Montafoner_Museen_2009_Info_6

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Letzte Änderung 17.12.2012, 08:10
Gemeinde MontafonerMuseen
Bereich oeffentlich
Schlagworte: informationsschrift,heimatbegriff
Erscheinungsdatum 01.10.2009
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Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Die Seite 1 sollte einleitenden Bemerkungen vorbehalten sein, die aber aufgrund der Fülle der Informationen, die wir Ihnen zu Veranstaltungen und Projekten mitzuteilen haben, immer mehr gekürzt werden müssen. Andererseits schreit der Vorarlberger Landtagswahlkampf nach Entgegnungen. Wie kommt ein Wahlwerber dazu, Abbruchprämien für alte Häuser in Höhe von 5000 Euro zu fordern? Ist das der „Mut zur Heimat“, den andere fordern? Jedenfalls waren die Montafonerinnen und Montafoner nie so naiv und haben durch intensiven Kontakt mit dem „Fremden“ über Jahrtausende die Basis für eine beeindruckende Kulturlandschaft geschaffen. Aber lassen wir das, Sie als Mitglied unseres Vereins wissen das ohnehin und haben immer wieder Gelegenheit, im Rahmen unserer Veranstaltungen die kulturgeschichtlichen Wurzeln unserer Region hautnah zu erfahren. Was aber definitiv nicht geht, ist die Verunglimpfung unseres Kollegen Hanno Loewy, der genau an diesen Wurzeln sehr interessiert ist und als wiederkehrender Montafon-Urlauber im übrigen auch ein Freund des Tales ist. „Mut zur Heimat“ heißt eben nicht nur „Mut zu alten Spinnrädern und Trachten“, sondern eben auch Mut zu Menschen, die einen kritischen Blick haben. Wie zitierte der Museumskurator Beat Gugger so schön in der Tagung des Joanneums (Graz) im Montafoner Heimatmuseum im März: „Heimat ist dort, wo ich mich aufrege!“ Und da gaben die Wahlkampfslogans nun wirklich allen Grund dazu! Andreas Rudigier (Obmann) Wir bitten alle Mitglieder, die ihren Mitgliedsbeitrag 2009 noch nicht einbezahlt haben, dies demnächst zu tun – wir brauchen das Geld, damit wir uns auch weiter aufregen können! 1 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen 2009 Mittwoch, 23. Sept. 2009, 19.35 Uhr Rathaus Bludenz (Sitzungssaal) Zwischen Edelweiß und Hakenkreuz. Alpinismus und Nationalsozialismus im Montafon (Vortrag von MMag. Michael Kasper) Am 1. April 1938 berichtete der Obmann des Bezirkes Montafon der Alpenvereinssektion Vorarlberg, zu Beginn der 56. Jahreshauptversammlung in Schruns den etwa 35 Besuchern: „Viel ist nicht zu melden, da durch die glückliche Heimkehr der Ostmark in das großdeutsche Vaterland wichtigere u. dringendere Arbeiten in den Vordergrund getreten sind.“ Wie kann diese Aussage eines führenden Funktionärs des Alpenvereins, die wenige Tage nach der Machtübernahme durch das nationalsozialistische Regime und kurz vor der sogenannten „Volksabstimmung“ vom 10. April getätigt worden war, in Bezug auf die ideologische Ausrichtung des damaligen Alpinismus beziehungsweise der diesen ausübenden Bergsteigerinnen und Bergsteiger historisch eingeordnet werden? Im Vortrag soll am Beispiel des Montafons das Zusammenwirken von Bergsport und Nationalsozialismus näher beleuchtet werden, denn die gesellschaftliche und politische Dimension des Alpinismus auf regionaler Ebene wurde bisher kaum näher untersucht, obwohl es bekanntermaßen zahlreiche ideologische Gemein- samkeiten zwischen Faschismus und Alpinismus gab. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen der Alpenvereinsbezirk Montafon mit der übergeordneten Sektion Vorarlberg sowie die verschiedenen regionalen Wintersportvereine und Ski­ clubs mit ihren jeweiligen Mitgliedern und Funktionären. ☛ Anreise mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Ankunft in Bludenz um 19.27 Uhr; Rückreise Bludenz 21.37 Uhr 2 Veranstaltungen Freitag, 25. Sept. 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 Samstag, 26. Sept. 2009, 20 Uhr Silbertal, Vereinshaus Bartholomäberg, Pfarrkirche Eugenie Goldstern: Lesung und Gesprächsabend Orgelkonzert zum 200. Todestag des Orgelbauers Johann Michael Grass (mit Prof. Bruno Oberhammer) Der aus Bürserberg stammende Orgelbauer Johann Michael Grass (geb. 1746) hat im Jahre 1792 eine Orgel in die Pfarrkirche Bartholomäberg eingebaut, welche heute zu den großartigsten Denkmalorgeln Österreichs zählt – und wohl auch über die Landesgrenzen hinaus! Als „Hoforgelbauer“ der Benediktinerabtei St. Gallen hat Johann Michael Grass viel in der Schweiz gearbeitet; die einzige erhaltene Grass-Orgel steht aber in der Pfarrkirche Bartholomäberg! Im Jahre 1809 ist Johann Michael Grass im schweizerischen Lommis verstorben. Im Jahre 1861 hat der Tiroler Orgelbauer Alois Schönach (1811-1899) die Bartholomäberger Orgel noch erweitert und ihr das heutzutage vielgerühmte Profil gegeben. Dieser Abend schlägt eine inhaltliche Brücke zwischen der Silbertaler Ausstellung „Kind und Kuh“ und dem Besuch von Goldstern-Nachkommen. Eugenie Goldstern hat ein reiches Erbe hinterlassen. Ihre Forschungstätigkeit im