitz bis in den Bereich der Talstation der Hüttenkopfbahn ohne Problem bzw. Einwände abgewickelt wurde. Der Betriebsleiter berichtet weiters, daß er in den kommenden Tagen die Anträge zur Erteilung der erforderlichen Bewilligungen für mehrere Schlepperwege bei der Behörde einbringen wird. Es handelt sich hiebei um die Schlepperwege Seggeswald, Tanafreida, Schruns-Bereich Hoha, Schattwald Basiserschließung und Gsteinerwald in Silbertal sowie Außerbacherwald in Gaschurn. -5- Pkt. 3.) Der Vorsitzende erläutert nochmals kurz das Erkenntnis des Obersten Agrarsenates vom 1. Juli 1987, welches mit der Sitzungseinladung jedem Forstfondsvertreter übermittelt wurde. Bekanntlich hat die Agrarbezirksbehörde mit Feststellungsbescheid entschieden, daß die Standeswaldungen agrargemeinschaftliche Grundstücke im Sinne des § 31 Abs. 1 lit. a und b des VFlVG. seien. Gegen diesen Bescheid hat der Stand Montafon Berufung an den Landesagrarsenat eingebracht, welcher mit Erkenntnis vom 11. Oktober 1985 dieser Berufung stattgegeben und den erstinstanzlichen Bescheid behoben hat. Darin wurde festgestellt, daß die Standeswaldungen keine agrargemeinschaftlichen Grundstücke im Sinne der zitierten Bestimmungen des Feststellungsbescheides der Agrarbezirksbehörde sind, sondern eine Art Gemeindegut höherer Ordnung darstellen. Gegen diese Entscheidung hat das Proponentenkomitee Berufung an den Obersten Agrarsenat in Wien erhoben. Dieser hat nun entschieden, daß nach der ständigen Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes durch die Entscheidung einer nicht gesetzmäßig zusammengesetzten Kollegialbehörde das verfassungsgesetzlich gewährleistete Recht auf ein Verfahren vor dem gesetzlichen Richter verletzt ist. Da im vorliegenden Fall Dipl. Ing. Germann als Untergebener der erstinstanzlichen Behörde mitgewirkt hat, war entsprechend der Rechtsauffassung des Verfassungsgerichtshofes daher der Landesagrarsenat im konkreten Falle unrichtig zusammengesetzt. Der Oberste Agrarsenat hat daher das Erkenntnis behoben, ohne daß er auf die Sachentscheidung selbst eingegangen ist. Der Landesagrarsenat wird daher neuerlich in richtiger Zusammensetzung über die Berufung des Standes Montafon-Forstfonds gegen den erstinstanzlichen Bescheid zu entscheiden haben. Gegen dieses Erkenntnis ist ein ordentliches Rechtsmittel nicht mehr zulässig, es kann jedoch innerhalb von 6 Wochen eine Beschwerde an den Verwaltungs- oder den Verfassungsgerichtshof erhoben werden. Der Vorsitzende stellt dazu fest, daß dieses Erkenntnis des Obersten Agrarsenates tatsächlich nunmehr eine weitere Zeitverzögerung von mind. 2 Jahren hervorrufen wird, welches für beide Parteien mit zusätzlich erheblichen Kosten verbunden sein wird. Für den Stand Montafon ergeben sich nun 2 mögliche weitere Vorgangsweisen. Entweder wird innerhalb der Beschwerdefrist die Beschwerde erhoben und damit das Verfahren im Interesse beider Parteien sowohl in zeitlicher als auch in kostenmäßiger Hinsicht abgekürzt, oder es wird die im Erkenntnis vorbeschriebene weitere Vorgangsweise beschritten. Der Vorsitzende stellt weiters fest, daß ihm völlig klar ist, daß verschiedene Bürgermeisterkollegen bei der Entscheidung über diese Sache möglicherweise ausfallen können, sei es daß absichtlich oder unabsichtlich die Beschlußfähigkeit der Forstfondsvertretung herbeigeführt werden könnte. -6- Er verweist auf die Bestimmungen des Standesstatutes insbesondere auf § 8, wonach zur Beschlußfähigkeit der Standesvertretung die Anwesenheit von mindestens 7 der 10 Bürgermeister erforderlich ist. Diese Auslegung wird insbesonders vom Proponentenkomitee herangezogen. Da keine gegenteiligen Bestimmungen bezüglich der Beschlußfähigkeit der Forstfondsvertretung im Standesstatut enthalten sind, könnte analog auch die Meinung vertreten werden, daß für die Forstfondsvertretung die Beschlußfähigkeit bei Anwesenheit von 6 bzw. 5 der 8 Forstfondsvertreter gegeben ist. Um aber im weiteren Verfahren keinerlei Risiko einzugehen, werde er auf die Einhaltung der im Statut gegebenen Beschlußfähigkeit achten. In den bisherigen Vorbringen des Proponentenkomitees wurde immer wieder Kritik an der in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten schlechten Waldbewirtschaftung geäußert. Diese Kritik wurde und werde von ihm sehr ernst genommen und er vertrete auch im jetzigen Verfahrensstand die Ansicht, daß möglichst eine Einigung bzw. Lösung in der Talschaft selbst gesucht werden sollte. Er erachtet den jetzigen Zeitpunkt als gekommen, den nochmaligen Versuch einer einvernehmlichen Lösung mit dem Proponentenkomitee anzustreben. Nach reiflicher Überlegung sei er bereit, dem Proponentenkomitee das Angebot zu unterbreiten, daß auf Basis einer neuen gesetzlichen Regelung (welche allenfalls auf dem Gemeindegesetz beruhen könnte) neben den 8 Bürgermeistern auch 8 Vertreter der Nutzungsberechtigten aus den Forstfondsgemeinden mit Sitz und Stimme im Forstfondsausschuß vertreten und mitentscheidungsbefugt sind. Wenn dem Proponentenkomitee die immer wieder kritisierte bessere Waldbewirtschaftung ein echtes Anliegen ist, und nicht wie befürchtet, das Eigentum an den Standeswaldungen im Vordergrund steht, müßte dieser Vorschlag nach Meinung des Vorsitzenden auf Zustimmung stoßen. Er schlägt vor, diesen Vorschlag dem Proponentenkomitee zu unterbreiten und in den nächsten Tagen ein gemeinsames Gespräch zu suchen. Sollte der Vorschlag keine Zustimmung finden und keine einvernehmliche Lösung zur Beendigung des Rechtsstreites in Aussicht stehen, so müßte in spätestens 10 Tagen die nächste Forstfondssitzung zur weiteren Beratung über die Beschwerdeerhebung einberufen werden. Durch eine Beschwerdeerhebung könnte neben einer Kostenersparnis für beide Parteien auch eine wesentliche Zeitersparnis erzielt werden. Gottfried Schapler begrüßt den Vorschlag und stellt fest, daß eine neuerliche Entscheidung des Landesagrarsenates ohne Zurückziehung der Berufung des Proponentenkomitees bzw. ohne Beschwerdeerhebung des Standes Montafon rechtlich sicherlich unabwendbar sein werde. Er anerkennt die Argumente des Vorsitzenden, daß die Zurückweisung für beide Parteien mit zusätzlichen Kosten verbunden ist und das Verfahren weiter hinausgezögert wird. Er vertritt grundsätzlich auch die Meinung, daß eine Lösung im Montafon angestrebt werden sollte. -7- Bürgermeister Wachter stellt ebenfalls fest, daß im Falle der Nichtbefolgung bzw. Nichtannahme dieses Vorschlages durch das Proponentenkomitee klar zum Ausdruck kommt, daß es ihm in erster Linie um die Eigentumsfrage geht. Er schlägt vor, mit dem Proponentenkomitee in diese Richtung Gespräche zu führen und stellt weiters fest, daß viele Forderungen des Proponentenkomitees in Richtung Verbesserung der Waldbewirtschaftung gerechtfertigt sind. Er habe daher den Antrag auf Absetzung einer Beschlußfassung in der heutigen Sitzung gestellt und würde es als nicht sehr sinnvoll erachten, wenn erst nach der Beschlußfassung über eine Beschwerdeerhebung die Gespräche mit dem Proponentenkomitee gesucht würden. Sollte das Proponentenkomitee eine andere Meinung vertreten, dann wäre nach Ansicht von Bürgermeister Wachter eine Beschlußfassung betreffend die Beschwerdeerhebung bis Ende August ohne weiteres trotzdem noch möglich. Bürgermeister Sandrell schließt sich den Ausführungen von Bürgermeister Wachter grundsätzlich an und würde es gegebenenfalls begrüßen, daß mit dem Proponentenkomitee Gespräche stattfinden. Anerkennend lobt er die unter dem Standesrepräsentanten und dem Betriebsleiter bisher gesetzten Maßnahmen. Er vertrete dieselbe Meinung wie der Vorsitzende, daß nach dem