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Montafoner_Muse...09_In MontafonerMuseen 01.10.2009 17.12.2012, 08:09 Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Die vorliegende Ausgabe der Mitgliederinformationen möchte sie auf eine Reihe von Veranstaltungen in den und außerhalb der Montafoner Museen, auf die vier Ausstellungen zum gleichen Thema, auf kulturlandschaftliche Besonderheiten des Montafons sowie auf die neuesten Publikationen des Heimatschutzvereins aufmerksam machen. Die Montafoner Museen wünschen allen Mitgliedern des Heimatschutzvereins und Interessierten einen schönen Sommer mit viel Muße für die Montafoner Museen und die Montafoner Kulturlandschaft! Andreas Rudigier (Obmann) 1 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen bilder“ im Montafoner Heimatmuseum ins Vorarlberger Landesmuseum, wo am späten Vormittag ein Rundgang durch die Ausstellung „Auf den Spuren der Römer“ auf dem Programm steht. Nach dem Mittagessen folgt dann der Höhepunkt der Exkursion mit dem Besuch der großen Sommerausstellung „Schnee. Rohstoff der Kunst“. Anmeldung bis Freitag, 24. Juli, im Heimatmuseum (Anrufe bitte während der Öffnungszeiten Dienstag-Samstag, 10-18 Uhr), Kosten: Bus und Eintritt (sowie Mittagessen), Rückkehr gegen 18 Uhr – Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Interessensgemeinschaft Bildende Kunst 2009 Donnerstag, 30. Juli 2009, 9 Uhr Treffpunkt: Montafoner Heimatmuseum Schruns Berge – Römer – Schnee, Exkursion ins Vorarlberger Landesmuseum (mit Dr. Andreas Rudigier) Die Berge sind im Sommer 2009 nicht nur das Hauptthema der Ausstellungen in den Montafoner Museen, sondern auch in anderen Häusern des Landes und darüber hinaus. Wir wollen den Mitgliedern der Montafoner Museen das Angebot machen, alle diese Ausstellungen anzusehen. Die erste Exkursion führt nach einem Blick in die Ausstellung „Berg- Samstag, 1. August 2009, 9 Uhr/10 Uhr Treffpunkte: Vorarlberger Landesmuseum Bregenz, 9 Uhr; Montafoner Heimatmuseum Schruns, kurz vor 10 Uhr Vom Bodensee zum Gletschereis. Der Berg in Bildern und Geschichten, einst und jetzt (Exkursion mit Dr. Andreas Rudigier und Bruno Winkler) Der kulturhistorische Ausflug mit dem Bus bietet Einblick in die Kunst und Ausblick ins Gebirge. Die Route führt durch das Montafon, über die Silvretta nach Galtür. Anregende Stationen entlang 2 Veranstaltungen montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Sonntag, 2. August 2009, 10-17 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Reiseziel Museum Schruns: „Bergbilder“ Alle Kinder sind wieder eingeladen, gemeinsam mit ihren Eltern (Familienpass nicht vergessen!) die „Bergwelten“ im Montafoner Heimatmuseum zu erkunden. Klaus Bertle beschäftigt sich um 10.30 Uhr und 14 Uhr in eigenen Programmen mit den Kindern. Weitere Informationen unter www.vorarlberg.at/ kinderindiemitte. Öffentliche Anbindung unter www.vmobil.at der Tour sind die Montafoner Museen, Marterl und Kapelle, Silvrettapanorama und Galtür mit Alpinarium – das alles in Begleitung kultur- und kunsthistorischer Experten, Zeitzeugen und einer Lektorin. Gemeinsames Mittagessen in einem Gaschurner Traditionshotel ist eingebaut, mit themennahen Überraschungen ist zu rechnen. Anmeldung bis Mittwoch, 29. Juli, im Heimatmuseum (Anrufe bitte während der Öffnungszeiten Dienstag-Samstag, 10-18 Uhr), Kosten 35 Euro (exkl. Mittagessen), Rückkehr gegen 19 Uhr (Schruns), 20 Uhr (Bregenz) – Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Vorarlberger Landesmuseum Montag, 3. August 2009, 17 Uhr Pfarrkirche St. Gallenkirch Kirchenführung mit Mag. Wilfried Dür Die Pfarrkirche in St. Gallenkirch gehört zu den herausragenden Kirchenbauten Vorarlbergs. Die seit dem frühen 14. Jahrhundert nachgewiesene Kirche zeigt seit der letzten Restaurierung im Chor 3 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen der Innerfratte mit weitgehend intakter Bausubstanz und gesicherter Bewirtschaftung. Von dort erreicht man die nur durch Fuß- und Viehtriebwege erschlossene Netza-Alpe im Europaschutzgebiet Verwall, wo frühere Nutzungsbereiche als Bergheumähder und Spuren historischer Bergbautätigkeit noch heute gut erkennbar sind. 2009 noch Relikte aus der spätmittelalterlichen Zeit, als ein spätgotisches Fenster und mehrere spätgotische Malereien frei gelegt werden konnten. Insgesamt ist die Kirche aber ein einheitlicher spätbarocker Bau, dessen Ausstattung im überregionalen Vergleich außergewöhnlich ist. Dazu tragen vor allem die Deckengemälde bei, die von Christoph Klausner 1775 gemalt wurden und die eine Vielzahl seltener alttestamentarischer Darstellungen zeigen. ☛ Montafonerbahn von Bludenz kommt um 16.23 Uhr in Schruns an, Bus ab Schruns 16.35 Uhr, Rückreise um 18.38 Uhr Samstag, 8. August 2009, 9 Uhr St. Gallenkirch, Treffpunkt Gemeindeamt Die Auffahrt von St. Gallenkirch bis Montiel und die ev. Rückfahrt von dort ist mit dem Wanderbus möglich (Fahrpreis 4 Euro). Festes Schuhwerk, allenfalls Wanderstöcke, Regenschutz und Verpflegung (reine Gehzeit ca. 3,5 Std.) werden empfohlen. Aus organisatorischen Gründen ist eine telefonische Anmeldung unter 0650/6365484 (Leo Walser) bis 7. August, 18 Uhr, erbeten. ☛ Montafonerbahn von Bludenz kommt um 7.57 Uhr in Schruns an, Bus ab Schruns um 8.05 Uhr (Ankunft St. Gallenkirch 8.20 Uhr) Maisäß- und Alpwanderung Montiel, Netza, Manigg (Exkursion mit Dr. Leo Walser) Die Maisäßsiedlungen Montiel, Netza und Manigg zählen wohl zu den schönsten bergbäuerlichen Kulturlandschaften 4 Veranstaltungen Donnerstag, 13. August 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Haus des Gastes, Schruns Die Ausstellung ist bis zum 5. September zu sehen (8-18 Uhr). ☛ Montafonerbahn von Bludenz ab 18.57 Uhr, Rückreise um 21.03 oder 22.03 Uhr ViaValtellina – Impressionen an einem alten Säumerweg (Ausstellungseröffnung mit Mag. Wilfried Dür) Freitag, 14. August 2009, 18-20 Uhr Vandans, Gemeindemarkt 2. Montafoner Trachtenbörse Anlässlich des Vandanser Gemeindemarktes wird zum zweiten Mal die Montafoner Trachtenbörse durchgeführt. Hierbei können Trachtenteile gekauft werden; es besteht aber auch die Möglichkeit, Informationen zur Tracht einzuholen. Wilfried Dür, stellvertretender Obmann des Heimatschutzvereins, hat die ViaValtellina begangen. Auf seiner Wanderung von Schruns nach Tirano malte Dür Aquarelle und Bilder in Mischtechnik. Die Ausstellung verbindet Impressionen mit kritischen Ansätzen, die einen weiten Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft spannen. So finden sich auch Thematisierungen etwa des Weltwirtschaftsforums in Davos, der EU-Einheitskuh, welche die Schweizer Milchkuhrasse vereinnahmt, des CO2-Ausstoßes auf dem BerninaPass, der überfüllten Parkplätze vor der Diavolezza-Seilbahn oder des Gletscherschwundes an der Bernina. Wilfried Dür sieht in der Wanderung die Möglichkeit einer „Entschleunigung“, die ihm Objekte und Themen eröffnen, die scheinbar schon längst im Dunkel der Vergangenheit verschwunden sind und die sich in entspannter Atmosphäre neu betrachten lassen. Kontakt: Ulrike Bitschnau, Tel 0664/5243530, Mail ulrike.bitschnau@iplace.at ☛ Montafonerbahn von Schruns und Bludenz jeweils ab 17.37 Uhr, zurück nach Schruns um 19.49 Uhr, nach Bludenz um 20.10 Uhr Sonntag, 16. August 2009, 14.30 Uhr Latschau, Säge am Rasafeibach Führung mit Hubert Loretz und Klaus Bertle Die Säge am Rasafeibach gehört zu den herausragenden handwerklichen Objekten, die sich im Montafon erhalten haben. Der heutige Zustand entspricht im Wesentlichen dem von 1907. Damals erfolgte der Umbau zu einem so genannten Venezianergatter aus Teilen einer Säge aus Frastanz. Hubert Loretz stellt an 5 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen 2009 diesem Nachmittag das kulturgeschichtliche Denkmal vor. ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 13.57 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 14.05 Uhr, Latschau-Kraftwerk an 14.16 Uhr Samstag, 22. August 2009, 13 Uhr Gargellen, Schafbergbahnen (Treffpunkt Talstation) Ausgrabungen und die naturwissenschaftlichen Datierungen haben Überraschendes ergeben: Auf dem Schafberg wurde seit spätkeltischer Zeit und in römischer Zeit bis zum Beginn des Frühmittelalters (ca. 100 v. Chr. bis ca. 500 n. Chr.) Alpwirtschaft betrieben. Das ist ein erstaunliches Ergebnis. Die Arbeiten werden in diesem Sommer von den Archäologen der Universität Frankfurt mit Unterstützung der Schafbergbahnen und der Gemeinde St. Gallenkirch fortgesetzt. Im Rahmen der Exkursion werden die neuen Ergebnisse und die daraus resultierenden Fragestellungen vorgestellt. Rückkehr ist gegen 16.30 Uhr geplant, wir bitten die Teilnehmer/innen die Kosten für die Berg- und allenfalls Talfahrt zu beachten, und eine der alpinen Lage entsprechende Kleidung setzen wir voraus (die Veranstaltung findet bei jeder Witterung außer bei Schneefall statt). ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 10.57 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 11.05 Uhr, Gargellen-Schafbergbahn an 11.40 Uhr. Rückfahrt ab Gargellen 17.15 Uhr möglich, Anbindung MBS 18.04 Uhr. Alpwüstungen aus der Römerzeit (Exkursion mit Univ.-Prof. Dr. Rüdiger Krause und Friedrich Juen) Auf dem Schafberg werden seit 2007 im Rahmen des archäologischen Forschungsprojekts zur frühen Besiedlungsgeschichte exemplarisch Alpwüstungen dokumentiert und ausgegraben. Es handelt sich dabei um verfallene Steinfundamente alter Alpbauten, deren Alter bislang nicht bekannt war. Die neuen 6 Veranstaltungen Mittwoch, 26. August 2009, 19 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Dienstag, 1. September 2009, 19 Uhr Bartholomäberg, Altes Frühmesserhaus Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Welche Aussicht! (Führung durch das neue Museum und die Ausstellung) Zwischen Valleu und Vallüla (Führung durch die Ausstellung) Das Montafoner Tourismusmuseum in Gaschurn ist im Wandel begriffen. Nach 17 Jahren Dauerausstellung zum Thema „Tourismusgeschichte“ zeigt das Haus in diesem Jahr seine außergewöhnlichen architektonischen Qualitäten, die es zu einem der schönsten Gebäude des Tales werden lassen. Die Ausstellung macht auf eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Montafons aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufmerksam: auf Franz Josef Battlogg. Der damalige Frühmesser und spätere Pfarrer war ein alpiner Pionier und ist der Nachwelt als her- Seit Juni gibt es am Bartholomäberg ein neues Museum. Das Haus wird in seinem „Rohzustand“ gezeigt, das heißt, das Gebäude präsentiert sich so, wie es die letzten Besitzer vor zehn Jahren verlassen haben. Die architektonischen Details lassen sich wie ein 350 Jahre altes Buch lesen und überraschen in mehrfacher Hinsicht. Begeben Sie sich auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte! ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 18.23 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 18.35 Uhr, Bartholomäberg-Kirche an: 18.48 Uhr. Rückreise nur mit Taxi möglich ausragender Musiker in Erinnerung, der die Welt in der Zeit um 1870 ins Bergdorf Gaschurn brachte. Die literarische Qualität seiner vielfach publizierten und in einem umfangreichen Tagebuch aufgeschriebenen Aussagen ist verblüffend. ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 18.23 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 18.35 Uhr, Gaschurn-Zentrum an 19.00 Uhr. Rückreise nur mit Taxi möglich. 7 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen Anmeldung bis 19. August im Heimatmuseum notwendig (Anrufe bitte während der Öffnungszeiten Dienstag-Samstag, 10-18 Uhr), Kosten für Golmerbahn sowie für den Aufenthalt in der Hütte beachten, alpine Kleidung wird vorausgesetzt (Veranstaltung findet bei jeder Witterung außer Schneefall statt). ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 12.56 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 13.05 Uhr, Latschau-Golmerbahn an 13.20 Uhr 2009 Mittwoch, 2. September 2009, 14/18 Uhr Vandans, Heinrich Hueter-Hütte (Treffpunkt: Golmerbahn Latschau, 14 Uhr) Auf den Spuren des Menschen in den Bergen (Wanderung mit Erzählabend) Sonntag, 6. September 2009, 10-17 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Reiseziel Museum Schruns: „Bergbilder“ Alle Kinder sind wieder eingeladen, gemeinsam mit ihren Eltern (Familienpass nicht vergessen!) die „Bergwelten“ im Montafoner Heimatmuseum zu erkunden. Klaus Bertle beschäftigt sich um 10.30 Uhr und 14 Uhr in eigenen Programmen mit den Kindern. Weitere Informationen unter www.vorarlberg.at/ kinderindiemitte. ☛ Öffentliche Anbindung unter www.vmobil.at Die Sommerausstellungen „Mensch & Berg“ laden zu einer Wanderung in die Berge ein. Ziel ist die Heinrich-HueterHütte, die heuer 100 Jahre alt wird und als Alpenvereinshütte des AV Bezirk Montafon ein idealer Standort ist, Geschichten von Menschen in den Bergen zu hören. Wer Lust hat, kann ab 14 Uhr an einer Wanderung von Matschwitz ins Rellstal teilnehmen, oder sie/er schnappt den Rellstal-Bus und kommt bis 18 Uhr zur Hueter-Hütte. Es wartet ein bodenständiges Menü auf uns, und anschließend soll ein gemütlicher Hüttenabend im Gespräch mit Montafoner Alpinisten in die faszinierende Welt zwischen Lust und Last (wie der Ausstellungstitel besagt) entführen. Zeit für Übernachtung, Frühstück und allenfalls gemeinsames Herauswandern nach Vandans sollten die Teilnehmer/innen mit im Gepäck haben. 8 Mittwoch, 9. September 2009, 19 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Kind und Kuh. Zeugnisse aus der Sammlung Eugenie Goldstern (Führung durch die Ausstellung) Die Erinnerung an Eugenie Goldstern ist eine Erinnerung an Josef Vallaster, den Massenmörder von Sobibor, dessen Hel- Aktuelles montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 denverehrung in Silbertal nach Bekanntwerden seiner Rolle nicht mehr tragbar war. Goldstern wurde in Sobibor ermordet, als jüdische Wissenschaftlerin war sie schon Jahrzehnte früher einer Gesinnung zum Opfer gefallen, die an Menschenverachtung nicht zu überbieten war und die auch heute immer noch ihre Anhänger hat (siehe den Beitrag zum Kriegerdenkmal von Bruno Winkler in diesem Infoblatt). Goldstern forschte und lebte im bergbäuerlichen Milieu des Wallis beziehungsweise in Savoyen, und das von ihr dort gesammelte Kinderspielzeug gehört zu den faszinierendsten Aspekten der Volkskunde überhaupt – vielleicht weil es so einfach und klar ist und weil es in ihrer Charakterisierung weder zeitliche noch räumliche Grenzen kennt. ☛ MBS von Bludenz in Schruns an: 18.23 Uhr, Bus Schruns Bahnhof ab 18.35 Uhr, Silbertal-Zentrum an: 18.45 Uhr. Rückreise nur mit Taxi möglich. Aktuelles Regeln müssen sein, aber … Schrunser Plattform „wir-brauchen-diese-kinder“ „Ich bin froh über euren Vorstoß“, schreibt Caritas-Seelsorger Elmar Simma und meint damit den Appell einer großen Gruppe von Schrunserinnen und Schrunser an die verantwortlichen Politiker im Land, sich für ein Recht auf Bleiben für gut integrierte Kinder und ihre Eltern einzusetzen. Als vor fast fünf Jahren das Haus „Maria Rast“ für asylsuchende Flüchtlinge geöffnet wurde, war dieses Problem noch nicht zu sehen. Damals engagierte sich eine große Gruppe Einheimischer für diese Hilfesuchenden, die aus ihren Herkunftsländern flüchten mussten. Man wollte diesen Frauen und Männern, den Kindern diese „Heimat auf Zeit“ etwas angenehmer machen. Das Heimatmuseum und seine Leute waren von Anbeginn eine Drehscheibe für Kontakte und Kommunikation. Gesprächsabende 9 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles relang in unseren Kindergärten, in Volksund Hauptschule integriert. Jetzt aber droht einigen dieser Familien die Ausweisung und Abschiebung. Damit das nicht passiert, dafür setzt sich die Schrunser Plattform, zu der auch Tschaggunser Persönlichkeiten dazu gestoßen sind, unterstützt von vielen Montafonerinnen und Montafonern ein. Seit die Anliegen dieser Bürgerinitiative auch im Internet stehen – www.wir-brauchen-diese-kinder.at – kommt großartige Unterstützung auch aus dem übrigen Vorarlberg und aus anderen Regionen. „Tun wir uns die Schande dieser Ausweisung nicht an“, mahnt Mundart-Autor Adolf Vallaster aus Mäder, und plädiert: „Diese Kinder werden nicht heimgeschickt, denn ihr Daheim ist hier. Diese Kinder werden, wie einst Hagar mit ihrem Sohn Ismael in die Wüste geschickt.