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Wolfurt 26.03.2013, 14:58 Uhr 90.71 KB Download
Zeitschrift des Heimatkundekreises Mit Unterstützung durch die Marktgemeinde Wolfurt seit 1988 herausgegeben von Siegfried Heim Inhaltsverzeichnis Heft 1 1. Zeittafel für Wolfurt u. Hofsteig 3 2. Bauern und Fabrikler 16 3. Franzosenkrieg 1800 (Chronik Schneider I.) 20 Heft 2 4. Sozialstrukturen (1) 5. Hofsteiger Bauern 6. Der Weg zum März 1938 Heft 3 7. Der Rickenbach 8. Wolfurter Geschlechter 9. Der letzte Krieg 1939-1945 Heft 4 10. Wolfurter Mundart 11. Kriegsende 12. Pfarrkirche St.Nikolaus Heft 5 13. Schlösser in Wolfurt 14. Pfarrer Barraga 15. Auswanderer (1) 16. Autos 17. Chronik Köb (1) Heft 7 24. Das Vereinshaus 25. Mit Napoleon in Rußland (Chronik Schneider IL) 26. Lehrer Köbs, Chron. Köb (2) 27. Streifzüge der Gedanken Heft 8 28. Volkszählungen Strohdorf, Hub und Flotzbach 29. 30. St.Martin vom Strohdorf 31. Schulschwestern 32. Sieben Söhne im Krieg 33. Das Gemeindeblatt Heft 9 34. Bildstein und Wolfurt 35. Mohr-Familien 36. Große Bäume 37. Grenzen im Ried 38. Auswanderer (2) 39. Michaelskapelle in Bregenz Heft 10 40. Unser tägliches Brot (1) 41. Kriegstagebuch Fischer Heft 12 49. 500 Jahre Seelsorge in Wolfurt 50. Nachbarn in der Bütze 51. Veres Stickerei 52. Die Kommunistin 53. Wendelin Rädler 54. Rogges Brot und kernes Brot 2 12 24 42 Heft 13 55. Ein Hofsteiger Siegel 56. Hofsteig 57. Ammänner 58. Der Gemeine Mann 59. Die Schneider 60. Mutter in Nöten, Auswand.(4) 61. Dorfschmiede 62. Stammvater Fischer 63. Fußball und Liebe 64. Kügolo Heft 14 65. Ein Hauch Barock 66. Die Ach und die Ächler 67. Ein Kuß; Kloster Hirschthal 68. Wolfurter Alpen 69. Fremdenverkehr 1903 70. Steuerverzeichnis 1873 Heft 15 71. Die Krankenschwestern 72. Hausnamen 73. Bier für St.Louis, Auswanderer (5) x. Kurt von Wolfurt 74. Vornamen 3 4 22 29 33 47 Heft 16 75. Schwerzler und Schwärzler 76. Heimkehrer 77. Einwanderer (1) Heft 17 78. Mutterpfarre Weißenau 79. Nachkriegsjahre 1945-1949 80. Einwanderer (2) 81. Das Erbe aus Indien 82. Kindstaufe in Bildstein x. Tanzen verboten Heft 18 83. Kriegsende 1945, Nachtrag 84. Aus der Kirchturmkugel 85. Ippachwald (1) 86. Einwanderer (3) 87. Soldatentod im Schnee 88. Ein Pergament x Gemeindediener x Inhaltsverzeichnis 3 26 42 3 23 38 3 29 32 2 6 21 24 27 30 3 6 14 28 35 40 46 50 52 54 4 9 37 54 57 59 3 7 16 30 45 49 52 1 52 54 3 12 19 23 35 38 3 9 45 48 52 54 1 11 25 30 34 4 16 3 22 36 43 44 Heft 6 18. Das Kirchdorf 2 19. Häuserverzeichnis 1926 10 20. Sozialstrukturen (2) 13 21. Wasser und Wald 39 22. Tagebuch (Chr. Schneider III.) 45 23. Spatzecklo 48 Heft 11 42. Inhaltsverzeichnis 1 43. Unser tägliches Brot (2) 5 44. Dr. Lorenz Böhler 15 45. Kalb's Creek, Auswanderer (3) 32 46. Der Schnitztrog 34 47. Altvorstehers Haus 37 48. Ein altes Dokument 41
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MontafonerMuseen 17.12.2012, 07:23 Uhr 966.33 KB Download
Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! In der zweiten Julihälfte erscheint die Begleitpublikation zur heurigen Sommerausstellung. Auf 350 Seiten berichten fünf Autorinnen und Autoren vom Thema „Naturkatastrophen“. Michael Kasper widmet sich dem Hungerjahr 1817, das eine Folge eines Vulkanausbruchs von 1815 und des darauffolgenden Jahres ohne Sommer war. In einem zweiten Beitrag lässt Michael Kasper die Medien zum Hochwasser von 1910 sprechen. Helmut Aschauer spürt der Geschichte der Wildbach- und Lawinenverbauung im Montafon nach und präsentiert eindrückliches Bildmaterial. Klaus Beitl veröffentlicht einen kleinen Vorbericht zur geplanten Publikation über das Tschaggunser Mirakelbuch aus 1 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information 2010 dem 18. Jahrhundert. In diesem sind die Sorgen und Nöte der Wallfahrerinnen und Wallfahrer enthalten, die immer wieder auch Naturereignisse betreffen. Edith Hessenberger betrachtet die Naturkatastrophen aus dem abergläubischen Blickwinkel der Bevölkerung. Die Überlieferung des Themas in Sagen und Liedern gibt Aufschlüsse über den Umgang mit der ständig begleitenden Gefahr. Neben dem historischen Blick lenkt Hessenberger das Augenmerk auch auf den aktuellen Umgang der Menschen mit der Gefahr. Das Leben mit der Lawine „ums Haus“ sowie die Lawine als Arbeitsplatz beschäftigen sich mit Beobachtungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Schließlich vermittelt Friedrich Juen mit seiner Chronik der Gargellner Lawinenereignisse auch noch statistisches Material zu einem Ort. Andreas Rudigier (Obmann) 2 Veranstaltungen St. Gallenkirch (Treffpunkt Talstation Valiserabahn) Sonntag, 18. Juli 2010, 8.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Kunstforum Montafon (Schruns) Samstag, 24. Juli 2010, 20 Uhr Maisäß- und Alpwanderung Gweil (Exkursion mit Dr. Leo Walser) Das Gebiet Gweil wird seit mehr als einem halben Jahrtausend alpwirtschaftlich genutzt und gilt als eine der beeindruckendsten alpinen Kulturlandschaften im Montafon. Diese Ganztageswanderung (Gehzeit ca. 6 Stunden) führt vom Rütimaisäß über Valsott zur Inner­ gweilalpe (1750 m) und von dort über das ehemalige Heumahdgebiet Mutt zur Kuhalpe Außergweil (1800 m). Der Rückweg erfolgt über den Gweilmaisäß (1480 m) nach Galgenuel. Wasserschaden (Musik und Kunst im Zeichen des Hochwassers von 1910) Roland Haas führt in die Ausstellung „hochwasser“ ein. Emil Galehr und Josef Thoma spielen originelle Volksmusik. Michael Kasper liest aus zeitgenössischen Berichten über das Hochwasser von 1910. Eine Kooperation zwischen dem Montafoner Sommer, dem Kunstforum Montafon und den Montafoner Museen. Sonntag, 1. August 2010, jeweils 10-17 Uhr Zu beachten ist: Bergtaugliche Schuhe mit griffiger Sohle, allenfalls Wanderstöcke und Regenschutz werden empfohlen. Aus organisatorischen Gründen wird eine telefonische Anmeldung unter 0650/6365484 bis 17. Juli, 18 Uhr, erbeten. Bei Regenwetter wird die Wanderung auf Sonntag, den 25. Juli verschoben. Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg und Gaschurn Reiseziel Museum Familien in Vorarlberg reisen gerne – das hat das „Reiseziel Museum“ in den letzten beiden Jahren gezeigt. Durch die attraktiven und familienfreundlichen Programme der teilnehmenden Museen 3 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 ist es gelungen, beinahe 15.000 Besucherinnen und Besucher für die Museen im Land zu begeistern. Montafoner Heimatmuseum Schruns: Auf Sand gebaut Wir gestalten mit verschiedenfarbigem Sand ein Landschaftsbild oder eine Plastik, in denen wir zum Thema der Ausstellung im Museum passend, Naturkatastrophen wie Lawinen und Hochwasser nachstellen können. Wir arbeiten hauptsächlich haptisch und visuell und ist für alle Altersgruppen inkl. Erwachsenen gedacht. Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Museumspuzzle Auf einer Entdeckungsreise durch das Haus finden neugierige Kinder zahlreiche interessante Hinweise auf die Wohnund Lebensart der Hausbewohner im Laufe der Jahrhunderte – und Schritt für Schritt entsteht so ein Gesamtbild zur Haus- und Bewohnergeschichte. Genau so entsteht auch das Puzzle, das die museumsinteressierten Kinder basteln und dann in ihrem Museumskoffer mit nach Hause nehmen können. Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Kraft der Natur Die Kinder nähen duftende Heukissen und bemalen Steine, die sie im Museumskoffer mit nach Hause nehmen können. Eine Museumsrallye begleitet sie auf eine Reise durch das im Stil alter Walserhäuser vorwiegend in Holz errichtete Gebäude. Samstag, 7. August 2010, 9 Uhr Schruns, Hochjochbahn (Talstation) Auf den Spuren des Klimas am Hochjoch (Wanderung mit Dr. Richard Werner) Für die Einheimischen ist die Sache klar: Die Art der Wolkenbildung am Hochjoch gibt Auskunft über die Wetterentwicklung. Welche Beobachtungen bei einer 4 Veranstaltungen Wanderung um das Hochjoch gemacht werden, zeigt der Meteorologe und Klimaspezialist Richard Werner. Die Teilnehmer/inn/en an der Exkursion können in praktischen Anwendungen Erfahrungen zur Beobachtung von Sonnenschein, Wind, Feuchtigkeit und anderen wetterund klimarelevanten Aspekten machen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Mit dem Heinzensommer 2010 lässt die Kulturgruppe St. Antönien vom 27. Juni bis 25. September das früher zum bäuerlichen Alltag gehörende „Heinznen“ noch einmal aufleben. Zog bei der Heuernte Regen auf, wurden auf den Wiesen in großer Zahl die als Heinzen bezeichneten Holzstäbe eingesteckt und an ihren kreuzweise angebrachten Querarmen das frisch geschnittene Gras zum Trocknen aufgehängt. Diese Technik ist in den letzten Jahrzehnten den Heubelüftungsanlagen und Siloballen gewichen. Als Dekoration finden sich ganze Heinzenreihen da und dort noch an Stallwänden. In St. Antönien werden sie für den diesjährigen Heinzensommer heruntergeholt und mutieren gar zu Kunstobjekten. Die Wanderung verlangt entsprechende alpine Ausrüstung, Kondition, die Kosten für die Hochjochbahn und eine Anmeldung bis zum 4. August im Montafoner Heimatmuseum. Die Rückkehr ist gegen 16 Uhr geplant. Bei sehr schlechten Witterungsverhältnissen wird die Veranstaltung auf Samstag, 21. August verschoben. ☛ Anreise mit der Bahn von Bregenz ab 7.40 Uhr, Bludenz ab 8.33 Uhr, Ankunft in Schruns um 8.53 Uhr, mit dem Bus von Partenen ab 8.17 Uhr, Ankunft Hochjochbahn 8.52 Uhr Treffpunkt: Bahnhof Schruns (9 Uhr) Samstag/Sonntag, 28./29. August 2010 Heinzensommer 2010 in St. Antönien: Grenzüberschreitende Wanderung von Gargellen nach St. Antönien mit Friedrich Juen und Andreas Rudigier Die im In- und Ausland bekannten Künstler Christian Bolt (Klosters), Gabriela Gerber/Lukas Bardill (Maienfeld), Andreas Hofer (Davos) und Robert Indermaur (Almens) haben sich bereit erklärt, 5 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen ViaValtellina (St. Gallenlkirch) Mittwoch-Freitag, 8.-10. September, jeweils 9-17 Uhr 2010 in der Berglandschaft von St. Antönien Schwerpunkte zu setzen. Mitglieder der Präkuscha (Verein Prättigauer Kunstschaffende) werden mit eigenen Werken zum Thema Heinzen auf das künstlerische Wirken in der Region aufmerksam machen. Ein Fotowettbewerb, der bis Ende Mai läuft, ist die Grundlage für eine Ausstellung im Ortsmuseum „Postchäller“. Gesucht werden deshalb auch Aufnahmen von früher. Praktischer Anschauungsunterricht im „Heinznen“ ist ebenfalls vorgesehen. Jeden Samstag werden zudem am Heinzentreff Persönlichkeiten aus Kultur, Landwirtschaft, Politik und Wissenschaft die Vergangenheit und Zukunft der Talschaft St. Antönien und damit des Berggebietes überhaupt zur Sprache bringen. Am 28. August (17 Uhr) referiert Andreas Rudigier in St. Antönien zum Thema „Maisäße im Montafon“. Anmeldung bis Montag, 9. August, im Montafoner Heimatmuseum notwendig. Übernachtung in St. Antönien vorgesehen. Am nächsten Tag geht es zu Fuß zurück. In Kooperation mit der Artenne (Nenzing). www.heinzensommer.ch Sonntag, 5. September 2010, jeweils 10-17 Uhr Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen. Einführungskurs in Anlehnung an LFIZertifikatslehrgang (mit Dr. Martin Lutz) Dieser dreitägige Kurs vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den LFI-Zertifikatslehrgang „Errichtung von Tockensteinmauern“. Im praktischen Handanlegen werden Sie in Planung, Arbeitsvorbereitung, Bauablauf, Steintriage, Fundamente, Schnurgerüst, Hintermauerung, Bindeund Decksteine, Stabilität, Werkzeugund Steinkunde, Ökologie, historische Hintergründe, landschaftliche Bedeutung eingeführt. Der tägliche Erfahrungsaustausch über Erfolge und Misserfolge rundet den Kurs ab. Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg und Gaschurn Reiseziel Museum Info: Siehe Veranstaltung vom 1. August 2010 Der Kursbeitrag ist 166 Euro. Anmeldung beim Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg Tel 05574/400-190 oder andrea.blum@lk-vbg.at 6 Aktuelles „hochwasser“ – Sommerausstellung im Kunstforum Montafon 26. Juni - 7. August 2010 Wie bereits bei den Themen „Der Weiße Tod – Lawinen“ (2004), „WINTERSPORT“ (2006/07) und „hoch hinauf – Alpinismus in der zeitgenössischen Kunst“ (2009) bietet ein tragisches Jubiläum wiederum Gelegenheit für eine Kooperation zwischen den Montafoner Museen und dem Kunstforum Montafon: im Jahr 1910 verwüstete ein gewaltiges Hochwasser weite Bereiche des Montafons, insbesondere in Schruns. Dabei wurde unter anderem das Gebäude der Lodenfabrik, in dem das Kunstforum Montafon untergebracht ist, völlig zerstört. Die Montafoner Museen werden dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, um verschiedenste Katastrophen, die über das Montafon in den vergangenen Jahrhunderten hereinbrachen, zu reflektieren. Auch das Kulturfestival „Montafoner Sommer“ wird zeitgleich unter dem Titel „UrGEWALTen“ sich dieser Thematik annehmen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 vor allem auf die zerstörerische Kraft des Wassers reagiert. Die Fenster der Ausstellungsräume blicken direkt auf das (inzwischen längst sanierte und geregelte) Bachbett der Litz. Beim letzten Hochwasser 2005 erreichten die Fluten gerade Fensterbretthöhe und richteten dabei kaum Schaden an. Die Fenster sind sehr schalldicht; werden diese geöffnet, entsteht beinahe der Eindruck, als kämen die Wassermassen in den Raum – zumindest akustisch. Dieser Effekt wird Teil des Ausstellungskonzepts. Mittels Hydrophon (Unterwassermikrofon) werden die Geräusche des Litzbachs, der im Sommer üblicherweise sehr viel Wasser führt, in die Ausstellung übertragen. Im Ausstellungsraum wird ein Teil einer Mure plastisch simuliert. Es wird der Eindruck entstehen, als wären – wie vor einhundert Jahren – die Wasser-, Schlammund Geröllmassen vom überflutenden Bach in den Raum eingebrochen. Dem gegenüber stehen zwei großformatige Malereien von Hans Weigand aus der Serie der „Silver Surfer“, die riesige Flutwellen (mit winzigen Surfern) darstellen. In die Rauminstallation kontrastierend integriert werden schwebende Steine von Hannes Ludescher: fragile, leichte Kunstwerke aus Papier und Weidenzweigen. Seine farblich fein abgestimmten Objekte werden mit den Bildwerken Weigands einen wunderbaren Dialog eingehen. Ergänzend werden in der kleinen Black Box, die seit der Sommerausstellung 2009 fix im Ausstellungsraum integriert ist, Dokumentarvideos von „großmaßstäblichen Murversuchen“ gezeigt, die das Institut für Wildbach- und Lawinenverbauung in der Region durchgeführt hat. So wird ein sehr intensiver Gesamteindruck entstehen, wodurch die Besucher in eine faszinierende Kunstwelt 7 In der Ausstellung in der ehemaligen Lodenfabrik wird aus aktuellem Anlass 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Neugestaltung der Trachten­ abteilung im Heimatmuseum Die Trachtenabteilung des Heimatmuseums in Schruns ist im Frühjahr neu gestaltet worden. Vor allem in konservatorischer Hinsicht war es dringend notwendig geworden, die seit mehreren Jahrzehnten bestehende Ausstellung aufzulösen. Neben einer Übersicht der Trachtenentwicklung von 1800 bis heute sind nun auch Texte und zahlreiche Abbildungen zum Thema zu betrachten. Erfreulicherweise stellte das Vorarlberger Landesmuseum eines der wichtigsten Bilder aus dem Schaffen der Montafoner Künstlerfamilie, die „Montafonerin“ von Franz Bertle (1859), als Leihgabe zur Verfügung. Das Gemälde vermittelt einen interessanten Einblick in die Geschichte der Monatfonertracht. 2010 entführt werden, die die Ästhetik der Zerstörung thematisiert. Diese von Kurator Roland Haas konzipierte Ausstellung steht im Kontext sowohl mit den dokumentarischen Zugängen der Montafoner Museen als auch vollinhaltlich mit dem Thema des Festivals Montafoner Sommer 2010. Somit ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild, das durch spezielle Kooperationen noch verstärkt wird. Tipp: Samstag, 31. Juli 2010, 18 Uhr: Ausstellungsgespräch mit Kurator Mag. Roland Haas Montafoner Sommer In Anlehnung an das Hochwasser von 1910 und in thematischer Kooperation mit den Montafoner Museen stehen 2010 die „ur-Gewalt-en“ im Mittelpunkt des Musikfestivals „Montafoner Sommer“. Unter der künstlerischen Leitung von Nikolaus Netzer kommt diesen Sommer die Oper „Die Flut“ von Boris Blacher im Alpenbad Schruns-Tschagguns zur Aufführung, die 1947 in Dresden erstmals gespielt wurde. Tipp: Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon erhalten für die Oper wie für andere Veranstaltungen des Montafoner Sommers wieder günstigere Eintrittskarten. Termine sind der 16., 18. und 19. Juli, jeweils um 20.30 Uhr. Nähere Informationen unter: www.montafoner-sommer.at 8 Aktuelles Entdeckungen: Zeichnung „Der bürokratische Weg zur Montafoner Hochjochbahn“ (Inv.-Nr. 5775) Ein aufmerksamer Schrunser hat anfangs 2010 am Straßenrand dieses Objekt nach einer Entrümpelungsaktion entdeckt und in das Museum in Schruns gebracht. Die auf Karton aufgezogene, rund 36 cm hohe und knapp 54 cm lange Zeichnung zeigt unter dem Titel „Der bürokratische Weg zur Montafoner Hochjochbahn“ in aquarellierten Tuscheskizzen die Hürden, die sich den Projektanten der Bahn entgegenstellten. Auf humorvolle Art zeigt der unbekannte Zeichner (oder die Zeichnerin), der sich am unteren rechten Bildrand mit „fritsch 1948“ verewigte, die Bemühungen der Projektbetreiber, die Suche nach den Geldgebern, das Grübeln der Techniker nach passenden Lösungen sowie das Agieren der Vertreter der Behörden mit ihren stets neuen Auflagen und Einwänden. Das Bild gibt aber auch Aufschluss über die Träume der Schrunser Projektinitianten. Der Wunsch nach einer Gondelbahn – wie im Bild sichtbar – konnte ebensowenig umgesetzt werden wie die Bergstation auf dem Hochjoch selbst. Im Herbst und Frühwinter 1950 konnte die „Vierjahreszeitenbahn“ – als „Sparvariante“ mit Sessellift auf das Schrunser Kapell – in Betrieb genommen werden. Das Objekt ist im ersten Obergeschoss im Heimatmuseum in Schruns zu betrachten. Wenn Sie etwas Spannendes entdecken, stellen wir das ebenfalls gerne aus. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Ausstellung „Mobilität im Montafon“ verlängert Die im letzten Infoblatt vorgestellte Ausstellung zur Mobilität im Montafon wurde verlängert und die weiteren Standorte sind: Bielerhöhe (20.-25. Juli), Partenen (27. Juli-1. August), St. Gallenkirch-Aquarena (3.-8. August), Gargellen (10.-15. August), Tschagguns (17.22. August), Tschagguns-Grabs (24.-29. August), Bartholomäberg-Rellseck (31. August-5. September), Schruns-Kirchplatz (7.-12. September), Bregenz-Landhaus (13.-24. September) „Was der Musikverein für Wien ist, ist diese Fassade für das Montafon.“ Die Sanierung eines herausragenden Baudenkmals in Gortipohl schreitet voran Als Europa im Zeichen des 30-jährigen Kriegs und das Montafon im Banne der Pest stand, setzten die Gründer des denkmalgeschützten Gebäudes in Gortipohl den ersten Stein. Dendrochronologische Untersuchungen (gemeint sind Holzalterfeststellungen anhand von Jahresringen) von Klaus Pfeifer bestätigen die Inschrift am Haus, das in seinem ersten Bau zwischen 1636 und 1639 entstanden ist. Die äußere Wahrnehmung 9 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles in der Pfarrkirche von St. Gallenkirch zu sehen ist, und doch dokumentiert sie wie kaum ein anderes Objekt den Inhalt und Zustand eine der bedeutendsten Nord-Süd-Verbindungen in den Alpen, nämlich jene der ViaValtellina. Die Steintreppe vom Zuggawald führte einst zum Portal eines mächtigen Pferdestalls, der die Saumrosse der alten Veltliner Handelsroute in unmittelbarer Nähe zur Säumerstation im Zuggawald als Labe- und Ruhestation diente. Der Stall ist längst abgegangen, und so steht die Treppe als einsames Symbol eines wichtigen Stücks Vergangenheit für das Montafon. Die Tage der Treppe schienen auch schon gezählt, ehe jüngst auf Initiative und mit Mithilfe von Friedrich Juen, Ausschussmitglied im Heimatschutzverein Montafon, die Sanierung in Angriff genommen werden konnte. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts leiteten die Mauerexperten Martin Lutz und Franz Müllner die Restaurierung der Treppe. Das Mauer-Ausbildungszentrum in Hohenems stellte drei Lehrlinge zur Verfügung, die sich für einmal im Umgang mit historischem Mauerwerk üben konnten. 2010 wird durch den gemauerten Teil des Hauses bestimmt, der barocke Dekorationsmalereien (mit dem sog. „Laufenden Hund“) und ein einstmal weit verbreitetes Mariahilf-Bild zeigt. Eva Hody, Leiterin des Bundesdenkmalamtes in Vorarlberg, stellt fest, dass die Bedeutung der Fassade weit über den Ort hinausreicht und die Erhaltung im Interesse der Öffentlichkeit gelegen ist. Baumeister Christoph Kleboth und die Eigentümerin Elke Rudigier führten kürzlich eine interessierte Gruppe des Heimatschutzvereins Montafon im Rahmen der Montafoner Architekturgespräche durch das Haus beziehungsweise die Baustelle. Es steht zweifelsfrei fest: An diesem Platz an der Landesstraße in Gortipohl lebt ein Montafoner Baudenkmal ersten Ranges wieder auf. Die Steintreppe vom Zuggawald – ein Denkmal der ViaValtellina ist gesichert Sie steht völlig unmotiviert in der Landschaft und führt ins Nichts: die Steintreppe vom Zuggawald im Gargellental. Weder beschreibt sie Jakobs Weg noch Jakobs Himmelsleiter, wie sie etwa 10 Projekt: ViaValtellina (Historischer Weitwanderweg von Schruns nach Tirano/Veltlin) Aktuelles Partner: ViaStoria – Zentrum für Verkehrsgeschichte (Universität Bern) Beteiligte: Heimatschutzverein Montafon, Stand Montafon, Gemeinde St. Gallenkirch, Europäische Union – Leader 13, Land Vorarlberg, Sparkasse der Stadt Bludenz Der Schatz im Silvrettasee. Archäologie beim versunkenen Veltliner Hüsli Eine kleine Ausstellung im Museum in Gaschurn Das „Veltliner Hüsli“, das im Silvrettaspeicher unterging, ist sagenumwoben und soll schon manche Geisterstunde erlebt haben. Die Lage am Ochsenboden auf der Bielerhöhe verweist bereits auf die große viehwirtschaftliche Tradition in der Silvretta. Der Markt beim Veltliner Hüsli soll legendär gewesen sein und wurde erst nach der neuzeitlichen Vergletscherung ins südliche Tirano, den Hauptort des Veltlins, verlegt. Das Veltliner Hüsli wurde stillgelegt, zerfiel ... um schließlich in den Fluten des Silvrettaspeichers unterzugehen. In den vergangenen Wochen hat nun ein Archäologenteam die Gunst der Stunde, nämlich die Absenkung des Sees, genutzt, um einen Blick in die Reste des Veltliner Hüslis zu werfen. Einfach war es nicht, haben sich doch mächtige Sand- und Steinablagerungen in einer Höhe von fast einem Meter darüber gelegt. Das Projekt „Rückwege“ unter der Leitung von Thomas Reitmaier (Universität Zürich) hatte sich bereits in den vergangenen Jahren mit der langen Geschichte der Silvretta beschäftigt und bemerkenswerte Ergebnisse zutage gefördert und sich nun mit Interesse dem Schatz aus dem Silvrettasee zugewendet. Der beauftragte Archäologe montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Christoph Walser, Ausschussmitglied im Heimatschutzverein Montafon, konnte einen etwa 8 x 4 Meter großen Grundriss des Gebäudes feststellen. Der zweiräumige und ehemals eingeschossige Bau gab noch eine Feuerstelle mit vorindustriellem Feuerzeug frei. Der historische Hintergrund, faszinierendes Bildmaterial und eine Präsentation des ersten Befundes ist ab dieser Tage im Museum in Gaschurn zu besichtigen. Die Ausgrabungen beim Veltliner Hüsli werden 2011 fortgesetzt und sollen Teil eines interregionalen Forschungsprojekts zur Silvretta werden, an welchem neben der Universität Zürich auch die Regionen Montafon, Paznaun und Unterengadin beteiligt sein werden. Projekt: Silvretta Historica (grenzüberschreitendes Forschungsprojekt mit dem Ziel, ein touristisch relevantes Vermittlungsprogramm aufzubauen) Beteiligte: Universität Zürich, Universität Konstanz, Unterengadin Tourismus, Alpinarium Galtür, Vorarlberger Illwerke AG, Hochmontafon Tourismus, Stand Montafon, Heimatschutzverein Montafon, Europäische Union – InterReg, Land Vorarlberg 11 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Montafoner Rind Das Montafoner Rind verdankt seinen Erfolg den schwierigen Bedingungen im Tal. Nach dem Niedergang des Bergbaus waren die Menschen auf die Viehzucht angewiesen. Während in Hochregionen ausgedehnte Weideflächen zur Verfügung standen, die es ermöglichten, während des Sommers einen großen Viehbestand zu halten, waren die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen in den Tallagen zu knapp, um mit dem hier eingebrachten Futter das Vieh durch den Winter zu bringen. So musste ein Teil des Viehs im Herbst verkauft werden, ein Umstand, dem sich der Schrunser Viehmarkt verdankte, der im 19. Jahrhundert einen ausgezeichneten Ruf besaß. Die Zuchterfolge waren vor allem auf die Orientierung an regionalen Bedingungen zurückzuführen. Neben Milch- und Fleischleistung wurde auf Genügsam- 2010 Kulturlandschaft Montafon im Wandel: St. Gallenkirch-Hottis Um 1850 gab es im Hottis (St. Gallenkirch) rund 30 Gäßschermen. Das große Murenunglück vom 9. Juli 1956 sowie die Verbauung des Tramosatobels und natürlich das „Nicht-mehr-GebrauchtWerden“ sorgten für deren Verschwinden. Auch von den ehemals sechs Ställen ist nur mehr ein verfallender Bau aus dem Jahr 1738 zu sehen. 12 Aktuelles keit, Robustheit und andere Eigenschaften geachtet. Ab den 1960er Jahren, als das Zuchtziel sich hin zur Milchleistung verschob, wurden systematisch nordamerikanische Brown Swiss-Rinder eingekreuzt, wodurch das Montafoner Rind innerhalb kürzester Zeit nahezu gänzlich verschwand. Erst als das Montafoner Rind so gut wie verschwunden war, begann man dies als Verlust zu begreifen. Die Bemühungen seiner Erhaltung verdanken sich nicht zuletzt einer zunehmenden Sensibilisierung in Bezug auf das Artensterben. Auch wurden die Nachteile der auf eine hohe Milchleistung gezüchteten Rinder offensichtlich. Hochleistungskühe erwiesen sich als nur bedingt alptauglich. Wegen ihres deutlich höheren Gewichtes haben sie nachteilige Folgen für das Gelände. Dank Sperma-Konserven aus den 1950er Jahren lässt sich heute wieder ein kleiner Bestand der alten Rasse aufbauen. (Bernhard Kathan) Tipp: Freitag, 6. August 2010, 19 Uhr: Eröffnung der Sonderausstellung „DORA. Schöne neue Kuhstallwelt“ – Ausstellungsort: Artenne (6710 Nenzing, Kirchgasse 6, www.artenne.at), 6. August bis 31. Oktober 2010 www.hiddenmuseum.net montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Historische Verkehrswege unter Bundesschutz Im Frühjahr erließ der Bundesrat in der Schweiz die „Verordnung über das Bundesinventar der historischen Verkehrswege der Schweiz“ – ein Meilenstein in der Verkehrsgeschichte der Schweiz! ViaStoria – Zentrum für Verkehrsge- schichte hat das Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz IVS im Auftrag des Bundes von 1984 bis 2003 erarbeitet und setzt sich seitdem in siner Forschungs-, Beratungs- und Informationstätigkeit für den Erhalt historischer Verkehrswege ein. Ein Beispiel dafür ist das Projekt Kulturwege Schweiz. Es macht historische Wege und ihre Geschichte der breiten Öffentlichkeit zugänglich, trägt zur nachhaltigen Entwicklung der Landschaft bei und kurbelt die Wertschöpfung in den Regionen an. So kommt das Bundesinventar allen zugute: den historischen Wegen, der Landschaft, Gästen und Bevölkerung. Durch den Ausbau des ViaRegio-Netzes in den nächsten Jahren werden zahlreiche weitere im IVS enthaltene Wege und Verkehrsobjekte erschlossen. 13 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 4 Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 15 2010 4 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Sommer 2010): Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 10-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16