bereits 3-jährigen Rechtsstreit noch einmal ein Versuch unternommen werden soll, im gemeinsamen Gespräch mit den Vertretern des Proponentenkomitees eine Lösung im Montafon zu suchen. Er unterstützt das Angebot, daß auf Basis einer noch zu findenden gesetzlichen Grundlage neben den 8 Bürgermeistern jeweils ein Vertreter der Nutzungsberechtigten aus den Forstfondsgemeinden mit Sitz und Stimme im Forstfondsausschuß vertreten sind. Wenn es sich herausstelle, daß die Waldbewirtschaftung im Vordergrund steht, dann müßte seiner Meinung dieser Vorschlag auch vom Proponentenkomitee Unterstützung finden. Die Eigentumsfrage könne nicht das Wichtigste sein und im Vordergrund stehen. Bürgermeister Rudigier betritt um 15.00 Uhr den Sitzungssaal. Unter Hinweis auf den von Bürgermeister Wachter gestellten Antrag schlägt der Vorsitzende vor, die Beschlußfassung dahingehend zu treffen, das von ihm unterbreitete Angebot dem Proponentenkomitee vorzulegen und nach Eingang der Stellungnahme des Proponentenkomitees eine Sitzung zur weiteren Beratung innerhalb der Beschwerdefrist einzuberufen. Bürgermeister Wekerle unterstützt ebenfalls den Vorschlag, das Gespräch und die Möglichkeit einer Einigung in der Talschaft zu suchen, in der Eigentumsfrage könne es aber keine Konzessionen geben. Der Bürgermeister sei nach den Bestimmungen des Gemeindegesetzes verpflichtet, die Interessen des Standes Montafon, in erster Linie aber das Eigentum der 8 Gemeinden zu schützen. Er äußert weiters Bedenken rechtlicher Natur, vor allem inwieweit das Proponentenkomitee überhaupt autorisiert sei, der angebotenen Lösung ihre Zustimmung zu erteilen. -8- Es erhebt sich die Frage, von wem und in welchem Umfang das Proponentenkomitee überhaupt ermächtigt ist, derartige Angebote anzunehmen oder abzulehnen. Zu bedenken sei ferner, daß seitens des Landesgesetzgebers die bisher fehlenden gemeinderechtlichen Bestimmungen noch nicht geschaffen sind. Ebenfalls äußert er grobe Bedenken hinsichtlich der Nominierung der zusätzlichen Vertreter in den Forstfondsausschuß. Sicherlich müßte ein unabhängiger juristischer Experte beigezogen werden, damit nicht die Gefahr für die künftigen Verhandlungen besteht, daß eine rechtlich nicht abgesicherte Konstruktion geschaffen würde. Grundsätzlich stellt Bürgermeister Wekerle fest, daß auch im Falle des Verstreichens der jetzigen Beschwerdefrist das Verfahren vor dem Landesagrarsenat weitergeführt und sich später wieder die Möglichkeit zur Beschwerdeerhebung an die Höchstgerichte bieten würde. Der Vorsitzende teilt die Bedenken bezüglich der Rechtsfähigkeit des Proponentenkomitees zum Rückzug ihrer Berufung. Wenn der Landesagrarsenat in richtiger Zusammensetzung neuerlich über die Berufung des Standes Montafon entscheidet, ist eine gleiche oder ähnliche Entscheidung, wie bereits getroffen, zu erwarten. Er könnte sich vorstellen, daß die Entsendung der Vertreter der Nutzungsberechtigten durch die Gemeindevertretungen der Forstfondsgemeinden vorgenommen wird. Bürgermeister Rudigier äußert seine Unterstützung für die Intentionen des Proponentenkomitees und kann sich nicht vorstellen, daß aufgrund der gewaltigen Unterstützung der Nutzungsberechtigten bezüglich Bildung einer Agrargemeinschaft vom Proponentenkomitee Abstand genommen werden kann. Die bisherige Verwaltung in der Hand der Gemeinden bzw. der Bürgermeister als Vertreter der Gemeinden könne nicht länger aufrecht erhalten bleiben, da seiner Meinung nach bei den Entscheidungen immer wieder politische Aspekte mit einfließen könnten. Er bezeichnet es als keine ideale Lösung, daß aus jeder Gemeinde ein zusätzlicher Vertreter entsendet werden soll, da damit immer noch der politische Einfluß gegeben ist. Alle Entscheidungen betreffend die Waldbewirtschaftung müßten von den Nutzungsberechtigten selbst getroffen werden können. Gegen Verhandlungen habe er aber grundsätzlich nichts einzuwenden, es müsse aber eine vernünftige Lösung angestrebt werden. Der Vorsitzende bekräftigt nochmals den von ihm unterbreiteten Vorschlag nach Erweiterung des Forstfondsausschußes durch Vertreter der Nutzungsberechtigten mit Sitz und Stimme. -9- Er stellt nochmals ausdrücklich fest, daß laut den geltenden Bestimmungen des Standesstatutes der Bürgermeister verpflichtet ist, seine Pflichten im Forstfondsausschuß wahrzunehmen und den Gemeindevertretungen gegenüber verantwortlich ist. Analog anderen Gemeindeverbänden habe der Bürgermeister auch Aufträge der Gemeindevertretung im Forstfondsausschuß auszuführen. Bürgermeister Säly entschuldigt sich um 15.25 Uhr wegen anderweitigen Verpflichtungen für den weiteren Sitzungsverlauf. Bürgermeister Vallaster beurteilt den vom Vorsitzenden unterbreiteten Vorschlag ebenfalls als richtig und zweckmäßig und begrüßt, die Aussprache mit dem Proponentenkomitee zu suchen. Wenn eine Möglichkeit zur Lösung besteht, dann soll diese Möglichkeit im Tal wahrgenommen werden. Seitens des Landes seien aber gewisse gesetzgeberische Voraussetzungen zu schaffen um überhaupt eine rechtlich fundierte Lösung herbeiführen zu können. Er weist ebenfalls darauf hin, daß auch andere Gemeinden hinsichtlich der Verwaltung des Gemeindegutes sich derzeit im gesetzlosem Raum bewegen müssen. Er weist darauf hin, daß im Falle der Bildung einer Agrargemeinschaft auch seitens der Gemeinde der ihnen zustehende Anteil von mindestens 20% in Anspruch genommen werden müßte. Die Auswirkungen auf die Nutzungsrechte können diesfalls nicht beurteilt werden. Bürgermeister Wekerle hält es nochmals für wertvoll, wenn eine Aussprache geführt wird. Er hat aber Bedenken, daß für einen erfolgreichen Abschluß die gesetzliche Basis derzeit nicht gegeben ist. Er warnt davor, nur eine neue Konstruktion zu schaffen, die später wieder von irgendwelchen Bürgern bekämpft werden könnte. Dies kann im Interesse keiner der beiden Parteien gelegen sein. Vom Vorsitzenden wird festgestellt, daß allen Bemühungen die Waldbewirtschaftung in Ordnung zu bringen gefolgt werden kann. Die Schaffung einer Konstruktion auf Basis des Flurverfassungsrechtes mit der damit verbundenen Überführung des Eigentums der Gemeinden kann jedoch nicht hingenommen werden. Er habe auch in den letzten Jahren mit vielen Bürgern gesprochen, welche die seinerzeitige Unterschriftenaktion des Proponentenkomitees unterstützt hätten. Aufgrund diesen Gesprächen sei er überzeugt, daß sich viele der Unterstützenden nicht im klaren waren, worum es eigentlich geht, wenn sie einen Antrag auf Einleitung des Regulierungsverfahrens im Sinne des II. Hauptstückes des Flurverfassungsgesetzes unterschreiben. Bürgermeister Rudigier stimmt zu, daß nicht jeder Bürger im Detail informiert war. Es könne jedoch nicht übersehen werden, daß im Kreis der Nutzungsberechtigten ein großer Unmut dokumentiert werde. Man könne nicht ohne weiteres zur Kenntnis nehmen, was in den letzten Jahren geschehen ist bzw. vielleicht geschehen wird. Die Eigentumsfrage sei nicht gelöst, für die jetzige Konstruktion fehle die gesetzliche Grundlage. Wenn alle zusammenarbeiten, kann auch nach Ansicht von Bürgermeister Rudigier vielleicht eine Lösung gefunden werden. -10- Die Gemeindevertretungen hätten bei der jetzigen Konstruktion überhaupt keinen Einfluß auf die Entscheidungen im Forstfondsausschuß. Die Bewirtschaftung müsse besser gestaltet werden, es seien jedoch in der letzten Zeit gute Ansätze vom Betriebsleiter gesetzt worden, welche auch er anerkenne. Die Probleme und Versäumnisse der Vergangenheit hätten aber sehr wesentlich zu der heutigen Situation beigetragen. Marlin Ernst weist darauf hin, daß bereits vor 4-5 Jahren ein Angebot unterbreitet