18710909_SV

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Aktenzahl/Geschäftszahl
Letzte Änderung 24.05.2021, 13:08
Gemeinde StandMontafon
Bereich oeffentlich
Schlagworte: standmontafon,standesprotokolle,standesausschuss
Dokumentdatum 13.12.1901
Erscheinungsdatum 13.12.1901
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Publikationen Montafon Standesprotokolle_sv_
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Inhalt des Dokuments

[-1-] Protokoll Aufgenommen zu Schruns am 9. September 1871 von dem Standesrepräsentanten von Montafon Franz Josef Stemmer. Gegenwärtige: Die gefertigten Standesausschüsse respektive Gemeindevorsteher von Montafon. ___________________________________________________ Zu Folge Einberufung des Standesrepräsentanten haben sich heute die gefertigten Standesausschüsse vom Montafon zu einer Standesausschußsitzung versammelt, und der Vorsitzende setzte auf die Tagesordnung folgende Gegenstände: 1. Der Gemeindeausschuß von Schruns hat beschlossen bei der Regierung anzusuchen, daß in Schruns ein Telegraphenamt errichtet werde, wenn der Stand Montafon hiezu einen jährlichen Beitrag leiste, und die Telegraphenstangen bei der ersten Erstellung aus Standeswaldungen zu beziehen bewillige. 2. Wie soll die Gemeindevorstehung oder die Standesvertretung vorgehen, wenn zum Beispiel von Privaten, welche das Holz zu Reparaturen oder Neubauten an Gebäuden aus Standeswaldungen beziehen, und dann das alte Holz von diesen Gebäuden verkaufen? [-2-] 3. Von dem Jahre 1872 an verlangt der Medikus Doktor Huber in Schruns ein Wartegeld von jährlichen 140 fl österreichischer Währung mit der Bedingung, daß er bei Behandlung der Armen, welche von der Gemeinde unterstützt werden, nur die Medikamenten gegen die Gemeinde in Aufrechnung bringen kann. 4. Ein gewisser Zerlaut geprüfter SP????, von Bludenz gebürtig, wünscht eine Anstellung als Sp??? in Montafon, mit welchem Gehalte und unter welchen Bedingungen kann derselbe vom Standesrepräsentanten aufgenommen werden? 5. Die Standeswaldungen zu Bartholomäberg, Vandans und Gaschurn sollen über???? sein nach Angabe des k.k.??? Försters; wo soll nun jede Gemeinde künftig ihren Holzbedarf beziehen? 6. Josef Anton Tschofen Waldaufseher von Bartholomäberg sucht an beim Standesausschuß um Gehaltsaufbesserung, was soll geschehen? Hierüber wurden folgende Beschlüsse gefaßt: ___________________________________________ ad 1. Der Stand Montafon verspricht der Gemeinde Schruns zur Errichtung eines Telegraphenamtes einen jährlichen Beitrag pro. zwanzig Gulden österreichischer Währung und zur ersten Erstellung der nöthigen Telegraphenstangen aus den nächst gelegenen Standeswaldung unentgeltlich zu beziehen. ad 2. Wenn Parteien im Montafon alte Gebäude abbrechen, ohne Unterschied ob dieselben wieder aufgebaut werden oder nicht, so hat derselbe das alte, [-3-] abgänge Holz selbst für selbst für seinen Holzbedarf zu verwenden, er darf dasselbe nicht verkaufen, und es soll ihm so lange er solches Holz zum Bedarf hat, kein Holz aus Standeswaldung verabfolgt werden. ad 3. Dem Med. Doktor Huber Josef in Schruns soll das verlangte Wartegeld von 140 fl. österreichischer Währung vom 1. Jänner 1872 an alljährlich ausbezahlt werden, unter den in Punkt 3 aufgeführten Bedingungen. ad 4. Der Spinner??? Zerlauth von Bludenz soll vorderhand nicht bestellt werden. ad 5. Die Gemeinde Bartholomäberg, Schruns, Tschagguns und St. Anton werden mit ihrem Holzbedarf für die künftigen Jahre in der Standeswaldung Schruns, Bartholomäberg, St. Anton, Vandans, Silbertal und St. Gallenkirch angewiesen; St. Gallenkirch in St. Gallenkirch, Gaschurn in Gaschurn und Vandans in Vandans. ad 6. Dem Waldaufseher Josef Anton Tschofen von Bartholomäberg ist der Jahresgehalt von Seite des Standes von 17 fl. 30 Kreuzer auf 28 fl. zu erhöhen. Zur Bestätigung dessen folgen die Unterschriften: [Unterschriften der Gemeindevorsteher und Unterschrift des Josef Huber, Dr. der Medizin und Chirurgie]