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Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freundinnen und Freunde der Montafoner Museen und des Heimatschutzvereins! Auch wenn die Montafoner Museen derzeit in erster Linie in Zusammenhang mit der bevorstehenden Volksabstimmung in Schruns medial präsent sind, versuchen wir Ihnen trotz der nicht gerade einfachen Rahmenbedingungen weiterhin ein interessantes und vielfältiges Programm anzubieten. So laden wir Sie herzlich ein, Ende November die Eröffnung der Ausstellung im Heimatmuseum in Schruns zum Thema „Winterbräuche im Montafon“, und im Tourismusmuseum Gaschurn die beträchtlich angewachsene Sammlung an Montafoner Krippen zu besuchen. Neben diesen beiden „Höhepunkten“ des Winters in den Montafoner Museen finden auch zahlreiche andere spannende Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Themen in allen vier Museen (und auch außerhalb derselben) statt. Höchst erfreulich ist der Rückblick auf den Museumsherbst mit der ereignisreichen Veranstaltungsreihe „septimo“ und der „Langen Nacht der Museen“. Vor allem das neue Format „septimo“ konnte überzeugen und bescherte uns tausende Besucherinnen und Besucher, die an den verschiedensten Veranstaltungen dieses Kulturmonats teilnahmen. Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs unter www.vmobil.at und außerdem bieten wir Ihnen gerne an, sollte nach der Veranstaltung eine Rückkehr für Sie an Ihren Wohnort nicht mehr möglich sein, dass wir Sie im Rahmen von Fahrgemeinschaften gerne mitnehmen (bitte vorher im Heimatmuseum anmelden!). 1 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information teil unserer Sammlung ist gegenwärtig auf Grund des akuten Platzmangels am Dachboden untergebracht, wo die Objekte extremen Temperaturschwankungen unterworfen und somit stark gefährdet sind. Die Lösung des DepotProblems hat daher höchste Priorität und es bleibt zu hoffen, dass entsprechend den Plänen zum Projekt „MuseumNeu“ nach dem 20. November die Perspektive auf ein Klima- und Schaudepot, das die Konservierung und Präsentation wichtiger Teile des Montafoner Kulturgutes ermöglicht, bestehen bleibt und diese Schätze nicht auf lange Zeit in externen Provisorien endgelagert und der Öffentlichkeit vorenthalten werden müssen. Michael Kasper Die „Lange Nacht der Museen“ bildete schließlich den krönenden Abschluss des vierzigtägigen Festivals. Den vielen Menschen, die in dieser intensiven Zeit mitarbeiteten und mithalfen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt – ohne sie wäre ein derartiger Erfolg in einer derartig schwierigen Phase nicht möglich. Zuletzt möchten wir noch einen Ausblick auf das Jahr 2012, das derzeit aufgrund der ungewissen Zukunft noch mit vielen Fragezeichen versehen ist, werfen: Einen Schwerpunkt des nächsten Jahres stellt definitiv der Schutz der vielen wertvollen Kulturgüter im Heimatmuseum Schruns dar, die derzeit noch unter ungünstigsten Bedingungen auf dem Dachboden zwischengelagert werden. Der Groß- 2 Grafik-Design - Druckmanagement Veranstaltungen Offenes Singen in den Montafoner Museen Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Mittwoch, 15. Februar, 19:30 Uhr Montag, 13. Februar, 19 Uhr Mittwoch, 18. Jänner, 19:30 Uhr Montag, 9. Jänner, 19 Uhr Mittwoch, 14. Dezember, 19:30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montag, 21. November, 14 Uhr Kräuter-Räucherkurs mit Karin Sander-Pichler Es naht wieder die Zeit in der an langen Winterabenden auch in unserer Gegend gerne mit besonderen Düften die Räume belebt und gereinigt werden. Erzählcafé in der Museumsstube Silbertal Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Dienstag, 7. Februar, 15 Uhr Dienstag, 10. Jänner, 15 Uhr Dieser Kurs bietet die Gelegenheit Weihrauch, Harze und Räucherspezialitäten aus aller Welt sowie heimische Rauchkräuter kennenzulernen, und mehr über deren Wirkungen zu erfahren. Der aromatische und heilsame Rauch von Weihrauch, Harzen aus aller Welt, heimischen 3 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Kräutern und fernöstlichen Gewürzen wirkt besonders in Grippezeiten. Die Kursteilnehmer lernen zudem den Umgang mit Räucherkohle, Rauchschalen und Duftlampen, Räuchersieben und naturreinen Räucherstäbchen aus Tibet und Indien kennen. Die Kursgebühr beträgt für Mitglieder 7 Euro und für Nichtmitglieder 10 Euro. Im Anschluss an den Kurs können Räucherwaren und dazugehörige Utensilien aus dem Weltladen Schruns gleich direkt vor Ort im Frühmesshaus erworben werden. Dienstag, 22. November, 19 Uhr Kulturbühne Schruns ORF Filmpremiere: Bevor der Film in der Sendereihe Erlebnis Österreich am Sonntag, 27. November um 16.35 Uhr ausgestrahlt wird, wird er erstmals im alten Kino in Schruns zu sehen sein. Sonntag, 27. November, 11-17 Uhr Maisäss-Geschichten – Vom Leben und Arbeiten in den Montafoner Bergen Eine filmische Liebeserklärung an die Maisäss-Kultur im Montafon, eine Reverenz an die Menschen, die heute noch Maisässe bewirtschaften, viel Müh und Plag auf sich nehmen, um eine jahrhundertealte Kultur am Leben zu erhalten. Aus Idealismus, zu verdienen gibt es bekanntlich nicht viel. ORF-Kulturchef Manfred Welte und Kameramann Nikolai Dörler haben zu allen Jahreszeiten auf den Maisässen am Bartholomäberg, Montiel, Tafamunt, Gweil und im Gauertal Aufnahmen gemacht. Ihr Film handelt vom Leben und Arbeiten heute auf dem Maisäss, ist voll von Erinnerungen an die „gute, alte Zeit“, erzählt von spannenden Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen – auch Urlaubern, wie einem deutschen Universitätsprofessor, der seit den 1960er Jahren regelmäßig ins Gauertal kommt. 4 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Tag der offenen Tür (Adventmarkt) Das jüngste Museum der Talschaft öffnet zum traditionellen Bartholomäberger Adventmarkt bei freiem Eintritt seine Türe und bietet neben Führungen durch das Museum auch Einblicke in die laufende Sonderausstellung „Die Welt des Luzius Hauser – Ein Blick in Seelsorge, Hexenverfolgung, Wunderheilungen und Gegenreformation im Montafon im 17. Jahrhundert“. Überdies werden Kaffee, Kuchen und freundliche Gastgeberinnen und Gäste für ein herzliches vorweihnachtliches Ambiente sorgen. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit im reichhaltigen Angebot an Büchern über das Montafon ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, immerhin sind heuer mit den Bänden „Urlaubsgrüße aus dem Veranstaltungen Montafon“, „Johann Bitschnau“ und „Netza, Monigg und Sasarscha“ wiederum drei Neuerscheinungen in den Buchreihen der Montafoner Museen zu verzeichnen. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Neues hält Einzug. Deshalb finden neben den traditionellen Terminen des Kirchenjahres auch jüngere Phänomene Platz in der Ausstellung. Ein Fokus liegt auf regional typischen Bräuchen: Weitgehend Vergessenes wird ebenso beleuchtet wie scheinbar allseits Bekanntes. Aber auch rund um populäre Bräuche wie Funken, Nikolaus oder Weihnachten gibt es viel zu entdecken. Öffnungszeiten: Samstag, 3., 10., 17. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Sonntag, 4., 11., 18. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Ab 27. Dezember jeweils von Dienstag bis Freitag von 16.00 bis 18.00 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Dienstag, 29. November, 19 Uhr „Funka, Fasnacht und Schiebaschüßa“ – Winterbräuche im Montafon Ausstellungseröffnung Zwischen Erntezeit und Ostern prägen bis heute viele Bräuche unseren Alltag in der dunkleren Jahreszeit, auch wenn ihre ursprüngliche Bedeutung teilweise gar nicht mehr bekannt ist. Was genau steckt aber hinter diesen Bräuchen? Bräuche sind weit mehr als nur die mit ihnen verbundenen Feierlichkeiten. Sie stehen für gewachsene Tradition, oft auch für christliche Glaubensinhalte, spiegeln die Kultur des Landes und die gesellschaftlichen Normen, den Einfluss der Medien, aber auch politische und wirtschaftliche Interessen wider. Aber sie sind nicht statisch, sondern ständig im Wandel. Alte Formen werden zeitgemäß interpretiert, Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Mittwoch, 30. November, 19 Uhr Montafoner Krippen Ausstellungseröffnung Am 30. November wird die große Montafoner Krippenausstellung im Tourismusmuseum Gaschurn feierlich eröffnet. Eine Auswahl an schönen Krippen, die mit viel Liebe zum Detail in langen 5 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Einige der nunmehr ausgestellten Krippen konnten erfreulicherweise mit Unterstützung der Gemeinden Gaschurn, St. Gallenkirch, Schruns und Silbertal, der Frauenbewegung Gaschurn/Partenen sowie durch Spenden im Gaschurner Museum mit Figuren bestückt werden. Öffnungszeiten: Samstag, 3., 10., 17. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Sonntag, 4., 11., 18. Dezember, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr Ab 27. Dezember jeweils von Dienstag bis Freitag von 16.00 bis 18.00 Uhr Freitag, 2. Dezember, 19 Uhr Stunden gefertigt wurden, ist hier zu sehen. Auf Anregung von Andreas Rudigier erklärte sich der Krippenbauverein Innermontafon mit Obfrau Marlies Kuster dankenswerterweise dazu bereit den Montafoner Museen eine eigene Krippen-Sammlung auf Dauer zur Verfügung zu stellen. Im Zeitraum von Februar bis Mai 2011 entstanden daher sieben neue Krippen, die von den Krippenbauern Franz Dönz, Peter Krenn, Hans Kuster, Klaus Kuster, Marlies Kuster, Franz Raich und Wendl Tschugmell angefertigt wurden und in Zukunft die Sammlung der Montafoner Museen bereichern werden. Überdies werden Krippen, die Georg Breuß, Marlene Themel und Karl Netzer dem Museum überlassen haben im Gaschurner Museum ausgestellt. Bei letztgenannter handelt es sich um eine alte Wurzelkrippe, die von Agnes Lorenzin aus St. Gallenkirch für Luise ErnstNetzer, die nach Frankreich heiratete und die Montafoner Krippe für Jahrzehnte dorthin mitnahm, gebaut wurde. Nach der Rückkehr dieser historischen Krippe ins Montafon kann sie nunmehr in den Montafoner Museen besichtigt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die nunmehr höchst beeindruckende Krippen-Sammlung der Museen auch in Zukunft zahlreiche Erweiterungen erfahren wird. Kunstforum Montafon Ausstellungseröffnung widerstand ist zwecklos In den vergangenen Jahren wurden in den Winterausstellungen in der ehemaligen Lodenfabrik stets Gegenüberstellungen zweier relevanter, junger Positionen realisiert, wie z.B. 2010 die Ausstellung „TEXT without SUBTEXT“ von Luisa Kasalicky und Arnold Reinthaler. Heuer werden unter dem Titel „widerstand = zwecklos“ die Arbeiten von Judith Fegerl und Thomas Feuerstein aufeinander treffen und ein gewaltiges Spannungsfeld erzeugen. Beide beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Mensch und Maschine, wobei Flüssigkeiten eine wesentliche Rolle spielen. Und erstmals wird – so viel sei schon einmal verraten – die Litz direkt in die Ausstellung mit einbezogen! Öffnungszeiten (bis 14. Jänner): Dienstag – Samstag, von 16 bis 18 Uhr, Donnerstag von 16 bis 20 Uhr 6 Veranstaltungen Die Ausstellung ist am Silbriga Sonntig (11. Dezember) von 13 bis 17 Uhr geöffnet. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 sind mit den Bänden „Urlaubsgrüße aus dem Montafon“, „Johann Bitschnau – Lehrer aus dem Silbertal“ und „Netza, Monigg und Sasarscha“ wiederum höchst interessante Neuerscheinungen zu verzeichnen. Montafoner Heimatmuseum Schruns Courtesy Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck Sonntag, 11. Dezember, 10:30-17 Uhr Tag der offenen Tür (Silbriga Sonntig) Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Donnerstag, 8. Dezember, 14 Uhr Adventfeier mit kleiner Krippenausstellung Traditionell öffnet das Bergbaumuseum Silbertal zu Maria Empfängnis bei freiem Eintritt seine Türe und bietet neben Einblicken in das Museum gemütliches Beisammensein mit vorweihnachtlichen Liedern und Gedichten, mit Kaffee und Kuchen bei freundlichen Gastgeberinnen, die für ein besinnliches Ambiente sorgen. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit im vielfältigen Angebot an Büchern über das Montafon ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, denn heuer Tradition ist der Silbriga Sonntig in Schruns und sein Adventmarkt, Tradition ist auch, dass das Heimatmuseum an diesem Tag seine Pforten öffnet, Tradition ist, dass Sie hier einen Blick auf die neue Sonderausstellung „Funka, Fas7 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen nacht und Schiebaschüßa“ – Winterbräuche im Montafon“ werfen können, Tradition ist auch, dass Sie hier die besten Weihnachtsgeschenke finden (Tipp: Bücher zur Geschichte und Gegenwart des Montafons aus der Schriftenreihe der Museen), ebenso Tradition ist, dass aufgrund des enormen BesucherInnenAndrangs ausnahmsweise kein besinnlicher vorweihnachtlicher Rückzug möglich ist. Montag, 12. Dezember, 20 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Immaterielles Kulturerbe „Montafoner Erzähltradition“? Infoabend mit MMag.a Edith Hessenberger Im Montafon entwickelten sich im Rahmen täglicher Kommunikation sogenannte Erzähltraditionen, die bereits im 19. Jahrhundert als „Montafoner Sagen“ festgehalten wurden. Erzähltraditionen beschränken sich allerdings nicht nur auf Sagen, sie umfassen ebenso das Erzählen im Alltag oder das lebensgeschichtliche Erzählen. Im Rahmen des Projektes „Montafoner Geschichte“ wurden von 2003 bis 2011 insgesamt 240 lebensgeschichtliche oder themenspezifische Erzählungen von über 200 Personen mittels Tonbandaufnahmen dokumentiert. Sie verdeutlichen klar die Beständigkeit typischer Montafoner Sagen, zeigen aber auch die Erzähltraditionen in der Darstellung der Geschichte des Tales, beziehungsweise der eigenen Biographie auf. Die UNESCO-Nationalagentur für Immaterielles Kulturerbe dokumentiert besondere regionale Traditionen und bemüht sich, die Erhaltung des immateriellen 8 Kulturerbes zu unterstützten, sowie Respekt zu sichern und ein Bewusstsein für dieses Erbe zu schaffen. Nach der Anerkennung der „Dreistufenlandwirtschaft im Bregenzerwald“ oder der „Vorarlberger Flurnamen“ bemühen sich nun der Stand Montafon und die Montafoner Museen um die Aufnahme der „Montafoner Erzähltradition“ in das „Nationale Verzeichnis immateriellen Kulturerbes“. Damit könnte ein großer Schritt in Richtung (inter-) nationaler Anerkennung der im Montafon Archiv dokumentierten Erzählungen als Ausschnitt der Montafoner Erzähltradition gesetzt werden. Die Antragstellerin Edith Hessenberger (KulturwissenschaftlerIn, Uni Innsbruck) präsentiert im Rahmen eines Infoabends die Inhalte des Antrags sowie die Vorgehensweise bei der Antragstellung, und steht gerne für Fragen zur Verfügung. Donnerstag, 15. Dezember, 20 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns „Die Reise zum Horizont“ Lesung von Jürg Amann im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das FelderArchiv“ geht aufs Land (Einführung und Gespräch: Dr. Ulrike Längle) Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafoner Heimatmuseum Schruns Mittwoch, 25. Jänner , 20 Uhr „Pfennigzins, Vogelrecht, Ärch und Schesaplana ...“ – das Urbar der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg von 1620 Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner Eine der bedeutendsten Quellen zur Geschichte und Landeskunde des südlichen Vorarlberg bildet das Urbar von 1620. Der Vortrag geht der Entstehung dieses umfangreichen Dokuments nach, skizziert seinen Aufbau und stellt zahlreiche Details der regionalen Vergangenheit vor. Darunter befinden sich selbst für Fachleute manche überraschenden Erkenntnisse. Das Buch zum Thema: Das Urbar der Herrschaften Bludenz und Sonnenberg von 1620. Kommentar und Edition. Bearb. von Katrin Rigort und Manfred Tschaikner (Quellen zur Geschichte Vorarlbergs 14). Regensburg: Roderer Verlag (erscheint 2012); ISBN 978-3-89783740-9. In seiner Novelle „Die Reise zum Horizont“ gestaltet der Schweizer Autor Jürg Amann vor dem realen Hintergrund eines Flugzeugabsturzen in den Anden in den 1970er Jahren eine Menschheitsparabel als Gleichnis von Leben und Tod jenseits von Moral und Tabu. Der Kampf der Überlebenden gegen Kälte, Hunger und Durst in der Gletscherwüste der Anden stößt an die Grenzen, wie weit ein Mensch gehen kann, ohne sein Menschsein zu verlieren. Jürg Amann, geboren 1947 in Winterthur, arbeitete nach einem Germanistik-studium zunächst als Literaturkritiker und Dramaturg. Seit 1976 ist er freier Schriftsteller (Prosa, Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik, Essays). Bücher u.a.: „Zwei oder drei Dinge. Novelle“ (1993), „Über die Jahre. Roman“ (1994), „Rondo. Erzählungen“ (1996), „Kafka. Ein Wort-BildEssay“ (2000), „Mutter töten“ (2003), „Die kalabrische Hochzeit“ (2009) Zahlreiche Preise, u. a. Ingeborg-Bachmann-Preis 1982, Conrad-FerdinandMeyer Preis 1983. 9 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Mit diesem Kulturimpuls wollten die Montafoner Museen ein innovatives Signal der Offenheit setzen. Was ihnen eindrucksvoll gelungen ist. septimo hat dazu eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen der Museen, der Forschung sowie der Landschaft und der Architektur zu werfen. Obwohl es bereits jetzt an die Planung für 2012 geht, gilt es sich gleichzeitig beim gesamten Team der Montafoner Museen sowie bei allen Beteiligen des heurigen septimo herzlich für den vollen Einsatz zu bedanken. (tm, mk) septimo 2011 Rundherum zufriedene Gesichter. Die Premiere der neuen Montafoner Kulturveranstaltungsreihe „septimo“ ist sehr erfolgreich über die Bühne gegangen. 40 kulturelle Veranstaltungen an 40 Tagen. Die Erstausgabe des „September im Montafon“ war ein voller Erfolg. Und wie besonders diese neue Kulturoffensive ist, zeigt auch das große Publikumsinteresse. So wurden bei den diversen Kulturveranstaltungen gesamt knapp 5000 BesucherInnen gezählt, Einheimische wie auch Gäste. „Freidenker-Brevier“ von Johann Baptist Biedermann Neuzugang im Montafon Archiv Im Oktober 2011 konnte das Montafon Archiv einen für die Literatur- und Geistesgeschichte des Montafons äußerst wertvollen Neuzugang verzeichnen: Der Bregenzer Historiker Dr. Meinrad Pichler überließ dankenswerterweise dem im Heimatmuseum angesiedelten Archiv ein vom Montafoner Mundartdichter und Taubenwirt Johann Baptist Biedermann originalsigniertes Buch „Freidenker-Brevier“ aus der Zeit der Jahrhundertwende um 1900. Der Schrunser Wirt, Händler und „Bauernadvokat“ Dr. iur. Biedermann lebte 1844 bis 1923 und schenkte dieses Buch im Jahr 1910 seinem Neffen Johann Moosbrugger. Die Person Biedermanns verweist auf den Zusammenhang zwischen Heimatliteratur und Tourismus, denn parallel zur touristischen Erschließung des Montafons trat er als Wirt mit seiner Mundartdichtung in Erscheinung. Seine Gedichte und „Gsätzli“ aus der Gedichtsammlung „Nüt för Uguat“ sind dementsprechend Die 40 Tage waren bunt gemischt. Angefangen von Führungen über Themenwanderungen, Vorträgen, Tanz- und Musikvorführungen sowie Konzerten, Interviews, Gesprächen und einer schon jetzt legendären Whiskyverkostung reichte die kulturelle Palette. Erlebenswerte Höhepunkte waren die beiden Montagsgespräche mit Komponist Georg Friedrich Haas und Fotograf Marko Zink. Auch die beiden grenzüberschreitenden Abende der Engadiner und Prättigauer Begegnungen lockten zahlreiche BesucherInnen, genauso sämtliche archäologischen Themen. 10 Aktuelles auch eher als gesellige Stücke anzusehen, welche die kulturelle Identität des Montafons der Umwelt vermitteln sollten. Der Tourismus öffnete wiederum der lokalen Literatur die Welt und Biedermanns Gedichte wurden schließlich im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Der Literaturhistoriker Dirk Strohmann vermerkte diesbezüglich: „Persönlich wurde er freilich letztlich selbst ein Opfer des durch den Tourismus ausgeweiteten literarischen Interesses: Eine Gedenktafel an seinem eigenen Gasthaus, der ‚Taube‘, erinnert heute nicht an ihn, sondern an – Ernest Hemingway.“ montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 13. Interregionale Alpgespräche Nachdem im vergangenen Jahr Bartholomäberg Schauplatz der 12. Interregionalen Alpgespräche war (siehe die Veröffentlichung aller Vorträge im Jahresbericht der Montafoner Museen 2010), diente heuer die alte Walsersiedlung St. Martin im Calfeisental (Kanton St. Gallen) als Veranstaltungsort für die 13. Alpgespräche. Die Montafoner Museen traten als Ko-Organisatoren auf und der Verfasser führte als Moderator durch die Veranstaltung. Thema der Vortragsreihe war der Versuch der Beantwortung der Frage, inwieweit Kulturlandschaft, Kulturgeschichte und Tourismus eine beiderseitig gewinnbringende Kombination darstellen können. Die im September von den Montafoner Museen mit großer Unterstützung durch den Stand Montafon durchgeführten Veranstaltungsreihe „septimo“ soll ein solches Beispiel sein, das künftig Kulturlandschaft und Kulturgeschichte dem Gast näher bringen kann. Die Idee basiert auf einer Untersuchung, die 2010 im Auftrag des Instituts für Bündner Kulturforschung erfolgte, und die Museen, Ausstellungen, Festivals und Events sowie Kulturhotels auf ihr touristisches Potenzial untersuchte ... das Montafon wurde übrigens als einziges nicht Schweizer Beispiel geprüft. Das Ergebnis war verblüffend und einfach zugleich: Dort, wo Museen und Ausstellungen ihre Schwächen zeigen, besitzen Festivals und Events ihre Stärken und umgekehrt. Also sind Museen angehalten, auch in den Festivalbereich einzusteigen, um langfristig mehr Erfolg zeigen zu können. Hans-Jürg Gredig von der Fachstelle zur Untersuchung von Kulturlandschaften und Tourismus (und deren 11 Wie das später von den Nationalsozialisten verbotene Buch „Freidenker-Brevier“ verdeutlicht, war Biedermann in politischer Hinsicht dem liberalen Lager in Schruns zuzuordnen und so nahm er etwa auch 1876 mit vielen Gesinnungsgenossen am ersten Zivilbegräbnis Vorarlbergs in Schruns teil. Dazu passend thematisierte er in seinen Gedichten das „Hengara“ und schrieb häufig von der „Liabi“. (mk) 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles und für sieben Jahre auch in den Schlössern Ludwig II. arbeitete. Der bayrische König Ludwig II. (1845 – 1886) ist als leidenschaftlicher Schlossbauer bekannt und vor allem Schloss Neuschwanstein ist weit über die Grenzen Bayerns hinaus berühmt und trug wesentlich dazu bei, dass Ludwig im Volksmund auch als Märchenkönig bekannt ist. Es war jedoch nicht Schloss Neuschwanstein, in dem Ludwig die meiste Zeit seiner Regentschaft verbrachte, sondern das Schloss Linderhof im oberbayrischen Ettal. In eben jenem Schloss Linderhof wird heuer anlässlich des 125. Todestages Ludwig II. ein Ludwig-Jahr gefeiert. Nachhaltigkeit in gemeinsamer Betrachtung) hatte die Untersuchung im vergangenen Jahr begleitet und war einer der Referenten bei den Alpgesprächen. Rolf Wildhaber, Wildhüter, vermittelte ein anderes Bild und zeigte drastisch auf, welche tödlichen Konsequenzen der Mensch in der Natur verursacht, wenn er sich ihrer ungebremst annähert. Der Touristiker Björn Caviezel von der Heidiland AG wiederum machte deutlich, wie stark der Fremdenverkehr auf die Kulisse Landschaft setzt und dabei kulturgeschichtliche Aspekte gerne mitein“packt“. Die 14. Alpgespräche finden 2012 in Lech statt. (ar) Anton Neyer – ein Montafoner Stuckateur im Dienste von Märchenkönig Ludwig II. Anton Neyer wurde am 17. Jänner 1849 als zweites von 13 Kindern in eine Bauernfamilie in Bartholomäberg hineingeboren. Bereits im Alter von 16 Jahren ergriff er erstmals den Wanderstab, um in Frankreich im Baugewerbe zu arbeiten. Später war er für den in Wien ansässigen Stuckateur Detoma tätig, in dessen Auftrag er in Ungarn, Böhmen, Preußen 12 Aktuelles Dabei wird im Rahmen einer Ausstellung die Entwicklungsgeschichte des Schlosses dargestellt. Neben den Architekten und Bauherren wird auch ein einfacher Handwerker mittels Kurzbiografie und Portraitfoto vorgestellt – der Montafoner Anton Neyer. Die entsprechenden Unterlagen wurden den Ausstellungskuratoren vom Montafon Archiv zur Verfügung gestellt. Die Besichtigung der Ausstellung war lohnenswert und es war faszinierend, in die bizarre Welt des exzentrischen Herrschers einzutauschen. (ab) Neue Publikation: montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Netza, Monigg und Sasarscha Traditionelle Berglandwirtschaft in Gortipohl (Montafoner Schriftenreihe Band 23, Heimatschutzverein Montafon, Hg. Michael Kasper und Klaus Pfeifer, Schruns 2011) Die Maisäß- und Alpkultur prägte das Montafon über viele Jahrhunderte hinweg und veranschaulicht noch heute eindrucksvoll die hohe Entwicklungsstufe der ehemaligen bäuerlichen Lebensweise in dieser Region. Der vorliegende Band der Montafoner Schriftenreihe setzt sich integrativ und interdisziplinär aus unterschiedlichsten Perspektiven mit einem besonders interessanten Berglandwirtschaftsareal im inneren Montafon auseinander: Zehn Autorinnen und Autoren beleuchten das Gebiet von Netza, Monigg und Sasarscha im Norden Gortipohls aus geografischer, geologischer, archäologischer, historischer, sprachwissenschaftlicher, baugeschichtlicher, volkskundlicher sowie kulturlandschaftsgeschichtlicher Sicht und vermitteln damit einen umfassenden Eindruck der Wandlungsprozesse, die sich in diesem Grenzbereich am Rande des Siedlungsraumes bis in die Gegenwart vollzogen und noch heute vollziehen. Das Außergewöhnliche an diesem, zum Großteil im Natura-2000-Gebiet „Verwall“ gelegenen, traditionellen Nutzungsraum stellt einerseits die spezielle naturräumliche Ausstattung und andererseits die besondere kulturgeschichtliche Dimension dar, die sich gemeinsam in der einzigartigen und weitgehend intakten Kulturlandschaft widerspiegeln. Neben dem klassischen System der Dreistufenlandwirtschaft finden sich hier etwa Beispiele für ein vierstufiges Bewirtschaftungsmodell, das auf frühere Dauersiedlungen in den Höhenlagen verweist. Dazu kommt eine relativ scharfe Trennung zwischen Häufungen von deutschen und rätoromanischen 13 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles haben: Neben all den freundlichen Maisäßeigentümerinnen und -eigentümern, die Informationen und Bilder zur Verfügung gestellt haben sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Maisäßinventar-Teams möchte ich namentlich Friedrich Juen, Artur Mangard und Leo Walser für ihr Engagement und ihren Einsatz für das Zustandekommen dieser Publikation danken. Überdies ist zu betonen, dass ohne die finanzielle Unterstützung unserer Sponsoren (u.a. Amt der Vorarlberger Landesregierung, Stand Montafon, Gemeinde St. Gallenkirch, Sparkasse der Stadt Bludenz, Vorarlberger Illwerke AG) die Veröffentlichung dieses umfangreichen Bandes (384 Seiten) nicht möglich gewesen wäre. Diesen Förderern des Maisäßinventars Montafon sei daher an dieser Stelle größter Dank ausgesprochen. Das Buch kann von Mitgliedern in den Montafoner Museen um EUR 20,-- erworben werden. (mk) Flurnamen, die Rückschlüsse auf den Gang der Besiedlung zulassen. Außerdem spielte auch der in den höchsten Lagen betriebene Bergbau immer wieder eine bedeutende Rolle in der historischen Entwicklung der Region. Die mündlichen Überlieferungen zu früheren Lebens- und Arbeitsweisen, aber auch Sagen und Erzählungen zu außerordentlichen Begebenheiten runden das Bild, das uns die Kulturlandschaft mit ihren zu einem ungewöhnlich großen Teil aus dem frühen 16. Jahrhundert stammenden Gebäuden, den Lesesteinwällen, Bewässerungskanälen und Alpwegen veranschaulicht, durch die Perspektive der lokalen Bevölkerung sowie deren Erinnerungen ab. Es gilt daher insbesondere auch jenen zu danken, die durch ihren Erfahrungsschutz, ihre privaten Sammlungen oder durch vielfältige andere Bemühungen das Entstehen dieses Buches unterstützt 14 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Latschau, 6. September (septimo) Gaschurn, 7. September (septimo) Bartholomäberg, 8. September (septimo) Gargellen, 11. September (septimo) Kristberg, 13. September (septimo) Lindauer Hütte, 14. September (septimo) 15 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Rückblick Tschagguns, 16. September (septimo) Schruns, 20. September (septimo) Gaschurn, 23. September (septimo) St. Gallenkirch, 27. September (septimo) Vikari, 29. September (septimo) St. Gallenkirch, 30. September (septimo) 16 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Bartholomäberg, 1. Oktober (Lange Nacht) Silbertal, 1. Oktober (Lange Nacht) Tschagguns, 1. Oktober (Lange Nacht) Schruns, 11. Oktober Bartholomäberg, 13. Oktober Silbertal, 18. Oktober 17 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 23 Kasper/Pfeifer: Netza, Monigg und Sasarscha. 