hochalpinen Raum Europas und ihre volkskundliche Sammlung sind Ergebnis eines außerordentlichen Forschungsethos, gepaart mit Humanismus und Hingabe. Ausgewählte Texte von und über Eugenie Goldstern legen einen Leitfaden durch den Abend. Ergänzt werden diese Lesungspassagen durch erklärende Informationen zu Eugenie Goldsterns Wirken. Besonderes Interesse gilt der Anwesenheit von drei Nachkommen Eugenie Goldsterns an diesem Abend. Deren Aussagen und Kommentare werden den Menschen und das tragische Schicksal Eugenie Goldstern aus einem sehr persönlichen Blickwinkel beleuchten. Textrezitation Brigitte Walk, Schauspielerin; Moderation Jutta Berger, Journalistin ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 18.35 Uhr, Ankunft in Silbertal um 18.47 Uhr; Rückreise mit dem Bus nicht möglich (aber melden sich im Heimatmuseum für eine private Rückkehrmöglichkeit nach Schruns an!) An diesem Abend findet im Gedenken an den bedeutenden Vorarlberger Orgelbauer Johann Michael Grass und den 90 Jahre später verstorbenen Orgelbauer 3 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen den Berger Hof. Der weit umspannende Bogen der Accessoires soll dort durch das Schuhhaus Sander und das Schmuckund Uhrenfachgeschäft Dalus präsentiert werden. Die Besucherinnen werden auch herzlich gebeten, ihre Accessoires, wie Hutnadeln, Broschen, Ketten ... zur Ansicht mitzubringen. ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 13.05 Uhr, Ankunft in Bartholomäberg um 13.16 Uhr; Rückreise ab 16.12 Uhr 2009 Alois Schönach ein Orgelkonzert in der Pfarrkirche Bartholomäberg statt. Der international renommierte Orgelvirtuose Bruno Oberhammer wird mit Kompositionen verschiedener Meister und mit eigenen Improvisationen die Klangvielfalt der Grass-Orgel demonstrieren. ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 18.35 Uhr, Ankunft in Bartholomäberg um 18.48 Uhr; Rückreise mit dem Bus nicht möglich (aber melden sich im Heimatmuseum für eine private Rückkehrmöglichkeit nach Schruns an!) Mittwoch, 30. Sept. 2009, 19.30 Uhr Mittwoch, 30. Sept. 2009, 14 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn 11. Montafoner Trachtengespräche: „Accessoires der Tracht“ (mit Elisabeth Walch) Gemeinsames Singen Die kommenden Trachtengespräche bieten die Möglichkeit, das jüngste unter den Montafoner Museen zu besichtigen, das Alte Frühmesshaus am Bartholomäberg. Sowohl das Haus als auch die Ausstellung bieten überraschende Aspekte. Da die Räumlichkeiten sich für die Trachtengespräche (noch) nicht eignen, begeben sich die Teilnehmerinnen anschließend in 4 Franz Josef Battlogg hatte es im 19. Jahrhundert vorgemacht: Zahlreiche sangesfreudige Gaschurnerinnen und Gaschurner pilgerten ins Frühmesshaus, um nach dem Taktstock Battloggs zu singen. Wir haben heute keinen Battlogg mehr, aber dafür laden wir alle Montafonerinnen und Montafoner (und darüber hinaus!) ein, gemeinsam mit uns alte Montafo- Veranstaltungen ner Lieder zu singen. Das Ambiente der Museumsstube im alten Frühmesshaus in Gaschurn bietet dazu den Rahmen. ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 18.35 Uhr, Ankunft in Gaschurn um 19.00 Uhr, Partenen ab 19.17 Uhr; Rückreise mit dem Bus nicht möglich (aber melden sich im Heimatmuseum für eine private Rückkehrmöglichkeit nach Schruns an!) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 Freitag, 2. Oktober 2009, 17.30 und 19 Uhr Treffpunkt: Schruns Bahnhof, 17 Uhr Freitag wollen wir Ihnen die Gelegenheit geben, zwei weitere Ausstellungen mit völlig unterschiedlichen Zugängen zum „Berg“ vorzustellen. Zum einen geht es um die Positionen der „Artenne“ (ein spannendes Privatmuseum in Nenzing) zum Nenzinger Himmel, der in Nenzing nur unter Gamperdond bekannt ist, und zum anderen um den jüdischen Blickwinkel, der im Jüdischen Museum in Hohenems gezeigt wird – das Bergsteigen, Skifahren und etwa auch der Bergfilm sind ohne jüdische Geschichte nicht repräsentativ darstellbar. Kosten für Eintritt und Bus berücksichtigen, Anmeldung im Montafoner Heimatmuseum Schruns erforderlich (Tel 05556/74723 oder museen@montafon.at) Freitag, 2. Oktober 2009, 20 Uhr Ausstellungsbesuche in Nenzing und Hohenems: „Nenzinger Himmel“ (Artenne) und „Hast du meine Alpen gesehen?