18730116_SV

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Aktenzahl/Geschäftszahl
Letzte Änderung 24.05.2021, 12:01
Gemeinde StandMontafon
Bereich oeffentlich
Schlagworte: standmontafon,standesprotokolle,standesausschuss
Dokumentdatum 13.12.1901
Erscheinungsdatum 13.12.1901
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Verbände/Konkurrenzen
Verträge
Publikationen Montafon Standesprotokolle_sv_
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Inhalt des Dokuments

[-1-] Protokoll Aufgenommen zu Schruns am 16. Jänner 1873 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemer. ___________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämtlichen Standesausschußmitglieder durch eine Currenda vom 13. Jänner d. Jr. veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standesausschüsse am bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände ___________ 1. In der verseuchten Gemeinde Bartholomäberg sind gegenwärtig nach 3 Seuchenställe, nämlich solche Ställe, aus welchen schon 3 Stück Vieh lungenkrank verlegt wurden. In diesen 3 Ställen sind 24 Stück Rindvieh, dieselben sollten so schnell als möglich aus diesen Ställen fortgeschafft und getötet [-2-] werden, damit die Viehseuchengemeinde Bartholomäberg und mit ihr ganz Montafon früher und schneller von dieser Viehseuche los würde, und dem allgemeinen Verkehre übergeben werden könnte. 2. Der Bürgermeister von Bludenz verlangt in einem Schreiben vom 12. Jänner d. Js., daß die gesunden Gemeinden von Montafon, allen Verkehr mit den Seuchengemeinden Bartholomäberg und Silbertal absperren, widrigenfalls die Bezirke Bludenz und Feldkirch ein Ansuchen stellen an das hohe Ackerbauministerium, damit ganz Montafon abgetrennt werde, was soll geschehen? Hierüber wurde folgendes beschlossen: ad 1. Die 3 Seuchenställe am Bartholomäberg beim Bertold, Stemer und Stüttler dort sollen von Tierarzt Schlachter die nächsten Tage untersucht werden, die kranken sollen verlegt, die gesunden Stücke sollen in dem Gemeinderaum[?] zu Bartholomäberg geschlachtet und das Fleisch auf die sämmtlichen Gemeinden nach der Seelenzahl das [Gewichtsangabe: Pfund?] zu 20 Kreuzer vertheilt werden. Das Gewicht von diesem gesunden Schlachtvieh soll von einem sachkundigen Mann im lebenden Zustande erhoben werden und danach auf die Gemeinden verteilt werden. [-3-] Die Errichtung des Schlachthauses in der Bartholomäberg übernimmt der Stand Montafon, so auch die Zahlung dieses geschätzten Viehes in obigen 3 Seucheställten was den Fleisch- und Hauterlös nicht deckt. Das Schlachtvieh respektive das Fleisch soll bestmöglich gleichmäßig verteilt werden. ad 2. Dem Bürgermeister von Bludenz soll bedeutet werden, daß sich die gesunden Gemeinden mit der Absperrung gegen Bartholomäberg und Silbertal begnügen, wie sie von der Seuchenkommission angeordnet wurde. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften des Standesrepräsentanten und der Gemeindevorsteher]