2011 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) Publikationen SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (€ 18,90/16,90) SB 14 Strasser: Urlaubsgrüße aus dem Montafon. 2011 (€ 19,90/17,90) SB 15 Netzer, Jenny: Johann Bitschnau. 2011 (€ 13,-/10,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Neu: DVD erhältlich (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 2010 (€ 10,-) 19 2012 1 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E info@montafoner-museen.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten im Winter (27. Dezember 2011 bis 13. April 2012): Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag und Donnerstag, jeweils 16-18 Uhr Dienstag und Donnerstag, jeweils 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 20 Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr
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Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Nach elf Jahren im Dienst der Montafoner Museen und des Heimatschutzvereins Montafon habe ich mich entschlossen, mich für die frei werdende Stelle des Direktors des Vorarlberger Landesmuseums zu bewerben – mit dem Ergebnis, diese Stelle ab 1. April diesen Jahres antreten zu können. Dieser Entschluss war zweifelsfrei ein schwieriger und belastender und vor allem keiner gegen das Montafon, sondern einer für eine neue Herausforderung. Er ändert auch nichts daran, dass ich weiterhin ein begeisterter Montafoner bleiben werde und die Entwicklungen in diesem Tal mit Interesse verfolgen werde. Der Stand Montafon wird gemeinsam mit dem Vorstand des Heimatschutzvereins (dem ich als Obmann auch angehöre) in den nächsten Wochen die neue Geschäftsführung für die Montafoner Museen festlegen und damit garantieren, dass die Arbeit in den Museen und im Verein im Sinne der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und somit auch der Mitglieder des Vereins weitergeführt wird. 1 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Tschagguns, Wintersportsammlung Mittwoch, 9. März 2011, 19.30 Uhr Mir bleibt an dieser Stelle der große Dank für elf wunderschöne Jahre: Er gilt insgesamt 16 Bürgermeistern (und somit 16 Chefs), im Besonderen dem Standessekretär Johann Vallaster und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Stand Montafon und in den Montafoner Museen sowie allen unseren Mitgliedern und allen, die in den vergangenen elf Jahren die Museen unterstützt und die Veranstaltungen besucht haben (es waren immerhin rund 180.000 Menschen). Wir sehen uns mit Sicherheit bei einer Veranstaltung in den Museen wieder. Andreas Rudigier Die Angst vor dem Berg. Aufklärung eines Mythos (Vortrag mit Mag. Andreas Brugger) Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs unter www.vmobil.at und außerdem bieten wir Ihnen gerne an, sollte nach der Veranstaltung eine Rückkehr für Sie an Ihren Wohnort nicht mehr möglich sein (im Montafon nichts Ungewöhnliches ...), dass wir Sie im Rahmen von Fahrgemeinschaften gerne mitnehmen (bitte vorher im Heimatmuseum anmelden!). In diesem Vortrag wird eingangs die Lebenssituation der landwirtschaftlich geprägten Bevölkerung des Montafons im 19. Jahrhundert dargestellt, in der die so genannte Drei-Stufen-Weidewirtschaft von größter Bedeutung war. Diese Art der Landwirtschaft brachte die Montafoner verstärkt in Kontakt mit der sie umgebenden Bergwelt. Der Berg war für die Menschen damals etwas Mythisches und Furchteinflößendes, was sich in der Sagenwelt des Tales zeigt. Neben den Sagen, welche die Angst zum Thema haben, wird auch ein Beispiel für eine Sage genannt, die eine namensgebende Funktion hat. Anhand von ausgewählten Textzitaten von 2 Veranstaltungen Alpinisten, die sich mit dem „Warum“ des Bergsteigens befassen, wird der bäuerlich geprägte Bergmythos schließlich aufgeklärt. Dabei wird deutlich, dass dieser den Bergsteigern des 20. und 21. Jahrhunderts keine Angst mehr macht und dass auch sagenhafte Erklärungen für Namen an Bedeutung verloren haben und oftmals auch ganz in Vergessenheit geraten sind. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Donnerstag, 17. März 2011, 15 Uhr Zeitzeugen im Gespräch Die Ausstellung „Jahre der Heimsuchung“ geht ihrem Ende zu und das Team vom Bartholomäberger Museum lädt herzlich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und solche, die Fragen zu katastrophalen Naturereignissen haben, zu einer geselligen Geprächsrunde in die Frühmessstube ein. Offenes Singen in den Montafoner Museen Schruns, Heimatmuseum Freitag, 18. März 2011, 19 Uhr Stille Reserven (Dorfgespräch mit Wolfgang Pöschl und Giovanni Netzer) Das Zusammenleben von Mensch und Tier auf engstem Raum prägte das traditionelle alpine Bauernhaus und auch unsere Konstitution. Der Stall war der Wohnraum der Tiere, der oft nicht nur minimalistisch, pragmatisch angelegt ist, sondern auch eine archaische Atmosphäre aufweist; manchmal steckt im Stall sogar mehr Herzblut als in den Stuben. Die Ställe bilden eine stille Reserve, die eine ebenso stille Wandlung des Wohnens und Arbeitens auf dem Land beflügeln kann. Die Teilnehmer: Wolfgang Pöschl Architekt, tatanka ideenvertriebsgmbh, Mils (A) Giovanni Netzer Leiter Kulturfestival Origen, Savognin (CH) Andreas Rudigier (Moderation) 3 Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Silbertal, Bergbaumuseum Montag, 14. März 2011, 20 Uhr: Dienstag, 15. März 2011, 19.30 Uhr: Freitag, 1. April 2011, 20 Uhr: Dienstag, 12. April 2011, 19.30 Uhr: Mittwoch, 13. April 2011, 19.30 Uhr: Freitag, 6. Mai 2011, 20 Uhr: Mittwoch, 9. März 2011, 19.30 Uhr: Gaschurn, Tourismusmuseum Schruns, Heimatmuseum Gaschurn, Tourismusmuseum Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Schruns, Heimatmuseum 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Schruns, Stand Montafon Donnerstag, 31. März 2011, 19.30 Uhr Dorfgespräche: Veranstaltungsreihe des Vorarlberger Architekturinstituts zur in Dornbirn (www.v-a-i.at) laufenden Ausstellung „Der nicht mehr gebrauchte Stall“ Oral History Montafon – Erzählungen vom Leben im 20. Jahrhundert (Vortrag mit MMag. Edith Hessenberger) Der Alpenraum im Umbruch: Indus­ trialisierte Landwirtschaft und Massentourismus bedrängen Dörfer und Landschaften. Ihre Zukunft hängt davon ab, wie sie dem aktuellen Strukturwandel begegnen. Bei acht Dorfgesprächen in den Talschaften Vorarlbergs diskutieren Architekten und Kulturschaffende Auswirkungen auf den Siedlungs- und Landschaftsraum sowie mögliche Strategien. Gaschurn, Tourismusmuseum Mittwoch, 30. März 2011, 19.30 Uhr Mundart-Lesung mit Helga Nesensohn und Heinz Pfanner Die Montafoner Mundart lebt noch: Helga Nesensohn und Heinz Pfanner sind der schöne Beweis dafür, und das Team des Museums in Gaschurn freut sich über regen Besuch. Über 200 Interviews wurden im Montafon in den letzten zehn Jahren durchgeführt. In diesen Gesprächen geben Menschen Einblick in ihre Biografie und erzählen die Geschichte des Tales aus ihrer persönlichen Perspektive. Zahlreiche Parallelen in der Darstellung der eigenen Geschichte erlauben Rückschlüsse auf ein „kulturelles Gedächtnis“: Was und wie es erzählt wird, ähnelt sich in vielen lebensgeschichtlichen Erzählungen verblüffend. Am Beispiel von 67 Interviews mit ZeitzeugInnen, die in den 1920er und 1930er Jahren geboren wurden, werden diese „Mustererzählungen“ untersucht. Aus ihnen ergeben sich einerseits eine „Geschichte des Montafons von unten“, und andererseits interessante Einblicke in die Prozesse des Erinnerns und Erzählens. 4 Veranstaltungen Tschagguns, Altes Gemeindeamt (Wintersportsammlung) Dienstag, 5. April 2011, 19 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 15. Montafoner Trachten­ gespräche: Das Moiréband und ein Kurzfilm zur historischen Weberei Das Moiréband und seine kunstvollen Steppornamente sowie ein Kurzfilm über das Weben in früheren Zeiten stehen diesmal auf dem Programm der Montafoner Trachtengespräche. Vroni Manahl aus Tschagguns wird an diesem Abend Einblick in die Herstellung der aufwändigen Muster geben. Zu Unrecht werden diese Muster selten bis gar nicht erwähnt, verschwinden sie doch optisch wegen des „Schwarz in Schwarz-Effekts“. Thematisch dazu passend wird ein Kurzfilm präsentiert, der ergänzend zeigen soll, unter welchen Mühen Stoffe und Bän- der früher hergestellt wurden. Und alle Besucherinnen (Besucher sind ausdrücklich erwünscht) bitten wir, Trachtenbestandteile mitzubringen und sie so zum Gegenstand der Gespräche werden zu lassen. Donnerstag, 7. April 2011, 15-17 Uhr Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Kunst oder Trödel – das ist hier die Frage! Beinahe alle haben einen alten Kunstgegenstand zuhause, zu welchem sie gerne nähere Details über dessen Geschichte und allenfalls auch Wert gewusst hätten. Wir bieten an diesem Nachmittag die Möglichkeit, tragbare Wertgegenstände (zum Beispiel Uhren, Gemälde, Kruzifixe ...) vom Dachboden zu holen und von Kunstexperten fachlich bewerten und zeitlich einordnen zu lassen. Samstag, 16. April 2011, 13 Uhr (Abfahrt Schruns Bahnhof) Lech, Huber-Hus Lech & Zürs am Arlberg 19201940. Zwischen Tradition und Moderne (Ausstellungsbesichtigung) Nach Überwindung des Ersten Weltkriegs erfreuten sich die Fremdenverkehrsorte Lech und Zürs steigender Beliebtheit. Der Skisport hatte sich von einem Sport der Eliten zum Volkssport entwickelt und damit einhergehend erfuhr die Region ihre erste touristische Blütezeit. Touristen und somit auch moderne Einflüsse strömten in die bis dahin ausschließlich von der Landwirtschaft geprägte Tann5 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen bergregion. In diesem Biotop der bäuerlichen Dorfgemeinschaft trafen damit städtische Interessen und Bedürfnisse auf ländliche Traditionen und hinterließen die unterschiedlichsten Handschriften. Die Ausstellung spannt einen Bogen vom Ausbau der Infrastruktur durch große Hotelprojekte und Vergnügungseinrichtungen, der Erschließung der Skihänge durch die ersten Skiliftanlagen über die visuellen Strategien des Films, der Fotografie als auch der Tourismuswerbung durch Plakate und Prospekte bis hin zu den Positionen der Künstler im Auftrag einer aufstrebenden Region. Im Fokus stehen moderne Einflüsse, die neben der traditionellen Walserkultur gedeihen. Anmeldung im Montafoner Heimatmuseum bis 14. April erforderlich. Dienstag, 19. April 2011, 18 Uhr seinem umfangreichen Gesangsrepertoire für unterschiedlichste Anlässe. Dienstag, 26. April 2011, 19 Uhr Schruns, Mittelschule Dorf (Eröffnung) und Heimatmuseum (Ausstellung) „Vorarlberg. Eigenständig bürgernah“ – 150 Jahre Vorarlberger Landtag (Ausstellungseröffnung mit Landtagspräsidentin Bernadette Mennel und Festvortrag von Dr. Ludwig Summer) Vorarlbergs Ringen um Eigenständigkeit und Selbstbestimmung hat eine lange Tradition. Bereits die frühen Landstände des ausgehenden Mittelalters repräsentierten das Volk gegenüber dem Landesfürsten. Ein Landtag im Sinn einer parlamentarischen Versammlung wurde jedoch erst mit dem „Februarpatent“ Kaiser Franz Josephs vom 26. Februar 1861 eingerichtet. Das Jubiläum „150 Jahre Vorarlberger Landtag“ dient als Anlass, um mit dem Landesparlament, seiner Geschichte und Zukunft, in die Regionen des Landes zu Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus „SÄLL gmacht“ singt im Frühmesshaus Der Chor „SÄLL gmacht“ und seine Chorleiterin Sylvia Pirngruber laden Interessierte zu klangvollen Darbietungen aus 6 Veranstaltungen gehen und mit den Menschen in einen Dialog zu treten. Dabei soll der Beitrag Landesparlaments zum erfolgreichen Vorarlberger Weg sichtbar gemacht werden. Die in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Landesarchiv konzipierte Wanderausstellung „Vorarlberg. eigenständig bürgernah“ beleuchtet am Beispiel von insgesamt zwölf Politikfeldern die zeithistorische und zeitgenössische Bedeutung des Landtags. Dargestellt werden die Themen Energie, Mobilität, Soziales, Natur, Gesundheit, Raumplanung, Bildung, Hochwasserschutz, Integration, Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus. Namhafte Referentinnen und Referenten werden bei insgesamt zwölf Veranstaltungen jeweils einen Schwerpunkt aufgreifen und den Fokus vor allem auf Gegenwart und Zukunft richten. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Dauer der Ausstellung bis 7. Mai 2011 Öffnungszeiten im Heimatmuseum in beiden Wochen jeweils Donnerstag bis Samstag, 15-18 Uhr Donnerstag, 28. April 2011, 19.30 Uhr Schruns, Heimatmuseum Montafoner Steuerbücher – Quellen zur Sozialgeschichte des Montafons im 17. Jahrhundert (Buchpräsentation mit MMag. Michael Kasper) In der vom Vorarlberger Landesarchiv herausgegebenen Buchreihe „Quellen zur Geschichte Vorarlbergs“ erscheint erstmals ein Band, der sich ausschließlich mit der Geschichte des Montafons befasst. In diesem neuen Buch werden die zehn ältesten im Landesarchiv befindlichen Steuerbücher aus dem 17. Jahrhundert, die im Rahmen des an der Universität Innsbruck angesiedelten Projekts „Frühneuzeitliche Steuerbücher aus der Region Montafon – Edition und sozialstatistische Auswertung“ bearbeitet wurden, ediert und statistisch ausgewertet. Dazu wurden die Daten von 4.065 in den Steuerlisten verzeichneten Montafonerinnen und Montafonern aus allen Gemeinden des Tales verarbeitet. Mit den erhobenen Namen und den entsprechenden Angaben zur Steuerleistung können einerseits bevölkerungsund familiengeschichtliche Forschungen betrieben werden, da die Steuerbücher teilweise älter als die Tauf-, Trauungsund Sterbebücher sind, andererseits können Rückschlüsse auf die Lebensverhältnisse im 17. Jahrhundert gezogen werden. Wie reich waren die Montafoner zu dieser Zeit? Wer gehörte zur 7 Zum Auftakt in Schruns wird Dr. Ludwig Summer zum Thema Energie sprechen. Das Ziel der Energieautonomie 2050 ist auf vier Säulen aufgebaut: Energieeffizienz, Elektromobilität, Ausbau der erneuerbaren Energieträger im Land – besonders der Wasserkraft – und nicht zuletzt Bewusstseinsbildung sowie Aus- und Weiterbildung. 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 3 Bericht des Obmanns zum Vereinsjahr 2010 4 Bericht der Kassierin zum Vereinsjahr 2010 5 Stellungnahme der Kassaprüfer und Entlastung der Kassierin 6 Entlastung des Vorstands 7 Vorschau auf das Vereinsjahr 2011 und Genehmigung des Voranschlags 8 Festsetzung des Mitgliedsbeitrags für 2011 9 Allfälliges Im Rahmen der Generalversammlung wird auch der Jahresbericht 2010 präsentiert. Die gedruckte Fassung umfasst rund 50 Beiträge, die sich wieder mit allen Facetten der Montafoner Museen, des Heimatschutzvereins Montafon und des Montafon Archivs auseinandersetzen. Montag, 9. Mai – Mittwoch, 11. Mai 2011 Oberschicht des Tales und wo wohnten die Reichen? Wie viele Menschen lebten damals in Armut oder an der Armutsgrenze? Welche Entwicklungen gab es in Bezug auf den Wohlstand im Verlauf des 17. Jahrhunderts? An wen mussten überhaupt Steuern bezahlt werden? Montag, 2. Mai 2011, 20 Uhr Bartholomäberg, Mehrzweckgebäude Generalversammlung des Heimatschutzvereins mit Präsentation des Jahresberichts 2010 Alljährlich findet nach Ostern die Jahreshauptversammlung (Generalversammlung) des Heimatschutzvereins statt. Zu diesem traditionellen Termin wollen wir Sie an diesem Abend einladen. Tagesordnung (Anträge zur Erweiterung der Tagesordnung müssen bis Donnerstag, 28. April, 12 Uhr, schriftlich eingegangen sein): 1 Begrüßung 2 Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung (das Protokoll liegt bei der Versammlung auf und kann auf Wunsch auch vorher zugesandt beziehungsweise eingesehen werden) 8 Treffpunkt Schruns Bahnhof, 7.30 Uhr Kultur- und Museumslandschaft Südtirol (Exkursion) In den vergangenen Jahren hat es zunehmende Kontakte zwischen Projekten im Montafon und in Südtirol gegeben, die uns nun dazu veranlassen, eine dreitägige Fahrt nach Südtirol anzubieten. Unser Zielgebiet liegt vor allem im Grödnertal, wo aktuelle Projekte interessante Vergleiche zum Montafon zulassen. Bei dieser Exkursion wird uns auch die Leiterin des Museums Gherdeina in St. Ulrich, Frau Paulina Moroder, begleiten. Unterstützung findet sie dabei in Klaus Pfeifer, Dendrochronologe und Hausforscher aus Vorarlberg. Die mehr und mehr Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 in Gefahr geratene traditionelle Kulturlandschaft mit den alten Bauernhöfen ist derzeit Gegenstand einer Bestandsaufnahme im Rahmen einer so genannten „Höfekarte“. Im Rahmen dieser Exkursion wollen wir auch einen Blick nach Klausen und nach Bozen werfen. Das genaue Programm und die Kosten können Sie im Heimatmuseum erfragen. Anmeldung im Heimatmuseum bis 26. April 2011. Dieser dreitägige Kurs vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den LFI-Zertifikatslehrgang „Errichtung von Tockensteinmauern“. Im praktischen Handanlegen werden Sie in Planung, Arbeitsvorbereitung, Bauablauf, Steintriage, Fundamente, Schnurgerüst, Hintermauerung, Bindeund Decksteine, Stabilität, Werkzeugund Steinkunde, Ökologie, historische Hintergründe, landschaftliche Bedeutung eingeführt. Der tägliche Erfahrungsaustausch über Erfolge und Misserfolge rundet den Kurs ab. Anmeldung beim Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg Tel 05574/400190 oder andrea.blum@lk-vbg.at Freitag, 20. Mai 2011, 17 Uhr Lorüns, neue Fahrradbrücke Marte.Marte Spezial Das Vorarlberger Architekturinstitut (www.v-a-i.at) lädt Interessierte in regelmäßigen Abständen zu Architekturführungen ein. Diesmal stehen die Architekten Marte. Marte aus Weiler auf dem Programm, die nicht nur für die Pläne des neuen Heimatmuseums verantwortlich zeichnen, sondern jüngst im Montafon auch die neue Radwegbrücke an der Alfenz bei Lorüns errichtet haben (siehe Titelbild). Die Exkursion führt an diesem Abend übrigens weiter nach Dornbirn (SPZ) und Bregenz (Wohnhaus). Galgenul, ViaValtellina Mittwoch, 11. Mai – Freitag, 13. Mai 2011 Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen. Einführungskurs in Anlehnung an LFI-Zertifikatslehrgang (mit Dr. Martin Lutz) 9 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Ausstellungszeiten sind einzelne Künstler mit Betreuern selbst vor Ort und geben Einblicke in ihre kreative Arbeit. Wann: 12. April, 14. April, 19. bis 22. April, täglich jeweils von 15 bis 17 Uhr Dr´Langsi kunnt – Frühlingserwachen im Museum! Sonderausstellung im Montafoner Tourismusmuseum in Gaschurn Ansichten aus dem Montafon Das Montafon ist Vorarlbergs größter und unberührtester Naturraum mit gleichzeitig reicher kulturgeschichtlicher Vergangenheit. Beides prägt die Region. Wo sind im Montafon die Orte, Situationen oder Plätze, an denen sich diese charakteristische Prägung heute noch besonders gut zeigt? Wo ist das Gegenteil der Fall, wo steht ein Platz, ein Ort, eine Situation dieser Prägung entgegen? Unter der Internetadresse www.ansichten-montafon.at werden Bilder von guten und weniger guten Beispielen aus dem Montafon gesammelt. Wer mindestens drei positive und drei negative Bilder hochlädt, nimmt an der Verlosung von Sachpreisen und als Hauptpreis einem Wochenendurlaub teil. Von den besten Motiven werden in der kommenden Sai- Die ersten Frühlingsboten – Sprüche und Bilder von Rosmarie Rudigier, Vogelgezwitscher sowie österliche Drechselarbeiten aus dem Erzgebirge – sind im Tourismusmuseum von 18. März bis 29. April 2011 zu den Öffnungszeiten zu betrachten. Osterdekorationen (Verkaufsausstellung der Caritas) im Alten Frühmesshaus in Bartholomäberg Ausstellung und Verkauf von Osterkerzen und Dekorationen aus der Werkstätte der Caritas Schruns. Zu einigen 10 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 son Postkarten gedruckt, die die Aktion weiter bewerben sollen. Postkarten mit Beispielmotiven liegen in allen Montafoner Museen zum Mitnehmen auf. (Christoph Breuer, Martin Strele) Neue Publikation: „Les bâtisseurs tyroliens en Alsace et en Lorraine sous l‘Ancien Régime“ Der Lothringer Roland Walck beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit der Einwanderung der Tiroler und Vorarlberger im elsäßischen und lothringischen Raum im 17. und 18. Jahrhundert. Er hat das Ergebnis seiner Arbeit unter dem Titel: „Les bâtisseurs tyroliens en Alsace et en Lorraine sous l‘Ancien Régime“ vor kurzem veröffentlicht. Der erste Teil seines Buches, das 121 Seiten umfasst, behandelt die historischen Hauptereignisse der betreffenden Gegenden, erwähnt dann die unterschiedlichen Bedingungen die zur Auswanderung von Tirolern und Vorarlbergern (v.a. aus dem Montafon) geführt haben. Dabei geht er auf die Rolle der Zünfte, den religiösen Aspekt der Bewegung, die Aufnahme durch die Bevölkerung im Elsaß und in Lothringen, die Politik des Herzogs Leopold, die Verbindungen zu den Herkunftsgebieten und den Rückgang der Wanderbewe- gung ein. Eine Analyse der gesammelten Daten beendet diesen Teil. Der zweite Teil des Bandes, der wohl am meisten auf Interesse stoßen dürfte, besteht aus einer Liste von 2.250 Tirolern und Vorarlbergern, die in das Gebiet westlich des Rheins ausgewandert sind. Dieser Teil umfasst mehr als 16.000 Daten über diese Immigranten. Viele Leserinnen und Leser aus den genannten Regionen werden in dieser Tabelle Hinweise auf ausgewanderte Vorfahren finden. Neben dem Ankunftsdatum und dem Ankunftsort in Frankreich werden auch die Herkunftsgemeinden in Tirol und Vorarlberg, die Berufe und die Geburtsdaten der Immigranten genannt. Obwohl das Buch vorläufig nur auf Französisch erhältlich ist, bieten die Tabellen im hinteren Teil des Buches viele interessante Informationen, denn die Gemeinden des Montafons zählten zu den wichtigsten Herkunftsgebieten der Migranten. So ist auch der Titel etwas irreführend, da die Hälfte der 2.250 Personen aus Vorarlberg stammte und nur etwa ein Drittel aus Tirol. Die größte Auswanderergruppe stellte die Gemeinde St. Gallenkirch, gefolgt von Tschagguns und Gaschurn. Die meisten Auswanderer verließen ihre Heimat im Alter von etwa 30 Jahren und waren männlichen Geschlechts. Das Buch kann um 15,00 € + Versandkosten beim Verfasser bestellt werden. Roland Walck, 22A rue du moulin, F-57910 Neufgrange, e-mail: walrol@ orange.fr (Michael Kasper) Familienforschung – Vorarlberger Pfarrmatriken online Die Tauf-, Ehe- und Sterbebücher der katholischen und evangelischen Pfarren sind die wohl wichtigsten Quellen für die 11 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles PD Dr. Manfred Tschaikner, der für dieses Unternehmen verantwortlich zeichnet, präsentierte das Projekt am Donnerstag, 27. Jänner 2011, im Vorarlberger Landesarchiv in Bregenz. Nun können auch Montafonerinnen und Montafoner, die sich für ihre Familiengeschichte interessieren, von zu Hause aus ihren Vorfahren in Vorarlberg nachforschen und müssen nicht den Weg nach Bregenz oder Feldkirch auf sich nehmen, um dort die Tauf-, Ehe- und Sterbebücher der Vorarlberger Pfarren auf Mikrofilm einzusehen. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Onlineprojekt auch für umliegende Regionen beispielhaft wirkt, um in Zukunft auch in anderen Archiven auf digitalisierte Quellen zugreifen zu können. (Michael Kasper) Vorarlberger Familienforschung. Sie reichen bis zu 400 Jahre zurück. Auf Initiative des Vorarlberger Landesarchivs sind sie nun für die Zeit vor 1911 in digitaler Form im Internet unter http://www.vla. findbuch.net/ frei zugänglich. Voraussetzung für dieses Onlineprojekt war die Sicherungsverfilmung der Pfarrmatriken, mit der das Landesarchiv in Kooperation und auf Initiative des Diözesanarchivs Feldkirch 1991 begonnen hat. Die Originalbücher werden heute noch zum größten Teil von den matrikenführenden Pfarren verwahrt. Die Sicherungsfilme hat das Landesarchiv in einem Kulturschutzbunker eingelagert. Filmkopien aus 114 katholischen und evangelischen Pfarreien und Exposituren konnten die Familienforscher bereits bisher zentral im Landesarchiv in Bregenz und in der Stadtbibliothek Feldkirch benützen. „Die Mikroverfilmung war ein Meilenstein für die Vorarlberger Geschichtsforschung“, strich Landesarchivar Niederstätter die Bedeutung dieser Pionierleistung hervor. Diese Mikrofilme ließ das Landesarchiv nun digitalisieren und stellt die Digitalisate der Pfarrmatriken allen Interessierten kostenlos im Internet zur Verfügung. Bis zur Einführung der zivilen Standesämter 1938/39 führten in Österreich die Kirchen und Religionsgemeinschaften ihre Personenstandsbücher zugleich im Auftrag und unter Aufsicht des Staates. Hinsichtlich dieser „Altmatriken“ sind die Pfarren heute noch Personenstandsbehörden. Die Einsicht in die Eintragungen steht jedoch erst nach einer Schutzfrist von 100 Jahren frei. Eintragungen, die jünger sind als 100 Jahre, können von Gesetzes wegen nur sehr eingeschränkt in den Pfarrämtern eingesehen werden, die auch für die Ausstellung offizieller Abschriften und Urkunden zuständig sind. 12 Aktuelles Projekt: Armut und Reichtum im alpinen Raum in der Frühen Neuzeit am Beispiel des Montafons Mitte Dezember wurde im Rahmen eines Festaktes der Hypo Tirol Bank Forschungsförderungspreis 2010 vergeben. Unter anderem erhielt der Historiker Michael Kasper den Förderungspreis für das Projekt „Armut und Reichtum im alpinen Raum in der Frühen Neuzeit am Beispiel des Montafons“. Aktuellen Ansätzen in der Geschichtsschreibung folgend beschäftigt sich dieses Projekt mit der frühneuzeitlichen Wirtschafts-, Sozial- und Politikgeschichte einer alpinen Region am Beispiel des Montafons. Da die Sozialgeschichte der ländlichen Berggebiete weitgehend aus dem Blick der Forschung geriet, setzt dieses Projekt bei diesem Mangel an und nähert sich über noch nie ausgewertete Quellen den dort herrschenden sozialen und politischen Verhältnissen vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Der Entwurf eines umfassenden sozial- bzw. wirtschaftsgeschichtlichen Profils des Untersuchungsraumes bedarf einer breit erschlossenen Quellenbasis. Das Projekt soll die Basis für die sozialgeschichtliche Aufarbeitung des komplexen Mikrokosmos der Gesellschaft des Montafons in der frühen Neuzeit bieten, denn mit Hilfe der erhobenen Daten können Rückschlüsse auf soziale Strukturen und gesellschaftliche Transformationsprozesse gezogen werden. Bis in das beginnende 19. Jahrhundert war die Ämterstruktur im Montafon noch wesentlich in der Tradition der frühen Neuzeit verhaftet. Das bedeutet, dass die regionalen Verwaltungsinstitutionen durch einen hohen Grad an kommunaler Autonomie geprägt waren. Die Landbewohner wurden durch die Über- montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 nahme lokaler Ämter und durch die Einrichtung der Gemeindeversammlung stark in Verwaltung und Rechtsprechung miteinbezogen. Ein besonders wichtiges politisches Gremium der Talschaft Montafon stellte die Versammlung der so genannten Geschworenen dar. Beim Tod eines solchen Amtsträgers wurden von der Gemeindeversammlung des betreffenden Kirchspiels zwei bis drei Männer vorgeschlagen, aus denen die Obrigkeit dann einen neuen Geschworenen auswählte. Jede Pfarrgemeinde war mit einer bestimmten Anzahl von Deputierten im Rat der Geschworenen vertreten. Aus diesem Gremium wurden dann jedes zweite Jahr im September oder Oktober „zwei ehrbare Biedermänner“ gewählt, die geloben mussten, „nach bestem Verstande und Vermögen des Tales Nutzen zu fördern und Schaden zu wenden, damit sie vor Gott und der Obrigkeit sich darüber verantworten könnten“. Diese beiden Amtsträger, die „Vorgesetzte“ genannt wurden, führten die Geschäfte der Talschaft, vertraten ursprünglich gemeinsam mit einem Landschreiber den Stand Montafon auf den Landtagen und wurden jeweils für zwei Jahre gewählt. Aufgrund der Wahl der Vorgesetzten durch eine Gruppe von Geschworenen aus den verschiedenen Dörfern kann man von ihnen nicht als Vertretern der Bevölkerung sprechen. Aber nicht einmal an den allgemeinen Gemeindeversammlungen war das gesamte „Volk“ beteiligt, da dort lediglich Männer stimmberechtigt waren. In erster Linie werden im Rahmen des Projekts die höchsten regionalen Amtsträger, die Landammänner, die Vorgesetzten und die Landschreiber sowie nach Möglichkeit auch die Geschworenen erhoben und in einer Datenbank erfasst. (Michael Kasper) 13 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (€ 18,90/16,90) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Neu: DVD erhältlich (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 15 2011 2 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (bis 23. April 2011): Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Mittwoch u. Freitag, jeweils 16-18 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Dienstag u. Donnerstag, 15-17 Uhr (zusätzliche Öffnungszeiten in der Karwoche, siehe Ausstellung zu Ostern, Seite 10) Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16 Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Freitag, jeweils 15-18 Uhr (zusätzliche Öffnungszeiten zwischen 26.4. u. 7.5., siehe Ausstellung Landtag, Seite 7) Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr
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Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Mit der vorliegenden Mitgliederinformation dürfen wir Sie, liebes Mitglied, herzlich zu mehreren Ausstellungseröffnungen in die Montafoner Museen einladen. Die Mitarbeiterinnen in Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn haben für Sie ein reichhaltiges Programm vorbereitet. Darüber hinaus dürfen wir Sie heute schon auf unsere herbstliche Veranstaltungsreihe SEPTIMO aufmerksam machen, die während des ganzen Septembers fast täglich intensive Auseinandersetzungen mit der Kulturgeschichte und der Kulturlandschaft des Montafons zulässt. Andreas Rudigier (Obmann) Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs unter www.vmobil.at und außerdem bieten wir Ihnen gerne an, sollte nach der Veranstaltung eine Rückkehr für Sie an Ihren Wohnort nicht mehr möglich sein, dass wir Sie im Rahmen von Fahrgemeinschaften gerne mitnehmen (bitte vorher im Heimatmuseum anmelden!). 1 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Offenes Singen in den Montafoner Museen Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Gaschurn, Tourismusmuseum Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Gaschurn, Tourismusmuseum Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Mittwoch, 17. August, 19.30 Uhr Montag, 8. August, 19 Uhr Mittwoch, 20. Juli, 19.30 Uhr Montag, 11. Juli, 19 Uhr Mittwoch, 15. Juni, 19.30 Uhr Treffpunkt: Latschau, Parkplatz Feuerwehrhaus Samstag, 18. Juni 2011, 9 Uhr Bei den Bündner Nachbarn gibt es einen Verein zur Erhaltung der „Graggenzäune“, bei uns gibt es einen Spezialisten genau für dieses Thema der „Schragazü“ oder „Scheiazü“ genannten Zäune: Friedrich Juen wird an diesem Tag Interessierten das Handwerk des Zäunemachens zeigen und die Interessierten auch mitarbeiten lassen. Juen führt in das Handwerk ein, zeigt die Herstellung von „Stäcka“ und „Scheia“ und schließlich die Errichtung des Zaunes. Zu den schwierigsten Details zählt die Gestaltung des „Schlosses“, der verbindende Abschluss des Zaunes. Anmeldung im Heimatmuseum Schruns bis 10. Juni notwendig; Kosten: € 30, € 25 für Mitglieder des Heimatschutzvereins (max. 10 TeilnehmerInnen). Für Verpflegung ist gesorgt. „Schragazuseminar“ – Wie wird ein Schragenzaun gebaut? (eintägiger Kurs mit Friedrich Juen) 2 Veranstaltungen Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Montag, 20. Juni 2011, 19 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Urlaubsgrüße aus dem Montafon – Das Tal auf Ansichtskarten und privaten Reisefotos (Ausstellungseröffnung) abseits der großstädtischen Zivilisation aber auch die großen Kraftwerksbauten wurden gerne von den Urlaubern mit der Kamera festgehalten. Zur Ausstellung erscheint ein Bildband im Sutton Verlag. Mittwoch, 22. Juni 2011, 19 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Johann Bitschnau – erster „studierter“ Lehrer aus dem Silbertal (Ausstellungseröffnung) Johann Bitschnau (1876-1929) war der jüngere Bruder des „Taler Wirtes“ Eduard Bitschnau (gestorben 1947). Mit 17 Jahren kam Johann nach Innsbruck und besuchte dort von 1894 bis 1898 die k. k. Lehrerbildungsanstalt. Zu der Zeit beherrschte in Vorarlberg die politische Geistlichkeit, der Klerus, das Schulleben des Landes. Wer seine Ausbildung an der staatlichen Lehrerausbildungsstätte in Innsbruck absolvierte statt am kirchlichen Lehrerbildungsseminar in Feldkirch-Tisis galt als Außenseiter, ja fast als Gegner, und wurde entsprechend behandelt. So erhielt auch der junge Lehrer Bitschnau seine erste Anstellung auf Kristberg, damals eine „Notschule“, wo normalerweise nur unausgebildete Leute den Kindern Lesen und Schreiben beibringen durften. Der Umstand, dass in Feldkirch damals noch ein „liberaler“ Bürgermeister im Amt war, ermöglichte es Bitschnau, später in der Montfortstadt als Lehrer unterzukommen. Der Konflikt des liberalen, freisinnigen Lehrers mit der klerikalen, konservativen Schulpolitik bestimmte das Berufsleben von Johann Bitschnau: „Die Lehrer sollten die Garde der Geistlichen bilden, die Handlanger 3 Seit über 150 Jahren besuchen Urlauber das Montafon und verbringen hier ihre „schönsten Tage im Jahr“. Ansichtskarten mit Motiven aus dem Tal vermitteln aber nicht nur den „Daheimgebliebenen“ die Sehenswürdigkeiten des Montafons und berichten vom Wohlbefinden der Urlauber in den Bergen. Ansichtskarten geben nämlich auch Zeugnis von den „Bereisten“ selbst: Welche Motive wurden dem Gast angeboten? Was hielt man für typisch und wertvoll und welches Bild sollte vom Montafon außerhalb des Tales vermittelt werden? Die Ausstellung zeigt, dass viele Motive sich bis in die Gegenwart behaupten konnten und somit zu „Ikonen“ des Tales mutierten. Private Reisealben geben Aufschluss, wie das Tal von den Touristen wahrgenommen wurde: Das schroffe Bergland steht dabei im Kontrast zu den lieblich anmutenden Dörfern. Die ehemals einfachen Lebensverhältnisse der Bewohner 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen weise errichtet wurden und mit Holzschindeln gedeckt sind. Seit dem 16. Jahrhundert wird dieses Gebiet in unterschiedlicher Weise bewirtschaftet. In einer eindrucksvollen Wanderung erfahren Sie Wissenswertes über die Nutzung des Maisäß sowie über die Restaurierungsarbeiten im Zuge der Unterschutzstellung. Für eine kleine Wegzehrung wird gesorgt! ihrer schulpolitischen Machenschaften.“ Nachdem auch in Feldkirch ein konservativer Bürgermeister ins Rathaus einzog, stand Bitschnau auf verlorenem Posten. Er ließ sich 1911 nach Meran versetzen. Dort sollte er den Ersten Weltkrieg, den Einmarsch der italienischen Truppen und den sprachliche Umbruch in der Schule miterleben. Seine Meraner Zeit war zudem gekennzeichnet durch schwere familiäre Schicksalsschläge. Sonntag, 26. Juni 2011, 9 Uhr Treffpunkt: Silbertal, Kristbergbahn Talstation Variante 1: Treffpunkt: 9 Uhr, Kristbergbahn Talstation Wanderführer: Dr. Leo Walser Der Weg vom Kristberg (Bergstation) bis zum Küngs Maisäß dauert etwa 1,5 Stunden; gutes Schuhwerk erforderlich, Kosten für die Kristbergbahn bitte berücksichtigen (http://www.kristbergbahn.at/Sommerpreise.html) ; Variante 2: Treffpunkt: 9 Uhr, beim Gasthof Krone in Dalaas Begleiter: Georg Gantner und Mag. Christof Thöny Diese Variante ist sehr anspruchsvoll und hat eine starke Steigung. Nur für geübte Wanderer; gutes Schuhwerk erforderlich. Gehzeit: ca. 2 Stunden. Auch hier wird für eine kleine Wegzehrung gesorgt. Wanderung zum Küngs Maisäß Der Küngs Maisäß in Bartholomäberg stellt ein bemerkenswertes Zeugnis Montafoner Maisäßwirtschaft auf 1500 m Höhe dar. Er besteht aus sechs eingeschossigen Gebäuden: der Alp- oder Gemeinschaftshütte sowie zwei weiteren Maisäßhütten und drei Stallgebäuden, welche aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen, in Blockbau4 Veranstaltungen Die Veranstaltung findet nur bei guter Witterung statt, Ersatztermin ist der 3.7.2011 – Anmeldung bis Freitag, 24.6.2011 unter julia.weger@via3.at oder im Heimatmuseum Schruns, 05556 74723. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Raiffeisenbank Montafon. Freitag, 1. Juli 2011, 19 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 er nach seinem Heilwissen gefragt. Als Seelsorger im Zeitalter der Glaubensspaltung hinterließ er zudem eine umfangreiche Bibliothek theologischer Werke. Die Ausstellung an der ehemaligen Wirkungsstätte Luzius Hausers bietet einen Überblick über Hexenverfolgungen, Wunderheiler, Volksmedizin und der Glaubensspaltung im Montafon des 17. Jahrhunderts. Tipp: Montafoner Heimatmuseum Schruns: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Die Welt des Luzius Hauser. Ein Einblick in Seelsorge, Hexenverfolgung, Wunderheilungen und Gegenreformation im Montafon im 17. Jahrhundert. „Wie ein staubiger Komet“ Bilder zur Geschichte der Mobilität im Montafon Eine Sonderausstellung im Frühmesshaus Bartholomäberg (Eröffnung) Zwischen 1628 und 1666 wirkte Luzius Hauser als Pfarrer in Bartholomäberg. Bedeutung über sein seelsorgerisches Schaffen hinaus erzielte er als gefragter „Hexenfinder“: Im Zeitalter der Hexenverfolgungen hatten weltliche und geistliche „Hexenfinder“ die Verursacher magischen Schadenzaubers zu überführen und weiteren Schaden zu vermeiden. Das magische Wirken Luzius Hausers und sein Ruf als Heiler reichten über Vorarlberg hinaus bis in den Bodenseeraum, nach Tirol und wohl auch bis nach Graubünden. Auch bei Tierkrankheiten wurde Mit der Eröffnung der Montafonerbahn vor 105 Jahren, am 18. Dezember 1905, brach ein neues Zeitalter der Mobilität im Tale an: Musste bisher der teure Stellwagen benutzt werden, so konnten die Reisenden preisgünstig und relativ rasch ins Montafon gelangen – aber auch die Bewohner des Tales wurden an den „Weltverkehr“ angeschlossen, wie es bei der Eröffnung euphorisch hieß. Für den Bau der Kraftwerke der Vorarlberger Illwerke wurde wenig später ein effizientes und einzigartiges System einer Transportkette für Güter im Hochgebirge geschaffen. Heute wird Mobilität unterschied5 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen tet! (Voraussetzung: Vorarlberger Familienpass). lich wahrgenommen: an einem Schitag können einerseits mühelos viele Höhenmeter Dank leistungsfähiger Liftanlagen gewonnen werden, andererseits führen die nachfolgenden Staus auf der Straße bei der Heimreise die Grenzen der Mobilität vor Augen. Die Ausstellung vermittelt an Hand historischer Fotos Einblick in die Entwicklung der Mobilität im Montafon. Kinder werden zu „Museums-Reiseleitern“ mit Koffer und Reisepass Jedes Vorarlberger Kind kann ein Museums-Reiseleiter werden – einfach den Vorarlberger Familienpass bei der Gemeinde abholen und damit ins nächstbeste Museum kommen, das sich an der Aktion beteiligt. Jedes teilnehmende Kind erhält einen edlen Reisekoffer aus Vorarlberger Holz – bereit für eine tolle Sammlung von Schätzen, die in allen Museen warten! Zusätzlich wird ein Museums-Reisepass ausgestellt. In jedem Museum kommt ein neuer Stempel in den Pass – und schon ab drei Stempeln ist die Teilnahme am Gewinnspiel möglich! Erfahrene Museums-Reiseleiter vom letzten Jahr brauchen ihren Koffer nur zu Hause auszuleeren und für die neue Reise wieder mitzubringen. Jedes Kind, das schon einen Reisekoffer besitzt, erhält in jedem Museum eine Überraschung. Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: „REISEZIEL MUSEUM 2011“ – Mit Spaß der Kultur auf der Spur Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg und Gaschurn 3. Juli, 7. August, 4. September, jeweils von 10-17 Uhr Nach drei erfolgreichen Jahren laden heuer wieder insgesamt 28 Museen zum Reiseziel Museum ein. Jeweils am ersten Sonntag im Juli, August und September können sich kleine Museums-Reiseleiter auf ein tolles Programm in jedem teilnehmenden Museum freuen. Die Familien erwartet also wieder eine spannende Entdeckungsreise durch die faszinierende Welt der Museen. Ein tolles Programm für die ganze Familie An drei Terminen bieten alle teilnehmenden Museen im Land ein speziell konzipiertes Kinder- und Familienprogramm an. Zusammen mit Museumspädagogen entwickelt, bieten die Museen Jung und Alt ein erlebnisreiches Reiseziel Museum. Nicht nur das Programm ist familiengerecht, sondern auch der Eintrittspreis. Für nur € 1,- pro Person und Museum ist der Eintritt für alle Familienmitglieder gültig. Natürlich nur, wenn ein „echter“ Museums-Reiseleiter die Familie beglei6 Wachsendes Museum Im Frühmesshaus Bartholomäberg hat sich seit der Eröffnung im Sommer 2009 bereits vieles getan und dennoch steckt es noch tief im Entwicklungsprozess. In Anlehnung an dieses Wachstum können die Kinder in einen selbstgestalteten Blumentopf Sonnenblumenkerne pflanzen und diese anschließend daheim bis zur Blüte weiterpflegen. Aber davor werden die Besucher bei einem spannenden Rundgang durchs Haus die geheimnisvollen Rätsel zu Luzius Hauser lösen. Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mobil in die Vergangenheit Im Heimatmuseum erleben die Kinder die Geschichte der Mobilität aus dem gesamten Montafon. Egal ob Fahrrad, Auto, Zug, Kutsche, Sessellift, Bergbahnen, Schi, Snowboard, Rodel, Rakete – die Mobilität bedeutet mehr als sich nur fortzubewegen. Neben einer spannenden Reise durch die Vergangenheit gestalten die Kinder eine Collage auf einem etwa A3-großen Vordruck. Das Thema „Mobilität“ wird mittels Übermalung oder Aufkleben ausgeschnittener Bildteile aus Zeitschriften dargestellt. Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: ihr eigenes Lieblingsbild (bitte mitbringen – 10x15 cm) einen Bilderrahmen aus Naturmaterialien. Donnerstag, 14. Juli, 14.30-16.30 Uhr Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Kräuter-Workshop für Kinder (7-10 Jahre) mit den Kräuterpädagoginnen Iris Lins und Sieglinde Ettl zum Thema: Grüne Kinder-Apotheke und Wehwechen-Salbe für die schnelle ErsteHilfe Urlaubsgrüße aus dem Montafon Im Tourismusmuseum Gaschurn können sich die Kinder auf eine Reise durch die letzten 150 Jahre Tourismus im Montafon machen. Auf alten Reisefotos und Ansichtskarten werden Urlaubserlebnisse wieder aus der Vergangenheit erweckt. Passend dazu gestalten die Kinder für Um für die Sommerferien bestens gerüstet zu sein, lernen wir Pflanzen kennen, die uns bei Insektenstichen, blauen Fle7 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Donnerstag, 1. Sept., 14.30-16.30 Uhr cken und anderen kleinen Verletzungen gute Dienste leisten. Dabei sammeln wir frischen Spitzwegerich, um daraus eine Wehwechen-Salbe zu rühren. Damit wir nach der ganzen Anstrengung auch wieder zu Kräften kommen, gibt es abschließend einen Brennnesseltopfen auf frischem Brot, den wir natürlich ebenfalls selbst zubereiten! Kursgebühr: € 13,-- (zzgl. Materialkosten € 2,--) Anmeldungen bis 11. Juli im Frühmesshaus unter 0664 62 07 944 oder email fruehmesshaus@montafon.at; beschränkte Teilnehmerzahl, wir bitten um Anmeldung. Infos: www.unser-kraeuterreich.at Donnerstag, 11. August 2011, 19.30 Uhr Kinderworkshop für 7-10-jährige mit den Kräuterpädagoginnen Iris Lins & Sieglinde Ettl zum Thema: Kribbelnder Badespaß und Mutkekse für den Schulstart Schon die alten Römer wussten um die wunderbare Wirkung des Mutkrauts – dem Quendel! Deshalb zaubern wir aus getrocknetem Bergthymian Badekugeln für ein kribbelndes Badevergnügen und backen Kekse, um für den Schulstart gut gewappnet zu sein. Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus „Die magische Welt des Luzius Hauser – zwischen Zauberei und Hexerei“ (Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Manfred Tschaikner) Die Begriffe „Zauberei“ und „Hexerei“ sind in aller Munde, aber selten wird klar, was genau damit eigentlich gemeint war. Der Vortrag erklärt die beiden Begriffe aus ihrem historischen Entstehungszusammenhang und veranschaulicht, zu welchen sozialen Folgen das magische Denken von Leuten wie Luzius Hauser in Form der Hexenverfolgungen geführt hat. Diese helfen uns, wenn wir für einen Test oder eine Schularbeit all unseren Mut zusammen nehmen müssen oder in Situationen, in denen wir uns gut konzentrieren müssen. Kursgebühr: € 13,-- (zzgl. Materialkosten€ 2,50); Anmeldungen bis 29. August im Frühmesshaus unter 0664 62 07 944 oder email fruehmesshaus@montafon.at; beschränkte Teilnehmerzahl, wir bitten um Anmeldung. 8 Aktuelles Bebauungsplan für das Landschaftsschutzgebiet Rellstal/ Lünersee rechtswirksam Nach der Verordnung der Landesregierung über den Schutz der Landschaft im Rellstal und Lünerseegebiet aus dem Jahr 1966 ist es in diesem Gebiet unter anderem verboten, bauliche Änderungen vorzunehmen, die geeignet sind, das Landschaftsbild zu verunstalten. Der Gebäudebestand in diesem Landschaftsschutzgebiet ist geprägt durch die sechs Alpen mit insgesamt zehn Alphüttenensembles (Unter- und Oberalpen). Daneben bestehen Jagd- und Forstgebäude, einige Maisäß- bzw. Ferienhäuser, ehemalige Zollwachstützpunke, drei Schutzhütten und ein Berggasthaus, die Rellskapelle sowie etliche Nebengebäude. Diese Gebäude waren, wie im montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Montafon üblich, in früheren Zeiten fast ausnahmslos mit Holzschindeln gedeckt. Im Zuge von Dacherneuerungen oder von Um- und Neubauten wurden im Laufe der Zeit zunehmend andere Dacheindeckungsmaterialen verwendet. Dies führte bei einigen Gebäudegruppen zu unterschiedlichen und demnach negativ auffallenden „Dachlandschaften“. Die einheitliche Holzschindelbedachung ist heute nur noch auf der unteren und oberen Salonienalpe, der Oberalpe Lün und auf Platzis (mit einer Ausnahme) erhalten. Mehrere Dacherneuerungsprojekte in den letzten Jahren und die daraus ableitbare Entwicklung, wonach die Holzschindeldächer als kulturhistorisch wertvoller Bestandteil der Montafoner Berglandschaften und somit Teil des regionalen baukulturellen Erbes auch im Land- 9 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles zu fördern sowie historisch interessante und talschaftstypische Bauten zu erhalten, darum bemühen, dass den betroffenen Gebäudeeigentümern die daraus erwachsenden Mehrkosten bei Dacherneuerungen durch Förderbeiträge möglichst abgegolten werden. Aus der Sicht des Heimatschutzvereins wünschenswert wären im Übrigen analoge Regelungen für die Gebäude auf den Alpen im Europaschutzgebiet Verwall und in den diesem vorgelagerten Maisäßsiedlungen. (Leo Walser) schaftsschutzgebiet Rellstal/Lünersee sukzessive durch andere (kostengünstigere) Dachmaterialien ersetzt werden, haben den Bürgermeister der Gemeinde Vandans veranlasst, eine den rechtlichen Vorgaben und Zielsetzungen der Schutzgebietsverordnung entsprechende und generell verbindliche Regelung anzustreben. Nach eingehenden Diskussionen, raumordnungsfachlichen Beurteilungen und rechtlichen Prüfungen, an denen auch der Heimatschutzverein mitgewirkt hat, wurde von der Gemeindevertretung Vandans am 19. Oktober 2010 auf der Grundlage des Raumplanungsgesetzes ein Bebauungsplan für das Gebiet Rellstal/Lünersee beschlossen. Danach sind dort hinkünftig bei der Errichtung oder wesentlichen Änderung von Alp- oder anderen landwirtschaftlichen Gebäuden, von Gebäuden mit Wohn- und sonstigen Aufenthaltsräumen und von Nebengebäuden nur Sattel- und Pultdächer mit Dachneigungen von mindestens 20 Grad zulässig und sind solche Dächer mit Holzschindeln (Fichte oder Lärche) einzudecken. Auf Grund der seinerzeitigen Landschaftsschutzverordnung bedarf dieser Bebauungsplan zu seiner Wirksamkeit der Genehmigung durch die Landesregierung, die nunmehr erteilt worden ist. Die Gemeinde Vandans ist nun nach Tschagguns, in der schon einige Jahre eine ähnliche Regelung zur Erhaltung der Holzschindeldächer in den Alp- und Maisäßgebieten besteht, die zweite Montafoner Gemeinde, die sich durch Rechtsvorschriften nachdrücklich zu diesem baulichen Kulturgut bekannt hat. Der Heimatschutzverein wird sich gemäß seinem Vereinszweck, die Eigenarten des Tales insbesondere durch den Schutz der Landschaft zu bewahren und 10 Opfer der NS-„Euthanasie“ aus dem Montafon Im kürzlich erschienenen, von Andrea Sommerauer und Franz Wassermann herausgegebenen Band „Temporäres Denkmal. Im Gedenken an 360 Opfer der ‚Euthanasie‘. PatientInnen des heutigen Psychiatrischen Krankenhauses Hall i. T. Prozesse der Erinnerung“ werden namentlich auch zwei Montafonerinnen und ein Montafoner angeführt, die aus der Heil- und Pflegeanstalt für Geistesund Nervenkranke in Hall in Tirol in die in Oberösterreich gelegene Tötungsanstalt Linz-Niedernhart deportiert und dort ermordet wurden. Es handelte sich dabei um die folgenden drei Personen: Alois Fritz, geboren am 8. Juli 1885 in Bartholomäberg und ebendort wohnhaft. Theresia Frast, geborene Eisele, am 12. Jänner 1903 in Höhenreute (Bayern) zur Welt gekommen, in Bartholomäberg wohnhaft. Aktuelles Rosa Stüttler, geboren am 5. Dezember 1889 in St. Anton i. M. und ebendort wohnhaft. Alle drei gingen am 31. August 1942 zusammen mit 57 anderen Patient/innen, unter denen sich insgesamt 33 Vorarlberger/innen befanden, in einem Transport nach Oberösterreich ab. Ein Jahr zuvor waren sie aus der Valduna nach Hall überstellt worden. In der Anstalt Niedernhart wurden die Patient/innen dann im Laufe des Monats September durch ein Überdosierung gängiger Arzneimittel zu Tode gespritzt. (Michael Kasper) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Montafoner Sommer Das Leben ...? Ein Fest! So lautet das Motto des MONTAFONER SOMMER, das vom 8.7. - 17.7. an verschiedenen Schauplätzen im Montafon unter der künstlerischen Leitung von Nikolaus Netzer stattfindet. Diesen Sommer kommt die Oper „Pimpinone oder die ungleiche Heirat“ von Georg Philip Telemann im Gemeindesaal Bartholomäberg (Termine: 14., 15. und 16. Juli) zur Aufführung. Tipp: Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon erhalten für die Oper wie für andere Veranstaltungen wieder ermäßigte Eintrittskarten. Nähere Informationen unter www.montafoner-sommer.at. 11 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Schruns, 26. April Schruns, 28. April 12 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Tschagguns, 5. April Bartholomäberg, 2. Mai 13 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (€ 18,90/16,90) SB 14 Strasser: Urlaubsgrüße aus dem Montafon. 2011 (€ 18,90/16,90) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Neu: DVD erhältlich (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 3 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 2010 (€ 10,-) 15 2011 3 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Juni bis Ende Oktober 2011): Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: ab 23. Juni 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: ab 2. Juli 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16 Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: ab 1. Juni 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr ab 21. Juni 2011 Dienstag bis Samstag, jeweils 15-18 Uhr