wurde und bedauert, daß es damals zu keiner Lösung geführt hätte. Zu den angekündigten Gesprächen stellt er fest, daß eine Zusammenkunft des Proponentenkomitees in den nächsten Tagen nur sehr schwer bzw. nicht möglich sein würde, da DDr. Bertle in den Urlaub fährt und Netzer Walter sich im Spital befindet. Er stimmt zu, daß Gespräche geführt werden sollen, er könne jedoch nicht feststellen, was dabei herauskommt. Er sieht derzeit lediglich die Möglichkeit zur Schaffung einer vernünftigen Konstruktion auf Basis des Flurverfassungsgesetzes. Es sei darum fraglich, ob vor der Klärung der Eigentumsfrage eine gute Lösung gefunden werden kann. Er betont wiederum, daß es gar nicht soweit gekommen wäre, wenn bereits vor 60 Jahren die heute gesetzten Ansätze getroffen worden wären. Es gäbe auch jetzt noch Mißstände und gerade im Bereich der Nutzungsberechtigten in St. Gallenkirch herrsche teilweise sehr großer Unmut. Er weist in diesem Zusammenhang gerade auf die in der letzten Zeit erfolgten Holzschlägerungen im Bereich der Standeswaldungen Valisera hin. Dazu stellt der Betriebsleiter fest, daß es sich hiebei ausschließlich um eine Jungwuchsfreistellung von ca. 100 fm und um eine weitere Schadholzaufarbeitung im Ausmaß von 300 fm handelt. Das anfallende Nutzholz wird ausschließlich im Tal verwertet und auch den Nutzungsberechtigten als Servitutsbrennholz bzw. -nutzholz zugewiesen. Eine Lieferung des angefallenen Schadholzes durch Riesen wäre mit enormen Schäden am verbleibenden Bestand verbunden gewesen, was er als verantwortlicher Betriebsleiter nicht verantworten könnte. Er sei gerne bereit, die vorgenommene Nutzung mit den Kritikern an Ort u. Stelle zu besichtigen und zu erläutern. Bürgermeister Bitschnau begrüßt ebenfalls, daß Gespräche geführt werden sollen. Er äußert jedoch die Vermutung, daß durch eine Verzögerung seitens des Proponentenkomitees die Beschwerdefrist verstreichen soll. Wenn auch eine Beschlußfassung über die Beschwerdeeinbringung erfolgen würde, dann könnte diese im Falle eines positiven Abschlußes der angekündigten Gespräche immer noch zurückgezogen werden. Bürgermeister Wekerle stellt nochmals weiters fest, daß durch den Aufschub für den Forstfonds kein Nachteil erwächst, da sich diese Möglichkeit im späteren Verfahrensverlauf wieder bieten wird. Allerdings wird die derzeitige Unsicherheit wieder für weitere Zeit prolongiert. Nach weiterer, sehr ausführlicher Diskussion stellt der Vorsitzende abschließend fest, dem Proponentenkomitee den Vorschlag zu unterbreiten, daß jeweils ein Nutzungsberechtigter aus den Forstfondsgemeinden mit Sitz und Stimme in den Forstfondsausschuß entsendet werden kann. -11- Er begründet diesen Schritt mit dem Umstand, daß dadurch der weitere Verfahrensverlauf abgekürzt und im Interesse der Kostenersparnis für beide Parteien eine einvernehmliche Lösung in der Talschaft gesucht werden kann. Er ersucht Marlin Ernst in den kommenden Tagen mit den Hauptproponenten Kontakt aufzunehmen und den Vorschlag zur Diskussion zu unterbreiten. Gleichzeitig wird einvernehmlich der kommende Freitag (28. August) als nächster Sitzungstermin für die Forstfondsvertretung zur weiteren Beratung in der Angelegenheit fixiert. Diese Vorgangsweise wird vom Forstfondsausschuß einhellig unterstützt und zur Kenntnis genommen. Die Beschlußfassung über eine mögliche Beschwerdeerhebung wird einhellig vertagt. Pkt. 4.) Vom Standessekretär wird das von Frau Aloisia Tschabrun vorliegende Ansuchen zur Kenntnis gebracht. Frau Tschabrun berichtet, daß das auf der Gp. 167 befindliche Stallgebäude anläßlich einer von der Gemeinde Vandans vorgenommenen Straßenverbreiterung bereits verkleinert werden mußte. Die Gemeinde sei an einem Abbruch des Gebäudes interessiert. Es wird gleichzeitig weiter mitgeteilt, daß eine Neuerstellung auf demselben Grundstück nicht möglich ist, ein Ersatzgrundstück konnte bisher allerdings noch nicht definitiv festgelegt werden. Die Antragstellerin ersucht somit um Genehmigung zur Übertragung des Holzbezugsrechtes auf ein zu erstellendes Stallgebäude zu einem späteren Zeitpunkt oder um eine einmalige Ablöse in Höhe von 30 fm Nutzholz zum Servitutspreis für das Holzbezugsrecht. Bürgermeister Wachter bestätigt den vorgebrachten Sachverhalt und unterstützt die von Frau Tschabrun beantragte Entscheidung bzw. Vorgangsweise. Vom Standessekretär wird dazu weiters berichtet, daß nach Rücksprache mit dem örtlichen Betriebsorgan festgestellt wurde, daß das Stallgebäude derzeit landwirtschaftlich nicht benötigt wird. Das Stallgebäude besitzt zudem keine eigene Bauparzelle, weshalb seine Einforstung fraglich ist. Es befindet sich auf dem Sägeplatz der Säge des Herrn Juen Erich in Vandans. Gleichzeitig wird berichtet, daß der zum landwirtschaftlichen Anwesen gehörige Stall abgebrannt und auf dem Anwesen wieder neu erstellt wurde. Der als Ersatz für den abgebrannten Stall neuerrichtete kann jedoch aufgrund verschiedener Umbauten (Unterbringung Garage im Kuhstall) landwirtschaftlich nicht genutzt werden. Gleichfalls wird mitgeteilt, daß in der Forstfondssitzung vom 2.9.1980 der Übertragung des Holzbezugsrechtes vom Stall Bp. 87 auf einen Neubau auf der Gp. 1622 zugestimmt wurde. Diese Einforstung gilt jedoch nur solange, als das Objekt zur Unterbringung des landwirtschaftlichen Nutzens benötigt wird. -12- Vom Standessekretär wird darauf hingewiesen, daß eine Ablöse des Holzbezugsrechtes bei Stallgebäuden in den vergangenen Jahrzehnten nicht erfolgt ist und eine derartige Entscheidung ein Präjudiz schaffen würde. Nach eingehender Beratung wird somit über Antrag des Vorsitzenden einstimmig beschlossen, die Entscheidung über den vorliegenden Antrag zu vertagen und weitere Erhebungen vorzunehmen. Pkt. 5.) Vom Standessekretär wird berichtet, daß Frau Lentsch Waltraud aus St. Gallenkirch anläßlich einer Vorsprache ersucht hat, das Holzbezugsrecht für die Maisäßgebäude auf Lifinar weiter zuzuerkennen. Es wird dazu berichtet, daß die Maisäßgebäude bereits zur Gänze verfallen sind. Die Antragstellerin beabsichtige ein kleines Maisäßhaus + Stallgebäude zur Bewirtschaftung der Liegenschaften zu errichten. Derzeit befindet sich die Landwirtschaft allerdings noch im Besitze ihrer Mutter. Über die Größe des zugehörigen landwirtschaftlichen Besitzes kann keine klare Auskunft erteilt werden. Grundsätzlich wird jedoch festgestellt, daß die Zuerkennung des Holzbezugsrechtes nach den geltenden Bestimmungen des Holzbezugsstatutes nicht mehr möglich ist, da die Vorbesitzer ihrer statutengemäß auferlegten Instandhaltungspflicht in keiner Weise nachgekommen sind. Die Entscheidung über das Ansuchen wird über Antrag des Vorsitzenden zur Vornahme weiterer Erhebungen vertagt. Pkt. 6.) Vom Standessekretär wird das Ansuchen von Pfeifer Gebhard aus Gaschurn auf Übertragung des Holzbezugsrechtes des Stallgebäudes Bp. 330/1 auf einen in unmittelbarer Nähe des alten Gebäudes geplanten Neubau zur Kenntnis gebracht. Es wird weiters berichtet, daß aufgrund der vom Betriebsdienst vorgenommenen Erhebungen die Baufälligkeit des Gebäudes insbesondere des Kuhstalles festgestellt werden mußte. Der Einforstungsumfang wurde mit ca. 60 fm ermittelt. Nach eingehender Beratung wird über Antrag des Vorsitzenden der Übertragung des Servitutsrechtes auf den auf der Gp. 1602 geplanten Neubau unter nachstehenden Auflagen einstimmig stattgegeben: a) Das alte Gebäude ist spätestens 3 Jahre nach Erstellung des neuen Stalles abzubrechen; b) Der Einforstungsumfang für den Falle einer erforderlichen Neuerstellung wird mit 60 fm festgesetzt; c) Die Einforstung gilt nur solange, als das Gebäude