Samstag, 25. Mai 2019
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Klaus 31.01.2013, 07:32 Uhr 433.39 KB Download
Jahrgang 7, Ausgabe 6 Sehr geehrte Damen und Herren, werte Klauserinnen und Klauser! Zugestellt durch Post.at Klaus, im Juni 2012 Dafür verzichten die Grundbesitzer auf die Fortführung des gerichtsanhängigen Prozesses bezüglich Entschädigungsklage und ziehen diese zurück; auf die Zahlung von Zinsen durch die Gemeinde; Weiters stimmen sie einer Pauschalierung der gegnerischen Anwaltskosten mit 50.000 Euro für sämtliche Leistungen zu; Auf Grund dieser nun bekannten Tatsachen und des unverantwortlich großen Prozessrisikos, das entsprechende Entschädigungs-, Zins- und Anwaltszahlungen mit sich bringen könnte und damit die Entwicklung der Gemeinde Klaus behindern würde, empfehlen die Mitglieder des Raumplanungs- und Gemeindeentwicklungsausschuss der Gemeindevertretung „mehrheitlich 5 : 1“ der Auflage zur Umwidmung zuzustimmen! Dies entspricht, in Anbetracht des großen Prozessrisikos mit Sicherheit auch dem Grundsatz der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Zweckmäßigkeit. Der ausgehandelte Kompromiss ermöglicht es den für die Gemeinde Verantwortlichen ohne Risiko die Weiterentwicklung der Gemeinde zu planen und die Umsetzung der vielfältigen Aufgaben im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Klaus, ohne dem Damoklesschwert einer Zahlung in Millionenhöhe leisten zu müssen, zu gewährleisten!“ Dieser Antrag wurde in der Gemeindevertretung am 23. Mai 2012 mehrheitlich mit 20 : 2 Stimmen angenommen. Nun liegt der Plan einen Monat (bis einschl. 25. Juni 12) im Gemeindeamt zur Einsicht und zur Stellungnahme auf! Ich würde mich freuen, wenn Sie zahlreich von dieser Möglichkeit Gebrauch machen würden und uns als Entscheidungsträger Ihre Meinung mitteilen würden. Weiters ist es mir ein Anliegen Sie im persönlichen Gespräch über die weiteren Absichten der Gemeinde zu informieren! In diesem Sinne freue ich mich auf Ihren Besuch im Gemeindeamt und verbleibe mit den besten Grüßen Ihr/euer Bürgermeister Wie Sie sicherlich durch die Medienberichterstattung erfahren haben steht für die Gemeinde Klaus im Bereich „Hinterer Tschütsch“ eine wegweisende Entscheidung an. Nach mehreren Verhandlungsrunden und Einholung diverser Rechtsmeinungen habe ich und die Mehrheit des Raumplanungs- und Gemeindeentwicklungsausschusses der Gemeindevertretung, die Auflage zur Widmung eines Teiles des Gebietes „Hinterer Tschütsch“ von Freifläche Freihaltegebiet in Baufläche Wohngebiet“ (gem. Plan von DI Georg Rauch vom Mai 2012), mit nachstehenden Erläuterung, empfohlen: „Von zwei bzw. drei Grundbesitzern des Gebietes „Hinterer Tschütsch“ wurde gegenüber der Gemeinde Klaus, auf Grund der Rückwidmung ihrer Grundstücke, eine Entschädigungsklage in Höhe von rund neun Millionen Euro eingebracht! Auf Grund der bestehenden Rechtslage und des Urteils des Obersten Gerichtshofes im Fall „Lochau“, indem die Gemeinde Lochau zur Entschädigungszahlung und zur Zinszahlung von 4% (vom Zeitpunkt der Antragsstellung bis zur Wiederherstellung des ursprünglichen Widmungsstandes) verurteilt wurde, besteht auch für die Gemeinde Klaus, im Falle einer weiteren gerichtlichen Auseinandersetzung ein nicht unerhebliches Risiko den Prozess gegen die Grundbesitzer zu verlieren! Dies hätte für die Gemeinde und ihre weitere Entwicklung gravierende Folgen, die heute, auf Grund der noch nicht bekannten Höhe der Zahlungen, noch nicht absehbar sind! Im Laufe der letzten zwei Jahre konnte von der Gemeinde Klaus bzw. deren Rechtsvertreter RA Dr. Philipp Längle mit den Grundbesitzern bzw. mit deren Rechtsvertretern RA Dr. Karl Schelling und RA Dr. Georg Mandl ein Kompromiss ausgearbeitet werden, der folgende Punkte beinhaltet: Die Gemeinde widmet die Grundstücke der betroffenen Grundbesitzer, laut vorliegendem Plan vom Mai 2012 von DI Georg Rauch – insbesondere eine Fläche von 14877 m² von Freifläche Freihaltegebiet – FF – in Baufläche Wohngebiet - BW; Ein Teil des Gst.: 1781 „Wiesis Duhla“ (vom Waldrand bis zur Tschütschstraße - derzeit ca. 600 m² FF - davon sollen ca. 340 m² in BW gewidmet werden) geht zu je 50 % an die Grundbesitzer; Gemeindeinformation Klaus Seite 1 Veranstaltungskalender der Gemeinde Klaus für Juni 2012 Datum Juni 2012 Sa. 02. Mi. 06. Do. 07 Fr.-So. 08.-10. Sa. 09. Mo. 11. u. 25. Mo. 11. Do. 14. So. 24. Sa. 30. Veranstaltung Minigolfanlage Klaus ist eröffnet Für Hobbyspieler hat der Bahnengolfclub wieder preiswerte Jahreskarten aufgelegt. Veranstalter Union Bahnengolfsportclub Klaus Fa. Bau Summer Klaus, Treietstraße FC Amateure Klaus Pfarre „Zur Heiligen Agnes“ Klaus Gemeinden Klaus (Vlbg) und Donnerskirchen (Bgld) FC Amateure Klaus Connexia und Gemeinde Klaus Heimatkundeverein Klaus Gemeinde Klaus (ab Jahrgang 1942) Obst– und Gartenbauverein Klaus Ort und Zeit Bahnengolfanlage Klaus Samstag + Sonntag von 13.30 - 18.00 Uhr Firmengelände der Fa. Bau Summer, Klaus 09.00 Uhr - 16.00 Uhr Fußballplatz Fraxern 19.00 Uhr Aula der Mittelschule Klaus 09.00 Uhr Donnerskirchen (Bgld) ganztags Fußballplatz Fraxern 19.00 Uhr Gemeindeamt 09.00 - 10.00 Uhr GH „Zur Birke“ 20.00 Uhr Treffpunkt: 13.30 Uhr Gemeindeamt Klaus Poltisgasse 10 + Am Bach 11 Kinder- und Erlebnisbaustelle Mit Unterstützung der Profis v. Bau Summer dürfen die kleinen BaumeisterInnen mauern, nageln, Kies schaufeln, Bagger fahren usw. Fußball - Hobbyliga FC Klaus gegen FC Weiler Fronleichnamsgottesdienst mit anschließender Prozession zur Kirche JungbürgerInnenfeier der Jahrgänge 1993 und 1994 in der Partnergemeinde Donnerskirchen Fußball - Hobbyliga FC Klaus gegen FC Fraxern Elternberatung (Frau Auer - Dipl. Kinderkrankenschwester) Heimatkundeverein Monatstreffen „Straßen Lehmbühel und im Riedle früher und heute“ „Plus 70“ - Ausflug der SeniorInnen „Vom Gemeindeamt zum Silvretta See“ Tag der offenen Gartentüre bei den Familien Marianne und Walter Griß und Irmgard und Ewald Hensler 10.00 Uhr - 17.00 Uhr Turnhalle der Mittelschule 13.00 Uhr - 20.00 Uhr Bahnengolfanlage ganztags Österreichische Schülermeisterschaft im Ringen KSK-Klaus UBGSC Klaus So. 01. Juli ► ► ► 31. Int. Montfortpokalturnier des Bahnengolfsportclubs Klaus Mülltermine im Juni 2012 Fr.: 01. Juni Fr.: 15. Juni Fr.: 22. Juni Vorsicht!!! Bioabfall/Kunststoff ► Sa.: 09. Juni Bioabfall ► Do.: 21. Juni Restmüll/Bioabfall ► Fr.: 29. Juni Illegales Entsorgen von Müll kann teuer kommen“ Restmüll/Bioabfall Sperrmüll/Sperrgut Bioabfall/Kunststoff Vorsicht!!!! Allgemeine Entsorgungsinformationen Biomüllsäcke und Ständer sowie Restmüllsäcke, Kunststoffsäcke und Sperrgutmarken erhalten Sie von Montag bis Freitag von 08.00 Uhr - 12.00 Uhr beim Bürgerservice der Gemeinde Klaus Die Altstoffsammelstelle bei der Fa. Branner hat jeden Samstag von 09.00 Uhr - 11.00 Uhr geöffnet! Kostenlose Abgabe von: Papier, Kartonagen, Altmetallen, Glas, Kunststoffe (gelber Sack), Restmüllsäcke, Bioabfallsäcke, Abgabe gegen Gebühr: Sperrmüll, Bauschutt, Grünmüll, Elektrogeräte und Reifen! Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an den Bürgerservice der Gemeinde Klaus (05523/62536-10) Gemeindeinformation Klaus Seite 2
Schlagworte: hinterer tschütsch , veranstaltungskalender
MontafonerMuseen 17.12.2012, 07:14 Uhr 707.08 KB Download
Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Das Büro Rath & Winkler aus Innsbruck bearbeitet derzeit das Konzept für das neue Montafoner Heimatmuseum. Die Aufgabenstellung ist insofern viel schwieriger als in Vergleichsfällen, als dass neben der Neukonzeption des (zu erweiternden) Hauses in Schruns auch die Museen in Gaschurn, Silbertal und neu in Bartholomäberg mit berücksichtigt werden müssen. Dazu kommt der starke kulturlandschaftlich orientierte Zugang unserer Institution (internationale Museumskonventionen verlangen im Übrigen das Überwinden von Museumsmauern), der auch zahlreiche Projekte außerhalb der Museen umfasst, wie beispielsweise die archäologischen Forschungen zur prähistorischen Zeit, die Erforschung des Bergbaus, das Maisäßinventar, die ViaValtellina und andere Themenwege. Des Weiteren ist festzuhalten, dass derzeit mehr als 50 Personen im Rahmen der Museen und des Archivs mitarbeiten und somit auch die künftige Betriebsführung ein wichtiges Thema darstellt. In den vergangenen acht Jahren wurden von uns rund 6300 Seiten wissenschaftliche und lokalkundliche Publikationen herausgebracht, die von 133 Autorinnen und Autoren verfasst wurden. Auch das bestätigt, wie weit der Personenkreis gesteckt ist, auf den wir uns berufen können, und wie breit das Potenzial gestreut ist. Besucheranalysen aus den vergangenen acht Jahren zeigen auch deutlich auf, dass allein mit den Schausammlungen nur verhältnismäßig wenig Publikum angesprochen werden kann. Es bedarf beinahe täglicher Anstrengungen, um die Menschen ins Museum hinein- oder zu kulturlandschaftlichen Themen hinzuführen. Vielleicht ist das sogar der große Unterschied zu früheren oder althergebrachten Museumsaktivitäten, die nur von wenigen, dafür im Dorfe anerkannten (oder belächelten) Menschen durchgeführt wurden. Heute arbeiten im Museumsbetrieb sehr viele Personen mit, die aber großteils meist im Hintergrund bleiben und der Bevölkerung hinsichtlich ihres Tuns gar nicht bekannt sind. Beat Gugger, Volkskundler, Ausstellungskurator und anlässlich der Museumsakademie in Schruns „Verteidiger“ der Heimatmuseen 1 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Rückblick Ein modernes Museumsmanagement verlangt schließlich auch die Offenheit nicht nur über die regionalen Grenzen, sondern vor allem auch über den eigenen musealen Tätigkeitsbereich hinaus. Damit ist nicht nur der Kontakt mit anderen Kulturanbietern gemeint, sondern vielmehr auch der Kontakt mit politischen, wirtschaftlichen (in unserem Fall wohl vorzugsweise den touristischen) und anderen Gremien beziehungsweise Unternehmungen. „Netzwerke“ sind hier als Chance für die Museen anzuführen. Aufgrund der unzähligen Veranstaltungen der vergangenen Jahre konnten wir uns ein klares Bild machen, welche Themen, welche Objekte und welche Veranstaltungen Sie, geschätztes Mitglied, am meisten berühren. Dennoch sind wir an Ihren Anregungen sehr interessiert: Welche Anforderungen stellen Sie an die neuen Montafoner Museen und vielleicht können Sie auch in Ihrem Bekanntenkreis eruieren, warum dieser oder jener gerade nicht ins Museum geht? Das ist, mit Verlaub, eine fast noch spannendere Frage. Andreas Rudigier (Obmann) 2009 Die Besucherstatistik zeigt deutlich auf, dass sozialgeschichtliche Themen besser ankommen als reine Objektpräsentationen. Ein Grundsatz für die Zukunft wird deshalb lauten, nicht mehr Objekte nur zu zeigen, sondern Objekte auch erzählen zu lassen. Das Objekt darf nicht isoliert im Raum stehen, sondern muss in einen Kontext eingebunden werden, der es eben erzählen lässt. Eine dritte Ebene – die zweifellos attraktivste – ist jene, in welcher Menschen von den Objekten und ihren Geschichten erzählen. Menschen bleiben wohl länger in Erinnerung als Objekte. Das geschieht, wenn auch nicht immer in der gewünschten Authentizität, bei Führungen. Damit ist auch der Anspruch der Museen verbunden, sich mit den Ressourcen der eigenen Region nachhaltig auseinander zu setzen. Gabriele Rath, Gottfried Fliedl (Museumsakademie Joanneum), Bruno Winkler 2 Veranstaltungen Montag bis Mittwoch, 4.-6. Mai 2009, 8-17 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Galgenul, ViaValtellina Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen Dieser dreitägige Kurs unter der Leitung von Dr. Martin Lutz vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den LFI-Zertifikatslehrgang „Errichtung von Trockensteinmauern“. Der Kursbeitrag beträgt 125 Euro. Anmeldung im Ländlichen Fortbildungsinstitut Vorarlberg unter E lfi@lk-vbg.at oder T 05574 400-191 bis 29. April 2009 möglich. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Stand Montafon, der Gemeinde St. Gallenkirch und den Montafoner Museen Das Volkskundemuseum in Stein (Appenzell) ist das Reiseziel der 10. Montafoner Trachtengespräche. Das Museum präsentiert im Besonderen die bäuerliche und textile Geschichte und Kultur AppenzellAußerrhodens. Im Rahmen der Besichtigung wird auch eine Handstickmaschine aus dem Jahr 1905 vorgeführt. Eine Webvorführung zeigt, wie das Plattstichgewebe mit „Nölleli-Muster“ hergestellt wird. Die Exkursion führt anschließend nach Wolfhalden. Nach einer Kaffeepause steht das dortige Museum auf dem Programm, in welchem ein komplett eingerichteter und funktionstüchtiger Seidenhandwebstuhl zu sehen ist. Die Rückkehr ist gegen 18.30 Uhr geplant. Anmeldungen bis 30. April im Montafoner Heimatmuseum notwendig! Die Kosten der Fahrt belaufen sich auf 25 Euro. Freitag, 8. Mai 2009, 20 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Donnerstag, 7. Mai 2009, Abfahrt 12.30 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) Hannes Riesch lädt wieder zu einem gemeinsamen Singen in die Stube des Heimatmuseums. 3 Treffpunkt: Bahnhof Schruns 10. Montafoner Trachtenge­ spräche: Exkursion ins Appenzell 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen 2009 ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 19.37 Uhr (Lorüns 19.44, St. Anton 19.47, Vandans 19.49, Tschagguns 19.55), Ankunft Schruns 19.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 19.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 19.28, Gortipohl-Zentrum 19.33, St. Gallenkirch-Zentrum 19.38), Ankunft Schruns 19.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. Mittwoch, 13. Mai 2009, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Vorarlberger Mundartwörterbuch (Buchpräsentation und Vortrag von Prof. Hubert Allgäuer) In zwölfjähriger Sammlertätigkeit hat der Verfasser für das Mundartlexikon all das zusammengetragen und aufgearbeitet, was 427 Gewährsleute aus allen Regionen Vorarlbergs als „bekannt“ eingestuft haben. Der gesamte Fragenkatalog (aufgeteilt auf 14 Regionen) hatte einen Umfang von 1.091 Seiten (32 Stichwörter pro Seite). Die Summe aller Rückantworten der Gewährsleute belief sich auf über 35.000 Seiten. Außerdem wurden 44 unveröffentlichte private MundartSammlungen mit einem Gesamtumfang von 1.054 Seiten einbezogen. Besondere Aufmerksamkeit widmete Hubert Allgäuer geläufigen Redewendungen und sprichwörtlichen Redensarten, aber auch auf Erklärungen auf Etymologie und den sprach- und kulturgeschichtlichen Hintergründen legte er großen Wert. Mehr als 16.500 Fußnoten mögen dieses Anliegen verdeutli4 chen. Am Ende entstand ein umfassendes, zweibändiges Nachschlagewerk mit 1.820 Seiten. ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. Veranstaltungen Donnerstag, 14. Mai 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Montag, 18. Mai 2009, 19.15 Uhr Bludenz, Rathaus (Sitzungszimmer) Schruns, Montafoner Heimatmuseum Kirchen in Vorarlberg – eine Reise in Bildern durch das Land (Buchpräsentation mit Kurt Huber) Kurt Huber hat im vergangenen Herbst ein umfangreiches Werk herausgegeben, das die Pfarrkirchen des Landes Vorarlberg in von ihm gefertigten Aquarellen präsentiert. Zahlreiche Autoren stellen in begleitenden Texten die dargestellten Gotteshäuser vor. Msgr. Dr. Walter Juen spricht verbindende Worte und stellt die „Pfarrkirche“ in ihrem theologischen Kontext vor. Den kunsthistorischen Hintergrund der Kirchen der Region Bludenz stellt Dr. Andreas Rudigier vor. „Ein besessener Vorarlberger – Elmar Grabherr und die Ablehnung der Aufklärung“ von Leo Haffner (Buchpräsentation und Lesung mit verteilten Rollen) Das Buch macht Zeitgeschichte nicht nur aus der Sicht des „spätgeborenen“ Forschers erlebbar. Der Autor lässt auch Akteure und Zeitzeugen ausführlich selbst zu Wort kommen. Brisantes Material enthalten die Tagebücher des ÖVPPolitikers und Nazi-Gegners Karl Tizian sowie Privatbriefe des ehemaligen NSMitglieds Elmar Grabherr. Die Ursachen der verhinderten Aufklärung liegen laut Haffner in der Radikalisierung der politischen Lager nach der Entstehung des politischen Katholizismus im 19. Jahrhundert. Das Buch gibt Einblick in die inneren Machtverhältnisse Vorarlbergs nach 1945 und zeigt die Spätfolgen der NS-Ideologie auf. Grabherr, ehemals loyaler Gefolgsmann von Gauleiter Franz Hofer, wurde als Landesamtsdirektor (1955-1976) zum Wortführer der völkischen Alemannenideologie. Landtagspräsident Tizian setzte auf kulturelle Offenheit. Bereits als Student erkannte er klar den wahren Charakter des nationalsozialistischen Regimes. Als vehementer Gegner Grabherrs konnte er dessen Macht in der Ära Ulrich Ilg (1945-1969) allerdings nicht eindämmen. Im Süden Vorarlbergs wurden nicht alle Maßnahmen Grabherrs vorbehaltlos akzeptiert. Seine Anweisung, die Schreibweise des Namens „Montafon“ in „Montavon“ abzuändern, wurde in der Talschaft energisch boykottiert – letztlich erfolgreich. Landesrat Dr. Guntram Lins aus Bludenz 5 ☛ Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Montafonerbahn, Schruns ab 19.03, Ankunft in Bludenz 19.23 Rückreise: Montafonerbahn ab 21.37 Uhr. 