“ Der Obmann des Kulturforums Bregenzerwald Kurt Bereuter erklärt: „Die Diesseitigkeit des Christentums ist gefragt.“ Und er zitiert den von den Nationalsozialisten ermordeten Theologen Bonhoeffer: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ Die Kinder der 2b-Klasse in der Volksschule wollen Ismaijl unbedingt in ihrer Klassengemeinschaft behalten. Es geht auch um „unsere“ Kinder. Darauf weist die Plattform hin. Es sind prägende Erfahrungen für Kinder, wenn die Beziehungen zu Schulkameraden, Freundinnen, Spielgefährten durch staatliche Macht brutal abgerissen werden. Welches Beispiel geben wir da. Zum Heimatschutz gehört auch eine Erziehung, die auf Werten und Menschenrechten beruht. Wir wünschen uns Kinder, die zu weltoffenen, toleranten und solidarischen Erwachsenen werden. 2009 boten Austausch und Information, die Ergebnisse verschiedener Kunstprojekte wurden im Museum ausgestellt. Ehrenamtliche Helfer gaben Deutschunterricht und manches Fest wurde miteinander gefeiert. Ein großes Problem von Anfang an war, dass Männern und Frauen keine bezahlte Arbeit annehmen durften. „Der krankmachende Aspekt des Arbeitsverbotes – physisch und psychisch – erschüttert mich in meiner Arbeit besonders“, sagt die Tschaggunser Gemeindeärztin Alexandra Steininger. Durch freiwillige Nachbarschaftshilfe entstanden dennoch viele Kontakte zum Vorteil von beiden Seiten. Dass die Entscheidungen beim Ersuchen um Asyl so lange dauern würden, konnte man nicht sehen. Einige Familien konnten in Privatwohnungen untergebracht werden. Viele Kinder sind nun schon jah10 Aktuelles „Regeln müssen sein“, schreibt die Profil-Kolumnistin Elfriede Hammerl auf die Homepage der Bürgerinitiative und fährt fort: „Aber irgendwas stimmt nicht mit ihnen, wenn sie zur Folge haben, dass wir schutzlose Kinder aus dem Land, also wegwerfen. Was für eine Idiotie: Da jammern wir angesichts unserer Geburtenrate, wie sehr uns Nachwuchs fehlt, und dann weisen wir intelligente, lernbegierige, integrationswillige junge Menschen ab.“ Eleonore Schönborn weiß, wovon sie spricht: „Als ehemaliger Flüchtling möchte ich allen Leuten etwas sagen: Man geht nicht weg von zu Hause, wenn man nicht muss! – Integrierte Kinder auszuweisen ist unmenschlich, unchristlich und eines zivilisierten Staates unwürdig.“ (Franz Rüdisser) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen Zwischen 4. und 6. Mai nahmen 22 Interessierte, Mitarbeiter von Gemeindebauhöfen und Wegewarte an einem Kurs zur Vermittlung der Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Tro- ckensteinmauern teil. Die Leitung hatte Martin Lutz aus Belp in der Schweiz inne, drei Kurslehrer von der Weinbauschule in Krems unterstützten ihn dabei. Bernhard Maier, Thomas Lerch und Friedrich Juen standen vor Ort für organisatorische Fragen und als Vertreter des Standes Montafon, der Montafoner Museen und der Gemeinde St. Gallenkirch zur Verfügung. Die ganze Veranstaltung war eingebettet in das Kursangebot des ländlichen Fortbildungsinstitutes LFI Vorarlberg (Andrea Blum). Das große Interesse an der Veranstaltung führt übrigens dazu, dass zwischen 24. und 26. September ein zweiter Kurs angeboten wird (Anmeldung erbeten im Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg unter der Mailadresse lfi@lk-vbg.at oder der Telefonnummer 05574/400-191; Anmeldungsschluss ist der 15. September). Museum Online 09 – Auszeichnung für Montafoner Schülerprojekt Sich sammeln. So der Titel eines spannenden, neuerdings auch prämierten Projektes. Und wieder einmal konnte das Montafoner Heimatmuseum wesentliche 11 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles Projektgruppen aus allen Bundesländern wurde die Montafoner Website vom Bildungsministerium als die zweitbeste des Jahres 2009 prämiert. Es ist eine hoch verdiente Auszeichnung für ein höchst erfreuliches Produkt. Unverzichtbare Hilfe leisteten dabei Zeitzeugen und private Sammler ebenso, wie die sehr hilfsbereiten Mitarbeiter der Museen und des Archivs. 2009 Impulse liefern. Drei Schülergruppen aus dem Montafon waren eingeladen, sich im Rahmen eines österreichweiten Bildungsprojektes mit Alltagskultur auseinander zu setzen. Lust auf ein solches Projekt zeigten Gruppen der Hauptschule Schruns Dorf und der Polytechnischen Schule. Das von einer Fachjury in Wien nun ausgezeichnete Ergebnis dieses Projekts ist eine erstaunliche Homepage zum Thema „Sammeln.“ Entwickelt und betreut wurde das Projekt von Helmut Schlatter und Bruno Winkler. Zuerst haben die Schülergruppen vergangene Alltagskultur, wie sie auch in den Montafoner Museen ausgestellt ist, mit der eigenen Alltagskultur verglichen. Möglich war das im Heimatmuseum Schruns, in der Wintersportsammlung Tschagguns, im Talschaftsarchiv, in Gesprächen mit Zeitzeugen – und nicht zuletzt am Bildschirm. Neben Einblicken in die Montafoner Museumslandschaft sollten die Schüler wesentliche Aufgaben eines Museums (forschen, sammeln, vermitteln) kennen lernen, und eine eigenen Homepage dazu entwickeln. Vor einigen Tagen erst konnte eine kleine Montafoner Delegation (Schüler, Lehrer und Projektleitung) ihre Website in Wien präsentieren. Von 9 eingeladenen 12 Was von dieser lustvollen und bunten Sammlung bleibt: Eine Homepage im Internet, die jederzeit erreichbar und einsehbar ist. Das Projekt ermöglichte wertvolle Erfahrungen und verdiente Anerkennung. Und was noch kommt, ist eine kleine Ausstellung im Herbst des heurigen Jahres im Heimatmuseum. Die Projektgruppe der Ski-Hauptschule SchrunsDorf stellt gemeinsam mit ihrem Lehrer Alexander Sturn eine Auswahl der Projektsammlung aus. Denn diese gibt es nicht nur digital, sondern auch im Original: Objekte des Alltags, von früher und heute, geliehene und eigene. (Bruno Winkler) Die sehenswerte Homepage: http://vbg.mo09.museumonline.at/ Steinige Erinnerungswege Seit mehr als zwei Jahren besteht und arbeitet die Geschichtswerkstatt Silbertal. Maßgebliche Unterstützung und Hilfe wurde dieser Initiative von Seiten des Heimatschutzvereins Montafon zuteil. Als letztes Vorhaben findet gegenwärtig eine grundlegende Neudefinition der untragbar gewordenen Denkmalsituation statt. Im November ist die Fertigstellung eines neuen Platzes der Erinne- Aktuelles rung mit „bodenständiger“ Gestaltung vorgesehen. Damit wird dieser Ort ein würdiges Gedenken ermöglichen, das an ALLE Opfer des Nationalsozialismus und beider Weltkriege erinnert. montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Schenkung für das Montafon Archiv Unter der Eingangs-Nummer 2009/2 konnte das Montafon Archiv am 17. März 2009 eine besondere Schenkung verzeichnen: Der Nachlass des WerksChores Rodund konnte entgegengenommen werden: Schriftgut, wie Vereinsakten, Notenblätter, eine reichhaltige Fotosammlung seit dem Gründungsjahr 1953 sowie Gegenstände (wie Gastgeschenke, Erinnerungen an Vereinsausflüge und internationale Sängertreffen) gewähren einen Einblick in das Leben des 2005 aufgelösten Chores. Wertvoll ist auch die penibel geführte, mit Bildern versehene Vereinschronik. Auch wenn die Stimmen des Chores, der über 50 Jahre lang zu den Stützen des kulturellen Lebens im Montafon zählte, nicht mehr erklingen werden, so wird die Erinnerung an ihn im Montafon Archiv wachgehalten werden. Das Montafon Archiv möchte sich bei Luis Kegele, Hubert Thomma und Wolfgang Zudrell, die den Nachlass zur Verfügung stellten, herzlich bedanken. Nachlässe und Fotosammlungen werden vom Montafon Archiv, wo eine fachgerechte Inventarisierung und Lagerung erfolgt, stets gerne entgegengenommen. (Peter Strasser) Nach breiter und überregionaler Anerkennung dieser beispielgebenden Initiative hat die Neugestaltung des Denkmalplatzes neuerdings verbale Aggressionen rechtsextremer Kreise ausgelöst. In höchst bedenklichen Netzportalen werden Einzelpersonen der Geschichtswerkstatt auf beängstigende Weise beschimpft und bedroht. Diese Pamphlete werden zusätzlich durch menschenfeindliche ideologische Ausflüsse „untermauert.