Bestandteil eines landwirtschaftlichen Anwesens bildet; d) Das Schindelholzbezugsrecht wird nicht mitübertragen; -13- Pkt. 7.) Vom Standessekretär wird ein Ansuchen von Ingo Amann aus Schruns vorgetragen, worin er um die Übertragung des Holzbezugsrechtes für sein erst kürzlich in Vandans erworbenes Wohnhaus Nr. 191 (Bp. 485) ersucht. Er teilt weiters mit, daß sich die Gemeinde Vandans aus verschiedenen Überlegungen gegen eine weitere Bewohnung des Hauses ausgesprochen und dem Vorbesitzer bereits eine Abbruchbewilligung erteilt hat. Vom Standessekretär wird dazu berichtet, daß das Wohnhaus ehemals Bestandteil eines landwirtschaftlichen Anwesens war. Aufgrund verschiedener Verkäufe in den vergangenen Jahren wurde die Landwirtschaft aufgelöst, wobei nur mehr das Wohnhaus übrig geblieben ist. Er weist auf die Bestimmungen des Standesstatutes hin, wonach im Falle der Neuerrichtung eines eingeforsteten Objektes die Voraussetzungen des Holzbezugsstatutes gegeben sein müssen. Dazu muß das neue Gebäude weiterhin Bestandteil eines landwirtschaftlichen Anwesens sein und sich im Eigentum eines Standesbürgers befinden. Beide Voraussetzungen sind im gegenständlichen Falle nicht gegeben. Nach eingehender Beratung wird über Antrag des Vorsitzenden aufgrund der fehlenden Voraussetzungen des Holzbezugsstatutes die beantragte Übertragung des Holzbezugsrechtes einstimmig abgelehnt. In Anerkennung der Tatsache, daß das bestehende Gebäude mit relativ großem Aufwand doch noch saniert werden könnte, wird im Falle des Abbruches als einmalige Ablöse des Servitutsrechtes die Zuerkennung von 35 fm Servitutsnutzholz zum Stockgeld bewilligt. Pkt. 8. Allfälliges) Bürgermeister Rudigier berichtet, daß im Zuge des Projektes Lawinenverbauung Zamanglawine umfangreiche Aufforstungen auch im Standeswald vorgesehen sind. Er äußert die Hoffnung, daß diesbezüglich seitens des Standes Montafon keine Einwände erhoben werden, was vom Forstfondsausschuß grundsätzlich zugesichert wird. Bürgermeister Rudigier erkundigt sich weiter nach der Möglichkeit, ob an Herrn Kasper Hermann nicht doch noch die Zuweisung von Servitutsholz für sein Wohnhaus vorgenommen werden könnte. Dazu wird vom Betriebsleiter berichtet, daß die Zuweisung des beantragten Servitutsholzes bereits im Jahre 1985 erfolgt ist und vom Herrn Kasper das Holz in Rinde bereits seit dem Frühjahr an der Straße gelagert wurde. Trotz mehrmaliger mündlicher Aufforderungen der Betriebsorgane sowie auch einer letztmaligen, schriftlichen Aufforderung durch die Standesverwaltung zur Abfuhr des Servitutsholzes ist er dieser Auflage nicht nachgekommen. Das Servitutsholz wurde daher gemäß den Bestimmungen des Holzbezugsstatutes beschlagnahmt. -14- Der Betriebsleiter weist dabei noch weiters auf die Bestimmungen des Forstgesetzes hin, wonach zur Vermeidung von Käferkalamitäten die Abfuhr des Holzes aus dem Waldbereich notwendig ist und derartige Mißstände nicht geduldet werden können. Die Forstfondsvertretung schließt sich dieser Meinung zustimmend an. Marlin Ernst erkundigt sich, ob beim Forstweg Grabs-Sanül in Tschagguns tatsächlich aufgrund der erfolgten Abrutschung eine Baueinstellung verfügt wurde und die Unterlieger dabei gefährdet waren. Vom Betriebsleiter wird dazu berichtet, daß insbesondere aufgrund der sehr starken Niederschläge im vergangenen Frühjahr und Sommer sich eine Abrutschung der Krainerwand in einer Kehre ereignet hat. Eine Gefährdung der Unterlieger war nie gegeben, desgleichen ist auch von keiner Seite eine Baueinstellung verfügt worden. Mit den Bauarbeiten und Sanierungsarbeiten soll in der kommenden Woche, sofern dies witterungsbedingt möglich ist, begonnen werden. Zu dem im Bereich Dürrwald (Tschagguns) erstellten Schlepperweg berichtet der Betriebsleiter, daß dessen Erstellung für die dringende Durchforstung unbedingt notwendig war. Der Vorsitzende wie auch Bürgermeister Bitschnau und der Betriebsleiter bestätigen die fachgerechte Anlage dieses Schlepperweges und weisen die von verschiedenen Seiten erhobenen Vorwürfe schärfstens zurück. Der Betriebsleiter kritisiert die in der letzten Zeit von DDr. Bertle im Rundfunk erhobenen Vorwürfe bezüglich der Forstwegbauten in den Standeswaldungen. Er bedauert, daß durch diese Informationen der Stand Montafon in der Öffentlichkeit ungerechtfertigterweise in ein schlechtes Licht gerückt wird. Er würde gerne erfahren, wie sich DDr. Bertle eine entsprechende nach forstwirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgerichtete Bewirtschaftung der Standeswaldungen ohne entsprechende Mindesterschließung vorstellt. Es muß weiters darauf hingewiesen werden, daß die Erstellung von Forstwegen ausschließlich nach Vorlage der erforderlichen behördlichen Bewilligungen mit den darin enthaltenen Auflagen der verschiedenen Sachverständigen und der Einholung entsprechender Angebote vorgenommen wird. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen mehr erfolgen, schließt der Vorsitzende um 17.45 Uhr mit dem Dank für die rege Teilnahme und die sachliche Mitarbeit die Forstfondssitzung. Schruns, am 21. August 1987 Der Schriftführer: Die Forstfondsvertretung:
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19800603_FF_001 StandMontafon 03.06.1980 23.05.2021, 10:50 -1- Niederschrift aufgenommen am 3.6.1980 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 1. Sitzung des FORSTFONDAUSSCHUSSES in der laufenden Legislaturperiode. Aufgrund der Einladung vom 28.5.1980 nehmen an der auf heute anberaumten Sitzung teil: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Wallaster aus Bartholomäberg, Präsident LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg aus St. Anton, Bürgermeister Georg Amann aus Silbertal, Bürgermeister Eduard Bitschnau aus Tschagguns, Bürgermeister Heinrich Sandrell aus Gaschurn, Bürgermeister Harald Wekerle aus Schruns, Marlin Ernst aus St. Gallenkirch, als Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch, Anton Wachter aus Vandans, als Vertreter der Agrargemeinschaft Vandans. Schriftführer: Sekr. Gebhard Saler. Der Vorsitzende eröffnet um 10.15 Uhr die auf heute anberaumte Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Er teilt den Mitgliedern des Forstfondausschusses mit, daß in der heute vorausgegangenen, konstituierenden Sitzung des STANDES MONTAFON seine Person wieder zum Standesrepräsentanten und Bürgermeister Raimund Wachter zum Standesrepräsentant-Stellvertreter gewählt wurden. Diese Meldung wird einhellig zur Kenntnis genommen. Tagesordnung 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 14.4.1980. 2. Dienstbarkeitsvertrag der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz, über den Trassenverlauf der „Hüttenkopfbahn" in Tschagguns/Vandans. 3. Vertrag über die Grundinanspruchnahme durch die Schiabfahrt Schandang. 4. Beantragte Grundtausch im Zuge der Grenzeinmessung auf Sarsarschen in St. Gallenkirch, durch die Agrargemeinschaft Sarsarschen/Manigg. -2- Zu Pkt. 1): Die Sitzungsniederschrift vom 14.4.1980 wird in vorliegender Fassung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2): Der Dienstbarkeitsvertrag 5297 über die Grundbeanspruchung durch geplante "Hüttenkopfbahn (Sesselbahn), der von der Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz vorgelegt wurde, wird in vorliegender Fassung einstimmig angenommen. Die Mitglieder des Forstfondausschusses sind sich im Verlaufe der Debatte darüber einig, daß der Antrag des Vertreters der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Ernst Marlin, auf Umwandlung der mit den Seilbahngesellschaften bestehenden und noch abzuschließenden Dienstbarkeitsverträge auf eine Beteiligung am Bruttoumsatz in der Form Rechnung getragen wird, daß mit den Seilbahngesellschaften innerhalb nützlicher Frist Verhandlungen aufgenommen werden sollen. Zu Pkt. 3): Die Vorarlberger Illwerke A.G. in Bregenz und die Gemeinde Vandans legen über die vorgesehene Grundbeanspruchung für die Schiabfahrt Golm - Schandang - Hüttenkopfbahn-Talstation einen Dienstbarkeitsvertrag vor. An drei Stellen wird durch die Schiabfahrt Forstfondgrund berührt. Insgesamt wird eine Fläche von 33,60 ar belastet. Der Vertrag sieht eine einmalige Ablöse vor, die vom Ausschuß noch festzulegen ist. Auch die anderen Vertragspartner haben sich mit einer einmaligen Ablöse einverstanden erklärt. Nach eingehender Debatte stellt Bürgermeister Harald Wekerle den Antrag eine einmalige Ablöse von S 40.000.