“ (Jüdisches Museum) Der Ausstellungssommer 2009 steht in Vorarlberg im Zeichen der Berge. Auf die Ausstellungen im Montafon wird an anderer Stelle in diesem Infoblatt aufmerksam gemacht, das Landesmuseum und das Huber Haus in Lech widmen sich dem Schnee, die Arlbergbahn ist Gegenstand der Ausstellung im Klostertal Museum in Wald, und an diesem Montafoner Heimatmuseum Schruns Offenes Singen Nach der Sommerpause findet wieder das Offene Singen mit Hannes Riesch zu 5 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen im Vorverkauf sowie am Tag der Veranstaltung am „Treffpunkt Museum“, der in jeder Landeshauptstadt eingerichtet wird. Die Tickets kosten regulär 13 € und ermäßigt 11 € (für Schülerinnen/ Schüler, Studentinnen/Studenten, Seniorinnen/Senioren, Menschen mit Behinderungen, Präsenzdiener und Ö1-ClubMitglieder). Regionale Tickets kosten 6 € und berechtigen zum Eintritt der regionalen Museen wie etwa im Montafon. Freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren. Alle Infos unter: langenacht.ORF.at Nachts im Museumsbus!! Lassen Sie sich von uns in alle Montafoner Museen führen!! Wir bieten am 3. Oktober die Gelegenheit, mit einem Bus alle Montafoner Museen, die Wintersportsammlung und das Kunstforum zu besuchen. Sollten Sie Interesse haben, bitten wir Sie um Anmeldung im Heimatmuseum (bis 30. September). Wir starten um 18 Uhr im Heimatmuseum in Schruns und machen dann eine Rundreise, die Tschagguns, Gaschurn, Silbertal und Bartholomäberg umfasst, und die um zirka 23 Uhr wieder in Schruns endet. Als Mitglied kostet Sie der Abend nur 25 Euro, und Essen und Trinken sind inbegriffen. Lange Nacht der Museen – Bartholomäberg Das alte Frühmesshaus erinnert dem Namen nach an die früher bedeutenden „Hilfspfarrer“, die nicht nur die Frühmesse zu lesen hatten, und ist seit 2009 das vierte Museum im Montafon und das 50. in Vorarlberg. Es steht am wohl wichtigsten Standort, den die Kulturge- 2009 Liedern aus dem Vorarlberger Wirtshausliederbuch statt. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 19.17 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn Schruns ab 22.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich. Samstag, 3. Oktober 2009, 18-1 Uhr Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn, Wintersportausstellung Tschagguns, Kunstforum Schruns Lange Nacht der Montafoner Museen (in Kooperation mit dem ORF) Am Samstag, den 3. Oktober 2009, findet die diesjährige „ORF Lange Nacht der Museen“ in ganz Österreich statt. Bereits zum zehnten Mal initiiert der ORF die Kulturveranstaltung – ein Rekord von 650 Museen und Galerien sind heuer daran beteiligt und öffnen ihre Türen für kulturinteressierte Nachtschwärmer von 18 bis 1 Uhr Früh. Neben abwechslungsreichen Ausstellungen werden viele spannende Events und Sonderveranstaltungen geboten. Besucher können aus dem reichen Angebot ihre persönlichen Highlights wählen und alle teilnehmenden Häuser und Veranstaltungen mit nur einem Ticket besuchen. Neben kleinen, kuriosen und großen, renommierten Kulturinstitutionen nehmen heuer wieder viele neue Locations teil, die darauf warten, von den „Langen Nacht“ Besuchern entdeckt zu werden. Das Ticket ist bereits Mitte August unter tickets.ORF.at erhältlich. Tickets und Booklets erhalten Besucher bei allen teilnehmenden Häusern 6 Veranstaltungen schichte des Landes zu bieten hat. Hier, an der Wiege des Montafons und auch Vorarlbergs hat vor Jahrtausenden die Besiedlungsgeschichte begonnen, hier ist der Ursprung des Montafons auch dem Namen nach zu suchen und hier hat der interessierte Gast den besten Überblick! Das Haus entwickelt sich langsam, das heißt Jahr für Jahr wird es in seinem Erscheinungsbild gewinnen und alle Besucher/innen haben die Möglichkeit, aktiv daran teilzuhaben. montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 und durchgehend möglich wie Kurzführungen durchs Frühmesshaus. Und nicht zuletzt versteht sich dieses Programm als Einladung an alle Besucher, sich ebenfalls aktiv einzuschalten: Musikalisch, literarisch, kulinarisch. Lange Nacht der Museen – Gaschurn Auch das Gaschurner Museum ist in einem lange leerstehenden Frühmesshaus untergebracht. 17 Jahre lang diente es der Darstellung der Tourismusgeschichte, seit 2009 ist das Haus im Umbruch begriffen. Künftig wird der alpine Aspekt eine entscheidende Rolle spielen. Gaschurn kann, wie der bekannte Frühmesser und Bewohner des Hauses, der Alpinpionier und Musiker Franz Josef Battlogg (18361900) einmal gesagt hat, als die Vorhalle zur großen Gebirgswelt bezeichnet werden. Diesem Umstand wird das Museum in den nächsten Jahren Rechnung tragen. Spontan, überraschend und anregend verläuft der lange Abend im Frühmesshaus Bartholomäberg, und er bietet eine lockere Abfolge unkonventioneller Akzente. Diese sind musikalischer, literarischer und kulinarischer Natur. Den ganzen Abend hindurch ist mit dem unerwarteten Auftauchen von Bartholomäberger Jugendlichen und deren kurzen musikalischen Einlagen zu rechnen. Irgendwann im Verlauf des langen Abends sollte ein literarisch tätiger Montafoner mit Hang zur heiteren Poesie auftauchen und Kostproben seiner launigen Sprachkunst vortragen. Kellerführungen (mit Taschenlampe) zu den Kostproben vom Sura Kees und Moscht sind ebenso Die Ausstellung über den Frühmesser, Alpinpionier und Chorleiter Franz Josef Battlogg steht im Mittelpunkt der Langen Nacht. Sie haben aber auch die Möglich7 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen riel!) mit kulinarischen Spezialitäten aus Indien (20 Uhr, eine Veranstaltung von illlitz), Führungen durch das Museum sind den ganzen Abend möglich. Lange Nacht der Museen – Silbertal 2009 keit, in der gemütlichen Museumsstube der Erzählungen von Zeitzeugen und den Klängen der Zither zu folgen. Unser Museumsteam in Gaschurn um Marlies Kuster und Judith Biermeier bemüht sich um Ihr leibliches Wohl. Ja und dann ist da noch Erika Dich, eine ausgewiesene Kennerin der Montafonertracht, die ihr Wissen an diesem Abend mit Ihnen teilen will. Zeitzeugen, Montafonertracht und Zither gibt es so zwischen 20 und 22 Uhr, Museumsführungen mit Gerd Spratler sind den ganzen Abend möglich, Informationen zu den Projekten der Montafoner Museen ebenfalls. Lange Nacht der Museen – Schruns Das Hauptmuseum am Schrunser Kirchplatz ist in einem historischen Gebäude untergebracht, das neuesten Forschungen zu Folge schon im 16. Jahrhundert stand und in der Folge immer mehr ausgebaut wurde, so dass den Gast heute ein verwinkeltes, verwirrendes und dafür um so spannenderes Raumprogramm erwartet. Spezielle Montafoner „Ikonen“, wie der Montafonertisch, die Montafonertracht, die Auswanderer sind ebenso zu sehen, wie aktuelle Themen, die in Sonderausstellungen integriert sind. Kinderprogramm mit Klaus Bertle (18-20 Uhr) Indischer Abend: Filmvorführung „Jodeln in Indien“ (eine Produktion mit Ulrich Gab8 Das Montafon ist die einzige Vorarlberger Region, in welcher auf eine große Tradition des Bergbaus zurückgeblickt werden kann. Wie jüngste Forschungen belegen wollen, dürfte der Bergbau bereits vor 3500 Jahren eine Rolle gespielt haben, als die Menschen an den sonnigen Hängen des Bartholomäbergs siedelten. Im Mittelalter waren es dann vor allem berühmte Familien aus Schwaz in Tirol, einem der größten Bergbauzentren Europas, die ihre Fühler ins Montafon ausstreckten. Der Name „Silbertal“ zeugt ebenso von der reichen Bergbauvergangenheit wie die spätmittelalterliche Kirche St. Agatha am Kristberg, die Schaustollen am Bartholomäberg oder die Pingenfelder am Kristbergsattel. Das Museum in Silbertal wiederum fasst die wichtigsten Ergebnisse der Geschichte Veranstaltungen zusammen und zeigt Kleinode der Bergbauvergangenheit des Montafons. Das Silbertal präsentiert in der Langen Nacht „Kuhgespräche“, die ab etwa 20 Uhr anfangen werden. Machen Sie sich auf eine gespannte Reise in die Vergangenheit und hören Sie, was über Kühe alles so gesprochen werden kann und am besten, reden Sie mit! Und dann haben wir traditionell Luise Jenny, die eine umfangreiche Sammlung an alten Silbertaler Bildern besitzt und wieder eine Auswahl im Museum zeigt. Schauen Sie sich diese Bilder an und wir garantieren Ihnen, dass Erinnerungen an alte Zeiten (waren sie immer gut?) wach werden. Hans Netzer und Erich Fritz stehen für Informationen zum Museum, zum Bergbau und anderen Projekten des Silbertals zur Verfügung. Lange Nacht der Museen – Tschagguns Im alten Gemeindeamt befindet sich im dritten Obergeschoss eine Dauerausstellung zur Entwicklung des Montafoner Wintersports. Die Ausstellungsobjekte wurden von Helmut Marent (Obmann des SC Montafon) über Jahrzehnte gesammelt und spiegeln die rasante Entwicklung des Wintersports im Montafon wider. Dabei werden nicht nur Wintersportgeräte und Bilddokumente zu ausgetragenen Bewerben aus vergangener Zeit gezeigt, sondern auch die erfolgreichsten Rennläufer des Tales präsentiert. Ein aktueller Ausstellungsschwerpunkt ist heuer das 60-jährige Bestandsjubiläum des SC Montafon. • Alte Tschaggunser Namen im Blickpunkt, Vortrag von Univ.-Prof. Dr. • montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 • • • Guntram Plangg, dem Experten im Bereich der Flurnamenforschung (19 Uhr) 60 Jahre Skiclub Montafon – Wissenswertes und Anekdoten aus einer bewegten Vergangenheit, Vortrag des Historikers Mag. Andreas Brugger (21 Uhr) Filmvorführung: Skilauf im Schatten von Dschingis Khan (22 Uhr) Führungen durch die Ausstellung, Videovorführungen und musikalische Untermalung (18-1 Uhr) Bewirtung durch den Wintersportverein Tschagguns. Lange Nacht der Museen – Kunstforum (Schruns) Das 1996 gegründete Kunstforum Montafon (KFM) hat es sich zur Aufgabe gemacht, den künstlerisch-kreativen Ansprüchen von Einheimischen und Gästen, sowohl in aktiven (Seminare, Workshops) als auch in passiven Bereichen (Ausstellungen, Kunstvermittlung) zu entsprechen. Kurs- und Ausstellungsort ist die ehemalige Lodenfabrik in Schruns, wo bestens adaptierte Räume ganzjährig zu Verfügung stehen. Das engagierte Ausstellungsprogramm zeigt vorwiegend zeitgenössische österreichische Positionen der bildenden Kunst. So ist das KFM bereits zu einer renommierten Begegnungsstätte für die Kunst geworden. • Ab 18 Uhr: Ausstellung „SilvrettAtelier“: Das von den Vorarlberger Illwerken getragene künstlerische Bergsymposium wird seit 1998 als Biennale in der Silvretta abgehalten. Kurator und Organisator Roland Haas wird einen Querschnitt seines Schaffens auf der Bielerhöhe präsentieren, darunter 9 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Ankunft in St. Anton um 19.13 