20171010_SV_027

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Letzte Änderung 24.05.2021, 10:55
Gemeinde StandMontafon
Bereich oeffentlich
Schlagworte: standmontafon,standesprotokolle,standesausschuss
Erscheinungsdatum 10.10.2017
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Inhalt des Dokuments

Stand Montafon A-6780 Schruns - Vorarlberg Montafonerstraße 21 T +43 (0)5556 72132, F 72132-9 info@stand-montafon.at www.stand-montafon.at DVR: 0433659 Zl./Bearb.: SM004.1/2017/bm NIEDERSCHRIFT aufgenommen am 10. Oktober 2017 im Sitzungssaal des Standes Montafon anlässlich der 27. Sitzung der Standesvertretung in der laufenden Funktionsperiode. Auf Grund der Einladung vom 3. Oktober nehmen an der auf 13.30 Uhr einberufenen Standessitzung teil: Standesrepräsentant Bgm Herbert Bitschnau, Tschagguns Standesrepräsentant-Stv. Bgm Martin Netzer, MSc, Gaschurn Bgm Lothar Ladner, Lorüns Bgm Josef Lechthaler, St. Gallenkirch Bgm Ing Matthias Luger, Stallehr (ab 15:25 Uhr) Bgm Raimund Schuler, St. Anton Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg Bgm Burkhard Wachter, Vandans Vize-Bgm Anita Dönz, Silbertal Bgm Thomas Zudrell, Silbertal (ab 16:48 Uhr) Entschuldigt: Bgm DI (FH) Jürgen Kuster, MBA, Schruns PR Beauftragter Toni Meznar Weitere Sitzungsteilnehmer: LAbg Dr Monika Vonier Oswald Ganahl, Christine Vergud, Herlinde Erhard zu TOP1 Markus Felbermayer & Manuel Bitschnau zu TOP2 Schriftführer: Standessekretär Mag Bernhard Maier Der Vorsitzende eröffnet um 13.30 Uhr die Standessitzung und begrüßt die Kollegen Bürgermeister. Gemäß Standesstatut stellt er die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende 27. Standessitzung: 10.10.2017 Seite 2 von 9 Tagesordnung 1.) Aktuelle Information von bewusstmontafon und Projektvorstellung „Original Montafoner Braunvieh“ 2.) Bericht zum Festival „Montafoner Resonanzen 2017“ 3.) Ergebnisabführungsvertrag Montafon Nordic GmbH 4.) Weiterleitung von Mitteln gem. § 4 Pkt. 2 der Satzung des Montafoner Talschafts- und Ausgleichsfonds 5.) Aufnahme eines Kassenkredites gem. § 50 GG für den Stand Montafon 6.) Genehmigung der Niederschrift von der 26. Standessitzung am 13.09.2017 7.) Berichte 8.) Allfälliges Erledigung der Tagesordnung Pkt. 1.) Der Vorsitzende begrüßt Oswald Ganahl, Christine Vergud und Herlinde Erhard als Vertreterinnen des Vereines bewusst.montafon und übergibt das Wort an den Obmann Oswald Ganahl. Herr Ganahl bedankt sich für die Möglichkeit, aktuelle Informationen von bewusst.montafon zu überbringen und auch ein neues Projekt vorstellen zu können. Dazu erläutert er die Ziele des Vereines im Sinne der wirtschaftlichen Förderung der Mitglieder sowie der Erhaltung und Entwicklung regionaler Produkte. Weitere Ziele seien die die Erhaltung und der Fortbestand der bäuerlichen Betriebe sowie die Pflege der Kulturlandschaft, so der Obmann. Anhand von Präsentationsfolien gibt er einen Überblick zu den vergangenen und gegenwärtigen Aktivitäten des Vereines. Die Folien werden dieser Niederschrift beigelegt. Der Obmann betont vor allem die hohe Bedeutung der Vernetzung mit anderen Genussregionen. Diese Kontakte müssen stärker genutzt werden. Weiters informiert er über die Marketing-Arbeitsgruppe, in welcher auch Manuel Bitschnau von Montafon Tourismus vertreten ist. Es soll