- zu verlangen. Der Vertreter der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch beantragt eine jährliche Ablöse in Höhe von S 2.000.- wertgesichert. Der Antrag von Bürgermeister Harald Wekerle wird mehrheitlich (eine Stimmenthaltung) angenommen. - 3 - Die Agrargemeinschaft Sarsarschen/Manig in St. Gallenkirch hat anläßlich der Vorarbeiten zur Einmeasung der Forstfondgrenzen in diesem Gebiet durch den Bundesvermessungsdienst, einen Abtausch von Grundstücken zur Abrundung des Besitzes und zur Sicherung des Eigenjagdgebietes vorgeschlagen. Die planliche Darstellung des Gebietes wird dem Forstfondausschuß zur Information vorgelegt. Es wird einstimmig beschlossen einen Ausschuß zu bilden, der die diesbezüglichen Verhandlungen mit der Agrargemeinschaft Sarsarschen/Manig aufnimmt bzw. sich mit der Sachlage an Ort und Stelle befaßt. Diesem Ausschuß gehören an: Standesrepräsentant Bgm. Erwin Vallaster, B.berg, Bürgermeister Eduard Bitschnau, Tschagguns, Bürgermeister Heinrich Sandrell, Gaschurn, Bürgermeister Harald Wekerle, Schruns, Marlin Ernst, als Obmann der Agrargemeinschaft St. Gallenkirch Der Vorsitzendende schließt um 12.30 Uhr die Sitzung mit dem Dank an die Anwesenden für die rege Mitarbeit. Der Schriftführer: Der Forstfondausschuß:
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20121218_FF_023 StandMontafon 18.12.2012 23.05.2021, 10:50 STAND MONTAFON / FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 18. Dezember 2012 im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns anlässlich der 23. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Funktionsperiode. In der Einladung vom 10. Dezember 2012 nehmen an der auf 13.30 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Rudolf Lerch, St. Anton; Standesrepräsentant-Stellvertreter Bgm Martin Netzer, MSc, Gaschurn; Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns; Bgm Karl Hueber, Schruns; Bgm Ewald Tschanhenz, St. Gallenkirch Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg; Bgm Burkhard Wachter, Vandans; Bgm Thomas Zudrell, Silbertal; Weitere Sitzungsteilnehmer: DI Hubert Malin, Betriebsleiter Schriftführer: Standessekretär Mag Bernhard Maier; Der Vorsitzende eröffnet um 12.37 Uhr die Forstfondssitzung, begrüßt die Forstfondsvertreter und stellt gemäß Verordnung über den Forstfonds des Standes Montafon die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende Tagesordnung 1.) Vorlage und Beschlussfassung des Voranschlages 2013 samt Beschäftigungsrahmenplan, Feststellung der Finanzkraft und Festsetzung der Tarife und Abgabepreise für Servitutsholz 2.) Aufnahme eines Kassenkredites gem. § 50 GG für den Forstfonds des Standes Montafon 3.) Genehmigung der Niederschrift der 22. Forstfondssitzung vom 16.10.2012; 4.) Berichte; 5.) Allfälliges; 23. Forstfondssitzung: 18.12.2012 Seite 1 von 4 Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Der Vorsitzende erläutert gemeinsam mit dem Standessekretär den mit der Sitzungseinladung allen Forstfondsvertretern übermittelten Entwurf des Voranschlages 2013. Der mit Gesamtausgaben und Gesamteinnahmen von je € 3.555.800 budgetierten Voranschlagsentwurf 2013 enthält mit Ausnahme der Ausgaben für Forstwegebauten in St. Gallenkirch keine außerordentlichen Ansätze für Ausgaben, sondern umfasst die im Rahmen der Waldbewirtschaftung resultierenden üblichen Ausgaben. Es wird festgehalten, dass bei den veranschlagten Einnahmen aus Beiträgen zum Maßnahmenkonzept der Skipool-Beitrag der Silvretta Montafon AG fehlt und sich deshalb auch ein Abgang in der Höhe von € 41.500,- ergibt. Auf Nachfrage von Bgm Hueber erteilt der Standessekretär die Auskunft, dass die Ausgabensteigerung unter 1/866000-614000 Instandhaltung von Verwaltungsgebäude auf die Einrichtung eines Büros im Betriebsgebäude Silbertal bezieht. Zum Beschäftigungsrahmenplan wird festgehalten, dass sich die Anzahl der Bediensteten ebenfalls im bisherigen Umfang bewegt und dafür in den jeweiligen Haushaltsstellen die Personalkosten unter Berücksichtigung der Steigerungen gemäß Verordnung der Landesregierung berücksichtig sind. Bei den festzusetzenden Stockgeldern und Abgabepreisen für Servitutsholz und Hackschnitzel wird für das Jahr 2013 ein Erhöhungsvorschlag unterbreitet, da seit 2010 keine Preisanpassung mehr vorgenommen worden ist. Die vorgeschlagenen Preise finden einhellige Zustimmung. Auf Antrag des Vorsitzenden wird der Voranschlag 2013 samt Beschäftigungsrahmenplan mit nachstehenden Gesamtsummen einstimmig genehmigt: Ausgaben der Erfolgsgebarung Ausgaben der Vermögensgebarung Gesamtausgaben 3.160.300,00 395.500,00 3.555.800,00 Einnahmen der Erfolgsgebarung Einnahmen der Vermögensgebarung Einnahmen der Haushaltsgebarung Abgang Gesamtausgaben 3.408.300,00 106.000,00 3.514.300,00 41.500,00 3.555.800,00 Die Finanzkraft wird mit € 1.929.700 festgestellt. Pkt. 2.) Der Standessekretär erläutert die Liquiditätsentwicklung und das Erfordernis eines Kassenkredites für Forstfondskonto. Ein Kassenkredit im Sinne der GG ist ein Kredit mit einer Laufzeit von höchstens neun Monaten. Es handelt sich dabei um nicht haushaltswirksame und im Prinzip kurzfristige Liquiditätsaushilfen. Dadurch soll das zeitliche Auseinanderfallen von Einnahmen und Ausgaben überbrückt werden. Gemäß §50 GG b) Abs. 23. Forstfondssitzung: 18.12.2012 Seite 2 von 4 3 wird einstimmig beschlossen, die Aufnahme von Kassenkrediten für das Jahr 2013 beim Forstfonds-Konto 301.069 mit max. 20% der Finanzkraft, das sind € 385.940,- festzulegen. Pkt. 3.) Die allen Forstfondsvertretern per E-Mail übermittelte Niederschrift der 22. Forstfondssitzung vom 16.10.2012 wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Pkt. 4. – Berichte: a) Der Vorsitzende berichtet über die äußerst erfreuliche Verleihung des Vorarlberger Schutzwaldpreises an den Forstfonds des Standes Montafon für das vorbildhafte Schutzwaldsanierungsprojekt Außerbacherwald in Gaschurn. Der Vorsitzende spricht anlässlich dieser Verleihung auch den Dank an das gesamte Forstteam für die hervorragende Arbeit aus. b) Der Vorsitzende informiert über das letzte Verhandlungsgespräch am 17. Dezember mit dem Vertreter der Silvretta Montafon AG, welches von diesem abrupt und mit sichtlicher Verärgerung beendet wurde. Aus Sicht des Forstfonds sind die angebotenen Gegenleistungen nicht angemessen. Zum einen sind die Beeinträchtigungen bei Waldflächen deutlich höher zu gewichten als bei Weide- oder Alpflächen. Zum anderen entspricht der von der SIMO angebotene Baurechtszins für die Talstationen von € 0,32 pro m² in keiner Weise vergleichbarer Entschädigungen. Die Silvretta Montafon bezieht sich in ihrer Argumentation auf die im August 2012 abgeschlossene Dienstbarkeitsvereinbarung für die Errichtung der Pumpstation Kropfen für die Beschneiungsanlage. Auf Grund der völlig anderen Nutzung und