Uhr, Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in St. Anton 18.47 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Schruns um 21.47 Uhr, nach Bludenz um 21.13 Uhr 2009 einige noch unveröffentlichte Werke, sowie Arbeiten anderer KünstlerInnen, die an einem der sechs Ateliers teilgenommen haben. • 21-23 Uhr: Sax on water: Ein Solo Saxophonkonzert der besonderen Art gibt der junge Musiker Christian Stroppa, der mit der Gruppe „refresh“ bereits musikalisch überzeugen konnte. Der talentierte Saxophonist wird direkt über dem Litz-Bach vor dem Kunstforum aufspielen. Freitag, 9. Oktober 2009, 19.30 Uhr Freitag, 9. Oktober 2009, 18.30-23 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Schrunser Kunstnacht: Das Heimatmuseum präsentiert E. T. Compton Die Schrunser Kunstnacht bietet die Möglichkeit, unterschiedlichen künstlerischen Spuren nachzugehen. Das Montafoner Heimatmuseum liefert mit den Bildern des berühmten Bergsteigermalers Edward Theodore Compton (1849-1921) das Highlight dieser Kunstnacht. Comp- St. Anton im Montafon, Hotel Adler „Menschen am Berg“ – Zeitzeugen berichten im Gespräch mit MMag. Michael Kasper Begleitend zur Ausstellung „Mensch & Berg!“ erzählen Zeitzeugen von unvergesslichen Bergerlebnissen - Höhen und Tiefen - in Rätikon, Silvretta und Verwall. Die Entwicklung des Bergsports in der Nachkriegszeit wird aus der Perspektive der Akteure nachvollzogen und veranschaulicht. 10 Veranstaltungen ton bereiste 1909 bis 1912 die Silvretta und den Rätikon und hinterließ eine Vielzahl von Aquarellen und Mischtechniken, wovon 18 Originale in der derzeit laufenden Ausstellung „Mensch & Berg: Bergbilder“ zu sehen sind. Montag, 12. Oktober 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 Donnerstag, 15. Oktober 2009, 19 Uhr Bludenz, Kloster St. Peter Archäologisch-bauhistorische Führung im Kloster St. Peter (mit Mag. Christoph Walser) Das Dominikanerinnenkloster St. Peter in Bludenz ist das älteste noch bestehende Kloster in Vorarlberg. Der Konvent durchlebte im Laufe seiner bald 725-jährigen Geschichte durch Kriegswirren, zwei verheerende Brände, die Pest und nationalsozialistische Beschlagnahme so manche schwierige Zeit. Als sich letztlich Vandans, Gemeindeamt Vandanser Flurnamen – Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg Guntram Plangg forscht derzeit zu Montafoner Flurnamen und möchte, nach einem Vortrag zu den Vandanser Flurnamen, mit der Bevölkerung wichtige oder interessante Namen diskutieren. Wir freuen uns über Ihr Interesse, und Sie können zur geplanten Publikation beitragen. ☛ Anreise mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Ankunft in Vandans um 19.10 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Schruns um 20.49 oder 21.49 Uhr, Bludenz um 21.10 Uhr Ende der 90er Jahre die Zahl der Klosterschwestern auf nur mehr vier Personen reduzierte, ersuchte man das Dominikanerinnenkloster St. Peter und Paul in Cazis (Kanton Graubünden) um Hilfe. Im Jahr 2002 kam es schließlich zur Neu11 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen Die Wanderung verlangt entsprechende alpine Ausrüstung, Kondition, die Kosten für die Hochjochbahn und eine Anmeldung bis zum 15. Oktober im Montafoner Heimatmuseum. Die Rückkehr ist gegen 16 Uhr geplant. ☛ Anreise mit der Bahn von Bregenz ab 7.40 Uhr, Bludenz ab 8.33 Uhr, Ankunft in Schruns um 8.53 Uhr, mit dem Bus von Partenen ab 8.17 Uhr, Ankunft Hochjochbahn 8.52 Uhr 2009 gründung von St. Peter als Niederlassung des Klosters Cazis. Damit einher ging auch der Entschluss, das Bludenzer Kloster einer baulichen Generalsanierung zu unterziehen. Im Rahmen dieser Renovierungsarbeiten konnten im Jahr 2006 auch umfassende archäologisch-bauhistorische Untersuchungen durchgeführt werden. Diese boten nicht nur Einblick in die Baugeschichte der Anlage, sondern lieferten darüber hinaus zahlreiche Artefakte, die das Leben der Schwestern von St. Peter widerspiegeln. Samstag, 17. Oktober 2009, 9 Uhr Dienstag, 20. Oktober 2009, 18 Uhr Schruns, Hochjochbahn (Talstation) Montafoner Heimatmuseum Schruns Auf den Spuren des Klimas am Hochjoch (Wanderung mit Dr. Richard Werner) Für die Einheimischen ist die Sache klar: Die Art der Wolkenbildung am Hochjoch gibt Auskunft über die Wetterentwicklung. Welche Beobachtungen bei einer Wanderung um das Hochjoch gemacht werden, zeigt der Meteorologe und Klimaspezialist Richard Werner. Die Teilnehmer/inn/en an der Exkursion können in praktischen Anwendungen Erfahrungen zur Beobachtung von Sonnenschein, Wind, Feuchtigkeit und anderen wetterund klimarelevanten Aspekten machen. MuseumOnline: Eine Homepage als Ausstellung Seit Monaten steht sie im Internet, die herzerfrischende Homepage einer Montafoner Schülergruppe. Mittlerweile ist dieses Projekt auch in Wien als die zweitbeste Museum-Online-Homepage des Jahres 09 prämiert worden. Sich sammeln. So lautet der Titel des spannenden und erfolgreichen Projektes. Und wieder einmal konnte das Heimatmuseum Montafon wesentliche Impulse liefern. Drei Schülergruppen aus dem Montafon waren eingeladen, sich im Rahmen eines österreichweiten Bildungsprojektes mit Alltagskultur auseinander zu setzen. Lust auf ein solches Projekt zeigten Gruppen der Hauptschule Schruns Dorf und der Polytechnischen Schule. Das von einer Fachjury in Wien nun ausgezeichnete Ergebnis dieses Projekts ist eine erstaunliche Homepage zum Thema „Sammeln.