Montafoner_Museen_2010_Info_1

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Letzte Änderung 17.12.2012, 08:08
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Schlagworte: informationsschrift,hochwässer,hochwasser
Erscheinungsdatum 01.01.2009
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Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Wir dürfen Ihnen heute ein weiteres Infoheft präsentieren, das bereits als Nummer 1/2010 geführt wird. Nicht dass wir behaupten möchten, die Montafoner Museen seien der Zeit voraus, aber tatsächlich ist der Fokus der Vereinstätigkeiten trotz zahlreicher Veranstaltungen zwischen dem 19. November und 13. Dezember bereits klar auf 2010 ausgerichtet. Das Motto können Sie der Überschrift entnehmen: 100 Jahre ist es her, dass eines der verheerendsten Hochwässer das Montafon und andere Alpentäler heimgesucht hat. Wir wollen uns 2010 auf die Spuren dieser Katastrophe, der ersten großen nach der Entdeckung der Fotografie, begeben und dabei auch andere Aspekte als Hochwasser und Lawinen berücksichtigen. Kleine Überraschungen dürfen wir schon in den Raum stellen, Kooperationen mit dem „Montafoner Sommer“, dem Kulturverein illlitz, dem Kunstforum Montafon und der Wildbach- und Lawinenverbauung sind angedacht. 1 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information lotts zurückgreifen kann. Maklotts Bilder sind auch Gegenstand eines Buches, das von Peter Strasser vorbereitet wurde und im Sutton Verlag als 9. Sonderband zur Montafoner Schriftenreihe herausgegeben wird. Höhepunkt ist schließlich (und nach langer Wartezeit „endlich“) die Vorstellung des zweiten Bandes zur Montafoner Geschichte. Andreas Rudigier (Obmann) 2010 Bevor es aber so weit ist, laden wir Sie zu drei Ausstellungseröffnungen ein: Im Mittelpunkt steht das Werk Philipp Schönborns – eines Künstlers, den wir nicht näher vorstellen müssen. Anfang der 90er Jahre war der im Montafon aufgewachsene und heute in München lebende Fotograf an der Herausgabe des Buches über die Künstlerfamilie Bertle maßgeblich beteiligt, zuletzt waren seine Werke in der Johanniterkirche in Feldkirch zu sehen. Anneliese Peter präsentiert eine Auswahl aus ihrer Krippensammlung und setzt damit die Tradition der Krippenausstellungen heimischer KünstlerInnen fort. Ab 1. Dezember wird auch eine kleine Fotoausstellung zu Schruns um 1920 zu sehen sein, die ausschließlich auf die Arbeiten Adele Mak- Die Montafoner Museen sind an Fotografien und Dokumenten interessiert, die sich mit Naturereignissen im Montafon beschäftigen. Die Themen sind Hochwasser, Lawinen, aber auch alles andere, was gemeinhin als „Katastrophe“ angesprochen wird. Der Zeitraum ist nicht auf 1910 beschränkt, sondern kann auch wesentlich jünger oder gar aktuell sein. 2 Veranstaltungen Donnerstag, 19. Nov. 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Tschagguns, Altes Gemeindeamt Höhenbergsteigen in der Sowjetunion (Franz Bahl erinnert sich im Gespräch mit Edith Hessenberger an die Besteigung des Pik Korshenewskaja 1983) Filmen erläutert Bahl die für damalige Verhältnisse exotische Reise ins heutige Kirgistan. Beeindruckende Bilder und Filmaufnahmen ermöglichen, die mehr als 25 Jahre zurückliegende alpinistische Reise nachzuvollziehen und mitzuerleben. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 18.55 Uhr, Bahn von Schruns nach Tschagguns um 19.03 – Rückreise mit der Bahn ab Bahnhof Tschagguns in Richtung Schruns ab 20.55 Uhr möglich, und in Richtung Bludenz ab 21.05 Uhr möglich Freitag, 20. Nov. 2009, 16-20 Uhr Bludenz, Kloster St. Peter (Dominikussaal) Das Jahr 1809 in der Region: Vorarlberg, Tirol, Liechtenstein und Schweiz. Ein Symposium des Arbeitskreises für interregionale Geschichte In sieben Referaten werden Historikerinnen und Historiker aus Tirol, Vorarlberg, Liechtenstein und der Ostschweiz Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren jeweiligen Regionen als Folge der Ereignisse um das Jahr 1809 erörtern. Trotz geografischer Nachbarschaft verliefen die Entwicklungen in den obigen Regionen recht unterschiedlich: In Tirol fand unter der Führung von Andreas Hofer eine Revolte gegen die rechtmäßige bayerische Regierung statt. Das ebenfalls unter bayerischer Herrschaft stehende Vorarlberg schloss sich dieser Erhebung jedoch nur halbherzig an, wobei vor allem der Stand Bregenzerwald lange eine neutrale und vorsichtige Haltung einnahm. Im Gegensatz dazu 3 Im Sommer 1983 reisten Franz Bahl und Hans Rabanser heimlich in die damalige Sowjetunion, um den Pik Korshenewskaja (7105 m) zu besteigen. Das alpinistische Vorhaben wurde im heimatlichen Montafon nicht angekündigt, da die beiden zu sehr eine Blamage im Falle des Scheiterns befürchteten. Die Besteigung des herrlichen Siebentausenders