Nutzungsfrequenz einer Seilbahnstation ist dieser Vergleich aber nicht zulässig. Betriebsleiter Malin verweist darauf, dass sowohl bei der Alptobel- als auch der Kreuzjochbahn neue Pistenflächen beansprucht werden und als Basis für die Festsetzung eines Baurechtszinses nicht die forstliche Nutzung, sondern die neue gewerbliche Nutzung ausschlaggebend ist. Die ebenfalls ins Spiel gebrachte Vereinbarung des Standes mit den VIW im Bezug auf die Hüttenkopfbahn muss festgehalten werden, dass es sich hierbei um den Ersatz der alten Anlage am selben Standort handelt und dafür alte Verträge ihre Gültigkeit haben. Bei der Alptobel- bzw. Kreuzjochbahn handelt es sich um neue Bahnen mit neuen Voraussetzungen. Bgm Hueber betont wie wichtig die Kreuzjochbahn für die Gemeinde Schruns ist. Bgm Netzer möchte sich um eine weitere Verhandlungsrunde bemühen. Der Vorsitzende betont abschließend, dass der Forstfonds jederzeit für konstruktive Verhandlungen zur Verfügung steht. c) Der Betriebsleiter berichtet, dass die Eigenjagd Valisera zum Hektarpreis von € 35,an Herrn Bayard, einem Sportartikelhändler in Zermatt, ab 01.04.2013 verpachtet werden konnte. Pkt. 4. – Allfälliges: Keine Wortmeldungen 23. Forstfondssitzung: 18.12.2012 Seite 3 von 4 Ende der Sitzung, 14.08 Uhr; Schruns, 7. Jänner 2013; Schriftführer: 23. Forstfondssitzung: 18.12.2012 Forstfondsvertretung: Seite 4 von 4
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20030610_FF_022 StandMontafon 10.06.2003 23.05.2021, 10:50 STAND MONTAFON/FORSTFONDS NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 10. Juni 2003 im Sitzungssaal des Gemeindeamtes Vandans anlässlich der 22. Sitzung der Forstfondsvertretung in der laufenden Legislaturperiode. Auf Grund der Einladung vom 02. Juni nehmen an der auf 10.00 Uhr einberufenen Forstfondssitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Dr Erwin Bahl, Schruns; Bgm Fritz Rudigier, St. Gallenkirch (ab 10.40 Uhr); Bgm Guntram Bitschnau, Tschagguns; Bgm Gerhard Blaas, Gaschurn; Bgm Rudolf Lerch, St. Anton; Bgm Willi Säly, Silbertal; Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg; Bgm Burkhard Wachter, Vandans; Schriftführer: Standessekretär Mag Johann Vallaster; Der Vorsitzende eröffnet im Sitzungssaal des Gemeindeamtes Vandans die Forstfondssitzung, begrüßt die Kollegen Bürgermeister und stellt die Beschlussfähigkeit gemäß Standesstatut fest. Er bedankt sich bei Bgm Wachter für die Möglichkeit der Abhaltung der Sitzung im neu renovierten Sitzungssaal im Gemeindeamt Vandans. Dem Antrag des Vorsitzenden zur Aufnahme eines weiteren Tagesordnungspunktes zu Personalangelegenheiten, welcher in vertraulicher Beratung behandelt wird, wird einstimmig stattgegeben. Zur Erledigung steht somit nachstehende Tagesordnung 1. 2. 3. 4. 5. 6. Genehmigung der Niederschrift über die 21. Sitzung vom 11.03.2003; Abschluss einer Vereinbarung mit der Gemeinde Vandans über Materialentnahmen aus dem Mustergielbach; Umsetzung eines Projektes zur Hallenerweiterung auf der ARA Montafon für die Hackschnitzellogistik; Personelles (vertraulich); Berichte Allfälliges; 22. Forstfondssitzung: 10.06.2003 Seite - 1 - Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1 Die allen Forstfondsvertretern per Email übermittelte Niederschrift der 21. Sitzung vom 11. März 2003 wird in der vorliegenden Fassung ohne Ergänzungen und Einwände einstimmig genehmigt und unterfertigt. Zu den von Bgm. Lerch vorgebrachten Anfragen über die Gründung der Straßengenossenschaft Matschwitz bzw die Kostenbeteiligung bei der GWG Grappes in St. Gallenkirch wird unter Berichte informiert. Pkt. 2 Der Vorsitzende informiert über das Ansuchen der Gemeinde Vandans um Zustimmung zu Materialentnahmen aus dem Mustergielbach sowie die dazu mit Bürgermeisterkollegen Wachter am 26. Mai und am 5. Juni stattgefundenen Besprechungen in der Standesverwaltung. Zum Sachverhalt wird informiert, dass im Rahmen einer am 30. April stattgefundenen Begehung mit DI Aschauer von der Wildbach- und Lawinenverbauung - Gebietsbauleitung Bludenz festgestellt werden musste, dass sich oberhalb der vor ca 20 Jahren von der VIW im Zuge des Walgauwerkes errichteten Sperre in der Schlosswandstaffel ein relativ steiles Verlandungsgefälle ausgebildet hat und daher zur Vermeidung von Bachausbrüchen ein Leitdamm errichtet werden musste, welcher bereits mehrfach erhöht wurde. Aus Sicherheitsaspekten rät die Wildbach- und Lawinenverbauung dringend zur Durchführung von Materialentnahmen, damit bei größeren Murschüben keine Gefährdung des unterliegenden Siedlungsbereiches eintreten kann. Angesichts der gegebenen Gefahrensituation beabsichtigt nun die Gemeinde Vandans bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz die Erteilung der wasserrechtlichen Bewilligung und der Landschaftsschutzbewilligung für sofortige Materialentnahmen zu beantragen, wozu der Stand Montafon als betroffener Grundeigentümer mit der Grundparzelle 2082/1 um Zustimmung gebeten wird. Da die Forstfondsvertreter anhand von Fotos über die örtliche Situation informiert werden können, wird ein Lokalaugenschein einvernehmlich als nicht notwendig beurteilt. Der Vorsitzende informiert zusätzlich, dass im Zuge der genannten Besprechungen mit Bgm Wachter nachstehende einvernehmliche Regelung für die Grundinanspruchnahme bzw die Zustimmung zu den erforderlichen Materialentnahmen erreicht werden konnte und nun der Forstfondsvertretung zur Genehmigung vorgelegt wird: Der Stand Montafon erhält als Grundeigentümer eine jährliche Entschädigung in Höhe von 3.000 € wertgesichert; Zusätzlich werden dem Stand Montafon jährlich 500 m³ aufbereitetes Material und geladen für den Wegebau bzw für sonstige Zwecke kostenlos zur Verfügung gestellt, wobei die auflaufenden Transportkosten vom Stand Montafon zu tragen sind. Sollte das Material nicht oder nicht im vollen Umfang benötigt werden, wird für jeden nicht benötigten m³ bezogenes Material eine Entschädigung von 10 € gewährt. Inkludiert in den vorgenannten Entschädigungen sind auch die Benützungsentgelte für das Recht des Materialabtransportes bzw die erforderlichen Ausbaumaßnahmen an der bestehen22. Forstfondssitzung: 10.06.2003 Seite - 2 - den Zufahrtsstraße. Dafür anfallende Kosten werden von der Gemeinde Vandans getragen. Alle für den Materialabbau allenfalls erforderlichen Bewilligungen sind von der Gemeinde Vandans einzuholen, damit verbundene Abgaben und Gebühren werden von der Bewilligungsinhaberin getragen. Die Zustimmung des Forstfonds wird auf die Dauer der von der Behörde erteilten Abbaubewilligung befristet, wobei beabsichtigt ist eine Dauer von 10 Jahren bei der Behörde zu beantragen. Informiert wird zusätzlich, dass die Gemeinde als Inhaberin der Abbaubewilligung den Abbau nicht selbst vornimmt sondern dies an eine Firma, voraussichtlich an die in der Gemeinde Vandans ansässige einheimische Firma Wachter BauGmbH unter bestimmten Auflagen weitergeben wird. Im Zuge der ausführlichen Diskussion wird die Festlegung der Entschädigung auf Basis eines mengenabhängigen Entgeltes als für beide Partner zu aufwändiges Verfahren beurteilt, weshalb das vorliegende Angebot von beiden Partnern als faires Angebot beurteilt wird. Hingewiesen wird auch auf die Tatsache, dass bei Murabgängen und Katastrophenereignissen möglicherweise größere Materialmengen anfallen können und damit mangels Nachfrage auf die Gemeinde zusätzliche Kosten zukommen, wie dies auch in den vergangenen Jahren bei Katastrophenereignissen leider öfters der Fall war. Sollten im Zuge von Katastrophen größere verwertbare Materialmengen anfallen, wird über die neuen Situation gemeinsam verhandelt. Bgm