“ Hätte es überhaupt noch eines Beweises bedurft, dass das Erinnerungsprojekt in Silbertal auf dem richtigen Weg ist: Eine rechtsextreme und neonazistische Gegnerschaft, so bedrohlich und erschütternd sie auch sein mag, dürfte für sich und die Situation sprechen. Drohungen und Beschimpfungen von solchen Adressaten werden nichts am eingeschlagenen Weg in Silbertal ändern. Dazu ist die geleistete Gedenkarbeit zu wertvoll, dazu ist ein sensibles und gleichzeitig ehrliches Erinnern zu wichtig. Erinnerungskultur steht auf dem Prüfstand. (Bruno Winkler) „Alte Hüte – neu betrachtet“. Ein Rückblick auf die Trachtengespräche in Vandans Fast 40 Personen besuchten die 9. Trachtengespräche in Vandans. Hinter den Besucherinnen der Veranstaltung, die sich mit den „Kopfbedeckungen der Montafoner Tracht“ beschäftigte, verbarg sich sehr viel an Wissen, weshalb die Diskussion an die zweieinhalb Stun13 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles Auf den Spuren der Appenzeller Tracht Eine Gruppe von 20 Interessierten besuchte im Mai das Appenzeller Volkskundemuseum in Stein und das Museum in Wolfshalden. In Stein wird das Appenzeller Brauchtum auf drei Etagen präsentiert: Im Erdgeschoss ist die Appenzeller Sennenkultur zu sehen – besonders bemerkenswert sind die Dokumentation Appenzeller Bauernmalerei und als Höhepunkt die so genannten „Gaiser Wände“ (bemalte Holzbohlenwände aus dem 16. Jahrhundert). Mit der Textilabteilung im Untergeschoss wird einem repräsentativen Aspekt der Vergangenheit des Appenzells Rechnung getragen. Musterbücher und Kollektionen vermitteln einen Eindruck über die Produktion vor etwa 100 Jahren. Vorführungen an einem Plattstichwebstuhl und an einer Handstickmaschine lassen sehr eindrücklich die Mühen in der Produktion erahnen. Beachtenswert ist der hohe technische Standard dieser Textilmaschinen. 2009 den dauern sollte. Schäppelmacher Hermann Bitschnau und Marianne OlfenRehm begeisterten das Publikum mit ihrer herzlichen und offenen Art. Bei genauer Erläuterung der Arbeitsweise wurde auch auf die Fragen des Publikums eingegangen, wie etwa zu Materialbeschaffung, zu den Kosten etc. Im Mittelpunkt stand der Sanderhut, seines Zeichens der jüngste unter den Kopfbedeckungen der Montafoner Tracht. Auch neue Hüte konnten gezeigt werden. Die von Frau Olfen-Rehm gefertigten Sanderhüte aus Stroh wurden von Montafoner Frauen nach eigenen Vorstellungen verziert. Diese Arbeit stieß auf besonders großes Interesse. Wer nicht auf einen alten Hut zurückgreifen kann, hatte an diesem Abend schon die Aussicht auf eine Neuanschaffung. Man darf auf zukünftige Montafoner Modistinnen gespannt sein! (Elisabeth Walch) Von Stein führte der Weg quer durch das appenzellische Außerrhoden nach Wolfshalden. Nach einer willkommenen Kaffeepause im Gasthaus Krone stand ein Besuch des Ortsmuseums auf dem 14 Publikationen Programm. Der Holzbau aus dem 16. Jahrhundert vermittelt noch die Tradition des alten Appenzellerhauses. Die Führung der beiden Museumsverantwortlichen zeigte einmal mehr, dass neben der Qualität der Schausammlung auch die Begeisterung menschlicher Vermittlung ein wesentliches Qualitätskriterium für ein funktionierendes Museum ist. Ein Handwebstuhl als Beispiel für die Tradition der Seiden- und Leinenweberei stand schließlich im Mittelpunkt der vorwiegend weiblichen Exkursionsteilnehmer/innen. (Elisabeth Walch) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Buchneuerscheinung: Michael Kasper (Hg.): Röbi und Rongg. Beiträge zum Maisäß- und Alpwesen in Gargellen. Schruns 2009 (= Montafoner Schriftenreihe 22) Kulturlandschaftsinventar Montafon (KLIM) Im Rahmen des Kulturlandschaftsinventars Montafon (KLIM) trafen sich am 29. Juni Vertreter des Standes Montafon, des Montafon Tourismus und der Montafoner Museen zu einem anregenden Gedankenaustausch. Bei der Besichtigung der Maisäße Mularientsch und Ganeu in Vandans konnten an Hand verschiedener Gebäudebeispiele landschaftsprägende Elemente der Tradition und des Wandels eingehend in Augenschein genommen werden. (Peter Strasser) Mit der umfassenden Beschreibung der Alpe Rongg und des Maisäß und der Alpe Röbi im Gargellental konnte das Montafoner Maisäßinventar um einen wesentlichen Beitrag ergänzt werden. Die beiden etwas kleineren Alpen stehen beispielhaft für die Entwicklung der Alpwirtschaft im Montafon: der Rückgang der Bestoßung durch Vieh geht mit dem Nutzungswandel in Richtung Erholungsfunktion – vornehmlich beim Maisäß Röbi – einher. Gemein ist den beiden Alpen, dass sie bereits seit längerer Zeit im Besitz von Gemeinden von außerhalb des Tales standen oder noch ste15 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen 2009 hen: 1914 erwarb die Gemeinde Lorüns Rongg, bereits 1911 ging die Alpe Röbi in Bürserberger Gemeindebesitz über. Auch wenn der Bludenzer Vogteiverwalter David von Pappus bei seiner Grenzbeschreibung 1609 „Rongg“ und „Rubin“ bereits erwähnte, so ist ein walserischer Ursprung jedenfalls nicht gesichert. Im nunmehr 22. Band der Montafoner Schriftenreihe gelangen dem Herausgeber Michael Kasper und seinen Mitautor/ inn/en eine umfassende und fesselnde Schilderung der bemerkenswerten Kulturlandschaft an der Grenze zur Schweiz, wobei eine Reihe von verschiedenen Themen untersucht werden konnten: Naturräumliche Grundlagen, Siedlungsgeschichte bis in die frühe Neuzeit sowie Besitz- und Nutzungsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert (Michael Kasper), dendrochronologische Untersuchung des Baubestandes (Klaus Pfeifer), die Chronik über das Maisäß Röbi (Hermann Erhart) und Betrachtungen über die Rolle und Funktion der Maisäße in der Gegenwart (Edith Hessenberger). Der umfangreiche Band wird mit einem Beitrag von Marion Ebster über die verschiedenen Aspekte der Wahrnehmung der alpinen Kulturlandschaft sowie mit einem umfangreichen Register abgeschlossen. (Peter Strasser) Buchneuerscheinung: Andreas Rudigier: Montafon. Ein kulturgeschichtlicher Führer. Schruns 2009 (= Sonderband zur Montafoner Schriftenreihe 7) Seit den ersten Veröffentlichungen über das Montafon um die Mitte des 19. Jahrhunderts – vornehmlich aus der Feder von Reiseschriftstellern – sind sich die 16 Autoren einig: Das Tal besitzt einen einzigartigen Reichtum an natürlichen und kulturellen Besonderheiten. Die vorliegende Publikation von Andreas Rudigier vermittelt eindrucksvoll, dass trotz des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels (z.B. weitgehende Einstellung der Landwirtschaft zu Gunsten des Fremdenverkehrs, Zunahme der Tages-Auspendler) traditionelle Elemente der Architektur, das Bild der Kulturlandschaft und hervorragende Objekte des Kunsthandwerks bis in die Gegenwart erhalten werden konnten. Der handliche Kulturführer setzt sich zum Ziel, einen Einblick in das Montafon-Spezifische zu gewähren: Ausgrabungen prähistorischer Siedlungen, Barockkirchen, Zeugnisse des historischen Bergbaus sowie der Maisäß- und Alpkultur, Kraftwerks- und auch bemerkenswerte Hotelbauten aus verschiedenen Epochen sowie Formen des Brauch- Publikationen tums werden in der Publikation, die nach Gemeinden gegliedert ist, überblicksartig vorgestellt. Die Begeisterung, mit der der Autor die Kulturlandschaft des Tales vermittelt, regt zu einer genaueren Beschäftigung mit den Besonderheiten des Montafons ein. Die Fülle der Themen, die in dem Band angerissen werden, führen bei den Montafoner Museen und beim Montafon Archiv in den nächsten Jahren jedenfalls zur „Vollbeschäftigung“ bei der Umsetzung von weiterführenden, eingehenden Untersuchungen und Vermittlungsprojekten. (Peter Strasser) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Buchneuerscheinung: Österreichischer Alpenverein Bezirk Montafon (Hg.). Festschrift 125 Jahre Österreichischer Alpenverein Bezirk Montafon und 100 Jahre Heinrich-Hueter-Hütte. Tschagguns und Bludenz 2009. Die Tatsache, dass der Alpenverein im Montafon im Jahr 2008 sein 125-jähriges Bestehen feierte, war der Ausgangspunkt für eine intensive Kooperation zwischen dem Alpenverein und den Montafoner Museen. Diese resultierte u. a. in Ausstellungen in allen vier Montafoner Museen und in zwei Publikationen, nämlich dem Sonderband der Montafoner Schriftenreihe Mensch & Berg im Montafon seitens der Museen (siehe Foto) und der hier vorgestellten Festschrift seitens des Alpenvereins. Die 58-seitige, reichlich bebilderte Festschrift stellt nach einleitenden Grußworten den AV-Bezirk mit seiner langen Geschichte und den verschiedenen Aufgabenbereichen vor. Die Chronik umfasst lediglich drei Seiten. Für eine ausführlichere Darstellung wird auf den Beitrag von Wendelin Tschugmell im eingangs erwähnten Museumsband verwiesen. Obmann Franz Haag stellt weiters die Aufgabenbereiche des AV-Bezirks in der Gegenwart und in der nahen Zukunft vor. Den Kernbereichen Wegeerhaltung, Tourenwesen und Jugendarbeit werden drei kurze Kapitel gewidmet, in denen jeweils eine Person in Form eines Interviews zu Wort kommt. Der letzte Teil der Festschrift befasst sich mit dem Jubiläum der Heinrich-HueterHütte. Die 100-jährige Hüttengeschichte wird durch die Vorstellung des Tourengebiets ergänzt, in dem auch auf die geologischen Besonderheiten der Region eingegangen wird. Abschließend kann festgehalten werden, dass die kostenlose Festschrift, die über den Alpenverein und über das Heimatmuseum bezogen werden kann, eine interessante Darstellung 17 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen sein Essay über Schnee-Kulturen mit der Beschreibung des Lawinenbildes in der Rütikapelle in Galgenul. Manfred Tschaikner hält sich in seinem Beitrag über die Bedeutung des Schnees im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Vorarlberg überhaupt weitgehend im Montafon auf. Er folgt den „Schneespuren“ über die Flurnamen, die Erklärung über die vielfach vergessene „Schneeflucht“, über den Schnee als Transport erleichternde Unterlage, über die Gründungslegende der Kapelle Maria Schnee in Gaschurn, über das Lawinenjahr 1689, über den Schnee in den Sagen und in den Hexenprozessen. (Andreas Rudigier) 2009 zur Alpingeschichte des Montafons ist, in der die Bedeutung des Alpenvereins hervorgehoben wird. (Andreas Brugger) Schnee. Rohstoff der Kunst. Hg. von Tobias G. Natter. Bregenz 2009 Das Vorarlberger Landesmuseum in Bregenz widmet sich in seiner letzten Ausstellung vor dem großen Umbau einem Thema, zu welchem das Montafon auf den ersten Blick besonders kompetent erscheint: Schnee. Als Rohstoff der Kunst ist aber nicht der Kunstschnee gemeint, auch wenn Roland Haas mit seinen bedrohlich wirkenden Schneekanonen in der Ausstellung vertreten ist. Die Ausstellung, die bis 4. Oktober zu sehen ist und auf eine Außenstelle im Museum Huber-Hus in Lech (also doch noch „Schnee-Kompetenz“!) verweisen kann, bietet vielmehr einen kunstgeschichtlichen Überblick über die Darstellung des Schnees vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Gemälde, Plakate, Fotos, Videoinstallationen und Skulpturen (gemeint sind weniger Schneemänner, auch wenn die Besucher der Lecher Ausstellung in den ersten Tagen ein schnell dahinschmelzender Kunstschneehügel begrüßte, als vielmehr etwa Schlitten aus verschiedenen Epochen oder eine moderne Nachbildung der Drei Türme) bestimmen den Inhalt. Neben den künstlerischen Bezügen zum Montafon rücken auch die Autoren des prachtvoll ausgestatteten Begleitbuchs, Bernhard Tschofen und Manfred Tschaikner das Montafon in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. Tschofen beginnt 18 Buchneuerscheinung: Buchneuerscheinung: Hermann Braendle. Rätikon Reader. Bergwandern im Rätikon. Bregenz 2009. Der Rätikon Reader erfüllt die Kriterien eines Wander- und Tourenführers im klassischen Sinne. So enthält das 180 Seiten umfassende und reichlich illus­ trierte Buch 18 Wandertipps für den Rätikon, wobei der Autor keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Hermann Braendle ist alle diese Touren selbst gegangen, wodurch das Buch reichlich mit Fotografien des Autors illustriert ist. Der Reader bietet jedoch noch mehr. So hat das Buch 24 Themenkapitel, die interessante Zusatzinformationen bieten, wie etwa historische Rückblicke in die Frühzeit des Alpinismus. So sind Säumer, Schmuggler und Krieger im Rätikon genau so ein Thema wie Wilderer, die Braendle als die „Rebellen der Berge“ bezeichnet. Weiters gibt der Autor 18 Sagen aus dem Rätikon wieder, die zum Teil bereits vor langer Zeit in Vergessen- Publikationen montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 5 Buchneuerscheinung: Hanns-Christian Gunga, Nathan Zuntz. His life and work in the fields of high altitude physiology and aviation medicine. Amsterdam et al., American Physiological Society 2009. 252 Seiten. Der deutsche Physiologe Nathan Zuntz (1847-1920) gilt als Wegbereiter der modernen Höhenphysiologie und der Luftfahrtmedizin. Bereits im Jahre 1989 publizierte der deutsche Weltraummediziner Hanns-Christian Gunga seine deutschsprachige Dissertation über das Leben von Nathan Zuntz. Das große Interesse der englischsprachigen Fachwelt führte dazu, dass Gunga eine völlig überarbeitete und erweitere englischsprachige Biografie von Zuntz verfasste, in der er neben dessen Leben vor allem sein wissenschaftliches Schaffen (über 700 Publikationen) in den Mittelpunkt stellte. Für das Montafon ist das vorliegende Werk darum interessant, weil Gunga bei seinen Recherchen auch das Montafon Archiv aufsuchte, wo er den Nachlass von Hofrat Arnold Durig durchforstete. Durig (1872-1961) war ein Schüler von Zuntz, der sich selbst als Physiologe einen Namen machte. So begleitete Durig Zuntz auf einigen Expeditionen, und sie verfassten mehrere gemeinsame Publikationen. Zuntz’ Wertschätzung für seinen jüngeren Kollegen Durig ging so weit, dass er ihn bei seiner Pensionierung im Jahre 1919 als seinen Lehrstuhlnachfolger in Berlin vorschlug. Da Durig 1918 zum Leiter des Physiologischen Instituts an der Universität Wien ernannt worden war, lehnte dieser jedoch ab. Auch Durig schätzte Zuntz sehr und fand 1920 in einem Nachruf nur lobende Worte für seinen Lehrer. Aufgrund dieses engen Verhältnisses setzte sich Gunga 19 heit geraten sind. Zahlreiche Literaturhinweise, wie sie in dieser Menge für Wander- und Tourenführer keinesfalls üblich sind, laden dazu ein, tiefer in die Materie vorzudringen. Ergänzt wird der Reader durch eine gut 80 Seiten starke Broschüre mit dem Titel „Schneemann. Ein Berg und Tal Krimi“. Damit beweist Braendle, dass er nicht nur ein leidenschaftlicher Bergsteiger sondern auch ein nicht weniger leidenschaftlicher Schriftsteller ist, der die Faktensammlung im Reader mit einem fiktiven Krimi kombiniert. Der Rätikon Reader ist eine spannende und abwechslungsreiche Lektüre mit vielen unterschiedlichen Ansätzen und kann im Heimatmuseum in Schruns käuflich erworben werden. (Andreas Brugger) 2009 5 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen Ausstellung für das Tourismusmuseum in Gaschurn konzipierte, die von Juni bis Oktober 2008 zu sehen war. Weitere Themen waren „Was ist der Stand Montafon?“ (Peter Bußjäger), „Die bayerische Knechtschaft – Vorarlberg in den Jahren 1805 bis 1814“ (Alois Niederstätter), „Frühneuzeitliche Gemeindestrukturen im Raum Bludenz“ (Manfred Tschaikner), „Konrad Honold und die Montafoner Gemeindewappen“ (Ulrich Nachbaur und Andreas Rudigier). Der vorliegende Almanach ermöglicht es, dass die vielseitigen Erkenntnisse, die in den Vorträgen zutage kamen, auch all jenen Interessierten zugänglich sind, denen es nicht möglich war, den interessanten Vorträgen selbst beizuwohnen. (Andreas Brugger) 2009 im vorliegenden Buch sehr intensiv mit Durig auseinander, den er darin nicht nur abbildete, sondern von dem er auch eine Biografie im Umfang von einer Seite abdruckte. Es ist aus Montafoner Sicht als äußerst positiv hervorzuheben, dass ein Sohn des Tales in dieser wissenschaftlich äußerst fundierten Biografie, die von der internationalen Fachwelt sehnsüchtig erwartet wurde, lobende Erwähnung findet. (Andreas Brugger) Buchneuerscheinung: Ulrich Nachbaur u. Alois Niederstätter (Hg.), 200 Jahre Gemeindeorganisation. Almanach zum Vorarlberger Gemeindejahr 2008. Bregenz 2009. Im Jahre 1808 beschloss der bayerische König Maximilian I., die Gemeindeorganisation zu reformieren. Da Vorarlberg zu jener Zeit zu Bayern gehörte, war es von der Reform, dessen Grundstrukturen bis heute prägend sind, ebenfalls betroffen. Der Vorarlberger Gemeindeverband nahm dieses Jubiläum zum Anlass, unter der Koordination des Vorarlberger Landesarchivs eine historische Vortragsreihe durchzuführen. Vorarlbergweit wurden insgesamt 42 Veranstaltungen abgehalten, die sich mit dem Themenbereich Gemeindeorganisationen befassten. Fünf Vorträge davon, die im knapp 500-seitigen, farbig illustrierten Almanach vollständig abgedruckt sind, wurden in Kooperation mit den Montafoner Museen organisiert und fanden im Montafon statt. Ein Kernpunkt war das Thema „Die Herren im Tal – Eliten um 1800“, zu dem Michael Kasper nicht nur einen Vortrag hielt, sondern auch eine 20 Rückblick in Bildern Schruns, 26. Mai
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Montafoner_Muse...10_In MontafonerMuseen 01.10.2010 17.12.2012, 08:04 Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Das Montafon verfügt über eine Kulturlandschaft, die im gesamten Alpenraum ihresgleichen sucht. Auf überschaubarem Gebiet reihen sich kulturgeschichtliche Besonderheiten, die einen Zeitraum von mehreren Jahrtausenden umfassen. Der Monat September steht ganz im Zeichen dieser Kulturlandschaft Montafon und ihrer Geschichte. Historische Wege, Gebäude, Handwerkstechniken, Bewirtschaftungsformen ... das alles wollen wir Ihnen, geschätzte Mitglieder, in diesem Monat präsentieren. Das Verharren in der Vergangenheit ist nicht das Ziel, wie Sie dabei auch immer wieder bemerken werden, das Erhalten einer historischen Situation ist in vielen Fällen gar nicht möglich. Die Vermittlung all dieser Themen gelingt nur, wenn wir Menschen mit spezieller Kenntnis und Herz für das Montafon und seine Geschichte mit auf den Weg schicken. Wir wünschen allen Interessierten spannende Begegnungen und tiefe Einblicke. Andreas Rudigier (Obmann) Montafoner Museumsherbst im Zeichen der Kulturlandschaft An- und Abreisezeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie unter www.vmobil.at. 1 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 veranstaltung 2010 Galgenul (ViaValtellina) Donnerstag, 9. Sept. 2010, 14-17 Uhr Besichtigungsmöglichkeit beim Trockenmauerkurs an der ViaValtellina Zum vierten Mal wird unter der Leitung des Trockenmauerexperten Martin Lutz (siehe seinen Beitrag im Jahresbericht der Montafoner Museen 2009) die Trockenmauer an der ViaValtellina saniert und im Rahmen dessen die wichtigsten Kenntnisse des alten Handwerks weiter gegeben. Nutzen Sie an diesem Nachmittag die Möglichkeit, den KursteilnehmerInnen bei der Arbeit zuzusehen. Raggal und Fontanella (Treffpunkt Bahnhof Schruns) Donnerstag, 9. Sept. 2010, 18 Uhr Walser Herbst: „Bilder vom Reisen“, „Fremde im Zimmer“, Wiener Kaffeehaus und das heißeste Projekt im Kochzelt (Ein Ausflug zu den Nachbarn) 2 Der Walser Herbst wartet mit zwei Sonderausstellungen auf, die wir an diesem Abend besuchen wollen. Im aufgelassenen Sparmarkt in Raggal präsentiert der Fotograf Nikolaus Walter Bilder vom Reisen. Der Schriftsteller Martin Prinz („Über die Alpen“) schreibt zu Nikolaus Walter: „Eine Frau am Strand. Über ihr die Sonne, vor ihr das Meer. ‚Sehnsucht‘ – kein Wort erzahlt mehr vom Reisen. Und doch scheint das Wort gerade dort am verlässlichsten ins Leere zu fuhren, wo die ersehnte Weite greifbar nah geworden ist. Das gegen die brennende Sonne über den Kopf geworfene Kleid, dichtgedrängte Hotelblocks an Urlaubsküsten, eine Schafherde am Kreisverkehr oder ein im Kofferraum seines Reisebusses sich ausschlafender Fahrer: Nikolaus Walters Bilder vom Reisen suchen jene Augenblicke, in denen sich die Versprechungen der großen weiten Welt gerade im Naheliegenden so unbeirrbar brechen, da sie dem Geheimnis von Sehnsucht auf der Spur sind.“ Veranstaltungen „Fremde im Zimmer – Erinnerungsräume“ ist eine Ausstellung, die im früheren Hotel Post in Fontanella gezeigt wird. Ein Alpenhotel in bester Lage bietet Raum für eine besondere Ausstellung. Erinnerungsstücke enthüllen den BesucherInnen sanft, aber doch unweigerlich die Realität florierender Zeiten der jüngeren Vergangenheit in einer aufstrebenden Fremdenverkehrsregion. Der Walserherbst beweist, dass das Wiener Kaffeehaus auch zum Kulturexportartikel taugt. Auf dem Dorfplatz von Fontanella beherbergt ein Pyramidenzelt wahrend des gesamten Walserherbst ein stimmig inszeniertes Cafe, in dem Melange und Mehlspeisen das Verweilen versüßen. Nationale und internationale Zeitungen und Magazine warten auf Leserschaft, Buchgespräche und Diskussionen laden zum Gedankenaustausch. Fallweise erklingt Pianomusik, ab und zu auch die Stimme einer Wiener „Dudlerin“. Als temporären Ort der Gastfreundschaft stellt der Walserherbst mitten in Raggal ein Pyramidenzelt mit Holzherd auf. An diesem kochen Walser Frauen und Männer einfache und ungewöhnliche Speisen, spezielle Gaste wiederum ihre Spezialitäten. Die Küche mit Holzherd wird zum abendlichen Versammlungs-, und Gesprächsort für Einheimische wie für FestivalbesucherInnen. Es wird gegessen, musiziert, erzahlt und philosophiert. Das Kochprojekt am Holzherd besticht hauptsächlich durch die Einfachheit und Seltenheit der gekochten Speisen. Anmeldung im Heimatmuseum bis Mittwoch, 8. September 2010 (12 Uhr), notwendig. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Dienstag, 14. September 2010, 19 Uhr „Jahre der Heimsuchung“ im wachsenden Museum (Lesung und Führung mit Andreas Rudigier) Im Juli ist der zwölfte Sonderband der Montafoner Schriftenreihe erschienen, der sich dem Sonderausstellungsthema der Montafoner Museen 2010 widmet (siehe die Info in diesem Infoblatt). An diesem Abend wird das Buch und der Bartholomäberger Teil der Sonderausstellung gezeigt. Und nicht nur das: Das Museum in Bartholomäberg ist vor einem Jahr mit dem Anspruch entstanden, langsam zu wachsen. Vor Jahresfrist wurde das Haus so gezeigt, wie die letzten BewohnerInnen es verlassen hatten – nun sind einige Maßnahmen gesetzt worden, die das Haus als Museum schon besser erkennen lassen ... und es haben herausragende Objekte regionaler Volkskunde Einzug in das Haus gehalten. 