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MontafonerMuseen 17.12.2012, 07:15 Uhr 635.26 KB Download
Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 125 Jahre AV Sektion Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Das Vereinsjahr 2009 hat begonnen und ich möchte Ihnen dazu die besten Wünsche vermitteln! 2008 stand neben dem Anspruch, die laufenden Projekte fortzusetzen, ganz im Zeichen der talweiten Ausdehnung der Aktivitäten. Der Verein bemühte sich 2008 um mehr Veranstaltungen außerhalb des Heimatmuseums, was sich auf die Besucherzahlen wie folgt niederschlug: Während das Montafoner Heimatmuseum diesmal etwa 10.200 Menschen besuchten (Vorjahr 12.000) konnten die Museen und der Verein insgesamt mehr als 18.000 Menschen erreichen (Vorjahr 17.500). Wie wichtig Veranstaltungen sind, zeigt der Umstand, dass mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher den Einladungen der rund 270 Veranstaltungen und Führungen folgten. Im Mittelpunkt der Ausstellungstätigkeit stand das Thema „Grenzüberschreitungen“, das von Edith Hessenberger kuratiert und von einer umfangreichen Publikation begleitet wurde. Projekte zur Archäologie, Bergbaugeschichte, ViaValtellina, Kulturlandschaft im Allgemeinen, Maisäßlandschaft im Besonderen, Montafonertracht, Archivierung (Fotos, ZeitzeugInnen, Kulturgüter), zu Themenwegen sowie zu weiteren Aspekten der Zeitgeschichte konnten teilweise sehr erfolgreich weiter geführt werden. Mehr 1 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Rückblick sondern auch auf die neue Außenstelle am Bartholomäberg sowie vor allem die Besetzung der für den Verein relevanten Themen im Tal konzentrieren wird. Die an fünf Orten zu sehende Ausstellung „Mensch & Berg. Die Geschichte einer leidenschaftlichen Beziehung“ wird ab Pfingsten nicht nur eines der zentralsten Themen im Leben der Montafonerinnen und Montafoner in den Mittelpunkt rücken, sondern die Ausstellungen wollen auch die Zusammenarbeit in der Region im Sinne des künftigen musealen Konzepts fördern. 2009 als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgten für die Umsetzung des Programms, alle Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Projekte zusammengezählt waren etwa 130 Menschen für die Sache des Heimatschutzvereins Montafon und die Montafoner Museen im Einsatz! Ihnen allen gebührt ein großer Dank, so wie ich mich auch bei allen 750 Mitgliedern beziehungsweise jenem großen Teil, die ihren Mitgliedsbeitrag bezahlten, bedanken möchte. 2009 sollen die laufenden Projekte fortgesetzt werden. Im Mittelpunkt steht die Erweiterung der Montafoner Museen, die sich nicht nur auf den Standort Schruns, Für kritische Anregungen und Ergänzungen sind wir dankbar und freuen uns schon jetzt auf die nächste Begegnung mit Ihnen in einem der Montafoner Museen oder bei einer Veranstaltung außerhalb der Museen. Andreas Rudigier Vorarlberger Landesmuseumsverein 2 Veranstaltungen Dienstag, 27. Jänner 2009, 19.15 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Schruns, Montafoner Heimatmuseum November 1918 in Vorarlberg. Untergang und Neubeginn (Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Wanner) Am 3. November erklärte sich Vorarlberg zum selbstständigen Staat mit einer republikanischen Verfassung, eigener Währung, einem Volksheer und einer Grenze am Arlberg. Wohin jedoch die Zukunft führen würde, wusste man nicht. Der allgemeine Trend hieß zur Schweiz! Der Referent schildert erstmals umfassend die turbulenten Monate November-Dezember 1918: die Politik, Vorarlbergs Auslandsbeziehungen, die Rollen der katholischen Kirche und der Parteien, das Leben und Leiden der sozialen Klassen und Gruppen, den starken Antisemitismus und die tristen wirtschaftlichen Verhältnisse. Es herrschte Hungersnot, die „Spanische Grippe“ forderte Hunderte von Menschenleben, die einst blühende Textilindustrie lag am Boden, Tausende enttäuschter und geschundener Kriegsheimkehrer waren arbeitslos. Frauen und Kinder waren unglaublichen Belastungen ausgesetzt. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Donnerstag, 29. Jänner 2009, 19.15 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Richard Beitl (1900-1982). Dichtung – Wissenschaft – Wirken für die Heimat (Ausstellungseröffnung) Dem Volkskundeprofessor, Schriftsteller und langjährigen Schrunser Kulturreferenten Richard Beitl (1900-1982) wird die Winterausstellung im Montafoner Heimatmuseum in Schruns gewidmet. Der aus Schruns stammende Beitl war als Dozent für Volkskunde in Berlin tätig und verfasste auch heute noch gültige Publikationen. In der Nachkriegszeit setzte 3 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) 2009 er sich als Schrunser Kulturreferent für den Bau der Hochjochbahn und gegen die Ableitung der Litz ins Klostertal ein und spielte eine entscheidende Rolle in der Auseinandersetzung um die Schreibweise „Montavon“. Hohe Bekanntheit erlangte er als Schriftsteller von Romanen („Angelika“, „Johringla“). Freitag, 6. Februar 2009, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) Lustige, gesellige Lieder und auch Lieder zum Tanzen sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Faschingszeit erfreuen. Hannes Riesch begleitet auf der Gitarre zu den Liedern aus dem Vorarlberger Liederbuch und dem Wirtshausliederbüachle. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 19.37 Uhr (Lorüns 19.44, St. Anton 19.47, Vandans 19.49, Tschagguns 19.55), Ankunft Schruns 19.57 Uhr – Rückreise von Schruns um 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 19.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 19.28, Gortipohl-Zentrum 19.33, St. Gallenkirch-Zentrum 19.38), Ankunft Schruns 19.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Zur Eröffnung sprechen Dr. Paul Rachbauer und Prof. Klaus Beitl. Im März erscheint zu Richard Beitl ein Band der Montafoner Schriftenreihe, zu dem international renommierte Autorinnen und Autoren beitragen und das breite Schaffen Beitls anschaulich darlegen werden. Vorträge und Lesungen ergänzen ebenfalls im März und April das Rahmenprogramm zur Ausstellung, die bis 18. April zu sehen ist. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr 4 Veranstaltungen Montag, 16. Februar 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Hittisau, Frauenmuseum Frauen im Bergbau vom Mittelalter bis in die Gegenwart (Bildvortrag von Prof. Dr. Christina Vanja) des Fachbereichs Archiv, Gedenkstätten und Historische Sammlungen beim Landeswohlfahrtsverband Hessen. Die Montafoner Museen laden gerne zu diesem gerade für das Montafon wichtigen Vortrag ein. Sollten Sie Interesse an einer Mitfahrgelegenheit haben (oder selbst in Ihrem Auto jemanden mitnehmen können), bitten wir Sie, uns rechtzeitig beim Heimatmuseum in Schruns Informationen zukommen zu lassen. Die Ausstellung in Hittisau ist noch bis 28. Februar 2009 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag, jeweils von 15 bis 17 Uhr, sowie Sonntag, 14 bis 17 Uhr; Sonderführungen sind jeweils am letzten Sonntag in einem Monat (28.12., 25.1., 22.2.) um 15 Uhr angesetzt. Nach telefonischer Vereinbarung (05513/6209-50) kann die Ausstellung auch jederzeit besucht werden. Das Frauenmuseum in Hittisau (Bregenzerwald) widmet seine Winterausstellung den Frauen im Bergbau. Unter dem Titel „Von Kohle gezeichnet“ präsentiert Dariusz Kantor Fotografien aus der Kohlenwäsche, die zwischen 2002 und 2004 aufgenommen wurden. Mit der Kamera erzählt Dariusz Kantor von Frauen, die im oberschlesischen Bergbau unter großen physischen Belastungen arbeiten. Die dokumentarischen Photographien werden durch ihre künstlerische Qualität zu Metaphern für menschliche Arbeit und soziale Verhältnisse. Im Frauenmuseum werden die schwarz-weißen Bildgeschichten der Gegenwart durch Einblicke in sozialgeschichtliche Entwicklungen erweitert. Aktuelles Michael Kasper: Ein Montafoner Steuerbuch aus dem Jahr 1645. Bemerkungen zur regionalen Wirtschafts- und Sozialgeschichte in der frühen Neuzeit – Edition und sozialstatistische Auswertung. Saarbrücken 2008, 131 S. Der Historiker und Theologe Michael Kasper nahm sich in seiner Diplomarbeit einer bisher wenig beachteten Quellengattung an: Er untersuchte das älteste Montafoner Steuerbuch aus dem Jahre 1645 für die Gemeinden Bartholomäberg, St. Anton und Schruns. Die Auswertung stellt die bisher gängigen (und wohl auch zum Teil schon „liebgewonnenen“) 5 Im Vermittlungsprogramm referiert an diesem Abend die Historikerin Christina Vanja über das vor allem bei uns noch viel zu wenig beachtete Thema über die Rolle und Arbeit der Frauen im Bergbau. Professorin Christina Vanja ist Leiterin 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Aktuelles Wissenschaftsprojekt zu Montafoner Steuerbüchern Die Förderung des Projekts „Frühneuzeitliche Steuerbücher aus der Region Montafon – Edition und sozialstatistische Auswertung“ wurde am 19. November vom TWF (Tiroler Wissenschaftsfonds) beschlossen. Dem aktuellen Ansatz in der Geschichtsschreibung folgend, der von Daten, Fakten und Ereignissen hin zu Strukturen, Lebensbedingungen und den Lebenschancen breiter Kreise der Bevölkerung geht, beschäftigt sich das Projekt auf der Grundlage erhaltener Steuerbücher mit der frühneuzeitlichen Sozialgeschichte einer ländlich geprägten alpinen Region am Beispiel des Montafons. Bisher gibt es in erster Linie vergleichbare Untersuchungen zu urbanen Räumen, jedoch nur wenige Arbeiten, die agrarisch geprägte periphere Regionen im Blick haben. Insbesondere im ostalpinen Raum herrscht hierzu noch eine zu schließende Forschungslücke. Vorarlberg und zahlreiche angrenzende Regionen wurden bislang in der wirtschafts- und sozialhistorischen Forschung als (Proto-) Industrieländer wahrgenommen, während die Sozialgeschichte der ländlichen Berggebiete weitgehend aus dem Blick geriet. Dieses Projekt setzt bei diesem Mangel an und nähert sich über serielle quantitative Quellen den dort herrschenden sozialen Verhältnisse vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Die Steuerbücher, die im Rahmen des Projekts ediert und statistisch ausgewertet werden, wurden anlässlich des Einzugs von Steuern angelegt. Sie definieren sich über die erhobenen Abgaben und lassen sich den seriellen Quellen zuordnen. Während manche Steuerbücher die Vermögensverhältnisse beschreiben, um dann für einen längeren Zeitraum im Gebrauch zu sein, verrech- 2009 Erkenntnisse von einer homogen strukturierten bäuerlichen Erwerbsgesellschaft in Frage. Kaspers Interpretation der Vermögensverhältnisse geht eine detailliert vorgenommene Untersuchung der aus dem Buch ableitbaren Sozialstruktur voraus. Von den 1341 im Steuerbuch angeführten Personen (davon 723 Steuerpflichtige) zählten auf Grund ihrer Steuerleistung 78 Prozent zur Unterschicht, 15 Prozent zur Mittelschicht (wobei diese Gruppe am meisten zum Steueraufkommen beitrug) und lediglich 5 Prozent zur vermögenden Oberschicht. Diese Minderheit ist jedoch, wie der Autor eingehend ausführt, am ehesten biographisch fassbar: Als politische Entscheidungsträger, vermögende Bauern und im Dorfleben bestens verankerte Wirte erfuhren sie hohe Bekanntheit und Wertschätzung. Kaspers Untersuchung stellt einen wichtigen (und vorbildlich ausgeführten) Beitrag zur Sozialgeschichte des Montafons dar. (Peter Strasser) 6 AKTUELLES montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 tafons auf einer umfassenden ganzheitlichen Ebene beschäftigen soll, beim FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) beantragt werden. (Michael Kasper) Österreichischer Skiverband (Hg.), Österreichische Skistars von A-Z. Zusammengetragen von Otto Schwald. Innsbruck 2008, 543 Seiten „Otto Schwald, der ÖSV-Sisyphus“ – so bezeichnet der Präsident des Österreichischen Skiverbandes Peter Schröcksnadel im Vorwort den Autor des vorliegenden Bandes, Ausschussmitglied und stellvertretenden Obmann des Geschichtsvereins Region Bludenz. Der Bludenzer Sporthistoriker Otto Schwald hatte in über zehn Jahre andauernder Recherchearbeit die Biografien und Erfolge von etwa 700 ÖSV-Sportlerinnen und Sportlern eruiert. Sie sind im vorliegenden Buch, das über den Österreichischen Skiverband in Innsbruck (Olympiastraße 10) zu beziehen ist, nun publiziert worden. Aus dem Montafon fanden folgende Sportlerinnen und Sportler Aufnahme: Andrea Amann (Freestylerin des WSV Tschagguns), Mathias Berthold (Skifahrer des SC Gargellen), Werner Bleiner (Skifahrer des WSV Tschagguns), Kurt Engstler (Skifahrer des WSV Tschagguns), Ignaz Ganahl (Firngleiter und Carver des Figl-Clubs Bürs, in St. Gallenkirch beheimatet), Ingrid Gfölner (Skifahrerin des SV Vandans und SC Montafon), Edwin Hartmann (Skispringer und Langläufer des SK Frastanz, in Schruns beheimatet), Sepp Horntrich (Langläufer des SC Gaschurn), Luise Jaretz (Skifahrerin des SC Montafon), Lothar Kuster (Freestyler des Vorarlberger Freestyler Clubs, aus St. 7 neten andere nur die tatsächlich entrichteten Steuern. Beide Formen stellen zwei der wichtigsten Quellen für die historische Statistik, sowie für sozialhistorische und genealogische Fragestellungen dar. Der Entwurf eines umfassenden sozialbeziehungsweise wirtschaftsgeschichtlichen Profils des Untersuchungsraumes Montafon bedarf einer sowohl quantitativ als auch qualitativ breit erschlossenen Quellenbasis. Dieses Projekt soll im erstgenannten Bereich die Basis für die sozialgeschichtliche Aufarbeitung des komplexen Mikrokosmos der Gesellschaft des Montafons in der frühen Neuzeit bieten, denn mit Hilfe der erhobenen Daten können Rückschlüsse auf soziale Strukturen und gesellschaftliche Transformationsprozesse gezogen werden. Um zu einem umfassenden Verständnis zu gelangen, sind jedoch noch weitere intensive Forschungen – insbesondere im Bereich der qualitativen Quellen – notwendig. Deshalb soll anschließend an diese Untersuchung ein breit angelegtes Projekt, das sich mit der Sozialgeschichte des Mon- 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Aktuelles gegenüber letztem Jahr stark zugenommen. Durch die Aufnahme der Albula-/ Berninastrecken der Rhätischen Bahn in die UNESCO-Welterbeliste habe der Weitwanderweg an Attraktivität gewonnen, sind die Fachorganisation ViaStoria und die Rhätische Bahn überzeugt. 