19660505_SV_005

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Aktenzahl/Geschäftszahl
Letzte Änderung 24.05.2021, 13:43
Gemeinde StandMontafon
Bereich oeffentlich
Schlagworte: standmontafon,standesprotokolle,standesausschuss
Erscheinungsdatum 05.05.1966
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Publikationen Montafon Standesprotokolle
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Inhalt des Dokuments

[-1-] Niederschrift Aufgenommen am 5. Mai 1966. im Sitzungssaal des Standes Montafon in Schruns, anläßlich der 5. Sitzung des StandesausSchusses in der laufenden Funktionsperiode. Mit Einladungsschreiben vom 28. April 1966, wurde auf heute 8.30 Uhr eine Standesausschuß-Sitzung anberaumt, zu welcher die Ausschußmitglieder: Standesrepräsentant Bgm. Peter Wachter, Gaschurn, als Vorsitzender " Stellvertreter LAbg. Bgm. Ignaz Battlogg in St. Anton, Bürgermeister Bitschnau Alfons in Vandans, Bürgermeister Both Martin in Tschagguns, Bürgermeister Brugger Hermann in Silbertal, Bürgermeister Burtscher Eugen in Stallehr, Bürgermeister Vallaster Erwin in Bartholomäberg, Gemeinderat Anton Lorenzin in Gortipohl, als Vertreter des dienstlich verhinderten Bürgermeisters von St. Gallenkirch und Gemeinderat Franz Josef Stofleth in Schruns, als Vertreter der Marktgemeinde Schruns. Der Standesvertreter Bgm. Otto Ladner von Lorüns, hat sich wegen Unabkömmlichkeit entschuldigt. Der Vorsitzende eröffnet die Sitzung und stellt die Beschlußfähigkeit fest. Anschließend gedenkt der Vorsitzende dem am 11. April 1966 verstorbenen Standesvertreter, Herrn Bürgermeister Josef Batlogg aus Lorüns. Am 30.12.1888 geboren, war Bgm Josef Batlogg von 1924 bis zu seinem Ableben, mit Ausnahme der Jahre 1938 bis 1945, Bürgermeister der Gemeinde Lorüns, und damit Bürgermeister mit der längsten Amtszeit in Vorarlberg. Sein Bestreben war nicht nur die umsichtige Obsorge in seiner Heimatgemeinde, sondern auch die echte und treue Zugehörigkeit zur Standesfamilie durch seine Vertretung im Stand Montafon. Im treuen Gendenken an den Verstorbenen erheben sich die Anwesenden von ihren Plätzen. Gleichzeitig übermittelt der Vorsitzende den Dank der Witwe des Verstorbenen für die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnis. Folgend wird zur Erledigung nachstehend angeführter Tagesordnung übergegangen. 1. Vorlage der Sitzungsniederschrift vom 24.3.1966. 2. Polytechnischer Lehrgang; Eingaben der Marktgemeinde Schruns und der Gemeinde Tschagguns. 3. Ansuchen der Marktgemeinde Schruns - im Namen des Heimatschutz- und Museumsvereines Montafon - um Überlassung des Gendarmeriedienstgebäudes in Schruns. [-2-] 4. Zuschrift des Bezirksgerichtes Montafon in Schruns (Jv. 119/66), betreffend den Einbau einer Ölheizung in den Gerichtsräumen. Erledigung der Tagesordnung: Zu Pkt. 1. Die Sitzungsniederschrift vom 24.3.1966, wird in vorliegender Passung einstimmig genehmigt und gefertigt. Zu Pkt. 2. Zur Behandlung dieses Punktes erscheinen auch die Herren Bürgermeister Eugen Isele und Volksschuldirekter Edmund Ganahl, im Rahmen des Arbeitsausschusses für Schulraumbeschaffung für den Polytechnischen Lehrgang. Nach eingehender Debatte wird einstimmig beschlossen, die Marktgemeinde Schruns zu ersuchen, für zwei Jahre provisorisch die derzeit in der Hauptschule Schruns noch zur Verfügung stehenden Klassenräume für