Wachter informiert in seiner Wortmeldung, dass die Gemeinde als Bewilligungsinhaberin diese Berechtigung nicht im vollen Umfange weitergeben kann, da von der Gemeinde zusätzliche Ausgaben für Investitionen im Bereich des Ausbaues der Zufahrtsstraße, für Bewässerungsanlagen für den Abtransport zum Schutz der Anrainer vor unzumutbaren Staubentwicklungen, die Neuerrichtung der Mustergielbachbrücke etc zu tragen sind. Zusätzlich informiert Bgm. Wachters, dass die Firma Wachter in eine Siebanlage über 500.000 € investieren muss und für sie mit dem Materialabbau auch ein nicht unbeträchtliches wirtschaftliches Risiko verbunden ist. Als Bewilligungszeitraum wird vorerst eine Dauer von 10 Jahren ins Auge gefasst. Nach ausführlicher Diskussion wird schließlich dem Antrag des Vorsitzenden einstimmig stattgegeben und den mit Bgm Wachter ausgehandelten Bedingungen zum Materialabbau sowie dem Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung mit der Gemeinde Vandans die einstimmige Zustimmung erteilt. Grundsätzlich wird festgestellt, dass in gleichgelagerten Fällen in anderen Forstfondsgemeinden eine Regelung auf ähnlicher Basis abzuschließen ist. Pkt. 3 Auf Basis des von Peter Künzle vom Architekturbüro DI Oskar Ganahl & Partner ZTGmbH erstellten Grundriss- und Schnittplanes für eine mögliche Erweiterung der Halle im Bereich der Abwasserreinigungsanlage Montafon informiert der Vorsitzende über die Notwendigkeit zur Schaffung zusätzlicher Lagerkapazitäten für Hackschnitzel, zumal in den vergangenen Jahren der Absatz von Hackschnitzeln kontinuierlich angestiegen ist. Hinzu kommt dass mit Inbetriebnahme des Sozialzentrums Außermontafon im Frühjahr 2004 zusätzliche Hackschnitzelmengen getrocknet im Umfang von ca. 1.700 Schüttraummeter benötigt werden und diese Gesamtmengen mit der bestehenden Lagerkapazität in den Hallen auf der Abwasserreinigungsanlage nicht kostengünstig und witterungsunabhängig (Winter - Schnee) manipuliert werden können. Grundsätzlich wird die Meinung vertreten, dass die bestehenden Synergien zur Nutzung der Abwärme aus dem Abwasserreinigungsprozess und damit zur Trocknung für die Hackschnitzel auch weiterhin genutzt werden sollen, zumal laut Informationen des Betriebsleiters der Energieinhalt der getrockneten Hackschnitzel mit ca 950 kWh pro Schüttraummeter oder 4,6 kWh pro kg wesentlich über den Kenndaten nicht getrockneter Hack22. Forstfondssitzung: 10.06.2003 Seite - 3 - schnitzel liegen. Mit der Überdachung der bestehenden Freifläche und Nutzung der vorhandenen Hallenkapazitäten kann ein Lagervolumen von ca. 5000 m³ geschaffen werden, zusätzlich stehen ca 1.100 m³ Flächen für Lagerungs- und Manipulationsraum zur Verfügung. Die vom Architekturbüro ausgearbeitete Grobkostenschätzung liegt bei ca 300.000 € Investitionskosten, woraus sich unter Zugrundlegung eines 20-jährigen Amortisationszeitraumes und eines Zinssatzes von 2% nach Abzug einer in Aussicht gestellten Förderung von 35% eine jährliche Annuitätenbelastung von etwa 12.000 € errechnet. Bgm. Wachter vertritt in seiner Wortmeldung die Meinung, dass eine gute Lösung welche wirtschaftlich vertretbar ist anzustreben ist und sich der Standort auf der Abwasserreinigungsanlage auch unter dem Aspekt der Anrainer bestens eignet. Er ersucht zur Abklärung weiterer Fragen hinsichtlich der Transportbewegungen mit der Gemeinde Lorüns und mit der Gemeinde Vandans das Einvernehmen herzustellen, zumal auch die derzeitige Führung des Radweges über die Böschisstraße als nicht befriedigend einzustufen ist. Vom Betriebsleiter wird nochmals auf die Notwendigkeit zur Schaffung entsprechender Lagerkapazitäten verwiesen und insbesondere auch auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass die Hackschnitzelverwertung auf der ARA Montafon auch unter dem Aspekt der Forstschutzsituation zu sehen ist und damit dem Forstbetrieb entsprechende Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Im Jahr 2002 mussten in Schruns und in St. Gallenkirch größere Brennholzlager bewässert werden, damit eine Borkenkäfermassenvermehrung wirksam verhindert werden konnte. Auf Anfrage informiert der Betriebsleiter, dass die Zielvorstellung des Verkaufspreises für getrocknete Ware W20 bei etwa 18,00 € zuzüglich Ust ab Lager liegen, während für nicht getrocknete Ware mit W35 – 40 etwa 15,00 € ab Lager erzielt werden sollten. Die für Standesbürger bzw. für Standesgemeinden festgelegten Tarife mit 14,00 € ab Lager bzw mit 16,00 € mit Zustellung im Montafon wurden bewusst als Anreiz zur Nutzung der heimischen Biomasse durch die Standesbürger günstig gestaltet (alle Tarife zuzüglich Umsatzsteuer). Im Zuge der Diskussion wird kurz auf das Biomasse Heizwerk Gaschurn eingegangen, für welches laut Überzeugung des Betriebsleiters eine wesentlich bessere Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit erfolgen sollte. Tatsache ist, dass die mit 3,5 Mio kW geplante Anlage effektiv über 6,5 Mio kW Wärmeenergie abgegeben hat und unter diesem Aspekt der Verbrauch von ca 80.000 Liter Heizöl (oder nicht einmal 10% der gesamten Wärmeenergie) als durchaus vertretbar zu beurteilen ist. Bgm Blaas bestätigt in seiner Wortmeldung, dass auch mit den Abnehmern fast keine Beschwerden im Zuge der Abrechnung aufgetreten sind. Insgesamt ist auch die Tarifgestaltung der VKW im Vergleich zu den Wärmetarifen mit anderen Bundesländern sehr günstig (4,14 Cent mit Staffelung je nach Abnahmemenge bis 2,91 Cent pro kWh; Richtwert in anderen Bundesländern 4,72 – 6,18 Cent) Zusammenfassend wird von der Forstfondsvertretung die Notwendigkeit zur Schaffung entsprechender Lager- und Manipulationsmöglichkeiten am Standort der Abwasserreinigungsanlage und Ausschöpfung der dort gegebenen Möglichkeiten als dringend notwendig beurteilt und die Verwaltung damit beauftragt, die weiteren konkreten Projektierungsmaßnahmen mit Kostenermittlung vorzunehmen und das Projekt samt Finanzierungsvorschlag zur endgültigen Beschlussfassung in einer der nächsten Sitzungen vorzulegen, damit eine Umsetzung im Frühjahr des kommenden Jahres möglich ist. Zur weiteren Information nehmen die Forstfondsbürgermeister im Anschluss an die Sitzung einen Lokalaugenschein an Ort und Stelle vor. Im Zuge dieses Lokalaugenscheines wird die Tatsache angesprochen, dass zur Bewerkstelligung der nötigen Manipulationen in Zukunft auch die Anschaffung eines entsprechenden Gerätes in Form eines Radladers notwendig sein wird. 22. Forstfondssitzung: 10.06.2003 Seite - 4 - Pkt. 4 Die Behandlung von Personalangelegenheiten erfolgt in vertraulicher Beratung. Pkt. 5 - Berichte A) Der Vorsitzende informiert, dass für die Errichtung der Forststraße Partenerberg in Gaschurn, welche als Basiserschließung zur Umsetzung eines Schutzwaldsanierungsprojektes notwendig ist, die erforderlichen Bewilligungen der BH Bludenz sowie die Förderungszusage des Landes vorliegen. Der Betriebsleiter informiert, dass dazu bereits ein Angebot der Firma Heinrich Tschofen aus Partenen mit 19.500 € eingeholt wurde und damit eine Direktvergabe nach den Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes möglich ist. Zusätzlich soll die Firma Sepp Tschofen aus Partenen als ebenfalls einheimisches Bauunternehmern zur Angebotsstellung eingeladen werden. Der Standesrepräsentant wird ermächtigt, die Vergabe für die Bauarbeiten zur Errichtung dieses Forstwegprojektes nach Vorliegen des weiteren Angebotes vorzunehmen. B) Der Betriebsleiter informiert über das aktuelle Geschehen wie folgt: a) Holznutzungen – Schutzwaldpflege und Verjüngung: Im Gemeindegebiet Vandans wurden im Bereich Glockenberg – Thoni 2 Seillinien mit einem Holzanfall von insgesamt ca 1.100 fm ausgeführt. Im Zuge der Aufarbeitung und Holzvermarktung musste festgestellt werden, dass ein großer Anteil des Nutzholzes durch Granatsplitter aus der Zeit der Französischen Besatzungstruppen nach dem 2. Weltkrieg entwertet ist. Dadurch waren zusätzliche Preiseinbrüche für das Fichtennutzholz gegeben. Eine Seilbahnnutzung wurde im Waldgebiet „Garfrescha“ oberhalb der Talabfahrt durchgeführt. 