2009 Gallenkirch), Sonja Liebl-Mangeng (Firngleiterin des WSV Tschagguns), Martin Marinac (Skifahrer des SC Gaschurn), Erika Netzer (Skifahrerin des WSV St. Gallenkirch), Christian Orlainsky (Skifahrer des WSV Tschagguns), Angelika Rudigier (Skifahrerin des SC Partenen), Petra Sagmeister (Firngleiterin des Figl-Clubs Bürs, beheimatet in Vandans), Rainer Salzgeber (Skifahrer des WSV Tschagguns), Markus Schairer (Snowboarder des WSV St. Gallenkirch), Reneé Svardsjö (Freestylerin des SC Gaschurn), Corinna Tan-Mengeng (Firngleiterin des WSV Tschagguns), Anita Wachter (Skifahrerin des WSV Tschagguns). Die nackten Zahlen über die Erfolge der vorgestellten Sportlerinnen und Sportler mögen Statistikfreaks interessieren, die jeweils vorangestellten Biografien hingegen machen einen spannenden Teil aus und sollten eine breite Leserschaft in ihren Bann ziehen. (Andreas Rudigier) ViaValtellina im Hoch Die Zahl der Kulturwandernden, die die ViaValtellina mit einem vier-, fünf- oder achttägigen Package erkundet haben, hat 8 Der historische Weinsäumerweg ViaValtellina ist eine der zwölf Via-Routen des Tourismusprogramms Kulturwege Schweiz von ViaStoria. Er führt von Schruns über Davos und Pontresina nach Tirano ins italienische Veltlin. Über den Berninapass und durch das Valposchiavo bis Tirano verläuft die ViaValtellina entlang der Berninanstrecke der Rhätischen Bahn, die im Juli in die Welterbeliste aufgenommen wurde. Entlang der ViaValtellina arbeiten zahlreiche Unternehmen aus Hotellerie, Gastronomie, Tourismus und Transport eng zusammen und garantieren einen reibungslosen Ablauf des Weitwanderprogramms. Dies ist umso wichtiger, da die meisten Buchun- Aktuelles gen kurzfristig erfolgen und kleinere Einrichtungen zeitweise schon an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Laut Angaben der Buchungsstelle bei der Rhätischen Bahn sind die Packages besonders bei der Kundschaft aus Deutschland und der Schweiz beliebt. (Text aus „Terra Grischuna“ 6/2008) montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Günther J. Wolf, Silvretta Connection. Die schicksalhaften Aufenthalte von Ernest Hemingway und John Dos Passos im Montafon. Bludenz, Rhätikonverlag 2008. In den Wintern 1924/25 und 1925/26 verbrachte der damals noch unbekannte Journalist und Schriftsteller Ernest Hemingway zwei mehrmonatige Winterurlaube im Montafon. Günther J. Wolf hat diesen Aufenthalten bereits im Jahr 2000 ein mittlerweile vergriffenes zweisprachiges Buch gewidmet (Paradies ohne Wiederkehr. Hemingway im Montafon). Das nun vorliegende Buch Silvretta Connection stellt eine inhaltlich erweiterte Aufarbeitung dieses Werkes dar. Wolf arbeitet in seinem neuen Buch jene Passagen in den literarischen Werken Hemingways heraus, in denen er auf das Montafon Bezug nimmt. So erinnert sich Hemingway in seinem letzten semi-autobiografischen Roman Paris – Ein Fest fürs Leben an seine Zeit im Montafon zurück. Wolf zitiert weiters auch aus Briefen, die Hemingway im Montafon geschrieben hat und erzählt auch sonst noch so manche Anekdote aus dem Leben des berühmten Schriftstellers. Im letzten Teil der Silvretta Connection finden sich, wie der Titel eigentlich nicht vermuten lässt, detaillierte Ausführungen zum aktuellen Tourismusgeschehen im Montafon. Zudem widmet sich Wolf in diesem Teil dem 2008 in Schruns eingeweihten und kontrovers diskutierten HemingwayDenkmal. Dabei geht er mit den Kritikern des Denkmals hart ins Gericht und manche Aussage wäre – unter uns gesagt – in der Glosse einer Regionalzeitung besser aufgehoben gewesen als in dem ansonsten lesenswerten Buch Silvretta Connection. (Andreas Brugger) 9 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Publikationen 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon. 1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28,-/22,-) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) 2009 Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 € 20,-/16,50) Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Maisäß und Alpen. 2002 € 20,-/16,50) Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 10 Publikationen Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Veranstaltungsübersicht 27. Jänner November 1918 in Vorarlberg, Vortrag von Univ.-Prof. Gerhard Wanner (Schruns) 29. Jänner Richard Beitl, Ausstellungseröffnung (Schruns) 6. Februar Offenes Singen (Schruns) 16. Februar Frauen im Bergbau, Vortrag von Prof. Christina Vanja (Hittisau) 11 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Informationen 2009 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Winter) Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 16-18 Uhr Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag und Freitag, 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. 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MontafonerMuseen 17.12.2012, 07:13 Uhr 1.85 MB Download
Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Mit dieser Mitgliederinformation möchten wir Sie herzlich zu den Veranstaltungen im Oktober einladen. An erster Stelle ist wieder die Lange Nacht der Museen zu nennen, die zum 11. Mal durchgeführt wird und bereits zum 9. Mal auf eine Montafoner Beteiligung zählen kann. Das ist nicht selbstverständlich. Das südliche Vorarlberg ist nicht an die öffentliche Busverbindung des Landes angeschlossen und auch sonst sind die Montafoner Museen wie etwa die Kolleginnen und Kollegen im Klostertal oder Lech auf sich alleine gestellt (weniger Werbemittel, geringere Öffentlichkeitsarbeit). Wir sind auch die einzigen im Land, die nicht nur ein Haus, sondern gleich fünf Häuser bespielen. Umso mehr möchte ich an dieser Stelle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorheben, die immer wieder das Unmögliche möglich machen. Und wir hoffen auch auf unsere Mitglieder, dass Sie uns mit Ihrem Besuch erfreuen. Andreas Rudigier (Obmann) 1 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information und eine nächtliche Rundfahrt durch die Montafoner Museen zu genießen. Bitte im Heimatmuseum bis 30. September anmelden! 2010 Montafoner Heimatmuseum Schruns Freitag, 1. Oktober 2010, 20 Uhr Freitag, 5. November 2010, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) An diesen zwei Herbstfreitagen findet im Heimatmuseum in Schruns wieder das Offene Singen statt. Wir laden alle ein, die gerne in geselliger Runde alte und neuere Volkslieder singen. Hannes Riesch begleitet mit der Gitarre die Lieder, die vorwiegend aus dem Vorarlberger Liederbuch und dem Wirtshausliederbuch gesungen werden. ☛ Hinweis: Mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Schruns an 18.55 Uhr, Rückreise Schruns ab 22.03 Uhr möglich Montafoner Heimatmuseum Schruns 18 Kinder im Museum 19 Der Kulturverein illlitz bietet wieder ein Überraschungsprogramm 20 Mit Taschenlampen durchs Geisterhaus. Eine ungewöhnliche Erkundungstour für klein und groß 21 Eine ungewöhnliche Fotosammlung: Der Zeitzeuge Kilian Jochum erzählt 23 Mit Taschenlampen durchs Geisterhaus. Eine ungewöhnliche Erkundungstour für groß und klein Wir bieten Ihnen auch Kulinarisches, Filmisches, Musikalisches. Schruns, Tschagguns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn Samstag, 2. Oktober 2010, 18-1 Uhr Lange Nacht der Montafoner Museen (in Zusammenarbeit mit dem ORF) Nachts im Museumsbus! Ab 17.30 Uhr, Treffpunkt Heimatmuseum Schruns, gibt es wieder die Gelegenheit, das Museumstaxi zu buchen 2 Veranstaltungen Altes Frühmesshaus Bartholomäberg 18 Führung durch das wachsende Museum (Es tut sich was!) 19.30 Jahre der Heimsuchung – Zeitzeugen erzählen 20.30 „Bsondrige Musig“ 22 Orgelwanderung in Erinnerung an Franz Josef Battlogg (mit Bruno Oberhammer und dem „Quartett vocaliter“ in der Pfarrkirche Bartholomäberg, GrassOrgel, 1792) Wir bieten Ihnen auch Kulinarisches („Gsottne Erdöpfel, dörre Biara und Kees“ im Museums-Keller) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 19 Führung durch das Museum und die Sonderausstellung 20 Wolle spinnen, Schäpel und Trachtenhüte machen (bis 24 Uhr) Sonderausstellung „Jahre der Heimsuchung“, Ausgrabungen am Luterseeberg/Alpe Netza und beim Veltliner Hüsli Wir bieten Ihnen Musikalisches und Kulinarisches („Kruutspätzle mit Öpfelmuas“) Montafoner Bergbaumuseum Silbertal 18 Führung durch das Museum 20 Jahre der Heimsuchung: Lesung, Zeitzeugen erzählen 22 Musikalischer Ausklang Sonderausstellung „Jahre der Heimsuchung“ und Miskeyitarbeiten des BORG Götzis“ Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn 18 Orgelwanderung in Erinnerung an Franz Josef Battlogg (mit Bruno Oberhammer und dem „Quartett vocaliter“ in der Pfarrkirche Gaschurn, Mayer-Orgel, 1884) 3 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Dienstag, 5. Oktober 2010, 19.30 Uhr 2010 Montafoner Katastrophengeschichten (Buchvorstellung und Ausstellungsführung mit Mag. Michael Kasper) Wintersportausstellung „Einst und Jetzt“ (Altes Gemeindeamt Tschagguns) 18 „Leben auf der Alpe“ (Erzählcafé) 20 Orgelwanderung in Erinnerung an Franz Josef Battlogg (mit Bruno Oberhammer und dem „Quartett vocaliter“ in der Pfarrkirche Tschagguns, „Bergöntzle-Orgel, 1816) 21 Die Besteigung des Matterhorns und andere Filme Kellergalerie montartphon (Schruns, Bahnhofstraße 12) 19.30 Eröffnung der Sonderausstellung zum Werk von Hugo Damian Graf Schönborn Informationen: langenacht.ORF.at Hochwasser, Lawinen und Bergstürze, Seuchen und Hungersnöte haben zu allen Zeiten die Menschen im Montafon heimgesucht. Mehrere dieser Katastrophenereignisse werden von ihren Wirkungen auf Kultur und Gesellschaft her betrachtet werden. Anhand verschiedener Beispiele aus dem Montafon werden einige der Unglücksereignisse selbst, aber auch die Versuche weitere derartige Schicksalsschläge zu verhindern oder zumindest zu bewältigen vorgestellt. Wie gingen die Betroffenen mit den Geschehnissen um, wie bewältigten sie die Folgen und zu welchen Maßnahmen hat sie der Schock der Katastrophe bewogen? Einige Begebenheiten aus der Montafoner Katastrophengeschichte werden anhand von historischen Aufzeichnungen, jüngeren Zeitzeugenberichten und traditionellem Sagengut geschildert und mit zahlreichen zeitgenössischen Abbildungen veranschaulicht. 