eine neue Homepage in Anlehnung an jene von Montafon Tourismus erstellt werden. Derzeit finde ein Foto-Shooting für authentische Geschichten mit Sennern und Metzgern aus dem Tal statt. Herlinde Erhard stellt das neue Projekt „Original Montafoner Braunvieh“ vor. Sie erläutert das Entstehen der Idee, das Fleisch der eigenen kleinen Landwirtschaft mit original Montafoner Braunvieh als Trockenfleisch (beef jerky), Mostbröckle u.a. zu vermarkten. Die Metzgerei Salzgeber sei bereit, die Montafoner Bio-Rinder an einem Tag im Monat separat zu schlachten. Anfangs wurde das Projekt mit Unterstützung einer Mitarbeiterin in der LandwirtschaftsStand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 27. Standessitzung: 10.10.2017 Seite 3 von 9 kammer Vorarlberg im Rahmen des „Jahr der Innovationen“ weiterentwickelt. Auch die Fördermöglichkeiten im Rahmen der ländlichen Entwicklung konnten seitens der LWK und des Standes Montafon abgeklärt werden. In weiterer Folge wurden Angebote für das Marketing dieser neuen Produkte eingeholt. Die hohen Kosten und vor allem die damit verbundenen Verpflichtungen haben die Projektbetreiber jedoch dazu bewogen, das Projekt nicht gleich so groß, sondern kleiner und schrittweise aufzugleisen. Der Obmann hält fest, dass es im Montafon von insgesamt 47 Betrieben mit Original Montafoner Braunvieh 18 Bio-Betriebe gibt. Das Potential liege bei ca. 40-50 Tieren, welche für das Projekt zur Verfügung stünden. Die Wertschöpfung solle deutlich gesteigert werden. Anhand einer Präsentationsfolie werden die geplanten Aufwände und Erträge dargestellt. Jetzt liege der Erlös pro Tier bei ca. € 1000, - und könne aber gesteigert werden. Das Projekt entspricht seiner Meinung nach der Ökoland-Strategie des Landes. Er ersucht abschließend um die Gewährung der bisherigen jährlichen Förderung in Höhe von € 10.000, - durch den Stand Montafon. Bgm Lechthaler zeigt sich als großer Fan von bewusst.montafon und begrüßt, dass der Auftritt im Internet verbessert wird. Auf seine Anfrage informiert Herr Ganahl, dass das BioFleisch immer der erste Arbeitsschritt in der Metzgerei sein muss. Das Fleisch darf zwar im Kühlraum mit anderem Fleisch gemeinsam hängen, muss aber klar deklariert und gekennzeichnet sein, sodass es zu keinen Verwechslungen kommen kann. Frau Dr Vonier ist der Meinung, dass Beef Jerky trendig sei und erkundigt sich, ob die Vermarktung über Bio Vorarlberg laufen würde. Herr Ganahl meint, dass sowohl eine Vermarktung über Bio Vorarlberg oder auch die Eigenvermarktung über bewusst.montafon möglich sei. Bgm Netzer erkundigt sich nach der Mitglieder-Entwicklung und warum ein neues Logo erforderlich sei. Herr Ganahl informiert über den geplanten Text-Zusatz „Regional von Berg und Tal“, welcher als Ergänzung der Wort-Bild-Marke zu verstehen sei. Die Mitglieder-Entwicklung sei leicht steigend. Bgm Netzer gibt zu bedenken, dass manche Mitglieder auf zwei Gleisen fahren, zum einen über bewusst.montafon und zum anderen separat unter privaten Namen vermarkten. Aus seiner Sicht bedarf es mehr Durchgängigkeit und einer strikteren Handhabung bei der Vermarktung über bewusst.montafon. Es folgt eine Diskussion über die Möglichkeiten der Verbreiterung von bewusst.montafon im Tal. Aus mehreren Wortmeldungen wird der Wunsch laut, das vorgebrachte