gelang jedoch – und heute zeigt Franz Bahl gerne die nunmehr historischen Aufnahmen: Mithilfe von Dias und Super8- 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen den einzelne katholische Eliten mit den Tiroler Aufständischen sympathisierten, verhielt sich die Schweiz ruhig, abwartend und neutral, was sich auch auf Vorarlberg beruhigend auswirkte. Zum Tagungsort: Das Bludenzer Kloster St. Peter Der erste quellenmäßig gesicherte Beweis der Existenz des Klosters St. Peter in Bludenz stammt aus dem Jahr 1286. In einer Urkunde vom 26. Juli überträgt der Bischof von Chur den geistlichen Frauen im Drusental eine Ordnung, die ihr Zusammenleben regelte. Damit ist St. Peter der älteste, mit wenigen Unterbrechungen noch heute bestehende Frauenkonvent Vorarlbergs. Bezugnehmend auf den Tagungsort und seine Thematik ereignete sich im August des Jahres 1796 ein blutiger Zwischenfall, als sich Kreishauptmann Ignaz Anton Indermauer vor 2010 kamen die kampfbereiten Aufständischen, die wiederum die österreichische Herrschaft und ihre verlorenen kommunalen Selbstverwaltungsrechte sowie die Befreiung von Wehrpflicht und dem neuen Steuerwesen anstrebten, zumeist aus dem Oberland. Es überrascht auch nicht, dass die Unruhen auch auf Liechtenstein übergriffen, das erst 1806 seine Souveränität von Napoleons Gnaden erhalten hatte. Der Bevölkerung dort ging es vor allem um die Wiedererlangung der traditionellen Rechte, denen die Modernisierungsbestrebungen des Fürsten widersprachen. Ein militärisches Eingreifen wagte die Bevölkerung jedoch nicht. In der benachbarten, von Napoleon abhängigen Helvetischen Republik waren 1803 die aufgeklärten und zentralistischen Reformen gescheitert. Die alten aristokratischen Familien und die Kantone übernahmen wieder die Macht. Obwohl in Graubün- 4 Veranstaltungen den auf Bregenz vorrückenden Franzosen gegen Tirol abzusetzen versuchte. Dies erweckte in Teilen der Bevölkerung den Eindruck des Verrats und er wurde zusammen mit seinen Begleitern innerhalb der Klostermauern misshandelt und ermordet. Im ausgehenden 20. Jahrhundert wurde das Kloster von völlig anderen Gefahren bedroht als Jahrhunderte zuvor: der Personalschwund und die Überalterung der verbliebenen Schwestern führten beinahe zu seinem Ende. So wie die Bludenzer Schwestern in früheren Zeiten das Kloster Cazis in Graubünden neu zu beleben vermochten, war es nun umgekehrt der Fall, dass Cazis zweimal (1985 und 2001) mit einer Personalaushilfe St. Peter zu Hilfe kam und einen Neuanfang ermöglichte. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Die Vorträge im Überblick • Hannes Liener: Moderation • Ellinor Forster: Propaganda schlacht in Tirol. Die Einflüsse der „Kriegsberichterstattung“ auf die Ereignisse 1809 Die Ereignisse des Jahres 1809 waren in großem Ausmaß durch die Flugblätter und Zeitungsartikel geprägt, die jeweils über den vermeintlich aktuellen Stand der Kriegsgeschehnisse Auskunft gaben. Die unterschiedlichen Motive der Schreiber führten zu widersprüchlichen Informationen und machen so manche scheinbar paradoxen Reaktionen der Bevölkerung erklärbar. • Gerhard Wanner: Vorarlbergs halbherziger Widerstand gegen Bayern 1809 Der Vortrag beschäftigt sich kritisch mit den Ursachen des Aufstandes gegen das aufgeklärte Bayern, den gegensätzlichen Einstellungen der Bevölkerung dazu, mit der umstrittenen Führerpersönlichkeit Anton Schneider und mit den Unterschieden zum revolutionären Tirol. Fernab von martialischer Kriegsbegeisterung, Personen- und Heldenkult und „vaterländischer“ Geschichtsverherrlichung gibt der Vortragende einen kritischen Ein- und Überblick zum Aufstandsjahr 1809 und dessen Ursachen. Im Gegensatz zum revolutionären Tirol lehnten aufgeklärte und pragmatisch denkende Vorarlberger das militärische Eingreifen gegen Bayern und Frankreich ab. Auch der bürgerliche politische und militärische Führer, Rechtsanwalt Dr. Anton Schneider, mahnte zur Vorsicht und rettete dadurch sein Leben, ganz im Gegensatz zum katholisch-konservativen „Fundamentalisten“ Andreas Hofer. • Fabian Frommelt: 1809 – Aufstand in Liechtenstein? Im Juni 1809, auf dem Höhepunkt des Aufstands der Tiroler und Vorarlberger gegen die bayerische Herrschaft, kam es in Liechtenstein zu scharfer Kritik an der fürstlichen Obrigkeit, zu unbewilligten Versammlungen, Resolutionen und Forderungen, schließlich zur Drohung, sich den Aufständischen in Vorarlberg anzuschließen. Hintergrund war ein seit dem Zusammenbruch des Alten Reichs (1806) anhaltender obrigkeitlicher Reformschub, der besonders wegen der Beseitigung der überkommenen Mitwirkungsrechte der Untertanen an der Landesverwaltung und einer geplanten Bodenreform auf Widerstand stieß. Das – in der Literatur ebenfalls als „Aufstand“ bezeichnete – Vorgehen