2 Seillinien wurden unterhalb Grabs im Bereich Grüt im Gemeindegebiet Tschagguns ausgeführt. Oberhalb des Siedlungsgebietes von St. Gallenkirch wurden zwischen Fleischen- und Rappentobel 2 Seillinien zur Nutzung von Starkholz in sehr gut verjüngten und strukturierten Waldbereichen (Bannwald) ausgeführt. Der Holzanfall dieser Linien beträgt zusammen ca 600 fm, wobei aufgrund der früheren Bodenlieferung die Ausbeute an fehlerfreien Nutzholz gering war und der Cx- und Brennholzanteil überdurchschnittlich hoch ist. 2 Seillinien wurden im Natura 2000 Gebiet Silbertal im Muttwald durchgeführt, wobei auf die neuen Förderungsbestimmungen besonders Rücksicht genommen worden ist. Im Gemeindegebiet Schruns sind 3 Seillinien im Einzugsgebiet der Vermolatobels (Alegnatöbili) zur Hangentlastung und Verjüngung trassiert, die im Juni ausgeführt werden sollen. Insgesamt betrachtet ist momentan der Holzabsatz schwierig und sind auch die erzielbaren Holzpreise aufgrund der großen Windwurfkatastrophe in Salzburg und der Obersteiermark (rd 5 Mio fm Windwurfholz) und der sehr schlechten Konjunkturlage deutlich unter den Preisen des Vorjahres. Grundsätzlich werden daher geplante Holznutzungen auf den Herbst verschoben, in der Hoffnung, dass der Holzmarkt sich bis dahin deutlich verbessert. 22. Forstfondssitzung: 10.06.2003 Seite - 5 - b) c) d) e) f) Im Rahmen der Schutzwaldstrategie Vorarlberg wurden in der AG Wald–Wild– Freizeitnutzer 2 Projektgebiete ausgewählt, in denen der Istzustand und eine Analyse der Lebensraumverhältnisse für Wildtiere und der Anforderungen an die Schutzfunktion dieser Wälder genauer erhoben wird und gemeinsam Maßnahmen mit allen Lebensraumnutzern abgeleitet werden sollen. Die betroffenen Bürgermeister Dr Erwin Bahl und Guntram Bitschnau werden nach Vorliegen der ersten Planunterlagen eingeladen, aus Sicht der Gemeinden in diesem Projektgebiet mitzuarbeiten und ihre Interessen darzulegen. Das Waldbauinstitut der Universität für Bodenkultur in Wien war im Mai zum fünften Mal im Montafon und hat unter Führung von Univ. Prof. Josef Spörk mit Studenten Übungen abgehalten, wobei oberhalb von Ganeu im Diplomarbeitsgebiet von Sylvia Dünser (Rutschung Gallis Rüfi) der Waldzustand und die bisher durchgeführten Waldpflegemaßnahmen des Standes Montafon vorgestellt und diskutiert wurden. Bei Begehungen durch den Betriebsleiter in diesem Frühjahr wurden teilweise massive und untragbare Wildschäden (Verbiss- und Fegeschäden, örtlich Schälschäden) in Forstfondswäldern festgestellt, wobei vor allem in den Gemeindegebieten von Silbertal und St. Gallenkirch die Rotwildbestände allgemein weit überhöht sind und dringend reduziert werden müssen. Im Raum Silbertal - Bartholomäberg ist dazu in den letzten Jahren das Verständnis der Jagdverantwortlichen vorhanden, wie auch die getätigten Abschüsse belegen und die behördlichen Abschussplanvorgaben jeweils zu über 100% erfüllt worden sind. Eine Verjüngung der Schutzwälder im erforderlichen Ausmaß ist örtlich nicht möglich. Dadurch ist die Schutzfunktion gefährdet und sind höhere Aufwendungen für eine erfolgreiche Verjüngung durch intensive Schutzmaßnahmen erforderlich. Örtlich sind auch der notwendige „Jagddruck“ und vermeidbare Störungen durch menschliche Aktivitäten im Winter (Variantenschifahrer, Snowboarder etc.) und im Frühjahr durch Abwurfstangensucher in den Einstandsgebieten Auslöser für derartige Wildschäden im Wald. Eine bessere Information in den Skigebieten ist daher notwendiger Bestandteil eines umfassenden Konzepts zur Lösung dieser forstlich vollkommen unbefriedigenden Situation. Mit der BH Bludenz wurden in St. Gallenkirch 3 Waldgebiete (Bödmerwald, Bärenwald und Kreuzgasse) besichtigt und mit den Vertretern der Jagd Maßnahmen abgesprochen, die zu einer Lösung führen sollen. Von der BH Bludenz werden Freihalteverordnungen vorbereitet. Aufgrund der extrem warmen Frühjahrswitterung ist mit einem höheren Borkenkäferbefall zu rechnen, wobei die Kontrolle für die Forstbetriebsorgane aufgrund der Witterung schwierig ist. Im Gemeindegebiet Gaschurn hat ein Waldeigentümer dem Stand Montafon – Forstfonds eine Waldparzelle zum Kauf angeboten, die eine zweckmäßige Arrondierung für den Forstfonds bedeuten würde. Der Betriebsleiter wird die Waldparzelle mit dem Eigentümer besichtigen, einen vertretbaren Kaufpreis vereinbaren und im Falle einer Einigung der Forstfondsvertretung zur Beschlussfassung vorlegen. Pkt. 6 – Allfälliges: a) Bgm Bitschnau informiert über den Stand der Verhandlungen zur Bildung der Straßengenossenschaft Matschwitz dahingehend, dass deren Gründung bislang noch nicht möglich war, da noch div Abklärungen mit der Vorarlberger Illwerke AG über 22. Forstfondssitzung: 10.06.2003 Seite - 6 - b) „Altlasten“ im Gange sind. Die Erhaltungskostenbeteiligung des Standes Montafon darf als moderat beurteilt werden. Die künftige Gewichtung des Stimmverhältnisses der Mitglieder wird sich an der Erhaltungskostenbeteiligung orientieren. Bgm. Rudigier informiert zur geplanten Neuregelung der Erhaltungskostenbeteiligung für die Güterweganlage Montiel-Netzen-Manigg/Sasarscha-Grappes über die zwischenzeitlich geführten weiteren Gespräche und einen Lokalaugenschein der Ausschussmitglieder am 25. Mai. Vor allem die Vertreter der Maisäßinteressentschaft Montiel sind nur gewillt einer Erhaltungskostenregelung für den 1. Wegabschnitt zuzustimmen und lehnen eine Beteiligung beim 2. Abschnitt ab. Gemäß Aussage von Bgm Rudigier werden von der Wildbachverbauung im laufenden Jahr noch Restarbeiten durchgeführt, sodass noch für dieses Jahr die Weginstandhaltung durch die Wildbach erfolgt. Nach jetzigem Wissensstand ist die Errichtung einer Geschiebesperre im Bereich des Balbierbaches geplant, so dass nach deren Errichtung in diesem geologisch kritischen Bereich künftig wesentlich geringere Erhaltungskosten anfallen werden. Für die Vertreter der Almein Hüttnerberg ist lt Aussage von Bgm Rudigier eine Anhebung ihres Anteiles auf 2% vorstellbar. Der Betriebsleiter weist auf die Tatsache hin, dass durch die Mitglieder des Maisäßes Montiel sicher die höchste Fahrfrequenz auf der Weganlage verursacht wird und diese unnachgiebige Haltung der Vertreter im Interesse einer einvernehmlichen Lösung mit allen Beteiligten völlig unverständlich ist. Die von Bgm Rudigier angesprochene Errichtung einer Sperre wird auch vom Betriebsleiter aus Sicht der künftigen Erhaltungskosten als sehr vorteilhaft beurteilt. Die Forstfondsvertretung vertritt die grundsätzliche Meinung, dass auch in Hinblick auf weitere Vereinbarungen mit anderen Güterweggenossenschaften in den Forstfondsgemeinden im gegenständlichen Fall weitere Gespräche zur Herbeiführung einer für alle Partner vertretbaren Regelung zu führen sind und sich auch der Beitrag des Standes Montafon in einem angemessenen Verhältnis zu den anderen Interessenten vor allem auch unter Berücksichtigung der Kostenbeteiligung zum Zeitpunkt der Errichtung der Weganlage bewegen muss. Ende der Sitzung mit Lokalaugenschein: 12.30 Uhr Schruns, 10. Juni 2003 Schriftführer: 22. Forstfondssitzung: 10.06.2003 Forstfondsvertretung: Seite - 7 -
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