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. 2009 Dienstag, 26. Mai 2009, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Wald in Dichtung und Musik (Vortrag von Hans Tschütscher) Der Wald hat viele Dichter und Komponisten angeregt und beeinflusst. Hans Tschütscher geht in seinem Vortrag auf einige ausgewählte Dichter und Komponisten ein. Ebenso werden verschiedene Holzarten und deren Einsatz für den Bau von Musikinstrumenten berücksichlehnte den „Kantönligeist“ der Alemannenideologie Grabherrs ab, da sie nicht vereinbar sei mit der Auffassung, dass Vorarlberg einer „offenen Gesellschaft“ zusteuern sollte. Die Mitwirkenden der „Lesung mit verteilten Rollen“: Brigitte Walk, Feldkirch, sowie Hans Peter Link, Roland Poiger und Leo Haffner (alle ehem. ORF). ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr 6 Aktuelles tigt. Hubert Malin spricht einführende Worte. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Stand Montafon ☛ Anreise mit der Bahn von Bludenz ab 18.37 Uhr (Lorüns 18.44, St. Anton 18.47, Vandans 18.49, Tschagguns 18.55), Ankunft Schruns 18.57 Uhr – Rückreise ab Schruns: 21.03 oder 22.03 Uhr ☛ Anreise mit dem Bus von Partenen-Zentrum ab 18.17 Uhr (Gaschurn-Zentrum 18.28, Gortipohl-Zentrum 18.33, St. Gallenkirch-Zentrum 18.38), Ankunft Schruns 18.55 Uhr – Rückreise nur mit dem Taxi möglich. montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Aktuelles ViaValtellina ausgezeichnet Im März wurde „Kulturwege Schweiz“ zum Sieger des Wettbewerbs „nachhaltiges und innovatives Tourismusprojekt 2008 der Alpenkonvention“ gewählt. Die Auszeichnung fand im Rahmen der zehnten Alpenkonferenz in Evian (Frankreich) statt. Kulturwege Schweiz ist ein integratives Tourismusprogramm, das Kulturgüterschutz, Regionalpolitik, regionale Produkte der Landwirtschaft mit Qualitätstourismus verbindet. Grundlage von Kulturwege Schweiz bildet ein Netz von zwölf nationalen Via-Routen und zahlreichen ergänzenden ViaRegioRouten auf historischen Wegen. Darunter befindet sich auch die ViaValtellina. (Zusammengefasster Bericht aus Prättigauer & Herrschäftler vom 19. März 2009) 7 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles dem abenteuerlichen Leben des Nobelpreisgewinners sowie zum Skilauf im Montafon der Zwischenkriegszeit. Christof Thöny referierte über das Arlberg-Kandahar-Rennen, dessen erstmalige Durchführung sich im letzten Jahr zum bereits 80. Mal gejährt hat. Neben einem Abriss der geschichtlichen Entwicklung des Rennens stellte er dabei die beiden Hauptinitiatoren des Rennens im Portrait dar. Dabei handelt es sich um den britischen Skipionier Sir Arnold Lunn, der als Erfinder des modernen Torlaufs gilt, und Hannes Schneider, der mit der Entwicklung der Arlbergtechnik der Arlbergregion zu weltweiter Bekanntheit verhalf. Der Kongress wurde durch diverse Veranstaltungen, wie Filmabende und Nostalgieskirennen abgerundet. Die allesamt auf Englisch gehaltenen Vorträge werden bis Jahresende in einem Sammelband publiziert werden. 2009 Andreas Brugger und Christof Thöny referierten bei Kongress in den USA Vom 29. März bis zum 3. April fand in der kalifornischen Sierra Nevada der heurige Internationale Skigeschichtekongress statt. Der renommierte amerikanische Skihistoriker John Allen hatte dazu über 60 Experten aus der ganzen Welt nach Mammoth Lakes eingeladen, die über eine Vielzahl skihistorisch sehr interessanter Themen referierten. Erstmals war Vorarlberg dabei gleich durch zwei Historiker vertreten, Andreas Brugger aus dem Montafon und Christof Thöny aus dem Kostertal. Beide hielten inhaltlich interessante und gut illustrierte Vorträge. Bei Andreas Brugger stand der weltbekannte amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway im Mittelpunkt, der in den 1920er Jahren mehrere Monate zum Skilaufen im Montafon weilte. Sein Roman „Paris. Ein Fest fürs Leben“, die Kurzgeschichte „Schnee auf dem Kilimandscharo“ sowie einige Briefe lieferten dabei anschauliche Darstellungen aus 8 Aktuelles Bilderbogen montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Schruns, 9. März 2009 Schruns, 2. April 2009 Schruns, 19. März 2009 St. Gallenkirch, 3. April 2009 Schruns, 26. März 2009 Gaschurn, 6. April 2009 9 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Publikationen 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon. 1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28,-/22,-) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) 2009 Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 10 Publikationen Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 3 Veranstaltungsübersicht 4.-6. Mai Trockensteinmauerkurs (Galgenul) 7. Mai Trachtengespräche Exkursion (Appenzell) 8. Mai Offenes Singen (Schruns) 13. Mai Mundarten in Vorarlberg (Schruns) 14. Mai Kirchen in Vorarlberg (Bludenz) 18. Mai Elmar Grabherr (Schruns) 26. Mai Wald in Dichtung und Musik (Schruns) 11 2009 3 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Informationen 2009 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten (Sommer) Montafoner Heimatmuseum Schruns: ab Pfingsten Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: ab 14. Juni 2009 Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: ab 10. Juni 2009 Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: ab 7. Juni 2009 Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Familienname: Straße/Hnr.: Grafik-Design Frei, Götzis Postleitzahl/Ort: Telefonnummer: E-mail: 12
Schlagworte: informationsschrift , heimatmuseumskonzept
MontafonerMuseen 17.12.2012, 07:10 Uhr 1.42 MB Download
Information montafoner montafoner museen museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 125 Jahre AV Bezirk Montafon Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Die Seite 1 sollte einleitenden Bemerkungen vorbehalten sein, die aber aufgrund der Fülle der Informationen, die wir Ihnen zu Veranstaltungen und Projekten mitzuteilen haben, immer mehr gekürzt werden müssen. Andererseits schreit der Vorarlberger Landtagswahlkampf nach Entgegnungen. Wie kommt ein Wahlwerber dazu, Abbruchprämien für alte Häuser in Höhe von 5000 Euro zu fordern? Ist das der „Mut zur Heimat“, den andere fordern? Jedenfalls waren die Montafonerinnen und Montafoner nie so naiv und haben durch intensiven Kontakt mit dem „Fremden“ über Jahrtausende die Basis für eine beeindruckende Kulturlandschaft geschaffen. Aber lassen wir das, Sie als Mitglied unseres Vereins wissen das ohnehin und haben immer wieder Gelegenheit, im Rahmen unserer Veranstaltungen die kulturgeschichtlichen Wurzeln unserer Region hautnah zu erfahren. Was aber definitiv nicht geht, ist die Verunglimpfung unseres Kollegen Hanno Loewy, der genau an diesen Wurzeln sehr interessiert ist und als wiederkehrender Montafon-Urlauber im übrigen auch ein Freund des Tales ist. „Mut zur Heimat“ heißt eben nicht nur „Mut zu alten Spinnrädern und Trachten“, sondern eben auch Mut zu Menschen, die einen kritischen Blick haben. Wie zitierte der Museumskurator Beat Gugger so schön in der Tagung des Joanneums (Graz) im Montafoner Heimatmuseum im März: „Heimat ist dort, wo ich mich aufrege!“ Und da gaben die Wahlkampfslogans nun wirklich allen Grund dazu! Andreas Rudigier (Obmann) Wir bitten alle Mitglieder, die ihren Mitgliedsbeitrag 2009 noch nicht einbezahlt haben, dies demnächst zu tun – wir brauchen das Geld, damit wir uns auch weiter aufregen können! 1 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen 2009 Mittwoch, 23. Sept. 2009, 19.35 Uhr Rathaus Bludenz (Sitzungssaal) Zwischen Edelweiß und Hakenkreuz. Alpinismus und Nationalsozialismus im Montafon (Vortrag von MMag. Michael Kasper) Am 1. April 1938 berichtete der Obmann des Bezirkes Montafon der Alpenvereinssektion Vorarlberg, zu Beginn der 56. Jahreshauptversammlung in Schruns den etwa 35 Besuchern: „Viel ist nicht zu melden, da durch die glückliche Heimkehr der Ostmark in das großdeutsche Vaterland wichtigere u. dringendere Arbeiten in den Vordergrund getreten sind.“ Wie kann diese Aussage eines führenden Funktionärs des Alpenvereins, die wenige Tage nach der Machtübernahme durch das nationalsozialistische Regime und kurz vor der sogenannten „Volksabstimmung“ vom 10. April getätigt worden war, in Bezug auf die ideologische Ausrichtung des damaligen Alpinismus beziehungsweise der diesen ausübenden Bergsteigerinnen und Bergsteiger historisch eingeordnet werden? Im Vortrag soll am Beispiel des Montafons das Zusammenwirken von Bergsport und Nationalsozialismus näher beleuchtet werden, denn die gesellschaftliche und politische Dimension des Alpinismus auf regionaler Ebene wurde bisher kaum näher untersucht, obwohl es bekanntermaßen zahlreiche ideologische Gemein- samkeiten zwischen Faschismus und Alpinismus gab. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen der Alpenvereinsbezirk Montafon mit der übergeordneten Sektion Vorarlberg sowie die verschiedenen regionalen Wintersportvereine und Ski­ clubs mit ihren jeweiligen Mitgliedern und Funktionären. ☛ Anreise mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Ankunft in Bludenz um 19.27 Uhr; Rückreise Bludenz 21.37 Uhr 2 Veranstaltungen Freitag, 25. Sept. 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 Samstag, 26. Sept. 2009, 20 Uhr Silbertal, Vereinshaus Bartholomäberg, Pfarrkirche Eugenie Goldstern: Lesung und Gesprächsabend Orgelkonzert zum 200. Todestag des Orgelbauers Johann Michael Grass (mit Prof. Bruno Oberhammer) Der aus Bürserberg stammende Orgelbauer Johann Michael Grass (geb. 1746) hat im Jahre 1792 eine Orgel in die Pfarrkirche Bartholomäberg eingebaut, welche heute zu den großartigsten Denkmalorgeln Österreichs zählt – und wohl auch über die Landesgrenzen hinaus! Als „Hoforgelbauer“ der Benediktinerabtei St. Gallen hat Johann Michael Grass viel in der Schweiz gearbeitet; die einzige erhaltene Grass-Orgel steht aber in der Pfarrkirche Bartholomäberg! Im Jahre 1809 ist Johann Michael Grass im schweizerischen Lommis verstorben. Im Jahre 1861 hat der Tiroler Orgelbauer Alois Schönach (1811-1899) die Bartholomäberger Orgel noch erweitert und ihr das heutzutage vielgerühmte Profil gegeben. Dieser Abend schlägt eine inhaltliche Brücke zwischen der Silbertaler Ausstellung „Kind und Kuh“ und dem Besuch von Goldstern-Nachkommen. Eugenie Goldstern hat ein reiches Erbe hinterlassen. Ihre Forschungstätigkeit im hochalpinen Raum Europas und ihre volkskundliche Sammlung sind Ergebnis eines außerordentlichen Forschungsethos, gepaart mit Humanismus und Hingabe. Ausgewählte Texte von und über Eugenie Goldstern legen einen Leitfaden durch den Abend. Ergänzt werden diese Lesungspassagen durch erklärende Informationen zu Eugenie Goldsterns Wirken. Besonderes Interesse gilt der Anwesenheit von drei Nachkommen Eugenie Goldsterns an diesem Abend. Deren Aussagen und Kommentare werden den Menschen und das tragische Schicksal Eugenie Goldstern aus einem sehr persönlichen Blickwinkel beleuchten. Textrezitation Brigitte Walk, Schauspielerin; Moderation Jutta Berger, Journalistin ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 18.35 Uhr, Ankunft in Silbertal um 18.47 Uhr; Rückreise mit dem Bus nicht möglich (aber melden sich im Heimatmuseum für eine private Rückkehrmöglichkeit nach Schruns an!) An diesem Abend findet im Gedenken an den bedeutenden Vorarlberger Orgelbauer Johann Michael Grass und den 90 Jahre später verstorbenen Orgelbauer 3 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen den Berger Hof. Der weit umspannende Bogen der Accessoires soll dort durch das Schuhhaus Sander und das Schmuckund Uhrenfachgeschäft Dalus präsentiert werden. Die Besucherinnen werden auch herzlich gebeten, ihre Accessoires, wie Hutnadeln, Broschen, Ketten ... zur Ansicht mitzubringen. ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 13.05 Uhr, Ankunft in Bartholomäberg um 13.16 Uhr; Rückreise ab 16.12 Uhr 2009 Alois Schönach ein Orgelkonzert in der Pfarrkirche Bartholomäberg statt. Der international renommierte Orgelvirtuose Bruno Oberhammer wird mit Kompositionen verschiedener Meister und mit eigenen Improvisationen die Klangvielfalt der Grass-Orgel demonstrieren. ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 18.35 Uhr, Ankunft in Bartholomäberg um 18.48 Uhr; Rückreise mit dem Bus nicht möglich (aber melden sich im Heimatmuseum für eine private Rückkehrmöglichkeit nach Schruns an!) Mittwoch, 30. Sept. 2009, 19.30 Uhr Mittwoch, 30. Sept. 2009, 14 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn 11. Montafoner Trachtengespräche: „Accessoires der Tracht“ (mit Elisabeth Walch) Gemeinsames Singen Die kommenden Trachtengespräche bieten die Möglichkeit, das jüngste unter den Montafoner Museen zu besichtigen, das Alte Frühmesshaus am Bartholomäberg. Sowohl das Haus als auch die Ausstellung bieten überraschende Aspekte. Da die Räumlichkeiten sich für die Trachtengespräche (noch) nicht eignen, begeben sich die Teilnehmerinnen anschließend in 4 Franz Josef Battlogg hatte es im 19. Jahrhundert vorgemacht: Zahlreiche sangesfreudige Gaschurnerinnen und Gaschurner pilgerten ins Frühmesshaus, um nach dem Taktstock Battloggs zu singen. Wir haben heute keinen Battlogg mehr, aber dafür laden wir alle Montafonerinnen und Montafoner (und darüber hinaus!) ein, gemeinsam mit uns alte Montafo- Veranstaltungen ner Lieder zu singen. Das Ambiente der Museumsstube im alten Frühmesshaus in Gaschurn bietet dazu den Rahmen. ☛ Anreise mit dem Bus Schruns ab 18.35 Uhr, Ankunft in Gaschurn um 19.00 Uhr, Partenen ab 19.17 Uhr; Rückreise mit dem Bus nicht möglich (aber melden sich im Heimatmuseum für eine private Rückkehrmöglichkeit nach Schruns an!) montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 Freitag, 2. Oktober 2009, 17.30 und 19 Uhr Treffpunkt: Schruns Bahnhof, 17 Uhr Freitag wollen wir Ihnen die Gelegenheit geben, zwei weitere Ausstellungen mit völlig unterschiedlichen Zugängen zum „Berg“ vorzustellen. Zum einen geht es um die Positionen der „Artenne“ (ein spannendes Privatmuseum in Nenzing) zum Nenzinger Himmel, der in Nenzing nur unter Gamperdond bekannt ist, und zum anderen um den jüdischen Blickwinkel, der im Jüdischen Museum in Hohenems gezeigt wird – das Bergsteigen, Skifahren und etwa auch der Bergfilm sind ohne jüdische Geschichte nicht repräsentativ darstellbar. Kosten für Eintritt und Bus berücksichtigen, Anmeldung im Montafoner Heimatmuseum Schruns erforderlich (Tel 05556/74723 oder museen@montafon.at) Freitag, 2. Oktober 2009, 20 Uhr Ausstellungsbesuche in Nenzing und Hohenems: „Nenzinger Himmel“ (Artenne) und „Hast du meine Alpen gesehen?“ (Jüdisches Museum) Der Ausstellungssommer 2009 steht in Vorarlberg im Zeichen der Berge. Auf die Ausstellungen im Montafon wird an anderer Stelle in diesem Infoblatt aufmerksam gemacht, das Landesmuseum und das Huber Haus in Lech widmen sich dem Schnee, die Arlbergbahn ist Gegenstand der Ausstellung im Klostertal Museum in Wald, und an diesem Montafoner Heimatmuseum Schruns Offenes Singen Nach der Sommerpause findet wieder das Offene Singen mit Hannes Riesch zu 5 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen im Vorverkauf sowie am Tag der Veranstaltung am „Treffpunkt Museum“, der in jeder Landeshauptstadt eingerichtet wird. Die Tickets kosten regulär 13 € und ermäßigt 11 € (für Schülerinnen/ Schüler, Studentinnen/Studenten, Seniorinnen/Senioren, Menschen mit Behinderungen, Präsenzdiener und Ö1-ClubMitglieder). Regionale Tickets kosten 6 € und berechtigen zum Eintritt der regionalen Museen wie etwa im Montafon. Freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahren. Alle Infos unter: langenacht.ORF.at Nachts im Museumsbus!! Lassen Sie sich von uns in alle Montafoner Museen führen!! Wir bieten am 3. Oktober die Gelegenheit, mit einem Bus alle Montafoner Museen, die Wintersportsammlung und das Kunstforum zu besuchen. Sollten Sie Interesse haben, bitten wir Sie um Anmeldung im Heimatmuseum (bis 30. September). Wir starten um 18 Uhr im Heimatmuseum in Schruns und machen dann eine Rundreise, die Tschagguns, Gaschurn, Silbertal und Bartholomäberg umfasst, und die um zirka 23 Uhr wieder in Schruns endet. Als Mitglied kostet Sie der Abend nur 25 Euro, und Essen und Trinken sind inbegriffen. Lange Nacht der Museen – Bartholomäberg Das alte Frühmesshaus erinnert dem Namen nach an die früher bedeutenden „Hilfspfarrer“, die nicht nur die Frühmesse zu lesen hatten, und ist seit 2009 das vierte Museum im Montafon und das 50. in Vorarlberg. Es steht am wohl wichtigsten Standort, den die Kulturge- 2009 Liedern aus dem Vorarlberger Wirtshausliederbuch statt. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 19.17 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn Schruns ab 22.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich. Samstag, 3. Oktober 2009, 18-1 Uhr Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn, Wintersportausstellung Tschagguns, Kunstforum Schruns Lange Nacht der Montafoner Museen (in Kooperation mit dem ORF) Am Samstag, den 3. Oktober 2009, findet die diesjährige „ORF Lange Nacht der Museen“ in ganz Österreich statt. Bereits zum zehnten Mal initiiert der ORF die Kulturveranstaltung – ein Rekord von 650 Museen und Galerien sind heuer daran beteiligt und öffnen ihre Türen für kulturinteressierte Nachtschwärmer von 18 bis 1 Uhr Früh. Neben abwechslungsreichen Ausstellungen werden viele spannende Events und Sonderveranstaltungen geboten. Besucher können aus dem reichen Angebot ihre persönlichen Highlights wählen und alle teilnehmenden Häuser und Veranstaltungen mit nur einem Ticket besuchen. Neben kleinen, kuriosen und großen, renommierten Kulturinstitutionen nehmen heuer wieder viele neue Locations teil, die darauf warten, von den „Langen Nacht“ Besuchern entdeckt zu werden. Das Ticket ist bereits Mitte August unter tickets.ORF.at erhältlich. Tickets und Booklets erhalten Besucher bei allen teilnehmenden Häusern 6 Veranstaltungen schichte des Landes zu bieten hat. Hier, an der Wiege des Montafons und auch Vorarlbergs hat vor Jahrtausenden die Besiedlungsgeschichte begonnen, hier ist der Ursprung des Montafons auch dem Namen nach zu suchen und hier hat der interessierte Gast den besten Überblick! Das Haus entwickelt sich langsam, das heißt Jahr für Jahr wird es in seinem Erscheinungsbild gewinnen und alle Besucher/innen haben die Möglichkeit, aktiv daran teilzuhaben. montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 und durchgehend möglich wie Kurzführungen durchs Frühmesshaus. Und nicht zuletzt versteht sich dieses Programm als Einladung an alle Besucher, sich ebenfalls aktiv einzuschalten: Musikalisch, literarisch, kulinarisch. Lange Nacht der Museen – Gaschurn Auch das Gaschurner Museum ist in einem lange leerstehenden Frühmesshaus untergebracht. 17 Jahre lang diente es der Darstellung der Tourismusgeschichte, seit 2009 ist das Haus im Umbruch begriffen. Künftig wird der alpine Aspekt eine entscheidende Rolle spielen. Gaschurn kann, wie der bekannte Frühmesser und Bewohner des Hauses, der Alpinpionier und Musiker Franz Josef Battlogg (18361900) einmal gesagt hat, als die Vorhalle zur großen Gebirgswelt bezeichnet werden. Diesem Umstand wird das Museum in den nächsten Jahren Rechnung tragen. Spontan, überraschend und anregend verläuft der lange Abend im Frühmesshaus Bartholomäberg, und er bietet eine lockere Abfolge unkonventioneller Akzente. Diese sind musikalischer, literarischer und kulinarischer Natur. Den ganzen Abend hindurch ist mit dem unerwarteten Auftauchen von Bartholomäberger Jugendlichen und deren kurzen musikalischen Einlagen zu rechnen. Irgendwann im Verlauf des langen Abends sollte ein literarisch tätiger Montafoner mit Hang zur heiteren Poesie auftauchen und Kostproben seiner launigen Sprachkunst vortragen. Kellerführungen (mit Taschenlampe) zu den Kostproben vom Sura Kees und Moscht sind ebenso Die Ausstellung über den Frühmesser, Alpinpionier und Chorleiter Franz Josef Battlogg steht im Mittelpunkt der Langen Nacht. Sie haben aber auch die Möglich7 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen riel!) mit kulinarischen Spezialitäten aus Indien (20 Uhr, eine Veranstaltung von illlitz), Führungen durch das Museum sind den ganzen Abend möglich. Lange Nacht der Museen – Silbertal 2009 keit, in der gemütlichen Museumsstube der Erzählungen von Zeitzeugen und den Klängen der Zither zu folgen. Unser Museumsteam in Gaschurn um Marlies Kuster und Judith Biermeier bemüht sich um Ihr leibliches Wohl. Ja und dann ist da noch Erika Dich, eine ausgewiesene Kennerin der Montafonertracht, die ihr Wissen an diesem Abend mit Ihnen teilen will. Zeitzeugen, Montafonertracht und Zither gibt es so zwischen 20 und 22 Uhr, Museumsführungen mit Gerd Spratler sind den ganzen Abend möglich, Informationen zu den Projekten der Montafoner Museen ebenfalls. Lange Nacht der Museen – Schruns Das Hauptmuseum am Schrunser Kirchplatz ist in einem historischen Gebäude untergebracht, das neuesten Forschungen zu Folge schon im 16. Jahrhundert stand und in der Folge immer mehr ausgebaut wurde, so dass den Gast heute ein verwinkeltes, verwirrendes und dafür um so spannenderes Raumprogramm erwartet. Spezielle Montafoner „Ikonen“, wie der Montafonertisch, die Montafonertracht, die Auswanderer sind ebenso zu sehen, wie aktuelle Themen, die in Sonderausstellungen integriert sind. Kinderprogramm mit Klaus Bertle (18-20 Uhr) Indischer Abend: Filmvorführung „Jodeln in Indien“ (eine Produktion mit Ulrich Gab8 Das Montafon ist die einzige Vorarlberger Region, in welcher auf eine große Tradition des Bergbaus zurückgeblickt werden kann. Wie jüngste Forschungen belegen wollen, dürfte der Bergbau bereits vor 3500 Jahren eine Rolle gespielt haben, als die Menschen an den sonnigen Hängen des Bartholomäbergs siedelten. Im Mittelalter waren es dann vor allem berühmte Familien aus Schwaz in Tirol, einem der größten Bergbauzentren Europas, die ihre Fühler ins Montafon ausstreckten. Der Name „Silbertal“ zeugt ebenso von der reichen Bergbauvergangenheit wie die spätmittelalterliche Kirche St. Agatha am Kristberg, die Schaustollen am Bartholomäberg oder die Pingenfelder am Kristbergsattel. Das Museum in Silbertal wiederum fasst die wichtigsten Ergebnisse der Geschichte Veranstaltungen zusammen und zeigt Kleinode der Bergbauvergangenheit des Montafons. Das Silbertal präsentiert in der Langen Nacht „Kuhgespräche“, die ab etwa 20 Uhr anfangen werden. Machen Sie sich auf eine gespannte Reise in die Vergangenheit und hören Sie, was über Kühe alles so gesprochen werden kann und am besten, reden Sie mit! Und dann haben wir traditionell Luise Jenny, die eine umfangreiche Sammlung an alten Silbertaler Bildern besitzt und wieder eine Auswahl im Museum zeigt. Schauen Sie sich diese Bilder an und wir garantieren Ihnen, dass Erinnerungen an alte Zeiten (waren sie immer gut?) wach werden. Hans Netzer und Erich Fritz stehen für Informationen zum Museum, zum Bergbau und anderen Projekten des Silbertals zur Verfügung. Lange Nacht der Museen – Tschagguns Im alten Gemeindeamt befindet sich im dritten Obergeschoss eine Dauerausstellung zur Entwicklung des Montafoner Wintersports. Die Ausstellungsobjekte wurden von Helmut Marent (Obmann des SC Montafon) über Jahrzehnte gesammelt und spiegeln die rasante Entwicklung des Wintersports im Montafon wider. Dabei werden nicht nur Wintersportgeräte und Bilddokumente zu ausgetragenen Bewerben aus vergangener Zeit gezeigt, sondern auch die erfolgreichsten Rennläufer des Tales präsentiert. Ein aktueller Ausstellungsschwerpunkt ist heuer das 60-jährige Bestandsjubiläum des SC Montafon. • Alte Tschaggunser Namen im Blickpunkt, Vortrag von Univ.-Prof. Dr. • montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 • • • Guntram Plangg, dem Experten im Bereich der Flurnamenforschung (19 Uhr) 60 Jahre Skiclub Montafon – Wissenswertes und Anekdoten aus einer bewegten Vergangenheit, Vortrag des Historikers Mag. Andreas Brugger (21 Uhr) Filmvorführung: Skilauf im Schatten von Dschingis Khan (22 Uhr) Führungen durch die Ausstellung, Videovorführungen und musikalische Untermalung (18-1 Uhr) Bewirtung durch den Wintersportverein Tschagguns. Lange Nacht der Museen – Kunstforum (Schruns) Das 1996 gegründete Kunstforum Montafon (KFM) hat es sich zur Aufgabe gemacht, den künstlerisch-kreativen Ansprüchen von Einheimischen und Gästen, sowohl in aktiven (Seminare, Workshops) als auch in passiven Bereichen (Ausstellungen, Kunstvermittlung) zu entsprechen. Kurs- und Ausstellungsort ist die ehemalige Lodenfabrik in Schruns, wo bestens adaptierte Räume ganzjährig zu Verfügung stehen. Das engagierte Ausstellungsprogramm zeigt vorwiegend zeitgenössische österreichische Positionen der bildenden Kunst. So ist das KFM bereits zu einer renommierten Begegnungsstätte für die Kunst geworden. • Ab 18 Uhr: Ausstellung „SilvrettAtelier“: Das von den Vorarlberger Illwerken getragene künstlerische Bergsymposium wird seit 1998 als Biennale in der Silvretta abgehalten. Kurator und Organisator Roland Haas wird einen Querschnitt seines Schaffens auf der Bielerhöhe präsentieren, darunter 9 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen ☛ Anreise mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Ankunft in St. Anton um 19.13 Uhr, Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in St. Anton 18.47 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Schruns um 21.47 Uhr, nach Bludenz um 21.13 Uhr 2009 einige noch unveröffentlichte Werke, sowie Arbeiten anderer KünstlerInnen, die an einem der sechs Ateliers teilgenommen haben. • 21-23 Uhr: Sax on water: Ein Solo Saxophonkonzert der besonderen Art gibt der junge Musiker Christian Stroppa, der mit der Gruppe „refresh“ bereits musikalisch überzeugen konnte. Der talentierte Saxophonist wird direkt über dem Litz-Bach vor dem Kunstforum aufspielen. Freitag, 9. Oktober 2009, 19.30 Uhr Freitag, 9. Oktober 2009, 18.30-23 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Schrunser Kunstnacht: Das Heimatmuseum präsentiert E. T. Compton Die Schrunser Kunstnacht bietet die Möglichkeit, unterschiedlichen künstlerischen Spuren nachzugehen. Das Montafoner Heimatmuseum liefert mit den Bildern des berühmten Bergsteigermalers Edward Theodore Compton (1849-1921) das Highlight dieser Kunstnacht. Comp- St. Anton im Montafon, Hotel Adler „Menschen am Berg“ – Zeitzeugen berichten im Gespräch mit MMag. Michael Kasper Begleitend zur Ausstellung „Mensch & Berg!“ erzählen Zeitzeugen von unvergesslichen Bergerlebnissen - Höhen und Tiefen - in Rätikon, Silvretta und Verwall. Die Entwicklung des Bergsports in der Nachkriegszeit wird aus der Perspektive der Akteure nachvollzogen und veranschaulicht. 10 Veranstaltungen ton bereiste 1909 bis 1912 die Silvretta und den Rätikon und hinterließ eine Vielzahl von Aquarellen und Mischtechniken, wovon 18 Originale in der derzeit laufenden Ausstellung „Mensch & Berg: Bergbilder“ zu sehen sind. Montag, 12. Oktober 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 Donnerstag, 15. Oktober 2009, 19 Uhr Bludenz, Kloster St. Peter Archäologisch-bauhistorische Führung im Kloster St. Peter (mit Mag. Christoph Walser) Das Dominikanerinnenkloster St. Peter in Bludenz ist das älteste noch bestehende Kloster in Vorarlberg. Der Konvent durchlebte im Laufe seiner bald 725-jährigen Geschichte durch Kriegswirren, zwei verheerende Brände, die Pest und nationalsozialistische Beschlagnahme so manche schwierige Zeit. Als sich letztlich Vandans, Gemeindeamt Vandanser Flurnamen – Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg Guntram Plangg forscht derzeit zu Montafoner Flurnamen und möchte, nach einem Vortrag zu den Vandanser Flurnamen, mit der Bevölkerung wichtige oder interessante Namen diskutieren. Wir freuen uns über Ihr Interesse, und Sie können zur geplanten Publikation beitragen. ☛ Anreise mit der Bahn Schruns ab 19.03 Uhr, Ankunft in Vandans um 19.10 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Schruns um 20.49 oder 21.49 Uhr, Bludenz um 21.10 Uhr Ende der 90er Jahre die Zahl der Klosterschwestern auf nur mehr vier Personen reduzierte, ersuchte man das Dominikanerinnenkloster St. Peter und Paul in Cazis (Kanton Graubünden) um Hilfe. Im Jahr 2002 kam es schließlich zur Neu11 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen Die Wanderung verlangt entsprechende alpine Ausrüstung, Kondition, die Kosten für die Hochjochbahn und eine Anmeldung bis zum 15. Oktober im Montafoner Heimatmuseum. Die Rückkehr ist gegen 16 Uhr geplant. ☛ Anreise mit der Bahn von Bregenz ab 7.40 Uhr, Bludenz ab 8.33 Uhr, Ankunft in Schruns um 8.53 Uhr, mit dem Bus von Partenen ab 8.17 Uhr, Ankunft Hochjochbahn 8.52 Uhr 2009 gründung von St. Peter als Niederlassung des Klosters Cazis. Damit einher ging auch der Entschluss, das Bludenzer Kloster einer baulichen Generalsanierung zu unterziehen. Im Rahmen dieser Renovierungsarbeiten konnten im Jahr 2006 auch umfassende archäologisch-bauhistorische Untersuchungen durchgeführt werden. Diese boten nicht nur Einblick in die Baugeschichte der Anlage, sondern lieferten darüber hinaus zahlreiche Artefakte, die das Leben der Schwestern von St. Peter widerspiegeln. Samstag, 17. Oktober 2009, 9 Uhr Dienstag, 20. Oktober 2009, 18 Uhr Schruns, Hochjochbahn (Talstation) Montafoner Heimatmuseum Schruns Auf den Spuren des Klimas am Hochjoch (Wanderung mit Dr. Richard Werner) Für die Einheimischen ist die Sache klar: Die Art der Wolkenbildung am Hochjoch gibt Auskunft über die Wetterentwicklung. Welche Beobachtungen bei einer Wanderung um das Hochjoch gemacht werden, zeigt der Meteorologe und Klimaspezialist Richard Werner. Die Teilnehmer/inn/en an der Exkursion können in praktischen Anwendungen Erfahrungen zur Beobachtung von Sonnenschein, Wind, Feuchtigkeit und anderen wetterund klimarelevanten Aspekten machen. MuseumOnline: Eine Homepage als Ausstellung Seit Monaten steht sie im Internet, die herzerfrischende Homepage einer Montafoner Schülergruppe. Mittlerweile ist dieses Projekt auch in Wien als die zweitbeste Museum-Online-Homepage des Jahres 09 prämiert worden. Sich sammeln. So lautet der Titel des spannenden und erfolgreichen Projektes. Und wieder einmal konnte das Heimatmuseum Montafon wesentliche Impulse liefern. Drei Schülergruppen aus dem Montafon waren eingeladen, sich im Rahmen eines österreichweiten Bildungsprojektes mit Alltagskultur auseinander zu setzen. Lust auf ein solches Projekt zeigten Gruppen der Hauptschule Schruns Dorf und der Polytechnischen Schule. Das von einer Fachjury in Wien nun ausgezeichnete Ergebnis dieses Projekts ist eine erstaunliche Homepage zum Thema „Sammeln.“ Schüler der HS Schruns Dorf zeigen für einige Tage auch im Heimatmuseum ihre Projektergebnisse im Rahmen einer Prä- 12 Veranstaltungen sentation. Den Auftakt dazu bildet ein kleiner Eröffnungsakzent, der an diesem Dienstag im Heimatmuseum in Schruns stattfindet. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 17.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 17.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 17.17 Uhr, Ankunft in Schruns um 17.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn Schruns ab 20.03 Uhr, mit dem Bus nicht mehr möglich montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 hoff, H. Hesse, R. Hagelstange, F. Hölderlin, J.Kelter, F. Kurer, I. Ledergerber, E. Mörike, W. von Niebelschütz, J. Rechsteiner, W.G. Sebald, W. Werner u.a. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich Donnerstag, 22. Okt. 2009, 19.15 Uhr Freitag, 23. Oktober 2009, 19.15 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Montafoner Heimatmuseum Schruns Säntis und Alpstein im Gedicht (Lesung mit Rainer Stöckli) Rainer Stöckli, einer der besten Kenner der deutschsprachigen Lyrik, hat eine vielstimmige Anthologie über den Alpstein und sein Oberhaupt, den Säntis, zusammengestellt. Für Wilhelm von Scholz war der Säntis ein zeitloses Massiv, ein verführerisches Inbild („Bleibe mir, Steinhaupt, ewig im Lebensland“). Je nach der Richtung, aus der man diese Gebirgskette betrachtet, erscheint sie als zis- und transalpiner Wall, Rist, als Reptil oder als Dach der Ostschweiz. Das Lob des Berges, das von vielen Autoren gesungen wird, und das Staunen vor der Theatralik des Gebirges neigen gelegentlich zur Personifikation, unter Umständen gar zur Vergötterung. Der Berg wird als Wächter, Tröster und Freund angesprochen. Lyrische Notate von Berggängen und Bergfahrten wechseln sich ab mit verfremdenden Versen, ironischen und anti-illusionistischen Poemen. Rund 100 Texte finden sich im neuesten Lesebuch, das ainer Stöckli zu diesem Thema publiziert hat. Zu den Autoren zählen J.J. Bodmer, W. Bucher, A. Droste-Hüls- Karl Blodig – Ein Porträt zum 150. Geburtstag des Vorarlberger Alpinpioniers (Vortrag von Dr. Andreas Rudigier) Er ist einer der bekanntesten Alpinpioniere, die Vorarlberg hervorgebracht hat: Karl Blodig (1859-1956). Anlässlich 13 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Veranstaltungen merausstellung „Mensch & Berg“ zu betrachten. Tauchen Sie ein in die Welten des Frühmessers am Bartholomäberg, der zweifellos den besten Überblick hatte, oder gehen Sie den Spuren Eugenie Goldsterns nach, die von den Nationalsozialisten verwischt werden sollten, dafür aber von der Geschichtswerkstatt Silbertal und den Montafoner Museen umso deutlicher wieder hervorgekehrt wurden; oder besuchen Sie die „Vorhalle zur großen Gebirgswelt“ in Gaschurn, wie es der dortige Protagonist Franz Josef Battlogg so schön formuliert hat; oder kommen Sie nach Schruns, wo die Erinnerungen Montafoner Zeitzeuinnen und Zeitzeugen neben den kunstgeschichtlich wertvollen Dokumenten von Mathias Schmid und E. T. Compton stehen. Oder besuchen Sie am besten gleich alle Häuser! Freitag, 6. November 2009, 20 Uhr 2009 seines 150. Geburtstages geht der Vortrag auf das Leben und vor allem Wirken des Bregenzer Augenarztes ein, wobei der Schwerpunkt auf den Montafoner Wanderungen und der Freundschaft mit dem Bergsteigermaler Edward Theodore Compton liegen wird. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich Montag, 26. Oktober 2009, 14-18 Uhr Montafoner Museen Ausstellungsabschluss „Mensch & Berg“ mit Kaffee und Kuchen Alle vier Montafoner Museen in Schruns, Bartholomäberg, Silbertal und Gaschurn bieten Ihnen am Nationalfeiertag eine der letzten Gelegenheiten, die Som- Montafoner Heimatmuseum Schruns Offenes Singen Hannes Riesch lädt wieder zum gemeinsamen Singen in die Museumsstube. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 19.17 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn Schruns ab 22.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich. 14 Aktuelles Montag, 9. November 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 St. Gallenkirch, Haus des Gastes Aktuelles Jugendexkursion nach Sobibor (12. bis 16. Oktober) Montafoner Jugendliche können im heurigen Herbst an ein bereits im vergangenen Jahr durchgeführtes Projekt anknüpfen. Damals waren es Interviews und Gespräche mit dörflichen Zeitzeugen des Nationalsozialismus, die Jugendliche geführt und dokumentiert haben. Heuer wird eine Jugendgruppe an einer mehrtägigen Exkursion nach Sobibor teilnehmen, und dort mit überlebenden Zeitzeugen des ehemaligen Vernichtungslagers zusammen treffen. Nicht zuletzt werden die Jugendlichen auch den von der Gemeinde Silbertal gewidmeten Gedenkstein für Eugenie Goldstern in Sobibor besuchen. Die Jugendlichen werden diese Bildungs- und Erinnerungsreise dokumentieren, und das Ergebnis zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich präsentieren. (Bruno Winkler) St. Gallenkircher Flurnamen – Vortrag und Diskussion mit Univ.-Prof. Dr. Guntram Plangg Wie in Tschagguns in der Langen Nacht der Museen oder am 12. Oktober in Vandans referiert an diesem Abend Guntram Plangg nun über Flurnamen aus dem Bereich St. Gallenkirch. Das in der Folge geplante Buch soll auch auf Ihre Fragen Rücksicht nehmen, weshalb wir uns über eine rege Diskussion im Anschluss an den Vortrag freuen. Eugenie Goldsterns Nachkommen (24. bis 27. September) ☛ Anreise mit dem Bus Schruns 19.05 Uhr, Ankunft in St. Gallenkirch um 19.20 Uhr, Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in St. Gallenkirch um 18.38 Uhr, Rückreise mit dem Bus nicht möglich (nach Schruns sind Rückfahrgelegenheiten möglich, bitte beim Heimatmuseum anmelden) Zur Arbeit der Geschichtswerkstatt Silbertal im Zusammenhang mit Eugenie Goldstern haben sich Nachkommen aus deren Familie gemeldet und großes Interesse an diesem Erinnerungsprojekt im Montafon bekundet. Einzelne Mitglieder dieser familiären Community (aus Paris, USA und Neuseeland) werden nun von 24. bis 27. September ins Montafon kommen. Das Besuchsprogramm sollte ihnen Einblick in die historische und gegenwärtige Erinnerungskultur der Region Montafon gewähren. Sie werden das exemplarische Erinnerungsprojekt der Geschichtswerkstatt Silbertal ken15 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles 2009 nen lernen, und erhalten Einblick in eine beispielhafte Auseinandersetzung mit regionaler Zeitgeschichte im Wirkungsbereich des Heimatschutzvereins Montafon. Bei einer Veranstaltung am 25. September bietet sich Gelegenheit, mit diesem hochinteressanten Besuch direkt in Kontakt zu treten und ins Gespräch zu kommen. (Bruno Winkler) Bauhistorisches Juwel auf Netza Im Zuge der aktuellen Erhebungen für das Montafoner Kulturlandschaftsinventar und die Dokumentation „Netza-Maisäß und Alpe“, die 2010 im Rahmen der Schriftenreihe des Heimatschutzvereins veröffentlicht werden soll, ist der Verein auf die besondere kulturgeschichtliche Bedeutung des am talseitigen Rand des Netzamaisäß in St. Gallenkirch-Gortipohl gelegene Anwesen aufmerksam gemacht worden. Im Einvernehmen mit dem Eigentümer wurde daher im vergangenen Sommer eine Bauaufnahme, verbunden mit dendrochronologischen Untersuchungen, in Auftrag gegeben. Diese bauhistorische Untersuchung ergab, dass die Gründungsbauten von Stallscheune und Haus in den Jahren 1586/87 beziehungsweise 1593 errichtet und dann 1792 beziehungsweise 1800/1808 auf den heutigen Stand erweitert worden sind. Nach einem Gutachten des Dendrologen Klaus Pfeifer ist das Stallgebäude der einzige noch bestehende spätbarocke Vertreter dieses Stalltyps im Montafon. Zugleich sind diese im späten 16. Jahrhundert verwurzelten Objekte auf zirka 1200 m Höhe das älteste in seiner spätbarocken Substanz noch erhaltene, ehemals ganzjährig bewohnte Paarhof16 anwesen im Tal Montafon. Die bau- und kulturgeschichtliche Wertigkeit dieser bergbäuerlichen Bausubstanz kann demnach wohl zu Recht als außergewöhnlich beurteilt werden. Das öffentliche Interesse an der Restaurierung und Erhaltung dieser Jahrhunderte alten Gebäude in der Kulturlandschaft der Netza-Maisäße erscheint offenkundig. Der Heimatschutzverein Montafon unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten die Bemühungen um eine bauliche Sanierung dieses landschaftsprägenden und baukulturell beeindruckenden Maisäßanwesens. (Leo Walser) Eine Neuerwerbung für die Museumsbibliothek Die Vorarlberger Landesbibliothek in Bregenz stellte den Montafoner Museen eine vollständige Kopie von einer der ersten Zeitungen für den Bezirk Bludenz unentgeltlich zur Verfügung: Das „Gemeindeblatt für Innerbraz, Dalaas, Klösterle, Lech, Bürs, Bürserberg, Brand, Lorüns, Vandans, Tschagguns, Bartholomäberg, Silbertal, Sankt Anton und Stallehr“ erschien bei Sausgruber in Feldkirch Aktuelles montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 lediglich in 53 Ausgaben jeweils Samstags zwischen dem 25. Dezember 1897 und dem 31. Dezember 1898. Die Initiative ging von der Gemeinde Braz aus. Neben amtlichen Verlautbarungen sollten auch Werbeeinschaltungen die jeweils vier Seiten des Blattes füllen: „Es wird daher höflichst eingeladen, das Blatt recht zahlreich zu bestellen und recht fleißig durch Annoncen zu unterstützen. Haben doch viele Bürger hie und da etwas von ihren Milchprodukten, ihrem Viehstande, Holz etc. zum Verkaufe anzubieten, was am besten und leichtesten durch eine kleine Anzeige im Blatte geschehen kann...“ Allerdings bestand mit dem „Anzeiger für die Bezirke Bludenz und Montafon“ (dessen Gründung bereits 1885 erfolgte) eine bedeutende Konkurrenz und auch die Mitwirkung ganzer Talschaften ließ zu wünschen übrig, wie am 2. Juli 1898 von der Redaktion beklagt wurde: „... und es hat sich gerade dort das Gemeindeblatt vortheilhaft erwiesen und eingebürgert, dagegen kommen aber aus den größten Theilen der am Blatte partizipierenden Gemeinden, hauptsächlich aus Montafon nur selten, oder gar keine Berichte, so zwar, daß im letzten ‚Landboten’ ein Montafoner sich mit Recht darüber beklagte, daß von Montafon nie etwas im Gemeindeblatt zu lesen sei.“ Nach einem Jahr des Überlebenskampfes erschien die Zeitung mit der 53. Nummer am 31. Dezember 1898 zum letzten Mal: „...Dank der positiven Theilnahmslosigkeit seitens der Mehrzahl der am Blatte mitkonkurrierenden Gemeinden, bezw. deren Herren Vorsteher, in der Veröffentlichung von Kundmachungen und Gemeindebeschlüssen“, wie die Redaktion in ihrem Schlusswort beklagte. Zwischen 1930 und 1940 besaß das Tal mit dem „Montafoner Gemeindeblatt. Amtsblatt für den Gerichtsbezirk Montafon“ wiederum eine eigene Zeitung. Das neuerworbene Gemeindeblatt wird 17 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles arlberg, widmete seine Internetseite „Kultur und Tipps“ dem KLIM-Projekt und veröffentlichte dankenswerterweise einen Aufruf zur Einsendung alter Fotos vom Maisäß- und Alpleben, was auf ein erfreuliches Echo stieß: http://vorarlberg. orf.at/magazin/klickpunkt/kulturtipps/ stories/378298/ (Peter Strasser) 2009 im Montafon Archiv digitalisiert und mit einer Beschlagwortung versehen. (Peter Strasser) KLIM – Kulturlandschaftsinventar Montafon KLIM dient der Dokumentation der Kulturlandschaft des Tales außerhalb des Dauersiedlungsraumes, wobei der Schwerpunkt auf die Einrichtungen der Dreistufenlandwirtschaft (Maisäße, Alpen, Bergmähder) gelegt wird. Dank der engagierten Arbeit von Ferialpraktikanten und -praktikantinnen konnten große Fortschritte bei der Erhebung des Baubestandes erzielt werden. Mit Ende des Sommers werden die meisten Gebiete der Außerfratte vollständig per Fragebogen und durch Fotos erfasst sein. Parallel dazu werden die Urkundenbestände im Montafon Archiv durch die Ferialpraktikantin Sarah Sonderegger digitalisiert und mittels der Datenbank „M-Box“ beschlagwortet. Der ORF – Radio Vor- Vollständige Erfassung der Aufsätze des Montafoner Arbeitskreises Am Ende der 1940er Jahre formierte sich eine Gruppe heimatgeschichtlich interessierter Personen, die ab den frühen 1950er Jahren publizistisch im „Anzeiger für die Bezirke Bludenz und Montafon“ in Erscheinung trat. Unter dem Titel „Montafoner Arbeitskreis“ (MAK) verfassten 22 Autoren sowie eine Autorin über den langen Zeitraum zwischen 1953 und 1978 rund 500 Aufsätze, die sie in 623 Folgen veröffentlichten. Die Vielzahl der darin enthaltenen Themen beweist die Vielschichtigkeit sowie das umfassende Wissen der Beiträger. Der Arbeitskreis gab auch eine eigene Schriftenreihe heraus: Zwischen 1953 und 1973 erschienen in den „Schriften des Montafoner Arbeitskreises“ fünf Bände, die alle den Gedichten von Otto Borger gewidmet wurden. Nach Vorarbeiten von Andreas Rudigier, Rudolf Sagmeister und Peter Strasser sowie nach Erwerb einer digitalisierten Version des Bludenzer Anzeigers über Vermittlung der Vorarlberger Landesbibliothek konnte diesen Sommer Ferialpraktikantin Désirée Mangard ein vollständiges Verzeichnis aller erschienenen Aufsätze erstellen und deren Digitalisierung abschließen. Die Beschäftigung mit dem Werk des Das KLIM-Aufnahmeteam bei der Alpe Fresch (v.l.n.r.: Katharina Sturn, Werner Spatt, Michael Schönherr, Verena Beiser, August 2009) 18 Aktuelles montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon 6 MAK wird weiterhin eine hohe Priorität bei den Montafoner Museen genießen: Dr. Klaus Beitl stieß vor kurzem im Nachlass seines Vaters Richard Beitl auf eine Reihe von Unterlagen des MAK wie Briefverkehr und Manuskripte, die noch einer eingehenden Untersuchung harren. (Peter Strasser) Trockensteinmauern widerstehen noch dem Verfall. (Peter Strasser) Kulturlandschaft im Wandel Auf rund 1750 m Seehöhe befindet sich am Südabhang des Muttjöchle im Gemeindegebiet von Silbertal auf einem Plateau die Alpe Mutt. Früher als Melkalpe in Verwendung, liegt das wunderschön gelegene Gebiet heute einsam und verlassen da. Die Folgen der Nutzungsaufgabe sind unübersehbar: Jungwald kommt auf, und Verbuschung bemächtigt sich der ehemaligen Weiden. Der Stall, dessen Dach in den 1990er Jahren einstürzte, besteht nicht mehr. Lediglich das Alpgebäude, das angeblich das älteste Haus in Silbertal darstellt, und die um 1950 (Foto: Kilian Jochum) 19 2009 6 montafoner museen 125 Jahre AV Bezirk Montafon Aktuelles 2009 Marie Brugger (re.) mit einer Wandererin, ca 1940 (Foto: Kilian Jochum) um 1990 (Foto: Kilian Jochum) Die Alpe heute (Foto: Marion Ebster) 20
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Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Wir dürfen Ihnen heute ein weiteres Infoheft präsentieren, das bereits als Nummer 1/2010 geführt wird. Nicht dass wir behaupten möchten, die Montafoner Museen seien der Zeit voraus, aber tatsächlich ist der Fokus der Vereinstätigkeiten trotz zahlreicher Veranstaltungen zwischen dem 19. November und 13. Dezember bereits klar auf 2010 ausgerichtet. Das Motto können Sie der Überschrift entnehmen: 100 Jahre ist es her, dass eines der verheerendsten Hochwässer das Montafon und andere Alpentäler heimgesucht hat. Wir wollen uns 2010 auf die Spuren dieser Katastrophe, der ersten großen nach der Entdeckung der Fotografie, begeben und dabei auch andere Aspekte als Hochwasser und Lawinen berücksichtigen. Kleine Überraschungen dürfen wir schon in den Raum stellen, Kooperationen mit dem „Montafoner Sommer“, dem Kulturverein illlitz, dem Kunstforum Montafon und der Wildbach- und Lawinenverbauung sind angedacht. 1 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information lotts zurückgreifen kann. Maklotts Bilder sind auch Gegenstand eines Buches, das von Peter Strasser vorbereitet wurde und im Sutton Verlag als 9. Sonderband zur Montafoner Schriftenreihe herausgegeben wird. Höhepunkt ist schließlich (und nach langer Wartezeit „endlich“) die Vorstellung des zweiten Bandes zur Montafoner Geschichte. Andreas Rudigier (Obmann) 2010 Bevor es aber so weit ist, laden wir Sie zu drei Ausstellungseröffnungen ein: Im Mittelpunkt steht das Werk Philipp Schönborns – eines Künstlers, den wir nicht näher vorstellen müssen. Anfang der 90er Jahre war der im Montafon aufgewachsene und heute in München lebende Fotograf an der Herausgabe des Buches über die Künstlerfamilie Bertle maßgeblich beteiligt, zuletzt waren seine Werke in der Johanniterkirche in Feldkirch zu sehen. Anneliese Peter präsentiert eine Auswahl aus ihrer Krippensammlung und setzt damit die Tradition der Krippenausstellungen heimischer KünstlerInnen fort. Ab 1. Dezember wird auch eine kleine Fotoausstellung zu Schruns um 1920 zu sehen sein, die ausschließlich auf die Arbeiten Adele Mak- Die Montafoner Museen sind an Fotografien und Dokumenten interessiert, die sich mit Naturereignissen im Montafon beschäftigen. Die Themen sind Hochwasser, Lawinen, aber auch alles andere, was gemeinhin als „Katastrophe“ angesprochen wird. Der Zeitraum ist nicht auf 1910 beschränkt, sondern kann auch wesentlich jünger oder gar aktuell sein. 2 Veranstaltungen Donnerstag, 19. Nov. 2009, 19.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Tschagguns, Altes Gemeindeamt Höhenbergsteigen in der Sowjetunion (Franz Bahl erinnert sich im Gespräch mit Edith Hessenberger an die Besteigung des Pik Korshenewskaja 1983) Filmen erläutert Bahl die für damalige Verhältnisse exotische Reise ins heutige Kirgistan. Beeindruckende Bilder und Filmaufnahmen ermöglichen, die mehr als 25 Jahre zurückliegende alpinistische Reise nachzuvollziehen und mitzuerleben. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 18.55 Uhr, Bahn von Schruns nach Tschagguns um 19.03 – Rückreise mit der Bahn ab Bahnhof Tschagguns in Richtung Schruns ab 20.55 Uhr möglich, und in Richtung Bludenz ab 21.05 Uhr möglich Freitag, 20. Nov. 2009, 16-20 Uhr Bludenz, Kloster St. Peter (Dominikussaal) Das Jahr 1809 in der Region: Vorarlberg, Tirol, Liechtenstein und Schweiz. Ein Symposium des Arbeitskreises für interregionale Geschichte In sieben Referaten werden Historikerinnen und Historiker aus Tirol, Vorarlberg, Liechtenstein und der Ostschweiz Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren jeweiligen Regionen als Folge der Ereignisse um das Jahr 1809 erörtern. Trotz geografischer Nachbarschaft verliefen die Entwicklungen in den obigen Regionen recht unterschiedlich: In Tirol fand unter der Führung von Andreas Hofer eine Revolte gegen die rechtmäßige bayerische Regierung statt. Das ebenfalls unter bayerischer Herrschaft stehende Vorarlberg schloss sich dieser Erhebung jedoch nur halbherzig an, wobei vor allem der Stand Bregenzerwald lange eine neutrale und vorsichtige Haltung einnahm. Im Gegensatz dazu 3 Im Sommer 1983 reisten Franz Bahl und Hans Rabanser heimlich in die damalige Sowjetunion, um den Pik Korshenewskaja (7105 m) zu besteigen. Das alpinistische Vorhaben wurde im heimatlichen Montafon nicht angekündigt, da die beiden zu sehr eine Blamage im Falle des Scheiterns befürchteten. Die Besteigung des herrlichen Siebentausenders gelang jedoch – und heute zeigt Franz Bahl gerne die nunmehr historischen Aufnahmen: Mithilfe von Dias und Super8- 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen den einzelne katholische Eliten mit den Tiroler Aufständischen sympathisierten, verhielt sich die Schweiz ruhig, abwartend und neutral, was sich auch auf Vorarlberg beruhigend auswirkte. Zum Tagungsort: Das Bludenzer Kloster St. Peter Der erste quellenmäßig gesicherte Beweis der Existenz des Klosters St. Peter in Bludenz stammt aus dem Jahr 1286. In einer Urkunde vom 26. Juli überträgt der Bischof von Chur den geistlichen Frauen im Drusental eine Ordnung, die ihr Zusammenleben regelte. Damit ist St. Peter der älteste, mit wenigen Unterbrechungen noch heute bestehende Frauenkonvent Vorarlbergs. Bezugnehmend auf den Tagungsort und seine Thematik ereignete sich im August des Jahres 1796 ein blutiger Zwischenfall, als sich Kreishauptmann Ignaz Anton Indermauer vor 2010 kamen die kampfbereiten Aufständischen, die wiederum die österreichische Herrschaft und ihre verlorenen kommunalen Selbstverwaltungsrechte sowie die Befreiung von Wehrpflicht und dem neuen Steuerwesen anstrebten, zumeist aus dem Oberland. Es überrascht auch nicht, dass die Unruhen auch auf Liechtenstein übergriffen, das erst 1806 seine Souveränität von Napoleons Gnaden erhalten hatte. Der Bevölkerung dort ging es vor allem um die Wiedererlangung der traditionellen Rechte, denen die Modernisierungsbestrebungen des Fürsten widersprachen. Ein militärisches Eingreifen wagte die Bevölkerung jedoch nicht. In der benachbarten, von Napoleon abhängigen Helvetischen Republik waren 1803 die aufgeklärten und zentralistischen Reformen gescheitert. Die alten aristokratischen Familien und die Kantone übernahmen wieder die Macht. Obwohl in Graubün- 4 Veranstaltungen den auf Bregenz vorrückenden Franzosen gegen Tirol abzusetzen versuchte. Dies erweckte in Teilen der Bevölkerung den Eindruck des Verrats und er wurde zusammen mit seinen Begleitern innerhalb der Klostermauern misshandelt und ermordet. Im ausgehenden 20. Jahrhundert wurde das Kloster von völlig anderen Gefahren bedroht als Jahrhunderte zuvor: der Personalschwund und die Überalterung der verbliebenen Schwestern führten beinahe zu seinem Ende. So wie die Bludenzer Schwestern in früheren Zeiten das Kloster Cazis in Graubünden neu zu beleben vermochten, war es nun umgekehrt der Fall, dass Cazis zweimal (1985 und 2001) mit einer Personalaushilfe St. Peter zu Hilfe kam und einen Neuanfang ermöglichte. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Die Vorträge im Überblick • Hannes Liener: Moderation • Ellinor Forster: Propaganda schlacht in Tirol. Die Einflüsse der „Kriegsberichterstattung“ auf die Ereignisse 1809 Die Ereignisse des Jahres 1809 waren in großem Ausmaß durch die Flugblätter und Zeitungsartikel geprägt, die jeweils über den vermeintlich aktuellen Stand der Kriegsgeschehnisse Auskunft gaben. Die unterschiedlichen Motive der Schreiber führten zu widersprüchlichen Informationen und machen so manche scheinbar paradoxen Reaktionen der Bevölkerung erklärbar. • Gerhard Wanner: Vorarlbergs halbherziger Widerstand gegen Bayern 1809 Der Vortrag beschäftigt sich kritisch mit den Ursachen des Aufstandes gegen das aufgeklärte Bayern, den gegensätzlichen Einstellungen der Bevölkerung dazu, mit der umstrittenen Führerpersönlichkeit Anton Schneider und mit den Unterschieden zum revolutionären Tirol. Fernab von martialischer Kriegsbegeisterung, Personen- und Heldenkult und „vaterländischer“ Geschichtsverherrlichung gibt der Vortragende einen kritischen Ein- und Überblick zum Aufstandsjahr 1809 und dessen Ursachen. Im Gegensatz zum revolutionären Tirol lehnten aufgeklärte und pragmatisch denkende Vorarlberger das militärische Eingreifen gegen Bayern und Frankreich ab. Auch der bürgerliche politische und militärische Führer, Rechtsanwalt Dr. Anton Schneider, mahnte zur Vorsicht und rettete dadurch sein Leben, ganz im Gegensatz zum katholisch-konservativen „Fundamentalisten“ Andreas Hofer. • Fabian Frommelt: 1809 – Aufstand in Liechtenstein? Im Juni 1809, auf dem Höhepunkt des Aufstands der Tiroler und Vorarlberger gegen die bayerische Herrschaft, kam es in Liechtenstein zu scharfer Kritik an der fürstlichen Obrigkeit, zu unbewilligten Versammlungen, Resolutionen und Forderungen, schließlich zur Drohung, sich den Aufständischen in Vorarlberg anzuschließen. Hintergrund war ein seit dem Zusammenbruch des Alten Reichs (1806) anhaltender obrigkeitlicher Reformschub, der besonders wegen der Beseitigung der überkommenen Mitwirkungsrechte der Untertanen an der Landesverwaltung und einer geplanten Bodenreform auf Widerstand stieß. Das – in der Literatur ebenfalls als „Aufstand“ bezeichnete – Vorgehen der 5 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen barschaft aus: Symphathien in der Bevölkerung und kritische Kommentare in den Medien, dazu eine schwankende Haltung des ersten wissenschaftlichen Historikers der Schweiz. Als Überraschung muss der hohe Anteil von Vorarlbergern in den vier Schweizer Regimentern bei Napoleon I. gesehen werden, von denen das erste durch den Bündner Obersten Andri Ragettli kommandiert wurde. • Lieselotte Hammerer, Andreas Hammerer: Bayerische Herrschaft im Bregenzerwald Die bayerische Herrschaft wurde im Bregenzerwald zum Mythos der gehassten Fremdherrschaft, die die Schuld am Ende der alten Verfassung der „Wälderrepublik“ trug. Jedoch ist kein Protest gegen den Abriss des Rathauses auf der Bezegg im Jahre 1807 bekannt. Zum Symbol des Widerstands wurde dagegen der Krumbacher „Weiberaufstand“ im selben Jahr gegen die Rekrutenaushebungen nach dem 1806 eingeführten bayerischen Gesetz der allgemeinen Wehrpflicht. 2010 liechtensteinischen Aufrührer war anhaltend, aber gewaltlos. • Georg Jäger: Am Rand der Schweiz. Der Kanton Graubünden 1809 1803 wurde Graubünden definitiv zu einem Kanton der schweizerischen Eidgenossenschaft. Nachdem die Bündner wenige Jahre zuvor ihre italienischen Untertanenlande verloren hatten, sahen sie nun auch die Tradition ihrer Eigenstaatlichkeit beendet. Eine wirksame administrative Integration in den schweizerischen Bundesstaat fand aber vorderhand kaum statt. Die alles überstrahlende – oder überschattende – Vormacht war vielmehr diejenige des „Mediators“ Napoleon. In der Mediationszeit, in dem auf seine Gründung folgenden Jahrzehnt, erfuhr der Kanton Graubünden verschiedene Modernisierungsmaßnahmen. Mit dem Tiroler Aufstand von 1809, der ja unter klerikalem Einfluss stand, sympathisierte in Graubünden besonders die katholische Führungsgruppe. Schüler des Priesterseminars St. Luzi in Chur ließen sich sogar zu einer tollkühnen Aktion hinreißen: Für Andreas Hofer schmuggelten sie Schießpulver und Munition nach Tirol! • Heribert Küng: St. Gallen und Thurgau Die Vorarlberger Freiheitsbewegung 1809 traf die Ostschweiz inmitten von Staatsumbrüchen (1798, 1803, 1815) – und die Schweiz war ein Satellit Frankeichs, das heißt ohne eigenständige Außenpolitik. Dementsprechend ambivalent fielen die Reaktionen der Kantone St. Gallen, Schaffhausen und Thurgau zu den Ereignissen in der Nach6 Veranstaltungen Eine Rolle im Vorarlberger Aufstand von 1809 spielte auch der Schützenmajor und Oberkommandant des Bregenzerwaldes Johann Peter Sutterlüti. • Michael Kasper: Der Kampf um Macht und Geld? Die Rolle der ländlichen Eliten bei der Erhebung 1809 Im Zusammenhang mit den vielfältigen Reformen an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert wurde der Einfluss und die Macht der ländlichen Oberschicht stark beeinträchtigt. Am Beispiel des Montafons sollen die Situation und die unterschiedlichen Reaktionen der Eliten auf diese Wandlungsprozesse, die im Jahr 1809 besonders deutlich wurden, beleuchtet werden. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 im Montafon richtet der Fotograf das Augenmerk nicht nur auf die Berge, sondern auch auf unscheinbare Naturstrukturen und auf weltliche und religiöse Zeichen. Entstanden ist so eine Bildersammlung, die sich fast schon zu einer individuellen ‚Heimatkunde’ des Montafons verdichtet. In der Ausstellung werden Arbeiten aus den Jahren 1991 bis 2009 gezeigt: frühe mehrteilige Figurenbilder mit Leuchtkästen und das große Einzelleuchtbild „Vens“ aus der Serie der Gnadenbilder. Erstmals ist die Reihe der Doppelbilder zu sehen, deren paradoxe Motivverbindungen das körperliche und geistige Unterwegssein thematisieren. Ausstellungsdauer: 27. November 2009 bis 10. April 2010 Donnerstag, 26. Nov. 2009, 19.15 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Philipp Schönborn Montafon (Ausstellungseröffnung mit Kurator Beat Gugger) Philipp Schönborn ist im Montafon aufgewachsen und lebt heute in München. Bei seinen langen Wanderungen ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich 7 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.04 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.23 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 17.17 Uhr, Ankunft in Schruns 17.55 Uhr – Rückreise mit der Bahn ab 20.03 Uhr möglich, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich 2010 Freitag, 27. Nov. 2009, 18.30 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns „Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen ...“ (Mt 2, 9) – Krippen aus der Sammlung Anneliese Peter (Ausstellungseröffnung mit der Hausmusik Both und Heinz Bitschnau) Die Eröffnung des „Winterzaubers“ von Schruns-Tschagguns-Tourismus wird inzwischen traditionell mit der Eröffnung einer kleinen Krippenausstellung im Montafoner Heimatmuseum verbunden. Die Sammlung von Anneliese Peter umfasst knapp 20 selbst gefertigte Krippen. Zu sehen sind alpenländische, orientalische und so genannte Stilkrippen, die Anneliese Peter aus Vandans als Mitglied der Krippenfreunde Rankweil – mit 180 Mitgliedern einer der größten und mit etwa 80 Jahren auch einer der ältesten Krippenbauvereine des Landes – mit viel Liebe zum Detail gebaut hat. Heinz Bitschnau liest Geschichten und Gedichte zum Advent. Die Hausmusik Both trägt ebenfalls zum stimmungsvollen Rahmen dieses Abends bei. Sonntag, 29. Nov. 2009, 11-17 Uhr Altes Frühmesshaus Bartholomäberg Tag der offenen Tür (mit Krippenausstellung, Geschichten und Gedichten, Musik) Das jüngste Museum der Talschaft öffnet zum traditionellen Bartholomäberger Adventmarkt bei freiem Eintritt seine Türe und bietet neben Führungen zum Museum auch folgende Programmpunkte: Besichtigung alpenländischer Weihnachtskrippen und Krippenfiguren von örtlichen Krippenbauern. Um 12.30 Uhr liest Heinz Bitschnau Geschichten und Gedichte zum Advent, ab 14 Uhr tritt der Bärger Kinderchor auf, der unter dem Motto „sing eppas“ adventliche Stimmung verbreitet. Kaffee, Kuchen und freundliche Gastgeberinnen und Gäste werden für ein herzliches Ambiente sorgen. 8 Veranstaltungen Dienstag, 1. Dez. 2009, 19.15 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Montafoner Heimatmuseum Schruns Schruns um 1920. Fotografien von Adele Maklott (Ausstellungseröffnung und Buchpräsentation) men unbestimmt. Die Ausstellung im Museum in Schruns wird daher nicht nur einen Eindruck vom umfangreichen Werk der Amateur-Fotografin und vom Alltag im Montafon vor beinahe hundert Jahren vermitteln, sondern auch die Besucherinnen und Besucher zur Mithilfe bei der Bestimmung der abgebildeten Personen und Ereignisse einladen. Zur Ausstellung erscheint beim SuttonVerlag in Wien ein gleichnamiger Bildband. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.57 Uhr, mit dem Bus Partenen ab 18.17 Uhr, Ankunft in Schruns 18.55 Uhr; Rückreise mit der Bahn nach Bludenz ab 21.03 Uhr, mit dem Bus nach Partenen nicht möglich Freitag, 11. Dezember 2009, 17 Uhr Sternensaal (Schruns) Montafon 2: Besiedlung – Bergbau – Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters (Moderierte Buchpräsentation mit Lesung und mittelalterlicher Musik) Zwischen 1917 und 1924 fertigte die Schrunserin Adele Maklott (1892-1978) über tausend Fotografien an, die ihre Familie, das Schrunser Ortsgeschehen sowie viele Einwohner und Einwohnerinnen zeigen. Nach Abschluss eines umfangreichen Digitalisierungsprojekts konnte nun eine Übersicht über die Sammlung erzielt werden. Wohl legte Adele Maklott beinahe jeder der 83 Schachteln für die rund 1020 Negativ-Glasplatten ein Inventar bei, dennoch bleiben eine Reihe von Aufnah- Mit dem zweiten Band der Reihe „Das Montafon in Geschichte und Gegenwart“ beginnt eine historische Gesamtschau des Tales und seiner näheren Umgebung, die von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters reicht. Vertreter der unterschiedlichsten Fachdisziplinen stellen ihre aktuellen Forschungsresultate einer breiten und interessierten Öffentlichkeit vor. Insgesamt sind in dem Band 13 Beiträge versammelt, die entweder das historische Geschehen in chronologischer Abfolge verfolgen oder thematisch angelegte Einzelaspekte einer vertiefen9 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen umfangreiches Register erschließt die Beiträge. Die prachtvolle Ausstattung garantiert Lesevergnügen. Der Band erfüllt somit mehrere Funktionen. Er ist nicht nur ein wissenschaftlich fundiertes Nachschlagewerk auf dem neuesten Stand der Forschung, sondern auch ein anregendes und unterhaltsames „Lesebuch“ für alle an der Geschichte des Tales Interessierten. Eine Veranstaltung des Standes Montafon in Kooperation mit den Montafoner Museen und dem Kulturverein illlitz (das genaue Programm ist in Arbeit) 2010 den Betrachtung unterziehen. Allen Beiträgen gemeinsam ist das Bemühen, das Geschehen in der heute als Montafon bezeichneten Talschaft jeweils vor dem Hintergrund überregionaler Entwicklungen zu betrachten. Auf diese Weise werden immer wieder Blicke auch auf die Nachbarregionen geworfen. Denn nur durch den Vergleich kann das mögliche Spezifikum einzelner Ereignisse erkannt und können größere Entwicklungslinien in ihren transregionalen Kontexten herausgearbeitet werden. Vier Beiträge setzen sich mit den Verhältnissen in prähistorischer und römischer Zeit auseinander. Neueste archäologische Forschungsergebnisse werden in eine Gesamtschau eingebettet, die in dieser Form bis vor wenigen Jahren noch kaum denkbar gewesen wäre. Dabei wird die ältere Siedlungsgeschichte des Tales auf eine völlig neue Grundlage gestellt. Drei Beiträge öffnen den Blick für die nachfolgenden Epochen des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Die Geschichte von Herrschaft und Politik wird ebenso behandelt, wie das Augenmerk auf Siedlungsvorgänge, Organisationsformen, Wirtschaft, Kirche und Geistlichkeit sowie geistesgeschichtliche Veränderungen und Innovationen gelenkt wird. Schließlich sind mehrere Beiträge thematischen Einzelthemen gewidmet: Gerichtsbarkeit, Spuren mittelalterlicher Architektur, die Burgenarchäologie des Tales (Diebschlössle und Valcastiel), eine „kleine“ mittelalterliche Kunstgeschichte sowie die neuesten archäologischen Untersuchungen im Refektorium des Klosters St. Peter. Kurzzusammenfassungen am Beginn aller Beiträge bieten der Leserin und dem Leser eine rasche Orientierung. Ein 10 ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 16.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 16.55 Uhr, Rückreise ab 19.03 Uhr möglich, mit dem Bus Partenen ab 15.47 Uhr, Ankunft in Schruns 16.25 Uhr, ab 19.05 Uhr letzte Busverbindung ab Schruns Richtung Partenen. Aktuelles Sonntag, 13. Dez. 2009, 10.30-17 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Donnerstag, 4. Feb. 2010, 19.30 Uhr Motafoner Heimatmuseum Schruns Montafoner Heimatmuseum Schruns Tag der offenen Tür Der Tag der offenen Tür am „Silbriga Suntig“ ist Tradition und ebenso Tradition ist es, dass das Montafoner Heimatmsueum den ganzen Tag seine Pforte öffnet. Wir bieten Ihnen neben einer geheizten Museumsstube drei Sonderausstellungen zu Philipp Schönborn, zu den Krippen von Anneliese Peter und zur Schrunser Fotografin Adele Maklott. Ebenso bieten wir Ihnen Gelegenheit, aus dem reichhaltigen Angebot an Büchern ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, immerhin sind heuer mit dem Buch über Richard Beitl, dem Buch über die Maisäß Röbi und Rongg, dem Sammelband zum Thema Mensch und Berg im Montafon, mit dem Kulturgeschichtlichen Führer zum Montafon und dann ganz aktuell mit dem Fotoband zu Adele Maklott und vor allem dem zweiten Band zur Montafoner Geschichte sechs Neuerscheinungen zu verzeichnen. Die Brüder Schönborn. Zwei Künstler und ein Kardinal (Filmvorführung) Claus Singer vom Bayerischen Fernsehen hat eine Dokumentation zu den Brüdern Schönborn gemacht, die an diesem Abend zu sehen ist. Aktuelles Die Montafoner Museen sind an Kooperationen mit anderen kulturgeschichtlichen Einrichtungen interessiert. Im Rahmen der Museumsakademie des Joanneums in Schruns konnte Kontakt mit den Südtiroler Kolleginnen geknüpft werden, den Andreas Brugger im Rahmen einer Exkursion nach Südtirol vertiefte. Andreas Brugger vertrat auch den Obmann beim Symposium der „ski.kultur.arlberg“ (hier ist der Obmann als wissenschaftlicher Beirat intergriert). Und das Symposium vom 20. November, das sie diesen Mitteilungen entnehmen können, wird vom Arbeitskreis für interregionale Geschichte durchgeführt ... hier sind die Montafoner Museen ebenfalls vertreten. 