der 5 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen barschaft aus: Symphathien in der Bevölkerung und kritische Kommentare in den Medien, dazu eine schwankende Haltung des ersten wissenschaftlichen Historikers der Schweiz. Als Überraschung muss der hohe Anteil von Vorarlbergern in den vier Schweizer Regimentern bei Napoleon I. gesehen werden, von denen das erste durch den Bündner Obersten Andri Ragettli kommandiert wurde. • Lieselotte Hammerer, Andreas Hammerer: Bayerische Herrschaft im Bregenzerwald Die bayerische Herrschaft wurde im Bregenzerwald zum Mythos der gehassten Fremdherrschaft, die die Schuld am Ende der alten Verfassung der „Wälderrepublik“ trug. Jedoch ist kein Protest gegen den Abriss des Rathauses auf der Bezegg im Jahre 1807 bekannt. Zum Symbol des Widerstands wurde dagegen der Krumbacher „Weiberaufstand“ im selben Jahr gegen die Rekrutenaushebungen nach dem 1806 eingeführten bayerischen Gesetz der allgemeinen Wehrpflicht. 2010 liechtensteinischen Aufrührer war anhaltend, aber gewaltlos. • Georg Jäger: Am Rand der Schweiz. Der Kanton Graubünden 1809 1803 wurde Graubünden definitiv zu einem Kanton der schweizerischen Eidgenossenschaft. Nachdem die Bündner wenige Jahre zuvor ihre italienischen Untertanenlande verloren hatten, sahen sie nun auch die Tradition ihrer Eigenstaatlichkeit beendet. Eine wirksame administrative Integration in den schweizerischen Bundesstaat fand aber vorderhand kaum statt. Die alles überstrahlende – oder überschattende – Vormacht war vielmehr diejenige des „Mediators“ Napoleon. In der Mediationszeit, in dem auf seine Gründung folgenden Jahrzehnt, erfuhr der Kanton Graubünden verschiedene Modernisierungsmaßnahmen. Mit dem Tiroler Aufstand von 1809, der ja unter klerikalem Einfluss stand, sympathisierte in Graubünden besonders die katholische Führungsgruppe. Schüler des Priesterseminars St. Luzi in Chur ließen sich sogar zu einer tollkühnen Aktion hinreißen: Für Andreas Hofer schmuggelten sie Schießpulver und Munition nach Tirol! • Heribert Küng: St. Gallen und Thurgau Die Vorarlberger Freiheitsbewegung 1809 traf die Ostschweiz inmitten von Staatsumbrüchen (1798, 1803, 1815) – und die Schweiz war ein Satellit Frankeichs, das heißt ohne eigenständige Außenpolitik. Dementsprechend ambivalent fielen die Reaktionen der Kantone St. Gallen, Schaffhausen und Thurgau zu den Ereignissen in der Nach6 Veranstaltungen Eine Rolle im Vorarlberger Aufstand von 1809 spielte auch der Schützenmajor und Oberkommandant des Bregenzerwaldes Johann Peter Sutterlüti. • Michael Kasper: Der Kampf um Macht und Geld? Die Rolle der ländlichen Eliten bei der Erhebung 1809 Im Zusammenhang mit den vielfältigen Reformen an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert wurde der Einfluss und die Macht der ländlichen Oberschicht stark beeinträchtigt. Am Beispiel des Montafons sollen die Situation und die unterschiedlichen Reaktionen der Eliten auf diese Wandlungsprozesse, die im Jahr 1809 besonders deutlich wurden, beleuchtet werden. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 im Montafon richtet der Fotograf das Augenmerk nicht nur auf die Berge, sondern auch auf unscheinbare Naturstrukturen und auf weltliche und religiöse Zeichen. Entstanden ist so eine Bildersammlung, die sich fast schon zu einer individuellen ‚Heimatkunde’ des Montafons verdichtet. In der Ausstellung werden Arbeiten aus den Jahren 1991 bis 2009 gezeigt: frühe mehrteilige Figurenbilder mit Leuchtkästen und das große Einzelleuchtbild „Vens“ aus der Serie der Gnadenbilder. Erstmals ist die Reihe der Doppelbilder zu sehen, deren paradoxe Motivverbindungen das körperliche und geistige Unterwegssein thematisieren. Ausstellungsdauer: 27. November 2009 bis 10. April 2010 Donnerstag, 26. Nov. 2009, 19.15 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Philipp Schönborn Montafon (Ausstellungseröffnung mit Kurator Beat Gugger) Philipp Schönborn ist im Montafon aufgewachsen und lebt heute in München. Bei seinen langen Wanderungen ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich 7 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.04 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.23 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 17.17 Uhr, Ankunft in Schruns 17.55 Uhr – Rückreise mit der Bahn ab 20.03 Uhr möglich, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich 2010 Freitag, 27. Nov. 2009, 18.30 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns „Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen ...“ (Mt 2, 9) – Krippen aus der Sammlung Anneliese Peter (Ausstellungseröffnung mit der Hausmusik Both und Heinz Bitschnau) Die Eröffnung des „Winterzaubers“ von Schruns-Tschagguns-Tourismus wird inzwischen traditionell mit der Eröffnung einer kleinen Krippenausstellung im Montafoner Heimatmuseum verbunden. Die Sammlung von Anneliese Peter umfasst knapp 20 selbst gefertigte Krippen. Zu sehen sind alpenländische, orientalische und so genannte Stilkrippen, die Anneliese Peter aus Vandans als Mitglied der Krippenfreunde Rankweil – mit 180 Mitgliedern einer der größten und mit etwa 80 Jahren auch einer der ältesten Krippenbauvereine des Landes – mit viel Liebe zum Detail gebaut hat. Heinz Bitschnau liest Geschichten und Gedichte zum Advent. Die Hausmusik Both trägt ebenfalls zum stimmungsvollen Rahmen dieses Abends bei. Sonntag, 29. Nov. 2009, 11-17 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Tag der offenen Tür (mit Krippenausstellung, Geschichten und Gedichten, Musik) Das jüngste Museum der Talschaft öffnet zum traditionellen Bartholomäberger Adventmarkt bei freiem Eintritt seine Türe und bietet neben Führungen zum Museum auch folgende Programmpunkte: Besichtigung alpenländischer Weihnachtskrippen und Krippenfiguren von örtlichen Krippenbauern. Um 12.30 Uhr liest Heinz Bitschnau Geschichten und Gedichte zum Advent, ab 14 Uhr tritt der Bärger Kinderchor auf, der unter dem Motto „sing eppas“ adventliche Stimmung verbreitet. Kaffee, Kuchen und freundliche Gastgeberinnen und Gäste werden für ein herzliches Ambiente sorgen. 8 Veranstaltungen Dienstag, 1. Dez. 2009, 19.15 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafoner Heimatmuseum Schruns Schruns um 1920. Fotografien von Adele Maklott (Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation) men unbestimmt. Die Ausstellung im Museum in Schruns wird daher nicht nur einen Eindruck vom umfangreichen Werk der Amateur-Fotografin und vom Alltag im Montafon vor beinahe hundert Jahren vermitteln, sondern auch die Besucherinnen und Besucher zur Mithilfe bei der Bestimmung der abgebildeten Personen und Ereignisse einladen. Zur Ausstellung erscheint beim SuttonVerlag in Wien ein gleichnamiger Bildband. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich Freitag, 11. Dezember 2009, 17 Uhr Sternensaal (Schruns) Montafon 2: Besiedlung – Bergbau – Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters (Moderierte Buchpräsentation mit Lesung und mittelalterlicher Musik) Zwischen 1917 und 1924 fertigte die Schrunserin Adele Maklott (1892-1978) über tausend Fotografien an, die ihre Familie, das Schrunser Ortsgeschehen sowie viele Einwohner und Einwohnerinnen zeigen. Nach Abschluss eines umfangreichen Digitalisierungsprojekts konnte nun eine Übersicht über die Sammlung erzielt werden. Wohl legte Adele Maklott beinahe jeder der 83 Schachteln für die rund 1020 Negativ-Glasplatten ein Inventar bei, dennoch bleiben eine Reihe von Aufnah- Mit dem zweiten Band der Reihe „Das Montafon in Geschichte und Gegenwart“ beginnt eine historische Gesamtschau des Tales und seiner näheren Umgebung, die von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters reicht. Vertreter der unterschiedlichsten Fachdisziplinen stellen ihre aktuellen Forschungsresultate einer breiten und interessierten Öffentlichkeit vor. Insgesamt sind in dem Band 13 Beiträge versammelt, die entweder das historische Geschehen in chronologischer Abfolge verfolgen oder thematisch angelegte Einzelaspekte einer vertiefen9 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen umfangreiches Register erschließt die Beiträge. Die prachtvolle Ausstattung garantiert Lesevergnügen. Der Band erfüllt somit mehrere Funktionen. Er ist nicht nur ein wissenschaftlich fundiertes Nachschlagewerk auf dem neuesten Stand der Forschung, sondern auch ein anregendes und unterhaltsames „Lesebuch“ für alle an der Geschichte des Tales Interessierten. Eine Veranstaltung des Standes Montafon in Kooperation mit den Montafoner Museen und dem Kulturverein illlitz (das genaue Programm ist in Arbeit) 2010 den Betrachtung unterziehen. Allen Beiträgen gemeinsam ist das Bemühen, das Geschehen in der heute als Montafon bezeichneten Talschaft jeweils vor dem Hintergrund überregionaler Entwicklungen zu betrachten. Auf diese Weise werden immer wieder Blicke auch auf die Nachbarregionen geworfen. Denn nur durch den Vergleich kann das mögliche Spezifikum einzelner Ereignisse erkannt und können größere Entwicklungslinien in ihren transregionalen Kontexten herausgearbeitet werden. Vier Beiträge setzen sich mit den Verhältnissen in prähistorischer und römischer Zeit auseinander. Neueste archäologische Forschungsergebnisse werden in eine Gesamtschau eingebettet, die in dieser Form bis vor wenigen Jahren noch kaum denkbar gewesen wäre. Dabei wird die ältere Siedlungsgeschichte des Tales auf eine völlig neue Grundlage gestellt. Drei Beiträge öffnen den Blick für die nachfolgenden Epochen des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Die