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MontafonerMuseen 17.12.2012, 07:19 Uhr 886.42 KB Download
Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Die Arbeit der Museen – nicht nur im Montafon – dreht sich um Objekte, die gesammelt und verwahrt werden wollen, und um Themen, die sich wiederum um die Objekte drehen (können) und die erforscht und vermittelt werden wollen. Die Bandbreite der Präsentation bewegt sich von der einfachen, durch nichts abgelenkten Vorstellung des Objekts bis hin zu einer breit inszenierten Vermittlung eines Themas. Aber egal, für welchen Weg man sich entscheidet – es gibt auf beiden Seiten gute und schlechte Beispiele –, darf nicht übersehen werden, dass der Mensch eine entscheidende Rolle spielt. Museumsverantwortliche neigen rasch – wenn es um die menschliche Komponente im Museumsalltag geht – ausschließlich an die BesucherInnen zu denken, aber die Aufmerksamkeit gehört zu einem wichtigen Teil auch den in den Museen arbeitenden Menschen, die für die Sammlung, Erhaltung, Forschung und Vermittlung verantwortlich sind. Wir können noch so viele „Maschinen“ (Stichwort „Audioguides“) 1 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Rückblick 2009 erfinden, der direkte Kontakt der MuseumsbesucherInnen mit dem Objekt und mit den Themen verlangt auch nach einer Begegnungsebene mit den in den Museen arbeitenden Menschen. Wie diese aussehen kann, bleibt den einzelnen MitarbeiterInnen vorbehalten. Auf der anderen Seite stehen die stetig steigenden Ansprüche, die ein rasches, nicht abgelenktes Arbeiten erfordern, und damit genau dem zuvor formulierten Anspruch zuwiderlaufen. Was können wir dagegen tun? Das können wir auch nicht klar sagen, aber was sicher ist, ist die Tatsache, dass die Montafoner Museen an der Mitarbeit der Montafonerinnen und Montafoner sehr interessiert sind – wenn das Interesse ihrerseits an den Museen, den Objekten, den Themen sowie vor allem an der Kulturlandschaft Montafon gegeben ist, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Andreas Rudigier (Obmann) 2 Veranstaltungen Freitag, 6. März 2009, 20 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Schruns, Montafoner Heimatmuseum Montag, 9. März 2009, 10-21 Uhr Dienstag 10. März 2009, 9.30-16 Uhr Offenes Singen Schruns, Montafoner Heimatmuseum (mit Hannes Riesch) Hannes Riesch lädt wieder zu einem gemeinsamen Singen in die Stube des Heimatmuseums. Heimat als Wunsch, Phantasie, Konstruktion. Ein Museum für das Montafon (Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Museumsakademie Joanneum, Graz) Heimat- und Regionalmuseen sind hierzulande der am meisten verbreitete Museumstyp. Er kommt dem Begehren entgegen, der eigenen Vergangenheit und Herkunft, seinem ‚Ursprung’, wieder begegnen zu können. Dieser ‚unmögliche Wunsch’ ist so mächtig, dass er uns übersehen lässt, dass und wie solche Museen Bilder erzeugen, Imaginationen projizieren, Vergangenheit konstruieren. Vor allem aber lassen sie einen übersehen, was sie leisten könnten: behutsames Arbeiten des Erinnerns, an der Vergänglichkeit der Zeit, am Entwerfen von Zukunft. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 19.37 Uhr (Lorüns 19.44, St. Anton 19.47, Vandans 19.49, Tschagguns 19.55), Ankunft Schruns 19.57 Uhr – Rückreise von Schruns um 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 19.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 19.28, Gortipohl-Zentrum 19.33, St. Gallenkirch-Zentrum 19.38), Ankunft Schruns 19.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Die grundlegende Erneuerung der Montafoner Heimatmuseen bietet die Möglichkeit, über neue Modelle und Optionen für kleine regionale Museen 3 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen neu“. Rahmenbedingungen, Konzept, Ideen 13 Mittagspause 14.30 Andreas Rudigier: Führung durch das Heimatmuseum 16 Kaffeepause 16.30 „Nachdem wir alles gesehen haben“ – Reaktionen, Diskussion 18 Abendessen 19.30 Andreas Rudigier, Bruno Winkler, Gabriele Rath: Die Montafoner Museen und ihre „Community“ 21 Ende des ersten Tages 10. März 9.30 Kleiner Theorie-Praxis-Test. Was ist unbrauchbarer, die Theorie oder die Praxis? Morgendliche Lockerungsübung mit Gotthard Fliedl 10.15 Gruppenarbeit mit anschließenden Zusammenfassungen. Visionen eines künftigen Heimatmuseums 12.30 Mittagspause 14 Gottfried Fliedl: Input zur Schlussdiskussion. Das Heimatmuseum reformieren, umbenennen, aufgeben, in Ruhe lassen, anzünden, anpreisen, weiterentwickeln, verhindern, verlebendigen, auflösen, vergessen, modernisieren oder ...? 14.20 Schlussdiskussion mit Kaffee 16 Schluss der Veranstaltung Anmeldung notwendig Teilnahmegebühr (Joanneum): 140 Euro (Inklusivleistungen Vorträge, Seminarunterlagen, Kaffeepausen), 100 Euro für Studierende, Arbeitssuchende und MitarbeiterInnen von KooperationspartnerInnen. 2009 nachzudenken: Welche neuen Inhalte braucht es, um ein Heimatmuseum an die Gegenwart anzuschließen? Wie kann das Potenzial vorhandener Sammlungen in neuem Kontext genutzt werden? Wie kann das Museum regionale Identitäten bearbeiten und interpretieren? Wie können neue geschichtstheoretische und museologische Ansätze berücksichtigt werden? Welche Schlüsse müssen aus den anhaltenden Diskussionen um Sinn und Zweck dieser Museen gezogen werden? Wie beziehen sich solche Museen auf ihre soziale Umwelt, auf freiwillige MitarbeiterInnen, Einheimische und Touristen, Experten und Sammler, Politiker und Förderer? mit Dr. Gottfried Fliedl, Leiter der Museumsakademie Joanneum, Graz, Beat Gugger, freier Ausstellungskurator, Schweiz, Dr. Gabriele Rath, Rath & Winkler, Projekte für Museum und Bildung, Innsbruck, Dr. Andreas Rudigier, Leiter der Montafoner Museen, Bruno Winkler, Rath & Winkler, Projekte für Museum und Bildung, Innsbruck Programm 9. März 10 Begrüßung und Vorstellung des Programms beziehungsweise Zieles der Veranstaltung 10.30 Beat Gugger und Gottfried Fliedl: Ein kleines museologisches Passionsspiel. Das Heimatmuseum lieben, das Heimatmuseum hassen! Mit Kaffee, Snacks und Zwischenrufen 11.30 Andreas Rudigier, Bruno Winkler, Gabriele Rath, Gottfried Fliedl: Das Projekt „Heimatmuseum 4 Veranstaltungen Samstag, 14. März 2009, 20 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Schruns, Pfarrsaal St. Jodok Der Atem des Himmels (Lesung und Liederabend mit Reinhold Bilgeri) Dass Reinhold Bilgeri wieder als Interpret von Songs auftritt, wird viele seiner Fans freuen. Nun hat er aber auch als Autor am ernst zu nehmenden literarischen Sektor seinen ersten Roman veröffentlicht: „Der Atem des Himmels“. Bilgeri verbindet einen Leseabend mit gesungenen Liebesballaden aus jener Zeit, in der seine Romanfiguren agieren, den 50er Jahren. Ein spannender Abend an dem Bilgeri Fans und solche die es noch werden wollen eine neue Facette an diesem Künstler kennen lernen werden. Eine Veranstaltung der Büchereien des Standes Montafon und der Gemeinde Schruns (Spielothek) – Eintritt 5 Euro. der auch die Sonntagsaufsätze im Landboten schreibt. Ich habe große Freude an dieser Beschäftigung.“ Beitl erhielt sich diese Freude ein Leben lang, mit den Romanen „Angelika“ und „Johringla“ übte sich Beitl schließlich sehr erfolgreich in der Kunst der Romanschreibens. Ulrike Längle ist Schriftstellerin und Leiterin des Franz-Michael-Felder-Archivs in Bregenz; Jürgen Thaler arbeitet als Literaturarchivar beim Franz-Michael-FelderArchiv. Beide ReferentInnen haben sich im Rahmen des Ausstellungs- und Buchprojekts zu Richard Beitl mit dem schriftstellerischen Werk Beitls auseinandergesetzt und werden an diesem Abend darüber berichten. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr Donnerstag, 19. März, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum „Ein der Dichtung Ergebener“ – Richard Beitl als Lyriker und Romanautor (Vortrag mit Dr. Ulrike Längle und Dr. Jürgen Thaler) Gedichte zu schreiben war für Richard Beitl von Jugend an eine Selbstverständlichkeit. Über das Gedichteschreiben während seiner Jahre im Jesuiteninternat Stella Matutina in Feldkirch berichtete er am 21. Oktober 1917 an seinen Vater in Schruns: „Meine Gedichte werde ich vielleicht in Bälde einem Pater zeigen, der selber auch Dichter ist: P. Isidor Hopfner, 5 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen Der Schrunser Volkskundler und Schriftsteller Richard Beitl (1900-1982), dem die Sonderausstellung im Montafoner Heimatmuseum gewidmet ist, beschäftigte sich seit seiner Gymnasialzeit intensiv mit dem Sammeln von Sagen. Eindrucksvolles Zeugnis seiner Bemühungen stellen seine beiden Bände „Vorarlberger Sagen“ (1950) und „Im Sagenwald. Neue Sagen aus Vorarlberg“ (1953) dar, die umfang- und qualitätsmäßig die wichtigsten Veröffentlichungen zur Vorarlberger Volkserzählung darstellen. Bernarda Gisinger und Thomas Gamon, Sprecher bei Radio Vorarlberg, laden im Montafoner Heimatmuseum zu einer Vorarlberger Sagenreise ein. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) 2009 ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Donnerstag, 26. März, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Vorarlberger Sagenreise (Lesung mit Bernarda Gisinger und Thomas Gamon) 6 Veranstaltungen Donnerstag, 2. April 2009, 19.15 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Schruns, Montafoner Heimatmuseum Richard Beitl (1900-1982). Wissenschaft – Dichtung – Wirken für die Heimat (Buchpräsentation mit Dr. Klaus Beitl und Dr. Peter Strasser) leicht gerade trotzdem wesentliche Themen des Heimatschutzes vertraten. Sein Leben und Denken war mit Widersprüchen behaftet und ist wohl gerade deshalb ein idealer Vertreter dieser Bewegung, die neben der Hochhaltung konservativer Werte eigentlich ein sehr modernes Leben führten. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Die Montafoner Schriftenreihe beschreitet neue Wege. Das gilt nicht nur für das neue Lay-Out, sondern auch für den Umstand, dass die nunmehr 27. Ausgabe – hier sind die sechs Sonderbände miteingerechnet – erstmals eine Person der Montafoner Geschichte in den Mittelpunkt von unterschiedlichen Betrachtungen stellt. Dass die Wahl auf Richard Beitl fiel, mag nicht ganz zufällig sein, auch wenn nicht ein Jubiläum oder hierarchische Gründe im Hinblick auf die Wichtigkeit seiner Person für die Geschichte des 20. Jahrhunderts im Montafon ausschlaggebend waren. Richard Beitl repräsentiert eine Gruppe von Menschen, die den Blick nach Außen nie aus den Augen verloren und dabei dennoch oder viel- Freitag, 3. April 2009, 20 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Offenes Singen (mit Hannes Riesch) 7 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen Vorstand Dr. Andreas Rudigier (Obmann) Mag. Wilfried Dür (Stv. Obmann) Judith Ganahl (Kassierin) Mag. Andreas Brugger (Schriftführer) Beiräte im Ausschuss DDr. Heiner Bertle (Schruns) Gerda Bitschnau (Tschagguns) Mag. Norbert Flatz (St. Anton) Klaus Fussenegger (Schruns) Friedrich Juen (St. Gallenkirch-Gargellen) Mag. Bernhard Maier (Stand Montafon) Ing. Horst Millinger (Gaschurn) Hans Netzer (Silbertal) Mag. Beatrice Pfeifer (Vandans) Dr. Leo Walser (Lorüns) Tagesordnung 1 Begrüßung 2 Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung (das Protokoll liegt bei der Versammlung auf und kann auf Wunsch auch vorher zugesandt beziehungsweise eingesehen werden) 3 Bericht des Obmanns zum Vereinsjahr 2008 4 Bericht der Kassierin zum Vereinsjahr 2008 5 Stellungnahme der Kassaprüfer und Entlastung der Kassierin 6 Entlastung des Vorstands 7 Neuwahl des Obmanns, des Ausschusses und Bestellung der Rechnungsprüfer 8 Vorschau auf das Vereinsjahr 2009 und Genehmigung des Voranschlags 9 Festsetzung des Mitgliedsbeitrags für 2010 10 Allfälliges 2009 Hannes Riesch lädt wieder zu einem gemeinsamen Singen in die Stube des Heimatmuseums. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 19.37 Uhr (Lorüns 19.44, St. Anton 19.47, Vandans 19.49, Tschagguns 19.55), Ankunft Schruns 19.57 Uhr – Rückreise von Schruns um 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 19.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 19.28, Gortipohl-Zentrum 19.33, St. Gallenkirch-Zentrum 19.38), Ankunft Schruns 19.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Dienstag, 21. April 2009, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Ordentliche Generalversammlung Der Heimatschutzverein Montafon lädt alle Mitglieder und Interessierten zur Generalversammlung ein. Wie jedes Jahr steht an diesem Tag der Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr auf dem Programm. Alle drei Jahre muss neu gewählt werden, und so stellen sich bis auf Gerda Bitschnau und Norbert Flatz alle Ausschussmitglieder der Wiederwahl. Neue Ausschussmitglieder werden an diesem Abend ebenfalls vorgestellt. 8 Veranstaltungen montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Freitag, 24. April 2009, 19.15 Uhr Schruns, Pfarrsaal St. Jodok In Erinnerung an Richard Beitl: Dichterstöbli 2009 (Musik und Dichtung aus dem Montafon) Am 21. November 1981 trat Richard Beitl ein letztes Mal öffentlich auf. Das „Dichterstöbli“ aus jenen Novembertagen hat inzwischen längst einen legendären Charakter, und wir wollen daran erinnern. Musik und Dichtung aus 100 Jahren stehen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Mitwirkende sind Heinz Bitschnau, Sigrid Juen, Franz Rüdisser, Helene Rüdisser, Edgar Schmidt, Krista Vonbank, der Männerdreigesang Schruns, die Hausmusik Riesch. Andreas Rudigier führt durch den Abend. Anträge an die Ordentliche Generalversammlung bitten wir, bis Freitag, 17. April 2009 (12 Uhr), schriftlich beim Montafoner Heimatmuseum einzubringen. Im Rahmen der Generalversammlung wird der gedruckte Jahresbericht 2008 präsentiert. 22 Autorinnen und Autoren berichten in mehr als 40 Beiträgen über umfangreiche Tätigkeiten des Vereins. Die Generalversammlung gibt auch letztmals Gelegenheit, die Ausstellung zu Richard Beitl anzusehen. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Bus oder dem Nachtexpress Montafon nicht möglich. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Bus oder dem Nachtexpress Montafon nicht möglich. 9 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Bus oder dem Nachtexpress Montafon nicht möglich. 2009 Montag, 27. April 2009, 19.30 Uhr Vandans, Rätikonhalle (Untergeschoss der Volksschule) 9. Montafoner Trachtengespräche: Die Kopfbedeckungen der Montafoner Tracht Wieviel Wissen um die Herstellung der verschiedenen Hüte in der Montafoner Tracht ist noch vorhanden? Neben einem Rückblick auf die vergangenen Trachtengespräche geht es diesmal um die Kopfbedeckungen; die Vorführung der Schäpelherstellung ist vorgesehen. Vorankündigung Donnerstag, 7. Mai 2009, Abfahrt 12.30 Uhr Treffpunkt: Bahnhof Schruns 10. Montafoner Trachtengespräche: Exkursion ins Appenzell Das Volkskundemuseum in Stein (Appenzell) ist das Reiseziel der 10. Montafoner Trachtengespräche. Das Museum präsentiert im Besonderen die bäuerliche und textile Geschichte und Kultur AppenzellAußerrhodens. Im Rahmen der Besichtigung wird auch eine Handstickmaschine aus dem Jahr 1905 vorgeführt. Eine Webvorführung zeigt, wie das Plattstichgewebe mit „Nölleli-Muster“ hergestellt wird. Die Exkursion führt anschließend nach Wolfhalden. Nach einer Kaffeepause steht das dortige Museum auf dem Programm, in welchem ein komplett eingerichteter und funktionstüchtiger Seidenhandwebstuhl zu sehen ist. Die Rückkehr ist gegen 18.30 Uhr geplant. Anmeldungen bis 30. April im Montafoner Heimatmuseum notwendig! Die Kosten der Fahrt belaufen sich auf etwa 30 Euro. ☛ Anreise mit der Bahn von Schruns ab 19.03 Uhr (Tschagguns 19.05, Kaltenbrunnen 19.07), Ankunft Vandans 19.10 Uhr – Rückreise von Vandans um 21.49 oder 22.49 Uhr 10 Aktuelles Aktuelles Roswitha Düngler, Skistar aus St. Gallenkirch Wie Horst Hefel als Reaktion auf die Vorstellung des ÖSV-Skistars-Buch in der vergangenen Ausgabe der Mitgliederinformationen festhält, gibt es mit Roswitha Düngler einen Skistar aus St. Gallenkirch – uns ist sie klarerweise ein Begriff -, der in den Jahren von 1998 bis 2005 bei internationalen Veranstaltungen zwölf erste und sieben zweite Plätze erringen konnte. Zweimal gelang es Roswitha Düngler bei den Seniorenweltmeisterschaften Gold zu erringen, weitere vier Silbermedaillen stehen zu Buche. montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Kulturlandschaft im Wandel: Neubau eines Maisäßhauses in Sarotla (St. Gallenkirch-Gargellen) Die Bilderserie des Maisäß Sarotla zeigt den Wandel der Kulturlandschaft Montafon (2004-2008). Wir bitten unsere Mitglieder, uns Aufnahmen von ihren Beobachtungen zur Verfügung zu stellen. 11 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles Studium der Malerei in Paris und Berlin hat sie zur professionellen Künstlerin werden lassen. Mitgliedschaften in Künstlervereinigungen, Stipendien und Preise zeigen, dass sich Theresa Beitl etabliert hat und die Montafoner Museen freuen sich, dass sich diesmal Theresa Beitl mit ihren „kuh-len“ Werken zwar nicht mehr in die Höhle der Kühe begibt, sich aber doch der zwischen Turbo- und Milka-Kuh breit gefächerten Kompetenz der ländlichen Bevölkerung stellt. (Andreas Rudigier) 2009 Theresa Beitl, „Kuh-Handel“ (Ausstellung im Heimatmuseum) Unter dem Titel „Malerei und Objekte über Tier und Mensch“ ist im Heimatmuseum in Schruns bis 18. April eine kleine Sonderausstellung zu Werken von Theresa Beitl zu sehen, die sich hauptsächlich mit einem für das Montafon charakteristischen Tier, nämlich mit der Kuh, beschäftigt. Bewusst oder unbewusst spannt sie einen Bogen, der jenem ihres Vaters Richard Beitl nicht unähnlich ist – da ist auf der einen Seite die Künstlerin, die aus der Stadt kommt, und da ist auf der anderen Seite das Objekt ihrer Bilder, das typisch für das Land ist – der Spagat zwischen Alt und Neu, zwischen Heimisch und Fremd scheint sich auch hier aufzubauen. Theresa Beitl hat, durchaus in familiärer Tradition, Literatur und Volkskunde studiert, das anschließende Paul Flora, Sammlung Montafon. 86 Zeichnungen Ein Buch ohne Impressum, keine Angaben über Erscheinungsjahr, Erscheinungsort, Verlag, wer die Herausgeber sind – auch das gibt es! Mit dem schlichten Hinweis „Das vorliegende Buch präsentiert den Zusammenhang zweier Montafoner Sammler mit dem Schwerpunkt frühe Zeichnungen“ wird der Inhalt umrissen. Im Mittelpunkt steht der Künstler Paul Flora – kein Unbekannter und deshalb nicht näher vorzustellen –, der aus gegebenem Anlass eine Radierung eines typischen Montafoner Motivs (was könnte das anderes sein als die Drei Türme?) beisteuerte. Wenn das interessierte Publikum bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, kann es eines von 200 Exemplaren erwerben, das eine signierte und nummerierte Originalradierung enthält. Die beiden Montafoner Sammler sind Karl Peter und Christoph Stemer. Sie verfügen über eine bemerkenswerte Sammlung früher Flora-Zeichnungen, die sie zu dieser bibliophilen Kostbarkeit animierte. Der Künstler ist nicht leicht zu beeindrucken, den beiden Montafonern ist es aber gelungen, wie Flora in seinem Vorwort 12 Aktuelles montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 schreibt: „Ich [...] war sehr beeindruckt vom Sachverstand der Sammler und sah manche meiner Kinder, die meinem Gedächtnis schon lange entschwunden waren mit Vergnügen wieder, wunderte mich auch über einige Hervorbringungen und habe nun den Gewinn, diese Kollektion in einem schönen Buch versammelt zu sehen [...]“. Auch wenn die Sammler keinen Wert auf Publizität legen, so braucht man über keine hellseherischen Fähigkeiten zu verfügen, um dem Buch über kürzeste Zeit den Status „vergriffen“ prophezeien zu dürfen. (Andreas Rudigier) Bilderbogen Schruns, 27. Jänner 2009 Schruns, 6. Februar 2009 Schruns, 29. Jänner 2009 Hittisau, 16. Februar 2009 13 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon. 1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28,-/22,-) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) 2009 Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 € 20,-/16,50) Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Maisäß und Alpen. 2002 € 20,-/16,50) Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 14 Publikationen Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 2 Veranstaltungsübersicht 6. März Offenes Singen (Schruns) 9./10. März Heimat als Wunsch, Ein Museum für das Montafon (Schruns) 14. März Der Atem des Himmels, Lesung (Schruns) 19. März Richard Beitl als Lyriker und Dichter, Vortrag (Schruns) 26. März Vorarlberger Sagenreise, Lesung (Schruns) 2. April Richard Beitl, Buchpräsentation (Schruns) 3. April Offenes Singen (Schruns) 21. April Generalversammlung (Schruns) 24. April Dichterstöbli 2009 (Schruns) 27. April 9. Montafoner Trachtengespräche (Vandans) 7. Mai 10. Montafoner Trachtengespräche (Appenzell) 15 2009 2 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Informationen 2009 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (bis 18. April) Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 16-18 Uhr Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag und Freitag, 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Familienname: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16 Grafik-Design Frei, Nenzing Straße/Hnr.:
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MontafonerMuseen 17.12.2012, 07:18 Uhr 917.07 KB Download