4 Veranstaltungen ☛ Hinweis: Der Bus fährt ab 19.05 Uhr von Schruns nach Gaschurn, der Rückweg ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr möglich, melden Sie sich bitte im Heimatmuseum, wenn Sie eine Rückfahrgelegenheit brauchen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 ☛ Hinweis: Mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Lorüns an 19.16 Uhr, Rückreise Lorüns Richtung Schruns ab 21.42 oder 22.40 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Lorüns (Schulsaal) Donnerstag, 7. Oktober 2010, 19.30 Uhr Freitag, 8. Oktober 2010, 18-23 Uhr 5. Schrunser Kunstnacht Die 5. Schrunser Kunstnacht wird um 18.30 Uhr am Kirchplatz mit allen teilnehmenden Künstlern eröffnet. Für unterhaltsames Rahmenprogramm mit Livemusik ist gesorgt. Das Montafoner Heimatmuseum möchte im Rahmen der Kunstnacht auf Werke von Franz und Jakob Bertle aufmerksam machen, die derzeit im Heimatmuseum zu sehen sind. Vor allem das Bild der „Montafonerin“ von Franz Bertle wurde uns freundlicherweise vom Vorarlberger Landesmuseum als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus ist auch noch das Werk der Fotografin Adele Maklott in der Kunstnacht zu sehen. Von der Alfenz bis Prazalanz: Flurnamen aus St. Anton, Lorüns und Stallehr (Vortrag mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg) Die Flur- und Ortsnamen am Montafoner Talausgang sind vorwiegend bestimmt durch die Gewässer, die Wegsicherung und den Verkehr. Die alten Namen erzählen von Vermurung und Überschwemmung, aber auch von Bewässerung und Brunnen, die umstritten waren. Wege. Brücken, Steigungen und Pässe wurden früher anders bewertet. Eine Diskussion mit Ortskundigen und Heimischen ist beabsichtigt. Die Ergebnisse fließen in das entstehende Montafoner Flurnamenbuch ein. 5 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Treffpunkt Bahnhof Schruns Samstag, 16. Oktober 2010, 7 Uhr (Rückkehr gegen 18 Uhr) 2010 Montafoner Heimatmuseum Schruns Donnerstag, 14. Oktober 2010, 19 Uhr 14. Montafoner Trachtengespräche Historische Jacken – Entwicklung und Geschichte bis in die Gegenwart Wie viele Jackenformen kennen wir bis heute und welche Jacken sind heute noch gebräuchlich? Alles rund um dieses Thema soll betrachtet werden. Bildliche Darstellungen aber auch historische Jacken können an diesem Abend angesehen werden. Insbesonders soll der Frage nachgegangen werden, wie heutige Trachtennäherinnen historische Trachten als Inspirationsquelle für ihre eigenen Kreationen nutzen. Zeitgenössische Architektur in historischen Baukontexten (Exkursion nach Tirol) Die Exkursion greift einige Beispiele aus der jüngeren Architekturgeschichte seit den 1980er Jahren heraus, in denen ArchitektInnen und BauträgerInnen versucht haben, zeitgenössisches Bauen in einer historischen Umgebung zu realisieren. Auswahlkriterien sind eine Lage im Ortskern und eine öffentliche Nutzung der Gebäude. Erste Station ist Kappl im Paznauntal. Die kleine Gemeinde hat mit dem „Dorfzentrum Kappl“ ein modernes und offenes Gemeinde- und Veranstaltungshaus errichtet, das auch eine Lücke in der Dorfstruktur geschlossen hat. Die nächste Station, das „DOZ“ (Dorfzentrum) in Fließ, hat der Architekturtheoretiker Otto Kapfinger als „starkes Implantat inmitten des traditionellen, hoch über dem Talboden gelegenen Dorfes“ bezeichnet. Ein Stopp in Stams führt zu einem Objekt, das zu den heurigen Preisträgern des BTVBauherrenpreises gehört – einer Erweiterung des Internatsgebäudes für Schisportlerinnen. Weitere Objekte in der kleinen, aber für die Tiroler Geschichte wichtigen Gemeinde, sind das Internat und die Schule für Schisportler, und das Feuerwehr- und Vereinshaus. Allen Gebäuden ist gemeinsam, sich trotz expressiver Formensprache sensibel in ein Geflecht aus historischer Umgebung und einer beeindruckenden Bergkulisse einzufügen. Und wieder die Bitte an unsere Besucherinnen: Wenn Sie Trachtenstücke (alt und neu) oder alte Fotos zum Thema beisteuern könnten, bringen sie diese mit – sie sind wie immer ein wichtiger Bestandteil der Trachtengespräche. ☛ Hinweis: Mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Schruns an 18.55 Uhr, Rückreise Schruns ab 21.03 oder 22.03 Uhr möglich 6 Veranstaltungen Die Gemeinde Rum (bei Innsbruck) hat mit dem „FoRum“ ein Veranstaltungszentrum neben das Gemeindeamt aus dem 18. Jahrhundert gesetzt. Das „FoRum“ ist seither nicht nur ein Beispiel für eine gelungene Verbindung von historischer und neuer Architektur sondern auch für die Belebung einer Dorfgemeinschaft durch eine sensible, auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen abgestimmte Architektur. In diesem Jahr fertig gestellt und schon voll in Betrieb ist das Kultur- und Veranstaltungszentrum KiWi Absam, ein Bau, der mehrfach zwischen historischer Bausubstanz und neuer Architektur vermittelt, denn der Bau des KiWi umfasste sowohl denkmalpflegerische Maßnahmen, als auch die Konzeption eines neuen Gebäudeteils. Das KiWi beinhaltet neben einem Veranstaltungszentrum auch ein Gasthaus mit historischer Veranda und ein neu gestaltetes Gemeindemuseum. Am Rand der Altstadt der historischen Salzstadt Hall in Tirol wurde 1930/31 das „Turmhotel Seeber“ von Lois Welzenbacher errichtet. Nachdem der Bau 1997 von der Stadt Hall angekauft wurde, wurde das Gebäude revitalisiert und durch einen Neubau, das „Parkhotel“ ergänzt. Der Baukörper des Parkhotels ist ein gelungenes Beispiel für zeitgenössische Architektur, die sich an einem der wichtigsten Bauten des „Neuen Bauens“ in Tirol misst. Geleitet wird die Exkursion von Dr. Verena Konrad, Kunsthistorikerin und Architekturtheoretikerin. In Absam werden auch der Architekt und der Bürgermeister für Fragen zur Verfügung stehen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 Anmeldung im Montafoner Heimatmuseum bis 14. Oktober notwendig (Kosten für Exkursion werden bekannt gegeben). Mittwoch, 20. Oktober 2010, 16 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Räucherspezialitätenkurs (mit Karin Sander-Pichler) Zur Herbst- und Winterzeit wird an langen Abenden auch in unserer Gegend gerne mit besonderen Düften geräuchert. Weihrauch, Harze und Räucherspezialitäten aus aller Welt sowie heimische Rauchkräuter werden von Karin Sander-Pichler detailliert und ausführlich an einem Kursnachmittag erklärt und gezeigt. Die Kursgebühr beträgt für Mitglieder 7 Euro und für Nichtmitglieder 10 Euro. Unterschiedliche Räucherwaren, Kohlen und Räuchergefäße aus dem Weltladen in Schruns können im Anschluss an den Kurs erworben werden. ☛ Hinweis: Mit der Bahn Bludenz ab 14.37 Uhr, Schruns an 14.57 Uhr, mit Bus ab Schruns Richtung Bartholomäberg 15.35, Ankunft um 15.48 Uhr; Rückreise mit Bus 18.12 Uhr, Ankunft Bahnhof Schruns 18.25 Uhr, Anbindung mit der Bahn Richtung Bludenz ab 19.03 Uhr 7 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 Kellergalerie montartphon Mittwoch, 20. Oktober 2010, 20.10 Uhr Hugo Damian Graf Schönborn (Ausstellungsgespräch mit Lore Schönborn) Die Frau des Künstlers, Eleonore Schönborn, spricht zur laufenden Ausstellung in der Kellergalerie. ☛ Hinweis: Mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Schruns an 19.55 Uhr, Rückreise Schruns ab 22.03 Uhr möglich Bludenz, Stadtvertretungssaal (Rathaus) Donnerstag, 21. Oktober 2010, 20 Uhr „Achtzehnhundertundzutodegefroren“ – Die Hungersnot 1816/17 im Süden Vorarlbergs (Vortrag von Mag. Michael Kasper) In den Jahren 1816/17 kam es unter anderem aufgrund eines Vulkanausbruchs in Indonesien zu einer globalen Abkühlung und zahlreichen daraus resultierenden Naturkatastrophen sowie zu weitreichenden Ernteausfällen. Im kühlen und schneereichen Winter 1816/17 ereigneten sich daher besonders viele Lawinenabgänge und die spärlichen Nahrungsvorräte gingen in vielen Regionen zur Neige, sodass im Frühjahr 1817 aufgrund der Unter- und Mangel­ ernährung vermehrt Krankheiten auftraten, die zu einer erhöhten Sterblichkeit führten. In den Sommermonaten folgten schwere Überschwemmungen und Hagelschäden. Erst mit der Ernte im Herbst 1817 ging die Hungersnot in den meisten Gebieten zu Ende. In manchen 8 höher gelegenen Bereichen besserte sich die Lage schließlich erst nach einem weiteren harten Winter im Sommer 1818. Begleitend zur diesjährigen Sommerausstellung in den Montafoner Museen „Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon“ wird im Vortrag auf die Ereignisse, die sich in den Jahren 1816/17 im Süden Vorarlbergs zutrugen, eingegangen. Außerdem werden die Hintergründe der Ernährungskrise näher beleuchtet und die Gegenstrategien der Obrigkeit sowie die Reaktionen der Bevölkerung dargestellt. Schließlich wird auch ein Blick auf die Situation in den umliegenden Regionen geworfen und damit die Lage im südlichen Vorarlberg in einen etwas größeren Kontext eingeordnet. ☛ Hinweis: Mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Bludenz an 19.23 Uhr, Rückreise Bludenz ab 22.33 Uhr möglich Aktuelles Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn Dienstag, 26. Oktober 2010, 14-18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 Aktuelles Ausstellung zu Konrad Honold in Weingarten Ausstellungsabschluss mit Kaffee und Kuchen Der Ausstellungssommer 2010 geht zu Ende. Der viele Regen hatte für uns auch was Gutes – erraten: Es kamen deutlich mehr Menschen in unsere Museen als vor einem Jahr. An diesem Nachmittag ist uns und hoffentlich auch Ihnen das Wetter egal ... Wir bieten Ihnen letztmalig einen umfassenden Einblick in die laufenden Sonderausstellungen der Montafoner Museen. Am 31. Oktober machen die Montafoner Museen dann von kleinen Ausnahmen abgesehen bis Weihnachten zu. Der vielseitige Künstler Konrad Honold wurde 1918 in Weingarten geboren. Mit 14 Jahren begann er die Lehre in der Malerwerkstatt Waibel in Ravensburg. Es folgten Ausbildungen an der Malschule von Toni Kirchmayr in Innsbruck sowie an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin. Das Montafon lernte er 1937 kennen, wurde 1945 nach seiner Heirat mit Huberta Juen in Schruns ansässig und dort als Maler und Restaurator tätig. Unter seinen Bildern finden sich Landschaftsgemälde mit Motiven aus dem Montafon und von seinen zahlreichen Auslandsreisen, sowie Stillleben und Porträts. Ein dominierender Bereich in seinem Werk war die sakrale Kunst. Verschiedene Kirchen Vorarlbergs wurden von ihm restauriert und teilweise neu gestaltet. Er schuf Fassadenmalereien für öffentliche Gebäude in verschiedenen Techniken und entwarf als Heraldiker mehr als 30 Gemeindewappen der Region. 9 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Tod malte. Die Schau ist als Verkaufsausstellung konzipiert und ermöglicht somit der kunstinteressierten Besucherin beziehungsweise dem kunstinteressierten Besucher die einmalige Chance, ein Bild jener schillernden Malerpersönlichkeit (Hugo Schönborn war u.a. mit Pablo Picasso bekannt) zu erwerben, welcher in seinem bewegten Leben ein paar Jahre in Schruns Station machte und nach seinem Tod 1979, obwohl in Schruns begraben, etwas in Vergessenheit geraten war. 2010 Konrad Honold (1918-2007) – ein Künstler aus Weingarten im Montafon (bis 17. Oktober 2010) Stadtmuseum im Schlössle, Scherzachstr. 1, 88250 Weingarten Tel.: 0751/405 255, museen@weingarten-online.de Öffnungszeiten: Di –So 14-17 Uhr, Do 14-18 Uhr, jeden 1. Do im Monat 14-20 Uhr Ausstellung zu Hugo Schönborn in Schruns Die MAP-Kellergalerie zeigt in ihrer Herbstausstellung eine Retrospektive des Malers Hugo Schönborn (1916-1979), welcher mehrere Jahre in Schruns wohnte und arbeitete. Seit der letzten Personale in der Galerie Welz in Wien sind über 50 Jahre vergangen. Die Tatsache, dass nun Bilder, welche mehrere Jahrzehnte in einem Depot lagerten, der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden, ist der Familie des Künstlers zu verdanken, allen voran Lore Schönborn, welche die ursprüngliche Idee zu dieser Ausstellung hatte. Unter dem Motto „Stationen der Moderne“ werden Werke gezeigt, die Hugo Schönborn nach seiner Rückkehr aus dem Krieg bis kurz vor seinem Schrunser Trachtentreffen Die schöne Montafonertracht soll wieder vermehrt zu kirchlichen Anlässen getragen werden. Um diesen Brauch in Schruns weiter aufleben zu lassen, treffen sich junge und ältere TrachtenträgerInnen sechsmal im Jahr zum gemeinsamen Kirchgang: Am Ostersonntag, zu Christi Himmelfahrt und Pfingsten, an Fronleichnam und Mariä Himmelfahrt sowie zum Erntedankfest. Wer sich informieren möchte, kann sich bei Petra Stocker melden (Tel. 0664/8616595). Der aktuelle Termin erscheint auch regelmäßig in „Schruns im Bilde.