“ Schüler der HS Schruns Dorf zeigen für einige Tage auch im Heimatmuseum ihre Projektergebnisse im Rahmen einer Prä- 12 Veranstaltungen sentation. Den Auftakt dazu bildet ein kleiner Eröffnungsakzent, der an diesem Dienstag im Heimatmuseum in Schruns stattfindet. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 17.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 17.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 17.17 Uhr, Ankunft in Schruns um 17.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn Schruns ab 20.03 Uhr, mit dem Bus nicht mehr möglich montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 hoff, H. Hesse, R. Hagelstange, F. Hölderlin, J.Kelter, F. Kurer, I. Ledergerber, E. Mörike, W. von Niebelschütz, J. Rechsteiner, W.G. Sebald, W. Werner u.a. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich Donnerstag, 22. Okt. 2009, 19.15 Uhr Freitag, 23. Oktober 2009, 19.15 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Montafoner Heimatmuseum Schruns Säntis und Alpstein im Gedicht (Lesung mit Rainer Stöckli) Rainer Stöckli, einer der besten Kenner der deutschsprachigen Lyrik, hat eine vielstimmige Anthologie über den Alpstein und sein Oberhaupt, den Säntis, zusammengestellt. Für Wilhelm von Scholz war der Säntis ein zeitloses Massiv, ein verführerisches Inbild („Bleibe mir, Steinhaupt, ewig im Lebensland“). Je nach der Richtung, aus der man diese Gebirgskette betrachtet, erscheint sie als zis- und transalpiner Wall, Rist, als Reptil oder als Dach der Ostschweiz. Das Lob des Berges, das von vielen Autoren gesungen wird, und das Staunen vor der Theatralik des Gebirges neigen gelegentlich zur Personifikation, unter Umständen gar zur Vergötterung. Der Berg wird als Wächter, Tröster und Freund angesprochen. Lyrische Notate von Berggängen und Bergfahrten wechseln sich ab mit verfremdenden Versen, ironischen und anti-illusionistischen Poemen. Rund 100 Texte finden sich im neuesten Lesebuch, das ainer Stöckli zu diesem Thema publiziert hat. Zu den Autoren zählen J.J. Bodmer, W. Bucher, A. Droste-Hüls- Karl Blodig – Ein Porträt zum 150. Geburtstag des Vorarlberger Alpinpioniers (Vortrag von Dr. Andreas Rudigier) Er ist einer der bekanntesten Alpinpioniere, die Vorarlberg hervorgebracht hat: Karl Blodig (1859-1956). Anlässlich 13 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen merausstellung „Mensch & Berg“ zu betrachten. Tauchen Sie ein in die Welten des Frühmessers am Bartholomäberg, der zweifellos den besten Überblick hatte, oder gehen Sie den Spuren Eugenie Goldsterns nach, die von den Nationalsozialisten verwischt werden sollten, dafür aber von der Geschichtswerkstatt Silbertal und den Montafoner Museen umso deutlicher wieder hervorgekehrt wurden; oder besuchen Sie die „Vorhalle zur großen Gebirgswelt“ in Gaschurn, wie es der dortige Protagonist Franz Josef Battlogg so schön formuliert hat; oder kommen Sie nach Schruns, wo die Erinnerungen Montafoner Zeitzeuinnen und Zeitzeugen neben den kunstgeschichtlich wertvollen Dokumenten von Mathias Schmid und E. T. Compton stehen. Oder besuchen Sie am besten gleich alle Häuser! Freitag, 6. November 2009, 20 Uhr 2009 seines 150. Geburtstages geht der Vortrag auf das Leben und vor allem Wirken des Bregenzer Augenarztes ein, wobei der Schwerpunkt auf den Montafoner Wanderungen und der Freundschaft mit dem Bergsteigermaler Edward Theodore Compton liegen wird. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich Montag, 26. Oktober 2009, 14-18 Uhr Montafoner Museen Ausstellungsabschluss „Mensch & Berg“ mit Kaffee und Kuchen Alle vier Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn bieten Ihnen am Nationalfeiertag eine der letzten Gelegenheiten, die Som- Montafoner Heimatmuseum Schruns Offenes Singen Hannes Riesch lädt wieder zum gemeinsamen Singen in die Museumsstube. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 19.17 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn Schruns ab 22.