Information Nr. 61 montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 100 Jahre Hochwasser 1910 Geschätzte Freundinnen und Freunde der Montafoner Museen und des Heimatschutzvereins! Die offizielle Gründung des „Vereins für Heimatschutz im Tale Montafon“ liegt heuer 100 Jahre zurück. Nachdem bereits im Jahr 1906 eine „freie Gesellschaft zur Schaffung einer naturhistorischen Sammlung für das Tal Montafon“ ins Leben gerufen worden war, konnten in den folgenden Jahren, in denen der Tätigkeitsbereich derselben auch auf „altertümliche Gegenstände“ ausgeweitet wurde, bis 1911 bereits 200 Tiere und 400 „Altertümer“ von den Mitgliedern gesammelt werden. Um leichter an öffentliche Subventionen zu kommen, wurde die freie Gesellschaft schließlich im Jahr 1912 in einen mit Statuten ausgestatteten Verein umgewandelt. Da bereits das Jahr 2006 im Zeichen des 100-jährigen Bestehens unserer Institution stand, wird es heuer zwar keinen diesbezüglichen Schwerpunkt geben, auf den 2007 erschienen Band „Heimat Montafon. Eine Annäherung“ soll an dieser Stelle aber mit den wärmsten Empfehlungen hingewiesen werden. 100 Jahre später haben sich die Tätigkeitsfelder des Vereins erheblich ausgeweitet. Neben der Trägerschaft der mittlerweile vier Montafoner Museen, der Bewahrung und Erweiterung der bedeutenden Sammlung sowie zahlreichen weiteren wichtigen Aktivitäten wie etwa im Bereich der Erhaltung historisch interessanter und talschaftstypischer Bausubstanz, erlangen die Bereiche Vermittlung und Forschung immer größere Bedeutung. Mitgliedsbeitrag 2012 Wir bitten den Mitgliedsbeitrag für 2012 in der Höhe von EUR 20,- auf das Vereinskonto (Raiba Montafon, BLZ 37468, KNr. 302.547; Sparkasse Schruns, BLZ 20607, KNr. 0100-065333) einzuzahlen. Jeder einzelne Beitrag ist wichtig, damit wir unsere Arbeit weiterhin so erfolgreich fortsetzen können. 1 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information reiches Vermittlungsangebot fortgeführt und hoffentlich auf Dauer im Montafoner Jahreskreis etabliert. Nicht zuletzt soll neben anderen Publikationen in diesem Jahr der nächste Band der mehrbändigen „Montafoner Geschichte“ erscheinen. Daher stehen in den nächsten Monaten mehrere Vorträge zu Aspekten der Geschichte des Montafons, die dann auch in diesem Buch zu finden sein werden, auf unserem Programm und sollen Lust aufs Lesen dieses und auch der zwei bisher erschienen Bände machen. Michael Kasper Dieser Entwicklung Rechnung tragend werden heuer von wissenschaftlichen Recherchen begleitete Sonderausstellungen zu den Themen „Schwabenkinder“ sowie „Kurhotel Montafon“ eröffnet werden. Überdies wird mit der Veranstaltungsreihe septimo ein äußerst erfolg- Bitte beachten Sie die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs unter www.vmobil.at und außerdem bieten wir Ihnen gerne an, sollte nach der Veranstaltung eine Rückkehr für Sie an Ihren Wohnort nicht mehr möglich sein, dass wir Sie im Rahmen von Fahrgemeinschaften gerne mitnehmen (bitte vorher im Heimatmuseum anmelden!). 2 Veranstaltungen Offenes Singen in den Montafoner Museen Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Mittwoch, 18. April, 19:30 Uhr Montag, 2. April, 19 Uhr Mittwoch, 21. März, 19:30 Uhr Montag, 12. März, 19 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Sonntag, 11. März, ab 11 Uhr Suppentag - in Zusammenarbeit mit der Frauenbewegung Gaschurn/Partenen In gemütlichem Ambiente werden am 3. Fastensonntag verschiedene Suppen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Überdies besteht die Möglichkeit zum Besuch der laufenden Ausstellung „Urlaubsgrüße aus dem Montafon“. Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Dienstag, 6. März, 14-18 Uhr Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Montag, 12. März, 14.30-18 Uhr Erzählcafé In Kaffeehausatmosphäre werden die Erinnerungen der Anwesenden gesammelt. Welche Erinnerungen haben Sie an das Leben im Silbertal in früheren Zeiten? Bringen Sie alte Fotos oder andere Erinnerungsstücke mit… Frühlingseinstimmung Unter Anleitung der Kursleiterin Reinhilde Wolfgang werden Frühlingsdekorationen aus Birkenreisig hergestellt. Anmeldung unter 05557/6854 (Judith Biermeier), Kursgebühr: € 23,- plus Materialkosten 3 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Längst verstaubte Altertümer können bei dieser Gelegenheit vor Ort im Frühmesshaus von einem Kunstkenner zeitlich datiert und bewertet werden. Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Wertgegenstände (wie z.B. Schatullen, alte Taschenuhren, Gemälde, Kruzifixe, Hinterglasbilder etc.) hervor zu holen und bei uns „wertschätzen“ zu lassen. Dienstag, 27. März, 19 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Dienstag, 13. März, 15 Uhr „Erinnerungen an harte Winterzeiten“ - Erzählnachmittag in der Frühmesshausstube Wir würden uns freuen, wenn sich an diesem Nachmittag Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus der Region bei uns treffen und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus früheren Zeiten bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde in der Frühmesshausstube erinnern und erzählen. Montafoner Heimatmuseum Schruns 16. Montafoner Trachtengespräche - „Die Trachtenkopfbedeckung mit passender Frisur“ In den vergangenen Jahren wurde dieses Themas immer wieder von den Teilnehmerinnen angeregt. Die Tatsache, dass einige Montafoner Frauen bereits Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Dienstag, 20. März, 16-18 Uhr „Wertschätzung“ 4 Veranstaltungen als Modistin beziehungsweise bei der Gestaltung der „Hutgarnitur“ schon beeindruckende Erfolge erzielen konnten, war nun der Anlass sich dieses Themas anzunehmen. Wir dürfen an diesem Abend nicht nur „Hutspezialistinnen“ erwarten, sondern auch Frauen, die Erfahrungen mit Flechtfrisuren haben. Haben sie etwa schon einmal gesehen wie ein Schäppelmädchen „gezopft“ wird? Oder brauchen Sie die richtigen Tipps für ihre Kurzhaarfrisur. Wie werden Hüte richtig aufgesetzt, und auch befestigt? Alle diese Fragen werden bei diesen Trachtengesprächen aufgegriffen und anschaulich erklärt. Donnerstag, 29. März, 14 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Treffpunkt: Schruns Bahnhof Wo vor über 200 Jahren die Geschichte der Harder Textilindustrie begann, wurde die Mittelweiherburg nun zum Schwerpunktmuseum für die Formstecherei und den Textildruck. Sowohl die technische Entwicklung des Stoffdrucks als auch die Situation der Arbeiterschaft und der Unternehmer wird dargestellt. Neben zahlreichen Exponaten können auch die digitalen Musterbücher des Museums durchgesehen werden. Wir fahren gemeinsam mit einem Reisebus von Schruns nach Hard; nach der Führung durch das Textildruckmuseum ist noch eine kleine Kaffeepause eingeplant. Kosten: ca. € 25,-; Rückkehr ca. 18 Uhr Anmeldung: Tel. 05556/74723 (8-12 Uhr) oder e.walch@montafoner-museen.at Donnerstag, 29. März, 20 Uhr Exkursion Textildruckmuseum Hard Feuerwehrhaus Bartholomäberg „Wegen der Gähe des Bergs“ Landwirtschaft im Montafon im 19. und 20. Jahrhundert Vortrag mit Dr. Ingrid Böhler (Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck) Der Vortrag handelt von der ganz spezifischen kleinbäuerlichen Lebens- bzw. Wirtschaftsweise im Montafon und den 5 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Kursbeitrag € 13,- zzlg. Arbeitsmaterial € 3,-. Wir bitten um verbindliche Voranmeldung bis spätestens 31. März 2012 unter Tel. 0664 62 07 944 oder 0664 24 76 938; email: fruehmesshaus@montafoner-museen.at Dienstag, 3. April, 14-18 Uhr Veränderungen, die sich einstellten, als ihr ursprünglicher Zweck, die Selbstversorgung, immer mehr in den Hintergrund trat. Neben den Veränderungen der Arbeits- und Produktionsbedingungen geht es dabei nicht zuletzt auch um den Wandel der Rolle der Landwirtschaft im sozio-ökonomischen Gesamtgefüge des Tales. Dienstag, 3. April, 14:30-16:30 Montafoner Bergbaumuseum Silbertal Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Erzählcafé In einer gemütlichen Runde werden die Erinnerungen der Anwesenden gesammelt. Welche Erinnerungen haben Sie an Fastenzeit und Osterfest im Silbertal in früheren Zeiten? Gerne können Sie auch alte Fotos oder andere Erinnerungsstücke mitbringen… „Frühlingsstart im Osterbeet“ – Kinderworkshop Gemeinsam mit den Kräuterfachfrauen Iris & Sieglinde sammeln die Kinder an diesem Nachmittag Gänseblümchen, um damit eine exklusive Osterblumenkarte zu gestalten. Anschließend bereiten und genießen alle Kursteilnehmer ein duftendes Blütenbrot mit Schnittlauch-Locke. Zum Kursfinale werden RingelblumenSamen, die dann zu Hause für gute Laune sorgen sollen, wenn im Frühjahr draußen tristes Regenwetter statt Sonnenschein herrscht, in kleine Töpfchen gesät. 6 Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn Donnerstag, 5. April, 17-18 Uhr Märchenstunde für Kinder und Erwachsene - mit Erna Ganahl Passend zur Region und zur Jahreszeit werden in der Ferienwoche spannende Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Wir würden uns freuen, wenn sich an diesem Nachmittag neuerlich Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus der Region bei uns treffen und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus früheren Zeiten bei Kuchen und Kaffee in gemütlicher Runde in der Frühmesshausstube erinnern und erzählen. Donnerstag, 12. April, 20 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Identitätskonstruktionen und mentale Verortungen im Montafon des 20. Jahrhunderts Märchen und Sagen erzählt. Wir laden besonders Familien mit Kindern dazu ein dieses Angebot anzunehmen. Dienstag, 10. April, 15 Uhr Vortrag und Workshop mit Dr. Renate Huber An diesem Gesprächsabend stellt Ihnen die Autorin ihren Beitrag zur Geschichte des Montafons über die Entwicklungen von Identitäten im Montafon des 20. Jahrhunderts vor. Eingebettet wird diese historische Reise in eine interaktive Annäherung zum Thema vor und eine Diskussionsrunde nach dem Vortrag. Altes Frühmesshaus Bartholomäberg „Winterarbeit der Bauern“ (Heuziehen („Bätschazüha“), Spinnen und Stricken, Brotbacken etc.) - Erzählnachmittag in der Frühmesshausstube 7 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 9 Bestellung eines Geschäftsführers für den Heimatschutzverein 10 Beschlussfassung über die Änderung der Vereinsstatuten (der Entwurf kann ab Dienstag, 10. April, auf unserer Homepage www.montafoner-museen.at oder im Heimatmuseum Schruns eingesehen werden) 11 Allfälliges Im Rahmen der Generalversammlung wird wiederum der gedruckte Jahresbericht, der ca. 40 Beiträge, die sich mit den vielfältigen Tätigkeitsfeldern der Montafoner Museen bzw. des Heimatschutzvereins beschäftigen, präsentiert. Andreas Rudigier (Obmann) Dienstag, 24. April, 20 Uhr Vitalzentrum Felbermayer, Gaschurn Dienstag, 17. April, 19 Uhr Ordentliche Generalversammlung des Heimatschutzvereins (mit Präsentation des Jahresberichts 2011) Wie jedes Jahr um diese Zeit dürfen wir unsere Mitglieder herzlich zur Generalversammlung des Heimatschutzvereins einladen. Alle drei Jahre werden die Vereinsorgane neu gewählt. Die meisten Vorstands- und Ausschussmitglieder stellen sich der Wiederwahl. Neue Kandidat/innen für die Wahl in den Ausschuss werden an diesem Abend ebenfalls vorgestellt. Tagesordnung (Anträge zur Erweiter­ ung der Tagesordnung müssen bis Donnerstag, 12. April, 12 Uhr, schriftlich eingegangen sein): 1 Begrüßung 2 Genehmigung des Protokolls der letzten Generalversammlung (das Protokoll liegt bei der Versammlung auf und kann auf Wunsch auch vorher im Heimatmuseum Schruns eingesehen werden) 3 Bericht des Obmanns zum Vereinsjahr 2011 4 Bericht der Kassierin zum Vereinsjahr 2011 5 Bericht der Rechnungsprüfer und Entlastung des Vorstands 6 Festsetzung des Mitgliedsbeitrages für 2013 7 Vorschau auf das Vereinsjahr 2012 und Beschlussfassung über den Voranschlag 2012 8 Neuwahlen der Vorstands- und Ausschussmitglieder sowie der Rechnungsprüfer 8 Lünerseewerk/Schauraum, Latschau Oberwasser – Unterwasser. Energie durch Höhendifferenz Vortrag mit Mag. Walter Zirker Bereits seit dem Mittelalter war im Montafon die Wasserkraft für viele Arbeitsabläufe in Gewerbe und Handwerk von wesentlicher Bedeutung. Wassergetriebene Laufräder wurden in einfacher Weise für den mechanischen Antrieb von Geräten genutzt. Kleine und größere Wasserläufe, teilweise künstliche Mühlbäche trieben Mühlen, Sägen, Hanfreiben, Lodenwalken, Flachsstampfen, Schmiedehämmer, Ölpressen, Gipsund Papiermühlen und Alpbutterrührfässer an. So bestanden um die Mitte des 19. Jahrhunderts mindestens 200 mechanische Kraftanlagen im Montafon. Das von Werner von Siemens 1866 entdeckte dynamo-elektrische Prinzip ermöglichte mittels Turbine und Generator die Umwandlung von Wasserkraft Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 in elektrischen Strom. Mit der Erzeugung und praktischen Anwendung von elektrischer Energie wurden völlig neue Möglichkeiten eröffnet, die das menschliche Leben in unabsehbarer Weise veränderten. Um 1890 entstanden im Montafon die ersten lokalen Kraftwerke, die erst zur Lichterzeugung und dann auch zum Betrieb verschiedenster Maschinen und Haushaltsgeräte Strom erzeugten. In den folgenden Jahrzehnten wurden zahlreiche gewerbliche und kommunale Kleinkraftwerke entlang der Ill und seiner Nebenflüsse errichtet. Die Nutzung der Wasserkräfte durch die Vorarlberger Illwerke AG seit den 1920er Jahren in Großkraftwerken bedeutete eine grundlegende Änderung der Energiegewinnung. Mit der Errichtung des Vermuntwerkes begann der systematische Ausbau der Wasserkräfte in einem neuen industriellen Maßstab der das Montafon nachhaltig veränderte. Die Errichtung der Werke Obervermunt, Rodund I und Latschau optimierten die Wassernutzung. In diesem Zusammenhang muss auch auf den forcierten Ausbau der Wasserkräfte während der Kriegsjahre hingewiesen werden, der unter starker Heranziehung von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen erfolgte. In den folgenden Jahr- zehnten entstanden weitere Kraftwerke, u. a. Lünersee, Walgau, Kops II sowie mehrere Beckenanlagen die eine optimale Ausnutzung des gefassten Wassers ermöglichen. Die Nutzbarmachung der Wasserkräfte hat das Montafon zu einer der bedeutendsten Stromerzeugungsregionen in Mitteleuropa gemacht. In Kooperation mit: 9 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles „Joseph Loriz; kath. Dienstbub aus Silbertal; diente beim untern Müller Johannes Lorinser in Reuthe, rechtschaffen und brav; Alter: 7 [!] Jahre; Krankheit: hat sich aus Melancholie in der Probsthalden erhängt – vermutlich aus Betrübnis über den Hunger seiner Eltern; Ort und Zeit des Todes: Probsthalden, wo er an einem Buchenast todthangend gefunden worden den 3. Juni 1817; Ort und Zeit der Beerdigung: Reuthe, den 3. Juni abends ½ 9 Uhr in der Stille auf oberamtlichen Befehl.“ Selbstmord eines Schwabenkindes? Im Rahmen des EU-geförderten Projekts „Die Schwabenkinder“, an dem über den Stand Montafon auch die Montafoner Museen beteiligt sind, wurde uns im Dezember vom Bauernhausmuseum Wolfegg ein dramatischer Bericht aus einer heimatkundlichen Zeitschrift1 über ein aus dem Montafon stammendes Schwabenkind übermittelt: Der folgende Eintragung war im Sterbebuch einer Pfarre gefunden worden: 10 Aktuelles Zu diesem Sterbebucheintrag wurde der folgende Text verfasst: „Ein Hütebube, ein Kind noch, erhängte sich aus ‚Melancholie, vermutlich aus Betrübnis über den Hunger seiner Eltern‘, wie es im Kirchenbuch steht. Wie eine Entschuldigung mutet dieser Eintrag an, der als einziger Grund für den Selbstmord des kleinen Joseph Loriz nur dessen Trauer um seine Eltern in ihrer Not und Armut nennt. An diesen misslichen Verhältnissen trug sein Dienstgeber ja keine Schuld, dafür war er nicht verantwortlich. Was mag in diesem Buben wirklich vorgegangen sein, was hat in [!] gequält und in die Selbsttötung getrieben? Sicher mehr als nur die Gedanken an den Hunger seiner Eltern. Vom Heimweh übermächtig geplagt, unverstanden und allein gelassen, vielleicht auch noch vom Müller hart in Dienst genommen – dies und noch manches mehr war so übermächtig geworden, dass dieses Kind keinen anderen Weg mehr als den Tod für sich sah.“ Diesem Hinweis auf das furchtbare Schicksal eines 7-jährigen Silbertalers, der sich im Hungerjahr 1817 angeblich selbst das Leben genommen hatte, wurde seitens der Montafoner Museen natürlich sofort nachgegangen. Bei einem Blick in das Sterbebuch der Pfarre Silbertal2 klärte sich die Angelegenheit jedoch sehr bald auf: Beim Verstorbenen Joseph Lorez handelte es sich nämlich gar nicht um ein Schwabenkind, sondern um einen 27 Jahre und 19 Monate alten Silbertaler (geb. am 20.7.17993), der als Knecht in Reute (Herrschaft Waldsee/Schwaben) beschäftigt und dort „todt gefunden worden“ war. Seine Eltern entstammten tendenziell der ärmeren Schicht im Dorf, waren aber laut Steuerbuch um das Jahr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 1800 nicht völlig besitzlos.4 Auch wenn sich die ganze Geschichte nicht ganz so dramatisch wie anfangs angenommen abgespielt hat, so verweisen die Eintragungen im Sterbebuch in Reute dennoch auf die äußerst schwierige Situation der Montafonerinnen und Montafoner im Hungerjahr 1817.5 (mk) 2 3 4 5 1 Herbert Hasenmaile: Nachtrag zum Aufsatz über die „Schwabenkinder“, in: Heimatkunde Aulendorf Nr. 155, 18.05.2001. VLA, Silbertal Sterbebuch 1785-1878. VLA, Silbertal Taufbuch 1785-1879, fol. 30. VLA, Stand und Gericht Montafon, Hds. 80/8. Vgl. Michael Kasper: „Achtzehnhundertundzutodegefroren“. Die Hungerkrise 1814 bis 1818 im südlichen Vorarlberg, in: Edith Hessenberger, Michael Kasper, Andreas Rudigier, Bruno Winkler (Hg.): Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon (= Sonderband zur Montafoner Schriftenreihe 12), Schruns 2010, S. 11-69. 11 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles ren geleistete Forschungsarbeit des Heimatschutzvereins und der Montafoner Museen ermöglicht wurde. Nicht zuletzt setzen die Montafoner Kultur-Institutionen damit ein Signal der Offenheit. Der überreiche Forschungsfundus wird auch im September 2012 wieder auf vielfältige Weise besucherfreundlich vermittelt, präsentiert und zugänglich gemacht werden. septimo will einen entschiedenen Schritt hin zum Publikum, hin zu Heimischen und Gästen darstellen. Besonders beachtenswert ist der Erfolg schon allein deshalb, weil septimo mit bescheidenem Budget, mit bescheidener Personalausstattung, dafür aber mit einem Projektteam, das außerordentlich motiviert und zunehmend professionell agiert, arbeitet. Diesem Team gebührt der Dank für die erfolgreiche Umsetzung der Premiere von septimo. (mk) septimo auf Bank Austria Kunstpreis – Shortlist Die Erfolgsgeschichte septimo geht weiter: Die neue Veranstaltungsreihe der Montafoner Museen - septimo - wurde im Herbst auf die Shortlist des Bank Austria Kunstpreises 2011 genommen und gehört damit zu jenen 40 Projekten, die der Jury zur finalen Entscheidung vorgestellt werden. Angesichts von insgesamt 333 Einreichungen, die eingegangen sind, bereits jetzt ein großartiger Erfolg. Der Preis richtet sich an österreichische Kulturprojekte, welche die aktive Auseinandersetzung mit Kulturthemen in der Öffentlichkeit fördern. Ziel ist es, Barrieren abzubauen und möglichst viele Menschen an das Thema Kultur heranzuführen. Ein Anliegen, dem sich septimo ganz und gar verpflichtet fühlt und das vor allem durch die in den letzten zehn Jah- 12 Aktuelles Heimatmuseum Schruns am Österreichischen Museumstag in Graz Ende November fand anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Universalmuseums Joanneum in Graz der Österreichische Museumstag unter dem Leitthema „Weltenmaschine Museum“ statt. Unter anderem gaben dreißig Vertreter/innen österreichischer Museen unterstützt durch ein Leitobjekt aus dem jeweiligen Museum - Einblick in das historische und gegenwärtige Selbst- und Weltverständnis an ihren Institutionen und zeigten, wie Museen die Welt „da draußen“ repräsentier(t)en, deute(te)n und konstruier(t)en. Aufgrund der außergewöhnlichen Museumsarbeit, die im vergangenen Jahr- montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 zehnt in den Montafoner Museen geleistet worden war, wurde erfreulicherweise auch das Heimatmuseum Schruns - als eines der wenigen Regionalmuseen, die neben den zahlreichen großen Bundesund Landesmuseen eingeladen wurden - zur Mitgestaltung dieses Programmpunktes aufgefordert. So konnten Andreas Rudigier und Michael Kasper unter anderem am Beispiel des Votivbildes „Lawinenunglück auf Rüti 1817“ die Themen und Schwerpunkte der Montafoner Museen einem interessierten Fachpublikum vorstellen. Angesichts der zeitlichen Nähe zur Volksabstimmung in Schruns wurden von vielen Besucher/ innen auch die Entwicklungen rund um das Projekt „MuseumNeu“ angesprochen und rege diskutiert. (mk) 13 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles ellen Kulturerbes in Österreich“ gesetzt werden, um auf ihre Besonderheit aufmerksam zu machen und Bewusstsein für sie zu schaffen. Auch das Montafon verfügt über verschiedene Eigenarten und Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Ein Beispiel dafür stellen etwa für das Montafon typische Erzählungen dar. Im Tal wurden während der letzten zehn Jahre umfangreiche Aufzeichnungen zur Erzähltradition vorgenommen. Über 200 Personen wurden in über 250 Tonaufnahmen zu ihrem Leben und der Geschichte des Tales befragt. Bei eingehender Betrachtung dieser Erzählungen wird deutlich, dass es bis heute bestimmte Erzähltraditionen gibt, die von alten wie von jungen Menschen praktiziert und gepflegt werden. Bereits im 19. Jahrhundert wurden typi- Montafoner Erzähltradition: Immaterielles Kulturerbe? Seit 2009 geistert immer wieder der Begriff des „immateriellen Kulturerbes“ durch die Medien. Zuletzt fand im Jänner die Austragung (!) des „Wiener Balles“, der auch den umstrittenen Burschenschafter-Ball beinhaltete, aus der entsprechenden Liste reichlich mediale Resonanz. Konkret geht es um das „Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich“, in das aus Vorarlberg in den letzten Jahren zum Beispiel der Funkensonntag, die Vorarlberger Flurnamen, die Dreistufenlandwirtschaft im Bregenzerwald, oder die Bodensee-Radhaube in Laméspitze aufgenommen wurden. Hierbei handelt es sich um Traditionen, die als erhaltenswert betrachtet werden, und die aus diesem Grund auf die sogenannte „Nationale Liste des Immateri- 14 aktuelles sche Montafoner Sagen von Franz Josef Vonbun, und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Richard Beitl aufgezeichnet. Die Montafoner Erzähltradition macht aber nicht bei Sagen und sagenartigen Erzählungen Halt: Geschichten über die Ahnen, die saisonal nach Frankreich auswanderten um zu arbeiten, sind ebenso Bestandteil dieser Erzähltradition, wie Geschichten vom Maisäßleben, vom Heuziehen im Winter, oder von Lausbubenstreichen in der Schule. Erzähltraditionen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beziehen sich beispielsweise auf den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und die Anfänge des Tourismus. Die frühen Aufzeichnungen der Sagensammler stellen gemeinsam mit dem ZeitzeugInnenarchiv-Montafon eine umfangreiche Dokumentation der Montafoner Erzähltradition dar. Aus diesem Grund bemühen sich Schruns-Tschagguns Tourismus, der Stand Montafon und die Montafoner Museen unter Begleitung der Kulturwissenschafterin Edith Hessenberger um eine Anerkennung der Montafoner Erzähltradition als Immaterielles Kulturerbe bei der Nationalagentur der UNESCO-Kommission. Die Einreichung des Antrags erfolgt Ende Dezember 2011. Ein Fachbeirat - bestehend aus VertreterInnen von fünf Bundesministerien, der neun Landeskulturabteilungen sowie zehn ExpertInnen aus Sozial-, Kultur- und Naturwissenschaften - entscheidet halbjährlich über die Aufnahme von Traditionen in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes und über ihre Nominierung für eine der internationalen Listen gemäß der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes. Mittlerweile montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 zählt das gesamtösterreichische Verzeichnis 51 Eintragungen. Eine Aufnahme der Montafoner Erzähltradition in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich als «mündliche überlieferte Ausdrucksform» (als die bislang österreichweit erst sieben Traditionen anerkannt wurden) kann wesentlich zur Anerkennung dieser Überlieferung sowie der gesamten Region auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene beitragen, internationale Zusammenarbeit unterstützen, und durch das verstärkte Schaffen von Bewusstsein für den Stellenwert von Erzählen und Erzählungen den Respekt vor diesem immateriellen Kulturerbe des Tales nachhaltig sichern. (eh) 15 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Rückblick Schruns, 29. November 2011 Gaschurn, 30. November 2011 Silbertal, 8. Dezember 2011 16 Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Schruns, 11. Dezember 2011 Bartholomäberg, 12. Dezember 2011 Schruns, 25. Jänner 2012 17 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 23 Kasper/Pfeifer: Netza, Monigg und Sasarscha. 2011 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) Publikationen SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (€ 18,90/16,90) SB 14 Strasser: Urlaubsgrüße aus dem Montafon. 2011 (€ 19,90/17,90) SB 15 Netzer, Jenny: Johann Bitschnau. 2011 (€ 13,-/10,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (gratis) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (gratis) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001, DVD (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS € 21,60, DVD € 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 2,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 2010 (€ 10,-) 19 2012 2 2012 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Museen, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24, E info@montafoner-museen.at, I www.montafoner-museen.at, FB www.facebook.com/montafoner.museen Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Konto Nr. 302.547 IBAN: AT863746800000302547, BIC: RVVGAT2B468 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Konto Nr. 0100-065333 IBAN: AT312060700100065333, BIC: SSBLAT21XXX Öffnungszeiten im Winter (27. Dezember 2011 bis 13. April 2012): Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr Dienstag und Donnerstag, jeweils 16-18 Uhr Dienstag und Donnerstag, jeweils 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 20 Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Heimatmuseum Schruns: Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr
Schlagworte: informationsschrift , vereinsjubiläum