“ 10 Aktuelles Klausurtagung auf der Tübinger Hütte montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 keting“ und „Sonstiges“ gegliedert. Am zweiten Tag wurden vier Arbeitsgruppen gebildet, die jeweils einen Themenbereich bearbeiteten. Die im Anschluss vorgestellten Vorschläge reichten von der Einrichtung eines Seminarraums, über die Verbesserung der Internetpräsenz der Hütte bis hin zu Kletterkursen in der umliegenden Bergwelt. Die Anregungen wurden von der engagierten Sektionsleitung sehr positiv aufgenommen. Man darf also gespannt sein, wie sich die Tübinger Hütte in ein paar Jahren präsentieren wird. (Andreas Brugger) Die Tübinger Hütte befindet sich am Ende des Garneratals in der Silvretta auf einer Seehöhe von knapp 2.200 m. Da sie im Vergleich zu benachbarten Hütten, wie der Wiesbadner oder der Saarbrückner Hütte, etwas abseits der stark frequentierten Hauptwanderrouten ist, hat die Anzahl der Besucher in den letzten Jahren trotz ihrer wunderschönen Lage etwas zu Wünschen übrig gelassen. Die Sektionsverantwortlichen entschieden sich daher zur Abhaltung einer Klausurtagung auf der Tübinger Hütte, die am 26./27. Juni 2010 bei herrlichem Bergwetter stattfand. Anwesend waren neben dem fast vollständigen Sektionsvorstand und dem Hüttenwirt auch zahlreiche Montafoner aus den Bereichen Politik, Tourismus und Kultur sowie von der Bergrettung und der benachbarten Alpe Garnera. Am ersten Tag präsentierten alle Anwesenden in kurzen Wortmeldungen ihr Bild von der Tübinger Hütte und ihre Vorschläge, wie deren Attraktivität gesteigert werden könnte. Diese Ideen wurden gesammelt und in die Bereiche „Hütte“, „Infrastruktur“, „Mar- Klaus Oeggl (u. a.), Mining in European History and its Impact on Environment and Human Societies. Innsbruck 2010. „HIMAT“ befasst sich mit der Geschichte des Bergbaus in Tirol und den angrenzenden Gebieten, zu denen auch das Montafon zählt, wo der Bergbau eine jahrhundertealte Tradition hat. Der vorliegende Tagungsband ist eine Sammlung aller Vorträge, die 2009 im Rahmen einer internationalen Konferenz über die historische Entwicklung des Bergbaus in Innsbruck präsentiert wurden. Die 61 auf Englisch verfassten Beiträge mit einem Gesamtumfang von knapp 500 Seiten befassen sich nicht nur mit der Entwicklung des Bergbaus in Tirol und der näheren Umgebung, sondern zeichnen ein gesamteuropäisches Bild. Zwei Beiträge setzen sich konkret mit dem Montafon auseinander. Jener von Astrid Röpke befasst sich mit einer geo-archäologischen Untersuchung der Sedimentsschichten im Bereich der Grabungen in Bartholomäberg (Bodaweg, Lippaloch und Knappa Gruaba). His11 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 torisch sehr interessant ist der Aufsatz von Georg Neuhauser über die Bedeutung des Schichtmeisters für den Montafoner Bergbau. Darin präsentiert er die von Kaiser Karl V. im Jahre 1522 für das Montafon erlassene Bergwerksordnung, welche die Aufgaben und Befugnisse dieses für den Bergbau sehr wichtigen Funktionsträgers definierte. Neuhauser gewährt dabei einen interessanten Einblick in das Leben im Montafon im frühen 16. Jahrhundert. Der Tagungsband ist ein wichtiger Beitrag für die europäische Bergbaugeschichte und es ist äußerst positiv hervorzuheben, dass das Montafon darin Erwähnung findet. Interessierte können ihn über das Heimatmuseum beziehen. (Andreas Brugger) Kulturlandschaft Montafon Maisäßgebäude in Silbertal (Fotos: Elmar Zint) 12 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 Schiers, 12. August Fontanella, 9. September St. Antönien, 28. August Latschau, 15. September Bielerhöhe, 6. September Gauertal, 16. September 13 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 6 Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 15 2010 6 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (bis 31. Oktober 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. 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Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! In den kommenden Wochen beschäfti­ gen uns drei Schwerpunktthemen, die sich auch in einer hohen Anzahl von Veranstaltungen niederschlagen. Am 11. Mai eröffnet die Wanderausstellung „Mobilität im Montafon“. Der Inhalt betrifft uns alle, die Art und Weise der Vermittlung in einem beweglichen Con­ tainer, der sein Aussehen von Ort zu Ort ändern wird, stößt auf besonderes Inter­ esse der Museumsverantwortlichen. Die Diskussion um das MuseumNeu wird am 18. Mai mit einem Gespräch mit Jurymit­ gliedern beziehungsweise den Architek­ ten fortgesetzt. Ab 1. Juni werden dann auch die Entwürfe aller Architektenbüros in einer Ausstellung im Heimatmuseum zu sehen sein. Der 1. Juni ist auch das Stichwort für einen dritten wichtigen Themenbereich, der uns 2010 beschäf­ tigen wird: In Erinnerung an das verhee­ rende Hochwasser von 1910 werden vor allem in den drei Museen in Bartholo­ mäberg, Gaschurn und Silbertal Ausstel­ lungen zum Thema „Katastrophen“ zu sehen sein. Es handelt sich um Erzähl­ bilder, die auf verschiedene Facetten des Themas eingehen, neben Wasser und Schnee werden auch Kälte, Feuer und Seuchen als Urheber von katastrophalen Ereignissen angesprochen. An dieser Stelle sei auch noch etwas Erfreuliches erwähnt. Robert Rollinger, Herausgeber der ersten beiden Bände zur Montafoner Geschichte, hat dieser Tage den Würdigungspreis für Wissen­ schaft vom Land Vorarlberg erhalten. Damit sind in den vergangenen drei Jah­ ren fünf Personen mit Bezug auf die im Montafon laufenden Projekte vom Land ausgezeichnet worden. Die Bauforschung des Architekten Raimund Rhomberg gibt Auf­ schluss über das Alter jeden Details des bestehenden Heimat­ museums und des ehemaligen Konsum­ gebäudes. Andreas Rudigier (Obmann) 1 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information Montag, 31. Mai, 18 Uhr: MONT.AGsbau – Führung mit Archi­ tekt Hans Hohenfellner im Bahnhofsareal (Bahnhof Schruns) Dienstag, 1. Juni: Die Montafoner Museen haben wie­ der offen und zeigen Ausstellungen zu den Themen „Architekturentwürfe für ein neues Montafoner Heimatmuseum“ (Schruns) und zu „Jahre der Heimsuchung“ (Bartholomäberg, Gaschurn, Silbertal) Donnerstag, 3. Juni, später Vormittag: Frühschoppen und Bewirtung im Rahmen der Ausstellung „Mobilität im Montafon“ (Bartholomäberg) Donnerstag, 3. Juni, 10 – 18 Uhr: Tag der offenen Tür in allen Montafo­ ner Museen (Bartholomäberg, Gaschurn, Schruns, Silbertal) Samstag, 12. Juni, 8.15 – 17 Uhr: Exkursionen zu Bauten von und mit Marte. Marte (Vorarlberger Vorderland) Dienstag, 15. Juni, 19 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Mobilität im Montafon“ in Gaschurn Montag, 21. Juni, 18 Uhr: MONT.AGsbau – Führung mit Bauforscher Raimund Rhomberg durch das zur Diskus­ sion stehende Gebäude des ehemaligen SilvrettaCenters (Kirchplatz Schruns) Montag, 28. Juni, 10 Uhr: MONT.AGstreff – alles Wissenswerte rund um das MuseumNeu (Museum Schruns) Montag, 28. Juni, 18 Uhr: (Anmeldung notwendig!) MONT.AGstreff – alles Wissenswerte rund um das Muse­ umNeu (Museum Schruns) 2010 Veranstaltungen im Überblick Dienstag, 11. Mai, 18 Uhr: Mobilität im Montafon, Ausstellungseröff­ nung (Kulturbühne Schruns) Dienstag, 18. Mai, 19 Uhr: 13. Montafoner Trachtengespräche: Die Werktagstracht (Museum Gaschurn – Näheres siehe letzte Mitgliederinfo) Dienstag, 18. Mai, 19.30 Uhr: Positionen zum Planungsentwurf Museum­ Neu. Gespräch mit Juroren und Architek­ ten (Museum Schruns) Mittwoch, 19. Mai, 16 Uhr: Kinderworkshop zur Malerei von Hannes Bertle (MAP-Kellergalerie, Museum Schruns – Näheres siehe letzte Mitgliederinfo) Donnerstag, 20. Mai, 19.30 Uhr: Flurnamen in Bartholomäberg, Vortrag und Diskussion mit Guntram Plangg (Mehr­ zwecksaal Bartholomäberg) Donnerstag, 27. Mai, 19.30 Uhr: Die Gattenwahl vor der Einführung der kirchlichen Eheschließung, Vortrag von Manfred Tschaikner (Wintersportsamm­ lung Tschagguns) Freitag, 28. Mai, 20.30 Uhr: Musikalische und lyrische Meditationen mit Bruno Oberhammer und Augustin Jagg (Pfarrkirche Tschagguns) Samstag, 29. Mai, 12.30 Uhr: Stiftsarchiv St. Gallen, Führung mit Peter Erhart Montag, 31. Mai, 10 Uhr: MONT.AGstreff – alles Wissenswerte rund um das MuseumNeu (Museum Schruns) 2 Veranstaltungen Kulturbühne Schruns Dienstag, 11. Mai 2010, 18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Mobilität im Montafon (Ausstellungseröffnung mit Landesrat Karl-Heinz Rüdisser) Anfang 2009 startete der Prozess „Rau­ mentwicklung Montafon“. Die zehn Montafoner Gemeinden arbeiten seither intensiv gemeinsam mit dem Stand Mon­ tafon und dem Land Vorarlberg an regi­ onalen Entwicklungsthemen und lang­ fristig tragfähigen Perspektiven für die Region. Im Zuge dieses Prozesses wan­ dert vom 11. Mai bis zum 18. Juli 2010 eine Ausstellung zum Thema Mobili­ tät im Montafon durch alle Gemein­ den. Ganz im Sinne des Themas findet diese in einem Container statt, der sei­ nen Standort und sein Erscheinungsbild wöchentlich wechselt und so in allen zehn Montafoner Gemeinden ein spezi­ elles Besuchsziel wird. ten. Anmeldungen sind nicht notwen­ dig. Wünschen Sie für Ihren Verein, Ihre Schulklasse, Gruppe oder Nachbarschaft einen eigenen Termin für eine Führung oder Diskussion, melden Sie diese bitte mit Angabe einer Telefonnummer unter der Email-Adresse montafon@kairos. or.at bzw. telefonisch unter 0557454044. In jeder Gemeinde wird es gesonderte Veranstaltungen unter Einbindung von lokalen Vereinen oder Gruppen geben. Diese sind sowohl dem Programm unten (siehe S. 7-8), als auch den örtlichen Gemeindeblättern zu entnehmen. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz um 17.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 17.57 Uhr ... Rückreise ab Schruns stündlich ab 20.03 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Dienstag, 18. Mai 2010, 19.30 Uhr Positionen zum Planungsentwurf MuseumNeu (Gespräch mit Dr. Walter Angonese und den Architekten DI Bernhard Marte, DI Stefan Marte) Erstmals besteht die Möglichkeit, die Plan­ ntwürfe des Siegerprojekts für eine e Museumserweiterung mit maßgeblichen Experten zu diskutieren. Die Brüder Bern­ hard und Stefan Marte erläutern ihre Museumspläne, die vorgesehene Funk­ tionsweise, und nicht zuletzt ihre Archi­ tektursprache. Der zweite Fachmann des Abends ist Walter Angonese aus Kaltern. Er war beim Wettbewerb Fachjuror, und erläutert an diesem Abend seine Position zum Planentwurf als Preisrichter. Darüber 3 In der multimedialen Ausstellung stehen sich ein Rückblick zur Geschichte der Mobilität im Montafon und eine Vision für die Zukunft gegenüber. Der Ausstel­ lungsraum ist während der Ausstellungs­ tage ganztägig offen. Jeden Dienstag um 17 Uhr und jeden Donnerstag um 17 Uhr werden Führungen und Diskus­ sionen direkt in der Ausstellung angebo­ 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 hinaus informiert Walter Angonese über seine Erfahrungen in Südtirol mit Orts­ kernverbauung, mit der Kombination alt/neu, und über örtliche Bauentwick­ lungskonzepte. Im Anschluss an die Aus­ führungen der Gastreferenten ist eine offene Diskussion mit den Architekten und dem Fachjuror vorgesehen. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz um 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr ... Rückreise ab Schruns um 22.03 Uhr Bartholomäberg, Mehrzweckgebäude Donnerstag, 20. Mai 2010, 19.30 Uhr Alte Namen am Bartholomäberg (Vortrag mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg) Unter vielen deutschen Namen wie „Küahli Rast“ oder „Mäßboda“, die dem bäuerlichen Alltag gelten und für Heimi­ sche „sprechende Namen“ sein dürften, sind „Brosistall“ oder „Lippaloch“ schon schwieriger zu erklären, weil die Perso­ nennamen als romanische Kurzformen auftreten (Ambrós, Philípp). Jüngere Leute werden „Küubriascha“ nicht mehr verstehen – „briasch me net a“, sagte man, wenn jemand laut wurde. Rätoro­ manisch „bargir, bariéscha“ heißt „brül­ len“. Ganz romanisch wird dann „(G) lavadíel“ (kleiner Stall) oder „Liamat“ (Grenze) neben vielen anderen interes­ santen Benennungen, die wir bespre­ chen wollen, in „Red und Widerred“. Guntram Plangg ist emeritierter Profes­ sor und ehemals Institutsleiter an der Romanistik (Universität Innsbruck). Er arbeitet in Kooperation mit den Mon­ tafoner Museen derzeit an einer Veröf­ fentlichung zu Montafoner Flurnamen. 4 Zu diesem Anlass hält Professor Plangg in allen Gemeinden des Tales Vorträge, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und auch Fragen des interessier­ ten Publikums – wenn es möglich ist – zu beantworten. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.10 Uhr, Schruns an 18.30 Uhr, Bus ab Schruns 18.35, Bartholomäberg an 18.48 Uhr, Mitfahrgelegenheit möglich, bitte um Anmeldung im Museum Schruns, ab Bahnhof Schruns Rückreise um 22.03 Uhr Tschagguns, Wintersportsammlung (Altes Gemeindeamt) Donnerstag, 27. Mai 2010, 19.30 Uhr Die Gattenwahl vor der Einführung der kirchlichen Eheschließung (Vortrag mit Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner) Die Eheschließung von einer persönli­ chen Abmachung in eine obrigkeitlich normierte und kontrollierte Einrichtung umzuformen, bedurfte langer Zeit und großer Anstrengungen. Vordergründig ging es dabei auch darum, bigamistische Verhältnisse zu verhindern. Ein entspre­ chender Montafoner Gerichtsfall aus der Veranstaltungen Mitte des 16. Jahrhunderts ermöglicht tiefe Einblicke in die volkstümlichen Vor­ formen der kirchlichen Eheschließung. Manfred Tschaikner arbeitet am Vorarl­ berger Landesarchiv und lehrt Geschichte an der Universität in Wien. Überdies ist er derzeit mit der Verfassung des Tex­ tes für den dritten Band der Montafoner Geschichte (Frühe Neuzeit, 17./18. Jahr­ hundert) beauftragt. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 18.53 Uhr, Rückreise ab Tschagguns Richtung Bludenz um 22.05 Uhr. Tschagguns, Pfarrkirche Freitag, 28. Mai 2010, 20.30 Uhr Meditationes Viae Crucis. Musikalische und lyrische Meditationen zum Kreuzweg von Hannes Bertle (Konzert und Lesung mit Prof. Bruno Oberhammer und Augustin Jagg) Die Ausstellung zum Schaffen von Han­ nes Bertle (1910-1978) endet an diesem Abend mit einem besonderen Hörer­ lebnis. Professor Bruno Oberhammer ist ein Virtuose auf der Orgel und wird das bekannte, von Joseph Bergöntzle geschaffene Instrument mit Werken von Johann Sebastian Bach und eige­ nen Improvisationen zum Kreuzwegtext 5 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Zu beachten sind: Die Kosten für den Bus und den Eintritt (richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer/innen) – Anmel­ dung bis 26. Mai im Montafoner Hei­ matmuseum. Donnerstag, 3. Juni 2010, 10-18 Uhr 2010 „Hände am Holz“ des Dichters Josef Dirnbeck erklingen lassen. Der Theater­ macher und Fernsehsprecher Augustin Jagg wird dem Publikum als Rezitator die Texte Dirnbecks näher bringen. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 19.55 Uhr, Rückreise ab Tschagguns Richtung Bludenz um 22.05 Uhr St. Gallen, Stiftsarchiv Samstag, 29. Mai 2010, 12.30 Uhr (Treffpunkt: Bahnhof Schruns) Altes Frühmesshaus Bartholomäberg, Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn, Montafoner Bergbaumuseum Silbertal, Montafoner Heimatmuseum Schruns Das Stiftsarchiv St. Gallen (Exkursion mit Dr. Peter Erhart) Im Stiftsarchiv St. Gallen werden die ältesten schriftlichen Zeugnisse für den Walgau aus dem frühen Mittelalter auf­ bewahrt, darunter auch der erste Nach­ weis für Bludenz. Gemeinsam mit der Stiftsbibliothek, die neben der Kathed­ rale zu den wichtigsten Werken des Bre­ genzerwälder Baumeisters Peter Thumb gehören, erhalten Sie Gelegenheit, UNESCO-Weltkulturerbe und die Bezie­ hungen zwischen St. Gallen und dem Vorarlberger Oberland kennenzulernen. Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon (Tag der offenen Tür) Auch heuer steht der Montafoner Muse­ umssommer unter einem gemeinsamen thematischen Dach. War es im vergange­ nen Jahr die leidenschaftliche Beziehung zwischen Mensch und Berg, so sind es heuer Katastrophen, die aus unterschied­ lichen Blickwinkeln beleuchtet werden. In allen vier Museen erzählen Befunde, Fotografien und Zeitzeugen von kleine­ ren und größeren Katastrophen im Mon­ tafon. Sich diesem Phänomen in umfassen­ der Weise nähern zu wollen, wäre ein vermessenes Vorhaben. Einzelne kleine Geschichten von Not und Unheil im Montafon haben deshalb nur episodi­ schen Charakter. Allerdings, diese Redu­ ziertheit ist auch durch einen anderen Umstand bedingt: Der Heimatschutzver­ ein widmet sich im heurigen Jahr parallel zur Thematik Katastrophe auch anderen aktuellen Entwicklungen. Dazu gehören in erster Linie die Mon­ tafoner Architekturgespräche, in Anleh­ 6 Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Silbertal: „Alpiner Zengarten“ Mittwoch, 26. Mai bis Sonntag, 30. Mai: Ausstellung ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Donnerstag, 27. Mai, 17 Uhr Sonntag, 30. Mai, 10 Uhr: Im Zuge des „Tages der Blasmusik“ im Silbertal, ist für musikalische Unterhaltung und das leibli­ che Wohl aller Gäste gesorgt Bartholomäberg: „Aussichtsterrasse“ Dienstag, 1. Juni bis Sonntag, 6. Juni: Ausstellung ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 1. Juni, 17 Uhr Donnerstag, 3. Juni: bei guter Witterung gibt es einen Frühschoppen mit Bewir­ tung und Musik im Anschluss an die Fronleichnamsprozession. St. Gallenkirch: „Open Air Kino“ Dienstag, 8. Juni bis Sonntag, 13. Juni: Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 8. Juni und Donnerstag, 10. Juni, jeweils um 17 Uhr Freitag, 11. Juni, 16 Uhr: Public Scree­ ning zur Eröffnung der Fußballweltmeis­ terschaft. Für Speis und Trank ist gesorgt. Gaschurn: „Temporäres Wohnen im alpi­ nen Raum“ Dienstag, 15. Juni bis Sonntag, 20. Juni: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Dienstag 15. Juni, 19 Uhr: Eröffnung durch den Bürgermeister, Führungen durch die Ausstellung. Musikalische Unterhaltung durch die Bürgermusik Gaschurn/Partenen sowie den DJ Phil­ lip Dona. Für die Bewirtung sorgen das Vitalzentrum Felbermayer, die Lokale Galarie und Ausrutscher. Zusätzliche Führung und Diskussion: Donnerstag, 17. Juni, 17 Uhr Bei guter Witterung kann auf dem Con­ 7 nung an das Wettbewerbsergebnis zum Projekt MuseumNEU. Am Standort Schruns ist eine Ausstellung mit allen Pla­ nentwürfen vorgesehen. Weiters zeigt das Frühmesshaus Gaschurn archäologi­ sche Ergebnisse des internationalen For­ schungsprojekts „Rückwege“ aus dem Studienraum Silvrettagruppe. Das behut­ sam wachsende Frühmesshaus Bartholo­ mäberg widmet sich aktuellen Aspekten der Hausforschung und zeigt Neuzu­ gänge der wachsenden Sammlung. Aktuelles Wanderausstellung „Mobilität im Montafon“ – das Programm raumentwicklung montafon Schruns/Tschagguns: „Zentrum“ Mittwoch, 12. Mai bis Montag, 24. Mai: Ausstellung ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 18. Mai und Donnerstag, 20. Mai jeweils um 17 Uhr 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles stellungsbesucher durch die örtliche Feu­ erwehr. 2010 tainer mit Blick in die Sterne übernachtet werden. Anmeldungen im Gemeinde­ amt erbeten. St. Anton: „Vorsicht Fußgänger“ Dienstag, 22. Juni bis Sonntag, 27. Juni: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 22. Juni und Donnerstag, 24. Juni, 17 Uhr Dienstag, 22. Juni, 17 Uhr: Für das leib­ liche Wohl der Fußgänger wird gesorgt. Vandans: „Schöne Aussicht Erneuerbare Energie“ Dienstag, 29. Juni bis Sonntag, 4. Juli: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 29. Juni und Donnerstag, 1. Juli, 17 Uhr Stallehr: „Wo geht’s hier nach Monta­ fon?“ Dienstag, 6. Juli bis Sonntag, 11. Juli: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 6. Juli und Donnerstag, 8. Juli, 17 Uhr Freitag, 9. Juli, 20 Uhr: Platzkonzert bei der Ausstellung. Für das leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt. Lorüns: „Info Center Montafon Park“ Dienstag, 13. Juli bis Sonntag, 18. Juli: Die Ausstellung ist ganztägig geöffnet Führungen und Diskussion: Dienstag, 13. Juli und Donnerstag, 15. Juli, 17 Uhr Dienstag, 13. Juli: Verköstigung der Aus­ 8 Mit der Zeinisjochbahn durch das Montafon. Dokumente über ein nicht verwirklichtes Bahnprojekt im Österreichischen Staatsarchiv in Wien gefunden In Vorarlberg bestanden einige Eisen­ bahn- und Seilbahnprojekte, die niemals verwirklicht wurden (Verlängerung der Bregenzerwaldbahn nach Schoppernau, Straßenbahn ins Gütle bei Dornbirn, Ringstraßenbahn im unteren Rheintal, Geologische Skizze von Prof. Koch, 1872 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Seilbahn von Feldkirch aufs Älpele). Die Erbauer der Montafonerbahn träumten – bei der Eröff­ nung 1905 – von der Verlängerung der Bahn sogar bis Davos, auch von einer Zahnradbahn nach Gargellen und von einem Elektrobus (O-Bus) nach Gaschurn war vor rund 100 Jahren die Rede. Das Jahrhun­ Streckenverlauf derthochwasser 1910 und später der Erste Weltkrieg machten diese Pläne zunichte. Seit bei­ nahe 30 Jahren wird die Verlängerung der Montafonerbahn in die Innerfratte immer wie­ der erwogen. In der Eisenbahnlitera­ tur stößt man auf den Hinweis einer geplanten Bahn unter dem Zeinis­ joch als Alternativtrasse Längenprofilskizze (ÖStA Wien) zur Arlbergbahn. Im Zuge der Recherchen für die Wanderaus­ sofort aus, denn der Scheitelpunkt lag stellung „Mobilität im Montafon“ (siehe von allen Trassenvarianten am höchs­ den Hinweis in diesem Heft) konnten ten. Für die „Zeynesjochbahn“ wurden nun im Österreichischen Staatsarchiv in aber noch 1872 Trassen- und Tunnel­ Wien die Unterlagen zu diesem Projekt studien vorgenommen. Der Professor ausgehoben und Kopien für das Monta­ für Geologe und Mineralogie in Wien, fon Archiv angefertigt werden. Gustav Adolf Koch, erstellte ein geolo­ Bereits um 1869 (also noch vor der Eröff­ gisches Gutachten. Doch die Strecken­ nung der Bahn Lindau-Bludenz 1872) führung durch das Kloster- und Stanzer­ wurden in einem Bericht über die „Tirol- tal erwies sich als vorteilhafter: Die Bahn Vorarlbergische Verbindungsbahn“ drei durch das Montafon und Paznaun, für Trassenvarianten für die Streckenfüh­ die Stationen in Schruns, „Gurtepohl“ rung erörtert: die Linie durch das Klos­ und Gaschurn vorgesehen waren, ehe tertal und den Arlberg, die Überwindung sie das Zeinisjoch mittels eines Tunnels des Silbertaler Winterjöchl und auch bewältigen sollte, hätte im Vergleich mit die Untertunnelung des Zeinisjoches. der späteren Arlbergbahn eine größere Die Strecke durch das Silbertal schied Streckenlänge, einen längeren Tunnel 9 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles bung erläutern zu lassen und darüber zu diskutieren. Für den Beginn der Serie MONT.AG-Bau hatten wir bereits am 3. Mai den Schrunser Friedhof (Planungs­ büro Lang/Vonier) gewählt. MONT.AG. Bau II: Der zweite Ort für unseren „MONT.AG. Bau“ ist das Bahn­ hofsareal Schruns. Bei Klagen über den Verlust einer cha­ rakteristischen Architektur im Schrunser Zentrum wird immer wieder das Erschei­ nungsbild des Bahnhofsareals erwähnt. Grund genug, auch hier vor Ort über Expertisen und Emotionen zu diskutie­ ren. Der planende Architekt Hans Hohen­ fellner führt durch das Gelände und in das Objekt. Dabei erläutert er Funktio­ nalität, Erscheinungsbild, Materialwahl und die städtebauliche Einordnung sei­ ner Planung. Termin: Montag, 31. Mai (18 Uhr), Bahn­ hof Schruns mit Architekt Hans Hohen­ fellner MONT.AG. Bau III: Dritter Ort für unse­ ren „MONT.AG. Bau“ ist der einstmalige Konsum am Kirchplatz. Ein fachkundig begleiteter Lokalaugenschein mit Haus­ führung verspricht ein besonderes Erleb­ nis zu werden. Die Ergebnisse einer äußerst fundierten Bauforschung haben für dieses Objekt eine selten bewegte Aus-, Auf-, An- und Umbaugeschichte ausgewiesen. Zusätzli­ ches Gewicht erhält diese Hausführung durch den Umstand, dass die Oberge­ schosse des Hauses nach den Planungs­ entwürfen der Architekten Marte.Marte durch einen Neubau ersetzt werden sollen. Raimund Rhomberg, Autor der Bauforschungsstudie, wird die bauhis­ 2010 sowie eine längere Bauzeit mit weitaus höheren Baukosten erfordert. Gleichzei­ tig herrschten ungünstigere klimatische und geologische Verhältnisse bei einem zudem höheren Scheitelpunkt. Seit nunmehr 126 Jahren – 1884 – fah­ ren Züge durch das Klostertal zum Arl­ berg hinauf, das Montafon erhielt seine Bahn (nach jahrelangen Diskussionen) schließlich 1905. (Peter Strasser) Montafoner Architekturgespräche (MONT.AG): Eine Serie mit Angeboten zu Architektur, rund um das Projekt MuseumNEU (1) MONT.AG. Impulse: Jeden Montag verschicken wir per Mail anregende Impulse zu Architektur MONT.AG. Bild: Knapp kommentierte Beispiele aus nahe gelegenen Alpenregi­ onen. MONT.AG. Frage: Dafür braucht es kein Fachwissen, lediglich Interesse am Pro­ jekt MuseumNEU. MONT.AG. Treff: Einmal monatlich kann man sich im Heimatmuseum informieren und austauschen. Nächste Termine: 31. Mai (10 Uhr), 28. Juni (10 Uhr, bei Bedarf auch um 18 Uhr – für letztere Uhrzeit bitte anmelden) Wir nehmen interessierte Personen, die unsere „MONT.AG. Impulse“ erhalten möch­en, gern in unseren Mailverteiler auf. t (2) MONT.AG. Bau Fallweise bieten wir die Möglichkeit, sich von Expertinnen und Experten exemp­ larische Objekte in Schruns und Umge­ 10 Aktuelles torische Gesamtsituation erläutern, und durch das seit etlichen Jahren leer ste­ hende Haus führen. Dabei wird Raimund Rhomberg diverse Altersstrukturen, Bau­ etappen und Stilmerkmale auch für Laien lesbar machen. Termin: Montag, 21. Juni (18 Uhr), Treff­ punkt Heimatmuseum Foyer. Hausrund­ gang im ehemaligen Silvretta Center mit Bauforscher Raimund Rhomberg (3) Positionen zum Planungsentwurf Siehe Veranstaltung am 18. Mai (S. 3) (4) Ausstellung Planentwürfe für MuseumNeu Die