18740728_SV

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Aktenzahl/Geschäftszahl
Letzte Änderung 24.05.2021, 12:05
Gemeinde StandMontafon
Bereich oeffentlich
Schlagworte: standmontafon,standesprotokolle,standesausschuss
Dokumentdatum 13.12.1901
Erscheinungsdatum 13.12.1901
Unterausschüsse
Kommissionen/Kuratorien
Verbände/Konkurrenzen
Verträge
Publikationen Montafon Standesprotokolle_sv_
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Anhänge
Inhalt des Dokuments

[-1-] Sitzungs-Protokoll Aufgenommen zu Schruns in der Gemeindekanzlei am 11. August 1873 von dem Standesrepräsentanten Franz Josef Stemmer in Schruns ___________________________________________________ Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Mit Bezug auf die Standes-Statuten vom Jahre 1864 hat der Standesrepräsentant die Einberufung der sämtlichen Standesausschußmitglieder mittelst Currenda vom 23. Juli 1874 veranlaßt, und nachdem sich die gefertigten Standes-Ausschüsse um bestimmten Tage und zur bestimmten Stunde versammelt hatten, setzte der Vorsitzende auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: ____________ 1. Die Feuerwehr von Schruns stellt an den löblichen Standesausschuß von Montafon das Ansuchen, es wolle derselben zur Anschaffung von Requisiten zum zum Feuerlöschen einen Beitrag von 200 fl aus dem Brandassekuranzfonde ausbezahlt werden. 2. Der Waldaufseher von Silbertal fordert [-2-] vom Standesausschusse Gehaltsaufbesserung, indem er um den jetzigen Gehalt diesen Dienst nicht mehr länger fleißig besorgen könne. 3. Die Interessenten von der Alpe Gaflunen zu Silbertal stellen an den Standesausschuß wiederholt das Ansuchen, es wolle ihnen bewilligt werden, in obige Alpe Gaflunen einen Viehstall ganz von Holz aus Standeswaldungen erbauen zu dürfen, mit Ausnahme des Stallbodens, denselben wollen sie mit Steinplatten herstellen. 4. Über die Holzangelegenheit des Georg Salzgeber und Gottlieb Liepert von Tschagguns wolle der Standesausschuß entscheiden. 5. Sollen die Standeswaldungen in Montafon unter die betreffenden Gemeinden aufgeteilt, und wem soll dieses Geschäft, im Falle der Aufteilung übertragen werden? 6. Die Gemeindeparzelle Gampleaschg[?] zu Schruns benötigt unumgänglich einen Waldweg, damit dieselbe mit ihrem Brenn- und Schindelholz noch herkommen können, sie stellen daher an den löblichen Standesausschuß von Montafon die Bitte, derselbe wolle ihnen 200 fl aus der Standeskasse beitragen. 7. Soll nicht eine Thierarztstelle mit dem Sitze in Schruns und mit einem [-3-] Wartgeld von 300 fl ausgeschrieben und aus der Standeskasse bezahlt werden? Hierüber wurde folgendes beschlossen: _____________________________________ ad 1. Der freiwilligen Feuerwehr in Schruns sind die angesuchten 200 fl aus dem Brandassekuranzfonde auszuzahlen. ad 2. Dem Waldaufseher Lorenz Fleisch von Silbertal ist sein Waldaufsehergehalt um 15 fl zu verbessern. ad 3. Dem Interessenten der Alpe Gaflunen zu Silbertal sei zu bedeuten, daß diese fraglichen Stallbauten dort vorerst noch den Herren Gemeindevorsteher Johann Joseph Bittschnau von Tschagguns, Schappler von Vandans und Bertold Kurzemann von St. Anton zu untersuchen sei, ob sie nicht in der Lage sind, diesen Stall aus Steinen zu erbauen. ad 4. Die Streitsache zwischen Georg Salzgeber und Gottlieb Liepert von Tschagguns soll im Vergleichswege abgethan werden. ad 5. Wegen Theilung der Standeswaldungen in Montafon sollen vorerst die sämtlichen Gemeindevertretungen, welche an diesen Waldungen beteiligt sind, gehört werden, und im Falle dieselben auf Theilung [-4-] derselben dringen, wollen sie auch den Wunsch aussprechen, wem dieses Geschäft der Theilung übertragen werden soll. ad 6. Der Gemeindeparzelle Gampleschg[?] zu Schruns wird zu einem Waldwege dort aus der Standeskasse als freiwilliger Beitrag 200 fl bewilligt. ad 7. Für den Bezirk Montafon soll eine Thierarztstelle mit einem Wartgelde von 300 fl, jährlich aus der Standeskasse zu bezahlen, ehestens ausgeschrieben und besetzt werden. Seinen ständigen Sitz soll er in Schruns im Mittelpunkte haben. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und des Standesrepräsentanten]