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Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Erinnerung annehmen Silbertal bietet dem öffentlichen Erinnern und Gedenken eine neue Heimat im Dorf. Seit drei Jahren widmet sich die Geschichtswerkstatt Silbertal in Kooperation mit dem Heimatschutzverein Montafon der eigenen Dorfgeschichte im Nationalsozialismus. Abschließender und bleibender Erinnerungsakzent ist eine neue Interpretation zeithistorischen Gedenkens. Der zukünftige Erinnerungsplatz weist neue Wege, wie auch drei Generationen nach Krieg und Nationalsozialismus ein ehrliches und würdiges Gedenken möglich ist. Grundlage des Konzeptes ist kein mächtiges Monument, sondern eine ab­ trahierte Platzgestaltung s in Anlehnung an die Kulturlandschaft. Diese sollte eine „Bodenhaftung“ des örtlichen Erinnerns signalisieren, und frei von Pathos bleiben. Die Bepflanzung wird nicht nur schmückendes Beiwerk, sondern inhaltlicher Bestandteil des Erinnerns sein. Informativer Kern sind in den Boden gelagerte Steintafeln als Text- und Namensträger. Das Erinnerungsspektrum erfasst all jene Menschen, deren tragisches Schicksal in Krieg und Nationalsozialismus eng mit Silbertal verknüpft war – und in Erinnerung bleiben soll. Man kann die Augen vor der Wirklichkeit verschließen, aber nicht vor seinen Erinnerungen. (Stanislaw Jerzy Lec) 1 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Silbertal, Erinnerungsplatz und Bergbaumuseum Freitag, 5. November 2010, 19.30 Uhr Information zum Erinnerungsplatz. Ein Gesprächsabend. Mitglieder des Gestaltungsteams und der Geschichtswerkstatt erläutern das Konzept des Erinnerungsplatzes vor Ort und stehen anschließend für ein offenes Gespräch in der Museumsstube zur Verfügung – mit Sarah Schlatter, Künstlerin, Elisabeth Gruber, Gartenarchitektin, und Reinhold Luger, Grafiker. Silbertal, Erinnerungsplatz und Vereinshaus Samstag, 6. Nov. 2010, 17 und 20 Uhr Bleibendes Erinnern und Gedenken. (In einem offiziellen Akt wird der Erinnerungsplatz Silbertal seiner Bestimmung übergeben) Zum Erinnerungsplatz Sarah Schlatter, Elisabeth Gruber, Reinhold Luger – zur Thematik ein jugendlicher Impuls mit Eva Kessler und Anna Gerstendörfer – zur Eröffnung Landesrätin Andrea Kaufmann. Musikalische Impressionen Thomas Heel, Patrik Haumer; Textperformance Brigitte Walk. Anschließend kleiner Imbiss im Vereinshaus. 20 Uhr (Vereinshaus) Erinnerung annehmen (Ein Erzählabend mit Leonhard Paulmichl, ehemaliger Intendant des ORF Vorarlberg) Erinnerungsbilder von Dableibern und Karrnern, von Tirolern und Walschen, von Faschisten und Nationalsozialisten, von Heimischen und Fremden, von Wehrhaften und Wehrlosen. Anna Gerstendörfer, Schülerin. Gedanken zu Geschichte, Erinnerung und Toleranz; Textperformance Brigitte Walk. 2 Veranstaltungen Bludenz, Stadtvertretungssaal Mittwoch, 10. Nov. 2010, 19.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Familiengeschichte und Genealogie – die Interessensgemeinschaft Ahnenforschung Ländle (IGAL) stellt sich vor Das Interesse an der eigenen Familiengeschichte nimmt nach Einschätzung von Ahnenforschern immer mehr zu und damit findet auch die Familienforschung immer mehr Anhänger. Seit der Computer in fast jedem Haushalt anzutreffen ist, beschäftigen sich auch jüngere Leute mit diesem Thema. Der Genealogie kann damit die Funktion eines Bindegliedes zwischen den Generationen zuerkannt werden. Die Themen des Abends sind unter anderem die Vorstellung der Institution IGAL, das Aufzeigen der Möglichkeiten der Ahnenforschung durch und über die Vereinigung, wichtige Quellen und Nachschlagewerke, Stammbaumerarbeitung und Stammbaumgestaltung. Die Veranstaltung richtet sich an ein breites Publikum. Anfänger und Fortgeschrittene in der genealogischen Arbeit sind herzlich willkommen! Freitag, 19. November 2010, 19.30 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum MuseumNEU: Planüberarbeitung, Präsentation und Diskussion (Vortrag von Valentin Bearth) Andreas Rudigier und Bruno Winkler zum Stand der Entwicklung; Valentin Bearth, Vorsitzender der Fachjury des Wettbewerbs, erläutert seine eigene Arbeit und Beurteilungskriterien des Siegerprojekt von Marte.Marte Architekten; Stefan und Bernhard Marte erläutern wesentliche Faktoren ihrer Überarbeitung der Planentwürfe MuseumNEU Schruns – anschließend moderierte Plenumsdiskussion In der ersten Jahreshälfte 2010 wurden die Planentwürfe des Siegerprojektes für eine Erweiterung des Heimatmuseums Montafon in verschiedensten Gremien und privaten Gruppierungen präsentiert und diskutiert. Politische Entscheidungsträger und Sachverständige waren ebenso vertreten, wie Nachbarn, Heimatschutzverein, Bücherei, Wirtschafts­ treibende und an die 300 interessierte Privatpersonen. Eine erste öffentliche Präsentation – mit den Architekten, dem Jurymitglied Walter Angonese aus Kaltern und Eva Hody, 3 Hinter dem Kürzel IGAL steht eine Vereinigung von Menschen, die ihren Wurzeln auf den Grund gehen und die dabei gewonnenen Erfahrungen untereinander austauschen möchten. Die methodische Vorgangsweise, die Archivierung des anfallenden Materials und die Präsentation der Ergebnisse sollen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ein Grundgedanke der Vereinigung besteht auch im Angebot gegenseitiger Hilfestellung. 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen entwurfs und stellen sich der Diskussion dazu. Als neutrale Fachkompetenz ist es gelungen, Valentin Bearth aus Graubünden für diesen Abend zu gewinnen. Er wird Einblick in seine eigene Arbeit als Projektentwickler, als Denkmalschutzbeauftragter, als Dorfentwickler, als Forschungsbeauftragter, und nicht zuletzt als Architekt gewähren. Vor allem jedoch wird Valentin Bearth seine Einschätzung des Siegerprojektes von Marte.Marte Architekten erläutern. Valentin Bearth ist Professor an der ETH Zürich. Gegenwärtig dürfte sein kürzlich eröffneter Neubau der Monte RosaHütte am bekanntesten sein (vgl. MONT. AG 4). Weiters wurden seine Liftstationen im Schigebiet Arosa und sein Museumsbau in München viel beachtet. Nicht zuletzt wurde Valentin Bearth mit Preisen ausgezeichnet, die sein Bauen mit Holz, mit Beton, seine alpinen Bauten, Verwaltungsgebäude u.a. betreffen. Renovierungen und Restaurierungen zählen ebenso zu den Stärken seines Büros wie Studien (für den Graubündner Heimatschutz und St. Moritz) – http://www. bearth-deplazes.ch/ Samstag, 20. Nov. 2010, 13.30–18 Uhr der Geschäftsführerin des Bundesdenkmalamtes in Vorarlberg – fand zum Abschluss dieser ersten Vorstellungsund Gesprächsrunde bereits im Mai dieses Jahres statt. Parallel dazu bot und bietet der Heimatschutzverein ein reichhaltiges Programm zu Fragen der Architektur. Objektbesichtigungen im gesamten Montafon (alt und neu), Architekturexkursionen, Architekturgespräche und Ausstellungsbesuche. Ergänzend dazu gewähren die wöchentlichen MONT.AG-Mails aktuelle Impulse und Anregungen zu Fragen zeitgemäßer Architektur (MONT.AG steht für Montafoner Architekturgespräche). Architekturgespräche in Flims, Gelbes Haus Diese erste Phase dieses ganzjährigen Entwicklungsprozesses wird mit einer Präsentation der überarbeiteten Planentwürfe abgeschlossen. Marte.Marte Architekten haben auf den bisherigen, sehr breiten und intensiven Diskussionsprozess ebenso reagiert, wie auf fachliche Expertisen und Prüfungen. Etliche Faktoren dieses Prozesses sind in die Überarbeitung der Pläne eingeflossen. Am 19. November präsentieren die Architekten die Überarbeitung ihres Sieger­ 4 Schaan (FL), Pfarrsaal Einst sprach man hier Romanisch – Geschichte und Gegenwart des Rätoromanischen in Graubünden und im Rheintal Symposium des Arbeitskreises für interregionale Geschichte des mittleren Alpenraumes (AIGMA) Rätoromanisch war im Mittelalter die Umgangssprache Unterrätiens bis gegen den Bodensee, im heutigen Liechtenstein Veranstaltungen und im südlichen Teil Vorarlbergs. Nach dem Jahr 1000 vollzog sich der Wechsel zur deutschen Sprache; die Sprachgrenze verschob sich allmählich gegen die inneren Alpen. Nur in einigen Regionen Graubündens blieb das Rätoromanische bis heute als Minderheitssprache erhalten. In den Flurnamen des Rheintals, Liechtensteins und Vorarlbergs finden sich noch zahlreiche Zeugen der früheren Sprachsituation. Für die diesjährige Tagung des „Arbeitskreises für interregionale Geschichte des mittleren Alpenraums“ konnten Fachleute zur Sprachgeschichte im ehemaligen Unterrätien und in Graubünden gewonnen werden. Am Beispiel der aktuellen Stellung des Rätoromanischen im Kanton Graubünden als Landes- und Amtssprache werden die heutige kulturpolitische Bedeutung des Rätoromanischen und die öffentlichen Maßnahmen zur Sprachförderung dargestellt. Am Beispiel der Rätoromanen lassen sich auch einige Grundzüge und Probleme der Minderheitenpolitik in der Schweiz beleuchten. Die Veranstaltung wendet sich an ein breites Publikum. Die Vorträge im Überblick Vincenz Valentin: Moderation Guntram Plangg: Einführungsreferat: Rätoromanisch, die alte Landesprache Churrätiens aus unterrätischer Sicht – Geschichte, Spuren, Bedeutung Peter Erhart: Ethnische Spannungen zwischen Rätoromanen und Alemannen im frühen Mittelalter Rico Valär: Wie die vierte Landessprache die Schweiz einte. Rätoromanischer Sprachaktivismus in der Zwischenkriegszeit am Beispiel von Peider Lansel (1863 – 1943) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Gerhard Wanner: Die Räter und Rätoromanen in der Geschichtsschreibung Vorarlbergs – ihre ideologische Vereinnahmung Anna Alice Dazzi: „Era las proximas generaziuns dovran cun plaschair il rumantsch“. Die verschiedenen Aktivitäten der Lia Rumantscha zur Erhaltung und Förderung des Rätoromanischen Chasper Pult: Minderheitenpolitik in der viersprachigen Schweiz: Meilensteine und Rückschritte in der Sprachpolitik der Rätoromanen seit 1980. Chasper Pult Im Rahmen dieser Veranstaltung wird der erste Band der Schriftenreihe des Arbeitskreises präsentiert. Er widmet sich den Geschehnissen um 1809 in Vorarlberg, Tirol, Liechtenstein und Ostschweiz. 5 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Bartholomäberg, Altes Frühmesshaus Gaschurn, Montafoner Tourismusmuseum Sonntag, 28. Nov. 2010, ganztägig Gaschurn, Montafoner Tourismusmuseum Mittwoch, 24. November 2010, 19 Uhr Krippenausstellung (Krippenfreunde Partenen) Es ist wieder Krippenzeit. Die Krippenfreunde Partenen präsentieren heuer bis 2. Februar 2011 eine Auswahl ihrer Arbeiten im Museum in Gaschurn. Tag der offenen Tür Adventmärkte in Bartholomäberg und Gaschurn versammeln die Menschen im Dorf und geben den Museen die Chance, sich einem breiten Publikum zu öffnen. Die Museen möchten sich dabei nicht nur als Orte der Geschichte des Tales, sondern auch als Stätten des besinnlichen Rückzugs aus dem hektischen Alltag anbieten. Schruns, Montafoner Heimatmuseum Freitag, 26. November 2010, 19 Uhr Montafoner Krippen (Ausstellungseröffnung) Der Winterzauber in Schruns beginnt mit dem Schnee oder mit der Krippenausstellung im Heimatmuseum. Heuer präsentieren wir Ihnen eine Auswahl von Krippen von bekannten Montafoner KrippenbauerInnen. Schruns, Montafoner Heimatmuseum Dienstag, 30. November 2010, 19 Uhr „Wie ein staubiger Komet ...“ – Bilder zur Geschichte der Mobilität im Montafon (Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation) Mit der Eröffnung der Montafonerbahn vor 105 Jahren, am 18. Dezember 1905, brach ein neues Zeitalter der Mobilität 6 Veranstaltungen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 bei der Heimreise die Grenzen der Mobilität vor Augen. Die Ausstellung vermittelt an Hand historischer Fotos Einblick in die Entwicklung der Mobilität im Montafon. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Bildband im Sutton Verlag. Sonntag, 12. Dez. 2010, 10.30-17 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum im Tale an: Musste bisher der teure Stellwagen benutzt werden, so konnten die Reisenden preisgünstig und relativ rasch ins Montafon gelangen – aber auch die Bewohner des Tales wurden an den „Weltverkehr“ angeschlossen, wie es bei der Eröffnung euphorisch hieß. Für den Bau der Kraftwerke der Vorarlberger Illwerke wurde wenig später ein effizientes und einzigartiges System einer Transportkette für Güter im Hochgebirge geschaffen. Heute wird Mobilität unterschiedlich wahrgenommen: an einem Schitag können einerseits mühelos viele Höhenmeter Dank leistungsfähiger Liftanlagen gewonnen werden, andererseits führen die nachfolgenden Staus auf der Straße Tag der Offenen Tür (Silbriga Suntig) Tradition ist der Silbrige Suntig in Schruns und sein Adventmarkt, Tradition ist auch, dass das Heimatmuseum an diesem Tag seine Pforten öffnet, Tradition ist, dass Sie hier einen Blick auf die Sonderausstellungen und die Dauerausstellung werfen können (gleich drei Räume sehen anders aus als vor einem Jahr), Tradition ist auch, dass Sie hier die besten Weihnachtsgeschenke finden (Tipp: Bücher zu den Naturkatastrophen im Tal oder zur Verkehrsgeschichte des Tales), ebenso Tradition ist, dass aufgrund des enormen BesucherInnen-Andrangs ausnahmsweise kein besinnlicher vorweihnachtlicher Rückzug möglich ist. 7 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Honold hatte den Montafonern nicht nur eine attraktive Frau weggenommen (in raueren Zeiten hätte man ihm wohl die Prügelstrafe angedroht), und später bemächtigte er sich auch noch rasch ihrer Heimat. Als Kunstmaler und Restaurator erreichte er jeden Winkel des Tales. Durch die intensive Beschäftigung mit der Kulturgeschichte seiner neuen Heimat drang er auch immer wieder in alle Winkel der Montafoner Vergangenheit vor. Seine Bilder geben in expressiven Farbkompositionen die Oberflächen des Montafons wieder. Sie zeigen eine zum Teil vergangene Welt, die heute vorwiegend noch in touristischen Prospekten Platz findet. Aber Konrad Honold gab sich damit nicht zufrieden: Die detaillierte Auseinandersetzung mit der Geschichte führte zu vielen Texten, die in Fachorganen publiziert wurden, und sie führten vor allem zur Gestaltung von zahlreichen Bildern im öffentlichen Raum sowie von etwa 30 Gemeindewappen mit sinnfälligen Inhalten zu den jeweiligen Ortsgeschichten. Schruns, Montafoner Heimatmuseum Freitag, 4. Februar 2011, 20 Uhr Freitag, 4. März 2011, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) Im Jänner und Februar macht das Montafoner Heimatmuseum hinsichtlich der Veranstaltungen Pause. Mit einer Ausnahme: Die sangesfreudigen Menschen im Montafon sind herzlich willkommen, wenn Hannes Riesch in die Museumsstube lädt und zur Gitarre greift. Aktuelles Heimatbilder eines „Zugerasten“ – Ausstellung zu Konrad Honold (1918-2007) in Weingarten Ja, darf er denn das? Der aus dem Schwabenland stammende Konrad 8 Aktuelles In den 70er Jahren stand der aus Weingarten gebürtige Honold dem Montafoner Heimatschutzverein vor, gleichsam ein „Ritterschlag“ für einen „Zugerasten“. Ihm verdankt der Verein den Standort des Heimatmuseums am Kirchplatz in Schruns – übrigens gegen den Widerstand der damaligen Schrunser Gemeindepolitik, welche dem Museum nur ein Zimmerchen im Haus des Gastes überlassen wollte. Konrad Honold ist nun an den Ort seiner Geburt zurückgekehrt. Eine umfangreiche Werkschau mit vielen Montafoner Motiven wurde kürzlich im Stadtmuseum „Im Schlössle“ in Weingarten gezeigt. (Andreas Rudigier) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 gebracht hatte, nämlich im Zeichen des Pfarrers, Alpinisten und Chorleiters Franz Josef Battlogg (1836-1900). Seine damalige Wohnstatt, das Frühmesshaus in Gaschurn, dient heute als Museum und präsentierte in der Langen Nacht trachtige Kopfbedeckungen, ein in Funktion stehendes Spinnrad und unendlich viele „Krutspätzle“ mit „Öpfelmuas“. Das Museum in Silbertal erzählte für einmal nicht nur Geschichten vom Bergbau, sondern entführte die Besucherinnen und Besucher in das frühere Leben im Holz und auf der Alp. Edith Hessenberger entlockte dabei dem 86-jährigen Kilian Jochum manch launige Bemerkung etwa über seine 30 Sommer auf der Alpe Spora. Im Museum in Bartholomäberg erzählte Renate Vallaster über die schrecklichen Momente des Lawinenunglücks im Jänner 1954, bei welchem nicht nur sie ihre Mutter verlor. In Tschagguns musste Franz Bahl gar nicht viel reden, er ließ seinen selbstgedrehten Film über eine seiner sieben Matterhorn-Besteigungen „sprechen“. Bahls alpinistische Leistungen zeichnen sich durch besonders konditionsintensive Touren aus, die er trocken zu kommentieren wusste. Das Museum in Schruns machte sich in der Langen Nacht auf die Suche nach dem Museumsgeist, der im Schrunser Konsumgebäude haust und offenbar massiv gegen den Abbruch des Gebäudes zugunsten eines Neubaus für das neue Heimatmuseum ankämpft. Das gruselige Geisterhaus in der Schrunser Dorfgasse hatte auch eine Reihe von „Botzgschichta“ parat, die von Erich Konzett vorgetragen und von Thomas Heel musikalisch interpretiert wurden. 9 Lange Nacht der Montafoner Museen Über 1000 Besucher sorgen für neuen Rekord Wenn ein spinnender Hirt der Lawinengefahr trotzend das Matterhorn besteigt und am Gipfel, den süßen Klängen eines himmlischen Chores horchend, mit Geistern Krutspätzle und Sura Kees verschlingt, dann ist sie wieder da: die Lange Nacht der Montafoner Museen! Eine Rekordbesucherzahl von mehr als 1000 Besucherinnen und Besucher begleiteten am vergangenen 2. Oktober die Veranstaltungen der langen Museumsnacht, welche der ORF bereits zum 11. Mal ausgetragen hatte. Der Orgelvirtuose Bruno Oberhammer und das „Quartett vocaliter“ (unter der Leitung von Ursula Breuer) führten mit ihrem Konzert in der Pfarrkirche Gaschurn in die Lange Nacht ein. Das grandiose Klangerlebnis stand im Zeichen einer der schillerndsten Montafoner Persönlichkeiten, welche die Geschichte hervor- 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 10 Aktuelles Danke an die Mitwirkenden Franz Bahl, Anna Bertle, Karoline Bertle, Klaus Bertle, Judith Biermeier, Hermann Bitschnau, Ursula Breuer (Quartett Vocaliter), Georg Breuß, Ingrid Breuß, Andreas Brugger, Marie-Luise Brugger, Thiemo Dalpra, Ernst Feuerstein, Doris Fleisch, Ludwig Fleisch, Brigitte Frast, Erich Fritz, Hedwig Ganahl, Thomas Heel, Edith Hessenberger, Dietmar Jäger-Pichler, Kilian Jochum, Mathilde Kleboth, Erich Konzett, Marlies Kuster, Désirée Mangard, Helmut Marent, Bruno Oberhammer, Andreas Rudigier, Anita Saler, Franz Saler, Gerd Spratler, Martin Ströhle, Karin Valasek, Dominic Vallaster, Renate Vallaster, Dagmar Vergut, Ellen Wachter, Elisabeth Walch, Marianne Werle, Marieluise Werle, Siegbert Wittwer, Adolf Zudrell, Johanna Zudrell montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Architektonische Impressionen aus Tirol Im Rahmen der Montafoner Architekturgespräche 2010 hat der Heimatschutzverein einen Blick über die Landesgrenze geworfen. Exkursionsziel waren Dorfzentren in Tirol, in denen zeitgenössische Architektur eine überzeugende Symbiose mit vorhandener Bautradition eingeht. Die neuen Gemeinde- und Kulturzentren finden sich also in beziehungsreicher Gesellschaft von Pfarrkirche und Wirtshaus, Dorfplatz und Barockstift. Die außerordentlich interessierte Exkursionsgruppe wurde zusätzlich „belohnt“ mit aufschlussreichen Gesprächen: mit Bürgermeistern, Architekt und einer sehr versierten Exkursionsleiterin (Verena Konrad aus Innsbruck). Kappl 11 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles – und für Laien ungewohnten – Formensprache aufzuwarten. So war es im Barock, so ist es heute. In all den vorgestellten Dorfzentren war zeitgemäße Architektur anfänglich ein Streitpunkt. Dann kamen die Diskussionen, die Abwägungen, die Adaptierungen, die Konsensversuche, ein wachsendes Vertrauen in architektonische Fachkompetenz – und letztlich der Mut, das Neue zu wagen. Die neuen Akzente, so ungewohnt sie anfänglich auch sein mögen, werden ganz offensichtlich auch angenommen. Eine Zentrumsbelebung ist spürbar, die neuen Objekte funktionieren auch in ihrer ureigentlichen Aufgabe: als Cafe, als Kulturzentrum, als Amt, als Geschäft – oder als Museum (wie in Fließ und in Absam erlebt). Bemerkenswert war, dass bestimmte Faktoren für alle Stationen der Exkursion gleichermaßen Gültigkeit haben: Die zum Teil sehr innovativen Projekte stehen und fallen mit politischem Mut. Ohne den entschiedenen Rückhalt einzelner Bürgermeister, ohne die für neue Gemeindeentwicklungen aufgeschlossenen Entscheidungsträger, ohne ein Grundvertrauen in architektonische Fachkompetenz, wären manche der Projekte nicht möglich gewesen. Eine offene Diskussion sollte bereits zu den ersten Planungsentwürfen beginnen. Und diesen Entwurfsplänen müssen Expertisen, Bedarfsanalysen und Gutachten vorangehen. So gesehen, war der eingeschlagene Weg beim Projekt MuseumNEU sicherlich der einzig faire, transparente und angemessene. Zu allen Zeiten haben alle bedeutenden Baukünstler versucht, mit einer neuen Absam 12 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Fließ Rum 13 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 14 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp/Rudigier: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) SB 11 Trippolt/Bertle: Hannes Bertle. 2010 (€ 23,-/18,-) SB 12 Hessenberger/Kasper/Rudigier/ Winkler: Jahre der Heimsuchung. 2010 (€ 28,-/22,-) SB 13 Strasser: Entlang der Montafonerbahn. 2010 (Preis noch offen) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Neu: DVD erhältlich, (€ 15,-/12.-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 2009 (€ 10,-) 15 2011 1 2011 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.montafoner-museen.at Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten Herbst 2010/Frühjahr2011: Montafoner Heimatmuseum Schruns: Adventsamstage und –sonntage 15-18 Uhr 26.12.-6.1., täglich 15-18 Uhr ab 7. Jänner Dienstag bis Freitag, jeweils 15-18 Uhr Mont. Tourismusmuseum Gaschurn: Adventsonntage 15-18 Uhr 26.12.-6.1., täglich 16-18 Uhr ab 7. Jänner Dienstag bis Freitag, jeweils 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: 26.12.-6.1., täglich 16-18 Uhr ab 7. Jänner Mittwoch u. Freitag, jeweils 16-18 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: 26.12.-6.1., täglich 15-17 Uhr ab 7. Jänner Dienstag u. Donnerstag, 15-17 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt Familienname: Straße/Hnr.: Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 16 Grafik-Design Frei, Götzis
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Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 125 Jahre AV Sektion Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Das Vereinsjahr 2009 hat begonnen und ich möchte Ihnen dazu die besten Wünsche vermitteln! 2008 stand neben dem Anspruch, die laufenden Projekte fortzusetzen, ganz im Zeichen der talweiten Ausdehnung der Aktivitäten. Der Verein bemühte sich 2008 um mehr Veranstaltungen außerhalb des Heimatmuseums, was sich auf die Besucherzahlen wie folgt niederschlug: Während das Montafoner Heimatmuseum diesmal etwa 10.200 Menschen besuchten (Vorjahr 12.000) konnten die Museen und der Verein insgesamt mehr als 18.000 Menschen erreichen (Vorjahr 17.500). Wie wichtig Veranstaltungen sind, zeigt der Umstand, dass mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher den Einladungen der rund 270 Veranstaltungen und Führungen folgten. Im Mittelpunkt der Ausstellungstätigkeit stand das Thema „Grenzüberschreitungen“, das von Edith Hessenberger kuratiert und von einer umfangreichen Publikation begleitet wurde. Projekte zur Archäologie, Bergbaugeschichte, ViaValtellina, Kulturlandschaft im Allgemeinen, Maisäßlandschaft im Besonderen, Montafonertracht, Archivierung (Fotos, ZeitzeugInnen, Kulturgüter), zu Themenwegen sowie zu weiteren Aspekten der Zeitgeschichte konnten teilweise sehr erfolgreich weiter geführt werden. Mehr 1 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Rückblick sondern auch auf die neue Außenstelle am Bartholomäberg sowie vor allem die Besetzung der für den Verein relevanten Themen im Tal konzentrieren wird. Die an fünf Orten zu sehende Ausstellung „Mensch & Berg. Die Geschichte einer leidenschaftlichen Beziehung“ wird ab Pfingsten nicht nur eines der zentralsten Themen im Leben der Montafonerinnen und Montafoner in den Mittelpunkt rücken, sondern die Ausstellungen wollen auch die Zusammenarbeit in der Region im Sinne des künftigen musealen Konzepts fördern. 2009 als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgten für die Umsetzung des Programms, alle Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Projekte zusammengezählt waren etwa 130 Menschen für die Sache des Heimatschutzvereins Montafon und die Montafoner Museen im Einsatz! Ihnen allen gebührt ein großer Dank, so wie ich mich auch bei allen 750 Mitgliedern beziehungsweise jenem großen Teil, die ihren Mitgliedsbeitrag bezahlten, bedanken möchte. 2009 sollen die laufenden Projekte fortgesetzt werden. Im Mittelpunkt steht die Erweiterung der Montafoner Museen, die sich nicht nur auf den Standort Schruns, Für kritische Anregungen und Ergänzungen sind wir dankbar und freuen uns schon jetzt auf die nächste Begegnung mit Ihnen in einem der Montafoner Museen oder bei einer Veranstaltung außerhalb der Museen. Andreas Rudigier Vorarlberger Landesmuseumsverein 2 Veranstaltungen Dienstag, 27. Jänner 2009, 19.15 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Schruns, Montafoner Heimatmuseum November 1918 in Vorarlberg. Untergang und Neubeginn (Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Wanner) Am 3. November erklärte sich Vorarlberg zum selbstständigen Staat mit einer republikanischen Verfassung, eigener Währung, einem Volksheer und einer Grenze am Arlberg. Wohin jedoch die Zukunft führen würde, wusste man nicht. Der allgemeine Trend hieß zur Schweiz! Der Referent schildert erstmals umfassend die turbulenten Monate November-Dezember 1918: die Politik, Vorarlbergs Auslandsbeziehungen, die Rollen der katholischen Kirche und der Parteien, das Leben und Leiden der sozialen Klassen und Gruppen, den starken Antisemitismus und die tristen wirtschaftlichen Verhältnisse. Es herrschte Hungersnot, die „Spanische Grippe“ forderte Hunderte von Menschenleben, die einst blühende Textilindustrie lag am Boden, Tausende enttäuschter und geschundener Kriegsheimkehrer waren arbeitslos. Frauen und Kinder waren unglaublichen Belastungen ausgesetzt. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Donnerstag, 29. Jänner 2009, 19.15 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Richard Beitl (1900-1982). Dichtung – Wissenschaft – Wirken für die Heimat (Ausstellungseröffnung) Dem Volkskundeprofessor, Schriftsteller und langjährigen Schrunser Kulturreferenten Richard Beitl (1900-1982) wird die Winterausstellung im Montafoner Heimatmuseum in Schruns gewidmet. Der aus Schruns stammende Beitl war als Dozent für Volkskunde in Berlin tätig und verfasste auch heute noch gültige Publikationen. In der Nachkriegszeit setzte 3 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) 2009 er sich als Schrunser Kulturreferent für den Bau der Hochjochbahn und gegen die Ableitung der Litz ins Klostertal ein und spielte eine entscheidende Rolle in der Auseinandersetzung um die Schreibweise „Montavon“. Hohe Bekanntheit erlangte er als Schriftsteller von Romanen („Angelika“, „Johringla“). Freitag, 6. Februar 2009, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) Lustige, gesellige Lieder und auch Lieder zum Tanzen sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Faschingszeit erfreuen. Hannes Riesch begleitet auf der Gitarre zu den Liedern aus dem Vorarlberger Liederbuch und dem Wirtshausliederbüachle. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 19.37 Uhr (Lorüns 19.44, St. Anton 19.47, Vandans 19.49, Tschagguns 19.55), Ankunft Schruns 19.57 Uhr – Rückreise von Schruns um 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 19.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 19.28, Gortipohl-Zentrum 19.33, St. Gallenkirch-Zentrum 19.38), Ankunft Schruns 19.55 Uhr – Rückreise mit dem Nachtexpress Montafon möglich: Schruns-Bahnhof stündlich ab 21.03 Uhr Richtung Partenen (Vorverkaufsstellen für Nachtexpress: Gemeindeämter, Tourismusbüros, Hotels, Gastronomie, Stand Montafon, Bahnhof Schruns, Wachter Autoreisen Vandans, Anton Shuttleservice) Zur Eröffnung sprechen Dr. Paul Rachbauer und Prof. Klaus Beitl. Im März erscheint zu Richard Beitl ein Band der Montafoner Schriftenreihe, zu dem international renommierte Autorinnen und Autoren beitragen und das breite Schaffen Beitls anschaulich darlegen werden. Vorträge und Lesungen ergänzen ebenfalls im März und April das Rahmenprogramm zur Ausstellung, die bis 18. April zu sehen ist. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr 4 Veranstaltungen Montag, 16. Februar 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Hittisau, Frauenmuseum Frauen im Bergbau vom Mittelalter bis in die Gegenwart (Bildvortrag von Prof. Dr. Christina Vanja) des Fachbereichs Archiv, Gedenkstätten und Historische Sammlungen beim Landeswohlfahrtsverband Hessen. Die Montafoner Museen laden gerne zu diesem gerade für das Montafon wichtigen Vortrag ein. Sollten Sie Interesse an einer Mitfahrgelegenheit haben (oder selbst in Ihrem Auto jemanden mitnehmen können), bitten wir Sie, uns rechtzeitig beim Heimatmuseum in Schruns Informationen zukommen zu lassen. Die Ausstellung in Hittisau ist noch bis 28. Februar 2009 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag, jeweils von 15 bis 17 Uhr, sowie Sonntag, 14 bis 17 Uhr; Sonderführungen sind jeweils am letzten Sonntag in einem Monat (28.12., 25.1., 22.2.) um 15 Uhr angesetzt. Nach telefonischer Vereinbarung (05513/6209-50) kann die Ausstellung auch jederzeit besucht werden. Das Frauenmuseum in Hittisau (Bregenzerwald) widmet seine Winterausstellung den Frauen im Bergbau. Unter dem Titel „Von Kohle gezeichnet“ präsentiert Dariusz Kantor Fotografien aus der Kohlenwäsche, die zwischen 2002 und 2004 aufgenommen wurden. Mit der Kamera erzählt Dariusz Kantor von Frauen, die im oberschlesischen Bergbau unter großen physischen Belastungen arbeiten. Die dokumentarischen Photographien werden durch ihre künstlerische Qualität zu Metaphern für menschliche Arbeit und soziale Verhältnisse. Im Frauenmuseum werden die schwarz-weißen Bildgeschichten der Gegenwart durch Einblicke in sozialgeschichtliche Entwicklungen erweitert. Aktuelles Michael Kasper: Ein Montafoner Steuerbuch aus dem Jahr 1645. Bemerkungen zur regionalen Wirtschafts- und Sozialgeschichte in der frühen Neuzeit – Edition und sozialstatistische Auswertung. Saarbrücken 2008, 131 S. Der Historiker und Theologe Michael Kasper nahm sich in seiner Diplomarbeit einer bisher wenig beachteten Quellengattung an: Er untersuchte das älteste Montafoner Steuerbuch aus dem Jahre 1645 für die Gemeinden Bartholomäberg, St. Anton und Schruns. Die Auswertung stellt die bisher gängigen (und wohl auch zum Teil schon „liebgewonnenen“) 5 Im Vermittlungsprogramm referiert an diesem Abend die Historikerin Christina Vanja über das vor allem bei uns noch viel zu wenig beachtete Thema über die Rolle und Arbeit der Frauen im Bergbau. Professorin Christina Vanja ist Leiterin 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Aktuelles Wissenschaftsprojekt zu Montafoner Steuerbüchern Die Förderung des Projekts „Frühneuzeitliche Steuerbücher aus der Region Montafon – Edition und sozialstatistische Auswertung“ wurde am 19. November vom TWF (Tiroler Wissenschaftsfonds) beschlossen. Dem aktuellen Ansatz in der Geschichtsschreibung folgend, der von Daten, Fakten und Ereignissen hin zu Strukturen, Lebensbedingungen und den Lebenschancen breiter Kreise der Bevölkerung geht, beschäftigt sich das Projekt auf der Grundlage erhaltener Steuerbücher mit der frühneuzeitlichen Sozialgeschichte einer ländlich geprägten alpinen Region am Beispiel des Montafons. Bisher gibt es in erster Linie vergleichbare Untersuchungen zu urbanen Räumen, jedoch nur wenige Arbeiten, die agrarisch geprägte periphere Regionen im Blick haben. Insbesondere im ostalpinen Raum herrscht hierzu noch eine zu schließende Forschungslücke. Vorarlberg und zahlreiche angrenzende Regionen wurden bislang in der wirtschafts- und sozialhistorischen Forschung als (Proto-) Industrieländer wahrgenommen, während die Sozialgeschichte der ländlichen Berggebiete weitgehend aus dem Blick geriet. Dieses Projekt setzt bei diesem Mangel an und nähert sich über serielle quantitative Quellen den dort herrschenden sozialen Verhältnisse vom 17. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Die Steuerbücher, die im Rahmen des Projekts ediert und statistisch ausgewertet werden, wurden anlässlich des Einzugs von Steuern angelegt. Sie definieren sich über die erhobenen Abgaben und lassen sich den seriellen Quellen zuordnen. Während manche Steuerbücher die Vermögensverhältnisse beschreiben, um dann für einen längeren Zeitraum im Gebrauch zu sein, verrech- 2009 Erkenntnisse von einer homogen strukturierten bäuerlichen Erwerbsgesellschaft in Frage. Kaspers Interpretation der Vermögensverhältnisse geht eine detailliert vorgenommene Untersuchung der aus dem Buch ableitbaren Sozialstruktur voraus. Von den 1341 im Steuerbuch angeführten Personen (davon 723 Steuerpflichtige) zählten auf Grund ihrer Steuerleistung 78 Prozent zur Unterschicht, 15 Prozent zur Mittelschicht (wobei diese Gruppe am meisten zum Steueraufkommen beitrug) und lediglich 5 Prozent zur vermögenden Oberschicht. Diese Minderheit ist jedoch, wie der Autor eingehend ausführt, am ehesten biographisch fassbar: Als politische Entscheidungsträger, vermögende Bauern und im Dorfleben bestens verankerte Wirte erfuhren sie hohe Bekanntheit und Wertschätzung. Kaspers Untersuchung stellt einen wichtigen (und vorbildlich ausgeführten) Beitrag zur Sozialgeschichte des Montafons dar. (Peter Strasser) 6 AKTUELLES montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 tafons auf einer umfassenden ganzheitlichen Ebene beschäftigen soll, beim FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) beantragt werden. (Michael Kasper) Österreichischer Skiverband (Hg.), Österreichische Skistars von A-Z. Zusammengetragen von Otto Schwald. Innsbruck 2008, 543 Seiten „Otto Schwald, der ÖSV-Sisyphus“ – so bezeichnet der Präsident des Österreichischen Skiverbandes Peter Schröcksnadel im Vorwort den Autor des vorliegenden Bandes, Ausschussmitglied und stellvertretenden Obmann des Geschichtsvereins Region Bludenz. Der Bludenzer Sporthistoriker Otto Schwald hatte in über zehn Jahre andauernder Recherchearbeit die Biografien und Erfolge von etwa 700 ÖSV-Sportlerinnen und Sportlern eruiert. Sie sind im vorliegenden Buch, das über den Österreichischen Skiverband in Innsbruck (Olympiastraße 10) zu beziehen ist, nun publiziert worden. Aus dem Montafon fanden folgende Sportlerinnen und Sportler Aufnahme: Andrea Amann (Freestylerin des WSV Tschagguns), Mathias Berthold (Skifahrer des SC Gargellen), Werner Bleiner (Skifahrer des WSV Tschagguns), Kurt Engstler (Skifahrer des WSV Tschagguns), Ignaz Ganahl (Firngleiter und Carver des Figl-Clubs Bürs, in St. Gallenkirch beheimatet), Ingrid Gfölner (Skifahrerin des SV Vandans und SC Montafon), Edwin Hartmann (Skispringer und Langläufer des SK Frastanz, in Schruns beheimatet), Sepp Horntrich (Langläufer des SC Gaschurn), Luise Jaretz (Skifahrerin des SC Montafon), Lothar Kuster (Freestyler des Vorarlberger Freestyler Clubs, aus St. 7 neten andere nur die tatsächlich entrichteten Steuern. Beide Formen stellen zwei der wichtigsten Quellen für die historische Statistik, sowie für sozialhistorische und genealogische Fragestellungen dar. Der Entwurf eines umfassenden sozialbeziehungsweise wirtschaftsgeschichtlichen Profils des Untersuchungsraumes Montafon bedarf einer sowohl quantitativ als auch qualitativ breit erschlossenen Quellenbasis. Dieses Projekt soll im erstgenannten Bereich die Basis für die sozialgeschichtliche Aufarbeitung des komplexen Mikrokosmos der Gesellschaft des Montafons in der frühen Neuzeit bieten, denn mit Hilfe der erhobenen Daten können Rückschlüsse auf soziale Strukturen und gesellschaftliche Transformationsprozesse gezogen werden. Um zu einem umfassenden Verständnis zu gelangen, sind jedoch noch weitere intensive Forschungen – insbesondere im Bereich der qualitativen Quellen – notwendig. Deshalb soll anschließend an diese Untersuchung ein breit angelegtes Projekt, das sich mit der Sozialgeschichte des Mon- 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Aktuelles gegenüber letztem Jahr stark zugenommen. Durch die Aufnahme der Albula-/ Berninastrecken der Rhätischen Bahn in die UNESCO-Welterbeliste habe der Weitwanderweg an Attraktivität gewonnen, sind die Fachorganisation ViaStoria und die Rhätische Bahn überzeugt. 2009 Gallenkirch), Sonja Liebl-Mangeng (Firngleiterin des WSV Tschagguns), Martin Marinac (Skifahrer des SC Gaschurn), Erika Netzer (Skifahrerin des WSV St. Gallenkirch), Christian Orlainsky (Skifahrer des WSV Tschagguns), Angelika Rudigier (Skifahrerin des SC Partenen), Petra Sagmeister (Firngleiterin des Figl-Clubs Bürs, beheimatet in Vandans), Rainer Salzgeber (Skifahrer des WSV Tschagguns), Markus Schairer (Snowboarder des WSV St. Gallenkirch), Reneé Svardsjö (Freestylerin des SC Gaschurn), Corinna Tan-Mengeng (Firngleiterin des WSV Tschagguns), Anita Wachter (Skifahrerin des WSV Tschagguns). Die nackten Zahlen über die Erfolge der vorgestellten Sportlerinnen und Sportler mögen Statistikfreaks interessieren, die jeweils vorangestellten Biografien hingegen machen einen spannenden Teil aus und sollten eine breite Leserschaft in ihren Bann ziehen. (Andreas Rudigier) ViaValtellina im Hoch Die Zahl der Kulturwandernden, die die ViaValtellina mit einem vier-, fünf- oder achttägigen Package erkundet haben, hat 8 Der historische Weinsäumerweg ViaValtellina ist eine der zwölf Via-Routen des Tourismusprogramms Kulturwege Schweiz von ViaStoria. Er führt von Schruns über Davos und Pontresina nach Tirano ins italienische Veltlin. Über den Berninapass und durch das Valposchiavo bis Tirano verläuft die ViaValtellina entlang der Berninanstrecke der Rhätischen Bahn, die im Juli in die Welterbeliste aufgenommen wurde. Entlang der ViaValtellina arbeiten zahlreiche Unternehmen aus Hotellerie, Gastronomie, Tourismus und Transport eng zusammen und garantieren einen reibungslosen Ablauf des Weitwanderprogramms. Dies ist umso wichtiger, da die meisten Buchun- Aktuelles gen kurzfristig erfolgen und kleinere Einrichtungen zeitweise schon an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Laut Angaben der Buchungsstelle bei der Rhätischen Bahn sind die Packages besonders bei der Kundschaft aus Deutschland und der Schweiz beliebt. (Text aus „Terra Grischuna“ 6/2008) montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Günther J. Wolf, Silvretta Connection. Die schicksalhaften Aufenthalte von Ernest Hemingway und John Dos Passos im Montafon. Bludenz, Rhätikonverlag 2008. In den Wintern 1924/25 und 1925/26 verbrachte der damals noch unbekannte Journalist und Schriftsteller Ernest Hemingway zwei mehrmonatige Winterurlaube im Montafon. Günther J. Wolf hat diesen Aufenthalten bereits im Jahr 2000 ein mittlerweile vergriffenes zweisprachiges Buch gewidmet (Paradies ohne Wiederkehr. Hemingway im Montafon). Das nun vorliegende Buch Silvretta Connection stellt eine inhaltlich erweiterte Aufarbeitung dieses Werkes dar. Wolf arbeitet in seinem neuen Buch jene Passagen in den literarischen Werken Hemingways heraus, in denen er auf das Montafon Bezug nimmt. So erinnert sich Hemingway in seinem letzten semi-autobiografischen Roman Paris – Ein Fest fürs Leben an seine Zeit im Montafon zurück. Wolf zitiert weiters auch aus Briefen, die Hemingway im Montafon geschrieben hat und erzählt auch sonst noch so manche Anekdote aus dem Leben des berühmten Schriftstellers. Im letzten Teil der Silvretta Connection finden sich, wie der Titel eigentlich nicht vermuten lässt, detaillierte Ausführungen zum aktuellen Tourismusgeschehen im Montafon. Zudem widmet sich Wolf in diesem Teil dem 2008 in Schruns eingeweihten und kontrovers diskutierten HemingwayDenkmal. Dabei geht er mit den Kritikern des Denkmals hart ins Gericht und manche Aussage wäre – unter uns gesagt – in der Glosse einer Regionalzeitung besser aufgehoben gewesen als in dem ansonsten lesenswerten Buch Silvretta Connection. (Andreas Brugger) 9 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Publikationen 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon. 1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28,-/22,-) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) 2009 Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 € 20,-/16,50) Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Maisäß und Alpen. 2002 € 20,-/16,50) Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 10 Publikationen Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon 1 Veranstaltungsübersicht 27. Jänner November 1918 in Vorarlberg, Vortrag von Univ.-Prof. Gerhard Wanner (Schruns) 29. Jänner Richard Beitl, Ausstellungseröffnung (Schruns) 6. Februar Offenes Singen (Schruns) 16. Februar Frauen im Bergbau, Vortrag von Prof. Christina Vanja (Hittisau) 11 2009 1 montafoner museen 125 Jahre AV Sektion Montafon Informationen 2009 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Winter) Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 16-18 Uhr Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag und Freitag, 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. 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MontafonerMuseen 17.12.2012, 07:14 Uhr 707.08 KB Download
Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Das Büro Rath & Winkler aus Innsbruck bearbeitet derzeit das Konzept für das neue Montafoner Heimatmuseum. Die Aufgabenstellung ist insofern viel schwieriger als in Vergleichsfällen, als dass neben der Neukonzeption des (zu erweiternden) Hauses in Schruns auch die Museen in Gaschurn, Silbertal und neu in Bartholomäberg mit berücksichtigt werden müssen. Dazu kommt der starke kulturlandschaftlich orientierte Zugang unserer Institution (internationale Museumskonventionen verlangen im Übrigen das Überwinden von Museumsmauern), der auch zahlreiche Projekte außerhalb der Museen umfasst, wie beispielsweise die archäologischen Forschungen zur prähistorischen Zeit, die Erforschung des Bergbaus, das Maisäßinventar, die ViaValtellina und andere Themenwege. Des Weiteren ist festzuhalten, dass derzeit mehr als 50 Personen im Rahmen der Museen und des Archivs mitarbeiten und somit auch die künftige Betriebsführung ein wichtiges Thema darstellt. In den vergangenen acht Jahren wurden von uns rund 6300 Seiten wissenschaftliche und lokalkundliche Publikationen herausgebracht, die von 133 Autorinnen und Autoren verfasst wurden. Auch das bestätigt, wie weit der Personenkreis gesteckt ist, auf den wir uns berufen können, und wie breit das Potenzial gestreut ist. Besucheranalysen aus den vergangenen acht Jahren zeigen auch deutlich auf, dass allein mit den Schausammlungen nur verhältnismäßig wenig Publikum angesprochen werden kann. Es bedarf beinahe täglicher Anstrengungen, um die Menschen ins Museum hinein- oder zu kulturlandschaftlichen Themen hinzuführen. Vielleicht ist das sogar der große Unterschied zu früheren oder althergebrachten Museumsaktivitäten, die nur von wenigen, dafür im Dorfe anerkannten (oder belächelten) Menschen durchgeführt wurden. Heute arbeiten im Museumsbetrieb sehr viele Personen mit, die aber großteils meist im Hintergrund bleiben und der Bevölkerung hinsichtlich ihres Tuns gar nicht bekannt sind. Beat Gugger, Volkskundler, Ausstellungskurator und anlässlich der Museumsakademie in Schruns „Verteidiger“ der Heimatmuseen 1 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Rückblick Ein modernes Museumsmanagement verlangt schließlich auch die Offenheit nicht nur über die regionalen Grenzen, sondern vor allem auch über den eigenen musealen Tätigkeitsbereich hinaus. Damit ist nicht nur der Kontakt mit anderen Kulturanbietern gemeint, sondern vielmehr auch der Kontakt mit politischen, wirtschaftlichen (in unserem Fall wohl vorzugsweise den touristischen) und anderen Gremien beziehungsweise Unternehmungen. „Netzwerke“ sind hier als Chance für die Museen anzuführen. Aufgrund der unzähligen Veranstaltungen der vergangenen Jahre konnten wir uns ein klares Bild machen, welche Themen, welche Objekte und welche Veranstaltungen Sie, geschätztes Mitglied, am meisten berühren. Dennoch sind wir an Ihren Anregungen sehr interessiert: Welche Anforderungen stellen Sie an die neuen Montafoner Museen und vielleicht können Sie auch in Ihrem Bekanntenkreis eruieren, warum dieser oder jener gerade nicht ins Museum geht? Das ist, mit Verlaub, eine fast noch spannendere Frage. Andreas Rudigier (Obmann) 2009 Die Besucherstatistik zeigt deutlich auf, dass sozialgeschichtliche Themen besser ankommen als reine Objektpräsentationen. Ein Grundsatz für die Zukunft wird deshalb lauten, nicht mehr Objekte nur zu zeigen, sondern Objekte auch erzählen zu lassen. Das Objekt darf nicht isoliert im Raum stehen, sondern muss in einen Kontext eingebunden werden, der es eben erzählen lässt. Eine dritte Ebene – die zweifellos attraktivste – ist jene, in welcher Menschen von den Objekten und ihren Geschichten erzählen. Menschen bleiben wohl länger in Erinnerung als Objekte. Das geschieht, wenn auch nicht immer in der gewünschten Authentizität, bei Führungen. Damit ist auch der Anspruch der Museen verbunden, sich mit den Ressourcen der eigenen Region nachhaltig auseinander zu setzen. Gabriele Rath, Gottfried Fliedl (Museumsakademie Joanneum), Bruno Winkler 2 Veranstaltungen Montag bis Mittwoch, 4.-6. Mai 2009, 8-17 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Galgenul, ViaValtellina Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen Dieser dreitägige Kurs unter der Leitung von Dr. Martin Lutz vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den LFI-Zertifikatslehrgang „Errichtung von Trockensteinmauern“. Der Kursbeitrag beträgt 125 Euro. Anmeldung im Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg unter E lfi@lk-vbg.at oder T 05574 400-191 bis 29. April 2009 möglich. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Stand Montafon, der Gemeinde St. Gallenkirch und den Montafoner Museen Das Volkskundemuseum in Stein (Appenzell) ist das Reiseziel der 10. Montafoner Trachtengespräche. Das Museum präsentiert im Besonderen die bäuerliche und textile Geschichte und Kultur AppenzellAußerrhodens. Im Rahmen der Besichtigung wird auch eine Handstickmaschine aus dem Jahr 1905 vorgeführt. Eine Webvorführung zeigt, wie das Plattstichgewebe mit „Nölleli-Muster“ hergestellt wird. Die Exkursion führt anschließend nach Wolfhalden. Nach einer Kaffeepause steht das dortige Museum auf dem Programm, in welchem ein komplett eingerichteter und funktionstüchtiger Seidenhandwebstuhl zu sehen ist. Die Rückkehr ist gegen 18.30 Uhr geplant. Anmeldungen bis 30. April im Montafoner Heimatmuseum notwendig! Die Kosten der Fahrt belaufen sich auf 25 Euro. Freitag, 8. Mai 2009, 20 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Donnerstag, 7. Mai 2009, Abfahrt 12.30 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) Hannes Riesch lädt wieder zu einem gemeinsamen Singen in die Stube des Heimatmuseums. 3 Treffpunkt: Bahnhof Schruns 10. Montafoner Trachtenge­ spräche: Exkursion ins Appenzell 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen 2009 ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 19.37 Uhr (Lorüns 19.44, St. Anton 19.47, Vandans 19.49, Tschagguns 19.55), Ankunft Schruns 19.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 19.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 19.28, Gortipohl-Zentrum 19.33, St. Gallenkirch-Zentrum 19.38), Ankunft Schruns 19.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. Mittwoch, 13. Mai 2009, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Vorarlberger Mundartwörterbuch (Buchpräsentation und Vortrag von Prof. Hubert Allgäuer) In zwölfjähriger Sammlertätigkeit hat der Verfasser für das Mundartlexikon all das zusammengetragen und aufgearbeitet, was 427 Gewährsleute aus allen Regionen Vorarlbergs als „bekannt“ eingestuft haben. Der gesamte Fragenkatalog (aufgeteilt auf 14 Regionen) hatte einen Umfang von 1.091 Seiten (32 Stichwörter pro Seite). Die Summe aller Rückantworten der Gewährsleute belief sich auf über 35.000 Seiten. Außerdem wurden 44 unveröffentlichte private MundartSammlungen mit einem Gesamtumfang von 1.054 Seiten einbezogen. Besondere Aufmerksamkeit widmete Hubert Allgäuer geläufigen Redewendungen und sprichwörtlichen Redensarten, aber auch auf Erklärungen auf Etymologie und den sprach- und kulturgeschichtlichen Hintergründen legte er großen Wert. Mehr als 16.500 Fußnoten mögen dieses Anliegen verdeutli4 chen. Am Ende entstand ein umfassendes, zweibändiges Nachschlagewerk mit 1.820 Seiten. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. Veranstaltungen Donnerstag, 14. Mai 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Montag, 18. Mai 2009, 19.15 Uhr Bludenz, Rathaus (Sitzungszimmer) Schruns, Montafoner Heimatmuseum Kirchen in Vorarlberg – eine Reise in Bildern durch das Land (Buchpräsentation mit Kurt Huber) Kurt Huber hat im vergangenen Herbst ein umfangreiches Werk herausgegeben, das die Pfarrkirchen des Landes Vorarlberg in von ihm gefertigten Aquarellen präsentiert. Zahlreiche Autoren stellen in begleitenden Texten die dargestellten Gotteshäuser vor. Msgr. Dr. Walter Juen spricht verbindende Worte und stellt die „Pfarrkirche“ in ihrem theologischen Kontext vor. Den kunsthistorischen Hintergrund der Kirchen der Region Bludenz stellt Dr. Andreas Rudigier vor. „Ein besessener Vorarlberger – Elmar Grabherr und die Ablehnung der Aufklärung“ von Leo Haffner (Buchpräsentation und Lesung mit verteilten Rollen) Das Buch macht Zeitgeschichte nicht nur aus der Sicht des „spätgeborenen“ Forschers erlebbar. Der Autor lässt auch Akteure und Zeitzeugen ausführlich selbst zu Wort kommen. Brisantes Material enthalten die Tagebücher des ÖVPPolitikers und Nazi-Gegners Karl Tizian sowie Privatbriefe des ehemaligen NSMitglieds Elmar Grabherr. Die Ursachen der verhinderten Aufklärung liegen laut Haffner in der Radikalisierung der politischen Lager nach der Entstehung des politischen Katholizismus im 19. Jahrhundert. Das Buch gibt Einblick in die inneren Machtverhältnisse Vorarlbergs nach 1945 und zeigt die Spätfolgen der NS-Ideologie auf. Grabherr, ehemals loyaler Gefolgsmann von Gauleiter Franz Hofer, wurde als Landesamtsdirektor (1955-1976) zum Wortführer der völkischen Alemannenideologie. Landtagspräsident Tizian setzte auf kulturelle Offenheit. Bereits als Student erkannte er klar den wahren Charakter des nationalsozialistischen Regimes. Als vehementer Gegner Grabherrs konnte er dessen Macht in der Ära Ulrich Ilg (1945-1969) allerdings nicht eindämmen. Im Süden Vorarlbergs wurden nicht alle Maßnahmen Grabherrs vorbehaltlos akzeptiert. Seine Anweisung, die Schreibweise des Namens „Montafon“ in „Montavon“ abzuändern, wurde in der Talschaft energisch boykottiert – letztlich erfolgreich. Landesrat Dr. Guntram Lins aus Bludenz 5 ☛ Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Montafonerbahn, Schruns ab 19.03, Ankunft in Bludenz 19.23 Rückreise: Montafonerbahn ab 21.37 Uhr. 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. 2009 Dienstag, 26. Mai 2009, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Wald in Dichtung und Musik (Vortrag von Hans Tschütscher) Der Wald hat viele Dichter und Komponisten angeregt und beeinflusst. Hans Tschütscher geht in seinem Vortrag auf einige ausgewählte Dichter und Komponisten ein. Ebenso werden verschiedene Holzarten und deren Einsatz für den Bau von Musikinstrumenten berücksichlehnte den „Kantönligeist“ der Alemannenideologie Grabherrs ab, da sie nicht vereinbar sei mit der Auffassung, dass Vorarlberg einer „offenen Gesellschaft“ zusteuern sollte. Die Mitwirkenden der „Lesung mit verteilten Rollen“: Brigitte Walk, Feldkirch, sowie Hans Peter Link, Roland Poiger und Leo Haffner (alle ehem. ORF). ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr 6 Aktuelles tigt. Hubert Malin spricht einführende Worte. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Stand Montafon ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Aktuelles ViaValtellina ausgezeichnet Im März wurde „Kulturwege Schweiz“ zum Sieger des Wettbewerbs „nachhaltiges und innovatives Tourismusprojekt 2008 der Alpenkonvention“ gewählt. Die Auszeichnung fand im Rahmen der zehnten Alpenkonferenz in Evian (Frankreich) statt. Kulturwege Schweiz ist ein integratives Tourismusprogramm, das Kulturgüterschutz, Regionalpolitik, regionale Produkte der Landwirtschaft mit Qualitätstourismus verbindet. Grundlage von Kulturwege Schweiz bildet ein Netz von zwölf nationalen Via-Routen und zahlreichen ergänzenden ViaRegioRouten auf historischen Wegen. Darunter befindet sich auch die ViaValtellina. (Zusammengefasster Bericht aus Prättigauer & Herrschäftler vom 19. März 2009) 7 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles dem abenteuerlichen Leben des Nobelpreisgewinners sowie zum Skilauf im Montafon der Zwischenkriegszeit. Christof Thöny referierte über das Arlberg-Kandahar-Rennen, dessen erstmalige Durchführung sich im letzten Jahr zum bereits 80. Mal gejährt hat. Neben einem Abriss der geschichtlichen Entwicklung des Rennens stellte er dabei die beiden Hauptinitiatoren des Rennens im Portrait dar. Dabei handelt es sich um den britischen Skipionier Sir Arnold Lunn, der als Erfinder des modernen Torlaufs gilt, und Hannes Schneider, der mit der Entwicklung der Arlbergtechnik der Arlbergregion zu weltweiter Bekanntheit verhalf. Der Kongress wurde durch diverse Veranstaltungen, wie Filmabende und Nostalgieskirennen abgerundet. Die allesamt auf Englisch gehaltenen Vorträge werden bis Jahresende in einem Sammelband publiziert werden. 2009 Andreas Brugger und Christof Thöny referierten bei Kongress in den USA Vom 29. März bis zum 3. April fand in der kalifornischen Sierra Nevada der heurige Internationale Skigeschichtekongress statt. Der renommierte amerikanische Skihistoriker John Allen hatte dazu über 60 Experten aus der ganzen Welt nach Mammoth Lakes eingeladen, die über eine Vielzahl skihistorisch sehr interessanter Themen referierten. Erstmals war Vorarlberg dabei gleich durch zwei Historiker vertreten, Andreas Brugger aus dem Montafon und Christof Thöny aus dem Kostertal. Beide hielten inhaltlich interessante und gut illustrierte Vorträge. Bei Andreas Brugger stand der weltbekannte amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway im Mittelpunkt, der in den 1920er Jahren mehrere Monate zum Skilaufen im Montafon weilte. Sein Roman „Paris. Ein Fest fürs Leben“, die Kurzgeschichte „Schnee auf dem Kilimandscharo“ sowie einige Briefe lieferten dabei anschauliche Darstellungen aus 8 Aktuelles Bilderbogen montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Schruns, 9. März 2009 Schruns, 2. April 2009 Schruns, 19. März 2009 St. Gallenkirch, 3. April 2009 Schruns, 26. März 2009 Gaschurn, 6. April 2009 9 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon. 1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28,-/22,-) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) 2009 Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 10 Publikationen Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Veranstaltungsübersicht 4.-6. Mai Trockensteinmauerkurs (Galgenul) 7. Mai Trachtengespräche Exkursion (Appenzell) 8. Mai Offenes Singen (Schruns) 13. Mai Mundarten in Vorarlberg (Schruns) 14. Mai Kirchen in Vorarlberg (Bludenz) 18. Mai Elmar Grabherr (Schruns) 26. Mai Wald in Dichtung und Musik (Schruns) 11 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Informationen 2009 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Sommer) Montafoner Heimatmuseum Schruns: ab Pfingsten Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: ab 14. Juni 2009 Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: ab 10. Juni 2009 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: ab 7. Juni 2009 Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Familienname: Straße/Hnr.: Grafik-Design Frei, Götzis Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 12
Schlagworte: informationsschrift , heimatmuseumskonzept
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