Entwicklung des Projekts Museum­ NEU umfasste neben einer akribischen Bauforschung auch einen architekto­ nischen Wettbewerb, der acht renom­ mierte Architekturbüros aus Vorarlberg, der Schweiz und Italien bewogen hat, ihre Planungsideen einzureichen. Die im Charakter sehr unterschiedlichen Pla­ nungsentwürfe sollen nun öffentlich präsentiert und diskutiert werden. Zuvor war es dem Projektträger ein Anliegen, den Nachbarn, Geschäftsbetreibern, dem Museumsteam, dem Museumsaus­ schuss, den Mitgliedern des Heimat­ schutzvereins und den Auftraggebern auf politischer Ebene in vielen Gesprä­ chen den Rohentwurf des Siegerprojek­ tes persönlich vorzustellen. Diese Phase ist nun abgeschlossen, und ab Juni sind die Pläne der Wettbewerbsteilnehmer im Heimatmuseum ausgestellt. Montafoner Heimatmuseum: 1. Juni bis 31. Oktober, Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 (5) Exkursion zu und mit Marte.Marte Eine Architekturfahrt durch das Vorarl­ berger Vorderland führt zu mehreren Objekten, die von Marte.Marte Architek­ ten geplant worden sind. Geleitet wird die Exkursion von Stefan bzw. Bernhard Marte. Diese Architekturfahrt gewährt konkrete Einblicke in das breite Spektrum der Arbeit von Marte.Marte Architekten auf engstem Raum. Absicht der Objekt­ auswahl ist es, die Unterschiedlichkeit der Funktionsweisen (vom Wohnhaus über Feuerwehrhaus bis zum Friedhof) zu zeigen, die Architektur auch im Innern erfahrbar zu machen, und jene Architek­ ten persönlich kennen zu lernen, die für das Heimatmuseum einen überzeugen­ den Planungsentwurf vorgelegt haben. Erste Station der Exkursion ist das Atelier der Architekten, ein altes Rheintalhaus in Weiler. Termin: Samstag, 12. Juni, Abfahrt in Schruns am Bahnhof um 8.15 Uhr. Fahrt im gemeinsamen Bus, Rückkehr nach Schruns ca. 17 Uhr. Voranmeldung im Heimatmuseum Schruns. (6) MONT.AG. Treff. Spezial! Anlässlich des Architekturtreffs am letz­ ten Montag des Monats bieten wir für den Juni-Treff eine Besonderheit an: Eine Kurzführung durch die Ausstellung mit den Einreichplänen für das MuseumNEU. Im Zentrum der gesprächsorientierten Führung stehen verschiedene Vergleichs­ ebenen zwischen den Plänen, womit die subjektiven Einschätzungen mit objekti­ vierbaren Qualitätskriterien in Beziehung gesetzt werden können. Termin: Montag, 28. Juni (10 Uhr), Hei­ matmuseum. Bei Bedarf bieten wir die­ 11 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 sen Spezialtreff am selben Montag auch um 18 Uhr an. Für den Abendtermin ersuchen wir um Voranmeldung. Tipp: Am 28. und 29. Mai werden in Vorarlberg wie im übrigen Österreich so genannte „Architekturtage durchgeführt. Infos unter www.architekturtage.at Vom Abreißen und Neubauen – ein neues Museum für Schruns. Vor hundert Jahren stand bereits einmal der Neubau des Montafoner Heimatmuseums zur Diskussion Vor rund hundert Jahren stellte sich in Schruns die Frage nach einem Bau des Museumsgebäudes. Nach der Gründung einer „Freien Gesellschaft zur Schaf­ fung einer naturhistorischen Samm­ lung für das Tal Montafon“ 1906 wuchs der Sammlungsbestand so rasch an, dass die Vitrinen im Schrunser Schul­ haus bald nicht mehr ausreichten (denn inzwischen erweiterte man das Sam­ melspektrum auch auf kunstgeschicht­ liche Gegenstände). Der Ausschuss der „Freien Gesellschaft“ beschloss daher am 2. Dezember 1911 den Bau eines Museumsgebäudes. Um das große Pro­ jekt nachhaltiger vorantreiben zu kön­ nen, erfolgte 1912 die Umwandlung der 12 „Freien Gesellschaft“ zum „Verein für Heimatschutz im Tale Montafon“. Die Gemeinde Schruns und der Stand Montafon standen dem Projekt wohl­ wollend gegenüber (Die Einstellung der Bevölkerung geht aus den zahlreichen Akten im Museumsarchiv nicht hervor): Die Gemeinde sicherte den Bauplatz zu, der Stand hätte das Holz zur Verfügung gestellt – zum Bau kam es aber dennoch nicht. Was war geschehen? Aktuelles Die Planung wurde auf eine professi­ onelle Basis gestellt: Der Landesarchi­ var Viktor Kleiner beriet über die Vor­ gangsweise und stellte den Kontakt zu den Behörden in Bregenz, Innsbruck und Wien her. Baumeister Wolf aus Bludenz entwarf eine dreigeschossige Villa (Kel­ ler, EG, OG) mit Elementen des damals modischen „Heimatstils“. Der Entwurf wurde sowohl dem „k.k. Landeskonser­ vatorat für Denkmalpflege“ in Innsbruck als auch der „k.k. Zentralkommission für Denkmalpflege“ in Wien zur Begutach­ tung vorgelegt. Durch die Einbeziehung höchster Stellen des Denkmalschutzes in montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 der Monarchie wurde eine architekto­ nisch hochstehende Expertise erreicht, die damals (und wohl auch später) für das Montafon außergewöhnlich war. Die beiden damals führenden Exper­ ten für ländliche Architektur, der Archi­ tekt Georg Baumeister und der Landes­ konservator für Tirol-Vorarlberg, Johann Deininger, bescheinigten in ihren Gut­ achten, dass „das projektierte Gebäude hinsichtlich seiner Grundrissanlage und äußeren Erscheinung im allgemeinen der alten Montafoner Bauernhaustype [ent­ spricht].“ Deren Änderungsvorschläge (insbesonders im Bereich der Fassade, Jahre der Heimsuchung Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon Vor genau hundert Jahren wurde das Montafon von einer schrecklichen Naturkatastrophe heimgesucht. Rasche Schneeschmelze und Dauerregen verwandelten Rinnsale und Bäche zu reißenden Flüssen. Die verheerende Folge war ein Jahrhunderthochwasser mit extremen Vermurungen in mehren Orten des Tales. Das Katastrophenszenario ist uns nicht nur eindrücklich in Erinnerung wegen der massiven Reaktionen. Diese reichten bis zu Aussiedlungsplänen des am schlimmsten betroffenen Dorfes Vandans. Zudem kam bei dieser Katastrophe erstmals das Medium Fotografie sehr umfassend zum Einsatz. Somit konnte der Nachwelt das Bild der Verwüstungen deutlicher erhalten werden als jemals zuvor. Die Ausstellungen in allen vier Montafoner Museen spüren, in Erinnerung an dieses Hochwasser vor 100 Jahren, auch anderen Katastrophenereignissen im Montafon nach. Dies geschieht in den vier Montafoner Museen allerdings auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Themen. Der Bogen spannt sich von der Lawinenkatastrophe 1689 über das Hungerjahr 1817 bis zu jüngsten Brand- und Sturmschäden. Die 4 Ausstellungen dokumentieren die Katastrophen selbst, aber auch deren Folgen für Mensch und Natur. Nicht zuletzt gilt das Interesse den vielfältigen Versuchen, solche „Schicksalsschläge“ zu verhindern: Im religiösen Leben, im Aberglauben – und letztlich durch ein wachsendes Bemühen, sich real abzusichern. Ausstellungsdauer: 1. Juni – 31. Oktober 2010 Öffnungszeiten: Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, jeweils 10 bis 18 Uhr Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, jeweils 15 bis 18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Dienstag bis Samstag, jeweils 15 bis 18 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, jeweils 15 bis 18 Uhr Informationen: Montafoner Heimatmuseum, 6780 Schruns, T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at; I www.stand-montafon.at/kultur www.luger-grafik.com 13 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 der Fensterformen und Ornamente) wur­ den im Endentwurf berücksichtigt. Zeugte die architektonische Gestaltung und Vorgangsweise von hoher Professi­ onalität, so scheiterte das ambitionierte Projekt schließlich an der Mittelaufbrin­ gung: Die geplante Lotterie mit 30.000 Losen zu je 1 Krone führte mit dem k.k. Finanzministerium zu zähen, langwieri­ gen Verhandlungen. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Sommer 1914 ließ die Pläne in der „Schublade“ (sprich im Museumsarchiv) verschwinden. Da der Bau nicht ausgeführt wurde, konnte sich ein anderes Gebäude an einer Neunutzung und Gnadenfrist erfreuen: Das Museum hätte etwa im Bereich des heutigen „Haus des Gastes“ in der Silvrettastraße 6 errichtet wer­ den sollen. Das Frühmesshaus aus dem Jahre 1690 wäre damals dem Abriss sicher gewesen. Nun konnte aber das geschichtsträchtige Haus – auf Anre­ gung des damaligen Direktors des Vor­ arlberger Landesmuseums Ing. Lukesch – am 12. Juni 1921 als „Montafoner Heimatschutz-Museum“ eröffnet wer­ den. 1931 unter Denkmalschutz gestellt, musste das ungünstig situierte Gebäude – es bildete eine Engstelle – im Frühjahr 1972 zugunsten des Straßenverkehrs weichen. Das Museumsgut wurde zehn Jahre später im heutigen Haus am Kirch­ platz wieder der Bevölkerung zugänglich gemacht. (Peter Strasser) Internationaler Kulturwanderweg ViaValtellina im Abschnitt Montafon Schon seit 20 Jahren begleitet der frü­ here Geschäftsführer des Montafon-Tou­ rismus Karl Perathoner Wandergruppen 14 auf den Spuren des historischen Säu­ merweges zwischen Tirano im Wein­ baugebiet Veltlin und Schruns. In letz­ ter Zeit nutzen in zunehmendem Maß auch andere Wanderführer und Weit­ wanderer, die eigenständig unterwegs sind, diese attraktive Wanderroute durch vielfältige Kultur- und Berglandschaf­ ten in drei Staaten und Sprachregio­ nen. Seit Mai 2007 ist die ViaValtellina eine der interessantesten und am stärks­ ten frequentierten Routen im Tourismus­ programm „Kulturwege Schweiz“. Im Schweizer Förderverein ViaValtellina ist auch das Montafon durch den Obmann des Heimatschutzvereines vertreten. Der Stand Montafon und die Gemeinde St. Gallenkirch bemühen sich seit 2008 im Rahmen eines EU-geförderten Pro­ jektes (Leader13), die Trasse des Veltlin­ erweges auch zwischen Gargellen und Schruns/Tschagguns unter Einbeziehung der noch vorhandenen oder in der Natur erkennbaren Reste des bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts genutzten Saum­ weges durchgehend rechtlich und bau­ lich umzusetzen. Der Heimatschutz­ verein unterstützt die Projektträger im Rahmen einer Arbeitsgruppe bei der Trassenplanung, den Verhandlungen mit den Grundeigentümern und der bauli­ chen Umsetzung einschließlich Wegwei­ sung und Markierung. Aktuelles Zwischen Schruns/Tschagguns und St. Gallenkirch/Galgenuel und auch zwi­ schen dem Sarotlamaisäß und Gargel­ len ist der Wegverlauf bereits festgelegt und begehbar. Im Bereich ZuggawaldPlatinabach sind vor Anlegung der Via­ Valtellina noch bauliche Sicherungs- und Sanierungsarbeiten der Landesstraßen­ verwaltung (Steinschlagschutz Zugga­ wald, Rutschungssanierung Platinastutz) abzuwarten. Zu den restlichen Wegab­ schnitten im vorderen Gargellental sind in den letzten Monaten die Verhandlun­ gen mit den Grundeigentümern intensi­ viert worden. Dabei konnte weitestge­ hend Verständnis für dieses Wegprojekt als Bestandteil eines regionalen und internationalen Netzwerkes für nachhal­ tige Mobilität in Tourismus, Freizeit und Alltag festgestellt werden. (Leo Walser) St. Gallenkircher Beichtregister: 1610 und 1613 Zu den Vorbereitungen auf die Oster­ feier zählte die Verpflichtung, während der vorangehenden Buß- oder Fastenzeit die Beichte abzulegen. Um die vollstän­ dige Teilnahme der zum Kommunions­ empfang zugelassenen Ortsbevölkerung zu überprüfen, legten die Pfarrer Regis­ ter an, die heute wertvolle familien-, namen- und sozialgeschichtliche Quellen darstellen. Zu den ältesten erhaltenen Unterlagen dieser Art in Vorarlberg zählen die bei­ den St. Gallenkircher Beichtregister von 1610 und 1613, die von den Pfarrern Johannes Vonbank und Johann Reich angelegt wurden. Ein Vergleich der bei­ den Verzeichnisse veranschaulicht unter anderem, dass sich feststehende Perso­ nenbezeichnungen und Familiennamen um diese Zeit erst ausbildeten. Die ältere montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Liste enthält zahlreiche Namen wie das „gschwollen Madlini“, der „krumme Schneiderbub“, die „grüselich Meigga“, der „Schöblig“, das „Schmölleli“, das „Pfözi“, Jakle Netzer und „sein Gagi“ oder Hans Gafanesch und „sein Klo­ cker“ (Hoffentlich war damit nicht seine Frau gemeint). Das drei Jahre später angelegte Verzeichnis hingegen führt dieselben Personen großteils mit heute noch bekannten Familiennamen an, bei denen die Netzer, Sander und Viel vor­ herrschten. Die bei weitem beliebtesten weiblichen Vornamen bildeten Maria und Anna. Jede dritte Frau hieß so. Sehr häufig wurden Mädchen auch „Barbla“ (Barbara) und „Threina“ (Katharina) genannt. Bei den Männern trugen mehr als 40 Prozent entweder den Namen Christian oder Hans. Sehr viele hießen Jörg, Peter oder Jakob. Geht man davon aus, dass die Zahl der Kinder oder Nicht-Kommunikanten etwa ein Drittel ausmachte, ergibt sich aus den Beichtregistern für die Pfarre St. Gallen­ kirch zu Beginn des 17. Jahrhunderts die beträchtliche Zahl von ungefähr 1.200 Einwohnern. (Manfred Tschaikner) Tipp: Das Vorarlberger Landesarchiv prä­ sentiert monatlich auf seiner Internet­ seite eine „Archivalie des Monats“ – das 15 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles xität von Instandsetzungen minderge­ nutzter Bausubstanz zu beleuchten und die Herausforderungen an die einzel­ nen Akteure zu verstehen. Des Weiteren soll ein Diskurs über die verschiedenen Handlungsfelder und Lösungsszenarien aller Beteiligten und der öffentlichen Hand entstehen. Nach der Fachtagung haben Sie ein neues Verständnis im Umgang mit alter Bausubstanz, verste­ hen die Vielschichtigkeit des Themas und haben mögliche Lenkungsszenarien kennengelernt. Sie verstehen was nach­ haltiges Sanieren ausmacht und wel­ che Wirkung historische Bausubstanz auf Raum, Mensch und die Umwelt hat. Ein Blick über den Tälerrand zeigt, wie andere vergleichbare ländliche Regionen das Thema bearbeiten. Bei der angebo­ tenen Exkursion können Sie gelungene Beispiele aus den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten erleben (www. altebausubstanz.at). Fotodatenbank Montafon Die Montafoner Museen bedanken sich bei Horst Hefel, Tschagguns, für die Über­ lassung historischer Montafon-Ansichten für das Montafon Archiv. 