den Polytechnischen Lehrgang zur Verfügung zu stellen. Der Kostenaufwand (Bänke, Lehrmittel usw.) soll der Schülerzahl entsprechend auf die betreffenden Gemeinden verumlagt werden. Diese Entscheidung kommt deshalb zustande, weil in St. Gallenkirch das Bestreben besteht, den Polytechnischen Lehrgang für die Innerfratte in St. Gallenkirch durchzuführen. Die Gemeindevertretungen von St. Gallenkirch und Gaschurn haben die diesbezüglichen Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Auch die Gemeinde Tschagguns muß das vorgesehene Projekt erst der Gemeindevertretung vorlegen. Ausserdem ist nach Ablauf eines Jahres besser zu übersehen, was für Auswirkungen der Polytechnische Lehrgang mit sich bringt; wieviele Schüler durch den Besuch der Handelsschule oder andere Schulen vom Besuch des Polytechnischen Lehrganges ausscheiden. Nach Behandlung dieses Punktes verabschieden sich die Herren Bürgermeister Eugen Isele und Volksschuldirektor Edmund Ganahl. Der Vorsitzende bedankt sich im Namen der Standesvertretung für das Erscheinen und wertvolle Mitarbeit bei der Beratung. Zu Pkt. 3. Dem Ansuchen des Heimatschutz- und Museumsvereines in Schruns, um die Überlassung des I. und II. Stockes im Hauses Nr. 27 (Gendarmeriegebäude) in Schruns, wird stattgegeben, und zwar bis auf Widerruf. Der Heimatschütz- und Museumsverein ist jedoch verpflichtet, die Gebäudeerhaltungskosten ab Parterre incl. sonstiger Kosten und Gebühren, mit Ausnahme der Dacherhaltung zu übernehmen. Ausserdem ist eine Jahresmiete in Höhe von S 300.— zu entrichten. Die Räumlichkeiten können jedoch erst dann zur Verfügung gestellt werden, wenn die Wohnung des Herrn Justizbeamten Hermann Malin und die Gendarmeriediensträume frei werden, was voraussichtlich erst in ca. 1 1/2 Jahren der Fall sein wird. Zu Beginn der Beratung ist auch der Obmann des Montafoner Heimatschutz- und Museumsvereines, Herr [-3-] Oberschulrat Max Thomann erschienen um die Dringlichkeit der Beschaffung neuer Museumsräume zu erläutern, da vorgesehen ist das alte Heimatmuseum im Zuge der Straßenverbreiterung abzutragen. Oberschulrat Max Thoman verabschiedet sich vor der Beschlußfassung. Für sein Erscheinen und für die aufklärenden Worten spricht ihm der Vorsitzende den Dank der Standesvertretung aus. Zu Pkt. 4. Dem Ansuchen der Justizverwaltung die bestehende Koksfeuerungsanlage auf Ölfeuerung umzubauen, wird aus finanziellen Gründen abgelehnt. Es wäre notwendig die auflaufenden Kosten auf die einzelnen Gemeinden zu verumlagen, was eine neuerliche Belastung der einzelnen Gemeinde zur Polge hätte, die ohnehin durch Schulbauten, Mitfinanzierung der Hauptschule, Polytechnisches Jahr usw. sehr stark belastet sind. Die Aufheizung des Archivraumes, der nicht an die Zenralheizung angeschlossen ist, wird am zweckmässigsten mittels Elektroofens bewerkstelligt, den der betreffende Beamte während seines Aufenthaltes im Archiv, in seiner unmittelbaren Nähe in Betrieb setzt. Die Justizverwaltung ist auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen. Die vorgesehene Erweiterung des Kellerfensters zur besseren Kokseinbringung wird noch dieses Jahr durchgeführt. Der Vorsitzende schließt die Sitzung und dankt den Standesvertretern für das zahlreiche Erscheinen. Beginn der Sitzung: 8.45 Uhr. Ende der Sitzung: 10.55 Uhr. Der Schriftführer: Der Standesausschuß: