Die Bürgermeister und Gemeindevertreter Vorarlbergs - eine Einführung

I. Inhalt

Die Mandatare-Datenbank unter dieser Domäne enthält die Grunddaten der Legislaturperiode 2010 bis 2015 aus nahezu allen 96 Vorarlberger Gemeinden sowie jene einer Reihe älterer, nicht mehr aktiver beziehungsweise verstorbener Gemeindevertreter und alle Bürgermeister der Bezirke Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz ab 1945 (Stand Juli 2012: mehr als 3600 Datensätze insgesamt). Nach Maßgabe der Teilnahme der Vorarlberger Kommunen wird der Datenbestand schrittweise erweitert, um schließlich die Persönlichkeiten des kommunalen Lebens eines Zeitraumes von vorerst ungefähr 200 Jahren zu enthalten, soweit die Quellenlage dies erlaubt.

II. Zweck

Die Lebensbeschreibung der Gemeindemandatare gibt, über die Möglichkeit des Nachschlagens aus einem bestimmten Anlass wie eines Jubiläums oder Todfalles hinausgehend, Gelegenheit, politologischen und soziologischen Fragen nachzugehen, indem unter Nutzung der Suchfilter der Datenbank verschieden zusammengestellte Suchergebnisse analysiert werden, wie:

  • Aus welchem sozialen Milieu entstamm(t)en die Ortsvorsteher und Bürgermeister?
  • Sind die unter den Mandataren vertretenen Berufsgruppen und Branchen jeweils zeittypisch-repräsentativ?
  • Ist ihr generatives Verhalten bevölkerungsdurchschnittlich?
  • Welche Werdegänge haben die Persönlichkeiten? Wie lange nehmen sie politische Funktionen wahr?

III. Historischer Hintergrund des Betrachtungsgegenstandes

Der in erster Linie ins Auge gefasste zweihundertjährige Zeitraum grenzt sich in Vorarlberg gegenüber älteren politischen Zuständen insoweit ab, als zu seinem Beginn in der Zeit der Besetzung und Annexion Tirols und Vorarlbergs durch Bayern im Gefolge der Napoleonischen Kriege Verwaltungsreformen initiiert wurden, wodurch verschiedene Bereiche eine Neuordnung erfuhren und sich auf unterster Ebene die 'politische Ortsgemeinde' – und somit auch ihre Organe – im gegenwärtigen Begriffsverständnis herauskristallisierten, wie sie in späteren Gesetzen des Kaisertums Österreich, zu nennen wären zunächst das „Provisorische Gemeindegesetz“ von 1849, das kaiserliche Patent von 24. April 1859 („womit ein neues Gemeindegesetz erlassen wird“) und das GG vom 5. März 1862, normiert wurden.

Unabhängig von einer allfälligen, ausführlichen analytischen Darstellung dieser gewandelten politischen und verfassungs­gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche den Gegenstand einer eigenen Abhandlung bilden müsste, soll der Leser bereits jetzt durch Lektüre der Quellentexte auf der Seite Gemeindegesetze selbst Einblick in die (verfassungs) gesetzliche Entwicklung des Kommunalwesens seit dem 19. Jahrhundert nehmen können.

IV. Das Datenbankmodell

Naheliegenderweise können komplexe Zusammenhänge und Verwaltungsstrukturen im Datenbankmodell schwerlich in ihren vielfältigen Schattierungen aufgezeigt werden; diese Lücke erfüllt die einschlägige Literatur. Entsprechend ist die Etikette "Mandatare" hier losgelöst von der inhaltlichen Nebenbedeutung 'demokratisch gewählte Gemeindevertreter' vielmehr als Ingebriff für den Personenkreis aller im kommunalpolitischen Bereich und im Gemeindeparlament Wirkenden zu verallgemeinern, damit auch die Funktionäre weniger, vor- und undemokratischer Zeitabschnitte gleichermaßen biographisch erfasst werden können.

Block Suchanleitung

1. Suchlogik

Die Suchfunktion führt bestimmte Formen der Abtrennung und Ergänzung von Wortteilen ("Trunkierung") durch ohne dass dazu die Sonderzeichen Stern * oder Fragezeichen ? verwendet werden müssen. So führt etwa die Eingabe von gger im Feld Familiennamen zur Anzeige von

  • Baschnegger
  • Biegger
  • Brugger
  • Egger
  • Fussenegger
  • Heidegger
  • Moosbrugger
  • Sonderegger
  • Watzenegger
  • Wiesenegger

Ein innerhalb eines Wortes gesetztes Leerzeichen wirkt wie eine Kombination von * und ? – daher werden bei Eingabe von
Ga ner die Namen GantnerGassner und Gaßner gefunden (siehe Bild 1)

2. Normalsuche - Suchbeispiele

a) Eingabe des Familiennamens Huber in das Eingabefeld Suche nach Familiennamen

=> Ergebnis: 9 Treffer (von > 2300 Mandataren - Stand April 2012)

b) Auswahl eines Buchstabens, z.B. von E aus der ABC-Leiste

=> Ergebnis: 73 Treffer (ca. 3% der Familiennamen der > 2300 Mandatare beginnen mit dem Vokal "E" - Stand April 2012)

c) Alphabetische Ausgabe aller Gemeindevertreter, indem unter der Filter-Option "Politische Funktion" der Eintrag 'Gemeindevertretungsmitglied' ausgewählt wird.

3. Kartensuche

a) Wer die Anschrift eines Mandatars - soweit diese gegeben ist - auf der "GoogleMap" sichtbar machen möchte, wechselt auf die "Kartenansicht (Bild 2) und führt dort die entsprechende Sucheingabe durch.

b) Wer die geographische Verteilung von Berufsgruppen oder Parteizugehörigkeiten und dergleichen sichtbar machen will, filtert in der 'Erweiterten Suche' unter 'Politische Partei' beispielsweise "Die Grünen" aus usw (Bild 3).

Normalsuche: Datenbanksicht mit erweiterter Suche
Bild 1: Datenbanksicht mit erweiterter Suche
Kartenansicht: Einzelansicht
Bild 2: Kartenansicht: Einzelansicht
Kartenansicht: Geographische Verteilung der Parameter
Bild 3: Kartenansicht: Geographische Verteilung der Parameter