11 Montag, 4. Jänner 2010, 19.30 Uhr Montafoner Heimatmuseum Schruns Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit Adi Fischer über Heimat Wir bitten zu dieser Veranstaltung die Plätze im Vorfeld zu reservieren, da nur eine beschränkte Zahl an Besucherinnen und Besucher möglich ist. 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles ner Mountain Museum auf Schloss Sigmundskron erwähnt werden, dessen Sammlung aus einer Mischung von Bergsteiger-Utensilien und Buddha-Statuen besteht und den Betrachter ziemlich verwirrt. Interessanter war ohne Zweifel das Touriseum (Südtiroler Landesmuseum für Tourismus) auf Schloss Trauttmannsdorff in Meran, das auf äußerst innovative Weise darstellt, wie die ersten Bergsteiger und Touristen die alpine Bergwelt lieben lernten. Abgerundet wurde der dritte Tag mit der Besichtigung von Schloss Schenna und von der Landesausstellung in der Festung Franzensfeste. Abschließend kann festgehalten werden, dass die Südtiroler Museumslandschaft, die aus über 70 Museen und Sammlungen besteht, durch Vielseitigkeit und Innovativität überzeugen kann. (Andreas Brugger) Wissenschaftliches Symposium von ski.kultur.arlberg (Lech) Am 3. Oktober 2009 fand im Hotel Gotthard in Lech das erste Symposium von ski. kultur.arlberg statt. Da der Arlberg von seinen Bewohnern oftmals als Wiege des alpinen Skilaufs bezeichnet wird, ist es nahe liegend, sich mit der geschichtlichen Entwicklung des weißen Sports in dieser Region eingehend zu befassen. Deshalb wurde 2008 das Projekt ski.kultur.arlberg ins Leben gerufen. Auf den Tag genau 100 Jahre nach der Eröffnung der Flexenstraße, die für den Aufschwung Lechs von größter Bedeutung war, wurde am Morgen des 3. Oktober am Rüfiplatz in Lech eine einhundert Meter lange Informationswand zur Geschichte des Skilaufs am Arlberg von 1884 bis 1938 präsentiert. Im Anschluss 2010 Südtirol und seine Museumslandschaft (Exkursionsbericht) Diese von der Museumsakademie des Universalmuseums Joanneum in Graz organisierte Exkursion fand vom 24. bis zum 26. September 2009 statt. Der erste Höhepunkt war die Besichtigung des Südtiroler Archäologiemuseums Bozen, dem Ötzi innerhalb von zehn Jahren über 2,5 Millionen Besucher bescherte. Das im Anschluss besichtigte Museion (Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Bozen) sollte von jedem kunstinteressierten Südtirolbesucher besichtigt werden. Der zweite Tag begann mit der Besichtigung von Schloss Tirol (siehe Foto), das nicht nur durch seine imposante Schlossanlage, sondern auch durch eine didaktisch sehr gut aufbereitete Dauerausstellung zur schicksalhaften Geschichte Südtirols im 20. Jahrhundert überzeugen kann. Beim Sandwirt (dem Geburtshaus von Andreas Hofer) und im angeschlossenen Museum Passeier wurde klar, dass Andreas Hofer im Gedenkjahr an die Bergisel-Schlachten 1809 in Tirol allgegenwärtig ist. Hinsichtlich des derzeitigen Alpinismus-Schwerpunkts der Montafoner Museen muss das Mess- 12 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Lange Nacht der Montafoner Museen 2009 Die Montafoner Museen nahmen zum achten Mal an der vom ORF durchgeführten Langen Nacht der Museen teil. 600 Besucherinnen und Besucher nutzten die nächtlichen Stunden, um die Häuser in Schruns (Heimatmuseum), Bartholomäberg (Frühmesshaus), Silbertal (Bergbaumuseum), Gaschurn (Tourismusmuseum) und Tschagguns (Wintersportsammlung) zu besichtigen. Die Ausgangslage ist für die Montafoner Museen keine einfache: Abseits von den Ballungszentren Vorarlbergs gelegen gibt es keine Partizipation an den Besucherströmen, welche die großen Häuser etwa in Dornbirn oder Bregenz erreichen. Fast schon diskriminierend ist es, dass die Montafoner Museen zum wiederholten Male vom organisierten Busfahrplan im Land ausgeschlossen sind. Auch wird das Montafon im Unterschied zum übrigen Land nicht von professionellen Fotografen und demzufolge auch nicht von den Medien beschickt. Es gilt der Grundsatz, dass im Montafon alles selbst gemacht werden muss. Dies ist umso erschwerender, als dass es neben den Montafoner Museen keine andere Einrichtung im Land auf sich nimmt, gleich fünf „Lange Nächte“ zu organisieren. Aber hier kommen wir zum erfreulichen: Ein großes Team von motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bemüht sich um ein Programm und eine Herzlichkeit, die höchst bemerkenswert ist und die es an dieser Stelle hervorzuheben gilt. Nachts im Museumsbus Unter dem Motto „Nachts im Museumsbus“ hatten diesmal die Montafoner Museen einen neuen Anlauf in Sachen 13 daran begann das wissenschaftliche Symposium, in dem zehn Vortragende Einblicke in die Projektarbeit „Auf den Spuren eines Wunders in Weiß“ gaben. So referierte Professor Gustav Schoder von der Universität Stuttgart darüber, wie der Skilauf das Leben der Menschen verändert hat und Professor Bernhard Tschofen von der Universität Tübingen setzte sich in seinem Vortrag ausführlich mit den Begriffen „Kultur“ und „Skikultur“ auseinander. Weiters präsentierten Diplomanden und Doktoranden die Konzepte ihrer wissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit dem Thema Skisport aus den verschiedensten Blickwinkeln, wie etwa Medien, Tourismus und Geologie, auseinandersetzen. Archivarin Mag. Birgit Ortner berichtete über den Aufbau des (ski)geschichtlichen Archivs in Lech. Der Vortrag von Mag. Christof Thöny zeigte mit den Ausführungen zum Zeitzeugenprojekt in Stuben am Arlberg, dass sich das Projekt nicht nur auf Lech beschränkt, auch wenn die Tiroler Seite des Arlbergs offensichtlich kaum ein Thema ist. Abschließend kann festgehalten werden, dass das Projekt ski.kultur. arlberg durch die Vielfalt der Perspektiven und Herangehensweisen überzeugt und man daher auf die Ergebnisse gespannt sein kann. (Andreas Brugger) 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles ins Heimatmuseum; in einem Nebenzimmer übten sich Jugendliche unter Anleitung von Klaus und Karoline Bertle in der Umsetzung derselben Kunst. 2010 Mobilität unternommen und eine Fahrt zu allen Museen des Tales angeboten. Elisabeth Walch betreute auf charmante Weise die Gruppe, die an allen Orten interessante Begegnungen mit der Kunst und Kultur des Tales erleben durfte – ein alle Register ziehendes kulinarisches Angebot sorgte für den entsprechenden Rahmen. Schruns – Tschagguns Die Begrüßung erfolgte im Heimatmuseum in Schruns, nach einem Aperitif bewegte sich der Museumsbus nach Tschagguns, wo Helmut Marent sichtlich stolz einen Blick auf seine über Jahrzehnte zusammen getragene Wintersportsammlung werfen ließ, die das „Who is who“ des Montafoner Skisports repräsentiert. Der Romanist und Flurnamenforscher Guntram Plangg, ehemals Institutsleiter an der Romanistik der Universität Innsbruck, bot den Nachtschwärmer/innen einen faszinierenden Einblick in ein Metier, das die meisten Menschen in ihren Bann zieht. Weniger in den Bann ziehen als vielmehr das Unglück zu verbannen war über Jahrhunderte die Aufgabe des Alpsegens, der täglich auf den Alpen litaneiähnlich gesungen wurde – Martin Borg aus Nenzing beeindruckte in der Stube des Heimatmuseums in Schruns die Gäste mit einem solchen Alpsegen. Dass es dazu indische Kost gab, zeigt, dass die Montafoner Museen den Heimatbegriff längst weiter gefasst haben, als es manche glauben wollen. Verantwortlich für diese interkulturelle Begegnung war der Schrunser Kulturverein illlitz, der mit dem fernöstlichen Land entsprechenden Licht- und Klanginstallationen die Besucherinnen und Besucher begrüßte. Die Bergbilder Edward Theodore Comptons ergänzten den Ausflug 14 Silbertal – Bartholomäberg – Gaschurn Weiter ging die nächtliche Reise nach Silbertal, wo wieder ein vielfältiges Programm geboten wurde. Ob die umfangreiche Bildersammlung Luise Jennys (eine schon lange Jahre geübte Tradition), ob die tief in die Seele gehende Ausstellung des von der jüdischen Volkskundlerin Eugenie Goldstern gesammelten Kinder- Aktuelles spielzeugs oder ob die davon abgeleiteten Kuhgespräche, welche Heidi Bitschnau mit Adolf Zudrell führte – das alles konnte zu den Klängen des Duos Saler genossen werden – ja, und wer sich im Bergbaumuseum für den Bergbau interessierte, war bei Erich Fritz an der richtigen Adresse. Vom „Tal“ ging es anschließend auf den „Berg“, auf den Bartholomäberg. Der Vollmond leuchtete den nächtlichen Museumsbusfahrer/innen den Weg. Das alte Frühmesshaus forderte die Konzentration der Besucher aufs neue. Brigitte Frast begrüßte mit ihren beiden musikalischen Freundinnen die Besucher/innen mit getragenen Zither- und Gitarreklängen. Anschließend wurde es heftig oder – wie ein Besucher meinte – brutal: Heinrich Pfanner, Lyriker aus Vandans, las neu verfasste Marterlsprüche, die eine alte Tradition wieder hochheben ließen. Inhalte sind lustige Charakteristika von Menschen verschiedener Berufsgruppen, allerdings immer mit tödlichem Ausgang. Neu im Repertoire Pfanners sind Küchengedichte, die sinnige und „un“sinnige Träume mit spitzer Feder erzählen. Das war genau die richtige Einstimmung, um anschließend den außergewöhnlichen montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Keller des Frühmesshauses zu besuchen, der neben einer spannenden Hausgeschichte für einmal auch Most und Sura Kees preiszugeben hatte. Die letzte Station lag dann etwa 25 Busminuten von Bartholomäberg entfernt in Gaschurn. Auch hier dient ein Frühmesshaus als Kulisse für ein Museum. Franz Josef Battlogg hieß die schillernde Persönlichkeit, die in den 1860er und 1870er Jahren in Gaschurn als Alpinpionier und Chorleiter weit über die Grenzen bekannt war. Gert Spratler wusste in der Langen Nacht alles über ihn und geleitete durch die Sonderausstellung zu Battlogg im oberen Stock des Museums, die in ihrer radikal die außergewöhnlich hohe Qualität der Architektur hervorhebenden Form auch ein neues Zeitalter des Tourismusmuseums anzeigt. In der Stube unterhielten sich die Gäste über nicht ganz so alte Zeiten und sahen dabei den Trachtenstickerinnen auf die flinken Finger. Ein kulinarischer Abschiedsgruß sollte nochmals zum Höhepunkt werden, egal ob mann oder frau nun die Käsesuppe oder den Brösel mit Apfelmus oder am besten gleich beides zu Gemüte führten. 15 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles 2010 Danke Die Lange Nacht der Montafoner Museen ließ keine Wünsche offen, und dass dies möglich wurde, lag an all den im Folgenden genannten Menschen: Christa Batlogg, Karoline Bertle, Klaus Bertle, Judith Biermeier, Heidi Bitschnau, Martin Borg, Frau Borg, Georg Breuß, Ingrid Breuß, Andreas Brugger, Marie-Luise Brugger, Bianca Burger, Elisabeth Burger, Sabine Butzerin, Hermine Dönz, Elmar Egg, Brigitte Frast, Erich Fritz, Gemeinde Gaschurn, Gemeinde Silbertal, Helga Isele, Luise Jenny, Michael Kessler, Klaus Kuster, Marlies Kuster, Désirée Mangard, Helmut Marent, Kamalakanta Mohanty (plus Begleitung), Hans Netzer, Martin Pfefferkorn, Dietmar Pichler-Jäger, Guntram Plangg, Otto Rudigier, Anita Saler, Franz Saler, Hubert Sander, Gerda Schallner, Edith Schuchter, Gerd Spratler, Martin Ströhle, Manuel Stroß, Karin Valasek, Dagmar Vergut, Elisabeth Walch, Andreas Walter, Marie-Luise Werle, Marianne Werle, Rudi Widerin, Bruno Winkler, Elisabeth Winkler, WSV Tschagguns, Adolf Zudrell, Johanna Zudrell. (Andreas Rudigier) 11. Montafoner Trachtengespräche in Bartholomäberg Fast 40 interessierte Frauen verfolgten die Beiträge von Gisela Haydn und Richard Sander. Gisela Haydn brachte etliche Korallenketten, Granatketten, Uhrenketten mit – alles, was Montafonerinnen zur Tracht gerne anziehen. Besonders bemerkenswert war die eigens von Goldschmied Nikolaus Haydn angefertigte Hutbrosche. Die goldene, in Filigrantechnik hergestellte und mit Granatsteinen verzierte Hutbrosche stellte ein „Highlight“ der Trach16 tengespräche dar. Nikolaus Haydn kann ganz individuelle Broschen für Trachtenhüte herstellen, ganz nach Wunsch der Kundinnen. Weiters natürlich auch Sonderanfertigungen jeglicher Art, wie zum Beispiel, „Glufa“, Ohrringe oder Nachbildungen alter Stücke. Richard Sander, der umtriebige Chef des gleichnamigen Schuhgeschäftes in Schruns, konnte eine umfassende Geschichte des Schuhs präsentieren. Neue und alte Schuhe gaben einen Gesamtüberblick über die Möglichkeiten des passenden Schuhwerks. Dankenswerterweise soll auch erwähnt werden, dass viele Besucherinnen ihre eigenen älteren und neueren Erbstücke zur Begutachtung mitbrachten. (Elisabeth Walch) Rückblick in Bildern Bludenz, 23. September Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Gauertal, 25. September Lech, 28. September Lech, 28. September Nenzing, 2. Oktober Kloster St. Peter, 15. Oktober Schruns, 20. Oktober 17 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhebung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Montafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswelten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standeswald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsprotokoll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Michael Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besiedlung - Bergbau - Relikte. Von der Steinzeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe 1 Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das romanische Vortragekreuz von Bartholomäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Montafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinenwinter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (€ 28,-/22,-) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitungen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Montafon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Montafon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommerausstellung 2004 im Montafoner Heimatmuseum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Montafon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäßsiedlung im Gauertal. Videodokumentation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Montafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdokumentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Montafons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Ausstellung im Montafoner Heimatmuseum, Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Montafoner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 1 Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 19 2010 1 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten im Winter 2009/2010 Montafoner Heimatmuseum Schruns: Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: 27.11.-19.12. Freitag u. Samstag, 14-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 15-18 Uhr ab 7.1. Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 16-18 Uhr ab 7.1. Dienstag bis Freitag, 16-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 16-18 Uhr ab 7.1. Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr 26.12.-6.1. täglich 16-18 Uhr ab 7.1. Dienstag bis Freitag, 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 15,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. 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Information montafoner montafoner museen museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 100 Jahre Hochwasser 1910 Liebe Freunde der Montafoner Museen! Liebe Freunde des Heimatschutzvereins! Heimat in Bewegung. Montafoner Architekturgespräche 2010 Fast eine Sternstunde könnte man es nennen: Aus einer renommierten Architektenriege hat eine international besetzte Fachjury das Siegerprojekt für ein HeimatmuseumNEU „gekürt.