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich. 14 Aktuelles Montag, 9. November 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 St. Gallenkirch, Haus des Gastes Aktuelles Jugendexkursion nach Sobibor (12. bis 16. Oktober) Montafoner Jugendliche können im heurigen Herbst an ein bereits im vergangenen Jahr durchgeführtes Projekt anknüpfen. Damals waren es Interviews und Gespräche mit dörflichen Zeitzeugen des Nationalsozialismus, die Jugendliche geführt und dokumentiert haben. Heuer wird eine Jugendgruppe an einer mehrtägigen Exkursion nach Sobibor teilnehmen, und dort mit überlebenden Zeitzeugen des ehemaligen Vernichtungslagers zusammen treffen. Nicht zuletzt werden die Jugendlichen auch den von der Gemeinde Silbertal gewidmeten Gedenkstein für Eugenie Goldstern in Sobibor besuchen. Die Jugendlichen werden diese Bildungs- und Erinnerungsreise dokumentieren, und das Ergebnis zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich präsentieren. (Bruno Winkler) St. Gallenkircher Flurnamen – Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg Wie in Tschagguns in der Langen Nacht der Museen oder am 12. Oktober in Vandans referiert an diesem Abend Guntram Plangg nun über Flurnamen aus dem Bereich St. Gallenkirch. Das in der Folge geplante Buch soll auch auf Ihre Fragen Rücksicht nehmen, weshalb wir uns über eine rege Diskussion im Anschluss an den Vortrag freuen. Eugenie Goldsterns Nachkommen (24. bis 27. September) ☛ Anreise mit dem Bus Schruns 19.05 Uhr, Ankunft in St. Gallenkirch um 19.20 Uhr, Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in St. Gallenkirch um 18.38 Uhr, Rückreise mit dem Bus nicht möglich (nach Schruns sind Rückfahrgelegenheiten möglich, bitte beim Heimatmuseum anmelden) Zur Arbeit der Geschichtswerkstatt Silbertal im Zusammenhang mit Eugenie Goldstern haben sich Nachkommen aus deren Familie gemeldet und großes Interesse an diesem Erinnerungsprojekt im Montafon bekundet. Einzelne Mitglieder dieser familiären Community (aus Paris, USA und Neuseeland) werden nun von 24. bis 27. September ins Montafon kommen. Das Besuchsprogramm sollte ihnen Einblick in die historische und gegenwärtige Erinnerungskultur der Region Montafon gewähren. Sie werden das exemplarische Erinnerungsprojekt der Geschichtswerkstatt Silbertal ken15 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles 2009 nen lernen, und erhalten Einblick in eine beispielhafte Auseinandersetzung mit regionaler Zeitgeschichte im Wirkungsbereich des Heimatschutzvereins Montafon. Bei einer Veranstaltung am 25. September bietet sich Gelegenheit, mit diesem hochinteressanten Besuch direkt in Kontakt zu treten und ins Gespräch zu kommen. (Bruno Winkler) Bauhistorisches Juwel auf Netza Im Zuge der aktuellen Erhebungen für das Montafoner Kulturlandschaftsinventar und die Dokumentation „Netza-Maisäß und Alpe“, die 2010 im Rahmen der Schriftenreihe des Heimatschutzvereins veröffentlicht werden soll, ist der Verein auf die besondere kulturgeschichtliche Bedeutung des am talseitigen Rand des Netzamaisäß in St. Gallenkirch-Gortipohl gelegene Anwesen aufmerksam gemacht worden. Im Einvernehmen mit dem Eigentümer wurde daher im vergangenen Sommer eine Bauaufnahme, verbunden mit dendrochronologischen Untersuchungen, in Auftrag gegeben. Diese bauhistorische Untersuchung ergab, dass die Gründungsbauten von Stallscheune und Haus in den Jahren 1586/87 beziehungsweise 1593 errichtet und dann 1792 beziehungsweise 1800/1808 auf den heutigen Stand erweitert worden sind. Nach einem Gutachten des Dendrologen Klaus Pfeifer ist das Stallgebäude der einzige noch bestehende spätbarocke Vertreter dieses Stalltyps im Montafon. Zugleich sind diese im späten 16. Jahrhundert verwurzelten Objekte auf zirka 1200 m Höhe das älteste in seiner spätbarocken Substanz noch erhaltene, ehemals ganzjährig bewohnte Paarhof16 anwesen im Tal Montafon. Die bau- und kulturgeschichtliche Wertigkeit dieser bergbäuerlichen Bausubstanz kann demnach wohl zu Recht als außergewöhnlich beurteilt werden. Das öffentliche Interesse an der Restaurierung und Erhaltung dieser Jahrhunderte alten Gebäude in der Kulturlandschaft der Netza-Maisäße erscheint offenkundig. Der Heimatschutzverein Montafon unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten die Bemühungen um eine bauliche Sanierung dieses landschaftsprägenden und baukulturell beeindruckenden Maisäßanwesens. (Leo Walser) Eine Neuerwerbung für die Museumsbibliothek Die Vorarlberger Landesbibliothek in Bregenz stellte den Montafoner Museen eine vollständige Kopie von einer der ersten Zeitungen für den Bezirk Bludenz unentgeltlich zur Verfügung: Das „Gemeindeblatt für Innerbraz, Dalaas, Klösterle, Lech, Bürs, Bürserberg, Brand, Lorüns, Vandans, Tschagguns, Bartholomäberg, Silbertal, Sankt Anton und Stallehr“ erschien bei Sausgruber in Feldkirch Aktuelles montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 lediglich in 53 Ausgaben jeweils Samstags zwischen dem 25. Dezember 1897 und dem 31. Dezember 1898. Die Initiative ging von der Gemeinde Braz aus. Neben amtlichen Verlautbarungen sollten auch Werbeeinschaltungen die jeweils vier Seiten des Blattes füllen: „Es wird daher höflichst eingeladen, das Blatt recht zahlreich zu bestellen und recht fleißig durch Annoncen zu unterstützen. Haben doch viele Bürger hie und da etwas von ihren Milchprodukten, ihrem Viehstande, Holz etc. zum Verkaufe anzubieten, was am besten und leichtesten durch eine kleine Anzeige im Blatte geschehen kann...