Geschichte von Herrschaft und Politik wird ebenso behandelt, wie das Augenmerk auf Siedlungsvorgänge, Organisationsformen, Wirtschaft, Kirche und Geistlichkeit sowie geistesgeschichtliche Veränderungen und Innovationen gelenkt wird. Schließlich sind mehrere Beiträge thematischen Einzelthemen gewidmet: Gerichtsbarkeit, Spuren mittelalterlicher Architektur, die Burgenarchäologie des Tales (Diebschlössle und Valcastiel), eine „kleine“ mittelalterliche Kunstgeschichte sowie die neuesten archäologischen Untersuchungen im Refektorium des Klosters St. Peter. Kurzzusammenfassungen am Beginn aller Beiträge bieten der Leserin und dem Leser eine rasche Orientierung. Ein 10 ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 16.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 16.55 Uhr, Rückreise ab 19.03 Uhr möglich, mit dem Bus Partenen ab 15.47 Uhr, Ankunft in Schruns 16.25 Uhr, ab 19.05 Uhr letzte Busverbindung ab Schruns Richtung Partenen. Aktuelles Sonntag, 13. Dez. 2009, 10.30-17 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Donnerstag, 4. Feb. 2010, 19.30 Uhr Motafoner Heimatmuseum Schruns Montafoner Heimatmuseum Schruns Tag der offenen Tür Der Tag der offenen Tür am „Silbriga Suntig“ ist Tradition und ebenso Tradition ist es, dass das Montafoner Heimatmsueum den ganzen Tag seine Pforte öffnet. Wir bieten Ihnen neben einer geheizten Museumsstube drei Sonderausstellungen zu Philipp Schönborn, zu den Krippen von Anneliese Peter und zur Schrunser Fotografin Adele Maklott. Ebenso bieten wir Ihnen Gelegenheit, aus dem reichhaltigen Angebot an Büchern ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, immerhin sind heuer mit dem Buch über Richard Beitl, dem Buch über die Maisäß Röbi und Rongg, dem Sammelband zum Thema Mensch und Berg im Montafon, mit dem Kulturgeschichtlichen Führer zum Montafon und dann ganz aktuell mit dem Fotoband zu Adele Maklott und vor allem dem zweiten Band zur Montafoner Geschichte sechs Neuerscheinungen zu verzeichnen. Die Brüder Schönborn. Zwei Künstler und ein Kardinal (Filmvorführung) Claus Singer vom Bayerischen Fernsehen hat eine Dokumentation zu den Brüdern Schönborn gemacht, die an diesem Abend zu sehen ist. Aktuelles Die Montafoner Museen sind an Kooperationen mit anderen kulturgeschichtlichen Einrichtungen interessiert. Im Rahmen der Museumsakademie des Joanneums in Schruns konnte Kontakt mit den Südtiroler Kolleginnen geknüpft werden, den Andreas Brugger im Rahmen einer Exkursion nach Südtirol vertiefte. Andreas Brugger vertrat auch den Obmann beim Symposium der „ski.kultur.arlberg“ (hier ist der Obmann als wissenschaftlicher Beirat intergriert). Und das Symposium vom 20. November, das sie diesen Mitteilungen entnehmen können, wird vom Arbeitskreis für interregionale Geschichte durchgeführt ... hier sind die Montafoner Museen ebenfalls vertreten. 11 Montag, 4. Jänner 2010, 19.30 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit Adi Fischer über Heimat Wir bitten zu dieser Veranstaltung die Plätze im Vorfeld zu reservieren, da nur eine beschränkte Zahl an Besucherinnen und Besucher möglich ist. 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles ner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron erwähnt werden, dessen Sammlung aus einer Mischung von Bergsteiger-Utensilien und Buddha-Statuen besteht und den Betrachter ziemlich verwirrt. Interessanter war ohne Zweifel das Touriseum (Südtiroler Landesmuseum für Tourismus) auf Schloss Trauttmannsdorff in Meran, das auf äußerst innovative Weise darstellt, wie die ersten Bergsteiger und Touristen die alpine Bergwelt lieben lernten. Abgerundet wurde der dritte Tag mit der Besichtigung von Schloss Schenna und von der Landesausstellung in der Festung Franzensfeste. Abschließend kann festgehalten werden, dass die Südtiroler Museumslandschaft, die aus über 70 Museen und Sammlungen besteht, durch Vielseitigkeit und Innovativität überzeugen kann. (Andreas Brugger) Wissenschaftliches Symposium von ski.kultur.arlberg (Lech) Am 3. Oktober 2009 fand im Hotel Gotthard in Lech das erste Symposium von ski. kultur.arlberg statt. Da der Arlberg von seinen Bewohnern oftmals als Wiege des alpinen Skilaufs bezeichnet wird, ist es nahe liegend, sich mit der geschichtlichen Entwicklung des weißen Sports in dieser Region eingehend zu befassen. Deshalb wurde 2008 das Projekt ski.kultur.arlberg ins Leben gerufen. Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Eröffnung der Flexenstraße, die für den Aufschwung Lechs von größter Bedeutung war, wurde am Morgen des 3. Oktober am Rüfiplatz in Lech eine einhundert Meter lange Informationswand zur Geschichte des Skilaufs am Arlberg von 1884 bis 1938 präsentiert. Im Anschluss 2010 Südtirol und seine Museumslandschaft (Exkursionsbericht) Diese von der Museumsakademie des Universalmuseums Joanneum in Graz organisierte Exkursion fand vom 24. bis zum 26. September 2009 statt. Der erste Höhepunkt war die Besichtigung des Südtiroler Archäologiemuseums Bozen, dem Ötzi innerhalb von zehn Jahren über 2, 5 Millionen Besucher bescherte. Das im Anschluss besichtigte Museion (Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Bozen) sollte von jedem kunstinteressierten Südtirolbesucher besichtigt werden. Der zweite Tag begann mit der Besichtigung von Schloss Tirol (siehe Foto), das nicht nur durch seine imposante Schlossanlage, sondern auch durch eine didaktisch sehr gut aufbereitete Dauerausstellung zur schicksalhaften Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert überzeugen kann. Beim Sandwirt (dem Geburtshaus von Andreas Hofer) und im angeschlossenen Museum Passeier wurde klar, dass Andreas Hofer im Gedenkjahr an die Bergisel-Schlachten 1809 in Tirol allgegenwärtig ist. Hinsichtlich des derzeitigen Alpinismus-Schwerpunkts der Montafoner Museen muss das Mess- 12 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Lange Nacht der Montafoner Museen 2009 Die Montafoner Museen nahmen zum achten Mal an der vom ORF durchgeführten Langen Nacht der Museen teil. 600 Besucherinnen und Besucher nutzten die nächtlichen Stunden, um die Häuser in Schruns (Heimatmuseum), Bartholomäberg (Frühmesshaus), Silbertal (Bergbaumuseum), Gaschurn (Tourismusmuseum) und Tschagguns (Wintersportsammlung) zu besichtigen. Die Ausgangslage ist für die Montafoner Museen keine einfache: Abseits von den Ballungszentren Vorarlbergs gelegen gibt es keine Partizipation an den Besucherströmen, welche die großen Häuser etwa in Dornbirn oder Bregenz erreichen. Fast schon diskriminierend ist es, dass die Montafoner Museen zum wiederholten Male vom organisierten Busfahrplan im Land ausgeschlossen sind. Auch wird das Montafon im Unterschied zum übrigen Land nicht von professionellen Fotografen und demzufolge auch nicht von den Medien beschickt. Es gilt der Grundsatz, dass im Montafon alles selbst gemacht werden muss. Dies ist umso erschwerender, als dass es neben den Montafoner Museen keine andere Einrichtung im Land auf sich nimmt, gleich fünf „Lange Nächte“ zu organisieren. Aber hier kommen wir zum erfreulichen: Ein großes Team von motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bemüht sich um ein Programm und eine Herzlichkeit, die höchst bemerkenswert ist und die es an dieser Stelle hervorzuheben gilt. Nachts im Museumsbus Unter dem Motto „Nachts im Museumsbus“ hatten diesmal die Montafoner Museen einen neuen Anlauf in Sachen 13 daran begann das wissenschaftliche Symposium, in dem zehn Vortragende Einblicke in die Projektarbeit „Auf den Spuren eines Wunders in Weiß“ gaben. So referierte Professor Gustav Schoder von der Universität Stuttgart darüber, wie der Skilauf das Leben der Menschen verändert hat und Professor Bernhard Tschofen von der Universität Tübingen setzte sich in seinem Vortrag ausführlich mit den Begriffen „Kultur“ und „Skikultur“ auseinander. Weiters präsentierten Diplomanden und Doktoranden die Konzepte ihrer wissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit dem Thema Skisport aus den verschiedensten Blickwinkeln, wie etwa Medien, Tourismus und Geologie, auseinandersetzen. Archivarin Mag. Birgit Ortner berichtete über den Aufbau des (ski)geschichtlichen Archivs in Lech. Der Vortrag von Mag. Christof Thöny zeigte mit den Ausführungen zum Zeitzeugenprojekt in Stuben am Arlberg, dass sich das Projekt nicht nur auf Lech beschränkt, auch wenn die Tiroler Seite des Arlbergs offensichtlich kaum ein Thema ist. Abschließend kann festgehalten werden, dass das Projekt ski.kultur. arlberg durch die Vielfalt der Perspektiven und Herangehensweisen überzeugt und man daher auf die Ergebnisse gespannt sein kann. (Andreas Brugger) 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles ins Heimatmuseum; in einem Nebenzimmer übten sich Jugendliche unter Anleitung von Klaus und Karoline Bertle in der Umsetzung derselben Kunst. 