“ Das Urteil war erfreulich eindeutig, näm­ lich einstimmig. Die Architekten Marte. Marte haben den überzeugendsten Pla­ nungsentwurf vorgelegt. Grund zur Freude ist das auch deshalb, weil an diesem Ergebnis eine Reihe aus­ gewiesener Fachleute mitgewirkt haben: aus den Bereichen Bauforschung, Archi­ tekturtheorie, Museumsarchitektur, Denk­ malschutz, und nicht zuletzt die un­ er­ v zichtbaren Erfahrungsexperten, nämlich das Museumsteam. Nur bei einer solchen Dichte vielfältiger Kompetenzen ist Kon­ zeptqualität auf dem Niveau des vorlie­ genden Siegerentwurfs möglich gewor­ den. Ab jetzt gibt es also verbindliche Partner, mit denen wir in unterschiedlichen Fach­ gremien, Expertenrunden und Entschei­ dungsinstanzen den Rohentwurf prüfen, diskutieren, und bedarfsorientierte Über­ arbeitungen in Teilbereichen abklären werden. Das braucht und hat Zeit. Parallel dazu entwickeln wir in den nächs­ ten Wochen ein Ganzjahresprogramm zu Fragen der Architektur im Montafon. Den willkommenen Anlass dafür bietet natürlich das Museumsprojekt. Erklärtes Ziel ist es, Diskussionen um Architektur im Montafon mit Niveau, mit Sachver­ stand und frei von Polemik zu führen. Schon bisher war der Heimatschutzver­ ein in diesen Belangen sehr aktiv. Die seit geraumer Zeit initiierten und mode­ rierten Architekturgespräche – in der Regel galt das Augenmerk besonders gefährdeten oder vorbildlich revitalisier­ 1 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Information werden sich Exkursionen und Workshops ebenso finden wie Vorträge, Gespräche und Diskussionen. Dass es sich lohnt, über unser außerge­ wöhnliches Siegerprojekt öffentlich und gleichzeitig auf fachlicher Ebene zu dis­ kutieren, zeigt allein das einstimmige Urteil der Fachjury (Auszug): „Der Entwurf überzeugt durch seine konzeptionelle Klarheit. Wenn Heimat bedeutet, Identität zu schaffen, gelingt den Projektverfassern eine ausgezeichnete städtebauliche, funktionale und architektonische Antwort auf die sehr anspruchsvolle Aufgabe, nämlich das neue Heimatmuseum im Dorf und in der Talschaft zu verankern und neu zu positionieren.“ Der dritte Montag im März gibt mit einem ersten öffentlichen Auftritt von Museum­ NEU gleichzeitig das Startzeichen für die Montafoner Architekturgespräche 2010. Zur Disposition steht nichts Geringeres als die Substanz der Montafoner Baukul­ tur: die historisch gewachsene ebenso, wie die in die Zukunft weisende. Talge­ schichte trifft Talzukunft. Bruno Winkler (Projektleiter HeimatmuseumNeu) 2010 ten Objekten – bewegen sich nunmehr in eine neue Phase. Alle, denen sachliche, fachorientierte und vorurteilsfreie Architekturgespräche ein Anliegen sind, dürfen sich auf ein anregendes Gesprächsjahr freuen. Schon jetzt laden wir ein, sich an diesem Pro­ zess – beginnend in der zweiten März­ hälfte – aktiv zu beteiligen. Damit sollten sich öffentliche Architekturdiskussionen – deutlicher als bisher – auf dem Boden einer Experten- und Kompetenzebene bewegen. In diesem Jahresprogramm Diesem Informationsblatt des Heimatschutzvereins Montafon ist auch die Vorschreibung des Mitgliedsbeitrags für 2010 beigefügt. Wir bitten Sie um Überweisung des Betrags, der bei der Mitgliederversammlung im vergangenen April auf 20 Euro festgesetzt wurde. 2 Veranstaltungen Schruns, Montafoner Heimatmuseum Donnerstag, 4. März 2010, 19.30 Uhr montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Philipp Schönborn Montafon (Führung und Buchpräsentation mit Philipp Schönborn) Philipp Schönborn führt durch seine Aus­ stellung und erläutert Hintergründe und bildnerische Eigenarten zu seinen foto­ grafischen Wanderungen im Montafon. Vom Valleu bis zur Silvretta, von Vens bis ins Gaflunatal führen die Fotografien aus den Jahren 1991 bis 2009. Sämtliche Fotografien sind abgebildet im Begleit­ buch, das an diesem Abend präsentiert rende Gespräch zwischen Christoph Kar­ dinal Schönborn und Adi Fischer, das am 4. Jänner zum Thema „Heimat“ in der Ausstellung im Montafoner Heimat­ museum in Schruns stattfand. Darüber hinaus steuert der Komponist Herbert Willi in einer Erstveröffentlichung einen Ausschnitt aus einer Partitur des Zyklus „Montafon“ bei. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr, Rückreise mit der Bahn ab Schruns um 21.03 oder 22.03 Uhr möglich. Schruns, Montafoner Heimatmuseum Freitag, 5. März 2010, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr, Rückfahrt mit der Bahn ab Schruns um 22.03 Uhr möglich (Treffpunkt Bahnhof Schruns, 18 Uhr) Hittisau, Frauenmuseum Montag, 15. März 2010, 19.30 Uhr Stilles Holz – Die Architektin Wenche Selmer (Führung mit der Museumsleiterin Stefa­ nia Pitscheider-Soraperra) Die norwegische Architektin Wenche Selmer gehört zu den wenigen Architek­ tinnen des 20. Jahrhunderts, die breite Anerkennung erlangt haben. Als Profes­ sorin an der Oslo School of Architecture and Design war sie eine Autorität und bildete mehrere Jahrzehnte lang hun­ derte junge Architekt/inn/en aus. Wen­ 3 wird. Verlegt vom Bucher Verlag, Hohen­ ems enthält das Buch neben Beiträgen von Andreas Rudigier, Beat Gugger und Annette Philp zwei Besonderheiten: Es dokumentiert zum einen das provozie­ 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Pfarrkirche Tschagguns, MAP-Kellergalerie Schruns Freitag, 26. März 2010, 19 Uhr 2010 che Selmer plante vor allem Wohn- und Ferienhäuser aus Holz, einem Bauma­ terial, das in Norwegen seit jeher breite Verwendung findet. Rund hundert Gebäude gehen auf sie zurück, darun­ ter zahlreiche Einfamilienhäuser in Oslo sowie Ferienhäuser an der Südküste rund um Lillesand und in den norwegischen Bergen. Immer sind ihre architektoni­ schen Lösungen auf die spezielle Umge­ bung angepasst. Die subtile Interaktion zwischen Gebäude und Umgebung ist für sie bezeichnend. Hannes Bertle – Vom Naturalismus zur Abstraktion Die Eröffnung findet um 19 Uhr zunächst in der Pfarrkirche Tschagguns statt, anschließend geht es mit dem ShuttleBus zur Galerie montARTphon. Die Aus­ stellung ist bis 28. Mai zu besichtigen. Die Öffnungszeiten in der Galerie sind täglich außer Montag von 18 bis 20 Uhr. Zur Ausstellung erscheint ein Sonder­ band zur Montafoner Schriftenreihe. Zwei Monate lang widmet Schruns zusammen mit Tschagguns dem Schrun­ ser Hannes Bertle (1910-1978) anläss­ lich der Wiederkehr seines 100. Geburts­ tages eine Retrospektive. Arbeiten aus verschiedensten Schaffensperio­ den do­ umentieren den künstlerischen k Werde­ ang des Sohnes von Hans Bertle, g dessen Bilder noch in vielen Montafoner Stuben anzutreffen sind. Erstmals wird in dieser Ausstellung auch jener Kreuz­ weg gezeigt, der eineinhalb Jahrzehnte der Öffentlichkeit nicht zugänglich war. Dieses Hauptwerk Hannes Bertles ist in der Pfarrkirche Tschagguns ausgestellt. Ergänzend dazu sind in der MAP Keller­ galerie Bilder zu sehen, welche die Ent­ wicklung vom Naturalismus zur Abstrak­ tion dokumentieren. Hannes Bertle studierte an der Akade­ mie der Bildenden Künste in München bei den Professoren Gulbransson, Doer­ ner und Wackerle. Er fand nach dem Krieg seinen Weg von München, wo er geboren wurde, in die Heimat seiner Vor­ fahren nach Schruns. Seinen Lebensun­ Im Anschluss an die Führung möchten wir den Exkursionsteilnehmer/innen die Gelegenheit geben, den Entwurf für das neue Montafoner Heimatmuseum zu begutachten und zu diskutieren. Im Rah­ men der Montafoner Architekturgesprä­ che soll dazu an diesem Abend erstmals Gelegenheit gegeben werden. Anmeldung im Heimatmuseum bis 11. März notwendig, Kosten für Bus und Eintritt berücksichtigen, Rückkehr gegen 23 Uhr. 4 Veranstaltungen terhalt verdiente er sich als Kopist und Restaurator. Seine Liebe aber galt aber zunehmend der abstrakten Malerei. Zusammen mit seinen Kollegen Hugo von Schönborn und Lukas von Cranach hat er Anfang der Fünfzigerjahre mit sei­ nem kubistisch-abstrakten Malstil die Kulturszene in Schruns belebt. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Schruns, Montafoner Heimatmuseum Montag, 29. März 2010, 10 Uhr MONT.AG.TREFF (Montagsgespräche zur Architektur rund um das neue Montafoner Heimatmu­ seum) Zu dieser Veranstaltung siehe nähere Informationen in diesem Infoblatt (S. 11) Mittwoch, 7. April 2010, 19.30 Uhr Silbertal, Montafoner Bergbaumuseum Arbeiten mit Miskeyit aus Grandau/Gortipohl – Fruchtbarkeitsgöttinnen (Ausstellungspräsentation der Klasse 8b des BORG Götzis (Bildnerischer Zweig) Sammlung: Vorarlberger Landesmuseum Als Hauptwerk Bertles gilt jener Kreuz­ weg, den er 1958 für die Kapelle in der Valduna anfertigte. Die 14 Tafeln wur­ den bei der Renovierung der Kapelle ent­ fernt und dann 1979 von der Witwe des Künstlers zurückgekauft. Nachdem er nun über 15 Jahre im Depot des Muse­ ums gelagert war, wird er im Zuge dieser Ausstellung erstmals wieder öffentlich in der Kirche Tschagguns gezeigt. Der leidende Christus ist dabei in naturalis­ tischer Weise dargestellt, während der Hintergrund in düsteren Farben abstrakt gestaltet ist. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 18.53 Uhr; Rückfahrt mit der Bahn ab Schruns um 22.03 Uhr möglich. Die Schülerinnen und Schüler des BORG Götzis gestalteten im Unterrichtsfach „Bildnerisches Gestalten und Werken“ mit Gerhard Petter Fruchtbarkeitsgöt­ 5 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen 2010 tinen aus Miskeyit, der aus dem Gebiet Grandau (St. Gallenkirch-Gortipohl) stammt und von den Gymnasiast/inn/ en im Gelände zu ihren Grundgedan­ ken und Vorstellungen der Bearbeitung gesammelt wurde. Die Ausstellung ist noch bis 9. April 2010 zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung spricht u. a. Manfred Egender. Schüler/innen des Musikzweiges umrahmen den Abend. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr, Mitfahrgelegenheit von Schruns nach Silbertal / retour möglich, bitte um Anmeldung im Museum Schruns. Bahnrückfahrt ab Schruns um 22.03 Uhr. Schruns, Montafoner Heimatmuseum Freitag, 9. April 2010, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr, Rückfahrt mit der Bahn ab Schruns um 22.03 Uhr möglich ger ein Stück „Heimat“ zu erwandern und mit ihnen darüber zu diskutieren. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 12.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 12.57 Uhr, Bus Schruns-Innerberg ab 13.05 Uhr, Ankunft Innerberg-Kirche um 13.25 Uhr. Rückfahrt ab Innerberg mit Bus um 17.05 Uhr oder 18.05 Uhr, Ankunft Schruns um 17.25 bzw. 18.25 Uhr, Bahn Anschluss Richtung Bludenz um 17.37 bzw. 19.03 Uhr. Innerberg, Kirche Samstag, 10. April 2010, 14 Uhr Auf den Spuren der Fotomotive Philipp Schönborns. Eine heimatliche Wanderung mit Beat Gugger und Philipp Schönborn Die Ausstellung zu „Philipp Schönborn Montafon“ endet mit diesem Tag. Wir wollen ihnen an diesem Nachmittag die Gelegenheit geben, mit dem Künstler und dem Ausstellungskurator Beat Gug­ 6 Schruns, Montafoner Heimatmuseum Dienstag, 13. April 2010, 19.15 Uhr Generalversammlung des Heimatschutzvereins mit Präsentation des Jahresberichts 2009 und Vorstellung des Plans für das neue Montafoner Heimatmuseum Veranstaltungen Alljährlich findet nach Ostern die Jahres­ hauptversammlung (Generalversamm­ lung) des Heimatschutzvereins statt. Zu diesem traditionellen Termin wollen wir Sie an diesem Abend einladen. Tagesordnung (Anträge zur Erweiterung der Tagesordnung müssen bis Freitag, 9. April, 12 Uhr, schriftlich eingegangen sein): 1 Begrüßung 2 Genehmigung des Protokolls der letz­ ten Generalversammlung (das Protokoll liegt bei der Versammlung auf und kann auf Wunsch auch vorher zugesandt bezie­ hungsweise eingesehen werden) 3 Bericht des Obmanns zum Vereinsjahr 2009 4 Bericht der Kassierin zum Vereinsjahr 2009 5 Stellungnahme der Kassaprüfer und Entlas­ tung der Kassierin 6 Entlastung des Vorstands 7 Vorschau auf das Vereinsjahr 2010 und Genehmigung des Voranschlags 8 Festsetzung des Mitgliedsbeitrags für 2010 9 Allfälliges Im Rahmen der Generalversammlung wird auch der Jahresbericht 2009 prä­ sentiert. Die gedruckte Fassung umfasst rund 50 Beiträge, die sich mit allen Facet­ ten der Montafoner Museen, des Hei­ matschutzvereins Montafon und des Montafon Archivs auseinandersetzen. Im Anschluss wollen wir den Mitgliedern und allen Interessierten auch den Plan für das neue Montafoner Heimatmu­ seum vorstellen und diskutieren. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr, Rückreise mit der Bahn ab Schruns um 21.03 oder 22.03 Uhr möglich. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Treffpunkt: Pfarrkirche Tschagguns Samstag, 17. April 2010, 14 Uhr Auf den Spuren von Hannes Bertle. Eine Dorfwanderung (mit Klaus Bertle) Zum 100. Geburtstag von Hannes Bertle ist derzeit eine Ausstellung an verschie­ denen Orten in Schruns und Tschagguns zu sehen. Dabei ist an diesem Nachmit­ tag nicht nur an die Präsentation des Sammlungsbestandes gedacht, sondern auch an Stätten des öffentlichen Wirkens des akademischen Malers aus Schruns. Dazu zählen die Volksschule in Tschag­ guns, das alte Kino in der Batloggstraße oder der Schrunser Friedhof. Die Wande­ rung führt von der Tschaggunser Kirche über den Litzdamm zu den Ausstellungs­ orten in Schruns. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 13.37 Uhr, Ankunft in Tschagguns um 13.55 Uhr, Rückfahrt mit der Bahn Schruns Bahnhof ab 16.33 Uhr möglich Treffpunkt Bahnhof Schruns Samstag, 24. April 2010, 9 Uhr Das Hutmuseum in Lindenberg und das Bauernhaus-Museum in Wolfegg (eine Exkursion im Rahmen der 12. Mon­ tafoner Trachtengespräche für jedefrau und jedermann) 7 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Anmeldung im Heimatmuseum bis 21. April notwendig, Kosten für Bus und Ein­ tritt berücksichtigen, Rückkehr gegen 18 Uhr. Montag, 26. April 2010, 10 Uhr 2010 Schruns, Montafoner Heimatmuseum MONT.AG.TREFF (Montagsgespräche zur Architektur rund um das neue Montafoner Heimatmu­ seum) Mittwoch, 5. Mai 2010, 19.15 Uhr Schruns, Montafoner Heimatmuseum Trockenmauern: ein altes Handwerk neu entdeckt Das Hutmuseum ist in der ehemaligen Hutfabrik „Mercedes“ untergebracht und bietet seinen Besuchern auf insge­ samt vier Etagen einen Einblick in die Hut­ industrie Lindenbergs. Neben unzähligen Hüten aus der Zeit von 1880 bis 1945 können auch Maschinen wie Hauben­ pressen und eine Säulen-Dampfpresse im Hutmuseum bestaunt werden. Nach dem Mittagessen im Museumsgasthof Fischerhaus in Wolfegg steht nachmit­ tags der Besuch des Bauernhaus-Muse­ ums Wolfegg auf dem Programm. Das zehn Hektar große Gelände mit 15 histo­ rischen Gebäuden bietet Einblicke in die regionale Bau-, Wirtschafts- und Kultur­ geschichte und ist mit mehr als 50 000 Besucher pro Jahr eine der erfolgreichs­ ten kulturgeschichtlichen Einrichtungen in der Region. Das Bauernhaus-Museum in Wolfegg ist übrigen Kooperationspart­ ner der Montafoner Museen im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts zu den „Schwabenkindern“. 8 (Vortrag mit Dr. Martin Lutz) Bis Mitte des letzten Jahrhunderts wur­ den Trockenmauern noch regelmäßig gebaut, repariert und unterhalten. Die zunehmend billigere Energie, vielfältig einsetzbare, neue Baumaterialien sowie Veränderungen im Gesellschaftsgefüge wie die Landflucht und die Industria­ lisierung der Landwirtschaft förderten den Verlust des Wissens. Terrassenland­ Veranstaltungen schaften verbrachten, Wege wurden nicht mehr begangen und verfielen. In den letzten zehn Jahren ist eine Renais­ sance im Trockenmauerbau zu beob­ achten, die Hoffnung weckt. Im Vor­ trag wird der Schweizer Refernt Martin Lutz – er leitet die Kurse an der ViaVal­ tellina – die Bedeutung der Trockenmau­ ern in der Vergangenheit aufzeigen. Die Zuschauer/inn/en sollen die Faszination für diese alte Technik kennenlernen. Das aktuelle Kurswesen wird Teil des Vortra­ ges sein. ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 18.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.55 Uhr, Rückreise mit der Bahn ab Schruns um 21.03 oder 22.03 Uhr möglich. montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Schruns, Montafoner Heimatmuseum Freitag, 7. Mai 2010, 20 Uhr Offenes Singen (mit Hannes Riesch) ☛ Anreise mit der Bahn Bludenz ab 19.35 Uhr, Ankunft in Schruns um 19.55 Uhr, Rückfahrt mit der Bahn ab Schruns um 22.03 Uhr möglich Galgenul, ViaValtellina Mittwoch bis Freitag, 5.