3 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Tschagguns, Alpe Spora und Lindauer Hütte Donnerstag, 16. Sept. 2010, 17 u. 19 Uhr 2010 Treffpunkt Parkplatz Latschau Mittwoch, 15. September 2010, 9 Uhr „Schragazuseminar“ – Wie wird ein Schragenzaun gebaut? (eintägiger Kurs mit Friedrich Juen) 17 Uhr (Alpe Spora): Die „Schlacht auf der Alpe Spora“ – eine archäologische Spurensuche (Lokalaugenschein mit Univ.-Prof. Dr. Harald Stadler und Mag. Christoph Walser) Bei den Bündner Nachbarn gibt es einen Verein zur Erhaltung der „Graggenzäune“, hier gibt es einen Spezialisten genau für dieses Thema der bei uns „Schragazü“ oder „Scheiazü“ genannten Zäune: Friedrich Juen wird an diesem Tag Interessierten das Handwerk des Zäunemachens zeigen und die Interessierten auch mitarbeiten lassen. Juen führt in das Handwerk ein, zeigt die Herstellung von „Stäcka“ und „Scheia“ und schließlich die Errichtung des Zaunes. Zu den schwierigsten Details zählt die Gestaltung des „Schlosses“, der verbindende Abschluss des Zaunes. Anmeldung beim Heimatmuseum bis Montag, 13. September 2010 notwendig; Kosten pro TeilnehmerIn 25 Euro, Mitglieder des Heimatschutzvereins bezahlen 20 Euro. Für Verpflegung wird gesorgt. Manfred Tschaikner hatte mit seinem Beitrag im Jahresbericht der Montafoner Museen 2008 darauf aufmerksam gemacht. Der Bludenzer Vogteiverwalter David Pappus bereiste 1610 den Großteil der Grenzen der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg. Die Aufzeichnungen darüber stellen eine wichtige landeskundliche Quelle dar, die auch Gegenstand des nachfolgenden Referats von Tschaikner darstellen. David Pappus berichtet auch von einem grausamen Gemetzel, das 1499 im so genannten Schweizerkrieg auf der Alpe Spora stattgefunden haben soll. Die Montafoner sollen in einem weiten Ried bei der Alpe 130 einfallende Prättigauer erschlagen haben. Als Beweise dafür galten ihm die Totenköpfe und militärischen Ausrüstungsgegenstände, die man dort noch 4 Veranstaltungen zu Beginn des 17. Jahrhunderts finden konnte. Das Projekt der Universität Innsbruck begibt sich nun auf Spurensuche, und wir laden Sie ein, sich ein Bild der Situation auf der Alpe Spora zu machen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 19 Uhr (Lindauer Hütte): Das Montafon wird selbstständig – eine Episode der Talgeschichte im 17. Jahrhundert (Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner) das Montafon de facto selbstständig. Um diesem Zustand ein Ende zu setzen, gestand man dem Tal 1613 wenigstens provisorisch ein eigenes Gericht zu, das aber nicht den Erwartungen entsprach. Als man es vier Jahre später wieder abschaffte, wurden die Hofjünger wie ehedem der Bludenzer Gerichtsbarkeit unterstellt. Dabei verblieb es dann für mehr als anderthalb Jahrhunderte. Der Traum vom unabhängigen Montafon hatte nur kurz gewährt. Hinweis: Sie können gerne ins Gauertal wandern, aber: Um 16.30, 17.30 und 18.30 Uhr fährt jeweils ein Bus von der Gemeinde Tschagguns (Parkplatz Altes Gemeindeamt) – die Rückreise ist ebenfalls mit dem Bus möglich. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts spitzten sich schon lange währende Konflikte der Montafoner mit der Stadt Bludenz extrem zu. Die Hofjünger verlangten nicht nur einen eigenen Viehmarkt und eine Änderung der Besteuerung, sondern vor allem ein eigenes Gericht. 1607 erhielten sie entsprechende Zusagen des Landesfürsten in Innsbruck, deren Umsetzung aber von den Bludenzern erfolgreich hintertrieben wurde. Daraufhin machte sich Latschau Freitag, 17. September 2010, 14-18 Uhr Alte Säge „Müllis Ferdi“ Die alte Säge am Rasafeibach in Latschau ist nach dem Flurnamen „Mülli“ (die Mülli erinnert an die bis ins 20. Jahrhundert in der Nähe betriebene Getreidemühle) und dem früheren Besitzer Ferdinand Loretz benannt. Die Familie Loretz erwarb 1849 die seit dem 18. Jahrhundert betriebene Säge von den Geschwistern Gavanesch. Der heutige Zustand entspricht im Wesentlichen dem von 1907. Damals erfolgte der Umbau zu einem so genannten Venezianergatter aus Teilen einer Säge in Frastanz. Im gemauerten Untergeschoss befindet sich das oberschlächtige hölzerne Wasserrad (Durchschnitt 4,1 m), welches in der Radstube die Transmission antreibt. Diese sorgen über zwei exzentrische Schwung5 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 räder und die Stelzen für die Auf- und Abbewegungen des Venezianergatters, einem einfachen senkrechten Sägeblatt mit automatischem Vorschub. Über eine Handwinde werden die Baumstämme seitlich auf den Blochwagen geholt. Die Säge ist voll funktionstüchtig und wird museal im Rahmen des Aqua-Wanderweges Tschagguns betrieben. Gebäude einerseits zu erhalten und andererseits moderne Wohnansprüche entsprechend zu berücksichtigen. Der Architekt wird an diesem Nachmittag anwesend sein und gerne Fragen im Umgang mit historischer Bausubstanz beantworten. Vandans, Agathweg 9 (Zufahrt über Obere Venserstraße) Montag, 20. Sept. 2010, 14-18 Uhr St. Gallenkirch, Sponaweg 39 (Tschuga-Hus) Dienstag, 21. Sept. 2010, 14-18 Uhr Ein historisches Gebäude in neuem Gewand (Besichtigungsmöglichkeit) Das etwa 300 Jahre alte Montafoner Bauernhaus wurde 2005/06 nach Plänen von Architekt Mag. Paul Köck material- und stilgerecht renoviert und umgebaut. Dieser Nachmittag bietet Gelegenheit, das heute als Zweitwohnsitz genutzte Haus zu besichtigen. Durch den Ausbau des Schopfes entstanden ein großzügiger, heller Essraum und ein geräumiges Bad. Ziel war es, ein historisches 6 Ein historisches Gebäude in neuem Gewand (Besichtigungsmöglichkeit) Das Gebäude ist ein giebelständiges Eckflurhaus und dürfte Teil einer etwa 450-jährigen Paarhofanlage im Dauersiedlungsraum St. Gallenkirch sein. Die ältesten Teile des Gebäudes datieren in die Zeit von 1398/99 (damals dürfte das Haus etwa 9,4 mal 10,7 m im Längsrechteck gemessen haben), der jüngste größere Umbau stammt aus dem Jahr 1723, wie auch aus der Inschrift im Giebelfeld deutlich wird. Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 Der Bauforscher und Dendrochronologe Klaus Pfeifer wird an diesem Nachmittag anwesend sein. Mittwoch, 22. Sept. 2010, 13 Uhr Treffpunkt Bartholomäberg, Parkplatz bei der Kirche Donnerstag, 23. Sept. 2010, 8.30 Uhr Treffpunkt Gargellen (Kirche) Die ehemalige Dauersiedlung Valleu: Wandel(n) in der Montafoner Kulturlandschaft 3 ExpertInnen im Bereich heimische Kulturlandschaft führen sie durch verschiedene Gebiete des Montafons und vermitteln ihnen an konkreten Beispielen die Eigenheiten, den Wandel und die einzigartige Schönheit der uralten Kulturlandschaften, die dieser Talschaft ihren besonderen, teils widersprüchlichen Charakter geben. Das Ziel der Wanderung ist Valleu – eine ehemalige, hoch gelegene Dauersiedlung in Bartholomäberg mit einer sehr bewegten Geschichte. Auf dem Weg dort hin passieren wir verschiedene Stationen, die eindrücklich den Wandel im Umgang mit der Kulturlandschaft und die daraus resultierenden Gegebenheiten widerspiegeln. Es begleiten und führen sie Peter Strasser und Marion Ebster (Kulturlandschaftsinventar Montafon) sowie Roland Blum (Landwirtschaftskammer Vorarlberg). Erstere informieren sie über 7 Die Rüti oberhalb von Gargellen (Führung mit Friedrich Juen und Martin Herburger) Das Bergkirchlein zur hl. Magdalena in Gargellen ist Ausgangspunkt einer kleinen Wanderung, die durch den Waldweg entlang des „Gargellener Fensters“ auf das kleine Anwesen Rüti führt (nicht zu verwechseln mit Rüti im Gargellental). Hier befinden sich noch vier Gebäude, die im Kern ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Der Bewirtschafter Martin Herburger erzählt von früher und von dem, was er heute macht. Letzteres lässt sich auch verkosten! Gutes Schuhwerk erforderlich, Gesamtdauer etwa drei Stunden. Die Veranstaltung kostet pro Person 15 Euro (Jause inbegriffen), Mitglieder des Heimatschutzvereins bezahlen 10 Euro. 