Förderansuchen im Rahmen der Finanzklausur des Standes im Detail zu beraten. Der Vorsitzende bedankt sich für die aktuelle Information und die Vorstellung des neuen Projektes sowie die Beantwortung der Fragen. Er verweist darauf, dass das Förderansuchen nochmals beraten wird. Pkt. 2.) Der Vorsitzende begrüßt Manuel Bitschnau von Montafon Tourismus und Markus Felbermayer als organisatorischen Leiter der Montafoner Resonanzen und ersucht sie um ihren Bericht zu den Resonanzen 2017. Manuel Bitschnau informiert über die erfolgten Werbe-Maßnahmen und spielt dazu auch verschiedene Video-Clips ab. Anhand von Photos stellt er die verschiedenen Highlights des Festivals dar. Dazu zählen das Eröffnungskonzert mit Maurice Steger, Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 27. Standessitzung: 10.10.2017 Seite 4 von 9 das Jazz-Picknick am Kristberg sowie die Eröffnung der Volksmusiktage in der Tanzlaube Gaschurn. Dabei erwies sich die Kooperation mit Montafon TV als sehr gut geeignet. Markus Felbermayer erkundigt sich nach den Rückmeldungen von den Bürgermeistern. Der Vorsitzende dankt beiden für das Engagement. Er ist der Meinung, dass das diesjährige Programm besonders guten Anklang gefunden hat. Bgm Vallaster gefällt, wie bei den Montafoner Resonanzen zusammengearbeitet wird. Er regt an, vom „Fan-Publikum“ die Adressen zu sammeln, damit diese Personen zukünftig auch direkt angesprochen werden können. Bgm Schuler bedankt sich und lobt die gute Organisation der Veranstaltungen. Gleichwohl habe er das Gefühl, dass die hohe Qualität der Darbietungen in der breiten Bevölkerung noch nicht angekommen sei. Bgm Ladner nennt die Organisation über Montafon Tourismus und die neuen Wochenendformate als Erfolgsfaktoren des Festivals. Bgm Netzer zeigt sich stolz, dass das Montafon mit Markus Felbermayer einen kompetenten Leiter hat. Herr Felbermayer gibt sich zuversichtlich, in den kommenden Jahren die Kommunikation mit den Montafoner Gastgebern noch weiter intensivieren zu können. Für den Tourismus ist es ein kostenloses hochwertiges Zusatzangebot. Die Kooperation mit einigen Partnerbetrieben laufe nicht schlecht, könne aber noch verbessert werden. Für Herrn Bitschnau ist es wichtig, dass bei jeder Veranstaltung klar kommuniziert wird, dass es sich um eine Veranstaltung des Standes Montafon und der Montafoner Gemeinden handelt. Aus seiner Sicht handelt es sich doch um breit-gefächertes Angebot, bei welchem für jede/n etwas dabei sei. Die Abrechnung sei in Arbeit und noch nicht ganz abgeschlossen. Der Vorsitzende bedankt sich bei beiden Herren nochmals und wünscht dem Festival weiterhin viel Erfolg. Pkt. 3.) Der Vorsitzende informiert zur Beendigung des Ergebnisabführungsvertrages der Nordic Sportzentrum GmbH, dass diese eine längere Vorgeschichte hat. Der Vertrag wurde im Jahre 2011 aus steuerlichen Gründen abgeschlossen. Nachdem die Gesellschaftssteuer im Jahre 2016 abgeschafft wurde, hat sich dieser Vertrag eigentlich erübrigt. Im nunmehr vorliegenden Übereinkommen zur Beendigung dieses Vertrages ist klar festgehalten, dass sich das Land Vorarlberg verpflichtet, für die allfällige Errichtung neuer Anlagen, die nach dem Ende der wirtschaftlichen Nutzbarkeit der gegenwärtigen Anlagen notwendig wird, zu sorgen, ebenso vollumfänglich für