-7. Mai 2010, 8-17 Uhr (am ersten Tag Beginn 9 Uhr) Trockensteinmauern – bauen, sanieren und verstehen Dieser bereits zum dritten Mal durch­ geführte dreitägige Kurs vermittelt die Grundfertigkeiten für die Errichtung und Sanierung von Trockensteinmauern in Anlehnung an den Zertifikatslehrgang „Errichtung von Trockensteinmauern“ des Ländlichen Fortbildungsinstituts. Die Kursleitung hat Dr. Martin Lutz (Fa. OekoBeratungen und Trockenmauern, Belp/CH) mit Unterstützung von Fried­ rich Juen (Heimatschutzverein Monta­ fon) und einem Kurslehrer der Weinbau­ schule Krems. Anmeldung bis 25. April erforderlich: Ländliches Fortbildungsinstitut / Mail lfi@ lk-vbg.at oder Tel 05574/400-191; der Kursbeitrag beträgt 125 Euro. Gaschurn, Montafoner Tourismusmuseum Dienstag, 18. Mai 2010, 19 Uhr 13. Montafoner Trachtengespräche: Die Werktagstracht In der gemütlichen Stube des Gaschur­ ner Museums versuchen wir auch dies­ mal auf Themen und Objekte einzu­ gehen, die unsere Mitglieder und die Besucher/inn/en schätzen. Die Trachten­ gespräche bieten jeweils in einer ande­ ren Gemeinde die Gelegenheit, immer wieder ein neues Gesprächsthema rund um die Tracht aufzugreifen. Nicht nur praktisch, sondern auch schön präsen­ tiert sich die heutige Werktagstracht. Wer näht diese Tracht, und welche Mög­ lichkeiten an Ergänzungsteilen bieten sich an? Und wieder die Bitte an unsere 9 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Veranstaltungen Schruns, Galerie montARTphon und Heimatmuseum Mittwoch, 19. Mai 2010, 16 Uhr 2010 Kinderworkshop zum Schaffen des Montafoner Künstlers Hannes Bertle (mit Klaus Bertle) Klaus Bertle führt zunächst die Kinder durch die Ausstellung in der Galerie montARTphon. Anschließend findet im Heimatmuseum der Workshop mit dem Titel „Moderne Malerei verständlich machen“ statt, bei welchem die Kinder merken, wie einfach die Prinzipien der kubistischen Malerei sind. Treffpunkt ist die Galerie montARTphon, Mindestalter der Kinder 6 Jahre. Besucherinnen (Besucher sind natürlich ebenso angesprochen, so es sie gibt!): Wenn Sie Trachtenstücke (alt und neu) oder alte Fotos zum Thema beisteuern können, bringen sie diese mit, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil der Trach­ tengespräche. ☛ Anreise mit Bahn Bludenz ab 18.10 Uhr, Ankunft in Schruns um 18.30 Uhr, mit Bus ab Schruns um 18.35 Uhr, Ankunft in Gaschurn 19 Uhr. Rückfahrt mit Bus um 21.37 Uhr, Ankunft in Schruns um 22 Uhr, Bahnanschluss um 22.03 Uhr. 10 Aktuelles MONT.AG. – Eine Serie zu Fragen der Architektur (ab 15. März 2010) Hinter dem Kürzel MONT.AG verbergen sich die Montafoner Architektur-Gesprä­ che 2010. Die Kurzform verweist aller­ dings auch auf den Umstand, dass etli­ che der Veranstaltungen dazu an einem Montag stattfinden werden. Weiters steht MONT.AG für den Anfang von etwas Neuem. Es ist das MuseumNEU, welches im heurigen Jahr einen ent­ scheidenden Realisierungsschritt erfah­ ren wird. MONT.AG.BILDER Noch vor Beginn der Architekturge­ spräche 2010 verschicken wir – immer an Montagen – erhellende Diskussi­ onsimpulse zu Architektur. Es sind die so genannten MONT.AG.BILDER – also knapp kommentierte Beispiele ausge­ zeichneter Architektur, aus nahe gelege­ nen Alpenregionen, die aufzeigen sollen, dass und wie überzeugende Architektur gelingen kann: in einem historisch sen­ siblen Architekturumfeld, im Spannungs­ feld zwischen altem und neuem Bauen, im alpinen Raum, in zentrumsnahen Bereichen. Die MONT.AG.BILDER sollten nicht nur den Blickhorizont auf gelun­ gene Architektur im Alpenraum erwei­ tern, die Beispiele sollten auch die Archi­ tekturdiskussion im Montafon anregen. MONT.AG.FRAGEN Weiters stellen wir Wissensfragen zu konkreten architektonischen Aspek­ ten – die MONT.AG.FRAGEN. Ebenfalls immer an Montagen. Dafür braucht man jedoch kein lexikalisches Wissen, auch keine architektonische Kompetenz, son­ montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 dern lediglich ein wenig Interesse an den gegenwärtigen Entwicklungen rund um das MuseumNEU. Nach Abschluss der Frageserie können sämtliche Antworten bei uns abgegeben werden. Drei the­ mennahe Anerkennungspreise werden vergeben. Analog zu unseren MONT. AG.BILDERN versenden wir auch unsere MONT.AG.FRAGEN per Rundmail. [Bitte geben Sie uns Ihre Mailadresse bekannt, falls Sie Interesse an diesen Fragen haben]. Für Interessierte ohne Mailan­ schluss drucken wir die Bilder und Fra­ gen gern zur Mitnahme im Museum aus. MONT.AG.TREFF Nicht zuletzt gibt es einmal monatlich die Gelegenheit, sich vor Ort, nämlich im Heimatmuseum, zu informieren und auszutauschen – beim MONT.AG.TREFF. Immer am letzten Montag des Monats, erstmals am Montag, den 29. März, um 10 Uhr, in der Museumsstube. Dazu kön­ nen Fragen ebenso mitgebracht wer­ den wie Anregungen oder einfach die Lust, mit jemandem vom Museumsteam über Architektur zu reden. Der jeweilige Planungsstand des MuseumNEU kann dabei eingesehen werden. Zudem kann in interessanten Publikationen zu aktu­ ellen Architekturthemen geschmökert werden. Bis dahin werden wir nämlich einige Bücher im Museum auflegen, die eine Einordnung unseres Projekts Muse­ umNEU in einen größeren architektoni­ schen Zusammenhang ermöglichen soll­ ten. Dazu gehören Informationen über Architekten, über neues Bauen im alpi­ nen Raum, über Museumsbauten und andere Themen. (Bruno Winkler) 11 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles er meistens verschenkt. Er signierte sie, wenn überhaupt, mit seinem Künstler­ namen Nikolas Gujegiani. Als der Vater während seines Kunst- und Architekturstudiums in Tiflis starb, war er gezwungen, zeitweise in der Firma seines Onkels mitzuarbeiten. Als dieser Geschäftsmann in den Wirren nach dem Ende der Sowjetunion auf der Flucht vor mafiaähnlichen Banden untertauchen musste, richtete sich die Bedrohung gegen den Neffen. Jahrelang im Verbor­ genen lebend und wiederholt nur knapp Anschlägen auf sein Leben entronnen, gelang ihm 2003 die Flucht nach Öster­ reich. Die Hoffnung auf ein Leben in Freiheit und Sicherheit erfüllte sich nicht. In Wien und später in Innsbruck war er praktisch unbetreut, lebte mit anderen Obdachlo­ sen auf der Straße. Ich hatte mich aufge­ geben, erzählte er. 2005 brachte man ihn ins Flüchtlings­ haus „Maria Rast“. Erst in Schruns sei er allmählich zur Ruhe gekommen, habe wieder zu sich gefunden. Er begann zu zeichnen, bald auch zu malen. Wurde durch Kunstprojekte wie „Allmende“ und vom Kunstforum Montafon geför­ dert. Die Caritas stellte im Flüchtlingshaus einen Raum als provisorisches Atelier zur Verfügung. Johann Trippolt verhalf ihm durch eine Ausstellung in seiner Galerie „montARTphon“ zu öffentlicher Aner­ kennung. Im Herbst 2009 wurde er nach eingehender Prüfung seiner Werke in die Berufsvereinigung bildender Künstlerin­ nen und Künstler Vorarlbergs als Mit­ glied aufgenommen. In all den Jahren begleitete den hoch­ sensiblen und bescheidenen Künstler die 2010 Kulturlandschaft Montafon: Gamplaschg In unserer losen Serie mit Bildern aus der Kulturlandschaft Montafon dürfen wir Ihnen diesmal zwei eingesandte Bilder von zwei Neubauprojekten aus SchrunsGamplaschg zeigen. Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung – Welcher? Oft malte oder zeichnete terte, wehrlos ausgelieferte Bedroht von gesichtslosen zenhaften Kreaturen. Seine 12 er gemar­ Menschen. oder frat­ Bilder hat Aktuelles (Franz Rüdisser) montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 jahr dieses Jahres, seine Bilder im Palais Thurn&Taxis in der Landeshauptstadt zu präsentieren. Aus der Sammlung von Luise Jenny: Landschaftsfotografien von Jos Talboom Das Bergbaumuseum in Silbertal zeigt noch bis 9. April eine kleine Ausstel­ lung zu Fotografien von Jos Talboom. Der Fotograf ist Mitglied des königlichen Fotovereins in Belgien und verbringt seit über 30 Jahren seinen Urlaub im Monta­ fon. Die Bildmotive zeigen Naturszenen aus dem Silbertal. Die Auswahl der Bilder stammt aus der Fotosammlung von Luise Jenny, Silbertal. Angst vor einer Ausweisung in ein Land, in dem die Bedrohung, die ihn zur Flucht gezwungen hatte, immer noch akut fort­ dauert. Die Bemühungen eines Freun­ deskreises, ihm zu einem Bleiben nach Gesetzen des Menschenrechts zu ver­ helfen, hatten keinen Erfolg. „Im Namen der Republik“ wurde ihm mitgeteilt: „Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ist es daher drin­ gend notwendig, Sie aus dem Bundesge­ biet auszuweisen ...“ Vergebens interve­ nierte der ärztliche Gutachter, der eine Haftunfähigkeit bescheinigte. Am Abend des Allerseelentages 2009 wurde Nikolas Gujegiani festgenommen und bald dar­ auf nach Georgien abgeschoben. Zwei Wochen später wurde im Bregen­ zer Künstlerhaus eine Ausstellung der Berufsvereinigung eröffnet, in der auch zwei Bilder von Nikolas Gujegiani hin­ gen. Aufrecht ist die Einladung im Früh­ 13 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Aktuelles Durigs. Diese beinhalten eine äußerst reichhaltige Fotosammlung, deren Digi­ talisierung eine der nächsten Arbeitsauf­ gaben im Archiv sein wird. Weiters ist die umfangreiche Personalakte Durigs erhal­ ten, die beweist, dass er vielerorts in füh­ renden Positionen tätig war (z. B.: Leiter des Physiologischen Instituts der Univer­ sität Wien oder Chefarzt des größten Lazaretts der österreichisch-ungarischen Monarchie). Urkunden, Briefe, Tagebü­ cher und Notizbücher runden den Nach­ lass ab. Dessen Bedeutung wird dadurch unterstrichen, dass es allein innerhalb des letzten halben Jahres mehrere Anfra­ gen von Universitäten aus dem In- und Ausland gab, die sich für das Leben und Wirken Durigs interessierten. (Andreas Brugger) Bartholomäberg in alten Ansichten – die Sammlung Heinrich Nussbaumer: Ein gutes Beispiel der Zusammenarbeit der Gemeinden Bartholomäberg und Bildstein mit dem Montafon Archiv Das Montafon Archiv durfte von der Gemeinde Bartholomäberg die vollstän­ dige Kopie der Fotosammlung von Mon­ tafoner Motiven des Priesters Heinrich Nussbaumer in Empfang nehmen. Heinrich Nussbaumer war in den 1930er Jahren Kurat in Innerberg. Er setzte sich äußerst geschickt und erfolgreich für die Verlängerung des Güterweges von Bartholomäberg nach Innerberg ein. In seiner Freizeit fotografierte er. Bil­ der von Wanderungen und von geselli­ gen Zusammenkünften (zum Beispiel am Gasthof Fernblick) haben sich erhalten. Später trat er die Pfarrerstelle in Bildstein an, wo er 1941 – trotz großer kriegsbe­ 2010 Nachlass von Arnold Durig inventarisiert Der Physiologe Hofrat Arnold Durig (1872-1961) kann ohne Zweifel als eine der bekanntesten Montafoner Persön­ lichkeiten des 20. Jahrhunderts bezeich­ net werden. Dies beweisen nicht nur seine unzähligen Fachpublikationen, sondern auch seine Kontakte zu Perso­ nen wie Albert Einstein oder Kaiser Karl I. von Österreich. Das Montafon Archiv beherbergt schon seit vielen Jahren sei­ nen Nachlass. Seine Bibliothek umfasst knapp 500 Werke und beinhaltet eine breite Palette, die von wissenschaftlicher Fachliteratur bis zu den großen Werken der Weltliteratur reicht. Dieser Bestand ist bereits seit 2004 vollständig erfasst. Nun erstellte die Ferialpraktikantin Christine Piske zudem ein Inventar der Archivalien 14 Aktuelles montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 dingter Schwierigkeiten – die Innenres­ taurierung der Wallfahrtskirche durch­ führen konnte. 1972 starb er in seiner Pfarrgemeinde. Sein fotografischer Nachlass wurde viele Jahre später offensichtlich anläss­ lich von Renovierungsarbeiten entdeckt. Die Gemeinde Bildstein digitaliserte seine Sammlung und übermittelte der Gemeinde Bartholomäberg die Fotos aus dem Montafon. Anschließend konnte Kilian Jochum aus Bartholomäberg noch viele Namen der abgebildeten Personen identifizieren und für die Nachwelt ver­ merken. Schließlich erhielt das Montafon Archiv unentgeltlich ein vollständiges Set der Montafon-Fotos aus der Sammlung des engagierten Kuraten Nussbaumer dem Montafon. Die Bilder werden dort unter optimalen Sammlungsbedingun­ gen der Nachwelt erhalten und inhaltlich erschlossen. (Peter Strasser) 15 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Rückblick 2010 Tschagguns, 19. November Bludenz, 20. November Bludenz, 20. November Schruns, 26. November Schruns, 27. November 16 Schruns, 1. Dezember Rückblick montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Schruns, 11. Dezember Schruns, 17. Dezember Schruns, 28. Dezember Schruns, 4. Jänner Bartholomäberg, 13. Jänner Bartholomäberg, 22. Jänner 17 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Publikationen 12 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Montiel. 2004 (€ 22,-/18,-) 13 Nachbaur/Strasser: Die Markterhe­ bung von Schruns. 2004 (€ 22,-/18,-) 14 Wink (Hg.): Ausgrabungen im Mon­ tafon. Diebschlössle und Valkastiel (2 Bde). 2005 (€ 22,-/18,-) 15 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Der Maisäß Valschaviel. 2005 (€ 22,-/18,-) 16 Hachfeld/Vossebürger/Pfeifer: Die „Alpe“ Bofa. 2005 (€ 10,90/8,70) 17 Hessenberger/Kasper: Lebenswel­ ten junger Menschen im Montafon. 2006 (€ 13,-/10,-) 18 Malin/Maier/Dönz-Breuß: Standes­ wald Montafon. 2007 (€ 22,-/18,-) 19 Ohneberg: Märzengerichtsproto­ koll. 2007 (€ 28,-/22,-) 20 Bußjäger: Die „Montavon“-Krise. 2007 (€ 13,-/10,-) 21 Beitl/Strasser: Richard Beitl. 2009 (€ 25,-/20,-) 22 Michael Kasper: Röbi und Rongg. 2009 (€ 25,-/20,-) 2010 Publikationen Montafoner Geschichte Band 1 Rollinger/Rollinger: Montafon 1. Mensch – Geschichte – Naturraum. Die lebensweltlichen Grundlagen. 2005 (€ 44,-, in Verbindung mit allen vier Bänden um 15 % reduziert) Band 2 Rollinger: Montafon 2. Besied­ lung - Bergbau - Relikte. Von der Stein­ zeit bis zum Ende des Mittelalters. 2009 (€ 46,-, in Verbindung mit allen vier Bän­ den um 15 % reduziert) Montafoner Schriftenreihe Moosbrugger: Maisäßkultur und Maisäßlandschaft im Montafon. 2001 (vergriffen) 2 Keiler/Pfeifer (Hg.): Plazadels und Wachters Dieja. 2001 (€ 10,90, für Mitglieder € 8,70) 3 Haas: Das Montafonerhaus und sein Stall. 2001 (€ 20,-/16,50) 4 Dönz: Muntafuner Wärter, Spröch und Spröchli. 2001 (€ 20,-/16,50) 5 Rudigier/Zamora (Hg.): Das roma­ nische Vortragekreuz von Bartholo­ mäberg. 2002 (€13,-/10,-) 6 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Gweil – Mai­ säß und Alpen. 2002 (€ 20,-/16,50) 7 Beitl: Die Votivbilder aus den Mon­ tafoner Gnadenstätten. 2002 (€ 16,-/13,-) 8 Netzer: Silbertaler Soldaten im Zwei­ ten Weltkrieg. 2003 (€ 16,-/13,-) 9 Keiler/Pfeifer/Rudigier: Die Maisäße auf Tafamunt. 2003 (€ 22,-/18,-) 10 Strasser: Montafoner ReiseBilder. 2003 (€ 20,-/16,50) 11 Nesensohn-Vallaster: Der Lawinen­ winter 1954. 2004 (€ 16,-/13,-) 18 1 Sonderbände zur Montafoner Schriftenreihe SB 1 Strasser/Rudigier: montafon.1906_2006 – Eine Zeitreise in Bildern. 2006 (vergriffen) SB 2 Truschnegg: Lorüns. Dorfgeschichte in Schrift und Erzählung. 2006 (€ 35,-/30,-) SB 3 Brugger: 100 Jahre Skisport im Montafon. 2006 (€ 33,-/27,-) SB 4 Rudigier: Heimat Montafon. Eine Annäherung. 2007 (€ 22,-/18,-) SB 5 Hessenberger: Grenzüberschreitun­ gen. 2008 (€ 28,-/22,-) SB 6 Arnold: Montafonerin. 2008 (€ 19,50/16,50) Publikationen SB 7 Rudigier: Kulturgeschichte Monta­ fon. 2009 (€ 9,50/7,50) SB 8 Hessenberger/Rudigier/Strasser/ Winkler: Mensch & Berg im Monta­ fon. 2009 (€ 28,-/22,-) SB 9 Strasser: Schruns um 1920 (Adele Maklott). 2009 (€ 18,90/16,90) SB 10 Philp: Philipp Schönborn Montafon. 2010 (€ 22,-/18,-) Kataloge und Führer Maklott – Jehly – Schmid. Sommeraus­ stellung 2004 im Montafoner Heimat­ museum Schruns (€ 10,-/8,-) Rudigier/Strasser: Ein kleiner Führer durch das Montafoner Heimatmuseum. 2008 (€ 5,-/4,-) Brugger: Museum Guide of the Monta­ fon Folk Museum Schruns. 2008 (€ 3,-) Filme und andere Medien Plazadels und Wachters Dieja. Maisäß­ siedlung im Gauertal. Videodokumen­ tation von info-film (Banas & Banas), 14 min. 2001 (€ 26,-/22,-) Montafon. Von Feldkirch in das Mon­ tafon. Historische Filme in der Reihe „Österreich in historischen Filmdoku­ mentationen. Edition Vorarlberg“ vom Filmarchiv Austria, 83 min. 2004 (VHS 21,60, DVD 24,90) Die prähistorische Besiedlung des Monta­ fons. 7000 Jahre Besiedlungsgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern. Interaktive CD zur gleichnamigen Aus­ stellung im Montafoner Heimatmuseum, montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 2 Rüdiger Krause, ArcTron GmbH, Monta­ foner Heimatmuseum. 2005 (€ 10,-/8,-) Kulturhistorische Wanderwege Montafon Bertle: Geologischer Lehrwanderweg Bartholomäberg. 1978 (€ 6,-/5,-) Rudigier: Gaschurn-Dorf. 2003 (€ 2,-) Ebster: Sagenweg Vandans. 2007 (€ 2,-) Jahresberichte der Montafoner Museen 2001 (€ 2,-) 2002 (€ 2,-) 2003 (€ 2,-) 2004 (€ 4,-) 2005 (€ 4,-) 2006 (€ 4,-) 2007 (€ 10,-) 2008 (€ 10,-) 19 2010 2 montafoner museen 100 Jahre Hochwasser 1910 Informationen 2010 Heimatschutzverein Montafon • Montafoner Museen • Montafon Archiv Montafoner Heimatmuseum, Kirchplatz 15, 6780 Schruns T 05556/74723, F 05556/74723-24 E museen@montafon.at, I www.stand-montafon.at/kultur Bankverbindungen: Raiba Montafon, BLZ 37468, Kontonr. 302.547 Sparkasse Schruns, BLZ 20607, Kontonr. 0100-065333 Öffnungszeiten im Winter (bis 10. April 2010) Montafoner Heimatmuseum Schruns: Dienstag bis Samstag, 15-18 Uhr Grafik-Design Frei, Götzis Montafoner Tourismusmuseum Gaschurn: Dienstag bis Freitag, 16-18 Uhr Montafoner Bergbaumuseum Silbertal: Altes Frühmesshaus Bartholomäberg: Mittwoch und Freitag, 16-18 Uhr Dienstag bis Freitag, 16-18 Uhr Mitglieder des Heimatschutzvereins Montafon haben folgende Vorteile: • • • • • Freier Eintritt in alle Montafoner Museen Infos und freier Eintritt zu den Veranstaltungen des Vereins (Vorträge, Exkursionen, Lesungen) Deutlich reduzierter Bezugspreis für die Montafoner Schriftenreihe Kostenlose Inanspruchnahme des Montafon Archivs und der Bibliothek Kostenlose Inanspruchnahme des Services der Außenstelle der Vorarlberger Landesbibliothek Mit der Bezahlung des Mitgliedsbeitrages von € 20,- unterstützen Sie die Arbeit des Vereines und der Museen! ✃ Ja, ich möchte diese Vorteile nützen und werde Mitglied des Heimatschutzvereins Montafon. Vorname: ✃ Österr. 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