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 prägnante Veränderungen der Montafoner Kulturlandschaft auf den Stationen dieses Weges, während Herr Blum ganz konkret auf eine tierische Besonderheit des Montafons eingeht: das Montafoner Steinschaft, welches von ihm auf Valleu gehalten wird und auf seine eigene Weise zum Erhalt der dortigen Landschaft beiträgt. Der Weg führt von Bartolomäberg/Zentrum über Rellseck und das Schattamaisäß nach Valleu und wieder zurück. Die Wanderung führt durch steiles Gebiet und sollte nur mit festen Wanderschuhen unternommen werden. Die Dauer der Wanderung beträgt ca. 6 Stunden (inkl. Pausen), Verpflegung ist selbst mitzubringen. Die Wanderung findet nur bei guter Witterung statt. Treffpunkt Parkplatz Aquarena (St. Gallenkirch) Freitag, 24. September 2010, 14 Uhr Im Mittelpunkt dieser Wanderung steht die so genannte „Gavatzen-Mühle“, die sich am Unterlauf des Suggadinbachs befindet und eines der letzten bekannten Mühlengebäude im Montafon ist, dessen Mauern noch weitgehend erhalten geblieben sind. Darüber hinaus sind noch Teile der zum Ensemble gehörenden Infrastruktur erhalten, wie der Mühlstein oder die Reste des Wellbaumes. Durch die Errichtung der Suggadinbach-Verbauung sind die Reste des historischen Gebäudes bedauerlicherweise gefährdet. Dank der freundlichen Unterstützung der Wildbach- und Lawinenverbauung/Gebietsbauleitung Bludenz konnte die Mühlenruine im August Firma CONTEXT OG (Ranggen) nach archäologischbauhistorischen Kriterien dokumentiert werden. Die Mühle war eines der vielen Opfer des Jahrhunderthochwassers von 1910, das Gegenstand dieser nachmittäglichen Wanderung ist. Gutes Schuhwerk ist erforderlich. Die Veranstaltung ist frei zugänglich. Das Hochwasser von 1910 und seine Folgen (Wanderung mit Friedrich Juen und Mag. Christoph Walser) 8 Veranstaltungen Bartholomäberg, Mehrzweckgebäude Samstag, 25. Sept. 2010, 14-18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 12. Interregionale Alpgespräche: Die Inventarisierung der Kulturlandschaft Die Interregionalen Alpgespräche sind eine Initiative des Alpmuseum „Uf m Tannberg“ (Batzenalpe bei Schröcken), die sich jährlich mit kulturgeschichtlichen Themen rund um das Thema des Alpmuseums beschäftigen. Der Großteil der Veranstaltungen fand bislang in Schröcken statt, in den vergangenen Jahren wurden zunehmend aber auch neue Tagungsorte gesucht, wie etwa die verlassene Walsersiedlung Guscha (oberhalb von Maienfeld, CH), die seit den 1970er Jahren von einer privaten Gruppe hinsichtlich ihrer Erhaltung betreut wird. Das Thema der heurigen Tagung sind Kulturlandschaftsinventare, die allerorten entstehen und zur Sicherung des Wissens über das materielle und immaterielle Erbe dienen. Die Wahrnehmung, Inventarisierung, Erforschung und Neunutzung der bergbäuerlich geprägten Kulturlandschaft des Alpenraums stehen im Mittelpunkt. ReferentInnen in Bartholomäberg werden sein: Marion Ebster/Peter Strasser vom Stand Montafon (über das Kulturlandschaftsinventar Montafon), Roland Blum von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg (über die Steinschafzucht und damit die angewandte Kulturlandschaftserhaltung), Klaus Pfeifer aus dem Bregenzerwald (über seine dendrochronologische Kulturgüterdatenbank), Thomas Reitmaier von der Universität Zürich (über das archäologische Forschungsprojekt zur Silvretta), Hanspeter Schneider von der ViaStoria/Universität Bern (über das Inventar der Schweizer Verkehrswege), Hans-Peter Meier vom Institut cultur prospectiv in Zürich (über das von ihm kuratierte Ausstellungsprojekt zum „nicht mehr gebrauchten Stall“, das derzeit im Gelben Haus in Flims zu sehen ist), Karl Wiesauer von der Tiroler Landesregierung (über den Tiroler Kunstkataster), Leo Walser vom Heimatschutzverein Montafon (über die Förderungsmöglichkeiten zur Erhaltung von kulturgeschichtlich speziellen Objekten in Vorarlberg). Anmeldung im Heimatmuseum bis Mittwoch, 22. September 2010, notwendig. Die Veranstaltung ist frei zugänglich. Treffpunkt Kristbergbahn Talstation Sonntag, 26. Sept. 2010, 9 Uhr Küngs Maisäß (Wanderung mit Dr. Leo Walser) Der Küngs Maisäß in Bartholomäberg stellt ein bemerkenswertes Zeugnis Montafoner Maisäßwirtschaft auf 1500 m Höhe dar. Er besteht aus sechs eingeschossigen Gebäuden: der Alp- oder Gemeinschaftshütte sowie zwei weiteren Maisäßhütten und drei Stallgebäu9 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 den, welche aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen, in Blockbauweise errichtet wurden und mit Holzschindeln gedeckt sind. Seit dem 16. Jahrhundert wird dieses Gebiet in unterschiedlicher Weise bewirtschaftet. In einer eindrucksvollen Wanderung erfahren Sie Wissenswertes über die Nutzung des Maisäß sowie über die Restaurierungsarbeiten im Zuge der Unterschutzstellung. Der Weg vom Kristberg bis zum Küngs Maisäß dauert etwa 1,5 Stunden; gutes Schuhwerk erforderlich, Kosten für die Kristbergbahn berücksichtigen; die Veranstaltung findet nur bei guter Witterung statt – Anmeldung im Heimatmuseum notwendig. Gaschurn, Tanzlaube (Denkmaltag 2010) Sonntag, 26. Sept. 2010, 10-15 Uhr Die Tanzlaube in Gaschurn Die Tanzlaube von Gaschurn wurde letztmalig vermutlich kurz nach dem Kirchenneubau im Jahr 1876 über einem massiven Steinunterbau errichtet. Mit einem offenen Dachstuhl auf Holzpfosten kann sie als Erweiterung des Kirchplatzes gesehen werden. Noch heute ist der gedeckte Platz ein zentraler Ort der Kommunikation in der Gemeinde, an dem man unter anderem auch ausgiebig feiert. 10-13.30 Uhr: „Feiern wie früher“ beim Frühschoppen des Patroziniumsfestes im Festzelt mit Musik, Speis und Trank 14.30 Uhr: Geschichten zum Denkmal für Alt und Jung 10 Veranstaltungen Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon: Ausstellungen in den Montafoner Museen und Begleitbuch Vor genau hundert Jahren wurde das Montafon von einer schrecklichen Naturkatastrophe heimgesucht. Rasche Schneeschmelze und Dauerregen verwandelten Rinnsale und Bäche zu reißenden Flüssen. Die verheerende Folge war ein Jahrhunderthochwasser mit extremen Vermurungen in mehren Orten des Tales. Das Katastrophenszenario ist uns nicht nur eindrücklich wegen der massiven Reaktionen in Erinnerung. Diese reichten bis zu Aussiedlungsplänen des am schlimmsten betroffenen Dorfes Vandans. Zudem kam bei dieser Katastrophe erstmals das Medium Fotografie sehr umfassend zum Einsatz. Somit konnte der Nachwelt das Bild der Verwüstungen deutlicher erhalten werden als jemals zuvor. Die Ausstellungen in allen vier Montafoner Museen und das vorliegende Begleitbuch spüren, in Erinnerung an dieses Hochwasser vor 100 Jahren, auch montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 anderen Katastrophenereignissen im Montafon nach. Dies geschieht in den vier Montafoner Museen allerdings auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Themen. Der Bogen spannt sich von mehreren Lawinenkatastrophen über das Hungerjahr 1817 bis zu den jüngsten Muren- und Hochwasserereignissen. Das Buch und die vier Ausstellungen dokumentieren die Katastrophen selbst, aber auch deren Folgen für Mensch und Natur. Nicht zuletzt gilt das Interesse den vielfältigen Versuchen, solche „Schicksalsschläge“ zu verhindern: Im religiösen Leben, im Aberglauben – und letztlich durch ein wachsendes Bemühen, sich real abzusichern. Mit Beiträgen von Helmut Aschauer, Klaus Beitl, Edith Hessenberger, Friedrich Juen und Michael Kasper. 11 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Sommer 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 12
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