2010 Mobilität unternommen und eine Fahrt zu allen Museen des Tales angeboten. Elisabeth Walch betreute auf charmante Weise die Gruppe, die an allen Orten interessante Begegnungen mit der Kunst und Kultur des Tales erleben durfte – ein alle Register ziehendes kulinarisches Angebot sorgte für den entsprechenden Rahmen. Schruns – Tschagguns Die Begrüßung erfolgte im Heimatmuseum in Schruns, nach einem Aperitif bewegte sich der Museumsbus nach Tschagguns, wo Helmut Marent sichtlich stolz einen Blick auf seine über Jahrzehnte zusammen getragene Wintersportsammlung werfen ließ, die das „Who is who“ des Montafoner Skisports repräsentiert. Der Romanist und Flurnamenforscher Guntram Plangg, ehemals Institutsleiter an der Romanistik der Universität Innsbruck, bot den Nachtschwärmer/innen einen faszinierenden Einblick in ein Metier, das die meisten Menschen in ihren Bann zieht. Weniger in den Bann ziehen als vielmehr das Unglück zu verbannen war über Jahrhunderte die Aufgabe des Alpsegens, der täglich auf den Alpen litaneiähnlich gesungen wurde – Martin Borg aus Nenzing beeindruckte in der Stube des Heimatmuseums in Schruns die Gäste mit einem solchen Alpsegen. Dass es dazu indische Kost gab, zeigt, dass die Montafoner Museen den Heimatbegriff längst weiter gefasst haben, als es manche glauben wollen. Verantwortlich für diese interkulturelle Begegnung war der Schrunser Kulturverein illlitz, der mit dem fernöstlichen Land entsprechenden Licht- und Klanginstallationen die Besucherinnen und Besucher begrüßte. Die Bergbilder Edward Theodore Comptons ergänzten den Ausflug 14 Silbertal – Bartholomäberg – Gaschurn Weiter ging die nächtliche Reise nach Silbertal, wo wieder ein vielfältiges Programm geboten wurde. Ob die umfangreiche Bildersammlung Luise Jennys (eine schon lange Jahre geübte Tradition), ob die tief in die Seele gehende Ausstellung des von der jüdischen Volkskundlerin Eugenie Goldstern gesammelten Kinder- Aktuelles spielzeugs oder ob die davon abgeleiteten Kuhgespräche, welche Heidi Bitschnau mit Adolf Zudrell führte – das alles konnte zu den Klängen des Duos Saler genossen werden – ja, und wer sich im Bergbaumuseum für den Bergbau interessierte, war bei Erich Fritz an der richtigen Adresse. Vom „Tal“ ging es anschließend auf den „Berg“, auf den Bartholomäberg. Der Vollmond leuchtete den nächtlichen Museumsbusfahrer/innen den Weg. Das alte Frühmesshaus forderte die Konzentration der Besucher aufs neue. Brigitte Frast begrüßte mit ihren beiden musikalischen Freundinnen die Besucher/innen mit getragenen Zither- und Gitarreklängen. Anschließend wurde es heftig oder – wie ein Besucher meinte – brutal: Heinrich Pfanner, Lyriker aus Vandans, las neu verfasste Marterlsprüche, die eine alte Tradition wieder hochheben ließen. Inhalte sind lustige Charakteristika von Menschen verschiedener Berufsgruppen, allerdings immer mit tödlichem Ausgang. Neu im Repertoire Pfanners sind Küchengedichte, die sinnige und „un“sinnige Träume mit spitzer Feder erzählen. Das war genau die richtige Einstimmung, um anschließend den außergewöhnlichen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Keller des Frühmesshauses zu besuchen, der neben einer spannenden Hausgeschichte für einmal auch Most und Sura Kees preiszugeben hatte. Die letzte Station lag dann etwa 25 Busminuten von Bartholomäberg entfernt in Gaschurn. Auch hier dient ein Frühmesshaus als Kulisse für ein Museum. Franz Josef Battlogg hieß die schillernde Persönlichkeit, die in den 1860er und 1870er Jahren in Gaschurn als Alpinpionier und Chorleiter weit über die Grenzen bekannt war. Gert Spratler wusste in der Langen Nacht alles über ihn und geleitete durch die Sonderausstellung zu Battlogg im oberen Stock des Museums, die in ihrer radikal die außergewöhnlich hohe Qualität der Architektur hervorhebenden Form auch ein neues Zeitalter des Tourismusmuseums anzeigt. In der Stube unterhielten sich die Gäste über nicht ganz so alte Zeiten und sahen dabei den Trachtenstickerinnen auf die flinken Finger. Ein kulinarischer Abschiedsgruß sollte nochmals zum Höhepunkt werden, egal ob mann oder frau nun die Käsesuppe oder den Brösel mit Apfelmus oder am besten gleich beides zu Gemüte führten. 15 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 Danke Die Lange Nacht der Montafoner Museen ließ keine Wünsche offen, und dass dies möglich wurde, lag an all den im Folgenden genannten Menschen: Christa Batlogg, Karoline Bertle, Klaus Bertle, Judith Biermeier, Heidi Bitschnau, Martin Borg, Frau Borg, Georg Breuß, Ingrid Breuß, Andreas Brugger, Marie-Luise Brugger, Bianca Burger, Elisabeth Burger, Sabine Butzerin, Hermine Dönz, Elmar Egg, Brigitte Frast, Erich Fritz, Gemeinde Gaschurn, Gemeinde Silbertal, Helga Isele, Luise Jenny, Michael Kessler, Klaus Kuster, Marlies Kuster, Désirée Mangard, Helmut Marent, Kamalakanta Mohanty (plus Begleitung), Hans Netzer, Martin Pfefferkorn, Dietmar Pichler-Jäger, Guntram Plangg, Otto Rudigier, Anita Saler, Franz Saler, Hubert Sander, Gerda Schallner, Edith Schuchter, Gerd Spratler, Martin Ströhle, Manuel Stroß, Karin Valasek, Dagmar Vergut, Elisabeth Walch, Andreas Walter, Marie-Luise Werle, Marianne Werle, Rudi Widerin, Bruno Winkler, Elisabeth Winkler, WSV Tschagguns, Adolf Zudrell, Johanna Zudrell. (Andreas Rudigier) 11. Montafoner Trachtengespräche in Bartholomäberg Fast 40 interessierte Frauen verfolgten die Beiträge von Gisela Haydn und Richard Sander. Gisela Haydn