2010 Beichtregister aus St. Gallenkirch ist eine davon (www.landesarchiv.at). Kulturlandschaft Montafon im Wandel Üblicherweise wird bei einem alten Paar­ hof zuerst einmal das Haus neu gebaut, ehe für den Stall keine Verwendung mehr gefunden wird und er zerfällt oder abge­ brochen wird. In Tschagguns-Mauren gin­ gen die Besitzer einen anderen Weg. Tipp: Am 17. und 18. Mai findet in Schwarzenberg eine erste Fachtagung zum Thema „Alte Bausubstanz. Neues Leben in alten Häusern. Aufgaben, Trends & kommunale Strategien“ statt. Durch demografische und gesellschaft­ liche Veränderungen befindet sich auch die Bausubstanz vielerorts im Wandel – oder auch nicht? Zunehmender Leer­ stand und weiterer Widmungsdruck beschäftigen viele Kommunen nicht nur im Bregenzerwald. Warum Fachtagung? Ziel der Fachtagung ist es, die Komple­ 16 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Gaschurn, 31. März Schruns, 14. April Silbertal, 7. April Wolfegg, 24. April Innerberg, 10. April Bregenz, 26. April 17 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhe­ bung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Val­ kastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswel­ ten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standes­ wald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsproto­ koll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besied­ lung - Bergbau - Relikte. Von der Stein­ zeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bän­ den um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das roma­ nische Vortragekreuz von Bartholo­ mäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Mon­ tafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zwei­ ten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinen­ winter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitun­ gen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Monta­ fon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Monta­ fon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommeraus­ stellung 2004 im Montafoner Heimat­ museum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Monta­ fon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäß­ siedlung im Gauertal. Videodokumen­ tation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Mon­ tafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdoku­ mentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Monta­ fons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Fotonachweis montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Interaktive CD zur gleichnamigen Aus­ stellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Monta­ foner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) Horst Hefel, Friedrich Juen, Marte.Marte Architekten, Montafon Archiv, Raimund Rhomberg, Stiftsarchiv St. Gallen, Lukas Seilern, Superwien, Vorarlberger Landes­ archiv 19 2010 3 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (alle ab 1. Juni 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 20
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Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Das Montafon verfügt über eine Kulturlandschaft, die im gesamten Alpenraum ihresgleichen sucht. Auf überschaubarem Gebiet reihen sich kulturgeschichtliche Besonderheiten, die einen Zeitraum von mehreren Jahrtausenden umfassen. Der Monat September steht ganz im Zeichen dieser Kulturlandschaft Montafon und ihrer Geschichte. Historische Wege, Gebäude, Handwerkstechniken, Bewirtschaftungsformen ... das alles wollen wir Ihnen, geschätzte Mitglieder, in diesem Monat präsentieren. Das Verharren in der Vergangenheit ist nicht das Ziel, wie Sie dabei auch immer wieder bemerken werden, das Erhalten einer historischen Situation ist in vielen Fällen gar nicht möglich. Die Vermittlung all dieser Themen gelingt nur, wenn wir Menschen mit spezieller Kenntnis und Herz für das Montafon und seine Geschichte mit auf den Weg schicken. Wir wünschen allen Interessierten spannende Begegnungen und tiefe Einblicke. Andreas Rudigier (Obmann) Montafoner Museumsherbst im Zeichen der Kulturlandschaft An- und Abreisezeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln finden Sie unter www.vmobil.at. 1 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 veranstaltung 2010 Galgenul (ViaValtellina) Donnerstag, 9. Sept. 2010, 14-17 Uhr Besichtigungsmöglichkeit beim Trockenmauerkurs an der ViaValtellina Zum vierten Mal wird unter der Leitung des Trockenmauerexperten Martin Lutz (siehe seinen Beitrag im Jahresbericht der Montafoner Museen 2009) die Trockenmauer an der ViaValtellina saniert und im Rahmen dessen die wichtigsten Kenntnisse des alten Handwerks weiter gegeben. Nutzen Sie an diesem Nachmittag die Möglichkeit, den KursteilnehmerInnen bei der Arbeit zuzusehen. Raggal und Fontanella (Treffpunkt Bahnhof Schruns) Donnerstag, 9. Sept. 2010, 18 Uhr Walser Herbst: „Bilder vom Reisen“, „Fremde im Zimmer“, Wiener Kaffeehaus und das heißeste Projekt im Kochzelt (Ein Ausflug zu den Nachbarn) 2 Der Walser Herbst wartet mit zwei Sonderausstellungen auf, die wir an diesem Abend besuchen wollen. Im aufgelassenen Sparmarkt in Raggal präsentiert der Fotograf Nikolaus Walter Bilder vom Reisen. Der Schriftsteller Martin Prinz („Über die Alpen“) schreibt zu Nikolaus Walter: „Eine Frau am Strand. Über ihr die Sonne, vor ihr das Meer. ‚Sehnsucht‘ – kein Wort erzahlt mehr vom Reisen. Und doch scheint das Wort gerade dort am verlässlichsten ins Leere zu fuhren, wo die ersehnte Weite greifbar nah geworden ist. Das gegen die brennende Sonne über den Kopf geworfene Kleid, dichtgedrängte Hotelblocks an Urlaubsküsten, eine Schafherde am Kreisverkehr oder ein im Kofferraum seines Reisebusses sich ausschlafender Fahrer: Nikolaus Walters Bilder vom Reisen suchen jene Augenblicke, in denen sich die Versprechungen der großen weiten Welt gerade im Naheliegenden so unbeirrbar brechen, da sie dem Geheimnis von Sehnsucht auf der Spur sind.“ Veranstaltungen „Fremde im Zimmer – Erinnerungsräume“ ist eine Ausstellung, die im früheren Hotel Post in Fontanella gezeigt wird. Ein Alpenhotel in bester Lage bietet Raum für eine besondere Ausstellung. Erinnerungsstücke enthüllen den BesucherInnen sanft, aber doch unweigerlich die Realität florierender Zeiten der jüngeren Vergangenheit in einer aufstrebenden Fremdenverkehrsregion. Der Walserherbst beweist, dass das Wiener Kaffeehaus auch zum Kulturexportartikel taugt. Auf dem Dorfplatz von Fontanella beherbergt ein Pyramidenzelt wahrend des gesamten Walserherbst ein stimmig inszeniertes Cafe, in dem Melange und Mehlspeisen das Verweilen versüßen. Nationale und internationale Zeitungen und Magazine warten auf Leserschaft, Buchgespräche und Diskussionen laden zum Gedankenaustausch. Fallweise erklingt Pianomusik, ab und zu auch die Stimme einer Wiener „Dudlerin“. Als temporären Ort der Gastfreundschaft stellt der Walserherbst mitten in Raggal ein Pyramidenzelt mit Holzherd auf. An diesem kochen Walser Frauen und Männer einfache und ungewöhnliche Speisen, spezielle Gaste wiederum ihre Spezialitäten. Die Küche mit Holzherd wird zum abendlichen Versammlungs-, und Gesprächsort für Einheimische wie für FestivalbesucherInnen. Es wird gegessen, musiziert, erzahlt und philosophiert. Das Kochprojekt am Holzherd besticht hauptsächlich durch die Einfachheit und Seltenheit der gekochten Speisen. Anmeldung im Heimatmuseum bis Mittwoch, 8. September 2010 (12 Uhr), notwendig. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Dienstag, 14. September 2010, 19 Uhr „Jahre der Heimsuchung“ im wachsenden Museum (Lesung und Führung mit Andreas Rudigier) Im Juli ist der zwölfte Sonderband der Montafoner Schriftenreihe erschienen, der sich dem Sonderausstellungsthema der Montafoner Museen 2010 widmet (siehe die Info in diesem Infoblatt). An diesem Abend wird das Buch und der Bartholomäberger Teil der Sonderausstellung gezeigt. Und nicht nur das: Das Museum in Bartholomäberg ist vor einem Jahr mit dem Anspruch entstanden, langsam zu wachsen. Vor Jahresfrist wurde das Haus so gezeigt, wie die letzten BewohnerInnen es verlassen hatten – nun sind einige Maßnahmen gesetzt worden, die das Haus als Museum schon besser erkennen lassen ... und es haben herausragende Objekte regionaler Volkskunde Einzug in das Haus gehalten. 3 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Tschagguns, Alpe Spora und Lindauer Hütte Donnerstag, 16. Sept. 2010, 17 u. 19 Uhr 2010 Treffpunkt Parkplatz Latschau Mittwoch, 15. September 2010, 9 Uhr „Schragazuseminar“ – Wie wird ein Schragenzaun gebaut? (eintägiger Kurs mit Friedrich Juen) 17 Uhr (Alpe Spora): Die „Schlacht auf der Alpe Spora“ – eine archäologische Spurensuche (Lokalaugenschein mit Univ.-Prof. Dr. Harald Stadler und Mag. Christoph Walser) Bei den Bündner Nachbarn gibt es einen Verein zur Erhaltung der „Graggenzäune“, hier gibt es einen Spezialisten genau für dieses Thema der bei uns „Schragazü“ oder „Scheiazü“ genannten Zäune: Friedrich Juen wird an diesem Tag Interessierten das Handwerk des Zäunemachens zeigen und die Interessierten auch mitarbeiten lassen. Juen führt in das Handwerk ein, zeigt die Herstellung von „Stäcka“ und „Scheia“ und schließlich die Errichtung des Zaunes. Zu den schwierigsten Details zählt die Gestaltung des „Schlosses“, der verbindende Abschluss des Zaunes. Anmeldung beim Heimatmuseum bis Montag, 13. September 2010 notwendig; Kosten pro TeilnehmerIn 25 Euro, Mitglieder des Heimatschutzvereins bezahlen 20 Euro. Für Verpflegung wird gesorgt. Manfred Tschaikner hatte mit seinem Beitrag im Jahresbericht der Montafoner Museen 2008 darauf aufmerksam gemacht. Der Bludenzer Vogteiverwalter David Pappus bereiste 1610 den Großteil der Grenzen der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg. Die Aufzeichnungen darüber stellen eine wichtige landeskundliche Quelle dar, die auch Gegenstand des nachfolgenden Referats von Tschaikner darstellen. David Pappus berichtet auch von einem grausamen Gemetzel, das 1499 im so genannten Schweizerkrieg auf der Alpe Spora stattgefunden haben soll. Die Montafoner sollen in einem weiten Ried bei der Alpe 130 einfallende Prättigauer erschlagen haben. Als Beweise dafür galten ihm die Totenköpfe und militärischen Ausrüstungsgegenstände, die man dort noch 4 Veranstaltungen zu Beginn des 17. Jahrhunderts finden konnte. Das Projekt der Universität Innsbruck begibt sich nun auf Spurensuche, und wir laden Sie ein, sich ein Bild der Situation auf der Alpe Spora zu machen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 19 Uhr (Lindauer Hütte): Das Montafon wird selbstständig – eine Episode der Talgeschichte im 17. Jahrhundert (Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner) das Montafon de facto selbstständig. Um diesem Zustand ein Ende zu setzen, gestand man dem Tal 1613 wenigstens provisorisch ein eigenes Gericht zu, das aber nicht den Erwartungen entsprach. Als man es vier Jahre später wieder abschaffte, wurden die Hofjünger wie ehedem der Bludenzer Gerichtsbarkeit unterstellt. Dabei verblieb es dann für mehr als anderthalb Jahrhunderte. Der Traum vom unabhängigen Montafon hatte nur kurz gewährt. Hinweis: Sie können gerne ins Gauertal wandern, aber: Um 16.30, 17.30 und 18.30 Uhr fährt jeweils ein Bus von der Gemeinde Tschagguns (Parkplatz Altes Gemeindeamt) – die Rückreise ist ebenfalls mit dem Bus möglich. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts spitzten sich schon lange währende Konflikte der Montafoner mit der Stadt Bludenz extrem zu. Die Hofjünger verlangten nicht nur einen eigenen Viehmarkt und eine Änderung der Besteuerung, sondern vor allem ein eigenes Gericht. 1607 erhielten sie entsprechende Zusagen des Landesfürsten in Innsbruck, deren Umsetzung aber von den Bludenzern erfolgreich hintertrieben wurde. Daraufhin machte sich Latschau Freitag, 17. September 2010, 14-18 Uhr Alte Säge „Müllis Ferdi“ Die alte Säge am Rasafeibach in Latschau ist nach dem Flurnamen „Mülli“ (die Mülli erinnert an die bis ins 20. Jahrhundert in der Nähe betriebene Getreidemühle) und dem früheren Besitzer Ferdinand Loretz benannt. Die Familie Loretz erwarb 1849 die seit dem 18. Jahrhundert betriebene Säge von den Geschwistern Gavanesch. Der heutige Zustand entspricht im Wesentlichen dem von 1907. Damals erfolgte der Umbau zu einem so genannten Venezianergatter aus Teilen einer Säge in Frastanz. Im gemauerten Untergeschoss befindet sich das oberschlächtige hölzerne Wasserrad (Durchschnitt 4,1 m), welches in der Radstube die Transmission antreibt. Diese sorgen über zwei exzentrische Schwung5 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 räder und die Stelzen für die Auf- und Abbewegungen des Venezianergatters, einem einfachen senkrechten Sägeblatt mit automatischem Vorschub. Über eine Handwinde werden die Baumstämme seitlich auf den Blochwagen geholt. Die Säge ist voll funktionstüchtig und wird museal im Rahmen des Aqua-Wanderweges Tschagguns betrieben. Gebäude einerseits zu erhalten und andererseits moderne Wohnansprüche entsprechend zu berücksichtigen. Der Architekt wird an diesem Nachmittag anwesend sein und gerne Fragen im Umgang mit historischer Bausubstanz beantworten. Vandans, Agathweg 9 (Zufahrt über Obere Venserstraße) Montag, 20. Sept. 2010, 14-18 Uhr St. Gallenkirch, Sponaweg 39 (Tschuga-Hus) Dienstag, 21. Sept. 2010, 14-18 Uhr Ein historisches Gebäude in neuem Gewand (Besichtigungsmöglichkeit) Das etwa 300 Jahre alte Montafoner Bauernhaus wurde 2005/06 nach Plänen von Architekt Mag. Paul Köck material- und stilgerecht renoviert und umgebaut. Dieser Nachmittag bietet Gelegenheit, das heute als Zweitwohnsitz genutzte Haus zu besichtigen. Durch den Ausbau des Schopfes entstanden ein großzügiger, heller Essraum und ein geräumiges Bad. Ziel war es, ein historisches 6 Ein historisches Gebäude in neuem Gewand (Besichtigungsmöglichkeit) Das Gebäude ist ein giebelständiges Eckflurhaus und dürfte Teil einer etwa 450-jährigen Paarhofanlage im Dauersiedlungsraum St. Gallenkirch sein. Die ältesten Teile des Gebäudes datieren in die Zeit von 1398/99 (damals dürfte das Haus etwa 9,4 mal 10,7 m im Längsrechteck gemessen haben), der jüngste größere Umbau stammt aus dem Jahr 1723, wie auch aus der Inschrift im Giebelfeld deutlich wird. Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 Der Bauforscher und Dendrochronologe Klaus Pfeifer wird an diesem Nachmittag anwesend sein. Mittwoch, 22. Sept. 2010, 13 Uhr Treffpunkt Bartholomäberg, Parkplatz bei der Kirche Donnerstag, 23. Sept. 2010, 8.30 Uhr Treffpunkt Gargellen (Kirche) Die ehemalige Dauersiedlung Valleu: Wandel(n) in der Montafoner Kulturlandschaft 3 ExpertInnen im Bereich heimische Kulturlandschaft führen sie durch verschiedene Gebiete des Montafons und vermitteln ihnen an konkreten Beispielen die Eigenheiten, den Wandel und die einzigartige Schönheit der uralten Kulturlandschaften, die dieser Talschaft ihren besonderen, teils widersprüchlichen Charakter geben. Das Ziel der Wanderung ist Valleu – eine ehemalige, hoch gelegene Dauersiedlung in Bartholomäberg mit einer sehr bewegten Geschichte. Auf dem Weg dort hin passieren wir verschiedene Stationen, die eindrücklich den Wandel im Umgang mit der Kulturlandschaft und die daraus resultierenden Gegebenheiten widerspiegeln. Es begleiten und führen sie Peter Strasser und Marion Ebster (Kulturlandschaftsinventar Montafon) sowie Roland Blum (Landwirtschaftskammer Vorarlberg). Erstere informieren sie über 7 Die Rüti oberhalb von Gargellen (Führung mit Friedrich Juen und Martin Herburger) Das Bergkirchlein zur hl. Magdalena in Gargellen ist Ausgangspunkt einer kleinen Wanderung, die durch den Waldweg entlang des „Gargellener Fensters“ auf das kleine Anwesen Rüti führt (nicht zu verwechseln mit Rüti im Gargellental). Hier befinden sich noch vier Gebäude, die im Kern ins 15. Jahrhundert zurückreichen. Der Bewirtschafter Martin Herburger erzählt von früher und von dem, was er heute macht. Letzteres lässt sich auch verkosten! Gutes Schuhwerk erforderlich, Gesamtdauer etwa drei Stunden. Die Veranstaltung kostet pro Person 15 Euro (Jause inbegriffen), Mitglieder des Heimatschutzvereins bezahlen 10 Euro. 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 prägnante Veränderungen der Montafoner Kulturlandschaft auf den Stationen dieses Weges, während Herr Blum ganz konkret auf eine tierische Besonderheit des Montafons eingeht: das Montafoner Steinschaft, welches von ihm auf Valleu gehalten wird und auf seine eigene Weise zum Erhalt der dortigen Landschaft beiträgt. Der Weg führt von Bartolomäberg/Zentrum über Rellseck und das Schattamaisäß nach Valleu und wieder zurück. Die Wanderung führt durch steiles Gebiet und sollte nur mit festen Wanderschuhen unternommen werden. Die Dauer der Wanderung beträgt ca. 6 Stunden (inkl. Pausen), Verpflegung ist selbst mitzubringen. Die Wanderung findet nur bei guter Witterung statt. Treffpunkt Parkplatz Aquarena (St. Gallenkirch) Freitag, 24. September 2010, 14 Uhr Im Mittelpunkt dieser Wanderung steht die so genannte „Gavatzen-Mühle“, die sich am Unterlauf des Suggadinbachs befindet und eines der letzten bekannten Mühlengebäude im Montafon ist, dessen Mauern noch weitgehend erhalten geblieben sind. Darüber hinaus sind noch Teile der zum Ensemble gehörenden Infrastruktur erhalten, wie der Mühlstein oder die Reste des Wellbaumes. Durch die Errichtung der Suggadinbach-Verbauung sind die Reste des historischen Gebäudes bedauerlicherweise gefährdet. Dank der freundlichen Unterstützung der Wildbach- und Lawinenverbauung/Gebietsbauleitung Bludenz konnte die Mühlenruine im August Firma CONTEXT OG (Ranggen) nach archäologischbauhistorischen Kriterien dokumentiert werden. Die Mühle war eines der vielen Opfer des Jahrhunderthochwassers von 1910, das Gegenstand dieser nachmittäglichen Wanderung ist. Gutes Schuhwerk ist erforderlich. Die Veranstaltung ist frei zugänglich. Das Hochwasser von 1910 und seine Folgen (Wanderung mit Friedrich Juen und Mag. Christoph Walser) 8 Veranstaltungen Bartholomäberg, Mehrzweckgebäude Samstag, 25. Sept. 2010, 14-18 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 12. Interregionale Alpgespräche: Die Inventarisierung der Kulturlandschaft Die Interregionalen Alpgespräche sind eine Initiative des Alpmuseum „Uf m Tannberg“ (Batzenalpe bei Schröcken), die sich jährlich mit kulturgeschichtlichen Themen rund um das Thema des Alpmuseums beschäftigen. Der Großteil der Veranstaltungen fand bislang in Schröcken statt, in den vergangenen Jahren wurden zunehmend aber auch neue Tagungsorte gesucht, wie etwa die verlassene Walsersiedlung Guscha (oberhalb von Maienfeld, CH), die seit den 1970er Jahren von einer privaten Gruppe hinsichtlich ihrer Erhaltung betreut wird. Das Thema der heurigen Tagung sind Kulturlandschaftsinventare, die allerorten entstehen und zur Sicherung des Wissens über das materielle und immaterielle Erbe dienen. Die Wahrnehmung, Inventarisierung, Erforschung und Neunutzung der bergbäuerlich geprägten Kulturlandschaft des Alpenraums stehen im Mittelpunkt. ReferentInnen in Bartholomäberg werden sein: Marion Ebster/Peter Strasser vom Stand Montafon (über das Kulturlandschaftsinventar Montafon), Roland Blum von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg (über die Steinschafzucht und damit die angewandte Kulturlandschaftserhaltung), Klaus Pfeifer aus dem Bregenzerwald (über seine dendrochronologische Kulturgüterdatenbank), Thomas Reitmaier von der Universität Zürich (über das archäologische Forschungsprojekt zur Silvretta), Hanspeter Schneider von der ViaStoria/Universität Bern (über das Inventar der Schweizer Verkehrswege), Hans-Peter Meier vom Institut cultur prospectiv in Zürich (über das von ihm kuratierte Ausstellungsprojekt zum „nicht mehr gebrauchten Stall“, das derzeit im Gelben Haus in Flims zu sehen ist), Karl Wiesauer von der Tiroler Landesregierung (über den Tiroler Kunstkataster), Leo Walser vom Heimatschutzverein Montafon (über die Förderungsmöglichkeiten zur Erhaltung von kulturgeschichtlich speziellen Objekten in Vorarlberg). Anmeldung im Heimatmuseum bis Mittwoch, 22. September 2010, notwendig. Die Veranstaltung ist frei zugänglich. Treffpunkt Kristbergbahn Talstation Sonntag, 26. Sept. 2010, 9 Uhr Küngs Maisäß (Wanderung mit Dr. Leo Walser) Der Küngs Maisäß in Bartholomäberg stellt ein bemerkenswertes Zeugnis Montafoner Maisäßwirtschaft auf 1500 m Höhe dar. Er besteht aus sechs eingeschossigen Gebäuden: der Alp- oder Gemeinschaftshütte sowie zwei weiteren Maisäßhütten und drei Stallgebäu9 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 den, welche aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen, in Blockbauweise errichtet wurden und mit Holzschindeln gedeckt sind. Seit dem 16. Jahrhundert wird dieses Gebiet in unterschiedlicher Weise bewirtschaftet. In einer eindrucksvollen Wanderung erfahren Sie Wissenswertes über die Nutzung des Maisäß sowie über die Restaurierungsarbeiten im Zuge der Unterschutzstellung. Der Weg vom Kristberg bis zum Küngs Maisäß dauert etwa 1,5 Stunden; gutes Schuhwerk erforderlich, Kosten für die Kristbergbahn berücksichtigen; die Veranstaltung findet nur bei guter Witterung statt – Anmeldung im Heimatmuseum notwendig. Gaschurn, Tanzlaube (Denkmaltag 2010) Sonntag, 26. Sept. 2010, 10-15 Uhr Die Tanzlaube in Gaschurn Die Tanzlaube von Gaschurn wurde letztmalig vermutlich kurz nach dem Kirchenneubau im Jahr 1876 über einem massiven Steinunterbau errichtet. Mit einem offenen Dachstuhl auf Holzpfosten kann sie als Erweiterung des Kirchplatzes gesehen werden. Noch heute ist der gedeckte Platz ein zentraler Ort der Kommunikation in der Gemeinde, an dem man unter anderem auch ausgiebig feiert. 10-13.30 Uhr: „Feiern wie früher“ beim Frühschoppen des Patroziniumsfestes im Festzelt mit Musik, Speis und Trank 14.30 Uhr: Geschichten zum Denkmal für Alt und Jung 10 Veranstaltungen Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon: Ausstellungen in den Montafoner Museen und Begleitbuch Vor genau hundert Jahren wurde das Montafon von einer schrecklichen Naturkatastrophe heimgesucht. Rasche Schneeschmelze und Dauerregen verwandelten Rinnsale und Bäche zu reißenden Flüssen. Die verheerende Folge war ein Jahrhunderthochwasser mit extremen Vermurungen in mehren Orten des Tales. Das Katastrophenszenario ist uns nicht nur eindrücklich wegen der massiven Reaktionen in Erinnerung. Diese reichten bis zu Aussiedlungsplänen des am schlimmsten betroffenen Dorfes Vandans. Zudem kam bei dieser Katastrophe erstmals das Medium Fotografie sehr umfassend zum Einsatz. Somit konnte der Nachwelt das Bild der Verwüstungen deutlicher erhalten werden als jemals zuvor. Die Ausstellungen in allen vier Montafoner Museen und das vorliegende Begleitbuch spüren, in Erinnerung an dieses Hochwasser vor 100 Jahren, auch montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 5 anderen Katastrophenereignissen im Montafon nach. Dies geschieht in den vier Montafoner Museen allerdings auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Themen. Der Bogen spannt sich von mehreren Lawinenkatastrophen über das Hungerjahr 1817 bis zu den jüngsten Muren- und Hochwasserereignissen. Das Buch und die vier Ausstellungen dokumentieren die Katastrophen selbst, aber auch deren Folgen für Mensch und Natur. Nicht zuletzt gilt das Interesse den vielfältigen Versuchen, solche „Schicksalsschläge“ zu verhindern: Im religiösen Leben, im Aberglauben – und letztlich durch ein wachsendes Bemühen, sich real abzusichern. Mit Beiträgen von Helmut Aschauer, Klaus Beitl, Edith Hessenberger, Friedrich Juen und Michael Kasper. 11 2010 5 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Sommer 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 12
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