“ Allerdings bestand mit dem „Anzeiger für die Bezirke Bludenz und Montafon“ (dessen Gründung bereits 1885 erfolgte) eine bedeutende Konkurrenz und auch die Mitwirkung ganzer Talschaften ließ zu wünschen übrig, wie am 2. Juli 1898 von der Redaktion beklagt wurde: „... und es hat sich gerade dort das Gemeindeblatt vortheilhaft erwiesen und eingebürgert, dagegen kommen aber aus den größten Theilen der am Blatte partizipierenden Gemeinden, hauptsächlich aus Montafon nur selten, oder gar keine Berichte, so zwar, daß im letzten ‚Landboten’ ein Montafoner sich mit Recht darüber beklagte, daß von Montafon nie etwas im Gemeindeblatt zu lesen sei.“ Nach einem Jahr des Überlebenskampfes erschien die Zeitung mit der 53. Nummer am 31. Dezember 1898 zum letzten Mal: „...Dank der positiven Theilnahmslosigkeit seitens der Mehrzahl der am Blatte mitkonkurrierenden Gemeinden, bezw. deren Herren Vorsteher, in der Veröffentlichung von Kundmachungen und Gemeindebeschlüssen“, wie die Redaktion in ihrem Schlusswort beklagte. Zwischen 1930 und 1940 besaß das Tal mit dem „Montafoner Gemeindeblatt. Amtsblatt für den Gerichtsbezirk Montafon“ wiederum eine eigene Zeitung. Das neuerworbene Gemeindeblatt wird 17 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles arlberg, widmete seine Internetseite „Kultur und Tipps“ dem KLIM-Projekt und veröffentlichte dankenswerterweise einen Aufruf zur Einsendung alter Fotos vom Maisäß- und Alpleben, was auf ein erfreuliches Echo stieß: http://vorarlberg. orf.at/magazin/klickpunkt/kulturtipps/ stories/378298/ (Peter Strasser) 2009 im Montafon Archiv digitalisiert und mit einer Beschlagwortung versehen. (Peter Strasser) KLIM – Kulturlandschaftsinventar Montafon KLIM dient der Dokumentation der Kulturlandschaft des Tales außerhalb des Dauersiedlungsraumes, wobei der Schwerpunkt auf die Einrichtungen der Dreistufenlandwirtschaft (Maisäße, Alpen, Bergmähder) gelegt wird. Dank der engagierten Arbeit von Ferialpraktikanten und -praktikantinnen konnten große Fortschritte bei der Erhebung des Baubestandes erzielt werden. Mit Ende des Sommers werden die meisten Gebiete der Außerfratte vollständig per Fragebogen und durch Fotos erfasst sein. Parallel dazu werden die Urkundenbestände im Montafon Archiv durch die Ferialpraktikantin Sarah Sonderegger digitalisiert und mittels der Datenbank „M-Box“ beschlagwortet. Der ORF – Radio Vor- Vollständige Erfassung der Aufsätze des Montafoner Arbeitskreises Am Ende der 1940er Jahre formierte sich eine Gruppe heimatgeschichtlich interessierter Personen, die ab den frühen 1950er Jahren publizistisch im „Anzeiger für die Bezirke Bludenz und Montafon“ in Erscheinung trat. Unter dem Titel „Montafoner Arbeitskreis“ (MAK) verfassten 22 Autoren sowie eine Autorin über den langen Zeitraum zwischen 1953 und 1978 rund 500 Aufsätze, die sie in 623 Folgen veröffentlichten. Die Vielzahl der darin enthaltenen Themen beweist die Vielschichtigkeit sowie das umfassende Wissen der Beiträger. Der Arbeitskreis gab auch eine eigene Schriftenreihe heraus: Zwischen 1953 und 1973 erschienen in den „Schriften des Montafoner Arbeitskreises“ fünf Bände, die alle den Gedichten von Otto Borger gewidmet wurden. Nach Vorarbeiten von Andreas Rudigier, Rudolf Sagmeister und Peter Strasser sowie nach Erwerb einer digitalisierten Version des Bludenzer Anzeigers über Vermittlung der Vorarlberger Landesbibliothek konnte diesen Sommer Ferialpraktikantin Désirée Mangard ein vollständiges Verzeichnis aller erschienenen Aufsätze erstellen und deren Digitalisierung abschließen. Die Beschäftigung mit dem Werk des Das KLIM-Aufnahmeteam bei der Alpe Fresch (v.l.n.r.: Katharina Sturn, Werner Spatt, Michael Schönherr, Verena Beiser, August 2009) 18 Aktuelles montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 MAK wird weiterhin eine hohe Priorität bei den Montafoner Museen genießen: Dr. Klaus Beitl stieß vor kurzem im Nachlass seines Vaters Richard Beitl auf eine Reihe von Unterlagen des MAK wie Briefverkehr und Manuskripte, die noch einer eingehenden Untersuchung harren. (Peter Strasser) Trockensteinmauern widerstehen noch dem Verfall. (Peter Strasser) Kulturlandschaft im Wandel Auf rund 1750 m Seehöhe befindet sich am Südabhang des Muttjöchle im Gemeindegebiet von Silbertal auf einem Plateau die Alpe Mutt. Früher als Melkalpe in Verwendung, liegt das wunderschön gelegene Gebiet heute einsam und verlassen da. Die Folgen der Nutzungsaufgabe sind unübersehbar: Jungwald kommt auf, und Verbuschung bemächtigt sich der ehemaligen Weiden. Der Stall, dessen Dach in den 1990er Jahren einstürzte, besteht nicht mehr. Lediglich das Alpgebäude, das angeblich das älteste Haus in Silbertal darstellt, und die um 1950 (Foto: Kilian Jochum) 19 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles 2009 Marie Brugger (re.) mit einer Wandererin, ca 1940 (Foto: Kilian Jochum) um 1990 (Foto: Kilian Jochum) Die Alpe heute (Foto: Marion Ebster) 20