den Abbau der Altanlagen. Weiters ist festgelegt, dass die Gesellschafter Stand Montafon und Gemeinde Tschagguns diesbezüglich keine Verpflichtungen treffen. Wenn zu diesem Zweck Kapitalzuführungen durch das Land geleistet werden, dürfen in der Folge im Rahmen von Gewinnausschüttungen Zahlungen an die übrigen Gesellschafter erst erfolgen, nachdem die Zuschüsse des Landes Vorarlberg zur Gänze zurückbezahlt wurden. Ebenso darf ein Liquidationserlös der Montafon Nordic Sportzentrum GmbH an die übrigen Gesellschafter erst dann verteilt werden, wenn die geleisteten Zuschüsse des Landes Vorarlberg zur Gänze zurückbezahlt wurden. Auch bei einer allfälligen vorzeitigen Abschichtung einzelner Gesellschafter sind diese primär zurückzuzahlenden Zuschüsse des Landes Vorarlberg als Verbindlichkeiten vorrangig abzuziehen. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 27. Standessitzung: 10.10.2017 Seite 5 von 9 Nachdem es zum vorliegenden Vertragsentwurf keine Fragen gibt, beschließt der Standesausschuss auf Antrag des Vorsitzenden einstimmig die Beendigung des Ergebnisabführungsvertrages und somit die Unterfertigung des vorliegenden Vertragsentwurfes. Pkt. 4.) Der Standesrepräsentant informiert, dass gemäß den neuen Satzungen des Montafoner Talschafts- und Ausgleichsfonds die Hälfte der Finanzmittel das Kapitalstocks an Mitgliedsgemeinden und deren Verbände temporär weitergeleitet werden können. Zur Weiterleitung wurden auf Anfrage der Standesverwaltung folgende Beträge angemeldet: Gemeinde Tschagguns Forstfonds des Standes Montafon ÖPNV (Landbus Montafon) Kinderwerkstättli Montafon (namens des Standes) Offene Jugendarbeit Montafon (namens des Standes) Naturschutzverein Verwall (namens des Standes) Summe € 680.000, € 150.000, € 300.000, € 41.000, € 45.000, € 10.000, € 1.226.000, - Bgm Netzer informiert, dass beim Naturschutzverein noch nicht klar ist, ob die Mittel zur Zwischenfinanzierung gebraucht werden oder nicht. Der Standessekretär informiert, dass die Beträge für die drei Vereine namens des Standes weitergeleitet werden und für die Zwischenfinanzierung von Projekt-Ausgaben erforderlich sind. Auf Anfrage hält er fest, dass die Gesamtsumme von € 1.226.000, - im Rahmen der 50% des Kapitalstocks liegt und der aktuelle Zinssatz gemäß der vereinbarten Berechnungsmethode bei 0, 97 % liegt. Auf Antrag des Vorsitzenden wird die auf maximal 9 Monate beschränkte Weiterleitung der angefragten Finanzmittel einstimmig genehmigt. Pkt. 5.) Der Standessekretär erläutert das Erfordernis eines Kassenkredites für die Konten des Standes Montafon. Ein Kassenkredit im Sinne der GG ist ein Kredit mit einer Laufzeit von höchstens neun Monaten. Es handelt sich dabei um nicht haushaltswirksame und im Prinzip kurzfristige Liquiditätsaushilfen. Dadurch soll das zeitliche Auseinanderfallen von Einnahmen und Ausgaben überbrückt werden. Der Vergabe erfolgt auf Basis von Vergleichsangeboten. Gemäß § 50 GG b) Abs. 3 wird einstimmig beschlossen, die Aufnahme von Kassenkrediten für das Jahr 2017 und 2018 beim ÖPNV Konto 432.484 und dem Konto des Stand Montafon 344.499 mit max. 20% der Finanzkraft, das sind € 608.890, - (Finanzkraft 2017 = 3.044.450, -) festzulegen und an den Bestbieter zu vergeben. Pkt. 6.) Die Niederschrift der 26. Standessitzung vom 13.09.2017 wurde allen Standesvertretern per E-Mail übermittelt und über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 27. Standessitzung: 10.10.2017 Seite 6 von 9 Pkt. 7.) – Berichte: Berichte des Vorsitzenden: a) Der Vorsitzende berichtet, dass die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates der Montafonerbahn AG im Anschluss an die letzte Hauptversammlung stattgefunden hat. Er informiert, dass nächste Woche die nächste Aufsichtsratssitzung ansteht und es ihm ein Anliegen sei, allen Bgm-Kollegen für die bisherige Mitarbeit zu danken. Gleichzeitig sei es ihm wichtig, dass die vereinbarte und von allen Bürgermeistern mitbeschlossene Vorsitz-Regelung mit einem externen Fachmann oder einer Fachfrau zeitnah umgesetzt wird. In diesem Sinne ersucht er die Bgm-Kollegen auch um Vorschläge. b) Der Vorsitzende informiert über den am letzten Freitag stattgefundenen Check-up zum Schwerpunkt „Familienfreundliches Montafon“ mit Stephan Hagen im JAM. Alle Teilnehmer haben eindrücklich erlebt, wie wichtig es sei , von Zeit zu Zeit solche Evaluierungsschleifen zu ziehen. Die gelungene Veranstaltung habe gezeigt, dass bereits beachtliche Verbesserungen wie z.B. was den Ausbau auf die Ganztagesbetreuung und auch regionale Angebote - erreicht wurden. Gerade was aber die neuen Standorte in Gortipohl und allenfalls Gantschier anbelangt, liege noch viel Arbeit vor uns. Dringlich sei auch eine Einigung hinsichtlich der gemeinschaftlichen Kostentragung von regionalen Standorten. Diesem Thema sollten wir uns beim nächsten Bgm-Workshop widmen. Er ersucht für den Workshop am November um die vollzählige Teilnahme. c) Er berichtet, dass am 14. September 2017 im Rahmen einer gut besuchten Veranstaltung die 2. Kennzeichnung „Montafoner Baukultur“ verliehen wurde. Wie bei der erstmaligen Verleihung im Jahre 2015 habe auch heuer die Jury rund um Barbara Keiler (Bundesdenkmalamt, Abt. Vorarlberg), Verena Konrad (Architekturinstitut Vorarlberg), Thomas Mennel (Architekt) und Raimund Rhomberg (Bauforscher) wieder mehrere besonders wertvolle, historische Gebäude aus dem gesamten Spektrum der Montafoner Baukultur bewertet. Acht Objekte konnten an diesem Abend mit der Kennzeichnung „Montafoner Baukultur“ ausgezeichnet werden. Die Veranstaltung habe wiederum deutlich vor Augen geführt, wie wichtig der fachgerechte und beispielgebende Umgang mit unserer Baukultur im Rahmen von Erhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen für die Montafoner Kulturlandschaft ist. Damit wird diese mehr ins Blickfeld der Bewohner und auch der Besucher gerückt. Heuer dürfen sich die engagierten Eigentümer Familie Breuer (Haus Breuer, Tschagguns), Familie Seifert (Haus Seifert, Bartho-lomäberg), Familie Schöpf (Haus Schöpf, Partenen), Familie Benger (Gättermaisäß, Gargellen), Familie Brugger (Samilis Stall, Silbertal), die Alpgenossenschaft Tilisuna (Alpensemble Gampadels, Tschagguns, Familie Kasper (Maisäß Unterer Netzer, Gortipohl) sowie Ulrike Stocker (Brennerei, St.Anton) über die Auszeichnung freuen. Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte Kulturbeirat Leo Walser einen Rückblick auf „20 Jahre Kulturlandschaftsfonds Montafon“ und zeigte die eindrucksvolle Entwicklung des, aus dem einstigen Schindelholzfonds hervorgegangenen, Kulturlandschaftsfonds auf. An dieser Stelle bedankt sich der Vorsitzende bei allen Mitwirkenden recht herzlich. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 27. Standessitzung: 10.10.2017 Seite 7 von 9 d) Der Vorsitzende berichtet, dass gestern im Beisein von LR Katharina Wiesflecker die Eröffnung des neuen Standortes vom Kinderwerkstättli im Ärztehaus in Gaschurn stattfand. e) Der Vorsitzende berichtet, dass gestern das Ergebnis der Ausschreibung zur Suche eines touristischen Investors- und Betreibers für das Gerichtsgebäude in Schruns diskutiert wurde. Es sind leider keine Konzepte bzw. Angebote eingegangen, welche dem gewünschten touristischen Leuchtturmprojekt gerecht geworden sind. Der Denkmalschutz habe sich offensichtlich für viele als große Hürde erwiesen. In der aktuellen Anfrage des ORF habe er sich dahingehend geäußert, dass eine touristische Nutzung vorerst vom Tisch ist. Ein öffentliche Zugänglichkeit des Objektes in Teilen sei ihm besonders wichtig. Nun werden die weiteren Optionen detailliert ausgearbeitet und in der nächsten Steuerungsgruppe diskutiert und bewertet werden. Berichte des Regionalvertreters im Vorstand des Gemeindeverbandes Vorarlberg Bgm Martin Netzer (letzte Sitzung 17.09.2017): a) Bgm Netzer informiert, dass das Radfahrangebot in Vorarlberg im Rahmen der Radverkehrsstrategie Vorarlberg 2017-2020 weiter ausgebaut und verbessert werden soll – so beispielsweise der Neubau von Radabstellanlagen, die Reinigung und Räumung der Radwege soll besser organisiert und Radschnellverbindungen umgesetzt werden. Auch Longboards soll künftig auf Radwegen fahren dürfen. b) Zum Negativzins berichtet er, dass es auf die Situation der Gemeinden ankomme. Gemäß Informationen des Gemeindeverbandes, welche auf einem Erkenntnis des OGH fußen, könne ein Kreditnehmer bestenfalls mit Nullzinsen, nicht jedoch mit Negativzinsen rechnen. Weiters sei aber auch festgestellt worden, dass der Indikator bei einem negativen Referenzwert nicht einseitig mit Null angesetzt werden dürfe. Vielmehr müsse der negative Referenzwert bei einem variabel gestalteten Zinssatz in vollem Umfang, maximal bis Null-Prozent, angerechnet werden. Es bleibe abzuwarten, ob diese Entscheidungen des OGH , welche sich auf das Konsumentenschutzgesetz beziehen, auch für Unternehmen oder Körperschaften Anwendung finden. c) Der Gemeindeverband suche einen zusätzlichen Juristen. Die Gemeindeinformatik, der Umweltverband und der Gemeindeverband sollen zusammengeführt werden. d) Zum Gemeindefinanzpaket berichtet er, dass das neue Paket vorsehe, die Gemeinden im Sozialfonds zu entlasten, einen Abtausch der Gemeindebeiträge an den Landes-Wohnbaufonds mit den Einnahmen aus der MineralölsteuerRückvergütung (MÖST) und eine Neuregelung der Aufteilung der bisherigen schlüsselmäßigen Bedarfszuweisungen einschließlich der bisherigen § 21 FAGFinanzzuweisungen vorsehe. Für das Jahr 2017 wurde der Beitrag der Gemeinden an den Sozialfonds mit 100 Mio € begrenzt und gedeckelt. Der Standessekretär ergänzt, dass sich der Wegfall der MÖST im Abgang des Landbus Montafon negativ auswirken wird. Dies allerdings erst nach zwei weiteren Jahren, da die MÖST jeweils im Nachhinein berechnet wird. e) Die Finanzkraft werde neu definiert, so Netzer, neben den bisherigen Abgabenerträgen (Kommunal- und Grundsteuer, Ertragsanteile) werden nun auch TransferStand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 27. Standessitzung: 10.10.2017 Seite 8 von 9 zahlungen der Gemeinden (Landesumlage, Sozialfondsbeiträge etc.) auf der Ausgabenseite berücksichtigt. f) Bgm Netzer berichtet, dass die Einheitsbewertung seit dem Jahre 2007 laufe. Das Vorarlberger Modell der Einheitsbewertung wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Der Rückstand bei den Finanzbehörden belaufe sich auf 30.000 Akten. g) Im Weiteren verweist Bgm Netzer auf das Rundschreiben des Gemeindeverbandes. Die Zahlen für jede einzelne Gemeinde kann bei Peter Jäger angefordert werden. Pkt. 8.) Allfälliges a) Bgm Vallaster informiert über die geplante Jungbürgerfeier am 14. Juni 2018 in Gantschier. Eine solche Feier sollte zumindest alle fünf Jahre stattfinden. Ein kleines Team mit Bgm Lechthaler, Bgm Schuler und ihm kümmere sich um die Konzeption. Es werde mit ca. 1200 Jugendlichen gerechnet. Die Kosten werden mit € 25.000, - beziffert. Der Standessekretär empfiehlt den Miteinbezug des Jugendforums. Alle Gemeinden erklären sich zur Mitwirkung bereit. b) Bgm Netzer spricht die Wiederverleihung der Kraftfahrlinien-Konzession an. Der Standessekretär informiert, dass das entsprechende Kündigungsschreiben noch nicht unterfertigt sei und er dieses nach Unterfertigung umgehend an die Bürgermeister zur Information zusende. Aus seiner Sicht bestehen keine Hinderungs-Gründe für die Wiedererteilung der Konzessionen, vielmehr seien diese zur Aufrechterhaltung des Betriebs erforderlich. c) Bgm Netzer kritisiert, dass nach wie vor Busse leer auf die Bielerhöhe fahren. d) Bgm Lechthaler berichtet von der Jahreshauptversammlung des Blasmusikvereines, auf welcher Obm Rudigier wiedergewählt wurde. e) Monika Vonier spricht das Thema Taxi an und fragt an, ob die grundsätzliche Bereitschaft vorhanden sei, die Kosten für eine allfällige Bereitstellungspauschale gemeinsam zu tragen. Nach eingehender Diskussion wird grundsätzlich befürwortet, Angebote für einen Taxidienst in der Wintersaison einzuholen. f) Bgm Ladner weist darauf hin, dass die Bauarbeiten an der L188 noch ein bis zwei Tage Ampelregelung erfordern werden. Dann sind die Bauarbeiten für dieses Jahr abgeschlossen. Der zweite Abschnitt soll in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Bgm Ladner berichtet, dass gegenwärtig noch eine weitere Umfahrungs-Variante geprüft und auch eine kreuzungsfreie Lösung im Bereich der Alma untersucht werde. Er hält fest, dass der derzeit geplante Bettenausbau im Montafon auf Grund des dadurch zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommens von der Gemeinde Lorüns sehr kritisch gesehen wird. Der Vorsitzende betont zusammenfassend, wie wichtig und dringend eine Verkehrslösung für den Bereich Lorüns-Alma ist. Zunächst bedarf es einer abgestimmten Variantenwahl mit der Gemeinde Lorüns und danach der Beratung im Standesausschuss. Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659 27. Standessitzung: 10.10.2017 Ende der Sitzung, 16.58 Uhr; Schruns, 31. Oktober 2017; Schriftführer: Seite 9 von 9 Standesausschuss: Stand Montafon Montafonerstraße 21 A-6780 Schruns www.stand-montafon.at Tel: +43(0)5556/72132-0 Fax: +43(0)5556/72132-9 E-Mail:info@stand-montafon.at DVR 0433659