brachte etliche Korallenketten, Granatketten, Uhrenketten mit – alles, was Montafonerinnen zur Tracht gerne anziehen. Besonders bemerkenswert war die eigens von Goldschmied Nikolaus Haydn angefertigte Hutbrosche. Die goldene, in Filigrantechnik hergestellte und mit Granatsteinen verzierte Hutbrosche stellte ein „Highlight“ der Trach16 tengespräche dar. Nikolaus Haydn kann ganz individuelle Broschen für Trachtenhüte herstellen, ganz nach Wunsch der Kundinnen. Weiters natürlich auch Sonderanfertigungen jeglicher Art, wie zum Beispiel, „Glufa“, Ohrringe oder Nachbildungen alter Stücke. Richard Sander, der umtriebige Chef des gleichnamigen Schuhgeschäftes in Schruns, konnte eine umfassende Geschichte des Schuhs präsentieren. Neue und alte Schuhe gaben einen Gesamtüberblick über die Möglichkeiten des passenden Schuhwerks. Dankenswerterweise soll auch erwähnt werden, dass viele Besucherinnen ihre eigenen älteren und neueren Erbstücke zur Begutachtung mitbrachten. (Elisabeth Walch) Rückblick in Bildern Bludenz, 23. September Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Gauertal, 25. September Lech, 28. September Lech, 28. September Nenzing, 2. Oktober Kloster St. Peter, 15. Oktober Schruns, 20. Oktober 17 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22, -/18, -) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22, -/18, -) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22, -/18, -) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22, -/18, -) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10, 90/8, 70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13, -/10, -) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22, -/18, -) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28, -/22, -) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13, -/10, -) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25, -/20, -) 22 Michael Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25, -/20, -) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44, -, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 44, -, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10, 90, für Mitglieder € 8, 70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20, -/16, 50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20, -/16, 50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13, -/10, -) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20, -/16, 50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16, -/13, -) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16, -/13, -) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22, -/18, -) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20, -/16, 50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16, -/13, -) 18 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28, -/22, -) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35, -/30, -) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33, -/27, -) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22, -/18, -) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28, -/22, -) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19, 50/16, 50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9, 50/7, 50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28, -/22, -) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18, 90) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10, -/8, -) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5, -/4, -) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3, -) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26, -/22, -) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21, 60, DVD 24, 90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10, -/8, -) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6, -/5, -) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2, -) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2, -) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2, -) 2002 (€ 2, -) 2003 (€ 2, -) 2004 (€ 4, -) 2005 (€ 4, -) 2006 (€ 4, -) 2007 (€ 10, -) 2008 (€ 10, -) 19 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten im Winter 2009/2010 Montafoner Heimatmuseum Schruns: Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: 27.11.-19.12. Freitag u. Samstag, 14-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 15-18 Uhr ab 7.1. Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 16-18 Uhr ab 7.1. Dienstag bis Freitag, 16-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 16-18 Uhr ab 7.1. Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 16-18 Uhr ab 7.1. Dienstag bis Freitag, 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15, - unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. 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